AquA 3000 Open

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AquA 3000 Open
Aqua 3000 Open
Wasser effizient und mobil managen
WASSER EFFIZIENT, ERFOLGREICH und MOBIL ­MANAGEN
Der verantwortungsvolle und effiziente Umgang mit der natürlichen Ressource Wasser
ist ein zentrales Ziel moderner Gebäude. Bei der Planung von Objek­ten unterstützen
optimal konzipierte Sanitär­lösungen von Franke Water Systems den nachhaltigen
Betrieb. Das Wassermanage­ment­system AQUA 3000 open stellt die Balance z­wischen
Ökologie und Wirtschaftlichkeit, zwischen Hygiene und Verbrauch, zwischen Planung
und Betrieb dar.
Ein durchdachtes, vollständiges Wassermanagement ermöglicht einen sparsamen
Betrieb aller ange­schlos­se­nen Komponenten. Anschließen lassen sich Dusch-, Waschwie auch Spülarmaturen. Das System ist individuell programmierbar und kann beliebig
erweitert werden. Wassermengen, Hygiene­spülungen, thermische Desinfektionen und
deren Temperaturgrenzwerte lassen sich je Raum und sogar je Armatur individuell
kontrollieren und ein­stellen. Fehlfunktionen werden sofort erkannt und vom System
gemeldet. Effizientes Erwärmen des Wassers reduziert den Energieverbrauch. Das
da­raus resultierende Einsparungspotenzial verringert die Amortisationszeit deutlich.
2
WIRTSCHAFTLICH
Der effiziente und bedarfsoptimierte
Einsatz von Ressourcen (Wasser,
Energie, Zeit) macht das Sanitär­
system rentabel.
HYGIENISCH
Regelmäßige Hygienespülungen
und Programme zur thermischen
Desinfektion garantieren die hohe
Qualität des Trinkwassers.
NACHHALTIG
Ein flexibles, erweiterbares und damit
zukunftssicheres System, das sich
sinnvoll in das Gebäudemanagement
integrieren lässt.
Das Wassermanagementsystem AQUA 3000 open basiert auf einer innovativen Elektronikplattform und ist aufgrund seiner modernisierten Architektur für Installateure und Betreiber
wesentlich einfacher, betriebssicherer, funktionaler, hygienischer, wirtschaftlicher und noch
leichter in übergeordnete Netzwerke einbindbar.
AQUA 3000 open, das weiterentwickelte, intelligente Wassermanagementsystem, wird konsequent in zwei Ebenen – ­Armaturen und Netzwerk – gegliedert, die über verschiedene Daten­
protokolle, wie Ethernet, BacNet, KNX oder ModBus miteinander kommunizieren können. Auf
der Armaturenebene werden die wichtigsten Wasserabgabefunktionen gesteuert.
Mit dem ECC2 (ECC = Ethernet-CAN-Coppler)-Funktions­controller und dem integrierten
WEB-Server ergeben sich auf der Netzwerkebene weitere Zusatzfunktionen bis hin zur GLTAnbindung.
Optionale Erweiterungsmöglichkeiten stehen mit zwei verschiedenen Zusatzmodulen zur Verfügung: I/O-Modul mit digitalen Ein- und Ausgängen für Folgesteuerungen und GSM-Modul
für die mobile Fernwartung.
3
Die Armatur denkt mit
Das intelligente Elektronikmodul stellt das Herzstück der jeweiligen Armatur dar. Es
vereint bereits auf der Armaturen­ebene Wasserabgabe- und Steuerfunktionen unabhängig von einer übergeordneten Steuereinheit. Dank der werkseitig programmierten
Elektronikmodule können die Armaturen einfach »plug and play« in Betrieb genommen
werden. Jede Armatur verfügt im integrierten Elektronikmodul über ein anwendungs­
spezifisches Funktionsprogramm für alle wichtigen Wasserabgabefunktionen. Zusätzlich
liefert eine unikate Seriennummer die Basis für zusätzliche Steuerfunktionen.
Armaturenebene
Einfache Parameter­­
einstellungen
Automatische
Hygienespülungen
Bedarfsoptimierte
Wasserabgabefunktionen
Reinigungs­
abschaltungen
Programm-ModiUmschaltungen
Thermische
Desinfektionsprogramme
Spitzenlastoptimierungen
Sicherheitsabschaltungen
Statistikfunktionen
und Temperaturprotokolle
4
Einfache Parametereinstellungen
Objektspezifische Programmparameter lassen
sich mit Hilfe eines WEB-Browsers einstellen.
Bedarfsoptimierte
Wasserabgabe­funktionen
- Thermische Desinfektion
- Hygienespülungen
- Reinigungsabschaltung
- Betriebsartenumschaltung
- Gleichzeitigkeitsunterdrückung
- Leckagedetektion
- Sammelstörmeldungen
- Folgesteuerungen
- externe Ventile
1.
2.
3.
Das Elektronikmodul steuert automatisch die
anwendungs­bezogenen Grundfunktionen wie
Start/Stopp des Wasser­flusses und die Fließ­zeit. Verschiedene Programm-Modifi­ka­tio­nen,
z. B. individuelle Hygienespülfunktionen und
Spitzen­last­programme, sind auf Kundenwunsch
bei Inbetriebnahme einstellbar.
Programm-Modi-Umschaltungen
Alle Armaturen verfügen über 2 alternative
Steuerprogramme (Wasserabgabefunktionen),
die im Elektronikmodul hinterlegt sind. Für die
Modi-Umschaltung, z. B. Tag/Nacht, Schule/
Verein, bezahlte/unbezahlte Wasserabgabe,
Unterricht/Ferien, Stadion/Pause, Raum
belegt/nicht belegt usw. sind die jeweiligen
Programme über einen ECC2-Funktions­
controller oder den WEB-Browser umschaltbar.
Das optionale Modul AQUAPAY für bezahlte
Wasserabgabe sorgt für zusätzliche Effizienz,
da die Nutzer bewusster mit der Ressource
Wasser umgehen.
Spitzenlastoptimierungen
1.
2.
Die Spitzenlastoptimierungsabläufe sind in
den Elektronikmodulen hinterlegt und können
im Funktionsprogramm aktiviert werden.
Das Programm der nutzerabhängigen Fließzeitreduzierung steuert die Wasserabgabe in
Abhängigkeit der Frequentierung der Armatur.
Bei der Gleichzeitigkeitsunterdrückung spülen
die Armaturen nacheinander.
5
Die beiden folgenden Funktionen sorgen vor allem dafür, die Kontamination des Leitungssystems zu vermeiden und die Qualität des
Trinkwassers zu bewahren bzw. wiederherzustellen, denn Keime und Bakterien (Legio­nellen) werden bekämpft. Die Dauer und
Intervalle notwendiger thermischer Desinfektionen lassen sich ebenso spezifisch einstellen, wie die der gesonderten Hygienespülungen zur Vermeidung von Stagnationswasser. Der Erfolg der Hygienemaßnahmen muss durch regelmäßige Beprobungen kontrolliert werden.
Automatische Hygienespülungen
Bei den in den Elektronikmodulen hinter­legten
Hygienespülprogrammen sind objekt­spezifisch
3 Steuerfunktionen abrufbar:
- Innerhalb eines festen Intervalls wird eine
automatische Hygienespülung der Armatur
vorgenommen.
- Dynamische Hygienespülungen erfolgen nach
einer festgelegten Zeit nach der letzten
Nutzung einer Armatur (werkseitig vorprogrammiert auf 24 Stunden nach letzter Benutzung).
- Temperaturgesteuerte Hygienespülungen
werden in Verbindung mit optionalen Temperaturfühlern über kalt- und/oder warmwasserseitige Temperaturkontrolle durchgeführt.
Thermische Desinfektionsprogramme
Die wichtigsten Parameter (Einwirkzeit, Wasser­
fließzeit, Temperaturkontrolle) der thermischen
Desinfektion (TD) sind im Elektronikmodul jeder
einzelnen Armatur hinterlegt. Auch die
Temperatur­protokolle werden dort gespeichert.
Über einen digitalen Eingang am ECC2-Funktionscontroller oder einen WEB-Browser kann die
thermische Behandlung gestartet werden. Es
besteht die Möglichkeit, zwischen einem
dynamisch temperaturabhängig gesteuerten und
einem zeitgesteuerten Desinfek­tions­programm zu
wählen. Des Weiteren sorgt die optionale
Wasserabgabe an der letzten Armatur für eine
schnelle Durchströmung der Zirkulations-
leitung mit Heißwasser und die TD kann zeit-
effizient durchgeführt werden.
6
Sicherheitsabschaltungen
Bei eventueller Armaturenbetätigung während
der Durchführung einer thermischen Desinfektion erfolgt die sofortige Unterbrechung des
TD-Programms. Ebenso greift die Sicherheitsabschaltung bei Dauerauslösung – z. B. durch
unsachgemäße Nutzung – und stoppt den
Wasserfluss.
Reinigungsabschaltungen
Über diese Funktion ist gewährleistet, dass die
Sanitärräume gereinigt werden können. Dabei
wird eine ungewollte Auslösung der Armaturen
verhindert.
Statistikfunktionen und
Temperaturprotokolle
Temperaturwerte und weitere wichtige
System­daten werden gespeichert. Diese Daten
können mit einem USB-Stick oder als Download über den WEB-Browser ausgelesen
werden.
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Der ECC2-Funktionscontroller und Zusatzmodule
Mit dem ECC2 (ECC = Ethernet-CAN-Coppler)-Funktions­controller und dem integrierten
WEB-Server ergeben sich auf der Netzwerkebene weitere Zusatzfunktionen bis hin zur
GLT-Anbindung.
Optionale Erweiterungsmöglichkeiten stehen mit zwei verschiedenen Zusatzmodulen zur
Verfügung: I/O-Modul mit digitalen Ein- und Ausgängen für Folgesteuerungen und GSMModul für die mobile Fernwartung.
ECC2-Funktionscontroller
Integrierter Ethernet-CAN-Koppler
und Systemspan­nungsversorgung
24 V DC/60 W
Gebäudeleit­technikan­bindung
(Ethernet, BacNet, ModBus, KNX)
max. 32 Armaturen
an das System
anschließbar
Statistikfunktionen
Hygienespülung
Zusätzlich programmierbare
Ein- und Ausgänge
(z. B. Folge­steuerungen)
ECC2-Funktionscontroller
und Zusatzmodule
1
2
Reinigungs­
abschaltung
1
Integrierte Echtzeituhr
zum Starten von
­Funktionen in Echtzeit
8
3
Integriertes
Display
Fernwartung
Thermische
Desinfektion
2 Betriebsarten
Systemstörungs­
meldungen
ECC2-Funktionscontroller
System Messages
via SMS (z. B.
Störmeldungen,
Start therm.
Desinfektion)
Optional:
2 I/O Ergänzungsmodul
3 Funkmodul GSM
Integrierter
WEB -Server
Werkseitig programmierte
digitale ­Ausgänge
- Thermische Desinfektion aktiv
- Thermische Desinfektion abgebrochen
- Sicherheitsabbruch der thermischen
Desinfektion
Datenkommunikation
Der ECC2-Funktionscontroller verfügt über
einen standardisierten Daten-Kommunikationsanschluss für PC oder Gebäudenetzwerk (GLT).
Es werden die Datenprotokolle Ethernet,
BacNet, KNX und ModBus zur Verfügung
gestellt.
- Sammelstörmeldungen
Systemanschluss für Armaturen
Werkseitig programmierte
digitale ­Eingänge
- Start thermische Desinfektion
An den ECC2-Funktionscontroller können
2 Systemkabel zur Stromversorgung und
Datenkommunikation mit einer Gesamtlänge von 200 Metern und insgesamt bis zu
32 Armaturen angeschlossen werden.
- Abbruch der thermischen Desinfektion
- Betriebsartenumschaltung
-Q
uittierung der Ausgänge,
z. B. bei Sammelstörmeldung
Ab 5 gewünschter Funktionen über die
digi­­talen Ein- und Ausgänge wird ein I/O
Ergänzungsmodul benötigt.
Werden die Armaturen über das Systemkabel
mit dem ECC2-Funktionscontroller verbunden,
übernimmt dieser die Spannungsversorgung
und darüber hinaus die Datenkommunikation
im CAN-Inselnetzwerk. Die multifunktionale
Einheit bietet weiterhin die Möglichkeit für
Folgesteuerungen. In Kombination mit dem
GSM-Funkmodul sind Fernwartung und
Systemnachrichten via SMS realisierbar.
Datenspeicherung in Echtzeit
Der interne Datenspeicher des ECC2Funktions­controllers speichert mit konkreter
Datum- und Uhrzeitangabe in einstellbaren
Abständen Temperaturwerte, Aktorzähler und
–laufzeiten, Betriebsstundenanzahl, Hygienespülungen, thermische Desinfektionen und
Reini­gungsabschaltungen. Die Daten können
im csv-Format mit einem USB-Stick oder als
Download über den WEB-Browser ausgelesen,
anschließend z. B. in Excel gespeichert und
visualisiert werden.
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Systemlösungen im Netzwerk
Die intelligente Armaturentechnik und die offene Systemstruktur von AQUA 3000 open
ermög­lichen maßgeschneiderte Wasser­abgabe­funktio­nen und jederzeit eine An­passung
oder Erweiterung auf die objekt­spezifischen Gegebenheiten.
Ebenen der Kommunikation
Mit AQUA 3000 open gelingt die Einbindung jedes Sanitärraums in das
Gebäudenetzwerk und die Anbindung an eine vorhandene Gebäudeleit­
technik mit Hilfe unterschiedlicher Datenprotokolle. Der ECC2-Funktionscontroller bildet den Übergabepunkt zum Gebäudenetzwerk. Das dazugehörige Inselnetzwerk wird über CAN-Bus-Technologie gesteuert. Das
serielle CAN-Bus-System (Controller Area Network) ermöglicht die
schnelle, sichere und preiswerte Vernetzung der Armaturen. Dabei sind in
dem Netzwerk mehrere gleichberechtigte Steuer­­geräte (Busteilnehmer)
zur schnellen Daten­über­tragung miteinander verbunden.
Das CAN-Bus-System wurde 1983 von Bosch für die Vernetzung von
Steuergeräten in Automobilen ent­wickelt, um den Verdrahtungsaufwand
bei Kabel­bäumen zu reduzieren und Gewicht zu minimieren.
CAN-Bus-Systeme finden besonders in sicherheitsrelevanten Bereichen
Anwendung, wo es auf eine hohe Datensicherheit ankommt (Automatisierungs-, Medizin-, Flugzeugtechnik).
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Welcome to Aqua 3000 open
Start
Die Ebenenstruktur von AQUA 3000 open
Das Wassermanagementsystem AQUA 3000 open gliedert sich in die Armaturen- und die Netzwerkebene. Auf der Armaturenebene
ist einem ECC2-Funktionscontroller ein CAN-Inselnetzwerk mit bis zu 32 Armaturen zugeordnet. Gleichzeitig bildet der ECC2Funktionscontroller den Über­gabepunkt zur Netz­werk­ebene.
Für größere Objekte bietet sich die Installation mehrerer ECC2-Funktionscontroller an. Über die RJ45 Schnittstelle der einzelnen
ECCs können alle in einem Gebäude installierten Armaturen an einen PC angeschlossen oder auf die bestehende Gebäudeleittechnik (GLT) aufgeschaltet und gemeinsam verwaltet bzw. gesteuert werden.
Netzwerkebene
Kommunikation via: Ethernet, BacNet, ModBus, KNX
ArmatureNEbene
Armaturen-Inselgruppen im Netzwerk
Mobiles Wasser­management
Mit Hilfe des GSM-Funkmoduls kann
für die Fernwartung mobil über das
Internet auf die Anlage zugegriffen
werden. Über dieses Modul lassen
sich außerdem Störungsmeldungen
via SMS an bis zu fünf Empfänger
versenden.
Voraussetzung dafür sind eine SIM-­
Karte, ein Servicevertrag, ein UMTSMobilfunknetz und eine optionale
Antenne je nach individueller Stärke
des Empfangs­signals im Gebäude.
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Wasser vor Ort oder über das Internet managen
Mit Hilfe des im ECC2 integrierten WEB-Servers können alle sanitärtechnischen Prozesse sehr anwender­­freundlich über einen
WEB-Browser ­beobachtet, k­ ontrolliert und ­proto­kolliert werden. W
­ eiterhin sind Parametrierungen der System­komponenten problemlos möglich. Alarm- und ­Ereignismeldungen können unter Verwendung des optionalen GSM-Funkmoduls individuell versendet
werden.
Alle im Verbund mit jeweils einem ECC2-Funktionscontroller arbei­tenden Armaturen werden als Inselnetzwerke übersichtlich
abgebildet. Neben der Einstellung von Medienfließzeiten (Wasser, Seife, Luft etc.) sowie der Kommu­nikationsparameter können
Hygienespülungen und thermische Desinfek­tionen durchgeführt und protokolliert werden. Mit Hilfe der virtuellen Armaturen­inseln,
die gruppiert, verschoben und neu zugeordnet werden können, wird das gesamte reale Sanitär­system auf einem Standard-WEBBrowser abgebildet.
Für Anwendungen in sicherheitsrelevanten Bereichen, z. B. in Justizvollzugsanstalten, in denen zeitgesteuerte Funktionen, mögliche
Nutzungseinschränkungen und Über­wachungen gefordert sind, werden diese über individuell ein­­stellbare Funktionen und Programmabläufe innerhalb des WEB-Servers gewährleistet.
Netzwerk- und Armaturen­
übersichten
Auf der Ebene »Netzwerk«
werden alle angeschlossenen
ECC2-Funktionscontroller
gezeigt. Von hier aus kann ein
ECC-Inselnetzwerk gewählt und
als Armaturenübersicht dargestellt werden. Auf der Ebene
»ECC« ist der Betriebszustand
jeder Sanitärarmatur ablesbar,
z. B. aktuelle Temperatur,
Betriebsart sowie der Zustand
angeschlossener Sensoren und
Aktoren. Hier lassen sich auch
über den Tab »TD« Ablaufprozesse thermischer Desinfektionen
konfigurieren.
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Armaturenübersicht mit
Programm­abläufen
Für jede Armatur wird eine automatische Übersicht
generiert, in der auf einen Blick alle wichtigen, zum
Betrieb notwendigen Parameter ablesbar sind.
So wird die Armaturenfunktion – z. B. Dusche mit
Piezo-Taster – über ein Piktogramm einfach und
verständlich abgebildet. Fließzeiten und Sensorreichweiten können von hier aus eingestellt werden.
Netzwerk- und
Armaturen­übersichten
Über die Tabs »Freigabe« und
»Hygiene« kann jede Armatur
optimal an den Betriebsablauf
angepasst werden. So können
z. B. Hygienespülungen und
thermische Desinfektions­
parameter wie Einwirkzeit und
Temperatur für jede einzelne
Armatur konfiguriert werden.
Darüber hinaus erfolgt hier auch
die Parametrierung von Spitzenlastprogrammen und Reinigungsabschaltungen.
Statistikfunktion für
­Armaturen
Unter dem Tab »Statistik« auf
der Ebene »Armatur« werden
alle Zähl­werte (Magnetventilaus­lösungen), Betriebsstunden,
Temperaturverläufe sowie die
vergangenen Zeiten seit der
letzten Hygienespülung jeder
einzelnen Armatur aufgezeigt.
Ebenso Statusinformationen zur
letzten thermischen Desinfektion.
Bei Aktivierung der Statistikaufzeichnung des ECCs werden die
wichtigsten Daten kontinuierlich
erfasst und können zur weiteren
Auswertung als csv-Datei expor­­tiert werden.
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Anwendungen mit System
Freizeit
Schwimmhallen,
Fitness­studios,
Spas,
etc.
Reisen
Flughäfen,
Bahnhöfe,
Campingplätze,
Rastplätze,
etc.
Sicherheit
Gefängnisse,
Polizeistationen,
Militärische­
Einrichtungen,
etc.
Bildung
Schulen,
Kindergärten,
Schulungs- und
Bildungseinrichtungen,
etc.
Gesundheit
Krankenhäuser,
Pflege­heime,
etc.
Da die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Komfort und
Hygiene im Objektbau ständig wachsen, ge­winnt Wasser­
management hier immer mehr an Bedeutung. Ebenso wie das
gesamte Gebäude­management. AQUA 3000 open steht für
ein zukunftssicheres Wassermanagement, das sich einfach
er­wei­tern lässt und mit dem Gebäude mitwächst. Es ist ein
offenes System, welches in bestehende Gebäudemanagementsysteme integrierbar ist. Auch Veränderungen in der Nutzung
des Gebäudes stellen kein Problem dar. Armaturen kön­nen
nach Jahren unkompliziert hinzugefügt oder entfernt werden.
Vor dem Hintergrund möglicher Infektionserkrankungen durch
Trinkwassersysteme steht der Dusch­bereich im Mittelpunkt
der Betrachtung. Verfahren der thermischen Desinfektion
haben sich in diesem Zusammenhang zum anerkannten Stand
der Technik herausgebildet. Mit busvernetzten Armaturen­
systemen lassen sich die besonderen Hygieneanforde­rungen
idealtypisch erfüllen. Die individuellen Einstellungsmöglich­
keiten sind so vielfältig wie die Bedingungen der Gebäude
selbst. Das Wasser­managementsystem kann von den Benutzern lernen und sich anpassen.
Spezialisten von Franke Water Systems betreuen die Inbetriebnahme, bieten entsprechende Schulungen an und stehen auch
im laufenden Betrieb jederzeit zur Verfügung.
Anwendungsbeispiele und System­darstellungen geben
Anre­gungen für Detailausführungen und Musterinstallationen
von AQUA 3000 open.
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Die Struktur der Einbindung
ECC2,
optional
Maximal 32 Armaturen
Legende:
PWC (Trinkwasser kalt)
PWH (Trinkwasser warm)
Systemkabel 24 V DC
Über ein Systemkabel zur Spannungs­versorgung 24 V DC werden die Arma­turen
einfach in Serie montiert. Aufgrund der Leistungsaufnahme, der Leitungslängen
und des verwendeten CAN-Bus-Datenprotokolls ist bei dieser Installations­variante
die Anzahl der Armaturen auf 32 begrenzt. Bei Standard-Wasser­abgabefunktionen
ist eine werkseitige Inbetriebnahme nicht notwendig, da die in den Armaturen
integrierten Elektronik­module werkseitig programmiert sind und »plug and play«
arbei­ten. Zusätzliche Steuerfunktionen, wie Hygienespülungen, gehören zu dieser
Basisprogrammierung. Die Ver­legung des Systemkabels erfolgt im Leerrohr bis in
die Armaturen.
Optional:
Bei der Integration eines ECC2-­Funktionscontrollers in das Gesamt­system hat das
Systemkabel die Doppelfunktion der Spannungsver­sorgung und der Datenkommuni­
kation im CAN-Insel­netzwerk. Ein beidseitiger Abschluss­widerstand sichert die
Daten­kommunikation zwischen dem ECC2-Funktionscontroller und den einzelnen
Armaturen. Dabei übernimmt der ECC2 zentrale Steuerungsaufgaben und die Span­nungs­versorgung des Armaturennetzwerks. Zur Anpassung der Steuerungsabläufe
des ECC2 sowie der Elektronikmodule der Armaturen an die objektspezifischen
Gegebenheiten kann die Inbetriebnahme durch den Kundendienst erfolgen.
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Modelle der thermischen Desinfektion
Über frei programmierbare, digitale Ein­gänge des ECC2 oder des optionalen
I/O Ergänzungsmoduls sowie mit Hilfe
von Datenprotokollen können thermische Desinfektionen (TD), gruppenweise
Hygienespülungen sowie gruppenweise
Reinigungsabschaltungen gestartet bzw.
gestoppt werden. Optional sind zur
Prozessüberwachung Temperaturfühler
pro Armatur integrierbar.
ECC2
Für die Durchführung der TD ist bei
Thermostatarmaturen eine Bypass-­
Maximal 32 Komponenten
Magnetventilkartusche im FunktionsSystemdarstellung thermischer Desinfektion, kombiniert mit bezahlter Wasserabgabe.
block der Armatur erforderlich.
Innerhalb eines CAN-Inselnetzwerkes
mit ECC2 sind die Armaturen für die TD in bis zu 8 nacheinander öffnende Gruppen einteilbar. Das heißt z. B. bei kleineren
Trinkwassererwärmern 8 Gruppen mit jeweils 4 Armaturen, die nacheinander thermisch desinfiziert werden und damit dem System
die Mög­lichkeit der Wiederauf­heizung geben. Parallel zu den werkseitig programmierten Armaturenfunktionen ist für die Datenkom­
munikation und Einstellung der thermischen Des­infektion eine Inbetriebnahme durch den Kundendienst erforderlich. Es besteht die
Möglichkeit, AQUAPAY-Münzkontakt­geber für eine bezahlte Wasser­abgabe in das gesamte Armaturennetzwerk einzubinden. Dabei
ist pro Münzer mit max. 31 Armaturen ein ECC2 vor­zu­sehen.
Armaturengruppe 1
Armaturengruppe 2
Armaturengruppe 3
Armaturengruppe 4
EM-Z
EM-T
ECC2
(PWH)
Thermische Desinfektion unter Einbeziehung des Trinkwassererwärmers.
Die Bildung von Armaturengruppen ermöglicht die effiziente Durchführung von thermischen Desinfektionen, insbesondere bei
Trinkwassererwärmern mit eher geringeren Speicher­inhalten. Bei dieser Systemanordnung ist die Arma­turenanzahl auf 30 begrenzt.
Hinzu kom­men ein System-Elektronikmodul zur Ansteuerung des Trinkwassererwärmers (EM-T) und ein System-Elektronikmodul für
Zirkulationsleitung (EM-Z) für die thermische Desinfektion. Letzteres sorgt für die schnelle Bereitstellung erhitzten Trinkwassers in
der Zirkulationsleitung durch gezielte Wasserentnahme im Zirkulationsrücklauf.
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Wassermanagement auf höchstem Niveau
Netzwerkgruppe 1
Netzwerkgruppe 2
ECC2
(Master)
ECC2
EM-Z
EM-T
EM-T/EM-Z
ECC2
ECC2
GLT
(PWH)
(PWH)
Netzweite thermische Desinfektion
Legende:
EM-T = Elektronikmodul für
Trinkwassererwärmer
EM-Z = Elektronikmodul für
Zirkulationsleitung
(PWH)= Trinkwassererwärmer
GLT =Gebäudeleittechnik
Diese Planungsvariante eignet sich für Gebäude mit unterschiedlichen Weg­strecken
zwischen hydraulischem Lei­tungssystem und A3000 open System­kabeln. Bei dieser
Systemanordnung werden die Armaturen in max. 8 Gruppen eingeteilt. Einer der in
einem Gebäude verwendeten ECC2-Funktionscontroller wird via Datenprotokoll als
»Master« definiert und stellt damit die Kommu­nikation mit den eingeteilten Bereichen
sicher. Die Programmabläufe einer thermischen Desinfektion (TD) sind frei zu programmieren, die Armaturen auszuwählen und die einzelnen TD-Bereiche startbar.
Mit dieser Systemarchitektur lassen sich TDs optimal an die objektspezifischen
Gegebenheiten und sich ändernde Parameter anpassen. Diese netzweite TD von bis
zu 8 Netzwerkgruppen kann über die digitalen Eingänge in frei wählbarer Reihenfolge
gestartet werden.
Weitere Installationskomponenten
siehe Legende Seite 15
17
Transparenz sichert optimale Effizienz
Über die ECC2-Funktionscontroller und Datenprotokollverbindungen können die in einem Gebäude installierten Armaturen auf
einem PC sichtbar gemacht oder auf die bestehende GLT aufgeschaltet werden.
Die Bildung logischer Funktionseinheiten, z. B. nach Etagen oder Anwendungsfeldern, erleichtert die spezifische Optimierung von
Wasserabgabefunktionen innerhalb der Einheiten. Hierzu gehören Wasserfließzeiten, Hygienespülungen, thermische Desinfektionen, Reinigungsabschaltungen, Tag- und Nachtschaltungen, bezahlte/unbezahlte Wasserabgabe sowie Folgesteuerungen bei
Duschanlagen.
Mit Hilfe der Überwachungs- und Steuerungsfunktionen lassen sich die Frequentierungen auswerten und das Wartungsmanagement bedarfsgerecht steuern. Natürlich dient die Netzwerkebene auch der Systemüberwachung und ermöglicht schnelle
Korrekturmaßnahmen bei Fehlfunktionen.
Gebäudeintegration von AQUA 3000 open
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Systemkomponenten AQUA 3000 open
So einfach wie möglich –
so flexibel wie nötig:
Das System AQUA 3000 open basiert auf dem Grundgedanken einer klaren und einfachen Systemarchitektur.
Dabei werden nur die Kom­ponenten verwendet, die
tatsächlich für die anwendungs­spezifischen Anforderungen benötigt werden. Mit nur wenigen Systembausteinen
lässt sich so ein optimiertes Wassermanagement
realisieren.
Sämtliche Hauptkomponenten von
AQUA 3000 open werden auf den folgenden
Seiten gezeigt.
Von der Idee bis zur Realisation
Die Basis einer optimierten Sanitärraumgestaltung stellt
eine solide Vorplanung dar. Diese orientiert sich an den
spezifischen Objektgegebenheiten und den nutzerabhängigen Anforderungen an die Sanitärräume.
Die qualifizierte und regelwerks­konforme Objektberatung ist dabei der wichtigste Baustein von der Konzeptidee bis hin zur Ausführungsplanung. Gerne helfen wir
bei der Planung und geben unser Know-how an Sie
weiter.
Wir begleiten Sie in allen Phasen der Planungs­
umsetzung – auch und gerade, wenn es sich um
komplexere Systemlösungen handelt.
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AQUA 3000 open – Produktüberblick
D u scharmat u r e n f ü r W a n d e i n ba u
AQUATIMER - A3000 open Thermostatbatterie
mit Piezo-Taster, für Wandeinbau
AQUATIMER - A3000 open Duscharmatur mit
­Piezo-Taster, für Wandeinbau
AQUATIMER - A3000 open Duscharmatur
mit Piezo-Taster, für Hinterwandinstallation
AQUA604Rohbauset mit Klebeflansch
AQUA602Rohbauset ohne Klebeflansch
AT3O0038Fertigbauset
AQUA605Rohbauset mit Klebeflansch
AQUA603Rohbauset ohne Klebeflansch
AQUA627Fertigbauset
AQUA629
D u sch p a n e e l e f ü r A u f p u tzmo n tag e
AQUATIMER - A3000 open Edelstahldusch­
paneele mit Piezo-Taster und Thermostat­
batterie, für Aufputzmontage
AQUATIMER - A3000 open Edelstahldusch­
paneele mit Piezo-Taster, für Aufputzmontage
PROTRONIC - A3000 open Edelstahlduschpaneele mit Opto-Sensor und Thermostatbatterie, für Aufputzmontage
AT3O0039
AT3O0041 mit integrierter Duschgelablage
AQUA623
AQUA621 mit integrierter Duschgelablage
PR3O0023
PR3O0025mit integrierter Duschgelablage
20
M ü n z k o n ta k tg e b e r
AQUAPAY - Münzkontaktgeber für bezahlte
Wasserabgabe zur Steuerung von 2-31 Duschen
PROTRONIC - A3000 open Thermostatbatterie
mit Opto-Sensor, für Wandeinbau
AQUA604Rohbauset mit Klebeflansch
AQUA602Rohbauset ohne Klebeflansch
PR3O0022Fertigbauset
PROTRONIC - A3000 open
Duscharmatur mit Opto-Sensor,
für Hinterwandinstallation
für Aufputzmontage
AQUA615
für Wandeinbau
AQUA802 für Wertmarke
AQUA803 für 0,50 €
AQUA806 für Wertmarke
AQUA807 für 0,50 €
Zubehör:
Z-AQRP001 Wertmarke (50 Stück)
d u sch k ö p f e
AQUAJET-Comfort Duschkopf, stufenlos
winkelverstellbar von 13° - 23°,
0,15 l/s (0,10 und 0,20 l/s beiliegend),
für Wandanschluss
SHAC0007
AQUATIMER - A3000 open Duschpaneele
aus MIRANIT-S mit Piezo-Taster und
Thermostat­batterie, für Aufputzmontage
AQUATIMER - A3000 open Duschpaneele
aus MIRANIT-S mit Piezo-Taster, für Aufputz­
montage
AT3O0044
AT3O0046 mit fugenlos eingeformter
Duschgelablage
AQUA647
AQUA648 mit fugenlos eingeformter
Duschgelablage
AQUAJET-Slimline Duschkopf, für
Wandanschluss
AQUA751 0,15 l/s
AQUA752 0,20 l/s
21
AQUA 3000 open – Produktüberblick
W ascharmat u r e n
PROTRONIC-T - A3000 open
Waschtisch-Mischbatterie
PROTRONIC-T - A3000 open
Waschtischarmatur
PROTRONIC-C - A3000 open
Waschtisch-Mischbatterie
PROTRONIC-C - A3000 open
Waschtischarmatur
PR3O0003
PR3O0002
AQUA102
AQUA103
PROTRONIC - A3000 open Waschplatzarmatur mit Opto-Sensor, für Wandeinbau
AQUA105 Rohbauset
AQUA107 Fertigbauset
PROTRONIC - A3000 open Waschplatz-­
Thermostatbatterie mit Opto-Sensor, für
­Wandeinbau
PROTRONIC - A3000 open Waschplatzarmatur mit Opto-Sensor, für Hinterwandinstallation
AQUA104 Rohbauset
PR3O0020Fertigbauset
AQUA109
S p ü larmat u r e n
PROTRONIC - A3000 open Urinalspülarmatur mit Opto-Sensor, für
Wandeinbau
AQUATIMER - A3000 open
WC-Steuerung mit Piezo-Taster,
für Wandeinbauspülkasten
PROTRONIC - A3000 open
WC-Steuerung mit Opto-Sensor,
für Wandeinbauspülkasten
PROTRONIC - A3000 open Urinalspülarmatur mit Opto-Sensor, für
Hinterwandinstallation
AQUA400 Rohbauset
AQUA401 Fertigbauset
AT3O0051
PR3O0027
AQUA402
22
AQUATIMER - A3000 open WC-Spülarmatur
mit Piezo-Taster, für Wandeinbau
PROTRONIC - A3000 open WC-Spülarmatur
mit Opto-Sensor, für Wandeinbau
PROTRONIC - A3000 open WC-Spülarmatur
mit Opto-Sensor, für Hinterwandinstallation
AQUA500 Rohbauset
AQUA501 Fertigbauset
AQUA500 Rohbauset
AQUA502 Fertigbauset
AQUA505
S y st e mz u b e h ö r
ECC2 Funktionscontroller
Z-A3OP0011
inkl. GLT-Datenprotokolle
Z-A3OP0022
Erweiterungsmodul I/O
Funkmodul GSM
Z-A3OP0012
Z-A3OP0013
notwendiges Zubehör (wahlweise):
Z-A3OP0015Stabantenne
Z-A3OP0016Wandantenne
Z-A3OP0017 Antenne mit Verstärker
Unterbrechungsfreie
Stromversorgung
Kompakt-Systemnetzteil
Z-AQUA006
Z-AQUA007
(2 Stück)
Systemkabel
Elektronikmodul für Systemspülung
Elektronikmodul für Zirkulationsleitung
Z-AQUA029
Z-AQUA030
Elektronikmodul für Trinkwassererwärmer
Z-AQUA031
Z-AQUA077 100 m/Ring
Z-AQUA078 25 m/Ring
Halogenfreie Ausführung
Z-AQUA011 100 m/Ring
Z-AQUA012 25 m/Ring
Abschlusswiderstand
Z-AQUA014
Kupplung für
Systemkabel
ElektroT-Verteiler
Bypass-Magnetventilkartusche
Schlüsselschalter,
-taster
Einschraub-Temperaturfühler für Funktionsblock
Einsteck-Temperaturfühler für
Wassermengenregulierung
Z-AQUA013
Z-AQUA075
Z-AQUA015
Z-AQUA022
Z-AQUA017
Z-AQUA018 warmwasserseitig
Z-AQUA019 kaltwasserseitig
Anlege-Temperaturfühler
3-Wege-Ventil
Z-AQUA020 warmwasserseitig
Z-AQUA021 kaltwasserseitig
Z-AQUA023
Z-AQUA024
Z-AQUA025
Z-AQUA090
DN 20
DN 25
DN 32
DN 40
Elektronikmodul für
3-Wege-Ventil
Z-AQUA076
Leistungsschalter
Z-AQUA026
Sicherheitstransformator 230/24V AC
Z-AQUA027 100 VA
Z-AQUA028 250 VA
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AQUA 3000 open / MA 338 / 11.2015 / DE-DE / Maß-, Konstruktions- und Ausführungsänderungen vorbehalten.
Franke Aquarotter GmbH
Water Systems
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