Inside

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Inside
metropolitan Inside 3/2015
Lifestyle & Trends in der Metropolregion
Rhein-Neckar 3 / 2015
September/Oktober/NOVEMBER
Inside
Musik auf
neuen Wegen:
Foto: Paul Labelle photographe inc.
Foto: lippolth.com/designed by eichfelder.de
Lifestyle & Trends in der Metropolregion Rhein-Neckar
Ein Orchester
bewegt die Region
Wandel: Bürger bestimmen bei den Konversionsflächen in Mannheim mit  Weltoffen:
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer spricht über Heidelberger Zeit  Kultur:
Von Personen und Publikumstrends  Luxusbikes: Jedem das Seine durch individuelle Komponenten  Ausflug: Kulinarischer und historischer Kurztrip nach Frankreich
Mazda PremierenParty
*
Editorial
3/2015
Editorial
3/2015
Foto: Hubach
11.9.2015 von 10:00 – 18:00 Uhr
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Ausstattungsvariante. Maximale Ersparnis in Höhe von € 2.100 für die Ausstattungsoption Lederausstattung in Pure-White beim Mazda6 Sports-Line ggü. der UVP der Mazda Motors (Deutschland) GmbH. Nur
bei Erstzulassung auf Privatkunden und nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.
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kombinierbar. Gültig bei Bestellung bis zum 12.09.2015.
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Wer die Lust auf Leben verspürt, dem
fällt das Genießen meist nicht schwer.
So vieles schenkt einem das Leben,
wenn man sich bewusst dafür entscheidet. Oder auch einfach mal nicht
so genau hinsieht.
Genießen geht einher mit Zeit.
Zeit, die man sich nimmt. Nicht aufhebt, denn ein Zuviel davon gibt es
nie. Greifen sollte man sich die schönen Spätsommerabende auf der Terrasse bei einem Glas Wein. Nicht
mehr loslassen die Wochenendfahrten ins benachbarte Frankreich (Seite
62). Zelebrieren das Zusammensein
mit Freunden, ob zuhause oder unterwegs. Festhalten an lieben Gewohnheiten wie dem Palazzo-Besuch im
Spätjahr (Seite 56). Oder der Joggingrunde, auch wenn sie, wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bei
einem Cappuccino verrät, mitunter
vom Wald in den Park verlegt werden
muss (Seite 18).
Man muss sich auf Situationen
eben einlassen, um sie genießen zu
können. Frei in den Gedanken werden, um Platz für neue Eindrücke zu
schaffen. Neue Wege in Kunst und
Musik zu begleiten. Die Gedanken an
Pflichten beiseiteschieben und nach
einem langen Arbeitstag noch rausgehen.
Keine Frage, Genießen kann mitunter harte Arbeit sein. Doch welch
ein Leichtes sollte dies sein, wenn man
sieht, welche Arbeit jene auf sich nehmen, die uns den Genuss bereiten.
Die Deutsche Staatsphilharmonie hat
Projekte angestoßen, Partner gesucht
und gefunden, Neues ausprobiert und
das Orchester weiterentwickelt. Mehr
dazu auf Seite 12. Wie die Mühen der
Künstler bei einer Veranstaltungsreihe direkt gegen Bares aufgewogen
werden, lesen Sie auf Seite 50. Außerdem verrät die Leiterin der Dance
Company am Heidelberger Theater,
Nanine Linning, auf Seite 52, was für
sie das Leben ausmacht.
Genießen kann man jedoch nicht
nur Situationen und Erlebnisse, sondern auch die Dinge, mit denen wir
uns umgeben. Ein luxuriöses Fahrrad
zum Beispiel, das leise surrt, kaum
hörbar klickt, und dessen Komponenten eine ganz eigene Ästhetik miteinander verbindet. Mit jedem Rad neu,
denn inzwischen lässt sich fast alles
individuell zusammenstellen. Wie uns
dieser Gefährte dabei mühelos durch
die Region bringt, steht auf Seite 38.
Es gibt so vieles, was Lust auf Leben macht, wenn man sich fürs Leben
entscheidet. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen Herbst voller
Genuss!
Es braucht zu allem
ein Entschließen –
selbst zum Genießen.
Eduard von Bauernfeld
Ihre
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Inhalt
3/2015
Fotos: Daimler AG
12 Menschen &
Geschichten
2Wohndesign & 2
Ambiente
12 Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz:
22 Interview:
36 Sport & Wellness
36 Schöne Haut: eine glatte Sache
38 Komfortabel durch die City radeln:
Meisterhafte Weiterentwicklung
Gärtnern auf Balkon und Terrasse
Luxus-E-Bikes liegen im Trend
6 News aus der Metropolregion
8 Blickwinkel
16 Ein Stadtbild wandelt sich:
24 Innovativ und ausgezeichnet:
Konversion in Mannheim
Das Regalsystem von Tobias Reiter
18 Auf einen Cappuccino mit
28 Gemütlichkeit an kühlen Abenden
8 Phantasie im Cirque du Soleil
10 Eine runde Sache im C-Hub
Theresia Bauer
0 Genießen & 4
Ausgehen
Fotos: Frei
Fotos: Eric Au
Foto: Weissphase
6 Aufgeschnappt
50
64
Foto: Daniel Lukac/Stadt Mannheim
10
3 Editorial
38
24
Foto: Hardy Müller
12
Foto: Fotolia.com/sborisov
6
Inhalt
3/2015
42 Vier Köche, ein Ziel: Hilfe für Kinder
62 Nah & Fern
44 Die süßen Seiten Heidelbergs:
64 Food Festival in Singapur –
handgemachtes Naschwerk
Wenn aus essen ein Spetakel wird
46 Kunst & Kultur
66Impressum
46 Event-Highlights
48 Event-Vorschau
40 Gourmet-Kolumne:
50 Kunst gegen Bares
32 Mode & Accessoires
Riesling & Traminer
52 Tanztheater Heidelberg
32 Lebe lieber ungewöhnlich –
41 Espresso-Tipps
Handgemachte Kreationen bei DaWanda
4
5
Aufgeschnappt – Neues aus der Metropolregion
3/2015
Überraschende Einsichten in die Metropolregion
Grellbunte Formen
auf alter Fassade
Heiße Technik und coole Versuchungen
dann beginne zunächst mit Dir selbst
Interak�ver Vortrag von Thomas Gampe
Interaktiver Vortrag von
Thomas
Gampe
VOM LEADERSHIT
ZUM
LEADERSHIP
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Foto: Robin Soulier
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Die “Mannheimer Impulse” sind ein Projekt der “GbR Be�na Lehmann + Achim Günther Schröder”.
Nicht umsatzsteuerpflich�g (Kleinunternehmer-Regelung nach § 19 Abs. 1 UStG).
Cover-Foto: blue sonar von Gisela Giardino (h�ps://www.flickr.com/photos/gi/) unter “CC BY-SA 2.0”-Lizenz
alle Infos unter h�p://www.mannheimer-impulse.de/
Zahlen und Buchstaben lassen sich teilweise nur erahnen, aber erklärtes Ziel ist nicht Lesbarkeit, sondern eine gelungene Komposition aus Linie, Fläche und den verschiedenen Ebenen zu finden.
Dies gibt ihrer Kunst eine unvergleichliche Intensität. Eine Kostprobe ihres Könnens lieferten die beiden Künstler aus Belgrad während des diesjährigen Stadt.Wand.Kunst-Projekts der Alten Feuerwache Mannheim ab. In der Mannheimer Zeppelinstraße
gestalteten sie eine Woche lang eine Fassade und verwandelten das
alte Gemäuer in ein riesiges Gesamtkunstwerk. Vorbeischauen und
die Wand bestaunen lohnt sich. n cde
Neuer „Tatort“ Rhein-Neckar in Heidelberg und Mannheim?
Metropolregion hofft auf Zuschlag
Foto: Fotolia.com/sborisov
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Seit zehn Jahren vereint die Metropolregion Rhein-Neckar offiziell das
Dreiländereck Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg zu
einem starken Wirtschaftsraum. Rund 2,3 Millionen Einwohner schätzen die Attraktivität ihrer Heimat – keine Frage. Es gibt allerdings darüber hinaus einige Bereiche, in denen die Metropolregion zur absoluten Weltspitze gehört. Die Firma Total Feuerschutz geht
beispielsweise mit dem Riesenflieger A380 von Airbus in die Luft. Feuerlöschtechnik aus Ladenburg verhindert Schlimmeres, falls es in der
Luft mal brenzlig werden sollte. Aus Heppenheim wiederum kommt
nicht nur der Formel-1-Weltmeister und Ferrari-Pilot Sebastian Vettel.
In dem Ort an der Bergstraße produziert der Lebensmittelkonzern Unilever in der größten Eiskremfabrik Europas süße Versuchungen. Rund
1,5 Milliarden Einzelportionen Eis werden dort hergestellt - unter anderem der Bestseller „Magnum“. Spitze ist auch das Lager für Fahrzeugteile bei Germersheim. Das weltweit größte seiner Art ist Drehund Angelpunkt der Ersatzteilversorgung der Daimler AG. n me
Foto: Fotolia.com/Dirk Vonten
Künstlerduo SOBEKCIS zu Gast in Mannheim
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Aufgeschnappt – Neues aus der Metropolregion
3/2015
Das Rennen um das neue „Tatort“-Ermittlerteam im Südwesten geht weiter. Zwar wird ab September in Freiburg ein neuer „Tatort“ gedreht, doch
die anderen Bewerberstädte hoffen noch immer, dass sie den endgültigen
Zuschlag bekommen. Geplant sei in Freiburg nur ein Special, kein dauerhaftes Ermittlerteam, hieß es vom Südwestrundfunk (SWR). Unter anderem Heidelberg und Mannheim, die gemeinsam für einen „Tatort“
Rhein-Neckar angetreten sind, hoffen weiter auf ein positives Signal seitens des SWR. Nach dem Aus für den Konstanzer „Tatort“, der rund um
den Bodensee spielt, haben sich mehrere Städte im Südwesten beworben
– sie wollen neuer Standort für die ARD-Krimireihe werden. Der Sprecher
der Stadt Heidelberg sagte, die Rhein-Neckar-Region mit all ihren Gegensätzen, aber auch Gemeinsamkeiten, wäre ein sehr reizvoller „Tatort“-Hintergrund. Die räumliche Nähe zum „Tatort“ Ludwigshafen sehe er nicht
als Ausschlusskriterium an. n cde
Die “Mannheimer Impulse” sind ein Projekt der “GbR Be�na Lehmann + Achim Günther Schröder”.
Nicht umsatzsteuerpflich�g (Kleinunternehmer-Regelung nach § 19 Abs. 1 UStG).
Cover-Foto: blue sonar von Gisela Giardino (h�ps://www.flickr.com/photos/gi/) unter “CC BY-SA 2.0”-Lizenz
alle Infos unter h�p://www.mannheimer-impulse.de/
Die “Mannheimer Impulse” sind ein Projekt der “GbR Be�na Lehmann + Achim Günther Schröder”.
Nicht umsatzsteuerpflich�g (Kleinunternehmer-Regelung nach § 19 Abs. 1 UStG).
Cover-Foto: blue sonar von Gisela Giardino (h�ps://www.flickr.com/photos/gi/) unter “CC BY-SA 2.0”-Lizenz
6
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Blickwinkel
Phantasie
Es ist so eine Sache mit dem Ort, an dem alles möglich scheint. Für viele liegt er in der
Ferne, für andere bei den Menschen, die man liebt. Der Cirque du Soleil lebt davon, dem
Publikum auf der ganzen Welt Antworten auf diese Frage anzubieten. Etwa diese: Tief
im Wald, auf dem Gipfel eines Vulkans, existiert eine eigene Welt. Ein junger Mann erlebt dort ein absurdes und außergewöhnliches Abenteuer am Rande der Zeit. Und inmitten der typischen Inszenierung aus Farben, Akrobatik und Musik ist in der Produktion „Varekai“, so jedenfalls verheißt die Idee des Stücks, vieles möglich. „Varekai“ sagen
die Roma und meinen: „wo auch immer“. Ob es ihn überhaupt gibt, diesen Ort, an dem
alles möglich ist, das muss ein Jeder selbst herausfinden. Und am Ende geht es auch im
„richtigen“, dem zu lebenden Leben, um nichts anderes als um Fantasie. ■
siw
Foto: Martin Girard
Cirque du Soleil: „Varekai“ | 28. Oktober bis 1. November | SAP Arena
Karten: 0621 18190333
Blickwinkel
Eine runde Sache
Foto: Daniel Lukac/Stadt Mannheim
Nach Pop kommt App – im C-Hub in Mannheim bekommen Künstler und Kreative den Boden unter die Füße, den sie als Start-up brauchen. Mit dem neuen
Kreativwirtschaftszentrum, das Ende Juli offiziell in Betrieb genommen worden
ist, verfolgt die Stadt konsequent ihren Weg weiter, Anziehungspunkte für die
Kreativwirtschaft zu schaffen. Was mit der Popakademie und dem Musikpark
begonnen hat, ist nun mit mehr als 3000 Quadratmetern rund geworden. Existenzgründer aus der Werbe- oder Filmwirtschaft, aus dem Design- oder Kunstmarkt, aus der Software- und Appentwicklung nutzen das neue Areal mit all seinen Möglichkeiten. Und mit jedem neuen innovativen Potenzial, das hier entsteht
und wächst, blüht der Jungbusch weiter auf. ■
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Menschen & Geschichten
3/2015
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3/2015
hinzugekommen. In ihrer „Residenzstadt“ Ludwigshafen ist die Staatsphilharmonie seit vielen Jahren Gast im
BASF-Feierabendhaus. Eigene Abonnements bietet sie im Pfalzbau Ludwigshafen und im Rosengarten Mannheim an. Seit einigen Jahren hat sie
ihre Sommerresidenz in Speyer aufgeschlagen.
In der Saison 2014/15 hat das
Orchester als neue Spielorte in
Mannheim das Capitol sowie die
Christuskirche für sich entdeckt, in
Ludwigshafen die Friedenskirche.
Die Leidenschaft für neue Projekte
führte zu einem deutlich wachsenden
künstlerischen Niveau. So liegt es
nahe, den Radius der Aktivitäten auf
die gesamte Metropolregion zu erweitern – passend zum zehnten Geburtstag der Metropolregion Rhein-Neckar in diesem Jahr.
Nach Ludwigshafen und Mannheim sind nun die Rahmenbedingungen geschaffen, um eine eigene Konzertserie in Heidelberg zu
veranstalten. Nicht zuletzt, weil sich
das traditionsreiche Orchester unter
Menschen & Geschichten
der Leitung von Karl-Heinz Steffens
in die Gruppe der herausragenden
deutschen Klangkörper zurückgespielt hat. Und durch die Classic
Scouts des weithin strahlenden Heidelberger Frühlings wurde gerade die
erste Kooperation zwischen dem bedeutenden Festival und dem wohlklingenden Orchester begründet. Nicht
auszuschließen, dass die Freunde des
Musikfestes das Konzert mit Pinchas
Zukerman als ein erstes Ständchen
zum 20. Heidelberger Frühling 2016
empfinden. ■
Auf der Bühne in der Stadthalle Heidelberg
Foto: Hardy Müller
1. Meisterkonzert
Dvořáks sinfonische Dichtung „Die
Waldtaube“ eröffnet das Konzert. Sie
basiert auf der gleichnamigen Ballade von Karel Jaromir Erben. Eines der
bekanntesten Werke Glasunows ist
sein dreisätziges Violinkonzert a-Moll,
entstanden 1904. Vor allem der letzte Satz, der sich als ein rasantes, immer schneller werdendes Rondo entpuppt, ist ganz nach dem Geschmack
eines so hochkarätigen Virtuosen wie
Michael Barenboim. Zum Abschluss
des Konzerts wird Brahms’ Sinfonie
Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz mit neuer Konzertserie in Heidelberg
Meisterhaft
Nr. 3 F-Dur zu hören sein, die ein lyrisches Pathos durchzieht, ebenfalls
gespielt von Michael Barenboim. Der
junge Musiker zählt zur ersten Geigerriege. Sein Repertoire ist breit und
schließt zeitgenössische Musik ein.
2. Meisterkonzert
Viele Künstler haben Don Juan in Szene gesetzt. Nikolaus Lenau verfasste
ein Versdrama „Don Juan“, das wiederum Richard Strauss zu einer gleichnamigen Tondichtung über den Frauenhelden veranlasste. Das Violakonzert
schrieb Bartók auf Bitten des Geigers
William Primrose. Es wurde jedoch
erst nach dem Tod des Komponisten
von einem Freund vollendet. Der
virtuose Solopart rückt die Bratsche
ins Zentrum. Solist Pinchas Zukerman beherrscht die Geige wie auch
die Bratsche und wird die großen
technischen Herausforderungen
„spielend“ meistern. In seiner Sinfonischen Dichtung „Tod und Verklärung“ hat Strauss musikalische Ausdrucksformen gefunden, die von den
letzten Momenten im Leben eines
Künstlers erzählen. ■
Neue Projekte, die Weiterentwicklung des Orchesters und ein starkes Bewusstsein für die
Metropolregion führen zum nächsten Schritt: Auch Heidelberg hat nun eine eigene Reihe.
12
als nur dem Sinfonieorchester des
Landes Rheinland-Pfalz profiliert - sie
ist Kulturbotschafter par excellence.
Ein Großteil der Konzerte – rund
90 pro Saison – findet in der Metropolregion Rhein-Neckar statt. Eine
ganze Reihe von Spielstätten sind dabei in den vergangenen Jahren für einzelne Projekte aber auch feste Reihen
Michael Barenboim
Freitag, 13. November 2015, 19.30 Uhr
Karl-Heinz Steffens, Dirigent
Michael Barenboim, Violine
Antonín Dvořáks: Die Waldtaube, op. 110
Alexander Glasunow: Konzert für Violine und
Orchester a-Moll, op. 82
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur, op. 90
Foto: Cheryl Mazak
denzstadt Ludwigshafen hinaus bekannt. Hochkarätige Solisten wie Gidon
Kremer, Fazıl Say und Pinchas Zukerman verleihen individuelle Klasse.
Spätestens mit den Amtszeiten von
Intendant Prof. Michael Kaufmann
und Generalmusikdirektor KarlHeinz Steffens hat sich die 1919 gegründete Staatsphilharmonie zu mehr
Foto: Janine Escher
Magie im Konzertsaal entsteht, wenn
sich einzelne Töne zu einem meisterhaften Klangerlebnis verbinden. In der
Spielzeit 2015/16 hat die Deutsche
Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz bei
mehr als 100 Konzerten bewiesen, dass
ihre Interpretation Klassischer Musik
emotional bewegt. Das Orchester ist dafür bis weit über die Grenzen der Resi-
Termine
Pinchas Zukerman
Freitag, 11. März 2016, 19.30 Uhr
Karl-Heinz Steffens, Dirigent
Pinchas Zukerman, Viola
Richard Strauss: Don Juan, op. 20
Béla Bartók: Konzert für Viola und Orchester
Richard Strauss: Tod und Verklärung, op. 24
Zu den Konzerten findet jeweils um 18.45 Uhr eine Einführung statt. Weitere Informationen unter www.staatsphilharmonie.de
13
Menschen & Geschichten
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3/2015
Menschen & Geschichten
3/2015
Starke Kooperation mit dem
Capitol in Mannheim
und Reihen erweitert hat. Zusammen:
wunderschöne Konzerte mit immer
wieder neuen Akzenten und neuen
Besuchern, die sich begeistern lassen
von einer Verbindung von Spielstätte
und Musik, wie sie bisher in der Region so nicht zu finden war.
Foto: René van der Voorden
Auf der einen Seite ein Kultkino, Musikbühne und Comedystätte. Auf der
anderen ein Symphonieorchester auf
höchstem Niveau, das unter der Leitung von Chefdirigent Karl-Heinz
Steffens längst den reinen klassischen
Weg durch spannende neue Projekte
Eine starke Zusammenarbeit: Intendant der Staatsphilharmonie Michael Kaufmann,
Capitol-Geschäftsführer Thorsten Riehle, Generalmusikdirektor Karl-Heinz Steffens und
Albrecht Hornbach, Vorsitzender Stiftung Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. (v. l.)
Konzerte der Staatsphilharmonie im Capitol
Sonntag 20. September 2015
„Modern Times 3 – From Russia with love“
Mit Werken von Dmitri Schostakowitsch
und Sergei Prokofjew
Sonntag, 17. Januar 2016
„Kiko Kinderkonzert – Feuer, Wasser,
Himmel & Meer“
Werke von Mozart, Beethoven, Debussy,
Rossini, Rimsky-Korsakov, u. a.
14
Sonntag, 10. April 2016
CONNECT IT!
Mit Werken von Darius Milhaud,
Ludwig van Beethoven und
Duke Ellington
Dienstag, 31. Mai 2016
„Von Babelsberg nach Hollywood“
Berühmte Filmmusiken (z.B. von „Die Drei
von der Tankstelle“ oder „Sunset Boulevard“)
Mit Karl-Heinz Steffens sind in
den vergangenen Jahren vermehrt solche Kooperationen eingegangen worden. So zeigt sich beispielsweise die
intensive Zusammenarbeit zwischen
der Staatsphilharmonie und dem Capitol Mannheim besonders deutlich
am Sommer-Musikfest „Modern
Times“. Nach einem erfolgreichen
Auftakt im vergangenen Jahr wird die
Staatsphilharmonie auch in der Spielzeit 2015/16 wieder in der Mannheimer Neckarstadt gastieren.
Damit das Capitol zu einem der renommiertesten Orchester nicht nur
der Metropolregion passt, legten Intendant Prof. Michael Kaufmann und
Capitol-Geschäftsführer Thorsten
Riehle den Fokus bei der Zusammenarbeit vor allem darauf, die Identitäten beider Partner im gemeinsamen
Programm zur Geltung zu bringen.
Denn wenn ein Sinfonieorchester in
einem ehemaligen Lichtspielhaus
spielen darf, was läge dann beispielsweise näher, als beide Traditionen
miteinander zu vereinen? Die Aufführung großer Werke der Filmmusik hat
sich bewährt und wird in der kommenden Spielzeit die Veranstaltungsreihe im Capitol mit einer großen Revue unter dem Motto „Von Babelsberg
nach Hollywood“ beschließen. Den
Beginn der Kooperationskonzerte läutet eine Hommage an zwei der bedeutendsten russischen Komponisten des
20. Jahrhunderts ein. Bei „Connect
It!“ trifft Darius Milhauds Ballett „La
Création du Monde“ auf Jazz-Standards aus der Feder Duke Ellingtons
und ausgewählte Werke Ludwig van
Beethovens. Und für den muskbegeisterten Nachwuchs gibt es auch im
zweiten Kooperationsjahr wieder ein
Kinderkonzert. ■
Freuen sich über die
Ticket-Kooperation: Michael
Kaufmann, Intendant der
Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und
der Geschäftsführer des
Mannheimer Capitol
Thorsten Riehle.
Neues Konzept für den Ticketverkauf
Die Besucher der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz schätzen die Vielfalt an Konzerten sehr.
Ebenso die Auswahl an unterschiedlichen Spielstätten in der Metropolregion. Doch beim Kartenkauf möchten die Besucher nicht lange
überlegen müssen, wer für welche
Spielstätte der richtige Ansprechpartner ist. Schließlich geht es immer um
ein Konzert desselben Orchesters.
Daher gibt es für den Ticketverkauf
nun eine zentrale Servicestelle. Mit
Thorsten Riehle und seinem Team,
den Ticket-Experten des Mannheimer
Capitols, wurde die Staatsphilharmonie bei der Suche nach einem Partner im Bereich der Abonnementsverwaltung und dem bundesweiten
Verkauf von Konzertkarten fündig.
Der wachsenden Anzahl von Konzerten in der gesamten Metropolregion trägt die Staatsphilharmonie mit
diesem neuen Service nun Rechnung.
Ob im Abonnement, im telefonischen
Verkauf, über das Internet oder an einer der vielen an das bundesweit aktive Kartenvertriebssystem Reservix
angeschlossenen Vorverkaufsstellen,
die Fäden laufen immer in der Waldhofstraße in Mannheim zusammen.
Zudem erhalten Abonnenten der
Konzertserien in Ludwigshafen und
Mannheim bei den Mannheimer Ticket-Experten nähere Informationen
zur Spielsaison. Die Ansprechpartnerinnen rund ums Konzertabo sind
Kerstin Riehle und Sabrina Iannuzzi. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen
haben bereits die gemeinsam im Capitol veranstalteten Konzerte der
Staats­philharmonie betreut und wurden explizit auf die neuen klassikinteressierten Kunden vorbereitet.
Denn die kompetente und persönliche Beratung darf bei aller Vereinfachung des Kartenkaufs nicht zu kurz
kommen. ■
Informationen
Abo-Ansprechpartnerinnen:
Kerstin Riehle und Sabrina Iannuzzi
Telefon: 0621 59909-90
Montag bis Freitag: 10 bis 17 Uhr
[email protected]
Vorverkaufsstellen/Öffnungszeiten:
Capitol, Waldhofstraße 2, 68169 Mannheim
Dienstag, Donnerstag, Freitag: 14 bis 19 Uhr,
Samstag: 11 bis 13 Uhr
sowie alle bekannten Reservix-Ticketshops
Hotline Ticketbuchungen:
Mannheim: 0621 3367-333
Montag, Mittwoch: 10 bis 17 Uhr, Dienstag, Donnerstag,
Freitag: 11 bis 19 Uhr, Samstag: 11 bis 13 Uhr
Reservix: 01805 700733
24/7 – rund um die Uhr
Onlineverkauf Einzelkarten:
www.reservix.de
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Menschen & Geschichten
3/2015
Ein Stadtbild wandelt sich: Konversion in Mannheim
Flächendeckend
mehr als 1.000 Ideen
Freie Flächen brauchen neue Funktionen. Die Stadt bindet ihre Bürger mit
ein und entwickelt ein farbiges Konzept. Natur, Innovation, Arbeitsplätze – kurz:
Neues Leben soll sich so an den ehemaligen US-Stützpunkten entwickeln.
Foto: Tanja Capuana
Auf dem Turley-Areal ist die
Sanierung denkmalgeschützter
Gebäude in vollem Gange.
16
Mannheim befindet sich derzeit in einer Phase des Wandels. Wo einst die
amerikanischen Soldaten stationiert
waren, entstanden nach dem Abzug
der Streitkräfte freie Flächen in einer
Größe von mehr als 300 Hektar. Die
Stadt will den Platz sinnvoll nutzen –
seit 2011 ist die Konversion in vollem
Gange. Gleichzeitig stehen noch einige Pläne an, die in den kommenden
Jahren umgesetzt werden.
Auch die Mannheimer selbst haben
sich eingebracht und bei einem Bürgerbeteiligungsprozesses mehr als
1000 Ideen eingereicht. Diese wurden
gebündelt und zu fünf Marken zusammengefasst. Eine der Marken trägt den
Namen „Grün“. Hinter diesem Begriff
verbirgt sich der Wunsch der Bürger,
dass ihre Stadt grüner werden soll. Ein
Grünzug soll künftig vom Neckar bis
zum Rhein verlaufen und dabei über
die Kasernen Spinelli Barracks, Taylor
Barracks, Benjamin Franklin Village
und Coleman Barracks verbunden
sein. Diese Vision lässt sich auf dem
Spinelli-Areal mit der Bundesgartenschau 2023 realisieren. Mannheim verdankt der Bundesgartenschau 1975 den
Ausbau des Luisenparks sowie den
Herzogenriedpark – Grünoasen, die
jährlich zahlreiche Besucher aus nah
und fern anlocken. Diesen Effekt wünschen sich auch die Organisatoren der
Bundesgartenschau 2023, die ein neues Grünareal für Mannheim schaffen.
Bei der Strategie „Blue City Mannheim“ soll eine emissionsärmere Stadt
entstehen, in der es weniger Lärm
dank Elektromobilität gibt. Das Thema bezahlbarer Wohnraum liegt den
Bürgern ebenfalls am Herzen. Wohngruppen, die ihre Zusammensetzung
selbst wählen und Wert auf die Pflege
des Quartiers legen, gibt es bereits auf
dem Turley-Areal. Kulturprojekte wurden bereits in verschiedenen Kasernen
realisiert und sollen langfristig die neuen Quartiere beleben.
Die MWS Projektentwicklungsgesellschaft, welche als städtische Tochtergesellschaft die Flächen erwirbt und
entwickelt, nutzt die Expertise international angesehener Architekten. Winy
Maas aus den Niederlanden begleitet
die Entwicklung von Franklin-Mitte als
Experte im Qualitätsteam. Diébédo
Francis Kéré hat den Wettbewerb für
Taylor gewonnen und es sich zur Aufgabe gemacht, ein grünes Gewerbegebiet zu planen.
Was die Umsetzung der Konversionspläne angeht, ist die Entwicklung
unterschiedlich weit fortgeschritten.
Menschen & Geschichten
3/2015
Das 80,9 Hektar große Spinelli, das
zwischen Käfertal und Feudenheim
liegt, diente den Amerikanern als Parkplatz sowie Werkstattfläche. Künftig
sollen im Norden in kleinem Maße
Wohnobjekte gebaut werden und ein
Großteil der Fläche als Grünraum genutzt werden, auch über die Bundesgartenschau 2023 hinaus.
Das 46 Hektar große Areal der Taylor Barracks grenzt an den Stadtteil Vogelstang. Wo die Amerikaner bis 2011
ihr Logistik- und Verwaltungsgebiet hatten, soll ein Gewerbe-Campus mit elektromobilem Lieferverkehr entstehen,
wobei rund 500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Außerdem ist vorgesehen, dass rund 22 Prozent der Fläche
als Grünanteil angelegt werden.
Die Benjamin Franklin Village gilt
momentan als größtes Entwicklungsprojekt der Stadt. Nachdem die Soldaten zwischen 2011 und 2014 die Gebäude geräumt hatten, ähnelt das
Areal aktuell einer verlassenen Geisterstadt. Sämtliche Einrichtungen wurden geschlossen, darunter etwa die Filiale der Fastfood-Kette Burger King.
Doch Ende 2016, Anfang 2017 soll
dem Areal neues Leben eingehaucht
werden. „Wir haben schon die Flächen
Turley und Taylor erworben und wir
werden auch die Flächen Franklin erwerben“, sagt Laura Todaro von der
Stadt Mannheim. Derzeit befinde man
sich in finalen Verhandlungen mit der
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), dem Inhaber der Fläche.
„Es gab schon verschiedene Wettbewerbe für Teilflächen.“ Mit Investoren
sei man bereits im Gespräch. Das Gebiet ist mit 144 Hektar so groß wie die
Mannheimer Quadrate, sagt die Pressesprecherin. Sobald die Fläche gekauft
ist, kann man umgehend die Verträge
mit den Investoren abschließen. Als
Hauptinitiatoren eines Medienparks
ist die Naidoo-Herberger-Gruppe im
Gespräch, erzählt Todaro. Nicht nur
Büros und Proberäume sollen dort
eine Heimat finden, auch Netzwerke
Das verlassene Benjamin Franklin
Village soll bald wieder zu einem
lebhaften Quartier werden.
können dadurch entstehen.
Zu den offiziellen Zielen gehört,
Franklin-Mitte als urbanes Zentrum zu
gestalten – mit Einzelhandel und Nahversorgung sowie verschiedenen gewerblichen Nutzungsmöglichkeiten.
Die Mitte werde gemeinsam mit elf Investoren entwickelt, so Todaro. Das 35
Hektar große Columbus-Quartier wird
das Gewerbegebiet mit Einzelhandelsflächen und Bürogebäuden. Im Teilgebiet Sullivan nahe des Käfertaler Walds
werden sich Naturverbundene heimisch fühlen: Dort soll es die Möglichkeit zum Wohnen am Wald geben.
Die Coleman Barracks bilden mit
einer Fläche von 226,6 Hektar das
größte Areal unter den Konversionsflächen. Der Schwerpunkt der Sandhofener Anlage liegt auf Naherholung und
Sport. Wohngebäude können an den
Randzonen des Areals erstehen. Da die
Coleman Barracks derzeit noch durch
die US-Armee genutzt werden, ist der
Planungszeithorizont noch ungewiss.
Das Turley-Gelände ist der beste Beweis, dass das Thema Konversion für
Mannheim Herausforderung und
Chance zugleich ist. Das Areal ist die
erste Mannheimer Konversionsfläche,
die die MWS Projektentwicklungsgesellschaft im September 2012 von der
BImA erworben hat. Ziel war es, aus
dem Gelände eine urbane Mischung
aus besonderem Wohnen, innovativem
Arbeiten und Stadtteilkultur zu entwickeln. Inzwischen sind alle Flächen in
der Neckarstadt-Ost verkauft oder reserviert. Geräumt wurde die 12,6 Hektar große Fläche bereits im Jahr 2007,
dennoch waren erste zivile Nutzungen
zunächst gescheitert. Aktuell saniert
die Tom-Bock-Group die denkmalgeschützten Häuser. Die restlichen Investoren errichten derzeit ihre Neubauten und die drei Wohngruppen haben
mit der Umsetzung ihrer Baugemeinschaften begonnen. Zwei Gewerbebetriebe und eine Ballettschule sind bereits eingezogen. Seit August gibt es
einen internationalen Kindergarten.
Das ehemalige Casino wird in ein Gemeinschaftshaus verwandelt. „Da ist
Leben, Arbeiten und Wohnen schon
in vollem Gange“, sagt Todaro. ■
Tanja Capuana
Weitere Infos unter
www.konversion-mannheim.de
oder www.franklin-mannheim.de
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Menschen & Geschichten
3/2015
Foto: Mathias Ernert
neuerung, die in einer ganz besonderen Weise aus unseren Hochschulen
hervorgebracht werden. Das ist wichtig für unsere Wirtschaft, für unsere
Innovationskraft, aber auch für die Bewältigung anderer großer Aufgaben.
Auf einen Cappuccino mit Theresia Bauer
„Das motiviert mich“
Zu groß gibt es für sie nicht. Die Wissenschaftsministerin des Jahres weiß,
was sie selbst erarbeitet hat, aber auch, wie weit man gemeinsam kommen kann.
Mit der Metropolregion Rhein-Neckar ist sie in mehrfacher Weise verbunden.
Sie ist engagiert und meistert ihre
Aufgaben als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg mit Gelassenheit
und einer guten Portion Humor:
­T heresia Bauer vertritt seit 2001 als
Landtagsabgeordnete den Wahlkreis
Heidelberg. Der Deutsche Hochschul­
verband kürte die sympathische Grünen-Politikerin 2015 bereits zum zweiten Mal als Wissenschaftsministerin
des Jahres. Trotz ihres vollen Terminkalenders hat sich die gebürtige Pfäl-
18
zerin Zeit für ein Gespräch in ihrem
Stuttgarter Büro genommen. Theresia Bauer trinkt dabei Cappuccino.
Denn Cappuccino trinkt sie den ganzen Tag, auch vorm Schlafengehen.
Wissenschaftsministerin des Jahres
– was bedeutet Ihnen der Titel?
Es ist eine schöne Auszeichnung. Die
befragten Professoren haben in der
Umfrage strenge Noten vergeben und
kritisch beurteilt. Deshalb freue ich
mich darüber, dass die Beurteilung
trotz des kritischen Blicks so gut ausfällt. Das motiviert mich.
Sie setzen sich sehr für Hochschulen
ein. Was ist Ihnen dabei wichtig?
Ich bin überzeugt, dass unser Land
zum guten Teil davon lebt, dass hier
kluge Menschen leben, die Ideen hervorbringen und sie auch in die Tat
umsetzen. Wissen und Kreativität
sind unsere wichtigsten Ressourcen.
Wir brauchen diese Kraft und diese
Quelle von Inspirationen und von Er-
Auf einen Cappuccino
3/2015
Denken Sie gern an Ihr Studium in
Heidelberg und Mannheim zurück?
Es war einfach eine sehr schöne, wichtige und unvergessliche Phase meines
Lebens. Ich habe gute Erinnerungen
an beide Studienorte. In Mannheim
war ich nur ein Jahr und habe dort Politikwissenschaften und Germanistik
studiert. Volkswirtschaftslehre habe
ich in Heidelberg begonnen. Ich fand
in Mannheim bemerkenswert, wie
sehr sich die Professoren um ihre Studierenden gekümmert haben. Da habe
ich ein Studium im Dialog erlebt, sehr
intensiven Kontakt und sehr ernste,
gute Rückmeldungen. Wir hatten von
Anfang an forschendes Lernen mitbekommen, so dass wir den Unterschied
zwischen Schule und Studium wirklich erleben konnten. Aus Heidelberg
ist mir vor allem in Erinnerung, was
ich selbst auf die Beine gestellt habe.
Ich glaube, dass alles, was man sich
selbst erarbeitet und mit Eigeninitiative verbunden ist, einen besonders
hohen Lernerfolg erzielt.
schutz bis hin zu Dritte-Welt-Fragen.
Ich stand Parteipolitik aber noch sehr
skeptisch gegenüber und hatte die Sorge, dass alle, die Parteipolitik machen,
zu sehr auf die eigene Karriere schielen und es ihnen zu wenig um die Sache geht. Offensichtlich habe ich mich
am Ende davon überzeugen lassen,
dass man, wenn man etwas verändern
will, mit anderen zusammenarbeiten
muss, mit denen man ein ähnliches
politisches Grundkorsett teilt.
Sie sind gebürtige Pfälzerin, leben
aber seit 1986 in Heidelberg. Was
schätzen Sie an Ihrer Wahlheimat?
Heidelberg hat mir schon als Schülerin gefallen. Ich bin auf einem Klassenausflug hergekommen und fand,
dass diese Stadt etwas ganz Bezauberndes hat. Die Stadt ist einfach
schön, zwischen den Bergen und
Neckar gelegen und mit einer traditionsreichen Architektur. Jenseits von
dieser Schönheit ist Heidelberg besonders weltoffen. Egal, ob man in eine
Kneipe geht oder einfach nur flaniert,
die Welt ist dort zuhause. Man spürt
und erlebt an jeder Ecke auch, dass
diese Stadt schon lange von Wissenschaft durchdrungen ist. Das macht
den besonderen Reiz dieser Stadt aus.
Waren Sie während der Uni hochschulschulpolitisch aktiv?
Ich war damals in der Studentenvertretung, im Allgemeinen Studierendenausschuss und dem Senat. Damals
gab es auch noch einen Verwaltungsrat. All diese Gremien habe ich kennengelernt und mich mit wissenschaftspolitischen und allgemein
poltischen Themen beschäftigt.
Mit Joggen halten Sie sich fit. Sind Sie
generell ein sportlicher Mensch?
Das Bedürfnis nach Sport ist erst mit
der Politik gekommen: Einen Ausgleich
zu haben, körperliche Erschöpfung zu
spüren, die mich rausholt aus dem anderen Stress, Abstand herstellt und mir
Gelegenheit gibt, den Kopf frei zu bekommen. Jogging mache ich am häufigsten, ich wandere auch gern in den
Bergen und fahre ab und zu Fahrrad.
Wurden bei Ihnen da schon die Weichen für Ihre politische Karriere als
Ministerin gestellt?
Politisch interessiert war ich schon
während der Schulzeit, das reichte von
Fragen des Friedens über Umwelt-
Vielen Dank für das Gespräch. Eine
letzte Frage: Vanille oder Schoko?
Eindeutig Schoko. Mit hohem Kakaoanteil. Das macht glücklich. ■
Das Gespräch führte Tanja Capuana
ZUR PERSON THERESIA BAUER
Geboren 1965 in Zweibrücken/Pfalz
Wohnort Heidelberg
Studium der Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre
und Germanistik in Mannheim und Heidelberg (M.A.)
Theresia Bauer ist seit Mai 2011 Ministerin für
Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes BadenWürttemberg.
Seit 2001 ist sie Landtagsabgeordnete, bis 2011 war sie
hochschulpolitische Sprecherin der Grünen- Fraktion
sowie stellvertretende Fraktionsvorsitzende und parlamentarische Geschäftsführerin. Für den Wahlkreis
Heidelberg hat Theresia Bauer seit 2011 ein Direktmandat.
In Stuttgart kann man Theresia Bauer beim Joggen im
Schlossgarten treffen. „Lieber jogge ich in Heidelberg
durch den Wald. Das geht aber nicht immer.“
Sie genießt es, nach dem Sport mit einem Buch zu
entspannen. „Ich lese sehr gern. Von Literatur bis zum
spannenden Krimi, eigentlich alles.“ Ihre Lieblingsautoren
im Bereich Heidelbergkrimis sind Wolfgang Burger und
Marcus Imbsweiler.
Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihrem Mann
und ihren beiden Söhnen sowie ihren Freunden.
www.theresia-bauer.com
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Menschen & Geschichten
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3/2015
3/2015
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Menschen & Geschichten
Ikone 4.0
Leicht und sportlich agil sollte das neue
Modell werden und Platz für zwei
Frisch­luftfreunde bieten. Als Mazda
1989 den ersten MX-5 herausbrachte,
lag der Markt für klassische Roadster
am Boden. Doch mit viel Mut und innovativen Ideen stemmte sich der japanische Autobauer gegen diesen Trend.
Der MX-5 Zweisitzer entwickelte sich
schnell zu einem Erfolgsmodell. Mehr
als ein Vierteljahrhundert später bringt
Mazda jetzt im September die vierte
Modellgeneration seiner Ikone heraus.
Der neue Sportwagen ist der erste MX-5
mit der Skyactiv Technologie, die für
weniger Verbrauch und mehr Fahrspaß
sorgt. Das neue Modell ist das leichteste der MX-5-Familie mit einer perfekten Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Das Gefühl der
Einheit von Fahrer und Fahrzeug,
­„Jinba Ittai“ genannt, führt die Neuauflage damit auf eine höhere Stufe. Ein
tieferer Fahrzeugschwerpunkt, das
­„Kodo“-Design mit harmonisch austarierten Proportionen und drehfreudige
Motorvarianten mit 131 und 160 PS tragen dazu bei, die Erfolgsgeschichte der
Ikone weiterzuschreiben. Der neue
MX-5 wird in vier attraktiven Ausstattungslinien angeboten. Den RoadsterFahrspaß gibt es bei allen Modellvarianten serienmäßig dazu. ■
40 Jahre Autohaus Ivancan
Foto: Mazda
Alles begann 1974 mit der Werkstatt von Marijan Ivancan
in der Heidelberger Innenstadt. Ein Jahr später legte
die Partnerschaft mit Mazda den Grundstein für die
Erfolgsgeschichte des Autohauses. In vier Autohäusern
können Kunden die Unternehmensphilosophie erleben –
bester Service aus Liebe zum Auto. In Heidelberg dreht
sich alles um Mazda, in Ludwigshafen ergänzt Seat das
Angebot, in Mannheim ist zusätzlich Hyundai im
Programm. 2012 kam eine Hyundai-Niederlassung in
Neustadt hinzu. www.ivancan.de
20
21
Wohndesign & Ambiente
3/2015
In der Stadt gärtnert man vertikal
Schlank auf
dem Balkon
„Gärtnern entschleunigt. Wenn ich
Unkraut zupfe, ist es für mich keine
Arbeit, sondern ich kann dabei vor
mich hinträumen“, sagt Diplom-Gartenbauingenieur Robert Koch, der an
der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) in Heidelberg arbeitet – oder, wie er es sagt:
sein Hobby zum Beruf machen kann.
Er lebt seit 2003 in der Metropolregion und hat nun mit viel Leidenschaft
sein erstes Buch geschrieben: „Gärtnern auf Balkon und Terrasse“.
Herr Koch, ist Gärtnern momentan
wieder sehr angesagt?
Ich habe das Gefühl, dass die Lust am
Grünen vor allem bei den jüngeren
Leuten wieder zunimmt, wie man
zum Beispiel bei der Bewegung „Urban Gardening“ sieht. Gerade Studenten, von denen es viele in der Metropolregion gibt, beschäftigen sich
wieder gerne mit Pflanzen. Viele Mitbürger möchten auch wissen, wo ihr
Gemüse herkommt. Als Selbstversorger sind sie sich sicher, dass keine
Pflanzenschutzmittel zum Einsatz gekommen sind und ihr Gemüse nach
biologischen Kriterien angebaut wurde. Das ist ein tolles Gefühl.
Wie ist es denn um Loggien und Veranden in der Metropolregion RheinNeckar bestellt?
Gerade in Ballungsgebieten wie Heidelberg und Mannheim sind die Balkone häufig recht klein und eher länglich geschnitten. Da muss man den
Platz geschickt ausnutzen und darauf
Materialien für den Garten
zur Selbstabholung und Lieferung
Weiland
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3/2015
achten, dass die Pflanzen kompakt und schlank bleiben, wie Säulenäpfel zum Beispiel. Geschickt ist es auch, vertikal zu gärtnern.
Das bedeutet, dass man die Höhe nutzt, um viel Sehenswertes
auf dem Balkon zu gestalten. Wer einen Nordbalkon hat, der im
Schatten liegt, braucht ebenfalls individuelle Lösungen. Ich möchte Hobbygärtnern zeigen, wie sie aus den unterschiedlichen Gegebenheiten das Beste machen. Denn es gibt viele Pflanzen, die
auch auf solchen Balkonen ihre Schönheit entfalten.
ROLF MÜLLER-LANDAU.
EINE RETROSPEKTIVE
Dann haben also die Gegebenheiten der Region Sie inspiriert,
über Balkon- und Terrassenpflanzen zu schreiben?
Ja. Ich übernehme regelmäßig Führungen durch den gärtnerischen Versuchsbetrieb. Häufig werde ich von den Teilnehmern
gefragt, welche Möglichkeiten es für ihre Balkone gibt. Das Frage-und-Antwort-Spiel ähnelt sich sehr oft.
Was ist das Besondere an Ihrem Buch?
Alle gärtnerischen Grundlagen und auch individuelle Lösungen
wie Bewässerungscomputer oder die Düngeformel werden in
Schritt-für-Schritt Anleitungen erklärt. Wir haben uns die Mühe
gemacht, wirklich jeden Arbeitsschritt abzufotografieren. Man
sieht also nicht nur das fertige Produkt, sondern weiß auch, wie
man da hinkommt. Es gibt rund 300 schöne Bilder, die der Fotograf Nils Reinhard aus Heiligenkreuzsteinach-Eiterbach gemacht
hat. Wir hatten echt Spaß, wie beispielsweise beim Salatanbau in
der Dachrinne. Auch handwerklich begabte Bastler finden pfiffige Ideen, wie sie zum Beispiel einen einfachen Sichtschutz bauen, schnell einen Klickboden verlegen oder aus einem Blumenkasten einen Balkongrill kreieren können.
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Benötigt man für all das einen Grünen Daumen?
Den Grünen Daumen kann man sich durch den Spaß, sich mit
Pflanzen zu beschäftigen, und etwas Engagement aneignen. ■
Das Gespräch führte Tanja Capuana
Robert Koch, Nils Reinhard: „Gärtnern auf Balkon und Terrasse“
ISBN 978-3-440-10843-7 | Kosmos Verlag Stuttgart | 19,99 Euro
Besuchen Sie unsere Schaugärten
im Erdenwerk Mannheim und in der Baumschule Huben Ladenburg
22
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Foto: Nils Reinhard
gebaut von
Rolf Müller-Landau, Kartenschlägerin
um 1950, GDKE, Landesmuseum Mainz
3/2015
Innovativ und ausgezeichnet
Designer, Tüftler,
Tausendsassa
Das Regalsystem „Spannkraft” der Marke Weissphase, unter der seit 2007 Möbel
und Wohnaccessoires entwickelt werden, wurde 2014 mit dem Red Dot Award
ausgezeichnet. Gründer des Labels ist der Mannheimer Designer Tobias Reiter.
Das Phantasiewort „Weissphase“ illustriere den Beginn eines kreativen
Prozesses, erklärt Reiter, an dessen
Ende nicht selten ein ausgezeichnetes Produkt steht. Viele Preise habe er
bereits gewonnen, aber der Red Dot
sei ihm der wichtigste. Der Design
Award wird alljährlich vom Design
Zentrum Nordrhein Westfalen verliehen. Er gilt als eine der wichtigsten
24
Designauszeichnungen weltweit.
Die Idee zu „Spannkraft“ entsteht
bereits Mitte der 90er Jahre. Die Zielsetzung: Durch den Transfer vorhandener Mittel in einen neuen Nutzungskontext ein Regalsystem zu
entwickeln, welches sich ohne Werkzeug schnell und unkompliziert aufund abbauen lässt, ein geringes Transportvolumen hat und ästhetisch die
Idee einer temporären Einrichtung
für ein Loft für den mobilen Menschen von heute transportiert. 2008
wird der erste Prototyp gebaut.
Das Regal selbst besteht aus nur
vier unterschiedlichen Komponenten:
Seitenteile und Fachböden lassen sich
einfach mit Stiften zusammenstecken. Ein Spanngurt wird dann über
vier Umlenkwinkel um das Regal ge-
Wohndesign & Ambiente
3/2015
führt, dadurch wird das Regal zusammengepresst und stabilisiert. So einfach das Regal aufgebaut ist, so schnell
kann es auch wieder abgebaut oder erweitert werden. Das System ist in drei
unterschiedlichen Höhen und Breiten
verfügbar, auch als Anrichte und Low
board.
Weiße beziehungsweise schwarze
Multiplexplatten erweisen sich als geeignetes Material für Seitenteile und
Fachböden, sie werden individuell in
Darmstadt zugeschnitten. Die Einzelteile der Umlenkwinkel werden aus
Stahlblech gelasert, galvanisch verzinkt und schließlich zusammengenietet, um eine maschinenhafte Optik zu
erreichen.
Die optionalen Schubkästen sind
ebenfalls als Bausatz konzipiert: Die
lasergeschnittenen Alu-Bleche beziehungsweise verzinkten Bleche mit eingearbeiteten Perforationslinien entlang der Faltkanten können ebenfalls
von Hand gefaltet und mit einem
Spanngurt fixiert werden. Dieser dient
gleichzeitig zum Anheben und Herausziehen der Kästen sowie als Gleitführung der Schubkästen beim Einsatz in den Regalfächern. Nun ist das
System komplett. Wie kinderleicht der
Aufbau ist demonstriert Reiter zusammen mit seinem Sohn in einem kurzen Youtube-Video.
Bemerkenswert ist, dass Reiter nur
mit eher kleinen Zulieferbetrieben aus
der Region zwischen Pfalz und Odenwald zusammenarbeitet. Seine Inspirationsquellen findet er in der „Bauhaus-Ära“ mit ihrer reduzierten, klaren
Formensprache und in der Musik, bei
der visionären deutschen Band „Kraftwerk“ etwa. Deutsche Ingenieursleistungen beeindruckten ihn nachhaltig,
bekennt Reiter. Sein Vater stamme vom
Bodensee und so sei er schon als kleiner Junge fasziniert gewesen von den
„gigantischen Konstruktionen der Zeppeline, wie die Strukturen zusammen-
geführt und Aussparungen eingearbeitet wurden.“ Eigentlich wollte er
Architektur studieren. Stattdessen
gründete er Anfang der 90er Jahre ein
Modelabel für Bergsportbekleidung.
Bis zu 200 Artikel pro Kollektion hat
er entwickelt, war für die Entwürfe und
die Produktion zuständig. Nach und
nach verlagerte er seine Aktivitäten
zum Produktdesign. 1996 entwarf er
seine erste Ladeneinrichtung. Er machte alles: Von der technischen Zeichnung bis zum Arbeitsplan für die unterschiedlichen Gewerke. Das
Fachwissen hierzu hat er sich eigenständig erarbeitet. Noch heute kann
man seine Werke unverändert von der
Blumenvase übers Mobiliar bis zur
Wandgestaltung in Neuostheim anschauen. 2010 dann die Eröffnung von
„Le Toulonnais“, der Baguetterie in N4,
wo er bis heute einer der beiden Geschäftsführer ist. Dort lernte er seine
spätere Frau kennen, inzwischen haben die beiden zwei Kinder.
Tobis Reiter ist ein echter Tausendsassa! Wie macht er das? „Meine Kreativität fließt in alle Richtungen, ich
mache vieles parallel und möchte Lösungen finden, egal für welche Situation.“ Er ist schnell begeistert und ein
offener und zugewandter Gesprächspartner. Und er bleibt dran an einer Sache, tüftelt, manchmal über Jahre,
wenn andere Projekte dazwischen
kommen. Sein Portfolio ist mittlerweile angefüllt mit den unterschiedlichsten Produkten und Systemlösungen:
Vom „Wandering Light“, über Flaschen,
Wasserhähne und und und. ■ Ute Hansen
Ein Tausendsassa: Der Mannheimer Designer
Tobias Reiter, der mit seinem innovativen
Regalsystem den Red Dot Award gewann.
Weissphase Kontakt:
www.facebook.com/weissphase
www.tobiasreiter.com
Fotos: Weissphase
Wohndesign & Ambiente
Bezugsadresse „Spanngurt“Regalsystem:
www.freisberg-wohnbedarf.de
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Wohndesign & Ambiente
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3/2015
Wohndesign & Ambiente
3/2015
Neue Saison & Neue Designs ab September 2015
Ein neuer Hingucker in
der BoConcept Kollektion
Fotos: BoConcept
BoConcept kollaboriert für die neue Saison mit dem niederländischen Designer Frans
Schrofer. Aus der Zusammenarbeit ist das neue Monaco Sofa entstanden. Im Mannheimer Store können Sie das neue Schmuckstück seit dem 1. September 2015 erleben.
In dieser Saison überrascht BoConcept mit einer neuen Designkollaboration. Für das Monaco Sofa arbeitet
das dänische Traditionsunternehmen
erstmalig mit dem niederländischen
Designer Frans Schrofer zusammen.
Beide teilen die Vorliebe für urbanes,
modernes Design – unkonventionell,
jedoch mit dem Augenmerk auf
26
fundamentale Werte, wie Funktion,
Ästhetik und Komfort.
Monaco erweitert die bestehende
Kollektion abermals um einen neuen
ikonischen Hingucker im Bereich
Wohnen. Der Red Dot Award Gewinner 2015 ließ sich für das neue BoConcept Sofa von der Ausstrahlung
jener Solitärmöbel inspirieren, die es
auf besondere Weise schaffen die Aufmerksamkeit eines ganzen Wohnbereiches auf sich zu ziehen und die atmosphärische Wirkung eines Raumes
zu verstärken. Elegante Ziernähte und
sechseckige Armlehnen verleihen
dem ohnehin modernen Monaco Design das gewisse Etwas. Zweilagige
Sitzkissen, ergonomische Rücken-
polster sowie ausgewählte Textilien
sorgen für höchsten Sitz- und Liegekomfort. Wie nahezu alle BoConcept
Möbel ist auch das Monaco Sofa modular aufgebaut und kann nach eigenen Bedürfnissen und Vorlieben individualisiert werden. Über 100
verschiedene Leder- und Stoffqualitäten stehen dabei zur Verfügung.
Eine weitere Neuheit bringt die Erweiterung der Adelaide Serie. BoConcepts erfolgreiche Stuhlkollektion wird
um neue Materialoptionen und Kombinationen ergänzt. Die Stühle können
durch verschiedene Designs ebenfalls
vollständig nach individuellen Wünschen gestaltet werden. „Bei Adelaide
geht es um den individuellen Stil und
dessen kohärenten Ausdruck, der trotz
seiner Vielseitigkeit unverkennbar BoConcept ist“, so Henrik Pedersen, Designer der Adelaide Kollektion.
Auch das im letzten Jahr vorgestellte Osaka Sofa, Verkaufsliebling der
vergangenen Saison, erfährt ein
Upgrade. Neben den klassischen geraden Armlehnen ist es zukünftig auch
mit leicht abgerundeten Armlehnen
erhältlich. Insbesondere die zweite
Ausführung wirkt besonders filigran
und eignet sich hervorragend vor
allem für kleine Wohnräume – ohne
Abstriche beim Komfort zu machen.
Insbesondere im Hinblick auf
Wohnaccessoires- und Textilien stellt
BoConcept mit der Kollektion „Back
to the Core“ zahlreiche neue Produkte und Signature-Designs vor. Dafür
setzt BoConcept im Design treffend
auf Authentizität und Harmonie. Dekor aus Stein, Beton, Marmor und
Holz sowie von der Natur inspirierte Farben und Prints bilden charakteristische Elemente. Besondere Texturen und
Muster geben darüber hinaus dezente Hinweise auf die
Zeit des Art déco. Kurvenreiche, feminine und natürliche
Formen bilden ein ruhiges
und zeitloses stilistisches Fundament. ■
Der neue BoConcept Katalog und
die neuen Designs sind ab September
2015 im BoConcept Mannheim Store
und im Onlineshop unter
www.boconcept.de erhältlich
Besuchen Sie uns in Ihrem
Mannheimer BoConcept Store:
D2, 5 – 8 (verlängerte Planken)
68159 Mannheim
Tel. 0621 8201416
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Wohndesign & Ambiente
Foto: Drooff Kaminöfen/spp-o
3/2015
Moderne Feuerstätten liegen im Trend
Gemütlichkeit an
kühlen Abenden
Rheinbraun Brennstoff GmbH zufolge mehr als 40 Prozent über die Anschaffung eines Kaminofens, Kachelofens oder Heizkamins nach. Sie
schätzen neben der angenehmen Wärme vor allem die besondere Atmosphäre. Gleichzeitig sehen sie die Installation einer modernen Feuerstätte
als Maßnahme zur Senkung der Heizkosten.
Die Hersteller bieten vielseitige Varianten an, um den Ansprüchen an
Design, Verbrauch und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Und damit
die Wahl auch wirklich glücklich
macht, hat der ostfriesische Hersteller Leda eine Ofen-App entwickelt.
Diese stellt die Öfen maßstabsgetreu
und mit allen gewünschten Ausstattungsmerkmalen sozusagen ins eigene Wohnzimmer. Das gewählte Modell lässt sich von verschiedenen
Perspektiven aus vorab begutachten. ■
akz-o/msw
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Ausgezeichnete Öfen
Foto: Hase Feuerhaus
Die Tage werden kürzer und die Abende kühler – ganz automatisch zieht es
uns von der Terrasse nach drinnen.
Dort flackert in rund zehn Millionen
Häusern und Wohnungen bereits ein
gemütliches Feuer, das ist jeder vierte Haushalt in Deutschland. Moderne Feuerstätten liegen im Trend – und
wer noch kein Feuer im Wohnzimmer anzünden kann, der wünscht sich
eines. In der Altersgruppe der 35- bis
45-Jährigen denken einer Studie der
Seit 30 Jahren stellt die Manufaktur Hase Kaminöfen in Trier her. Die Produkte des Hauses, gefertigt in echter Handarbeit mit modernsten Verfahren, sind
zu 100 Prozent „made in Germany“. Hase führt alle Produktionsschritte selbst
aus, von der Herstellung der Keramik für die Kaminöfen bis zu den Thermosteinen, mit denen der Feuerraum ausgekleidet ist. Dank einer breiten Modellpalette mit zahlreichen Materialkombinationsmöglichkeiten passen die Öfen in
jede Wohnsituation und entsprechen höchsten Ansprüchen. Individuelle Beratung und eine umfangreiche Planung wird im Hase Feuerhaus in Mannheim
geboten. Dort können sich Interessenten ihr Traummodell auswählen. Zahlreiche Auszeichnungen helfen bei der Orientierung. Erst kürzlich wurde der Keramikkachelofen Asmara mit dem Gold Award 2015 des Industrie Forums Design
(iF) ausgezeichnet. ■
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Wohndesign & Ambiente
Tag der Küche am 26. September
Foto: Fotolia.com/Alena Ozerova
Die Küche gehört ohne Zweifel zu den
wichtigsten Räumen des ganzen Hauses. Hier wird nicht einfach nur die
nächste Mahlzeit zubereitet. Es ist ein
Ort der Kommunikation, wo Gastgeber Freunde empfangen, neue Rezep-
te ausprobiert werden und sich Familien zum Essen treffen. Hier nascht
der Nachwuchs Teig aus der Rührschüssel oder man entspannt beim
Schnippeln von frischem Gemüse und
dem Zubereiten des Abendessens von
einem stressigen Arbeitstag im Büro.
Aber nicht in jeder Wohnung ist
genügend Platz für ausladende Küchenfronten oder freistehende
Kochinseln. Es kommt vielmehr auf
die perfekte Ausnutzung der vorhandenen Räumlichkeiten an. Ganz besonders viele Ideen für die persönliche Traumküche liefert der Tag der
Küche am Samstag, 26. September.
Rund 2000 Küchenausstellungen beteiligen sich an dem jährlichen LiveEvent der Branche. Auch in der Region gibt es an diesem Tag aktuelle
Trends, die neuesten Geräte und spe-
zielle Kochvorführungen zu sehen.
Dank moderner Planungsmöglichkeiten am Computer lassen sich dann auch
in Räumen mit wenigen Quadratmetern die Anregungen umsetzen,
die es am Tag der Küche zu sehen gibt.
So wird später das Arbeiten am Herd
zu einem Vergnügen. Man sollte sich
ein Konzept zurechtlegen, welche
Komponenten unbedingt benötigt
werden und später Teil der neuen Küche sein sollen. Dank dieser Herangehensweise findet sich dann auch in
der kleinsten Küche noch ein Platz
für eine Espressomaschine oder weitere Küchenhelfer. ■
Welche Händler an dem Tag der
Küche teilnehmen und weitere Informationen erfahren Sie im Internet
unter www.tag-der-kueche.de.
Fachbetrieb Fliegengitter Hauck bietet Speziallösungen
Insektenschutzelemente
in vielen Farben und Formen
Keine Kompromisse: Fenster verleihen einem Haus
Charakter. Passende Fliegengitter unterstreichen diesen.
Große Schiebetüren und -anlagen
oder kreisrunde Fenster – vom Stichund Rundbogen über Kreisformen
bis hin zu Schrägelementen aus Holz,
Kunststoff oder Aluminium: Der auf
Speziallösungen ausgerichtete Fachbetrieb Fliegengitter Hauck produziert für eine Vielzahl an Fenstervarianten. Und nicht nur individuelle
Formen nach Maß gehören zum Spezialgebiet der Firma, sondern auch
Sonderlösungen bei der Farbgestaltung von Insektenschutzelementen.
Alle RAL-Farben sowie Sonderbeschichtungen sind Teil des Angebotes.
Insektenschutzelemente sollen zu
den Bedürfnissen der Bewohner und
zum Stil des Hauses passen. Sie sollen nicht stören, sondern die Lebensqualität verbessern, das heißt: Das
Durchlüften erleichtern und so für ein
besseres Raumklima sorgen.
Neues Gewebe mit Doppelfunktion
Maßangefertigte Insektenschutzelemente gibt es für Türen und
Fenster. Die neueste Entwicklung, das
Feinmaschgewebe Transpatec, verbindet die besten Eigenschaften der
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Gewebe Transpatec und Polltec. Fast
unsichtbar, bietet es eine höhere
Durchsicht als ein Standardgewebe
und ermöglicht einen besseren
Luftaustausch. Gleichzeitig schützt es
mit der feinmaschigen Struktur vor
dem Eindringen von Pollen und
bietet so mehr Lebensqualität auch für
Menschen, die allergisch reagieren.
Die Firma Fliegengitter Hauck
produziert und vertreibt seit über
15 Jahren hochwertige Insektenschutzelemente nach Maß, praktische
Lichtschachtabdeckungen, Sonnenschutzplissees und den Fliegenschrank Flyless. Fliegengitter Hauck
wurde 1999 von Martin Hauck gegründet. Mit 20 Mitarbeitern und einem Netzwerk von rund 250 Händlern beliefert die Firma Kunden aus
der gesamten Metropolregion RheinNeckar, von der Pfalz bis zum Odenwald und dem Saarland. Neueste
Innovationen rund um Herstellung
und Material werden im Unternehmen
ständig umgesetzt. ■
Mehr Lebensqualität: Insekten
kommen so erst gar nicht ins Haus.
Praktischer Schutz für jedes Maß:
feinmaschiges Gitter über dem
Lichtschacht.
Fotos: Fliegengitter Hauck
Große Küchenträume
auf kleinstem Raum
Weitere Informationen zur Firma
Fliegengitter Hauck e.K. unter
www.f liegengitter-hauck.de und zu
Flyless unter www.f lyless.de.
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Mode & Accessoires
3/2015
Mode & Accessoires
3/2015
Lebe lieber ungewöhnlich
Handgemachte
Kreationen
Selbstgemachtes wird immer begehrter. Die Produkte gibt es jedoch nur selten in
Geschäften zu kaufen. Auf der Internetplattform DaWanda ist die Auswahl riesig.
Auch Verkäufer aus der Metropolregion sind vertreten.
Ausgefallenen Kopfschmuck im Vintage-Stil gibt es in Carolina Bejenars
Shop „Billie goes Jazzafine“. Sie kreiert Brautschmuck, Fascinators, Pillbox-Hütchen und Haarspangen. „Ich
vertreibe meine Produkte seit fünf
Jahren über DaWanda“, erzählt die
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Fotos: DaWanda-Anbieter
Handmade (handgemacht) heißt der
Trend und ist der Gegenentwurf zu
industriell hergestellter Massenware.
Egal ob Mode, Accessoires, Schmuck,
Taschen, Möbel oder Babystrampler
– die Handmade-Branche boomt.
Auch in der Metropolregion. Die Besucherzahlen von Handmade-Märkten wie „Augenschmaus“ in Mannheim oder „Beatbasar“ in Heidelberg
steigen. Doch dank Internet finden
Kunden und Verkäufer mittlerweile
auch jeden Tag in der digitalen Welt
zusammen. Zum Beispiel über die
Plattform ­DaWanda. Hier verkaufen
Kreative und Designer in eigenen
Shops Unikate und Produkte in limitierter Auflage. Auch kreative Köpfe
aus der Region nutzen den Online-Markt, um ihre Produkte zu vertreiben.
Seit fünf Jahren vertreibt Carolina
Bejenar ausgefallenen Kopfschmuck
bei DaWanda.
41-Jährige. „Eine Shop-Gründung
beim Online-Marktplatz ist kostenlos,
es ist also keinerlei Investition nötig.“
50 Bestellungen in der Woche erhält
Carolina Bejenar, die Kunden stammen aus Deutschland, aber auch aus
Frankreich, England und Spanien.
Mittlerweile fertigt sie ihren Kopfschmuck hauptberuflich an. Zuvor
habe sie Fotoshootings organisiert, erzählt die gelernte Grafikdesignerin,
die jedoch schon immer einen Faible
und ein Talent für Handarbeit hatte.
Viele ihrer Produkte sind individualisierbar. Das bedeutet, man kann
sich Stoff oder Farbgebung selbst aussuchen. Wer möchte, kann gerne in
Bejenars Atelier in Ilvesheim zur Anprobe kommen. Dieses Angebot ist
bei DaWanda-Verkäufern nicht ungewöhnlich. Denn es geht nicht nur um
den schnöden Austausch von Geld gegen Produkt, sondern auch um ein
persönliches Verhältnis. Die Käufer
können mit den Herstellern in Kontakt treten, Bewertungen abgeben,
Lieblingsprodukte küren und Empfehlungen aussprechen.
„Wichtig ist vor allem eine gute
Präsentation“, weiß Caroline Bejenar.
Damit die potenziellen Kunden einen
Eindruck über das Shop-Angebot bekommen, stellen die Verkäufer Fotos
ihrer Produkte ins Internet. Die Ilvesheimerin fotografiert ihre Produkte
selbst.
In Alisa Duerrs Shop „Pompur aufgemopst“ dreht sich alles
um die Hunderasse Mops. Kalender, Tassen, Handyhüllen
oder das Plüschtier namens „Trotzmops“ (oben) ­– die
Auswahl ist groß.
Das macht Alisa Duerr aus Heidelberg genauso. Aber kein Wunder, sie
arbeitet ebenfalls als selbstständige
Fotografin. „Aufgemopst“ hat sie ihren Shop genannt, und der Name ist
Programm: Es dreht sich alles um die
Hunderasse Mops. Ihre Liebe für den
Mops hat 2009 begonnen, als sich
Alisa Duerr einen der Hunde zulegte. Für die Initiative „Notmops“ zeichnete die 32-Jährige zunächst Postkarten mit Mops-Motiven, die reißenden
Absatz fanden. „Da habe ich gemerkt,
dass es einen Markt für solche Sachen
gibt“, erzählt sie.
DaWanda kannte sie eigentlich nur
als Kundin, doch dann entschloss sich
Alisa Duerr, auch als Verkäuferin aktiv zu werden. Mittlerweile vertreibt
sie seit mehr als zwei Jahren über ihren Shop Mops-Kalender, Tassen,
Handyhüllen und Taschen. Die
Mops-Motive hat sie selbst entworfen,
ebenso wie den „Trotzmops“ – ein
Plüschtier. „Ich habe viele Stammkunden, natürlich allesamt Mops-Lieb­
haber“, sagt die Heidelbergerin.
­Regelmäßig hat sie auch einen Verkaufsstand bei Mops-Treffen. „Meine
Produkte sind für Handmade-Märkte wie den Beatbasar zu speziell“, weiß
sie aus Erfahrung.
So ähnlich geht es Caroline Bejenar,
die Designmärkte gern zur Inspiration besucht, aber dort selbst nicht verkauft. Ihre Zielgruppe sieht sie eher
bei Gartenmessen wie der „Gartenlust“ in Ladenburg. Dort werden
auch Kleidung und Accessoires angeboten. „Kopfbedeckung und Gartenparty hat schließlich eine lange
Tradition.“
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Mode & Accessoires
3/2015
Mode & Accessoires
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Tim Ahnsorges ausgefallene Wohnaccessoires aus Fahrrad-Teilen, wie
die Salz- und Pfefferstreuer, kommen
nicht nur im Freundeskreis gut an.
Ihre Produkte bei Handmade-Märkten zu präsentieren, würde sich für
Andrea Geelhaar ziemlich umständlich gestalten. Die 45-Jährige macht
Lampen aus alten Kochtöpfen, Kuchenformen und Sieben. Upcycling
nennt man diese Art der kreativen
Umnutzung. „Die Lampen lassen sich
nicht so leicht transportieren“, sagt sie
lachend. „Aber ich gehe gern zu sol-
34
chen Märkten und schaue mich um.“
Ihre erste Lampe bastelte Andrea
­Geelhaar bereits vor 15 Jahren aus einem alten Emaille-Sieb für den Eigengebrauch. „Ich arbeite gerne mit den
Händen“, erklärt sie. „Ich habe früher
gern gestickt und gehäkelt oder
alte Möbel restauriert.“ Ihre
Sieb­lampe erregte Aufsehen im
Bekanntenkreis. Als immer
mehr Leute eine haben wollten,
brachte eine Freundin Geelhaar
auf die Idee, einen DaWanda-Shop zu eröffnen.
Neben den zu Lampen umfunktionierten Küchenutensilien bietet sie in ihrem Shop
„chAnGee“ mittlerweile auch
Taschen an. In ihrer Freizeit ist
die Heidelbergerin oft auf den
Flohmärkten der Region unterwegs,
um alte Schüsseln, Töpfe und Siebe
zu erstehen. „Ich komme immer wieder auf neue Ideen. Ich sehe mittlerweile überall Lampen.“ Hauptberuflich arbeitet Andrea Geelhaar in einem
Möbelhaus, ihre DaWanda-Kollektion
ist ihr Hobby. Mit dem Geld, das sie
einnimmt, finanziert sie das M
­ aterial.
So macht es auch Tim Ahnsorge, einer der wenigen männlichen Anbieter in der Frauendomäne DaWanda.
Der Mannheimer verwandelt Fahrrad-Elemente zu ausgefallenen
Wohnaccessoires: Kleiderbügel aus
Felgen, Salz- und Pfefferstreuer aus
Naben, Obstschalen aus einem Rad
oder die Klopapierhalterungen aus einer Gabel – das kommt vor allem in
der Radlerszene gut an. „Ich habe einem Freund zur Hochzeit aus Fahrradnaben Salz- und Pfefferstreuer gemacht“, berichtet Tim Ahnsorge. „Das
kam im Freundeskreis so gut an, das
hat mich praktisch überrannt.“ Die
große Resonanz brachte den 34-Jährigen auf die Idee, seine Kreation gewerblich zu vertreiben. „Ein eigener
Shop im Internet hätte sich aber nicht
gelohnt, und DaWanda ist eine gute
Alternative“, sagt er.
Hauptberuflich arbeitet der Mannheimer – man ahnt es fast – als Zweiradmechanikermeister. Seit zwei
­Jahren vertreibt er seine Fahrrad-­
Accessoires nebenbei in seinem Shop
„44elf.velos.art“. Ganz billig sind die
Produkte nicht. „Es stecken aber auch
Foto: Johannes Gauder, Jessica Dietzel
Andrea Geelhaar macht unter
anderem Lampen aus alten Sieben.
sehr viele Arbeitsstunden dahinter“,
betont Ahnsorge. Doch nicht nur in
seinem Shop, sondern generell sind
die DaWanda-Kunden durchaus be-
reit, mehr für die Handmade-Produkte zu bezahlen. Dafür erhalten sie Individualität und Kreativität. ■
Olivia Kaiser
Dawanda
DaWanda ging am 3. Dezember 2006 ans Netz, gegründet würde der Online-Marktplatz von
­Claudia Helming und Michael Pütz in Berlin. Mittlerweile können die Kunden zwischen
4,4 Millionen Produkten in 28.000 Shops auswählen. Gekauft wird direkt beim Shop-Inhaber.
DaWanda ist ein afrikanischer Frauenname und bedeutet „die Einzigartige“. Viele Hersteller bieten
Artikel, die individuell nach den Wünschen der Kunden angefertigt werden.
Beatbasar Heidelberg | So. 27.9 | 15-19 Uhr | Halle 02
Augenschmaus Mannheim | Fr.+Sa. 18.+19.12. | Hafenstraße 68
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Sport & Wellness
3/2015
Anzeige
3/2015
Sport & Wellness
Der Hochsommer ist vorüber – und dank der luftig-leichten Mode konnte ordentlich Haut gezeigt werden! Doch
diese hat den Sommer über gelitten, Mücken- und Wespenstiche haben ihre Spuren hinterlassen. Die Füße sind
rau vom Barfuß gehen, das Dekolleté ist beansprucht.
Kurz: Höchste Zeit für intensive Pflege.
Ein Peeling ist der erste Schritt zu seidig glatter Haut.
Dadurch werden abgestorbene Schüppchen sanft entfernt.
Die Sommerbräune erscheint durch glatt gepeelte Haut
gleichmäßiger. Arme und Beine, Knie und Ellenbogen
dürfen nicht vernachlässigt werden. Für ein schönes Dekolleté darf die Dusche etwas kälter ausfallen. Die Durchblutung wird angeregt, das Gewebe gestrafft. Eine feuch-
tigkeitsspendende Bodylotion, Körpermilch oder Body
Butter pflegt die Haut mit allem, was sie benötigt.
Die meisten Frauen leiden früher oder später unter
schlaffem Bindegewebe: Irgendwann zeigen sich Dellen,
die durch Fettzellen im unteren Hautgewebe entstehen.
Vorbeugend wirken Sport und gesunde Lebensmittel, später helfen Anti-Cellulite-Cremes, das Hautbild zu verfeinern. Bewegung ist immer eine Hilfe für glatte und straffe Haut. Fahrrad fahren bringt die Beine in Form,
Sportarten im Wasser wie Aqua-Jogging oder -Pilates sind
effektiver als an Land. Selbst kleine Trainingseinheiten
stärken das Bindegewebe und sorgen so für lange sommerschöne Haut. n
beautypress/msw
Gemeinschaftspraxis für ganzheitliche zahnheilkunde
Gesundheit
beginnt im Mund
Wenn Zähne oder Zahnbehandlungen krank machen, ist ganzheitliche Zahnheilkunde gefragt.
Was man sich darunter vorstellen kann, erklären Dr. Bernadette und Dr. Bernd Burghartswieser.
Die Zahnärzte sind qualifizierte Mitglieder der „Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin“.
Ganzheitliche Zahnheilkunde und
Umwelt-Zahnmedizin widmen sich
den Auswirkungen von kranken Zähnen oder zahnärztlichen Behandlungen auf den ganzen Menschen. Durch
Zähne oder zahnärztliche Therapien
können chronische Erkrankungen
ausgelöst oder verstärkt werden. Ein
ursprünglich lokales Problem im
Mund- und Kieferbereich wird durch
die Aktivierung des Immunsystems
zu einem Ganzkörperproblem. Dabei
sind die Auslöser vielfältig, zum Beispiel Wurzelkanalbehandlungen, Zahnersatz aus Metall oder unbehandelte
Entzündungen. Neueste wissenschaftliche Forschungen bestätigen die Auswirkungen von Entzündungsprozessen im Mund- und Kieferbereich auf
den Allgemeingesundheitszustand,
besonders mit Blick auf die stetig steigende Zahl chronischer Erkrankungen. In der ganzheitlichen Zahnarztpraxis steht eine Vielzahl immunologischer und energetischer
Testverfahren zur Verfügung, um
mögliche Störquellen zu ermitteln und
eine zielgerichtete Therapie zu erar-
beiten. Ziel ist es die Regulationsfähigkeit der körpereigenen Heilungsmechanismen zu unterstützen. Die
Beseitigung von entzündungsfördernden Störquellen, die Auswahl körperverträglicher Materialien und die immunmodulierende Begleittherapie zur
Förderung der Selbstheilungskräfte
sind die Säulen einer ganzheitlichen
Zahnmedizin. Damit naturheilkundliche Behandlungsmaßnahmen optimal ansprechen, ist es von großer
Wichtigkeit, die Voraussetzungen –
die ganzheitliche Zahnmedizin spricht
von Milieubedingungen – für eine
gute Regulationsfähigkeit zu schaffen.
Für erfolgreiche Operationen wie Implantationen oder Parodontosebehandlungen sind gute Milieubedingungen
zwingend notwendig. n
Dr. Bernadette Burghartswieser
Dr. Bernd Burghartswieser
Lindenstraße 15
67433 Neustadt an der Weinstraße
Tel. 06321 3995555
www.ganzheitliche-zahnheilkundepfalz.de
Foto: Stefan B. P.
Schöne Haut:
eine glatte Sache
Foto: Fotolia.com/detailblick-foto
Foto: Fotolia.com/Rido
Zeit für intensive Pflege
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Wir
Wirsind
sindMitglied
Mitgliedder
der
Sport & Wellness
Komfortabel durch die City radeln
Sport & Wellness
3/2015
Foto: Daimler AG
3/2015
ten, wie es ihm gefällt. Ob ein klassisch
schwarz gehaltenes Zweirad oder aber
die extravagante Variante mit Echtholzeinsatz im Rahmen, hier schlagen die
Herzen von Fahrrad-Liebhabern mit
Sicherheit höher. Der Preis für das Einsteigermodell ohne Extras: 6.113 Euro.
Dafür bekommt man ein LuxusRad, das in 100-prozentiger Handarbeit entstanden ist. Technische Highlights, die es teilweise serienmäßig
und teilweise gegen Aufpreis optional
gibt, sind die integrierte LED-Lichtanlage mit einer Zulassung bis 45 Stundenkilometer, das Carbon Monocoque, in dem sämtliche technische
Komponenten integriert sind, die
komplette Steuerung via Smartphone
oder die eingebaute Solarladefläche.
Die Blicke der Passanten dürften einem spätestens bei all diesen Feinheiten jedenfalls sicher sein, wenn man
mit einem solchen Gefährt über die
Straßen rollt. n
Christoph Demko
Buchtipps
Historische Altstädtchen, malerische Landschaften, viele Sehenswürdigkeiten machen die
Region zu einem wahren Radler-Eldorado. Die Auswahl an Wegen und Touren ist schier
unerschöpflich, dadurch ergibt sich jedoch immer wieder die Frage: Wo soll es denn eigentlich
hingehen? Diese beiden Bücher helfen bei der Entscheidung:
AUSGABE 2015
PREIS 9, 90 EURO
UNTERWEGS
17 Touren
zwischen Pfalz
und Odenwald
INFORMATIV
Tipps für den
perfekten Ausflug
PRAKTISCH
Touren für die
Lenkertasche
WEGWEISEND
GPS-Navigation
zum Download
In Zusammenarbeit mit
dem ADFC
Rauf aufs Rad, Der Radguide der ­Metropolregion
Im Buch werden 17 Touren zwischen Pfalz und Odenwald
von erfahrenen ADFC-Experten vorgestellt. Passend zum
E-Bike-Trend wäre zum Beispiel die 88 Kilometer lange
Tour „Odenwald und Bergstraße“ mit Start und Ziel in
Heppenheim.
ISBN 978-3-9809178-3-4 | 9,90 Euro
Hartmut Ellrich: Industriekultur und Handwerkstradition,
30 erlebnisreiche Tagestouren im Rhein-Neckar-Raum
Zwischen Neustadt und Sinsheim, Heppenheim und Landau laden Industriearchitektur, Museen und Städte zum Besuch ein. Mit dem Rad und zu Fuß geht es auf bebilderten
Touren durch Reben und Spargelfelder.
ISBN 978-3-95400-557-4 | 14,99 Euro
Luxus auf zwei Rädern
Der Markt für E-Bikes boomt, die Modellpalette wächst stetig. Ein ganz neuer Trend
sind High-End-Produkte. Unter anderem die Autohersteller BMW und Smart haben
diese Entwicklung längst erkannt.
Noch vor wenigen Jahren fristeten die
E-Bikes ein Schattendasein. Die motorisierten Drahtesel galten lange Zeit
als bequemes Fortbewegungsmittel
für Senioren, junge Menschen ließen
eher die Finger davon. Diese Zeiten
sind aber endgültig vorbei, mittlerweile boomt der E-­Bike-Markt wie nie zuvor. In Deutschland wurden im Jahr
2014 laut dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) etwa 480.000 E-Bikes verkauft, insgesamt sind mehr als 2,1 Millionen E-Bikes auf den deutschen
Straßen unterwegs. Im Vergleich zum
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Jahr 2009 bedeutet dies eine Verdoppelung der ­Verkäufe.
Durch die stetig steigenden Absatzzahlen schwemmen mehr und mehr
Anbieter auf den Markt, die Produktpalette wird dabei immer breiter. Der
neueste Schrei: Luxus-E-Bikes. Mit
BMW und der Mercedes-BenzTochter Smart haben die ersten Auto-Hersteller den Trend erkannt und
sind mit eigenen E-Bikes auf dem
Markt vertreten. Während der durchschnittliche Preis für E-Bikes zwischen 1.500 Euro und 2.000 Euro
liegt, muss man für die beiden Varianten der Autohersteller etwas tiefer
in die Tasche greifen. Rund 2.600
Euro kostet der motorisierte Drahtesel von BMW, knapp 3.000 Euro werden fällig, wenn man mit dem SmartE-Bike unterwegs sein möchte.
Ganz exklusiv kommt beispielsweise die Marke LEAOS aus Italien daher.
2012 gegründet, hat sich das junge Unternehmen ganz und gar auf die Herstellung von Luxus-E-Bikes spezialisiert. Im Online-Konfigurator kann
sich jeder sein eigenes Rad so gestal-
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inger
Foto: Adi Bach
3/2015
Der Fourageur seiner Majestät –
Metropolitanische Insider-Tipps
von Gourmet-Autor Johannes Hucke
Periodisch bestürmt er die Region mit seinen Weinlesebüchern,
Wein-Krimis und Theaterstücken (neu: „Zurück zu
Schmitt!“). Nun verdingt er sich als Fourageur seiner Majestät,
des Lesers, und entdeckt etwas sehr Raffiniertes.
MEDITERRANE
LEBENSART
IN HISTORISCHEM
AMBIENTE
■ 24 Zimmer und 14 Suiten
■ Mediterranes Gourmetrestaurant mit Parkterrasse
■ Bezaubernde Säle für Betriebsfeiern, Hochzeiten
und andere Festlichkeiten
■ Parkanlage mit eigenen Weinbergen
■ Attraktive Urlaubsarrangements
VERANSTALTUNGSHIGHLIGHTS BIS OKT. 2015
02. Okt.: NEU - Pasta Opera
Spielortpremiere der neuen Dinnershow von World of dinner.
Das zügellose Spiel zwischen Tenor und Tomatensauce.
Lassen Sie sich in die Welt des Rokoko entführen und erleben Sie
den Zauber der Musik von Rossini, Verdi, Mozart und Co.
79,00 € inkl. Aperitif und 4-Gänge-Menü
09. Okt.: Das legendäre Draculadinner Graf Dracula bittet zu Tisch!
Schaurig-schönes Gruseldinner in fünf Akten 79,00 €
inkl. Aperitif und 4-Gänge-Menü
Riesling & Traminer
Verschlungen sind die Wege des Herrn,
so unentwirrbar wie jene Wildreben, die
seit Urzeiten die Auen des Oberrheins
durchschlängeln. Wie gut es die Vorsehung doch (manchmal) mit uns meint!
Denn siehe, vor 2000 Jahren brachten
durstige Römer den Traminer mit. Der
sich sogleich umschaute ... und eine glückliche Liaison mit so einer schicken Wildrebe einging. Im Spätmittelalter schließlich wurde es den beiden miteinander öd
und sie nahmen den guten, alten Heunisch mit auf in ihre – jetzt – Dreisamkeit.
Voilà, der Riesling ward geboren. Unser
Riesling! Ende der Geschichte. Vorhang,
Schlussmusik, Applaus.
Doch auf einmal geht die Erzählung
weiter. Wir befinden uns in der Gegenwart. Ein „Traminer & Riesling“ nimmt
vor uns Platz. Es handelt sich also um eine
Art Familienzusammenführung, was der
Reichsgraf und Marquis zu Hoensbroech
hier vornimmt. Eine Komposition, von
schlagender Logik und ungezwungener
Raffinesse gekennzeichnet: Indes dem
Traminer, von manchen als zu Schwere
und Müdigkeit tendierend beschrieben,
ein belebendes Element beigegeben wird,
findet sich der hie und da als säurespitz
verschriene Riesling sanft umschmeichelt
und gemildert. Mithin, die Aromatik verblüfft bis zum letzten Schlückchen, ungewohnt wie Rosen mit Radieschen, Mee-
resbrisensoufflé unter Muskatblütencrumble, Bergwerksilberadern vor Spätsommersonnenuntergang – kurz, es geht
um höhere Harmonie. Man blicke sich
nur um im Lande, wie sich die Zunft der
Köche freut! Dieser Wein ist nämlich zugleich ein Liebhaber der Thai-Küche, ein
Meister des Crossover, Finger-Food-Dompteur ... – Evi Pampukidou, Kellermeisterin im gräflichen Gut, zeigt sich besorgt:
Nicht, dass sie der konservativ-mondänen
Cuvée den Auftritt nicht vergönnte; doch
ihre Interpretation des „Badisch RotGold“, ihr neuer Gemischter Satz, die weithin gepriesenen Weißburgunder des Hauses sollten doch bitteschön nicht in den
Schatten treten! Keine Sorge, das kann gar
nicht passieren: Denn wer ins weinfrohe
Landhaus nach Michelfeld im Angelbachtal reist, wird sich wohl dem gesamten Sortiment des Weinguts widmen. Und
so mancher Pfalz-Liebhaber wird die
Erfahrung machen, dass Kraichgauer
Weine mannigfaltige Überraschungen
bereithalten – fast überall, doch hier
besonders. ■
Weingut Reichsgraf und
Marquis zu Hoensbroech
Herrmannstr. 12
74918 Angelbachtal-Michelfeld
Tel. 07265 911034
www.hoensbroech.eu
Genießen & Ausgehen
3/2015
Herbst-Tipps aus dem aktuellen espresso
Weinstubenzeit
Mannheim: Schneeberg – die Weinbar
Man muss nicht zwangsläufig auf Reben schauen, um von einer gemütlichen Weinstube zu sprechen. Denn für Weinliebhaber ist Schneeberg zu einer festen Adresse in der
Quadratestadt geworden. Freunde des vollmundigen Rotweins fühlen sich hier ebenso wohl wie Anhänger des mineralischen Weißweins. Die großen Namen der Region
sind vertreten, dazu eine feine Auswahl beispielsweise italienischer Weine.
D 4,5 | Di bis Fr ab 17 Uhr, Sa regelmäßig Veranstaltungen | Telefon 0172 7625093
Ruppertsberg: Hofgut Ruppertsberg
Exquisite Weine sind das eine. Doch wer auch beim Essen gehobene Ansprüche hat,
der ist im alten Gemäuer zwischen Ortsrand und Weinbergen genau richtig. Freilandsalat mit gerösteten Zedernüssen, Pfälzer Wildschwein mit Zitronen-Wacholderjus oder
Bliesgau-Topfen mit Hofgutkräutern machen deutlich, worauf es dem Küchenchef
ankommt: Regionalität, Qualität und Kreativität. Das gilt selbstredend auch für die dort
angebotenen Weine.
Obergasse 2 | Mi bis Mo ab 18, Sa & So ab 12 Uhr | Telefon 06326 982097
Kallstadt: Vinothek Weingut am Nil
Die Kategorie Weinreich trifft es hier besonders gut: Einerseits, weil Ambiente und
Atmosphäre etwas Erhabenes vermitteln. Andererseits, weil hier der Weingenuss in
den Blickpunkt gerückt wird – untermalt von kulinarischen Kreationen, im besten
Sinne Weinbegleitern, die allein schon einen Besuch lohnen. Der Tipp für spätsommerliche Tage: Im mediterranen Ambiente des malerischen Hofes lässt es sich wunderbar in Erinnerungen an Südfrankreich schwelgen.
Neugasse 21 | Mi bis Fr 16 – 22 Uhr, Sa & So 12 – 22 Uhr | Telefon 06322 9563160
Jede Menge weitere Café- und Gastrotipps
stehen im aktuellen espresso 2015.
Überall im Buch- und Zeitschriftenhandel
erhältlich.
30. Okt.: „Ein Herz und eine Seele“
Die satirische Dinnershow mit Ekel Alfred 79,00 €
inkl. Aperitif und 4-Gänge-Menü
41
Luitpoldstraße 9 ■ 67483 Edesheim
Südliche Weinstraße/Pfalz
Tel. 0 63 23.94 24-0 ■ Fax 0 63 23.94 24-11
[email protected] ■ www.schloss-edesheim.de
Genießen & Ausgehen
3/2015
Genießen & Ausgehen
3/2015
„Vier Gewinnt“
Vier Köche. Vier Restaurants. Vier Menüs. Vier Jahreszeiten.
Ein Ziel: Hilfe für Kinder in Not.
Fotos: Grenzhof
heidelberger küchenchefs starten gemeinsames projekt
Anzeige
Unter diesem Motto haben sich vier
Heidelberger Spitzenköche zusammengetan und laden reihum in ihre
Restaurants ein. Mit ihren Kochkünsten verwöhnen sie ihre Gäste an vier
Abenden und unterstützen hilfsbedürftige Kinder im Raum Heidelberg.
Pro Teilnehmer gehen 10 Euro des
Menüpreises als Direktspende an die
jeweils vom Gastgeber ausgewählte
karitative Einrichtung, weitere Spenden sind herzlich willkommen. Vertreter dieser Einrichtungen stellen
ihre Arbeit zu Beginn der Veranstaltung vor.
Zu jedem Termin in dem jeweils
gastgebenden Restaurant sind immer
auch die drei befreundeten Küchenchefs als Gastköche mit dabei. Wer
sind die vier?
Den Auftakt 2015 machte Michael
Szofer, Küchenchef der Kurfürstenstu-
be im Europäischen Hof bereits im Februar, gefolgt von Alex Schneider, Chef
des Restaurants Backmulde im April.
Im September wird Boris Rommel in
das Restaurant Simplicissimus und im
November Joachim Heß in das Restaurant Zur Herrenmühle einladen.
Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Initiative? Boris Rommel
erzählt: „ Herr Schneider und ich sind
schon lange befreundet und beschlossen eines Tages, andere Heidelberger
Häuser zu besuchen. Aber wir schauten nicht nur Herrn Szofer und Herrn
Dumbeck in die Töpfe, nein, wir vier
entwickelten die Idee, gemeinsame
Projekte zu starten.“ Jeder habe etwas
beigesteuert, bis das Konzept stand
und „Vier gewinnt“ aus der Taufe gehoben wurde. Bei den Spendenadressaten achte man darauf, kleine Vereine zu unterstützen, die von der
Öffentlichkeit zu wenig Beachtung
finden.
Schon die ersten beiden GourmetAbende waren ein Erfolg. Im September wird die gehobene französische Küche des Simplicissimus ein „herbstlich
angehauchtes Menü“ offerieren, sagt
Rommel, das Hauptthema werden Pilze sein; eventuell in Kombination mit
Wild. Sternekoch Joachim Heß (vormals „Goldener Pflug“, Heiligkreuzsteinach-Eiterbach) hat im Mai 2015 das
renommierte Restaurant Zur Herrenmühle als Nachfolger von Daniel Dumbeck übernommen und wird seine Gäste mit „Vorweihnachtlichem“
kulinarisch verwöhnen. ■ Ute Hansen
Das Vier-Gänge-Menü kostet jeweils
80 Euro pro Person inkl. korrespondierender Weine und Wasser.
Beginn ist jeweils um 18 Uhr.
Die nächsten Termine 2015
Sonntag, 27. September 2015:
Gastgeber Boris Rommel.
Restaurant Simplicissimus
Ingrimstraße 16
Heidelberg-Altstadt
Tel. 06221 6732588
www.simplicissimus-restaurant.de
Veranstaltung zugunsten von „pro-down“,
Verein zur Förderung von behinderten Kindern, Jugendlichen
und jungen Erwachsenen in der Freizeit
www.pro-down.de
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Sonntag, 8. November 2015:
Gastgeber Joachim Heß.
Restaurant Herrenmühle
Hauptstraße 239 | Heidelberg
Tel. 06221 602909
www.herrenmuehle.net
Reservierungen erbeten
Veranstaltung zugunsten von „Courage“,
Initiative für chronisch kranke Kinder
www.klinikum.uni-heidelberg.de/COURAGE-Initiativefuer-chronisch-Kranke-Kinder.774.0.html
Einzigartiges Juwel in der Region
Genuss für alle Sinne –
Hotel und Restaurant Grenzhof
Das Ambiente spielt eine große Rolle fürs Wohlbefinden. Und weil jeder Gast
einzigartig ist, wird im „Grenzhof“ sehr hoher Wert auf individuelles Design gelegt.
Die Sinne wollen begeistert werden,
wenn der heutige Genussmensch
zum Essen ausgeht. Ambiente und
atmosphärisches Wohlbefinden gehören ebenso dazu wie das hervorragende Essen. „Das sind Dinge, die ganz
dicht beieinander liegen“, sagt Ulrike
Kugler, zusammen mit ihrem Bruder
Robert Kaiser Geschäftsführerin des
Hotels und Restaurants „Grenzhof“
im gleichnamigen Ortsteil von
Heidelberg-Wieblingen. Essen ist für
sie Erlebnis, nicht allein Nahrungsaufnahme.
Für das, was auf den Teller kommt,
sorgt seit September 2014 Küchenchef Sebastian Andrée. Seine Kreationen sind bestimmt vom geschmacklichen Erlebnis unter der Voraussetzung von nur frischen, saisonal
bestimmten Produkten. Die über 200
Positionen umfassende Weinkarte hat
schon einige Auszeichnungen bekommen und spiegelt die Leidenschaft
der Familienleitung für gute Weine
wider.
Für die Ausstattung und das
Design des Hauses ist Ulrike Kugler
selbst verantwortlich: Der „Grenzhof“
mit seinem Hotel und dem Restaurant ist ein spezielles Schmuckstück
in der Metropolregion Rhein-Neckar.
Das Hotel aus den inzwischen zwei
„Anwesen 8“ und „Anwesen 9“ passt
sich in den alten Bauernweiler zwischen Mannheim und Heidelberg ein,
weil es die gleiche lange Geschichte
hat wie der gesamte ehemalige Gutshof aus dem siebten Jahrhundert!
Ein wenig fühlt man sich an den
Flair eines französischen Landgutes
erinnert. Wie der Ort, so haben auch
Hotel und Restaurant mit Wintergarten, der Location „Scheune8“ und
dem Sandstein-Innenhof durch ihre
Lage eine Einzigartigkeit, die Ulrike
Kugler konsequent im Haus umsetzt.
Sie gestaltet die Zimmer individuell
und gibt ihnen ein Thema, das in
die Geschichte und zur Architektur
passt. ■
Hotel & Restaurant Grenzhof
Grenzhof 9 | 69123 Heidelberg
Tel. 06202 943-0 | www.grenzhof.de
Der nächste Meilenstein
im Grenzhof
Nach der Entstehung der Themenzimmer im Haus8,
der Scheune8 und der Toskana-Terrasse geht es nun weiter
mit den Veränderungen im Grenzhof. Helle Holzfarben,
anthrazitfarbene Akzente und provenzalische Stoffe
werden nun den Ton angeben:
Wir freuen uns, Ihnen das neugestaltete Restaurant
„Gutsstube“ am Freitag, 4. September 2015, ab 17 Uhr
präsentieren zu dürfen. Genießen Sie die neuen
Eindrücke mit einem Glas Crémant und kreativem
Fingerfood unseres Küchenchefs Sebastian Andrée!
43
Die süSSen Seiten Heidelbergs
Bunte Bonbons
und edle Schokolade
Was in die Tüte kommt, ist das Eine. Wie es hergestellt, präsentiert und verpackt
wird, das Besondere. Was direkt vor Ort handgemacht wird, steht in den schicken
Manufakturläden zum Verkauf. Zwei Beispiele.
Foto: bilderbuchgeschichten-Fotografie
Fruchtige Zuckerzier
Jens Meier ist eigentlich studierter Archäologe, hat aber
dann seine Leidenschaft für Bonbons zum Beruf gemacht.
44
Durch den Laden tanzt die „Zuckerfee“ und bringt die in allen Farben
leuchtenden kleinen Zuckerstückchen
zum Klingen! „Hier möchte ich meinen Kindergeburtstag feiern“, wünschen sich sicherlich viele der kleinen
Zaungäste, die sich die Nasen an den
Schaufensterscheiben der Heidelberger Bonbon Manufaktur plattdrücken.
Bonbons und Lutscher in Hülle und
Fülle gibt es da in der Steingasse zu
bestaunen, und man kann sogar einem großen Mann dabei zuschauen,
wie er sie herbeizaubert! Der „Magier“ heißt Jens Meier, und zaubern
könne er eigentlich nicht. Aber er hat
das richtige Rezept: Man nehme Zucker, Wasser und Glukosesirup, erhitze diese Mischung auf exakt 154 Grad
Celsius – und fertig ist der süße Rohstoff. „Während des Kochvorgangs
füge ich als Aroma kalt gepresste BioFrucht-Öle hinzu und etwas Lebensmittelfarbe“, erklärt er, während die
blubbernde Masse in Silikonformen
gegossen wird. „Wir verzichten auf die
umstrittenen Azofarbstoffe, alle
Farbstoffe bis auf Blau sind natürlichen Ursprungs“, erklärt der Bonbonmacher. Für die Bonbons und Zuck-
erstangen beginnt jetzt die eigentlich
Arbeit: In seiner Schaumanufaktur
knetet und walkt Meier den aromatisierten Bonbonteig vor dem Erkalten,
zieht ihn zu Schnüren, flicht und
schlägt ihn über einen Haken an der
Wand. Durch das sogenannte „Zuckerziehen“ wird Luft eingearbeitet
und das Weiß beginnt zu glänzen! Jedermann ist eingeladen, ihm dabei
zuzuschauen und zu kosten: Vanille,
Erdbeere, Zitrone oder Karamell, Rhabarber oder Orange – je nach Jahreszeit sind immer neue Geschmackserlebnisse im Angebot. Und das alles ist
auch noch meist vegan.
Die Heidelberger Bonbon Manufaktur liegt zwischen Marktplatz und
Alter Brücke in der Steingasse. In den
Altstadt-Laden mit der Gründerzeit-Schaufensterfront ist „heidelbonbon.de“ im Februar 2015 umgezogen,
zuvor gegründet im Jahr 2013 in der
Kettengasse. Eigentlich hat Jens Meier an der Heidelberger Universität Archäologie studiert und viele Jahre als
IT-Berater gearbeitet. Selbst am heimischen Herd Bonbons zu machen
war eher ein Hobby, was ihn aber
nicht losgelassen hat. „Damals war es
Genießen & Ausgehen
3/2015
eine Spielerei, Neugier“, erzählt der
Geschäftsmann. Und hinter einem
erfolgreichen Mann steht bekanntlich
immer eine starke Frau: Ehefrau Sabine Meier hat für das stimmige Marketing gesorgt.
Aus der Tiefe der Heidelberger
Handwerks-Tradition hat der Archäologe einen Schatz geborgen und zu
neuem Leben erweckt: Die „Schlosscaramellen Heidelberg“. Ein Hauch von
Original bretonischem Fleur de Sel
gibt den Karamellbonbons eine ganz
besondere Note und ist mitsamt der
nostalgischen Verpackung ein schönes Souvenir. Eine Original-Blechdose der Firma Emil Roesler aus der
Hauptstraße von 1909 ist im Laden
zu bewundern. Das Sortiment des
Ladens wird ergänzt durch internationale Zucker- und Sirupsorten, bunte
Kreationen aus Paris, süditalienisches
Lakritz sowie Dekoartikel und Designprodukte.
Während die Kinder den nächsten
Geburtstag aushandeln, klemmt sich
Papa versonnen einen Lolli in den
Mund à la Kojak und setzt eine grüblerische Miene auf: Hier soll also Freitagabend unser nächstes Teambuilding-Event stattfinden? Ok, Kojak hat
auch erst mal die Kollegen für sich arbeiten lassen … Mama wählt schon
mal hübsch verpackte süße Präsente
auf Vorrat aus und überlegt, ob es
nicht eine tolle Idee wäre, den „Zuckerkünstler“ zur Weihnachtsfeier ins
Büro einzuladen. Und die Lollypops,
zart wie Glas, würden eine schöne
Tischdeko abgeben! Erfüllt von Geschmackserlebnissen und mit einer
großen Bonbontüte in der Hand zogen alle glücklich und zufrieden nach
Hause. ■
Ute Hansen
Heidelberger Bonbon Manufaktur
Steingasse 5
69117 Heidelberg
Tel. 06221 7352561
www.heidelbonbon.de
Mo-Sa 10-18 Uhr | So 11-18 Uhr
Die große Lust
Dass die süßen Seiten Heidelbergs
zurzeit eine bemerkenswerte Blüte erleben, merkt man in der Altstadt an
vielen Ecken und Enden. Einen wichtigen Impuls für diese Blüte gab die
Chocolaterie St. Anna No 1. Dieser
„Schokoladenpalast en Miniature“ feiert im Herbst 2015 sein zehnjähriges
Bestehen und darf sich zugute halten,
Heidelberg und viele seiner Besucher
auf den Geschmack gebracht zu haben. Auf den Geschmack von heißer
Trinkschokolade nach eigener Rezeptur, von Herrenschokolade, deren
aphrodisierende Wirkung auch viele
weibliche Kunden zum Kauf animiert,
und auf den neuen Geschmack herber und bitterer Noten in der Schokolade. Die Kreationen von Giuseppina
Ehmann lassen lustvoll nachvollziehen, dass gute Schokolade mehr als
nur süß sein muss. Sie haben als
Schokolade und Pralinen schon einen
Platz im Schokoladenmuseum Köln
gefunden.
Wer also wissen möchte, wie ein
Lebkuchenhaus von innen aussieht,
wie die „Katzenzungen“ schmecken,
von denen unsere Eltern und Großeltern erzählen, und wie man Verwöhnung bis ins kleinste Detail ganz groß
schreibt, der nimmt sich ein bisschen
Zeit für einen Besuch in der Chocolaterie St. Anna No 1. ■
Helmuth Bischoff
Chocolaterie St. Anna No 1
St. Anna Gasse 1
69117 Heidelberg
Tel. 06221 4340087
www.chocolaterie-st.anna.de
Mo-Sa 10 – 20 Uhr | So 11 – 20 Uhr
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Foto: Bettina Eberleh
3/2015
Foto: Foto Lossen Heidelberg
Genießen & Ausgehen
Event-Highlights
3/2015
Rhein
Event-Highlights in der Metropolregion Rhein-Neckar
Nur das
Beste
Worms
Frankenthal
Ludwigshafen
Mutterstadt
Bad Dürkheim
Schifferstadt
Neustadt
Haßloch
Speyer
Bensheim
Heppenheim
Weinheim
Viernheim
Ladenburg
Schriesheim
Mannheim
Landau
Buchen
Eberbach
r
cka
Ne
Eppelheim
Schwetzingen
Hockenheim
Walldorf
Edesheim
Bad Bergzabern
Heidelberg
Mosbach
Leimen
Wiesloch
Sinsheim
Weitere
Veranstalt
ungen
finden Sie
auf
meier-onli
ne.de
Germersheim
Kandel
Modern Times
Söhne Mannheims Benefiz
11.9. bis 4.10. | diverse Stätten
Mannheim & Ludwigshafen
Das stil- und städteübergreifende Musikfestival lädt bereits zum dritten Mal auf eine
spannende musikalische Zeitreise, unter dem
Motto „Die Welt ist nie genug“, mit Konzerten
in Ludwigshafen und Mannheim ein.
7.11. | SAP Arena | Mannheim
20 Jahre Söhne Mannheims heißt es in diesem Jahr,
das wurde bereits im Juli mit einem Doppelkonzert
gefeiert. Weil die Nachfrage derart groß war und
um bedürftigen Kindern in der Region zu helfen,
bringen die Jungs beim Benefizkonzert im Zuge des
RTL-Spendenmarathons auch die SAP-Arena zum
Beben.
Enjoy Jazz
12.9. | Rosengarten | Mannheim
In der Show „Red Bull Flying Bach“ finden sich
Breakdance und Bach seit fünf Jahren erfolgreich. Die Besucher erwartet die Geschichte der
Annäherung von Contemporary Dance/Ballett
und Breakdance. Die Tänzer der Flying Steps
beweisen wie cool Klassik auch für Jugendliche
sein kann.
Simply Red
Imagine Dragons
© Anthony Mair
Beat Basar
27.9. | Halle 02 | Heidelberg
Kreative Jungdesigner, Künstler und kleine
Labels aus ganz Deutschland präsentieren
Schmuck, Lampen, Spielsachen, Klamotten –
Einzelstücke, selbst gemacht und individuell.
Zu Musik mit Drink in der Hand gemütlich
schauen, bummeln, shoppen. Der Eintritt ist frei.
© Tino Oac
2.10. bis 14.11. | diverse Locations | Mannheim,
Heiderlberg & Ludwigshafen
Beim bereits 17. Enjoy-Jazz Festival geht mal
wieder etwas mehr als sonst, ansonsten bleibt
alles beim Alten in Sachen Jazz, Pop, Elektro
und mehr. Wohl an die 100 Veranstaltungen
umfasst das international renommierte Festival.
Red Bull Flying Bach
© THS
Bürstadt
Lorsch
Lampertheim
Grünstadt
Annweiler
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Event-Highlights
3/2015
12.10. | SAP Arena | Mannheim
Das zweite Album „Smoke + Mirrors“ der
Indie-Rocker aus Las Vegas ist ein absolutes
Highlight. Sechs Konzerte geben die Jungs
innerhalb einer Woche allein in Deutschland
Nachtwandel
© Wolf
23.10. | Stadtteil Jungbusch | Mannheim
Zum bereits 12. Mal zeigt sich wie urban
Mannheim sein kann. Künstler und Kreative
füllen Läden, Hinterhöfe, Kirchen und
Galerien mit Konzerten, Performances, Kunst
und Lesungen im ehemaligen Hafenviertel.
© BB Promotion
10.11. | SAP Arena | Mannheim
Die Briten von Simply Red feiern ihr 30-jähriges
Jubiläum mit einer Welttournee. Die „Big Love-Tour“
bringt die Soulstars auch nach Mannheim, hier gibt
es die geballten Greatest Hits aber auch das neue
Album, ein perfekter Mix aus Pop, Funk und Soul.
Boy
15.11. | Halle 02 | Heidelberg
Die beiden Frauen von Boy kann man nicht vergessen. Eigentlich sind sie ganz normal, haben die
Musikschule besucht, spielen Akustik-Gitarren und
singen über die alltäglichen Dinge im Leben. Ihre
leichte Musik bleibt aber im Kopf, lässt uns den
Stress vergessen und uns freuen, dass sie wieder
auf Hallentour sind.
Kunst & Kultur
3/2015
3/2015
schon mal vormerken bitte!
Event-Vorschau
Halloween
Schlossfest
12.9. | Barockschloss | Mannheim
Rauschende Feste wurden auf dem Schloss seit jeher gefeiert,
das hat sich auch nicht geändert, seit die Wissenschaft hier Einzug gehalten hat. Beim diesjährigen Schlossfest, organisiert von
der Universität, gibt es in vielen Räumen alles von Musik und
Comedy über Kunst und Wissenschaft. Auf der Hauptbühne sind
nach Brit-Pop mit der Band „Riot of Colours“ und dem SWR3Comedian Özcan Cosar, Rolf Stahlhofen und Band live zu erleben. n
Heidelberger Herbst
26.9. | 10 bis 23 Uhr | Altstadt Heidelberg
Monsters at Home | 23.10. bis 8.11. | Burg Frankenstein | Mühltal
Halloween Fever | 30.10. | 22 Uhr | Halle 02 | Heidelberg
Halloween-Party | 31.10. | 17 Uhr | Luisenpark | Mannheim
Rocking Halloween | Holiday Park | Haßloch | Termine auf
www.holidaypark.de
Groß und Klein streifen in der herbstlichen Dunkelheit umher und scheuen die schauerlichste Kostümierung nicht. Kleine
Monster und Gespenster sind zu Halloween auf der Jagd nach
Süßigkeiten. Gruselparcours mit Live-Erschreckern in Freizeitparks, schaurig-schöne Partys und zahllose Kürbiskopffratzen
sorgen zusätzlich für Gänsehaut. n
Wunder der Prärie
18. bis 26.9. | Zeitraumexit | Mannheim
Wenn das Wetter mitspielt sicher eines der schönsten Stadtfeste
der Region. Zum Kunsthandwerkermarkt entlang der Hauptstraße
und zu den kulinarischen Köstlichkeiten in den Gassen pilgern
Hunderttausende. Abends wird dann gefeiert und gerockt! n
Das diesjährige Internationale Festival für Performancekunst
und Vernetzung steht ganz unter dem Motto des Fremden. Es
geht auf die Reise in fremde Welten und neuen Begegnungen
mit Performance Tanz, Live-Art, Installationen/ Ausstellungen,
Film, „Tischgesprächen“ und Vorträgen. Auch in diesem Jahr
werden internationale Stars der Performanceszene sowie experimentierfreudige Newcomer erwartet. n
Foto: BB Promotion
8943888
Internationales Filmfestival Ma-HD
9. bis 24.10.
Culcha Candela
28.10. | Maimarktclub | Mannheim
Das Filmfestival MA-HD ist eines der ältesten der Welt. Zum
64. Mal bietet es ein Forum für die Kinokunst, für talentierte und
noch unbekannte Regisseure. Die 30 bis 40 Filme aus über 1000
eingereichten Beiträgen sind echte Premieren und dürfen nicht
in einem anderen Filmfestival im Wettbewerb laufen. n
48
„Treue Fans beglücken und neue Fans entzücken“ ist das erklärte
Ziel von Culcha Candela. Die Pop-Reggae Musiker sind mit
ihrem neuen Album „Candelistan“ und einem Best-of Repertoire
im Gepäck auf großer gleichnamiger Tour. n
9147415
3/2015
Neues Veranstaltungsformat erobert die Bühnen der Städte
Die gemischte Tüte
Das Publikum entscheidet, wie viel Geld es für den Auftritt eines Künstlers bezahlt –
Jens Wienand veranstaltet „Kunst gegen Bares“ in der Metropolregion Rhein-Neckar.
Wer zu „Kunst gegen Bares“ (KGB)
geht, weiß nicht was sie oder ihn erwartet. Zwischen acht und zehn Künstler
haben einen Kurzauftritt. Je nach dem,
wie die Darbietung gefallen hat, können die Zuschauer nach der Show jedem Künstler einen Betrag in ein aufgestelltes Sparschwein werfen. „Es ist
eine demokratische, offene Bühne“,
sagt Jens Wienand. „Jeder kann auftreten, und jeder Zuschauer kann selbst
entscheiden, wie viel ihm ein Auftritt
wert ist.“
Die Idee stammt von Schauspieler
und Autor Gerd Buurmann, der 2007
erstmals „Kunst gegen Bares“ in Köln
veranstaltete. Schnell hatte sich eine
große Fangemeinde gebildet. Mittlerweile gibt es KGB in vielen deutschen
Städten – Tendenz steigend. Er sei 2010
in Hamburg auf „Kunst gegen Bares“
aufmerksam geworden, erzählt Wien-
and. Für ihn ist das Konzept nicht nur
als Zuschauer, sondern auch als Künstler interessant. Der 34-Jährige ist Schauspieler, vor sechs Jahren entdeckte er
zudem den Poetry Slam und nahm
auch an KGB teil. „Ich war begeistert
von KGB und wollte das gern in der
Region aufziehen.“ Er kontaktierte
Buurmann, der ihm seinen Segen gab.
2011 veranstaltete Wienand dann
„Kunst gegen Bares“ in Mannheim,
3/2015
Heidelberg und Pirmasens. Richtig
Fahrt nahm das Projekt auf, als Wienand vor zwei Jahren Sören Gerold, den
Geschäftsführer der Alten Feuerwache,
kennenlernte. Er holte sich „Kunst gegen Bares“ ins Haus. Mittlerweile kommen so viele Leute, dass die Veranstaltung vom Café in das Studio im Turm
verlegt wurde. „Unser Ziel ist es, die
große Halle zu füllen“, sagt Wienand
kämpferisch. Mittlerweile nimmt die
Organisation viel von Wienands Zeit
in Anspruch: Künstler buchen, mit den
Verantwortlichen der Räume verhandeln, Flyer entwerfen und für Werbung
sorgen. Dazu steht er regelmäßig selbst
als Poetry Slammer oder Schauspieler
auf der Bühne.
Hauptsächlich junge Menschen und
Studenten fühlen sich von dieser demokratischen Art der offenen Bühne
angesprochen. Da stellt sich die Frage,
ob sich das für die Künstler finanziell
überhaupt lohnt. „In jedem Fall“, weiß
Wienand aus Erfahrung. Als Moderator weckt er beim Publikum das Bewusstsein für die Wertschätzung von
Kunst. „Klar kann man auch mal nichts
in ein Sparschwein stecken, wenn einem etwas wirklich absolut nicht gefallen hat. Aber wenn man etwas wirklich
gut fand, dann sollte man das am Betrag im Sparschein deutlich machen.“
Das System funktioniert: „Die Leute
sind bereit, für gute Auftritte entsprechend was ins Schwein zu werfen.“ 280
Euro ist der höchste Betrag, den es bei
einer seiner Veranstaltungen je gegeben hat. „Das ist natürlich die Ausnahme. Aber für die meisten Künstler
lohnt sich der Auftritt.“ Einige Künstler nutzen „Kunst gegen Bares“ auch
als Versuchsbühne, um Bühnenerfahrung zu sammeln. Es herrscht eine lockere Atmosphäre. Und vor allem: „Der
Abend ist unvorhersehbar, das gefällt
vielen. Man sieht jedes Mal eine komplett andere Show.“ n Olivia Kaiser
Jens Wienand schafft eine
Bühne für Künstler.
Foto: Frei
Kunst & Kultur
INFO
18.09. 03.10. 16.10. 25.10. 28.10. 06.11. 29.11. Pflastermühle Ladenburg
Deutsch Amerikanisches Institut Heidelberg
Pflastermühle Ladenburg
Alte Feuerwache Mannheim
Deutsch Amerikanisches Institut Heidelberg
Pflastermühle Ladenburg
Alte Feuerwache Mannheim, jeweils ab 20 Uhr; Weitere Termine: Facebook.com/kgbmannheim
Sichere und effiziente Energie für Mannheim und die Region
Der neue Block 9 –
Tag der offenen Tür
Energie erleben
Samstag, 26. 9. 2015
Grosskraftwerk Mannheim AG
von 10:00 - 17:00 Uhr
in Mannheim-Neckarau
Plinaustraße 20 / Altriper Straße 30
Spannendes Besichtigungs- und Informationsprogramm mit vielen Attraktionen
Besichtigungstour Block 9, Fahrt aufs Kesselhausdach
Große Leistungsschau der Partnerunternehmen
Kunstausstellung „Block 9“ Rainer Negrelli
Dampflokfahrt, Kinderforscherzelt und vieles mehr
Essen und Getränke zu kleinen Preisen
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Parkmöglichkeiten sind für Sie in der Marguerre-, Rhenaniaund Grassmannstraße ausgeschildert. Aufgrund des begrenzten
Parkplatzangebots bitten wir um Nutzung öffentlicher
Verkehrsmittel. Weitere Hinweise unter www.gkm.de.
Partner unserer Leistungsschau:
51
Kunst & Kultur
3/2015
3/2015 B“
In „Hieronymus
bringt Linning
bildgewaltige Szenen
auf die Bühne.
Dance Company Nanine Linning/Theater Heidelberg
Foto: Kalle Kuikkaniemi
Neue Impulse für
das Tanztheater
Seit der Spielzeit 2012/13 ist mit der Dance Company Nanine Linning
wieder eine eigene Tanzkompanie am Theater Heidelberg engagiert.
Foto: Annmone Taake
Intendant Holger Schultze spricht von „einer wahren Tanzeuphorie“.
Nanine Linning hat
ihr Leben der Kunst
verschrieben.
Nanine Linning wurde 1977 in Amsterdam als
erste Tochter einer Anthropologin und eines Architekten geboren. Nein, in die Wiege sei ihr der
Tanz nicht direkt gelegt worden, aber ihre Kindheit sei angefüllt mit Kunst und Kultur gewesen, erzählt die Leiterin der Dance Company Nanine Linning bei unserem Treffen.
Mit drei Jahren habe sie in einer Tanzschule
angefangen. Dann kam der Geigenunterricht
dazu. Mit zwölf Jahren erklärte sie ihren Eltern:
„Ich entscheide mich für den Tanz!“ Doch schon
damals empfand sie: „ Ich muss eigene Kreationen machen.“ Mit 16 Jahren belegte sie den ersten Ausbildungsgang seiner Art im Fach Choreografie an der Staatlichen Tanzakademie
Rotterdam, schloss das Studium 1998 erfolgreich ab und gründete ihre erste eigene Kompanie mit Tänzerinnen und Tänzern aus Amsterdam, die Kompanie „Naninelinning.nl“, mit der
sie bis heute ihre künstlerischen Vorstellungen
verwirklicht.
Von 2001 bis 2006 war Linning Hauschoreografin des Scapino Balletts Rotterdam. Um
sich wieder auf ihre eigene Kompanie konzentrieren zu können, verließ sie Scapino. Seit August 2009 hatte sie neben der Leitung ihrer
Kompanie in Amsterdam auch die künstlerische
Leitung als Chefchoreografin der Dance Company Theater Osnabrück unter der Intendanz
Holger Schultzes inne. Ihm folgte sie mit ihrem
Ensemble 2012 nach Heidelberg. Im Januar 2013 kam „Zero“, ihre erste Heidelberger Produktion, zur Uraufführung. Nach
„Voice Over“ (April 2013) vollendete Linning mit der Premiere von „Endless“ im
Dezember 2013 ihre Trilogie „zu menschlichen Seinsweisen und -welten“. Die Koproduktion des Heidelberger Musiktheaters und der Tanzkompanie „Echnaton“ von
Philip Glass feierte im Juni 2014 Premiere. Presse wie Publikum sind begeistert. In
den ständig ausverkauften Vorstellungen
feiert das Heidelberger Publikum „ihre“
Dance Company, die Kritiker überhäufen
die Produktionen mit Preisen.
Anlässlich des 500. Todestages von Hieronymus Bosch 2016 kam bereits im Januar 2015 die Neuproduktion „Hieronymus
B“ als tänzerische Interpretation der Bildwelten des niederländischen Malers in Heidelberg zur Uraufführung. Die neue Spielzeit 2015/16 am Theater Heidelberg in der
Tanzsparte wird eröffnet mit „Silver“, einer
Neuproduktion, in der Linning die „Tech-
nologie(sehn)sucht“ thematisiert. Premiere ist am 14. November 2015.
Linning arbeitet nicht im „Elfenbeinturm“. Ihrem Heidelberger Publikum öffnet sie die Proben zur „Tanzvisite“. Ihr Wirkungskreis reicht weit über das Stadttheater
hinaus, den internationalen Austausch
empfindet sie als essenziell wichtig und sie
bereist die Metropolen der Welt. In fremde
Kulturen einzutauchen ist ihre Inspirationsquelle. Sie fühle sich in Heidelberg sehr
wohl: „Es ist wunderschön hier – eine postcard village“, die Kosmopolitin lächelt. Und
wie sieht ihr typischer Arbeitstag aus? Ist
er geprägt von Disziplin und hartem
Training? Mit einem Lachen wischt sie die
Frage vom Tisch: „Kunst ist mein Leben!“
Sie steht auf und eilt in den Probenraum.
Unsere Gesprächszeit war längst überschritten…
Erfahren Sie mehr über Nanine Linning
im zweiten Teil des Artikels in der nächsten MI-Ausgabe im Dezember. n
Ute Hansen
Informationen
Die nächsten Termine in der Spielzeit 2015/2016
Für die 2. Tanzbienale im Januar 2016 findet am 19. und 20. September 2015 in
Heidelberg ein Casting-Workshop mit Beate Höhn für alle Interessierten statt.
Silver. Tanzproduktion von Nanine Linning.
Premiere am 14.11.2015 | Tanzvisite: 16. 10.2015 | Tanzatelier: ab 28.09.2015
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Kunst & Kultur
Anzeige
3/2015
3/2015
Kunst & Kultur
Kultur im Hauptbahnhof Mannheim
Zwischen Speed-Dating,
Blues und Konzertfotos
Speed-Dating mal anders
Mit Bewerbungsmappe ausgerüstet
machen sich bereits im vierten Jahr
jeweils Ende September Jugendliche
auf den Weg zum Hauptbahnhof, um
am Azubi-Speed-Dating teilzunehmen und noch einen Ausbildungsplatz für das laufende Jahr zu ergattern. Die Bewerber haben zehn
Minuten Zeit, um sich von der besten
Seite zu zeigen. Die Resonanz in den
vergangenen Jahren war enorm. Am
25. September werden sieben Unternehmen vor Ort sein, um einen geeigneten Kandidaten für das laufende Ausbildungsjahr zu suchen.
Otis Taylor Band
Termine
11.09.
Konzert „Morblus“ feat. Justina Lee Brown
13.09.
Estation Tango
19.09.Gospel Day mit dem „Celebration Gospel
Choir“
25.09.
Azubi-Speed-Dating mit der IHK Mannheim
30.09. - 14.10.Hauptbahnhof Mannheim „On Stage“ –
Konzertfotografieprojekt von Studierenden
der Hochschule für Gestaltung, Offenbach
16.10.
Konzert mit Otis Taylor
06.11.Doppel-Konzert mit „Doctor‘s Order“ und
der „Blues Company“ & „The Faboulus
B.C. Horns“ & „The Soul Sistaz“
27.11.
Konzert mit Glen David Andrews
04.12.
Ausgabe der „Mannheimer Bahnhofsmark“
54
Zwei Leidenschaften vereint
Vom 30. September bis 14. Oktober
2015 präsentiert der Hauptbahnhof
Mannheim „On Stage“, ein Konzertfotografieprojekt von Studierenden
der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Die Ausstellung zeigt spektakuläre Bühnenbilder aus über 500 Konzerten. Die großformatigen Fotos
vermitteln Emotionen und intime Einblicke in die Seele der Musiker. Durch
das Spiel mit Bewegungsunschärfe
ziehen die Motive den Besucher direkt in ihren Bann. Auch der Reiz des
klassischen Schwarz-Weiß-Fotos
bleibt bei den Nachwuchsfotografen
ungebrochen. Die Ausstellung zeigt
aber auch historische Konzertfotografien von legendären Rockfotografen
wie Didi Zill. Sie waren mit ihrer Kamera live dabei, als Größen wie Jimi
Hendrix die Bühne gerockt haben. Die
Ausstellungsbesucher können ihre
Rockidole nicht nur sehen, sondern
auch hören. Mithilfe einzelner QRCodes auf den Fototafeln kann sich jeder Besucher mit seinem Smartphone die dazugehörigen Songs direkt
über Spotify kostenfrei anhören.
Jetzt gibt es etwas auf die Ohren
Die Blues Company stammt zwar aus
Osnabrück, doch zu Hause fühlt sie
sich seit 38 Jahren auf den Bühnen in
ganz Europa. Es ist beeindruckend,
wie Todorovic, genannt „Tosho“, den
Blues mit seinen Mannen auf der Bühne zelebriert. Das treue Publikum
weiß um die Qualitäten dieser „Firma“. 2015 ist die neue CD „Ain’t Nothin’ But…“ erschienen, die die Blues
Company beim Konzert im Hauptbahnhof am Freitag, 6. November
2015, präsentieren wird.
Konzert einer Blues-Legende
Die Musik von Otis Taylor gründet auf
traditionellem Blues und Folk, ist aber
darüber hinaus viel mehr. Otis Taylor
wurde 1949 in Chicago geboren, zog
aber in jungen Jahren nach Denver,
Colorado, wo er aufwuchs und sich
der Musik widmete. Bis 1977 trat er
mit verschiedenen Bluesbands auf, bevor er sich von der Musikindustrie abwandte, um andere berufliche Ziele
zu verfolgen. 1995 kehrte er auf Druck
seines Mentors, Bassisten-Legende
Kenny Passarelli, in die Szene zurück
und hat seitdem zwölf Alben veröffentlicht. In Mannheim können ihn
seine Fans am 16. Oktober live bei einem Konzert erleben. ■
55
Perfekter Service: Dafür stehen
Riadh Bourkhis und sein Team.
Kunst & Kultur
Anzeige
3/2015
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3/2015
Kunst & Kultur
Servicekunst im Spiegelzelt
Die Artisten
im Hintergrund
Mit leidenschaftlicher Perfektion kümmern sich der Gastronomische Leiter,
Riadh Bourkhis, und sein Team um das Wohl jedes einzelnen Gastes im
Palazzo Mannheim.
Sie haben stets ein Lächeln parat, sind
zuvorkommend und kompetent. Sie
sorgen dafür, dass es den Gästen im
Radio Regenbogen Harald Wohlfahrt
Palazzo an nichts fehlt. Verantwortlich für den reibungslosen Gästeservice ist Riadh Bourkhis, Leiter Gastronomie. Eine seiner Aufgaben ist die
Auswahl des Personals. Dazu gehören
neben dem Servicepersonal, die Barkeeper und die Garderobendamen.
„Wir haben eine hohe Zahl an Stammpersonal, manche sind schon acht oder
neun Jahre dabei“, erzählt Bourkhis.
Zirka 18 Servicekräfte sind für das
leibliche Wohl der 480 Gäste verantwortlich. Die Arbeit im Palazzo-Spiegelzelt stellt vor allem sie vor Heraus-
forderungen: „Die Musik, die Lichteffekte, die Abläufe und die Räumlichkeit macht die Arbeit im Palazzo zu einer Besonderheit. Die Servicekräfte
müssen nicht nur ständig ein Auge auf
den Gast, sondern auch auf die Artisten haben.“ Anders als in einem Restaurant kommt es zudem auf jede Sekunde an. Es gibt genaue Zeitvorgaben,
in wie vielen Minuten ein Gang serviert und wann das Geschirr abgeräumt sein muss. Das Arbeitstempo
ist sehr hoch. „Das ist nicht für jeden
der richtige Job“, weiß der Gastronomieleiter. „Aber die, die ihn machen,
tun das mit Leidenschaft und Freude.“
Ein bisschen Zirkusblut muss also
durch die Adern fließen. Wer es schafft,
Fotos: Christoph Blüthner
Über Funk ist der Gastronomieleiter im Spiegelzelt mit der Küche verbunden.
Kommt es zu Verzögerungen, kann jeder entsprechend reagieren.
56
in Windeseile drei Teller auf einmal
durch die Tischreihen zu balancieren
und dabei noch einem übermütigen
Clown auszuweichen, ist schließlich
selbst ein Artist. Riadh Bourkhis hat
den Anspruch an sein Team, dass die
Gäste nicht nur von Menü und Artistik beeindruckt sind, sondern auch
vom Service. Das hat der 39-Jährige in
seinen zehn Jahren bei Palazzo geschafft: Wenn nach einer Show auch
das Servicepersonal auf die Bühne
kommt, gibt es immer tosenden Applaus. „Viele Gäste loben mittlerweile
explizit den Service“, sagt er stolz.
Doch Riadh Bourkhis ist auch in
die gastronomischen Vorbereitungen
für die kommende Saison involviert.
Gastronomischer
Leiter Riadh
Bourkhis.
involviert. Nach dem Palazzo ist für
ihn vor dem Palazzo. Wenn es im Mai
zu den ersten Kostproben für das
Menü in die Traube Tonbach zu Sternekoch Harald Wohlfahrt geht, ist der
gebürtige Tunesier, der mit seiner Familie in Dossenheim lebt, immer dabei. Ebenso bei der Weinauswahl mit
Sommelière Natalie Lumpp im Juli.
Sein Urteil zählt genau so viel wie das
der Palazzo-Macher Gregor Spachmann und Rolf Balschbach. Warum?
Riadh Bourkhis ist „der Mann am
Gast“. Er ist jeden Abend im Spiegelzelt und Ansprechpartner für alle
Wünsche der Gäste. Kommt ein Dessert besonders gut an? Ist eine Soße
zu stark oder schwach gewürzt? „Ich
komme im Lauf des Abends an jeden
Tisch, wünsche guten Appetit und frage, ob alles in Ordnung ist“, erklärt
Riadh Bourkhis. Die Kritik und Anregungen bekommt er also aus erster
Hand oder von seinem Team.
Im August ist es für den ihn dann
höchste Zeit, sein Team zusammenzustellen. Die Bewerber sollten eine
gewisse Erfahrung im Gastronomieund Servicebereich mitbringen, doch
in erster Linie zählt für Riadh Bourkhis Freundlichkeit und Motivation.
„Die Mitarbeiter müssen sich mit der
Palazzo-Philosophie identifizieren
können.“ Im September beginnt der
Zeltaufbau auf dem Mannheimer Europaplatz. Auch hier ist Riadh Bourkhis regelmäßig vor Ort – vor allem
wenn es an den Aufbau des Innenraums geht. Sobald alles steht, beginnen die Personalschulungen. Dabei
geht es um Laufwege, Zeitpläne und
Ablauffolgen.
Bis zu 480 Gäste in kürzester Zeit
zu versorgen, ist ein Kunststück für
sich. Da wird alles minuziös durchgeplant. Es gibt genaue Reihenfolgen für
jeden Servicebereich. Eine Faustregel:
„Wenn der letzte Teller eines Gangs
serviert wird, muss bereits ein Drittel
schon wieder abgeräumt sein. Und es
sollte nicht länger als 25 Minuten dauern.“ Auch Wein-, Champagner- und
Zigarrenschulungen gehören zur Vorbereitung. „Das Personal am Gast
muss auf jede Frage eine Antwort parat haben“, betont Riadh Bourkhis.
Nichts wird dem Zufall überlassen.
Bei den Dinnershows ist Riadh
Bourkhis nicht nur Ansprechpartner
für die Gäste, sondern auch eine Art
Regisseur. Bei einer Varietéshow wie
dem Palazzo kann immer etwas Unerwartetes passieren – da nützt die beste Vorbereitung nichts. Dann übernimmt der 39-Jährige. Wenn
beispielsweise eine Darbietung ein
paar Minuten länger dauert als geplant,
gibt er das per Funk an die Küche weiter, damit das Fleisch trotzdem auf den
Punkt gegart ist. Diese Unvorhersehbarkeit, die Herausforderung jeden
Abend aufs neue zu stemmen, ist es,
die Riadh Bourkhis an seinem Job reizt.
Diese Freude an der Herausforderung
überträgt er auch an sein Team. Wie
ein Trainer vor einem wichtigen Match
schwört er seine Mannschaft jeden
Abend mit einer kleinen Ansprache
ein. Dabei erinnert sie Riadh Bourkhis
daran, wer sie sind: Die Artisten im
Hintergrund, die genauso wichtig sind
wie die Artisten in der Manege. ■
INFO
Die neue Palazzo-Saison startet in diesem Jahr bereits
ab 23. Oktober. Tickets für Show und Menü sind ab
89 Euro unter der Hotline 01805 609030 und an den
bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Show
beginnt um 19.30 Uhr, der Einlass ist ab 18.30 Uhr.
An Sonn- und Feiertagen beginnt die Show bereits um
18.00 Uhr, der Einlass ist dann ab 17.00 Uhr. Montags
sowie an Heiligabend, 24. Dezember 2015 und an
Neujahr, 1. Januar 2016 ist spielfrei.
Weitere Informationen unter www.palazzovariete.de
57
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3/2015
Fans von Madonna dürfen sich
im November auf ein
Show-Spektakel des Weltstars in
der SAP Arena freuen.
Staraufgebot
zum Jubiläum
Die Liste der Stars und Events, die bisher in
Mario Barth füllt auch
mit seinem neuen
Programm die Hallen.
Foto: Josef Fischnaller
Im Jubiläumsjahr wird die Erfolgsgeschichte
Foto: BB Promiton
Foto: Romney Müller-Westernhagen
der SAP Arena zu sehen waren, ist lang.
58
mit vielen Top-Acts weitergeschrieben.
Eros Ramazzotti
Kunst & Kultur
AUSSTELLUNG ÜBER DIE UNBEKANNTEN SEITEN EINES BERÜHMTEN BAUWERKS
Zehn Jahre SAP Arena
Marius Müller-Westernhagen
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3/2015
Zum zehnten Jubiläum lässt es die
SAP Arena krachen. Keine Geringere
als Madonna kommt mit ihrer „Rebel
Heart Tour“ am 29. November nach
Mannheim und verspricht ein
Show-Spektakel der Superlative. Die
Königin des Pop gastiert nur in drei
deutschen Städten. Neben Mannheim
tritt sie in Köln und Berlin auf. Insgesamt steuert sie auf ihrer Tour 35 Metropolen in Europa und Amerika an.
Stationen sind Miami, London,
Amsterdam, Paris, Sydney, Las Vegas,
Los Angeles und der berühmte Madison Square Garden in New York City.
Daniel Hopp, Geschäftsführer der
SAP Arena, freut sich über diesen
Hochkaräter zum runden Geburtstag
und bedankt sich bei Konzertveranstalter Marek Lieberberg für die Unterstützung. Lieberberg ist von der
SAP Arena vollends überzeugt, er
zählt sie zu den führenden Mehrzweckhallen in Deutschland und Europa. „In Süddeutschland ist sie im
Hinblick auf Lage, Ausstattung, Komfort und Infrastruktur konkurrenzlos.“
Dazu komme ein kompetentes Team.
Auch wenn der Auftritt von Madonna einen besonderen Höhepunkt dar-
stellt, kann sich das übrige Programm
mehr als sehen lassen: Marius MüllerWesternhagen wird die SAP Arena
am 16. Oktober rocken. Eros Ramazzotti gibt sich am 24. Oktober die
Ehre und präsentiert sein neues Album „Perfetto“.
Simply Red hatten zum 30-jährigen Bandjubiläum im vergangenen
November überraschend eine neue
Tournee angekündigt. Am 10. November gastieren die Briten um Frontmann und Sänger Mick Hucknall in
der SAP Arena, danach geht es weiter nach Basel, Genf, Rom, Mailand
und Paris, während am Jahresende
zahlreiche Auftritte in ihrem Heimatland anstehen und 2016 in Santiago
de Chile, Buenos Aires, Rio de Janeiro oder Mexico City.
Nicht nur musikalische Größen
stehen auf der Bühne: Dass er ganze
Stadien füllen kann, hat Comedian
Mario Barth unter Beweis gestellt.
Auch in der SAP Arena wird er seine Fans zum Lachen bringen Die
Show am 14. November ist bereits
ausverkauft. Abhilfe schafft eine Zusatzshow am 15. November. ■
KünstlerInnen in der Alten
Sternwarte Mannheim
Die Alte Sternwarte Mannheim im
Quadrat A 4, 6 ist eines der ältesten
noch existierenden Bauwerke des Barock in Mannheim. Hier betrieb man
astronomische Forschung, die zu einem Markenzeichen der Ära des Kurfürsten Carl Theodor wurde. Ihre gute
Ausstattung sowie die bemerkenswerten Arbeiten des Hofastronomen ließ
die Mannheimer Sternwarte im 18.
Jahrhundert mit den renommierten
Einrichtungen in Greenwich und Paris ebenbürtig werden. Berühmtheiten
wie Wolfgang Amadeus Mozart und
der spätere Präsident der USA Thomas
Jefferson besuchten die Sternwarte und
trugen damit zu ihrer Bekanntheit bei.
Weniger bekannt dagegen ist, dass seit
1908 dort immer wieder Künstler lebten und arbeiteten, bis der Turm 1958
endgültig zu einem städtischen Atelierhaus wurde. 18 Künstlerinnen und
Künstler haben dort gearbeitet und arbeiten noch immer hier. Mit einer Ausstellung geben die Künstlernachlässe
Mannheim einen Überblick über die
Kunstwerke sowie die persönlichen Lebensgeschichten der KünstlerInnen
und zeigen ein Stück Zeit-, Kultur- und
Stadtgeschichte Mannheims.
Da ist einmal Paul-Berger-Bergner
(1904 – 1978) wieder zu entdecken –
ein Künstler der sogenannten „verschollenen Generation“. Sein künstlerisches Lebensthema: das Leiden des
modernen Menschen, bedingt durch
die gesellschaftlichen und politischen
Verhältnisse. Die Kunsthalle Mannheim besitzt aus dieser Zeit die sehr beeindruckende Arbeit Gaskind (1931).
Später wird er Leiter der Mal- und Zeichen-Klassen der Freien Akademie.
Eine ganze Generation von Malerinnen und Malern in der Rhein-NeckarRegion verdankt ihm wesentliche Impulse bei der Ausbildung und der Entwicklung einer eigenen Bildsprache.
Franz Schömbs (1909 – 1976) ist als
Künstler und Mensch ein Avantgardist, der zwischen allen Stühlen sitzt.
Er beschäftigt sich seit den 30er Jahren
mit dem Sichtbarmachen zeitlicher Abläufe und der Bewegung in der Malerei und entwickelt dafür sogar eigene
Bildformate, zum Beispiel die „Springwerke“. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg nutzt er Film als Medium für seine Ideen und entwickelt in seiner Zeit
in der Sternwarte (1947 – 1957) im
4. OG ein eigenes Aufnahmeverfahren.
Dort entsteht der erste 8-mm-Film
„Opuscula“, eine farbige Bewegungskomposition abstrakter Motive.
Hans Nagel (1926 – 1978) zog nach
der Renovierung 1958 in das 5. OG
der Sternwarte. Er ist der Mannheimer Künstler, von dem es die meisten Arbeiten im öffentlichen Raum
gibt. Eine der schönsten und am besten erhaltenen ist die Röhrenplastik
„Turm“ (1972) in der Augustaanlage
gegenüber dem Kunstverein.
Auch der Bildhauer Karl Trummer
(1906 - 1957) gehört zum Umfeld
„Freie Akademie Mannheim“. Er übernimmt die Kunstschule 1937. Seine
Arbeiten sind der figürlichen Bildhauerei verpflichtet, oft mit einer starken
Tendenz zur Abstraktion. Trummer
lebt nach 1945 von öffentlichen Aufträgen und kleinplastischen Arbeiten
und gestaltet unter anderem den Eingangsbereich zu den beiden großen
Hörsälen im Ehrenhof Ost. ■
Foto: Künstlernachlässe Mannheim
Foto: Mert Alas & Marcus Piggot
Kunst & Kultur
„Die Alte Sternwarte“, Collage von Norbert Nüssle.
Info ZUR AUSSTELLUNG
Eröffnung: Sa., 10.10., 17 Uhr, zugänglich bis Sa., 7.11., Termine
für Führungen stehen auf der Website (Anmeldung per Email)
Öffnungszeiten: Fr 15 – 19 | Sa 12 – 17 | So 12 – 17 Uhr
Adresse: Alte Sternwarte | A4, 6 | 68159 Mannheim
Kontakt: www.kuenstlernachlaesse-mannheim.de
[email protected]
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Kunst & Kultur
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3/2015
3/2015
Kunst & Kultur
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Höhepunkte in der Saison 2015/16
Neben Klassikern wie „Biedermann
und die Brandstifter“ (u. a. mit Martin Semmelrogge), „Die Blechtrommel“ (u. a. mit Carsten Klemm) und
„Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“
(u. a. mit Anja Klawun), die in aufwendigen Inszenierungen auf die
Bühne gebracht werden, finden sich
im neuen Spielplan auch aktuelle
Themen wieder. So stehen mit „Die
Wanderhure“, „Die Vermessung der
Welt“ und „The King’s Speech“ moderne Bestseller in ihren Bühnenfassungen auf dem Programm.
Erol Sander
Der neue Spielplan verspricht 100 Prozent (Ent)Spannung im „Wormser“
Hier geben sich die Stars
die Klinke in die Hand
Musiktheater mit altbekannten Stars
Schon ein kurzer Auszug aus dem Programm zeigt: Es dürfte 2015/16 so
ziemlich jede musikalische Geschmacksrichtung bedient werden.
Modernes Tanztheater wie „Fidget
Feet“ und „Love Songs“ finden sich
dort genauso wie „Carmen“, das Kultmusical „Hair“ sowie Shows wie „Musicals in Concert“ oder das Beste aus
dem Schmidts Tivoli in Hamburg.
„Aufgrund der stetig wachsenden
Nachfrage haben wir eine noch größere Auswahl an Shows, Musicals und
Musiktheater ins Programm aufgenommen“, erklärt Oliver Mang, Leiter
des Theaters und des Kulturzentrums.
Comedy und Kabarett im Wormser
und im Lincoln Theater
Auch im Bereich Comedy, Kabarett
und Kleinkunst dürfen sich Fans auf
viele tolle Shows freuen: Hochkarätige Stars wie Kaya Yanar, Cindy aus
Marzahn (bereits ausverkauft) oder
Enissa Amani gastieren in der Nibelungenstadt. Neben diesen ComedyGrößen garantieren mit Wolfgang
Trepper, Reiner Kröhnert, Simone
Solga (Deutscher Kabarett-Preis 2014)
oder dem diesjährigen Gewinner
des Deutschen Kleinkunstpreises
Matthias Egersdörfer renommierte
Kabarettisten beste Unterhaltung. Die
Auftritte finden dabei nicht nur im
Wormser Kulturzentrum statt, sondern
auch im Lincoln Theater, welches die
Kultur und Veranstaltungs GmbH
wieder mit insgesamt knapp 30 Veranstaltungen bespielt. ■
Foto: Robb Bradley
Aktuelle Themen und Klassiker
Randy Newman
Martin Semmelrogge
stehen. Gerade aus dem musikalischen Bereich kann man sich auf Höhepunkte freuen.
Der neue Spielplan des Wormser Theaters, Kultur- und Tagungszentrums für
die Saison 2015/16 ist da. Mehr als 110
Eigenveranstaltungen der Kultur und
Veranstaltungs GmbH locken von
September 2015 bis Mai 2016 wieder
ins Wormser und ins Lincoln
Theater. Mit Erol Sander, Martin Semmelrogge, Isabell Horn, Carsten
Klemm, Heidi Mahler und Anja Klawun geben sich eine ganze Reihe von
Stars die Klinke in die Hand. Für Unterhaltung wird sicherlich auch Kaya
Yanar (bereits ausverkauft) sorgen.
Und auch im musikalischen Bereich
warten einige Highlights auf die
Besucher. Sei es das Konzert des zweifachen Oscar- und sechsfachen
Grammy-Gewinners Randy Newman,
der Auftritt der Original-Musiker von
Frank Zappas Band Banned From
Utopia, die dessen Musik zum Bes-
ten geben, oder wenn Tom Gaebel &
His Orchestra Frank Sinatras Songs
präsentieren. Das Musiktheater wird
unter anderem mit der Tanzperformance „Love Songs“ des Danish Dance Theatre verzaubern. Im Bereich der
klassischen Konzerte darf man sich
auf den Star-Violinisten Pinchas Zukerman und auf einen der gefragtesten Oboisten unserer Zeit, Ramón Ortega, freuen. ■
Informationen
Saisoneröffnung
Eröffnet wird die Saison wie gewohnt im September mit der beliebten Kindertheaterwoche im Lincoln-Theater.
Rabatte
Wer fünf Eintrittskarten gleichzeitig kauft, erhält zehn Prozent Ermäßigung.
Abonnenten erhalten mit ihrem Abopass zehn Prozent Ermäßigung beim
Kauf von Tickets.
Service
Der Spielplan kann auf www.das-wormser.de heruntergeladen werden.
Der Vorverkauf läuft, ebenso die Zeichnungsfrist für neue Abos. Info: TicketService (im Wormser), Rathenaustraße 11, Worms, Telefon 06241 2000-450.
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61
Ramón Ortega
Fotos: Agentur
In der Saison 2015/16 werden bekannte Künstler aus Theater und Film auf der Bühne
Nah & Fern
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3/2015
Zu Besuch im Nachbarland
Weite Landschaften,
Genuss und Historie
Das Bitcherland an der deutsch-französischen Grenze ist eine Region für
Feinschmecker und Geschichtsinteressierte. Ein Besuch lohnt sich aber auch
für Wanderfreunde und Sportbegeisterte. Für alle gibt es passende Angebote.
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3/2015
Infos, nicht nur zur beeindruckenden
Zitadelle, gibt es bei:
Off ice de Tourisme
Intercommunal du Pays de Bitche
2 Avenue du Général de Gaulle
57230 Bitche
Telefon +33 (0) 387 061616
www.tourisme-paysdebitche.fr
Sanfte grüne Hügel soweit das Auge
reicht, tief eingeschnittene Täler, in denen alte Mühlen romantische Wanderziele abgeben. Die wenigen Ortschaften liegen weit verstreut, schmiegen
sich in die Senken, als wollten sie den
besonderen Zauber dieser Landschaft
nicht zerstören. Das Bitcherland ist ein
einsames Land voll herbem Charme,
das den Horizont erweitert – frei, ungebunden und reizvoll.
Wie die Südwestpfalz gehört die Region zum grenzüberschreitenden Unesco Biosphärenreservat Naturpark
Pfälzerwald/Nordvogesen, einem einzigartigen Natur- und Kulturraum, wie
man ihn in Europa so nicht mehr oft
findet. Es ist diese charmante Kombination aus landschaftlicher Vielfalt mit
ihrer reichen Flora und Fauna, geprägt
von trutzigen Burgen, idyllischen Weihern, bizarren Sandsteinfelsen, geheimnisvollen Torfmooren und dichten Wäldern. Hinzu kommen noch
historisches Kulturgut, wie die Glasund Kristallverarbeitung, die außergewöhnlichen Erbschätze oder die erstklassige Küche, die zusammen das
Bitcherland zum Traumland für Entdecker werden lassen.
Wer unverfälschte Natur sucht, romantische Fleckchen mag, offen ist für
handfeste deutsch-französische Geschichte und regional-typische Spezialitäten zu genießen weiß, der sollte
sich diese ganz und gar andere „Tour
de France“ nicht entgehen lassen.
Nah & Fern
XIV., ist die mächtige Zitadelle zweifelsfrei der zentrale Blickfang der
Stadt. Bei näherem Hinsehen jedoch
lässt Bitche bunte Blumen sprechen
– in jeder noch so kleinen Straße, auf
jedem der zahlreichen Plätze und insbesondere im „Garten des Friedens“
am Fuße der Zitadelle. In dieser Umgebung muss man sich einfach wohlfühlen, selbst Störche haben sich hier
auf einigen Dächern dauerhaft einquartiert.
Apropos Wohlfühlen: Ein gutes
Essen im Restaurant gehört zu einem
Besuch des Bitcherlandes einfach
dazu. Die facettenreiche, traditionell
gehaltene Küche, ergänzt mit regionalen Spezialitäten wie Wild, Süßwasserfische, Früchte und Pilze, lädt zum
Gaumenschmaus ein.
Golfer zieht es in Bitche auf den
„Kindelberg“. Insgesamt 27 Löcher
können dort bespielt werden, und
dies natürlich mit jahreszeitlich passendem Blumenschmuck veredelt.
Grün ist auch die Umgebung der
Stadt – ein Paradies für Wanderer, die
die erlebnisreiche Landschaft des Naturparks Nordvogesen erkunden
möchten, übrigens im Jahre 2009 von
der Europäischen Union mit der Auszeichnung „Eden“ für seinen nachhaltigen und naturschonenden Tourismus bedacht. ■
Foto: JC Kanny Moselle Tourisme
Als „Grüne Ferienstation“ und einer
der „schönsten Umwege Frankreichs“
wird sie gerne postuliert, die Kleinstadt Bitche, deren Name unzertrennbar mit einer wahrhaft gigantischen
Festungsanlage verknüpft ist: Der
„Citadelle de Bitche“.
Erbaut im 17. Jahrhundert von
Marquis Sébastien Le Prestre de Vauban, dem Festungsbaumeister des
französischen Sonnenkönigs Ludwig
62
Foto: G Pecqueur CRT Lorraine
Die Kleinstadt Bitche: Blumenstadt
mit Festungsanlage
Historische Orte gibt es in dieser Region viele.
Ein beliebtes Ziel ist Château Falkenstein.
63
Nah & Fern
3/2015
Nah & Fern
3/2015
Live Cooking und ganze Tische
voller kulinarischer Köstlichkeiten
wie Nasi Padang (oben) sind
in den Essensmärkten Lau Pa
Sat (Mitte) und dem Maxwell
Food Centre (unten) an der
Tagesordnung.
FOOD FESTIVAL IN SINGAPUR
Fotos: Eric Au/Singapore
Tourism Board (3)
Wenn aus essen
ein Spektakel wird
Eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Singapurer ist das Essen. Ihre ganz
Weitere Informationen und Bilder
rund um Singapur und das
Singapore Food Festival gibt es
im ­Internet unter
www.your-singapore.de oder dem
englischen Pendant
www.yoursingapore.com sowie unter
www.Singaporefoodfestival.com.
Die Skyline von Singapur beeindruckt
mit extravaganten Bauwerken.
Ein Auszug aus dem diesjährigen Programm zeigt, dass sich eine Reise zum Festival
2016 allemal lohnen würde.
Nur wenige Eindrücke, die man aus
einem fremden Land mit nach Hause trägt, sind so nachhaltig wie die
kulinarischen. Jedes Land hat seine
typische Küche, ob nun Mexiko mit
seinen Tacos, Italien mit seiner Pizza und Pasta oder Japan mit seinem
Sushi. Eine besonders blühende Küchenszene hat Singapur, der kleine
Stadtstaat in Südostasien. Um diese
ganz besondere Essenskultur zu feiern, fand vom 17. Juli bis zum 2. August unter dem Motto „A Fresh Tas-
64
te of Tradition“ zum 22. Mal das
alljährliche „Singapore Food Festival“ (SFF) statt. Den Besuchern wurde mit 13 gastronomischen Veranstaltungen eine bunte Mischung aus traditionellen Köstlichkeiten, beliebten
Klassikern und innovativen Geschmäckern geboten.
Eine ganz zentrale Rolle beim SFF
2015 nahm das Street Food ein, denn
Singapur ist mit seinen Hawker Centern (Essensmärkte) die inoffizielle
Hauptstadt der Garküchen. Gleich
mehrere Veranstaltungen widmeten
sich dem Thema, die Hauptveranstaltung war das erstmals stattfindende
und vom Singapore Tourism Board
initiierte STREAT. Der Name ist eine
Verschmelzung der beiden englischen
Begriffe „street“ (Straße) und „eat“
(essen). Dementsprechend wurde
hierbei das beste Street Food aus Singapurs Garküchen aufgetischt, sowohl
traditionell zubereitet als auch neu interpretiert. „Mein größter Wunsch ist
es, die Präsentation unserer lokalen
Speisen auf der Weltbühne zu verfeinern und auf ein neues Level zu heben, um so das Juwel Singapurs zu
zeigen“, sagt der renommierte Chefkoch Justin Queck vom Restaurant Sky
on 57 im Marina Bay Sands. Er war in
diesem Jahr Schirmherr des STREAT.
Neben diesem neu kreierten Höhepunkt des Festivals sorgten weitere Veranstaltungen für ein kulinarisches Potpourri erster Klasse. So
wurde im Singapore Favourite Food
Village unter dem Namen „A Wok
Down Memory Lane at Ellenborough
Market“ ein alter Markt wiederbelebt,
der bei einem Feuer im Jahr 1968 zerstört wurde. Einen ganz anderen
Schwerpunkt als das Street Food hatten die Kochworkshops, in denen eine
Fotos: Alex Soh
besondere Essenskultur zelebrieren sie alljährlich auf dem „Singapore Food Festival“.
Expertin gemeinsam mit den Teilnehmern traditionelle Rezepte ausprobierte. Hier ging der Blick eher in die
Vergangenheit und die Geschichte
Singapurs.
Zwar steht das exakte Programm
ebenso wenig fest wie der genaue Termin, dennoch darf man sicher sein,
dass sich eine Reise zum SFF 2016
lohnt. Denn neben der lebhaften Essenskultur bietet Singapur seinen
Gästen auch optisch einige Höhepunkte. Wer bei diesem kulinarischen
Spektakel hautnah dabei sein möchte, der sollte jedenfalls bei der Planung
des nächsten Sommerurlaubs das Singapore Food Festival zwischen Ende
Juni und Anfang August im Hinterkopf behalten. ■ Christoph Demko
65
Impressum
Reisefieber
3/2014
Inside
metropolitan Inside 5/2014
Lifestyle & Trends in der Metropolregion
Rhein-Neckar 5 / 2014
September/OktOber
3,50 euro
Foto: Felix Broede
Inside
metropolitan Inside 6/2014
Lifestyle & Trends in der Metropolregion
Rhein-Neckar 6 / 2014
November/Dezember
Lifestyle & Trends in der Metropolregion Rhein-Neckar
Inside
Lifestyle & Trends in der Metropolregion
3,50 euro
Aufbruch:
Moderne Zeiten
bei der Deutschen
Staatsphilharmonie
Rheinland-Pfalz
Rhein-Neckar 1 / 2015
Nachgehakt: Mannheim bleibt wichtige Shopping-Meile Interview: Theaterfrau
Bille Behr pendelt zwischen Berlin und Bergstraße Spielbereit: WM-Star André
Schürrle Zielgerade: Zum Saisonabschluss die
Lauf-Events Restaurant-Tipps:
März/april/Mai
Neue Gastronomen in der Region Reisefieber: Frühlingserwachen in Neuseeland
spielzeit
Inside
10 Jahre SAP Arena
3,50 Euro
Zauberhaft:
Sandzeichnerin Natalya Netselya
lässt bei Palazzo Porträts und
Landschaften rieseln
Lifestyle & Trends in der Metropolregion Rhein-Neckar
Emotionen, Erfolge
und Euphorie –
Verlag
RHEINPFALZ Verlag und
Druckerei GmbH & Co. KG
Amtsstraße 5 -11
67059 Ludwigshafen
Telefon 0621 5902-725
Telefax 0621 5902-646
[email protected]
Nachgehakt: Stadtentwicklung in Heidelberg Interview: Matthias Reim über
Pudding,
Novembergrau
seineMetropolregion
Show in Mannheim Wüstenmarathon:
Durch
Lifestyle
& Trends und
in der
Rhein-Neckar
2 / 2015
Schnee und Eis zur Vorbereitung Restaurant-Tipps: Der neue Espresso schaut sich
die kreative Küche genauer an Reisezeit: Mit dem Hausboot durch Südfrankreich
Juni/Juli/August
Inside
31. Juli bis
16. August 2015
Worms
Foto: lippolth.com/designed by eichfelder.de
Namensgeber: Warum über Heidelberg besondere Sterne leuchten Interview:
Über talentloses Kochen und Jubiläumsschätze im BASF-Weinkeller spricht Leiter
Bernhard Wolff Spielzeit: Der Kultur-Frühling in der Metropolregion mit Terminen
und dem Blick hinter die Kulissen Städtetour: Hamburg mit dem Mehr an Wasser
Bewegung: Kreatives Potenzial und kulturelle Vielfalt im Mannheimer Jungbusch
Modemacher: Blauer Winzerkittelstoff für extravagante Kleidung Festivals:
Kulturgenuss und Events unter freiem Himmel Sommertrend: Stehpaddeln ist
Training mit Spaßfaktor Rhythmus: Ganz viel Lebensgefühl in Buenos Aires
Redaktion
mssw Print Medien Service
Südwest GmbH
Kaiser-Wilhelm-Straße 54
67059 Ludwigshafen
Telefon 0621 5902-860
Telefax 0621 5902-877
[email protected]
Ute Günther (verantwortlich),
Simone Tietz, Cathy Richter,
Michael Ehret, Christoph Demko
Druck und Weiterverarbeitung
pva, Druck und MedienDienstleistungen GmbH
Industriestraße 15
76829 Landau/Pfalz
www.pva.de
Anzeigen
RHEINPFALZ Verlag und
Druckerei GmbH & Co. KG
Reinhard Schläfer (verantwortl.),
Vanessa Schwind
Gabi Dietrich-Holle
Die nächste Ausgabe erscheint
im Dezember 2015.
Gestaltung und Satz
Digitale PrePress GmbH
Amtsstraße 5 – 11
67059 Ludwigshafen
www.digitale-prepress.de
Veröffentlichung gemäß § 9 Absatz 4 des Landes­
mediengesetzes Rheinland Pfalz vom 01. April 2005:
Wirtschaftlich beteiligte Gesellschafter (Kommandi­
tisten) i.S.d. § 9 Absatz 4 Landesmediengesetzes der
RHEINPFALZ Verlag und Druckerei GmbH &
Co. KG sind die Vermögensverwaltungsgesellschaft
Josef Schaub GbR in Ludwigshafen mit einem Anteil
von 50,74 %, Frau Ilka Weiß-Wipprecht mit einem
Anteil von 9,87 %, alle p.a. Amtsstrasse 5 - 11 in
D- 67059 Ludwigshafen.
Mannheim
Heidelberg
DIE RHEINPFALZ-Geschäftsstellen
Capitol, Waldhofstraße 2
Alte Feuerwache, Brückenstraße 2-4
Boulderisland, Industriestraße 39
Popakademie, Hafenstraße 33
Cinema, Quadrat e.V., Collini-Straße 5
Zeitraum Exit, Hafenstraße 68-72
Atlantis Kino, K2 32
Come Back, S1 17
Lautstark, M4 5
TIG7, G7 (neben Mercure) 4b
Uni UB, zentr. Ausleihe Ostflügel, Schneckenhof Eingang
Zentralmensa, Schloss
Mensa Wohlgelegen, Käfertalerstraße 258
Mensa DHBW, Coblitzallee Gebäude C, Raum 071C 1-9
Uni Campus Shop, Ostflügel, Schneckenhoffoyer
DAI, Sofienstraße 12
IZiG, Bergheimer Straße 147
Die Tapete, Emil Mayer Str. 16
Ehem. Feuerwache, Emil Mayer Str. 16
Hallenbad im DHC, Fahrtgasse 12
Touristinformation, Willy-Brandt-Platz 1
Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1
Touristinformation, Marktplatz 10
Stadthalle, Neckarstaden 24
Universität Carolinum, Seminarstraße 2
Alte PH (Haupteingang), Keplerstraße 87
Alte PH (Seiteneingang), Keplerstraße 87
Zoo Heidelberg, Tiergartenstraße 3
Cube Mensa SRH, Bonhöfferstraße 14
Boulderhaus, Im Bosseldorn 25-1
Landau, Ostbahnstraße 12
Ludwigshafen, Amtsstraße 5 - 11
Neustadt, Kellereistraße 12 - 16
Ein Auszug unserer Auslagestellen
Bitte beachten Sie, dass nur
eine begrenzte Anzahl von
Exemplaren an den Auslagestellen
zur Verfügung steht.
67
metropolitan Inside 3/2015
Lifestyle & Trends in der Metropolregion
Rhein-Neckar 3 / 2015
September/Oktober/NOVEMBER
Inside
Musik auf
neuen Wegen:
Foto: Paul Labelle photographe inc.
Foto: lippolth.com/designed by eichfelder.de
Lifestyle & Trends in der Metropolregion Rhein-Neckar
Ein Orchester
bewegt die Region
Wandel: Bürger bestimmen bei den Konversionsflächen in Mannheim mit  Weltoffen:
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer spricht über Heidelberger Zeit  Kultur:
Von Personen und Publikumstrends  Luxusbikes: Jedem das Seine durch individuelle Komponenten  Ausflug: Kulinarischer und historischer Kurztrip nach Frankreich