sages-femmes - Federazione svizzera delle levatrici

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sages-femmes - Federazione svizzera delle levatrici
Titel_10_11
27.9.2011
11:47 Uhr
Seite 1
Hebamme
Sage-femme
Levatrice
Spendrera
10/2011
Hebammengeleitete Betreuung
Soins gérés par les sages-femmes
US_Seite_2_bis_4
27.9.2011
11:44 Uhr
Seite 2
Rundum versorgt
in der Stillzeit
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2-PHASE
EXPRESSION
Technology
Inhalt_01
28.9.2011
9:21 Uhr
Seite 1
Inhalt
Contenu
Geschäftsstelle/Secrétariat central
Rosenweg 25C, Postfach, CH-3000 Bern 23
Tel. +41 (0)31 332 63 40 Fax +41 (0)31 332 76 19
Öffnungszeiten von Montag bis Freitag:
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Heures d’ouverture: lundi–vendredi:
8h15–12h /13h30 –17h15
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www.hebamme.ch
www.sage-femme.ch
Offizielle Zeitschrift des
Schweizerischen Hebammenverbandes
Journal officiel de la Fédération suisse
des sages-femmes
Giornale ufficiale della Federazione
svizzera delle levatrici
Revista uffiziala da la Federaziun svizra
da las spendreras
109. Jahrgang/109e année
Erscheinungsweise: 11 Mal im Jahr
(Juli/August Doppelausgabe)
Parution: 11 éditions par année
(numero double juillet/août)
Impressum
Herausgeberin/éditeur
Schweizerischer Hebammenverband (SHV)
Fédération suisse des sages-femmes (FSSF)
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht
unbedingt die Meinung des SHV wieder.
Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion.
Les articles signés ne reflètent pas forcément
l’opinion de la FSSF. Toute reproduction est soumise
à autorisation de la rédaction.
Redaktion/rédaction
Deutschsprachige Redaktion und
verantwortlicher Redaktor:
Wolfgang Wettstein, Geschäftsstelle SHV,
Rosenweg 25 C, Postfach, CH-3000 Bern 23
Tel. +41 (0)31 331 35 20, Fax +41 (0)31 332 76 19
[email protected]
Rédaction de langue française
Josianne Bodart Senn, Chemin du Bochet 4a,
CH-1196 Gland, tél. +41 (0)22 364 24 66,
portable +41 (0)79 755 45 38,
[email protected]
Redaktioneller Beirat
Inge Loos (il), Sue Brailey (sb), Zuzka Hofstetter (zh),
Lisa Mees-Liechti (lml), Lorraine Gagnaux (lg)
Josée Bernard Delorme (jbd), Edith de Bock-Antonier (ea)
Ausgabe 10 Hebammengeleitete Betreuung
2
4
Wolfgang Wettstein, Bern
Hebammengeleitete Betreuung:
ein Beitrag zur integrierten perinatalen Versorgung?
Elisabeth Kurth, Winterthur; Simone Büchi, Bern; Eva Cignacco, Basel
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12
Inseratemarketing/Régie d’annonces
KünzlerBachmann Medien AG
Geltenwilenstrasse 8a, CH-9001 St. Gallen
Tel. +41 (0)71 226 92 92, Fax +41 (0)71 226 92 93
[email protected] www.kbmedien.ch
Druck/Impression
Vogt-Schild Druck AG
Gutenbergstrasse 1, CH-4552 Derendingen
www.vsdruck.ch
WEMF-beglaubigt
ISSN 1662-5862
Präventive Massnahmen für geburtshilfliche
Notfallsituationen
Martina Gisin, Brigitte Bühler, Irene Hösli, Basel
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30
47
Bücher
Verband
Sektionen
Fortbildung SHV
Stellenangebote
Thema der Ausgabe 11:
Therapiemöglichkeiten bei Schwangerschaftsübelkeit
Erscheinungsdatum: Anfang November 2011
Édition 10 Soins gérés par les sages-femmes
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36
Actualité
Editorial
Josianne Bodart Senn, Gland
Soins gérés par les sages-femmes: une contribution
aux soins périnataux intégrés?
Elisabeth Kurth, Winterthour; Simone Büchi, Berne; Eva Cignacco, Bâle
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Mesures préventives pour les situations
obstétricales d’urgence
Martina Gisin, Brigitte Bühler, Irene Hösli, Bâle
40
Layout/graphisme
Tygraline AG, Bern, Rosmarie Kerschbaumer
Jahresabonnement/Abonnement annuel
Nichtmitglieder/Non-membres
Fr. 109.–
inkl. 2,5% MWST/TVA
Ausland/Etranger
Fr. 140.–
Einzelnummer/Prix du numéro
Fr. 13.20
inkl. 2,5% MWST/TVA + Porto
Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr,
wenn es nicht bis zum 31. Oktober des laufenden
Jahres schriftlich beim SHV gekündigt wird.
L’abonnement est automatiquement renouvéle pour
un an s’il n’est pas résilié par écrit auprès de la FSSF
au 31 octobre de l’année en cours.
Kontinuierliche Betreuung durch frei praktizierende
Hebammen: Weshalb wird sie nur selten umgesetzt?
Denise Eigenmann, Winterthur
Beraterin Hebammenforschung
Prof. Dr. Ans Luyben, Chur
Fotos: Titelbild und Seiten 5/6/7
David Nydegger, Bern/© SHV
Aktuell
Editorial
Troubles de la régulation et problèmes
de comportement ultérieurs
Mirja Hemmi, Bâle
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Attendre un enfant dans un corps qui change…
Eliane Schnabel, La Tour-de-Peilz
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Fœtus en présentation du siège: L’efficacité de la
moxibustion n’est pas prouvée
Marie-Julia Guittier et Michelle Pichon, Genève
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47
Livres
Fédération
Sections
Formation FSSF
Offres d’emploi
Thème de l’édition 11:
Les nausées et vomissements de grossesse
Parution: début novembre 2011
Hebamme.ch
Sage-femme.ch 10/2011
1
Aktuell_S02_03
28.9.2011
7:23 Uhr
Seite 2
Aktuell
Schmerzlinderung bei Neugeborenen
Zuckerwasser ohne Wirkung
Zuckerwasser beeinflusst zwar
den Gesichtausdruck von Neugeborenen, hat aber keinen
schmerzlindernden Effekt. Zu
diesem Ergebnis kommen
Wissenschaftler des University
College London, UK, die im
Rahmen einer doppelblinden,
randomisierten Studie mit
einer schmalen Klinge an der
Ferse von 59 Neugeborenen
kratzten und deren Hirnreaktion mittels EEG ableiteten.
29 Babys hatten zuvor 0,5 ml
einer 24-prozentigen Saccharoselösung erhalten, 30 Kinder steriles Wasser.
Die Kinder, die eine Zuckerlösung erhalten hatten, zeigten
signifikant seltener Veränderungen des Gesichtsausdrucks
(p≤0,0001), ebenso war der
PIPP-Score (Premature Infant
Pain Profile, dabei werden
schmerzbedingte Verhaltensänderungen der Kinder, wie
Gesundheitswegweiser
Schweiz
Das schweizerische Gesundheitssystem kurz erklärt –
ein Ratgeber für Migrantinnen und Migranten in der Schweiz
2
Hebamme.ch
10/2011 Sage-femme.ch
beizulegen. In allen Sprachen
sind auch Merkblätter zu den
einzelnen Themen des Gesundheitswegweisers erhältlich.
Die Broschüre in 18 Sprachen ist als PDF
zu finden unter: www.migesplus.ch >
Publikationen > Gesundheit und Versorgung und unter www.miges.admin.ch.
Nationales Programm Migration und
Gesundheit.
nicht länger als Schmerzmittel
eingesetzt werden.
Aus: Österreichische Hebammen-Zeitschrift, Ausgabe 04/11 bzw.
Quelle: Slater R. et al. (2010) Oral sucrose
as an analgesic drug for procedural pain
in newborn infants: a randomised controlled trial. The Lancet, Volume 376,
Issue 9748, 9–15 October 2010, Pages
1225–1232.
Deutschland
Schwangerschaftsdiabetes –
neue deutsche Leitlinien
Von rund 650000 Geburten in
Deutschland im Jahr 2010 litten
fast 24000 Mütter beim Zeitpunkt der Geburt an Schwangerschaftsdiabetes – Tendenz
steigend.
Die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) und die Deutsche
Gesellschaft für Gynäkologie
und Geburtshilfe (DGGG) haben nun gemeinsam die «Evi-
Katja Navarra, Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK),
48 Seiten, 2011, Bundesamt
für Gesundheit, Schweizerisches Rotes Kreuz (Hrsg.),
3. komplett überarbeitete
Auflage.
Der Ratgeber hilft Personen,
insbesondere Migrantinnen
und Migranten sich im komplexen schweizerischen Gesundheitswesen zurechtzufinden – in 18 Sprachen.
Der neue Gesundheitswegweiser gibt Auskunft über Prävention, Krankenversicherung
und die medizinische Versorgung. Er erläutert Rechte und
Pflichten der Patientinnen und
Patienten sowie gesetzliche
Grundlagen. Zudem enthält er
Hinweise auf wichtige Anlaufstellen und Angaben zur Gesundheitsversorgung für besonders verletzliche Gruppen
wie Asylsuchende und SansPapiers. Neu bietet eine Einlegeklappe den Kantonen, Gemeinden oder Fachstellen die
Möglichkeit, eigenes Informationsmaterial oder Adressen
z.B. Mimik, Sauerstoffsättigung oder Herzfrequenz, erhoben). Die durch Schmerz
ausgelösten Hirn- und Rückenmarksaktivitäten zeigten
jedoch keine signifikanten
Unterschiede in beiden Gruppen. Daraus schliessen die Forscher, dass eine veränderte
Mimik nicht mit einer tatsächlichen Schmerzerleichterung
verwechselt werden darf.
Zuckerlösungen sollten daher
denzbasierte Leitlinie zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Gestationsdiabetes
mellitus (GDM) vorgelegt, dazu
eine entsprechende (kürzere)
Praxisleitlinie und eine Version
für interessierte Laien.
Mehr Informationen unter:
www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de >
Leitlinien> Evidenzbasierte Leitlinien
USA
Künstliche Einleitung erhöht
Risiko für Kaiserschnitt
Geburtseinleitungen gehörten
in vielen Spitälern zur Tagesordnung. Sollten sie aber
nicht, wie eine US-amerikanische Studie besagt, die 850
Geburtsverläufe mit und ohne
Einleitung miteinander verglichen haben. Wurde künstlich eingeleitet, endete jede
dritte Geburt mit einem Kaiserschnitt, ohne Einleitung nur
jede fünfte. Eingeleitete Frauen haben häufiger postpartale
Blutungen und mussten länger
im Spital bleiben, die Kinder
bräuchten öfters Sauerstoff.
Joycelyn H. Vardo, Loralei L. Thornburg and J. Christopher Glantz.
Maternal and Neonatal Morbidity
Among Nulliparous Women Undergoing Elective Induction of Labor,
J Reprod Med 2011; 56: 25–30.
Der Artikel ist in englischer Sprache zu
finden unter: www.ncbi.nlm.nih.gov/
pubmed/21366123
Aktuell_S02_03
28.9.2011
7:24 Uhr
Seite 3
Indien
Mädchen werden gezielt
abgetrieben
Männlicher Nachwuchs hat in
Indien immer noch einen immens hohen Stellenwert in der
Gesellschaft. Wurden unerwünschte Mädchen früher
nach der Geburt getötet, bedienen sich Paare heute der
Pränataldiagnostik – und lassen Mädchen gezielt abtreiben. Bei Zweitgeborenen,
wenn das erste Kind ein Mädchen war, hat sich das Geschlechterverhältnis von 906
Mädchen auf 1000 Jungen (im
Jahr 1990) bis auf 836 Mäd-
chen auf 1000 Jungen (2005)
verringert – ein Rückgang von
Mädchengeburten um immerhin 0,5 Prozent pro Jahr.
Prabhat Jha., Maya A. Kesler, Rajesh
Kumar et al. Trends in selective abortions of girls in India: analysis of nationally representative birth histories
from 1990 to 2005 and census data
from 1991 to 2011.
Das Abstract ist in englischer Sprache zu
finden unter:
www.thelancet.com/journals/lancet/
article/PIIS0140-6736(11)60649-1/
abstract
Nebenwirkungen von Impfungen
Liste vermuteter Nebenwirkungen 2001 bis 2010
Die Pharmacovigilance bei
Impfstoffen ist wichtiger Bestandteil
eines
Impfprogramms, damit die Sicherheit
neuer Impfstoffe genau überwacht und schnell und angemessen auf Bedenken reagiert
werden kann. Seit 1988 sind
vermutete unerwünschte Arzneimittelwirkungen
gemäss
Schweizer Bundesgesetz über
Arzneimittel und Medizinprodukte meldepflichtig. Bis Juni
2001 waren das Bundesamt für
Gesundheit (BAG) und die
Schweizerische Arzneimittelne-
benwirkungszentrale (SANZ)
gemeinsam dafür zuständig,
Spontanmeldungen von unerwünschten Ereignissen nach
Impfungen (Adverse events following immunization, AEFI)
entgegenzunehmen. Es wurden bereits Ergebnisse zur
Überwachung der Zeiträume
1988–1990 und 1991–2001
veröffentlicht.
Weitere Informationen zur «Zusammenfassung der Meldungen vermuteter unerwünschter Wirkungen nach Impfungen in
der Schweiz in den letzten 10 Jahren
(2001–2010)» unter:
www.swissmedic.ch > aktuell
Neue Stillbroschüre des Deutschen
Hebammenverbandes
Stillen – sprich darüber!
Der Deutsche Hebammenverband hat die aus Belgien stammende Broschüre «Stillen
ohne Worte», mit Hilfe des
Rotary Clubs in Frankfurt am
Main (D), neu gedruckt. Die
Stillbroschüre von rund 20 Sei-
ten ist ein einfaches Mittel, um
Frauen die wichtigsten Sachverhalte zum Stillen (mit Bildern) nahezubringen.
Weitere Informationen unter:
www.hebammenverband.de
Versichertenkarte (eHealth – elektronische
Gesundheitsdienste)
Umsetzung und Anwendung
der Daten vereinbart
An einem Runden Tisch unter
der Leitung des Bundesamts
für Gesundheit (BAG) wurde
beschlossen, die weiteren
Schritte für die Umsetzung
und Anwendung der medizinischen Daten der Versichertenkarte gemeinsam anzugehen. An den Gesprächen nahmen folgende Organisationen
teil: FMH, H+, pharmaSuisse,
Ofac, santésuisse, Helsana,
Sasis AG, Post und IG ehealth.
Die Versichertenkarte ist ein
wichtiger Schritt in Richtung
Umsetzung der Strategie
eHealth und ermöglicht die
Durchführung von kantonalen
Modellversuchen zum elektronischen Patientendossier.
Die im Auftrag des BAG erstellte Expertise zu den Unterschieden in den Umsetzungen
der beiden bestehenden Versichertenkarten hat ergeben,
dass die Karten von den zwei
Herstellern – Schweizer Post
und Sasia AG – einwandfrei
funktionieren.
Die längerfristige Überarbeitung oder Neufassung der
rechtlichen Grundlagen für
eine nächste Kartengeneration wird ebenfalls gemeinsam mit allen Beteiligten unter
der Leitung des BAG in Angriff
genommen. Dabei ist vorgesehen, eine Modellanwendung zu schaffen. Mit dieser
wird sichergestellt, dass künftige Kartenversionen untereinander kompatibel sind
(BAG, Bern, Juni 2011).
Weitere Informationen unter:
www.bag.admin.ch >Medieninformationen und www.bag.admin.ch > themen >
gesundheitspolitik
Leben in der Schweiz
«Willkommen in der Schweiz –
Informationen für neu Zuziehende»
Bundesamt für Migration BFM (Hrsg.), Broschüre, A4, 20 Seiten, 2011
Die Publikation hat zum Ziel,
neu zuziehende Personen zu
begrüssen und Grundinformation zum Leben in der
Schweiz zu vermitteln. Ausländerinnen und Ausländer,
die in die Schweiz kommen,
lassen mit der Migration oft
wesentliche
Orientierungspunkte ihres bisherigen Le-
bens im Herkunftsland zurück
und treten in eine für sie oftmals unbekannte Gesellschaft
ein. Es handelt es sich um ein
Begrüssungsinstrument, welches
gesamtschweizerisch
geltende Grundwerte, Rechte
und Pflichten, integrationsrelevante Botschaften gemäss
Gesetzgebung sowie prakti-
sche Informationen zu Lebens- und Arbeitsbedingungen in den verschiedenen zentralen Lebensbereichen vermittelt.
Die Publikation ist in 12 Sprachen als PDF
zu finden unter: www.bfm.admin.ch >
Dokumentation > Publikationen
Hebamme.ch
Sage-femme.ch 10/2011
3
Dossier_dt_S04_18
28.9.2011
8:01 Uhr
Seite 4
Dossier
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser
Die aktuellen gesundheitspolitischen
Entwicklungen in der Schweiz bieten eine
Chance, die Gesundheitsversorgung
von Frauen während der
Schwangerschaft, Geburt
und Wochenbett zu überdenken und eine optimale
Arbeitsteilung zwischen
Ärztinnen und Ärzten,
Hebammen und weiteren
Berufsgruppen zu diskutieren. Wenn es Hebammen
gelingt, sich untereinander
zu koordinieren und interdisziplinär
vernetzt zu arbeiten, steigt die Chance,
dass Familien von Anfang an eine
Grundversorgung erhalten, die die Gesundheit von Mutter, Kind und Familie
fördert. Dabei etablieren sich Hebammen als kompetente und verlässliche
Partnerinnen im schweizerischen
Gesundheitssystem und leisten einen
Beitrag zur Förderung integrierter Versorgungsmodelle. Der Leitartikel von
Elisabeth Kurth, Simone Büchi und
Eva Cignacco vermittelt eine Übersicht
der Evidenz zur hebammengeleiteten
Versorgung und beschreibt die Notwendigkeit integrativer perinataler Versorgungsmodelle auch für die Schweiz.
Denise Eigenmann, Hebamme und
Dozentin am Institut für Hebammen der
ZHAW in Winterthur, folgert in ihrem
Beitrag, dass kontinuierliche Betreuung
ein erhebliches Potenzial für gesundheitspolitische Verbesserungen birgt.
Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit
zeigen, dass sich kontinuierliche Betreuung auch positiv auf die Arbeitszufriedenheit der Hebamme auswirkt. Mittels
verbesserter Arbeitsbedingungen und
durch neue Formen der Zusammenarbeit kann ein Rahmen geschaffen
werden, in dem das Anbieten von
kontinuierlicher Betreuung für frei
praktizierende Hebammen realisierbar
und attraktiv wird.
Geburtshilfliche Notfallsituationen sind
selten und ereignen sich unerwartet.
Aufgrund des unregelmässigen Auftretens dieser Vorkommnisse haben
Hebammen, Fachpersonen aus Geburtshilfe, Anästhesie und Neonatologie selten die Gelegenheit, in Akutsituationen
Erfahrungen zu sammeln und ihr
Handeln zu verbessern. Martina Gisin,
Brigitte Bühler und Irene Hösli berichten
über die Erkenntnisse aus Kursen für
geburtshilfliche Notfälle am Universitätsspital Basel (USB) in denen unter
anderem manuelle Fertigkeiten, medizinische Strategien und Teamleistung
anhand relevanter Notfallszenarien
trainiert werden.
Wolfgang Wettstein
Redaktor Hebamme.ch
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Hebamme.ch
10/2011 Sage-femme.ch
Hebammengeleitete Be
ein Beitrag zur integrie
Ein Blick in die internationale Evidenz und deren Umsetz ung
Internationale Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass eine hebammengeleitete Grundversorgung während der Schwangerschaft, der Geburt und des
Wochenbetts trotz deutlich reduzierter Interventionsrate mit guten Gesundheitsergebnissen und hoher Zufriedenheit von Frauen und ihren Familien assoziiert ist.
In der Schweiz wurden einzelne neue Betreuungsmodelle etabliert, in denen
Hebammen die Führung in der perinatalen Grundversorgung übernehmen.
Während die bisherigen Ansätze als «trendige» Angebote für eine Attraktivitätssteigerung eines Spitals erscheinen mögen, machen aktuelle politische Entwicklungen ein Umdenken in der bisherigen Arbeitsteilung zwischen medizinischer
und hebammengeleiteter perinataler Versorgung notwendig. Der Artikel vermittelt
eine Übersicht der Evidenz zur hebammengeleiteten Versorgung und beschreibt die
Notwendigkeit integrativer perinataler Versorgungsmodelle1 auch für die Schweiz.
Hebammengeleitete
Grundversorgung für
Frauen und ihre Familien
Die heutige Evidenz bezüglich der hebammengeleiteten perinatalen Versorgung
ist eindeutig. Eine Metaanalyse einer
Stichprobe von 12 276 Frauen aus 11 randomisiert kontrollierten Studien [1,2] zeigt
viele Vorteile des Modells der hebammengeleiteten perinatalen Gesundheitsversorgung: Sie reichen von der Reduktion
Elisabeth Kurth, PhD, MScN,
RM, ist Hebamme und arbeitet in
Lehre, Forschung und Entwicklung
am Institut für Hebammen, Zürcher
Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Winterthur.
Gleichzeitig ist sie assoziierte Mitarbeiterin des Schweizer Tropenund Public Health-Instituts, Basel.
antenataler Hospitalisationen über tiefere
Interventionsraten intrapartum bis zu
höheren Zufriedenheitswerten in Bezug
auf Mitsprachemöglichkeiten bei Entscheidungen. Auch die WHO hat in ihren
Schriften auf die Bedeutung der Rolle von
Hebammen in der Betreuung gesunder
Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen hingewiesen [3] und unter anderem
die Notwendigkeit der Entmedikalisierung der Schwangerschaft und Geburt,
sowie die Berücksichtigung einer evidenz-
Simone Büchi, MScN, RM,
Dr. Eva Cignacco, ist Heb-
ist Hebamme und Pflegefachfrau.
Sie arbeitete als Hebammenexpertin
der Abteilung Klinische Pflegewissenschaft und der Frauenklinik am
Universitätsspital Basel. Seit Juli
2011 ist sie Leitende Hebamme der
Geburtsstation, Frauenklinik Inselspital Bern.
amme und Pflegewissenschafterin.
Als Forscherin und Dozentin am
Institut für Pflegewissenschaft in
Basel leitet sie das Forschungsprogramm «Pain Management in
Neonates (PAMINA)».
Dossier_dt_S04_18
28.9.2011
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Seite 5
te Betreuung:
grierten perinatalen Versorgung?
msetz ung in der Schweiz
Madlaina Ernesta Jann, 1989, Pontresina
« ... dass Frauen selbstbestimmt und aufgeklärt über die
Betreuung während der Schwangerschaft und Geburt
entscheiden können und ich eine leidenschaftliche,
einfühlsame und geduldige Hebamme sein darf.»
basierten und familienzentrierten perinatalen Versorgung postuliert [3].
Trotzdem ist die Umsetzung der hebammengeleiteten perinatalen Versorgung im deutschsprachigen Raum noch
nicht Teil der allgemeinen Grundversorgung, sondern bleibt auf vereinzelte
Angebote beschränkt. Im Hinblick auf
die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen in vielen westlichen Industrienationen, die von einer höheren Inan1
Integrierte Versorgung (in der Schweiz vor allem als
Managed-Care-Modelle bekannt) bezeichnet die Idee
einer Versorgungsform im Gesundheitswesen, die eine
stärkere Vernetzung der Fachdisziplinen (Hausärzte,
Fachärzte, Spitäler) umfasst. Dies mit dem Ziel, die
Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern
und die damit verbundenen Kosten zu senken.
Martina Wittmann, 1984, Zürich
« ... dass Hebammen ihren festen und wichtigen Platz in
der Geburtshilfe professionell einnehmen.»
spruchnahme von Gesundheitsleistungen in allen medizinischen Fachbereichen
bei gleichzeitiger Kürzung der Spitaltage
und der Spitalaufenthaltszeiten gekennzeichnet ist [4], sind Modelle einer neuen
Gesundheitsversorgung dringend erwünscht. In der Schweiz wird heute in
der medizinischen Grundversorgung vermehrt der Einsatz spezialisierter Pflegender politisch diskutiert, um in Zukunft
den erhöhten Bedarf in den ambulanten
Vor- und Nachbetreuungsangeboten
adäquat zu decken [5].
Auch die perinatale Versorgung bleibt
von diesen Entwicklungen nicht verschont. Während Wöchnerinnen in der
Schweiz bis in die 1950er Jahre rund 12
Tage im Spital verbrachten, betrug die
Fotos dieses Artikels
Der SHV dankt den Studierenden der Berner
Fachhochschule Fachbereich Gesundheit,
Bachelorstudiengang Hebamme, herzlich
für ihre Unterstützung.
Die Studierenden beantworten uns bei den
Aufnahmen die Frage: «Für meine Zukunft
als Hebamme wünsche ich mir ... »
Mehr Informationen zum Bachelorstudiengang Hebamme und zum Fachbereich
Gesundheit finden Sie unter:
www.gesundheit.bfh.ch/bachelor
Aufenthaltsdauer im Jahr 2004 nach
einer Spontangeburt im Mittel noch 5.6
Tage [6,7]. Die bevorstehende Einführung
der Fallkostenpauschalen im Jahr 2012
Hebamme.ch
Sage-femme.ch 10/2011
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Dossier_dt_S04_18
28.9.2011
8:02 Uhr
Seite 6
Noémi Stallard, 1988, Kerzers
« ... dass sich die Schwangerschaftsbetreuung durch
die Hebamme etabliert.»
wird den Trend verstärken, dass Mutter
und Kind nach der Geburt früh nach Hause
entlassen werden [8]. Diese Entwicklung
verlangt Anpassungen der postpartalen
Versorgung, die sich vom stationären in
den ambulanten Bereich verlagert. Dabei
gewinnt die häusliche Betreuung durch
Hebammen an Bedeutung. In den letzten
zehn Jahren gab es in der Schweiz Bestrebungen, Hebammen, ihren fachlichen Kompetenzen entsprechend, mehr
Verantwortung in der Versorgung von
Mutter und Kind zuzusprechen. Anhand
internationaler Literatur zeigen wir in den
folgenden Abschnitten das Potenzial der
Hebammenbetreuung in der Schwangerenvorsorge, bei der Geburt und im Postpartum auf und nennen exemplarisch
entsprechende Versorgungsangebote in
der Schweiz.
Hebammengeleitete
Schwangerschaftsvorsorge
Die hebammengeleitete Schwangerschaftsvorsorge ist im Vergleich mit der
ärztlichen Betreuung qualitativ gleichwertig, jedoch im Durchschnitt kosteneffektiver und mit einer höheren Zufriedenheit
der schwangeren Frau verbunden [5]. In
der oben erwähnten Metaanalyse zeigen
6
Hebamme.ch
10/2011 Sage-femme.ch
Judith Reich-Kaufmann, 1976, Windlach
« ... dass, die Freiberuflichkeit finanziell attraktiver wird.»
die Forschungsergebnisse einen reduzierten Anteil antenataler Hospitalisationen
und eine geringere Anzahl Frauen mit
Kindsverlust vor der 24. Schwangerschaftswoche [1].
Die Rolle der Hebamme in der Schwangerschaftsvorsorge ist in westlichen Industrieländern unterschiedlich definiert [5]. In
Schweden, Finnland oder Holland nimmt
die Hebamme eine zentrale Funktion ein.
In Grossbritannien oder Dänemark hingegen arbeiten sie mehrheitlich in interdisziplinären Teams (Hebamme, Hausarzt,
Gynäkologe). Je nach Gesetzgebung und
Betreuungsform variiert der Umfang der
Dienstleistung der Hebammen. Dabei
stehen sich die klassischen, fragmentierten Betreuungsmodelle «Arzt» oder «ArztHebamme» in der Schwangerschaft, während der Geburt oder im Wochenbett der
kontinuierlichen Begleitung durch eine Bezugshebamme während der gesamten peripartalen Phase gegenüber.
In der Schweiz konsultieren schwangere
Frauen in der Schwangerschaftsvorsorge
mehrheitlich Gynäkologinnen und Gynäkologen. Oft suchen die Frauen für Einzelberatungen oder während der ganzen
Schwangerschaft auch die fachliche Begleitung einer Hebamme auf. So findet die
schwangere Frau für ihre Schwanger-
schaftsvorsorge bereits seit vielen Jahren
Angebote von frei praktizierenden Hebammen im Rahmen des Beleghebammensystems, im Geburtshaus oder in Hebammenpraxen. Auch Angebote von Hebammensprechstunden in Spitälern haben in
den letzten Jahren markant zugenommen, und sind für schwangere Frauen
attraktiv. Die Frauenklinik des Inselspitals
Bern feierte ihr 20-jähriges Sprechstundenjubiläum [9] und die Frauenklinik des
Universitätsspitals Basel (USB) baute neulich ihre Hebammensprechstunde aus
(Jahresbericht USB 2010). In diesen Angeboten der Grundversorgung begleiten
erfahrene Hebammen, ihren Fachkompetenzen entsprechend, schwangere Frauen
mit einer normal verlaufenden Schwangerschaft. Die Hebammenausbildung und
das schweizerische Krankenversicherungsgesetz (KVG, KLV, KVV, 2011) erlauben
den Hebammen, diese Frauen in der
Schwangerschaft eigenverantwortlich zu
betreuen. Besteht eine Risikoschwangerschaft ohne manifeste Pathologie sind die
Hebammen aufgefordert, eng mit den
Ärzten zusammenzuarbeiten. Dies ermöglicht es Hebammen, sich zusätzlich
auf schwangere Frauen mit Risiken zu spezialisieren und ihre erweiterten Kompetenzen einzubringen, wie dies das Beispiel
Dossier_dt_S04_18
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Johanna Lüscher, 1985, Langenthal
« ... dass Schwangerschaft und Geburt als etwas Natürliches
und Gesundes betrachtet und bewahrt werden kann.»
der Schwangerenbetreuung bei Frauen
mit Gestationsdiabetes durch Hebammen
mit Zusatzausbildung in Diabetes veranschaulicht [10]. All diesen hebammengeleiteten Angeboten ist die Betreuungskontinuität durch eine Bezugshebamme oder
eine Bezugshebammengruppe ein zentrales Merkmal. Je nach Angebot umfasst die
Kontinuität die Schwangerschaft oder zusätzlich auch die Geburts- und Wochenbettbetreuung.
Hebammengeleitete Geburt
Bei einer hebammengeleiteten Betreuung intrapartum zeigt die erwähnte Metaanalyse einen geringeren Einsatz von
Regionalanästhesien, Analgetika (Opioide) und Wehenmittel (Oxytocin), die
Reduktion der vaginal-operativen Geburten, kleinere Raten an Episiotomien, eine
deutlich höhere Rate an initialem Stillen,
sowie das Gefühl der Gebärenden ihre
Kontrolle über die Geburt beibehalten zu
haben und in Entscheidungen einbezogen worden zu sein [1]. Diese Metaanalyse
bestätigt die Ergebnisse einer früheren
systematischen Arbeit von Waldenström
und Turnbull [11]. Im angelsächsischen
Raum, in Skandinavien und zunehmend
auch in Deutschland, sind hebammenge-
Barbara Lyrenmann, 1984, Langenthal
« ... dass Frauen Ihren Körper kennen und auf ihre
Fähigkeit spontan gebären zu können vertrauen.»
leitete Geburten sowohl in der ausserklinischen wie in der klinikbasierten Geburtshilfe verbreitet. In der Schweiz wurde die Tradition der hebammengeleiteten
Geburt nur im ausserklinischen Bereich
aufrechterhalten. In einzelnen Kliniken
wurden mit der Einführung von BelegHebammen-Systemen erstmals wieder
hebammengeleitete Geburten angeboten. Im Jahr 2000 entstand in der Frauenklinik Bern erstmals ein Modell, in dem
Spitalhebammen selbstständige Geburtsleitungen übernahmen. Dieses Modell ermöglicht es Frauen ohne Schwangerschaftsrisiken unter der Geburt ausschliesslich durch eine Hebamme betreut zu werden. Bis zum Ende des Jahres 2010
wurden 486 Geburten als Hebammengeburten begonnen und 329 als solche auch
durchgeführt [9]. Tritt während der Geburtsperiode eine Komplikation auf, leitet
das Modell zur bekannten Arzt-Hebammengeburt über. Eine erste Evaluation des
Pilotprojekts zeigt, dass die hebammengeleitete Geburt mit signifikant weniger
invasiven Interventionen verbunden ist,
wobei Outcome-Parameter im Vergleich
zur Gruppe, die die herkömmliche ArztHebammengeburt erlebte, sich nicht
unterscheiden [12]. Diese Betreuungsform
kann als einen ersten Ansatz einer klinik-
basierten, integrierten Versorgung bezeichnet werden, da sie eine klare Aufgabenteilung zwischen der Hebamme und
dem Arzt ermöglicht. Die Hebamme
übernimmt gemäss ihrer Fachkompetenz
Verantwortung für die physiologische Geburtshilfe, der medizinische Dienst wird
bei Pathologien einbezogen. Dabei können auch Kosten eingespart werden.
Postpartale Betreuung
In der postpartalen Versorgung hat in
den letzten Jahrzehnten international
und national ein markanter Leistungsabbau stattgefunden. Gekürzt wurden insbesondere der postpartale Spitalaufenthalt und die Verfügbarkeit von Haushaltshilfe [13–15]. In vielen Ländern ist der
postpartale Spitalaufenthalt inzwischen
auf 24 bis 72 Stunden gesunken. Gleichzeitig wurden in der spitalexternen Nachsorge verschiedene Betreuungsformen
und Interventionen entwickelt und teilweise evaluiert: Abgabe von Informationsbroschüren, Kontrolltermine in der
Klinik, Gruppentreffen für Wöchnerinnen, telefonische und Videoberatung,
praktische Unterstützung im Haushalt
und bei der Kinderbetreuung und Hausbesuche durch qualifizierte FachpersoHebamme.ch
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nen. Meistens wurden diese Betreuungsformen nach einer Frühentlassung in der
Interventionsgruppe angewendet, während die Kontrollgruppe später aus dem
Spital entlassen wurde. In einer systematischen Cochrane-Review zur postpartalen Nachbetreuung kamen Brown et
al. [16] zum Schluss, dass sich bei Frühentlassungsprogramme mit mindestens
einem Hausbesuch durch qualifizierte
Fachpersonen im Vergleich zu Spätentlassungen keine nachteilige Wirkung auf
die kindliche und mütterliche Gesundheit
nachweisen lassen. Postpartale Nachbetreuungsprogramme mit mehrmaligen
Hausbesuchen durch Hebammen oder
Mutter-Kind-Pflegefachfrauen zeigen sogar positive Effekte, und zwar bezüglich
Stillerfolg, reduziertem Auftreten von
postpartalen Depressionen und grösserem mütterlichem Selbstvertrauen [17–19].
Bestanden die Nachbetreuungsprogramme nur aus Telefonanrufen, Gruppentreffen, schriftlicher Informationsabgabe
oder einem einmaligen Hausbesuch, waren
diese positiven Effekte nicht nachweisbar [20,21]. Mehrmalige Hausbesuche durch
Hebammen haben somit ein grosses
Potenzial zur Förderung der Kinder- und
Familiengesundheit.
Es stellt sich die Frage, wie Hebammen
das Angebot einer qualitativ hochwertigen postpartalen Nachsorge im schweizerischen Gesundheitssystem auch in
Zukunft gewährleisten können. In verschiedenen Medien wurde in letzter Zeit
darüber berichtet, dass Mütter wegen
Hebammenmangel auf eine adäquate
Nachbetreuung verzichten mussten [22, 23].
Frei praktizierende Hebammen denken
deshalb über Möglichkeiten nach, wie sie
Familien mit Neugeborenen nach Spitalaustritt eine Versorgungssicherheit bieten können. In der Westschweiz sind
solche Modelle bereits umgesetzt: Die
«Arcade de Sage-Femmes» in Genf betreibt ein Beratungs- und Vermittlungstelefon und garantiert den Geburtskliniken, dass jede Mutter am Tag nach
Spitalaustritt von einer Hebamme zuhause
besucht wird. Auch die Hebammen im
Kanton Waadt schlossen sich zusammen,
entwickelten ein kantonsweites Dienstsystem der frei praktizierenden Hebammen, und erarbeiten in einem interdisziplinären Projekt ein Konzept zur koordinierten Betreuung von Familien nach
Frühentlassung [24]. In der Region Basel
und Zürich wurden Projektteams frei
praktizierender Hebammen gegründet,
um mit wissenschaftlicher Unterstützung
Koordinationsmodelle für die postpartale
Versorgung zu entwerfen und – voraussichtlich im nächsten Jahr – in Pilotprojekten umzusetzen und zu evaluieren.
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Dabei ist ein Hauptziel, die Koordination
unter den Hebammen effizient zu gestalten, und Familien nach der Geburt in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen eine hochwertige
Betreuung anzubieten [25].
Fazit
Die aktuellen gesundheitspolitischen
Entwicklungen in der Schweiz bieten
eine Chance, die Gesundheitsversorgung
von Frauen während der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu überdenken und eine optimale Arbeitsteilung
zwischen Ärztinnen und Ärzten, Hebammen und weitern Berufsgruppen zu diskutieren.
Wenn es Hebammen gelingt, sich untereinander zu koordinieren und interdisziplinär vernetzt zu arbeiten, steigt die
Chance, dass Familien von Anfang an eine
Grundversorgung erhalten, die die Gesundheit von Mutter, Kind und Familie
fördert. Dabei etablieren sich Hebammen
als kompetente und verlässliche Partner
im schweizerischen Gesundheitssystem
und leisten einen Beitrag zur Förderung
integrierter Versorgungsmodelle.
왗
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www.admin.ch/ch/d/sr/c832_10.html,
heruntergeladen am 31. 3. 2011.
– Verordnung des EDI vom 29. September
1995 über Leistungen in der obligatorischen
Krankenpflegeversicherung (KrankenpflegeLeistungsverordnung, KLV); Stand 1.3.2011;
www.admin.ch/ch/d/sr/c832_112_31.html,
heruntergeladen am 31. 3. 2011.
– Verordnung vom 27. Juni 1995 über die
Krankenversicherung (KVV); Stand 1.3.2011,
www.admin.ch/ch/d/sr/c832_102.html,
heruntergeladen am 31. 3. 2011.
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Aptamil HA: Doppelter Nutzen
für allergiegefährdete Säuglinge nachgewiesen.
Molkenprotein:
Reduzierter Allergenität.
+
Patentierte GOS/FOS Mischung:
› Mit Bifidus-Bakterien angereicherte Darmflora,
ähnlich der eines gestillten Säuglings.
› Klinisch nachgewiesene Reduktion der atopischen Dermatitis:
30
Kumulatives Auftreten (%)
25
Mit 6 Monaten2
Mit 2 Jahren3
p = 0.05
p = 0.014
Kontrolle
Mit GOS/FOS
n = 66
20
15
n = 104
-58%
-50%
n = 68
10
n = 102
5
0
Aptamil HA:
Klinisch nachgewiesene Reduktion
der atopischen Dermatitis mit 6 Monaten.
Anhaltende Wirkung bis 2 Jahre.
Aptamil, inspiriert vom Modell der Muttermilch – garantiert durch Wissenschaft.
Wichtiger Hinweis: Stillen ist ideal für Ihr Kind.
1
2
3
Eine einzigartige und patentierte Mischung aus Galacto-und Fructo-Oligosaccharide (90/10).
Moro G et al. A mixture of prebiotic oligosaccharides reduces the incidence of atopic dermatitis during the first 6 months of age.
Arslanoglu S et al. Early dietary interventions with a mixture of prebiotic oligosaccharides reduces the incidence of allergy associated symptoms and infections during the first 2 years of life.
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Fokus
Kontinuierliche Betreuung durch frei
praktizierende Hebammen: Weshalb
wird sie nur selten umgesetzt?
Kontinuierliche Betreuung wirkt sich positiv auf Mutter, Kind, Familie und Hebamme aus. Sie wird jedoch nur
von wenigen frei praktizierenden Hebammen im Kanton Zürich angeboten. Die Ergebnisse einer Befragung frei
praktizierender Hebammen zeigen: Neue Formen der Zusammenarbeit und verbesserte Arbeitsbedingungen
können einen Rahmen schaffen, in dem die Umsetzung von kontinuierlicher Betreuung für frei praktizierende
Hebammen realisierbar und attraktiv wird.
Denise Eigenmann, Hebamme MSc und dipl. Pflegefachfrau KWS, arbeitet als Dozentin am Institut für Hebammen
der ZHAW, als Hebamme im Paracelsus-Spital in Richterswil
und als frei praktizierende Hebamme im Kanton Zürich. Die
hier beschriebene Masterarbeit hat sie zur Erlangung des
akademischen Grades «Master of Science» im Oktober 2010
an der Donau-Universität Krems, Österreich, eingereicht. Am
Jahreskongress des SHV im Mai dieses Jahres präsentierte sie
zu den Ergebnissen ihrer Masterarbeit ein Poster und gewann
damit den 1. Preis des Posterwettbewerbs.
E-Mail: [email protected]
Hintergrund/Forschungsziel
Gemäss dem Obsan-Bericht hat kontinuierliche Betreuung von werdenden Müttern
durch Hebammen eine Reduktion von geburtshilflichen Interventionen zur Folge
(Künzi/Detzel, 2007: 45). Auch bezüglich
Wirksamkeit, Kosteneffektivität und Zufriedenheit der Mütter werden positive Effekte
genannt. Erhöhte Risiken, gemessen am
Gesundheitszustand von Mutter und Kind
nach der Geburt, sind nicht zu erkennen.
Sayn-Wittgenstein (2007: 23–25) stellt
ihr Verständnis von Hebammenarbeit mit
dem Betreuungsbogen dar und beschreibt
dazu das weitgehend ungenutzte Potenzial
im Versorgungsangebot der Hebammen.
Kontinuierliche Betreuung wird in dieser
Forschungsarbeit definiert als Durchführung
der Betreuung von der (frühen) Schwangerschaft bis zur postpartalen Phase durch eine
einzige Hebamme oder eine kleine Gruppe
von Hebammen (Waldenström/Turnbull,
1998).
Frei praktizierende Hebammen in der
Schweiz bieten jedoch mehrheitlich fragmentierte (vor allem postpartale) und nur
selten kontinuierliche Betreuung an. Dies
zeigt die statistische Tätigkeitserfassung der
frei praktizierenden Hebammen in der
Schweiz (SHV, 2009). Im Jahr 2008 wurden
82% aller erfassten Frauen ausschliesslich
postpartal betreut. 13% wurden während
der Schwangerschaft und nach der Geburt
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von derselben Hebamme begleitet, etwas
mehr als die Hälfte davon (7%) auch während der Geburt.
Ziel dieser Forschungsarbeit war die Erfassung der Gründe, welche frei praktizierende
Hebammen im Kanton Zürich daran hindern,
kontinuierliche Betreuung anzubieten. Anhand der Erkenntnisse sollten Veränderungsvorschläge abgeleitet und Empfehlungen für
die verstärkte Realisierung kontinuierlicher
Betreuung durch frei praktizierende Hebammen formuliert werden.
Methode
Zu den Auswirkungen von kontinuierlicher Betreuung durch Hebammen wurde
eine Literaturrecherche in wissenschaftlichen
Datenbanken (Web of Science, Cochrane,
Pubmed/Medline, CINAHL, Midirs, DIMDI)
für den Zeitraum von 1998 bis 2009 durchgeführt. Ausserdem wurden die Arbeitsbedingungen der frei praktizierenden Hebammen im Kanton Zürich und in der Schweiz
mittels Dokumentenanalyse erforscht.
Als qualitative Forschungsmethode wurde
eine Erhebung in Form von Expertinneninterviews gewählt. Sechs teilstandardisierte
Interviews mit frei praktizierenden Hebammen aus dem Kanton Zürich wurden durchgeführt. Zwei der Befragten arbeiten alleine
und bieten ausschliesslich fragmentierte
(vorwiegend postpartale) Betreuung an. Vier
Befragte bieten kontinuierliche Betreuung
mit Haus- oder Beleggeburten an, wovon
zwei alleine arbeiten und zwei im Rahmen
von Praxisgemeinschaften. Die Hebammen
sind zwischen 38 und 63 Jahre alt und seit
8 bis 35 Jahren im Beruf tätig, davon zwischen einem und 20 Jahren frei praktizierend. Die Auswertung (Datenanalyse) der
Interviewergebnisse erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2008).
Ergebnisse der
Literaturanalyse
Stand der Forschung (internationale Studien)
Unter kontinuierlicher Betreuung werden
ganz unterschiedliche Formen von Betreuung verstanden. Gemäss Sandall et al.
(2009) stellt kontinuierliche Betreuung durch
Hebammen einen Teil von hebammengeleiteter Betreuung dar. Morgan et al. (1998)
bezeichnen kontinuierliche Betreuung, die
durch eine einzige Hebamme durchgeführt
wird, als «individual caseload care». Hingegen wird unter «one-to-one midwifery» die
Betreuung einer Frau durch eine hauptverantwortliche Hebamme und eine bis zwei
der Frau ebenfalls bekannten Vertreterinnen
verstanden (auch «partnership caseload
care» genannt). Bei «one-to-one midwifery»
und bei hebammengeleiteten Betreuungsmodellen wird eine Reduktion von geburtshilflichen Interventionen (z.B. Periduralanästhesie, Episiotomie, vaginaloperative Geburtsbeendigungen oder Sectio caesarea) festgestellt (Sandall et al., 2009; Page, 2003). Dies
kann sich positiv auf den Gesundheitszustand von Mutter und Kind auswirken.
Unter anderem werden häufiger intakte
Dammverhältnisse und weniger postpartale
Blutungen beobachtet (Benjamin et al.,
2001). «One-to-one midwifery» und hebammengeleitete Modelle zeigen ausserdem
eine erhöhte Zufriedenheit der Mütter (Sandall et al., 2009). Die Frauen schätzen insbesondere das Vertrauensverhältnis zur Hebamme sowie auch das verstärkte Gefühl von
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Selbstbestimmung (Page, 2003). Die Zufriedenheit der Hebammen wurde erst in wenigen Studien in die Untersuchungen miteinbezogen. In «one-to-one midwifery» schätzen die Hebammen ihre grosse Verantwortung und Autonomie sowie den Aufbau
einer intensiven Beziehung zur werdenden
Mutter (Page, 2003; Beake et al., 2001). Hinsichtlich der Kosteneffektivität stellt sich bei
hebammengeleiteten Betreuungsmodellen
ein positiver Effekt dar (Sandall et al., 2009).
Weniger geburtshilfliche Interventionen wirken sich preissenkend aus (Beake et al., 2001).
Es zeigt sich, dass «one-to-one midwifery»
nicht mehr Kosten verursacht als konventionelle Betreuungsmodelle (Page, 2003).
In der laufenden COSMOS-Studie werden
die Auswirkungen kontinuierlicher Betreuung anhand von höheren Fallzahlen genauer
erforscht (Mc Lachlan et al., 2008). Hier wird
die Unterschiedlichkeit der verschiedenen
Modelle mitberücksichtigt. Es werden diverse
Aspekte untersucht, unter anderem der längerfristige Gesundheitszustand von Mutter
und Kind (insbesondere bezüglich tieferer
Sectio-Rate), die Kosteneffektivität sowie
auch die Arbeitszufriedenheit der Hebammen. Die Ergebnisse werden für 2012 erwartet.
Situation in der Schweiz
(mit Fokus auf den Kanton Zürich)
Bezüglich Ist-Zustand von kontinuierlicher
Betreuung durch frei praktizierende Hebammen im Kanton Zürich wurde eine Analyse
von Dokumenten des SHV aus den Jahren
2000 bis 2010 durchgeführt. Diese weisen
unter anderem auf unattraktive Arbeitsbedingungen bei zunehmender Arbeitsbelastung und hohen fachlichen Anforderungen
hin.
Ergebnisse der
Expertinneninterviews
Die Stärkung der Frau, die Verminderung
von Ängsten durch gezielte Information,
die Vermeidung von unnötigen und teuren
Untersuchungen und die Reduktion pathologischer Verläufe werden als positive Auswirkungen kontinuierlicher Betreuung genannt.
Der Aufbau des gegenseitigen Vertrauens
wird als zentral eingeschätzt. Die Motivation
als Hebamme, kontinuierliche Betreuung
anzubieten, schildert eine Befragte so: «…
als Hebamme hat man dieses Spektrum und
das macht’s interessant und spannend und
abwechslungsreich und ich glaub‘ das ist es,
was dazu gehört.» (38-jährige Hebamme,
alleine arbeitend).
Auch die Auswirkungen auf die Hebammenarbeit werden mehrfach beschrieben.
«… das gibt mir Sicherheit, wenn ich … die
Frau sehe … ich nehm’ Veränderungen wahr
und das Wachstum vom Kind, ja, das gibt mir
Geburt
Schwangerschaft
uungsbogen
Betre
Wochenbett
Stillzeit
Familienplanung
Betreuungsbogen nach Sayn-Wittgenstein, 2007: 24.
Sicherheit auch auf die Hausgeburt hin … »
(50-jährige Hebamme, alleine arbeitend).
Als Hauptgründe dafür, dass kontinuierliche Betreuung nur selten angeboten wird,
werden unattraktive Arbeitsbedingungen
(insbesondere in finanzieller und rechtlicher
Hinsicht), fehlende Unterstützung sowie
mangelndes Fachwissen genannt. «… da
musst du schon noch Erfahrungen sammeln
… dich wirklich noch weiterbilden … ohne
Geburtshaus hätte ich auch nicht den Mut
gehabt, grad jetzt eine Hebammenpraxis
nach zwei, drei Jahren Spitalerfahrung zu
eröffnen … » (53-jährige Hebamme, in Praxisgemeinschaft arbeitend). Als besonders
hinderlich sehen die Befragten die ständige
Abrufbereitschaft, die als sehr einschränkend
erlebt wird, insbesondere betreffend Geburtsbetreuung. Die Arbeit in einer Praxisgemeinschaft wirke sich diesbezüglich jedoch
entlastend und generell unterstützend aus.
Die Aussagen der befragten Hebammen
bestätigen die Ergebnisse der Literaturanalyse und weisen auf konkreten Handlungsbedarf hin.
Schlussfolgerungen und
Empfehlungen
Kontinuierliche Betreuung birgt ein erhebliches Potenzial für gesundheitspolitische Verbesserungen. Damit in Zukunft frei
praktizierende Hebammen vermehrt kontinuierliche Betreuung anbieten, werden folgende Massnahmen empfohlen:
• Schaffung von attraktiveren Arbeitsbedingungen, insbesondere in finanzieller und
rechtlicher Hinsicht.
• Verstärkte Vernetzung/Kooperation der
Hebammen untereinander und mit nahen
Berufsgruppen (neue Formen der Zusammenarbeit).
• Verstärkter Fokus auf kontinuierliche Betreuung in der Aus- und Fortbildung von
Hebammen.
• Gewährleistung von Praktika für Studierende im frei praktizierenden Tätigkeitsbereich.
• Vermehrte Information der Öffentlichkeit
und Fachpersonen über dieses Angebot
und dessen Bedeutung.
• Spezifische Forschung zu Versorgungs-
modellen und kontinuierlicher Betreuung
durch Hebammen in der Schweiz.
Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit zeigen, dass sich kontinuierliche Betreuung auch
positiv auf die Arbeitszufriedenheit der Hebamme auswirkt. Mittels verbesserter Arbeitsbedingungen und durch neue Formen der Zusammenarbeit kann ein Rahmen geschaffen
werden, in dem das Anbieten von kontinuierlicher Betreuung für frei praktizierende Heb왗
ammen realisierbar und attraktiv wird.
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Mosaik
Präventive Massnahmen für
geburtshilfliche Notfallsituationen
Notfälle in geburtshilflichen Situationen sind eine Herausforderung für das interdisziplinäre Team. Die Schulung
des geburtshilflichen Teams sowie das Wissen um und der Gebrauch von Empfehlungen und Richtlinien leisten
einen entscheidenden Beitrag zur Senkung von Komplikationen und zur Abnahme der maternalen und neonatalen
Morbidität und Mortalität. Der geburtshilfliche Notfallwagen «EMMATM», der auf der Geburtsabteilung des
Universitätsspitals Basel konzipiert wurde, unterstützt rasches Handeln in Notfallsituationen.
Einleitung
Geburtshilfliche Notfallsituationen sind
selten und ereignen sich unerwartet. Aufgrund des unregelmässigen Auftretens
dieser Vorkommnisse haben Hebammen,
Geburtshelfer, Anästhesisten und Neonatologen selten die Gelegenheit, in Akutsituationen Erfahrungen zu sammeln und
ihr Handeln zu verbessern. Unser Artikel
berichtet über die Erkenntnisse aus Kursen für geburtshilfliche Notfälle am Universitätsspital Basel (USB) in denen manuelle Fertigkeiten, medizinische Strategien
und Teamleistung anhand relevanter Notfallszenarien trainiert werden.
Risikomanagement
und Notfalltraining
Schwangerschaft und Geburt verlaufen
bei den meisten Frauen ohne Komplikationen. Komplikationen wie z.B. die Präeklampsie, Schulterdystokie oder postpartale Blutung, können uns plötzlich während
einer «ruhigen» Geburtssituation überraschen. Für den weiteren Verlauf ist es dann
entscheidend, diese unvorhergesehenen
Situationen zu erkennen sowie rasch Entscheidungen zu treffen und rettende Massnahmen einzuleiten. Die Wirksamkeit der
Behandlung hängt wesentlich von den
Kenntnissen über die Pathophysiologie der
verschiedenen Zustände und die relevanten korrigierenden Massnahmen ab (Van
Geijn & Vothknecht 1996). Ein standardisiertes medizinisches Vorgehen führt zu
mehr Sicherheit in der Betreuung und in
geburtshilflichen Notfallsituationen. Daten
aus Grossbritannien (Draycott et al. 2008)
zeigen eine signifikante Reduktion der
Plexusparese nach Schulterdystokie, eine
Abnahme der tiefen Apgarwerte (5 Min.)
und einen Rückgang von schweren hypoxiebedingten Enzephalopathien nach Einführung von regelmässigen Trainingskursen. Simulationsbasierte Trainingseinheiten werden als neue Möglichkeit zur Verbesserung der Ausbildung gesehen (Jude
et al. 2006). Diverse Publikationen belegen, dass die medizinische Simulation den
idealen Rahmen bietet, solche kritische
Situationen in einem sicheren Umfeld
ohne Gefährdung für Patientinnen zu trai-
nieren (Crofts et al. 2007, Ellis et al. 2008,
Maslovitz et al. 2007, Nielsen et al. 2007).
Simulationstraining
in der Geburtshilfe
Das Simulationszentrum Basel («SimBa») am USB bietet die ideale Plattform für
ein Training des realen Managements kritischer Situationen bei der Betreuung der
Schwangeren. In Kursen für geburtshilfliche Notfälle wird ein multidisziplinäres
und interprofessionelles Arbeiten von Ärzten, Hebammen und Pflegefachkräften
aus Anästhesie, Frauenklinik und Neonatologie gefördert. Alle aktuell schweizweit
gültigen Behandlungsrichtlinien werden
besprochen, sowie spezifische Manöver
und Handgriffe geübt.
Die internen Simulationskurse starteten
im Jahr 2008. Seit 2010 werden diese Kurse
mit externen Ärztinnen und Ärzten, Hebammen und ganzen Klinikteams durchgeführt. Nebst dem raschen Handeln in sechs
verschiedenen, realitätsnahen Szenarien
(Schulterdystokie, postpartale Blutung,
Präeklampsie, operative vaginale Geburt,
Reanimation bei Mutter und Neugeborenem) werden unter der Leitung eines
Tutors in kleinen Gruppen an geburtshilflichen Simulationsmodellen der Einsatz
von Algorithmen und vor allem die Kommunikation im Team und mit der Patientin
trainiert. Dank videounterstützter Analyse
der erlebten Krisensituation können den
Teilnehmenden nachhaltige Hinweise für
den klinischen Alltag mitgegeben werden.
Erfahrungen am
Universitätsspital Basel
Brigitte Bühler
Martina Gisin
Prof. Dr. Irene Hösli
Stationsleiterin Geburts- und
Schwangerenabteilung, Hebamme,
Frauenklinik Universitätsspital Basel
Hebammenfachverantwortliche
MSc, Geburts- und Schwangerenabteilung, Frauenklinik Universitätsspital Basel
Fachärztin FMH für Gynäkologie und
Geburtshilfe, Chefärztin Geburtshilfe
und Schwangerschaftsmedizin,
Frauenklinik Universitätsspital Basel
12
Hebamme.ch
10/2011 Sage-femme.ch
In einer Befragung von Monod et al.
(2011) wurde die Nachhaltigkeit der Kurse
bezüglich fachspezifischer Kompetenz in
geburtshilflichen Notfallsituationen analysiert. Die 88 Teilnehmenden der letzten
drei Kurse (31.4% Hebammen, 30.5%
Dossier_dt_S04_18
28.9.2011
8:02 Uhr
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Assistenzärzte und 38.1% Fachärzte Gynäkologie/Geburtshilfe) wurden zu zwei Zeitpunkten (direkt im Anschluss an den Kurs,
sowie drei Monate danach) befragt. Die
Auswertung der validierten Fragebogen
erfolgte anonym. Insgesamt kamen 105
ausgefüllte Fragebogen zurück (N=75
nach dem Kurs (Rücklaufquote 85%) und
N=30 nach drei Monaten (Rücklaufquote
34%). Die Resultate zeigen, dass die Kompetenz in geburtshilflichen Notfallsituationen durch die Kurse verstärkt wurde.
Direkt nach dem Kurs fanden 20.8 Prozent
der Teilnehmenden, dass sie die Situationen stets unter Kontrolle haben. Drei
Monate später fühlten sich bereits 57.1
Prozent der Teilnehmenden in Notfallsituationen kompetent. Es zeigte sich auch
ein Anstieg in der Wahrnehmung der
Algorithmen (44.4% direkt nach dem
Kurs und 57.1%) drei Monate später. Die
grösste Veränderung kann allerdings in
der Optimierung der Kommunikation
nach Abschluss der Kurse festgestellt werden. 87.7 Prozent fanden drei Monate
nach Kursbeendigung, dass sich ihre Art
der Kommunikation verbessert hat.
Praktische Erfahrungen in Notfallsituationen zeigen, dass auch benötigtes
Material sofort zur Hand sein muss. Um in
solchen Fällen wertvolle Zeit bei der Suche
nach Material und Medikamenten einzusparen, wurde vom Hebammenteam am
USB der Notfallwagen auf der Geburtsabteilung kreiert.
EMMATM
Im Rahmen der Zentrumsfunktion stieg
in den letzten Jahren die Anzahl an normalen und Risikogeburten im Universitätsspital Basel. Proportional zu den
Geburtszahlen nahm auch die Anzahl
Notfallsituationen (z.B. schwere Präeklampsie, postpartale Blutung) zu. Es ist in
Notfällen wesentlich, lebensrettende Medikamente, Zubehör/Geräte schnell zur
Hand zu haben. So wurde unser Notfallwagen «EMMATM» (Emergency Material)
für geburtshilfliche Notfälle zur Soforthilfe entworfen. Dieser ist mit den benötigten Geräten und Verbrauchsmaterialien
zur Notversorgung in Akutsituationen,
wie zum Beispiel Blutungen und Präeklampsie, ausgestattet. Er hat den Vorteil
In Simulationskursen werden Notfallsituationen im Team trainiert.
eines schnellen Zugriffes, eines raschen
Handelns und der Mitnahme aller notwendigen Utensilien. Die verschiedenen
Schubladen bieten Zugriffsmöglichkeiten
auf Medikamente, Lösungen und benötigtes Equipment. Dank der beiliegenden Bestückungsliste kann der Wagen
nach jedem Gebrauch wieder vollständig
aufgefüllt werden.
Am Wagen befestigte Algorithmen/
Schemata und Medikamentendosierungen helfen in Stresssituationen die empfohlenen Ablaufkriterien und Dosierungsvorschriften zu beachten und einzuhalten. Dies sind zum Beispiel der Algorithmus zur postpartalen Blutung (PPH) der
Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG 2009),
die Empfehlung der Therapie bei Präeklampsie (Ablauf und Dosierung von
Magnesium) und die medikamentösen
Massnahmen bei PPH aus dem internen
Hausbuch (USB 2011).
Die positiven Erfahrungen mit EMMATM
geben wir in den Simulationskursen weiter, in denen der Wagen auch eingesetzt
wird. Durch nationale und internationale
Vorträge sind Kontakte mit anderen Frauenkliniken entstanden, die das Modell
übernehmen möchten. Es freut uns, dass
sich eine tolle, bewährte Idee weiterverbreitet.
Fazit
Dieser Artikel soll Hebammen, Ärztinnen und Ärzte ermutigen, ihr Fachwissen,
Fertigkeiten und Selbstvertrauen zu stärken, um in Notfallsituationen kompetenter handeln zu können.
Erfahrungen der am USB durchgeführten Simulationskurse für geburtshilfliche
Notfallsituationen zeigen, dass die fachspezifische Kompetenz aus subjektiver
Sicht nachhaltig gestärkt wird und zur
Optimierung der peripartalen Betreuung
Hebamme.ch
Sage-femme.ch 10/2011
13
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28.9.2011
9:07 Uhr
Seite 14
von Mutter und Kind in Notfallsituationen beiträgt. «Train together who works
together», ein Konzept mit Zukunft zur
Sicherheit unserer Patientinnen in der
Geburtshilfe und vielen weiteren Bereichen.
왗
Literatur
Crofts JF., Ellis D., Draycott TJ., Winter C., Hunt
LP., Akande VA. (2007). Change in knowledge of midwives and obstetricians following
obstetric emergency training: a randomised
controlled trial of local hospital, simulation
centre and teamwork training, BJOG International Journal of Obstetrics and Gynaecology,
Vol. 114, pp. 1534–1541.
Draycott J., Crofts J., Ash J., Wilson L., Yard E.,
Sibanda T., Whitelaw A. (2008). Improving
Neonatal Outcome Through Practical Shoulder Dystocia Training, Obstetrics & Gynecology, Vol. 112, no. 1, pp. 14–20.
Ellis D., Crofts JF., Hunt LP., Read M., Fox R.,
James M. (2008). Hospital simulation center
and teamwork training for eclampsia management, a randomized controlled trial, American College of Obstetricians and Gynecologists, Vol. 111, no. 3, pp. 723–731.
Jude D., Gilbert G., Magrane G. (2006). Simulation training in the obstetrics and gynaecology clerkship, American Journal of Obstetrics &
Gynecology, Vol. 195, no. 5, pp. 1489–1492.
Maslovitz S., Barkai G., Lessing JB., Ziv A., Many
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mistakes identified by simulation, Vol. 109,
no. 6, pp. 1295–1300
Monod C., Vökt C., Gisin M., Gisin S., Hösli I. (2011)
Simulationstraining in der Geburtshilfe: Erfahrungen am Universitätsspital Basel, Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe SGGG, Jahreskongress in Lugano.
Nielsen PE., Goldman MB., Mann S., Shapiro DE.,
Marcus RG., Pratt SD., Greenberg P., McNamee P., Salisbury M., Birnbach DJ., Gluck PA.,
Pearlman MD., King H., Tornberg DN., Sachs
BP. (2007). Effects of teamwork training on
adverse outcomes and process of care in labor
and delivery: a randomized controlled trial,
Obstet Gynecol; Vol. 109, pp. 48–55.
Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und
Geburtshilfe (SGGG) Postpartale Blutung,
verfasst Mai 2009. [online] http://sggg.ch/
files/Expertenbrief_No_26.pdf (Zugriff 21. Juli
2011).
Universitätsspital Basel Hausbuch (2011). Magnesium Therapie bei Präeklampsie [online]
www.unispital-basel.ch/das-universitaets
spital/bereiche/spezialkliniken/kliniken/
frauenklinik/links/hausbuch/ pp. 115–117.
Universitätsspital Basel Hausbuch (2011). Postpartale Hämorrhagie [online]
www.unispital-basel.ch/das-universitaetsspital/
bereiche/spezialkliniken/kliniken/frauenklinik/
links/hausbuch/ pp. 175.
Van Geijn P. & Vothknecht S. (1996). Training in
the management of critical problems: teacher’s view. European Journal of Obstetrics &
Gynecology and Reproductive Biology, Vol.
65, no. 1, pp. 145–148.
Büchertipp
Ralph Frenken
Gefesselte Kinder
Die Geschichte und Psychologie des Wickelns
2011. 404 S., 80 s/w. und
46 farbige Abb. CHF 60.90
Wissenschaftlicher Verlag
Bachmann, Badenweiler
Die Hebamme Jane Sharp kritisierte schon 1671 eine Tradition,
die seit Jahrtausenden bis heute
in fast allen Erdteilen verbreitet
ist: Neugeborene so straff zu
wickeln, dass sie sich nicht bewegen können und die meiste
Zeit schlafend verbringen. Eng
gewickelte Kinder haben nur selten Körperkontakt zur Mutter,
werden kaum sensorisch stimuliert und interagieren wenig mit
ihrer Umwelt. Wie wirkt sich
diese Art der «Kinderpflege» auf
die körperliche und seelische
Entwicklung aus? Die Forschung
hat dem Wickeln bisher kaum
Aufmerksamkeit geschenkt.
Diese Lücke schliesst nun der Psychologe, Erziehungswissenschaftler und Kinderpsychotherapeut
Dr. Ralph Frenken. In seinem
Buch stellt er systematisch dar,
wo und wie sich die Praxis des
engen Wickelns herausgebildet
14
Hebamme.ch
10/2011 Sage-femme.ch
hat, welche verschiedenen Variationen es bei einzelnen Völkern
gibt und welche Folgen empirisch nachweisbar sind. Beeindruckend ist vor allem die reiche
Fülle des Quellenmaterials: Medizinische und psychologische
Studien, Hebammenliteratur und
literarische Zeugnisse aus allen
Epochen. Besonders anschaulich
wird das Thema durch die farbigen Darstellungen gewickelter
Kinder in Malerei und Kunstgeschichte, sowie durch zahlreiche
Fotos. Auf vielen Seiten stehen
den Leserinnen und Lesern die
eng geschnürten Kinderkörper
direkt vor Augen.
Der Autor versteht sich auch als
Fürsprecher der «gefesselten Kinder». Denn aus wissenschaftlicher
Sicht lässt sich die enge Wickelpraxis nicht rechtfertigen. Sie
macht aus aktiven, auf die Welt
neugierigen Kindern passive
Wesen, die weder ihre Körperposition verändern noch ihre Bewegungen selbst steuern können. Koordinierte Motorik und
selbstbestimmtes Handeln ent-
wickeln sich so nur zögerlich. Das
Wickeln stellt also kein positives
«vorgeburtliches Körpergefühl»
her. Die Tradition gründet nach
Ansicht des Autors im Irrationalen – in Aberglauben, Ängsten
(z.B. das Kind zerkratzt sich das
Gesicht) und Phantasien (das
«böse Kind»). Frenken arbeitet
gut heraus, welches Kinderbild in
der Wickelpraxis zum Vorschein
kommt: Der defizitäre, allzu
«weiche» Körper müsse geformt
und gehärtet werden. Zugleich
sollte ein Kind möglichst ruhig,
willenlos und «leicht zu pflegen»
sein. Bis in die 1980er Jahre hielt
sich die Ansicht, Kinder könnten
keinen Schmerz empfinden. Eine
der wenigen Ausnahmen war
der Schweizer Arzt Felix Würtz.
Er ging davon aus, dass Kinder
schmerzempfindlich sind und
kritisierte das Wickeln scharf. Er
sprach offen aus, was er in
seiner Praxis sah: misshandelte
Wickelkinder, «nicht allein krumm,
sondern auch lahme Krüppel …
durch das starke Binden». Frenken möchte mit seiner grundle-
genden Dokumentation (ergänzt
durch ein umfangreiches Literatur- und Sachwortverzeichnis)
auch dazu anregen, das Wickeln
vertieft wissenschaftlich zu erforschen. Vor allem die mittel- und
langfristigen Folgen sowie die
Effekte auf die Hirntätigkeit sollten untersucht werden. Wer «Gefesselte Kinder» gelesen hat, ist
sensibilisiert und wird das enge
Wickeln stets kritisch betrachten:
Es verletzt die Kinderrechte.
Dr. Diana Staudacher,
Institut für Pflegewissenschaft,
Universität Basel
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28.9.2011
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Seite 15
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Dossier_dt_S04_18
28.9.2011
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Seite 16
Publireportage
Damit der Haushalt
nicht auf dem Rücken lastet
Wer in einem modernen Betrieb arbeitet, hat
Chancen auf einen ergonomisch gestalteten
Arbeitsplatz und erhält meist Tipps zum gesunden
Verhalten. Aber wie sieht es bei Müttern aus?
Auch die Arbeit zu Hause lässt sich so einrichten,
dass sie zu weniger Verspannungen führt.
Sie tragen stundenlang ihre Babys
herum, sitzen oft schräg beim Stillen,
bücken sich beim Wickeln und zwischendurch bringen sie ganze Berge
von Wäsche an die Leine: Mütter sind
körperlich stark belastet. Doch die
Gesundheitsförderung zwischen Kinderzimmer und Küche ist selten ein
Thema. Die Mutter fördert mit Akribie
das Wohlergehen des Kindes, an sich
selbst denkt sie zu wenig. «Dabei ist es
ausgesprochen wichtig, dass Mütter
bewusst auf die Bewegungsabläufe im
Alltag achten», erklärt die erfahrene
Physiotherapeutin Kerstin Zeller vom
SWICA Gesundheitszentrum Winterthur. Gerade Mütter sind nach der
Geburt besonders anfällig für Beschwerden, weil ihr Körper durch die
Schwangerschaft vorbelastet ist – die
hormonelle Veränderung lockerte die
Bänder, das zusätzliche Gewicht und
die veränderte Statik belasteten Wirbelsäule und Muskulatur.
Mit ein paar Tipps lässt sich das Arbeitsumfeld der Mutter so einrichten,
dass die Verrichtungen ihren Körper
weniger belasten. «Entscheidend ist,
dass wiederkehrende Tätigkeiten mit
geradem Rücken ausgeführt werden»,
erläutert die Physiotherapeutin. Konkret heisst dies: Wickelkommode wie
Gut zu wissen
Die SWICA Gesundheitszentren bieten
eine breite Palette an geeigneten Trainings und Kursen für Mütter an. Über
das aktuelle Angebot im Gesundheitszentrum in Ihrer Nähe informiert Sie
die Gesundheitsberatung sante24,
Telefon 044 404 86 86.
Kinderwagengriff müssen so hoch
eingestellt sein, dass sich die Mutter
nicht vornüberbeugt. Beim Hochheben gilt: «Statt den Rücken zu beugen,
soll sie mit geradem Rücken in die
Knie gehen, die untere Bauchmuskulatur und den Beckenboden anspannen und dann ihr Kind aufnehmen»,
rät Kerstin Zeller.
Babys wollen oft stundenlang getragen werden – hier bringen Hilfsmittel
Entlastung: eine Babytrage oder ein
Tragetuch. Wird das Kind grösser,
tragen es viele Frauen auf der Hüfte –
meist immer auf derselben Seite. Besser wäre, abwechselnd mal die eine,
mal die andere Seite zu belasten. Zudem sollte die Mutter bequeme Schuhe
tragen, das Gehen auf Absätzen belastet die Wirbelsäule.
Auch eine falsche Stillhaltung führt
häufig zu Beschwerden. Hier hilft,
wenn die Mutter bequem sitzt, den
Rücken angelehnt und gestützt. Sie
soll das Baby auf ein Kissen lagern
und dieses so positionieren, dass das
Kind direkt an der Brust trinken kann,
ohne dass die Mutter sich zum Baby
neigen muss. Jüngere Babys verlangen in der Regel auch nachts nach der
Brust oder dem Schoppen. Um nicht
in ein Schlafmanko zu geraten, sollten
Mütter deshalb während des Tages
den verpassten Schlaf nachholen.
Bewusst Ruhepausen einplanen
Überhaupt liegt der Grund für Stress
und Überforderung häufig darin, dass
sich junge Mütter zu wenig Ruhepausen gönnen. Kerstin Zeller rät Frauen
in dieser Situation, bewusst mehrere
Pausen täglich einzuplanen. «Da sollten sie abwechseln zwischen passiven
Kollektivvertrag
mit SWICA
Die Mitglieder des Schweizerischen Hebammenverbands und deren Familienangehörige profitieren von Sonderkonditionen in
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Pausen zur Erholung, in denen sie
vielleicht Musik hören, und aktiven
Pausen mit Bewegung.» Bewegung
spielt eine entscheidende Rolle fürs
Wohlbefinden und die Gesundheit der
Mutter. Empfehlenswert sind ausgedehnte Spaziergänge, Übungen aus
der Rückbildungsgymnastik und regelmässiges Beckenbodentraining. Es
geht darum, die durch die Schwangerschaft ausgedehnte und geschwächte
Muskulatur wieder zu kräftigen, den
gelockerten Körper zu straffen. Damit
er gestärkt den Anforderungen des
Alltags standhält.
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8:03 Uhr
Seite 17
BEBA Folgemilchen mit
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wurden nach dem Vorbild der
Muttermilch entwickelt.
Wichtiger Hinweis: Stillen ist ideal für Ihr Kind. Die WHO
empfiehlt ausschliessliches Stillen während 6 Monaten.
Informieren Sie sich beim Fachpersonal des Gesundheitswesens, falls Ihr Kind eine Zusatznahrung benötigt, oder
wenn Sie nicht stillen.
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Dossier_dt_S04_18
28.9.2011
8:03 Uhr
Seite 18
PR-WERBUNG
Burgerstein Schwangerschaft & Stillzeit
Vorsorge für zwei
Der Bedarf an Vitaminen,
Mineralstoffen und Spurenelementen ist während der
Schwangerschaft und in der
Stillzeit deutlich erhöht. Die
Zufuhrempfehlungen diverser Mikronährstoffe liegen
um 50–100% höher. Ein
Grossteil dieser Nährstoffe
gelangt über die Nabelschnur zum Fötus, um seine
gesunde Entwicklung zu fördern. Auch nach der Geburt
ist der Säugling auf eine ausreichende Versorgung über
die Muttermilch angewiesen, schliesslich verdoppelt
sich sein Geburtsgewicht in
den ersten 4–6 Monaten.
Burgerstein Schwangerschaft & Stillzeit –
für Mutter und Kind
Burgerstein Schwangerschaft
& Stillzeit ist speziell auf die
Bedürfnisse von Schwangeren und Stillenden zugeschnitten und unterstützt
eine optimale Entwicklung
des Kindes. Es enthält 13 Vitamine sowie 10 Mineralstoffe und Spurenelemente
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Aufgrund der sorgfältigen
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nach der Schwangerschaft
eingenommen werden.
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18
Hebamme.ch
10/2011 Sage-femme.ch
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Innenteil_S19_33
28.9.2011
7:56 Uhr
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Schweizerischer Hebammenverband SHV / Fédération suisse des sages-femmes FSSF / Federazione svizzera delle levatrici FSL / Federaziun svizra da las spendreras FSS
SHV/FSSF
Präsidentin/Présidente
Liliane Maury Pasquier, SHV,
Rosenweg 25 C, Postfach,
CH-3000 Bern 23
V e r b a n d s n a c h r i c h t e n /N o u v e l l e s d e l a F é d é r a t i o n
S e k t i o n e n /S e c t i o n s
Aargau-Solothurn
Priska Meier-Steffen, Ausserrainstr. 22,
4703 Kestenholz, Tel. 062 396 17 28
[email protected]
Daniela Freiermuth-Hari,
Solothurnerstrasse 53, 4702 Oensingen,
Tel. 078 625 54 43
[email protected]
Bas-Valais
Daniela Sintado, Rue de Lausanne 24,
1950 Sion, tél. 079 471 41 60
[email protected]
Beide Basel (BL/BS)
Sandra Aeby, Hechtweg 31,
4052 Basel, Tel. 061 693 31 71
[email protected]
Regina Burkhardt, Ostenbergstr. 3,
4410 Liestal, Tel. 061 322 33 64
[email protected]
Bern
vakant
[email protected]
Fribourg
Daniela Vetter, Rte des Muguets 3,
1484 Aumont, tél. 026 660 12 34
[email protected]
Genève
Béatrice Van der Schueren,
13, chemin du Signal, 1233 Bernex
tél. 022 757 29 10, 079 328 86 77
[email protected] ou
[email protected]
Oberwallis
Ruth Karlen, Mühlackerstr. 26a,
3930 Visp, Tel. 027 945 15 56
[email protected]
Priska Andenmatten, Weingartenweg 4,
3930 Visp, Tel. 027 946 29 88
[email protected]
Ostschweiz
(SG/TG/AR/AI/GR)
Madeleine Grüninger, Weidenhofstr. 3,
9323 Steinach, Tel. 071 440 18 88,
079 238 40 78
[email protected]
Schwyz
Christine Fässler-Kamm, Chappelihof 26,
8863 Buttikon, Tel. 055 445 21 54,
079 733 18 48
[email protected]
Marie-Gabrielle von Weber, Urenmatt,
6432 Rickenbach, Tel. 041 811 13 26,
079 516 08 59
[email protected]
Ticino
Federazione Svizzera delle Levatrici
Sezione Ticino c/o Claudia Berta,
6746 Lavorgo
[email protected]
An der Sitzung vom 23./24. August 2011
hat der SHV-Zentralvorstand …
– sich zur Jahresklausur getroffen und dabei das Finanzmanagement diskutiert. Weiter
wurden die Mehrjahresfinanzplanung, die Kapitalveränderungsrechnung und die Kostenrechnung besprochen und
deren Einführung vorbereitet;
– mit einer Rechtsabklärung bestätigt, dass die Einführung
der Neuen Pflegefinanzierung
vom 1. Januar dieses Jahres
keine Auswirkungen auf die
frei praktizierenden Hebammen hat;
– die Richtlinien zur Mittelbeschaffung und das Reglement
«Mandate» verabschiedet;
– auf Grund der Statutenänderung vom Mai 2011 den
Unterstützungsfonds aufgehoben und die dadurch freigewordenen Mittel für den
«Fonds für finanzielle Unterstützung von Projekten» eingesetzt;
– den Halbjahresabschluss zur
Kenntnis genommen;
– sich entschieden, zukünftig die
Preise für die besten Bachelorarbeiten an den vier Instituten
für Hebammen der Fachhochschulen (Bern, Winterthur, Lausanne und Genf) zu sponsern;
– verschiedene Stellungnahmen
verabschiedet.
Liliane Maury Pasquier,
Präsidentin SHV
Lors de ses séances des 23 et 24 août 2011,
le Comité central de la FSSF a …
– consacré sa retraite annuelle
aux discussions sur la gestion
financière – plan financier pluriannuel, compte de variation
des fonds propres et comptabilité analytique – et à la préparation de leur mise en œuvre;
– confirmé par un avis de droit
que l’introduction, au 1er janvier 2011, du nouveau financement des soins n’a pas d’incidences sur les sages-femmes
indépendantes;
– adopté les nouvelles directives
pour la recherche de fonds et
l’attribution de mandats;
– supprimé, suite à l’adoption
des nouveaux statuts, le fonds
de soutien et attribué les fonds
ainsi libérés au «Fonds pour le
soutien financier de projets»;
– pris connaissance de la situation financière à la fin du 1er
semestre;
– décidé de sponsoriser désormais les prix décernés aux
meilleurs travaux de bachelor
sage-femme des quatre HES
(Berne, Winterthour, Lausanne
et Genève);
– approuvé diverses prises de
position.
Liliane Maury Pasquier,
présidente FSSF
Vaud-Neuchâtel-Jura (VD/NE/JU)
Fabienne Rime, Route du Martoret 5,
1870 Monthey, tél. 079 654 64 71
[email protected]
Zentralschweiz
(LU/NW/OW/UR/ZG)
Esther Waser-Christen, Melchtalerstr. 31,
Postfach 438, 6064 Kern
Tel. 041 661 09 93
[email protected]
Susanne Leu, Untere Gründlistrasse 20,
6055 Alpnach, Tel. 071 440 25 14
[email protected]
Zürich und Umgebung (ZH/GL/SH)
Claudia Putscher, Tösstalstr. 10,
8492 Wila, Tel. 052 385 55 67
[email protected]
Nancy Bellwald-Pedegai, Katharina Sulzer,
Platz 10, 8400 Winterthur
Tel. 052 203 26 11
[email protected]
Hebamme.ch
Sage-femme.ch 10/2011
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28.9.2011
7:56 Uhr
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SHV/FSSF
V e r b a n d s n a c h r i c h t e n /N o u v e l l e s d e l a F é d é r a t i o n
Evaluation Qualitätsmanagementsystem für frei praktizierende
Hebammen (QM fpH)
Seit 2002 werden kontinuierlich
Projekte zur Realisierung des QM
fpH eingeführt. Zur Bewertung
der bereits realisierten Projekte
des QM fpH wurde im März und
April 2011 eine Evaluation durchgeführt. Dadurch sollte festgestellt werden, wo Lücken und
Mängel im aktuellen System bestehen und wie der Stand der
Umsetzung der abgeschlossenen
Projekte ist. Gleichzeitig sollten
auch die Bedürfnisse der frei
praktizierenden Hebammen bezüglich des QM fpH erfasst werden. Als Evaluationsmethode
wurde die sogenannte «Ratingkonferenz» gewählt. Bei einer
Ratingkonferenz füllen alle Teil-
nehmerinnen zunächst einen
Fragebogen zum Thema aus. Anschliessend werden die Antworten mit Hilfe einer Moderatorin in
der Gruppe diskutiert. Die Ratingkonferenzen wurden in den
Regionen Westschweiz, Nordostschweiz und Nordwestschweiz
durchgeführt.
In allen Regionen wurden die Fragen sehr ähnlich beantwortet. Im
Grossen und Ganzen finden die
Befragten die bisher realisierten
Projekte des QM fpH hilfreich
und gut. Die bestehenden Instrumente werden aber nicht oder
zu wenig als Teil eines ganzheitlichen
Qualitätsmanagements
wahrgenommen. Die frei prakti-
zierenden Hebammen in allen
Regionen wünschen mehr Verbindlichkeit für das QM fpH.
Auch sind die Aufgaben der Qualitätsbeauftragten der Sektionen,
sowie der Informationsfluss und
die Kommunikationswege zwischen der Qualitätsbeauftragten
fpH SHV, den Qualitätsbeauftragten der Sektionen und den Mitgliedern der einzelnen Sektionen
nicht klar.
Aufgrund der Ergebnisse der
Ratingkonferenzen wurden Empfehlungen für das weitere Vorgehen ausgearbeitet. Unter anderem gehören dazu folgende
Punkte: Das QM fpH sollte als verbindlich erklärt werden, indem
Minimalstandards formuliert und
festgelegt, sowie Controllinginstrumente für Mindestanforderungen entwickelt und umgesetzt
werden. Der Informationsfluss von
oben nach unten und umgekehrt
sollte verbessert und transparenter gemacht werden. Die Kommunikation zum Thema QM fpH
sollte verbessert werden.
Der ausführliche Abschlussbericht zur Evaluation des QM fpH
mittels Ratingkonferenz ist auf
der Homepage des SHV unter Bereich für Mitglieder, fpH Qualität,
Aktuelles zu finden.
Ella Benninger,
Qualitätsbeauftragte fpH
Evaluation du management de la qualité des sages-femmes
indépendantes (MQ sfi)
Divers projets visant à atteindre les
objectifs du MQ sfi sont régulièrement mis en place depuis 2002.
Une évaluation des projets déjà réalisés du MQ sfi a été menée en mars
et avril 2011 afin de déterminer les
manques et les lacunes du système
actuel ainsi que le fonctionnement
des projets terminés. Il fallait simultanément aussi tenir compte des
besoins des sfi concernant le MQ
sfi. La «conférence de cotation» a
été choisie comme méthode d’évaluation: les participantes remplissent chacune un questionnaire,
puis leurs réponses sont discutées
dans le groupe animé par une mo-
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Sage-femme.ch
dératrice. Les conférences ont eu
lieu dans les régions de la Suisse romande, de la Suisse du Nord-Est et
de la Suisse du Nord-Ouest.
Les réponses aux questions ont été
très semblables dans toutes les régions. Dans l’ensemble, les participantes ont qualifié d’utiles et bons
les projets-qualité déjà réalisés jusqu’à présent par le MQ sfi. Les instruments de qualité ne sont cependant pas ou trop peu considérés
comme faisant partie d’un management global de la qualité. Les
sages-femmes indépendantes de
toutes les régions souhaitent un
caractère obligatoire plus affirmé
concernant l’application du MQ sfi.
Les tâches des chargées de qualité
des sections ne sont pas claires de
même que le flux des informations
et les moyens de communication
entre la chargée de qualité sfi FSSF,
les chargées de qualité des sections
et les membres des différentes sections.
Des recommandations ont été formulées pour la suite du processus
sur la base des résultats des «conférences de cotation». Les points suivants y figurent notamment: le MQ
sfi devrait être déclaré obligatoire,
dans lequel des standards minimaux devraient être établis et des
instruments de contrôle concernant
les exigences minimales développés
et mis en oeuvre. Le flux d’informations du haut vers le bas et vice-versa devrait être amélioré et rendu
plus transparent. La communication concernant le MQ sfi doit également devenir meilleure.
Le rapport complet de l’évaluation
du MQ sfi au moyen des «conférences de cotation» peut être
consulté sur le site internet de la
FSSF sous: Domaine pour les
membres, Qualité sfi, Actuel.
Ella Benninger,
chargée de qualité sfi
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selbstbewusste Hebamme –
selbstbewusste Frau
sage-femme sûre d’elle –
femme sûre d’elle
Schweizerischer Hebammenkongress 2012
Mittwoch/Donnerstag, 23./24. Mai in Schwyz
Congrès suisse des sages-femmes 2012
Mercredi 23 et jeudi 24 mai à Schwyz
Liebe Hebammenkolleginnen
Aus verschiedenen Überlegungen haben wir uns entschieden
unserer Hauptstadt Schwyz – und
nicht Küssnacht am Rigi – den
Vorzug für den Hebammenkongress 2012 zu geben. Im «Mythenforum» in Schwyz finden wir
optimale Bedingungen, um den
Kongress erfolgreich durchzuführen.
Die Motivation zum Leitthema
fanden wir in uns selbst. Es ist uns
ein Bedürfnis, Euch, nach den
zwei Tagen Verbandsarbeit, Erfahrungsaustausch, Auseinandersetzung, Fortbildung – aber auch
Geniessen, Lachen und Wiedersehensfreude, mit gestärktem
Rücken zu verabschieden. In der
Hoffnung, dass es vielen von uns
gelingt, diese Kraft und unser
Selbstbewusstsein als Hebamme
auch unseren Frauen zugute
kommen zu lassen.
Die Vorbereitungen laufen auf
Hochtouren, damit wir Euch ein
attraktives Programm – sowohl
Chères collègues,
Après diverses réflexions, nous
avons décidé de privilégier notre
capitale cantonale Schwyz comme lieu du Congrès suisse des
sages-femmes
2012 et non Küssnacht am Rigi.
Nous disposons
en effet de conditions optimales
pour le déroulement du Congrès
au
«Mythenforum» de Schwyz.
Nous avons trouvé, au fond de
nous-mêmes, la
motivation du thème du Congrès qui nous guidera à travers
ces deux jours: nous ressentons
le besoin de vous voir repartir
confortées dans votre positionnement, chères collègues sagesfemmes, après ces jours consacrés au travail de la Fédération,
à l’échange d’expériences, de
réflexions, de formation conti-
bei der Weiterbildung als auch
beim Bankett – bieten können.
Details zum Kongressprogramm
werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.
Liebe Hebammenkolleginnen, wir
freuen uns sehr, Euch zahlreich
am Hebammenkongress 2012 im
Mythenforum in Schwyz begrüssen zu dürfen!
Mit Grüssen aus dem Organisationskomitee der Sektion Schwyz
Andrea Burtschi-Schärer und
Martina Bürgler, Mitglieder Kongresskomitee
nue mais aussi au plaisir, aux
rires et aux joyeuses retrouvailles. Nous espérons que la
force et la conscience des sagesfemmes continueront de rejaillir
sur les femmes dont elles prennent soin!
Les préparatifs du Congrès sont
déjà bien avancés pour vous
concocter un programme attractif de formation continue et
pour agrémenter aussi la soirée
du banquet. Vous recevrez de
plus amples renseignements
concernant les détails du programme en temps voulu.
Chères collègues, nous nous réjouissons fort de vous accueillir
en nombre au Congrès suisse
des sages-femmes 2012, au
Mythenforum de Schwyz!
Cordiales salutations de la part
du comité d’organisation de la
section de Schwyz, Andrea
Burtschi-Schärer et Martina Bürgler, membres du comité du
congrès
Posterpräsentation –
Posterwettbewerb
Présentation de posters –
concours de posters
Ein Poster ist ein anerkanntes
Medium um wissenschaftliche
Arbeiten und Projekte vorzustellen und bekannt zu machen. Wir
laden Sie herzlich ein, anlässlich
des Schweizerischen Hebammenkongresses vom 23. und 24.
Mai 2012 in Schwyz Ihr Poster zu
präsentieren. Sie bereichern damit unseren Kongress und haben
zudem die Chance, einen Preis
zu gewinnen.
Studentinnen sind ebenfalls herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Die Preisgelder liegen zwischen
CHF 50.– und CHF 500.–.
Un poster est un moyen reconnu
pour présenter et faire connaître
des travaux scientifiques et des
projets. Dans cet esprit, nous
vous invitons cordialement à
présenter votre poster lors du
Congrès suisse des sages-femmes qui aura lieu les 23–24 mai
2012 à Schwyz. Vous contribuerez ainsi à enrichir notre Congrès
et vous aurez en prime une
chance de gagner un prix! Les
prix varient entre CHF 50.– et
CHF 500.–.
Kriterien der Jury:
• Relevanz zur Hebammentätigkeit oder Aufwertung der
eigenen Berufswelt
• Aussagekraft und Verständlichkeit des Posters
(Schlüsselbegriffe)
• Darstellung, Illustration sowie
grafisches Layout
• Studien-Design und
angewandte Methoden
Anmeldung der Poster mit Titel
und Name der VerfasserInnen
bis 30. April 2012 bei:
Marianne Indergand-Erni,
[email protected]
Marianne Indergand-Erni,
SHV-Vizepräsidentin und
Mitglied des Kongresskomitees
Critères du jury:
• Pertinence par rapport au travail de la sage-femme ou valorisation de l’univers professionnel de l’auteur(e)
• Le poster est compréhensible
et fait preuve de clarté et de
puissance au niveau de l’expression (concepts-clés)
• Conception, présentation
graphique et illustration
• Type de recherche et méthodes utilisées
Prière de vous inscrire – en mentionnant le titre du poster et le
nom des auteur(e)s – jusqu’au 30
avril 2012 au plus tard, auprès de:
Marianne Indergand-Erni,
[email protected]
Marianne Indergand-Erni,
vice-présidente de la FSSF et
membre du comité du congrès
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Das Hebammengeheimnis
Kathrin Kummer studierte an der Universität
Bern und arbeitete dort nachher mehrere Jahre
am Institut für Strafrecht und Kriminologie als
wissenschaftliche Assistentin. Sie dissertierte
2000 zum Thema «Sexuelle Belästigung» und
schloss 2001 ihre Weiterbildung zur bernischen
Fürsprecherin ab. Sie ist seither als Anwältin tätig
und hat einen Lehrauftrag für Strafrecht der Universität Luzern inne. Ihre bevorzugten Rechtsgebiete sind Sexualstrafrecht, Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht und Familienrecht.1
Herkunft
Die berufliche Schweigepflicht
der Medizinalpersonen stammt
aus der griechischen Antike. Bereits damals erkannte Hippokrates, dass zu einer guten medizinischen Leistung auch deren Geheimhaltung gehört. Das Berufsgeheimnis schützt zum einen die
Intimsphäre der Betreuten, andererseits erlaubt es den medizinischen Berufsleuten, heikle Informationen vor dem Staat geheim
zu halten.
Aktuelle Rechtslage
Art. 321 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB)1 regelt die
Verletzung des Berufsgeheimnisses wie folgt (Punkte 1 bis 3):
1. Geistliche, Rechtsanwälte, Verteidiger, Notare, nach Obligationenrecht zur Verschwiegenheit verpflichtete Revisoren,
Ärzte, Zahnärzte, Apotheker,
Hebammen sowie ihre Hilfspersonen, die ein Geheimnis offenbaren, das ihnen infolge ihres
Berufes anvertraut worden ist,
oder das sie in dessen Ausübung wahrgenommen haben,
werden, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren
oder Geldstrafe bestraft.
Ebenso werden Studierende
bestraft, die ein Geheimnis
offenbaren, das sie bei ihrem
Studium wahrnehmen.
Die Verletzung des Berufsgeheimnisses ist auch nach Beendigung der Berufsausübung
oder der Studien strafbar.
2. Der Täter ist nicht strafbar,
wenn er das Geheimnis auf
Grund einer Einwilligung des
1
Schweizerisches Strafgesetzbuch, Art. 312,
siehe:
www.admin.ch/ch/d/sr/311_0/a321.html
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Hebamme.ch
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Sage-femme.ch
Berechtigten oder einer auf
Gesuch des Täters erteilten
schriftlichen Bewilligung der
vorgesetzten Behörde oder
Aufsichtsbehörde offenbart hat.
3. Vorbehalten bleiben die eidgenössischen und kantonalen
Bestimmungen über die Zeugnispflicht und über die Auskunftspflicht gegenüber einer
Behörde.
Geheimnisträger und Geheimnisträgerinnen sind diejenigen Medizinalpersonen, die das Gesetz
im Art. 321 unter Punkt 1 aufzählt. Auch wenn es noch andere
Personen gibt, die im medizinischen Bereich arbeiten, können
jene nicht Täter oder Täterinnen
sein. Sogenannte Geheimnisherren und -herrinnen sind die Patienten und Patientinnen.
Was ist nun aber geheim?
Geheim im Sinne des Gesetzes
sind alle Informationen, die nicht
jeder kennt. Es geht also um Tatsachen, die nicht offenkundig
oder allgemein zugänglich sind.
Dies ist nicht nur, was die betreute Frau der Hebamme anvertraut
hat, sondern auch Aussagen beispielsweise des Ehemannes über
die familiäre Situation oder etwa
Auskünfte einer Sozialarbeiterin
oder einer anderen Drittperson
über die Situation der Frau. Sogar
allein die Tatsache, dass jemand
von einer Medizinalperson betreut wird, fällt unter das Berufsgeheimnis! Angaben dürfen bloss
gemacht werden, wenn die betreute Frau die Geheimhaltung
nicht will und an der Geheimhaltung kein berechtigtes Interesse
hat, was nur in seltenen Ausnahmefällen nicht der Fall ist.
Die Handlung, die das Gesetz
bestraft, ist das «Offenbaren».
Dieser Begriff taucht auch im
Datenschutzgesetz auf. Verboten
ist, dass geheime Informationen
Dritten zugänglich gemacht werden. «Zugänglich machen» umfasst nicht nur, jemandem aktiv
Auskunft zu erteilen, sondern
beispielsweise auch, wenn Patientendossiers offen herumliegen, USB-Sticks unsorgfältig aufbewahrt werden und verloren gehen, oder Dritte auf dem Laptop
Daten einsehen können. Unter
das «Zugänglich machen» fällt
etwa auch, wenn E-Mails mit geheimen Informationen unverschlüsselt verschickt werden.
Strafbar ist übrigens auch die
Weitergabe von Informationen
an Berufskolleginnen oder Ärzte.
Ebenfalls strafbar ist es, wenn Informationen weitergegeben werden, nachdem der Auftrag abgeschlossen ist, denn das Berufsgeheimnis muss bis ans Lebensende
gewahrt werden. Nur anonymisierte Informationen dürfen weitergegeben werden. Allerdings
ist auch hier Sorgfalt angezeigt:
Selbst wenn man den Namen verschweigt, kann jemand aus den
weiteren Umständen erkennbar
sein. Wenn dies der Fall ist, liegt
wieder eine Berufsgeheimnisverletzung vor.
Die Strafverfolgungsbehörden werden bei Fällen von Berufsgeheimnisverletzung übrigens nur tätig,
wenn Betreute eine Bestrafung
möchten, also innert der Frist von
drei Monaten einen Strafantrag
stellen.
Wann dürfen Sie als
Hebamme Informationen
straflos weitergeben?
a) Wenn die betreute Frau Sie
von der Schweigepflicht entbunden hat. Diese Entbindung
kann mündlich oder schriftlich
erfolgen. Es ist aber gar nicht
ratsam, auf mündliche Entbindung hin Informationen weiterzugeben. Als Geheimnisträgerin müssen Sie nämlich
danach beweisen, dass die Geheimnisherrin sie mündlich entbunden hat. Ein solcher Beweis
misslingt bei einer mündlichen
Entbindung regelmässig.
b) Bewilligung der Aufsichtsbehörde
c) Ausnahme im Gesetz
Wie machen Sie es in der
Praxis?
Als Faustregel gilt, dass sie als Berufsfrau ohne schriftliche Einwilligung der betreuten Frau nie deren Namen oder aktuellen Gesundheitszustand preisgeben –
auch nicht der Gynäkologin oder
einer anderen Berufsperson. Sie
äussern sich nicht einmal dazu,
ob sie von Ihnen betreut wird.
Eine solche Verschwiegenheit
Ihrerseits führt auf Seite der Fragenden manchmal zu Ärger. Vielfach ist es hilfreich, Anfragen folgendermassen zu beantworten:
1. Äussern Sie sich nicht zur
Frage, ob Sie Frau X betreuen.
Erklären Sie, dass Sie unter
dem Berufsgeheimnis stehen.
2. Erklären Sie, dass Sie gern Auskunft erteilen, wenn Sie vorher
ein Schriftstück erhalten, mit
dem die betroffene Frau Sie
von der Berufsgeheimnispflicht
gegenüber der anfragenden
Person entbindet. Dieses Dokument muss Ihnen die Stelle
liefern, die Fragen an Sie hat,
oder die Patientin selbst. Praktisch ist es auch, sich von der
Frau gleich am Anfang Ihrer
Zusammenarbeit eine Berufsgeheimnisentbindung zum Beispiel gegenüber der Gynäkologin, Sozialarbeiterin usw.,
geben zu lassen. Die Entbindung vom Arztgeheimnis kann
so aussehen (Muster):
Entbindung vom
Arztgeheimnis
Ich, XY, Musterstr. 3, 3110 Münsingen, entbinde hiermit: Frau TT,
meine Hebamme, Musterstrasse
222, 3084 Wabern, gegenüber
meiner Gynäkologin, Frau Dr.
med. LL, Musterstrasse 16, 3007
Bern, vom Hebammengeheimnis.
Bern, X. Monat 20XX
......................................... (XY)
......................................... (XY)
1
Kathrin Kummer ist Juristin des SHV.
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Le secret professionnel des sages-femmes
Kathrin Kummer, après des études de droit à
l’Université de Berne, travaille pendant plusieurs
années à l’Institut de droit pénal et de criminologie comme assistante scientifique. En 2000,
elle consacre son travail de doctorat au harcèlement sexuel et, en 2001, termine sa formation
d’avocate dans le canton de Berne. Depuis lors,
elle exerce la profession d’avocate et enseigne le
droit pénal à l’Université de Lucerne. Ses domaines favoris sont le droit pénal en matière de délits sexuels, le droit du travail, le droit des assurances sociales et le droit de la famille.1
Origine
L’obligation de confidentialité des
professionnel(le)s de la santé remonte à l’Antiquité grecque. A
cette époque-là, Hippocrate déclarait déjà que, pour faire du
bon travail, les praticien(ne)s devaient respecter le secret professionnel, appelé aussi secret médical. Celui-ci protège d’une part la
sphère privée des patients et des
patientes et permet d’autre part
aux professionnel(le)s de ne pas
divulguer des données sensibles
aux pouvoirs publics.
Législation actuelle
La violation du secret médical est
régie par l’art. 321 (chiffres 1 à 3)
du Code pénal suisse (CPS)1:
1. Les ecclésiastiques, avocats,
défenseurs en justice, notaires,
conseils en brevets, contrôleurs astreints au secret professionnel en vertu du code des
obligations, médecins, dentistes, pharmaciens, sages-femmes, ainsi que leurs auxiliaires,
qui auront révélé un secret à
eux confié en vertu de leur profession ou dont ils avaient eu
connaissance dans l’exercice
de celle-ci, seront, sur plainte,
punis d’une peine privative de
liberté de trois ans au plus ou
d’une peine pécuniaire.
Seront punis de la même peine
les étudiants qui auront révélé un
secret dont ils avaient eu connaissance à l’occasion de leurs études.
La révélation demeure punissable
alors même que le détenteur du
secret n’exerce plus sa profession
ou qu’il a achevé ses études.
1
Code péneal suisse, art. 321 voir:
www.admin.ch/ch/f/rs/311_0/a321.html
2. La révélation ne sera pas punissable si elle a été faite avec
le consentement de l’intéressé
ou si, sur la proposition du
détenteur du secret, l’autorité
supérieure ou l’autorité desurveillance l’a autorisée par écrit.
3. Demeurent réservées les dispositions de la législation fédérale et cantonale statuant une
obligation de renseigner une
autorité ou de témoigner en
justice.
Seul(e)s les professionnel(le)s cité(e)s au point 1 de l’art. 321 CPS
sont les dépositaires des secrets;
les autres personnes exerçant
une activité en milieu médical ne
peuvent pas être considérées
comme responsables d’une divulgation. Les patients et les patientes sont les «maîtres et bénéficiaires du secret médical».
Qu’est-ce qui est
véritablement secret?
Au sens de la loi, toutes les informations qui ne sont pas connues
de tout un chacun, qui ne sont
donc pas évidentes ou accessibles, sont confidentielles. Il ne
s’agit pas seulement des informations que la patiente a confiées à
sa sage-femme, mais aussi des
déclarations de l’époux sur la
situation familiale et des renseignements d’une travailleuse sociale ou d’une tierce personne sur
l’intéressée, par exemple. Le seul
fait, pour un patient ou une patiente, d’être pris(e) en charge
par un(e) professionnel(le) de la
santé fait déjà partie du secret
médical! Ce n’est que lorsque la
patiente ne souhaite pas le maintien du secret, n’y voyant pas
d’intérêt légitime, que les infor-
mations peuvent être communiquées; mais ce cas ne se présente
que très rarement.
L’acte puni par la loi est la «révélation», terme utilisé aussi dans la
loi sur la protection des données:
les informations secrètes ne doivent pas être rendues accessibles
à des tiers. «Rendre accessible»
ne consiste pas seulement à renseigner activement; un dossier
médical qui «traîne», une clé
USB qui n’est pas conservée en
lieu sûr ou qui est égarée, des
données visibles inopinément sur
un écran d’ordinateur, des courriels non codés contenant des
données confidentielles – tout
cela est source d’information
potentielle.
Est punissable aussi la révélation
d’informations à des collègues de
travail ou des médecins, de même que leur transmission après la
fin du traitement; en effet, l’obligation de garder le secret perdure
pour toujours, même après la
mort. Seuls des renseignements
anonymisés peuvent être révélés,
mais là aussi, il faut agir avec prudence: quand bien même le nom
de la patiente n’est pas mentionné, celle-ci peut être reconnue en raison du contexte. Si tel
est le cas, il y a violation du secret
médical.
En cas de violation du secret médical, les autorités pénales ne
s’activent d’ailleurs que si les
patient(e)s déposent une plainte
pénale dans les trois mois à des
fins de punition.
Quand pouvez-vous, en tant
que sage-femme, révéler
des informations sans risque
d’être inquiétée?
a) Lorsque la patiente vous a déliée de l’obligation du secret,
oralement ou par écrit. Il est
toutefois déconseillé de révéler
des informations après autorisation orale car c’est vous qui
détiendrez alors le secret et qui
devrez établir la preuve que
vous en avez été déliée, ce qui
est toujours très difficile;
b) Autorisation de l’autorité de
surveillance;
c) Exception dans la loi.
Comment agissez-vous
dans la pratique?
Règle d’or: en tant que professionnelle, vous ne devez jamais
divulguer ni le nom ni l’état de
santé de la femme dont vous
vous occupez sans son consentement écrit, pas même à sa gynécologue ou à un(e) autre professionnel(le). Vous ne dites pas
qu’elle est votre patiente.
Un tel silence peut irriter les personnes qui souhaiteraient obtenir
des informations. Il est conseillé
alors d’agir de la manière suivante:
1. Si on vous demande si vous
vous occupez de Madame X,
ne répondez pas ou, plutôt,
répondez que vous êtes astreinte au secret médical.
2. Expliquez que vous donnerez
volontiers des informations lorsque vous aurez reçu un document écrit par lequel la femme
concernée vous délie de l’obligation de secret face à la personne demandeuse. Ce document doit mentionner le nom
du service qui a besoin d’informations et celui de la patiente
elle-même. Vous pouvez aussi,
dès le début de la prise en
charge, demander à la patiente de vous délier du secret
médical par rapport à la gynécologue ou l’assistante sociale,
par exemple.
La levée du secret médical peut
prendre la forme suivante (modèle):
Levée du secret médical
Je soussignée, XY, Rue du Modèle 3, 1066 Epalinges, délie du secret médical: Mme TT, ma sagefemme, Rue du Modèle 222,
1020 Renens, face à ma gynécologue: Dr LL, Rue du Modèle 16,
1007 Lausanne.
Lausanne, le X mois 20XX
......................................... (XY)
......................................... (XY)
1
Kathrin Kummer est juriste de la FSSF.
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Der SHV führt Richtlinien für die Beratung von schwangeren
Frauen bezüglich Zigaretten- und Alkoholkonsum ein
Während der Schwangerschaft
stellen Zigaretten- und Alkoholkonsum ein Risiko für das ungeborene Kind dar. Bereits relativ
geringer Zigarettenkonsum beeinträchtigt die vorgeburtliche
Entwicklung. Eine Studie in der
aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «Alcoholism: Clinical and
Experimental Research» zeigt
zudem, dass gelegentliches Trin-
ken von drei Gläsern Alkohol
während der Schwangerschaft
mit einem höheren Risiko für
Sauerstoffmangel des Kindes bei
der Geburt zusammenhängt.
Aus diesem Grund hat der SHV,
in Zusammenarbeit mit der Universität Basel, Richtlinien für in
der Schweiz tätige Hebammen
erlassen, welche die Beratung
von schwangeren Frauen regeln.
Allgemein wird Frauen in der
Schwangerschaft und der Stillzeit empfohlen ganz auf Zigaretten und Alkohol zu verzichten.
Association of Moderate Alcohol
Use and Binge Drinking During
Pregnancy with Neonatal Health.
Alcoholism: Clinical and Experimental Research, 35, 1669–1677.
Originalbeiträge
• Guideline zu Screening und Beratung bei Zigaretten- und Alkoholkonsum:
www.sage-femme.ch/de/heb/lit/
• Meyer-Leu Y., Lemola S., Daeppen
J-B., Deriaz O., Gerber, S. (2011).
La FSSF introduit des recommandations de bonne pratique
(guideline) pour le conseil aux femmes enceintes en matière
de consommation de tabac et d’alcool
Durant la grossesse, la consommation de tabac et d’alcool expose l’enfant à naître à davantage de risques. Même fumer
de façon réduite peut occasionner un retard de croissance. Une
étude parue dans le dernier numéro de la revue Alcoholism:
Clinical and Experimental Research montre que la consommation occasionnelle de 3 verres d’alcool durant la grossesse
est liée à un plus grand risque
d’asphyxie néonatale. C’est
pour cette raison que la FSSF, en
collaboration avec l’Université
de Bâle, a édité des recommandations, destinées aux sagesfemmes travaillant en Suisse,
qui précisent les bonnes pratiques en matière de conseil aux
femmes enceintes.
De manière générale, il est conseillé de renoncer à fumer et à
boire de l’alcool durant la grossesse et l’allaitement.
Contributions originales
Association of Moderate Alcohol
Use and Binge Drinking During
Pregnancy with Neonatal Health.
Alcoholism: Clinical and Experimental Research, 35, 1669–1677.
• Recommandations de bonne pratique (Guideline) pour le dépistage et le conseil en matière de
consommation de tabac et d’alcool avant, pendant et après la
grossesse,
www.sage-femme.ch/fr/heb/lit/
• Meyer-Leu Y., Lemola S., Daeppen
J-B., Deriaz O., Gerber, S. (2011).
Stellungnahme des Schweizerischen Hebammenverbandes (SHV)
zur Konservierung von Nabelschnurblut in kommerziellen
Stammzellenbanken
Die Konservierung von Nabelschnurblut in kommerziellen
Stammzellenbanken widerspricht dem Solidaritätsgedanken unseres Gesundheitssystems. Die öffentlichen Stammzellenbanken sind jedoch zu
fördern, weil sie im Interesse
der Öffentlichkeit und der Allgemeinheit tätig sind.
Der SHV distanziert sich von
der Konservierung von Nabelschnurblut in kommerziellen
Stammzellenbanken, weil dies
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Hebamme.ch
10/2011
Sage-femme.ch
dem Solidaritätsgedanken unseres Gesundheitssystems widerspricht und weil es ein
Schritt in Richtung «Zweiklassen-Medizin» bedeutet. Zudem
besteht ein enormer Ressourcenverschleiss, weil die Mehrzahl der Stammzellen in kommerziellen Stammzellenbanken
nie gebraucht wird. Dieser Effekt kann mit einer Konservierung in öffentlichen Stammzellenbanken umgangen werden,
weil die Spenden der Allgemeinheit zur Verfügung stehen
und die Chance, dass die
Stammzellen auch eingesetzt
werden, sehr viel grösser ist.
Kommt es zu einer Transplantation von Stammzellen aus kommerziellen Stammzellenbanken,
entsteht die Situation, dass diese
aus rein kommerziellen Überlegungen erfolgen, was gegen
ethische Prinzipien in der Transplantationsmedizin verstösst [1].
Die einzige bis heute anerkannte
Indikation für eine Behandlung
mit Nabelschnurblut ist die akute
Leukämie bei einem Kind, das
keinen Knochenmarkspender
in der Verwandtschaft hat [2,3,4].
Das Risiko, als Kind an einer
akuten Leukämie zu erkranken
und möglicherweise die eigenen Stammzellen zu benötigen,
liegt bei 1:20 000. Dass zukünftig Krankheiten wie Parkinson,
Alzheimer oder Herzinsuffizienz
mit eigenen Stammzellen behandelt werden können, ist bis
heute wissenschaftlich nicht erwiesen. Umso verwerflicher ist
die aggressive Werbung mit falschen Versprechungen, mit der
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SHV/FSSF
V e r b a n d s n a c h r i c h t e n /N o u v e l l e s d e l a F é d é r a t i o n
werdende Eltern in einer sensiblen Phase ihres Lebens durch
kommerzielle Anbieter bearbeitet werden.
Der SHV empfiehlt seinen Mitgliedern, werdenden Eltern Informationen über öffentliche
Stammzellenbanken abzugeben
und auf den fehlenden Solidaritätsgedanken bei kommerziellen Stammzellenbanken hinzuweisen. Wichtig ist, dass sich
Eltern, die sich für die Konservierung von Nabelschnurblut
entscheiden, sich nicht in falscher Sicherheit wiegen.
Weiter wird auf Gesamtverbandsebene auf Inserate und andere
Marketingaktivitäten von Firmen,
die Stammzellenbanken kommerziell betreiben, verzichtet.
Öffentliche
Nabelschnurblutbank
In der Schweiz kann derzeit nur
in einzelnen Spitälern Nabelschnurblut gespendet werden
(siehe Website unten). Die Daten werden von der Stiftung
Blut-Stammzellen verwaltet. Erwägen Eltern, das Nabelschnurblut öffentlich zu spenden, soll-
ten sie frühzeitig mit einem
Spital Kontakt aufnehmen, welches das Verfahren anbietet.
Stiftung Blut-Stammzellen SBSC
Laupenstrasse 37, 3001 Bern
www.bloodstemcells.ch
Referenzen
[1]
Groupe Européen d’Ethique des
Sciences et des Nouvelles Technologies auprès de la Commission
Européenne (2004). Les aspects
éthiques des banques du sang de
cordon ombilical. Avis no 19.
[2]
Ballen K. (2010). Challenges in
umbilical cord blood stem cell
banking for stem cell reviews and
reports. Stem Cell Rev 6(1): 8.14.
Dalle JH. (2005). Conservation du
sang placentaire à la naissance,
banques publiques, banques privées: éléments de réflexion. Archives de pédiatrie 12(3): 298.304
[www.sciencedirect.com/science/
article/pii/S0929693X04006657]
consulté le 26.8.11.
[4]
Djakovic A., Dietl J. (2005). Stammzelltransplantationen aus Nabelschnurblut verwandter und nicht
verwandter Spender bei Kindern
und Erwachsenen – eine Übersicht
zum Stammzelltransplantationswesen aus Nabelschnurblut. Zeitschrift Geburtshilfe Neonatologie
209(5): 159–66.
[3]
Bern, August 2011
Prise de position de la Fédération suisse des sages-femmes (FSSF)
concernant la conservation du sang de cordon ombilical dans
des banques de cellules souches privées
La conservation du sang de
cordon ombilical dans des
banques commerciales de cellules souches contredit l’esprit
de solidarité de notre système
de santé. Les banques publiques de conservation de cellules souches sont néanmoins
à promouvoir, car celles-ci développent leur activité au service de l’intérêt général et de la
collectivité.
La FSSF se distancie de la conservation du sang de cordon
dans des banques de cellules
souches commerciales car cette
démarche entre en contradiction avec l’esprit de solidarité de
notre système de santé et constitue un pas de plus vers une médecine à deux vitesses. De plus,
un très grand nombre de ces cellules souches ne seraient ainsi
jamais utilisées, ce qui entraînerait un énorme gaspillage de ressources. La conservation de cellules souches dans des banques
publiques permet d’optimiser
les chances de greffe de cellules
souches car les dons sont ainsi à
disposition de la collectivité.
Il se pourrait aussi qu’une transplantation de cellules souches
issues d’une banque privée se
fasse en raison de considérations purement commerciales,
ce qui irait à l’encontre des principes éthiques de la médecine
de transplantation [1].
La seule indication, reconnue
jusqu’à présent, d’un traitement par le sang de cordon est
la leucémie aiguë chez un enfant qui n’aurait pas de donneur
de moelle osseuse dans le cadre
de la famille [2,3,4]. Le risque pour
un enfant de développer une
leucémie aiguë et d’avoir éventuellement besoin de ses propres cellules souches est d’environ 1:20 000. Il n’est pas prouvé
scientifiquement que des affections comme la maladie de Parkinson, d’Alzheimer ou une insuffisance cardiaque pourront
être traitées grâce aux propres
cellules souches du receveur
dans le futur. La publicité mensongère faite par des acteurs
commerciaux est d’autant plus
critiquable qu’elle s’adresse à
des futurs parents à un moment
sensible de leur vie.
La FSSF recommande à ses membres de donner des informations
concernant les banques publiques de cellules souches aux futurs parents et de les rendre attentifs au manque d’esprit de
solidarité des banques commerciales. Il est important que les
parents ne soient pas faussement renseignés par les pseudobénéfices d’une conservation
du sang de cordon ombilical.
A l’avenir, la Fédération renoncera à toute publicité – sous forme d’annonces et autres procédés de marketing – pour des entreprises commerciales de conservation de cellules souches.
Banques officielles de
conservation de sang
de cordon ombilical
A l’heure actuelle, les dons de
sang de cordon ombilical ne
peuvent être effectués que dans
certains hôpitaux de Suisse (cf.
site internet ci-dessous). Les
données sont gérées par la Fondation cellules souches du sang.
Si les parents décident de faire
don à la collectivité de sang de
cordon ombilical, ils doivent
s’adresser assez tôt à un hôpital
qui permet ce prélèvement.
Fondation cellules souches
du sang SBSC
Laupenstrasse 37, 3001 Berne
www.bloodstemcells.ch
Referenzen
[1]
Groupe Européen d’Ethique des
Sciences et des Nouvelles Technologies auprès de la Commission
Européenne (2004). Les aspects
éthiques des banques du sang de
cordon ombilical. Avis no 19.
[2]
Ballen K. (2010). Challenges in
umbilical cord blood stem cell
banking for stem cell reviews and
reports. Stem Cell Rev 6(1): 8.14.
[3]
Dalle JH. (2005). Conservation du
sang placentaire à la naissance,
banques publiques, banques privées: éléments de réflexion. Archives de pédiatrie 12(3): 298.304
[www.sciencedirect.com/science/
article/pii/S0929693X04006657]
consulté le 26.8.11.
[4]
Djakovic A., Dietl J. (2005). Stammzelltransplantationen aus Nabelschnurblut verwandter und nicht
verwandter Spender bei Kindern
und Erwachsenen – eine Übersicht
zum Stammzelltransplantationswesen aus Nabelschnurblut. Zeitschrift Geburtshilfe Neonatologie
209(5): 159–66.
Berne, août 2011
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Bern
Beide Basel BL/BS
Neumitglieder:
Kündig Tiffany, Biel, 2010, Bern;
Thierstein Christine, Bern, 2011,
Bern
«Traditionelle
Hebammenkunst:
Wissendes Abwarten»
Berner Fortbildungstag 2011:
Dienstag, 8. November 2011,
Kinderklinik Inselspital
Auditorium Ettore Rossi,
8.45 bis 16 Uhr
Ausführliche Informationen bei:
Corinne Brechbühler
Zäziwilstrasse 11, 5332 Mirchel
Tel. 078 891 33 61
[email protected]
Ostschweiz
061 693 31 71
061 322 33 64
071 440 18 88
Neumitglied:
Zurovskis Melanie, Liestal, 2002,
Celle DE
Neumitglied:
Möbes Elisabeth, Grabs, 2008,
USA
Genève
Zentralschweiz
022 757 29 10
Nouveau membre:
Lathuille Elisabeth, Chêne Bourg,
1986, FR Lyon
Conférence
Le lundi 17 octobre 2011, à 18h,
à la Haute école de travail social
de Genève, Mr James Akré –
sociologue ayant œuvré 25 ans
à l’OMS, également mammifère,
père et grand-père – nous parlera
de l’allaitement relooké pour le
21ème siècle. Pour tout renseignement: 022 757 29 10
Zürich
und Umgebung
052 385 55 67
052 203 26 11
041 661 09 93
071 440 25 14
Neumitglieder:
Güdel Martina, Zürich, Studentin
an der ZHAW; Suter Tiziana,
Mettmenstetten, 1981, Zürich;
Wagner Katharina, Zürich, 2001,
Ulm DE
Herbstversammlung
inkl. Hebammenlandschaft
Zentralschweiz 2011
Als Gast bei uns ist Martina Gisin
zum Thema: «Als Hebamme
in Somalia, Afghanistan und
Moldawien.»
Die Versammlung findet am
7.11.2011 um 19.30 Uhr
im Restaurant Adler in
Emmenbrücke statt.
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Hebamme.ch
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Fortbildung SHV
Formation FSSF
Kursorganisation:
Bildungsbeauftragte Deutschschweiz Marianne Luder-Jufer, Huttwilstrasse 55, 4932 Lotzwil
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Anmeldungen für Kurse des SHV: Schriftlich an die Geschäftsstelle des SHV in Bern
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Broschüre Fort-und Weiterbildung SHV 2012/2013
Als Beilage zu dieser Ausgabe
der Hebamme.ch erhalten Sie
die Broschüre «Fort- und Weiterbildung 2012/2013». Um uns
den anderen Anbietern im Gesundheitswesen, insbesondere
den Fachhochschulen anzupassen, stellen wir den Erscheinungszyklus auf das akademische Jahr um. Diese Ausgabe ist
umfangreicher und beinhaltet
Ausschreibungen im Zeitraum
Januar 2012 bis Juni 2013.
Sie finden in der neuen Ausgabe
ein vielseitiges Angebot mit
berufsspezifischen und berufsübergreifenden Themen. Mehr
denn je gilt Weiterbildung als
wichtiger Schlüssel zur erfolgreichen Karriere. Berufliche Weiterbildung ist ein Muss!
Doch die Fülle der Angebote
macht die Auswahl nicht leichter. Es lohnt sich Zeit zu nehmen
für die richtige Auswahl. Neugierde, Offenheit und Fantasie
sind gefragt, zudem sollte der
Praxisbezug überprüft werden.
Weiterbildung hängt von der
Bereitschaft, dem Interesse und
der Motivation jeder einzelnen
Person ab. Dies verlangt klare
Zielvorstellungen, Willen, per-
2012 / 2013
Fort- und
Weiterbildungsprogramm
InteressentInnen sich rechtzeitig, das heisst vor Ablauf der
Anmeldefrist, anzumelden. Zur
Qualitätsicherung ist es notwendig alle Weiterbildungen zu
evaluieren, wobei ich auf Rückmeldungen der TeilnehmerInnen, KursbegleiterInnen und
DozentInnen angewiesen bin.
Deshalb eine Bitte an alle: Füllt
am Ende der Weiterbildungstage das Evaluationspapier aus.
Weiter mache ich alle TeilnehmerInnen gerne darauf aufmerksam, dass die Kursbestätigungen nur an Personen abgegeben werden, welche während
der gesamten Seminardauer anwesend waren.
Schweizerischer Hebammenverband
sönliches Engagement und die
Einsicht, dass ständiges Lernen
ein faszinierender Begleiter im
Leben ist und uns davor schützt,
Opfer von Veränderungen zu
werden. Und übriges: Lernen
erhält jung, ist ein Lebenselixier
und kann süchtig machen!
Nun noch einige Anliegen meinerseits: Um die Kurorganisation zufriedenstellend abwickeln zu können, bitte ich alle
Nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen beim «Durchstöbern»
der Broschüre mit der Überzeugung, dass Sie eine gute Wahl
treffen und nachhaltig von den
Weiterbildungsangeboten profitieren können.
Marianne Luder,
Bildungsbeauftragte
Deutschschweiz
Fortbildungsangebot 2011
Kursnummer und -themen
Datum/Kursort
DozentIn
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CranioSacral-Therapie für Hebammen
Aufbaukurs
Fr bis So, 28.–30. 10. 2011
Stilli bei Brugg
Dr. rer.nat. Silvia Kalbitz
Heilpraktikerin, CranioSacral-Therapeutin
38
Homöopathie Schwangerschaft,
Geburt, Wochenbett und Säugling
Modul 2
Mo bis Mi, 21.–23. 11. 2011
Zürich
Heidi Grollmann, Homöopathin SHI, Ausbildnerin
Regula Bucher, Hebamme, Homöopathin SkHZ
39
Rückbildungsgymnastik im Wasser
Mo bis Fr, 12.–16. 12. 2011
Bad Ramsach
Anna-Maria Kalasek, Hebamme, Geburtsvorbreitung und
Rückbildungsgymnastik, Kursleiterin
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Hebamme.ch
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Fortbildung SHV
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Organisation des cours de la FSSF:
Chargée de la formation Suisse romande et Tessin, Valentine Jaquier-Roduner, En Champ Didon 134,
1740 Neyruz, tél. 026 477 07 44, e-mail: [email protected]
Inscriptions aux cours de la FSSF: Secrétariat central de la FSSF à Berne, par écrit
Vous trouverez le programme complet des cours sur www.sage-femme.ch
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Approfondissement massage bébé
Vous avez suivi la formation de
massage bébé chez Giovanna il
y a quelques années. Vous avez
envie de mettre à jour vos compétences et d’échanger autour
du sujet. Ce cours est sur mesure pour vous. Il reste encore
des places. N’hésitez pas à vous
inscrire.
Objectifs:
Les participantes approfondissent leurs connaissances de base
du massage bébés et acquièrent
plus de confiance.
Contenu:
• Clarification des questions
apparues durant la pratique
• Jeux de rôle pour l’instruction
des parents en individuel et
en petits groupes
• Echange d’expériences
• Approfondissement de
thèmes souhaités (à indiquer
lors de l’inscription)
Giovanna Caflisch Allemann, infirmière sage-femme, monitrice
de cours de massage pour
bébés. Formation en thérapie
respiratoire LIKA, trainer en
Kinaesthetics Infant Handling,
conseillère en «Premiers Secours Emotionnels» (Emotionelle Erste Hilfe).
Renseignements et inscription
jusqu’au 3 novembre 2011 pour
le cours 25:
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3 décembre 2011 de 9h à 17h,
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Formation organisée par la FSSF,
en partenariat avec la HEdSGenève
Cours 1/2012–2013
Supervisions professionnelles:
Y voir plus clair et trouver des solutions
Supervisions. On connaît. Mais
des supervisions avec une collègue formée qui sait de quoi on
parle, de quoi on a besoin?
C’est rare.
Maryse m’a proposé d’animer
quatre demi-journées espacées
d’un mois chacune. Je crois que
le fait de pouvoir parler de ce
qui nous préoccupe dans notre
quotidien de sage-femme hospitalière ou indépendante est
nécessaire. Elle suit déjà des collègues et en lisant leurs échos, je
me suis dit qu’il fallait que la
FSSF profite du savoir-faire de
Maryse pour proposer ses interventions à une plus large échelle. La confidentialité est garantie. Les supervisions auront lieu
dans un cadre intime de maximum 12 participantes qui sont
toutes présentes aux quatre
dates et qui ont toutes la même
envie d’avoir des outils concrets
pour y voir plus clair sur une difficulté ou une impasse en rapport avec l’activité professionnelle.
Je ne peux que vous encourager
à vous inscrire à ces journées de
supervision.
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Renseignements et inscription
jusqu’au 10 décembre 2011:
www.sage-femme.ch
10 janvier, 7 février, 6 mars et
3 avril 2012 de 9h à 12h30,
Yverdon
Maryse Dewarrat, analyste transactionnelle-conseil en cabinet
Il reste encore des places pour les cours suivants:
2011
2012
22. PAN: mouvement et pédagogie. 11–12 novembre 2011 à Vevey.
23. Sage-femme indépendante: les aspects administratifs et comptables. 22 novembre 2011 à Lausanne.
25. Approfondissement massage bébés. 3 décembre 2011 à Vevey.
26. PAN: un alliage entre philosophie obstétricale et démarche pédagogique. 16–17 décembre 2011 à Vevey.
1. Supervisions professionnelles. 10 janvier, 7 février, 6 mars et 3 avril 2012 à Yverdon.
2. Art du suivi global de la sage-femme traditionnelle.
Module I: 26–28 janvier. Module II: 27–29 mars 2012 à Grens/Nyon.
3. Accouchement et plancher pelvien. 12 mars 2012 à Lausanne.
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• Atemtherapie nach Professor Ilse Middendorf
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für KomplementärtherapeutInnen
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Diese fundierten, umfassenden 3-jährigen teilzeitlichen
Ausbildungen finden in Zürich beim Hauptbahnhof statt.
Infos und Unterlagen:
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Grâce au soutien du Rotary
Club de Francfort-sur-le-Main,
la Fédération allemande des
sages-femmes a pu rééditer la
brochure belge de promotion
de l’allaitement. En une vingtaine de pages, cette plaquette est exclusivement composée d’images et explique –
sans un seul mot – comment
s’y prendre pour allaiter sans
problème. Cet outil très
simple permet d’approcher
toutes les femmes – quelles
que soit leurs capacités de lecture – et de les aider à retenir
Les participants à une table ronde dirigée par l’Office
fédéral de la santé publique (OFSP) ont décidé d’aborder
ensemble les prochaines étapes nécessaires à l’application
et à l’utilisation des données médicales de la carte d’assuré. Les organisations suivantes ont pris part aux discussions: FMH, H+, pharmaSuisse, Ofac, santésuisse, Helsana,
SASIS SA, la Poste Suisse et IG eHealth.
tous les conseils qui leur sont
donnés oralement.
Vaccination en Suisse entre 2001 et 2010
Synthèse des annonces des
effets indésirables suspectés
Parce qu’elle permet de surveiller et de prendre rapidement les mesures qui s’imposent en cas de doute sur la
sécurité d’un vaccin, la vaccinovigilance est un élément
essentiel de tout programme de vaccination.
Depuis 1988, l’obligation d’annoncer les effets indésirables
suspectés de médicaments est
inscrite dans la législation suisse. Jusqu’en juin 2001, l’Office
fédéral de la santé publique
(OFSP) et le Centre suisse de
pharmacovigilance étaient tous
deux en charge de la réception
des annonces spontanées d’effets indésirables suspectés survenant après une vaccination
(AEFI). La responsabilité de la
surveillance des AEFI a ensuite
été transférée à Swissmedic,
Institut suisse des produits thérapeutiques, dès son entrée en
fonction en 2001. Ainsi, en
Suisse, la vaccinovigilance est
du ressort de l’instance nationale de contrôle des produits
thérapeutiques, qui est indépendante à la fois de l’Autorité
nationale de santé publique,
des recommandations vaccinales émises et des programmes de vaccination définis.
Entre 2001 et 2010, un total de
1565 annonces spontanées
d’effets indésirables liées aux
vaccins (non pandémiques) ont
été reçues, d’où un taux d’an-
34
Hebamme.ch
10/2011 Sage-femme.ch
nonces spontanées très faible
au regard des dizaines de millions de personnes à qui des
vaccins ont été administrés en
Suisse au cours de cette décennie. Il n’en reste pas moins que
la sous-déclaration des AEFI demeure un problème récurrent
du système d’annonce spontané.
Swissmedic entend sensibiliser
davantage la population et les
professionnels de santé à l’importance des annonces, afin
qu’elles soient non seulement
plus nombreuses, mais aussi de
meilleure qualité et plus complètes. Ainsi, des efforts ont été
faits pour améliorer la déclaration des numéros de lots dans
les annonces d’AEFI suspectés,
ce qui permet de mener des
investigations au niveau de la
production et de réaliser des
analyses en cas de nécessité.
Source: Rapport de Synthèse des annonces des effets indésirables suspectés
liés à une vaccination en Suisse au cours
des dix dernières années (2001–2010), 9
pages téléchargeables à partir du site
www.swissmedic.ch > Informations >
Communications > 29. 6. 2011
Selon l’expertise mandatée par
l’OFSP et consacrée aux différences dans l’utilisation des
cartes existantes, tant les modèles CPS de la FMH et de pharmasuisse que ceux des deux
fabricants fonctionnent parfaitement. Les cartes développées
par la Poste Suisse et par SASIS
SA présentent des divergences
par rapport aux prescriptions
légales et techniques. Celles-ci
découlent en partie de la marge
de manœuvre qu’offre l’interprétation de la norme technique. Les fabricants de cartes
doivent désormais élaborer une
interface (Middleware), indépendamment des cartes et des applications. Celle-ci servira à uniformiser l’utilisation.
Les participants ont décidé de
collaborer de façon constructive,
afin de trouver une solution
technique d’ici la fin de l’année.
L’OFSP suivra le processus de
près. Les représentants des organisations et des entreprises se
sont également mis d’accord
pour réviser, sur le long terme, les
bases légales relatives aux cartes
de la prochaine génération, ou
pour en rédiger une nouvelle version. L’OFSP dirigera l’ensemble
de la procédure. A cet égard, la
création d’une application modèle est prévue. Elle garantira
que les futures versions de cartes
soient compatibles entre elles.
Sources: Politfocus, août 2011, 9. Communiqué de presse de l’Office fédéral de
la santé publique du 7 juillet 2011.
Prévention de la prématurité
Pour une consommation
modérée de poisson
Une équipe de chercheurs américains a voulu estimer
l’effet de la consommation de poisson, de l’apport d’oméga-3 (entre 16 et 21 semaines – 6 jours) sur le risque de
prématurité. Pour cela, 852 femmes ont répondu à un
questionnaire sur leurs habitudes alimentaires.
La probabilité d’accouchement
prématuré était de 48,6% pour
les femmes ayant mangé du
poisson moins d’une fois par
mois et de 35,9% pour les
femmes ayant consommé du
poisson au moins une fois par
mois (P<.001).
Pour les femmes ayant consommé modérément du poisson (trois fois par semaine),
l’Odds Ratio ajusté de naissances prématurées était de
0.60 (95%, intervalle de confiance 0.38–0.95). Il n’y avait
pas de réduction supplémen-
taire de la prématurité pour
celles qui en mangeaient davantage (plus de trois fois par
semaine).
Une consommation modérée
de poisson avant la 22ème semaine est donc associée à une
réduction de naissances prématurées répétées. Mais, consommer du poisson plus de
trois fois par semaine n’apporte pas de bénéfices supplémentaires.
Source: Fish consumption, erythrocyte
fatty acids, and preterm birth. Klebanoff
et al. In: Obstet Gynecol., 2011 May;
117(5):1071–7.
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Effets à long terme
Lettre ouverte
Allaiter, c’est bon pour les
hanches!
A la première Dame de France
La recherche des bénéfices de l’allaitement maternel, tant
pour la santé de la mère que pour celle de l’enfant, a toujours fait l’objet de nombreuses publications. Les variations physiologiques de la densité minérale osseuse
(DMO) lors de la grossesse et de l’allaitement sont réversibles. Malgré la perte osseuse signalée au cours de la
grossesse et de l’allaitement, aucune étude n’a montré
d’effets délétères sur le long terme.
Certains travaux ont même
montré une DMO augmentée
et un risque réduit de fracture
chez les femmes ayant eu au
moins un enfant par rapport
aux femmes nullipares. Les
effets de l’allaitement sur le
risque de fracture à long terme sont moins bien connus.
Les auteurs de cette étude ont
analysé l’effet de la parité et
de l’allaitement sur le risque
de fracture à la hanche, au
poignet et sur les fractures
de fatigue non vertébrales
(hanche, poignet humérus
proximal) chez 4 681 femmes
ménopausées âgées de 50 à
94 ans entre 1994–95 et 2010.
Résultats
• Pendant 51 906 patientsannées et une médiane de
14,5 ans de suivi, 442 femmes ont souffert de fractures incidentes à la hanche,
621 au poignet et 1105 de
fractures de fatigue.
• Le risque de fracture à la
hanche, au poignet et de
fracture de fatigue ne différait pas entre les femmes
ayant eu au moins un enfant
(n = 4 230, 90,4%) et les
femmes nullipares (n = 451,
9,6%).
• Par contre, les femmes qui
avaient accouché sans jamais allaiter (n = 184, soit
4,9%), avaient un risque de
fracture du col du fémur
deux fois plus élevé que
celles (n = 3 564, 95,1%) qui
avaient allaité (HR 0,50, IC
95%: 0,32 à 0,78).
• Les femmes ayant allaité
avaient un risque de fracture
de fatigue inférieur de 27%
(HR 0,73, IC 95%: 0,54 à
0,99).
• Le risque était semblable
entre les deux groupes pour
la fracture du poignet, après
ajustement pour différents
paramètres (âge, IMC, taille,
activité physique, tabagisme, antécédents de diabète,
de fracture de la hanche ou
au poignet, l’utilisation d’une
hormonothérapie substitutive et le niveau d’éducation).
• Plus la durée totale d’allaitement avait été longue, et
plus le risque de fracture du
col du fémur était bas. Une
durée de 10 mois supplémentaire d’allaitement maternel réduisait le risque de
fracture de la hanche de
12% (HR 0,88, IC 95% 0,78
à 0,99, p pour la tendance =
0,03).
Conclusion
Ces données indiquent que la
grossesse et l’allaitement n’ont
pas à long terme d’effet préjudiciable, et l’allaitement a un
avantage certain en contribuant à une réduction du risque de fracture de la hanche
après la ménopause.
Dr Juliette Lasoudris-Laloux
Source: Bjørnerem Å et al.: Breastfeeding
protects against hip fracture in postmenopausal women: the tromsø study. Journal of bone and mineral research, 2011.
«C’est avec opportunité et détermination que je vous souhaite une grossesse sereine et
heureuse. Je vous le souhaite
d’autant plus, qu’il est de ma
responsabilité et de ma fonction d’y veiller. Je suis sagefemme». Sur une page entière,
les sages-femmes françaises
ont rappelé en détail toutes
leurs compétences. Elles voudraient «ne plus être des travailleuses de l’ombre» et, à
cette fin, elles ont signé en
mai dernier des milliers de
lettres ouvertes en forme de
cri d’alerte à Madame Carla
Bruni-Sarkozy.
Source: www.onssf.org
Les prénoms en 2010
Des Emma et des Nathan
En Suisse romande, le prénom féminin Emma occupe le premier rang depuis 2004. Il est suivi en 2010 de Léa et Lara.
Chez les garçons, Nathan est encore le numéro un du classement suivi de près par Gabriel et Luca.
Source: Office fédéral de la statistique, communiqué de presse du 8. 8. 2011.
Prévention des morts fœtales
Mieux vaut dormir sur le côté
gauche!
Pour la première fois, une équipe de chercheurs néo-zélandais a réalisé une étude contrôlée sur la façon de dormir de 155 femmes ayant accouché d’un enfant mort-né
sans malformation congénitale apparente et de 310
femmes ayant accouché à terme d’un enfant vivant.
Dans les semaines suivant l’événement, ils ont interrogé ces
femmes sur leurs habitudes de
sommeil. Les résultats sont les
suivants:
• La prévalence totale de naissance d’enfants mort-nés
dans cette étude est de 3,09
pour 1000 naissances.
• La position couchée sur le dos
(OR ajusté 2,54; 95% CI 1,04
à 6,18) comme celle couchée
sur le côté droit (OR 1,74;
0,98 à 3,01) sont associées à
un risque accru.
• Le risque absolu de mettre au
monde un enfant mort-né
était de 1,96/1000 pour une
femme enceinte dormant sur
le côté gauche, alors qu’il
était de 3,93/1000 si elle dormait dans une autre position.
• Les femmes qui avaient l’habitude de dormir dans la journée
dans le mois précédant l’accouchement étaient aussi plus
à risque que celles qui ne le faisaient jamais (OR 2,04; 1,26 à
3,27), tout comme celles qui
ne s’étaient pas levées pendant la nuit précédant la naissance pour aller aux toilettes
ou qui l’avaient fait seulement
une fois (OR 2,28; 1,26 à 3,27).
• Par contre, aucune relation
n’a été trouvée entre les ronflements et le décès du fœtus.
Les auteurs indiquent toutefois
que cette première étude
nécessite une confirmation par
d’autres études avant d’être
utilisées dans des campagnes
de prévention.
Source: Marie Lestelle et al. Association
between maternal sleep practices and risk
of late stillbirth: a case-control study. In:
BMJ 2011; 342: doi: 10.1136/bmj.d3403.
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Sage-femme.ch 10/2011
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Dossier
Editorial
C’est à une «séance de tricot en silence»
que Michel Odent vous invite en
annonçant la prochaine Conférence
à Honolulu en octobre
2012 ... Un des 27 ateliers
programmés est en effet
intitulé «The silent knitting
session».
Il s’agira de faire prendre
conscience à quel point
cette activité répétitive – bien connue
sous nos contrées ou, pour les Hawaïennes, la confection traditionnelle de
fleurs en papier pour en faire des
colliers – peut réduire le taux de
l’adrénaline. Et comme la production
d’adrénaline est très contagieuse,
Michel Odent prétend qu’une véritable
sage-femme devrait savoir comment
maintenir son propre taux d’adrénaline aussi bas que possible: «Les
sages-femmes du futur, dit-il, auront
aussi besoin de s’entraîner à rester
silencieuses, parce que l’échange verbal est un puissant stimulant du néocortex». Un symbole fort à méditer
et peut-être à proposer aux nouvelles
générations en formation …
En Suisse, avec l’arrivée des forfaits
par cas, les taux d’adrénaline risquent
de grimper dès le premier janvier
prochain. L’article principal de ce
numéro explore les possibilités de
développement et de renforcement de
la profession de sage-femme dans le
cadre d’un modèle de soins intégrés.
Les taux d’adrénaline augmentent
également lors des urgences qui
peuvent survenir tout à coup lors de
n’importe quel accouchement. Pour
y faire face, des Bâloises ont mis sur
pied des sessions de simulation qui
visent avant tout une meilleure communication dans les équipes et une
plus grande confiance en soi.
Prenez donc le temps de lire ce numéro
bien au calme et de nous faire part de
vos remarques!
Josianne Bodart Senn,
rédactrice Sage-femme.ch
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Hebamme.ch
10/2011 Sage-femme.ch
Soins gérés par les sage
Une contribution aux so
Les résultats de recherches internationales indiquent que, malgré un taux d’interventions nettement plus réduit, une prise en charge durant la grossesse, l’accouchement
et le post-partum par une sage-femme est associée à de bons résultats du point de
vue de la santé ainsi qu’à une grande satisfaction des femmes et de leur famille.
En Suisse, de nouveaux modèles de soins qui intègrent les sages-femmes dans la
gestion des soins périnataux de base ont été développés. Jusqu’à présent, cette offre
«en vogue» pouvait être utilisée pour augmenter l’attractivité d’un hôpital. Désormais, les développements politiques actuels impliquent une modification de la conception du partage du travail qui se faisait jusqu’à présent entre les soins périnataux
donnés par les médecins et ceux gérés par les sages-femmes elles-mêmes. L’article
apporte un aperçu des preuves scientifiques concernant les soins donnés par les
sages-femmes et décrit la nécessité d’un modèle intégré1 des soins périnataux,
modèle qui serait également valable pour la Suisse.
Soins de base gérés par
les sages-femmes pour les
femmes et leur famille
Les preuves scientifiques actuelles concernant les soins périnataux donnés par
les sages-femmes sont unanimes. Sur la
base d’un échantillon de 12 276 femmes,
provenant de 11 études randomisées contrôlées, une méta-analyse [1,2] a démontré
les nombreux avantages d’un modèle de
santé périnatale géré par les sages-femmes: ils vont de la réduction des hospitalisations anténales au meilleur taux de
Elisabeth Kurth, PhD, MScN,
RM, sage-femme active dans l’enseignement, la recherche et le développement à l’Institut pour sagesfemmes, Haute école spécialisée
pour les sciences appliquées de
Zurich (ZHAW), Winterthur. Elle est
également collaboratrice associée
à l’Institut Institut Tropical et de
Santé Publique Suisse à Bâle.
satisfaction en termes de possibilités de
discussion lors de prises de décision, en
passant par des interventions plus adaptées durant l’accouchement. Dans ses
publications, l’OMS aussi a mis en évidence l’importance du rôle de la sagefemme dans l’approche des femmes enceintes en bonne santé, des parturientes
et des nouvelles accouchées [3] et postule,
entre autres, la nécessité d’une démédicalisation de la grossesse et de l’accouchement, ainsi que la prise en considération de soins périnataux basés sur les
preuves scientifiques et centrés sur les
Simone Büchi, MScN, RM,
sage-femme et infirmière, active
comme experte au département
«Klinische Pflegewissenschaft» et à
la Clinique des femmes de l’Hôpital
universitaire de Bâle. Depuis juillet
2011, elle est responsable de la
«Geburtsstation» à la Clinique des
femmes de l’Hôpital de l’Ile à Berne.
Dr Eva Cignacco, sage-femme
et chercheuse en soins infirmiers,
enseignante à l’Institut des sciences
de soins infirmiers à Bâle, où elle
dirige un programme de recherche
intitulé «Pain Management in Neonates (PAMINA)».
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sages-femmes:
ux soins périnataux intégrés?
familles [3]. Néanmoins, la mise en œuvre
des soins périnataux gérés par les sagesfemmes ne fait pas encore partie, dans
l’espace suisse alémanique, du système
des soins de base, mais reste plutôt limitée à des offres isolées. Etant donné les
développements actuels de la politique
de santé dans de nombreux pays industrialisés – développements caractérisés
par une augmentation toujours plus
grande du recours aux prestations de
santé dans tous les domaines médicaux
et, en même temps, par un raccourcissement du séjour à l’hôpital [4] – de nouveaux modèles de soins de santé doivent
être construits de manière urgente. Aujourd’hui, en Suisse, des discussions politiques se multiplient sur l’intégration
dans la prise en charge médicale ambulatoire de soignants spécialisés, afin de
mieux s’adapter à l’avenir aux besoins
accrus grâce à des offres de prises en
charge avant et après le traitement [5].
Dans les soins périnataux aussi, de tels
développements ne sont pas exclus. Alors
que dans les années 1950, les nouvelles
accouchées restaient environ 12 jours à
l’hôpital, la durée de séjour pour l’année
2004 n’était plus que de 5.6 jours pour
les naissances spontanées [6,7]. L’introduction imminente en 2012 des forfaits par
cas renforcera cette tendance à faire rentrer la mère et l’enfant à la maison rapidement après la naissance [8]. Cette évolution exige des adaptations dans les
soins du post-partum, puisqu’ils se décalent du stationnaire à l’ambulatoire. C’est
ainsi que les soins à domicile fournis par
les sages-femmes gagnent en importance. Ces dix dernières années, sont apparues en Suisse des tentatives d’accorder
aux sages-femmes davantage de responsabilités dans leurs compétences professionnelles pour ce qui concerne les soins
à la femme et à l’enfant. En nous basant
sur la littérature internationale, nous
montrerons ci-après le potentiel de prise
en charge par la sage-femme durant la
grossesse, l’accouchement et le post-partum et nous mentionnerons quelques
offres exemplaires en Suisse.
1
Soins intégrés (en Suisse surtout connu comme modèles de «Managed Care») désigne l’idée d’une forme
de soins dans le système de santé qui englobe un réseautage renforcé des professionnels (médecins de
famille, spécialistes, internes). Tout cela avec pour objectif d’améliorer la qualité des soins de santé et d’en
réduire ainsi les coûts.
Soins gérés par la sagefemme durant la grossesse
La surveillance de la grossesse par une
sage-femme est qualitativement équivalente à celle faite par un médecin, mais
elle coûte en moyenne moins cher et elle
est associée à un plus fort taux de satisfaction de la femme enceinte [5]. Dans la
méta-analyse déjà mentionnée, les résultats chiffrés montrent une proportion
moindre d’hospitalisations anténatales et
un nombre réduit de femmes ayant perdu leur enfant avant la 24e semaine de
grossesse [1].
Dans les pays industrialisés, le rôle de la
sage-femme dans les soins de grossesse
est défini de manière variable [5]. Les pays
comme la Suède, la Finlande ou les PaysBas donnent une fonction centrale à la
sage-femme. En revanche, en GrandeBretagne ou au Danemark, elles travaillent le plus souvent dans des équipes
interdisciplinaires (sage-femme, médecin
de famille, gynécologue). Selon la législation et la forme de prise en charge,
l’étendue des prestations des sages-femmes varie. Ainsi, on trouve le modèle de
prise en charge classique «Médecin» ou
«Médecin – Sage-femme» tout au long
de la grossesse, durant l’accouchement
ou pendant le post-partum avec un suivi
continu par une sage-femme de référence qui s’occupe de l’ensemble de la
phase périnatale.
En Suisse, les femmes enceintes consultent en majorité un ou une gynécologue pour les soins de grossesse. Souvent, les femmes recherchent un suivi
spécifique par une sage-femme, pour de
simples consultations ou tout au long de
la grossesse. C’est ainsi que la femme
enceinte trouve, depuis de nombreuses
années, des offres de sages-femmes indépendantes pour ses soins de grossesse
dans le cadre du système des sages-femmes agréées, dans une maison de naissance ou dans un cabinet de sages-femmes. Au sein même des hôpitaux, des
consultations de sages-femmes sont devenues de plus en plus nombreuses ces
dernières années et elles semblent être
attrayantes pour les femmes enceintes.
La Clinique des femmes de l’Hôpital universitaire de l’Ile à Berne a fêté les 20 ans
de ses consultations [9] et la Clinique des
femmes de l’Hôpital universitaire de Bâle
(USB) a récemment instauré ses propres
consultations de sages-femmes (Rapport
annuel USB 2010). Dans le cadre du système de santé suisse, ces offres sont
assurées par des sages-femmes expérimentées qui mettent leurs compétences
professionnelles au service des femmes
enceintes présentant une évolution normale de grossesse. La formation des
sages-femmes et la législation suisse des
assurances maladie (LAMal, OPAS, OAMal) permettent en effet aux sagesfemmes de s’occuper de ces femmes de
manière autonome durant toute la grossesse. S’il s’agit d’une grossesse à risque
sans pathologie manifeste, les sagesfemmes ont l’obligation de travailler en
étroite collaboration avec les médecins.
Ce qui permet aux sages-femmes de se
spécialiser également auprès de femmes
enceintes présentant des risques et
d’élargir leurs compétences, comme le
font par exemple les sages-femmes ayant
une formation complémentaire pour
pouvoir prendre en charge les femmes
présentant un diabète gestationnel [10].
Une caractéristique centrale à toutes ces
offres de suivi gérées par les sages-femmes, c’est la continuité de la prise en
charge assurée par une sage-femme de
référence ou par un groupe de sagesfemmes. Selon l’offre, il s’agit seulement
de la continuité durant la grossesse ou
également lors de l’accouchement et durant le post-partum.
Naissance gérée
par la sage-femme
La méta-analyse mentionnée plus haut
montre que, dans la phase de l’intra-partum, la prise en charge par une sage-femme entraîne moins de péridurales, d’analgésies locales (opioïde) et d’antidouleurs
(ocytocine), une réduction des naissances
instrumentalisées, un faible taux d’épisiotomies, un taux nettement élevé d’allaitement, ainsi que le sentiment pour les
accouchées d’avoir pu conserver le contrôle de l’accouchement et d’avoir été
impliquées dans la prise de décision [1].
Cette méta-analyse confirme les résultats
du travail systématique antérieur de Waldenström et Turnbull [11]. Dans les pays
anglo-saxons, en Scandinavie, et de plus
en plus souvent aussi en Allemagne, les
naissances sont gérées par des sagesHebamme.ch
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femmes aussi bien dans le milieu extrahospitalier que dans des lieux de naissance se trouvant sur le site hospitalier. En
Suisse, la tradition voulait que les naissances gérées par les sages-femmes
soient maintenues à l’extérieur de l’hôpital. Dans certaines cliniques, l’introduction du système des sages-femmes
agréées a permis pour la première fois de
réaliser en milieu hospitalier des accouchements gérés par des sages-femmes.
En l’an 2000, la Clinique des femmes de
Berne a instauré un modèle qui permet
aux sages-femmes hospitalières d’offrir
des prestations d’accouchement de manière indépendante. Ce modèle permet
aux femmes ne présentant aucun risque
de grossesse d’être prises en charge exclusivement par une sage-femme durant
l’accouchement. Jusqu’à la fin de l’année
2010, 486 accouchements ont ainsi débuté comme accouchements gérés par
les sages-femmes et 329 d’entre eux ont
pu se terminer ainsi [9]. S’il survient une
complication durant l’accouchement, le
modèle prévoit un transfert vers le médecin connu. Une première évaluation du
projet pilote a montré que l’accouchement géré par une sage-femme est associé à moins d’interventions invasives, bien
qu’en comparaison avec les groupes qui
ont vécu une naissance plus conventionnelle, c’est-à-dire gérée par un médecin,
leurs issues ne présentent pas de paramètres différents [12]. Cette forme de
soins peut être considérée comme la première approche d’une prise en charge
intégrée dans le milieu hospitalier qui
permet un partage précis des tâches de la
sage-femme et celles de l’obstétricien.
Selon ses compétences, la sage-femme
prend la responsabilité de l’accouchement physiologique, le corps médical
n’étant impliqué que pour les pathologies, ce qui en outre permet de réduire les
coûts.
La prise en charge
postnatale
Ces dernières décades, tant au plan international que national, la prise en charge postnatale a connu une dégradation
marquante. Le séjour hospitalier en postpartum a été particulièrement raccourci,
de même que la mise à disposition d’une
aide ménagère s’est restreinte [13–15]. Dans
de nombreux pays, le séjour hospitalier
en post-partum a chuté au niveau des
24–72 heures. Simultanément, le suivi en
milieu extrahospitalier s’est développé
sous diverses formes de prise en charge
et d’intervention et a en partie été évalué:
diffusion de brochures d’information,
rendez-vous de contrôle à l’hôpital, grou-
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Hebamme.ch
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pes de rencontre pour femmes en postpartum, conseil par téléphone/vidéo,
soutien pratique aux tâches ménagères
et aux soins du bébé ainsi que visites à
domicile par des professionnelles qualifiées. Ces formes de soins après une sortie précoce de l’hôpital ont été appliquées dans les groupes d’intervention
tandis que les groupes de contrôle sortaient plus tard de l’hôpital. Dans une revue Cochrane sur le suivi en post-partum,
Brown et al. [16] arrivent à la conclusion
qu’en comparaison avec les sorties plus
tardives de l’hôpital, on n’a pas pu détecter d’effets dommageables sur la
santé de la mère et de l’enfant dans un
programme de sortie précoce avec au
moins une visite à domicile par une professionnelle qualifiée. Les programmes
de soins en post-partum avec plusieurs
visites à domicile par des sages-femmes
ou par des infirmières spécialisées en
soins mère-enfant montrent même des
effets positifs, à savoir la poursuite de l’allaitement, une entrée moins fréquente
en dépression post-partale et une plus
grande confiance en soi de la jeune maman [17–19]. Quand le programme de soins
en post-partum consiste en appels téléphoniques, groupes de rencontre, diffusion d’informations écrites ou visite
unique à domicile, des effets positifs ne
sont pas détectables [20,21]. Plusieurs visites à domicile par des sages-femmes constituent donc un potentiel important de
promotion de la santé de l’enfant et de la
famille.
Se pose maintenant la question de savoir comment les sages-femmes pourront à l’avenir assurer une offre de suivi
de soins en post-partum de grande qualité dans le système de santé suisse. Dernièrement, dans plusieurs médias, il a été
mentionné que des mères ont été privées
de soins adéquats en post-partum en raison d’un manque de sages-femmes [22,23].
C’est pourquoi les sages-femmes indépendantes réfléchissent à des possibilités
de suivre en toute sécurité les familles
avec nouveau-né à leur sortie de l’hôpital. En Suisse romande, de tels modèles
existent déjà: «L’Arcade des sages-femmes» à Genève dispose d’une centrale
qui offre des consultations et organise
des prestations à domicile, si bien qu’elle
garantit aux maternités que chaque
mère recevra une visite le lendemain du
jour de sortie de l’hôpital. Dans le canton
de Vaud également, les sages-femmes se
sont associées; elles ont développé un
système de prestations offertes par les
sages-femmes indépendantes et couvrant le canton entier; dans le cadre d’un
projet interdisciplinaire, elles ont élaboré
un concept de soins coordonnés aux
familles pour les sorties précoces de l’hôpital [24]. Dans la région Bâle – Zurich, des
équipes de sages-femmes indépendantes
ont été constituées pour concevoir des
modèles de coordination des prises en
charge en post-partum avec le soutien
scientifique et pour mettre sur pied – probablement l’an prochain – un projet
pilote qui sera ensuite évalué. L’objectif
majeur est de rendre efficiente la coordination entre sages-femmes et, après une
naissance, d’offrir aux familles un suivi de
haute qualité dans une collaboration
interdisciplinaire avec les autres groupes
professionnels [25].
Conclusion
Les développements actuels de la politique de santé suisse offrent une opportunité de repenser les soins de santé des
femmes durant leur grossesse, leur accouchement et leur post-partum et de
discuter d’un partage optimal du travail
entre médecins, sages-femmes et autres
professionnels.
Si les sages-femmes réussissent à se
coordonner et à travailler en réseau de
manière interdisciplinaire, il sera possible
de voir les familles bénéficier dès le début
de soins de santé qui promeuvent la santé
de la mère, de l’enfant et de la famille.
Dans ce cadre, les sages-femmes se présentent dans le système de santé suisse
comme des partenaires compétentes et
fiables et elles contribuent à la promotion
왗
d’un modèle de soins intégrés.
Traduction: Josianne Bodart Senn
Références: Voir ce numéro, page 8.
Sites Internet
• LAMal, OPAS, OAMal, bases légales:
– Loi fédérale du 18 mars 1994 sur l’assurance-maladie (LAMal); état au 1.1. 2011;
www.admin.ch/ch/f/rs/c832_10.html,
téléchargé au 31. 3. 2011.
– Ordonnance du DFI du 29 septembre 1995
sur les prestations dans l’assurance obligatoire des soins en cas de maladie (Ordonnance sur les prestations de l’assurance des
soins, OPAS); état au 1. 3. 2011;
www.admin.ch/ch/f/rs/c832_112_31.html,
téléchargé au 31. 3. 2011.
– Ordonnance du 27 juin 1995 sur l’assurance-maladie (OAMal): état au 1. 3. 2011,
www.admin.ch/ch/f/rs/c832_102.html;
téléchargé au 31. 3. 2011.
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Mesures préventives pour les
situations obstétricales d’urgence
Les situations obstétricales d’urgence sont un défi pour
toute l’équipe interdisciplinaire. Pour y faire face, des
sessions de simulation ont été mises sur pied et un chariot
d’urgence appelé «EMMATM» a été spécialement conçu à
la maternité de l’Hôpital universitaire de Bâle.
Les situations obstétricales d’urgence
sont rares et elles surviennent de manière
inattendue. Comme elles sont irrégulières,
les sages-femmes, obstétriciens, anesthésistes et néonatologues ont rarement l’occasion d’accumuler des expériences en
situations d’urgence et d’améliorer leurs
prestations.
Gestion des risques et
management de l’urgence
La grossesse et l’accouchement se passent pour la plupart des femmes sans complications. Néanmoins, des complications
comme l’hémorragie du post-partum (HPP),
la pré-éclampsie ou la dystocie des épaules
peuvent nous surprendre à tout moment,
même au cours d’un accouchement le plus
serein. Il s’agit alors avant tout de reconnaître assez tôt ces imprévus, de prendre
rapidement les décisions qui s’imposent et
d’appliquer les mesures salvatrices. Une
bonne connaissance des diverses pathologies et des mesures à prendre sont indispensables et participent à l’efficacité de
l’intervention (Van Geijn &
Brigitte Bühler, sage-femme responsable du service d’obstétrique
Vothknecht 1996). Un proMartina Gisin, sage-femme experte MSc, responsable qualité des soins
du service d’obstétrique
tocole médical standardisé
Pr Dr Irene Hösli, médecin cheffe de la maternité
permet d’augmenter la sé(de gauche à droite)
curité dans la prise en charge et de réduire les complications dans les situations obstétricales Entraînements par
d’urgence. Des données recueillies en
simulation en maternité
Grande-Bretagne (Draycott et al. 2008) ont
L’Hôpital universitaire de Bâle dispose
montré que l’introduction d’un entraînement régulier permet une réduction signifi- d’un centre de simulation appelé «SimBa»
cative de la paralysie du plexus brachial qui constitue une plateforme idéale pour
après une dystocie des épaules, une dimi- apprendre à gérer des situations critiques
nution de l’Apgar faible (à 5 min.) et une au sein d’équipes multidisciplinaires et
baisse des encéphalopathies lourdes liées à interprofessionnelles composées de médeune hypoxie. Des sessions d’entraînement cins, sages-femmes et soignants venant
basées sur la simulation constituent une d’autres services (anesthésie, maternité, et
nouvelle possibilité d’améliorer la formation néonatologie). Toutes les recommandacontinue (Jude et al. 2006). Plusieurs publi- tions actuellement valables en Suisse y
cations ont apporté la preuve que les simu- sont discutées, ainsi que les manœuvres et
lations médicales offrent un cadre idéal manipulations spécifiques exercées.
La maternité de l’Hôpital universitaire de
pour apprendre à se confronter à de telles
situations critiques dans un environnement Bâle a commencé en 2008 avec des forsécurisé sans mettre en danger les patientes mations exclusivement internes. Depuis
(Crofts et al. 2007, Ellis et al. 2008, Mas- 2010, elle offre des cours aussi aux médecins externes, aux sages-femmes et à des
lovitz et al. 2007, Nielsen et al. 2007).
équipes hospitalières au complet. A côté
des six scénarios – différents et réalistes –
d’intervention rapide (dystocie des épaules,
HPP, pré-éclampsie, accouchement vaginal
instrumenté, réanimation de la mère et du
nouveau-né), des exercices de perception
des algorithmes et surtout de communication au sein de l’équipe et avec la patiente
ont lieu en petits groupes sous la direction
d’un tuteur ou d’une tutrice. Grâce à l’analyse des vidéos ayant enregistré les situations de crise vécues lors de simulations, les
participants peuvent transférer ces nouvelles acquisitions dans leur quotidien et
cela de manière durable.
Expériences à l’Hôpital
universitaire de Bâle
Les situations d’urgence sont rares mais il est possible de s'entraîner grâce
à des simulations.
L’équipe de Monod (2011) a analysé la
durabilité des compétences professionnelles acquises en obstétrique d’urgence
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Troubles de la ré
problèmes de co
Dès la fin du cours, une communication plus optimale s'installe.
en interrogeant les participants des
trois derniers cours (31,4% de sagesfemmes, 30,5% de médecins assistants et 38,1% de gynécologuesobstétriciens). L’évaluation du questionnaire validé s’est faite de manière
anonyme et en deux temps sur 105
questionnaires remplis (N= 75 directement après le cours avec un taux de retour de 85%, N = 30 trois mois plus
tard avec un taux de retour de 34%).
Les résultats indiquent que le cours
renforce le sentiment de confiance en
soi lors de situations obstétricales
d’urgence. Directement après le cours,
20,8% des participants avaient déjà le
sentiment de contrôler davantage les
situations d’urgence. Trois mois après
le cours, 57,1% des participants se
sentaient compétents dans les situations d’urgence.
Une meilleure perception des algorithmes apparaît également (44,4%
directement après le cours et 57%
trois mois après). Le plus grand changement se situe dans une communication plus optimale dès la fin du cours.
Trois mois après le cours, 87,7% constatent une amélioration dans leur manière de communiquer.
EMMATM
En situation d’urgence, il est essentiel d’avoir rapidement sous la main
tout ce qu’il faut pour une intervention rapide. C’est dans cet esprit que la
maternité de Bâle a conçu notre chariot d’urgence «EMMATM» (Emergency
Material) pour les interventions immédiates en obstétrique. Celui-ci est
équipé du matériel indispensable pour
les situations aiguës comme les hémorragies et la pré-éclampsie. Il a l’avan-
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tage d’être facilement accessible, de
permettre une intervention rapide et
d’avoir sous la main, dans différents
tiroirs, tout ce qui est indispensable.
Une liste exhaustive du contenu du
chariot permet de le réassortir après
chaque utilisation.
Les algorithmes et schémas ainsi que
les dosages de médicaments qui sont
collés sur le chariot aident efficacement à agir correctement dans les
situations de stress. On y trouve, par
exemple, l’algorithme en cas d’HPP de
la Société suisse de gynécologie et
d’obstétrique (SSGO 2009), la recommandation en cas de pré-éclampsie
(durée de vie et dosage du magnésium) et des directives internes en cas
d’HPP (USB 2011).
EMMA est aussi utilisée lors de sessions de simulations externes et, grâce
aux retours très positifs, d’autres maternités ont pu reprendre ce modèle. Pour
nous, le slogan «Train together who
work together» – «Que ceux qui travaillent ensemble puissent apprendre
ensemble» est un véritable concept
pour le futur, car il permet de renforcer
la sécurité, en obstétrique comme dans
왗
bien d’autres domaines.
Traduction légèrement raccourcie:
Josianne Bodart Senn
Texte original en allemand, avec bibliographie, publié dans ce numéro p. 12.
Une étude de l’université de Bâle –
récemment rendue publique dans la
revue «Archives of Disease in Childhood» – montre que les enfants
qui souffrent, lorsqu’ils sont encore
nourrissons, de problèmes de régulation (par exemple: pleurs excessifs,
problèmes de sommeil, et/ou
difficultés graves d’allaitement et
d’alimentation) présentent plus tard
dans leur enfance un risque accru
de comportement agressif et de
TDA/H (trouble du déficit de l’attention/hyperactivité).
Dr Mirja Hemmi, diplômée de l’Institut de psychologie clinique de l’enfant et de l’adolescent de l’université de Bâle. En tant que chercheuse, elle s’est intéressée plus spécialement aux facteurs qui influencent
les variations de comportements des nourrissons et aux
conséquences à long terme des troubles de la régulation.
E-Mail: [email protected]
Environ un enfant sur cinq présente dans
la première année de son existence des variations extrêmes de son comportement,
c’est-à-dire qu’il pleure davantage, qu’il est
irrité plus souvent que normalement, qu’il
a de la peine à s’endormir (également
après une nuit sans sommeil) ou qu’il refuse la nourriture, surtout lors de l’introduction d’aliments nouveaux qu’il ne connaît pas encore (néophobie). De tels symptômes sont décrits dans la littérature
spécialisée en termes de «troubles de la régulation» du nourrisson et du petit enfant.
Bien que les troubles de la régulation
constituent une charge importante pour
les parents et peuvent perturber de manière
substantielle la vie familiale, ils ne sont pas
mentionnés de manière adéquate dans le
système usuel de classification psychologique. Ce qui fait que de nombreuses
familles ayant un enfant présentant un
trouble de la régulation ne sont pas aidées
de manière inadéquate et qu’elles vivent
les traitements et les consultations comme
une véritable épreuve.
Une origine en grande
partie inconnue
Jusqu’à présent, l’origine des troubles de
la régulation était en grande partie incon-
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la régulation et
de comportement ultérieurs
nue. On suppose toutefois qu’elle est due
à une perturbation précoce de l’autorégulation du nouveau-né. La capacité de s’autoréguler du nouveau-né et du nourrisson
apparaît dans la première semaine de vie
comme un comportement réflexe, qui se
manifeste par exemple par un détour du
regard lors d’une stimulation trop forte, la
réorientation et la focalisation de l’attention ou, plus tard, l’autoréconfort.
Cette capacité sert à moduler les différents états d’activation, par exemple pour
passer de la veille au sommeil, pour protéger l’organisme encore immature de trop
fortes stimulations. Si le nouveau-né ne
dispose pas d’une autorégulation adaptée,
en raison de facteurs de risques organiques
ou de l’immaturité de son système nerveux, ce système nerveux peut alors ne pas
traiter valablement les sollicitations. Ce qui
peut conduire à une sur-stimulation et à
une plus grande irritabilité face à la stimulation sensorielle et, par conséquent, à des
pleurs excessifs ou intarissables.
En outre, des risques psychosociaux,
comme par exemple des difficultés financières et des problèmes psychiques des
parents ou une interaction parents-enfant
négative, peuvent contribuer à entraver la
capacité d’autorégulation du nouveau-né
ou à la retarder. C’est pourquoi, lors du
traitement des troubles de la régulation, il
convient de toujours prendre en compte un
ensemble de causes qui apparaissent au
premier plan comme variables chez l’enfant et chez les parents, de même que dans
l’interaction parents-enfant.
Effets négatifs sur le
comportement ultérieur?
Bien que les troubles de la régulation ne
soient qu’un phénomène temporaire chez
la plupart des nourrissons, les troubles multiples ou principalement alimentaires subsistent, dans une minorité importante, et
cela jusqu’à un âge préscolaire. Ainsi se
pose de plus en plus la question de savoir
si ces problèmes persistants de la régulation n’ont pas des effets négatifs sur le
comportement futur de l’enfant. Des chercheurs et des cliniciens supposent que ce
que l’on désigne comme «pleurs de colique» durant les trois premiers mois constitue un bon pronostic à long terme d’absence de problèmes comportementaux
ultérieurs, tandis que les nourrissons présentant des troubles persistants et/ou mul-
tiples connaîtront à long terne des effets
dommageables. Toutefois, les revues systématiques de littérature (Reviews) ou les
études longitudinales avec échantillons représentatifs traitent rarement des effets à
long terme des pleurs excessifs, des troubles du sommeil et de l’alimentation sur le
comportement ultérieur.
Ce fut la raison majeure pour l’équipe de
recherche des universités de Bâle, Warwick
(GB) et Bochum (DE) d’entreprendre une
analyse systématique des études déjà publiées (méta-analyse) qui mette en évidence
la corrélation entre les problèmes de régulation chez le tout petit enfant et ses
problèmes de comportement au cours de
l’enfance (par exemple, le comportement
agressif et destructif, l’anxiété, le symptôme
de dépression et/ou le problème de TDA/H.
L’étude a paru récemment dans le magazine spécialisé «Archives of Disease in
Childood». Elle englobait 22 études longitudinales qui, entre 1987 et 2006, concernaient au total 14 913 enfants (dont
1935 enfants ayant des troubles de la régulation). Les chercheurs ont ainsi pu montrer que lorsque le nourrisson avait souffert
au moins d’un problème de régulation, il
présentait plus souvent des problèmes de
comportement – comme de l’agressivité,
une conduite destructive ou un problème
TDA/H – que le nourrisson n’ayant pas eu
de problèmes précoces de régulation. De
même, les pleurs excessifs, les difficultés
d’endormissement et/ou les problèmes
d’allaitement et d’alimentation entraînent
des problèmes comportementaux semblables. Les enfants des familles connaissant divers problèmes, c’est-à-dire les
enfants dont les problèmes multiples de
régulation sont liés à des problèmes familiaux, présentent même à long terme des
effets défavorables avec un risque accru,
tels que agressivité, conduite destructive et
TDA/H, que les enfants qui n’avaient souffert que temporairement d’un problème de
régulation.
Des problèmes à ne pas
prendre à la légère
La revue systématique montre que les
problèmes comportementaux peuvent être
une conséquence grave de problèmes de
régulations précoces et que ceux-ci ne doivent pas être pris à la légère. Les enfants
des familles à problèmes multiples ont besoin d’une attention particulière et d’un
soutien précoce, voire d’un accompagnement par les sages-femmes, médecins, psychologues ou assistants sociaux. Une psychothérapie ciblée durant la grossesse et le
premier mois de vie de l’enfant est particulièrement importante pour ce groupe à
risque afin d’éviter les effets négatifs à long
terme ou de les minimiser.
Différentes études montrent que les programmes de prévention et d’intervention
ont un effet positif aussi bien sur les problèmes de pleurs, de sommeil et/ou d’alimentation que sur le bien-être de la mère
et de la famille entière. Au moyen de ce
que l’on appelle un «journal de bébé»,
tous les comportements de pleurs, colères,
alimentation ou sommeil sont notés durant
plusieurs jours pour obtenir un premier
aperçu du problème comportemental. Bien
souvent, les parents ne disposent pas
d’informations – ou alors elles sont incomplètes – sur le comportement normal de
pleurs, de colères et de sommeil. Aussi, les
explications données aux parents sur ce
sujet constituent un élément central dans
le conseil aux familles. En outre, des stratégies ciblées (comme par exemple un horaire
quotidien avec des phases régulières de
sommeil et de veille, une absence de stimulations trop fortes de l’enfant juste avant la
phase d’endormissement) peuvent être
discutées avec les parents pour mettre progressivement le problème de régulation
sous contrôle.
Par rapport à des thérapies médicamenteuses ou des changements alimentaires,
de telles approches comportementales se
révèlent extrêmement efficaces et sont en
général bien acceptées par les parents.
Ceux-ci apprennent ainsi progressivement
à mieux comprendre le comportement de
l’enfant, ce qui se révèle durablement positif pour son développement et pour le
comportement de l’enfant et pour celui de
왗
l’ensemble de la famille.
Références
Hemmi M. (2010). Frühkindliches Verhalten – Relevanz und methodische Fragen für maladaptive Entwicklungsverläufe. Dissertation Universität Basel.
Papousek M., Schieche M. & Wurmser H. (2004).
Regulationsstörungen der frühen Kindheit.
Verlag Hans Huber.
Traduction: Josianne Bodart Senn
Texte original en allemand publié dans
Sage-femme.ch 7+ 8/2011, p. 34–35.
Hebamme.ch
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Focus
Méthode Feldenkrais
Attendre un enfant dans un corps
qui change …
L’auteure propose de partager quelques réflexions et informations issues de sa pratique de sage-femme et de
praticienne Feldenkrais. Elle présente ici cette éducation somatique qui peut être utile lors de l’accompagnement
des femmes pendant la grossesse et la période post-partum.
Qui d’entre nous n’a pas consQu’est-ce que l’éducation
taté l’impact de la grossesse
somatique?
au niveau physique, psychiL’éducation somatique est
que, familiale et social soit
une discipline en émergence
auprès de notre clientèle ou
qui englobe plusieurs méthodans sa propre vie?
des basées sur le mouvement
Les changements hormoet sur la «proprioception» telle
naux et pondéraux sont telleque l’eutonie, la technique
ment grands et rapides qu’ils
Alexander et la méthode Felprovoquent un inconfort géné- Eliane Schnabel, sage- denkrais. Elle promeut l’apralisé et souvent des douleurs femme indépendante
prentissage de la conscience
dorsales. Cet inconfort se tradu corps vivant et se sentant
duit parfois par une moindre envie de (soma) en mouvement dans l’environnebouger, une raideur qui peut s’installer ment. C’est un outil formidable pour
petit à petit dans le corps, en particulier toutes les personnes qui ressentent dans
dans la cage thoracique.
leur vie des difficultés ou qui souhaitent
Il s’agit là d’un temps de grandes trans- tout simplement améliorer leur qualité de
formations, un temps de découvertes, un mouvement ou leur qualité de vie.
moment propice à prendre soin de soimême et de l’enfant à naître. Pendant A quoi ça sert?
neuf mois, la femme enceinte «court»
La conscience de soi à travers le mouaprès son image qui la fuit. Il est com- vement nous permet de trouver des resplexe de se réajuster en si peu de temps. sources pour éviter des tensions et des
L’éducation somatique est une ressource douleurs et pour rencontrer une aisance
précieuse pour permettre aux femmes en dans nos mouvements quotidiens. Ap«état d’espérance» d’habiter leur corps prendre à être en mouvement avec plaiau fil des transformations.
sir, souplesse et agilité dans un corps qui
change, c’est déjà soulager des régions
fortement sollicitées comme le bassin et
la colonne vertébrale. C’est préparer l’acDocumentation
couchement avec une bonne mobilité
articulaire et découvrir les meilleures poMieux être, mieux
sitions pour celui-ci. C’est aussi, respirer
avec aisance et liberté.
sentir, mieux bouger
Prendre conscience du plancher pelvien,
La méthode Feldenkrais propose un
le sentir, le mobiliser, le connaître, l’intéapprentissage facile et accessible aux
grer à une perception global du corps fafemmes concernées par l’enfantevorisera son élasticité en rapport avec sa
ment, mais aussi pour toutes les perfonction (ici, la naissance). Et, par la suite,
sonnes intéressées par les bienfaits
son rôle de soutien de la vessie et de la mad’une éducation somatique. Elle est
trice, des organes du ventre en général.
pratiquée par des enfants, des seAprès l’accouchement, c’est aussi diminiors, des femmes enceintes, des arnuer les tensions et les fatigues liées à l’altistes, des sportifs, etc. Elle permet
laitement, au portage; c’est prendre cond’apprendre un mieux être, mieux
fiance en soi et retrouver, recomposer, une
sentir et mieux bouger, et finalement
image souhaitée de la femme.
L’éducation somatique propose aussi
mieux se connaître.
de développer une attitude d’attention
Voir: www.feldenkrais.ch,
bienveillante vis-à-vis de soi-même et de
www.pregnantpauses.us
nourrir son calme intérieur.
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Hebamme.ch
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Témoignages
La parole
aux femmes
Annette, enceinte de 7 mois:
« En sentant où est mon bassin, je
sens mieux aussi où est mon bébé. Et
la différence entre le bébé au-dedans
de moi et moi-même qui suis ‹autour›
du bébé devient perceptible et même
fascinante. Ça donne vraiment l’impression de ‹porter› le bébé et de le
bercer au-dedans ».
Sophie, maman de deux garçons:
« J’ai eu mon premier enfant sous péridurale, je n’ai rien maîtrisé. Pour la
naissance de mon 2ème, sans péridurale, j’étais très consciente. L’éducation somatique m’a aidée à être dans
cette conscience: je respirais dans le
bons sens, je guidais mon bébé vers
la sortie ... »
Marie, suite à un accouchement sous
péridurale avec épisiotomie:
« Après l’accouchement, les cours
Feldenkrais m’ont beaucoup aidée à
récupérer les muscles du plancher
pelvien. Ce n’est pas évident tout de
suite, c’est très subtil, c’est un travail
en profondeur: Et ça reste: notre
corps enregistre ... »
Nathalie:
« Avec une approche qualitative du
mouvement, nos gestes sont guidés
par notre sensation intérieure. Nous
ressentons du plaisir à effectuer un
mouvement qui est juste pour nous ».
Comment se déroule une séance de la
méthode Feldenkrais?
Tout repose sur la prise de conscience
de ce que l’on fait et de ce que l’on ressent. Agréables et lents, tous les mouvements proposés, souvent inhabituels et
amusants à explorer, sont d’une grande
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Etude
Fœtus en présentation du siège
L’efficacité de la
moxibustion n’est pas
prouvée
L’essai clinique randomisé1 réalisé à Genève entre octobre 2004 et décembre
2008 n’a pas montré l’efficacité de la moxibustion pour favoriser la version
simplicité. Chaque participante effectue ces mouvements dans le «respect
de soi» – c’est-à-dire «à sa mesure»,
«à son propre rythme» – afin de vivre
sa propre expérience.
À chaque leçon, on retrouve les
principes suivants: inventaire des
points d’appui, nécessité de penser à
ce que l’on fait, élimination des efforts inutiles et routiniers. On ne
cherche pas à imiter un modèle ni à
bouger avec force, mais à être en
quelque sorte son propre «maître
d’œuvre», par exemple en apprenant
à rééquilibrer le jeu des forces et des
poids qui varient jour après jour et en
développant une image de soi cohérente avec la réalité vécue.
Un intérêt particulier est dédié
à l’ossature
Tout en douceur, il est utile de redonner à la femme enceinte l’information somatique de l’appui de ses
pieds sur le sol, de l’alignement osseux, de la transmission de la force à
travers tout le squelette, en passant
spécialement par les genoux, le bassin
et la région lombaire, et de retrouver
de la flexibilité dans la cage thoracique et de la «place pour respirer».
Garder le contact avec son squelette
en mouvement, c’est garder un élément invariant de l’être somatique.
C’est aussi garder la possibilité d’un
retour à une image relativement
stable de soi. C’est donner à l’enfant
la sensation qu’une place lui est faite.
En séance individuelle, les mouvements sont guidés par les mains de la
praticienne afin de ressentir directement l’expérience du mouvement.
En cours collectifs, les mouvements
sont guidés par la parole et vous
faites vous-mêmes votre propre re왗
cherche.
en céphalique d’un fœtus en présentation du siège. Toutefois, les femmes
se sont montrées très favorables à toutes les méthodes facilitant une
version en cas de présentation du siège à l’approche du terme, dans la
perspective de gagner des chances d’un accouchement par voie basse.
Notre intérêt pour cette recherche portait sur deux niveaux. D’une part, évaluer
une technique nouvelle – praticable par
une sage-femme et par les femmes en
auto-traitement – dans le but de diminuer le nombre de fœtus en présentation
du siège en fin de grossesse et, par-là
même, favoriser un mode d’accouchement physiologique. D’autre part, valider
par une méthodologie scientifique l’efficacité d’une pratique de médecine complémentaire vers lesquelles la population
semble s’orienter en première intention
de traitement (Kaptchuk 2002; Owen
2001; Rees 2001).
Stimulation du point 67V
Notre étude a été initiée dans le but de
reproduire les résultats encourageants de
l’essai clinique conduit en Chine. Tous les
auteurs étant d’accord sur le mode de
traitement, nous avons donc suivi la technique standard (Tiran 2000) qui préconise la stimulation du point 67V durant
deux semaines par moxibustion (Coyle
2005).
Selon les études, la fréquence des
séances se situe, pour un effet optimal,
entre deux fois par jour et deux fois par
semaine. Au départ, nous avons proposé
trois sessions par semaine à l’hôpital.
Puis, nous avons ajouté une séance par
jour à domicile en auto-traitement, comme dans le protocole de la première l’étude de Cardini (1998), afin d’optimiser les
effets sans contraindre les femmes à des
déplacements journaliers à l’hôpital. La
1
Voir aussi: Acupuncture, moxibustion et obstétrique.
Sage-femme.ch, 2/2009, p. 37–38.
Marie-Julia Guittier
professeure HEdS Genève, sage-femme HUG
Michelle Pichon
Responsable de la filière sage-femme HEdS Genève
plupart des séances ont donc eu lieu à
l’hôpital, menées par les deux sagesfemmes responsables de la recherche,
l’une formée en acupuncture, et l’autre
entraînée pour cette intervention spécifique. Deux médecins acupuncteurs ont
été régulièrement consultés et ont supervisé le protocole. A l’inverse de Cardini,
nous avons utilisé des bâtons de moxa
précarbonisés produisant moins de fumée que les bâtons traditionnels afin
d’éviter l’intolérance et l’effet toxique
(Cardini 2005).
Nous avons comparé le traitement par
la moxibustion avec le suivi attentiste habituel de la grossesse. Nous n’avons pas
eu recours à l’usage d’un placebo comme
proposé dans d’autres essais cliniques
(White, 2001), par exemple les aiguilles
rétractables ou les faux points d’acupuncture. Nous pensions, comme d’autres auteurs, qu’une comparaison avec
un traitement placebo était difficilement
applicable et inappropriée dans cette
situation (Dincer 2003; Steitberger 1998)
où il serait très facile pour les femmes de
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Méthodologie
Objectif: Evaluer l’effet de la moxibustion sur le point d’acupuncture
67V entre 24 et 36 semaines d’âge
gestationnel pour faciliter la version
en présentation céphalique des fœtus en présentation podalique.
Méthode: Essai clinique randomisé.
Lieu: Maternité de l’Hôpital Universitaire de Genève.
Population: Après consentement
éclairé, 212 femmes entre 34 et 36
semaines de gestation avec un fœtus
unique ont participé à l’étude. Les
critères d’exclusion étaient: la malformation utérine, le placenta praevia et
la présentation transverse.
Traitement: Stimulation du point
d’acupuncture 67V trois fois par semaines à l’hôpital durant deux semaines ainsi qu’un enseignement en
vue d’un auto-traitement journalier à
domicile. Le Groupe contrôle a reçu le
traitement attentiste habituel. La
possibilité d’une version céphalique
externe a été proposée aux deux
groupes.
Issue principale mesurée: Présentation céphalique à l’accouchement
ou avant une version céphalique externe.
Description d’une séance de
moxibustion: La femme était installée confortablement, soit assise, soit
allongée, sans ceinture autour de
l’utérus. L’extrémité incandescente
du bâton de moxa à environ 1 cm du
point Zhiyin (bord supérieur-externe
du petit doigt de pied) était approchée jusqu’à ce que la patiente ressente une sensation de chaleur. La
distance du bâton était adaptée selon
la perception de chaque femme, la
sensation de chaleur ne devant pas
être douloureuse. La durée de stimulation était de 10 minutes, ceci pour
chaque pied, soit 20 minutes au total.
repérer sur Internet le point 67V. Cliniquement, il était pertinent d’évaluer l’effet de la moxibustion, y compris l’effet de
la rencontre avec le praticien, comparé à
la pratique habituelle.
Nous avons fait le choix de débuter les
séances dès 34 SA pour permettre la version spontanée du fœtus tout en évitant
un traitement inutile. En effet, il semble
que, dans les autres essais (Cardini 1998;
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10/2011 Sage-femme.ch
Cardini 2005; Kanakura 2001), le traitement ait débuté trop tôt, à une période
de la grossesse où la version spontanée
sans une quelconque intervention aurait
été très probable.
La moxibustion s’était montrée efficace
dans une étude conduite en Chine (Cardini 1998). Cependant, nous avons émis
l’hypothèse que, dans notre contexte occidental, l’efficacité et l’acceptabilité du
traitement pourraient être moindres, par
le fait que les femmes de notre essai, à
l’inverse des Chinoises, seraient moins
familiarisées avec cette technique. De même, l’effet placebo pourrait être renforcé
dans des circonstances où le traitement est
largement accepté culturellement et recueille toute la confiance des usagers.
Deux essais cliniques randomisés conduits en Europe ont montré des résultats
opposés. Une étude incluant 226 femmes rapporte 54% de versions en présentations céphaliques obtenues par un
traitement combinant acupuncture et
moxibustion contre 37% dans le Groupe
contrôle (Neri 2004). Une autre menée
par Cardini (2005) en Italie a dû s’arrêter
en raison du manque de compliance des
femmes au traitement. Dans notre étude,
en revanche, la compliance des femmes a
été excellente. Toutes les participantes, à
l’exception de deux, ont suivi l’ensemble
des séances planifiées.
Pas de différence
significative
Dans les circonstances du protocole
établi, la moxibustion n’a pas montré
d’impact sur le nombre de fœtus en présentation céphalique à l’issue du traitement à 37 SA. En effet, les résultats n’ont
pas révélé de différence significative
entre le Groupe moxibustion et le
Groupe contrôle (19 versus 17, RR 1.12
[0.62–2.03] IC: 95%; P = 0.58).
Sur l’ensemble de l’échantillon, 17%
des fœtus diagnostiqués en siège à 34 SA
ont tourné en présentation céphalique
avant 37 SA, avec ou sans traitement de
moxibustion. La version spontanée a été
retrouvée un peu plus fréquemment chez
les fœtus diagnostiqués à la randomisation en siège complet (23%) qu’en siège
décomplété (15%), avec une moyenne
d’AFI plus élevée: 17 (4.745) versus 13
(3.672). Un tableau croisé stratifié a permis de mettre en évidence l’absence
d’impact de la parité sur la fréquence des
présentations céphaliques fœtales à 37
SA.
Compte tenu de l’intérêt des femmes
de l’échantillon pour les médecines complémentaires (hors grossesse 67.5% et
pendant la grossesse 47%), il a été de-
mandé après l’accouchement à chacune
des femmes des deux groupes, si elles
avaient tenté une autre intervention facilitant la version, malgré le consentement
initial de ne pas recourir à la moxibustion
ou à d’autres techniques. Dans le Groupe
contrôle, 24.5% des femmes y ont eu recours et, sur l’ensemble de l’échantillon,
16%.
Des techniques posturales telles que «à
quatre pattes» ou le «pont indien» ont
été fréquentes dans les deux groupes (7
dans le Groupe moxibustion et 22 dans le
Groupe contrôle) car souvent conseillées
par les professionnel(le)s. Les médecines
complémentaires les plus fréquemment
utilisées par les femmes ont été: l’acupuncture et la moxibustion, puis l’homéopathie, et finalement l’haptonomie
et l’ostéopathie, le shiatsu, l’hypnose, le
magnétisme, la réflexothérapie, la sympathicothérapie et le reiki.
Pour les femmes du Groupe contrôle,
14 femmes (13, 2 %) ont eu recours à des
séances d’acupuncture et/ou de moxibustion. Ceci aurait pu réduire la mesure
d’effet de notre intervention. Cependant,
seules deux versions spontanées ont été
observées dans ce sous-groupe. L’exclusion de ces 14 femmes (as-treated analysis) n’a changé pas le résultat; le pourcentage de version est resté de 17% dans
les deux groupes.
Une différence notoire a été mise en
évidence entre le mode d’accouchement
souhaité en cas de présentation persistante du siège et la décision prise au moment de l’accouchement. La moitié des
femmes de l’étude se sont déclarées en
faveur d’une tentative d’accouchement
vaginal le jour de la randomisation, tandis que moins d’une femme sur cinq l’a
finalement tenté à terme. Ceci peut être
interprété comme une réticence générale envers la césarienne, intervention qui
devient acceptable après avoir essayé une
autre alternative, quelle que soit la méthode employée (Mitchell, 2008). La discussion avec l’obstétricien en fin de la
grossesse étayée par les résultats des
grandes études sur l’accouchement en
siège pourrait également expliquer cette
préférence pour la césarienne à terme.
Comment les femmes
l’ont-elles vécu?
Le volet qualitatif de notre étude a permis d’évaluer le vécu des séances par les
femmes. Les séances de moxibustion ont
été appréciées favorablement par la majorité des femmes (103 sur 106 ont retourné le questionnaire). Elles ont jugé en
effet les séances de moxibustion ni douloureuses (96%), ni angoissantes (98%).
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Elles conseilleraient ce traitement à leurs
amies et réitéreraient volontiers l’expérience. La moxibustion n’a pas provoqué
une activité utérine anormale: seules 7%
des femmes ont relevé une activité utérine supérieure à dix contractions par
jour, contractions évaluées comme peu
ou pas douloureuses dans 94% des cas.
En revanche, 55% des femmes ont identifié une augmentation des mouvements
fœtaux et 45% aucun changement.
Toutes les appréciations étaient identiques chez les femmes dont le fœtus
avait tourné avant 37 SA, ces dernières
étant toutefois plus nombreuses (61%) à
repérer des mouvements fœtaux plus fréquents que d’habitude. Aucune femme
n’a relevé d’effets perturbants durant les
séances et la plupart les ont décrites comme un moment relaxant et agréable.
Perspectives de recherche
Nous n’avons pas montré l’efficacité de
la moxibustion pour favoriser la version
en céphalique d’un fœtus en présentation du siège. Toutefois, les femmes se
sont montrées très favorables à toutes
méthodes qui faciliteraient une version
en cas de présentation du siège à l’approche du terme pour gagner des chances d’un accouchement par voie basse.
Ce qui ouvre des perspectives de recherche afin de mieux comprendre, lors
d’une annonce de diagnostic de siège, les
processus de décision des femmes en
faveur du mode d’accouchement.
Peu d’essais randomisés ont été conduits pour évaluer la validité les traitements des médecines complémentaires.
A cause de leur utilisation fréquente dans
la population générale et d’une croyance
largement partagée de leur efficacité et
de leur innocuité, il reste important de les
tester rigoureusement avant leur implantation dans une pratique de routine.
Par ailleurs, il serait important de comprendre et de rechercher les raisons des
différences entre les études qui montrent
un effet du traitement et celles qui y
échouent. La technique, la méthode,
ainsi que l’âge gestationnel au moment
de l’intervention pourraient expliquer ces
왗
différences.
Les bâtons de moxa précarbonisés produisent moins de fumée.
Photo: Peter Maurer, OPS-MTC
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correction of breech presentation: a randomized controlled trial. Jama, 280(18), 1580–
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Hebamme.ch
Sage-femme.ch 10/2011
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Dossier_fr_S36_46
28.9.2011
9:04 Uhr
Seite 46
Livres
Carène Ponte, Françoise Nguyen, Marie-Agnès Poulain
40 questions sur le métier de sage-femme
Les réponses pour mieux comprendre l’activité et la responsabilité de la sage-femme
Masson, 2007, 253 p.
ISBN = 2-294-07467-7
Ce livre, très théorique, aborde
différents aspects de la profession de sage-femme au regard
de la loi. Mais il s’adresse essentiellement aux sages-femmes
exerçant en France.
Dans une première partie, il détaille l’exercice même de la profession:
– la responsabilité médicale
(Ordre des sages-femmes,
aspects juridiques, secret
professionnel, etc.)
– le rôle pratique en hôpital
(notion de partogramme,
extractions instrumentales,
péridurale, prescription
médicamenteuse, etc.)
– les démarches à faire pour
exercer sur France lorsqu’on
est diplômée à l’étranger
La deuxième partie expose la
législation française sur des thèmes plus généraux:
– la filiation et l’Etat civil
(déclaration de naissance,
accouchement dans l’anonymat, décès, etc.)
– la femme enceinte (assurance maternité, droit du travail,
adolescente, etc.)
– la procréation assistée
(embryons, clonage, etc.)
– l’interruption de grossesse
(volontaire, thérapeutique)
Enfin, on termine par les différents degrés de maternités françaises (simple, avec néonatologie, avec soins intensifs, etc.).
Ecrit par une juriste et deux
sages-femmes, enrichi de textes
de loi et de décrets, c’est un
condensé des bases actuelles de
la profession. La lecture en est
ardue, mais l’index en fin de
livre est très précis et il permet
une recherche rapide pour des
éventuelles questions.
Estelle Ostertag, sage-femme
Maryse Vaillant
Au bonheur des grands-mères
Erès, 2010, 160 p.
ISBN = 2-7492-1205-0
Ce petit livre est un véritable
éloge à nos grands-mères. Magnifiquement rédigé, pour tout
public, il nous fait voyager à travers les âges!
Autobiographique dans la première partie, l’auteure nous partage sa vie. Début de vie difficile, avec une maman malade, le
rôle de sa grand-mère, puis son
parcours de vie de mère jusqu’à
l’adolescence de sa propre fille.
La deuxième partie du livre nous
plonge dans la vie quotidienne
de sa grand-mère au début du
siècle. Psychologue clinicienne
de formation, Maryse Vaillant
nous détaille ensuite l’évolution
de l’identité et du rôle des femmes au XXe siècle. Passionnant!
Enfin, elle nous invite à nous
questionner sur le rôle de
grand-mère de nos jours, avec
les défis actuels (la vie trépidante, le désir de paraître encore
jeune, l’éducation, le monde
virtuel des enfants, etc.).
Excellentes réflexions, sans forcément apporter des solutions
toutes faites, mais avec lesquelles nous devons tous composer... «Mamy-fique»
Estelle Ostertag, sage-femme
Pascal Lardellier
La guerre des mères:
parcours sensibles de mères célibataires
Fayard, 2009, 300 p., ISBN = 2-213-63099-1
Sur la base de plus d’une centaine de témoignages, cet ouvrage décrit, de l’intérieur, une nouvelle figure
féminine de notre époque. Entre colère et galères, craintes, petits plaisirs et grands espoirs, les femmes
seules avec enfant(s) racontent leur quotidien et disent comment elles inventent un «autre» modèle familial.
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27.9.2011
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