Kleine Unsicherheiten lohnen sich! - Q-DAS

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Kleine Unsicherheiten lohnen sich! - Q-DAS
Kleine Unsicherheiten lohnen sich!
Umlauf an:
Eine Publikation der Q-DAS® GmbH & Co. KG
und der TEQ Training & Consulting GmbH
ISSN 0949-958X
November 2012, Jg. 18, Nr. 44
Neuauflage im Anfang 2013
Editorial
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
Kleine Unsicherheiten lohnen sich!
In einer Kunden – Lieferantenbeziehung werden für Merkmale
Toleranzgrenzen festgelegt, in
denen sich die Merkmale befinden
müssen, um die Funktionsfähigkeit
der Bauteile zu gewährleisten. Die
Festlegung dieser Toleranzen erfolgt unter dem Aspekt des eigenen
Schutzes (beispielsweise bei Haftungsaspekten) häufig in engeren
Grenzen. Die Fertigung der Bauteile geschieht jedoch immer mit
einer bestimmten Streuung und
diese wird noch mit der Unsicherheit des Messprozesses überlagert.
Eine mögliche Konsequenz ist die
Einengung der vorgegebenen Toleranzgrenzen für die Lieferanten. In
dem Titelthema der vorliegenden
Ausgabe wird auf die Toleranzgrenzen und deren Kosten sowie
das Thema der Prüfprozesseignung
(Grenzwerte,
Reduktion
der
Unsicherheit) näher eingegangen.
Die Q-DAS® Gruppe ist mit seinem
internationalen Netzwerk rund um
den Globus gut aufgestellt. Speziell
im wichtigen asiatischen Markt
machen wir kontinuierlich gute
Fortschritte. So ist es uns kürzlich
gelungen, Hyundai und Kia in
Südkorea als Q-DAS® Kunden gewinnen zu können. Die Einführung
der Q-DAS® Software begann im
Oktober diesen Jahres und es sind
weitere Fertigungslinien für 2013
geplant.
Seit wenigen Tagen haben wir ein
weiteres Mitglied im Q-DAS® Netzwerk. Unser neuer Partner Technopolice mit dem Hauptsitz in
Moskau wird für Q-DAS® in
Zukunft den für uns wichtigen
Markt in Russland, Weißrussland
und Ukraine betreuen.
Vor ca. einem Jahr hat die Robert
Bosch GmbH ein nahezu komplettes Paket der Q-DAS® Softwareprodukte für 200 Bosch Standorte
weltweit bestellt. Nach einer intensiven Vorbereitungs- und Planungsphase hat der Rollout in diesem
Jahr begonnen und kontinuierlich
werden die Werke mit der Q-DAS®
Software ausgestattet. Begleitend
zur technischen Einführung der
Software wurde ein einheitliches
Schulungskonzept mit unserem
Ausbildungsunternehmen TEQ®
Training & Consulting entwickelt,
das ebenfalls weltweit in einer einheitlichen Form umgesetzt werden
soll. In „Train the Trainer“ Workshops der TEQ® werden unsere
internationalen Partner in das spezifische Schulungskonzept eingewiesen.
Wir wünschen Ihnen wie immer
viel Freude beim Lesen der aktuellen PIQ® Ausgabe und hoffen,
Ihnen hilfreiche Informationen und
Input für Ihre Ideen liefern zu können.
Im Namen des gesamten PIQ®Teams von Q-DAS® und TEQ®!
Inserenten
34
24
55
49
blupeg GmbH
Bobe Industrie-Elektronik
J.H. Brigel AG
DATAGROUP IT Solutions
GmbH
27,39
38,41
17
42
EFFTOO Inc.
ELIAS GmbH
MARPOSS GmbH
MESAS quality improving
systems GmbH
11
46
18
47
MQS Consulting
PROXIA Software AG
STEINWALD datentechnik
GmbH
WANZEL Ges. m.b.H.
PIQ 2/2012
1
Inhalt
Titelthema
Q-DAS® aktuell
12
13
14
15
15
16
16
18
19
19
20
Informationstag von
Q-DAS® und TEQ®
Forum - Statistik und
Prüfprozesseignung
Rückblick Control 2012
BASF Firmencup 2012
Jubiläum Mitarbeiter
Edgar Dietrich bei der
CAQ in Changsha
Q-DAS® Software bei
Hyundai und Kia
Q-DAS® PartnerNetzwerk macht sich
weiter fit
15 Jahre Q-DAS®
Tschechien
Q-DAS® bei YouTube
Status der Kooperation
Q-DAS® und iqs
4
5
8
10
Toleranzgrenzen und
-kosten
Grenzwerte bei der
Prüfprozesseignung
Reduktion der Unsicherheit durch geeignete Messprozesse
Spezielle Fälle der
Prüfprozesseignung
und -überwachung
Theorie und Praxis
30
Q-DAS®-Produkte
21
24
25
28
Neuerungen in der
Q-DAS® Software
Version 10
Neu im Google play
Store
Tipps & Tricks
Warum Q-DAS® nicht
qs-STAT® ist
33
7 Fehler bei Abnahme
von Maschinen und
Fertigungseinrichtungen
Cg ≥ 1,33 im Widerspruch zu %GRR ≤ 10%?
Rubriken
1
57
58
Editorial/Inserenten
Impressum
Bestellformular
51
Geometrische Produktspezifikation GPS
TEQ® und Q-DAS®
erarbeiten weltweites
Schulungskonzept für
Bosch
Terminübersicht 2011
TEQ® Training & Consulting
35
39
40
43
Einseitige und natürliche Toleranzen in der
Prozessfähigkeit
Jubiläum Mitarbeiter
TEQ
Die Crux mit dem ndc
Steigerung der Energieeffizienz im Unternehmen
45
48
50
Ergebnis zur Umfrage
der internationalen
Standardisierung von
DFSS auf ISO Ebene
Aktuelles aus dem
Normungsausschuss
Angewandte Statistik
Optimierung statistischer Auswertungen
bei TE Connectivity
54
56
PIQ 2/2012
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Titelthema
Toleranzgrenzen und Kosten
Dr.-Ing. Edgar Dietrich, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Eine unnötige Einengung der Toleranzen kann erhebliche Mehrkosten verursachen. Dazu sollte der Messprozess
nur unwesentlich beitragen, was unter Umständen ein höherwertiges und damit teureres Messgerät zur Folge
hat. Trotzdem kann sich die Investition lohnen, wie in diesem Beitrag gezeigt wird.
Zwischen Kunde und Lieferant werden beim Einkauf von
Produkten dessen Merkmale spezifiziert, die bei der Lieferung eingehalten sein müssen. In der Regel sind dies
Funktionsmerkmale, bei denen ein Bereich festgelegt ist,
in dem sich das Merkmal befinden muss. Man spricht
daher von sogenannten Spezifikations- oder auch Toleranzgrenzen. Solche Merkmale können zweiseitig oder
in einzelnen Fällen auch einseitig begrenzt sein. Bei einseitig begrenzten Merkmalen unterscheidet man zwischen Merkmalen, bei denen die physikalische Grenze
bei Null liegt. Typische Beispiele hierfür sind alle Formund Lagemaße. Bei Merkmalen wie Drehmoment oder
Schichtdicke fordert man in der Regel einen von Null
verschiedenen Mindestgrenzwert, der einzuhalten ist.
Prinzipiell kann und muss man sich natürlich immer fragen, ob die vorgegebenen Grenzwert sinnvoll sind oder
nicht. Die Vorgaben werden meistens von der für das
jeweilige Produkt verantwortlichen Konstruktion festgelegt. Damit trägt diese die Verantwortung, dass das
Produkt nach der Fertigstellung auch gemäß den
Vorgaben funktioniert. Konsequenterweise wird man
alleine aus Haftungsaspekten heraus tendenziell immer
eher eine engere Grenze fordern. Dies dient dem eigenen Schutz, was durchaus nachvollziehbar ist. In der
Praxis spricht man von sogenannten „Angsttoleranzen“.
Umgekehrt ist natürlich bekannt, dass die Fertigung
immer mit einer bestimmten Streuung behaftet ist. Kein
Teil wird wie das Andere hergestellt werden. So lange
die Merkmale bei zweiseitig begrenzten Toleranzen sich
in der Mitte befinden, ist dies in der Regel kein Problem.
Kritisch wird es, wenn die Merkmale sich in der Nähe
der oberen bzw. der unteren Spezifikationsgrenze befinden. Dann kommt die Unsicherheit des Messprozesses
ins Spiel. Unabhängig vom Merkmalstyp gilt es daher
anhand von geeigneten Prüfprozessen festzustellen, ob
bei einem gelieferten Produkt die geforderten Spezifikationsgrenzen eingehalten sind oder nicht. Bekannt ist
auch, dass jeder Prüfprozess mit einer Unsicherheit
belegt wird. Einen Prüfprozess mit der Unsicherheit
„Null“ gibt es nicht, nicht einmal bei der PTB (Physikalisch-technische Bundesanstalt in Braunschweig).
Wenn das Merkmal quantitativ – also messend – bewertet werden kann, gibt es für die Konstruktion zwei Möglichkeiten für die Festlegung der Spezifikationsgrenzen:
Man bestimmt die erweiterte Messunsicherheit des verwendeten Prüfprozesses exakt und berücksichtigt diese
an den Spezifikationsgrenzen, wie es die DIN ISO
14253 fordert. Dies ist mit Sicherheit die sauberste
Lösung. Kennen sowohl Lieferanten als auch Abnehmer
bei ihren Messprozessen die Messunsicherheit, dürfte
es bei der Bewertung von
Produktmerkmalen keine
Diskussionen geben.
Oder man traut dem Lieferanten bzw. dem Hersteller eines Produktes
nicht zu, dass er die
erweiterte Messunsicherheit des Messprozesses
kennt, dann engt man
(quasi um eine vermutete
Messunsicherheit)
die
Toleranz ein.
Bild 1: Verlust wegen zu hoher Messunsicherheit
Was die Einengung der Toleranz an Kosten verursacht, wird dabei oftmals nicht bedacht. Bild 1 verdeutlicht anhand
eines Fallbeispiels, welche Mehrkosten bei einem Messprozess mit zu hoher Unsicherheit entstehen. Es wäre daher
sinnvoll, dass sowohl der Einkauf als auch der Verkauf ausreichend Kenntnisse über die zu verwendenden
Messprozesse haben und bei den vertraglichen Vereinbarungen diese beachten, was ggf. zu einer Erweiterung der
Toleranzgrenzen führen könnte.
4
PIQ 2/2012
Titelthema
Grenzwerte bei der Prüfprozesseignung
Dr.-Ing. Edgar Dietrich, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Je nach Norm, Leitfaden eines Verbandes oder Firmenrichtlinie gibt es bei der Prüfprozesseignung unterschiedliche Kennzahlen zur Bewertung des Prüf- bzw. Messprozesses. Diese werden mit vorgegebenen Grenzwerten
verglichen, um die Eignung zu bewerten. Die im Folgenden besprochenen Grenzwerte beziehen sich auf quantitative Merkmale. Weiter wird vorausgesetzt, dass die Verfahren und die Berechnung der Kennwerte bekannt
sind.
Sind Grenzwerte sinnvoll?
Zunächst muss die Frage über die Sinnhaftigkeit von
Grenzwerten gestellt werden. Diese ist eindeutig mit
„Ja“ zu beantworten, wenn ein großer Teil von Prüfprozessen anhand dieser Grenzwerte bewertet werden
kann. Denn damit erreicht man für diese Fälle eindeutige Verhältnisse. Viele Praktiker bestätigen, dass die weit
verbreiteten Verfahren bei der Prüfprozesseignung bei
über 50% der Anwendungsfälle anwendbar sind. Dies ist
immerhin ein stattlicher Umfang. Allerdings sollte auch
klar sein, dass ein großer Teil der in der Praxis relevanten Mess- und Prüfprozesse nicht eins zu eins mit diesem Verfahren und diesen Grenzwerten bewertet werden kann. Dies ist von dem zu prüfenden Merkmal
abhängig, aber auch aufgrund der Komplexität des
Prüfprozesses im realen Einsatz. Oftmals kann auch
nicht zwischen Fertigungs- und Prüfprozess unterschieden werden. Daher sind in solchen Fällen immer die
jeweiligen Gegebenheiten zu beurteilen und entsprechend dem Stand der Technik zu begründen sowie
anhand technologischer und wirtschaftlicher Aspekte
unter Beachtung des Risikos individuell über die Eignung
zu entscheiden.
Wichtige Grenzwerte und deren Bedeutung
Sieht man bei der Prüfprozesseignung von der
Vorgehensweise und Berechnung gemäß der GUM
(Guide to the Expression of Uncertainty in
Measurement) ab, so können die Bewertungsverfahren
in drei Kategorien eingeteilt werden:
•
Firmenrichtlinien zur Beurteilung von
Prüfprozessen
•
MSA (Measurement Systems Analysis) des AIAG
(Automotive Industry Action Group)
•
VDA 5 Prüfprozesseignung bzw. ISO 22514-7
Measurement Process Capability
Für jedes Unternehmen ist zunächst immer die eigene
Firmenrichtlinie relevant. Existiert diese nicht, werden
für Audits übergeordnete Leitfäden von Verbänden oder
Normen herangezogen. Die Firmenrichtlinien kann man
in zwei Kategorien einteilen. Ein Teil der Richtlinien
basiert auf der MSA. Dies hat einerseits historische
Gründe, da die MSA bereits seit 1990 existiert und
andererseits sind es in erster Linie Konzerne aus dem
anglo-amerikanischen Bereich wie GM, Ford oder
Chrysler, die die MSA präferieren. Firmen aus dem deutschen Umfeld wie VW mit den Tochtergesellschaften,
Daimler oder BMW, nutzen eher die Vorgehensweise
gemäß VDA 5 präferieren. Hinter dem VDA 5 Band in
der zweiten Ausgabe von 2010 steht die ISO 22514-7
(2012). Dadurch wird diese Vorgehensweise wahrscheinlich in den kommenden Jahren international größere Bedeutung gewinnen. Die Zeit wird es zeigen, ob
diese sich gegenüber der MSA durchsetzen kann.
Zulieferer der Automobilkonzerne stehen damit vor der
Problematik, ggf. ihre Prüfprozesse sowohl nach MSA
als auch VDA 5 bewerten zu müssen. Daher gelten für
viele Zulieferer die Grenzwerte, die in diesen beiden
Leitfäden angegeben sind.
Relevante Kennwerte und deren Grenzen
Firmenrichtlinien
Bei den Firmenrichtlinien wird zunächst die Auflösung
anhand des %RE-Wertes bewertet. Dieser muss kleiner
als 5% der Toleranz sein. Anschließend enthalten i.d.R.
die Firmenrichtlinien die sogenannten Verfahren 1 und
Verfahren 2 bzw. 3. Beim Verfahren 1 wird basierend auf
Wiederholungsmessungen an einem Referenzteil der Cgbzw. Cgk-Wert bestimmt. Hier gilt die Forderung, dass
dieser größer als 1,33 sein muss. Beim Verfahren 2 wird
der Messprozess unter realen Bedingungen beurteilt.
Daher erfolgt die Untersuchung direkt am Einsatzort des
Messprozesses mit den jeweiligen Bedienern an den
realen Prüfobjekten. Anhand der ermittelten Daten wird
der Kennwert %GRR (Gage Repeatability and
Reproducibility) bestimmt. Für diesen gelten die gleichen Forderungen wie in der weit verbreiteten MSA
gelistet:
•
%GRR ≤ 10%
geeignet
•
10 < %GRR < 30%
bedingt geeignet
•
30 ≤ %GRR
nicht geeignet
An dieser Stelle sei erwähnt, dass bei allen OEM
Firmenrichtlinien wie GM, Ford oder Chrysler der
Grenzwert für „geeignet“ nicht bei 10%, sondern bei
20% liegt. Zulieferer, die sich allerdings basierend auf
ISO/TS 16949 zertifizieren lassen, werden nicht umhin
kommen, die Grenzwerte, wie sie oben angegeben sind,
zu erfüllen. Es sei denn, sie könnten mit ihren Kunden
Einzelvereinbarungen treffen.
PIQ 2/2012
5
Titelthema
Diese Grenzwerte sind insofern eher unglücklich
gewählt, da man zwischen „geeignet“ und „bedingt
geeignet“ unterscheidet. In der Praxis stellt sich heraus,
dass die meisten Prüfprozesse eher in die Kategorie
„bedingt geeignet“ fallen. Dann muss anhand von technologischen und wirtschaftlichen Aspekten bzw. zusätzlichen Maßnahmen die Überschreitung der Grenze von
10% begründet werden.
Kennwerte bei der MSA
Die MSA kennt im Prinzip drei relevante Grenzwerte.
Zur Bewertung, ob die Datenkategorien ausreichend
klein sind, dient der sogenannte ndc-Faktor. Dieser
muss größer als 5 sein. Hinweise zur Bestimmung des
ndc-Wertes finden Sie in dem PIQ Artikel „Anmerkungen zur MSA 4th Edition“ (in PIQ 03/2010 auf www.qdas.de). Diese Kennzahl ist vergleichbar mit dem %REWert aus den Firmenrichtlinien.
Zur Beurteilung der systematischen Messabweichung
nutzt die MSA den t-Test. Hier wird der Bias überprüft.
Der errechnete Kennwert muss innerhalb der Vertrauensgrenzen liegen, ansonsten ist der Bias signifikant und
das Messsystem ist nicht geeignet. Bezüglich der
Gerätestreuung ist in der MSA 4. Ausgabe nur die pauschale Forderung enthalten, dass diese klein sein muss.
Einen konkreten Grenzwert gibt es nicht.
In Analogie zu den oben beschriebenen Firmenrichtlinien wird der %GRR-Wert bestimmt. Es gelten auch
hier die oben aufgeführten Grenzwerte. In den älteren
MSA Ausgaben war die Average-Range-Methode ARM
zur Berechnung von %GRR im Vordergrund gestanden.
Ab der 4. Ausgabe von 2010 wird die ANOVA Methode
Bild 1: Wichtige Einflüsse auf die Unsicherheit von Messergebnissen
6
PIQ 2/2012
zur Berechnung von %GRR präferiert.
Kennwerte VDA 5 bzw. ISO 22514-7
Sowohl in der Norm als auch in dem VDA 5 Band wird
basierend auf der Definition des VIM (Vocabulary of
International Metrology) zwischen Messsystem und den
weiteren Komponenten, die zu dem Messprozess führen, unterschieden (s. Bild 1). Daher gibt es an dieser
Stelle auch zwei Grenzwerte. Der eine Grenzwert
bezieht sich auf das Messsystem und der andere auf den
Messprozess. Entsprechend werden auch zwei
Eignungskennwerte bestimmt und zwar QMS für das
Messsystem und QMP für den Messprozess.
Es wird empfohlen:
QMS ≤ QMS_max = 15%
QMP ≤ QMP_max = 30%
In Analogie zu den Firmenrichtlinien wird vor der
Beurteilung des Messsystems ebenfalls die Auflösung
bewertet. Dabei muss %RE kleiner als 5% sein.
Referenzgröße Toleranz
Für die Berechnung der beschriebenen Kennwerte ist
die Bezugsgröße von großer Relevanz, da diese das
Ergebnis wesentlich beeinflußt.
Während die MSA als Bezugsgröße zur Bestimmung des
%GRR Wertes mehrere Referenzgrößen kennt, ist es bei
dem VDA 5 Band bzw. der ISO 22514-7 sowie bei allen
Firmenrichtlinien immer die Toleranz, die als Referenzgröße herangezogen wird. Dies ist sinnvoll, da diese in
den Spezifikationen und Vereinbarungen zwischen Kunden und Lieferant als die entscheidende Größe gültig ist.
Titelthema
Daher liegt es nahe, die Toleranz auch bei der Eignung
der Prüfprozesse als Bezugsgröße heranzuziehen.
Wie kommen Grenzwerte zustande?
Über das Zustandekommen des ein oder anderen
Grenzwertes kann heute nur spekuliert werden, denn
dies wissen im Prinzip nur die Beteiligten, die diese
Vorgaben größtenteils vor über 20 Jahren festgelegt
haben.
Anmerkungen im Einzelnen:
Auflösung
Als äußerst sinnvoll hat sich die Bewertung der Auflösung basierend auf %RE herausgestellt. Diese
Bewertung ist einerseits sehr einfach und andererseits
äußerst hilfreich. Ist diese Forderung nicht eingehalten,
kann es vorkommen, dass bei Wiederholungsmessungen an einem Referenzteil quasi das Messgerät „klassiert“ und dadurch immer der gleiche Messwert angezeigt wird. Konsequenterweise wäre die Streuung null
und das Messgerät mehr als geeignet, was aber aufgrund der zu groben Auflösung in Abhängigkeit der
Toleranz eine falsche Entscheidung sein könnte.
Cg, Cgk-Wert
Der Grenzwert für den Cg- bzw. Cgk-Wert, wie er in
Firmenrichtlinien bei dem Verfahren 1 zur Bestimmung
der Gerätestreuung bzw. der systematischen Abweichung verwendet wird, kann man in Anlehnung an
die Mitte der neunziger Jahre eingeführte Vorgehensweise SPC (Statistical Process Control) sehen. Damals
wurden die sogenannten Fähigkeitskennwerte Cm, Cmk,
Cp, Cpk und später Pp, Ppk eingeführt. Bei diesen Kennwerten vergleicht man die Streuung bzw. den Versatz
eines Prozesses mit den Spezifikationsgrenzen.
In Analogie ist der Cg- und Cgk-Wert zu sehen, allerdings
wird logischerweise der zulässige Bereich eingeschränkt, da sonst die gesamte Streuung innerhalb der
Toleranz dem Messgerät gehören würde. Diese Kennwerte wurden im deutschsprachigen und europäischen
Raum erstmals in der Bosch Richtlinie Heft 10 und in der
Ford Richtlinie EU 1880 erwähnt. Während in der Bosch
Richtlinie der Grenzwert für Cg bzw. Cgk mit 1,33 angegeben und die Toleranz als Bezugsgröße auf 20% eingeschränkt wurde, hat man bei Ford einen Cg- und CgkWert von 1,0 gefordert, allerdings mit einer Einschränkung der Toleranz auf 15%. Anscheinend wollte
man bei Bosch den Cg- und Cgk-Wert mit der Forderung
wie bei der Maschinenfähigkeit von 1,33 vergleichen,
während man bei Ford den Cg-, Cgk-Wert mit dem Cp-,
Cpk-Wert vergleichen wollte. Dieser war zum damaligen
Zeitpunkt, nicht wie heute üblich, 1,33 sondern nur 1,0.
Es sei noch einmal erwähnt, dass dies nur die
Interpretation bzw. Vermutung des Autors darstellt.
Hinweis zu Cg, Cgk
Da das oben erwähnte Verfahren 1 zur Bestimmung von
Cg und Cgk sehr einfach zu handhaben ist, hat sich diese
Methode außerhalb der MSA in vielen internationalen
Firmenrichtlinien wie denen von GM, Fiat, Ford usw.
niedergeschlagen.
%GRR-Wert
Die Festlegung der Grenzwerte für %GRR war bereits in
der ersten Ausgabe der MSA enthalten. Über die Sinnhaftigkeit insbesondere die Unterscheidung „geeignet“
und „bedingt geeignet“ lässt sich vortrefflich diskutieren. Allerdings sind die verwendeten Verfahren zur
Bestimmung von %GRR seit über zwei Jahrzehnten im
Einsatz. Damit sind auch die Grenzwerte quasi an den
Himmel geschrieben und scheinen auch auf absehbare
Zeit nicht veränderbar zu sein.
Bild 2: Vergleich %GRR mit UMP
Während man bei der Beurteilung basierend auf %GRR (MSA) bei Einhaltung der Grenzwerte davon ausgeht, dass der
Messprozess in Ordnung ist, kann bei der Bestimmung der erweiterten Messunsicherheit, wie in der DIN ISO 14253
gefordert, diese an den Spezifikationsgrenzen berücksichtigt werden.
PIQ 2/2012
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Titelthema
QMS und QMP
Die Begründung, warum beim VDA 5 Band und der ISO
22514-7 der QMS_max auf 15% und QMP_max auf 30% festgelegt wurde, ist relativ einfach nachvollziehbar. Für den
Messprozess wollte man die Obergrenze von 30%, wie
sie in vielen Firmenrichtlinien und in der MSA vorgegeben ist, übernehmen. Bereits in der ersten Ausgabe des
VDA 5 Bands von 2003 hat man die empirische
Annahme getroffen, dass die kombinierte Standardunsicherheit des Messsystems ungefähr 50% der kombinierten Standardunsicherheit des gesamten Messprozesses beträgt. Daher ist es mehr als naheliegend, als
Grenzwert für den QMS-Wert bei der Beurteilung des
Messsystems auf die Hälfte von QMP_max und damit auf
15% zu setzen.
Bedeutung der Grenzwerte im internationalen
Vergleich
Insbesondere in der globalen Wirtschaftswelt ist es
sowohl im Interesse von Herstellern von Messgeräten
bzw. Messsystemen als auch im Warenaustausch zwischen Kunde und Lieferant äußerst hilfreich, wenn einheitliche und verbindliche Verfahren und Grenzwerte
festgelegt sind. Nur so kann sich ein Hersteller von
Messsystemen beim Verkauf und der späteren Abnahme
sicher sein, dass die mit ihm vereinbarten Spezifikationen auch eingehalten werden. Gleiches gilt für
Lieferanten, die in den Lieferverträgen die Einhaltung
von Produktmerkmalen zusagen. Diese Forderung kann
nur sinnvoll überprüft und bewertet werden, wenn die
Eignung des Messprozesses einheitlich nachgewiesen
wurden und die erweiterte Messunsicherheit sowohl
beim Kunden als auch beim Lieferanten als korrekt und
verbindlich angesehen werden kann.
Zusammenfassung
Es ist wichtig, dass es Verfahren für die Eignungsnachweise von Messprozessen gibt, mit denen sogenannte
Eignungskennwerte bestimmt werden. Die Entscheidung, ob ein Messprozess „geeignet“ oder „nicht geeignet“ ist, erfolgt anhand des Vergleichs mit vorgegebenen
Grenzwerten. Je besser und je häufiger die Verfahren
anwendbar sind, umso einfacher kann die Eignung in
der Praxis nachgewiesen werden.
Allerdings muss man sich bewusst sein, dass nicht alles
über einen Kamm geschert werden kann. Daher ist im
Einzelfall immer zu entscheiden, ob die hier besprochenen Standards anwendbar sind oder nicht.
Q-DAS® bietet für die Bewertung dieser Sonderfälle
eine Plattform an (s. Seite 10).
Reduktion der Unsicherheit durch geeignete Messprozesse
Dr.-Ing. Edgar Dietrich, Q-DAS® GmbH & Co. KG
In der industriellen Produktion ist die Beurteilung und Bewertung der Qualität von Fertigungs- bzw. Produktionseinrichtungen sowie der entstehenden Teile, Komponenten und Produkte durch die verwendeten Prüfprozesse
und die statistischen Auswertungen mit diversen Unsicherheiten behaftet.
Qualitätsbewertung
Unsicherheit
Je nach Fertigungs- bzw. Produktionsprozess werden bei
bzw. nach den verschiedenen Bearbeitungsschritten
ausgewählte Qualitätsmerkmale geprüft. Diese Prüfung
kann 100% bzw. stichprobenbasierend erfolgen. Die
Beurteilung der Fertigung- bzw. Produktionsqualität
wird grafisch anhand unterschiedlicher Visualisierungen
oder numerisch anhand sogenannter Fähigkeitskennwerte vorgenommen. Dazu werden die ermittelten
Messwerte statistisch ausgewertet, die erforderlichen
Kennwerte ermittelt, diese numerisch und je nach
Anwendungsfall für den zuständigen Personenkreis grafisch aufbereitet. Nur wenn es gelingt, die Ergebnisse
sowohl aufgabenbezogen als auch anwendergerecht
zeitnah zu kommunizieren bzw. leicht zugänglich zu
machen, werden diese zur Beurteilung und Bewertung
von Prozessen und Sachverhalten genutzt und tragen
zur Qualitätsbewertung bei.
Die Ergebnisse bzw. Sachverhalte enthalten u.a.
Unsicherheiten in Folge von:
• Mess- bzw. Prüfprozessen
• Verwenden statischer Verfahren
• fehlerhafter Datenerfassung, - übertragung, - haltung
• fehlerhafter Kommunikation der Ergebnisse
8
PIQ 2/2012
Die letzten beiden Fehlerquellen sind durch organisatorische Maßnahmen und IT-Unterstützung in den Griff zu
bekommen. Als Maßnahme wird man dazu an relevanten Stellen die Daten auf Plausibilität überwachen.
Durch den Einsatz von Q-DAS® Produkten gelingt es,
Prozesse mittels validierter statistischer Verfahren unter
Angabe der Vertrauensbereiche für die einzelnen
Kennwerte zu beschreiben. Damit wird die Unsicherheit
infolge der statistischen Verfahren abschätzbar. Was
bleibt, sind die sich ergebenden Unsicherheiten aufgrund der Prüfprozesse, die im Folgenden näher
betrachtet werden.
Titelthema
Unsicherheit durch den Messprozess
Die Behauptung: „Man kann nur so genau fertigen, wie
man messen kann!“ ist insbesondere bei kleiner werdenden Spezifikationen mehr als zutreffend. Daher ist
vor dem Einsatz eines Messprozesses1 die Eignung
nachzuweisen.
Wird mit einem Messprozess ein Messwert ermittelt, so
ist dieser wertlos, falls die Unsicherheit des Messprozesses nicht bekannt ist. Erst Messwert xi und erweiterte Messunsicherheit UMP zusammen ergeben das
Messergebnis yi = xi + UMP.
Bild 1: Nachweis der Übereinstimmung mit der Toleranz
Bild 1 zeigt ein Messergebnis in Verbindung mit der
Toleranz für ein Qualitätsmerkmal. Es ist leicht nachvollziehbar, dass die Messunsicherheit UMP klein gegenüber
der Toleranz TOL sein muss. Ansonsten sind
Fehlentscheidungen bei der Bewertung des Messwertes
insbesondere in der Nähe der Spezifikationsgrenze vorprogrammiert. Fehlerhafte Produkte können aufgrund
dieser Entscheidung so zum Kunden gelangen. Um dies
zu vermeiden, sind für Messprozesse sogenannte Eignungsnachweise durchzuführen.
Grenzwert für QMP 30% vorgeschlagen. Es handelt sich
dabei um einen empfohlenen Wert, der nicht verbindlich vorgeschrieben ist. Dieser Grenzwert muss ggf. im
Einzelfall an die jeweilige Messaufgabe angepasst werden.
QMP =
2 ⋅ UMP
⋅ 100%
TOL
Bild 2 zeigt den Zusammenhang zwischen Fähigkeitskennwert (sogenannte C-Werte) zur Beurteilung von
Maschinen, Fertigungseinrichtungen sowie Prozesse
und dem Eignungskennwert QMP des Messprozesses. Es
ist deutlich zu erkennen, wie mit zunehmender
Unsicherheit des Messprozesses (QMP nimmt zu) der
Unterschied zwischen dem beobachteten und dem tatsächlichen Kennwert größer wird. So beobachtet man
bei einem QMP-Wert von 40% einen Cg-Wert von 1,33,
obwohl dieser aufgrund der Unsicherheit in Wirklichkeit
2,2 beträgt. Zur Berechnung des Eignungskennwertes
QMP ist die Bestimmung der sogenannten erweiterten
Messunsicherheit UMP des Messprozesses erforderlich.
Dazu können
•
für Kalibrierlabors bzw. Messräume die GUM
(Guide to the Expression of Uncertainty in
Measurement)
•
für Messprozesse in der Fertigung bzw.
Produktion die ISO 22514-7 bzw. VDA 5 Band
verwendet werden.
Die Eignung des Messprozesses
kann durch den Vergleich eines
Eignungskennwertes QMP mit
einem vorgegebenen Grenzwert
bewertet werden. Im VDA 5 bzw.
ISO Norm 22514-7 wird als
1
Definition Messprozess aus VIM:
Zusammenspiel untereinander zusammenhängender Betriebsmittel, Aktivitäten und
Einflüsse, die eine Messung erzeugen.
Anmerkung: Betriebsmittel können von
menschlicher oder materieller Natur sein
(s. auch Bild 1 auf Seite 6).
Bild 2: Darstellung des tatsächlichen C-Wertes über dem
beobachteten C-Wert in Abhängigkeit von QMP
PIQ 2/2012
9
Titelthema
Spezielle Fälle der Prüfprozesseignung
und -überwachung
Forenreihe zum Umgang mit Messunsicherheiten
Lösungsansätze zur Durchführung von Eignungsnachweisen und Überwachung von Prüfprozessen, die
nicht dem Standardfall entsprechen.
Die Durchführung der „Eignungsnachweise von Prüfprozessen für Standardsituationen“, wie in Normen,
Verbands- und Firmenrichtlinien (VDA 5 „Prüfprozesseignung“, MSA etc.) beschrieben, lässt sich in der Praxis für viele Prüfprozesse nicht 1:1 übertragen. Die Zahl der Fälle, die
von Standardsituationen abweichen, schätzen Praktiker auf bis
zu 50 Prozent. Deren Prüfprozesseignung und -überwachung
gestaltet sich teilweise sehr schwierig. Die korrekte
Bestimmung der Messunsicherheit ist aber unbedingt notwendig. Anders ließe sich das Risiko von Fehlentscheidungen
nicht kalkulieren. Zudem hinterfragen Auditoren bei der
Zertifizierung des QM-Systems nach DIN EN ISO 9001 bzw.
ISO/TS 16949 immer häufiger die Eignungsnachweise solcher
Prüfprozesse. Doch wie können diese durchgeführt werden?
Ziel der Forenreihe
Das Forum zu einem Thema beschäftigt sich mit der
Beantwortung dieser schwierigen und komplexen Fragestellung. Unter fachlicher Anleitung sollen im Rahmen von
Workshops die Teilnehmer gemeinsam mit den Referenten
Lösungsansätzen erarbeiten. Anhand von Fallbeispielen, die
die Teilnehmer selbst einbringen können, werden Empfehlungen entwickelt, wie man bei Eignungsnachweisen im jeweiligen Fall vorgehen kann. Als Grundlage werden u.a. folgende
Normen und Richtlinien herangezogen:
• MSA Measurement Systems Analysis
• VDA 5 Prüfprozesseignung
• ISO 22514-7 Capability of Measurement
Processes
• GUM Guide to the Expression of Uncertainty
• Diverse Firmenrichtlinien
Idealerweise entwickelt sich dabei ein Expertenkreis, dem es
gelingt Handlungsempfehlungen zu bestehenden Normen und
Verbandsrichtlinien zu erstellen. Ziel ist es, eine „Best Practice
Methode“ zu erarbeiten, die sowohl den Kunden als auch den
Auditor überzeugt. Gegebenenfalls könnte das erarbeitete
Wissen sogar Grundlage für spätere Normen oder Richtlinien
sein.
Vor fast einem Jahr wurde diese Forenreihe unter dem
Schlagwort „Sonderfälle“ erstmals ins Leben gerufen und wird
aufgrund des Interesses weiter fortgesetzt.
Folgende Themen bieten wir im kommenden Jahr an:
Attributive Prüfprozesse, 22.01.2013
Wie führt man Eignungsnachweise von attributiven Prüfprozessen gemäß Normen und Richtlinien wie z.B. MSA 4. Ausgabe, VDA Band 5 (2. Ausgabe), ISO/DIS 22514-7 durch? Anhand von Fallbeispielen wird gemeinsam versucht, für die in
den Richtlinien enthaltenen Verfahren wie Test von Hypothesen, Theorie der Signalentdeckung, Leistungskurve, Short
Methode und Bowker Test, praxisgerechte Umsetzungen zu
finden.
10
PIQ 2/2012
MPE für Standardmessmittel, 23.01.2013
Für die Eignung von Prüfprozessen mit Standardmessmitteln
werden MPE-Werte zur Bestimmung der Messunsicherheit
herangezogen. Für Messprozesse mit mehreren Komponenten
ist der kombinierte MPE-Wert zu bestimmen. Das Forum soll
zur Klärung folgender Aspekte beitragen: Herstellerangaben
oder Normenvorgaben in Abhängigkeit der Messaufgabe,
Beurteilung der Herstellqualität und der Kalibrierunsicherheit
der Normale, Unterschied zwischen der Teilemessung beim
Hersteller und Nachmessung beim Kunden und der Einfluss
von Formabweichungen der Teile sowie die damit einhergehende Messwertschwankung.
100% Prüfprozesse, 24.01.2013
Bei sicherheitsrelevanten Teilen, kritischen Prozessen oder
wenn die Prozessfähigkeit nicht gegeben ist (z.B. cpk <1,33)
setzt man zur Risikoabsicherung bei Endprüfständen die
Methode der „100%-Sortierprüfungen“ ein. In der Literatur
fehlt für diese Methode jedoch so gut wie jeder Hinweis auf
Erläuterungen zur Vorgehensweise der Prüfprozesseignung.
Folgende Anwendungsfälle werden in diesem Workshop
behandelt: Drehmomentmessung, Dichtheitsprüfung und Verleseautomaten. Zudem werden Klassiervorgänge betrachtet.
Koordinatenmessgeräte (KMG), 11.03.2013
Bei der Abnahme- und Bestätigungsprüfung von Koordinatenmessgeräten, die universell oder werkstückspezifisch eingesetzt werden, ist oft unklar, wie man bei der Ermittlung der
messaufgabenspezifischen Messunsicherheit bzw. Prüfprozesseignung vorgeht. Über diese Thematik hinaus werden
Überlegungen diskutiert, wie KMG effizient und kontinuierlich
überwacht werden, um signifikante Veränderungen zeitnah zu
erkennen. In der Praxis erprobte Verfahren sollen verallgemeinert und auf folgende Anwendungen übertragen werden:
Taktile Zwei- bzw. Dreidimensionale Messgeräte, Multisensormessgeräte und Computertomographie.
Optische Messgeräte, Bildverarbeitungssysteme,
12.03.2013
Optische Messgeräte weisen herausragende Eigenschaften
wie schnelle, berührungslose, genaue Messungen mit hoher
Informationsdichte auf. Diese Vorteile können jedoch nur
genutzt werden, wenn die kritischen Einflussgrößen (Sauberkeit, Beleuchtung, Reflexionsverhalten der Prüffläche usw.)
erkannt und beherrscht werden. Gegenüber den taktilen Verfahren sind neue Normale und Methoden des Eignungsnachweises erforderlich. Behandelt werden in dem Workshop häufig eingesetzte optische Messverfahren bzw. Messgeräte.
Temperatureinflüsse, 13.03.2012
Durch Bearbeitungs- und Herstellungsprozesse können die zu
messenden Teile deutlich von 20°C abweichen. Bei Messgeräten in der Produktion sowie den dazugehörigen Hilfs- und
Haltevorrichtungen für die Sensoren und den Teilen selbst,
herrschen auf Grund der Umweltbedingungen erhebliche
Temperaturschwankungen. Hinzu kommt, dass die Material-
Titelthema
eigenschaften zwischen dem Messgerät und dem zu messenden Teil i.d.R. verschieden sind, was konsequenterweise zu
unterschiedlichen Auswertungen führt. Schon geringfügige
Längenausdehnungen können gravierenden Einfluss auf die
Prüfprozesseignung haben.
In diesem Workshop soll die Bedeutung des Temperatureinflusses behandelt und praxisgerechte Empfehlungen zur
Bestimmung der Messunsicherheit aufgrund von Temperatureinflüssen erarbeitet werden.
Aufbau des Forums
Wissensplattform auf der Q-DAS® Homepage
•Workshop Unterlagen, Protokolle
Jahreslizenz von solara.MP
•Q-DAS® Software zur Durchführung von
Eignungsnachweisen
Anmeldung
Die Anmeldung finden Sie online
auf unsere Homepage unter
www.q-das.de/ppe.
Jedes Thema stellt ein Forum dar. Die Teilnahme an einem
Forum erstreckt sich über einen Zeitraum von 12 Monaten,
der mit dem Startworkshop beginnt. Folgende Leistungen werden in dieser Zeit erbracht:
Teilnahmegebühr
Start-Workshop
Voraussetzung
•Aufgaben-/Fragestellungen der Teilnehmer zum
jeweiligen Thema
•Einführung in die Thematik
•Allgemeine Fallbeispiele und praktische
Übungen sowie Hilfestellungen mit solara.MP
•Gemeinsame Erarbeitung von Lösungsansätzen
für Aufgabenstellungen der Teilnehmer
Fortführender Workshop (ca. sechs Monate später)
Die Teilnahmegebühr pro Thema beträgt 950,00 € zzgl. MwSt.
und bezieht sich auf von Leistungen 12 Monaten ab Beginn
des Startworkshops.
Kenntnisse zu Fähigkeitsuntersuchungen
Prüfprozesseignung gemäß VDA 5.
und
der
Veranstaltungsort
Q-DAS® GmbH & Co. KG, Eisleber Str. 2, 69469 Weinheim
Fachliche Leitung
Dipl.-Ing Rolf Ofen (MQS Consulting) in Zusammenarbeit mit
der Q-DAS® GmbH & Co. KG
•Vorstellung gewonnener Erkenntnisse aus den
Umsetzungen der erarbeiten Handlungsempfehlungen
•Zur Veranschaulichung ggf. in den Firmen
vor Ort
•Bei Bedarf weiterer Workshop
PIQ 2/2012
11
Q-DAS® aktuell
Kostenloser Informationstag von Q-DAS® und TEQ®
6. Dezember 2012, Kassel
Mit unseren regelmäßigen Infotagen berichten wir unseren Kunden und Interessenten über aktuelle Fachthemen aus dem Bereich Qualität und Statistik sowie
Neuerungen von der Q-DAS® Gruppe. In dem verbleibenden Jahr veranstalten wir nochmals am 6. Dezember
2012 zusammen mit der TEQ® Training & Consulting
GmbH einen kostenlosen Infotag in Kassel.
Der Vormittag beginnt mit einem Fachthema der TEQ®
zur praktischen Umsetzung von Six Sigma. Anschließend gehen wir auf die Einführung eines
Qualitätskennzahlensystems für die industrielle Produktion ein. Hierbei wird auf die Forderungen aus Normen
und Richtlinien hingewiesen sowie die konkrete
Umsetzung mit den Q-DAS® Softwaretools vorgestellt.
9:30 – 9:45 Uhr
Vorstellung von Q-DAS® und TEQ®
• Begrüßung der Teilnehmer
• Neuigkeiten aus dem Hause Q-DAS® und TEQ®
• Hinweise zum Programm 2013 für Bildung, Beratung und Coaching
9:45 – 10:45 Uhr
Six Sigma in der praktischen Umsetzung
• Rollenverteilung
• Projektarbeit
• Projektauswahl
10:45 – 11:15 Uhr
Kaffeepause
11:15 – 12:30 Uhr
Prüfdatenerfassung
• Vorgehensweise zur Umsetzung von SPC
• Ursachen für Abweichungen (die klassischen 5 M’s)
• Datenerfassung und Stichprobenentnahme
• Dokumentation von Prozesseingriffen
• Anwendungsbeispiele mit procella® und O-QIS zur Prüfplanung,
Datenerfassung, Echtzeitvisualisierung und Alarmüberwachung
12:30 – 13:30 Uhr
Mittagessen
13:30 – 14:15 Uhr
Normenkonforme Auswertungen
• Prozessfähigkeit nach DIN ISO 21747 (künftig ISO 22514)
• Berechnung von Kenngrößen für Prozessleistung und Prozessfähigkeit
• Auswertemethoden im Überblick Daimler/VW/GMPT/…
• Gezielte Selektion und Auswertung der Daten mit qs-STAT®
• Strukturierte Darstellung der Auswertungsergebnisse mit qs STAT®
14:15 – 14:30 Uhr
Kaffeepause
14:30 – 15-30 Uhr
Dokumentation von Auswertungsergebnissen
• Bedarfsgerechte Kommunikation von Auswertungsergebnissen und
Kennzahlen
• Langzeitverfolgung und Verdichtung von Kennzahlen
Veranstaltungsort:
BestWestern Grand City Hotel Kassel
Heiligenröder Str. 61
34123 Kassel
Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie unter:
http://www.q-das.de/de/user/q-das-infotag-in-kassel/
12
PIQ 2/2012
Q-DAS®
TEQ®
TEQ®
Q-DAS®
TEQ®
Q-DAS®
TEQ®
Q-DAS®
TEQ®
Q-DAS® aktuell
Q-DAS® und TEQ® Forum - Statistik und Prüfprozesseignung
22. Nov. 2012, Weinheim
Unser diesjähriges Q-DAS® und TEQ® Forum am 22.
November 2012 ist mit zwei Schwerpunktthemen
besetzt: In dem Stream Statistik stellen wir ausgewählte
Methoden sowie Praxisberichte vor. Der Stream
Prüfprozesseignung befasst sich mit Aufgabenstellungen
aus unserer Forenreihe „Spezielle Fälle bei der
Prüfprozesseignung und -überwachung“. In der abschließenden Diskussion geben wir Ihnen die Möglichkeit, ein Problem oder eine Fragestellung vorzutragen
und gemeinsam mit den anderen Teilnehmern und
unseren Experten Lösungsansätze zu diskutieren.
Stream 1: Statistik
9:30 – 10:00
10:00 – 10:45
Stream 2: Prüfprozesseignung
Begrüßung
Dr. Wolfgang Schultz, TEQ® Training & Consulting GmbH
Unsicherheiten bei Fertigungs- und Produktionsprozessen aufgrund der Messunsicherheit
Dr. Edgar Dietrich, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Spezielle Fälle bei der Prüfprozesseignung und überwachung:
Rückblick auf die Arbeiten im Q-DAS® Forum
Mike Pfeiffer, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Felddaten als Informationsschatz
Franz-Georg Neupert, Volkswagen AG
Kaffeepause
10:45 – 11:00
11:00 – 11:45
Funktionsorientierte Tolerierung von
Oberflächenkenngrößen
Dr. René Pleul, TEQ® GmbH
Attributive Methoden der MSA 4 und VDA 5, 2.
Auflage: Schwierigkeiten und Lösungsansätze bei
der praktischen Umsetzung
Klaus Jung, Eberspächer GmbH & Co. KG
11:45 – 12:30
Regressionsanalyse, ein Ansatz zur
Prozessverbesserung
Dr. Thomas Pfeilsticker, TEQ® GmbH
Thermische Messunsicherheit:
Methoden zur praktischen Berücksichtigung des
Temperatureinflusses
Mike Pfeiffer, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Mittagspause
12:30 – 13:30
13:30 – 14:15
DoE – ein Anwendungsbeispiel mit destra®
Dr. Thomas Pfeilsticker, TEQ® GmbH
Komplexe Anforderungen durch die Vielzahl an
Richtlinien zur Messsystemanalyse
Alfred Schwarz, Behr GmbH & Co. KG
14:15 – 15:00
Multivariate Fähigkeitsanalysen für Auswuchtprozesse – auf der Suche nach einer genormten
Lösung
Andreas Buschbeck, SCHENCK RoTec GmbH
Ausblick auf die Eignung von komplexen
Prüfprozessen: Der neue Weg zwischen standardisierten Verfahren und GUM
Mike Pfeiffer, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Kaffeepause
15:00 – 15:15
15:15 – 16:00
16:00 – 16:45
Ansätze zur multivariaten Fähigkeitsbeurteilung
Dr. René Pleul, TEQ® GmbH
Messsystemanalyse (MSA) bei der
Durchflussmessung von Luft
Dirk Fritsche, Continental Automotive GmbH
Schlusswort und offenes Diskussionsforum
Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr beträgt 250,00 € zzgl. MwSt.
Wenn Sie mehrere Personen aus Ihrer Firma anmelden,
erhält jede weitere Person einen Nachlass von 50%. In
der Teilnahmegebühr sind Tagungsunterlagen,
Mittagessen und Pausengetränke enthalten.
Veranstaltungsort
Q-DAS® GmbH & Co. KG
Eisleber Straße 2
D-69469 Weinheim
Anmeldung
unter www.q-das.de
PIQ 2/2012
13
Q-DAS® aktuell
Rückblick CONTROL 2012
Stuttgart, Mai 2012
Auch die TEQ® lieferte einen Beitrag zu diesem Referendum und berichtete über „Die Zukunft der Fähigkeitskenngrößen - neue Normenreihe ISO 22514“.
Ein weiteres Stand-Highlight stellte dieses Jahr der neu
eingerichtete Messplatz „procella® verbindet“ dar. Die
Besucher konnten mit Prüfmitteln für die verschiedensten Merkmale (Rundheit, Durchmesser, Länge, Gewicht,
Rauheit und Mehrstellenmessung) selbst Messungen
durchführen und auf einem 65 Zoll Touchscreen mittels
procella® die Prozessüberwachung verfolgen.
Bei der diesjährigen Control vom 8.-11. Mai, der internationalen Fachmesse für Qualitätssicherung, war die
Q-DAS® GmbH & Co. KG wieder als Aussteller auf
Ihrem Stammplatz in Halle 3 vertreten. Wie auch in den
vergangenen Jahren, waren die Mitaussteller TEQ® (Mitglied der Q-DAS Group) und Adam Software Teilhaber
an diesem Stand.
Den Auftakt stellte die Eröffnungspressekonferenz des
Messeunternehmens Schall am ersten Messetag dar, zu
der Dr.-Ing. Edgar Dietrich als Redner geladen wurde.
Hier berichtete er u.a. über die strategische Kooperation
mit dem CAQ Anbieter iqs Software GmbH. Erstmalig
hatten beide Firmen eine Vertretung auf dem jeweiligen
Partnerstand. Das Thema wurde ebenso auf dem Ausstellerforum unter dem Titel „CAD basierte Prüfplanung
für die Datenerfassung mit procella®“ aufgegriffen.
Zudem präsentierten die Q-DAS® Mitarbeiter die Neuerungen in der Softwareversion 10 wie z.B. die Integration des VDA Band 5 „Prüfprozesseignung“ (2. Auflage)
und MSA 4 in solara.MP, CMS Bewertungen in qs-STAT®
(Einzelwertbeurteilung auf Basis einer FMEA-Klassifizierung) und vielen neuen Funktionalitäten des Statistikpakets destra®.
Das rege Interesse der Besucher an dem vielfältigen
Produkt- und Dienstleistungsportfolio von Q-DAS®
machte die Messeausstellung wieder zu einem Erfolg
und bekräftigt die zukünftige Teilnahme daran.
Die Messeorganisatoren bezifferten dieses Jahr den Auslandsanteil der rund 25.000 Besucher auf 25%, womit
das Vorjahr leicht übertroffen wurde. Auf der 52.000 m²
großen Messefläche präsentierten sich über 830 Firmen.
Shanghai, August 2012
Q-DAS® war auf der Control China vom 15.-17. August
in Shanghai vertreten und begleitet, wie auch in den
Jahren zuvor, die Weiterentwicklung der Messe mit. Der
asiatische Markt stellt für den Bereich der Qualitätssicherung aufgrund der prosperierenden Wirtschaft,
dem steigendem Wettbewerbsdruck und den immer
lauter werdenden Forderungen nach westlichen Qualitätsstandards ein enormes Wachstumspotential dar.
Deshalb präsentierte sich Q-DAS® zusammen mit sechs
deutschen Partnerfirmen (B2O Messtechnik, iqs
Software, MESAS, PROMESS, Z-Mike, ZygoLOT) auf
einem 72m² großen Gemeinschaftstand.
Besonders erfolgreich war der erste Messetag, an dem
die Partner gemeinsam mit der CAQ (China Association
for Quality, das Pendant zur DGQ in Deutschland) ein
Experten-Forum mit Vorträgen zum Thema „Messapplikationen, Eignungsnachweise von Messprozessen und
Prüfmittelüberwachung“. Obwohl die Veranstaltung
kostenpflichtig war, bestand reges Interesse an den Vorträgen aus Übersee, begleitet von einem chinesischen
Übersetzer.
14
PIQ 2/2012
Die Messe fand zum dritten Mal statt und konnte erfreulicherweise ein erneutes Wachstum verzeichnen. Dieses
Jahr zog sie in das zweitgrößte Ausstellungszentrum
Chinas, dem SNIEC (Shanghai New International Expo
Centre) und empfing dort in einem Teilbereich 5.000
Besucher, 30% mehr als im Vorjahr. Auch die Ausstelleranzahl erhöht sich mit 110 Firmen um diesen
Prozentsatz.
Q-DAS® aktuell
28.06.2012: Q-DAS® beim BASF Firmencup 2012
Auch bei der 10. Ausgabe des beliebten BASF
Firmencups, haben es sich einige Q-DAS Mitarbeiter
nicht nehmen lassen, eine Runde (4,8 km) auf dem
Hockenheimring zu absolvieren.
Auf Initiative der BASF Aktiengesellschaft entstand 2003
das Konzept für eine Firmenlaufveranstaltung in
Anlehnung an den größten deutschen Firmenlauf, den JP
Morgan Chase Corporate in Frankfurt. Die Idee, die
legendäre Grand-Prix-Strecke am Hockenheimring
Baden-Württemberg zu bezwingen und danach im
Kreise der Kollegen im Fahrerlager zu feiern, führte
schon bei der ersten Auflage 2003 zu knapp 7.500
Teilnehmern.
In der Zwischenzeit hat sich der BASF Firmencup mit
über 15.000 Teilnehmern aus über 750 Unternehmen
zum drittgrößten Firmen-Lauf Deutschlands entwickelt.
Die Stärkung der Metropolregion Rhein-Neckar,
Teamgeist, Spaß an der Bewegung und gemeinsames
Feiern mit den Kollegen sind bis heute die
Grundgedanken.
Jubiläum Mitarbeiter
In einer kleinen Feierstunde gratulierten die Geschäftsleitung und die Kollegen den Jubilaren zu diesem besonderen Ereignis.
Im Oktober 1990 begann Gerlinde Kinscherf ihre
Tätigkeit als Bürokraft bei Q-DAS®.
Das Pflegen und Aktualisieren der mittlerweile sehr
umfangreichen Kundendatenbank gehört ebenso zu
ihren Aufgaben wie das Versenden von Informationsunterlagen. Außerdem kümmert sie sich sehr gewissenhaft um die allgemeine Ablage und erledigt hilfsbereit
alle Wünsche und Aufgaben, die man ihr überträgt.
Außerdem wurde vor 20 Jahren das damals noch sehr
kleine, aber effektive Q-DAS® Team durch Heide Mesad
erweitert. Zu ihrem umfangreichen Tätigkeitsfeld gehören die IT-Administration, Gestaltung von Werbemitteln,
das Layout und die Druckvorbereitung von Büchern und
Informationsbroschüren, die Übersetzung von Dokumenten ins Englische, die Erstellung der Kundenzeitschrift PIQ® und die allgemeine Unterstützung der
Marketingabteilung durch Kreativität und Einfallsreichtum.
Boris Schiller feiert zudem dieses Jahr sein 10-jähriges
Jubiläum. Zu Beginn kümmerte er sich um die Implementierung des Q-DAS®-ASCII-Transferformates innerhalb der Q-DAS® Software. Später kamen verschiedenste Anbindungen von Messsystemen über serielle
Schnittstellen hinzu. Die Anzahl der integrierten Messsysteme sowie die Unterstüzung unterschiedlichster
Schnittstellen haben im Laufe der Jahre einen beachtlichen Umfang angenommen.
Heute ist Herr Schiller zusätzklich mit der Weiterentwicklung verschiedenster Softwarekomponenten für
procella® beschäftigt. Durch seine Mitarbeit bei der
Entwicklung dieser Produkte hat er das Erscheinungsbild
maßgeblich geprägt.
Wir bedanken uns bei den drei Jubilaren für ihre langjährige Mitarbeit und freuen uns auf weitere gemeinsame erfolgreiche Jahre!
von links: Christine Dietrich, Boris Schiller, Michael Wagner
von links: Stefan Weber, Heide Mesad, Gerlinde Kinscherf,
Christine Dietrich, Dr.-Ing. Edgar Dietrich
PIQ 2/2012
15
Q-DAS® aktuell
Edgar Dietrich als Referent bei der CAQ in Changsha
Die CAQ (China Association for Quality) ist eine nationale Organisation für Qualität, die auf verschieden
Wegen die Wissensvermittlung zum Thema Qualitätsmanagement betreibt und voranbringt. Zu den Haupttätigkeiten gehören dabei die Organisation von QC
(Quality Control) Zirkeln, Implementierung von ISO
Standards, Beratungen, Schulungen sowie Zertifizie-
rungen zum Thema Qualität einhergehend mit internationalem Austausch.
Daneben organisiert die CAQ verschiedene nationale
Veranstaltungen, so auch die „National Quality Technology Awarding Conference & the 9th National Six Sigma
Conference“, die vom 24. bis 26. April in Changsha
stattgefunden hat. Hierzu wurde Dr.-Ing. Edgar Dietrich,
Geschäftsführer der Q-DAS GmbH & Co. KG, als
Referent eingeladen.
Sein Vortrag zum Thema „Statistik im Wandel der Zeit“
blickt auf den Einsatz statistischer Verfahren im Bereich
der industriellen Produktion und die Veränderungen in
den letzten 25 Jahren zurück (die Zusammenfassung
des Vortrags können Sie in der letzten PIQ nachlesen:
Ausgabe 01/2012, Seite 14). Die Chinesen freuten sich
über die Unterstützung ihrer Aktivitäten und den Beitrag
zur Forcierung der Qualitätssicherung in China, zumal
der Einsatz statistischer Verfahren in China im Vergleich
zur westlichen Industrie sehr neu ist.
Q-DAS® Software bei Hyundai und Kia
Im September besuchte Dr.-Ing. Edgar Dietrich die
Firma Telstar-Hommel in Korea, die als Komplettanbieter von Fertigungsmesstechnik für die Automobilund Maschinenbauindustrie agiert. Zu ihren Kunden
zählen Hyundai und Kia, bei denen bereits, u.a. bei dem
Besuch im April diesen Jahres, Präsentationen der
Q-DAS® Produkte durchgeführt wurden. Ganz offenbar
stießen die Vorführungen auf Interesse, denn TelstarHommel hat nun für eine erste Pilotlinie den Auftrag
bekommen, diese mit der Q-DAS® Software im Sinne
des CAMERA Concepts auszustatten. Dabei werden
Informationen aus der Montagelinie für Motoren mit
Messwerten unterschiedlicher Messprozesse verknüpft, statistisch ausgewertet
und zur Überwachung der Anlage visualisiert. Die Installation der Q-DAS® Produkte
erfolgt Mitte Oktober diesen Jahres. Nach
erfolgreicher Implementierung werden
Anfang 2013 zwei weitere Fertigungslinien
mit der Software ausgestattet.
Sowohl Hyundai als auch Kia planen in den
nächsten Jahren SPC weltweit in allen
Werken einzuführen. Bei erfolgreicher
Nutzung der Q-DAS® Software stehen die
Chancen gut, bei beiden Unternehmen als
Systemlieferant aufgenommen zu werden.
16
PIQ 2/2012
Ursprünglicher Anlass der Koreareise war der 20.
Weltkongress der International Measurement Confederation IMEKO in Busan. Hier trafen sich etwa 550
internationale Wissenschaftler zum Informationsaustauch über aktuelle Forschungsarbeiten metrologischer Themen und technischen Weiterentwicklungen.
Ein Bestandteil war der Themenblock „Measurement of
Geometrical Quantities“, in dessen Rahmen Dr.-Ing.
Edgar Dietrich den Vortrag „Capability of Measurement
Processes based on ISO /FDIS22514-7 and VDA5“
gehalten hat.
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Q-DAS® Partner-Netzwerk
macht sich weiter fit
Stephan Sprink
Q-DAS® GmbH & Co. KG
Das diesjährige Q-DAS® Partner-Meeting zur Schulung und Weiterbildung unseres internationalen Netzwerkes wurde auf zwei Veranstaltungstermine verteilt,
die unterschiedliche Schwerpunktthemen hatten.
Ende August trafen sich elf Q-DAS® Tochterfirmen und Partner aus neun Ländern,
um an dem Kurs „Q-DAS® Six Sigma Training für Partner“ teilzunehmen.
Schwerpunkt war die Ausbildung des Netzwerkes zum Six Sigma Green Belt
Trainer. Ein umfangreiches Programm zur zielgerichteten Vertiefung des
Statistikknowhows und der Einsatz unseres Statistikpaketes destra® waren die
Hauptpunkte dieser einwöchigen Schulung. Unser Six Sigma Experte Michael
Radeck leitete die Schulung und brachte mit unterstützenden praktischen
Experimenten zur Versuchsplanung eine willkommene Abwechslung zu den statistischen Grundlagen.
Bild 1: Q-DAS Six Sigma Training für Partner
Zwei Wochen später traf sich unser internationales Netzwerk erneut zum
Training in Weinheim. Diesmal stand die Kooperation mit dem CAQ
Unternehmen iqs Software GmbH im Mittelpunkt. Die Fa. Q-DAS® ist vor gut
einem Jahr die Kooperation mit der Fa. iqs eingegangen, um unseren Kunden
eine ganzheitliche Lösung von der präventiven Qualitätsplanung bis hin zur
Qualitätsdatenerfassung und statistischen Analyse anbieten zu können.
Die gestartete Kooperation sieht eine stufenweise Integration der Produkte beider Unternehmen vor. Im Rahmen der 4-tägigen Schulung wurden unsere Partner
zunächst in das Konzept und in die umgesetzten Methoden eines CAQ Systems
eingewiesen. Anschliessend gab es eine Schulung der iqs Module, zu denen
bereits Schnittstellen von den Q-DAS® Produkten existieren, um mehr über das
Zusammenspiel beider Systeme (von der Planung bis zur Auswertung) zu erfahren.
Ein für die Q-DAS® Töchter und Vertriebspartner vorbereitetes Demosystem der
iqs- und Q-DAS® Produkte ermöglicht es, einfach und schnell eigenständig
Kundenpräsentationen durchführen zu können und das Zusammenspiel aufzuzeigen.
Bild 2: Q-DAS Töchter und Partner zur Schulung „Q-DAS+ iqs“
Q-DAS® aktuell
Jubiläumsfeier: 15 Jahre Q-DAS® Tschechien
Stephanie Dietrich, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Im September diesen Jahres fand die Jubiläumsfeier von
Q-DAS, spol. s.r.o. in Tschechien statt. Die Q-DAS®
Tochterfirma blickt nun schon auf 15 Jahre erfolgreiche
Firmengeschichte zurück. Es handelt sich um die allererste Tochterfirma, die im Jahre 1997 gegründet wurde.
Seither hat sich das Unternehmen sehr gut am tschechischen Markt platziert und betreut mit seinen sechs
Mitarbeitern auch Kunden in der Slowakei und Russland. Der wichtigste Kunde in Tschechien ist hauptsächlich Skoda. Darüber hinaus nutzen
mittlerweile nahezu alle Zulieferer von
Skoda die Q-DAS® Software.
einem Kammerkonzert von exzellenten Musikern,
darunter auch die Tochter von Frau Dr. Lidmila Fusková
(Mitgesellschafterin von Q-DAS, spol. s.r.o.). Die ausgewählten Musikstücke stammten aus Epochen, in denen
bedeutende Mathematiker wie Bernoulli und Euler lebten. Danach fand man sich zu einem gemütlichen „Gettogether“ zusammen, das bis in die späten Abendstunden andauerte.
Die Feierlichkeiten wurden in den
Räumen des Skoda Bildungszentrums,
unweit von Prag, abgehalten. Das
Tagesprogramm stand ganz im Zeichen
der Mathematik. Nach der allgemeinen
Begrüßung folgten Vorträge von Referenten aus den verschiedensten Bereichen. Das breite Themensektrum bot
äußerst abwechslungsreiche Inhalte,
wie beispielsweise „Missverständnisse
in der industriellen Statistik“ und
„mathematische Erklärungen für die
Situation an den Finanzmärkten“. Ein
Stream wurde in Tschechisch abgehalten, der andere in Englisch. Abgerundet wurde das Programm mit
Q-DAS® bei YouTube
YouTube wird mittlerweile von vielen Internetusern als
gängige Lern- und Wissensplattform genutzt. Wieso also
nicht auch auf unserem Gebiet? Die Firma Q-DAS® zeigt
Ihnen eine Vorstellung des Unternehmens und stellt
eine kleine Einführung zum Thema Prüfprozesseignung
zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass sich der Q-DAS®
Video Kanal noch in einer Betaphase befindet und der
Fokus auf der inhaltlichen Darstellung liegt.
Gerne können Sie uns Ihre Meinung zum neuen
Q-DAS® Kanal unter [email protected] mitteilen. Wie
gefällt Ihnen die neue Form der Kommunikation? Gibt es
Themen, zu denen Sie sich weitere Videos wünschen?
Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Ideen!
Besuchen Sie uns bei YouTube und und verfolgen Sie
unsere neuen Beiträge
unter https://www.youtube.com/user/qsSTAT
PIQ 2/2012
19
Q-DAS® aktuell
Status der Kooperation Q-DAS® und iqs
Stephan Sprink, Q-DAS® GmbH & Co. KG
„2 Partner – 1 Lösung“! Unter diesem Motto haben wir
zur Messe Control 2012 in Stuttgart die Kooperation
von Q-DAS® und iqs Software GmbH bekannt gegeben.
Ziel dieser Kooperation ist es, die Vorteile der iqs CAQ
Software und die Stärken der statistischen Analyse von
Q-DAS® zu nutzen, indem die Softwareprodukte beider
Unternehmen stärker zusammenwachsen. Dadurch
wird unseren Kunden eine ganzheitliche Lösung geboten, von dem präventiven Qualitätsmanagement bis hin
zur normen- und richtlinienkonformen Bewertung ihrer
Prozesse.
verwaltung können gezielt zu einzelnen Prüfmitteln
Prüfmittelfähigkeitsanalysen durchgeführt werden. Die
Ergebnisse aus der Prüfmittelfähigkeit von Q-DAS® werden zu den verwalteten Prüfmitteln in iqs abgelegt. Es
besteht jederzeit ein Link vom Prüfmittel auf die Datensätze der durchgeführten Studien.
Das Zusammenwachsen der Produkte beider Unternehmen nimmt kontinuierlich weiter Formen an. Der
Schwerpunkt für die ersten Schritte der Integration lag
auf der zeichnungsbasierten Prüfplanung und dem
Versionsmanagement von Zeichnungen / Prüfplänen mit
den iqs Modulen und der Prüfdatenerfassung mit den
Q-DAS® Produkten procella® und O-QIS auf Basis der
Prüfplanvorgaben von iqs. Eine entsprechende Statusrückmeldung bzgl. aufgetretener Fehler / Abweichungen
im Prozess während der Prüfdatenerfassung (operative
Ebene) an die Planungsebene schließt diesen Regelkreis.
Die positiven Rückmeldungen unserer Kunden und
Interessenten bei bereits mehrfach durchgeführten
Foren, Informationstagen und Kundebesuchen im Inund Ausland sind unser Antrieb und die Bestätigung des
Marktes, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.
Weiterhin wurde die Verbindung zwischen der Prüfmittelverwaltung (iqs) und der Prüfmittelfähigkeit
(Q-DAS®) geschaffen. Aus dem Modul der Prüfmittel-
Bild: Q-DAS® – iqs Informationstag in Wien
20
PIQ 2/2012
Um die Integration weiter voranzutreiben, finden kontinuierliche Weiterentwicklungen für das Zusammenspiel
beider Systeme statt, um das Prinzip der lernenden
Regelkreise zu optimieren und eine durchgängige
Lösung zu erlangen.
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Workshops
und Schulungen der Q-DAS® Tochterfirmen und
Vertriebspartner fand in diesem Herbst eine Einweisung
in das Konzept CAQ sowie eine Schulung für die iqs
Module und das Zusammenspiel mit den Q-DAS® Produkten statt. Somit ist auch hier der erste Schritt getan,
ganzheitliche Lösungen unseren Kunden weltweit anbieten zu können.
Q-DAS® Produkte
Neuerungen in der Q-DAS® Software Version 10
Markus Pfirsching, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Die Version 10 ist weiterhin die aktuellste Version der Q-DAS® Softwareprodukte. Sie ist zwar seit etwa zwei
Jahren verfügbar, doch ergeben sich ständig Neuerungen, die in die aktuelle Version einfließen. Einige dieser
Neuerungen sollen hier näher beschrieben werden.
Neue Grafik – Kreisdiagramm
Auf mehrfachen Kundenwunsch ist eine neue Grafik in
den Q-DAS® Produkten verfügbar. Es handelt sich hierbei um das Kreisdiagramm oder auch das sogenannte
Tortendiagramm. Anteile können damit sehr übersichtlich dargestellt werden.
Ein Anwendungsfall ist für attributive Zustandsinformationen. In diesem Fall werden Zustände in Klassen
dargestellt. Die Anzahl der Zustände und somit der
Klassen ist frei definierbar pro Merkmal (Bild 1).
Bild 2: aufgetretene Ereignisse als Kreisdiagramm
eines Bauteils prozentual und absolut dargestellt. Die
Einteilung sowie die Klassenbreite und Farbe können
selbst definiert werden (Bild 3):
Bild 1: attributive Zustände
Im nächsten Beispiel (Bild 2) sind Ereignisse, die während der Fertigung auftreten, dargestellt. Diese Ereignisse werden meist mit O-QIS oder procella® erfasst
(z.B. im Falle einer Stabilitätsverletzung) und können
dann bei der Auswertung als Paretodiagramm oder neu
als Kreisdiagramm angezeigt werden.
Auch bei der Prozessfähigkeitsbewertung macht das
Kreisdiagramm Sinn. Hier wird die Anzahl der Merkmale
Bild 3: Fähigkeitsklassen (mehrere Merkmale zusammengefasst)
Datenexport in Excel und andere Formate
Sind Daten nicht im Q-DAS® Format vorhanden, können
diese in die Software importiert werden. Dabei wird ein
Konverter entwickelt, der das Ursprungsformat übersetzt, so dass die Q-DAS® Software damit arbeiten kann.
Nun ist auch der umgekehrte Weg möglich. Aus einer
Q-DAS® Datei kann so beispielsweise ein MS-Excel
Dokument erzeugt werden.
Nötig ist dafür eine Formatvorlage, wie das Excel
Dokument aussehen soll. Diese Vorlage wird dann vom
Q-DAS® Konverter mit Werten gefüllt. Prinzipiell können es auch andere Datenformate wie Word etc. sein. In
jedem Fall ist eine Anpassung seitens Q-DAS® erforderlich, um einen derartigen Export zu bewerkstelligen.
Dies lohnt sich besonders dann, wenn man diese Art der
Konvertierung häufig durchführt oder gar komplett automatisieren möchte.
Bild 4: Export nach Excel
PIQ 2/2012
21
Q-DAS® Produkte
Sortierte Stichproben
Bei einer Auswertung ist es wichtig, dass der Bezug der
Daten zur Realität nicht verfälscht wird. Das ist zunächst
eine einfache Forderung, in der Praxis sind Messabläufe
jedoch häufig so komplex, dass Probleme auftreten können. Gerade der Stichprobenbezug ist hierbei besonders
prägnant.
Ein Beispiel:
Man vermisst 3 Teile, die zu einer Stichprobe gehören.
Zudem können die Teile von unterschiedlichen Personen an verschiedenen Messplätzen gemessen werden.
und die weiteren drei als zweite Stichprobe aus, obwohl
die Messwerte vermischt sind. Hinzu kommt, dass es
auch Stichproben gibt, die unvollständig sind. Diese
sollten gar nicht ausgewertet werden.
Um diese ganze Problematik zu umgehen, lässt sich
eine Stichproben ID und die Position innerhalb einer
Stichprobe mittels der Q-DAS® Software procella® mitprotokollieren. Bei der Auswertung ist dann die korrekte Stichprobenanzeige gegeben, weil die Sortierung für
die Messwertzuordnung zur Stichprobe/Position der
Stichprobe greift.
Das Problem das daraus entstehen kann, ist eine falsche
Zuordnung zur Stichprobe:
Messwert
12,12
12,22
12,13
12,14
12,15
12,16
Stichproben-Nr. Nr. innerhalb der
Stichprobe
1
1
2
1
2
2
1
2
1
3
2
3
Anhand dieses Beispiels wird ersichtlich, dass ein Teil
aus der zweiten Stichprobe vor dem letzten Teil aus der
ersten Stichprobe gemessen wurde. Im Regelfall wertet
man also die ersten drei Messwerte als eine Stichprobe
Bild 5: Beispiel einer 5er Stichprobe (sortiert)
Neue Verwaltung der Kataloge
Die Kataloge, die in der Q-DAS®
Software verwendet werden, sind
mit der neuen Version über einen
neu gestalteten Dialog editierbar.
Die Intention dabei ist es, die
Dialoge übersichtlicher verwalten
zu können. So werden nur die
Kataloge eingeblendet, die man
gerade editieren möchte. Zudem
ist über eine Baumstruktur schnell
die Hierarchie von Subkatalogen
erkennbar.
Bild 6: Neuer Katalog-Dialog
Für den Anwender ist auch neu,
Katalogeinträge schnell filtern zu können und das anhand jeder Spalte
(Nummer, Bezeichnung…). Zudem sind alle Spalten alphanumerisch sortierbar.
Der neue Dialog ermöglicht ein komfortableres und schnelleres Bearbeiten
der Q-DAS® Kataloge. Auch bereits bestehende Kataloge können mit den
neuen Funktionen bearbeitet werden.
22
PIQ 2/2012
Q-DAS® Produkte
Ereignisberichte speichern und verwalten
Ab der neuesten Version ist es möglich, Berichte und
Bemerkungen zu Auswertungen abzuspeichern. Dies ist
von Vorteil, da man somit eine Dokumentation über lange Zeiträume führen kann und besondere Ereignisse
bzw. getroffene Maßnahmen nachvollziehbar bleiben.
Zunächst wählt man ein Merkmal aus, an das ein Bericht
und Ereignisse gehängt werden soll:
Darunter befindet sich der Werteverlauf eines Merkmals
der aktuell geladenen Daten.
Die rechte Seite des Dialogs ist in einen Bereich
„Diagnose“ und „Korrekturmaßnahmen“ eingeteilt. In
diesem Anwendungsfall trägt man beispielsweise folgende Informationen ein:
Bild 9: Einträge zur Diagnose
Bild 7: Merkmalsauswahl für die Korrekturmaßnahme bzw.
Berichtszuordnung
Es können solange Änderungen an diesem Bericht vorgenommen werden, bis Korrekturmaßnahmen eingetragen sind und der Bericht abgeschlossen wird:
Nun öffnet sich dieser Dialog:
Bild 10: Einträge zur Korrekturmaßnahme
Ist der Bericht abgeschlossen, erscheint er in einer
Übersichtliste, in der alle Berichte liegen. Hier kann
nach jeder Spalte sortiert werden, so dass man schnell
und übersichtlich die benötigten Berichte aufrufen kann.
Wird der Bericht aufgerufen, sind sowohl das PDF
Dokument als auch alle getroffenen Maßnahmen
schnell ersichtlich.
Bild 8: Dialog
Anschließend erscheint ein größerer Dialog. Oben links
ist ein wählbarer PDF Bericht zu dem Merkmal zu
sehen, den man auch separat ausdrucken kann. Hat der
Bericht mehrere Seiten, kann man diesen blättern.
solara.MP - Wahl der Substrategie
Die aktuelle Version von solara.MP umfasst die MSA 4th
Edition und den VDA Band 5 - Prüfprozesseignung. Eine
neue Funktion im Programm ermöglicht das temporäre
Umschalten der Berechnungsmethode.
Direkt in der Merkmalsmaske kann die Strategie geändert werden.
Bild 12: Wahl der Substrategie aus der Merkmalsmaske heraus
Bild 11: Übersicht über alle Diagnosen und Maßnahmen
Für variable Merkmale
können diese Einstellungen getätigt werden (am
Beispiel von Verfahren 2):
Für attributive Merkmale
sind es diese:
Die verschiedenen Strategien konnten auch zuvor
ausgeführt werden. Jedoch musste der Anwender zunächst die Auswertestrategie manuell anpassen. Am Sternchen erkennt man,
welche Strategie als Standard eingestellt ist.
PIQ 2/2012
23
USB-Interfaces
Messdatenerfassung
Die M-/L-/S-Boxen USB sind Messmittelinterfaces zur Übertragung von
Messwerten
aus
digitalen
Messgeräten
in
entsprechende
Anwendungsprogramme.
Das USB-Interface kommuniziert mit
dem PC über die USB-Schnittstelle,
durch eine Treiberdatei wird über die
USB-Schnittstelle
eine
virtuelle
serielle Schnittstelle erzeugt.
Eine vorhandene Software die nach
einer seriellen Schnittstelle fragt, kann
weiter genutzt werden.
Es stehen verschiedene Modelle (bitte
Anfragen) zur Verfügung, auch mit
unterschiedlichen
Befehlssätzen
BOBE oder MUX.
Neu im Google play Store:
Zwei Apps von Q-DAS®
Markus Pfirsching
Q-DAS® GmbH & Co. KG
Diese App ist für Anwender gedacht, die in Schule, Studium und Beruf statistische Fragestellungen mit ihrem Android Tablet oder Smartphone schnell und
zuverlässig lösen möchten. Sie können mit dieser App beispielsweise die
Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinnes genauso einfach berechnen wie die
kritischen Werte zu einem Hypothesentest. Alle Ergebnisse sind als Grafiken
anschaulich aufbereitet. Die App zeichnet sich durch die einfach zu bedienende Benutzeroberfläche und die numerische Zuverlässigkeit aus.
Unterstützte Verteilungen in der Vollversion:
Kontinuierliche Zufallsvariablen:
Normalverteilung, Betragsverteilung 1. und 2. Art, Exponentialverteilung, Weibullverteilung, Chi-Quadrat-Verteilung, t-Verteilung, Spannweitenverteilung (w-Verteilung) und F-Verteilung.
Diskrete Zufallsvariablen:
Hypergeometrische Verteilung, Poissonverteilung und Binomialverteilung.
Die Version wird zu einem Preis von 2,49 € angeboten.
Unterstützte Verteilungen in der lite-Version:
Die Funktionalitäten zur Normalverteilung und zur Binomialverteilung sind freigeschaltet.
Die lite-Version ist kostenlos.
•
•
•
•
•
•
•
USB-Interface mit bis zu zwölf
Eingängen (je nach Typ)
Stromversorgung über die
USB-Schnittstelle
Erzeugt über die USBSchnittstelle eine virtuelle
serielle Schnittstelle
Das vorhandene Programm
kann weiter genutzt werden
Fusstasteranschluss für
Datenübertragung
Messwertübertragung mittels
Data-Taste (je nach
Typ/Befehlssatz)
USB-Kabel und Treiberdatei
(CD) sind im Lieferumfang
enthalten
Bild 1: Screenshot Normalverteilung
BOBE Industrie-Elektronik
Hardware & Software
für Qualitätsmanagement
Sylbacher Straße 3
D-32791 Lage/Lippe
Telefon: 05232/95108-0
Telefax: 05232/64494
eMail: [email protected]
Internet: www.bobe-i-e.de
24
PIQ 2/2012
Bild 2: Screenshot Binomialverteilung
Ab sofort sind die Versionen im Google play Store erhältlich unter
https://play.google.com/store
Tipps & Tricks
Uwe Brang, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Berücksichtigung von Prozesseingriffen in der QRK
Mit der Version 10 / 120312 wurde qs-STAT® um die
Option „Prozesseingriffe in QRK berücksichtigen“
erweitert. Durch das Nutzen dieser Option beginnnt die
Berechnung bzw. die Darstellung gleitender Qualitätsregelkarten nach einem Prozesseingriff neu, um eine
Überregulierung zu vermeiden.
•
Über die Registerkarte „Allgemeine Einstellungen
2“ können Sie nun obige Option aktivieren
•
In dem von Ihnen genutzten Ereigniskatalog muss
das jeweilige Ereignis (Maßnahme / Ursache) als
„Prozesseingriffsereignis“ definiert sein.
Um die Option „Prozesseingriffe in QRK berücksichtigen“ zu aktivieren, gehen Sie bitte wie folgt vor:
•
Gehen Sie zu
Konfigurationen|Systemeinstellungen|Allgemein
Darstellung u. Interpretation mit deaktivierter Option
Anhand der Grafik Werteverlauf-Einzelwerte ist zu
sehen, dass sich Wert Nr. 8 oberhalb der OSG befindet.
Durch den Übertritt von Wert Nr. 8 treten gleichzeitig 2
Alarme in der Mittelwert-Karte sowie 5 Alarme in der
Streuungskarte während der weiteren Datenerfassung
auf. Für die hier aufgetretenen Alarme müssen Sie nun je
nach Konfiguration ein Ereignis hinterlegen. Dies führt
nach einer gewissen Zeit zu einer unübersichtlichen
Überregulierung.
Für Wert Nr. 8 ist als Ereignis ein Werkzeugbruch u.
Massnahme 1 definiert.
Darstellung u. Interpretation mit aktivierter Option
Anhand der Grafik Wertverlauf-Einzelwerte ist zu sehen,
dass sich der Wert Nr. 8 oberhalb der OSG befindet.
Durch den Übertritt von Wert 8 tritt gleichzeitig ein
Alarm in der Streuungskarte auf.
Für Wert Nr. 8 ist als Ereignis ein Werkzeugbruch u.
Massnahme 1 definiert.
Ist die Option nun aktiviert, so wird ab dem 8.Wert eine
neue Stichprobe (Stichprobenumfang=5) gebildet und
zur Berechnung herangezogen.
PIQ 2/2012
25
Q-DAS® Produkte
Tipps & Tricks
Michael Roth, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Verfahren 1 für Merkmale mit einer Spezifikationsgrenze
Ist nur ein Grenzwert (z.B. obere
Spezifikationsgrenze) festgelegt (d.h.
gemessene Werte müssen kleiner als
ein Höchstwert sein), dann ist keine
Ermittlung von Cg bzw. Cgk möglich.
Um sicherzustellen, dass keine Werte
ober- bzw. unterhalb des Höchstbzw. Mindestwertes liegen, kann je
nach Festlegung als Grenzwert ein
Abstand von 3sg (Cg = 1,0) bzw. von
4sg (Cg = 1,33) berücksichtigt werden.
Abbildung 1 zeigt das Histogramm
eines Beispieldatensatzes.
Die Software solara.MP berechnet
aufgrund der in der Strategie hinterlegten Einstellungen (vgl. Abbildung 3)
eine Akzeptanzgrenze, die nicht verletzt werden darf.
Abbildung 1: Histogramm bei einseitigem Merkmal
In der Strategie kann definiert werden,
ob die systematische Messabweichung und/oder die
Kalibrierunsicherheit des verwendeten Messgerätes in
die Ermittlung des Grenzwertes einfließen soll.
Die beschriebene Funktionalität ist ab der Version
10/120312 verfügbar.
Abbildung 3: Einstellungen der Auswertestrategie Verfahren 1
Abbildung 2: Ergebnisdarstellung
26
PIQ 2/2012
Q-DAS® Produkte
Warum Q-DAS® nicht qs-STAT® ist
Markus Pfirsching, Thomas Schäfer, Q-DAS® GmbH & Co. KG
In der Arbeit unserer Abteilung System Integration (SI)
sind wir „beim Kunden“. Neben unseren Aufgaben
Systemanalysen durchzuführen, Installationen zu planen, zu konfigurieren und zu installieren, Einweisungen
zu geben und Optimierungen vorzuschlagen, erleben
wir auch hautnah was Q-DAS® für unsere Kunden
bedeutet. Eine schöne, oft gehörte Formulierung, vor
allem von unseren langjährigen Kundenbeziehungen, ist
„Wir benutzen das Q-DAS®.“
Firmen haben eine Vergangenheit und Produkte eine
Vorgeschichte.
Wenn ein Kunde „Q-DAS® nutzt“, ist damit meist
qs-STAT® gemeint. Wohl das bekannteste Produkt und
die meistverkaufte Software von Q-DAS®, ohne Frage.
Diese Assoziation ist sehr erfreulich, da die statistische
Auswertungssoftware den Grundstein für die Firma und
deren spätere Erfolge legte. qs-STAT® ist bis heute ein
essentieller Bestandteil des Produktportfolios. Inzwischen geht „das QDAS®“ aber darüber hinaus.
In den letzten Jahren wurden weitere Softwareprodukte von Q-DAS® entwickelt, die um qs-STAT®
herum gewachsen sind. Warum, wenn das Produkt
als solches so erfolgreich ist? Das hat zwei Gründe:
1.
Mehr Informationen am Messwert
Mit den vielfältigen Analysemöglichkeiten, Auswertestrategien, Berichten usw., ist man in der Lage mit
qs-STAT®, Prozesse validierbar auszuwerten und Verbesserungspotential daraus abzuleiten. Die Auswertung
und damit eine Aussage über die Prozessqualifikation
können jedoch nur so gut und detailliert sein, wie die zu
Grunde liegenden Daten. Hierbei sind Messwerte mit
Toleranzgrenzen zwar ausreichend für eine statistische
Beurteilung und Fähigkeitskennwerte, jedoch nicht für
reale Fragestellungen, auf die unser SI Team beim
Kunden stößt:
•
„Können Sie eine Auswertung für unseren Kunden
‚Musterfirma‘ zum Auftrag ABC123 machen?“
•
„Warum schwankt unser Prozess denn plötzlich
seit gestern so stark?“
•
„Sind diese 34 Werte wirklich Ausreißer?“ usw.
®
Antworten auf diese Fragen kann qs-STAT geben, allerdings nur, wenn die Informationen auch in qs-STAT® vorhanden sind. Deshalb bietet Q-DAS® Softwareprodukte,
wie procella® und O-QIS, die sowohl die Messwerte
erfassen als auch Zusatzinformationen wie Maschine,
Auftrag usw. hinterlegen. Zudem können bei Abweichungen sofort Kommentare (Produktionsfehler, Teil
ausgesondert, Werkzeugbruch, usw. eingegeben werden.
28
PIQ 2/2012
Ein wichtiger Punkt ist, wie schnell eine Auffälligkeit in
der Produktion bemerkt wird und man darauf reagieren
kann. Findet diese Analyse immer am Ende des
Datenflusses statt, reagiere ich wahrscheinlich zu spät.
Und das kostet meist Geld.
Die Daten sind somit in geeigneter Qualität erfasst. Um
sie mit qs-STAT® auszuwerten wird heute eine
Datenbank verwendet, die beliebige Filter und
Selektionen zulässt. Damit können die Daten entsprechend den o.g. Fragestellungen aufbereiten werden.
Klassisches Beispiel: Wie verhält sich mein Produkt im
Vergleich zwischen zwei Maschinen, mehreren Nestern
oder zu verschiedenen Tageszeiten?
2.
Automatismen – Weniger Arbeit
Wenn man die Daten schon in der Datenbank hat, wieso macht man sich die Mühe alles manuell zu bewerten?
Es könnte z.B. sein, dass ein Prozess, der gerade ausgewertet wird, kurze Zeit später Messwerte aufweist, die
den Prozess stark stören. Um stets den Überblick zu
behalten nimmt man daher das Produkt M-QIS. Die
Prozesse werden damit permanent analysiert und nur
im Bedarfsfall (z.B. bei Unterschreitung des Prozessfähigkeitskennwertes) bekommt man einen Bericht zu
dem Bauteil und den Merkmalen, die akut Probleme
machen. Damit ist sichergestellt, dass man auf dem
Laufenden gehalten wird, ohne qs-STAT® benutzen zu
müssen, denn die Berichte werden als E-Mails und PDF
Anhänge versendet.
Darüber hinaus erstellt das System selbständig wiederkehrende Berichte wie Wochenberichte etc. und verschickt diese auf elektronischem Weg.
Genau aus diesen Überlegungen heraus hat sich das
Q-DAS CAMERA® Concept entwickelt. Die Zielsetzung
ist einfach: „Die Fertigungsprozesse müssen transparent sein!“
Um das zu gewährleisten, sind die Werkzeuge für eine
vernünftige Datenqualität und eine automatisierte
Analyse im CAMERA Concept enthalten.
Das CAMERA Concept ist in Phasen von C wie
Collecting bis A wie Archiving eingeteilt. Wie in Bild 1
erkennbar, ist die zentrale Phase (Evaluating – Auswertung) mit qs-STAT® weiterhin besetzt. Alles drumherum arbeitet qs-STAT® zu bzw. ist für dessen Automatisierung verantwortlich. Somit ist Q-DAS® nicht
mehr nur allein mit qs-STAT® gleichzusetzen.
Mit dem Q-DAS CAMERA Concept beginnt die Software
nicht mit der Auswertung, wie bei qs-STAT®, sondern
bereits bei der Datenerfassung. Mit procella® und O-QIS
werden die Messwerte erfasst und visualisiert und kön-
Q-DAS® Produkte
nen zudem vom Bediener beurteilt und mit Zusatzinformationen versorgt werden. Somit kommen die Messwertinformationen mit einer einheitlichen und hohen
Datenqualität in die Datenbank zur Auswertung. Nun
erst wird qs-STAT® auf diese Daten angewendet. M-QIS
ist dann sozusagen das ferngesteuerte qs-STAT®. Man
macht die Auswertungen nicht mehr nur selbst, sondern
das System führt diese automatisch durch und versorgt
die Mitarbeiter automatisch mit Berichten.
Hier sieht man, dass qs-STAT® nach wie vor im Mittelpunkt steht, dass es heute aber noch viele Erweiterungen gibt, die eine Vereinfachung der Auswertung und
eine schnellere Reaktionsmöglichkeit (bereits während
der Datenerfassung) zulassen.
Auch Sie haben das CAMERA Concept in Ihrem
Unternehmen – zumindest dessen Phasen!
Tatsächlich ist es so, dass der Grundgedanke des
CAMERA Concepts keine neue Erfindung ist. Man trifft
in eigentlich jedem Unternehmen auf diese Phasen,
auch wenn keine Q-DAS® Software eingesetzt wird.
Allerdings werden die Phasen unterschiedlich stark
beachtet und gelebt. Erschwerend ist, dass kein durchgängiger Standard vorhanden ist. Nicht validierbare
Software für die Auswertung, Datenerfassung auf Papier
und fehlende Alarmierung mit Eingabepflicht bei der
Fertigung sind nur einige der Probleme, die sich in der
Realität ergeben.
Q-DAS® gibt Ihnen die Möglichkeit, dieses System
durchgängig einzuführen. Alles aus einer Hand. Dabei
sind nicht nur die Softwarekomponenten, die das
Zusammenspiel ermöglichen gegeben, sondern auch
fast 25 Jahre Praxiserfahrung bei der Umsetzung des
CAMERA Concepts vorhanden.
Unser Team ist in der Lage mit Ihnen gemeinsam ein solches Konzept zu definieren, das zu Ihrem Unternehmen
passt und dieses reibungslos einzuführen. Als System
Integration (SI) Mitarbeiter ist es eine meiner Hauptaufgaben das CAMERA Concept umzusetzen und ich
würde mich freuen mit Ihnen gemeinsam „Das
Q-DAS®“ durch „Das Q-DAS CAMERA® Concept“ ersetzen zu dürfen.
Bild 1: Q-DAS CAMERA® Concept
PIQ 2/2012
29
Theorie und Praxis
Die 7 häufigsten Fehler bei der Abnahme von Maschinen
Dr.-Ing. Edgar Dietrich, Q-DAS GmbH & Co. KG
und Fertigungseinrichtungen
Bei der Neubeschaffung von Maschinen- und Fertigungseinrichtungen bzw. bei der Nachrüstung oder
Wartung stellt sich immer die Frage: „Ist die
Maschine bzw. die Fertigungseinrichtung gemäß
den Spezifikationen geeignet oder nicht?“
Während man früher sehr stark die geometrische
Spezifikationen der Einrichtung, wie sie beispielsweise in ISO 282 beschrieben sind, beurteilt hat, ist
man heute immer mehr dazu übergegangen,
zunächst reale Teile zu produzieren. Die relevanten
Merkmale werden vermessen und die Messergebnisse anschließend statistisch ausgewertet, um anhand der Ergebnisse die Einrichtung zu bewerten.
Dabei unterscheidet man zwischen Maschinen, die
unterschiedlichste Teile erzeugen und Einrichtungen, die spezifisch für eine kleine Produktpalette (z.
B. zur Bearbeitung von Motorblöcken, Nockenwellen usw.) eingesetzt werden. Bei Letzteren gibt
der Käufer der Einrichtung die Spezifikation der zu
produzierenden Teile genau vor. Dazu werden für
die wichtigsten Merkmale des Teiles (Spezifikationsgrenzen) zwei- oder einseitig vorgegeben.
Die Merkmale selbst werden ggf. verschiedenen
Klassen wie kritisch, signifikant, wichtig oder ähnli-
30
PIQ 2/2012
ches zugeordnet. Jeder Klasse ist ein Grenzwert für
den Fähigkeitskennwert zugeordnet, der eingehalten werden muss. Die Maschine bzw. Fertigungseinrichtung gilt als abgenommen, wenn für jedes
Merkmal die geforderte Fähigkeit eingehalten wird.
Erreicht ein Merkmal diesen vorgegebenen
Grenzwert nicht, sind Verbesserungsmaßnahmen
einzuleiten. Alternativ entscheidet der Prozesseigner, ob die Maschine trotz Abweichungen von
der vorgegebenen Spezifikation abgenommen wird.
In der Regel findet die Abnahme zunächst beim
Hersteller der Maschine bzw. der Fertigungseinrichtung statt. Anschließend wird nach dem
Aufbau der Einrichtung beim Käufer das gleiche
Prozedere wiederholt. In solchen Fällen sind die
Grenzwerte für die Fähigkeitskennwerte unterschiedlich.
Handelt es sich um eine Universalmaschine, ist
vorher festzulegen, welche Teile mit welchen
Merkmalen von der Maschine hergestellt werden.
Ansonsten
gilt
die
oben
beschriebene
Vorgehensweise.
Weitere Berichte zu 7 häufigen Fehlern finden Sie auf www.q-das.de
®
Weitere Berichte zu 7 häufigen Fehlern finden Sie auf www.q-das.de
Theorie und Praxis
PIQ 2/2012
31
Weitere Fehler sind:
Viele der oben aufgeführten Fehler können vermieden werden, wenn Sie die
Q-DAS ® Software, in diesem Fall qs-STAT ® verwenden.
32
PIQ 2/2012
Weitere Berichte zu 7 häufigen Fehlern finden Sie auf www.q-das.de
Theorie und Praxis
Theorie und Praxis
Cg ≥ 1,33 im Widerspruch zu %GRR ≤ 10%?
Dr.-Ing. Edgar Dietrich, Q-DAS® GmbH & Co. KG
Bei einer einseitigen Betrachtung kann man in der Tat
diesen Widerspruch bestätigen. Stellt man nämlich die
Formel für die Berechnung von Cg um, in dem man den
Grenzwert einsetzt, so kommt man zur Erkenntnis, dass
bei Cg = 1,33 eine Toleranzausnutzung von 15% noch
akzeptabel ist. Bei dem %GRR Wert sind es im
Gegensatz dazu nur 10%. Also kann man sich die Frage
stellen, wie kann ein Messgerät, das bezüglich des CgWertes als fähig beurteilt werden kann, aber 15% der
Toleranz ausnutzt, überhaupt einen Eignungsnachweis
mit %GRR von 10% erreichen?
Zunächst gilt es an dieser Stelle, eine Lanze für die MSA
(Measurement Systems Analysis) zu brechen. Bei vielen
Vorträgen, Seminaren und Schulungen setzen die Vortragenden sehr häufig das Verfahren 1 mit der Bestimmung von Cg und Cgk gleich mit einer Auswertung
gemäß MSA. Dies ist nicht zutreffend. Die MSA kennt
das Verfahren 1 überhaupt nicht. Von daher kann der
oben festgestellte Widerspruch nicht für die MSA gelten.
Vergleicht man Cg und %GRR, so fällt das eher in die
Kategorie des Vergleiches zwischen Äpfeln und Birnen.
Daher gilt es, diese Situation differenzierter zu betrachten. An dieser Stelle ist sicherlich der Hinweis angebracht, dass einerseits Messtechniker sich auch statistischer Verfahren bedienen sollten und andererseits, dass
Statistiker auch stärker über die Messtechnik informiert
sein sollten. Ist dies gegeben, dann werden die Eignungsnachweise von Prüfprozessen fachkompetent
durchgeführt und die Ergebnisse erlangen eine hohe
Vertrauensbasis.
Auf die Frage, ob Cg ≥ 1,33 im Widerspruch zu %GRR ≤
10% steht, kann man unter Einbezug der Messtechnik
eher mit „Nein“ antworten. Zunächst gilt es zu bemerken, dass nicht der Cg-Wert der kritische Wert ist, sondern der Cgk-Wert. Das heißt, die zusätzliche Komponente systematische Messabweichung (Bias) ist ebenfalls zu berücksichtigen. Mit anderen Worten, die
Gerätestreuung alleine muss wesentlich kleiner sein
(d.h. Cg deutlich über 1,33 liegen), ansonsten wird der
Cgk-Wert nicht größer als 1,33 werden. Oftmals gelingt
es im realen Einsatz des Messgerätes, die systematische
Messabweichung zu minimieren, bzw. gänzlich zu kompensieren. Dadurch wird die Toleranzausnutzung
bezüglich Cg kleiner als 15%.
Weiter ist darauf hinzuweisen, dass bei der Bestimmung
des %GRR Werts eine andere Vorgehensweise bei der
Bestimmung der Messwerte zu Grunde liegt. Während
bei der Bestimmung von Cg ein Prüfer Widerholungsmessungen am Referenzteil unter idealisierten Bedingungen durchführt, werden bei der Bestimmung des
%GRR Werts in der Regel 2 oder 3 Bediener mit einbe-
zogen, die an realen Objekten (oftmals zehn), mindestens jedoch zwei Wiederholungsmessungen durchführen. Die Auswertung basiert dann entweder auf der
Average Range Methode bzw. heute immer mehr auf der
ANOVA Methode. Die sich daraus ergebenden Streuungskomponenten sowohl für Cg als auch für %GRR sind
verständlicherweise aufgrund der unterschiedlichen
Berechnungsmethodik verschieden.
Bei der Vorgehensweise zur Bestimmung des Eignungskennwertes basierend auf dem VDA 5 Band Prüfprozesseignung bzw. der ISO 22514-7 Process Measurement Capability entzieht man sich dieser Problematik,
indem man sowohl für die „Auflösung“ als auch für die
„Gerätestreuung durch Wiederholungsmessung am
Referenzteil“ und der Gerätestreuung durch „Wiederholungsmessung an einem Objekt“ jeweils eine eigene
Standardunsicherheit bestimmt. Diese werden miteinander verglichen und nur die größere wird in die
Berechnung zur Bestimmung der erweiterten Messunsicherheit herangezogen. Dies ist sinnvoll, da es sich
in der Praxis herausgestellt hat, dass durch geeignete
Maßnahmen der Messprozess so optimiert werden
kann, dass unter Umständen die Streuung am Objekt
geringer ist als bei der Bestimmung basierend auf einem
Referenzteil. Beim VDA 5 Band sowie bei der ISO Norm
erkennt man Eignungskennwerte für das Messsystem
und für den Messprozess. Der Grenzwert für das Messsystem liegt bei 15%. Wird dieser Grenzwert bei dem
Messsystem überschritten und eine weitere Beurteilung
des Messprozesses oder der weiteren Einflussgrößen
die den Messprozess darstellen, wird nicht mehr untersucht. Dies kann im Einzelfall von Nachteil sein, insbesondere dann, wenn es gelingt, die zusätzlichen Einflussgrößen gering zu halten, denn dann würde es gelingen, auch den Grenzwert für den Messprozess, der doppelt so groß, nämlich 30% ist, einzuhalten. Von daher
könnte es durchaus sogar sinnvoll sein, den Grenzwert
für das Messsystem anzuheben, da die absolute Grenze
dann sowieso der Messprozess darstellt. Das wäre ein
weiteres Argument dafür, dass der Cg-Wert von 1,33 im
Verhältnis zu %GRR 10% sogar als sinnvoll angesehen
werden kann.
Die Verfahren sowie die besprochenen Grenzwerte sind
seit über zwei Jahrzehnten in der Praxis gang und gäbe.
Die in dem Titel getroffene Aussage ist in der Praxis
nicht als relevant aufgefallen. Weiter existieren tausende
von Dokumenten, in denen diese Grenzwerte festgeschrieben sind. Von daher sollte man die Grenzwerte so
stehen lassen, wie sie seit Jahrzehnten gehandhabt werden, aber jeden Messprozess mit entsprechender Sorgfalt bezüglich der Kennwerte Cgk und %GRR beurteilen.
PIQ 2/2012
33
TEQ® Training und Consulting
Einseitige und natürliche Toleranzen in der Prozessfähigkeit
Stephan Conrad, TEQ® Training & Consulting GmbH
Einseitige Toleranzen werfen bei Fähigkeitsberechnungen immer wieder Fragen auf, insbesondere in Bezug
auf den Unterschied zwischen „einfach nur einseitigen“
Toleranzen und „einseitigen Toleranzen mit einer natürlichen Grenze“. Dieser Artikel soll einige der wichtigsten
Punkte aufzeigen und Lösungsmöglichkeiten darstellen.
Vorab gilt es zu klären, was man unter „einseitigen
Toleranzen“ versteht, vor allem wie die Abgrenzung zu
„einseitig natürlich begrenzten“ Toleranzen zu verstehen ist. Die hier für Prozessfähigkeiten aufgezeigten
Vorgehensweisen lassen sich natürlich genauso auf
Maschinenfähigkeiten (Cm/Cmk) und vorläufige Prozessfähigkeiten (Pp/Ppk) übertragen.
Technologische/physikalische/natürliche Toleranzen
Ein Sonderfall bei einseitigen Toleranzen liegt vor, wenn
die zweite Grenze nicht einfach nur fehlt, sondern durch
eine „natürliche“ Grenze ersetzt werden kann, die das
Merkmal aus technologischen/physikalischen Gründen
nicht überschreiten kann. Diese „natürliche“ Grenze ist
darüber hinaus meist auch der Prozess-Zielwert, das
heißt, das „bestmögliche“ Prozessergebnis.
Beispiel:
•
Ebenheit einer Tischplatte
(Ebener als eben geht nicht ….)
•
Rundheit einer Welle
(Runder als rund geht nicht ….)
•
Unwucht-Betrag
•
Positionsabweichungsbetrag
Zwei – Eins – Null – Natürlich begrenzt?
Zweiseitige Toleranzen
Zweiseitige Toleranzen sind Toleranzen, die einen Merkmalsbereich in zwei Richtungen eingrenzen. Das Merkmal kann beide Toleranzgrenzen überschreiten, was
dann zu einer Nonkonformität führt, d. h. zu einem
„schlechten“ Produkt.
Beispiele:
•
Längenmaße, wie die Breite des KFZ-Kennzeichens
•
Netzspannung zum Betrieb der Mikrowelle
•
Durchmesser einer Gewindebohrung
Einseitige Toleranzen
Einseitige Toleranzen sind Toleranzen, die ein Merkmal
nur in einer Richtung begrenzen. Diese Grenze kann
durch das Merkmal über-, bzw. unterschritten werden,
was dann zu einer Nonkonformität, d. h. zu einem
„schlechten“ Produkt führt. In die jeweils andere
Richtung gibt es keine Begrenzung, weil die Merkmalswerte, die der Prozess in dieser Richtung erzeugen
kann, nicht zu einer Nonkonformität führen werden.
Beispiele:
•
Mindestabzugskräfte für Kabelverbindungen
•
Mindestbruchkräfte für Glasregalböden
•
Maximale Lagertemperatur für Gefrierprodukte
•
Zulässiges KFZ-Gesamtgewicht
oder
oder
Eine weitere Besonderheit dieser technologisch/physikalisch begrenzten Merkmale ist die Tatsache, dass diese
„natürliche“ Grenze auch die einzige Art von Toleranzgrenze ist, die das Merkmal „von selbst“ erkennt. Die
vom Konstrukteur gesetzten Grenzen können von den
Merkmalen beliebig überschritten werden, die natürlichen Grenzen nicht. Der Prozess „weiß“ sehr wohl, dass
hier nichts mehr geht, und wird sich diesem Umstand
anpassen. Das heißt einerseits, dass
•
diese natürlich begrenzten Prozesse tendenziell
schiefe Verteilungen produzieren, wenn sie in die
„natürlichen“ Grenzen hineinlaufen, andererseits
aber auch
•
der Streubereich eines stabilen und fähigen Prozesses klar auf den Bereich zwischen Spezifikationsgrenze und technologisch/physikalisch/natürlicher Grenze beschränkt ist.
Im weiteren Text werden diese Grenzen vereinfachend
„natürliche Grenzen“ genannt.
Sie können das Phänomen der schiefen Verteilungen
sehr gut beobachten, wenn Sie das Kinderspiel
„Fuchsen“ kennen. Man schnippt dabei mit dem
Daumen eine Münze in Richtung einer Wand. Der
Spieler, dessen Münze am nächsten an der Wand liegt,
hat gewonnen. Dieser Prozess wird zu schiefen Münzverteilungen führen. Ersetzen Sie die Wand durch eine
weiße Linie auf dem Boden, und Sie werden bei gleichem „Schnippverhalten“ eine schöne Normalverteilung
erzeugen.
PIQ 2/2012
35
TEQ® Training und Consulting
Welche Auswirkungen haben diese Toleranzen
auf die Fähigkeitsberechnungen?
Zweiseitige Toleranzen
Die Fähigkeitsberechnungen bei zweiseitigen Toleranzen dürften im Allgemeinen bekannt sein:
•
Der Cp beschreibt das Verhältnis von Toleranz zur
99,73%-Prozessstreubreite
•
Der Cpk beschreibt das Verhältnis der Abstände
„Mittellage - kritischen Toleranzgrenze“ zur jeweiligen „Mittellage - Prozessstreugrenze“
an der Toleranzgrenze liegende Prozess ist, geht aus den
Fähigkeitsindizes nun nicht mehr hervor. Beide Prozesse
haben einen Cpk von 1,71 und sind nun anscheinend
„gleich gut“. Spätestens hier wird deutlich, dass die
durch den Cpk ausgedrückte „tatsächliche Qualität“ nur
die Qualität in Sinne „erwarteter Toleranzüberschreitungen“ meint. Fähigkeit ist aber mehr als nur ein anderes Wort für Überschreitungsanteil. Natürlich zeigt der
untere Prozess ein höheres Potential, hat also auf Grund
der geringeren Streuung eine deutliche höhere prozessinhärente Qualität. Diese Information steckt im Zusammenhang der Fähigkeitsindizes Cp und Cpk. Bei einseitigen Grenzen kann Cp nicht berechnet werden und der
Cpk alleine kann diese Information nicht darstellen.
Technologische/physikalische/natürliche Toleranzen
Bei zweiseitigen Toleranzgrenzen gelten auch Merksätze
wie
•
Cpk ist immer kleiner/gleich Cp (Cpk ≤ Cp)
•
wenn der Prozess optimal zentriert in der Toleranz
liegt, dann ist Cpk = Cp
•
Der Cpk beschreibt die „tatsächliche Qualität“
•
Der Cp beschreibt die „optimal erreichbare
Prozessqualität“
Was passiert nun bei einseitigen Toleranzen mit natürlichen Grenzen? Auch hier ist es so, dass der Cpk die „tatsächliche Prozessqualität“ beschreibt. Allerdings bietet
die Nullgrenze nun die einmalige Chance, die Unterschiede in der prozessinhärenten Qualität zu beschreiben. Nimmt man einfach die natürlichen Grenzen als
Ersatz für die zweite Grenze, dann kann man nun wieder einen „Pseudo-Cp“ errechnen, der die Unterschiede
der Prozesse sehr deutlich aufzeigen kann.
Einseitige Toleranzen
Bei einseitigen Toleranzgrenzen kann auf Grund der fehlenden zweiten Grenze keine Toleranzbreite errechnet
werden, also entfällt auch die Berechnung des Cp.
In diesem Falle gelten folgende Merksätze:
Bei einseitigen Toleranzgrenzen gelten die Merksätze
•
Der Cpk beschreibt die „tatsächliche Qualität“
•
Cp kann nicht berechnet werden
•
•
Der Cpk beschreibt die „tatsächliche Qualität“
Der Cpk kann größer sein als der C*p, was darauf
hinweist, dass der Prozess näher an der natürlichen und „guten“ Grenze/Zielwert liegt.
•
Der Cp beschreibt hier nicht die „optimal erreichbare Prozessqualität“
Leider kann es wie im hier gezeigten Fall passieren, dass
die „tatsächliche Qualität“ zweier sehr unterschiedlicher
Prozesse scheinbar identisch ist. Dass der untere Prozess in der Realität der geringer streuende, aber näher
36
PIQ 2/2012
Dass dieser C*p nun ein besonderer Cp ist, sollte in
Formblättern deutlich gemacht werden. In qs-STAT®
gibt es mehrere Hinweismöglichkeiten. Wie oben zu
sehen, kann dieser C*p z. B. mit einem Stern gekennzeichnet werden. Auch die strichlierten natürlichen
Toleranzen können so markiert werden. Darüber hinaus
zeigen die Hinweis-Codes 15 und 915 und die Farbcodierung in den Formblättern die Besonderheiten an.
Ebenso kann in der Auswertestrategie festgelegt werden, ob ein C*p zur automatischen Bewertung der
Prozessqualität herangezogen wird oder nicht.
TEQ® Training und Consulting
Industrielle Praxis
Der Blick über den Tellerrand
Diese Option wird in der Industrie sehr unterschiedlich
gehandhabt. Hier drei typische Interpretationen, die in
dieser Struktur von diesen Firmen in qs-STAT® konfiguriert und freigegeben wurden:
Die Vorgehensweise, natürliche Grenzen als „Pseudo“Spezifikationsgrenzen zu nutzen, ist nicht auf diese
Anwendung begrenzt.
Zielsetzung: „Wir wollen alle Informationen erhalten,
bewerten natürlich begrenzte Merkmale
aber nur mit dem Cpk.“
Lösung:
Berechnen Sie Cp, zeigen ihn an, bewerten ihn aber nicht an einem Grenzwert.
Vertreter:
GM Powertrain und Volkswagen
Bei Messsystemanalysen ist es üblich, die Kennwerte
Cg/Cgk und %GRR mit natürlichen Grenzen zu berechnen. Es ist klar, dass der zu erwartenden Streubereich
sich wie bei zweiseitigen Grenzen aus der natürlichen
und der gesetzten Toleranz ergibt, also sind die
Berechnungen identisch. In diesem Fall wird auch der
Cg immer an einem Grenzwert bewertet!
Für manche Darstellungen, die auf Normierungen
zurückgreifen, ist die Angabe zweier Grenzen unumgänglich. So kann ein Boxplot mit normierter Skala kein
Merkmal darstellen, das nur eine Grenze besitzt. Alleine
dafür macht es Sinn, natürliche Grenzen anzugeben.
Zielsetzung: „Für unsere Prozesslandschaft sind
Prozesse mit geringer Streuung wichtig.
Deshalb fordern wir immer Cp>=1,xx
und Cpk>=1,yy“
Lösung:
Legen Sie auch für Cp einen sinnvollen
Grenzwert festlegen.
Vertreter:
Renault oder auch exemplarisch „Q-DAS
1 Part“
Zielsetzung: „Es reicht, den Cpk zu bewerten, der Cp
ist uns nicht so wichtig.“
Oftmals wird argumentiert, man wolle die
Belegschaft nicht mit den notwendigen
Ausnahmeregeln irritieren.
Lösung:
Dann lassen Sie die Berechnung einfach
weg.
Vertreter:
Daimler, BMW und Bosch
Bei der Suche nach beschreibenden Verteilungen kann
es Sinn machen, den Offset-Parameter der Verteilung
einzuschränken, so dass er nicht in einen in der Praxis
unmöglichen Bereich rutscht. Auch dafür macht es Sinn,
natürliche Grenzen anzugeben.
Eine klare Vorgehensweise vermeidet Missverständnisse. Oftmals werden nur Abmaße statt Absolutwerte
notiert. Eine Toleranz 8+0,01/-0 mit den Abmaßen 0,01
und 0 führt dann schnell zu Fehlinterpretationen im
Zusammenspiel mit dem umgangssprachlichen Ausdruck „natürlich nullbegrenzt“. Ebenso eine maximale
Lagertemperatur von 5°C im Kühlschrank, die natürlich
auch nicht unter 0°C liegen sollte. In beiden Fällen ist
die „Null“ keine natürliche Grenze.
Damit sind wir bei der nächsten Irritation. Selbst wenn
nur eine maximale Lagertemperatur angegeben wurde,
ist eine Temperatur „natürlich nullbegrenzt“, und zwar
bei 0 Kelvin, d. h. -273,2° Celsius. Aber diese natürliche
Grenze ist für unsere Lagertemperatur weder prozessrelevant noch eine Zielgröße. Ebenso verhält es sich mit
allen Längenmaßen. Oder kennen Sie negative Längen?
Also verzichtet man auf die Berücksichtigung dieser irrelevanten natürlichen Grenzen und nennt den Prozess
„einseitig begrenzt“.
PIQ 2/2012
37
TEQ® Training und Consulting
Was sagen die Normen?
Die Normen bezüglich Prozessfähigkeiten sind derzeit
im Umbruch. Noch gültig ist die DIN ISO 21747, sie
wird aber vermutlich Anfang 2013 ersetzt durch die
ISO/FDIS 22514-2, die im Rahmen der ISO Reihe 22514
„Statistical methods in process management –
Capability and performance“ den Bereich der Prozessfähigkeit abdeckt. In diesen Normen wird nur die
Berechnung bei zweiseitigen und einseitigen Toleranzen
beschrieben. Der Sonderfall mit natürlichen Grenzen
wird nicht erwähnt, weder im positiven noch im negativen Sinne, wohl auch deshalb, weil die Experten der
DIN- und ISO-Gremien, wie oben ersichtlich, noch
unterschiedliche Konzepte nutzen. Dass die Methode
der natürlichen Grenzen weder erwähnt noch ausgeschlossen wird, heißt bei weitem nicht, dass sie nicht
erlaubt wäre. Würde man sich dieser Interpretation
anschließen, wäre ein Großteil der üblichen Qualitätsmethoden nicht erlaubt. Im Gegenteil: Die Methoden
entwickeln sich in der praktischen Anwendung und werden dann nach ausreichender Erprobung und bei ausreichendem wirtschaftlichem Interesse als technischer
Standard in der Normung manifestiert. Nur wenn die
Normen spezielle Vorgehensweisen vorschreiben, dann
können andere Methoden als falsch definiert werden.
Das ist hier definitiv nicht der Fall.
Zusammenfassung
kann die natürliche Grenze ersatzweise zur Berechnung
des Cp herangezogen werden, wodurch das Verhältnis
Cp zu Cpk wiederum weitere Informationen zur eigentlichen Prozessqualität liefert.
Passend zu den erweiterten Berechnungstechniken
müssen die Merksätze für Fähigkeitsindizes erweitert
werden.
•
Der Cpk beschreibt immer die „tatsächliche
Qualität“
•
Der Cp
•
beschreibt bei zweiseitigen Grenzen die „optimal erreichbare Prozessqualität“ und ist somit
immer größer/gleich Cpk. Bei Cpk=Cp liegt
der Prozess optimal zentriert in der Toleranz
•
kann bei einer natürlichen Grenze auch kleiner als Cpk sein, wenn der Prozess nahe am
Zielwert liegt („Cpk größer Cp nur bei natürlichen Grenzen möglich!“)
•
ist bei einseitigen Grenzen nicht berechenbar
Diese Methode steht in keinem Widerspruch zu einer
Normforderung und wird in der Praxis in unterschiedlichen Ausprägungen genutzt. Die Interpretation hängt
von der jeweiligen Qualitätsphilosophie der
Unternehmen ab. Grundsätzlich ist immer zu hinterfragen, warum auf die Mehrinformation des Cp bei natürlichen Grenzen verzichtet werden sollte.
Die Nutzung technologischer/physikalischer/natürlicher
Grenzen ist sinnvoll, um die tatsächlichen Verhältnisse
im Rahmen der Prozessqualität zu beschreiben. Das
Zusammenspiel von Cp und Cpk kann bei einseitig
begrenzten Merkmalen nicht genutzt werden, wichtige
Informationen über die Prozessqualität können dadurch
verloren gehen. Bei natürlich begrenzten Merkmalen
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38
PIQ 2/2012
TEQ® akteull
Heike Kroboth 20 Jahre bei der TEQ®
Dr.-Ing. Wolfgang Schultz, TEQ® Training & Consulting GmbH
Am 1.10.2012 feiert Frau Heike
Kroboth ihr 20-jähriges Dienstjubiläum bei der TEQ. Frau
Kroboth hat in Chemnitz (ehemals Karl-Marx-Stadt) eine
Berufsausbildung zum Facharbeiter für Qualitätskontrolle
absolviert, die sie wegen überdurchschnittlicher Leistungen
vorzeitig abschließen konnte.
Mehrere Jahre war sie für
Sondermessaufgaben im Feinmessraum einer Chemnitzer Werkzeugmaschinenfabrik
eingesetzt. Dabei qualifizierte sich Frau Kroboth zusätzlich für die Bedienung einer Präzisions-3-Koordinatenmessmaschine. Im Jahr 1992 erwarb sie nach Besuch
der entsprechenden DGQ-Lehrgänge die Scheine (heute „Zertifikate“) als Qualitätsprüferin und Qualitätsassistentin. Zum 1. Oktober 1992 wurde sie als Laborassistentin für den neu einzurichtenden Messraum und
die dort durchzuführenden Seminare eingestellt.
Im Zuge der strategischen Entwicklung des Unternehmens und aufgrund ihrer vielseitigen Fähigkeiten hat
sich Frau Kroboth ständig weiterentwickelt. So konnte
sie weitere Aufgaben als Mitarbeiterin im Technischen
Büro der TEQ übernehmen. Sie gestaltet dort Lehrgangsunterlagen und Werbematerialien, insbesondere den
Programmkatalog der TEQ, und erledigt vielfältige Aufgaben zur Vor- und Nachbereitung der TEQ-Lehrgänge
und Seminare. Aufgrund der Vielseitigkeit, Zielstrebigkeit und der Genauigkeit, mit der Frau Kroboth ihre
Arbeiten ausführt, ist sie für die TEQ eine außerordentlich wertvolle Mitarbeiterin. Mit ihrer angenehmen Persönlichkeit, die auch in hektischen Zeiten eher „leise
Töne“ ausstrahlt, ist sie im Mitarbeiterteam der TEQ allseits geschätzt.
Für 20 Jahre Mitarbeit in der TEQ möchten wir Frau
Kroboth für ihr stetes Engagement, ihre hervorragenden
Leistungen und die gute Zusammenarbeit danken. Der
Geschäftsführer sowie die Kolleginnen und Kollegen der
TEQ gratulieren Frau Kroboth herzlich zu ihrem
Jubiläum und freuen sich auf viele Jahre weiterer guter
Zusammenarbeit!
PIQ 2/2012
39
TEQ® Training und Consulting
Die Crux mit dem ndc
Stephan Conrad, TEQ® Training & Consulting GmbH
Seit dem das Papier AIAG Core Tool MSA 2002 in der 3.
Auflage erschienen ist, geistert das Thema ndc durch die
Welt. Beinahe schien es so, als würde dieser Kennwert
weiterhin ein gespensterhaftes Schattendasein führen,
vielleicht sogar langsam und sicher verschwinden, aber
dann kam das Papier 2010 in der 4. Auflage und der ndc
erhielt einen erneuten Aufschwung.
Nun hat man mittlerweile mit diesem Kennwert genügend Erfahrungen sammeln können, meistens waren sie
nicht von der besten Sorte. Deshalb soll Sinn und
Unsinn der „number of distinct categories (ndc)“ hier
nochmals genauer betrachtet werden.
TV, PV und GRR
Vorab muss ein wesentlicher Punkt der AIAG MSA
geklärt sein, und zwar das Verhältnis von Total Variation
(TV), Part Variation (PV) und Messsystemstreuung
(GRR). Anschaulich geht es um die Tatsache, dass die
beobachtete Prozessstreuung immer eine (quadratische) Summe aus tatsächlicher Prozessstreuung und
Messsystemstreuung ist. Im normalverteilten Fall heißt
das also
σ²beobachter Prozess = σ²tatsächlicher Prozess + σ²Messsystem
In der Schreibweise der AIAG MSA wird das folgendermaßen formuliert:
σ²Total = σ²Process + σ²MSA oder
TV² = PV² + GRR²
Dieser Zusammenhang ist eine wesentliche Grundlage
zum richtigen Verständnis der AIAG MSA.
wenn der ndc eine Unterteilung des Prozesses in mindestens 5 unterscheidbare Messwertklassen zulässt.
Nun ist der ndc in der AIAG MSA unter „Additional
Width Error Metric“ gelistet. Die eigentliche und
wesentliche Bewertung des Messsystems geht über den
%GRR-Wert. Für diesen %GRR-Wert wird gefordert, dass
er kleiner/gleich 10% der Bezugsgröße sein sollte.
%GRR =
GRR
⋅100%
TV
Gemeinsam mit dem Zusammenhang zwischen Total
Variation, Part Variation und GRR folgen nun drei
Gleichungen:
ndc = 2 ⋅
%GRR =
PV
GRR
GRR
⋅100%
TV
TV 2 = PV 2 + GRR2
Daraus folgt nun aber sehr eindeutig, dass ndc und
%GRR voneinander abhängig sind und direkt ineinander
umgerechnet werden können.
1
⎛
⎞
ndc = 2 ⋅ ⎜
− 1⎟
2
⎝ %GRR
⎠
Man kann also aus dem Diagramm über den %GRR
direkt den ndc ermitteln
Der ndc nach AIAG MSA
Laut AIAG MSA soll der ndc die Anzahl der unterscheidbaren Messwertklassen darstellen. Umgangssprachlich
beschrieben kann man sich vorstellen, dass man zählt,
wie oft die Messsystemstreuung GRR in die tatsächliche
Prozessstreuung passt.
Der ndc wird immer abgerundet, außer wenn kleiner 1,
dann wird aufgerundet. Der Faktor 1,41 (=√2) hat
nichts mit einem 97%-Vertrauensbereich zu tun, wie in
der MSA geschrieben, sondern folgt aus der Ermittlung
der Streuanteile aus dem ISO-Plot.
Laut AIAG MSA sollte („should be“) der ndc
größer/gleich 5 sein. Im Hintergrund steht der Gedanke,
dass eine Prozessregelung nur sinnvoll umsetzbar ist,
40
PIQ 2/2012
Also ist bei fähigen Messsystemen der %GRR ≤ 10%, der
ndc ≥ 14. Unglücklicherweise passt der Grenzwert ndc
= 5 bei %GRR = 27,2% nicht zu den üblichen
Grenzwerten für %GRR.
Wird als Bezug die Toleranz genutzt, dann gilt laut MSA
Chapter III - Section B (S. 122) für TV und PV
TV =
USL − LSL T
=
6
6
PV = TV 2 − GRR2 =
1
6
T 2 − (6 ⋅ GRR )
2
TEQ® Training und Consulting
Die hier ermittelte Part Variation PV hat natürlich nichts
mit einer realen Prozessstreuung zu tun, sondern ist
eine Hilfsgröße zur Berechnung des ndc. Damit ergibt
sich der ndc bei Toleranzbezug zu
T 2 − (6 ⋅ GRR )
PV
ndc = 2 ⋅
= 2⋅
6 ⋅ GRR
GRR
2
Das heißt grob gesagt,
•
der %GRR gibt an, wie oft GRR in die Toleranz
passt
•
der ndc gibt an, wie oft GRR in die um GRR (quadratisch) reduzierte Toleranz passt
Man erkennt, die Information ist redundant und die
Berechnung zweier Kennwerte ist überflüssig, im
Zusammenhang mit den beiden unterschiedlichen
Grenzwerten für %GRR und ndc sogar kontraproduktiv.
Die übliche Praxis und der Sinn des ndc
Um den Methoden Sinn zu geben, geht man im allgemeinen abweichend zur AIAG MSA so vor, dass %GRR
auf die Toleranz (TV = T/6) bezogen wird, der ndc aber
auf die Part Variation PV, die sich aus den zur Untersuchung herangezogenen Teilen ergibt. Damit wir aber
auch schnell deutlich, dass eine Beurteilung des
Messsystems über den ndc nicht sinnvoll ist. Während
der %GRR ausdrückt, dass ein Messsystem bezogen auf
die zugrundeliegende Toleranz anwendbar ist, sagt der
ndc nur aus, dass die zur Studie genutzten Teile vom
dem Messsystem in eine Mindestanzahl Klassen eingeteilt werden können. Somit ist der ndc direkt von der
Streuung der 10 Teile abhängig und eher eine Aussage
über die genutzten Teile als über das Messsystem.
Zweifel am Sinn des ndc kann man aber auch hegen,
wenn man bedenkt, dass SPC üblicherweise mit
Qualitätsregelkarten und Stichprobennahme zu tun hat.
Je größer die Stichprobe, desto schärfer die Regelkarte.
Wie kann dann dieser ndc alleine entscheiden, ob das
Messsystem zur Prozessregelung geeignet ist?
Was sagt der Autor des ndc?
Der Zweifel am Nutzen des ndc steigt weiter, wenn man
die AIAG MSA etwas genauer liest. In der 3. Auflage
wurde in Chapter III - Section B noch auf die Herkunft
des ndc aus dem Buch „Evaluating the Measurement
Process“ (1984) von Donald J. Wheeler und Richard
Lyday verwiesen. In der 4. Auflage fehlt dieser Hinweis.
Das ist seltsam, man kennt das Problem fehlender
Quellen ja eher umgekehrt …
Der Hintergrund dieser seltsamen Vorgehensweise wird
deutlich, wenn man Wheelers Blog im Quality Digest
aus dem März 2011 liest. Dieser Artikel ist im Internet
unter
http://www.qualitydigest.com/inside/qualityinsider-column/problems-gauge-rr-studies.html zu finden. Wheeler stellt dort unmissverständlich klar, dass
diese Formel, mit denen die AIAG MSA den ndc berechnet, gar nicht die „number of distinct categories“
beschreibt. Er sagt „ … nowhere in that text did we ever
suggest that this ratio would define the number of distinct categories.” Wheeler hat also nie behauptet, diese
Formel könne den ndc berechnen. Was beschreibt also
diese Formel? Wheeler: “Unfortunately, as I has discovered after much effort, there is no simple interpretation for the classification ratio in practice.” Also gibt es
keine einfach bewertbare Information für die Praxis.
Oder noch deutlicher: „The number of distinct categories value (…) does not represent anything that can be
expressed in practical terms.” Für die Praxis bedeutungslos!
Wie sollten wir nun mit dem ndc aus der AIAG umgehen? Wheelers Antwort: „So even though I may be the
author of this ratio, it is useless in practice. I personally
quit using it back in the 1980s. I suggest that you do the
same, starting immediately.” Donald J. Wheeler hat also
den hier berechneten ndc schon in der 80er Jahren des
letzten Jahrhunderts als unbrauchbar verworfen, seine
eigene „Erfindung“ wohlgemerkt, und wir sollten uns
schleunigst anschließen.
Ein „Schmankerl“ zum Schluss: Im anschließenden Blog
zu diesem Artikel fragt sich ein Leser, ob die AIAG diese
Informationen erhalten habe und wie man darauf reagiert habe. Donald J. Wheeler antwortet, er habe dort
das Papier präsentiert. Die AIAG habe ihm daraufhin
einen Preis verliehen und nahezu nichts an der
Vorgehensweise geändert.
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Steigerung der Energieeffizienz im Unternehmen –
zukünftig wesentliche Voraussetzung für Steuerbegünstigungen
Dr.-Ing. Reinhard Liesigk, TEQ® Training & Consulting GmbH
1. Grundlagen
Die derzeitigen Steuerbegünstigungen für produzierende Unternehmen im Erneuerbare-Energien-Gesetz
sowie im Stromsteuer- und Energiesteuergesetz sind
von der EU Kommission beihilferechtlich nur bis Ende
2012 genehmigt. Für eine Verlängerung der Steuerbegünstigungen ist durch die Unternehmen die Forderung zu erfüllen, Gegenleistungen zur Verbesserung
der Energieeffizienz zu erbringen.
Diesbezügliche Regelungen hinsichtlich der EEGUmlage wurden bereits im Sommer 2011 im
Erneuerbare-Energien-Gesetz getroffen:
●
Unternehmen mit einem Verbrauch von mehr als
10 GWh müssen zwingend ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder
●
ein Umweltmanagementsystem nach der EG-ÖkoAudit-Verordnung einführen,
●
Unternehmen mit einem Verbrauch zwischen 1
und 10 GWh müssen ebenfalls Leistungen zur
Verbesserung der Energieeffizienz erbringen, können dies aber ohne zertifiziertes Energiemanagementsystem nachweisen.
Während die teilweise Befreiung von der EEG-Umlage
aber nur Unternehmen mit einem jährlichen Verbrauch
von mehr als 1 GWh Elektroenergie und mehr als 14%
Energiekostenanteil an der Bruttowertschöpfung in
Anspruch nehmen können, betreffen die Steuerbegünstigungen bei der Strom- und Energiesteuer auch
viele mittelständische Unternehmen. Nach einer
Information der IHK München profitieren von diesen
Steuerermäßigungen Unternehmen, die mindestens
●
48,73 MWh Strom,
●
16.297 l Heizöl,
●
181 MWh Erdgas oder
●
16.502 kg Flüssiggas
verbrauchen. Im Entwurf zur Änderung des Stromsteuer- und des Energiesteuergesetzes (Kabinettsbeschluss vom 1.8.2012) ist vorgesehen, in diesen
Gesetzen ebenfalls Anforderungen bezüglich des Energiemanagements und der Verbesserung der Energieeffizienz ab 2013 einzuführen. Damit steigt die Anzahl
derjenigen Unternehmen, die zum Erhalt steuerrechtlicher Begünstigungen Maßnahmen zur Verbesserung der
Energieeffizienz nachweisen müssen, von ca. 730 (die
die teilweise Befreiung von der EEG-Umlage erhalten),
auf über 25.000.
Kernstück der vorgesehenen Änderungen sind umfangreiche Erweiterungen der obengenannten Paragraphen.
So soll die Steuer nach § 10 Absatz 3 ab dem Antragsjahr
2015 nur noch erstattet werden, wenn folgende
Voraussetzungen erfüllt sind:
●
Das Unternehmen weist für das Antragsjahr nach,
a) dass es ein Energiemanagementsystem betrieben hat, das den Anforderungen der DIN EN ISO
50001, Ausgabe Dezember 2011, entspricht, oder
b) dass es eine registrierte Organisation nach
Artikel 13 der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009
(EMAS III) ist, und
●
die Bundesregierung festgestellt hat, dass mindestens der nach der Anlage zu § 10 für das Antragsjahr vorgesehene Zielwert für eine Reduzierung
der Energieintensität erreicht wurde, sowie diese
Feststellung im Bundesgesetzblatt bekannt
gemacht hat.
In § 55 des Energiesteuergesetzes sind entsprechende
Regelungen vorgesehen. In den Antragsjahren 2013 und
2014 muss nachgewiesen werden, dass mit dem Aufbau
des Energiemanagements begonnen wurde.
Für kleine und mittlere Unternehmen sollen alternative
Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz zugelassen werden, die zumindest den Anforderungen der DIN
EN 16247-1 entsprechen müssen. Diese im Oktober
2012 veröffentlichte Norm regelt die Durchführung von
Energieaudits in den Unternehmen, verlangt aber kein
vollständiges Energiemanagementsystem.
2. DIN EN ISO 50001 versus DIN EN 16247
Die DIN EN ISO 50001 als Managementsystemnorm
dient der Umsetzung des für Managementsysteme typischen PDCA Zyklus zum Aufbau und zur kontinuierlichen Verbesserung des Energiemanagements im Unternehmen. Im Mittelpunkt steht der Energieplanungsprozess mit den Schritten:
PIQ 2/2012
43
TEQ® Training und Consulting
●
Ermittlung und Analyse der Energieeinsätze und
Energieverbräuche
●
Identifikation von Bereichen mit erheblichem
Energieverbrauch
●
Identifikation von Bereichen mit wesentlichen
Veränderungen der Energienutzung
Im Ergebnis sollte zunächst ein Energiekataster
erstellt werden, das die Zuordnung der Energieverbräuche zu Bereichen und Anlagen enthält.
●
Abschätzung des zu erwartenden Energieverbrauchs
●
Identifikation aller Personen, deren Aktivitäten zu
wesentlichen Veränderungen des Energieverbrauchs führen können
●
Identifikation und Priorisierung von Möglichkeiten
zur Verbesserung der Energieeffizienz
●
Erstellung einer Liste der Möglichkeiten für
Energieeinsparungen
Die Ermittlung und Überprüfung sind regelmäßig zu
aktualisieren. Dabei sind wesentliche Veränderungen
(Produktionsvolumen, Anlagentechnik etc.) zu beachten, und die Analyse ist schrittweise immer genauer zu
gestalten. Jede Überprüfung ist zu dokumentieren.
Methodik und Kriterien der energetischen Bewertung
sind festzulegen und zu dokumentieren.
Inhaltlich ist die Vorgehensweise dem Vorgehen beim
Aufbau eines Umweltmanagementsystems nach der
DIN EN ISO 14001 mit
●
der Ermittlung und Bewertung der
Umweltaspekte,
●
der Festlegung von Zielstellungen und Einzelzielen
sowie
●
den Programmen zur Umsetzung der Ziele
vergleichbar. Für Unternehmen, die bereits über ein
Umweltmanagementsystem verfügen, ist die Integration
des Energiemanagements in das bestehende Managementsystem daher mit geringem Zusatzaufwand umsetzbar.
Die DIN EN 16247-1 Teil 1 Allgemeine Anforderungen
regelt dagegen nur die Durchführung von Energieaudits.
Im Abschnitt 4 werden Qualitätsanforderungen an
Energieauditoren und die Durchführung von Energieaudits formuliert. Abschnitt 5 legt die Anforderungen an
die Durchführung von Energieaudits mit folgenden
Grundschritten fest:
44
PIQ 2/2012
Auch hier besteht das generelle Ziel, Möglichkeiten zur
Verbesserung der Energieeffizienz zu ermitteln; im
Gegensatz zur DIN EN ISO 50001 wird jedoch kein
Managementsystem gefordert. Zudem ist die Norm sehr
allgemein formuliert – eine praktische Umsetzung
bedarf konkreterer Festlegungen. Hierzu sind folgende
Normen in Vorbereitung, die gegenwärtig mit Stand
Oktober 2012 als Entwürfe vorliegen:
●
Energieaudits – Teil 2: Gebäude,
●
Energieaudits – Teil 3: Prozesse und
●
Energieaudits – Teil 4: Transport.
3. Fazit
Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz werden zukünftig für viele Unternehmen in Deutschland
Voraussetzung sein, um bisherige steuerliche Erleichterungen weiter zu erhalten.
Gleichzeitig führt die Senkung des Energieverbrauchs
auch zur unmittelbaren Senkung der Energiekosten je
Produktmenge. Maßnahmen zur Verbesserung der
Energieeffizienz führen also in doppelter Hinsicht zu
Verbesserungen der Effizienz eines Unternehmens.
Unternehmen, die bereits über ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 verfügen, sollten
sich nicht auf die Anwendung der DIN EN 16247
beschränken; durch die Erweiterung ihres Managementsystems um die DIN EN ISO 50001 oder zu EMAS
können sie – mit begrenztem zusätzlichem Aufwand –
nicht nur einmalige sondern systematische und kontinuierliche Verbesserungen erreichen.
Für KMU, die noch nicht über ein Umweltmanagementsystem verfügen, bietet die DIN EN 16247 dagegen
die Möglichkeit, mit geringem Aufwand Maßnahmen
zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu ermitteln.
Die Verabschiedung der Änderungen im Stromsteuerund Energiesteuergesetz durch den Bundestag ist für
Dezember 2012, das Inkrafttreten der geänderten
Gesetze für den 1.1.2013 vorgesehen.
TEQ® Training und Consulting
Ergebnis der Umfrage zur internationalen Standardisierung
von DFSS auf ISO Ebene
Dr.-Ing. René Pleul und Dr.-Ing. Wolfgang Schultz, TEQ® Training & Consulting GmbH
Das zuständige sub-committee SC7 im ISO Normungsgremium ISO/TC69 liegt ein Projektvorschlag für die
Normung der Anwendung von Design for Six Sigma
(DFSS) vor.
Aus diesem Grund hat die TEQ, die in diesem Gremium
vertreten ist, über mehrere Monate eine OnlineUmfrage zu Design for Six Sigma (DFSS) auf ihrer
Homepage geschaltet. Zweck der Umfrage war, Informationen über die Sichtweise deutscher Unternehmen
zur Frage der Standardisierung von DFSS auf ISO-Ebene
zu erhalten und diese bei ISO vertreten zu können.
Die Beteiligung an der Umfrage war bedauerlicherweise
relativ gering. Insgesamt gingen nur 23 Antworten ein.
Damit war es nicht möglich, ein repräsentatives Bild der
Vorstellungen und Anforderungen deutscher Industrieunternehmen bezüglich eines Standards zu ermitteln.
Allerdings bewegen sich diese Rücklaufzahlen in sehr
ähnlicher Größe wie die der monatlichen Umfragen der
Zeitschrift QZ. Die Ursachen dieses geringen Diskussionsinteresses sind bislang nicht näher untersucht.
Da durch die Teilnehmer an der Umfrage dennoch eine
gewisse Meinung gespiegelt wird, hat die TEQ die Umfrageergebnisse ausgewertet und am 21.07.2012 zum
diesjährigen Meeting des TC69 in Tokio vorgestellt. Die
Präsentation stieß bei ISO auf großes Interesse, da die
anderen beteiligten Nationen ebenfalls nur wenig über
die Sicht der nationalen Unternehmen zu berichten
wussten. Es ist geplant, die Umfrage ggfs. aktualisieren
und dann in englischer Sprache international zu veröffentlichen.
An dieser Stelle möchten wir unseren Lesern einige nennenswerte Ergebnisse der Auswertung vorstellen.
Die Teilnehmer an der Umfrage stammen aus Unternehmen der Branchen: Automobilindustrie, Elektroindustrie, Chemische Industrie, Kunststoffverarbeitung,
Metallerzeugung, Maschinenbau, Medizintechnik, Bau
Bild 1
Aufteilung der Branchennennung in den Antworten
[Anzahl; x%]; Anzahl: Zahl der Nennungen und x%: Prozent
der Nennungen
und Luftfahrt. Etwa 50% der Teilnehmer gaben Tätigkeit
in der Automobilindustrie an, die übrigen zumindest
nicht explizit.
Die Auswertung der Frage nach dem Reifegrad der Implementierung von DFSS ergibt eine gleichmäßige Verteilung. Unternehmen mit ausgereiften DFSS Systemen
sind ebenso vertreten wie Unternehmen ohne DFSS
System. Beobachtet wurde eine Tendenz zur Mitte.
Bild 2
Verteilung des Reifegrades von 0 (kein DfSS) bis 5
(höchster Reifegrad)
Interessant ist, dass 87% der Teilnehmer angaben, dass
ihre Unternehmen zumindest über die Einführung von
DFSS diskutieren. Erstaunlicherweise gaben 90% der
Unternehmen an, ausgebildete DFSS Black Belts zu
beschäftigen.
Deutlich wird damit, dass die Teilnahme an der Umfrage
durch Interessenten an DFSS geprägt ist. Aus den
Tätigkeitsangaben der Teilnehmer wurde auch ein vorhandener Six Sigma Hintergrund deutlich. Die Ergebnisse zeigen somit offensichtlich primär Meinungen aus
einer Community.
Die zentrale Frage nach dem Nutzen eines DFSS Standards war ebenso heterogen. Es ergab sich eine gleichmäßige Verteilung der Bewertungen um den mittleren
Wert von 3 auf einer Skala von 1 (sehr niedrig) bis 5
(sehr hoch). Der Nutzen wird also gleich häufig hoch
wie niedrig bewertet. Will man diese Aussage zur
Entscheidung für oder gegen einen Standard heranziehen, besteht formal Kräftegleichgewicht.
Bild 3
Zusammengefasste Bewertung „eher unnütz: <3“
oder „nützlich: >3“ einen DfSS-Standard
PIQ 2/2012
45
TEQ® Training und Consulting
Fragen, die sich auf Branchenunterschiede und weitere
Details beziehen, lassen sich wegen der geringen
Beteiligung nicht beantworten. Lediglich auf die Frage
nach einem Zusammenhang zwischen Reifegrad und
Standardisierungswunsch lässt sich eine Korrelation
ableiten. Es zeigt sich die Tendenz, dass Unternehmen
mit höherem Reifegrad eher einen Nutzen in der
Standardisierung sehen.
Eine weitere interessante Beobachtung ergab sich bei
der Frage nach dem Inhalt und den Anforderungen eines
DFSS Standards. Aussagen wurden hier auch von den
Teilnehmern getroffen, die den Nutzen des Standards
eher gering eingeschätzt haben.
Die Hauptforderungen betreffen praktische Hinweise
zur Umsetzung eines DFSS-Konzepts selbst sowie Hinweise zur Anwendung der typischen DFSS-Werkzeuge.
Ebenso wurde der Standardisierung eines Phasenkonzepts hohe Bedeutung beigemessen. Die Vorschläge
dafür liegen für Neuentwicklungen etwa zu gleichen
Teilen bei IDOV und DICOV (und deren Derivaten). Für
das Re-Design wird DMAD(O)V genannt.
Eher geringes Gewicht fällt nach Meinung der Teilnehmer einem Ausbildungskonzept zu.
Bild 5
Auswahlhäufigkeit der DfSS-Werkzeuge in der
Umfrage
Ein weiterer Gegenstand der Befragung war die Anwendung von typischen DFSS-Werkzeugen. Zur Auswahl
angeboten waren FMEA, QFD, Scorecard-Techniken,
Pugh Concept Selection, Toleranzdesign, TRIZ,
Morphologischer Kasten, Design for X, Target Costing,
Simulation und Axiomatic Design.
In dieser Reihenfolge ergaben sich die Häufigkeiten der
Auswahl. Genannt wurden zusätzlich DoE und klassische Six Sigma Werkzeuge wie Messmittel- und
Prozessfähigkeit.
Als Vertreter des deutschen Normenausschuss
„Angewandte Statistik“ im DIN ruft die TEQ nun erneut
alle Interessenten von DFSS auf, an einer erweiterten
Umfrage der TEQ hierzu teilzunehmen. Wir haben wir
die Möglichkeit und die Pflicht, die Position der deutschen interessierten Kreise auf internationaler Ebene zu
vertreten. Über die neue bzw. erweiterte Umfrage werden wir Sie zu gegebener Zeit informieren.
Die TEQ steht in Kontakt zum European Six Sigma Club
Deutschland e.V., der sich im Falle der Entscheidung für
ein Normungsprojekt daran beteiligen will.
Bild 4
Relative Häufigkeiten für die Auswahl der angebotenen Forderungen an eine Norm
Feste Lehren
• Prüfstifte
• Gewindelehren
• Passungslehren
Wanzel Handels- und Projektmanagement GesmbH
A-1220 Wien • Wagramer Straße 173/D
Tel. +43 1 259 36 16-15 • Fax +43 1 259 3617
e-mail: [email protected], http://www.wanzel.com
Kalibrierwerkzeuge
und Messgeräte
Messende
Lehren
• Ringe
• Endmaße
• Messkugeln
• Zertifizierte Standards
• Hartgesteins-Messwinkel
und -Platten
• Messuhrprüfgeräte
• Universal-Längenmessgeräte
• Höhenmessgeräte
• Formprüfmaschinen
• Ausrichtsysteme
• Verzahnungsmessung
• Gewindemessung
• Bohrungsmessung
• Schiebelehren
• Mikrometer
• Messuhren
Kraftmesstechnik
Vo
rric
htu
ng
en
• Kraftmessgeräte
• Drehmomentprüfgeräte
• Härteprüftechnik
• Zug/Druck-Analysen
Universalmesstische
Software
• CAQ
• Messsystemanalyse
• Prozessoptimierung
• Prüfmittelverwaltung
• Statistik- und
Prozessanalyse
• Datenauswertung
qs-STAT
S p e z i a l g e b i e t e
Oberflächenmessung
Spanntechnik
Hydrodehnspannelement für
Außenspan und Innenspan
Luftspannfutter
Videoendoskopie
Wuchtanlagen
und Schwingungsanalyse
3D-Messtechnik
TEQ® Training und Consulting
Aktuelles aus dem Normungsausschuss Angewandte Statistik
Dr.-Ing. Wolfgang Schultz, TEQ® Training & Consulting GmbH
Der Normungsausschuss Angewandte Statistik beim
DIN (NA 147-00-02 AA) ist das nationale Spiegelgremium des ISO/TC 69. Die TEQ® Mitarbeiter Dipl.Ing. Stephan Conrad und Dr.-Ing. René Pleul sind Mitglieder des Ausschusses, Obmann ist der Geschäftsführer der TEQ®, Dr.-Ing. Wolfgang Schultz. Beim
ISO/TC 69 wird der Ausschuss durch Dr.-Ing. Edgar
Dietrich, dem Geschäftsführer von Q-DAS® vertreten.
Insgesamt umfasst das Arbeitsprogramm des Ausschuss
eine Liste mit 150 Projekten, von denen knapp 50 als
derzeit erledigt eingestuft sind. Die bekanntesten und
nach Kenntnis der Mitglieder des Ausschusses auch am
häufigsten angewendeten sind die Normenreihen zu
Begriffen (DIN 55350 und ISO bzw. DIN ISO 3534),
Fähigkeitskenngrößen (DIN ISO 21747, ISO 22514),
Genauigkeit von Messverfahren und Messergebnissen
(DIN ISO 5725), Annahmestichproben (DIS ISO 2859
und 3951) und Qualitätsregelkarten (ISO 7870).
An der letzten Tagung des ISO/TC 69 im Juni 2012 in
Tokyo nahmen außer Dr. Dietrich weitere Ausschussmitglieder teil. Am 17. und 18. Oktober tagte der NA
147.. 02 dann wieder in Berlin. Die Delegierten berichteten über Stand und Arbeitsergebnisse von Tokyo.
Bild: Übersicht über die neue Normenreihe ISO (DIN ISO) 22514
48
PIQ 2/2012
Nachstehend finden Sie als Auszug einige Informationen
zu nationalen und internationalen Projekten.
ISO 3534-2 Statistik, Begriffe und Formelzeichen, Teil 2:
Angewandte Statistik wurde ins Deutsche übersetzt und
wird in Kürze als Entwurf E DIN 3534 veröffentlicht. Mit
dem Erscheinen entstehen einige Redundanzen und
sogar Konflikte mit bestehenden Teilen der DIN 55350
Begriffe der Qualitätssicherung und Statistik. Die
Normen der Reihe 55350 sollen nach Veröffentlichung
der DIN ISO 3534 zurückgezogen, alle nicht-redundanten Begriffe auf künftigen Bedarf geprüft und dann in
einer „Restnorm“ zusammengefasst werden.
In der Reihe ISO 22514 wurden und werden bestehende Normen und neue Projekte gebündelt, die Fähigkeitsbeurteilungen beschreiben. U.a. ist die (DIN) ISO
21747 Statistische Verfahren – Prozessleistungs- und Prozessfähigkeitskenngrößen für kontinuierliche Qualitätsmerkmale in überarbeiteter Form in ISO 22514-2 aufgegangen, wird ins Deutsche übersetzt und voraussichtlich Anfang kommenden Jahres als E DIN ISO 22514-2
veröffentlicht und ersetzt künftig DIN ISO 21747. Auf
internationaler Ebene steht ISO 22514-7 – geplanter
Titel der entsprechenden DIN ISO 22514-7: Statistische
TEQ® Training und Consulting
Verfahren im Prozessmanagement Fähigkeit und Leistung - Teil 7: Fähigkeit
von Messprozessen – ebenfalls kurz vor
Veröffentlichung.
Die Reihe ISO 7870 beschreibt diverse
Arten von Qualitätsregelkarten. Diese
Normen sind zum Teil bereits sehr betagt
und tragen z.B. den Möglichkeiten der
Softwareanwendung kaum Rechnung,
Anpassungsbedarf besteht insbesondere
zur Berücksichtigung der Rechnernutzung. Mehrere Teile dieser Normenreihe
befinden sich auf internationaler Ebene in
Überarbeitung, ein neuer Projektvorschlag zu Qualitätsregelkarten für multivariate Merkmale wurde eingebracht.
ISO7870-2 beschreibt die Anwendung
von Shewhart-Regelkarten, Q-DAS®/TEQ®
werden einen Vorschlag zur Aufnahme
von Shewhart-Karten mit erweiterten Eingriffsgrenzen, wie sie in der Praxis häufig angewendet
werden, einbringen.
Relativ neu sind auf ISO Ebene einige Normungsvorhaben zu Six Sigma, Design for Six Sigma DFSS und
QFD. Die TEQ wird die Entwicklung dieser Projekte verfolgen und soweit sinnvoll mitarbeiten.
Insgesamt wäre eine stärkere Besetzung des Normungsausschusses mit Vertretern der Industrie wünschenswert, um insbesondere auf der internationalen Ebene
das Normungsgeschehen besser mitgestalten zu können
und nicht irgendwann mit Normen als Stand der Technik
konfrontiert zu werden, die zu Konflikten mit den angewendeten Verfahren oder Prozessen führen.
PIQ 2/2012
49
TEQ® Training und Consulting
Optimierung statistischer Auswertungen bei TE Connectivity
Jochen Kellner, Tyco Electronics AMP GmbH
TE Connectivity (TE) ist ein global operierendes Unternehmen, das mehr als 500.000 Produkte entwickelt und
produziert. Diese ermöglichen und schützen den
Energie- und Datenfluss in den Produkten, die jeden
Aspekt unseres Lebens berühren.
TE Connectivity, Bensheim
Unsere nahezu 100.000 Mitarbeiter arbeiten als Partner
mit Kunden aus praktisch allen Industrien zusammen –
von Unterhaltungselektronik, Energie- und Medizintechnik, zu Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt
sowie Kommunikationsnetzwerken. Sie erlauben intelligentere, schnellere, bessere Technologien, um Produkte
mit Visionen zu verbinden.
Prozesse zu analysieren und zu beurteilen. Die bei TE
zuvor eingesetzte Statistik Software hat Defizite in der
Berichterstellung und setzte überdurchschnittliche
Kenntnisse im Bereich Statistik bei Anwendern voraus.
Da die Auswertung der Datengrundlage nicht ausreichend transparent und nachvollziehbar ist, führte dies
häufig zu Problemen bei der Kommunikation mit internen sowie externen Kunden, wie z.B. Auswertungen für
Erstmusterprüfberichte sowie für serienbegleitende
Prüfungen.
Mit der Umstellung auf die Q-DAS® Software konnte
eine effizientere Arbeitsgestaltung im Bereich der Statistischen Prozessanalysen erreicht werden. Der erste
Schritt zur Umstellung war eine Schulung von cirka 20
TE Mitarbeitern verschiedener Standorte im Sommer
2011. Durch das sehr praxisorientierte und zielgerichtete Training, das von der TEQ® Training & Consulting
GmbH in unserem Werk in Speyer durchgeführt wurde,
lernten wir die vielfältigen Funktionen der Software kennen und effektiv anzuwenden.
Im nächsten Schritt planen wir nun, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Forderungen unserer Kunden eine europaweit einheitliche Auswerte-Strategie
festzulegen, die auch fester Bestandteil der TE Prozeduren sein wird. Diese Standardisierung soll die Vergleichbarkeit der einzelnen Werke zueinander gewährleisten und die Kommunikation von statistischen Werten
zum Kunden vereinheitlichen. Im Besonderen nutzt TE
dabei die Möglichkeit der Auswertung von Form und
Lagetoleranzen, da diese Merkmale bei komplexen Geometrien immer mehr zum Tragen kommen.
Minimale Größe – maximale Leistung:
das NanoMQS Kontaktsystem
AQE (Advanced Quality Engineering) ist eine europaweite Abteilung der Firma TE Connectivity, die an den
verschiedenen Produktionswerken, sowie am HauptEntwicklungs-Standort in Bensheim vertreten ist. Die
Gruppe unterstützt die einzelnen Entwicklungsabteilungen bei der Qualitätsvorausplanung der einzelnen
Projekte bis hin zur Serienreife der Produkte. Die
Moderation verschiedener Methoden wie beispielsweise FMEA oder QFD gehört ebenso, wie auch der Umgang mit statistischen Verfahren, zum täglichen
Aufgabengebiet des Teams.
Grafische Auswertung von Positionstoleranzen eines TE
Produktes
AQE wurde auf Q-DAS® / TEQ® aufmerksam, da viele
Automotive Kunden die Software bereits nutzen, um
statistische Auswertungen zu erstellen, sowie laufende
TE Connectivity und TE connectivity (logo) sind Marken.
Andere hier aufgeführte Produkt oder Firmennamen
können Marken der jeweiligen Inhaber sein.
50
PIQ 2/2012
TEQ® Training und Consulting
Geometrische Produktspezifikation GPS Die GPS-Grundnorm DIN EN ISO 8015
Dr.-Ing. Gunter Effenberger, TEQ® Training & Consulting GmbH
Vorbemerkung
In der letzten PIQ® (Ausgabe 01/2012) wurde diese Artikelreihe mit einer Übersicht über alle wesentlichen, zur
Geometriebeschreibung erforderlichen Normen des GPS-Konzeptes begonnen. Mit dem vorliegenden Artikel soll die
Grundnorm DIN EN ISO 8015 vorgestellt und ihre „Dachfunktion“ über die gesamte GPS-Normenreihe herausgestellt
werden. Es ist nicht Absicht, alle Inhalte dieser Norm anzusprechen, sondern nur diejenigen Aspekte hervorzuheben,
die aus Sicht des Autors eine besondere Brisanz für die Erstellung von Spezifikationen, insbesondere Zeichnungen, und
deren Interpretation haben.
Die Stellung der DIN EN ISO 8015 im GPSKonzept
Im Vorwort zur Norm wird ihre herausragende Funktion
als „fundamental“ charakterisiert, weil sie alle weiteren
anderen Normen im GPS-Normensystem, also die globalen, allgemeinen und ergänzenden Normen, beeinflusst. In der nachstehenden Übersicht ist sie in ihrer
Funktion als Grundnorm lediglich über dem Normenblock „Geometriebeschreibung und -tolerierung“ angeordnet.
Bereits im Titel werden Konzepte, Prinzipien und Regeln
angekündigt, die grundlegende, übergreifende und mit
dem Verankern in einer Norm auch haftungsrelevante
Aspekte der Anwendung von Normen als allgemeine
Regeln der Technik ansprechen und letztlich festlegen.
„Konzept“, „Prinzip“ und „Regel“ sind in der Norm wie
folgt erklärt:
Unkommentiert anzumerken ist, dass es im Textteil nur
ein beschriebenes Konzept, keine Prinzipien - dafür 13
Grundsätze - und 3 Regeln gibt.
Grundlegende Annahmen für das Lesen von
Anforderungen auf Zeichnungen
In dieser Überschrift spürt man förmlich die Anstrengung der Normenverfasser, ihre Absichten weder
als Prinzip noch als Regel zu verankern. Das ist insofern
bedauerlich, weil die „Annahmen für das Lesen von
Zeichnungen“ von solch fundamentaler Bedeutung sind,
dass man sie sich als „Regeln für das Erstellen von
Zeichnungen“ herausgegeben gewünscht hätte.
Annahme 1 Funktionsgrenzen
• Die Funktionsgrenzen beruhen auf
einer vollständigen Untersuchung.
• Diese Untersuchung erfolgte experimentell oder theoretisch.
• Die Funktionsgrenzen sind ohne
Unsicherheit bekannt.
Annahme 2 Toleranzgrenzen
• Die Toleranzgrenzen stimmen mit den
Funktionsgrenzen überein.
Annahme 3 Funktionsniveau
• Ein Bauteil, dessen Merkmale innerhalb
der durch Toleranzen vorgegebenen
Grenzwerte liegen, funktioniert.
• Ein Bauteil, dessen Merkmale nicht
innerhalb der durch Toleranzen vorgegebenen Grenzwerte liegen, funktioniert nicht.
Annahme 2 verdient eine extra Bemerkung. Der
Zeichnungsleser muss davon ausgehen, dass der Produktentwickler/Konstrukteur nicht dem Sicherheitsdenken verfallen ist und subjektiv die Toleranzgrenzen
als Misstrauenstoleranzen enger auslegt als die
Funktionsgrenzen. Es gibt unzählige Beispiele in der
Praxis, wo das Einengen der Toleranz von Seiten der
Konstruktion zu erheblichen Schwierigkeiten und hohen
Prozesskosten führen, wenn diese Merkmale zusätzlich
mit Prozessfähigkeitsanforderungen verknüpft werden.
PIQ 2/2012
51
TEQ® Training und Consulting
Grundsatz 1
Grundsatz des Aufrufens
Sobald ein Teilbereich des ISO-GPS-Systems in einer
Produktspezifikation „aufgerufen“ wird, gilt das gesamte ISO-GPS-System als aufgerufen. Die früher notwendige und weit verbreitete Angabe „Tolerierung ISO 8015“
zur Kennzeichnung, dass das Unabhängigkeitsprinzip
anzuwenden ist, kann zur Information im oder in der
Nähe des Titelfeldes angegeben werden. Das ist aber
aufgrund des „Aufrufens“ des Systems durch eine andere zitierte GPS-Norm nicht zwingend erforderlich! Das
vollständige ISO-GPS-System ist in den durch das
ISO/TC 213 veröffentlichten internationalen Normen
festgelegt (s. ISO/TR 14638). Nur wenn auf einer Zeichnung oder Dokumentation eine andere, beispielsweise
firmeninterne oder ausschließlich nationale Richtlinie
aufgerufen wurde, dann ist diese Norm als Äquivalent
zur betreffenden ISO-GPS-Norm anzuwenden.
Beispiel 1
Beispiel 2
GPS-System aufgerufen ohne
ISO 8015 zu zitieren
GPS-System nicht aufgerufen
Grundsatz 3
Zeichnung
Grundsatz
eindeutiger jedoch ist die
Version im Beispiel 7
der
bestimmenden
Die Zeichnung als Synonym für das gesamte Paket von
Dokumentationen zur Spezifikation des Werkstücks ist
bestimmend. Alle Anforderungen sollen auf der
Zeichnung unter Verwendung von GPS-Symbolen angegeben werden. Anforderungen, die nicht auf der
Zeichnung angegeben sind, können nicht geltend
gemacht werden. Da Zeichnungen in aller Regel die
Grundlage für die inhaltliche Ausgestaltung von
Lieferverträgen sind, ergibt sich somit eine vertragsrechtliche Haftungskomponente aus der Anwendung
des GPS-Systems. Das sollte allen Verwendern des GPSSystems bei der Erstellung der Produktspezifikation
bewusst sein.
Grundsatz 5
Grundsatz der Unabhängigkeit
Der Hauptinhalt der letzten Fassung der DIN ISO 8015
aus dem Jahr 1986, Tolerierungsgrundsatz Unabhängigkeitsprinzip, ist ohne die in der alten Norm erklärenden
grafischen Darstellungen in die neue Fassung und
wesentlich verkürzt übernommen worden. Jede GPSAnforderung an ein Geometrieelement oder eine
Beziehung zwischen Geometrieelementen muss unabhängig von anderen Anforderungen erfüllt werden.
Sollen Ausnahmen dieser Unabhängigkeitsbetrachtung
zugelassen werden, muss das auf den Zeichnungen an
den jeweiligen Merkmalen oder global für die gesamte
Zeichnung mit den vereinbarten GPS-Modifikationssymbolen vorgenommen werden (z. B. Ⓜ nach ISO
2692, CZ nach ISO 1101 oder Ⓔ nach ISO 14405-1).
52
PIQ 2/2012
Grundsatz 7
Grundsatz der Standardfestlegung
Anforderungen an die Geometrie werden in Form von
Zeichnungsangaben kommuniziert, die im GPS-Konzept
als Spezifikationsoperatoren bezeichnet werden. Es sind
die „zeichnungssprachlichen“ Mittel, die der Produktentwickler/Konstrukteur nutzt, um das Funktionsniveau
festzulegen.
Der vollständige Spezifikationsoperator kann sich an
den Vorgaben der grundlegenden GPS-Normen orientieren.
Beispiel 3:
Ø20 h11 besagt, dass der Standardspezifikationsoperator „örtliches Maß als Zweipunktmaß“ nach
ISO 14405-1 anzuwenden ist, ohne dass auf diese
Norm zusätzlich hingewiesen werden muss.
Von diesen Standardspezifikationsoperatoren kann
durch Modifikationssymbole am jeweiligen Merkmal
angetragen, abgewichen werden.
Beispiel 4:
Ø20 h11
besagt, dass der Spezifikationsoperator
„Maß ermittelt nach der Methode der kleinsten
Quadrate“ nach ISO 14405-1 anzuwenden ist.
Es können auf Zeichnungen auch firmenspezifische oder
vom Standard abweichende Spezifikationsoperatoren
vereinbart werden (z. B. in der Nähe des Zeichnungskennfeldes).
Beispiel 5:
Für alle Maßelemente auf der Zeichnung gilt die
Hüllbedingung, nicht der Standardspezifikationsoperator Zweipunktmaß.
Grundsatz 8
Grundsatz der Referenzbedingung
Dieser Grundsatz verankert die allseits bekannte Interpretation, dass sich Geometriemerkmale auf die in ISO
1 definierte Bezugstemperatur von 20°C beziehen. Auf
diese Temperatur ist unter Berücksichtigung des Werkstoffes und der Einsatzbedingungen das Bauteil auszulegen und dessen Qualitätsbeurteilung zu beziehen. Die
ebenfalls in diesem Grundsatz betonte „Sauberkeit“ des
Werkstückes (frei von Verunreinigungen) ist auslegbar
und noch zu unspezifisch. Häufig sind deshalb zusätzlich Anforderungen an die Reinheit der Bauteiloberflächen auf den Zeichnungen zu vereinbaren, wenn die
Sauberkeit quantifiziert und damit bewertbar gemacht
werden soll.
TEQ® Training und Consulting
Grundsatz 10
Grundsatz der Dualität
Nicht alle Grundsätze dieser Norm sind beim ersten
Lesen zu erschließen und zu verstehen. Gerade beim
Grundsatz 10 ist eine Übertragung von der sicher präzisen Formulierung in eine verständlichere Form angebracht.
Das sogenannte Operatorkonzept unterstellt, dass ein
vollständiger Spezifikationsoperator, eine vollständige
Zeichnungsangabe also, die Messgrößen und ggf. messtechnischen Randbedingungen für das jeweilige Merkmal eindeutig vorgibt. Der Spezifikationsoperator ist in
der Phase des Bauteildesigns festzulegen.
Der Verifikationsoperator ist die für die Bauteilprüfung
realisierte Art und Weise der Messung bzw. Prüfung.
Der Verifikationsoperator wird demzufolge in der Phase
der Prüfplanung oder unmittelbar vor der Messung festgelegt und dem Spezifikationsoperator zugeordnet.
Stimmen Verifikationsoperator und Spezifikationsoperator überein, wird also so gemessen wie gefordert, dann
gibt es keinen durch die Wahl des Verfahrens verursachten Anteil an der Messunsicherheit. Stimmt der
Verifikationsoperator mit dem Spezifikationsoperator
nicht überein, wird also anders gemessen als gefordert,
dann gibt es einen durch die Wahl des Messverfahrens
verursachten Anteil an der Messunsicherheit. Dieser
Messunsicherheitsanteil wird in ISO 8015 als Verfahrensunsicherheit bezeichnet.
Der Grundsatz der Dualität erklärt nun, dass der
Spezifikationsoperator unabhängig von irgendeinem
Messverfahren oder einer Messeinrichtung festzulegen
ist, wobei alle in den Normen zu Messverfahren anzuwendenden Standards durch den Aufruf des GPSSystems (Grundsatz 1) angesprochen werden. Die GPSpezifikation schreibt nicht vor, welche Verifikationsoperatoren zulässig sind. Einziges Kriterium für die
Zulässigkeit eines Verifikationsoperators ist die Größe
der Messunsicherheit.
Beispiel 6:
Ein Maßelement ist als Passmaß mit Ø20 h11 Ⓔ als
Spezifikationsoperator bemaßt.
Für die Prüfung dieses Passmaßes ist als Verifikationsoperator ein Lehrring für das MaximumMaterial-Grenzmaß und eine Rachenlehre für das
Minimum-Material-Grenzmaß (LMS) vorgesehen. Die
Messunsi-cherheit wird maßgeblich beeinflusst
durch den Zustand der Lehren (Ausnutzung der
Abnutzungsbeträge) und die Handhabefertigkeiten
der Prüfer.
Weiterhin ist anzumerken, dass bestimmte messtechnische Ergänzungen den Spezifikationsoperatoren zugeordnet werden können, z. B. für die Prüfung mit
Koordinatenmessmaschinen die Wahl des Referenzelementes, Filtertyp, Übertragungsband des Filters,
Vorgaben an Tastelemente und Hinweise zur Erfassungsstrategie der Geometrieelemente. Notwendig ist
das aber nur, wenn von den in den verschiedenen GPSNormen zu Messverfahren festgelegten „defaults“,
Standards also, abgewichen werden soll oder darf.
Als letzter Grundsatz soll der Grundsatz 13 in diesem
Artikel angesprochen werden.
Grundsatz 13
Grundsatz der Verantwortlichkeit
Kernaussage von Grundsatz 13 ist die, dass der Konstrukteur verantwortlich ist, die geometrische Komponente der Bauteilfunktion mit geeigneten Spezifikationsoperatoren (Zeichnungsangaben) eindeutig zu
beschreiben. Eine nicht eindeutige Auslegung der
Funktion durch die gewählte Art der Spezifikationsoperatoren hat der Konstrukteur/Produktentwickler zu
verantworten.
Die Wahl des geeigneten Verifikationsoperators erfolgt
auf Grundlage der Messunsicherheit in Verantwortung
der Partei, die für die Qualitätsprüfung (Nachweis auf
Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung mit den
Spezifikationsgrenzen) zuständig ist, wobei auf die DIN
EN ISO 14253-1 verwiesen wird.
In einem letzten Abschnitt werden in DIN EN ISO
8015:2011 Regeln zur Angabe von allgemeinen Spezifikationsoperatoren festgesetzt. Wenn auf einer Zeichnung auf eine allgemeine GP-Spezifikation verwiesen
wird, wie z. B. ISO 1101, ISO 1302, ISO 5459, dann
sind die Spezifikationsoperatoren wie in diesen Normen
festgelegt zu verwenden und zu interpretieren. Wichtig
dabei ist, dass die ISO-Norm, die den betreffenden allgemeinen Spezifikationsoperator festlegt, immer der
zum Zeitpunkt der Zeichnungserstellung letzten verfügbaren (offiziellen) Ausgabe entspricht.
Wenn eine Verweisung auf vorhergehende Ausgaben
solcher GP-Spezifikationen erforderlich ist, dann soll
dies eindeutig angegeben werden, z. B. statt
„Tolerierung ISO 8015“ wird „Tolerierung ISO
8015:1986“ ausgewiesen. Eine solche Konstellation
wäre denkbar, wenn eine alte Zeichnung revisioniert
und mit einem neuen Änderungsstand gültig wird, ohne
dass sie ins aktualisierte GPS-Normenwerk und GPSVerständnis übernommen werden soll.
Soll jedoch eine abgewandelte standardmäßige GPSpezifikation angewendet werden, die keine ISO-GPSNorm ist, dann soll die Zeichnungseintragung in oder in
der Nähe des Zeichnungskennfeldes mindestens das
Folgende einschließen.
Vermerk „Tolerierung ISO 8015“; Modifikationssymbol
AD; Bezeichnung des maßgeblichen Dokumentes.
PIQ 2/2012
53
TEQ® Training und Consulting
Beispiel 7:
Tolerierung ISO 8015
Fazit
ASME Y14.5:2009
Interpretation: Anstatt ISO 8015 wird der amerikanische
Standard für die Geometrietolerierung ASME Y14.5 aufgerufen und verbindlich erklärt. Damit wird deutlich,
dass das vorn aufgeführte Beispiel 2 noch exakter auf
einer Zeichnung vereinbart werden kann.
Das Modifikationssymbol
steht
in
diesem
Zusammenhang für Altered Default (abgewandelter
Standard). Es wird nur verwendet, wenn dieser abgewandelte Standard keine ISO-GPS-Norm ist.
Die DIN EN ISO 8015 wird ihrer neuen Rolle als
Grundnorm des GPS-Systems gerecht. Die Inhalte sind
akzeptabel und sind vor allem im Falle von haftungsrechtlichen Aspekten als Folge von falscher Zeichnungsfestlegung oder -interpretation von außerordentlicher Bedeutung.
Einzig die Lesbarkeit der Norm ist zumindest in der
deutschen Fassung erschwert. Wortfügungen wie standardmäßige GPS-Spezifikation der ISO, abgewandelte
standardmäßige GPS-Spezifikation, Spezifikationsoperatoren gibt es vielfach. Sie kennzeichnen die neue Fachterminologie, die auch in allen weiteren Normen des
GPS-Systems zunehmend angewendet wird.
Ausblick
Der nächste Artikel dieser Serie wird sich der neuen
GPS-Norm für Maßelemente DIN EN ISO 14405, Teil 1
und Teil 2 widmen.
TEQ® und Q-DAS® erarbeiten weltweites Schulungskonzept für Bosch
Dr.-Ing. Wolfgang Schultz, TEQ® Training & Consulting GmbH
Bei der Robert Bosch GmbH läuft derzeit der globale
Roll-Out, bei dem an 200 Standorten weltweit Q-DAS®
Software mit einer für Bosch firmenspezifischen Auswertekonfiguration implementiert wird. Die TEQ® wurde beauftragt, für die Handhabung der Software ein
Schulungskonzept zu erarbeiten, das dann ebenfalls
weltweit in einheitlicher Form eingesetzt wird.
Gemeinsam mit Experten von Q-DAS® wurden hierfür
Schulungsunterlagen für drei jeweils zweitägige Module
erstellt, die auf die firmenspezifische Konfiguration der
Software ausgerichtet sind. Darüber hinaus werden
Unterlagen für zusätzliche individuelle Workshops zur
Unterstützung der lokalen Installationen in den Werken
sowie für die Unterweisung bestimmter Zielgruppen
durch Bosch-eigene Mitarbeiter erarbeitet.
Am 4. und 5. Oktober fand im Bosch Trainingscenter in
Stuttgart-Feuerbach das Pilotseminar für die Handhabung von O-QIS statt. Eingeladen waren Mitarbeiter,
die bereits längere Erfahrung im Umgang mit älteren
Versionen haben. Da die Teilnehmer aus sehr verschiedenen Standorten und Funktionen kamen, waren auch
deren Vorkenntnisse sehr unterschiedlich und stellten
eine Herausforderung für den Trainer Michael Sommer
dar, der diese aber mit seiner großen Erfahrung und tiefen Fachkenntnis souverän meisterte. Am Ende der Ver-
54
PIQ 2/2012
anstaltung war dann das Konzept dieses Schulungsmoduls im Wesentlichen bestätigt; es wurden aber auch
einige kleine Verbesserungsansätze erkannt, die kurzfristig in die Schulungsunterlagen eingearbeitet werden.
Die entstandenen Unterlagen werden bereits parallel
zum Freigabeprozess durch Bosch ins Englische übersetzt. Im nächsten Schritt werden die Trainer der
Q-DAS® Tochterfirmen und Vertriebspartner aus zahlreichen Ländern in einer Trainerschulung in das spezifische
Konzept eingewiesen. Damit können die Schulungen in
allen beteiligten Ländern ebenfalls nach diesem standardisierten Konzept durchgeführt werden.
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Tel. ++41 44 928 30 20
Fax. ++41 44 928 30 21
[email protected]
www.brigel.ch
Termine
Terminübersicht 2013 - Auszug aus dem TEQ Training & Consulting Programm
Weitere Termine unter www.teq.de
Nr.
Thema
Six Sigma / Lean Six Sigma / Design for Six Sigma
020-SiS
Identifikation und Auswahl von Six Sigma-Projekten
002-SiS
Six Sigma Champion
005-SiS
Six Sigma Master Black Belt
003-SiS
Six Sigma Black Belt (mit destra®)
003-SiS
Six Sigma Black Belt (mit MINITAB®)
009-SiS
Lean Six Sigma Black Belt (mit destra®)
009-SiS
Lean Six Sigma Black Belt (mit MINITAB®)
013-SiS
Vom Green Belt zum Black Belt (mit MINITAB®)
021-SiS
Vom Lean Green Belt zum Lean Black Belt (mit MINITAB®)
010-SiS
Lean Six Sigma Green Belt/Six Sigma Green Belt (mit destra®)
010-SiS
Lean Six Sigma Green Belt/Six Sigma Green Belt (mit MINITAB®)
014-SiS
Six Sigma Yellow Belt
024-SiS
Refreshing für Six Sigma Green und Black Belts
006-SiS
Design for Six Sigma (DFSS) Black Belt
015-SiS
Axiomatic Design
012-SiS
TRIZ - Methoden der erfinderischen Problemlösung
Statistische Methoden
028-STM
Statistik ohne Formeln
011-STM
Einführung in die technische Statistik mit qs-STAT®/destra®
020-STM
Statistische Verfahren - Teil 1: Grundlagen
021-STM
Statistische Verfahren - Teil 2: Datenanalyse
039-STM
Statistische Verfahren - Teil 3: Zufallsgrößen
037-STM
Firmenspezifische Richtlinien und Auswertestrategien
038-STM
ISO-Reihe 22514 - Fähigkeitsindizes
005-STM
DoE - Teil 1: Grundlagen und Versuchspläne 1. Ordnung
006-STM
DoE - Teil 2: Versuchspläne 2. Ordnung und Optimierung
007-STM
DoE - Teil 3: Versuchspläne nach Taguchi und Shainin
004-STM
Toleranzdesign
012-STM
Qualitätsabnahme und Qualifikation von Maschinen
013-STM
Prozessfreigabe und -fähigkeit in Fertigung und Montage
008-STM
Qualitätsregelkarten für stetige Merkmale
014-STM
Qualitätsregelkarten für diskrete Merkmale
035-STM
Statistische Datenanalyse zur Prozessverbesserung
Fertigungsmesstechnik und Messmanagement
032-FMT
Längenmesstechnik
033-FMT
Formmesstechnik
034-FMT
Oberflächenmesstechnik
035-FMT
Dreikoordinatenmesstechnik
021-FMT
Prüfplanung
007-FMT
Tolerierung von Maß-, Form- und Lageabweichungen
014-FMT
Positionstoleranzen - Alternative zu Maßtoleranzen
012-FMT
Dimensionierung von Prüflehren
005-FMT
Prüfmittelbeauftragter und Prüfmittelmanagement
016-FMT
Refreshing für Prüfmittelbeauftragte
023-FMT
Fehlinvestitionen bei der Prüfmittelbeschaffung vermeiden
025-FMT
Analyse und Fähigkeitsnachweis von Messsystemen
026-FMT
„Do it“ - Messsystemanalyse praxisnah in der Lernfabrik
027-FMT
Prüfprozesseignung und Messunsicherheit nach VDA 5
028-FMT
Messsystemanalyse nach AIAG Core Tool MSA 4. Auflage
029-FMT
Messunsicherheit nach GUM
030-FMT
Eignungsnachweis für attributive Prüfung und Sichtprüfverfahren
031-FMT
Spezialfälle bei der Beurteilung von Messprozessen
Lean Management / Kontinuierliche Verbesserung
003-LM
Trainingsprogramm Lean Expert
004-LM
Wertstrommanagement begreifen
005-LM
TPM - Total Productive Maintenance
013-LM
SMED - Rüstzeitoptimierung
Veranstaltungsorte: B ... Berlin
56
PIQ 2/2012
C ... Chemnitz
DA ... Darmstadt
Januar
Februar
März
April
Mai
B: 29./30.
WH: 23./24.
WH: 18.2. - 22.3.
WH: 18.3. - 12.7.
B: 28.1. - 17.5.
WH: 18.3. - 12.7.
B: 28.1. - 17.5.
B: 8.4. - 17.5.
B: 8.4. - 17.5.
WH: 4.2. - 15.3.
B: 22.4. - 31.5.
WH: 6. - 8.
B: 21.
B: 11.3. - 19.4.
C: 4./5.
L: 16./17.
C: 26.
C: 18./19.
C: 4./5.
C: 6./7.
C: 8.
WH: 29./30.
WH: 11.
WH: 7.
B: 11./12.
B: 13./14.
B: 15./16.
C: 27./28.
C: 29./30.
C: 31.5./1.6.
WH: 9./10.
C: 15./16.
WH: 25./26.
WH: 11./12.
C: 27./28.
WH: 22./23.
WH: 24.
B: 8. - 10.
WH: 29. - 31.
C: 21. - 23.
C: 25. - 27.
C: 25. - 27.
C: 22. - 24.
C: 20. - 22.
B: 29./30.
B: 31.
C: 15./16.
WH: 16./17.
C: 18./19.
DO: 22./23.
C: 18.
C: 9.
WH: 21./22.
B: 18./19.
DO: 13./14.
DA: 25./26.
B: 15./16.
WH: 4:/5:
WH: 21./22.
WH: 2./3.
WH: 27.
WH: 25./26.
B: 28.1. - 1.2.
DD ... Dresden
C: 6./7.
WH: 4. - 6.
WH: 5.
DO ... Dortmund
L ... Leipzig
WH ... Weinheim
Termine
Terminübersicht 2013 - Auszug aus dem TEQ Training & Consulting Programm
Weitere Termine unter www.teq.de
Nr.
Thema
Qualitätsmanagement - Basiswissen
003-PM
Projekte managen - Grundlagen und Methoden
001-QM
QM-Beauftragter - QB
002-QM
Interner Qualitätsauditor - IQA
006-QM
Qualitätsmanager - QM
065-QM
Audittechniken
069-QM
Refreshing für Auditoren
053-QM
QM-Systeme nach ISO 9001:2008
046-QM
Qualitätssicherungsvereinbarungen
049-QM
Lenkung von Prozessen mit Kennzahlen
067-QM
Durchführung der System-FMEA für Produkte und Prozesse
068-QM
FMEA-Moderator
051-QM
Die 8-D-Methode
Qualitätsmanagement im Automotive-Bereich und weiteren Branchen
028-QM
QM-Systemanforderungen nach ISO/TS 16949
060-QM
Überblick zu QM-Methoden (Core Tools)
027-QM
Auditor für QM-Systeme nach ISO/TS 16949
062-QM
Refreshing für Auditoren für QMS nach ISO/TS 16949
050-QM
Lieferantenqualitätssicherung - Supply Quality Assurance
037-QM
Qualitätsplanung und Lieferfreigabe nach VDA
038-QM
Qualitätsplanung und Lieferfreigabe nach AIAG
039-QM
Prozessaudits nach VDA 6.3
044-QM
Qualitätsmanagement in Prüf- und Kalibrierlaboratorien
Umweltschutz und Umweltmanagement
001-UM
Betriebsbeauftragter für Abfall
003-UM
Grundlehrgang nach Entsorgungsfachbetriebeverordnung EfbV
004-UM
Grundlehrgang nach Beförderungserlaubnisverordnung BefErlV
008-UM
Fortbildung nach EfbV, BefErlV, für Betriebsbeauftragte für Abfall
032-UM
Fachkunde nach § 4 Deponieverordnung
025-UM
Umweltmanagementbeauftragter
018-UM
Interner Umweltauditor/Umweltbetriebsprüfer
020-UM
Umweltmanager
023-UM
Refreshing für Umweltmanagementfachpersonal
009-UM
Integrierte Managementsysteme
030-UM
Interner Auditor für integrierte Managementsysteme
028-UM
Energiemanagement
033-UM
Energiemanagementbeauftragter und -auditor
034-UM
Rechtssicherer Umgang mit Gefahr-/wassergefährdenden Stoffen
Softwareschulungen
001-SW
Handhabungsschulung für qs-STAT®
002-SW
Handhabungsschulung für qs-STAT® Key User
003-SW
Messsystemanalyse mit solara.MP/destra®
004-SW
Messunsicherheit nach VDA Band 5 mit solara.MP
014-SW
Maschinenfähigkeitsanalyse mit qs-STAT®/destra®
015-SW
Prozessfähigkeitsanalyse mit qs-STAT®/destra®
010-SW
Handhabungsschulung für den Formulardesigner
013-SW
Datenanalyse mit MINITAB®
Veranstaltungsorte: B ... Berlin
C ... Chemnitz
DA ... Darmstadt
Januar
Februar
März
April
Mai
WH: 20./21.
C: 28.1. - 22.2.
B: 8. - 26.
C: 12. - 14.
B: 13. - 15.
C: 9. - 26.
B: 23.
B: 24.
B: 18.
WH: 22.
WH: 11.
C: 14.
B: 25./26.
B: 27.
WH: 19.
B: 24.
B: 23.
B: 21./22.
B: 23. - 25.
WH: 17.
WH: 15./16.
WH: 17. - 19.
WH: 20.
WH: 4. - 8.
DO: 20.
DO: 21.
WH: 13. - 15.
B: 15. - 17.
WH: 18. - 22.
WH: 18. - 21.
WH: 18. - 21.
WH: 20./21.
L: 20./21.
B: 22.
WH: 25.2. - 15.3.
C: 27. - 29.
DO: 24.
B: 15. - 19.
B: 15. - 18.
B: 15. - 18.
B: 17./18.
B: 28. - 30.
B: 9. - 25.
L: 29./30.
B: 13./14.
L: 6. - 8.
C: 22./23.
C: 22. - 24.
L: 22./23.
L: 22. - 24.
L: 22.
WH: 29. - 31.
C: 11. - 13.
WH: 4./5.
B: 20./21.
WH: 23./24.
DD ... Dresden
WH: 6:
WH: 27./28.
WH: 15. - 17.
DO: 15./16.
B: 17.
C: 17./18.
WH: 13./14.
C: 29./30.
WH: 25.
C: 29./30.
DO ... Dortmund
L ... Leipzig
WH ... Weinheim
Impressum
Herausgeber:
Redaktion:
Druck:
Dr.-Ing. Edgar Dietrich
Q-DAS® GmbH & Co. KG
Eisleber Str. 2
69469 Weinheim
Dipl.-Wirt.-Ing. Stephan Sprink
Q-DAS® GmbH & Co. KG
DruckhausDiesbach GmbH
Weinheim
Auflage: 20.000
ISSN 0949-958X
Layout:
Heide Mesad
Q-DAS® GmbH & Co. KG
PIQ 2/2012
57
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s
Wir
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Anz. Bücher - Carl Hanser Verlag
E
Kennzahlensystem für die Qualitätsbeurteilung in der industriellen Produktion
1. Auflage, ISBN 3-446-41053-8
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Statistische Verfahren zur Maschinenund Prozessqualifikation
6. Auflage, ISBN 3-446-41525-4
64,49
69,00
Statistical Procedures for Machine and
121,40
Process Qualification
129,90
Englische Fassung der 6. Auflage, ISBN 3-446-42249-8
Pocket Power: Eignungsnachweis von
9,25
Messsystemen, 3. Auflage, ISBN 978-3-446-41747-2 9,90
Einzelpreis:
ohne MwSt. - mit 7% MwSt.
Anz. Bücher - Carl Hanser Verlag
9,25
9,90
Eignungsnachweis von Prüfprozessen, 3. Auflage
ISBN 3-446-40732-4
46,64
49,90
Measurement Process Qualification
46,64
ISBN 978-3-446-42407-4
49,90
Englische Fassung der 6. Auflage, ISBN 3-446-40732-4
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Sonderfälle bei der Beurteilung von Messverfahren 43,00
46,01
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PIQ 2/2012
E
Pocket Power: Abnahme von Fertigungseinrichtungen, 3. Auflage, ISBN 978-3-446-42053-3