Übungsleiter Oberst i. G. Wilcke

Transcription

Übungsleiter Oberst i. G. Wilcke
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Nr.
10 Jg. III
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Tschechische Republik –
Deutschland 1:0
war das Turnier um den „ELITE
WORLD CUP STETTEN 2006“
hochspannend und zwischen
den durchweg starken Mannschaften sehr ausgeglichen.
Angetreten waren um 15:00
Uhr 10 Mannschaften. Das entscheidende Tor fiel um 19:16
Uhr. - Ausführliche Berichte lesen Sie heute in ELITE „Echo“
auf den Sonderseiten 4 und 5.
Czech Republic –
Germany 1:0
Stetten (sm). – In the evening,
the Czech Republic was able to
beat Germany in the final game
with 1:0. Although the Germans
from Fighter Bomber Wing 32
were able to create several
goal-scoring chances, they
could not defeat the Czech
goalkeeper Novotny. The tournament for the “ELITE WORLD
CUP STETTEN 2006” was al-
together full of suspense. All
of the teams were quite strong
and the games were all evenly-matched. Ten teams participated in the tournament which
started at three o’clock in the
afternoon. The decisive goal
was scored at 19:16 hours.
– More detailed reports you will
find in today’s ELITE “Echo” on
the special pages 4 and 5.
Foto (mkh)
Stetten (sm). – Mit einem 1:0
konnte die Tschechische Republik am Abend das Endspiel
gegen Deutschland für sich
entscheiden. Dabei hatten die
Deutschen vom Jagdbombergeschwader 32 alle ihre
Torchancen erkannt. Gegen
den tschechischen Keeper
Novotny waren sie jedoch erfolglos geblieben. Insgesamt
15.
Mai 2006
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Wetter / Weather
20° C
Das Wetter auf dem Heuberg
für Montag, 15. Mai 2006
Tiefsttemperatur:
Höchsttemperatur:
Windrichtung:
Tempo/Böen (km/h)
Sonnenscheindauer:
Sonnenuntergang:
7° C
20° C
SW
13/31
6,0 h
20:56
Weiteres europäisches Wetter auf Seite 12.
Weather on the Heuberg,
Monday, May 15th, 2006
Lowest temperature:
7° C
Highest temperature: 20° C
Wind direction:
SW
Wind speed /
gusts (km/h):
13/31
Sunshine:
6,0 h
Sunset:
20:56
More European weather
on page 12.
Übungsleiter Oberst i. G. Wilcke:
Beobachterstaaten wollen aktiv dabei sein!
Heuberg (sm). - Beeindruckt
seien die Vertreter der Beobachterstaaten in der Abschlussbesprechung gewesen.
Sie hätten dort großes Interesse daran gezeigt, aktiv an künftigen ELITE - Übungen teilzu-
nehmen. Das sagte Oberst i.G.
Axel Wilcke dieser Zeitung.
Oberst i.G. Wilcke ist Übungsleitung von ELITE 2006. Sein
Resümee: Trotz einiger Ausfälle wegen des Wetters zeichne
sich ein intensiver Flugbetrieb
ab: „Das ist die Garantie dafür,
dass die bodengebundenen
Kameraden auch etwas von
der Übung haben!” Erfreut
zeigte sich der Übungsleiter
über den intensiven Dialog und
den Erfahrungsaustausch, der
auf dem Heuberg zwischen
den Staaten stattfände.
Exercise Commander Colonel (GS) Wilcke:
Observer nations want to play an active role!
Heuberg (sm). – Colonel (GS)
Axel Wilcke said to this newspaper that the representatives
of the observer nations were
impressed during the debriefing - that they were really interested in an active participation in the ELITE exercises.
Colonel (GS) Wilcke is exercise commander of ELITE 2006.
His résumé: Despite some
cancelled missions due to bad
weather, flying operations have
been quite intense: “This guarantees that our ground-based
comrades also profit from the
exercise!”
Exercise Commander Wilcke
was particularly pleased with
the intensive dialog and the exchange of views that took place
among the nations.
Oberst i. G. Axel Wilcke
Colonel (GS) Axel Wilcke
EMOTION
Herausgeber / Publisher
Major Olaf Waschke (mw)
Chefredakteur / Chief Editor
Major Karl-Heinz Smuda (sm)
Redakteure / Editors
Oberleutnant Roland Schosser (os)
Stabsfeldwebel Torsten Meynle (stm)
Stabsunteroffizier Sabine Hauert (sh)
Stabsgefreiter Sascha Bartels (sb)
Übersetzungen / Translation
Albert Ginger
Sönke Schlenkhoff
Layout
Stabsunteroffizier Marc Aurel Hartung
Greetings
„Mein Name ist Kai Tautz, ich
bin 23 Jahre alt und begrüße
alle ELITE-Teilnehmer. Das
gilt nicht nur für die, die unsere Feldküche nutzen. Hier in
der Feldküche 71 kümmere
ich mich gerne um das Wohl
der vielen Soldaten aus vielen
Ländern Europas. Das macht
mir Spaß, und ich finde, dass
man ordentlich gestärkt in den
Tag gehen sollte. Also gebe
ich noch einen ernstgemeinten
Ratschlag: Frühstück am Morgen – vertreibt Kummer und
Sorgen!“
“My name is Kai Tautz, I am
23 years old and I am greeting all the ELITE participants.
And not only those who come
in our field kitchen. Here in kitchen 71, I enjoy caring for the
well-being of so many soldiers
from different European countries. It is fun and I think you
should start the day with a decent breakfast. So here is a serious piece of advice: Breakfast
in the morning – keeps you fit
without yawning!”
Zitat des
Tages:
„Wir Holländer kommen zwar
durch die ganze Welt. Aber
ELITE 2006 ist einzigartig für
uns und für unsere Arbeit mit
der STINGER!“
Foto (mkh)
Impressum / Imprint
Grußwort
Fotos / Photos
Stabsunteroffizier Martin Harnack (mkh)
Dispatcher
Gefreiter Jack Piekarski
Auflage / Edition
“Echo” wird täglich mit 2.400 Exemplaren in Meßstetten, Lechfeld und
Neuburg / Donau gedruckt.
Willem Werkman Kommandant des
Niederländischen ELITE-Kontingentes
Willem Werkman Commander of the
Dutch ELITE contingent
„Echo“ is a daily newspaper with 2,400
copy prints from Meßstetten, Lechfeld
and Neuburg / Donau.
Obergefreiter Kai Tautz aus der Feldküche 71 in Stetten
Private First Class Kai Tautz from field kitchen 71 in Stetten
Foto (mkh)
Die Natur explodiert
Lechfeld/Heuberg (os). - Allergiker haben in dieser Jahreszeit
ganz besonders zu leiden. Der
Pollenflug der erwachenden
Natur ruft tränende Augen und
ein stetes Jucken hervor. Aber
auch Piloten haben so ihre Probleme mit diesem Naturschauspiel der besonderen Art. „Die
Jetties stört das nicht, aber in
unseren Höhen ist der Pollenflug sehr unangenehm“, meint
Oberstleutnant Uwe Krüssel.
Die Pollen bedecken den gesamten Hubschrauber und verschmieren insbesondere die
Scheiben. Wenn der 45-jährige BO-105 Pilot taktisch auf
Baumwipfelhöhe
unterwegs
ist, befindet er sich genau im
Blütenstaub. Die Sicht würde
dann richtig schlecht im Cockpit. Aber es ginge nicht anders,
da das Fliegen in größeren Höhen eine höhere Gefährdung
durch Flugabwehrwaffen mit
sich bringe.
Nature is exploding
Lechfeld/Heuberg (os). – Especially at this time of the year,
people with allergies suffer a
lot. Pollen dispersal of the awakening nature causes watering
eyes and constant itching. But
also pilots have their problems
with this special spectacle of
nature. “The jetties are not bothered by this but for us low
flyers, pollen dispersal is quite
unpleasant”, says Lieutenant
Colonel Uwe Krüssel. The
pollen cover the whole helicopter, smearing especially the
windshield. When the 45-year
old BO-105 pilot is on a tactical mission at treetop level,
he passes directly through the
pollen. Visibility can get pretty
bad. However, there is nothing
we can do about it since the
threat posed by air defense
weapon systems is greater at
higher altitudes.
Panzerabwehrhubschrauber BO-105
im taktischen Tiefflug
Anti tank helicopter BO-105 on a
tactical low level flight
Quotation of
the day
„We Dutch travel all over the
world. ELITE 2006 however is
just unique for us and for our
work with the STINGER!“
EIN ECHO FÜR „ECHO“
Informieren Sie uns kritisieren Sie uns:
Redaktion:
Zollernalbkaserne,
Meßstetten
Gefreiter Jack Piekarski
Telefon: 90 – 54 66 – 46 63
AN ECHO FOR “ECHO“
Inform us, critizise us:
Editorial office:
Zollernalb barracks, Meßstetten
Airman Jack Piekarski
Telephone: 90 - 54 66 - 46 63
LIFE & LIVE
Tower: Die beste Aussicht gibt´s hier
Estland/Estonia
Staatsgebiet/Territory:
45 227 km²
Bevölkerungszahl/
Population: 1 450 000
Amtssprache/Language:
Estnisch/Estonian
Hauptstadt/Capital:
Tallinn (Reval) (408 000)
Landstreitkräfte/Land Forces
4 320 Soldaten/Soldiers
Luftstreitkräfte/Air Force
140 Soldaten/Soldiers
Heuberg (os). - Die Oberleutnante Michael Hass, Sven
Häußler und Frank Schumann
gehören bei ELITE 2006 zu
den Soldaten, die die beste
Aussicht genießen können. Ihr
Arbeitsplatz ist hoch oben im
Tower auf Schießbahn 10. In
Zusammenarbeit mit dem CRC
Meßstetten ist die Aufgabe der
drei Offiziere die Koordination
der Flugbewegungen auf dem
Truppenübungsplatz Heuberg.
„Flugunfälle entstehen durch
kleine Fehler“, sagt der 39-jährige Oberleutnant Hass. Er ist
der erfahrenste Controller auf
dem Tower und hat daher die
Funktion des Wachleiters. Er
überblickt die Gesamtsituation
und entlastet seine Kameraden
in unübersichtlichen Momenten.
„Auf meinem Bildschirm kann
ich die Bewegungen der Luftfahrzeuge in der Region um
den Heuberg herum nachvollziehen“, erklärt Oberleutnant
Schumann.
Er steht in telefonischem Kontakt mit dem CRC Meßstetten.
„Wenn hier Hubschrauber üben
möchten, muss ich eingreifen“.
Dann rufe er in Meßstetten an,
damit die Jetpiloten angewiesen werden, eine Mindesthöhe nicht zu unterschreiten und
keine Flares abzuwerfen. Dabei arbeitet der 44-jährige mit
Oberleutnant Häußler zusammen. Der 29-jährige hält den
Kontakt mit den Hubschraubern per Funk. „Eine direkte
Verbindung zu den Jets haben wir nicht“, bestätigt Frank
Schumann. Umso wichtiger sei
die Zusammenarbeit mit Meßstetten. Dort werden die anfliegenden Jets per Funk geleitet.
Minutiöses Arbeiten ist Pflicht.
Während die griechischen „Arrows“ mit ihren F-16 noch über
dem Heuberg unterwegs sind,
melden sich schon die deutschen „Blades“ mit ihren BO105, verstärkt durch schweizerische Cougars.
Für Oberleutnant Schumann
und Oberleutnant Häußler gilt
es nun sicherzustellen, dass
die Jetflugzeuge den Heuberg
verlassen, bevor die Helikopter
einfliegen. Gleichzeitig muss
Meßstetten informiert werden,
um nachfolgenden Piloten die
veränderten Mindestflughöhen
zu befehlen.
Etat/Budget:
84,0 Mio. US $ (2000)
Total: 4 800 Soldaten/Soldiers
(inkl. Marine/incl. Navy)
Tschechische
Republik/
Czech Republic
Staatsgebiet/Territory:
78 866 km2
Bevölkerungszahl/
Population: 10 273 000
(2000) 130 Einw. / km2
Amtssprache/Language:
Tschechisch/Czech
Hauptstadt/Capital:
Praha (Prag) (1 178 576)
Landstreitkräfte/Land Forces
36 370 Soldaten/Soldiers
Luftstreitkräfte/Air Force
11 300 Soldaten/Soldiers
Etat/Budget:
1,192 Mrd. US
Total: 49 450 Soldaten/Soldiers (inkl. Marine/ incl. Navy)
Oberleutnant Häußler und Oberleutnant Schumann regeln den Luftverkehr über dem Heuberg.
First Lieutenant Häußler and First Lieutenant Schumann control the air traffic over the Heuberg
Tower: We have the best view
Heuberg (os). – The First Lieutenants Michael Hass, Sven
Häußler, and Frank Schumann
belong to the soldiers of ELITE
2006 who enjoy the best view.
Their work place is high up in the
tower on range 10. In cooperation with the CRC Meßstetten
the task of the three officers
is the coordination of air traffic over the Heuberg training
area.
“Aircraft accidents are caused
by small mistakes”, says 39year-old First Lieutenant Hass.
He is the most experienced
controller in the tower and is
therefore shift leader. He has
a view of the overall situation
and supports his comrades
in stressful situations. “On my
screen, I can overlook all aircraft movements in the region
around the Heuberg”, explains
First Lieutenant Schumann.
He is in contact with the CRC
Meßstetten by telephone. “When
I receive a request for helicopter training, I have to act.” I
call up Meßstetten, so that the
aircrews will be instructed to
stay above a certain minimum
altitude and to stop deploying
flares. For this purpose, the 44year-old works together with
First Lieutenant Häußler. The
29-year-old maintains contact
with the helicopter crews via
radio. “We have no possibility to contact the jets directly”,
confirms Frank Schumann.
All the more important is the
cooperation with Meßstetten.
There, the approaching jets are
directed by radio. Precise work
is mandatory. While the Greek
“Arrows” with their F-16 are still
flying over the Heuberg, the
“Blades” with their BO-105 are
already calling in, supported by
Swiss Cougars.
Now,
First
Lieutenant
Schumann and First Lieutenant Häußler have to ensure
that the jets will have left before
the helicopters enter the area.
At the same time, Meßstetten
must be contacted to inform the
following aircrews of the new
minimum altitudes.
FUSSBALL SPEZIAL
„Ich sah, wie sich
der Ball bewegte!“
Der deutsche Keeper Horstmann hielt den Sieg schließlich
fest: „Ich habe geschaut, wie
der Ball sich bewegt.“. 4:3 für
das Jagdbombergeschwader
32. Im zweiten Spiel kam das
Aus für das Team der ADMINCell: 2:0 für Slowenien. Die
Partie um Platz 3 konnte Slowenien gegen Polen mit einem
Preliminary round
Poland vs. France 1:0
Germany-JaboG 32 vs. Switzerland 5:0
France Crotale vs. Germany-Admin Cell 0:1
Sweden/Lithuania vs. Slovenia 0:1
Netherland vs. Czech Republic 0:1
Intermediate round
Germany-JaboG 32 vs. Poland 4:3 a.P.
Slovenia vs. Germany-Admin Cell 2:0
Czech Republic vs. Sweden/Lithuania 3:0
Semifinal
Germany-JaboG 32 vs. Slovenia 6:5 a.P.
Czech Republic vs. Poland 1:0
Match for the 3rd place
Slovenia vs. Poland 1:0
strammen Schuss von Goalgetter Perna in der 6. Minute
für sich entscheiden. Die Partie
Jagdbombergeschwader 32 gegen Tschechien war über weite
Stecken hin ausgeglichen. Die
tschechische
Tormaschine
Boukalik schoss auf das deutsche Tor. Torwart Horstmann
konnte geschickt parieren. Die
„I just followed the
ball‘s movement!“
Stetten (os). – Poland against
France. The two teams played
in the first match of the ELITE
WORLD CUP. It was an evenlymatched game for long stretches. In the second game of the
day Fighter Bomber Wing 32
won against the Swiss team 5:0.
First Lieutenant Daniel Baer reacted calmly: „We only have a
Foto (mkh)
Partie verlief danach auf hohem Niveau mit großartigen
Chancen auf beiden Seiten.
Die spielentscheidende Szene
dann eine Minute nach Ablauf
der regulären Spielzeit: ein
deutscher Spieler bringt einen
tschechischen Stürmer vor
dem Tor von Horstmann zu Fall
– der Schiedsrichter entscheidet auf Freistoß.
small contingent and had no
chance for training.“ In the third
match, the favored French team
CROTALE lost just 0:1 against
the German ADMIN-Cell. In the
fourth match the Slovene team
met the united Swedish/Lithua-
nian team. In the moment of
the decisive goal by Poddesetnik Rok Perne the Swedish defense had made a serious mistake. After the setback
Sweden/Lithuania found its
way back into the game but the
team could not score. In the first
game of the intermediate round
the teams of Fighter Bomber
Wing 32 and Poland met on
the field. The equal opponents
kept a clean sheet in the regular time. A seven-meter penalty shoot-out had to bring the
decision. The German keeper
finally saved the victory. „I just
followed the ball‘s movement.“
Fighter Bomber Wing 32 won
4:3. In the second match the
team from Admin-Cell lost. 2:0
for Slovenia. In the 6th minute
Slovenia could decide the game
for the 3rd place against Poland
with a strong shot by goalgetter
Perna. Fighter Bomber Wing
32 against the Czech Republic
was an evenly-matched game
for long stretches. The Czech
goalgetter Boukalik shot at the
German goal. Keeper Horstman parried the shot skilfully.
After that, the match continued
on a high level with big chances
on both sides. The match deciding scene happened in the
first minute of the extra time. A
German player roughly jostled
the Czech forward in front of
Horstmann‘s goal – the referee
awarded a free kick. The German keeper had no chance to
parry this strong shot. 1:0. The
efforts to score the equalizer by
the Fighter Bomber Wing led
to no result – the match ended
with the victory of the Czech
team.
Foto (mkh)
Stetten (os). - Polen gegen
Frankreich. Mit diesen beiden Mannschaften wurde der
ELITE WORLD CUP eröffnet.
Das erste Spiel war über weite
Strecken sehr ausgeglichen. In
der zweiten Partie des Tages
besiegte das Jagdbombergeschwader 32 die Auswahl der
Schweiz mit 5:0. Oberleutnant
Daniel Baer nahm die Niederlage gelassen: „Unser Kontingent
war sehr klein, und wir hatten
keine Chance zu trainieren.“ Im
dritten Spiel verloren die favorisierten Franzosen vom CROTALE-Team knapp mit 0:1 gegen die deutsche ADMIN-Cell.
Im vierten Spiel traf die slowenische Auswahl auf das vereinigte schwedisch-litauische
Team. Dem entscheidenden Tor
für Slowenien durch Poddesetnik Rok Perne ging ein Fehler
der schwedischen Abwehrreihe
voraus: 1:0. Nach dem Rückstand fand Schweden/Litauen
besser ins Spiel. Es sprang
aber kein Tor heraus. Im ersten
Spiel der Zwischenrunde trafen
die Teams des Jagdbombergeschwader 32 und Polen aufeinander. Die ebenbürtigen Gegner hielten ihre Tore sauber: ein
Siebenmeterschießen musste
entscheiden.
4
Gegen den strammen Schuss
hat der deutsche Keeper keine
Chance: 1:0. Der Gegenangriff
des Jagdbombergeschwader
32 bringt nichts ein – das Spiel
endet mit dem Sieg der tschechischen Mannschaft.
Final
Germany-JaboG 32 vs. Czech Republic 0:1
Die Siegermannschaft der Tschechischen Rebublik
The winning team of the Czech Republic
5
11 jähriger war Linienrichter
Stetten (stm). – „Am liebsten
hätte der Kleine selbst mitgespielt“, verrät uns Cheforganisator Hans Haberäcker am
Spielfeldrand. Die Rede ist
von seinem Sohn Sven. Der
jüngste Teilnehmer dieses Turniers unterstützte freiwillig das
Schiedsrichtergespann.
Im Trikot des neuen Deutschen Fußballmeisters Bayern
München und mit der obligatorischen Fahne ausgestattet,
übernahm der 11 jährige sichtlich begeistert die Rolle des Linienrichters. „Ich habe ja noch
nicht viel machen müssen“, so
der Kommentar von Sven nach
seiner guten Leistung im ersten
Spiel. Als Lohn für die tolle Unterstützung bekam Sven Haberäcker aus den Händen von
Marcin Ossowski, Torwart des
polnischen Teams, einen Lederball überreicht. Bereits seit
sechs Jahren spielt der Junge
im Verein Fußball. Mit seinen
Freunden geht der Mittelfeldspieler im Team der D-Jugend
des SV Meßstetten auf Torejagd.
SOCCER SPECIAL
11-year-old linesman
Stetten (stm). – “He would
have loved to be one of the players”, reveals leading organizer
Hans Haberäcker on the side of
the field. He is talking about his
son Sven. The youngest parti-
cipant of this tournament supported the referees voluntarily.
Wearing the shirt of the new
German Soccer Champion Bayern München and equipped
with the obligatory flag, the 11year-old enthusiastically took
on the job as a linesman.
“So far I did not have to do
much”, said Sven after a good
performance in the first game.
In return for the great support,
Sven Haberäcker was given a
leather ball by Marcin Ossowski who is the goalkeeper of the
Polish team.
The boy has played in a soccer club for already six years.
Together with his friends, the
midfielder is playing at youth
level D in the team of SV Meßstetten.
Linienrichter Sven Haberäcker
Linesman Sven Haberäcker
Highlights des
ELITE WORLD CUP 2006
von Sabine Hauert
Sergeant 1st class Roel Roelofse und Corporal 1st class Nico
van Luijtelaar halten Gemütlichkeit für das Wichtigste. „Wir
sind hier, um Spaß zu haben!“
Stabsgefreiter Philipp Johr, einer der Sanitäter, bemerkt: „Wir
hatten keine Verletzten.“
Die schwedischen Fans haben sich die Gewinnerflaggen für
ihre eigenen GoGo-Girls besorgt. Trotz enthusiastischer Anfeuerungen hat sich die Siegesfahne leider nicht bewährt.
„Fußball verbindet Nationen!” stellt Hauptfeldwebel Hans Haberäcker etwa zur Halbzeit des Turniers fest. Er ist Organisator dieses Turniers. Beeindruckt ist er vor allem von der Hingabe und dem Einsatz der teilnehmenden Nationen.
Einen rhetorischen Faux-Pas leistete sich der „Stadionsprecher” Obergefreiter Lorenz Ernst zum Ende des Achtelfinales.
„We need the teamleaders of the losers!”. Er korrigierte das
kleine Missgeschick.
„Unsere Spieler sind alle Individualisten: wie die deutsche
Nationalmannschaft”, stellt Oberstleutnant Jörg Wolters nach
dem Ausscheiden des Teams „Admin Zelle” humorvoll fest.
Eine rührende Geste sieht man am Rande des Spielfelds. Der
polnische Torwart Marcin Ossowski schenkte nach dem Spiel
gegen die Slovenen dem kleinen Linienrichter Sven Haberäcker einen Ball. Dieser hat sich riesig gefreut!
Highlights of the
ELITE WORLD CUP 2006
by Sabine Hauert
For Sergeant 1st class Roel Roelofse and Corporal 1st class
Nico van Luijtelaar cosiness is the most important thing. “We
are here to have fun!”
Corporal Philipp Johr, one of the first-aid attendants, remarks:
“Nobody got hurt.“
The Swedish fans got themselves winner flags for their own
go-go girls. Despite enthusiastic cheering, unfortunately the
winner flag did not prove successful.
“Soccer unites nations!” Master Sergeant Hans Haberäcker
was able to discover this around halfway through the tournament. He is the organizer of the tournament. He is particularly
impressed by the devotion and commitment of the participating nations.
A rhetorical faux pas was made by the “stadium announcer”,
Airman First Class Lorenz Ernst, at the end of the round
before the quarter final. “We need the teamleaders of the losers!”. He corrected the little mishap.
“Our players are all individualists: just like the German National Team”, said Lieutenant Colonel Jörg Wolters humorously
after the elimination of the team “Admin Zelle”.
A touching gesture can be seen on the side of the field. After
the game against the Slovenes, the Polish goalkeeper Marcin
Ossowski gave the little linesman Sven Haberäcker a ball as a
present. He was very pleased about that!
NEWS
Bush defends
US phone data
collection
US President George W. Bush
has defended his government’s
secret collection of telephone
records of tens of millions of
Americans.
Bird flu of H5
Sarkozy denies
strain detected
resignation
in dead poulrumour
try in central
Romania
In his weekly radio address,
Bush insisted that the secret
programme did not target innocent citizens but was being
used to track suspected terrorists. The existence of the
programme was first disclosed
this week by the USA Today
newspaper. Its report accused
three US phone companies of
providing customer databases
to the National Security Agency
following the September 11,
2001 attacks. One of those
companies, Verizon Communications, is in the meantime facing a multi-billion dollar lawsuit
over the controversy.
The H5 strain of the bird flu
virus has been found recently
in dead poultry in central Romania, Romanian media reported on Saturday. The fowls
were found in two farm households and on a chicken farm in
Brasov county. The local government has taken quarantine
measures and sent the dead
poultry to Bucharest to find out
whether they had been infected with the highly pathogenic
H5N1 bird flu virus. Romanian
authorities closed down its last
bird flu quarantine zone in the
east of the country on April 20.
But the newly detected cases
show that Romania still has a
long way to go in its efforts to
ward off the epidemic.
Thirty dead
in Brazil gang
attacks
Iran will reject
latest EU offer
Up to 30 people including 23
police officers, have been killed
in gang attacks in Brazil. The
attacks were believed to be related to a transfer in the jails of
organized crime leaders of the
First Command Capital, known
as the PCC.
The leaders were being transferred in an attempt to foil a
coordinated rebellion in various
prisons across Sao Paulo. Local TV footage showed scenes
of bullet-hole-riddled police
cars and stations with puddles
of blood in seats and on the
pavement Officials also said
there were 55 separate attacks
on police, firemen, penitentiary
staff and their families and several other potentially related
incidences of violence in the
state were being investigated.
By midday Saturday, 16 police,
three civil guards, four off-duty
penitentiary agents, two civilians and five bandits had been
killed in the attacks.
French Interior Minister Nicolas
Sarkozy has scotched rumours
that he will resign from the government because of a corruption scandal. Mr Sarkozy, who
also heads the ruling party, was
wrongly accused of holding secret foreign bank accounts. The
so-called Clearstream Affair
has dominated French news for
two weeks. There have been
reports that PM de Villepin and
President Chirac ordered a
secret inquiry to see if allegations against Mr Sarkozy were
true. The French government is
mired in an embarrassing and
debilitating scandal centring on
reports of an internecine smear
campaign between its own
leading members.
Several dead
in Iraqi bomb
blasts
Iran’s president has said that
his country will reject the latest
proposals currently being hammered out by European countries if they demand that Tehran
halt its uranium enrichment activities. Mahmoud Ahmadinejad told state television that
any offer including that condition would be invalid. Britain,
France and Germany are offering a new bundle of trade and
security incentives in an effort
to persuade Iran to renounce
its nuclear activities. The foreign ministers of the three EU
countries are due to meet the
bloc’s foreign policy coordinator Javier Solana on Monday to
discuss the latest measures.
In Iraq, a series of roadside
bombs has killed at last 12 people and wounded more than 30
others. Police said the bombs
went off one after another in
the capital Baghdad with one
attack missing a police patrol
but hitting a bus and killing
five civilians. In the industrial
northern town of Baiji, gunmen
shot dead a man in front of his
home. Police there said the
victim may have been working for US forces. Meanwhile
Iraq’s parliament has convened
in Baghdad to discuss Prime
Minister-designate Nuri al-Maliki’s cabinet choices. He has
another week to form a new
government.
Liverpool
win FA Cup,
Bremen clinch
2nd
Finally football and in what was
arguably one of the best English FA Cup finals ever played,
Liverpool twice came from behind to beat London side West
Ham 3-1 on penalties after
the game finished level at 33 after extra time. Man of the
match was Liverpool’s England
international Steven Gerrard
who scored two goals. On the
last day of play in Germany’s
Bundesliga, Werder Bremen
beat Hamburg 2-1 to finish
second and directly qualify for
the Champions League. Elsewhere, Kaiserslautern were
relegated after drawing 2-2
against Wolfsburg.
Alonzo wins
Spanish Grand
Prix
Renault’s defending Formula
1 drivers’ champion, Fernando
Alonzo, has become the first
Spaniard to win the Spanish
Grand Prix. Germany’s Michael
Schumacher drove his Ferrari into second place, ahead
of Alonzo’s Renault teammate,
Giancarlo Fisichella. This gives
Alonzo a 15-point lead over
Schumacher in the standings.
And in soccer, one day after
the Bundesliga season ended,
Borussia
Mönchengladbach
have sacked head coach Horst
Köppel. Gladbach finished the
season 10th in the Bundesliga
table, following Saturday’s 2-0
win in Frankfurt.
Spanish police
pick up more
Africans
The Spanish coast guard has
intercepted six boats carrying
more than 450 would-be African immigrants off the Canary
Island of Tenerife. A spokeswoman for the Interior Ministry
said in total almost 6,000 refugees from Africa had now been
picked up since the beginning
of the year.
STETTEN/HEUBERG
Ein Ziegentod in Stetten
Stetten (sb). - Eine Ziege soll
der Sage nach auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in der
Nacht erfroren sein. Doch halt,
- von Anfang an! An dem Truppenübungsplatz Heuberg liegt
das Städtchen Stetten am Kalten Markt. Wie kam die Stadt
zu diesen Namen? „Das ist
eine alte Sage aus der Region“,
weiß Herr Grom, ein Bauer des
Stettener Stadtteils Obere Glashütte. „Die alte Sage berichtet,
dass in einer kalten Frühjahrsnacht eine Ziege, die auf dem
Marktplatz angebunden war,
erfroren ist.“ Hoffentlich ist der
Name nicht Programm.
Auf einer Höhe von 860 Metern
über dem Meeresspiegel kann
es um diese Zeit nachts noch
richtig kalt werden. Sonst herrschen hier aber Im Sommer
wie im Winter gute Wetterbedingungen. Stetten hat mit den
umliegenden Stadtteilen insgesamt 5500 Einwohner. Der Tou-
rismus spielt eine wichtige Rolle hier. So werden im nächsten
Jahr eine Westernstadt und ein
Pferdehof für Wanderungen zu
Pferd bei Stetten eröffnet. Die
Landschaft wurde nun auch
für Nordic Walker erschlossen.
Lange Touren führen vorbei
an Wiesen und Feldern sowie
durch schöne Wälder.
The death of a goat in Stetten
Stetten (sb). – A legend tells
us that one night a goat froze to
death on the market square in
front of the town hall. But wait,
- let us start from the beginning!
The training area Heuberg is
located right next to the little
town Stetten am Kalten Markt
(Translator’s note: Stetten at
the cold market). How did the
town get this name? “This is
Auf dem Marktplatz, hier am Rathaus, soll die Ziege erfroren sein
On the market square here at the town hall, the goat is said to have frozen to
death.
Erster bemannter Raketenflug auf dem Heuberg
Heuberg (sb). - Zu Zeiten
des Zweiten Weltkrieges war
der Heuberg Schauplatz einiger
Versuche deutscher Luftwaffeningenieure. In den letzten Monaten des Krieges sollte diese
neue „Wunderwaffe“ noch die
Wende bringen. Die genaue
Bezeichnung des Raketenflugzeuges lautet „Bachem Ba 349
Natter“. Als die Lufthoheit über
Deutschland verloren war, sah
man sich zu neuen Lösungsansätzen gezwungen. So wurde
ein Raketenflugzeug entwickelt, das Bomberverbände mit
ungelenkten Raketen bekämpfen sollte. Die Natter war ein
senkrecht startendes Raketenflugzeug, das mit einem Flüssigstoff-Triebwerk sowie einer
Feststoff-Starthilfsrakete ausgestattet war. Aufgrund dieser
Konstruktion konnte sie ohne
die sonst für Flugzeuge notwendige Infrastruktur schnell
und ortsunabhängig starten, da
für einen Einsatz nur eine Startrampe benötigt wurde. Nach
mehreren erfolgreichen unbemannten Testflügen machte
sich Lothar Sieber am 1. März
1945 zum ersten bemannten
Raketenflug der Geschichte
auf. Gefreiter Sieber, er wurde
wegen eines Vergehens vom
Oberleutnant zum Gefreiten
degradiert, bezahlte diesen
Testflug mit seinem Leben. Auf
einer Höhe von 1,5 Kilometern
öffnete sich die Kabinenhaube und das Raketenflugzeug
stürzte ab. Nach dem Unglück
wurde Lothar Siebert posthum
der Dienstgrad Oberleutnant
zurückverliehen.
an old legend from the region”,
explains Mr. Grom, a farmer of
a part of Stetten called Obere
Glashütte. “According to the
old legend, a goat, which was
put on a leash on the market
square, froze to death in a
cold spring night.“ Hopefully,
the meaning of the name will
not be confirmed. This time
of the year, at an elevation of
860 meters above sea level,
it can still get pretty cold at
night. Otherwise, weather conditions are usually quite good
in summer and winter. Stetten
together with the surrounding
parts of the town has a total
of 5500 inhabitants. Tourism
plays an important role here.
Next year, a western city and a
horse farm for horse back tours
will be opened at Stetten. Now,
the landscape can also be explored by Nordic Walkers. The
region offers extensive tours
along meadows and fields and
through beautiful forests.
First manned rocket
flight on the Heuberg
Heuberg (sb). - During the Second World War, the Heuberg
was the scene of some tests by
German Air Force engineers. In
the last months of the war, this
new “Wunderwaffe” (wonder
weapon) was supposed to turn
the course of the war around.
The exact designation of the
rocket plane was “Bachem Ba
349 Natter”. When air sovereignty was lost over Germany,
other possible solutions were
needed. Therefore, a rocket
Raketenflugzeug „Bachem Ba 349 Natter“
Rocket plane “Bachem Ba 349 Natter”
plane was developed that was
supposed to engage bomber
formations with unguided rockets.
The Natter was a vertically
launched rocket plane powered
by a liquid fuel engine and a
solid fuel booster rocket. Due
to this construction, it was able
to lift off fast and without the
infrastructure usually required
by conventional airplanes since
only a launch pad was required
for its operation. After several successful unmanned test
flights, on 01 May 1945, Lothar
Sieber got ready for the first
manned rocket flight in history.
Airman Sieber, he had been
degraded from first lieutenant
to first airman because of an
offense, lost his life during this
test flight. In an altitude of 1,5
kilometers the canopy opened
and the rocket plane crashed.
After the accident, Lothar Siebert posthumously regained
the rank of a first lieutenant.
BILD DES TAGES
PICTURE OF THE DAY
Vive la France
Frühwarnung für die STINGER
Heuberg (os). – Am Waldrand
zwei Fahrzeuge, etwas entfernt
davon an einer leichten Anhöhe
ein niederländischer MercedesGeländewagen. Drei Soldaten
sitzen darin, schauen gebannt
auf ihre Geräte. „Wir liefern hier
die Daten für die Frühwarnung
unserer Stinger“, erklärt Sergeant-Majoor (Hauptfeldwebel)
Marcel Hoogeveen. Er und seine Kameraden bedienen das
Radargerät vom Typ TIDAR.
„Um es aufzubauen, benötigen wir etwa 20 Minuten“, sagt
Sergeant-Majoor Hoogeveen.
Die Reichweite liege bei etwa
20 Kilometern. „Das reicht für
unsere STINGER“. Mit den Informationen des Radargeräts
können die STINGER-Schützen ihre Rakete frühzeitig auf
das Ziel ausrichten und es so
einfacher bekämpfen. „Da wir
selbst keinerlei Strahlungen
aussenden, ist es für die Piloten praktisch unmöglich, uns
zu erkennen“, bestätigt Korperaal 1st Erik Teunissen. Er und
seine Mannschaft bedienen
eine Feuerstellung der Flugabwehrrakete. Ihre Position ist
etwa 300 Meter von dem Radargerät entfernt unter einer
Baumgruppe. „Leider sind wir
gestern zeitweise auf dem gesamten Band gestört worden“,
überlegt Marcel Hoogeveen.
Early warning for the STINGER
Heuberg (os). – Two vehicles
are standing at the edge of the
woods. In a short distance on a
little hill, a Dutch Mercedes jeep
is parked. The three soldiers
inside are closely watching the
instruments. “We are providing
the data for the early warning
of our STINGER.”, explains
Die Bedienmannschaft der Bravo-STINGER 4 vor ihrem getarnten Fahrzeug
The operating team of the Bravo-STINGER 4 in front of their camouflaged
vehicle.
Sergeant-Majoor (Master Sergeant) Marcel Hoogeveen. He
and his comrades are operating
the TIDAR radar system. “We
need approximately 20 minutes
for setting up the system.”, says
Sergeant-Majoor Hoogeveen.
The acquisition range is approximately 20 kilometers. “That
is enough for our STINGER.”
With the help of the radar information the STINGER gunners
are able to aim their missile at
the target early enough. This
faciliates the engagement. “It
is nearly impossible for the pilots to detect us, because the
system does not emit any radiation.”, confirms 1st Korperaal Erik Teunissen. He and his
team are operating a launching
site for the air defense missile.
Their site is almost 300 meters
away from the radar system
under a group of trees. “Unfortunately we were jammed all
the time on the whole bandwith
yesterday.”, says Marcel Hoogeveen.
LECHFELD
MESSSTETTEN
COMAO – den Ernstfall üben
Lechfeld (stm). - Zunächst waren nur zwei „Blades“ am Horizont zu sehen. Kurz darauf erkannte man auch die anderen
beiden. Die vier Helikopter vom
Kampfhubschrauberregiment
26 und 36 flogen in Zweier-Rotten auf das Einsatzgebiet rund
um den Heuberg zu. Sie bildeten die Spitze von ungefähr
20 Luftfahrzeugen, die an der
COMAO (Combined Air Operation) vom vergangenen Freitag beteiligt waren. Bereits am
frühen Morgen hatten sich die
Crews im Kommandobunker
auf ihre Mission vorbereitet. In-
formationen aus den Briefings
mussten berücksichtigt und umgesetzt werden. Ablauf, Anflugkorridor, Wetter und Flugroute
waren dabei nur einige Punkte.
Routiniert und besonnen gingen die Heli-Besatzungen aus
Roth und Fritzlar an ihre Aufgabe. Doch knapp vier Stunden
später wurde es ernst. Die vor
ihnen liegenden Patriot-Stellungen sollten zerstört werden.
Nach deren Bekämpfung übernahm „Eagle“ (Recce-Tornado)
die Aufklärung. Im Anschluss
sicherten die Kampfhubschrauber die Aufnahme eines im
Das Gerät läuft
einwandfrei
Feindgebiet zurückgelassenen
Soldaten durch einen simuliert
dargestellten
Transporthubschrauber. Bereits nach einer
halben Stunde war dann alles
vorbei und die COMAO beendet. Die vier „Blades“ landeten
nacheinander auf der Schießbahn 13. „Ich bin mir sicher das
die Patriot-Stellung zerstört
wurde“, so die erste Reaktion
eines Crewmitglieds. Erst die
durchgeführte Datenauslesung
und -auswertung wird zeigen,
wie erfolgreich diese verbundene Luftkriegsoperation für
alle verlaufen ist.
Meßstetten (stm). – MasterSergeant Olegs Dzerkalis ist sichtlich zufrieden. Das
mobile Radarsystem BS 70 ist
betriebsbereit und in seinem
Aufgabenbereich gibt es keine
Probleme. „Ich bin Techniker
und arbeite seit vier Jahren
an dem Radar. Seit über einer Woche sind wir nun im
Übungseinsatz und das Gerät
läuft einwandfrei“, freut sich der
42-jährige Soldat aus Lettland.
In seiner Heimat ist der Familienvater in Lielvarde stationiert.
Das dortige Air Defense Bataillon befindet sicht ungefähr 52
Kilometer südöstlich der Hauptstadt Riga.
Nicht nur Techniker sondern auch
Fahrer, Master Sergeant Olegs
Dzerkalis
Not only technician but also driver,
Master Sergeant Olegs Dzerkalis
Foto (mkh)
„Blades“ im Anflug auf das Zielgebiet
“Blades” approaching the target area
COMAO – Train like you fight
Lechfeld (stm). – At first, only
two “Blades” appeared on the
horizon. Shortly thereafter, the
other two could also be made
out. The four helicopters from
Attack Helicopter Regiment 26
and 36 approached the deployment area around the Heuberg in two-ship formations.
They were the tip of about 20
aircraft that participated in last
Friday’s COMAO (Combined
Air Operation). Already in the
early morning hours, the crews
had prepared for their mission
in the command bunker. Information from the briefings had
to be taken into consideration
and put to practice. Course of
action, ingress corridor, weather, and flight route - just to
name a few items on their list.
The helicopter crews from Roth
and Fritzlar approached their
task level-headed and with great routine. Not even four hours
later, however, things got serious. The destruction of the
PATRIOT sites ahead of them
was part of their mission. After
the engagement, “Eagle” (Recce TORNADO) took over for reconnaissance. Following this,
attack helicopters secured the
rescue of a soldier isolated behind enemy lines by a simulated transport helicopter. Already half an hour later, everything
was over and the COMAO was
terminated.
One after the other, the four
“Blades” landed on range 13. “I
am convinced that the PATRIOT site was destroyed”, said
one of the crew members in a
first reaction. Only the read out
and evaluation of the data will
show how successful this combined air operation really was
for all of the participants.
The system is
working perfectly
Meßstetten (stm). – Master
Sergeant Olegs Dzerkalis is
visibly contented. The mobile
radar system BS 70 is ready for
operation and in his area of responsibility no problems have
occurred. “I am a technician
and I have been working with
the radar for four years. We
have been practicing for over
a week and still the system is
working perfectly.”, says the 42year old soldier from Latvia satisified. In his home country the
father of a family is stationed in
Lielvarde. The Air Defense Battalion is located approximately
52 kilometers southeast of the
capital Riga.
STETTEN
An den Bart
gefaßt
Stroking their
beards
Aus Fehlern
lernen
Foto (mkh)
Leise weht
die Wäsche
im Wind
10
Stetten (sm). - Nach schweißtreibenden Tagen auf dem
Übungsgelände ist etwas Alltag eingekehrt in der Albkaserne von Stetten. Zwischen zwei
Bäumen hängt da Wäsche, die
man ab Montag wieder braucht.
Foto (mkh)
The laundry
is fluttering
silently in the
wind
Stetten (sm). – After exhausting days on the training area,
a touch of everyday life set in
the Stetten Alb barracks. Between two trees the laundry
for Monday is fluttering in the
wind.
(v.l.) Die Hauptgefreiten Steffen Schumann und David Jürgensen
(f.l.) Privates First Class Steffen Schumann and David Jürgensen
Stetten (sm) . - Zufrieden fassen sie sich an den Bart, die beiden Soldaten aus der Stettener
Küche 73. Es geht ihnen gut,
weil ihnen der Kontakt zu „so
vielen Nationen“ wirklich großen Spaß macht. Links zu sehen
ist der 24 jährige Steffen Schumann, rechts der 23 jährige
David Jürgensen. Jürgensen
ist Koch und Hauptgefreiter,
Schumann hat den Dienstgrad
eines Hauptgefreiten und die
Ausbildung eines Fleischers.
Das sind Kerle, über die man
sich in der Küche freut.
Zwischen Bier
und Ball
vielen Deutschen, die die polnische Sprache beherrschten
und oft mit Erklärungen helfen
Learn from
your mistakes
Meßstetten (P). – The EW
evaluation cell in block 12 of
the Zollernalb barracks supports the mission debriefing
during the exercise ELITE. PO
Udo Fenske is in charge of this
cell. What was good, what was
not so good or even bad? After
ELITE, further analysis will be
carried out. The relevant results will then be provided to all
national and international units.
Mistakes are allowed and welcome - as long as people learn
from them.
Between beer and ball
Stetten (sm). - It has been a
quiet Saturday, say Corporal
Adam Poddebski, Corporal
Foto (mkh)
Stetten (sm). - Das sei ein geruhsamer Samstag gewesen,
sagen Kapral (Korporal) Adam
Poddebski, Kapral Mariusz Porada und Kapral Michal Korzysta (Bild von links nach rechts)
vor ihrem Unterkunftsgebäude
in der Stettener Albkaserne.
Stetten (sm). – Contented
the two soldiers from kitchen
73 in Stetten are stroking their
beards. They are doing great
because they really enjoy
meeting „so many different nations“. On the left you can see
24-year-old Steffen Schumann,
on the right 23-year-old David Jürgensen. Jürgensen is
cook and private first class,
Schumann also holds the rank
of a private first class and is a
qualified butcher. These two
fellows are liked by the people
in the kitchen.
Meßstetten (P). - Die EKAuswertung in Block 12 der
Zollernalb-Kaserne unterstützt
während der Elite-Übung das
Mission-Debriefing. PO Udo
Fenske leitet diese Zelle. Was
war gut, was war nicht so gut
oder gar schlecht? Nach Elite
wird eine weitergehende Analyse durchgeführt. Die jeweiligen
Ergebnisse werden dann allen
Verbänden national wie international zur Verfügung gestellt.
Fehler dürfen und sollen gemacht werden - solange man
daraus lernt.
Erst hätten die Männer aus
Polen Fußball gespielt und
laufend ihre Runden gedreht.
Dann am Abend wäre es schön
gewesen mit einer Flasche
guten deutschen Bieres den
Tag abzurunden. Kapral Adam
Poddebski meint über ELITE
2006, die Übung sei hilfreich
und nützlich gewesen. Was ihn
besonders erstaunt, seien die
Mariusz Porada, and Corporal Michal Korzysta (from left
to right on the picture) in front
of their quarters in the Alb barracks in Stetten. First, the men
from Poland were playing soccer and running some laps.
Then they enjoyed the evening
with a bottle of good German
beer to conclude the day. The
exercise ELITE 2006 has been
helpful and useful, in the opinion of Corporal Adam Poddebski.
He is really astonished that so
many Germans speak Polish
and often help out with explanations.
(v.l./f.l.) Kapral (Korporal) Adam Poddebski, Kapral Mariusz Porada und Kapral
Michal Korzysta
11
HEUBERG
Hightech-Forschung
am Heuberg
Die Tankwarte
der Flieger
sein,“ erklärt Josef Worms. „So
kann verhindert werden, dass
zurückkehrende Piloten durch
„Friendly Fire“ abgeschossen
werden.“ Jedes Flugzeug sendet ein so genanntes IFF-Signal (Interrogation Friend/ Foe)
aus. Das ist die Identität eines
Flugzeuges. Bei Einsätzen wird
das Signal verschlüsselt.
Das führt bei der Flugabwehr
zu Irritationen. Mit der neuen
Technologie soll die Gefahr für
die Piloten verringert werden.
„Die Übung erlaubt uns, die
experimentelle Technologie un-
ter Realbedingungen zu erproben. Wir haben einige Fehler
entdeckt, die wir schon beheben konnten“, freut sich Dietmar Matthes. Nächste Woche
kommt ein weiteres Forschungsteam auf den Heuberg, das
sich mit passiven Radartechnologien beschäftigt. Ein passives Radar nutzt andere Quellen, wie TV- und Radiosignale,
um Aufklärung zu betreiben.
Um nicht entdeckt zu werden,
sendet das passive Radar selber keine Signale aus, sondern
empfängt sie nur.
Heuberg (sh). - Bereits beim
ersten Rotorengeräusch springen Stabsunteroffizier Frank
Puchta und sein Kamerad
Stabsunteroffizier Gunnar Dähne in ihren Tankwagen. Außer
dass die Luftfahrzeuge zur
Ableitung von statischer Elektrizität geerdet werden, gibt es
keinen Unterschied zur Autobetankung.
Der 25-jährige Puchta dient
seit Januar 2001 beim Kampfhubschrauberregiment
26
Franken in Roth. Hier bei der
Übung ELITE sind die beiden
Kameraden mit ihrer Einheit
zum ersten Mal. „Wir haben
hier Bereitschaft von acht Uhr
morgens bis 17 Uhr abends.“
In dieser Zeit betanken sie alles, was Rotoren hat und auf
Schießbahn 13 lande.
Foto (mkh)
Heuberg (sb). – Die Forschungsanstalt für angewandte
Naturwissenschaften e.V. aus
der Nähe von Bonn schlägt ihr
Lager auf Schießbahn 4 auf.
Die Wissenschaftler betreiben
im Auftrag des deutschen Bundesministeriums der Verteidigung Grundlagenforschung zur
Flugzeugerkennung.
Wenn
man Signale anderer Flugzeuge erhält, will man auch
wissen, um welchen Flugzeugtyp es sich handelt und wo es
sich genau befindet, wenn man
es nicht sieht. „Das kann bei
„Out of Area“-Einsätzen wichtig
Stabsunteroffizier Puchta
betankt die BO-105
Sergeant Puchta is refueling
the BO-105
Dietmar Matthes und Josef Worms (v.l.) begutachten kritisch ihre Forschungsergebnisse
Dietmar Matthes and Josef Worms (f.l.) are critically examining their research results
High-tech research
on the Heuberg
Heuberg (sb). – The research
institute for applied sciences
(Forschungsanstalt für angewandte Naturwissenschaften
e.V.), situated in the vicinity of
Bonn, is setting up its camp on
range 4. The scientists conduct
basic research in the area of
aircraft recognition for the German Ministry of Defense. When
signals are received from other
aircraft, it is good to know the
type of the aircraft and its position if it is out of sight. “This
can be important in out-ofarea missions”, explains Josef
Worms. “It will prevent that
returning aircrews will be shot
down by friendly fire.” Every
aircraft transmits a so called
IFF signal (interrogation friend/
foe). This is the identity of an
aircraft. During operations this
signal is encoded.
This is irritating for air defense
forces. The new technology
is supposed to decrease the
danger for the aircrews. “The
exercise enables us to test the
experimental technology under
realistic conditions. We have
found some mistakes which we
were already able to correct”,
Dietmar Matthes says pleased.
Next week, another research
team that is working on passive
radar technologies will be coming to the Heuberg. A passive
radar uses other sources such
as TV and radio signals for reconnaissance.
To avoid acquisition by the enemy, a passive radar does not
emit signals, it only receives
them.
The fuel
attendants of
the flyers
Heuberg (sh). – Already at the
first sound of a rotor, Sergeant
Frank Puchta and his comrade
Sergeant Gunnar Dähne jump
in their fuel truck. The only difference to refueling cars is that
aircraft are electrically grounded by a wire during refueling
to dissipate static electricity.
25-year-old Puchta has been
performing his military service
at Attack Helicopter Regiment
26 in Roth since January 2001.
The two comrades and their
unit are participating for the
first time here in the exercise
ELITE. “We are here on standby duty from eight o’clock in
the morning until five o’clock in
the afternoon.” During this time
they refuel everything that has
a rotor and lands on range 13.
PERSONS
Das Wetter in Europa ist
weitgehend sonnig mit vereinzelter Bevölkerung.
The weather in Europe:
mostly sunny with cloudy
spells.
Amsterdam
20° C
Berlin
18° C
Bern
23° C
Paris
23° C
Stockholm
13° C
Der
slowenische
Beobachter
Heuberg (os). - Vincenc Arko
ist ein weiterer Beobachter
bei ELITE 2006. Der Slowene
dient als S4 Verbindungsoffizier. „Die Logistik hier ist beeindruckend“, sagt der Oberleutnant fasziniert. Er ist vor allem
hier, um die Logistik des slowenischen ROLAND-Kontingents
zu beobachten. Mit ihm unterwegs ist Rainer Bersch. Der
Mitarbeiter der Firma Thales
Defense Deutschland ist für die
technische Unterstützung der
slowenischen ROLAND verantwortlich. Beide sind vom Ausmaß der Übung beeindruckt.
„Ich finde diese internationalen
Übungen für mein Land sehr
wichtig“, ist Vincenc Arko überzeugt. Denn so erhalte Slowenien eine hervorragende Ausbildungsmöglichkeit.
Feuerwehrnotruf
Fire
brigade
Aus dem Bundeswehrnetz
1 12
From a Bundeswehr phone
1 12
Aus dem öffentlichen Netz
0 74 31 - 63 47 - 1 12
From a public phone
0 74 31 - 63 47 - 1 12
Notarzt
Ambulance
Aus dem Bundeswehrnetz
90 - 54 56 - 36 00
From a Bundeswehr phone
90 - 54 56 - 36 00
Aus dem öffentlichen Netz
0 75 73 -5 04 - 36 00
From a public phone
0 75 73 - 5 04 - 36 00
Versorgt werden alle Teilnehmer von ELITE 2006 und
sämtliches Unterstützungspersonal der Übung.
For participants in ELITE 2006
and exercise support
personnel.
Holländische
Geschichten
Dutch
anecdotes
Stetten (sm). – Die Holländer
verstehen zu leben. Bei Steak,
Kartoffelsalat und Bier trafen
sich die meisten der 28 niederländischen ELITE – Teilnehmer
zum gemeinsamen Essen. Im
Hintergrund spielte englische
Popmusik, vorne wurden Witze
gemacht und persönliche Geschichten aus der Heimat erzählt. Um etwas Schutz vor der
Sonne zu bekommen, haben
die holländischen Kameraden
ein großes Tarnnetz über ihren
Tisch gespannt. Etwas Zeltatmosphäre war das Ergebnis,
fast intim wirkte schließlich das
freundschaftliche Zusammentreffen.
Stetten (sm). – The Dutch
know how to live. Most of the
28 participating countries in
ELITE met for a ‚banquet‘ with
steaks, potatoe salad, and
beer. English pop music played
in the background, jokes were
made, and personal anecdotes
from home were told.
Foto (mkh)
Wetter / Weather
SERVICE
12
Helsinki
9° C
Warschau/Warsaw
16° C
Athen/Athens
23° C
Riga
12° C
Madrid
31° C
London
17° C
Oslo
12° C
Ljubljana
23° C
Ankara
21° C
Lechfeld
22° C
Manching
22° C
Oberleutnant Vincenc Arko
First Lieutenant Vincenc Arko
The Slovenian
observer
Heuberg (os). - Vincenc Arko
also belongs to the observers
in ELITE 2006. The Slovene
is a S4 liaison officer. “The logistic is impressive”, says the
First Lieutenant fascinated. His
overall mission is to observe
the logistics of the ROLAND
contingent. He is accompanied
by Rainer Bersch who, as an
employee of Thales Defense
Germany, is responsible for
the technical support of the
Slovenian ROLAND. Both are
impressed by the scale of the
exercise. “In my opinion, these
international exercises are very
important for my country”, Vincenc Arko is convinced. This
provides Slovenia with an excellent training possibility.
To be protected from the sun,
the Dutch comrades put a big
camouflage net over the table.
Under the tent atmosphere the
friendly get-together almost had
an intimate touch.