innung - Der Wirtschaftsverlag

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innung - Der Wirtschaftsverlag
innung
1. österreichischer Photovoltaik-Kongress
Am 25. und 26. März besuchte ich den von der PV Austria und
dem Wirtschaftsverlag organisierten PV-Kongress. Dafür möchte
ich ein Dankeschön an die Organisatoren aussprechen. Für die
Zukunft wünsche ich mir allerdings, dass nicht nur über nicht vorhandene bzw. ständig wechselnde Fördertöpfe gejammert wird.
Von LIM Josef Witke
U
mwelt-Minister Berlakovich hat bei seinem Auftritt
zwar ein Loblied auf die
Photovoltaik gesungen und fördert sie auch im Rahmen seiner
Möglichkeit – gerade für unseren
Fall ist er jedoch als Lobbyist
ohne große Wirkung zu bezeichnen. Das Geld sitzt nämlich im
Wirtschaftsministerium
und
dort gibt es nur sehr begrenzte
Mitteln für die Photovoltaik.
Trotz des Einsatzes von Berlakovich bleibt Österreich daher das
Schlusslicht der Welt in Sachen
Strom aus der Sonne.
Woher das wohl kommt?
Wer sind die Verursacher? Ich
denke, es gibt eine ganz einfache
Antwort. Leider ist dies im PVKongress nicht herausgearbeitet
worden.
War es Feigheit vor dem Feind
oder waren die Feinde zu feige
für eine Konfrontation? So wie
ich Hans Kronberger kenne, war
es eher Zweiteres. Da eine Konfrontation nicht möglich war,
versuche ich auf diesem Wege
eine anzuzetteln.
Zurzeit glauben alle, der Wirtschaftsminister sei der Verhinderer. Dies stimmt auch in aller
letzter Instanz. Denn er wird
von Lobbyisten zu dieser Meinung getrieben. Daher ist ihm
vorzuwerfen, dass er sich einseitig informieren lässt und Dinge
nachspricht, ohne sich selbst ein
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Gesamtbild aus einer Komplettinformation zu bilden.
Wer sind nun diese Lobbyisten? Ich bin mir nicht sicher,
alle aufzählen zu können. Bei
einigen ist jedoch klar, dass sie
kein Interesse an teuerem, umweltfreundlichem Strom haben.
Bei anderen bin ich mir sicher,
dass sie keinen Stromlieferanten
aus der Steckdose gebrauchen
können.
Da ist einmal die energiefressende Industrie. Bei ihr ist die
teurere Energie mit den Zielen
nicht vereinbar – und damit ein
Dorn im Auge. Sie hat einen
wortgewaltigen Mitkämpfer, die
E-Control, die bei allen diesen
Entscheidungen kräftig an den
Rädchen drehen kann – mit
spürbaren Auswirkungen.
Dann haben jene, die gewohnt
sind, dass Strom nur vom Kraftwerk zur Steckdose fließt, den
Kopf jahrelang in den Sand gesteckt und ihre Netze in keinster
Weise für einen Gegenverkehr
geplant bzw. umgerüstet. Sie beginnen erst heute nachzudenken,
wo der Schuh drücken könnte.
Erster Ansatz dazu: smart-metering bzw. smart-grid.
Das ist aber wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn
das Problem ist die Niederspannungsebene aus der es zur Zeit
kein zurück in die Mittelspannungsebene und schon gar nicht
in die Weitverkehrsebene gibt.
Denn Trafos haben eine Verlustleistung und somit kein richtiges
Übersetzungsverhältnis in zwei
Richtungen.
Abgesehen davon wird die
Einphaseneinspeisung zum Problem, da ja niemand weiß, wer
wie viel in welche Phase einspeist. Wer steuert die? Wer verbraucht die Überschussenergie
in der Niederspannungsebene
im günstigsten Fall? Wer schaltet in ungünstigsten Fall wen ab?
Wo sind hier die Spezialisten,
die darüber nachdenken? Wo
ist die Industrie, die hier neue
Wege bereitet?
In Deutschland wird für eigen
verbrauchte Energie bereits gezahlt – ist zwar schön, aber nicht
der richtige Weg!
Nur ein zweiwegtaugliches
Netz von der Steckdose bis zur
Weitverkehrleitung und zum
Kraftwerk und die dazu nötige
Gesamterfassung des Netzzustandes zu jedem Zeitpunkt an
jedem Ort und die dazu nötige
Regelung kann dieses Problem
der erneuerbaren Energie wirklich lösen.
Das müssen unser Finanzminister und unser Wirtschaftsminister endlich begreifen, Order
an die E-Wirtschaft geben und
gleichzeitig in die Fördertöpfe
greifen. Dann sind wir auf einige
Jahrzehnte die Arbeitslosigkeit
Räsoniert über die Verhinderer
der Photovoltaik-Technik: LIM
Josef Witke
los und die Wirtschaft braucht
sich über Konjunktur keinen
Kopf zerbrechen.
Denn mit etwas mehr Hirnschmalz und etwas mehr Patriotismus könnte Österreich wieder zum Vorzeigeland Europas
werden und eine, wie es so im
Volksmund einmal hieß, Insel
der Seligen werden, wo Milch
und Honig fließt und jeder seiner
Arbeit nachgehen kann. Denn
ohne Strom geht heute nichts
– und schon gar nicht morgen.
Die Banken sollten Geld vernünftig investieren – nämlich
zukunftsorientiert im Lande,
zum Wohle unserer Kaufkraft.
„Die EVU sollen nicht mehr in
anderen Ländern Geld verplanen. Man kann in Österreich
sinnvoll und kalkulierbar in
Photovoltaik investieren“, lautet ein richtiges Zitat aus dem
PV-Kongress.
Also Kollegen, beginnt zu lernen: weg vom Gipser, Stemmer
und Rohrverleger hin zum Elektrotechniker der Zukunft. Steuern, Regeln, Schalten, Denken
und Lenken sind die Aufgabengebiete von morgen!
Eigentlich wäre ich ja schon
pensionsberechtigt und sollte
die Jungen solche Dinge denken lassen. Es scheint jedoch,
dass dies zur Zeit von ganz oben
aus Profitgier nicht erwünscht
ist und es sich nur noch wenige
Alte erlauben dürfen, in die Zukunft zu sehen bzw. zu denken.
Denn sie sind weder abhängig
noch weisungsgebunden und
auch von keinen Quartalbudgets
gesteuert.
Ich hoffe, dass diesen Beitrag
die Richtigen lesen und ich zum
Nachdenken anregen konnte.
Elektrojournal 5/2010
Fotos: Archiv
Die Verhinderer
des Sonnenstroms
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innung
Ehrung langjähriger Mitarbeiter
Bis zu 45 Jahre
im Unternehmen
E
s ist zwar eine sich jährlich wiederholende, aber
dennoch nicht langweilige
Tätigkeit für den Landesinnungsmeister und ein besonderer Tag für viele Mitarbeiter von
Wiener Elektrounternehmen:
die Ehrung für ihre langjährige
Zugehörigkeit zu ihrem Unternehmen.
Heuer gab es besonders viele
Besucher und der Platz im
„s‘Pfiff“ in Döbling wurde – vor
allem durch Unangemeldete zu
Ehrende – ziemlich knapp.
15 Jahre
Karin Brezlanovits, Michael
Letuha (GESIG), Peter Darnadi (Ing. Leopold Schmid e.U.),
Rene Hoffmann (Johann Lustig), Michael Kanda, Dragan
Krizanac (Ing. Seipelt), Roland
Kerber, Christian Martinek, Sevdan Miftaroski (Elektro-Brunelik, Inh. Alfred Fiala e.U.),
Ing. Thomas Kern (A.A.A. 3
Ampere-Aqua-Art,
Elektro-,
Gas-, Wasser-, HeizungsinstallationsgesmbH), Alfred Kopal, Marijan Kopic (Elektro
Weihs), Heinz Mader (Mader),
Juso Marhosevic (Ing. Rudolf
Mayer e.U.), Velisa Milosevic
(Pokorny), Zdzislaw Musialski
(Walter Tatzer), Herbert Riegler, Wolfgang Schmidt (Bruno
Eder), Enver Salkovic (Eltech
Elektroinstallationen), Thomas
Schewzik (Harlander Erich)
Fotos: Redaktion
30 Jahre
Franz Jirkal (Ing. Seipelt),
Günter
Lehejcek
(Elektro
Weihs), Alfred Madelmayer
(GESIG), Herbert Schweyer
(Bruno Eder), Veronika Springinklee (Bethmann Blitzschutz)
35 Jahre
Kiffel Leopold (Kapeller
Rudolf), Jovan Masek (Hraby
Raimund), Brigitte Rohringer
(Mader)
40 Jahre
Alois Keiblinger (Kapeller
Rudolf),
45 Jahre
Peter Dokoupil (Roland Ruso,
vormals Hans Oswald)
20 Jahre
Zlatko Bogoevski, Andreas Knopf, Verka Krstevska
(Richard Lesonitzky), Antonio Castiello (Elektro Weihs),
Christian Dorn (Elektro-Brunelik, Inh. Alfred Fiala e.U.), Dragan Jerkovic (Mader), Tadeusz
Kielbasa (Voglhuber Walter),
Ludwig Kieser (August Weisgram), Christian Kuntscher,
Herbert Springer, Hans Steiner,
Ing. Gerald Thürauer (GESIG),
Nikola Nemec-Witke, Karl
Vondrlik, Ing. Kathrin Witke
(Ing. Josef Witke), Walter
Puchas (Gaswarn- und Steueranlagen HandelsgesmbH), Mario Reichenhauser (Bethmann
Blitzschutz), Martin Vertesich
(Johann Lustig), Daniel Visan
(Ing. Seipelt), Josefine Wachtler (Ing. Leopold Schmid e.U.)
25 Jahre
Lazar Filipov (Pokorny), Rajko Jazarevic, Engelbert Leirer
(Richard Lesonitzky), Jaime
Jimenez, Walter Schwarz, Thomas Ulrich (GESIG), Thomas
Rohringer (Mader), Josef Pajtas (Rolf Wöhry), Ing. Andreas
Schmid (Ing. Leopold Schmid
e.U.), Robert Sladek (Walter
Tatzer), Wolfgang Stefan (Ing.
Stellvertretend für alle geehrten Mitarbeiter stellten sich jene
mit 40 und 45 Jahren dem Elektrojournal-Fotografen (v.l): LIM
Josef Witke, Alois Keiblinger, Innungs-GF Ernst Matzke, Peter
Dokoupil und LIM-Stv. Walter Tatzer
Elektrojournal 5/2010
Seipelt), Hajrush Zeqiri (August Weisgram),
Neues Technikzentrum für „AuS“
– Arbeiten unter Spannung
Über 500 Seminar-Teilnehmer konnte das KFE (Kuratorium für Elektrotechnik) im
letzten Jahr verzeichnen.
Für das Modul 3 „Arbeiten
unter Spannung“ wurde im
Februar 2010 ein spezielles
Trainingscenter im Gewerbehaus in Wien eröffnet.
Die Vorgaben der ÖVE EN
50110 bezüglich der Arbeitsverfahren für Arbeiten unter
Spannung (AuS) und dem
Umgang mit den Gefahren
des elektrischen Stroms können dank entsprechender Arbeitsmittel und persönlicher
schutzausrüstung praxisnah
vermittelt werden.
Im April stand unter der
Leitung von Werner Gruber
und Gerald Junker erstmals
ein KFE-Seminar auf dem Programm. Dabei erlernten die
teilnehmer die notwendigen
Grundlagen und Kenntnisse
zu der in der ÖVE EN 50110,
Abschnitt 6.3.2. geforderten
Spezialausbildung, die mit
einem Qualitätsnachweis in
Form einer Zertifikatsprüfung
abgeschlossen wurde.
Im neuen „AuS“-Trainingscenter lernen
Elektrotechniker die Gefahren bei Arbeiten
unter Spannung kennen und wie Verletzungen bei Lichtbögen vermieden werden
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Elektrojournal 5/2010
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Salzburger Innungen: Die Handwerker proben den Aufstand
Fotos: Innung Salburg
Für 1.700 Betriebe und 18.000 Mitarbeitern kämpft die neue ARGE Handwerk um faire
Chancen und gegen die Generalunternehmer-Vergabepraxis bei öffentlichen Aufträgen
Konkreter Anlassfall für die Gründung
des neuen Vereins ARGE Handwerk
waren Probleme für mittelständische Betriebe bei der Ausschreibung des Neubaus
„Salzburger Messezentrum“. Um dort den
– zu spät ausgeschriebenen – Bau nicht zu
verzögern, hatte man eine Beeinspruchung
zurückgezogen, aber dafür einen Forderungskatalog über die Medien der Öffentlichkeit vorgestellt.
So berichteten unter anderem der ORF
in Salzburg heute und die Salzburger Nachrichten davon, dass die heimische Politik
die Pflicht haben sollte, dafür zu sorgen,
dass möglichst viel Steuergeld im Land
bleiben sollte – was auch bei Einhaltung
der Vergabevorschriften möglich sei.
Federführend bei der Vereinsgründung
waren Funktionäre der Salzburger Elektroinnung, unter anderem LIM Gottfried
Grundler, die LIM-Stv. Georg Pötzelsberger und Michael Brettfeld, Christoph
Schartner, Thomas Markl, Kurt Schilchegger, Peter Wagner, Andreas Aberger
sowie Johannes Trinka. Getragen wird die
Elektrojournal 5/2010
Vereinsidee aber auch von der Salzburger
Metallinnung mit LIM Ekkehardt Lang
und Michael Herbst, sowie LIM Theodor
Seebacher von der Sanitär/HLK-Innung.
Hier die Forderungspunkte der Arge
Handwerk an die Politik und die Administration im öffentlichen Bauwesen:
• KMU-orientierte Vergabegrundsätze
• Grundsätzlicher Verzicht auf Vergaben
an Generalunternehmer, Generalübernehmer oder Totalübernehmer
• Für GU-Ausnahmefälle: Zwingende und
verbindliche Bekanntgabe der Subunternehmer bei Anbotsvergabe
Federführend bei der
Gründung des Vereins
ARGE Handwerk waren
Vertreter der Elektroinnung. Mit Sanitär/HLK und
Metall sind zwei weitere
Innungen bereits dabei.
Das Baunebengewerbe und
die Dachdecker haben ihr
Interesse bekundet
• Verzicht auf funktionale Ausschreibungen
• Keine Pauschalvergaben der öffentlichen Hand
• Verbindlichkeit der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der WKO
• Vergabe nach dem Bestbieterprinzip
• Öffentliche Ausschreibungen müssen
kostenlos für alle Interessenten erhältlich sein
• Ombudsmann für den Fall von „Regelwidrigkeiten
Das Elektrojournal wird dieses Thema in
den nächsten Ausgaben weiter verfolgen.
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innung
bur g enland
bund esinnun g
Normenspezialist Dieter Umlauft:
70 Jahre und kein bisschen müde
Dieter Umlauft – er ist seit
viele Jahren im Sinne von
Praktikern im internationalen Normenbereich tätig
Fragen im VEÖ antrat.
Im Zuge der dazugehörigen
Betreuung von zahlreichen
betriebsorientierten Fachausschüssen, wird er zunehmend
auch bald mit Fragen der Standardisierung befasst und damit
nach und nach auch in die
Tätigkeit verschiedener Ausschüsse des OVE und des ON
eingebunden.
Mit dem ihm gegebenen hohen Fleiß und großer Zähigkeit
vertrat er seine Standpunkte in
den verschiedenen Normenausschüssen, wobei er sich immer als Interessenvertreter des
Anwenders sah und verdiente
sich seine weiteren Sporen im
Zuge seiner Zusammenarbeit
mit verschiedenen Größen
der österreichischen Elektrotechnik – Prof. Gottfried Biegelmeier und Dr. Franz Taubenkorb vom seien an dieser
Stelle auszugsweise angeführt.
Aufgrund seines hohen Ansehens als sehr kritischer aber
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immer konstruktiver Mitarbeiter wird er zusehends mehr und
mehr mit der Verfassung technischer Richtlinien und Normen betraut. Der sogenannte
„Umlauft-Faktor“ war geboren,
den jede Norm bestehen muss.
Dieser Prüfstand für Regelwerke mit seinen exakten Formulierungen, die nicht anders
interpretierbar sein dürfen,
zieht sich wie ein roter Faden
– manchmal auch als schwarzer Balken – durch sämtliche
Werke Umlaufts. Von der
Bundeseinheitlichen TAEV
beginnend bis hin zum Merkblatt für die etappenweise Umsetzung der Schutzmaßnahme
Nullung ist seine Handschrift
unverkennbar und sein Wissensschatz unverzichtbar.
Bis zu seiner Pensionierung
war Umlauft Mitarbeiter und
Bereichsleiter im VEÖ, zuständig für die Herausgabe der
TAEV und TOR, langjähriger
Mitarbeiter und bis Ende 2006
stellvertretender Vorsitzender
im TK E des OVE, Mitarbeit
bei der IEC-Arbeitsgruppe
TC64/MT3 und CENELECTC64.
Mit diesen Worten möchten wir auf einen langjährigen,
treuen, für uns in der EU und
in Österreich kämpfenden
Normenguru, nämlich unseren Freund Dieter Umlauft,
aufmerksam machen, der seit
Jahrzehnten für unser Gewerbe
unentgeltlich im Hintergrund
gearbeitet hat und noch immer
arbeitet. Für diese Treue und
seine aufopfernde Mitarbeit
möchten wir uns im Namen
aller österreichischen Elektroinnungen und aller Elektrotechniker recht herzlich
bedanken und wünschen ihm
noch viele weitere erfolgreiche
Jahre in körperlicher und geistiger Gesundheit im Umfeld
seiner Familie.
Jo Witke
Waren zufrieden mit den Leistungen beim Wettbewerb (v.l.): LIM
Stefan Pavisitz, WK-Vizepräsident Stefan Balaskovics, LAbg. Andrea Gottweis, Zweitplatzierter Thomas Nemeth, Sieger Matthias
Graf, Dritter Anton Bachmaier, Berufsschuldirektor Werner Racz,
und Landesschulinspektor Friedrich Luisser
Lehrlingswettbewerb 2010
Eine Lehrlingsshow
für den Nachwuchs
Bessere Öffentlichkeitswirkung durch gleichzeitige Veranstaltung in vier Berufsschulen
A
uch heuer fand der Landeslehrlingswettbewerb
der Elektrotechniker im
Rahmen der Burgenländischen
Lehrlingsshow in der Berufsschule Oberwart statt.
An dieser Lehrlingsshow nehmen in den vier Berufsschulen
des Landes insgesamt 16 Berufe
mit über 170 Lehrlingen teil.
Ziel ist eine erhöhte Öffentlichkeitswirkung durch die gemeinsame Durchführung aller Lehrlingswettbewerbe am gleichen
Tag. Der Erfolg blieb auch heuer
nicht aus. Ganze Schulklassen,
aber auch Eltern und vor allem
die Medien besuchten zahlreich
die Lehrlingsshow in den Berufs-
schulen, um sich über die einzelnen Berufe zu informieren.
Bei den Elektrotechnikern
stellten sich drei Lehrlinge stellten sich den strengen Augen der
Jury und erhielten nach vierstündiger konzentrierter Arbeit
den Lohn dafür.
Sieger wurde Matthias Graf
(Lehrbetrieb Grafl & Vass,
Mattersburg) vor Thomas Nemeth (Lehrbetrieb Expert Pinetz GmbH, Neusiedl/See) und
Anton Bachmaier (Lehrbetrieb
DI Radics GesmbH, Eisenstadt).
Fotos: Archiv, Innung Burgenland
1940 in Leipzig geboren,
kehrte Dipl.-Ing. Umlauft
nach Absolvierung seiner Ausbildung und ersten praktischen
Erfahrungen auf dem Gebiet
der Netzwerksplanung in seine eigentliche Heimat, nach
Österreich, zurück, wo er 1975
seine Tätigkeit als technischer
Referent für energietechnische
Namensgleich, aber nicht
verwandt: Burgenlands Wirtschaftskammer-Präsident
Peter Nemeth mit dem Zweitplatzierten Thomas Nemeth
Elektrojournal 5/2010
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innung
stei erma rk
ti r ol
In memoriam Helmut Lentner
Fünf neue Minerva-Fernseher und Servicemodule: Dank der
Sponsoren Robust Electronic (Minerva) und Postsparkasse
können die zukünftigen Kommunikationselektroniker an der
Berufsschule Eibiswald an den neuesten Fernsehgeräten ausgebildet werden
Über 10.000 Euro gesponsert
Für eine Ausbildung
am neuesten Stand
Minerva FullHD-Fernseher für den steirischen
Kommunikationselektroniker-Nachwuchs
Fotos: Archiv, Innung Steiermark
I
m Dezember 2008 unterstützte Minerva erstmals die
Berufsschule in Eibiswald
mit modernen Flat-TV. Jetzt
konnte Berufsgruppenobmann
und LIM-Stv. Franz Kranycan
eine weitere großartige Hilfe für
die Ausbildung der Audio- und
Videoelektroniker vermelden:
„Dank einer Spende von Postsparkasse und Robust-Electronic
konnten jetzt fünf MinervaFernseher der neuesten Generation inklusive Ersatzkomponenten angeschafft werden.“
Dank des großzügigen Sponsorings im Wert von mehr als
10.000 Euro ist
die Berufsschule
in Eibiswald nun
für die kommenden Aufgaben im
Bereich der FlatTV-Schulung der
Lehrlinge bestens
gerüstet. Vom DisElektrojournal 5/2010
playtausch bis zum Einspielen
neuer Software kann nun alles
simuliert werden. Die Übergabe
der modernen Minerva FullHDFernseher durch PSK-Bankberater Stefan Mayer an den Berufsschuldirektor der LBS Eibiswald
Wolfgang Schwarzl erfolgte vor
kurzem im Beisein der Fachlehrer für Kommunkationstechnik
und BGO Franz Kranycan.
Die in Österreich entwickelten Minerva LCD-Fernseher
verbinden hochwertiges Design
mit exzellenter 100-Hz-Technik. Ausgestattet sind die Geräte mit integrierten Tunern für
DVB-C, DVB-T
sowie DVB-S/S2
inklusive zweier
Common Interfaces. Für Programmaufzeichnungen steht eine
500-GB-Festplatte zur Verfügung.
Knapp bevor die finanziellen Probleme
seines Elektrounternehmens positiv abgeschlossen worden
wären, ist der Tiroler
Elektrounternehmer
und Bildungsreferent
der Tiroler Innung der
Elektro-, Gebäude-,
Alarm- und Kommunikationstechniker
Helmut Lentner am
23. März 2010 im 45.
Lebensjahr
überraschend verstorben.
„Mit Helmut verliert die Innung einen
engagierten und weit
über die Landesgrenzen hinaus geschätzten Funktionär,
der sich mit großem persönlichem Einsatz für den Berufsnachwuchs eingesetzt hat.
Stets offen für den Einsatz in
der Berufsgemeinschaft, persönlich ein Elektrotechniker
mit großem Fachwissen wird
uns Helmut Lentner immer in
Erinnerung bleiben“, betont
der Tiroler LIM Gerald Prinz
in seinem Nachruf.
Unser Mitgefühl gilt jedoch
vor allem seiner Familie.
Helmut Lentner wurde
2004 in die Prüfungskommission für die Lehrabschlussprüfung und 2005 in den
Landesinnungsausschuss berufen. Mit seiner Berufung in
den Landesinnungsausschuss
übernahm er auch die Funktion des Bildungsreferenten für
Tirol. Damit wurde er auch
Mitglied im Arbeitskreis Ausund Weiterbildung der Bundesinnung. Dort schätzte man
nicht nur sein Engagement
bei der Ausarbeitung der modularen Lehre als profunder
Fachmann auf dem Gebiet
der Lehrlingsausbildung sondern auch seine Offenheit gegenüber anderen Meinungen.
Nach dem Ausscheiden von
Bundeslehrlingswart Josef Pogatschnig war Helmut Lent-
ner für die kommende Funktionsperiode bereits als sein
Nachfolger vorgesehen. Auch
für den nächsten BundesLehrlingswettbewerb im Oktober in Tirol hatte er bereits
einiges in die Wege geleitet.
Helmut Lentner setzte sich
aber nicht nur für „seine“
Elektrotechniker ein. Er war
vor allem ein Mensch mit viel
Gespür und Hilfsbereitschaft,
wenn jemand Probleme hatte.
Die Redaktion des Elektrojournals lernte ihn auch als einen
Menschen mit Handschlagqualität kennen.
Leider hatte ihm und seinem
Familienunternehmen die Rezession des letzten Jahres zugesetzt.
Knapp bevor er, unterstützt
auch durch den Masseverwalter,
die Firma retten konnte – auf
der Fahrt zur letzten Unterschrift bei der Bank – machte
sein Herz nicht mehr mit.
Damit steht derzeit auch seine Familie vor dem Nichts. Um
hier – abgesehen vom menschlichen Leid – über die erste Not
hinwegzuhelfen, hat die Tiroler
Innung ein Spendenkonto eröffnet: Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV), BLZ 16450, Konto-Nr. 845 200 815.
Wolfgang Sedlak
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innung
ni ederö sterre ich
Der Tag des High-Tec-Lehrlings
Und wieder
war’s knapp
Am Tag des High-Tec-Lehrlings suchten auch die
Elektroinstallationstechniker den besten Nachwuchs. Zehn junge Techniker zeigten im WIFI St.
Pölten ihr ausgezeichnetes Wissen und Können.
Zeitgleich konnten sich Lehrstellensuchende
viele Infos holen
Landesbester Elektroinstallationstechniker in Niederösterreich wurde Markus Gschwandegger (links) vor
­Dominik Zuschmann (Mitte) und Martin Mörwald. Flankiert werden die Gewinner von Karl Oberklammer (links),
der nach 2009 dank „seinem“ Markus auch heuer wieder
zum besten niederösterreichischen Ausbildungsbetrieb
avancierte (links) und Lehrlingswart Karl Mayerhofer
punkt Prozessleit- und
Bustechnik
wurden
auch heuer nur jene
ls Vertreterin der
Lehrlinge eingeladen,
Sparte Gewerbe
die auch in der Schule
brachte es Resehr gute Leistungen
nate Scheichelbauer
boten.
bei der Siegerehrung
Schlussendlich
auf den Punkt: „Dank
waren es folgende
dualem System und
Teilnehmer, darunter
der Zusammenarbeit
auch eine junge Elekvon Unternehmen und
trotechnikerin,
die
Schule hat die Ausbilpraktische und theodung unserer Lehrlinge
retische Aufgaben zu
eine hohe Qualität.
lösen hatten:
Das hat sich bei diesen
Markus GschwanWettkämpfen wieder Die von den Lehrlingen installierte Anlage sollte na- degger (Elektro Obergezeigt.“
türlich nicht nur schön aussehen, sondern musste klammer, 3340 WaidAm Tag der High- auch in allen verlangten Funktionen entsprechen
hofen/Ybbs), Nicole
Tec-Lehrlinge gab es
Gugerel (EVN, 2130
aber nicht nur Lehrlingswett- kationstechnik, Elektronik, Me- Mistelbach), Manuel Kloibhobewerbe sondern auch eine chatronik, Oberflächentechnik, fer (Elektro Landsteiner, 3300
große Berufsinfo in elf Berufen: KFZ-Technik, Spengler sowie Amstetten), Martin Mörwald
Schlosser,
Schmiedetechnik, Sanitär- und Klimatechnik.
(Elektro Honeder, 3571 Gars am
Fahrzeugbautechnik, ElektroinZum Wettbewerb Elektroin- Kamp), Christian Petz (Elekstallationstechnik, Kommuni- stallationstechnik mit Schwer- tro Riegler, 2851 Krumbach),
A
Roman Purer (EVN, 3100 St.
Pölten), Peter Reiter und Markus Ringseis (beide Elektro
Gottwald, 3390 Melk), Michael Würrer (EVN, 2232 Deutsch
Wagram) sowie Dominik Zuschmann (Raiffeisen Lagerhaus,
2130 Mistelbach).
Und diese Aufgaben galt es in
eineinhalb Tagen zu lösen:
1. Aufbau einer Montagewand
und Bestückung mit Verteiler, Kanal, Rohren, Schalter
und Steckdosen laut Plan
nach den einschlägigen
Vorschriften, wobei die Jury
besonderes Augenmerk auf
die Maßgenauigkeit legte.
2. Verdrahtung und Schaltung einer Motorsteuerung
anhand eines Schaltplans
mit Tastern, Meldeleuchten sowie WC-Lüfter mit
Nachlauf
3. Programmieren
einer
Moeller easy-Steuerung
Fotos: Redaktion, Likas Dienstbier
Zehn junge Elektroinstallationstechniker nahmen am Lehrlingswettbewerb 2010 in St. Pölten teil (links). Zufrieden war auch die
Jury, angeführt von Lehrlingswart Karl Mayerhofer (Mitte). Erstmals nahm mit Nicole Gugerel auch eine junge Dame am Wettkampf
teil. Sie ließ sich von der Phalanx der männlichen Kollegen nicht unterkriegen (rechts)
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INSTA
Elektrojournal 5/2010
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innung
Links: Auch Berufsschuldirektor Werner Klaus konnte sich
über die Leistungen seiner
Schützlinge freuen
Der Drehstrommotor musste
über eine CEE-Steckvorrichtung
im Rechtslauf angeschlossen
werden. Bei Betätigen eines NotAus-Tasters musste der Motor
sofort ausgeschalten werden. Der
Zustand der Steuerung wurde über
drei Meldeleuchten angezeigt.
Die Anzeige des WC-Lüfters
erfolgte mit einer, an eine Steckdose gesteckte Lampe. Der Lüfter
musste etwa 60 Sekunden nach
Einschalten des Lichtes beginnen
und sollte – eingestellt per Nachlaufrelais – nach Abschalten des
Lichts rund 30 Sekunden nachlaufen.
Inf o s i m Inte rn et
www.metalllehrling.at
Zufrieden stellten sich nach der Siegerehrung nicht nur die drei
Erstplatzierten den Fotografen. Zufrieden waren die Verantwortlichen nämlich auch mit den Leistungen jener sieben Nachwuchstechniker, die keinen Stockerlplatz geschafft haben
KNX-Schulprojekt – von den Lehrlingen perfekt präsentiert
Die Neugestaltung eines Klassenzimmers der LBS Stockerau mit KNX war Praxisaufgabe für die 4 ES 3. Die Planung wurde ausgezeichnet durchgeführt und an der öffentlichen Projektpräsentation könnten sich viele Erwachsene ein Beispiel nehmen
dabei, dass sie nicht nur im fachlichen eine
gute Ausbildung genossen hatten, sondern
auch gelernt haben, wie man sich bzw. ein
Projekt präsentiert.
Aufgelockert in drei Teams, mit unterschiedlichen Vortragenden, animierten
Powerpoint-Präsentationen inklusive konkreten Hinweisen auf den Bildern (siehe
Bild rechts Mitte), 2D- und 3D-Filmen,
berichteten sie über das Projekt und die
Ergebnisse der letzten zehn Wochen.
Infos im Inte rne t
www.lbs1.blogspot.com
Fotos: Redaktion
Gleich vorweg: Über das Projekt werden
wir in einer der nächsten ElektrojournalAusgaben berichten. Hier soll nur einmal
das Projekt gestreift und vor allem die Präsentation hervorgehoben werden. Berufsschuldirektor Werner Klaus war an diesem
Tag nur eine Randperson – die sich allerding sehr über das gute Feedback freute.
Der Tag gehörte der Klasse 4 ES 3 mit
ihrem Klassensprecher David Glinserer,
dem Projektlehrer Karl Gugerell und Klassenvorstand Wolfgang Fechter mit dem
Lehrerteam Leopold Glassl, Anton Kadoun, Waltraud Lintner, Herbert Mahr und
Vera Swoboda. Schüler und Lehrer zeigten
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