Unterrichtsvorbereitung - Sachunterricht Petersen

Transcription

Unterrichtsvorbereitung - Sachunterricht Petersen
Unterrichtsvorbereitung
im Fach Sachunterricht
Thema der Unterrichtseinheit:
Thema der Stunde:
"Indianer"
Die Lebensweisen der Indianerstämme in den
verschiedenen Gebieten Nordamerikas
Schule: Dempwolffstraße
Dempwolffstraße 7
21073 Hamburg:
Tel.: 040 / 4145963
Fax.: 040 / 41459652
Datum: 05.12.07
Zeit:
10:00 – 10:45 Uhr
Klasse: 4c
Raum: Klassenraum 4c, 1. OG
Vorgelegt von:
Petra Reddeck
Mail: [email protected]
Inhalt:
1
2
3
Ziele der UE
Übersicht über die Stunden der UE – Einordnung
der Stunde in den Kontext der Unterrichtseinheit
Planung der Stunde
2
2
3
3.1
3.1.1
3.2
3.2.1
3.2.2
3.3
Bedingungsfelder des Unterrichts
Vorüberlegungen zur Lerngruppe und den Lernvoraussetzungen
Didaktische Entscheidungen
Didaktische Überlegungen
Überlegungen zur methodischen Umsetzung und zu den Medien
Stundenplanung – Verlaufsplanung
3
3
4
4
5
6
4
Anhang
7
4.1
4.2
Literatur
Analyse des Unterrichtsgegenstandes
Tafelbild
Sitzplan
7
8
9
10
1
1
2
Ziele der Unterrichtseinheit
Fachliche Lernziele
Durchlaufende Lernziele
Die SuS …
Die SuS …
• wissen wie die Indianer zu ihrem Namen
kamen und kennen einige Vorurteile
gegenüber Indianer, indem sie Fragen
hierzu beantwortet haben.
• können auf einer Karte von Nordamerika
mithilfe der Himmelsrichtungen die
unterschiedlichen Regionen erkennen
und die Indianerstämme zuordnen.
• entwickeln ein Verständnis dafür, dass
Indianer in verschiedenen Regionen
Nordamerikas unter unterschiedlichen
Lebensbedingungen gelebt haben, indem
sie zu Themen wie Nahrung, Kleidung,
Behausung, Jagd usw. in verschiedenen
Gruppen arbeiten.
• lernen den Konflikt der Siedler mit den
Indianern verstehen, indem sie diesen in
einem Rollenspiel nachspielen.
• besuchen eine Ausstellung über Indianer
im Museum, bei der sie verschiedene
Arbeitsaufträge bearbeiten.
Sozialkompetenz:
• trainieren ihre Kooperation untereinander.
indem sie in Partnerarbeit zusammenarbeiten.
• halten vereinbarte Regeln ein.
Methodenkompetenz:
• lernen Informationen aus Sachtexten zu
entnehmen, indem sie diese anhand von
mehreren Schritten untersuchen.
• bereiten Präsentationen vor und stellen
diese der Klasse vor, indem sie ihre
Arbeitsergebnisse auf einem Plakat darStellen.
Übersicht über die Stunden der Unterrichtseinheit Einordnung der Stunde in den Kontext der Unterrichtseinheit
1. / 2 Stunde:
Stundenfrage
Thema der Stunde
Was ist die zentrale
Schüleraktivität?
Was ist die zentrale
Lehreraktivität?
Welche Medien,
Soz.-, Differenzierungsform bieten sich an?
Anm.
- Was weißt du schon alles
über Indianer?
- SuS raten das Thema in
einem Ratespiel
- SuS finden Wörter, die
ihnen zum Thema Indianer
einfallen.
- SuS lesen einen Sachtext
als Einstieg in das Thema
und bearbeiten diesen mit
der 5-Schritte Methode
- Ratespiel moderieren
- Tafel zum Sammeln der
Ergebnisse
- Visualisierung des Arbeitsauftrages
- Arbeitsauftrag formulieren
und visualisieren
- Ergebnisse zusammenfassen
- Sachtext
- Anleitung zum Bearbeiten
von Sachtexten
Anm. zur didaktischen Entscheidung:
- Das Ratespiel erhöht die Spannung für das neue Thema.
- Durch Brainstorming erste Annäherung an das Thema Indianer und transparent machen eines Teils des Vorwissens
der SuS zu diesem Thema.
- Der Sachtext ermöglicht eine erste tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema, zudem unterstützt die Methode der
Sachtexbearbeitung in 5 Schritten die SuS sich mit dieser Textform auseinanderzusetzen.
3. Stunde
Stundenfrage
Thema der Stunde
Was ist die zentrale
Schüleraktivität?
Was ist die zentrale
Lehreraktivität?
Welche Medien,
Soz.-, Differenzierungsform bieten sich an?
Anm.
2
- Wo haben die Indianer in
Nordamerika gelebt?
- Karte von Nordamerika zur - Tafel mit Karte von NordVerfügung stellen.
amerika
- Eintragen der Himmelsrichtungen auf der Karte
- Zuordnen der Stämme zu
- Einteilen der Partner- Kärtchen mit Stammnamen,
den Indianern der Regionen. gruppen zu den Indianerauf einer Nordamerikakarte. stämmen durch Ziehen
lassen des Namens.
- Sichern der Informationen
auf einem AB mit Karte.
Anm. zur didaktischen Entscheidung:
- Das Eintragen der Himmelsrichtungen knüpft an das Wissen aus der letzten Unterrichtseinheit an und gibt den
SuS eine Orientierung auf der Karte.
- Je eine Partnergruppe bekommt einen Stammnamen zugeordnet, der gleichzeitig der Gruppenname ist. Für die SuS ist so
somit eine Identifizierungsmöglichkeit mit ihrem Stamm möglich.
- Zuordnen der Indianerstämme zu den verschiedenen Gebieten visualisiert den SuS anschaulich, dass die Stämme in
unterschiedlichen Gebieten gelebt haben.
- SuS schreiben den Indianerstamm und das Gebiet auf ein AB und malen die Region, in der ihr Stamm lebt farbig an.
4. Stunde: Hospistunde – siehe Verlaufsplanung
Begleitend zur Unterrichtseinheit:
•
Fächerübergreifend Deutsch – Lesen des Buchs "Der fliegenden Stern"
3
Planung der Stunde
3.1
Bedingungsfelder des Unterrichts
3.1.1
Vorüberlegungen zur Lerngruppe und den Lernvoraussetzungen
DIE SITUATION IN DIESER LERNGRUPPE
Die Lerngruppe besteht aus 25 Schülerinnen, davon 14 Jungen und 11 Mädchen, die mehrheitlich
einen ausländischen familiären Hintergrund haben. Ich unterrichte die Lerngruppe der Klasse 4c im
Sachunterricht seit dem 1. Schulhalbjahr 07 / 08 mit vier Stunden in der Woche eigenverantwortlich. Im
letzten Schulhalbjahr habe ich in der Klasse eine Stunde Mathematik unterrichtet. Die Klasse hat im
vergangenen Jahr häufig Lehrerwechsel erlebt, Ende letzten Jahres auch einen Klassenlehrerwechsel
und eine Neuzusammensetzung der Klasse aus zwei Klassen. Schon im letzten Schulhalbjahr
gestaltete sich meine Arbeit in der Lerngruppe schwierig, da diese nicht bereit war eine weitere neue
Lehrperson anzuerkennen. Der Arbeitsbeginn nach den Sommerferien im Sachunterricht war wiederum
extrem konflikthaft, da die SchülerInnen ihre alte Sachunterrichtslehrerin, die viele seit der ersten
Klasse kannten behalten wollten und sowohl mich, als auch das neue Sachunterrichtsthema ablehnten
und es teilweise zu einem Unterrichtsboykott eines großen Teils der Lerngruppe kam. In den letzten
Monaten war ein Arbeiten in der Klasse zeitweilig nur möglich, wenn der Klassenlehrer als
Doppelbesetzung in der Klasse war, was aus organisatorischen Gründen nur während zwei
Doppelstunden in der Woche möglich war.
Vorüberlegungen zur
Lernvoraussetzungen
Lerngruppe
und
zu
den
Konsequenzen für Lehrerauftritt, Organisation und
Gestaltung des Lernprozesses
EINGEFÜHRTE REGELN, RITUALE:
- Handlungs- und Zieltransparenz schaffen Sicherheit
und Orientierung.
- Akustisches Leisezeichen durch Klangstab
- Verteilerdienste
- Nach der großen Pause gibt es nur ein Klingeln.
MEINE ARBEITSSCHWERPUNKTE IN DER GRUPPE:
- Bei frontalen Phasen sind die Aufmerksamkeitsspannen in dieser Lerngruppe sehr gering.
- Teilweise geringes Interesse an Sachunterrichtsthemen.
- Zu Beginn der Stunde Stundenprogramm und
Stundenthema als Tafelanschrieb.
- Zum Stundenbeginn, beim Phasenwechsel sowie bei
Unruhe
- SuS verteilen Material und Aufgabenblätter.
- Beginn der 3. Stunde, daher um 10:00 Uhr.
- Handlungsorientierte Phasen, freie Arbeitsphasen,
Partnerarbeit, Stationenarbeit.
- Einbeziehung der Interessen der SchülerInnen in die
Themenwahl.
3
EINZELNE SUS:
- Viele SuS in dieser Lerngruppe zeigen ein hohes
Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, das sich oftmals durch
auffälliges, störendes Verhalten äußert.
Wortexperten: Navid, Tim, Milena, Yevgeni, Jan, Lena
- Produktive Aufmerksamkeit durch Einführung von
Helfer- und Expertenkindern bei der Stationenarbeit
beim letzten Thema.
- Pro Tischgruppe Wortexperten beim Thema Indianer,
die besondere Stärken im sprachlichen Bereich haben
und die anderen SuS bei der Erarbeitung von
Sachtexten unterstützen können.
FACHLICHE LERNVORAUSSETZUNGEN:
Die SuS …
das Thema Indianer wird fächerübergreifend auch in Deutsch unterrichtet.
haben sich in einem Text mit den Vorurteilen gegenüber Indianern auseinandergesetzt und Fragen dazu
beantwortet.
kennen die verschiedenen Regionen in Nordamerika und wissen in welcher Region ihr Stamm lebt.
SOZIALE / MEHODISCHE
LERNVORAUSSETZUNGEN:
- Die SuS sind die Sozialform Partnerarbeit gewohnt,
müssen aber die Kooperation untereinander noch
verbessern.
- Einige SchülerInnen haben Schwierigkeiten
Gesprächsregeln einzuhalten.
3.2
Didaktische Entscheidungen
3.2.1
Didaktische Überlegungen
- Daher sollen die SuS ihre Arbeitsergebnisse mit
ihrem Partner vergleichen und sich auf ein Ergebnis
einigen.
- Bei frontalen Phasen Erinnerung an die
Gesprächsregeln.
Das Thema der Unterrichtseinheit "Indianer" stößt oftmals auf ein großes Interesse bei Schülern und
fasziniert sie. Vielen Schülern sind Indianergeschichten, Indianerfilme wie z.B. Winnetou oder
Pocahontas vertraut und Kinder spielen oder verkleiden sich zu z.B. zu Fasching oft als Indianer. An
diese Vorerfahrungen anknüpfend ist die Unterrichtseinheit "Indianer" in besonderer Weise dazu
geeignet sich bewusst mit einer anderen Kultur auseinanderzusetzen. Zu Beginn kann der Blick von der
kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektive auf das Thema gerichtet werden, der die Chance
bietet Stereotypen und Vorurteile des europäischen Blicks auf die indigene Bevölkerung Nordamerikas
zum Gegenstand des Unterrichts zu machen (die edlen Wilden, furchteinflößende Kriegerhorde oder
Vorbilder einer ökologischen Lebensweise). Um beim Thema Indianer nicht auf der alltags- und
kulturhistorischen Ebene zu bleiben, wird auch der Konflikt zwischen den weißen Siedlern und den
indigenen Völkern Nordamerikas thematisiert, der mittels eines Rollenspiels am Ende der
Unterrichtseinheit inszeniert wird. Hieran können Grundschüler an den Gedanken herangeführt werden,
dass das Zusammenleben in anderen Kulturen ebenso wenig konfliktlos verläuft wie das
Zusammentreffen mit anderen Kulturen in ihrem Alltag. Nur selten wird verdeutlicht, wann und in
welcher Region die Indianer gelebt haben. Die raum-zeitliche Verortung der jeweils im Unterricht
thematisierten Lebensweise bleibt deshalb oft unbestimmt. Integriert man diese Aspekte in den
Unterrichtsgegenstand werden die raumbezogene und historische Perspektive in den Blick
genommen. Um die Vielfalt der indianischen Gruppen für Schüler zu vereinfachen, lassen sich diese
anhand ihrer jeweiligen Lebensräume und ihrer Lebensgrundlage gliedern und mittels einer Landkarte
veranschaulichen. Die Eigenschaften und Besonderheiten jeder Gruppe bezogen auf verschiedene
Aspekte (Lebensraum, Lebensgrundlagen, Alltag, Entwicklung) können mittels Texten und Bildern
erarbeitet und später auf Plakaten ausgestellt und präsentiert werden. Die Entwicklungsdynamik der
Geschichte wird erfahrbar, wenn verdeutlicht wird, dass sich die indianischen Kulturen sowohl
eigenständig als auch durch den Einfluss der Weißen verändert und entwickelt haben. Diese
Entwicklung kann als ein Aspekt in die Eigenschaften und Besonderheiten der indianischen Gruppen
einfließen. Im Sachunterricht können an dieser Unterrichtseinheit exemplarisch die verschiedenen
Perspektiven miteinander verknüpft werden. In allen Phasen der Unterrichtseinheit greift der Erwerb
von fachlichen Lernzielen sowie von Methoden- und Sozialkompetenz ineinander.
4
BEZUG ZU DEN RICHTLINIEN
1
RAHMENPLAN
Lernfeld – Leben in Europa und in der Welt / Miteinander leben:
- Kulturelle Vielfalt im Alltag der indigenen Bevölkerung
- Ferne Länder – die Indianer in Nordamerika
- Wir wohnen zusammen, wir leben zusammen – Lebensgemeinschaft Familie: Arbeitsteilung in der
Familie
- Öffentliche Gemeinschaft und Konflikte zwischen Siedlern und Indianern
PERSPEKTIVRAHMEN SACHUNTERRICHT
2
Fähigkeiten bezogen auf die sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektive:
die Wahrnehmung von Verschiedenheit und die Achtung für alle Menschen
- Das Erkennen von Interessenlagen und das Vertreten eigener Interessen
- Erfassen kultureller Rekonstruktion von Wirklichkeit
-
Fähigkeiten bezogen auf die raumbezogene Perspektive:
- Räume wurden von vielen Generationen in der Vergangenheit kulturell gestaltet; ihr heutiges Aussehen
ist davon beeinflusst oder geprägt.
- Menschen sind für die Gestaltung und Veränderung von Räumen verantwortlich. Sie leben in ihnen und
nutzen diese nach ihren Bedürfnissen und Werthaltungen, wobei sie diese dabei bewusst bewahren oder
auch zerstören.
Fähigkeiten bezogen auf die historische Perspektive:
- Was man über die Vergangenheit weiß betrifft immer nur einen Ausschnitt, über den man Quellen hat, die
als hinreichend zuverlässig gelten können, aber immer perspektivisch sind. - Wirklichkeitsbewusstsein
- Um das Handeln von Menschen in der Vergangenheit zu verstehen, darf man sie nicht nur aus der
heutigen Sicht beurteilen, sondern muss auch versuchen die damaligen Bedingungen des Handels zu
erkennen. - Perspektivenbewusstsein, Fremdverstehen, Toleranz für Fremdes und Anderes
3
ORIENTIERUNGSRAHMEN
- Bei der Planung dieser Unterrichtseinheit finden einige der Indikatoren des Orientierungsrahmens aus den
Abschnitten 2.2.2 Gestaltung von Lehr- und Lehrprozessen und 2.2.4 Klassen- und Gruppenführung ihre
Berücksichtigung.
3.2.2
Überlegungen zur Methodik und Didaktik der Stunde
- Der aufgehängte Plan an der Tafel von Nordamerika visualisiert die verschiedenen Regionen, in
denen die Indianer gelebt haben. Außerdem hält er die Zugehörigkeit der Stämme zu den einzelnen
Regionen für die SuS präsent.
- Durch das wiederholte Zuordnen der Stämme zu den Regionen, wird eine Anknüpfung an die
vorherige Stunde bewirkt.
- In der Erarbeitungsphase erschließen sich die SuS den Text zunächst in Einzelarbeit, um dann in
Partnerarbeit die Überschriften zu vergleichen und die Bilder den jeweiligen Abschnitten
zuzuordnen. Die Sozialform der Partnerarbeit soll die Kooperation untereinander trainieren.
- Die Motivation der SuS und die eigene Auseinandersetzung mit dem Text werden durch die
Identifikation mit dem Stammesnamen angeregt.
- Die Aufgabenstellung ist in dieser Stunde für alle SuS eher homogen, eine Differenzierung ist über
die Intensität des Lesens, die Inanspruchnahme von Hilfsmitteln (erklärte Wörter, Wortexperten), die
1
2
3
Behörde für Bildung und Sport (Hrsg.): Rahmenplan Sachunterricht. Bildungsplan Grundschule. Hamburg: 2003.
Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU): Perspektivrahmen Sachunterricht. Rieden: 2002
Klinkhardt.
Behörde für Bildung und Sport (Hrsg.): Orientierungsrahmen. Qualitätsentwicklung an Hamburger Schulen.
Hamburg: 2006.
5
-
-
-
Länge der Texte sowie durch die Ausgestaltung der Überschriften gegeben. Eine Zusatzaufgabe in
beiden Phasen stellt eine quantitative Differenz dar und regt die SuS an sich inhaltlich mit dem Text
näher auseinanderzusetzen und eigene Vorstellungen in Zeichnungen umzusetzen.
Die Steuerung über die Länge der Einzel- und Partnerarbeitsphasen ist gewollt, um die
Arbeitsphase für diese Lerngruppe zu strukturieren. Mit zu freier Zeiteinteilung über einen längeren
Zeitraum können die SuS oftmals nicht umgehen und die Arbeitsproduktivität leidet darunter.
Die Ergebnissicherung mit der Partnergruppe gibt Gelegenheit die eigene Arbeit mit der der
Partnergruppe zu vergleichen und ggf. zu ergänzen oder zu verändern.
Durch das Vorstellen der Aufgaben in den Partnergruppen wird die eigene Arbeit gewürdigt und
die Ideen der anderen Gruppe inspirieren die SuS.
Das Feedback ermutigt die Schülerinnen eigene Ideen für die folgende Stunde zu formulieren über
das eigene Lernen nachzudenken und gibt der Stunde einen runden Abschluss.
3.3
Stundenplanung - Verlaufsplanung
Fachliches Stundenziel Die SuS eignen sich Fachwissen über ihren Indianerstamm an,
bzw. Schwerpunktlernziel - indem sie in Einzelarbeit einen Sachtext zu ihrem Indianerstamm lesen,
die Bedeutungen von unbekannten Wörtern klären und Überschriften für die
einzelnen Absätze finden.
- indem sie in Partnerarbeit den Absätzen Bilder zuordnen.
Durchlaufendes
Stundenziel bzw.
Schwerpunktlernziel
Phase/
Bez./
Thema
Uhrzeit
1.
Einstieg
Ca.
5-7
Min.
Die SuS
- trainieren ihre Kooperation untereinander, indem sie in Partnerarbeit
zusammenarbeiten, wobei sie sich auf ein Ergebnis einigen müssen und ihre Arbeit
arbeitsteilig aufteilen.
Lehreraktivitäten / Impulse
- Begrüßung, Info zum Stundenprogramm
- Du lernst heute … jeder zu seinem
Indianerstamm
L. gibt Satzanfänge an der Tafel als
Unterstützung für die SuS vor.
Schülerbezogene
Überlegungen/Schüleraktivitäten
SuS hören zu
Sozialformen /
Medien / Einsatz
der Päd. …..
Tafel:
- Karte von
Nordamerika
SuS sagen ihren Indianerstamm und ihre
Sozialform:
Region, in der sie leben und heften die
Kärtchen mit den Stammesnamen in die - frontal
entsprechende Region auf der
Nordamerikakarte.
Didaktisch-methodischer Kommentar:
- Informierender Einstieg und Lernziele schaffen Handlungs- und Zieltransparenz der Stunde.
- Die Visualisierung der Sozialformen durch Symbole schafft zusätzliche Orientierung für die SuS.
- Das Zuordnen zu den Regionen aktiviert, wiederholt und erinnert die SuS daran, in welcher Region von Nordamerika ihr
Indianerstamm lebt, informiert die SuS über die anderen Stämme und schafft Lernlaune für die Erarbeitungsphase.
Phase/
Bez./
Thema
Uhrzeit
2.
Auftrags
klarheit
Ca.
"Während … den Arbeitsauftrag vorliest,
3 – 5' lesen die anderen auf ihrem Blatt mit."
Lehreraktivitäten / Impulse
"Du hast jetzt 10 Minuten Zeit für die
Einzelarbeit. Ich sage Bescheid, wenn die
Partnerarbeit beginnt. Wer früher fertig ist
bearbeitet die Zusatzaufgabe."
Habt ihr Fragen zu dem Arbeitsauftrag?
Schülerbezogene
Überlegungen/Schüleraktivitäten
Sozialformen /
Medien / Einsatz
der Päd. …..
Austeildienst teilt Text und Arbeitsblatt
aus.
Tafel:
Du Brauchst:
-…
Ein S. liest die Aufgabenstellung vor,
die anderen lesen auf ihrem Blatt leise Sozialform:
- frontal
mit.
SuS stellen Fragen zu dem
Arbeitsauftrag.
Didaktisch-methodischer Kommentar:
- Handlungstransparenz durch Organisations- und Ablaufsklarheit der Arbeitsphase, indem die Aufgabenstellung gemeinsam
gelesen wird.
- Während der Arbeitsphase kann jeder S. auf seinem Aufgabenblatt nachschauen.
6
Phase/
Bez./
Thema
Uhrzeit
3.
Arbeitsphase –
Ca.
20
Min.
Lehreraktivitäten / Impulse
Lehrperson begleitet die SchülerInnen in der
Arbeitsphase, indem sie das Arbeitsverhalten
der SuS beobachtet und sich Notizen macht.
Lehrperson gibt das Signal, wann mit der
Partnerarbeit begonnen werden soll.
Schülerbezogene
Überlegungen/Schüleraktivitäten
Sozialformen /
Medien / Einsatz
der Päd. …..
SuS lesen sich den Text zuerst alleine
durch und vergleichen dann die
Überschriften mit ihrem Partner und
ordnen die Bilder zu.
Medien:
- Arbeitsblätter
- Bilder
Ein S. pro Gruppentisch holt die Arbeitsblätter und Bilder.
Sozialform:
- Partnerarbeit
Didaktisch-methodischer Kommentar:
- Die Arbeit erfolgt erst in Einzelarbeit, in der die SuS den Text lesen und unbekannte Wörter anstreichen.
- Darauf folgt eine Partnerarbeitsphase, in der die SuS ihre Ergebnisse vergleichen, sich auf eine Überschrift einigen und
Bilder zu den Texten zuordnen aufkleben.
- Die SuS arbeiten in den Partnergruppen zu einem bestimmten Indianerstamm, der in der letzten Stunde festgelegt wurde.
- Die Partnerarbeitsphase dient dazu die Kooperation untereinander zu fördern.
Phase/
Bez./
Thema
Uhrzeit
4.
5 - 7'
Ergebnissicherung
Lehreraktivitäten / Impulse
Schülerbezogene
Überlegungen/Schüleraktivitäten
Auswertung der Parnerarbeit im
Tandem:
"Die Gruppen, deren Indianerstamm in SuS vergleichen ihre Ergebnisse mit
der gleichen Region lebt vergleichen
der anderen Gruppe an ihrem
ihre Ergebnisse."
Gruppentisch.
Sozialformen /
Medien / Einsatz
der Päd. …..
Tafel:
- Vergleicht …
Sozialform:
- Tandem
Struktur dazu an der Tafel
Didaktisch-methodischer Kommentar:
- Das gegenseitige Vorstellen der Ergebnisse würdigt die Arbeit der SuS und gibt Gelegenheit sich durch die Ergebnisse der
anderen Gruppe inspirieren zu lassen.
- Durch die Aufträge was verglichen werden soll bekommt die Auswertung im Tandem eine Struktur, an der sich die SuS
orientieren können.
Phase/
Bez./
Thema
Uhrzeit
5.
Feedback
3 -5'
Lehreraktivitäten / Impulse
Schülerbezogene
Überlegungen/Schüleraktivitäten
Die SuS verwenden die begonnen
Feedback mit Satzanfängen und
Begründung:
Satzanfänge und ergänzen sie mit
" Mir hat heute gefallen, dass … weil
ihrer Meinung.
" Mich hat heute gestört, dass … weil
- Lehrperson schreibt mit, um Punkte,
die die Unterrichtsplanung betreffen
berücksichtigen zu können.
Didaktisch-methodischer Kommentar:
- Beim Feedback üben die SuS über ihre heutige Arbeit nachzudenken.
- Der Satzanfang gibt den SuS dabei eine Hilfestellung.
4.
-
Sozialformen /
Medien / Einsatz
der Päd. …..
Tafel:
- Mich hat
Sozialform:
- frontal
Anhang
4.1 Literatur
• Behörde für Bildung und Sport (Hrsg.): Orientierungsrahmen. Qualitätsentwicklung an
Hamburger Schulen. Hamburg: 2006.
• Behörde für Bildung und Sport (Hrsg.): Rahmenplan Sachunterricht. Bildungsplan
Grundschule. Hamburg: 2003.
• Henke-Bockschatz, G. (2004): Nordamerikanische Indianer als Thema im Sachunterricht. In:
Die Grundschulzeitschrift 175/176. S. 6-11.
• Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU): Perspektivrahmen Sachunterricht.
Rieden: Klinkhardt 2002.
• Pädagogik-Kooperative Bremen: Indianerkartei. Unterrichtsmaterial zum Buch von Ursula
Wölfel "Fliegender Stern" 3. bis 6. Klasse.
7
4.2 Analyse des Unterrichtsgegenstandes
Vielfalt: Die Europäer bezeichneten die Bevölkerung, die sie auf dem amerikanischen Kontinent
vorfanden pauschal als "Indianer" und ignorierten dabei die Unterschiede der fremden Kultur.
Heutzutage wird versucht mit Bezeichnungen wie "Native Americans" oder "First Nations" der
kulturellen Vielfalt gerecht zu werden. Um 1500 setzte sich die indigene Bevölkerung
Nordamerikas aus über 250 Stammesverbänden zusammen. Sie gehörten über 60 verschiedenen
Sprachfamilien an, die sich oftmals nicht untereinander verständigen konnten. Nicht nur durch ihre
Sprache, sondern ebenso durch die Art der materiellen Reproduktion unterschieden sich die
Gesellschaften und Völker voneinander, die jeweils stark von den natürlichen Lebensvoraussetzungen z.B. vom Vorkommen bestimmter Tierarten geprägt waren.
Politische und soziale Organisation: Auch Politisch, sozial und kulturellrituell waren die
einzelnen Gruppen sehr unterschiedlich organisiert. Gemeinsam war den Gruppen, dass ihr
sozialer und politischer Zusammenhalt hauptsächlich auf Verwandtschaftsverhältnissen beruhte.
Territorialstaatsähnliche politische Gebilde waren nur punktuell und ansatzweise vorhanden.
Religion: Im religiösen Leben der Indianer spielte die Vorstellung eine zentrale Rolle, dass die
Phänomene der Natur von einer magischen Lebenskraft durchdrungen seien und sich in Form von
Schutzgeistern zeigten. In diesem Zusammenhang haben auch die so genannten Medizinmänner
für die jeweiligen Völker eine große Bedeutung, die einen oder mehrere Schutzgeister für sich
beanspruchen konnten.
Frauen und Männer: Die Rollenzuteilung zwischen den Geschlechtern war sehr eindeutig verteilt.
Die Männer waren für Jagd und Krieg verantwortlich, wofür sie oft wochenlang nicht zu Hause
waren. Die Frauen hingegen haben die Verantwortung für Ernährungs- und Haushaltsarbeiten
übernommen. Mit der Heirat schlossen sich die Männer vielerorts dem Haushalt der Frau an.
Einfluss der Siedler / Konflikte mit den Siedlern: Zum Alltag gehörten kriegerische
Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen, die sich auch nicht änderten als die Europäer in
die Gebiete vordrangen. Manche Gruppen versuchten sogar durch ein Bündnis mit Engländern,
Franzosen oder Spaniern, die in Konkurrenz um die Vormachtstellung in der "Neuen Welt"
standen, feindlichen Gruppierungen zu schaden. Die weißen Siedler nahmen erheblichen Einfluss
auf die indigenen Gesellschaften, deren Lebensverhältnisse sich innerhalb kurzer Zeit fundamental
veränderten. Neben gewalttätigen Auseinandersetzungen trugen vor allem Krankheiten zu einer
drastischen Reduzierung der indigenen Bevölkerung bei. Parallel zu ihrer ökonomischen und
materiellen Durchdringung und Aufweichung wurden die indigenen Gesellschaften Ziel christlicher
Missionare. Während des 18. und 19. Jahrhunderts wurden die indigenen Völker nach und nach
ihres bisherigen Lebensraumes beraubt und in Reservate abgedrängt. Bis zur Mitte des 19.
Jahrhunderts beispielsweise waren die Indianer bis auf wenige Ausnahmen aus dem Gebiet
zwischen Mississippi und Atlantik durch zum Teil brutalste Zwangsumsiedlungen vertrieben
worden.4
4
Vgl. Henke-Bockschatz, G. (2004): Nordamerikanische Indianer als Thema im Sachunterricht. In: Die
Grundschulzeitschrift 175/176. S. 6-11.
8
Tafelbild
Wir machen heute:
1. Wo liegt unser Indianer
stamm in Nordamerika
2. Unser Indianerstamm EA
3. Unser Indianerstamm PA
4. Vergleich mit der
Tischgruppe
5. Feedback
Die nordamerikanischen Indianer
Du lernst heute:
Unser Indianerstamm in Nordamerika
Ich gehöre zum Stamm der …
und lebe in …
Wortexperten pro Tischgruppe:
Milena, Tim, Jan, Navid (Adnan), Yevgeni
(Melissa), Lena
- wo und worin die Indianer deines
Stammes gewohnt haben.
- wovon sie sich ernährt haben.
- wie sie sich gekleidet haben.
- was sie gejagt haben.
- was das Besondere an ihnen war.
Vergleichen der Ergebnisse mit
dem anderen Indianerstamm:
Feedback:
Mir hat heute gefallen, dass … weil
Vergleicht …
- … eure Überschriften und
begründet warum ihr diese gewählt
habt.
- die Zuordnung der Bilder.
Mich hat heute gestört, dass … weil
Ich nehme mir vor …
9
10