Leitfaden für Ausbildungsschulen

Transcription

Leitfaden für Ausbildungsschulen
Kurzbeschreibung
DFB-JUNIOR-COACH
Die Ziele des Projekts
Der DFB-JUNIOR-COACH bildet eine neue Säule innerhalb der DFB-Qualifizierungsoffensive und dient als Einstieg in die lizenzierte Trainertätigkeit. Fußballbegeisterte
Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren werden in einer 40-stündigen Schulung zum
DFB-Junior-Coach ausgebildet. Die Jugendlichen sollen frühzeitig Trainererfahrung
sammeln und Kindern den Spaß am Fußball vermitteln. Das Projekt, welches von
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach als Schirmherrn und Weltmeistertrainer sowie
Welttrainer des Jahres 2014 Joachim Löw als Paten begleitet wird, geht die großen
Herausforderungen für den Fußball an, wie den demografischen Wandel, die Ausdehnung der Schulzeit und das rückläufige Engagement beim Ehrenamt. Ziele des
Projekts sind somit sowohl die Sicherung des Trainernachwuchses in Deutschland
als auch die Förderung des Ehrenamtes.
INHALT
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Kurzbeschreibung und Ziele
3
Mehrwerte für die Ausbildungsschule
und die Schülerinnen und Schüler
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Die Auswahl der Ausbildungsschule
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Der Commerzbank-Pate
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Stimmen zum Projekt
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Presseberichte
12
Win-Win-Situation
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Impressionen
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Die Unterstützung der Schulleitung bei der Erreichung dieser Ziele ist der
„Schlüssel zum Erfolg“.
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Mehrwerte
Mehrwerte für
Ausbildungsschule und die
SchülerInnen und schüler
Die Ausbildung liefert der Ausbildungsschule und den Schülerinnen und Schülern wichtige Mehrwerte
» Gezieltes und qualitativ hochwertiges Fußballangebot im außerunterrichtlichen Schulsport
Mehrwerte für die
Ausbildungsschule
» Schärfung des Schulprofils als Bildungseinrichtung, welche besonderen Wert auf die Ausbildung sozialer Kompetenzen der Schülerinnen
und Schüler legt
» Verbesserung der Außenwirkung der Schule durch die Kooperation
mit dem DFB und dem jeweiligen Fußball-Landesverband
» Kontaktaufbau zu einem starken Partner aus der Wirtschaft
» Kostenlose Ausbildung zum DFB-JUNIOR-COACH
» Teilnehmerbroschüre, DFB-JUNIOR-COACH-Polo und Zertifikat
» Erhalt eines Anerkennungsschreibens im Rahmen der Aushändigung
des Abiturzeugnisses nach einem Jahr Praxiserfahrung in Schule und
Verein
Mehrwerte für die
Schülerinnen und
Schüler
» Schaffung von Voraussetzungen für die frühzeitige Übernahme
gesellschaftlicher Verantwortung
» Unterstützung in der Weiterentwicklung der Persönlichkeit
» Chance aus der Schüler- in die Lehrerrolle zu schlüpfen
» Sammlung erster Erfahrungen als Jungtrainer in Schule und Verein
» Sprungbrett für eine spätere Trainerlaufbahn
» Zugriff auf zahlreiche Angebote des nationalen Projektpartners
Commerzbank
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Ausbildungsschule
Die Auswahl der
Ausbildungsschule
Die Auswahl der Ausbildungsschule liegt ausschließlich in der Verantwortung
der Fußball-Landesverbände
Die erforderlichen organisatorischen
Rahmenbedingungen
» Schulleitung und Fachschaft Sport müssen uneingeschränkt hinter dem Projekt stehen
» Die Zielgruppe: Teilnahmeberechtigt an der Ausbildung zum DFB-JUNIOR-COACH sind Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren
» Die Ausbildungsschule muss über die nötigen infrastrukturellen Voraussetzungen (Sporthalle/
Sportplatz/Medienraum) verfügen
» Der Ausbildungszeitraum: Die Ausbildungsschulen haben eine hohe Flexibilität bei der Terminierung der 40-stündigen Ausbildung
- Projektwoche
- Projekttage (Ferien, Schultage, Wochenende, P-Seminar etc.)
» Der Referent der Ausbildung wird vom zuständigen Landesverband in Abstimmung mit der Ausbildungsschule festgelegt
6
» Die Ausbildungsschule muss eine für das Projekt zuständige Lehrkraft als Ansprechpartner und
Schulkoordinator stellen
» Die Ausbildungsschule muss die unterrichtstechnischen Voraussetzungen schaffen, dass die
DFB-Junior-Coaches an einem Nachmittag an den kooperierenden Grundschulen oder ihrer
eigenen Schule eine Arbeitsgemeinschaft betreuen können
» Die Ausbildungsschule sorgt in enger Zusammenarbeit mit dem Landesverband und der Commerzbank (sofern gewünscht) für einen „feierlichen Rahmen“ bei der Übergabe der Zertifikate
an die ausgebildeten DFB-Junior-Coaches
» Die Ausbildungsschule würdigt im Rahmen der Anerkennungs­kultur das ehrenamtliche Engagement ihrer DFB-Junior-Coaches mit der Übergabe eines Anerkennungsschreibens im Rahmen
der Aushändigung des Abiturzeugnisses, wenn diese mindestens ein Schuljahr eine Fußball-Arbeitsgemeinschaft an der Schule oder ein Kindertraining im Verein durchgeführt haben
» Die Ausbildungsschule zeigt die Bereitschaft, das Netzwerk ihrer Grundschulen zu nutzen und
die dortigen Schulleiter zu informieren, um mögliche Kooperationen frühzeitig initiieren zu
können
7
Commerzbank-Pate
Der Commerzbank-Pate
unterstützung Der DFB-Junior-Coaches
bei beruflichen Fragestellungen
Der DFB-JUNIOR-COACH wird von der Commerzbank unterstützt, die als Premium-Partner des DFB auch Partner der Qualifizierungsoffensive ist. Die Commerzbank begleitet die Nachwuchstrainer in ihrem beruflichen Werdegang und möchte,
dass sie sich durch ihre Angebote persönlich weiterentwickeln können. Zentraler Mehrwert ist die Bereitstellung eines
Commerzbank-Paten, der den DFB-Junior-Coaches als kompetenter Ansprechpartner rund um die berufliche Aus- und
Weiterbildung zur Seite steht. Daneben bietet die Commerzbank unter anderem die Möglichkeit von Schülerpraktika in
den Filialen und die Teilnahme an einem Bewerbercoaching an. Darüber hinaus kann die Commerzbank den DFB-Junior-Coaches in Form von Vorträgen bzw. Veranstaltungen mit viel Experten-Know-how wirtschaftliche Zusammenhänge
praxisnah erklären und damit zur Allgemeinbildung in finanziellen Themen beitragen.
Wer ist der
Commerzbank-Pate ?
Welche Ziele
hat der
Commerzbank-Pate ?
» Engagierter, erfahrener Commerzbank-Mitarbeiter in regionaler Nähe
zur Ausbildungsschule
» Ansprechpartner für die DFB-Junior-Coaches hinsichtlich ihrer zukünftigen Berufsorientierung
» Gesicht des Engagements vor Ort
» Sofern gewünscht, Entwicklung als allgemeiner Ansprechpartner
in der Schule bei berufsvorbereitenden und finanzwirtschaftlichen
Fragestellungen
» Keine vertrieblichen Ziele
» Übergabe eines Starter Kits (Pfeife, Schlüsselband und USB-Stick) an
die DFB-Junior-Coaches im Rahmen der Zertifizierung
Welche Rolle und
Aufgaben hat der
Commerzbank-Pate ?
» Vorbereitung der DFB-Junior-Coaches auf die Herausforderungen des
Berufslebens durch persönlichen Austausch
» Erweiterung der wirtschaftlichen Allgemeinbildung der DFB-JuniorCoaches
» Ansprechpartner bei der Vermittlung von Commerzbank-Mehrwerten
(Bewerbercoaching, Schülerpraktika etc.)
» Unterstützung der Jugendlichen in der persönlichen Weiterentwicklung
» Netzwerkpflege zu den DFB-Junior-Coaches und den Schulverantwortlichen
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Stimmen zum Projekt
Stimmen zum Projekt
Uwe Hellmann
Schuljahr 2013/2014
Wir sind stolz auf die zahlreichen DFB-Junior-Coaches, die nicht nur die Ausbildung erfolgreich
durchlaufen haben, sondern inzwischen auch in ihren Vereinen und Schulen eine wichtige Arbeit an
der Basis verrichten. Diese Jugendlichen möchten wir als nationaler Projektpartner auch
Maya ScholLiers
Studiendirektorin am Otto-Schott-Gymnasium Mainz
Die DFB-JUNIOR-COACH-Ausbildung an unserer Schule ermöglichte den Jugendlichen durch die sehr
fundierte Ausbildung, im Kinder- und Jugendbereich zu arbeiten. Obwohl sie dafür viel freie Zeit investierten, merkten sie schnell, dass es Spaß macht, anderen etwas beizubringen und freuten sich am Lernerfolg
des Einzelnen und am Erfolg der Gruppe, die sie leiteten. Sie sind nun auch in der Lage, ihre eigene sportliche
Betätigung wesentlich besser zu reflektieren und profitieren in hohem Maße von dem Schüler/Lehrer Rollenwechsel. Sie erfuhren und erfahren durch diese Trainingsarbeit in vielen Bereichen, im Sportlichen,
Organisatorischen und Sozialen, eine hohe Bestätigung. Sie sind stolz auf das, was sie leisten. Sie gehören dazu,
sie sind ein Baustein des DFB. Abschließend kann ich sagen, dass die DFB-Junior-CoachAusbildung an unserer Schule dazu
geführt hat, dass über die Schülergruppen, die die Ausbildung absolvierten, hinaus, für eine große Zahl an Eltern, Schülern
und Lehrern der DFB und die Nationalmannschaft einen wesentlich höheren Stellenwert erhielten.
Karl Weinmann
Vorstandvorsitzender der Deutschen Schulsport-Stiftung und
Mitglied der Kommission Sport der Kultusminister-Konferenz
Durch die seit Jahren bei uns in Baden-Württemberg bewährte und erfolgreiche Arbeit mit Schülermentoren war ich mir sicher, dass der Deutsche Fußball-Bund mit seinem
Netzwerk und dem hohen Anspruch an Qualität mit dem Projekt DFB-JUNIOR-COACH Erfolg
haben wird. Bisher habe ich aus den Ausbildungsschulen und den kooperie-
renden Grundschulen sowie Vereinen in unserem Land nur Positives gehört.
Entscheidend für diese Qualifizierungsmaßnahme ist aber, ob es dem DFB und seinen Landesverbänden gelingt, diese
junge, ehrgeizige und sportbegeisterte Generation möglichst langfristig in den Vereinen für die Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen nachhaltig zu binden.
Leiter Brand Management und Corporate Marketing Commerzbank AG
weiterhin in ihrem beruflichen Werdegang unterstützen und ihnen die Möglichkeit
geben, sich durch unsere Angebote persönlich weiterzuentwickeln. So werden wir im
laufenden Schuljahr verstärkt Bewerbertrainings und Schülerpraktika in unseren Filialen anbieten.
Unser Dank gilt den Jugendlichen, die mit ihrem Engagement beim DFB-JUNIOR-COACH bereits früh gesellschaftliche
Verantwortung übernehmen – dies wollen wir mit dem Beitrag der Commerzbank ausdrücklich honorieren. Wir freuen
uns auf das neue Projektjahr und wünschen allen Nachwuchstrainern viel Erfolg und Spaß bei ihrer Arbeit.
Bärbel Schweers
Schulleiterin am Städtischen Gymnasium Herten
Als Schulleiterin freue ich mich sehr, dass 24 Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr die
Ausbildung zum DFB-JUNIOR-COACH am Städtischen Gymnasium Herten erfolgreich abgeschlossen
und damit wichtige Schlüsselqualifikationen erworben haben. Mit großer Motivation engagieren sich
alle unsere DFB-Junior-Coaches nach ihrer Ausbildung als Trainer im Kinder- und Jugendbereich der
Fußballvereine oder im AG-Bereich der Hertener Grundschulen. Junge Menschen, die bereit sind, die
eigene Begeisterung für den Sport weiterzugeben und Jüngeren zu helfen, die eigenen Begabungen zu
entfalten. – Das ist rundum vorbildlich! Jugendliche werden aktiv, sie übernehmen Verantwortung und sie
setzen sich für andere ein. – Nur wenn es Menschen mit einer solchen Grundhaltung gibt, kann unsere Gesellschaft
lebendig und lebenswert bleiben! Der Fußball verbindet Menschen – das gilt überall auf der Welt – und hier in Herten
durch das DFB-JUNIOR-COACH-Projekt in ganz besonderer Weise. Wir haben Schüler aller anderen weiterführenden Schulen der Stadt Herten eingeladen, an der DFB-JUNIOR-COACH-Ausbildung teilzunehmen und es ist uns gelungen, unter
den Schülern unserer Stadt viele neue Beziehungen zu knüpfen: Fußball verbindet Menschen. Unsere Jugendlichen erzählen mit großer Freude von ihrer Ausbildung, von ihren Aufgaben und auch von der Anerkennung, die ihnen
aufgrund ihres ehrenamtlichen Engagements entgegengebracht wird. Als Schulleiterin des Städtischen Gymnasiums
Herten freue ich mich, sie dabei zu unterstützen.
Britta Papan
Schulleiterin der Pestalozzi-Grundschule Mainz
Nach den Herbstferien ist es so weit: Zwei DFB-Junior-Coaches, die am Otto-Schott-Gymnasium in
Mainz ausgebildet wurden, werden an unserer Grundschule zusammen mit einer Kollegin eine Fußball-AG
sportlich unterstützen. Es ist eine großartige Chance für die Kinder dieser AG, dass die beiden
DFB-Junior-Coaches ihr Wissen in unserer Fußball-AG praktisch umsetzen werden. Wir freuen uns schon
jetzt sehr darauf!
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Presseberichte
kicker
16.08.2014
Mittelbayerische Zeitung
15.02.2014
SPORT
MITTELBAYERISCHE ZEITUNG
SAMSTAG, 15. / SONNTAG, 16. FEBRUAR 2014
SPR1_5
SEITE 61
Boris Savovic (links) nimmt Maß.
Doch am Ende fehlt ihm und seinen
Bayern bei Maccabi Tel Aviv etwas das
Wurfglück, um beim israelischen
Foto: dpa
Meister zu gewinnen.
„Große
Chance“
verpasst
Für das MZ-Foto tragen die Teilnehmer am Werner-von-Siemens-Gymnasium in Regensburg schon mal die Shirts, die sie am Ende des Lehrgangs als DFB-Junior-Coach bekommen.
Fotos: Wotruba (3)
EUROLEAGUE Bayern-Basket-
Schule bildet Trainer von morgen aus
NEUHEIT Am Werner-von-Sie-
punktschule. „Sehr viele Schüler kommen inzwischen wegen des Fußballs
zu uns“, sagt Hödl. „Ich habe heuer in
der fünften Klasse gefragt: 30, 40 Kinder haben sich gemeldet.“ Das bringt
Hödl, selbst Mitglied der Schulleitung,
auch Rückhalt bei seinem Chef Dr.
Berthold Freytag.
Das Programm „DFB-Junior-Coach“
setzt auf perfekten Grundlagen auf.
„Fast alle Teilnehmer haben das Basisprogramm
am
Schulstützpunkt
durchlaufen“, berichtet Hödl. „Es war
kein Problem, 15 Leute zu finden, die
mitmachen.“ Von wegen, junge Leute
zeigen kein Engagement: Der Kurs am
Siemens-Gymnasium lebt das Gegenteil. „Ich habe allen gesagt, dass das das
Allerwichtigste ist, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind“, gab Hödl die
Startbedingungen vor.
Unumwunden geben die Schüler
zu, dass der Termin zunächst durchaus gewöhnungsbedürftig war. „Am
Anfang war es schon schlimm,
am Freitag nicht nach Hause zu
gehen“, sagt Roman. „Aber es ist
nicht wie eine Doppelstunde
Mathematik“, meint Ferdi
und schmunzelt. „Das ist etwas für das ganze Leben“, sagt Sebastian.
In 40 Lerneinheiten,
mens-Gymnasium in Regensburg büffeln 15 Schüler
freiwillig für ihr Fußballwissen und sind im März DFBJunior-Coach.
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VON CLAUS-DIETER WOTRUBA, MZ
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REGENSBURG. Schnellen Schrittes eilen
rund 1300 Jungen und Mädchen zum
Ausgang: Endlich Wochenende! Der
Gong ist das beliebteste Schülergeräusch, vor allem am Freitagmittag,
auch hier in Regensburg. Alle Schüler
gehen nach Hause? Nein, ein Mädchen
und 14 Jungs bleiben freiwillig am
Werner-von-Siemens-Gymnasium
und pauken Stoff der anderen Natur:
Fußball in Theorie und Praxis. Günter
Hödl hat die Neunt- und Zehntklässler
zusammengetrommelt, um sie zum
DFB-Junior-Coach zu machen.
Idealbesetzung als Ausbilder
Eines der Ziele des deutschen FußballVerbandes ist, das Training im
Kinderfußball in den Vereinen
durch eine neue Generation von
jungen, ehrgeizigen JuniorCoaches zu verbessern. Günter
Hödl ist die Idealbesetzung,
um das entsprechende Wissen
zu vermitteln: Der 53-Jährige
war Profi, spielte in den Achtziger Jahren für den SSV Jahn
Regensburg, für den er später
den Nachwuchs koordinierte.
Er arbeitete am DFB-Stützpunkt und machte das Siemens-Gymnasium schon im
Jahr 2000 zur Fußball-StützNachwuchstrainer Moritz
Anweisungen zu geben.
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nach genausolang in der Praxis umgesetzt wird. Noch ein Plus: „Es gibt sofort Feedback“, erklärt Günter Hödl.
„Anfangs haben manche leise gesprochen. Man muss ja auch für Ruhe sorgen.“ Die künftigen Trainer, die immer
im Zweiergepann agieren, machen natürlich ihre Fehler. Statt der großen
Gruppe laustark Sammelanweisungen
zu geben, verzetteln sie sich beispielsweise in Einzelgesprächen. „Und warum habt ihr Leibchen hingelegt statt
Hütchen aufzustellen?“, fragt Günter
Hödl ein anderes Duo. Das sind Fehler
wie in der Fahrschule: Einmal gemacht, wird später dran gedacht.
Günter Hödl hat mit dem JuniorCoach begonnen, als der DFB seine Unterlagen noch gar nicht verschickt hatte. Sein Kurs wird schon im März abschließen, wohl als einer der ersten in
Bayern, vielleicht sogar in Deutschland. Manche Unterlagen bekam Hödl,
als der Kurs bereits lief. Vermittelt
wurden etwa auch rechtliche Grundlagen. „Das hat sie beeindruckt“, sagt
Hödl. „Welche Verantwortung
Übungsleiter tragen, darüber hatten sie noch gar nicht nachgedacht.“
Auch das ist ein Effekt des
Junior-Coach-Programms. „Die meisten
stehen ja im Leistungstraining“, sagt Hödl. Wenn
die Schulglocke am Freitagmittag läutet, schwärmen sie
auch aus, um im Verein selbst zu
kicken. Das passiert in diesen Tagen mit immer mehr Fußballwissen. Die Vereinstrainer werden
sich freuen. Die Erfahrungen im
Junior-Coach-Lehrgang wecken
Verständnis für sie.
Trainertalente sind zu sehen
Dem Sportlehrer gefällt, was er in seinem Lehrgang sieht. „Viele haben ein
überraschend gutes Hintergrundwissen. Und die Trainertalente kristallisieren sich auch schon raus“, sagt er. „Das
sind aber nicht immer die besten Fußballer.“ Seine Schüler sind auch in den
Vereinen aktiv. Antonia zum
Beispiel, das einzige Mädchen
im Kurs, „trainiert als Co-Trainer mit“.
Der Vorteil am
Junior-Coach:
Erst wird 45 Minuten in der Theorie besprochen, was da-
DFB-ZIEL SIND 20 000 JUNGTRAINER
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➤ Am Mainzer Otto-SchottGymnasium fand Ende April
die Auftaktveranstaltung zum
DFB-Junior-Coach statt. In vier
Jahren sollen über 20 000
Jungtrainer in Deutschland
über dieses Programm ausgebildet werden. Im ersten Jahr fördert der DFB 52 Ausbildungsschulen, im Schuljahr darauf 100
und dann 200 Schulen.
übt,
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die später auch für den Erwerb der CLizenz angerechnet werden können,
bekommen die Trainer in spe gezeigt,
was für einen Fußball-Coach wichtig
ist. Als der MZ-Mann hospitiert, geht
es um die konditionellen Aspekte.
„Macht Euch gleich Notizen, heute
gibt’s kein Skript“, sagt Hödl und alle
sind voll dabei. Kraft, Ausdauer,
Schnelligkeit – die Fachbegriffe werden schnell zusammengetragen. „Hej
Alter“, staunen die Kollegen, als Max
wieder einmal die richtige Antwort parat hat. „Hast du schon vorgelernt?“,
fragt Hödl.
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➤ Die Schüler müssen bei Beginn des Lehrgangs über 40 Trainingseinheiten 15 Jahre alt sein
und bei Abschluss das 16. Lebensjahr vollendet haben.
➤ Am Siemens-Gymnasium in
Regensburg könnten die Absolventen u.a. auch in der offenen
Ganztagesschule (OGS) Praxis
sammeln über das, was sie gelernt
haben.
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ballern fehlt beim 64:66 gegen Tel Aviv das Wurfglück.
Günter Hödl korrigiert, was ihm
auffällt.
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HANDBALL-INFOS
Dritte Liga Süd, Frauen: Sa., 20 Uhr: SG Herrenberg (1., 28:4 Punkte) – ESV 27 Regensburg (., 22:8). Zwei Seriensieger unter sich:
Der Tabellenführer hat seit dem 12. Oktober –
dem 28:31 in Regensburg – alle elf Partien gewonnen, der ESV die letzten sechs. Erstmals bei
der Pimpl-Crew an Bord: Neuzugang Steffi Subke (32, frühere Ofenböck). Die 200-fache österreichische Internationale, Rechtshänderin, verstärkt den Rückraum. Trainerin Judith Pimpl
(„jetzt sind wir variabler“) warnt vor zu viel Erwartungen: „Man darf nicht vergessen, sie hat
seit 2011 nicht mehr gespielt! Vorrunde: 28:31.
Bayernliga, Frauen: So., 16 Uhr: ESV 27 Regensburg II (11., 15:21) – DJK Taufkirchen
(10., 16:20). „Wir haben überhaupt keinen
Spielfluss rein gebracht“, erinnert ESV-Halblinks Kati Goldbach an die Vorrundenpleite –
und entgegnet sofort: „Jetzt haben wir mit Cristina Tarta und Simona Roubinkova Leute, die
12
das mit Eins-gegen-Eins nützen.“ Zudem habe
man das Szenario diese Woche trainiert. Es
fehlt Lisa Brandt (Bänderriss), fraglich ist Sabrina Ademaj (Sprunggelenk). Vorrunde: 25:29.
Landesliga Nord, Frauen: Sa., 19 Uhr: HSG
Pleichach (14., 0:36) – HSG Nabburg/Schwarzenfeld (8., 18:18). „Wie immer
Ausfälle“, beklagt HSG-Übungsleiter Wolfgang
Völkl. Diesmal: Theresa Fröhlich und vermutlich
Carina Schopper, Tina Lottner und Steffi Senft.
„Wir können uns die guten Spiele der letzten
Wochen kaputt machen“, warnt Völkl vor dem
Schlusslicht. Die Marschroute: „Nicht abwarten, sondern die jungen Spielerinnen unter
Druck setzen.“ Vorrunde: 23:34.
Sa., 19.30 Uhr: SG DJK/SC Regensburg (12.,
11:23) – HG Ansbach (7., 18:18). „Kein besonderer Spielzug, keine besondere Spielerin“, hat
SG-Coach Mario Meichel („die Devise ist klar:
zwei Punkte holen!“) im Vorrundenspiel beim
Gegner ausgemacht. Die Papierform spricht für
die Franken: Während Regensburg vier Pleiten
in den letzten fünf Spielen kassierte, blieb die
HG in vier Partien ungeschlagen. Der Einsatz
der angeschlagenen (Meniskus) Yvonne Jobst
ist fraglich. Vorrunde: 23:27.
So., 14.30 Uhr: TV Weidhausen (11., 12:22) –
SG Mintraching/Neutraubling (6., 20:16).
Nach Jenny Konietzko (Kreuzbandriss) ist nun
mit Nadine Pohl (alte Knöchelverletzung) für
die zweite von insgesamt vier etatmäßigen
Kreisspielerin wohl die Saison gelaufen. SGTrainer Michael Schindler warnt vor Weidhausens „zahlreichen Kreuzbewegungen, wo dann
der Rückraum zum Wurf kommt“. Dem Gast
wurden fünf Punkte aberkannt, weil er zu Saisonbeginn eine nicht spielberichtigte A-Jugendliche eingesetzt hatte. Vorrunde: 21:23.
Landesliga Nord, Männer: Sa., 19.30 Uhr:
ASV Cham (10., 12:22) – TSV Allach (7.,
18:14). „Wenn er uns die ersten zwei, drei Tore
einschenkt, decken wir den gleich kurz“: ASVTrainer Sylvio Scheurer warnt vor TSV-Spielmacher Heinle. In der Defensive setzt Allach auf eine 6:0-Variante: Der Ballführende wird gedoppelt, die Außen offensiv attackiert. Auf Allachs
Trainerbank sitzt Kurt Neumayer, ehemals Aktiver zu Milbertshofener Bundesliga-Zeiten.
Chams Linksaußen Basti Wittmann ist beruflich
verhindert. Basti Neumeyer hat nach seinem
Daumenbruch mit der Reha begonnen, das
Comeback ist in Sicht. Vorrunde: 24:27.
Bayernliga, weibl. A-Jugend: Sa., 15.45 Uhr:
ASV Dachau (7., 6:16) – ESV 27 Regensburg (1.,
20:4). Bayernliga, weibl. B-Jugend: So., 13
Uhr: ESV 27 Rgbg (2., 14:4) – SV Anzing (8.,
2:12). Bayernliga, weibl. C-Jugend: So., 12.15
Uhr: TSV Ismaning (5., 8:10) - ESV 27 Rgbg (3.,
12:8). (owi)
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TEL AVIV. Die vierte Euroleague-Nieder-
lage in Serie war für die Basketballer
des FC Bayern München besonders ärgerlich. „Wir hatten eine große Chance, Maccabi zu Hause zu besiegen, und
die hat nicht jeder“, klagte Trainer Svetislav Pesic nach dem unglücklichen
64:66 (39:39) beim 50-maligen israelischen Meister Maccabi Tel Aviv am
Donnerstagabend. Als Tabellenfünfter
der Zwischenrundengruppe F ist der
Einzug ins Viertelfinale gefährdet.
Bis zur Schlusssirene agierten die
Bayern vor 11 060 Zuschauern auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten.
„Der einzige Unterschied zwischen
beiden Teams war, dass wir den letzten
Wurf einfach nicht gemacht haben“,
meinte Malcolm Delaney, der 13 Punkte erzielt hatte.
„Wir sind hier rausgegangen, haben
gut gekämpft und hätten gewinnen
können“, bemerkte auch John Bryant
(8 Zähler). In der kommenden Woche
kommt es in München zum Schlüsselspiel gegen den Tabellenvierten Lokomotive Kuban Krasnodar aus Russland.
Besonders erfreulich war für Cheftrainer Pesic neben der Gesamtleistung seines Teams das Comeback von
Nihad Djedovic. Der bosnische Nationalspieler kam über zwei Monate
nach einem Bänderriss am Sprunggelenk erstmals wieder zum Einsatz und
war auf Anhieb bester Münchner Werfer mit 14 Zählern. „Es ist positiv, wie
wir aufgetreten sind“, resümierte Pesic
(dpa)
trotz der Niederlage.
Ausbildung
zum Kursleiter
REGENSBURG. Der Bayerische Turnverband (BTV) bietet in Zusammenarbeit
mit dem Turngau Oberpfalz Süd vom
28. bis 30. März in Neumarkt eine Ausbildung zum Kursleiter Kinderturnen
(6 bis 14 Jahre) an, die sich an alle Helfer und Interessierte richtet, die nicht
die Trainer/C-Ausbildung Breitensport
Kinderturnen absolvieren wollen.
Lehrgangsinhalte sind Wissenswertes über die motorische Entwicklung
und Förderung in den Bereichen Kondition, Koordination, Kraft, Spiele, einführendes Gerätturnen und Trends.
Die Lehrgangsleitung obliegt Christine Zetzmann (BTV) Mail: [email protected] Info: Alexandra Ebert Mail: [email protected]
Tel. 09971/40573; Anmeldung bis zum
22. Februar an www.turnverband-bayern.de.
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Presseberichte
Meldorfer Zeitung
07.05.2014
Stimbergzeitung
26.11.2013
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FUSSBALL
Minus-Rekord
am Schloss
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Gut für Sport, Schule und Beruf
SCHULSPORT: Ausbildung zum DFB-Junior-Coach eröffnet Perspektiven / Projekt läuft an
ebokbK Als wäre die 2:4-Niederlage von Westfalia Herne gegen Eintracht Rheine
nicht bitter genug! Offiziell
wollten gerade einmal 76
Zuschauer die Begegnung
miterleben.
Saison-Minus am Schloss
Strünkede, aber keineswegs
„Rekord“ in der laufenden
Oberliga-Saison: Noch weniger Zuschauer, nämlich nur
50, wollten Ende Oktober das
Spiel zwischen TuS Dornberg
und Roland Beckum sehen.
Kein Wunder, dass die Bielefelder auch in der Besuchertabelle den letzten Platz einnehmen: Nur 130 Zuschauer
interessieren sich im Schnitt
für Dornbergs Heimspiele.
Pflicht im
Münsterland
lboJbohbkp`etf`hK
(O.K.) Sportzentrum am
Haarweg statt Signal-IdunaPark: Spvgg. Erkenschwicks
Trainer Magnus Niemöller
stellte auch am spielfreien
Wochenende die Pflicht vor
die Kür und beobachtete
den kommenden Gegner
RW Ahlen beim Nachholspiel in Neuenkirchen.
„Es ist immer besser, eine
Mannschaft direkt zu sehen
als auf dem Video“, so der
40-Jährige, der
wie 563 Zuschauer einen
nicht ganz unverdienten
4:2-Sieg
der
Münsterländer
sah. „Auf dem
tiefen Boden
hat sich Ahlen
schwer getan“, so Niemöller.
Der wird seinem Team
auch am Sonntag im WerseStadion drohen. Gerade dort
hat die Spvgg. einiges gut zu
machen: Letzte Saison verloren die Schwarz-Roten dort
nach einem turbulenten Spiel
mit 2:3. Kapitän Nils Eisen
flog vom Platz.
BVB-Fan Niemöller verzichtete am Samstag im übrigen am Abend auf einen Besuch des Bundesliga-Knallers
gegen Bayern München. Im
Vereinsheim fand ein Mannschaftsabend statt, der deutlich unterhaltsamer gewesen
sein soll als das Dortmunder
Spiel an jenem Abend.
Mit Spaß an der Sache: FLVW-Honorarkraft Thomas Synowczyk erläutert den Schülerinnen und Schülern die ersten Übungen.
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ob`hifkde^rpbkK Lina
Chudoba ist eine junge
Sportlerin, wie man sie
sich nur wünschen kann.
14 Jahre ist sie jung, kickt
selbst bei FC/JS Hillerheide und lässt sich freiwillig
zum
DFB-Junior-Coach
ausbilden. Was die Schülerin der Otto-BurmeisterRealschule antreibt? „Ich
möchte Kindern die Möglichkeit geben, Fußball zu
erlernen.“
Schon jetzt trainiert Lina
Chudoba in Hillerheide die
Mini-Kicker. Ihr persönliches
Ziel hat die 14-Jährige neben
der eigenen fußballerischen
Karriere im Blick: „Ich will
mich als Trainer verbessern.“
Lina Chudoba gehört zu
den elf Schülerinnen und den
zwölf Schülern, die jetzt in
die Ausbildung zum DFB-Junior-Coach gestartet sind. Es
handelt sich um ein bundesweites Projekt, das nun in
Westfalen Fahrt aufnimmt.
Im Rahmen der 40 Unterrichtsstunden umfassenden
Ausbildung lassen sich Kinder und Jugendliche aus acht
Recklinghäuser Schulen zu
Junior-Coaches ausbilden.
Sie dürfen nach erfolgreichem Lehrgang Fußball-AGs
an Schulen leiten – ein Feld,
das gerade im Zuge der Ganztagsbetreuung immer mehr
Bedeutung gewinnt. Sollten
sich die Junior-Coaches in ihren Vereinen um eine Trainerlizenz bemühen, wird der
Lehrgang angerechnet. So gesehen, eine Win-win-Situation für Schule und Verein.
Auf Synergien hofft nicht
zuletzt Klaus Weiling, Referent Schulsport beim Fußballund
Leichtathletikverband
Westfalen. „Wichtig ist, dass
die Vereine stark gemacht
werden“, sagte Weiling beim
Startschuss des Pilotprojek-
14
Positiv auch für
die Bewerbung
Es geht um soziale Kompetenz: Wer sich früh ehrenamtlich engagiert, hat bei der
Berufswahl später bessere
Karten. Eine Tatsache, die für
die Commerzbank eine wesentliche Rolle spielt, warum
das Institut das Projekt DFBJunior-Coach unterstützt.
Den erfolgreichen Absolventen stellte Mike Gebhardt
aus der Marketingabteilung
der Bank Hilfestellungen in
Aussicht, seien es Praktika
oder die kostenlose Teilnahme an Bewerbertrainings. Paten als feste Ansprechpartner
sollen helfen, den Weg in
den Beruf zu ebnen.
In diese Richtung denkt bereits Marcel Korneli. Der
19-Jährige, selbst Spieler der
zweiten Mannschaft bei SV
Vestia Disteln, wird im kommenden Frühjahr sein Abitur
an der Wolfgang-BorchertGesamtschule machen. Danach strebt Korneli eine Ausbildung bei der Polizei an, ein
Studium würde er gerne folgen lassen.
„Ich denke an später. Ich
glaube, dass sich solche Dinge im Lebenslauf nachher gut
machen. Gerade bei der Polizei schaut man genau, ob
man als Sportler gut ist“, so
Marcel Korneli. Auch für ihn
als Fußballer sei die Ausbildung wertvoll: Noch trainiert
der 19-Jährige im Verein keine Mannschaft, er würde es
in Zukunft gerne tun. Korneli: „Mich interessiert zu sehen, welche Entwicklungen
Spieler nehmen. Irgendwann
zu sagen: ,Den habe ich trainiert‘, finde ich reizvoll.“
Bis es zur Abschlussprüfung
kommt und ehe die ersten
Zertifikate feierlich überreicht werden, müssen die
Schüler 40 Unterrichtstunden absolvieren. Ausdauer
und Fleiß sind gefragt. Neben
praktischen Elementen umfasst die Ausbildung zum
DFB-Junior-Coach auch einen theoretischen Teil, in
dem unter anderem Themen
wie Konfliktmanagement behandelt werden.
Nicht nur der Fußballchef
im Kreis, Hans-Otto Matthey,
wünscht den 23 Schülern
beim FLVW-Pilotprojekt in
Recklinghausen
in
den
nächsten Wochen Stehvermögen: „Haltet durch!“
DATEN UND FAKTEN
Acht Schulen machen mit
Bitteres Aus für
den Schreck
eboqbkK (O.K.) Letzte Saison warf die DJK Spvgg.
Herten die Spvgg. Erkenschwick aus dem Kreispokal, in dieser Spielzeit traf
es den TSV Marl-Hüls.
Jetzt hat es den Favoritenschreck selbst erwischt: Pokal-Aus im Viertelfinale nach
einem 1:3 im Elfmeterschießen beim TSV Raesfeld.
Hertens Keeper Max Ronneburg hielt zwar einen Elfmeter (nach 120 Minuten
war die Partie 0:0 geendet).
Aber Hertens Schützen versagten vom Punkt gleich drei-
tes. Das erworbene Wissen
komme schließlich auch den
Vereinen zugute. Der Waltroper selbst war im übrigen
an der konzeptionellen Entwicklung im DFB beteiligt.
„Das ist eine gute Möglichkeit, euch weiter zu entwickeln, auch für die Zeit nach
der Schule“, meinte Thomas
Michel, Sportdezernent der
Bezirksregierung Münster, bei
der Begrüßung der Schüler.
—FOTOS: KRIMPMANN
Denkt bereits an später:
Marcel Korneli (19).
Will selbst Fußballer ausbilden: Lina Chudoba (14).
Der Deutsche Fußball-Bund
hat am 1. August feierlich
das Projekt „DFB-Junior-Coach“ gestartet. In Westfalen
sind im laufenden Schuljahr
zwölf Maßnahmen geplant.
Die erste startete nun in
Recklinghausen, wo sich
acht Schulen am Projekt beteiligen: Theodor-HeußGymnasium, Wolfgang-Borchert-Gesamtschule, KätheKollwitz-Schule, DietrichBonhoeffer-Schule, Otto-
Burmeister-Realschule,
Overbergschule, HittorfGymnasium und Gymnasium Petrinum.
Damit werden in diesem
Schuljahr alleine in Westfalen mehr als 200 Coaches
ausgebildet. Bundesweit
sind in diesem Schuljahr 78
Maßnahmen geplant.
Klaus Weiling (Bild), der
Schulsportbeauftragte im
FLVW: „Unser Ziel ist, in diesem und dem nächsten
Schuljahr je zwölf Maßnahmen durchzuführen und die
Zahl ab 2015/2016 auf 18
hochzufahren.“ Der deutsche Fußball
lässt sich das
Projekt einiges
kosten: Jeder
Lehrgang
zieht Kosten
in vierstelliger
Höhe nach
sich. Insgesamt wird der
DFB seine 78 Maßnahmen
damit gleich im ersten Jahr
mit einem sechsstelligen Betrag unterstützen.
Ein Schwergewicht mit nur 78 Kilos
BASKETBALL: William Thomas ragt am 9. Spieltag der Pro B heraus / Krimi in Wedel
obdflkK (rl) Die Herzöge
Wolfenbüttel warteten am
9. Spieltag mit herausragenden Zahlen auf: Die Niedersachsen hielten die BSW Si-
Löwen sind gar aus den Playoff-Rängen gerutscht – durch
die 67:74-Niederlage bei den
AstroStars Bochum mit dem
Ex-Löwen Julius Dücker.
das Ziel, bei den Dreiern sogar nur drei von sechzehn
Versuchen, was einer Quote
von 19 % entspricht.
VfL Stade – Oldenburger
EISHOCKEY
HEV geht
(fast) leer aus
ebokbK Zwei Niederlage
für
Eishockey-Oberligi
Herner EV: Das 0:5 beim
großen Meisterschaftsfav
riten Frankfurter Löwen am
Freitagabend hatte ma
beim Aufsteiger noch ein
kalkuliert – das 3:4 auf eig
nem Eis gegen den König
borner JEC nicht.
Vor 750 Zuschauern am
Gysenberg fand der HEV am
Sonntagabend gegen eine
der
Konkurrenten
um
Platz sechs (sicherer Klassenerhalt) lange
nicht zu seinem Spiel.
Nach
der
1:4-HinspielNiederlage in
Unna lag die
Mannschaft
von
Trainer
Carsten Plate
in der 37. Minute
bereits
mit 0:3 zurück.
Erst danach wachten d
Gastgeber auf und wehrte
sich energischer. Stolikows
(39.), Rumpel per Penal
(56., Bild) und Ackers (58
schafften den 3:3-Ausgleic
und sicherten dem HEV w
nigstens einen Punkt. In d
Verlängerung jubelten nu
noch die Gäste über das 3:4.
„Die Mannschaft hat Mor
gezeigt, doch das Ergebn
war nicht unverdient“, räum
te Trainer Plate ein, der m
seiner Mannschaft Rang si
ben einnimmt. Am Wochen
ende muss der HEV nur ein
mal aufs Eis: Am Freitag (2
Uhr) geht es zum Tabellen
achten Grefrath Phoenix.
crpp_^ii
TuS 05 Sinsen
legt nach
j^oiK Landesligist TuS 0
Sinsen reagiert auf die an
haltende sportliche Ta
fahrt und verstärkt sich fü
die Rückrunde mit einem
Hochkaräter.
David Piorunek spielt a
dem 1. Januar
für den TuS
05, der in der
Landesliga 4
als
Tabellen-15. zurzeit
auf einem Abstiegsplatz
liegt.
Der
24-jährige Mittelfeldspieler gehörte in d
letzten Saison zu den Lei
tungsträgern beim VfB Hü
in der Regionalliga West.
Nach dem erzwungene
Umbruch beim VfB Hüls ku
vor Saisonbeginn hat Pioru
nek eine Auszeit vom Fußba
genommen.
Gegner gesucht
15
eboqbkK Die Alten Herre
des SuS Bertlich suchen kur
fristig für den kommende
Samstag noch einen Gegne
Gespielt werden sollte au
wärts.
Hartmut
Werne
Win-Win-Situation
Das DFB-JUNIOR-COACH-Projekt:
Eine Win-Win-Situation für
alle Beteiligten
Landesv erbände
Ausbildungsschulen
16
Kooperierende
(Grund)-Schulen
Kooperierende
Vereine
SchülerInnen
in AGs und Kinder
in Vereinen
DFB-JuniorCoaches
Commerzbank
Verbesserung der Fußballangebote an Schulen und
Gewinnung neuer Mitglieder für Vereine
Gewinnung von engagiertem Trainernachwuchs und
ehrenamtlichen Mitarbeitern zur Übernahme von
Verantwortung in Schule und Verein
Installation der DFB-JUNIOR-COACH-Ausbildung
als sozial engagiertes Schulprogramm
Konkretes Projekt zur Kooperation von Schule
und Verein
Reaktion auf die demografische Entwicklung
Vermittlung von Schlüsselqualifikationen –
Entwicklung berufsqualifizierender Kompetenzen
17
Impressionen
Wir freuen uns auf die gemeinsame
Zusammenarbeit und einen
„gepflegten Doppelpass“ mit Ihnen als
DFB-JUNIOR-COACH-Ausbildungsschule
18
19
Deutscher Fußball-Bund
Otto-Fleck-Schneise 6
60528 Frankfurt
www.dfb.de