Programm - DGfE

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Programm - DGfE
Programm
24. Kongress der Deutschen Gesellschaft
für Erziehungswissenschaft an der
Humboldt-Universität zu Berlin
9. bis 12. März 2014
24. Kongress der DGfE
Open Access im wbv
Freier Zugang zu
Fachpublikationen
Ein wachsendes Angebot an Publikationen
und Dokumenten aus den Bereichen
Bildung, Beruf und Sozialforschung –
für Sie und Ihre Arbeit frei nutzbar.
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W. Bertelsmann Verlag
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
5
Festliche Eröffnung
8
Keynotes
Internationale Parallelvorträge
Deutsche Parallelvorträge
10
18
Montag, 10. März 2014
Arbeitsgruppen I
Symposien I
34
58
Dienstag, 11. März 2014
Arbeitsgruppen II
Symposien II
79
107
Mittwoch, 12. März 2014
Forschungsforen
Themenforen
Arbeitsgruppen III
Symposien III
124
160
187
213
Streitgespräch
Rahmenprogramm
230
232
3
24. Kongress der DGfE
Vorwort des
Lokalen Organisationskomitees
Vorwort
■ Wissen und Bildung sind weltweit zur
wichtigsten Ressource geworden und
haben eine ähnlich essenzielle Bedeutung erlangt wie die endliche Ressource
Erdöl. Technologischer Fortschritt,
Wohlstand und Lebensqualität sind
folglich immer stärker mit einem hohen
Bildungsniveau verbunden. Diese globale Entwicklung hat die Qualität der
nationalen Bildungssysteme als Dauerthema auf die Tagesordnung gesetzt –
in den letzten Jahren vorrangig durch
Debatten um Unterrichtsqualität und
damit verbunden die Qualität des Lehrpersonals. Diese Entwicklung spiegelt
sich deutlich auch im Tagungsprogramm
des 24. Kongresses der Deutschen
Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
(DGfE), der anlässlich ihres 50. Jubiläums in Berlin ausgerichtet wird.
Die Erziehungswissenschaft war und
ist vielfältigen Erwartungen ausgesetzt,
auf die sie zu reagieren und mit denen
sie sich kritisch auseinanderzusetzen
hat. Als eigenständige universitäre
Disziplin hat sie sich erst im Laufe des
20. Jahrhunderts – und damit vergleichsweise spät – etabliert. Aus unterschiedlichen Traditionen kommend und
unterschiedliche Paradigmen vertretend,
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24. Kongress der DGfE
vereint ihre Vertreterinnen und Vertreter das Ziel, die Voraussetzungen,
Prozesse, Rahmenbedingungen und
Ergebnisse von Erziehung, Bildung,
Lehren und Lernen zu erforschen sowie
dieses kontrolliert gewonnene pädagogische Wissen zu systematisieren,
weiterzugeben und zu reflektieren.
Begleitet wurde der nicht immer
kontinuierlich verlaufende Prozesse der
Konstituierung von Erziehungswissenschaft als universitäre Disziplin durch
Veränderungen und Brüche in theoretischen Rahmungen, pädagogisch-praktischen und politischen Bezugssystemen
sowie Funktionszuschreibungen. Die
wechselvolle Geschichte der Erziehungswissenschaft ist in Berlin besonders gut
repräsentiert; die Humboldt-Universität
stellt daher einen geeigneten Ort dar,
diesen Jubiläumskongress zu veranstalten.
Zentrale soziale Fragen unserer Zeit
sind die Verschärfung von Ungleichheit,
veränderte Kommunikationswege,
Individualisierung, Herausforderungen
im Umgang mit knappen Ressourcen
wie Umwelt und Zeit sowie neue Eingriffsmöglichkeiten in das, was einmal
als das natürliche Leben und als
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Vorwort
Voraussetzung von Erziehung und
Bildung galt. Diese Veränderungen treffen, direkt oder indirekt, Kernbereiche
erziehungswissenschaftlicher Forschung
und pädagogischen Handelns. Deshalb
ist Erziehungswissenschaft gefordert,
in ihrer wissenschaftlichen Arbeit Zukunft mitzugestalten. Die Vielfalt ihrer
Zugänge stellt dabei eine Stärke dar,
die sich zum einen in ihren Ergebnissen
wiederfindet und die Disziplin zum anderen auf nicht vorhersehbare Zukünfte
vorbereitet.
In mehr als 150 Veranstaltungen unterschiedlicher Formate ist es unser Ziel
dazu anzuregen, über das Verhältnis von
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft,
über Traditionen und Zukünfte, Aufund Umbrüche der Erziehungswissenschaft als universitäre Disziplin sowie
des Bildungs-, Sozial- und Erziehungswesens nachzudenken, um dazu beizutragen, dass Erziehungswissenschaft
auch in Zukunft adäquat und wirksam
agieren kann. Ein Beitrag hierzu leisten
Maßnahmen der internen Qualitätssicherung, die auch Eingang in die Kongressvorbereitung fanden: Zum ersten
Mal wurde im Zuge des Einreichungsprozesses von Konferenzbeiträgen ein
Peer Review durchgeführt.
24. Kongress der DGfE
Die Symposien und Arbeitsgruppen
behandeln das Kongressthema in internationaler Besetzung und unter Einbeziehung des wissenschaftlichen Nachwuchses, was eine breite Öffnung der
Diskussionen ermöglicht. Zu Themenforen sind Einzelbeiträge zusammengefasst, die sich aus unterschiedlicher
Perspektive auf das Rahmenthema des
Kongresses beziehen, während in Forschungsforen die Gelegenheit besteht,
Forschungsergebnisse aus der Breite
der Erziehungswissenschaft einem
interessierten Publikum vorzustellen
und insbesondere in methodologischer
bzw. methodischer Hinsicht zu diskutieren. Eine ergänzende Art der prägnanten
Präsentation von Forschungsergebnissen und -prozessen bieten Postersessions.
In acht Parallelvorträgen beziehen sich
ausgewählte Kolleginnen und Kollegen
aus der Disziplin vor ihrem jeweiligen
Forschungshintergrund auf Kernaspekte
des Kongressthemas. Zudem wurden
vier renommierte internationale Vortragende eingeladen, um die Internationalisierung der Erziehungswissenschaft
nochmals zu intensivieren. Sie thematisieren zentrale Forschungsfragen
aus Afrika, Asien und Lateinamerika.
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Vorwort
Ein öffentliches Streitgespräch zu
Frage von Traditionen und Zukünften
im Bildungsbereich in prominenter
Besetzung rundet das Programm ab.
Die Erziehungswissenschaft öffnet sich
damit einem breiteren, interessierten
Publikum.
Anliegen des Jubiläumskongresses
der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft ist es, ein Forum
zu bieten, das anregt, zu den skizzierten Themen konstruktiv und mitunter
provokativ zu diskutieren. Wir freuen
uns, Sie in Berlin begrüßen zu dürfen
und wünschen Ihnen einen interessanten Kongress und einen angenehmen
Aufenthalt!
Prof. Dr. Sigrid Blömeke und
Prof. Dr. Marcelo Caruso
24. Kongress der DGfE
Festliche Eröffnung
Eröffnungsvortrag
Heinz-Elmar Tenorth
Humboldt-Universität zu Berlin
■ [Details folgen]
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Internationale Parallelvorträge
A Study on Chinese Teachers’ Practical Knowledge
and Its Cultural Implications for the Traditions and
Futures of World Education
Xiangming Chen
School of Education, Peking University, China
■ Why do novice teachers not know how to teach, even
though they have learned a lot of theories on education
and psychology? What kinds of “tricks” do expert teachers have that enable them to teach well, and what kind of
knowledge that underlies these “tricks”? I will introduce
an empirical study on some Chinese teachers’ practical
knowledge and its socio-cultural implications for their professional development. Although this kind of knowledge
is not taken seriously by the academic field nor researched
in depth due to its opacity and implicitness, it is considered here vital for teachers’ professional development
and learning.
The research questions in this study concern the definition, contents, representation, structure and generative
mechanism of Chinese teachers’ practical knowledge,
as well as the mediation tools that facilitate the production of this kind of knowledge. Drawing on classroom
observation, interviewing, document analysis and participatory action research in six schools in Beijing, teachers’ classroom practice as well as metaphors and native
concepts from their own discourse emerge.
24. Kongress der DGfE
It is a unity of learning, thinking and doing (学思行结合),
a kind of embodied knowing, generated and developed
through teachers’ reflection-in-action. From the sociocultural perspective, this study finds that many expert
teachers exhibit typical features from the Chinese cultural
tradition in terms of ontology, epistemology and methodology of teaching. They hold a holistic world view (天人
合一) by identifying themselves strongly with their subject
matter and their student learning, shown in such statements as “I am the Chinese language”. While confronted
with conflicting demands from different stakeholders,
they resort to practical reasoning (实践理性) in making
the most appropriate decision here and now (中庸).
In their daily teaching, they embody a strong tendency
to integrate their knowing and doing (知行合一) by way
of modeling and teaching by action, which is considered
more effective than oral teaching.
The significance of this kind of study is to empower
schoolteachers by revealing their own unique practical
knowledge as one of the knowledge foundations for their
professional development, as well as proof for teaching as “profession” and teachers as “intellectuals”. It is
hoped that the Chinese cultural tradition for learning and
teaching, as reflected in these Chinese teachers’ practical
knowledge, can contribute to the co-construction of
a global future for the betterment of the mankind.
Teachers’ practical knowledge is considered as teachers’
enacted belief in education, which has been obtained
through their reflection on their own personal experience.
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Internationale Parallelvorträge
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Keynotes
24. Kongress der DGfE
Internationale Parallelvorträge
The Future is Now? Digital Technologies and School
Reform in South America
Inés Dussel
DIE-CINVESTAV, México
■ The global jargon of educational technology has become
so pervasive that is difficult to imagine the future of
schooling without picturing wired classrooms and a high
availability of digital devices for students and teachers,
where ubiquitous learning takes place almost without
any effort.
However, the introduction of digital technologies at a
massive level in several South American educational systems appears to be producing different effects than the
ones assumed by this global talk. In the conference, I will
present the findings of research done in Argentinean secondary schools, and of studies from Brazil and Uruguay,
all countries where one-computer-per-child programs
are being implemented, either as massive or pilot programs. The studies have looked at classroom interactions,
interviewed teachers and students, school principals and
families, and have analyzed students’ school assignments
and texts.
24. Kongress der DGfE
include teachers’ and students’ mindsets, instructional
resources, and also objects and digital devices that impose
more constraints than the promises tell. Second, schools
continue to act as strong regulatory frames for defining
what is to be done with digital technologies inside the
classrooms; they are organizations that have to make
processes visible and accountable, and thus render digital
media’s tacit knowledge into explicit school knowledge
that can be talked upon, measured, and credited in a
bureaucratic system. Third, schools are public institutions,
and teachers are supposed to introduce discussions about
truth and common knowledge –unlike media culture that
is the kingdom of fame and popularity. In the classrooms
observed in South American schools, it seems that there
are complex strategies to make room for popular media
culture but at the same time struggles to bring disciplinary
knowledge and more rigorous language to the conversation. Through these three lines of arguments, I expect to
discuss the pace and scope of the introduction of digital
technologies in educational institutions, and also to
what extent online learning networks are indeed a future
towards which schools, as vital institutions of public life,
should be oriented.
Grounding on Bruno Latour’s Actor-Network-Theory and
on media and visual culture studies, as well as on theories
of schooling that discuss its historical and social quality,
I will present three lines of arguments that emerge from
this research. First, new technologies coexist with old ones
in uneasy negotiations. Schools have been and are still
made of available technologies and resources, and these
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Internationale Parallelvorträge
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Keynotes
24. Kongress der DGfE
Internationale Parallelvorträge
Can education bridge divides between historical enemies? Insights from educational research and
practice in post-conflict South Africa
Jonathan Jansen
University of the Free State, South Africa
24. Kongress der DGfE
across borders of race, ethnicity, gender and disability
which in turn lays the platform for difficult dialogues
about reconciliation and social justice.
■ How can universities create environments in which
historical enemies live and learn and love together?
What is the role of educational leadership in advancing
the dual imperatives of social justice and reconciliation
on divided campuses and in conflicted communities?
And what do we know from a review of research on changing human relationships and institutional cultures in
post-conflict societies? Against the backdrop of policy,
research and practice in a number of societies emerging from traumatic conflicts and divisions, I will present
demonstrative case studies of change at historically white
South African universities that offer new conceptual and
empirical insights into complex transformations in other
international contexts.
In the age of digital education physical proximity is not
sufficient or even necessary to create powerful relationships between leaders and followers anywhere. Yet there
remains this very human need for feeling connected to
each other in ways that transform understandings of
ourselves and others. The new literature on emotions
and education, for example, illustrate how the emotional
lives of leaders and followers can be harnessed to play
transforming roles inside educational institutions.
This address will therefore show how new social media
are being used by leaders to create enduring bonds
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Internationale Parallelvorträge
Keynotes
24. Kongress der DGfE
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Internationale Parallelvorträge
From the Precolonial to the Postcolonial:
Technologies and Philosophies of Education in India
Nita Kumar
Mackenna College, CA, USA
■ I am most interested in how the philosophical and the
technological work together in providing an educational
experience, and how it comes to be that only one or
the other is emphasized some of the time, leaving any
analysis incomplete. By “philosophy” I mean the particular
relationships between teacher, text, student and society
conceived by an educational approach. By “technology”
I mean all the experiences that a student actually has
during the educational process, through: spaces,
languages, teaching methods, texts, and rituals.
In India, as we can well imagine, there has been a millennia-old history of education. To then call the modern
system of education that dates from circa mid nineteenth
century as the only thing that merits the name ‘education’ savours more of a problem of historiography than of
actual history. But there is more to it than that. There is a
politics and a cultural bind. Educators in India have been
handicapped by the discourse of colonialism as well as of
nationalism in being able to come up with a philosophy of
“Indian education” in the present. That is, there actually
does not exist an “Indian education” that is not to a large
extent an imitation of Western education—which is not to
say that it cannot exist, only that there have been historical obstacles to it. I would like to present my interpretation of the various efforts to put “an Indian education”
in place, which includes Vedic, Hindu reformist, Islamic,
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24. Kongress der DGfE
Internationale Parallelvorträge
secular and nationalist efforts. I would like to include my
own efforts, as together with a group of others, I set up a
model school in 1990 in North India.
In discussing all these efforts, if we try to assess them
on the two axes of the philosophical and the technological
we will have interesting findings. There were certain precolonial procedures that are close to the postcolonial ones
found in the most forward institutions in the world. There
were others that were completely dependent on a time
and a social system that were folly for educators to resurrect and re-institutionalize. There are certain relationships
that are discursive and not essentialist, such as perhaps
the meaning of “childhood”. There are errors about these
and related imaginings that have led to an educational
failure in modern India. Could India in the present synthesize all its history and have its own version of “an Indian
education”?
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Keynotes
24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Der „Untergang“ des Geistes, der „Aufstieg“ der Evidenz.
Wissensgeschichtliche Überlegung zur Vergangenheit
und Zukunft der Erziehungswissenschaft
Rita Casale
Universität Wuppertal
■ Im Fokus des Vortrags soll die Zukunft der Erziehungs-
wissenschaft als Universitätsdisziplin stehen. Den Ausgangspunkt der Analyse bildet der Versuch, die Gegenwart
der Disziplin in ihren unterschiedlichen Ausrichtungen zu
erörtern. Die unterschiedlichen Stimmen sollen in ihrem
spezifischen Beitrag zur Gesamtkonstellation der Disziplin
betrachtet werden. Die Erörterung wird in erster Instanz
wissensgeschichtlich und nur in zweiter wissenssoziologisch sein. Der geschichtliche Blick soll dazu dienen, die
Entwicklung des gegenwärtig hegemonialen Selbstverständnisses der Disziplin als empirisch basierter Wissensform, die berufsbezogen und an eine breite Öffentlichkeit
gerichtet ist, in ihrer wissensgeschichtlichen Logik sowie
wissenssoziologischen Positionierung zu begreifen. Dass
die spezifische Adressierung der Erziehungswissenschaft
als berufsorientierte Wissenschaft die Dominanz eines
wissenschaftlichen Paradigmas nicht allein erklärt, kann
an der Geschichte der Akademisierung der Pädagogik
gezeigt werden, die von Beginn an der Professionalisierung
der Lehrerbildung gekoppelt war. Das war Anfang des 20.
Jahrhunderts kein Hindernis für den Aufstieg der geisteswissenschaftlichen Pädagogik. Er ist epistemologisch
nur im Kontext der Bedeutung, welche die Geisteswissenschaften innerhalb einer philosophisch begründeten
Idee des Wissens hatten, zu erläutern. Soziologisch war
diese Idee getragen von denjenigen, die damit akademisch
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24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
sozialisiert wurden. Der „Untergang” des Geistes ist in
Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg sicher politisch
und soziologisch zu interpretieren. Aber er bezeichnet
auch die Krise der kategorialen synthetischen Begründung
des Wissens, die zu einer neuen Form von Verallgemeinerung führte, für welche die geschichtliche Tradierung von
Prozessen zweitrangig wurde. Die sozialwissenschaftliche
Wende der Erziehungswissenschaft „demokratisierte” das
Allgemeine und stellte insofern zweifellos einen Fortschritt hinsichtlich der Teilnahme an wissenschaftlicher
Produktion und an ihrer Transparenz dar. Für die Soziologisierung des Allgemeinen zahlt die Erziehungswissenschaft aber mit dem Verlust einer Form von Abstraktion,
welche die so genannte mittlere Reichweite überschreitet.
Der aktuelle „Aufstieg” der Evidenz in empirisch basierten
Forschungen führt eine weitere Erosion des Allgemeinen
herbei. Die Zukunft der Disziplin gehört der Erörterung
solcher Transformationen mit Berücksichtigung ihrer ambivalenten Dynamiken.
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Keynotes
24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Zukünfte der Kinder in den Blick nehmen –
zur Zukunft der empirischen Bildungsforschung
Kai S. Cortina
University of Michigan, MI, USA
■ In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die empiri-
sche Bildungsforschung in den Verdacht geraten, ein auf
punktuelle Schulleistungen verengtes Verständnis von
Bildungsprozessen zu haben, mit der Folge, dass sie auch
Schule als gesellschaftliche Institution funktional misrepräsentiert. Basierend auf Analysen jüngerer Längsschnittstudien wird die These entfaltet, dass sich die
empirische Bildungsforschung stärker an der Forschung
zum Lebensverlauf (life-span research) orientieren muss,
wenn sie die Bedeutung von schulischen Bildungsprozessen für einen erfolgreichen Übergang in die Erwachsenenwelt verstehen will. Denn die akademischen Leistungen
prägen nur in begrenztem Umfang die für berufliche Karrieren wichtigen Weichenstellungen. Das auf Schulbildung
gemünzte Verständnis des meritokratischen Prinzips,
wonach sozialer Aufstieg und berufliches Prestige primär
denjenigen zusteht, die sich in der Schule anstrengen und
erfolgreich sind, erweist sich in der biografischen Perspektive als erstaunlich brüchig. Nicht nur für den außerberuflichen Bereich, so die hier vertretene These, sind breiter
angelegte Theorien der Identitätsentwicklung deutlich
besser geeignet, Bildungsverläufe abzubilden, als der
zur Zeit so populäre Kompetenzansatz. Letzterer hat
insbesondere Schwierigkeiten, die biografischen Verläufe
von jungen Frauen zu erklären, deren bildungsbiografischen Entscheidungen z.B. durch ihre Interessenschwerpunkte deutlich besser vorherzusagen sind als durch
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24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Schulleistungen. In ähnlicher Weise ergeben sich abweichende Karrieremuster bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Nur durch die Integration von persönlichen Motivationskonstellationen und individuellen Lebensentwürfen in den
Forschungsansatz wird die Bildungsforschung mittelfristig
in der Lage sein, unser Verständnis von Schule und schulischen Bildungsprozessen substantiell zu erweitern und
handlungsrelevantes Wissen zu produzieren. Im Zuge dieses Prozesses, so die Vorhersage, wird es zu einer Annäherung mit dem eher traditionellen, normativ-geprägten
Verständnis von Schule kommen, das die Pädagogik als
Disziplin seit jeher bestimmt hat. Der emanzipatorische
Gedanke, der dem pädagogischen Verständnis von Bildung
immanent ist, wird vermutlich auch zur Abkehr vom deutlich neopositivistisch geprägten Wissenschaftsverständnis
in der zeitgenössischen Bildungsforschung führen.
21
Keynotes
24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Universität als Gegenstand der Erziehungswissenschaft.
Analysen zu historischen, aktuellen und zukünftigen
Entwicklungen der deutschen Universität
Carola Groppe
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
■ Der Vortrag geht von der Beobachtung aus, dass die
Hochschulsystems zu erklären und zukünftige Entwicklungslinien thesenartig skizzieren zu können. Dabei geht
es nicht nur um quantitative Veränderungen und Strukturentwicklungen, sondern auch um die Bedeutung des
Universitätsbesuchs im Lebensverlauf immer größerer
Teile der jüngeren Alterskohorten und die daraus sich
ergebenden Rückwirkungen auf die Hochschulen.
Universität ist bisher kein zentrales Feld erziehungswissenschaftlicher Forschung ist. Dies ist angesichts
rapide steigender Studierendenzahlen und der zunehmenden Akademisierung der jüngeren Alterskohorten erstaunlich, denn damit ist bisher ein wichtiger Teil des deutschen
Bildungssystems nicht im Fokus der Erziehungswissenschaft. Der Vortrag geht daher der Frage nach, warum
die Universität und die sich ausdifferenzierende Hochschullandschaft als Teil des Bildungssystems kaum zum
Gegenstand der erziehungswissenschaftlichen Forschung
geworden sind und plädiert für eine zukünftige umfassende erziehungswissenschaftliche Erforschung
der Hochschulen.
Insbesondere wird hier die Frage erörtert, welche historische Entwicklung das Deutungsmuster „Bildung durch
Wissenschaft“ als institutionelles Identitätsangebot,
interne Handlungsorientierung und Strukturmoment der
Interaktionen zwischen den Akteursgruppen durchlief und
welche Funktion ihm heute und zukünftig in einer hoch
ausdifferenzierten Hochschullandschaft zukommt. Vor
diesem Hintergrund wird die Universität auch als Sozialisationsraum, Arbeitskontext und (Aus-)Bildungsort
unterschiedlicher Alterskohorten und Statusgruppen in
den Blick genommen. Epochale Schwerpunkte des
Vortrags sind das 20. und 21. Jahrhundert.
Dazu werden die historische Positionierung der Erziehungswissenschaft im Wissenschaftsfeld und die damit
verbundene Genese ihrer Gegenstände und Fragestellungen analysiert. Parallel werden die Universität und die
Hochschulen in den Zusammenhang bildungssystemischer historischer Entwicklungen gestellt und aus den
bisherigen Forschungsergebnissen der Bildungsgeschichte
ein erziehungswissenschaftlicher Fragerahmen für die
Erforschung der Hochschulen entwickelt. Das inzwischen
interdisziplinär angewendete Theorem der Pfadabhängigkeit wird genutzt, um historische Entwicklungen des
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23
Keynotes
24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Institutioneller Wandel und Pfadabhängigkeit.
Der Beitrag des Historischen Institutionalismus zur
Analyse von Reformprozessen in Schulsystemen
Rita Nikolai
Humboldt-Universität zu Berlin
■ Schulpolitische Reformprozesse vollziehen sich in
einem starken Spannungsfeld zwischen Kontinuität
und Diskontinuität. Einerseits werden Reformen durch
Beharrungskräfte historisch gewachsener institutioneller
Arrangements im Schulsystem erschwert. Andererseits
können Entwicklungen in der Umwelt eines Schulsystems
einen derart starken Veränderungsdruck erzeugen, dass
schulpolitische Entscheidungsträger institutionelle Veränderungen vornehmen müssen. In der Schulforschung hat
bislang vor allem der soziologische Neoinstitutionalismus
Anwendung gefunden, weniger berücksichtigt wurden
in der Analyse der Veränderungen von Schulsystemen
bislang jedoch Konzepte der Pfadabhängigkeit und des
institutionellen Wandels wie sie im Historischen Institutionalismus Anwendung finden. Basierend auf Forschungsergebnisse eines aktuellen Forschungsprojektes zu den
schulstrukturellen Reformprozessen in den ostdeutschen
Bundesländern in den Jahren 1990 und 1991 zeigt der
Vortrag, welche gewinnbringende Analyseinstrumente die
historisch-institutionalistische Perspektive anbietet.
24. Kongress der DGfE
sens, jedoch nicht das westdeutsche dreigliedrige Modell,
und führten ein zweigliedriges Sekundarschulwesen ein,
bestehend aus Gymnasium sowie zusammengelegten
Haupt- und Realschulen. Dagegen bestritten Brandenburg
und Mecklenburg-Vorpommern zunächst andere Wege in
der Reform ihres Schulwesens. Die Vielfalt der Schulstrukturmodelle zu Beginn der 1990er Jahre lassen sich in den
fünf ostdeutschen Bundesländern mit einem Zusammenspiel von funktionalen, utilitaristischen, machtbasierten
und legitimationsbasierten Mechanismen verstehen,
bei dem sowohl stabilisierende Mechanismen als auch
Triebkräfte des institutionellen Wandels wirkten.
Trotz aller institutionellen Veränderungen lassen sich
dabei Kontinuitäten zum DDR-Schulsystem nachweisen.
Der Vortrag diskutiert die institutionellen Beharrungskräfte und Mechanismen des Wandels im Sekundarschulwesen in den ostdeutschen Bundesländern und erläutert,
wie historisch gewachsene institutionelle Konfigurationen
über einen längeren Zeitraum fortwirken und warum die
ostdeutschen Bundesländer jeweils einen bestimmten
Entwicklungspfad verfolgten.
Nach jahrzehntelangem Festhalten am dreigliedrigen
Schulsystem ist mit der Wiedervereinigung Bewegung in
die Schulstrukturdebatte gekommen. Einige der neuen
Bundesländer (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen)
übernahmen zwar die Logik eines gegliederten Schulwe24
Deutsche Parallelvorträge
25
Keynotes
24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Wissensbezogene Vermittlungs- und adressatenbezogene Erziehungskommunikation: Konstellationen
pädagogischer Kommunikation in der Öffentlichkeit
der Schulklasse
Matthias Proske
Universität zu Köln
■ Dass sich Unterricht als institutionalisierte Formbildung
des Pädagogischen auf der Basis verschiedener Kommunikationsgattungen konstituiert, ist der pädagogischen
Tradition nicht unvertraut. „Erziehender Unterricht“
bezeichnet in der schultheoretischen Debatte eine wiederkehrend genutzte Reflexionsformel, mit der das Verhältnis
zwischen der Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten
einerseits und der erzieherischen Einwirkung auf unterrichtsnahe wie überschulische individuelle Verhaltensbereitschaften und Überzeugungen andererseits beschreibbar gehalten wurde. In aktuellen Konzeptualisierungen zu
Unterricht, Lehrerhandeln und pädagogischer Kommunikation spielt der Bezug auf Erziehung theoretisch und
empirisch jedoch nur (noch) eine marginale Rolle.
Während die empirische Bildungsforschung Unterricht
vornehmlich als wissensbezogenes Instruktionsgeschehen
fasst und Erziehung entweder als mitlaufendes Phänomen der Motivierung und Disziplinierung, oder unter dem
Begriff Klassenführung nur indirekt thematisiert, steht
Erziehung für die ethnographische Unterrichtsforschung
mit ihrem Fokus auf Schülerpraktiken und Peerkultur
weitgehend außerhalb des Erkenntnisinteresses. Die Forschung zur pädagogischen Kommunikation wiederum hat
Erziehung primär als aneignungsbezogene Vermittlung
von Wissen operationalisiert. Erziehung verstanden als
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24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
pädagogisch rechtfertigungsbedürftige Beeinflussungsund Einwirkungsoperation scheint insgesamt an den Rand
der Disziplin gerückt zu sein.
Vor diesem Hintergrund soll auf der Basis neuerer Untersuchungen zur kommunikativen Ordnung des Unterrichts
gezeigt werden, in welchen Konstellationen wissensbezogene Vermittlungs- und adressatenbezogene Erziehungskommunikationen als differente Gattungen pädagogischer
Kommunikation in der Sach- und in der Sozialdimension
des Unterrichts zueinander ins Verhältnis gesetzt werden.
Ein besonderes Augenmerk richtet der Vortrag auf die
Rolle der (Klassen- und Schul-) Öffentlichkeit in diesen
Konstellationen. Unter Bedingungen des Unterrichts
scheint ein zentrales Konstitutionsmerkmal von Erziehung
darin zu bestehen, dass individuelle Adressierungen von
Schülern/innen regelmäßig funktionalisiert werden für
die kollektive und generalisierte Adressierung aller. Aus
dieser Perspektive betrachtet würde Erziehungskommunikation mit ihrer Einwirkungsabsicht vor allem auf die
wieder-kehrende und dauerhafte Beobachtung durch
die (Klassen- und Schul-) Öffentlichkeit setzen. Welche
Folgen eine stärker individualisierende Lern- und Unterrichtskultur für die Form öffentlicher Erziehung im Schulunterricht in Zukunft haben wird, ist dagegen gegenwärtig
noch nicht abzusehen.
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Keynotes
24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Alles nur eine Frage der Zeit?! Überlegungen zu einer
temporaltheoretischen Charakterisierung von Bildung
Sabine Schmidt-Lauff
Technische Universität Chemnitz
■ Kaum etwas scheint näher zu liegen, als die beiden
Kernbegriffe des Kongresses „Traditionen“ und
„Zukünfte“ zeitlich zu fassen und einer temporalen Auslegung zu unterziehen. Umso mehr als im Ankündigungstext zeitliche Modalitäten nur implizit erwähnt werden:
Wo es z.B. um „langsame und keineswegs kontinuierliche
disziplinäre Konstitutierung“ geht, um Auslegungen zur
„Historizität“ der Erziehungswissenschaft, um Spannungsfelder zwischen Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
oder um „Utopien“ als Entwürfe für die Zukunft. Lediglich als problematische Frage nach dem Umgang mit der
scheinbar knappen „Ressource“ taucht Zeit explizit auf.
Dabei gefällt mir der Gedanke, wonach die „Charakterisierung von Bildung“ eine der zentralen sozialen Fragen
des 21. Jahrhunderts sein wird. Warum also nicht die formulierten Herausforderungen wie Problemstellungen über
zeittheoretische Implikationen fassen? Bereits Reinhart
Koselleck verwies darauf, dass Vergangenheit und Zukunft
lediglich anthropogen gewendete Modalitäten subjektiven
Seins zwischen Erfahrung und Erwartung sind. Zeit ist
unmittelbar verwoben mit unserer Existenz und unserem
Erleben. Zeitliche Phänomene, Selbstverhältnisse zu Zeit
und die Evidenz, mit der sie Spuren hinterlässt, formieren
ihren überaus komplexen, widersprüchlichen und ambivalenten „Gesellschaftscharakter“ (Garhammer) und machen
sie gerade deshalb für die Pädagogik so interessant.
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24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Bildung ist Ereignis in der Zeit und zugleich charaktergebende Gestalterin von Zeit. Zeit ist nicht nur bedingender Faktor für pädagogische Prozesse, sondern wir verhalten uns im Lernen und durch Erziehung zu ihr in
besonderer Art und Weise. Umso überraschender ist
die Marginalisierung zeitlicher Modalitäten bei zugleich
oberflächlich-ubiquitärer Verwendung temporaler Semantiken. Die Bezüge und Interpretationen von Zeit und
Bildung sowie letztlich eine bildungs- und erziehungswissenschaftliche Temporaltheorie der Pädagogik stehen
noch aus. Dabei laden beinahe alle bildungswissenschaftlichen Arbeiten und Theoriestränge zu zeitbezogenen
Ausdeutungen ein. Unzählbar viele Einzelbeobachtungen,
Ansätze und singuläre Positionen – meist teildisziplinär
und unverbunden – bieten eine Fülle an disziplinübergreifenden Anschlüssen: über Zeitdimensionen von Bildung
und Lernen, zu Bildungs- und Lernzeitkulturen einer
Gesellschaft, über differente Zeitlogiken im Lehr-LernGeschehen, (didaktisierte) Zeitstrukturen und -abläufe,
als bildungsbiographische Zeiträume über die Lebensspanne usw. Aus dieser Fülle einige Gedanken und Grundüberlegungen zu „Zeit und Bildung“ zu entwickeln,
ist Ziel des Beitrags.
29
Keynotes
24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Kindheitsforschung als interdisziplinäres Projekt.
Traditionslinien und aktuelle Herausforderungen
Anja Tervooren
Universität Duisburg-Essen
■ Nachdem Kindheit als eigenständige Lebensphase
konturiert worden war und sich die Pädagogik als Wissenschaft auch an den Universitäten zu etablieren begann,
konnten sich die Kinderwissenschaften allmählich als
interdisziplinäres Projekt konstituieren. In diesem entwickelten Pädagogik, Anthropologie, Soziologie und vor
allem Psychologie teilweise gemeinsame und teilweise
unterschiedliche Perspektiven auf Kindheit. Heute haben
sich einige dieser Perspektiven ausdifferenziert, andere
sind in den Hintergrund getreten. Um auf die aktuellen
gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren zu
können, sollte Kindheitsforschung jedoch das Zusammenspiel unterschiedlicher Traditionslinien wieder stärker in
den Fokus rücken.
In einem ersten Schritt werden die historischen Entwicklungen der Kindheitsforschung bis zu ihrer Etablierung
zu Ende 20. Jahrhunderts in ihren disziplinären, systematischen und methodischen Zugängen aufgezeigt. Dabei
werden sowohl die Breite der beteiligten Disziplinen und
deren Beiträge beleuchtet als auch die Konsolidierung
einer sozialwissenschaftlichen Kindheitsforschung analysiert. Letztere wird auch als internationaler Forschungszugang genauer betrachtet und vor allem die Gründungsfigur
des Kindes als Akteur und die damit verbundenen, häufig
qualitativen Forschungsdesigns einer Analyse unterzogen.
30
24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Seit der Jahrtausendwende haben sich aber einschneidende Veränderungen in der gesellschaftlichen Konstruktion
von Kindheiten vollzogen, welche in einem zweiten Schritt
betrachtet werden. Die Allgegenwärtigkeit eines Bildungsdiskurses bereits in der frühen Kindheit, der funktionalistische Verengungen mit sich führt, die Vorverlagerung
des Schulanfangs, eine Ausstreuung von Diagnostik nicht
allein rund um die Einschulung, die Ausdehnung eines
Förderdiskurses und stärkere familienpolitische Interventionen und anderes mehr haben das Bild von Kindern und
von Kindheit tiefgreifend verändert.
In einem dritten Schritt wird deshalb erstens für die Rückgewinnung eines breiteren Bildungsbegriffs in der Kindheitsforschung plädiert und damit die Notwendigkeit markiert, verstärkt Perspektiven der Allgemeinen Pädagogik in
der Kindheitsforschung wie auch umgekehrt Perspektiven
der Kindheitsforschung in der Allgemeinen Pädagogik zu
implementieren. Eine besondere Bedeutung kommt dabei
einer pädagogischen Anthropologie zu, welche die Leiblichkeit des Menschen und seine grundlegende Abhängigkeit vom anderen thematisiert. Zweitens wird vorgeschlagen, erneut die Interdisziplinarität der Kindheitsforschung
in den Vordergrund zu stellen, um aktuellen Engführungen
im Bildungsdiskurs entgegen zu wirken.
31
Keynotes
24. Kongress der DGfE
24. Kongress der DGfE
Deutsche Parallelvorträge
Eindeutigkeitsproduktionen in der Sozialen Arbeit –
Fluchtpunkt für Theorie, Empirie und Praxis
Werner Thole
Universität Kassel
■ Die Soziale Arbeit hat sich in den zurückliegenden gut
einhundert Jahren zu einem ausdifferenzierten,
komplexen, aber auch uneindeutigen gesellschaftlichen
Feld entwickelt. Soziale Arbeit ist inzwischen ein
anerkanntes gesellschaftlich umfassendes Angebot der
Hilfe, Unterstützung und der Anregung zu Bildung.
In dem Beitrag sollen diskursive und handlungspraktische
Formen der Herstellung und Thematisierung von Sozialer
Arbeit beschrieben und reflektiert werden. Hierzu wird
sowohl auf empirische Befunde wie auch auf vorliegende
theoretische Konzeptualisierungen der Sozialen Arbeit
zurückgegriffen. Dabei wird der Annahme nachgegangen,
dass in der Praxis der Sozialen Arbeit wie auch in den
theoretischen Überlegungen bipolar modellierte Formen
der Herstellung Eindeutigkeit anzutreffen sind. In den
theoretischen Diskussionen führen diese zur Komplexitätsreduktionen, in der sozialpädagogischen Praxis
befördern sie Etikettierungs- und Zuschreibungspraktiken.
In dem Beitrag werden Überlegungen vorgetragen, wie mit
derartigen „Eindeutigkeitsproduktionen“ sowohl in der
Theorieentwicklung als auch der beruflichen Praxis umgegangen werden kann. Für die Praxis wird eine Möglichkeit
darin gesehen, sich den jeweils konkreten Lebenslagen
und -verhältnissen aufgeschlossener und erkundender zu
nähern. Für die Theorieentwicklung wird vorgeschlagen,
diese empirisch informierter anzulegen.
32
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 01 BE2 – E44/46
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 01 BE2 – E44/46
Potenziale und Grenzen des
technologiebasierten Testens
für die domänenspezifische
Kompetenzmessung
Prof. Dr. Karsten D. Wolf
(Bremen),
Jan Küster (Bremen),
Prof. Dr. Matthias Schumann
(Göttingen), Janne Kleinhans
(Göttingen), Robert Vollmer
(Paderborn)
Intrapreneurship-Kompetenz
von Industriekaufleuten
Prof. Dr. Susanne Weber
(München),
Michaela Wiethe-Körprich
(München),
Sandra Trost (München),
Prof Dr. Frank Achtenhagen
(München),
Prof. Dr. Clemens Draxler
(München),
Can Gürer (München)
Technologiebasierte Messung beruflicher Kompetenzen
Prof. Dr. Eveline Wuttke (Frankfurt am Main),
Prof. Dr. Susan Seeber (Göttingen),
Prof. Dr. Jürgen Seifried (Mannheim)
■ Auszubildende im kaufmännisch-verwaltenden,
gewerblich-technischen und gesundheit-pflegerischen
Bereich sind wie Berufstätige mit einer zunehmend komplexer werdenden Arbeitswelt konfrontiert. Unumstritten
ist, dass Wissen eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung zur Bewältigung der im Beruf anfallenden
Probleme darstellt. Als Anforderungen werden komplexe
Kompetenzen wie Problemlösefähigkeit, Intrapreneurship
oder berufliche Handlungskompetenz formuliert.
Daran schließt sich die Herausforderung an, diese Kompetenzausprägungen zu messen. Im Rahmen der BMBFForschungsinitiative ASCOT werden dazu Kompetenzmodelle formuliert und technologiebasierte Messmethoden entwickelt, die nach ersten Pilotierungen ausgewertet und für eine breitere Anwendung aufbereitet werden
können. In der Arbeitsgruppe referieren sechs Projekte aus
vier Forschungsverbünden über grundlegende Fragen zur
(technologiebasierten) Kompetenzmessung, zum aktuellen Stand der Forschung und zu ersten Ergebnissen.
Tätigkeitsspezifische Validität
– authentische Assessments
für kaufmännische
Kompetenzmessungen
Prof. Dr. Esther Winther
(Paderborn),
Dr. Dagmar Festner
(Paderborn)
Modellierung und Messung
domänenspezifischer
Problemlösekompetenz von
Industriekaufleuten
Andreas Rausch (Bamberg),
Thomas Schley (Bamberg),
Prof. Dr. Detlef Sembill
(Bamberg), Kristina Kögler
(Frankfurt), Marc Egloffstein
(Mannheim)
Zum Verhältnis von konzeptuellem und prozeduralem
Wissen im Rahmen computerbasierter Kompetenzmessungen bei Medizinischen
Fachangestellten
Prof. Dr. Susan Seeber
(Göttingen),
Carolin Ebermann (Göttingen),
Karin Haspelhuber (Göttingen)
Multidimensionale Kompetenzmodelle und Zusammenhänge
zwischen Fachwissen und
Wissensanwendung im
Ausbildungsverlauf
Stefan Abele (Stuttgart),
Dr. Tobias Gschwendtner
(Stuttgart),
Michaela Knoll (Stuttgart),
Thomas Schmidt (Stuttgart),
Prof. Dr. Reinhold Nickolaus
(Stuttgart)
Diskutant
Prof. Dr. Frank Achtenhagen
(München)
34
35
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 02 BE2 - E42
24. Kongress der DGfE
Lerntheorien jenseits reduktionistischer Ansätze:
Entwicklungslinien um einen Kernbegriff
Prof. Dr. Anke Grotlüschen (Hamburg)
Lernen und Bildung in
praxeologisch-pragmatistischer Perspektive
Prof. Dr. Arnd-Michael Nohl
(HSU Hamburg),
Dr. Florian von Rosenberg
(UniBW München)
Lernen und Bildung
als begründetes Handeln
Prof. Dr. Joachim Ludwig
(Universität Potsdam)
Transformative Learning
Theory: Recent empirical
studies
Henriette Lundgren, M.A.,
M.Sc. (New York)
Beyond Communities
of Practice
Prof. Dr. Anke Grotlüschen
(Universität Hamburg)
Pflicht und Ehrtrieb, Anstrengungsbereitschaft
und Verweigerung: Zum Problem pädagogischer
Leistungsbeobachtung
Prof. Dr. Sabine Reh (Berlin),
Prof. Dr. Norbert Ricken (Bremen)
■ Einige Lerntheorien gehören möglicherweise der
Vergangenheit an, andere überdauern aus gutem Grund.
Sie haben in unterschiedlichem Ausmaß zu qualitativer
und quantitativer Forschung geführt. Der internationale
Einfluss ist dabei unübersehbar: Pragmatismus, Transformative Learning, Communities of Practice haben ihre
Wurzeln im nordamerikanischen Raum. Deutsche phänomenologische, biographische und subjektwissenschaftliche Ansätze haben demgegenüber den internationalen
Diskurs nur vereinzelt erreicht. Zugleich wird die – teilweise sehr berechtigte – Kritik erhoben, bisherige Ansätze
könnten Fragen des Subjekts, der Leiblichkeit und Emotion, Gewohnheit und Kontextualität und des informellen
Lernens nicht angemessen fassen. Lernen scheint zu sehr
als individualisiertes Geschehen konzipiert und werde der
historischen und materiellen Verstrickung der Individuen
in ihren Milieus nicht gerecht. Die Tragfähigkeit von vier
verschiedenen Lerntheorien steht hier zur Debatte.
Zur Erforschung kultureller
Voraussetzungen unterschiedlicher Schulleistungen. Crosscultural-studies – ein systematischer Literaturbericht
Svenja Vieluf (Frankfurt)
Praktiken der Leistungskonstruktion und ihre
(Subjektivierungs-) Logik
Prof. Dr. Norbert Ricken
(Bremen)
Pflicht, Ehrtrieb und Leistung
– Pädagogische Beobachtung
und unterrichtliche Honorierungspraktiken im Schulwesen
zwischen 1800 und 1900
Prof. Dr. Sabine Reh (Berlin),
Dr. Kathrin Berdelmann
(Berlin),
Dr. Achim Scholz (Berlin)
Die „schlaffe Jugend" und
der Sport – Zum Konzept
der sportlichen Leistung
und des Wettkampfes in der
schulischen Erziehung des
Deutschen Kaiserreichs
Jörn Esch (Oldenburg)
Leistungsorientierung und
Leistungsideologien. Pädagogische Rezeptionen der
Leistungskategorie zwischen
1950 und 1980
Dr. Ralf Mayer
(Halle-Wittenberg)
36
Mo. 14:00 – 17:00 Arbeitsgruppen AG I 03 UdL6 - Audimax
■ „Leistung“ fungiert als eine Art „a priori“ moderner
Pädagogik: Nicht nur die im weltweiten Vergleich durchgeführten Leistungsstudien (z. B. PISA), auch die geführten
Debatten zur Reproduktion sozialer Ungleichheit durch
Bildung bestätigen, dass Leistung längst strukturelles
Moment, vielleicht sogar Kern eines universal gewordenen
menschlichen Selbstverständnisses ist. Stillschweigend
vorausgesetzt ist dabei, dass es so etwas wie Leistung
gibt und dass sie es ist, worauf sich schulische
Erziehung bezieht.
In der Arbeitsgruppe stehen zwei Fragekomplexe im
Vordergrund: Einerseits soll den pädagogischen Praktiken, in denen etwas als erfass-, vergleich- und messbare
Leistung von jemandem allererst hervorgebracht wird,
theoretisch und empirisch nachgegangen werden; andererseits gilt es auch historisch und kulturell zu rekonstruieren, dass und wie Leistung als ein zentrales pädagogisches
Dispositiv etabliert sich im Zuge der Ausdifferenzierung
des modernen Schulwesens herausgebildet hat.
Eine soziologische Beobachtung pädagogischer Leistungsbeobachtung
Prof. Dr. Uwe Schimank
(Bremen)
37
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 04 DOR24 - 1.205
24. Kongress der DGfE
Zwischen Trivialisierung und Legitimierung –
Ergebnisse der Bildungsforschung im öffentlichen
und politischen Diskurs
Dr. Markus Riefling (Ludwigshafen am Rhein)
Regeln des öffentlichen
Bildungs-Diskurses am
Beispiel der ELEMENT-Studie
Dr. Markus Riefling
(Ludwigshafen),
Frederick de Moll (Frankfurt),
Stefan Zenkel (Würzburg)
PISAs ewig fremde Kinder –
zur interdiskursiven Herstellung einer Problemkategorie
Miriam Sitter (Hildesheim)
Wissenschaftlich autorisierte
„gute‟ Kindheit? Legitimierungen im politischen Diskurs
Margaret Pardo-Puhlmann
(Frankfurt)
Diskutant
Prof. Dr. Marcelo Caruso
(Berlin)
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 05 DOR24 - 1.601
Wie viel Präskription steckt in der Rekonstruktion?
Methodologische Überlegungen zu zukünftigen
Möglichkeiten in der Unterrichtsforschung
Martin Heußner, Dipl.-Päd. (Frankfurt am Main),
Dr. Clemens Wieser (Wien)
■ Die zweite empirische Wende der Erziehungswissen-
schaft Ende der 90er Jahre hat der empirischen Bildungsforschung insgesamt und der quantitativen im Besonderen einen disziplinpolitischen Aufschwung sowie eine
stärkere mediale und politische Resonanz verschafft.
Die Bildungsforschung dient seither als primäre Referenz
für politische Entscheidungen („evidenzbasierte Politik“)
und ihre Erkenntnisse treiben als Motor breite öffentliche
Diskussionen an. Die Bildungsforschung führt so Themen
in ein interdiskursives Feld, die in der öffentlichen und
bildungspolitischen Auseinandersetzung aufgegriffen und
verarbeitet werden. Die Arbeitsgruppe beleuchtet dieses
Spannungsfeld von Bildungsforschung, Öffentlichkeit und
Politik und nimmt anhand von drei diskursanalytisch ausgerichteten Studien die Regeln der Distribution und (Re-)
Produktion von unterschiedlich diskursiv verhandelten
Wissensbeständen der Bildungsforschung in den Blick.
Videobasierte Unterrichtsentwicklung Zur Rekonstruktion von Prozessen der
Entstehung präskriptiver
Urteile auf der Grundlage von
Unterrichtsbeobachtungen
Prof. Dr. Jörg Dinkelaker
(Freiburg),
Susanne Müller (Liestal),
Prof. Dr. Daniel Wrana
(FH Nordwestschweiz)
Rekonstruktion präskriptiv –
sequenzanalytisches Vorgehen bei der Erforschung
der pädagogischen Implikate
einer Lehrerfortbildung
Martin Heußner, Dipl.-Päd.
(Frankfurt)
Über Möglichkeiten der
Rekonstruktion allgemeindidaktischer Hinweise für
guten Unterricht
Prof. Dr. Andreas Gruschka
(Frankfurt)
■ Unterricht wird sehr verschieden modelliert. Auf wissen-
schaftlicher Ebene gibt es dazu eine Vielzahl von Ansätzen
in der Bandbreite von Lehr-Lern-Forschung und Allgemeiner Didaktik. Letztere hat eine lange Tradition darin, zu
ermessen, was für das Leben zu lernen sei. Auf den Begriff
zu bringen, wie dies im Unterricht konkret vonstattengeht,
ist Anliegen der rekonstruktionslogischen Unterrichtsforschung. Erschlossen werden dabei der Anspruch, den
die pädagogische Veranstaltung an sich selbst stellt,
sowie die Verwirklichung dieses Anspruchs. Präskriptive
Annahmen aller Art über Unterricht sind im verstehenden
Paradigma nicht erwünscht, obgleich sie für die praktische
Gestaltung von Unterricht eine zentrale Rolle spielen.
In der Arbeitsgruppe soll der Frage nachgegangen werden,
inwieweit es möglich ist, rekonstruktionslogisch gewonnene Erkenntnisse über Unterricht in die präskriptive Gestaltung/Modellierung von zukünftigem Unterricht einfließen
zu lassen.
Brücken zwischen rekonstruktiver Datenanalyse und
präskriptiver Modellierung:
Strategien für den komplementären Einsatz von
Objektiver Hermeneutik und
Grounded Theory Methodology
Dr. Clemens Wieser (Wien)
Diskutantin
Prof. Dr. Kerstin Rabenstein
(Göttingen)
38
39
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 06 UNI3 - R003
24. Kongress der DGfE
Ableism: zur Konstruktion von Behinderung
und Befähigung im Bildungswesen
Tobias Buchner, Mag. (Wien),
Prof. Dr. Lisa Pfahl (Berlin)
Jenseits des autonomen
Subjekts? Zur gesellschaftlichen Konstitution von
Handlungsfähigkeit
Dr. Hanna Meißner (Berlin)
„Unter dem Radar fliegen‟.
Eine biographische Studie
zur Wirkweise von Ableism
in Regelschulen
Tobias Buchner, Mag. (Wien)
Inklusion und Normalitätsvorstellungen von Lehrer_innen
Dr. Swantje Köbsell (Bremen)
Die überaus fähige Lehrkraft –
zur Wirkungsweise von
Ableism in der Subjektkonstituierung von Lehrkräften
Prof. Dr. Marianne Hirschberg
(Bremen),
Behinderung, Ableism und
Subjektivität im kulturellen
und ökonomischen Kontext
Rebecca Maskos, Mag.
(Hamburg)
■ In der Arbeitsgruppe wird die Auseinandersetzung mit
dem Konzept des Ableism gesucht. Diese Begrifflichkeit
der Disability Studies beinhaltet eine Kritik an der gesellschaftlichen Konstruktion von Behinderung und Befähigung. Es wird danach gefragt, welche sozialen, rechtlichen
und kulturellen Bedingungen unser Verständnis von Fähigkeit und Leistung hervorbringen. Ableism kann als Denkmuster verstanden werden, das Individuen als „fähige“
Subjekte voraussetzt, die grundlegende Abhängigkeit von
Individuen auf Andere negiert und damit eine Abwertung
von Behinderung vornimmt. Für die Bildungsforschung ist
festzustellen, dass pädagogische Theorien als auch die
etablierte Praxis Handlungsautonomie voraussetzen und
prägen. Das Bildungswesen begünstigt mit seinen organisationalen Strukturen und professionellen Praktiken eine
fähigkeitspräferierende Norm. Wie ableistische Strukturen
das Handeln anleiten und welche Subjektivierungen sie
hervorbringen, bleibt jedoch noch empirisch zu klären.
Diskutantin
Prof. Dr. Lisa Pfahl (Berlin)
Mo. 14:00 – 17:00
Perspektiven der Kooperation im Übergang zwischen
Elementar- und Primarbereich
Dr. Andreas Wildgruber (München)
Die Verankerung des Übergangs Kita – Grundschule
in Studium und Ausbildung
pädagogischer Fachkräfte
Jennifer Henkel, Dipl.-Päd.,
Dipl.-Psych. (Gießen),
Prof. Dr. Norbert Neuß
(Gießen)
AnschlussM: Anschlussfähigkeit der mathematikdidaktischen Überzeugungen und
Praktiken von Erzieher_innen
und Grundschullehrer_innen
Prof. Dr. Anne Levin (Bremen),
Katja Meyer-Siever,
Dipl.-Psych. (Bremen),
Johanna Gläser, M.A.
(Bremen)
Partizipation von Eltern im
Übergang vom Kindergarten
in die Grundschule
Prof. Dr. Gunther Graßhoff
(Jena),
Prof. Dr. Heiner Ullrich (Mainz)
Die durch Eltern im Übergang wahrgenommene
Unterstützung in der
Kooperation mit Kindertageseinrichtung und Schule
Dr. Andreas Wildgruber
(München),
Wilfried Griebel (München),
Julia Held, M.A. (München)
■ Im institutionellen Lebenslauf geraten Kinder – und
mit ihnen deren Eltern – beim Übergang von Kindertageseinrichtungen zu Schulen an eine Schnittstelle, die
von unterschiedlichen Bildungstraditionen geprägt ist.
Verschiedene Organisationskulturen und Berufsgruppen
treffen aufeinander unter dem Einfluss gesellschaftlicher Erwartungen und Zuschreibungen. Die Kontinuität
von Bildungsverläufen wird dabei als zentrales Prinzip
betont. Unter einer ökosystemischen Perspektive wird
Übergangskompetenz als Kompetenz des beteiligten
sozialen Systems betrachtet. Übergangsprozesse erfordern als komplexe Phänomene Konzeptualisierungen und
Maßnahmen auf sehr unterschiedlichen Ebenen. In der
Arbeitsgruppe werden Befunde zur Elternperspektive und
zur Professionalisierung der pädagogischen Fachkräfte in
jeweils zwei sich ergänzenden Studien vorgestellt. Mit Beiträgen aus akteursbezogener, professionsbezogener und
didaktischer Sicht werden unterschiedliche Perspektiven
auf die Thematik vereint.
Diskutantin
Prof.in Dr. Ursula Carle
(Bremen)
40
Arbeitsgruppen AG I 07 UNI3 - R002
41
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 08 DOR24 - 1.404
24. Kongress der DGfE
Familienbezogene (Leit-)Bilder zwischen Kontinuität
und Wandel – Analysen zur (sozial-)pädagogischen und
erziehungswissenschaftlichen Bezugnahme auf Familie
Prof. Dr. Christine Wiezorek (Gießen),
PD Dr. Georg Cleppien (Jena)
Die optimierte Familie:
Über heimliche Leitbilder
und Kultur
Dr. Steffen Großkopf (Jena)
Familienbilder angehender
(Sozial-)Pädagoginnen im
Kontext von Beratung
Prof. Dr. Petra Bauer
(Tübingen),
Dr. Marc Weinhardt (Tübingen)
Zum Stellenwert von Geschwisterbildern in sozialpädagogischen Institutionen
Prof. Dr. Stephan Sting
(Klagenfurt)
Familienbezogene Leitbilder
pädagogischen Handelns in
der Ganztagsschule
Regina Soremski, M.A.
(Gießen)
■ Bilder und Vorstellungen von Familie gehören von
jeher zu den Bezugspunkten pädagogischen Handelns:
Indem sie zur normativen Folie für die Einordnung von
und die Arbeit mit Familien werden, haben sie immer
auch handlungsleitende Funktionen.
Empirische Analysen zu familienbezogenen Vorstellungen pädagogischer Professioneller zeigen, dass diese
sowohl durch tradierte Familienbilder geprägt sind als
auch durch übergreifende Transformationen familien- und
kindheitsbezogener Leitbilder. In den aktuellen Debatten
um den Ausbau von Kindertagesbetreuung und Ganztagsschule oder um die Verbesserung des Kinderschutzes wird
zudem ein Wandel des Verhältnisses von öffentlicher und
privater Erziehung deutlich, durch den etablierte Grenzziehungen zwischen Familie und pädagogischen Institutionen in Frage gestellt werden. Diesen widersprüchlichen
Verschiebungen von Kontinuität und Wandel familienbezogener Bilder und Praktiken (sozial-)pädagogischer
Professioneller will die Arbeitsgruppe nachgehen.
Arbeitsgruppen AG I 09 DOR24 - 1.308
Welche Zukunft hat die historische Bildungsforschung?
Dr. Lukas Boser (Lausanne),
Dr. des. Markus Heinzer (Bern),
Dr. des. Michèle Hofmann (Solothurn)
Inputreferat – Kulturwissenschaft als Bereicherung
der historischen Pädagogik
Prof. Dr. Patrick Bühler
(Solothurn)
Inputreferat – Analytische
Kartographie der Disziplin
Prof. Dr. Rita Hofstetter
(Genf),
Alexandre Fontaine, M.Sc.
(Fribourg),
Dr. Emmanuelle Picard (Lyon)
Wer gestaltet Schule? Zur Einführung neuer Lehrmittel und
Schulfächer im Kanton Zürich
der 1960er- bis 1980er Jahre
Dr. Anne Bosche (Zürich)
Analyse serieller Quellen
über die lange Dauer
Dr. des. Markus Heinzer
(Bern)
Schule in ihren gesellschaftlichen und kulturellen
Verknüpfungen –
das Beispiel der Ärzte
Dr. des. Michèle Hofmann
(Solothurn)
Von der pädagogischen Frage
über das historische Narrativ
zur pädagogischen Reflexion
Christina Rothen, M.Sc.
(Solothurn)
42
Mo. 14:00 – 17:00
■ Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den Zukunfts-
perspektiven der historischen Bildungsforschung. Eine
solche Diskussion ist gerade heute besonders wichtig, da
dieser Forschungsbereich als Fachbereich der Erziehungswissenschaft in letzter Zeit an vielen europäischen Universitäten stark unter Druck geraten ist. In Westeuropa
gibt es trotz der prekären Situation auf dem Arbeitsmarkt
eine beachtliche Zahl an gut ausgebildeten jungen Bildungshistorikerinnen und -historikern. Diese verfassten in
den letzten Jahren Forschungsarbeiten, die großes Potenzial für eine Weiterentwicklung der Disziplin beinhalten.
In der Arbeitsgruppe wird die Frage diskutiert, was die
historische Bildungsforschung künftig leisten kann und
soll. Grundlage der Diskussion bilden Präsentationen zu
Forschungsprojekten, die im Hinblick auf ihr Innovationspotenzial für die historische Erziehungswissenschaft
vorgestellt werden.
Sie gingen zur Schule! Eine
Analyse des Schulbesuchs
um 1800 in der Schweiz im
Rahmen interdisziplinärer historischer Bildungsforschung
Michael Ruloff, M.Sc. (Bern)
43
Diskutanten
Prof. Dr. Andreas HoffmannOcon (Zürich),
Dr. Lukas Boser (Lausanne)
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 10 DOR24 - 1.402
Professionelle Vergewisserungen:
Zwischen Identitätsbehauptung und Transformation
Christiane Faller (Hannover),
Dr. Nina Thieme (Hannover),
Fabian Dietrich (Hannover)
Standardisierte Urteilsbildung
in der pädagogischen
Diagnostik — Erosion der
professionellen Identität?
Prof. Dr. Mark Schrödter
(Kassel)
Transformationen pädagogischer Professionalität vor dem
Hintergrund managerieller
Entwicklungen in der Kinderund Jugendhilfe
Prof. Dr. Andreas Polutta
(Villingen-Schwenningen)
Professionelle Selbstverständnisse von Lehrer_innen
und Sozialpädagog/innen im
Arbeitsfeld Ganztag: Zwischen
Identitätsbehauptung und
Entgrenzung
Christiane Faller (Hannover),
Dr. Nina Thieme (Hannover)
Das Ende der Dreigliedrigkeit
als Herausforderung für das
professionelle Selbstverständnis von Lehrer_innen
Fabian Dietrich (Hannover)
■ Im Rahmen einer gegenwärtigen Ausdifferenzierung
und Diversifizierung pädagogischer Felder und im Kontext
eines Bedeutungsgewinns managerieller Rationalitäten
geraten tradierte (Selbst-)Verständnisse pädagogischer
Professionalität zusehends unter Druck.
Welche Bedeutung haben derartige Transformationen
und Entgrenzungen pädagogischer Handlungsfelder und
-logiken für die professionellen Identitäten der unter
diesen veränderten Bedingungen tätigen Pädagog/innen?
Die kontrastiv und exemplarisch angelegte Bearbeitung
dieser Frage erfolgt entlang empirischer Forschungen
sowohl zu Veränderungen von Praxisfeldern (schulischer
Ganztag als Schnittstelle zwischen Schulpädagogik und
Sozialer Arbeit, Gründung von Oberschulen) als auch von
pädagogischen Handlungslogiken (Etablierung standardisierter Diagnoseverfahren, managerielle Entwicklungen),
um abschließend die Konsequenzen für das Phänomen
„Profession“ und dessen theoretische Analyse zu
diskutieren.
Diskutant
Prof. Dr. Martin Heinrich
(Hannover)
44
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 11 DOR24 - 1.504
Traditionslinien und Zukunftsperspektiven
aufgeklärter Pädagogik am Beispiel der Kinderrechte
Prof. Dr. Annedore Prengel (Potsdam)
Die Reckahner Musterschule als Institution der
Lehrerbildung im Spiegel des
Besucherverzeichnisses –
Netzwerkanalyse als aktuelles
Instrument zur Erforschung
von innovativ wirksamen
Reformverflechtungen?
Dr. des. Johanna Goldbeck
(Berlin)
Vorläufer kinderrechtlicher
Motive im Philanthropismus
am Beispiel von Friedrich
Eberhard von Rochows
philanthropischer Musterschule in Reckahn
Prof. Dr. Hanno Schmitt
(Potsdam)
Zentrale Motive in kinderrechtlichen Dokumenten
im 20. Jahrhundert
Prof. Dr. Waltraut KerberGanse (Berlin)
■ Kinderrechte ermöglichen international zukunfts-
weisende Orientierungen und ihre Vorgeschichte lässt sich
weit zurückverfolgen. Studien zu drei für die Entwicklung
der Kinderrechte relevanten Phasen sind Gegenstand der
Arbeitsgruppe. Untersuchungen zu Theorie und Praxis des
Philanthropismus am Ende des 18. Jahrhunderts fragen
nach den implizit enthaltenen kinderrechtlich orientierten
Motiven. Eine zweite für die Geschichte der Kinderrechte
wichtige Phase wird anhand von Forschungsergebnissen
zur Entstehung internationaler kinderrechtlicher Dokumente am Anfang des 20. Jahrhunderts thematisiert.
Auf diesem Hintergrund verweisen aktuelle Studien zum
globalen Einsatz des Instruments der Kinderrechtskonvention auf ihre zukünftige Bedeutung. Die Forschungsmethode der Netzwerkanalyse wird mit ihren Potenzialen
für Studien in historischer und zukunftsbezogener
Perspektive zur Diskussion gestellt.
Zur nationalen und globalen
Zukunft der Kinderrechte
Prof. Dr. Lothar Krappmann
(Berlin)
Diskutantin
Prof. Dr. Annedore Prengel
(Potsdam)
45
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 12 DOR24 - 1.406
24. Kongress der DGfE
Kooperation in pädagogischen Handlungsfeldern
der Grundschule – Traditionen und Entwicklungsperspektiven
Prof. Dr. Petra Hanke (Köln),
Dr. Anna Katharina Hein (Münster)
Einstellungen von Grundschullehrkräften zur innerschulischen Kooperation im
Kontext von Schulentwicklung
Charlotte Christ (Köln)
Formen und Niveaus der
Kooperation zwischen Grundschullehrkräften und KitaFachkräften im Übergang zur
Grundschule (Projekt WirKt)
Andrea Bogatz (Köln),
Johanna Backhaus (Köln),
Prof. Dr. Petra Hanke (Köln)
Kooperation zwischen KitaFachkräften und Grundschullehrkräften im Rahmen einer
gemeinsamen Literacy-Fortbildung (Projekt LibelLe)
Vanessa Henke (Köln)
Kooperation zwischen Lehrkräften und Eltern in der
Grundschule (Projekt FiS)
Melanie Eckerth (Köln),
Prof. Dr. Petra Hanke (Köln),
Dr. Anna Katharina Hein
(Münster)
■ Kooperationsprozesse in inner- und außerschulischen
Kontexten zählen zu zentralen Aufgaben im pädagogischen Alltag der Grundschule. Sie bilden eine Grundlage
für Schul- und Unterrichtsentwicklung. In den Vorträgen der Arbeitsgruppe wird das Thema „Kooperation in
pädagogischen Handlungsfeldern der Grundschule“ aus
verschiedenen Perspektiven betrachtet: So werden sowohl
die Einstellungen von Grundschullehrkräften zur Kooperation thematisiert (Christ) als auch Befunde zur Selbsteinschätzung der eigenen Kooperationspraxis vorgestellt.
Diesbezüglich wird ein Blick auf die Kooperation zwischen
Kita und Grundschule (Backhaus/Bogatz/Hanke, Henke)
sowie die Zusammenarbeit mit Eltern (Eckerth/Hanke/
Hein) gerichtet. Ebenso wird die Perspektive auf kooperative Lernsituationen unter Kindern als pädagogisches
Handlungsfeld der Grundschule eröffnet (Flügel). Ziel der
Vorträge ist es, dazu jeweils die gegenwärtige Situation,
Traditionen und Entwicklungsperspektiven zu diskutieren.
Zwischen kooperativem und
individualisiertem Lernen im
Unterricht der Grundschule
Dr. Alexandra Flügel (Köln)
46
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 13 DOR24 - 1.501
„(Sozial-)Pädagogische Institutionen als Gedächtnisspeicher gesellschaftlicher Konflikte um Erziehung“
Prof. Dr. Birgit Bütow (Salzburg),
Prof. Dr. Susanne Maurer (Marburg)
Das analytische Konzept
des Gedächtnisspeichers –
gesellschaftliche Konflikte um
Erziehung im Spiegel eines
DFG-Forschungsprojektes‟
Prof. Dr. Susanne Maurer
(Marburg)
Was von „1968‟ bleibt –
eine Jugendhilfeeinrichtung
zwischen Vergessen und
Gedächtnis
Prof. Dr. Birgit Bütow
(Salzburg),
Eva Gries, Dipl.-Päd.
(Marburg)
Vom Jugendwerkhof zur
Jugendhilfeeinrichtung – vom
systemischen, organisationalen und generationalen „Vergessen‟ einer Organisation
Doreen Unger, M.A. (Jena),
Silvina Weise, M.A. (Jena)
Zur Herstellung ambivalenter Zugehörigkeiten.
Die Verhandlung von Heimerziehung in Expertenfeldern
und Ausbildungsinstitutionen
der Schweiz (1940–1990)
Prof. Dr. Gisela Hauss
(Olten, Schweiz)‟
■ Im DFG-Forschungsprojekt „Legitimierung sozial-
pädagogischer Zuständigkeit in Spannungszonen der
Kooperation“ (2011 bis 2013) wurden Problem- und
Arbeitsverständnisse professioneller Akteure im innerdeutschen Ost-West-Vergleich untersucht – und damit
auch die normativen Aspekte pädagogischer Settings und
pädagogischen Handelns. Die Untersuchung schloss auch
einige Institutionen der Heimerziehung mit ein. Hier dokumentieren sich – neben vielen Gemeinsamkeiten – auch
deutliche Ost-West-Unterschiede im Hinblick auf Problem- und Arbeitsverständnisse in der Arbeit mit „schwierigen“ Jugendlichen. Rekonstruiert werden können spezifische organisationale Muster des „Vergessens“ und des
„Erinnerns“, die wiederum gesellschaftsgeschichtlich bzw.
kulturell eingebettet werden müssen. Ausgehend von den
Befunden des abgeschlossenen und eines beginnenden
Schweizerischen Forschungsprojekts sollen erziehungswissenschaftliche Querverbindungen und die Generalisierbarkeit von Forschungen diskutiert werden.
47
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 14 DOR24 - 1.606
24. Kongress der DGfE
Ästhetische Bildung – Herausforderungen
und Potenziale für die Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Birgit Engel (Münster)
Potenziale ästhetischer
Bildung für Professionalisierungsprozesse in der
Lehrerbildung
Prof. Dr. Birgit Engel (Münster)
Szenisches und wissenschaftliches Forschen im
ästhetischen Labor – drei
Beispiele einer Verknüpfung
Dr. Julia Weitzel (Lüneburg)
Der produktive Raum –
zur Bedeutung künstlerisch
partizipativer Raumkonzepte
Katja Böhme, M.A. (Münster)
Affekte des Kino-Körpers.
Ästhetische Reflexionen auf
filmische Bildung(en) im Kino
Dr. Manuel Zahn (Hamburg)
Visuelle Bildung
Prof. Dr. Andrea Sabisch
(Hamburg)
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 15 DOR24 - 1.506
Zur Rolle von Selbstbestimmungserleben und
Unterrichtsqualität für die intrinsische Motivation
bei (angehenden) Lehrpersonen
Dr. Monika Waldis (Zürich)
■ Seit den 1990er Jahren wird interdisziplinär die
Bedeutung von Ästhetischer Bildung vermehrt diskutiert.
Das Visionäre der Annahme, dass Bildungsprozesse
ästhetisch grundiert sind, liegt u. a. darin, Wahrnehmen
und Denken, Körper und Geist, Subjektives und Intersubjektives nicht getrennt voneinander zu denken.
Beeinflusst der Enthusiasmus
einer Lehrperson deren unterrichtliches Handeln?
Victoria Neuber (Kassel),
Prof. Dr. Frank Lipowsky
(Kassel),
Prof. Dr. Josef Künsting
(Regensburg)
In den Beiträgen dieser Arbeitsgruppe soll es darum
gehen, die besonderen Denkherausforderungen und
Potenziale der ästhetischen und künstlerischen Momente
von Bildungs- und Forschungsprozessen in erziehungswissenschaftlicher Hinsicht zu beleuchten. Darauf aufbauend sollen Konsequenzen und Orientierungen für
die Gestaltung von außerschulischer, schulischer und
hochschulischer Bildung diskutiert werden. Es besteht
ein besonderes Interesse daran, die performativen
Forschungs- und Darstellungspraxen der Kunst für die
Bildungstheorie und die Lehrerbildung fruchtbar zu
machen.
Förderung und Unterstützung
der Berufsmotivation in der
berufspraktischen Ausbildung:
Zum Einfluss der Praktikumsbegleitung auf das Erleben
von Selbstbestimmung und
die Entwicklung intrinsischer
Motivation bei Lehrerstudierenden
Dr. Monika Waldis (Zürich),
Prof. Dr. Fritz Staub (Zürich),
Sina Schatzmann, lic. phil.
(Zürich),
Kathrin Futter, lic. phil.
(Zürich)
Haben motivierte Lehrkräfte
motivierte Schüler_innen?
Analysen von Bedingungen
der Lehrer_innenmotivation
und der Motivation ihrer
Schüler_innen
Irina Andreitz, Mag.
(Klagenfurt),
Prof. Dr. Florian Müller
(Klagenfurt)
■ Obschon die motivationale Orientierung von Lehr-
personen in Modellen professioneller Kompetenz nebst
Wissen, Überzeugungen und Selbstregulation als
Kernelement beschrieben wird, stand die Motivation
von Lehrpersonen lange Zeit kaum im Fokus der Forschung. Die Arbeitsgruppe fasst drei Studien zusammen,
die Motivations-prozesse bei angehenden oder bereits
im Beruf stehenden Lehrpersonen untersuchen. Ausgehend von Konstrukten der intrinsischen Motivation wie
Lehrer-Enthusiasmus und Engagement wird deren längsschnittliche Entwicklung bei Lehrpersonen im Berufsalltag in den Blick genommen. Zur Einordnung der innerpsychischen und kontextuellen Beeinflussungsfaktoren
wird die Selbstbestimmungstheorie (Ryan & Deci, 2002)
herangezogen. Die präsentierten Studien vermögen einen
Einblick in das komplexe wechselseitige Zusammenspiel
von Lehrermotivation, Unterrichtserleben und Unterrichtsqualität zu geben oder gehen der Frage des
Wirkungszusammenhangs von Lehrermotivation und
Schülermotivation nach.
Diskutantin
Prof. Dr. Tina Hascher (Bern)
48
49
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00 Arbeitsgruppen AG I 16 GS1 - Auditorium
24. Kongress der DGfE
Kontextualisierte Erfassung von Lehrerkompetenzen:
Konzepte, Methoden, Nutzen
Prof. Dr. Johannes Konig (Köln)
Messung professioneller
Lehrerkompetenz im Übergang
von der Ausbildung zum Beruf
Prof. Dr. Johannes König
(Köln),
Prof. Dr. Sigrid Blomeke
(Berlin),
Dr. Ute Suhl (Berlin),
Patricia Klein, M.A. (Berlin)
TEDS-FU: Handlungsnahe
Erfassung von Lehrerprofessionswissen durch
Videovignetten
Prof. Dr. Gabriele Kaiser
(Hamburg),
Dr. Andreas Busse (Hamburg),
Prof. Dr. Martina Dohrmann
(Vechta),
Jessica Benthien (Vechta)
Erfassung professioneller
Unterrichtswahrnehmung bei
Referendaren mithilfe des
erweiterten Observers
Prof. Dr. Tina Seidel
(München),
Nadine Schlomske, M.A.
(München),
Andreas Dick, Dipl.-Math.
(München),
Dr. Kathleen Sturmer
(München)
■ Empirische Studien zur standardisierten Erfassung
von kognitiven Elementen professioneller Kompetenz
angehender bzw. berufstätiger Lehrkräfte (z. B. TEDS-M,
COACTIV) testen Lehrerwissen in der Regel mithilfe
von Papier-Bleistift-Verfahren. Als Desiderat wird die
Erfassung von Kognitionen ausgewiesen, die näher an
der Kontextgebundenheit von konkreten Anforderungssituationen im Lehrerberuf, insbesondere von typischen
Unterrichtssituationen liegen. In der international
zusammengesetzten Arbeitsgruppe werden innovative
Ansätze unterschiedlicher Forscherteams vorgestellt und
diskutiert, die u. a. mithilfe von videogestützten Verfahren Lehrerkompetenzen empirisch untersuchen. Bei aller
Differenzierung besteht eine grundsätzliche Zielsetzung
darin, die professionelle Wahrnehmung sowie das Analyse- und Reflexionsvermögen als wichtige Bestandteile
von Lehrerkompetenz kontextualisiert und situativ eingebettet zu erfassen, um die Kopplung zu tatsächlichen
Anforderungssituationen zu gewährleisten.
Diskutant
Prof. Dr. Georg Hans Neuweg
(Linz)
Ohne Kompetenz keine
Qualität: Über die Messung
professioneller Qualitätssensibilität mit Filmvignetten
Dr. Sarah Heinzer (Zürich),
Prof. Dr. Dr. h.c. mult.
Fritz Oser (Zürich)
Mo. 14:00 – 17:00
Inklusive Bildung
Prof. Dr. Ulrich Heimlich (München)
Inklusive Bildung – Möglichkeiten und Herausforderungen im Lichte empirischer
Erhebungen
Prof. Dr. Barbara GasteigerKlicpera (Graz)
Inklusion inmitten eines angeheizten Bildungswettbewerbs
Prof. Dr. Winfried Kronig
(Fribourg)
Wirkungen von Integration
und Separation – einige Ergebnisse aus einem Schweizer
Forschungsprogramm
Prof. Dr. em. Urs Haeberlin
(Fribourg)
Umsetzung der inklusiven
Beschulung in Deutschland
Dr. Markus Gebhardt,
Dr. Katharina Müller,
Dr. Christine Sälzer
(München)
■ Mit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechts-
konvention im Jahre 2009 stehen die Bildungssysteme
auch im deutschsprachigen Raum vor neuen Herausforderungen. Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich
in Artikel 24 auf die Entwicklung eines inklusiven
Bildungssystems auf allen Ebenen. Ungeklärt bleibt
bislang weitgehend im Gegensatz zu seinem nahezu
inflationären Gebrauch, was unter dem Begriff „inklusive
Bildung“ zu verstehen ist. Die Arbeitsgruppe soll deshalb
den Begriff der „inklusiven Bildung“ in den Mittelpunkt
stellen und dazu einen grundlegenden sowie forschungsbezogenen Diskurs initiieren, der zur weiteren Klärung
des Begriffes „inklusive Bildung“ beiträgt. Übergreifende
Zielsetzung ist dabei, dass die Erziehungswissenschaft als
Disziplin und Profession inklusive Bildung als gemeinsame
Herausforderung thematisiert.
Inklusive und exklusive
Förderarrangements für
Schüler_innen mit Lernbeeinträchtigungen – Ergebnisse
der BiLieF-Studie
Prof. Dr. Birgit Lütje-Klose
(Bielefeld),
Rebecca Baumanns
(Bielefeld),
Dr. Julia Gorges (Bielefeld),
Phillip Neumann (Bielefeld)
Diskutant
Prof. Dr. Ulrich Heimlich
(München)
50
Arbeitsgruppen AG I 17 DOR26 - 207
51
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 18 UdL6 - 2002
Zukunft der empirischen Bildungsforschung:
mixed methods versus mixed paradigms
Prof. Dr. Barbara Asbrand (Frankfurt am Main),
Prof. Dr. Martin Heinrich (Hannover)
Bildung, Wissen, Kompetenzen
im Spannungsfeld zwischen
empirischer Bildungsforschung
und Allgemeiner Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Inka Bormann
(Marburg)
Bildungsmonitoring und Metaanalyse: (Miss-)Konzeptionen
von Evidenz und Steuerungsrelevanz in der empirischen
Bildungsforschung
Prof. Dr. Hans Anand Pant
(Berlin)
„Rekonstruktive Bildungsforschung‟: Zur paradigmatischen Differenz standardisierter, subsumtionslogisch
operierender Hypothesenprüfender Verfahren und
rekonstruktiver Verfahren
Prof. Dr. Martin Heinrich
(Hannover)
Prof. Dr. Andreas Wernet
(Hannover)
Rekonstruktive Verfahren aus
der Perspektive Hypothesenprüfender Bildungsforschung
Prof. Dr. Oliver Böhm-Kasper
(Bielefeld)
■ Im öffentlichen Diskurs werden die enormen Erkennt-
nisfortschritte empirischer Bildungsforschung hervorgehoben. Die damit verbundenen Zukunftsvisionen sind
allerdings z.T. von Abgrenzungsbemühungen gegenüber
traditionellen Diskurstraditionen bestimmt. Häufig gewinnt man allerdings den Eindruck, dass die Protagonist/
innen „aneinander vorbei sprechen“, da nicht nur über
eine divergierende Auslegung von Forschungsmethoden
gestritten wird, sondern vielmehr auf methodologischer
Ebene paradigmatische Differenzen existieren. In der
Arbeitsgruppe soll jenseits des derzeit prominenten Rufes
nach mixed-methods auf grundlagentheoretisch-methodologischer Ebene über Differenzen und Gemeinsamkeiten nachgedacht werden. Dabei könnte deutlich werden,
dass unterschiedliche Vorstellungen von Empirie sich
nicht notwendig ausschließen, sondern paradigmatisch
unterschiedliche Perspektiven auf den zu erforschenden
Gegenstand werfen bzw. noch weit reichender: diesen
Gegenstand unterschiedlich konstituieren.
Zur Triangulation rekonstruktiver und standardisierter
Forschungszugänge in der Bildungsforschung — Erreichtes
und Perspektiven, Potentiale
und Grenzen
Prof. Dr. Nicolle Pfaff
(Duisburg-Essen)
52
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 19 UNI3 - R005
Vertrauensprozesse in Schule und Sozialer Arbeit
Dr. Maren Zeller (Hildesheim)
Zum Vertrauensverständnis in empirischen Analysen
pädagogisch-professioneller
Tätigkeit
Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla
(Hildesheim),
Dr. Sandra Tiefel
(Magdeburg),
Dr. Maren Zeller
(Hildesheim)
Vertrauensbildungsprozesse
im Kontext von Kinderschutz
Ass. Prof. Mag. Dr. Ulrike Loch
(Klagenfurt)
Vertrauen in Lehrende und
Schule aus dem Blickwinkel
von Kindern und Jugendlichen
Maren Zschach, Dipl.-Päd.
(Halle/Saale)
Professionelle Orientierungen
und Selbstvertrauen der
Professionellen
Heike Brandt, Dipl.-Soz.-Päd.
(Magdeburg)
■ Derzeit haben Vertrauensdiskurse in vielen wissen-
schaftlichen Disziplinen eine neue Konjunktur. Dies hat
damit zu tun, dass das Wegbrechen traditioneller Einbindungen, die Steigerung von Ungewissheiten und die
zunehmende soziale Differenzierung für Individuen die
Notwendigkeit erhöhen, Vertrauen zu schenken. In der
Erziehungswissenschaft scheint eine Auseinandersetzung
mit der Vertrauensthematik gerade vor dem Hintergrund
des erst kürzlich aufgedeckten Missbrauchs von Vertrauen in pädagogischen Institutionen dringend erforderlich.
Diese Arbeitsgruppe wird der Vertrauensthematik in zwei
genuinen Feldern der Erziehungswissenschaft (Sozialpädagogik, Schulpädagogik) nachgehen. Den gemeinsamen
Ausgangspunkt bildet erstens die Prozessperspektive auf
Vertrauen und zweitens ein Begriffsverständnis, das nicht
nur die Professionellen-Klienten-Beziehung fokussiert,
sondern zugleich institutionelle Rahmenbedingungen
sowie konzeptionelle Überlegungen, also das gesamte
pädagogische Setting, in den Blick nimmt.
Diskutantin
Prof. Dr. Katharina Maag Merki
(Zürich)
53
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 20 DOR24 - 1.201
Changing Childhoods – Changing Education?
Traditions and prospects in constructing childhood
in educational research
Dr. Sabine Bollig (Luxemburg),
Dr. Florian Eßer (Hildesheim)
The Child as a Hybrid. Educational research and childhood
in historical perspective
Dr. Florian Eßer (Hildesheim)
1980s – present
Dr. Harry Hendrick (Warwick)
Lost in Translation? The traditions and prospects of utilizing
the concept of ‟children as
actors” in (early childhood)
educational research
Dr. Sabine Bollig (Luxemburg)
Early Childhood and
Documentality
Prof. Dr. Maarit Alasuutari
(Jyväskylä)
Diskutant_in
Prof. Dr. Helga Kelle
(Bielefeld),
Prof. Dr. Sascha Neumann
(Fribourg)
■ From its early beginnings, children were an important
point of reference in modern pedagogy, which defined
the “nature” of childhood mostly anthropologically and,
at least to a certain degree, in an essentialist way. Until
today a reflective understanding of childhood and its relation to education is not a common point of view – even
though educational research has generally integrated
more “deconstructive” and “reflexive” approaches during the last decades. Nevertheless, there are respective
research endeavours in Educational Sciences as well as in
Childhood Studies, which have become more important
for childhood-related educational research. The paper
session aims at highlighting the framings of childhood in
these different kinds of endeavours and critically asks for
instructive concepts and methodologies that bring to light
how educational practices and research are interwoven
into the processes of creating social “knowledge” about
children and childhood.
54
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 21 UNI3 - R004
Erziehungsprozesse und transnationale Migration
Prof. Dr. Christine Hunner-Kreisel (Universität Vechta),
Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine (Universität Leipzig)
Ort, Raum, Erziehungssettings – sozialräumliche
Herausforderungen durch
transnationale Migration im
Kontext Sozialer Arbeit
Prof. Dr. Christian Reutlinger
(St. Gallen)
Family-related variables,
youngsters’ explanatory styles
and school achievement in
Romanian students left behind
by migrant parents
Dr. Nicoleta Laura Popa,
„AlexandruIoanCuza‟
(Iasi)
Arbeitsmigration von Familien
in Tadschikistan und transnationale Erziehungsstrategien
Prof. Dr. Manja Stephan
(Berlin)
Spannungsfelder der
Erziehung: Familien polnischer
zirkulärer Migranten
Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine
(Leipzig)
■ In der Arbeitsgruppe werden theoretische Überlegungen
und empirische Befunde zu Erziehungsprozessen vor dem
Hintergrund eines noch unzureichend operationalisierten
Bedingungskontextes Transmigration/Transnationalisierung aus unterschiedlichen subdisziplinären Perspektiven
(sozialpädagogisch/-psychologisch, international-vergleichend und ethnologisch) zusammengeführt.
Zentrale Fragestellung der Arbeitsgruppe ist, welche
Herausforderungen sich für Kinder, Jugendliche und
Familien sowie für (sozial-)pädagogische Institutionen
und Handlungsfelder ergeben. Die Einzelbeiträge befassen
sich mit Konsequenzen der durch transnationale Migration hervorgerufenen Erziehungskonstellationen auf
Erziehungsprozesse. Im Anschluss wird ein gegenwärtiges
Verständnis von Konzepten von Erziehung diskutiert. Den
diskursiven Rahmen bildet eine kritische Infragestellung
eines disziplinären Verständnisses von Erziehungswissenschaft als immer noch national begrenzt.
Diskutantin
Prof. Dr. Christel Adick
(Bochum)
55
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 22 DOR24 - 1.505
24. Kongress der DGfE
Civic Education als Beitrag zur (Zukunfts-)Bildung
Prof. Dr. Claudia Fahrenwald (Linz),
Dr. des. Tetyana Klouberth (Augsburg)
The Future of Higher Education in Europe – Civic Education versus Employability
Prof. Dr. Agnieszka Bron
(Stockholm)
Civic Education als organisationspädagogische Herausforderung – dargestellt am Beispiel
ausgewählter Hamburger
Schulen
Prof. Dr. Claudia Fahrenwald
(Linz)
Civic Education im Rahmen
einer kompetenzorientierten
Lehrerbildung
Prof. Dr. Anne Sliwka
(Heidelberg)
Civic Education als Aspekt
der Vergangenheitsaufarbeitung – dargestellt am Beispiel
der Erwachsenenbildung in
Osteuropa
Dr. des. Tetyana Kloubert
(Augsburg)
Mo. 14:00 – 17:00
Arbeitsgruppen AG I 23 DOR24 - 1.502
Ungleichheiten in Bildungsinstitutionen. Forschung zur
sozialen Herkunft von Fach- und Lehrkräften als Ausgangspunkt für eine zukunftsweisende Weiterbildung
Prof. Dr. Tanja Betz (Frankfurt am Main)
■ Das Konzept der Civic Education entstammt ursprüng-
lich der angloamerikanischen Bildungstradition und
erfährt seit einigen Jahren vor dem Hintergrund aktueller
gesellschaftlicher, kultureller und politischer Entwicklungen auch im europäischen Bildungsdiskurs eine erhöhte
Aufmerksamkeit: In einer heterogenen und pluralisierten
Lebenswelt gilt Civic Education als zentral für den Aufbau
bzw. Erhalt partizipativer Demokratien und lebendiger
Zivilgesellschaften. Civic Education geht dabei von einem
praxis- und erfahrungsorientierten Lernbegriff aus, der
auf (inter-)aktives und soziales Lernen setzt. Die Arbeitsgruppe diskutiert das Konzept der Civic Education in theoretischer und empirischer Perspektive sowie im internationalen Vergleich. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit
Civic Education für gesellschaftliches Engagement und
die Übernahme sozialer Verantwortung sensibilisieren
und professionalisieren kann und auf diese Weise einen
Beitrag zur (Zukunfts-)Bildung darstellt.
Civic Education, Policy, and
the Tension between the Social and the Democratic
Prof. Dr. Gert Biesta
(Luxemburg)
Die Bedeutung der sozialen
Herkunft von Erzieherinnen
für pädagogisches Handeln
in Kindertageseinrichtungen
Stefanie Bischoff, Dipl.-Päd.
(Frankfurt am Main)
Habitusmuster von
Lehrkräften als Beitrag
zu den Bildungschancen
von Schüler_innen
Prof. Dr. Andrea Lange-Vester
(Darmstadt),
Christel Teiwes-Kügler,
Dipl.-Soz. (Duisburg-Essen)
Wer leistungsbereit ist und
sich anstrengt, wird dafür
belohnt. Herkunftsspezifische
Überzeugungen von Grundschullehrer_innen
Laura Kayser, Dipl.-Soz.
(Frankfurt),
Frederick de Moll, Dipl.-Päd.
(Frankfurt),
Prof. Dr. Tanja Betz
(Frankfurt)
Diskutantin
Prof. Dr. Maja Suderland
(Darmstadt)
■ Der empirische Nachweis, dass Abschlüsse im
deutschen Bildungssystem nicht unabhängig von der
sozialen Herkunft der Schülerschaft vergeben werden,
weist auf eine fast zeitlose Problematik hin, die viele
Bildungsreformen überdauert. Die Sozialwissenschaften sind daher auch zukünftig gefordert, das
Phänomen „Bildungsungleichheit“ theoretisch und
empirisch weiter zu erschließen. Hierzu wird der
forschende Blick auf Fach- und Lehrkräfte und ihren
Beitrag zur Re-Produktion von Bildungsungleichheiten
gerichtet. Aus ungleichheits-theoretischer Perspektive
wird dabei die soziale Verortung der Professionellen in
Kindertageseinrichtungen und Schulen konzeptionell und
empirisch beleuchtet, um den Zusammenhang zwischen
der sozialen Herkunft der Fach- und Lehrkräfte, ihren
Überzeugungen und ihrem pädagogischen Handeln
analysieren zu können. Schließlich wird diskutiert, wie
die diesbezüglichen Befunde für eine ungleichheitssensible Weiterbildung von Fach- und Lehrkräften aufbereitet
werden können.
Diskutantin
Prof. Dr. Christine Zeuner
(Hamburg)
56
57
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Symposium SY I 01 BE2 - 140/142
Sprachliches Handeln in mehrsprachigen Bildungsinstitutionen. Qualitative empirische Studien und
konstruktive Ansätze pädagogischen Handelns
Prof. Dr. Sara Fürstenau (Münster),
Prof. Dr. Drorit Lengyel (Hamburg)
Mehrsprachige Sozialisation
im Spannungsfeld
von Familie und frühkindlichen
Bildungsinstitutionen
Prof. Dr. Drorit Lengyel
(Hamburg),
Vesna Ilic (Hamburg)
Mehr als Wörter und Sätze –
Bildungsspracherfahrungen
und Kontextualisierungskompetenz von Sekundarschülerinnen und -schülern
Dr. Miriam Morek (Dortmund),
Dr. Vivien Heller (Dortmund)
Bildungssprachförderliches
Lehrerhandeln in mehrsprachigen Schulklassen.
Ergebnisse aus einer videobasierten Unterrichtsstudie
Prof. Dr. Sara Fürstenau
(Münster),
Vera Beckmann (Münster),
Javier Carnicer (Bremen),
Isabella Galling (Münster)
■ Das sprachliche Handeln in deutschen Bildungsins-
titutionen ist traditionell durch Einsprachigkeit im
Deutschen geprägt, wird aber durch die von Kindern und
Jugendlichen mitgebrachte Mehrsprachigkeit beeinflusst.
Eine Herausforderung besteht darin, unterschiedliche
sprachliche Sozialisationsbedingungen angemessen zu
berücksichtigen, Schulerfolg durch sprachliche Bildung
zu unterstützen und allen Kindern und Jugendlichen einen
Zugang zur „Bildungssprache“ zu eröffnen. Die Beiträge
zum Symposium basieren auf qualitativen empirischen
Studien und fragen aus erziehungs- und sprachwissenschaftlichen Perspektiven nach konstruktiven und
sprachförderlichen Ansätzen pädagogischen Handelns.
Ein verbindender theoretischer Rahmen ist die soziokulturelle Lerntheorie, und im Mittelpunkt der Analysen
stehen Interaktionsprozesse auf der Mikroebene von
Bildungsinstitutionen.
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Verändertes Verhältnis von Familie und institutioneller
Bildung auf dem Hintergrund des familialen Wandels
Prof. Dr. Marianne Schüpbach (Bern)
Institutionelle Bildung/System
Schule und der Stellenwert
der Eltern heute
Prof. Dr. Walter Herzog (Bern)
Frühkindliche Bildung/Vorschule/Schuleingangsphase
und Familie
Prof. Dr. Ursula Carle
(Bremen)
Familie und Schule:
Nutzung der Ganztagsschule –
Neujustierung des Verhältnisses durch den Ausbau
von Ganztagsschulen?
Prof. Dr. Ivo Züchner
(Marburg)
Erziehungs- und
Bildungspartnerschaften:
Kooperation zwischen
Tagesschule und Eltern
Prof. Dr. Marianne Schüpbach
(Bern),
Michelle Jutzi, M.Sc. (Bern)
Diskutantin
Prof. Dr. Sabine Andresen
(Frankfurt am Main)
■ Im Zuge des familialen Wandels sollen institutionelle
Bildungsformen erweiterte Aufgaben übernehmen.
Das Verhältnis von Schule und Familie zeigt sich u. a. in
den pädagogischen Begrifflichkeiten und in der Zusammenarbeit von Eltern und Schule. Der neuen Ausgestaltung von institutionellen Bildungsorten und dem Verhältnis zur Familie soll in diesem Symposium nachgegangen
werden. In einem ersten Beitrag werden die begrifflichen
Herausforderungen für die Erziehungswissenschaft im
Rahmen einer Neubestimmung des Verhältnisses diskutiert. Die weiteren Beiträge beleuchten dieses Verhältnis
anhand von Befunden aktueller Studien. So geht der
zweite Beitrag der Kooperation zwischen Einrichtungen
an FBBE und dem Elternhaus nach. Ein weiterer Beitrag
untersucht, ob in der Ganztagsschule in Deutschland neue
Bildungs- und Erziehungspartnerschaften entstehen
können. Der letzte Beitrag widmet sich Kooperationspraktiken sowie Bedingungen der Kooperation zwischen
Eltern und Tagesschule in der Schweiz.
What do we really know
about the value of dialogue for
classroom interaction?
Prof. Dr. Neil Mercer
(Cambridge)
58
Symposium SY I 02 DOR24 - 1.102
59
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Symposium SY I 03 DOR26 - 208
Forschungsfeld und/oder Disziplin – differente
Traditionen der Erziehungs- und Bildungswissenschaft
und ihr Wandel in vergleichender Perspektive
(field subject and/or a discipline – different traditions
of educational studies and their transitions in
comparative perspective)
Prof. Dr. Johannes Bellmann (Münster),
Prof. Dr. Gert Biesta (Luxemburg)
Der Aufstieg der Bildungswissenschaften und die Frage
nach dem Gegenstand der
Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Johannes Bellmann
(Münster)
Who needs Pädagogik?
Prof. Dr. Gert Biesta
(Luxembourg)
Education is dead, long live
education. A critical analysis
of the development of
education in Norway
Prof. Dr. Herner Saeverot
(Bergen)
Verwissenschaftlichung nach
naturwissenschaftlichem
Vorbild? Zur Karriere des methodologischen Naturalismus
in der Erziehungswissenschaft
Thomas Müller (Berlin)
■ Das Symposium befasst sich mit differenten Konfigu-
rationen erziehungswissenschaftlicher Forschung, wie
sie sich in unterschiedlichen Wissenschaftskulturen und
-traditionen herausgebildet haben. Besonders auffällig ist dabei der Kontrast zwischen einem disziplinären
Selbstverständnis von Erziehungswissenschaft und einem
Verständnis von Bildungswissenschaften bzw.
„learning sciences“ als interdisziplinärem Forschungsfeld.
In international-vergleichender Perspektive werden
sowohl die Stärken als auch die blinden Flecken dieser
unterschiedlichen Konfigurationen herausgearbeitet.
In historisch-vergleichender Perspektive werden die
Entstehungsbedingungen und Transformationen der
entsprechenden Konfigurationen rekonstruiert.
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Bildung für nachhaltige Entwicklung als inter- und
transdisziplinäres Forschungsfeld zwischen Traditionen
und Zukünften
Prof. Dr. Matthias Barth (Höxter),
Prof. Dr. Susanne Menzel (Osnabrück),
Prof. Dr. Marco Rieckmann (Vechta)
Bedeutung von Perspektivenintegration und Abwägungsprozessen im Rahmen
einer Bildung für nachhaltige
Entwicklung
Prof. Dr. Christine Künzli David
(Windisch),
Dr. Franziska Bertschy (Bern)
Review der internationalen
Forschung zu (Hochschul-)
Bildung für eine nachhaltige
Entwicklung (1992-2012)
Prof. Dr. Matthias Barth
(Höxter),
Prof. Dr. Marco Rieckmann
(Vechta)
Erhebung der Landschaftswahrnehmung von Jugendlichen als Beispiel für eine
empirische Basis evidenzbasierter Bildung für
nachhaltige Entwicklung
Prof. Dr. Susanne Menzel
(Osnabrück)
■ Am Ende der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige
Entwicklung“ (2005-2014) soll eine Verortung und Bestandsaufnahme für das noch junge Forschungsfeld
der Bildung für nachhaltige Entwicklung vorgenommen
werden. In diesem Symposium der Kommission Bildung
für nachhaltige Entwicklung wird einerseits analysiert und
diskutiert, mit welchen Beiträgen theoretisch-konzeptioneller und empirischer Art sich dieser Forschungsbereich
mit den Traditionen einer originär erziehungswissenschaftlichen Herangehensweise und mit bestehenden
Problemkonstruktionen und Erkenntnisstrategien
auseinandersetzt. Andererseits wird gefragt, inwieweit
diese Forschung aktiv an einer Zukunftsgestaltung mitwirken kann. Diese Aspekte werden durch vier Beiträge beleuchtet, die das breite Spektrum der Herangehensweisen
in der Bildung für nachhaltige Entwicklung repräsentieren
und gemeinsam das Potenzial dieses Forschungsfeldes
ausleuchten.
Bildung für nachhaltige
Entwicklung als Gestaltungsaufgabe – Forschungs- und
Entwicklungsarbeit mit transdisziplinärer Perspektive
Daniel Fischer (Lüneburg)
Diskutantin
Dr. Nicole Balzer (Münster)
60
Symposium SY I 04 DOR24 - 1.608
61
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Symposium SY I 05 BE2 - 144
24. Kongress der DGfE
Kindertageseinrichtungen im Transformationsprozess:
Programmatiken und Praxen
Prof. Dr. Susanne Viernickel (Berlin),
Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann (Berlin)
Beobachtung und Dokumentation in Kindertageseinrichtungen im Spannungsfeld
bildungsprogrammatischer
Ansprüche und struktureller
Rahmenbedingungen
Prof. Dr. Susanne Viernickel
(Berlin),
Luise Zenker (Berlin)
Rahmeninkongruenzen und
Orientierungsdilemmata frühpädagogischer Fachkräfte
Prof. Dr. Iris NentwigGesemann (Berlin),
Katharina Nicolai (Berlin),
Stefanie Schwarz (Berlin)
Beobachtung kindlicher
Selbstbildungsprozesse –
Deutungskompetenzen frühpädagogischer Fachkräfte
Prof. Dr. Norbert Neuss
(Gießen),
Prof. Dr. Stefan Brée
(Hildesheim)
Während also – auf der Ebene der Programmatiken –
Ansprüche und Erwartungen an die pädagogischen
Akteure und Umwelten deutlich formuliert wurden, ist
noch kaum erforscht, unter welchen Bedingungen und in
welcher Weise diese Programmatiken den pädagogischen
Alltag beeinflussen und handlungsleitende Wirkung
entfalten. Das Symposium setzt hier an und versammelt
Arbeiten, die Bedingungen und Prozesse des Transfers
der Programmatiken in pädagogische Praxen empirisch
beschreiben und in ihren Wechselwirkungen analysieren –
exemplarisch am Aufgabenbereich „Beobachtung
und Dokumentation“.
62
Symposium SY I 06 DOR24 - 1.103
Zwischen Wissenschaft, Politik, Administration,
Öffentlichkeit und Praxis: Die Rolle der Qualitätsinstitute im Bildungswesen im Spannungsfeld
unterschiedlicher Handlungsrationale
Dr. Martina Diedrich (Hamburg),
Detlef Fickermann (Hamburg)
■ Seit mehreren Jahren befinden sich Kindertageseinrich-
tungen in einem Transformationsprozess. Motor und
Ausdruck dessen sind die Bildungs-/Orientierungsprogramme und -pläne, die ab 2004 in allen Bundesländern
zur verbindlichen Arbeitsgrundlage wurden. Ihre Einführung ging mit massiven Veränderungen von Aufgabenprofilen, Kompetenzerwartungen und Qualifikationsanforderungen der pädagogischen Fachkräfte einher.
Mo. 14:00 – 17:00
Bildungsverwaltung zwischen
Nutzung wissenschaftlicher
Expertise und eigener
Verwissenschaftlichung –
Wechselfälle bundesdeutscher
Geschichte
Prof. Dr. Horst Weishaupt
(Wuppertal)
Qualitätseinrichtungen als
nachgeordnete Dienststellen
besonderer Art
Detlef Fickermann (Hamburg)
Normative Grundlagen
des Bildungsmonitorings
Norbert Maritzen (Hamburg),
Dr. Jenny Tränkmann
(Hamburg)
Länderinstitute für Qualität
im Schulwesen als Ausdruck
veränderter Akteurskonstellationen? Governancetheoretische Klärungen
Dr. Matthias Rürup
(Wuppertal)
■ Die Mehrheit der Länder hat neue Einrichtungen
geschaffen, deren Aufgabe eine empirisch fundierte
Qualitätssicherung überwiegend schulischer Bildungsprozesse auf der Grundlage von Leistungsmessungen,
Schulinspektionen und weiteren Formen eines systematischen Bildungsmonitorings ist. Damit wurde ein neuer
institutioneller Akteur etabliert, dessen Rolle bislang nicht
hinreichend konturiert zu sein scheint. Zudem richten sich
auf diese neuen Akteure weitergehende Wirkungserwartungen, ohne dass die zugrunde liegenden normativen
Annahmen bislang expliziert sind. Vor diesem Hintergrund
sollen die neuen Einrichtungen mit Blick- auf ihre
Handlungsrationalen in bestehenden Mehrebenensystemen, auf ihre Verortung im Wissenschaftssystem
und auf ihre normativen Grundlagen multiperspektivisch
betrachtet werden.
63
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Symposium SY I 07 DOR24 - 1.204
24. Kongress der DGfE
Families in Transitions – a challenge for research
in education and educational practice
Prof. Dr. Uwe Uhlendorff (TU Dortmund),
Dr. Matthias Euteneuer (TU Dortmund)
Transitions as challenging
processes of learning – an
educational research approach
Dr. Matthias Euteneuer
(Dortmund)
Stepmothers in reconstituted
families – negotiating motherhood and identity
Prof. Kimmo Jokinen
(Jyväskylä)
Fathers in families –
the situation in Europe and
consequences for family
support services
Prof. Margaret O´Brien
(East Anglia)
Mapping the new plurality
of transnational families:
a life course perspective
Prof. Karin Wall
(Lisbon)
Diskutantin
Dr. Karin Jurczyk (München)
Mo. 14:00 – 17:00
Symposium SY I 08 DOR24 - 1.403
Eltern und Schule: Umbrüche traditioneller
Verortungen und Neukonturierungen als Forschungsfeld
Prof. Dr. Mechtild Gomolla (Hamburg),
Prof. Dr. Dagmar Killus (Hamburg),
Prof. Dr. Angelika Paseka (Hamburg)
■ The symposium will take up the rising international
debate on the changing life courses of individuals and
families from an educational science point of view, focusing on transitions in family life courses. Transitions are
periods of accelerated change where individuals and
families go from one way of life to another. They can be
planned and intended (as this is nowadays mostly the
case for the transition to parenthood) or unplanned (like
separation and divorce). Coping with transitions is anyhow closely related to a multitude of formal and informal
processes of learning and thus often a matter of education
and educational services. The symposium will present the
state of the art of research on families in transitions, work
out and discuss consequences for the design of education
and propose first ideas how future educational research
could contribute to understanding the changing life
courses and the ways individuals and families cope with
transitions in their life courses.
64
Zum Selbstverständnis
von Eltern: Partner, Kunden,
Zulieferer von Schule?
Prof. Dr. Dagmar Killus
(Hamburg),
Prof. Dr. Angelika Paseka
(Hamburg)
Die Kooperation zwischen
Eltern und Schule aus der
Sicht von Schülerinnen und
Schülern
Julia Häbig, M.A. (Hamburg)
Conflict Resolution: Achieving
Equitable Home-School Relationships – the British Context
Prof. Gill Crozier (London)
Eltern und Schule im Kontext
migrationsbedingter Heterogenität: Kontinuitäten und
Neuverortungen im Spiegel
bildungs- und integrationspolitischer Diskurse
Prof. Dr. Mechtild Gomolla
(Hamburg),
Dr. Susanne Timm
(Hamburg),
Ellen Kollender, M.A.
(Hamburg)
■ Als gesellschaftliche Institutionen sind Familien und
Schule in den vergangenen Jahrzehnten bedeutenden
Umbrüchen unterworfen. Pluralisierung von Familienformen und Lebensstilen, soziale Differenzierungsschübe
wie internationale Umstrukturierungen der staatlichen
Bildungssysteme haben zu neuen Verhältnisbestimmungen geführt. In der erziehungswissenschaftlichen
Diskussion wird die Neubestimmung der Beziehung von
Eltern und Schule, ihrer Funktionen, Rollen und Identitäten konzeptionell höchst unterschiedlich gefasst: als
Zulieferer, Kunden, Partner und/oder Akteure. In diesem
Symposion sollen aktuelle Tendenzen der Forschung über
Eltern und Schule bilanziert und systematisiert werden.
Unter Einbezug internationalen Entwicklungen werden
theoretische Perspektiven kontrastiert und Studien,
die sich mit dem Verhältnis von Eltern und Schule auf der
Makro-, Meso- und Mikroebene befassen, in einen Dialog
gespannt, um künftige Neukonturierungen des
Forschungsfeldes diskutieren zu können.
65
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Symposium SY I 09 DOR24 - 1.401
Wenden in der Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Theo Hug (Innsbruck),
Jun.-Prof. Dr. Sandra Aßmann (Köln),
Prof. Dr. Edwin Keiner (Erlangen-Nürnberg),
Prof. Dr. Heinz Moser (Zürich),
PD Dr. Bettina Blanck (Paderborn)
Kontinuitäten der Wenden?
Aspekte der Erziehungswissenschaft im historischen
Prozess
Prof. Dr. Edwin Keiner
(Erlangen-Nürnberg)
Die erziehungswissenschaftliche Forschung und ihre
Wenden – methodologische
Überlegungen
Prof. Dr. Heinz Moser (Zürich)
Aspekte raumtheoretischer
Überlegungen im erziehungswissenschaftlichen Diskurs
Jun.-Prof. Dr. Sandra Aßmann
(Köln)
Zwischen Irrelevanz und
paradigmatischer Innovation:
Kritische Reflexionen zur Rede
von Wenden in der
Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Theo Hug (Innsbruck)
Diskutantin
PD Dr. Bettina Blanck
(Paderborn)
■ Der „Empirical turn“ ist nur ein Beispiel für Wenden,
die in der Vergangenheit Einfluss auf den erziehungswissenschaftlichen Diskurs genommen haben und ihn
weiterhin bestimmen. Im Rahmen des Symposiums
wird analysiert, inwieweit man bei solchen Wenden
retrospektiv von traditionsbildenden Paradigmenwechseln sprechen kann. Gleichzeitig wird das Potenzial
von turns zur Begründung neuer fachlicher Traditionen
und zur Überschreitung der Disziplingrenze diskutiert.
Dazu bietet das Symposium verschiedene Zugänge:
In einem Überblick werden Wenden aus historischsystematischer Perspektive beleuchtet. Daran schließt
sich ein Blick auf forschungsmethodologische/
-methodische Implikationen an. Exemplarisch wird
anhand des „Spatial turn” aufgezeigt, welche Konsequenzen sich für die Entwicklung von Theorie und Empirie
abzeichnen. Abschließend wird eine kritische Perspektive
auf den metaphorischen Gehalt der „Wende“
eingenommen.
66
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Symposium SY I 10 DOR24 - 1.405
Erinnern, Umschreiben, Vergessen. Die Stiftung
des disziplinären Gedächtnisses als soziale Praxis
Prof. Dr. Markus Rieger-Ladich (Tübingen),
Prof. Dr. Karin Amos (Tübingen)
Traditionen der Erinnerungslast: Zur naiven Geschichtsschreibung in der Pädagogik
Prof. Dr. Jürgen Oelkers
(Zürich)
Gedächtnispolitik in der Erziehungswissenschaft der 1960er
und 1970er Jahre
Prof. Dr. Carola Groppe
(Hamburg)
Generationengespräche —
Tradieren als Übersetzen
Dr. Carsten Bünger
(Dortmund),
Sabrina Schenk, Dipl.-Päd.
(Halle/Hamburg)
„Seltsame Schleifen‟ —
Über die Zeitlichkeit der
Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Frank-Olaf Radtke
(Frankfurt am Main)
Diskutantin
PD Dr. Bettina Blanck
(Paderborn)
■ Das disziplinäre Gedächtnis der Erziehungswissenschaft
wird über soziale Praktiken organisiert. Und so wenig
Archive als neutrale Speicher fungieren, so wenig überzeugend ist es, unsere Disziplin noch länger als ein kollektives
Unternehmen zu betrachten, das fortwährend neues
Wissen erzeugt, seine Methoden verfeinert und die Ergebnisse seiner Forschungen verlässlich abspreichert.
Stattdessen zeigt sich, dass umkämpfte Richtungsentscheidungen nicht nur deren Zukunft betreffen,
sondern auch ihre Vergangenheit. Etwa wenn es zu entscheiden gilt, welche Theorietraditionen erinnert, welche
Wissensbestände bewahrt und welche Fachvertreter_innen als Stifter aufgerufen werden sollen. Und welche
nicht.
Die Beiträge werben dafür, sich von schlichten Modellen
der Wissensakkumulation zu verabschieden — und damit
zu rechnen, dass Hinweise auf die Zukunft der Disziplin
auch in ihrer Vergangenheit liegen können. Sie rechnen
mit der prinzipiellen „Unabgeschlossenheit“ der
(Disziplin-)Geschichte.
67
Montag
24. Kongress der DGfE
24. Kongress der DGfE
„Im eigenen Saft?‟ Hochschuldidaktische Diskurse zwischen
Eigensinn und Erziehungswissenschaft als Kontext
Prof. a. D. Dr. Dr. h.c.
Johannes Wildt
Pädagogische Beziehungen
zwischen Anerkennung,
Verletzung und Ambivalenz
International Journal for
Research on Extended
Education
2013. 136 Seiten, Kart.
14,90 € (D), 15,40 € (A)
ISBN 978-3-8474-0098-1
ISSN: 2196-6931
Volume 1, 2013
Published twice a year
Die Art, wie PädagogInnen
die Lernenden ansprechen, ist
für ihr Wohlergehen und ihre
Leistungen in allen Bildungsstufen folgenreich. Das Buch bietet
Einblicke in historische, theoretische und empirische Grundlagen der Analyse pädagogischer
Beziehungen.
The aim and purpose of
the new Journal is to create
international visibility and a
stronger scientific profile for
the research field of extended
education.
www.budrich-verlag.de
www.budrich-journals.de
Verlag Barbara Budrich
Barbara Budrich Publishers
Stauffenbergstr. 7
D-51379 Leverkusen-Opladen
Tel +49 (0)2171.344.594
Fax +49 (0)2171.344.693
[email protected]
Die Relevanz erziehungswissenschaftlicher Hochschulforschung für die Hochschuldidaktik
Prof. Dr. Bernhard SchmidtHertha (Tübingen),
Margaretha Müller, M.A.
(Tübingen),
Sebastian Brückner (Mainz)
Hochschullehrende zwischen
Berufung und Profession –
zur Bedeutung pädagogischer
Professionalität in der
Hochschullehre
Diana Urban, Dipl.-Päd.
(Paderborn)
■ Zur Frage nach der Funktion von Hochschulbildung und
ihren didaktischen Erfordernissen liegen zwar innerhalb
der Erziehungswissenschaft verschiedene Beiträge vor,
ein kontinuierlicher disziplinärer Diskurs zur Hochschuldidaktik lässt sich jedoch nicht nachzeichnen.
Das Symposium greift das Thema Hochschuldidaktik in
erziehungswissenschaftlicher Perspektive auf, diskutiert
dessen Bedeutung innerhalb der Disziplin und umgekehrt
deren Einfluss auf die Hochschuldidaktik. Durch die
expandierende empirische Bildungsforschung und die Ausweitung von Drittmittel-Förderung auf die Lehre kann
sich die Erziehungswissenschaft in interdisziplinären
Dis-kursen, Forschungsprogrammen und auf hochschuldidaktischer Gestaltungsebene neu positionieren.
Ihr Potenzial liegt in ihren multiplen erkenntnistheoretischen Zugängen, die kritische Analyse und Reflexion von
Hochschulbildung ebenso umfassen wie belastbare Daten
zur Wirksamkeit von Hochschullehre.
Diskutant_innen
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c.
Ludwig Huber (Bielefeld),
Prof. Dr. Gabi Reinmann
(Friedrichshafen)
69
Montag
Hochschuldidaktische Themen
im erziehungswissenschaftlichen Diskurs – eine wissenschaftshistorische Analyse
N.N.
IJREE
Symposium SY I 11 DOR24 - 1.503
Hochschuldidaktik als Gegenstand der Erziehungswissenschaft – Stationen, Positionen und Perspektiven
Prof. Dr. Karin Reiber (Esslingen),
Prof. a. D. Dr. Dr. h.c. Johannes Wildt (Dortmund)
Erziehungswissenschaft
Annedore Prengel
Mo. 14:00 – 17:00
Mo. 14:00 – 17:00
Symposium SY I 12 DOR24 - 1.607
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Mathematisches und
mechanisch-technisches
Vorwissen von Studienanfängern in Ingenieurstudiengängen. Unterschiede und
Erklärungsmodelle
Prof. Dr. Reinhold Nickolaus
(Stuttgart)
Erfassung wirtschaftswissenschaftlicher Fachkompetenz
von Studierenden unter
Berücksichtigung des Hochschultyps
Dr. Oliver Lauterbach
(Hannover)
Symposium SY I 12 DOR24 - 1.607
Fachwissenschaftliche Kompetenzen von
Bachelorstudierenden in den Domänen Wirtschaft
und Ingenieurwesen
Prof. Dr. Klaus Beck (Mainz),
Sebastian Brückner (Mainz),
Jun.-Prof. Dr. Manuel Förster (Mainz),
Dr. Oliver Lauterbach (Hannover),
Prof. Dr. Gerhard Minnameier (Frankfurt am Main),
Prof. Dr. Reinhold Nickolaus (Stuttgart),
Prof. Dr. Olga Zlatkin-Troitschanskaia (Mainz)
■ Sowohl in der öffentlichen Diskussion als auch in der
Literatur zur Reform der Studienmodelle an den deutschen Hochschulen ist die Rede davon, dass „Kompetenzen“ vermittelt bzw. erworben werden sollen. Im Rahmen
der Arbeitsgruppe werden zwei Projekte (WiwiKom und
KoM@ING) vorgestellt, die diesem Defizit in unterschiedlichen Domänen entgegnen.
Das Projekt WiwiKom beschäftigt sich mit der Modellierung und Messung wirtschaftswissenschaftlicher
Fachkompetenz bei Studierenden mittels Adaption und
Weiterentwicklung internationaler Testverfahren. Das Teilprojekt „IRT-basierte Kompetenzmodellierung, -messung
und -entwicklung im Grundstudium ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge“ des Projekts KoM@ING konzentriert sich hingegen auf die Modellierung und Entwicklung von Kompetenzen in den Ingenieurwissenschaften.
Beide Projekte präsentieren Ergebnisse der IRT-Analysen,
die aus den ersten Erhebungen mithilfe der entwickelten
Testinstrumente gewonnen wurden.
70
Das Projekt WiwiKom Überblick und
Kompetenzmodell
Prof. Dr. Olga
Zlatkin-Troitschanskaia
(Mainz),
Jun.-Prof. Manuel Förster
(Mainz)
Diskutanten
Prof. Dr. Klaus Beck (Mainz),
Prof. Dr. Gerhard Minnameier
(Frankfurt am Main)
Zur Messinvarianz oder
Testfairness eines
wirtschaftswissenschaftlichen
Testinstruments im Hochschulbereich
Sebastian Brückner (Mainz)
71
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Symposium SY I 13 UNI3 - R001
24. Kongress der DGfE
Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft:
Zeitperspektive über die Lebensspanne
Prof. Dr. Monika Buhl (Heidelberg),
Prof. Dr. Hans Peter Kuhn (Kassel)
Time Perspective – A Developmental Theoretical Model and
International Implications
Prof. Dr. Zena R. Mello
(San Francisco)
„Früher war ich süß...
später muss ich Versicherungen bezahlen‟ – Zeittypen in
Kindheit und Jugend
Thomas Neubauer
(Heidelberg),
Prof. Dr. Monika Buhl
(Heidelberg)
Partnerschaftsbezogene
Zukunftsvorstellungen im
Jugendalter – Haben sie 20
oder gar 30 Jahre später
noch Relevanz?
Dr. Urs Grob (Zürich)
Antizipation des Lebens im
Dritten Lebensalter – Lernen
in der Auseinandersetzung mit
der eigenen Alternszukunft
Prof. Dr. Carola Iller (Linz)
Diskutant
Prof. Dr. Hans Peter Kuhn
(Kassel)
Während mit zunehmendem Alter die Anteile der drei
Dimensionen hinsichtlich der zu erwartenden Lebenszeit
eine unterschiedliche Gewichtung erfahren, ist von
Interesse, wie verschiedene Zeittypen Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft bewerten, das Verhältnis der
Bereiche zueinander definieren, wie sich diese Bezüge
im Laufe der Zeit stabilisieren bzw. verändern und mit
welchen Sozialisations- und Bildungserfahrungen sie in
Verbindung stehen.
Im geplanten Symposium wird die Bedeutung von
Zeitperspektive über die Lebenspanne diskutiert.
Die Referent/innen aus vier Ländern fokussieren hierbei
verschiedene Lebensphasen. Den Beiträgen liegen sowohl
unterschiedliche methodische Designs als auch
unterschiedliche Datenerhebungs- und Auswertungsstrategien zu Grunde.
72
Symposium SY I 14 DOR24 - 1.605
Postkoloniale und rassismuskritische Perspektiven auf
nationalistisch konfigurierte (Theorie-) Tradierungen in
Bildung und Erziehung als Widerstandspraxen
Dr. Safiye Yıldız (Tübingen),
Prof. Dr. Maureen Maisha Eggers (Magdeburg-Stendal),
Prof. Dr. Iman Attia (Berlin),
Prof. Dr. Claus Melter (Esslingen)
■ Zeitperspektive ist ein über die Verbindung von kogniti-
ven und affektiv-motivationalen Komponenten definiertes
Konstrukt, mit dem sich beschreiben lässt, wie Individuen
ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft reflektieren.
Mo. 14:00 – 17:00
Diskurstheoretisch fundierte
und postkoloniale Kritik an
nationalpolitisch konnotierter
interkultureller Pädagogik
Dr. Safiye Yıldız (Tübingen)
Rassistische Konstruktionen
in pädagogischen Klassikern
– intersektionell informierte
Kritiken von hierarchisierten
Subjektivierungen
Prof. Dr. Maureen Maisha
Eggers (Magdeburg-Stendal)
Kritiken und Ansatzpunkte
gesellschaftskritischer historisch-politischer Bildung
Prof. Dr. Iman Attia (Berlin)
Kolonialismus-, Nationalsozialismus-, Rassismusund nationalstaatliche
Diskriminierungs-Kritik als
Kernthema Sozialer Arbeit
Prof. Dr. Claus Melter
(Esslingen)
Diskutant_innen
Prof. Dr. Rudolf Leiprecht
(Oldenburg),
Prof. Dr. Annita Kalpaka
(Wiesbaden)
■ Theorien zu Erziehung und Bildung sind in einem
historisch entstandenen gesellschaftspolitischen Kontext
verortet und von epochal existierenden Herrschafts- und
Machtverhältnissen durchdrungen. Der Allgemeinheitsanspruch der Erziehungswissenschaft und ihre Disziplinierung hat(te) Ausblendung und Verabsolutieren
von Wissensgrundlagen zur Folge, mit denen historisch
privilegierte Inhalte in spezifischen Lesarten und zugleich
eine Degradierung und Unterkomplexität von Themen
einherging. Die Beiträge fokussieren aus postkolonialer
Perspektive und auf kritische Rassismus- und Migrationsforschung rekurrierend auf Unterkomplexitäten und
Ausschließungen von gesellschafts- und bildungsrelevanten Themen, denen ein geringer allgemeinbildender
Status beigemessen wurde und wird und die
paradoxerweise gleichzeitig grundlegend und implizit
Eingang gefunden haben in die allgemeine Pädagogik, die
sich farbenblind gibt und weiß ist, universalistisch
argumentiert und relativistisch orientiert ist.
73
Montag
24. Kongress der DGfE
Mo. 14:00 – 17:00
Symposium SY I 15 DOR24 - 1.101
24. Kongress der DGfE
International Vergleichende Erziehungswissenschaft (VE)
zwischen Tradition und neuen Herausforderungen
Prof. Dr. Hans-Georg Kotthoff (Freiburg),
Prof. Dr. Sabine Hornberg (Dortmund),
Dr. Marcelo Parreira do Amaral (Frankfurt am Main)
Zum Verhältnis von International Vergleichenden Schulleistungsuntersuchungen und
International Vergleichender
Erziehungswissenschaft: Tradition und Begegnungsfelder
Dr. Heike Wendt
(Dortmund),
Prof. Dr. Wilfried Bos
(Dortmund)
Das Potenzial der Vergleichenden Erziehungswissenschaft: elaborierte empirische
Vergleichsmethodik und
praktische Bedeutsamkeit
internationaler Pädagogiken,
Bildungstransfers und
Bildungspolitik
Prof. Dr. Christel Adick
(Bochum)
Methodologische Herausforderungen: Analyseeinheiten
und Forschungsdesigns
Dr. Marcelo Parreira do Amaral
(Frankfurt am Main)
■ International hat sich in den letzten Jahren das
Interesse an den Ergebnissen international-vergleichender
Schulleistungsstudien intensiviert. Damit verknüpft ist
eine größere Aufmerksamkeit für den internationalen
Vergleich, die zu einer Renaissance der VE als disziplinäres
Feld geführt hat. In Deutschland hingegen scheint das
Potential für eine Belebung der Disziplin nicht voll ausgeschöpft zu sein. Das Symposium untersucht, inwieweit die
durch Large-Scale-Assessment-Studien (LSA) ausgelöste
Renaissance der VE an etablierte Traditionen des Feldes
anknüpft und welche neuen Herausforderungen sich durch
diese Entwicklungen ergeben. In diesem Symposium soll
zwischen Vertretern der LSA und der VE nach Möglichkeiten für eine systematische Kooperation gesucht
werden. Damit verbunden ist die Herausforderung, die
Ergebnisse international vergleichender Forschung sowohl
produktiv für die Bildungsberatung und -politik als auch
für die Generierung disziplinären Wissens zu nutzen.
Mo. 14:00 – 17:00
Was ist Qualitative Bildungsforschung?
Herkünfte, Entwicklungslinien und Perspektiven
Prof. Dr. Robert Kreitz (Chemnitz),
Prof. Dr. Ingrid Miethe (Gießen),
Prof. Dr. Anja Tervooren (Duisburg-Essen)
Qualitative, hermeneutische
und empirische Bildungsforschung. Ein Rückblick
und ein Blick nach vorn
Prof. Dr. Robert Kreitz
(Chemnitz)
Qualitative Educational
Research in the U.S.:
Past and Present
Prof. Dr. Margaret Eisenhart
(Boulder)
Erfahrungswissen und
Forscher_innenhaltung –
zum Potenzial eines spannungsreichen Verhältnisses
Dr. Juliane Lamprecht (Berlin)
Quo vadis,
Biographieforschung?
Prof. Dr. Dorle Klika (Siegen)
■ Anfänge empirischer Pädagogik am Ende des 18. Jahr-
hunderts konnten sich im 19. Jahrhundert nicht gegenüber
einer geisteswissenschaftlich ausgerichteten Pädagogik behaupten. Erst seit den 1960er Jahren hat sich die
Erziehungswissenschaft auch gegenüber empirischen
Ansätzen geöffnet und den hermeneutischen Verfahren
der Textauslegung stehen seitdem Verfahren der empirischen Sozialforschung zur Seite. Mittlerweile hat sich
im Rahmen der Erziehungswissenschaft eine vielfältige
qualitative Bildungsforschung etabliert, die sich aus
unterschiedlichen Traditionen speist. Diese wird durch den
thematischen Bezug auf Bildung und Erziehung, durch
Austausch und Neukombination von Verfahren und durch
die Bezugnahme auf ein Spektrum grundlagentheoretischer Positionen zusammengehalten. In dem Symposium
werden Positionen qualitativer Bildungsforschung aus
dem deutschsprachigen und dem internationalen Raum
präsentiert und miteinander kontrastiert.
International Vergleichende
Forschung zur Steuerung von
Bildungssystemen
Prof. Dr. Isabell van Ackeren
(Duisburg-Essen)
Diskutant_innen
Prof. Dr. Gita Steiner-Khamsi
(New York),
Prof. Dr. Florian Waldow
(Berlin)
74
Symposium SY I 16 UdL6 - 3038
75
Montag
24. Kongress der DGfE
24. Kongress der DGfE
Trendanalyse
Das Buch richtet sich an Akteure aus Praxis, Politik und Forschung. Es liefert eine
empirische Grundlage dafür, wie künftige
Entwicklungen in der Weiterbildung einzuschätzen sind und wie Verantwortliche
sie beeinflussen können.
Deutsches Institut für
Erwachsenenbildung
Trends der
Weiterbildung
DIE-Trendanalyse
DIE spezial
2013, ca. 200 S., ca. 39,90 €
ISBN 978-3-7639-5313-4
Auch als E-Book erhältlich
Erscheint Dezember 2013
wbv.de
A Story of Individual
Development and Adaptive
Schooling – needs for a
constraints of changes and
reforms in Finnish Basic
Education from the p
erspective of special education
Prof. Dr. Jarkko Hautamäki
(Helsinki),
Helena Thuneberg, PhD
(Helsinki)
Beyond Equality of Opportunity: Inclusive Requires
Radical Changes in Educational Ideologies
Prof. Dr. Heike Solga (Berlin),
Jonna Blanck (Berlin)
The pitfalls of the lifelong
learning paradigm:
The unintended consequences
of standard-based reform in
the US and Germany
Dr. Sigrid Hartong (Bamberg)
Inclusion and outlaw
ontologies in the U.S.:
An intersectional analysis
Prof. Dr. Alfredo Artiles
(Arizona State)
Diskutant_innen
Dr. Michael Grosche (Köln),
Jonna Blanck (Berlin),
Prof. Dr. Ada Sasse
(Berlin),
Lea Schäfer (Berlin),
Prof. Dr. Vera Moser
(Berlin)
W. Bertelsmann Verlag
[email protected] | wbv.de | wbv-journals.de | wbv-open-access.de
■ In educational systems there is an increasing trend
towards internationalization, which has led to the
formulation of contradictory quality aspects: An increase
in efficiency from an economic point of view, and at the
same time, an increase of assurance of humanity by
schools. Along these aims, priorities in the industrial
nations have shifted, as an increasing number of experts
are challenging the traditional system of “mass education” and calling for more flexibility and individualization.
Nevertheless, these antagonisms have not yet become
subject of public discussion implementing inclusive
education questioning:
• How does the standard agenda correspond to the
ideas of inclusive schooling?
• What is meant by “inclusive schooling” – Who are the
“vulnerable students”?
• Who initiates debates on the philosophy of education
and the social functions of school?
• Can definitions of school quality bring the two ideas
of school effectiveness and social inclusion/equality
together?
77
Montag
Auf dieser Grundlage gelangt der Bericht
zu einer umfassenden Beschreibung der
aktuellen Weiterbildungslandschaft.
Sym. SY I 17 DOR24 - Fritz-Reuter
Inclusive Education and the Standard Agenda
Prof. Dr. Vera Moser (Berlin)
Umfassende Beschreibung
der aktuellen Weiterbildungslandschaft
Der Report wertet Daten zu unterschiedlichen Bereichen der Weiterbildung aus
– vom Lehrpersonal über die Nutzung von
Angeboten bis zur Frage der Finanzierung.
Mo. 14:00 – 17:00
24. Kongress der DGfE
Arbeitspapiere und Edition der Hans-Böckler-Stiftung
Bildung und Qualifizierung
277
edition
nd junge Erwachsene haben eine Reihe von
ufgaben zu bewältigen, wie den Auszug
haus, den Aufbau einer Partnerschaft,
Selbständigkeit oder Schritte der Identitätsür die Jugendphase zentral ist zudem der
der Schule in die Arbeitswelt. Übergangsch dabei in den letzten Jahrzehnten zeitlich
dividualisiert und de-standardisiert und
ssen an der Möglichkeit verschiedener Bilsbildungsinstitutionen und Zahl zu treffenentscheidungen zunehmend komplexer und
er.
93-176-4
Nora Gaupp
Gaupp Wege in Ausbildung und Ausbildungslosigkeit
e Studie fragt nach dem Beitrag „weicher“
as Gelingen aber auch Misslingen von
Ausbildung: Welche Personen sind für
r Übergangsbiografien junger Erwachsener
nd Übergangsbiographien eher Ergebnis
ung durch die jungen Erwachsenen oder
von Gelegenheiten und Zufällen? Welche
tivation für den Verlauf von Übergangsbiochen Einfluss haben kritische biographische
d schließlich: Welche Hinweise geben die
Fördermöglichkeiten von Übergängen in
chen Praxis?
Homogenisierung durch Nachhaltigkeit? Zur Semantik eines
pädagogisch-didaktischen
Hoffnungsprogramms in der
Weltgesellschaft
Prof. Dr. Gregor Lang-Wojtasik
(Weingarten)
Die von der Hans-Böckler-Stiftung herausgegebenen Schriftenreihen
„Edition“ und „Arbeitspapier“ bieten aktuelle Analysen zu einem
breiten Themenspektrum, das von der betrieblichen Mitbestimmung
über Branchenstudien, Fragen der Tarifpolitik und Verteilung, Gesundheit und Qualität der Arbeit bis zu Bildung und Qualifizierung
reicht. Die Studien enthalten sowohl aktuelle Ergebnisse der Forschung und Beratung der Stiftung als auch praxisnahe Handlungshilfen für betriebliche und gewerkschaftliche Interessenvertreter.
Wege in Ausbildung
und Ausbildungslosigkeit
Homogenisierung durch
Vergleich? Eine kritische
Rekonstruktion von Motiven
und Methoden International
Vergleichender Erziehungswissenschaft
Dr. Imke von Bargen
(Paderborn)
Nora Gaupp
Wege in Ausbildung und Ausbildungslosigkeit
Bedingungen gelingender und misslingender Übergänge in Ausbildung von
Jugendlichen mit Hauptschulbildung,
Reihe: edition der Hans-BöcklerStiftung, Band 277, Düsseldorf 2013,
120 Seiten, Preis 18,00 �,
ISBN: 978-3-86593-176-4
Helmut Pape
Respekt, Anerkennung, Lebensteilung: Moralische und zwischenmenschliche Bedingungen von
Lern- und Bildungsprozessen
Reihe: Arbeitspapier, Band 272,
Düsseldorf 2013, 60 Seiten,
Preis 15,00 �
■ Praktiken der Homogenisierung bestehen in der
Pädagogik einerseits als Strategie des Umgangs mit
Heterogenität und andererseits als Ausdruck der
Universalisierung von Bildungssystemen. Auch der erziehungswissenschaftliche Diskurs ist durch homogenisierende Perspektiven gekennzeichnet. Ausgehend von
Bezügen zu den drei Kommissionen der Sektion für Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft stellt die Arbeitsgruppe Homogenisierung
als Motiv sowohl in Traditionen pädagogischer Praktiken
wie auch in erziehungswissenschaftlichen Diskursen vor,
beleuchtet deren Entwicklung und diskutiert ihre aktuelle
Bedeutung.
Dabei geht es aus historischer Perspektive um das Gleichheitspostulat in der Pädagogik und bezogen auf aktuelle
Diskurse um homogenisierende Perspektiven auf Migranten in der interkulturellen Pädagogik, auf Entwicklung in
Konzepten der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie
auf Bildungssysteme in der vergleichenden Erziehungswissenschaft.
Diskutantin
Prof. Dr. Merle Hummrich
(Flensburg)
Diese und weitere Bände
können Sie über unsere
Website bestellen. Einige
Ausgaben bieten wir
zum kostenfreien OnlineDownload an unter:
www.boeckler.de
79
Dienstag
© Franz Pfluegl-Fotolia.com
Homogenisierung der Anderen
im pädagogischen Diskurs?
Muster der Identifizierung
von „Störfaktoren‟ im
Bildungssystem
Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu
(Bremen)
277
Arbeitsgruppen AG II 24 BE2 - E44/46
Homogenisierung als pädagogisches Motiv
Prof. Dr. Christine Freitag (Paderborn),
Prof. Dr. Nicolle Pfaff (Duisburg-Essen)
Homogenisierung als
historisches Grundmuster
des pädagogischen Umgangs
mit Heterogenität?
Prof. Dr. Norbert Wenning
(Koblenz-Landau)
Bildung und Qualifizierung
Di. 10:15 – 13:15
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 25 BE2 - E42
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 25 BE2 - E42
Ko-WADiS: Längsschnittliche
Erfassung wissenschaftsmethodischer Kompetenzen
von Lehramtsstudierenden
der Fächer Biologie, Chemie
und Physik
Stefan Hartmann (Berlin),
Sabrina Mathesius (Berlin),
Jurik Stiller (Berlin),
Philipp Straube (Berlin),
Prof. Dr. Dirk Krüger (Berlin),
Prof. Dr. Annette
Upmeier zu Belzen (Berlin)
SOSCIE: Modellierung und
Erfassung der fachdidaktischen Kompetenz von
künftigen Geschichtslehrern
und -lehrerinnen
Dr. Nicola Brauch (Freiburg),
Prof. Dr. Matthias Nückles
(Freiburg),
Sarah Kury (Freiburg),
Franziska Pusch (Freiburg),
Dr. Albert Logtenberg (Leiden)
Modellierung und Messung fachwissenschaftlicher
und fachdidaktischer Kompetenzen angehender
Lehrkräfte und Erzieher im Hochschulsektor – Forschungstraditionen und zukünftige Entwicklungen
Prof. Dr. Jürgen Seifried (Mannheim),
Prof. Dr. Eveline Wuttke (Frankfurt am Main)
■ Der tertiäre Bildungsbereich wird bisher kaum syste-
matisch beforscht. Vor dem Hintergrund einer heterogenen Bildungslandschaft mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und Bildungszielen liegt es daher nahe,
Fragen der Kompetenzmessung und -modellierung auch
für diesen Sektor systematischer als bisher in den Blick
zu nehmen. In der Arbeitsgruppe berichten vier
Forschungsverbünde aus dem BMBF-Forschungsprogramm „Kompetenzmodellierung und Kompetenzerfassung im Hochschulsektor (KoKoHs)“ aus ihren
Projekten. Gemeinsame Klammer ist der Themenschwerpunkt Lehrerbildung bzw. Fachdidaktik (Biologie, Chemie
und Physik, Mathematik, Geschichte, kaufmännischer
Unterricht). Neben der Entwicklung von Kompetenzmodellen und fachbezogenen Tests geht es in den
verschiedenen Projekten jeweils auch um die Frage nach
der Identifikation förderlicher Kontextausbildungen
in der Hochschulausbildung.
80
KomMa: Mathematikbezogene
Kompetenz von Erzieherinnen: Theoretischer Rahmen,
Strukturanalyse und
Zusammenhang zu Ausbildungsinhalten
Simone Dunekacke (Berlin),
Lars Jenßen (Berlin),
Wibke Baack (Berlin),
Martina Tengler (Berlin),
Alice Salomon (Berlin),
Prof. Dr. Hartmut
Wedekind (Berlin),
Prof. Dr. Marianne
Grassmann (Berlin),
Prof. Dr. Sigrid Blömeke
(Berlin)
KoMeWP: Modellierung
und Erfassung fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Kompetenzen im
wirtschaftspädagogischen
Studium
Stefanie Berger (Mannheim),
Franziska Bouley
(Frankfurt am Main),
Prof. Dr. Jürgen Seifried
(Mannheim),
Prof. Dr. Eveline Wuttke
(Frankfurt),
Sabine Fritsch (Mannheim),
Anja Mindnich
(Frankfurt am Main)
Diskutant
Prof. Dr. Klaus-Peter Wild
(Regensburg)
81
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 26 DOR26 - 208
24. Kongress der DGfE
Die Zukunft des Unterrichts – in Zukunft
ohne Unterricht? Zum Verhältnis von Funktion,
Form und Praktiken
Prof. Dr. Kerstin Rabenstein
Auf der Suche nach einer
„Form‟ des Unterrichts. Gruppierung von Kindern an der
Wende zum 19. Jahrhundert
Prof. Dr. Marcelo Caruso
(Berlin)
Ist das noch Unterricht? Der
Wandel pädagogischer Praktiken im individualisierenden
Unterricht
Prof. Dr. Kerstin Rabenstein
(Göttingen),
Prof. Dr. Sabine Reh
(Berlin)
Vom Einzug einer Praktik in
den Unterricht. Helfen als
Praktik des individualisierenden Unterrichts
Julia Steinwand (Göttingen),
Anna Schütz (Bremen)
Wiederholung und Differenz
in erzieherischen Praktiken
Prof. Dr. Malte Brinkmann
(Berlin),
Sales Rödel (Berlin)
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 27 DOR24 - 1.608
„Wirksamkeit“ als strategischer
Knotenpunkt im pädagogischen Diskurs
Prof. Dr. Fabian Kessl (Duisburg-Essen),
Prof. Dr. Christiane Thompson (Halle-Wittenberg),
Prof. Dr. Daniel Wrana (Basel)
■ Die Weiterentwicklung individualisierenden Unterrichts
wird häufig als bloßer Übergang vormals vom Lehrer verantworteter pädagogischer Praktiken auf Schüler diskutiert. Unterricht könnte aber dann – wenn der Lehrende
tatsächlich zum Berater wird – u.U. kein Unterricht in der
bisher geltenden Form mehr sein. Veränderungen der
Rolle des Lehrenden, die sich im Zuge der Etablierung
von Unterricht als lehrerzentriertes Unterrichtsgespräch
entwickelt hat, könnten auch als Auf- oder Ablösung der
Form des Unterrichts zu verstehen sein. Die Erziehungswissenschaft trägt durch ihre spezifisch justierten Optiken
auf die Formierung von Unterricht selbst dazu bei, die
Potenziale seiner Veränderung zu beschreiben und zu
reflektieren, und wirkt damit an seiner Transformation
mit. Im Symposium soll die Frage des Wandels von
Unterricht und den Möglichkeiten seiner Reflexion am
Beispiel ausgewählter pädagogischer Praktiken aus
empirischer, historischer und systematischer Perspektive
untersucht werden.
Wirksamkeit im pädagogischen Diskurs — einleitende
Bemerkungen
Prof. Dr. Christiane Thompson
(Halle-Wittenberg),
Prof. Dr. Fabian Kessl (Essen)
Sozialpädagogische Nutzer_innenforschung — Eine Alternative zur Wirkungsorientierung
in der Sozialen Arbeit?
Dr. Alexandra Klein (Münster)
Tipps und Ticks. Eine Diskursanalyse zur Thematisierung
pädagogischer Wirksamkeit in
Ratgebern für Lehrinnen und
Lehrer
Dr. Jens Oliver Krüger
(Halle-Wittenberg)
Wirksamkeit als Programm
in der neueren Professionsforschung zur Lehrer_innenbildung
Prof. Dr. Daniel Wrana (Basel)
Diskutant
Dr. Thomas Müller (Münster)
Diskutant
Dr. Christian Greiffenhagen
(Nottingham)
82
■ Die Arbeitsgruppe rückt „Wirksamkeit“ als strategi-
schen Knotenpunkt der Erziehungswissenschaft historisch-genealogisch, aber auch auf mögliche Zukünfte hin
in den Blick. Zwar gilt Pädagogik dann als professionell,
wenn sie unter der Bedingung von Unwägbarkeit Entscheidungen trifft, aber zugleich sind die Selbstverständigungen pädagogischen Denkens und Handelns von
der Auseinandersetzung um Wirkung bestimmt. In der
Arbeitsgruppe soll Wirksamkeit als Problemsignatur des
Pädagogischen in den Verflechtungen von Wissenschaft,
Politik und Praxis analysiert werden, um die Logiken der
Wirksamkeit herauszuarbeiten. Da erst die Konkretion in
pädagogischen Handlungsfeldern den Zusammenhang
von Bedeutungszuschreibungen und Machtverhältnissen
sichtbar macht, sind die Beiträge als exemplarische
Erkundungen in die Differenz von Nutzungs- und
Wirkungsforschung in der Sozialpädagogik, in die Performativität der Ratgeberliteratur und in die Professionalisierungsforschung der Lehrer_innenbildung angelegt.
83
Dienstag
24. Kongress der DGfE
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 28 BE2 - 144
Professionalisierung für inklusiven Unterricht
bei Lern- und Verhaltensstörungen
Prof. Dr. Birgit Herz (Hannover)
Erziehungskompetenzen von
Lehrkräften zum pädagogischen Umgang mit komplexen
Lern- und Verhaltensschwierigkeiten
Dr. Marc Willmann (Berlin)
Die Herausforderung der
Vergangenheit und Perspektiven für die Zukunft.
Das traumapädagogische
Spannungsfeld
Dr. David Zimmermann
(Hannover)
■ Komplexe Lern- und Verhaltensstörungen verdeutlichen
die Grenzen von Integration und Inklusion in der Schule.
Trotz zunehmender Akzeptanz einer heterogenen Schulkultur zeigen die über 300 Sonderschulneugründungen für
Erziehungshilfe in den letzten 15 Jahren, dass der Trend zur
Segregation der Schüler_innen auch weiterhin besteht und
anhält. Die Arbeitsgruppe greift diese komplexe Thematik
mehrperspektivisch auf und stellt einige Forschungsbefunde zur Diskussion, die vor allem die Erziehungs
kompetenz der Lehrkräfte einerseits und die Selbstsicht
von als verhaltensgestört etikettierten Grundschüler_
innen und die durch Traumatisierung ausgelösten
Psychodynamiken andererseits betreffen. Auf der Grundlage einer Analyse des internationalen Fachdiskurses
werden mögliche Konsequenzen für Prävention und zukünftiges pädagogisches Handeln aufgezeigt.
Professionelles Wissen
über die Problematik traumatisierter Kinder in der
Frühpädagogik
Sabine Röhrig, Dipl.-Päd.
(Gießen)
Adressatenperspektiven bei
inklusiver und segregierter
Förderung in der Primarstufe
Prof. Dr. Birgit Herz
(Hannover)
Diskutantin
Prof. Dr. Elisabeth von
Stechow (Gießen)
84
85
Dienstag
Ein gesellschaftskritischer
Blick auf die Inklusionsdebatte
im Kontext schulischer und
außerschulischer Erziehungshilfe – eine Analyse des internationalen Diskurses
Matthias Meyer, Dipl.-Soz.Päd. (Hannover)
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 29 DOR24 - 1.601
24. Kongress der DGfE
Erhöhung der Chancengerechtigkeit durch Projekte
in der Frühpädagogik? Erkenntnisse aus fünf
empirischen Studien
PD Dr. phil. habil. Catherine Walter-Laager (Freiburg)
Beobachten und Dokumentieren. Basis zur chancengerechten Gestaltung des pädagogischen Alltags mit Beispielen
aus dem Bereich Musik
PD Dr. phil. habil. Catherine
Walter-Laager (Oldenburg),
Edith Bosshart (Zürich),
PD Dr. phil. habil.
Manfred Pfiffner (Oldenburg)
Professionalisierung von
Beobachtung und Dokumentation im Frühbereich durch
Videounterstützung
Lars Eichen, M.Ed. (Berlin)
Adaptive Unterstützungskompetenz von pädagogischen
Fachpersonen im Elementarbereich
Julia Bruns, M.Ed. (Berlin)
Spielumwelten für Kinder
unter zwei Jahren und ihre
ausgleichende Wirkung.
Interventionsstudie mit
Kontrollgruppendesign
Simone Biaggi-Schurter,
lic. phil. (Zürich),
Luzia Tinguely, M.Sc.
(Freiburg),
Dr. sc. techn. Jürg Schwarz
(Luzern),
Livia Wernecke, B.A.
(Freiburg)
■ Frühe Bildung als Mittel zur Erhöhung der Chancen-
gerechtigkeit ist mittlerweile ein zentrales Thema in der
Elementarpädagogik. Sie kann durch eine professionalisierte Beobachtung und Dokumentation der kindlichen
Entwicklung und ihre adaptive Unterstützung in einem
institutionellen Setting erfolgen. Die Familie beeinflusst
die kindliche Entwicklung jedoch stärker. Adressatengerecht gestaltete und an ein sozio-kulturell heterogenes
Zielpublikum gerichtete Elternbildungskurse können
Eltern darin unterstützen, ihre Kinder adäquat auf den
Schuleintritt vorzubereiten und dadurch für sie bestmögliche Startchancen zu schaffen.
Die genannten Aspekte sollen im Rahmen einer Arbeitsgruppe anhand von fünf Studien diskutiert werden, deren
Daten über das Online-Portal KiDiT®, in unterschiedlichen
Ausbildungsstätten für pädagogische Fachpersonen,
in formellen Betreuungseinrichtungen sowie im Gespräch
mit Eltern quantitativ und qualitativ erhoben wurden.
Eltern-Kind-Interaktionen –
Eine qualitative Studie mit
deutsch- und albanischsprachigen Eltern und ihren dreibis vierjährigen Kindern
Kathrin Brandenberg, lic. phil.
(Freiburg),
Dr. Naxhi Selimi (Zürich)
86
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 30 DOR24 - 1.204
Educational Governance in Bildungslandschaften –
vom Management zur Bildungsreform?
Prof. Dr. Thomas Olk (Halle/Saale)
Die „entgrenzte‟ Schule –
Ausschöpfung der Potenziale
von Ganztagsschule durch
Vernetzung mit außerschulischen Partnern
Dr. Günter Warsewa (Bremen)
Auswirkungen administrativer Leadership auf lokale
Strategiebildungsprozesse in
kommunalen Bildungslandschaften
Stefanie Schmachtel-Maxfield
(Edinburgh)
Entwicklungsprobleme kommunaler Bildungslandschaften
– zwischen Leadership und
Eigensinn
Prof. Dr. Thomas Olk
(Halle/Saale),
Thomas Stimpel
(Halle/Saale),
Ivanka Somborski
(Halle/Saale)
■ Als Reaktion auf neue gesellschaftliche Heraus-
forderungen wird – neben anderen Ansätzen – die Entwicklung lokaler Bildungslandschaften vorangetrieben.
Die bildungstheoretische Grundlegung erfolgt über einen
„erweiterten Bildungsbegriff“, der neben der formalen
auch die non-formale und informelle Bildung umfasst.
Trotz der zunehmenden Anzahl an Publikationen ist
die empirische Forschungsbasis sehr schmal. Ziel der
Arbeitsgruppe ist es daher, den Stand der empirischen
Forschung zu sichten und die weiteren Forschungsperspektiven zu erörtern. Dabei soll insbesondere das
Verhältnis zwischen der gesamtstädtischen und der
Stadtteilebene im Mittelpunkt stehen. Geklärt werden
soll die grundlegende Frage, ob es bei der Entwicklung
lokaler Bildungslandschaften um pragmatische Anpassungen an kurzfristige Probleme oder um Ansätze
einer Bildungsreform „von unten“ geht.
Diskutant
PD Dr. phil. habil. Manfred
Pfiffner (Oldenburg)
87
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 31 UNI3 - R003
24. Kongress der DGfE
Was heißt offene Kinder- und Jugendarbeit heute?
Dr. Liane Pluto (München)
Offene Kinder- und Jugendarbeit zwischen Zumutungen
und Eigensinn
Dr. Christian Lüders
(München)
Was heißt offene Kinderund Jugendarbeit heute?
Empirische Befunde
Dr. Liane Pluto
(München),
Christian Peucker
(München)
88
Arbeitsgruppen AG II 32 UNI3 - R002
„Doing difference“: erziehungswissenschaftliche
Forschungen und Diskurse zur Konstruktion von
Differenz(en) in pädagogischen Kontexten
Jun.-Prof. Dr. habil. Carolin Rotter (Hamburg),
Dr. Christine Schlickum (Mainz)
■ Veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen
wie die Zunahme finanzieller Restriktionen, demografische Entwicklungen und eine gestiegene Bedeutung
von Institutionen im Aufwachsen von Jugendlichen und
von formaler Bildung und von Bildungs- und Lernorten,
die unmittelbar verwertbares Wissen und Kompetenzen
fördern, haben Auswirkungen auf die offene Kinder- und
Jugendarbeit und die Ansprüche, die an sie gestellt
werden. In dem ersten Beitrag wird aus einer theoretischen Perspektive der Eigensinn der Jugendarbeit, der sich
aus der grundsätzlichen Offenheit und Freiwilligkeit des
Angebots und einer spezifischen sozialpädagogischen
Perspektive speist, dargestellt und hinsichtlich der vielfältigen aktuellen Ansprüche diskutiert. Der zweite Beitrag
geht auf Basis einer bundesweiten repräsentativen Studie
bei 1.115 Jugendzentren dieser Frage nach. Thematisch
werden u. a. die Angebotsstruktur, die Bedeutung der
Zusammenarbeit mit Schule und die alltagsnahe Beratung
aufgegriffen.
Di. 10:15 – 13:15
Soziale Konstruktionen
im Akademischen Feld:
Zum Zusammenhang von
Geschlecht und Fachkultur
Barbara Scholand, M.A.
(Hamburg)
Differenz Migrationshintergrund? (Re)konstruktionen
der Umgangsweisen mit
Zuschreibungsprozessen
Dr. Christine Schlickum
(Mainz)
Sprache im Vordergrund,
Migrationshintergrund im
Hintergrund – Lehrkräfte
mit Migrationshintergrund
in der Wahrnehmung von
Schüler_innen
Jun.-Prof. Dr. habil. Carolin
Rotter (Hamburg)
Macht Heteronormativität Schule? Artikulationen
von schulischen Differenzerfahrungen durch lesbische,
schwule und transidentische
Jugendliche
Bettina Kleiner, M.A.
(Hamburg)
■ In der Arbeitsgruppe werden Forschungsprojekte
vorgestellt und diskutiert, die mit empirisch qualitativen
Methoden der (Re-)Produktion von hierarchischen Differenzen in pädagogischen Feldern nachgehen. Im Fokus
stehen Interaktionen und Diskurse, in denen Kategorien
wie Geschlecht, Geschlechtsidentität, Begehren, Migrationshintergrund und Sprache/Sprechweise zugeschrieben, relevant gesetzt, bearbeitet oder ruhen gelassen
werden. Gemeinsame Basis der Beitragenden ist zum
einen ein konstruktivistisches Forschungsverständnis,
zum anderen die Frage nach Konsequenzen für die
pädagogische Praxis. Die Forschungsprojekte unterscheiden sich im Hinblick auf methodisches Vorgehen und
theoretische Perspektivierungen in der Rekonstruktion
ihrer Daten. Letztere werden als verschiedene Lesarten in
der Diskussion der Forschungsergebnisse einander gegenübergestellt, um aus dem kritischen Dialog methodologische und theoretische Konsequenzen für die erziehungswissenschaftliche Forschung zu erarbeiten.
89
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 33 DOR24 - 1.404
24. Kongress der DGfE
Zukunft der Weiterbildungsfinanzierung –
bildungswissenschaftliche Perspektiven
Prof. Dr. Bernd Käpplinger (Berlin)
Zur Steuerung der Weiterbildung in der Schweiz:
Gesetz, Markt oder beides?
Prof. Dr. Katrin Kraus (Basel)
Zum Stand und zu den Perspektiven der Weiterbildungsförderung auf Bundes- und
Länderebene – was lehren
uns Informationen über die
Teilnahmebereitschaft von
Individuen?
Marcel Walter
(Duisburg-Essen)
Staatliche Weiterbildungsförderung auf dem Prüfstand
– Ergebnisse aus Evaluierungen in Nordrhein-Westfalen
(Weiterbildungsgesetz) und
Schleswig-Holstein
(Weiterbildungsverbünde)
Ingrid Ambos (Bonn)
Weiterbildungsgutscheine
als Seismographen? Trends in
der Finanzierung und in der
Nutzung
Prof. Dr. Bernd Käpplinger
(Berlin),
Dr. Erik Haberzeth (Chemnitz),
Claudia Kulmus (Berlin)
■ Die öffentlichen Weiterbildungsausgaben sind in den
letzten Dekaden kaum gestiegen. Der Anteil am BIP ist
sogar rückläufig. Dies kontrastiert mit der hohen Bedeutungszuschreibung, die LLL erfährt. Die Weiterbildungspolitik ist oft eher durch punktuelles Agieren geprägt.
Interventionen über einzelne und befristete Programme
oder Projekte dominieren gegenüber einer systematischen
Strukturpolitik.
Als Konsens kann zwar unterstellt werden, dass LLL
einen erhöhten und gezielteren Ressourceneinsatz notwendig macht, aber die Wege dorthin werden kontrovers
diskutiert, was insbesondere auch die Lastenverteilung
zwischen den verschiedenen Akteuren betrifft.
Allerdings fehlt es auch an empirischen Untersuchungen
und strukturierenden Übersichten zu den verschiedenen
Finanzierungsformen und ihren Wirkungen auf Nutzer
sowie Anbieter. In der AG werden empirische Ergebnisse
und Finanzierungsansätze aus verschiedenen Weiterbildungssegmenten zusammengeführt und vergleichend
diskutiert.
Di. 10:15 – 13:15
Kooperation in Schulen –
Forschungsbefunde zu Formen und Wirkungen
Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels (Dortmund)
Wirkungen professioneller
Lerngemeinschaften auf
Unterrichtsentwicklung und
Unterrichtsqualität
Heinz Günter Holtappels
(Dortmund)
Einfluss professioneller Teamarbeit auf Schülerleistungen
in Grundschulen
Tobias Mai (Dortmund),
Heinz Günter Holtappels
(Dortmund)
Interprofessionelle Kooperation in Ganztagsgrundschulen
Stephanie Niehoff
(Wuppertal),
Wolf-Dieter Lettau
(Wuppertal),
Kathrin Fussangel
(Wuppertal),
Falk Radisch (Wuppertal)
Gelingensbedingungen multiprofessioneller Kooperation
im Spannungsfeld von Notwendigkeit und Herausforderung – Längsschnittbefunde
aus der StEG-Studie
Katja Tillmann (Dortmund)
■ Die Kooperation des Schulpersonals erweist sich in den
Beiträgen als zentrales Prozessmerkmal der Schulqualität
und als Schlüssel für organisationales Lernen. Forschungserkenntnisse berichten über Wirkungen innerschulischer
Kooperation auf Unterrichtsqualität, Schülerlernen und
Schulentwicklung sowie zu Formen und Gelingensbedingungen der Kooperation in Ganztagsschulen.
Die Beiträge der Arbeitsgruppe unterbreiten aktuelle
empirische Befunde zu diesbezüglichen Fragestellungen:
1) zu Formen und Niveaus professioneller Teamarbeit und
Wirkungen auf Unterrichtsqualität und Unterrichtsentwicklung in Grundschulen, 2) zum Beitrag professioneller
Lerngemeinschaften für Lernzuwächse bei Grundschüler_
innen im vierten Schuljahr, 3) zu Formen und Einflüssen
multiprofessioneller Kooperation in Ganztagsgrundschulen in Bezug auf Förderangebote und Übergangsempfehlungen, 4) zum Einfluss von System-, Konzeptund Prozessfaktoren auf das Gelingen multiprofessioneller
Kooperation im Ganztagsbetrieb.
Ebenen, Handlungsspielräume und Paradoxien
der Grundbildungsfinanzierung
Prof. Dr. Rainer Brödel
(Münster)
90
Arbeitsgruppen AG II 34 DOR24 - 1.308
91
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 35 DOR24 - 1.401
24. Kongress der DGfE
Videographien schulischer Praktiken der
Differenzbearbeitung und -herstellung
Dr. Bettina Fritzsche (Berlin),
Dr. Monika Wagner-Willi (Basel)
Doing difference im Unterricht inklusiver und exklusiver
Schulformen – eine Vergleichsstudie zu Unterrichtsmilieus in der Sekundarstufe
Prof. Dr. Tanja Sturm (Basel),
Dr. Monika Wagner-Willi
(Basel)
Schulische Praktiken der Differenzbearbeitung in kulturvergleichender Perspektive
Dr. Bettina Fritzsche (Berlin)
Passung von Lehr- und
Lernkompetenzen im
individualisierenden Unterricht
der Sekundarstufe
Dr. Matthias Martens
(Frankfurt)
■ Die Arbeitsgruppe greift aktuelle Diskurse um die Her-
stellung und Bearbeitung von Differenzen im Unterricht
auf. Fokussiert werden dabei videographisch analysierte
Praktiken, die unterrichtliche Lern- und Bildungsprozesse
eröffnen oder behindern und Differenzen zwischen den
Schüler_innen in Interaktionen zwischen Lehrperson und
Schüler_innen als auch zwischen Schüler_innen untereinander (re)produzieren. Es werden vier Projekte vorstellt,
die sich dieser Frage mit unterschiedlichen theoretischen
und methodologischen Foki annähern. Gemeinsam ist
ihnen der praxistheoretische Bezug, eine videographische
Vorgehensweise und die Auseinandersetzung mit Fragen
von Differenzen im Kontext (sozialer) Ungleichheit in
schulischen Settings.
„Leistungsordnungen‟ als
Modus schulischer Differenzbearbeitung – zur Relationierung von Unterschieden an
reformorientierten Sekundarschulen
Anne Breuer (Berlin),
Dr. Nadine Rose (Bremen)
92
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 36 DOR24 - 1.402
Bedingungen und Wirkungen von LehrLernprozessen in der kaufmännischen Grundbildung
Dr. Doreen Holtsch (Zürich),
Prof. Dr. Franz Eberle (Zürich)
Psychologische Merkmale
als Aspekte professioneller
Kompetenz von Lehrenden im
kaufmännischen Bereich
Christian Ganser (Zürich)
Unterrichtsqualität im Lernbereich „Wirtschaft und Gesellschaft‟ aus Lernenden- und
Lehrendenperspektive
Eva Höpfer (Zürich),
Andrea Reichmuth (Zürich)
Kaufmännische Kompetenz
von Lernenden in der kaufmännischen Ausbildung
Silja Mentele (Zürich),
Sarah Heinzer (Zürich)
Modellierung wirtschaftsbürgerlicher Kompetenz von
Lernenden in der kaufmännischen Ausbildung: Strukturmodell und erste Befunde zur
Dimensionalitätsprüfung
Prof. Dr. Stephan Schumann
(Konstanz)
■ Die Arbeitsgruppe der Forschungsprojekte „Learning
and Instruction for Commerical Apprentices (LINCA)“
und „Wirtschaftsbürgerliche Kompetenz“ greifen die
Forschungslücke um Bedingungen, Art und Weise sowie
Wirksamkeit des Lehrens und Lernens in der kaufmännischen Grundbildung auf. Es werden Lehr-Lernprozesse in 80 schweizerischen kaufmännischen Berufsfachschulklassen im Lernbereich „Wirtschaft und Gesellschaft
(WuG)“ untersucht. Der erste Beitrag widmet sich der
Professionalität von WuG-Lehrpersonen und stellt die
Analyse psychologischer Merkmale der Lehrpersonen in
den Vordergrund. Im zweiten Beitrag werden anhand eines
multiperspektivischen Ansatzes Basisdimensionen
„guten“ WuG-Unterrichts analysiert. Der dritte und der
vierte Beitrag fokussieren die Modellierung und die
Messung kaufmännischer und wirtschaftsbürgerlicher
Kompetenz der Lernenden.
93
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 37 DOR24 - 1.503
24. Kongress der DGfE
Forschung zu neuen Ansätzen
künstlerisch-kultureller Bildung
Prof. Dr. Hermann Josef Abs (Duisburg-Essen)
Aktiver Umgang der 14- bis
24-Jährigen mit den „Künsten‟
in formellen, non-formalen
und informellen Kontexten –
eine Trendstudie
Prof. Dr. Susanne Keuchel
(St. Augustin/Hildesheim)
Qualität von Arts-EducationProgrammen –
ein internationaler Vergleich
Dr. Nana Eger (Bochum)
Musikunterricht und
musikalische Identität
Prof. Dr. Knut Schwippert
(Hamburg),
Prof. Dr. Veronika Busch
(Bremen)
Zur Rekontextualisierung
kunst- und kulturpädagogischer Ziele durch schulische
Akteure
Katrin Knoll, Dipl.-Soz.
(Gießen),
Katharina Golsch, Dipl.-Päd.
(Gießen),
Prof. Dr. Hermann Josef Abs
(Duisburg-Essen)
Informelles Lernen –
ein historischer und definitorischer Zugang zum Thema
Prof. Dr. Bernd Overwien
(Kassel)
Informelles Lernen im Kindesalter als institutionelle Praxis
Prof. Dr. Marc Schulz (Siegen)
Zugänge zum Informellen
Lernen im Jugendalter – eine
empirisch quantitative und
qualitative Betrachtung
Prof. Dr. Marius Harring
(Mainz)
Informelles Lernen als
situiertes Lernen in (virtuellen) Praxisgemeinschaften
im Erwachsenenalter
Prof. Dr. Nina Kahnwald
(Siegen)
Diskutant_innen
Dr. Norm Friesen
(Boise),
Prof. Dr. Vicki Täubig
(Siegen)
Diskutant
Prof. Dr. Horst Weishaupt
(Frankfurt am Main)
94
Arbeitsgruppen AG II 38 DOR24 - 1.504
Informelles Lernen – eine theoretische,
empirische und kritische Auseinandersetzung mit den
Potenzialen eines unscharfen Konzepts
Prof. Dr. Marius Harring (Mainz),
Prof. Dr. Nina Kahnwald (Siegen),
Prof. Dr. Marc Schulz (Siegen)
■ Ziele und Möglichkeiten von Kunst- und Kulturarbeit
in Bildungseinrichtungen werden kontrovers diskutiert.
Sind diese vorrangig auf künstlerische Fähigkeiten,
soziale Kompetenz oder kulturelle Teilhabe ausgerichtet?
Inwiefern können Schulen entsprechende Ziele aus sich
heraus erreichen? Was tragen (dauerhafte) Kooperationen
mit externen Kulturpartnern zu gelingender Kunst- und
Kulturarbeit bei? Welche Dimensionen können für die
Prozess- und Ergebnisqualität entsprechender Angebote
herangezogen werden? Wie können die Bereiche „Kunst“
und „Schule“ hinsichtlich innovativer Lernkultur voneinander profitieren? Bei der empirischen Klärung dieser
Fragen soll ein besonderes Gewicht auf die Reflexion von
Forschungsansätzen und auf die institutionelle Kontextualisierung von schulischer Kunst- und Kulturarbeit gelegt
werden. Durch die Zusammenstellung der Vorträge und
Diskussion will die Arbeitsgruppe zur Differenzierung und
Reflexion gesellschaftlicher Anliegen beitragen.
Di. 10:15 – 13:15
■ Mit der Unterscheidung nach formalen, non-formalen
und informellen Lernorten und -prozessen wird aus
einer neu akzentuierten Blickrichtung der Fokus auf eine
„ganzheitliche“ Bildung gelegt. Dabei scheint v.a. das
Konzept „informelles Lernen“ für die erziehungswissenschaftliche Forschung attraktiv zu sein und führte zu
einer empirischen Ausdifferenzierung von lebensaltertypischen Lernorten und -prozessen. Zugleich lässt sich
eine erhebliche Kritik an der begrifflichen Unschärfe, dem
Problem der empirischen Bestimmbarkeit sowie der Frage
nach der Sinnhaftigkeit dieser Ausdifferenzierung finden.
Im Zentrum der Arbeitsgruppe steht die Diskussion von
Problemen und Potenzialen des Konzepts „informellen
Lernens“. Auf der Basis einer historisch-begriffskritischen
Auseinandersetzung mit dem Konzept werden für die
Lebensphasen Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter
aktuelle theoretische und empirische Zugänge zur
Thematik präsentiert und durch eine kritische
Diskussion umrahmt.
95
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 39 DOR24 - 1.406
24. Kongress der DGfE
Pfadabhängigkeiten und institutioneller Wandel –
der Beitrag neo-institutioneller Konzepte zu Reformprozessen im Bildungswesen
Prof. Dr. Marius Busemeyer (Konstanz),
Prof. Dr. Rita Nikolai (Berlin)
Bildung als Sozialpolitik?
Bildungspolitische Pfadentscheidungen in der Nachkriegsperiode in Deutschland,
England und Schweden
Prof. Dr. Marius Busemeyer
(Konstanz)
Determinanten schulpolitischer Reformprozesse in den
ostdeutschen Bundesländern
Prof. Dr. Rita Nikolai (Berlin)
Institutionelle Evolution
unter Bedingungen der
Pfadabhängigkeit. Determinanten schulstruktureller
Veränderungsprozesse in
Hamburg seit 1945
Benjamin Edelstein (Berlin)
Diskutant
Prof. Dr. Michael Schemmann
(Gießen)
■ Die Arbeitsgruppe diskutiert die Nutzbarkeit des
Ansatzes des Historischen Institutionalismus für die
vergleichende Untersuchung der institutionellen Dynamiken von Bildungssystemen. Dieser Ansatz betont zwar
einerseits die Beharrungskräfte von einmal etablierten
Institutionen, ist gleichzeitig allerdings sensibel für die
Auswirkungen potenziell pfadändernder Entscheidungen
in Zeiten „kritischer Weichenstellungen“. Die Beiträge
wenden historisch-institutionalistische Argumente auf
unterschiedliche empirische Fälle an mit dem Ziel,
bestehende Unterschiede zwischen Fällen besser verstehen und erklären zu können. Vorgestellt werden
Studien zur unterschiedlichen Ausprägung der Umstellung
von drei- zu zweigliedrigen Schulsystemen (Benjamin
Edelstein/Rita Nikolai). Marius Busemeyer analysiert
bildungspolitische Pfadentscheidungen im internationalen
Vergleich. Michael Schemmann kommentiert.
96
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 40 DOR24 - 1.501
Multiprofessionelle Sprachstandserhebungen im Elementar- und Primarbereich: sprach- und erziehungswissenschaftliche Analysen der praktischen Durchführung
Prof. Dr. Helga Kelle (Bielefeld),
Anna Schweda (Bielefeld)
Erzieherin, Lehrperson,
Arzt, Eltern: Traditionen der
Sprachstandserfassung bei
mehrsprachigen Kindern im
Vergleich
Barbara Voet Cornelli, M.A.
(Frankfurt am Main),
Dr. Barbara Geist
(Frankfurt am Main),
Dr. Angela Grimm
(Frankfurt am Main),
Prof. Dr. Petra Schulz
(Frankfurt am Main)
(Multi-)Professionalität
zwischen Adressierung und
Inszenierung – Zur Kooperation von Erzieher_innen und
Lehrer_innen in Sprachstandserhebungsverfahren
Prof. Dr. Isabell Diehm
(Frankfurt am Main),
Dr. Melanie Kuhn (Fribourg)
Sprachstandserhebungen
in der ärztlichen Schuleingangsuntersuchung und im
Einschulungsverfahren in der
Grundschule. Eine analytische
Kontrastierung unterschiedlicher professioneller Durchführungslogiken
Dipl.-Päd. Anna Schweda
(Bielefeld),
Dipl.-Päd. Manuela Grab
(Bielefeld)
In der AG wird die Durchführung von Sprachstandserhebungen im Elementar- und Primarbereich auf der
Basis von erziehungswissenschaftlichen und sprachwissenschaftlichen Analysen aus aktuellen einschlägigen
Forschungsprojekten (DFG und BMBF) diskutiert. Sprachstandserhebungen finden in unterschiedlichen frühdiagnostischen und -pädagogischen Kontexten statt
wie etwa in kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen,
landesweiten Screenings bei Vierjährigen in Kindergärten,
ärztlichen Schuleingangsuntersuchungen und Schuleingangsdiagnostiken in den Grundschulen.
Im Fokus der AG stehen die multiprofessionellen Zuständigkeiten und die unterschiedlichen professionellen
Zugänge zu Sprachstandserhebungen. Die fachwissenschaftliche Diversität, die Variabilität der praktischen
Durchführung und die Organisation des multiprofessionellen Austausches im Feld der Sprachstandserhebungen
werden analysiert, reflektiert und kritisch diskutiert.
97
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 41 DOR24 - 1.607
24. Kongress der DGfE
Service Learning – ein zukunftsträchtiger Lehrund Lernansatz an Schulen und Hochschulen?
Empirische Befunde und theoretische Begründungen
Prof. Dr. Karsten Speck (Oldenburg),
Dr. Oxana Ivanova Chessex (Oldenburg)
Einflüsse von Service Learning
auf die akademische Entwicklung Studierender
Stefanie Hillesheim
(Würzburg),
Prof. Dr. Heinz Reinders
(Würzburg)
Wirkungen von Service
Learning und Einfluss von
Qualitätsstandards
Prof. Dr. Karsten Speck
(Oldenburg),
Dr. Oxana Ivanova Chessex
(Oldenburg),
Dr. Carmen Wulf (Oldenburg),
Michael Viertel (Oldenburg)
Potenzial und pädagogische
Gestaltungsmöglichkeiten von
Service Learning an Schulen:
zwei empirische Studien
Sandra Zentner (Berlin),
Dr. Anne Seifert (Frankfurt)
■ Unter Service Learning wird ein erfahrungsorientierter
Lehr- und Lernansatz verstanden, bei dem schulische oder
universitäre Lerninhalte mit ehrenamtlichen, gemeinwesenorientierten Service-Angeboten von Schüler_innen
bzw. Studierenden verknüpft werden (vgl. Santili/Falbo
2003). In der Arbeitsgruppe wird auf der Basis aktueller,
empirischer Befunde und theoretischer Überlegungen
(Civic education und handlungsorientiertes Lernen) ein
erziehungswissenschaftlicher Blick auf die (künftig
erwartbaren) Potenziale des Lehr- und Lernansatzes
Service Learning vorgenommen: 1. Anhand empirischer
Befunde und theoretischer Überlegungen wird dargestellt,
welche Begründungen es für Service Learning gibt und
welche pädagogischen Herausforderungen bei der Umsetzung existieren. 2. Diskutiert wird anhand aktueller,
komplexer Studien, welche Effekte Service Learning in
Hochschulen und Schulen in Deutschland erbringt und
wodurch diese Effekte beeinflusst werden.
98
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 42 UNI3 - R001
Formen von Öffentlichkeit in lokalen
Bildungslandschaften
Prof. Dr. Bettina Hünersdorf (Berlin),
Prof. Dr. Sabine Toppe (Berlin),
Prof. Dr. Cornelie Dietrich (Lüneburg)
Uncertain Accountability.
Zur Public Private Partnership
eines Spielplatzes
Prof. Dr. Bettina Hünersdorf
(Berlin)
Community oder Education.
Möglichkeitsräume kultureller
Bildung in England und in
Deutschland
Prof. Dr. Cornelie Dietrich
(Lüneburg),
Dr. Anke Wischmann
(Lüneburg)
Care und Bildung – eine neue
Ordnung der Sorge im Rahmen der Ganztagsbildung?
Prof. Dr. Sabine Toppe (Berlin)
■ In Deutschland ist eine lokale Bildungs- und Sorge-
landschaft ohne ausgeprägte Verwaltungs- und Organisationsstrukturen kaum denkbar. Anders als in der angloamerikanischen Tradition werden private und informelle
Kontexte von Bildung zwar häufig genannt, jedoch werden
sie kaum einmal als Bildungs- und Erziehungskontexte
im öffentlichen Raum thematisiert. Dadurch werden eher
dem Privaten zugeschriebene Dimensionen der intergenerationalen Arbeit, wie etwa die Gestaltung von Sorgebeziehungen, aber auch die problemorientierte Gestaltung
von (temporären) lokalen Gemeinschaften in den Diskursen um öffentliche und zunehmend institutionalisierte
Erziehung und Bildung abgewehrt. In der Arbeitsgruppe
sollen mit John Dewey, Hannah Arendt u. a. weitere
Formen der Theorie und Methodologie von Öffentlichkeit
in den Blick genommen werden und auf ihr Potenzial
zur Analyse lokaler Bildungs-( und Sorge)landschaften
überprüft werden. Dabei werden insbesondere Potenziale
spontaner Assoziationen exploriert.
99
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 43 DOR24 - 1.605
24. Kongress der DGfE
Rationalisierungspraktiken in
sozialpädagogischen Settings
Prof. Dr. Ute Karl (Luxemburg),
Prof. Dr. Ulla Peters (Luxemburg)
Rationalitäten sozialpädagogischer Praxis – einleitende
Überlegungen anhand von
Beispielen aus dem Bereich
der Erziehungshilfen und der
Jobcenter
Prof. Dr. Ute Karl
(Luxemburg),
Prof. Dr. Ulla Peters
(Luxemburg)
Rationalitäten in der Jugendhilfe am Beispiel der Begleitung von Übergängen in der
Heimerziehung
Dipl.-Päd. Angela Rein (Basel),
Prof. Dr. Dorothee Schaffner
(Basel)
■ Die Analyse von Rationalitäten sozialpädagogischer
Praktiken gewinnt in den letzten Jahren an Bedeutung.
Relevant sind dabei vor allem zwei theoretische Anknüpfungspunkte: Zum einen die Studien zur Gouvernementalität in Anlehnung an und Weiterentwicklung von
Foucaults macht- und diskursanalytischen Studien, zum
anderen der Neo-Institutionalismus als organisationstheoretische Analyseperspektive. Anhand empirischer
Beispiele aus unterschiedlichen sozialpädagogischen
Handlungsfeldern (Kinder- und Jugendhilfe bzw. Hilfen zur
Erziehung, Übergänge in Erwerbsarbeit) und ihren Schnittstellen geht die Arbeitsgruppe zwei Fragen nach:
Rationalitäten institutioneller Gesprächspraktiken in
der Sozialpädagogischen
Familienhilfe
Dr. Martina Richter (Vechta)
1. Wie können wirkmächtige Rationalitäten mithilfe
unterschiedlicher empirischer Zugänge und Materialien
analysiert werden?
Rationalitäten im
Kinderschutz – eine historisch
angelegte Analyse
Dr. Thomas Marthaler
(Luxemburg)
2. Wie wird Wirklichkeit durch die Forschung selbst
konstruiert und wie kann eine darauf bezogene Selbstreflexion Teil der Forschung werden?
100
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 44 DOR24 - 1.606
Transformation von Kindheit in ländlichen Räumen
Prof. Dr. Charlotte Röhner (Wuppertal),
Prof. Dr. Andreas Keil (Wuppertal)
Landkindheit und Raum.
Zur Analyse von Sozial-,
Aktions-, Bewegungs- und
Wahrnehmungsräumen
Prof. Dr. Andreas Keil
(Wuppertal)
Aufwachsen im
ländlichen Raum:
Die Perspektive der Kinder
Prof. Dr. Charlotte Röhner
(Wuppertal)
Landkindheit online
Dr. Stefan Padberg
(Wuppertal)
■ In der AG werden Forschungsbefunde sozialräumlicher
Kindheitsforschung vorgestellt, die in der Langzeitstudie
zu „Dörfliche Lebensverhältnisse im Wandel 1952, 1972,
1993, 2012“ erhoben sind. Die Untersuchung von Kindheit
auf dem Land stellt ein Desiderat der neueren Kindheitsforschung dar und wird im Rahmen der Langzeitstudie
des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz in einem größeren Forschungszusammenhang durchgeführt. Einführend werden aus
sozialgeographischer Perspektive Räume der Landkindheit analysiert, die mithilfe folgender Methoden erhoben
wurden: Kartierungen, Tageszeiten und Bewegungsprofile
über GPS-Aufzeichnungen, subjektive Landkarten, Dorfbegehungen und Fotoexkursionen. Im Weiteren werden
die Ergebnisse von Gruppendiskussionen mit Kindern zu
ihrer Lebenssituation und zur Bewertung ihres Wohlbefindens dargestellt und analysiert. Die Nutzung und Bedeutung des Internets für Landkinder steht im Mittelpunkt
des abschließenden Beitrags.
101
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 45 DOR24 - 1.506
24. Kongress der DGfE
Reflexion als professionstheoretische Basiskategorie
in der Lehrer_innenbildung. Theoretische Klärungen
und empirische Befunde
Prof. Dr. Tobias Leonhard (Solothurn)
Implikationen der Forderung
nach Förderung von Reflexivität in der Lehrer_innenbildung
Prof. Dr. Thomas Häcker
(Rostock)
Der „reflective practicioner‟
als falscher Freund und Kategorienfehler in der reflexiven
Lehrer_innenbildung
Prof. Dr. Tobias Leonhard
(Solothurn)
Videographien als Medium
der Unterrichtsreflexion: Wie
nutzen Lehramtsstudierende
Wissen über Unterricht?
Prof. Dr. Petra Herzmann
(Köln),
Prof. Dr. Matthias Proske
(Köln),
Dr. Michaela Artmann (Köln),
Markus Hoffmann (Köln)
Zur Operationalisierung
der Reflexionskompetenz in
der Lehrer_innenbildung –
Zugänge, Forschungsergebnisse, Anschlussfragen
Dr. Constanze Berndt
(Rostock),
Jan Seemann
(Rostock)
■ Der Begriff der Reflexion ist im Kontext von Erziehungs-
wissenschaft und Lehrer_innenbildung allgegenwärtig.
Die damit verbundenen Bedeutungszuschreibungen
variieren jedoch erheblich zwischen einer professionstheoretischen Basiskategorie, einer vagen Einigungsformel
oder einer Subsumption als allgemeine metakognitive
Fähigkeiten. Konsens besteht weitgehend darin, Reflexion
als Motor professioneller Entwicklung zu konzeptualisieren. Die vielfältige und disparate Nutzung des Reflexionsbegriffes fordert vor dem Hintergrund des Tagungsthemas
dazu auf, eine Standortbestimmung vorzunehmen, die
sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die erforderlichen Perspektiven der Weiterentwicklung des
Reflexionskonzeptes zu klären sucht.
Von den vier Beiträgen dieser Arbeitsgruppe fokussieren
zwei auf die theoretischen Bezugspunkte von Reflexion,
die zwei anderen Beiträge entwickeln methodisch unterschiedliche Zugänge zur empirischen Analyse von
Reflexionskompetenz in der Lehrer_innenbildung.
Di. 10:15 – 13:15
Pädagogischer Takt
Prof. Dr. Hans-Rüdiger Müller (Osnabrück),
Prof. Dr. Jörg Zirfas (Köln)
Zur Theorie und Ethnographie
des pädagogischen Takts
Prof. Dr. Hans-Rüdiger Müller
(Osnabrück),
Prof. Dr. Jörg Zirfas (Köln)
Takt in der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik
PD Dr. Sabine Seichter
(Frankfurt am Main)
Taktlosigkeiten in der
Erziehung
Prof. Dr. Micha Brumlik
(Frankfurt am Main)
Takt in der Familie
Dr. Dominik Krinninger
(Osnabrück)
Takt in sozialpädagogischen
Situationen
Prof. Dr. Birgit Althans
(Lüneburg)
Takt in Japan
Prof. em. Dr. Peter Ackermann
(Erlangen-Nürnberg)
■ Seit Herbart wird der Frage des Taktes in der Pädago-
gik über alle Entwicklungen der Disziplin hinweg immer
wieder relevant. Dabei wird pädagogischer Takt oftmals als
ein pädagogisches Vermittlungsprinzip verstanden, das
eine Fülle von pädagogischen Problematiken und Paradoxien zu bearbeiten vorgibt. Vor diesem Hintergrund ist
erstens der Zusammenhang von Theorie und Empirie in
Bezug auf den Takt als pädagogische Denk- und Praxisfigur zu klären. Zweitens sind die klassischen Themen,
Problemstellungen und Perspektiven des Pädagogischen
Taktes noch einmal zu hinterfragen. In einer dritten
Perspektive sollen unterschiedliche Felder des pädagogischen Taktes diskutiert werden, nämlich vor allem die
Familie und die (Grund-)Schule, aber auch sozialpädagogische Settings. Und in einer vierten Hinsicht soll die Frage
nach dem pädagogischen Takt auch in einer interkulturellen Perspektive – Vergleich Japan und Deutschland –
erörtert werden.
Takt in der japanischen
Grundschule
Daniel Burghardt, M.A. (Köln)
Diskutantin
Dr. Katharina Kunze
(Hannover)
102
Arbeitsgruppen AG II 46 DOR24 - 1.101
103
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 47 UNI3 - R005
24. Kongress der DGfE
Kompetenzen für eine nachhaltige Entwicklung –
Modellierungen im normativ geprägten Diskurs
Prof. Dr. Susan Seeber (Göttingen),
Prof. Dr. Andreas Fischer (Lüneburg)
Umweltkompetenz – das
Zusammenspiel von Umweltwissen und Naturverbundenheit in der Förderung von
ökologischem Verhalten
Dr. Nina Roczen
(Frankfurt am Main)
KONWIKA: Ein Kompetenzmodell für nachhaltiges
Wirtschaften kaufmännischer
Auszubildender
Prof. Dr. Susan Seeber
(Göttingen),
Christian Michaelis
(Göttingen),
Prof. Dr. Andreas Fischer
(Lüneburg),
Joyce Müller (Lüneburg)
Umgang mit komplexen
Umweltproblemsituationen am
Beispiel Klimawandel
Dr. Sabina Eggert
(Göttingen),
Prof. Dr. Susanne Bögeholz
(Göttingen),
Anne Nitsch (Freiburg),
Prof. Dr. Matthias Nückles
(Freiburg)
Förderung systemischen
Denkens in nachhaltigkeitsrelevanten Kontexten – eine
Interventionsstudie
Prof. Dr. Werner Rieß
(Freiburg),
Daniela Fanta (Freiburg),
Julia Bräutigam
(Freiburg)
■ Bildung für eine nachhaltige Entwicklung wird als
zukunftsorientierte Aufgabe verstanden, um die Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft zwischen
Tradition und Zukunft zu bewältigen. Sie berührt ökologische, ökonomische und soziale Dimensionen, betrifft
sowohl Alltags- als auch berufliches Handeln und spannt
den Bogen über Schulstufen, Fächer und Bildungsbereiche
hinweg. Im Symposium werden Fragen der Modellierung
und Förderung von Kompetenzen für eine nachhaltige
Entwicklung aus interdisziplinärer Perspektive aufgegriffen. Neben Analysen zu Zusammenhängen zwischen
kognitiven, motivationalen und einstellungsbezogenen
Facetten nachhaltiger Kompetenzen wird die unterrichtliche Förderung von Kompetenzen zum Umgang mit Nachhaltigkeitsproblemen diskutiert. Darüber hinaus werden
Forschungsbefunde über Zusammenhänge zwischen fachlichen (Systemkompetenz) und fachdidaktischen kognitiven Fähigkeiten zur Förderung systemischen Denkens bei
angehenden Lehramtsstudierenden vorgestellt.
Di. 10:15 – 13:15
Utopien als alternative Zukunftsentwürfe im Kontext
von politischer Bildung und Erwachsenenbildung
Prof. Dr. Helmut Bremer (Duisburg-Essen),
Prof. Dr. Peter Faulstich (Hamburg)
Utopien des Lernens: Alternative Zukünfte in literarischhistorischer und aktual-empirischer Perspektive
Prof. Dr. Peter Faulstich
(Hamburg)
Lernen und Utopien im Alltag
Dr. Jana Trumann
(Duisburg-Essen)
Gesellschaftsbild und Utopie
Dipl. Sozialwiss.
Christel Teiwes-Kügler
(Duisburg-Essen),
Dipl.-Päd. Jessica Vehse,
(Hamburg)
Überschreiten des Möglichen –
Denken einer Utopie
Dipl.-Päd. Farina Wagner
(Duisburg-Essen)
Diskutantin
Dr. Michaela Kuhnhenne
(Düsseldorf)
■ Der Utopiegedanke hatte in der Pädagogik bzw. der
politischen Bildung eine wichtige Funktion, fand zuletzt
jedoch weniger Beachtung. Er steht dafür, im Verhältnis
zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit die Vorstellung eines anderen Lebens entwickeln zu können. Im Mittelpunkt
steht, das Reale nicht als unveränderliche „Doxa“ hinzunehmen, sondern durch kritische Reflexion des Bestehenden und in Frage stellen von „Sachzwängen“ alternative
Realitäten zu denken und umzusetzen. In der AG werden
verschiedene Perspektiven eingenommen: es geht um die
Ebene des Lernens (Utopien und subjektive Perspektiven),
um die alltägliche Handlungsebene (alternative Realitäten
und Praxis), um die Ebene des Gesellschaftsbildes (Vorstellungen anderer Realitäten kollektiven Zusammenlebens) und um das Infragestellen und die Dekonstruktion
herrschender Strukturen als Voraussetzung für das Entwickeln alternativer Lebens- und Gesellschaftsentwürfe.
Diskutant
Prof. Dr. Georg Müller-Christ
(Bremen)
104
Arbeitsgruppen AG II 48 UNI3 - R004
105
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Arbeitsgruppen AG II 49 DOR24 - 1.505
24. Kongress der DGfE
Potenziale und Probleme ethnographischer
Ansätze bei der Analyse von Transformationen
sozialer Differenzkategorien
Prof. Dr. Jürgen Budde (Flensburg),
Andrea Bossen (Flensburg),
Georg Rißler (Flensburg)
Transformationen von
doing gender im Unterricht
Prof. Dr. Jürgen Budde
(Flensburg),
Andrea Bossen (Flensburg),
Georg Rißler (Flensburg)
Schulische Leistungsordnungen in der Transformation
Prof. Dr. Till-Sebastian Idel
(Bremen),
Prof. Dr. Kerstin Rabenstein
(Göttingen)
Geschlecht und kulturelle
Herkunft als Differenzkategorien in monoedukativem
Fachunterricht
Prof. Dr. Leonie HerwartzEmden (Augsburg),
Verena Boppel (Augsburg),
Dr. Verena Schurt (Augsburg),
Dr. Wiebke Waburg
(Augsburg)
Andersartigkeit und Differenz.
Methodologische Überlegungen zum vergleichenden Vorgehen in der Ethnographie
Prof. Dr. Sandra Rademacher
(Flensburg)
■ Bereits seit längerem wird auf die ungleiche Verteilung
von Bildungschancen im Schulsystem verwiesen.
Von besonderer Relevanz ist aus ungleichheitstheoretischer Sicht dabei das Verhältnis von Tradierung und Transformation sozialer Ordnungen. Zu fragen ist, ob soziale
Ordnungen fragil oder stabil sind. Damit rückt auch aus
methodologischer Perspektive das Problem ins Zentrum,
wie und anhand welcher Kriterien sich Transformationen
sozialer Ordnungen empirisch analysieren lassen. Gerade
ethnographische Verfahren beschäftigen sich intensiv
mit der (Re-)Produktion von Differenzen in den sozialen
Praktiken in Schule und Unterricht, können aber Veränderungen bislang nur unzureichend dokumentieren. Diese
Leerstelle wird in den Mittelpunkt der Arbeitsgruppe
gestellt, indem in unterschiedlichen Beiträgen nach der
Aussagekraft von Praktiken, weiterer Daten sowie der
Konzeption von Zeit für die begründete Beschreibung
sozialer Transformationen gefragt wird.
106
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 18 BE2 - 140/142
Die (Neu)Entdeckung von Gemeinschaft und Solidarität –
Ideologie, Kritik und Kontroversen
Catrin Heite (Zürich),
Veronika Magyar-Haas (Zürich),
Hans-Uwe Otto (Bielefeld)
Zum Mythos der Gemeinschaft. Historische Verklärungen – zeitgenössische
Utopien?
Veronika Magyar-Haas
(Zürich),
Prof. Micha Brumlik
(Frankfurt am Main)
Re-Kommunitarisierung und
Solidarität im Postwohlfahrtstaat. Analysen aktivierungspolitischer Zumutungen
Dr. Sandra Landhäußer
(Tübingen),
Prof. Fabian Kessl
(Duisburg-Essen)
Welfare State Transformations. Citizenship and the nostalgic fantasy of community
Prof. John Clarke
(The Open University),
Prof. Catrin Heite (Zürich)
■ Die Begriffe Gemeinschaft und Solidarität sind
politisch hoch aufgeladen. Ihre Auslegung, Propagierung und Instrumentalisierung steht mit historischen,
politischen und wissenschaftlichen Kontexten sowie
gesellschaftlichen Transformationsprozessen im Zusammenhang. Wie in Gemeinschaftskonzepten und in
gemeinschaftlichen Bezügen Zugehörigkeiten und NichtZugehörigkeiten produziert, spezifische Solidaritätsverhältnisse verlangt, ermöglicht und verunmöglicht werden
und inwiefern in Mythen einer homogenen Gemeinschaft
die Dimensionen Ungleichheit, Macht und Herrschaft
verschleiert werden, wird im Symposium entlang historischer und zeitgenössischer, kommunitarismuskritischer
und wohlfahrtstheoretischer Schwerpunkte entfaltet.
Im Anschluss an die drei Beiträge werden in Kommentaren
kritische Aspekte herausgegriffen mit dem Ziel, anhand
einer weiterführenden Einordnung die Paneldiskussion
zu strukturieren und weitere Anregungen für eine abschließende Plenumsdiskussion zu geben.
107
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 19 DOR24 - 1.102
24. Kongress der DGfE
Entwicklungslinien, Reflexionsprobleme und
Perspektiven der Schulentwicklungsforschung
Dr. Marcus Emmerich (Zürich),
Jun.-Prof. Dr. Tobias Feldhoff (Frankfurt am Main)
Grundzüge einer Geschichte
der Schulentwicklung
Prof. Dr. Hermann Josef Abs
(Giessen)
Entwicklungslinien der Schulentwicklungsforschung: Kontinuitäten, Diskontinuitäten und
offene Fragen
Prof. Dr. Katharina
Maag Merki (Zürich)
Zwischen Reflexivität und
Reflexion: zur Theorie (in) der
Schulentwicklungsforschung
Dr. Marcus Emmerich
(Zürich)
Methodologische und
methodische Fragen an die
Schulentwicklungsforschung
Jun.-Prof. Dr. Tobias Feldhoff
(Frankfurt am Main)
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 20 GS1 - Auditorium
Lehrkraftkompetenzen und Unterrichtsqualität.
Bisherige Forschungsbefunde und Perspektiven
für die Lehrerbildung
Dr. Annika Ohle (Dortmund),
Prof. Dr. Nele McElvany (Dortmund)
■ Das Symposium macht es sich zur Aufgabe, Entwick-
lungslinien der Schulentwicklungsforschung in historischer
und systematischer Perspektive nachzuzeichnen. Damit
verbindet sich der Anspruch, Reflexionsgrundlagen zu
erarbeiten, auf deren Grundlage einerseits bestehende
„Blinde Flecken“, andererseits jedoch zukünftige Perspektiven der Schulentwicklungsforschung skizziert werden
können.
Die Beiträge des Symposiums gehen dabei von der Annahme aus, dass die sichtbaren Konturen der aktuellen
Schulentwicklungsforschung als selektives Resultat einer
„kontingenten“ Entwicklung verstanden werden müssen,
die in einem ersten Schritt in Grundzügen zu rekonstruieren wäre. Vor diesem Hintergrund werden in einem
zweiten Schritt theoretisch motivierte Bemühungen zur
Begründung des Forschungsgegenstandes „Schulentwicklung“ sowie methodisch-methodologische Strategien seiner empirischen Analyse in den Blick genommen.
Professionswissen und
Unterrichtsqualität
Prof. Dr. Hans E. Fischer
(Duisburg-Essen)
Zusammenhang diagnostischer Kompetenzen von
Grundschullehrkräften,
Unterrichtsqualität und
Schülerleistung
Dr. Annika Ohle (Dortmund),
Prof. Dr. Nele McElvany
(Dortmund),
Prof. Dr. Holger Horz
(Frankfurt),
Prof. Dr. Wolfgang Schnotz
(Landau),
Dr. Mark Ullrich
(Frankfurt am Main),
Dr. Ulrike Hochpöchler
(Frankfurt am Main),
Dr. Britta Oerke (Dortmund)
Kompetente Unterrichtswahrnehmung von Lehrkräften:
eine Eye-Tracking-Studie
Dr. Andreas Gegenfurtner
(München),
Prof. Dr. Eva-Maria Lankes
(München)
Referenzrahmen für den Aufbau von Professionskompetenzen für den Lehrberuf
Prof. Dr. Kathrin Krammer
(Zentralschweiz)
108
■ Dieses Symposium stellt bisherige und aktuelle fächer-
übergreifende Forschungsergebnisse zum Zusammenhang
zwischen professioneller Lehrkraftkompetenz, Unterrichtsqualität und Schülerleistung sowie Implikationen für
die Lehrerausbildung vor. Zunächst wird ein Modell des
Wirkzusammenhangs „Lehrkraft – Unterricht – Schüler_
innen“ aus dem Bereich der Physikdidaktik vorgestellt.
Ein ähnliches Modell wird in der Studie BiTe (Bild-TextIntegration) genutzt, um den Einfluss diagnostischer
Lehrkraftkompetenz auf Unterrichtsqualität und Schülerleistung zu untersuchen. Fachunabhängig analysiert
eine weitere Studie die professionelle Wahrnehmung von
Unterricht durch Lehrkräfte, um so Erkenntnisse zur
visuellen Expertise zu gewinnen. Implikationen, die sich
aus der Kompetenzforschung für die Lehrerbildung ergeben, werden im vierten Beitrag thematisiert. Als Perspektive für die Lehrerbildung wird ein Referenzrahmen
professioneller Kompetenz als Basis universitärer Lehramtsausbildung vorgestellt.
Diskutantin
Prof. Dr. Tina Seidel
(München)
109
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 21 DOR24 - 1.205
24. Kongress der DGfE
Between enhancing media literacy and preventing
media addiction – educating children in the digital age
Dr. Paula Bleckmann (Hannover)
Beyond remote-control
teaching and learning –
the special challenges of
helping children construct
knowledge today
Prof. Diane Levin, PhD
(Boston)
The interdependence of
family functioning and problematic internet use
Prof. Dr. Rudolf Kammerl
(Hamburg)
Media Maturity – a new
concept beyond technical
mastery of media
Dr. Paula Bleckmann
(Hannover)
Prevention of problematic and
pathological screen media use
– a reality check
Prof. Dr. Eva-Maria Bitzer
(Freiburg)
Diskutant
PD Dr. Thomas Mößle
(Hannover)
110
Symposium SY II 22 DOR24 - 1.103
Die Konstruktion von Gegenwart:
Sozialpädagogische Zeitdiagnosen
Prof. Dr. Petra Bauer (Tübingen),
Prof. Dr. Cornelia Füssenhäuser (Wiesbaden),
Prof. Dr. Fabian Kessl (Essen),
Prof. Dr. Sascha Neumann (Fribourg)
■ Screen media play an ever more prominent role in the
lives of children at an ever earlier age. The benefits of a
skilled use can be considerable, but so are risks and
challenges. In the “digital age”, educational research
cannot allow decision-making on technological choices
to be dominated by media experts rather than experts
focusing on children’s developmental needs. A first, muchdiscussed challenge lies in the phenomena called internet
addiction and video game dependency. The second, more
evasive and evaded challenge lies in problematic use
below the threshold to the clearly pathological which has
been addressed by media effects research for decades.
Problem dimensions include screen time (relevant in the
obesity debate), content (in the violence debate) and
functionality (as in the escapism/addiction debate).
This interdisciplinary symposium aims at widening the
pedagogical discourse to include these challenges and
suggest ways to face them.
Di. 10:15 – 13:15
Soziologische Zeitdiagnostik:
eine wissenssoziologische
Ortsbestimmung
Dr. Ute Volkmann (Bremen)
Sozialpädagogische Zeitdiagnosen als strategische Positionierungen – eine historischsystematische Perspektive
Prof. Dr. Bernd Dollinger
(Siegen)
Entgrenzung als Zeitdiagnose – Soziale Arbeit
und Globalisierung
Prof. Dr. Wolfgang Schröer
(Hildesheim)
The New Biology, Technologies
and Surveillance: Screen,
Intervene and Remove?
Prof. Sue White, PhD
(Birmingham)
■ Es ist charakteristisch für die wissenschaftliche wie
die praktische Auseinandersetzung mit sozialpädagogischen Bildungs-, Erziehungs- und Sorgeangeboten, sich
über jene Gesellschaft zu informieren, in deren Rahmen
sich Sozialpädagogik verortet sieht. Die entsprechenden Deutungsversuche lassen sich als „Zeitdiagnosen“
verstehen. Als Analysen des gegenwärtigen Lebens sind
Zeitdiagnosen keine bloße Randerscheinung, sondern
für die sozialpädagogische Reflexion und Theoriebildung
konstitutiv. Das Symposium stellt vor diesem Hintergrund
die Frage nach dem argumentativen Stellenwert, den
Zeitdiagnosen in der Sozialpädagogik für die Begründung
ihrer Notwendigkeit einnehmen und erkundigt sich nach
den historisch-diskursiven Voraussetzungen, unter denen
bestimmte Varianten von Zeitdiagnosen ihre Geltung
erlangen. Dabei werden auch aktuell virulente Zeitdiagnosen zur Diskussion gestellt und mit Blick auf die
ihnen immanenten Zukunftsentwürfe und Geltungsansprüche analysiert.
111
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 23 DOR24 - 1.403
24. Kongress der DGfE
Transnationale Alltagswelten als Herausforderung
für die Zukunft der Sozialpädagogik
Prof. Dr. Cornelia Schweppe (Mainz),
Prof. Dr. Matthias D. Witte (Mainz)
Sozialpädagogik und transnationale Alltagswelten —
Überlegungen zu einer (noch
zu entwickelnden) Theorieperspektive.
Dr. Stefan Köngeter
(Hildesheim)
Multi-lokale Lebenswelten und
multidimensionale Hierarchien: Einblicke in die neueren
Ergebnisse der transnationalen Ungleichheitsforschung
Prof. Dr. Anna Amelina
(Frankfurt)
Transnational families in the
UK: exploring intimate relationships across proximities
and distances
Prof. Dr. Elisabetta Zontini
(Nottingham)
Jugendkonstruktionen in
transnationalen Alltagswelten im Spannungsfeld
Sozialpädagogik
Dr. Kathrin Klein-Zimmer
(Mainz),
Anja Wrulich, Dipl.-Päd.
(Mainz)
■ Die zunehmende Transnationalisierung der Alltags-
welten fordert die Sozialpädagogik in besonderer
Weise heraus. Durch ihre nationalstaatliche Bindung und
wohlfahrtsstaatliche Institutionalisierung war und ist sie
weitgehend an Denk-, Handlungs- und Wissensmuster
gebunden, die national bezogen sind und die Gesellschaft
im Rahmen nationalstaatlicher Grenzen betrachten.
Transnationale Alltagswelten erfordern die kritische
Analyse und Öffnung dieser nationalstaatlichen Bindung.
Welche Bedeutung haben transnationale Alltagswelten für
die Theorienentwicklung, handlungspraktischen Diskurse
und Institutionalisierungen der Sozialen Arbeit? Thematisiert werden die sozialen Strukturen und Handlungspraktiken und die darin enthaltenen Handlungsoptionen von
transnationalen Alltagswelten, um die sozialpädagogische
Frage zu diskutieren, wie die subjektive Handlungsfähigkeit von Menschen in der alltäglichen Lebensbewältigung abgesichert werden kann.
112
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 24 DOR24 - 1.405
„Neue Väter – neue Familienkonzepte?
Traditionen und Zukünfte von Elternschaften“
Prof. Dr. Margrit Stamm (Fribourg/Bern)
„Facetten moderner
Vaterschaft‟
Dr. Tania Mühling,
(Bamberg)
„Die Vater-Kind-Bindung:
Entstehung und Aufrechterhaltung‟
Prof. Dr. Liselotte Ahnert
(Wien)
„Vaterschaft aus der Sicht
von Vätern und kinderlosen
Männern‟
Prof. Dr. Andrea Maihofer
(Basel)
„Väter und ihre Rolle auf
dem Weg zum Schuleintritt‟
Prof. Dr. Margrit Stamm
(Fribourg/Bern)
Diskutant
Prof. Dr. Michael Meuser
(Dortmund)
■ In aktuellen Bildungsdebatten wird der Familie eine
besonders wichtige Bedeutung zugesprochen. Vor dem
Hintergrund aktueller familienpolitischer Innovationen wie
Eltern- und Betreuungsgeld sind ihre Rollen und Möglichkeiten bisher jedoch vor allem im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Hinblick auf die Mütter
beurteilt worden. Die Väter sind dabei fast vollständig
ausgeblendet worden.
Das Symposium rückt Väter in den Mittelpunkt.
Basierend auf der Thematik „Traditionen und Zukünfte“
konzentriert es sich auf zwei Perspektiven: einerseits
auf die Problemkonstruktionen von Vaterschaft(en),
andererseits auf empirisch fundierte Zukunftsentwürfe.
Die erste Perspektive thematisiert die Bedingungen,
unter denen Vaterschaft(en) realisiert werden oder nicht,
die zweite Perspektive fokussiert die beiden kaum
erforschten Gebiete der Vater-Kind-Bindung sowie der
Frage nach den Effekten erhöhter väterlicher Beteiligung
für die kindliche Entwicklung.
113
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 25 UdL6 - 2002
24. Kongress der DGfE
Schulinspektion in Transformation –
Herausforderungen für Theorie und Methodendesigns
Prof. Dr. Herbert Altrichter (Linz)
Impact of School Inspections
on Improvement of Schools:
Describing and Testing
Assumptions on Causal
Mechanisms
Dr. Melanie Ehren (London)
Prof. Jan-Eric Gustafsson
(Göteborg),
Gerry Conyngham, M.Sc.
(Dublin),
Prof. Gerry McNamara
(Dublin),
Joe O´Hara (Dublin)
Druck und Vertrauen in Prozessen der Schulinspektion
Prof. Dr. Herbert Altrichter
(Linz),
David Kemethofer, Mag.
(Linz)
Wahrnehmung und Akzeptanz
von Schulinspektionsverfahren
– Vergleich von vier deutschen
Bundesländern
Odette Selders, Dipl.-Päd.
(Bielefeld)
Zur Methodologie von Akteurkonstellationen in der
Educational-GovernanceForschung am Beispiel einer
empirischen Fallanalyse zu
Schulinspektionen
Dr. Bianca Preuß (Gießen)
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 26 DOR26 - 207
Bildung und Zeit. Aktuelle zeitbezogene
Transformationsprozesse am Gymnasium aus Sicht
der empirischen Forschung
Dr. Svenja Mareike Kühn (Essen)
■ Neue Schulinspektionen, die in vielen Ländern im Zuge
der Durchsetzung des evidenzbasierten Steuerungsmodells etabliert wurden, können als Modernisierung
alter Schulaufsicht verstanden werden. Wie Inspektionen
wirken wollen und ob sie dabei erfolgreich sein, wird
zunehmend in der Bildungsforschung thematisiert.
Aktuelle Literaturanalysen zeigen widersprüchliche
Forschungsergebnisse.
Das Symposium soll deutschsprachigen und internationalen Forscher_innen Raum bieten, um anhand aktueller
empirischer Daten neue Theorie- und Methodendesigns
zu diskutieren. Ehren et al. stellen eine Weiterentwicklung
des Ehren & Visscher-Modells vor. Altrichter & Kemethofer
(Linz) diskutieren die Rolle von Rechenschaftsdruck und
Vertrauen in Inspektionsprozessen. Selders (Bielefeld)
untersucht den Steuerungsimpuls von Inspektionen in
vier deutschen Bundesländern. Preuß (Gießen) erörtert die
methodischen Implikationen der Situiertheit von Schulinspektion in Akteurkonstellationen eines Mehrebenensystems.
Diskutant
Prof. Dr. Hans-Georg Kotthoff
(Freiburg)
114
12 oder 13 Jahre bis zum
Abitur? Organisationsmodelle,
Wirkungserwartungen und
Forschungsansätze im Kontext
der aktuellen Schulzeitdebatte
Prof. Dr. Gabriele Bellenberg
(Bochum),
Prof. Dr. Isabell van Ackeren
(Essen)
Konsequenzen der G8-Reform
in Baden-Württemberg
Dr. Jochen Kramer
(Tübingen),
Dr. Wolfgang Wagner
(Tübingen),
Prof. Dr. Ulrich Trautwein
(Tübingen),
Dr. Karin Berendes
(Tübingen),
Dr. Bettina Sonnenberg
(Tübingen)
Was beeinflusst den Übergang
in ein neunjähriges Gymnasium? Analysen im Kontext des
Schulversuchs „Abitur nach 12
oder 13 Schuljahren‟ in NRW
Prof. Dr. Christian Reintjes
(FH Nordwestschweiz)
■ Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Aspek-
ten von Bildungszeit ist seit jeher Thema der Erziehungswissenschaft. In der letzten Dekade ist diese Thematik vor
dem Hintergrund bildungspolitischer Entwicklungen auch
verstärkt in den Fokus öffentlichen Interesses gerückt
(z. B. Schulzeitverkürzung, doppelte Abiturjahrgänge).
Aus der Perspektive empirischer Bildungsforschung sind
die Wirkungen der gegenwärtig vorhandenen unterschiedlichen zeitbezogenen Organisationsmodelle auf schulische und unterrichtliche Prozesse und Ergebnisse kaum
differenziert erfasst worden. Nach einem einführenden
Überblicksbeitrag werden in diesem Symposium empirische Befunde aus unterschiedlichen Projektkontexten
vorgestellt, wobei verschiedene Akteursgruppen in den
Blick genommen werden. Gemeinsamer Anspruch ist eine
Zwischenbilanzierung der bislang festgestellten bzw. noch
zu erwartenden intendierten und ggf. transintentionalen
Wirkungen im Kontext der aktuellen Schulzeitdebatte.
Mehr Zeit für Bildung? Analysen zur Entwicklung der Lehrund Lernkultur im Rahmen des
neuen neunjährigen Bildungsgangs an Gymnasien in NRW
Jun.-Prof. Dr. Grit im Brahm
(Bochum),
Dr. Svenja Mareike Kühn
(Essen)
115
Diskutant
Dr. Marko Neumann (Potsdam)
Dienstag
24. Kongress der DGfE
24. Kongress der DGfE
Grundlagen
kompetenzorientierten
Unterrichtens
Unterrichten –
eine pädagogische Theorie
auf empirischer Basis
2013. 112 Seiten. Kart.
14,90 € (D), 15,40 € (A)
ISBN 978-3-8474-0070-7
2013. 286 Seiten. Kart.
19,90 € (D), 20,50 € (A)
ISBN 978-3-8474-0069-1
Kompetenzorientierte
Lehrplangestaltung? Die
AutorInnen vermitteln die
nötigen Grundlagen und
geben praktische Hilfen zur
erfolgreichen Bewältigung
des Entwicklungsprozesses.
Der Autor entfaltet eine
empirisch gehaltvolle
pädagogische Theorie
des Unterrichtens auf der
Grundlage eines langjährigen Forschungsprojektes.
Verlag Barbara Budrich
Barbara Budrich Publishers
Stauffenbergstr. 7, D-51379 Leverkusen-Opladen
Tel +49 (0)2171.344.594, Fax +49 (0)2171.344.693
[email protected]
Zum Stellenwert biographieanalytischen Denkens in der
Praxis der Sozialen Arbeit
Prof. Dr. Gerhard Riemann
(Nurnberg),
Lernen in der Lebensspanne.
Die biographische Dimension
von Lernprozessen Erwachsener im Spannungsfeld von
Forschung, Politik und Praxis
Dr. Daniela Rothe (Wien)
Perspektiven der Biografieforschung im frankophonen und
internationalen Raum. Neue
Blickwinkel und Erneuerung
der Ansatze
Prof. Dr. Christine DeloryMomberger (Paris)
■ Biographisches Denken begleitet die Erziehungs-
wissenschaft seit ihren Anfängen als eigenständige
Wissenschaft. Eine theoretische Konzeptualisierung
des Biographischen ist allerdings in der Geschichte
der Pädagogik weder kontinuierlich noch konsistent
zu finden.
Das Symposium will Traditionen und Potenziale
einer biographietheoretischen Perspektive in unterschiedlichen Subdisziplinen reflektieren und Prognosen
bezüglich der Weiterentwicklung biographieorientierter
Bildungswissenschaft und Praxis wagen. Thematisiert
werden jene Spannungsverhältnisse, die der Erziehungswissenschaft als Disziplin eigen sind und deshalb auch
die Verortung biographischer Ansätze wie ihre Weiterentwicklung im Fach betreffen: die Verhältnisse zwischen
Theorie und empirischer Forschung, zwischen Disziplin und Profession, zwischen Wissenschaft und Politik.
Schließlich soll der deutschsprachige Biographiediskurs
durch Einblicke in internationale Fachdiskurse relationiert
werden.
www.budrich-verlag.de
117
Dienstag
Bildung und Biographie:
Probleme und Perspektiven
bildungstheoretisch orientierter Biographieforschung
Prof. Dr. Hans-Christoph Koller
(Hamburg)
Andreas Gruschka
Symposium SY II 27 UdL6 - 3038
Konzeptualisierung des Biographischen.
Traditionen und Zukünfte einer biographiewissenschaftlichen Perspektive in der Pädagogik
Univ.-Prof. Dr. Bettina Dausien (Wien),
Prof. Dr. Andreas Hanses (Dresden)
Unterrichten
Lersch / Schreder
Di. 10:15 – 13:15
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 28 UdL6 - Audimax
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 28 UdL6 - Audimax
Videobasierte Optimierung der
Klassengesprächsführung und
Wirkungen auf motivationale
Aspekte des Lernens
Katharina Kiemer (München),
Dr. Alexander Gröschner
(München),
Ann-Kathrin Pehmer
(München),
Prof. Dr. Tina Seidel
(München),
Dr. Alexander Gröschner
(München),
Ann-Kathrin Pehmer
(München),
Prof. Dr. Tina Seidel
(München)
Implementierung von Videofallarbeit in die zweite Phase
der Lehrerbildung: Quasiexperimentelle Forschung zu
den Effekten pädagogischer
Autonomie und deliberate
practice
Dr. Annika Goeze (Bonn)
Lernen mit Unterrichtsvideos in der Ausbildung
von Lehrkräften: Befunde aus Interventionsund Implementationsstudien
Prof. Dr. Josef Schrader (Bonn/Tübingen),
Prof. Dr. Tina Seidel (München)
■ Die Diskussion um die Arbeit mit Videofällen ist ein-
gebettet in eine intensive Debatte um Lehrerkompetenzen, die vor allem in Standards und Kompetenzmodellen
zum Ausdruck kommt. Ergänzend zielen Forschungsprojekte auf eine theoretisch und empirisch befriedigende
Diagnose der Kompetenzen von Lehrkräften in unterschiedlichen Berufsphasen. Nun wird auch die bislang vernachlässigte Frage untersucht, wie solche Kompetenzen
gezielt gefördert werden können. Damit wird auch für die
Lehrerbildungsforschung die Frage zentral, wie eine
evidenzbasierte Bildungsforschung zu einer evidenzbasierten Bildungspolitik und Bildungspraxis beitragen
kann. Auch im Bereich des videofallbasierten Lernens
werden derzeit Studien durchgeführt und hier präsentiert,
die anhand von kontrollierten Interventions- bzw. quasiexperimentellen Implementationsdesigns gleichzeitig
wissenschaftlich wertvolle Erkenntnisse, steuerungsrelevantes Wissen und für Lehrkräfte wirksame
Ausbildungskonzepte entwickeln und erforschen.
118
VideA: Förderung der Analysekompetenz in der Ausbildung
von Lehrpersonen durch fallbasiertes Lernen mit eigenen
vs. fremden Videos
Prof. Dr. Kathrin Krammer
(Luzern),
Prof. Dr. Isabelle Hugener
(Luzern),
Sandro Biaggi (Luzern),
Prof. Dr. Isabelle Hugener
(Luzern),
Sandro Biaggi (Luzern)
Staged videos – Besonderheiten der Entwicklung und des
Einsatzes am Beispiel einer
Interventionsstudie
Victoria L. Barth (Berlin),
Prof. Dr. Felicitas Thiel
(Berlin),
Dr. Diemut Ophardt (Berlin),
Valentina Piwowar (Berlin),
Prof. Dr. Felicitas Thiel
(Berlin),
Dr. Diemut Ophardt (Berlin),
Valentina Piwowar (Berlin)
119
Dienstag
24. Kongress der DGfE
Di. 10:15 – 13:15 Symposium SY II 29 DOR24 - Fritz-Reuter
24. Kongress der DGfE
Begabungsförderung in
(mehr oder weniger) inklusiven Schulstrukturen
Prof. Dr. Simone Seitz (Bremen)
Vergleichende Perspektiven
auf Potenziale und Grenzen
schulischer Inklusion
Prof. Dr. Justin Powell
(Luxembourg)
■ Begabungsforschung ist eine traditionsreiche,
Begabungsforschung und
anthropologisch-bildungstheoretische Implikationen
Prof. Dr. Gabriele Weigand
(Karlsruhe)
Mit Blick auf die Weisungen der UN-Behindertenrechtskonvention ist zu fragen, welches Potenzial für die
Konzept- und Theorieentwicklung in der Verbindung von
Inklusions- und Begabungsforschung liegt. Seit langem
bekannt, aber bislang kaum in Verknüpfung zueinander
gedacht ist etwa die Unterrepräsentanz bestimmter
sozialer Gruppen in der Begabungsförderung und die Überrepräsentanz der gleichen Gruppen in der Zuschreibungspraxis sonderpädagogischen Förderbedarfs.
Inklusions- und Begabungsforschung in Schulen in
schwieriger Lage
Prof. Dr. Simone Seitz
(Bremen)
Die Perspektive von Kindern
und Jugendlichen auf schulische Exklusion und Inklusion
Jun-Prof. Dr. Lisa Pfahl (Berlin)
Diskutant
Prof. Dr. Ewald Feyerer (Linz)
Inklusionsforschung hingegen eine vergleichsweise
junge Forschungslinie der Erziehungswissenschaft.
Das Symposion verbindet hiervon ausgehend schulstrukturelle Analysen zu Inklusion und Exklusion mit
(Zwischen-)Ergebnissen zweier Forschungsprojekte zur
Begabungsförderung in heterogenen Settings und macht
deutlich: Inklusions- und Begabungsforschung verknüpfen
beispielhaft zukunftsbezogene Herausforderungen mit
Forschungs- und Diskurstraditionen der
Erziehungswissenschaft.
120
Di. 10:15 – 13:15
Symposium SY II 30 DOR24 - 1.201
Bildung als Anwältin einer besseren Zukunft –
ambivalente Bilanzen
Prof. Dr. Eva Matthes (Augsburg),
Prof. Dr. Elisabeth Meilhammer (Augsburg)
Konzepte, Praxen und
Ambivalenzen der deutschen
Reformpädagogik
Dr. Jörg-W. Link (Potsdam)
Reeducation in the U.S. Zone
of Occupied Germany –
Successes and Failures
Prof. Dr. Rebecca Boehling
(Maryland/Bad Arolsen)
Bildungsexpansion in der
Bundesrepublik Deutschland:
Ambivalente Bilanzen der
Erwachsenenbildung
Prof. Dr. Christine Zeuner
(Hamburg)
Bildungsstandards als Wege
in die Zukunft – ist Bildung
standardisierbar?
Dr. Sigrid Zeitler
(Erlangen-Nürnberg)
■ Die Bildungsgeschichte ist reich an Beispielen, die
zeigen, welche immensen (Heils-)Erwartungen immer
wieder an die Bildung bzw. an das Bildungssystem gestellt
worden sind. Bildung wird als Mittel der Krisenbewältigung verstanden, Bildungsreformen sollen den Ausweg
aus der Krise weisen, mit Bildung wird die Hoffnung auf
eine bessere Zukunft verbunden. Häufig wird der Bildung
bei diesen Machtzuschreibungen zu viel oder zumindest
sehr viel zugemutet, und die Macht und der Einfluss der
anderen kulturellen Praxen geraten zu stark oder gar völlig
aus dem Blick. Hieraus resultieren Überforderungen und
enttäuschte Hoffnungen.
Anhand von vier Fallanalysen von Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart sollen die normativen
Konzepte, konkrete pädagogische Umsetzungsversuche,
unterschiedlichste empirische Daten sowie Positionierungen im Fachdiskurs für die Bilanzierung herangezogen
werden. Zu erwarten sind ambivalente Ergebnisse.
121
Dienstag
24. Kongress der DGfE
24. Kongress der DGfE
Bildungsniveaus
Die Studie ist unentbehrlich, sowohl für die Politik
als auch für die Wissenschaft.
University in Crisis:
Future Developments
at the Crossroads
Michael A. Peters (Hamilton)
OECD (Hg.)
Bildung auf einen
Blick 2013
OECD-Indikatoren
2013, 528 S., 69,– € (D)
ISBN 978-3-7639-5269-4
Best.-Nr. 6001821g
Zeitschrift für Internationale Bildungsforschung
und Entwicklungspädagogik
(Pressestimme zur Ausgabe 2010)
Kostenloser Download unter
wbv-open-access.de
wbv.de
Futuring Higher Education?
The Innovativeness of
Reforms: Turkey — A critical
case study
Mete Kurtoglu (Istanbul)
Paths of Academic Entrepreneurship — The Future of
University?
Tina Besley (Hamilton)
Developmental, Entrepreneurial, Design-Driven? Programs,
Subjects and epistemic Spaces
of The University of the Future
Susanne Maria Weber
(Marburg)
Diskutant
Jan Masschelein (Leuven)
W. Bertelsmann Verlag
[email protected] | wbv.de | wbv-journals.de | wbv-open-access.de
■ The symposium investigates the function of the
University in the creative economy in a discourseanalytical perspective. It addresses crisis — crossroads —
empirical examples — potentials and possibilities, linking
discourse-analytical and empirical perspectives. Michael
A. Peters (New Zealand), reflects on the present situation
of the University as crisis and analyzes different notions
of “public”. Mete Kurtoglu (Turkey) researches Higher
Education reforms in Turkey and the “innovativeness”
empirically. Tina Besley (New Zealand) reflects on academic creativity under the agenda of cuts and academic
commercialization. Susanne Maria Weber (Germany)
analyzes trends of the University as a developmental,
entrepreneurial and design oriented institution for
society. The discussant Jan Masschelein (Belgium)
highlights the dimension of the public space, openness
and creativity at the crossroads of developing a true
University of the Future.
123
Dienstag
Neue Indikatoren informieren über das
Verhältnis von Bildungsabschlüssen und
Beschäftigung sowie über den Zusammenhang von Bildung und Gesundheitsverhalten in den Teilnehmerländern.
Symposium SY II 31 DOR24 - 1.502
The University of the Future — Crisis, Crossroads
and Paths of Academic Knowledge Cultures
Prof. Dr. Susanne Maria Weber (Marburg)
Leistungsfähigkeit der
Bildungssysteme
Die OECD-Studie gibt Aufschluss darüber,
wer sich am Bildungswesen beteiligt, was
dafür aufgewendet wird, wie Bildungssysteme operieren und welche Ergebnisse sie
erzielen.
Di. 10:15 – 13:15
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 01 BE2 - 140/142
24. Kongress der DGfE
Unterschiedliche Welten der Meritokratie?
Schulische Leistungsbeurteilung und Gerechtigkeit
in Deutschland, Schweden und England
Prof. Dr. Florian Waldow (Berlin)
Unterschiedliche Welten der
Meritokratie? Schulische
Leistungsbeurteilung und
Gerechtigkeit in Deutschland,
Schweden und England
Prof. Dr. Florian Waldow
(Berlin),
Kathleen Falkenberg,
M.A. (Berlin),
Fanny Oehme, M.Sc. (Berlin),
Bettina Vogt, Dipl.-Päd.
(Växjö/Kalmar)
■ In Gesellschaften, die dem meritokratischen Leitideal
folgen, bestimmen Bildungszertifikate ganz wesentlich
über die Verteilung von Lebenschancen. Damit dieser
Verteilungsprozess von den Betroffenen als legitim wahrgenommen wird, muss das System der schulischen
Leistungsbeurteilung gewissen Gerechtigkeitsnormen
folgen. Was als gerecht gilt, ändert sich jedoch im
Laufe der Zeit und unterscheidet sich außerdem zwischen
verschiedenen nationalen Kontexten sowie zwischen
verschiedenen Akteursgruppen (Lehrkräfte verschiedener
Schulformen und -typen, Schüler_innen, Bildungsadministrator_innen und -evaluator_innen) innerhalb der nationalen Kontexte.
Im Forschungsforum sollen erste Ergebnisse der Arbeit
einer Nachwuchsgruppe präsentiert werden, die sich mit
der Untersuchung dieser Entwicklungen und Unterschiede
vermittels qualitativer Methoden beschäftigt. Die Gruppe
ist an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt und
wird im Emmy-Noether-Programm der DFG gefördert.
124
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 02 BE2 - 144
Ganztagsschule in Deutschland –
aktuelle Situation, Qualität und Wirkungen
Dr. Natalie Fischer (Frankfurt),
Dr. Ariane S. Willems (Dortmund)
Ganztagsschule in Deutschland – Ergebnisse einer
Schulleitungsbefragung im
Jahre 2012
Dr. Natalie Fischer
(Frankfurt am Main),
Dr. Ariane S. Willems
(Dortmund)
Angebotsqualität und -wirkung
als sozialer Ko-Konstruktionsprozess
Stephan Kielblock (Gießen)
Angebotsqualität und individuelle Wirkungen in der
Primarstufe (StEG-P)
Stephan Jarsinski (Dortmund),
Lea Spillebeen (Dortmund),
Dr. Ariane S. Willems
(Dortmund)
Ganztagsschule und
Schullaufbahn (StEG-A)
Bettina Arnoldt (München),
Dr. Christine Steiner
(München),
Peter Furthmüller (München)
■ Der Ausbau von Ganztagsschulen in Deutschland stellt
eine der umfassendsten Reformen des Bildungssystems
des letzten Jahrzehnts dar. Die Studie zur Entwicklung
von Ganztagsschulen (StEG) begleitet den Ausbauprozess
von Ganztagsschulen seit 2005 empirisch. Der massiven
Veränderung der Ganztagsschullandschaft wurde mit der
Erhebung repräsentativer Schulleitungsdaten im Jahr 2012
entsprochen. Zudem beinhaltet StEG vier Teilstudien, die
sich intensiv mit der Qualität von Ganztagsangeboten und
leistungsbezogenen, motivational-affektiven und sozialen
Wirkungen der Teilnahme am Ganztag auf Bildungsverläufe befassen. Das Forschungsforum dient dem Austausch und der Diskussion erster Ergebnisse der Studien,
die allesamt eine längsschnittliche Perspektive aufweisen.
StEG ist dabei innovativ, da papierbasierte Befragungsund Testverfahren um computergestützte Instrumente
und telefonische Befragungen sowie einen qualitativen
Zugang und Interventionsanteile erweitert werden.
Leseförderung in der Ganztagsschule – Vorstellung eines
Interventionsprogrammes für
die Sekundarstufe I (StEG-S)
Désirée Theis (Frankfurt),
Markus Sauerwein (Frankfurt)
125
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 03 BE2 - E42
24. Kongress der DGfE
Unterrichtsstörungen –
Entstehung, Prävention und Intervention
Prof. Dr. Doris Kunz Heim (Brugg),
Dr. Anita Sandmeier (Brugg)
Evaluation des InSSel-Programms – eine Intervention
bei Unterrichtsstörungen
Prof. Dr. Markus P.
Neuenschwander
(Solothurn)
Drei Videostudien zum
Einfluss des methodischdidaktischen Settings auf
Unterrichtsstörungen
PD Dr. Alexander Wettstein
(Bern)
Unterrichtsstörungen sicher
begegnen – ein verhaltenspsychologisches Training zum
Umgang mit schwierigem
Verhalten von Schülerinnen
und Schülern
Dr. Annette Cina (Freiburg),
Dr. Yves Hänggi (Freiburg),
Prof. Dr. Doris Kunz Heim
(Brugg),
Dr. Anita Sandmeier Rupena
(Brugg)
Auswirkungen der Weiterbildung „Unterrichtsstörungen
sicher begegnen‟ auf die
Lehrperson-Schüler-Beziehung
Dr. Anita Sandmeier Rupena
(Brugg),
Prof. Dr. Doris Kunz Heim
(Brugg),
Dr. Annette Cina (Freiburg),
Dr. Yves Hänggi (Freiburg)
■ In der Arbeitsgruppe werden Befunde aus drei
Studien berichtet, welche die unterschiedlichen Ursachen
von schwierigem Schülerverhalten im Fokus haben.
Im Rahmen der Studien wird einerseits das Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren im didaktischmethodischen Setting analysiert und es werden andererseits Programme evaluiert, die präventiv auf Ursachen
von Unterrichtsstörungen einwirken. Anhand der Ergebnisse werden in der Arbeitsgruppe Schlussfolgerungen
zur Klassenführung im Unterricht und zur Lehrerbildung
diskutiert.
In verschiedenen Untersuchungen erwiesen sich Disziplinprobleme als wichtiger Belastungsfaktor für Lehrpersonen.
Zu diesem Resultat kamen bereits Kyriacou & Sutcliffe
(1978), aber auch neuere Studien bestätigen den Befund
(Clunies-Ross, Little & Kienhuis, 2008; Kokkinos, 2007).
Diese Belastung kann langfristig zu berufsbedingten
Beanspruchungsfolgen wie z. B. Burnout führen (Friedman, 2006), wenn sie nicht durch genügend Ressourcen
bewältigt und ausbalanciert werden.
Soziale Bewegungen und Pädagogische Forschung
Prof. Dr. Susanne Maurer (Marburg),
Prof. Dr. Meike Sophia Baader (Hildesheim),
Prof. Dr. Ingrid Miethe (Gießen)
Soziale Bewegungen
erforschen
Prof. Dr. Susanne Maurer
(Marburg),
Prof. Dr. Meike Sophia Baader
(Hildesheim),
Prof. Dr. Ingrid Miethe
(Gießen)
Zwischen Bewegung und
Formfindung – ein Fallbeispiel
aus der „Offenen Arbeit‟ in
der DDR (1980er Jahre)
Anne Stiebritz, M.A. (Jena)
Geschlechtsspezifische
Erziehung im Kontext der
Kinderladen-Bewegung
Beate Ronneburger, M.A.
(Hildesheim)
Sexualaufklärung im Kontext
der Kinderladen-Bewegung
Christin Sager, M.A.
(Hildesheim)
Körper in Sozialer Bewegung. Bildungsbiografien von
Mitgliedern der Frankfurter
Sponti-Szene
Dipl.-Päd. Nils Greiten
(München)
Die Anti-Atom-Bewegung
– klassenübergreifend oder
bildungsbürgerlich?
Jana Ballenthien, M.A.
(Göttingen)
126
Mi. 10:15 – 12:45 Forschungsf. FF 04 DOR24 - Fritz-Reuter
■ Das Forschungsforum diskutiert die Frage, welche
Bedeutung die Auseinandersetzung mit Sozialen Bewegungen für die Pädagogik haben könnte. So bringen
Soziale Bewegungen selbst auch „neue Pädagogiken“
hervor (dies wird im Forum etwa am Beispiel der Kinderladen-Bewegung oder der ‚Offenen Arbeit‘ im Kontext
der Evangelischen Kirche der DDR diskutiert) und stellen
einen Kontext für durchaus eigensinnige Bildungsprozesse
dar (die sich nicht zuletzt in spezifischen Körpererfahrungen zeigen). Das Forum stellt Hypothesen und Erträge
eines neuen Forschungsnetzwerks zur Diskussion; neben
den Organisatorinnen bringen Nachwuchswissenschaftler_innen ihre Forschungsbefunde und Analysen in sechs
Kurzvorträgen in den gemeinsamen Reflexionsraum ein.
Insgesamt soll das spezifische Potential einer pädagogischen Bewegungsforschung ausgelotet werden (z. B. neue
methodische Zugänge zur Erforschung fluider Gebilde und
Prozesse), die nicht zuletzt auch als Bildungstheorie/
-philosophie verstanden werden kann.
Soziale Bewegungen als
Räume für Bildungsprozesse
Benjamin Bunk, M.A. (Jena)
127
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 05 DOR24 - 1.102
24. Kongress der DGfE
„Elite“ und „Exzellenz“ im deutschen Bildungswesen:
Diskurse und Akteursperspektiven
Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger (Halle/Saale),
Prof. Dr. Georg Breidenstein (Halle/Saale)
Exzellenz. Zur Genealogie
einer Rationalität des
Bildungssystems.
Prof. Dr. Ulrich Bröckling
(Freiburg),
Dr. Tobias Peter (Freiburg)
Argument, Vorwurf, Tabu? —
„Elitebildung‟ in Diskursen
um die Grundschulwahl.
Prof. Dr. Georg Breidenstein
(Halle/Saale),
Anna Roch (Halle/Saale),
Dr. Jens-Oliver Krüger
(Halle/Saale)
Exzellenz und Elite aus der
Perspektive von Jugendlichen
und ihren Peers.
Prof. Dr. Heinz-Hermann
Krüger (Halle/Saale),
Catharina Kessler
(Halle/Saale),
Ariane Otto (Halle/Saale),
Dr. Anne Schippling
(Halle/Saale)
Diskutant
Prof. Dr. Norbert Ricken
(Bremen)
In diesem Forschungsforum sollen erste Ergebnisse zu
den Diskursen über und Akteurperspektiven auf Elite und
Exzellenz aus einigen Forschungsprojekten der DFGForschergruppe „Mechanismen der Elitebildung im
deutschen Bildungssystem“ vorgestellt werden, die sich
mit dem genannten Desiderat auseinandersetzen.
128
Forschungsforen FF 06 DOR24 - 1.201
Daten sammeln und aufbereiten, Codieren und
Kategorisieren – Codiersoftware, Datenbanken und
virtuelle Forschungsumgebungen in historischen
Forschungsprojekten
Prof. Dr. Sabine Reh (Berlin),
Dr. Joachim Scholz (Berlin)
■ Exzellenzinitiativen, Exzellenzcluster, Eliteuni-
versitäten, Prime-Gymnasien, Hochbegabtenförderung,
Kampf um die besten Köpfe etc.: Derartige Begriffskonstruktionen im semantischen Umfeld von Elite und
Exzellenz sind inzwischen geläufig. Um die semantischen
Felder „Elite“ und „Exzellenz“ etabliert und modelliert
sich derzeit ein Feld von Auseinandersetzungen, Abgrenzungen, Identifizierungen und Verheißungen. Nicht allein
bildungspolitische, wissenschaftliche und feuilletonistische Verständigungen, auch institutionelle Anbindungen und diskursive Besetzungen sprechen von der
Relevanz unabgeschlossener und uneinheitlicher Markierungen um „Elite“ und „Exzellenz“.
Mi. 10:15 – 12:45
Einsatz der QDA-Software
Atlas.ti in historischen Forschungsprojekten. Konkretisiert anhand einer Untersuchung des Professionswissens
über Schüler in der Lehrerzeitschrift „Die Unterstufe‟
Michaela Vogt (Würzburg)
Daten sammeln und aufbereiten, Codieren und Kategorisieren – Datenbanken und nützliche Software in historischen
Forschungsprojekten
Christoph Schindler
(Frankfurt am Main)
Netzwerkanalysen in der
historisch-vergleichenden
Bildungsforschung
Patrick Ressler (Berlin)
Kodierung und Kartierung
großer Datenmengen: Schülerzeitungen der 1950er und
60er Jahre
Markus Gippert (Berlin),
Marcel Kabaum (Berlin)
■ Die IT-Entwicklung der letzten Jahre hat die Nutzungs-
möglichkeiten großer Quellenbestände in der historischen
Forschung stark verändert, sie hat Historiker_innen aber
auch vor neue forschungspraktische Herausforderungen
gestellt. So sind die quellennahe Kodierung und Kategorisierung von umfangreichem Text- und Bildmaterial oder
auch die Analyse des Wandels textlicher Phänomene,
z. B. von Begründungsfiguren oder Metaphern, mit Hilfe
weiter entwickelter Software nun leichter umsetzbar.
Gleichzeitig ist aber schon die Auswahl einer Datenbank,
die die Kompatibilität von Erkenntnisinteresse und
Umsetzungsmöglichkeiten gewährt, sich unvorhersehbaren Entwicklungen in der Forschungsarbeit anpassen
lässt und eine Verschiebung des Forschungsinteresses
zulässt, ein schwieriger Prozess. In diesem Forschungsforum sollen anhand verschiedener DFG-Projekte Möglichkeiten, Probleme und Lösungsvorschläge der softwaregestützten Datenstrukturierung und -analyse vorgestellt
und diskutiert werden.
129
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 07 DOR24 - 1.204
24. Kongress der DGfE
Schulpädagogische Konstruktionen des Kindes
Prof. Dr. Margarete Götz (Würzburg),
Prof. Dr. Friederike Heinzel (Kassel)
Einführung in das Forschungsforum: Schulpädagogische
Konstruktionen des Kindes
Prof. Dr. Friederike Heinzel
(Kassel)
Professionswissen über Schulkinder in der Lehrerzeitschrift
„Die Unterstufe‟
Michaela Vogt (Würzburg)
Konstruktionen des Kindes in
den Erstlesefibeln der DDR
Dr. Verena Stürmer
(Würzburg)
Gleichförmigkeiten und
Varianzen in der unterstufenpädagogischen Reflexion über
das Kind
Prof. Dr. Margarete Götz
(Würzburg)
Kindheitsvorstellungen von
Lehrpersonen und generationale Ordnungen
Dr. Sarah Alexi
(Kassel/Hamburg)
Schulkindheit in der Vorstellung von Kindern – kollektive
Orientierungsmuster und
soziale Wissensbestände
Rita Fürstenau (Kassel)
Das partizipierende Kind –
schulpädagogische Entwürfe
und Praktiken
Ilka Hutschenreuter (Kassel)
■ Schulpädagogisches Denken der Vergangenheit, der
Gegenwart und wohl auch der Zu-kunft operiert stets mit
Vorstellungen über das Kind, die sich mit ihren deskriptiven wie präskriptiven Aussagen in einem breiten Spektrum bewegen. Anthropologische und psy-chologische
Annahmen über die kindliche Natur und deren Entwicklung, soziologische Aussagen über die gesellschaftlichen
Bedingungen des Aufwachsens von Kindern sind ebenso anzutreffen wie individuell oder kollektiv geprägte
Zukunftsbilder des Kindes. Je nach schulpädagogischer
Position wird das Kind als passiver Adressat, als lernwillige
Persönlichkeit, als Opfer oder auch als Akteur unterrichtlichen Handelns wahrgenommen.
Das Forschungsforum greift diese Thematik in historischer
und aktueller Absicht auf. Das geschieht zum einen historisch in Konzentration auf die Schule in der ehemaligen
DDR. Zum anderen werden Forschungsergebnisse vorgestellt, die aktuelle schulpädagogische Vorstellungen vom
Kind und von Kindheit rekonstruieren.
Mi. 10:15 – 12:45
Transfer und Implementierung der PIAAC-Ergebnisse
Prof. Dr. Rudolf Tippelt (München),
Prof. Dr. Josef Schrader (Bonn)
Programme for the International Assessment of Adult
Competencies (PIAAC)
Prof. Dr. Beatrice Rammstedt
(Mannheim)
Competencies in Later Life
(CiLL) – die PIAAC-Studie
für Ältere
Johanna Gebrande (München),
Dr. Jens Friebe (Bonn)
Die PIAAC-Studie – Erwartungen und Herausforderungen
für Politik und Wissenschaft
Dr. Jean-Paul Reeff
(Frankfurt am Main)
Bedeutung der PIAACErgebnisse für die Praxis
der Weiterbildung
Prof. Dr. Klaus Meisel
(München)
■ Die Ergebnisse des OECD-geförderten Programme for
the International Assessment of Adult Competencies
(PIAAC) wurden im Oktober 2013 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. In der 2011/12 durchgeführten Erhebung
wurden die Kompetenzen in den Bereichen Lesen, Alltagsmathematik und Problemlösen im Kontext neuer Technologien von über 5.000 Erwachsenen im Alter zwischen
16 und 65 Jahren erfasst. Die Stichprobe wurde in einer
nationalen Ergänzungsstudie Competencies in Later Life
(CiLL) auf die 66- bis 80-Jährigen ausgeweitet.
Ziel des Forschungsforums ist es, Möglichkeiten zu
diskutieren, wie die Ergebnisse sinnvoll in Politik und
Praxis transferiert und implementiert werden können.
Es geht also um folgende Fragen: Wie ist mit solchen
Daten umzugehen? Welche Probleme und Fragen ergeben
sich für die politische Steuerung? Welche Herausforderungen ergeben sich für die pädagogische Praxis? Und welche
Empfehlungen kann die Wissenschaft formulieren?
Diskutantinnen
Prof. Dr. Maike Baader
(Hildesheim),
Prof. Dr. Maria Fölling-Albers
(Regensburg)
130
Forschungsforen FF 08 DOR24 - 1.205
131
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 09 DOR24 - 1.308
24. Kongress der DGfE
Inklusion von Kindern mit Behinderungen in der Kindertagesbetreuung: ein Blick in europäische Nachbarländer
Dr. Tina Gadow (München),
Dr. Mike Seckinger (München)
Inklusion von Kindern mit Behinderungen in Kindertageseinrichtungen in Deutschland:
Ergebnisse der DJI-Kita-Studie
2012
Dr. Tina Gadow (München)
The „Italian mode‟ of full
inclusion in kindergarten
(3-6 age)
Prof. Dr. Lucia Chiappetta
Cajola (Rom)
Inclusive childhood education
and care in Slovenia with an
emphasis on early childhood
education
Prof. Natalija Vovk-Ornik
(Ljubljana),
Prof. Stanka Gruden
(Ljubljana),
Prof. Jasna Bregar Kranèan
(Ljubljana)
Inclusive daily childcare
services for children with
disabilities in England: review
of conditions, standards and
practice
Dr. Cristina Devecchi
(Northampton),
Helen Trory (Northampton),
Jane Murray (Northampton)
Diskutant
Dr. Mike Seckinger (München)
132
Forschungsforen FF 10 DOR24 - 1.401
Lebensstrategien von Familien in marginalisierten
Stadtteilen
Prof. Dr. Thomas Geisen (FH Nordwestschweiz),
Prof. Dr. Christine Riegel (Freiburg),
Prof. Dr. Erol Yildiz (Klagenfurt),
Prof. Dr. Barbara Stauber (Tübingen),
Lalitha Chamakalayil (Freiburg),
Gwendolyn Gilliéron (FH Nordwestschweiz),
Sevda Günes (FH Nordwestschweiz),
Miriam Hill (Klagenfurt),
Elvisa limagic (Klagenfurt),
Dr. Safiye Yıldız (Tübingen)
■ Inklusion von Kindern mit Behinderungen in Kinder-
tageseinrichtungen ist ein Thema, das aufgrund von
gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen zunehmend in den Fokus gerät. In diesem Forschungsforum
werden die Ergebnisse aus einer bundesweiten Repräsentativerhebung bei Kindertageseinrichtungen und einer
qualitativ angelegten europäischen Vergleichsstudie mit
Beiträgen aus ausgewählten EU-Mitgliedsstaaten unter
der Perspektive der Inklusion von Kindern mit Behinderungen in Kindertageseinrichtungen vorgestellt. Ziel ist es
darzulegen, wie Inklusion von Kindern mit Behinderungen
in Kindertageseinrichtungen gestaltet, wie das gemeinsame Lernen und Aufwachsen von Kindern mit und ohne
Behinderung gelingen kann und welche gesellschaftlichen
und strukturellen Hemmnisse Inklusion erschweren.
Auf der Grundlage des Ländervergleichs lässt sich ausloten, welche Perspektiven und Grenzen für Inklusion von
Kindern mit Behinderungen in der Kindertagesbetreuung
bestehen und wo sie gezogen werden.
Mi. 10:15 – 12:45
Lebensstrategien von Familien
in marginalisierten Stadtteilen
Prof. Dr. Thomas Geisen
(FH Nordwestschweiz),
Prof. Dr. Christine Riegel
(Freiburg),
Prof. Dr. Erol Yildiz
(Klagenfurt),
Prof. Dr. Barbara Stauber
(Tübingen),
Lalitha Chamakalayil
(Freiburg),
Gwendolyn Gilliéron
(FH Nordwestschweiz),
Sevda Günes
(FH Nordwestschweiz),
Miriam Hill (Klagenfurt),
Elvisa Selimagic (Klagenfurt),
Dr. Safiye Yıldız (Tübingen)
■ Das Leben von Familien, denen ein Migrationshinter-
grund zugeschrieben wird und die in marginalisierten
Stadtteilen leben, erfolgt vielfach unter erschwerten
ökonomischen und sozialen Bedingungen. Sie entwickeln
spezifische Lebensstrategien um ihr Leben zu bewältigen.
Ziel des Forschungsprojektes ist es, Lebensstrategien
qualitativ und komplementär im internationalen Kontext
zu untersuchen. Fokussiert werden Bildungs- und Erwerbsstrategien. Es wird gefragt, über welche Ressourcen
Familien verfügen, welche Strategien sie vor dem Hintergrund unterschiedlicher lokaler, gesellschaftlicher und
politischer Kontexte entwickeln und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede im internationalen Kontext festzustellen sind. Dabei werden sowohl kollektive familiäre
Strategien als auch Perspektiven einzelner Familienmitglieder in ihrer intergenerationalen und geschlechterbezogenen Dynamik analysiert. Die Studie wird in Freiburg
und Stuttgart (D), Klagenfurt (A) und Basel (CH) durchgeführt.
133
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 11 DOR24 - 1.402
24. Kongress der DGfE
KÖRPerFORSCHEN. Theoriesystematische Bezüge –
method(olog)ische Herausforderungen
Veronika Magyar-Haas (Zürich),
Rebecca Morgen (Zürich)
KÖRPerFORSCHEN. Theoriesystematische Bezüge –
method(olog)ische
Herausforderungen
Rebecca Morgen
(Zürich),
Veronika Magyar-Haas
(Zürich)
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 12 DOR24 - 1.403
FORSCHUNGSWERKSTATT Herrschaftskritik als Bildungsforschung. Subjektivierungstheoretische Zugänge
Prof. Dr. Paul Mecheril (Oldenburg),
Andrea J. Vorrink, Dipl.-Päd. (Zürich),
Susanne Arens, Dipl.-Päd. (Oldenburg)
■ Anhand interdisziplinärer, körper-/leibtheoretischer
Ansätze sowie empirischen Materials werden
method(olog)ische Problematiken bei der Erforschung
von Körperlichkeit und Leiblichkeit verhandelt. Dabei soll
die Tragweite der analytischen Differenzierung von Leib/
Körper, die in phänomenologischen (leibliche Wahrnehmung) oder poststrukturalistischen (Körper als diskursiv
Geformtes) Theorien vorgenommen wird, für erziehungswissenschaftliche Zusammenhänge entlang folgender
Fragen diskutiert werden:
Inwiefern lassen sich die beiden, miteinander scheinbar
inkompatiblen theoretischen Richtungen der Phänomenologie und des Poststrukturalismus (Jager 2004)
zusammendenken?
Ausgehend von der Reproduktion und Subversion sozialer
Praktiken am, mit und über Körper rücken weitere Überlegungen zu sprechenden Körpern sowie zur Versprachlichung von sprachlos sprechenden Leibern in den Fokus:
Perspektiven einer subjektivierungstheoretischen Bildungsforschung als Herrschaftskritik
Prof. Dr. Paul Mecheril
(Oldenburg)
Interpretative Arbeit am
empirischen Material
Susanne Arens, Dipl.-Päd.
(Oldenburg)
Rekapitulation der
interpretativen Praxis
Andrea J. Vorrink, Dipl.-Päd.
(Zürich)
Vorschläge zu empirischem
Material bitte bis 16.02. an
[email protected]
■ Subjektivierungstheoretische Bildungsforschung als
Herrschaftskritik richtet ihr Erkenntnisinteresse auf
unterwerfende und ermöglichende Strukturen, in denen
Individuen zu Subjekten werden, die Bedingungen der
Möglichkeit würdevollerer Handlungs- und Seinsweisen
sowie jene Praxen und Bildungskontexte, die einen Beitrag
zur Schwächung (differenziell) beschränkender Strukturen
leisten. Nach einer einleitenden Skizze und Diskussion
methodologischer Perspektiven wird im Forum eine
gemeinsame Interpretation von zwei empirischen Materialausschnitten (wie Transkripte) im Mittelpunkt stehen.
Einige methodologische Fragen leiten die anschließende
Reflexion der Interpretation an: Wie können Resignifikationsprozesse empirisch (re-)konstruiert werden? Wie sieht
das Verhältnis politischer und erkenntnisgenerierender
Motive kritischer Forschung aus? Welche methodologischen Konsequenzen resultieren aus dem Bildungs-,
welche aus dem Subjektivierungsbegriff? (emp. Materialbeiträge erbeten, vgl. li.)
Wie lässt sich die Frage nach der „Sprachlosigkeit“ von
verkörperten Differenzpraktiken (Butler 2006) verhandeln?
134
135
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Springer VS Pädagogik
Der wachsende Innovations- und Konkurrenzdruck veranlasst viele gewerbliche und sozialwirtschaftliche Unternehmen, sich gezielt und schnell zu
verändern. In diesem OE-Lehrbuch werden Prinzipien und Strategien für
die Gestaltung des komplexen Prozesses dargestellt. Grundlage bildet ein
systemisch-ressourcenorientierter Ansatz mit dem Ziel, Problemlösekompetenzen und Selbstorganisationsprozesse in Organisationen zu fördern. Im
Interesse einer Balance zwischen Theorie und Praxis enthält das Buch zahlreiche Fallbeispiele, Übungen und Materialien. Damit leistet das Buch einen
wichtigen Beitrag zur Professionalisierung dieses Beratungsfeldes.
1
Der Inhalt
Organisationsentwicklung
• Rahmenbedingungen einer Organisationsentwicklung
(z.B. Auftragsklärung und Prozessarchitektur)
• Organisationsentwicklung als Förderung von Problemlöseund Selbstorganisationsprozessen
• Startszenarien einer Organisationsentwicklung
(z.B. Workshops und Großgruppenverfahren)
• Projektmanagement als Kern organisationaler Veränderungsstrategien
• Teamentwicklung
• Optimierung von Ablaufprozessen (Prozessmanagement)
• Wissensorganisation und Kompetenzentwicklung
• Coaching von Führungskräften als OE- Strategie
• Moderation und Mediation bei Konflikten in Organisationen
Die Zielgruppen
• (externe und interne) OE-BeraterInnen
• Führungskräfte
• Arbeits- und OrganisationspsychologInnen
• ProjektmanagerInnen
Die Autoren
Christiane Schiersmann ist Professorin für Weiterbildung und Beratung an der
Universität Heidelberg.
Heinz-Ulrich Thiel ist OE-Berater und Supervisor und war an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen in Forschung und Lehre
im Schwerpunkt ‚Beratung’ tätig.
Christiane Schiersmann
Heinz-Ulrich Thiel
Organisationsentwicklung
Prinzipien und Strategien von
Veränderungsprozessen
4. Auflage
Der Inhalt
Die Zielgruppen
• ErziehungswissenschaftlerInnen
• SozialwissenschaftlerInnen
• KulturwissenschaftlerInnen
• HumanwissenschaftlerInnen
Die Herausgeber
Dr. Christoph Wulf ist Professor für Anthropologie und Erziehung an der Freien Uni-
versität Berlin.
Dr. Jörg Zirfas ist Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogische Anthropologie an der Universität zu Köln.
ISBN 978-3-531-18166-0
1
Das ‚Kompendium Kinder- und Jugendhilfe‘ erfüllt alle Erfordernisse und Bedürfnisse derer, die in Theorie und Praxis, Forschung und Lehre, Organisation und
Politik Kinder- und Jugendhilfe denken, machen und verantworten, eine aktuelle,
umfassende und verlässliche Informationsbasis brauchen. In seinem umfassenden
Zugang zu den Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe, ihren Aufgaben, Funktionen, den Fachkräften und Kooperationsbeziehungen und mit weiterführenden
Erörterungen der Lebenslagen und Lebensorte der Adressaten und Adressatinnen und ihrer Rechte spiegelt dieses neue Handbuch den Bedeutungszuwachs der
Kinder- und Jugendhilfe für das Aufwachsen junger Menschen und deren Familien.
Der Expansion und Ausdifferenzierung der Kinder- und Jugendhilfe wird konsequent Rechnung getragen, indem die einzelnen Beiträge in der Summe vielfältige
Analysen zu Interventionsanlässen, Handlungsgrundlagen und Verfahren vorstellen.
Mit einer grundlegenden Fundierung ihrer theoretischen Ansätze und empirischen
Untersuchungen und aus einer interdisziplinären Perspektive zu Grundlagen, Herausforderungen und politischen Rahmenbedingungen der Kinder- und Jugendhilfe nimmt das ‚Kompendium‘ Kinder- und Jugendhilfe als unverzichtbaren
sozialstaatlichen Akteur ernst - herausgegeben und verfasst von den aktuell maßgeblichen Fachvertretern und Fachvertreterinnen, Experten und Expertinnen aus
Wissenschaft und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe.
Handbuch
Pädagogische
Anthropologie
Die Zielgruppen
• Studierende und Dozierende der Sozialpädagogik und Sozialen Arbeit an
Universitäten und Fachhochschulen
• PraktikerInnen in der Kinder- und Jugendarbeit
Die Herausgeberin
Dr. Karin Böllert ist Professorin für Erziehungswissenschaft am Institut für Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Sozialpädagogik der Westfälischen WilhelmsUniversität Münster und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und
Jugendhilfe, AGJ.
ISBN 978-3-531-18530-9
9
9
1
Der Inhalt
Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe · Aufgaben und Funktionen · AdressatInnen · Lebenslagen und Lebensorte von Kindern und Jugendlichen · Fachkräfte ·
Interventionsanlässe · Rechte · Handlungsgrundlagen und Verfahren · Kooperationen · Theoretische Positionen · Forschung · Politische Rahmenbedingungen · Perspektiven
What and who gets published?
Publication patterns in leading
German, English, European
and US journals of education
Hubert Ertl (Oxford),
Klaus Zierer (Oldenburg)
How can similarities and differences in publication patters
be explained? Comments and
insights from journal editors:
Zeitschrift für Pädagogik
(Germany)
Rudolf Tippelt (München)
Oxford Review of Education
(England)
Ingrid Lunt (Oxford)
Karin Böllert Hrsg.
Kompendium Kinder- und Jugendhilfe
Pädagogische Menschenbilder
Zugänge
Körper
Soziales
Zeit
Raum
Kultur
Subjekt
Grenzen
Perspektiven pädagogischer Anthropologie
Kompendium Kinder- und Jugendhilfe
Christoph Wulf
Jörg Zirfas Hrsg.
Handbuch Pädagogische Anthropologie
•
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•
•
•
4., überarb. u. akt. Aufl. 2014.
ca. 380 S. Br.
€ (D) ca. 29,99 | € (A) ca. 30,83 |
*sFr 37,50
ISBN 978-3-658-03484-9
Böllert Hrsg.
Der Mensch bildet das Maß der Pädagogik. Denn Erziehung, Bildung und Sozialisation basieren auf expliziten und impliziten Annahmen über den Menschen.
Diese ermöglichen pädagogische Deutungen, Orientierungen und Legitimationen.
Insofern ist die Frage nach dem Menschen für die Pädagogik zu allen Zeiten relevant. Mit ihr kommt in den pädagogischen Blick, was für den Menschen möglich
und was für ihn notwendig ist. In einer durch Homogenisierung und kulturelle
Diversität bestimmten globalisierten Welt verändern sich diese Menschenbilder
grundlegend. Die Bedeutung dieser Veränderungen im Hinblick auf pädagogische
Sachverhalte zu erforschen, ist eine zentrale Aufgabe Pädagogischer Anthropologie
und der in ihrem Rahmen entwickelten Zugänge zum Menschen und seinen Beziehungen zur Welt. Das ‚Handbuch Pädagogische Anthropologie‘ zeigt, wie sich das
Themenfeld im Dialog mit den Forschungen zur Hominisation, historischen Anthropologie, Kulturanthropologie, philosophischer und ästhetischer Anthropologie
entwickelt. Ziel ist es, den Themenkomplex erstmals grundlegend und umfassend
zu erschließen.
Management-Wissen kompakt
4., völlig überarb. Aufl. 2013.
XIV, 295 S. 62 Abb. Br.
€ (D) 19,99 | (A) 20,55 |
*sFr 25,00
ISBN 978-3-531-17944-5
Wulf · Zirfas Hrsg.
Handbuch Pädagogische Anthropologie
4. Aufl.
Handlungswissen
Schriftsprach-Unterricht
Soziologische Texte
und Theorien verstehen
2013. VI, 150 S. Br.
€ (D) 19,99 | € (A) 20,55 |
*sFr 25,00
ISBN 978-3-531-18441-8
783658 034849
Kompendium
Kinder- und
Jugendhilfe
European Journal of Education
(Europe)
Richard Desjardins
(Aarhus)
783531 185309
783531 181660
Überblick zur
Kindermedienforschung
2013. 500 S. Br.
€ (D) 39,99 | € (A) 41,11 |
*sFr 50,00
ISBN 978-3-531-18263-6
Perspektiven
Pädagogischer Anthropologie
2014. ca. 480 S. Br.
€ (D) 59,99 | € (A) 61,67 |
*sFr 75,00
ISBN 978-3-531-18166-0
Forschungsforen FF 13 DOR24 - 1.404
What and who gets published and why? –
Explaining publication patterns in leading national
and international journals in education
Hubert Ertl (Oxford),
Klaus Zierer (Oldenburg)
ISBN 978-3-658-03484-9
9
Mi. 10:15 – 12:45
Für alle, die Kinder- und
Jugendhilfe denken,
machen und verantworten
2014. 700 S. 40 Abb. in Farbe. Br.
€ (D) ca. 59,99 | € (A) ca. 61,67 |
*sFr ca. 75,00
ISBN 978-3-531-18530-9
Comparative Education Review
(USA)
David Post
(Penn State University)
Diskutant
David Phillips (Oxford)
■ This session is based on the research conducted in two
DFG (German Research Association)-funded projects that
analysed all articles published in 14 leading journals of
education between 2001 and 2010. The work covered over
4000 articles and analysed authors, methods and themes
of papers. The analysis included 3 German, 3 English,
4 European and 4 USA journals.
The descriptive results of the projects demonstrate clear
differences in terms of thematic and methodological focus
of papers published in the different journals and how
specific and national publication patterns have developed
over time.
In the first part of the proposed session key publication
patterns and developing trends in different national contexts will be introduced. In the second part these findings
will be discussed by the editors of four leading journals
(1 German, 1 English, 1 European, 1 US journal) in order to
develop explanations for the predominantly descriptive
results produced by the two research projects.
€ (D) sind gebundene Ladenpreise in Deutschland und enthalten 7% MwSt. € (A) sind gebundene Ladenpreise in Österreich und enthalten 10% MwSt. Die mit * gekennzeichneten Preise
sind unverbindliche Preisempfehlungen und enthalten die landesübliche MwSt. Preisänderungen und Irrtümer vorbehalten.
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tel +49 (0)6221 / 3 45 – 4301
137
Mittwoch
Schiersmann · Thiel
Organisationsentwicklung
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 14 DOR24 - 1.405
Digital Media and Education. The role of media
in the daily lives of marginalized young people in Brazil,
Russia, India, and Europe
Prof. Dr. Christoph Wulf (Berlin),
Dr. Nino Ferrin (Berlin),
Dr. Michalis Kontopodis (Amsterdam),
Martin Bittner (Berlin)
Theoretical introduction –
Digital Media and Education
Prof. Dr. Christoph Wulf
(Berlin),
Dr. Nino Ferrin (Berlin),
Dr. Michalis Kontopodis
(Amsterdam)
Transnational, Multimodal,
Meta-reflective, Participatory:
Exploring the Future of
Education with HyperMedia
and Social Networks
Dr. Christos Varvantakis
(Berlin/Kreta),
Dr. Michalis Kontopodis
(Amsterdam),
Prof. Dr. Manolis Dafermos
(Kreta),
Prof. Dr. Sofia Triliva (Kreta)
Using multimedia at school:
the view of Brazilian students
from underprivileged communities
Prof. Dr. Fernanda Liberali
(São Paulo),
Prof. Dr. Maria Cecilia
Magalhaes (São Paulo),
Prof. Dr. Norval Baitello
(São Paulo)
■ Research on digital media is booming. However, the
methodological aspects of research projects focusing on
youth and learning via digital technologies in different
areas of the world are not dealt with sufficiently in the
literature. Qualitative research that explores the use of
digital technologies by young people from around the
globe as seen from the young people´s perspectives is
limited. The Forum will discuss the interdisciplinary
research project ‘DIGIT-M-ED’, a Marie Curie People’s
Program research staff exchange project which concerns
the social, cultural, media-analytical, and educational
dimensions of digital media practices. Project groups from
the participating countries (Brazil, India, Russia, England,
Germany, and Greece) will present different approaches –
as (post-)Vygotskian learning and developmental research,
multi-modal analysis of digital technologies, and anthropological investigations with young people – for collecting,
comparing, and contrasting data.
Digital Media in the Education
of Children with Special Needs
Dr. Natalya Ulanova (Moskau),
Dr. Olga Rubtsova (Moskau),
Prof. Dr. V.V. Rubtsov
(Moskau),
Dr. L.S. Kuravsky (Moskau)
138
Diskutantin
Dr. Anja Kraus (Växjö)
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 15 DOR24 - 1.406
The potential of videography in comparative education
Dr. Bettina Fritzsche (Berlin),
Dr. Juliane Lamprecht (Erlangen)
Using Video to Study Teachers‘ Embodied Pedagogical
Practices: Implications of
Work on the Sociology of the
Body for Visual Research on
Teaching and Learning
Professor Dr. Josef Tobin
(Arizona)
Greek young people‘s use of
(youtube) video in order to
express their concerns, critisisms and fears in regard to
the economic crisis there.
Dr. Christos Varvantakis
(Kreta),
Assitant Professor Dr. Michalis
Kontopodis (Amsterdam)
To see, what one‘s seeing and
the role of context knowledge
– an observation of a lesson
in France
Professor Dr. Carla Schelle
(Mainz)
Intercultural and non-formal
learning processes of children
in primary school exchange
programs in France and
Germany
Professor Dr. Bernd Wagner
(Berlin),
Swaantje Brill (Siegen),
Professor Dr.Christiane
Montandon (Paris),
Professor Dr. Marianne
Krüger-Potratz (Münster)
■ In times of globalisation, cross-cultural and cross-
national investigation becomes increasingly important in
school research. Next to well-known large-scale studies
in this field in recent years qualitative approaches have
become more and more important in comparative studies. Several authors argue, that to be able to analyse the
influence of culture and expectations on similarities and
differences in educational practices, more intensive and
highly focussed studies in more restricted settings should
be undertaken (e.g. Galton 2001, Alexander 2001).
In the planned research forum, the potential of videography in qualitative and comparative approaches to
school research will be discussed in connection with the
following question: What are the challenges and chances
connected in using video as a source of data focussing on
the visual and corporeal site of the social in comparative
analysises of pedagogical practices and in comparative
education in general?
What about bodily interactions in class? Performative
practices as a hidden space of
learning processes – analysed
by a culturally comparative
video-study in Public-Schools
in Delhi
Dr. Juliane Lamprecht
(Erlangen)
139
The potential of video in feedback sessions in comparative
educational studies
Dr. Bettina Fritzsche (Berlin)
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 16 DOR24 - 1.501
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 16 DOR24 - 1.501
Das Verbundprojekt PRIMEL –
Professionalisierung von Fachkräften im Elementarbereich
Prof. Dr. Diemut Kucharz
(Frankfurt am Main),
Prof. Dr. Katja Mackowiak
(Hannover),
Ursula Billmeier
(Weingarten),
Susanne Bosshart
(St. Gallen),
Carine Burkhart Bossi
(Schaffhausen),
Prof. Dr. Margarete Dieck
(Weingarten),
Katharina Gierl (Landau),
Caroline Hüttel (Weingarten),
Martina Janßen (Weingarten),
Prof. Dr. Alexander Kauertz
(Landau),
Catherine Lieger
(Schaffhausen),
Prof. Dr. Elisabeth Rathgeb-Schnierer (Weingarten),
Maike Tournier
(Frankfurt am Main),
Heike Wadepohl (Hannover),
Prof. Dr. Sergio Ziroli
(Weingarten)
Beziehungs-/Bindungsgestaltung im Freispiel
Heike Wadepohl (Hannover),
Prof. Dr. Katja Mackowiak
(Hannover)
Professionalisierung von Fachkräften
im Elementarbereich (PRIMEL)
Prof. Dr. Diemut Kucharz (Frankfurt am Main),
Heike Wadepohl (Hannover)
■ Internationale Vergleichs-/Längsschnittstudien haben
zu einer Diskussion über die Qualität frühkindlicher
Bildung sowie die Professionalisierung von Elementarpädagog/innen geführt (OECD, 2000) und belegen den
Einfluss fachlicher Kompetenzen des Personals auf die
Entwicklung von Kindern (Sylva et al., 2004). Neben
pädagogisch-psychologischen geraten zunehmend bereichsspezifische fachliche Kompetenzen in den Fokus.
Das Forschungsprojekt „PRIMEL“ untersucht die Qualität
des pädagogischen Handelns von Fachkräften im Freispiel
sowie in domänenspezifischen Bildungsangeboten in Kindertageseinrichtungen in Deutschland und der Schweiz.
Im Rahmen dieses Beitrags sollen neben einem allgemeinen Überblick über das Forschungsprojekt „PRIMEL“
folgende Perspektiven auf das pädagogische Handeln
der Fachkräfte vertieft und diskutiert werden: die Beziehungs-/Bindungsgestaltung sowie die Interaktionsgestaltung der Fachkräfte und deren fachdidaktische
Bildungsarbeit.
140
Interaktionsgestaltung in
Freispiel und Angeboten
Maike Tournier
(Frankfurt am Main),
Prof. Dr. Diemut Kucharz
(Frankfurt am Main)
Fachdidaktische Bildungsarbeit
Caroline Hüttel (Weingarten),
Martina Janßen (Weingarten),
Katharina Gierl (Landau),
Ursula Billmeier (Weingarten),
Prof. Dr. Elisabeth Rathgeb-Schnierer (Weingarten),
Prof. Dr. Margarete Dieck
(Weingarten),
Prof. Dr. Alexander Kauertz
(Landau),
Prof. Dr. Sergio Ziroli
(Weingarten)
141
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 17 DOR24 - 1.502
24. Kongress der DGfE
Die Erziehung des „Neuen Menschen“ –
Utopie und Utopieverlust im pädagogischen
Denken des 18.-20. Jahrhunderts
Sylvia Lässig, Dipl.-Päd. (Hamburg)
Schulleistungen. Crosscultural-studies – ein systematischer Literaturbericht
Sylvia Lässig, Dipl.-Päd.
(Hamburg)
Lebensreformerische Utopie
des „neuen Menschen‟ und institutionelle Erziehungspraxis
des deutschen Kaiserreichs
Johanna Lauff (Hamburg)
Utopieverlust im pädagogischen Denken in der frühen
Nachkriegszeit
Julia Kurig (Hamburg)
Die sozialistische Erziehungsutopie im Kontext der Protestbewegung „1968‟
Dr. Morvarid Dehnavi
(Hamburg)
Forschungsforen FF 18 DOR24 - 1.503
Zukünftiges naturwissenschaftliches Lernen –
ein Beitrag aus der Erziehungswissenschaft und den
Fachdidaktiken am Beispiel des Forschungsprojekts
„Innovation naturwissenschaftlich-technischer Bildung
in der Grundschule“
Dr. Stefanie Schnebel (Weingarten)
■ Seit der europäischen Aufklärung ist die Idee, über
Erziehung die Gesellschaft verändern zu können, auf
besondere Weise im pädagogischen Denken verhaftet.
Die Vorstellungen des Zukünftigen sind dabei eng mit
jeweils aktueller Gesellschaftskritik verbunden, in deren
Rahmen den attestierten gesellschaftlichen und
politischen Unzulänglichkeiten Utopien entgegengesetzt
werden. In diesem Forschungsforum soll ein bildungshistorischer Blick in die Traditionen pädagogischen
Denkens das Spannungsverhältnis von erzieherischer
Theorie und Praxis auf der einen Seite und gesellschaftlichen Utopien und den damit einhergehenden Entwürfen
des „Neuen Menschen“ auf der anderen Seite untersuchen. Unsere primärquellenbasierten Beiträge, angeschlossen an laufende oder abgeschlossene Dissertationsprojekte, sollen zur Reflexion anregen über das Verhältnis
von Erziehung und Utopie, für die Diskussion der Frage,
welche Zukünfte die Erziehungswissenschaft
mitgestalten will und kann.
Mi. 10:15 – 12:45
Professionswissen von Lehrkräften – pädagogische und
fachdidaktische Dimensionen
Prof. Dr. Franziska Vogt
(St. Gallen),
Jürg Müller (St. Gallen)
Muster von Lernunterstützung
– Lehrpersonenhandeln im
Lernarrangment Fliegen und
seine Bezüge zu Beliefs und
Kognitionen der Lehrkräfte
Dr. Stefanie Schnebel
(Weingarten),
Sandra Wagner (Weingarten)
Lernprozesse der Schüler in
Wechselwirkung mit Lernaufgaben und Lernunterstützung
Prof. Dr. Alexander Kauertz
(Landau),
Desiree Heine (Landau),
Thomas Trautmann (Landau)
Kontextfaktoren zur nachhaltigen Implementierung eines innovativen naturwissenschaftlichen Lernarrangements
Prof. Dr. Bernd Reinhoffer
(Weingarten),
Katja Wagner (Weingarten)
■ Vorgestellt wird ein internationales, interdisziplinäres
Projekt, in welchem ein Lernarrangement zum Thema
„Fliegen“ und eine darauf abgestimmte Lehrerfortbildung
entwickelt wurden, um anhand experimentell-entdeckender Lernaufgaben naturwissenschaftliche Problemlöseprozesse anzuregen. In einer Interventionsstudie werden
mit unterschiedlichen, kombinierten Forschungszugängen
Bedingungsfaktoren, Prozesse und Wirkungen der Lehrerfortbildung und des Einsatzes des Lernarrangements beforscht. Im Forschungsforum werden Ergebnisse aus vier
Teilprojekten vorgestellt: Professionswissen der Lehrkräfte
und seine Veränderungen durch Fortbildung und Einsatz
des Lernarrangements, Muster von Lernunterstützung und
deren Zusammenhänge mit Kognitionen und Beliefs der
Lehrkräfte, Lernprozesse der Schüler in Wechselwirkung
mit Lernaufgaben und Lernunterstützung, Kontext
faktoren zur nachhaltigen Implementierung.
Die Ergebnisse werden über Strukturgleichungsmodelle
zueinander in Beziehung gesetzt.
Bezüge zwischen Professionswissen, Lehrpersonenhandeln
und Lernen der Schülerinnen
und Schüler – Analysen über
Strukturgleichungsmodelle
142
143
Prof. Dr. Alexander Kauertz
(Landau),
Dr. Stefanie Schnebel
(Weingarten),
Prof. Dr. Franziska Vogt
(St. Gallen)
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 19 DOR24 - 1.504
24. Kongress der DGfE
Biographisches Wissen in Wissenschaft und Praxis:
Perspektiven der Professionalisierung pädagogischen
Handelns
Univ.-Prof. Dr. Bettina Dausien (Wien),
Prof. Dr. Andreas Hanses (Dresden)
„Research Meets Practice‟ —
ein Beispiel für die Professionalisierung biographieorientierter Bildungsarbeit mit
Erwachsenen
Dr. Daniela Rothe (Wien)
Studienbiographien „mit Migrationshintergrund‟? Kritische
Anmerkungen zu Praktiken
der Besonderung in Forschung
und universitärer Praxis
Dorothee Schwendowius,
Dipl.-Päd. (Hamburg),
Nadja Thoma, Mag. (Wien)
Herausforderungen in der
pädagogischen Rahmung von
Zeitzeug/innengesprächen
Julia Demmer, Mag. (Wien)
Biographische Erzählungen am
Ende des Lebens: Anforderungen an eine professionelle
Biographiearbeit
Dr. Kirsten Sander
(Dresden),
Dipl.-Päd. Kathleen Paul
(Dresden)
■ Modernisierungstheoretische Diagnosen besagen,
dass die Lebenslagen und Lebenskrisen der Individuen
zunehmend biographisch strukturiert sind. Dieser Umstand wird nicht nur in der Erziehungswissenschaft
reflektiert und empirisch untersucht, sondern auch in der
pädagogischen Praxis bearbeitet — etwa in Form von biographisch orientierten Formen der Bildung und Beratung.
Welche Bedeutung biographische Ansätze in der professionellen pädagogischen Praxis haben, wird im Forschungsnetzwerk „Biographisches Wissen“ seit einigen
Jahren an unterschiedlichen pädagogischen Feldern untersucht. Im Forschungsforum werden die Ergebnisse dieser
Studien im Hinblick auf die Frage der Professionalisierung
pädagogischer Praxis gebündelt: Welche Bedeutung haben
wissenschaftliche Analysen zu „biographischem Wissen“
für die Professionalisierung pädagogischen Handelns?
Welche Konsequenzen lassen sich für pädagogische
Institutionen formulieren?
Familie, Karriere, beides?
Biographische Prozessberatung und die Tücken hegemonialer Vereinbarkeitsdiskurse
Prof. Dr. Christine Thon
(Flensburg),
AR Dr. Margarete Menz
(Schwäbisch Gmünd)
144
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 20 DOR24 - 1.505
Beziehungs- und Interaktionsgestaltung in frühpädagogischen Kontexten als erziehungswissenschaftliche und forschungsmethodische Herausforderung
Prof. Dr. Susanne Viernickel (Berlin),
Prof. Dr. Dörte Weltzien (Freiburg)
1, 2, 3 – Die Jüngsten im
Blick. Ein Qualitätsentwicklungsprojekt. Erste empirische
Erkenntnisse zur professionellen Bildungs- und Beziehungsgestaltung mit Kindern in den
ersten drei Lebensjahren
Prof. Dr. Dörte Weltzien
(Freiburg),
Prof. Dr. Susanne Viernickel
(Berlin)
GInA – Gestaltung von Interaktionsgelegenheiten im
Alltag. Ein kriteriengeleitetes
Beobachtungsinstrument zur
individuellen und teambezogenen Kompetenzentwicklung
Christina Bücklein (Freiburg),
Prof. Dr. Dörte Weltzien
(Freiburg)
ORCE – erste Forschungserfahrungen mit einem aus der
NICHD-Studie adaptierten
Instrument zur Erfassung
der Qualität pädagogischer
Interaktionen
Prof. Dr. Susanne Viernickel
(Berlin),
Luise Zenker (Berlin)
■ Der Ausbau der Betreuungskapazitäten für Kinder in
den drei Lebensjahren stellt die Teams von Kindertagesstätten vor erhebliche Herausforderungen, wenn sie die
aktuellen entwicklungswissenschaftlichen Erkenntnisse in
beste Fachpraxis umsetzen wollen (Viernickel, NentwigGesemann, Nicolai, Schwarz & Zenker 2013). In der Praxis,
so zeigt es u. a. die aktuelle NUBBEK-Studie (Tietze u. a.,
2013), zeigen sich gravierende Qualitätsunterschiede in der
Kindertagesbetreuung Zweijähriger, insbesondere in der
professionellen Beziehungs- und Interaktionsgestaltung.
In dem Forschungsforum werden Methoden und Ergebnisse aktueller Begleitforschungsprojekte im Kontext von
Qualifizierungs- und Evaluationsprogrammen vorgestellt
und hinsichtlich methodischer und methodologischer
Fragestellungen sowie ihrer Relevanz für die pädagogische
Praxis diskutiert.
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
145
24. Kongress der DGfE
Forschung aus der
Hans-Böckler-Stiftung
Mixed-Methods- Design für
eine strukturationstheoretische Netzwerkanalyse
– Wechselwirkung von Machtkonstellationen und Inhalten
im BNE-Beispielnetzwerk
KURS21 e. V.
Marco Hasselkuß (Wuppertal),
Carolin Baedeker (Wuppertal),
Kati Trempler (Wuppertal)
Die Schriftenreihe „Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung“ ist
ein Forum für kritische Sozialforschung, in der wichtige Arbeitsergebnisse der Forschung bzw. der Forschungsförderung der Stiftung
publiziert werden.
In ihr werden Impulse gegeben für mehr Teilhabe, Mitgestaltung
und Engagement für Arbeitnehmerrechte. Ob Arbeitsbeziehungen
und Mitbestimmung, Sozialstaat und soziale Sicherung, Bildung
und Qualifizierung, Geschlechterverhältnisse oder Arbeitszeit und
Lebenszeit – die Reihe stellt Wissen bereit, analysiert Probleme und
begleitet Prozesse des wirtschaftlichen und sozialen Wandels aus
der Sicht und Perspektive der Arbeitnehmer.
Diese und weitere Bände können Sie direkt im Buchhandel bestellen.
Zur objektiv-hermeneutischen
Rekonstruktion des Steuerungsimpulses „Bildung für
nachhaltigen Entwicklung‟
(BNE-Dekade)
Maike Lambrecht (Hannover)
Diskutant_innen
Prof. Dr. Inka Bormann
(Marburg),
Prof. Dr. Thomas
Brüsemeister (Gießen),
Prof. Dr. Martin Heinrich
(Hannover)
■ Im Rahmen der Educational Governance, einer gegen-
standsbezogenen Adaption der in den 1990er Jahren als
Kritik an vereinfachenden Steuerungstheorien entwickelten Governance-Perspektive, etablieren sich zunehmend
Forschungsperspektiven, die Steuerungsfragen jenseits
von Evaluations- und Wirkungsforschung wissenschaftlich
modellieren. Damit treten Untersuchungen in den Vordergrund, deren Anliegen es ist, durch analytische Zerlegung
ein komplexitätsangemesseneres Verständnis der sozialen
Wirklichkeit von Steuerungs- und Transferprozessen zu
ermöglichen.
Am Beispiel der Umsetzung des internationalen politischen Programms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
werden im Rahmen des Forschungsforums methodologische Zugänge laufender Dissertations- und Forschungsprojekte vorgestellt, die vor diesem Hintergrund mittels
Methoden des interpretativen Paradigmas einen Beitrag
zur wissenschaftlichen Bearbeitung von Fragen der
Steuerung und des Transfers im Bereich von Bildung und
Erziehung leisten.
www.boeckler.de
www.edition-sigma.de
147
Mittwoch
Wissensordnungen des Transfers – lokale GovernanceRegime aus wissenssoziologisch-diskursanalytischer
Perspektive
Steffen Hamborg (Marburg)
Karin Lohr, Thorsten Peetz,
Romy Hilbrich
Bildungsarbeit im Umbruch
Zur Ökonomisierung von Arbeit
und Organisation in Schulen,
Universitäten und in der Weiterbildung
edition sigma, Berlin 2013,
282 Seiten, Preis 19,90 �,
ISBN: 978-3-8360-8749-0
Forschungsforen FF 21 DOR24 - 1.506
Methodologische Zugänge zur Analyse des Transfers
eines institutionen- und adressatenübergreifenden
Bildungskonzeptes
Steffen Hamborg, Dipl.-Päd. (Marburg)
Die Soziale Welt von Akteurskonstellationen als Form
der Mehrebenenverknüpfung
Kathleen Franz (Gießen)
Peter Mehlis, Wilhelm Eberwein,
Jessica Heibült
Arbeitsmarktintegration durch
Weiterbildung
Die „Qualifizierungsoffensive in
der Hafenwirtschaft“ als exemplarischer Fall
edition sigma, Berlin 2013,
179 Seiten, Preis 15,90 �,
ISBN: 978-3-8360-8752-0
Mi. 10:15 – 12:45
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 22 DOR24 - 1.601
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 22 DOR24 - 1.601
Was ist bildungswissenschaftliche Forschungskompetenz?
Theoretischer Hintergrund und
Stand der Forschung
Dr. Jana Groß Ophoff
(Freiburg),
Sandra Schladitz (Freiburg),
Prof. Dr. Markus Wirtz
(Freiburg)
Kompetenz des wissenschaftlichen Schreibens und
ihre Förderung
Anke Wischgoll (Freiburg),
Prof. Dr Alexander Renkl
(Freiburg),
Prof. Dr. Markus Wirtz
(Freiburg)
Wie wissenschaftlich sind Bildungswissenschaften?
Forschungskompetenzen und Wissenschaftsbilder
von Studierenden in bildungswissenschaftlichen
Studiengängen
Prof. Dr. Markus Wirtz (Freiburg),
Prof. Dr. Matthias Nückles (Freiburg),
Dr. Sebastian Schmid (Regensburg)
■ Die hier vorgestellten Projekte widmen sich der
Entwicklung von Kompetenzmodellen zur Erfassung von
Facetten des wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens
von Studierenden in bildungswissenschaftlichen Studiengängen sowie deren Prüfung auf ihre Verwendbarkeit zur
Erfassung von Kompetenzverläufen.
Zunächst wird ein Rahmenmodell vorgestellt, in das
die darauf folgenden Beiträge eingeordnet werden können.
In vier weiteren Vorträgen werden methodisches Vorgehen
und Ergebnisse einzelner Teilprojekte aus den Forschungsverbünden LeScEd (Learning the Science of Education)
und KOSWO (Kompetenzen Studierender im Umgang
mit wissenschaftlicher Originalliteratur) aus dem BMBFSchwerpunkt „Kompetenzmodellierung und Kompetenzerfassung im Hochschulsektor“ vorgestellt.
Der Beitrag des Diskutanten Prof. Ingmar Hosenfeld
soll abschließend überleiten in eine vertiefte Diskussion
zu Möglichkeiten und Grenzen eines übergreifenden
Modells von Forschungskompetenz in den Bildungswissenschaften.
148
Struktur von Research Literacy
in den Bildungswissenschaften
Sandra Schladitz (Freiburg),
Dr. Jana Groß Ophoff
(Freiburg),
Prof. Dr. Markus Wirtz
(Freiburg)
Wie vertraut sind Studierende
der Bildungswissenschaften
mit dem wissenschaftlichen Schreiben? Ein Test zu
Genrewissen soll Aufschluss
erbringen
Alexandra Winter (Freiburg),
Kristin Wäschle (Freiburg),
Prof. Dr. Jörg Wittwer
(Freiburg),
Prof. Dr. Rainer Watermann
(Berlin),
Prof. Dr. Matthias Nückles
(Freiburg)
Muss ich das denn alles lesen?
Kann ich das denn alles glauben? Kompetenzen Studierender im Umgang mit psychologischer Originalliteratur
Elisabeth Marie Schmidt
(Bielefeld),
Sarah von der Mühlen
(Kassel),
Katherine Bruns (Bielefeld),
Dr. Sebastian Schmid
(Regensburg),
Prof. Dr. Tobias Richter
(Kassel),
Prof. Dr. Kirsten Berthold
(Bielefeld)
Diskutantin
Prof. Dr. Ingmar Hosenfeld
(Landau)
149
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 23 DOR24 - 1.604
24. Kongress der DGfE
Educating the future citizens:
Curricula and the formation of modern societies
Prof. Dr. Daniel Tröhler (Luxemburg),
Prof. Dr. Danièle Tosato-Rigo (Lausanne)
They should learn to see like a
state — Evolutions in primary
school curricula in the 19th
century.
Dr. Lukas Boser (Lausanne),
Nathalie Dahn, M.A.
(Lausanne)
Locating Luxembourgian
citizens as an amalgam of
‟tradition” and ‟modernity”:
Luxembourg and its school of
the nation-state during the
interwar period
Catherina Schreiber, M.A.
(Luxemburg)
Educating Teacher Citizens
in Switzerland: in-between
different Aims and Changes
Dr. Ingrid Brühwiler
(Lausanne)
Educating the future citizens:
Teacher journals as a source
of liberation/professionalisation?
Dr. Matias Gardin
(Luxemburg),
Ragnhild Barbu, Dipl.-Soz.
(Luxemburg),
Barbara Rothmüller, M.A.
(Luxemburg)
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 24 DOR24 - 1.605
Produktive Teilnahme – Praktiken der
Hervorbringung von Sinn im Forschungsfeld
Dr. Kerstin Jergus (Halle/Saale),
Sandra Koch, Dipl.-Päd. (Halle/Saale),
Anna Roch, M.A. (Halle/Saale)
■ A look at the foundational documents and the de-
velopments in different Western countries in the early
19th century reveals that the modern school and its
curricula as a whole aimed to be the “cradle of the citizen”
or (for the United States) as institution to transform men
into “republican machines”. The historical trajectories of
this great narrative is found in many Western countries
across the globe.
The reason behind this success story was political, and
not educational, that is first a question of power, and not
of promotion: In order to allow the new nation-states
(in Europe after the Congress of Vienna) to be effectively
implemented and empowered, schools were designed to
create the future citizens as loyal and efficient bearers of
the “imagined community”, sharing a governing mentality as national citizens. The Forschungsforum adresses
methodological questions and first results of a internat.
research project reconstructing historial trajectories in the
histories of schooling.
Aspekte der Produktivität
von Sinn: Praxeologische
und diskursanalytische
Perspektiven
Dr. Kerstin Jergus
(Halle/Saale),
Dipl.-Päd. Sandra Koch
(Halle/Saale),
Anna Roch, M.A. (Halle/Saale)
Die Produktion von Feldlogiken
und Unterscheidungspraktiken
im Rahmen ethnographischer
Forschung
Dipl.-Päd. Sandra Koch
(Halle/Saale)
Teilnahme im Interview.
Die produktive Dimension
der Begegnung
Anna Roch, M.A. (Halle/Saale)
Die Generierung von Subjektpositionen und Anrufungsszenarien im Rahmen von
Ethnographie und Interviewforschung
Dr. Kerstin Jergus
(Halle/Saale)
Diskutant
Prof. Dr. Sascha Neumann
(Fribourg)
150
■ Der Workshop „Produktive Teilnahme“ diskutiert jene
Praktiken, mittels welcher ein Forschungsfeld erzeugt
wird, und widmet sich den Mechanismen der Forschung,
in denen sozialer Sinn (re-)produziert wird. In der wechselseitigen „Beobachtung“ von Praktiken des Zugangs, der
Unterscheidung, der Feldeingrenzung, der Gegenstandsformierung und der Subjektivierung sollen die Forschungsstrategien der Ethnographie und Interviewforschung im
Hinblick auf die Produktionsweisen von Sinn in den Blick
genommen werden.
Im Zentrum steht dabei die Frage nach den Modi der
Teilnahme und deren produktives Moment als erkenntnisgenerierende Dimension, welche anhand konkreten
Untersuchungsmaterials aus zwei DFG-Forschungsprojekten diskutiert werden.
Dazu werden praxeologische und diskursanalytische
Zugänge als Problemhorizonte der Diskussion herangezogen, da diese im Hinblick auf die Vollzugslogik sozialen
Sinns übereinstimmen, jedoch in ihren Situierungen des
Moments der Produktivität differieren.
151
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 25 DOR24 - 1.606
Heimkindheiten in Österreich:
Fragen an eine Geschichte der Fürsorgeerziehungsregime
nach 1945. Überlegungen zur Neubewertung von
(öffentlicher) Erziehung und Gewalt
Ao. Univ.-Prof. Dr. Michaela Ralser (Innsbruck),
Flavia Guerrini, Mag. (Innsbruck)
Heimkindheiten in Österreich:
Fragen an eine Geschichte der
Fürsorgeerziehungsregime
nach 1945. Überlegungen zur
Neubewertung von (öffentlicher) Erziehung und Gewalt
Nora Bischoff, Mag.
(Innsbruck),
Flavia Guerrini, Mag.
(Innsbruck),
Christine Jost, Mag.
(Innsbruck),
Dr. Ulrich Leitner, Mag. Mag.
(Innsbruck),
Matthias Rangger, Mag.
(Innsbruck)
Diskutantin
Ao. Univ.-Prof. Dr. Maria Wolf
(Innsbruck)
■ Im Forschungsforum „Heimkindheiten“ werden
erste Ergebnisse der laufenden Forschungen am Innsbrucker Forschungszusammenhang „Regime der Fürsorge.
Geschichte der Heimerziehung in Tirol und Vorarlberg
(1945-1990)“ vorgestellt. Forschungsdesign und Methodologie werden diskutiert und vor dem Hintergrund der
empirischen Befunde aus Zeitzeug/inneninterviews sowie
Aktenanalysen neue Fragen an die Geschichte der
Pädagogik gestellt.
Die einzelnen Beiträge thematisieren insbesondere:
die Angemessenheit des Forschungsdesigns samt
methodischer Anordnung sowie die Angemessenheit der
theoretischen Rahmung, den Erkenntnisgewinn durch
die Fokussierung auf Sozial-, Geschlechter- und Wissenschaftsgeschichte unter normalismus- und machtkritischer Perspektive, die Bearbeitung der unterschiedlichen Quellensorten und deren Bezug zueinander. Ausblickend sollen dabei auch die Herausforderungen einer
gegenwärtig mit hohen Normalisierungsauflagen
versehenen Sozialpädagogik diskutiert werden.
152
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 26 DOR24 - 1.607
Empirische Erfassung von Vertrauensphänomenen
Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla (Hildesheim)
Zur empirischen Erfassung
und Analyse von Vertrauensphänomenen mithilfe von
Methoden der Qualitativen
Sozialforschung – eine
Einführung
Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla
(Hildesheim),
Dr. Sandra Tiefel
(Magedeburg),
Dr. Maren Zeller
(Hildesheim)
Diskutantinnen
Dr. Daniela Böhringer
(Hildesheim),
Prof. Dr. Nicolle Pfaff
(Duisburg-Essen),
Dr. Diana Raufelder
(Berlin)
■ Vertrauen gilt als empirisch schwierig zu erfassendes
Phänomen. Während die quantitative Einstellungsforschung vor allem die Dimension des thematisierten
Vertrauens in den Mittelpunkt stellt, versuchen qualitative Herangehensweisen insbesondere auch prä-reflexive
Formen des Vertrauens zu erfassen. Im Forschungsforum
sollen am Beispiel unterschiedlicher empirischer Datenmaterialien aus dem Kontext des Wissenschaftlichen
Netzwerks „Bildungsvertrauen – Vertrauensbildung“
(www.bildungsvertrauen.de) erstens die Möglichkeiten
verschiedener Erhebungsmethoden zur Erfassung von
implizitem Vertrauen und Vertrauensbildungsprozessen
diskutiert werden. Zweitens wollen wir am Material erproben und diskutieren, welche qualitativen Auswertungsmethoden sich für die Lokalisierung und Rekonstruktion
von Vertrauensaspekten eignen und welche analytische
Perspektive auf Vertrauen die jeweilige qualitative
Auswertungsmethode eröffnet.
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
153
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 27 DOR24 - 1.608
24. Kongress der DGfE
Intersektionale Forschung und ihre methodische
Umsetzung in der Erziehungswissenschaft
Sina Motzek, M.A. (Kassel),
Mart Busche (Kassel)
Intersektionalität und
Ethnographie – Forschen in
und über Inbetweenness
Dr. Katharina Mangold
(Hildesheim)
Video Analysis and Intersectionality: Performing Female
Kanackness and Narrating
History out of „Wallpaper‟
Pinar Tuzcu (Kassel)
Biographieforschung und Intersektionalität: Verortungen
von Gesundheit und Transnationalität in den Biographien
von Migrantinnen aus der
Türkei
Sina Motzek (Kassel)
Differenzlinien & Machtverhältnisse. Intersektionelle
Analyse mithilfe des Konzepts
der Artikulation
Dr. Tina Spies
(Frankfurt am Main)
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 28 UNI3 - R001
Traditionslinien – Neupositionierungen –
Zukunftsfelder in der politischen Bildung
Prof. Dr. Sabine Manzel (Essen),
Prof. Dr. Monika Oberle (Göttingen),
Prof. Dr. Georg Weißeno (Karlsruhe)
■ In der Arbeitsgruppe wird die Frage beleuchtet, welche
Möglichkeiten der erziehungswissenschaftlichen Beforschung von Differenzen und Differenzierungsverhältnissen
sich mittels unterschiedlicher methodischer Zugänge
ergeben können. Zwischen Traditionen monokategorialer
und diversitätssensibler Forschungszugänge und komplexitätsaffinen, intersektionalen Ansprüchen und Ansätzen
sind produktive Spannungen und ungeklärte Fragen auszumachen, die den Umgang mit Kategorien, die Ebenen
ihrer Situierung, Verortungen bezüglich Zielgruppen und
Professionsethik und Handlungsrahmen zwischen
Stigmatisierung und Empowerment berühren.
Unterschiedliche Methoden, z. B. aus Biographie-, Interview- oder Diskursanalyse, werden auf ihre Möglichkeiten
und Grenzen hin ausgeleuchtet und Fragen der konkreten
Umsetzbarkeit und Praxisrelevanz diskutiert.
Standardisierte Videografie
im Politikunterricht: Ergebnisse ausgewählter Kompetenzfacetten
Prof. Dr. Sabine Manzel
(Essen),
Dorothee Gronostay
(Essen)
Quantitative Forschung zu
Lehr-Lernprozessen über die
Europäische Union
Prof. Dr. Monika Oberle
(Göttingen),
Johanna Forstmann
(Göttingen)
Politikkompetenz –
theoretische Modellierungen
Prof. Dr. Georg Weißeno
(Karlsruhe),
Dr. Eva Weschenfelder
(Karlsruhe)
Forschungsergebnisse zur
Politischen Bildung in der
Schweiz: Testergebnisse der
schweizerischen Staatsbürgerschaftsprüfung
Prof. Dr. Beatrice Ziegler
(Schweiz-Aarau),
Dr. Monika Waldis Weber
(Schweiz-Aarau)
Franziska Hedinger
(Schweiz-Aarau)
Dokumentarische Methode
und Intersektionalität. Jugend
und Gewaltabstinenz
Mart Busche (Kassel)
Intersektionalität und Diskursanalyse. Wie Macht, Normen
und „das Ausgelassene‟
methodisch einholen?
Prof. Dr. Elisabeth Tuider
(Kassel)
154
■ In der politischen Bildung hat sich seit Einführung von
Bildungsstandards ein inhaltlicher und methodischer
Umbruch vollzogen: Der normative Bildungsauftrag,
politisch mündige Bürger in einer Demokratie auszubilden,
wird durch die Forderung nach empirischen Wirkungsstudien, basierend auf lernpsychologischen Erkenntnissen,
ergänzt. Die Neuorientierung findet auf drei Ebenen statt:
a) konzeptionelle Entwicklung von grundlegenden theoriebasierten Modellen im Fach Politische Bildung,
b) empirische Studien zum Kompetenzerwerb bei Schülern
und zur professionellen Kompetenz von Lehrkräften,
c) evidenz-basierte Maßnahmen zur Qualitätssicherung
im politischen Lernprozess. Erste reliable Messmodelle
liegen vor. Das Forschungsforum bietet Gelegenheit, auf
Tradi-tionslinien in der politischen Bildung zurückzublicken, inhaltliche und methodologische Entwicklungen zu
diskutieren und Zukunftsfelder auszumachen, die in den
nächsten Jahren die politische Bildung in und außerhalb
der Schule prägen werden.
155
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 29 UNI3 - R002
24. Kongress der DGfE
Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Kontexten
und Professionalisierung: Bedingungen gelingender
(schulischer) Prävention und Intervention
Dr. Sandra Glammeier (Paderborn)
Sexualisierte Gewalt,
Prävention und Intervention:
Erfahrungen und Perspektiven von Schülerinnen und
Schülern
Dr. Heinz Kindler (München)
Professionalisierungsbedarf
von Lehrkräften im Kontext
sexualisierter Gewalt – erste
Ergebnisse eines qualitativen
und quantitativen BMBFForschungsprojektes
Verena Vogelsang, Dipl.-Päd.
(Paderborn)
Handlungsorientierungen und
Deutungsmuster pädagogischer Fachkräfte im Kontext
sexualisierter Gewalt
Dr. Sandra Glammeier
(Paderborn)
Sexualisierte Gewalt in
pädagogischen Kontexten:
institutionelle Risikokonstellationen und Umgangsweisen
pädagogischer Fachkräfte
Prof. Dr. Fabian Kessl,
Meike Hartmann,
M.A. (Duisburg-Essen)
■ Nachdem die Forschung zu sexualisierter Gewalt,
Prävention, Intervention und Professionalisierung in
diesem Kontext lange Zeit in der Erziehungswissenschaft
eine eher randständige Rolle spielte, rückt sie heute,
u. a. mit zahlreichen BMBF-Projekten, mehr in den Fokus.
Diese Forschung liefert einen zentralen Beitrag zum
Wandel der Erziehungswissenschaft von einer reaktiven
zu einer initiierenden Agentin gesellschaftlicher Entwicklungen im Bereich sexualisierter Gewalt. Ziel dieses
Forschungsforums ist es, anhand von aktueller quantitativer und qualitativer Forschung die Bedingungen
gelingender Prävention und Intervention zu analysieren
und so Anknüpfungspunkte für einen methodischen und
inhaltlichen Austausch zu bieten. Dabei werden die
Perspektiven von Schüler_innen, Lehrkräften, Sozialarbeiter_innen und Expert/innen aus dem Präventionsund Interventionsbereich einbezogen. Darüber hinaus
sollen die Konsequenzen für die Professionalisierung
pädagogischer Fachkräfte diskutiert werden.
Mi. 10:15 – 12:45
Korczak neu gedacht: Zum Verhältnis von Wissenschaft,
Profession und Professionalisierung
Prof. Dr. Sabine Andresen (Frankfurt am Main)
Die Pädagogik Janusz
Korczaks – Vermutungen über
eine verborgene Theorie
Prof. Dr. Michael Winkler
(Jena)
Zum Verhältnis von Disziplin
und Profession bei Janusz
Korczak
Sebastian Schneider, M.A.
(Frankfurt am Main)
Das „Dom Sierot‟ – frühe
Anfänge von Professionalisierung Sozialer Arbeit in einem
Warschauer Waisenhaus
Kristina Schierbaum, M.A.
(Frankfurt am Main)
Diskutant
Dr. Michael Kirchner
(Bielefeld)
■ In der erziehungswissenschaftlichen Forschung ist
die Frage, wie sich das Verhältnis von Wissenschaft und
Profession innerhalb der Sozialpädagogik gestaltet,
noch immer unentschieden. Für Janusz Korczak ist das
Nachdenken über dieses Spannungsverhältnis ebenso
spezifisch wie die Definition und Fundierung von
professionellem erzieherischen Denken und Handeln.
Das Forschungsforum schließt inhaltlich unter anderem
an das Forschungsprojekt „Erziehen im Spannungsfeld
von Profession, Wissenschaft und Ethik – zur Verortung
von Janusz Korczak“ an und versucht im Rahmen von drei
Einzelbeiträgen, Janusz Korczak in Hinblick auf die
Etablierung von Pädagogik als eigenständige wissenschaftliche Disziplin und einer zunehmenden Professionalisierung pädagogischen Handelns nicht nur zu analysieren, sondern auch zu diskutieren.
Diskutantin
Prof. Dr. Eva Breitenbach
(Bochum)
156
Forschungsforen FF 30 UNI3 - R003
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
157
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 31 UNI3 - R004
24. Kongress der DGfE
Erziehungswissenschaftliche Forschungspraxis
und Forschungsethik vor dem Hintergrund
bildungspolitischer Ambitionen
Prof. Dr. Tanja Betz (Frankfurt am Main)
Hinterbühnen der (Bildungs-)
Forschung. Beobachtungen
aus dem Projekt EDUCARE
Prof. Dr. Tanja Betz
(Frankfurt am Main),
Dipl.Päd. Stefanie Bischoff
(Frankfurt am Main),
Margaret Pardo-Puhlmann,
M.A. (Frankfurt am Main),
Frederick de Moll, Dipl.Päd.
(Frankfurt am Main)
Akzeptanz von Befragungen
an Schulen. Erfahrungen aus
StEG
Dipl.-Soz. Peter Furthmüller
(München)
Kindheitsforschung in institutionellen Bildungssettings.
Forschungsethik vs. gesetzliche Rahmenbedingungen
Nadine Seddig, Dipl.-Soz.-Päd.
(Frankfurt am Main)
Mi. 10:15 – 12:45
Forschungsforen FF 32 UNI3 - R005
Forschungsmethodische Zugänge zum Feld
der wissenschaftlichen Weiterbildung
Prof. Dr. Michael Schemmann (Köln),
Prof. Dr. Wolfgang Seitter (Marburg),
Prof. Dr. Ulrich Vossebein (Gießen)
■ Die Erziehungswissenschaft stellt eine relevante Be-
zugsgröße für die Gestaltung von (Bildungs-)Politik dar.
Dies wird offenkundig an den durch sie mitverantworteten
nationalen Bildungsberichten und an empirischen
Projekten, die Grundlagenwissen für Reformen und die
„empirische Wende“ in der Bildungspolitik bereitstellen.
Am Beispiel von drei quantitativen und qualitativen
Forschungsprojekten wird der Frage nachgegangen,
welche Auswirkungen durch die Verbindung und gegenseitige Indienstnahme von erziehungswissenschaftlicher
Forschung und (Bildungs-)Politik auf forschungspraktischer und -ethischer Ebene beobachtbar sind.
Leitende Fragen sind: Wie gestaltet sich der Feldzugang
vor dem Hintergrund eines grundlagentheoretischen und
bildungspolitisch orientierten Forschungsinteresses?
Wie reagieren die Adressaten auf vermehrte Anfragen zur
Teilnahme an Forschung? Welche forschungsethischen
Fragen stellen sich mit Blick auf Datenschutz und das
bisweilen schwer erreichbare Klientel?
158
Governance wissenschaftlicher
Weiterbildung in England und
Deutschland im Vergleich
Prof. Dr. Michael Schemmann
(Köln),
Prof. Dr. John Holford
(Nottingham)
Methoden der Erforschung von
Akzeptanz wissenschaftlicher
Weiterbildung in Hochschulen
Ramona Kahl, Dipl.-Päd.
(Marburg),
Asja Lengler, M.A.
(Gießen)
Ermittlung von Potenzialen
in der Region. Methodische
Überlegungen zur Systematisierung von Profit und NonProfit-Einrichtungen bei der
Bedarfsermittlung
Sandra Habeck, Dipl.-Päd.
(Marburg),
Prof. Dr. Wolfgang Seitter
(Marburg)
Zielgruppenforschung in der
wissenschaftlichen Weiterbildung. Methoden zur Ermittlung der regionalen Nachfrage
Sarah Präßler (Gießen),
Prof. Dr. Ulrich Vossebein
(Gießen)
■ Die wissenschaftliche Weiterbildung ist in den letzten
Jahren durch das BMBF-Programm „Offene Hochschule“
und vor dem Hintergrund der Studierendenprognosen verstärkt in das Zentrum der Fachöffentlichkeit gerückt.
Auch die Forschung zur wissenschaftlichen Weiterbildung hat sich in den letzten Jahren intensiviert und
dabei forschungsmethodische Zugänge für die spezifischen Fragestellungen des Feldes akzentuiert. Diese
stehen im Zentrum der Arbeitsgruppe, die Probleme der
Steuerung und Potenzialerschließung wissenschaftlicher Weiterbildung mit international-vergleichenden und
empirisch-qualitativen Zugängen zu erschließen sucht.
Die Beiträge der Arbeitsgruppe folgen einem parallelen
Aufbau: Zunächst werden die Forschungsfragen vor dem
Hintergrund der Spezifik der wissenschaftlichen Weiterbildung erläutert, sodann methodische Zugänge in den
Blick genommen. Es folgen ausgewählte empirische
Befunde, ehe abschließend verdichtete Kommentierungen vorgenommen werden.
159
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Professionalisierung von Schulleitungshandeln
zwischen Tradition und Innovation
Dr. Holger Gärtner (Berlin),
Dr. Stefan Brauckmann (Berlin)
Bildungsstandards und Datenfeedback
als Stimuli für Unterrichts- und Schulentwicklung?
Dr.in Regina Steiner (Linz),
Manuela Gamsjäger, Mag. (Linz),
Dr.in Christine Plaimauer (Linz),
Eva Prammer-Semmler, M.A. (Linz),
Johanna Rendl (Linz),
Dr.in Katharina Soukup-Altrichter (Linz)
■ Eine zentrale Komponente schulischer Qualitäts-
sicherung und -entwicklung stellt die veränderte Anforderung an Schulleitungshandeln dar. Der Beitrag
untersucht, welche Rolle der Bereitstellung diagnostischer
Instrumente zur Selbstevaluation zur Rollenklärung und
weiteren Professionalisierung zukommt.
Themenforen TF
Bildungsstandards und Datenfeedback als Stimuli für Unterrichts- und Schulentwicklung?
Dr.in Regina Steiner (Linz),
Manuela Gamsjäger, Mag.
(Linz),
Dr.in Christine Plaimauer
(Linz),
Eva Prammer-Semmler, M.A.
(Linz),
Johanna Rendl (Linz),
Dr.in Katharina SoukupAltrichter (Linz)
■ Auf Basis qualitativer Fallstudien wird governance-
theoretisch gezeigt, wie die bildungspolitischen Neuerungen Bildungsstandards und Datenfeedback von
Leistungsdaten von österr. Schulen rekontextualisiert
und als Motivation und Orientierung für Unterrichtsund Schulentwicklung verwendet werden.
Mittwoch
Professionalisierung von
Schulleitungshandeln zwischen
Tradition und Innovation
Dr. Holger Gärtner
(Berlin),
Dr. Stefan Brauckmann
(Berlin)
Mi. 10:15 – 12:45
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161
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Zukunftsweisende Aspekte einer neuen Schulkultur –
empirische Befunde einer Evaluationsstudie
Prof. Dr. Horst Zeinz (Münster)
Themenforen TF
Chancen und Grenzen der Verbesserung von
Bildungseinrichtungen durch externe Evaluationen
Kristin Bitan (Essen),
Anna Haep (Essen)
■ Die vorliegende Evaluationsstudie zeigt auf, wie eine
stärkenorientierte Pädagogik zu einer veränderten Schulkultur führen kann. Befragt wurden ca. 3600 Schülerinnen
und Schüler und ca. 900 Lehrkräfte mittels eines längsschnittlichen Kontrollgruppendesigns. Die Ergebnisse
werden abschließend diskutiert.
Chancen und Grenzen der
Verbesserung von Bildungseinrichtungen durch externe
Evaluationen
Kristin Bitan (Essen),
Anna Haep (Essen)
■ Die Frage, wie das Schulsystem in Deutschland
optimiert werden kann, ist und bleibt aktuell. In diesem
Vortrag wird eine qualitative Längsschnittstudie vorgestellt, welche zwischen 2009-2013 mit Schulleiter_innen
(N = 50) aus Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurde, die
zu ihrer Einstellung zur Qualitätsanalyse, einem externen,
ministeriellen Schulinspektionsverfahren, befragt wurden.
Mittwoch
Zukunftsweisende Aspekte
einer neuen Schulkultur –
empirische Befunde einer
Evaluationsstudie
Prof. Dr. Horst Zeinz
(Münster),
Prof. Dr. Ulrike StadlerAltmann (Koblenz),
Prof. Dr. Annette Scheunpflug
(Bamberg)
Mi. 10:15 – 12:45
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24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Utopologische Medienpädagogik
Univ.-Prof. Dr. Christian Swertz (Wien)
Themenforen TF
Lehrerfeedback auf dem Prüfstand: Ist bildungspolitische Tradition auch unterrichtliche Zukunft?
Eva Christophel, Dipl.-Päd. (Landau)
■ Ein Feld, in dem vermehrt zukunftsbezogene Macht-
und Heilsversprechen auftreten, ist der Bereich der neuen
Medien. Die These des Vortrags ist, dass derartige
Versprechen zurückzuweisen sind, es aber als Aufgabe der
Medienpädagogik zu sehen ist, realistische Utopien zu
entwerfen und damit Zeitlichkeit auch gegenüber Lernenden zu thematisieren.
Lehrerfeedback auf dem Prüfstand: Ist bildungspolitische
Tradition auch unterrichtliche
Zukunft?
Eva Christophel, Dipl.-Päd.
(Landau),
Prof. Dr. Wolfgang Schnotz
(Landau)
■ Bildungspolitisch wird auf die Relevanz kognitiv-
konstruktivistischer Konzepte verwiesen. Vor dem Hintergrund der didaktischen Tradition in Deutschland, die diese
Konzepte lange nur bedingt rezipierte, wurde anhand des
Feedbackverhaltens untersucht, inwieweit Lehrende die
Veränderungen annehmen.
Mittwoch
Utopologische
Medienpädagogik
Univ. Prof. Dr. Christian Swertz
(Wien)
Mi. 10:15 – 12:45
164
165
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Heimerziehung im Dorf – Tradition ohne Zukunft?
Prof. Dr. Vicki Täubig (Siegen)
Bildungszeit und Bildungsnutzen. Empirische Befunde
und theoretische Reflexionen zur Verzeitlichung von
Bildungsprozessen
Prof. Dr. Sabine Schmidt-Lauff (Chemnitz),
Dr. Marion Fleige (Bonn)
■ Heimerziehung im Dorf – traditionsreich aber auch
zukünftig? Anhand des Capability Approach wird der
Beitrag des Dorfes für eine Befähigung von Jugendlichen
ermittelt, wobei deren Zukünfte ebenso in den Blick
kommen, wie die Ergebnisse in einen zukunftsweisenden
sozialpolitischen Rahmen gesetzt sind.
Themenforen TF
Bildungszeit und Bildungsnutzen. Empirische Befunde und
theoretische Reflexionen zur
Verzeitlichung von Bildungsprozessen
Prof. Dr. Sabine Schmidt-Lauff
(Chemnitz),
Dr. Marion Fleige (Bonn)
■ Der Beitrag nimmt eine temporaltheoretische
Einbettung und Reflexion gesellschaftlicher, bildungspolitischer, organisationaler sowie individueller Erwartungen an Nutzeneffekte von Bildung im Erwachsenenalter
vor. Ausgangspunkt bildet die Annahme, dass Bildung
eine besondere, zeitenthobene Form der Transformation
von Wissen, Kenntnissen durch Vermittlung, Einsicht,
Erkenntnis zwischen Tradition und Wandel darstellt.
Mittwoch
Heimerziehung im Dorf –
Tradition ohne Zukunft?
Prof. Dr. Vicki Täubig (Siegen)
Mi. 10:15 – 12:45
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24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Themenforum: themengebundene Einzelbeiträge
Dr. Monika Hackel (Bonn)
Themenforen TF
Traditionen und Perspektiven der Erziehungswissenschaft in den ukrainischen postsowjetischen Kontexten
Prof. Dr. Mariia Kultaieva (Charkow)
■ Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und techno-
logischer Veränderungsprozesse in Unternehmen zeichnet
der Beitrag die Entwicklungslinien der kulturhistorischen
Tätigkeitstheorie nach und belegt anhand von Praxisbeispielen die Relevanz des tätigkeitstheoretischen Ansatzes
nach Engeström.
Traditionen und Perspektiven
der Erziehungswissenschaft
in den ukrainischen postsowjetischen Kontexten
Prof. Dr. Mariia Kultaieva
(Charkow)
■ Im Beitrag werden prämoderne und moderne
Traditionen der ukrainischen Erziehungswissenschaft als
komplexe Sinnzusammenhänge analysiert, die verschiedene Interpretationsmöglichkeiten und kommunikative
Perspektiven eröffnen und gleichzeitig aber auch Risiken
produzieren.
Mittwoch
Den Wandel in der Arbeitswelt
gemeinsam gestalten
Dr. Monika Hackel (Bonn)
Mi. 10:15 – 12:45
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24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Zur Transformation schulischen Wissens seit 1830: die
Lehrpläne in der deutschsprachigen Schweiz im Wandel
Dr. Karin Manz (Zürich),
Anja Giudici, M.A. (Zürich),
Stefan Müller, M.A. (Zürich)
■ Der Beitrag fragt, ob, wie und wann sich gesellschaft-
liche Phänomene auf Lehrpläne – deren Konstruktionsprinzipien, Fächerentwicklung und Lektionendotation
– auswirken, wodurch diachron Kontinuitäten und Brüche
des schulischen Wissenskanons und seine soziale
Konstruktion aufgezeigt werden können.
Themenforen TF
Kontinuität und Diskontinuität der Laienpartizipation
in der Schweizer Volksschule
Patricia Anna Buser, lic. phil. (Zürich),
Jasmin Näpfli, M.A. (Brugg)
Kontinuität und Diskontinuität
der Laienpartizipation in der
Schweizer Volksschule
Patricia Anna Buser, lic. phil.
(Zürich),
Jasmin Näpfli, M.A.
(Brugg)
■ Die traditionellen Führungsorgane der Volksschulen
sind lokale Laiengremien, deren Aufgabenbereich sich
durch die Teilautonomisierung verändert. Die Zukunft der
traditionellen Laiengremien ist ungewiss, es lässt sich
aber eine neue Form der Laienpartizipation – die Elternräte – erkennen.
Mittwoch
Zur Transformation schulischen Wissens seit 1830: die
Lehrpläne in der deutschsprachigen Schweiz im Wandel
Dr. Karin Manz (Zürich),
Anja Giudici, M.A. (Zürich),
Stefan Müller, M.A. (Zürich)
Mi. 10:15 – 12:45
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24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
„Sachunterricht – Ausbildungsfach oder wissenschaftliche Disziplin?“ Konstituierung des Sachunterrichts als
wissenschaftliche Disziplin seit 1970
Prof. Dr. Sandra Tänzer (Erfurt)
■ Wie hat sich Sachunterricht als akademische Disziplin
an Hochschulen konstituiert? In einem aktuellen
Forschungsprojekt, das in diesem Vortrag vorgestellt wird,
steht diese Fragestellung im Mittelpunkt.
Themenforen TF
Traditionen, Kontexte und innovative Potenziale von
Bildung in Westafrika am Beispiel Burkina Faso:
Konsequenzen für zukünftiges pädagogisches Handeln
Dr. Eric J. Wendkouni Sawadogo (Dresden)
Traditionen, Kontexte und
innovative Potenziale von Bildung in Westafrika am Beispiel
Burkina Faso: Konsequenzen
für zukünftiges pädagogisches
Handeln
Dr. Eric J. Wendkouni
Sawadogo
(Dresden)
■ Westafrika ist u. a. gekennzeichnet durch eine
traditionell verankerte zunftmäßige berufliche Lehre und
Erziehung, die heute noch die Bildung der Menschen prägt.
Die schulische Bildung, die stark am formalen Sektor
ausgerichtet ist, zeigt Defizite und Anpassungsprobleme.
Wie können die lokalen Bildungs- und Beschäftigungsverhältnisse zukünftig mehr Berücksichtigung im
Bildungssystem finden? Fallstudie aus Burkina Faso.
Mittwoch
Sachunterricht – Ausbildungsfach oder wissenschaftliche
Disziplin? – Konstituierung des
Sachunterrichts als wissenschaftliche Disziplin seit 1970
Prof. Dr. Frauke Grittner
(Kassel),
Prof. Dr. Sandra Tänzer
(Erfurt),
Prof. Dr. Claudia Schomaker
(Hannover)
Mi. 10:15 – 12:45
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24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Gestaltung familialer Lebensformen als Lern- und
Bildungsaufgabe – eine wachsende Herausforderung
für Familien und Soziale Dienste
Dr. Frank Mücher (Dortmund)
■ Ausgangspunkt des Beitrags ist eine qualitative Studie
über Familienkonzepte. Dabei stehen Eltern im Fokus,
deren Veränderungsbedarf im Rahmen des Übergangs
zur (Erst-)Elternschaft sowie im Rahmen krisenbedingter
Übergänge durch die Inanspruchnahme familienunterstützender Dienstleistungen zum Ausdruck kommt.
Themenforen TF
Radikale Differenzierung als nicht intendierte
Nebenfolge des Bologna-Prozesses
Marco Schröder, M.A., M.A. (Augsburg)
Radikale Differenzierung als
nicht intendierte Nebenfolge
des Bologna-Prozesses
Marco Schröder, M.A., M.A.
(Augsburg)
■ Obwohl die Folgen der Bologna-Reform häufig disku-
tiert werden, wurde eine nicht intendierte Nebenfolge
bisher kaum thematisiert: Seit der Bologna-Reform differenzieren sich Studiengänge in einem radikalen Maße aus.
Die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchung
veranschaulichen die strukturell verursachte Entrationalisierung der Studienwahl.
Mittwoch
Gestaltung familialer Lebensformen als Lern- und
Bildungsaufgabe – eine wachsende Herausforderung für
Familien und Soziale Dienste
Dr. Frank Mücher (Dortmund),
Dr. Matthias Euteneuer
(Dortmund)
Mi. 10:15 – 12:45
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24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Baskische Sitten und preußische Schulen:
Thesen zum Zusammenhang von Bildungsforschung und
Bildungspolitik bei Wilhelm von Humboldt
Univ.-Prof. Dr. Ruprecht Mattig (Innsbruck)
■ Dieser Vortrag interpretiert Wilhelm von Humboldts
Untersuchungen über die baskische Kultur als eine
bildungstheoretische Ethnographie. Er zeigt, dass
Humboldt im Baskenland zu neuen Einsichten über die
Menschenbildung gelangt, welche später in sein Konzept
der preußischen Bildungsreform eingehen.
Themenforen TF
Schulentwicklung ohne Schüler_innen hat Tradition –
aber welche Zukunft?
Dr. Roman Langer (Linz),
Manuela Gamsjäger, Mag. (Linz)
Schulentwicklung ohne
Schüler_innen hat Tradition –
aber welche Zukunft?
Dr. Roman Langer (Linz),
Manuela Gamsjäger, Mag.
(Linz)
■ Schüler_innen sind an Unterrichtsgestaltung, Schul-
entwicklung und Schulsystemreform traditionell nicht
aktiv beteiligt. Dies belegen u. a. die Befunde des österreichweiten Mixed-Method-Projekts „Schüler_innen entwickeln Schule?!“. In diesem Vortrag wird diskutiert, wie
die Schul(entwicklungs)forschung schulische Arbeits- und
Sozialbeziehungen, die aus Schüler_innensicht zentrale
Bedingung von Schulgestaltung sind, systematisch
berücksichtigen kann.
Mittwoch
Baskische Sitten und preußische Schulen: Thesen zum
Zusammenhang von Bildungsforschung und Bildungspolitik
bei Wilhelm von Humboldt
Univ.-Prof. Dr. Ruprecht Mattig
(Innsbruck)
Mi. 10:15 – 12:45
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24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
„Internationale Bildungssysteme als ein zukünftig
nicht zu unterschätzendes Thema der Erziehungswissenschaft?“
Dr. Sina-Mareen Köhler (Hannover)
■ Das internationale IB-Diploma erlangt als Zertifikat und
kulturelles Kapital auch für nicht global mobile Familien
ein zunehmendes Ansehen. Die zukünftige Bedeutung
von internationalen Bildungssystemen wurde von der
Erziehungswissenschaft bisher ausgespart und soll zur
Diskussion gestellt werden.
Themenforen TF
19th-century infant education in Great Britain and
France: how transnational exchange brought about
common traditions
Dr. Kaspar Burger (Sion)
19th-century infant education
in Great Britain and France:
how transnational exchange
brought about common traditions
Dr. Kaspar Burger (Sion)
■ The study traces the evolutions of British infant schools
and French salles d’asile from 1816 to 1881, reconstructing how ideas and motives of educators and reformers
spread across national frontiers and shaped the character
and spread of the institutions within national and transnational contexts.
Mittwoch
„Internationale Bildungssysteme als ein zukünftig nicht zu
unterschätzendes Thema der
Erziehungswissenschaft?‟
Dr. Sina-Mareen Köhler
(Hannover)
Mi. 10:15 – 12:45
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24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Singularisierung im Alter
Dr. Simone Eliana Schnurr (München)
Wissenschaftlicher Fortschritt zwischen Rezeption und
Position. Der erziehungswissenschaftliche Umgang mit
dem Konzept des Lehrerwissens seit den 1980er Jahren
Susann Hofbauer, M.A. (Erlangen-Nürnberg)
■ Die Arbeit widmet sich der voranschreitenden Singula-
risierung unserer Gesellschaft und untersucht den Aufbau
der sozialen Netzwerke älterer kinderloser Menschen und
deren Vorstellungen über das Leben im Alter. Die Daten
stützen sich sowohl auf qualitative als auch auf quantitative Befunde.
Themenforen TF
Wissenschaftlicher Fortschritt
zwischen Rezeption und Position. Der erziehungswissenschaftliche Umgang mit dem
Konzept des Lehrerwissens
seit den 1980er Jahren
Susann Hofbauer, M.A.
(Erlangen-Nürnberg)
■ Diese Studie rekonstruiert die Entwicklung des
Konzepts des Lehrerwissens seit Shulman (1986).
Im Fokus stehen die unterschiedlichen erziehungswissenschaftlichen Rezeptionsformen in deutsch- und englischsprachigen Publikationen und deren Auswirkungen auf
den Fortschritt von Lehrerwissensmodellen.
Mittwoch
Singularisierung im Alter
Dr. Simone Eiana Schnurr
(München)
Mi. 10:15 – 12:45
180
181
AKTUELLE
(SCHUL-)LEISTUNGSSTUDIEN
A
P2IS
012
Manfred Prenzel, Christine Sälzer,
Eckhard Klieme, Olaf Köller (Hrsg.)
Fortschritte und Herausforderungen in Deutschland
Münster • New York •
München • Berlin
ISBN 978-3-8309-2950-5
www.waxmann.com
Beatrice Rammstedt (Hrsg.)
Hans Anand Pant, Petra Stanat,
Ulrich Schroeders,
Alexander Roppelt, Thilo Siegle
Claudia Pöhlmann (Hrsg.)
IQB-Ländervergleich
2012
Mathematische und
naturwissenschaftliche
Kompetenzen am Ende der
Sekundarstufe I
Grundlegende
Kompetenzen
Erwachsener im
internationalen
Vergleich
Ergebnisse von PIAAC 2012
2013, 230 Seiten, br., 24,90 €,
ISBN 978-3-8309-2999-4
Mi. 10:15 – 12:45
Die Schulpädagogik Georg Simmels und ihre
kultursoziologische Basis als Beitrag für die Schule
von heute
Dr. Florian Krischan, B.Ed. (Innsbruck)
Die Schulpädagogik Georg
Simmels und ihre kultursoziologische Basis als Beitrag für
die Schule von heute
Dr. Florian Krischan, B.Ed.
(Innsbruck)
■ Der deutsche Soziologe Georg Simmel hielt im Jahre
1915/1916 an der Kaiser-Wilhelm-Universität in Straßburg
Vorlesungen zum Thema Schulpädagogik, welche als erste
wissenschaftliche Abhandlung zu diesem Thema gelten,
bis heute jedoch nur wenig beachtet wurden. Der Vortrag
stellt Simmels pädagogischen Ausführungen vor und
vergleicht sie mit aktuellen Konzepten der Schulforschung.
Manfred Prenzel
Christine Sälzer
Eckhard Klieme
Olaf Köller (Hrsg.)
PISA 2012
Fortschritte und
Herausforderungen in
Deutschland
2013, 350 Seiten, br., 24,90 €,
ISBN 978-3-8309-3001-3
2013, 416 Seiten, br., 39,90 €,
ISBN 978-3-8309-2990-1
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und auf dem DGfE-Kongress im Foyer des Seminargebäudes am Hegelplatz,
Dorotheenstraße 24.
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Themenforen TF
Mittwoch
As et res moloren imusdan tiatur aut alisit aut quat ipisimi, sin nessi
tota voloribus dis as alique voluptatiis ventus aut voloreseque molupta
quosamusdam remquam, quiatissit mi, nos pel et ellibus molupis int
omnis et labor aut estionsequis aut ut ea corem et quid molupta tempos atur? Tore libusam fugitiumetur as dolut faccus, aciis deruptae
simuscilit volupta quosame volorrum qui rernam faccum voluptae si te
latemporum fugit qui remo mosanis ellanda dit omnis rem res inullaudit officiis exerate volupta corum sit et autecti quidipicae enisquam aliquam ipsapicabo. Ut landias invero et eos ist as explabo rruntiae non
conserumenem experum quundem niet enien da ecullam, tendignam
simagnis sinctaquo quas et ut optiori andanit volum autatqu atiam,
seque si a sitio eosandanihil iundam, quibercim dolutem qui quae repudis nonecero berunt eum explaceratia sunti dolecuptin consequundia solupta veresti busdam que vero omnihil ium et ation poriatem as
accus, sum que plberchilla ea.
24. Kongress der DGfE
183
24. Kongress der DGfE
Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Anschlussfähiges Normalisierungswissen.
Zur Kritik der Pathologie alter und neuer „Kinderfehler“
Ao. Univ.-Prof. Dr. Michaela Ralser (Innsbruck)
■ Der Beitrag stellt ein Stück Gegenwartsgeschichte zur
Diskussion. Er verfolgt die Longue durée des Ineinandergreifens medikaler und pädagogischer Interventionen im
20. Jahrhundert am Beispiel der frühen Fürsorgeerziehung
und zeigt die Anschlussfähigkeit normalisierender
Wissensproduktion bis heute.
Themenforen TF
The University as a Transcultural Space: Recognizing
Cultural Differences in “German” Higher Education
Pinar Tuzcu (Kassel)
Can the university be a transcultural space? By giving an
affirmative response to this
question, this paper will discuss the impact of the everincreasing diversity at German
higher education institutions.
Pinar Tuzcu (Kassel)
■ Can the university be a transcultural space?
By giving an affirmative response to this question,
this paper will discuss the impact of the ever-increasing
diversity at German higher education institutions.
Mittwoch
Anschlussfähiges Normalisierungswissen. Zur Kritik der
Pathologie alter und neuer
„Kinderfehler‟
Ao. Univ.-Prof. Michaela Ralser
(Innsbruck)
Mi. 10:15 – 12:45
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Mi. 10:15 – 12:45
Themenforen TF
24. Kongress der DGfE
Zwischen handlungsleitenden Traditionen und
Innovationen – Eine empirische Rekonstruktion von
Lehror-ientierungen in Organisationen Allgemeiner
Erwachsenenbildung
Dr. Julia Franz (Erlangen-Nürnberg)
Zwischen handlungsleitenden
Traditionen und Innovationen
– Eine empirische Rekonstruktion von Lehrorientierungen
in Organisationen Allgemeiner
Erwachsenenbildung
Dr. Julia Franz
(Erlangen-Nürnberg)
■ Anhand der Befunde einer qualitativen Studie wird
die Frage verfolgt, welche kollektiven Vorstellungen über
die didaktische Gestaltung von Lernarrangements in
Erwachsenenbildungsorganisationen vorliegen und welche
Rolle dabei „neue Lernkulturen“ und organisationseigene
Lehrtraditionen spielen.
Arbeitsgruppen AG III 50 BE2 - E44/46
Jungen und Schule. Mögliche Gründe für
Geschlechterdisparitäten im schulischen Erfolg
Prof. Dr. Bettina Hannover (Berlin),
Prof. Dr. Ursula Kessels (Berlin)
Geschlechterstereotype und
der geringere Schulerfolg
der Jungen. Quantitative und
qualitative Befunde
Prof. Dr. Andreas Hadjar
(Luxemburg)
Wird schulisches Engagement
als unmännlich angesehen?
Anke Heyder, Dipl.-Psych.
(Berlin),
Prof. Dr. Ursula Kessels
(Berlin)
Der Beitrag traditioneller Geschlechterrollenorientierungen
zur Erklärung von Leistungsnachteilen von Jungen mit
Zuwanderungshintergrund:
Analysen von Daten aus der
PISA-2009-Erhebung
Dr. Dominique Rauch
(Frankfurt am Main),
Susanne Bergann, Dipl.-Päd.
(Berlin),
Prof. Dr. Petra Stanat (Berlin)
Gibt es das Stereotyp über
den männlichen Schulversager? Die Sicht von Schülerinnen und Schülern
Martin Latsch, M.Sc. (Berlin),
Prof. Dr. Bettina Hannover
(Berlin)
186
Mi. 13:00 – 16:00
■ Jungen sind in Bildungsbeteiligung und Zertifikaterwerb
gegenüber Mädchen zurückgefallen. Dies zeigt sich jedoch
nicht in gleicher Weise für den Erwerb von Kompetenzen:
Jungen haben zwar geringere Lesekompetenzen,
schneiden aber in der Mathematik besser ab als ihre weiblichen Peers. In dieser Arbeitsgruppe werden verschiedene
theoretische Perspektiven sowie methodische Zugänge
(quantitative und qualitative Verfahren, experimentelle
Designs) genutzt, um mögliche Ursachen der ungünstigeren Bildungskarrieren von Jungen zu identifizieren.
Die vorgestellten Studien beschreiben, wie spezifische
Facetten des männlichen Geschlechterstereotyps die
Lern- und Leistungsergebnisse von Jungen beeinflussen
können. Es zeigt sich, dass Einstellungen, Interessen und
Verhaltensweisen, mit denen Jungen ihre Männlichkeit zu
betonen suchen, als inkompatibel zur Erfüllung schulischer Anforderungen gelten – sowohl in der Selbstwahrnehmung der Jungen wie auch in der Fremdwahrnehmung durch Lehrkräfte und Peers.
Sind Jungen weniger kompetent in der Selbststeuerung
ihres Lernens als Mädchen?
Selbst- und Fremdeinschätzungen und Zusammenhänge
mit fachlichen Kompetenzen
Dr. Poldi Kuhl (Berlin)
187
Jungeninteressen und ihre
Bedeutung für die Schule
Prof. Dr. Ingelore Mammes
(Duisburg-Essen)
Diskutant
Prof. Dr. Jürgen Budde
(Flensburg)
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Arbeitsgruppen AG III 51 BE2 - E42
Design-Based Research – ein Forschungsparadigma
für die Bildungswissenschaften?
Prof. Dr. Dieter Euler (St. Gallen),
Prof. Dr. Gabi Reinmann (Friedrichshafen)
Potenziale von DBR für
Erkenntnisgewinnung und
Praxisgestaltung
Prof. Dr. Dieter Euler
(St. Gallen),
Prof. Dr. Gabi Reinmann
(Friedrichshafen)
Wie vollzieht sich die Generalisierung von Erfahrungen bzw.
die Generierung von Wissen
im Rahmen der Designzyklen?
Peter F.E. Sloane (Paderborn)
Wie kann über DBR die wissenschaftliche und praktische
Relevanz der Forschung
gesichert werden?
Prof. Dr. Taiga Brahm
(St. Gallen)
Für welche spezifischen
Erkenntnisinteressen eignet
sich der DBR-Ansatz?
Prof. Dr. Isa Jahne (Umeå)
Wrap up: Rückbezug auf die
eingeführten Fragestellungen
Prof. Dr. Dieter Euler
(St. Gallen),
Prof. Dr. Gabi Reinmann
(Friedrichshafen)
■ Auseinandersetzungen über Forschungsmethodo-
logien haben in den Bildungswissenschaften lange
Tradition. Sie werden häufig unversöhnlich und mit
Profilierung der Gegensätze geführt. Für uns hängt die
Sinnhaftigkeit einer Forschungskonzeption von der
Problemstellung und dem Erkenntnisinteresse ab.
Dies gilt auch für Design-Based Research (DBR).
Dieser Ansatz entstand als Reaktion auf die Kritik an
mangelnder praktischer Anwendung von Befunden
aus der empirisch-analytischen Lehr-Lernforschung.
Als Ergebnis werden Theorien angestrebt, die für die
Praxis einen Nutzen bieten und zugleich über die Anwendung in einer singulären Situation hinausgehen.
Wir wollen folgenden Fragen nachgehen: Wo liegen
die Gemeinsamkeiten, wo die Spezifika von DBR gegenüber bestehenden Methodologien? Wie wird der Generalisierungsanspruch von Theorien innerhalb von DBR
verstanden und umgesetzt? Für welche Erkenntnisinteressen eignet sich DBR? Welche Methoden sind für
DBR sinnvoll und können wie angewendet werden?
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Fachübergreifende Kompetenzen von Lehrkräften
Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe (Bielefeld)
Projekt M³K
Prof. Dr. Bardo Herzig
(Paderborn),
Alexander Martin (Paderborn)
Projekt BilWiss-Beruf
Prof. Dr. Ewald Terhart
(Münster),
Franziska Schulze-Stocker
(Münster)
Projekt KOMPARE
Andreas Hetmanek
(München),
Dr. phil. Christof Wecker
(München),
Prof. Dr. phil. Frank Fischer
(München),
Prof. Dr. med. Martin Fischer
(München),
Jan Kiesewetter (München),
Prof. Dr. phil. Cornelia Gräsel
(Wuppertal),
Saskia Wolff (Wuppertal),
Kati Trempler (Wuppertal)
Projekt DaZKom
Dr. phil. Anne Köker,
(Bielefeld),
Sonja Rosenbrock, M.A.
(Bielefeld),
Svenja Hammer (Lüneburg),
Sonja Carlson (Bielefeld),
Prof. Dr. Timo Ehmke
(Lüneburg),
Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe
(Bielefeld),
Prof. Dr. Udo Ohm (Bielefeld)
■ In der Arbeitsgruppe werden fünf unterschiedliche
Forschungszugänge zu Fragen der theoretischen
Modellierung und empirischen Überprüfung von fachübergreifenden Kompetenzen von angehenden Lehrkräften präsentiert, die auch als „generische“ Kompetenzen bezeichnet werden. Alle fünf Projekte sind Teil des
BMBF-Forschungsclusters „Kompetenzmodellierung und
Kompetenzerfassung im Hochschulsektor“.
Im Rahmen der Arbeitsgruppe soll die Genese der
Projekte nachgezeichnet und die gemeinsame Frage
verfolgt werden, ob bei der Konstruktion von Messmodellen auf theoretischer Ebene Annäherungen möglich
sind und ob im Hinblick auf das empirische Vorgehen
ähnliche Verfahrensschritte notwendig werden.
Die angestrebten Ergebnisse der Forschungsprojekte
sind v. a. für die zukünftige Gestaltung des bildungswissenschaftlichen Studienanteils in der universitären
Lehrer_innenbildung von großer Bedeutung.
Projekt AkaTex
Prof. Dr. phil. Gesa Siebert-Ott
(Siegen),
Lena Decker (Siegen),
Ina Kaplan (Siegen)
188
Arbeitsgruppen AG III 52 DOR26 - 208
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
189
Mi. 13:00 – 16:00
Arbeitsgruppen AG III 53 BE2 - 144
Evaluation des Bundesprogramms „Offensive Frühe
Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“
Prof. Dr. Yvonne Anders (Berlin),
Prof. Dr. Hans-Gunther Rosbach (Bamberg),
Prof. Dr. Wolfgang Tietze (Berlin)
Forschungsdesign der Evaluationsstudie „Offensive Frühe
Chancen‟
Prof. Dr. Yvonne Anders
(Berlin),
Prof. Dr. Hans-Gunther
Rosbach (Bamberg),
Prof. Dr. Wolfgang Tietze
(Berlin)
verbal*- ein Interventionskonzept zur Stärkung professioneller Handlungskompetenz
Marina Jahn, M.A. (Berlin),
Sabine Weigel, Dipl.-Soz. Päd.
(Berlin),
Prof. Dr. Wolfgang Tietze
(Berlin)
Struktur-, Orientierungs- und
Prozessqualität in den Kindertageseinrichtungen
Dipl.-Päd. Matthias
Tuffentsammer (Bamberg),
Hee-Jeong Lee, Dipl.-Päd.
(Berlin),
Rebecca Nattefort, Dipl.-Päd.
(Berlin),
Prof. Dr. Wolfgang Tietze
(Berlin)
■ Die Evaluation untersucht die Auswirkungen des
Bundesprogramms auf verschiedenen Ebenen und nutzt
die Varianz in der Umsetzung des Programms in ihrem
Design. In insgesamt vier Untersuchungsgruppen werden
Einrichtungen, die von Multiplikatoren des Deutschen
Jugendinstituts begleitet werden (1) oder von PadQUIS
gGmbH eine vertiefte fachliche Unterstützung bei der
Umsetzung erhalten (2), mit Schwerpunkt-Einrichtungen
ohne externe fachliche Begleitung (3) sowie einer Kontrollgruppe (4) verglichen. Im Fokus stehen dabei folgende
Fragen: Welche Veränderungen werden durch die zusätzlichen Personal- und Sachmittel in der Einrichtung erreicht?
Welche Wirkung hat die zusätzliche Sprachförderkraft auf
die sprachförderlichen Prozesse im pädagogischen Alltag
sowie auf Prozesse im pädagogischen Team? Welchen
Einfluss hat das Programm auf die sprachliche Entwicklung der Kinder, den Umgang mit Sprache in den
Familien sowie auf die diesbezüglichen Einstellungen
und die Sprachförderpraxis?
Kindlicher Entwicklungsstand,
Struktur-, Orientierungs- und
Prozessqualität in familiären
Settings
Manja Floter, Dipl.-Psych.
(Berlin),
190
Sabine Weigel, Dipl.-Soz.Päd.
(Berlin),
Jutta Sechtig, Dipl.-Päd.
(Weingarten),
Prof. Dr. Hans-Gunther
Rosbach (Bamberg)
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Arbeitsgruppen AG III 54 DOR24 - 1.103
Inklusive Bildungsprozesse in der Transition
vom Kindergarten zur Schule gestalten
Dr. Michael Lichtblau (Hannover)
Das Kind im Übergang vom
Kindergarten in die Schule im
Spannungsfeld alter und neuer
Strukturen – Perspektiven von
Eltern, Erzieher_innen und
Lehrkräften
Ann-Kathrin Arndt
(Hannover),
Antje Rothe (Hannover),
Prof. Dr. Michael Urban
(Bielefeld),
Prof. Dr. Rolf Werning
(Hannover)
Kindliche Interessenentwicklung im Übergang Kita-Schule
unter selbstbestimmungstheoretischer Perspektive
Dr. Michael Lichtblau
(Hannover),
Sören Thoms (Hannover),
Prof. Dr. Rolf Werning
(Hannover)
Prozessorientierte Verfahren
der Bildungsdokumentation in
inklusiven Settings – Potenziale zur Gestaltung des
Übergangs vom Kindergarten
in die Grundschule
Sören Thoms (Hannover),
Prof. Dr. Michael Urban
(Bielefeld),
Prof. Dr. Rolf Werning
(Hannover),
Kapriel Meser (Bielefeld)
■ Die Arbeitsgruppe befasst sich mit pädagogisch-
konzeptionellen Differenzen der Systeme Kindergarten
und Schule. Fokussiert werden die Anschlussfähigkeit
beider Bildungsbereiche im Kontext der Transition und
Konzepte zur Gestaltung dieses Übergangs. Wie empirische Ergebnisse belegen, hat die erfolgreiche Bewältigung
des Übergangs einen hohen Einfluss auf die weitere
Bildungsentwicklung. Speziell für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien stellt diese Transition eine
Gefahr dar, in eine wenig erfolgreiche Schulentwicklung
zu starten. So „entsteht“ die Gruppe der „lernbeeinträchtigten Kinder“ maßgeblich in dieser Phase. Auch in
Anbetracht der Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems in Deutschland ist es daher eine wichtige
Aufgabe, die Passung beider Bildungsbereiche zu erhöhen.
Strukturiert durch fünf Beiträge aus Forschungsprojekten
sollen historisch gewachsene Bedingungen und zukünftige
Entwicklungsmöglichkeiten dargestellt und gemeinsam
diskutiert werden.
Inklusives Assessment im
Übergang Kita-Schule – diagnostische Herausforderungen
und instrumentelle Konzeptualisierungen in ILEAT
Prof. Dr. Ute Geiling
(Halle),
Prof. Dr. Katrin Liebers
(Leipzig)
191
Inklusion in Südtirol – die
Rolle Individueller Erziehungspläne bei der Kooperation von
Regel- und Integrationslehrkräften beim Übergang vom
Kindergarten in die Schule
Jun. Prof. Dr. Timm Albers
(Karlsruhe)
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 55 DOR24 - 1.601
24. Kongress der DGfE
Praktiken und Orientierungen von Schülerinnen
und Schülern bei der Bewältigung unterrichtlicher
Anforderungen
Prof. Dr. Friederike Heinzel (Kassel),
Prof. Dr. Rolf-Torsten Kramer (Kassel)
Spaß am Widerstand und
Schülertaktiken heute –
eine kurze Einleitung
Prof. Dr. Rolf-Torsten Kramer
(Kassel)
Feine Unterschiede, die
(k)einen Unterschied machen
– Schülerhandeln beim kooperativen Lernen im Kontext
von Unterricht und Peer-Kultur
Torsten Eckermann (Kassel),
Prof. Dr. Friederike Heinzel
(Kassel)
„Gute Schülerin sein‟ –
Praktiken des Umgangs mit
gymnasialem Unterricht
Dr. Hedda Bennewitz, StR
(Münster)
„Eine eigene Meinung ist mit
das Wichtigste von dem, was
man haben kann‟ – Schülerorientierungen im Umgang mit
methodischen und inhaltlichen
Forderungen des Globalen
Lernens
OStR Dr. Stefan Applis
(Erlangen-Nürnberg)
Doing Homework –
Praktiken bei der Bewältigung
von Hausaufgaben
Dr. Martina Nieswandt (Kassel)
Mehrsprachigkeit in Schule und Unterricht:
Zur Professionalisierung im Lehrerberuf
Prof. Dr. Inci Dirim (Wien),
Magdalena Knappig, Mag. (Wien),
Birgit Springsits, Mag. (Wien),
Prof. Dr. Eva Vetter (Wien),
Prof. Dr. Anke Wegner (Wien)
■ Gegenwart und Zukunft der Erziehungswissenschaft
bestimmen sich wesentlich aus der historischen
Konturierung und künftigen Entwicklung pädagogischer
Handlungsfelder. Besonders für die Schule wandeln sich
nicht nur institutionelle und unterrichtliche Anforderungen, sondern auch die Formen ihrer Bewältigung.
Seit Studien der 1970er Jahre (z. B. von Zinnecker oder
Willis) wissen wir, dass Umgang und Bewältigung v. a.
in den Peervergemeinschaftungen generiert werden.
In aktuellen kulturtheoretischen bzw. praxeologisch argumentierenden Studien werden nun deutlicher Praktiken
und Orientierungen unterschieden, die jedoch in einem
engen Verweisungszusammenhang stehen. In der Arbeitsgruppe werden 4 solcher Studien gebündelt. Übergreifend
soll die Arbeitsgruppe der Frage nachgehen, welche
Praktiken und Orientierungen sich im Umgang mit bzw.
der Bewältigung von schulischen Anforderungen bestimmen lassen, und welche Konsequenzen daraus für die
Schule und die Erziehungswissenschaft abzuleiten sind.
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 56 DOR24 - 1.204
Inferiore Andersheit durch
Einbezug von Mehrsprachigkeit?
Prof. Dr. Inci Dirim (Wien),
Birgit Springsits, Mag. (Wien)
Critical Native-speakerism
als Element pädagogischer
Professionalität
Magdalena Knappig, Mag.
(Wien)
Expert/innen für Mehrsprachigkeit? Die Rolle von
Mehrsprachigkeit im Professionsverständnis von Fremdsprachenlehrer_innen
Prof. Dr. Eva Vetter (Wien)
Professionalisierung und die
Bearbeitung von Entwicklungsaufgaben im Kontext von
Mehrsprachigkeit in Schule
und Unterricht
Prof. Dr. Anke Wegner (Wien)
■ Die individuelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit
stellt eine der zentralen Bedingungen pädagogischen
Handelns im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen in
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dar. Gleichwohl
muss konstatiert werden, dass diese in der schulischen
Praxis bis heute nicht hinreichend Wahrnehmung und
Anerkennung erfährt. Das Symposion stellt vier ausgewählte Perspektiven in den Mittelpunkt: Inci Dirim und
Birgit Springsits befassen sich mit der Frage des Einbezugs von Migrant/innensprachen in den Regelunterricht.
Magdalena Knappik befasst sich mit unterschiedlichen
Bewertungen, die den Deutschkenntnissen von Studierenden durch Hochschullehrende zugesprochen werden.
Eva Vetter untersucht die Mehrsprachigkeitsbewusstheit
österreichischer Lehrender der sogenannten Fremdsprachen, und Anke Wegner fokussiert aus der Perspektive
der Bildungsgangforschung auf die Rekonstruktion von
Entwicklungsaufgaben im Kontext von Mehrsprachigkeit
in Schule und Unterricht.
Diskutanten
Prof. Dr. Georg Breidenstein
(Halle/Saale),
Prof. Dr. Uwe Hericks
(Marburg)
192
193
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Arbeitsgruppen AG III 57 UNI3 - R003
24. Kongress der DGfE
Individuelle und institutionelle Determinanten
gelingender Verläufe und Übergänge in und nach der
beruflichen Ausbildung
Prof. Dr. Stephan Schumann (Konstanz)
Selbstbestimmtes Lernen in
der beruflichen Grundbildung:
Wie wichtig ist die Erfüllung
der „basic needs‟ für die intrinsische Lernmotivation?
Dr. Simone Berweger
(St. Gallen),
Dr. des. Samuel Krattenmacher (St. Gallen),
Dr. des. Patrizia Salzmann
(St. Gallen)
Im zweiten Anlauf erfolgreich?
Individuelle und institutionelle
Determinanten eines Zertifikatserwerbs nach diskontiuierlichem Berufsbildungsverlauf
Prof. Dr. Barbara Stalder
(Bern)
Zum Einfluss der betrieblichen
Ausbildungsqualität auf die
Vermeidung der vorzeitigen
Auflösung von Ausbildungsverträgen
Lucio Negrini (Fribourg),
Lara Forsblom (Fribourg),
Prof. Dr. Jean-Luc Gurtner
(Fribourg),
Prof. Dr. Stephan Schumann
(Konstanz)
■ Das Berufsbildungssystem der Schweiz genießt einen
guten Ruf, ist jedoch zugleich in vielen Bereichen nur
ansatzweise erforscht. Vor diesem Hintergrund widmet
sich die Arbeitsgruppe mittels unterschiedlicher Zugänge
der Analyse und Identifikation individueller und institutioneller Determinanten gelingender Verläufe und Übergänge
in und nach der beruflichen Ausbildung in der Schweiz.
Die gemeinsame Betonung der Beiträge gilt damit explizit
dem Aspekt des Gelingens. Im Fokus der größtenteils auf
längsschnittlichen Designs und quantitativer Methodik
beruhenden Studien stehen Fragen der Motivationsförderung im Lehrbetrieb, Fragen nach der didaktischen
Ausbildungsgestaltung im Lehrbetrieb zur Vermeidung
von Lehrvertragsauflösungen, Fragen des Wiedereinstiegs
in eine Ausbildung nach einer erfolgten Lehrvertragsauflösung und Fragen nach der Erhöhung der Durchlässigkeit
von der beruflichen zur akademischen Bildung bei gleichzeitiger Verminderung sozialer Disparitätseffekte.
Diskutantin
Dr. Katja Scharenberg (Basel)
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 58 DOR24 - 1.404
Das Personal in der Weiterbildung: quantitative und
qualitative Zugänge zu Professionalität und Prekarität
Prof. Dr. Ines Langemeyer (Tübingen)
„Beschäftigte in der Weiterbildung im Spannungsfeld von
Professionalisierungsdruck und
fortschreitender Destabilisierungstendenz in den individuellen Erwerbsverläufen‟ –
Ergebnisse einer quantitativen
Studie zur Beschäftigungssituation in der Weiterbildung
Julia Alfänger (Essen),
Robert Cywinski (Essen),
Arne Elias (Essen),
Prof. Dr. Rolf Dobischat
(Essen)
wb-personalmonitor – Quantitative Erhebung des Personals
in der Weiterbildung
Stefan Koscheck (Bonn),
Andreas Martin (Bonn),
Nadja Schmitz (Bonn)
Geschäfts- und Personalstrategien in der Weiterbildungsbranche – Ergebnisse aus den
Fallstudien
Prof. Dr. Ines Langemeyer
(Tübingen),
Stefanie Jütten (Bonn),
Marcel Fischell (Essen),
Dr. Anna Rosendahl (Essen)
■ Dem Personal in der Weiterbildung wird im Zuge der
gesellschaftlichen Transformationsprozesse und im Konzept vom Lebenslangen Lernen eine wichtige Rolle zugeschrieben, die im Professionalitätsdiskurs ihren Ausdruck
findet. Trotz der intensiv geführten Debatten mangelt
es bis heute an empirisch gesicherten und kontinuierlich
erhobenen Daten zur Beschäftigungslage des Weiterbildungspersonals. Im Rahmen des Kooperationsprojektes
„wb-personalmonitor“ zwischen dem DIE, dem BiBB und
der Universität Duisburg-Essen wird der Versuch unternommen, eine Personalbefragung an die bekannte und
regelmäßig durchgeführte Anbieterbefragung „wbmonitor“ zu koppeln und die Möglichkeit der Verstetigung zu
prüfen. Auf diese Weise lassen sich Informationen über
die Weiterbildungsanbieter und das Weiterbildungspersonal auf Basis repräsentativer Daten miteinander verbinden
und ermöglichen so neue Impulse für den wissenschaftlichen Diskurs zu den Entwicklungstendenzen des Personals in der Weiterbildungsbranche.
Von der Lehre an die Hochschule: Durchlässigkeit
und soziale Disparitäten im
Schweizer Berufsbildungssystem
Jakob Kost (Fribourg)
194
195
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 59 DOR24 - 1.308
24. Kongress der DGfE
Die Qualität vorschulischer naturwissenschaftlicher
und mathematischer Bildung:
Messkonzepte und empirische Befunde
Hannah Ulferts, Dipl.-Psych. (Berlin)
Naturwissenschaftliche Bildung
im Kindergarten: Ansätze zur
Messung der Qualität und ihre
Herausforderungen
Itala Ballaschk, M.A. (Berlin),
Prof. Dr. Yvonne Anders
(Berlin)
Einflüsse auf Einstellungen
von frühpädagogischem
Fachpersonal zu mathematischer Frühförderung
Hannah Ulferts, Dipl.-Psych.
(Berlin),
Dr. phil. Axinja Hachfeld,
Prof. Dr. Yvonne Anders
(Berlin)
Die Auswirkung der Qualität
frühkindlicher Bildung und
Betreuung auf die Entwicklung
mathematischer Fähigkeiten –
empirische Befunde aus dem
Modellprojekt KiDZ
Dr. phil. Katharina Kluczniok
(Bamberg),
Dr. phil. Katharina Kluczniok
(Bamberg),
Prof. Dr. Yvonne Anders
(Berlin),
Jutta Sechtig, Dipl.-Päd.
(Weingarten),
Eva-Maria Metze, Dipl.-Päd.
(Berlin),
Prof. Dr. Hans-Günther
Roßbach (Bamberg)
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 60 DOR24 - 1.401
Familiale Sozialisation und Bildungskarrieren.
Neue Zugänge rekonstruktiver Forschung
Prof. Dr. Vera King (Hamburg),
Dr. Mirja Silkenbeumer (Hannover),
Prof. Dr. Andreas Wernet (Hannover)
■ Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Qualität
vorschulischer naturwissenschaftlicher und mathematischer Bildung. Verfolgt wird ein multimethodaler Ansatz,
der quantitative und qualitative Ansätze der Qualitätserfassung berücksichtigt. Die Validierungsstudie zum
Zertifizierungsverfahren der Stiftung „Haus der kleinen
Forscher“ (Ballaschk & Anders) beschäftigt sich mit diesen
Ansätzen im Bereich Naturwissenschaft. Der zweite
Beitrag (Ulferts et al.) stellt Ergebnisse aus einer Erhebung
zu pädagogischen Einstellungen von frühpädagogischem
Fachpersonal im mathematischen Bildungsbereich vor.
Die dritte Studie untersucht die Auswirkungen des alltagsintegrierten, mathematischen Förderansatzes im Modellprojekt KiDZ auf die Prozessqualität und auf die Kompetenzentwicklung der Kinder (Metze et al.). Franziska Vogt
diskutiert die Ergebnisse vor dem aktuellen Wandel der
vorschulischen Einrichtungen.
Diskutantin
Prof. Dr. Franzsika Vogt
(St. Gallen)
196
Bildungsverläufe junger
Männer aus italienischen
Migrantenfamilien – Transmission und Transformation in
adoleszenten Generationenbeziehungen
Kathrin Böker (Hamburg),
Michael Tressat (Hamburg)
Familienbeziehungen
von Jugendlichen
Prof. Dr. Jutta Ecarius (Köln)
Die sozialisatorische Bedeutung der Familie für die
Formung eines Bildungsselbst
in aufsteigenden Bildungskarrieren – Zur Aneignung und
Weitergabe des „familialen
Erbes‟
Julia Labede (Hannover),
Dr. Sven Thiersch (Hannover)
Akkumulation von Bildungskapital über Generationen:
das Verfahren der Genogrammanalyse
Prof. Dr. Bruno Hildenbrand
■ Die Frage, welche sozialisatorische Rolle die Familie für
Bildungsbiographien und die künftige soziale Platzierung
der Kindergeneration spielt und wie die Bedeutung der
Familie für Bildungsverläufe theoretisch und methodisch
präzise gefasst werden kann, stellt in der Tradition und
Geschichte der Erziehungswissenschaft eines der grundlegenden und auch für die Zukunft der Bildungsforschung
sowie der Disziplin wegweisenden Themen und Herausforderungen dar. Diese Frage verschärft sich unter der
Bedingung rasanter gesellschaftlichen Wandlungs- und
Diversifizierungsprozesse, die die Bedingungen familialer
Sozialisation stetig verändern.
In dieser Arbeitsgruppe sollen zu diesem Themenkomplex
neue rekonstruktive Zugänge, forschungspraktische
Ansätze und methodologische Perspektiven zur Diskussion gestellt werden.
197
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 61 DOR24 - 1.402
24. Kongress der DGfE
Adressat/innen im Kontext
sozialpädagogischer Kontroversen
Mark Humme (Universität Münster)
Junge Erwachsene zwischen
Jugendhilfe und rechtlicher
Betreuung – eine sozialpädagogische Kontroverse wird
gewünscht!
Dr. Corinna Peter
(Universität Münster)
Adressat/innen Früher Hilfen
Dr. Claudia Buschhorn
(Münster),
Dr. Silke Karsunky
(Münster)
Konstruktionsprozesse von
Adressat/innen in der Jugendsozialarbeit – eine kritische
Reflexion
Mark Humme (Münster)
Zur Körperlichkeit von
Adressat/innen
Anna Bea Burghard
(Münster)
Alte Menschen mit Hilfeund Unterstützungsbedarf –
(k)eine Adressat/innengruppe
Sozialer Arbeit?
Dr. Susanne Graumann
(Münster)
■ Wer wird wie zur Adressatin bzw. zum Adressaten
Sozialer Arbeit? Diese Frage evoziert fachliche Kontroversen und Positionierungen. Als Korrektiv gegenüber
einem paternalistisch-expertokratischen Verständnis
stehen Adressat/innen nunmehr als handelnde Subjekte
im sozialpädagogischen Fokus.
Die Konstruktion dieser unterliegt neben disziplinären
und professionellen Zugängen zudem sozialen Transformationsprozessen, politischen Programmatiken, sozialen
Differenzverhältnissen sowie der Definitionsmächtigkeit
verschiedener Akteur_innen. Vor dem Hintergrund der
Profilierung des Konzepts des „doing adressee“ markieren
die Beiträge der Arbeitsgruppe Konstruktionsweisen mit
Blick auf differente Konstruktionsebenen und -prozesse,
durch die Personen(gruppen) zu Adressat/innen werden.
Diese Akzentuierung zielt auf eine Reflexion der mit dem
Adressat/innenbegriff verbundenen Zuschreibungs-,
Konstruktions- sowie De-Thematisierungsprozesse.
Adressat/innen im Kontext
konfessioneller Wohlfahrtsproduktion
Senka Karic (Münster)
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 62 DOR24 - 1.503
Kommunikative Kompetenzen von Lehrpersonen
für produktive Lehr-Lern-Dialoge
Kathrin Futter, lic. phil. (Zürich)
Lehrer-Schüler-Interaktionen
im Klassengespräch:
Ergebnisse einer videobasierten Interventionsstudie
Ann-Kathrin Pehmer
(München),
Dr. Alexander Gröschner
(München),
Katharina Kiemer (München),
Prof. Dr. Tina Seidel
(München)
Lehrerkompetenzen für produktive Lehr-Lern-Dialoge?
Prof. Dr. Christine Pauli
(Fribourg),
Prof. Dr. Kurt Reusser
(Zürich)
■ Eine Vielzahl von Aufgaben im Lehrerberuf erfordern
von Lehrpersonen kommunikative Kompetenzen.
Gespräche werden nicht nur im Unterricht mit Schülerinnen und Schülern geführt, sondern auch mit Kolleginnen
und Kollegen im Lehrerteam, mit Vorgesetzten, mit Eltern
und bei der Praxiseinführung angehender Lehrpersonen
bzw. Lehrerstudierenden. Die Frage, welche kommunikativen Kompetenzen Lehrpersonen zur Bewältigung
ihres Berufsalltags benötigen, und wie produktive LehrLern-Dialoge initiiert werden können, ist daher von hoher
praktischer Relevanz. Damit befassen sich, mit Bezug
auf unterschiedliche schulische Handlungsfelder, die vier
empirischen Beiträge dieser Arbeitsgruppe.
Fachspezifische Gesten als
kommunikatives Mittel im
Mathematikunterricht
Dr. des. Stefan Jörissen
(Zürich)
Interaktionsqualität in Unterrichtsbesprechungen und
berufspraktisches Lernen
angehender Lehrpersonen
Kathrin Futter, lic. phil.
(Zürich),
Prof. Dr. Fritz Staub (Zürich),
Sina Schatzmann (Zürich),
Dr. Monika Waldis (Aarau)
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Diskutantin
Prof. Dr. Eveline Wuttke
(Frankfurt am Main)
Diskutantin
Prof.in Dr. Nina Oelkers
(Vechta)
198
199
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 63 DOR24 - 1.504
24. Kongress der DGfE
[Text folgt]
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 64 DOR24 - 1.406
Die gymnasiale Oberstufe zwischen Innovation und
Restauration
Dr. Stefan Hahn (Bielefeld),
Julian Kempf, M.A. (Kassel),
Prof. Dr. Dorit Bosse (Kassel)
Obligatorik, Standardisierung
und Vergleichbarkeit. Was ist
noch übrig von der reformierten Oberstufe von 1972?
Dr. Marko Neumann (Potsdam)
Grenzziehungen und Bewegungsversuche. Zum Verhältnis von allgemeinen Vorgaben
und individuellen Wahlmöglichkeiten auf der gymnasialen
Oberstufe
Prof. em. Dr. Ludwig Huber
(Bielefeld)
Heterogenität und der Wandel
von Schule – Herausforderungen für die Gestaltung der
gymnasialen Oberstufe
Dr. Sebastian Boller
(Bielefeld),
Dipl.-Soz. Monika Palowski
(Bielefeld),
Christine Schumacher, M.Ed.
(Bielefeld)
Hinführung zum selbstständigen wissenschaftlichen
Arbeiten in den Naturwissenschaften
Dr. Stefan Hahn (Bielefeld)
■ Ausgehend von einem Beitrag zur historischen
Einordnung der aktuellen Ausgestaltung der gymnasialen
Oberstufe („Kernfach-Abitur“, „Bildungsstandards“) –
vor dem Hintergrund der Ziele der Oberstufenreform von
1972 – werden empirische Analysen präsentiert, die neue
Herausforderungen auf curricularer, didaktischer und
schulischer Ebene markieren und Evidenz für die Tragfähigkeit innovativer Maßnahmen für Unterricht und
Schulentwicklung in der gymnasialen Oberstufe liefern.
Es werden zwei Forschungsprojekte vorgestellt, die sich
auf Formen wissenschaftspropädeutischen Arbeitens in
den Naturwissenschaften und im Fach Deutsch konzentrieren, ein Projekt, das sich mit Bildungsrisiken und
Bildungserfolgen in der Sekundarstufe II beschäftigt,
sowie eine Studie, die mit Blick auf die Interessenentwicklung als eines der Bildungsziele der Oberstufe eine
Bestandsaufnahme der Umsetzung der KMK-Vereinbarungen in den einzelnen Bundesländern vorgenommen hat.
Die Argumentationskompetenz
von Oberstufenschülerinnen
und -schülern fördern durch
selbstgesteuertes Lernen
Prof. Dr. Dorit Bosse (Kassel),
Julian Kempf, M.A. (Kassel)
200
201
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 65 DOR24 - 1.501
24. Kongress der DGfE
Wirksamkeit sprachlicher Förderung
am Übergang in die Grundschule
Prof. Dr. Katja Koch (Braunschweig),
Prof. Dr. Diemut Kucharz (Frankfurt am Main)
Sprachförderung für Migrantenkinder – Evaluation unterschiedlicher Sprachförderkonzepte in niedersächsischen
Kindertagesstätten
Prof. Dr. Katja Koch
(Braunschweig),
Dr. Oliver Hormann
(Braunschweig)
Evaluation Additiver Sprachförderung in Rheinland-Pfalz
Prof. Dr. Gisela
Kammermeyer (Landau),
Andrea Stuck (Landau)
LISFör – Literalität und Interaktion in der Sprachförderung
bei mehrsprachigen Kindern in
der Schuleingangsphase
Prof. Dr. Birgit Lütje-Klohse
(Bielefeld),
Prof. Dr. Ulrich Mehlem
(Frankfurt am Main)
Sprachförderung von Vorschulkindern mit Migrationshintergrund im Kontext frühen
Naturwissenschaftlichen
Lernens
Prof. Dr. Ilonca Hardy
(Frankfurt am Main),
Sarah Kloster
(Frankfurt am Main)
■ Sprachentwicklungsmodelle aus dem angloamerika-
nischen Raum betonen im Rückgriff auf soziokulturelle
Konzeptionen (früh-)kindlicher Bildungsprozesse den
„transaktionalen“ Charakter des menschlichen Sprachaneignungsprozesses. Mit diesem Erklärungsansatz
rücken neben den sprachfördernden Personen auch die
angewandten Konzepte und Methoden der Sprachförderung in den Vordergrund. In dieser Arbeitsgruppe
sind Forschungsprojekte repräsentiert, die verschiedene
Konzepte und Methoden der (vor-)schulischen Sprachförderung fokussieren und jeweils verschiedene Ansätze
zur Überprüfung ihrer Wirksamkeit verfolgen. Neben der
Präsentation der aktuellen Projektergebnisse soll auf der
Basis der in den Projekten angefertigten Videografien
diskutiert werden, welche Faktoren die Qualität von
sprachbezogenen Interaktionen bestimmen und wie diesbezügliche Forschungsergebnisse genutzt werden können,
um die pädagogische Professionalität im Umgang mit
Kindern mit einer anderen Herkunftssprache zu verbessern.
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 66 DOR24 - 1.607
Tradition und Moderne in der Bildungsund Kulturtheorie Giambattista Vicos
Prof. Dr. Birgitta Fuchs (Bayreuth)
Tradition und Moderne in der
Bildungstheorie Giambattista
Vicos
Prof. Dr. Birgitta Fuchs
(Bayreuth)
Vico und die Pädagogik
Prof. Dr. Sandra Chistolini
(Rom)
Vico und die Neue Welt:
Traditionen und Zukünfte
(pluri-)topischer Bildungsund Kulturtheorien
Dr. Phillip Knobloch (Bayreuth)
Pädagogik und Anthropotechnik – Vico und Sloterdijk
André Schütte (Bayreuth)
Diskutant
Prof. Dr. Winfried Böhm
(Würzburg)
■ Der italienische Renaissance-Humanist Giambattista
Vico gehört in Italien, Spanien und den anglo-amerikanischen Ländern längst zu den Klassikern europäischen
Bildungsdenkens und zu den Mitbegründern einer
modernen Kulturtheorie und -anthropologie. Im deutschen
erziehungswissenschaftlichen Diskurs ist er bislang nur
am Rande rezipiert worden.
Im Hinblick auf das Thema „Traditionen und Zukünfte“
ist Vico sowohl unter bildungs- als auch unter kulturtheoretischer Hinsicht interessant, da er an einer kulturgeschichtlichen Epochenschwelle um eine Vermittlung
von traditionellem Bildungsdenken und neuzeitlichem
Rationalismus (Descartes) ringt und durch die Reformulierung der rhetorischen Topik ein wissenschaftliches
Verfahren generiert, welches traditionelles und neues
Wissen neu zu strukturieren und zu integrieren sucht.
Hier einsetzend, wird die Arbeitsgruppe die Frage nach
der Aktualität von Vicos Denken hinsichtlich zeitgenössischer Herausforderungen der Erziehungswissenschaft stellen.
Durchgängige Sprachförderung im Kindergarten und in
der Grundschule in der Stadt
Fellbach
Prof. Dr. Diemut Kucharz
(Frankfurt am Main),
Prof. Katia Machowiak
(Hannover),
Christine Beckerle (Hannover)
202
203
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Arbeitsgruppen AG III 67 UNI3 - R001
24. Kongress der DGfE
Das Fach Pädagogik in der Lehrer_innen(aus)bildung.
Traditionen und Konstruktionen zwischen Seminar
und Universität
Prof. Dr. Andreas Hoffmann-Ocon (Zürich)
Lehrerbildung vor ihrer
Institutionalisierung. Das Seminar Muttenz im Kontext der
Schweizer Schulgeschichte.
Dr. Rebekka Horlacher
(Zürich)
Der Stellenwert der Pädagogik als Argument und
Wissenskanon. Die Akademisierungsfrage der Lehrpersonenausbildung zwischen seminaristischer und universitärer
Verortung am Übergang vom
19. zum 20. Jahrhundert.
Andrea De Vincenti, lic. phil.
(Zürich),
Dr. Norbert Grube (Zürich),
Prof. Dr. Andreas
Hoffmann-Ocon (Zürich)
Pädagogische Denkform und
professionelles Handeln: Die
preussischen Pädagogischen
Akademien und die Akademisierung der Volksschullehrer_
innenbildung in der Weimarer
Republik.
Prof. Dr. Frank Tosch
(Potsdam)
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 68 DOR24 - 1.605
Psychoanalytischer Blick, psychoanalytisches Ohr –
forschungsmethodische Zugänge in der Lehrer_innenbildung und -fortbildung
Dr. Julia Strohmer (Luxemburg),
Dr. Jean-Marie Weber (Luxemburg)
■ Im 20. Jahrhundert hat sich im deutschsprachigen
Raum einerseits das Fach Pädagogik zu einer wissenschaftlichen Disziplin der Lehrerbildung an den Universitäten entwickelt, andererseits gab es neben der
universitären Hochschule Orte, an denen sich ein
pädagogisches Fach teilweise weit ausdifferenziert und
oftmals mit starkem Berufsfeldbezug gebildet hatte.
Die AG rückt vergleichend das Pädagogische in vier
Lehrerbildungsmodellen und ihren Kontexten zu unterschiedlichen Zeitpunkten im 19. und 20. Jahrhundert in
den Mittelpunkt. Leitend ist dabei die Hypothese, dass
sich das kanonisierte Wissen und das pädagogische Konstrukt des Faches nicht in erster Linie nach dem Kriterium
Seminar oder Tertiäreinrichtung unterscheiden lässt,
sondern es dafür vielmehr nationalstaatliche, kulturräumliche, regionale oder schultypenorientierte Traditionen zu berücksichtigen gilt, die Ausprägungen und Debatten über die Zukunft des Faches stets beeinflusst haben.
Die Ausbildung der Pflichtschullehrer in Österreich als
schulpolitisches Konfliktfeld
im kurzen 20. Jahrhundert.
Auseinandersetzungen über
Inhalte und institutionelles
Setting der Pflichtschullehrerausbildung im Spiegel von
Lehrerzeitschriften.
Wilfried Göttlicher, Mag.
(Wien)
204
Diskutanten
Tomas Bascio, lic. phil.
(Zürich),
Dr. Jörg W. Link (Potsdam)
„Übertragung‟ und
Forschungsmethoden im
Bereich der Bildung
Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini
(Hamburg)
„Intuitive Wahrnehmung‟
als psychoanalytische
Forschungsmethode?
Prof. Dr. Jochen Schmerfeld
(Freiburg)
Der Interaktionsraum Interview und die Arbeit mit
Signifikanten in der Forschung
zur Lehrer_innenbildung
Dr. Julia Strohmer
(Luxemburg),
Dr. Jean-Marie Weber
(Luxemburg)
■ Psychoanalytisch orientierte (Forschungs-)Methoden
im Feld der Lehrer_innenbildung sind vielfältig und haben
einige Gemeinsamkeiten: sie ermöglichen Lernen durch
Erfahrung, so angelegte Forschungs- und Bildungsprozesse involvieren angehende Lehrpersonen intensiv, z. B.
durch biographisches Arbeiten und die Berücksichtigung
von Subjektivität und Singularität. Die zu dieser Arbeitsgruppe zusammengefassten Beiträge fokussieren diese
Aspekte in unterschiedlicher Form, um die Vielfalt psychoanalytischer Forschungsansätze aufzuzeigen.
Unter Bezugnahme auf unterschiedliche Forschungsprojekte werden Traditionen und aktuelle Strömungen
diskutiert. Die Bearbeitung von Grundlagenfragen zeigt
das Zukunftspotenzial dieser Ansätze.
Anwendung der psychoanalytischen Beobachtung in
der Lehrerfortbildung
Ass.-Prof. Dr. Agnes Turner
(Klagenfurt),
Gloria Fleischmann, Mag.
(Klagenfurt)
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Der Niederschlag schulbiografischer Erfahrungen im
Lehrerhandeln
Prof. Dr. Margit Datler
(Wien/Krems)
205
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 69 DOR24 - 1.606
24. Kongress der DGfE
Essen als pädagogischer Raum
Prof. Dr. Lotte Rose (Frankfurt am Main),
Jun.-Prof. Dr. Marc Schulz (Siegen)
Forschungsstand zur erziehungswissenschaftlichen
Thematisierung des Essens
Prof. Dr. Lotte Rose
(Frankfurt am Main)
Die Familienmahlzeit
Simone Bahr (Osnabrück)
Essen im Übergang Kita
und Schule
Dr. Friederike Schmidt
(Bielefeld)
Ergebnisse einer ethnografischen Studie zum Schulessen
Dr. Rhea Seehaus
(Frankfurt am Main)
Essen und Ernährung als
Bildungs- und Erziehungsthema in sozialen Netzwerken.
Zur Formierung kindlicher
Geschmackwelten in der
medialen Öffentlichkeit
Prof. Dr. Burkhard Fuhs
(Erfurt)
Akademisierung in der Frühpädagogik –
Ausbildung, Arbeitsmarkt und berufliches Handeln
Prof. Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin (Düsseldorf),
Prof. Dr. Gisela Kammermeyer (Landau),
Prof. Dr. Ivo Züchner (Marburg)
■ Essen gehört zu den existenziell notwendigen,
tagtäglichen menschlichen Reproduktionspraxen.
Es findet für Kinder in privat-familiären Räumen statt,
aber angesichts der Expansion von institutioneller Kinderbetreuung und Ganztagsschulen vermehrt auch in
pädagogischen Institutionen. Zur kindlichen Ernährung
existiert einerseits eine intensive Problemdebatte mit
starken normativen Überschüssen, die nicht allein in den
Populärmedien und der Erwachsenenöffentlichkeit,
sondern ebenso in verschiedenen wissenschaftlichen
Disziplinen geführt wird. Andererseits ist die empirische
Datenlage zu den Vorgängen beim kindlichen Essen in
Familie und Institutionen ausgesprochen dürftig wie auch
eine theorie- und empiriebasierte erziehungswissenschaftliche Fachdebatte zum Thema kaum entwickelt ist.
Vor diesem Hintergrund werden erziehungs- und kindheitswissenschaftliche Beiträge versammelt werden,
um eine erziehungswissenschaftliche Debatte zum
(Kinder-)Essen zu eröffnen.
Diskutanten
Jun.-Prof. Dr. Marc Schulz
(Siegen),
Dr. Dominik Krinniger
(Osnabrück)
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 70 DOR24 - 1.506
Professionelle Kompetenzen
angehender frühpädagogischer Fachkräfte
Prof. Dr. Christoph Mischo
(Freiburg),
Janina Strohmer (Freiburg),
Stefan Wahl (Freiburg),
Carina Wolf (Freiburg)
Ausbildung und Studium frühbzw. kindheitspädagogischer
Fachkräfte: Generalisten oder
Spezialisten?
Lorette Göddeke (Dortmund),
Prof. Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin
(Düsseldorf),
Manfred Bröring (Dortmund)
Ausbildung und Studium für
die pädagogische Arbeit mit
Kindern. Der Berufsübergang
früh- bzw. kindheitspädagogischer Qualifizierter
Christiane Theisen
(Frankfurt am Main),
Christiane Fiala
(Frankfurt am Main),
Prof. Dr. Ivo Züchner
(Marburg),
Dr. Wilfried Smidt (Landau)
■ Mit der breiten Einführung neuer frühpädagogischer
Bachelorstudiengänge hat sich die Ausbildungslandschaft
im Feld der pädagogischen Berufe verändert. Zu den
etablierten Qualifikationswegen in diesem Feld sind Studiengänge getreten, die ihren Schwerpunkt auf
Bildung und Erziehung in der Kindheit (zum Teil der frühen
Kindheit, zum Teil der Kindheit und Jugend) legen.
Die Einrichtung dieser Studiengänge ist vor allem eine
Reaktion auf den Ruf nach einer Akademisierung und
Professionalisierung des Feldes der Kindertagesbetreuung.
Auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse werden
in der Arbeitsgruppe Berufsübergang, Kompetenzerwerb
sowie professionelles Handeln im Feld der Frühpädagogik
diskutiert. Dabei geht es darum, die besonderen Profile
verschiedener Ausbildungswege und den Beitrag von
Qualifikationsprofilen zum professionellen Handeln
zu analysieren.
Frühpädagogische Reflexivität
Prof. Dr. Peter Cloos
(Hildesheim),
Anika Göbel (Hildesheim),
Ilka Lemke (Hildesheim)
206
207
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Arbeitsgruppen AG III 71 DOR24 - 1.101
24. Kongress der DGfE
Kompetenzen und ihre Modellierung, Entwicklung
und Bilanzierung: Die erziehungswissenschaftliche Kompetenzdiskussion zwischen Reaktion und Innovation
Prof. Dr. Rolf Arnold (Kaiserslautern),
Dr. Anita Pachner (Kaiserslautern)
Kompetenzorientiertes
Lehren und Lernen aus interdisziplinärer Perspektive
Prof. Dr. John Erpenbeck
(Berlin)
Kompetenzentwicklung,
-bilanzierung und -zertifizierung als Steuerungselemente
von Professionalisierung und
Qualitätssicherung – dargestellt an den österreichischen
Modellen wba und Ö-Cert
Prof. Dr. Elke Gruber
(Klagenfurt)
Herausforderung Kompetenzmodellierung: Ergebnisse
zur gegenstandsbegründeten
(Re-)Konstruktion der Kernkompetenz „Selbstreflexion‟
Dr. Anita Pachner
(Kaiserslautern)
Die zunehmende Bedeutung
von Schlüsselkompetenzen in
EU-Strategien: Möglichkeiten
der Erfassung und Validierung
von Kompetenzen im Kontext
von Nationalen Qualifikationsrahmen
Prof. Dr. Volker Heyse
(Regensburg)
■ Die Erziehungswissenschaft soll auf politische Setzun-
gen wie den EQR oder den DQR konstruktiv reagieren.
„Im Modus des Initiierens“ trägt sie dazu bei, Lehre und
Lernen sowie Professionalisierung kompetenzorientiert
zu gestalten. Wie beides gelingen kann, soll hier aus
unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden: John
Erpenbeck begründet einen Kompetenzbegriff, der Werte
und Normen umfasst, und plädiert für einen Durchbruch
der Ermöglichungsdidaktik. Elke Gruber zeigt an den
österreichischen Modellen wba und Ö-Cert, wie mit Kompetenzzertifizierung Steuerungseffekte erzielt werden.
Anita Pachner rekonstruiert mittels Grounded Theory die
Kernkompetenz Selbstreflexion bei Erwachsenenbildnern.
Volker Heyse stellt quantitative Ergebnisse und Verfahren
eines EU-Projekts zur Validierung von Schlüsselkompetenzen vor. Rolf Arnold diskutiert aus konstruktivistischer Sicht, welche Implikationen die vorgestellten
Ansätze und Ergebnisse für ein lernergebnisorientiertes
Lehren und Lernen haben.
Mi. 13:00 – 16:00
Neue Ungleichheiten zwischen Bildungsinstitutionen?
Horizontale und vertikale Differenzierungsprozesse im
deutschen Bildungssystem
Prof. Dr. Werner Helsper (Halle/Saale),
Prof. Dr. Manfred Stock (Wittenberg)
Vertikale und horizontale
Differenzierung in umkämpften Bildungsfeldern
Prof. Dr. Reinhold Sackmann
(Halle/Saale)
Gewerbliche Anbieter im
Elementarbereich – Herausforderungen des egalitären
Konsensus?
Prof. Dr. Johanna Mierendorff
(Halle/Saale),
Dr. Thilo Ernst (Halle/Saale),
Marius Mader (Halle/Saale)
Distinktions- und Konkurrenzlinien zwischen Gymnasien in
zwei Bildungsregionen
Lena Dreier (Halle/Saale),
Mareke Niemann
(Halle/Saale),
Anja Gibson (Halle/Saale),
Katrin Koczyba (Halle/Saale)
Stratifizierungen im
deutschen Hochschulwesen
Dr. Roland Bloch (Wittenberg),
Prof. Reinhard Kreckel
(Wittenberg),
Alexander Mittlere
(Wittenberg),
Prof. Manfred Stock
(Wittenberg)
■ Horizontale Ungleichheiten zwischen Bildungs-
institutionen sind keineswegs neu. Allerdings deuten
sich Verschiebungen an, die zu einer stärkeren Differenzierung zwischen Bildungsinstitutionen auf der gleichen
Ebene des Bildungssystems in Deutschland beitragen
könnten. Die These einer Vertikalisierung im Horizontalen, einer Verstärkung konkurrenzförmiger Linien sowie
einer Tendenz zu marktförmigen Segmenten im Bildungsbereich soll an empirischen Ergebnissen zu verschiedenen Bildungsbereichen diskutiert werden. Dafür werden
Entwicklungen in der Elementarbildung, in gymnasialen
Bildungsregionen und der Hochschule in den Blick genommen und mit Überblicken zum Bildungssystem
verbunden. Die zentrale Frage lautet: Ist die Zukunft der
Bildung durch eine Gleichzeitigkeit von Egalisierung und
distinktiv-exklusiver Ungleichheit gekennzeichnet?
Exklusive Bildungseinrichtungen in Deutschland – Entwicklungstendenzen und Identifizierungshürden
Heiko Kastner (Halle/Saale),
Ulrike Deppe (Halle/Saale)
Diskutant
Prof. Dr. Rolf Arnold
(Kaiserslautern)
208
Arbeitsgr. AG III 72 UdL6 - Audimax
209
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Arbeitsgruppen AG III 73 UNI3 - R005
24. Kongress der DGfE
Avantgarden und pädagogische Reform
in der Bildungsgeschichte: Vergangene Zukunft revisited
Prof. Dr. Christine Mayer (Hamburg),
Prof. Dr. Karin Priem (Luxembourg)
Neue Formen der Gymnastik
und des Tanzes als Elemente
der Körperbildung in reformpädagogischen Szenarien der
1920er Jahre
Prof. Dr. Christine Mayer
(Hamburg)
At School with the Avant
Garde: European Architects
and the Modernist Project,
1920-1940
Prof. Dr. Ian Grosvenor
(Birmingham)
Vergessene Reflexionen der
Zukunft: Zum verlorenen Erbe
Adele Schreibers in Bildungshistorie und Geschichte der
Frauenbewegung
PD Dr. Christa Kersting
(Berlin)
Architects of the Future:
Industrial-Intellectual
‘Avant-Gardes’ and ‘Reforms’
in Health Care, Vocational
Education and Professional
Orientation
Dr. Frederik Herman,
Prof. Dr. Karin Priem,
Dr. Geert Thyssen
(Luxembourg)
■ Erziehung und Bildung sind an Zukunft orientiert,
indem sie Ziele implizieren. Diese Zielorientierungen,
die häufig Konventionen und Traditionen erzieherischer
Vorstellungen aufbrechen und neue Dimensionen des
pädagogischen Denkens und Handelns proklamieren,
zeigen eine Affinität der Pädagogik zu künstlerischen
Avantgarden, gesellschaftlichen Reformkonzepten und
Vorstellungen von Fortschritt. In der Arbeitsgruppe wird
eine bildungshistorische Perspektive auf pädagogische
Reformen und Vorstellungen von Zukunft eingenommen.
Im Zentrum stehen Schularchitektur, Körperbildung,
Gesundheitserziehung, berufliche Bildung, pädagogische
Konzepte der Kindheit und Lernmaschinen. Der menschliche Körper, die Gestaltung und Struktur des Raums,
Entwürfe von Kindheit, aber auch Vorstellungen technologischer Steuerbarkeit der Perfektibilität des Menschen
sowie die enge Verbindung der Pädagogik mit politischideologischen Kräfteverhältnissen und Vorstellungen
von Zukunft geraten damit in den Blickwinkel.
Zurück in die Zukunft: Die
Technologisierung des Klassenzimmers im Kalten Krieg
Dr. Anne Rohstock (Tübingen)
Mi. 13:00 – 16:00
Empirische Bildungsforschung im Vorschulalter
am Beispiel des Nationalen Bildungspanels
Dipl.-Päd. Tobias Linberg (Bamberg),
Dr. Jutta von Maurice (Bamberg)
Konzept und Methodik des
Bildungspanels unter besonderer Berücksichtigung des
vorschulischen Alters
Prof. Dr. Hans-Günther
Roßbach (Bamberg)
Erfassung der familialen Lernumwelt in der Geburtskohorte
des Nationalen Bildungspanels
Anja Sommer, Dipl.-Päd.
(Bamberg),
Dr. Thomas Bäumer
(Bamberg)
Persönlichkeitsmerkmale von
Kindergartenkindern – methodische und inhaltliche Herausforderungen und Befunde
Doreen Fey, Dipl.-Päd.
(Bamberg),
Dr. Michael Bayer, Dipl.-Päd.
(Bamberg),
Tobias Linberg (Bamberg)
Migrationsspezifische Unterschiede in den Kompetenzen
von Kindergartenkindern
Tobias Linberg, Dipl.-Päd.
(Bamberg),
Prof. Dr. Ilona Relikowski
(Bamberg),
Prof. Dr. Thorsten Schneider
(Leipzig)
■ Die Kindheit ist eine Phase intensiver Entwicklung
in kognitiven und nicht-kognitiven Bereichen. Ihre Bedeutung für spätere Bildungsprozesse und -erfolge wird
in Deutschland aktuell intensiv in bildungspolitischen
Debatten diskutiert. Die erhobenen Daten der vorschulischen Kohorten des NEPS ermöglichen es, institutionelle, familiäre und individuelle Merkmale mit der Kompetenzentwicklung in Beziehung zu setzen. Der einleitende
Beitrag geht auf das Konzept, die Entstehungsgeschichte
und die Methodik von NEPS mit Schwerpunkt auf die vorschulischen Längsschnitte ein. In drei weiteren Beiträgen
werden verschiedenste Aspekte vertieft. Beitrag 2 geht
auf das Zusammenspiel von Befragungs- und Beobachtungsdaten bei der Erfassung der familialen Lernumwelt
ein, Beitrag 3 fokussiert die Erfassung von Persönlichkeitsmerkmalen durch Fremdeinschätzung im Vorschulalter
und Beitrag 4 präsentiert Ergebnisse zu migrationsspezifischen Kompetenzunterschieden von Kindergartenkindern.
Diskutantin
Prof. Dr. Yvonne Anders
(Berlin)
210
Arbeitsgruppen AG III 74 UNI3 - R004
211
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00 Arbeitsgruppen AG III 75 DOR24 - 1.502
24. Kongress der DGfE
Interdisziplinäre Zugänge zur Menschenrechtsbildung
Prof. Dr. Stefan Weyers (Mainz),
Dr. Nils Köbel (Mainz)
Philosophische Grundlagen
der Menschenrechtsbildung
Prof. Dr. Detlef Horster
(Hannover)
Grundlagen, Perspektiven
und Grenzen einer Pädagogik
der Menschenrechte
Prof. Dr. Stefan Weyers
(Mainz)
Die Bedeutung von Emotionen
für die Achtung der Menschenwürde
Dr. Berit Ötsch
(Aarau)
Die Entwicklung individueller
sozial-moralischer Landkarten
– Bildungsgeschichten?
Prof. Dr. Michael Corsten
(Hildesheim),
Irene Leser (Hildesheim),
Anja Schierbaum (Hildesheim)
Identität, Wertbindung,
Weltanschauung – erziehungswissenschaftliche Rekonstruktionen
Dr. Nils Köbel (Mainz)
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 32 BE2 - 140/142
Zeit, Zukünfte und Wandel in Bildungsnetzwerken
Dr. Nina Kolleck (Berlin),
Prof. Dr. Inka Bormann (Marburg),
Prof. Dr. Gerhard de Haan (Berlin)
■ Die Menschenrechte sind zu einem Leitbegriff der
Erziehungswissenschaft geworden und stellen heute eine
zentrale normative Grundlage von Erziehung und Bildung
dar. Allerdings sind viele Fragen umstritten oder ungeklärt.
Dies betrifft den universellen Geltungsanspruch der
Menschenrechte, aber auch ihre Bedeutung im Hinblick
auf Bildungs-, Entwicklungs- und Sozialisationsprozesse.
Die AG greift zwei Richtungen der Diskussion auf:
Zum einen werden philosophische, rechtliche und
bildungstheoretische Konzepte und Rahmenbedingungen diskutiert. Zum anderen wird nach den individuellen
Voraussetzungen und den sozialen und pädagogischen
Bedingungen der Genese jener Wertvorstellungen und
-bindungen gefragt, die Menschen dazu befähigen,
Menschenrechte zu verstehen, zu achten und sich für
sie einzusetzen. Diese Fragen sollen in theoretischsystematischer Hinsicht und mit Bezug auf empirische
Rekonstruktionen diskutiert werden. Dabei werden interdisziplinäre Perspektiven auf das Thema eingenommen.
Diskutant
Prof. Dr. Micha Brumlik
(Frankfurt am Main)
212
Schule im Kontext regionaler
Übergangsstrukturen. Zur
Reziprozität und Balance in
Bildungsnetzwerken
Prof. Dr. Inga Truschkat
(Hildesheim)
Beziehungsstrukturen
zwischen Lehrkräften im
JeKi-Kontext
Sabrina Kulin (Hamburg)
Soziale Netzwerke für nachhaltige Bildungslandschaften?
Dr. Nina Kolleck (Berlin)
Mehr Schule statt „mehr als
Schule‟? Folgen der Kommunalisierung von Bildung unter
Wettbewerbsbedingungen
Anika Duveneck (Gießen)
Diskutant_innen
Prof. Dr. Inka Bormann
(Marburg),
Prof. Dr. Gerhard de Haan
(Berlin),
Prof. Dr. Tom Brüsemeister
(Gießen),
Prof. Dr. Rita Nikolai
(Berlin)
■ Netzwerke gewinnen sowohl in der bildungs-
politischen Praxis als auch in der Erziehungswissenschaft
mehr und mehr an Relevanz. Ziel des Symposiums ist es,
theoretisch-konzeptionelle sowie empirische Erkenntnisse
mit Bezug zum Thema „Zeit“ in Bildungsnetzwerken
zusammenzuführen. Vorgestellt werden aktuelle Ergebnisse aus vier theoretisch-reflexiven und empirischen
Studien, die jeweils von einem Koautor diskutiert werden:
Welche Rolle spielen Kontinuität, Reziprozität und
Balance in schulischen Netzwerken beim Übergang
Schule-Beruf (Inga Truschkat, Inka Bormann)?
Welche Rahmenbedingungen beeinflussen Netzwerke
zwischen außerschulischen und schulischen Akteuren zum
Instrumentalunterricht in Grundschulen (Sabrina Kulin,
Rita Nikolai)? Welche Bedeutung besitzen soziale Netzwerke für die Gestaltung nachhaltiger Bildungslandschaften (Nina Kolleck, Tom Brüsemeister)?
Wie beeinflusst die Etablierung kommunaler Bildungslandschaften die Freizeit- und Bildungsangebote für
Kinder und Jugendliche (Anika Duveneck,
Gerhard de Haan)?
213
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 33 DOR24 - 1.102
24. Kongress der DGfE
Differenz und Ungleichheit in erziehungswissenschaftlicher Forschung und Theoriebildung
Prof. Dr. Isabell Diehm (Frankfurt am Main),
Dr. Melanie Kuhn (Fribourg)
Die pädagogische Thematisierung von Differenz und
Ungleichheit – eine historischsystematische Rekonstruktion
Prof. Dr. Annedore Prengel
(Potsdam)
Unterschiede, die Unterschiede machen: Neuere theoretische Zugänge zu Differenz
und Ungleichheit
Prof. Dr. Helga Kelle (Bielefeld)
Potenziale und Grenzen
der quantitativ orientierten
Ungleichheitsforschung
Jun.Prof. Dr. Tanja Betz
(Frankfurt am Main)
Chancen und Herausforderungen einer qualitativen
Differenz- und Ungleichheitsforschung am Beispiel der
Differenzlinie Ethnizität
Dr. Claudia Machold (Bielefeld)
Mi. 13:00 – 16:00
Sym. SY III 34 GS1 - Auditorium
(Nicht-)intendierte Effekte von Schulleistungstests
und zentralen Abschlussprüfungen –
theoretische Perspektiven und empirische Befunde
Prof. Dr. Felicitas Thiel (Berlin),
Prof. Dr. Uwe Maier (Schwäbisch Gmünd)
■ Die erziehungswissenschaftliche Beschäftigung mit
dem systematischen Zusammenhang von Differenz und
Ungleichheit verlief rückblickend in Konjunkturen –
was inhaltliche Bezüge, jeweils fokussierte Differenzkategorien, theoretische Konzeptualisierungen und nicht
zuletzt empirische Zugänge angeht. Ungleichheiten
stehen dabei überwiegend als Bildungsungleichheit im
Zentrum der Analysen. An veränderten Aufmerksamkeiten für bestimmte Differenzlinien lässt sich ein Wandel
prototypischer Chiffren für Bildungsbenachteiligungen
ablesen – etwa von der „katholischen Arbeitertochter vom
Lande“ zum „Migrantensohn“.
Das uneinheitliche Feld einer erziehungswissenschaftlichen Differenz- und Ungleichheitsforschung wird im
Symposium entlang dreier systematischer Perspektiven
sowohl diachron als auch synchron ausgeleuchtet und zur
Diskussion gestellt: historisch-systematisch, theoretisch
und empirisch, wobei quantitativ wie qualitativ orientierte
Zugänge gleichermaßen Berücksichtigung finden.
Zwischen den Fronten?!
Selektion, Rechenschaftslegung und datengestützte
Schulentwicklung im Kontext
zentraler Abschlussprüfungen
– ein internationaler Vergleich
Dr. Dominique Klein
(Duisburg-Essen),
Prof. Dr. Isabell van Ackeren
(Duisburg-Essen)
Ergebnisrückmeldungen aus
zentralen Lernstandserhebungen – eine Herausforderung
für Schulleitungen. Befunde
ländervergleichender
Fallstudien
Barbara Muslic (Berlin),
Prof. Dr. Harm Kuper (Berlin),
Prof. Dr. Uwe Maier
(Schwäbisch Gmünd)
Zentrale Abschlussprüfungen,
Signalwirkung von Abiturnoten und Arbeitsmarkterfolg
in Deutschland
Dr. Guido Schwerdt
(München),
Prof. Dr. Ludger Wößmann
(München),
Dr. Marc Piopiunik (München)
Wie Lehrkräfte Reformen
re-formieren. Differente
Orientierungsmuster
schulischer Akteure im
Umgang mit neuen
Steuerungsinstrumenten
214
■ Als outputorientierte Instrumente neuer Steuerung
zielen zentrale Lernstandserhebungen und Abschlussprüfungen auf die Standardsicherung sowie Qualitätsentwicklung im Schulsystem ab. Neben Effekten auf der
Ebene der Outputs finden sich in der nationalen wie internationalen Forschung auch zahlreiche Befunde zu (nicht-)
intendierten Effekten dieser Steuerungsinstrumente
auf der Prozessebene. Im Symposium werden Ergebnisse
aus vier Forschungsprojekten, die sich im Rahmen des
BMBF-Förderschwerpunkts „Steuerung im Bildungssystem“ (SteBis) mit zentralen Lernstandserhebungen
und Abschlussprüfungen befassen, präsentiert.
Die Beiträge fokussieren nicht nur empirische Befunde,
sondern diskutieren auch unter Rückgriff auf verschiedene theoretische Perspektiven unterschiedliche Aspekte
der Implementation der Verfahren. Dazu zählen neben
der Schul- und Unterrichtsentwicklung der Arbeitsmarkterfolg, aber auch Voraussetzungen und Gelingensbedingungen sowie nicht-intendierte Effekte.
Doris Dužević (Münster),
Sebastian Schweizer
(Münster),
Prof. Dr. Johannes Bellmann
(Münster),
Corrie Kirchhoff (Münster)
215
Diskutantin
Prof. Dr. Felicitas Thiel (Berlin)
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 35 DOR24 - 1.205
24. Kongress der DGfE
Universität in der Wissensgesellschaft –
Ein/Blick in die Zukunft des Lehrens und Lernens
mit digitalen Medien
Prof. Dr. Stefan Aufenanger (Mainz)
Universität im 21.
Jahrhundert – Herausforderungen und Antworten
Hannes Klöpper (Berlin)
Innovative Lehrkonzepte
am Beispiel der
peer-to-peer-University
Philipp Schmidt
(Cambridge)
Multimediale und spielorientierte Angebote zum
Lehren und Lernen
Prof. Dr. Michael Wagner
(Philadelphia)
Zur medienpädagogisch
geleiteten Implementation
mobiler Geräte und Anwendungen im Hochschulbereich
Luise Ludwig
(Mainz/Chemnitz)
Diskutant
Prof. Dr. Stefan Aufenanger
(Mainz)
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 36 DOR24 - 1.608
Von der Ausländerpädagogik zur Ausländerpädagogik
zur... Vergangenheit und Zukunft der erziehungswissenschaftlichen Thematisierung von Migration und Bildung
Prof. Dr. Paul Mecheril (Oldenburg),
Alisha Heinemann, Dipl.-Päd. (Hamburg)
■ Die Rolle der Universität in der Wissensgesellschaft
wird durch digitale Medien geprägt. Bedeutsam ist jedoch,
wie sich Bildungsprozesse des lebenslangen Lernens unter
dem Aspekt medialer Strukturen gestalten lassen.
Dazu erscheint es notwendig, sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, wie Lehr- und Lernangebote
auf alle gesellschaftlichen Gruppen ausgeweitet werden
können und wie sie durch digitale Medien gestaltet
werden sollten. Ersteres ist auf internationaler Ebene
anhand der Bewegung der Open Educational Resources
zu erkennen, Letzteres lässt sich in der Integration von
Lernspielen als auch in der Implementation von mobilen
Geräten und digitalen Anwendungen zur Gestaltung von
Personal Learning Environments identifizieren.
Das Symposium wird diese Entwicklungen aufbauend
auf einer Auseinandersetzung mit den Herausforderungen
der Universität im 21. Jahrhundert diskutieren und
Szenarien einer akademischen Bildung in der Wissensgesellschaft entwickeln.
216
Interkulturelle Erwachsenenbildung in der Migrationsgesellschaft – Aufgaben und
Forschungsgrundlagen
Alisha Heinemann, Dipl.-Päd.
(Hamburg)
Migrationsgesellschaftliche
Kritik der Geschichtsbeziehungen – postnationalsozialistische Bildungskontexte
Prof. Dr. Astrid Messerschmidt
(Karlsruhe)
Die Neuordnung von
Begehren. Pädagogik postkolonial betrachtet
Prof. Dr. Maria do Mar Castro
Varela (Berlin)
Mehr als eine Kritik der
Begriffe. Migrationspädagogik
hegemoniekritisch betrachtet
Oscar Thomas-Olalde, Mag.
(Innsbruck)
Diskutant
Prof. Dr. Paul Mecheril
(Oldenburg)
■ Insofern Migrationsphänomene gesellschaftliche
Wirklichkeit konstituieren, kommt ihrer erziehungswissenschaftlichen Thematisierung große Relevanz zu.
Wenn „Ausländerpädagogik“ als eine spezifische pädagogische Antwort auf die Migrationstatsache verstanden
wird, handelt es sich bei der Ausländerpädagogik nicht um
einen historisch überwundenen, sondern einen gegenwärtig höchst einflussreichen Ansatz. Anliegen der
Arbeitsgruppe ist es, erstens die gegenwärtige Relevanz
und Wirksamkeit ausländerpädagogischer Ansätze in
unterschiedlichen Kontexten nachzuzeichnen. Zweitens
werden – kritisch an Diskussionen der Interkulturellen
Pädagogik anschließend – theoretische und konzeptuelle
Perspektiven skizziert, die die Erziehungswissenschaft
aus den Aporien zielgruppenspezifischer Kompensationspädagogik und ihren Othering-Effekten führen könnte.
Hierzu gehören Perspektiven, die Pädagogik unter
historischer und herrschaftskritischer Hinsicht reflektiert
und Alternativen (weiter-)entwickelt.
217
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 37 UNI3 - R002
24. Kongress der DGfE
„École nouvelle – nouvelle École? – historische,
gesellschaftliche und pädagogische Entwicklungen im
französisch-deutschen Diskurs“
Prof. Dr. Carla Schelle (Mainz)
Die Einsprachigkeit der
„École nouvelle‟
Prof. Dr. Marianne KrügerPotratz (Münster)
Die Rolle der Subjekte in innovativen Schulen in Frankreich
– apprende l´autre à lécole
Prof. Dr. Christine DeloryMomberger (Paris)
Verständigung über Regeln –
eine vergleichende Fallstudie
zur Praxis der Regelauslegung
in deutschen und französischen Reformschulen
Dr. Oliver Hollstein (Mainz)
Schule in der Krise – strukturelle und inhaltliche Innovationen analysiert an einem
Schulbeispiel aus Frankreich
Prof. Dr. Christiane Montandon
(Paris),
Prof. Dr. Carla Schelle (Mainz)
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 38 DOR24 - 1.403
Auf- und Umbrüche in der erziehungswissenschaftlichen
Thematisierung sexualisierter Gewalt in pädagogischen
Kontexten
Prof. Dr. Barbara Rendtorff (Paderborn),
Dr. Sandra Glammeier (Paderborn)
■ Im Zentrum des binationalen Symposiums stehen
interdisziplinäre Kooperationen, die sich mit dem Schulund Bildungssystem in Frankreich und Deutschland
beschäftigen. Im Zuge gesellschaftlichen Wandels könnte
es sein, dass die Schulsysteme sich weitgehender angenähert haben, als es nach nationalen Kriterien sortierte
Darstellungen vermuten lassen. So findet man mittlerweile Hinweise darauf, dass sich Elemente der Reformpädagogik – die gewöhnlich dem deutschen Sprachraum
zugerechnet werden – auch in französischen Schulen
etabliert haben. Im französischen Diskurs ist in diesen
Bezügen die Rede von einer dominierenden „forme
scolaire“ im Unterschied zu Formen pädagogischen
Handelns einer „école nouvelle“. Die Beiträge greifen
unterschiedlich fokussiert (historisch, empirisch,
theoretisch) ausgewählte pädagogische Diskurse und
Entwicklungen auf, etwa zu frühen Reformen, zu Rollenvorstellungen, zu schulorganisatorischen und unterrichtsrelevanten Aspekten wie dem Verständnis von Regeln.
218
Sexualität, Macht, Gewalt und
Geschlecht – Verbindungslinien interdisziplinär betrachtet
Prof. Dr. Rolf Pohl (Hannover)
Täter-, Opfer- und Institutionsdynamik bei sexuellen
Übergriffen in professionellen
Beziehungen und Präventionsmöglichkeiten
Dr. Werner Tschan (Basel)
Aufarbeitung sexueller Gewalt
in Institutionen. Gelingen und
Scheitern im internationalen
Vergleich
Prof. Dr. Sabine Andresen
(Frankfurt am Main)
Professionelles Handeln von
Lehrkräften im Kontext sexualisierter Gewalt
Dr. Sandra Glammeier
(Paderborn)
Diskutantin
Prof. Dr. Meike Baader
(Hildesheim)
■ Nachdem die Erziehungswissenschaft das Problem
der sexualisierten Gewalt in pädagogischen Kontexten
lange weitgehend ignoriert hat, entwickelt sie sich heute
von einer reaktiven zu einer initiierenden Agentin gesellschaftlicher Entwicklungen. Ziel dieses Symposiums ist
es, einen Beitrag zur aktiven Gestaltung dieses Auf- und
Umbruchs und zu einer nachhaltigen und weiterführenden
Diskussion zu leisten. Dabei ist die Auslotung des
Verhältnisses von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
zentral: Dies gilt sowohl für die im Symposium erfolgende
Thematisierung von Erziehung und Bildung im Hinblick auf
Macht, Sexualität, Geschlecht und Gewalt als auch
hinsichtlich der Fokussierung pädagogischer Professionalität in diesem Kontext. Die in den Vorträgen zur
Diskussion gestellten Zukunfts- und Präventionsentwürfe
knüpfen in diesem Sinne an einer historischen Reflexion
und theoretischen sowie empirischen Analyse der Entstehungsbedingungen sexualisierter Gewalt an.
219
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 39 DOR24 - 1.405
24. Kongress der DGfE
Demografisierung von Bildung –
Einsprüche kritischer Pädagogik
Prof. Dr. Kirsten Aner (Kassel)
Zur Demografisierung von
Gesellschaft und Pädagogik
Prof. Dr. Kirsten Aner (Kassel)
Pädagogisierung der Kindheit
– Ambivalenzen im aktuellen
Diskurs
Prof. Dr. Cornelia Wustmann
(Graz)
Lebenslanges Lernen aus
der Perspektive Kritischer
Geragogik
Vera Miesen, M.A. (Witten)
Diesseits von Pädagogisierung
bis zur Bahre oder Selbstermächtigung
Prof. Dr. Ines Maria Breinbauer
(Wien)
Diskutant
Prof. Dr. Peter
Hammerschmidt (München)
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 40 UdL6 -2002
Verschüttete Traditionen – versperrte Zukünfte?
Prof. Dr. Rita Casale (Wuppertal),
Prof. Dr. Hans-Christoph Koller (Hamburg),
Prof. Dr. Norbert Ricken (Bremen)
■ Die Demografisierung des Gesellschaftlichen ist
allgegenwärtig. Die alternde Gesellschaft ist zentrales
Argument für die Unmöglichkeit sozialer Aushandlungsprozesse über Entstehung und Ausmaß sozialer Ungleichheit. Bildung erfährt in diesem Kontext eine Aufwertung,
gilt als Schlüssel für die individuelle und gesellschaftliche
Gestaltung der Zukunft. Jedoch geraten kritische Traditionen der Pädagogik im demografisierten Bildungsdiskurs unter zusätzlichen Druck. Die Beiträge analysieren
die ambivalente Ausweitung des Bildungsimperativs auf
den gesamten Lebenslauf, fokussieren die Fixierung von
Inhalten und Settings auf ihre Verwertbarkeit zur Realisierung fremdbestimmter ökonomischer Zwecke und die
damit einhergehenden Zumutungen. Diskutiert wird, ob
und wie chancenreich die pädagogische Ausrichtung auf
Mündigkeit aktuell ist und welchen Beitrag Bildung zur
Erweiterung subjektiver Handlungsmöglichkeiten von
Jung und Alt leisten kann.
220
Ausgrenzung der Antike
als Problemverlust
Prof. Dr. Jörg Ruhloff
(Wuppertal)
Die Wessely-Affäre. Eine
vergessene Kontroverse um
die Pädagogik der Aufklärung
Prof. Dr. Ingrid Lohmann
(Hamburg)
Zum Bedeutungsverlust
ästhetischen Denkens in der
Pädagogik
Prof. Dr. Gabriele Weiß
(Siegen)
No future in pedagogy
without history
Prof. Dr. Marc Depaepe
(Leuven),
Prof. Dr. Frank Simon
(Gent)
■ Walter Benjamin hat gefordert, die Geschichte nicht
nur aus der Perspektive der Sieger zu betrachten, sondern
auch zu fragen, was im Vergangenen an unabgegoltenen
bzw. uneingelösten Versprechen enthalten ist, um so
„im Vergangenen den Funken der Hoffnung anzufachen“.
An diesen Gedanken anknüpfend wird in diesem von der
DGfE-Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie
veranstalteten Symposion die Geschichte pädagogischen
Denkens und erziehungswissenschaftlicher Ansätze auf
verschüttete, ausgegrenzte oder vergessene Traditionen
hin befragt. Damit ist zugleich die Absicht verbunden,
durch die Auseinandersetzung mit ausgebliebenen
Möglichkeiten der Vergangenheit erweiterte theoretische
und methodologische Zukunftshorizonte zu eröffnen.
Die geplanten Beiträge werden den Nexus von Vergangenheit und Zukunft unter Berücksichtigung von vier
Dimensionen analysieren: Tradition, Religion, Ästhetik
und Geschichte.
221
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 41 DOR26 - 207
Inklusion & Didaktik:
Perspektiven auf ein Forschungsfeld
Dr. Oliver Musenberg (Berlin)
Sachunterricht und Inklusion
– Potenziale der Primarstufendidaktik
Prof. Dr. Detlef Pech (Berlin),
Prof. Dr. Claudia Schomaker
(Hannover)
Auf der Suche nach der
barrierefreien historischen
Quelle – Überlegungen zu
Inklusion aus geschichtsdidaktischer Perspektive
Dr. Sebastian Barsch (Köln)
Diskutant
Prof. Dr. Malte Brinkmann
(Berlin)
■ Mit „Inklusion“ wird die historische Differenzierung
von pädagogischer und sonderpädagogischer Profession und Disziplin kritisch bewertet und die Anerkennung von Differenz im allgemeinen System eingefordert.
Inklusion adressiert verschiedene Differenzkategorien,
Behinderung ist eine von ihnen. Schulische Inklusion ist
im Zuge der Ratifizierung der UN-Konvention vor allem
als bildungspolitische Programmatik sichtbar. Auf der
Ebene der Profession wie auch auf der Ebene der Disziplin
kann aber nicht die Diskussion politischer Zielmarken im
Vordergrund stehen, sondern die Reflexion und Analyse
bildungswissenschaftlicher, z. B. didaktischer, Fragestellungen. Das interdisziplinäre Symposium „Inklusion &
Didaktik“ versammelt Überlegungen aus der Allgemeinen
Erziehungswissenschaft, der Grundschulpädagogik und
Sachunterrichtsdidaktik, der Fachdidaktik Geschichte und
der Geistigbehindertenpädagogik. Gemeinsame Bezüge
werden hergestellt und wechselseitige Ansprüche
formuliert.
223
Mittwoch
Die Vermittlung von Fachlichkeit und Subjektperspektive als Anspruch inklusiver
Didaktik – Überlegungen aus
Sicht der Geistigbehindertenpädagogik
Dr. Oliver Musenberg (Berlin),
Dr. Judith Riegert (Berlin)
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 42 UdL6 - 3038
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 42 UdL6 - 3038
Bildungsbeteiligung und
Schulerfolg von Schülern
nach Staatsangehörigkeit und
Migrationshintergrund
Thomas Kemper, Dipl.-Soz.
(Frankfurt am Main)
Prof. Dr. Nele McElvany
(Dortmund),
Prof. Dr. Wilfried Bos
(Dortmund),
Dr. Miriam M. Gebauer
(Dortmund),
Thorben Huelmann, Dipl.-Stat.
(Dortmund),
Prof. Dr. Olaf Köller (Kiel),
Christian Schöber, Dipl.-Stat.
(Kiel)
Ziele, Ressourcen und Bildungsergebnisse
von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
im deutschen Schulsystem
Dr. Hanna D. Ferdinand (Dortmund),
Prof. Dr. Nele McElvany (Dortmund),
Prof. Dr. Wilfried Bos (Dortmund),
Prof. Dr. Olaf Köller (Kiel)
■ In deutschen Schulen erzielen viele Lernende mit
Migrationshintergrund nach wie vor unbefriedigende
Bildungsergebnisse. Es ist bekannt, dass Unterschiede in
der Leistung zwischen Schülerinnen und Schülern mit und
ohne Migrationshintergrund zu einem bedeutenden Anteil
durch den im Durchschnitt geringeren sozioökonomischen
Status von Familien mit einer Migrationsgeschichte aufgeklärt werden können. Schulische Akteure können aber
keinen Einfluss auf ökonomisches und soziales Kapital der
Herkunftsfamilie nehmen. Daher ist es für Hilfe und Prävention sinnvoll, weitere Variablen in den Blick zu nehmen,
welche durch eine entsprechende Gestaltung von Unterricht und Schulleben positiv beeinflusst werden können.
Im Rahmen des Symposiums soll daher die Rolle von
individuellen Voraussetzungen, insbesondere Zielen und
spezifischen Ressourcen, für den Bildungserfolg von
Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
thematisiert werden.
224
Bedingungen für Kompetenzunterschiede bei Schülerinnen
und Schülern mit Migrationshintergrund
Paulina Rettich, Dipl.-Päd.
(Würzburg),
Martin Fresow, Dipl.-Päd.
(Würzburg),
Prof. Dr. Burkhard Gniewosz
(München),
Prof. Dr. Heinz Reinders
(Würzburg)
Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, Leistung
und Bildungsaspirationen
von Kindern mit Migrationshintergrund und hohem vs.
niedrigem Bildungserfolg
Dr. Hanna D. Ferdinand
(Dortmund),
Nutzung der Erstsprache von
Migranten als Ressource für
den Wortschatzerwerb im
Deutschen
Melihan Cinar, M.A.
(Frankfurt am Main),
Prof. Dr. Ilonca Hardy
(Frankfurt am Main),
Prof. Dr. Nele McElvany
(Dortmund),
Judith Razakowski, Dipl.-Päd.
(Dortmund),
Dr. Annika Ohle (Dortmund)
Diskutantin
Prof. Dr. Ingrid Gogolin
(Hamburg)
225
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Sym. SY III 43 DOR24 - Fritz-Reuter
24. Kongress der DGfE
Didaktische Modellbildung: gestern – heute – morgen
Prof. Dr. Klaus Zierer (Oldenburg)
Eröffnung/Impulsvortrag:
Didaktische Modellbildung:
Gestern – Heute – Morgen
Prof. Dr. Klaus Zierer
(Oldenburg)
Traditionslinien allgemeindidaktischer Modellbildung
Prof. Dr. Hilbert Meyer
(Oldenburg)
Aus 40 mach 1!? Versuch
einer Integration der Tradition
vor dem Hintergrund von
Lehr-Lernforschung und
Fachdidaktik
Prof. Dr. Kurt Reusser (Zürich)
Praktikabilität als zukunftsweisendes Programm: Empirische Analyse allgemeindidaktischer Modellbildung
Dr. Stephan Wernke
(Oldenburg)
Diskutant
Prof. Dr. Ewald Terhart
(Münster)
■ Allgemeine Didaktik hat es gegenwärtig in ihrer
klassischen Bestimmung als Wissenschaft vom Unterricht schwer und ist von vielen Seiten Kritik ausgesetzt,
die häufig die didaktischen Modelle trifft, die zwischen
1960 und 1990 noch der Entwicklungsmotor allgemeindidaktischer Theoriebildung waren, heute aber vielerorts
als Beispiel für eine wissenschaftliche Sackgasse im Sinn
Thomas S. Kuhns gesehen werden: Über 40 didaktische
Modelle lassen sich nennen und veranschaulichen damit
das Ende eines Paradigmas.
Für die Neubestimmung der Allgemeinen Didaktik wird
eine stärkere Orientierung an empirischen Forschungsmethoden gefordert, so dass für didaktische Modellbildung, die anknüpft an den Diskurs des letzten Jahrhunderts, kein Platz mehr zu sein scheint.
An diese Gegebenheit knüpft die Arbeitsgruppe an.
Sie wirft die Frage nach dem Gestern, Heute und Morgen
didaktischer Modellbildung auf und verfolgt das Ziel,
den Kern der Allgemeinen Didaktik aus verschiedenen
Perspektiven zu beleuchten.
226
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 44 DOR24 - 1.201
Inklusionsforschung von heute für morgen
Prof. Dr. Elisabeth Moser Opitz (Zürich)
Einfluss der Lehrkraftfeedbacks auf die soziale
Akzeptanz bei Drittklässlern – Ergebnisse einer
experimentellen Untersuchung
in der Grundschule
Prof. Dr. Christian Huber
(Potsdam),
Dr. Markus Gebhardt
(München)
Familiärer Hintergrund, ökonomische Bedingungen und
Migrantenkinder im österreichischen Schulsystem –
Auswirkungen auf die soziale
und emotionale Integration
in steirischen Integrationsklassen
Mathias Krammer, M.A.
(Graz),
Prof. Dr. Barbara GasteigerKlicpera (Graz),
Dr. Mag. Angela Gastager
(Graz),
Susanne Schwab, MMag, M.A.
(Graz),
Dr. Markus Gebhardt
(München)
Pädagogisches Handeln an
integrativen Schulen – ein
Spannungsfeld von Tradition
und Innovation
Prof. Dr. Annelies Kreis
(Kreuzlingen),
Carmen Kosorok, lic. phil.
(Kreuzlingen),
Jeannete Wick, lic. phil
(Kreuzlingen)
■ In der Inklusions- bzw. Integrationsforschung sind
(immer noch) bedeutsame Forschungslücken festzustellen. Es fehlen Studien, die über die Beschreibung von
inklusiver Praxis und Rahmenbedingungen hinausgehen.
Es fehlt Forschung, die sich mit wirksamem inklusivem
Unterricht befasst, und es fehlen Interventionsstudien,
beispielsweise zur Frage, ob die soziale Integration durch
besondere Maßnahmen verbessert werden kann.
Das Symposium fokussiert die Problematik der Forschungslücken in der inklusiven Unterrichtsforschung.
Die bisherige Forschungstradition wird dabei kritisch
reflektiert. Es werden vier Projekte (Inklusive Akzeptanz,
Pädagogisches Handeln an integrativen Schulen,
Entwicklung und Evaluation von integrativem Unterricht,
emotionale und soziale Integration und Migrationsstatus)
vorgestellt, welche die Umsetzung von inklusiver Schulung
erforschen und die für eine Diskussion der Problematik
geeignet sind.
Entwicklung und Evaluation
von integrativem Unterricht
Prof. Dr. Elisabeth Moser Opitz
(Zürich),
Meret Stöckli, M.A.
(Zürich),
Mirjam Pfister, lic. phil.
(Zürich)
Diskutantin
Prof. Dr. Birgit Lütje-Klose
(Bielefeld)
227
Mittwoch
24. Kongress der DGfE
24. Kongress der DGfE
Mi. 13:00 – 16:00
Symposium SY III 45 DOR24 - 1.505
Professional Schools of Education in der
europäischen Hochschullandschaft
Johanna Gold, Dipl.-Päd. (Berlin),
Prof. Dr. Jörg Zumbach (Salzburg),
Prof. Dr. Peter Drewek (Bochum),
Prof. Dr. Konrad Krainer (Klagenfurt)
Lehrerbildung im Spannungsfeld zwischen Erziehungswissenschaft, Fachwissenschaft
und Fachdidaktik
Johanna Gold, Dipl.-Päd.
(Berlin)
Wege zur Förderung der
Kompetenzentwicklung an
der PLUS-SoE
Prof. Dr. Jörg Zumbach
(Salzburg)
Von den Zentren für Lehrerbildung alten Typs zu den
neuen Schools of Education:
institutionelle Transformationsprobleme und Professionalisierungsperspektiven
Prof. Dr. Peter Drewek
(Bochum)
■ Mit der Einrichtung von (Professional) Schools of
Education an Europäischen Hochschulen wird den
Erkenntnissen über das komplexe Zusammenspiel von
Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Erziehungswissenschaft in der Lehrerbildung Rechnung getragen. In diesem
Symposium stellen Vertreter von SoE/ PSE die Rollen und
Aufgaben der Erziehungswissenschaft innerhalb dieser
Institute und innerhalb der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung dar und erörtern die zukünftige Verortung der
Erziehungswissenschaft in den sich wandelnden kulturellen und politischen Herausforderungen des Bildungswesens.
Lehrerbildung als Kontinuum:
Zur Nutzung von Synergien
zwischen Lehrerausbildung
und Lehrerfortbildung
Prof. Dr. Konrad Krainer
(Klagenfurt)
Prof. Dr. Johannes Mayr
(Klagenfurt),
Prof. Dr. Florian H. Müller
(Klagenfurt)
228
24. Kongress der DGfE
Mi. 16:30 – 18:00
Streitgespräch
24. Kongress der DGfE
Einheit oder Vielfalt, Kooperation oder Wettbewerb:
Wie weiter mit dem Bildungsföderalismus?
Öffentliches Streitgespräch im Rahmen des Jubiläumskongresses der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft am 12. März 2013, 16:30 bis 18:00.
So. 09. März 2014
Rahmenprogramm
Information zur Anmeldung
Melden Sie sich bitte per E-Mail über
[email protected]
für die Stadtführungen bis zum 17.02.2014 verbindlich an.
Da die Teilnehmerzahl bei einigen Exkursionen begrenzt
ist, erfolgt die Vergabe der Plätze nach dem Prinzip First
come, first served. Im Falle einer zu geringen Teilnehmerzahl behalten wir uns vor, die Veranstaltungen nicht
stattfinden zu lassen.
■ Wie das Bildungssystem in Deutschland organisiert ist,
ist für die pädagogische Praxis, für Familien und Unternehmen, für die erziehungswissenschaftliche Forschung
und für politische Entscheidungen von Bedeutung.
Meinungen zu den Organisationsformen des Bildungssystems sind vielfältig und viele Positionen lassen sich
gut begründen.
■ Geisteswanderungen:
Forscherdrang zwischen Salon und Universität
Für das Thema des Streitgesprächs ergibt sich daraus
ein großer Facettenreichtum: Wie viel Kooperation oder
Wettbewerb ist eigentlich gut für das Bildungssystem,
wie viel ist nötig? Fördert oder behindert der Föderalismus
eine dieser beiden Seiten? Können wir uns den Föderalismus überhaupt leisten oder sorgen gerade kurze Wege
für effiziente Strukturen? Und nicht zuletzt: Wie föderal
ist unser föderales Bildungssystem überhaupt noch?
„Nach PISA“ sind zahlreiche Regelungsmechanismen und
Institutionen eingezogen worden, die für eine stärkere
Abstimmung sorgen als jemals zuvor. Es gibt die KMK und
das Institut für Qualitätssicherung im Bildungswesen, es
gibt die jährlichen Bildungsberichte, es gibt PISA, TIMSS
und andere Studien mit Deutschland als Analyseeinheiten,
es gibt eine nationale Steuerungsgruppe aus Bund- und
Ländervertretern und schließlich lässt sich mit dem Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien auch die
entsprechende Institutionalisierung feststellen.
230
Zeit
Sonntag, 09. März 2014
15:00 Uhr
(Dauer ca. 2 Stunden)
oder
Dienstag, 11. März 2014
17:00 Uhr
(Dauer ca. 2 Stunden)
Treffpunkt
Gendarmenmarkt,
am Schiller-Denkmal (Nähe
U-Bhf. Stadtmitte, U2, U6)
Der Universalgelehrte Leibniz brachte vor über 300 Jahren
die Akademie der Wissenschaften auf den Weg, Wilhelm
von Humboldt mit reformerischen Ideen vor 200 Jahren die
Universität. Hegel erprobte hier die Fallhöhe des Geistes
und Lise Meitner drang zu den kleinsten Elementen vor.
Neben der Universität war der Salon Rahel Varnhagens ein
Treffpunkt für den kritischen Diskurs.
Veranstalter: StattReisen Berlin
Kosten
9,50 € pro Person
Anmeldung und Zahlung
Verbindliche Anmeldung per
E-Mail an nikolai.dgfe2014@
hu-berlin.de
Betreff
Geisteswanderung
231
24. Kongress der DGfE
So. 09. März 2014
Rahmenprogramm
24. Kongress der DGfE
■ Lebendige Geschichtsmeile Unter den Linden
Zeit
Sonntag, 09. März 2014
15:00 Uhr
(Dauer ca. 2 Stunden)
oder
Dienstag, 11. März 2014
17:00 Uhr
(Dauer ca. 2 Stunden)
Treffpunkt
Vor dem Alten Museum an der
Granitschale (Bus 100, 200
Haltestelle Lustgarten)
Das Zeughaus, die Neue Wache, das Reiterstandbild,
der Standort des Palasts der Republik, das Brandenburger
Tor, das Reichstagsgebäude, die Überreste des Stadtschlosses in einem Regierungsgebäude der DDR,
der Abriss eines denkmalgeschützten Hotels ... Eine
atemberaubende Reise durch die deutsche Geschichte und
Gedenkkultur - und in die Politik, die mit ihr gemacht wird.
Veranstalter: StattReisen Berlin
So. 09. März 2014
■ Herbst 1989
Zeit
Sonntag, 09. März 2014
15:00 Uhr
(Dauer ca. 2 Stunden)
Treffpunkt
Alexanderplatz,
an der Weltzeituhr
(S-Bahn; RB; U2, U5, U8)
Kosten
9,50 € pro Person
Kosten
9,50 € pro Person
Anmeldung und Zahlung
Verbindliche Anmeldung per
E-Mail an nikolai.dgfe2014@
hu-berlin.de
Anmeldung und Zahlung
Verbindliche Anmeldung per
E-Mail an nikolai.dgfe2014@
hu-berlin.de
Betreff
Wende
Die DDR-Hauptstadt zwischen den Staatsfeierlichkeiten
zu „40 Jahre DDR“ und dem Aufbegehren einer Bevölkerungsmehrheit, die den Stillstand zu überwinden
begann. Welche Ereignisse trugen zum Untergang des
DDR-Systems bei, welche Rolle spielten Kirche, Opposition
und Staatsmacht? Zeitzeuge Matthias Rau führt Sie zu
wichtigen Orten des „Wendeherbstes“ und zeigen Ihnen,
wo die Berliner Mauer am 9. November fiel.
Veranstalter: StattReisen Berlin
Betreff
Geschichtsmeile
232
Rahmenprogramm
233
24. Kongress der DGfE
So. 09. März 2014
Rahmenprogramm
24. Kongress der DGfE
■ Dietrich Bonhoeffer und der Widerstand oder
Mo. 10. März 2014
Rahmenprogramm
■ Life was a Cabaret? Ein literarischer Nachtspaziergang
„dem Rad in die Speichen fallen“
Zeit
Sonntag, 09. März 2014
15:00 Uhr
(Dauer ca. 2 Stunden)
oder
Dienstag, 11. März 2014
17:00 Uhr
(Dauer ca. 2 Stunden)
Treffpunkt
Eingang Matthäuskirche, Matthäikirchplatz (Kulturforum)
(S-Bahn, U2: Potsdamer Platz)
Kosten
9,50 € pro Person
Anmeldung und Zahlung
Verbindliche Anmeldung per
E-Mail an nikolai.dgfe2014@
hu-berlin.de
Dietrich Bonhoeffer ist einer der wichtigsten Widerstandskämpfer im Dritten Reich und einer der wichtigsten
deutschen Theologen des 20. Jahrhunderts. Diese Führung
folgt seinen Spuren in Berlins Mitte mit Matthäuskirche
oder dem Ort des ehemaligen Volksgerichtshofs und der
ehemaligen Gestapo-Zentrale, in dem auch Bonhoeffer in
Haft war. Bei dieser Tour besuchen wir zentrale Orte des
Dritten Reiches und es lässt sich ein intensiver Einblick
in Leben und Denken des Dietrich Bonhoeffer gewinnen.
Bonhoeffers Rolle und sein Mut zum Widerstand und
seine letzten Tage werden anschaulich.
Veranstalter: theoarts
Zeit
Montag, 10. März 2014
20:00 Uhr
(Dauer ca. 2 Stunden)
Treffpunkt
Am U-Bhf. Nollendorfplatz
(U1, U3, U4),
Ausgang Motzstraße
Kosten
9,50 € pro Person
Anmeldung und Zahlung
Verbindliche Anmeldung per
E-Mail an nikolai.dgfe2014@
hu-berlin.de
Im Schöneberger Nachtleben der 1920er Jahre begegneten
sich Intellektuelle, Bohemiens und Strichjungen; überbordende Dekadenz, während draußen bereits die SA
marschierte. Eindringlich schildert Christopher Isherwood
diese Atmosphäre in „Goodbye to Berlin“. Auch Klaus
Mann, Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler, Nelly Sachs
und Erwin Piscator haben hier gelebt, gearbeitet, gefeiert
und gekämpft bzw. über diese Gegend geschrieben.
Veranstalter: StattReisen Berlin
Betreff
Cabaret
Betreff
Bonhoeffer
234
235
24. Kongress der DGfE
Mo. 10. März 2014
Rahmenprogramm
24. Kongress der DGfE
■ GEW-Abend
Zeit
Montag, 10. März 2014,
20:30 Uhr
Für alle Mitglieder, Freundinnen und Freunde der
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Treffpunkt
Umweltforum
Auferstehungskirche,
Pufendorfstr. 11,
10249 Berlin
Kosten
15,00 € pro Person
Studierende: 7,50 €
„Traditionen und Zukünfte“ – so lautet das Motto des
DGfE-Jubiläumskongresses. Der GEW-Abend beim DGfEKongress – er hat schon eine lange Tradition. Der Austausch und die Begegnung der Erziehungswissenschaft
mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft –
sie hat eine große Zukunft.
Anmeldung und Zahlung
Karten vorab am GEW-Stand,
Dorotheenstr. 24, 1. OG
(begrenztes Kontingent
an der Abendkasse)
Nutzen Sie daher die Gelegenheit zur Begegnung mit
der Bildungsgewerkschaft GEW — besuchen Sie den
GEW-Abend beim DGfE-Kongress!
Wir stellen Ihnen den neuen Vorstand der GEW vor und
geben Ihnen einen Einblick in unsere Projekte und Arbeitsschwerpunkte. Wir reichen ein Abendessen und laden Sie
zu einem Begrüßungsgetränk ein. Wir freuen uns sehr auf
Ihren Besuch!
Text: GEW
Di. 11. März 2014
Rahmenprogramm
■ Berliner Rebellinnen
Treffpunkt
Mehringplatz / Friedrichstraße
Auf den Spuren beinahe vergessener couragierter Frauen
und Repräsentantinnen der Frauenbewegungen, Frauen,
die an revolutionären Kämpfen teilnahmen, Aktivistinnen
lesbischer Subkultur sowie Widerstandskämpferinnen
gegen das nationalsozialistische Regime.
Kosten
9,50 € pro Person
Veranstalter: Frauentouren
Zeit
Dienstag, 11. März 2014
17:00 Uhr
(Dauer ca. 2 Stunden)
Anmeldung und Zahlung
Verbindliche Anmeldung per
E-Mail an nikolai.dgfe2014@
hu-berlin.de
Betreff
Rebellinnen
■ Exkursion zu den Reckahner Museen
Anmeldung
zu Führungen für Gäste des
DGfE-Kongresses unter:
033835/60672
Anreise
Regionalexpress von Berlin
zum Bahnhof Brandenburg/
Havel, mit Taxi oder Bus 581
weiter nach Reckahn.
Das brandenburgische Dorf Reckahn war im 18. Jahrhundert ein geselliger Treffpunkt. Mehr als 1000 aufgeklärte Besucherinnen und Besucher lernten die
Rochowsche Musterschule für Kinder aller Stände kennen.
Heute machen das Schul- und Roschowmuseum diesen
bildungshistorisch bedeutenden, zukunftsweisenden Ort
dem kulturellen Gedächtnis zugänglich.
http://www.rochow-museum.uni-potsdam.de
236
237
24. Kongress der DGfE
Rahmenprogramm
24. Kongress der DGfE
■ Individueller Spaziergang: Bildungsgeschichte in der
Weitere Sehenswürdigkeiten im Umkreis
der Humboldt-Universität
Spandauer Vorstadt - ein pädagogischer Spaziergang
Mit dem Angebot eines bildungsgeschichtlichen Spaziergangs in der Spandauer Vorstadt wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des DGfE-Kongresses ermöglicht,
in der unmittelbaren Umgebung des Tagungsortes Zeugnisse pädagogischer Traditionen im öffentlichen Raum
aufzuspüren und ihren Transformationsgeschichten im
wahrsten Sinne des Wortes nachzugehen. Seit dem
17. Jahrhundert entfaltete sich in diesem, heutzutage
durch sein reges kulturelles und touristisches Leben
bekannten Areal eine breit differenzierte Bildungslandschaft, deren Orte und Räume noch immer erlebbar bzw.
nachempfindbar sind. Bis zur Zerstörung durch die NSDiktatur galt es als ein intellektuelles Zentrum jüdischen
Lebens in Berlin. Der Gang durch dieses Areal weist auf
bedeutsame Bildungsbestrebungen ebenso wie auf
Widersprüchlichkeiten einer unabgeschlossenen Bildungsgeschichte. Informationen zu den wichtigsten Stationen
des pädagogischen Spaziergangs werden in einem Flyer
auf dem Kongress zur Verfügung gestellt.
Zu diesen Sehenswürdigkeiten bieten wir keine geführten
Touren an. Sie liegen alle fußläufig vom Veranstaltungsort
entfernt und können mit Hilfe des City Guides, der Ihrer
Tagungsmappe beigefügt ist, auf „eigene Faust“ erkundet
werden.
Die angegebenen Öffnungszeiten gelten für den Zeitraum
des Kongresses.
■ Museumsinsel
Öffnungszeiten und Adresse
Mo-So 10:00-18:00
Museumsuferinsel
Autorinnen: Christa Kersting und Christa Uhlig
- Altes Museum
- Alte Nationalgalerie
- Bode-Museum
- Neues Museum
- Pergamonmuseum
http://www.museumsinsel-berlin.de
■ Deutsches Historisches Museum
Öffnungszeiten und Adresse
Mo-So 10:00-18:00
Unter den Linden 2
238
Rahmenprogramm
http://www.dh-museum.com
239
24. Kongress der DGfE
Öffnungszeiten und Adresse
Mo-So 10:00-20:00,
Sa 10:00-22:00
Karl-Liebknecht-Str. 1
Rahmenprogramm
24. Kongress der DGfE
■ DDR-Museum
Theater im Umkreis der Humboldt-Universität
http://www.ddr-museum.de
Berlin hat eine bunte und vielfältige Theaterlandschaft.
Viele bekannte Theater liegen in fußläufig vom Veranstaltungsort entfernt. Die Angebote der Theater können
den angebotenen Homepages entnommen werden.
Angebote weiterer Theater finden Sie auch auf in den
Stadtmagazinen tip berlin (http://www.tip-berlin.de)
oder zitty berlin (www.zitty.de).
■ Berliner Dom
Öffnungszeiten und Adresse
Mo-Sa 9:00-20:00 Uhr,
So 12:00-20:00 Uhr
Am Lustgarten
http://www.berlinerdom.de
■ Deutsches Theater Berlin
■ Tränenpalast – Stiftung Haus der Geschichte
der Bundesrepublik Deutschland
Öffnungszeiten und Adresse
Di–Fr 9:00–19:00 Uhr,
Sa/So: 10:00–18:00 Uhr
Reichstagufer 17
Rahmenprogramm
Adresse
Schumannstraße 13a
http://www.deutschestheater.de
http://www.hdg.de/berlin/traenenpalast
■ Berliner Ensemble
Adresse
Bertolt-Brecht-Platz 1
http://www.berliner-ensemble.de
■ Maxim Gorki Theater
Adresse
Am Festungsgraben 2
(Neben dem Hauptgebäude
der Humboldt-Universität)
240
http://www.gorki.de
241
24. Kongress der DGfE
Rahmenprogramm
■ Distel Kabarett Theater
24. Kongress der DGfE
Rahmenprogramm
■ StadtErleben
Sightseeing vom Wasser aus
Adresse
Friedrichstraße 101
http://www.distel-berlin.de
■ Jüdisches Theater Bimah
Adresse
Admiralspalast
Friedrichstr. 101
http://www.juedischestheaterberlin.de
In der Nähe des Veranstaltungsortes besteht die
Möglichkeit ab der Haltestelle Friedrichstrasse/Ecke
Reichstagufer für eine Spreefahrt in die Innenstadt.
Aktueller Fahrplan:
http://buchung.sternundkreis.de
Von der Anlegestelle Hauptbahnhof (Moltkebrücke) gibt
es die Möglichkeit einer einstündigen Stadtkernrundfahrt.
Aktueller Fahrplan unter:
http://www.reederei-riedel.de
■ Berlin mit dem 100er Bus
Mit der öffentlichen Buslinie 100, die zwischen
Alexanderplatz und Bahnhof Zoologischer Garten verkehrt,
kann eine kostengünstige Stadtrundfahrt unternommen
werden. Zum Preis eines Einzelfahrscheins können mit
dem 100er Bus eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten
angesteuert werden. Nicht weit vom Veranstaltungsort
befindet sich am Berliner Dom die Haltestelle des
100er Buses.
■ Weitere Informationen
Weitere Informationen zu Museen, Theater, Kinos etc.
bieten folgende Portale
http://www.zitty.de
http://www.tip-berlin.de
242
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