Die Dach-Hauswurz - Hildegard von Bingen

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Die Dach-Hauswurz - Hildegard von Bingen
Die Dach-Hauswurz - Sempervivum tectorum L.
Wikipedia- Dachhauswurz
Sempervivum, das bei Hildegard „Hauswurz“ genannt wird,
ist der Äbtissin zufolge ein starkes Aphrodisiakum und
Fruchtbarkeitsmittel, allerdings nur für ältere Männer.
Fruchtbarkeit von Frauen werde nicht erhöht, nur die
Begierde.
Für zeugungsunfähige Männer aber empfahl sie in
Ziegenmilch eingelegte Hauswurz.
Astrologische Zuordnung: Mars, Saturn, Jupiter, Venus
Inhaltsstoffe:
Tannine und Pflanzenschleim, die beruhigend und heilend (inkl. Gerbstoffe, Harze,
Kalziummalat, 40% Apfelsäure, Ameisensäure, und fette Öle) wirken.
Weitere Anwendungsgebiete:
kühlendes Mittel bei Verbrennungen, Verletzungen, Entzündungen, Ohrenschmerzen,
Wurmbefall und Fieber eingesetzt. Die Blätter der Pflanze enthalten Gerbstoffe, kühlende
Schleimstoffe und Fruchtsäuren; damit erscheinen einige der traditionellen Anwendungen
durchaus sinnvoll.
Der DACHWURZ ist mit der Aloe Vera vergleichbar und wurde als eines der ersten
Erstehilfekräuter genutzt.
Besonders der Saft der dickfleischigen Blätter wurde lange Zeit als heilkräftig angesehen,
mitunter sieht man dies heute noch so. Der aus den Blättern gewonnene Saft wurde und wird
von manchen gegen trockene, rissige Haut, Ekzeme und gegen Verbrennungen verwendet.
Wichtige Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe und Schleimstoffe. In der Volksmedizin wird der
frische Saft aus den Blättern äußerlich zur Linderung von Insektenstichen, bei Geschwüren,
schlecht heilenden Wunden, Warzen, Hühneraugen und gegen Ohrenschmerzen angewendet.
Die Hauswurz ist eines der ältesten Kräuter für Erste Hilfe und ihre Anwendung in der
Volksheilkunde war seit jeher vielseitig.
Die frischen Blätter werden aufgeschnitten um den frischen Saft direkt auf die entsprechenden
Hautpartien aufzutragen bei Hautleiden, -entzündungen und –wucherungen, Neurodermitis,
Warzen, rissige Haut, Juckende - brennende Haut, Brandwunden, Sonnenbrand,
Altersflecken, Sommersprossen, Insekten- und Nesselstiche.
Hildegard von Bingen - Seminare Gabriele Wild – Kirchstr. 6 – 97901 Altenbuch 09392 / 93 48 49
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Sagen/ Mythen:
bereits Karl der Grosse hat im 9. Jahrhundert in seinem
«Capitulare de villis vel curtis imperii», seiner Landgüterverordnung befohlen, dass auf
jedem Haus eine Hauswurz die Bewohner vor Blitzschlag schützen soll.
Naturwissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass jedes Blatt der Hauswurz ein
guter Stromleiter sein könnte. Hätte man ein paar hundert Rosetten auf dem Dach "und jeder
Gärtner soll auf seinem Dach 'Jupiter-Bart' haben".
Jupiter und Donar galten als Götter, die den Blitz unter ihrer Kontrolle hatten, und Hauswurz
sollte Blitzeinschlag und Brand fern halten. Und so bildet seit Jahrtausenden die Hauswurz
dichte Polster auf Torbögen, Mauerpfosten, Dächern und Scheunen. In der Schweiz wurde die
Hauswurz noch bis ins 20. Jahrhundert hinein als Zauberpflanze verwendet. Man pflanzte sie
auf ein Brettchen, das auf einen Pfahl montiert war.
Auf Viehställe gepflanzt sollten sie dafür sorgen, dass die Tiere vor Seuchen bewahrt bleiben.
ab und zu sieht man auf alten Dächern und erinnern an den alten Brauch.
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Der Inhalt dieser Zusammenfassung kann natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder
die letztgültige Interpretation auch von Originalquellen/texte erheben.
Dies sind allgemeine Informationen, persönliche Indikationen besprechen Sie mit ihrem HP oder
Apotheker. Bildquellen: Wikipedia
Diverse Quellen von Gabriele Wild
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