Heizen mit oel - rauchfangkehrergesellen

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Heizen mit oel - rauchfangkehrergesellen
Heizen mit ÖL
Infoblatt der Tufjsjtdifo!Sbvdigbohlfisfshftfmmfo
Ejf!Tufjsjtdifo!!
Sbvdigbohlfisfshftfmmfo!
Inhalt
Das Heizöl Gewinnung und technische Daten
Herstellung von Heizöl aus Rohöl
Verbrennung mittels Verdampfungsbrenner
Verbrennungssystem und Bauteile
Verbrennung mittels Zerstäubungsbrenner
Verbrennungssystem und Bauteile
OIB Richtlinien
Baurechtliche Bestimmungen zur Ölfeuerungsanlage
Öllagerung – Heiz- und Tankraum - Ölleitungen
Dieses Informationsschriftstück wurde von den Steirischen Rauchfangkehrergesellen, unter Bedachtnahme der
einschlägigen Gesetze, Vorschriften, Normen und technischen Richtlinien erstellt und ist teilweise nur für das Land
Steiermark gültig, da sich die Gesetze und Vorschriften anderer Bundesländer oder Staaten von den Steirischen
Gesetzen und Vorschriften unterscheiden.
Weiters wurden für die Erstellung dieses Schriftstückes Informationen und Daten diverser Heizungs-, Kessel-,
Brenner-, Rauchfangbau und Installationsfirmen verwendet. Es wurde in sorgfältiger Recherche erstellt, aber
trotzdem kann es zu Fehlern kommen. Sollte der eine oder andere Fehler gefunden werden, so bitten wir um
Bekanntgabe derselben, um eine Änderung oder Berichtigung vornehmen zu können.
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Heizen mit ÖL
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Das Reinigen von Ölofen oder Ölheizungen ist ein großer Bestandteil unserer
Tätigkeit als Rauchfangkehrer und das Wissen über den Brennstoff und der
Verbrennung ist ein Grundstock zum optimalen Betrieb und zur Fehlerbeseitigung.
Heizöle werden hauptsächlich aus Erdöl gewonnen.
Konventionelles Erdöl
Konventionelles Erdöl ist relativ billiges, rasch verfügbares Erdöl. 95 % des heute geförderten
Erdöls ist konventionelles Erdöl. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es, dank der geographisch
günstigen Lage der Vorkommen und der geringen Viskosität (Zähigkeit) verhältnismäßig einfach
und rasch und daher auch kostengünstig aus Bohrlöchern gefördert werden kann.
Unkonventionelles Erdöl
Unkonventionelles Erdöl ist teures, technisch aufwendig förderbares Erdöl. Mit dem Begriff
„unkonventionell“ werden sehr unterschiedliche Quellen zusammengefasst. All diesen Quellen
ist jedoch gemein, dass die Ölgewinnung schwierig, kostspielig, umweltschädlich und sehr
langsam ist. Zu unkonventionellem Erdöl werden in der Regel folgende Lagerstättentypen
gezählt:
Ölschiefer
Ölschiefer ist tonhaltiges Sedimentgestein (kein Schiefer), das organisches Material enthält, bei
dem es sich nicht um Erdöl, sondern dessen Vorstufenprodukt Kerogen handelt. Um daraus
Erdöl zu gewinnen, muss das Gestein im Tagebau abgebaut und auf 500 °C erwärmt werden.
Daher ist der Nettoenergieertrag aus Ölschiefern sehr gering und die Ökobilanz sehr schlecht
(umweltschädliche Abfallprodukte, hohe CO2-Emission, hoher Wasserverbrauch).
Ölsand (Teersand)
Ölsand ist Sandstein mit einem Anteil an zähflüssigen Schwer- und Schwerstölen, die im
Tagebau gefördert werden. Die Verarbeitung zu synthetischem Rohöl ist ebenfalls sehr
aufwendig und von den immensen Vorkommen wird nur ein geringer Anteil je wirtschaftlich
förderbar sein, der aber trotzdem in der Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur
Gesamtölproduktion liefern kann.
Flüssiggas und Kondensat
Flüssiggas (NGL=Natural Gas Liquid) und sein Kondensat besteht aus kurzen
Kohlenwasserstoffketten im Übergangsbereich zu Erdgas (wie z. B. Butan und Propan). Da die
Zustandsform druckabhängig ist, ist eine Abgrenzung zum Erdgas nicht eindeutig. Die
Fördercharakteristik ähnelt ihm jedoch sehr. Da es unter Druck verflüssigt werden kann, wird es
in der Regel in den meisten Statistiken dem Erdöl zugerechnet, auch wenn Rohöl und
NGL/Kondensat wegen der unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften verschiedenartige,
nicht beliebig austauschbare Stoffe sind.
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Heizen mit ÖL
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Öl aus Kohle
Kohle wird noch bedeutend länger zur Verfügung stehen als Erdöl, und die Vorkommen sind
weltweit gleichmäßiger verteilt. Es ist möglich daraus synthetisches Erdöl herzustellen. Die
Verfahren der Kohleverflüssigung (Hochdruckhydrierung und Fischer-Tropsch-Synthese) sind
seit langem bekannt. Das Problem ist aber auch hier: Die Verfahren sind teuer, extrem
energieintensiv und deshalb auch sehr klimaschädlich.
Tiefseeöl
Unter günstigen und seltenen geologischen Bedingungen konnte sich dort, wo große Deltas ins
Meer mündeten, Erdöl an Stellen bilden, die sich heute in über 200 bis 600 m Wassertiefe (je
nach Definition) befinden. Solches Öl wird als Tiefseeöl (deep water) bezeichnet. Da die
Förderung sehr teuer und aufwendig ist, wird es oft zu den unkonventionellen Vorkommen
gezählt. Die Vorkommen beschränken sich auf wenige Standorte.
Polares Öl
Infolge der klimatischen Bedingungen ist die Ölförderung nördlich und südlich des 66.
Breitengrades, also vor allem in Alaska und Sibirien, sehr teuer und aufwendig. Die in diesen
Gebieten förderbaren Mengen sind derzeit noch nicht Abzuschätzen
Einst war die Suche nach Erdöl eine recht einfache Sache, da sich die ersten Funde relativ
knapp unter der Oberfläche der Erde befanden.
Heute ist es auf Grund des immer mehr steigenden Bedarfes und dem ständigen Fördern an
Erdöl nicht mehr so einfach, dieses schwarze Gold, wie man es auch nennt, zu finden. Erst
Umfassende geologische Forschungen und Bohrungen in großen Tiefen, zu Wasser und zu
Lande, in allen Teilen der Erde, bringen uns diesen wichtigen Rohstoff zu Tage.
Die ersten Versuche Öl für Energie zu gewinnen waren Öllampen
ähnlich denen der heutigen Petroleumlampen. Durch einen Docht
in dem Öl, mittels *Kapillarefekt, zur Dochtspitze geführt wird und
durch Zuführung von ausreichender Wärme wurde eine Flamme
und dadurch Licht erzeugt.
*Kapillareffekt (lat. capillaris, das Haar betreffend) ist das Verhalten von
Flüssigkeiten, das sie bei Kontakt mit Kapillaren, z.B. engen Röhren, Spalten
oder Hohlräumen, in Feststoffen zeigen. Taucht man ein Glasröhrchen
senkrecht in Wasser, steigt das Wasser in der engen Glasröhre ein Stück
gegen die Gravitationskraft nach oben.
Auf Grund der schlechten Verbrennung und der damit verbundenen Auswirkungen (schlechtes
Licht und starke Russ und Rauchentwicklung) war dieses System nicht sehr beliebt.
Erst nach Erfindung der Raffinierung des Rohöles und deren Trennung in Verschiedene
Produkte wie z.B. Heizöl oder Petroleum konnte das Öl zu Wärme- und Lichterzeugung
richtig verwendet werden.
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Vom Rohöl zum Heizöl
Produktion (Raffinerie) von Heizöl
Nach der Entsalzung wird das Rohöl in zwei
Stufen erwärmt.
Die Vorwärmung geschieht in Wärmetauschern durch Wärmerückgewinnung von
ablaufendem Produkt.
Die Spitzenvorheizung erfolgt durch Öfen bis
auf etwa 400° C.
Das erhitzte Öl wird durch Rektifikation (Die
Trennung von Flüssigkeitsgemischen durch
wiederholte Destillation) in einer bis zu 50 m
hohen Kolonne in seine Bestandteile
aufgetrennt.
Das Rohöl tritt in einer 2-Phasen Strömung
(Gas/Flüssig) in die Kolonne ein.
Das Temperaturprofil fällt nach oben hin ab!
Da die Temperatur im Sumpf am höchsten
ist und die leichten Bestandteile somit nicht
kondensieren,
steigen
die
leichten
Bestandteile gasförmig weiter nach oben.
Im Kopf der Kolonne fällt Gas und
Leichtbenzin (Naphtha) an, darunter Kerosin,
Zwischenprodukt für Treibstoffe turbinengetriebener
Luftfahrzeuge
(nicht
zu
verwechseln mit dem "Flugbenzin", dem
AVGAS
für
Flugzeugottomotoren),
Dieselkraftstoff und leichtes Heizöl.
Weiter unten Gasöl (Heizöl- und DieselAusgangsstoffe) und im Sumpf – Fuß der
Kolonne – der Rückstand.
Diese
erste
Rektifikation
findet
bei
atmosphärischem Druck statt und wird daher
atmosphärische Rektifikation genannt.
Der Rückstand wird in einer weiteren Rektifikationskolonne bei Vakuum (luftleerer Raum)
erneut destilliert, um ihn in weitere Produkte aufzutrennen (siehe Vakuumdestillation).
Eine Vakuumrektifikation (Die Trennung von Flüssigkeitsgemischen durch wiederholte
Destillation in einem Vakuum) ist nötig, da die Kettenlänge der schwer siedenden
Kohlenwasserstoffe (KWs) größer ist und diese KWs bei hohen Temperaturen eher dazu
neigen thermisch zu cracken (Schweröle in Leichtöle Benzine umwandeln) als sich destillativ
trennen zu lassen (Van der Waalsche Kräfte).
Das Heizöl EL ist ein Destillat, welches nach der Produktion als klare, durchsichtige Flüssigkeit
anfällt. Es wird aber, um es von anderen Ölen (hauptsächlich Dieselöl) unterscheiden zu
können, mit chemischen Markierungszusätzen versehen und rötlich eingefärbt.
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Die Fertigprodukte können gasförmig, flüssig oder fest sein. (Aggregatzustand)
z.B. Propan, Butan (gasförmig)
Benzin, Kerosin, Dieselkraftstoff, leichtes und schweres Heizöl, Schmieröl (flüssig)
Bitumen, Schwefel, Petrolkoks, Kalzinat (fest)
Prozentual gestaltet sich die Ausbeute einer modernen Raffinerie in etwa wie folgt:
3 % Flüssiggas (Propan, Butan)
9 % Rohbenzin, Naphtha 24 % Vergaser- / Ottokraftstoff
4 % Flugturbinenkraftstoff, Kerosin 21 % Dieselkraftstoff
21 % leichtes Heizöl
11 % schweres Heizöl
3,5 % Bitumen
1,5 % Schmierstoffe
Rest 2 % sonstige Produkte, Eigenverbrauch, Verluste
Die DIN 51603 bzw. die entsprechende ÖNORM C 1109 unterscheidet zwischen mehreren
Heizölsorten. Die Heizölqualitäten sind nach steigender Dichte, dem Asche- und
Schwefelgehalt sowie dem Verhältnis Kohlenstoff zu Wasserstoff (c/h) bezeichnet:
HEL (Extra Leicht) L (Leicht)
M (Mittel)
S (Schwer) ES (Extra Schwer)
Die Sorten L und M stammen üblicherweise aus Teerölen und werden nur noch selten
verwendet.
Hauptsächlich kommt das Heizöl extra leicht, in weiterer Folge kurz Heizöl HEL genannt, zur
Wärmeerzeugung im Wohnbereich zum Einsatz.
Heizöl EL ist ein genormtes Produkt (ÖNORM C 1109)
und auch Ofenheiz- oder Gasöl genannt.
Extraleichtes Heizöl, das wie Dieselkraftstoff zur Gruppe der Mitteldestillate gehört,
weist folgende Eigenschaften auf:
Flammpunkt > 55°C
Siedepunkt 200°C bis 360°C
Zündtemperatur ca.235°C
Untere Explosionsgrenze 0,6 %(V)
Obere Explosionsgrenze 6,5 %(V)
Dampfdruck <10 hPa bei 20 °C
Dampfdruck <100 hPa bei 50 °C
Dichte <860 kg/m3 bei 15 °C
Viskosität, kinematisch 2,8 - 6,0 mm2/s bei 20 °C
Chemische Zusammensetzung in Gewichts-%
Kohlenstoff (C) 86
Wasserstoff (H) 13
Stickstoff (N) 0,5 Schwefel (S) 0,3
1 US-Gal = 3,785 L = 3,255 Kg ⇔ 1L = 0,860 Kg = 0,264 US-Gal ⇔ 1Kg = 0,306 US-Gal = 1,162 L
Der Heizwert Hi (früher Hu) ist mind. 11,9 kWh/kg = rund 10 kWh/Liter.
Mit einem max. Schwefelgehalt von nur mehr 0,05 -0,1 % Masse ist Heizöl EL das per Norm
schwefelärmste Heizöl. In modernen und einwandfrei eingestellten Heizungsanlagen verbrennt
es fast Rückstandsfrei und besonders Emissionsarm.
Wir unterscheiden zwischen zwei Heizölen EL-Sorten:
Heizöl EL und Heizöl EL schwefelarm.
Sie unterscheiden sich durch seinen maximalen Schwefelgehalt. Laut Norm darf Heizöl EL
einen Schwefelgehalt von maximal 1000 mg/kg (=0,10% der Masse) aufweisen, Heizöl EL
schwefelarm maximal 50 mg/kg.
Es wurde hauptsächlich für die Verwendung in Öl Brennwertanlagen, für Blaubrenner und
Ölöfen mit einem Verdampfungsbrenner geschaffen.
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Verbrennung von Heizöl EL
mittels eines Verdampfungsbrenners
Der erste richtig nutzbare Ölbrenner war der Verdampfungsbrenner.
Hauptsächlich für den Einsatz in Einzelraum Ölfeuerstättenentwickelt, hat sich
diese Art der Verbrennung von Heizöl EL hin bis zur Etagen Zentralheizung
entwickelt.
Aufbau und Funktion eines Verdampfungbrenners:
Zu Bild
1 = Öltasse
2 = Ölzulauf
3 = Luftzuführung
4 = Unterer Brennerring
5 = Brenneringhalterung
6 = Oberer Brennerring
1.) Über den Ölzulauf rinnt das Heizöl EL in die Öltasse
2.) Mit Einwerfen eines brennenden Anzünderstreifens wird das Öl zuerst zum Verdampfen
gebracht.
3.) Der Öldampf wird durch Zuführung von Luft mit dieser gemischt und es bildet sich ein
brennbares Öldampf / Luft Gemisch welches durch den brennenden Anzünderstreifen
entzündet wird.
4.) In weiterer Folge erreicht der Verdampfungsbrenner und
das Öldampf / Luft Gemisch eine so hohe
Eigentemperatur, dass es selbstständig weiter brennt.
5.) Die Brennerringe haben dabei die Funktion den Öldampf
und die Luft zu einem brennbaren Gemisch zu verbinden
und durch ihre Erwärmung (sie beginnen zu glühen) das
Öl noch besser zu Verdampfen.
6.) Mit vorschreiten der Technik wurde der Anzünderstreifen
gegen eine elektrische Zündung ersetzt. Dabei bringt ein
Glühfaden ausreichende Temperatur um das Öl zu
verdampfen und das Öldampf / Luft Gemisch zum brennen zu bringen.
7.) Zusätzlich wurde noch eine Glühwendel (auch sie beginnt zu glühen) entwickelt und
eingebaut, um die Verdampfung des Heizöles noch einmal zu verbessern.
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Die Leistung bestimmt hauptsachlich
die Ölregeleinheit
Die Ölregeleinheit ist das Herzstück eines
Ölofens.
Er regelt den Öldurchfluss und dieser bestimmt
im Wesentlichen die Leistung eines Ölofens.
Durch den Leistungsstufenregler wird der
Öldurchfluss gesteuert.
Mittels der Leistungseinstellschrauben werden
der minimale und der maximale Öldurchfluss
begrenzt.
Je mehr Öl zugeführt wird desto höher die Leistung des Ölofens!
Die Ölregeleinheit ist aber auch das Sicherheitszentrum eines Ölofens.
Reglerfalle / Schwimmer / Thermosicherung:
Diese Kombination steuert wie viel Öl überhaupt erst in die Ölregeleinheit einrinnen kann. Sie
verhindert ein überlaufen von Öl in der Ölregeleinheit und/oder im Brennertopf. Wichtig hierbei
ist die Ölniveaulinie (siehe Bild unten). Da ein Ölofen auf dem Prinzip kommunizierender
Gefäße funktioniert, ist es wichtig, dass der Ölstand diese Linie nicht übersteigt. Der
Schwimmer reguliert dabei durch Heben und Senken des Einlassventiels ob und wie viel Öl
nachfließen soll.
Steigt der Ölspiegel in der Ölregeleinheit über die Ölniveaulinie hinaus, so hebt sich der
Schwimmer bis zum Sicherheitshebel und dieser löst die Reglerfalle aus. Dies bewirkt das dass
Einlaufventiel geschlossen und verriegelt wird.
Ähnlich wirkt die Thermosicherung. Bei Erwärmung des Heizöles in der Ölregeleinheit auf ca.
60°C bricht ein Metallstreifen der eine Feder sichert. Nach brechen des Metallstreifens drückt
die Feder den Schwimmer nach oben und der Schwimmer und löst die Reglerfalle aus.
Die Ölzuführung eines Verdampfungsbrenners arbeitet im Gegensatz zu einem
Gebläsebrenner auf dem Prinzip der kommunizierenden Gefäße. D.h. das Heizöl
fließt auf Grund seines Eigengewichtes vom Regler in den Brennertopf.
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Die zentrale Ölversorgung!
Eine zentrale Ölversorgung macht es möglich mehrere Ölöfen
in verschiedenen Räumen und Stockwerken zu Versorgen.
Mittels einer Ölpumpe, meist eine Membranpumpe, wird das Heizöl zu den Ölöfen gefördert.
Die Rücklaufleitung dient dabei um zuviel gefördertes Öl in den Tank zurückzuleiten um einen
Überdruck in der Ölleitung zu verhindern.
Die Unterdrucksicherung hat die Aufgabe bei Abfallen eines bestimmten Druckes in der
Ölleitung die Ölpumpe auszuschalten.
Der Druckminderer senkt den Leitungsdruck, aufgebaut von der Ölpumpe, auf den normalen
Fliesdruck.
Die Ölheizung mit
Verdampfungsbrenner.
Die Ölheizung mit Verdampfungsbrenner ist meist als
Etagenheizung (Windhager, Juno) in Verwendung und
funktioniert nach denselben Prinzip wie ein Ölofen.
Eigentlich wurden in den Ölofen nur ein Wärmetauscher
und eine Steuerung eingebaut. Dadurch wurde der Ölofen
zu einer vollwertigen Ölheizung.
Hier ein Beispiel an der Windhager Öl Etagenheizung
“MIRA” Diese Öl Etagenheizung ist von der
Verbrennungseinheit nochmals modifiziert und verbessert
worden und derzeit auf dem modernsten Stand der
Technik (2007)
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Verbrennung von Heizöl EL mittels eines
Öl-Druck-Zerstäubungsbrenners
Auch Gebläsebrenner genannt
Öl-Druck-Zerstäubungsbrenner, Aufbau und Funktion
Bei einem Ölzerstäubungsbrenner wird, im Gegensatz zu einem Verdampfungsbrenner, das
Heizöl durch eine elektrisch angetriebene Ölpumpe auf hohen Druck (7 bis 20 bar) gebracht.
Anschließend wird das Öl im Düsenstock von der Ölvorwärmeeinrichtung auf eine Temperatur
bis etwa 100 °C elektrisch aufgeheizt, bevor es beim Durchtritt durch die Düse zerstäubt wird.
Gleichzeitig saugt ein Ventilator Verbrennungsluft an, die zur Wurzel der Zerstäuberdüse
befördert wird. Dort wird sie durch eine Mischvorrichtung (Stauscheibe, Drallscheiben u. ä.) mit
dem Öl-Nebel vermischt.
Das Öl-Nebel / Luftgemisch wird durch die Zündelektroden elektrisch gezündet und zum
Verbrennen gebracht. In weiterer Folge brennt das Öl-Nebel / Luftgemisch auf Grund der
entstandenen Eigentemperatur der Flamme selbstständig weiter.
Die Flamme wird durch einen Lichtfühler (Flammenwächter) überwacht.
Schematische Darstellung eines Ölbrenners
und seinen wichtigsten Bauteilen
Je nach Bauart können die einzelnen Bauteile auch anders angeordnet sein oder ein
anderes Aussehen haben. Alle elektrisch gesteuerten Bauteile sind mit dem
Feuerungsautomaten verbunden. Er ist somit die Schaltzentrale des Ölbrenners.
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Gelb- oder Blaubrenner ?
Nicht die Gehäusefarbe gab den Brennern den Namen, sondern die unterschiedliche
Flammenfärbung. Gelbbrenner sind noch der Standard. Sie werden jedoch vom Blaubrenner
wegen der deutlichen Vorteile immer weiter verdrängt.
Im Unterschied zum Gelbbrenner wird bei einem Blaubrenner ein Teil der heißen Abgase an die
Wurzel der Brennerflamme zurückgeführt (innere Rezirkulation). Beim Blaubrenner ist die
Ölflamme gleich einer Gasflamme. Infolgedessen "vergast" der Ölnebel schon vor der
eigentlichen Verbrennung. Es entsteht eine sauberere Verbrennung mit einem meist geringeren
Stickoxid- und sehr kleinen Kohlenmonoxidanteilen im Abgas. Der Vorteil liegt darin, dass
praktisch keine Russbildung stattfindet.
Vorteile des Blaubrenners:
der Ausbrand des Öles ist besser
es entsteht praktisch kein Ruß
geringere Stickoxidgehalte im Abgas
Nachteilig ist der
um etwa 15 bis 25 % höhere Preis
um 10 % höhere Stromverbrauch
in der Vergangenheit deutlich höhere Geräuschpegel
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Sicherheitseinrichtungen:
1.) Feuerungsautomat:
Der Feuerungsautomat ist das Herzstück eines
jeden Ölzerstäubungsbrenners.
Er sorgt für die sichere Befeuerung von Gas- und
Ölbrennern und gewährleistet eine vollständige
und kontrollierte Verbrennung des eingelassenen
Brennstoffs. Der Feuerungsautomat ist somit das
Gehirn eines Brenners.
Seine wichtigsten Aufgaben:
Schließen der Sicherheits-Schnellschussventile für den Brennstoff bei Ansprechen
eines sicherheitsrelevanten Begrenzers (z.B. Wassermangel, Überdruck) oder
Betätigung des Notaus-Tasters.
Einhalten und Überwachung der Vorbelüftung, um unverbrannte Gase aus dem Kessel
zu spülen ( Vorspülzeit).
Überwachen der Zündung und Flammenbildung beim Start des Brenners durch den
Flammenwächter (vorgegebene Sicherheitszeit bei Brennerstart).
Bei Ausfall der Flamme müssen die Sicherheits- - Schnellschussventile für den
Brennstoff geschlossen werden (vorgegebene Sicherheitszeit bei Ausfall der Flamme).
Die Entstörtaste hat die Aufgabe, nach einer Störabschaltung durch den
Feuerungsautomaten und nach Behebung des Fehlers, den Brenner wieder in Betrieb
zu nehmen.
Die
technische
Herausforderung
eines
Feuerungsautomaten besteht in der Eigensicherheit
des Gerätes. So verlangen internationale Normen,
dass ein Feuerungsautomat -- selbst bei einem
plötzlich auftretenden Defekt eines Bauteils -- den
Brenner in einen sicheren Zustand halten muss,
was z.B. die Abschaltung der Brennstoffzufuhr
bedeutet.
Kurz, sollte eine Sicherheitseinrichtung oder ein anderes Bauteil eines
Brenners einen Fehler melden oder überhaupt ausfallen, so erwirkt der
Feuerungsautomat eine sogenannte Störabschaltung.
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2.) Flammenüberwachung:
Die Flammenüberwachung kann bei Ölzerstäubungsbrennern
mit folgenden Flammenfühlern erfolgen:
Bei leuchtender Ölflamme mit Infrarot Fotowiderstand:
Bei blauer oder leuchtender Ölflamme mit Infrarot-Flackerdetektor:
Die Flammenüberwachung beider Systeme funktioniert auf der Basis, dass von der Flamme
Licht und/oder UV Strahlung abgegeben wird. Diese wird von dem Flammenwächter in
elektrischen Strom umgewandelt. Dieser Strom wird zum Feuerungsautomaten geleitet.
Der Feuerungsautomat registriert die Spannung und hält den Brenner in Betrieb.
Bei Wegbleiben oder Ausfallen der Flamme wird auch keine Spannung erzeugt und der
Feuerungsautomat erzeugt eine Störabschaltung.
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3.) Das Magnetventil:
Das Magnetventil am Ölzerstäubungsbrenner hat die Aufgabe Ölleitungen dicht zu schlissen
und so ein Nachtropfen an der Brennerdüse zu verhindern.
Es sind meist Membranventile die von einem Elektromagneten geöffnet oder geschlossen
werden.
Liegt auf der Magnetspule Strom so ist das Ventil offen.
Liegt kein Strom auf der Magnetspule so ist das Ventil geschlossen
Sie sind immer direkt mit dem Feuerungsautomaten verbunden.
Beispiel: Magnetventil mit Trennmembran
Elektromagnetventile mit Trennmembran sind so entworfen, dass eine Membran (violett) das
Medium vom Funktionsteil des Ventils (orange) sicher trennen kann und dabei trotzdem ein
minimales Leervolumen erhalten bleibt.
Die Membrane und der Ventilkörper sind hoch resistent gegen aggressive Medien und können
dank des kleinen Leervolumens leicht gespült werden. Daher eignen sie sich auch sehr gut für
den Einsatz in Ölleitungen.
Bauteile des Ölzerstäuberbrenners im Flammrohr
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Die Zerstäuberdüse
Wichtiges Bauteil eines Brenners
Der regelmäßig auszuführende Brennerservice umfasst nicht nur die Reinigung des Kessels
und der Brennerbauteile. Damit die Ölheizung über die gesamte Saison zuverlässig und
umweltfreundlich funktioniert, schließt dieses Service auch Funktionskontrollen und den
vorsorglichen Austausch von Teilen mit ein.
Zu den vorsorglich auszutauschenden Bauteilen gehört auch die Ölbrennerdüse.
Die Funktion der Ölbrennerdüse:
Bild 1
In Bild 1 ist der Weg des Heizöls durch die Düse dargestellt: Das von der Ölbrennerpumpe
unter Druck gesetzte Heizöl fließt in die Düse, wird im Düsenfilter filtriert. In der Wirbelkammer
"rotiert" das Heizöl und verlässt die Düse, wo es in viele feine Tröpfchen zerfällt. Die Gestaltung
der Bohrung und die Anordnung der Tangentialschlitze bestimmen die Sprüheigenschaften der
Ölbrennerdüse.
Die heute üblichen, auf den Wärmebedarf eines Hauses exakt ausgelegten Brenner führten zu
einer Reduzierung der Brennerleistungen. Dadurch mussten auch die Querschnitte in den
Ölbrennerdüsen verringert werden. So beträgt der Bohrungsdurchmesser einer Düse nur
wenige Zehntel Millimeter, was bei nicht sachgemäßer Behandlung zu Funktionsstörungen
führen kann.
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Ölbrennerdüsen werden mit verschiedenen Sprühwinkeln und.
Sprühbildern und Öldurchsätzen angeboten.
Abhängig von der Feuerraumgröße, Feuerraumtiefe ist der entsprechende Sprühwinkel sowie
das Sprühbild zu wählen und abhängig von der Nennwärmeleistung der Feuerstätte ist der
Öldurchsatz zu bestimmen.
Berechnung
1 Liter Heizöl gibt bei der Verbrennung ca. 10 kW Energie ab. Es ist daher sehr einfach, für
eine Feuerstätte, dessen Leistung in kW angegeben ist, die richtige Größe der Ölbrennerdüse
zu ermitteln.
1 Liter Heizöl = 0,84 kg,
z.B. 20 kW Kesselleistung = 2 Liter oder 1,68 kg/h bei 10 bar Pumpendruck.
Kennzeichnung nach EN 293 und EN 299 auf der Ölbrennerdüse
EN 293 - Mindestanforderungen, Prüfungen
EN 299 - Prüfung der Sprühcharakteristik und des Sprühwinkels
Die Öldüsen werden unter den neuen Prüfbedingungen getestet, wodurch sich natürlicherweise
"neue" Daten für Durchsatz, Muster und Winkel ergeben.
Beispiel einer neuen Markierung:
CEN Markierung + die bestehende Markierung
Die neue CEN Markierung:
Kg / h gibt den Düsendurchsatz bei 10 bar und einer Dichte von 840 kg/m3 an.
EN gibt an, dass die Düse den Anforderungen der Normen EN 293 und EN 299 entspricht.
80º II gibt die Charakteristik der Düse an, d.h. den Indexwinkel und den Zerstäubungsindex
gemäß der EN Norm.
Die Ziffern in den eckigen Klammern sind ein Herstellungskode.
Der Wert Usgal / h und 60°S gibt den Durchsatz und den Sprühwinkel der Düse an, der
früher weltweit in der Industrie verbreitet war – und noch immer ist. Diese Werte sind jedoch
nicht Normgerecht, finden jedoch nach wie vor, insbesondere im Bereich Kundendienst, ihre
Anwendung.
Die alte Markierung:
USgal/h gibt den Düsendurchsatz bei 7 bar und einer Dichte von 820 kg/m3 an.
60º S gibt die Charakteristik der Düse an, d.h. den Indexwinkel und den Zerstäubungsindex
gemäß der alten Prüfmethode.
Da die Düsen unverändert sind in Bezug auf den Düsenkegel und die Düsenplatte, werden die
CEN Daten logischerweise teilweise "krumme" Zahlen liefern. Zum Beispiel: 2,37 kg/h.
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Der Sprühwinkel
Bei den Sprühwinkeln sind die Größen 30º, 45º, 60º und 80º gebräuchlich.
Neu lt. EN 293 und EN 299 der Indexwinkel, z.B. 80°;
Gemäß der standardisierten Winkelmeßmethode nach EN 299 weicht diese Meßmethode
insofern von den früher verwendeten Hersteller bezogenen Meßmethoden ab, als sich die
Bezugspunkte geändert haben (z.B. höherer Prüfdruck und Dichte)
Das Sprühmuster
Hohlkegeldüsen H
Vollkegeldüsen S
Halbhohle Düsen B
Spezielles
Hohlmuster N
In der oben gezeigten Tabelle wird eine grobe "Übersetzung" des Sprühmusterindex gegeben,
die genaue Erläuterung hierzu ist der Norm zu entnehmen.
Bei den Sprühbildern gibt es bei Öldüsen die Bezeichnungen:
S (Solid = Voll), H (Hollow = Hohl) und B (Universal = Halbhohl).
Neu lt. EN 293 und EN 299 ist die Art des Sprühmusters
z.B.: I, II, III oder IV;
Anmerkung:
Früher betrug der Prüfdruck zur Klassifizierung einer Zerstäuberdüse 7 bar.
Durch die Änderung von 7 bar auf 10 bar verändert sich die Zerstäubung
(Sprühbild) und der Durchsatz sowie der Sprühwinkel. Daher sind die einzelnen
Werte der alten und der neuen Düsenkennzeichnung unterschiedlich
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Die Ölpumpe
Die Ölpumpe hat die Funktion das Heizöl vom Tank zum Brenner zu befördern und gleichzeitig
das Heizöl in der Ölleitung von der Pumpe zur Düse auf einen bestimmten Druck (Düsendruck)
zu bringen.
Dieser Druck ist wichtig damit eine gute Zerstäubung des Heizöles
stattfinden kann.
In den meisten Fällen sind die Pumpen für Ölbrenner in der Zahnrad Bauausführung in Verwendung.
Das bedeutet, dass zwei Zahnräder die ineinander greifen, das Heizöl
mit hoher Geschwindigkeit und eingestellter Ölmenge weiterfördern.
Durch den Widerstand der Düse bildet sich daraus ein Druck
(Düsendruck).
Funktion der Ölpumpe:
Über den Sauganschluss (S) wird das Öl über das Filter (H) in den Zahnradsatz gesaugt, wo
der Druck erhöht wird. Wenn Spannung an das NC-Ventil (normally closed) gelegt wird, öffnet
es und gibt das Öl zur Düse frei. Durch die Membrane (D) im Druckregler (T) wird der an der
Druckregelschraube (P1) eingestellte Druck konstant gehalten.
In 2-Strang Systemen wird das
überschüssige Öl zum Rücklaufstutzen
(R) geleitet und dann zum Tank. In 1Strang Systemen mit verschlossenem
Rücklaufstutzen
(R)
und
einer
Bypassscheibe (hufeisenförmig) auf der
Schraube (A) wird das Öl intern zum
Zahnradsatz zurück geführt (siehe auch
Funktionsschema).
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Abschlussfunktion Magnetventil: Mit dem Abschalten des Brenners wird die Spannung zum
NC-Ventil unterbrochen und der Ölstrom zur Düse wird unmittelbar unterbrochen. Manche
Ölpumpen haben kein integriertes Magnetventil. In Anlagen mit solchen Pumpen muss ein
separates
Absperrventil
(Magnetventil)
in
der
Düsenleitung eingesetzt werden.
Grafische Darstellung einer Ölpumpe:
Symbolerklärung
V1
P1
S
F
V
P
Absperrventil, Puls
Druckregelung
Saugleitung
Düsenanschluss
Patronenfilter
Anschluss für Vakuummeter
Anschluss für Manometer
S
Dies ist nur Ein Beispiel wie eine Ölpumpe aussehen kann. Es gibt jede Menge verschiedener
Ölpumpen doch in ihrer Arbeitsweise unterscheiden sie sich nicht wesentlich.
Die Ölpumpe ist auch bestimmend für den Durchsatz an der Düse. Die Werte die auf der Düse
stehen sind auf einen Düsendruck von 10 bar bezogen.
Erhöht man den Düsendruck so erhöht sich auch der Durchfluss, und verringert man den
Düsendruck so verringert sich auch der Durchfluss.
Umrechnungstabelle mit den Werten nach Norm EN 293 und EN 299:
Düsenleistungen in kg/h als Funktion des Zerstäubungsdruckes
bei einer Viskosität von 3,4 mm2/s und einer Dichte von 840 kg/m3.
kg/h / 6 bar
kg/h / 7 bar
kg/h / 8 bar
kg/h / 10 bar
kg/h / 12 bar
kg/h / 14 bar
1,13
1,22
1,30
1,46
1,59
1,72
1,28
1,38
1,48
1,66
1,81
1,96
1,44
1,56
1,67
1,67
2,04
2,21
1,63
1,76
1,88
2,11
2,31
2,49
1,83
1,98
2,11
2,37
2,59
2,80
2,06
2,23
2,38
2,67
2,92
3,15
2,27
2,45
2,62
2,94
3,22
3,47
2,56
2,76
2,96
3,31
3,62
3,91
2,88
3,11
3,32
3,72
4,07
4,40
3,28
3,54
3,79
4,24
4,64
5,01
3,44
3,72
3,98
4,45
4,87
5,26
3,64
3,94
4,21
4,71
5,15
5,57
4,00
4,32
4,62
5,17
5,66
6,11
4,52
4,88
5,22
5,84
6,39
6,90
4,70
5,08
5,43
6,08
6,66
7,19
5,07
5,48
5,85
6,55
7,17
7,55
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Anbei eine Umrechnungstabelle mit den Werten
nach der herkömmlichen Berechnungsmethode
Düsenleistungen in kg/h als Funktion des Zerstäubungsdruckes
bei einer Viskosität von 3,4 mm2/s und einer Dichte von 840 kg/m3.
Usgal
6 bar
0,37
Usgal
7 bar
0,40
Usgal
8 bar
0,43
Usgal
10 bar
0,48
Usgal
12 bar
0,52
Usgal
14 bar
0,57
0,42
0,45
0,48
0,54
0,59
0,64
0,46
0,50
0,53
0,60
0,65
0,71
0,51
0,55
0,59
0,66
0,72
0,78
0,56
0,60
0,64
0,72
0,79
0,85
0,60
0,65
0,69
0,78
0,85
0,92
0,69
0,75
0,80
0,90
0,98
1,06
0,79
0,85
0,91
1,02
1,11
1,20
0,93
1,00
1,07
1,20
1,31
1,41
1,02
1,10
1,18
1,31
1,44
1,56
1,11
1,20
1,28
1,43
1,57
1,70
1,16
1,25
1,34
1,49
1,64
1,77
1,25
1,35
1,44
1,61
1,77
1,91
1,39
1,50
1,60
1,79
1,96
2,12
1,53
1,65
1,76
1,97
2,16
2,33
1,62
1,75
1,87
2,09
2,29
2,47
1,85
2,00
2,14
2,39
2,62
2,83
2,08
2,25
2,41
2,69
2,95
3,18
2,31
2,50
2,67
2,99
3,27
3,54
2,55
2,75
2,94
3,29
3,60
3,89
Eine weitere Funktion der Ölpumpe ist:
Die Ölpumpe hat auch noch die Aufgabe, das Heizöl vom Öltank zum Ölbrenner zu fördern.
Hierbei ist zu Beachten, dass die Ölpumpe, je nach Lage des Öllagerbehälters, genügend
Förderleistung erbringt.
Eine zu geringe Förderleistung der Ölpumpe bewirkt, dass das Heizöl nicht vom Öllagerbehälter
zum Ölbrenner gefördert werden kann.
Hauptsächlich tritt dieser Fall bei tiefer gelegenen Öllagerbehältern auf. Zum Beispiel bei
Öllagerbehältern die unterirdisch außerhalb des Objektes oder in Geschossen unter dem
Heizraum installiert sind.
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Der Ölvorwärmer
Die in modernen Brennern meist vorhandene Öl-Vorwärmung dient einer optimalen
Verbrennungsqualität.
Infolge der Erwärmung des Heizöles wird die Viskosität (Zähigkeit) herabgesetzt, wodurch sich
die Zerstäubungsfeinheit des Öles verbessert.
Der feinere Öl-Nebel wird besser mit Luft durchsetzt, zündet schneller und verbrennt sauberer.
Die Öl-Vorwärmung muss allerdings unmittelbar vor der Zerstäubung stattfinden.
Sie ist wie ein Mantel, knapp vor der Düse auf den Düsenstock aufgesetzt.
Nachrüstbausätze, die das Öl außerhalb des Brenners erwärmen, sind nicht empfehlenswert.
Bei kleinen Leistungen, d. h. bei geringen Öl-Durchsätzen, wird wegen der temperaturbedingten
Schwankungen der Viskosität des Öles die Ölvorwärmung besonders wichtig zum Erreichen
einer stabilen Verbrennung.
Wegen der Volumenvergrößerung kann mit erwärmtem Öl bei gleicher Düse außerdem eine
geringere Leistung erzielt werden.
Als Faustregel kann gesagt werden, dass sich das Volumen von Heizöl extra leicht pro 13°C
(286,15 K) Temperaturdifferenz um ca. 1% verändert.
A: Ölanschluss-Stutzen
B: Thermostat
C: Deckel
D: O-Ring
E: Elektrischer Anschluss
F: Wärmeleiter
G: Wärmetauscher
H: PTC-Element
I: Federklemme
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Die Stauscheibe
Die Stauscheibe hat die Aufgabe das vorgewärmte, zerstäubte Heizöl mit der Verbrennungsluft
zu mischen.
Dabei wird die Luft durch die schräg angeordneten Schlitze in eine rotierende Bewegung vor die
Düse gebracht.
So entsteht ein leicht entzündlicher und gut brennbarer Ölnebel.
Eine verschmutzte Stauscheibe bewirkt, dass die Luft schlecht und / oder ungleichmäßig mit
dem Heizöl vermischt wird.
Dadurch ist eine optimale Verbrennung nicht mehr möglich (siehe Bild).
Das Lüfterrad und die Luftklappe
Das
Lüfterrad
bringt
die
Verbrennungsluft zur Stauscheibe. Die
Luftmenge wird dabei mit der
Luftklappe gesteuert. Während des
Betriebes des Ölbrenners ist die
Luftklappe, mit der eingestellten
Luftmenge, geöffnet. Bei stillstand des
Ölbrenners
wird
die
Luftklappe
geschlossen. Dadurch verhindert man,
dass während der Stillstandszeit des
Ölbrenners, das die kalte Luft durch
den Heizungskessel strömen kann.
Damit verhindert man unnötigen
Wärmeverlust im Heizkessel.
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Die Zündelektroden
Die Zündung des Ölnebel erfolgt bei Start des Brenners durch
einen elektrischen Lichtbogen vor der Düse zwischen den beiden
Zündelektronen gebildet wird.
Bei richtigem Abstand wird der Zündfunke durch
Gebläseluftstrom bogenförmig in den Ölnebel eingeblasen.
den
Wichtig ist die richtige Stellung der Elektroden am Sprühkegel.
Hierzu gibt es immer konkrete Herstellerangaben. Der Abstand
der beiden Elektroden-Enden voneinander sollte etwa 3 - 5 mm
betragen.
Man sollte immer darauf achten, dass der Abstand der Elektroden zur Stauscheibe und zum
Düsenkopf etwas größer ist als der Abstand der Elektroden-Enden untereinander, da sonst der
Zündfunke auf die Düse überspringt.
Die Gefahr des Überspringens wächst mit zunehmendem Verschmutzungsgrad des Brenners.
Vorsicht Lebensgefahr: Spannung über 10 000 Volt
Diese hohe Spannung wird von einem Zündtrafo erzeugt.
Zündelement Seitenansicht
Zündelement Draufsicht
Zündtrafo
Der Zündtrafo hat die Aufgabe das GAS Luftgemisch durch mittels eines Hochspannungs
Lichtbogen zu zünden.
Dabei wird die Spannung vom Lichtstrom 230 Volt auf bis zu 10.000 Volt erhöht.
Die Ausgangsleistung beträgt bis zu 30 Miliampere.
Schaltbild eines Zündtrafos
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Häufig auftretende Störungen, ihre Ursachen und deren Behebung
Beobachtung
Mögliche Ursache
Abhilfe
a.)
Flamme streift seitlich die
Kesselwand
Düse ist verlegt und
zerstäubt schief
Stauscheibe verschmutzt
Düse erneuern
Stauscheibe reinigen
b.)
Flamme brennt schief in den
Feuerraum
wie a), oder der Brenner ist
nicht gerade angeflanscht
wie a), oder bei Schwenkvorrichtung
Verriegelung nachziehen,
Türmontage überprüfen
Flamme ist unruhig und rußt
wie a) oder die
ÖItemperatur ist zu niedrig
Pumpendruck ist zu klein
wie a) und Ölvorwärmung
kontrollieren ev. tauschen
und Pumpedruck prüfen
Tropfengöße bei der Zerstäubung zu
groß oder Wasser im Heizöl
Düse reinigen, Öltemperatur,
Öldruck erhöhen, Reinigen,
Entwässern des Öltankes
c.)
d.) sternförmige Gebilde in der Flamme
e.)
Schlechte Zündung und
Verbrennung nach Düsentausch
Zündelektroden sind verbogen,
Stauscheibe ist nicht zentrisch zum
Luftrohr
Kontrolle Stauscheibe
Kontrolle Zündelektroden
Achtung Hochspannung!
f.)
Keine Zündung
Zündelektroden liegen wo an
und bilden Kurzschluss
Kontrolle Zündelektroden
Achtung Hochspannung!
g.)
im Ölvorwärmer brutzelndes
Geräusch,
Schlechter Start / Zündung
Wasser im HeizöIvorwärmer
Alle ölführenden Leitungen und
Armaturen reinigen.
reinigen, entwässern des Öltankes
Heizkessel ist verschmutzt,
Düse zu große Leistung
Kesselreinigung Brennerservice und
Brennereinstellung machen
h.)
Abgastemperatur ist zu hoch
i.)
Verbrennung verschlechtert
sich ständig
Nachlassen des Öldruckes, ÖIfilter
verlegt, Belüftung verlegt,
ÖItemperatur stimmt nicht
ÖIfilter reinigen, tauschen,
Belüftung reinigen Ölvorwärmung
kontrollieren
j.)
ÖIfilter ständig verschmutzt
ÖIlagerbehäItersumpf ist mit
Ablagerungen erschöpft
Öltank- und Leitungsreinigung,
k.)
Brennerstörung nach
TankbefüIlung
l.)
erhöhter Ölverbrauch, schlechter
Wirkungsgrad, Heizflächen
verschmutzen rasch
m.)
Nachspritzen bzw. Nachbrennen
nach erfolgter
Brennerabschaltung
Unzureichende Entlüftung der
Ölleitungen Undichtigkeit in der
Ölsaugleitung, dadurch Ansaugen
von Luft Magnetventil sperrt nicht
sauber ab
Abhilfe durch Entlüftung Kontrolle
aller Dichtstellen im
Ölleitungssystem Magnetventil
defekt
n.)
Ölkohle - Ablagerungen auf
Zündelektrodenspitzen
Temperaturen zu hoch Düse defekt
Falschluft bei Kesseltüre oder
Brenner Flansch und Platte
Falschlufteinbruch über Kesseltür
unterbinden Zugverhältnisse und
CO2 – Wert kontrollieren Düse
austauschen
o.)
verkokte Stauscheibe
unter Brennerrohr liegt Ölkoks
Düse tropft nach
schadhaftes Magnetventil
Magnetventil tauschen
Brennerservice und
Brennereinstellung machen
Brenner/Heizung vor dem
Tankvorgang abstellen
und erst ca. 3 Std. später
wiedereinschalten, Öltank reinigen
Kesselreinigung
Brenner-Kessel-Kombination stimmt
Überprüfung und optimieren
nicht, falsche Düsengröße,
schlechte Wartung
der Betriebsweise,
Tanksedimente sind durch den
Tankvorgang aufgewirbelt
Diese Liste bezieht sich nur auf die häufigsten Ursachen von Brennerstörungen!
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Heizen mit ÖL
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Sicherheitseinrichtungen die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beheizt
werden:
einem Sicherheitsventil,
Sicherheitsventile haben die Aufgabe unzulässige Überdrucke zu verhindern. gelten als zuverlässig
wenn sie als lüftbare federbelastete Sicherheitsventile ausgeführt sind und bei denen die Einstellung der
Federspannung gesichert (plombiert) ist. Sie sind in der Regel auf 3 Bar eingestellt.
Ausdehnungs- und Druckhalteeinrichtung
Sie haben die Aufgabe die durch die Erwärmung des Heizungswassers entstehende Ausdehnung
auszugleichen.
einem Temperaturregler (TB) und
einem Temperaturbegrenzer (TB) E
als selbsttätig wirkende Einrichtung zur Begrenzung der Kesselaustrittstemperatur.
einen Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
als selbsttätig wirkende Einrichtung zur Überwachung der Kesseltemperatur.
einem Thermometer und
einem Manometer.
kombinierte Thermo- /Manometer dürfen nur in Anlagen bis max. 120 kW Nennwärmeleistung verwendet
werden.
Schematische Darstellung einer Öl oder Gas Heizung
Beispiel einer Sicherheitsgruppe mit Manometer,
automatischen Entlüfter und Sicherheitsventil.
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Heizen mit ÖL
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Heizraum / Brennstofflagerraum nach
- Richtlinie 2 und 3
Räume mit erhöhter Brandgefahr
Heiz-, Brennstofflagerräume gelten jedenfalls als Räume mit erhöhter Brandgefahr.
Ein Heizraum für Ölfeuerungsanlagen ist erforderlich wenn:
Feuerstätten zur Erzeugung von Nutzwärme für die Raumheizung bzw.
Warmwasserbereitung mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 50 kW.
Abweichend davon ist ein Heizraum nicht erforderlich für
Warmlufterzeuger und Heizstrahler, sofern diese lediglich der Beheizung
des Aufstellungsraumes dienen.
Wände und Decken von Heizräumen müssen in der Feuerwiderstandsklasse REI 90 bzw. EI 90
ausgeführt und raumseitig aus Baustoffen der Euroklasse des Brandverhaltens mindestens A2
bekleidet sein.
Türen und Tore oder sonstige Verschlüsse müssen die Feuerwiderstandsklasse
EI2 30-C aufweisen, sonstige Öffnungen mit Verglasungen oder sonstigen transparenten
Bauteilen müssen der Feuerwiderstandsklasse EI 30 entsprechen.
In Außenwänden ist eine Abminderung zulässig, sofern die Gefahr einer Brandübertragung auf
andere Gebäudeteile nicht besteht oder dies zur Sicherung eines Fluchtweges nicht erforderlich
ist.
Heizräume für raumluftabhängige Feuerungsanlagen müssen über eine Zuluftführung aus dem
Freien verfügen, wobei eine Mindestquerschnittsfläche von 400 cm² netto nicht unterschritten
werden darf:
Sämtliche Anlagenteile einer Heizungsanlage sind frei zugänglich zu halten, damit sie
ungehindert betrieben und gewartet werden können.
Feuerstätten und Verbindungsstücke müssen von brennbaren Bauteilen, Bekleidungen und
festen Einbauten einen solchen Abstand aufweisen oder so abgeschirmt sein, dass diese unter
allen beim Betrieb auftretenden Temperaturen nicht entzündet werden können.
In ÖL Brennstofflageräumen sind Verunreinigungen von Wasser oder Boden durch Austreten
gelagerter gefährlicher Stoffe durch technische Maßnahmen, wie Auffangwannen oder
doppelwandige Ausführung von Behältern und Leitungen zu vermeiden, so dass keine
Gefährdungen von Menschen oder Umweltbelastungen verursacht werden.
In ausgewiesenen Hochwassergebieten sind brennbare Flüssigkeiten nur in nachweislich
geeigneten hochwassersicheren Lagersystemen zulässig.
Die Lagerung von flüssigen Brennstoffen mit einem Flammpunkt von mehr als
55 ºC in Mengen von mehr als 500 Liter innerhalb von Gebäudeteilen mit Aufenthaltsräumen hat
in einem Brennstofflagerraum zu erfolgen, der höchstens im zweiten oberirdischen Geschoß
liegen darf.
Eine gemeinsame Aufstellung von Lagerbehältern für flüssige Brennstoffe mit einem Flammpunkt
von mehr als 55 ºC und zugehöriger Feuerstätte in einem Heizraum ist zulässig, sofern nicht
mehr als 5.000 Liter gelagert werden und die Lagerbehälter durch geeignete Maßnahmen (z.B.
Abstand, Abschirmung, Ummantelung) gegen gefahrbringende Erwärmung geschützt sind.
In den Heiz-/und Brennstofflagerräumen ist das Rauchen und Hantieren mit Feuer und offenem
Licht verboten.
Ein Handfeuerlöscher für Heiz- und Lagerraum ist zu Ihrer eigenen Sicherheit zu empfehlen.
Eine Bezeichnung der Heizraum- und der Brennstofflagerraumtüren ist ratsam.
Allfällige NOT - AUS-Schalter sind frei zugänglich zu montieren.
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Heizen mit ÖL
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Baugesetz 2011 § 84 Errichtung und Betrieb von Feuerungsanlagen
Feuerungsanlagen dürfen nur errichtet und in Betrieb genommen werden, wenn sie den Bestimmungen
des Steiermärkischen Feuerungsanlagengesetzes entsprechen.
Der Heiz - und Öllagerraum
Nachfolgend eine Auswahl an Paragraphen aus dem
Steiermärkischen - Baugesetz 1995, für den Heiz- und Lagerräume
Diese Paragraphen finden keine Anwendung mehr da nach Novellierung des Baugesetzes
2011 in diesem nicht mehr enthalten sind.
Informativ haben wir sie jedoch im Skriptum gelassen
Stmk Baugesetz § 59 Lage von Feuerstätten, Heizräumen
(1)
(2)
(3)
(4)
Feuerstätten für Zentral- oder Etagenheizungen sind in lüftbaren Räumen aufzustellen. Für die
Feuerstätte einer Zentralheizung mit einer Nennheizleistung von mehr als 18,0 kW muss ein
eigener Raum vorgesehen werden. Ausnahmsweise können in bestehenden Gebäuden die
Feuerstätten für Zentralheizungen auch in anderen Räumen aufgestellt werden, wenn durch den
Betrieb keine Brandgefahr oder sonstige Gefährdung eintritt.
Heizräume für Feuerstätten mit einer Nennheizleistung von mehr als 18,0 kW sind brandbeständig
*1 herzustellen. Der Zugang zu den Heizräumen ist mit mindestens 0,80 m x 1,90 m zu bemessen;
die Zugangstüren sind mindestens brandhemmend *2 und in Fluchtrichtung aufschlagend sowie
selbsttätig zufallend auszubilden.
Bei Anlagen mit einer Nennheizleistung der Kessel von insgesamt mehr als 116,0 kW müssen
Stiegenhäuser, Gänge u.dgl., die als einzige Fluchtwege des Gebäudes in Betracht kommen, von
der Anlage durch einen ständig be- und entlüfteten brandbeständigen Vorraum mit
brandhemmenden Türen getrennt sein. (Sogenannter Schleusenraum)
Heizräume gemäß Abs. 2 sind von allen Lagerungen, die eine Brandgefahr bilden können,
freizuhalten.
*1 Wände, Decken und Fußböden Brandbeständig = F 90
neu nach EN 13501= Nicht tragende Wände Brandbeständig = EI 90
Tragende Wände, Decken und Fußböden Brandbeständig = REI 90
*2 Tür Brandhemmend = T 30
neu nach EN 13501= Tür Brandhämmend = EI2 30 - C
Heiz und Lagerraumtüren mit entsprechenden Zubehör und Kennzeichnung.
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Stmk Baugesetz § 91 Heizräume und Öllagerräume
(1) Die Wände und Böden der Lagerräume oder allfälliger Auffangwannen sind so flüssigkeitsund öldicht auszuführen, dass die gesamte zu lagernde Heizölmenge (A) von dem dadurch
gebildeten Auffangraum aufgenommen werden kann. Werden in ein und demselben
Lagerraum zwei oder mehrere miteinander nicht kommunizierend verbundene 1)
Lagerbehälter aufgestellt, muss der Auffangraum den Inhalt des größten Lagerbehälters,
jedoch nicht weniger als die Hälfte des Inhaltes aller Lagerbehälter aufnehmen können.
Außerdem ist im Heizraum der Boden flüssigkeits- und öldicht herzustellen. Wände, Stützen,
Decken und Böden sind brandbeständig *1 herzustellen.
(2) Der Zugang zu den Lagerräumen ist mit mindestens 0,8 m x 1,2 m zu bemessen. 2)
(3) Der Zugang zu den Heiz- und Lagerräumen darf nicht unmittelbar durch Aufenthaltsräume
führen. Durch den Lagerraum führende Zugänge in den Heizraum sind unzulässig. 3)
Heiz- und Lagerräume müssen, wenn sie miteinander in Verbindung stehen, durch eine Tür
getrennt sein.
(4) Türen sind bei Heiz- und Lagerräumen mindestens brandhemmend (T30) *2 aus nicht
brennbaren Baustoffen auszuführen. Das gleiche gilt für Verschlüsse sonstiger Öffnungen in
den Wänden und Decken, ausgenommen Fenster.
(5) In Lagerräumen sind Rauchfangreinigungsöffnungen und Gasmesser, innerhalb der
Auffangräume
überdies
Fußbodenabläufe,
Kanaleinläufe,
Wasserleitungsrohre,
Abflussrohre u.dgl. unzulässig, in Heizräumen müssen Fußbodenabläufe, Kanaleinläufe und
die Türschwelle gegen Ölabfluss gesichert sein. 4)
(6) In der Nähe der Zugänge zur Ölfeuerungsanlage sind je nach Lage und Größe der Anlage
ein oder mehrere zur Bekämpfung von Ölbränden geeignete Handfeuerlöscher
bereitzustellen.
(7) In Heiz- und Lagerräumen sind das Rauchen und der Gebrauch von offenem Licht und
Feuer verboten. Unbefugten ist der Zutritt zu den Heiz- und Lagerräumen verboten.
Hinweise auf diese Verbote sind an den Zugängen zu den Heiz- und Lagerräumen
anzubringen. Die Zugänge sind versperrbar einzurichten.
Anmerkungen
(A) Diese Bestimmung kann Entfallen wenn zugelassene doppelwandige Öllagerbehälter
verwendet werden (Tank in Tank System
1) Als „nicht kommunizierend" im Sinne dieser Bestimmung können zwei Behälter auch dann
angesehen werden, wenn ihre Verbindungsleitung ein Absperrorgan besitzt, welches im
Regelfall geschlossen ist.
2) Die Unterkante der Einstiegsöffnung in den Lagerraum soll wenigstens 3 cm höher liegen
als die Oberkante des Auffangraumes.
3) Der Zugang zum Lagerraum durch den Heizraum ist demnach zulässig.
4) Zur Erfüllung dieses Zweckes soll die Höhe der Schwelle mindestens 3 cm betragen.
Stmk Baugesetz § 56 Türen Absatz 5
Brandschutztüren sind auszuführen
1. Brandbeständig: in Brandwänden;
neu nach EN 13501=
Nicht tragende Wände Feuerbeständig = EI 90
Tragende Wände, Decken und Fußböden Feuerbeständig = REI 90
Tür Feuerhemmend= EI2 30 - C
2. Brandhemmend: neu nach EN 13501=
a) zwischen Stiegenhaus und Kellerräumen,
b) zwischen Stiegenhaus und Dachboden sowie
c) in anderen brandschutztechnisch sonst begründeten Fällen;
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Stmk Baugesetz § 51
Brandwände Absatz 7, 9, 10 und 12
(7)
Räume zur Erzeugung, Verarbeitung oder Lagerung feuergefährlicher Stoffe, Stallungen,
Heuböden u. dgl. sind durch Brandwände von bewohnbaren Gebäudeteilen zu trennen.
(9)
Das Durchführen von Transmissionen, Förderschnecken und ähnlichen Konstruktionen ist
bei Brandwänden zulässig, wenn der Brandschutz hierdurch nicht beeinträchtigt wird.
(10) Sonstige Öffnungen in Brandwänden sind mit brandbeständigen Verschlüssen zu
versehen.
(12) Schächte und Kanäle für Installationen und Kabelführungen sind an jenen Stellen, an
denen sie Brandabschnitte durchbrechen, brandbeständig abzuschließen, sofern die
Schächte und Kanäle nicht für sich eigene Brandabschnitte sind.
Anmerkung
Aufstellungsräume für Feuerungsanlagen und Öllagerbehälter die nicht unter die §56, §59
und §91 Stmk, Baugesetz fallen, müssen dennoch die Mindestanforderungen des §51 erfüllen.
Stmk Baugesetz § 89 Öllagerung
(1) Im Inneren von Gebäuden darf, unbeschadet der Bestimmungen des Abs. 2, Heizöl nur in
eigenen lüftbaren Lagerräumen gelagert werden. 1)
(2) In jeder Wohnung und in Gebäudeteilen, die nach Ausmaß und Verwendungszweck einer
Wohnung gleichzuhalten sind 2), dürfen höchstens 300 l Heizöl und in jedem Kellerabteil
höchstens 300 l Heizöl ohne eigenen Lagerraum gelagert werden. Solche Lagerungen sind
jedoch nur in lüftbaren Räumen zulässig. Lagerbehälter sind in eine flüssigkeitsdichte
Wanne zu stellen, die den gesamten Behälterinhalt aufnehmen kann 3)
(3) Lagerräume für Mengen von mehr als 1000 l Heizöl müssen im untersten Kellergeschoss,
bei nicht unterkellerten Gebäuden im Erdgeschoss liegen.
(4) In einem Lagerraum dürfen höchstens 100.000 l Heizöl gelagert werden.
(5) Behälter, die sich im gleichen Raum wie die Feuerstätte befinden 4), müssen von dieser und
von den Rauchrohren einen waagrechten Seitenabstand von mindestens 2,0 m aufweisen.
(6) Heizöl darf nicht gemeinsam mit brennbaren Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von
weniger als 55 Grad Celsius gelagert werden. 5)
Anmerkungen
1) Auch bei bewilligungsfreien Lagerungen sind die Lagerbehälter und - sofern ein eigener
Lagerraum erforderlich ist - die Lagerräume den allgemeinen und besonderen
Bestimmungen dieses Gesetzes unterworfen.
2) Als solche sind in erster Linie Büros, Ordinationen, Ateliers u. dgl. anzusehen.
3) Flüssigkeitsdichte Wannen aus Stahlblech sollen eine Wandstärke von wenigstens 1 mm
haben. Sie sind innen und außen gegen Korrosion zu schützen.
4) Diese Vorschrift wird vor allem für Lagerbehälter in Wohnungen (Abs. 2) und für
Zwischenbehälter (§ 4 Z. 62) in Betracht kommen.
5) Unzulässig ist demnach vor allem die gemeinsame Lagerung in ein und demselben, durch
Zwischenwände unterteilten Behälter, aber auch die gemeinsame Lagerung in getrennten
Behältern in ein und demselben Lagerraum. Brennbare Flüssigkeiten mit einem
Flammpunkt von weniger als 55 Grad Celsius sind z. B. Benzin, Benzol, Toluol, Lackbenzin,
Petroleum sowie die meisten Rohöle.
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Stmk Baugesetz § 90 Lagerbehälter
(1) Heizöl darf nur in dichten, allseitig geschlossenen, bruchsicheren und standfest aufgestellten
Behältern aus ölbeständigen und für den Verwendungszweck geeigneten Stoffen gelagert
werden 1). Die Behälter müssen dem Nenndruck standhalten können. Über die Dichtheit ist
eine Bescheinigung eines Befugten vorzulegen.
(2) Oberirdische Lagerbehälter müssen von Wänden und Decken und untereinander einen
Abstand von mindestens 50 cm aufweisen; bei Lagerbehältern bis 20.000l
Fassungsvermögen genügt an zwei aneinander stoßenden Seiten und untereinander ein
Abstand von 15 cm 2). Der freie Abstand vom Boden muss mindestens 10 cm betragen. Die
Lagerbehälter sind an den Auflageflächen gegen Feuchtigkeit abzudichten. Für
Batterielagerbehälter gelten die Bestimmungen für die Abstände untereinander und den
Bodenabstand nicht.
(3) An Lagerbehältern ist an gut sichtbarer Stelle ein dauerhaftes Geräteschild mit Angabe des
Herstellers, des Nenninhaltes, des Baujahres und des Prüfdruckes anzubringen.
(4) Lagerbehälter mit mehr als 1000l Inhalt müssen mit einer dicht abschließenden Füllleitung
ausgestattet sein. Die Füllstelle muss beim Befüllen beobachtet werden können, leicht
zugänglich und gegen Versickerung von Öl in den Boden gesichert sein.
(5) Lagerbehälter mit mehr als 1000l Inhalt sind mit einem nicht abschließbaren Lüftungsrohr zu
versehen, das 2,50 m über dem Gelände unmittelbar ins Freie ausmünden und mindestens
50 cm von Fenstern entfernt sein muss. Das Rohrende ist gegen Eindringen von
Niederschlagswässern und Kleintieren zu sichern. Der Querschnitt des Lüftungsrohres muss
mindestens so groß sein wie jener der Füllleitung. Diese Lagerbehälter sind mit einer
Sicherung oder Warnvorrichtung gegen Überfüllen auszustatten.
(6) Zwischenbehälter sind mit einer Überlaufleitung in den Lagerbehälter an Stelle eines
Lüftungsrohres .auszustatten. Diese muss mindestens den gleichen Querschnitt wie die
Heizölzuleitung besitzen und, falls der Zwischenbehälter mit einer Ölvorwärmung
ausgestattet ist, beheizbar ausgeführt werden.
(7) Ölführende Leitungen sind mit hellbrauner Farbe zu kennzeichnen.
(8) Bei unterirdisch verlegten Lagerbehältern und Rohrleitungen ist die Dichtheitsprüfung (Abs.
1) vor Inbetriebnahme und nach größeren Instandsetzungen durchzuführen und mindestens
alle fünf Jahre zu wiederholen.
(9) Unterirdische Lagerbehälter müssen allseits doppelwandig und mit einer Leckanzeige
hergestellt werden.
Anmerkung
1) Der Nachweis der Eignung des Behälters kann beispielsweise durch eine Zulassung
gemäß § 45 erbracht werden.
2) Üblicherweise heißt das “Von zwei Seiten begehbar und von zwei Seiten einsehbar
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Vom Öltank zum Brenner
Unterschied des Ein und Zweirohrsystems bei der Heizölzuführung
Vorteile des Zweistrangsystems
Mögliche Niveauunterschiede zwischen Öltank und Ölheizungsanlage
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Wie wählt man den richtigen Rohrquerschnitt und die richtige Rohrlänge?
Die Betriebssicherheit einer Ölfeuerungsanlage hängt sehr stark davon ab, dass die Ölpumpe
die erforderliche Menge Heizöl aus dem Tank zum Brenner ansaugen kann.
Um die richtigen Längenmasse und Querschnitte der Rohrleitungen ermitteln zu können,
muss folgendes bekannt sein:
Die Viskosität des Heizöls, die in der Regel in Centistokes (cSt) oder in Englergrade (°E) bei
einer gegebenen Temperatur angegeben ist.
Der Höhenunterschied (H) zwischen dem niedrigsten Ölstand im Tank und dem
Saugstutzen der Pumpe, in Metern angegeben.
Die gesamte Länge der Saugleitung, in Metern angegeben.
Diverse Widerstände durch Ventile, Filter, Rohrbiegungen u.dgl. der Saugleitung. In den
Saugleitungstabellen der Pumpenhersteller sind durch weg eine gewisse Anzahl Ventile
und Rohrbiegungen berücksichtigt.
Die durch die Rohrleitung zu fördernde maximale Ölmenge je Stunde (Saugleistung der
Ölpumpe).
Bei 1-Rohr-Anlagen ist die gewählte Düse für die Rohrabmessung bestimmend, weil die Pumpe
nur die Ölmenge ansaugt die durch die Düse gedrückt wird.
Bei 2-Rohr-Anlagen ist die gesamte Pumpenleistung für die Bemessung der Rohre maßgebend,
weil die Pumpe die volle Ölmenge ansaugt und das nicht durch die Düse gedrückte Öl wieder in
den Tank zurückleitet.
Von einem Betrieb mit zu großem Vakuum (Sog) muss jedoch dringend abgeraten werden, da
nach zahlreichen Versuchen erwiesen ist, dass sich bereits bei ca. -0,30 bar, einer Saughöhe
von ca. 3,5 m entsprechend, eine beginnende Luftausscheidung aus dem Öl bemerkbar macht.
Diese Luftausscheidung kann im Zahnradsatz einen »Ölmangel«, hervorrufen und sehr leicht
eine stärkere Abnutzung und eine erhöhte Geräuschbildung in der Anlage zur Folge haben.
Weiters ist die Ölförderung vom Tank zum Brenner nicht mehr gewährleistet und es kommt zum
Ausfall des Brenners
Die Rohrleitungen sind möglichst mit nur wenigen Verschraubungen und ohne scharfe
Biegungen zu verlegen.
Die größte Betriebssicherheit ergibt sich, wenn man die Vorschriften und Empfehlungen des
Pumpenherstellers hinsichtlich der Rohrquerschnitte, Sauglänge und Saughöhe genauestens
befolgt.
Länge der
Saugleitung: Lges
Cu 8 x 1
Höhe H
Ansaughöhe H:
Stmk Baugesetz § 92 Ölstands- und Öldruckanzeiger
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(1) Lagerbehälter und Zwischenbehälter müssen mit Ölstandsanzeigern ausgestattet sein, es
sei denn, der Ölstand ist ohne Anzeigevorrichtung erkennbar. Kommunizierende
Ölstandsanzeiger aus Glas oder Kunststoff sind nur zulässig, wenn sie gegen Bruch und
Beschädigung gesichert sind.
(2) Ölführende Leitungen mit einem Betriebsdruck von mehr als 1 bar sind mit Öldruckanzeigern
auszustatten.
Stmk Baugesetz § 93 Heiz- und Lagerraumlüftung
(1) Heiz- und Lagerräume müssen durch Zuluftöffnungen, deren Querschnitt mindestens 400
cm2 betragen muss und die mit einem engmaschigen Gitter abzuschließen sind, ständig mit
dem Freien verbunden sein. Der Querschnitt der Zuluftöffnungen für den Heizraum muss
dem Luftbedarf der Feuerstätten entsprechen.
Bei grobmaschigen Belüftungsgittern ist
die Gesamtfläche der Maschenstäbe nicht
als Lüftungsfläche zu Werten.
Daher muss, je nach Stabbreite die,
Lüftungsöffnung dementsprechend größer
sein.
Beispiel:
Ein Gitter hat 20 senkrechte (As) und 10 waagerechte (Aw) Stäbe mit einer Breite von 0,5 cm.
Die Lüftungsöffnung ist 30 cm hoch (h) und 40 cm breit (b)
Die freie Lüftungsfläche LFfrei = LFges – (As ges+ Aw ges)
Die freie Lüftungsfläche LFfrei = h * b – (h * 0,5 * As + b* 0,5 * Aw)
LFfrei = 30 * 40 – (30 *0,5 * 20 + 40 * 0,5 * 10)
LFfrei = 1200 cm2 – (300 cm2 + 200 cm2) = 700 cm2
(2) Zuluftöffnungen des
beeinträchtigen.
Heizraumes
dürfen
die
Zugwirkung
des
Rauchfanges
nicht
(3) Entlüftungen dürfen nicht in Rauch- oder Abgasfänge eingeleitet werden. Sie können jedoch
mit einem eigenen Luftfang in die Rauchfanggruppe integriert werden.
(4) Bei Warmluftheizungen darf der Heizraum nicht in den Warmluftkreislauf einbezogen
werden.
Stmk Baugesetz § 94 Sicherheitsvorrichtungen
(1) Unmittelbar nach den Lager- und Zwischenbehältern und vor den Brennern sind in die
Ölleitungen Absperrvorrichtungen einzubauen. Überdies ist eine selbsttätig wirkende
Vorrichtung einzubauen, die im Brandfall die Ölzufuhr zum Brenner unterbindet.
(2) Bei allen Zweigleitungen sind die erforderlichen Absperrvorrichtungen einzubauen.
(3) Für das Abschalten der Ölfeuerungsanlage ist ein außerhalb des Heizraumes gelegener,
leicht zugänglicher elektrischer Notschalter anzuordnen, der als solcher zu kennzeichnen ist.
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Stmk Baugesetz § 95 Ölfeuerstätten
(1) Die Kessel sind mit Temperaturbegrenzern, wenn sie unter Druck stehen überdies mit
Druckbegrenzern auszustatten. Diese Vorrichtungen müssen auf eine bestimmte
Temperatur bzw. auf einen bestimmten Druck einstellbar sein.
(2) Zur Beobachtung der Brennerflamme muss eine Öffnung vorhanden sein. 1)
(3) Für Ölfeuerungsanlagen mit einer Gesamtnennheizleistung der Kessel von mehr als 18,0
kW ist ein eigener Rauchfang vorzusehen. 2)
(4) Verbindungsstücke oder Rauchfänge sind mit genügend großen, selbsttätig schließenden,
nicht brennbaren Klappen zu versehen, die sich bei einer Verpuffung von selbst öffnen. 3)
Bei Rauchfängen sind diese unmittelbar oberhalb der Einmündung des Verbindungsstückes
anzubringen. Sie sind so anzuordnen, dass Personen nicht gefährdet werden können.
Anmerkungen
1) Die Beobachtung kann durch eine eigene Schauöffnung, aber auch durch die Tür des
Feuerraumes erfolgen.
2) Diese Bestimmung ist nicht etwa so auszulegen, dass bei Ölfeuerungsanlagen, die mehrere
Kessel mit einer Nennheizleistung von jeweils mehr als 17,4 kW (entspricht 15.000 kcal/h)
haben, für jeden Kessel ein eigener Rauchfang notwendig wäre. Das Erfordernis nach einem
eigenen Rauchfang gilt für die Ölfeuerungsanlage in ihrer Gesamtheit und nicht für den
einzelnen Kessel.
3) Die Verpuffungsklappen können mit Zugreglern ausgestattet sein. Verpuffungsklappen sind
im Verbindungsstück oder im Rauchfang einzubauen, im Kessel eingebaute Klappen allein
genügen demnach nicht.
Stmk Baugesetz § 96 Verbrennungseinrichtungen
(1) Verbrennungseinrichtungen müssen so beschaffen sein, dass durch ihren Betrieb keine
Brandgefahr, sonstige Gefährdung oder unzumutbare Belästigung durch Lärm,
Erschütterung, Geruch, Rauch, Ruß u. dgl. eintritt.
(2) An Kesseln, Brennern und Ölöfen ist an gut sichtbarer Stelle ein dauerhaftes Geräteschild
mit Angabe des Herstellers und der technischen Daten des Gerätes anzubringen.
(3) Die Ölzufuhr muss durch selbsttätige Vorrichtungen unterbrochen werden, wenn
a. die Zerstäubereiririchtung, die Gebläseluft oder der elektrische Strom ausfallen oder
b. die Brennerflamme nicht zeitgerecht entsteht oder wenn sie erlischt.
(4) Der Brenner muss sich selbsttätig abschalten, wenn
a. bei Dampferzeugern die Wassermangelsicherung des Dampferzeugers anspricht oder
b. bei Luftheizungsanlagen mit Zwangsluftumwälzung der Ventilator ausfällt oder
c. eine vorhandene Saugvorrichtung in den Rauchabzügen ausfällt.
Stmk Baugesetz § 97 Heizölvorwärmung
(1) Heizölvorwärmeinrichtungen
müssen
ortsfest
eingebaut,
auf
die
notwendige
Betriebstemperatur regelbar und abschaltbar sein. Die Heizflächen müssen jederzeit
mindestens 4 cm hoch mit Öl bedeckt sein.
(2) Alle nicht warmwasserbeheizten Heizölvorwärmeinrichtungen müssen mit Thermometern
zur Messung der Öltemperatur im Bereich der Heizfläche ausgestattet sein. Die
höchstzulässige Temperatur des Heizöles ist durch eine rote Marke kenntlich zu machen.
(3) Sicherheitsventile von Druckvorwärmern sind mit einem geschlossenen Ablauf zum
Lagerbehälter zu versehen.
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