Bitte klicken Sie zum Runterladen auf das Titelbild des spectrums

Transcription

Bitte klicken Sie zum Runterladen auf das Titelbild des spectrums
Mitarbeiterzeitschrift
Dr. Tania Masloh ist neue ctt-Geschäftsführerin
ctt-Fußballturnier in Geldern
GMAV feiert
20. Geburtstag Nikolaus von Kues – Teil IV: Das Weisheitsspiel Verabschiedung in der Kempenicher Marienburg
Umzug im Bescher St. Franziskus
Grundsteinlegung im St. FranziskaZertifizierung in St. Hedwig Illingen
ADAC-Rettungshubschrauber in
Stift Bad Kreuznach
Bernkastel/Wittlich
Führungswechsel im Haus auf dem Wehrborn
Außergewöhnliche Amtseinführung im Caritas-Krankenhaus Lebach
Die Seite der Seelsorge
Menschen im Träger
Trägerübergreifendes
Informationen von der Ethik-Kommission
Zu unserem Leitbild
2/2010
22. Jahrgang
ISSN 1868-6818
Liebe Leserin, lieber Leser,
ein strahlend schöner Sommertag, ein
Schwarm fliegender Möwen, das tiefe
Blau eines nahezu wolkenfreien Horizonts – wer würde damit nicht einen
Ferientag am Meer verbinden, beinahe
die munteren Rufe der gefiederten Zeitgenossen hören und eintauchen wollen
in die einladende Weite des Himmels
mit einer Freiheit, die die Grenzen des
Alltags längst passiert hat und in der
Leichtigkeit und Unabhängigkeit eines
gelungenen Urlaubstages aufgeht?
Mit unserem Titelfoto der aktuellen
Sommerausgabe möchten wir denjenigen von Ihnen, die noch keine erholsamen Tage hatten, Lust auf einige Urlaubstage machen und die Sehnsucht
nach etwas Neuem stärken. Diejenigen
von Ihnen, die die Erholungszeit bereits
hinter sich haben, möchten wir mit unserem Sommerbild dazu einladen, sich
die stärkenden positiven Elemente dieser zurückliegenden Zeit noch einmal
ins Bewusstsein zu rufen und die Kraft
gebenden schönen Eindrücke davon
mit in den Alltag zu nehmen.
Solche Zeiten der Pause, um durchzuatmen und loszulassen, sind kostbare
Momente. Kostbar auch deshalb, weil
bestimmte Dinge nicht immer planbar
sind und quasi den Charakter eines unerwarteten Geschenks aufweisen. Um
den Umstand solcher Zeiten der Pause
weiß natürlich jeder. Und so mancher
von Ihnen wird einwenden, dass vieles
leichter gesagt als getan ist. Das mag
wohl richtig sein. – Gleichwohl, so meinen wir, ist unser eigener Einsatz gefordert, sich in offener Bereitschaft und
mit etwas Phantasie gute Voraussetzungen zu schaffen, um solche wertvollen Momente einzuladen. Die gefiederten Freunde, um im Bild zu bleiben,
sind zwar zweifelsohne auch ohne Brot
in der Luft, jedoch führt der lockende
Leckerbissen, wie hier, zu einem Distanzabbau, der eine bereichernde Begegnung von Mensch und freilebenden
Tieren zulässt.
Auch wenn mancherorts an der Küste
das Füttern von Möwen verboten ist, so
scheint es uns doch sinnvoll – wenngleich auch nicht im tatsächlich wörtlichen Sinne – immer etwas „Brot“ in der
Tasche zu haben. „Brot“, das uns dazu
bringt, den Fokus aus dem alltäglichen
Umfeld zu verlagern und den Blick auf
den Himmel auszurichten.
Letzte Beratungen vor der Druckfreigabe
(v.l.n.r.): Benjamin Henze, Dr. Claudia Gerstenmaier, Roxanne Brusso und Gisela von
Staden-Lackner.
sichtig ins kühle Nass setzen. Spüren,
dass wir klein sind, wie Tropfen und
doch einzigartig und wunderbar.“
Wir wünschen Ihnen eine gute Sommerzeit und viel Freude beim Lesen
der vorliegenden Ausgabe.
Ihre spectrum-Redaktion
Ähnlich ist der Gedankengang von Jochen Mariss:
„Einmal am Tag in Gedanken ans Meer
reisen, alle Termine, alle Pflichten und
Sorgen vergessen und den Fuß vor-
Impressum
zur titelseite / impressum
Herausgeber
cusanus trägergesellschaft trier mbH
Friedrich-Wilhelm-Straße 32
54290 Trier
Tel.: 0651 7167-0
Fax: 0651 7167-198
E-Mail: [email protected]
Redaktion
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Claudia Gerstenmaier
(Chefredaktion und Leitung der Stabsstelle)
Gisela von Staden-Lackner
(Lektorat und Redaktionsorganisation)
Benjamin Henze
(Redaktion)
Tel.: 0651 7167-130
Fax: 0651 7167-131
E-Mail: [email protected]
Gestaltung
Roxanne Brusso
(5. Semester Kommunikationsdesign, FH Trier)
Druck
Druckhaus Neu GmbH, Trier
2
spectrum 2/2010
Autoren
Bermes, Jana; Bischöfliche Pressestelle Trier; Böker,
Alexander; Bruxmeier, Herbert; Conrad, Bernd; Dehne Privatdozent Dr., Marius; Dielmann, Elke; Engel,
Andreas; Gerstenmaier Dr., Claudia; Gratz, Anja;
Hammer, Johannes; Heinemann Professor Dr. Dr.,
Thomas; Heinrich, Rosita; Henze, Benjamin; HerzogSauer, Margot; Kellner Dr., Thomas; Klemis, Karl;
Klos, Stefanie; Kohl, Jutta; Kriegel, Monika; Lamm,
Daniela; Loudovici, Anja; Mans Dr., Elmar; Neusius,
Gabriele; Philipps, Stefanie; Reinert, Gerda; Rullang,
Bernd; Schäfer, Nicole; Schauß, Sonja; Schelden Dr.,
Matthias; Schneider, Philipp David; Schuhler, Alexander; Siebenschuh, Inga; Siffrin, Sabine; Steinbach
Dr., Klaus; Syré-Gross, Jutta; Tokarski, Andrea; Van
Damme, Lutgart; Wienczierz, Bernd; Zimmer, Sabine
Die Beiträge unserer Autoren müssen nicht die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wiedergeben.
Druckauflage
4.000 Exemplare
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist
am 15. Oktober.
Fotografen
Bruxmeier, Herbert; Bühler, Jessica; Dielmann, Elke;
Engel, Andreas; Gerstenmaier Dr., Claudia; Heinz,
Julia; Höfer, Jürgen; Intas, Ali; Jacquemoth, Gaby;
Klemis, Karl; Kriegel, Monika; Lück, Reinhard; Luhn,
Matthias; Paylessimages © www.fotolia.de; Philipps,
Stefanie; Reinert, Heiko; Ruppenthal, Rolf; Schäfer,
Nicole; Schäfer, Nicole; Schmidt, Tobias; Schneider,
Philipp David; Schulze, Andrea; Schuster, Christine;
Spies, Theresa; St. Nikolaus-Hospital; Steinbach
Dr., Klaus; Süß, Claudia; Syré-Gross, Jutta; Villmen,
Frank; Zimmer, Sabine
Bitte schicken Sie uns Ihre Anregungen und Beiträge
per E-Mail ([email protected]) zu. Wir freuen
uns darauf!
Die Kürzung von Beiträgen aus technischen Gründen
bleibt der Redaktion vorbehalten, ebenso das Verschieben von Beiträgen auf eine der nächsten Ausgaben. Der besseren Lesbarkeit wegen haben wir in
der vorliegenden Ausgabe bei den Beiträgen den Stil
des männlichen Singulars verwendet. Wir orientieren uns bei allen Ausgaben an den jeweils gültigen
Rechtschreibregelungen des Dudens.
aktuelles
mitarbeiterforum
02
Zur Titelseite
Impressum
03
Inhaltsverzeichnis
04
Dr. Tania Masloh ist ctt-Geschäftsführerin „Nachhilfe“
für den Prälaten am Josefstag
28
Autorenlesung im Caritas-Krankenhaus Lebach Mit Quietschente gegen den Schlaganfall
29
BAA-Screening-Tag in Lebach
und Wittlich
30
Bessere Therapie für Patienten
mit Tinnitus in Bad Kreuznach
31
Traumergebnis für die Qualität in
Bad Kreuznach
05
ctt-Fußballturnier in Geldern
06
GMAV der ctt wird 20 Jahre alt
08
Nikolaus von Kues: Teil IV
32
09
Ordensschwestern verlassen
Marienburg in Kempenich
Auszeichnung für die HochwaldKliniken Weiskirchen
33
10
Grundsteinlegung für Erweiterungsbau des St. Franziska-Stifts
3 Fragen an Chefarzt Dr. Klaus
Steinbach
34
Nachgefragt bei Elisabeth Paulus
11
St. Franziskus in Besch zieht um
35
12
Reha-Klinik St. Hedwig Illingen
zertifiziert Rettungshubschrauber Christoph 10 in Wittlich
PT-Schule Illingen testet motorische Fähigkeiten von Kindergartenkindern Tierischer Besuch
im Marienstift Mendig
14
Neue Leitung im Haus auf dem
Wehrborn
36
15
Außergewöhnliche Amtseinführung im Caritas-Krankenhaus
Lebach
Kleine Reise in die Vergangenheit
Musikalische Geburtstagsglückwünsche im St. Vinzenzhaus
Demenz woche in Maria vom
Siege
37
Olympischer Gedanke im Altenund Pflegeheim St. Barbara
Grillsaison wurde feierlich eröffnet
38
Ein doppeltes Jubiläum in St.
Martin Wahrnehmen mit allen
Sinnen
39
Seltene Kunstwerke wecken
Erinnerungen Auf die Plätze …
Firmenlauf!
40
Ein Interview mit Professor Dr.
Arnold Otten
42
Erfolgreiche Weiterbildungen im
Altenheim Marienburg Aktuelles
aus dem ctt-Fortbildungszentrum
43
Zu unserem Leitbild EthikKommission: Herzlich willkommen, Alexander Böker!
44
Fortbildungsveranstaltung der
Ethik-Kommission der ctt
ehrenamt
46
Spendenscheck für Kinderkrebshilfe überreicht Tanzen für den
guten Zweck
unsere
häuser
47
Unsere Einrichtungen in
Ihrer Nähe
16
Wir begrüßen
19
Wir gratulieren zu Dienstjubiläen
20
Jubilarehrung in Geldern Abschied mit viel Ausblick in
Geldern
21
Menschen im Träger: Heike und
Willy Günther
22
Die Steuergruppe Altenhilfe stellt
sich vor
seite der
seelsorge
23
Ein paar Gedanken zu Edith Stein
trägerübergreifendes
24
Neuer Ausbildungsgang an der
Verbundschule für Gesundheitsund Pflegeberufe
25
Caritas-Krankenhaus und Klinikum St. Elisabeth gemeinsam
am Start
25
Erfolgreiche Rezertifizierung des
Darmzentrums
26
Caritas-Krankenhaus Dillingen
investiert in den Brandschutz
Sommerfest im St.-ClemensHospital Geldern
aus den
einrichtungen
aus den
einrichtungen
27
weiterbildung
ethik
inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Fortbildung in Weiskirchen
Großinvestition in Lebach
spectrum 2/2010
3
Erweiterung der ctt-Geschäftsführung
Dr. Tania Masloh ist seit 1. April Geschäftsführerin
Dr. Tania Masloh hat zum 1. April ihre
Tätigkeit als Geschäftsführerin in der
ctt aufgenommen. Sie wurde bereits
zum 1. März in die Geschäftsführung
der Marienhaus GmbH berufen.
Mit diesem doppelten Mandat ausgestattet, wird die promovierte Juristin und
Betriebssoziologin die Fusion des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth in Saarlouis mit dem Caritas-Krankenhaus
in Dillingen gestalten und auch im geplanten Hochwald-Verbund Aufgaben
insbesondere im Personalmanagement
übernehmen.
Um ihre Träger-Neutralität zu dokumen-
tieren, hat Dr. Tania Masloh ihr Büro in
Saarbrücken eingerichtet.
Dr. Tania Masloh war von 1994 bis 1999
Leiterin des Stabsreferates Recht und
Personal und Abteilungsleiterin Personal und Organisation bei der Caritas
Trägergesellschaft Saarbrücken mbH
(cts). Es folgten zwei Jahre als Referatsleiterin in der Grundsatzabteilung
der Staatskanzlei des Saarlandes. Von
2001 bis 2009 war Dr. Tania Masloh
Richterin am Arbeitsgericht in Neunkirchen und zuletzt wieder für die saarländische Landesregierung tätig, und zwar
im Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport.
Dr. Tania Masloh ist neue Geschäftsführerin in der ctt-Geschäftsführung.
Foto: privat
„Nachhilfe“ für den Prälaten am Josefstag
Caritas-Vorsitzender besucht Jugendliche im Haus auf dem Wehrborn
Trier. Für Max, Jenny und die anderen fünf Schüler der zehnten Klasse
der Meulenwaldschule in Schweich
war es ein interessanter Vormittag: Sie
waren gemeinsam mit Prälat Franz Josef Gebert zu Gast im Haus auf dem
Wehrborn in Aach, um im Rahmen des
bundesweiten Josefstages (19. März)
„Frühlingsboten“ anzufertigen: Osterlämmer aus Teig, Blumen und Katzen
aus Holz. Jugendliche aus der Einrichtung assistierten ihnen dabei.
aktuelles
Weitere Informationen zum Josefstag
finden sich im Internet unter:
www.josefstag.de.
Pit (18) aus Luxemburg erteilte dem
Prälaten einen Schnellkurs in Farbtechniken und Lasuren. Der junge
Mann steht kurz vor der Prüfung zum
Bau- und Metallmaler. Prälat Gebert
ließ sich mit großem Interesse alles
erklären. „Mit dem Josefstag wollen
wir darauf aufmerksam machen, wie
wichtig Projekte gegen Jugendarmut
sind, die jungen Menschen vor allem
durch Ausbildung Lebensperspektiven
aufzeigen können“, betonte Gebert. Auf
dem Wehrborn werden 70 Jungen und
Mädchen betreut, zwölf davon machen
zurzeit eine Ausbildung. Mit der Meu-
4
spectrum 2/2010
Prälat Franz Josef Gebert, Vorsitzender des Trierer Diözesan-Caritasverbandes, begleitete die
Jugendlichen während des Vormittags, griff auch mal selbst zum Knetholz, legte Streusel auf die
Osterlämmer und unterhielt sich mit den jungen Leuten über Schule und Ausbildung.
lenwaldschule und der Levanaschule
in Schweich bestehen Kooperationen:
„Wir suchen immer nach einer unkomplizierten Zusammenarbeit“, sagt Heimleiterin Margret Steinborn-Heinrich.
Der bundesweite Josefstag wurde
dieses Jahr zum vierten Mal durchgeführt. Veranstalter sind die bundesweite Initiative „arbeit für alle“ im Bund
der Deutschen Katholischen Jugend
und die Bundesarbeitsgemeinschaft
Katholische Jugendsozialarbeit. Weiterhin beteiligt sich die Arbeitsstelle
für Jugendseelsorge der Deutschen
Bischofskonferenz. Bistumsweit waren
weitere Geistliche zu Gast in katholischen Einrichtungen der Jugendhilfe,
so Generalvikar Georg Holkenbrink im
Jugendhilfezentrum Helenenberg und
Weihbischof Jörg Peters in Koblenz.
Bischöfliche Pressestelle Trier
Foto: Gaby Jacquemoth
ctt-Fußballturnier in Geldern
Siegerpokal geht an die Kicker aus dem Saarland
Geldern. Es war ein Spaß für die gesamte „ctt-Familie“. Gemeint ist das
ganztägige ctt-Fußballturnier, das in
diesem Jahr im geografisch nördlichsten Zipfel der Einrichtungen ausgetragen wurde. Die Mitarbeitervertretung (MAV) der ctt-Häuser in Geldern
(St.-Clemens-Hospital, Medizinisches
Versorgungszentrum und GelderlandKlinik) hatte eingeladen und das traditionelle Turnier organisiert. Viele freiwillige Helfer sorgten dafür, dass alle Gäste
sich wohlfühlten.
„Ein so schönes Fußballfest sollten wir
öfter veranstalten. Die Kollegen aus
den anderen Regionen trifft man sonst
doch nie“, bekräftigte Jan Braunschedel, Mitglied der Jugend-Mitarbeitervertretung aus Wittlich. Obwohl auch
einige Blessuren bei den Spielerin-
Gleich zweimal landeten die Mannschaften aus Weiskirchen auf dem Treppchen und konnten
sich über einen verdienten 1. und 3. Platz freuen.
Egal welcher Platz am Ende des Turniers erreicht wurde: Die Freude bei allen Damenmannschaften war riesengroß.
nen und Spielern zu versorgen waren,
schwappte am Abend die Stimmung
über, als Moderator Norbert van Dyk
zur Pokalverleihung ins Festzelt bat. DJ
Alois Thissen hatte die passende Musik
parat, so dass sich jede Mannschaft wie
ein Sieger fühlen durfte.
Monika Kriegel
Fotos: Monika Kriegel
Voller Einsatz auch neben dem Fußballfeld:
Zahlreiche Fans waren nach Geldern gekommen, um die Mannschaften zu unterstützen.
Die Platzierung der Damenmannschaften:
1. Weiskirchen I
2. Wittlich II
3. Geldern III
Die Herren erspielten sich folgende
Plätze:
1. Weiskirchen/Illingen II
2. Geldern I
3. Weiskirchen I
4. Wittlich
5. Lebach
6. Geldern II
7. St. Franziska-Stift Bad Kreuznach
8. Zentrale Trier
Den Fairness-Pokal überreichte der
MAV-Vertreter an die Spielerinnen des
Gastgeber-Teams aus Geldern.
spectrum 2/2010
5
aktuelles
Acht Herren-Teams und drei DamenMannschaften trafen sich auf dem
Kleinfeldturnier zum sportlichen Kampf
um Tore und Punkte im Gelderland-Stadion. Folglich hatten die Kicker, Fans
und Betreuer teilweise einen langen
Anfahrtsweg. „Um 5:45 Uhr sind wir in
Weiskirchen und um 5:30 Uhr in Illingen
in den Bus gestiegen, und wir haben
fußballerisch die Herzogstadt Geldern
erobert“, triumphierte Stefan Verron aus
der Mannschaft Weiskirchen/Illingen II,
die schließlich mit dem Siegerpokal spät
in der Nacht heimfuhr. Im Endspiel gegen die erste Mannschaft von Geldern
siegten die Kicker und eine fußballstarke Frau als Verstärkung im „fliegenden
Wechsel“ aus dem Saarland mit 5:1.
Die Herren der Heimmannschaft hatten
im Finale mit ganzer Kraft gegen das
Team in Gelb gekämpft. Aber, so Mirco
Michalleck aus Geldern: „Es war heute eben nicht mehr drin. Schade, wieder nur der zweite Platz.“ Da half auch
nicht das kräftige Anfeuern des starken
Fanblocks aus Geldern mit seinen Vuvuzelas.
GMAV der ctt wird 20 Jahre alt
Dankbare, nachdenkliche und fröhliche Töne am Geburtstag
aktuelles
Zell an der Mosel. Erst die Arbeit –
dann das Vergnügen! Die Feierlichkeiten rund um den 20. Geburtstag der
GMAV (Gesamtmitarbeitervertretung)
waren Teil einer zweitägigen Delegiertenversammlung in der Stadthalle in
Zell an der Mosel. Ganz in der Tradition der ctt wurde die Geburtstagsfeier
mit einer heiligen Messe in St. Peter
begonnen.
Zur Freude der Mitarbeitervertreter
war Prälat Franz Josef Gebert nach
Zell an der Mosel gekommen, um unter Mitwirkung von ctt-Mitarbeitern die
heilige Messe anlässlich des Festtages
zu zelebrieren. Für die Lesung und das
Evangelium hatten die Mitarbeiter einen Ausschnitt aus dem Jakobusbrief
(2,14-26) und das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16) ausgewählt. Aus beiden Bibelstellen, die,
so Prälat Gebert, ein klares Bekenntnis
der Mitarbeiter seien, hob er in seiner
Predigt einige wesentliche Aspekte
hervor. Mitarbeiter in sozial-caritativen
Unternehmen erfüllten durch ihr Tun
eine der Grunddimensionen der Kirche:
Sie helfen mit ihren Werken Menschen.
In Anlehnung an den Jakobusbrief zeige sich, dass Glaube nicht nur in wortreichen Lippenbekenntnissen gefordert
sei, sondern sich auch im Alltags-Tun
widerspiegeln solle. Mit Blick auf das
Gleichnis brachte Gebert den darin
enthaltenen provokanten Inhalt auf den
etwas umgangssprachlichen Nenner:
„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Das
ist nicht die Art, wie Gott denkt.“ Zwar
sei es nachvollziehbar, dass sich Menschen klare Spielregeln wünschten,
insbesondere eine Durchschaubarkeit
und Verlässlichkeit in den Bedingungen. Gleichwohl mache die Frohe Botschaft nicht vor den Toren des Alltags
halt. Dass der Lohn, wie im Gleichnis
beschrieben, für den Arbeiter, der den
ganzen Tag gearbeitet hat und den Arbeiter, der nur eine Stunde gearbeitet
hat, der gleiche ist, verortete Gebert
in den Raum der Welt Jesu, in der anders gerechnet würde und demjenigen,
der die Hilfe ganz besonders brauche,
diese nicht verwehrt werde. Ganz unbekannt sei diese Denkweise in einem
Sozialstaat nicht. Aus der Legende der
Heiligen Elisabeth von Thüringen, bei
der im Korb das Brot für die Armen zu
Rosen wurde, folgerte Gebert: „Ich bin
zuversichtlich, dass der Mehrwert, der
unter unseren Händen durch solches
Tun entsteht, eine Wirklichkeit werden
6
spectrum 2/2010
Glückwünsche zum runden Geburtstag überbrachten die Aufsichtsratsvorsitzende Schwester
M. Basina Kloos und die Geschäftsführung der ctt (v.l.n.r.): Hans-Josef Börsch, Jürgen Müller,
Uwe Entchelmeier, Schwester M. Basina Kloos, Dr. Tania Masloh, Vera Bers, Thomas Thiel und
Prälat Franz Josef Gebert, der zuvor mit der Festgesellschaft die heilige Messe zelebriert hatte.
lässt, die weit über den Alltag hinausgeht. In einer solchen Wirklichkeit wird
die Fülle Gottes spürbar.“
Spürbar wurde gleich zu Beginn des
Festaktes die Haltung der Dankbarkeit.
In seiner Begrüßung dankte HansJosef Börsch den ctt-Mitarbeitern für
deren Leistung in den vergangenen 20
Jahren. Er entschuldigte gleichzeitig
den Stellvertretenden GMAV-Vorsitzenden Ulrich Hendricks, der aufgrund
dringender privater Angelegenheiten an dem Festakt nicht teilnehmen
konnte. Seinen Gruß richtete er an die
Geschäftsführung, mit der eine konstruktive Zusammenarbeit stattfinde,
und an die ctt-Aufsichtsratsvorsitzende
Schwester M. Basina Kloos, die immer
zur ctt gestanden habe. Er betonte,
dass die Delegierten untereinander
und die Diskussionen und Gespräche
mit der Geschäftsführung immer unter
dem Grundsatz stehen: „Gewinne aus
jeder Diskussion und lerne aus den Argumenten.“
Schwester M. Basina Kloos richtete mit ihren Glückwünschen zum 20.
Geburtstag ausdrückliche Dankesworte an alle Mitarbeiter der ctt, die
in schwieriger Zeit über viele Jahre
hinweg mit großem Engagement ihren
persönlichen Beitrag geleistet haben.
Den Delegierten der Mitarbeitervertretungen zugewandt räumte sie für die
vergangenen sieben Jahre der Zusammenarbeit ein, dass sie sich anfangs
hin und wieder über diese geärgert
und man auch Konflikte miteinander
ausgetragen habe, jedoch diesen zu
keiner Stunde den hohen Einsatz,
den unternehmerischen Weitblick und
die große Verantwortungsbereitschaft
absprechen konnte. „Im Gegenteil:
Sie haben in schwierigen Zeiten trotz
großer Herausforderungen mit Bangen und manchmal vielleicht auch
mit Zittern eine unmoderne Haltung
gezeigt“, sagte Schwester M. Basina
und lobte die Verantwortungsfreude
der ctt-Mitarbeitervertretung. In einer
Zeit wachsender Vernetzung gelte es
zu fragen, welcher Logik diese folge.
Für einen nachhaltigen wirtschaftlichen
Erfolg und qualitativ hochwertige Leistungen erwiesen sich eine konsequente Werte- und Gemeinwohlorientierung
unserer christlichen Einrichtungen in
Verbindung mit hoher unternehmerischer Kompetenz, Innovation und Veränderungsbereitschaft als ausschlaggebende Faktoren. „Dieses Ziel“, so
Schwester M. Basina, „ist nur in einem
vertrauensvollen Zusammenspiel von
Dienstgebern und Dienstnehmern zu
realisieren, in dem eine gegenseitige Wertschätzung ein hohes Gut ist.“
Misstrauen mache Systeme krank, ja
sei sogar tödlich. Vernetzungen, wie
sie heute gefordert und notwendig seien, lebten jedoch von einem gegenseitigen Vertrauen. Schwester M. Basina
zeigte sich jedoch aufgrund der in der
Vergangenheit gemachten Erfahrungen zuversichtlich, dass die notwendigen Diskurse mit einer intellektuellen
Redlichkeit in einer Vertrauenskultur, in
der der Einzelne sich selbst und anderen vertraue, zum Wohle aller geführt
werden könnten.
Diese neue Form der Verantwortung,
sich gemeinsam mit der Geschäftsführung auf partnerschaftlichem Niveau
auf Augenhöhe bei Gesprächen zu finden, war in der Geschichte der GMAV
bisher nicht gegeben. Der GMAV-Vorsitzende Jürgen Müller nutzte seine Festrede, um die vergangenen 20
Jahre noch einmal Revue passieren zu
lassen. Die Geschichte der GMAV sei
Sie haben es nicht immer leicht miteinander: ctt-Geschäftsführer Thomas Thiel und
der Vorsitzende der GMAV Jürgen Müller. In
seiner Ansprache lobte Thiel die gedeihliche
Atmosphäre, die seitens der GMAV und der
örtlichen Mitarbeitervertretungen gepflegt
werde, sowie das immer an der Sache orientierte und von gegenseitigem Respekt geprägte, wertschätzende Miteinander, mit dem
man um die besten Entscheidungen für die
ctt ringe.
Das strahlend schöne Sommerwetter ermöglichte zahlreiche Gespräche in der angenehmen
Atmosphäre vor dem Schloss in Zell an der Mosel während des Stehempfangs.
zweifelsohne eng mit der Geschichte
der ctt verknüpft. Die ersten zehn Jahre
der ctt seien gekennzeichnet gewesen
durch einen fulminanten Start und eine
regelrechte Explosion in der Wachstumsphase des Unternehmens. In dieser Anfangszeit hatte sich die GMAV
am 8. Mai 1990 konstituiert. Zu Beginn
galt es zunächst, sich als Mitarbeitervertretung zu finden. Jürgen Müller
erinnerte daran, wie unterschiedlich
die Kulturen in den über 50 Mitarbeitervertretungen seinerzeit gewesen seien.
Namentlich Klaus Koch sei es zu verdanken, dass die Kulturen zusammengeführt werden konnten. In der Wachstumsphase des Unternehmens ctt sei
es dann notwendig geworden, die ersten Freistellungen der Mitarbeitervertretungen durchzukämpfen. Bei einer
ständig wachsenden Unternehmung
mit neuen Geschäftsfeldern sei die Mitarbeitervertretung in ihrem Einsatz für
über 8.000 Beschäftigte nicht mehr nebenher zu leisten gewesen. Eine erste
Krise erlebte die junge ctt von außen
in Form des damaligen Gesundheitsstrukturgesetzes. Erstmals habe man
in der Bilanz auch einmal negative Vorzeichen und in den Einrichtungen sogar
„Sorgenkinder“ finden können. Für die
vom Erfolg verwöhnte ctt sei dies eine
ganz neue Erfahrung gewesen, die die
Sorge um den Arbeitsplatz erstmals
habe auftauchen lassen. Der darauf
folgende Gehaltsverzicht in Form von
Freizeitausgleich sei jedoch nichts gewesen im Vergleich zu den 10 Jahren,
die der wirtschaftlichen Schieflage nach
der „Doerfert-Affäre“ folgten. In seiner
lebendigen Festansprache ließ Jürgen
Müller die Zeiten des wirtschaftlichen
Zusammenbruchs noch einmal aufleben. Er schilderte den Festgästen,
wie das entscheidende Gespräch der
GMAV mit der saarländischen Landesregierung verlief, das schließlich mit der
Zusage der Landesbürgschaft den entscheidenden Durchbruch zur InsolvenzAbwendung brachte. Stabilisierung,
Sanierung und Konsolidierung konnten
folgen. Er beendete seine Rede mit
einem Spruch aus dem Lateinischen:
„Was immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende.“ Dieser Ausspruch, so
Müller weiter, gelte auch zukünftig für
Dienstgeber und Dienstnehmer. Dankbarkeit und Fröhlichkeit gewannen über
die Nachdenklichkeit, die der rückblickende Ausflug in die Geschichte der
ctt und damit auch der GMAV bei den
Festgästen auslöste, bald wieder die
Oberhand. Vielleicht auch die Zuversicht, mit der das „hochseetaugliche
Schiff ctt“ selbstbewusst in neue Brandungen gelassen aufbrechen kann.
Abschließend dankte Hans-Josef Börsch
den Rednern für ihre Ausführungen und
hob die Bedeutung hervor, die diese
für die GMAV haben. Er schloss seine
Moderation mit dem für die ctt wichtigen Zen-Gedanken, die Energie in eine
positive Zukunft und nicht eine schlechte Vergangenheit zu investieren. Der
Abend klang mit einer kulinarischen
Weinprobe aus.
Dr. Claudia Gerstenmaier
Fotos: Dr. Claudia Gerstenmaier
spectrum 2/2010
7
aktuelles
Dass das Wohl der ctt immer im Mittelpunkt des gemeinsamen Ringens miteinander stehe, versicherte auch cttGeschäftsführer und Sprecher der
Geschäftsführung Thomas Thiel. Er
erinnerte an viele Zusammenkünfte, bei
denen die zu lösenden Probleme aus
derart unterschiedlichen Perspektiven
gesehen worden seien, dass man sich
nicht selten wegen dieser Differenzen
auch habe vertagen müssen. Kurze
Zeit später habe man sich jedoch an einem Tisch wiedergefunden, um an der
Sache orientierte konstruktive Lösungsansätze zu finden und zu realisieren.
Dieses Zusammenspiel zwischen Mitarbeitervertretung und Geschäftsführung sei immer im Rahmen einer guten,
gegenseitig wertschätzenden und vertrauensvollen Art der gepflegten Begegnung möglich gewesen. „Ergebnis statt
Konflikt, Professionalität statt Naivität,
Erfolg statt Frust“, folgerte Thiel. Auch
er wagte einen Blick in die Zukunft und
verwies darauf, dass viel mehr als bisher den Mitarbeitervertretungen ein hohes Maß an Professionalität, Integrität,
Sensibilität, Enthusiasmus, Weitsicht
und Geschäftssinn abverlangt werde.
Das Weisheitsspiel des Nikolaus von Kues
Teil IV: Die Kugel ist nicht rund
Zu den Spätschriften des Cusanus gehört der 1463 vollendete Dialog Über
das Kugelspiel.
Der Dialog ist in einer zweisprachigen Ausgabe
erschienen (vgl. Nikolaus von Kues: Gespräch
über das Globusspiel, neu übersetzt und mit
Einleitung und Anmerkungen herausgegeben
von Gerda von Bredow, Hamburg 1999). Das
lateinische Wort „globus“ wird in dieser Übersetzung nicht mit der deutschen Entsprechung
„Kugel“ wiedergegeben, sondern mit „Globus“.
Anknüpfungspunkt ist eine ganz konkrete Situation: Mit einem jungen Besucher hat er gerade das von ihm selbst
erdachte Kugelspiel gespielt, das, wie
er selbst sagt, den Beteiligten immer
wieder großes Vergnügen bereitet und
Anlass zu viel Gelächter bietet. Etwas
aus der Puste – er ist ja nicht mehr der
Jüngste – lässt sich Nikolaus dennoch
von dem jungen Mann bereitwillig in
ein Gespräch über den Sinn des Spiels
verwickeln. Nach seiner Überzeugung
ist nämlich „kein anständiges Spiel …
ganz ohne Lehrgehalt“ (Dialog über
das Kugelspiel, I, 2), auch nicht sein
Kugelspiel, bei dem der Spieler die
Aufgabe hat, eine Kugel so in ein Spielfeld aus neun konzentrischen Kreisen
zu werfen, dass sie möglichst nah am
Mittelpunkt ausrollt, der zugleich der
kleinstmögliche, zehnte Kreis ist.
Und das ist gar nicht so einfach, denn
die Kugel ist an einer Seite eingedellt.
Sie rollt daher nicht geradlinig auf das
Ziel zu, sondern sie eiert. Die besondere Anforderung an den Spieler besteht
darin, die Kugel trotz der Unwucht in
eine gleichmäßige Bewegung zur Mitte
hin zu bringen. Das geht nicht auf dem
direkten Weg, sondern spiralförmig
durch die Kreise des Spielfeldes.
aktuelles
Mal erreicht sie ihr Ziel beim ersten
Wurf, mal verfehlt sie es auch noch
nach vielen Versuchen. Sehr schnell
entdeckt der Spieler, dass der Lauf der
Kugel weder genau planbar noch vorhersehbar ist, genauso wie es unmöglich ist, einen Erfolg gezielt zu wiederholen. Gerade darin besteht der Reiz
des Spiels.
Der Spieler muss herausfinden, wie er
die Kugel halten muss, damit sie die
richtige Bahn findet. Außerdem braucht
er viel Fingerspitzengefühl, um ihr genau den richtigen Schwung zu geben:
Sie soll ja weder vorzeitig ausrollen,
noch übers Ziel hinausschießen.
8
spectrum 2/2010
Wie bei vielen anderen Spielen gilt
auch hier: Übung macht den Meister.
Das Spiel dient aber nicht nur und auch
nicht in erster Linie der Unterhaltung.
Cusanus selbst versteht es als „Weisheitsspiel“ (I, 31), als Sinnbild für die
Suche des Menschen nach der Mitte
seines Lebens, nach dem tragenden
Grund, nach Gott. Es lädt den Spieler
ein, über sich selbst, über sein Leben,
über sein Ziel und den Weg dorthin
nachzudenken.
Die Kugel mit ihrem Defekt, der Delle, ist Symbol für den mit Fehlern und
Schwächen behafteten Menschen. Auf
direktem Weg kann die Kugel ihr Ziel,
den Mittelpunkt, nicht erreichen, sie
muss Umwege machen; manchmal
rollt sie auch ins Aus oder bleibt auf
halbem Weg liegen. Gibt es da nicht
Parallelen zur menschlichen Lebenserfahrung?
Die Bewegung, mit der die Kugel dem
Ziel entgegenrollt, es aber auch verfehlen kann, symbolisiert die Lebensbahn
des Menschen: Sie verläuft selten ruhig und gerade, es gibt Umwege, Irrwege und Scheitern.
Ziel der Kugel ist der Mittelpunkt des
Spielfeldes. Er ist Symbol für Jesus
Christus, die Mitte und den lebendigen
Grund unseres Lebens. Daher ist die
Gewinnzahl in diesem Spiel nicht die
höchstmögliche Punktzahl 55, sondern
34, weil sie auf die Anzahl der Erdenjahre Christi verweist.
Bei ihm sollen wir ankommen, in ihm
finden wir unsere wahre Bestimmung.
Dabei symbolisieren die einzelnen
Kreise die Stufen der Annäherung.
So wie im Spiel kein Wurf dem anderen
gleicht, so wie es unendlich viele verschiedene Würfe geben kann, so gibt
es unendlich viele Wege zu diesem Lebensziel. Es gibt auch die Möglichkeit
des Verlierens, des Scheiterns. Aber
solange das Spiel dauert, solange das
Leben währt, gibt es die Möglichkeiten, den Mangel der Spielkugel auszugleichen, immer wieder umzukehren,
immer neu gegen unsere Fehler und
Schwächen anzugehen, die Hoffnung,
also das Lebensspiel – mit Gottes Hilfe – am Ende zu gewinnen. Dabei ist
der Mensch frei zu handeln: So wie der
Spieler den Wurf der Kugel bestimmt,
so trägt der Mensch im Leben die Verantwortung für sein Tun und Lassen.
Cusanus selbst fasst die Bedeutung
des Spiels so zusammen: „Dies ist die
Summe der Gleichnisse dieses Spiels,
dass wir lernen sollen, diese Neigungen und natürlichen Krümmungen so
durch tüchtige Übung zu begradigen,
dass wir schließlich nach vielen Abweichungen und unsteten Umläufen und
Kurven im Reich des Lebens ruhen…
Darin liegt die mystische Kraft des
Spiels, dass durch tüchtige Übung sogar eine eingedellte Kugel so gerichtet
werden kann, dass nach vielen unsteten Biegungen die Bewegung im Reich
des Lebens zur Ruhe kommt.“ (Dialog
über das Kugelspiel, I, 54)
Gabriele Neusius,
Bibliothekarin am St. Nikolaus-Hospital
Foto: St. Nikolaus-Hospital
Im Jahr 1514 erschien in Paris eine gedruckte Ausgabe der Werke des Nikolaus von
Kues. Sie enthält auch den „Dialogus de ludo
globi“. Während Nikolaus selbst keine Illustration des Kugelspiels hinterlassen hat,
ist es auf dem Titelblatt des Drucks abgebildet. Der Holzschnitt zeigt das Spielfeld
aus konzentrischen Kreisen und am rechten
Bildrand eine Hand, die zum Wurf der eingedellten Kugel in das Feld ansetzt. Aber
im Gegensatz zu den Angaben des Textes
sind die Kreise nicht von außen nach innen
aufsteigend durchnummeriert, sondern umgekehrt.
Ordenschwestern verlassen die Marienburg in Kempenich
Verabschiedung von Schwester Angelina und Schwester Philothea
Kempenich. Eine Ära geht zu Ende.
Nach 107 Jahren verlassen die Schwestern vom Heiligen Geist die Marienburg
in Kempenich und so verabschiedeten
sich die Mitarbeiter und Bewohner der
Marienburg, aber auch Bürger Kempenichs in einem würdigen Festgottesdienst von den Schwestern Angelina
Bettingen und Philothea Hector.
Abt Benedikt vom Kloster Maria Laach
übernahm die Gestaltung der heiligen
Messe, musikalisch unterstützt vom
Kempenicher Frauenchor.
Zahlreiche Gäste und Bewohner des Hauses waren zum feierlichen Gottesdienst anlässlich der
Verabschiedung von Schwester Angelina und Schwester Philothea in die Kapelle des Alten- und
Pflegeheims Marienburg gekommen.
Viele Jahre lang waren Schwester Angelina (links) und Schwester Philothea (rechts) im Dienst
des Alten- und Pflegeheims Marienburg. Gemeinsam werden die beiden ins Mutterhaus nach
Koblenz ziehen, berichtet Schwester M. Gregoria Thachil (Mitte), Generaloberin der Schwestern
vom Heiligen Geist.
Schwester Angelina und Schwester
Philothea verbringen nun ihren Lebensabend im Mutterhaus der Schwestern
vom Heiligen Geist in Koblenz.
Nicole Schäfer
Fotos: Nicole Schäfer
Blumen zum Abschied: Der Kaufmännische Direktor Bernd Wienczierz überreichte zum Abschied zusammen mit der Heim- und Pflegedienstleiterin Rita Gasper einen Blumengruß.
spectrum 2/2010
9
aktuelles
In Dankesworten wandten sich die Generaloberin der Schwestern vom Heiligen Geist, Schwester M. Gregoria Thachil, der Kaufmännische Direktor Bernd
Wienczierz, der Ortsbürgermeister Stefan Friedsam, der katholische Pfarrer
Pater Kurt Roters, der evangelische
Pfarrer Joachim Keden, der Hausgeistliche Pfarrer Franz Rosenkranz und die
Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Elli
Schneider an die Schwestern. Heimund Pflegedienstleiterin Rita Gasper
bedankte sich mit ganz persönlichen
Worten und Schwester Angelina dankte
unter Tränen der Rührung für die gemeinsame Zeit und die schöne Feier.
Mit einem Kempenicher Heimatlied endete die offizielle Verabschiedung der
Schwestern. Im festlich geschmückten
Eingangsbereich erwartete die Gäste ein Buffet mit herzhaften Häppchen
und süßen Kleinigkeiten, welche mit
viel Mühe und Liebe zum Detail von der
hauseigenen Küche zubereitet wurden.
Mit großem Einsatz hatten die Mitarbeiter des Alten- und Pflegeheims Marienburg „ihren“ Schwestern einen festlichen Abschied bereitet. Die Geschenke
machten deutlich, dass man auch nach
dem Umzug miteinander verbunden
bleiben möchte. Schwester Angelina
erhielt eine Schreibmaschine, um in
Kontakt zu bleiben. Schwester Philothea freute sich über ein Bäumchen,
das sie an die schöne Zeit in Kempenich erinnern soll. Außerdem erhielten
beide Eintrittskarten für die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz, die sie gemeinsam mit Mitarbeitern des Hauses
besuchen werden.
Gottes Segen für Bau und Betrieb erbeten
Grundstein für Erweiterungsbau des St. Franziska-Stifts gelegt
Bad Kreuznach. Lange hatte der harte Winter den Baufortschritt behindert,
doch am 28. April konnte dann bei
strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen der Grundstein
für den Erweiterungsbau des St. Franziska-Stifts in Bad Kreuznach gelegt
werden.
Dechant Ludwig Unkelbach, Seelsorgebezirk Bad Kreuznach, und Klinikseelsorger Pfarrer Ulrich Laux setzten
den Grundstein ins Mauerwerk und
erbaten Gottes Segen für die Baustelle und die dort Tätigen: „Allmächtiger
Gott, wenn du das Haus nicht baust,
bauen die Bauleute vergebens.“ In
seiner Ansprache bezog sich Dechant
Unkelbach auch auf die künftige Bestimmung des Bauwerks und die Aufgabe der cusanus trägergesellschaft
trier mbH als Träger der Einrichtung, im
christlichen Geiste Menschen zu helfen. „Zum Lobe Gottes und zum Wohle
psychosomatisch erkrankter Menschen
möge dieser Bau dienen.“
In Anwesenheit von Vertretern des
kirchlichen und politischen Lebens
in Bad Kreuznach und der beteiligten
Bauunternehmen hatte der Kaufmännische Direktor des St. Franziska-Stifts,
Paul Kaiser, zuvor in seiner Ansprache
die Notwendigkeit des Erweiterungsbaus und seine Bedeutung für die
weitere sachgerechte Arbeit der psychosomatischen Fachklinik und die
Wettbewerbsfähigkeit des St. Franziska-Stifts auf dem sich ändernden Gesundheitsmarkt hervorgehoben.
„Mit der Erweiterung reagieren wir auf
den Nachfragedruck der Kostenträger,
mit dem neuen Raum für medizinische
Dechant Ludwig Unkelbach (links), assistiert von Thomas Hochhaus (rechts), beim Segnen des
Grundsteins.
Trainingstherapie und anderen Therapie- und Funktionsräumen auf neue
fachliche Anforderungen und mit dem
neuen Speisesaal und neuen Einzelzimmern auf gestiegene Ansprüche der
Patienten als unsere Kunden“, sagte
Kaiser. Er wies auch darauf hin, dass
die Finanzierung durch den Träger und
die Einrichtung erbracht wird und – anders als für Akutkrankenhäuser – es
für Reha-Kliniken keine staatlichen Zuschüsse gäbe.
In diesem Zusammenhang betonte Kaiser, dass durch die Vergabe der Aufträge an regionale Firmen die investierten
Gelder von 5,5 Mio. Euro der Stadt und
dem Kreis zugute kommen und die örtliche Wirtschaft gestärkt wird. Kaiser
dankte besonders dem Bauunternehmer Willi Iselborn, der mit einer großzügigen Spende die Beschaffung einer
Grundsteinplatte ermöglicht hatte, die
aus dem Bauetat nicht finanziert werden durfte.
Ganz in der üblichen Tradition einer
Grundsteinlegung wurde eine Urkunde,
die der Nachwelt von Anlass und Zielen
des Baues Kunde geben soll, verlesen
und sodann mit einer Tageszeitung,
Münzen und einer Flasche Wein unter
tatkräftiger Hilfe der Assistentin des
Kaufmännischen Direktors, Silke Steinhage, in einen Metallbehälter eingefüllt.
Unter sachkundiger Unterstützung des
Leiters des Technischen Dienstes der
Klinik, Hermann Josef Konrad, wurde
die Kupferplombe im Grundstein hinterlegt und die Grundsteinplatte in das
Mauerwerk eingefügt. Die feierliche
Zeremonie der rituellen Segnung durch
Dechant Ludwig Unkelbach und Pfarrer Ulrich Laux mit Unterstützung durch
Thomas Hochhaus, Theologe und Gestaltungstherapeut im St. FranziskaStift, beschloss die Feier. Mit einem
kleinen Imbiss in angenehmer Atmosphäre klang die Veranstaltung aus.
Dr. Elmar Mans
Fotos: Matthias Luhn
aktuelles
Der Kaufmännische Direktor Paul Kaiser und
seine Assistentin Silke Steinhage (v.l.n.r.)
füllen den Behälter für den Grundstein unter
freudiger Anteilnahme von Klinikseelsorger
Pfarrer Ulrich Laux, Oberbürgermeister Andreas Ludwig, Architekt Heinz-Dieter Gerharz
und Dechant Ludwig Unkelbach.
10
spectrum 2/2010
Vom alten ins neue Zuhause in Besch
Flottes Umzugstempo in St. Franziskus während der WM
Vor dem Umzug seien einige Senioren etwas aufgeregt gewesen, sagt die
84-jährige Erna Boesen und die 80-jährige Anni Kiefer ergänzt, dass ihr fast
schon etwas schlecht gewesen sei.
Aber mit gemeinsamen Kräften war der
Umzug dann noch vor dem Anpfiff des
Deutschland-Spiels während der WM
(Deutschland gegen Serbien) zügig
und problemfrei abgeschlossen. Und
gegessen hatten die Fleißigen auch:
Frikadellen und Kartoffelsalat wurden
von der Küchencrew in den neuen Räumen zubereitet.
Das Ehepaar Anna-Maria (86 Jahre)
und Fritz Hensgen (88 Jahre) hat in einer Wohngruppe ein Doppelzimmer bezogen. Für beide steht fest, sagte das
Paar den anwesenden Journalisten der
Saarbrücker Zeitung, dass sie es prima
getroffen hätten: „Das Zimmer ist sehr
schön.“ Doch nicht nur für das vor ihrem
Einzug in Mettlach lebende Paar ist im
neuen Zuhause ein schönes Heim ge-
schaffen. Für einige Senioren konnte
nun der Wunsch nach einem Einzelzimmer in Erfüllung gehen. Große Fenster,
helle Farben, weiträumige Zuschnitte
und ein Fußboden in einem warmen
Holzton auf allen Etagen vermitteln eine
heimelige Atmosphäre.
Dass das Mitbringen von eigenen Möbeln und weiteren liebgewordenen Gegenständen selbstverständlich ist, betont Heimleiterin Elisabeth Jansen. Sie
weiß um die vielen kleinen, aber wichtigen Dinge, die die Senioren benötigen,
um sich zuhause fühlen zu können.
Speziell für demenziell veränderte Menschen bieten die beiden Wohngruppen
„Maria“ und „Josef“ im obersten Stockwerk eine neue Form familiären Zusammenlebens. Ähnlich wie in einer
größeren Familie leben Menschen mit
demenziellen Veränderungen in einem
gemeinsamen Haushalt zusammen.
Das Zentrum einer solchen Wohngruppe bildet eine offene Wohnküche.
Alltagsbegleiterinnen betreuen die Senioren und achten darauf, dass ihr Lebensrhythmus und der Tagesablauf in
St. Franziskus vom früher gewohnten
Alltag geprägt sind. „Die Beteiligung
der Senioren an ganz alltäglichen Aktivitäten in der Küche oder einfach nur
das Zuschauen macht den meisten
unserer Bewohner viel Freude“, weiß
der Kaufmännische Direktor Alexander
Schuhler.
Mit vereinten Kräften gelingt der Umzug
(v.l.n.r.): Seniorin Anni Kiefer und Angehörige
Elian Gette packen aus.
Alles ist eingeräumt. Nun kann man sich zu
Hause fühlen (v.l.n.r.): Alexander Schuhler
und Elisabeth Jansen mit Anna-Maria und
Fritz Hensgen.
Mit dem Anpfiff auf dem WM-Spielfeld in
Südafrika kam nach dem erfolgreichen
Umzug neue Bewegung auf. Zahlreiche
Senioren verfolgten das Fußballspiel.
Das wird sicher nicht das letzte Mal so
sein, denn gleich neben dem neuen St.
Franziskus befindet sich der Bescher
Fußballplatz.
Dr. Claudia Gerstenmaier
Fotos: Rolf Ruppenthal
Das erste Mittagessen im neuen Heim wird
zubereitet: Die 90-jährige Heimbeiratsvorsitzende Maria Gries und Mitarbeiterin Melanie
Lang beim gemeinsamen Kochen.
Geschafft! Der Umzug war innerhalb weniger
Stunden vollzogen. Es freuen sich (v.l.n.r.)
Jennifer Balzer (Auszubildende), Andrea
Tokarski (Qualitätsmanagerin) mit den Seniorinnen Olga Jaeger, Erna Boesen und Anni
Kiefer.
spectrum 2/2010
11
aktuelles
Besch. Sie liegen nur wenige Schritte auseinander, die beiden Gebäude
in Besch und doch liegen Welten zwischen dem alten Gebäude und dem
Ersatzneubau des Alten- und Pflegeheims St. Franziskus. Gegen Ende
der Bauzeit von eineinhalb Jahren
verfolgten die Senioren gespannt die
Baufortschritte und konnten den Tag
des Umzugs in die modernen Zimmer
und ansprechenden Räume im neuen
Zuhause kaum erwarten. Am 18. Juni
war es dann soweit. Gemeinsam mit
den Angehörigen fand der Umzug unter der Leitung des Kaufmännischen
Direktors Alexander Schuhler und der
Heimleiterin Elisabeth Jansen ins neue
Heim statt. Schon im Vorfeld wurde der
Ablauf mit Hauswirtschaftsleiterin Elisabeth Clemens, die bereits einige Umzüge erfolgreich innerhalb der ctt begleitet hat, durchgeplant, um auch Möbel,
Geräte und vieles mehr rasch an den
neuen Bestimmungsort zu bringen.
Reha-Klinik St. Hedwig in Illingen zertifiziert
Der Patient steht im Mittelpunkt der täglichen Arbeit
Illingen. „Unsere Klinik St. Hedwig
hat in allen Kriterien gut abgeschnitten“, stellt Thomas Thiel, Geschäftsführer und Sprecher der cusanus trägergesellschaft trier mbH (ctt) erfreut
in seiner Ansprache im Rahmen einer
Festveranstaltung in Illingen fest. „Besonders bei den Prüfkriterien ‚Leitbild’
und ‚Führung’ konnte Illingen punkten“,
sagt Thiel. Die jetzt erfolgte Zertifizierung sei die Anerkennung für hervorragende Qualität der Arbeit in der Einrichtung. „Auf die geleistete Arbeit kann die
Klinik mit Recht stolz sein“, fügt Thiel
hinzu. Mit dem erfolgreichen Abschluss
der Zertifizierung der ctt-Rehaklinik St.
Hedwig geht nun ein trägerweiter Zertifizierungsprozess zu Ende, nachdem
nun alle Reha-Einrichtungen der ctt
zertifiziert sind.
„Vor gut einem Jahr begannen die Vorbereitungen zur Zertifizierung, in die
alle Beschäftigten eingebunden waren“, sagt der Pflegedirektor der Fachklinik St. Hedwig, Harald Hintz. „Mit Begeisterung und großem Engagement
hat sich jeder an dem wichtigen Projekt
beteiligt. Die erfolgreiche Zertifizierung
ist uns aber auch Ansporn und Verpflichtung, unseren Prozess der kontinuierlichen Verbesserung fortzusetzen“, stellt Hintz fest.
In seiner Festansprache lobt der Leitende Arzt der Deutschen Rentenversicherung Saarland, Dr. Rudi Müller,
die hervorragende Qualität der Fachklinik St. Hedwig. In einem anschaulichen Beitrag stellt er die Grundpfeiler
der Qualitätssicherungsprogramme
seit Einführung 1994 bis heute dar.
Große Freude über die erfolgreiche Zertifizierung der Reha-Klinik St. Hedwig herrscht bei
(v.l.n.r.) Geschäftsführer und Sprecher der ctt Thomas Thiel, Pflegedirektor Harald Hintz, Anne
Prinz vom Team des Qualitätsmanagements, Kaufmännischem Direktor Bernd Rullang und
Chefarzt Dr. Klaus Herz.
„In fast allen testierten Bereichen liegt
die Klinik in Illingen im oberen Bereich
aller 66 anderen Kliniken in Deutschland“, erläutert Chefarzt Dr. Klaus Herz
die Ergebnisse der Auswertungen
der Deutschen Rentenversicherung.
Oberstes Ziel der Fachklinik St. Hedwig
war und ist es, stets fachlich qualifizierte Arbeit zu leisten. Denn die qualitativ
hochwertige Betreuung der Patienten
steht – nun auch in bescheinigter Form
– im Mittelpunkt der in St. Hedwig täglich geleisteten Arbeit.
„Es geht um Behandlungsqualität, aber
auch um guten Service, effektive Abläufe, effiziente Strukturen und Ergebnisse. Die fachliche und soziale Kompetenz sowie die Erfahrung unserer
Mitarbeiter sind unser größtes Kapital,
wenn es um optimale Behandlungser-
folge geht“, so Dr. Herz. Externe und
klinikinterne Qualitätszirkel sowie eine
enge Einbindung der Patienten durch
Fragebögen und Einzelgespräche
dienten darüber hinaus der ständigen
Verbesserung der Standards.
„Wir haben uns der Verantwortung
erfolgreich gestellt und sind jetzt zertifiziert worden“, stellt auch der Kaufmännische Direktor Bernd Rullang
zufrieden fest. Mit dieser Leistung wird
seiner Ansicht nach auch gleichzeitig
ein entscheidender Grundstein für die
künftige Belegung der Einrichtung gelegt. Er lobt insbesondere das Team
des Qualitätsmanagements der RehaKlinik St. Hedwig mit Harald Hintz,
Anne Prinz, Melanie Lauk und Stefan
Werron.
Bernd Rullang/
Dr. Claudia Gerstenmaier
Foto: Andreas Engel
Rettungshubschrauber Christoph 10
aktuelles
Stützpunkt am St. Elisabeth-Krankenhaus in Wittlich
Bernkastel/Wittlich. Der „Heilige
Christophorus“ gilt als Schutzpatron
der Reisenden und damit auch der
Autofahrer. Deshalb hat sich im Jahre
1970 der ADAC bei der Suche nach einem geeigneten Namen für seinen ersten Rettungshubschrauber entschieden, ihn auf den Namen „Christoph“ zu
taufen. Die Bezeichnung „Christoph-
12
spectrum 2/2010
Luftrettung“ ist inzwischen weltweit zu
einem Synonym für die hochqualifizierte Luftrettung in Deutschland geworden.
Die Crew an Bord
Die Besatzung des Christoph 10 setzt
sich aus einem Piloten, einem Notarzt
und einem Rettungsassistenten, dem
HEMS Crew Member (HEMS = Helicopter Emergency Medical Service)
zusammen.
Die Piloten weisen eine langjährige
Flugerfahrung auf. Neben Berufspilotenschein für Hubschrauber, 1.500
Flugstunden sowie einem speziellen
Eignungstest weisen alle Piloten eine
langjährige Berufserfahrung auf, bevor
sie bei der Luftrettung anfangen. In der
Wittlicher Station teilen sich drei Piloten der ADAC Luftrettung GmbH den
Dienst. Leiter der Station ist Jens Richter.
Die Notärzte
Die derzeit 16 Notärzte werden vom
Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich gestellt. Sie setzen sich aus 15
Anästhesisten und einem Internisten
zusammen. Leitender Hubschrauberarzt ist Privatdozent Dr. Marius Gregor
Dehne, Stellvertreterin ist Inga Siebenschuh. Notärzte sind Fachärzte mit be-
Vom 22.10.1975 bis heute hat der Christoph 10 (auf dem Bild ist das aktuellste Modell zu sehen)
bereits über 30.000 Einsätze in Wittlich zu verzeichnen. Bundesweit liegt er in der Statistik der
Einsatzzahlen auf Rang 5.
sonderer Expertise in der Notfallmedizin und haben langjährige Erfahrung im
bodengebundenen Rettungsdienst. Alle
Teammitglieder nehmen regelmäßig an
notfallmedizinischen und intensivmedizinischen Fort- und Weiterbildungen
teil. Der Christoph 10 fliegt hauptsächlich Notfalleinsätze, ist jedoch auch für
(dringende) Verlegungseinsätze ausgestattet. Der Christoph 10 ist für alle
Notfälle bei Kindern und Erwachsenen
gerüstet.
Kurze Historie des Rettungshubschraubers
Christoph 10 am St. Elisabeth-Krankenhaus
in Wittlich:
Blick in die Zukunft
In der nächsten Zeit beginnen Umbaumaßnahmen in der Wittlicher Station
und am Hangar. Der Hygienebereich
wird modernisiert und es entstehen
neue Ruheräume für die Besatzung.
Dafür soll das bestehende Gebäude um
ein Stockwerk erweitert werden. Nach
Abschluss der Arbeiten wird im Frühjahr 2011 anlässlich des 35-jährigen
04.09.1979: Das Bundesministerium des Inneren erhält die Station von der Bundeswehr
zurück. Zum Einsatz kommt nun eine orange Bo 105; die Piloten werden wieder vom
Bundesgrenzschutz gestellt.
Einsätze nach Aufnahmediagnosen
n=1742; Zeitraum: 2009
480
112
337
546
Trauma: 480
Sonstiges: 78
Gynäkologie/Geburtshilfe: 6
Stoffwechsel: 67
Psychiatrie: 50
Abdomen: 66
Atmung: 112
Herzkreislauf: 546
Zentrales-Nerven-System: 337
22.10.1975: Der Rettungshubschrauber Christoph 10 am Standort Wittlich wird mit einer
gelben Bo 105 in Dienst gestellt. Der Träger ist das Bundesministerium des Inneren, die Piloten werden vom Bundesgrenzschutz gestellt.
29.04.1976: Die Station wird in Amtshilfe von
den Heeresfliegern aus Fritzlar übernommen. Zum Einsatz kommt eine grüne BELL
UH-1D.
07.11.1984: Die Bo 105 wird gegen eine orange BELL UH-1D ausgetauscht. Diesen
Hubschrauber kann man seit 1997 im Flugzeugmuseum in Hermeskeil bewundern.
31.01.1997: Die Station wird an die ADAC
Luftrettung GmbH übergeben. Zum Einsatz kommt die erste EC 135 des ADAC.
Jubiläums des Christoph 10 im großen
Rahmen ein Hangar-Fest mit Symposium und Tag der offenen Tür veranstaltet. Die Station führt bereits seit einigen
Jahren in Kooperation mit der Abteilung
für Anästhesie, Notfallmedizin, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin in der Verbundklinik jährlich ein
Fachsymposium durch, an dem interessante aktuelle Themen der Notfallmedizin behandelt werden.
Privatdozent
Dr. Marius Gregor Dehne/
Inga Siebenschuh
Foto: privat
spectrum 2/2010
13
aktuelles
Die HEMS Crew Member sind Rettungsassistenten mit langjähriger Erfahrung
im bodengebundenen Rettungsdienst
(DRK-Rettungsdienst gGmbH Eifel-Mosel-Hunsrück). Sie gelten als „Allrounder“ und gehen sowohl dem Notarzt als
auch dem Piloten zur Hand. Sie helfen
dem Piloten beim Navigieren und bei
der Luftraumbeobachtung. Zudem halten sie den Funkkontakt zur Leitstelle,
die den Einsatz koordiniert. Sie benötigen eine besondere Ausbildung. Dazu
gehört auch, den Piloten unter zum Teil
schwierigsten Bedingungen bei einer
Landung durch eine qualifizierte Einweisung zu unterstützen. Nach der Landung muss ein HEMS Crew Member
den Hubschrauber und die Landestelle
sichern, um danach quasi schlagartig
„umzuschalten“ und dem Notarzt bei
der Versorgung der Patienten zur Hand
zu gehen. Derzeit sind sieben Rettungsassistenten als HEMS Crew Member
auf dem Christoph 10 eingesetzt. Der
leitende HEMS Crew Member ist Bernd
Sonntag.
Neue Leitung im Haus auf dem Wehrborn
Herzenswärme und Liebe sind die Grundhaltung
Aach. Das Haus auf dem Wehrborn
hat eine neue Leitung. Zwar traten Herbert Heitland und Stefan Mathy bereits
vor Monaten ihre Ämter an, jedoch
sind der neue Kaufmännische Direktor
Stefan Mathy und der Pädagogische
Leiter der Jugendhilfeeinrichtung Haus
auf dem Wehrborn seit dem 29. April
nun auch offiziell im Amt. Im Rahmen
einer Feierstunde wurde in der Aula der
Einrichtung gleichzeitig die langjährige
Pädagogische Leiterin Margret Steinborn-Heinrich in den Ruhestand verabschiedet. Die ctt-Geschäftsführerin
Vera Bers konnte eine große Zahl von
Persönlichkeiten zur Festveranstaltung
begrüßen.
aktuelles
In ihrer Festansprache ging Vera Bers
vor allem auf die Verdienste von Margret Steinborn-Heinrich ein. Die Psychologin hatte 1994 ihren Dienst in
der Einrichtung angetreten. Bereits
zwei Jahre später avancierte sie zur
Erziehungsleiterin. 1998 erfolgte unter
ihrer Federführung die konzeptuelle
Umgestaltung mit betreutem Wohnen
als einem wichtigen Schwerpunkt der
pädagogischen Arbeit, so Vera Bers.
Stets habe Steinborn-Heinrich auf die
Jugendlichen und die Mitarbeiter motivierend gewirkt. Die Geschäftsführerin
lobte auch das über „das normale Maß“
hinausgehende ehrenamtliche Engagement von Margret Steinborn-Heinrich und ihre professionelle Krisensozialarbeit. Grundsätzlich sei die Arbeit
im Haus auf dem Wehrborn durch den
Mehrklang von Tradition und Werten
einerseits und Visionen und Plänen andererseits geprägt, so Bers. „Wir müssen den Jugendlichen zu gesicherten
Identitäten verhelfen, ihnen Gewissheit
und Bodenhaftung vermitteln“, sagte
sie. Ebenso wichtig sei es, dass die Jugendlichen Perspektiven für ihr Leben
entwickeln können. „Diese Leitwerte
sind unser Erziehungsauftrag – ihnen
eine Chance zu geben ist unser Auftrag.“
Der Nachfolger von Margret SteinbornHeinrich als Erziehungsleiter, der Pädagoge Herbert Heitland, sei im Bereich
der Jugendsozialarbeit schon lange
kein Unbekannter mehr. So habe er in
der regionalen wie überregionalen Jugendarbeit einen großen Erfahrungsschatz gesammelt. Ferner verfüge er
über sehr gute Kontakte zu den Behörden, so Vera Bers. Heitland habe die
Ausdauer und den Optimismus, die für
die erfolgreiche pädagogische Arbeit
notwendig seien.
„Auch die Jugendlichen, die nicht auf
Rosen gebettet sind, müssen eine
Chance bekommen“, so lautet das Credo von Stefan Mathy, dem neuen Kaufmännischen Direktor des Hauses auf
dem Wehrborn. Mathy ist, wie Heitland,
schon seit einigen Monaten im Amt.
Er arbeitete zuvor in der Leitung von
Krankenhaus- und Altenhilfeeinrichtungen. Die Jugendhilfeeinrichtung auf
dem Wehrborn kenne er schon seit 14
Jahren, betonte er. Mit Mathy gewinne
das Haus auf dem Wehrborn zusätzlich
einen Bauexperten, sagte Vera Bers.
Bauen bedeutet für den Kaufmännischen Direktor Mathy „Gestalten und
Bewirken“. Dies sei für ihn eine große
Herausforderung. Sein Gestaltungstalent habe Mathy beim Bau der neuen
Die neue Leitung des Hauses auf dem Wehrborn ist nun offiziell im Amt. ctt-Geschäftsführerin
Vera Bers (links) dankte Margret Steinborn-Heinrich für ihr langjähriges Wirken. Der Pädagogische Leiter Herbert Heitland (links) wird gemeinsam mit dem Kaufmännischen Direktor Stefan
Mathy die Geschicke der Jugendhilfe leiten.
14
spectrum 2/2010
Den Festvortrag hielt Dr. Christoph Goepel,
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Das Hopital Kirchberg in Luxemburg,
wo Goepel praktiziert, arbeitet eng mit dem
Haus auf dem Wehrborn zusammen. Goepels Thema war die Früherkennung und Behandlung von Borderline-Persönlichkeiten.
Dies sei eine besondere Herausforderung
für die stationäre Jugendpflege, unterstrich
der Mediziner.
Kindertageseinrichtung auf dem Wehrborn bereits unter Beweis gestellt, so
Vera Bers.
Mathy und Heitland lobten die Zusammenarbeit mit Margret SteinbornHeinrich, die in einen gelungenen und
ruhigen Wechsel auf der Kommandobrücke des Hauses auf dem Wehrborn
mündete.
„Herzenswärme und Liebe sind die
Grundhaltung, die auf dem Wehrborn
herrscht“, betonte Schwester Daniela
von den Schwestern des Guten Hirten
in ihrem Grußwort. Diese „Pädagogik
der Liebe“, postuliert von der Ordensgründerin Schwester Maria Euphrasia
Pelletier, sei auf dem Wehrborn beherzigt worden. Würdevoll und gütig den
Jugendlichen gegenüber sei Margret
Steinborn-Heinrich diesem Leitmotiv
stets gefolgt. Auch Reinhard Köster
vom Diözesan-Caritasverband lobte
Steinborn-Heinrich. Sie habe auch in
schwierigen Fällen immer Lösungen
gefunden. Der Kreisbeigeordnete Manfred Wischnewski und der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Herbert
Feltes betonten die Wichtigkeit der
Jugendhilfeeinrichtung Haus auf dem
Wehrborn für den Landkreis und die
Gemeinde. Die ctt könne stolz sein auf
ihr Haus.
Andreas Engel
Fotos: Andreas Engel
Vier neue Führungskräfte
Außergewöhnliche Amtseinführung im Caritas-Krankenhaus Lebach
Lebach. Dass im Rahmen eines Festaktes am 26. Mai gleich vier neue Führungskräfte offiziell in ihr Amt eingeführt
wurden, ist nicht nur für die ctt eine
Besonderheit. Diese Gegebenheit zeige jedoch die Dimension des Wandels
an, folgerte ctt-Aufsichtsratsvorsitzende Schwester M. Basina Kloos in ihrer
Festansprache, auf dessen Weg wir
uns in Lebach und im Hochwald-Verbund befänden.
Mit Annette Münster-Weber wird erstmals in der ctt eine Krankenhausoberin
ins Klinikdirektorium berufen. Es seien
die durchweg positiven Erfahrungen in
der Marienhaus GmbH, führte Schwester M. Basina Kloos aus, die dazu geführt hätten, diese Position erstmals in
der ctt zu besetzen. Es sei besonders
ein Schwerpunkt zu betonen: „Ohne
die Wirtschaftlichkeit werden wir unsere
Ziele nicht erreichen und ohne Menschlichkeit werden die Menschen, deren
Arbeitskraft zur Zielerreichung erforderlich ist, ihre Energien nur bedingt
einbringen. Darum muss die Oberin die
Hände etwas freier haben für die Menschen im System, die nicht nur funktional, sondern auch mit ihrer Biographie
zu sehen sind.“ Die hierfür erforderliche Qualifikation bringe MünsterWeber durch ihre vorausgegangenen
Ausbildungen und ihre Fähigkeit mit,
Menschen zu vernetzen, dort wo sie
zukünftig zusammenwirkten. Erfahrungen habe sie in dieser Führungsverantwortung schon in den Klinikdirektorien
Losheim/Wadern und Hermeskeil sammeln können, wo sie auch zukünftig in
Personalunion die Mehrfachverantwortung trage. Dieser Spagat einer Mehrfachverantwortung, den sie mit dem
Kaufmännischen Direktor Christoph
Schwarz und seinem Stellvertreter Michael Kreis teile, sei nicht immer leicht.
Jedoch ließen sich schwierige Zeiten
besser meistern, wenn man diesen mit
Verbündeten Seite an Seite stehend
begegnete:
Strahlende Gesichter in Lebach (v.l.n.r.): ctt-Geschäftsführerin Vera Bers, Ärztlicher Direktor Dr.
Winfried Holz, Krankenhausoberin Annette Münster-Weber, ctt-Geschäftsführer Thomas Thiel,
Chefarzt Dr. Franz-Josef Hoffmann, Chefarzt Dr. Martin Adolph, Schwester M. Basina Kloos,
Chefarzt Dr. Albrecht Seiter und Kaufmännischer Direktor Christoph Schwarz.
„Schon heute erleben wir aufgrund der
Situation die positive Auswirkung, wenn
wir unsere Arbeit nicht aus einseitiger,
sondern trägerübergreifender Sicht sehen und angehen“, stellte Schwester M.
Basina Kloos, mit Blick auf die aktuell
wechselnden Mitarbeiter von der Marienhaus GmbH in die ctt und umgekehrt,
erfreut fest.
Zu diesen gehört auch der neue Chefarzt der Anästhesie und Operativen
Intensivmedizin, Dr. Albrecht Seiter. Er
stelle seit über einem halben Jahr sein
chefärztliches Können in den Mittelpunkt der trägerübergreifenden Arbeit
an den Standorten Losheim/Wadern,
Hermeskeil und Lebach.
Unter der Leitung der Chefärzte Dr.
Hoffmann und Dr. Adolph gelänge ein
vernetztes Arbeiten der Disziplinen Gefäßchirurgie und Interventionelle Radiologie, die in der umgangssprachlich
verständlicheren Bezeichnung „Klinik
für Durchblutungsstörungen“ in jüngerer Zeit für einige Öffentlichkeit gesorgt
habe. Das medizinische Dienstleistungsangebot in dem Netzwerk wird
durch die Angiologie von Dr. Frank
Hertrich abgerundet.
Auch dieses sei ein wichtiges Angebot
für die ctt, deren oberstes Ziel die bedarfsgerechte zuwendungsgeprägte
Patientenversorgung sei: „Wir sehen
uns damit in der Verantwortung für eine
qualitativ hochwertige medizinische
Versorgung der Menschen in ländlichen
Regionen, die keine Benachteiligungen
erfahren dürfen.“ Dennoch sei es notwendig, so Schwester M. Basina Kloos
mit Blick auf den Erhalt von Arbeitsplätzen, trägerübergreifend Kompetenzzentren zu bilden.
Auf dem Weg zum Hochwald-Verbund
sei ein ständiger Austausch mit den
Vertretern der Politik, Ministerien, Kostenträger, Bürgerinitiativen und der Öffentlichkeit erforderlich. Innerhalb der
Trägerschaften, betonte Schwester M.
Basina Kloos, spüre sie in vielen Gesprächen den Sorgen und Nöten der
Mitarbeitenden nach: „Jeder Einzelne
von Ihnen, gleich in welchem Betätigungsfeld er aktiv ist, trägt in unserer,
dem Ziel einer zukunftsfähigen Perspektivgestaltung für den HochwaldVerbund
folgenden
Gemeinschaft
wesentlich mit zum Gelingen eines erfolgreichen Abschlusses bei.“ Den Führungskräften, die die Mitarbeitenden
auf diesem ergebnisoffenen Prozess
mitnähmen, käme hierbei eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe zu:
„Es ist mir wichtig“, sagte Schwester
M. Basina Kloos, „dass wir an den verschiedenen Plätzen und Orten untereinander in der Zusammenarbeit eine
Gemeinschaft praktizieren, die trotz unterschiedlicher Hierarchieebenen von
einem wertschätzenden Miteinander
geprägt ist.“
Bericht und Portraits (vgl. Folgeseiten)
basierend auf der Amtseinführung:
Dr. Claudia Gerstenmaier
Fotos: Andreas Engel/
Dr. Claudia Gerstenmaier/privat
spectrum 2/2010
15
aktuelles
Im Anschluss an die heilige Messe, die Krankenhauspfarrer Michael
Schaefer zelebriert hatte, wünschte
Schwester M. Basina Kloos der neuen Krankenhausoberin Annette Münster-Weber sowie den Chefärzten Dr.
Adolph, Dr. Hoffmann und Dr. Seiter
sowohl im Namen des Vorstandes der
Hildegard-Stiftung als auch im Namen
des ctt-Aufsichtsrates für den Neuanfang Gottes Segen.
Wir begrüßen
im Caritas-Krankenhaus Lebach
Annette Münster-Weber
Seit dem 1. Januar ist Annette
Münster-Weber in der Führungsverantwortung im Direktorium des Caritas-Krankenhauses Lebach. Sie ist
damit die erste Krankenhausoberin
in der ctt. Als Krankenhausoberin
in Losheim/Wadern (seit 2008) und
in Hermeskeil (seit 2010) arbeitet
Münster-Weber trägerübergreifend.
Im St. Josef Krankenhaus in Hermeskeil wurde Annette Mathilde MünsterWeber 1963 geboren. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung
zur Krankenschwester und einigen
Stationen in diesem Beruf entschloss
sie sich, sich aktiv in die Hospiztätigkeit einzubringen. Sie begann mit dem
Aufbau des ambulanten Hospizes
Hochwald in Hermeskeil. Dabei waren
ihre zahlreichen Fort- und Weiterbildungen eine gute Grundlage. Neben
der Weiterbildung im Bereich „Palliativ
Care“, also der Versorgung und Begleitung schwerstkranker, sterbender
Menschen, erfuhr sie eine Grundausbildung in der Transaktionsanalyse,
einer speziellen Psychoanalyse, die
sowohl den Menschen als Person als
auch die Entwicklung und Veränderung
seiner Persönlichkeit fördert. Von 2007
bis 2009 absolvierte sie erfolgreich die
Weiterbildung zum „Diakonischen Leitungsamt“ in der Edith-Stein-Akademie.
Münster-Weber ist verheiratet und hat
eine Tochter. Sie liebt die Natur und
klassische Musik, liest gerne und verfasst zuweilen selbst kleine Gedichte,
um Erlebtes aus ihrer Sicht zu beschreiben. Ihr Lebensmotto ließe sich
verkürzt vielleicht so auf den Punkt
bringen: „Sei du selbst!“
„Meinen Beruf als Krankenschwester in der
Rolle der Krankenhausoberin einbringen
und weiterentwickeln zu dürfen, empfinde
ich täglich als ein Geschenk und es ist für
mich die schönste Aufgabe der Welt, mit
Menschen zu arbeiten“, sagt Annette Münster-Weber.
Zur Bezeichnung der weltlichen Krankenhausoberin
Die Rolle einer weltlichen Krankenhausoberin knüpft an einer in den Ordensgemeinschaften üblichen Position von Ordensfrauen
an. Da gegenwärtig die Zahl der Mitschwestern zurückgeht, die für die Aufgabe einer Oberin im Krankenhaus zur Verfügung
stehen könnten, haben sich inzwischen einige Gemeinschaften dazu entschlossen, die Position engagierten Christinnen zu
übertragen, die ganz in der Tradition Herz und Hände für die Menschen frei haben.
In der Marienhaus GmbH kann seit Jahren auf durchweg positive Erfahrungen zurückgeblickt werden. Die erste weltliche Krankenhausoberin in der Marienhaus GmbH wurde 1995 Christa Garvert.
Dr. Albrecht Seiter
mitarbeiter-forum
Chefarzt Dr. Albrecht Seiters Wirkungsstätte ist nicht an einem, sondern gleich an vier Standorten. Der
1954 in Baden-Baden geborene Dr.
Seiter pendelt ebenfalls zwischen
den Marienhauskliniken Losheim/
Wadern (seit 2007) und Hermeskeil
(seit 1997). Seit 2009 gehört auch
das Caritas-Krankenhaus in Lebach
zu seinem Einsatzort.
Darüber hinaus nimmt der engagierte Chefarzt für Anästhesie und Operative Intensivmedizin noch weitere
Führungsaufgaben im St. Josef-Krankenhaus in Hermeskeil wahr: Er ist
Ärztlicher Direktor (seit 2001), Leitender Arzt im Rettungsdienst und transfusionsverantwortlicher Arzt.
16
spectrum 2/2010
Dr. Seiter verfügt über langjährige Erfahrungen in seinem Fachgebiet und
über ein exzellentes Know-how. Sowohl seine fachliche als auch seine
menschliche Art sicherte ihm schon
nach kurzer Zeit im Lebacher Krankenhaus viele anerkennende und positive
Rückmeldungen aus dem Kollegenund Mitarbeiterumfeld.
Chefarzt Dr. Seiter ist verheiratet und
hat zwei erwachsene Kinder.
„Als Chefarzt für Anästhesie und Operative
Intensivmedizin bringe ich gerne mein Wissen und meine Erfahrung im Caritas-Krankenhaus Lebach ein. Meine Kollegen und
Mitarbeiter haben mich gut aufgenommen
und mir den Einstieg in Lebach erleichtert.
Als pendelnder Arzt bin ich für deren Unterstützung dankbar“, sagt Dr. Albrecht Seiter.
Wir begrüßen
im Caritas-Krankenhaus Lebach
Dr. Martin Adolph
Er ist Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie, Phlebologie, Lymphologie sowie Notfallmedizin und baut
gemeinsam mit Chefarzt Dr. FranzJosef Hoffmann (Interventionelle
Radiologie) und Dr. Frank Hertrich
(Angiologie) seit Jahresbeginn am
Caritas-Krankenhaus Lebach die
„Klinik für Durchblutungsstörungen“ auf.
Der 1962 in Neunkirchen/Saar geborene Dr. Martin Adolph studierte in
Homburg/Saar Medizin. Nach seinem
Studium legte er die Facharztprüfung
1998 in Stuttgart ab, bevor er neben
einer Weiterbildung in der Phlebologie
eine Ausbildung in der Gefäßchirurgie
aufnahm. In diesem Bereich sammelte
er als Oberarzt unter anderem im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich
der ctt erste Erfahrungen.
Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind
die Eingriffe an der Halsschlagader zur
Vermeidung von Schlaganfällen sowie
die Behandlung von Durchblutungsstörungen der Bauch- und Beckengefäße,
um nur zwei Punkte zu benennen.
Ausgleich zu seinem beruflichen Engangement findet Dr. Martin Adolph in
der Natur beim Fahrradfahren.
„Mein Vorgänger Dr. Arnold Pulvermüller hat
die Abteilung so gut strukturiert“, freut sich
Dr. Martin Adolph, „dass wir direkt mit der Arbeit loslegen konnten. In 196 Tagen haben
wir fast 150, teils minimal-invasive Operationen durchführen können.“
Dr. Franz-Josef Hoffmann
Chefarzt Dr. Franz-Josef Hoffmann
ist Facharzt für Nuklearmedizin und
Diagnostische Radiologie. Seit Jahresbeginn baut er gemeinsam mit Dr.
Adolph und Dr. Hertrich die „Klinik
für Durchblutungsstörungen“ am
Caritas-Krankenhaus in Lebach auf.
Dr. Hoffmann hat in verschiedenen
Krankenhäusern im Saarland Abteilungen für Interventionelle Radiologie
aufgebaut, zunächst am Akademischen
Lehrkrankenhaus in Saarbrücken und
im Anschluss daran am Akademischen
Lehrkrankenhaus in Neunkirchen. Das
Kerngebiet seines Wirkens ist die in-
terventionell-radiologische Behandlung
der Verengung der inneren Halsschlagader, mit der er sich seit 1996 intensiv
beschäftigt.
Darüber hinaus ist der 1949 geborene
Dr. Hoffmann nicht nur bundesweit,
sondern auch international ein vielgefragter Referent auf dem Gebiet der
interventionell-radiologischen Behandlung der Stenose der Arteria carotis interna.
Dr. Hoffmann ist verheiratet und hat
zwei Kinder.
Zusammen mit seinem Team möchte er im
Klinikalltag den Patienten nicht nur Heilung
verschaffen, sondern sie auch menschliche
Güte – Caritas – erfahren lassen, berichtet
Dr. Franz-Josef Hoffmann den Gästen bei
der Amtseinführung.
Neuer Stellvertretender Kaufmännischer Direktor im Caritas-Krankenhaus Lebach ist seit dem 1. März Michael Kreis.
Der Diplom-Psychologe und DiplomKaufmann studierte an der Universität
Trier, bevor er, nach einigen beruflichen
Stationen, bei ctt erste Erfahrungen im
Krankenhausbereich sammeln konnte. Hier war Michael Kreis u. a. Stellvertretender Verwaltungsdirektor und
Personalleiter in den Hufeland-Kliniken
Weimar. Vor seiner neuen beruflichen
Herausforderung in Lebach war der
gebürtige Saarländer 18 Jahre bei der
Marienhaus GmbH, u. a. in der Funktion des Kaufmännischen Direktors am
St. Michael Krankenhaus in Völklingen
und Hauptabteilungsleiter für Einkauf,
technische Dienste, Versicherungswesen in der St. Elisabeth Klinik Saarlouis
tätig.
Der 52-jährige Michael Kreis ist verheiratet,
hat sechs Kinder und verbringt seine Freizeit
gerne mit seiner Familie. Neben Haus- und
Gartenarbeit hält ihn vor allem Joggen und
Fußballspielen mit den sogenannten Alten
Herren fit.
spectrum 2/2010
17
mitarbeiter-forum
Michael Kreis
Wir begrüßen
im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich
Dr. Hans-Joachim Lutz
Die Klinik für operative und endovaskuläre Gefäßchirurgie im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich leitet seit
Mai Dr. Hans-Joachim Lutz.
Mit ihm kommt ein breit ausgebildeter
und erfahrener Gefäßchirurg an die
Verbundklinik, dessen Schwerpunkte
speziell in der Therapie der Hals- und
Bauchschlagader, der Bypass-Chirurgie, bei der Schaufensterkrankheit sowie der operativen Anlage und Revision
von Gefäßzugängen, der sogenannten
Shuntchirurgie, liegen. Nach Möglichkeit operiert der gebürtige Darmstädter
mit der modernen Kleinschnittmethode.
Dr. Lutz: „Diese schonende Operationsmethode kommt beispielsweise bei
rund der Hälfte aller diagnostizierten
Gefäßerweiterungen (Aneurysmen)
der Bauchschlagader zum Einsatz und
ermöglicht für die Betroffenen eine
schnellere Mobilität nach der Operation
und kürzere Klinikaufenthalte.“
Dr. Hans-Joachim Lutz, der zuletzt als
Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie
am St. Marien-Hospital in Hamm tätig
war, nimmt die Nachfolge des in den
Ruhestand eintretenden Professor Dr.
Paul Walter auf.
Professor Dr. Walter war seit Juli 1998
Chefarzt der Abteilung für Gefäßchirurgie und Phlebologie. Es ist maßgeblich
seinem hohen Engagement und Einsatz zu verdanken, dass sich die Gefäßchirurgie im St. Elisabeth-Krankenhaus zu einem Schwerpunkt entwickelt
hat.
Sabine Zimmer
Foto: privat
Dr. Hans-Joachim Lutz ist Facharzt für
Chirurgie, Gefäßchirurgie, endovaskulärer Spezialist und seit Mai Chefarzt der
Klinik für operative und endovaskuläre
Gefäßchirurgie im Verbundkrankenhaus
Bernkastel/Wittlich.
in der ctt-Zentrale
Margit Treitz
Die 47-jährige Margit Treitz unternahm
ihre ersten beruflichen Schritte in einer
Steuer- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Trier. Ausgerüstet mit einem
guten Gefühl für Zahlen wechselte sie
1985 in einen mittelständischen Industriebetrieb.
mitarbeiter-forum
Zahlreiche Fortbildungen, u. a. zur
staatlich geprüften Sekretärin, zum
Fremdsprachlichen Korrespondenten
Englisch sowie ständige Weiterbildung in den Bereichen Vertrieb, Export, Marketing sowie Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit, ermöglichten ihr,
in unterschiedlichen Arbeitsbereichen
Erfahrungen sammeln zu dürfen. Auf
die neuen und vielseitigen Aufgaben
im Sekretariat freut sie sich sehr und
erwartet ein spannendes Tätigkeitsfeld
mit vielen neuen Begegnungen.
Margit Treitz ist verheiratet und hat
eine Tochter. Ihre freie Zeit verbringt
sie gerne mit ihrer Familie, in der Natur mit Walken und Biken oder beim
gemeinsamen Kochen mit Freunden.
Sie liebt es zu verreisen und freut sich
auf Begegnungen mit Menschen aus
anderen Kulturen.
Benjamin Henze
Foto: privat
Seit dem 1. April leitet Margit Treitz das Sekretariat des Geschäftsführers und Sprechers
der ctt-Geschäftsführung Thomas Thiel.
Wir begrüßen in Geldern herzlich die Chefärzte im Kollegialsystem:
im St.-Clemens-Hospital, Bereich der Inneren Medizin Dr. Matthias Wenning
im St.-Clemens-Hospital, Bereich der Inneren Medizin/Nephrologie Privatdozent Dr. Andreas Fußhöller
in der Gelderland-Klinik Dr. Klaus Peter Krieger
Alle werden voraussichtlich im Rahmen von Feierstunden offiziell in ihr neues Amt eingeführt. In den entsprechenden
Ausgaben des spectrum werden wir darüber berichten und die „Neuen“ in der ctt kurz vorstellen.
18
spectrum 2/2010
Wir gratulieren zu Dienstjubiläen
40-jährige Tätigkeit
Yang-Ja An
(Krankenschwester
Neugeborenenabteilung)
Angelika Zimmermann
(Kinderkrankenschwester Pädiatrie)
35-jährige Tätigkeit
Sylvia Passer
(Mitarbeiterin Service)
(Mitarbeiterin Finanzbuchhaltung)
20-jährige Tätigkeit
Brigitte Czyzewski
Eleonore Monschau
Manuela Glauben
Heike Kiefer
Katharina Schlüpen
(Köchin)
(Kinderkrankenschwester Pädiatrie)
Dina Leistenschneider
Erika Ulmer
(Mitarbeiterin Spülküche)
Doris Illner
25-jährige Tätigkeit
Klaus Aengenvoort
(Fachkrankenpfleger Intensiv und
Anästhesie)
Heike Dickmann
(Kinderkrankenschwester Pädiatrie)
Ursula Elders
(Nachtwache Innere Medizin)
Rita Küppers
(Fachkrankenschwester Intensiv und
Anästhesie)
Bärbel Schöneich
(Krankenschwester Innere Medizin)
Angeline Voesten-Sewalt
(MTA Labor)
Dr. Joachim Sitz
(Chefarzt Innere Medizin)
Petra Winters
(Krankenschwester Urologie)
Caritas-Krankenhaus Lebach
25-jährige Tätigkeit
Renate Blass
(Mitarbeiterin Hauswirtschaft)
Manfred Knobe
(Fachkrankenpfleger Intensiv)
Eveline Sauer
(Mitarbeiterin Zentrale Personalabteilung)
Anita Müller
(Schreibkraft im ärztlichen Schreibdienst)
Bettina Baltes-Nett
(Altenpflegerin)
Alexandra Fischer
(Pflegehelferin)
Alten- und Pflegeheim Marienstift
Mendig
Stephanie Schwarz
20-jährige Tätigkeit
(Mitarbeiterin Hauswirtschaft)
(AHB-Mitarbeiterin)
Andrea Singer
Michaela Hillesheim
(Altenpflegerin)
(Mitarbeiterin Verwaltung, Rezeption,
Telefonzentrale)
Astrid Lichtl
Gabriele Tam
Michaela Spengler
(Mitarbeiterin Hauswirtschaft)
(Altenpflegerin)
(Altenpflegerin)
Krystyna Zaja
(Mitarbeiterin Spülküche )
Fachklinik St. Hedwig Illingen
40-jährige Tätigkeit
Cornelia Woll
(Mitarbeiterin Verwaltung)
25-jährige Tätigkeit
Johannes Franz
(Stellvertreter des Abteilungsleiters der
Bäderabteilung)
Detlef Seer
Alten- und Pflegeheim St. Barbara
Mudersbach
30-jährige Tätigkeit
Annegret Richter
(Pflegehelferin)
Seniorenheim St. Josef Vallendar
25-jährige Tätigkeit
Mehmet Guelgel
(Krankenpflegehelfer)
(Leiter Bäderabteilung)
Alten- und Pflegeheim St. Vinzenz
Bad Neuenahr-Ahrweiler/Heimersheim
20-jährige Tätigkeit
Sigrid Grieshaber
Alten- und Pflegeheim Maria vom
Siege Koblenz-Wallersheim
25-jährige Tätigkeit
Uwe-Georg Baumann
(Altenpfleger)
(Altenpflegerin)
Bianka Robrecht
(Altenpflegerin)
Alten- und Pflegeheim St. Hildegard
Hostenbach
25-jährige Tätigkeit
20-jährige Tätigkeit
(Krankenschwester)
20-jährige Tätigkeit
Josefine Scholz
Hochwald-Kliniken Weiskirchen
Mechthild Heyer
25-jährige Tätigkeit
(Mitarbeiterin Hauswirtschaft)
(Kinderkrankenschwester Pädiatrie)
(Personalleiterin)
Alten- und Pflegeheim Marienburg
Kempenich
(Mitarbeiterin Küche)
(Chefarztsekretärin Innere)
30-jährige Tätigkeit
(Heim- und Pflegedienstleitung)
Dagmar Strohm
Monika Cox
(Kinderkrankenschwester Pädiatrie)
Stefanie Klos
mitarbeiter-forum
St.-Clemens-Hospital Geldern
Jörg Merkel
(Haustechniker)
spectrum 2/2010
19
Jubilarehrung in Geldern
Geldern. Zur Jahresmitte begrüßte
der Kaufmännische Direktor des St.Clemens-Hospitals Geldern, Rainer
Borsch, zahlreiche Mitarbeiter, die im
Laufe des ersten Halbjahres ein Dienstjubiläum begingen. Während dieser
offiziellen Feierstunde gratulierte er zu
25, 30, 35 und 40 Dienstjahren und betonte den kollegialen Zusammenhalt
innerhalb des Hauses. Renate Winter
von der Pflegeleitung stellte heraus,
dass neben den Führungskräften erfreulicherweise viele Mitarbeiterinnen
aus der Pflege so lange ihrem erlernten
Beruf verbunden geblieben sind. Auch
Mitarbeitervertreter Norbert van Dyk
schloss sich den besten Wünschen für
die Zukunft im gemeinsamen Arbeitsumfeld Krankenhaus an.
Monika Kriegel
Foto: Monika Kriegel
Im Anschluss an die Feierstunde versammelten sich die Jubilare zu einem Erinnerungsfoto
(v.l.n.r.): Yang-Ja An (40 Jahre Betriebszugehörigkeit), Angeline Voesten-Sewalt (25 Jahre), Ria
Küppers (25 Jahre), Heike Dickmann (25 Jahre), Petra Winters (25 Jahre), Monika Cox (35 Jahre), Erika Ulmer (35 Jahre), Katharina Schlüpen (35 Jahre), Doris Illner (30 Jahre), Dr. Joachim
Sitz (25 Jahre), Angelika Zimmermann (40 Jahre). Verhindert waren die Jubilare Ursula Elders
(25 Jahre) und Bärbel Schöneich (25 Jahre).
Liebe Leserin, lieber Leser,
falls Sie ein Jubliläum in diesem Jahr feiern dürfen, lassen Sie uns dies bitte gerne wissen.
Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften per E-Mail an [email protected].
Vielen Dank!
Abschied mit viel Ausblick
Krankenpfleger Detlef Glaser geht nach 33 Dienstjahren in den Ruhestand
mitarbeiter-forum
Geldern. Einen unvergesslichen letzten
Arbeitstag im Gelderner Krankenhaus
bereitete das Pflegeteam der Intensivstation ihrem Kollegen Detlef Glaser, der
nach 33 Dienstjahren im St.-ClemensHospital die so genannte Ruhephase
seiner Altersteilzeit antrat.
Pünktlich zur „Übergabe“ der letzten
Nacht war der Krankenpfleger auf der
Intensivstation erschienen, jedoch überraschte eine Kollegin ihn, indem sie
seinen Nachtdienst übernahm. Denn
draußen vor der Fensterfront hatten sich
nicht nur alle Kollegen, Freunde und die
Familie zur besonderen Überraschung
platziert.
Auch die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Geldern waren mit einem Leiterwa-
20
spectrum 2/2010
gen ausgerückt, um den Mitarbeiter auf
ungewöhnliche Weise – nämlich über
die 30 Meter hohe Drehleiter – in seine
Altersteilzeit zu transportieren.
Diesen Schritt ließ sich Detlef Glaser
nicht entgehen, denn die Chance, einen
herrlichen Ausblick über die Herzogstadt
gemeinsam mit seinem Vorgesetzten
Herbert Weippert und Feuerwehrmann
Johannes Velmanns zu genießen, bekommt er nicht alle Tage.
Monika Kriegel
Foto: Monika Kriegel
Per Korb auf dem Weg in den Ruhestand:
Detlef Glaser (Mitte) zusammen mit dem
Pflegeleiter der Gelderner Intensivstation
Herbert Weippert (rechts) und dem Feuerwehrmann Johannes Velmanns von der Freiwilligen Feuerwehr Geldern.
Menschen im Träger
Eheleute Heike und Willy Günther im St.-Clemens-Hospital. Der Gelderner Doppelpack.
„St.-Clemens-Hospital,
Verwaltungssekretariat, Günther“, meldet sich die
Sekretärin wochentags während der
Dienstzeit ab 7:15 Uhr an sechs Telefonleitungen, die zentral im Büro des
Kaufmännischen Direktors und der
stellvertretenden Kaufmännischen Direktorin/Leiterin Controlling läuten. „Das
ist manchmal schon ein Balanceakt,
wenn mehrere Leitungen gleichzeitig
bedient werden müssen“, berichtet die
Sekretärin, die Hand in Hand mit Kollegin Gaby Diamant die vielfältigen Aufgaben gemeinsam erledigt. Unterstützt
werden beide von der Aushilfe Kerstin
Bode. „Unser Arbeitsplatz ist so vielseitig, dass es manchmal schwerfällt, die
Tagesplanung einzuhalten. Allein das
Bearbeiten der Eingangspost dauert
mitunter eineinhalb Stunden“, berichtet
die Verwaltungssekretärin. Flexibilität
ist eine Voraussetzung, um die stets
neuen Aufgaben zu bewältigen. Neben
den alltäglichen Pflichten, wie das Erledigen des gesamten Schriftverkehrs
nach Band, der Pflege des Internet-Auftritts und Teilen des Intranets, das Führen der Terminkalender für beide Chefs,
kommen das Entwerfen und Gestalten
von Einladungen, Plakaten, Flyern und
so weiter für viele Veranstaltungen des
St.-Clemens-Hospitals hinzu.
Am 1. September wird Heike Günther
das Dutzend ihrer Dienstjahre im Gelderner Verwaltungssekretariat füllen.
Die gelernte Arzthelferin, die zuvor
schon in Chefarztvorzimmern die kaufmännische Seite eines Krankenhausbetriebes kennen gelernt hatte, erinnert
sich an ihren Start in Geldern. „Ich war
es gewohnt, weitgehend selbstständig
zu agieren. Aber wenn man einen neuen Job hat, ist man ja erst einmal vor-
sichtig“, berichtet sie. „Darf ich das?“,
habe sie damals oft gefragt. Wenn heute etwas Neues einzuführen ist, dann
stellt sich diese Frage nicht mehr und
auch die Überlegung, ob etwas denn
„ctt-gerecht“ sei, sorgt heute eher für
ein Schmunzeln.
Das Frauen-Trio im Verwaltungssekretariat sei gefragter Ratgeber bei Ungewissheiten, so die Geldernerin: „Wenn
man im Haus nicht weiterweiß, klingelt
erfahrungsgemäß gern mal bei uns das
Telefon.“
Zweimal pro Woche haben Heike und
Willy Günther einen gemeinsamen
Fahrtweg zur Arbeitsstätte. Der ehemalige Sicherheitsingenieur der Zeche Friedrich-Heinrich in Kamp-Lintfort
kümmert sich als Mitarbeiter der Technik
um den zweirädrigen Fuhrpark der Gelderland-Klinik (Ausgabe, Reparatur und
Instandsetzung der Fahrräder) sowie
im St.-Clemens-Hospital um anfallende
Reparaturen für die Krankenhaustechnik. Privat genießt der 54-Jährige den
sportlichen Fahrspaß auf seiner MotoCross-Maschine von Yamaha. Das sei
auch das Einzige, was das Paar privat
nicht gemeinsam unternehme, schränkt
Willy Günther ein. Ansonsten seien sie
privat zusammen anzutreffen beim Nordic Walking und Mountain-Biken in der
Natur und dem seit Jahren festen Urlaubsdomizil im Allgäu.
Monika Kriegel
Foto: Monika Kriegel
mitarbeiter-forum
Geldern. „Uns gibt’s nur im ‚Dütt’, im
Doppelpack“, scherzt Heike Günther
mit einem Seitenblick auf ihren Ehemann Willy. In erster Linie meint die
46-Jährige damit den ehrenamtlichen
Einsatz für Aktionen, die rund um den
Krankenhausbetrieb des St.-ClemensHospitals Geldern laufen. Beim ctt-Fußballturnier war das Ehepaar jüngst wieder hinter dem Grill zu finden. Während
des Tages der offenen Tür, zu dem das
Krankenhaus unter anderem die Bürger einlädt, schwitzten Heike und Willy
Günther bei sonnigem Wetter ebenfalls
am Bratrost. „Wir haben 600 Würstchen
aufgelegt, gewendet und verkauft“,
rechnet Heike Günther nach.
Ihren Ausgleich finden Heike und Willy Günther in ihrer Freizeit beim regelmäßigen Nordic
Walking.
spectrum 2/2010
21
Die Steuergruppe Altenhilfe stellt sich vor
Erweiterung der gemeinsamen Aufgaben
Trier. Mindestens drei Stunden Autofahrt und gut 300 Kilometer sind wir
unterwegs, wenn wir vom Alten- und
Pflegeheim St. Barbara in Mudersbach
zum Alten- und Pflegeheim St. Hildegard in Hostenbach fahren. Ein ganz
schön weiter Weg zwischen Siegerland
und Saarland.
Aufgrund der geographischen Größe
des Altenhilfebereiches und der regionalen, landesspezifischen Besonderheiten gibt es – zur Unterstützung der
Häuser in ihren operativen und strategischen Aufgaben – zwei „Serviceund Kompetenzzentren“: eines für die
neun Häuser in „Saar-Mosel-Eifel“ und
ein weiteres für die zehn Häuser der
„Rheinschiene“. Für die Kaufmännischen Direktoren und ihre Teams gehören die Nähe zu den Einrichtungen
sowie die Vernetzung im Gemeinwesen und mit der politisch-institutionellen Ebene zu den wichtigen Erfolgsfaktoren ihrer Arbeit.
Ungeachtet der regionalen Bezüge
bietet die Altenhilfe viele Themen und
Fragestellungen, die einer gemeinsamen Bearbeitung zugänglich sind. Auf
Initiative der Geschäftsführung wurde
deshalb Mitte 2009 die Steuergruppe
Altenhilfe gegründet. Sie identifiziert,
bearbeitet und begleitet relevante
Themen aus internen und externen
Entwicklungen für den Bereich der Altenhilfe und setzt sie mit Hilfe eines
strukturierten Projektmanagements um.
mitarbeiter-forum
Die Arbeit in der Steuergruppe zielt
darauf ab, zukunftsfähige Konzepte
zu entwickeln, Synergie- und Benchmark-Effekte zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Altenhilfeeinrichtungen zu fördern. Weiteres Ziel ist ein
einheitliches, abgestimmtes und transparentes Vorgehen in der gesamten
Altenhilfe des Trägers. Dies hat sich im
Qualitätsmanagement schon lange bewährt und wird zum Beispiel durch die
koordinierte Zusammenarbeit bei der
Implementierung des QKA als Qualitätsmanagementsystem sichtbar.
Die Steuergruppe ist organisatorisch
als Stabs- bzw. Beratungsgremium der
Geschäftsführung angegliedert. Sie besteht aus den beiden Kaufmännischen
Direktoren Alexander Schuhler und
Bernd Wienczierz und der Verantwortlichen für das zentrale Qualitäts- und
Projektmanagement der Altenhilfe And-
22
spectrum 2/2010
ctt-Geschäftsführerin Vera Bers (v.l.n.r.) zusammen mit den Kaufmännischen Direktoren der
Altenhilfe Alexander Schuhler (Saar-Mosel-Eifel) und Bernd Wienczierz (Rheinschiene) sowie
Andrea Tokarski, der Leiterin des zentralen Qualitäts- und Projektmanagements der Altenhilfe.
rea Tokarski. Nicht ständige Mitglieder
der Steuergruppe sind – abhängig von
Thema und Fragestellung – Mitarbeiter
aus den Service- und Kompetenzzentren, aus den Einrichtungen, der Trägerzentrale sowie externe Dritte.
Projektmanagement sowie den Aufbau
einer gemeinsamen Personalabteilung
umzusetzen. Die Steuergruppe soll
ergänzt werden durch Referenten im
Bereich Personal und Finanzen/Controlling.
Die Steuergruppe tagt monatlich im
Wechsel in den Altenhilfeeinrichtungen. Sie bearbeitet strategische und
operative Aufgaben entweder direkt innerhalb der Steuergruppe oder sie initiiert, leitet und begleitet Projektgruppen.
Einen Überblick gibt eine Maßnahmenplanung, aus der alle aktuellen Themen
und der jeweilige Bearbeitungsstand
hervorgehen. In der Steuergruppe
sind bisher beispielsweise die Mitarbeiterbefragung in allen Altenhilfeeinrichtungen, der gemeinsame Fort- und
Weiterbildungsplan, einheitliche Stellenbeschreibungen für Heim- und Pflegedienstleitungen sowie gemeinsame
Ausschreibungen entstanden.
Wenn Sie also künftig ein Schreiben
sehen, das von beiden Kaufmännischen Direktoren oder im Namen der
Steuergruppe Altenhilfe unterschrieben
ist, geschieht dies immer unter dem
Vorzeichen unseres gemeinsamen zukunftsgerichteten Weges in der Altenhilfe der ctt.
Verstärkt wurde die Bedeutung der
Steuergruppe durch den Auftrag des
Aufsichtsrates, ein zukunftsgerichtetes
Modell für die Altenhilfe der ctt zu entwickeln. Am 15.12.2009 stimmte der
Aufsichtsrat dem Vorschlag der Steuergruppe zu, eine „regionale Zentralisierung“ in Form der Beibehaltung der
Service- und Kompetenzzentren, einer
Ergänzung der Aufgaben des zentralen Qualitätsmanagements um das
Andrea Tokarski/
Alexander Schuhler/
Bernd Wienczierz
Foto: Theresa Spies
Ein paar Gedanken zu Edith Stein
Impulsgeberin für unsere Reha-Klinik
jeden Donnerstagnachmittag werden
im Seminarraum unserer Reha-Klinik
die neu angekommenen Patientinnen
und Patienten von einem der Ärzte und
meiner evangelischen Kollegin oder mir
begrüßt. Sie erfahren etwas über Bad
Bergzabern, über die Geschichte der
Rehabilitation, über die Angebote des
Hauses und auch über die Patronin der
Klinik, Edith Stein.
Dass die Klinik ihren Namen trägt, hat
natürlich in erster Linie mit Bad Bergzabern zu tun, nicht mit Kur oder Rehabilitation, denn ihre beste Studienfreundin, Hedwig Conrad Martius, lebte
zeitweise in Bad Bergzabern und Edith
Stein hat sie dort häufiger besucht.
Bergzabern war damals noch keine
Kur- und Badstadt.
Edith-Stein-Fenster im Freiburger Münster
Unserer Lieben Frau.
Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i.Br.,
Foto: Chr. Hoppe
Im Sommer 1921 war Edith Stein zu
Gast bei ihrer Freundin und half bei der
Obsternte. Die Abende verbrachten sie
mit langen Gesprächen „über Gott und
die Welt“.
Und dann fällt ihr eines Abends die
Selbstbiographie der Heiligen Theresia von Avila in die Hände, sie liest und
liest, die ganze Nacht hindurch und erkennt für sich: „Das ist die Wahrheit“.
Immer schon war die gebürtige Jüdin
auf Wahrheitssuche gewesen, immer
schon hat sie versucht, den Dingen auf
den Grund zu gehen. Das hat sie ja
letztlich zur Philosophie gebracht und
darin speziell mit der Phänomenologie
beschäftigen lassen. Die Phänomeno-
logie – eine philosophische Erkenntnistheorie, die versucht die Dinge so lange
und ohne Voreinstellungen zu betrachten, bis sie sich in ihrem wahren Selbst
zeigen, wurde im Deutschland der 10er
und 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts vor allem von Edmund Husserl in Göttingen und später in Freiburg
vertreten.
Edith Stein war fasziniert von dem Gedanken, zum Kern der Dinge zu gelangen und in dieser Bergzaberner Nacht,
eingetaucht in Theresia von Avilas Lebensgeschichte, kam sie diesem Kern
für ihr Leben ein beträchtliches Stück
näher. Nun rückte die Beschäftigung
mit dem christkatholischen Glauben in
den Mittelpunkt ihres Interesses und sie
nahm Kontakt mit der hiesigen Pfarrgemeinde auf. Am 1. Januar 1922 empfing sie die Taufe durch den wohl sehr
feinfühligen Ortspfarrer von St. Martin
und ihr weiterer Weg in den Karmelorden war damit vorgezeichnet.
Johannes Hammer ist Gemeindereferent.
Seit 19 Jahren ist er als Klinikseelsorger tätig
und seit gut vier Jahren in der Edith-SteinFachklinik.
Foto: Tobias Schmidt
Die Wahrheitssucherin war angekommen und doch spirituell immer weiter
unterwegs. Sie hat neben ihren vielen
Tätigkeiten im pädagogischen Bereich
(in Speyer und Münster) viel Zeit für die
Betrachtung und Kontemplation aufgebracht. Sie war eine zutiefst spirituelle
Frau. Spiritualität und Intellektualität,
das sind vielleicht die beiden Pole, die
den Kern ihrer Persönlichkeit ausmachen.
Todestag von Edith Stein
Vor einigen Jahren hatte ich einmal
die Gelegenheit mit einer ehemaligen
Schülerin Edith Steins aus ihrer Speyerer Zeit zu sprechen. Ganz neugierig
habe ich natürlich gefragt: „Wie war sie
denn so, welchen Eindruck hat sie auf
Sie gemacht?“ Und sinngemäß hat sie
darauf geantwortet: „Sie wirkte schon
streng und auch etwas verschlossen,
aber wenn man sie in der Kirche betend
antraf, wusste man auch warum: Sie
war wohl immer im Gespräch mit Gott.“
Patienten kann das ein voller Therapieplan sein oder auch das Gegenteil: der
ungewohnte Umgang mit freier Zeit bei
Therapiepausen und am Wochenende.
Da kann für manchen ein Jetzt-mussich-die-Zeit-füllen-Stress beginnen. Für
unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
kann das vielleicht der Versuch sein,
sich immer wieder einmal auf den Kern
ihres Engagements für Menschen zu
konzentrieren und sich nicht zu sehr
von immer größer werdendem Arbeitsdruck und schnellerem Tempo vereinnahmen zu lassen.
Immer mehr entdecke ich, dass Edith
Steins Spiritualität einer Rehaklinik wie
unserer gut tut. Und davon spreche ich
dann auch kurz bei der Begrüßung unserer Patienten. In der hektischen und
umtriebigen Zeit, gerade auch im Gesundheitswesen, ist es wichtig, immer
wieder Atempausen der Besinnung einzulegen, um sich der gnadenlosen Hetze und Geschäftigkeit nicht ganz auszuliefern. Für unsere Patientinnen und
Am 9. August jährt sich Edith Steins
Tod im Konzentrationslager in Auschwitz zum 68. Mal.
Vielerorts wird mit diesem Tag auch das
Andenken an eine große, tiefgründige
und überzeugende Frau verbunden.
Einen guten Start in Ihren Alltag nach
der Sommerpause wünscht Ihnen
Ihr Johannes Hammer
spectrum 2/2010
23
seite der seelsorge
Liebe Leserin, lieber Leser,
Neuer Ausbildungsgang
Die Verbundschule für Gesundheits- und Pflegeberufe der Marienhaus GmbH im Saarland
führt die Ausbildung Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege zu einer gemeinsamen Ausbildung zusammen
trägerübergreifendes
Lebach. Ab dem 1. Oktober bietet die
Verbundschule für Gesundheits- und
Pflegeberufe der Marienhaus GmbH
im Saarland einen neuen Ausbildungsgang als Modellprojekt an. Darüber
informierten die Schulleitung der Verbundschule und die Geschäftsführung der Marienhaus GmbH. In dieser
Ausbildung werden die Krankenpflege, die Kinderkrankenpflege und die
Altenpflege zusammengeführt. Nach
dreieinhalb Jahren erhalten die Auszubildenden mit einer Prüfung drei staatlich anerkannte Berufsabschlüsse. „Wir
reagieren mit diesem Projekt auf die
demografischen Entwicklungen und
den steigenden Fachkräftebedarf“, erklärte Schulleiter Roland Schaefer bei
der Vorstellung des neuen generalistischen Ausbildungsganges.
Die bisherige Aufteilung der Ausbildung
in Altersphasen ist nicht mehr zeitgerecht und entspricht nicht mehr den Anforderungen. So gibt es beispielsweise
immer mehr Menschen, die an Krankheiten wie etwa Mukoviszidose leiden,
mit denen sie noch vor wenigen Jahrzehnten oftmals das Erwachsenenalter
nicht erreicht hätten. Gleichzeitig steigt
aufgrund der demografischen Entwicklung die Zahl der älteren Patienten an.
Auf diese veränderten Verhältnisse
müssen sich Krankenhäuser wie Altenheime einstellen. „Deswegen wollen
wir, auch im Hinblick auf den steigenden Fachkräftebedarf, für eine generalistische Grundausbildung sorgen, die
die Basiskompetenzen der Pflege in allen Lebensphasen berücksichtigt“, erläuterte Marc Gabelmann, Geschäftsführer der Marienhaus GmbH, die
Trägerintention. Als Kooperationspartner konnte die Verbundschule Lebach
die Altenpflegeschule der Deutschen
Angestellten-Akademie St. Ingbert gewinnen. Gemeinsam entwickelten sie
das Ausbildungs-Curriculum. „So können wir Synergieeffekte noch besser
nutzen“, freut sich Elke Backes, die
Schulleiterin der Altenpflegeschule, auf
die kommende Zusammenarbeit.
In den dreieinhalb Jahren der Ausbildung werden die Auszubildenden umfassend in allen Bereichen der Pflege
geschult. Fächerintegrativ werden den
Schülern alle notwendigen fachlichen,
sozialen und methodischen Kompe-
24
spectrum 2/2010
Sie sind vom neuen generalistischen Ausbildungsgang überzeugt (v.l.n.r.): Sandra Postel,
Stabsstellenleiterin Pflege und Fachberatung Schulen, Michael Schwenk, Pflegepädagoge an
der Verbundschule, Elke Backes, Schulleiterin der Altenpflegeschule der Deutschen Angestellten-Akademie St. Ingbert, der Leiter der Verbundschule Roland Schaefer, Geschäftsführer Marc
Gabelmann und Birgit Buschlinger, stellvertretende Schulleiterin der Verbundschule.
tenzen vermittelt. „Dabei wird immer
der Mensch in jeder Lebensphase in
den Blick genommen“, erklärte Roland
Schaefer. Die praktische Ausbildung
findet in Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen, in pädiatrischen und
geriatrischen Einrichtungen sowie in
der ambulanten und stationären Versorgung der Altenhilfe statt. Die Praxiseinsatzorte sind die Einrichtungen
der Marienhaus GmbH im Saarland,
die Einrichtungen der Marienhauskliniken im Landkreis Neunkirchen
GmbH, die Einrichtungen der Adolf von
Galhau‘schen Sophienstiftung und die
Einrichtungen der cusanus trägergesellschaft trier mbH (ctt).
Anja Loudovici
Foto: Andrea Schulze
Dillinger Firmenlauf als Indikator eines ersten „Wir-Gefühls“
Caritas-Krankenhaus und Klinikum St. Elisabeth gemeinsam am Start
An diesem Tag trafen sich die Mitarbeitenden vieler saarländischer Unternehmen, um zum 6. Mal in Folge eine fünf
Kilometer lange Laufstrecke quer durch
die Innenstadt schnellstmöglich zurückzulegen. Über 14.000 Läufer waren es
diesmal, sodass der Start nur in Intervallen erfolgen konnte. Eine rot-gelbgrüne, bunte Menschenschlange schob
sich in rasantem Tempo durch die von
begeisterten Schaulustigen gesäumten
Straßen. Bei diesem schon überregional bekannten Event steht neben dem
sportlichen Anspruch und der Freude
an der Bewegung auch der Teamgeist
im Vordergrund.
Im Zuge des Fusionsprozesses des
Caritas-Krankenhauses Dillingen und
des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth
Saarlouis gingen in diesem Jahr zum
ersten Mal insgesamt etwa 80 Läufer
beider Einrichtungen an den Start. Da
es noch keine einheitliche Laufkleidung
gab, waren die Mitarbeiter des CaritasKrankenhauses für jeden sehr gut an
ihren roten, die des Marienhaus Klinikums an ihren grünen Trikots zu erkennen und wurden von ihren jeweiligen
„Fans“ angefeuert. Das war aber auch
das Einzige, das noch trennend wirkte.
Vielmehr hatten die Mitarbeiter-Vertretungen beider Häuser am Treffpunkt
„St. Franziskus Altenheim“ für alle Getränke und Grillgut zur Stärkung organisiert.
Die Krankenhausdirektorien beider
Häuser gaben Getränke, Brezeln und
Die Direktoriumsmitglieder erwarteten ihre
Mitarbeiter und Läufer nach dem Stadtlauf
im gemeinsamen VIP-Zelt am Hoyerswerda
Platz und luden zum Umtrunk ein; die Banner der beiden Krankenhäuser zierten den
Eingang.
Die Kaufmännische Direktorin Ulla HerberMeier gab den Läufern noch einige Tipps vor
dem Start mit auf den Weg.
Noch sind die Mitarbeiter an ihrer unterschiedlichen Kleidung zu erkennen. Die „Grünen“
und „Roten“ hatten viel Freude beim ersten
gemeinsamen Firmenlauf.
Die erste Erholung nach dem erfolgreichen
Lauf: Erfrischungsgetränke und ein Gespräch mit den anderen Läufern helfen die
Strapazen zu überwinden.
Obst an die Anwesenden aus. So fand
der „gemeinsame Probelauf“ in sportlich-lockerer Atmosphäre seine Fortsetzung.
grünen T-Shirts zu einer rot-grünen Gemeinschaft zusammenfanden. – Ein
gutes Omen für die bevorstehende Fusion!
Und es war schön zu beobachten, dass
sich während des Abends die Läufer
mit den roten T-Shirts und die mit den
Karl Klemis
Fotos: Karl Klemis
Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen
Rezertifizierung des Darmzentrums
Das Darmzentrum im Caritas-Krankenhaus Dillingen und Caritas-Krankenhaus Lebach wurde vor drei Jahren erfolgreich nach dem Verfahren gemäß
den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft durch Onkozert zertifiziert. Nun bestand das Darmzentrum erneut erfolgreich die Zertifizierung
und konnte das gute Ergebnis von damals wieder bestätigen.
spectrum 2/2010
25
trägerübergreifendes / aus den einrichtungen
Dillingen/Saarlouis. Bunt war das Bild,
das sich am Nachmittag und Abend des
2. Juli in der Innenstadt des saarländischen Städtchens Dillingen bot, farbenfroh die Trikots der Läufer des 6. Dillinger Firmenlaufes.
Caritas-Krankenhaus Dillingen investiert in den Brandschutz
Enge Vernetzung zwischen Caritas-Krankenhaus Dillingen und Dillinger Feuerwehr
Dillingen. Das Caritas-Krankenhaus
Dillingen hat im April mit einer besonderen Baumaßnahme begonnen:
Durch die Installation eines neuen,
flächendeckenden
Brandmeldesystems wird im Notfall die Verbindung
zur Dillinger Feuerwehr noch schneller.
„Mit dieser Maßnahme investieren wir
über 350.000 Euro und machen damit
unser Krankenhaus fit für die Zukunft“,
sagt die Kaufmännische Direktorin Ulla
Herber-Meier.
In den nächsten fünf Monaten werden
mehr als 700 Brandmelder in allen
Räumen des Krankenhauses befestigt. Beim Entstehen von Feuer- oder
Rauchbildung wird so ein maximaler
Schutz gewährleistet, denn die neue
Brandmeldeanlage ist direkt mit der
ortsansässigen Feuerwehr verbunden.
Im Brandfall ist deshalb ein unverzüg-
liches Eingreifen durch die Dillinger
Feuerwehr gesichert.
Über die neue Brandmeldeanlage freut
sich Pflegedirektor Karl Klemis. „Uns
ist es wichtig, die Sicherheit der uns
anvertrauten Patienten und Mitarbeiter
weiter zu erhöhen“, betont Klemis, der
auf das Verständnis aller betroffenen
Patienten und Mitarbeiter während der
laufenden Baumaßnahme hofft, da es
schon einmal tagsüber zu kleineren
Lärmbelästigungen kommen kann.
Die Baumaßnahmen führen jedoch zu
keinerlei Beeinträchtigungen in der Behandlung der Patienten.
Gemeinsam mit Roland Willms (rechts), dem
technischen Leiter des Caritas-Krankenhauses Dillingen, installiert Markus Balser (links)
die neuen Brandmelder im Krankenhaus.
Die Maßnahme wird durch Fördermittel
des Saarlandes im Rahmen der Investitionsförderung von Krankenhäusern
unterstützt.
Dr. Claudia Gerstenmaier
Foto: Karl Klemis
„Einer für alle – alle für einen“
aus den einrichtungen
Sommerfest im St.-Clemens-Hospital Geldern
Geldern. „Einer für alle – alle für einen“. Unter diesem Motto stand das
Sommerfest im St.-Clemens-Hospital
Geldern. „Nicht das erste, aber die wenigsten werden sich an die Veranstaltung vor 30 Jahren erinnern“, hatte der
Kaufmännische Direktor Rainer Borsch
herausgefunden, als er die Belegschaft
bei sommerlichen Temperaturen begrüßte. Was folgte, war eine vergnügliche Sommernachtsparty am Wiesenrand nahe dem Krankenhaus. Wie
immer kam die kulinarische Stärkung
vom Team der Krankenhaus-Küche.
Im Getränkewagen zapften Kollegen
gekühlten Gerstensaft. Am Bierwagen,
dem runden Stehtisch oder auf den
Sitzbänken klönten alle in privater Runde. Diese private Seite der Kollegen
war über die Musikbeiträge auszumachen. Physiotherapeut Heino Tiskens
überzeugte mit einer bunten Mischung
aus seinem Repertoire. Musikstücke
wie „Im nächsten Leben“, „Musikpolizei“ oder der Einfluss der „Fundamentalisten-Pinguine“ zeugten vom Ideenreichtum des Liedermachers.
Der Chefarzt der Kinderabteilung, Dr.
Stephan Dreher, zeigte sich mit FanHut und Gitarre im ebenso lockeren
Outfit. Die Band hat sich den Namen
26
spectrum 2/2010
„Bransch“ gegeben, probt mittwochs
und die Bandmitglieder Wolfgang Philipp, Silke Südhoff, Walter Balscheit,
Maria Tissen, Olly Thiel und Frank
Schoppmann sind wie Dr. Stephan
Dreher im Berufsleben in völlig unterschiedlichen Funktionen innerhalb der
Gelderner ctt-Häuser unterwegs. Dass
ihnen das gemeinsame musikalische
Hobby Freude bereitet, war ihnen an-
zumerken. Nicht nur, weil Wunderkerzen angezündet wurden, sprang der
Funke zum Publikum über. Zurück
bleibt eine schöne Erinnerung an ein
harmonisches Sommerfest und ein
Kaffeepott für jeden Gast, die tägliche
Aufmunterung für ein kollegiales Miteinander.
Monika Kriegel
Foto: Monika Kriegel
Für viel gute Stimmung sorgte am Abend die Band „Bransch“, die sich ausschließlich aus Mitarbeitern der Gelderner Standorte zusammensetzt.
Sportmedizinische und Schmerztherapeutische Fortbildung
Teilnehmer nutzen neben der Möglichkeit zur Fortbildung auch die Chance zum „Nahkampf“
Weiskirchen. Zur 36. Sportmedizinischen und Schmerztherapeutischen
Fortbildung vom 24. bis 25. April begrüßte der Ärztliche Direktor der Hochwald-Kliniken, Dr. Klaus Steinbach,
über 60 Teilnehmer und Referenten in
Weiskirchen.
Dr. Holger Dewes, HNO-Arzt aus Saarlouis, präsentierte als erster Referent
der Fortbildung die Behandlungsmöglichkeiten bei sportmedizinischen
Problemen in seinem Fachgebiet. Ein
besonders für Physiotherapeuten interessantes Thema sind EMG-Bewegungsmessungen in der Reha, die von
Dr. Axel Seuser und Dr. Mathias Schumacher sehr interessant und umfangreich vorgestellt wurden.
Prävention von Sportverletzungen durch
ein sehr gewissenhaftes „Medical Fit-
ting“ stellte Dr. Andreas Kreutz aus Herzogenaurach vor.
Vorbeugung und Behandlung von
Sportverletzungen im Kampfsport wurden anhand von zwei Olympischen
Sportarten in Theorie und Praxis erarbeitet. Dr. Thomas Braun, Mannschaftsarzt der Deutschen Taekwondo
Nationalmannschaft und Träger des 5.
Dan, und Dr. Klaus Johann aus Merzig,
Mannschaftsarzt des KSV Köllerbach
und selbst ehemaliger Spitzenringer,
zeigten mit Unterstützung einiger junger Athleten, wie komplex ihre Sportarten sind.
So nah waren Theorie und Praxis selten
beieinander: Dr. Uwe Trinks (rechts) erfuhr
im Selbstexperiment, welchen Belastungen
Kampfsportler ausgesetzt sind.
Einige Teilnehmer ergriffen dann auch
im Rahmen der Sportpraxis die Chance, mit den Athleten Timo Badusch und
Manuel Pitz einige Ringertechniken zu
üben.
Dr. Klaus Steinbach
Foto: Dr. Klaus Steinbach
Großinvestition bringt Vorteile für Patienten und Umwelt
Investition in Computertomographen und vollständige Digitalisierung der Röntgenabteilung
Zusätzlich ergeben sich für die Patienten weitere Vorteile: Die Strahlenbelastung konnte mit der Anschaffung des
neuen CT-Gerätes deutlich reduziert
und die Untersuchung auf wenige Sekunden verkürzt werden. Eine weitere
Besonderheit des neuen Gerätes ist
die Möglichkeit einer dreidimensionalen
Darstellung von Strukturen, die es Ärzten zum Beispiel bei Knochenbrüchen
ermöglicht, bereits im Vorfeld die Operationsplanung weiter zu optimieren.
Durch die zusätzlich erfolgte Digitalisierung der gesamten Röntgenabteilung
mit Einführung eines PACS und RIS inklusive der Anschaffung eines digitalen
Durchleuchtungsarbeitsplatzes ist es
zudem möglich geworden, die Ergebnisse der Röntgenuntersuchungen in
wenigen Sekunden auf dem PC-Bildschirm des Arztes sichtbar zu machen.
Die bisherige Dunkelkammerentwicklung der Röntgenfilme fällt somit weg,
was zudem ökologisch sinnvoll ist, da
keine Chemikalien mehr zur Entwicklung benötigt werden.
Über die neue Einrichtung freuen sich Dr.
Jürgen Frank (links) und Wolfgang Elbert.
den 750.000 Euro teuren Neuanschaffungen mehr als zufrieden und auch
die beiden Chefärzte der Radiologie Dr.
Jürgen Frank und Wolfgang Elbert wissen die neuen Möglichkeiten zu schätzen. „Dank des neuen CT und dessen
exzellenter Bildqualität sind nun auch
Darstellungen kleinster Gefäße möglich“, schwärmt Elbert von dem neuen
Gerät. Und auch Dr. Frank begeistert
die Digitalisierung und der neue MultiDetektor-Computertomograph: „Durch
die Digitalisierung der Bilder ist es nun
möglich, im gesamten Krankenhaus in
Echtzeit auf die gemachten Aufnahmen
und die von uns angefertigten Befunde zuzugreifen. Diese Zeitersparnis
kommt vor allem den Patienten zugute.“
Dass der neue CT ein Erfolg ist, lässt
sich relativ leicht nachvollziehen, denn
seit der Neueinführung wurde die Zahl
der Untersuchungen um ein Vielfaches
gesteigert.
Benjamin Henze
Foto: Andreas Engel
Der Stellvertretende Kaufmännische
Direktor Michael Kreis ist jedenfalls mit
spectrum 2/2010
27
aus den einrichtungen
Lebach. Die Vorteile, die das Ende April
in Betrieb genommene „Multislice-CT“
mit sich bringt, sind überragend. Neben
den üblichen CT-Untersuchungen können im Lebacher Caritas-Krankenhaus
seit kurzem auch hochspezialisierte
Untersuchungen wie etwa virtuelle Coloskopien, ergänzend oder gar alternativ zu Darmspiegelungen und sogenannte Angiographien, welche Gefäße
virtuell darstellen, durchgeführt werden.
Autorenlesung im Caritas-Krankenhaus Lebach
Arno Strobel präsentiert sein neuestes Buch
Lebach. Das Fotomotiv passte zum
Thema und zum Veranstaltungsort: Der
aus Saarlouis stammende und in Trier
lebende Autor Arno Strobel las aus seinem Buch „Der Trakt“ und ließ sich für
den Fotografen von spectrum stilsicher
auf einem Krankenbett ablichten, das
extra in die Caféteria geschafft wurde.
Der Autor beschreibt in seinem jüngsten Werk die Geschichte der 34-jährigen Sibylle Aurich aus Regensburg.
Nach einem Überfall erwacht sie aus
dem Koma und alles scheint völlig in
Ordnung. Und doch beginnt mit dem Erwachen eine albtraumhafte Suche nach
sich selbst. Zwar hat die junge Frau ihr
Gedächtnis behalten, aber die Welt um
sie herum hat offenbar die Erinnerung
an Sibylle Aurich verloren. Ihr Mann
kennt sie nicht, und niemand hat je von
ihrem Sohn Lukas gehört. Was ist geschehen, wem kann sie noch trauen?
Zur Lesung von Arno Strobel begrüßten Buchhändler Manfred Queißer
aus Lebach und der Kaufmännische
Direktor des ctt-Krankenhauses Christoph Schwarz mehr als 60 interessierte
Buchfreunde. Schwarz dankte Queißer
und dem Förderverein des Krankenhauses für ihr Engagement. Queißer
betonte, dass alle Einnahmen des Leseabends aus dem Eintrittsgeld für den
Förderverein bestimmt seien. Er unterstrich die große Bedeutung des Krankenhauses für die Stadt Lebach und
sprach sich für den Erhalt der Einrichtung aus.
Andreas Engel
Foto: Andreas Engel
Für den Autor war der Auftritt in Lebach eine
Premiere: „Dies ist der erste Auftritt in meiner
Heimat und ich bin richtig aufgeregt.“ Er berichtete auch von dem langen und beschwerlichen Weg, den ein Autor vom Schreiben,
über das Manuskript bis hin zum fertigen
Buch zurücklegen müsse. Talent, Ausdauer
und viel Glück brauche man, um schließlich
„sein“ fertiges Buch im Buchhandel vorzufinden.
Mit Quietschente gegen den Schlaganfall
Erstmals Operationen an der Halsschlagader in lokaler Anästhesie durchgeführt
Bernkastel/Wittlich. Ein Eingriff an der
Halsschlagader (Carotis) wird meist
dann nötig, wenn Ablagerungen an der
Gefäßinnenwand den Blutfluss zu Gesicht und Gehirn erschweren oder ihn
sogar blockieren.
aus den einrichtungen
Oftmals bleiben Betroffene mit einer
Engstelle in der Halsschlagader lange
beschwerdefrei. Hochgefährlich wird es
allerdings, wenn sich Partikel von den
Ablagerungen lösen und Hirngefäße
Wichtig und lustig zugleich – die Quietschente im OP-Einsatz: Erwin Herrmann (Mitte)
aus Klausen war der erste Patient, bei dem
das gefäßchirurgische Team um Chefarzt Dr.
Hans-Joachim Lutz (rechts) und den leitenden Oberarzt Dr. Khalil Behnawa (links) das
neue Verfahren anwenden konnte.
28
spectrum 2/2010
quasi verstopfen, dann kommt es zum
Schlaganfall. Um einem Schlaganfall
vorzubeugen, ist daher eine Operation
dringend angeraten. Jährlich werden in
Deutschland rund 18.000 Patienten mit
Verengungen der Halsschlagader operiert, wobei bisher nur etwa 25 Prozent
der Gefäßchirurgen diesen Eingriff in
lokaler Betäubung anbieten.
Bei der rund 60-minütigen Operation
wird ein circa sechs Zentimeter langer
Hautschnitt gesetzt und die betroffene
Halsschlagader für circa 20 Minuten
abgeklemmt. Nun übernimmt die Halsschlagader auf der anderen Seite die
Aufgabe der Blut- und Sauerstoffversorgung im Gehirn. Ob diese ausreichend ist, kann beim wachen Patienten
mit einer lokalen Betäubung direkt festgestellt werden, denn Patient und Ärzte
sprechen stetig miteinander. Dabei wird
der Patient auch gebeten, in regelmäßigen Abständen die Quietschente in
seiner Hand zu drücken, was unüberhörbar zeigt, ob die Verarbeitung im
Gehirn normal arbeitet oder vermindert
ist. Diese schnelle und eindeutige Überwachungsmöglichkeit während des Eingriffes ist ein großer Vorteil gegenüber
einer Operation unter Vollnarkose, bei
der indirekte neurologische Überwa-
chungsmaßnahmen angewendet werden. Neben der Senkung des Risikos,
einen Schlaganfall zu erleiden, sinkt
auch das Risiko für mögliche Herzinfarkte sowie das Risiko für eine Lungenentzündung für den Zeitraum nach
der Operation.
Chefarzt Dr. Hans-Joachim Lutz hat
in seiner Laufbahn bereits rund 2.000
dieser Eingriffe durchgeführt. Er betont:
„Die Operation in lokaler Betäubung
bringt eine erhöhte Sicherheit mit sich.“
Die enge Verzahnung zwischen dem
chirurgischen und dem Narkoseteam
umfängt den Patienten sicher.
„Wir erläutern unsere Arbeitsschritte,
fragen nach dem Befinden und bemerken so schnell etwaige neurologische
Auffälligkeiten.“ Erwin Herrmann ist
froh über den kurzen Eingriff unter lokaler Betäubung. Die Vollnarkose blieb
ihm erspart und er fühlt sich wieder fit.
„Ich habe mit den Ärzten geredet, auf
die Geräusche gelauscht und mich mit
anderen Gedanken einfach abgelenkt“,
sagt der Klausener lächelnd.
Sabine Zimmer
Foto: Sabine Zimmer
Die Bauchschlagader im Fokus
Nationaler Screeningtag
am Standort Wittlich
Lebach. Schon eine halbe Stunde vor
Beginn des Sreenings im Lebacher Caritas-Krankenhaus versammelten sich
Besucher, die die Chance auf Früherkennung einer Gefährdung durch die
Erweiterung der Bauchschlagader (Aortenaneurysma) nutzen wollten. Anlässlich des bundesweit durchgeführten Aktionstages der Deutschen Gesellschaft
für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin
(DGG) hatte auch das Caritas-Krankenhaus in Lebach zu diesem kostenfreien
Screening eingeladen.
Bernkastel/Wittlich. Die hohe Resonanz übertraf die kühnsten Vorstellungen der Klinik für operative und
endovaskuläre Gefäßchirurgie im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich.
Auf Initiative des neuen gefäßchirurgischen Chefarztes Dr. Hans-Joachim
Lutz hatte die Klinik im Rahmen des
nationalen BAA-Screening-Tages (BAA
steht für Bauch Aorta Aneurysma) zu einem Informationstag mit Vorträgen und
kostenfreien Untersuchungsmöglichkeiten eingeladen.
„Der erste BAA-Screening-Tag im Krankenhaus in Lebach wurde sehr gut angenommen“, stellt Dr. Martin Adolph,
Chefarzt der Gefäßchirurgie, erfreut
fest. Besonders freute er sich darüber,
dass die Zielgruppe erreicht werden
konnte, denn das Durchschnittsalter der
Besucher lag bei 61 Jahren. Internationale Studien belegen, so Dr. Adolph,
dass eine gezielte Frühuntersuchung,
die vor allem bei Männern ab dem 65.
Lebensjahr sinnvoll sei, die Zahl geplatzter Bauchaortenaneurysmen deutlich senken könne. Gemeinsam mit
seinem Team stand Chefarzt Dr. Adolph
den Besuchern für Fragen zur Verfügung und untersuchte mit modernen Ultraschallgeräten die Bauchschlagader
von mehreren Dutzend Menschen.
Oftmals bleiben die wachsenden Aussackungen der Schlagader im Bauchraum unbemerkt. Sie bergen in sich
das Risiko einer tickenden Zeitbombe.
Umso eindringlicher ermahnte der Mediziner die Besucher, sich beim Hausarztbesuch einer kurzen Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen. Diese nur
dreiminütige Ultraschalluntersuchung
kann im Fall des Falles lebensrettend
sein.
„Das Tückische an der Krankheit ist“,
betont Chefarzt Dr. Adolph, „dass zunächst keine Beschwerden bestehen
und die Menschen völlig ahnungslos
sind “. Solche Aneurysmen können angeboren sein oder sich im Laufe des
Lebens bilden, insbesondere Rauchen
verstärkt das Risiko. Hauptgefahr ist,
dass ein solches Aneurysma plötzlich
aufplatzt und es zu einer inneren Verblutung kommt. In diesem Fall besteht
nur eine minimale Überlebenschance,
deshalb sei die Früherkennung besonders wichtig, so Dr. Adolph. Die Notwendigkeit zur Vorsorge wurde auch
beim Screening-Tag in Lebach deutlich:
Bei den schmerzfreien Untersuchungen
wurden Aortenaneurysmen von drei bis
fast fünf Zentimeter Durchmesser sowie
kontrollbedürftige Erweiterungen von
knapp unter drei Zentimeter der Bauchschlagader (Aorta) festgestellt.
Andreas Engel
Fotos: Andreas Engel
Anhand von Filmausschnitten erläuterte der Radiologe Dr. Dirk Lommel die
heutigen Möglichkeiten in der bildgebenden Diagnostik von Gefäßerweiterungen. Im Anschluss an den Informationsteil wurden ausgiebig Fragen aus
dem Publikum gestellt, wobei auch der
niedergelassene Internist Dr. Wilhelm
Schrot ausführlich und kompetent Fragen zur Behandlung der Risikofaktoren
beantwortete. Die in der Folge angebotenen Ultraschalluntersuchungen wurden rege angenommen.
Dr. Lutz: „Wir konnten an diesem Nachmittag über 80 Besucher untersuchen.
Bei dreien haben wir eine krankhafte
Erweiterung der Bauchschlagader festgestellt.“ Dies entspricht auch der normalen Häufigkeit dieser Erkrankung,
die laut Untersuchungen in der entsprechenden Altersgruppe bei etwa fünf von
hundert Menschen auftritt. Diese vorrangig Männer betreffende Erkrankung
ist eine der häufigsten Todesursachen
bei Menschen ab dem 65. Lebensjahr.
Sabine Zimmer
Fotos: Sabine Zimmer
Die Mitarbeiterin Sandra Zimmer aus der Interventionellen Radiologie und Chefarzt Dr.
Martin Adolph besprechen den Ultraschallbefund eines Aortenaneurysmas.
Nachdem Nina Engel die Besucher empfangen hatte, erläuterte Dr. Martin Adolph den
Besuchern das Verfahren.
Die bundesweit erstmals stattgefundene Aktion
stand unter der Schirmherrschaft des bekannten deutschen Komikers, Kabarettisten und
Sängers Mike Krüger. Weitere Informationen
finden sich unter:
http://www.gefaesschirurgie.de.
Großer Andrang mit mehr als 200 Besuchern
herrschte beim Informationstag zu krankhaften Erweiterungen der Bauchschlagader im
Wittlicher St. Elisabeth-Krankenhaus.
Der neue gefäßchirurgische Chefarzt des
Verbundkrankenhauses, Dr. Hans-Joachim
Lutz, führte erstmals einen Informationstag
zu Gefahren und Behandlungsmöglichkeiten
bei Erweiterungen der Bauchaorta durch.
spectrum 2/2010
29
aus den einrichtungen
Nationaler Screeningtag
am Standort Lebach
Bessere Therapie für Patienten mit Tinnitus
Auszeichnung für Bad Kreuznacher Wissenschaftlerin
Bad Kreuznach. Auf dem 19. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium
der Rentenversicherungsträger vom
8. bis 10. März in Leipzig erhielt Dipl.Psych. Sonja Schauß den ersten Preis
für Posterbeiträge. Mit der Präsentation ihrer Forschungsarbeit „Einsatz von
e-health Methoden in der psychosomatischen Rehabilitation: Effekte eines
psychologischen Monitorings mit automatischer Intervention auf die Behandlungsergebnisse bei Tinnituspatienten“
konnte die Wissenschaftlerin und Psychotherapeutin des St. Franziska-Stifts
in Bad Kreuznach die Jury dieser größten Tagung der Rehabilitationsmedizin,
zu der mehr als 1.500 Teilnehmer aus
Wissenschaft und Praxis des Rehabilitationswesens zusammenkamen, für
diese Auszeichnung überzeugen. Das
St. Franziska-Stift war noch mit weiteren Vorträgen und Postern vertreten,
die mit Interesse aufgenommen wurden.
aus den einrichtungen
Unter Tinnitus, ständigen oder wiederkehrenden Ohrgeräuschen, leiden
viele Menschen. Auslöser können u.
a. Hörsturz, Innenohrschwerhörigkeit,
Knalltraumata, HWS-Probleme oder
starke psychische Belastungen sein.
Die wahrgenommenen inneren Geräusche werden oft chronisch und Patienten leiden ihr Leben lang.
In der psychosomatischen Rehabilitation bilden Patienten mit diesem komplexen Krankheitsbild mit vielfältigen
körperlichen und seelischen Ursachen
und Auswirkungen eine große Gruppe.
Die Verbesserung ihrer Behandlung ist
das Ziel der Arbeit von Sonja Schauß.
Dabei nutzt sie die wissenschaftliche
Erkenntnis, dass Tinnitus mit der Zeit
mit einer Veränderung des Hörverarbeitungsareals des Gehirns einhergeht.
Ihr Therapieansatz ist deshalb, die
Aufmerksamkeit von den inneren Geräuschen abzulenken. Durch intensive
und vermehrte Übung soll durch die gerichtete Aufmerksamkeitslenkung eine
Hemmung der Strukturen im Gehirn
erreicht werden, die durch den chronischen Tinnitus verändert wurden. Während der stationären Rehabilitationsbehandlung werden die Möglichkeiten der
modernen Informationstechnologie genutzt, um die Intensität und die Qualität
der Therapie zu steigern. Die Patienten
erhalten einen digitalen Assistenten
(UMTS-Handy), mit dem die Häufigkeit
und die Qualität der Aufmerksamkeitslenkungsübungen systematisch erfasst
und verbessert werden. Zahl und Bewertung der Übungen werden registriert und rückgemeldet. Die Patienten
können bei Schwierigkeiten mit den
Übungen verschiedene Handlungsop-
Den ersten Preis in der Kategorie „Posterbeiträge“ konnte Dipl.-Psych. Sonja
Schauß mit diesem Poster gewinnen. Es
erläutert die Forschungsergebnisse ihrer
Arbeit zum Thema „Einsatz von e-health
Methoden in der psychosomatischen
Rehabilitation: Effekte eines psychologischen Monitorings mit automatischer
Intervention auf die Behandlungsergebnisse bei Tinnituspatienten“.
30
spectrum 2/2010
Dipl.-Psych. Sonja Schauß erhielt in Leipzig
den ersten Preis für ihre Posterbeiträge.
tionen per Handy „nachschlagen“ und
werden mittels SMS an ihre Übungen
erinnert, wenn die letzte Rückmeldung
schon längere Zeit zurückliegt.
Die bisherigen klinischen Erfahrungen
zeigen, dass die Patienten mit diesem
technischen Hilfsmittel gut arbeiten
konnten und durch die technische systematische Anleitung zusätzlich motiviert wurden. Erste Ergebnisse der
Studie zeigen, dass die Patienten, die
mit dem Handy übten, im Unterschied
zur Kontrollgruppe ohne digitale Unterstützung, signifikant mehr Übungen
während der Rehabilitationsmaßnahme absolvierten, am Ende der Behandlung subjektiv besser mit ihrem Tinnitus
zurechtkamen und mit der gesamten
Therapie zufriedener waren.
Die Unterstützung durch die Möglichkeiten moderner Informationstechnologie, so das vorläufige Fazit von Sonja
Schauß, kann die bisherige TinnitusBehandlung in der psychosomatischen
Rehabilitationsklinik deutlich verbessern und Menschen mit diesem Leiden
helfen, ihre Beschwerden zu lindern
und ihre Fähigkeit zur Bewältigung dieser lebenslangen Beeinträchtigung zu
steigern. Auf die abschließenden Ergebnisse des Forschungsprojekts von
Sonja Schauß am St. Franziska-Stift
sind nicht nur die unmittelbar Betroffenen gespannt.
Sonja Schauß
Foto: Ali Intas
Traumergebnis für die Qualität in Bad Kreuznach
St. Franziska-Stift erreicht Rezertifizierung im Qualitätsmanagement
Bad Kreuznach. Eine Bestnote gab es
für das Qualitätsmanagement des St.
Franziska-Stifts. „Nur wenige Kliniken
erreichen dieses Ergebnis“, kommentierten die beiden Auditoren des externen Prüfinstituts ihre Bewertung für
die Rezertifizierung, „Sie leisten in fast
allen Bereichen hervorragende Arbeit.“
Im Abschlussgespräch der externen
Prüfer mit der Klinikleitung waren die
Fachleute des Qualitätsmanagements
besonders beeindruckt von dem Geist
des Hauses, der sich in dem Engagement und der Motivation der Mitarbeiter, der vom Leitbild geprägten Einstellung des Personals, der durchgängigen
Kundenorientierung, der Offenheit in
der Kommunikation untereinander und
der gelebten christlichen Zuwendung
zu den Patienten zeigte. „Wir konnten
in unseren Gesprächen spüren, dass
die formulierten Qualitätsanforderungen
Ihre tägliche Arbeit mit Patienten und
im Team prägen“, fasste die Leiterin der
Visitation ihren Eindruck zusammen.
Neben der bewährten Qualität in den
Prozessen der Dienstleistungen hoben
die Visitatoren die erfolgreiche Arbeit
der Leitung der Klinik in den Bereichen
Führung, Politik und Strategie sowie
Partnerschaften und Ressourcen hervor, die zu einer stabilen Position der
Klinik im Wettbewerb auf dem Markt
geführt hätten. Diese Stärken der Klinik erbrachten im Gesamtergebnis eine
herausragend gute Bewertung, die die
Auditoren nach ihren Angaben selten
vergeben.
Kaufmännischer Direktor Paul Kaiser (vorne links) und Qualitätsmanagementbeauftragter Dr. Lutz
Mussgay präsentieren stolz die Zertifizierungsurkunde und freuen sich mit den Mitarbeitern über
das Traumergebnis.
ternen Qualitätsexperten bei der Verabschiedung dem Direktorium der Klinik
mit auf den Weg. Die deutliche Steigerung gegenüber der vorangegangenen
Zertifizierung ist gleichzeitig eine Verpflichtung für alle, die Sicherung und
Verbesserung der Qualität auch in den
nächsten drei Jahren bis zur nächsten
Prüfung fortzusetzen.
Der Kaufmännische Direktor Paul Kaiser dankte zum Abschluss unter dem
Eindruck des überwältigenden Erfolgs
und der Traumnote allen Mitarbeitern
und besonders Dr. Lutz Mussgay als
dem sachkundigen Koordinator und
unermüdlichen Antreiber und Motivator
sowie den Kollegen der Leitung für die
geleistete Arbeit. „Lassen Sie uns in unserem erfolgreichen Dienst an unseren
Patienten engagiert auf der Basis unseres Leitbildes fortfahren; dieser Erfolg
soll uns alle beflügeln, mit Freude noch
Besseres zu bewirken.“
Für die Mitarbeiter einer psychosomatischen Klinik, deren Motto es ist, mit
ihren Patienten Dinge in Bewegung zu
bringen, kann es kaum einen besseren
Auftrag geben.
Dr. Elmar Mans
Foto: Claudia Süß
aus den einrichtungen
Für „exzellente Qualität in der Rehabilitation“ wurde die Psychosomatische
Fachklinik St. Franziska-Stift erstmals
2007 ausgezeichnet und erreichte als
erste Einrichtung der ctt die Zertifizierung ihres Qualitätsmanagements mit
einem schon damals respektablen Ergebnis. Die jetzige Rezertifizierung hatte zusätzliche Anstrengungen erfordert.
Unter der bewährten und kompetenten
Leitung des Qualitätsmanagementbeauftragten der Klinik, Dr. Lutz Mussgay,
hatten vor allem die Mitglieder des Direktoriums, aber auch alle Mitarbeiter
mit großem Engagement und viel Arbeit
in Verbesserungsprojekten diesen Tag
vorbereitet.
„Sie können stolz auf dieses Ergebnis sein, aber ruhen Sie sich nicht auf
diesen Lorbeeren aus“, gaben die ex-
spectrum 2/2010
31
Auszeichnung für die Hochwald-Kliniken Weiskirchen
Herausragende Beurteilung für hochwertiges Speisenangebot und Ernährungstherapie
Weiskirchen. Im nunmehr 29. Jahr
hat die Gütegemeinschaft ErnährungsKompetenz e. V. die Hochwald-Kliniken
Weiskirchen Ende März für ihre Kompetenz im richtigen Essen und in ihrer
gesicherten Ernährungstherapie ausgezeichnet. Die Sachverständigen der
RAL-Gütegemeinschaft bescheinigten
am Schluss eines strengen Prüfverfahrens den Hochwald-Kliniken erneut
eine hervorragende Qualität der im
Haus angebotenen Speisen und der
Ernährungstherapie. Hierbei hat das
Diät-Küchen- und Serviceteam zum
dritten Mal die GEK Bestbetriebe Auszeichnung, jetzt 2009/10, erhalten.
aus den einrichtungen
„Im Saarland sind wir das einzige Haus
dieser Art, das für seine Patienten in
dieser sehr aufwendigen Weise die
Essensqualität sichert“, sagt Bernd
Rullang, Kaufmännischer Direktor der
Hochwald-Kliniken, stolz. „Über diese
Auszeichnung freuen wir uns sehr und
danken dem gesamten Diät-Küchenund Serviceteam, insbesondere unserer leitenden Ernährungsfachkraft Gerda Reinert, dem Betriebsleiter Küche
Ralph Mergener und der Serviceleitung
Rosel Lauer.“ Wie wichtig es für die
Gäste und Patienten ist, ein qualitativ
hochwertiges und gesundheitsbewusstes Speisenangebot zu garantieren,
weiß Gerda Reinert aus ihrem Alltag in
Weiskirchen zu berichten. „Wir stellen
fest, dass eine fach- und sachgerechte
Beratung zu den verschiedenen Kostformen und Diäten immer stärker nachgefragt wird. Der Gast will nicht nur
sehen, was er vor sich auf dem Teller
hat, sondern auch eine verständliche
und transparente Information zu den
Inhalten.“ Chefarzt Dr. Martin Schlickel,
Ernährungsmediziner der Klinik, bestätigt diese Erfahrung.
Seit 24. August 1981 tragen die Hochwald-Kliniken das RAL-Gütezeichen
Kompetenz richtig Essen (früher: Diät
und Vollkost) als Qualitätsmerkmal.
Alle zwei Jahre führt die GEK ein sogenanntes Reaudit durch zur Qualitätssicherung. Bei der Erfüllung der 100
verschiedenen Qualitätskriterien, die
Küche, Speiseraum und Ernährungstherapie umfassen, erfolgt eine Neuverleihung begrenzt bis zum nächsten
Reaudit. Des Weiteren führt die Ernährungsberaterin Gerda Reinert alle drei
Monate eine interne Qualitätskontrolle
mit einem Kontrollbericht durch.
Die Sicherstellung der notwendigen
Strukturqualität ist eine wichtige Voraussetzung. Das bedeutet, dass die
Klinik über qualifizierte Fachkräfte wie
Diätkoch und Diätassistenten verfügt,
die sich regelmäßig fortbilden. Ein
gemeinsam im Ernährungsteam erstellter Leistungskatalog „Küche“ und
Leistungskatalog „Ernährungstherapie“
dienen hierzu als Arbeitsgrundlage.
Die saisonal orientierten Speisepläne
sind für alle Kostformen geeignet. Darin sind die Nährwerte berechnet, die
Zusatzstoffe sind vermerkt und eine
entsprechende Allergiekennzeichnung
wurde vorgenommen. Qualitätskriterien wie z. B. eine gute Lebensmitteleinkaufsqualität, die Rückverfolgbarkeit
der Lebensmittel, ein gezielter Wareneinsatz, schonende Gar-Verfahren,
kurze Warmhaltezeiten, Frischkostanteil am Tag, die Essensherstellung
nach den aktuellen Hygienerichtlinien,
Anrichten des Essens am Buffet oder
Die Mitarbeiter der Hochwald-Kliniken erhalten eine besondere Auszeichnung. Zu sehen
ist der Erste Vorsitzende der GEK (links),
Uwe Röver, bei der Verleihung.
beim Tellerservice, Fertigproduktanteil
usw. werden streng eingehalten und
bestimmen den Arbeitsalltag.
Darüber hinaus wertet das Diät-Küchen- und Serviceteam regelmäßig
die Tischgastbefragungen aus, die als
Grundlage zur weiteren Optimierung
dienen.
In diesem Qualitätssicherungsverfahren haben die Abteilungsleiter und die
Mitarbeiter sich dazu verpflichtet, sowohl den Patienten als auch dem Arbeitgeber gegenüber eine qualitätsgesicherte Arbeit zu leisten. Arbeitsziele,
wie hohe Zufriedenheit bei Patient oder
Tischgast und Vorgesetztem, oder ein
transparentes Arbeiten schaffen für alle
Klinikmitarbeiter eine verbesserte Qualität und sorgen letztlich auch für viel
Lob, das die Mitarbeiter direkt erhalten. In diesem System der ständigen
Optimierung – der RAL-Güte – finden
sich die neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnisse. „Es bedeutet letztlich
nicht nur Essen sichern mit gutem Gefühl, sondern auch arbeiten mit gutem
Gefühl!“
Die jährlich über 6.000 Patienten der
Hochwald-Kliniken sind von dem ausgegebenen Essen sehr begeistert. Das
geht aus einer Patientenbefragung hervor. Fragt man die Patienten, wie denn
der Aufenthalt war, antworten viele:
„Das Essen war klasse!“ – Ein Ansporn
für Klinikleitung und Mitarbeiter, sich
nicht auf den Lorbeeren auszuruhen
und sich weiter zu verbessern.
Die Hochwald-Kliniken Weiskirchen gehören zu den bundesweit wenigen Einrichtungen, die für
ihre außergewöhnliche Kompetenz im Essen eine Auszeichnung erhalten.
32
spectrum 2/2010
Gerda Reinert
Fotos: privat
3 Fragen an
Chefarzt Dr. Klaus Steinbach
1
Herr Dr. Steinbach, allem voran
erst einmal unseren herzlichen
Glückwunsch zu diesem Ehrenamt! Die Amtszeit von vier Jahren
liegt nun vor Ihnen. Was haben
Sie sich für diese Zeit vorgenommen?
Nachdem nun seit Ende Mai die Mitglieder der Kommission feststehen, werden
wir bei unserer ersten Sitzung im Sommer die Schwerpunkte unserer Arbeit
festsetzen können.
Ich denke, dass wir an der Fortführung
der bislang sehr engen Verbindung
zum Verband der Europäischen Sportmediziner (EFSMA) arbeiten werden.
Die Weiterentwicklung der medizinischen Kommissionen der kleineren
Nationalen Olympischen Komitees
(NOK) werden wir ebenfalls voranbringen, insbesondere auf dem Gebiet der
sportmedizinischen und physiotherapeutischen Fortbildung werden wir hier
deutliche Akzente setzen. Weitere Themen sind für mich die Vorbeugung von
Sportverletzungen. Wenn es nach meinen Vorstellungen geht, werden wir die
Erfahrungen der letzten Olympischen
Winterspiele in Vancouver zum Anlass
nehmen, um uns hier den Fragen von
Mindest-Regenerationszeiten und der
Wiedereingliederung von Sportlern
nach Verletzungen zuzuwenden. Hier
ist vor allem die sportmedizinische Forschung gefragt, um die Möglichkeiten
von Rehabilitationsmaßnahmen nach
Verletzungen weiterzuentwickeln.
2
Während der vergangenen Winterspiele in Vancouver ist es zu
zahlreichen Unfällen gekommen.
Ist das bei der Setzung Ihrer
Schwerpunktthemen
gebend gewesen?
ausschlag-
Ja und Nein. Sicher werden wir Sportmediziner auch zukünftig genau hinschauen und unser Wort erheben müssen, um beratend dem wachsenden
Risiko für Sportler durch immer extremer
gewordene Rahmenbedingungen und
der Sportstättengestaltung entgegen zu
wirken. Schauen Sie, bei solchen Wettbewerben sollte die Chancengleichheit
unbedingt gewahrt sein, denn sonst ist
es ja kein fairer Wettbewerb mehr. Da
konnte man an der einen oder anderen
Stelle den Eindruck gewinnen, dass
hier die Chancengleichheit gelitten hat.
Zum Beispiel beim Thema Mindestregenerationszeit. Bedingt durch den
Druck der TV-Sendeanstalten, waren
im Langlauf-Sprint die Teilnehmer des
zweiten Halbfinals gefordert, ohne ausreichende Pause das Finale zu bestreiten. Die Erbringung von Höchstleistung
wurde wegen zu geringer Erholungszeit
unmöglich gemacht und die Chancengleichheit war nicht mehr gegeben.
Ich denke, dass hier insbesondere
die Sportmedizin gefordert sein wird,
mehr auf dem Gebiet von Mindestregenerationszeiten zu forschen, damit
die Erkenntnisse in die Wettkampfplanung einfließen. Für unsere Arbeit
wäre es vorteilhaft, auf der Basis von
Forschungsergebnissen Empfehlungen
aussprechen zu können, ob z. B. 15
oder 30 Minuten Mindestpausen einzuhalten sind.
Rehabilitationsmaßnahmen stehen natürlich im Mittelpunkt meiner täglichen Arbeit in den Hochwald-Kliniken
in Weiskirchen. Hierzu zählt für mich
auch die zweimal jährlich stattfindende
sportmedizinische Fort- und Weiterbildungsveranstaltung. Mein Ziel ist es,
auch weiterhin hochrangige Referenten
für die beliebte Seminarreihe zu finden
– sicher auch aus dem Umfeld meiner
EOC- und IOC-Tätigkeit.
3
Wie können denn im Hochleistungssport gewonnene sportmedizinische Erkenntnisse in den Alltag einer Reha-Klinik eingebracht
werden?
Erkenntnisse, die wir aus der Rehabilitation von Sportlern gewinnen, können
zwar nicht 1:1 auf den Nicht-Sportler
übertragen werden. Aber auch in diesem Bereich greift der Effekt, den Sie
Dr. Klaus Steinbach ist ehemaliger Schwimmweltmeister (1975) und olympischer Medaillengewinner von 1972 und 1976. Sein
umfangreiches Fachwissen gibt er in regelmäßig stattfindenden Fort- und Weiterbildungen weiter. Die nächste sportmedizinische
und schmerztherapeutische Veranstaltung
wird vom 20. bis 21. November in Weiskirchen stattfinden.
beispielsweise von der Formel 1 oder
aus der Raumfahrt kennen: Viele Entwicklungen in diesem Bereich finden
sich nun auch in den neuesten PKWs
im Straßenverkehr und in unserem
Alltag. So ist es auch bei der Verbesserung von Rehabilitationsmaßnahmen. In meinem Berufsalltag mache
ich immer wieder die Erfahrung, dass
Menschen, die sich sportlich betätigen,
sich wesentlich schneller regenerieren
und damit auch schneller rehabilitiert
werden können. Die Hauptprägephase
für die menschliche Motorik findet zwar
im Alter von drei bis zehn Jahren statt,
jedoch erfahre ich in meiner täglichen
Arbeit, dass es nie zu spät ist, aus seinem „Sportmuffeldasein“ auszubrechen.
Ganz im Gegenteil: je früher, desto besser!
Das Interview führte
Dr. Claudia Gerstenmaier.
Foto: privat
spectrum 2/2010
33
aus den einrichtungen
Unmittelbar vor den Olympischen
Winterspielen in Vancouver erhielt
der Ärztliche Direktor der HochwaldKliniken Weiskirchen, Chefarzt Dr.
Klaus Steinbach, als Mitglied der
Executive des Europäischen Olympischen Komitees (EOC) seine Ernennung zum Vorsitzenden der Medizinischen und Anti-Doping Kommission
der EOCs. In der Funktion des Vorsitzenden wird Dr. Steinbach von 2010
bis 2013 die Betreuung von Ärzten
und Physiotherapeuten aller 49 europäischen Länder koordinieren und
Sportmediziner für das IOC (englische Abkürzung für Internationales
Olympisches Komitee) weiterbilden.
Nachgefragt bei
Elisabeth Paulus
Im Sommer 2009 bezog die Tagesgruppe in Hermeskeil neue Räumlichkeiten im Schulzentrum der
Stadt. Der Umzug wurde notwendig,
weil 12 Kinder auf engstem Raum
untergebracht und unterrichtet wurden, obwohl die Gruppe an sich nur
für 10 Kinder ausgelegt war. Ein
Jahr nach der Eröffnung der neuen
Tagesgruppe sprachen wir mit Elisabeth Paulus, der Betreuerin der
Tagesgruppe.
Die Tagesgruppe in Hermeskeil besteht bereits seit 1999, also schon
über 10 Jahre. Im Sommer des vergangenen Jahres wurden die Räumlichkeiten in das Schulzentrum Hermeskeil verlegt. Welche Aufgabe hat
die Tagesgruppe in Hermeskeil denn
genau?
aus den einrichtungen
Im Wesentlichen betreuen wir in unserer Tagesgruppe Kinder aus sozial
benachteiligten Familien. Diese kommen meist aus einem schwierigen Umfeld und es fehlt ihnen oft an einfachster Sozialkompetenz. Durch gezielte
Lernförderung sowohl in schulischen
als auch in alltäglichen Situationen
versuchen wir den Kindern ein Stück
Selbstständigkeit beizubringen. Dabei
benutzen wir sogenannte „Punktepläne“, in denen die Kinder und Jugendlichen positive Punkte für korrektes
Gruppen- und Individualverhalten, aber
auch negative Punkte für Fehlverhalten
sammeln können. Am Ende der Woche
werden die Punkte verrechnet und bei
einer gewissen Anzahl positiver Punkte können sich die Kinder etwas „wünschen“. So vergeben wir zum Beispiel
für besonders gute Punktepläne auch
CD-Gutscheine, die bei den Kindern
hoch im Kurs stehen.
Die Kinder und Jugendlichen organisieren sich ja selbstständig in
sogenannten „Kinderkonferenzen“.
Welche Themen werden in solchen
Runden besprochen und nach welchem Modus laufen diese ab?
Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt
in der Heranführung der Kinder an demokratische Systeme. In Kinderkonferenzen organisieren sich Kinder und
Jugendliche vollkommen selbstständig,
wählen Gruppensprecher und besprechen aktuelle Themen, die ihnen auf
34
spectrum 2/2010
Sich einmal im Hof richtig austoben – auch das gehört zu dem Angebot der Tagesgruppe in
Hermeskeil. Je nach Bewegungsdrang nutzen die Kinder und Jugendlichen – wie hier auf dem
Bild zu sehen – das Basketballfeld. Aber auch das gemeinsame Fußballspiel wird regelmäßig
gepflegt und bei heißem Sommerwetter lädt das nahe gelegene Schwimmbad zu einer willkommenen Abkühlung ein.
dem Herzen liegen. Selbstverständlich
unterstützen wir solche Treffen bei besonders schwierigen Themen, aber im
Wesentlichen geht es darum, den Kindern einen eigenen Gestaltungsfreiraum zur Verfügung zu stellen.
In der letzten Sitzung der Kinderkonferenz wurde beispielsweise die Planung
für unsere Sommerferien besprochen.
Das Ergebnis war der Wunsch nach
dem Besuch des Freizeitparks „Legoland“ in Bayern. Ob dieser Wunsch
tatsächlich umsetzbar ist, muss noch
geprüft werden, aber auf jeden Fall stehen wir den Vorschlägen, die über die
Gruppensprecher an uns herangetragen werden, offen und positiv gegenüber.
Im vergangenen Jahr hat die Tagesgruppe neue Räumlichkeiten im
Schulzentrum Hermeskeil bezogen.
Welche neuen Möglichkeiten haben
sich hieraus ergeben?
Bevor wir hierher umgezogen sind,
hatten wir eine Gesamtfläche von 120
Quadratmetern. Auf dieser betreuten
wir 12 Kinder. Man kann sich vorstellen, dass 12 Kinder auf solch kleinem
Raum ein gewisses „Konfliktpotential“
hatten. Die neuen Räumlichkeiten im
Schulzentrum bieten 400 Quadratmeter im Gebäude und zusätzlich etwa
200 Quadratmeter Freifläche. Die 16
Kinder, die wir zurzeit betreuen, haben
hier wesentlich mehr Privatsphäre und
können sich, wenn gewünscht, auch
einfach mal zurückziehen. Zudem können sie sich im Hof richtig austoben
und dem Bewegungsdrang, den man
als Kind oder Jugendlicher noch innehat, nachgeben. Fußball, Basketball
und das nahe gelegene Schwimmbad
bieten uns mehr als genug Möglichkeiten, den Kindern ein abwechslungsreiches Programm anzubieten.
Das Interview führte
Philipp David Schneider.
Foto: privat
Waldkindergarten oder Regelkindergarten?
Physiotherapieschule Illingen testet motorische Fähigkeiten von Kindergartenkindern
Illingen. Die Mitglieder des Kurses 22
der Physiotherapieschule Illingen hatten sich vorgenommen, an dem diesjährigen Wettbewerb „Innovationspreis
des Verbandes Leitender Lehrkräfte
– Schüler gestalten Zukunft“ teilzunehmen, um somit auch das wissenschaftliche Arbeiten kennen zu lernen. Als
Thema wählten sie eine vergleichende
Studie bezüglich der motorischen Fähigkeiten von Kindern eines Waldkindergartens und eines Regelkindergartens. Dazu stellten sie die These auf,
dass „Kinder im Waldkindergarten motorisch besser sind als Kinder in einem
Regelkindergarten“.
Mit dem „Kindergarten der Stiftung Hospital St. Wendel“ wurde eine Einrichtung
gefunden, an der die Studie durchgeführt werden durfte. Dieser Kindergarten bot sich sehr an, da er sowohl eine
Regel- als auch eine Waldgruppe vorweist. Die Leitung des Kindergartens,
Gabi Rauber und Lothar Saipt, zeigten
sich an dem Vorhaben interessiert und
unterstützten die Umsetzung des Projektes. In der Vorbereitung hatten sie zu
einem Elternabend eingeladen, der am
9. Februar stattfand, um die Eltern über
die Studie und den Ablauf zu informieren.
Zur Ausarbeitung der Testserie richteten sich die Kursmitglieder nach dem
standardisierten Verfahren „MOT 4-6“,
welches ihnen ermöglichte, die individuelle motorische Leistung der Kinder
mit ähnlichen Altersgruppen zu vergleichen.
Momentan werten die Kursmitglieder
die Testergebnisse aus, um die von ihnen aufgestellte These zu bestätigen
oder zu widerlegen.
Für die tatkräftige Unterstützung durch
Kinder, Eltern, Kindergarten und Lehrer
dankten die Mitglieder des Kurses recht
herzlich.
Bernd Conrad
Foto: Julia Heinz
Heike Herrmann testet an der Teststation 4
die feinmotorische Geschicklichkeit der Kinder, indem diese ein Taschentuch mit den
Zehen aufheben müssen.
Tierischer Besuch im Marienstift Mendig
Hündin Abby bringt ihre „Praktikantin“ mit
nur 12 Wochen alte Welpe Mabel hinzu.
Die Tiere, die im Rahmen der Freizeitbeschäftigung regelmäßig im Marienstift sind, bringen die Heimbewohner,
die früher oft selbst Haustiere hatten,
zum Erzählen. Auch die beiden im Haus
lebenden Katzen Wilma und Fred sind
gern gesehene „Gesprächspartner“ für
die Senioren, und auch demente Bewohner öffnen sich den Tieren gegenüber offensichtlich.
Aus diesen Gründen ist den Mitarbeitern des Sozialen Dienstes, der die tiergestützte Beschäftigung in sein Konzept einfließen ließ, und der Leitung
des Marienstifts sehr an den Besuchen
der tierischen Gäste gelegen, und die
braven Hunde und Katzen besuchen
auch bettlägerige Heimbewohner, die
sich entsprechend über die Tiere freuen.
Die Rollenverteilung bei den Hunden
Abby und Mabel war beim letzten Besuch jedoch ganz klar: Abby begeisterte die Bewohner mit allerlei Kunststückchen und Mabel genügte es, einfach
nur „süß und knuddelig“ zu sein.
Maria-Magdalena Lanz (links) und Elfriede Brauns (rechts) lassen sich gerne von Retrieverhündin Abby beschnuppern.
Jutta Syré-Gross
Foto: Jutta Syré-Gross
spectrum 2/2010
35
aus den einrichtungen
Mendig. Seit bereits vier Jahren besucht die Retrieverhündin Abby das Marienstift, doch bei ihrem letzten Besuch
hatte sie eine besondere Überraschung
dabei: Zu ihrer Unterstützung kam der
Kleine Reise in die Vergangenheit
Bewohner des Cusanus-Stifts unternehmen Ausflug nach Traben-Trarbach
Bernkastel-Kues. Anfang Juni unternahmen die Bewohner des CusanusStifts in Bernkastel-Kues einen Ausflug
mit dem hauseigenen Bus. Das Ziel
war das idyllische Traben-Trarbach.
Es ging moselabwärts, vorbei an Weinbergen, schönen Dörfern und grünen
Hängen. Die Ginsterblüte setzte besondere Akzente in die Landschaft.
In Traben-Trarbach angekommen besuchte die Reisegruppe einen Antikund Trödelladen. Die Freude war groß,
alte, wunderschöne Möbelstücke, Porzellan, alte Haushaltsgegenstände und
Kurioses anzuschauen. Erinnerungen
an frühere Zeiten wurden geweckt.
Bilder aus Kindheit, Jugend und Alltag
waren plötzlich gegenwärtig. Viele erstanden den einen oder anderen Gegenstand. Und wie es nun mal so ist,
bot auch dieser Ausflug eine besondere Überraschung: Die Inhaberin des
Trödelladens lud die gesamte Gruppe
zu Kaffee und Kuchen auf ihre wunderschöne Terrasse ein. Bei einem kleinen
Abstecher auf der Heimfahrt genossen
die Teilnehmer auf den Hunsrückhöhen
den Blick über das Moseltal bis weit in
die Eifel hinein.
Stefanie Philipps
Foto: Stefanie Philipps
Einige antike Stücke konnten die Senioren
(v.l.n.r.) Philipp Bohr, Gertrud Geib und Katharina Thiel erwerben.
Musikalische Geburtstagsglückwünsche im St. Vinzenzhaus
„MGV Zufriedenheit Kausen“ bringt ein Ständchen zum 70. Geburtstag
Gebhardshain. Rudolf Büdenhölzer,
Bewohner des Alten- und Pflegeheims
St. Vinzenzhaus in Gebardshain, hatte anlässlich seines 70. Geburtstages
einen Wunsch: Er wünschte sich ein
Ständchen der Sänger des „MGV Zufriedenheit Kausen“.
Und so ließen es sich die Sänger unter
Leitung von Albert Geimer nicht nehmen, dem Jubilar an seinem Geburtstag musikalisch zu gratulieren. Da Rudolf Büdenhölzer früher selbst im Chor
mitsang, war es für die Sänger eine
besondere Freude, diese Gelegenheit
für ein Ständchen zu nutzen, erklärte
Chorleiter Gerd Pfeiffer.
Der Auftritt wurde vom Geburtstagskind und seinen Gästen mit großem
Applaus gefeiert. Chorleiter Pfeiffer
überreichte Büdenhölzer zudem noch
einen Präsentkorb und eine Urkunde.
Beim anschließenden Umtrunk wurde
noch weiter gesungen und der Gesangverein verließ das St. Vinzenzhaus nicht ohne das Versprechen, bald
wieder für die Bewohner zu singen.
Elke Dielmann
Foto: Elke Dielmann
Die Sänger des „MGV Zufriedenheit Kausen“ brachten dem Geburtstagskind nicht
nur musikalische Geschenke. Vorsitzender
Albert Geimer (links) überreichte Rudolf Büdenhölzer (rechts) auch noch einen Präsentkorb samt Urkunde.
Demenzwoche in Maria vom Siege
aus den einrichtungen
Spielenachmittag für das Netzwerk Demenz in Koblenz
Wallersheim. Vom 7. bis 18. Juni fanden in Koblenz unter dem Motto: „Vergesslich...aber nicht vergessen – Gemeinsam leben mit Demenz“ die 2.
Koblenzer Demenzwochen statt. Alle
Mitglieder des Netzwerkes Demenz, so
auch Maria vom Siege, organisierten in
den jeweiligen Einrichtungen spezielle
Aktivitäten mit und für Bewohner und
für Interessierte und Betroffene. Gemeinsam mit der Sozialen Betreuung
wurde im Alten- und Pflegeheim Maria
vom Siege ein abwechslungsreiches
Programm auf die Beine gestellt, das
36
spectrum 2/2010
sich von einem Nachmittag mit Kochen, über einen Vortrag über Basale
Stimulation bis hin zu einem vergnüglichen Spielenachmittag erstreckte.
Das „Netzwerk Demenz Koblenz“ ist
ein Zusammenschluss von Einrichtungen, Diensten und Organisationen in
Koblenz. Es ist 2004 aus der Demenzkampagne der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) RheinlandPfalz hervorgegangen.
Lutgart Van Damme
Foto: privat
Unter der Leitung von Conny Gehring und
Isabell Förderer sorgte ein Spielenachmittag
für viel Freude bei den Senioren.
Olympischer Gedanke im Alten- und Pflegeheim St. Barbara
Seniorengerechte Wettkämpfe begeistern Bewohner
Mudersbach. Zum ersten Mal wurde
im Alten- und Pflegeheim St. Barbara eine seniorengerechte „Olympiade“
veranstaltet. Insgesamt zehn Disziplinen mussten die Teilnehmer absolvieren, um auf einem der begehrten Siegerplätze zu landen.
Unter anderem mussten die Bewohner
sich Gegenstände aus dem täglichen
Leben nach einminütiger Betrachtung
merken, die im Anschluss daran dem
Kampfrichter mitzuteilen waren. Es wurde auch das Erkennen von Interpreten
von Schlagern ab den 30er Jahren erwartet. Aber auch die Geschicklichkeit
der Teilnehmer wurde gefordert. So galt
es möglichst viele Wäscheklammern
in zwei Minuten an einem Trockentuch
zu befestigen oder einen Luftballon solange wie möglich in der Luft zu halten.
Großen Anklang bei den Teilnehmern
fand das Werfen mit Schaumstoffbällen
auf leere Dosen.
Stolze Siegerinnen der ersten seniorengerechten Olympiade in Mudersbach waren (v.l.n.r.) Edeltraud Körner (3. Platz), Christel Debus (1. Platz), Hedwig Fiebing (2. Platz).
Während des Wettkampfs wurde
schnell deutlich, dass es für die teilnehmenden Bewohner wichtig war zu
zeigen, dass sie noch in der Lage sind,
sportlich und geistig einiges zu leisten.
Beim beliebten „Dosenwerfen“ konnten auch
(v.l.n.r.) Liselotte Rodatz und Hildegard Käberich ihr Können unter Beweis stellen. Sonja
Pfeiffer, Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes,
unterstützte die „Olympioniken“.
Nach der Auswertung der Ergebnisse
bekamen die drei Erstplatzierten, Edeltraud Körner (3. Platz), Hedwig Fiebing
(2. Platz) und Christel Debus (1. Platz),
eine Urkunde und einen Blumenstrauß
als Zeichen der Anerkennung. Die Siegerin erhielt zusätzlich noch einen Po-
kal. Alle anderen „Olympioniken“, die
es nicht aufs Siegerpodium geschafft
hatten, erhielten am nächsten Tag eine
Teilnahmebestätigung.
Nach den sportlichen Anstrengungen
und der Siegerehrung wurde ein gemeinsames Abendessen mit Salaten
und heißer Fleischwurst in der Caféteria organisiert.
Jutta Kohl
Fotos: Reinhard Lück
Grillsaison wurde feierlich eröffnet
Schwemlingen. Die „Heini-Singers“
aus Merzig und Umgebung sind schon
seit Jahren dem Alten- und Pflegeheim
Kloster Marienau verbunden.
Deswegen war es für sie selbstverständlich, musikalisch aktiv mitzuwirken, als die Grillsaison eröffnet wurde.
Gemeinsam mit den rund 15 Sängern
ging es dann auch mit Gesang für viele Senioren fröhlich zu, denn selbst so
mancher sonst vergesslichere Zeitgenosse erinnerte sich an viele alte Lieder
seiner Kindheit, die er dann auch aus
ganzem Herzen mitsingen konnte.
Gute Laune, schönes Wetter und viele
Helfer sorgten für ein gelungenes Fest
im Freien. Zu diesem Grillfest waren
zahlreiche Angehörige, viele Hausärzte
und sogar einige Mitarbeiter gekommen, die an diesem Tag eigentlich frei
hatten.
Anja Gratz
Foto: Christine Schuster
Die Grillsaison ist eröffnet! Es wurde geschwenkt, gesungen, gelacht, als sich der
Sommerbeginn von seiner schönsten Seite
zeigte.
spectrum 2/2010
37
aus den einrichtungen
„Heini-Singers“ feiern mit den Senioren des Alten- und Pflegeheims Kloster Marienau
Ein doppeltes Jubiläum in St. Martin
Rollstuhltanz am Tag der offenen Tür begeistert Bewohner und Besucher
Ochtendung. Gleich einen doppelten
Anlass zur Freude gab es im Altenund Pflegeheim St. Martin in Ochtendung: Das Haus selbst besteht bereits
seit zehn Jahren und der Förderverein
feierte sein fünfjähriges Bestehen. Die
beiden „Geburtstage“ wurden mit einem Tag der offenen Tür verbunden,
sodass den Bewohnern, Angehörigen
und Freunden des Hauses an diesem
Wochenende ein vielseitiges Programm und eine rundherum gelungene
Zeit geboten war.
Mit einem traditionellen Festgottesdienst eröffneten Pfarrer Jörg Schuh
und Pater Nikolaus Herden am Samstagmorgen das Fest-Wochenende.
Verbandsbürgermeister Maximilian
Mumm lobte das Alten- und Pflegeheim als Generationentreff: „Das Haus
ist inzwischen ein Treffpunkt für Jung
und Alt“. Auch Ortsbürgermeisterin
Rita Hirsch fand lobende Worte und
bescheinigte der Altenhilfeeinrichtung
eine feste Rolle in der Gemeinde Ochtendung. Bernd Wienczierz, Kaufmännischer Direktor der Altenhilfeeinrich-
tungen Rheinschiene, Edmund Brück,
Vorstandsvorsitzender des Fördervereins, und die Heimleiterin Margot Herzog-Sauer freuten sich beim Festessen
über die vielen Gratulanten.
Der Sonntag war geprägt vom Tag der
offenen Tür. Der Fanfarenzug Ochtendung, die Theatergruppe „Reißzwecke“, der Männergesangverein „Ars
Musica“ sowie der Frauenchor und die
Tanzgruppe der DJK Ochtendung gestalteten das Rahmenprogramm des
Festtages. Während des gesamten Tages wurden Führungen angeboten und
der vom Förderverein gespendete Sinneswagen den Besuchern vorgestellt.
Gespannt warteten die Bewohner und
Gäste auf den Höhepunkt der Veranstaltung: Tanzkunst im Rollstuhl, präsentiert von Dorothea Röhsler-Preiss
und Dietmar Kerschis. Bei Melodien
von Paul Kuhn, René Kollo oder Rocco Granata, um nur einige zu nennen,
tanzten die beiden Walzer, Samba,
Rumba, Slow-Fox und auch Disco Fox.
„Mit Ihrer Fröhlichkeit, Gestik und Ihrem Können haben Sie sich wieder in
Zusammen mit Margot Herzog-Sauer,
Heimleiterin des Alten- und Pflegeheims St.
Martin, schnitt Jakob Roth, Vorstand des
Fördervereins St. Martin, die Jubiläumstorte
an.
die Herzen der Zuschauer getanzt“,
dankte Margot Herzog-Sauer dem
Tanzpaar.
Margot Herzog-Sauer
Foto: Heiko Reinert
Wahrnehmen mit allen Sinnen
aus den einrichtungen
Altenpflegezentrum Haus St. Martin eröffnet neuen Sinnesraum
Schiffweiler. Die stimmungsvolle Atmosphäre im neu gestalteten Sinnesraum bietet den Bewohnern Zeit und
Raum, sich zu entspannen. In diesem
Raum werden durch Licht, Musik,
Geräusche, Bilder und Düfte in angenehmer Atmosphäre die Sinne von
dementen Menschen angesprochen
und schöne Erinnerungen wachgerufen. Es werden bewusst Reize ausgewählt, welche eine positive Atmosphäre schaffen.
stimmtes Angebot kann eine beruhigende oder anregende Wirkung erzielt
werden.
So wird die Umwelt von älteren Menschen als überschaubar und übersichtlich erlebt. Bewohner, die durch Einschränkungen wie Pflegebedürftigkeit,
Krankheit, Behinderung oder soziale
Isolation betroffen sind, können durch
dieses Angebot aufbauende Eindrücke
und Erfahrungen sammeln. Durch ein
auf den einzelnen Menschen abge-
Mit diesem neuen Angebot, welches
sehr individuell gestaltet werden kann,
wird den Senioren des Hauses eine
weitere Möglichkeit der Tagesgestaltung angeboten.
38
spectrum 2/2010
Um auch den pflegebedürftigen älteren
Menschen ein solches Erlebnis zu ermöglichen, steht ein mobiler Sinneswagen im Haus zu Verfügung, welcher mit
reichlich Materialien ausgestattet ist.
Denn eins ist klar: Entspannung führt
zu einer veränderten Sichtweise der
Dinge, die um einen herum geschehen.
Sabine Siffrin
Foto: Jessica Bühler
Im neuen Sinnesraum entspannen bei Farben, Tönen, Bildern und Düften (v.l.n.r.):
Christel Schwitzgebel, Jutta Jochum, Monika Ehrhardt und Maria Collissi.
Seltene Kunstwerke wecken Erinnerungen
Ausstellung historischer Bilder von Hostenbach in St. Hildegard
Hostenbach. Mit Bildern aus allen Lebensbereichen des frühen 20. Jahrhunderts konnten die Organisatoren der
Bilderausstellung die Bewohner und
Besucher des Alten- und Pflegeheims
St. Hildegard in Hostenbach Anfang
April begeistern.
Die Motive, die Ortsvorsteher Harald
Kaufmann aus seinem Fundus mitbrachte, sind wahre Schmuckstücke der
Hostenbacher Heimatgeschichte. Gemeinsam mit Stefanie Klos, der Heimund Pflegedienstleiterin, eröffnete er
Mitte April die 25 historische Aufnahmen umfassende Ausstellung.
Einige Senioren erkannten sich, auch
zur Überraschung der Organisatoren,
auf dem einen oder anderen Bild wieder, was für viel Gesprächsstoff sorgte.
Viele Bewohner und Gäste konnten sich anhand der Bilderausstellung einen Eindruck vom Leben in Hostenbach des frühen 20. Jahrhunderts verschaffen. Gemeinsam mit Hostenbachs Ortsvorsteher Harald Kaufmann freute sich Stefanie Klos, Heim- und Pflegedienstleiterin des Hauses
St. Hildegard, über die zahlreichen interessierten Besucher.
Stefanie Klos
Foto: Frank Villmen
Auf die Plätze … Firmenlauf!
Koblenzer Firmenlauf unter begeisterter ctt-Beteiligung
Koblenz. Ende Juni war es wieder soweit: Ungebremste Lauffreude erlebten
die 17 Läufer der ctt-Altenhilfe Rheinschiene gemeinsam beim Koblenzer
Firmenlauf!
Der Startschuss fiel um 18:25 Uhr. Gut
in Form, bei bester Stimmung und im
neuen ctt-T-Shirt ging es bei sommerlicher Temperatur auf dem Koblenzer
Oberwerth durch die Rheinanlagen auf
eine 5,3 Kilometer lange Strecke.
Laolawellen, bunte Teamkleidung,
glückliche, aber auch angestrengte Gesichter, Sonnenschein und Partystim-
mung – diese Bilder bestimmten den
diesjährigen Firmenlauf. Trotz der sehr
heißen Temperaturen liefen alle 17 Läufer mit tollen Zeiten und teilweise hochroten Gesichtern wieder vollzählig über
die Ziellinie. Es kam den ctt-Läufern
nicht so sehr auf sportliche Höchstleistungen an, sondern auf das Erlebnis im
Team.
Belohnung muss sein! – Frei nach diesem Motto haben die Teilnehmer in
geselliger Runde und mit einem guten
Essen den tollen Tag gemeinsam ausklingen lassen.
Firmenlauf 2011? – Die ctt-Altenhilfe
Rheinschiene ist wieder dabei!
Das Team ctt-Altenhilfe Rheinschiene errang mit 17 Teilnehmern den 106. Platz.
Daniela Lamm
Foto: Jürgen Höfer
spectrum 2/2010
39
aus den einrichtungen
Weit mehr als 10.000 Läufer strömten
auch in diesem Jahr wieder aus über
700 Unternehmen der Mittelrheinregion durch die Rheinanlagen. Angefeuert
wurden sie von einer jubelnden, fahnenschwenkenden und Vuvuzelas trötenden Zuschauermenge.
Ein Interview mit Professor Dr. Arnold Otten
Coaching – Eine zielführende Methode, Modewort oder ein alter Hut?
Aach. Seit März 2005 ist Professor
Dr. Arnold Otten Gast-Dozent im cttFortbildungszentrum. Schwerpunktmäßig vermittelt er in den staatlich
anerkannten Weiterbildungslehrgängen zur Leiterin oder zum Leiter einer Pflege- oder Funktionseinheit
im Gesundheitswesen und in der
Altenpflege, den Weiterbildungslehrgängen zur Pflegedienstleitung
und den Weiterbildungslehrgängen
zur Heimleitung die Themenbereiche
„Supervision und Coaching“.
Professor Dr. Otten ist Professor
für Sozialwissenschaften an der DIPLOMA-Fachhochschule Nordhessen mit langjähriger Berufspraxis
als Dipl.-Supervisor in Handlungsfeldern des Gesundheits- und Sozialwesens. Schwerpunkte seiner
Lehre an der Hochschule sowie in
seiner Dozententätigkeit im ctt-Fortbildungszentrum sind Kommunikation und Interaktion, professionelle
Beziehungsgestaltung, Professionsethik und gesellschaftliche Aspekte
des Helfens und Heilens.
weiterbildung
Coaching ist schon seit einiger Zeit
sehr gefragt und wird darüber hinaus
oft im Zusammenhang mit anderen Beratungsformen wie Training von Fähigkeiten, Fachberatung oder Schulung
gebraucht. Es gibt also ein gewisses
Sprachen-Wirrwarr. Coaching und Beratungsmarkt, wie sieht das aus?
Wie häufig bei Beratungsformaten,
die neu auf dem Markt sind, ist auch
die Geschichte des Coachings davon
geprägt, dass nach einer dynamischen
Anfangsphase heute die Fragen nach
Qualität und Wirkung die Diskussion
bestimmen. Coaching lässt sich von
anderen Beratungsangeboten und Formen abgrenzen.
Zum einen bestehen Berufsorganisationen und unterschiedliche internationale
sowie nationale Organisationen, vom
Deutschen Verband für Coaching und
Training über einen Bundesverband
Coaching e. V., diverse Gesellschaften
und Interessensgemeinschaften, bis
hin zu internationalen Verbänden und
Vereinigungen.
Zum anderen gibt es Einrichtungen
und Berufsverbände, die sich mit dem
Beratungsformat Coaching auseinandersetzen und Coaching als besonderes Angebot von Beratung ansehen.
40
spectrum 1/2010
Das lässt sich zum Beispiel in der
Deutschen Gesellschaft für Beratung
(DGfB e. V., Köln) ablesen, einem im
September 2004 aus unterschiedlichsten Fach- und Berufsverbänden aus
der Beratungsbranche gegründeten
Dachverband, auf deren Homepage
man viele Coaching-Verbände aus
dem Qualitätsring Coaching findet.
Exemplarisch möchte ich auf die Situation in der Deutschen Gesellschaft für
Supervision (DGSv e. V., Köln) hinweisen, in der seit Jahren sehr intensiv berufspolitisch eine Positionsbestimmung
diskutiert wird.
Gibt es eine allgemein verbindliche Erklärung oder Definition, was Coaching
eigentlich ist?
Nein, die findet man nicht – weder
in der Literatur noch in den Selbstdarstellungen der diversen berufsverbandlichen Organisationen und ihren Homepages. Die Bandbreite an Definitionen
ist groß und reicht von Single- und
Wellness- bis zum Eltern-Coaching neben klar definierten Instrumenten der
Personalentwicklung.
Ganz grob kann davon gesprochen
werden, dass Coaching ein prozessorientiertes Beratungsangebot für Menschen mit anspruchsvollen beruflichen
Aufgaben ist. In der Regel sind es
Personen in Unternehmen und Organisationen, die Leitungsaufgaben und
Führungsrollen übernommen haben,
die Coaching in Anspruch nehmen.
Coaching richtet sich außer an Manager, Fach- und Führungskräfte in Unternehmen auch an Selbständige.
Der Anwendungsbereich von Coaching
ist ebenfalls ausgesprochen vielfältig.
Allgemein kann gesagt werden, Coaching dient der Stärkung bei herausfordernden beruflichen Entscheidungen,
in Konflikt- und Krisensituationen oder
bei der Mitgestaltung von Veränderungsprozessen in Unternehmen und
Organisationen. Coaching unterstützt
häufig insbesondere die Rollenfindung
und Rollenklärung.
Selbst bei der Frage nach der Herkunft
des Begriffs „Coaching“ finden sich unterschiedliche Erklärungsansätze: Das
englische „Coach“ entspricht eigentlich
der deutschen „Kutsche“. Studenten in
England sollen ihre Mentoren so genannt haben, da die Assoziation mit
Professor Dr. Arnold Otten ist Gast-Dozent
im ctt-Fortbildungszentrum.
einem Fortbewegungsmittel deren Aufgabe gut erfasst, nämlich die Studenten anzuleiten und voranzutreiben, um
sie durchs Examen zu bringen. Der Begriff wurde im Sport übernommen und
in den verschiedenen Ländern unterschiedlich konnotiert. Im Sport geht es
dann um die Fähigkeit, Sportler durch
individuelle Betreuung zu Spitzenleistungen zu führen.
Es gibt aber auch Erklärungsansätze, den Begriff aus dem Ungarischen
abzuleiten – verbunden mit dem Dorfnamen Kocsi, wo besonders schöne
Pferdefuhrwerke hergestellt worden
sind. Dann erst soll dieser Begriff in andere europäische Sprachen eingegangen sein. Metaphorisch gemeint ist der
„Kutscher“, somit eine Person oder die
„Kutsche“, ein Vehikel, das einen Fahrgast von A nach B bringt – und dies, obgleich der Fahrgast nicht genau weiß,
wie B aussieht. Der Kutscher sitzt vorne auf der Kutsche und hat den Überblick. Der Gast gibt die Richtung und
das Fahrtziel vor und wird auf der Fahrt
vom Kutscher betreut. Während der
Fahrt fragt der Kutscher nach, gibt bereitwillig Auskunft und sorgt dafür, dass
sich der Gast gut aufgehoben fühlt und
sicher – manchmal mit Umwegen – an
das Ziel gelangt.
Zum anderen entspricht Coaching einer
ökonomisierten Beratungslandschaft.
Gefragt sind kurze, schnell funktionierende Lösungen und Techniken, um
wachsenden Anforderungen standzuhalten. Die Nachfrage nach Coaching
drückt somit auch die Suche nach Orientierung, Halt, Entlastung aus. Problemdruck und Versagensängste lassen
sich besser mit einem Außenstehenden
besprechen als vor Kollegen, Vorgesetzten oder gar Stakeholdern.
Als Drittes würde ich anführen, dass
Coaching eine große Angebotspalette
hat und vielfältig auf Ansprüche und
Bedürfnisse eingehen kann. Coaching
tritt an den Markt mit der Zusage, erfolgreich für die unterschiedlichsten
Fragestellungen und Problembereiche
einsetzbar zu sein – wie unter anderem: Führungsverhalten, Konfliktmanagement, Potentialoptimierung, Persönlichkeitsentwicklung, Übernahme
neuer Aufgaben, Zeit- und Selbstmanagement, Karriereplanung, Persönlichkeitsentwicklung, Umstrukturierung,
Unternehmensnachfolge.
Coaching hat ja viele Interventionsformen und wird vielfältig eingesetzt. Was
ist darunter zu verstehen?
Coaching hat ein sehr übersichtliches Ablaufmodell, legt Schwerpunkte auf Motivation und Bestärkung von
Kompetenzen und Potentialen und erfolgt in ganz konkreter Ansprache an
die Person in ihrer Funktion.
Am Anfang jedes Coachings werden
die Ziele geklärt, die man später in
regelmäßigen Abständen auf ihre Realisierung überprüft. In Einzelgesprächen werden Lösungen für berufliche
Probleme erarbeitet, Entscheidungen
vorbereitet, Ressourcen entwickelt und
Veränderungen begleitet. Coaching
kann persönliche und berufliche Entwicklung fördern, es ermöglicht neue
Sichtweisen auf eingefahrene Wege
und unterstützt so effektiv Lebens- und
Karriereplanung.
Die Interventionspalette ist recht breit
– subsummiert dabei allerdings teilweise Techniken bzw. Instrumente, die wir
bereits aus anderen Beratungsangeboten kennen. Wenn Sie sich Workshops
oder Ausbildungscurricula anschauen,
findet man dort unter anderem Bausteine der Beratung bzw. des Coachings
wie zum Beispiel:
•
•
•
•
•
•
•
Selbst- und Zeitmanagement mit
Techniken und individuelle Hilfestellungen für den Umgang mit Arbeitsbelastungen
Teamentwicklung und -begleitung
in Organisationen mit Methodenseminaren zur Verbesserung der
Leistungsfähigkeit von Teams
Management von Konflikten zur
schnellen Wahrnehmung und konstruktiven Lösungen für den betrieblichen Alltag
Wissensmanagement in der Organisationsentwicklung, um OE-Projekte erfolgreich zu starten
Mental-Training für den BusinessAlltag
Führungs-Kompetenzen zwecks
Führung und Förderung von Mitarbeitern
Persönliches Lern- und Wissensmanagement
Sie sind ja nun seit längerer Zeit auch in
der Erwachsenenbildung tätig, gerade
auch hier im ctt-Fortbildungszentrum im
Bereich der Qualifizierung von Teamleitungen. Warum ist es wichtig, künftige
Leitungskräfte in Pflege- und Sozialberufen für dieses Thema zu sensibilisieren?
Leitungs- und Führungskräfte müssen heute ihren Teams bzw. ihren Mitarbeitern in der Einrichtung überzeugend
vermitteln können, was sie im Sinne der
Personal- und Qualitätsentwicklung als
lernende Organisation konkret in einer
Situation benötigen. Das heißt, die Leitungs- und Führungsperson muss über
die Palette an methodischen Angeboten (Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung, Fallarbeit, Weiterbil-
dung) Bescheid wissen. Zudem muss
sie bei einer konkreten Anfrage von
Seiten der Mitarbeiter diese begründet
bejahen oder ebenso begründet ablehnen können.
Reflexionsverfahren beruflichen Handelns sind unter Leitungskräften in Pflegeberufen noch nicht so bekannt – wie
zum Beispiel in der sozialen Arbeit. Ich
halte es aber für ausgesprochen wichtig, dass in Handlungsfeldern, wie denen der Pflegeberufe, Formen der persönlichen Entlastung, der persönlichen
Weiterentwicklung und der Qualitätsentwicklung in der Arbeit Einzug halten.
Ich möchte zudem dazu anregen, stets
auch kritisch Beratungsangebote zu
prüfen und genau zu schauen, was
wird hier von wem, mit welcher Intention angeboten. Hierzu möchte ich gerne
beitragen.
Abschließend natürlich auch eine Frage
in eigener Sache: Was reizt Sie eigentlich hier an Ihrer Tätigkeit im ctt-Fortbildungszentrum?
Die Teilnehmer verfügen über ein
breites Wissen und viel Erfahrung im
Gesundheitswesen und aus der Praxis
in Pflegeeinrichtungen. Der Austausch
mit diesen erfahrenen Fachkräften und
der Praxisbezug meines Weiterbildungsangebots waren mir immer sehr wichtig.
Außerdem sind folgende Bereiche für
mich persönlich immer zentral gewesen:
•
•
Beraten und über Beratung informieren
Erwachsenenbildung, das heißt
das Arbeiten mit Teilnehmern, die
Lehr-/Lernsituationen eingehen,
um unmittelbar Handlungsoptionen
und -sicherheit für ihre Arbeit – das
heißt für die Praxis – zu erhalten
Im ctt-Fortbildungszentrum bin ich gerne tätig, da mich die Konzeption des
Hauses und die längjährigen Erfahrungen der Mitarbeiter überzeugen und ich
eine Seminaratmosphäre vorfinde, in
der das Arbeiten mit den Teilnehmern
Freude macht.
Das Interview führten
Jana Bermes und
Herbert Bruxmeier.
Foto: Herbert Bruxmeier
spectrum 1/2010
41
weiterbildung
Warum ist Coaching zurzeit „in“ und
wird so häufig nachgefragt?
Dass Coaching derzeit in der Arbeitswelt – insbesondere bei Führungskräften – stark nachgefragt und in Anspruch genommen wird, ist zum einen
eine Frage des Status. Supervision
zum Beispiel ist traditionell das Reflexionsinstrument für berufliches Handeln
in der sozialpädagogischen Arbeitswelt,
auch wenn heute diese Zuschreibung
so nicht mehr durchgängig aufrecht zu
halten ist. Coaching ist tendenziell eine
persönlich-individuelle Klärung von Rollen und Aufgaben in einem dyadischen
Setting in betriebswirtschaftlich geprägten Organisationskulturen ab einer
bestimmten Hierarchieebene (wobei
vielfältige Formen des Team-, Gruppenund Paar-Coachings anzutreffen sind).
Erfolgreiche Weiterbildungen im Altenheim Marienburg
Wir gratulieren den Absolventen
Kempenich. Weiterbildung wird im
Altenheim Marienburg in Kempenich
groß geschrieben. Der Bereich Pflege und Betreuung entwickelt sich stetig weiter und verlangt entsprechende
fachliche Kenntnisse von den Pflegenden. So haben Anni Assel, May Becker
und Agnes Czabainka die Ausbildung
zur Wundmanagerin erfolgreich abgeschlossen. Agnes Czabainka ist außerdem, ebenso wie Carmen Schild, frisch
ausgebildete Hygienefachkraft. Jutta
Schäfer hat die Ausbildung zur Wohnbereichsleitung absolviert und leitet
seither den Wohnbereich „Goldbach“.
Auf ein angemessenes Speisenangebot wird im Altenheim Marienburg besonders viel Wert gelegt. Küchenleiter
Gunnar Palluch ist seit Dezember ausgebildeter Diätkoch der IHK und diabetisch geschulter Koch der DGE.
Heim- und Pflegedienstleiterin Rita
Gasper gratulierte stolz zur bestandenen Prüfung und dankte mit einem
Blumenstrauß für das erbrachte Engagement.
Nicole Schäfer
Foto: Nicole Schäfer
Über die bestandenen Prüfungen freuen
sich (v.l.n.r.): Anni Assel, Carmen Schild,
Agnes Czabainka, May Becker, Jutta Schäfer und Rita Gasper. Es fehlt auf dem Foto:
Gunnar Palluch.
Aktuelles aus dem ctt-Fortbildungszentrum
Wir gratulieren den Absolventen
Der nächste staatlich anerkannte Weiterbildungslehrgang zur Leiterin oder zum Leiter einer Pflege- oder Funktionseinheit im
Gesundheitswesen und in der Altenpflege beginnt am 7. September.
Staatlich anerkannter Weiterbildungslehrgang zur Leiterin oder
zum Leiter einer Pflege- oder Funktionseinheit im Gesundheitswesen
und in der Altenpflege.
Im Juni haben 17 Teilnehmer erfolgreich den „staatlich anerkannten Weiterbildungslehrgang zur Leiterin oder
zum Leiter einer Pflege- oder Funktionseinheit im Gesundheitswesen und
in der Altenpflege“ in Aach abgeschlossen.
Das nächste Basisseminar „Qualifikation zur Wundexpertin/zum Wundexperten
ICW e. V.“ beginnt am 13. September.
Theoretischer und praktischer Ausbildungs-Teil im Basisseminar –
Qualifikation zur Wundexpertin/zum
Wundexperten ICW e. V. erfolgreich
beendet.
Im ersten Halbjahr haben 32 Teilnehmer erfolgreich das Basisseminar
„Qualifikation zur Wundexpertin/zum
Wundexperten ICW e. V.“ absolviert.
weiterbildung
Durch das nach den Richtlinien der Initiative Chronische Wunden e. V. durchgeführte Basisseminar Wundexperte
ICW e. V. werden den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern Fachkenntnisse, Methoden und Fertigkeiten vermittelt, die
dazu befähigen, die sachgerechte Versorgung chronischer Wunden durchzuführen.
Jana Bermes
Fotos: Herbert Bruxmeier
42
spectrum 2/2010
Zu unserem Leitbild
Um unser Leitbild bewusst leben zu
können, ist es hilfreich, es genauer
kennen zu lernen. Deshalb haben wir
schon in den letzten Ausgaben begonnen, immer einen kurzen Ausschnitt
aus dem Leitbild zu betrachten:
Aus dem Leitbild der ctt
„Vorrangig gelten in allen Bereichen
unseres Unternehmens die Prinzipien
einer christlichen Ethik. Zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Angebote
setzen unsere Einrichtungen ein wertorientiertes, systematisches Qualitätsmanagement ein, das alle Ebenen einbezieht.“ (3 Unser Auftrag, Abs. 6)
Kommentar
Hinter jedem menschlichen Handeln
stehen Absichten, von denen sich die
Handelnden leiten lassen. Absichten
können berechtigt sein oder unberechtigt. Unter veränderten Umständen kann
manchmal die Verfolgung derselben
Absicht unberechtigt und unter anderen
Umständen sogar wieder geboten sein.
Das gilt auch im Krankenhaus und in
der Altenpflegeeinrichtung. Deshalb ist
es wichtig, dass wir in unserer täglichen
Arbeit immer wieder überlegen, ob unser Handeln richtig ist und ob es den
Menschen, für die wir da sind, gerecht
wird. Schließlich tragen wir für unser
Handeln Verantwortung. Dabei hilft uns
die christliche Ethik. Als philosophische
Disziplin setzt sie wissenschaftliche
Methoden ein und prüft mit Hilfe der
Vernunft verschiedene Handlungsalternativen, auch anhand der Vorgaben
aus dem christlichen Menschenbild und
der christlichen Moraltheologie.
Damit ethische Fragen, die manchmal
sehr kompliziert sein können, eine verlässliche Antwort finden, haben wir in
unserem Unternehmen die ethische
Fallbesprechung eingerichtet. Sie trägt
dazu bei, im Rahmen eines standardisierten Verfahrens im Alltag möglichst
schnell und sicher zu einer Orientierung über das richtige Vorgehen zu
kommen. Grundsätzliche Fragen berät
die Ethik-Kommission unseres Unternehmens in ihren regelmäßig stattfindenden Sitzungen. Sie ist mit Experten
aus verschiedenen Disziplinen besetzt
und beschäftigt sich insbesondere auch
mit Fragestellungen, die zum ersten
Mal auftreten, z. B. mit neuen medizinischen Diagnose- oder Behandlungsverfahren oder technischen Neuentwicklungen in der Altenpflege. Anfragen
an die Ethik-Kommission können von
allen Mitarbeitenden formuliert werden.
Nähere Informationen finden sich auf
der Homepage der ctt.
Damit die Werte, die wir als Unternehmen einmal formuliert haben, auch
möglichst in allen Teilen des Unternehmens gelebt werden, gibt es das Qualitätsmanagement. In den dort bereitgestellten Dokumenten wird festgehalten,
welches Verhalten wir von unseren Mit-
arbeitenden in bestimmten Situationen
erwarten. Dadurch wird unter anderem
gesichert, dass auch neue Mitarbeitende schnell und zuverlässig mit unserem Wertsystem vertraut werden und
Sicherheit in ihrem Handeln finden. Es
unterstützt uns auch dabei, unseren
Mitarbeitenden genauso wie den Patienten und Bewohnern gegenüber zu erklären, von welchen Werten wir uns in
einem christlichen Unternehmen leiten
lassen.
Dr. Thomas Kellner
Foto: privat
Ethik-Kommission: Herzlich willkommen, Alexander Böker!
Neuer Mitarbeiter am Institut für Wissenschaft und Ethik
In seiner Freizeit trifft er sich gerne mit
Freunden zu gemeinsamen Spieleabenden und Kinobesuchen oder einfach zum Hören der Lieblingsmusik.
Alexander Böker hat nach dem studienbedingten Ausscheiden von Luise Scholand
ihre Stelle in der Ethik-Kommission der ctt in
Bonn übernommen.
Sportlichen Ausgleich findet er beim
American Football.
Benjamin Henze
Foto: privat
Den neuen Mitarbeiter am Institut für
Wissenschaft und Ethik erreichen Sie
unter:
Institut für Wissenschaft und Ethik
Universität Bonn
Bonner Talweg 57
53113 Bonn
Tel.: 0228 3364-1933
Fax: 0228 3364-1950
E-Mail: [email protected]
spectrum 2/2010
ethik
Der 1988 in Bonn geborene Alexander
Böker hat dort und in Dortmund die
Schule besucht. Das Abitur hat er im
Jahr 2007 abgelegt. Seit dem Wintersemester 2007/2008 ist er ordentlicher
Student der Universität Bonn für Humanmedizin.
43
Fortbildungsveranstaltung der Ethik-Kommission der ctt
„In Würde sterben: Herausforderung für einen katholischen Träger“
Wittlich. Am 20. Mai fand im St. Elisabeth-Krankenhaus in Wittlich die
diesjährige Fortbildungsveranstaltung
der Ethik-Kommission der ctt für alle
Mitarbeiter des Trägers statt. In diesem
Jahr wurde das Thema „In Würde sterben: Herausforderung für einen katholischen Träger“ behandelt und die besondere Aufgabe beleuchtet, die sich
den Mitarbeitern eines katholischen
Krankenhausträgers im Umgang mit
Patienten am Lebensende und in der
Phase des Sterbens stellt. Professor
Dr. Dr. Thomas Heinemann, Vorsitzender der Ethik-Kommission der ctt,
begrüßte die über 50 Teilnehmer und
führte kurz in die Thematik ein.
ethik
Das Thema wurde in zwei Hauptvorträgen umrissen. Professor Dr. Dr. Ludger Honnefelder, Inhaber des Otto
Warburg Forschungslehrstuhls an der
Theologischen Fakultät der HumboldtUniversität zu Berlin, beleuchtete die
Aussagen der christlichen Theologie
über Sterben und Tod. Der Mensch
muss eine Antwort auf den Tod geben,
jedoch ist ihm das Phänomen des Todes nur mittelbar zugänglich über den
Tod des anderen. Zusätzlich konfrontiert uns das Sterbenmüssen mit dem
Ganzen unseres Lebens und der Frage, wer ich sein will. Die Antwort auf
diese Frage kann nicht der Mensch
durch sich selbst gewinnen. Sie bedarf immer des anderen Menschen. Im
Kontext der christlichen Religion führt
diese Selbstdeutung zu dem absoluten anderen, zu Christus, der unseren
Tod mit uns stirbt und dessen Schicksal der Auferstehung wir teilen werden.
So ist die Begleitung eines sterbenden
Menschen immer Sinndeutung, Nähe
und Akt des Bezeugens dieses für alle
Menschen gemeinsamen Weges.
Hilflosigkeit haben. Damit rückten auch
die Angehörigen der Sterbenden und
ihr Einbezug in das Gesamtgeschehen in den Blickpunkt der ärztlichen
Zuwendung. Zum zentralen Gedanken
wurde das „Mitgehen“ des Arztes mit
dem Sterbenden, und dieser Anspruch
stellt gleichzeitig eine ärztliche Verpflichtung dar.
Im zweiten Hauptvortrag ging Dr.
Franz-Josef Tentrup, ehemaliger
Chefarzt und Palliativmediziner des
Mutterhauses Trier, insbesondere auf
die Rolle des Arztes in der Begleitung
Sterbender ein. Als Anschauungsfeld
für seinen Vortrag wählte er den eigenen Werdegang als Arzt. In der Zeit,
als er seine Ausbildung zum Facharzt
der Anästhesiologie begann, keimte
allgemein eine Euphorie für die Apparatemedizin auf, welche unter hohem
technischem Einsatz das Ziel verfolgte, das Leben des Patienten möglichst
lange zu erhalten. Der Sterbende wurde insbesondere unter dem Blickwinkel
der Symptombehandlung gesehen.
Ende der achtziger Jahre trat jedoch
ein Bewusstseinswandel ein, der die
Sterbebegleitung als ärztliche Pflicht in
den Vordergrund rückte und zur Gründung der ersten Palliativstation führte.
Patienten wurden nun als Personen
wahrgenommen, die Angst vor dem
Sterben und insbesondere dem damit
verbundenen Ausgeliefertsein und der
Nach einer angeregten Diskussion mit
den Teilnehmern der Veranstaltung
und einer kurzen Pause wurden in fünf
Kurzreferaten die gegenwärtigen Situationen in verschiedenen Tätigkeitsund Themenfeldern beleuchtet, die
in Nähe zum sterbenden Menschen
stehen. Professor Dr. Gerhard Robbers, Professor für öffentliches Recht,
Kirchenrecht, Staatsphilosophie und
Verfassungsgeschichte an der Universität Trier und Mitglied der EthikKommission der ctt, erläuterte Rechtsprobleme bei der Sterbebegleitung.
Dabei lag der Schwerpunkt auf der
Ausführung der gesetzlichen Neuregelung der Patientenverfügung. So stellt
eine Voraussetzung für die Beachtung
einer Patientenverfügung eine konkrete Beschreibung einer auftretenden
Situation dar, mit der die Situation des
Patienten weitgehend übereinstimmen
muss. Daher erfordert die Abfassung
einer Patientenverfügung in der Regel
die Beratung durch einen Arzt, da nur
dieser über mögliche Krankheitsverläufe und Behandlungsoptionen aufklären kann. Dr. Rolf Dillschneider,
Landespolizeidekan des Saarlandes
und Mitglied der Ethik-Kommission der
ctt, sprach in einem sehr persönlichen
Vortrag über die Begleitung der Angehörigen Sterbender. Anhand einiger
kritischer Darstellungen aus eigenem
Erleben betonte er die Bedeutung einer angemessenen Umgebung für
Angehörige von sterbenden Patienten
und die Notwendigkeit eines menschlich geprägten Dialogs mit dem verantwortlichen Arzt. Markus Hahmann,
Heim- und Pflegedienstleiter im Altenund Pflegeheim St. Vinzenzhaus der
ctt in Gebhardshain und Ethik-Koordinator für die Altenhilfeeinrichtungen,
wies aus seiner Erfahrung in der Altenpflege darauf hin, dass die Mitarbeiter
viel Zeit für Gespräche mit den Angehörigen benötigen, da auch diese oft
große Probleme mit der Bewältigung
der Tatsache haben, dass ein geliebter
Mensch von ihnen gehen wird. Thomas Montag, Teamleiter der Pflege im
Professor Dr. Dr. Thomas Heinemann eröffnete im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich die
Fortbildungsveranstaltung der Ethik-Kommission.
44
spectrum 2/2010
Kontakt zur Ethik-Kommission
Vorsitz:
Professor Dr. Dr. Thomas Heinemann
Institut für Wissenschaft und Ethik
Universität Bonn
Bonner Talweg 57
53113 Bonn
Tel.: 0228 3364-1926
Fax: 0228 3364-1950
E-Mail: [email protected]
Geschäftsführer:
Georg Beule
Friedrich-Wilhelm-Straße 32
54290 Trier
Tel.: 0651 7167-445
Fax: 0651 7167-460
E-Mail: g.beule@ctt-zentrale de.
Mit Professor Dr. Dr. Ludger Honnefelder konnte die Ethik-Kommission einen versierten Referenten auf dem Gebiet der christlichen Theologie gewinnen. Die Vorträge sämtlicher hochkarätigen
Referenten fanden bei den ctt-Mitarbeitern großen Anklang.
Die sich anschließende Diskussion
spiegelte die Anteilnahme und die tägliche Erfahrung im Umgang mit sterbenden Patienten wider. In verschiedenen
Diskussionsbeiträgen wurde das Anliegen deutlich gemacht, den anvertrauten Patienten eine angemessene und
würdevolle Umgebung zu gewährleisten. Als ein durchgängiger Kritikpunkt
an der gegenwärtigen Situation wurde
die zunehmende Verdichtung der Arbeitsanforderungen und die damit verbundene Verknappung der verfügbaren
Zeit genannt, die eine als angemessen
empfundene Sterbebegleitung außerordentlich erschweren und sich als großes Problem erweisen. Die Diskussion
ließ erkennen, dass der Bedarf für praktische Hilfestellungen besteht, um zeitliche Freiräume zu schaffen.
Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmern sehr positiv aufgenommen,
und die Evaluation der Veranstaltung
durch die Teilnehmer lässt eine sehr
gute Bewertung erkennen. Die EthikKommission der ctt wird die jährlichen
Fortbildungsveranstaltungen
fortsetzen und verfolgt damit die Idee, allen
Mitarbeitern der ctt die Gelegenheit
zu geben, ethisch relevante Themen
gemeinsam mit Angehörigen verschiedener Berufsgruppen anzusprechen
und zu diskutieren. Die Planungen für
die Veranstaltung für das Jahr 2011
werden bald beginnen, und die EthikKommission würde sich sehr über Themenvorschläge und Anregungen der
Mitarbeiter freuen, um auf diese Weise
drängende Themen identifizieren zu
können. Die Kontaktadresse der EthikKommission steht unten auf dieser Seite.
Der nächste Sitzungstermin der
Ethik-Kommission der ctt ist der
29. Oktober.
Hinweis zu den Anträgen:
Anträge auf Begutachtung von Studienvorhaben durch die Ethik-Kommission
der ctt werden an den Geschäftsführer
der Ethik-Kommission gesandt. Für die
Begutachtung von Studienvorhaben
müssen der Ethik-Kommission der ctt
spätestens 14 Tage vor Sitzungstermin
die vollständigen Unterlagen (Votum
der gesetzlich vorgeschriebenen EthikKommission, vollständiges Prüfprotokoll, Probanden-/Patienteninformation,
Nachweis der Probanden-/Patientenversicherung) vorliegen.
Professor Dr. Dr. Thomas Heinemann/
Alexander Böker
Fotos: Philipp David Schneider
ethik
Dr. Mildred Scheel Haus in Köln, stellte
die Entwicklung und die Möglichkeit der
Ambulanten Hospiz- und Palliativpflege vor. Er betonte die Bedeutung einer
engen Zusammenarbeit zwischen einer
Klinik und dem Pflegedienst, die es häufig erlaubt, einen Patienten adäquat zu
betreuen, ohne ihn aus seinem vertrauten häuslichen Umfeld zu lösen. Susan
Sprague-Wessel, Diplompsychologin
auf der Palliativstation des Marienhaus
Klinikums St. Elisabeth Neuwied, ging
auf die psychologischen Belastungen
der Ärzte und Pflegekräfte bei der Sterbebegleitung ein. Sie wies auf mögliche
Schwierigkeiten hin, die Medizinern
und Pflegenden widerfahren, wenn sie
angesichts unabwendbarer Krankheitsverläufe Sterbenden Hilfe leisten und
wenn dies zum Berufsalltag wird.
Mitarbeiter am IWE:
Alexander Böker
Bonner Talweg 57
Tel.: 0228 3364-1933
Fax: 0228 3364-1950
E-Mail: [email protected]
spectrum 2/2010
45
Spendenscheck für Kinderkrebshilfe überreicht
Mitarbeiter der Hochwald-Kliniken sammeln 3.000 Euro
Weiskirchen. Seit dem Jahre 2001
engagiert sich Rosita Heinrich, Mitarbeiterin der Hochwald-Kliniken, für die
Kinderkrebshilfe.
Die Elterninitiative der Kinderkrebshilfe
Saar durfte im Juni wieder eine Spende
von Rosita Heinrich in Empfang nehmen. Mit dieser Spende wird der KlinikClown POM POM der Kinderkrebsstation der Homburger Universitätsklinik
finanziell unterstützt.
Die größten Einnahmen werden auf
dem Weihnachtsbasar erzielt. Dabei
werden selbst gebastelte Kränze und
Gestecke, die überwiegend von Renate Buchheit (ebenfalls Mitarbeiterin der
Hochwald-Kliniken) gefertigt werden,
zum Kauf angeboten.
In den Sommermonaten wird einmal
wöchentlich mit den Patienten gegrillt.
Der Erlös dieser Grillabende und diverser Verkaufsausstellungen von
Bastelartikeln sowie eine Spende von
Hermann Kall aus der Silvestertombola
flossen in den Spendentopf.
Soviel Einsatz zahlt sich aus: Rosita Heinrich (links) von den Hochwald-Kliniken, Clown POM
POM und Maria Hippler (rechts) von der Elterninitiative der Kinderkrebshilfe Saar freuten sich
gemeinsam über die hohe Spendensumme.
Die somit erzielten Einnahmen wurden
ausnahmslos an die Kinderkrebshilfe
gespendet.
Benjamin Henze/
Rosita Heinrich
Foto: privat
Tanzen für den guten Zweck
Freundes- und Förderverein des Caritas-Krankenhauses Dillingen erzielt 4.500 Euro
Dillingen. Ein prüfender Blick in den
Spiegel, im eleganten Outfit in die
Eventhalle „Lokschuppen“, das Tanzbein schwingen, in vergnüglichem Ambiente einen Frühlingsabend erleben
und dabei gleichzeitig noch etwas Gutes für andere tun – geht das?
Den über 300 Gästen, die im Mai der
Einladung des Freundes- und Fördervereins des Caritas-Krankenhauses
Dillingen zum Frühlingsball gefolgt waren, gelang dies.
ehrenamt
Dutzende Tanzpaare vergnügten sich beim
diesjährigen Frühlingsball im Dillinger „Lokschuppen“ und spendeten für den guten
Zweck.
46
spectrum 2/2010
„Wir haben erstmals über 4.500 Euro
für den Freundes- und Förderverein
einnehmen dürfen“, freut sich Rosi
Glätzer. Mit dem Wechsel des Tanzortes von der Stadthalle in die Eventhalle hatte man sich zu einem mutigen
Schritt entschieden, berichtet Chefarzt
Dr. Matthias Schelden. Und das hatte
sich gelohnt. Wurden bislang um die
200 Gäste zum Frühlingsball begrüßt,
so waren es in diesem Jahr auf einen
Schlag 340. Darauf sind die Organisatoren Dr. Norbert Bannenberg und
Andreas Krüger stolz und freuen sich.
Das erwirtschaftete Geld wird bald den
Patienten des Caritas-Krankenhauses
Dillingen zugutekommen.
Der nächste Termin des Freundes- und
Fördervereins steht bereits fest: Das
Sommerfest, bei dem wieder für die
Patienten gesammelt werden wird, findet am 22. August bei schönem Wetter
am Krankenhaus auf der „großen“ Wiese (Hubschrauberlandeplatz) statt.
Dr. Matthias Schelden/
Dr. Claudia Gerstenmaier
Bildrechte:
Paylessimages © www.fotolia.de
Akademie Kues
Seniorenakademie & Begegnungsstätte
Stiftsweg 1, 54470 Bernkastel-Kues
Tel.: 06531 9695-0
www.akademie-kues.de
Alten- und Pflegeheim Marienburg
Kempenich
Bahnhofstraße 5, 56746 Kempenich
Tel.: 02655 9615-0
www.altenheim-marienburg.de
Unsere Krankenhäuser
Caritas-Krankenhaus Lebach
Heeresstraße 49, 66822 Lebach
Tel.: 06881 501-0
www.caritas-krankenhaus-lebach.de
Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich
Cusanus-Krankenhaus
Karl-Binz-Weg 12, 54470 Bernkastel-Kues
Tel.: 06531 58-0
St. Elisabeth-Krankenhaus
Koblenzer Straße 91, 54516 Wittlich
Tel.: 06571 15-0
www.verbund-krankenhaus.de
Bernkastel-MVZ
Caritas-Krankenhaus Dillingen
Werkstraße 3, 66763 Dillingen
Tel.: 06831 708-0
www.caritas-krankenhaus-dillingen.de
St.-Clemens-Hospital Geldern
Clemensstraße, 47608 Geldern
Tel.: 02831 390-0
www.clemens-hospital.de
Radiologische Praxis, Geldern
Unsere Altenhilfeeinrichtungen im Geschäftsbereich der Rheinschiene
Unsere Fachkliniken
Fachklinik St. Hedwig Illingen
Krankenhausstraße 1, 66557 Illingen
Tel.: 06825 401-0
www.fachklinik-st-hedwig.de
Alten- und Pflegeheim Marienstift Mendig
Schulstrasse 2a, 56743 Mendig
Tel.: 02652 9346-0
www.altenheim-marienstift-mendig.de
Alten- und Pflegeheim St. Sebastian
Nunkirchen
Weiskircher Straße 28
66687 Wadern-Nunkirchen
Tel.: 06874 1819-0
www.ah-nunkirchen.de
Alten- und Pflegeheim St. Barbara
Mudersbach
Rosenstraße 4, 57555 Mudersbach
Tel.: 02745 9210-0
www.altenheim-st-barbara.de
St. Franziska-Stift Bad Kreuznach
Franziska-Puricelli-Straße 3
55543 Bad Kreuznach
Tel.: 0671 8820-0
www.franziska-stift.de
Bad Kreuznach-MVZ, Goethestr. 1
Gelderland-Klinik Geldern
Clemensstraße, 47608 Geldern
Tel.: 02831 137-0
www.gelderlandklinik.de
Gelderland-MVZ
Alten- und Pflegeheim Cusanus-Stift
Bernkastel-Kues
Cusanusstraße 2, 54470 Bernkastel-Kues
Tel.: 06531 955-0
www.cusanusstift.de
Alten- und Pflegeheim St. Maria-Josef
Bad Neuenahr-Ahrweiler
Niederhutstraße 14
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel.: 02641 976-0
www.altenheim-st-maria-josef.de
Alten- und Pflegeheim St. Martin
Ochtendung
Heinrich-Heine-Straße 7-11
56299 Ochtendung
Tel.: 02625 9587-0
www.altenheim-st-martin.de
Seniorenheim St. Josef Vallendar
Beuelsweg 8, 56179 Vallendar
Tel.: 0261 6407-0
www.seniorenheim-st-josef.de
Alten- und Pflegeheim St. Vinzenz
Bad Neuenahr-Ahrweiler/Heimersheim
Heppinger Straße 22
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler/Heimersheim
Tel.: 02641 9402-0
www.altenheim-st-vinzenz.de
Alten- und Pflegeheim St. Hildegard
Emmelshausen
Rathausstraße 2, 56281 Emmelshausen
Tel.: 06747 125-0
www.altenheim-st-hildegard.de
Alten- und Pflegeheim St. Vinzenzhaus
Gebhardshain
Betzdorfer Straße 6-8
57580 Gebhardshain
Tel.: 02747 9126-0
www.altenheim-st-vinzenzhaus.de
Alten- und Pflegeheim Kloster Marienau
Merzig-Schwemlingen
Zum Schotzberg 1b
66663 Merzig-Schwemlingen
Tel.: 06861 9310-0
www.ah-schwemlingen.de
Alten- und Pflegeheim St. Franziskus
Perl-Besch
Franziskusstraße 1, 66706 Perl-Besch
Tel.: 06867 91192-0
www.ah-perl-besch.de
Altenhilfezentrum Haus St. Martin
Schiffweiler
Klosterstraße 48, 66578 Schiffweiler
Tel.: 06821 96492-0
www.ah-schiffweiler.de
Altenhilfezentrum Haus St. Elisabeth
Heiligenwald
Brunnenstraße 10
66578 Schiffweiler-Heiligenwald
Tel.: 06821 9612-0
www.ah-heiligenwald.de
Alten- und Pflegeheim St. Hildegard
Wadgassen-Hostenbach
In den Waldwiesen 2
66787 Wadgassen-Hostenbach
Tel.: 06834 90904-0
www.altenheim-hostenbach.de
Alten- und Pflegeheim Herz Jesu Waxweiler
Trierer Straße 12-14, 54649 Waxweiler
Tel.: 06554 18-0
www.herz-jesu-waxweiler.de
Alten- und Pflegeheim St. Josefsheim Alf
Wittlicher Straße 1, 56859 Alf
Tel.: 06542 931-0
www.ctt-trier.de/alf
spectrum 2/2010
47
unsere häuser
Edith-Stein-Fachklinik Bad Bergzabern
Am Wonneberg, 76887 Bad Bergzabern
Tel.: 06343 949-0
www.reha-bza.de
Alten- und Pflegeheim Maria vom Siege
Koblenz-Wallersheim
Hochstraße 207, 56070 Koblenz-Wallersheim
Tel.: 0261 89907-0
www.altenheim-maria-vom-siege.de
Unsere Altenhilfeeinrichtungen im Geschäftsbereich von Saar-Mosel-Eifel
Physiotherapieschule
an der Fachklinik St. Hedwig
Krankenhausstrasse 24, 66557 Illingen
Tel.: 06825 9205-0, Fax: 06825 9205-20
www.pt-schule-illingen.de
Hochwald-Kliniken Weiskirchen
Am Kurzentrum 1, 66709 Weiskirchen
Tel.: 06876 17-0
www.hochwaldkliniken.de
Jugendhilfezentrum
Haus auf dem Wehrborn
54298 Aach bei Trier
Tel.: 0651 8244-0
www.wehrborn.de
In Geschäftsbesorgung
Unsere Bildungsstätten
ctt-Fortbildungszentrum
Haus auf dem Wehrborn
54298 Aach bei Trier
Tel.: 0651 8244-188, -288
www.ctt-fortbildungszentrum.de
Unsere
Jugendhilfe
Unsere Einrichtungen in Ihrer Nähe