EnGaGEmEnt vErbindEt Bettina adler ⋅ norBert - National-Bank

Transcription

EnGaGEmEnt vErbindEt Bettina adler ⋅ norBert - National-Bank
Bettina Adler ⋅ Norbert Happe ⋅ Ute Surges
Christoph Michalek ⋅ Wolfgang Westemeyer
Engagement verbindet
Geschäftsbericht 2009
Kurzübersicht
Christine Hellmann ⋅ Julia Abbenhaus ⋅ Steph
Christina Speder ⋅ Maren Blum ⋅ Nina Achterfel
in Mio. €
2005
2006
Geschäftsvolumen
3.333
Bilanzsumme
3.177
Kundenkreditvolumen
2.563
2.966
3.175
3.207
3.042
Kundeneinlagen
2.247
2.540
2.922
3.066
2.986
Eigenkapital gemäß Bilanzausweis
(inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken aber ohne Bilanzgewinn)
Dividende je Aktie
Rohertrag
2007
2008
2009
3.609
4.081
4.208
4.170
3.397
3.859
4.022
4.030
181
193
213
215
279
1,30
1,50
1,00
1,00
1,00
124,9
133,7
134,9
131,9
151,0
Verwaltungsaufwand
83,6
88,8
91,8
90,3
99,0
Risikovorsorge
12,7
13,5
20,2
16,5
19,0
Betriebsergebnis
28,5
31,4
22,9
25,1
33,0
Eigenkapitalrentabilität 1) in %
16,2
16,9
6,0
7,7
9,6
Kosten-Ertrags-Relation 2) in %
67,0
66,4
68,1
68,4
65,5
Gesamtkapitalquote gemäß § 10 KWG in %
10,8
10,3
10,2
8,9
11,0
Verhältnis von Ausleihungen zu Einlagen
0,92
0,93
0,85
0,82
0,81
Modifizierte bilanzielle Eigenkapitalquote 3) in %
5,42
5,19
5,12
5,00
6,59
1)
Jahresüberschuss vor Steuern vom Einkommen und Ertrag im Verhältnis zum durchschnittlichen Eigenkapital gemäß Bilanzausweis (ohne Bilanzgewinn).
2)
Verhältnis von Verwaltungsaufwand zum Rohertrag.
3)
Leverage Ratio in % gemäß § 24 Abs. 1 Nr. 16 KWG anie Keisers ⋅ Stefanie Bölting ⋅ Reiner Tasche
d ⋅ Janina Peters ⋅ Marius Mählen ⋅ Angela Kaya
Monika Faßbender ⋅ Annette Schroeder
Heinz-Lothar Tetzlaff ⋅ Stefanie Becker
812 Mitarbeiter
und jede Menge
Engagement
Bernd Lieber ⋅ Andrea Böhm ⋅ Elvira Windisch
Sylvia Berger ⋅ Gabriela Helm ⋅ Karina Hermey
Worauf gründet Erfolg? Wir haben darauf eine überzeugende Antwort: Erfolg basiert
auf dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Kunden. Ihre
Leistungs­­bereitschaft und ihre Kompetenzen tragen dazu bei, die unternehmerischen
Ziele unserer Bank zu verwirklichen – Tag für Tag und Woche für Woche. Insofern gilt:
Engagement verbindet.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hervorragend qualifiziert, und unsere Kunden
honorieren das. Sie schätzen unsere unabhängige und hochwertige Beratung, unser
profundes Fachwissen und unseren exzellenten Service – alles mehrfach ausgezeichnet.
Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im Hintergrund, erstellen Analysen und
optimieren Geschäftsprozesse. Sie überwachen Risiken und sorgen für eine reibungslose
Abwicklung. Alles zusammen in der Qualität, mit der wir als eine der führenden
Regionalbanken für anspruchsvolle Privat- und Firmenkunden am Markt überzeugen.
Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
namentlich vor. Einige haben wir – wie schon im letzten Jahr – ausführlicher porträtiert.
Wir laden Sie ein: Machen Sie sich ein Bild von den Menschen in unserem Haus und
erfahren Sie dabei, was uns ausmacht. NATIONAL-BANK: Das steht für Kontinuität,
Engagement, Qualität, Innovation, Flexibilität, Perspektiven und Wachstum.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
INHALT
Karin Christoph ⋅ Simone Krümmel ⋅ Bettina
Christoph Preuß ⋅ Philipp Langescheid ⋅ Frank
4 Aktionärsbrief
42 Highlights
6 Vorstand
46 Aus den Marktbereichen
8 Aufsichtsrat
46
Privatkunden & Wirtschaftlich Selbstständige
58
Private Banking & Wealth Management
8
Aufsichtsrat
63
Firmenkunden
9
Präsidial- und Risikoausschuss
72
Eckdaten der Segmente auf einen Blick
des Aufsichtsrates
12 Corporate Governance Bericht
26 Bericht des Aufsichtsrates
36 Unsere Aktie
73 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
80 Kulturelles und gesellschaftliches Engagement
86 Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen
39 Aktionärsbeziehungen und
Öffentlichkeitsarbeit
2
Drießen ⋅ Ingo Röhnke ⋅ Katharina Keller
Deterding ⋅ Denise Blasius ⋅ Sabine Huyssen
98 Jahresabschluss
146 Unsere Direktoren
150 Geschäftsstellen
und Tochtergesellschaften
98
100
102
Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanz
Anhang
102
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
104
Angaben und Erläuterungen
zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
114
Außerbilanzielles Geschäft
116
Mandate der Organe der NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft
118
Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
119
Gewinnverwendungsvorschlag
122
Lagebericht
Ertragslage
122
127
Vermögens- und Finanzlage
132
Internes Kontrollsystem für die Rechnungslegung
134
Risikobericht
141
Ausblick
143
Bestätigungsvermerk
3
150
Geschäftsstellen
der NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft
1 51 Tochtergesellschaften
der NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft
152 Impressum
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Aktionärsbrief
Dr. Thomas A. Lange ⋅ Inge Ott ⋅ Jennifer Paus
Matthias Horn ⋅ Holger Herpers ⋅ Wolfgang
sprecher DES VORSTANDES
2
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
ckers
ärker
wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Jahr. Es begann mit der größten Finanz- und Wirtschaftskrise seit der Nachkriegszeit und dennoch endete es mit dem höchsten Betriebsergebnis, das wir je in unserer Geschichte erzielt haben. Das
unterstreicht eindrucksvoll die Solidität und Belastbarkeit unseres kundengetragenen Geschäftsmodells. In summa hat
uns das Jahr 2009 viel abverlangt. Es galt, eine Vielzahl unternehmerischer, bankbetrieblicher und aufsichtsrechtlicher
Herausforderungen zu schultern.
Unser Wachstums- und Optimierungsprogramm „FIT_09“, das wir Ende 2007 auf den Weg gebracht haben, haben wir konse­
quent umgesetzt und vollständig abgeschlossen. Mit den neuen Einheiten Wealth Management und Family Office sowie
durch den weiteren Ausbau des Private Banking unterstreichen wir unseren Anspruch, uns nicht nur als einer der führenden
Mittelstandsfinanzierer, sondern auch als eine der ersten Adressen für anspruchsvolle Privatkunden zu positionieren.
Die Zentralisierung der Kreditanalyse hat zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung bei Bearbeitung und Risikomanagement geführt. Hierdurch tragen wir der zunehmenden Komplexität interner und externer Anforderungen an das Kreditgeschäft Rechnung. Daneben wurde das Branchen-Know-how gebündelt und eine verbesserte Unterstützung unserer
Firmenkundenbetreuer erreicht. Der ebenfalls neu eingerichtete Zentrale Kontoservice führt zu einer Verbesserung von
Servicequalität und Prozessgeschwindigkeit.
Besonders bemerkenswert war der Erfolg unserer Kapitalerhöhung. Die vollständige Platzierung der insgesamt 2.080.000
jungen Aktien bei privaten und Institutionellen Investoren belegt, dass unsere NATIONAL-BANK auch in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten als attraktives Investment gesehen wird. Dies umso mehr, als es gelungen ist, die Anzahl unserer
Aktionäre auf über 4.000 zu steigern. Das entspricht einem Zuwachs von rund 20 Prozent. Wir danken unseren Eigen­
tümern für das darin zum Ausdruck kommende Vertrauen. Es wird auch zukünftig die Richtschnur unseres Handelns sein.
Mit knapp 60 Mio. € an zusätzlichen Eigenmitteln können wir die sich abzeichnenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen
bereits vorwegnehmen und zugleich die Basis für die Fortsetzung unseres soliden Wachstums legen.
Erstmals haben wir uns systematisch unabhängigen Zertifizierungen gestellt und auf Anhieb eine Reihe attraktiver Auszeichnungen erhalten. Hierzu zählen unter anderen „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“, „Deutschlands
Kundenchampions“ und – im Hinblick auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – „TOP Arbeitgeber Deutschland“.
Auch unsere Finanzberichterstattung gilt als vorbildlich.
Der Erfolg dieser Auszeichnungen spiegelt sich in dem überaus erfreulichen Ergebnis unserer Bank wider. Erstmals haben
wir Nettoerträge von knapp 150 Mio. € erwirtschaftet. Ein um knapp 20 Prozent auf 110 Mio. € gestiegener Zinsüberschuss
sowie ein stabiler Provisionsüberschuss von fast 40 Mio. € sprechen für sich. Kosten und Risikovorsorge haben sich planmäßig entwickelt. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt exzellent.
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
Das überaus erfreuliche Ergebnis wird in der außerordentlichen Rechnung weiterhin von Wertkorrekturen auf verbriefte
und zum Teil mit Sicherheiten unterlegte Kreditforderungen belastet. Hier bleiben wir als eines der ganz wenigen Institute
Deutschlands bei unserer konservativen Bewertung und Bilanzierung nach dem strengen Niederstwertprinzip, obwohl die
Investments im Anlagevermögen der Bank verbucht sind.
Als Folge dessen weisen wir einen Jahresüberschuss in Höhe von 17,4 Mio. € aus. Das entspricht einem Anstieg von gut
45 Prozent.
e Ott ⋅ Jennifer Paus
⋅ Holger Herpers ⋅ Wolfgang
Wir schlagen der Hauptversammlung daher die Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,00 € je alte Aktie und 0,50 € je junge Aktie
vor. Das gute Ergebnis hätte auch eine höhere Dividende gerechtfertigt. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass es richtiger ist,
die Reserven zu stärken. Je besser die Risikotragfähigkeit, desto robuster die Perspektiven für unsere NATIONAL-BANK.
Das gute Ergebnis ist kein Grund, sich auszuruhen. Im Gegenteil. Unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss von „FIT_09“
haben wir im vergangenen Herbst ein neues anspruchsvolles Wachstumsprogramm auf den Weg gebracht. Unter der Überschrift „Winning 2012“ sollen innerhalb der nächsten drei Jahre folgende Ziele erreicht werden:
• Eigenkapitalrendite (Return on Equity) vor Steuern
• Kosten-Ertrags-Relation (Cost Income Ratio)
• Eigenmittelquote (Capital Ratio)
• Verhältnis von Ausleihungen zu Einlagen (Loan to Deposit Ratio)
15-20%
60-65%
10-12%
<1
Die Verengung auf ein singuläres Renditeziel halten wir nicht für sinnvoll. Aus diesem Grund haben wir die vier Korridore
definiert, innerhalb derer sich unsere Bank zukünftig bewegen soll. Ihr Zusammenwirken unterstreicht die Nachhaltigkeit
unseres Handelns. Dabei stehen die Vorgaben unter der Prämisse keiner neuerlichen Marktverwerfungen, eines normalisierten Zinsniveaus, stabiler Bewertungen, insbesondere unserer verbrieften Kreditforderungen, im Vergleich zur Vorkrisenzeit erhöhter Margen sowie eines moderaten Wirtschaftswachstums.
Wir sind zuversichtlich, aber mit zurückhaltenden Erwartungen in das neue Geschäftsjahr gegangen. Die weiterhin schwierige
Lage der Wirtschaft, eine Reihe nach wie vor instabiler und allein kaum refinanzierungsfähiger Finanzinstitute sowie die
substantiellen Schwierigkeiten staatlicher und kommunaler Haushalte beschreiben nur unzureichend die schwierigen
Rahmenbedingungen.
Trotz aller Herausforderungen – wir stehen zu Beginn unseres 90. Lebensjahres. Für uns gilt: Wir sind zukunftsfähig und
-willig. 1921 in Berlin gegründet sind wir seit 1922 in Essen zu Hause. Es ist unsere Heimat. In den knapp 90 Jahren sind wir
stets mit unseren Kunden gewachsen – bescheiden und mit Augenmaß. Investment Banking haben wir nie betrieben, Boni
haben wir nie gezahlt. Das soll auch in Zukunft so bleiben.
Gemeinsam mit Ihnen, unseren Eigentümern, wollen wir auch weiterhin engagiert die Zukunft unserer Bank gestalten.
Daher lade ich Sie – auch im Namen meiner Kollegen im Vorstand der Bank – schon heute herzlich zu unserer Haupt­
versammlung am 4. Mai 2010 in die Philharmonie Essen ein und freue mich auf Ihr Kommen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr
Thomas A. Lange
Sprecher des Vorstandes
NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft
Essen, im März 2010
4
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
⋅ Iris Höling ⋅ Sandra Thissen ⋅ René Eickers
Decke ⋅ Ralf Bleckmann ⋅ Manuela Märker
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
VORSTAND
Karlheinz Nellessen ⋅ Uwe Lindner ⋅ Mirko Ra
Busmann ⋅ Sylvia Oberste-Ufer ⋅ Vanessa S
Uwe Lindner
Dr. Thomas A. Lange
6
Karlheinz Nellessen
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
st ⋅ Sabine Peters ⋅ Michael Schmelz ⋅ Ingo
chmidt ⋅ Anke Tillmann ⋅ Stephanie Natrop
Dr. Thomas A. Lange, geb. 1963
Uwe Lindner, geb. 1956
Karlheinz Nellessen, geb. 1946
Sprecher des Vorstandes
Bestellung bis Januar 2012
Bestellung bis Dezember 2013
Bestellung bis Mai 2011
• Zentralbereiche
Controlling
Kreditrisikosteuerung
Personal
Recht
Revision
Risikocontrolling
Unternehmenssteuerung und Kommunikation
• Compliance
• Geldwäsche-/Fraud-Prävention
• Handelsüberwachung
• Marktbereiche
Asset Management
Customer Relationship Management
Kredit Privatkunden
Privatkunden & Wirtschaftlich Selbstständige
Versicherungsgeschäft
• Zentralbereich
Organisation
• Private Banking & Wealth Management
• Handel
• Treasury
• Marktbereiche
Firmenkunden
Internationales Geschäft
Kredit Firmenkunden
• Zentralbereich
Handelsabwicklung
7
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
AUFSICHTSRAT
Aufsichtsrat
Jürgen Fühles ⋅ Claudia Brockschmidt ⋅ Axel S
Ursula Thielemann ⋅ Nicole Fröhlich ⋅ Volk
Reinhold Schulte, Dortmund
Vorsitzender
Vorsitzender der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe,
Dortmund und Hamburg
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel, Essen
Stellvertretender Vorsitzender
Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V.
Birgit Elsner*, Duisburg
NATIONAL-BANK AG
Dr. Friedrich Janssen, Essen
Mitglied des Vorstandes der E.ON Ruhrgas AG, Essen
Dr. Dr. h.c. Jochen Melchior, Essen
Ehem. Vorsitzender des Vorstandes der STEAG AG, Essen
Dr. Matthias Mitscherlich, Mülheim a.d. Ruhr
Vorsitzender des Vorstandes der Ferrostaal AG, Essen
Dr. Henner Puppel, Essen
Ehem. Sprecher des Vorstandes der NATIONAL-BANK AG
Daniela Römer*, Essen
NATIONAL-BANK AG
Gregor Wildförster*, Gelsenkirchen
NATIONAL-BANK AG
Die mit * gekennzeichneten Mitglieder des Aufsichtsrates
wurden von den Arbeitnehmern gewählt.
8
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Präsidial- und Risikoausschuss
des Aufsichtsrates
inghof ⋅ Sandra Neukirchen ⋅ Angelika Weiner
er Dubberke ⋅ Mustafa Özbir ⋅ Carmen Kant
Reinhold Schulte
Vorsitzender
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel
Stellvertretender Vorsitzender
Dr. Friedrich Janssen
Dr. Henner Puppel
9
Mechthild Höhl ⋅ Rudolf Heil ⋅ Gundula Fiege ⋅
Stange ⋅ Hans-Gerd Dombach ⋅ Susanne Fe
Abteilungsleiter Organisation
„Kontinuität steht gerade in der
IT einer Bank für Zuverlässigkeit
und Stabilität in der Abwicklung
komplexer Sachverhalte. Gleichzeitig
gilt es, flexibel und zeitnah auf
Anforderungen des Marktes und
des Gesetzgebers mit der richtigen
Mischung aus Innovation und
Wirtschaftlichkeit zu reagieren.“
⋅ Merle Riphausen ⋅ Ulrich Höschler ⋅ Margrit
user ⋅ Stefan Biniasch ⋅ Monjula-Inna Nau
Kontinuität
Kontinuität – das umfasst auch Verlässlichkeit. Unsere Kunden
vertrauen darauf, dass unsere Geschäftsprozesse sicher sind.
Wir führen die von ihnen gewünschten Transaktionen pünktlich und
sorgfältig aus. Wir verfügen über die entsprechenden Strukturen und,
wichtiger noch, über Mitarbeiter mit exzellentem Know-how: Zum
Beispiel Rudolf Heil. Der Abteilungsleiter EDV Großrechensysteme ist
seit 30 Jahren bei der NATIONAL-BANK. Nach seiner Ausbildung zum
Bankkaufmann arbeitete er als Programmierer und leitet heute unser
Rechenzentrum mit einem Team von 14 Mitarbeitern. Dort ist er
verantwortlich für die IT, die das Rückgrat unserer Organisations­
systeme darstellt. „Als Back Office der Bank müssen wir zeitnah
externe und interne Anforderungen umsetzen“, sagt der 52-Jährige.
„Dabei verstehen wir uns als kundenorientierte und verantwortungs­
bewusste Gestalter. Je wirkungsvoller die Strukturen sind, desto
effizienter ist die Bank als Ganzes und desto zufriedener sind unsere
Kunden. Im Rahmen der strategischen Zielsetzungen bietet die
NATIONAL-BANK meinem Team und mir hierzu den notwendigen
Entscheidungs- und Vertrauensspielraum. Mit kompetenten und hoch
engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern macht es mir daher
seit vielen Jahren große Freude, an der Gestaltung unserer Prozesse
verantwortlich mitwirken zu können.“
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT
Claudia Eidner ⋅ Simon Pleines ⋅ Frank Nolte
Heinze ⋅ Wolfgang Kevenhörster ⋅ Uwe Masse
Verantwortungsvolle Corporate Governance hat in der NATIONAL-BANK von jeher einen sehr
hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir – Aufsichtsrat und Vorstand – den Deutschen Corporate
Governance Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke ausdrücklich. Die Satzung der
NATIONAL-BANK sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand, Präsidial- und Risikoausschuss
sowie Aufsichtsrat entsprachen schon bei Erlass des Deutschen Corporate Governance Kodex
weitgehend diesen Anforderungen. Soweit das noch nicht der Fall war, haben wir sie in der Vergangenheit diesen Regelungen weitestgehend angepasst.
Vor dem Hintergrund der im Berichtszeitraum umfangreich erfolgten Änderungen und der ganz
bewusst nicht zum Handel an einer deutschen Börse zugelassenen NATIONAL-BANK Aktie haben
wir uns in der Aufsichtsratssitzung vom 27. November 2009 entschieden, unserer NATIONAL-BANK
einen eigenständigen Corporate Governance Kodex zu geben, der den Besonderheiten unserer
Bank als nicht börsennotiertem und nicht kapitalmarktorientiertem Unternehmen besser Rechnung trägt. Wir haben in der Sitzung am 4. März 2010 hierüber abschließend befunden und werden den Corporate Governance Kodex der NATIONAL-BANK, beginnend mit dem Bericht über das
Geschäftsjahr 2010, schriftlich veröffentlichen. Elektronisch werden wir ihn bereits früher auf
unserer Website unter www.national-bank.de/WIR ÜBER UNS/Unternehmensprofil zur Einsicht
bereithalten.
Corporate Governance Beauftragte der NATIONAL-BANK ist Frau Beate Falkenroth, Leiterin des
Vorstandssekretariats. Sie ist die Ansprechpartnerin für alle Fragen der Corporate Governance
und hat die Aufgabe, Vorstand und Aufsichtsrat bei der Umsetzung des Deutschen Corporate
Governance Kodex zu beraten und über die Umsetzung durch die Bank zu berichten.
Die Corporate Governance in der NATIONAL-BANK erläutern wir damit letztmalig gemäß Ziffer 3.10
des Deutschen Corporate Governance Kodex:
Der Vorstand der NATIONAL-BANK leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei
an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes sowie den Interessen von Kunden, Aktionären und Mitarbeitern verpflichtet. Er entwickelt
die strategische Ausrichtung der Bank, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt konsequent
für ihre Umsetzung. Ausdruck dessen ist die unter der Überschrift „Winning 2012“ stehende
strategische Planung der Geschäftsjahre 2010-2012. In ihr beabsichtigt der Vorstand bis 2012
eine Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) vor Steuern zwischen 15 und 20 % sowie eine
12
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
⋅ Stefanie Müller ⋅ Christine Küpper ⋅ André
ssenberg ⋅ Regina Schrader-Block ⋅ Zeki Kaya
Kosten-Ertrags-Relation (Cost Income Ratio) von 60 bis 65 % zu erreichen. Parallel dazu soll eine
Eigenmittelquote (Capital Ratio) – bezogen auf das Gesamtkapital – von 10 bis 12 % sowie ein
Verhältnis zwischen Ausleihungen und Einlagen (Loan to Deposit Ratio) von kleiner eins erreicht
werden. Die Beschlussfassung des Vorstandes unter Bezugnahme auf die zuletzt genannten beiden Größen sowie die vier Korridore soll sicherstellen, dass es auf eine nachhaltige Entwicklung
der Bank und nicht auf ein singuläres Renditeziel ankommt. Dabei steht die strategische Planung
unter den Voraussetzungen:
• keine neuerlichen Marktverwerfungen,
• ein normalisiertes Zinsniveau,
• stabile Bewertungen,
• im Vergleich zur Vorkrisenzeit erhöhte Margen sowie
• ein moderates Wirtschaftswachstum.
Darüber hinaus gewährleistet der Vorstand ein effizientes Risikomanagement und Risikocon­
trolling. Er führt die Geschäfte der NATIONAL-BANK nach den Gesetzen, der Satzung, seiner Geschäftsordnung (einschließlich der Geschäftsverteilung), unternehmensinternen Richtlinien und
den jeweiligen Anstellungsverträgen. Dabei hat er selbstverständlich sämtliche aufsichtsrechtlichen Vorgaben zu beachten. Der Vorstand arbeitet mit den anderen Organen der NATIONAL-BANK
und den Arbeitnehmervertretern vertrauensvoll zusammen.
Vergütungsstruktur von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat beschließt auf Vorschlag des Präsidial- und Risikoausschusses des Aufsichtsrates das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vergütungselemente und überprüft es regelmäßig. Dem Präsidial- und Risikoausschuss gehören die Herren Reinhold Schulte als Vorsitzender, Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel als stellvertretender
Vorsitzender, Dr. Friedrich Janssen sowie Dr. Henner Puppel an.
Die Vergütung setzt sich aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung, einer erfolgsbezogenen variablen Tantieme sowie einer Pensionszusage zusammen. Angesichts der Kursfestsetzung durch
den Vorstand enthält die Vergütung keine aktienbasierten Bestandteile. Im Berichtszeitraum
wurde die Gesamtvergütung letztmalig allein durch den Präsidial- und Risikoausschuss festgelegt.
13
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Rolf Gille ⋅ Mandy Wosnek ⋅ Marcus Paetow
Kürten ⋅ Sandra Kretke ⋅ Marcel Kress ⋅ Ra
Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das Grundgehalt und die Sachbezüge. Das Grundgehalt des Vorstandes beläuft sich auf insgesamt 1.006.600 € (Vorjahr 976.600 €).
Die auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallenden Beträge sind unterschiedlich. Sie werden
in gleichen monatlichen Beträgen ausgezahlt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus
Dienstwagennutzung und Versicherungsbeiträgen sowie darauf entfallende Steuern und Sozialabgaben. Sie betragen 188.000 € (Vorjahr 209.828 €).
Neben den Festbezügen erhalten die Mitglieder des Vorstandes eine variable Tantieme, die unter
Berücksichtigung der Gesamtperformance der Bank ermittelt wird. Sie ist in das pflichtgemäße
Ermessen des Aufsichtsrates gestellt. Dabei wird die individuelle Leistung jedes Vorstandsmitgliedes im Hinblick auf Leistung und Ergebnis als Bezugspunkt genommen. Die Nachhaltigkeit wird in einer Drei-Jahres-Rückschau berücksichtigt. Die Tantieme wird im Anschluss an die
Hauptversammlung in einem Betrag ausbezahlt. Im Berichtszeitraum hat sie sich auf insgesamt
910.000 € (Vorjahr 850.000 €) belaufen.
Das Verhältnis von Grundgehalt zur Tantieme besteht in Bezug auf den Vorstand in einem Verhältnis von rund 1 : 1. Damit wird vermieden, dass eine signifikante Abhängigkeit von der variablen Vergütung besteht. Im Vertikalvergleich der Vergütung der Vorstandsmitglieder mit den
durchschnittlichen Mitarbeiterbezügen besteht auf Bruttobasis eine Relation von 12 : 1 und auf
Nettobasis eine Relation von 11 : 1.
Boni wurden und werden seit jeher weder für den Vorstand noch für Mitarbeiter der NATIONALBANK gezahlt. Das entspricht unserem konservativen unternehmerischen Selbstverständnis.
Vorstandsmitgliedern und ehemaligen Mitgliedern des Vorstandes oder deren Hinterbliebenen
gewährt die Bank eine Altersversorgung.
Im Berichtszeitraum hat – wie schon in den Vorjahren – kein Mitglied des Vorstandes Leistungen
oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Die Vergütung des Aufsichtsrates beläuft sich auf 433.882 € (Vorjahr 433.882 €). Die Vergütung
enthält eine feste und eine variable Komponente. Die erfolgsunabhängige Vergütung beläuft sich
auf 14.994 € (Vorjahr 14.994 €). Der variable Anteil der Vergütung des Aufsichtsrates beläuft sich
auf 418.888 € (Vorjahr 418.888 €). Diese Angaben verstehen sich einschließlich Umsatzsteuer.
14
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
⋅ Bettina Bischoff ⋅ Nora Plesser ⋅ Stefan
lph Tüllmann ⋅ Christian Wöstmann ⋅ Almut
Die variable Komponente bemisst sich nach der Dividendensumme der NATIONAL-BANK. Der
Aufsichtsrat erhält für jedes Prozent, um das die an die Aktionäre verteilte Dividendensumme
4 % des Grundkapitals übersteigt, eine Vergütung in Höhe von 12.000 € zuzüglich der darauf
anfallenden Umsatzsteuer. Über die Verteilung dieses Betrages unter seinen Mitgliedern beschließt der Aufsichtsrat.
In der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2007 zu entscheiden hatte, wurde von
Aktionärsvertretern der Vorschlag unterbreitet, die Vergütung des Aufsichtsrates dahingehend
anzupassen, den festen Vergütungsanteil zu Lasten der variablen Vergütungskomponente zu erhöhen. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und finanziellen Lage unserer Bank hatte der
Vorsitzende des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2008 zu
entscheiden hatte, mitgeteilt, dass der Aufsichtsrat nach ausführlicher Diskussion die Entscheidung über diesen Vorschlag zurückgestellt habe. Dies vor allem deshalb, weil er nach Kürzung
der Dividende zu einer Erhöhung der Vergütung des Aufsichtsrates geführt hätte.
Nunmehr wird der Hauptversammlung am 4. Mai 2010 der Vorschlag unterbreitet, das Vergütungssystem des Aufsichtsrates den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Dazu gehört die
Absicht, feste und variable Bezüge in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Das veränderte
Modell wird – eine Dividende in Höhe von 1,00 € je Stückaktie unterstellt – zu keiner nennenswerten Erhöhung der Vergütung des Aufsichtsrates führen. Lediglich die Tätigkeit in Ausschüssen
der Bank wird entsprechend der neuen Satzungsbestimmungen, vorbehaltlich der Zustimmung
der Hauptversammlung, künftig gesondert vergütet. Anders als bei Anwendung der bisherigen
Regelung wird damit eine Erhöhung der Dividende in einem deutlich geringeren Maße zu einem
Anstieg der Vergütung des Aufsichtsrates führen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Berichtsjahr – wie auch schon in den Vorjahren –
keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für ihre persönlich erbrachten Leistungen erhalten.
Gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrates bestanden zum Jahresende Forderungen in Höhe von
917.321 € (Vorjahr 670.493 €).
15
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Große-Hovest ⋅ Klaus Weidner ⋅ Heidemarie Kü
Georg Schachner ⋅ Andreas Mader ⋅ Dirk von
Aktionärsbeziehungen, Transparenz und Kommunikation
Einmal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung unserer NATIONAL-BANK statt. Sie beschließt insbesondere über die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand
und Aufsichtsrat, die Wahlen zum Aufsichtsrat, die Wahl des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls erteilt sie, wie im Berichtszeitraum, die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme.
Die Aktionäre unserer Bank können Empfehlungen und sonstige Stellungnahmen per Brief oder
E-Mail einbringen bzw. persönlich vortragen. Durch das im Berichtszeitraum neu geschaffene
und über unsere Website verfügbare Aktionärsportal können auf komfortablem Weg Fragen übermittelt werden. In der Hauptversammlung erfolgt die Beantwortung direkt durch den Vorstand.
Daneben können die Aktionäre Gegenanträge zur Tagesordnung stellen. Auch eine außerordentliche Hauptversammlung kann auf Antrag der Aktionäre einberufen werden. Die vom Gesetz für
die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts
sowie des Offenlegungsberichts sind im Internet über www.national-bank.de/WIR ÜBER UNS/
Geschäftsentwicklung abrufbar. Dasselbe gilt für die Tagesordnung der Hauptversammlung und
eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge.
Die jährliche Hauptversammlung wird bei unserer NATIONAL-BANK mit dem Ziel vorbereitet,
sämtliche Aktionäre vor, während und nach der Versammlung zügig, umfassend und effektiv zu
informieren. Außerdem wollen wir ihnen die Anmeldung zur Hauptversammlung und die Ausübung ihrer Rechte erleichtern. Auch aus diesem Grund haben wir das Aktionärsportal eingerichtet. Bereits im Vorfeld der Hauptversammlung werden die Aktionäre durch den Geschäftsbericht
über das abgelaufene Geschäftsjahr detailliert unterrichtet. In der Einladung zur Hauptversammlung werden die anstehenden Tagesordnungspunkte und die Teilnahmebedingungen erläutert.
Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung stehen ebenfalls auf unserer Website
zur Verfügung. Zudem können sich unsere Aktionäre auf elektronischem Weg für die Teilnahme
zur Hauptversammlung anmelden, einen Bevollmächtigten als Vertreter benennen oder ihre Weisung zur Ausübung des Stimmrechts erteilen. Der Zugang erfolgt über www.national-bank.de/
WIR ÜBER UNS/Aktionärsportal. Die Zugangsberechtigung ist sämtlichen Aktionären, die Kunden
unserer Bank sind, mitgeteilt worden. Für diejenigen, die ihre Zugangsberechtigung nicht griffbereit haben, ist diese über NATIONAL-BANK AG, ZB Handelsabwicklung, Bredeneyer Kreuz 1-3,
45133 Essen, erneut erhältlich. Auf diese Weise wird der Informationsaustausch zwischen uns
und den Aktionären rund um die Hauptversammlung sichergestellt und vereinfacht.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
ppers ⋅ Andrea Lehmann ⋅ Christian Kasperek
Rüden ⋅ Frauke Hariegel ⋅ Ludger Kujawski
Es ist unser Ziel, eine optimale Kommunikation gegenüber unseren Kunden, Aktionären, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit sicherzustellen. Mit Ausnahme rechtlicher Vorgaben erfolgt die
Kommunikation vom Grundsatz anlassbezogen. Auch dies entspricht dem Ziel von Vorstand und
Aufsichtsrat, eine nachhaltige Entwicklung unserer Bank sicherzustellen. Gegenstand der Berichterstattung sind unsere strategischen Initiativen wie zum Beispiel „FIT_09“ oder „Winning 2012“
sowie die Ertrags- und Finanzlage der Bank. Angesichts der besonderen Rahmenbe­dingungen
im Berichtszeitraum haben wir die Informationen gegenüber unseren Aktionären sowie die
Öffentlich­keitsarbeit erneut deutlich ausgebaut (siehe unter „Aktionärsbeziehungen und
Öffentlichkeitsarbeit“, Seite 39-41). Alle Presseerklärungen werden auch im Internet unter
www.national-bank.de/WIR ÜBER UNS/Pressemitteilungen bereitgehalten.
Angemessenes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Zu einer guten Corporate Governance gehört der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Das gilt in besonderer Weise für eine Bank. Die wichtigsten Risiken der
NATIONAL-BANK umfassen
• Adressenausfallrisiken,
• Marktpreisrisiken,
• operationelle Risiken sowie
• Liquiditätsrisiken.
Der Vorstand stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sicher. Das
syste­matische Risikomanagement im Rahmen unserer wertorientierten Unternehmensführung
sorgt dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und Risikopositionen optimiert werden.
Dem hat der Vorstand im Berichtszeitraum durch eine Neufassung der Kreditrisikostrategie und
deren Anpassung an die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprochen. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen
Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung befasst sich
der Aufsichtsrat regelmäßig. Das Risikomanagement- und Revisionssystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen auch zukünftig angepasst.
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Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Beatrix König ⋅ Udo Frosch ⋅ Dominik Annen ⋅ Co
Danny Rosanwo ⋅ Sabine Kortmann ⋅ Christi
Wesentliche Merkmale unseres Kontroll- und Risikomanagementsystems können Sie dem Risikobericht dieses Geschäftsberichtes (siehe unter „Lagebericht“, Seite 134-140) sowie dem Offen­
legungsbericht entnehmen. Der Offenlegungsbericht gemäß der Solvabilitätsverordnung zum
31. Dezember 2009 ist auf unserer Website unter www.national-bank.de/WIR ÜBER UNS/
Geschäftsentwicklung veröffentlicht. Er enthält Informationen zum Management der einzelnen
Risikoarten sowie zu Eigenmitteln und Risikotragfähigkeit der Bank.
Verantwortungsbewusste und transparente Unternehmensführung
Einer verantwortungsbewussten, transparenten und an einer nachhaltigen Wertschaffung orien­
tierten Unternehmensführung kommt bei unserer NATIONAL-BANK von jeher ein hoher Stellenwert zu. Die Bank orientiert sich traditionell an international und national anerkannten Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Sie übersetzt sie allerdings in die
Besonderheiten einer Bank, deren Aktien nicht an der Börse notiert sind und die selbst nicht
kapitalmarktorientiert ist. Corporate Governance ist für uns ein Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Wir wollen das Vertrauen, das uns Investoren, Finanzmarktteilnehmer, Kunden, Mitarbeiter und die Öffentlichkeit entgegenbringen, jederzeit bestätigen und
die Corporate Governance der Bank fortlaufend weiterentwickeln. Aus diesem Grund werden wir
im Jahr 2010 einen eigenen Corporate Governance Kodex vorlegen. Wir sind davon überzeugt,
dass eine gute Corporate Governance eine wesentliche Grundlage für den nachhaltigen Erfolg
unserer Bank ist.
Effizienzprüfung des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat detaillierte Kriterien definiert, anhand derer er seine Tätigkeit regelmäßig im
Hinblick auf Verbesserungsmöglichkeiten überprüft. Mit der Überwachung der Umsetzung dieser Kriterien ist unsere Corporate Governance Beauftragte betraut. Sie ist die Leiterin unseres
Vorstandssekretariats. Sie überprüft und dokumentiert jährlich, ob die Kriterien erfüllt und ob
weitere Maßnahmen zur Erfüllung der Kriterien oder Verbesserungen erforderlich sind.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
rinne Metz ⋅ Monika Winnen ⋅ Brigitte Roßbach
an Scholz ⋅ Michael Amann ⋅ Kerstin Sippel
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 4. März 2010 über die konsequente und umsichtige
Fortentwicklung der Kriterien seiner Effizienzprüfung befunden. Im Gegensatz zu den Vorjahren
wird die Tätigkeit nicht mehr durch die Beantwortung von Entscheidungsfragen sichergestellt,
sondern die Gesamttätigkeit im Rahmen einer Befragung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder
mit einer Skalierung von 1-5 geprüft. Dabei bedeutet die Beantwortung mit einer 1 „trifft zu“ und
mit einer 5 „trifft nie zu“.
Zu den Fragen zählen unter anderem
• Herrscht im Aufsichtsrat ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Vertraulichkeit und gesunder
Skepsis bezogen auf die Unternehmensüberwachung?
• Werden Konzepte des Vorstandes im Aufsichtsrat diskutiert und Alternativen besprochen?
• Tagt der Aufsichtsrat bei Bedarf mit weiteren Auskunftspersonen des Unternehmens oder
anderen externen Sachverständigen?
• Erfolgt die Information des Plenums durch den Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig,
zeitnah und ausreichend?
• Ist die Arbeit jedes Ausschusses in einer eigenen und durch den Aufsichtsrat genehmigten
Geschäftsordnung geregelt?
• Ist die Aufteilung der Aufgaben zwischen den Ausschüssen und dem Plenum sachgerecht und
verbleiben ausreichende Entscheidungsbefugnisse beim Plenum?
• Sind die Erfahrungen mit Ausschüssen insgesamt positiv und ermöglicht die Ausschussarbeit
insbesondere eine höhere Effizienz und Professionalität bei der Erfüllung der
Überwachungsaufgabe des Aufsichtsrates?
In der Sitzung am 4. März 2010 hat der Aufsichtsrat seine Effizenzprüfung für 2009 vorgenommen.
Die Einhaltung der diesbezüglichen Anforderungen unseres Corporate Governance Kodex wurde
festgestellt. Aber auch unabhängig von dieser Effizienzprüfung ist es selbstverständlich, an einer
weiteren Optimierung der Tätigkeit des Aufsichtsrates zu arbeiten. Aus diesem Grund werden
wir – vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung – etwa die bestehenden Zustimmungserfordernisse bei der Erteilung von Prokuren, ähnlich wie bei anderen Instituten, in die
ausschließliche Verantwortung des Vorstandes übertragen.
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Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Sebastian Baar ⋅ Martina Wolf ⋅ Hans-Heinr
Silke Brentano ⋅ Wolfgang Niehaus ⋅ Markus
Es ist auch für uns als nicht börsennotierte Aktiengesellschaft selbstverständlich, eine offene
Zusammenarbeit und eine hohe Transparenz nach innen sowie nach außen auf Basis des
Deutschen Corporate Governance Kodex zu pflegen. Daher haben Aufsichtsrat und Vorstand bereits im Januar 2003 freiwillig den Corporate Governance Kodex der NATIONAL-BANK etabliert und
Abweichungen umfassend erläutert. Vor dem Hintergrund der zunehmend speziell für börsennotierte Aktiengesellschaften vorgegebenen Inhalte haben sich Vorstand und Aufsichtsrat jedoch
entschieden, einen eigenständigen Corporate Governance Kodex aufzustellen. Dadurch wollen
wir den Besonderheiten unserer NATIONAL-BANK Rechnung tragen und zugleich ein Höchstmaß
an Transparenz für unsere Aktionäre sicherstellen.
Die aufgrund der spezifischen Gegebenheiten der Bank vorhandenen Abweichungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 erläutern wir wie folgt:
Aktionäre und Hauptversammlung
Aktionäre, die sich zum Aktionärsportal der Bank anmelden, erhalten die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege (Kodex-Ziffer 2.3.2).
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Bei der für die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes abgeschlossenen Directorsand-Officers-Versicherung (D&O-Versicherung) ist entgegen Ziffer 3.8 Abs. 2 des Deutschen
Corporate Governance Kodex aufgrund der bestehenden Dienstverträge kein Selbstbehalt
vorgesehen. Eine Anpassung der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder ist gesetzlich nicht
zwingend. Darüber hinaus ist das Gehalt der Vorstandsmitglieder im Vergleich zu anderen Instituten zurückhaltend bemessen, so dass der Aufsichtsrat keine Notwendigkeit zur Anpassung der
Verträge sieht. Zudem ist der Aufsichtsrat der Meinung, die bestehenden Haftungsvorschriften
seien ausreichend.
Vorstand und Aufsichtsrat berichten jährlich im Geschäftsbericht über die Corporate Governance
unserer NATIONAL-BANK und erläutern eventuelle Abweichungen von den Empfehlungen des
Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Corporate Governance Bericht ist jedoch nicht
Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung, da die Bank zur Abgabe dieser Erklärung
nicht verpflichtet ist (Kodex-Ziffer 3.10).
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
ich Schenk ⋅ Vera Winter ⋅ Bernd Reimering
Luckhaus ⋅ Christa Kupperschmidt ⋅ Alfred
Vorstand
Der Aktienkurs der Bank wird durch den Vorstand festgesetzt. Vor diesem Hintergrund enthält die
variable Vergütung bei unserer NATIONAL-BANK keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare wertpapierorientierte Anreizsysteme. Da der Aufsichtsrat die Einführung entsprechender
Vergütungskomponenten im Hinblick auf die spezifischen Gegebenheiten des Instituts derzeit
nicht für sinnvoll und angemessen erachtet, wurden die Empfehlungen zur Ausgestaltung der
variablen Vergütungskomponenten gemäß Kodex-Ziffer 4.2.3 Abs. 3 sowie Kodex-Ziffer 7.1.3
nicht in den NATIONAL-BANK Kodex übernommen.
Die mit Kodex-Ziffer 4.2.3 Abs. 3 geforderte Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen ist für die NATIONAL-BANK nicht gesetzlich verpflichtend. Die bestehenden Vorstandsverträge enthalten keine Cap-Vereinbarung für außerordentliche Entwicklungen.
Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein
Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund
einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten
(Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten
(Kodex-Ziffer 4.2.3 Abs. 4). Die bestehenden Vorstandsverträge enthalten keine AbfindungsCaps. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass die Bank angesichts der Höhe der Vergütung bereits
durch die gesetzliche Befristung der Vorstandsverträge vor unangemessenen Abfindungszahlungen geschützt ist. Zudem enthalten die Vorstandsverträge auch keine Change-of-Control-Klausel
(Kodex-Ziffer 4.2.3 Abs. 5).
Die Grundzüge der Vorstandsvergütung sind in diesem Corporate Governance Bericht auf der
Seite 13 f. des Geschäftsberichtes dargestellt. Eine zusätzliche Information der Hauptversammlung ist daher nicht vorgesehen (Kodex-Ziffer 4.2.3 Abs. 6). Auf eine individualisierte Angabe der
Bezüge (Kodex-Ziffer 4.2.4) wird verzichtet.
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Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Imping ⋅ Susanne Lüdeke ⋅ Dagmar Hendricks
Watzlik ⋅ Nicole Zimmermann ⋅ Andrea Wunder
Aufsichtsrat
Einen in Ziffer 5.3.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehenen Prüfungsausschuss (Audit Committee) hat der Aufsichtsrat nicht eingerichtet. Durch die umfassende Behandlung der in der Empfehlung genannten Tätigkeiten durch den Aufsichtsrat sowie den Präsidialund Risikoausschuss hält er die zusätzliche Einrichtung eines Prüfungsausschusses derzeit für
nicht erforderlich. Dies gilt auch für den Nominierungsausschuss (Kodex-Ziffer 5.3.3).
Die Funktion des Vorsitzenden des Präsidial- und Risikoausschusses wird entgegen Ziffer 5.4.6
Abs. 1 Satz 3 Halbsatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex letztmalig für diesen Berichtszeitraum nicht gesondert vergütet. Ein positives Votum der Hauptversammlung voraus­
gesetzt, soll zukünftig die Vergütung den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und die Mitgliedschaft im Präsidial- und Risikoausschuss berücksichtigen.
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird im Geschäftsbericht – aufgegliedert nach fixen
und variablen Bestandteilen – ausgewiesen. Eine individualisierte Angabe der Bezüge erfolgt
nicht (Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 3 Satz 1).
Die für Berater- und sonstige Dienstleistungs- oder Werkverträge von der Bank oder einer ihrer
Tochtergesellschaften an die Mitglieder des Aufsichtsrates gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile, insbesondere für Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden im Anhang
zum Jahresabschluss entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Abs. 3 Satz 2 des Deutschen
Corporate Governance Kodex gesondert angegeben, mit der Einschränkung, dass sie pro Aufsichtsratsmitglied einen Betrag von 10.000 € pro Jahr überschreiten müssen. Aufsichtsrat und
Vorstand halten diese Beschränkung der Meldepflicht zur Vermeidung von Bagatellfällen für
sinnvoll und angemessen.
Transparenz
Die unverzügliche Veröffentlichung der Information, dass jemand bestimmte quotale Stimmrechte
an der Bank erreicht, über- oder unterschreitet (Kodex-Ziffer 6.2), nimmt der Vorstand gemäß den
aktienrechtlichen Vorschriften wahr.
Die Empfehlung, Informationen, die die Gesellschaft im Ausland aufgrund der jeweiligen kapital­
marktrechtlichen Vorschriften veröffentlicht, auch im Inland unverzüglich bekannt zu geben
(Kodex-Ziffer 6.5), wurde nicht aufgenommen, da bei der NATIONAL-BANK aufgrund ihres Geschäftsgebietes entsprechende Veröffentlichungen nicht anfallen.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
⋅ Birgit Bähr ⋅ Marcus van Stigt ⋅ Thorsten
lich ⋅ Alexander Weise ⋅ Andreas Paul ⋅ Birgit
Rechnungslegungs- und Abschlussprüfung
Abweichend zu Ziffer 7.1.1 Satz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt die Bank
keinen Halbjahresfinanzbericht oder Quartalsfinanzbericht sowie keine Zwischenmitteilungen.
Da die Aktien der Bank nicht an der Börse notiert sind, ist sie dazu gesetzlich nicht verpflichtet.
Über den Verlauf des ersten Quartals eines jeden Geschäftsjahres informiert der Vorstand die
Hauptversammlung.
Die NATIONAL-BANK bilanziert nach deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen (Kodex-Ziffer
7.1.1 Satz 3).
Angaben zu Beteiligungen erfolgen gemäß den gesetzlichen Anforderungen im Anhang. Eine zusätzliche Veröffentlichung der Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung in Listenform
gemäß Kodex-Ziffer 7.1.4 wird aufgrund der überschaubaren Anzahl nicht für erforderlich gehalten.
Einhaltung des NATIONAL-BANK Kodex
Weder dem Aufsichtsrat noch dem Vorstand sind derzeit Fälle bekannt, in denen gegen den
NATIONAL-BANK Kodex verstoßen wurde.
Der Abschlussprüfer informiert den Aufsichtsrat bzw. vermerkt im Prüfungsbericht, wenn er bei
der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, aus denen eine Unrichtigkeit der
von Vorstand oder Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung resultiert. Das ist – wie schon in den
Vorjahren – nicht der Fall gewesen.
Für den Aufsichtsrat
Für den Vorstand
Reinhold Schulte
Vorsitzender
Dr. Thomas A. Lange
Sprecher
23
Vaupel ⋅ Jeannette Stifter ⋅ Gisela Bergmann
Mosdzien ⋅ Silke Blumenstein ⋅ Sebastian Ku
„Engagement erfordert Interesse.
Wir wollen genau wissen, was unsere
Kunden wünschen. Dann bieten wir
ihnen maßgeschneiderte Lösungen an.“
⋅ Antonie Jäger ⋅ Kristina Ullrich ⋅ Nadine
hlmann ⋅ Dr. Nina Kellermann ⋅ Antje Kruse
Leiterin Hauptzweigstelle Essen-Mitte
Engagement
Unsere Kunden kommen aus den unterschiedlichsten
Bereichen. Freiberufler zählen ebenso dazu wie
Handwerker, mittelständische Unternehmer oder
Privatkunden. Die einen benötigen eine Finanzierung,
die anderen suchen nach passenden Anlagen. Eines
aber eint sie alle: „Unsere Kunden fordern uns jeden Tag
aufs Neue heraus“, sagt Antonie Jäger. „Das erfüllt uns
mit Stolz.“ Die Leiterin der Hauptzweigstelle EssenMitte, zu der vier Zweigstellen im Stadtgebiet gehören,
ist mit den Gepflogenheiten unserer Bank bestens
vertraut. Nach Stationen in der Kreditsachbearbeitung
und als Kreditanalystin betreut sie heute Privatkunden
und Freiberufler. „Wir hören unseren Kunden sorgfältig
zu“, erläutert die Abteilungsdirektorin. „So können wir
ihre Wünsche verstehen und analysieren. Erst dann
unterbreiten wir ihnen Vorschläge für individuelle,
passgenaue Lösungen. Das ist unser Verständnis von
Engagement – und unser Schlüssel zum Erfolg.“
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
BERICHT
DES AUFSICHTSRATES
Reinhold Schulte ⋅ Dennis Landherr ⋅ Christi
Fred Sauer ⋅ Ralf Vollbracht ⋅ Ulrike Breuin
Vorsitzender des Aufsichtsrates
26
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
an Eck ⋅ Jasmin Sauer ⋅ Sandra Molter ⋅ Karlg ⋅ Holger Gerstberger ⋅ Achim Pretz ⋅ Udo
Sehr geehrte Damen und Herren,
2009 war – wie schon 2008 – für die Finanzwirtschaft ein Jahr großer Herausforderungen. Das
globale Finanzsystem wurde durch die Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten, ins­
besondere seit dem Zusammenbruch der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers,
auf eine sehr harte Probe gestellt. Hinzukamen die sich deutlich verschlechternden volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, auch in Nordrhein-Westfalen.
In diesem schwierigen Umfeld hat unsere NATIONAL-BANK ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Besonders bemerkenswert ist der Erfolg unserer Kapitalerhöhung. Sie bestätigt eindrucksvoll das
Vertrauen in die Solidität der Bank und ihre erfolgreiche Strategie, sich als eine der führenden
unabhängigen Regionalbanken in Deutschland auf anspruchsvolle Privat- und Firmenkunden zu
konzentrieren. Zu diesem Erfolg trugen der Vorstand sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
entscheidend bei. Wir danken ihnen sehr herzlich für ihren großen persönlichen Einsatz in einem
schwierigen Umfeld.
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung von Aufsichtsrat, Präsidial- und Risikoausschuss sowie Vorstand obliegenden
Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand umfassend beraten und seine Geschäftsführung konsequent überwacht. Insbesondere haben wir uns ausführlich mit der wirtschaftlichen
und finanziellen Entwicklung sowie der Strategie und Planung der Bank befasst. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir immer eingebunden.
Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich, elektronisch und
mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen der Bank. Schwerpunkte der Berichterstattung
waren
• die Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung,
• die Umsetzung des Wachstums- und Optimierungsprogramms „FIT_09“,
• die unter der Überschrift „Winning 2012“ verabschiedete strategische Planung der Bank,
• die finanzielle Entwicklung und die Ertragslage der Bank,
• das Risikomanagement sowie
• Geschäfte und Ereignisse, die für die Bank von erheblicher Bedeutung waren.
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Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Feldhoff ⋅ Jochen Blaskowitz ⋅ Holger Leiden
Stelzer ⋅ Joachim Giesbers ⋅ Jürgen Lubig ⋅
Auch zwischen den Sitzungen wurden wir vom Vorstand über wichtige Vorgänge unaufgefordert
schriftlich, elektronisch und mündlich informiert.
Außerdem habe ich mich als Vorsitzender des Aufsichtsrates vom Sprecher des Vorstandes
fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung, wesentliche Geschäftsvorfälle sowie die
wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, insbesondere im Hinblick sowohl auf die
Risikovorsorge als auch die Entwicklung des Alternativen Kreditportfolios, unterrichten lassen.
Darüber hinaus habe ich mich am 17. März 2009 mit Vertretern des Abschlussprüfers getroffen
und mir den Prüfungsbericht 2008 und das Ergebnis in Gegenwart des Vorstandssprechers
ausführlich erläutern lassen.
Die regelmäßige Berichterstattung des Vorstandes erfolgte quartalsweise schriftlich unter Beifügung ausführlicher Dokumentationen, Analysen und Bewertungen aus dem internen Rechnungswesen der Bank über die Entwicklung der Ertrags- und Vermögenslage im Vergleich mit dem Vorjahr sowie den Planwerten. Ebenfalls im vierteljährlichen Rhythmus wurde die Risikolage der
Bank ausführlich und umfassend dargestellt. Die Risikoberichte umfassten
• die Darstellung der Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken,
• die Risikotragfähigkeit über alle wesentlichen Risikoarten unter Berücksichtigung von
Szenarioanalysen,
• die Entwicklung des Kreditportfolios nach Strukturmerkmalen,
• die Analyse der Wertberichtigungen und Abschreibungen,
• die Relation der Kreditrisikovorsorge zum Expected und Unexpected Loss,
• die Ursachen eingetretener Kreditausfälle,
• Maßnahmen zur Risikooptimierung des Kreditportfolios,
• die Migrationsbewegungen zwischen den einzelnen Ratingklassen im Kreditportfolio,
• die Aufstellung aller Großkredite,
• die Entwicklung und Bewertung des Alternativen Kreditportfolios sowie
• sämtliche Kreditentscheidungen, die über die Regelgrenzen der Kreditrisikostrategie
hinausgingen.
Wir haben uns über die Maßnahmen berichten lassen, die der Vorstand zum Umgang mit den
durch die Verwerfungen an den Finanzmärkten entstandenen ökonomischen Folgewirkungen
initiiert und umgesetzt hat. Dabei richtete sich der Blick insbesondere auf die Kreditrisiken bei
mittelständischen Unternehmen und Finanzinstituten. Das Ziel war eine weitere Optimierung des
Kreditportfolios.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
s ⋅ Monika Nickel ⋅ Christine Schmitz ⋅ Klaus
Detlef Bongers ⋅ Frank auf der Lake ⋅ Mirko
Sitzungen des Aufsichtsrates
Im Berichtszeitraum haben fünf Sitzungen und eine Telefonkonferenz des Aufsichtsrates stattgefunden. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf
jeweils vorbereitende Unterlagen für alle Zusammenkünfte zur Verfügung gestellt. Sowohl an
allen Sitzungen als auch an der Telefonkonferenz haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates
mitgewirkt. Das gilt selbstverständlich auch für den Vorstand.
In den Zusammenkünften haben wir insbesondere über folgende Inhalte ausführlich gesprochen
und, wenn erforderlich, Beschlüsse gefasst:
In der ersten Sitzung am 6. Februar 2009 wurden die Geschäftsentwicklung im Jahr 2008, der
vorläufige Jahresabschluss 2008 sowie der vorläufige Dividendenvorschlag erörtert. Darüber
hinaus haben wir über mögliche Kapitalmaßnahmen mit dem Ziel beraten, die Eigenkapitalstärke
der Bank zu verbessern. Wir überzeugten uns von der Schlüssigkeit und Angemessenheit der
vom Vorstand vorgetragenen Überlegungen. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Einhaltung des Corporate Governance Kodex der Bank beraten und verabschiedet. Des Weiteren hat
der Aufsichtsrat seine Effizienzprüfung für das Jahr 2008 vorgenommen. Beanstandungen gab es
– wie in den Vorjahren – nicht. Im Gegenteil. Der Aufsichtsrat arbeitet eigeninitiativ daran, seine
Tätigkeit beständig zu optimieren.
In der Sitzung am 20. März 2009 haben wir den Jahresabschluss 2008 gebilligt, der damit fest­
gestellt war. Ferner wurde der Geschäftsbericht sowie der Vorschlag für die Verwendung des
Bilanzgewinns erörtert. Die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung
und der Bericht des Aufsichtsrates gegenüber der Hauptversammlung wurden verabschiedet.
Die Entscheidung des Vorstandes, die in der Hauptversammlung am 10. Mai 2005 erteilte Ermächtigung, gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital
zu erhöhen, auslaufen zu lassen, verbunden mit dem Vorschlag, die Hauptversammlung am
13. Mai 2009 zu bitten, einem neuen Kapitalrahmen zuzustimmen, haben wir in der Richtigkeit
bestätigt und ihr satzungsgemäß zugestimmt. An der Sitzung haben, wie üblich, Vertreter des
Abschlussprüfers teilgenommen. Sie haben das Ergebnis ihrer Prüfung vorgestellt und unsere
Fragen ausführlich und umfassend beantwortet. In der Sitzung wurden außerdem die Jahresabschlüsse der NB-VERSICHERUNGS-SERVICE GmbH und der NB-IMMOBILIEN GmbH letztmalig
vorgelegt. Die Geschäftsstrategie sowie die Berichte der Internen Revision und des Compliance
Officer – jeweils für das Jahr 2008 – haben wir zur Kenntnis genommen.
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Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Gummersbach ⋅ Edeltraud Carvalho ⋅ Birte W
Anna-Luise Velten ⋅ Kathrin Zupanc ⋅ Karin Schi
In einer Telefonkonferenz am 30. April 2009 hat der Aufsichtsrat noch einmal ausführlich und
umfassend über die weiteren Details der Umsetzung der Kapitalerhöhung der Bank beraten.
In der konstituierenden Sitzung am 13. Mai 2009, im Anschluss an die Hauptversammlung, erfolgte
nach nochmals ausführlicher Erörterung die Beschlussfassung, dem Vorschlag des Vorstandes
zuzustimmen, das Grundkapital der Bank von 31.200.000 € um 6.240.000 € auf 37.440.000 €
durch Ausgabe von 2.080.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechti­
gung ab 1. Juli 2009 gegen Bareinlage zu erhöhen. Zudem wurden der Prüfungsauftrag an die von
der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 erteilt und die
Prüfungsschwerpunkte festgelegt. Hierzu zählen unter anderem die
• Prüfung des Kreditgeschäfts,
• Prüfung des Alternativen Kreditportfolios,
• Prüfung von Konzentrationsrisiken,
• Prüfung der Gesamtrisikolage der Bank,
• Prüfung des aufsichtsrechtlichen Meldewesens,
• Prüfung der Umsetzung der Solvabilitätsverordnung,
• Prüfung der Vorbereitung zur Umsetzung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes,
• Prüfung des Risikofrüherkennungssystems.
In der Sitzung am 20. August 2009 wurden wir ausführlich über die geschäftliche Entwicklung und
den Erfolg der Kapitalerhöhung unterrichtet. Darüber hinaus haben wir die Risikolage der Bank,
insbesondere bezogen auf das Kreditgeschäft sowie das Alternative Kreditportfolio, erörtert.
Dasselbe gilt für die Kreditrisikostrategie und die vom Vorstand beschlossenen Maßnahmen, die
Granularität des Kreditportfolios zu verbessern. Ferner wurde die Geschäftsstellenerfolgs- und
Profit-Center-Rechnung für das Geschäftsjahr 2008 erörtert. Den Bericht des Geldwäschebeauftragten haben wir zur Kenntnis genommen.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
egener ⋅ Gabriela Roolfs ⋅ Kerstin Terlinden
rmacher ⋅ Jutta Neugebauer ⋅ Jürgen Göpferich
In der letzten Sitzung des Jahres am 27. November 2009 haben wir die vom Vorstand unter die
Überschrift „Winning 2012“ gestellte strategische Planung der Geschäftsjahre 2010-2012 ausführlich erörtert und zur Kenntnis genommen. In ihr beabsichtigt der Vorstand, innerhalb der drei
folgenden Geschäftsjahre eine Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) vor Steuern zwischen
15 und 20 % sowie eine Kosten-Ertrags-Relation (Cost Income Ratio) von 60 bis 65 % zu erreichen. Parallel dazu soll eine Eigenmittelquote (Capital Ratio) bezogen auf das Gesamtkapital von
10 bis 12 % sowie ein Verhältnis zwischen Ausleihungen und Einlagen (Loan to Deposit Ratio)
von kleiner eins erreicht werden. Die Beschlussfassung des Vorstandes unter Bezugnahme auf
die zuletzt genannten beiden Größen sowie die vier Korridore soll sicherstellen, dass es auf eine
nachhaltige Entwicklung der Bank und nicht auf ein singuläres Renditeziel ankommt. Die strategische Planung steht unter den Voraussetzungen:
• keine neuerlichen Marktverwerfungen,
• ein normalisiertes Zinsniveau,
• stabile Bewertungen,
• im Vergleich zur Vorkrisenzeit erhöhte Margen sowie
• ein moderates Wirtschaftswachstum.
Ferner haben wir die vom Vorstand neu gefasste Kreditrisikostrategie erörtert und zur Kenntnis
genommen. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen war der Prüfungsbericht über die Wertpapierdienstleistungsgeschäfte sowie die Depotprüfung der Bank. Hierzu haben Vertreter des
Abschlussprüfers das Ergebnis ihrer Untersuchungen vorgestellt und unsere Fragen ausführlich und umfassend beantwortet. Weiterhin wurden ausführlich die Konsequenzen erörtert, die
sich aus der Neufassung der Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk) vom
14. August 2009 sowie aus dem Gesetz über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung ergeben. Hierzu hat uns der Vorstand eigeninitiativ das gesamte Vergütungssystem der Bank vorgestellt. Dabei konnten wir uns davon überzeugen, dass das Vergütungssystem keine unangemessenen Anreize zum Eingehen außergewöhnlicher bzw. unverhältnismäßiger Risiken gibt. Im
Gegenteil. Das Vergütungssystem ist Ausdruck einer auf Nachhaltigkeit und Solidität angelegten Unternehmensführung. Es ist in dem Abschnitt „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ dieses Geschäftsberichts erläutert. Anpassungen der Geschäftsordnungen des Vorstandes, des
Präsidial- und Risikoausschusses sowie des Aufsichtsrates haben wir aufgrund der jüngsten gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Änderungen beschlossen und schließlich der Erteilung von
Prokuren zugestimmt. Zur Optimierung unserer eigenen Tätigkeit haben wir den Beschluss gefasst, dass der Vorstand im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften zukünftig allein und damit wie
bei anderen Instituten auch über die Erteilung von Prokuren entscheidet.
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Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Andreas Pauksch ⋅ Jennifer Reick ⋅ Guido
Kehrein ⋅ Guido vom Felde ⋅ Inge Driskes ⋅ Lot
Sitzungen des Präsidial- und Risikoausschusses
Der Präsidial- und Risikoausschuss tagte im Berichtszeitraum viermal. An allen Sitzungen haben
alle Mitglieder mitgewirkt. Schwerpunkte aller Erörterungen waren die Kapitalerhöhung der Bank,
die Risikolage und die Entwicklung des Alternativen Kreditportfolios. Hinsichtlich des Alternativen Kreditportfolios bezieht sich das sowohl auf die Entwicklung an den Märkten für strukturierte und teilweise mit dinglichen Sicherheiten unterlegte Kreditforderungen als auch auf die
unterschiedlichen Bewertungsmodelle. Gegenstand aller Sitzungen waren Berichte zu bemerkens­
werten Engagements. Bemerkenswert sind Kreditengagements,
• bei denen ein Einzelwertberichtigungsbedarf erstmals den Betrag von 500 Tsd. € erreicht
bzw. überschreitet oder die Erhöhung einer Einzelwertberichtigung von mindestens 500 Tsd. €
erforderlich ist oder
• die aus anderen Gründen bemerkenswert sind und einen Blankoteil von mindestens 500 Tsd. €
aufweisen.
Organkrediten wurde zugestimmt. Schließlich befasste sich der Ausschuss mit den nach Gesetz
und Geschäftsordnungen vorlagepflichtigen Engagements sowie mit größeren oder mit erhöhten
Risiken behafteten Krediten und erteilte – sofern erforderlich – seine Zustimmung. Sämtliche
Sitzungen fanden jeweils unmittelbar vor der jeweiligen Aufsichtsratssitzung statt. Dabei wurden
die nachfolgenden Aufsichtsratssitzungen umfassend vorbereitet.
Personalia
Im Aufsichtsrat endete die Amtszeit der Herren Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel,
Dr. Friedrich Janssen und Dr. Matthias Mitscherlich turnusmäßig. Auf Vorschlag des Aufsichts­
rates wählte die Hauptversammlung am 13. Mai 2009 die Herren erneut in den Aufsichtsrat.
Im Anschluss an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat unter Vorsitz des an Lebensjahren
ältesten Mitglieds, Herrn Dr. Henner Puppel, Herrn Schulte erneut zum Vorsitzenden gewählt.
Unter Vorsitz von Herrn Schulte wurde anschließend Herr Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Keitel zum
stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt. Ferner wurde Herr Dr. Janssen erneut in den Präsidial- und Risikoausschuss berufen.
32
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Schreiterer ⋅ Gabriele Wiedmann ⋅ Christian
har Rogge ⋅ Gert-Dieter Keilhau ⋅ Katrin Meier
Zum 30. September 2009 endete die Bestellung von Herrn Karlheinz Nellessen als Mitglied des
Vorstandes. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 6. Februar 2009 die Bestellung von Herrn
Nellessen vom 1. Oktober 2009 bis zum 31. Mai 2011 verlängert. Anschließend wird er wegen
Erreichens der Altersgrenze aus dem Vorstand ausscheiden.
Im Rahmen der Geschäftsverteilung des Vorstandes wurde der neu geschaffene Bereich Unter­
nehmenssteuerung und Kommunikation Herrn Dr. Lange zugeordnet. Die Anbindung dieses
Ressorts beim Vorstandssprecher zeigt, welche Bedeutung der Vorstand der strategischen Entwicklung der Bank beimisst. Herr Lindner hat die Zuständigkeit für das ebenfalls neu geschaffene
Customer Relationship Management der Bank übernommen. Hierin werden sowohl das zuvor bei
Herrn Dr. Lange angesiedelte Total Quality Management als auch die vertriebsunterstützenden
Marketingaktivitäten gebündelt. Das entspricht der gelebten Kundenorientierung unserer Bank.
Am 16. November 2009 verstarb unser langjähriges Mitglied Herr Klaus Hitzbleck. Er gehörte
dem Aufsichtsrat von 1972 bis 1984 an. Er hat die Geschicke der Bank konstruktiv und engagiert
begleitet. Der Aufsichtsrat wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.
Jahresabschluss
Die Buchführung und der Jahresabschluss mit Lagebericht für das Jahr 2009 sind von der durch
die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten Deloitte & Touche GmbH Wirtschafts­
prüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Die Prüfung hat zu einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk geführt.
Wir haben uns den Jahresabschluss durch den Abschlussprüfer erläutern lassen und nach eigener
Prüfung dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt.
Ferner haben wir den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag des Vorstandes für
die Verwendung des Bilanzgewinns im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen geprüft und
keine Einwendungen erhoben.
Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss haben wir heute gebilligt. Der Jahresabschluss
ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung und zur Zahlung
einer Dividende von 1,00 € je alter Aktie und 0,50 € je junger Aktie schließen wir uns an.
33
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Heike Manns ⋅ Anja Gelbarth ⋅ Anja Winskowski ⋅
Hirschmann ⋅ Thorsten Keller ⋅ Marion Jan
Interessenkonflikte und deren Behandlung
Sowohl der Aufsichtsrat als auch der Präsidial- und Risikoausschuss haben sich mit den nach § 15
des Gesetzes über das Kreditwesen erforderlichen Kreditgenehmigungen befasst. Dabei haben
diejenigen Aufsichtsratsmitglieder an der Erörterung und Abstimmung nicht teilgenommen, die
zum Zeitpunkt der Beschlüsse Mitglieder der Organe des betreffenden Kreditnehmers waren.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben mit Ausnahme ihrer Tätigkeit in den Gremien der Bank
keine weiteren Beratungsleistungen der Bank gegenüber erbracht.
Über die Arbeit des Ausschusses wurde dem Aufsichtsrat regelmäßig berichtet.
Interessenkonflikte traten bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates im Berichtsjahr nicht auf.
34
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
⋅ Dr. Gerd Wendland ⋅ Klaus Köther ⋅ Hartmut
isch ⋅ Matthias Strauss ⋅ Christine Gratzel
Corporate Governance
Eine zusammenfassende Darstellung der Corporate Governance unserer Bank ist in diesem
Geschäftsbericht unter dem Abschnitt „Corporate Governance Bericht“ sowie auf unserer
Web­site unter www.national-bank.de/WIR ÜBER UNS/Unternehmensprofil/Corporate Governance veröffentlicht.
Wir sind davon überzeugt, dass die NATIONAL-BANK auch unter den schwierigen ökonomischen
Rahmenbedingungen gut positioniert ist, um weiterhin erfolgreich zu sein. Hohe Priorität hat
dabei, das Potenzial in den Kerngeschäftsfeldern der Bank – anspruchsvolle Privat- und Firmenkunden – ertrags- und risikoorientiert auszubauen. Die strategische Planung des Vorstandes
unter der Überschrift „Winning 2012“ hat, unter den genannten Voraussetzungen, dabei eine entscheidende Bedeutung. Auch als Folge dessen sollen die Geschäftsfelder noch besser mitein­
ander verzahnt werden. Zudem soll die Disziplin hinsichtlich Kosten, Risiken und Kapital sowie
der strikten Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben konsequent fortgeführt werden.
Essen, den 4. März 2010
Für den Aufsichtsrat
Reinhold Schulte
Vorsitzender
35
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
UNSERE AKTIE
Julia Junker ⋅ Nadine Gummersbach ⋅ Fran
Kamphausen ⋅ Elisabeth Mönnich ⋅ Joachim W
Marktkapitalisierung
der NATIONAL-BANK
zum Jahresende in Mio. €
360
393
416
369
430
2005 2006 2007 2008 2009
Gewinn pro Aktie in €
1,88 2,79 0,82 1,15
1,52
Erfolgreiche Kapitalerhöhung
Die Verlässlichkeit einer Bank ist untrennbar mit der Stärke ihres Eigenkapitals verbunden. Dies
gilt in besonderer Weise für unsere Bank, da wir weiterhin ganz bewusst keine Börsennotierung
oder ein externes Rating anstreben. Um die Zukunftsfähigkeit unserer Bank zu gewährleisten
und ihre Unabhängigkeit auf Dauer zu sichern, haben wir uns 2009 entschieden, eine umfangreiche Kapitalerhöhung durchzuführen. Insgesamt wurden 2.080.000 junge Aktien zu einem Bezugspreis von 28,0 € an Institutionelle Anleger und Privatinvestoren vollständig platziert. Das
belegt, dass unsere Bank auch in der Finanzkrise als attraktives Investment gesehen wird.
Durch die Kapitalerhöhung konnten wir das Grundkapital unserer Bank um 20 % erhöhen bei
einem Anstieg der Gesamtkapitalquote zum 31. Dezember 2009 auf 11,0 %. Mit 58,24 Mio. €
zusätzlicher Eigenmittel konnten wir die sich abzeichnenden aufsichtsrechtlichen Veränderungen bereits vorwegnehmen und zugleich die Basis für die Fortsetzung unserer erfolgreichen
Wachstumsstrategie legen. Der Erfolg unserer Kapitalerhöhung bestärkt uns darin, auch in Zukunft an unserer Refinanzierungs- und Kotierungsstrategie festzuhalten, nach der wir weiterhin unser Kreditgeschäft primär über Einlagen und Eigenkapital refinanzieren wollen. Sie sieht
vor, dass unsere Einlagen eine Begrenzungsfunktion für unser Kreditgeschäft darstellen. Dabei
wollen wir uns – ohne Berücksichtigung öffentlicher Refinanzierungsmittel – an einem Verhältnis
von Krediten zu Einlagen (Loan to Deposit Ratio) von kleiner 1 orientieren.
Kennzahlen
Grundkapital in Mio. €
2004
2005
2006
2007
2008
2009
28,8
28,8
28,8
31,2
31,2
37,4
Anzahl Aktien in Mio. Stück
2005 2006 2007 2008 2009
junge Aktien
9,6
9,6
9,6
10,4
10,4
12,4
35,5
37,5
41
40
35,5
34,5
34 *
1,2
1,3
1,5
1
1
1
0,5 *
Dividendensumme in Mio. €
11,52
12,48
14,4
10,4
10,4
10,4
1,04 *
Dividendenrendite in %
3,38
3,47
3,66
2,5
2,82
2,9
2,94
Kurs Ende Dezember in €
Dividende in €
* Unter Voraussetzung einer Dividende von 1,00 € je alte Aktie bzw. 0,50 € je junge Aktie
36
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Anteil der Privatanleger am Grundkapital börsennotierter Unternehmen 2009
14,1
12,3
21,0
35,5
25,4
21,3
DAX
MDAX
SDAX
TecDAX
kein Index
Gesamt
53,0
NATIONAL-BANK
Quelle: Deutsches Aktieninstitut, Privataktionäre in börsennotierten Unternehmen, 2009.
k Saelzer ⋅ Ulrich Radermacher ⋅ Cornelia
eßling ⋅ Meiko Roßmann ⋅ Diether Kraft ⋅ Jörg
Stabile Aktionärsstruktur
Eigenkapitalausstattung in %
Nach einer Studie des Deutschen Aktieninstituts aus dem Oktober 2009 hielten private Aktionäre
2009 in Deutschland durchschnittlich 21,3 % am Grundkapital börsennotierter Gesellschaften.
Die überwiegende Platzierung der jungen Aktien aus unserer Kapitalerhöhung bei Privatinvestoren ist daher umso erfreulicher. Bei unserer Bank liegt die Quote der Privataktionäre derzeit bei
53 %, was das hohe Vertrauen belegt, das die Eigentümer in das ausschließlich kundengetragene
Geschäftsmodell der NATIONAL-BANK haben. Gleiches gilt für die Institutionellen Investoren –
allen voran für unseren größten Aktionär, die SIGNAL IDUNA Gruppe, – die sich damit erneut
als verlässliche Partner unserer Bank erwiesen haben.
10,8 10,3 10,2
8,9
11,0
8
2005 2006 2007 2008 2009
Transparente Kursfestlegung
Gesamtkapitalquote
Gesetzlicher Mindestwert
Transparenz gehört für uns zu den wichtigsten Grundlagen guter Investor Relations. Da die
NATIONAL-BANK Aktien nicht börsennotiert sind, wird der Kurs durch den Vorstand entsprechend der Geschäftsentwicklung mehrfach im Jahr festgelegt. Er betrug zum 31. Dezember 2009
34,50 €. Zur Orientierung dienen dabei Kapitalmarktbewertungsmodelle, auf Basis derer Kurs­
indikationen berechnet werden. Die Kursfestsetzung erfolgt dann mit Blick auf die Angebotsund Nachfragesituation in unserem Haus mit dem Ziel, einen der Geschäftsentwicklung der
Bank angemessenen Interessenausgleich zwischen Käufern und Verkäufern herbeizuführen.
Aktionärsstruktur in %
52,9
52,3
46,7
2008
Aufteilung
Institutionelle
Anleger
Private Aktionäre
37
47,1
2009
2008 2009
46,7
47,1
52,3
52,9
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Indexierte Wertentwicklung der NATIONAL-BANK Aktie vs. DAX und CDAX Banken
180
+67 %
140
100
-14 %
60
-49 %
20
1999
DAX
2000
CDAX Banken
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
NATIONAL-BANK
Daus ⋅ Sabine Meißner ⋅ Ralf Horstmann ⋅ Kla
Lücke ⋅ Vera Makowiecki ⋅ Martin Schlünkes
Attraktiver Renditevergleich
Im Mehrjahresvergleich ist die Wertentwicklung der NATIONAL-BANK Aktie von großer Kurs­
stabilität gekennzeichnet, verbunden mit einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik. Unsere
Aktie zeigt im Vergleich zu den Indices DAX und CDAX Banken eine ansprechende Performance.
Vergleicht man die indexierte Wertentwicklung unserer Bank in einem 10-Jahres Zeitraum mit
dem DAX und dem CDAX Banken, wird die deutlich bessere Performance unserer Aktie offensichtlich. Während sowohl der DAX mit einem Minus von 14 % als auch der CDAX Banken mit
einem Minus von 49 % in diesem Zeitraum deutlich an Wert verloren haben, stieg der Kurs der
NATIONAL-BANK Aktie um knapp 70 %. Auch unser Ziel, für unsere Aktionäre dauerhaft eine
attraktive Dividende sicherzustellen, haben wir erreicht. So wurde im vergangenen Jahr auch in
einem schwierigen Marktumfeld eine Dividende von 1,00 € gezahlt. Die Dividendenkontinuität
hat gerade für unsere privaten Aktionäre einen hohen Stellenwert. Wir sind davon überzeugt, die
gezeigte Performance aufgrund unseres ausschließlich kundengetragenen Geschäftsmodells
sowie unserer nachhaltigen Ertragskraft auch in Zukunft beibehalten zu können.
Ausblick
Unser Anspruch ist es, die NATIONAL-BANK Aktie weiterhin als attraktives Investment zu posi­
tionieren. Dabei dient uns der Erfolg unserer Kapitalerhöhung als Gradmesser und Verpflichtung
zugleich. Wir wollen den Anteil privater Aktionäre weiter erhöhen. Ziel ist die Verbreiterung der
Aktionärsbasis und die Schaffung einer auf Langfristigkeit angelegten Aktionärsstruktur.
38
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
AKTIONÄRSBEZIEHUNGEN UND
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
us-Peter Vogt ⋅ Markus Beckmann ⋅ Hermann
⋅ Peter Wiersdörfer ⋅ Kirsti Tonn ⋅ Markus
Gelungene Hauptversammlung
Wichtiger Bestandteil der Pflege unserer Aktionärsbeziehungen ist unsere jährliche Hauptversammlung. Die Veranstaltung, an der am 13. Mai 2009 rund 1.000 Aktionäre und Aktionärsvertreter in der Essener Philharmonie teilgenommen haben, war ein sehr großer Erfolg. Die Präsenz
betrug 78,5 % der Stimmen. Nicht zuletzt trugen die Abstimmungsergebnisse unserer Aktionäre,
die das hohe Vertrauen in das Management dokumentieren, zum Erfolg der Veranstaltung bei.
Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit einer Zustimmung von 99,99 % der Stimmen entlastet.
Innovatives Aktionärsportal
Unser Aktionärsportal, das wir im Berichtsjahr erstmals vorgestellt haben, ist inzwischen etabliert und wird von unseren Aktionären gut angenommen. Es überzeugt durch eine benutzerfreundliche Bedienbarkeit und ermöglicht, komfortabel
• die Einladung und die Tagesordnung zur Hauptversammlung zu bestellen,
• die Weisung zur Ausübung des Stimmrechts zu erteilen,
• unseren Geschäftsbericht als pdf herunterzuladen,
• die Kursentwicklung unserer Aktie und
• weitere Anlage- und Finanzinformationen
abzurufen.
Im Rahmen unserer Hauptversammlung hatten unsere Aktionäre zudem die Möglichkeit, das
neue Portal in einer Live-Demonstration zu testen. Die Anwendung wird durchweg positiv beurteilt. Mit rund 700 Anmeldungen haben sich bis zum Jahresende 2009 rund 18 % unserer Aktionäre dafür entschieden, sich im Aktionärsportal registrieren zu lassen. Es ist unser Ziel, weitere
Aktionäre von den Vorteilen des Portals zu überzeugen.
39
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Effektivität der Investor-Relation-Maßnahmen für Privatanleger
1
2
1,31
4
individuelle Antwort
1,68
sehr effektiv
3
IR-website
1,83
Multiplikatoren
1,83
Pflichtinformationen
ineffektiv
2,51
Privatanlegerveranstaltungen
2,51
Newsletter
2,93
Anlegermessen/reg. Börsentage
Quelle: Deutsches Aktieninstitut, Verhalten und Präferenzen deutscher Aktionäre, 2009.
Polleis ⋅ Dirk Steiner ⋅ Sonja Gilles ⋅ Claudia
Katrin Brinkmann ⋅ Patrick Daniel Obermüller ⋅
Intensivierte Aktionärsbeziehungen
Der umfassenden Information unserer Aktionäre und Kunden, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit
kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Dieser Verantwortung haben wir uns von Anfang an
gestellt und dafür in den vergangenen zwei Jahren viel Lob und Anerkennung erhalten.
Ausgezeichneter Geschäftsbericht
Unseren 2008 grundlegend neu konzipierten Geschäftsbericht haben wir im Berichtszeitraum
nochmals deutlich erweitert. Neben einer optischen Aufwertung und übersichtlicheren Gliederung lag der Schwerpunkt unserer Neugestaltung auf der ausführlichen Berichterstattung mit
einem Höchstmaß an Transparenz für unsere Aktionäre. Aus über 1.000 Geschäftsberichten
börsen- und nicht börsennotierter deutscher Unternehmen wurde unser Geschäftsbericht von
„Deutsche Standards EDITIONEN GmbH“ als vorbildliche und überzeugend visualisierte Finanzkommunikation ausgezeichnet und als einer von 100 in dem Buch „Beispielhafte Geschäfts­
berichte 2009“ ver­öffentlicht. Im Wettbewerb „Bester Geschäftsbericht des Jahres 2008“ des
Bankmagazins belegte unser Bericht mit der Gesamtnote „gut“ den siebten Platz. Das ist angesichts einer Anzahl von über 2.000 Banken und Sparkassen in Deutschland ein ansprechendes
Ergebnis. Bewertet wurden neben der kreativen Konzeption Kriterien wie Nutzwert, Authentizität
und Textqualität.
Optimierter Internetauftritt
Das große Interesse an unserer NATIONAL-BANK zeigen auch die hohen Zugriffszahlen auf unser
Internet, das wir 2009 in weiten Teilen überarbeitet haben. Unsere Website zeichnet sich durch
schnellere Direktzugriffe, übersichtlichere Strukturen und aktualisierte Inhalte aus, die unseren
Aktionären und Kunden die Nutzung unserer Website erleichtern. Informationen zum Unternehmen und zur Aktie, Geschäftsberichte, Präsentationen und aktuelle Unternehmensmitteilungen
können auf den Seiten „WIR ÜBER UNS“ abgerufen werden. Mit der Verstärkung unserer Internetpräsenz tragen wir den Ergebnissen einer aktuellen Studie des Deutschen Aktieninstituts
Rechnung, nach der dem Internetauftritt beim Dialog mit den Privataktionären eine besonders
wichtige Rolle zukommt.
40
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Hinüber ⋅ Markus Große ⋅ Kirsten Steckeweh
⋅ Dirk Köster ⋅ Rüdiger Spering ⋅ Peter Würthen
Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit
Verteilung der Presseartikel
nach Themen in %
Schließlich haben wir im Berichtszeitraum auch unsere Öffentlichkeitsarbeit weiter verstärkt.
Dazu zählen zahlreiche Beiträge in der überregionalen-, der lokalen- und der Fachpresse sowie
in Rundfunk und Fernsehen. In den Medien erreichte unsere Bank 2009 die beste Präsenz in ihrer
Geschichte. Während 2008 kumuliert rund 36 Millionen qualifizierte Medienkontakte erreicht
wurden, waren dies 2009 fast 56 Millionen. Das ist ein für eine Regionalbank exzellenter Wert,
der einem kumulierten Medienäquivalenzwert von rund 616.000 € entspricht und damit auf dem
Niveau einer bundesweit tätigen Privatbank liegt.
Unsere Auszeichnungen, Siegel und Zertifikate für unsere qualitativ hochwertigen Service- und
Beratungsdienstleistungen sowie die vielen positiven Rückmeldungen unserer Aktionäre bestärken uns in unserer Öffentlichkeitsarbeit und sind Ansporn für uns, den eingeschlagenen Weg
weiter zu verfolgen.
9
17
7
10
13
7
19
6
12
Strategie
17
Geschäftliche Entwicklung
10
Bilanzpressekonferenz
7
Hauptversammlung und
Kapitalerhöhung
6
Finanzlösungen und
Segmente
19
Wir über uns
13
Personalmarketing
Kulturelles und
gesellschaftliches
Engagement
41
12
Aus den Niederlassungen
7
9
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
HIGHLIGHTS
Michael Czech ⋅ Roman Hölscher ⋅ Stefan Gl
Heinz Joachim Pohle ⋅ Karl-Wilhelm Kurth ⋅ Tan j
Januar
Mai
Die NATIONAL-BANK schärft ihr Profil als Privatbank. Die neuen
Bereiche Wealth Management und Family Office bieten anspruchsvollen Privat- und Institutionellen Kunden umfassende
Beratung und Spezialdienstleistungen rund um die Begleitung
von Familienvermögen, Unternehmen und Stiftungen.
März
Olaf Henkel spricht über die Konsequenzen aus der Wirtschaftskrise und die Notwendigkeit einer
neuen Wirtschaftsethik beim 14.
Finanzforum der NATIONAL-BANK.
Über 1.000 Kunden nehmen an der
Veranstaltung am 30. März in der
Philharmonie in Essen teil.
April
Die NATIONAL-BANK überzeugt als Arbeit­­geber. Seit März darf
sich die Bank zu den 50 TOP Arbeitgebern Deutschlands zählen.
Beurteilt wurden u.a. die Stabilität des Arbeitsplatzes, die Ent­­wicklungsmöglichkeiten und die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf.
42
Die Hauptversammlung der NATIONAL-BANK am 13. Mai 2009,
zu der rund 1.000 Aktionäre und Aktionärsvertreter in die
Essener Philharmonie gekommen sind, ist mit einer überdurchschnittlich hohen Präsenz von 78,5 % ein sehr großer Erfolg.
Vorstand und Aufsichtsrat werden mit einer Zustimmung von
99,99 % der Stimmen entlastet.
Die NATIONAL-BANK ermöglicht den Auftritt von Daniel
Barenboim und der Staatskapelle Berlin in der Stadthalle
Wuppertal im Rahmen des Klavier-Festival Ruhr. Nach der Eröffnung der Niederlassung in Wuppertal im November 2008 unterstreicht dieses gesellschaftliche Engagement das Bekenntnis
der NATIONAL-BANK zum Bergischen Land.
Die NATIONAL-BANK erhält die Auszeichnung „Deutschlands
Kundenchampions 2009“. Jedes Jahr sucht das Unternehmer­
magazin „impulse“ zusammen mit der Deutschen Gesellschaft
für Qualität e.V. und der forum! Marktforschung GmbH die 50
Unternehmen mit den besten Kundenbeziehungen. Als einzige
Bank belegt die NATIONAL-BANK einen hervorragenden 14. Platz.
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
owinkowski ⋅ Sonja Bröker ⋅ Patrick Münch
ja Schlagermann ⋅ Gottfried Lülsdorf ⋅ Werner
August
Die NATIONAL-BANK bekommt für ihre hohe Kundenorientierung das Gütesiegel „Deutschlands
kundenorientierteste Dienstleister“ verliehen
und gehört damit zu den Top-50-Unternehmen
in Deutschland.
Rund 70 Gemälde von Gerhard
Richter zeigt das MKM Museum
Küppersmühle für Moderne Kunst
in Duisburg vom 21. Mai bis zum
23. August mit Unterstützung der
NATIONAL-BANK. Die Ausstellung
„Bilder aus privaten Sammlungen“ präsentiert die Hauptwerke
von 1963 bis 2007.
Juni
Die NATIONAL-BANK platziert in einem schwierigen Marktumfeld erfolgreich ihre Kapitalerhöhung. Sie führt zu einer Erhöhung des Grundkapitals um 20 %. Die vollständige Platzierung
der jungen Aktien unterstreicht das Vertrauen der Aktionäre in
das ausschließlich kundengetragene Geschäftsmodell.
Juli
Bereits zum zweiten Mal erhält die NATIONALBANK für ihren Service die Note „sehr gut“ der
ServiceRating GmbH, nachdem diese die Bank
u. a. in den Bereichen Servicemanagement,
Service- und Beratungsleistung geprüft hat.
September
Der TÜV Rheinland zertifiziert die hohe Qualität
der Beratung im Bereich der Immobilienfinanzierung der NATIONAL-BANK. Besonders gewürdigt wird die Unabhängigkeit der Beratung.
Oktober
Start der „Beratungsinitiative Mittelstand“ der NATIONAL-BANK.
Rund 250 Unternehmerinnen und Unternehmer informieren sich
ganztägig in Workshops und in Einzelgesprächen zu Themen
rund um die Unternehmensfinanzierung. Die erfolgreiche Initiative wird 2010 weiter fortgesetzt.
Dezember
Die NATIONAL-BANK besteht die Zertifizierung
durch den TÜV Saarland mit der Gesamtnote
„gut“ und erhält das anerkannte Gütesiegel
„Service tested“. Die Zertifizierung basiert auf
einer umfangreichen und schriftlichen Umfrage mit hoher statistischer Validität bei rund
10.000 Kunden.
43
„Warum wir so viel für die Ausbildung tun?
Weil aus erstklassigen Auszubildenden erstklassige
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden – beste
Grundlage für eine hochwertige Beratung und
exzellenten Service. Das honorieren unsere Kunden.“
Kreutzmann ⋅ Silke Parma ⋅ Klaus Fiß ⋅ Volke
Anna Klimasek⋅Ulrich Müller ⋅ Bärbel Driskes ⋅
Leiterin Ausbildung
r Wesselborg ⋅ Markus Hayh ⋅ Bettina Blome
⋅ Thomas Jakoby ⋅ Kerstin Oberhäuser ⋅ Dietmar
Qualität
Qualität ist bei uns mehr als ein Versprechen. Sie ist unser
Markenzeichen. Wir können sie mit einer Reihe von Gütesiegeln
unabhängiger Institutionen nachweisen. 2009 hat die Service
Rating GmbH unseren Service bereits zum zweiten Mal mit dem
Gütesiegel „sehr gut“ bewertet. Auf Basis einer groß angelegten
Kundenumfrage erhielten wir die Note „gut“ im Rahmen der
Zertifizierung „Service tested“ des TÜV Saarland. Der TÜV Rheinland
zeichnete unsere unabhängige Beratungsqualität aus und im
Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“
und „Deutschlands Kundenchampions“ zählen wir jeweils zu den
Top-50-Unternehmen Deutschlands. Und als Arbeitgeber sind wir
ebenfalls Spitze: 2009 gehörten wir zu den TOP Arbeitgebern.
Die Auszeichnung wird von der Corporate Research Foundation
verliehen. Unsere Ausbildungsleiterin, Silke Parma, versteht alle
Auszeichnungen als Teil unserer Unternehmenskultur: „Wir sind
eine führende private Regionalbank, weil wir kompromiss­los in
unserer Kundenorientierung sind. Aus- und Weiterbildung genießen
bei uns hohen Stellenwert. Wir fördern Talente und ver­bessern so
kontinuierlich unsere Beratungsqualität.“ Dies kommt unseren
Kunden zugute. Sie schätzen die Unabhängigkeit sowie die hohe
Fachkompetenz unserer Berater ebenso wie den freundlichen Service.
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Aus den Marktbereichen
Privatkunden &
Wirtschaftlich Selbstständige
„Unser wertvollstes Kapital ist das Vertrauen unserer Kunden.“
Peter Wiersdörfer, Leiter Marktbereich Privatkunden & Wirtschaftlich Selbstständige
Hoffmann ⋅ Hans Klaas ⋅ Thomas Wroblewski
Regina Urbaczka ⋅ Kirsten Kalweit ⋅ Manuela
Zum 1. Juni 2009 haben wir die Marktbereiche „Privatkunden“ und „Wirtschaftlich Selbstständige“
zusammengeführt und unter eine einheitliche Leitung gestellt.
Bei dieser Entscheidung standen eine optimierte Verzahnung bei der Entwicklung von Finanz­
lösungen, eine integrierte Vertriebssteuerung und eine bessere Marktdurchdringung der bestehen­
den Kundenbasis im Vordergrund.
Privatkunden
Strategie und Ausrichtung
Die wichtigste Aufgabe im Privatkundengeschäft ist und bleibt die ganzheitliche Beratung. Es
ist unser Ziel, unsere Finanzlösungen konsequent an den Bedürfnissen unserer anspruchsvollen
Kunden auszurichten. Der ganzheitliche Beratungsansatz unserer NATIONAL-BANK und unser
persönlicher Service sind wichtige Faktoren für eine langfristig erfolgreiche Partnerschaft und
damit für den nachhaltigen Ausbau unserer Geschäftsverbindungen. Unsere Betreuer, die unsere
Kunden in der Regel über Jahre beraten, tragen wesentlich zur Bildung des Vertrauens bei, das
unsere Kundenbeziehungen auszeichnet und die Grundlage einer weit überdurchschnittlichen
Kundenzufriedenheit bildet.
Entwicklung Privatkunden
2008
Betriebsergebnis in Mio. €
2009
7,5
3,8
Kosten-Ertrags-Relation in %
82,4
87,8
Eigenkapitalrendite in %
21,3
9,5
46
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Einlagenvolumen Privatkunden in Mio. €
1.146
470
2009
222
454
1.270
417
2008
388
465
Einlagen
davon Sichteinlagen
davon befristete Einlagen
davon Spareinlagen
⋅ Susanne Drost ⋅ Aneta Mitko ⋅ Heike Dicks
Kurek ⋅ Patricia Herzog ⋅ Markus Göke ⋅ Leonie
Unsere Kooperation mit der SIGNAL IDUNA Gruppe
Im Bereich der Zukunftsvorsorge und der betrieblichen Altersvorsorge beraten und vermitteln
unsere Kundenbetreuer intelligente Finanzlösungen der SIGNAL IDUNA Gruppe. Unterstützt werden sie durch komfortable Softwarelösungen. Zusätzlich unterstützen Mitarbeiter aus unserem
Versicherungsgeschäft unsere Berater. Abgerundet wird die Kooperation mit der SIGNAL IDUNA
Gruppe im Wertpapiergeschäft durch unseren Vertrieb unterschiedlicher Investmentfonds der
HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH, einer Tochtergesellschaft der SIGNAL IDUNA Gruppe.
Maßnahmen
Weitere Konzentration auf Beratung
Nicht der Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung, sondern die tatsächliche und sorgfältige Berücksichtigung der individuellen Lebenssituation unserer Kunden unter Einbeziehung
deren persönlicher Ziele und Wünsche steht im Mittelpunkt unserer ganzheitlichen Beratungskonzepte. Um sicherzustellen, dass unsere Berater in ihren Beratungsgesprächen diesen Zielen
verpflichtet sind, erfassen wir mit den Gesprächsleitfäden NB Plan privat und NB LIFE struk­turiert
und umfänglich die finanziellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Kunden. Daraus leiten wir bedarfsgerecht die jeweils optimalen Finanzkonzepte ab und greifen auf unser
umfangreiches Portfolio unterschiedlichster Finanzlösungen zurück. Wir haben diese Leitfäden
im Berichtszeitraum noch weiter verbessert. So gelingt es uns, die Zufriedenheit unserer Kunden
weiter zu steigern und uns deutlich gegenüber dem Wettbewerb abzugrenzen.
Neue Kunden begrüßen wir mit einem Willkommenspaket, in dem wir das Leistungsangebot unserer NATIONAL-BANK in Kombination mit attraktiven Neukundenkonditionen vorstellen. Hiermit
verfolgen wir auch das Ziel, die Kundenbindung zu erhöhen und die Geschäftsbeziehung nachhaltig auszubauen.
47
Erfolgreiche
Kooperationen bei
Versicherungen und
Investmentfonds
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Kolla⋅Simone Rosenbauer ⋅ Nina Hübner ⋅ Götz
Raphaela Däke ⋅ Thilo Voss ⋅ Vanessa Grundma
Optimierung der Servicequalität
Die unabhängigen Analysten der ServiceRating GmbH prüften erneut die drei Qualitätsdimensionen
des Kundenservice unserer NATIONAL-BANK: Servicemanagement, Service- und Beratungsleistungen sowie Servicewirksamkeit. Obwohl wir bereits im Vorjahr ein „sehr gut“ erreichen
konnten, haben wir uns im Berichtsjahr in einigen Bereichen sogar noch verbessert. Das kunden­
orientierte Servicemanagement wurde mit der Note „exzellent“ bewertet.
Für unsere hohe Kundenorientierung wurde uns das Gütesiegel „Deutschlands kundenorien­tier­te­ste Dienstleister“ verliehen. Damit gehören wir in dieser Kategorie zu den bundesweit 50
besten Unternehmen in Deutschland. An dem Wettbewerb konnten Dienstleistungsunter­nehmen
aller Branchen teilnehmen. Diese Auszeichnung ist Bestätigung unserer kontinuierlichen
Service- und Beratungs­orientierung, die für uns einen integralen Bestandteil unserer Unternehmenskultur darstellt. Denn stabile Kundenbeziehungen sind die beste Basis für die künftige geschäftliche Entwicklung.
Neue attraktive Finanzlösungen
Bargeld kostenfrei
abheben – weltweit
Unsere Finanzlösungen richten wir konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden aus. Aufgrund der Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten hatte im Berichtsjahr das Einlagengeschäft eine besonders hohe Priorität. So haben wir unser Leistungsangebot nochmals
erweitert. Mit unserer Finanzlösung „NB Zinsfest“ bieten wir unseren Kunden ein attraktives
Sparprodukt. Bei Laufzeiten von vier bis acht Jahren besteht die Möglichkeit, bereits zwei Jahre
vor Laufzeitende bei voller Zins- und Kapitalgarantie vorzeitig über das angelegte Geld zu verfügen. Die große Resonanz mit einem Gesamtanlagevolumen von mehr als 200 Mio. € ist für uns
Bestätigung der Attraktivität unseres Angebots.
Unverändert sind sämtliche Kontoeinlagen unserer Kunden durch unsere Zugehörigkeit zum Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken bis zu einer Höhe von 30 % des
haftenden Eigenkapitals geschützt. Das entspricht einem Betrag von über 95 Mio. € pro Kunde.
Um unsere Leistungen im Bereich der Konten weiter zu verbessern, haben wir die Kreditkarten
MasterCard Select und MasterCard Select Plus entwickelt. Mit ihnen haben unsere Kunden die
Möglichkeit, Bargeld ab einem Betrag von 200 € weltweit kostenfrei an allen Geldausgabe­
automaten abzuheben. Die MasterCard Select Plus ist mit einem umfangreichen Versicherungspaket ausgestattet, das unsere Kunden besonders auf Auslandsreisen umfassend absichert.
Knapp 4.000 emittierte Karten und ein höherer Kartenumsatz pro Karte sind ein deutliches Zeichen für die große Attraktivität dieses Angebots.
48
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Private Immobilienfinanzierung in Mio. €
94,0
2009
133,9
115,3
2008
88,0
neu zugesagte mittel- und langfristige Baukredite
Vermittlungen von Hypothekarkrediten an Kooperationspartner
Radcke ⋅ Gundula Kokkinidis ⋅ Michael Schwarz
nn ⋅ Corina Hutmacher ⋅ Beate Masur ⋅ Norbert
Von der millionenfachen Panne bei den EC- und Kreditkarten deutscher Banken waren wir nicht betroffen, da wir nicht mit dem französischen Chiphersteller Gemalto zusammenarbeiten. Unabhängig davon setzen wir mit dem Authentifizierungsverfahren „3D-Secure“ seit November für unsere
Kreditkarten den höchsten Sicherheitsstandard ein, um einen möglichen Kartenmissbrauch über
das Internet effektiv zu minimieren. Weitere Informationen hierzu unter www.national-bank.de/­
3d-secure.
Immobilienfinanzierung: Bestes Jahr in der Geschichte
Das Volumen unserer neu zugesagten und vermittelten privaten Immobilienfinanzierungen konnte
gegenüber dem Vorjahr um rund 12 % auf rund 228 Mio. € gesteigert werden. Die Stückzahlen
erhöhten sich von rund 1.000 auf fast 1.200 und somit um 20 %. Ursächlich ist die hohe Individualität und umfassende Kompetenz unserer Beratung. Diese haben wir im Berichtszeitraum
vom TÜV Rheinland prüfen lassen und die entsprechende Zertifizierung erhalten. Positiv hervorgehoben wurde die umfassende und unabhängige Beratung sowie die hohe Kompetenz unserer
Mitarbeiter.
Um eine möglichst große Anzahl an intelligenten Finanzlösungen anzubieten, arbeiten wir eng
mit einer Reihe von Kooperationspartnern zusammen. Hierzu zählen in erster Linie die Nordrheinische Ärzteversorgung sowie die SIGNAL IDUNA Gruppe, mit denen uns eine langjährige
Zusammenarbeit verbindet. Zudem haben wir im Berichtszeitraum sowohl mit der WL Bank AG
(WL BANK AG Westfälische Landschaft Bodenkreditbank) als auch mit der DSL Bank (Deutsche
Siedlungs- und Landesrentenbank) Kooperationsverträge geschlossen. Diese ermöglichten uns
Vermittlungen zu günstigen Konditionen für unsere Kunden.
Mehr Zeit für unsere Kunden
Damit unsere Berater noch mehr Zeit für Gespräche mit unseren Kunden haben, wurden die nicht
direkt kundenbezogenen Sachbearbeitungstätigkeiten „rund um das Konto“ in einer zentralen
Serviceabteilung gebündelt. Durch diese Zentralisierung wurden die Berater von den administrativen Tätigkeiten entlastet. Die Zentralisierung hat zudem den Vorteil einer deutlichen Qualitätsund Effizienzsteigerung.
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4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
Range ⋅ Thomas Meininghaus ⋅ Angelika Köh
Bäsner ⋅ Klaus Montowski ⋅ Roland Wopalec
Geschäftliche Entwicklung
Struktur des
Provisionsgeschäftes
Privatkunden in %
Im Berichtszeitraum haben wir im Segment Privatkunden unter Würdigung des schwierigen
Marktumfeldes ein zwar rückläufiges, aber zufriedenstellendes Gesamtergebnis erreicht. Das
Zinsergebnis konnte um rund 4 % auf 26 Mio. € (Vorjahr 25,1 Mio. €) gesteigert werden. Ursächlich
hierfür war vor allem die erfreuliche Entwicklung unserer privaten Immobilienfinanzierung. Das
Zinsergebnis aus dem Einlagengeschäft konnte trotz des teilweise hart umkämpften Konditions­
wettbewerbs auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der gegenüber den anderen Kundensegmenten
niedrigere prozentuale Anstieg des Zinsergebnisses ist dem deutlich geringeren Anteil an kurzfristigen Krediten im Privatkundengeschäft geschuldet.
5
6
16
2009
73
4
Das Provisionsergebnis war insgesamt um rund 8 % auf 19,4 Mio. € (Vorjahr 21,2 Mio. €) rückläufig. Der um rund 40 % auf 1,2 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €) gesteigerte Provisionsertrag aus der
Vermittlung von Baufinanzierungen an unsere Kooperationspartner konnte das marktbedingt um
rund 11 % (= 1,8 Mio. €) schwächere Ergebnis des Asset Management nicht kompensieren. Das
Ergebnis spiegelt in unserem kundengetragenen Geschäftsmodell vor allem die Unsicherheit
vieler Kunden bezüglich der Stabilität der Kapitalmärkte wider. Es wurden verstärkt festverzinsliche Wertpapiere, Anlagen mit Kapitalgarantien oder Risikopuffer nachgefragt.
6
15
2008
75
Aufteilung
2008 2009
Asset Management
Konten- und
Kartenservices
75
73
15
16
Vermittlung
Immobilien finanzierung
4
6
Sonstiges
6
5
Während unsere Spareinlagen mit 454 Mio. € (Vorjahr 465 Mio. €) leicht zurückgingen, legten
die Sichteinlagen um rund 13 % auf 470 Mio. € (Vorjahr 417 Mio. €) zu. Dagegen reduzierten sich
die befristeten Einlagen um rund 43 % auf 222 Mio. €. Ein weiterer Faktor für den Rückgang der
befristeten Einlagen ist, dass Firmeninhaber ihre privat angelegten Gelder aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes ihren Firmen zur Verfügung gestellt haben.
Unter Berücksichtigung eines höheren Verwaltungsaufwandes reduzierte sich das Betriebs­
ergebnis auf 3,8 Mio. € (Vorjahr 7,5 Mio. €). Parallel dazu veränderte sich die segmentbezogene
Eigenkapitalrendite vor Steuern auf ein durch die Kapitalmaßnahme 2009 erhöhtes zugerechnetes Eigenkapital von 21,3 % auf 9,5 %. Die Kosten-Ertrags-Relation beläuft sich damit auf 87,8 %
(Vorjahr 82,4 %).
50
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
ler ⋅ Oliver Petereit ⋅ Martin Menge ⋅ Diana
ky ⋅ Heike Peters ⋅ Simone Nottbeck ⋅ Susanne
Wirtschaftlich Selbstständige
Strategie und Ausrichtung
Entwicklung Kundenanzahl
Wirtschaftlich Selbstständige
Zielgruppen unserer Bank sind anspruchsvolle Privat- und Firmenkunden. Darunter verstehen
wir Kunden, denen eine individuelle Beratung sowie der individuelle und persönliche Service
von besonderer Bedeutung sind. Hierzu zählen wir auch die Wirtschaftlich Selbstständigen.
Sie umfassen
• Heilberufler,
• rechts- und steuerberatende Berufe,
• freiberufliche Ingenieure und
• sonstige Freie Berufe
Charakteristisch für diese Kundengruppe ist die enge Verzahnung von privaten und geschäft­
lichen Belangen. Es ist daher unser Ziel, unsere Finanzlösungen konsequent an ihren Bedürfnissen auszurichten.
Entwicklung Wirtschaftlich Selbstständige
2008
Betriebsergebnis in Mio. €
2009
3,1
4,5
Kosten-Ertrags-Relation in %
81,2
77,7
Eigenkapitalrendite in %
15,3
18,6
51
11.407
12.163
12.624
2007
2008
2009
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Kurz ⋅ Martin-Benedikt Ullrich ⋅ Stephanie
Lena Bachmann ⋅ Dr. Wolfgang Herrmann ⋅ G
Maßnahmen
Wie im vergangenen Jahr angekündigt, haben wir unser Leistungsangebot zielgruppenorientiert
ausgebaut.
Umfassende Kompetenz bei der Vorfinanzierung von Insolvenzgeldern
Die Insolvenzgeldvorfinanzierung ist ein besonderes Service- und Leistungspaket für Insolvenzverwalter und eines unserer erfolgreichen Spezialgebiete. Wir verfügen in diesem Bereich über
ein exzellentes Know-how und eine Abwicklungsexpertise auf höchstem Niveau. Im Berichtsjahr
haben wir unseren Fokus besonders auf den weiteren Ausbau dieses ertragsstarken und von den
Risiken her überschaubaren Geschäftes gerichtet. Der Erfolg bestätigt unsere Kompetenz – zahlreiche namhafte Insolvenzverwalter griffen auch bei komplexen Konzerninsolvenzen auf unsere
Expertise zurück. So haben wir im Berichtsjahr eine der größten Konzerninsolvenzen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland begleitet. Durch die Vorfinanzierung der Arbeitsentgelte von mehr als 43.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern konnte ein erheblicher Teil
der Arbeitsplätze im Unternehmen erhalten werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter und der Agentur für Arbeit hat ein durch uns geführtes Konsortium in kürzester
Zeit die Lohn- und Gehaltszahlungen mit einem Zusagevolumen von 220 Mio. € bereitgestellt.
Durch unsere professionelle Aufstellung in diesem Bereich waren wir in der Lage, die Abwicklung
binnen Tagesfrist sicherzustellen.
Factoring für Rechtsanwälte und Steuerberater als innovative Finanzlösung
Im Berichtszeitraum haben wir eine neue Finanzlösung speziell für diese Zielgruppe entwickelt. „Factoring für Rechtsanwälte und Steuerberater“ ist ein Angebot mit hoher Aktualität und
wenigen Anbietern. Bisher nutzt nur ein kleiner Teil dieser Berufsgruppen diese alternative Finanzierungsform, da die Abtretung von Honorar- bzw. Gebührenforderungen an Dritte bislang
nur unter sehr begrenzten Voraussetzungen möglich war. Durch die Lockerung der gesetzlichen
Rahmenbedingungen hat sich dies seit 2008 geändert. Angesichts eines Honorar- und Gebührenvolumens in Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzleien von bundesweit mehr als 25 Mrd. €
halten wir dieses Geschäftsfeld für hoch attraktiv und werden hier 2010 einen unserer Schwerpunkte setzen.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Teggers ⋅ Ralf van Rickelen ⋅ Melanie Gocha
ötz Bandow ⋅ Yvonne Condello ⋅ Olaf Schmidt
Erweitertes Angebot für Heilberufe und Ärzte
Für unsere Betreuer haben wir 2009 unsere Fortbildungsmaßnahmen konsequent fortgeführt
und unser Zielgruppen-Know-how weiter aktualisiert. Einen wesentlichen Bestandteil stellten
dabei gezielte Seminare zum Thema „Ärzteberatung“ dar. Damit stellen wir sicher, dass wir die
spezifischen Anforderungen an diese Branche kennen und verstehen und mit unseren Kunden
auf Augenhöhe sprechen.
In einer Zeit der Umbrüche ist nichts so wichtig wie die richtige Information zur rechten Zeit.
Im vierten Quartal haben wir erstmals eine Kundenzeitschrift speziell für Ärzte herausgegeben.
„Wissen.med – das Magazin für Ärzte“ bietet Medizinern Wissenswertes für die Zukunft ihrer
Praxis und ihren beruflichen Alltag. Wir informieren halbjährlich über die neuesten Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Gesundheitsmärkten, berichten aus Praxen niedergelassener Ärzte und geben Empfehlungen sowie Informationen zu Themen aus der Finanzwelt.
Struktur des
Provisionsgeschäftes
Wirtschaftlich Selbstständige
in %
Die erste Ausgabe mit 3.000 Exemplaren erfreute sich einer großen Zustimmung. Mit diesem
Zielgruppenmagazin grenzen wir uns deutlich von unseren Mitbewerbern ab und stellen unsere
besondere Kompetenz gegenüber dieser Kundengruppe unter Beweis.
Zur weiteren Sicherung und zum Ausbau unseres Geschäftes mit Freiberuflern haben wir unsere
Wissensdatenbank für Freie Berufe weiter aktualisiert und ausgebaut. Eines der wesentlichen
Elemente ist ein Vergleichsrechner, mit dem wir Ärzten, Apothekern, Rechtsanwälten und Steuer­
beratern ein einfaches und schnelles Benchmarking zu den betriebswirtschaftlichen Eckdaten
ihrer jeweiligen Branchenkollegen ermöglichen.
16
36
16
2009
31
15
11
41
2008
Geschäftliche Entwicklung
In einem stärker werdenden Wettbewerb ist es uns gelungen, unsere Marktposition im Segment
der Wirtschaftlich Selbstständigen weiter auszubauen. Die Anzahl unserer Kunden in diesem
Segment ist 2009 um rund 4 % auf über 12.600 gewachsen.
33
Aufteilung
Asset Management
Unsere ehrgeizigen Pläne konnten wir 2009 sowohl im Zins- als auch im Provisionsgeschäft übertreffen. Dass wir auch als Kreditgeber ein verlässlicher Partner sind, haben wir bewiesen und unser
Kreditgeschäft weiter um 9 % auf ein Gesamtvolumen von 570 Mio. € ausgebaut. Besondere
Schwerpunkte bilden hier mittel- und langfristige Kredite inklusive öffentlicher Finanzierungen
– zum Beispiel für Investitions- und Praxisfinanzierungen – mit 249 Mio. € und Immobilienfinanzierungen mit 230 Mio. €.
53
Konten- und
2008 2009
41
36
Kartenservices
33
31
Kreditgeschäft
11
16
Sonstiges
15
17
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Kreditvolumen Wirtschaftlich Selbstständige in Mio. €
570
84
2009
479
7
525
73
2008
446
6
Kreditvolumen
davon kurzfristig
davon mittel- und langfristig
davon Bürgschaften
Manfred Jaisfeld ⋅ Tobias Kroll ⋅ Oliver Pu
Heike Stürznickel ⋅ Nina Rödiger ⋅ Eva Landen ⋅
Im Einlagenbereich sehen wir uns durch einen Zuwachs von 34 % auf über 618 Mio. € darin bestätigt, dass wir auch in unsicheren Zeiten das Vertrauen unserer Kunden genießen.
Das Provisionsgeschäft konnten wir um erfreuliche 20 % auf rund 6,5 Mio. € steigern. Neben
den weiterhin maßgeblichen Positionen „Asset Management“ (+6 %) und „Konten- und Kartenservices“ (+11 %) konnten wir deutliche Zuwächse im Bereich der Kreditprovisionen (+80 %) erzielen. Diese außergewöhnliche Steigerung des ohnehin hohen Niveaus ist zu einem großen Teil
einem Einzelgeschäft geschuldet. Das Versicherungsgeschäft hat sich mit einer Steigerung um
rund 40 % ebenfalls erfreulich entwickelt. Das ist zum einen auf unsere intensive Zusammen­
arbeit mit unserem langjährigen und bewährten Kooperationspartner, der SIGNAL IDUNA
Gruppe, zurückzuführen. Zum anderen konnten wir mit unserem ganzheitlichen Beratungs­an­satz den Bedarf unserer Kunden an Versicherungsprodukten genauer identifizieren und decken.
Ausblick für den Marktbereich
Privatkunden & Wirtschaftlich Selbstständige
Anspruchsvolle
Wachstumsziele
Mit „FIT_09“ haben wir die Basis für eine gesunde Wachstumsstrategie geschaffen. Unter der
Überschrift „Winning 2012“ haben wir uns ambitionierte, aber erreichbare Ziele gesetzt. Einen
wesentlichen Schwerpunkt setzen wir auf die Gewinnung neuer Kunden und neuer Girokonten.
Dabei haben wir uns folgende Ziele gesetzt:
• 1.500 neue Freiberufler bis 2012,
• 7.000 neue Kunden im gesamten Privatkundenbereich bis 2012 sowie
• 1.000 neue Girokonten in 2010.
Es ist uns wichtig, dass das gesamte Leistungsangebot der Bank vollständig und punktgenau bei
unseren Kunden ankommt. Sie suchen die individuelle und kompetente, kreative und engagierte
Beratung – und dafür stehen wir.
54
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Einlagenvolumen Wirtschaftlich Selbstständige in Mio. €
618
353
2009
220
45
461
224
2008
191
46
Einlagen
davon Sichteinlagen
davon befristete Einlagen
davon Spareinlagen
tschögl ⋅ Tanja Münch ⋅ Mechthild Schmidt
⋅ Petra Broll ⋅ Uta Ohlendorf ⋅ Dietrich Hütten
Mit der gezielten Weiterentwicklung unseres zielgruppenorientierten Leistungsangebotes und
der Konzeption und Einführung neuer Kontenmodelle für private Girokonten und Freiberufler werden wir unsere Berater in Verbindung mit unserem Kundeninformationssystem SAM als zentraler
Vertriebsplattform bei der Erreichung der Ziele unterstützen.
Die Themen Risikoabsicherung und Altersvorsorge werden im laufenden Jahr einen besonderen
Stellenwert erhalten. Wir werden hierzu selbst und mit unseren Finanzpartnern Lösungen ent­
wickeln.
Darüber hinaus wollen wir die bereichsübergreifende Zusammenarbeit weiter stärken und die
Mitarbeiter unserer mittelständischen Firmenkunden als Privatkunden gewinnen. Dafür werden
wir ein leistungsstarkes Business-Partner-Programm anbieten.
Unsere durch das Engagement einzelner Mitarbeiter erfolgreich gegründeten Netzwerke wollen
wir 2010 systematisieren und institutionalisieren. Dabei werden wir die besonders erfolgreichen
Modelle flächendeckend in der Bank etablieren. Damit werden wir unseren Bekanntheitsgrad
weiter deutlich steigern und unseren Kunden eine spürbar höhere Präsenz und einen erlebbaren
Mehrwert bieten.
In dem anhaltend schwierigen und von Unsicherheiten geprägten Umfeld sind vielen Kunden
die Vorteile unserer NATIONAL-BANK als Hausbank und verlässlicher Partner noch mehr bewusst
geworden. Dieses Bewusstsein müssen wir noch mehr nutzen als bisher. Wir wollen die Bank für
Privatkunden und Wirtschaftlich Selbstständige in Nordrhein-Westfalen sein. Bei dem Großteil
unserer Kunden sind wir Hausbank, bei denen, wo wir es noch nicht sind, und für unsere Neukunden wollen wir es werden. Das ist unser festes Vorhaben und primäres Ziel in den nächsten
Jahren.
Mit unserer hoch qualifizierten Beratung einerseits und unseren Kooperationspartnern andererseits sind wir nunmehr exzellent aufgestellt. Insofern sind wir davon überzeugt, dass wir mit den
eingeleiteten Maßnahmen das Geschäft mit unseren Privatkunden und Wirtschaftlich Selbstständigen kontinuierlich ausbauen und die Ergebnisse weiter verbessern werden.
55
„Innovationen sind Antworten auf
die Wünsche unserer Kunden.
Im Family Office beraten und begleiten
wir unsere Mandanten in allen
Vermögensfragen im Sinne einer
finanzanwaltlichen Sozietät.“
Jan V. Sabin ⋅ Susanne Wittenberg ⋅ Ralf He
Werner Wischenkämper ⋅ Christel Möllenbe
Family Office
ib ⋅ Hermann Schumann ⋅ Brigitte Wittmann
rg ⋅ Sylvia Sohns ⋅ Christiane Gisela Kaiser
Innovation
Was versteht ein Haus wie die NATIONAL-BANK unter
Innovation? Die Antwort ist eindeutig: Innovationen sind
neue Finanzlösungen, die unser Profil stärken und die
anspruchsvollen Wünsche unserer Kunden erfüllen. Zum
Beispiel unsere neuen Bereiche Wealth Management
und Family Office. Wir haben sie im vergangenen Jahr
aufgebaut, um dem Wunsch anspruchsvoller Kunden
nach einem diskreten, umfassenden Vermögensmanagement gerecht zu werden – auch über Generationen
hinweg. Damit schärfen wir unser Profil als gehobene
Privatbank. Innovativ ist auch der Beratungsansatz,
den wir im Family Office verfolgen. Wir verstehen unsere
Kunden als Mandanten, die wir in allen Vermögens­
fragen kompetent begleiten. „Wir verpflichten uns,
auch der eigenen Bank gegenüber eine neutrale Haltung
einzunehmen und allein im Sinne der Mandanten tätig
zu werden“, erläutert Jan V. Sabin vom Team des Family
Office. Für den Juristen mit 2. Staatsexamen, der vor fünf
Jahren als Trainee bei uns begann, ist dies unverzichtbare Grundlage dafür, dass er und seine Kollegen u. a.
Dienstleistungen im Bereich des Estate Planning, des
Vermögenscontrolling, der Stiftungsverwaltung oder
auch der Testamentsvollstreckung erbringen können.
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Private Banking & Wealth Management
„Ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit und eine exzellente
Performance sind unsere Maxime in der Betreuung unserer
Kunden im Vermögensanlagegeschäft.“
Georg Schachner, Generalbevollmächtigter und Bereichsleiter Asset Management
Janine Alester ⋅ Jutta Lüger ⋅ Kerstin Glöe ⋅
Schlicher ⋅ Christel Stein ⋅ Sabine Müller ⋅ Mo
Strategie und Ausrichtung
Anzahl und Qualifikation
der Private Banking Mitar­
beiter erneut ausgebaut
Entwicklung des Rohertrages
im Private Banking & Wealth
Management in Tsd. €
12.794
12.183
11.049
2007
2008
2009
Es ist unser Ziel, unsere NATIONAL-BANK weiter konsequent zu einem der führenden Institute
im Private Banking und Wealth Management in Nordrhein-Westfalen zu entwickeln. Nachdem
wir bereits 2008 unser Wealth Management sowie unser Family Office errichtet hatten, war die
Entwicklung beider Einheiten im Berichtszeitraum überaus erfreulich. Insofern sind wir auch weiterhin von der Richtigkeit unseres Ansatzes überzeugt, vertrauensvolle, langfristige und ganzheitliche Beziehungen zu unseren Kunden aufzubauen und zu unterhalten. Wir sind zugleich
davon überzeugt, dass dieses Selbstverständnis unseres unternehmerischen Denkens und Handelns dem primär transaktionsorientierten Verhalten mancher Wettbewerber deutlich überlegen ist.
In konsequenter Umsetzung unserer Strategie haben wir weiter zielgerichtet in die Qualifizierung
unserer Beratung investiert. Wir haben die Anzahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht und unsere Schulungen intensiviert. Neun Mitarbeiter verfügen mittlerweile über den Abschluss eines Certified Financial Planner (CFP). Die Ausbildung vermittelt fundierte Kenntnisse
über das gesamte Spektrum der Vermögensanlagen sowie deren rechtliche Implikationen. Über
jährliche Fortbildungen an der European Business School (EBS) oder der Frankfurt School of
Finance & Management halten wir das im Studium erworbene Wissen aktuell. Langfristig streben
wir an, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Wealth Management und Private Banking über
Zusatzausbildungen weiterzuqualifizieren. Deshalb werden in einem zweiten, gemeinsam mit
der Frankfurt School of Finance & Management durchgeführten Ausbildungsgang weitere neun
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den kommenden Monaten die Ausbildung zum CFP absolvieren. Damit sind wir in unserem Wealth Management und unseren acht Private Banking Teams
in Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen-Mitte, Essen-Süd, Mülheim und Wuppertal
nunmehr exzellent positioniert.
Für die Zukunft haben wir es uns zum Ziel gesetzt, die Aktivitäten der einzelnen Bereiche der Bank
deutlich besser miteinander zu verzahnen. Mit dieser Strategie wollen wir eine noch stärkere
Kundenbindung und einen damit verbundenen nachhaltigen unternehmerischen Erfolg erzielen.
Durch die systematische Vernetzung verschiedener Betreuungsbereiche wollen wir das Angebot
neuer innovativer Finanzlösungen für unsere Kunden verbessern. Hierzu gehört beispielsweise
die Zusammenarbeit der Marktbereiche Firmenkunden und Private Banking durch regelmäßige
Kundenkonferenzen, in denen gemeinsame Vertriebsmaßnahmen vereinbart werden. Darüber
hinaus wollen wir die an einzelnen Standorten der Bank bereits existierenden Netzwerke mit
unseren Kunden und Geschäftspartnern systematisieren und bankweit etablieren.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
⋅ Martina Meier ⋅ Thorsten Macke ⋅ Reinhold
na Ruppel ⋅ Julia Elmhorst ⋅ Arndt Meiswinkel
Entwicklung Private Banking & Wealth Management
2008
Betriebsergebnis in Mio. €
Kosten-Ertrags-Relation in %
Eigenkapitalrendite in %
2009
3,7
0,8
69,3
92,2
140,9
21,4
Entwicklung Kundenanzahl
Private Banking & Wealth
Management
3.511
3.427
3.477
2007
2008
2009
Maßnahmen
Zur Erreichung unserer ambitionierten Ziele haben wir im Berichtsjahr folgende Maßnahmen
umgesetzt.
Personelle Aufstockung unserer Private Banking Teams
An den Standorten Dortmund und Wuppertal haben wir die sich durch das veränderte Wettbewerbsumfeld bietenden Chancen genutzt und unsere Private Banking Teams durch die Einstellung
gut ausgebildeter, erfahrener und hoch motivierter Mitarbeiter verstärkt. Zudem werden unsere
Private Banking Teams an allen Standorten durch eine qualifizierte Assistenz unterstützt. Diese
Maßnahmen machen deutlich, dass wir durch exzellente Beratung und hervorragenden Service
weiter wachsen wollen. Dabei sind wir der Überzeugung, dass unsere Wachstumschancen durch
unser weiter verbessertes Beratungsangebot überdurchschnittlich sind.
Entwicklung Depotvolumen
Private Banking & Wealth
Management in Mio. €
2.298
1.736
2.088
2007
2008
2009
Gemeinsame vertriebliche Führung Private Banking & Wealth Management
Seit Ende 2008 hat das Private Banking eine eigene vertriebliche Führung, durch die wir sicherstellen, dass die angebotene Beratung und die empfohlenen Finanzlösungen den Wünschen unserer Kunden optimal entsprechen. Die erzielten Erfolge in diesem Beratungssegment haben uns
dazu veranlasst, zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres diese Vertriebssteuerung auch auf
unser Wealth Management auszuweiten. Damit gelingt es uns, Synergien zu heben, ohne dass
Unabhängigkeit und Individualität unserer Beratung im Wealth Management beeinträchtigt werden.
Gemeinsame Führung
von Private Banking und
Wealth Management
birgt Synergien
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Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Saskia Kessels ⋅ Ingelore Danjou ⋅ Marita R
Stemmer ⋅ Marcus Koch ⋅ Lisa Schempershofe
Hervorragender Start unseres Family Office
Der Start unseres Ende 2008 errichteten Family Office war sehr erfolgreich. Unser Angebot
eines professionellen Controlling des Gesamtvermögens unserer anspruchsvollen Privat- und
Firmenkunden, die umfassende Finanzplanung und die Erstellung von Gutachten zur Übertragung größerer Vermögen auf die nächste Generation wurden sehr gut angenommen. Die Zahl
der abgeschlossenen Family Office Mandate übertraf unsere ehrgeizige Planung. Die ebenfalls
im Family Office angebotene Stiftungsberatung führte im Berichtsjahr sowohl zur Gründung von
selbstständigen Stiftungen als auch von unselbstständigen Stiftungen in Trägerschaft unserer
Ruhrstiftung Bildung und Erziehung.
Sehr gute Performance in der Vermögensverwaltung
Unsere ab einem Volumen von 250.000 € angebotene individuelle Wertpapiervermögensverwaltung hat 2009 in allen sechs Anlagestrategien eine über dem Referenzmaßstab liegende Performance erzielt. Entscheidend für dieses gute Ergebnis war die jederzeitige Möglichkeit, auf unser
qualifiziertes Kapitalmarktresearch zurückzugreifen, das unsere Berater mit fundamentalen,
quantitativen und technischen Analysen sowohl bei der Auswahl der Einzeltitel als auch bei der
Steuerung der Depotanteile in Aktien, Renten und sonstigen Investments unterstützt.
Erfolgreiche Zusammenarbeit mit der HANSAINVEST
Ausschüttungen unserer
Konzept Investmentfonds
auf Rekordniveau
Insbesondere die gemischten Investmentfonds aus unserer Konzept-Fondsfamilie, die wir gemeinsam mit unserem Partner HANSAINVEST Hanseatische Investment GmbH aufgelegt haben,
konnten bei unserer Kundschaft im Berichtsjahr nennenswerte Mittelzuflüsse erzielen. So erhöhte sich das Fondsvolumen unseres ausgewogenen Mischfonds Konzept Balance um 158 %.
Der Konzept Privat hat mit 2,20 € seine Ausschüttung stabil gehalten und damit eine attrak­
tive Ausschüttungsrendite von 4,5 % erzielt. Der Konzept Balance hat seine Ausschüttung sogar
leicht um 3,8 % auf 1,35 € steigern können. Insgesamt schütteten unsere Konzept-Fonds eine um
8,1 % gestiegene Summe von 14,7 Mio. € aus.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
ömer ⋅ Ricardo Prenger ⋅ Ulrike Nix ⋅ Sarah
⋅ Jasmin Lemke ⋅ Alicia Callea ⋅ Monika Hübel
NATIONAL-BANK Anlageberatung – mit neuem Beratungsprotokoll noch transparenter
Seit dem 1. Januar 2010 dokumentieren wir, wie vom Gesetzgeber gefordert, jedes Anlage­
beratungsgespräch mit Privatkunden durch unser neues Beratungsprotokoll. In mehreren Schulungsveranstaltungen haben wir 2009 unsere Berater auf die ab dem 1. Januar 2010 gesetzlich
vorgeschriebene Erstellung der Protokolle vorbereitet. Das NATIONAL-BANK Beratungsprotokoll
ist so aufgebaut, dass es Anlageentscheidungen für unsere Kunden nachvollziehbarer und noch
transparenter macht. Es informiert unter anderem über den Anlass und die Dauer der Beratung
sowie über die Gründe für die ausgesprochene Empfehlung. Hierdurch erhalten unsere Depotkunden die Möglichkeit, unsere Beratung auch später noch einmal nachzuvollziehen. Unsere
Depotkunden wurden sowohl durch ihren jeweiligen Berater als auch schriftlich mit dem Versand
der Depotauszüge informiert.
Entwicklung Depotvolumen
Asset Management in Mio. €
2.896
2.176
2.547
2007
2008
2009
Geschäftliche Entwicklung
Die Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten haben die Entwicklung der Kapitalmärkte noch bis in das erste Quartal 2009 geprägt. Erst danach kehrte an den Aktienmärkten
wieder Zuversicht ein und es kam zu einer kräftigen Erholungsbewegung. In diesem Umfeld ist
es uns gelungen, das im Vorjahr rückläufige Depotvolumen wieder deutlich aufzubauen. Die Zurückhaltung vieler Privatkunden gegenüber Kapitalmarktanlagen zeigt sich jedoch noch in einer
leicht rückläufigen Zahl der insgesamt von unserer Bank betreuten Depots. Vor dem Hintergrund
unserer erfolgreich umgesetzten Strategie freuen wir uns, dass es gelungen ist, in den Segmenten Wealth Management und Private Banking sowohl die Depotvolumina als auch die Zahl der
betreuten Depots zu steigern.
Das erzielte Provisionsergebnis litt hingegen unter der schwachen Börsenentwicklung im
1. Quartal und konnte mit 18,6 Mio. € insgesamt nicht ganz an das Rekordergebnis des Jahres
2008 anknüpfen. Durch die gleichzeitig vorgenommene personelle Verstärkung der Bereiche
Private Banking, Wealth Management und Family Office sowie durch die Kosten für Infrastrukturmaßnahmen in diesen Bereichen verschlechterte sich die Kosten-Ertrags-Relation und kam die
Eigenkapitalrendite unter Druck. Wir sind aber unverändert davon überzeugt, dass unsere langfristige Strategie, in den Ausbau unseres provisionsabhängigen Geschäfts zu investieren, richtig
ist. Vor dem Hintergrund der getroffenen Maßnahmen sehen wir in der derzeitigen Marktsituation
gute Chancen, unsere anspruchsvollen Ziele zu erreichen. Wir wollen die intensive, ganzheit­liche
Beratung durch hoch qualifizierte Berater in allen Fragen der Vermögensanlagen konsequent
weiter ausbauen und sehen hierfür ausreichendes Potenzial in unserem Geschäftsgebiet.
61
Entwicklung der Provisions­
erträge im Asset Management
in Mio. €
19,4
19,4
18,6
2007
2008
2009
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Simone Hain ⋅ Ilona Arens ⋅ Ulrich Spottke ⋅
Misiak ⋅ Astrid-Georgia Reimering ⋅ Björn Rot
Ausblick
Nach den Einschätzungen unseres Research wird das laufende Jahr an den Kapitalmärkten von
niedrigen Zinsen geprägt sein, die erst in der zweiten Jahreshälfte zu steigen beginnen werden.
Die Aktienmärkte werden weltweit einen volatilen Verlauf nehmen, zum Jahresende aber wohl
kaum wesentlich höher liegen als Ende 2009. Das ist ein herausforderndes Szenario, das von
Kunden und Beratern eine flexible, auf das Nutzen von Tradingchancen ausgerichtete Vorgehensweise verlangt. Die Überlegenheit unserer auf individuelle Beratung aufgebauten Strategie wird
in diesem Umfeld besonders deutlich.
Gemäß unserem Wachstumsprogramm „Winning 2012“ wollen wir durch die bessere Vernetzung
der Geschäftsbereiche der Bank untereinander die betreute Kundenzahl im Wealth Management
und Private Banking um 20 % ausbauen. Für unser Family Office sehen wir aufgrund der Erfahrungen aus dem letzten Jahr im Vergleich zu den anderen Betreuungssegmenten überproportionale
Wachstumschancen. Das Ziel für das Wachstum des betreuten Depotvolumens 2010 liegt bei
15-20 %.
62
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Firmenkunden
„Wir sind auch in schwierigen Zeiten der verlässliche und
berechenbare Finanzierungspartner für unsere Firmenkunden.“
Thomas Jakoby, Generalbevollmächtigter Firmenkunden
Sarah Grams ⋅ Martina Balzer-Quere ⋅ Cirsten
her ⋅ Sabine Sieling ⋅ Gabriele Anders ⋅ Jasmin
Strategie und Ausrichtung
Klares Bekenntnis zum Kreditgeschäft
Das Kreditgeschäft ist integraler und unverzichtbarer Bestandteil unseres Geschäftsmodells.
Kredite werden mit dem Ziel bereitgestellt, unseren Kunden auch weitere Finanzlösungen der
Bank zur Verfügung zu stellen.
Entsprechend unserem klaren Bekenntnis zum Kreditgeschäft schließen wir auch im gegenwärti­
gen wirtschaftlichen Umfeld keine Branche von der Kreditvergabe aus. Vielmehr betrachten wir
stets die Besonderheiten des jeweiligen Einzelfalles und richten danach unsere Risikobereitschaft aus.
Die Preisgestaltung gegenüber unseren Kunden ist neben einer grundsätzlichen Marktorientie­
rung und einer angemessenen Berücksichtigung der Risikokosten auf eine langfristige Geschäfts­
beziehung angelegt. Maßstab hierfür ist die Rentabilität einer Kundenverbindung, die den strategischen Zielen der Bank entsprechen soll, ohne den Anspruch einer hohen Kundenzufriedenheit
aufzugeben.
Im Berichtszeitraum haben wir die Kreditsachbearbeitung in Essen konzentriert. Neben der
Erhöhung des Branchen-Know-how mit dem Ziel einer optimierten Unterstützung unserer Firmen­
kundenbetreuer wollen wir damit das Risikomanagement weiter verbessern und die Prozess­
geschwindigkeit erhöhen. Aufgrund der Wirtschaftskrise hat sich im Berichtszeitraum in Einzel­
fällen die Geschwindigkeit, mit der wir über unsere Kredite entscheiden, verlängert. Unserem
Selbstverständnis entsprechend arbeiten wir daran, hier eine deutliche Beschleunigung zu erreichen.
63
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Sobek-Sambol ⋅ Birgit Dammers ⋅ Kathrin V
Thomas Jarosch ⋅ Frank Beer ⋅ Sabine Junker ⋅
Individuelle Betreuung unserer Kunden
Kernelement unseres Betreuungsmodells ist die individuelle, kompetente und umfassende Beratung. Unsere Firmenkundenbetreuer führen in regelmäßigen Abständen Gespräche mit unseren
mittelständischen Kunden. In Abhängigkeit vom konkreten Bedarf werden Berater aus anderen Marktbereichen hinzugezogen. Das gilt insbesondere für das Internationale Geschäft, den
Zahlungs­verkehr sowie das Private Banking. Im Team entwickeln wir passgenaue Lösungen für
den jeweiligen Finanzierungs-, Absicherungs- und Anlagebedarf unserer Kunden. Anders als andere reden wir nicht nur über den Mittelstand, sondern wir sind es selbst.
Einen besonderen Stellenwert im Rahmen unserer Beratungen hat das Strategiegespräch. Es
findet in der Regel einmal jährlich statt. Ziel ist es, bereits im Vorfeld eines mehrmonatigen
Zeitraumes über den konkreten Bedarf unserer mittelständischen Kundschaft zu sprechen. So
wird es uns ermöglicht, so früh wie möglich auf den Finanzierungs-, Anlage- oder Absicherungswunsch einzugehen. Zugleich sind wir dadurch in der Lage, frühzeitig die Voraussetzungen zu
schaffen, möglichst schnell und unkompliziert die Bedürfnisse zu befriedigen.
Die Zufriedenheit unserer Kunden mit unserem Betreuungsmodell zeigt die Auszeichnung unserer Bank im Berichtsjahr mit dem Siegel „Deutschlands Kundenchampions 2009“. In dem vom
Unternehmermagazin „impulse“ zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V.
(DGQ) und der forum! Marktforschung GmbH durchgeführten Wettbewerb wurden die 50 Unternehmen mit den besten Kundenbeziehungen gesucht. Unsere NATIONAL-BANK konnte die beste
Platzierung aller Kreditinstitute erreichen. Uns wurden herausragende Kundenbeziehungen und
eine hohe emotionale Kundenbindung bestätigt. Diese Kundenbindung zahlt sich aus: Über 80 %
unserer Kunden würden die NATIONAL-BANK auch Freunden und Bekannten empfehlen.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
ierkötter ⋅ Roswitha Raddatz ⋅ Lars Radde
⋅ Peter Frank ⋅ Heike Störmer ⋅ André Watzlik
Internationales Geschäft von zentraler Bedeutung
Das Internationale Geschäft hat für unsere Firmenkunden eine zentrale Bedeutung. Als Hausbank
beraten wir sie bei ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit. Hierzu zählen
• die schnelle und zuverlässige Durchführung des Auslandszahlungsverkehrs,
• die umfassende Betreuung des dokumentären Geschäfts,
• die professionelle Strukturierung von Handelsfinanzierungen sowie
• die Sicherung von Zins- und Währungsrisiken.
Die Spezialisten des Marktbereichs Internationales Geschäft sind eng mit den Firmenkundenbetreuern vernetzt, so dass ein optimaler Austausch stattfindet. Daher werden unsere Kunden
frühzeitig, das heißt schon in der Geschäftsanbahnung zu einem ausländischen Abnehmer oder
Lieferanten, engagiert und kompetent beraten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Internationalen Geschäft sind kreative Berater in allen Belangen des Auslandsgeschäfts und der
Finanzrisiken.
Der Auslandszahlungsverkehr ist ein wichtiges Kerngeschäftsfeld. Auf Basis eines weltum­
spannen­den Netzes aus über 1.100 Korrespondenzbanken stellen wir mit persönlichem Engagement und hohen Servicestandards weltweit Zahlungen unserer Kunden sicher. Mit intelligenten
Lösungen schützen wir unsere Kunden vor Zahlungsausfällen. Ein Beispiel hierfür ist unser Final
Credit Service, der die besonderen Risiken des US-amerikanischen Scheckrechts abdeckt, nach
dem eine Scheckrückgabe auch noch innerhalb von drei Jahren möglich ist.
65
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Bestand ausgereichter Kredite aus öffentlichen Förderprogrammen in Mio. €
342,8
400,1
470,8
525,1
510,6
2005
2006
2007
2008
2009
Claudia Bludau ⋅ Jens Groß ⋅ Anneliese Kütema
Ingeburg Aust ⋅ Annette Heikamp ⋅ Martin B
Sowohl in der internationalen Handelsfinanzierung als auch im Dokumentengeschäft schirmen
wir unsere Kunden von einer Vielzahl von Risiken ab. Hierzu gehören Transaktions- und Länderrisiken, Abnahme- und Fabrikationsrisiken. Wir beraten unsere Kunden darüber hinaus, wie sie
ihren Cash Flow aus den internationalen Aktivitäten optimieren und ihren Auslandsumsatz durch
attraktive Absatzfinanzierungen steigern können, ohne ihre eigene Liquidität zu belasten.
Im Berichtszeitraum haben wir für unsere Kunden den „NB Finance Letter“ entwickelt. Dabei
handelt es sich um eine innovative Finanzlösung, mit der unsere Kunden ihre Zahlungsansprüche
aus dem Export ihrer Waren und Dienstleistungen auch ohne bestehende Kreditversicherungen
vor Ausfällen schützen können.
Unsere Netzwerke, insbesondere in China und Indien, haben wir konsequent weiter ausgebaut.
Zum Nutzen unserer Kunden verfügen wir über exzellente Verbindungen aus den Bereichen
Rechts- und Steuerberatung, Personal- und Produktberatung sowie zum Aufbau von Produktions­
stätten. Unsere Netzwerkpartner sind – wie wir – auf mittelständische Unternehmen ausgerichtet und bieten profunde Kenntnisse der jeweiligen Märkte.
66
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
nn ⋅ Gudrun Donay ⋅ Holger Beil ⋅ Arne Schugt
erlinghoff ⋅ Daniel Dömpke ⋅ Ina Heckmann
Finanzrisikomanagement ausgebaut
Im Berichtszeitraum haben wir das Finanzrisikomanagement neu ausgerichtet. Es umfasst sowohl das Zins- als auch das Währungsmanagement. Wir entwickeln intelligente Lösungen für
die Optimierung und Absicherung von Zinsrisiken. Entsprechend unserem eigenen mittelständi­
schen Selbstverständnis legen wir dabei großen Wert auf eine umfassende Transparenz und
lückenlose Verständlichkeit der Instrumente. Dies gilt ebenso für die umfassende Diskussion
aller Chancen und Risiken. Vor dem Hintergrund des gegenwärtig historisch niedrigen Zins­
niveaus empfehlen wir unseren Kunden, diese Zinsvorteile zu nutzen. Ein Beispiel hierfür ist
unser synthetischer Festsatzkredit, der die Vorteile einer klassischen Festzinsfinanzierung mit
deutlich mehr Flexibilität, etwa hinsichtlich der Möglichkeit von Sondertilgungen, kombiniert.
Im Hinblick auf variable Finanzierungen, etwa bei Kontokorrent- oder Betriebsmittelkrediten,
kommt ebenso die Vereinbarung einer Zinsobergrenze (Cap) in Betracht. Dasselbe gilt auch beim
Einsatz alternativer Finanzierungsvarianten, wie etwa beim Factoring. Schließlich können sich
unsere Kunden mit unserer Variflex-Zinssicherung schon heute die Zinsen von morgen sichern.
Maßgebend im jeweiligen Einzelfall ist grundsätzlich die Zinserwartung unserer Kunden. Darauf
aufbauend erarbeiten wir maßgeschneiderte Finanzlösungen, die sich ausschließlich am Bedarf
unserer Kunden orientieren.
Im Währungsmanagement beraten wir unsere Kunden, wie sie sich effektiv vor Kursschwankungen schützen können, ohne die dabei für einen Unternehmer notwendige Flexibilität zu verlieren.
Das bezieht sich auf alle Währungen. Entsprechend dem jeweiligen Bedarf unserer Kunden modellieren wir die ideale Sicherungsstrategie. Ihr Zweck ist es, Chancen zu nutzen und Risiken zu
begrenzen.
67
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Daniela Untiedt ⋅ Susanne Damm-de Marie ⋅ Mar
Thomas Magiera ⋅ Harry Legant ⋅ Natascha
Maßnahmen
Entwicklung Kreditvolumen
Firmenkunden in Mio. €
1.853
1.879
1.691
2007
2008
2009
Entwicklung Einlagenvolumen
Firmenkunden in Mio. €
1.060
1.166
Als verlässlicher Partner des Mittelstandes haben wir den NB-Liquiditätskredit entwickelt. Unser
Ziel ist es, mit dieser Finanzlösung unseren Kunden eine Sicherung ihrer Liquidität anzubieten.
Im Gegensatz zur klassischen Betriebsmittelfinanzierung, die üblicherweise entweder ohne besondere Laufzeitabsprache oder für maximal ein Jahr vereinbart wird, bieten wir unseren Kunden
eine Finanzierungszusage von bis zu drei Jahren an. Zusätzlich wird eine Zinssicherung für die
Gesamtlaufzeit angeboten. In einem beschleunigten Prüfungs- und Genehmigungsverfahren
sind wir unseren Kunden damit ein verlässlicher Finanzierungspartner auch in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten.
Im vergangenen Jahr ist das Kredivolumen leicht zurückgegangen. Dies ist insbesondere auf den
rückläufigen Finanzierungsbedarf unserer Firmenkunden zurückzuführen. Mittlerweile beträgt
das Volumen der nicht ausgenutzten Kreditlinien eine halbe Mrd. €.
Die Einbindung öffentlicher Fördermittel ist seit Jahren wesentlicher Baustein unserer ganzheitlichen Beratung. Das gilt maßgeblich im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der KfW Bankengruppe sowie der NRW Bank. Im Berichtszeitraum haben wir unseren Kunden vorrangig das neue
„KfW-Sonderprogramm 2009/2010“ zur Verfügung gestellt, das Bestandteil des Maßnahmen­
paketes der Bundesregierung „Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung“ ist und ein
Volumen von insgesamt 40 Mrd. € hat.
1.080
Unser Hausbankmodell wird insbesondere dadurch unterstrichen, dass wir unseren Firmen­
kunden auch für ihre privaten Finanzangelegenheiten als Partner zur Verfügung stehen. Hier
nutzt bereits heute schon jeder 2. Unternehmer unser Angebot. Diesen Ansatz der Verzahnung
unseres Firmenkundengeschäftes mit unserem Private Banking wollen wir weiter ausbauen und
haben uns deshalb sportliche, aber zugleich realistische Ziele gesetzt.
2007
2008
2009
Im Versicherungsgeschäft haben wir unsere Kunden schwerpunktmäßig mit Finanzlösungen im
Bereich der betrieblichen Altersvorsorge tatkräftig unterstützt.
68
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
tin Eickholt ⋅ Volkmar Ehlen ⋅ Oliver Endrulat
Krakau ⋅ Christian Fritz ⋅ Theodor Hendriks
Modernste Funktionalitäten im Online Banking
Sicherheit steht für uns auch beim Online Banking an oberster Stelle. Unser NB Web-Banking entspricht höchsten technischen Anforderungen, ebenso wie die von uns angebotenen Verfahren
„SecureTAN“ und „SecureTAN per SMS“. Bei dem Verfahren „SecureTAN“ wird die Transaktionsnummer (TAN) mit Hilfe eines für unsere Kunden kostenlosen Kartenlesers und einer Chipkarte
erzeugt. Die „SecureTAN per SMS“ ist noch komfortabler. Hierbei wird die „SecureTAN“ auf das
Mobiltelefon des Kunden übertragen. Auch diese Benachrichtigung ist für unsere Kunden kostenfrei. Bei beiden Verfahren kann die TAN einzig und allein für den aktuellen Auftrag verwendet werden, da in ihre Erzeugung individuelle Auftragsdaten einbezogen werden. Nach heutigem Stand
der Technik ist ein Missbrauch auszuschließen. Da wir neben anderen Instituten aus dem Bundesverband deutscher Banken an der Entwicklung dieser Verfahren maßgeblich beteiligt waren,
freuen wir uns darüber, dass inzwischen immer mehr Banken und Sparkassen ihre älteren Verfahren ablösen und ihren Kunden die „SecureTAN per SMS“ unter der Bezeichnung „mTAN“ oder
„mobileTAN“ anbieten.
Höchste IT-Sicherheit
für unsere Kunden,
Aktionäre und Mitarbeiter
Im September 2009 wurde die Oberfläche unseres NB Web-Banking modernisiert. Gleichzeitig
wurden Anregungen von Kunden und Mitarbeitern umgesetzt und neben Komfortverbesserungen auch zusätzliche Funktionalitäten integriert. Als Beispiele seien hier die übersichtlichere
Menüführung, die Zusammenfassung aller für das Web-Banking eingerichteten Konten in einer
Vermögensübersicht und eine kontoübergreifende Umsatzübersicht erwähnt.
Fristgerechte Umsetzung der SEPA-Richtlinien
Der Europäische Zahlungsverkehrsrat (European Payments Council) hatte bereits 2002 be­
schlossen, ein einheitliches europäisches Zahlungsverkehrsverfahren einzuführen. Beabsichtigt
war, unter der Bezeichnung Single Euro Payments Area (SEPA) in zwei Schritten einen einheit­
lichen europäischen Zahlungsverkehrsraum mit über 30 teilnehmenden Ländern einzurichten.
Die Voraussetzungen hierfür sollten in zwei Schritten geschaffen werden. Zunächst waren die
Kreditinstitute bis 2008 gehalten, die SEPA-Überweisung sowie das Card-Framework einzuführen. Als eines der wenigen Institute hatten wir bereits zum 28. Januar 2008 die Voraussetzungen
hierfür geschaffen. Dasselbe gilt auch für die SEPA-Lastschrift. Auch hier war die NATIONAL-BANK
zum 2. November 2009 eine der ersten Banken, die sowohl technisch als auch organisatorisch
die Voraussetzungen zur Teilnahme am neuen europäischen Lastschriftverfahren umgesetzt
hatten.
69
Vollständige
SEPA-Fähigkeit der
NATIONAL-BANK
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
Hauke Jensen ⋅ Norbert Schmolke ⋅ Axel Kir
Annette Tomky ⋅ Detlef Wittkowski ⋅ Martin Wie
Geschäftliche Entwicklung
Die Folgen der Verwerfungen an den Finanzmärkten waren auch 2009 unübersehbar. Sie haben
nach wie vor das Marktumfeld bestimmt und unsere Geschäftsmöglichkeiten beeinflusst. Trotz
dieser schwierigen Rahmenbedingungen können wir im Firmenkundengeschäft auf ein sehr
erfolg­reiches Geschäftsjahr 2009 zurückblicken.
Struktur des
Provisionsgeschäftes
Firmenkunden in %
11
Erfreulich ist der Anstieg des Zinsergebnisses um fast 10 % auf 55,8 Mio. € (Vorjahr 50,9 Mio. €),
bedingt durch eine risikoadjustierte Ausweitung der Margen. Auch das Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft mit Firmenkunden liegt mit 13,1 Mio. € über Vorjahr (12,8 Mio. €). Der Marktbereich
Internationales Geschäft trug mit knapp 40 % zu diesem Provisionsergebnis bei und konnte mit
5,7 Mio. € insgesamt sein Vorjahresergebnis um 4,7 % übertreffen – trotz erheblicher Rückgänge
im deutschen Außenhandel.
39
26
2009
21
3
10
Bei den Verwaltungsaufwendungen war ein Anstieg von 30,9 Mio. € auf 35,0 Mio. € zu verzeichnen. Ursächlich hierfür war insbesondere der Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten.
37
26
2008
4
Aufteilung
2008 2009
Asset Management
10
11
Konten- und
Kartenservices
26
26
Kreditgeschäft
23
21
4
3
Corporate Finance
Internationales
Ge­schäft inkl.
Zins- und Währungs management
37
Vor dem Hintergrund der volkswirtschaftlichen Bedingungen ist das erzielte Risikoergebnis mit
16,3 Mio. € im Verhältnis zum Vorjahr (15,3 Mio. €) positiv zu bewerten. Unser Betriebsergebnis
haben wir mit 17,6 Mio. € auf dem hohen Niveau des Vorjahres (17,5 Mio. €) halten können. Mit
einer aus dem Firmenkundengeschäft erwirtschafteten Eigenkapitalrendite von 23,5 % (Vorjahr
21,3 %) und einer Kosten-Ertrags-Relation von 50,7 % (Vorjahr 48,4 %) haben wir die uns selbst
gesetzten Ziele erreicht.
Entwicklung Firmenkunden
2008
39
2009
Betriebsergebnis in Mio. €
17,5
17,6
Kosten-Ertrags-Relation in %
48,4
50,7
Eigenkapitalrendite in %
21,3
23,5
70
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
schstein ⋅ Verena Heyder ⋅ Barbara Wagner
nhöfer ⋅ Frank Jöckel ⋅ Birgit Zyciora ⋅ Bernd
Ausblick
Nach der erfolgreichen Umsetzung von „FIT_09“ haben wir uns im Bereich Firmenkunden mit
„Winning 2012“ anspruchsvolle Ziele gesetzt. Bis 2012 wollen wir
• 3.000 neue Firmenkunden gewinnen,
• den Anteil der auch im Privatkundengeschäft betreuten Unternehmer um rund 50 % erhöhen,
• den Anteil der Provisionen am Bruttoergebnis auf ein Drittel steigern.
Für die Erreichung dieser Ziele wird es maßgeblich darauf ankommen, unsere Geschäftsfelder
im Sinne des von uns gelebten ganzheitlichen Beratungsansatzes noch intensiver als bisher
miteinander zu verzahnen. Wir halten an unserer Strategie, das Kreditgeschäft als integralen
Bestandteil unseres Geschäftsmodells zu betrachten, fest. Zugleich ist es unser Anspruch, dass
unsere Kunden auch andere Finanzlösungen der Bank in Anspruch nehmen. Neben dem weiteren Ausbau unseres Auslandsgeschäfts, unseres Zins- und Währungsmanagements und unserer
Finanzlösungen im Bereich des Zahlungsverkehrs ist insofern die regelmäßige Begleitung der
Firmeninhaber und Geschäftsführer in ihren privaten Bankgeschäften unser erklärtes Ziel.
Durch eine weiter optimierte Koordination des Vertriebs unserer Finanzlösungen, verbunden mit
einer verbesserten Unterstützung unserer Firmenkundenbetreuer durch den im Berichtsjahr neu
geschaffenen Marktbereich Customer Relationship Management, sehen wir uns für die Erreichung unserer Ziele gut aufgestellt. Wir wollen mit unseren Kunden wachsen – als kompetenter
und verlässlicher Partner des Mittelstands.
71
Die ganzheitliche
Betreuung unserer
Firmenkunden mit einer
umfassenden Nutzung
unserer Finanzlösungen
ist unser Ziel
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Eckdaten der Segmente
auf einen Blick
Andersen ⋅ David Trümper ⋅ Annemarie Fische
Skauradßun ⋅ Jutta Wich ⋅ Thorsten Schülle
Segmentergebnisse unserer Kundengruppen
Beträge in Mio. €
Firmenkunden
Wirtschaftlich
Selbstständige
Privatkunden
2008
2009
2008
2009
2008
2009
Zinsergebnis
50,9
55,8
16,4
19,1
25,1
26,0
Provisionsergebnis
12,8
13,1
5,4
6,4
21,2
19,4
0,0
0,0
0,0
0,0
0,1
0,1
Verwaltungsaufwendungen
-30,9
-35,0
-17,7
-19,9
-38,2
-39,9
Risikoergebnis
-15,3
-16,3
-1,0
-1,1
-0,7
-1,8
17,5
17,6
3,1
4,5
7,5
3,8
48,4 %
50,7 %
81,2 %
77,7 %
82,4 %
87,8 %
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Betriebsergebnis
Kosten-Ertrags-Relation
Zugerechnetes Eigenkapital
(ohne Nachrangdarlehen)
Eigenkapitalrendite
72
82,3
75,3
19,9
24,6
35,1
39,1
21,3 %
23,5 %
15,3 %
18,6 %
21,3 %
9,5 %
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
UNSERE MITARBEITERINNEN
UND MITARBEITER
dick ⋅ Robert Duve ⋅ Stefanie Schmidt ⋅ Sigrid
r ⋅ Thomas Scharwei ⋅ Stefan Ridder ⋅ Bernd
700 auf Vollarbeitszeit gerechnete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verleihen der NATIONAL-BANK
ein Gesicht. Gegenüber unseren Aktionären und Kunden engagieren sie sich mit hohem persönlichen Einsatz, um innovative Finanzlösungen anzubieten. Nur als attraktiver Arbeitgeber
für motivierte, potenzialstarke und leistungsorientierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es
uns möglich, auch die Bank mit den zufriedensten Kunden zu sein. Die NATIONAL-BANK genießt
einen hervorragenden Ruf in der Verantwortung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine
vergleichsweise geringe Fluktuation und niedrige Fehlzeiten nehmen wir als eindeutige Belege
für zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Wir sind stolz darauf, uns als „TOP Arbeitgeber Deutschland 2009“ qualifiziert zu haben und
gehen davon aus, dieses auch für 2010 zu realisieren. Unser Ziel ist es, für unsere Mitarbeite­r­innen und Mitarbeiter ein stabiles Umfeld zu schaffen, in dem persönliche Weiterentwicklung,
fachliches Einbringen und die Balance zwischen Arbeit und Familie auf gesunde und nachhaltige
Weise verbunden werden können.
Familienbewusste Personalpolitik
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlangen nach flexiblen Lösungen für Herausforderungen
im privaten Umfeld. Wir bieten vielfältige Möglichkeiten, Familie und Beruf miteinander gut zu
verbinden. Hierzu zählen insbesondere
• Teilzeit- und Heimarbeitsplätze,
• unbezahlter Urlaub für die Pflege von Familienangehörigen,
• individuelle Lösungen bei der Elternzeit sowie
• verschiedene Maßnahmen für die Erhaltung der Gesundheit.
Neues Zielvereinbarungssystem
Im Rahmen unserer strategischen Planung „Winning 2012“ haben wir 2009 ein neues Zielvereinbarungssystem entwickelt und bis Ende Februar 2010 eingeführt. Es stellt besondere Anforde­
r­ungen an die Führungskräfte unserer Bank. Aus diesem Grund wurden zugleich die Führungsleitsätze der Bank verabschiedet. Ihr Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis von Führung und
Zusammenarbeit zu gewährleisten. Unsere Führungsleitsätze setzen Standards, geben den
verbindlichen Rahmen unserer Führungskultur vor und können von allen Mitarbeiterinnen und
73
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Kinast ⋅ Hiltrud Schützdeller ⋅ Yvonne Micha
Abt ⋅ Kira Jacqueline Braumann ⋅ Ingrid Th
Mitarbeitern jederzeit eingefordert werden. Schließlich haben wir unser internes Beurteilungsverfahren einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen. Durch die Verfeinerung der Kriterien
wird eine klare Trennung der Beurteilungsmerkmale im Arbeits- und Leistungsverhalten, Sozialund Teamverhalten sowie Führungsverhalten vorgenommen. Dabei wurden insbesondere die
Anforderungen zu Leistung, Kundenorientierung und Führung in den Vordergrund gestellt.
Konservatives Vergütungssystem
Leistungsorientierten und leistungsbewussten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ein attraktives Vergütungsmodell wichtig. Neben einem Festgehalt, das durch Tarif- oder individuellen
Arbeitsvertrag geregelt wird, erhalten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Tantieme.
Sie kommt im Mai, unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung, zur Auszahlung.
Die Tantieme wird durch den Vorstand festgelegt. Sie ist in sein billiges Ermessen gestellt und berücksichtigt das individuell gezeigte Leistungsverhalten, den Erfolg des jeweiligen Bereiches sowie die Performance der Gesamtbank. Eine unmittelbare Verknüpfung der Erreichung individuell­
vereinbarter Ziele und der Tantieme gab und gibt es nicht. Der Anteil der Tantieme am Jahresgehalt ist auf maximal 30 % begrenzt. Im Durchschnitt liegt er, wie die nachfolgende Übersicht
zeigt, deutlich darunter.
in %
Gehaltsanteil Gehaltsanteil
fix Ø
variabel Ø
Tarifmitarbeiter:
96
4
Außertarifliche Mitarbeiter:
Handlungsbevollmächtigte und Prokuristen
89
11
Abteilungsdirektoren
85
15
Direktoren
80
20
Mit dieser Gehaltsstruktur unterscheiden wir uns deutlich von einer Vielzahl von Wettbewerbern.
Sie ist Ausdruck unseres konservativen unternehmerischen Selbstverständnisses. Zugleich vermeidet sie Fehlsteuerungen, wie sie in der jüngeren Vergangenheit von Politik und Öffentlichkeit
breit diskutiert worden sind. Die zwischenzeitlich von der Bundesanstalt für Finanzdienst­leist­ungsaufsicht erlassenen Anforderungen an Vergütungssysteme in Banken führen insofern
bei uns zu keinem Anpassungsbedarf.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
lek ⋅ Rüdiger Broll ⋅ Bettina Zander ⋅ Holger
omas ⋅ Sven Ohlendorf ⋅ Vanessa Schindler
Kontinuierliche Personalentwicklung
Im Berichtszeitraum besuchten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schulungen mit insgesamt 2.100 Schulungsmanntagen. Damit investieren wir rund 3 % der Gehaltssumme in Weiterbildungsmaßnahmen. Die wichtigste Orientierungsgröße zur Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs sind die Anforderungen aus dem operativen Geschäft. Die Erfüllung dieses Bedarfs ist für
unsere Bank ein wichtiges Ziel, da unser Erfolg untrennbar mit der Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbunden ist. Kontinuität und Qualität sind bei der Umsetzung der
Fortbildungsmaßnahmen entscheidende Parameter.
Laufende Schulungen sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Das bezieht sich sowohl auf interne
als auch externe Fortbildungsmaßnahmen. Unsere internen Fortbildungsmaßnahmen haben wir
auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Beratungsgeschäft und auf Führungskräfte ausgerichtet. Fachschulungen sowie Trainings zur Optimierung der Beratungskompetenzen gehören
genauso dazu wie das Training von Führungskompetenzen.
Bei externen Fortbildungsmaßnahmen arbeiten wir traditionell und erfolgreich mit der Frankfurt
School of Finance & Management zusammen. Hier nehmen wir sowohl standardisierte als auch
individualisierte Trainings in Anspruch. Je nach Bedarf der jeweiligen Mitarbeiterin oder des jeweiligen Mitarbeiters werden entsprechende Programme maßgeschneidert. So zum Beispiel der
Studiengang zum „Certified Financial Planner (CFP ®)“, der höchsten professionellen Qualifika­
tion für Finanzplaner, die in unserer NATIONAL-BANK mittlerweile zur Standardausbildung un­
serer Private Banking Betreuer gehört. Die Maßnahme der Frankfurt School wurde auf unser Haus
angepasst und wird auch künftig helfen, unserer anspruchsvollen Kundschaft bedarfsgerechte
Finanzlösungen anbieten zu können.
Innovatives Ausbildungskonzept
Jungen interessierten Menschen eine qualifizierte sowie nachhaltige Ausbildung zu ermöglichen,
ist unser erklärtes Ziel. Im abgelaufenen Berichtsjahr haben wir erneut 20 Ausbildungsplätze zur
Verfügung gestellt. Hierdurch beschäftigten wir zum Jahresende wiederum 48 Auszubildende.
Unserem Anspruch, das beste durchschnittliche Prüfungsergebnis im Banken- und Sparkassenvergleich der IHK Ruhr, der Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen, zu erreichen, werden wir seit vielen Jahren gerecht. So stellten im Berichtsjahr
unsere Auszubildenden mit ihrem Ausbildungsabschluss erneut ihre besondere Klasse sowie
Qualität im Vergleich zu den Wettbewerbern unter Beweis. Wir haben allen Absolventen einen
Arbeitsplatz anbieten können.
75
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
„Während meines Ausbildungsabschnitts in Essen-Huttrop hat
mir besonders gefallen, dass ich die Möglichkeit hatte, Termine
mit unseren Kunden eigenständig wahrzunehmen. Schade, dass
die Zeit in der „Jungen Filiale“ so schnell verging, denn auch die
Zusammenarbeit mit meinen Mit-Azubis im Team hat sehr viel
Spaß gemacht und uns noch weiter zusammengeschweißt!“
Anne Röseler, Auszubildende im zweiten Lehrjahr
Sonja Hennig ⋅ Carsten Müller ⋅ Boris Bejm
Jürgen Sievering ⋅ Elisabeth Glenz ⋅ Sabine Be
Während der gesamten Ausbildungsdauer stellen wir höchste Ansprüche an die Leistungsfähigkeit unserer Nachwuchskräfte. Entsprechende Fachschulungen unterstützen unser stark praxisnah ausgerichtetes Ausbildungskonzept. Im April 2009 haben wir dieses um eine weitere Komponente ergänzt. Mit der Einrichtung unserer „Jungen Filiale“ bieten wir Auszubildenden eine
innovative Möglichkeit, ihr Fachwissen in der Praxis anzuwenden und ihre Beratungsfähigkeiten
weiterzuentwickeln. Unsere Auszubildenden ab dem zweiten Lehrjahr übernehmen eigenverantwortlich die Organisation des gesamten Geschäftsbetriebes der Filiale sowie die Durchführung
aller kundenorientierten Service- und Beratungsleistungen. Hierdurch erfahren die Auszubildenden frühzeitig, was unternehmerische Verantwortung bedeutet. Wir freuen uns sehr, dass unser
Vertrauen in die Fähigkeiten unserer Auszubildenden durch deren hohe Arbeitsmotivation und
eine besonders positive Resonanz unserer in Essen-Huttrop ansässigen Kunden belohnt wird.
Prüfungsergebnisse im Vergleich
Abschlussjahrgänge
Notendurchschnitt
NATIONAL-BANK
Notendurchschnitt
Institutsvergleich
Sommer 2009
2,4
2,9
Winter 2008
2,7
2,9
Sommer 2008
1,9
2,9
Winter 2007
2,1
2,7
Sommer 2007
2,3
2,8
Winter 2006
2,6
3,2
Sommer 2006
2,4
2,9
Winter 2005
3,0
3,4
Individuelle Traineeprogramme
Wir bieten engagierten, leistungsorientierten Hochschulabsolventen die Möglichkeit, in unseren Marktbereichen Traineeprogramme zu absolvieren. Im Berichtszeitraum haben wir zwölf
Trainees eingestellt. Für den individuellen Ablauf der 6- bis 18-monatigen Traineeausbildung der
NATIONAL-BANK werden sowohl die Bedürfnisse der Trainees als auch deren Vorkenntnisse berücksichtigt. Wir legen – wie bei unseren Auszubildenden – großen Wert auf ein ausgewo­genes
Verhältnis zwischen Theorie und Praxis sowie die Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen.
Nach erfolgreicher Beendigung des Traineeprogramms übernehmen die Absolventen anspruchsvolle Aufgaben in unserer Bank.
76
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Entwicklung der Schulungsmanntage
1.885
3.800
2.800
2.500
2.100
2005
2006
2007
2008
2009
owicz ⋅ Siegfried Haubold ⋅ Uwe Bremkamp
yer ⋅ Olivia Schönberger ⋅ David Eßer ⋅ Monika
Erfolgreiches Ideenmanagement
Mit unserem betrieblichen Vorschlagswesen wollen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
motivieren, ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus
zum Nutzen der NATIONAL-BANK einzubringen. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit und Zusammen­arbeit, die Arbeitssicherheit sowie den Umweltschutz in unserer Bank kontinuierlich zu ver­bessern.
Wir freuen uns über 229 Verbesserungsvorschläge, die uns im Berichtsjahr erreicht haben.
Damit ist die Anzahl doppelt so hoch wie die Vergleichszahl für das gesamte Kreditgewerbe.
Wir danken allen Beteiligten für ihre engagierte Teilnahme.
Entwicklung der Anzahl
eingereichter Verbesserungsvorschläge
54
78
347
229
Dank an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Uns ist bewusst, dass wir unseren operativen Erfolg im Geschäftsjahr 2009 dem anhaltend hohen Vertrauen unserer Kunden, der Loyalität unserer Aktionäre und dem großen Einsatz unserer
motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Dies umso mehr, als die veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen und die damit
verbundene Fortentwicklung unserer Strategie sowohl unseren Führungskräften als auch un­
seren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einiges abverlangt. Der Vorstand blickt daher mit Respekt und Stolz auf die hohe Leistungsbereitschaft und das in diesem Zusammenhang gezeigte
Engagement. Er dankt für vielfältige Initiative und eine ausgeprägte Kundenorientierung. Dieser
Dank gilt auch der konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des
Betriebsrates.
77
2006 2007 2008 2009
Weimer ⋅ Olaf Hellrung ⋅ Dietmar Heller ⋅ M
Elstermann von Elster ⋅ André Borowski ⋅
Unsere Auszubildenden
Wir bereiten unsere Auszubildenden sorgfältig auf ihre
künftigen Aufgaben vor. Besonders wichtig ist es uns,
dass die jungen Frauen und Männer lernen, praxisnah zu
arbeiten und frühzeitig Verantwortung zu übernehmen.
Deshalb übernehmen unsere Auszubildenden seit April
2009 in unserer Geschäftsstelle in Essen-Huttrop die
Hauptrolle. Unter Leitung erfahrener Führungskräfte
erhalten sie kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung
dort ihren letzten Schliff. Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit
steht die eigenständige Beratung von Privatkunden. Die
jungen Menschen lernen dabei ganz konkret, welche
Erwartungen und Fragen unsere Kunden zu Themen rund
um Konto und Karten, Anlage und Finanzierung haben.
Wir unterstützen sie mit speziellen Schulungen, mit
Coaching und mit Feedback-Gesprächen. Was unsere
Kunden von unserer „Jungen Filiale“ halten? Sie sind
begeistert vom Fachwissen und von der Leistungsbereitschaft der jungen Menschen.
„Bei uns steht Ausbildung auf dem
ersten Rang. Die Auszubildenden der
NATIONAL-BANK überzeugen durch weit
überdurchschnittliche Leistungen.“
ichael Gerbracht ⋅ Michael Kallweit ⋅ André
Katja vom Bruch ⋅ Holger Miekley ⋅ Markus
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Kulturelles und Gesellschaftliches
Engagement
Unternehmerischer Erfolg und gesellschaftliches Umfeld bedingen einander. In ihrer Rolle
als Good Corporate Citizen fördert die NATIONAL-BANK ausgewählte kulturelle Ereignisse
und unterstützt Bildungs- sowie soziale Projekte. Das gilt besonders in dem Jahr, in dem
die Metropole Ruhr zur Kulturhauptstadt Europas 2010 gewählt worden ist.
Müller ⋅ Marion Emke ⋅ Michèle Hartmann ⋅ Ni
Kirsten Hellermann ⋅ Anja Schwert ⋅ Michae
Verteilung unseres kulturellen
und gesellschaftlichen
Engagements in %
19
34
Das kulturelle und gesellschaftliche Engagement der NATIONAL-BANK beruht auf vier Säulen:
Wir engagieren uns in den Bereichen Musik und Kunst, Bildung und Soziales, stets unter dem
Anspruch der Nachhaltigkeit. Dabei verstehen wir uns als verlässlicher Partner der von uns unterstützten Institutionen, mit denen uns häufig eine lange, erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet.
Das bezieht sich etwa auf das Klavier-Festival Ruhr und die Philharmonie Essen, das MKM
Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg sowie das Museum Folkwang in Essen.
2009
13
34
20
2008
12
57
11
Aufteilung
Die NATIONAL-BANK engagiert sich seit vielen Jahren für Kultur und Gesellschaft. Dieses Engage­
ment ist integraler Bestandteil unseres unternehmerischen Selbstverständnisses. Wir fühlen
uns dem Land Nordrhein-Westfalen und seinen Menschen eng verbunden. Unser Erfolg als eine
bundesweit führende unabhängige Regionalbank ist untrennbar mit der gesunden wirtschaft­
lichen, sozialen und kulturellen Entwicklung unseres Umfeldes verknüpft.
2008 2009
Musik
57
34
Kunst
11
34
Bildung
12
13
Soziales
20
19
Nicht zuletzt aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise haben wir im Berichtszeitraum unser
Engagement den ökonomischen Rahmenbedingungen erneut angepasst. Das ist nicht nur ein
Gebot der Glaubwürdigkeit der Unternehmensführung, sondern vor allem auch eine Selbstverständlichkeit gegenüber unseren Eigentümerinnen und Eigentümern. Gleichzeitig haben wir
einzelne Schwerpunkte durch persönliche Einsätze weiter ergänzt. Gerade in einer Unternehmenskultur, in der das Prinzip der Selbstverpflichtung hohe Priorität genießt, verstehen wir
persönliche Einsätze als wichtigen Beitrag.
80
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
cole Kuhn ⋅ Ditta Sowa ⋅ Cornelia Staudinger
l Bohr ⋅ Jannett Bücking ⋅ Sandra Bierhoff
Die finanziellen Grundlagen unseres kulturellen und gesellschaftlichen Engagements sind unterschiedlich. Zum einen finanziert die Bank bestimmte Aktivitäten direkt, zum anderen fördert sie
Aktivitäten mit Hilfe des seit 1988 bestehenden Stiftungsfonds der NATIONAL-BANK. Er wird von
der Stadt Essen verwaltet. Im Jahr 2009 haben wir das Stiftungsvermögen weiter aufgestockt, so
dass es aktuell mehr als 1 Mio. € beträgt. Daraus konnten im Berichtszeitraum Erlöse von knapp
45.000 € erzielt werden. Der gegenüber den Vorjahren geringere Ertrag ist dem vergleichsweise
niedrigen Zinsniveau geschuldet. Über die Verwendung dieser Mittel entscheidet das aus fünf
Persönlichkeiten bestehende Kuratorium des Stiftungsfonds. 2009 wurden die Mittel, durch
weitere Aufstockung insgesamt knapp 80.000 €, für mehrere unterschiedliche Projekte aus den
Bereichen Bildung und Musik zur Verfügung gestellt.
Für das Jahr 2007 haben wir erstmals einen Bericht unter der Überschrift „Kulturelles und gesellschaftliches Engagement“ vorgelegt. Er dokumentierte die Vielfalt unserer Förderschwer­
punkte. Die unverändert überaus positive Aufnahme dieser Dokumentation hat uns nunmehr
auch zum dritten Mal in Folge ermutigt, wieder einen Bericht über unsere Aktivitäten zusammen­
zustellen. Erneut ist er umfangreicher gestaltet als in den Vorjahren. Er wird zusammen mit
dem vor­liegenden Geschäftsbericht 2009 veröffentlicht und ist im Internet auf unserer Website
(www.national-bank.de unter „WIR ÜBER UNS“/Geschäftsentwicklung & Engagement) abrufbar.
Förderschwerpunkte der NATIONAL-BANK
Nachhaltigkeit
KUNST
MUSIK
BILDUNG
81
SOZIALES
Nordrhein-Westfalen
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Im Einzelnen hat die NATIONAL-BANK 2009
folgende Ereignisse gefördert:
Dörte Terstappen ⋅ Mike Büttgen ⋅ Julia Grö
Frauke Balloff ⋅ Sandra Esposito ⋅ Volkma
Musik
Seit vielen Jahren fördern wir die Philharmonie in Essen und das Klavier-Festival Ruhr seit seiner
Gründung 1988. Diese beiden Partnerschaften haben wir auch im Berichtsjahr weiter erfolgreich
fortgeführt.
In der Konzertsaison 2009 haben wir zwei Konzerte des Klavier-Festival Ruhr ermöglicht. Beide Male stand Daniel Barenboim im Mittelpunkt unseres Engagements. In der historischen
Stadthalle Wuppertal trat er am 29. Mai zusammen mit der Staatskapelle Berlin auf. In der
Philharmonie Essen gab er am 14. Juni ein Konzert mit dem West-Eastern Divan Orchestra.
Im Rahmen unserer Unterstützung der Konzerthäuser der Metropole Ruhr förderten wir am
24. Februar ein Konzert in der Philharmonie Essen mit Christoph Eschenbach und dem Orchestre
de Paris sowie am 27. März eine Aufführung des Finish Radio Symphony Orchestra im Konzerthaus Dortmund.
Des Weiteren unterstützten wir das traditionelle Open-Air-Konzert der Essener Philharmoniker
im Rahmen von „Essen.Original“, den Essener Bachchor, den Orgelzyklus im Essener Dom und
die Inszenierung der Oper „Nabucco“ durch die Theater und Philharmonie Essen GmbH.
Kunst
Im Bereich Kunst haben wir eine Ausstellung von Gerhard Richter im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg, unterstützt. Dem MKM sind wir langjährig verbunden und
haben in der Vergangenheit bereits Ausstellungen mit Stephan Balkenhol, Jörg Immendorff und
Gerhard Uecker ermöglicht. Rund 70 Gemälde zeigte das MKM vom 21. Mai bis zum 23. August.
Die Ausstellung „Bilder aus privaten Sammlungen“ präsentierte die Hauptwerke von Richter aus
den Jahren 1963 bis 2007. Weitere Stationen dieser Ausstellung waren Baden-Baden, Edinburgh
und Wien.
Darüber hinaus förderten wir junge Künstler und regionale Aktivitäten. So ermöglichten wir im
Berichtsjahr gemeinsam mit der „Initiative 701“ und der Galerie Arteversum die Ausstellung
„Regarding Düsseldorf“. Weiterhin unterstützten wir die Ausstellung „RUHR.Ansichten“ des
Fotografen Bernd Langmack auf Zollverein. Schließlich haben wir den Film „Essen – ein Portrait“
finanziell gefördert.
82
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
mmke ⋅ Simon Marklein ⋅ Andrea Felderhoff
r Reise ⋅ Philipp Peich ⋅ Thomas Brinkhöfer
Bildung
Unser Engagement im Bereich Bildung umfasst die Unterstützung von
Schul- sowie wissenschaftlichen Forschungsprojekten.
Die Vermittlung wirtschaftswissenschaftlicher Lerninhalte an Schulen
sehen wir als gesellschaftspolitische Aufgabe. Insofern gehören wir
seit Beginn zu den Förderern der jährlich stattfindenden Reihe „Dialog mit der Jugend“ des Initiativkreis Ruhr, die eine praxisnahe Ergänzung zu den im Unterricht behandelten Wirtschaftsthemen darstellt.
Weiter­hin gehört zu den Schulprojekten unser Engagement am Essener
Burggymnasium. Mitarbeiter unserer Bank übernahmen in ihrer Freizeit den Unterricht in einer Oberstufen-AG und erläuterten Schüler­
innen und Schülern finanzwirtschaftliche Themen.
Im Hinblick auf wissenschaftliche Forschungsprojekte haben wir unsere Tradition fortgesetzt,
junge Nachwuchswissenschaftler verschiedener Fachrichtungen auszuzeichnen und bei ihren
Studien zu unterstützen. Bereits zum 15. Mal wurden im Namen der NATIONAL-BANK Preise für hervorragende Doktor- und Diplomarbeiten an der Mercator School of Management der Uni­versität
Duisburg-Essen verliehen. Studierende und Doktoranden haben sich mit bank- und finanzwirtschaftlichen Fragestellungen befasst und sind aufgrund ihrer herausragenden Leistungen für
die Auszeichnung nominiert worden. Auch drei Diplomanden an der Ruhr-Universität Bochum
wurden für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Darüber hinaus fördert die NATIONAL-BANK
mit ihrer Unterstützung der Ruhr Graduate School in Economics in Essen herausragende junge
Wissenschaftler bei ihrer Promotion.
83
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Alexandra Klich ⋅ Andreas Baus ⋅ Yvonne S
Petra Perus ⋅ Torsten Riede ⋅ Stephanie Fe
Erneut haben wir den Innovationspreis im Rahmen des Wettbewerbs „Essens Beste“ gefördert.
„Essens Beste“ – das sind junge Essener, die durch Engagement für die Gemeinschaft, durch
Zivilcourage oder persönliche Höchstleistungen auffallen. Der Wettbewerb hat es sich zum Ziel
gesetzt, das kreative und innovative Potenzial der Region zu fördern.
2004 hat die NATIONAL-BANK die „Ruhrstiftung Bildung und Erziehung“ gegründet, die gezielt
Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen fördert. Im Jahr 2008 haben
wir die Satzung der gemeinnützigen Stiftung geändert, um das Förderpotenzial zu erweitern. Die
Ruhrstiftung kann seither auch die Trägerschaft unselbstständiger privater Stiftungen übernehmen, die unter ihrem Dach angesiedelt sind. Eine Übereinstimmung der Stiftungszwecke ist dazu
nicht erforderlich. Unterstützt von unserem Family Office berät die „Ruhrstiftung Bildung und
Erziehung“ potenzielle Stifter bei der Gründung und Verwaltung einer eigenen, unselbstständigen
Stiftung.
Mit der Trägerschaft entlastet die Ruhrstiftung die privaten Stifter von allen Management- und
Verwaltungsaufgaben, ohne dass diesen dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Dies bedeutet
zugleich: Die aus dem Stiftungskapital erwirtschafteten Erlöse können vollständig in den jeweiligen Stiftungszweck investiert werden und die privaten Stifter können sich inhaltlich gänzlich
ihrer gemeinnützigen Stiftungsarbeit widmen. Im Berichtszeitraum verzeichnete die Ruhrstiftung erneut einen Zuwachs an Zustiftungen und begleitet nunmehr als Treuhänderin ein siebenstelliges Stiftungsvermögen.
84
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
tallmach ⋅ Bianca Kenkmann ⋅ Bettina Moll
rn ⋅ Michaela Zucker ⋅ Bernhard Pawelczyk
Soziales
Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die in besonderem Maße Hilfe benötigen, sei
es aufgrund von Krankheit oder aber sozialer Benachteiligung, gehört zu unserem gesellschaft­
lichen Selbstverständnis. Das finanzielle Engagement wird begleitet von persönlichen Einsätzen.
Bereits zum zweiten Mal haben wir im Rahmen eines Community-Projekts den VKJ, Verein für
Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten e.V., unterstützt. Im November haben die
Renovierungsarbeiten in der Kindertagesstätte „Himmelszelt“ in Essen-Altendorf begonnen. Sie
werden nach der Winterpause mit der Neugestaltung des Spielgeländes im Garten abgeschlossen. Die 2008 geförderte Kindertagesstätte „Zwergenwald“ wurde auch 2009 weiterhin finanziell
unterstützt.
Rund drei Wochen lang sammelte unser Betriebsrat Spenden für die Essener Tafel. Die Beteiligung
unserer Mitarbeiter war außerordentlich. 115 Pakete mit haltbaren Lebensmitteln und Hygiene­
artikeln wurden für bedürftige Mitmenschen – insbesondere Familien – zusammengestellt und
weihnachtlich eingepackt.
Eine Initiative besonderer Art war unsere Aktion Knochenmarkspende. Angeregt durch einen
unserer Mitarbeiter, der durch seine Knochenmarkspende ein Leben retten konnte, riefen wir zu
einer Typisierung der Mitarbeiter für die Deutsche Knochenmarkspenderkartei (DKMS) auf. Die
Kosten für die Typisierung der Mitarbeiter wurden von der Bank übernommen.
Erneut wurde der Kinderschutzbund mit einer Spende unterstützt. Auch unsere Weihnachtsspende
wurde zugunsten der Unterstützung von Kindern eingesetzt. Ein Teil unserer Spende kam der
„Kleinen Farm“ zugute, einer Kindersuppenküche, die momentan wöchentlich durchschnittlich
100 Kinder mit einem gesunden Frühstück und 90 Kinder mit einem warmen Mittagessen versorgt.
Im Berichtsjahr förderten wir ein neuartiges Schulprojekt: ReSonanz & AkzepTanz zur Förderung
der sozialen Integration. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine neue Form der Musik- und
Kulturvermittlung an Schulen in sozialen Brennpunkten. Im Oktober 2009 wurde das Projekt bei
einem Festakt in der Dresdner Semperoper mit dem „ECHO Klassik-Sonderpreis für Nachwuchsförderung“ ausgezeichnet.
85
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
VOLKSWirtschaftliche
Rahmenbedingungen
Heinrich ter Braak ⋅ Susanne Rosenkranz ⋅
Christian Koloßa ⋅ Barbara Idem ⋅ Sabrina Me
OECD-Frühindikator, G7-Staaten,
Jahresveränderungsrate,
Quartalsdaten
10
8
6
4
2
0
-2
-4
-6
-8
-10
-12
1980
2009
Quellen: OECD, Bloomberg, 2009.
US-Kapazitätsauslastung in %,
Quartalsdaten
90
85
80
75
70
65
1967
2009
Globaler Überblick: 2009 – Erholung, aber kein Aufschwung
Nach dem tiefsten Einbruch der Weltwirtschaft in der Nachkriegsgeschichte war das Jahr 2009
wesentlich von einer Erholung geprägt. Diese Entwicklung vollzog sich allerdings vor dem Hintergrund fortgesetzt massiver staatlicher Hilfsmaßnahmen: Allen voran stützte die amerikanische
Notenbank (Fed) die Wirtschaft, indem sie an der Nullzinspolitik festhielt, die sie im Vorjahr eingeleitet hatte. Die Fed nahm dabei eine signifikante Verlängerung ihrer Bilanz in Kauf. Dies führte
weltweit zu erheblichen Ängsten vor einer Inflation.
Da die Frühindikatoren zum Jahresende 2008 auf den Stand der frühen 8oer Jahre gefallen
waren, verlief die Verbesserung der Stimmung im Jahresverlauf entsprechend dynamisch. Die
tatsächliche Steigerung der Produktion begann aber erst zur Jahresmitte und setzte sich dann
mehr oder minder kontinuierlich fort. Hinter der Aufwärtsdynamik des zweiten Halbjahres stand
nicht zuletzt der Umstand, dass die Unternehmen ihre Produktion auf dem Höhepunkt der Krise
gekürzt hatten und im Anschluss daran ihre leeren Läger wieder auffüllen mussten. Die hohe
Dynamik der Verbesserung konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erholungsbewegung nicht mit einem wirklichen Aufschwung zu vergleichen war. Wie tief die Wirtschaftsleistung
eigentlich gefallen war, ließ sich am Niveau der Industrieproduktion ablesen: Zum Jahresende
2009 befand sich der industrielle Output in den USA – stellvertretend für den maßgeblichen
Trend in den Industrienationen – auf dem Niveau des Jahres 2002, die Kapazitätsauslastung
sank zur Jahresmitte mit 68,3 % auf ein neues Rekordtief, was handfeste Deflationsgefahren mit
sich brachte. Auch in allen anderen Industrienationen konnte im letzten Jahr daher lediglich von
einer Erholung und nicht von einem Aufschwung gesprochen werden.
Die Entwicklung in den Emerging Markets verlief gespalten: Während der Einbruch der Wirtschaftsleistung in Russland aufgrund der hohen Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen besonders stark ausfiel, verlief der Abschwung in Lateinamerika noch relativ glimpflich. Vor allem in
Brasilien war nur eine marginale Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu verzeichnen.
Dagegen wurde das strukturell hohe Wachstumstempo in China und Indien kaum gebremst.
Quellen: Fed, Bloomberg, 2009.
86
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Globales Bruttoinlandsprodukt, Jahresveränderungsrate, ab 2010 Schätzungen
4,5
5,1
5,2
3,0
-0,8
3,9
4,3
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
Quelle: IWF, 2009.
⋅ Joachim Reinhardt ⋅ Christian Grönebaum
rfort ⋅ Kristina Pröve-Schmidt ⋅ Markus Pesch
USA: Gedämpftes Wachstum erleichtert Abbau
der Ungleichgewichte
2009 zeigte die Wirtschaft in den USA im Jahresverlauf klare Stabilisierungszeichen, worauf
auch der deutliche Anstieg der Frühindikatoren verwies. Das reale BIP-Wachstum war im zweiten
Quartal aber immer noch negativ und erreichte erst in der zweiten Jahreshälfte wieder positives
Terrain. Der Umschwung war aber nur um den Preis weitreichender staatlicher Interventionen
zu erzielen. Dabei gelang es vor allem, das Bankensystem zu stützen bzw. einen drohenden
Kollaps zu vermeiden. Massive Liquiditätshilfen, öffentliche Garantien und die Rekapitalisierung
der Banken trugen maßgeblich dazu bei, dass die Finanzmärkte relativ schnell wieder funktionsfähig wurden. Auf das gesamte Jahr gerechnet schrumpfte die US-Ökonomie aber immer noch
um 2,4 %.
USA, Bruttoinlandsprodukt,
Jahresveränderungsrate,
ab 2010 Prognose
2,1
0,4
-2,4
2,7
2,4
2007 2008 2009 2010 2011
Quellen: Fed, IWF, 2009.
Trotz der Stabilisierungszeichen sind die Aussichten für die USA alles andere als rosig: Zentral
ist, dass die US-Haushalte ihre Vermögensposition zukünftig nachhaltig stärken müssen. Dies
geht zwingend mit einer Einschränkung im Konsum, dem Rückgrat der US-Wirtschaft, einher.
Gradmesser der im Boom der Weltwirtschaft aufgestauten Ungleichgewichte war bekannter­
maßen der US-Immobilienmarkt. Quantitative Schätzungen des IWF zeigen, dass an den weltweiten Immobilienmärkten auch jetzt noch Anpassungsbedarf im Sinne abermaliger Preisrückgänge bei den Hauspreisen bestehen könnte. Da es über ein Jahr dauert, bis sich Effekte bei
den Immobilienpreisen auf den privaten Konsum auswirken, sind die retardierenden Effekte bis
zuletzt sinkender Hauspreise auf die US-Wirtschaft noch nicht vollständig abgearbeitet. Daher
würde ein abermaliger Abschwung bei den Immobilienpreisen zu einer erheblichen Verschlechterung der Perspektiven bis weit in das Jahr 2011 führen. Vor dem Hintergrund der geringen
Kapazitätsauslastung ist auch von den Unternehmensinvestitionen nicht zu erwarten, dass diese
nennenswerte Impulse liefern können. Daher wird der Pfad der wirtschaftlichen Erholung flacher
verlaufen als üblich: Bis auf weiteres steht die US-Konjunkturlokomotive nicht mehr nachhaltig
unter Dampf.
USA, Haus-Preis-Index,
Jahresveränderungsrate,
Quartalsdaten
12
10
8
6
4
2
0
-2
-4
1980
2009
Quellen: Federal Housing Finance Agency,
Bloomberg, 2009.
87
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Europa, Bruttoinlandsprodukt, Jahresveränderungsrate, ab 2010 Prognose
1,7
3,0
2,7
0,6
-4,0
1,0
1,6
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
Quellen: Eurostat, Bloomberg, IWF, 2009.
Kathrin Grunwald ⋅ Axel Brinkmann ⋅ Wolfgan
Annegret Weißer ⋅ Rolf Nobis ⋅ Markus Olsc
Europa: Kein klassischer Aufschwung, sondern gebremste Erholung
Das vergangene Jahr war in Europa zunächst von einer Fortsetzung der starken Abwärtsbewegung
bei der Industrieproduktion geprägt. Die Stabilisierung der Produktion setzte zur Jahresmitte
ein, zum Jahresende lag das Niveau dann wieder auf dem Stand von 1999. Obwohl die Eurozone
keine globalen Ungleichgewichte wie die USA aufweist, wurde sie vom Abbau des außenwirtschaftlichen Defizits in den USA negativ tangiert. Dies wird besonders augenfällig anhand der
Entwicklung des Euro, der eine starke Aufwertung verzeichnete: Über den Wirkungsmechanismus des Wechselkurses wurde damit der Export der gesamten Eurozone gebremst. Insgesamt
fiel das Wachstum des europäischen Bruttoinlandsprodukts mit einem annualisierten Quartalsminus von fast 10 % im ersten Quartal so tief wie noch nie seit Einführung des Euro.
Index der
EU-Industrieproduktion
110
105
100
95
90
85
80
1995
2009
Quellen: Eurostat, Bloomberg, 2009.
Analog zur Weltwirtschaft konnte die europäische Wirtschaft dann im weiteren Verlauf eine
Stabilisierung erreichen. Auch in Europa ist aber mit den längerfristigen Folgen des Immobilien­
preisverfalls noch zu rechnen, so dass bis zuletzt eine hohe Unsicherheit über die Stärke und
Nachhaltigkeit der Erholung bestand. Während die Krise der Staatsfinanzen in Griechenland
noch auf eine mangelnde Ausgabendisziplin und andere ordnungspolitische Schwächen zurück­
geführt werden konnte, geriet zum Jahresende auch Spanien, das an den Spätfolgen des heimischen Immobilienbooms litt, in das Visier der Rating-Agenturen. Grundsätzlich ist der Fall
Griechenland geeignet, die Solidität des Stabilitäts- und Wachstumspaktes bzw. des gesamten
Europrojekts in Frage zu stellen.
88
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Einkaufmanagerindex für den Euroraum, Quartalsdaten
2
1
0
-1
-2
-3
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
Quellen: Europäische Kommission, Bloomberg, 2009.
g Klaczynski ⋅ Michael Walich ⋅ Andreas Laaks
har ⋅ Jens Brockhaus ⋅ Renate Witte ⋅ Birgit
Mit Blick auf die EZB ist festzuhalten, dass die Kreditvergabe trotz erheblicher geldpolitischer
Stimulierung durch die Niedrigzinspolitik noch nicht angesprungen ist, bis zuletzt in vielen
Aggregaten sogar rückläufig war. Dahinter standen sowohl Angebots- als auch Nachfrageeffekte.
Zum einen ging die Nachfrage nach Krediten aufgrund des gedämpften Ausblicks zurück, zum
anderen sank auch seitens der Finanzinstitute die Bereitschaft, Kredite zu vergeben.
Spanien, Haus-Preis-Index,
Jahresveränderungsrate,
Quartalsdaten
20
15
Tatsächlich beließ die EZB den Hauptrefinanzierungssatz bis zum Jahresende bei 1 %. Bis zuletzt
sah sie den Aufschwung in Europa zu Recht als nicht nachhaltig, die wirtschaftliche Perspektive
noch nicht als wirklich gefestigt an. Die EZB war auch gut beraten, keine isolierte Änderung
der Politik einzuleiten, da dies die Aufwertung des Euro nochmals beschleunigt hätte. Dies
beleuchte­te den begrenzten Handlungsspielraum auch einer EZB. Legitimiert wurde die Politik
der EZB dabei aber auch von einer stark rückläufigen Inflationsentwicklung, die sich mit dem
extrem schwachen Umfeld naturgemäß verband.
10
5
0
-5
-10
2000
Quellen: Ministerio de Vivienda,
Bloomberg, 2009.
89
2009
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Deutschland, Bruttoinlandsprodukt, Jahresveränderungsrate, ab 2010 Prognose
0,8
3,2
2,5
1,3
-5,0
1,6
1,9
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
Quellen: Statistisches Bundesamt, IWF, Deutsche Bundesbank, Bloomberg.
Elsner ⋅ Ursula Fierlings ⋅ Ekkehard Link ⋅ M
Noël ⋅ Katja Große ⋅ Anja Mühlenbein ⋅ Klaus
Ifo-Indikator für Deutschland
110
Zur Lage in Deutschland: Stabiler Arbeitsmarkt wirkt zweischneidig
Nachdem die deutsche Volkswirtschaft in die tiefste Rezession seit 1949 gefallen war, setzte zur
Jahresmitte 2009 eine Erholung ein. Dabei stieg das Bruttoinlandsprodukt vor allem im dritten
Quartal wieder kräftig an, nachdem es im ersten Quartal einen annualisierten Einbruch von über
13 % verzeichnet hatte. Die Trendwende kam mit dem dritten Quartal, als die stützende Wirkung
des privaten Konsums allmählich nachließ und eine zyklisch getriebene Lageraufstockung seitens der Unternehmen einsetzte. Auf das Gesamtjahr gesehen ging die Wirtschaftsleistung in
Deutschland 2009 um 5 ,0 % zurück. Die Impulse kamen zum Jahresende lediglich vom Außenhandel.
105
100
95
90
85
80
2003
2009
Quellen: Ifo-Institut, Bloomberg, 2009.
Deutschland, Arbeitslosenquote, Quartalsdaten
12
11
10
Auch in Deutschland haben die staatlichen Interventionen einiges abgefedert und das „Schlimmste“
verhindert, sei es in Form gezielter diskretionärer Maßnahmen, sei es in Form automatischer
Stabilisatoren. Mit Maßnahmen wie etwa dem Kurzarbeitergeld werden die Auswirkungen der
Krise zeitlich gestreckt. Die Kehrseite dieser Maßnahmen ist aber, dass es auch durchaus länger
dauern kann, bis die Krise abgearbeitet ist. In ungewöhnlich scharfem Kontrast zum Ausland hat
sich der deutsche Arbeitsmarkt aufgrund der bestehenden Maßnahmen bislang noch relativ stabil gezeigt. Viele Unternehmen haben darauf gesetzt, dass die Krise lediglich temporär ist und es
sich lohnt, Arbeitskräfte etwa mit Kurzarbeit zu halten. In der Folge dieser Entwicklung sind allerdings die Arbeitskosten signifikant gestiegen. Kommt es nunmehr erneut zu einer Abschwächung
der Erholung, dürfte ein deutlich spürbarer Arbeitskräfteabbau nachfolgen, da die Unternehmen
nunmehr zur Kapazitätsanpassung gezwungen sind.
9
8
7
2000
2009
Quellen: Deutsche Bundesbank,
Bloomberg, 2009.
90
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Deutschland, Auftragseingang aus dem Ausland, Quartalsdaten
130
120
110
100
90
80
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
Quellen: Deutsche Bundesbank, Bloomberg, 2009.
onika Zimmermann ⋅ Christoph Dietrich ⋅ Carl
Kraushaar ⋅ Jan Krüger ⋅ Birgit Venn ⋅ HansDie wirtschaftliche Lage in Nordrhein-Westfalen:
Die Rezession hinterlässt ihre Spuren
Die starke Rezession prägte 2009 Nordrhein-Westfalen in besonderem Maße: Viele der export­
orientierten und/oder besonders zyklischen Branchen des Verarbeitenden Gewerbes haben hier
einen überproportional hohen Anteil an der gesamten Wirtschaftsleistung. Der Rückgang des
realen Bruttoinlandsprodukts in Nordrhein-Westfalen lag daher mit einem Wert von 7,9 % im
ersten Halbjahr 2009 oberhalb des Einbruchs im gesamten Bundesgebiet, die Erholung im zweiten Halbjahr verlief in Nordrhein-Westfalen entsprechend dynamischer. Auf das Gesamtjahr gesehen dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt in Nordrhein-Westfalen 2009 letzten verfügbaren
Schätzungen zufolge um ca. 5,0 % gegenüber dem Vorjahr zurückgefallen sein.
Analog zum Bundesgebiet wurde der Abschwung im ersten Halbjahr durch die Konsumnachfrage
abgemildert. Der Tiefpunkt wurde dann etwa zur Mitte des zweiten Quartals erreicht. Getragen
von der Lageraufstockung und dem Anspringen der Auslandsnachfrage setzte eine Trendwende
nach oben ein. Zum Jahresende nahm die Dynamik dieser Bewegung aber wieder ab. Auch für
Nordrhein-Westfalen zeichnete sich damit zuletzt ab, dass die aktuellen Erholungstendenzen zu
nennenswerten Teilen durch die zyklischen Lagerinvestitionen ausgelöst wurden.
91
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Nordrhein-Westfalen, Auftragseingang Verarbeitendes Gewerbe, Quartalsdaten
117,3
113,4
110,1
123,0
115,8
107,6
101,8
78,3
71,6
76,7
81,2
81,9
30.03.
2007
29.06.
2007
28.09.
2007
31.12.
2007
31.03.
2008
30.06.
2008
30.09.
2008
31.12.
2008
31.03.
2009
30.06.
2009
30.09.
2009
31.12.
2009
Quelle: IT.NRW.
Jürgen Mönkemeyer ⋅ Sara Kajak ⋅ Peter Kusch
Schöning ⋅ Michael Brückner ⋅ Dirk Baum ⋅ Pe
Mit Blick auf die starken Niveaueffekte, die die Rezession ausgelöst hat, sind die Perspektiven
für eine baldige Auslastung der vorhandenen Kapazitäten in der nahen Zukunft gedämpft. Wie
auch in Gesamtdeutschland sind damit vor allem weitere Belastungen am Arbeitsmarkt zu erwarten: Die Unternehmen haben bislang versucht, ihre Stammbelegschaften mit Überbrückungsmaßnahmen wie Kurzarbeitergeld etc. zu halten. Zwar war die Beschäftigung bereits rückläufig,
die Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen lag mit 9,0 % zum Jahresende 2009 aber immer noch
deutlich unter entsprechenden Vorjahren. Zwischenzeitlich ist bei den Unternehmen zwar wieder
etwas mehr Zuversicht eingekehrt, insofern als dass die Erwartungen sich stabilisiert haben.
Nach wie vor stehen die Unternehmen jedoch vor großen Herausforderungen: So hat sich die
Finanzierungssituation der Unternehmen weiter verschlechtert, die Investitionsneigung war zuletzt ausgesprochen gedämpft, es werden primär Ersatzbeschaffungen vorgenommen. Wird im
Rahmen einer wirtschaftlich schwächeren Gangart zukünftig deutlich, dass die Kapazitäten auf
einen längeren Zeitraum unterausgelastet bleiben werden, wird der Arbeitsmarkt in NordrheinWestfalen weiter spürbar leiden.
92
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
el ⋅ Markus Barentzen ⋅ Stephan Bey ⋅ Nadine
tra Herbst ⋅ Sabine Roßmann ⋅ Michaela Sowa
Die Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte
Auch an den Kapitalmärkten kann 2009 als das Jahr der Erholung bezeichnet werden. Wie so oft
entwickelten sich die Finanzmärkte mit einem leichten Vorlauf zur Realwirtschaft und erreichten ihren Tiefpunkt im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Ausgehend von diesem Tiefpunkt
verlief die Entwicklung bei den maßgeblichen Aktienindices stetig nach oben. Ausdruck der
Ver­b esserung der Stimmung war vor allem das Absinken der Credit Spreads, also des Risikoaufgeldes, das Kreditnehmer jenseits etwa der Zinszahlungen für risikolose Staatsanleihen zu
entrichten haben. Diese Risikoprämien sind ein wichtiger Gradmesser für das Vertrauen, das die
Kapitalmärkte in die Zukunft haben.
Gleichwohl verblieben die Credit Spreads bis zum Jahresende oberhalb historischer Mittelwerte
und verwiesen bis zuletzt auf nach wie vor bestehende Risiken: Die Lage im Finanzsektor hat sich
zwar weiter verbessert, nach wie vor war aber die Kreditvergabe bzw. die Risikointermediation
aufgrund des Ausfalls wichtiger Finanzteilmärkte für verbriefte Finanzierungen gestört. Darüber
hinaus haben vor allem die US-Banken Refinanzierungsprobleme, die dadurch verschärft werden, dass der Großteil der Verluste aus der Finanzkrise noch nicht abgeschrieben ist. Im Ergebnis
sind die Kreditstandards aufgrund der Risikoaversion der Banken hoch und die Verfügbarkeit
von Kredit für die Realwirtschaft ist gering.
Die teilweise hohe Gesamtjahresperformance der etablierten Börsen ist vor allem dem tiefen Fall
im Vorjahr geschuldet. Auf das Jahr 2009 gesehen, gewann der Dow-Jones-Index gegenüber dem
31. Dezember 2008 (im Folgenden Total Return, jeweils in lokaler Währung) 22 %. Der techno­
logieorientierte NASDAQ-Composite-Index konnte aufgrund seiner höheren Sensibilität sogar
um 45,1 % zulegen. Auch in Japan verbuchte der Nikkei mit einem Plus von 20,7 % einen deut­
lichen Zuwachs. Bei dem Blue-Chip-Index EURO STOXX 50 konnte ein Gewinn von 25,9 % der
Börsenkapitalisierung verzeichnet werden. Mit einer Performance von 23,9 % gewann das
deutsche Börsenbarometer DAX nur leicht weniger als europäische Benchmark Indices.
USA, Credit Spreads:
Treasuries vs. AAA-Industrials,
Quartalsdaten
1,6
1,4
1,2
1,0
0,8
0,6
0,4
0,2
1995
2009
Quelle: Bloomberg, 2009.
Deutsche Kapitalmarktzinsen,
Rendite 10-jähriger
Bundesanleihen
4,5
4,0
3,5
3,0
2004
Quelle: Bloomberg, 2009.
93
2010
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Erika Wölk ⋅ Frank Krüger ⋅ Alexander Müller ⋅
Pargmann ⋅ Jürgen Glowinkowski ⋅ Sarah Röt
Ausblick
Insgesamt ist der Weg zu einer Normalisierung der Weltwirtschaft noch weit: Die verzögerten
Wirkungen der erhöhten Arbeitslosigkeit auf den Konsum, die anhaltenden Ungleichgewichte auf
dem US-Immobilienmarkt, der Entschuldungsbedarf der privaten Haushalte, die Staatsschulden
und die erst zur Hälfte abgeschriebenen Verluste in den Bankbilanzen bilden Hindernisse für
eine schnelle Normalisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
DAX Index
8.000
7.000
6.000
5.000
4.000
3.000
2.000
2000
2009
Quelle: Bloomberg, 2009.
US-Sparquote in %,
Quartalsdaten
Insofern scheint die Verbesserung des Sentiments, die das abgelaufene Jahr geprägt hat, zu
einem Gutteil der fiskalischen Intervention und der großzügigen Versorgung der Märkte mit
Liquidität geschuldet. Wenn diese Maßnahmen auslaufen, dürften die der Wirtschaft immer
noch immanenten Ungleichgewichte in Form unterproportionalen Wachstums in den Industrie­
nationen zum Tragen kommen. Vor diesem Hintergrund dürfte vor allem der Inflationsdruck aus
der Realwirtschaft gering bleiben: Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass die gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung erst in einigen Jahren ausreichen wird, um das Output Gap zu schließen. Der für eine Zentralbank wirklich maßgebliche Preisdruck aus dem Lohn­
setzungsprozess dürfte dabei nicht aufkommen, die Impulse werden bei unterausgelasteten
Kapazitäten eher deflationär sein.
Demgegenüber können die Gefahren aus den liquiditätsschaffenden Sondermaßnahmen der
Notenbanken im Rahmen einer Erholung durchaus schlagend werden. Die ordnungsgemäße
Rückführung dieser extremen Notenbankmaßnahmen im Spagat zwischen der notwendigen Stimulierung und dem Vermeiden neuer Inflationspotenziale wird zukünftig die zentrale Aufgabe
der Wirtschaftspolitik. Daher dürfte das Jahr 2010 von einer vorsichtigen Rückführung der Liquidität geprägt sein, während die Notenbanken das realwirtschaftliche Momentum der Weltwirtschaft und die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Belebung laufend einer kritischen Analyse
unterziehen werden.
12
10
8
6
4
2
0
1980
2009
Quellen: BEA, Bloomberg, 2009.
94
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Fed- und EZB-Refinanzierungssätze im Vergleich
7
6
5
4
3
2
1
0
2000
EZB
2001
2002
2003
2004
2005
2006
Fed
2007
2008
2009
Quellen: Fed, EZB, Bloomberg.
⋅ Martina van Holt ⋅ Mathias Saggau ⋅ Jennifer
tgermann ⋅ Andrea te Heesen ⋅ Sarah Küchler
Während das Wachstum in den etablierten Industrienationen weiterhin unterdurchschnittlich
bleiben wird, dürfte die globale Dynamik mehr und mehr von der Entwicklung in den Schwellenländern geprägt werden, allen voran – wie bereits in vergangenen Jahren – China und Indien.
Der qualitative Unterschied wird hier daran deutlich, dass diese Volkswirtschaften bereits jetzt
schon wieder mehr produzieren als vor Ausbruch der Krise, während die Industrieländer zum
Jahresende erst rund ein Viertel des Einbruchs haben aufholen können. Beide Länder können das
geringere Wachstum in den Industrienationen zwar nicht vollständig kompensieren, es scheint
hier aber, als ob das hohe Trendwachstum mit geschätzten Zuwächsen von 10 % bzw. 7,7 % erhalten bliebe. Weitere Impulse für die Weltwirtschaft werden auch von den übrigen Schwellen­
ländern ausgehen, deren demografische Trends ein strukturell höheres Wachstum bewirken.
Auf Basis der zuletzt verfügbaren Daten gehen wir davon aus, dass die Notenbanken zunächst
extrem vorsichtig beginnen werden, die Notmaßnahmen zu revidieren. Den Einstieg in höhere Leitzinsen sehen wir nicht vor der zweiten Jahreshälfte, der Zinsanstieg sollte mit Blick auf
die wohl nachhaltige Kapazitätsunterauslastung insgesamt moderat ausfallen. Die Aktien­märkte bleiben rückschlagsgefährdet. Wir sehen keine schnelle Erosion der Leitwährungsrolle des
US-Dollar, so dass die Wende beim US-Dollar mit zunehmendem Zeitbezug immer wahrschein­
licher wird. Bei den Rohstoffpreisen ist mit einer Normalisierung zu rechnen, es könnte aber noch
länger dauern, bis sich die Rohstoffkosten in realer Rechnung wieder normalisiert haben.
US-Kerninflation, Jahresveränderungsrate, Quartalsdaten,
ab 2010 Prognose
3,0
2,5
2,0
1,5
1,0
0,5
2006
2009
Quellen: Bureau of Labour Statistics,
Bloomberg, Survey of Professional Forecasters , 2009.
US-Dollar, Quartalsdaten
Eine laufend aktualisierte Zins- und Währungsprognose für die maßgeblichen Industrienationen
finden Sie auch unter Volkswirtschaft & Analysen direkt auf der NATIONAL-BANK Startseite im
Internet: www.national-bank.de.
1,6
1,4
1,2
1,0
0,8
1990
Quelle: Bloomberg, 2009.
95
2009
Ralf Kreutz ⋅ Dr. Jan Bottermann ⋅ Christiane
Michael Choyka ⋅ Markus Tauer ⋅ Hannelore W
Chefvolkswirt und Leiter Treasury
„Im Zeichen integrierter Kapitalmärkte besteht eine hohe
Wechselwirkung zwischen den nationalen Volkswirtschaften
und den internationalen Finanzmärkten. Die hohe Dynamik
dieser Prozesse macht eine laufende Analyse der internationalen
Wirtschaftsdaten notwendig.“
Maubach ⋅ Holger Heckes ⋅ Torsten Schulzki
underlich ⋅ Gregor Wildförster ⋅ Alexandra
Flexibilität
In der Region verwurzelt und zugleich offen für die Welt: Dieser Grundsatz
kennzeichnet unser tägliches Geschäft. Wir begleiten unsere Kunden
auf allen wichtigen Auslandsmärkten und unterstützen sie mit fundierter
volkswirtschaftlicher Expertise, zum Beispiel in Form von Zins- und
Währungsprognosen. Es gilt, immer wieder neue makroökonomische
Datenkonstellationen zu analysieren und die resultierenden Chancen
und Risiken am Kapitalmarkt richtig einzuschätzen. Neben einem
entsprechenden Know-how erfordert dies erstklassige Informationen
und professionelle Erfahrung mit den volatilen internationalen Finanz­
märkten – kurzum ein Höchstmaß an Flexibilität.
Unser Chefvolkswirt, Jan Bottermann, war schon immer fasziniert vom
Zusammenspiel der Kräfte auf den Finanzmärkten. Im Rahmen seiner
Promotion beschäftigte er sich mit mathematischen Modellen der Zinsstrukturkurve. Seit 2009 leitet er unser Treasury. „Unsere Zins-RisikoSteuerung basiert auf fundierten wissenschaftlichen Methoden“, erläutert
der 42-jährige. „Sie setzen den Rahmen für verantwortungsbewusste
Entscheidungen. Damit helfen sie uns, die anvisierten Ertragspotenziale
zu realisieren.“
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
Seidler ⋅ Theo Weyers ⋅ Ulrike Peelen ⋅ Beate Fal
Gabriele Franke ⋅ Petra Ute Stock ⋅ Bernadett
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009
Aufwendungen in Tsd. €
Zinsaufwendungen
Provisionsaufwendungen
Nettoaufwand aus Finanzgeschäften
2009
2008
72.648
122.377
2.645
2.473
0
1.830
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a)Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter
44.925
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und Unterstützung
14.022
42.356
12.459
58.947
54.815
34.650
30.718
darunter:
für Altersversorgung
6.780
b)andere Verwaltungsaufwendungen
(5.511)
93.597
85.533
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle
Anlagewerte und Sachanlagen
5.359
4.720
Sonstige betriebliche Aufwendungen
1.603
735
18.512
16.481
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und
bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen
im Kreditgeschäft
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelte Wertpapiere
Außerordentliche Aufwendungen
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Sonstige Steuern, soweit nicht unter „sonstige betriebliche Aufwendungen“
ausgewiesen
Jahresüberschuss
Summe der Aufwendungen
Jahresüberschuss
522
4
12.065
31.254
5.654
4.137
111
216
17.440
12.000
230.156
281.760
2009
2008
17.440
12.000
-6.000
-1.600
11.440
10.400
Einstellungen in Gewinnrücklagen
in andere Gewinnrücklagen
-6.000
Bilanzgewinn
98
-1.600
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
kenroth ⋅ Bettina Jilek ⋅ Nicole Mirau-Igelbrink
e Overhoff ⋅ Siegfried Fehlken ⋅ Anne Röseler
Erträge in Tsd. €
2009
2008
Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften
169.626
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen
188.476
8.228
20.557
177.854
209.033
Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
3.547
4.566
b) Beteiligungen
623
821
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen
635
640
Provisionserträge
Nettoertrag aus Finanzgeschäften
Sonstige betriebliche Erträge
Außerordentliche Erträge
Summe der Erträge
99
4.805
6.027
42.349
41.822
762
0
2.148
2.395
2.238
22.483
230.156
281.760
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Bilanz
Bilanz zum 31. Dezember 2009
Aktiva in Tsd. €
31.12.2009
31.12.2008
Barreserve
a)Kassenbestand
b)Guthaben bei Zentralnotenbanken
15.577
15.324
220.085
109.917
darunter:
bei der Deutschen Bundesbank
220.085
235.662
125.241
Forderungen an Kreditinstitute
a)täglich fällig
78.429
32.997
b)andere Forderungen
70.550
130.842
Forderungen an Kunden
148.979
163.839
2.901.631
3.021.773
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert
1.358.526
Kommunalkredite
30.266
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a)Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten
264.578
ab) von anderen Emittenten
197.082
236.466
226.549
461.660
463.015
55.011
20.147
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
365.638
b)eigene Schuldverschreibungen
Nennbetrag
55.225
516.671
483.162
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
124.171
132.901
Beteiligungen
12.304
7.326
160
61
133
138
darunter:
an Kreditinstituten
140
an Finanzdienstleistungsinstituten
-
Anteile an verbundenen Unternehmen
darunter:
an Kreditinstituten
-
an Finanzdienstleistungsinstituten
-
Treuhandvermögen
darunter:
Treuhandkredite
42
Immaterielle Anlagewerte
4.693
4.106
Sachanlagen
43.275
43.669
Sonstige Vermögensgegenstände
34.855
32.424
Rechnungsabgrenzungsposten
Summe der Aktiva
100
6.973
7.690
4.029.507
4.022.330
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Passiva in Tsd. €
31.12.2009
31.12.2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a)täglich fällig
b)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
12.113
15.648
614.720
571.091
626.833
586.739
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a)Spareinlagen
aa)mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten
490.741
ab)mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten
508.597
17.781
13.074
508.522
521.671
b)andere Verbindlichkeiten
ba)täglich fällig
bb)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
1.502.759
1.371.160
833.966
1.003.616
2.336.725
2.374.776
2.845.247
2.896.447
141.086
169.154
133
138
Verbriefte Verbindlichkeiten
a)begebene Schuldverschreibungen
141.086
Treuhandverbindlichkeiten
169.154
darunter:
Treuhandkredite
42
Sonstige Verbindlichkeiten
3.975
9.312
Rechnungsabgrenzungsposten
8.844
9.362
Rückstellungen
a)Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
48.719
47.703
b)Steuerrückstellungen
4.340
4.323
c) andere Rückstellungen
13.109
11.738
Nachrangige Verbindlichkeiten
Fonds für allgemeine Bankrisiken
66.168
63.764
47.041
62.514
4.000
4.000
Eigenkapital
a)Gezeichnetes Kapital
b)Kapitalrücklage
37.440
31.200
162.827
110.827
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage
cb)andere Gewinnrücklagen
991
991
73.482
67.482
74.473
d)Bilanzgewinn
68.473
11.440
Summe der Passiva
10.400
286.180
220.900
4.029.507
4.022.330
31.12.2009
31.12.2008
140.026
185.536
250.266
362.827
Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen
140.026
185.536
andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen
250.266
101
362.827
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
ANHANG
Angaben zur Bilanzierung
und Bewertung
Sonja Mariele Buschmann ⋅ Uwe Beckmann ⋅
Walter Strahl ⋅ Melanie Schossier ⋅ Sandra Ve
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Sämtliche Forderungen an Kunden und Kreditinstitute wurden
mit dem Nennbetrag bilanziert. Soweit die Kreditauszahlungen
von den Nennbeträgen abwichen, wurden die Unterschiedsbeträge in Form von Disagien unter der passiven Rechnungsabgrenzung ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung der
Rechnungsabgrenzungsposten wurde planmäßig und periodengerecht vorgenommen. Erforderliche Einzelwertberichtigungen
kürzten den Bilanzausweis der Forderungen. Das latente Kreditrisiko wurde im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten durch
die Bildung einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die
Pauschalwertberichtigung sowie die versteuerten Vorsorge­
reserven gemäß § 340f HGB wurden von den dafür vorgesehenen Bilanzpositionen abgesetzt.
Angekaufte Wechsel wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich der abgegrenzten Zinsen angesetzt.
Sämtliche Wertpapierbestände wurden nach dem strengen
Nieder­s twertprinzip angesetzt. Es wurden grundsätzlich die
Anschaffungskosten beziehungsweise die niedrigeren Börsenkurse oder beizulegenden Werte zu Grunde gelegt.
Die Wertpapiere des Alternativen Kreditportfolios wurden angesichts der nach wie vor bestehenden Illiquidität der Märkte für
verbriefte Kreditprodukte im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens bewertet. In einem ersten Schritt wurden, ausgehend
von den durch die Bank plausibilisierten Risikoklassifikationen
externer Ratingagenturen, ausfallwahrscheinlichkeitsbezogene
Risikoprämien für die einzelnen Tranchen ermittelt. In einem
zweiten Schritt wurden für die einzelnen Investments Liquidi­
tätsrisikoprämien errechnet. Die Liquiditätsrisikoprämien wurden aus der Differenz der beobachtbaren Risikoprämien für
strukturierte Finanzprodukte einerseits und nicht strukturierte
Finanztitel andererseits abgeleitet. Die aus dem zweistufigen Verfahren ermittelten Risikoprämien erhöhten die für die Marktwert­
ermittlung verwendete Ausgangszinskurve (Pfandbriefkurve).
Mit der so gewonnenen neuen Zinskurve wurden die erwarteten
Cash Flows der zu bewertenden Papiere diskontiert. Die Summe
der diskontierten Cash Flows ergab den Marktwert der einzelnen Papiere. Eine Trennung in eine Derivatekomponente und ein
Basisinstrument wurde für diese Papiere nicht vorgenommen.
Entsprechend den steuerrechtlichen Bestimmungen und den Vor­­­schriften des HGB wurden bei den Wertpapieren Wertaufholun­gen
im Umfang von 2.264 Tsd. € (Vorjahr 1.740 Tsd. €) vorgenommen.
Die Beteiligungen sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu den Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Wertberichtigungen ausgewiesen. Die Abschreibungen
auf die im Bestand befindlichen Gebäude orientierten sich an
den steuerlich zulässigen Absetzungen für Abnutzungen. Für
die Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsaus­
stattung, die vor dem Wirtschaftsjahr 2005 angeschafft wurden,
erfolgte der Ansatz unter Berücksichtigung der steuerlich maximal zulässigen Abschreibungen. Für die danach angeschafften
Vermögensgegenstände wurden durchgängig lineare Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden
in Anlehnung an die steuerlichen Regeln abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 150 € wurden im
Jahr der Anschaffung in voller Höhe, die übrigen geringwertigen
Wirtschaftsgüter werden im Rahmen eines Sammelpostens pau-­
schal über fünf Jahre abgeschrieben. Die Körperschaftssteuer­
erstattungsansprüche gemäß § 37 Abs. 5 KStG wurden mit dem
Barwert in die „Sonstigen Vermögensgegenstände“ eingestellt.
Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Soweit der Rückzahlungsbetrag vom Ausgabebetrag
abweicht, wurden die Unterschiedsbeträge in die Rechnungsabgrenzung aufgenommen und zeitanteilig erfolgswirksam
aufgelöst.
Für Steuern, für dem Grunde oder der Höhe nach noch ungewisse Verbindlichkeiten sowie für drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften, wurden in ausreichendem Umfang
102
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
André Wetzel ⋅ Joachim Falß ⋅ Caspar Andreae
rdirk ⋅ Sabine Stern ⋅ Bärbel Brauer ⋅ Michael
Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf der Basis der „Richttafeln
2005 G“ von Klaus Heubeck ermittelt. Dem Teilwert für Anwartschaften und dem Barwert für laufende Renten lag – analog § 6a
Abs. 3 Satz 3 EStG – ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde.
Geschäfte in Finanzderivaten unterlagen der Einzelbewertung,
soweit sie nicht zusammen mit Gegengeschäften eine ge­
schlossene Position bilden. Davon abweichend wurden für
Geschäfte, die zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos der
Gesamtbank abgeschlossen wurden, in zulässigem Umfang
Bewertungseinheiten im Rahmen des gesamten zinsabhängi­
gen Geschäftes gebildet. Das Bewertungsergebnis dieser Geschäfte blieb bei der Ergebnisermittlung unberücksichtigt. Bei
der Bewertung der offenen Positionen wurde das Imparitätsbzw. das Realisationsprinzip beachtet. Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen
wurden abzüglich der gebildeten Rückstellungen für Ausfallrisiken sowie zweckgebundener Deckungsguthaben, soweit sie
unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden oder Kredit­
instituten ausgewiesen wurden, vermerkt.
In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung
des Jahresabschlusses ergaben sich keine bewertungserheblichen Umstände.
Steueraufwand
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich insgesamt um 1,5 Mio. € auf 5,7 Mio. €. Die latenten Steuern aus
dem Jahresabschluss 2008 in Höhe von 4,3 Mio. € ermäßigten
sich um 1,1 Mio. € auf 3,2 Mio. € und verminderten insofern den
Steueraufwand. Der Steueraufwand des Jahres 2008 war nach
der Veräußerung eines Immobilienteilportfolios der Bank an die
IMMRUHR GmbH & Co. KG, Essen, auf Grund steuerrechtlicher
Vorschriften niedriger als er sich auf Basis handelsrechtlicher Vorschriften ergeben hätte. Daher war die Bildung einer Rückstel­lung
für latente Steueraufwendungen erforderlich. Der Steuerauf­wand
2009 konnte durch bestehende steuerliche Verlustvorträge
um 1,1 Mio. € vermindert werden. Dem laufenden Ergebnis war
somit ein Steueraufwand von rund 7,9 Mio. € zuzurechnen.
Währungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten wurden mit den zum Jahresultimo festgestellten
Referenzkursen der Europäischen Zentralbank umgerechnet.
Die aus der Bewertung der Fremdwährungsaktiva und Fremdwährungspassiva resultierenden Gewinne und Verluste wurden in die Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen. Gewinne
oder Verluste aus der Bewertung von Bilanzpositionen, die
durch Termingeschäfte besonders gedeckt sind, wurden in die
Gewinn- und Verlustrechnung übernommen. Die aus der Umrechnung resultierenden Ausgleichsposten wurden unter den
Kundenforderungen ausgewiesen. Die Terminaufschläge bzw.
-abschläge der Absicherungsgeschäfte erhöhten bzw. verminderten das Zinsergebnis zeitanteilig. Die sonstigen Devisen­
termingeschäfte wurden mit aktuellen Terminkursen bewertet.
Die dabei ermittelten Gewinne und Verluste aus betragsmäßig ge­
deckten Positionen wurden in die Gewinn- und Verlustrechnung
einbezogen. Gewinne aus nicht gedeckten Positionen blieben
unberücksichtigt. Für Bewertungsverluste aus nicht gedeckten
Positionen wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.
Auf fremde Währung lautende Forderungen und Vermögensge­gen­
stände bestanden in Höhe von 44,0 Mio. € (Vorjahr 58,1 Mio. €).
Die Fremdwährungsverbindlichkeiten betrugen insgesamt 44,4
Mio. € (Vorjahr 45,9 Mio. €). Die Eventualverbindlich­keiten in
fremder Währung beliefen sich auf 9,8 Mio. € (Vorjahr 8,0 Mio. €).
103
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Angaben und Erläuterungen
zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Müller ⋅ Daniela Römer ⋅ Katja Hover ⋅ Benn
Rausch ⋅ Kathrin Urban ⋅ Marion Oprach ⋅
Fristengliederung nach Restlaufzeiten
Die für bestimmte Aktiv- und Passivposten der Bilanz erstellte
Gliederung nach Restlaufzeiten basiert auf den Endfälligkeiten,
den Kündigungs- und den Kündigungssperrfristen. Bei Forderungen oder Verbindlichkeiten, die in regelmäßigen Raten zurückgeführt werden, basiert die Gliederung auf den Restlaufzeiten
der jeweils einzelnen Raten. Unter den unbestimmten Laufzeiten werden insbesondere Kredite in laufender Rechnung ohne
konkrete zeitliche Befristungen (sogenannte b.a.w.-Kredite)
ausgewiesen. Die Restlaufzeitengliederung erlaubt eine erste
Beurteilung der Liquiditätslage des Kreditinstitutes. In der Bilanzposition „Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere“ sind Papiere mit einem Nennbetrag von
55,4 Mio. € und einem Buchwert einschließlich bestehender
Zinsabgrenzungen von 51,4 Mio. € enthalten, die in 2009 fällig
werden. Daneben stehen begebene Schuldverschreibungen in
Höhe von 55,0 Mio. € in 2010 zur Rückzahlung an.
Fristengliederung nach Restlaufzeiten
in Tsd. €
bis 3
Monate
Aktiva
mehr als
3 Monate
bis 1 Jahr
mehr als
1 Jahr bis
5 Jahre
mehr als
5 Jahre
unbestimmte
Laufzeit
anteilige
Zinsen
Gesamtbetrag
Forderungen an Kreditinstitute (ohne täglich fällige)
50.000
0
20.000
6
544
70.550
Forderungen an Kunden
228.133
214.365
665.973 1.385.322
406.047
1.791
2.901.631
Passiva
2.082
614.720
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
88.041
27.190
151.162
346.245
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten
7.228
471
9.860
222
17.781
569.640
74.842
123.054
62.546
3.883
833.965
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
Nachrangige Vermögensgegenstände
Börsenfähige Wertpapierbestände
in Tsd. €
Festverzinsliche Wertpapiere
Aktien und andere nicht
festverzinslichen Wertpapiere
börsenfähig
davon
börsennotiert
davon nicht
börsennotiert
516.671
405.628
111.043
9.237
348
8.889
Unter der Position „Forderungen an Kreditinstitute“ besteht
ein Nachrangdarlehen an die Bürgschaftsbank NRW GmbH in
Höhe von 5.757,15 € (Vorjahr 5.757,15 €). Nachrangige Kredite
wurden in Höhe von 1.289 Tsd. € (Vorjahr 901 Tsd. €) an unsere
Kunden herausgelegt und sind in den Forderungen an Kunden
enthalten.
104
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
o Öhlschlegel ⋅ Andrea Großmann ⋅ Stefan
Marietta Löbert ⋅ Annette Förmer ⋅ Ina Stuke
Beteiligungen
Anteile an verbundenen Unternehmen
An der Conpair AG, Essen, hält die Bank einen Anteil von 27,4 %.
Zum 31. Dezember 2008 betrug das Eigenkapital dieser Gesellschaft 2,4 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €). In 2008 erwirtschaftete die
Gesellschaft ein ausgeglichenes Ergebnis (Vorjahr 2,2 Mio. €).
Ein Jahresabschluss für 2009 liegt zu dieser Gesellschaft noch
nicht vor. An der IMMRUHR GmbH & Co. KG, Essen, ist die Bank
mit 89,94 % am Kommanditkapital beteiligt. Die Gesellschaft hat
2008 ein Immobilienteilportfolio der Bank erworben. Sie ist ver­­
mögensverwaltend tätig und vermietet der Bank diese Immobilien. Zum 31. Dezember 2009 betrug das Eigenkapital dieser
Gesellschaft 5,0 Mio. €, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2009
betrug 718 Tsd. € (Vorjahr -55 Tsd. € für ein Rumpfgeschäftsjahr).
Die Bank hat sich im Januar 2009 an der Americo Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, als Kommanditistin mit knapp
42 % beteiligt. Der Buchwert dieser Beteiligung beträgt 5,5 Mio. €.
Ein Jahresabschluss dieser Gesellschaft liegt noch nicht vor.
Unter dieser Position werden die 100 %igen Beteiligungen
Auf die bestehenden Beteiligungen wurden Wertanpassungen
im Umfang von 522 Tsd. € vorgenommen.
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind in folgenden Bilanzpositionen enthalten:
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber
Beteiligungsunternehmen
in Tsd. €
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und
aus Gewährleistungsverträgen
Sonstige Vermögensgegenstände (Gesellschafterdarlehen)
• an der NB-VERSICHERUNGS-SERVICE GmbH, Essen,
• an der NB-IMMOBILIEN GmbH, Essen, und
• an der NB-BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT mbH, Essen,
ausgewiesen. Letztere umfasst noch keinen aktiven Geschäftsbetrieb. Die Verbindlichkeiten gegenüber diesen Gesellschaften
betragen 657,7 Tsd. € (Vorjahr 654,3 Tsd. €), Forderungen bestehen in diesem und bestanden im vorigen Jahr nicht. Unter
den sonstigen Vermögensgegenständen wird die bereits feststehende, aber noch nicht durchgeführte Ausschüttung der
NB-VERSICHERUNGS-SERVICE GmbH, Essen, in Höhe von 635
Tsd. € (Vorjahr 600 Tsd. €) ausgewiesen. Im Vorjahr erhielt die
Bank von der NB-IMMOBILIEN GmbH, Essen, eine Ausschüttung in Höhe von 40 Tsd. €. Für 2009 ist bei dieser Gesellschaft
keine Ausschüttung vorgesehen. Ein Konzernabschluss zum
31. Dezember 2009 ist nicht erforderlich, weil die Einbeziehung
dieser Gesellschaften für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter
Bedeutung ist. Bei der NB-IMMOBILIEN GmbH, Essen, wurde
im Dezember 2009 eine Kapitalerhöhung durch Bareinlage in
Höhe von 100 Tsd. € durchgeführt.
Anteile an verbundenen Unternehmen
2008
2009
6
6
252
249
2.533
2.174
42
42
0
561
in Tsd. €
NB-VERSICHERUNGS-SERVICE GmbH,
Essen
Eigenkapital
Ergebnis
des
Geschäftsjahres 2008
Ergebnis
des
Geschäftsjahres 2009
686
601
634
NB-IMMOBILIEN GmbH, Essen
86
40
-50
NB-BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT mbH,
Essen
25
0
0
105
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Reiner Winters ⋅ Bernhard Elsner ⋅ Chr
Glockner ⋅ Sandra Finkeldey ⋅ Annette We
Treuhandvermögen
Anlagevermögen
Das Treuhandvermögen umfasst überwiegend in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung gewährte Kredite an Kunden.
Die Laufzeit dieser Kredite beträgt vier Jahre und mehr. Darüber
hinaus wird hier eine treuhänderische, 100 %ige Beteiligung an
der Initiativkreis Ruhr GmbH, Essen, ausgewiesen.
Die im Anlagespiegel ausgewiesenen Sachanlagen setzen sich
mit 29,3 Mio. € (Vorjahr 30,1 Mio. €) aus Grundstücken und Ge­
bäuden und mit 14,0 Mio. € (Vorjahr 13,6 Mio. €) aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen. Bis auf ein Objekt (nur Grundstückswert) mit einem Buchwert von 0,1 Mio. €
(Vorjahr 0,1 Mio. €) werden sämtliche Grundstücke und Gebäude
ganz oder teilweise selbst genutzt. Das Wertpapieranlage­
vermögen setzt sich aus unterschiedlichen verbrieften Krediten
zusammen.
Treuhandgeschäft
in Tsd. €
2008
2009
Forderungen an Kunden
47
42
Beteiligungen
91
91
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
47
42
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
91
91
Anschaffungs-/
Herstellungs­
kosten
01.01.2009
Zugänge
2009
Abgänge
2009
Anschaffungs-/
Herstellungs­
kosten
31.12.2009
7.326
5.500
522
61
99
0
Wertpapiere des Anlagevermögens
74.083
1.279
16.733
58.629
-
Sachanlagen
81.263
3.049
715
83.597
Immaterielles Anlagevermögen
27.612
2.525
0
30.137
Die im Anlagespiegel ausgewiesenen Abgänge und Zugänge
resultierten aus Tilgungen und Abschreibungen sowie aus Zukäufen und Zuschreibungen. Von der gemäß § 34 Abs. 3 der Ver­­
ordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute möglichen
Zusammenfassung für Finanzanlagen wurde Gebrauch gemacht.
Anlagespiegel
in Tsd. €
Beteiligungen
Anteile an verbundenen Unternehmen
106
Abschreibungen
2009
Abschreibungen
kummuliert
Buchwert
per
31.12.2009
Buchwert
per
31.12.2008
12.304
12.304
7.326
160
160
61
-
58.629
74.083
3.420
40.322
43.275
43.669
1.938
25.444
4.693
4.106
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
istiane Gittke ⋅ Jochen Voßgätter ⋅ Eva
lling ⋅ Susanne Dickmann ⋅ Horst Bartsch
Eigene Aktien
Als Sicherheit abgetretene Forderungen,
Eigene Aktien hatten die Bank oder mit ihr verbundene Unternehmen am Bilanzstichtag nicht im Bestand. Als Sicherheit für
Kredite an Kunden waren am Jahresende 393.313 NATIONALBANK-Stückaktien (Vorjahr 364.903) verpfändet. Dies entspricht
3,15 % (Vorjahr 3,51 %) des Grundkapitals.
Im Laufe des Berichtsjahres hat die Bank von der Möglichkeit
des Handels in eigenen Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Ziff. 7 AktG
Gebrauch gemacht. Es wurden insgesamt 532.974 Stückaktien (Vorjahr 1.247.527), das sind 4,27 % (Vorjahr 12,0 %) des
Grundkapitals, mit einem durchschnittlichen Kurs von 34,71 €
(Vorjahr 37,95 €) gekauft. Die Verkäufe wurden zu einem höhe­
ren Durchschnittskurs abgewickelt, so dass insgesamt ein
Überschuss von 74.670 € (Vorjahr Fehlbetrag von 1.552.792 €)
entstand, der in den Nettoertrag aus Finanzgeschäften eingegangen ist. Der höchste Bestand am Ende eines Tages innerhalb des abgelaufenen Jahres betrug 258.099 Stückaktien
beziehungsweise 2,48 % des Grundkapitals (Vorjahr 325.102
Stückaktien = 3,13 %). Der Zeitpunkt dieses Höchststandes lag
vor der Kapitalerhöhung. Die preislichen Auflagen der bestehenden Ermächtigung der Hauptversammlung wurden jederzeit
eingehalten.
Zur Erleichterung des Handels in eigenen Aktien möchte die
Bank weiterhin von der Vorschrift des § 71 Abs. 1 Ziff. 7 AktG
Gebrauch machen. Die Hauptversammlung wird daher gebeten,
die zum 30. September 2010 auslaufende Ermächtigung zu erneuern und die Gesellschaft zu ermächtigen, bis zum 2. Mai
2015 eigene Aktien zum Zweck des Wertpapierhandels mit der
Maßgabe zu erwerben, dass der Handelsbestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien am Ende eines jeden Tages 5 %
des Grundkapitals der NATIONAL-BANK nicht übersteigen darf.
Außerdem dürfen aufgrund des erbetenen Beschlusses Aktien
nur erworben werden, wenn der Preis je Aktie um nicht mehr
als 10 % über oder unter dem Kurs liegt, der bei den über die
NATIONAL-BANK getätigten Umsätzen an den drei vorausgegangenen Tagen, an denen Umsätze in NATIONAL-BANK Aktien
getätigt wurden, im Durchschnitt bezahlt wurde.
Wertpapiere und sonstige Vermögensgegenstände
Kundenforderungen in Höhe von 511 Mio. € (Vorjahr 525 Mio. €)
wurden an öffentliche Refinanzierungsinstitute abgetreten.
Dies ist bei Einsatz öffentlicher Kreditprogramme nach den
Kreditbedingungen erforderlich. Daneben erfolgte eine Verpfändung von Wertpapieren im Umfang von 49 Mio. € (Vorjahr
39 Mio. €) als Sicherheit für verschiedene Geschäftspartner,
zum Beispiel, um die Teilnahme am Derivatehandel an der EUREX
als Non-Clearing Member zu ermöglichen.
Zum Jahresende waren im Pfandpool bei der Deutschen
Bundesbank Wertpapiere und Wirtschaftskredite mit einem
Beleihungswert von 393 Mio. € (Vorjahr 396 Mio. €) für Refinanzierungen im Rahmen der Liquiditätssteuerung enthalten.
Zum Jahresultimo bestanden Pensionsgeschäfte ausschließlich mit der Deutschen Bundesbank im Umfang von 80 Mio. €.
Für Pensionsansprüche des Vorstandes, die nicht durch den
Pensions-Sicherungs-Verein aG der deutschen Wirtschaft gedeckt sind, bestehen kapitalgedeckte Rückdeckungsversicherungen, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen mit
5,2 Mio. € (Vorjahr 5,3 Mio. €) ausgewiesen werden und die mit
4,96 Mio. € zu Gunsten der pensionsanspruchsberechtigten
Personen verpfändet sind.
107
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Michael Gräuler ⋅ Tanja Hillmann ⋅ Dirk Kai
Moritz Stipp ⋅ Andreas Herr ⋅ Nadine Schlen
Sonstige Aktivwerte
Unter der aktiven Rechnungsabgrenzung werden Disagien aus
der Platzierung der eigenen NATIONAL-BANK-Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €)
sowie Disagien aus der Aufnahme von langfristigen Refinanzierungsmitteln in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr 7,6 Mio. €) ausgewiesen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind in der nachfolgen­
den Tabelle aufgeführt.
In der Position „Sonstige“ sind in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr
0,9 Mio. €) Posten enthalten, die aus der Bewertung von
Devisentermingeschäften resultieren, die zur Absicherung von
Fremdwährungspositionen in der Bilanz dienen.
Der gemäß § 37 Abs. 5 KStG bestehende Anspruch auf Körperschaftssteuerguthaben, der innerhalb der nächsten acht Jahre zu jeweils gleichen jährlichen Beträgen zur Zahlung durch
die Finanzverwaltung fällig wird, wurde mit dem Barwert von
3,7 Mio. € (Vorjahr 4,1 Mio. €) angesetzt und ist in den Steuererstattungsansprüchen enthalten.
Sonstige Vermögensgegenstände
in Mio. €
2008
2009
12,5
13,5
Kapitalgedeckte Rückdeckungsversicherung
5,3
5,2
Provisionsansprüche für Finanzdienstleistungen
1,5
1,9
Steuererstattungsansprüche
Angekaufte Ausschüttungsansprüche
5,5
5,5
Inkassopapiere
0,7
0,6
Rückgewähransprüche auf Wertpapiere
2,5
5,5
Sonstige
4,4
2,7
Sonstige Passivwerte
Die passive Rechnungsabgrenzung enthält nahezu ausschließlich Disagien aus dem Kundenkreditgeschäft mit einem Volumen von 8,4 Mio. € (Vorjahr 9,0 Mio. €). Diese werden im Zeitablauf planmäßig aufgelöst. In der Bilanzposition „Sonstige
Verbindlichkeiten“ sind 3,5 Mio. € (Vorjahr 6,9 Mio. €) noch abzuführende Steuern und Sozialabgaben sowie 0,3 Mio. € offene
Rechnungen enthalten. Die Rückgewähransprüche auf Wertpapiere beziehen sich auf
Wertpapiere, die im Rahmen der Absicherungen von Ansprüchen aus Altersteilzeitverträgen auf die betroffenen Mitarbeiter
übertragen wurden.
108
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
ser ⋅ Georg Leopold ⋅ Liselotte Barrenstein
khoff ⋅ Ralf Schulz ⋅ Arndt Wrobel ⋅ Dagmar
Nachrangige Verbindlichkeiten
Eigenkapital
Die nachrangigen Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2009 betrugen nach Rückzahlung von 15 Mio. € aufgrund planmäßiger
Fälligkeiten nominal insgesamt 45 Mio. € (Vorjahr 60 Mio. €)
und setzen sich aus vier Tranchen zusammen:
Das Eigenkapital (ohne Bilanzgewinn) entwickelte sich nach
der Kapitalerhöhung zur Mitte des Jahres und der Rücklagendotierung im Rahmen des Jahresabschlusses für 2009 wie folgt:
Nachrangdarlehen
Eigenkapital
Nominalbetrag in Mio. €
Zinssatz in %
Fälligkeit
in Tsd. €
10 Mio. €
6,25
05.03.12
Eigenkapital zum 31.12.2008
20 Mio. €
5,17
19.03.13
5 Mio. €
4,62
14.01.15
Erhöhung des Grundkapitals
aus der Kapitalerhöhung 2009
6.240
10 Mio. €
5,16
16.01.17
Erhöhung der Kapitalrücklage
aus der Kapitalerhöhung 2009
52.000
45 Mio. €
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen
aus dem Jahresüberschuss 2009
Eigenkapital zum 31.12.2009
Die Bedingungen der nachrangigen Darlehen entsprechen § 10
Abs. 5a KWG. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung kann
nicht entstehen, da die Gläubiger nicht berechtigt sind, die
Darlehen vorzeitig zu kündigen. Eine Aufrechnung des Rückzahlungsanspruchs der Gläubiger gegen Forderungen der Bank
ist ausgeschlossen. Im Fall der Insolvenz oder der Liquidation
der Bank ist der Anspruch der Gläubiger auf Rückzahlung des
Darlehenskapitals erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zu erfüllen. Für die nachrangigen Verbindlichkeiten ist im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Zinsaufwand von
2,6 Mio. € (Vorjahr 3,1 Mio. €) angefallen. Der bilanzierte Betrag
enthält die anteiligen Zinsen per 31. Dezember 2009.
210.500
6.000
274.740
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt 37,44 Mio. €
(Vorjahr 31,20 Mio. €). Bei 12,48 Mio. (Vorjahr 10,40 Mio.)
Stückaktien ergibt sich je Aktie ein rechnerischer Anteil am
Grundkapital von 3,00 €. Die Aktien lauten auf den Inhaber.
Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils ist
ausgeschlossen.
109
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Smilgeit ⋅ Barbara Niesalla-Prause ⋅ Bernd
Nicole Bachert ⋅ Britta Stachowiak ⋅ Chris
Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Mai 2009 wurde
der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates
bis zum 13. Mai 2014 das Grundkapital um bis zu 15,0 Mio. €
durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlage zu erhöhen und
über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden. Dabei ist den Aktionären – abgesehen von einem möglichen Bezugsrechtsausschluss für Spitzenbeträge – ein Bezugsrecht
einzuräumen. Von dieser Ermächtigung wurde im Juni 2009 im
Umfang von 6,24 Mio. € Gebrauch gemacht. Das genehmigte
Kapital beträgt nunmehr 8,76 Mio. €.
Sonstige Haftungsverhältnisse,
Eventualverbindlichkeiten und andere
Verpflichtungen
Mit der Beteiligung an der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH,
Frankfurt, ist eine Nachschusspflicht von bis zu 1 Mio. € und
eine Eventualhaftung für die Nachschusspflicht anderer Gesellschafter verbunden.
Aus langfristigen Mietverhältnissen für die von der Bank genutzten Immobilien ergeben sich jährliche Mietverpflichtungen
in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr 4,1 Mio. €). Davon entfallen auf
die IMMRUHR GmbH & Co. KG, Essen, 2,0 Mio. € mit einer Mietlaufzeit von noch neun Jahren. Die darüber hinausgehenden
Mietverpflichtungen von 2,4 Mio. € sind vertraglich mit Laufzeiten von einem Jahr bis zu knapp 14 Jahren (durchschnittlich
5,4 Jahre) gebunden.
Neben den Mietverhältnissen für Immobilien bestehen Leasingund Nutzungsverträge für EDV-Hardware und Software, insbesondere für die Großrechner. Im Rahmen dieser Verträge ergaben sich in 2009 Zahlungen von rund 3,2 Mio. €. Diese sind in
den anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten. Die Ver­
träge haben Laufzeiten bis maximal Ende 2012 und sind überwiegend innerhalb eines Jahres bzw. in einem Jahr zum Jahresende kündbar. Mit den Vertragsverhältnissen sichert sich die
Bank die Möglichkeit, nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf die
dann neueste Technologie zu wechseln, ohne dabei ein Verwertungsrisiko berücksichtigen zu müssen. Gleichzeitig besteht
das Risiko, dass bei Auslauf der Verträge die Kosten für Vertragsprolongationen deutlich steigen können bzw. für Investitionen hohe Kapitalbeträge gebunden werden, auch wenn das
bislang genutzte System technologisch noch nicht veraltet ist.
Aufgrund der Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des
Bundesverbandes deutscher Banken e.V. sowie der Verpflichtung gegenüber der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken
GmbH waren 2009 nach den zuletzt notwendigen Sicherungsmaßnahmen für Lehman Brothers doppelt so hohe Beiträge wie
in den Jahren zuvor zu leisten. Auch in den kommenden Jahren
muss von vergleichbar hohen Verpflichtungen ausgegangen
werden.
110
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Raguse ⋅ Berthold Hütten ⋅ Marianne Lucaßen
toph Driewer ⋅ Matthias Rusinski ⋅ Barbara
Eventualverbindlichkeiten aus
Des Weiteren hat die Bank in unterschiedlichen Bereichen
Leis­t ungspakete ausgelagert, die nicht zwingend zur Kern­
kompetenz und Kernfunktionalität der Bank gehören. Hierzu
zählen unter anderem:
• Die Bereitstellung von Speicherplatz für den Internetauftritt
der Bank.
• Der Betrieb des Electronic Banking und der elektronischen
Zahlungssysteme.
• Der Betrieb und die Weiterentwicklung des internen
Ratingverfahrens.
Die Auslagerungen wurden jeweils einer Wirtschaftlichkeits­
analyse unterzogen und werden fortlaufend im Hinblick auf die
Einhaltung von Qualitätsstandards überwacht. Die Auslage­
rungen beeinträchtigen nicht die Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten der Bank. Für die Bank bietet sich der Vorteil,
an Weiterentwicklungen teil zu haben, die von dem jeweiligen
Leistungsanbieter betrieben werden. Sie muss dafür nicht eigenes, im Wesentlichen bankfremdes Know How vorhalten. Andererseits ergeben sich Risiken aus dem Ausfall der Leistungsanbieter und dessen Ersatz. In 2009 sind für die Auslagerungen
Aufwendungen in Höhe von 1,5 Mio. € entstanden, die vollständig unter den anderen Verwaltungsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt werden. Die Verträge haben
eine maximale Laufzeit von drei Jahren. Für die nächsten Jahre
ist mit etwa gleich hohen Aufwendungen zu rechnen.
Bürgschaften und Gewährleistungen
Mit den Eventualverbindlichkeiten sind Provisionserträge im
Kreditgeschäft und im Internationalen Geschäft verbunden.
Den Erträgen stehen Risiken im Hinblick auf den Ausfall der
Bürgschaftsdebitoren entgegen. Das Risiko bei Kreditbürgschaften entspricht dem Risiko aus Krediten. Bei den sonstigen Verpflichtungen ist jedoch nicht nur der Ausfall des Bürgschaftsdebitors, sondern zusätzlich noch ein Mangel bezüglich
einer Leistung, für die die Bürgschaft / Gewährleistung ausgesprochen wurde, erforderlich. Bei Akkreditiven sind konkrete
internationale Handelsgeschäfte betroffen, bei denen überwiegend das Risiko einer nicht sachgerechten Prüfung der Dokumente besteht.
Eventualverbindlichkeiten
in Mio. €
Kreditbürgschaften
sonstige Verpflichtungen aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen
Akkreditive
111
20,7
100,3
19,0
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Berger ⋅ Kristina Alfredsson ⋅ Rolf Lauterba
Bieda ⋅ Björn Klaas ⋅ Rebecca Stock ⋅ Hiltrud
Unwiderrufliche, nicht beanspruchte
Kreditzusagen
Vergütung des Abschlussprüfers
Unter den unwiderruflichen, nicht beanspruchten Kreditzusagen werden zugesagte, aber noch nicht valutierte Darlehen und
nicht beanspruchte Kreditvereinbarungen ausgewiesen. Es
werden hier nur die befristeten, nicht aber die ohne konkrete
Befristung vereinbarten Zusagen ausgewiesen.
Die Hauptversammlung der Bank hat am 13. Mai 2009 beschlossen, die Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009
zu bestellen. Die Gesellschaft erhält für die Abschlussprüfer­
leistungen vor Umsatzsteuer 325.300 € und für andere Bestätigungsleistungen (Prüfung des Wertpapierdienstleistungsund Depotgeschäfts gemäß § 36 Abs. 1 WpHG und Prüfung
der Krediteinreichung über die KEV-Plattform der Deutschen
Bundesbank) 64.500 €. Steuerberatungsleistungen und sonstige
Leistungen wurden nicht erbracht.
Für kurzfristige Kreditzusagen werden üblicherweise Bereitstellungsprovisionen in Rechnung gestellt. Die Kreditzusagen
können kurzfristig zu einem entsprechenden Liquiditätsabzug
führen. Die Liquiditätssteuerungssysteme berücksichtigen jedoch die noch offenen Zusagen sowohl für die kurzfristigen als
auch für die mittel- und langfristigen Kredite.
Kreditzusagen
in Mio. €
kurzfristige Kredite
mittel- und langfristige Kredite
Bürgschaften
190,9
59,1
0,3
Nahestehende Personen
Geschäfte zu marktabweichenden Konditionen mit naheste­
hen­den Personen, wie zum Beispiel Mitgliedern des Vorstan­
des und des Aufsichtsrates, aber auch Direktoren der Bank und
Unternehmen (verbundene und assoziierte Unternehmen bzw.
Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe), die für die Beurteilung der Finanzlage von wesentlicher Bedeutung wären, wurden
nicht getätigt.
Außerordentliches Ergebnis
Mit der Entscheidung der Bank, die Wertpapiere des Alternativen Kreditportfolios nicht mehr dem Geschäftsmodell der
Bank zuzurechnen, werden seit dem 1. Januar 2008 sämtliche
Ergebniskomponenten aus diesem Portfolio im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen. Für 2009 resultieren daraus außer­
ordentliche Aufwendungen von 12,1 Mio. € (Vorjahr 31,3 Mio. €)
und außerordentliche Erträge in Form von Margenbeiträgen aus
dem Portfolio von 2,3 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €).
112
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
ch ⋅ Doris Kolodzyska ⋅ Georg Erdmann ⋅ Maik
Bauer ⋅ Martina Stemmer ⋅ Nicole Grewe ⋅ Max
Organbezüge
Beteiligungsanzeige
Die Bezüge des Vorstandes belaufen sich für das Berichtsjahr auf insgesamt 2.104.600 € (Vorjahr 2.036.428 €). Davon
entfallen 1.006.600 € (Vorjahr 976.600 € ) auf das Grundgehalt, 910.000 € (Vorjahr 850.000 €) auf die Tantieme sowie
weitere 188.000 € (209.828 €) auf sonstige Organbezüge, wie
zum Beispiel Dienstwagennutzung und Altersvorsorge.
Nach der uns gemäß § 20 AktG zugegangenen Mitteilung besitzt die SIGNAL Krankenversicherung a. G., Dortmund, mehr
als ein Viertel des Grundkapitals der Bank.
An frühere Mitglieder des Vorstandes oder ihre Hinterbliebenen
wurden 787.437 € (Vorjahr 779.884 €) gezahlt. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 7.051.992 € (Vorjahr
7.209.269 €).
Die jährlich freiwillig von Aufsichtsrat und Vorstand abgegebene
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG für die NATIONALBANK sowie die nicht mehr aktuellen Entsprechenserklärungen
der letzten fünf Jahre sind auf der Website der Bank abrufbar.
Die Erläuterungen zur Einhaltung und zu den Abweichungen
gegenüber den Empfehlungen des Deutschen Corporate Gover­
nance Kodex finden sich im Corporate-Governance-Bericht
dieses Geschäftsberichtes.
Gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes bestanden zum
Jahresende Kreditforderungen in Höhe von 189.834 € (Vorjahr
144.272 €).
Der Aufsichtsrat erhält für das Berichtsjahr eine Vergütung
von insgesamt 433.882 € (Vorjahr 433.882 €), davon entfallen
14.994 € (Vorjahr 14.994 €) auf feste und 418.888 € (Vorjahr
418.888 €) auf variable Bezüge.
Zum Jahresende bestanden gegenüber den Mitgliedern des
Aufsichtsrates Kreditforderungen in einer Höhe von 917.321 €
(Vorjahr 670.493 €).
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Die NATIONAL-BANK wendet den Deutschen Corporate Governance Kodex auf freiwilliger Basis an, da sie weder ein börsennotiertes noch ein kapitalmarktorientiertes Unternehmen ist.
Vor dem Hintergrund der zunehmend für börsennotierte Aktien­
gesellschaften vorgegebenen Inhalte des Deutschen Corporate
Governance Kodex haben sich Aufsichtsrat und Vorstand entschieden, für die NATIONAL-BANK einen eigenen Corporate
Governance Kodex aufzustellen. Dieser soll im ersten Quartal
2010 verabschiedet und auf der Internetseite der Bank unter
www.national-bank.de veröffentlicht werden.
113
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Außerbilanzielles Geschäft
Nicolaus Pfeifenroth ⋅ Jutta Breuer ⋅ Stephan
Ruth Strang ⋅ Dominik Müsslin ⋅ Andrea Jäge
Die Bank hat im abgelaufenen Jahr Termingeschäfte und Geschäfte in Finanzderivaten getätigt. Sie erstreckten sich auf
Kundenkontrakte, auf deren Eindeckungsgeschäfte, in eingeschränktem Umfang auf Eigenhandelsgeschäfte und auf
Kontrakte zur Bilanzstruktursteuerung. Zum Jahresultimo be­
standen keine Eigenhandelspositionen in Derivaten und Termingeschäften. Die nachstehende Übersicht zeigt das Nominalvolumen und das Adressenausfallrisiko der Termingeschäfte
zum Jahresultimo.
Außerbilanzielles Geschäft I
Geschäftsart
in Tsd. €
Zinsbezogene Geschäfte (OTC)
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten
Positiver
Marktwert
Negativer AdressenausMarktwert
fallrisiken
bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
> 5 Jahre
insgesamt
64.320
513.640
225.368
803.328
10.788
13.383
10.788
10.245
davon
Zinsswapgeschäfte
8.000
391.090
218.602
617.692
10.245
12.840
56.320
122.550
6.766
185.636
543
543
543
288.969
3.278
292.247
4.685
3.478
4.685
208.787
3.278
212.065
2.954
1.747
2.954
80.182
0
80.182
1.731
1.731
1.731
Zins- und Währungsswapgeschäfte
3.984
5.892
9.876
465
465
465
Aktien-/-indexbezogene Geschäfte
279.330
279.330
3.740
3.740
3.740
79.326
79.326
3.740
3.740
3.740
200.004
200.004
0
0
0
1.384.781
19.678
21.066
19.678
Positiver
Marktwert Negativer
Marktwert Adressenausfallrisiko Zinsoptionsgeschäfte
Währungsbezogene Geschäfte (OTC)
davon
Devisentermingeschäfte
Devisenoptionsgeschäfte
davon
Eurex-Optionen
Eurex-Futures
Summe
636.603
522.810
225.368
Nach Kontrahenten unterteilt, zeigt das gesamte außerbilanzielle Geschäft folgende Struktur:
Außerbilanzielles Geschäft II
Kontrahenten
in Tsd. €
Nominalbetrag Kreditinstitute innerhalb der OECD
825.297
4.253
18.801
4.253
Kunden
559.484
15.425
2.265
15.425
114
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Althaus ⋅ Stephan Grollmann ⋅ Michael Berger
r ⋅ Vanessa Barthonetz ⋅ Steffen Manske ⋅ Alf
Für offene Devisengeschäftspositionen wurden Rückstellungen
für drohende Verluste in Höhe von 94 Tsd. € gebildet. Weitere
Sachverhalte aus dem Derivategeschäft, für die eine Rück­
stellung erforderlich gewesen wäre, lagen nicht vor.
Das Adressenausfallrisiko errechnet sich aus den aktuellen
Wiedereindeckungskosten an den Finanzmärkten, die sich
ergeben, wenn unterstellt wird, dass die Kontrahenten ihren
Verpflichtungen nicht nachkommen. Dabei wurden nur die Ge­
schäfte berücksichtigt, die zum Bilanzstichtag einen positiven
Marktwert zeigen. Saldierungen mit Geschäften, die einen
negativen Marktwert haben, wurden nicht vorgenommen. Der
positive bzw. negative Marktwert der bestehenden Positionen
gibt den Gewinn bzw. den Verlust der Positionen bei einer
vollständigen Schließung aller Geschäfte zum Bilanzstichtag
wieder. Sämtliche OTC-Optionen wurden mit Hilfe des Optionspreismodells von Black & Scholes bewertet.
Die Devisentermingeschäfte resultieren zum überwiegenden
Teil aus Kundenaufträgen, die zeitgleich wieder eingedeckt
wurden. Das Deckungsvolumen ist in dem genannten Betrag
enthalten. Daneben bestehen Geschäfte zur Absicherung von
Bilanzpositionen gegen Währungsschwankungen. Offene Devisenterminpositionen bestanden während des Jahres und zum
Jahresultimo nur in begrenztem Umfang. Der Marktwert der
Devisengeschäfte errechnet sich aus dem Barwert der CashFlow-Differenz, die sich ergeben würde, wenn die bestehenden
Kontrakte einerseits mit dem vereinbarten Kundenkurs und
andererseits mit dem aktuellen Marktkurs abgewickelt werden
würden. Die mit unseren Kunden abgeschlossenen Devisen­
optionsgeschäfte wurden vollständig betrags- und laufzeitkongruent bei Kreditinstituten eingedeckt. Die Marktwerte der
Optionen errechnen sich über die Black & Scholes Formel. Die
dafür benötigten historischen, von den relevanten Märkten
abgeleiteten Volatilitäten und Korrelationen werden täglich
aktualisiert. Die verwendeten Zinskurven referenzieren auf
die Euribor-Geldmarktsätze und im Laufzeitbereich oberhalb
von einem Jahr auf die Pfandbriefkurve beziehungsweise bei
Fremdwährungen auf entsprechende fremdwährungsbezogene
Kapitalmarktzinskurven.
Zinsswap- und Zinsoptionsgeschäfte wurden zur Absicherung
bestimmter Bilanzpositionen, zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos der Bank und im Rahmen des Kundengeschäfts
abgeschlossen. Die Marktwerte werden über die Barwerte der
feststehenden Zinszahlungen unter Berücksichtigung von Volumensänderungen und Fälligkeiten errechnet. Zur Ermittlung
der Barwerte wird auf die Zinskurve für Zinsswaps abgestellt.
Die börsengehandelten Aktien- und Aktienindexoptionen im
Umfang von 79,3 Mio. € (Vorjahr 9,2 Mio. €) wurden als Kundengeschäfte über eine mit uns kooperierende Bank an die
deutsche Terminbörse EUREX weitergeleitet. Eigene Handelspositionen bestanden darüber hinaus zum Jahresultimo nicht.
Die Marktwerte ergeben sich aus den Kursen der EUREX zum
Jahresultimo.
Im Wertpapieranlagebestand sind Credit-Linked Notes mit ei­
nem Buchwert von 24,2 Mio. € (Vorjahr 33,7 Mio. €) enthalten.
Kooperationsgeschäft
Im Rahmen unseres Kooperationsgeschäfts wurden Langfristfinanzierungen sowie Versicherungen, Beteiligungen, Bau­
spar­verträge, Forfaitierungen, Factoring und Leasingverträge
vermittelt.
115
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Mandate der Organe der
NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft
Bruns ⋅ Rainer Droste ⋅ Heinrich Küppers ⋅ B
Venjakob ⋅ Ingo Neuhaus ⋅ Arno Kerting ⋅ B
Bei der nachstehenden Aufstellung der Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes führen wir für das Berichtsjahr
jeweils unter
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel
a)·die Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und
b)·die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen
Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen an.
a)·Commerzbank AG
·HOCHTIEF AG
·ThyssenKrupp AG (seit 21. Januar 2010)
b)·EQT Infrastructure Limited, Guernsey
·RAG-Stiftung
Aufsichtsrat
Stellvertretender Vorsitzender
Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V.
Birgit Elsner*
NATIONAL-BANK AG
Reinhold Schulte
Vorsitzender
Vorsitzender der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe
Dr. Friedrich Janssen
a)·Handwerksbau Niederrhein AG
·Medicator AG
b)·Pensionskasse SIGNAL Versicherungen ·Rheinisch-Westfälisches Institut für
Wirtschaftsforschung e.V. (RWI) ·SIGNAL IDUNA Polska Towarzystwo Ubezpieczeń SA,
Polen (bis 16. Oktober 2009) ·SIGNAL IDUNA Źycie Polska Towarzystwo Ubezpieczeń SA,
Polen (bis 16. Oktober 2009)
·SIGNAL Biztosító Zrt., Ungarn (bis 6. Mai 2009)
·Technische Universität Dortmund
a)·E.ON Ruhrgas International AG
·Lanxess Deutschland GmbH
·Lanxess AG
·Thüga AG (bis 30. November 2009)
b)·E.ON Gastransport Management GmbH
·E.ON Ruhrgas E & P GmbH
·E.ON Hungaria Zrt.
·HDI-Gerling Sach Serviceholding AG
·Thüga Assekuranz Services München
Versicherungsmakler GmbH ·ZAO Gerosgaz, Moskau (bis 30. Oktober 2009)
Mitglied des Vorstandes der E.ON Ruhrgas AG
116
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
jörn Werner ⋅ Brigitte Ocklenburg ⋅ Simone
ernhard Heßeler ⋅ Sabrina Herwig ⋅ Norbert
Dr. Dr. h.c. Jochen Melchior
Daniela Römer*
Ehem. Vorsitzender des Vorstandes der STEAG AG
NATIONAL-BANK AG
a)·AXA Service AG
·Klöckner & Co. SE
·Schauenburg Technology SE (seit 17. Juli 2009)
b)·Mattson Technology Inc., USA (bis 10. August 2009)
·Universitätsklinikum Essen, Anstalt des öffentlichen Rechts
·Ernst & Young AG
·Schauenburg International GmbH (seit 1. Januar 2009)
Gregor Wildförster*
NATIONAL-BANK AG
Vorstand
Dr. Thomas A. Lange
Sprecher des Vorstandes der NATIONAL-BANK AG
Dr. Matthias Mitscherlich
Vorsitzender des Vorstandes der Ferrostaal AG
a)·MAN TURBO AG
·RWE Dea AG
Dr. Henner Puppel
a)·ALLBAU AG (bis 18. August 2009)
·Düsseldorfer Hypothekenbank AG
·Conpair AG (seit 1. Mai 2009)
·HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH
(seit 6. Mai 2009)
b)·RMS RISK MANAGEMENT SOLUTIONS GmbH
Ehem. Sprecher des Vorstandes der NATIONAL-BANK AG
Uwe Lindner
a)·Falke Bank AG i. L. ·HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH
(bis 6. Mai 2009)
b)·Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH
·IKB Autoleasing GmbH (bis 31. März 2009)
·IKB Leasing GmbH (bis 31. März 2009)
·IKB Leasing Berlin GmbH (bis 31. März 2009)
Mitglied des Vorstandes der NATIONAL-BANK AG
a)·ALLBAU AG (seit 18. August 2009)
Karlheinz Nellessen
Mitglied des Vorstandes der NATIONAL-BANK AG
a)·Conpair AG
·Bürgschaftsbank NRW GmbH (seit 17. Juni 2009)
b)·Neubau Museum Folkwang GmbH (bis 31. Dezember 2009)
Die mit * gekennzeichneten Mitglieder des Aufsichtsrates wurden von den Arbeitnehmern gewählt.
117
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im Jahresdurchschnitt
Thiele ⋅ Melanie Gramonisch ⋅ Maike Röseler ⋅ Ju
Kaiser ⋅ Angelika Jänsch ⋅ Maike Lüttich ⋅ Ut
Auf Vollarbeitszeit umgerechnet belief sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 692 (Vorjahr
681). In dieser Zahl sind durchschnittlich 22 (Vorjahr 28) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich im Erziehungsurlaub oder
Wehrdienst befanden, nicht enthalten.
Verteilung nach Altersgruppe und Geschlecht (nach Köpfen)
25
bis 24 Jahre
64
136
112
45
26
35
10
über 40 Jahre
45
weiblich
382 Mitarbeiter 430 Mitarbeiterinnen
46
60
über 30 bis 40 Jahre
107
über 54
98
125
über 20 bis 30 Jahre
137
über 44 bis 54 Jahre
206
über 10 bis 20 Jahre
86
über 34 bis 44 Jahre
202
bis 10 Jahre
55
über 24 bis 34 Jahre
männlich
Verteilung nach Betriebszugehörigkeit und Geschlecht (nach Köpfen)
männlich
4
weiblich
382 Mitarbeiter 430 Mitarbeiterinnen
118
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Gewinnverwendungsvorschlag
dith Ackermann ⋅ Christel Teuber ⋅ Christiane
Ute Kisters ⋅ Petra Gäckler ⋅ Sabine Neuhaus
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn von 11,44 Mio. €
zur Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je Stückaktie auf
die voll dividendenberechtigten Aktien und einer Dividende
von 0,50 € je Stückaktie auf die für das Geschäftsjahr 2009 zur
Hälfte dividendenberechtigten jungen Aktien aus der Kapitalerhöhung von Juni 2009 zu verwenden.
Essen, den 20. Februar 2010
Dr. Thomas A. Lange
Uwe L in dner
119
Karlheinz Nellessen
Matthias Bruns ⋅ Monika Leardini-Wittig ⋅ M
Christoph Becker ⋅ Kerstin Rudnik ⋅ Mark
Regionalleiterin Privatkunden, Rheinland
Perspektiven
Welche Rolle spielt das wirtschaftliche Umfeld in
schwierigen Zeiten wie diesen? Kann es Wachstum
gegen den Trend geben? Es kann, wie das abgelaufene Geschäftsjahr in unserer Bank zeigt. Und das
hat zwei Ursachen: Wir definieren unsere Ziele und
legen dann die dafür notwendigen Strategien fest.
Mit anderen Worten: „Wir schaffen Perspektiven
und verfolgen sie mit Nachdruck“, wie es Monika
Leardini-Wittig formuliert. Die Regionalleiterin für
das Privatkundengeschäft in der Region Rheinland
ist die erste Direktorin in unserem bislang männlich
dominierten Führungszirkel – auch das eine neue
Perspektive in unserem fast 90-jährigen Haus.
Die junge Direktorin hat ehrgeizige Pläne für unser
Privatkundengeschäft: „Wir werden mit neuen,
interessanten Produktideen für nachhaltiges Wachstum sorgen.“ Denn unsere Vision ist klar: Wir wollen
eine der ersten Adressen für anspruchsvolle Privat­
kunden in Nordrhein-Westfalen sein.
„Selbstständig denken, im Team handeln –
so lautet unser Selbstverständnis. Es eröffnet
uns Perspektiven für Wachstum und sichert
die Unabhängigkeit unserer Bank.“
artina Hornik ⋅ Anne Droll ⋅ Gabriele Mayer
Albrecht ⋅ Verena Paul ⋅ Matthias Schwaer
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Lagebericht
Ertragslage
Oliver Köppen ⋅ Petra Kleine-Huxel ⋅ Nina Kre
Meier⋅Heike Osterfeld ⋅ Fabian Bernhard Graf ⋅
Außerordentliches Ergebnis
Nach der 2008 getroffenen Entscheidung des Vorstandes,
das Alternative Kreditportfolio unter ökonomisch sinnvollen
Bedingungen konsequent weiter abzubauen und entsprechende
Papiere zukünftig nicht mehr zu erwerben, wird die Ertragslage im
Hinblick auf das außerordentliche Ergebnis wie 2008 dargestellt.
Die außerordentlichen Erträge werden bestimmt durch Margenbeiträge aus den verbrieften Kundenforderungen. Die außer­
ordentlichen Aufwendungen ergeben sich aus den Wertkorrekturen, Zuschreibungen sowie realisierten Ergebnissen.
Jahresüberschuss
Der Jahresüberschuss konnte kräftig um 5,4 Mio. € (+45,3 %)
gesteigert werden. Dem lag ein um 6,9 Mio. € (+41,9 %) höheres
Ergebnis vor Steuern zu Grunde. Der Ertragssteueraufwand in
Höhe von 5,7 Mio. € (+36,7 %) basierte auf Steueraufwendungen
in Höhe von 7,9 Mio. €, die auf das operative Ergebnis entfielen.
Dem stand ein Abbau latenter Steueraufwendungen in Höhe
von 1,1 Mio. € und ein positiver Effekt aus bestehenden Verlustvorträgen gegenüber.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung
vor, aus dem Ergebnis eine gegenüber 2008 gleich bleibende
Dividende in Höhe von 1,00 € auf die alten Aktien und 0,50 €
auf die nur zur Hälfte dividendenberechtigten jungen Aktien
aus der Kapitalerhöhung des Jahres 2009 auszuschütten. Das
entspricht einer Dividendensumme von 11,44 Mio. € (+10,0 %).
Vorab wurde den Rücklagen der Bank ein Betrag von 6,0 Mio. €
(Vorjahr 1,6 Mio. €) zugeführt.
Das außerordentliche Ergebnis lag mit -9,8 Mio. € um -1,0 Mio. €
(12,0 %) unter dem Vorjahr. Die Wertkorrekturen und Abschreibungen auf das Alternative Kreditportfolio – vermindert um
vorgenommene Zuschreibungen – beliefen sich auf 12,1 Mio. €
und lagen damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 31,3 Mio. €.
Das insgesamt positive Zinsergebnis aus den verbrieften Kredit-­
­forderungen umfasste 2,3 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €) und wurde
ebenfalls in das außerordentliche Ergebnis eingestellt. In den
Aufwendungen sind auch Buchgewinne in Höhe von 0,1 Mio. €
enthalten, die aus Rückzahlungen nach Fälligkeit bzw. Teiltil­gung
auf Papiere des Alternativen Kreditportfolios resultierten.
Betriebsergebnis
Positive Fristentransformationseffekte im Zinsergebnis, resul­
tie­­rend aus den 2009 deutlich gefallenen Geldmarktzinsen,
aber auch verbesserte Margenbeiträge aus dem Kredit- und
Einlagengeschäft waren die maßgeblichen Gründe für den
deutlichen Anstieg des Betriebsergebnisses um 7,9 Mio. €
(+31,5 %) auf 33,0 Mio. €. Trotz des schwierigen konjunkturellen
Umfelds erhöhte sich die Risikovorsorge nur moderat um 2,5 Mio. €
(+15,5 %). Darin enthalten ist auch eine Dotierung der ver­
steuerten Reserven nach § 340f HGB. Die Eigenkapitalrendite,
die auch das außerordentliche Ergebnis umfasst, verbesserte
sich vor Steuern von 7,7 % auf 9,6 %. Der vergleichsweise überschaubare Anstieg ist auf die deutliche Ausweitung des Eigenkapitals infolge der Kapitalerhöhung zurückzuführen.
Aus dem stabilen Kundenstamm, zu dem der überwiegende Teil
der eigenen Aktionäre gehört, ergeben sich aufgrund einer verringerten Kundenfluktuation ergebnisstabilisierende Effekte.
Die Risikotransformationsfunktion führt in unterschiedlichen
Bereichen zu einer im Zeitablauf stärker schwankenden Risikovorsorge und folglich zu entsprechenden Ergebnisvolatilitäten.
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46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Entwicklung des Betriebsergebnisses in Tsd. €
28.518
31.367
22.869
25.123
33.033
2005
2006
2007
2008
2009
mer ⋅ Verena Vogt ⋅ Sabrina Pleines ⋅ Barbara
⋅ Rainer Thelen ⋅ Vera Urselmann ⋅ Claus Vogt
Diesen Risiken begegnet die Bank mit umfassenden Maßnahmen. Gleichwohl bleibt sie auch von äußeren Einflüssen, wie
dem starken Rückgang des Bruttoinlandsproduktes 2009 nicht
verschont. Die Bank liegt mit der Struktur ihrer Ergebnisentwicklung im Trend der Entwicklung vergleichbarer Kreditinstitute.
Dies betrifft insbesondere das gestiegene Zinsergebnis und die
höhere Risikovorsorge unter Einbeziehung des außerordent­
lichen Ergebnisses. Im Provisionsergebnis konnte sich die Bank
von der stärker rückläufigen Entwicklung im allgemeinen Wettbewerbsumfeld leicht positiv abheben.
Die laufenden Erträge ermäßigten sich aufgrund rückläufiger
Aktien- und Beteiligungserträge um 1,2 Mio. € auf 4,8 Mio. €.
Dabei lag die Ausschüttung der Tochtergesellschaft NBVERSICHERUNGS-SERVICE GmbH, Essen, mit 635 Tsd. € über
dem Niveau des Vorjahres. Das Vorjahresergebnis der Gesellschaft wurde um 5,7 % übertroffen. Die NB-IMMOBILIEN GmbH,
Essen, erzielte in einem schwierigen Immobilienmarkt einen Bilanzverlust in Höhe von -39 Tsd. € (Vorjahr +42 Tsd. €). Aus der
Beteiligung an der IMMRUHR GmbH & Co. KG, Essen, wurde ein
Ertrag von 561 Tsd. € generiert.
Zinsüberschuss
Struktur des Provisionsgeschäftes in Mio. € und %
Der Zinsüberschuss nahm kräftig um 18,7 % auf 110 Mio. € zu. Die
Kreditmargen, die in den Vorjahren auch im Branchenumfeld ein
vergleichsweise niedriges Niveau angenommen hatten, konnten sich zum Teil deutlich erholen. Im Gegensatz dazu verringerten sich in Folge des massiven Rückgangs der Geldmarktzinsen
die Margen im Einlagengeschäft. Das Fristentransformationsergebnis konnte – ebenfalls aufgrund der niedrigen Geldmarktzinsen – nach zuvor -1,2 Mio. € um 3,2 Mio. € auf 2,0 Mio. €
wieder verbessert werden. Die Zinsspanne der Bank wurde
nach mehreren Jahren rückläufiger Entwicklung deutlich um
0,40 %-Punkte auf 2,80 % ausgeweitet.
1,5
3,3
10,2
13,7
20,4
1,5
1,0
9,6
14,4
2008
1,5
2009
49,4
21,4
46,8
(Anteil an der Gesamtsumme) 2008 2009
Asset Management
in Mio. € in %
in Mio. € in %
19,4 49,4
18,6 46,8
Konten- und Kartenservices 8,0 20,4
8,5
Internationales Geschäft 5,4 13,7
5,7 14,4
Finanzierungsvermittlungen
Immobilienfinanzierung
21,4
1,3
3,3
2,1
Vermittlungen Corporate Finance
0,6
1,5
0,4
1,0
Kreditgeschäft
4,0 10,2
3,8
9,6
0,6
1,5
Sonstiges
Gesamtsumme
123
5,3
0,6
1,5
39,3 100,0
5,3
39,7 100,0
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
2005
Summe
Personalaufwand
2006
2007
Andere Verwaltungsaufwendungen
2008
5,4
34,7
58,9
99,0
4,7
54,8
30,7
90,3
5,4
30,0
91,8
56,4
5,8
54,0
29,0
88,8
5,8
28,2
49,6
83,6
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in Mio. €
2009
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Iris Nisbach ⋅ Marc Fredrich ⋅ Reinhard Stapp
Kornelia Scholle ⋅ Michael Piersina ⋅ Ann-Kath
Provisionsüberschuss
Das Provisionsergebnis des Vorjahres konnte die Bank leicht
um 0,9 % auf 39,7 Mio. € verbessern. Dies ist im Branchenvergleich als gutes Ergebnis zu werten. Die Erträge aus dem Asset
Management lagen leicht unter dem Vorjahresergebnis (-4,2 %).
Angesichts des nach den Verwerfungen an den Finanzmärkten
im Laufe des Jahres 2008 um 23,5 % zurückgegangenen verwalteten Depotvolumens ist diese Entwicklung positiv zu werten.
Die Weiterentwicklung im Asset Management durch den Aufbau
des Family Office und des Wealth Management machten sich
bereits im ersten Jahr positiv bemerkbar. Insgesamt konnten
die verwalteten Depotvolumina wieder um 15,3 % auf 2,6 Mrd. €
gesteigert werden. Es besteht die klare Zielsetzung, auf Basis
der neu geschaffenen Strukturen im Asset Management die
Ergebnisse in den nächsten Jahren wieder deutlich zu verbessern. Im Geschäftsbereich Internationales Geschäft konnte das
Ergebnis insgesamt um 4,7 % gesteigert werden. Herausragend
war dabei der Zuwachs im Zins- und Währungsmanagement um
32 %. Der Einbruch des deutschen Export- und Importgeschäfts,
von dem auch die mittelständischen Firmenkunden der Bank
betroffen waren, führte zu einem Rückgang der Provisionen
aus dem Zahlungsverkehr, dem Dokumentengeschäft sowie
der Außenhandelsfinanzierung. Im Baufinanzierungsgeschäft
hat der in den Vorjahren angesichts eines intensiven Wettbewerbs bestandene Preisdruck deutlich abgenommen. Wegen
des kräftigen Wachstums der an Kooperationspartner vermittelten Baufinanzierungen bei einem insgesamt um rund 12,3 %
höheren Baufinanzierungsgeschäftsvolumen konnten die Erträge in diesem Bereich sehr deutlich um 71,4 % verbessert
werden. Die Provisionserträge im Konten- und Kartenservice
stiegen preis- und volumensbedingt um 5,9 %. Die Ergebnisbeiträge aus dem Kreditgeschäft konnten nicht ganz auf dem
hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden. Sie nahmen um
5,5 % ab. Dieser Entwicklung liegt insbesondere das im Jahresdurchschnitt verringerte Bürgschaftsvolumen, aber auch ein
reduziertes Kreditneugeschäft zu Grunde. Spürbare Zuwächse
konnten aus der Bearbeitung und Abwicklung von Insolvenzgeldvorfinanzierungen erzielt werden. In diesem Bereich sind
exzellentes Know-how und Abwicklungsexpertise auf höchstem
Niveau erforderlich. Diese Kompetenz wurde in den letzten Jahren systematisch aufgebaut und weiterentwickelt.
Ergebnis aus Finanzgeschäften
Das Ergebnis aus Finanzgeschäften lag mit 0,8 Mio. € über dem
durch Sondereffekte beeinflussten Vorjahresniveau (-1,8 Mio. €).
Das Ergebnis resultierte aus Wertpapierhandelsaktivitäten,
aus dem Währungsmanagement und aus dem Sortenhandel. Die Bank betreibt kein Handelsgeschäft mit dem Ziel, damit
wesentliche Ergebnisbeiträge zu erwirtschaften. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen deutlich um
9,4 % auf 93,6 Mio. € (Vorjahr 85,5 Mio. €). Die Aufwendungen
für Löhne und Gehälter nahmen dabei in Folge eines leicht gestiegenen Personalbestands und tariflicher Gehaltserhöhungen mit 6,1 % nur unterproportional zu. Die Aufwendungen für
Altersversorgung und Unterstützung stiegen spürbar, insbesondere für Beiträge, die an den Pensionssicherungsverein zu
leisten sind sowie für die Dotierung von Rückstellungen für Altersteilzeitverträge. Der Anstieg der Aufwendungen für den Pensionssicherungsverein auf 0,6 Mio. € ist überwiegend den bedeutenden deutschen Insolvenzfällen der Jahre 2008 und 2009
geschuldet. Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten
sich mit 12,8 % auf 34,7 Mio. € (Vorjahr 30,7 Mio. €) ebenfalls
124
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 2005 bis 2009 in Mio. €
14,4
14,0
24,7
16,1
18,4
2005
2006
2007
2008
2009
er ⋅ Sascha Kawka ⋅ Ina Gillner ⋅ Nicole Beer
rin Gieseler ⋅ Udo Claßen ⋅ Silke Stertzenbach
Sonstiger betrieblicher Aufwand
kräftig. Ursache hierfür waren einerseits die Verdoppelung
der Kosten für die Einlagensicherung des Bundesverbandes
deutscher Banken e.V. und der Einlegerentschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH. Andererseits waren erstmals Mietaufwendungen für Objekte zu berücksichti­gen, welche die Bank 2008 im Rahmen einer Immobilientransaktion an
die IMMRUHR GmbH & Co. KG, Essen, veräußert und zurückgemietet hat. An der IMMRUHR GmbH & Co. KG, Essen, ist die
Bank mit 89,94 % beteiligt. Für 2009 erhielt die Bank aus dieser
Beteiligung eine Ergebniszurechnung von 561 Tsd. €, die in den
laufenden Erträgen aus Beteiligungen und somit im Zinsergebnis enthalten sind.
Abschreibungen auf Sachanlagen
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlage­
werte lagen mit 5,4 Mio. € um 0,6 Mio. € (+13,5 %) über dem
Vorjahresniveau. Die höheren Abschreibungen sind Folge der
Investitionen in neue IT-Systeme zur Verbesserung der Risikosteuerung sowie zur Kundenbetreuungs- und Vertriebsunterstützung der Bank, aber auch für moderne Datenbanksysteme
auf den Zentralrechnern. Die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich trotz der höheren Verwaltungsaufwendungen aufgrund des überproportionalen Anstiegs des Rohertrags von
68,4 % auf 65,5 % und liegt damit nahe an der angestrebten
Bandbreite von 60 % bis 65 %.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um knapp
0,9 Mio. € zu. Ursächlich sind Aufwendungen, die nicht dem
laufenden Geschäftsjahr, sondern dem Vorjahr zuzurechnen
waren. Zudem enthielten sie nicht aktivierungsfähige Aufwendungen für Ansprüche, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden, sowie Aufwendungen für
eingetretene operationelle Risiken. Risikovorsorge
Die Aufwendungen für die Risikovorsorge nahmen im Vergleich
zum Vorjahr um 15,5 % auf 19,0 Mio. € zu. Dies ist angesichts
des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes ein befriedigendes
Ergebnis. Im Kreditgeschäft wurde allen erkennbaren Risiken
durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Der für die Kreditrisikovorsorge aufzuwendende Betrag lag mit 18,4 Mio. € um 2,3 Mio. € (+14,3 %)
über dem Vorjahreswert. Dem Risikoergebnis aus Beteiligungen
sowie aus sonstigen Bereichen und der Dotierung der Reserven gemäß § 340 f HGB stand ein positives Risikoergebnis aus
dem Wertpapierliquiditätsbestand gegenüber, so dass außer­­
halb des Kreditgeschäftes eine Risikovorsorge von 0,6 Mio. €
gebildet wurde.
125
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
André Mohr ⋅ Olaf Dedring ⋅ Ulf Zengerle ⋅ Beat
Jung ⋅ Rolf Kienast ⋅ Gabriele Bauer ⋅ Anica
Segmentrechnung der Bank
Firmenkunden, Wirtschaftlich Selbstständige und Privatkunden bilden die strategischen Geschäftsfelder der Bank. Die
Organisation und die vertriebsbezogene bzw. rentabilitätsseitige Steuerung der Bank sind auf diese drei Geschäftsbereiche
ausgerichtet.
Im Jahr 2009 konnte das Zinsergebnis im Kundengeschäft über
alle drei Segmente hinweg weiter verbessert werden. Das Zinsergebnis des Treasury stieg in Verbindung mit dem Ergebnisswing aus der Fristentransformation (2,0 Mio. € nach zuvor -1,2 Mio. €) signifikant von 0,3 Mio. € auf 9,1 Mio. €. Dieser Anstieg ist das
Ergebnis der Eigenanlagen, denen deutlich verringerte Refinanzierungskosten entgegenstehen. Das Provisionsergebnis entwickelte sich differenziert. Während im Privatkundengeschäft
aufgrund der rückläufigen Erträge im Asset Management das
Ergebnis unter dem Vorjahr lag, konnten die Beiträge im Geschäft mit Wirtschaftlich Selbstständigen kräftig und mit Firmenkunden leicht ausgeweitet werden. Die Risikoaufwendungen nahmen in allen Segmenten leicht zu. Die Renditeziele der
Bank wurden auf Basis risikoadjustierter Eigenkapitalallokationen im Firmenkundengeschäft übertroffen und im Geschäft
mit Wirtschaftlich Selbstständigen nahezu erreicht, im Privatkundengeschäft hingegen noch verfehlt. Im Rahmen der unter
der Überschrift „Winning 2012“ stehenden strategischen Planung der Bank gehören die Zielfestlegungen im Privatkunden­
geschäft zu den ambitioniertesten. Die in diesem Geschäftsfeld
noch nicht zufriedenstellende Rendite ist im Wesentlichen auf
personelle Vorleistungen zurückzuführen, die uns perspektivisch zu deutlich verbesserten Rentabilitäten im Privatkundengeschäft führen sollen.
Segmentrechnung
Beträge in Mio. €
Firmenkunden
Wirtschaftlich
Selbstständige
Privatkunden
Treasury und
Sonstiges
Gesamtbank
2008
2009
2008
2009
2008
2009
2008
2009
2008
2009
Zinsergebnis
50,9
55,8
16,4
19,1
25,1
26,0
0,3
9,1
92,7
110,0
Provisionsergebnis
12,8
13,1
5,4
6,4
21,2
19,4
-0,1
0,8
39,3
39,7
0,0
0,0
0,0
0,0
0,1
0,1
-0,2
1,2
-0,1
1,3
Verwaltungsaufwendungen
-30,9
-35,0
-17,7
-19,9
-38,2
-39,9
-3,5
-4,2
-90,3
-99,0
Risikoergebnis
-15,3
-16,3
-1,0
-1,1
-0,7
-1,8
0,5
0,2
-16,5
-19,0
17,5
17,6
3,1
4,5
7,5
3,8
-3,0
7,1
25,1
33,0
-8,8
-9,8
-8,8
-9,8
Kosten-Ertrags-Relation in %
48,4
50,7
81,2
77,7
82,4
87,8
> 100
38,3
68,4
65,5
Zugerechnetes Eigenkapital (ohne Nachrangdarlehen)
82,3
75,3
19,9
24,6
35,1
39,1
71,6
100,6
208,9
239,5
Eigenkapitalrendite in %
21,3
23,5
15,3
18,6
21,3
9,5
-16,3
-2,8
7,7
9,6
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Betriebsergebnis
Außerordentliches Ergebnis
126
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Entwicklung der Bilanzsumme in Mio. €
3.177
3.397
3.859
4.022
4.030
2005
2006
2007
2008
2009
Vermögensund Finanzlage
e Händeler ⋅ Klaus Frick ⋅ Nina Peters ⋅ Andreas
Salomon ⋅ René Körner ⋅ Thorsten Neufeld
Bilanz- und Geschäftsvolumen
Vor dem Hintergrund der deutlichen konjunkturellen Abschwächung hat sich die Nachfrage nach Investitionskrediten im
Berichtsjahr reduziert, so dass die Kundenforderungen leicht
rückläufig waren. Die Bilanzsumme blieb nahezu unverändert
bei 4,0 Mrd. € (+0,2 %). Hohe Ausläufe bei befristet vereinbarten Bürgschaften (-24,5 % auf 140,0 Mio. €) führten zu einem
Rückgang des Geschäftsvolumens um 38 Mio. € (-0,9 %) auf
knapp 4,2 Mrd. €. In der nachfolgenden Übersicht sind die Veränderungen der Bilanzstruktur für das Jahr 2009 dargestellt:
Die Verwerfungen an den Finanzmärkten haben verdeutlicht,
welche Probleme bei kapitalmarktabhängigen Refinanzierun­gen bestehen können. Die NATIONAL-BANK refinanziert sich
vorwiegend durch Kundeneinlagen, Inhaberschuldverschreibungen und öffentliche Kreditprogramme. In Verbindung mit
unserer strategischen Ausrichtung, die Loan to Deposit Ratio
stets auf einem Niveau kleiner eins zu halten, führt das zu ei­ner weitgehenden Unabhängigkeit von Refinanzierungen am
Kapitalmarkt. Im Hinblick auf das Verhältnis der Kundenforde­
rungen zu den genannten Refinanzierungsmitteln bestand zum
31. Dezember 2009 eine Überdeckung von 595 Mio. € (Vorjahr
569 Mio. €), so dass weiterhin eine sehr gute Finanzierungsstruktur und eine ausgewogene Bilanzstruktur gegeben ist. Die
Liquidität der Bank war während des gesamten Jahres ausgesprochen komfortabel. Das kam auch durch die Liquiditätskennzahl zum Ausdruck, die mit einem durchschnittlichen Wert
von 1,60 stets oberhalb der geforderten Kennziffer von 1,00 lag.
Zum Jahresultimo belegte sie einen Wert von 1,83. Die Bank
richtet ihre in 2009 abermals verbesserte Liquiditätsrisikomessung und -steuerung so aus, dass jederzeit – auch bei einem
Mittelherkunft
Mittelverwendung
Erhöhung der Passiva
in Tsd. €
Erhöhung der Aktiva
in Tsd. €
Eigenkapital
65.280
Barreserve
110.420
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
40.094
Schuldverschreibungen und sonstige Wertpapiere
24.780
Rückstellungen
2.404
Beteiligungen
5.077
Sonstige Aktiva
2.294
Verminderung der Passiva
Verminderung der Aktiva
in Tsd. €
Forderungen an Kunden
120.142
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Forderungen an Kreditinstitute
14.860
Verbriefte Verbindlichkeiten
Sachanlagen und Immaterielle Anlagewerte
393
243.173
Nachrangige Verbindlichkeiten
Sonstige Passiva
127
in Tsd. €
51.201
28.068
15.473
5.860
243.173
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
2005
Summe
Bürgschaften
2006
mittel- und langfristige Ausleihungen
624
140
2008
2.278
3.042
740
185
2007
2.282
3.207
783
222
2.170
3.175
673
212
2.081
2.966
638
156
1.769
2.563
Entwicklung des Kundenkreditvolumens in Mio. €
2009
kurzfristige Ausleihungen
Markus Schmitz ⋅ Hubert Relleke ⋅ Ina Bla
Renate Brehme ⋅ Alexandra Koch ⋅ Miriam Fen
stärkeren Rückgang der Kundeneinlagen und höheren Kreditziehungen – eine kurzfristige Refinanzierung von Kreditziehungen aus zugesagten Kundenkreditlinien dargestellt werden
kann. So lag zum Jahresende das kurzfristige Liquiditätspo­
tential aus Refinanzierungsmöglichkeiten bei der Deutschen
Bundesbank sowie aus kurzfristig veräußerbaren Wertpapieren, Tagesgeldanlagen bei Banken und Bundesbankguthaben
bei 658 Mio. € (Vorjahr 613 Mio. €). Die Refinanzierungsmöglichkeiten bei der Deutschen Bundesbank basieren auf einem
Pfandpool, bestehend aus Wertpapieren und Kundenkrediten.
Struktur des Kreditgeschäftes in %
0,2
27,0
0,2
15,4
27,9
3,1
13,3
2,2
0,7
1,1
0,9
0,9
2008
0,2
9,9
8,3
2009
0,2
0,4
0,5
22,1
(Anteil an der Gesamtsumme)
Kreditgeschäft
Die Nachfrage nach Investitionsfinanzierungen hat sich vor
dem konjunkturellen Hintergrund deutlich vermindert. Vielmehr ging es den Kunden in diesem Umfeld um die Aufrecht­
erhaltung der bereitgestellten Betriebsmittellinien zur Sicherstellung ihrer Liquidität.
In Verbindung mit planmäßigen Darlehenstilgungen und auslaufenden Bürgschaftsvereinbarungen nahm das Kundenkreditvolumen der NATIONAL-BANK trotz des deutlich gestiegenen
Kreditgeschäfts mit Wirtschaftlich Selbstständigen um 5,2 %
ab. Die mittel- und langfristigen Kredite veränderten sich mit
2,3 Mrd. € (-0,2 %) kaum, die kurzfristigen Kredite verminderten
21,8
23,9
19,8
2008
2009
Land- und Forstwirtschaft
0,2
0,2
Verarbeitendes Gewerbe 15,4
13,3
Baugewerbe 3,1
2,2
Verkehr und Lagergewerbe
0,9
0,7
Energie- und Wasserversorgung,
Wasser- und Abfallentsorgung
0,9
1,1
Handel
9,9
8,3
Information und Kommunikation
0,5
0,4
Grundstücks- und Wohnungswesen
19,8
21,8
Dienstleistungen und freie Berufe
22,1
23,9
Öffentliche Organisationen
0,2
0,2
Privatpersonen
(davon Baufinanzierungen)
27,0
17,8
27,9
18,1
Überblick über das Kreditgeschäft
Beträge in Mio. € (prozentuale Veränderung)
Privatkundengeschäft
Wirtschaftlich Firmenkundengeschäft
Selbstständige
Baufinanzierung
Veränderungen im kurzfristigen Kreditgeschäft
-11,7
-(24,2 %)
11,9
(19,1 %)
-117,7
-(19,6 %)
1,3
(4,6 %)
Veränderungen im mittel- und langfristigen Kreditgeschäft
21,2
(8,6 %)
18,0
(7,8 %)
-26,3
-(2,4 %)
-16,9
-(2,4 %)
Veränderungen der mittel- und langfristigen Darlehenszusagen
-4,4
-(30,4%)
-22,4
-(35,8%)
-107,5
-(38,0%)
-19,9
-(17,4%)
128
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
2005
Summe
Sichteinlagen
2006
Befristete Einlagen
2007
2008
834
649
1.503
2.986
691
1.371
1.004
3.066
996
686
1.240
2.922
687
700
1.153
2.540
510
663
1.074
2.247
Entwicklung der Einlagen mit Kunden in Mio. €
2009
Spareinlagen einschließlich Schuldverschreibungen
nk ⋅ Claudia Barthonetz ⋅ Markus Hofmann
gels ⋅ Melanie Volkmuth ⋅ Manuel Rommeler
sich dagegen deutlich um 15,7 % auf 0,6 Mrd. €. Das Bürgschafts- und Gewährleistungsgeschäft, das in erster Linie mit
Firmenkunden getätigt wird, reduzierte sich aufgrund von planmäßigen Fälligkeiten größerer Abschnitte um 24,5 % auf 140
Mio. €. Im Rahmen der Kreditportfoliosteuerung wurde auch
mit Blick auf die Risikotragfähigkeit unverändert auf eine breite
Diversifizierung geachtet. Die Bonitäts- und Besicherungsanforderungen im Neugeschäft unterlagen unverändert selbst
gesetzten strengen Maßstäben. Im Immobilienfinanzierungsgeschäft arbeitet die Bank eng und erfolgreich mit den Kooperationspartnern SIGNAL IDUNA Gruppe, Nordrheinische Ärzteversorgung, DSL-Bank und WL-Bank zusammen. Das gesamte
bearbeitete Immobilienfinanzierungsvolumen stieg um 12,3 %
auf 228 Mio. €. Die eigenen Zusagen nahmen von 115 Mio. €
auf 94 Mio. € ab. Das Volumen des vermittelten Neugeschäfts
belief sich 2009 auf 134 Mio. € (Vorjahr 88 Mio. €).
Einlagengeschäft
Nachdem in den Vorjahren jeweils kräftige Zuwachsraten bei
den Kundeneinlagen erreicht wurden, nahm der Bestand in
2009 leicht um 1,8 % auf 2,8 Mrd. € (Vorjahr 2,9 Mrd. €) ab.
Der Rückgang ist auf Verfügungen institutioneller Anleger sowie
auf den Abbau von Firmenkundeneinlagen zurückzuführen.
Die mittelständischen Firmenkunden benötigten diese Mittel
zur Schließung von Liquiditätslücken. Im Geschäft mit Wirtschaftlich Selbstständigen wurden die Einlagenbestände deutlich ausgeweitet, die Bestände von Privatkunden nahmen ab.
Die Entwicklung der Einlagen verlief bezüglich der Produkt­
bereiche differenziert. Die täglich fälligen Kundeneinlagen stiegen insgesamt weiter um 132 Mio. € (+9,6 %) auf 1,5 Mrd. €.
Der Anstieg wurde in allen Kundengruppen erzielt. Insgesamt
entfallen 45,2 % (Vorjahr 53,3 %) der täglich fälligen Einlagen
auf Firmenkunden und Institutionelle Kunden, 23,5 % (Vorjahr
16,3 %) auf Wirtschaftlich Selbstständige Kunden und 31,3 %
(Vorjahr 30,4 %) auf Privatkunden. Die befristeten Einlagen
nahmen deutlich um 16,9 % auf 0,8 Mrd. € (Vorjahr 1,0 Mrd. €)
ab. Rückgängen bei Privat- und Firmenkunden standen Zuwächse bei Wirtschaftlich Selbstständigen entgegen. Die
Rest­laufzeitengliederung im Anhang zeigt, dass der Schwerpunkt innerhalb der befristeten Einlagen bei den kurzfristigen
Anlage­formen liegt. Mit dem neuen NB-Zinsfest, einer Anlagemöglichkeit mit Laufzeiten von vier bis acht Jahren, ist es
gleichwohl gelungen, Einlagen auch längerfristig zu binden.
Für die Kunden bestehen interessante Kündigungsmöglichkeiten in den jeweils letzten beiden Laufzeitjahren. Mit dieser
Finanzlösung konnte im Jahresverlauf aufgrund eines hohen
Kundeninte­resses ein Volumen von 208 Mio. € abgeschlossen
werden. Gleichzeitig wurden auch neue Privatkundenverbindungen hinzugewonnen. Die Anlagen im NB-Zinsfest werden
teils bei den befristeten Einlagen und teils bei den Spareinlagen ausgewiesen. Das Volumen der Sparein­lagen nahm um
13 Mio. € (-2,5 %) auf 509 Mio. € ab. Die in Umlauf befind­­
lichen NATIONAL-BANK-Schuldverschreibungen reduzierten sich
durch Fälligkeiten, die nicht ersetzt wurden, weiter spürbar
um 28 Mio. € auf 141,1 Mio. € (-16,6 %). Diese Entwicklung
korrespondiert mit dem in Folge der Verwerfungen auf den
Finanzmärkten und insbesondere seit der Insolvenz von
Lehman Brothers allgemein zu beobachtenden Trend bei Privatkunden, sich von Inhaberschuldverschreibungen zu trennen.
Die gesamten Kundeneinlagen – einschließlich der begebenen
NATIONAL-BANK-Schuldverschreibungen – nahmen insgesamt
um 2,6 % auf 3,0 Mrd. € (Vorjahr 3,1 Mio. €) ab.
129
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Ulrich Schade ⋅ Katharina Müller ⋅ Kerstin Kl
Markus Kuhn ⋅ Eva Lamik ⋅ Oliver Winter ⋅
Interbankengeschäft
Wertpapierbestand
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten standen
langfristige Mittelaufnahmen im Rahmen öffentlicher Kreditprogramme und sonstige langfristige Festzinsrefinanzierungen bei
Banken im Vordergrund. Die Bestände nahmen aufgrund planmäßiger Fälligkeiten und geringeren Neugeschäfts um 14 Mio. €
(-2,8 %) auf 511 Mio. € ab. Für kurzfristige Refinanzierungserfordernisse nutzte die Bank die Bereitstellung von Liquidität durch
die Deutsche Bundesbank im Rahmen der angebotenen Kontingente oder die Geldhandelsaufnahmen bei anderen Geschäftsbanken. Diese Mittelaufnahmen betrugen zum Jahresende
80 Mio. €. Die Liquiditätsanlagen bei Banken nahmen um
15 Mio. € auf 149 Mio. € (-9,1 %) ab. Die Bank hat ihre Liquiditätsanlagen primär in gedeckte, variabel verzinsliche Wertpapierbestände gelenkt und direkte Liquiditätsanlagen bei Banken
nur selektiv vorgenommen. Die Investmentstrategie der Bank
ist defensiv ausgerichtet. Sicherheit, Rendite und Liquidität
müssen in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen. Dabei wird den Aspekten Sicherheit und Liquidität Piorität gegenüber einer (Über-)Rendite (mit hohen Risiken) eingeräumt. Die
bei der Deutschen Bundesbank unterhaltene Liquidität und die
sonstige Barreserve lag am Ultimo des Jahres mit 236 Mio. €
deutlich über dem Vorjahreswert von 125 Mio. €. Im Jahresmittel
wurden die Einlagen bei der Deutschen Bundesbank auf dem
erforderlichen Mindestreserveniveau gehalten. Die Einlagen­
fazilität bei der Deutschen Bundesbank wurde nur sporadisch
genutzt. Das kurzfristige Interbankengeschäft stellt ein Element
der eigenen Liquiditätssteuerung dar.
Innerhalb des festverzinslichen Wertpapierbestands wurde das
Alternative Kreditportfolio, das unter anderem aus Asset
Backed Securities (ABS) sowie Mortgage Backed Securities
(MBS) besteht, durch planmäßige Tilgungen und Rückzahlungen sowie Wertkorrekturen weiter um 15 Mio. € auf 59 Mio. €
(nominal 94 Mio. €) reduziert. Die Papiere dieses Portfolios
werden unverändert nach dem strengen Niederstwertprinzip
bewertet. Erstmals wurde 2009 eine Tranche als ausgefallen
klassifiziert und damit vollständig ausgebucht. Auf das gesamte Alternative Kreditportfolio entfällt zwischenzeitlich eine
Wertkorrekturquote von knapp 38 %.
Bei den sonstigen festverzinslichen Wertpapieren ergaben sich
keine nennenswerten Wertkorrekturen. Die gesamten festverzinslichen Wertpapiere sind zu 71 % bei der Deutschen Bundesbank beleihbar. Innerhalb der Bilanzposition „Aktien und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere“, zu denen insbesondere
Anteile an Spezial- und Publikumsfonds gehören, wurden die
Bestände an Publikumsfonds reduziert. Die Aktienquote blieb
während des gesamten Jahres vergleichsweise niedrig.
Beteiligungen
Die Bank hat sich im Januar 2009 an der Americo Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, mit knapp 42 % als Kommanditistin beteiligt. Mit dieser Finanzbeteiligung ist eine indirekte Beteiligung an einem Mautautobahnbetreiber in Chile
verbunden. Der Buchwert beträgt 5,5 Mio. €.
130
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
2005
Summe
Nachrangige Darlehen
2006
Rücklagen
2008
37
45
238
320
31
60
2007
180
271
31
60
178
269
29
58
164
251
29
65
152
246
Entwicklung des Eigenkapitals in Mio. €
2009
Grundkapital
einlein ⋅ Marcus Ringlage ⋅ Martina Kirchheim
Jörg Scalet ⋅ Gabriele Coersmeier ⋅ Kristina
Finanzderivate
Eigenkapital
Die Bank betreibt kein Handelsgeschäft mit dem Ziel, damit
wesentliche Erträge ihres Ergebnisses zu erwirtschaften, indem sie systematisch Positionen in Aktien, Renten, Währungen, Rohstoffen oder Edelmetallen (einschließlich entsprechender Derivate) oder andere Finanzprodukte im eigenen Namen
und auf eigene Rechnung eingeht. Geschäfte in Finanzderivaten werden vorrangig zur Eindeckung von Kundenpositionen
abgeschlossen.
Der Bestand der dem aufsichtsrechtlichen Eigenkapital zuzurechnenden Nachrangdarlehen verringerte sich durch Fälligkeiten um 15 Mio. €.
Aus dem Nominalvolumen von 1,4 Mrd. € (Vorjahr 1,2 Mrd. €)
waren 0,3 Mrd. € börsengehandelten Produkten und 1,1 Mrd. €
OTC-Produkten zuzurechnen. Nach Produktbereichen gegliedert entfielen 0,3 Mrd. € Nominalvolumen auf währungsbezogene Optionen und Termingeschäfte und 0,8 Mrd. € auf Zinsgeschäfte einschließlich der Positionen zur Begrenzung des
Zinsänderungsrisikos. Da das Kundengeschäft unmittelbar
bei Banken oder an der Börse wieder eingedeckt wird und die
Positionen der Bank der Begrenzung der Zins- und Währungsrisiken dienen, bestanden nahezu keine marktpreisabhängigen
Positionsrisiken aus Finanzderivaten, sondern lediglich marktpreisabhängige Adressenausfallrisiken. Innerhalb des Firmenkundengeschäfts wurde dem erkennbaren Bedarf an Dienstleistungen im Bereich des Zins- und Währungsmanagements
eine unverändert hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Den Kunden wurden die für ihre Situation sinnvoll einsetzbaren Lösungen zur Absicherung von Risikopositionen angeboten.
Im Berichtsjahr wurde erfolgreich die größte Kapitalerhöhung in
der Geschichte der Bank durchgeführt. Das Grundkapital wurde
durch Ausgabe von 2.080.000 Stückaktien um 6,24 Mio. € erhöht. Damit nahm das Grundkapital von 31,20 Mio. € auf
37,44 Mio. € zu. Bei einem Bezugspreis von 28,00 € pro Aktie
konnten den Kapitalrücklagen 52,0 Mio. € zugeführt werden.
Die Gewinnrücklagen wurden um 6,0 Mio. € (Vorjahr 1,6 Mio. €)
aus dem Jahresüberschuss erhöht. Die Eigenmittel betragen
unter Einbeziehung der Nachrangdarlehen und des Fonds für
allgemeine Bankrisiken 324 Mio. € (Vorjahr 275 Mio. €). Die Eigenmittelausstattung – gemessen am Verhältnis des aufsichtsrechtlich relevanten Eigenkapitals gemäß § 10 KWG zu den risikogewichteten Aktiva – verbesserte sich nach Feststellung des
Jahresabschlusses deutlich auf 11,0 %. Die Kernkapital­quote
von 9,0 % ist im Verhältnis zur Mindestanforderung von 4,0 %
wieder als sehr komfortabel anzusehen. Das Gleiche gilt für
die Gesamtkapitalquote. Von der Möglichkeit der Einbeziehung
von Neubewertungsreserven in die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel wurde kein Gebrauch gemacht.
131
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Internes Kontrollsystem
für die Rechnungslegung
Gaspar ⋅ Peter Pape ⋅ Kerstin Dünschede ⋅ Mar
Siegemund ⋅ Petra Szabel ⋅ Bernd Felsenh
Das interne Kontrollsystem für die Rechnungslegung ist Teil
des gesamten internen Kontrollsystems der NATIONAL-BANK.
Es umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur
Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Bilanzierung sowie zur Sicherung der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben. Es stellt sicher, dass die Vermögensgegenstände und
Schulden im Abschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und
bewertet werden und die Ertragslage sachgerecht dargestellt
wird. Wesentliche Komponenten, die diese Anforderungen gewährleisten sollen, sind nachfolgend aufgeführt.
Die Bank hat in der Vergangenheit entschieden, standardisierte
und marktgängige Softwarekomponenten für die wichtigsten
Funktionalitäten, beispielsweise für das Kernbanksystem MBS,
einzusetzen. Hierdurch wird sichergestellt, dass mehr als 90 %
der Geschäftsvorfälle systemgestützt gebucht und vollständig
abgebildet werden. Die hierzu eingesetzten Systeme können
nur von Mitarbeitern mit speziellen Zugriffsberechtigungen
genutzt werden. Der Umfang manueller Buchungen ist im Wesentlichen auf Teile des Provisionsgeschäftes begrenzt. Sofern
Buchungen im Einzelfall dennoch manuell erfolgen, unterliegen
sie konsequent dem Vier-Augen-Prinzip.
Sämtliche Buchungssysteme sind mit einem systematisch
strukturierten und mit Blick auf die Rechnungslegung anforderungsgerecht gegliederten Sachkontenplan unterlegt. Dieser
kann nur durch den für das Rechnungswesen zuständigen Zentralbereich Controlling verändert werden. Die Parametrisierung
der Systeme erfolgt unter strenger Beachtung der Funktionstrennung zwischen den beteiligten Unternehmensbereichen
und der dahinter liegenden Berechtigungskonzepte durch den
jeweils fachlich zuständigen Bereich. Ein umfassend geregelter
Neugeschäftsprozess garantiert, dass neue Finanzlösungen
auch im Hinblick auf das Rechnungswesen zutreffend abgebildet werden.
132
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
cus Sigusch ⋅ Verena Dinnendahl ⋅ Christiane
eim ⋅ Susanne Kortländer ⋅ Frank Rehberg
Ein täglich stattfindender und dokumentierter Abstimmungsprozess gewährleistet zudem, dass alle in den Systemen
erfassten Geschäfte vollständig abgebildet werden. Zudem
existieren regelmäßige, zentral durchgeführte Plausibilitätskontrollen auf unterschiedlichen Ebenen, um frühzeitig steuernd eingreifen zu können.
Eine enge Verzahnung von Rechnungswesens- und Controllingfunktionalitäten sind Voraussetzung einer effizienten Überwachung der gesamten Rechnungslegung. Hierzu gehören vom
Rechnungswesen unabhängige Auswertungen des Controlling,
in denen die einzelnen Ergebniskomponenten der Bank in unterschiedlichen Dimensionen und Detaillierungsgraden aufbereitet werden. Zwischen den Ergebnissen des Rechnungswesens
und den genannten Auswertungen erfolgen Abstimmungen,
durch die etwaige Abweichungen frühzeitig erkannt und behoben werden können. Eine weitere wichtige Kontrollkomponente
stellt das monatliche Reporting gegenüber dem Vorstand, den
Marktbereichen und den Vertriebseinheiten dar.
Die Bewertung des Kreditportfolios ist auf Basis aufsichtsrecht­
lich vorgegebener Funktionstrennungen in der Marktfolge angesiedelt. Einzelwertberichtungen werden durch den Bereich Kreditrisikosteuerung einzelfallbezogen unter Berücksichtigung
von erwarteten Ausfällen, verfügbaren Sicherheiten und
voraussichtlichen Zahlungsmöglichkeiten des Kreditnehmers
festgelegt. Pauschalwertberichtigungen erfolgen auf Basis der
maximal zulässigen steuerrechtlichen Ansätze. Die Bewertung
unserer Wertpapierbestände wird systemgestützt durch die
Handelsabwicklung begleitet und überwacht.
Für die verbrieften und zum Teil mit Sicherheiten unterlegten
Kreditforderungen des Alternativen Kreditportfolios (AKP) liegt
die Verantwortung für die Bewertungsmethodik und die jeweili­
gen Bewertungsansätze im Risikocontrolling.
Hinsichtlich der Bewertung des Derivategeschäfts, welches
weit überwiegend kundendeterminiert ist, haben wir derzeit
noch unterschiedliche Systeme im Einsatz. Diese sollen in 2010
über eine standardisierte Anwendung vereinheitlicht werden.
Die Interne Revision überprüft regelmäßig sowohl die EDVSysteme im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Stabilität und korrekte
Abbildung der Geschäftssachverhalte als auch die Arbeitsprozesse in den Markt- und Zentralbereichen. Sie wird in sämtliche Projekte und Systemveränderungen einbezogen und unterstützt damit das Qualitätsmanagement im Hinblick auf die
Rechnungslegung.
Für die vorstehend beschriebenen Funktionen hält die Bank
ein Team von Spezialisten vor, die auch die wichtigen Funktionen des aufsichtsrechtlichen Meldewesens, des Controlling,
unterschiedlicher Managementinformationssysteme und des
Steuer­rechts erfüllen. 133
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Fachvorstand Risikofunktion
Risikobericht
Risikokomitee
Risikocontrolling
Kreditrisikosteuerung
Marina Wiesmann ⋅ Richard Bürgers ⋅ Mirco
Marion Sprenger ⋅ Olaf Morzik ⋅ Martin Metz
Grundlagen
Die Gestaltung und Durchführung eines aktiven Risikomanagements liegt in der Verantwortung des Risikovorstandes. Neben
den operativen Linieneinheiten für das Risikocontrolling und
die Kreditrisikosteuerung steht ihm hierbei das bereichsübergreifend organisierte Risikokomitee zur Seite. Das Risikokomitee unterstützt den Vorstand bei der Planung, Koordination
und Entscheidungsfindung innerhalb des RisikomanagementProzesses.
Das zielgerichtete und kontrollierte Eingehen von Risiken unter
Beachtung renditeorientierter Vorgaben ist zentraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung der NATIONAL-BANK. Ziel ist es,
die im Rahmen der Geschäftstätigkeit eingegangenen Risiken
frühzeitig zu erkennen, vollständig zu quantifizieren und wirksam zu steuern. Um diese Anforderungen zu erfüllen, haben wir
ein umfassendes Risikomanagement-System eingerichtet.
Das Risikomanagement-System beinhaltet die Identifizierung,
Quantifizierung, Analyse, Dokumentation und Steuerung aller
Einzelrisiken sowie die kontinuierliche Überprüfung und Gewährleistung der Risikotragfähigkeit.
Die implementierten Risikomanagement-Prozesse unterscheiden zwischen vier Arten bankbetrieblicher Risiken: Adressenausfall-, Markt- und operationellen Risiken sowie Liquiditätsrisiken.
• Das Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass ein
Geschäftspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen
nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr nachkommt.
• Das Marktrisiko ist das Risiko, das aus der Unsicherheit
von Kurs- oder Marktpreisveränderungen resultiert.
• Das operationelle Risiko ist definiert als die Gefahr
von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder
des Versagens von internen Verfahren, Menschen und
Systemen oder aufgrund externer Ereignisse eintreten.
Hierzu zählen wir auch die Rechtsrisiken.
Diese Risikoarten werden als wesentlich eingestuft und im Rahmen der Risikotragfähigkeit unserer Bank integriert betrachtet
und gesteuert.
Das Liquiditätsrisiko wird ebenfalls als wesentliches Risiko eingestuft und ist definiert als das Risiko, zukünftige Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht erfüllen zu können. Aufgrund
seiner Eigenart wird das Liquiditätsrisiko außerhalb der Risikotragfähigkeit überwacht und gesteuert.
Das Reputationsrisiko wird aufgrund seiner Wechselwirkungen
mit den anderen Risikoarten (z.B. Liquiditätsrisiko) ebenfalls
als wesentliche Risikoart erachtet und im Rahmen eines qualitativen Ansatzes behandelt.
134
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Recksiek ⋅ Wolfgang Prause ⋅ Sabine Koch
⋅ Petra van Doorn ⋅ Elke Prochazka ⋅ Martin
Adressenausfallrisiko
Das Adressenausfallrisiko hat aufgrund unserer Geschäftsausrichtung den größten Anteil innerhalb der einzelnen Risiko­
arten. Daher besteht hier ein Schwerpunkt bezüglich der im Einsatz befindlichen Instrumente, deren Weiterentwicklung sowie
hinsichtlich der Gestaltung geeigneter Prozesse und Systeme.
Management von Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko wird sowohl auf Einzelgeschäfts- als
auch auf Portfolioebene analysiert und gesteuert. Hierbei ist
die Bonitätsbeurteilung der Kunden unter Einsatz eines internen Ratingverfahrens von zentraler Bedeutung. Das hierfür implementierte System „BV-Rating“ ist im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts mit anderen Banken unter der Federführung
des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. (BdB) entwickelt
worden und basiert auf einer entsprechend umfangreichen Datengrundlage.
Seit 2008 werden der Betrieb und die Weiterentwicklung des
Ratingsystems von der RMS Risk Management Solutions GmbH,
Köln, (RMS) gewährleistet. Gemeinsam mit anderen BdBMitgliedsbanken sowie der Bank-Verlag GmbH, Köln, ist unsere
Bank Gesellschafterin der RMS. Die Beteiligung bietet uns die
Möglichkeit, die Weiterentwicklung des Ratingsystems aktiv
mitzugestalten.
In 2009 wurden die Ratingfunktionen des BV-Rating validiert.
Hierbei wurde festgestellt, dass das Ausfallniveau im Kreditportfolio auf Basis der empirischen Daten bis einschließlich
2008 leicht angestiegen ist. Dies wurde in die Ratingfunktionen,
soweit erforderlich, im Rahmen der sogenannten Rekalibrierungen eingearbeitet.
Ausgehend von den Ergebnissen der Validierungen wurden im
2. Halbjahr 2009 umfangreiche Optimierungsarbeiten aufgenommen, welche auch in 2010 noch fortgeführt werden.
Weiterhin wurde in 2009 ein maschinelles Bestandsrating für
das standardisierte Mengengeschäft in das BV-Rating inte­griert
und in den Prozessen unserer Bank zum Einsatz gebracht. Hierdurch konnte die Ratingabdeckung sowie die Ratingaktualität
unseres Kreditportfolios weiter verbessert werden, ohne die
laufenden Prozesskosten für die Ratingerstellung in den Marktbereichen zu erhöhen.
Die bestehende BV-Rating-Komponente zur Erhebung der Datenbasis für eine eigene Verlustquotenschätzung wurde grundlegend überarbeitet. Die Verwendung eigener Verlustquoten
trägt zur Verfeinerung der Messung der erwarteten und unerwarteten Verluste aus dem Kreditgeschäft bei und ist auch
eine wesentliche Grundlage für eine mögliche zukünftige Anwendung des „Internal Rating Based Approach“ (IRBA) gemäß
Solvabilitätsverordnung. Um die kontinuierliche Erfassung der
erforderlichen Informationen sicherzustellen, wurde eine spezielle Linieneinheit innerhalb der Risikofunktion aufgebaut.
Für die Kalkulation und Analyse der Adressenausfallrisiken
wurde in 2009 eine neue IT-Infrastruktur implementiert
(Risk IT). Kernstück der auf dieser Basis ermittelten erwarteten und unerwarteten Verluste ist eine Standardsoftware der
zeb/rolfes.schierenbeck.associates GmbH, Münster. Die Risiko­
kennzahlen werden ab 2010 auch im Rahmen der Eigenkapitalallokation sowie für die Kundenkalkulation genutzt.
135
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
Prozentuale Ratingverteilung des AKP im Vorjahresvergleich
Investment Grade
30
Non-Investment Grade
25
20
15
10
5
0
Aaa
2008
Aa1
Aa2
Aa3
A1
A2
A3
Baa1
Baa2
Baa3
Ba1
Ba2
Ba3
B1
B2
B3
Caa1
Caa2
Caa3
Ca
C
2009
Prokop ⋅ Wolfgang Thielen ⋅ Michael von der
Stefanie Kulhanek ⋅ Annemarie Krüger ⋅ Fran
Alternatives Kreditportfolio
Vor dem Hintergrund unseres regional geprägten Kreditport­
folios und mit dem Ziel der Optimierung unserer Kreditportfolio­
struktur wurde 2001 beschlossen, in Asset-Backed-Securities
mit Referenzforderungen unterschiedlicher Herkunft zu investie­
ren. In den Folgejahren bis 2007 wurde schrittweise das Alternative Kreditportfolio aufgebaut. Die 2008 vor dem Hintergrund
der Verwerfungen in den betreffenden Finanzmarktsegmenten
beschlossene Desinvestitionsstrategie wurde 2009 konsequent
fortgesetzt.
Das Volumen des Alternativen Kreditportfolios reduzierte sich
im Berichtsjahr aufgrund von Tilgungen und Wertanpassungen
von 74,1 Mio. € auf einen Jahresendbestand von 58,6 Mio. €.
Obwohl sich die Struktur des Portfolios nicht verändert hat,
traten im Alternativen Kreditportfolio aufgrund der außergewöhnlichen Marktentwicklung und der Struktur der zugrunde
liegenden Vermögenswerte erhöhte bonitäts- und liquiditäts­
induzierte Risiken zutage, die auch für 2010 nicht ausgeschlossen werden können. Diese Risiken wurden umfassend und konservativ in der Bilanz berücksichtigt.
Prospektierte Fälligkeitsstruktur und Abbau des Alternativen
Kreditportfolios in Mio. €
93,7
80,7
13,0
55,6
2010
Prospektierte Fälligkeiten
16,5
0,0
Die Methoden und Instrumente für das Risikocontrolling des
Alternativen Kreditportfolios werden auch zukünftig kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Das intensive Monitoring
der einzelnen Wertpapiere des Alternativen Kreditportfolios
werden wir ebenfalls unverändert weiterführen. Damit wollen
wir jederzeit in der Lage sein, die wesentlichen fundamentalen
Entwicklungen in Bezug auf die Bonität der Endkreditnehmer
im Alternativen Kreditportfolio frühzeitig zu erkennen.
Marktrisiko
Das Marktrisiko umfasst sowohl das Zinsänderungsrisiko aus
dem Anlagebuch als auch das Marktpreisrisiko aus Wertpapierund Währungsgeschäften.
14,0
7,0
2011
14,0
Der bisherige Wertansatz nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß HGB wird mittels der auch im Vorjahr verwendeten
Bewertungsmethoden unverändert beibehalten.
32,1
25,1
3,0
2009
48,6
Konzentrationsrisiken aufgrund von Überschneidungen zwischen dem Alternativen Kreditportfolio einerseits und dem
Firmenkunden- sowie Bankenportfolio andererseits bestehen
nur in geringem Umfang. Ausgehend von den prospektierten
Fälligkeiten ist das Alternative Kreditportfolio bis Ende 2015
abgebaut.
2012
2,5
2013
2014
2015
Nennwert des AKP jeweils zum Jahresende
136
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Linden ⋅ Claudia Schütter ⋅ Julia Schlemmer
k Gladbach ⋅ Wulf Obrig ⋅ Brigitta Molzahn
Zinsänderungsrisiko (Anlagebuch)
Die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos sowie dessen
Steuerung auf Gesamtbankebene basiert auf einer periodi­
schen Zinsergebnissimulation. Innerhalb dieses Verfahrens
werden die zinstragenden Geschäfte nach ihrer Zinsbindung in
feste und variable Positionen unterteilt. Während der Zinssatz
bei Festzinspositionen fest kontrahiert und unveränderlich ist,
wird zur Abschätzung der künftigen Zinsanpassung der variabel verzinslichen Positionen auf die Reagibilitäten der Positi­
onszinsen auf Veränderungen der Geld- und Kapitalmarktzinsen zurückgegriffen. Diese Zinselastizitäten wurden auf Basis
hi­s­to­r ischer Analysen der variabel verzinslichen Positionen für
die Bank abgeleitet. Diese Analysen wurden in 2008 auf Basis
unserer Risk IT erneuert und werden regelmäßig überprüft.
Im Rahmen der periodischen Simulation wird unter Annahme
einer konstanten Bilanzstruktur der zukünftige Zinsüberschuss
für verschiedene Zinsszenarien ermittelt, um Abweichungs­
potenziale im Falle ungünstiger Marktzinsentwicklungen aufzudecken und ggf. Steuerungsmaßnahmen zur Begrenzung
des identifizierten Risikos abzuleiten. Per Jahresultimo 2009
verzeichnete die Bank im Standardszenario ein Zinsänderungsrisiko in Höhe von 5,0 Mio. €.
Neben Szenarien auf Basis ökonometrisch abgeleiteter Zinsprog­
nosen der Bank sowie Parallelverschiebungen und Drehungen
der aktuellen Zinsstrukturkurven werden auch Stressszenarien
analysiert. Dabei werden sowohl historisch beobachtete Zinsentwicklungen als auch hypothetisch mögliche Zinsszenarien
zugrunde gelegt.
Die gemäß § 24 Abs. 1 Nr. 14 KWG geforderte regelmäßige Simulation eines plötzlichen Zinsschocks („Basel II-Zinsschock“) hat
bei den unterstellten Zinsänderungen nach oben bzw. unten im
Jahresverlauf nicht zu einer meldepflichtigen Überschreitung
des gesetzlichen Schwellenwertes geführt.
Marktpreisrisiko
Zur Quantifizierung des Marktpreisrisikos aus dem Wertpapier­
liquiditätsbestand, aus Währungsgeschäften sowie aus den
sehr eingeschränkten Eigenhandelsaktivitäten wird ein am
Value-at-Risk orientiertes Risikokalkulationssystem verwendet.
Für jede Risikokategorie wurden Limite formuliert, die zum einen am Value-at-Risk und zum anderen an der Ergebnissitua­
tion der jeweiligen Positionen ausgerichtet sind. Zur Sicherung
der Qualität des Value-at-Risk-Verfahrens aus Handelsaktivitäten nutzt die Bank ein Back-Testing-Verfahren, das auf täglicher
Basis prüft, ob eingetretene Marktwertveränderungen den jeweils am Vortag berechneten Value-at-Risk überschreiten. Der
Value-at-Risk stellt sich für die einzelnen Bereiche per Jahresultimo 2009 wie folgt dar:
Value-at-Risk in Tsd. €
Ergänzend zu den Betrachtungen auf Jahresbasis werden
durch das Treasury Simulationsrechungen auf Mehrjahresbasis
durchgeführt, an denen sich die Zinssicherungsstrategie der
Bank ausrichtet. Im Sinne einer langfristigen Zinssicherung besteht ein Zinsswapvolumen in Höhe von 165,6 Mio. €.
137
66
90
3.070
Wertpapier/Geldhandel
66
Währungsposition 90
Wertpapierliquiditäts bestand
3.070
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Jana Beykirch ⋅ Dr. Thomas Franke ⋅ Thomas
Vogeler ⋅ Nina Große-Ruiken ⋅ Torsten Berges ⋅
Liquiditätsrisiko
Das tägliche Monitoring der kurzfristigen Liquidität wird als
Ergänzung der regulatorischen Liquiditätskennziffer und des
zugrunde liegenden Liquiditätsfreiraums durchgeführt. Über
eine Kennzahl „Tägliche Mindestliquidität“ wird untersucht,
inwieweit ein Rückgang der Kundeneinlagen als wesentliches
Refinanzierungsinstrument aufgefangen werden kann. Während 2009 ließen weder die regulatorischen Kennzahlen noch
die interne Liquiditätsrisikoüberwachung Anzeichen für einen
Liquiditätsengpass erkennen. Daneben wurde das durch Einlagenkonzentrationen bei einzelnen Kunden hervorgerufene Abrufrisiko überwacht. Die Konzentration der Einlagenbestände
(Sichteinlagen und Tagesgelder, befristete Einlagen und Spareinlagen) auf Kunden bzw. Kundenverbünde lag in Einzelfällen
zeitweise oberhalb der intern definierten Beobachtungsgrenze.
lichen Szenarien zeigt sich, dass der kumulierte Cash Flow unter
Berücksichtigung der Liquiditätsreserven positiv und damit aus
dieser Sicht kein unmittelbarer Liquiditäts­engpass erkennbar ist.
Zum Ende des Jahres wurde die interne Liquiditätsüberwachung methodisch erweitert. Das Monitoring der kurzfristigen
(dispositiven) Liquiditätssituation wurde um einen Liquiditätsplan ergänzt, der den innerhalb der nächsten 30 Kalendertage
möglichen Liquiditätsbelastungen die kurzfristigen Refinanzie­
rungsmittel gegenüberstellt. Zum Jahresultimo überdeckten
dabei die Refinanzierungsmittel die potenziellen Liquiditätsbelastungen, so dass hieraus ebenfalls kein Liquiditätsengpass
zu erkennen war.
Die über das Risikoinventar gemessenen operationellen und
sonstigen Risiken lagen während des gesamten Jahres innerhalb der gesetzten Limite.
Zur Beurteilung der längerfristigen (strukturellen) Liquiditäts­
situation erstellen wir eine Liquiditätsübersicht mit den erwarteten Mittelzuflüssen und -abflüssen für die nächsten
24 Monate auf Basis der hierfür erweiterten Risk IT. Zur Ermittlung dieser Liquiditätscashflows werden insbesondere Annahmen über den Abzug von Kundeneinlagen, die Ausnutzung von
Kreditlinien sowie die Verwertung von Wertpapieren getroffen.
Diese werden sowohl in Form eines Standardszenarios als auch
unter Berücksichtigung von Stressszenarien formuliert. In sämt-
Operationelles Risiko
Die Instrumente zur Identifikation und Steuerung der operationellen Risiken wurden 2009 weiter verfeinert. Dies betraf
das Risikoinventar zur Erfassung und Bewertung der Risiken,
prozessuale Aspekte sowie die Erfassung einer eigenen Daten­
historie in der hierfür implementierten Schadensfalldatenbank.
Die Informationen der Schadensfalldatenbank sollen 2010 in
die interne Risikosteuerung einfließen.
Reputationsrisiko
Das Risiko eines Verlustes öffentlichen Vertrauens in unsere
Bank wird als Reputationsrisiko definiert. Das Reputations­
risiko kann aufgrund negativer externer Berichterstattung oder
sonstiger öffentlicher Meinungsbildung entstehen.
Durch die Schaffung des neuen Zentralbereiches Unternehmenssteuerung und Kommunikation wurde den gestiegenen
Anforderungen an eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit
Rechnung getragen. Dieser Bereich ist – in enger Abstimmung
mit dem Sprecher des Vorstandes – auch für die kontinuierliche
Überwachung, Dokumentation und Steuerung des Reputationsrisikos verantwortlich.
138
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Nöthen ⋅ Corina Kondziela-Hackmann ⋅ Nicole
⋅ Thomas Gesing ⋅ Martin Gocha ⋅ Gitta Paul
Regulatorische Anforderungen
Risikotragfähigkeit
Im Rahmen der Neuregelung der Mindestanforderungen an
das Risikomanagement (MaRisk) vom 14. August 2009 wurden
die Anforderungen hinsichtlich der Ausgestaltung des Stresstesting, der Berücksichtigung von Risikokonzentrationen, der
Einbindung des Aufsichtsorgans sowie der Vergütungssysteme
erweitert. Alle relevanten Anforderungen wurden in den Prozessen und Systemen umgesetzt sowie dokumentiert. Die bestehenden Stresstests wurden im Hinblick auf außergewöhnliche,
aber plausibel mögliche Ereignisse in Form historischer und
hypothetischer Szenarien ergänzt und unter Berücksichtigung
von Risikokonzentrationen in die Risikotragfähigkeitsanalyse
integriert.
Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse wird untersucht,
inwieweit die Risikodeckungspotenziale die Summe der Risiko­
potenziale aus den Kategorien Kreditrisiko (einschließlich erwarteter Verlust), Zinsänderungsrisiko, Marktpreisrisiken sowie operationelles Risiko tragen können. Bei der Ermittlung der
Risikopotenziale wird zwischen einem Standardszenario und
verschiedenen Stressszenarien differenziert. Als steuerungsrelevantes Stressszenario wird hierbei ein simultaner Stress
in den Kategorien Kreditrisiko und Zinsänderungsrisiko (siehe
Abbildung, Stress 2) definiert.
Stressszenarien
Funktionstrennung und Interne Revision
Die Einhaltung der gemäß MaRisk geforderten aufbau- und
ablauforganisatorischen Trennungen von Handel, Abwicklung
und Kontrolle einerseits sowie von erstem (Markt-) und zweitem (Marktfolge-)Votum für das Kreditgeschäft wird regelmäßig durch die Interne Revision überwacht. Weiterhin prüft und
dokumentiert die Interne Revision die Einhaltung der Arbeitsanweisungen und -abläufe in allen Geschäftsbereichen der Bank.
Hierbei wurde 2009 auch das Risikomanagement unserer Bank
überprüft.
Die im Zuge der oben genannten Neuregelung der MaRisk geforderte direkte Kommunikation zwischen Aufsichtsorgan und
Interner Revision ist sichergestellt.
Kreditrisiko
Zinsänderungsrisiko
Stress 1
Stress 2
Stress 3
X
X
X
X
X
Marktpreisrisiko
X
Operationelles Risiko
X
Ausgehend vom Grundsatz der Unternehmensfortführung
(Going Concern) werden hierzu die Risikodeckungspotenziale
in abgestufter Weise (unter Einhaltung der regulatorischen
Mindest-Eigenmittelquote) zur Abdeckung der Risikopotenziale
herangezogen.
Zum Ende des Berichtsjahres wurde der in die Risikotragfähigkeit einfließende Value-at-Risk für Kreditrisiken auf einem Konfidenzniveau von 98,0 % gemessen. Ergänzend hierzu werden
auch die Ergebnisse der Kalkulation auf Basis höherer Konfidenzniveaus von 99,0 % und 99,8 % ermittelt und berichtet,
um den Einfluss von Risikokonzentrationen auf die Risikotragfähigkeit zu verdeutlichen und entsprechende Impulse für die
Steuerung der Kreditrisiken auszulösen.
139
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Lutz van de Wetering ⋅ Brigitte Fengels ⋅ Sandr
Elke Achterfeld ⋅ Dr. Cordula Wöllenweber ⋅
Weiterentwicklung in 2010
Die Risikotragfähigkeit im Going-Concern-Ansatz war zum Jahresultimo sowohl im Standardszenario als auch im steuerungsrelevanten Stresstest gegeben. Dabei wurden die positiven
Effekte der Risikodiversifikation aufgrund bestehender Korrela­
tionen zwischen den einzelnen Risikoarten nicht berücksichtigt.
Methoden, Prozesse und IT-Systeme
Die Bank überprüft regelmäßig die Angemessenheit der Methoden und Verfahren zur Ermittlung und Analyse der Risikopotenziale und der Risikotragfähigkeit. Dabei stehen sowohl die Aktualisierungen der im Zeitablauf veränderlichen Parameter als
auch eine kritische Überprüfung der verschiedenen Modell­
annahmen im Vordergrund.
2009 wurde die Risikoberichterstattung auf Basis unserer neuen Risk IT umfangreich überarbeitet und im Hinblick auf die
Anforderungen aus den oben genannten Neuregelungen der
MaRisk deutlich erweitert.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Risikomanagementpraxis gehört zu den Grundsätzen unserer NATIONAL-BANK.
Damit wollen wir zum einen die Marktentwicklungen so umfassend wie möglich berücksichtigen und zum anderen alle an uns
gestellten regulatorischen Anforderungen erfüllen.
Ausgehend von den Möglichkeiten unserer neuen Risk IT wollen
wir die unternehmensweite Verfügbarkeit von Risikoinforma­
tionen 2010 weiter ausbauen, um die Risikokultur in allen Bereichen unserer Bank noch stärker zu verankern.
Das Committee of European Banking Supervisors hat im
Dezember 2009 Konsultationspapiere zu Risikokonzentra­
tionen (CP31) sowie Stresstests (CP32) publiziert. Hierin werden
Forderungen nach einer risikoartenübergreifenden Abbildung
von Konzentrationen sowie einer geeigneten Infrastruktur zu
deren vollständiger Erfassung und Informationsweitergabe for­
muliert. Aufgrund der kurzen Konsultationsphase ist noch 2010
von einem Beginn entsprechender Umsetzungen auszugehen.
140
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Ausblick
a Kellner ⋅ Stephanie Keller ⋅ August Cohaupt
⋅ Bettina Verhuven ⋅ Tobias Urban ⋅ Michaela
Im 3. Quartal 2009 haben wir unsere strategische Planung verabschiedet. Unter der Überschrift „Winning 2012“ wollen wir
eine Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity) vor Steuern
zwischen 15 und 20 % sowie eine Kosten-Ertrags-Relation (Cost
Income Ratio) von 60 bis 65 % erreichen. Parallel dazu soll eine
Eigenmittelquote (Capital Ratio) bezogen auf das Gesamtkapital von 10 bis 12 % sowie ein Verhältnis zwischen Ausleihungen
und Einlagen (Loan to Deposit Ratio) von kleiner 1 erreicht werden. Die Bezugnahme auf die zuletzt genannten beiden Größen
soll sicherstellen, dass es nicht auf ein singuläres Renditeziel,
sondern auf eine nachhaltige Entwicklung der Bank ankommt.
Dasselbe gilt für die Definition entsprechender Korridore, die in
der Steuerung der Bank ebenfalls eine nachhaltige Entwicklung
sicherstellen sollen.
Aber auch unabhängig davon führt die strategische Planung
der Geschäftsjahre 2010 bis 2012 nicht zu einem Eingehen hoher Risikopositionen. Denn wir haben unsere Planung unter die
nachfolgenden Voraussetzungen gestellt, um eine schädliche
Anreizwirkung zu vermeiden:
Die Umsetzung unserer strategischen Planung geht einher mit
einer Verbesserung und Optimierung unserer Prozesse, überarbeiteten Führungsleitsätzen, aber auch der Weiterentwicklungen des Cross Selling und der Beratungsvernetzungen in Kundenverbünden. Zudem sollen neue Produkte und Preismodelle
die verstärkte Gewinnung neuer Kunden unterstützen.
In den kommenden Jahren wollen wir insgesamt mit Augenmaß und dem jeweiligen wirtschaftlichen Umfeld angepasst
wachsen, das Kreditgeschäft jedoch angesichts des konjunkturellen Umfeldes nur moderat und unter Beachtung strenger,
selbst gesetzter Risikomaßstäbe sowie der Risikotragfähigkeit
der Bank ausweiten. Dabei wollen wir die Granularität und Diversifikation des Kreditportfolios noch weiter verbessern. Das
Kredit­wachstum soll dabei überwiegend durch die Akquisition
von neuen Kundeneinlagen bzw. Mitteln aus öffentlichen Kreditprogrammen finanziert werden. Ein besonderes Augenmerk
wollen wir unverändert auf den weiteren Ausbau des Provisions­
geschäftes legen.
• keine neuerlichen Marktverwerfungen,
• ein normalisiertes Zinsniveau,
• stabile Bewertungen
(aller Vermögensgegenstände und Schulden),
• im Vergleich zur Vorkrisenzeit erhöhte Margen sowie
• ein moderates Wirschaftswachstum.
141
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Wolter ⋅ Klaus Gerlach ⋅ Višnja Helck ⋅ Edelt
Preckwinkel ⋅ Klaus Dombrowski ⋅ Christoph
Nach der Konzentration der Kreditanalyse und Kreditbearbeitung unseres Firmen- und Privatkundengeschäfts im Niederlassungsgebiet Essen greifen sukzessive die Synergien und
werden in der Folge auch zu einer Begrenzung des Anstiegs
der Verwaltungsaufwendungen in diesem Bereich führen. Die
Konzentration der Kundenbetreuer auf den Vertrieb ermöglicht
eine Erhöhung der für den Kunden zur Verfügung stehenden
Zeit und damit die Fokussierung auf Beratung, Betreuung und
Angebotsentwicklungen zur breiteren Nutzung der von der
Bank angebotenen Finanzlösungen.
Im zinsabhängigen Geschäft sehen wir im Gesamtmarkt eine
Stabilität der Margen im Kreditgeschäft auf dem erreichten Niveau. Dieses Niveau stellt ein insgesamt sachgerechteres Verhältnis von Risiko und Rendite im Vergleich zu früheren Jahren
dar. Da angesichts des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes das
Zinsniveau in nächster Zeit nicht substantiell steigen dürfte, erwarten wir weiterhin einen deutlich positiven Beitrag aus dem
Fristentransformationsergebnis. Insgesamt planen wir eine
weitere moderate Ausweitung des Zinsergebnisses.
Im provisionsabhängigen Geschäft des Asset Management wollen
wir durch eine gezielte Ausweitung der Kundenzahl, durch die in
2009 vorgenommene personelle Stärkung des Private Banking
und unsere neuen Einheiten Wealth Management und Family
Office eine deutliche Steigerung erreichen. Die Bemühungen
um die engere Verzahnung von Private Banking und Firmenkundengeschäft zeigen zunehmend Erfolg und bestätigen uns in
der weiteren Ausrichtung dieses Ansatzes. Das Vertrauen unserer mittelständischen Kunden in die NATIONAL-BANK als berechenbarer Partner sollte sich nicht nur auf das Unternehmen,
sondern auch auf den privaten Vermögensbereich beziehen.
Im Zins- und Währungsmanagement sehen wir einen weiteren
überproportionalen Bedarf bei unseren mittelständischen
Firmenkunden, dem wir durch personelle Verstärkung und
system­technische Verbesserungen Rechnung getragen haben.
Auf­g rund der in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen
erwarten wir auch in den übrigen Dienstleistungsbereichen ein
weiteres Wachstum der Provisionserträge. Dies gilt zum Beispiel für die Vermittlung von Baufinanzierungen.
Die Verwaltungsaufwendungen wollen wir nach dem deutlichen
Anstieg in 2009 wieder auf verringerte Wachstumsraten zurückführen. Dies wollen wir durch ein strenges Kostenmanagement
erreichen.
Eine Herausforderung wird die Begrenzung der Risikovorsorge
im Kreditgeschäft sein. Die Jahre 2010 und 2011 werden diesbezüglich allgemein als besonders kritisch gewertet. Die erforderlichen Risikovorsorgemaßnahmen stehen hier im besonderen Kontext zur Erholung der Wirtschaft im Allgemeinen und
der Anpassungsfähigkeit der Unternehmen an die veränderten
ökonomischen Rahmenbedingungen im Besonderen. Wir sind
zuversichtlich, durch die vielfältigen Maßnahmen der letzten
Jahre im Hinblick auf die Risikobegrenzung und die vorsichtige
Ausrichtung des Kreditgeschäftes die Risikovorsorgeaufwendungen auf einem Niveau leicht oberhalb des zurückliegenden
Jahres begrenzen zu können.
Für 2010 sind wir zuversichtlich, das sehr gute Betriebs­
ergebnis des zurückliegenden Jahres nochmals verbessern zu
können. Wir können nicht ausschließen, dass das Alternative
Kreditportfolio erneut außerordentliche Aufwendungen nach
sich zieht. Angesichts der erkennbaren Entspannungen im konjunkturellen Umfeld und der bereits erreichten hohen Vorsorgequote dürfte sich die Belastung gleichwohl in engen Grenzen
halten.
Unser Ziel ist es, unsere NATIONAL-BANK weiter als eine
der führenden privaten unabhängigen Regionalbanken der
Bundesrepublik Deutschland für anspruchsvolle Privat- und
Firmenkunden zu positionieren. 142
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
BESTÄTIGUNGSVERMERK
raud Mönkemeyer ⋅ Carolin Krüger ⋅ Volkmar
Laaks ⋅ Petra Kluwe ⋅ Martina Tauer ⋅ Susanne
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung
der Buchführung und den Lagebericht der NATIONAL-BANK
Aktiengesellschaft, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden
Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des
Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf
die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beach­tung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch
den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und
über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im
Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise
für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des
Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung,
dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung ge­
wonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der
NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft, Essen, den gesetzlichen
Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung
und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungs­­­mäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen­
des Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahres­
abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 23. Februar 2010
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Dr. Braun)
Wirtschaftsprüfer
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
143
(ppa. Wolfgarten)
Wirtschaftsprüfer
Diessner ⋅ Harry Hellinger ⋅ Birgit Knorrek ⋅
Wagner ⋅ Elke Sonntag ⋅ Volker Pauly ⋅ Anj
Leiter der Niederlassung Mülheim
Wachstum
Umsicht und Zielstrebigkeit bestimmen unser Handeln.
So konnten wir selbst in schwierigen Zeiten expandieren
und werden dies auch weiter tun. Unser Wachstum ist
organisch, es basiert auf unserem kundengetragenen
Geschäftsmodell. Wir analysieren Marktpotenziale
sorgfältig und treffen Entscheidungen, die einen
nachhaltigen Mehrwert für unsere Kunden und für uns
erwirtschaften. Dies erfordert Fachwissen, Kompetenz
und nicht zuletzt persönliche Einsatzbereitschaft.
Harry Hellinger begleitet das Privat- und Firmenkunden­
geschäft unserer Bank seit zwanzig Jahren. Parallel zu
seinen beruflichen Aufgaben hat er abends ein Betriebswirtschaftsstudium absolviert. Nach unterschiedlichen
Stationen in Essen und Velbert leitet der 38-jährige seit
Januar 2009 die Niederlassung in Mülheim an der Ruhr.
„Unsere Kunden haben hohe Ansprüche“, weiß der junge
Direktor. „Zu Recht. Von uns können sie zwei Dinge
erwarten: Innovative, aber konservative Empfehlungen
und persönlichen Service.“
⋅ Hans-Gerd Jahnke ⋅ Ralf Carle ⋅ Peter-Jakob
a Katzmarek ⋅ Jessica Lischka ⋅ Peter Schatz
„Wachstum fußt auf Vertrauen.
Unsere Kunden schätzen unsere
Unabhängigkeit und sie wissen,
dass wir ihnen stets objektive,
maßgeschneiderte Lösungen
bieten.“
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Unsere Direktoren
Gabriele Seifermann ⋅ Stefan Barentzen ⋅
Schweer ⋅ Volker Springer ⋅ Gabriele Kaczin
1 Ralf van Rickelen
Internationales Geschäft
11 Wolfgang Niehaus
Personal
2 Walter Strahl
Hattingen
12 Heinrich ter Braak
Controlling
3 Georg Schachner
Generalbevollmächtigter
Privatkundengeschäft
13 Ralph Tüllmann
Bochum
4 Klaus Fiß
Kreditrisikosteuerung/
Kreditrisikomanagement
14 Frank Stange
Kredit Privatkunden
15 Michael Brückner
Dortmund
5 Theo Weyers
Versicherungsgeschäft
1
6 Markus Müller
Wuppertal
2
7 Carsten Kollath
Düsseldorf
8 Meiko Roßmann
Oberhausen
9 Monika Leardini-Wittig
Regionalleitung
Privatkunden, Rheinland
10 Michael Gerbracht
Duisburg
7
8
146
9
10
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Kristina Göbels ⋅ Andreas Hendrix ⋅ Marion
ski ⋅ Jutta Wanke ⋅ Jürgen Steffes ⋅ Isabella
3
11
4
12
5
13
147
6
14
15
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
Unsere Direktoren
Kolms ⋅ Marion Schmitz ⋅ Meike Vicktor ⋅
Leicher ⋅ Gudrun Engels ⋅ Brigitte Hals
1
2
1 Ralf Horstmann
Recklinghausen
6 Dr. Wolfgang Herrmann
Recht
2 Simon Marklein
Private Banking
7 Klaus Frick
Unternehmenssteuerung &
Kommunikation
3 Thomas Stephan
Organisation
4 Michael Czech
Kreditrisikosteuerung/
Spezialkreditmanagement
5 Joachim Reinhardt
Kredit Firmenkunden
8 Peter Wiersdörfer
Privatkunden &
Wirtschaftlich Selbstständige
9 Dietmar Hoffmann
Revision
3
4
5
6
11 Thomas Jakoby
Generalbevollmächtigter
Firmenkunden
12 Carsten Müller
Essen (Firmenkunden)
13 Ludger Kujawski
Handelsabwicklung
14 Harry Hellinger
Mülheim
10 Frank Saelzer
Essen (Privatkunden)
11
148
12
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Jörg Saalmann ⋅ Cay Riethmüller ⋅ Sarah
band ⋅ Jens Fischer ⋅ Markus Herforth
15 Robert Duve
Risikocontrolling
16 Axel Kantelberg
Customer Relationship Management
17 Lutz van de Wetering
Regionalleitung Privatkunden,
Westfalen
7
13
8
14
9
10
15
16
149
17
Geschäftsbericht 2009 der NATIONAL-BANK AG
4 Brief 6 Vorstand 8 Aufsichtsrat 12 Corporate Governance 26 Bericht des Aufsichtsrates 36 Unsere Aktie 39 Aktionärsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit 42 Highlights
Geschäftsstellen
und Tochtergesellschaften
Geschäftsstellen
der NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft
Frank Rüddel ⋅ Melanie Göbels ⋅ Ulrike Schw
Andreas Ruschen ⋅ Jörg Vieth ⋅ Ralf Lohr
Zentrale
Hauptzweigstelle Essen-Ost
Zweigstelle Essen-Frohnhausen
Niederlassung Duisburg
Theaterplatz 8
45127 Essen
Telefon 0201 8115-0
Telefax 0201 8115-500
Leitung: Rolf Nobis
Kaiser-Otto-Platz 10
45276 Essen
Telefon 0201 56301-0
Telefax 0201 56301-15
Leitung: Gabriele Wiedmann
Berliner Straße 103
45145 Essen
Telefon 0201 87690-0
Telefax 0201 87690-15
Leitung: Michael Gerbracht
Königstraße 1-5
47051 Duisburg
Telefon 0203 29503-0
Telefax 0203 29503-15
Niederlassung Essen
Leitung Privatkunden:
Frank Saelzer: 0201 7473-0
Leitung Firmenkunden:
Carsten Müller: 0201 8115-0
Zweigstelle Essen-Huttrop
Leitung: Anja Gelbarth
Steeler Straße 224
45138 Essen
Telefon 0201 27400-0
Telefax 0201 27400-15
Hauptzweigstelle Essen-Mitte
Leitung: Antonie Jäger
Bredeneyer Kreuz 1-3
45133 Essen
Telefon 0201 84261-0
Telefax 0201 84261-15
Zweigstelle Essen-Rüttenscheid
Leitung: Markus Göke
Rüttenscheider Straße 125
45130 Essen
Telefon 0201 87257-0
Telefax 0201 87257-15
Zweigstelle Essen-Werden
Leitung: Michael von der Linden
Brückstraße 45
45239 Essen
Telefon 0201 84952-0
Telefax 0201 84952-15
Leitung: Ralph Tüllmann
Bongardstraße 28
44787 Bochum
Telefon 0234 96185-0
Telefax 0234 96185-15
Zweigstelle Essen-Kray
Leitung: Rüdiger Broll
Blittersdorfweg 5
45307 Essen
Telefon 0201 85520-0
Telefax 0201 85520-15
Zweigstelle Essen-Innenstadt
Leitung: Sabine Beyer
Theaterplatz 8
45127 Essen
Telefon 0201 8115-0
Telefax 0201 8115-500
Niederlassung Gladbeck
Niederlassung Bochum
Niederlassung Hattingen
Zweigstelle Bochum-Wattenscheid
Leitung: Angelika Köhler
Hochstraße 16
44866 Bochum
Telefon 02327 6703-0
Telefax 02327 6703-15
Hauptzweigstelle Essen-West
Leitung: Volker Pauly
Germaniaplatz 6
45355 Essen
Telefon 0201 86702-0
Telefax 0201 86702-15
Zweigstelle Essen-Altenessen
Leitung: Christian Scholz
Winkhausstraße 1
45329 Essen
Telefon 0201 83340-0
Telefax 0201 83340-15
Leitung: Markus Olschar
Friedrich-Ebert-Straße 17
45964 Gladbeck
Telefon 02043 6870-0
Telefax 02043 6870-15
Niederlassung Dortmund
Leitung: Michael Brückner
Hansastraße 95
44137 Dortmund
Telefon 0231 13806-0
Telefax 0231 13806-15
Niederlassung Düsseldorf
Leitung: Carsten Kollath
Steinstraße 13/KÖ Galerie
40212 Düsseldorf
Telefon 0211 862989-0
Telefax 0211 862989-15
150
Leitung: Walter Strahl
Augustastraße 15
45525 Hattingen
Telefon 02324 5617-0
Telefax 02324 5617-15
Niederlassung Mülheim a.d. Ruhr
Leitung: Harry Hellinger
Friedrich-Ebert-Straße 16-18
45468 Mülheim an der Ruhr
Telefon 0208 45065-0
Telefax 0208 45065-15
46 Marktbereiche 73 Mitarbeiter 80 Engagement 86 Rahmenbedingungen 98 Jahresabschluss 102 Anhang 122 Lagebericht 143 Bestätigungsvermerk 146 Direktoren 150 Geschäftsstellen und Tochtergesellschaften 152 Impressum
Tochtergesellschaften
der NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft
ardtmann ⋅ Sarah Werner ⋅ Pamela Platte
⋅ Marc Schönberger ⋅ Carola Meinrich
Niederlassung Oberhausen
NB-IMMOBILIEN GmbH
Leitung: Meiko Roßmann
Helmholtzstraße 48
46045 Oberhausen
Telefon 0208 8591-0
Telefax 0208 8591-222
Geschäftsführer: Thomas Schütt, Wolfgang Thielen
Brassertstraße 8
45130 Essen
Telefon 0201 87895-0
Telefax 0201 87895-15
Internet: www.nb-i.de
Zweigstelle OberhausenSterkrade
NB-VERSICHERUNGS-SERVICE GmbH
Leitung: Martina Kirchheim
Ramgestraße 6
46145 Oberhausen
Telefon 0208 69015-0
Telefax 0208 69015-15
Geschäftsführer: Theo Weyers
Rüttenscheider Straße 125
45130 Essen
Telefon 0201 82759-41
Telefax 0201 82759-44
NB-BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT mbH
Niederlassung Recklinghausen
Leitung: Ralf Horstmann
Erlbruch 38
45657 Recklinghausen
Telefon 02361 1015-0
Telefax 02361 1015-15
c/o NATIONAL-BANK AG
Geschäftsführer: Karlheinz Nellessen,
Heinrich ter Braak
Theaterplatz 8
45127 Essen
Telefon 0201 8115-0
Telefax 0201 8115-500
Niederlassung Velbert
Leitung: Marion Sprenger
Grünstraße 5-7
42551 Velbert
Telefon 02051 9523-0
Telefax 02051 9523-15
Niederlassung Wuppertal
Leitung: Markus Müller
Bankstraße 23
42103 Wuppertal
Telefon 0202 317893-0
Telefax 0202 317893-15
Stand Frühjahr 2010
151
IMPRESSUM
Kathrin Bauer ⋅ Heidi Riedel ⋅ Peter Arens
Miriam Klußmann ⋅ Birgit Meininghaus
Herausgeber und Konzeption
Hinweis in Bezug auf
NATIONAL-BANK Aktiengesellschaft, Essen
zukunftsgerichtete Aussagen:
„Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen.
Bei diesen handelt es sich um Aussagen, die nicht Tatsachen der
Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch unsere Annahmen und Erwartungen sowie die diesbezüglichen Grundlagen.
Sie sind in der Regel durch Verwendung der Begriffe „Prognose“,
„Schätzung“, „glauben“, „erwarten“, „voraussichtlich“, „planen“,
„annehmen“ und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht.
Gestaltung
heureka! – Profitable Communication GmbH, Essen
Druck und Produktion
Druckstudio GmbH, Düsseldorf
Fotos
Schlüter-Fotografie, Essen (Imagemotive)
Sven Lorenz, Essen
Die Bildvorlage Seite 26 stellte uns die SIGNAL IDUNA Gruppe,
Dortmund, zur Verfügung.
PB 0300 / DS03.10 / 7.0
Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der NATIONAL­BANK gegenwärtig zur Verfügung stehen. Sie beziehen sich
deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung und beabsichtigen auch nicht, solche Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu
korrigieren.
Derart vorausschauende Aussagen enthalten naturgemäß
Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs
der NATIONAL-BANK liegen, kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen erheblich von den
zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren
sind beispielsweise die volkswirtschaftliche Entwicklung in
Deutschland, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, die Verfassung der Finanzmärkte, die Wettbewerbssituation, Änderungen der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, Risiken
aus der Geschäftstätigkeit der NATIONAL-BANK sowie die Verlässlichkeit ihrer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum
Risikomanagement sowie andere Risiken aus den einzelnen
Bereichen der Bank.“
152
Monika Sandgathe ⋅ Jutta Bach ⋅ Anja Dittert
Berit Kaufmann ⋅ Klaus Stöck ⋅ Beate Sachs
Matthias Schmoll ⋅Ingo-Michael Thomas ⋅
Driskes ⋅ Frank Stange ⋅ Sascha Dinklag
Mehrjahresübersicht
Ralph Spindler ⋅ Christian Ritter ⋅ Werner
e ⋅ Karin Aan‘t Heck ⋅ Andrea Borchert
Bilanzzahlen
in Mio. €
Forderungen an Kunden
Bürgschaften
Einlagen von Kunden
Begebene Schuldverschreibungen
31.12.2005
31.12.2006
31.12.2007
31.12.2008
31.12.2009
Veränderung
2008/2009
2.406,8
2.753,8
2.953,0
3.021,8
2.901,6
-4,0 %
156,1
211,8
221,9
185,5
140,0
-24,5 %
2.056,0
2.351,9
2.731,8
2.896,4
2.845,2
-1,8 %
190,7
188,2
190,4
169,2
141,1
-16,6 %
Forderungen an Kreditinstitute
145,4
43,6
190,4
163,8
149,0
-9,1 %
Einlagen von Kreditinstituten
596,6
515,0
569,8
586,7
626,8
6,8 %
Anleihen und Schuldverschreibungen
381,3
349,4
427,1
483,2
516,7
6,9 %
Aktien und sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere
106,3
55,9
114,3
132,9
124,2
-6,5 %
Eigenkapital (ohne Nachrangdarlehen)
180,8
193,2
212,9
214,5
278,7
29,9 %
65,4
57,7
60,0
60,0
45,0
-25,0 %
Nachrangdarlehen (ohne Zinsabgrenzungen)
Bilanzsumme
3.177,0
3.397,2
3.858,7
4.022,3
4.029,5
0,2 %
Geschäftsvolumen
3.333,0
3.609,0
4.080,6
4.207,9
4.169,5
-0,9 %
Ertragsrechnung
in Mio. €
2005
2006
2007
2008
2009
Veränderung
2008/2009
Rohertrag
124,9
133,7
134,9
131,9
151,0
14,5 %
Zinsüberschuss
89,6
93,7
91,3
92,7
110,0
18,7 %
Provisionsüberschuss
32,4
37,6
39,8
39,3
39,7
0,9 %
0,4
0,4
0,2
-1,8
0,8
141,7 %
Nettoertrag / Nettoaufwand aus Finanzgeschäften
2,5
2,0
3,6
1,7
0,5
-67,1 %
Verwaltungsaufwand
Sonstige Erträge und Aufwendungen
83,6
88,8
91,8
90,3
99,0
9,6 %
Personalaufwand
49,6
54,0
56,4
54,8
58,9
7,5 %
Sachaufwand
28,2
29,0
30,0
30,7
34,7
12,8 %
5,8
5,8
5,4
4,7
5,4
13,5 %
Risikovorsorge
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen
12,7
13,5
20,2
16,5
19,0
15,5 %
Betriebsergebnis
28,5
31,4
Außerordentliches Ergebnis
Jahresüberschuss
Kennzahlen, sonstige Angaben
Gesamtkapitalquote gemäß § 10 KWG
22,9
25,1
33,0
31,5 %
-10,3
-8,8
-9,8
12,0 %
45,3 %
18,0
20,8
10,5
12,0
17,4
31.12.2005
31.12.2006
31.12.2007
31.12.2008
31.12.2009
11,0 %
10,8 %
10,3 %
10,2 %
8,9 %
Zahl der Aktionäre (etwa)
3.500
3.500
3.600
3.500
4.200
Dividende
1,30 €
1,50 €
1,00 €
1,00 €
1,00 €
Dividendenrendite 1) in %
3,47 %
3,66 %
2,50 %
2,82 %
2,90 %
Gewinn pro Aktie 2) in €
1,88 €
2,79 €
0,82 €
1,15 €
1,52 €
1)
Dividende bezogen auf den Kurs zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres [ 2005: 37,50 €/ 2006: 41,00 €/ 2007: 40,00 €/ 2008: 35,50 € / 2009: 34,50 €].
2)
in 2006 und 2007 unter Berücksichtigung der Veränderungen des Fonds für allgemeine Bankrisiken
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Kreutz ⋅ Stefanie Kordel ⋅ Thomas Stephan
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