Zeitung 7/2005 - 18/2 fr NET

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HAFLINGER PFERDE
WELTAUSSTELLUNG 2005
Haflinger Weltausstellung 2005 – Die größte HaflingerVeranstaltung aller Zeiten wurde zu einem sensationellen Erfolg
Vom 25. bis 29. Mai 2005 fand auf dem Verbandsgestüt Fohlenhof
Ebbs, dem Weltzentrum der Haflinger, die 4. Haflinger Weltausstellung statt. 1990 war die erste Veranstaltung dieser Art, nachdem der
Haflinger Pferdezuchtverband Tirol bis zu diesem Jahr im Fünfjahresrhythmus bereits seit den 50er Jahren internationale Schauen abgehalten hatte. Der Beginn der Haflinger Weltausstellungen war aber
für die Rasse besonders bedeutend, vor allem durch die Tatsache, dass
ab diesem Zeitraum die Welt Haflinger Vereinigung nicht nur Patronanz
übernommen hat, sondern dass sie auch die Richtlinien und Regeln
genau festgelegt hat. Die Haflinger Weltausstellung ist daher nicht
nur die Veranstaltung eines einzelnen Zuchtverbandes, sondern wird
als Höhepunkt aller Schauen von den über 20 Mitgliedsorganisationen
der Welt Haflinger Vereinigung gesehen. Es gibt daher keine andere
Haflinger-Veranstaltung, die schon von sich aus so bedeutend ist wie
diese Schau. Diese Tatsache wird selbstverständlich offensichtlich,
wenn man die Menge der ausgestellten Pferde betrachtet. Internationale Schauen der Vergangenheit waren mit Stuten und Hengsten zwischen 100 und 150 Gesamtpferden gelegen. Die erste Haflinger Weltausstellung konnte diese Zahlen bereits deutlich übertreffen. Über 400
Pferde wurden damals gezeigt, beinahe 500 waren es dann 1995, 650
im Jahr 2000 und über 700 Haflinger wurden auf der Weltausstellung
2005 gezeigt. Ein weiterer Beweis für die Bedeutung dieser Schau ist
auch die Anzahl der Ausstellungsnationen. Bei den vergangenen Schauen waren es zwischen 10 und 12 Nationen, an sich schon eine enorme
Zahl an Staaten, die Haflinger zu einer Veranstaltung bringen, aber
bei der heurigen Veranstaltung waren es 18 Nationen. Die Haflinger
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Weltausstellung hat sich den Namen redlich erworben und ist ohne
Zweifel die wichtigste Haflinger-Veranstaltung der Welt.
Der Haflinger Pferdezuchtverband Tirol hat diese Schau abgehalten
und versucht internationale Werbung für das Haflinger-Pferd zu machen. Dieses Vorhaben ist nicht nur durch die enorme Menge an Pferden geglückt, sondern auch durch das große Schauprogramm, bei dem
man die vielseitige Verwendbarkeit des Haflingers in Perfektion demonstriert hat. Für den Veranstalter war es natürlich ein besonderer
Höhepunkt, dass an die Erfolge der Vergangenheit Anschluss gefunden wurde, und mit Stolz konnte man registrieren, dass alle Klassensieger und alle Siegersammlungen ausschließlich in Tirol gezogene
Pferde waren. Die konsequente Zuchtarbeit des Tiroler Verbandes mit
dem stetigen Denken in Generationen hat sich bei der Qualität entsprechend niedergeschlagen und der Haflinger „made in Tirol” hat
neuerlich bewiesen, dass er absolute Weltspitze ist. Dass es einem
relativ kleinen Zuchtgebiet, vor allem aus internationaler Sicht gesehen, gelingt, eine derartige Masse an Weltklassepferden zu zeigen,
war auch für viele Experten ein Höhepunkt.
Bereits drei Jahre vor der Haflinger Weltausstellung 2005 wurde mit
der Planung begonnen. Der Haflinger Pferdezuchtverband Tirol hat
nicht nur die Veranstaltung, sondern vor allem auch die Finanzierung
und die Werbung rechtzeitig planen müssen. Plakate und Prospekte
waren schon Ende 2003 produziert, die Werbung ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem orangen Plakat der Tiroler Künstlerin Patricia
Karg angelaufen. 4 Meter große Tafeln mit dem Originalplakat wurden rund um Ebbs aufgestellt und wiesen auf den größten Event im
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Ort hin. Gleichzeitig wurde die Ausschreibung vorgenommen und Erfahrungen aus den vergangenen Veranstaltungen sind dabei eingeflossen. Eine Schau mit über 1000 Pferden und 50.000 Besuchern in einem kleinen Ort bedarf natürlich einer ganz besonderen Organisation. Man greift bei der Haflinger Weltausstellung in Ebbs nicht auf
bestehende Messehallen zurück, man mietet nicht einfach irgendwelche Turnierboxen, man überlässt nicht gedankenlos die Unterbringung
der Gäste anonymen Organisationen, sondern man kümmert sich beim
Haflinger Pferdezuchtverband Tirol um jedes kleinste Detail selbst.
Die Haflinger Weltausstellung wird auf die ansonst grünen Koppeln
des Fohlenhofes gebaut. Es werden nicht einfach zusätzliche Mitarbeiter angestellt, sondern es wäre gar nicht anders möglich, es wird
alles von den bestehenden Mitarbeitern des Tiroler Verbandes bereits
eineinhalb Jahre vorher vorbereitet, gebaut, konstruiert, geplant, bestellt …
Die Pferdeboxen werden so gestaltet, dass es für die Besucher eine
Augenweide ist, die Pferde dürfen nicht hinter Gittern verschwinden,
sondern sollen auch für jeden Besucher begreifbar werden.
Selbstverständlich ist es auch besonders wichtig, ein Motto zu finden,
unter dem die gesamte Veranstaltung steht. Für die Haflinger Weltausstellung 2005 wurde ein Titel gefunden, der wohl alles Positive
der Rasse in wenigen Worten widerspiegelt. „Das goldene Pferd mit
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dem goldenen Herz” drückt all das aus, was den Haflinger weltweit
begehrt gemacht hat. Zum einen seine Fuchsfarbe mit der weißen
Mähne und dem enormen Charme, zum anderen seinen Charakter und
seine Verlässlichkeit.
Die Haflinger Weltausstellung auf dem Fohlenhof Ebbs wäre ohne
die Tiroler Züchterschaft und den beispielhaften Einsatz aller Mitglieder nicht möglich. Der Zusammenhalt und die Identifikation der
Züchter mit dieser Veranstaltung ermöglicht diese erst. Alle haben
dazu beigetragen, dass eine derartige Großveranstaltung abgehalten
werden konnte, sei es durch den Kartenvorverkauf, der für die Finanzierung unerlässlich war, oder durch den Auf- und Abbau, wo über
Wochen täglich dutzende Helfer den ganzen Tag im Einsatz waren.
10.000 Arbeitsstunden wurden dabei freiwillig und unentgeltlich geleistet.
Die größte Pferdestallung der Welt, ein Zelt mit 200 Meter Länge und
40 Meter Breite, wurde aufgebaut und mit handgemachten Boxen und
Ständerstallungen ausgestattet. Die Hengste wurden in einem eigenen Zelt untergebracht, dort wurden stabile Boxen aufgebaut, ein eigenes Messezelt wurde errichtet, für die Verpflegung wurden 2 andere Zelte für bis zu 1.500 Personen aufgebaut, die Reithalle wurde zu
einem Galasaal umgebaut, Zäune wurden errichtet und für die
Schauprogrammpferde wurde auch ein eigener Bereich aufgebaut.
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Aber auch während der Veranstaltung waren unzählige freiwillige
Mitarbeiter im Einsatz, sei es als Richter, Ordner, Aufbauhelfer, Nachtdienste, im Versorgungsbereich, beim Schauprogramm oder bei den
verschiedenen Veranstaltungen. Auch viele Offizielle verrichteten ihren Einsatz unentgeltlich, so die Veterinärüberwachung, der Hufschmied, ja sogar der diensthabende Arzt. Sie alle waren die Basis
dafür, dass eine der schönsten Haflinger-Veranstaltungen, die es je
gegeben hat, möglich wurde. Dafür verdienen sie nicht nur den Dank
des Tiroler Verbandes oder der Welt Haflinger Vereinigung, sondern
vor allem den von allen Haflinger-Züchtern der Welt.
Alle Helfer alleine, ohne das Team vom Fohlenhof Ebbs, wären auch
nicht ausreichend gewesen. Die Mitarbeiter des Tiroler Verbandes
haben die gesamte Vorbereitung und Abwicklung der Schau neben
ihrer normalen Arbeit geleistet. Der Einsatz jedes Einzelnen war mehr,
als man von einem Mitarbeiter erwarten kann, und zeigt, dass sie alle
den Haflinger nicht als einen Teil ihrer Arbeit sehen, sondern dieser
Rasse ganz besonders verbunden sind. Die Mitarbeiter haben bereits
ein Jahr vorher begonnen, Details für die Schau vorzubereiten, sei es
das Herstellen der Boxentüren für die 450 Stuten mit Fohlen, die Vorbereitung der Arena und der Stallungen, die Ausschreibung weltweit
an alle Haflinger-Züchter und die entsprechende Bearbeitung der
Meldungen, die Erstellung des 160 Seiten umfassenden Ausstellungskataloges, die gesamte Bestellung bis in kleinste Detail, aber auch die
gesamten Behördengänge. So wurde bereits ein Jahr im Vorhinein ein
komplettes Sicherheitskonzept erstellt, das sowohl alle Besucher als
auch Aussteller und natürlich die Pferde beinhaltete. Ein Verkehrskonzept war ebenso notwendig wie die Organisation von ausreichenden Parkmöglichkeiten bei jeder Witterung. Die Verpflegung von
Mensch und Tier musste natürlich auch rechtzeitig geplant und organisiert werden. Tausend Pferde benötigen nicht nur eine Unmenge an
Heu und Stroh, sondern auch eine enorme Wassermenge, und dies
sollte auch möglichst frisch sein. Eine eigene Leitung mit kaltem
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Ebbser Quellwasser wurde dafür installiert. Gerade bei der enormen
Hitze, die schlussendlich während der Haflinger Weltausstellung
herrschte, war dieser Punkt besonders wichtig.
Nicht unerwähnt bleiben soll die hervorragende Zusammenarbeit mit
den örtlichen Behörden, wie der Gemeinde Ebbs, dem Tourismusverband, der Gendarmerie, der Veterinärbehörde. Die Menge an Pferden und Menschen war für alle eine Herausforderung. Zufriedenheit
zeigte sich dann, als nach fünf Tagen eine Veranstaltung zu Ende ging,
bei der es keinerlei gröbere Probleme gegeben hat, bei der die schwerste
Verletzung ein starker Sonnenbrand war, bei der die Pferde alle wohlbehalten in ihre 18 Heimatstaaten zurückkehrten und bei der auch
Gendarmerie und Polizei keinen einzigen Einsatz hatten. Die Haflinger, die Haflinger-Züchter und alle Haflinger-Freunde haben den Beweis erbracht für das Motto der Schau „Das goldene Pferd mit dem
goldenen Herz”.
Bei der Organisation war selbstverständlich die Werbung einer der
zentralen Punkte in der Vorbereitung, aber vor allem dann die Berichterstattung über das Haflinger-Pferd in aller Welt. Unzählige In-
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serate in Zeitschriften in den USA, in Großbritannien, Schweden, Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Italien,
Deutschland, der Schweiz und vor allem in ganz Österreich wurden
im Vorfeld geschaltet. Aber auch die Medien haben der Haflinger Weltausstellung 2005 von sich aus einen sehr großen Stellenwert eingeräumt. Die größte österrreichische Tageszeitung mit einer Reichweite
von 80 %, brachte einen großen Artikel und zeigte den Haflinger ganzseitig als Titel. Verschiedene Fernsehanstalten haben auch im Vorfeld
berichtet. Selbstverständlich waren Beiträge über die Haflinger Weltausstellung in den meisten Pferdefachzeitschriften zu finden. Ein eigener Internetauftritt wurde gemacht und Direktmailingaktionen an
unzählige Haflinger-Züchter vorgenommen.
Im Nachhinein konnte man dann Resümee ziehen über den Erfolg,
der auch durch die verschiedenen TV-Beiträge sichtbar wurde. Neben
dem ORF aus Österreich, der RAI aus Italien und der ARD aus
Deutschland, die selbst anwesend waren, wurde vom Haflinger
Pferdezuchtverband Tirol ein eigenes Team engagiert, das über Satellit Bilder von der Haflinger Weltausstellung in alle Welt sandte. Berichte wurden in RTL4 in den Niederlanden gezeigt, in MTV Ungarn,
in TV2 Dänemark, MTV3 Finland, TV2 Schweden, TV3 Frankreich,
TVE Spanien, RTV Slowenien, Channel4 England, VTM Belgien,
DRS Schweiz, RAI Italien, der Deutschen Welle International, dem
Bayrischen Rundfunk, 3SAT-International usw. usw. Besonders erfreulich ist auch die Tatsache, dass große Berichte in XXP, einem
Ableger von Spiegel TV, kommen werden, wo zweimal jeweils eine
Stunde Zucht und Schauprogramm gezeigt werden. Auch der
Pferdesportsender RAZE TV möchte beide Dokumentationen ausstrahlen. In den USA gibt es einen eigenen Sender, HORSE TV, mit über
10 Millionen Abonnenten, der ebenfalls sowohl die DVD von der
Zuchtschau als auch vom Schauprogramm zur Gänze ausstrahlen wird.
Diese enorme Resonanz zeigt an sich den großen Erfolg der Haflinger Weltausstellung.
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Das Programm über die 5 Tage wurde nicht wesentlich gegenüber
den anderen Weltausstellungen verändert. Komplett neu war ausschließlich ein eigener Eröffnungsabend am Mittwoch vor der eigentlichen Zuchtschau. Diese Eröffnung sollte 2005 in einem ganz besonderen Rahmen und anders als die Schauprogramme ablaufen. Pünktlich um 16.00 Uhr waren alle Pferde angereist und vom Tierarzt Dr.
Vinatzer einem Eingangscheck unterzogen.
Eine noch nie dagewesene Zahl von Prominenten war zu dieser Eröffnungsfeier nach Ebbs gekommen. Darunter an der Spitze der Tiroler Landeshauptmann Dr. Dr. Herwig van Staa, der Bundesminister
für Landesverteidigung Günther Platter, die Landesräte Sebastian
Mitterer aus Tirol, Erich Schwärzler aus Vorarlberg und Hans Berger
aus Südtirol, Landtagsvizepräsident und Bauernbundobmann Anton
Steixner, Präsident des Österreichischen Bauernbundes NR Fritz
Grillitsch, Nationalrat Hermann Gahr, der am Tag darauf noch einmal
mit dem Maschinenring Österreich einen Empfang auf der Haflinger
Weltausstellung gegeben hat, die Landtagsabgeordneten Arno Abler,
Paula Eisenmann und Josef Hechenbichler, Präsident der Landeslandwirtschaftskammer Ludwig Penz, vom Südtiroler Bauernbund
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Herbert Dorfmann, vom Landwirtschaftsministerium Sektionschef
Andrä Rupprechter und Josef Wiesböck, der Tierzuchtdirektor Rudolf Hußl, der Bürgermeister der Gemeinde Ebbs Josef Ritzer, stellvertretend für zahlreiche Bürgermeister der Region. Selbstverständlich waren alle Vizepräsidenten der Welt Haflinger Vereinigung bei
der Eröffnungsfeier: Inge Nobel aus Dänemark, Robert W. MacArthur
aus den USA, Tom Crane aus Großbritannien und Ton Notermans aus
den Niederlanden.
Die Eröffnungsfeier wurde so gestaltet, dass Reden und Showelemente
sich abwechselten. Begonnen wurde um 17.30 Uhr mit dem Einzug
einer Kutsche aus Schluderns in Südtirol, dem Geburtsort des ersten
Haflinger-Hengstes Folie. Erster Höhepunkt war dann der Einzug von
Tiroler Traditionsvereinen. Auf der Haflinger Weltausstellung eröffneten die Bundesmusikkapelle Ebbs, gefolgt von der Schützenkompanie Ebbs und der Jugendgruppe der Volkstanzgruppe Ebbs, nach
alter Tradition. Bundesminister Günther Platter und der Bürgermeister von Ebbs, Josef Ritzer, schritten die Ehrenformation ab. Mit Tiroler Märschen und einer Ehrensalve begann der Unterhaltungsteil und
die Volkstanzgruppe zeigte den Tiroler Figurentanz.
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Verbandsobmann Hans Strobl begrüßte dann die zahlreichen Ehrengäste, vor allem aber alle Haflinger-Züchter aus dem Ausland, die zu
dieser Weltausstellung in das Verbandsgestüt nach Ebbs gekommen
waren. Er bedankte sich bei den Tiroler Züchtern für ihre großen Leistungen bei der Vorbereitung während der vergangenen Wochen. Er
bedankte sich für die Geschlossenheit der Züchterschaft und verlieh
seinem Wunsch Ausdruck, dass die Haflinger Weltaustellung alle über
den Stand der Zucht informiere. Der Anblick des gefüllten Pferdezeltes, der vollen Tribünen, des wunderbaren Wetters und des Kaisergebirges im Hintergrund und Tiroler Tradition im Vordergrund sei für
ihn jetzt schon Beweis für den Erfolg dieser Schau. Als Tiroler Obmann wünschte Hans Strobl allen Richtern und Ausstellern viel Harmonie in den nächsten Tagen und vor allem viel Erfolg.
Im Anschluss an die Eröffnungsgrußworte des Verbandsobmannes
kamen alle Weltsiegerhengste und Weltsiegerstuten der vergangenen
Weltausstellungen. 1990 waren es der Hengst Afghan II und die Stute
Penny von Franz Schweisgut aus Zams. Diese ist leider im heurigen
Jahr bei der Geburt eines Fohlens gestorben und wurde durch die
Reservesiegerstute Sandra ersetzt. 1995 gewann Amadeus bei den
Hengsten und Rimalda bei den Stuten. Diese zwei Pferde wurden
vorgestellt, ebenso wie die Sieger der letzten Haflinger Weltausstellung im Jahr 2000, Abendstern und Dorata. Während die Weltsieger
der Vergangenheit im Ring waren, wurde das neue Haflinger-Lied,
das eigens für die Weltausstellung 2005 von Horst Elsner komponiert
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wurde, uraufgeführt. „Das goldene Pferd mit dem goldenem Herz”
wurde auch zu einem Lied gemacht.
Eine weitere Uraufführung war dann im Anschluss das Voltigieren
der Voltigiergruppe Fohlenhof Ebbs in einer anderen Form. Monika
Schweisgut hatte mit den jungen Damen und dem Voltigierpferd Almsee ein musikalisches Turnen einstudiert und das Besondere dabei
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war, dass das Voltigierpferd ohne Longierleine frei am Kreis galoppierte. Der Kreis wurde durch einige Kegel festgelegt. Auch diese
Voltigiervorführung war vermutlich eine Weltpremiere. Das Publikum
war jedenfalls von dieser Darbietung begeistert.
Danach begrüßte der Bürgermeister der Gemeinde Ebbs, Josef Ritzer,
die zahlreichen Gäste und erklärte, dass er sich über dieses Fest für
Ebbs freue. Der Fohlenhof Ebbs ist ein ganz besonderer Ort in der
Gemeinde und es ist für ihn ein großer Stolz, dass das Weltzentrum
der Haflinger in Ebbs liegt. Er wünschte allen Zusehern und Ausstellern viel Erfolg am Fuße des Kaisers, der bei Kaiserwetter für diese
Veranstaltung erstrahlte.
Als internationaler Gruß erfolgte dann durch den Südtiroler Lois
Kompatscher eine Vorführung im Westernreiten. Diese Darbietung
war auch eine Art Zusammenschluss der Welt bei den Haflingern von
Amerika nach Europa.
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Im Anschluss begrüßte der Tiroler Bauernbundobmann und Landtagsvizepräsident Toni Steixner die zahlreichen Haflinger-Züchter aus aller Welt. Er betonte in seinen Grußworten, dass auch seine Familie
aktiv an dieser Weltausstellung mit ihren Pferden teilnehme und dass
er sich freue, dass er auch mit einer selbst gezogenen Stute dabei sei.
Toni Steixner erklärte auch, dass es oft einfach sei, ein Pferd für die
Weltausstellung zu kaufen, dass es aber ungleich schwieriger sei, mit
einem selbst gezogenen Haflinger die Qualifikation zu schaffen. Die
Bedeutung der Schau erkenne man bei der Zunahme der prominenten
Gäste. Er erinnerte sich, dass er vor fünf Jahren alleiniger Redner aus
der Politik gewesen sei. Abschließend betonte er, wie sehr er sich freue,
mit dem Haflinger ein echtes Tiroler Landwirtschaftsprodukt so international erfolgreich zu sehen.
Als oberster Bauernvertreter Österreichs sprach dann Bauernbundpräsident NR Fritz Grillitsch zu den Gästen. Er erklärte, dass auch
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seine Familie bereits in Ebbs auf der Auktion einen Haflinger erworben habe, da Ebbs schließlich auch das Zentrum der Haflinger sei. Er
selbst komme aus der Steiermark, wo in Piber die Spanische Hofreitschule ihre Zucht habe, für Tirol seien aber die Haflinger das, was
für Wien und sein Bundesland die Lipizzaner sind. Er hoffe daher,
dass diese Rasse auch in Tirol bestens unterstützt werde.
Im Anschluss an die Rede von Fritz Grillitsch zogen dann die Ausstellungsländer ein. Ein Fahnenreiter mit der jeweiligen Länderfahne
ritt dabei voraus und die Züchter führten einige Pferde in die Arena.
Der Moderator der Eröffnungsfeier, Nationalrat Johannes Schweisgut,
begrüßte während dieses Einzuges als Präsident der Welt Haflinger
Vereinigung alle Aussteller und bedankte sich bei den unzähligen ausländischen Gästen für ihr Kommen nach Ebbs, denn sie seien die Voraussetzung, dass die Schau eine echte Weltausstellung ist. Er bedankte sich auch bei allen Teilnehmern an der Eröffnungsfeier und bei den
Funktionären für ihr Kommen, die damit die Bedeutung der Schau
unter Beweis stellten.
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Danach kam es zum nächsten Showelement, einem Pferdefußballspiel.
Den Anstoß nahm Landesrat Sebastian Mitterer vor, dabei zeigten Haflinger, dass sie auch richtig Fußball spielen können. Zwei Reiterinnen
lenkten die Pferde, die den Ball mit ihren Vorderbeinen in Richtung
Tor und am Ende auch in das Tor schossen. Das Ergebnis war unentschieden im Gegensatz zum Publikum, das auch von dieser erstmals
gezeigten Einlage begeistert war.
Ebenfalls zum ersten Mal vor großem Publikum zeigte sich der Hengst
Abendstern mit einer Einzeldressur. Monika Schweisgut präsentierte
dabei den Weltsiegerhengst mit Lektionen auch aus der schweren
Dressurklasse, darunter Passage und Piaffe. Der enorme Schub aus
der Hinterhand mit elastischen, schwingenden Bewegungen wusste
die Zuschauer ebenso zu begeistern.
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Nach der Rede zeigte die Tragtierstaffel Hochfilzen des österreichischen Bundesheeres einen Manövereinsatz. Dazu brachten Grundwehrdiener unter der Leitung von Vizeleutnant Messner als Tragtiere aufgepackte Haflinger und Nebelmaschinen sowie eine Kanone sorgten
für Einsatzatmosphäre. Die Tragtiere rührten dabei aber kein Ohr –
ein weiterer Beweis für die Ruhe und Gelassenheit und den Charakter
des Haflingers.
Danach erfolgte die Ansprache des Bundesministers für Landesverteidigung Günther Platter, der an seine Heimatgemeinde erinnerte. Er
sei Bürgermeister von Zams gewesen, der Heimat des modernen Haflingers. Dort war 1920 der erste Verein in Tirol mit dem ersten Zuchtbuch und er erinnere sich noch gut, als er die erste Weltsiegerstute
Penny in Zams feiern durfte. Seine Verbindung als Bundesminister
sei aber heute auch noch aufrecht, schließlich habe das österreichische Bundesheer Haflinger als Tragtiere im Einsatz, und mit diesen
habe man auch dazu beigetragen, dass in den 80er Jahren über 500
Haflinger an die indische Armee geliefert wurden. Diese Tiroler stehen auch jetzt noch im Einsatz im Himalaya.
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Der Fohlenhof-Vierspänner mit Josef Kronbichler zeigte dann zwischen Hindernissen mit den Fahnen der Haflinger Weltausstellung und
einer Brücke Fahrsport.
Die offizielle Eröffnung nahm der Landeshauptmann von Tirol, Herwig van Staa, vor. Er bedankte sich für das Organisieren und Abhalten dieser Veranstaltung. Die Haflinger Weltausstellung hat in Tirol
schon Tradition. Der Haflinger sei in ganz Tirol, in Süd- und Nordtirol zu Hause und biete eine gute Verbindung der getrennten Landesteile. Er freue sich auch, dass so viele internationale Gäste aus aller
Welt in unser wunderschönes Land Tirol, einem der schönsten Flekken der Erde, gekommen seien. Danach erklärte er die Haflinger Weltausstellung 2005 für eröffnet. Er nahm diese Eröffnung auch in englischer Sprache für die nicht Deutsch sprechenden Gäste vor.
Den Abschluss in der Arena bildete dann eine Demonstration der
Springveranlagung eines modernen, reingezogenen Haflingers. Monika Schweisgut zeigte den Hengst Nordtirol in der neuen rot-schwarzen Springgestütsuniform und sprang locker 155 cm hoch, nur weni-
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ge Zentimeter weniger als der aktuelle Weltrekord. Diesen hätte man,
so war der einstimmige Tenor aus dem Publikum, leicht erreichen
können, da beim Sprung über 155 cm mindestens noch 10 cm Luft
war. Bis zu dieser Höhe war es auch kein einziges Mal zu einer Berührung einer Stange gekommen.
Am Ende der Ansprachen und Showelemente übergab Johannes
Schweisgut den Rednern, allen voran als Erstem Landeshauptmann
Herwig van Staa, die ersten neuen, von ihm selbst verfassten Haflinger-Bücher. Das Buch mit dem gleichen Titel wie die Haflinger Weltausstellung war erst einen Tag vor der Veranstaltung fertig geworden.
Auf 360 Seiten wird dabei von der Geschichte, über den internationalen Stand, bis zur Ausbildung und Pferdebeurteilung alles rund um
den Haflinger geschildert. Eine Beilage zeigt auf großen Tabellen die
internationalen Hengststammtafeln nach Linien, mit über 6000 Hengsten weltweit. Die hohe Prominenz zeigte sich vom Buch begeistert.
Ein Galaabend in der Festhalle war dann der kulinarische Abschluss
einer gelungenen Eröffnungsfeier und die Spannung für den kommenden Tag war unter den Besuchern, Ausstellern und Funktionären schon
spürbar. Jeden Abend trafen sich die Funktionäre und viele Züchter in
der Festhalle und dort wurde über den Tag bis lange in die Nacht
hinein unter musikalischer Begleitung diskutiert. Manfred Telser mit
seinem Team sorgte für eine hervorragende Verpflegung während all
dieser Tage, nicht nur im VIP-Zelt, sondern auch bei den Galaabenden. Die Tourismusschule St. Johann sorgte für jugendlichen und fachlichen Service.
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Am Donnerstag, pünktlich um 9.00 Uhr, wurde dann mit dem Einzelrichten begonnen. Alle Klassen hatten einen exakten Terminplan für
die Einzelbeurteilung, die für die Stuten auf vier Dreiecken im Grünen neben dem großen Stutenzelt vorgenommen wurde und für die
Hengste in der Arena. Auch für die Endreihung gab es einen exakten
Zeitplan von jeweils 15 Minuten pro Klasse. Die Zeit wurde auch
ganz genau von den Richtern und Ausstellern eingehalten. Die Richter waren alle Experten aus 8 Nationen und offizielle internationale
Richter der Welt Haflinger Vereinigung. Jede Kommission bestand
aus Beurteilern von drei verschiedenen Nationen, um ein faires internationales Ergebnis zu erzielen. Gerichtet wurden alle 700 Einzelpferde am Donnerstag und am Freitag.
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Am Samstag standen die Familien auf der Tagesordnung, dabei wurden alle Sammlungen, die nicht aus Tirol kamen, komplett vorgestellt.
Bei den Tiroler Sammlungen wurden aus Zeitgründen jeweils nur die
besten zwei vorgestellt. Kommentiert und besprochen wurden alle
Klassen, die Schau und die Schauprogramme vom Präsidenten der
Welt Haflinger Vereinigung, Johannes Schweisgut, der allerdings ab
Freitag mit Stimmproblemen auf Grund dieser Überlastung zu kämpfen hatte. Höhepunkt am Samstag war die Ermittlung der Gesamtsieger. Die Sponsoren hatten dabei die Ehre die Siegerpreise zu übergeben. Der Dank gilt an dieser Stelle allen Sponsoren, die für das
Ermöglichen dieser Schau dringend notwendig waren. Bei den Hengsten konnte Dir. Spiegel von der Sparkasse Kufstein die Trophäen
übergeben und bei den Stuten war es Obmann Peter Osl, vom Ferienland Kufstein. Die Sammlungen erhielten ihre Preise von der Firma
Rauch-Futter. Neben diesen Sponsoren waren noch viele andere für
die erfolgreiche Schau mitverantwortlich, darunter die LVM-Versicherung aber auch die Gemeinde Ebbs, die Länder Tirol und Vorarlberg und die Republik Österreich.
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Im Anschluss an die Feldmesse fand dann die Schaukritik mit der
Präsentation von zahlreichen Schaubildern aus dem Zuchtbereich statt.
Der Präsident der Welt Haflinger Vereinigung, Nationalrat Johannes
Schweisgut, kommentierte über 2 Stunden die Höhepunkte der Schau
und bemühte sich auch zwischendurch immer wieder, den englischsprachigen Gästen eine Kurzzusammenfassung zu geben. Sie können
diese im exakten Wortlaut in dieser Ausgabe der Zeitschriften Haflinger-Pferde lesen. Die Schaukritik war das Ende des Zuchtteiles der
Weltausstellung.
Der Sonntag begann, wie es bei Tiroler Veranstaltungen üblich ist,
mit einer Feldmesse in der Fohlenhof Arena. Viele Besucher nutzten
die Gelegenheit zum Besuch des Gottesdienstes, der von Dekan Josef
Viehhauser sehr feierlich gestaltet und von der Bundesmusikkapelle
Ebbs musikalisch umrahmt wurde. Verbandsobmann Hans Strobl trug
die Lesung vor und der Dekan sprach auch für das schöne Wetter
seinen Dank aus, ein Dank, der vielen Funktionären, Besuchern und
Pferdebesitzern aus dem Herzen kam, nach 5 Tagen wolkenlosem
Himmel. Die Segnung aller Pferde und der vielen Pferdefreunde erfolgte am Ende des feierlichen Gottesdienstes.
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Jeden Tag, am Donnerstag, Freitag und Samstag um 18.00 Uhr und
am Sonntag um 15.00 Uhr, fand als ein täglicher Höhepunkt jeweils
ein Schauprogramm von zweieinhalb Stunden statt. Das Schauprogramm stand ebenso wie die gesamte Veranstaltung unter dem Motto
„Das goldene Pferd mit dem goldenen Herz”. Dreißig Programmpunkte
sorgten für ein begeistertes Publikum, das fast jeden Programmpunkt
frenetisch feierte und täglich für eine großartige Stimmung sorgte.
Zur Musik wurde im Takt mitgeklatscht und die Reiter und Pferde
jedes einzelnen Programmpunktes gefeiert.
Den Auftakt bildete jeweils die Dressurquadrille, vorgestellt vom
Fohlenhof Ebbs mit Zuchtstuten. Die vier Pferde waren jeweils Klassensieger oder Reservesieger dieser Haflinger Weltausstellung. Unter
den Quadrillepferden waren Rimalda, Rijana, Delina und Ravella,
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geritten wurden sie von vier Bereitern des Fohlenhofes, Monika
Schweisgut, Martina Achrainer, Robert Mair und Josef Kronbichler.
Neben allen Grundgangarten standen vor allem Lektionen aus höheren Dressurklassen im Mittelpunkt. Geritten wurde in den neuen leicht
adaptierten blau-gelben Gestütsuniformen.
Danach folgte Lois Kompatscher mit dem Wallach Medano beim
Westernreiten in der Disziplin Raining, was einer Dressur gleichkommt. Sliding-Stops und rasante Spins waren dabei die Höhepunkte, welche die Eignung des Haflingers als Westernpferd untermauerten.
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Als zweite Dressurvorstellung folgte dann der Pas de deux, der Tanz
zu zweit, vorgestellt mit den zwei Zuchtstuten Astra und Ravella vom
Fohlenhof Ebbs unter den Bereitern Monika Schweisgut und Reinhard Gappmaier. Beide Stuten belegten hintereinander in der gleichen
Zuchtklasse den zweiten und dritten Platz.
Aus der Steiermark, von der ARGE-Haflinger, kamen die Reiterinnen beim traditionellen österreichischen Bandltanz, diesmal allerdings
im Sattel von 8 Haflingern der Reitergruppe Oberkurzheim aus der
Steiermark unter der Leitung von Frau Kathrin Grillitsch. Bei diesem
Schauprogrammpunkt galt es aus dem Sattel das Muster am Baum
gleichmäßig aufzubauen und dann wieder zu lösen, was den Reiterinnen Theresa Grillitsch mit Apollo, Johanna Berr mit Newton, Nadine
Neuper mit Neubauer, Sabrine Pöllauer mit Pebita, Barbara Tatsch
mit Kessi, Eva Tatschl mit Niki, Anna Grillitsch mit Adorno, Lisa
Grillitsch mit Stanly und Danila Krenn mit Rica, mühelos gelang.
Der Hengst Stuart wurde danach von Monika Schweisgut am langen
Zügel gezeigt. Lektionen aus der hohen Schule wurden dabei präsentiert, viel Versammlung und leichte schwebende Bewegungen bildeten den Mittelpunkt. Passage und eine Levade bildeten die Höhepunkte.
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Lisa, Eva, Franziska und Viktoria zeigten 20 verschiedene Übungen,
die sie mit ihrer Ausbildnerin Monika Schweisgut einstudiert hatten.
Am Sonntag wurde statt dem normalen Voltigierprogramm noch einmal das Voltigieren ohne Longe, mit dem frei am Zirkel galoppierenden Almsee, gezeigt. Dabei waren nur die größeren Voltigierer im
Einsatz, nämlich Verena, Tamara, Isabella, Natalie, Silvana, Magdalena und Caroline.
Ein Publikumshit war das Voltigieren. 13 Mädchen aus Ebbs und
Umgebung hatten den ganzen Winter ein Kürprogramm einstudiert,
mit Einzelübungen bis zu vier Kindern gleichzeitig. Die Jüngste war
erst 4 Jahre alt, zeigte aber schon auf Almsee, wie viel Vertrauen zwischen Mensch und Pferd besteht. Die Mädchen Verna, Isabella, Tamara, Natalie, Silvana, Magdalena, Caroline, Magdalena, Stefanie,
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Beim nächsten Programmpunkt, den internationalen Gespannen, zeigte
Imre Szanto aus Ungarn einen Haflinger-Sechsspänner nach ungarischer Art, das heißt vier Pferde gehen vorne und zwei hinten. Gezeigt
wurden Rezgö, Salvessa, Gerti, Ottilia, Szöszi und Agave, in einem
ungarischen Prachtgeschirr und mit einer schönen Cziraker Kutsche.
Das zweite Gespann, mit einer Kutsche und den Pferden Sonja und
Melanie vom Fohlenhof, wurde gefahren von Barry Brown und die
Beifahrerin war seine Frau Eve Paxton-Brown, beide aus Australien
und auch Funktionäre im dortigen Verband.
Ein Einsatz des Haflingers beim berittenen Grenzdienst an der österreichisch-ungarischen Staatsgrenze war der nächste Schauprogrammpunkt, vorgestellt von Rekruten der Tragtierstaffel Hochfilzen.
Reitertrupps von zwei bis drei Mann überwachen täglich beritten 35
km der grünen Grenze. Alle sechs bis acht Wochen wechseln die Reiter ab. Der Haflinger verträgt diesen häufigen Mannschaftswechsel
problemlos und wird vom Bundesheer als das optimale Pferd für diese Aufgabe bezeichnet. Die Tragtierstaffel Hochfilzen unter
Vizeleutnant Messner und Kommandant Oberst Bieler zeichnete für
diesen Programmpunkt verantwortlich.
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Der Fohlenhof zeigte dann eine Herde Stuten mit Fohlen, darunter
die Weltsiegerstuten Dematteo und Dorata sowie die Klassensiegerstuten Samara und Delina. Eine Gruppe freilaufender Stuten mit Fohlen ist immer ein schönes Bild.
Internationale Hengste beim Springen waren ein weiterer Programmpunkt. Monika Schweisgut ritt den Hengst Nordtirol und bei zwei
Shows war auch Katja Müller mit Sterntänzer vom Stall Waldner –
Oberwirt aus Marling in Südtirol – dabei. Beide Hengste zeigten das
enorme Springvermögen von Zuchthengsten.
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Aus Großbritannien haben vier Reiterinnen und ihre Ausbildner extra
den langen Weg nach Ebbs auf sich genommen, um eine typisch englische Verwendung des Haflingers zu zeigen, nämlich Gymkhana
Games. In bunten Farben zeigten Anja Lockett auf Oxnead Act One,
Kelly Evans auf Langford Nikolo, Catherine Whitehouse auf Stagsden
Award und Angela Langman auf Oxnead Hope Reiterspiele. Dabei
mußten mit einem Säbel Ringe beim Vorbeireiten aufgenommen werden oder Fahnen abgeholt und abgelegt werden, Bälle von Kegeln
aufgehoben werden, Luftballons zerstochen werden, Tassen geholt
werden usw. In kurzer Zeit konnten die Reiterinnen ihre Geschicklichkeit beweisen.
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Die Fahrschule vom Sattel war ein Programmpunkt, der wiederum
vom Fohlenhof Ebbs gezeigt wurde. Josef Kronbichler zeigte nicht
nur eine gewöhnliche Fahrschule mit irgendwelchen Pferden, sondern er präsentierte eine Dreierfahrschule mit vier Generationen, mit
Rikka, Rialta, Rijana und Relie.
Viel Tempo und Stimmung gab es bei der Ungarischen Post. Monika
Schweisgut auf den Pferden Sonja und Melanie zeigte dabei viel Balance. Auf dem Rücken von zwei galoppierenden Pferden stehend
absolvierte sie dabei einige rasante Runden in der Arena.
Etwas ganz Besonderes war das Autogespann, welches Manfred
Theuretzbacher aus Wiesing mit seiner Beifahrerin Sabine Penz und
den Pferden Hübsche und Wintersturm vorführte. Die zwei Pferde
zogen nicht ein Auto, sondern sie schoben es vor sich her. Das Auto
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hatte natürlich keinen Motor und die zwei Pferde gehorchten aufs Wort.
Es ist allen Pferdefreunden sicherlich verständlich, wie schwierig es
ist, zwei Pferde dazu zu bringen, ein Auto zu schieben.
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Mit großer Begeisterung wurde die Gespannquadrille aus Oberösterreich aufgenommen. Die ARGE Haflinger hatte vier Marathon-Gespanne in einer Quadrille nach Ebbs gebracht. Zuerst waren die Fahrer im ruhigen Tempo bei der Quadrille, doch am Ende ging es dann
in voller Geschwindigkeit im schnellsten Galopp ordentlich zur Sache. Dietmar Neumitka aus Stadl-Paura zeigte die Hengste Stuntman
und Stecher II, Rupert Ganhör die Pferde Stern und Alex, Franz Haas
Astra und Laura und Monika Pramendorfer Nero und Navoy. Bei dem
atemberaubenden Tempo, das diese Gespanne zeigten, blieb vielen
fast der Atem stehen.
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Ein zweites Mal kam die Tragtierstaffel Hochfilzen zum Einsatz. Die
Verwendung von Nebel und Knallkörpern sollte zeigen, wie die Pferde für einen möglichen Gefechtseinsatz trainiert werden. Neben der
Verwendung beim militärischen Transport wird die Tragtierstaffel auch
bei zivilen Einsätzen für die Versorgung von hochalpinen Almen und
Hütten verwendet. Die Tragtierstaffel Hochfilzen bildet alle jungen
Tragtiere bis zum vierten Lebensjahr aus, die in den vier Tragtierstaffeln in Österreich zum Einsatz kommen und dort 100 bis 120 kg
transportieren. Rauch und Lärm beeindruckten die Haflinger jedenfalls in Ebbs keineswegs. Vizeleutnant Messner hatte diesen Programmpunkt mit Soldaten aus Hochfilzen geleitet.
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Pferdefußball zeigten Verena Meyer und Monika Schweisgut mit Almsee und Dorlis. Dabei mussten die zwei Reiterinnen versuchen, ihre
Pferde so zu lenken, dass diese mit ihren Füßen den Ball wie ein richtiger Fußballer ins Tor befördern. Es gab jeden Tag einen Sieger, denn
Tore sind immer gefallen.
Selbstverständlich durfte die historische Verwendung des Haflingers
nicht fehlen. Josef Kronbichler präsentierte, wie man früher das Heu
mit einem Wagen vom Feld holte. Anton Duregger zeigte eine von
Pferden gezogenen, Mähmaschine und Gerhard Blassnig demonstrierte
die Verwendung des Haflingers beim Holzrücken im Wald.
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Die Gesamtsiegerin der Stuten mit Nachkommen, die Klassensiegerin und Mutter beider Gesamtsiegerpferde der Haflinger Weltausstellung 2005, Dorlis, zeigte unter Monika Schweisgut eine Freiheitsdressur der besonderen Art. Zuerst gab es ein Seilspringen, dann balancierte Dorlis auf der Wippe, danach stellte sie sich mit einem Fuß
auf die am Boden liegende Reiterin, natürlich ohne zu belasten, danach kroch Monika Schweisgut durch die Vorder- und Hinterbeine,
sprang dann von hinten mit einem Bocksprung auf das alleine dastehende Pferd, stellte sich auf die Kruppe, sprang hinunter und stieg
dann von vorne auf, wobei Dorlis kräftig mithalf. Danach wurden der
Stute mit einem Pullover die Augen verbunden und blind zeigte sie
dann mit der Reiterin im Sattel Schritt, Trab und Galopp, insgesamt
eine perfekte Demonstration von Ruhe, Gelassenheit und Charakterstärke.
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Danach präsentierte die Schweiz unterschiedliche Gespanne an verschiedenen Tagen. Jean-Pierre Musy mit Amstrong, Rene Hurni mit
Swenja, Bruno Bapst mit Lindsey, Herve Sapin mit Pauline und Phillippe Kuenlin mit Laisha zeigten eine Einspänner-Quadrille. Christine Roulin mit Arlett und Nichi, Victor Fonnet mit Lasha und Lili,
Alois Röllin mit Larida und Odessa und Heidi Schneider mit Lady
Luc und Zara, zeigten einige Gespanne, die am 19. 5. in Roggwill am
Bodensee gemeinsam mit 9 anderen Zweispännern unter der Leitung
des Präsidenten des Schweizerischen Verbandes, Albert Peter, gestartet waren und dann über 384 Kilometer mit 28 Pferden nach Ebbs
gefahren sind. Auch ein original Alphornbläser war mit dabei und
brachte während der Weltausstellungstage immer wieder Schweizer
Flair in die Fohlenhof-Arena.
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Für viele waren ein Höhepunkt die zwölf jungen Reiterinnen der
Kinderquadrille, die einen der wichtigsten Aspekte zeigten, nämlich
den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit den Haflingern und
die besondere Eignung dieser Rasse als Reitpferd. Verena mit Almsee, Isabella mit Relie, Magdalena mit Rialta, Julia mit Melanie, Sarah mit Nanni, Magdalena mit Nelly, Tamara mit Monsun, Stefanie
mit Dorlis, Hanna mit Sandra, Caroline mit Svina, Eva-Maria mit
Birma und Katrin mit Sonja waren die Reiterinnen und Pferde. Die
meisten Stuten dieser Quadrille waren auch auf der Weltausstellung
zu sehen und einige Klassensieger und Platzierte waren darunter. Die
Quadrille klappte beinahe so perfekt wie jene der Profireiter.
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Nicht fehlen darf bei einem Schauprogramm in Tirol das Skijöring.
Der Reiterhof Hochfilzer aus Söll zeigte dabei einen spektakulären
Auftritt. Gabi Hochfilzer mit der Stute Elly und Roman Vötter mit
der Stute Erle präsentierten einmal mit Robert Winkler Skijöring mit
Langlaufskiern und mit Big Foot war Helmut Hochfilzer unterwegs.
Es wurde auch dem Publikum sehr schnell klar, wie schwierig es ist,
mit Langlaufskiern von Pferden gezogen zu werden – dies im Sand –
und dann auch noch damit zu springen. Jedenfalls zeigten sich alle
Zuseher begeistert.
Ein unersetzbarer Punkt der Schau auf der Haflinger Weltausstellung
sind selbstverständlich Siegerpferde. Täglich wechselten dabei Sieger und Platzierte und zeigten in einem schnellen Ablauf dem Publikum einige der Klassensieger.
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Erstmals zu sehen war eine spanisch-portugiesische Reitvorführung,
die von Waltraud Rappold aus Kematen mit der Stute Lussy gezeigt
wurde. Das Pferd wird dabei einhändig geritten und zeigt verschiedene Seitengänge sowie Kompliment, Liegen und Sitzen. Nicht fehlen
durfte natürlich der spanische Schritt.
Verschiedene Nationen konnten Hengste unter dem Sattel zeigen.
Yumina Watanabe präsentierte für den Haflinger-Hof Karlsbad der
Familie Herrmann den Hengst Notting Hill. Reinhard Gappmaier,
Bereiter vom Fohlenhof Ebbs, zeigte den Hengst Novembernebel, der
die vergangene Saison in Großbritannien im Deckeinsatz war.
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Beim letzten Dressurpunkt kam Monika Schweisgut abwechselnd
mit dem Hengst Amadeus oder Abendstern zu einer Einzeldressur.
Dabei zeigten beide Hengste Lektionen aus hohen Dressurklassen.
Amadeus führte neben verschiedenen Seitengängen, Pirouetten und
fliegendem Galoppwechsel auch erstmals eine Levade vor. Abendstern zeigte Piaffe und Passage sowie Seitengänge in allen Gangarten
und fliegende Wechsel. Monika Schweisgut konnte jedenfalls zeigen,
dass hohe Zuchtleistung, bestes Exterieur und Leistung eine Einheit
bei den Siegerhengsten darstellen.
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Josef Kronbichler vom Fohlenhof Ebbs zeigte einen Vierspänner mit
Wakhan, Wichtel, Neuberg und Allegrini beim Hindernisfahren. Viel
Dynamik und Kraft waren bei diesem Programmpunkt zwischen den
orangen Fahnen der Weltausstellung und über die Brücke zu sehen.
Einmal konnte der Fahrer auch beweisen, dass wenn Pferde zu eng
um die Kurve fahren, die Brücke zu schmal wird und dabei sehr schnell
ein Unfall passieren kann. Zum Glück ist der Haflinger ein ausgeglichenes Pferd und reagiert auch bei Unvorhergesehenem mit Ruhe und
Gelassenheit ohne Panik. Das zweite Gespann war ein Einspänner
mit Robert Mair und Monsun, der die Hindernisse mühelos mit seinem Pferd meisterte.
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Als vorletzter Programmpunkt war dann noch einmal Westernreiten
angesagt. Lois Kompatscher zeigte mit Nikita nicht nur das Reiten
ohne Zaumzeug und dabei Spins und Galopp oder das Durchreiten
eines Kegelparcours rückwärts und freihändig, sondern er ritt über
lebende Hindernisse seitwärts und blieb dann über den Menschen am
Boden stehen und stellte sich in den Sattel. Bei diesem Schauprogrammpunkt zeigte sich nicht nur das Vertrauen zwischen Pferd und
Ausbildner, sondern auch das Vertrauen der meist jugendlichen Freiwilligen in Nikita und Lois Kompatscher.
Traditionell letzter Programmpunkt bei den Fohlenhof-Shows ist die
Springquadrille. Für die Haflinger Weltausstellung 2005 wurde dabei
das seit Jahren übliche Springkreuz durch ein neues Viereck ersetzt,
dadurch kam es zu In- und Outsprüngen, eine neue Form der
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Quadrille. Auch die rot-weiße Farbe des Hindernisses mit dem Schriftzug „Haflinger-Tirol” sorgte für einen Farbtupfen am Ende der Schau.
Geritten wurden vier Zuchthengste aus vier Linien. Der neue und alte
Weltsiegerhengst Abendstern mit Monika Schweisgut, der Klassenreservesieger Samarkand mit Josef Kronbichler, der Klassenreservesieger Nordtirol mit Robert Mair und der Hengst Buchberg mit Martina Achrainer waren die Paarungen. Ein restlos begeistertes Publikum bedankte sich mit viel Applaus bei den Reitern und Fahrern und
ging mit dem Eindruck nach Hause, ein perfektes Leistungspferd gesehen zu haben.
Der Haflinger Pferdezuchtverband Tirol hat eine DVD vom Schauprogramm mit ungefähr 60 Minuten erstellt und eine DVD von der
Zuchtschau mit ca. 90 Minuten Länge. Beide DVD’s sind ab sofort
zum Preis von € 29,– erhältlich.
Eine Eröffnungsfeier mit Schauprogrammpunkten war der Beginn der
Haflinger Weltausstellung 2005 und das Sonntagsschauprogramm war
am Ende zu sehen. Die Haflinger Weltausstellung war für alle Aussteller, Pferde, Besucher, Züchter und Pferdefreunde ein durchschlagender Erfolg. Der größte Erfolg war aber sicherlich das Abschneiden der Tiroler Pferde. Sehr streng war aus 1400 Pferden die Auswahl
getroffen worden. 458 waren schlussendlich aus Tirol dabei. 370 davon erreichten einen Ia-Preis, 82 einen Ib-Preis und 6 einen Ic-Preis.
Mit Ausnahme eines Klassensiegers und eines Klassenreservesiegers
gingen alle anderen Siege und zweite Plätze nach Tirol. Die anderen
österreichischen Bundesländer stellten insgesamt 76 Pferde, von denen 39 einen Ia-Preis erzielten. Aus Deutschland kamen 50 Pferde,
davon 33 in Klasse Ia. Aus Italien waren es 49 Haflinger mit 29-Ia
Preisen. Aus der Schweiz 25 Pferde und 9 Ia-Preise. Luxemburg er-
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zielte bei 11 Pferden 7 Ia-Preise, Dänemark bei 6 Perden 4 Ia, Belgien
bei 4 Pferden alle mit Ia. Alle übrigen Länder stellten 3 oder weniger
Pferde aus.
Der Tiroler Verband kann nicht nur stolz auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken, sondern vor allem auf einen enormen züchterischen Erfolg und die neuerliche Bestätigung, nicht nur das Weltzentrum der Haflinger zu sein, sondern auch die beste Qualität der
Welt zu haben. Ohne Tirol und ohne Tiroler Hengste wird auch in der
näheren Zukunft kein großer Fortschritt möglich sein.
Die Sportlichkeit und die Verwendung, welche beim Schauprogramm
unter Beweis gestellt wurde, die tollen Bewegungen, die bei den Vorführungen im Ring zu sehen waren, die Größe und Eleganz welche
die Siegerpferde repräsentieren, zeigten den enormen Erfolg, den der
Haflinger in Reinzucht erzielen konnte. Das Thema Einkreuzung
wurde wohl mit dieser Schau endgültig beendet. Die Haflinger Weltausstellung 2005 war ein Erfolg für die gesamte Haflinger-Zucht und
wird noch für viele Jahre den Beweis der Durchgezüchtetheit von Linien für die internationale Züchterschaft zeigen. Eine Schau, bei der
nur Sammlungen gezeigt werden, beweist mehr als jede andere Zuchtveranstaltung den Erfolg einer Rasse.
Die Gewinner dieser Schau waren die Züchter, die in der Lage waren,
ein Pferd auf dieser Schau zu präsentieren, weil sie die Gewissheit
haben können, ein Weltklassepferd zu besitzen. Die Gewinner waren
aber auch all jene Züchter, die zwar nicht auf dieser Ausstellung mit
einem Pferd dabei waren, aber in den kommenden Jahren am Erfolg
der Haflinger-Rasse, welcher weltweit stattfinden wird, teilhaben, denn
der eigentliche Gewinner war die Rasse Haflinger durch eine Eigenwerbung in Perfektion.
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