A 59 - Noten-, Kredit- und Hypothekenbanken

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A 59 - Noten-, Kredit- und Hypothekenbanken
A 59 - Noten-, Kredit- und Hypothekenbanken, Treuhandgesellschaften
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LOS NR. 1
ALLGEMEINE DEUTSCHE CREDIT-ANSTALT LEIPZIG Aktie über RM 100 # 33752;
Leipzig, 19. Oktober 1933; Farbe: hellblau, hellgrün, rotbraun, beige; Maße: 21 X 29,7; Druck:
Giesecke & Devrient; Trockensiegel.
Gegründet wurde das Institut 1856; dem im Januar 1856 gebildeten Gründungskomitee gehörten
neben Dr. Hübner Persönlichkeiten wie Gustav Harkort, Albert Defour-Feronce, Karl Hirzel-Lampe,
Louis Sellier und Wilhelm Seyffert an, Männer, die im Zusammenhang mit der Gründung der Leipziger Bank, dem Bau der "Leipzig-Dresdener Eisenbahn" und ihrer Tätigkeit bei der deutschen SuezGesellschaft weit über die Grenzen Sachsens hinaus als Wegbereiter des wirtschaftlichen Aufstiegs
Deutschlands bekannt wurden. Da die Tätigkeit der Bank sich nicht nur auf Sachsen beschränken
sollte, beteiligten sich neben den genannten Leipziger Bürgern auch namhafte Kaufleute aus Hamburg, Berlin, Dresden und Breslau.
Hervorzuheben ist hierbei die Mitarbeit des Kammerrates Carl von Kaskel, einem der Inhaber des
alteingesessenen Bankhauses Michael Kaskel, aus dem nach Umwandlung in eine AG 1872 die
Dresdner Bank entstanden ist. Im Jahre 1870 gehörte die ADCA bereits zu den größten Banken
Deutschlands. 1964 wurde der Hauptsitz von Leipzig nach Berlin verlegt, 1969 dann nach Frankfurt.
Berlin wurde Zweigniederlassung. 1973 erfolgte die Verschmelzung mit der "Norddeutschen Kreditbank AG", Bremen. Anfang der 1990er Jahre erfolgte die Übernahme der Bank durch die RabobankGruppe. Lochentwertung, EF (B) (13033) Ausruf € 5
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LOS NR. 2 KONVOLUT
ALLGEMEINE DEUTSCHE INVESTMENT-GESELLSCHAFT MBH a.) Adiropa-
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Anteil Lit A # 047939; Düsseldorf, 20. Juni 1961; Farbe: rot, dunkelblau, hellblau; orange; Maße: 21
X 29,7; Druck: R. Oldenburg, München. EF, b.) dto. Sammelurkunde Lit B über 5 Anteile # 016514,
Farbe: hellgrün, grün, grau, beige, orange; Maße: 21 X 29,7; Düsseldorf, 29. November 1982; c.) dto.
Sammelurkunde Lit C # 007264 über 10 Anteile; Düsseldorf, 29. Mai 1961; Farbe: hellbraun, orange,
braun, beige; Maße: 21 X 29,7; Doppelblatt, EF.
Die Adig ist die älteste und traditionsreichste Fondgesellschaft in Deutschland. Sie wurde 1949
von vier Banken in München gegründet. Im selben Jahr bereits setzte die ADIG mit der Auflage des
ersten deutschen Investmentfonds FONDRA Maßstäbe. Damit gilt die Münchner InvestmentGesellschaft als Pionier der Investment-Idee in Deutschland. Die Gesellschaft prosperierte kontinuierlich und betreut heute ein Fondvermögen von über 24,0 Mrd. Euro in 90 Publikumsfonds. Hauptgesellschafter ist die Commerzbank AG. Druck: R. Oldenbourg München. 3 Stücke! EF (12066)
Ausruf zusammen € 30
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LOS NR. 3
BADISCHE BANK Inhaberaktie über Thlr. 200; # 21570; II. Aktienemission; Mannheim, 30.
Dezember 1871; Farbe: hellbraun, braun, beige; Maße: 32 X 25; Doppelblatt, Trockensiegel;
Das Institut wurde 1870 gegründet. Es betätigte sich bis zum Jahre 1935 als Notenbank, danach Umstellung als Kreditbank. Zum Staat Baden-Württemberg, der zusammen mit der Deutschen Bank AG
die Majorität am Aktienkapital hielt, bestand seit je ein enges Vertrauens- und Geschäftsverhältnis.
Anfang 1931 erwarb der Badische Staat zu seinem bisherigen Besitz ein größeres Aktienpaket von der
Deutschen Bank, Berlin und verfügte seither über die Mehrheit des Grundkapitals.
1932 wurde der Sitz von Mannheim nach Karlsruhe verlegt. 1935 erfolgte die Umstellung von der
Privatnotenbank auf den einer Kreditbank. Daraufhin wurden die Rechte des Badischen Staates auf die
vorhandenen Rücklagen abgelöst, so daß sämtliche Reserven nunmehr Eigentum der Aktionäre waren.
In Folge wurden weitere Filialen errichtet und Banken erworben, u.a. 1937 das Bankgeschäft Carl
Trautwein in Freiburg i. Br. Großaktionäre 1942: Badischer Staat, Berliner Handels-Gesellschaft ; Im Dezember 1871 wurden 15.000 Aktien zu je Tlr. 200 begeben. VF; ohne Lochentwertung. (11380)
Ausruf € 80
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LOS NR. 4
BAYERISCHE HYPOTHEKEN- UND WECHSEL-BANK IN MÜNCHEN Rentenschein # 629 Fol. 63 über eine volle Einlage von
florin 100; eingetragen auf Albinus Lutz in Ober-Köllenbach, der durch die Einzahlung Mitglied der zweiten Jahresgesellschaft von 1841 in der
Ersten Klasse geworden ist und somit alle Rechte und Ansprüche erworben hat, welche von Mitgliedern durch die von der königlichen Regierung
genehmigten Grundbestimmungen der Renten-Anstalt vom 22. August 1839 und die Zusätze in Abänderung vom 31. Oktober 1844 eingeräumt und
zugesichert sind. München, 31. Dezember 1864. Originalunterschriften des Direktors und des Administrators. Mittig Trockensiegel mit königl. bayerischem Wappen, filigraner Zierrahmen. Farbe. beige, schwarz; Maße: 29,5 X 44 cm. Rückseitige Indossamente, zuletzt 1883. Stärkeres Papier mit
Wasserzeichen F Delmoro, Knickfalten. Die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank wurde im Jahre 1835, u.a. mit Kapital König Ludwig I. und
zwei Privatbankiers, darunter M.A. Freiherr von Rothschild gegründet. Sie betrieb ab 1836 auch die Feuer- und Lebensversicherung in einer besonderen Abteilung. Die Konzession für die Königlich Preußischen Staaten erhielt die Hypo-Bank 1859 als einzige unter einer großen Zahl von Bewerbern. Äußerst selten! VF-EF (184) Ausruf € 380
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LOS NR. 5
BANK WALTHER GOLDSCHMIDT & CO. AKTIENGESELLSCHAFT IN
BONN Aktie über M 1.0000 Ser. A # 17491; Bonn, 26. Juni 1923; Farbe: braun, hellgrün, beige,
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gelb; Maße: 28 X 22; - Gründerstück! Zweck: Bankgeschäfte aller Art, insbesondere die Übernahme der KGaA Walther Goldschmidt. Die G.-V. vom 6.11.1924 beschloss die Liquidation der
Ges., jedoch mußte am 11.11.1924 das Konkursverfahren eröffnet werden. Dabei stellte sich
heraus, das das Unternehmen mit ungenügenden Mitteln gegründet wurde, Aufwendungen standen im Missverhältnis zu tatsächlich vorhandenen Mitteln. Das Grundkapital bestand aus RM 200
Mio., übernommen von den Gründern zu 200%. EF (13033) Sehr selten! Ausruf € 140
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LOS NR. 6
COMMERZBANK AKTIENGESELLSCHAFT Aktie über RM 100 # 028534, Hamburg, im September 1952; Farbe: grün, hellgrün, grau, weiß; Trockensiegel mit Firmenlogo; Maße: 20,9 X 29,7.EF (Restquote) (100) Ausruf € 10
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LOS NR. 7
COMMERZ- UND PRIVATBANK AKTIENGESELLSCHAFT Aktie über RM 100 #
146368; Hamburg, 2. April 1932; Farbe: hellgrün, beige, schwarz; Maße: 21 X 29,7; Trockensiegel; B, nicht lochentwertet. VF (10712) Ausruf € 5
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LOS NR. 8
CREDITBANK MITTELRHEIN COMMANDITGESELLSCHAFT AUF AKTIEN Aktie über M 1000 # 03971; Coblenz, im Januar 1922; Farbe: hellgrün, schwarz; Maße: 39,5
X 24,1; Gründerstück! Zweck: Betrieb von Bankgeschäften aller Art, insbes. die Übernahme
und Fortführung des zu Bendorf unter der Fa. „Tilemann, Pulch u. Co. KGaA“ bestehenden
Bankhauses. Am 1.12.1922 erfolgte die Übernahme der Niederlassung Bendorf der westdeutschen
Creditbank u. Vereinigung mit der Zweigniederlassung Bendorf. Es wurden 1.500 Aktien zu je M
1.000 begeben. EF Äußerst selten! Druck: Gebrüder Breuer, Coblenz-Lützel. VF (13033) Ausruf
€ 80
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LOS NR. 9
DEUTSCHE HANDELSBANK AKTIENGESELLSCHAFT (DHB) Namensaktie
über DM 100.000 der Deutschen Notenbank; eingetragen auf die Deutsche Notenbank, sie; #
0073; Berlin, 23. Februar 1956; Farbe: hellblau, königsblau; Maße: 29 X 21; Trockensiegel mit
Firmenlogo; Druck: VEB Deutsche Wertpapierdruckerei; rückseitige Indossierungen: a.) auf die
Staatsbank der Deutschen Demokratischen Republik am 28. August 1974; b.) auf die Staatsbank
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Berlin am 2. Juli 1990; c.) auf die Bank für
Gemeinwirtschaft in Frankfurt am 13. November 1990; d.) Umwandlung der Namenaktie in
eine Inhaberaktie, per Stempel für ungültig
erklärt und signiert: Deutschen Handelsbank
AG, Berlin 1993, Aufsichtsrat: Ernst Henning
Graf von Hardenberg. EF
Die Deutsche Handelsbank AG wurde 1956
speziell für die Sonderausgaben im Außenhandel der DDR. gegründet. 70% ihrer Einlagen
kamen vom Bereich „Kommerzielle Koordination (KoKo)“.
Die Bankeinlagen betrugen im Jahre 1981 1,2
Mrd. Valutamark und 7 Tonnen Gold. Wichtigste Konten der DHB waren das so genannte
Mielke-Konto (Stand Dezember 1989: 38 Mio.
DM; es wurde seit 1972 für Sondergeschäfte
der KoKo Hauptabteilung I genutzt. Desweiteren gab es das Sonderkonto zur Unterstützung
ausländischer Parteien und Organisationen
(Disponibler Parteifonds der SED); beispielhafte Finanzierungen waren z.B. 12,0 Mio.
DM, gezahlt im Jahre 1988 für die DKPZeitung „Unsere Zeit“ (UZ), 1987 wurden 10,0
Mio. US$ an die Sandinisten in Nicaragua
gezahlt u.v.a.m.
Nach dem Ende der DDR gehörte die DHB AG
zu 70% der BFG Bank AG und zu 30% der
Treuhandanstalt. 1994 fiel das Institut zu 100%
an die BFG Bank in Frankfurt. Ein Jahr später
konnte die DHB eine Bilanzsumme von knapp
3,2 Milliarden DM aufweisen.
Mit der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zum 1. Juli 1990 erfolgte die Umstellung
der Forderungen und Verbindlichkeiten in der
DDR von Mark der DDR auf Deutsche Mark
im generellen Verhältnis 2:1, wobei bestimmte
Kontenguthaben natürlicher Personen sowie
Löhne und Gehälter im Verhältnis 1:1 und
bestimmte Kontenguthaben von Personen mit
Wohnsitz außerhalb der ehemaligen DDR im
Verhältnis 3:1 umgestellt wurden.
Quellen: dip/Bundestag.de, DDR-Lexicon ; (190)
Deutsch/deutsche Währungs- und Finanzhistorie! Rarität!
Ausruf € 180
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