Elan 3-2013 - Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg

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Elan 3-2013 - Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg
ELAN
Evangelisch-Lutherische Ansichten und Nachrichten
Zeitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe
• Herbst 2013 •
• Ausgabe 3 / 2013
Landwirtschaft
Fair Trade - Peru
Aus der Landeskirche
Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
pünktlich zum Erntedankfest widmet sich diese
Ausgabe des ELAN insbesondere den unterschiedlichen Prägungen landwirtschaftlicher Betriebe
in unserer Region. Unverkennbar ist die Landwirtschaft in Schaumburg auch ein Kulturträger,
denn das Landschaftsbild ist maßgeblich durch
sie bestimmt – Veränderungen einbegriffen! Der
nur ausschnitthafte Blick auf wenige Bauernhöfe
versteht sich als Beitrag zum besseren Verständnis
der heutigen Situation bäuerlicher Existenz mit ihren
Herausforderungen.
Kritische Beiträge zur Nahrungsmittelerzeugung
sowie zur Gewinnung von Ackerland erinnern an
die Mitverantwortung der Verbraucher für Entwicklungen im Bereich der Nahrungsproduktion.
Aktuelle Zahlen der Welternährungsorganisation
FAO belegen, dass ein Drittel der Nahrungsmittel
auf der Welt weggeworfen werden oder verfaulen.
Ein Hinweis darauf, wie wichtig es ist, unsere Lebensmittel wieder angemessen wert zu schätzen,
was im wahrsten Sinne des Wortes auch mit dem
Preis zu tun hat, den wir bereit sind für Tomaten,
Milch oder Brot zu zahlen. Die Vorstellung des „Tierschutzlabels“ stellt dabei exemplarisch nur eine von
vielen Möglichkeiten dar, wie man als Verbraucher
aktiv mitwirken kann.
Aus christlicher Perspektive wird dieses Thema in
Zusammenhang mit der dem Menschen von Gott
verliehenen Schöpfungsverantwortung betrachtet.
Mit dem Rückblick auf landeskirchliche Veranstaltungen wie den 3. Jahresempfang, das Jahrestreffen
der Gehörlosenseelsorge sowie den „Tag des Gottesdienstes“ soll all denen stellvertretend Dank gesagt
werden, die zum Gelingen beigetragen haben und
die den Einladungen gefolgt sind.
Wir hoffen, dass diese Ausgabe Ihr Interesse weckt
und wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.
Foto: (c) kd
Ulrich Hinz,
Redaktion ELAN
www.LKSL.de
Ulrich Hinz, Karin Droste
Redaktionsteam ELAN
Geistliches Wort
Andacht Erntedank
Lukas 12,16-21
Jesus vertelle en Geschichte: „Dor
was eis en rieken Kierl. Den seine
Koppeln harren en groote Aarn
ebrocht. Un hei leit sick dat dür den
Kopp gahn un sä bi sick sülm: ‚Wat
schall ek bloß maken? Eck hewe
keinen Platz. Wua schall ek bloß all
mien Kurn laaten?’ ‚Teuw!“ sä hei.
‚dat well ek daun: Ek riete miene
Schünens daal un bue doafer gröttere
wier up. Doa kriege ek denn all dat
Kurn ünner Dack un Fack un wat mi
süs noch sau gehürn daat. Un denn
segge ek tau miener Seele: So, nu
sette di tau Ruhe! Et un drink und
holt di munter!’ Awer wat sä Gott tau
ühne: ‚Du Narr! Noch in düsser Nacht
wiered se diene Seele van di föddern.
Un wen werd dat denn taufalln, wast
du doa upespiekert hest?’ Sau gaht
et jeden, de fer sick nich genauch
ekriegen kann un den sien ein un alles
nich de Herrgott is.“
Wi stönnen mit den Kinnern in den
Feele. Et was kort ver der Aarn.
Links en Schlach Weiten, rechts en
Schlach Roggen. De Roggen sau
gaue twintich Zentimeter länger
anse de Weiten. „Wuaher weit de
Weiten eigentliek, dat hei uphüren
mott te wassen?“, frage eine van
den Lüttgen. Ja, doa stahst du denn
un fragest di: Wat schasst du doaup
antern? Ek weit nich mihr wat ek
eantert hewwe. Awer faaken bringet
Kinner einen jo in’t Grübeln: Nich
bloß dat Kuarn, ok de Blaumen un de
Bööme, de Deier un ok de minschliche Liew weit dat, wuaneiern dat hei
uphürn mott te wassen.
Bloß in den minschlichen Koppe doa
het sick de Gedanke faste esettet: Dat
watt wi Minschen anstellt, dat mott
jümmer mihr wassen. Dat Bruttosozialprodukt un de Weltwirtschaft un ok
dat wat wi in der Aarn infeuert, dat
mott jedes Jahr mihr wirn. Wua et de
Bodden is, in den wi dat Kurn saaet,
wua et de Kaahe sind, de wi melket,
oder de Schwiene oder Heuner de wi
meestet: Doa mott jedes Jahr mihr
Erdrach herut kuamen.
Wi giewet üsch nich dormie tefrie
anse dat de Buer in der Bibel daat:
Wi hei siene nien Schüünens trechte
harre, do sä hei tau siener Seele: „So
nu sette di tau Ruhe! Et un drink und
holt di munter!“
Doa hewwe wi keine Tied mihr tau,
denn kuum dat de Schünens fertig
Hartmut Ahrens
sind, bruuke wi all wier gröttere, denn
et mot jo alles jümmer wassen, jümmer mihr und jümmer grötter wiern.
Un et schinnt, als heere de ganze
Minschhaat einen Glooben un de leite
sick in twei Sätzen utdrücken:
1. Dat mott sau sien, dat alles jümmer
grötter wasset.
2. Dat gaht ok.
Awer in der lesten Tied hüre ek
mihr un mihr dat sick Lüe doa ower
Gedanken maaket, wua dat nich en
Irrglooben is. Doa gifft et wecke de
segget: „Wi glööwet nich mihr doran
dat alles wat wi fer Fortschritt hoolt,
doatau deint, dat et usen Kinnern beter gaht“. Annere segget: „Nu hewwe
wi Jahr fer Jahr erliewet, datt alles
jümmer grötter un beter wird, awer
wi wieret nich glücklicher dorbie.“
Oder Minschen fraget: „Wuahen het
üsch dat Ganze ebrocht? Doa hen
dat wi alles in en poar Generationen
upebruuket hewwet, wat eine taun
Lieben bruuket: Dat Öl un dat Gas,
dat Water, un saugar de Tied werd
knappe. Wecke Lüe hewwet gar keine
mihr.“ In der Geschichte van den Buern doa staht an den Enne, dat van
ühne te lest de Seele eföddert werd.
Jesus het dat eis üsch alle efraget:
„Wat helpet et den Minschen, wenn
hei de ganze Welt gewinnt un nimmt
doch Schaden an siener Seele?“
„Wuaher weit de Weiten eigentliek,
dat hei uphüren mott te wassen?“
fraget de Kinner. Wer secht üsch
eigentliek, dat wi uphürn müüt te
wassen? Jümmer mihr, jümmer Grötteret te wollen?
Erntedankfest dat is nich bloß en
Dach an dene wie danken kühnt ver
alles watt e wossen is, et kann ook
en Dach taun Nadenken doa ower
sien, wua wi bi all usen Daun nich
bades kapuut maket : De ganze Welt
un use Seele.
Ihr Hartmut Ahrens
Übersetzung im Internet
3
Tierschutz
Tierschutz: Politik mit dem Einkaufskorb
D
as Thema Tierschutz rückt
immer stärker in den Blick
der Öffentlichkeit, obgleich
Deutschland im internationalen
Vergleich mit die höchsten Tierschutzstandards hat.
Auch innerhalb der evangelischen
Kirche wird das Thema Tierschutz
diskutiert. Dabei tritt die gesellschaftliche Diskrepanz offen zutage:
während einerseits das Tier eine
hochmütig über das Tier zu erheben. Tiere haben unabhängig von
ihrem Nutzwert ihren eigenen Sinn
und Wert. In diesem Kontext ist die
Beauftragung des Menschen zur
Herrschaft über die Tiere und über
die Erde insgesamt (1. Moses 1, 27 f;
Psalm 8, 7-9) zu deuten: eine besondere Verantwortung gegenüber dem
Tier. Dabei sind bei dessen Nutzung
Grenzen zu setzen, ab derer das Tier
im Hinblick auf seine Anpassungsfähigkeit an Haltungsbedingungen
Schmerzen und Leiden empfindet
und sein Wohlbefinden erheblich eingeschränkt wird, was an
physiologischen, pathologischen
und ethologischen Indikatoren zu
messen ist.
Verbraucherverantwortung
Dr. Clemens Dirscherl
EKD-Ratsbeauftragter für Agrarfragen
sehr emotionale Zuwendung erfährt
(„Kuscheltierperspektive“), sucht
man beim Einkauf „sündhaft“ billige Produkte tierischen Ursprungs:
Milch und Molkereierzeugnisse, Eier,
Fleisch und Wurstwaren.
Das Tier als „Mitgeschöpf“
Mensch und Tier verdanken ihre
Lebensmöglichkeiten Gott, dem
Schöpfer und Erhalter. Das schließt
sie zusammen in Abhängigkeit und
Angewiesensein (Psalm 104, 27-30)
und verwehrt den Menschen, sich
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Auch das Verbraucherverhalten
steht beim Tierschutz in christlichethischer Verantwortung. Seit
diesem Jahr kann Tierschutz mit
dem Einkaufskorb betrieben werden. Unter der Lizenzvergabe des
Deutschen Tierschutzbundes ist
ein „Tierschutzlabel“ entwickelt
worden. Ziel ist es, für Fleisch- und
Wurstwaren zunächst von Schweinen und Hähnchen mit einem
blauen Logo für mehr Tierschutz
zu werben. Erhöhte Standards
bei Zucht, Haltung, Transport und
Schlachtung sollen einen Mehrwert
an Tierschutz gewährleisten. Zwar
gibt es bereits heute ein Angebot
am Markt aus ökologischer Haltung
oder von Neuland. Das fristet jedoch mit einem Prozent Marktanteil
ein Nischendasein und ist durch
die höheren Fütterungskosten aus
ökologischem Anbau bis doppelt
so teuer wie marktgängige, konventionelle Ware. Deshalb startet
das Tierschutzlabel als zweistufiges
System mit „Einstiegsstufe“ und
„Premiumstufe“, um einen möglichst
breiten Marktzugang und damit Verbesserung für eine möglichst große
Anzahl von Tieren zu erreichen.
Tierschutzlabel
Konkret betreffen die erhöhten
Tierschutzstandards bei Schweinen
das generelle Verbot des Kupierens
von Schwänzen oder die Kastration
männlicher Ferkel ohne Schmerzausschaltung. Für die Haltung umfassen die Kriterien ein größeres
Platzangebot sowie Strukturen zur
Beschäftigung und zur Ausübung des
arteigenen Verhaltens. Auch für die
Masthühner gibt es entsprechende
Vorgaben. Mit der Premiumstufe sind
noch anspruchsvollere Tierschutzstandards verbunden, welche den
Bewegungsradius, die Ausstattung
der Stallungen und den Tierkomfort
betreffen.
Für die Landwirte sind somit innerhalb der Einstiegs- und erst recht in
der Premiumstufe höhere Anforderungen verbunden: für Investitionen
in die Stallungen sowie arbeitswirtschaftlich mit intensiverer Tierbetreuung. Mit dem Tierschutzlabel
soll der Mehraufwand durch einen
Mehrwert vergütet werden. Damit
steht nun auch der Handel in der Verantwortung, tiergerechtere Haltungsformen am Markt zu platzieren und
den Erzeugern zu bezahlen. Und wir
Verbraucher können an der Fleischtheke Tierschutz konkret praktizieren, statt nur zu diskutieren. Christliche Schöpfungsverantwortung heißt
Verbraucherverantwortung. Wenn
Erzeugnisse mit dem Tierschutzlabel
vermehrt nachgefragt werden, zieht
ein ethisch verantwortlicher Umgang
mit den Tieren auch beim Fleischkonsum in die reale Lebenswirklichkeit
ein.
Dr. Clemens Dirscherl ist Geschäftsführer
des Evangelischen Bauernwerks in Württemberg und EKD-Ratsbeauftragter für
Agrarfragen. Er vertritt die EKD in der
Deutschen Tierschutzkommission und ist
Mitglied im Beirat zum Tierschutzlabel
des Deutschen Tierschutzbundes.
Brot für die Welt
„Mutig gegen den Landraub“
Im argentinischen Chaco machen
skrupellose Vertreter des Agrobusiness den indigenen Völkern
ihr Land streitig. Mit Hilfe moderner Geoinformationssysteme und
engagierter Lobbyarbeit verhilft
die Organisation ASOCIANA den
Indigenen zu ihrem Recht.
„Da! Halt drauf!“, ruft Ana Alvarez
dem Fotografen von der Rückbank
des Kleinflugzeugs aus zu. Der reagiert sofort, zoomt lodernde Flammen und verbrannte Mondlandschaft
heran, drückt ab. Zeitgleich hält Alvarez mithilfe eines GPS-Gerätes die
Koordinaten der Orte fest, an denen
illegal brandgerodet wird.
der Region. Informiert wird auch der
Oberste Gerichtshof, der damals auf
die Verfügung drang – seinerzeit ein
großer Erfolg für ASOCIANA.
Als wäre der Kampf gegen das Agrobusiness nicht schwer genug, müssen
sich die indigenen Völker auch mit
den Kleinbauern auseinandersetzen.
Dabei treffen zwei Welten aufeinander: Die indigenen Völker leben
vom Jagen und Fischen, vom Früchte- und Honigsammeln im Wald. Die
rer Honigsammelstellen, Fisch- und
Jagdgründe fest. Und die Kleinbauern kartographierten jene Gebiete,
die sie bis dahin für ihr Vieh genutzt
hatten.
Das gemeinsame Vorgehen zeitigte
Erfolg: 2007 unterzeichnete der
damalige Gouverneur ein Dekret,
in dem die Übergabe des Landes an
die indigenen Gemeinden und die
Kleinbauern angekündigt wird. Zwar
Mit den kartographierten GPS-Daten
und den Luftaufnahmen sollen dem
Umweltministerium Verstöße gegen
eine einstweilige Verfügung aus
dem Jahr 2008 bewiesen werden.
Diese verbietet jegliche Rodung in
Foto: Florian Kopp
A
na Alvarez, Projektkoordinatorin des „Brot für die
Welt“-Partners ASOCIANA,
einer Organisation der Anglikanischen Kirche, erklärt das Prinzip
der Zerstörung: „Es ist einfach: Sie
roden mit schweren Maschinen,
holen alle wertvollen Hölzer aus
dem Wald und verarbeiten minderwertige zu Kohle.“ Alles Übrige
scharren Bulldozer zu großen Haufen zusammen, Feuer erledigen den
Rest. So wird Platz für Monokulturen wie Soja, Zuckerrohr oder die
ölhaltige Färberdistel geschaffen
– Erzeugnisse, die in den Industrieländern begehrt sind und satte
Gewinne versprechen. Auch Europa
ist ein guter Abnehmer. Hier landet
Soja als Futtermittel in den Trögen
von Schweinen und Rindern – während im argentinischen Chaco jene
hungern, denen das Land eigentlich
gehört: die indigene Bevölkerung.
Sozialarbeiterin Claudia Lungu hilft den Wichi dabei,
ihre Ansprüche geltend zu machen.
Nachkommen europäischer Einwanderer hingegen betreiben extensive
Viehzucht. Ihre Rinder, Ziegen und
Schafe dringen in die Wälder ein und
zerstören die Lebensgrundlage der
Indigenen.
Bereits 2001 nahm ASOCIANA daher
Kontakt mit FUNDAPAZ auf, einem
Partner von „Brot für die Welt“, der
die Kleinbauernfamilien berät. Man
einigte sich darauf, bei der Provinzregierung die Vergabe von Landtiteln
einzufordern. Um zu klären, wer das
Land wie nutzt, hielten die Indigenen
mit GPS-Geräten die Koordinaten ih-
ziert sich sein Nachfolger noch, das
Dekret tatsächlich umzusetzen, doch
scheint eine friedliche Lösung des
Landkonflikts greifbar nah.
(Ingvild Mathe-Anglas)
Was kostet wie viel?
Farbdruck einer Satellitenkarte: € 10,Kosten für eine Busfahrt zur Provinzregierung: € 20,Druck von 200 Broschüren: € 100,Weitere Informationen zu diesem
Projekt finden Sie im Internet unter
www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/
asociana
5
Landwirtschaft
Das stinkt nicht zum Himmel
Auf dem Hof Runge fühlen sich die Schweine wohl
Neugierde herrscht vor in der Familienbucht. Mit sichtlicher Anstrengung stemmt sich ein Ferkel
an der hölzernen Wand hoch und
versucht, Tuchfühlung zu der Kamera aufzunehmen. Den beiden
Säuen, die hier mit ihrem Nachwuchs stehen, ist das herzlich egal
– sie kratzen lieber ausgiebig mit
dem Rücken an der Wand entlang und lassen dazu ein zufriedenes Grunzen ertönen. „Das ist
die Peep-Show für unseren Hof“,
sagt Thilo Runge.
F
reitags, wenn der Laden auf
seinem Bauernhof in Nordsehl geöffnet habe, dann
werde die Familienbucht immer von
Kindern umlagert. Das schaffe Sympathien, meint der Landwirt, und
auch mehr Verständnis für seine
Art der Schweinehaltung. Denn was
Schweinen ansonsten nachgesagt
wird, das trifft auf Runges Hof nicht
zu: auch dicht an der Box stinkt es
nicht zum Himmel.
Ein Mitarbeiter beginne an jedem
Morgen um 3 Uhr damit, die Ställe
auszumisten, erzählt Runge. Frisches Stroh an jedem Tag für die
6
350 Sauen, Eber und Ferkel – das ist
ein kleiner Teil dessen, was Runges
Schweinehaltung zu einer artgerechten macht. Mitglied bei ‚Neuland’ sei
er, berichtet der 48-Jährige weiter.
Das mache seinen Hof aber nicht zu
einem Biohof. Spritzen und Düngen
würde er wie in allen konventionellen
Betrieben. Das Konzept von Neuland
sehe jedoch eine andere Art der Tierhaltung vor. Dazu gehört das frische
Stroh, dazu gehört der Auslauf für die
Schweine, die frei zwischen dem Stall
und einem Plätzchen im Freien wählen können, und dazu gehört auch,
dass das Fleisch, das von seinem Hof
kommt, keine Antibiotika enthält.
Seit 1995 bewirtschaftet er den
Hof gemeinsam mit seiner Frau Katharina, die hier aufgewachsen ist.
Das war nicht immer leicht. Auch
wenn die Gebäude und die Ställe
vorhanden waren und keine der
fünf Schwestern von Katharina Runge den Hof bewirtschaften
wollte, musste
das Paar doch
viel Zeit und
Geld investieren. Manches
Mal sah es finanziell nicht
rosig aus, dann
blieb fast nichts
für die Familie
mit den drei
Kindern übrig,
wenn die Mitarbeiter zum
M o n at s e n d e
erst einmal bezahlt waren.
Der Markt für Schweinefleisch, wie es
das Ehepaar produziert, musste 1995
erst noch aufgebaut und Kunden
gefunden werden, die bereit waren,
für gute Qualität auch etwas mehr zu
bezahlen. Hinzu kam, dass Thilo Runge vor einigen Jahren krank wurde.
Viele Monate fiel seine Arbeitskraft
aus. Das hätte gut das Ende des Hofes
bedeuten können, sagt Runge. Mancher habe schon spekuliert, an wen
welches Stück Land gehen solle. Und
doch kam es anders: seine Frau, seine
Kinder, die Mitarbeiter, die Banken
und auch so manche Mitarbeiter der
Landeskirche hätten ihn gerettet. Mit
viel Zuspruch und viel tatkräftiger
Arbeit hätten viele dazu beigetragen,
dass diese Krise überwunden werden
konnte.
In jenen Jahren, sagt Thilo Runge, in
denen ihm die Arbeit mit dem Aufbau
des Hofes manchmal schier über den
Kopf zu wachsen schien und in denen
dann noch seine Krankheit dazu gekommen sei – da habe er seinen Weg
zu Gott gefunden. Dass alles glücklich
ausgegangen sei, seine Familie heute
von dem leben könne, was der Hof
abwerfe, dass der Hofladen gut laufe
und zwei Verkaufswagen vor der Tür
stünden, die auf fünf Wochenmärkten der Region vertreten sind, das
habe er zum einen den Menschen zu
verdanken, die ihn unterstützen, und
zum anderen Gott. Der sei es schließlich, der alles gestalte. Er selbst, sagt
Runge, könne nur an dieser Gestaltung mitwirken. (bnj)
Wer allgemeine Informationen zu
dem Hof von Katharina und Thilo
Runge haben und sich über ihre Produkte informieren möchte, wird im
Internet www.neuland-hof.de fündig.
Landwirtschaft
Wichtig ist, diesen Beruf zu lieben
Manches, das die neue Landesregierung umsetzen will, empfindet
Heiko Wilkening als ganz gut –
beispielsweise, dass kleinere Familienbetriebe mehr unterstützt
werden sollen. Seiner Frau Anke
und ihm kann das nur zugute
kommen, denn genau solch einen Betrieb leiten sie in Winzlar.
Direkt an die Naturschutzgebiete
am Steinhuder Meer angrenzend,
führen sie einen konventionellen
Bauernhof.
sagt Anke Wilkening – die meisten
Tiere würden ihr ganzes Leben im
Stall verbringen. „Wir leben noch mit
unseren Tieren“, begründen die beiden diese Entscheidung – auch wenn
das Zeit kostet und den Milchertrag
nicht steigert.
Über eine Vergrößerung des Betriebes haben sie wohl nachgedacht, es
aber verworfen. Die Größe, die sie
jetzt bewirtschaften, sagen beide,
kommen pro Jahr rund 20 Kindergruppen auf den Hof. Denen zeigt
sie, wie Kühe gefüttert und gemolken
werden, sammelt mit ihnen Eier im
Hühnerstall ein und erklärt, wie Getreide wächst, geerntet und gemahlen wird – und dass daraus Brot wird.
„Transparenz schaffen“ heißt das
Projekt, das in Betrieben in Niedersachsen und Bremen durchgeführt,
vom Land und der EU unterstützt
können sie zu zweit schaffen. Und
weshalb sollten sie expandieren,
wenn keines ihrer Kinder den Hof
übernehmen will? Um auf einbrechende Milchpreise vorbereitet zu
sein, die einen kleinen Hof leicht die
Existenz kosten können, hat Anke
Wilkening eine Zusatzausbildung als
Hauswirtschafterin abgeschlossen.
Eine weitere Nische hat sie sich mit
ihrem „grünen Klassenzimmer“ geschaffen. Als ihre Tochter 1999 im
Kindergarten war, kam die Anfrage,
ob die Kindergartengruppe wohl den
Bauernhof besichtigen könne. Das
konnte sie und daraus ist ein Projekt
entstanden, das Anke Wilkening mit
Leidenschaft betreibt. Mittlerweile
wird und Kindern Nahrungsmittelproduktion erlebbar macht.
Von der Hofbesichtigung bis zum
Frühstück im Schulungsraum – dem
grünen Klassenzimmer – zeigt Anke
Wilkening Stadt- und Landkindern,
woher das kommt, was sie täglich
essen. Damit kommt sie dem nahe,
was sie ursprünglich machen wollte:
auf Lehramt studieren. Damals kam
ihr die Liebe dazwischen und so
wurde sie Ehefrau eines Landwirts.
Auch wenn sie mit ihrem Mann 1992
zuletzt Urlaub gemacht hat, ist sie
damit zufrieden. Wichtig sei allein,
sagt sie, diesen Beruf zu lieben. (bnj)
A
uch wenn die Öko-Schiene
in der Landwirtschaft in
aller Munde ist, hat sich
das Ehepaar schon vor Jahren entschieden, nicht auf diesen Zug
aufzuspringen. Düngen und spritzen gehören für sie zum Alltag auf
ihrem Hof, auf dem sie Getreide
anbauen und 40 Kühe im Stall stehen haben. Ob sie sich dafür manches Mal rechtfertigen müssen?
Nein, sagt Anke Wilkening. Das
werde allgemein akzeptiert, da
gebe es auch keine Diskussionen
mit denjenigen, die auf dem Rundwanderweg um das Steinhuder
Meer mit dem Fahrrad direkt an
ihrem Stall vorbei kommen. Und
außerdem arbeiteten die meisten
landwirtschaftlichen Betriebe doch
so wie sie.
In manchem unterscheiden die Wilkenings sich aber doch von anderen
Landwirten. So treiben sie zum
Beispiel ihre Kühe morgens aus dem
Stall, damit diese auf einer Weide
den Tag verbringen können. Früher
haben sie diesen Viehtrieb in das
Naturschutzgebiet unternommen.
Seit der Tourismus dort immer mehr
geworden ist, hat sich das aber als
zu schwierig erwiesen. Eine Touristenattraktion sind die Kühe auf der
Weide allerdings immer noch. „Es
sind nur noch wenige Landwirte, die
ihr Milchvieh auf die Weide bringen“,
7
Landwirtschaft
Wasserbüffel zum Naturschutz
Eine heimische Tierart sind Wasserbüffel eigentlich nicht. Und
doch sind die Rinder mit den
markanten großen Hörnern in
der Bückeburger Niederung zu
sehen. Ihr Einsatz dort ist die Bewirtschaftung eines Naturschutzgebietes.
loria blubbert – wenn sie
nicht gerade wiederkäut.
Mitten in einem kleinen
Tümpel steht sie bis zum Maul im
Wasser und lässt sich die Sonne
ins Gesicht scheinen. Ein Bild der
Ruhe und Gelassenheit bietet die
Wasserbüffelkuh. Ebenso ruhig
„Damit wir immer einen Rückzugsort haben“, sagt Corinna Loose.
An diesem Tag, an dem Gloria sich
suhlt, ist die Herde jedoch einfach
nur ein wenig neugierig. Dicht kommt
sie an den Trecker heran – streicheln
lässt sich aber keiner der sieben
Büffel. Stattdessen läuft die kleine
Greta zwischen den erwachsenen
Tieren auf staksigen Beinen herum.
Büffelkuh Greta ist erst eine Woche
alt und schon eine richtige Schönheit.
Obwohl sie offensichtlich auch schon
die Vorzüge der Bäder in dem Tümpel
entdeckt hat: eine Schlammschicht
überzieht ihr schwarzes Fell.
Diese Liebe der Büffel zum Wasser
und gelassen wirken auch Corinna
und Heinz Loose, während sie Gloria zuschauen - und warnen doch
davor, dass Gloria und ihre kleine
Herde auch ganz anders können:
Widerspenstig seien sie, wenn es
darum gehe, die Hufe zu beschneiden. Oder auch nachtragend - etwa
dem Tierarzt gegenüber. So zahm
und kuschelig wie die Herde mit
Angus-Rindern, die zwei Weiden
weiter grast, seien die Wasserbüffel
jedenfalls nicht. Auf die Weide fährt
das Ehepaar nur mit dem Trecker.
war vor rund zehn Jahren der entscheidende Grund, weshalb der
Landkreis Schaumburg dem Ehepaar
Loose den Vorschlag machte, es mit
solch einer Herde zu versuchen. Looses haben ihren Hof in BückeburgScheie direkt neben der Bückeburger
Niederung, die schon seit den 1990er
Jahren Naturschutzgebiet ist. Extensive Landwirtschaft ist dort gefragt
und mit dem Anlegen von kleinen
Tümpeln sollen Lebensräume neu
geschaffen werden, die durch die
Intensivierung der Landwirtschaft
G
8
einst zerstört wurden. Gepflegt und
vor dem Verlanden geschützt werden
sollten diese Tümpel auf möglichst
natürliche Art. Da lagen Wasserbüffel nahe: im Wasser stehen, sich
darin suhlen und knabbern, was an
den Rändern wächst – was anderen
Rindern eher fern liegt, machen sie
mit Vorliebe und halten so die Tümpel frei. Also holte sich das Ehepaar
die ersten Tiere, da sie ohnehin
ökologisch wirtschaften, auf ihrem
Bauernhof. Zu dem passten auch die
Büffel gut in das Konzept.
Nach zehn Jahren überlegen die
beiden nun jedoch, ob sie die Herde
aufgeben sollen. Die Handhabung
der Tiere ist eben nicht so einfach.
Den Winter im Stall mögen die Büffel
überhaupt nicht – da die Weide dann
aber meistens großflächig überschwemmt wird, ist dieser Stall die
einzige Alternative. Und dass andere
Rinder wasserscheu sind, das stimme
auch nicht, sagt Corinna Loose. Nach
und nach seien ihre Angus-Rinder
auch in einen der Tümpel gegangen.
„Reine Gewöhnungssache“, meint
sie.
Sicher sind sie sich aber noch nicht,
ob sie sich von ihren Wasserbüffeln
trennen mögen. Denn eigentlich
mögen sie die Tiere doch sehr gern.
Und eigentlich passen sie auch gut
zu der Idylle des Hofes, auf dem
das Ehepaar Rinder und Schweine
hält, wo Hühner im Altenteil frei auf
den Wegen laufen dürfen, ein Esel
bei den Pferden steht, und Corinna
Loose erzählt, dass der Hund, der so
zutraulich angelaufen kommt und um
Streicheleinheiten bittet, vor Jahren
als echter Problemfall bei ihnen
landete. Was erst einmal auf jeden
Fall sicher ist, erzählen Corinna und
Heinz Loose, das ist der Nachwuchs,
der in wenigen Tagen kommen wird,
denn eine Tante von Kälbchen Greta
ist hochschwanger. Und was dann
kommt, das wird sich schon finden.
(bnj)
Gedanken zum Erntedankfest
Was ist für Sie das Erntedankfest?
Katharina Runge
Corinna Loose
„Zu Erntedank mache ich mir einmal
mehr bewusst, was wir eigentlich alles
haben, wofür wir dankbar sein können.
Diese Dankbarkeit kommt aber auch
immer dann auf, wenn unsere Kunden uns sagen, dass sie froh darüber
sind, bei uns kaufen zu können. Diese
gesteigerte Wertschätzung gegenüber
Lebensmitteln, die unsere Arbeit mit
sich bringt – das ist für mich ein weiterer Grund, dankbar zu sein.“
Katharina Runge, 47 Jahre, betreibt
gemeinsam mit ihrem Mann einen
Neuland-Hof mit Schweinehaltung und
einem Hofladen in Nordsehl.
„Wenn die Ernte eingefahren ist und
wir anfangen, neu einzusäen, und
wenn die Tiere zu fressen haben,
dann kommt bei mir solch eine leichte
Zufriedenheit auf. Dann kann ich
durchatmen und dann bin ich dankbar
für das, was wir haben und wieder einmal geschafft haben.“
Corinna Loose, 40 Jahre, betreibt
gemeinsam mit ihrem Mann einen Bauernhof in Bückeburg-Scheie.
Katrin Baciulis
„Das Erntedankfest ist in unserer Kita
ein fester Bestandteil des Jahreskreises
Durch das Kennenlernen von Säen,
Wachsen und Ernten vermitteln wir
den Kindern Wertschätzung und Dankbarkeit für die Gaben. In unserem Teil
der Welt ist es selbstverständlich genug
Essen und Trinken zu haben, leider gilt
das aber nicht überall.“
Katrin Baciulis, St. Thomas Kindergarten in Großenheidorn
Heiko Tomsic
„Was fällt mir zu Erntedank ein?
Zuerst jenes Erntedankfest vor einigen
Jahren, bei dem es nach dem Gottesdienst eine große Tafel mit Früchten
der Erde als Kaltes Büffett im Gemeindehaus geben sollte. Da habe ich darauf
bestanden, dass es auch ein Würstchen
für mich gibt, da die Schweine auch
Früchte der Erde gefressen haben,
bevor sie ihr Fleisch gaben, und das
habe ich auch bekommen. Und dann
natürlich der Ernteschmuck in der Kirche und draußen vor der Tür, vor allem
die Sonnenblumen, sie kündigen für
mich immer das Ende des Sommers
an.“
Heiko Tomsic, Küster in Hagenburg
Tabea Aldag, Maren Bergmann,
Sarah Strottmann
Sarah: „Na, da wird doch die Kirche
mit Früchten geschmückt, um Gott für
die Ernte zu danken.“
Tabea: „Aber eigentlich geht es doch
um alles, was wir zu essen haben. Das
ist schließlich nicht selbstverständlich.“
Maren: „Und nicht nur ums Essen. Uns
geht es doch überhaupt gut. Da kann
man ruhig mal Danke sagen.“
Sarah: „Und auch wenn die Ernte mal
nicht so gut ist, kriegen wir hier noch
genug auf den Tisch.“
Tabea: „Und wenn es mal gar nichts gibt?“
Sarah: „Dann wird es eben ein „ErnteBitt-Tag“!“
Tabea Aldag, Maren Bergmann und
Sarah Strottmann aus Steinbergen
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Landfrauen
Schaumburger Landleben
Frauen die stärkste Frauenorganisation vor Ort. Das Vereinsleben wird
ehrenamtlich organisiert.
Zu Beginn der Vereinsarbeit kamen
fast alle Mitglieder aus landwirtschaftlichen Bezügen. Das ist heute
anders. LandFrau werden kann jede
Frau, die im ländlichen Raum zuhause ist. Alter, Beruf oder Familienstand
spielen dabei keine Rolle. (ih)
Mehr Infos gibt es im Internet auf:
www.landfrauen-schaumburg.de
Fot
o
: (c
I
dyllisch, ruhig und ein bisschen
schick ist es, das HochglanzLandleben. Im Zeitschriftenregal boomen Titel wie Landlust,
Landkind, mein geliebtes Land.
Karierte Blusen, Jeans und immer
eine kreative Idee, so sieht das Bild
der Frauen auf dem Land in den
Magazinen aus. Vielleicht etwas
weniger glitzernd dafür aber deutlich vielschichtiger zeigen sich die
Schaumburgerinnen im Alltag. Am
Beispiel der LandFrauen lässt sich
zeigen, wie das Leben im Schaumburger Land ist. Christiane Eggelmann ist 33 Jahre alt, verheiratet
und hat zwei Kinder. Obwohl sie auf
einem Hof groß geworden ist, hat
sie die LandFrauen-Mitgliedschaft
nicht automatisch in die Wiege
gelegt bekommen. Als Geburtstagsgeschenk für die damalige Vorsitzende sei die Schwiegertochter auf
Mitgliederfang gegangen. Christiane
Eggelmann unterschrieb. „Geblieben bin ich, weil ich denke, dass ich
einiges bewegen kann“. Das Kursangebot hat vor 18 Jahren Marlies
Hasemann überzeugt. „Nach den
ersten Kontakten fühlte ich mich in
die Gemeinschaft aufgenommen“,
10
Foto: (c) kd
Ehrenamt
) kd
sagt die 54-Jährige. „Die Achtsamkeit zwischen Jung und Alt ist für
mich ein wichtiger Faktor.“ Mittlerweile ist sie die Vorsitzende des
Kreisverbandes. Das kirchliche Erntedank-Fest sei für die LandFrauen
ein wichtiger Eckpfeiler im Kalenderjahr. „Es ist Lob und Würdigung
der Arbeit, die hinter jedem Erntejahr stehen, damit wir Lebensmittel,
also Mittel zum Leben, haben“, so
Hasemann. Die LandFrauen setzen
sich auch für diejenigen ein, die nur
begrenzten oder keinen Zugang zu
Lebensmitteln haben. Im Großen
beispielsweise durch die Unterstützung von Brot für die Welt. Im Kleinen organisieren die LandFrauen
erfolgreich das Projekt „Kochen mit
Kindern“ an Schulen.
„Alltags- und Lebensökonomie“ an
allen Schulen ist eine Forderung, die
die LandFrauen aus Schaumburg im
Bundesverband unterstützen.
Ergänzt durch ein weiteres Projekt
„Transparenz schaffen, von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ vermitteln ausgebildete LandFrauen die
Landwirtschaft von heute.
Seit rund 60 Jahren gibt es zehn
Ortsvereine im Landkreis. Mit mehr
als 2200 Mitgliedern sind die Land-
Foto: (c) kd
„Fluthilfe...“
Mit den Bergkirchner Konfirmanden
haben wir auf unserer Paddeltour eine
ungewöhnliche Erfahrung gemacht. Wir
hatten in Stiepelse an der Elbe gemeinsam einen ganzen Tag Sandsäcke vom
Deich geräumt. Bis zur Erschöpfung ging
das, aber es war eine ganz besondere
Gemeinschaft entstanden. Ehrenamtlich tätig sein, etwas für andere tun,
verbindet mehr als es Worte vermögen.
Sechs ältere Helfer und Leiter, 14 Konfirmandinnen und Konfirmanden und
der Pastor räumten in Menschenketten
ca. 10 Tonnen Sand, etwa 4.000 nasse
Sandsäcke. Verschwitzt und dreckig war
am frühen Abend noch so viel Lebensfreude und Übermut vorhanden, dass der
leichteste Konfirmand und die leichteste
Konfirmandin durch die Kette getragen
und geworfen wurden. Wir denken beim
„Ehrenamt“ an Pflichtgefühl und Opfer.
Dabei ist es spürbar ein gutes Gefühl,
gemeinsam gebraucht zu werden und
miteinander Gutes zu tun. (hs)
Hoffest
Adventszeit
Hoffest spricht Sinne an
Winzlarer Schutzstation an einem
Sonntag im Juni erleben
D
ie Wiese gemäht, die
Stände aufgebaut, Kaffeeduft aus den Seminarräumen, Rauchfäden aus dem Lehmofen und leise Musik unter alten
Obstbäumen – beim Hoffest der
Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) werden in
jedem Jahr an einem Sonntag im
Juni die Sinne angesprochen. Das
Fest mit angegliedertem Ökologischem Markt ist immer ein Garant
dafür, dass viele Menschen nach
Winzlar kommen.
Im Anfang ist das Wort, wenn im
Garten der ÖSSM das Hoffest auf
dem Plan steht. Auch das gehört
dazu. Dann wird im Garten ein Altar
aufgebaut und Gottesdienst gefeiert.
Erst danach, wenn der Segen gespro-
chen und die Gemeinde entlassen ist,
beginnt der Trubel.
Rund 30 Anbieter sind es üblicherweise, die dann auf der Wiese und
dem Hof Leckeres und Nützliches,
Dekoratives und Pflanzliches in Kombination mit Informationen anbieten.
Waren, deren Produktion die Umwelt
schont und die der Gesundheit auch
ansonsten zugute kommen, liegen
dann auf den Tischen. Dazu gibt es,
wie gesagt, Musik, die sacht über den
Hof schallt, Brot aus dem Lehmofen,
das noch warm serviert wird, Spiele
für Kinder, damit keine Langeweile
aufkommt, und selbstverständlich
ist die Ausstellung zum Naturschutz
am Steinhuder Meer in dem Stationsgebäude geöffnet. Dass Naturschutz
beispielsweise dazu geführt hat,
dass Laubfrösche am Meer wieder
heimisch sind und dass Seeadler
wieder brüten, erzählen haupt- und
ehrenamtliche Mitarbeiter den Gästen und beschreiben auch, wie der
Umweltschutz und der Tourismus an
Norddeutschlands größtem Binnensee Hand in Hand gehen.
Auch wenn die Schutzstation sich
in der Sommersaison nicht über
mangelndes Interesse beklagen
muss und häufig Interessierte durch
die Ausstellung gehen und auch die
zahlreichen Seminare gern gebucht
werden, so kommen doch an keinem
anderen Tag im Jahr so viele Menschen dorthin, wie zu diesem Hoffest.
Wer das Fest selbst einmal erleben
möchte, muss bis zum Juni 2014
warten. Wer sich jedoch in der Station umsehen möchte, kann das von
Oktober bis März jeweils dienstags
bis freitags, 10 bis 16 Uhr, tun. In der
Sommersaison von April bis September ist zudem an den Wochenenden,
11 bis 17 Uhr, geöffnet. (bnj)
Infos sind auch auf der Website:
www.oessm.org hinterlegt.
11
Naturschutz
Nie das Handtuch werfen
D
Karl-Heinz Garberding initiiert Ökologische Märkte
er
verantwortungsbewusste Umgang mit der
Natur fängt bei Karl-Heinz
Garberding mit dem Naturschutz
am Steinhuder Meer an – und hört
dort lange noch nicht auf. Umweltschutz möchte er nah an die Menschen bringen und ihnen zeigen,
dass jeder Einzelne verhältnismäßig leicht einen eigenen Beitrag
dazu leisten kann. Das ist einer
der Gründe, weshalb er vor mehr
als zehn Jahren die Ökologischen
Märkte am Steinhuder Meer initiiert hat.
kraft tatsächlich eines Tages nach
Winzlar gekommen, hätte er nicht
verfrüht das Handtuch geworfen.
Das Handtuch werfen - das ist eine
Eigenschaft, mit der Garberding
nicht viel anfangen kann. Anders ist
es wohl kaum zu erklären, dass der
76-Jährige sich seit seiner Jugend
für den Naturschutz am Steinhuder
Meer einsetzt, maßgeblich an der
Gründung der Schutzstation beteiligt
war, die Station 22 Jahre lang geleitet
und zahlreiche Projekte auf den Weg
gebracht hat.
Initiiert, organisiert und betreut die Ökoklogischen Märkte: Karl-Heinz Garberding.
„Dieser Mann kann richtig begeistern!“ – Der spontane Ausruf von
Horst Köhler, als er 2007 noch in Amt
und Würden als Bundespräsident
war, galt Karl-Heinz Garberding.
Der hatte seine Chance genutzt und
von Köhler nicht nur gerne das Bundesverdienstkreuz angenommen,
sondern ihm sogleich auch die Projekte der Ökologischen Schutzstation
Steinhuder Meer (ÖSSM) in Winzlar
vorgestellt. Vielleicht wäre Köhler
wegen Garberdings Überzeugungs12
Eines seiner Projekte sind die Ökologischen Märkte. In Mardorf, in
Winzlar und in Steinhude sind sie
ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders. Um interessierte
Kunden macht sich der Markt-Organisator mittlerweile keine Sorgen mehr
und hat auch einen festen Stamm
an Marktbeschickern, den er über
die Jahre nach und nach aufgebaut
hat. Wer dabei sein will, der muss
allerdings mehr machen, als sich nur
anmelden und die Gebühren zahlen.
Denn Garberding lässt nur diejenigen
ausstellen, die seinen strengen Kriterien genügen – das Etikett „Bio“ allein
hilft da wenig, handfeste Beweise
müssen ihm vorgelegt werden. Und
längst geht „ökologisch“ auf den
Märkten weit über Lebensmittel hinaus. Umweltverträgliche Baustoffe,
Spielzeug, das Kindern mit gutem Gewissen in die Hand gegeben werden
kann, Dekoratives von Türkränzen bis
zu Drechselarbeiten, Kleidung aus
Stoffen, die nicht nur Fair Trade sind,
sondern bei deren Rohstoffen schon
auf den schonenden Umgang mit
der Natur geachtet wurde, gehören
ebenfalls dazu.
Was die Ökologischen Märkte im
Bewusstsein der Besucher bewirken
sollen, begründet Garberding so:
„Wir wollen Landschaft bewahren
in Verantwortung für die Natur. Das
bedeutet, dass Landwirtschaft extensiviert werden muss, um biologische
Stoffkreisläufe wieder in Funktion zu
setzen. Das wiederum müssen wir
unterstützen, indem wir mithelfen,
Vermarktungsstrukturen zu schaffen.
Der zweite Grund für die Ökologischen Märkte ist, dass wir auf diese
Weise Menschen auf ganz andere
Weise für ihre Umwelt mobilisieren.
Wir öffnen sie für Naturprodukte.
Wenn sie dadurch beginnen, über
ihre Ernährung nachzudenken, richtet sich ihr Augenmerk auch auf
die biologischen Stoffkreisläufe.
Vielleicht schauen sie dann in den
Supermärkten auch einmal auf das
Kleingedruckte der Verpackungen
und denken darüber nach, was sie
Tag für Tag ihrem Körper zuführen.“
Angesichts der Vielzahl der Kunden,
die jedes Mal die Märkte gerne besuchen, sich informieren und auch kaufen dürfte die Arbeit von Garberding
auf fruchtbaren Boden gefallen sein.
(bnj)
Honigbienen
Von der Bienenwabe ins Honigglas
W
dessen viel Sonne und wenig Wind.
Die Bienen kehren schwer beladen
in ihren Stock zurück. Dicke, gelbe
Pollenhöschen kleben an ihren Hinterbeinen.
Die jungen Ammenbienen nehmen
ihn ab und verfüttern ihn an die
Brut. 30 kg Pollen und mehr kommen im Laufe des Jahres zusammen- unzählige Blüten werden
besucht! Zelle um Zelle füllt sich mit
dem flüssigen Gold der Pflanzenwelt. Die Bienen treiben die Weisel,
Luft, zehntausende Bienen kreisen
in einer wilden Wolke durcheinander. Bis sich der Schwarm an einem
geschützen Ort, vielleicht in Ihrem
Apfelbaum, niederläßt und wieder
ganz ruhig wird. Will er hier bleiben,
beginnen die Bienen bald mit dem
Wabenbau, die Königin legt ihr erstes Ei und alles beginnt von vorn…
Und wo bleibt der Mensch? Er darf
an dem Schauspiel teilhaben. Ja,
dem Imker obliegt es sogar, das
ein oder andere zu lenken. Erfolgreich mit seiner Arbeit wird er sein,
Foto: (c) kd
ie kommt der Honig
ins Glas? Warum
braucht der Mensch
die Bienen? Worin besteht der
Unterschied zwischen Honig und
Zucker?
Das sind nur einige mögliche Fragen, die wir gern beantworten. Wir
geben Ihnen Einblicke in unsere
Bienenstöcke und die Honigverarbeitung. Wir lassen Sie teilhaben
an unserer so anderen Arbeitswelt:
die unmittelbare Begegnung von
Mensch und Natur.
Imkermeisterin Anna-Lisa Giehl und Förster Henning Böger
-Bienenweide-Ausstellung auf der Ährensache in Bückeburg-
So manchen packte im April schon
die Sommerlust. Strahlender Glanz
auf dem frischen Blattwerk, intensiv
leuchtende Farben wohin man auch
schaut. Die Vögel singen wieder,
aus den Nestern recken die hilflosen Küken ihre Schnäbel. Mit der
Natur sind auch die Bienenvölker
aus ihrer Winterruhe erwacht. Trotz
der Kälteperiode hatten sie optimale
Entwicklungsbedingungen:
keine für den April typischen Wetterumschwünge, die den Völkern
wertvolle Flugbienen kosten. Statt
ihre Stockmutter, zu Höchstleistungen: bis zu 2000 Eier legt sie nun
täglich. Findet sie nicht mehr genügend leere Zellen, und werden die
vielen frisch geschlüpften Bienen,
die noch lange nicht ausfliegen,
sondern in den ersten Wochen im
Innendienst tätig sind ihren Futtersaft nicht los, dann bereitet sich das
Volk auf die Teilung vor.
Ein Bienenschwarm ist ein ergreifendes Naturerlebniss:
plötzlich verdunkelt sich der Himmel, ein tiefes Summen erfüllt die
wenn er die Sprache der Honigbienen versteht, die schon seit über
40 Millionen Jahren im Einklang mit
der Natur leben. Wir freuen uns auf
Ihren Besuch in Reinsdorf. (r/kd)
Anna-Lisa Giehl
Schaumburger Waldimkerei
Zum Forsthaus 21, 31552 Apelern/Reinsdorf
Tel.: (050 43) 40 17 76
www.wald-imkerei.de
13
Reisebericht
Peru 2013 – Eine Reise zum Äquator
M
it Spannung und Neugierde starten wir
Anfang Juli unsere
Reise in eine andere Welt und Jahreszeit: Winter in Peru.
Nach 20 Std. erreichen wir Lima, die
Hauptstadt Perus (9 Mio. Einwohner), wo Slum- und Wellblecharchitektur auf Paläste der Kolonialzeit
stoßen.
Dort besuchen wir die Töpfer Huasacca. Die 5 Brüder sind wie viele
Andere aus dem Bergland Ayacucho
in die Elendsgebiete der Stadt geflohen, als die Guerillagruppe „Sendero
Luminoso“ viele Menschen bedrohte.
Agapito von APTEC PERU fährt uns in
die Borderlines von Lima; Lehmstraßen, Mauern, Wellblech, Müll und
Schutt prägen das Bild.
Wir treffen die Töpfer, die hier wohnen, arbeiten, ausstellen und einen
Gemüsegarten haben. Wir werden
begrüßt und herumgeführt. Alles
wird unter einfachsten Bedingungen
von der ganzen Familie in Handarbeit
gefertigt. Stolz zeigen uns die Brüder
ihre großen und kleinen Kunstwerke.
Mit den gegensätzlichsten Eindrücken der Wüstenstadt Lima fliegen
wir über die Anden nach Arequipa.
Die Landschaft am Colca–Canyon
14
wird beherscht von den Vulkanen
Misti (5822m), Chachani (6075m)
und Pichu Pichu (5571m). Hier werden die Berge als Götter verehrt, denen unter gestapelten Steinen Opfer
(Cocabblätter o.ä.) gebracht werden.
Bei einer Bustour durch den Canyon
erleben wir Wahnsinnsausblicke,
Lamas, Alpakas, heiße Quellen, Kondore und einen kleinen Geschmack
von Höhenkrankheit. Bei 4.900 m
schwächeln wir etwas und der Kreislauf spielt verrückt. Das Klima ist anders als in Lima: tagsüber herrschen
Temperaturen um
20 °C, nachts kann
es -10° C werden.
Unser nächster
Flug bringt uns ins
Hochland nach Juliaca. Pedro Surca,
wortkarg und düster, holt uns dort
am Flughafen ab.
Wir fahren in die
Randgebiete: karge Landschaft, vereinzelt verlassene
Gebäude. Hier in
der Einöde steigen wir aus und
wandern über die
Steppe, sehen Fel-
der, die noch per Hand mit Ochsen
gepflügt werden. Pedros Ziel ist ein
Mann, der Lehm für Ziegel stampft.
Die Ziegel liegen neben einem Brennofen zum Trocknen. Er erzählt stolz,
dass die Gemeinschaft die fertigen
Ziegel in der Stadt verkauft.
Aus dem Umland kommen Frauen in
Tracht, mit bunten Röcken und hohen
Hüten, die Spindel, das Strickzeug in
der Hand. Sie setzten sich im Kreis
auf den Betonboden des kahlen
Hofes, zeigen uns ihre Alpakawolle,
das Spinnen und Stricken. Der Bazar
wird eröffnet: jede Frau packt bergeweise Strickwaren aus, pult die alten
Preise herunter, es gibt Gekicher und
Getratsche. Unsere Soles reichen für
einen Alpakaschal.
Mittags kommt eine Frau mit Tragetuch, aus dem sie einen Tontopf und
mehrere Schalen zaubert. Vor uns
werden Zupa (typ. Gemüsesuppe
mit Quinoa), Brot, Käse, Obst, heißes
Wasser und Teeblätter aufgebaut.
Nach dem Essen fahren wir in einem
Minibus (in den irgendwie wir, unsere
Koffer u. weitere 20 Personen passen) in die Slums von Juliaca, wo eine
der Frauen wohnt. Vor den Mauern
begrüßt uns die ganze Familie. Im Hof
ist ein Dach für den Herd, hier steht
auch das Fahrzeug der Familie, ein
reisebericht
Motorrad mit Anhänger, mit dem die
Alpakawaren in die Stadt gebracht
werden. Eine Toilette, davor ein Bottich, fließend Wasser gibt es nicht.
Eine Betontreppe führt nach oben,
hier hängen Tücher vor den Fenstern,
Alpakadecken auf den Betten–nachts
ist es sicher sehr kalt. Wir sind froh,
in Puno (1 Std. entfernt) im Hotel zu
schlafen, dort gibt es Glasscheiben
vor den Fenstern und einen Elektroheizer.
Die Hafenstadt Puno liegt am Titicaca See; hat eine Fußgängerzone mit
Bazaren, Wechselstuben, Restaurants und einer Markthalle. Über 2
Geschosse gibt es dort säckeweise
Nudeln und Maiswaren, Obst, Gemüse, Fisch, Geflügel, halbe Schweine…
In der kargen Hochebene der Anden
ist der Titicaca See Trinkwasser- und
Nahrungsquelle. Sein günstiges
Mikroklima ermöglicht den Anbau
von Kartoffeln und Getreide (Gerste, Mais, Quinoa) und die Haltung
von Alpakas, Lamas, Schafen und
Rindern.
In einem kleinen Motorboot fahren
wir über den See nach Taquile, besuchen die Uros (schwimmende Schilfinseln) und genießen den Anblick der
schneebedeckten Berge Boliviens.
Der See liegt wunderbar ruhig und
spiegelglatt; man sieht ihm seine
Umweltprobleme wie Fischsterben
und Verschmutzung nicht an.
Am nächsten Tag begehen wir die
Chullpas (Grabtürme) von Sillustani
und fliegen dann weiter in die Touristenstadt Cuzco mit einer schönen
Altstadt, die
zum Bummeln
einlädt und viel
Kultur bietet.
Viel Zeit für
Cuzco bleibt
nicht, denn ein
weiteres Ziel
sind die Pisacruinen, ein Besuch der dortigen Töpfer und
des Macchu
Pichu. Macario
von Pisac-Community fährt
mit uns über
die Ruinen in
sein Dorf, wo
wir mit ihm essen und seine Töpferwerkstatt ansehen. Seine Familie lebt in einem
Haus mit Innenhof, Werkstatt, Küche,
Bad mit fließend Wasser und einem
Garten. Durch die feste Abnahme
der Töpferwaren und den eigenen
Gemüseanbau hat die Familie ihr
sicheres Einkommen. Die älteste
Tochter studiert. Nach einem Familienfoto fahren wir mit „Peru Rail“
nach Aguas Calientes, dem Ort am
Fuße des Machu Picchu. Hier am
Rand des Regenwaldes ist alles grün,
wir staunen über die verschiedensten
Blüten und Pflanzen.
In Serpentinen geht es mit dem
Bus zum Machu Picchu, wo wir am
Eingang sowohl die schon vor Monaten gebuchten Eintrittskarten als
auch unsere Reisepässe vorzeigen
müssen. Wie überall in Peru wird
hier scharf kontrolliert und in der
ganzen Ruinenstadt sind Wächter
verteilt, die die Touristen im Auge
behalten. Das Bergpanorama ist beeindruckend, Nebel steigt aus dem
Regenwald auf.
Wetterbedingt kommt es auf unserer
Rückreise zu vielen Flugverzögerungen und wir verbringen die letzten
3 Tage auf Flughäfen, in Taxis oder
Hotels und sind froh als wir sicher
wieder zu Hause ankommen!
Henrike und Ursula Biesemeier
Fotos: © U. Biesemeier
Fotos und mehr:
am 29.09.13, ab 11.15 Uhr im Weltladen hinter St. Martini, Stadthagen
15
Eine Weltladen
„Wenn Ihr uns gerechte Preise zahlt,
könnt Ihr Eure Almosen behalten“
D
er Welthandel ist vor allem
eins nicht: Fair. Wenige
bekommen viel und viele
wenig. Globalisierung ist das Zauberwort. Immer schneller, immer
billiger, immer besser—nicht immer
fairer.
Der Faire Handel versucht, die Verteilung gerechter zu gestalten. Seine
Grundregeln sind Demokratie, feste
Zusagen, hohe Qualität, gegenseitiger Respekt
und Solidarität. In
der Bewegung des
Fairen Handels haben sich mehr als
500 Weltläden in
Deutschland zum
Weltladendachverband (www.weltladen.de) zusammengefunden und
sich der „Konvention der Weltläden“
verpflichtet, die die
inhaltliche Grundlage der Weltladenarbeit bildet.
Fairer Handel heißt:
• Verbesserung der Lebens- u.
Arbeitsbedingungen für Kleinbauern u. Arbeiter
• Sicherung der Rechte von Kindern, Förderung benachteiligter
Gruppen/Geschlechter
• transparente u. partnerschaftliche Handelsbeziehungen
• langfristige Verträge, die Sicherheit für die Kleinproduzenten
bieten
• Förderung bei Projekten
• kein unfairer Zwischenhandel
• Förderung der Umstellung auf
biologische Landwirtschaft
• menschenwürdige Arbeitsbedingungen
• entwicklungspolitische Bildungsarbeit
16
(Dom Helder Camara)
Faire Preise sind nicht selbstverständlich: im Welthandel sind die
Erlöse für viele Produkte so niedrig,
dass Produzenten kaum davon leben
können.
Weltläden bieten dagegen ein breites
Angebot von Produkten, die dazu
beitragen, die Existenz der Erzeuger
zu sichern. Sie sind fair gehandelt,
viele aus ökologischer Produktion.
Die Idee der nachhaltigen Entwick-
lung und die Sicherung der Lebensgrundlage für künftige Generationen
ist nicht nur etwas für die Weltpolitik—sondern auch für unseren
Frühstückstisch und Kleiderschrank…
Auf unserer Perureise haben wir die
Produzenten von APTEC und MINKA
in Lima, Juliaca und Pisac besucht
und freuen uns, dass wir zum Winter
eine große Auswahl der dort hergestellten Waren anbieten können.
Unsere Fairhändler Globo und
Mariposa vertreiben ausschließlich fair gehandelte Produkte und
sind zudem anerkannte Lieferanten des Weltladendachverbandes.
Hauptprodukt sind hochwertige Alpaka- und Töpferwaren von APTEC
und MINKA aus Peru, Organisationen
von Kleinproduzenten, die gemeinsam die Entwicklung in abgelegenen
Gebieten zum Ziel haben. Sicherung
des Lebensunterhaltes der Mitglieder und Schutz der Umwelt stehen
an höchster Stelle.
Durch die Arbeit mit Kunsthandwerkern und Alpakahirten in entlegendsten Gebieten wird den Menschen
eine Zukunftsperspektive vor Ort
gegeben und verhindert, dass sie in
die Randgebiete der großen Städte
abwandern müssen. Die Herstellung
der Alpakawaren erfolgt zum größten
Teil durch Frauenarbeit, welche so
ein eigenes Einkommen erzielen
und gleichzeitig die
alten Spinn- und
S t r i c kte c h n i ke n
weiterleben lassen.
Die verwendete Alpakawolle stammt
aus biologischer
Haltung, wird weder chemisch behandelt noch gefärbt.
Neben „Zauberkleidern“, „Wolkenschals“, Pullovern, Ponchos, Pulswärmern bieten wir eine Auswahl an
Handwerksartikeln wie Handpuppen,
Spardosen, Ocarinos, Kerzenständer
und Schalen. Einen ersten Eindruck
der Vielfalt können Sie beim bilderreichen Perureisebericht von Agapito
(APTEC Peru), Manfred Winkler (Globo), Henrike und Ursula Biesemeier
(Weltladen Stadthagen) erhalten.
Wir laden Sie ein, bei Kaffee, Tee und
Gebäck am Sonntag, den 29.09., ab
11.15 Uhr im Chorraum der Alten
Lateinschule (hinter der St. Martini)
einzutauchen in die fremde Welt am
Äquator…
Schöpfung
Adventszeit
Schöpfungsverantwortung
S
Machet euch die Erde untertan! –
o steht es im ersten Schöpfungsbericht der Bibel. Man
könnte diesen Satz als Freibrief für eine hemmungslose Ausbeutung der Natur verstehen. Aber
der „Herrschaftsauftrag“ Gottes
muss im Zusammenhang gelesen werden. Gott schuf den Menschen am sechsten Tag, nachdem
er alle „Tiere des Feldes und alles
Gewürm des Erdbodens“ gemacht
hatte. Gott gab den Tieren „alles
grüne Kraut“ zur Nahrung und dem
Menschen Pflanzen mit Samen und
Bäume mit Früchten. Gott verteilt
die Nahrung so, dass es keine Konkurrenz gibt zwischen Menschen
und Tieren und auch nicht unter
den Tieren. Ein „Veggie-Day“ war
damals überflüssig.
Immerhin hat die Technisierung der
Landwirtschaft bis zu einem bestimmten Punkt auch dazu beigetragen, dass
Nahrung für eine steigende Bevölkerung erwirtschaftet werden konnte.
Günstige Nahrungsmittel sind für viele
Mensche mit materiell geringen Mög-
Foto: (c)kd
In diese Schöpfungssituation ist
der Mensch eingeordnet. Er ist
nicht die Krone
der Schöpfung, die
beziehungslos über
allen anderen Kreaturen steht. Erst die
Ansprache Gottes
an ihn als Ebenbild
gibt ihm den besonderen Auftrag. Er ist
in Verantwortung
vor dem zu erfüllen, der alles gut
gemacht hat.
Das Ziel des Auftrags ist die Friedensordnung Gottes, in der Mensch
und Tier ihre Würde haben und allem
Leben Gerechtigkeit widerfährt. Rücksichtslose Ausbeutung der Natur ist
damit nicht zu rechtfertigen.
Allerdings gehört es auch zur
Geschichte des Menschen mit Gott,
dass die Schöpfung nicht mehr so gut
ist, wie sie am Anfang beschrieben
wird. Der Mensch hat die ihm von
Gott gegebene Freiheit, sich selbst für
ein Leben mit Gott zu entscheiden,
missbraucht. Er nimmt gegen Gottes
Gebot die Frucht, die „Erkenntnis des
Guten und Bösen“ bewirkt. Damit aber
ist der Mensch überfordert, wie die
Geschichte ausreichend belegt. Und so
stehen wir auch heute noch vor Widersprüchen, die nicht einfach in „Gut“
und „Böse“ aufzulösen sind.
Industrielle Landwirtschaft mit Massentierhaltung, Qualzucht und Zerstörung von Ökosystemen steht gegen
regionale Landwirtschaft und ökologischer Landbau. Dieser Widerspruch ist
nicht einfach zu lösen. Auf gar keinen
Fall ist es angemessen, einzelne Landwirte je nach Art ihres Wirtschaftens
zu Bösen oder Guten zu machen.
lichkeiten eine wichtige Voraussetzung. Der Mensch hat sich eine gewisse
Unabhängigkeit von der wechselhaften Natur geschaffen und damit auch
die Gefahr von Missernten und daraus folgenden Hungersnöten, die auch
unserer Vergangenheit normal waren,
verringern können.
Auf der anderen Seite haben sich in
dieser Entwicklung wirtschaftliche
Mechanismen zu Zwängen entwickelt,
denen der Einzelne nur schwer entkommen kann. Der einzelne Landwirt
ist abhängig von politischen Entschei-
dungen und wirtschaftlichen Gegebenheiten, die seinen Handlungsspielraum
auch begrenzen.
Zu Recht wird betont, dass wir als Verbraucher Verantwortung für die Entwicklung der Zukunft tragen. Wir sind
außerdem in unserer Demokratie auch
politisch handelnde Personen – und
nicht nur immer „Opfer“ von angeblich
undurchschaubarem Handeln der Politiker.
Hier kommt die Kirche wieder ins Spiel.
Wenn unser Glaube an Gott den Schöpfer beinhaltet, dass unser Handeln in
dieser Schöpfung durch Gerechtigkeit
geprägt sein soll, dann haben wir diesen Aspekt auch in die gesellschaftliche Diskussion einzubringen. Dabei
hat Kirche als immer noch bedeutsame
organisierte Gemeinschaft von Christen die Chance, die Stimmen Einzelner
zu bündeln und damit mehr Gewicht in
die politische Debatte
zu bringen. Insofern ist
es sinnvoll, dass Kirche
ihre Stimme für einen
nachhaltigen und achtsamen Umgang mit
der Schöpfung durch
Erzeuger und Verbraucher erhebt. Allerdings
muss sie auch selbst
entsprechend
handeln und selbstkritisch
reden. Man kann nicht
artgerechte
Tierhaltung fordern und beim
Gemeindefest die Billigwürstchen auf den
Rost legen. Dabei wird
schnell deutlich, dass
wir auch als Kirche in
die Widersprüche der Welt verstrickt
sind. Denn ökologische Produkte und
energetische Maßnahmen kosten Geld,
das dann an anderer Stelle fehlt. Diakonisches Handeln und seelsorgliche
Begleitung sind auch wichtig und sollen nicht zu kurz kommen. Auch Christen scheitern immer wieder an diesen
Widersprüchen. Glaube an die Rechtfertigung aus Gnade bewahrt aber
vor Resignation und motiviert, am Ziel
einer gerechten Welt für alle festzuhalten und dafür tätige Verantwortung zu
übernehmen.
Jan Peter Hoth
17
Gehörlosentag
„Wie im Himmel“
Jahrestreffen der Gehörlosenseelsorge Niedersachsen in Bückeburg
E
Dank den umsichtigen Schlossführern
und dem Team der gebärdensprachlichen Seelsorge in Niedersachsen lief
alles reibungslos.
An der ersten Station erzählte Pastorin Sandau einige historische
Informationen zum Schloss. Im Weißen Saal verteilte Pastorin Neukirch
Spiegelfliesen an die Besucher. Hier
sollte der Blick in den Himmel geöffnet werden. Im Goldenen Saal malte
Pastor Korsen jedem ein goldenes
Kreuz auf die Hand und erzählte vom
„neuem Jerusalem“, der Stadt Gottes
auf der Erde. In der Kapelle verteilte
Pastor Klein Teelichter und ließ diese
anzünden. Hier ging es um die Bitten:
„Vater unser im Himmel… Geheiligt
werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe…wie im
Himmel, so auf Erden.“
Zum Schluss trafen sich wieder alle
Gruppen zum Segen im Schlossinnenhof.
18
Zufrieden und mit neuen Erfahrungen schlenderten wir ins Parkcafé.
Dort stärkten wir uns bei Kaffee und
Kuchen und plauderten.
Ein letzter Höhepunkt war der Einblick in die Handwerkskunst.
Frau Gewers erklärte uns die Bückeburger Festtagstracht und zeigte
uns die Handwerkskunst „Perlenstrickerei“. Bei diesem schönen Fest war
schon ein Stück Himmel auf Erden
spürbar. Das Gottesdienstfest war
eine gelungene Kooperation der drei
Landeskirchen Braunschweig, Hannover und Schaumburg-Lippe.
(Bärbel Sandau)
Ein Fotoheft zu dieser Veranstaltung „Wie im Himmel...“ erhalten
Sie bei Frau Sandau:
Tel.: 05724 – 39 27 47
Fax: 05724 – 39 71 64
E-Mail: [email protected]
Fotos: © Karin Droste
ine bunte gebärdende Menschenmenge
versammelte
sich im Juni 2013 auf der
Schlossbrücke und bestaunte die
schöne Bückeburger Festtagstracht.
Jeder wollte gern ein Erinnerungsfoto
haben. Vor dem Schloss kam die
nächste Überraschung. Die Kindertrachtengruppe aus Gelldorf unter
der Leitung von Heidi Klaus tanzten
vor dem Schloss. Viele Schaulustige
gesellten sich dazu. Im Innenhof des
Schlosses begrüßte uns Pastorin
Neukirch zum Gottesdienst. Auch der
Landesbischof Dr. Manzke hieß alle
herzlich willkommen in der „größten
Landeskirche“ Niedersachsens.
Dann feierten wir in vier Gruppen an
vier Stationen unseren Gottesdienst.
Jede Station wurde von jeder Gruppe
versetzt besucht.
Jahresempfang
Jahresempfang 2013
Dr. h.c. Nikolaus Schneider zu Gast
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD), Dr. h.c. Nikolaus Schneider zu Gast beim 3. Jahresempfang
der Schaumburg-Lippischen Landeskirche am 19. Juni in der
Bückeburger Stadtkirche
L
andesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke konnte mehr als 700 Gäste
aus Kirche, Politik, Kultur und Wirtschaft und als besonderen Gast
den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD), Dr. h.c. Nikolaus Schneider begrüßen.
In seinem Vortrag zum Thema „Reformation und Toleranz“ sprach
Nikolaus Schneider von einer Lerngeschichte der christlichen Kirchen
in Sachen Toleranz auf dem Hintergrund einer langen und schuldhaften „Geschichte der Intoleranz“, die die christlichen Kirchen hinter sich
hätten. Hierbei äußerte er sich auch kritisch zu den Schriften Martin
Luthers, die als „Belege einer Todbringenden Intoleranz und als „dunkle
Schatten“ der Reformation erkannt“ worden seien. Auf dem Weg zum
Reformationsjubiläum 2017 hin sei es unumgänglich, „sich auch der
Ursachen und Wirkungen dieser dunklen Schatten unserer Tradition
bewusst zu werden.“ Heute sei eine Respekt-Toleranz notwendig, „um
eine moderne Gesellschaft zu befrieden, um Spaltungen zu überwinden und um Abwege in die Intoleranz zu verhindern.“
Nach Grußworten des Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy, des
Vertreters der islamischen DITIB Gemeinde Stadthagen, Dr. Ali Ihsan
Ünlü, und des geistlichen Vizepräsident Arend de Vries (Landeskirche
Hannover) wurden im Rahmen des Jahresempfangs 140 ehrenamtliche
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt, die sich in Besuchsdiensten
und in der Hospizarbeit engagieren. Der Präsident der Landessynode,
Klaus Dieter Kiefer hob hervor, dass das kirchliche Ehrenamt mithelfe,
„eine Kultur der sozialen Wärme und Fürsorge mit zu gestalten.“ Pastor Reinhard Zoske (Bergkirchen) sprach in seiner Funktion als landeskirchlicher Beauftragter für die Hospizarbeit den Geehrten seinen Respekt und den Dank für diesen Dienst aus, in dem sie „die Kirche zu den
Menschen tragen mit Herz und Hand und Wort“. Musikalisch umrahmt
wurde der Empfang vom Blechbläser-Ensemble sowie der „BüschingStreet Big Band“ des Ratsgymnasiums Stadthagen unter Leitung von
Andreas Meyer sowie vom Chor „Kreuz und Quer“ unter Leitung von
Matthias Goedecke. Als musikalischen Überraschungsgast kündigte
Landesbischof Dr. Manzke die 12-jährige Geigerin Dorothea Gehrke aus
Stadthagen an, die begleitet von Kantor Siebelt Meier (Klavier) mit dem
„Sommer“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ begeisterte. (uh)
Fotos: © kd
19
„Gott sei Dank, es ist Sonntag“
Konfirmandinnen aus
Großenheidorn
Lindhorst singt
Wunschlieder
„Zehn Stunden Gottesdienst – das gibt es nur in der
Landeskirche Schaumburg-Lippe!“
N
un, zehn Stunden, wie sie Prädikant Holger
Kipp zum Auftakt des „Tages des Gottesdienstes“ in der St. Thomas Gemeinde in Großenheidorn angekündigt hat, sind tatsächlich nur dort zu
erleben gewesen. Welche Impulse solch ein Tag setzen kann, der Gottesdienst in vielerlei Form erfahrbar
machen soll, hat aber nicht nur die Großenheidorner
Gemeinde erlebt. 16 Gemeinden innerhalb unserer
Landeskirche haben sich beteiligt, haben Neues ausprobiert oder Bewährtes in den Mittelpunkt gerückt.
„Den ‚Gottesdienst zwischen den Gemeindehäusern’
hatten wir ohnehin für diesen Tag geplant“, sagt Kipp. Als
der 25. August dann zum „Tag des Gottesdienstes“ werden
sollte, hätten sich Gruppen aus der Gemeinde gemeldet,
die gerne auch einen Beitrag dazu leisten wollten. Eins
kam zum anderen und schließlich hatte Großenheidorn
sieben Andachten an einem Tag. „Und immer waren
Leute da“, freut sich Kipp. Erste Rückmeldungen sind
bereits bei ihm eingegangen – die Konfirmanden etwa,
die die erste Andacht gestalteten, wollen gerne häufiger
mitmachen, wollen wieder vor dem Altar stehen oder
auch auf die Kanzel gehen dürfen, um vorzulesen was
sie vorbereitet haben.
Tauferinnerung und
Taufen in Meinsen
In Lindhorst hat Pastor Wilfried Vauth ein Wunschkonzert
in den Gottesdienst integriert. ‚Bewahre uns Gott’ und
‚Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer’ gehörten zu
den am meisten gewünschten Liedern – zur Begleitung
vom Posaunenchor sang die Gemeinde nach Herzens20
Gespräche und Austausch in Meerbeck
Zukunftskonferenz
Tag des Gottesdienstes liefert viele neue Impulse
lust mit. Genauso gehörte aber die Verabschiedung von
Karin Müller in die sonntägliche Stunde, die zu einer
Sponsoren-Fahrradtour aufbrechen wollte, um die kleine
Kirchengemeinde Nachterstedt mit dem erradelten Geld
zu unterstützen – vor dem Altar dankte sie allen, die ihr
geholfen haben.
In Meinsens Kirche hingegen wurde gebadet. Zur Tauferinnerung führten Grundschüler ein Theaterstück auf
und dazu gehörte, dass Kevin Eigenbrod vor dem Altar in
einer Wanne saß und freudestrahlend verkündete: „Ich
fühle mich wie neu geboren.“ Künftige Ereignisse solcher
Art sind nahezu vorprogrammiert. Für Pastor Ulrich Hinz
standen auch noch sechs weitere Taufen auf dem Plan.
Plaudern mit Gott
in Bückeburg
Nahezu die gesamte Gemeinde hat sich in Meerbeck zum
Gottesdienst eingefunden. Deren Hilfe ist im Anschluss
besonders gefragt gewesen, denn zum 1.000-jährigen
Bestehen des Ortes wurden die Menschen gebeten, sich
in Form dieser runden Zahl unter freiem Himmel aufzustellen. Fotografisch ist dieser historische Moment aus
dem Flugzeug dokumentiert worden.
Mit Gebärden- und Lautsprache haben Gehörlose wie
auch Hörende einen Gottesdienst in Bückeburg erlebt
und sich mit Problemen wie auch Wünschen im Alter
auseinander gesetzt.
Tierisch gut
in Sachsenhagen
In Sachsenhagen hingegen gestaltete Pastor Josef Kalkusch einen „tierisch guten“ Gottesdienst unter freiem
Himmel in der Wildtierstation. Die Verantwortung der
Menschheit für die gesamte Schöpfung stellte er in den
Mittelpunkt seiner Predigt, also auch die Verantwortung
für die Tiere – was an diesem Ort mit krähenden Hähnen,
kriechenden Schildkröten und anderem Getier umso
leichter nachzuvollziehen war.
Das Gespräch mit der Gemeinde hat wiederum in Sülbeck
im Mittelpunkt gestanden. „Alles jetzt. Nichts später.“ - Ist
das so? Oder ist das Leben anders besser? Diese und viele
andere Fragen haben Gottesdienstbesucher gestellt und
sich im Dialog auf die Suche nach Antworten gemacht.
Wenn der Tag des Gottesdienstes auch etwas Besonderes
gewesen ist, so gilt dieses „Alles jetzt. Nichts später.“ für
Gottesdienste sicherlich nicht. Denn – wohlgemerkt –
an jedem siebten Tag können die Menschen in unserer
Landeskirche sagen: „Gott sei Dank, es ist Sonntag!“ Und
in jeder Gemeinde ist ihnen dann auch ein Gottesdienst
gewiss. (uh/bnj/kd)
Ein Stück Himmel
in Sülbeck
21
Herzlichen Glückwunsch!
Jubiläum
Jahre im kleinsten Schloss der Welt
Gäste, die nicht abreisen wollen,
sind für Heimleiter Klaus Harms
das Schönste
D
as kleinste Schloss der
Welt ist für Klaus Harms
seit einem viertel Jahrhundert der Lebensmittelpunkt.
Seitdem leitet er die Freizeit- und
Tagungsstätte
‚Schloß
Baum’
des Evangelischen Jugendwerks
Schaumburg-Lippe.
Das Schönste für Klaus Harms ist
es, wenn die Abreise einer Gruppe
bevorsteht - und die Kinder und Jugendlichen nicht wieder wegfahren
wollen. Dann haben er und sein Team
wieder einmal ihr Ziel erreicht: die
klare Zufriedenheit der jungen Gäste
mit dem, was ihnen in dem Schloss
und auf dem Gelände angeboten
wird.
Was dazu beiträgt, diese Zufriedenheit zu schaffen, ist an vielen Punkten festzumachen. Die einmalige
Atmosphäre in dem 1759 von Fürst
Wilhelm erbauten Schloss mit dem
Tagungsraum, an dessen dunkel
vertäfelten Wänden ringsum die
Geweihe von Hirschen und Rehen
hängen, ist sicherlich ein Punkt. Der
fürstliche Wald ringsum mit seinen
vielen Erlebnismöglichkeiten ein weiterer. Und auch der Garten ist wichtig. Der Teich hinter dem Schloss, in
dem die jungen Gäste im Sommer
baden können. Die Adlerpforte und
die beiden Portale mit ihren fein gemeißelten Figuren hinter dem Teich,
die manches Mal als Theaterkulisse
dienen. Und die Parkanlage vor dem
Schloss, auf der jetzt Fußballtore und
Lagerfeuerplatz stehen.
22
Wenn Klaus Harms erzählt, wie
einst Fürst Wilhelm in seiner Kutsche durch das Tor gezockelt kam,
sein Schloss in den Blick bekam und
sich auf die Ruhe freute, die er hier
genießen wollte, dann meint man
förmlich, den Kutscher schnalzen zu
hören. Die Architektur von Schloss
und Garten erklärt er mit den Achsen, die der Fürst anlegen ließ und
aus denen er Ruhe und Kraft schöpfte. Diese Achsen mitten im Wald, sind
für Klaus Harms immer noch der
Dreh- und Angelpunkt dessen,
was die Atmosphäre des
Schlosses ausmacht. Das –
und die Gäste, die den
Ort mit Leben füllen.
täter, kommen Jahr für Jahr, weil sie
wissen, wie gut sie im Schloß Baum
aufgehoben sind und weil sie die
Umgebung genießen.
Nicht zuletzt kommen sie aber immer
wieder, weil der Heimleiter und sein
Team es schaffen, jeden von ihnen
wahrzunehmen und auf alle Bedürfnisse einzugehen. Und weil sie auch
nach 25 Jahren immer noch ihre
Arbeit gerne und mit Liebe machen.
(bnj)
www.ejw-shg.de
Kirchliche Gruppen,
Kindergartengruppen, Klassenverbände und viele
andere haben sich
auch in diesem
Jahr bei ihm angemeldet. Von
einer Übernachtung bis
zu zehn Tagen
in dem Schloss
wollen sie kommen. 110 Gruppen stehen bereits in seinem
Kalender - solche
aus der Landeskirche
und andere, die weite
Wege fahren, wie etwa
eine Gruppe aus
Darmstadt. Viele
sind Wiederholungs-
Foto: © kd
25
Herzlichen Glückwunsch!
Jubiläum
A
m 29. Mai 1988 wurde
der Pfarrhof Bergkirchen
vom damaligen Landesbischof Dr. Joachim Heubach und
Herrn Ministerialrat i. R. HansHelmut Reese seiner Bestimmung
als Tagungsstätte der Evangelisch-Lutherischen
Landeskirche
Schaumburg-Lippe übergeben. Die
Restaurierung und Modernisierung
der über 200 Jahre alten Pfarre
mit ihrem Wohn- und Wirtschaftsgebäude hatte fast zwei Jahre in
Anspruch genommen. Den Startimpuls zur Sanierung hatte der damaligen Gemeindepastor Bergkirchens
Hans
Redenius
gegeben. Heute
kann der Pfarrhof bereits auf
einen 25-jährigen
Betrieb
zurückblicken, der zahllose Gäste aus
der eigenen Landeskirche
und
ganz Deutschland
beherbergt
hat
und ein ideales
Tagungszentrum
zum
konzentrierten
Arbeiten,
Fortbilden
und Entspannen bietet. Knapp die
Hälfte der Gäste kommen aus der
„Nachbarschaft“ zu SchaumburgLippe, insbesondere auch aus der
Hannoverschen Landeskirche. Die
gute abwechslungsreiche Küche,
die individuelle Betreuung durch
das Mitarbeiterteam und die Überschaubarkeit des Pfarrhofs wird von
vielen Gruppen sehr geschätzt.
In seinem langjährigen Bestehen
hat sich der Pfarrhof einen weithin
bekannten Namen als Ort der Besinnung, des Lernens und der Gastfreundschaft gemacht. (r)
25 Jahre
Das 25-jährige Bestehen wird am
Freitagabend, den 25. Oktober 2013
mit einer Andacht und einem Empfang im Pfarrhof gefeiert werden.
Im Anschluss daran gibt die Gruppe
„mixed voices“ aus Hannover, die
bereits seit Jahren zwecks Chorproben im Pfarrhof Bergkirchen tagt,
ein Konzert um 20 Uhr in der St.
Katharinen Kirche Bergkirchen.
Der Eintritt ist frei.
Foto: © kd
Foto: © kd
„Pfarrhof Bergkirchen“ feiert
Dienstjubiläum Reinhard Berger
Reinhard Berger hat am 01.05.2013
sein 25-jähriges Dienstjubiläum
im Pfarrhof Bergkirchen gefeiert.
Als dienstältester Mitarbeiter geht
er dort nunmehr seit einem Vierteljahrhundert seiner Tätigkeit als
Hausmeister nach.
Nach seiner Arbeit gefragt, gefallen
ihm insbesondere die Vielfältigkeit
der anliegenden Tätigkeiten und die
täglich neuen Herausforderungen,
die ein Tagungsbetrieb wie der Pfarrhof mit seinen 29 Gästezimmern,
4 Tagungsräumen und dem riesigen
Gartenareal mit sich bringt.
Besonders schätzt er die vielen Arbeitsstunden an der frischen Luft
und die Kollegialität innerhalb des
Mitarbeiterteams. So erinnert er sich
z.B. an eine Aktion im Jahr 2005, bei
der man die gesamte 700 m² große
Parkfläche des Pfarrhofs mit viel
Engagement gemeinsam gepflastert
habe. Der Platz, so Reinhard Berger,
sei auch heute noch absolut im Lot.
(r)
Foto: © jb
23
Landei
Ein echtes Landei
Biogas - oder das ging früher auch einfacher...
24
Foto: ih
D
as Landei wird gnadenlos
unterschätzt. Geht es nach
den Städtern, kommt das
Landei eher langsam daher. Geistig wie körperlich kann es offenbar
nicht mithalten mit den Stadtpflanzen. Vorsichtig, aber freundlich,
bewegt es sich durch den Dschungel der Großstadt. Das Leben rast
am Ei vorbei. Meist verlässt das
Landei zum Arbeiten die Ruhe und
den Frieden der unberührten Natur.
Lässt das dörfliche Miteinander hinter sich, um beruflich nach vorn zu
kommen. Auch Landeier wollen sich
verwirklichen. Das tun sie auf ihre
ganz eigene Art und Weise.
Sie bringen zunächst einmal die
Grundentspannung mit, nach denen
der Städter so dringend sucht. LachYoga oder Work-Out nach Feierabend braucht das Landei nicht.
Es geht eben in Ruhe nach Hause.
Abendbrot, Tagesschau, ein Buch
und die Welt ist in Ordnung.
Dann findet der Stadtmensch beim
Landei die Agrarromantik, die er
sonst nur aus Hochglanz-Magazinen
kennt. Einweckgläser mit Bohnen,
Kirschen oder Zwetschgen stehen
im Eckschrank der gemieteten Einbauküche. Alle paar Wochen nämlich fährt das Landei los und versorgt sich bei der Verwandtschaft
auf dem Dorf mit Lebensmitteln.
Unbelastet, versteht sich.
Mittlerweile hat sich eine besondere Spezies herausgebildet: Das
„urban egg“. Diese Stadt-Landeier
sind die Jungen, die ganz wunderbar zwischen Dorf und Metropole
pendeln. Zum Studieren hier, zum
Arbeiten dort, zum Leben eben auf
dem Land. Für eine gewisse Zeit,
allein, gemeinsam. Wenn sie in die
Heimat fahren, um sich einzudecken mit Marmelade, Mettwurst
und mehr, dann sammeln sie Eindrücke, Augenblicke und Momente,
mit denen sie zu Hause wieder
zufrieden in den Alltag starten.
Diese Landeier sind bei weitem
nicht langsam oder gar dumm. Ganz
im Gegenteil, diese Landeier fühlen
sich da wohl, wo sie gerade sind.
Einfach weil sie wissen, wo sie herkommen. (ih)
Rezept
Reh trifft Kürbis
Rehhackbällchen am Spieß
500 g Gehacktes Rehfleisch
Salz und Pfeffer, gemahlener Wacholder und Piment
4 EL Feine Zwiebelwürfel
etwas Paniermehl oder eingeweichtes Weißbrot,
Milch oder Wasser
1 Ei
Aus der Masse Bällchen (wie Tischtennisbälle)
formen. In gesalzenem Wasser mit einer gespickten Zwiebel gar ziehen. Immer drei Bällchen auf
Schaschlikspieße stecken. Später in einer Pfanne in
Butter nachbraten. (Die Brühe kann für das Risotto
genommen werden)
Kürbis-Weizen-Risotto für 4 Personen
20 g Butter
Zwiebel fein geschnitten
½
1 TL Currypulver
1 EL Heller Balsamico-Essig
2 EL Apfelsaft
200 g Ebly-Weizen
ca. 500-600 ml Reh- oder Gemüsebrühe
500 g Kürbisfleisch gewürfelt (z.B. ½ Hokkaido)
Salz und Pfeffer, Chili, Zucker
1 El geschlagene Sahne oder Schmand,
2 El gehackte glatte Petersilie
Zwiebeln in Butter anschwitzen, mit Curry bestäuben. Essig und Apfelsaft dazu und fast verdampfen
lassen. Restliche Zutaten dazu geben und 20 min.
leicht kochen. Am Schluss Petersilie und Sahne
dazugeben.
Respektvoll handeln
und danken
T
radition, kurze Wege, toller Geschmack und
Freude: So sieht die regionale Küche von Martin
Parno, Küchenchef im Restaurant „Zum Dicken
Heinrich“ aus.
„Regionale und saisonale Lebensmittel werden für mich
immer wichtiger“, sagt Martin Parno. Als junger Koch gehe
es einem hauptsächlich darum, neue Dinge auszuprobieren
und ausgefallen anzurichten. Mittlerweile ist er seit 14 Jahren
hauptberuflich in der Küche und denkt weiter. Er legt mehr
Wert auf scheinbar einfache Dinge. Weniger Zutaten bei
der Zubereitung der einzelnen Gerichte, sowie der Eigengeschmack der Zutaten sind ihm wichtig. „In eine Kräuterbutter
gehören für mich nur Butter, Kräuter und Salz. Eine Rehsoße
muss nach Reh schmecken.“
Gemüsegerichte haben mit der Zeit einen immer höheren
Stellenwert für Parno bekommen. Gerade da gehe man am
besten mit der Saison. „Wichtig ist mir auch die komplette
Verwertung der Lebensmittel. Gewaschene Gemüseschalen
und Knochen nehme ich für Brühen und Soßen“, so Parno.
Darüber hinaus soll das Kochen Spaß machen. Man brauche
die nötige Zeit, die Stimmung in der Küche müsse gut sein
und die Gäste sollten sich freuen. „Ich finde, dass man so
respektvoll handelt und gleichzeitig Dank zeigt“, sagt Martin
Parno über seine Kochphilosophie.
Jetzt findet sich in der Küche des Lüdersfelder Familienbetriebes neben Äpfeln, Birnen und Trauben, Nüsse, Kartoffeln,
Mais, Lauch und Sellerie natürlich der Kürbis. Für die Leser
des ELAN hat Martin Parno das Gemüse mal ganz anders auf
den Teller gebracht. (ih)
Eingelegter Kürbis:
½ Hokkaido-Kürbis entkernt und in Spalten geschnitten in folgender Marinade ca. 15 Min. leicht kochen:
0,25 l Kräuteressig 5%
0,25 l Wasser
300 g Zucker
1 EL Curry
Salz
Anrichten:
Rehspieße in Butter nachbraten. Risotto auf Teller
anrichten, mit den Kürbisspalten garnieren.
Wer Lust hat, kann noch geröstete Kürbiskerne und
Preiselbeeren dazugeben.
Guten Appetit wünscht Martin Parno
Foto: ih
Gute Stimmung in der Küche: Martin Parno (v.re.),
Sven Diekmann und Stephan Dietrich.
25
... und sonst
Zum letzten Mal. Pastors Garten.
Kein Nachruf!
Das wird jetzt kein Nachruf. Kein Abgesang. Es wird auch keine Aufzählung von
Begebenheiten, die mal waren.
Doch ein persönliches Bekenntnis.
Das erste Mal, als ich über Josef
Kalkusch´s Idee stolperte, war, als ich
vor ein paar Jahren seine Einladung
zu Himmelfahrt las: Fälschlicherweise
– aber traditionskonform - gilt der sogenannte Vatertag als ein Freibrief für
bestimmte Unternehmungen. Anders in
Sachsenhagen: Pastor Kalkusch lädt nach
dem Gottesdienst zum alkoholfreien
Bier. Nicht mit erhobenem Zeigefinger,
sondern: einfach so. Bitte kommt vorbei.
Setzt euch hin, trinkt ein Bier mit mir. Bei
mir. Mehr nicht.
Ich werde neugierig und erfahre: Es gibt
einen Biergarten im Haus des Pastors.
Dazu: großes Medienecho mit Radio &
TV, viele Besucher, viele Helfer, aktive
facebook- und Internet-Präsenz, QR-code
an der Kirche.
Also mache ich mich mit dem Fahrrad
auf nach Sachsenhagen und finde vor
dem Pfarrhaus den Garten mit schönem alten Baumbestand, darunter
verteilt Biertischgarnituren, darauf mit
Steinen beschwerte Liederzettel, den
Posaunenchor vorm Haus, ein Kreuz,
eine improvisierte Kanzel. Und als der
Gottesdienst draußen beginnt, finden
sich an den Tischen wenig freie Plätze,
viele sind mit dem Rad gekommen –
nicht nur aus Sachsenhagen. Nach dem
Gottesdienst finde ich die Gelegenheit
zu einem Gespräch mit Pfarrer Kalkusch.
Bei einem Bier. Er erzählt über viele Jahre
*Pastors Garten* mit vielen Mühen und
viel Hilfe. Über die Schankerlaubnis, die
er brauchte, über Kamerateams, die ewig
gleichen Fragen nach dem Konzept, nach
seinem Konzept. Es gibt keins, sagt er.
Die Leute kommen und sitzen hier. Sie
können miteinander sprechen. Auch mit
mir. In meinem Garten. Auch über Kirche,
auch über Glauben. Die Gemeinden entwickeln rastlos neue Kreise, Angebote
und vervolkshochschulen zunehmend.
Sagt er. Die Gemeinden müssen wieder
mehr zur Ruhe kommen. Es nutzt nichts,
mit ökologisch selbst-gebatikten Schals
Tanzkreise um die Dorfeiche anzubieten.
Sagt er. Es nutzt nichts, sich mit immer
wiederkehrenden wir-wollen-Euchirgendwo-Abholen-Botschaften auf die
Leute einzustürmen. Lasst die Kirche wieder im Dorf. Im Zentrum, im Leben der
Gemeindemitglieder. Sagt er. Einfach da
zu sein. Präsent und authentisch. Nicht
mehr und nicht weniger: Dann kommen
die Leute in die Kirche. Und vielleicht
auch nachher zum Bier. Um zu reden.
Recht hat er.
Zum Festgottestdienst anlässlich der
letzten Saison 2013 von Pastors Garten
steht Josef Kalkusch auf der Kanzel seiner Kirche, schenkt sich mit den Worten
*Gott gibt einen aus* ein Glas (alkoholfreies) Bier ein und predigt darüber, dass
bei Gott Hopfen und Malz nicht verloren
sind. Die Kirche ist voll. Und sicher nicht
nur, weil der Landesbischof ein Grußwort
spricht. Josef Kalkusch verabschiedet alle
Gottesdienstbesucher mit Handschlag,
mit einem manchmal leicht spitzbübischen Blick und einem freundlichen
Wort. Eine Viertelstunde später öffent
*Pastors Garten* vorerst zum letzten
Mal: Landesbischof Dr. Manzke ist mit
im Team und bringt den Gästen auf
Wunsch Kaffee, Kuchen und Getränke
an den Tisch.
Das nenne ich ein Statement....
Christoph Hübener
Hütchenspiel statt Klingelbeutel
Neue Wege gehen, um den Klingelbeutel wirklich klimpern zu lassen – das erwägt
die Kirchengemeinde Bergkirchen. In der Winzlarer Kapelle hat Pastor Reinhard
Zoske sich aus diesem Grund eine neuartige Idee vorführen lassen.
Matthias Schlicht, Pastor einer Gemeinde in Buxtehude, praktiziert die von ihm
entwickelte Methode seit einiger Zeit und erzielt damit nach eigenem Bekunden
eine Vervierfachung dessen, was ansonsten nach sonntäglichen Gottesdiensten
gezählt werden konnte. Statt Klingelbeutel durch die Reihen gehen zu lassen,
bittet Schlicht vor dem Altar um Wetteinsätze zu einem Hütchenspiel. Neben der
Bereitschaft der Gemeinde, tief in die Tasche zu greifen, um sich an dem Spiel zu
beteiligen, sei ihm durch dieses Spiel auch die Aufmerksamkeit der Konfirmanden
gewiss. „Sie hören auf, ihre elfte SMS unter der Kirchenbank zu schreiben und
lauschen stattdessen meinen Worten“, sagt Schlicht.
Zoske assistierte Schlicht bei einer Demonstration des Hütchenspiels – und war
ebenso begeistert wie die Gemeinde, die zum Probelauf erschienen war. (bnj)
Anmerkung: die Demonstration des Hütchenspiels in der Winzlarer Kapelle ist tatsächlich über die Bühne gegangen – allerdings als Teil des Kabarett-Programms,
das Pastor Matthias Schlicht dort präsentiert hat. Die Gemeinde wird also auch
in Zukunft auf herkömmlichem Weg um Spenden in den Klingelbeutel gebeten.
26
e!
r
ti
a
S
:
g
Achtun
Vermischtes
St. Martini-Kirche Stadthagen
• Samstag, 26. Oktober 2013, 19 Uhr
„Der Golem“ - Stummfilm und Orgel - in Zusammenarbeit mit
„Kultur Stadthagen“ Orgelimprovisation: Prof. Emmanuel Le
Divellec (Basel/Hannover)
• Sonntag, 10. November, 17 Uhr
Konzert der St. Martini Brass Band, Ltg.: Michael Mensching
Sonntag, 24. November 2013, 17 Uhr
Schütz: Musikalische Exequien - Distler: Totentanz
Vokalensemble Stadthagen, Penalosa-Ensemble,
Instrumentalisten, Ltg.: Christian Richter
• Sonntag, 01. Dezember, 17 Uhr
Offenes Singen zum Advent mit Bläsern und Orgel
• Sonntag, 22. Dezember, 16 und 18 Uhr
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium I - III
16 Uhr Kinderkonzert, 18 Uhr Konzert
Claudia Reinhard, Nicole Pieper, Manuel König, Samuel Hasselhorn St. Martini-Kantorei, Vokalensemble Stadthagen, Kinderund Jugendchor St. Martini Barockorchester L‘arco Hannover,
Leitung: Christian Richter
• Freitag, 27. Dezember, 19 Uhr
Weihnachtskonzert der St. Martini Brass Band,
Ltg.: Michael Mensching
• im Jakob-Dammann-Haus, Marienburger Str. 10
Sonntag, 08. Dezember, 17 Uhr
Adventskonzert des Posaunenchores
Fortbildung für Gemeindekirchenräte
Die Arbeitsgemeinschaft „Gemeinschaft stärken“ lädt am
23. Oktober 2013 von 18:30 bis 21:15 Uhr im Marie-AnnaStift (Gemeindehaus St. Martini) in Stadthagen zu einer
Fortbildungsveranstaltung für Kirchenvorsteher/innen und
Gemeindekirchenräte ein.
Thema: Konflikte wertschätzend bearbeiten - Der KV/GKR
als Arbeitgeber. Ein Referent der Gemeindeberatung aus der
Landeskirche Hannovers wird Informationen geben und zum
Gespräch zur Verfügung stehen.
Stadtkirche Bückeburg
Jazz, Pop and more
mit dem Chor „mixed
voices“ aus Hannover
Freitag, den 25.10.2013 | 20 Uhr
St. Katharinen Kirche Bergkirchen
Konzert zum 25-jährigen Jubiläum des Pfarrhofs Bergkirchen
Schloß Baum
Sonntag, 27.10.2013 | 18 Uhr
Sedaán - Mongolische Ober-und
Untertonmusik
Sonntag, 17.11.2013 | 18 Uhr
Two of us - Kleinste Band der Welt
Montag, 9.12.2013 | 19 Uhr
Julvisor - Skandinavische Weihnachten für Genießer
Schloß Baum - Tel.: 05702/791
www.ejw-shg.de
02.11.2013
„Ein Tag für Frauen“
10-17 Uhr
Ev. Gemeindehaus Meerbeck
Vortrag: Engel im Alten Testament
Dr. Michaela Geiger, Uni Marburg
- Musik „Aufleben“
Workshops: Malen, Singen, Massage, Meditation, Tierisch gut, Bibliodrama, Engel in Kinderbüchern,
Tanz, Biblisch Kochen, Engelskirchgang Andacht - und vieles mehr.
Anmeldeformulare und nähere
Informationen in Ihrem Pfarramt.
TIPP: Kirchenkabarett in Großenheidorn
Kirche und Kabarett – passt das zusammen?
Pfarrer Maybach meint: Unbedingt! Wie beides
eine gelingende Einheit bilden kann, zeigt der
bundesweit erfolgreiche Kirchenkabarettist
in seiner Christlich Satirischen Unterhaltung,
mit der er am 17. Nov. 2013 um 18:00 Uhr in
der Thomaskirche gastiert. Einige kennen den
Künstler vom Kirchentag 2013 in Hamburg.
Man muss ihn erleben!!
Karten sind im Vorverkauf im Pfarrbüro zum Preis von
13,00 €, ermäßigt 10,00 € (Schüler u. Studenten) und
an der Abendkasse für 15,00 € erhältlich.
Foto: © kd
• Sonnabend, 5. Oktober 11.00 Uhr, Stadtkirche
„Chormusik zur Einkehr“
Der Kammerchor „JPS“ (Leitung: Siebelt Meier) singt Werke von
John Rutter. Eintritt frei !
• Sonntag, 13. Oktober 16.00 Uhr, Stadtkirche
„3. Teil der Clavierübung“ von Johann Sebastian Bach
Orgel: Fritz Siebert, Hannover. Eintritt frei !
• Sonnabend, 2. November 11.00 Uhr, Stadtkirche
„Orgel & Oboe“ Ulrike Köhler (Oboe) und Siebelt Meier (Orgel)
Eintritt frei !
• Sonntag, 10. November 16.00 Uhr, Stadtkirche
„4. Teil der Clavierübung“ von Johann Sebastian Bach
Cembalo: Fritz Siebert, Hannover. Eintritt frei !
Diaspora - Vortrag
Der Martin-Luther-Bund lädt ein zu einem Vortrag - mit Bischofsvikar Norbert Hintz aus Hannover als Referenten - zum Thema: „Entwicklung der Evangelischen-Lutherischen Kirche
in Russland (Europa)“. Am 2. Oktober 2013 um 15.00 Uhr
im Pfarrhof Bergkirchen. Im Anschluss Kaffee- und Tee mit
Andacht in St. Katharinen Kirche Bergkirchen.
Festliches Weihnachtskonzert mit Harmonic Brass in Steinhude
Der Posaunenchor Großenheidorn lädt für Mittwoch, den 18. Dezember 2013 um 19.00 Uhr in die Petruskirche zu Steinhude ein und
präsentiert in diesem Jahr das professionelle Blechbläserensemble
Harmonic Brass aus München in einem festlichen Weihnachtskonzert.
Karten sind im Vorverkauf in den Pfarrämtern Großenheidorn und
Steinhude sowie unter den Rufnummern 05033-8836 (S. Gleue) oder
0163-1683854 (J. Nickel) erhältlich bzw. zu reservieren.
Hospizidee weiterentwickeln
„Es ist nicht mehr zeitgemäß, Tod und Sterben aus dem Leben zu
verbannen!“
Wie das Wasser sich von der Quelle ins Tal einen Weg sucht,
sucht sich die Lebensbegleitung über Kopf, Herz und Seele den
Weg ins Leben, wo sie hingehört. Kein Gewehr kann die „Denke“
daran erschießen. Kein Zaun davor versperren. Keine Tür schützen.
Vortrag von dem Hospizbeauftragten am 06.11.2013, 19.30 Uhr im
Gemeindehaus Steinhude.
27
Aus der Landeskirche
Neue Krankenhausseelsorgerin
A
den Gifhorn, Vöhrum, Heemsen und
Drakenburg tätig.
Seit 2011 hatte sie die Pfarrstelle
der fusionierten Kirchengemeinde
Drakenburg-Heemsen inne.
m 1. August 2013 hat Frau
Pastorin Elisabeth GarnerLischka ihren Dienst als
neue Krankenhausseelsorgerin der
Schaumburg-Lippischen Landeskirche mit Dienstsitz im Evangelischen
Krankenhaus Bethel in Bückeburg
aufgenommen.
Während ihrer pfarramtlichen Tätigkeit hat Pastorin Garner-Lischka
berufsbegleitend eine Krankenhausseelsorgeausbildung (KSA) absolviert
und sich u.a. für die Begleitung
ehrenamtlicher Hospizmitarbeiter
weitergebildet.
Sie tritt damit die Nachfolge des ehemaligen Bückeburger Krankenhausseelsorgers Pastor Andreas Wömpner an, der in den pfarramtlichen
Gemeindedienst zurückgekehrt ist.
Die 57-jährige Seelsorgerin war
bisher Gemeindepfarrerin in der
Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers.
Dort war sie in den Kirchengemein-
Pastorin Elisabeth Garner-Lischka
vor dem Kruzifix in der Kapelle im
Krankenhaus Bethel (Bückeburg)
Am 16. August 2013 ist Herr Willi Meier, langjähriger Verwaltungsleiter im Landeskirchenamt unserer Landeskirche, auf dem Weg in eine
Urlaubsreise plötzlich verstorben. Herr Meier hat
von 1992 bis 2009 in seiner Aufgabe im Landeskirchesamt die Geschicke unserer Landeskirche
wesentlich mitbestimmt und gelenkt. Die Landeskirche Schaumburg-Lippe hat Herrn Meier sehr viel
zu verdanken!
Bei der Trauerfeier für Herrn Meier, die von Landesbischof i.R. Jürgen Johannesdotter geleitet
wurde, würdigte Herr Harald Weidenmüller, Mitglied des Landeskirchenrates und stellvertretender Präsident im Landeskirchenamt, in folgenden
Worten das Wirken von Willi Meier. Die möchten
wir Ihnen an dieser Stelle auch zur Kenntnis geben.
„Die Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe und ihr Landeskirchenamt in
Bückeburg trauern um ihren früheren Verwaltungsleiter Willi Meier.
Seit 1992 führte sein täglicher Weg von Aerzen nach Bückeburg in die Herderstraße. Statt ins Landeskirchenamt Hannover fuhr er nun ins Landeskirchenamt nach
Bückeburg. Hier war seine neue Wirkungsstätte, hier war er mehr als 18 Jahre lang
der kompetente Ansprechpartner in den vielfältigsten Verwaltungsfragen der Kirchengemeinden und Einrichtungen der Landeskirche, Probleme und Anliegen wurden hier
von ihm mit seinen Mitarbeitern gelöst. Stets bestens vorbereitet steuerte er maßgeblich die Entscheidungen im Landeskirchenamt, insbesondere Landesbischof und Präsident konnten sich auf den umfassenden Sachverstand ihres Büroleitenden Beamten verlassen, auch in der Zeit der Vakanz der Juristenstelle im Landeskirchenamt.
Im August 2012 durfte ich ihm seine Ruhestandsurkunde aushändigen und ihn gleichzeitig von seinen Aufgaben als Datenschutzbeauftragten der Landeskirche entbinden;
diese sensible Aufgabe hat Willi Meier über seine beginnende Altersteilzeit hinaus
mit Augenmaß und Respekt für die gesamte Landeskirche wahrgenommen. Dies war
sein letzter Dienst für den von ihm geschätzten Dienstherrn. Hohes Pflichtbewusstsein und Freundlichkeit waren ihm selbstverständlich, auch mit diesen Eigenschaften
wollen wir Herrn Willi Meier in unseren Herzen bewahren.“
Willi Meier
28
Pastorin Garner-Lischka wird zusätzlich zu ihrem Dienst im Krankenhaus
Bethel (Bückeburg) auch die Krankenhäuser des Klinikums Schaumburg
seelsorgerlich mitbetreuen. (uh)
Am 25. August starb
Anna Kaiser im Alter
von 93 Jahren.
„Ich habe immer auf
Gott ver­
traut und
bin nie ent­
täuscht
wor­den“ berichtet
Frau Kaiser, auch
liebevoll
Tante
Anni genannt, auf
einem ihrer letzten
Geburtstage.
Vom Elternhaus in
der Kleinen Schweiz
in Engern, über
die Rübensaftfabrik
in Banttorf, kommt sie im Herbst 1974 zurück in ihr
Geburtshaus. „Bis hierher hat mich Gott gebracht“.
Als junger Diakon besuche ich zusammen mit Pastor
Redenius und Pastor Zierke Anni Kaiser in der Kleinen
Schweiz. Sie möchte ihr Elternhaus und ihre Kraft Gott
ganz zur Verfügung stellen. Dieser missionarische
Dienst in Wort und Tat ist ihre Berufung. Lasst uns
dafür beten, sagt Tante Anni und wir falten die Hände.
Die Geschichte der Waldhütte beginnt. Tausende
von Kindern und Jugendlichen sind bei Tante Anni
zu Gast und werden von Ihr bekocht und bemuttert.
In der Küche gibt es frisches Quellwasser direkt aus
dem Brunnen hinter dem Haus. Aus ihren Worten und
ihrem Leben für Jesus Christus sprudelte lebendiges
Wasser.
Danke Tante Anni.
Klaus-Dieter Kiefer, Ev. Luth. Jugendwerk
Anna Kaiser
Freud
und Leid
Adventszeit
Markus Bilke und Geraldine, geb. Frank (getraut
in Alt-Tegel); Sascha Wesselmann und Gabriele,
geb. Klein; Sergej Hoffmann und Swetlana, geb.
Giesbrecht.
Beerdigungen: Klaus Paulke, 71 Jahre; Egon
Kielreiter, 73 Jahre; Erna Brandt, geb. Sümening,
87 Jahre; Walter Vergau, 57 Jahre; Kurt Eichholz,
98 Jahre; Manfred Richter, 90 Jahre; Heinrich
Loddewig, 81 Jahre; Margarete Bruchmann, geb.
Precht ,80 Jahre; Hanna Kölling, geb. Everding, 69
Jahre;Karoline Wilkening, geb. Schäkel, 99 Jahre;
Mirko Hartmann, 34 Jahre; Hans Georg Steinke, 71
Jahre; Hildegard Buzmann, geb. Nagel, 82 Jahre;
Helga Freitag, geb. Burwitz, 81 Jahre; Wolfgang
Büngel, 81 Jahre; Else Hollmann, geb. Tusel, 92
Jahre; Wolfgang Jahrmann, 54 Jahre; Siegfried
Bokeloh, 93 Jahre; Ilse Klöpper, 92 Jahre.
Kirchspiel Altenhagen-Hagenburg
Taufen: Henry Louis Wiebe, Emma Louise Wiebe,
Maddox Benkler (Sachsenhagen), Nele Kuckuck,
Frieda Stintat, Anna van Echten, Robin Feuerriegel, Pauline Röh, Marla Grabe, Laura Schneider,
Jaron Geist.
Trauungen: Christoph Rüter und Felicitas, geb.
Bruns (Wunstorf); Martin Katzmark und Janet
Eberhardt (Wunstorf); Roman-Jörn Franke und
Jessika, geb. Adler (Wunstorf); Christoph Helwich,
geb. Geßner und Olga (Gifhorn); David Paul Simon
und Anne Karoline Süß (Wunstorf).
Beerdigungen: Erika Konitzer, geb. Thielking, 82
Jahre; Gertrud Meuter, geb. Rust, 84 Jahre; Walter
Hermann, 70 Jahre; Elfriede Gieseke, geb. Türnau,
85 Jahre; Waltraut Freche, geb. Suhr, 82 Jahre;
Marie Reimers, geb. Rust, 91 Jahre; Friedrich
Rust, 91 Jahre.
Kirchspiel Grossenheidorn
Taufen: Liam Tebs, Milo Tebs, Dustin Tyler Knölke,
Jonas Frederik Thiem, Lucie Kästle.
Trauungen: Marcel Dunkel und Malin, geb. Gentemann; Dennis Kentrat, geb. Rhode, und Katharina;
Tobias Bender, geb. Möller, und Kerstin; Bastian
Büsselberg und Jennifer, geb. Becker; Sebastian
Link und Frauke, geb. Lübber.
Beerdigungen: Olga Kuhn, 92 Jahre; Johanna
Gailer, geb. Priggemeier, 97 Jahre; Gerda Wagner,
geb. Engewald, 87 Jahre; Erika Freier, geb. Heuer,
76 Jahre; Else Lindemann, geb. Pickert, 90 Jahre;
Waltraut Freche, geb. Suhr, 84 Jahre; Siegfried
Zimmermann, 83 Jahre.
Kirchspiel Bad Eilsen
Taufen: Niklas Blietzsch, Laura-Milane Decker,
Robin Hanke, Taylor Raven Hesse, Fabienne
Daphne Korpack, Lukas Lemke, Kaytlyn Brooke
Schrader, Annabelle Focke,Josy Lou Winkelhake,
Amy Nehrmann, Flora Zimmermann.
Trauungen: Klaus Samaritter und Karina Samaritter, geb. Seydlitz; Daniel Bölsing und Kerstin
Elisabeth Bölsing, geb. Kastning; Dr. Sebastian
Muschinsky und Dr. Anne-Christin Muschinsky,
geb. Hüser.
Beerdigungen: Martina Pfitzner, geb. Rosenau,
51 Jahre; Anna Scheper, geb. Kettwig, 90 Jahre;
Sabine Braun, 54 Jahre; Wilhelm Prasuhn, 94
Jahre; Minna Büscher, geb. Pape, 85 Jahre; Inge
Sigrid Rohde, geb. Rybicki, 75 Jahre; Erna Laußmann, 91 Jahre;
Elisabeth Mohrmann, geb. Kölling, 86 Jahre; Gertrud Richter, 97 Jahre;Heinrich Beckmann, 75
Jahre; Karoline Wilkening, geb. Schäkel, 99 Jahre;
Emilie Hillmann, geb. Koch, 95 Jahre; Karoline
Michalik, geb. Hugo, 92 Jahre; Manfred Hinz
79 Jahre; Else Hensellek, geb. Hoff, 88 Jahre;
Sophie Büscher, geb. Kirchhoff, 89 Jahre; Kurt
Müller-Sander, 83 Jahre.
Kirchspiel Heuerssen
Taufe: Ben Luca Groß.
Beerdigungen: Edith Scholz 81 Jahre, Karoline
Werder 85 Jahre, Anneliese Stahlhut 81 Jahre.
Kirchspiel Frille
Taufen: Florian Seele, Luise Reinhold, Emily
Feilbach, Moritz Feilbach, Max Heinrich Windheim.
Trauungen: Roman und Raissa Weber, geb.
Kubrak; Andrè Windheim und Wiebke Fehring.
Goldene Hochzeiten: Walter und Magdalene
Deerberg, geb. Klaffei; Friedrich und Giesela
Schäkel, geb. Prange.
Beerdigungen: Alfred Israel, 92 Jahre; Waltraut
Kellermeier, geb. Boll, 84 Jahre; Brigitte Prange,
geb. Dumke, 65 Jahre; Anton Wassermann, 94
Jahre; Wilhelm Meier, 83 Jahre; Alfred Rubin, 85
Jahre; Erna Müller, geb. Nahrwold, 90 Jahre; Alfred
Jensen, 70 Jahre.
Kirchspiel Bergkirchen
Taufen: Joline Linke, Auhagen; Paul Linke, Auhagen; Mila Kristina Teschner, Köln; Jule Matthias,
Stadt Rehburg.
Trauungen: Karl-Heinz Bremer und Ilona, geb.
Koch, Lindhorst; Stephan Schwidlinski und Sina,
geb. Rohlf, Wölpinghausen; Mark Lampe und
Susanne Krüger-Lampe, geb. Krüger, Hannover;
Frank Stachowski und Jennifer, geb. Grote, Porta
Westfalica.
Beerdigungen: Bernd Habelmann, Wölpinghausen, 59 Jahre; Sophie Vogt, geb. Kauke, Wiedenbrügge, 89 Jahre; Erna Suhr, geb. Wodarz, Bergkirchen, 88 Jahre; Monika Meyer geb. Büthe, Winzlar,
51 Jahre; Angelika Fröhlke, geb. Bock, Winzlar, 56
Jahre; Ilse Hensel, geb. Bode, Wölpinghausen,
71 Jahre; Karl-Heinz Stege, Wölpinghausen, 83
Jahre; Lina Reumke, geb. Bothe, Wölpinghausen,
92 Jahre.
Kirchspiel Lauenhagen
Taufen: Jannes Bethge, Lauenhagen; Ben Schulz,
Nordsehl; Emma Kubba, Hombrechtikon/Schweiz.
Trauungen: Eugen Trippel u. Olga, geb. Schuster,
Lauenhagen; Christof Friedel u. Karolin, geb. Bock,
Meerbeck; Mike Meier u. Iris, geb. Kenserski,
Lauenhagen.
Goldene Hochzeiten: Heinz Dollweber u. Renate,
geb. Maskus, Lauenhagen; Friedrich Mensching
u. Antonia, geb. Clodek, Lauenhagen; Helmut
Fahlbusch u. Christa, geb. Meier, Lauenhagen.
Beerdigungen: Karoline Böse, geb. Meier, Lauenhagen, 85 Jahre; Sophie Schlabe, geb. Reineking,
Pollhagen, 89 Jahre; Wilhelm Langhorst, Nienbrügge, 82 Jahre.
Kirchspiel Bückeburg
Taufen: Marieke Engelke, Alina Becker, Liana Becker, Anni Feindt, Samuel Porcello, Mayla Güttlein,
Chiara Bianga, Anna Lattwesen, Shirly-Chilem
Yard, Charlotte Harting, Frederik Harting, Aiden
Siewert, Jerome Hesse, Angelie-Marie Hesse,
Elias Erdmann, Emma Herber, Jolina Keisler,
Ylvie Schramme, Ben Becker, Jonas Langer, Leon
Bothe, Jonathan Kopelke, Davinia Mertin, Finnja
Beherzig, Canay Dursun, Tim Schimpf, Tom Jonas
Bergmeier, Clara Garrelfs, Lenja Wessel.
Trauungen: André Kerkmann und Kim, geb.
Klinger; Bernd Trettin-Hamacher und Cordula
Hamacher; Daniel Kilzer und Anca Maria, geb.
Capov; Biagio Porcello und Kirsten, geb. Fromme;
Kirchspiel Lindhorst
Foto: (c) kd
Taufen: Logan Brandts, Düsseldorf; Bryan Joel
Bormann, Lindhorst; Isabella Bormann, Lindhorst;
Lars Simon Grone, Lindhorst; Melissa Graue, Leese; Charleen Fuchs, Beckedorf; Kaylaigh Fuchs,
Beckedorf; Titus Mahler, Lindhorst; Lisa Huth, Ottensen; Anna Huth, Ottensen; Jan Huth, Ottensen;
Sara Huth, Ottensen.
Trauung: Antonia und Sven Krome, geb. Schneider, Heuerßen.
29
Adventszeit
Freud und Leid
Goldene Hochzeiten: Friedrich und Helga Dammeier, geb. Habenicht, Lindhorst; Heinrich und Anni
Dühlmeier geb. Schweer, Lindhorst.
Diamantene Hochzeit: Erich und Anna Seidel,
geb. Wille, Lindhorst.
Beerdigungen: Karoline Meinhard, geb. Hitzemann, 85 Jahre; Marie Knedel, geb. Meier, 81
Jahre; Wilhelm Ritter, 72 Jahre; Gerhard Heinze,
87 Jahre; Rudolpf Siebert, 79 Jahre; Hans Georg
Ehlke, 80 Jahre; Uwe Lunk, 62 Jahre; Emilie Selig,
geb. Dietz, 83 Jahre; Marie Meier, geb. Molthan, 91
Jahre; Elisabeth Mundt, 86 Jahre; Cord Busche,
71 Jahre; Bruno Reddel, 73 Jahre.
Gerda, geb. Schmöe, Nordholz;Willi Noack und
Elfriede, geb. Huy, Evesen.
Beerdigungen: Caroline Alfmeier, 91 Jahre, Evesen; Lothar Weikinnes, 63 Jahre, Evesen; Anna
Förster, geb. Friebe, 90 Jahre, Ahnsen; Ernestine
Schaer, geb. Deerberg, 92 Jahre, Berenbusch; Ilse
Klöpper, geb. Wild, 83 Jahre, Petzen.
Kirchspiel Pollhagen
Trauungen: Michael Bolte und Anne, geb. Gerland, Lauenhagen; Carsten Frederich und Claudia,
geb. Schulz, Bad Nenndorf; Arne Lutter und Nicole,
geb. Duda, Pollhagen.
Goldene Hochzeit: Wilfried Könnecke und Hannelore, geb. Möller, Pollhagen.
Beerdigungen: Sophie Schlabe, geb. Reineking,
Pollhagen, 89 Jahre; Heinz Wilkening, Pollhagen,
78 Jahre.
Kirchspiel Meerbeck
Taufen: Enya Hecht, Karl Oskar Janson Olsowski,
Tale Mia Charlotte Olsowski, Luca Paul, Amelie
Oelke, Paul-Lukas Bredemeier, Laurenz Theodor
Rudolf, Alessio Calvo, Len Marlo Fiedler, Lana
Kachel, Emilia Sophia Richter, Elias Richter, Janna Kiel, Eros Di Prima, Julius Hamelberg, Mattis
Krechlok, Christian Hübner.
Trauungen: Rainer Breuer-Wiebke und Sabine,
geb. Breuer; Torsten Rudolf und Nadine, geb. Krabbe; Bastian Sellmann und Kathrin, geb. Schulze;
Igor Boss, geb. Funk und Inna Boss; Daniel Gerke
und Jessica, geb. Mensching; Sören Fischer und
Britta, geb. Tegtmeier; Henning Bredemeier und
Scarlett, geb. Gottschalk; Dirk Stendel und Corina
Stendel-Paul.
Beerdigungen: Claus-Dieter Berg, 68 Jahre;
Karlheinz Krebs, 77 Jahre; Edeltraut Bielzer geb.
Tschersich, 74 Jahre; Anni Güsewelle geb. Möller,
64 Jahre; Gertrud Seeger geb. Ott, 73 Jahre;
Brunhilde Wilharm geb. Machalke, 79 Jahre; Hete
Lausmohr geb. Wiechmann, 84 Jahre; Helene Görlitzer geb. Insinger, 86 Jahre; Günther Blaaß, 67
Jahre; Anneliese Mauelshagen geb. Klusmann, 88
Jahre; Rudolf Giske, 79 Jahre; Gerhard Gümmer,
71 Jahre; Ernst Bartels, 76 Jahre; Fritz Wilkening,
73 Jahre; Günter Heine, 82 Jahre; Wolfgang Jahrmann, 54 Jahre; Walter Meyer, 65 Jahre.
Kirchspiel Probsthagen
Taufen: Jolina Kappmeier, Probsthagen, Nia Linn
Böhm, Düsseldorf.
Goldene Hochzeiten: Heinz und Gisela Hansing,
Probsthagen. Friedrich und Hannelore Schäfer,
Lüdersfeld. Walter und Anneliese Gümmer, Lüdersfeld.
Diamantene Hochzeiten: Heinrich und Marie
Harmening, Lüdersfeld; Alfried und Hildegard
Trepczik, Vornhagen.
Beerdigungen: Marie Wilkening, geb. Strohmeier, Lüdersfeld, 85 Jahre; Marie Wieggrefe, geb.
Dühlmeier, Lüdersfeld, zuletzt Altes Forsthaus,
92 Jahre; Winfried Böhm, Habichhorst, 74 Jahre;
Alfred Bergmann, Probsthagen, 88 Jahre; Elfriede Mauruschat, geb. Ganske, Lüdersfeld, 84
Jahre; Günter Lange, Hannover (Beerdigung in
Lüdersfeld), 79 Jahre; Gisela Rebert, geb. Konze,
Probsthagen, 62 Jahre.
Kirchspiel Sachsenhagen
Taufen: Sebastian Naumann, Porta Westfalica;
Marille Jolie Heine, Pollhagen; Joshua Schütze,
Auhagen; Jens Battermann, Auhagen; Emma
Riesen, Sachsenhagen.
Trauungen: Marc und Julia Kolles, geb. Langer,
Auhagen; Stefan und Veronique Blaurock ,geb.
Thomas, Garbsen; Sebastian und Nicole Naumann, geb. Nemeth, Porta Westfalica; Jens und
Melanie Battermann, geb. Werner, Auhagen.
Beerdigungen: Edith Nitschke, Sachsenhagen, 79
Jahre, Karl Meier, Auhagen; Rudi Klein, Auhagen;
Werner Teichert, Sachsenhagen, 78 Jahre; Karin
Langerwisch, Sachsenhagen, 73 Jahre; Ernst
Geweke, Sachsenhagen, 76 Jahre; Karl Schlüter,
Sachsenhagen, 80 Jahre.
Kirchspiel Meinsen
Taufen: Simone Hartmann, Stemmen; Matti
Schwiezer, Warber; Louis Fiedler, Meinsen; Arthur
Samuel Winther, Rusbend; Paul Heinrich Connemann, Warber; Emma Pia Giere, Extertal; Petter
Bilges, Warber; Greta Bartling, Meinsen; Laurenz
Bartling, Meinsen; Carlotta Thom, Meinsen.
Goldene Hochzeiten: Ernst Spannuth und Ursula,
geb. Mensching, Rusbend; Heinrich Bicknese und
Inge, geb. Schering, Rusbend; Edwin Gutz und
Siegrid, geb. Feldmann, Warber; Heinz Borck und
Ella, geb. Melitz, Warber.
Beerdigungen: Elfriede Kelle, 81 Jahre, Meinsen;
Josef Flöring, 87 Jahre, Meinsen; Hildegard Schubert, 81 Jahre, Meinsen; Karl Bruns, 84 Jahre,
Meinsen; Ilse Aldag, 79 Jahre, Meinsen; Manfred
Hinz, 79 Jahre, Bad Eilsen.
Kirchspiel Stadthagen
Kirchspiel Petzen
Taufen: Emma-Louise Kleinau, Röcke; Jasper
Rothmann, Petzen; Isabell Busche, Obernkirchen;
Mara Talia Schmalkoch, Petzen; Milena Splitt,
Röcke.
Trauung: Andreas Prasuhn und Stefanie, geb.
Erksmeier, Petzen.
Gottesdienst anlässlich Eheschließung:
Marcel Zander und Jessica, geb. Holla, Extertal;
Daniel Dekarski und Christine, geb. Harmening,
St. Augustin.
Goldene Hochzeiten: Jürgen Beuthan und Helga,
geb. Fock, Nordholz; Felix Vogel und Margret,
geb. Engelke, Petzen; Ernst Kemenah und Hilde,
geb. Windheim, Petzen; Rolf Dehne und Rita,
geb. Knaup, Petzen; Hans-Joachim Krause und
Gisela, geb. Heumann, Petzen; Helmut Henning
und Ingrid, geb. Olschenka, Berenbusch.
Diamantene Hochzeiten: Siegfried Hunkert und
30
Foto: (c) kd
Taufen: Leon Maurice, Elias Mathias und Pia
Sofie Rebentisch, Stadthagen; Jonas Wegele,
Stadthagen; Matilda Thais Freymuth, Stadthagen;
Mats Birk Stahlhut, Stadthagen; Charlotte Orthlieb,
Stadthagen; Leon und Collin Diekmann, Stadthagen; Annamaria Herbst, Stadthagen; Marlon Bartels, Stadthagen; Emilian Gutow, Stadthagen; Emil
Nerge, Nienstädt; Filina Kauffeldt, Stadthagen; Eric
Salmen, Stadthagen.
Trauungen: Kamil Wischniowski und Jennifer
geb. Ulit, Stadthagen; Jurij Motusow und Lydia
geb. Beitler, Stadthagen; Dennis Goergens und
Jenny geb. Nickel, Helpsen; Thomas Grüner und
Nadja geb. Vyskocil, Meerbeck; Johannes Kerner
und Véronique Orthlieb, Stadthagen; Karsten
Bredemeier und Ina geb. Gansel, Auetal; Dr. Volker
Buddensiek und Dorothee Wohlers-Buddensiek,
Stadthagen; Jens Wagener und Heike geb. Spindler, Stadthagen.
Goldene Hochzeit: Karl-Heinz Grage und Monika,
geb. Pasch.
Diamantene Hochzeit: Wilhelm Gellermann und
Hildegard, geb. Barsch.
Freud
und Leid
Adventszeit
Waltraud, geb. Söchting und Heinz-Dieter Salge;
Helga, geb. Dormann und Werner Rusche.
Beerdigungen: Ute Reineke, geb. Schwenk, 69
Jahre; Emma Springhorn, geb. Nowakowski, 93
Jahre; Barbara Faulhaber, geb. Meyer, 65 Jahre;
Heinrich Branning, 86 Jahre; Horst Köpping, 79
Jahre; Werner Sperling, 55 Jahre; Delchen Rogge,
geb. Mindermann, 90 Jahre; Hannelore Kirschke,
geb. Meuter, 67 Jahre; Margret Bühmann, geb.
Büßelberg, 83 Jahre; Elfriede Skopp, geb. Bredthauer, 83 Jahre; Horst Röpke, 74 Jahre; Paschen
Kaßbaum, 89 Jahre; Herta Birth, geb. Keller, 91
Jahre; Helmut Perschau, 95 Jahre; Willi Meßmann,
86 Jahre.
Beerdigungen: Jutta Fischer geb. Lühr, 85 Jahre;
Karl Hasse, 86 Jahre; Armin Medel, 88 Jahre;
Holger Furchheim, Hannover, 59 Jahre; Monika
Roesner geb. Thomczyk, 63 Jahre; Elfriede Kahlert
geb. Müller, 83 Jahre; Heinrich Schwiering, 73 Jahre; Dorothee Krömer geb. Lührsen, 91 Jahre; Hannelore Bendkowski geb. Förster, 75 Jahre; Brigitte
Steffens geb. Panknin, 80 Jahre; Lina Wischhöfer
geb. Everding, 81 Jahre; Horst Beckmann, 86 Jahre; Andreas Köhler, Verl, 45 Jahre; Ernst Heine, 88
Jahre; Dr. Peter Dörge, 81 Jahre; Ellen Hartmann
geb. Faßbender, Ansbach, 81 Jahre; Prof. Dr. Fred
Hartmann, Ansbach, 81 Jahre; Gerhard Albrecht,
79 Jahre; Margarethe Hilke geb. Schmidt, 82 Jahre;
Elfriede Lube geb. Kerkmann, 75 Jahre; Irma Kilian
geb. Keßler, 90 Jahre; Ernst Köpper, Helpsen, 78
Jahre; Rosemarie Möke-Stratmann geb. Tegtmeier,
Nienstädt, 80 Jahre; Hildegard Witt geb. Galinski,
93 Jahre; Helmut Wegener, 84 Jahre; Friedrich
Iburg, 88 Jahre; Wilhelm Drewes, 74 Jahre; Gertrud Hericks geb. Schäpsmeyer, 82 Jahre; Rainer
Watermann, 50 Jahre; Karsten Nowak, 51 Jahre;
Günter Bobenrieth, 71 Jahre; Meta Anke geb.
Eckelt, Wunstorf, 92 Jahre; Hilde Löffelbein geb.
Schäfer, 87 Jahre; Otto Hasse, 85 Jahre; Manfred
Oxen, Hannover, 56 Jahre; Wolfgang Wilhelmy, 72
Jahre; Wolfgang Stabenow, Pattensen, 74 Jahre;
Horst Sodtke, 81 Jahre; Kurt Villwock, 84 Jahre;
Eva-Maria Künnecke geb. Erasmi, 87 Jahre; Ernst
Läseke, 68 Jahre; Lina Gutsmann geb. Zichos, 96
Jahre; Wilma Möller geb. Thonke, 79 Jahre; Ilse
Scharping geb. Meyer, 90 Jahre; Helga von der
Brüggen geb. Wilkening, 74 Jahre; Wolfgang Nord,
70 Jahre; Wolfgang Franz, 62 Jahre.
Kirchspiel Wendthagen
Taufen: Jayden Fisco Wäsch, Wendthagen;
Fine Schroeder, Wendthagen.
Beerdigungen: Edith Scholz, geb. Haverland,
Obernwöhren, 82 Jahre; Wilhelm Gellermann,
Wendthagen, 84 Jahre; Kurt Hasse, HörkampLangenbruch, 73 Jahre.
Kirchspiel Steinbergen
Taufen: Thea Lieselotte Niederdorf, Engern; Emily
Zoltziar, Rinteln; Fabio Koppelberg, Steinbergen;
Larissa Hüllen, Hameln; Flavio Bernotti, Buchholz;
Niko Röhrs, Engern.
Trauungen: Bernd und Birgit Kurok, geb. Pacholek, Steinbergen; Matthias und Manuela Lossie,
geb. Klein, Buchholz.
Goldene Hochzeiten: Gerda und Friedrich Fromme, Engern; Ursula und Helmut Diekmann, Engern; Renate und Kurt Kölling, Engern.
Beerdigungen: Marianne Murl, Steinbergen, 71
Jahre; Ilona Riesner, Buchholz, 71 Jahre; Marga
Hoppenstock, Engern, 80 Jahre; Reinhard Biedermann, Steinbergen,70 Jahre; Erwin Ossenkopp,
Steinbergen, 79 Jahre; Hermann Wessel, Ahe, 84
Jahre; Ernst Olthoff, Engern, 90 Jahre; Heinrich
Schuler, Steinbergen, 78 Jahre; Helene Rogel, Bad
Eilsen, 94 Jahre; Rolf Miede, Buchholz, 72 Jahre;
Gabriele Theuerkauf, Engern, 69 Jahre; Veronika
Jürgens, Rinteln, 80 Jahre; Werner Lange, Engern,
78 Jahre; Anna Kaiser, Steinbergen, 93 Jahre.
ELAN
Kirchspiel Steinhude
Taufen: Luisa Marie Fürstenwerth, Steinhude;
Julian Dohrmann, Steinhude; Celina Opitz, Steinhude; Steven Opitz, Steinhude; Nele Kuckuck, Hagenburg; Frieda Stintat, Hagenburg; Anna van Echten, Hagenburg; Robin Feuerriegel, Hagenburg;
Pauline Röh, Hagenburg; Joric Luca Matthies,
Hannover; Yrsa Emmi Schröder, Steinhude; Mirco
Vargović, Wunstorf; Mia-Sophie Weber, Steinhude;
Jaron Geist, Hagenburg; Mania Keuwel, Landesbergen; Laura Schneider, Hagenburg; Sarah
Schramm, Algermissen.
Trauungen: Inken, geb. Kerwat und Thomas
Röhrig, Steinhude; Michaela geb. Tatje und JanHenning Ranke, Hagen; Birgit Thiemann-Kästle
und Edwin Thiemann, Steinhude.
Silberne Hochzeiten: Elke, geb. Thiele und Thorsten Fischer. Marion, geb. Hoyer und Heinrich
Grages.
Goldene Hochzeiten: Erika, geb. Schwabe und
Helmut Klemm; Margrit, geb. Lempfer und Heinrich
Engelmann; Karin, geb. Röver und Wilhelm Pickert;
Zeitung der
Evangelisch-Lutherischen
Landeskirche Schaumburg-Lippe
-Landeskirchenamt-
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Verantwortlich: Ulrich Hinz
Layout/Design: Karin Droste
Cover Titel: Landleben pur!
© Karin Droste (kd)
Umschlag: © Beate Ney-Janßen (bnj)
Foto: (c) kd
31
Das Samenkorn
Ein Samenkorn lag auf dem Rücken,
die Amsel wollte es zerpicken.
Aus Mitleid hat sie es verschont
und wurde dafür reich belohnt.
Das Korn, das auf der Erde lag,
das wuchs und wuchs von Tag zu Tag.
Jetzt ist es schon ein hoher Baum
und trägt ein Nest aus weichem
Flaum.
Die Amsel hat das Nest erbaut;
dort sitzt sie nun und zwitschert laut.
Joachim Ringelnatz (1883-1934)
Evangelisch-Lutherische
Landeskirche Schaumburg-Lippe