Geschafft!

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Geschafft!
ICH BRING’S
H a u p ts c h ul ab sc h l uss 20 10
12-seitiges Special im Hamburger Abendblatt - 7. Juli 2010
DER PERFEKTE
AUFTRITT
Swantje wird
Verkäuferin
Nach vier Praktika
und Erfahrungen im
Nebenjob entschied
sich die 17-Jährige
für den Einzelhandel.
>SEITE 3
DER HERR
DER REIFEN
Joshua lernt
Fachlagerist
Der 15-Jährige ließ
sich auch durch viele
Absagen nicht aus
der Ruhe bringen.
>SEITE 5
MIT DER NOTE
1,7 INS BÜRO
Sandra punktete
bei Otto
Einkauf, Personal,
Rechnungswesen
und Verkauf stehen
auf dem Programm.
>SEITE 6
Geschafft!
:: Die Namen der Absolventen von 38 Schulen
:: Viele Tipps und Beispiele für den
erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben
Hamburger Abendblatt
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ICH BRING’S
EDITORIAL
Zahl zum Thema In Deutschland gibt es 4283 Hauptschulen. Zum Vergleich: Es gibt 3070 Gymnasien und 2625 Realschulen
Vorbildliche Aktion
für Hamburg
M A R K H ÜBN E R-WE I N HOLD,
R E SS O RTLE I T E R BE RU F & ER FOLG
IMPRESSUM
:: Seit zehn Jahren unterstützen
Unternehmen und Schulen im Hamburger Hauptschulmodell junge Menschen. Mittlerweile beteiligen sich
daran 75 Firmen und 95 Schulen. Das
Ziel: Jugendliche in eine qualifizierte
Ausbildung zu bringen. Bei rund 450
jungen Hamburgern jährlich gelingt
das. Diese Aktion ist vorbildlich. So
sieht echtes Bürgerengagement aus,
sozial, wirtschaftlich und nachhaltig.
Deshalb unterstützt das Abendblatt
die Aktion mit „Ich bring’s“, einem
eigenen Journal für die Absolventen
der Hamburger Hauptschulen.
Der Hauptschulabschluss ist das
erste wirklich wichtige Zeugnis, ein
Fundament für den weiteren Ausbildungs- und Berufsweg. Dazu gratuliere ich Euch, den Absolventen, ganz
herzlich. Jetzt, nach der Hauptschule,
geht es für Euch erst so richtig los.
Jetzt beginnt für viele die oft mühsame Suche nach einem Ausbildungsplatz. Oder Ihr schlagt den Weg ein zu
weiterbildenden Schulen.
Wer von Euch im Berufsleben
vorankommen will, der wird immer
und immer wieder lernen müssen.
Lasst Euch von niemandem kleinreden. Wenn Ihr Ziele habt und den
Willen, diese zu erreichen, dann könnt
Ihr das schaffen – auch wenn der Weg
nicht leicht ist. Viel Erfolg!
„Ich bring’s – Hauptschulabschluss 2010“
ist eine Beilage zum Hamburger Abendblatt
Redaktion
Mark Hübner-Weinhold (Leitung)
Manuela Keil (Planung und Produktion)
Lektorat: Wiebke Langhinrichs
Layout: Sandra Klose
Mitarbeit: Janett Brandt,
Jacqueline Niemeyer
Titelfoto: Heiner Köpcke
Redaktion: Tel. 040-3472-31 40,
E-Mail: [email protected]
Anzeigenleitung: Dirk Seidel,
Tel. 040-3472-25 56
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Was ist der Schulabschluss wert?
Klar, gute Noten zählen viel. Aber auch so mancher Umweg führt zum Ziel
YVONNE S CHE L L E R
::
„Ich weiß gar nicht, was ich hier
soll“, klagt eine Schülerin und feuert ihren Rucksack in die Ecke der Messehalle B6, wo jedes Jahr Ende Februar die
Berufsinformationsmesse „Einstieg“
stattfindet. „Für alles, was mich interessiert, fordern sie Abi. Mit einem Hauptschulabschluss muss ich denen erst gar
nicht kommen.“ Ihre Klassenkameraden nicken. Sind es überzogene Berufsvorstellungen, die zu solch einem Frusterlebnis führen oder ist ein Hauptschulabschluss heute einfach nichts mehr
wert?
Wenn man dem Chef der Hamburger Agentur für Arbeit, Rolf Steil, glauben darf, ist das Abitur nicht nötig, um
Karriere zu machen. „Gerade Abgangsschüler von Haupt- und Realschulen
mit einem vernünftigen Zeugnis müssen nicht unbedingt eine weiterführende Schule besuchen, um eine höher qualifizierte Lehrstelle zu bekommen.“
Mit einem guten
Hauptschulabschluss haben
Bewerber reelle Chancen bei
vielen Ausbildungsberufen.
Armin Grams,
Handelskammer
Das Zauberwort ist dabei allerdings
das „vernünftige“ Zeugnis. Wer mit guten Noten im Gepäck auf seinen Hauptschulabschluss zusteuert und sich beispielsweise für einen handwerklichen
Beruf interessiert, dem rät Jörg Ungerer von der Handwerkskammer, sofort
in den Beruf zu starten, „statt noch ein
oder zwei Jahre älter zu werden und mit
einem vielleicht schlechteren Realschulzeugnis am Ende weniger gut da zu
stehen.“ Und er ergänzt: „Wer seine
Ausbildung mit mindestens einer Drei
abschließt, hat automatisch seinen Realschulabschluss in der Tasche.“
Im Handwerk steht die Mehrzahl
der rund 100 verschiedenen Berufsausbildungen Hauptschulabsolventen offen. Aber auch Armin Grams von der
Handelskammer verweist auf interessante Karrieren, die Schritt für Schritt
in Angriff genommen werden können.
Etwa im Bereich Einzelhandel. „Da
können Hauptschulabsolventen mit der
zweijährigen Ausbildung zum Verkäufer starten und nach einem weiteren
Jahr den Abschluss zum Kaufmann im
Einzelhandel machen.“ Ähnliches gelte
für die Fachkraft im Gastgewerbe, für
Restaurantfachleute oder die Servicefachkraft für Dialogmarketing. „Mit einem guten Hauptschulabschluss haben
Der erste Abschluss, der erste Schritt nach oben. Illustration: Jörg Dommel
Bewerber reelle Chancen auf eine Vielzahl von Ausbildungsberufen“, ist
Grams überzeugt. Aber: „Mit einem
schlechten Abschluss wird es dagegen
bedeutend schwieriger. Da sollte vielleicht der Umweg über eine Einstiegsqualifizierung gewählt werden.“
Der Grund: Für die Betriebe ist entscheidend, dass Basiskompetenzen vorhanden sind, um mit ihren Ausbildungsinhalten darauf aufbauen zu können. Nach solchen Kompetenzen gefragt, nennt Ungerer etwa ein
zuverlässiges Textverständnis, die Fähigkeit sich vernünftig ausdrücken zu
können sowie die Grundregeln der Mathematik. „Dabei spreche ich nicht von
höherer Integralrechnung, sondern von
Prozentual- oder Flächenberechnung,
die etwa im Back- oder Farbenhandwerk tagtäglich gebraucht werden.“
Diese Grundanforderungen würden jedoch längst nicht mehr alle Bewerber
erfüllen. So hört Grams von den Betrieben, der Hauptschulabschluss sei in dieser Hinsicht früher mehr wert gewesen.
Die schleichende Abwertung des
Hauptschulabschlusses ist auch in der
Schulbehörde kein Geheimnis. So erklärt Bildungssenatorin Christa Goetsch: „Schüler, die nach neun oder
zehn Jahren die allgemeinbildende
Schule mit einem Hauptschulabschluss
verlassen, sind beim Übergang in den
Beruf keineswegs chancenlos. Ihre
Chancen werden allerdings verringert
durch das schlechte Image, das mit dem
Begriff Hauptschule verbunden ist.“
Doch der steht vor dem Aus. Ab dem
kommenden Schuljahr gibt es keine getrennten Hauptschulklassen mehr und
der Begriff Hauptschulabschluss wird
künftig durch die Formulierung „Erster
allgemeinbildender Abschluss“ ersetzt.
Die Hauptschule als Schulform ist
in Hamburg somit tatsächlich ein Auslaufmodell. In Zukunft sollen die Schüler schon ab der achten Klasse auf den
Übergang in den Beruf vorbereitet werden. Dann wird entscheidend sein, ob
der Berufswunsch auch wirklich zu den
Stärken der jungen Leute passt.
Ich unterstütze die Aktion,
… weil Ausbildung
bei Beiersdorf einen hohen Stellenwert hat. Auch
qualifizierten
Hauptschülern
bieten wir jedes
Jahr interessante
Berufsmöglichkeiten in verschiedenen Berufsgruppen. Unsere fortschrittliche Ausund Weiterbildung ermöglicht ihnen eine ausgezeichnete persönliche und fachliche Qualifizierung als
Grundlage für beste Zukunftsaussichten.
Daniela Peeters-Bendix,
Leiterin Ausbildung bei der Beiersdorf AG
Hamburger Abendblatt
3
ICH BRING’S
Online Abendblatt-Umfrage: Für welchen Berufsweg hast du dich entschieden? Abendblatt.de/berufsweg
Beraterin für den perfekten Auftritt
Swantje Rosenstein hat sich nach vier Praktika für eine Ausbildung zur Schuhverkäuferin entschieden
M A N U E LA K E I L
:: Viele Frauen lieben sie. Und manche haben sogar ganze Schränke voll mit
ihnen. Schuhe können eine Leidenschaft sein. Oder im Mittelpunkt des
Berufslebens stehen. So wie bei Swantje
Rosenstein. Sie beginnt am 1. August ihre Ausbildung zur Verkäuferin beim Filialhändler Deichmann im Mercado in
Altona.
Ihre Entscheidung für den Einzelhandel ist noch sehr frisch. Erst im Mai
stand für die 17-Jährige endgültig fest,
dass sie Verkäuferin werden möchte.
Die Entscheidung hängt mit Swantjes
Erfahrungen bei verschiedenen Praktika und mit ihrem Job zusammen. Sie
arbeitet seit Dezember bei Penny an der
Kasse, zwei Tage die Woche. „Ich spare
auf mein erstes Auto“, berichtet die
junge Frau. Ihren Führerschein wird sie
noch in diesem Jahr beginnen.
Während des Praktikums bei einem
Friseur musste sie viel putzen
Die modebewusste junge Frau freut
sich auf die Ausbildung, zumal es dabei
um Schuhe geht, aber ein wenig mulmig
ist ihr schon, wenn sie an diesen neuen
Lebensabschnitt, die neuen Kollegen
und den neuen Tagesrhyhtmus denkt.
Swantje konnte erste Eindrücke gewinnen, als sie zwei Tage bei Deichmann
zur Probe gearbeitet hat. „Ich habe die
Kunden beraten und Schuhe herausgesucht. Das hat mir Spaß gemacht, aber
das lange Stehen war schon sehr ungewohnt“, gibt die Absolventin der Gesamtschule Eidelstedt zu. „Ich hatte die
falschen Schuhe an und deshalb am
nächsten Tag heftigen Muskelkater.“
Das sind zwar schmerzhafte, aber zugleich auch wichtige Erfahrungswerte
für die junge Frau. Am 1. August wird sie
ihre Schuhe mit Bedacht auswählen.
Bei ihren vier Praktika konnte
Swantje ganz unterschiedliche Einblicke in das Berufsleben gewinnen, die sie
zwar nicht direkt zu ihrem Ausbildungsberuf geführt haben, die aber dennoch wertvoll waren. Das Praktikum bei
Ich unterstütze die Aktion,
… weil ich eine
politische Stigmatisierung der gegenwärtigen
Schulreformdiskussion ablehne.
Hauptschüler sind
junge Menschen
aus der Mitte unserer Gemeinschaft und keine abzugrenzende Randerscheinung.
Ihnen gebührt Respekt und unsere
volle Unterstützung auf dem Weg
zu einer hoch qualifizierten Ausbildung, ohne die ein Deutschland der
Zukunft seine Position nicht behaupten können wird. Hauptschüler sind ein Teil der Minderheit immer weniger junger Menschen in
unserem Lande – und von denen
brauchen wir jeden einzelnen!
Axel Schultz,
geschäftsführender Gesellschafter
der Schultz-Unternehmensgruppe
Diese Schuhe sind zwar schick, aber in ihrem Beruf eher unpraktisch, denn Swantje, 17, muss viel stehen. Foto: Heiner Köpcke
einem Friseur gefiel ihr nicht. „Ich
musste da viel putzen“, meint sie und
schneidet eine Grimasse. Auch dass in
dem Job sehr wenig verdient wird, hat
sie bewogen, nach einem anderen Berufsweg zu suchen.
Schon nach zwei Jahren
Ausbildung ist sie Verkäuferin
Die weiteren Praktika in der Küche
eines Kindergartens und in zwei Kindergärten haben der 17-Jährigen dagegen gut gefallen. Sie habe deshalb auch
überlegt Erzieherin zu werden, den Gedanken jedoch wieder verworfen. „Die
Ausbildung dauert für mich als Hauptschulabsolventin insgesamt fünf Jahre,
das ist mir zu lange“, sagt Swantje mit
Nachdruck. Ihre Entscheidung fiel zugunsten des Einzelhandels aus.
So wird sie nach zwei Jahren schon
ausgebildete Verkäuferin sein und kann
nach einem weiteren Jahr Einzelhandelskauffrau werden. Auf ihrem Weg ins
Berufsleben hat Swantje viel Unterstützung durch ihre Eltern und die Arbeitsstiftung Hamburg erfahren. „Mit meiner Lehrerin habe ich das Schreiben von
Bewerbungen geübt. Außerdem musste
ich bei den Firmen anrufen, ob noch
Ausbildungsplätze frei sind“, berichtet
die Schülerin.
Auf ihre Schulzeit angesprochen,
die nun für sie beendet ist, bleibt Swantje ganz ruhig, nur beim Stichwort Mathe
wird die zierliche Schülerin geradezu
heftig. „Ich hasse Mathe“, platzt es
plötzlich aus ihr heraus. Und dann etwas ruhiger: „Mathe war mein Problem.“ Deshalb kam für sie zeitweilig
auch die Maßnahme QuAS, eine betriebsnahe Form der Berufsvorbereitung, ins Gespräch. Sie hat zum Ziel,
Jugendliche in eine Ausbildung zu ver-
mitteln. „Aber meine Lehrerin meinte,
ich sei dafür zu intelligent“, sagt Swantje selbstbewusst. Die junge Frau ging einen anderen Weg. Sie nahm in ihrer
Schule an dem Projekt „Lernen im
Stadtteil“ (LiSt), einem Unterrichtsmodell für die Klassen 9 und 10, teil. Dort
werden 18 Schüler, die Schwierigkeiten
in der Schule haben, gezielt gefördert.
„Ich hatte Glück, denn nur weil jemand
absprang, konnte ich nachrücken“, erzählt Swantje. Sie lernte mit ihren Mitschülern drei Tage die Woche in der
Schule und zwei im Betrieb. Das Ziel
von LiSt ist die Vorbereitung auf das Arbeitsleben.
Als Swantje ihren Abschluss in der
Tasche hatte, wurde zu Hause gefeiert.
Ihre Eltern hätten sich mit ihr gefreut.
„Wir sind richtig fein essen gegangen,
zum Italiener.“ Und bevor es dann mit
dem Berufsleben losgeht, macht Swantje mit ihrer Familie – sie hat noch zwei
Stiefgeschwister – Urlaub am Gardasee.
Von ihren 17 Mitschülern
haben zwölf eine Lehrstelle gefunden
Von ihren 17 Mitschülern im Projekt „Lernen im Stadtteil“ haben zwölf
eine Lehrstelle gefunden, einige werden
Altenpfleger, andere Kfz-Mechatroniker. Und Swantje hat noch einen Tipp
für andere Schüler. „Sich früh entscheiden, was man beruflich machen möchte,
und sich dann bewerben ist wichtig. Ich
hatte wirklich Glück, dass es dann doch
noch so schnell mit einem Ausbildungsvertrag geklappt hat.“
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4
Hamburger Abendblatt
ICH BRING’S
Gewusst? Auch der ehemalige Außenminister Joschka Fischer begann seine Karriere mit einem Hauptschulabschluss
Der Nachwuchskoch im Café Paris
Mit 15 Jahren beginnt Jan Huth am 1. August seine Ausbildung. Stress und Arbeitszeiten schrecken ihn nicht
MANUELA KEIL
Jan Huth, 15, hat privat schon viel gekocht, am liebsten Lasagne und Fisch. Bald
werden auch die Gäste des Café Paris seine Speisen kosten. Foto: Heiner Köpcke
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:: Wie schmecken eigentlich Austern? Was für Zutaten braucht man für
ein Coq au Vin? Wie wird Crème brulée
zubereitet? Was für viele Menschen und
erst recht für andere Jungen seines Alters ein Buch mit sieben Siegeln ist, beschäftigt Jan Huth bald sogar beruflich.
Der 15-Jährige wird Koch und beginnt
seine Ausbildung am 1. August im Café
Paris.
Rathausstraße 4 – das ist eine gute
Adresse im Herzen der Hansestadt. Und
wer weiß, vielleicht ist es zugleich der
Start für eine weitere Kochkarriere?
Der junge Hauptschulabsolvent der
Ida-Ehre Gesamtschule hat in jedem
Fall die erste Hürde mit Bravour geschafft.
Aber der Reihe nach. Denn es fing
alles zunächst ganz anders an. In der
achten Klasse machte Jan ein Praktikum im Kindergarten. Aber schon damals wollte er eigentlich gern Koch
werden und fragte auch in zwei Restaurants nach einem Praktikum. Die Antwort lautete jedoch stets: „Wir nehmen
keine Praktikanten.“ Es folgte noch ein
weiteres Praktikum in der neunten
Klasse im Futterhaus als Verkäufer.
„Das hat mir nicht so gut gefallen“,
meint Jan im Rückblick.
Wenn er über seine Schulzeit
spricht, klingt er ganz zufrieden. Beiläufig kommen zwar die Einschränkungen
„Englisch war nicht so mein Fall“ und
„in Mathe hatte ich ein Ausreichend“,
aber den Schulabschluss schaffte Jan
mit einem Befriedigend. Und als er Probleme in der Schule hatte, nutzte er das
Angebot der Arbeitsstiftung Hamburg.
Das empfiehlt der 15-jährige auch allen
anderen seines Alters. Zum ersten Gespräch mit der Beraterin fuhr Jan mit
seiner Mutter.
Dort stand die Maßnahme QuAS, eine betriebsnahe Form der Berufsvorbereitung zur Diskussion – oder sollte er
doch die zehnte Klasse wiederholen?
Auch der Wechsel auf eine andere Schule war zeitweilig ein Thema. Die Entscheidung fiel dann nach reiflicher
Überlegung und Gesprächen mit der
Beraterin zugunsten einer Ausbildung.
Als dieser Weg klar war, ging es ans
Schreiben der Bewerbungen. Auch dabei unterstützte die Beraterin Jan. Wie
jungen Menschen immer wieder empfohlen wird, fixierte sich Jan nicht nur
auf die Ausbildung zum Koch, sondern
spannte den Radius weiter und bewarb
sich auch auf Ausbildungsplätze zum
Feinwerkmechaniker. Sein Herzenswunsch war jedoch, eine Lehrstelle als
Koch zu finden. Und es sah gut aus,
denn er erhielt schon nach kurzer Zeit
eine Einladung zum Bewerbungsgespräch im Café Paris.
„Ich war sehr nervös und konnte
kaum sprechen“, sagt Jan mit einem
kleinen Lächeln. Deshalb führten das
Gespräch hauptsächlich seine Mutter
und der Restaurantchef. Dieser wies
auch auf die harte Arbeit und die Arbeitszeiten abends und am Wochenende hin. Das ist nicht jedermanns Sache, kann Jan in der Begeisterung für
seinen zukünftigen Beruf jedoch nicht
schrecken. Dennoch mussten seine
Eltern den Ausbildungsvertrag unterschreiben, denn in der späten Schicht
dauert der Arbeitstag bis 23.30 Uhr. Auf
seinen zukünftigen Beruf ist Jan schon
vorbereitet, denn er kocht auch zu Hause – am liebsten Lasagne aber auch Salate und Fisch. „Wir angeln viel und bereiten dann zusammen den Fisch auch
zu“, erzählt er begeistert und seine Augen leuchten. Dorsch, Makrele, Aal –
alles kein Problem, wie Jan findet. Deshalb freut er sich besonders auf den
Freitag, denn freitags gibt es im Café Paris immer den Meeresfrüchtetag. Seine
zukünftigen Kollegen hat Jan bereits
kennengelernt, als er zwei Tage lang im
Restaurant probearbeiten war. Dafür
musste Jan zum ersten Mal in seinem
Leben Austern probieren. Eine sehr
Beim Vorstellungsgespräch war
ich sehr nervös und konnte kaum
sprechen. Aber das Probekochen
danach lief wirklich gut.
Jan Huth
eigene, befremdliche Erfahrung. Geschmeckt haben sie ihm nicht. „Die sind
mir einfach zu salzig und nicht mein
Fall“, meint er rückblickend dazu.
Die zwei Tage im Café Paris haben
ihm gefallen. Er musste Kartoffeln
schälen, Gemüse putzen und schneiden,
Croques zubereiten und Austern öffnen. „Ich wurde wie in einer Familie
aufgenommen und fühle mich schon
jetzt gut aufgehoben dort.“ Auch die
Arbeitszeiten von sieben bis 16 Uhr
oder von 12 bis 23.30 Uhr seien für ihn
kein Problem. „Natürlich muss ich für
die Frühschicht ziemlich früh aufstehen, aber das kriege ich schon hin“,
meint der junge Mann, der in seiner
Freizeit Fußball spielt.
Wenn man mit ihm spricht, täuscht
der erste Eindruck. Der noch sehr junge
Azubi zeigt eine für sein Alter erstaunliche Gelassenheit, und wenn er wie
selbstverständlich sagt „ich bin zufrieden, wie alles bisher gelaufen ist“, klingt
das sehr sympathisch und bescheiden.
Er wird seinen Weg machen, die erste
Hürde hat er bereits gemeistert.
Und kochen muss er schon selbst.
Da können ihm weder seine Eltern noch
Jobberater helfen. Und weshalb macht
ihm das Kochen und Zubereiten von
Gerichten so viel Spaß? Jan schaut sein
Gegenüber ruhig an, und seine Antwort
nimmt diesen für ihn ein: „Man kann
andere Menschen zufrieden und glücklich machen, wenn man für sie kocht.“
Ich unterstütze die Aktion,
… weil wir auch zukünftig auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen sind. Gerade
im Baugewerbe haben
Schüler mit einem
guten Hauptschulabschluss gute Perspektiven für ihre Zukunft.
Stefan Wulff,
Geschäftsführer der Otto Wulff
Bauunternehmung GmbH & Co. KG
Hamburger Abendblatt
ICH BRING’S
5
Zitiert „Non scholae, sed vitae discimus. Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.” Lucius Annaeus Seneca (1–65 n. Chr.)
Der Junge, der weiß,
wo jedes Teil liegt
Joshua Korf wird Fachlagerist. Absagen spornten ihn an
CH AN SI D K I -LU N DIUS
:: Am Schreibtisch zu sitzen ist ganz
und gar nicht sein Ding. Joshua Korf
wollte unbedingt einen Beruf, bei dem
er nicht viel herumsitzen muss, sondern
den lieben langen Tag ordentlich in Bewegung ist. Kfz-Mechatroniker wäre er
zum Beispiel gern geworden, schließlich interessiert er sich sehr für Autos.
Oder Fachlagerist, so wie sein Stiefvater.
Nachdem er mehrere Praktika gemacht hatte, ging es mit Unterstützung
seiner Familie und der Mitarbeiter der
Arbeitsstiftung Hamburg daran, Bewerbungen zu schreiben. Rund 30 Bewerbungen hat Joshua zusammengestellt
und verschickt. An diese Zeit im letzten
Jahr mag der 15-Jährige, der in Wilhelmsburg wohnt, überhaupt nicht gern
zurückdenken. „Es hagelte Absagen,
das war total deprimierend für mich
und auch für meine Eltern“, erinnert
sich Joshua. Doch er ließ den Kopf nicht
hängen, blieb optimistisch, dass es irgendwann mit einem Ausbildungsvertrag klappen würde.
Das positive Denken sollte sich auszahlen. Denn dann flatterte eines Tages
eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bei Matthies ins Haus. Die
Personalverantwortlichen des auf Autoteile, Motorradteile, Werkzeuge und
Werkstatteinrichtungen spezialisierten
norddeutschen Großhandelsunternehmens wollten Joshua persönlich kennenlernen und herausfinden, ob er ein
geeigneter Kandidat für die zweijährige
Ausbildung zum Fachlageristen in ihrem Unternehmen sein könnte.
„Auf das Vorstellungsgespräch habe
ich mich sehr gut und intensiv vorbereitet. Ich konnte detailliert über meine
bisherigen Erfahrungen aus meinen
Praktika berichten und wusste auch
über die Geschäftsaktivitäten von Matthies ziemlich gut Bescheid. Das Gespräch war daher echt locker“, erzählt
Joshua. Die gute Vorbereitung war
nicht vergebens und führte zum Ziel.
Joshua konnte auf ganzer Linie punkten. Im März erhielt er die so heiß ersehnte, schriftliche Zusage für einen
Ausbildungsplatz. Endlich hatte er es
geschafft!
Ich unterstütze die Aktion,
… weil unsere Mitarbeitervielfalt eine unserer herausragenden Stärken
ist und ich mich
auch zukünftig für
Auszubildende mit
interessanten Lebenswegen, verschiedensten Talenten, Qualifikationen und persönlichen Stärken
einsetzen und mich über ihre Erfolge freuen will. Mit Begeisterung,
Engagement und Toleranz erreichen wir gemeinsam unsere Ziele!
Katharina Benson,
Globetrotter
Fachlageristen werden überall dort
gebraucht, wo Waren gelagert werden,
deren genaue Lieferung und ordnungsgemäße Aufbewahrung organisiert
werden müssen. Zu den Aufgaben der
Fachlageristen gehört es zum Beispiel,
Waren anzunehmen und diese mithilfe
von Gabelstaplern und speziellen
Handwagen sachgerecht in großen Regalen zu lagern. Außerdem stellen Fachlageristen Lieferungen für den Versand
zusammen oder leiten Güter an die entsprechenden Stellen im Unternehmen
weiter. Neben Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent und handwerklichem Geschick müssen Fachlageristen auch körperliche Fitness mitbringen. Denn das Tragen und Heben
von teilweise schweren Waren ist für sie
häufig an der Tagesordnung.
Mit einer Größe von 1,85 Metern ist
Joshua für die anstehenden Aufgaben
bestens gewappnet. „Körperliche Arbeit
schreckt mich überhaupt nicht ab. Im
Es ist schon wichtig,
sich in der Schule ordentlich
reinzuhängen und bei
Absagen nicht aufzugeben.
Joshua Korf
Gegenteil, ich habe richtig große Lust
dazu“, sagt er. Um fit zu bleiben, spielt
er regelmäßig Fußball mit seinen Kumpels aus der Schule. Und zu Hause trainiert er ab und zu mit Hanteln.
Seinen Hauptschulabschluss hat
Joshua an der Katholischen Bonifatiusschule in Wilhelmsburg gemacht. Anlässlich der Abschlussfeier im Gemeindehaus gab es auch einen Gottesdienst.
Dazu erschien Joshua dem Anlass entsprechend im dunklen Anzug, wie cool!
Wirklich cool fand er auch die Einladung, die sein zukünftiger Ausbildungsbetrieb an ihn und seine Eltern
ausgesprochen hat. Mitte März waren
sie eingeladen, um die beiden anderen
Auszubildenden, einen Teil der Vorgesetzten und Kollegen bei Matthies kennenzulernen. „In dem Unternehmen
bin ich bestimmt gut aufgehoben!“, war
der überaus positive Eindruck, den der
gebürtige Hamburger von diesem Treffen mit nach Hause nahm.
In diesen Tagen genießt Joshua die
neu gewonnene Freiheit, endlich keine
Schule mehr! Und er hofft auf einen
schönen, warmen Juli mit reichlich
Sonnenschein, so wie in diesen Tagen,
und hat jetzt viel Zeit zum Ausruhen,
Fußball spielen und Freunde treffen.
Der Frust des letzten Jahres, er ist
längst in Vergessenheit geraten.
„Eines habe ich inzwischen kapiert“, gibt Joshua zu. „Es ist wirklich
sinnvoll, sich in der Schule ordentlich
reinzuhängen. Und wenn Absagen auf
Bewerbungsschreiben kommen, sollte
man die Flinte nicht ins Korn werfen,
sondern nach vorn schauen, optimistisch bleiben und fest an ein ‚Happy
End‘ glauben.“ Ein Happy End, so wie
es der sympathische junge Mann selbst
erlebt hat!
Mit Autoteilen und Werkzeugen wird Joshua Korf, 15, als Fachlagerist im
Großhandelsunternehmen Matthies zu tun haben. Foto: Heiner Köpcke
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6
Hamburger Abendblatt
ICH BRING’S
Online Alle Porträts der jungen Azubis dieser Ausgabe als PDF unter Abendblatt.de/hauptschule2010
Einstieg beim Versandriesen
Sandra Voigt lernt Bürokauffrau bei Otto. Einkauf, Vertrieb, Personal, Events – all das hat sie schon gemacht
CH A N S I DK I -LU N DI U S
Sandra Voigt, 19, nutzte ihre Chance. Sie ergatterte dank ihrer hervorragenden
Abschlussnote von 1,7 einen der begehrten Plätze bei Otto. Foto: Heiner Köpcke
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:: Bereits in der achten Klasse war
Sandra Voigt klar, dass sie im Büro eines
möglichst großen Unternehmens arbeiten wollte. „Otto war meine erste Wahl“,
erinnert sich die modebegeisterte
Elmshornerin. Und so gab sie in der
Schule ordentlich Gas. Das zahlte sich
aus: Auf ihrem Abschlusszeugnis stand
letzten Endes ein Notendurchschnitt
von 1,7! Ihr super Zeugnis, aber auch
ihre Bewerbungsunterlagen und das gute Auftreten beim Bewerbungsgespräch
überzeugten auf ganzer Linie. Als dann
von Otto eine Zusage für eine Ausbildung zur Bürokauffrau kam, konnte
Sandra ihr Glück kaum fassen: Sie hatte
ihren Traumjob ergattert!
Im August wird Sandra ihr zweites
Ausbildungsjahr abgeschlossen haben.
Hinter ihr liegen zwei aufregende Jahre, in denen sie bei Otto schon viel herumgekommen ist. So war sie im Einkauf
für Hartwaren (Computer, Notebooks),
im Servicecenter Personal, im Vertrieb
sowie in der Abteilung für Sortimentsmanagement im Einsatz. Weitere Stationen ihrer Ausbildung waren der Verkauf bei Sportscheck an der Mönckebergstraße sowie das Rechnungswesen
vom angesagten Modelabel Zara.
Auch bei Cooperation 5 hat Sandra
schon mitgemischt. Die 2008 gegründete Azubifirma von Otto beschäftigt sich
mit der Planung, Organisation und
Durchführung von Events für einzelne
Mitarbeiter, Bereiche oder ganze Abteilungen der Otto-Gruppe. Bei Cooperation 5 sind es die Auszubildenden, die
den Ton angeben und sich in ihrer Kreativität voll ausleben können.
Das Team setzt sich aus Azubis
verschiedener Ausbildungsberufe und
Jahrgänge zusammen. Jedes Teammitglied kann all seine Ideen und Erfahrungen einbringen und in Zusammenarbeit mit anderen Azubis umsetzen.
Damit die Mitarbeiter auch in ihrer
Freizeit „Otto“ sein können, durften sie
dank Cooperation 5 im Mai letzten Jahres bei der Aktion „Ich bin Otto!“ Shirts
mit frechen Slogans erwerben. Cooperation 5 übernahm die Promotion und
den Verkauf.
Extra aufgestellte Schaufensterpuppen machten die Mitarbeiter schon
Tage vorher auf die Aktion neugierig. So
hatten die Azubis an beiden Tagen alle
Hände voll zu tun. Am Morgen präsentierten sie sich selbst als „Lieblingskollegin“ und konnten mit kleinen Sketchen ihr Schauspieltalent beweisen.
Während sich eine Gruppe heftig um
das „Must-Have“ stritt, probierten andere bei einer Auktion ihr Glück. Die
Aktion kam super an, die Shirts waren
schnell ausverkauft. Bei einer weiteren
„Ich bin Otto!“-Kampagne unterstützten die Azubis von Cooperation 5 die
Organisation und Durchführung des
Mitarbeiter-Weihnachtsmarktes. Die
Einnahmen wurden dem Kinderhospiz
Sternenbrücke gespendet.
In den verschiedenen Abteilungen
von Otto erlernen Sandra und die anderen angehenden Bürokaufleute alle
notwendigen kaufmännischen Grundlagen. So bearbeiten sie Aufgaben der
innerbetrieblichen Organisation und
Verwaltung. Sie befassen sich mit Statistiken, Kosten- und Leistungsabrech-
nungen sowie mit allgemeinen Verwaltungsaufgaben. „Der Job ist abwechslungsreich und überhaupt nicht trocken
oder eintönig. Das trifft auf alle Bereiche zu, in denen ich bislang eingesetzt
war“, fasst die 19-Jährige ihre Erfahrungen zusammen. Besonders gut gefallen
ihr auch das Miteinander unter den
Azubis, die Arbeit am PC und die gute
Organisation der Ausbildung.
Pro Jahr bietet Otto zwischen sechs
und acht Hauptschülern die Chance,
sich zu Bürokaufleuten ausbilden zu
lassen. Berücksichtigt werden ausschließlich Schüler mit einem sehr guten Hauptschulabschlusszeugnis. Weitere Voraussetzungen: Interesse an Büroarbeit und wirtschaftlichen Abläufen,
Organisationstalent, Zuverlässigkeit
sowie Genauigkeit beim Planen und
Der Job im Büro ist
abwechslungsreich und weder
trocken noch eintönig.
Das trifft auf alle Bereiche zu,
in denen ich eingesetzt wurde.
Sandra Voigt
Verwalten. Gern gesehen sind außerdem Konzentrationsfähigkeit sowie
herausragende kommunikative Kompetenzen. Hauptschüler, die sich für eine Ausbildung bei Otto interessieren,
sollten sich ab kommenden Herbst für
August 2011 bewerben.
Sandra Voigt hat nun noch ein Ausbildungsjahr vor sich. Ihr Wunsch für
die Zukunft: Sie möchte nach der Ausbildung übernommen werden und am
liebsten als Substitutin im Einkauf bei
Otto arbeiten. Wer weiß, vielleicht geht
ja auch dieser Wunsch in Erfüllung.
Ich unterstütze die Aktion,
… weil es uns sehr
am Herzen liegt,
jungen Menschen
den Übergang von
der Schule in die
Arbeitswelt zu erleichtern. Mit dem
Hauptschulabschluss ist der entscheidende erste Schritt geschafft.
Nicht nur die Unternehmen,
die ganze Gesellschaft braucht motivierte junge Menschen mit soliden Grundkenntnissen. Wir können es uns nicht leisten, Jugendliche auf ihrem Weg ins Arbeitsleben
zu verlieren. Darum engagiert Aurubis sich intensiv für die Zukunft
junger Menschen und bietet hier
individuelle und auch unkonventionelle Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote.
Wir gratulieren zu Ihrem ersten Meilenstein und wünschen Ihnen, dass Sie Ihren persönlichen
Weg in das Berufsleben mit Kreativität, Mut und Selbstvertrauen erfolgreich beschreiten.
Dr. Michael Landau,
Mitglied des Vorstandes
und Arbeitsdirektor Aurubis AG
Hamburger Abendblatt
7
ICH BRING’S
Zitiert „Geduld und Fleiß, und ich bin überzeugt, ich werde alles erreichen, was ich will.“ Schriftsteller Leo Tolstoi (1828–1910)
Diese fünf haben
es geschafft (v. l.):
Jannis, 19, Luca, 15,
Tammy, 19, Anas,
16, und Julian, 17.
Foto:
Heiner Köpcke
Sie dürfen Flugzeuge reparieren
In einem speziellen Programm werden Jugendliche für die Ausbildung bei Lufthansa Technik Training fit gemacht
Y VO NN E S C HE LLE R
:: Ihrer Verantwortung sind sich die
Jugendlichen bei Lufthansa Technik
Training voll bewusst. „Wenn bei einem
Auto mal etwas nicht stimmt, fährt man
einfach rechts ran. Bei einem Flugzeug
geht das nicht“, sagt Anas Mjahed. Der
16-Jährige hat den Sprung ins Betriebspraktikum innerhalb seiner „Berufsorientierten Ausbildungsvorbereitung“
(BeoA) geschafft und damit den „Ritterschlag“, wie es Ausbildungsleiter HansPeter Meinhold nennt.
Die BeoA, eine Maßnahme der Arbeitsstiftung, läuft über zehn Monate.
Sechs Monate lang werden jeweils zwölf
Teilnehmer in der Lernwerkstatt auf
dem Lufthansa-Gelände geschult. Dann
folgt – nach besagtem „Ritterschlag“, einem bestandenen Einstellungstest – ein
viermonatiges Betriebspraktikum bei
Lufthansa, aber auch bei anderen Hamburger Betrieben.
Ich unterstütze die Aktion,
… weil für Lufthansa
Technik
handwerkliches
Geschick und Persönlichkeit zählen.
Hauptschüler entwickeln
häufig
einen besonders
starken Leistungswillen, wie sich in unserer betriebsorientierten Ausbildungsvorbereitung zeigt.
Mit dem Berufsziel vor Augen zeigen sie eine sehr hohe Motivation,
die Ausbildungsanforderungen zu
erfüllen. Dabei wünschen wir Ihnen
gutes Gelingen und Erfolg.
Uwe Mukrasch,
Personal-Vorstand
Lufthansa Technik AG
Auch Luca Canceelmo hat den Test
gemeistert. Während Anas auf die dreijährige Ausbildung zum Oberflächenbeschichter zusteuert, erwarten Luca
dreieinhalb Jahre Ausbildung zum
Werkzeugmechaniker. Der 15-Jährige
hatte schon früh die Luftfahrtindustrie
im Auge. „In der Schule hab ich durch
ein Praktikum schon in den Beruf des
Fluggerätmechanikers geschnuppert.“
Auch für Frauen eignet sich der
handwerklich-technische Beruf
Ebenso wusste Julian Mickley von
Anfang an, was er wollte. „Nach meinem
Schulabschluss habe ich mich ganz regulär bei Lufthansa beworben, aber andere haben besser abgeschnitten.“ Daraufhin besuchte der 17-Jährige eine
Berufsinformationsmesse. „Da wurde
ich über die BeoA informiert, und so hat
es dann doch noch geklappt.“ Inzwischen steht er im ersten Ausbildungsjahr zum Werkzeugmechaniker.
Ebenso der 19-jährige Jannis Weier:
„Ursprünglich hatte ich an den Beruf
des Technischen Zeichners gedacht“,
erklärt er. „Aber das Handwerkliche
liegt mir einfach mehr als das Arbeiten
am PC.“ Das lange Stehen macht ihm
dabei ebenso wenig aus, wie das frühe
Aufstehen „Reine Gewöhnungssache“,
winkt er ab. Allerdings sei die Arbeit
körperlich schon anstrengend, räumen
die vier ein. Also reine Männerarbeit?
Die sind zwar klar in der Überzahl, aber
ein paar standhafte Frauen gibt es doch
unter ihnen.
Etwa die 19-jährige Tammy Heidorn. Auch sie hat die BeoA erfolgreich
durchlaufen sowie bereits einen guten
Teil ihrer Ausbildung zur Werkzeugmacherin, im Herbst wechselt sie ins 3.
Lehrjahr. Wenn es um richtig schweres
Heben geht kommen ihr die Männer zu
Hilfe, „sonst aber herrscht Gleichbehandlung“, betont sie. Etwas gewöhnungsbedürftig sei es zu Beginn schon
gewesen. „Ich war das einzige Mädchen
unter den zwölf BeoA-lern und musste
mich da erst reinboxen, aber das war
kein Problem.“ Würde sie ihren Beruf
ihren Freundinnen empfehlen? „Ich
würde meinen Beruf allen empfehlen,
die sich fürs Handwerklich-Technische
interessieren und denen auch die sehr
genaue Arbeit, etwa an der Drehbank,
den Fräsmaschinen oder mit CNC-Maschinen liegt“, antwortet sie.
Was Hans-Peter Meinhold seinerseits von den Auszubildenden erwartet,
formuliert er so: „Wir suchen keine
Überflieger, aber eine solide Drei darf es
schon sein.“ Tatsächlich ist die Entwicklung vom BeoA-Teilnehmer hin
zum Azubi, der mit einer soliden Drei
abschließt, keine Kleinigkeit. Zu Beginn
der Maßnahme brauchen Meinhold und
seine Kollegen gute Nerven, denn in den
ersten Tagen herrscht ein rüder Umgangston. Und es fliegen auch schon mal
Werkzeuge durch die Luft. „Aber wir
fangen sie eigentlich jedes Mal schnell
ein“, sagt der Ausbilder. Dabei hilft das
beeindruckende Lufthansa-Umfeld mit
den großen Hallen, und die Perspektive,
an den Flugzeugen arbeiten zu dürfen,
ist ein enormer Motivator.
Wichtig sind Zuverlässigkeit
und Verantwortungsbewusstsein
Allerdings zeigt auch die konsequente Haltung der Ausbilder Wirkung.
Fast immer scheidet einer der Teilnehmer frühzeitig aus. Wenn es zu massiver
Leistungsverweigerung kommt, ist es
sinnvoll, Konsequenzen zu ziehen. Derjenige muss gehen. So erlebe auch der
Rest der Gruppe: Mein Handeln hat
Konsequenzen. Überhaupt stehen von
Anfang an die Stärkung von Sozialkompetenzen wie Zuverlässigkeit, Verantwortungs- und Selbstbewusstsein im
Mittelpunkt der Ausbildung. „Denn“,
erklärt Meinhold, „es gehört Mut dazu,
mitten im Wartungsprozess die Hand
zu heben und zu rufen: Alles Halt, mir
ist eine Schraube abgerissen.“
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Hamburger Abendblatt
ICH BRING’S
Online Diese Berufe sind mit einem Hauptschulabschluss möglich Abendblatt.de/berufsliste
Schulmüde, aber heiß auf echte Arbeit
Robin hat sein Ziel erreicht. Er wird Bürokaufmann und beginnt seine Ausbildung in der Werbeagentur Deep Blue
MANUELA KEIL
:: Neun Jahre Schule sind genug, fand
Robin. Der 16-Jährige wollte lieber arbeiten. Seine Entscheidung erklärt er
mit ruhigen Worten so: „Ich hatte einfach nicht mehr so richtig Lust auf
Schule. Ich konnte mich nicht mehr so
gut konzentrieren und war schulmüde.“
Er suchte Unterstützung und wandte
sich an die Arbeitsstiftung. Diese Entscheidung war goldrichtig.
Vor einem Jahr erst war die Familie
Gerhardter, Robin hat noch eine
Schwester, samt Hund von Berlin nach
Hamburg-Sasel gezogen. Robin ging in
die Peter-Petersen-Gesamtschule. Die
Gerhardters nahmen die Beratung
durch die Arbeitsstiftung dankbar an,
zumal seine Eltern nicht begeistert von
Robins Entschluss waren. „Man hört
doch immer wieder, dass der Hauptschulabschluss nicht reicht“, sagt Vater
Gerhardter. Nach vielen Diskussionen
in der Familie lautete die Abmachung:
Wenn Robin keinen Ausbildungsplatz
findet, macht er den Realschulabschluss. Dann stärkten seine Eltern dem
Jungen den Rücken, wo sie nur konnten
und besorgten ihm unterschiedliche
Praktika in der Werkstatt und im Büro.
Das erste Praktikum floppte, aber dann
merkte Robin: „Der Bürojob liegt mir“
Die lockere Atmosphäre in der Werbeagentur Deep Blue hat Robin Gerhardter, 16,
zugesagt. Am 1. August beginnt er dort seine Ausbildung. Foto: Heiner Köpcke
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Das erste Praktikum bei Philips gefiel Robin nicht so gut. „Ich habe gemerkt, dass mir das Handwerkliche
nicht liegt. Auch der Umgangston unter
den Mechanikern war ziemlich ruppig“,
sagt der 16-Jährige. Das nächste Praktikum war bei der Wünsche AG im Büro.
Und siehe da – es war ein durchweg positives Erlebnis. „Das war toll. Ich durfte
sogar ein Reklamationsgespräch auf
Englisch führen“, berichtete er seiner
Mutter nach dem ersten Tag im Büro
bei Wünsche. Robin: „Ich merkte sofort,
der Job liegt mir. Am Computer arbeiten, der Kontakt mit Menschen und die
Akten in Ordnung halten. Die drei Wochen gingen so schnell rum, und es hat
mir dort viel Spaß gemacht.“ Er sei
überrascht gewesen, dass der Tag ihm
nicht lang wurde, obwohl der Arbeitsrhythmus ein ganz anderer ist als in der
Schule.
Robin wollte Bürokaufmann werden und ging sein Ziel systematisch an.
Mit Barbara Köpcke, Beraterin in der
Arbeitsstiftung übte Robin wie man Bewerbungen schreibt und wie ein gutes
Bewerbungsfoto aussehen sollte. Auch
das Vorstellungsgespräch wurde trainiert. So musste Robin erzählen, welche
Ziele er hat und wie er sich präsentieren
würde. „Wir haben geübt, dass ich vor
dem ersten Bewerbungsgespräch nicht
aufgeregt bin. Aber ich bin auch ein gelassener Typ“, beschreibt sich Robin
selbst. Auch der Tipp der Beraterin, sich
im Internet über die jeweilige Firma zu
informieren, habe ihm sehr geholfen.
Bei seinem ersten Bewerbungsgespräch in einer Spedition sah er sich
dann drei Männern in Anzug gegenüber. „Das war sehr steif.“ Sein zweites
Gespräch hatte der junge Mann bei der
Werbeagentur Deep Blue, seinem zukünftigen Arbeitgeber. Da war die Stimmung ganz anders. Ein herzlicher Empfang, zwei Frauen in Jeans sprachen mit
dem jungen Bewerber, und alles war lo-
cker und entspannt. „Ich wurde gefragt,
was meine Stärken sind, was ich über
die Firma weiß und was meine Hobbys
sind“, berichtet Robin, der gern Fußball
spielt und sich mit Freunden trifft.
An manchen Wochenenden fährt er
auch nach Berlin. Und seine Stärken?
„Pünktlichkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit sind meine Stärken“, antwortet Robin ruhig, aber bestimmt. Das sei
schon immer so bei ihm gewesen.
Robin hat auf zehn geschriebene
Bewerbungen fünf Absagen erhalten
Und was machen seine Mitschüler?
„Ich bin der Einzige, der bald arbeiten
und Geld verdienen wird“, sagt Robin.
Zwei Mitschüler suchen noch eine
Lehrstelle, finden aber nichts. „Die
gehen auch nicht zur Arbeitsstiftung“,
sagt Robin. „Frau Köpcke hat mir sehr
geholfen, und ich kann diesen Weg nur
allen Schülern empfehlen.“ Auch Praktika seien ein guter und wichtiger Weg,
herauszufinden was einem wirklich
liegt. Manchmal kann die Entscheidung
eines Unternehmens für oder gegen den
Bewerber auch sehr knapp ausfallen. So
fehlten Robin bei einem Test bei Otto
nur zwei Punkte. Insgesamt hat er zehn
Bewerbungen geschrieben und fünf Absagen erhalten. Die Nachricht von Deep
Blue, dass sie Robin haben wollen, kam
am Geburtstag seines Vaters. Ein gutes
Zeichen. Robin macht seit dem 1. Juli
in der Werbeagentur ein bezahltes
Praktikum und beginnt danach, am 1.
August, seine Ausbildung.
Robins Eltern sind jetzt beruhigt.
„Wir waren zunächst besorgt, haben
uns dann aber mit Robins Schulmüdigkeit angefreundet“, sagt sein Vater Andreas Gerhardter. Auch habe Frau Köpcke ihnen immer wieder Mut gemacht.
„Robin hat sein Ziel konsequent verfolgt, viel Eigeninitiative gezeigt und
sich auch in der Schule noch stark verbessert“, sagt die Beraterin der Arbeitsstiftung. „Manchmal kann ein Dritter
das eigene Kind sogar besser beurteilen,
weil er unvoreingenommener rangeht“,
hat Andreas Gerhardter festgestellt. Er
ist sich aber auch sicher: „Jugendliche,
die keine Unterstützung erhalten,
scheitern.“
Ich unterstütze die Aktion,
… weil ich es paradox finde, dass einerseits Hamburger Betriebe dringend gut ausgebildete Fachkräfte
suchen und andererseits hoch motivierte 16-jährige
Hamburger Schulabgänger keinen
Ausbildungsplatz finden. Wir sollten sie sofort ausbilden und nicht
erst nach mehrjährigem Aufenthalt
in „Warteschleifen“. Deshalb bildet
Otto auch Schulabgänger mit
Hauptschulabschluss aus, selbst
wenn das manchmal etwas aufwendiger ist als bei 20-jährigen Abiturienten.“
Alexander Birken,
Vorstand Personal und Steuerung bei Otto
Hamburger Abendblatt
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ICH BRING’S
Zahl zum Thema 16 Prozent der Deutschen haben keinen beruflichen oder höheren Schulabschluss, der EU-Durchschnitt liegt bei 29 Prozent
Sie will die Angst
vorm Bohrer nehmen
Kathrin Perro wird Zahnmedizinische Fachangestellte
CH AN SI D K I -LU N DIUS
:: Mit einem lachenden und einem
weinenden Auge hat sich Kathrin Perro
von der Schule verabschiedet. „Damit
ist ein wichtiger Lebensabschnitt zu
Ende gegangen, und ich hatte in der
Schule viele Freunde. Einige meiner
Klassenkameraden und Lehrer werde
ich bestimmt sehr vermissen“, sagt die
16-Jährige, die ihren Hauptschulabschluss an der Gesamtschule Am Heidberg gemacht hat. Zur Entlassungsfeier
mit anschließendem Buffet in der Aula
der Schule ist sie zusammen mit ihren
Eltern gegangen – die moralische Unterstützung konnte Kathrin an diesem
für sie so wichtigen Tag gut gebrauchen.
Jetzt steht für Kathrin der nächste Lebensabschnitt an. Im August beginnt
ihre Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten in der Praxis
von Omid Salehi, einem Spezialisten für
Implantate.
Zahnmedizinische Fachangestellte
unterstützen Zahnärzte bei allen Tätigkeiten in einer Praxis. Darüber hinaus
empfangen und betreuen sie Patienten,
organisieren Praxisabläufe und assistieren bei Untersuchungen und Behandlungen am Zahnarztstuhl. Die Arbeitskleidung ist oft schlicht weiß. Kathrin
wird bei ihrem Arbeitgeber eine weiße
Hose sowie ein rotes Oberteil tragen.
„Rot ist nicht so steril und eine wunderschöne Farbe“, findet die junge Frau.
Wenn Kathrin an ihren Arbeitstag
denkt, werden ihr die Knie schon mal
weich. Auch um die neue Schule kreisen
ihre Gedanken viel: Werden die neuen
Mitschüler und Lehrer nett sein? Wird
sie den Unterrichtsstoff packen? Dennoch freut sie sich riesig auf das, was
sie in ihren nächsten drei Ausbildungsjahren erwartet. „Ich finde es schön, mit
ganz unterschiedlichen Menschen zu
tun zu haben. Und die Mischung aus
Schreibtischarbeit und Assistieren bei
Behandlungen sorgt garantiert für jede
Menge Abwechslung“, hofft sie.
Mit ihrer Tätigkeit in der Praxis will
sie auch dazu beitragen, Patienten die
Angst vor dem Zahnarzt zu nehmen.
Wie sich diese Angst anfühlt, kann sie
ziemlich gut nachvollziehen. Denn die
Ich unterstütze die Aktion,
… weil ein Hauptschüler in unserer
Gesellschaft genau
so viel Wert ist
wie ein HarvardAbsolvent.
Der
Hauptschulabschluss ist eine
grundsolide Basis
für den gefragten Facharbeiter mit
Sachverstand. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, Hauptschulabsolventen respektvoll und
mit Würde zu begegnen und sie bei
der Integration in das Berufsleben
vollumfänglich zu unterstützen.
Robert M. Eckelmann,
Vorstand der Carl Robert Eckelmann AG
Langenhornerin fürchtet sich selbst
seit vielen Jahren ein bisschen vor dem
Bohrer. „Obwohl ich bislang noch gar
keine schlechten Erfahrungen gemacht
habe“, gibt sie mit einem verschmitzten
Lächeln zu.
Kathrin ist mit ihrer Furcht vor
dem Zahnarzt übrigens nicht allein.
Laut Umfragen gehen sieben von zehn
Bundesbürgern höchst ungern zum
Zahnarzt oder haben sogar mit krankhafter Angst vor dem Zahnarztbesuch
zu kämpfen. Der Fachausdruck für eine
besonders ausgeprägte Angst ist Oralo-
Ich finde es schön,
mit unterschiedlichen
Menschen zu tun zu haben.
Auch die Mischung aus
Schreibtischarbeit und
Assistieren sorgt sicherlich
für Abwechslung.
Kathrin Perro
phobie. Davon betroffen sind etwa 15
Prozent der Bevölkerung. Oft ist diese
Oralophobie so ausgeprägt, dass Betroffene selbst dann nicht zum Zahnarzt gehen, wenn es bitter nötig ist. Dabei können starke Zahnprobleme, die jahrelang
unbehandelt bleiben, unter Umständen
lebensgefährlich sein. Etwa dann, wenn
sich ein Abszess am Zahn auf den Herzmuskel auswirkt. Kathrin hat somit eine
große Aufgabe vor sich!
In das Zahnarztpraxis-Leben hat
Kathrin bereits mehrfach hineingeschnuppert und in drei Praxen jeweils
für ein paar Tage zur Probe gearbeitet.
„Das war eine gute und überaus wichtige Erfahrung für mich.“ Ihr Rat an alle
Schüler: möglichst mehrere Praktika zu
machen und verschiedene Berufe auszuprobieren. „Dann fällt die Berufswahl
leichter. Außerdem kann man seine Erfahrungen im Bewerbungsgespräch einbringen. Das macht einen guten Eindruck bei den Unternehmen.“
Einen guten Eindruck macht Kathrin auch beim Cheerleading. Seit drei
Jahren betreibt sie die aus den Vereinigten Staaten stammende Sportart. „Es ist
vor allem diese Kombination aus Tanz,
Akrobatik und Teamgeist, die mich so
begeistert“, erzählt Kathrin, für die es
beim Cheerleading oft sehr hoch hinaus
geht. Die zierliche Blondine misst gerade mal 1,58 Meter. Bei den Formationen
muss sie daher vielfach eine Position in
schwindelerregender Höhe einnehmen.
Hoch hinaus soll es für sie auch in und
nach der Ausbildung gehen. Sie will gut
vorankommen und die Berufsschule
mit guten Noten schaffen. Wenn alles
nach Plan läuft, möchte sie nach der
Ausbildung gern übernommen werden.
Bis es mit der Ausbildung losgeht,
will Kathrin viel Zeit mit ihrem Freund
Sören verbringen. Auch ein dreiwöchiger Camping-Urlaub in Schönberg an
der Ostsee zusammen mit ihren Eltern
steht noch an. Danach wird sie mit Sicherheit für die Berufsschule und die
Arbeit beim Zahnarzt gut gerüstet sein.
Und der moralischen Unterstützung ihrer Eltern kann sie sich auch sicher sein.
Ein beruhigendes Lächeln für ängstliche Patienten: Kathrin Perro, 16, an ihrem
künftigen Arbeitsplatz in der Praxis von Omid Salehi. Foto: Heiner Köpcke
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Hamburger Abendblatt
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ICH BRING’S
Online Unsere Azubis an ihrem zukünftigen Arbeitsplatz als Fotogalerie Abendblatt.de/ausbildungsstart
Hurra, wir haben es geschafft!
Diese 793 Schüler von 38 Schulen haben ihren Hauptschulabschluss in der Tasche
August-Hermann-Francke-Schule
Carolyn Aßmann, Tim Börsch, Frederik Chevalley,
Giulia Gerber, Jan Gruschka, Kerstin Heins, Oliver Hollik,
Laura Müller, Gizem Pektas, Aylin Sancar, Aliena Soltau,
Bastian Weißer
Rebekka Ganschow, Andrej Grynyuk, Adrian Lehmann,
Maik Lengwenus, Lina Makhraban, Ravel Nagpal,
Nadine Pape, Kacper Piekarz, Dennis Curt Richter,
Michelle Topka, Christian Werner, Monika Wronecki,
David Wrycz Rekowski
Christophorus-Schule Hamburg Bergstedt
Monique Breier, Kevin Peintner, Tino Peintner
Heinrich-Hertz-Schule
Mareike Blank, Christian Bleeker,
Viviann Geena Buschmann, Yassin Chergui, Nils Danowski,
Martin Dietmann, Jessica Fehrmann, Mark Hakami,
Okan Kayali, Burcak Kurt,
Genesis Elizabeth Lopez-Vasquez, Sabine Metzler,
Alice Plambeck, Melike Polat, Michelle Preußner,
Arbnor Sefaj, Liana Shmavonyan, Brian Suter, Hakan Tas
Gesamtschule Alter Teichweg
David Agyemang, Hümeyra Aksahin, Tuba Armut,
Janine von Bargen, Mirko Bencic, Mariyama Camara,
Merve Cicek, Ipek Cikaray, Cigdem Demir, Oktay Deniz,
Melisa Dinkcioglu, Abdudullah Ekinici, Florian Engel,
Seyma Gönüllü, Maxi Grigatis, Dennis Grzesiak,
Nuray Günyala, Mehdi Jaoudat,
Thasitharan Kanesingalam, Kübranur Karaoglan,
Berkan Kerem, Svenja Kindereit, Mariama Kinteh,
Öznur Kulak, Maciej Makowski, Armin Manshouri,
Shaharyaar Mohammad, Jean-Claude Ofori,
Ipek Öztoprak, Betty Paha, Irini Paschalies, Patrick Granz,
Jacklyn Reschke, Shalimar Sahin, Sinan Sarayoglu,
Andre Schäfer, Pascal Stark, Sabrina Straamann,
David Tekic, Sebastian Wegner, Jennifer Wellmann,
Funda Yilmaz, Eyüp Yücel, Burhan Yüksekkaya,
Jasmin Ziech
Gesamtschule Eppendorf
Mert Acikgös, Alican Albaba, Harley Arnold, Mert Arslan,
Dilara Aslantas, Cansu Aslihan, Diego Ballester Martinez,
Dominik Baumgarn, Alan Behre, Jonas Blunck, Finn Bolle,
Finn Brkitsch, Ufuk Büyüktatar, Rojbin Cengiz,
Miladin Cuk, Siriman Eggebrecht, Sarah El – Hajjawi,
Lucas Flentje, Marcel Frenz, Malik Goudiaby, Hasret Gürüz,
Omar Hujdurovic, Nadir Issa, Laura Jacobus,
Nina Kagerah, Malte Kammer, Kerim Keßler,
Joshua Lobba, Rojin Lotfi, Kristin Matussek,
Pero Mijatovic, Gabriel Mondry, Fabian Reichert,
Cecilia Ritterbusch, Stephan Saloth, Asli Sari,
Hannes Schütz, Golafari Soleimany, Philipp Teichmann,
Mahmut Tunc, Steven Voß, Yasmin Wanders,
Dennis Werbeck, Jonathan Wölbern, Derya Yüksel
Gesamtschule Harburg
Mathilda Amponsah, Tahsin Delice, Rodil Dogan,
Can Erdmann, Robin Fiore, Laura Glaser, Lisa Glaser,
David Höling, Arabella-Veronique Jahnholz, Anett Kiese,
Daniel Mewis, Melina Melchert, Vivien Pohlmann,
Rene Wrede
Gesamtschule Süderelbe
Jessica Adomeit, Helin Akgül, Tamer Araz, Koray Balta,
Daniel Biel, Janek Bundt, Enes Cimen, Mizgin Demir,
Gülcan Dersiz, Patrick Döring, Hermann Eidemiller,
Natalie Funk, Kim Geschke, Maria Gidion,
Kevin - Michael Grasse, Jerome Graudus, Omid Haghjoo,
Ranginah Hemat, Mattes Herrmann, Furkan Said Isiktas,
Jochen-Shawn Kasper, Alexander Kister, Cennet Kösmez,
Tobias Krabat, Alisa Lauber, Albert Levtchenko,
Jagoda Michniewicz, Julia Neumann, Aylin Nuhbasa,
Tom Obermann, Julia Podosinowa, Tim Reichwald,
Dennis Richter, Roman Scheiermann, Viktor Schneider,
Marc Schönherr, Dennis Seibel, Ajit Singh, Anna Sommer,
Artur Spät, Ingrid Stepanyan, Sara Tamneh,
Siman Tchanra, Andre Texter, Jan-Hendrik Theis,
Ehsan Tokhi, Anna Trarbach, Serife Ünal, Nico Waldner,
Isabelle Weber, Kimberly Wesel, Sarina Witting, Anna Zich
Haupt- und Realschule Allermöhe
Lars Tobias Beckmann, Isabell Berg, Lucas Diefenthal,
Sophie Christa Annemarie Eggers, Sven Etling,
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Jenisch-Gymnasium und Hermanneum
Patrick Campion, Leonie Cinkl, Lorenz Michael Durst,
Christopher Gohla, Natalia Catherina Hoffmeyer,
Athanasios Kalaitzidis, Johanna Ruwwe, Philipp Winde
Kooperative Gesamtschule Benzenbergweg
Jennifer Daw, Fabian Dziwisch, Tobias Karkutsch,
Jacqueline Krajewski, Tina Lagemann, Linda Mehmeti,
Dennis Marcel Schnalke, Tim Schwarz,
Kim Janet Sommer, Sascha Tracht, Seda Gülsüm Yilmaz
Kooperative Schule Tonndorf
Angelique Behrens, Viviane Jasmine Driewer, Lisa-Marie
Eichelberg, Michael Andre Ewald, André-Björn Gädeke,
Pauline Micaela Huß Ayala, Marcus Laubing,
Vivien Vanessa Meinecke, Melina Mennicken,
Krystian Olczyk, David Preusche, Tobias Räthel,
Claas Rohleder, Annika Rühle, Ricarda Rüsch,
Andreas Schmidt, Vadim Vasikov, Alexander Vladimirov,
Daniel Wildschütz
Neue Schule Hamburg e.V.
Jessy Kerpa, Alexander Mükschel, Florian Naunin,
Frederic Von Osten
Peter-Petersen-Schule
Rebecca Arlom, Robin Bannas, Malte Böhmer,
Chantal Cords, Jane Dannemann, Melina Gebetsberger,
Florian Gieschen, Mohamed Hassanin, Sandra Hermann,
Torben Hohn, Yannik Holzheuer, Raphael Kampmann,
Lucas Kastner, Nico Kramer, Marc Lattermann,
Marc André Mühlenbruch, Patrick Nagel, Torben Röhling,
Dustin Rothert, Sultan Sayed, Svenja Schmidt-Wiking,
Kevin Schulz, Lucien Schurr, Lisa Strasen,
Melena Tautenhahn, José Voß, Sarah Widderich,
Carina Woith, Tom Wulf
Schule Altrahlstedt
Vivian Bach, Nicole Grothmaak, Michelle Horstmann,
Duygu Özgüz, Flavia Wisniewski, Mandy Hansen,
Selin Metin, Jaqueline Remmert,
Nathalie Zadach, Adrian Biegun, Oguzkaan Dogan,
Marc Hoffmann, Mirko Ludolphi, Timo Marwitz,
Jeremy May, Nico Schröder, Moritz Voß-Kranz,
Dennis Asmus, Marvin Hutschenreuther, Nico Mandel,
Dimitrios Tsoutsouras, Jurij Oblomov
Schule Beim Pachthof
Mosafar Alisadah, Lilian Bartsch, Hasan Bayram,
Sergen Cankaya, Sidi Coulibaly, Dejan Djuric, Sally Frank,
Samantha Füllgraf, Rudolf Hock-Kutscher, Imahn Jafari,
Frederic Kretschmer, Kimberly Lang, Kevin Oberländer,
Emir Redzepi, Meryem Sahin, Jonathan Willert,
Sebastian Wulf, Gamze Yilmaz
Schule Bramfelder Dorfplatz
Amanda Alimovic, Mohammad Fahim Asami,
Merve Aydin, Jasmin Banko, Miljan Bilic,
Said Ahmad Massih Bromand, Miriam Coltzau,
Sadaf Haiderzade, Marie Sophie Harbarth,
Chatera Hemmat, Yasemin Katilmis,
Phuangkamon Khongsuk bei Feiertag, Blend Kosumi,
Jana Kreschtschuk, Denise Küppers, Sebastian Meinert,
Arne Möller, Marcel Pagelsen, Joey Papenhagen,
Tamer Polat, Lydia Redmann, Esra Sagbur,
Samanta Schrap, Maik Stuhlemmer, Didem Tezcan,
Natalie They, Daniel Tiemann, Jennifer Wanntke,
Anika Wienck, Sergej Zuev
Schule Ehestorfer Weg
Benjamin Aygün, Besarta Brati, Tugba Cay, Havva Cicek,
Dominik Dominik, Burak Kalpak, Semira Kasami,
Seda Kiremitcioglu, Hakan Kocabey, Dominik Lamping,
Andreas Liss, Nicol Pieplow, Marcel Pomplun,
Julian Schley, Sandra Schröder, Serkan Yildirim,
Michael Yoel Zapata Cuellar, Areti Asikidou,
Justin Barstorf, Besart Brati, Erkan Bulut, Jan-Ole Clasen,
Danny Dorner, Zinaid Fekovic, Roberto Fetaovski,
Sascha Fink, Merve Kilci, Jennifer Krieg, Sarah Meyer,
Marco Müller, Sabrin Othmani, Darja Poljakova,
Destina Sayindi, Chantal Schröder, Lucas Silva Matthes,
Yohanna Teclia, Volkan Yoksul
Schule Goosacker
Sofia Albani, Viviane Eckhardt, Charleen Zuther,
Nico Ehlert, Artur Golub, Simon Grabowsky,
Nadjim Karimzadah, Yannick Kral, Daniel Leng,
Marlon Liegmann, Marcel Matthies, Dominik Oemisch,
Philip Pitzek, Marvin Rohde, Marc Scheweling,
Patrick Schubert, Pierre Schubert, Dennis Vondran,
Claudio Winter
Schule Hanhoopsfeld
Timo Brese, Dany Bretsmann, Sascha Cordes,
Kevin Dabrowski, Adriana Eichner, Jean-Pierre Feder,
Juri Günther, Adam Ibriev, Serivan Kaval, Lukas Kohnen,
Melanie Kuschel, Jamie Laabs, Alina Lauterbach,
Timo Mamero, Madeleine Maßow, Saskia Möller,
Nico Petermann, Elife Ramadani, Arezoo Rezai,
Juliane Rossow, Florian Schinkel, Muhammed Tatlisu,
Tugay Topal, Neslihan Yasar, Bülent Yavuz, Fikri Yildirim,
Seyfeddin Yilmaz
Schule Hermannstal
Mathilda Amponsah, Tahsin Delice, Rodil Dogan,
Can Erdmann, Robin Fiore, Laura Glaser, Lisa Glaser,
David Höling, Arabella-Veronique Jahnholz, Anett Kiese,
Daniel Mewis, Melina Melchert, Vivien Pohlmann,
Rene Wrede
Schule Königstraße
Dogukan Akbulut, Karolin Alkan, Can Anar, Pinky Bathija,
Esat Berisha, Rebecca Bonsu, Piyathida Chumsranoi,
Aysun Cihan, Cemal Deniz, Fatoumata Drammeh,
Sercan Gecir, Robert Geisler, Roda Glanz, Kevin Greve,
David Ziggy Herzig, Julia Hink, Ezgi Ivgen, Mehreen Khan,
Vefa Korkmaz, Semiha Onunbas, Özge Özcan, Kevin
Pinela Moran, Justine Schütze, Chaleda Sediqi,
Mehmet Tekin, Maja Trunovic, Bernadette Weiss,
Paul Wolf
Schule Kroonhorst
Yamina Boukal, Seref Celik, Anastasia Dering,
Ulia Dorofeeva, Dominik Frahm, Florian Ibrahimi,
Sandy Johannsen, Marija Jovanovic, Wafaa Mansour,
Andreas Schmidt, Gerard Traore
Schule Langenhorn
Ibrahim Akalp Sanchez, Hajo Bade, Alcino de Oliveira,
Marvin Eberhard, Adris Ebrahimi, Karim Ferssioui,
Emmanuel Heineking, Denzel Jung, Franziska Kastek,
Jonas Klau, Damian Kopij, Jasmin Kück, Tim Minack,
Juliana Montiel Garcia, Jasmin Schäfer, Björn Schmidt,
Kevin Wagner, Dönüs Türk
Schule Leuschnerstrasse
Mischa Ackermann, Sina Boll, Sandrina Doench,
Timo Elfers, Lisa Kaminski, Domenik Lange, Edgar Lir,
Jessika Anna Mrosek, Alina Lisa-Maria Neben,
Anny Popat, Kevin Schönberg, Timo Raffael Schröder,
Saskia Schütt, Lydia Wiederspan, Marcus Wulf,
Aleksej Zidler
Schule Luruper Hauptstraße
Sonja Bruns, Melody Görül, Dennis Knaus,
Jeanette Lindenberg, Artur Melcher, Jana Trede,
Jessika Weit, Shannon Wienkoop, Paul Wulff
Schule Möllner Landstraße
Fabian Albrecht, Hasan Ari, Sergen Dinc,
Katrin Fuhrmann, Gennadij Gildenstern, Timo Gillen,
Jasmin Heinrich, Jeniffer Hentze, Moustafa Ikkache,
Sinem Keskin, Baris Kilic, Sven-Peter Lepschy,
Vladimir Migunov, David Otto, Andre Schultz,
Fabian Staffenski, Osman Yaman, Sergio Weiß
Schule Neugraben
Bilel Abdi, Martin Ceven, Philip Crombach, Serhat Ekici,
Leon Felsing, Tolga Gökmen, Abdul Karakoc,
Hasan Kizilboga, Ahmet Kurt, Mehmet Kurt, Robin Leiva,
Janic Meyer, Bilal Özdemir, Muhammed Sahin,
Müslüm Seyitler, Hüseyin Sükür, Mazlum Yildiz
Schule Oldenfelde
Jean-Pierre Bachmann, Nadine Belke, Vivien Biskup,
Marcus Canther, Wladimir Efimov, Melanie Kautz,
Jennifer Kudyba, Vladyslava Mishnyova, Maik Lehmann,
David Mosick, Dominik Paul, Nico Paul, Harun Ramadani,
Haki Rexhaj, Jessica Rode, Daniel Roocks, Marcel Rump,
Niklas Schröder, Niklas Schübel, Lucia Simon
Ganztagsschule Osterbrook
Aliaga Abdul, Marcel Burkhardt, Michelle Dettmann,
Luydmila Dimitrova, Mohammed Rafee Gharb, Lisa Hald,
David Kay Janßen, Marko Kernke, Franziska Mahrt,
Muhammet Ramadan, Kubilay Sevinc, Florent Sulejmani,
Maneewan Tapekhun, Dennis Thode, Dominique Weber,
Baris Yaman, Burak Yilmaz
Schule Othmarscher Kirchenweg
Melissa-Cidem Altunbulak, Yannick Pascal Burrack,
Saskia De Wulf, Elena Hansson, Christopher Heitmann,
Lukas Hüntelmann, Samed Kilic, Maria Körner,
Kevin-Mark Kubsch, Mendy Denise Lorenzen,
Philipp Alexander Matthes, Kevin Meibohm,
Ugur Memet Oglu, Bahattin Merkit, Tim Mewes,
Anja Willhardt, Mehmet Ali Zeybek
Schule Sachsenweg
Tim Alinsug, Janine Cigelj, Mert Coskun, Tanja Delekat,
Sabrin El-Aoumari, Dorian Gimmini, Daniel Götze,
Tobias Gutgesell, Nico Hanson, Marc Hensel,
Jennifer Hickmann, Mahmooda Hussain, Jonas Jahn,
Stephan Jürgensen, Sultan Kurnaz, Mercedes Rebecca
Martini, Daniel Queiros Rodrigues, Viviann Regel,
Malte Schuldt, Christian Wentzel, Nahomie Wildt
Schule Sinstorf
Tobias Bähre, Tolga Bairamoglou, Swantje Clasen,
Julian Degler, Tim Grahl, Kay Michel Heineck, Monique
Koblischke, Ricarda Krüger, Mohamed Nadhir Mabrouk,
Athena Petrochilos, Nico Petermann, Denise Rijono,
Diogo Santos Colaco, Florian Schiller, René Schröder,
Denise Schultze, Timothy von Majewski, Anna Willmann,
Sarah Wolter, Oumeyma Ameur, Mazium Cikaray,
Markus Hinz, Tobias Kirsch, Maurice Lüllwitz,
Ömer Okumus, Özlem Örencik, Bekir Shabani
Schule Slomanstieg
Teuta Arifi, Kimberly Buthmann, Micael Da Silva Semiao,
Eda Erdogmus, Leyla Horn, Besnik Jakupi, Ferhat Köker,
Besmir Mehmeti, Egzona Pajaziti, Alexander Pendelchiuk,
Benjamin Pust, Mohamed Jasin Rasheed
Schule Sportplatzring
Gözde Arik, Sümeyye Atli, Ahmed Boujemaa, Layla Cicek,
Jorginho Klement, Jasmin Kukelka, Emir Muratovic,
Janina Ramaj, Dennis Schmidt, Jan Philipp Tews,
Gino Vanni
Schule Steinadlerweg
Hasret Akbulut, Ezgi Aksu, Walied Alam,
Hüseyin Alicioglu, Burak Barut, Cem Celik, Servin Celikkol,
Eda Durmus, Robert Hapka, Onur Kökmen,
Edward Kopytin, Angelina Licata, Kevin Müller, Kevin Ott,
Chaima Oueslati, Rümeysa Özdilli, Sema Özmen,
Roberto Reglinski, Dennis Riesenberg, Kübra Savk,
Michel Scharnberg, Sven Stelzer, Damla Temizkan
Schule Stübenhofer Weg
Florence Agyemang, Mazlum Akbalik, Büsra Beki, Kadir
Catalbas, Càglar Coban, Lisa Maria Dauer, Divya Dhawan,
Marco Dobrick, Banu Dogan, Mesut Eser, Julian Glatter,
Michael Glowik, Ahmet Can Göckün, Catherine Harbort,
Dominik Hartig, Nils Herrmann, Eileen Horn, Romansa
Hrustic, Tobias Kannen, Recep Kaynak, Michel Kiebach,
Calvin Klein, Jasmin Koch, Simon Konczak,
Daniela Königsberger, Jennifer Lorena Kraljevic,
Sascha Kunst, Michelle Kutz, Philip Jürgen Peter,
Nina Rupnow, Justin Schilling, Laura Schmidt,
Lena Sinow, Jennifer Thürkow, Christopher Trenker,
Gülsemin Tüncer, Tugba Ücgül, Muzaffer Yildirim
Schule Veermoor
Firat Akter, Dilan Bükebudrac, Cim Butzko, Timur Cantali,
Al Amin Cherkaui, José Collado-Granados,
Alexander Fahrenbruch, Laura-Christine Franz,
Marlon Kentzler, Anna Kurkowski, Eniz Özcan,
Joline Rosenberg, Kerstin Rost, Yama Sajadi-Nasab,
Dennis Schreier, Sevgi Tunc, Vladimir Vasic, Elif Yurt
Wichern-Schule
Anna-Junita Asantewaa, Daniel Asmuss, Dennis Bier,
Duncan Alexander Cook, Marcel Dittrich, Kimberley Dresel,
Sara-Jane Eul, Alex Hartmann, Necib Haytaoglu,
Steven Homann, Julia Hotes, Julia Alexandra Junge,
Robin Knittel, Jana Kohlmeyer, Janik Lennard,
Christopher Ndubuisi, Selim Parav, Christian Ploog,
Viviane Rink, Tina Schodrowski, Timo Schwarze,
Christiane Skiba, Patricia Elif Soner, Maurice Steffen,
Annika Weidner
Hamburger Abendblatt
11
ICH BRING’S
Zahl zum Thema Seit 2000 werden pro Jahr rund 450 Hauptschüler durch das Hamburger Hauptschulmodell in eine Ausbildung vermittelt
„Wir
Lotsen
Schüler“
sind
für die
CH AN SI D K I -LU N DIUS
::
Kfz-Mechatroniker, Fluggerätmechaniker, Augenoptiker oder Rechtsanwaltsfachangestellte: Für viele Jugendliche mit Hauptschulabschluss sind das
Traumberufe. Die Kooperationspartner
des Hamburger Hauptschulmodells haben sich zum Ziel gesetzt, Hauptschülern zu ihrem Traumberuf zu verhelfen
und vor allem die Zahl der Übergänge in
eine ungeförderte, betriebliche Ausbildung nach dem Schulabschluss zu erhöhen. Ebenso soll die Berufsorientierung
an Schulen weiter verbessert werden.
Initiiert wurde das Hamburger
Hauptschulmodell vor zehn Jahren von
der Otto- Gruppe und Hapag-Lloyd.
Mittlerweile arbeiten Schulen, die Arbeitsagentur Hamburg und die Mitarbeiter der Koordinierungsstelle Ausbildung der Arbeitsstiftung Hamburg eng
zusammen, um Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz bestmöglich zu unterstützen.
Zu den 75 Firmen gehören Aurubis,
Fielmann, Max Bahr und Vattenfall
Mit an Bord sind außerdem 75 Unternehmen, darunter unter anderem
Aurubis, Beiersdorf, Globetrotter, Fielmann, Hamburg Süd, Lufthansa Technik, Ikea, Max Bahr und Vattenfall.
Auch sie tragen einen großen Teil dazu
bei, dass berufliche Träume Wirklichkeit werden können. So ist es in den vergangenen Jahren mit vereinten Kräften
in Hamburg gelungen, durchschnittlich
450 Ausbildungsplätze pro Jahr mit
Hauptschülern zu besetzen. „Die Zahlen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Gerd Knop,
Projektleiter des Hamburger Hauptschulmodells bei Otto.
Insgesamt sind es drei Schritte, die
zum ersehnten Ausbildungsplatz führen sollen. In den Schulen werden gemeinsam mit den Lehrern die Stärken
Gerd Knop,
Projektleiter der
Hauptschulinitiative
bei Otto
Michael Goedeke,
Leiter der Koordinierungsstelle
Ausbildung
Die Partner des Hamburger Hauptschulmodells
unterstützen die Jugendlichen auf ihrem Berufsweg
und Interessen der Schüler erarbeitet.
Auf Grundlage des erarbeiteten Stärken- und Interessenprofils führen die
Berufsberater der Arbeitsagentur mit
den Schülern eine Berufsberatung
durch und klären, welche Berufe für die
einzelnen Jugendlichen infrage kommen. Gemeinsam mit Personalreferenten aus Hamburger Wirtschaftsunternehmen überprüfen die Schüler dann
noch einmal ihre Berufswahl. Die Personalprofis geben den Jugendlichen
Tipps, worauf Unternehmen bei Bewerbungsgesprächen besonderen Wert legen, sprechen mit diesen über ihre Entscheidung und beraten sie in allen Bewerbungsfragen.
Häufig ergeben sich über diese persönlichen Kontakte auch Vermittlungsmöglichkeiten. Die Mitarbeiter der Koordinierungsstelle Ausbildung unterstützen und koordinieren den gesamten
Prozess. Bei Fragen stehen sie allen Beteiligten als Ansprechpartner zur Verfügung. Jugendliche, die einen betrieblichen Ausbildungsplatz suchen, werden während des letzten Schuljahres
von diesen Experten sogar individuell
betreut und beraten.
„Wir beraten und unterstützen die
ausbildungsinteressierten Schüler in
ihrem letzten Schuljahr individuell bei
ihrer Suche nach einem Ausbildungs-
platz“, sagt Michael Goedeke, Leiter der
Koordinierungsstelle Ausbildung der
Arbeitsstiftung Hamburg. Pro Jahr nutzen etwa 1200 bis 1400 Schüler zwischen 14 und 16 Jahren das Angebot, das
die praktische Hilfe bei Bewerbungsschreiben, die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und Testverfahren oder
auch Telefontraining umfasst.
Wer nur auf Schulnoten schaut, trifft
oft eine systematische Falschauswahl
Entscheidend bei der Wahl des zukünftigen Berufes sind die Stärken und
Interessen der Schüler. „Die Schulnoten haben nicht die Aussagekraft, die ihnen immer zugeschrieben wird“, sagt
Goedeke. Ein Problem sei allerdings,
dass die Unternehmen gerade bei dieser
Berufsgruppe die Noten als Auswahlkriterium sehen. „Damit treffen sie jedoch
eine systematische Falschauswahl“,
sagt Knop. Haben die Schüler dagegen
die Möglichkeit, sich persönlich im Unternehmen vorzustellen oder ein
Schnupperpraktikum zu absolvieren,
sieht die Beurteilung häufig ganz anders
aus. „Wir animieren die Schüler auch,
selbst aktiv zu werden und freiwillige
Praktika zu machen“, sagt Goedeke.
Nicht zu unterschätzen seien bei der
Beurteilung durch die Firmen auch
außerschulische Tätigkeiten, die einen
Bezug zur Ausbildung haben, etwa das
Engagement bei den Pfadfindern, der
freiwilligen Feuerwehr, als Jugendgruppenleiter, Streitschlichter oder
Klassensprecher oder auch Kenntnis in
Renovierungsarbeiten und Basteln.
„Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass in den meisten
Hauptschülern sehr viel Potenzial
steckt und dass sie sehr motiviert sind“,
sagt Gerd Knop, der sich vor allem als
Brückenbauer und Lotse versteht und
für sein langjähriges Engagement im
Hamburger Hauptschulmodell das
Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekam.
Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit
sind auch heute noch angesagt
Dennoch, so gibt er zu, sei es vereinzelt nach wie vor schwierig, Hauptschüler in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Einer der Hauptgründe dafür: Das Verhalten der Jugendlichen lässt zu wünschen übrig. „Dabei sind Pünktlichkeit,
Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und ein gutes Auftreten nicht
out, sondern auch heute noch angesagt“, weiß Knop. Um den Weg in die Arbeitswelt zu erleichtern, sei es daher
wichtig, den jungen Leuten ausreichend
Lernzeit einzuräumen und ihnen Gelegenheit zum Sammeln von Erfahrungen
zu geben. „Dadurch können die Jugendlichen ihre Talente und ihre Persönlichkeit weiter entwickeln“, ist Knop überzeugt. Seine Empfehlungen an alle Jugendlichen lauten:
Schnupperpraktika machen und diese
mit vollem Einsatz bis zum Ende durchhalten.
Herausfinden, welches der Traumberuf
ist, und sich auf dem Weg dorthin nicht
entmutigen lassen.
In der Schule Gas geben und sich auf
die für den Traumberuf erforderlichen
Fächer voll konzentrieren.
Beratung in Anspruch nehmen.
Hamburger Abendblatt
12
ICH BRING’S
Zitiert „Weisheit ist nicht das Ergebnis der Schulbildung, sondern des lebenslangen Versuchs, sie zu erwerben.“ Albert Einstein (1879–1955)
Ein Mathe-As gibt Vollgas
Dejan Pecic beginnt eine Lehre als Industriemechaniker bei Daimler
C H A N SI D K I -LU N DI U S
:: Er ist so ein Typ, der ankommt:
offen, höflich und fast immer gut drauf.
Sein sympathisches, selbstbewusstes
Auftreten hat augenscheinlich auch die
Personalverantwortlichen in seinem
zukünftigen Ausbildungsbetrieb überzeugt. Ab August gibt Dejan Pecic Vollgas bei der Daimler AG in Hamburg.
Dort macht der gebürtige Serbe, der die
Schule Fraenkelstraße besucht hat, eine
Ausbildung zum Industriemechaniker.
Die Ausbildung dauert dreieinhalb
Jahre. Nebenbei will Dejan unbedingt
noch einen Traum verwirklichen und
den Realschulabschluss machen. Denn
ehrgeizig, das ist der 17-Jährige aus
Barmbek nämlich auch. Im Fach Mathe
steht in seinem Abschlusszeugnis eine
glatte Eins. „Ja, ich bin ein Mathe-Ass
und finde den Umgang mit Zahlen und
Formeln einfach nur spannend und lo-
Wie drei ausgezeichnete
Schulen in Hamburg die
Jugendlichen stärken
::
Vermeidet unbedingt
Fehlzeiten, denn die machen
einen sehr schlechten Eindruck
beim Arbeitgeber. Und nehmt
auch externe Hilfe an.
Dejan Pecic
cker“, bekennt Dejan mit einem strahlenden Lächeln. Mit dem Einstellungstest bei Daimler hatte er folglich wenig
Probleme.
Wenn da nur nicht die Fehlzeiten
auf seinem Zeugnis in der achten Klasse
gewesen wären! Dejan musste reichlich
Energie aufbringen, um den Meister
von Daimler mithilfe seiner Mutter davon zu überzeugen, dass er durchaus
pünktlich und zuverlässig sein kann.
Aufgrund dieser Erfahrung rät Dejan allen Schülern, Fehlzeiten möglichst zu vermeiden. „Damit macht man
in der Arbeitswelt keinen guten Eindruck“, warnt der lese- und sportbegeisterte Jugendliche. Ebenso empfiehlt er
Gleichaltrigen in der Bewerbungsphase, sich selbst realistisch einzuschätzen
und auch professionelle Beratung in
Anspruch zu nehmen, zum Beispiel bei
der Agentur für Arbeit oder bei der Arbeitsstiftung Hamburg. Und schließlich
empfiehlt Dejan, sich keine zu hohen
Ziele zu stecken und vor allem Vorstellungsgespräche ausgiebig vorher zu
üben. „Dann kommt man nicht so nervös rüber, wirkt entspannter und
kommt weniger ins Stottern“, meint er.
Voraussetzung für eine Ausbildung
zum Industriemechaniker sind analytisches und technisches Verständnis.
Bewerber sollten außerdem über ein solides Grundwissen in Mathe und Physik
sowie über ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen verfügen. Gern gesehen sind von den ausbildenden Betrieben ferner präzise arbeitende, verantwortungsbewusste und teamfähige
Schulabgänger.
Dass Dejan einen handwerklichen
Beruf wollte, in dem er viel mit Maschinen zu tun hat, war ihm schon als Kind
klar. Er habe schon immer gern gebastelt und getüftelt, berichtet er. Bei
Daimler und somit bei einem der erfolgreichsten Automobilunternehmen der
Welt gelandet zu sein, macht ihn unge-
„Nie aufgeben.
Durchbeißen!“
Dejan Pecic, 17, wurde in Serbien geboren. Er rät seinen Altersgenossen, in der
Bewerbungsphase unbedingt professionelle Hilfe zu nutzen. Foto: Heiner Köpcke
heuer stolz. In der industriellen Serienproduktion bei Daimler werden Bauteile in großen Stückzahlen gefertigt.
Dies erfordert einen reibungslosen Betrieb von Industrierobotern und computergesteuerten Bearbeitungszentren.
Als Industriemechaniker wird Dejan voraussichtlich eines Tages für den
einwandfreien Betrieb der Industrieroboter und Bearbeitungszentren verantwortlich sein. Um für diese Aufgabe
gewappnet zu sein, wird er in den nächsten Jahren lernen, Dreh-, Fräs- und
Bohrmaschinen zu steuern, zu warten
oder sie für neue Herausforderungen
umzurüsten. Die Herstellung mechanischer Verbindungen steht ebenso auf
dem Ausbildungsprogramm wie das
Montieren und Verdrahten mechanischer, elektromechanischer sowie elektrischer Bauteile zu Baugruppen. Außerdem werden Dejan und seine AzubiKollegen erfahren, wie Zeichnungen zu
lesen, Skizzen anzufertigen und Abläufe
zu planen sind. Und die angehenden Industriemechaniker werden lernen, wo-
rauf es beim Prüfen, Messen, Überwachen und Instandhalten von Produktionsanlagen ankommt. Schließlich ist es
für jeden Betrieb ein teures Vergnügen,
wenn die Produktion stockt, weil Bänder und Räder nicht laufen.
Nach Abschluss der Ausbildung
setzt Daimler die Industriemechaniker
in der Arbeitsvorbereitung, Fertigung
oder Qualitätskontrolle ein. Das Daimler-Werk Hamburg ist ein bedeutender
Lieferant für Abgastechnologie, Achsen, Achskomponenten, Lenksäulen
und intelligente Leichtbaustrukturteile
für die Pkw-Produktpalette von Mercedes-Benz, Smart und Maybach. Im
Hamburger Werk befindet sich zudem
das Leichtbauzentrum für Fahrwerkkomponenten des Konzerns.
Dejan kann das anspruchsvolle
Ausbildungsprogramm nicht schocken.
„Wenn ich mich reinhänge, schaffe ich
das schon“, ist der mit 1,88 Metern hoch
gewachsene, junge Mann mit den brauen Augen zuversichtlich. Und zählt die
Tage bis zum Beginn der Ausbildung.
Der Wettbewerb, der Schulen mit
besonderem Engagement für Berufsorientierung und -vorbereitung auszeichnet, heißt zwar „Starke Schule“, Schulleiter Thorsten Bräuer geht es jedoch
vor allem um starke Schüler. Mit seinem
Ansatz, die Kompetenzen statt die Defizite in den Blick zu nehmen, hat er die
Jury überzeugt. Die Ganztagsschule Am
Altonaer Volkspark belegte den ersten
Platz auf Landesebene.
Der ursprünglich als „Hauptschulpreis“ ausgerufene Wettbewerb kürt
alle zwei Jahre die besten drei Schulen
eines jeden Bundeslandes und zusätzlich drei Bundessieger. Bräuer setzt mit
seinem Konzept zur Berufsorientierung
früh an. In der 5. Klasse steht das Thema „Traumberuf“ auf dem Stundenplan, und das „Schatzkästchen“ wird
angelegt: Darin sammeln die Schüler
Karteikarten, auf denen sie ihre Stärken
notieren, dazu kommen Karten, auf
denen ihre Mitschüler ihnen besondere
Talente bescheinigen. „Eigen- und
Fremdeinschätzung ergeben einerseits
ein gutes Bild der Gesamtpersönlichkeit, zum anderen stärkt das positive
Feedback der Mitschüler das Selbstbewusstsein“, erklärt Bräuer. Weiter geht
es in der Klasse 7 mit einem zweiwöchigen Sozialpraktikum und in den Klassen 8 und 9 geht es zwei Tage pro Woche
in verschiedene Unternehmen.
Auf den 2. Platz wählte die Jury die
Katholische Bonifatiusschule. Das Erfolgsrezept von Schulleiter Erhard Porten ist ein stetig weiterentwickeltes Paket von Maßnahmen zur Berufsorientierung. Viel hängt dabei von den Kooperationspartnern ab wie „In Via“, ein
Fachverband der Caritas. Von Hausaufgabenhilfe und Prüfungsvorbereitung
über Seminare zur Berufsorientierung
und zur Persönlichkeitsentwicklung bis
hin zu Bewerbungstrainings reicht dabei das Angebot, das nicht nur den
Schülern der Bonifatiusschule offensteht, sondern allen Jugendlichen aus
dem Stadtteil Wilhelmsburg.
Auch Renate Wiegandt setzt auf
Kooperationen sowohl mit Berufsschulen, etwa der Kfz-Schule, wo Azubis und
Schüler gemeinsam alte Autos aufpeppen, als auch mit einzelnen Unternehmen wie Airbus oder Metro. Wiegandt
leitet die Otto-Hahn-Schule, die dritte
Landesssiegerin. „Die Metro-Azubis
unterstützen unsere Schüler beispielsweise bei der Entwicklung von Schülerfirmen. Sie zeigen auf, wie ein Unternehmen funktioniert – von der Werbung über den Verkauf bis hin zur Abrechnung.“ Wiegandts Tipp: Jeder
Schüler kann irgendetwas besonders
gut, und mit dieser Begabung lässt sich
arbeiten. „Darum: niemals aufgeben.
Durchbeißen!“ (csl)
Thorsten Bräuer,
Schulleiter der
Ganztagsschule Am
Altonaer Volkspark

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