Franz Kopf

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Franz Kopf
Franz Kopf
14.02.2011
Abschied von Franz Kopf
Eine große Trauergemeinde begleitete am Mittwoch Franz Kopf zu seiner letzten
Ruhestätte. Er war am 14.2.2011 im Alter von 83 Jahren überraschend gestorben.
Der katholische Kirchenchor, Gesangsolist Ludwig Fluck und der Spielmannszug
umrahmten die Trauerfeier, die Diakon Oliver Fingerhut hielt.
Franz Kopf wurde in Ichenheim geboren, wo er mit zwei älteren Brüdern aufwuchs,
die Schule und die Fortbildungsschule besuchte. Der älteste Bruder verlor 1943 bei
einem Flugzeugabsturz sein Leben.
Schon in frühester Jugend lernte er bei Gottlieb Biegert in der Hauptstraße landwirtschaftliche Arbeiten kennen. Als Biegert 1943 zur Wehrmacht eingezogen wurde, machte Franz Kopf mit 16 Jahren mit einer Sondergenehmigung den Führerschein, damit im Betrieb der Traktor weiter eingesetzt werden konnte. Dadurch wurde er ein Jahr vom Kriegsdienst zurückgestellt.
Am 1. November 1944 wurde er dann zur Panzerjägerabteilung fünf nach Böblingen einberufen, wo er wegen des
Führerscheins auf die Panzerfahrerschule beortet wurde. Am 19. April 1945 geriet er bei Stuttgart in Gefangenschaft. Auf Grund einer schweren Erkrankung wurde er im Juli 1945 nach Hause entlassen.
Ab 1948 arbeitete er in mehreren Industriebetrieben, wie Stahlbau Müller in Offenburg, Rothändle und bis zum
Eintritt ins Rentenalter bei Grohe Thermostat in Lahr. 1951 heirateten er und Helga Klawikowski. Tochter Doris
und Pflegetochter Silvia machten die Familie komplett.
In jungen Jahren spielte Kopf Fußball und wurde vom Fußballverein mit der silbernen Vereinsnadel geehrt. Er war
1957 Mitbegründer des Spielmannszuges der freiwilligen Feuerwehr Ichenheim, dessen Stabführer er von 1963 bis
1982 war.
Von 1987 bis 1998 war er Obmann der Altersabteilung der Wehr, der er bis zu seinem Tode angehörte. Drei Jahrzehnte war er Mitglied im Feuerwehrausschuss und wurde für seine großen Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.
Förderndes Mitglied war er im Männergesangverein, der ihn ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannte sowie beim
DRK-Ortsverein Neuried. Seine Hobbys waren der Garten,
das Rad- und Autofahren.
In Franz Kopf habe man einen treuen Kameraden verloren, so Abteilungskommandant Daniel Kopf, der für die
Feuerwehrabteilung Ichenheim Abschiedsworte sprach. Von Feuerwehrkameraden wurde Franz Kopf zu seiner
letzten Ruhestätte getragen, wo der Spielmannszug mit dem Lied vom guten Kameraden Abschied nahm.
Der Männergesangverein wird einen Gottesdienst in der St. Nikolaus Kirche zu Ehren seines verstorbenen Ehrenmitglieds umrahmen.
Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr
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