Berufswahlorientierung und Lebensplanung für - Rhein-Sieg

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Berufswahlorientierung und Lebensplanung für - Rhein-Sieg
PRAXISMAPPE
für MultiplikatorInnen
Berufswahlorientierung
und Lebensplanung
für Mädchen und Jungen
an Schulen des
Rhein-Sieg-Kreises
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Impressum
Herausgeber:
Rhein-Sieg-Kreis
Der Landrat
53721 Siegburg
Internet: www.rhein-sieg-kreis.de
Redaktion:
Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises
Monika Schneider und Dagmar Richter-Körner
E-Mail:
[email protected]
[email protected]
Regionalstelle Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg
Anita Halft, Büro Siegburg
E-Mail:
[email protected]
Gleichstellungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises
Irmgard Schillo
E-Mail:
[email protected]
Jugendwerkstatt Rhein-Sieg
Beate Müller-Grunewald
E-Mail:
Gedruckt:
[email protected]
Rhein-Sieg-Kreis
Hausdruckerei
Gestaltung:
www.rolfbartsch.de
1. Auflage
2006
Inhalt
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4 Vorwort
6 In eigener Sache
9 Geschlechtsspezifische Berufs- und Lebensplanung:
9| Warum ist eine geschlechtsspezifisch ausgerichtete Berufs- und Lebensplanung notwendig?
11| Ziele für eine
geschlechtsspezifische Berufs- und Lebensplanung 13| Perspektiven
14 Das Angebot im Rhein-Sieg-Kreis:
14| Berufsbörsen für Mädchen und regionale Angebote für Jungen 15| Auswertung 16| Geschichte der Berufsbörsen für Mädchen 17| Berufsbörse in Siegburg 19| Auswertung 20| Berufsbörse in Meckenheim 22| Auswertung
23| Regionale Angebote für Jungen
33 Beschreibung der einzelnen Angebote für Mädchen:
Berufs-aus-bildung:
34| Automobilbranche
35| Elektrik
36| Floristik
37| Friseurhandwerk
39| Garten- und
Landschaftsbau 40| Gesundheitswesen 41| Hauswirtschaft 42| Holztechnik 43| Kinderpflege 44| Farbtechnik
45| Metalltechnik 47| Transport und Logistik 48| Zweiradtechnik 49| Schmieden
Berufe im Internet: 50| Internet 51| Job-Lab
Spezials: 52| Das Kleine Sex-Quiz 53| »Ich will und werde was!« (Film)
55 Beschreibung der einzelnen Angebote für Jungen:
Geld-Geschäfte:
56| Bankwesen 57| Einführung in bargeldlose Geldgeschäfte 58| Rund um die Lohnabrechnung
59| Schulden? Nein-danke! 60| Was kostet mein Leben ? 61| Wie teuer ist das Leben ?
Berufs-Bildung: 62| Betriebsbesichtigung 63| Dein Traumberuf im Datennetz 64| Drachenbau 65| Einführung in die
Zweiradtechnik 66| Mit dem BIZ ins Netz 67| Mountain-Bike-Workshop 68| Rund ums Bike 70| Stifthalter aus
Kupferrohr 71| Unter dem Sternenhimmel
Team-Techniken: 72| Erlebnis Kooperation 73| Im Team sind wir stärker 74| Kleiner Erlebnisparcours 76| Kooperations- und Rollenspiele 77| Selbsterfahrung der Sinne 78| Spinnennetz
Themen-Talk: 79| »Der hat mich blöde angemacht« 80| Der Lebenssack 81| Jugendschutz: Ich darf alles! Darf ich
alles? 82| Liebe, Freundschaft, Sexualität 83| Null-Promillo-Bar 84| Fantasiereise 85| Straßenkinder 86| »Sucht in
den Sack« 87| Talk about 88| Zukunftswerkstatt Mann
89 Anhang:
89| Materialien 103| Literatur 105| Links 107| Videofilme, DVD 108| AnbieterInnen
4 | Vo r wo r t
Für Schülerinnen und Schüler ist es bei über 400 Ausbildungsberufen nicht leicht, sich zu entscheiden.
Bezeichnungen verändern sich, sind oft nicht mehr eindeutig zuzuordnen, aber auch die Arbeitsinhalte
sind andere geworden. Nicht selten kennen Jugendliche höchstens 10 Prozent der möglichen Berufe
und viele davon auch nur oberflächlich.Wie sollen sie da feststellen, ob ihre Fähigkeiten und Neigungen
zu einem Berufsbild passen und sich dann klar entscheiden?
Aber damit nicht genug, es bewegen die Jugendlichen noch ganz andere Fragen: Habe ich Chancen auf einen Ausbildungsplatz? Finde ich eine Lehrstelle in der Nähe oder muss ich evtl. bundesweit
suchen? Bietet mir der Beruf Aufstiegsmöglichkeiten? Kann ich ihn auch in Teilzeit ausüben? Sind Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen? Verschafft er mir ein ausreichendes Einkommen?
Das sind nicht die einzigen Gedanken, die Jugendliche sich heute bei einem Blick auf ihre berufliche Zukunft und ihr weiteres Leben machen müssen. Nicht selten bedarf es – trotz eines qualifizierten
Schulabschlusses – vieler Anstrengungen, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
In der heutigen Zeit ist eine intensive Auseinandersetzung mit Berufs- und Lebenszielen unabdingbar. Jugendliche müssen die Chance erhalten, eine möglichst breite Palette von Berufen „tatsächlich“ kennen zu lernen, insbesondere, wenn ihre Chancen aufgrund sozialer Benachteiligungen oder
individueller Beeinträchtigungen eingeschränkt sind. Dies gilt nicht selten für Schülerinnen und Schüler
von Hauptschulen und Förderschulen. Sie müssen dazu angehalten werden, diese Chancen aktiv zu
nutzen.
Eltern, Schule, Berufsberatung, andere Beratungsinstitutionen und auch die Jugendhilfe haben die
Aufgabe, junge Menschen in dem komplexen und langfristigen Berufswahlprozess zu unterstützen und
dafür zu sorgen, dass ihre berufliche Integration gelingt.
Nicht nur der Arbeitsmarkt, sondern auch der Ausbildungsmarkt ist noch immer zweigeteilt. Ein
sich verengender Ausbildungsmarkt wirkt sich leider in erster Linie zu ungunsten von Mädchen aus.
Das war der Grund, weshalb sich vor einigen Jahren verschiedene Institutionen zusammengeschlossen
haben, um die Berufsbörsen für Mädchen aus Hauptschulen und Förderschulen zu kreieren. Ziel war
und ist es immer noch, das Berufswahlspektrum der Mädchen zu erweitern und sie bei ihrer Berufswahlorientierung und Lebensplanung aktiv zu unterstützen. In den ersten Jahren fanden diese Berufsbörsen für Mädchen nur in Siegburg, inzwischen auch in Meckenheim statt.
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Es hat sich gezeigt, dass es auch spezifischer Angebote für Jungen bedarf. Interessante Aktivitäten
mit dem Schwerpunkt Lebensplanung finden am gleichen Tag wie die Berufsbörsen für Mädchen statt
und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.
In der vorliegenden Praxismappe sind wichtige Vorschläge dokumentiert. Sie sollen Lehrkräften,
Fachkräften aus Jugendberufshilfe und Jugendarbeit sowie allen Interessierten Anregungen und praktische Hilfen für eine geschlechtsspezifische Berufswahlorientierung geben.
Mein Dank gilt den Ideengeberinnen, die vor einigen Jahren mit den Berufsbörsen für Mädchen
begonnen und damit Weitsicht bewiesen haben: der Jugendwerkstatt Rhein-Sieg; dem Arbeitskreis
Mädchenarbeit; der Gleichstellungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises und der Regionalstelle Frau & Beruf.
Inzwischen wird das Team durch die Jugendberufshilfe des Rhein-Sieg-Kreises verstärkt.
Frithjof Kühn
6 | In eigener Sache
Warum eine Praxismappe mit Beispielen und Anregungen zu einer geschlechterdifferenzierten Berufswahlorientierung?
Die Auseinandersetzung mit Berufs- und Lebensplanung rückt immer stärker in das Blickfeld von Schulen. Es besteht ein großes Interesse, andere Angebote kennen zu lernen und die eigenen Erfahrungen
mit anderen auszutauschen. Somit ist die Fortschreibung und Weiterentwicklung von bestehenden
Angeboten wichtig und notwendig. Es werden handlungs- und praxisorientierte Beispiele immer häufiger nachgefragt, da besonders in Haupt- und Förderschulen rein theoriegeprägte Angebote die SchülerInnen nicht zufrieden stellend erreichen.
Lehrkräfte von den an der Berufsbörse teilnehmenden Schulen regten immer wieder an, das
Angebot in einer Dokumentation zusammenzufassen und diese als Handreichung zur Verfügung zu
stellen. Diesem Wunsch entsprechen wir gerne, da es auch unser Anliegen ist, das besondere und
bewährte Konzept der Berufsbörsen, aber auch das der regionalen Angebote für Jungen mit der
geschlechtsspezifischen Ausrichtung vorzustellen.
Beides sind lebens- und praxisnahe Ergänzungen zu bereits bestehenden Berufswahlvorbereitungsaktivitäten in und außerhalb von Schulen.
Es soll im Vorfeld der Ausbildung zu einer möglichst intensiven Auseinandersetzung mit dem
Thema Berufs- und Lebensplanung anregen.
Das außerordentliche Engagement unterschiedlicher Träger aus Jugendhilfe, arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und Schulen hat im engen Kooperationsverbund mit den Fachstellen des RheinSieg-Kreises – Koordinationsstelle für Jugendberufshilfe, Gleichstellungsstelle, Regionalstelle Frau &
Beruf – maßgeblich zum Gelingen der bedarfsgerechten Aktivitäten beigetragen.
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Mit dieser Praxismappe möchten wir Fachkräfte erreichen, die im Bereich der Berufswahlorientierung tätig sind. Sie soll eine stärkere Sensibilisierung für geschlechtsspezifische Inhalte bewirken und
durch die vielfältigen Angebote Anregungen für die eigene Arbeit geben und die Umsetzung erleichtern.
Alle bisher durchgeführten Angebote sind so dargestellt, dass sie mit Hilfe der Beschreibungen
– mittels einiger Druckvorlagen und Materialien im Anhang – gut übernommen werden können. Kann
ein Angebot nicht selbst umgesetzt werden, so befindet sich im Anhang ein Anbieterverzeichnis mit
Anschriften der entsprechenden Fachkräfte, die bei Bedarf kontaktiert werden können.
Die vorliegende Praxismappe erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Hinweise und Anregungen werden gerne entgegengenommen.
Kontakt:
Rhein-Sieg-Kreis
Koordinationsstelle für Jugendberufshilfe
Dagmar Richter-Körner
Kaiser-Wilhelm-Platz l
53721 Siegburg
Tel. 02241-133363
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Die Veranstalterinnen der Berufsbörse für Mädchen sind:
Dagmar Richter-Körner
Koordinationsstelle für Jugendberufshilfe
Rhein-Sieg-Kreis
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
Tel.: 02241-133363
Fax:02241-133187
E-mail: [email protected]
Irmgard Schillo
Gleichstellungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises
Tel.: 02241-132172
Fax: 02241-133098
E-mail: [email protected]
Anita Halft
Regionalstelle Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg
Büro Siegburg
Tel.:02241-132948
Fax:02241-133116
E-mail: [email protected]
Beate Müller-Grunewald
Jugendwerkstatt Rhein-Sieg
Tel.: 02241-60111
Fax: 02241-592948
E-mail: [email protected]
Conny Menzel
Jugendfreizeitstätte Meckenheim
Tel.: 02225-917490
Fax: 02225-917491
E-mail: [email protected]
Geschlechtsspezifische Berufs- und Lebensplanung:
Warum ist eine geschlechtsspezifisch ausgerichtete Berufswahlorientierung und
Lebensplanung notwendig?
Auch heute noch entwickeln Mädchen und Jungen ihre Biografien entlang traditioneller Geschlechterrollen: Jungen erwarten, dass ihr späterer Beruf der Rolle als „Ernährer“ der Familie gerecht wird.
Mädchen hingegen planen die Kindererziehung frühzeitig mit ein.
Die Folge ist, dass die Jungen Berufe wählen, die ihnen scheinbar Geld und Karrieresicherheit
garantieren, die Mädchen hingegen wählen Beschäftigungen, die ihren Interessen und Neigungen entsprechen und insbesondere eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf versprechen.
Männer und Frauen arbeiten immer noch überwiegend in getrennten Bereichen: Es gibt so
genannte Frauenbranchen (z.B. Handel, Gastronomie, Krankenpflege) und so genannte Männerbranchen (z.B. Metallindustrie, Bauindustrie). Es gibt Frauenberufe (Bürokauffrau, Arzthelferin, Friseurin)
und Männerberufe (Kfz-Mechaniker, Elektroinstallateur, Maler und Lackierer).
Es verwundert nicht, dass bei Mädchen die Berufe eng mit den Tätigkeiten verwandt sind, die sie
nach traditioneller Rollenaufteilung auch in der Familienarbeit erledigen: Versorgen, Pflegen, Einkaufen,
Reinigen. Und genau die Berufe sind es auch, in denen nur wenig verdient wird und bei denen keine
oder geringe Aufstiegschancen bestehen. Besser bezahlte Tätigkeiten werden von wenigen Frauen
gewählt (siehe auch: Wir Frauen in Nordrhein-Westfalen, Gender Mainstreaming: Das neue Maß der
Dinge, MGSFF), obwohl zunehmend Unternehmen aus gewerblich-technischen Branchen um weibliche
Auszubildende werben. Mädchen arbeiten konzentrierter, präziser, gelten als zuverlässiger und verfügen in der Regel über bessere Schulabschlüsse. Die damit verbundenen günstigen Perspektiven für die
Berufswahl nutzen sie leider noch nicht.
Die geschlechterdeterminierte Berufswahl steht daher kontrovers zu den gesellschaftlichen
Erfordernissen und Veränderungen in der Arbeitswelt, für die eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in der Familien- und Erziehungsarbeit erforderlich ist.
Dies schränkt Mädchen enorm ein, obwohl sie in jungen Jahren (im Grundschulalter) noch sehr
offen für die unterschiedlichsten Berufe sind. Es sollte eine vornehmliche Aufgabe der Berufswahlorientierung von Schulen sein, Mädchen in dieser Offenheit zu stärken, ihren Interessen, Neigungen und
Fähigkeiten nachzugehen und das breite Spektrum möglicher Ausbildungsberufe für sich zu nutzen.
Ein weiterer Aspekt soll die Notwendigkeit von Berufswahlorientierung und Lebensplanung
mehr ins Blickfeld rücken: Durch den demographischen Wandel können Unternehmen in 10 bis 20
Jahren auf die Erwerbstätigkeit von Frauen nicht mehr verzichten. Die verstärkte Berufstätigkeit von
Frauen wird zwangläufig zu einer Neuverteilung von Familienaufgaben führen. Männer werden sich
mehr in der Familie engagieren müssen.
Die jetzt noch häufig zu beobachtende traditionelle Lebensplanung wird somit eine Veränderung
erfahren. Hierzu muss insbesondere die Schule ihren Beitrag leisten, Schülerinnen und Schüler auf
diese Veränderungen ausreichend vorzubereiten.
Jungen treffen nach wie vor ihre Berufswahl besonders unter dem Aspekt später „einziger Ernährer“ der Familie zu sein, obwohl auch viele Mädchen mittlerweile eine existenzsichernde Berufswahl
anstreben. Dies führt zu Veränderungen auch bei den Jungen.
Der Druck, der durch die Rolle „einziger Ernährer“ entsteht, wird reduziert. Für Mädchen öffnen
sich durch die existenzsichernde Grundlage neue Perspektiven.
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Dass Berufswahlorientierung auch Lebensplanung bedeutet, wird sehr klar an der immer noch
einseitigen Verantwortung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die beiden Elternteilen rechtlich zustehende Elternzeit wird nur von zwei Prozent der Männer in Anspruch genommen.
Diese Berufsunterbrechung bezahlen dann zumeist die Frauen mit schlechten Wiedereinstiegsund Karrieremöglichkeiten. Auch eine häufig nur unzureichende Kinderbetreuung und eine nicht
immer familienbewusste Arbeitsorganisation können dazu führen, dass manche Frauen ihre Berufstätigkeit unterbrechen oder dem Kinderwunsch gar nicht erst folgen. In Anbetracht des in Zukunft prognostizierten Fach- und Führungskräftemangels ist eine stärkere Sensibilisierung beider Geschlechter
dringend erforderlich.
Doch auch die Jungen schränken sich in ihrer Berufswahl ein. Auch bei ihnen werden die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht immer berücksichtigt und die Vielzahl der möglichen, auch
neu entstandenen Ausbildungsberufe wird nicht ausgeschöpft.
Daher ist es notwendig, generell Berufswahlentscheidung und Lebensplanung der Mädchen und
Jungen kritisch zu hinterfragen und ihnen Alternativen aufzuzeigen. Dabei sind die gesellschaftlichen
und familiären Bedingungen zu betrachten, kritisch zu hinterfragen und mit individuellen Wünschen
und Fähigkeiten abzugleichen.
Gesellschaftliche Chancengleichheit ist erst dann erfolgreich umgesetzt, wenn beide Geschlechter ihre Chancen auch dort wahrnehmen, wo sie bislang noch ruhen.
Ziele für eine geschlechtsspezifische Berufs- und Lebensplanung
Die Koordinationsstelle für Jugendberufshilfe, die Gleichstellungsstelle, die Regionalstelle Frau & Beruf
Bonn/Rhein-Sieg, die Jugendwerkstatt und weitere Kooperationspartnerinnen und –partner wollen
mit den Berufsbörsen für Mädchen und den Angeboten für Jungen eine Entwicklung in Gang setzen, die
mehr Offenheit in die Auseinandersetzung beider Geschlechter mit unterschiedlichen Lebensentwürfen bringt. Neben den traditionell bekannten Berufen will sie mit den gemachten Angeboten Einblick in
weitere, bisher eher fremde Tätigkeiten eröffnen.
Geschlechtsspezifisch ausgerichtete Berufs- und Lebensplanung ergänzt die Vielzahl schon bestehender geschlechtshomogener Angebote, die eine wichtige Funktion in der direkten Auseinandersetzung von Jungen und Mädchen mit dem Thema erfüllen.
Sie sollen darüber hinaus
- durch frühzeitige, erlebnis- und handlungsorientierte Angebote und Ansätze Mädchen und Jungen ermutigen und unterstützen, ihre Interessen und Neigungen zu entdecken
- anregen, sich über Rollenklischees hinwegzusetzen und den Blick zu öffnen für das gesamte
Spektrum der Möglichkeiten des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes
- klischeebedingtem Rollenverhalten entgegenwirken
- Auseinandersetzung anregen über geschlechtsspezifisch geprägte Berufswahlentscheidungen
- Mädchen und Jungen helfen, ihre individuellen Fähigkeiten kennen zu lernen, auf sie zu vertrauen
und für ihre Berufswahlentscheidung zu berücksichtigen
- das Bewusstsein für eine partnerschaftliche Arbeitsteilung und Verantwortung für die Familienaufgaben mit in die Berufs- und Lebensplanung einbeziehen
- generell Interesse wecken für die Berufs- und Lebensplanung
- zu individuellen Fragen anregen und Lösungen aufzeigen
Spezielle Ziele der Angebote für Mädchen
- Information vermitteln und Interesse wecken auch für frauen-untypische Berufe
- Einblicke geben in gewerblich-technische Ausbildungsberufe
- Ermutigen, auch unbekannte und ungewohnte Tätigkeiten auszuprobieren
- Erfolgserlebnisse beim Ausprobieren praktischer Tätigkeiten vermitteln
- Selbstbewusstsein stärken, um auch unübliche Entscheidungen zu treffen
- Bewusstsein dafür wecken, dass auch Jungen Verantwortung für Haushalt und Familie übernehmen müssen
- Erlernen von zielorientierten Handlungsstrategien
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Spezielle Ziele der Angebote für die Jungen
- Interesse und Bereitschaft wecken, sich auch über männer-untypische Berufe zu informieren
- Einsicht vermitteln, dass auch sie Verantwortung für Familienplanung, Kindererziehung und Haushalt haben und diese übernehmen und als Teil der Berufs- und Lebensplanung sehen und mit einzubeziehen
- Kommunikationsfähigkeit stärken
- Soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit fördern
- Selbstbewusstsein fördern durch kritisches Hinterfragen der „Rolle“ als Mann
- Anregung geben zur Hinterfragung von männlich geprägten Lebensvorstellungen und Klischees
- Anregungen geben zur kritischen Auseinandersetzung mit dem „Selbst-Konzept“
Perspektiven
Um diese Ziele zu erreichen, ist es notwendig, die Berufswahlorientierung an Schulen um diese weiteren Aspekte zu ergänzen. Eine ganzheitliche an gesellschaftlichen und auch individuellen Aspekten
ansetzende Berufswahlorientierung berücksichtigt die Lebensplanung mit all ihren Facetten. Sie setzt
nicht erst an, wenn der/ die Jugendliche kurz vor dem Schulabgang steht, sondern versucht, ihn/sie
frühzeitig zu sensibilisieren und ihre Bereitschaft zur Beschäftigung mit dem Thema zu wecken. Sie
ermutigt und unterstützt darin, sich nicht durch Rollenklischees festlegen zu lassen, sondern eine partnerschaftliche Verantwortung und Arbeitsteilung in Beruf und in der Familienarbeit mit in die Berufsplanung einzubeziehen.
Beide Geschlechter benötigen zu ihrer Entwicklung zum »Frau-sein« und zum »Mann-sein« eine
Förderung, die ihnen hilft, als Eltern Familienverantwortung gemeinsam zu tragen. Nur so können die
vorhandenen Gesetze wie Elternzeitgesetz und Teilzeitgesetz wirkungsvoll umgesetzt werden.
Eine Kooperation auf einer breiten Ebene schulischer und außerschulischer Träger ermöglicht die
Kombination unterschiedlichster sozialpädagogischer und praxisorientierter Angebote, ausgerichtet an
dem jeweiligen Bedarf von Schulen.
Die Berufsbörsen für Mädchen und die zeitgleich stattfindenden Jungenangebote leisten auf der
Ebene der Kooperation von Schule und Jugendhilfe einen wertvollen und wichtigen Beitrag.
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14 | Das Angebot im Rhein-Sieg-Kreis:
Berufsbörsen für Mädchen und regionale Angebote für Jungen
Berufswahlorientierung ist ein stufenübergreifendes Angebot in Schulen, das Schülerinnen und Schüler
auf den Übergang in den Beruf vorbereitet und sie zielgerichtet unterstützen will. Eine Vielzahl von
Institutionen, unter anderem die Berufsberatung der Agentur für Arbeit, Krankenkassen,Versicherungen, MitarbeiterInnen von Jugendberufshilfen beteiligen sich daran.
Die besonderen Angebote – Berufsbörsen für Mädchen – regionale Angebote zur Berufs- und Lebensplanung für Jungen – richten sich an Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Haupt- und Förderschulen, Schwerpunkt lernen im Rhein-Sieg-Kreis und sollen neben Betriebspraktika, Besichtigungen,
Beratungen und Bewerbungstrainings einen Beitrag zur Berufswahlorientierung und Lebensplanung
mit dem besonderen Hintergrund einer geschlechtsspezifischen Ausrichtung sein.
Die beiden Berufsbörsen für Mädchen finden mit einer Woche Abstand einmal im Jahr im November statt: für die rechtsrheinischen Schulen in der Jugendwerkstatt Rhein-Sieg in Siegburg, für die
linksrheinischen Schulen in der Jugendfreizeitstätte in Meckenheim. Die Lehrkräfte werden zuvor in
einer Informationsveranstaltung über Art, Inhalt und Ablauf der Angebote informiert, so dass schon im
Vorfeld eine zielgerichtete, an den individuellen Interessen orientierte Vorbereitung der Schülerinnen
möglich ist.
In der Regel sind es bis zu zwölf Praxisangebote, die den Schülerinnen auf den Berufsbörsen
zur Verfügung stehen. Sie haben ausreichend Zeit, an den Ständen vorwiegend praktische Tätigkeiten
handwerklicher Berufe auszuprobieren. Hier steht nicht die Theorie, sondern die Praxiserfahrung im
Vordergrund, da dieser Bereich bei den Mädchen mit größeren Hemmschwellen besetzt ist. Die herzustellenden Stücke haben starken Aufforderungscharakter. Viele Mädchen lassen sich von anderen
mitreißen und überwinden so schneller ihre Hemmungen als in einem Klassenverband, in dem sie sich
von den Jungen beobachtet fühlen.
Die dezentralen regionalen Angebote für Jungen finden jeweils parallel zu den Berufsbörsen statt.
Entwickelt wurden sie, weil Schulen mit dem Beschäftigungsangebot der »daheim gebliebenen Jungen«
unzufrieden waren. Sie erhielten von der Koordinationsstelle für Jugendberufshilfe das Angebot, mit
Unterstützung ein auf die individuellen Interessen, Bedürfnisse und Gegebenheiten zugeschnittenes
Angebot zu entwickeln. Insgesamt beteiligen sich mittlerweile zehn Schulen aus dem Rhein-Sieg-Kreis
mit einem vielfältigen und einzigartigen Programm.Vor Ort entwickeln die Akteure aus Jugendarbeit,
Jugendschutz und Beratungsarbeit zusammen mit den Lehrkräften und SchulsozialarbeiterInnen ein
Programmangebot, das je nach Bedarf und Möglichkeit in der Schule, in Jugendfreizeiteinrichtungen
oder auch betrieblichen Einrichtungen stattfindet.
Das Angebot im Rhein-Sieg-Kreis:
Berufsbörsen für Mädchen und regionale Angebote für Jungen
Auswertung
Ob diese Angebote die Interessen der Mädchen und Jungen treffen, ermitteln die Veranstalterinnen
durch einen Fragebogen. Dazu werden an den Berufsbörsen und den Veranstaltungen für Jungen Fragebögen an die Lehrkräfte ausgegeben (siehe Anhang). Diese werden anschließend in der Schule von
den Schülerinnen und Schülern ausgefüllt und zurückgesandt. Die ausgewerteten Ergebnisse sind zwar
nicht repräsentativ, geben aber dennoch wichtige und wertvolle Hinweise für die thematische Ausrichtung zukünftiger Angebote, der Organisation und deren Verbesserung. Die Ergebnisse fließen in die
zukünftigen Planungen ein und tragen dazu bei, die Berufsbörsen und die Angebote für Jungen immer
nah an den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppen auszurichten.
Ziel der Berufsbörsen ist es, durch die unterschiedlichen Angebote Einblicke zu erhalten und
praktische Erfahrungen in den verschiedenen Berufsbereichen zu vermitteln. Die Art und Weise in der
dies geschieht, zum Beispiel durch einfach herzustellende Werkstücke, wird sowohl von den Schülerinnen als auch von den Lehrkräften positiv bewertet. Besondere Bedeutung erhält die mittlerweile
sehr gute Vor- und Nachbereitung des Berufsbörsenbesuches von fast allen Schulklassen. Dadurch
sind die Mädchen auf die verschiedenen Angebote eingestimmt und können so geplant und effektiv die
vorhandenen Möglichkeiten nutzen. Um die Frequenz an den Ständen zu senken und die Nutzungsmöglichkeiten aller Besucherinnen zu flexibilisieren, wird jeder Schule eine zeitlich begrenzte Besuchszeit
zugewiesen.
Auch die regionalen Angebote für Jungen werden von den Schülern und den Lehrkräften positiv
bewertet und grundsätzlich als Bereicherung der Berufswahlorientierung und Lebensplanung angesehen. Alle Schulen wiederholen ihre Teilnahme jedes Jahr und beteiligen sich an der Fortschreibung
und Verbesserung der Angebote. Auch hier findet in der Regel eine Vor- und Nachbereitung mit den
Schülern in der Schule statt. Im Vordergrund der einzelnen, regionalen Angebote stehen überwiegend
lebenspraktische und -planerische Themen und Fragestellungen.
Für beide Veranstaltungen gilt, dass Überlegungen angestellt werden, sie dem jeweils anderen
Geschlecht auch zu ermöglichen. In jedem Fall soll jedoch die geschlechtsspezifische getrennte Wahrnehmung der Angebote beibehalten werden.
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16 | Geschichte der Berufsbörse für Mädchen
Unter dem Motto »Zukunft ich komme, ich werde was ich will!« fand 1998 im Jugendzentrum Bornheim der erste Mädchenaktionstag statt, der neben mädchenspezifischen Freizeitangeboten, Inhalte
zur Lebensplanung und Berufsorientierung anbot.
Die Resonanz zu dieser Thematik war so positiv, dass sich einige Frauen des Arbeitskreises Mädchenarbeit des Rhein-Sieg-Kreises dazu entschlossen, ergänzend zum kreisweiten Mädchenaktionstag
einen Berufsaktionstag für Mädchen zu organisieren, der regelmäßig einmal im Jahr stattfinden sollte.
Das Organisationsteam bestand aus Mitarbeiterinnen der Regionalstelle Frau & Beruf, der Gleichstellungsstelle und des Jugendamtes des Rhein-Sieg-Kreises, der Jugendwerkstatt Rhein-Sieg sowie des
Schulamtes. Gerichtet war das Angebot an Schülerinnen der Jahrgangsstufen 8 von Haupt- und Förderschulen aus dem Rhein-Sieg-Kreis und interessierten Mädchen aus Jugendfreizeitstätten.
Die erste Berufsbörse fand 1999 in der Jugendwerkstatt Rhein-Sieg in Siegburg statt. Dieser
Standort ist sehr gut geeignet, da die verschiedenen Werkstätten, Gruppenräume und auch Räumlichkeiten der »Fabrik« genutzt werden können. Diese bieten eine optimale technische Ausstattung und
unterstreichen zudem sehr wirkungsvoll den Werkstattcharakter des Angebotes.
Die Aktivitäten werden durchgeführt von VertreterInnen der Bildungsträger aus der Region und
regionalen Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Handwerksbetriebe. Auf diese Weise kann
eine bunte Palette von Berufen zum Ausprobieren angeboten werden. Anfangs lösten finanzielle Hilfen
der kommunalen Gleichstellungsstellen die Anreiseprobleme. Mittlerweile besteht diese Schwierigkeit
nicht mehr.
Im Jahr 2000 übernahm die neu eingerichtete Koordinationsstelle für Jugendberufshilfe des
Rhein-Sieg-Kreises die Rolle der verantwortlichen Organisatorin. Zusammen mit den »alten« Organisatorinnen entwickelte sie eine erweiterte, bedarfsorientierte Struktur. Da sich mittlerweile die Besucherinnenzahlen fast verdoppelt hatten, reichten die räumlichen Möglichkeiten in der Jugendwerkstatt
nicht mehr aus, um das Angebot für den gesamten Rhein-Sieg-Kreis aufrecht zu erhalten.
Deswegen wurde vorgesehen, dass
- das Angebot in der Jugendwerkstatt auf den Nachmittag ausgeweitet wird
- der Besuch nur innerhalb eines zuvor festgelegten Zeitrasters erfolgt
- eine Informationsveranstaltung für Lehrkräfte stattfindet, um organisatorische und inhaltliche Fragen zu klären
- ab 2001 ein weiterer Standort für linksrheinische Schulen in der Jugendfreizeitstätte in Meckenheim eingerichtet wird
- spezielle Angebote auch für Jungen mit regionalen Partnern und den Schulen stattfinden.
Mittlerweile sind die Berufsbörsen für Mädchen mit der Präsentation von Berufen »zum Erleben
und Anfassen« sowie die Angebote für Jungen zur Lebensplanung integraler Bestandteil vieler Schulen
zur Berufswahlorientierung und Lebensplanung.
Berufsbörse in Siegburg
Die Berufsbörse für Schülerinnen der rechtsrheinischen Schulen findet in der Jugendwerkstatt statt:
Jugendwerkstatt Rhein-Sieg
Anschrift
Lindenstraße 58–60
53721 Siegburg
Tel. 02241-60111
E-Mail: [email protected]
Träger:
Jugendwerkstatt Rhein-Sieg und Fabrik Siegburg e.V.
Fördergrundlage:
Die Jugendwerkstatt ist eine »werkpädagogische Einrichtung mit dem Ziel der niedrigschwelligen Heranführung an die Berufsvorbereitung, Beschäftigung oder schulische Bildung oder Ausbildung« (vgl. Landesjugendplan Position VIII/3 Förderrichtlinien).
Aufgaben:
Die Jugendwerkstatt zielt auf die Förderung von jungen Menschen, die aufgrund persönlicher
und sozialer Reifungsdefizite Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Über die
Vermittlung von werkpraktischen Grundfähigkeiten und mit sozialpädagogischer Unterstützung
sollen beruflich-soziale Lebensperspektiven entwickelt werden, die die Chancen zur Integration
und beruflichen Teilhabe nachhaltig verbessern.
Angebot:
24–30 TeilnehmerInnen: Plätze sind aufgeteilt auf die Werkbereiche: Hauswirtschaft, Holz und
Metall
- Kurs- und Projektangebote
- Stütz- und Förderunterricht in kleinen Gruppen
- sozialpädagogische Begleitung
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18 | Berufsbörse in Siegburg
Übersicht über die Angebote:
- Anfertigen von Bilderrahmen
Stefan Pohl, Jugendwerkstatt, Rhein-Sieg, Siegburg
- Gestecke und floraler Schmuck
Kirstin Gotthardt, Simone Bombien, Anne Prinzen,VESBE e.V., Bonn
- Hospitation in der Kindertagesstätte »Rabennest«
Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte Rabennest, Siegburg
- Information, Demonstration und Ausprobieren an Übungsköpfen
Magdalene Sasse, Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg, Siegburg
- »Metallgießen«, Herstellungsprozess eines Metallteiles am Beispiel Urformen
Volker Allexi, Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, Siegburg
- Schmieden
Heinz Siering, Jugendhilfewerkstatt Solingen
- Mitmachspiel im Küchenland: »HW-Poly«
Susanne Lissen, Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, Siegburg
- Rund um die Pflegeberufe
Ursula Bicker und Gabriele Wenz, DRK-Schwesternschaft »Bonn« e.V. , Bonn
- Schablonen-Bilder
Michael Raderschadt,VESBE e.V., Hennef
- »Wenn der Funke überspringt«, Strom sichtbar gemacht
Altfried Reick, Firma Reick, Siegburg
- JOBLAB ein Multimedialabor zur Berufsfindung
Andrea Maaßen und Barbara Schlüter, lernen fördern Kreisverband Rhein-Sieg e.V., Siegburg
- Das kleine Sex-Quiz
Gabriele Reuter van Husen, Pro Familia,Troisdorf
- Film: »Ich will und werde was!« Berufsorientierung und Lebensplanung
Irmgard Schillo, Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises und
Anita Halft, Regionalstelle Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg
- Catering
Teilnehmerinnen der Jugendwerkstatt
Berufsbörse in Siegburg
Auswertung
Die große Nachfrage, insbesondere im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis mit über 300 Besucherinnen, machte eine Ausweitung des Angebotes in den Nachmittagsbereich und eine verbindliche Zeiteinteilung notwendig. Diese Änderungen wurden von den teilnehmenden Schulen begrüßt. Selbst das
noch vor Jahren schlecht angenommene Nachmittagsangebot trägt nun zur deutlichen Entspannung
des Andrangs bei.
Die zunehmende Anzahl von Kommunen mit einem eigenen Jugendamt machte die Einführung
einer Co-Finanzierung erforderlich. Diese Umstellung wurde von den beteiligten Kommunen ohne
bürokratische Hürden angenommen, so dass den interessierten Schulen die Teilnahme unverändert
möglich ist.
Die eigentliche Organisation der Berufsbörse in der Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, mit der Einteilung und Vorbereitung der Räume,Werkstätten und des Hofes läuft dank der tatkräftigen Unterstützung der Jugendwerkstatt schon routiniert ab. Jahrelange Übung, ein hohes Maß an Engagement zeigen
ihre Wirkung.
Auch die AnbieterInnen profitieren immer mehr von den bisher gemachten Erfahrungen und
verbessern ihre Angebote, um den Ansprüchen der Teilnehmerinnen gerecht zu werden. Eine besondere Bereicherung der Berufsbörse stellt das neue Angebot einer Elektrofirma (Firma Reick) dar.
Bedauernswert ist allerdings, dass einige engagierte AnbieterInnen nicht mehr dabei sind, da
der entsprechende Anstellungsträger durch die veränderte Vergabepraxis der Agentur für Arbeit im
Bereich der beruflichen Orientierung keine Finanzierung mehr für Angebote in diesem Bereich erhält.
Davon betroffen ist die Kreishandwerkerschaft.
Der besondere Wert der Veranstaltung wird von vielen in der Kombination von werkpraktischen
Angeboten und Angeboten zur Auseinandersetzung mit Berufs- und Lebensplanung gesehen.Wünschenswert ist eine kontinuierliche Beteiligung der Berufsberatung, die eine sinnvolle Ergänzung anbieten könnte.
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20 | B e r u f s b ö r s e in Meckenheim
Die Berufsbörse für Schülerinnen der linksrheinischen Schulen findet in der Jugendfreizeitstätte statt:
Jugendfreizeitstätte Meckenheim
Anschrift:
Siebengebirgsring 2
53340 Meckenheim
Tel.: 02225/917490
E-Mail: [email protected]
Träger:
Stadt Meckenheim
Fördergrundlage: nach Kinder- und Jugendhilfegesetz
§11 Jugendarbeit
(1) Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der
Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen
und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu
gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen.
(2) Jugendarbeit wird angeboten von Verbänden, Gruppen und Initiativen der Jugend, von anderen Trägern der Jugendarbeit und den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe. Sie umfasst für Mitglieder bestimmte Angebote, die offene Jugendarbeit und gemeinwesenorientierte Angebote.
Öffnungszeiten:
Montag und Dienstag von 14.30 bis 20.00 Uhr
Mittwoch und Donnerstag von 14.30 bis 22.00 Uhr
Freitag von 14.00 bis18.00 Uhr (zusätzlich finden Veranstaltungen am Wochenende statt)
Aufgaben:
Die Städtische Jugendfreizeitstätte (Offene Tür) ist eine der größten im Rhein-Sieg-Kreis. Sie
bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Möglichkeiten, ihre freie Zeit zu gestalten
und zu erleben. Die Einrichtung gestaltet das Programm unter Einbeziehung (Partizipation) der
Wünsche und Bedürfnisse der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Angebote:
Die Angebote richten sich an alle jungen Menschen im Stadtgebiet. Partizipation und Mitverantwortung von BesucherInnen der Einrichtung werden altersgerecht umgesetzt.
- Für den Treffpunktbereich werden überwiegend am Nachmittag Kinder und Jugendliche (10–15
Jahre) aus Familien mit Migrationshintergrund angesprochen, abends besuchen eher ältere
Jugendliche oder junge Erwachsene die Einrichtung.
- Die Kursangebote im Kultur- und Eventbereich sowie Projekte werden überwiegend von Schülerinnen und Schülern weiterführender Schulen besucht.
- Die Treffpunktarbeit umfasst Angebote zu Spiel, Sport und Geselligkeit, Musik, Essen,Trinken,
Informationen,Tipps und allgemeine Lebensberatung.
Be r u f s b ö r s e in Meckenheim
- Außerdem werden LAN-Parties, Rockkonzerte, Selbstbehauptungskurse, Mädcheninternettreff,
Kinderdisco, Poetry Slams,Turniere, Klettern, selbstverwaltete Veranstaltungen im Kellerbereich
angeboten.
Übersicht über die Angebote:
- Fantasiegärten und Minigestecke
Mara Burkhardt und Jan Wicke
- Kaufvertrag
Ulrike Radermacher und Oliver Baaske, Autohaus Kempen, Meckenheim
- Make-up, Schmink- und Typberatung, Infos über den Friseurberuf
Margit Tschoepe,VESBE e.V., Hennef
- Mitmachspiel im Küchenland: »HW-Poly« und Hauswirtschaftsparcours
Susanne Lissen, Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, Siegburg
- »Projekt Fahrrad« Fahrradtechnik, Fahrradparcours und Film
Volker Allexi und Rainer Hasse, Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, Siegburg
- Rund um die Pflegeberufe
Ursula Bicker, DRK-Schwesternschaft »Bonn« e.V., Bonn
- Rund um die Post
Gundram Paulsen, Deutsche Post AG, Bonn
- Schablonen-Bilder malen
Michael Raderschadt,VESBE e.V., Hennef
- Internet für Einsteigerinnen
Christine Hilger, Jugendfreizeitstätte Meckenheim
- »JOBLAB« ein Multimedialabor zur Berufsfindung
Andrea Maaßen und Barbara Schlüter, lernen fördern Kreisverband Rhein-Sieg e.V., Siegburg
- Das kleine Sex-Quiz
Gabriele Reuter van Husen, Pro Familia,Troisdorf
- Film: »Ich will und werde was!« Berufsorientierung und Lebensplanung
Irmgard Schillo, Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises und
Anita Halft, Regionalstelle Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg
- Catering
Conny Menzel und Adelheit Pape-Brühl
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22 | B e r u f s b ö r s e in Meckenheim
Auswertung
Das Angebot in Meckenheim besteht seit 2001 und wird von den Schulen sehr gut besucht. Die lange
Anfahrt nach Siegburg in die Jugendwerkstatt stellte zuvor zwar nie ein Hindernis für die Teilnahme
dar, dennoch ist der Besuch der Berufsbörse in der Jugendfreizeitstätte in Meckenheim für die linksrheinischen Schulen eine deutliche Erleichterung.
Die großzügige räumliche Ausstattung der Jugendfreizeitstätte bietet gute Voraussetzungen und
macht es möglich, bis zu 12 Berufsfelder vorzustellen. Insbesondere die variable Nutzung (großer Eingangsbereich, Aufenthaltsraum und Bistro, Küche, EDV-Raum und zahlreiche Gruppenräume) sind für
die Erfordernisse bestens geeignet.
Das Team, insbesondere die weiblichen Mitarbeiterinnen, unterstützen die gesamte organisatorische Abwicklung der Veranstaltung und tragen damit zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Die einzelnen Angebote sind in den vergangenen Jahren immer weiter verbessert worden. Allerdings kam es durch die veränderte Vergabepraxis der Agtentur für Arbeit im Bereich der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen zu verschiedenen Trägerwechseln, so dass einige AnbieterInnen der
Berufsbörse nicht mehr zur Verfügung stehen. Leider nicht mehr dabei ist der Internationale Bund (IB),
dessen Angebot im Garten/Landschaftsbau sich großer Beliebtheit erfreute. Eine Alternative ist in der
Zwischenzeit gefunden. Dieses und auch das Angebot einer ortsansässigen Firma (Autohaus Kempen)
sind eine besondere Bereicherung der Berufsbörse.
Jedes Jahr ist die Bereitschaft zur Mobilität der linksrheinischen Schulen feststellbar, denn trotz
der längeren Anfahrtswege nehmen deutlich mehr LehrerInnen von dort an den Vorbereitungstreffen
der Berufsbörse im Kreishaus teil als von den rechtsrheinischen Schulen.
Reg i o n a l e A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs- und Lebensplanung für Jungen in Alfter
Schule:
Ort:
Gemeinschaftshauptschule
Kath. Jugendheim Witterschlick, Hauptstraße 239
Gesamtplanung
Ziele:
-
Einführung und Beschäftigung mit den Themen Berufswahl und Lebensplanung
-
Aufmerksamkeit und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem Thema herstellen
-
Vorstellen von Ausbildungsberufen
Organisation:
Gruppenaufteilung in vier Arbeitsgruppen. Alle Angebote beginnen gleichzeitig. Die Gruppen
»durchlaufen« die Angebote in einem festgelegten Turnus.
Ablauf:
8.30– 9.00 Uhr gemeinsamer Beginn
9.00–10.30 Uhr Arbeitsgruppen
10.30–12.30 Uhr Arbeitsgruppen
Akteure und Angebote:
Bankwesen
Hans Günter Gerecke, Lehrer
Betriebsbesichtigung
Firma Servaice-Werke, Herr Böhmer, Lehrer
Jugendschutz: Ich darf alles! Darf ich alles?
Uli Gilles, Kreisjugendamt, Fachstelle Jugendschutz, Prävention
Rund um die Lohnabrechnung
Herr Kozlowski, Lehrer
Auswertung/Ausblick:
Insgesamt wurde die Veranstaltung von den Akteuren wie auch den Schülern positiv bewertet.
Analog der Berufsbörse für Mädchen wäre ein zentrales Angebot für Jungen wünschenswert.
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24 | R e g i o n a l e A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs- und Lebensplanung für Jungen in Bad Honnef
Schule:
Ort:
Konrad-Adenauer-Schule
Haus der Jugend Bad Honnef, Bahnhofstraße 2c
Gesamtplanung
Ziele:
-
Motivation, Aufmerksamkeit und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit den
unterschiedlichen Themen zur Berufs- und Lebensplanung
-
intensive Auseinandersetzung mit eigenen Sichtweisen und der Einstellung der Anderen
-
soziales Lernen durch Gruppenarbeit
-
Kennen lernen von Freizeitangeboten und persönliche Kontaktaufnahme zu
MitarbeiterInnen
-
Entwickeln außerschulischer Angebote durch Kooperation der Bereiche Schule und Jugendarbeit
Organisation:
Aufteilung in drei Arbeitsgruppen mit jeweils max. 15 Jungen. Alle Angebote beginnen gleichzeitig. Die Gruppen »durchlaufen« die Angebote in einem festgelegten Turnus.
Ablauf:
8.30– 8.45 Uhr Plenum
8.45– 9.30 Uhr Arbeitsgruppen
9.30–10.15 Uhr Arbeitsgruppen
10.15–10.45 Uhr Pause
10.45–11.30 Uhr Arbeitsgruppen
11.30–12.15 Uhr
Plenum
Akteure und Angebote:
Wie teuer ist das Leben? (Kosten für Miete und Lebenshaltung)
Herr Biehler, Haus der Jugend Bad Honnef und Herr Haubrich, Lehrer
36 Fragen zur Berufswahl
Herr Krause, Agentur für Arbeit Bonn
»Spinnennetz« – Alleine gut, mit anderen besser! (Kooperationsspiel)
Herr Heusinger, Kreisjugendamt, Fachstelle Jugendarbeit und Frau Kleffner, Haus der Jugend Bad
Honnef
Schulden? Nein danke!
Frau Kümpel, SKM – Schuldnerberatung, Siegburg
Auswertung/Ausblick:
Die gemeinsame Auswertung der Beteiligten ergab, dass die Aktion von allen als erfolgreich eingeschätzt wird. Fazit ist, dass die Schüler von den Angeboten profitieren. Eine Wiederholung im
nächsten Jahr wird von allen begrüßt.
Reg i o n a l e A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs- und Lebensplanung für Jungen in Bornheim
Schule:
Franziskus-Schule
Ort: Café Carlson, Ev. Jugendzentrum, Königstr. 24
Gesamtplanung
Ziele:
-
Motivation herstellen, sich mit Berufs- und Lebensplanung zu beschäftigen
-
intensive Auseinandersetzung und soziales Lernen durch Gruppenarbeit
-
Aufmerksamkeit und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt
- Hinterfragen der Rolle als Mann und Entwickeln von Lebensvorstellungen
-
Kennen lernen von Freizeiteinrichtungen und persönlicher Kontakt zu den
MitarbeiterInnen herstellen
Organisation:
Gruppenaufteilung in fünf Arbeitsgruppen. Alle Angebote beginnen gleichzeitig. Die Jungen nehmen in einem festen Turnus an allen Gruppenangeboten teil.
Akteure und Angebote:
»Der hat mich blöd angemacht…!«
Herr Becker, Kommissariat Vorbeugung, Polizeipräsidium Bonn
Im Team sind wir stärker
Herr Weißbach, Bornheimer Jugendtreff
Kleiner Erlebnisparcours – Soziales Lernen in Gruppenprozessen
Herr Schott, lernen fördern Kreisverband Rhein-Sieg e.V. , Siegburg
Unter dem Sternenhimmel – ein Ausblick in die Berufswelt
Herr Damiano, freier Mitarbeiter im Ev. Jugendzentrum Café Carlson
Zukunftswerkstatt Mann – eine Entdeckungsreise
Herr Kinder, Kath. Erziehungsberatungsstelle für die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis
Auswertung/Ausblick:
Es gelang, die verschiedenen Angebote zeitlich so zu legen, dass jeder Junge Gelegenheit hatte,
an allen Angeboten teilzunehmen. Die gemeinsame Auswertung mit den Jungen ergab, dass die
Aktion insgesamt für sie erfolgreich war. Fazit ist, dass die Schüler von den Angeboten profitieren
konnten. Eine Wiederholung im nächsten Jahr wird von allen begrüßt.
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26 | R e g i o n a l e A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs- und Lebensplanung für Jungen in Much
Schule: Gemeinschaftshauptschule
Ort:
Gemeinschaftshauptschule, Jugendzentrum, Klosterstraße 4a
Gesamtplanung
Ziele:
-
erste Einführung und Beschäftigung mit Themen um die Berufswahl
-
Steigerung der Kommunikationsfähigkeit
-
Kennen lernen von und Erfahrungen sammeln mit dem Material Metall
-
Kennen lernen vom Leben am Rande der Gesellschaft
-
Einstieg bzw. Vertiefung von Kompetenzen im Umgang mit dem Medium PC
Organisation:
Aufteilung in vier Gruppen und drei Untergruppen für die Gespräche im Jugendzentrum. Jedes
Angebot dauert 60 Minuten.
Ablauf:
8.00 Uhr–10.00 Uhr Angebote
10.00 Uhr–10.30 Uhr Pause
10.30 Uhr–12.30 Uhr Angebote
12.30 Uhr–12.45 Uhr Pause
12.45 Uhr–13.00 Uhr Tagesrückblick
Akteure und Angebote:
Stifthalter aus Kupferrohr
Herr Graaf , Lehrer und Herr Kämmer, lernen fördern Kreisverband Rhein-Sieg e.V., Siegburg
Dein Traumberuf im Datennetz
Herr Tiedke, Lehrer
Straßenkinder (Film)
Herr Niessen, Lehrer
Talk about - Ich bin meine Zukunft
Herr Heß, Frau Wex-Beuke, Frau Stinn, Mitarbeiter des Jugendzentrums
Auswertung/Ausblick:
Ablauf und Inhalte der Angebote wurden auch in diesem Jahr sehr positiv bewertet. Die Absprachen und Vereinbarungen zum Ablauf verbessern sich von Jahr zu Jahr. Inhaltlich sind zwei neue
Angebote dazugekommen, die von den Jungen gut angenommen wurden. Dennoch wird kontinuierlich an dem Konzept gearbeitet, um sowohl der Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt als auch der ländlichen Struktur Rechnung zu tragen und um das Angebot insgesamt
in die Angebotsstruktur der Berufsvorbereitung an der Schule optimal und wirkungsvoll einzubinden.
Reg i o n a l e A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs- und Lebensplanung für Jungen und Mädchen in Neunkirchen-Seelscheid
Schule: Gemeinschaftshauptschule
Orte:
Schule, Freiwillige Feuerwehr, Jugendzentrum Club 21
Gesamtplanung
Ziele:
Thematische Angebote zur Berufs- und Lebensplanung durch Zusammenarbeit mit Einrichtungen vor Ort. 16 Mädchen der Jahrgangsstufe besuchten die Berufsbörse in der Jugendwerkstatt,
14 erhielten vor Ort ein Angebot von zwei Referentinnen der Katholischen Gemeindewerke.
Organisation:
Das Angebot wurde vor Ort koordiniert und umgesetzt durch den Schulsozialarbeiter HansJosef Königsfeld. Hinzu kamen die unten genannten Kooperationspartner und Referenten wie
auch Herr Hötger, Jugendpfleger im Jugendhilfezentrum in Neunkirchen.
Ablauf:
Die Angebote fanden von 10.30 bis13.00 Uhr statt. Die Schüler und Schülerinnen wurden vorher
in drei Gruppen eingeteilt.
Akteure und Angebote:
»Wer bin ich? Was will ich?« (Mädchengruppe)
Frau Meichsner und Frau Ludwig, Katholische Jugendwerke, Siegburg
Heiße Infos – Interessantes rund um die Feuerwehr
Herr Krämer, Freiwillige Feuerwehr
Null-Promillo-Bar
Herr Bockem und Herr Mohr, Jugendzentrum Club 21, Neunkirchen
»Suchtsack«
Herr Meyer, Drogenhilfe des Diakonische Werks, Siegburg
Auswertung/Ausblick:
Große Akzeptanz und positive Bewertung der Angebote seitens der Schüler und Schülerinnen.
Die Wirksamkeit der Arbeit in Kleingruppen ist sehr gut. Es besteht der Wunsch nach mehr praktischer Erkundung bei der Feuerwehr. Darüber hinaus soll das Angebot bei der Feuerwehr durch
eine zusätzliche Aufsicht verbessert werden.
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28 | R e g i o n a l e A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs- und Lebensplanung für Jungen in Rheinbach
Schule:
Gemeinschaftshauptschule
Ort: OT Live,
Bachstr. 2
Gesamtplanung
Ziele:
-
Einführung und Beschäftigung mit den Themen Berufswahl und Lebensplanung
-
Intensive Auseinandersetzung und soziales Lernen durch Gruppenarbeit
-
Kennen lernen und Erfahrungen sammeln in den Berufsfeldern Fototechnik, Zweiradmechanik
-
Kennen lernen von Einrichtungen und persönlicher Kontakt zu den VertreterInnen
-
Kennen lernen von alternativer Freizeitgestaltung
Organisation:
Gruppenaufteilung in sieben Arbeitsgruppen mit jeweils max. 10 Jungen. Alle Angebote beginnen
gleichzeitig. Die Gruppen »durchlaufen« die Angebote in einem festgelegten Turnus.
Ablauf:
8.30– 9.00 Uhr gemeinsames Frühstück
9.00–10.30 Uhr Arbeitsgruppen
10.30–12.30 Uhr Arbeitsgruppen
12.30–13.00 Uhr Plenum/ Auswertung
Akteure und Angebote:
Einführung in die digitale Fototechnik
Firma Eich, Rheinbach
Einführung in die Zweiradmechanik
Herr Dietrich, Firma Velo Deckers, Rheinbach
Erlebnis Kooperation
Herr Loske, Schulseelsorger
Kleiner Erlebnisparcours – Soziales Lernen in Gruppenprozessen
Herr Vielain, lernen fördern Kreisverband Rhein-Sieg e.V., Siegburg
Liebe, Freundschaft, Sexualität und Gewalt
Herr Zander, Deutscher Kinderschutzbund O.V. Sankt Augustin
Mountain-Bike-Workshop
Herr Prior, freiberuflicher Mitarbeiter in der OT Live, Rheinbach
Was kostet mein Leben?
Herr Zsriliuk, Lehrer an der Hauptschule Rheinbach
Auswertung/Ausblick:
Die gemeinsame Auswertung der Beteiligten ergab, dass die Aktion insgesamt erfolgreich war.
Fazit war, dass die Schüler von den Angeboten profitiert haben. Eine Wiederholung im nächsten
Jahr wird von allen begrüßt.
Reg i o n a l e A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
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Berufs- und Lebensplanung für Jungen in Siegburg
Schule: Gemeinschaftshauptschule Innere Stadt
Ort:
Jugendkulturcafe Bahnhofstraße,Wilhelmstraße 58
Gesamtplanung
Ziele:
Die Angebote mit dem Titel »Mal gucken« sollten in einer lockeren Atmosphäre eine Auseinandersetzung mit dem Thema Berufs- und Lebensplanung ermöglichen.
Organisation:
Gemeinsamer Beginn mit anschließender rotierender Gruppenarbeit. Zur Vorbereitung fanden
zwei gemeinsame Treffen aller Beteiligten zur Klärung von Themen,Titel und Ablauf statt. Ein
Essensangebot ist wichtig, da die Jungen direkt nach Schulschluss in die Einrichtung kommen und
noch keine Möglichkeit zum Mittagsessen hatten. Es wird von den Mitarbeitern des CVJM angeboten.
Ablauf:
12.00–13.00 Uhr
Aufbau
13.00–13.15 Uhr
Imbiss und Gruppenaufteilung
13.15–14.00 Uhr
Gruppenarbeit
14.00–14.45 Uhr
Gruppenarbeit
14.45–15.30 Uhr
Gruppenarbeit
15.30 Uhr
Auswertung
Akteure und Angebote:
Jugendschutz: Ich darf alles! Darf ich alles?
Uli Gilles, Fachstelle Prävention und Jugendschutz, Kreisjugendamt, Siegburg
Rund ums Bike
Rainer Hasse, Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, Siegburg
Kleiner Erlebnisparcour
Michael Vielain, lernen fördern Kreisverband Rhein-Sieg e.V., Siegburg
Auswertung/ Ausblick:
Die Gastfreundlichkeit des Jugendkulturcafes lädt zum Weitermachen ein. Das Rotationsprinzip
hat sich bewährt. Die Schüler sind aufgrund der Nach-Mittagszeit spätestens ab 15.00 Uhr nicht
mehr motiviert und aufnahmefähig. Die Grundsatzfrage nach der Gleichbehandlung(x) von Jungen
und Mädchen stellt sich immer wieder neu.
(x)Damit ist gemeint, ob Jungen und Mädchen ein »gleiches« Angebot gemacht werden soll.
(Anmerkung der Verfasserin)
30 | R e g i o n a l e A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs- und Lebensplanung für Jungen in Swisttal-Heimerzheim
Schule:
Ort:
Georg-von- Boeselager-Schule
Klassenraum,Werkraum und Sporthalle der Schule
Gesamtplanung
Ziele:
Auseinandersetzung mit dem Thema Berufs- und Lebensplanung
Organisation:
Aufteilung in drei Arbeitsgruppen. Alle Angebote beginnen gleichzeitig. Die Gruppen »durchlaufen« die Angebote in einem festgelegten Turnus.
Ablauf:
8.30 Uhr– 9.00 Uhr gemeinsames Frühstück
9.05 Uhr–12.30 Uhr drei Gruppenangebote
12.15 Uhr–13.20 Uhr Abschlussbesprechung/Austausch
Akteure und Angebote:
Drachenbau
Herr Wieland, Lehrer
Einführung in bargeldlose Geldgeschäfte
Frau Haußmann, Beratungsdienst der Sparkassen
Kooperations- und Rollenspiele
Herr Rigoni, Jugendtreff LuPo Swisttal und Herr Riffeler, Schulsozialarbeiter an der Schule
Auswertung/ Ausblick:
Die gemeinsame Auswertung der Beteiligten ergab, dass die Aktion insgesamt erfolgreich war.
Die Schüler haben motiviert und interessiert mitgearbeitet. Ein Nachteil waren die Rahmenbedingungen in der Schule (Pausengong). Eine Wiederholung im nächsten Jahr wird von allen Beteiligten begrüßt. Dann soll ein thematischer Schwerpunkt in den Vordergrund gestellt werde.
Reg i o n a l e A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs- und Lebensplanung für Jungen in Wachtberg
Schule: Gemeinschaftshauptschule Drachenfelser Ländchen
Ort: Gemeinschaftshauptschule Wachtberg, Stumpebergweg 5
Gesamtplanung
Ziel:
Auseinandersetzung mit dem Thema Berufs- und Lebensplanung
Organisation:
Gruppenaufteilung in drei Arbeitsgruppen. Alle Angebote beginnen gleichzeitig. Die Jungen nehmen in einem festgelegten Turnus an allen Gruppenangeboten teil.
Ablauf:
8.00 Uhr– 9.00 Uhr gemeinsames Frühstück/Rundgespräch über Zukunftspläne
9.10 Uhr–10.20 Uhr Arbeitsgruppen
10.20 Uhr–10.30 Uhr Pause
10.30 Uhr–11.30 Uhr Arbeitsgruppen
11.30 Uhr–11.45 Uhr Pause
11.45 Uhr–12.30 Uhr Arbeitsgruppen
Akteure und Angebote:
Der Lebenssack – Gegenstände und ihre Geschichte
Frau Wipfler, Lehrerin
Fantasiereise durch dein Leben
Herr Kühne, Lehrer
Selbsterfahrung der Sinne
Herr Barthelmae, Lehrer und Herr Fongern, Ev. Jugendheim Wachtberg
Auswertung/Ausblick:
Die Resonanz bei den Schülern ist sehr positiv. Die Ergebnisse werden in den Klassen nachträglich den Mädchen vorgetragen. Es ist daran gedacht, die Veranstaltung für die Jungen als festen
Bestandteil in das Schulprogramm aufzunehmen. Darüber hinaus wird abgeklärt, ob nicht auch
für die Mädchen eine ähnliche Veranstaltung durchgeführt werden kann, da auch bei den Mädchen ein starkes Interesse an der Auseinandersetzung mit diesen Themen besteht.
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32 |
An ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Berufs -aus- bildung
Automobilbranche
Elektrik
Floristik
Friseurhandwerk
Garten- und Landschaftsbau
Gesundheitswesen
Hauswirtschaft
Holztechnik
Kinderpflege
Farbtechnik
Metalltechnik
Transport und Logistik
Zweiradtechnik
Schmieden
Berufe im Netz
Internet
JOBLAB
Themen Spezial
Das Kleine Sex-Quiz
»Ich will und werde was!« (Film)
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34 | A n ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Berufs-aus-bildung: Automobilbranche
Kaufvertrag
ReferentIn: Ulrike Radermacher und Oliver Baaske Autohaus Kempen, Meckenheim
Ziel:
Den Schülerinnen soll das Thema Kaufvertrag spielerisch näher gebracht werden
Beschreibung des Angebotes:
- Kundenberatung
- Fahrzeugkonfiguration
Marke
Modell
Farbe
Ausstattung
Leistung (Kilowatt)
- Ausfüllen eines Kaufvertrages
Material/ Ausstattung:
- Musterkaufvertrag
- kurze und verständliche Zusammenfassung über Rechte und Pflichten beim Abschließen eines
Kaufvertrages
- Quiz
- Prospektmaterial
- Broschüre über das Praktikum bei VW
Bewertung/Ausblick:
Die Schülerinnen haben großes Interesse, bei der Erstellung eines Kaufvertrages mitzuwirken und insbesondere die spezielle und individuelle Ausstattung der Fahrzeuge vorzunehmen.
Schwierigkeiten bereitete jedoch das Quiz. Generell erscheint es noch zu früh, Schülerinnen der
achten Klasse ein Angebot aus dem kaufmännischen Bereich vorzustellen.
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Berufs-aus-bildung: Elektrik
»Wenn der Funke überspringt«, Strom sichtbar gemacht
Referent: Herr Reick, Elektrikermeister, Siegburg
Ziele:
-
Abbau von Widerständen vor »männertypischen« Berufen
-
Scheu vor Elektrizität nehmen
-
Kabel, Kabelverbindungen und Stecker in ihrer Funktion begreifen und verstehen
-
Wirkung im Lichtbogen sehen können
Beschreibung des Angebotes:
Kennen lernen von:
-
Kabelaufbau und Funktion verschiedener Kabel
-
elektrischen Verbindungen
-
dem Ursprung des elektrischen Lichtes
-
Elektrosteckern
-
elektrischen Widerständen
-
speziellen Werkzeugen
-
Erstellen erster elektrischer Verbindungen unter fachlicher Anleitung
Material/Ausstattung:
-
ein vom Meisterbetrieb Reick extra entwickelter Schaltkreis zum »Mitmachen«
-
umfangreiche Materialpräsentation zum »Begreifen«
-
Informationen zu den Anforderungen in der Ausbildung
Bewertung/Ausblick:
Die sehr praktische Präsentation kommt in der lockeren Atmosphäre sehr gut an. Es ermöglicht
den Schülerinnen, dieses berufliche »Neuland« zu betreten.
Zitat einer Schülerin: »Ich wollte eigentlich ein Praktikum als Friseurin machen, aber jetzt interessiert
mich der Beruf der Elektrikerin mehr.«
36 | A n ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Berufs-aus-bildung: Floristik
Gestecker und floraler Schmuck
Referentinnen: Kristin Gotthardt, Simone Bombien, Anne Prinzen,VESBE e.V., Bonn
Ziele:
-
Kennen lernen des Berufes der Floristin
-
Einblick geben in die Arbeiten der Floristin
-
Herstellen von Gestecken und floralem Schmuck (nach Vorlagen)
Beschreibung des Angebotes:
Erstellen von:
-
kleinen Gestecken in einem Kürbis
-
Anstecker aus floralen Materialien
-
florale Vorhänge als Raumschmuck
Material/ Ausstattung:
-
Kürbisse,Tontöpfe, unterschiedliche Schnittblumen,Trockenfrüchte, Blätter und Blüten, Schmuckdrähte
-
Werkzeuge, Heißklebepistole
Bewertung/ Ausblick:
Die Schülerinnen haben seit Jahren ein gleichbleibendes Interesse an dem Angebot. Der Andrang
am Stand ist immer sehr groß. Auch den Auszubildenden, die nun selbst anleiten dürfen, macht es
viel Spaß, da sie in einer anderen Rolle sind und in dieser selbst etwas vermitteln und zeigen können.
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Berufs-aus-bildung: Friseurhandwerk
Make-up, Schmink- und Typberatung, Info über den Friseurberuf
Referentin: Margit Tschoepe,VESBE e.V., Hennef
Ziel:
Verbesserung der Information von Schülerinnen über den Friseurberuf
Beschreibung des Angebotes:
-
kleines Tages-Make-up erstellen
-
Typberatung: welche Haarfarben, welche Make-up-Farben passen zu welchem Typ
-
Informationen zum Friseurberuf: schulische Vorbildung, Ausbildungszeit, Verdienst, kurze Mitteilung über Theorie und Praxis in der Ausbildung, Weiterbildungen
Material/Ausstattung:
-
Make-up-Utensilien,
-
vorgearbeitete Übungsköpfe (Hochsteckfrisur, Dauerwelle, Strähnen)
-
Infomaterial über den Beruf und über den Träger VESBE
Bewertung/Ausblick:
Das Gedränge am Stand war zeitweise sehr groß, so dass die weiter hinten stehenden Mädchen
nicht gut zuhören konnten. Die Schulklassen sollten nacheinander zu den Ständen kommen,
damit besser erklärt werden kann, um mehr von den praktischen Angeboten zu haben.
38 | A n ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Berufs-aus-bildung: Friseurhandwerk
Information, Demonstration und Ausprobieren
Referentin: Magdalena Sasse, Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg, Siegburg
Ziele:
-
möglichst breites Informationsangebot für die Schülerinnen über den Friseurberuf
-
Gelegenheit die eigenen Fertigkeiten und das Talent unter Anleitung zu erproben
-
Auszubildende der Kreishandwerkerschaft sollen selbst andere anleiten und Informationen zu
ihrem Ausbildungsberuf geben
Beschreibung des Angebotes:
Demonstration und Anleitung an Übungsköpfen:
-
Dauerwelle
-
Lockwelle
-
Fönfrisuren
-
Demonstration von Möglichkeiten dekorativer Kosmetik und Maniküre
-
Handmassage
-
Lackieren von Fingernägeln
-
Make-up
Material/Ausstattung:
-
Übungsköpfe, Make-up,Wimperntusche, Lidschatten, Lippenstift, Nagellack und -pflege
-
Video über verschiedene Friseurtechniken
-
Informationsmaterial
Bewertung/Ausblick:
Das Interesse am Friseurberuf ist sehr groß.Viele Schülerinnen sind zwar praktisch begabt und
geschickt, hinsichtlich ihrer Persönlichkeitsentwicklung in Bezug auf Freundlichkeit, Offenheit,
etc. können und müssen sie jedoch noch sehr viel lernen.
39
Berufs-aus-bildung: Garten- und Landschaftsbau
Fantasiegärten und Minigestecke
ReferentIn: Mara Burkhardt, Jan Wicke, Internationaler Bund, Bonn
Ziele:
-
die Schülerinnen lernen die Arbeitsvielfalt des Garten- und Landschaftsbaus kennen
-
Verstehen des Arbeitsablaufes »vegetative Vermehrung« im Zierpflanzenbau sowie in der Baumschule
-
Einblick in floristisches Arbeiten
Beschreibung des Angebotes:
-
Erstellen eines Fantasie-Gartens aus Ton und mit anderen Naturmaterialien
-
Schneiden und Topfen von Cotoneaster- bzw. Efeu-Stecklingen
-
Arrangement eines Trockenpflanzen-Gesteckes
Material/Ausstattung:
-
Ton, Sand, Steine, Moose, Flechten, Baumrinde, Pflanzenblätter,Trockenblumen,Tonbearbeitungswerkzeug, Unterlagen
-
Ton- bzw. Plastiktöpfe, Substrate (Erden), Cotoneaster und Efeu-Pflanzen, Rosenscheren, scharfe
Messer (Hippen)
-
Tontöpfe, Dekorationsmaterial (z.B. Schleifen, Bänder), Gesteckmasse,Trockenpflanzen, Scheren,
Messer, Bindedraht
Bewertung/Ausblick:
Die praktischen Angebote werden von den Schülerinnen begeistert angenommen, da sie ihre
Vorstellungen kreativ umsetzen können.Währenddessen kommen informative Gespräche zwischen dem Ausbilder, der Ausbilderin und den Schülerinnen ganz zwanglos zustande. Die Kombination von praktischer Arbeit und Information über einen Berufsbereich hat sich in den letzten
Jahren sehr bewährt.
40 | A n ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Berufs-aus-bildung: Gesundheitswesen
Rund um Pflegeberufe
Referentin: Gabriele Wenz und Ursula Bicker, DRK-Schwesternschaft »Bonn« e.V., Bonn
Ziele:
-
Interesse für die Ausbildung in Pflegeberufen wecken
-
Informationen über die Pflegeausbildung geben
-
Aufgaben und Anforderungen im Pflegebereich darstellen
-
Einblicke durch praktische Übungen ermöglichen
Beschreibung des Angebotes:
Informationsstand mit:
-
»Pfad der Sinne«
-
Blutdruck messen
-
Quiz
Material/Ausstattung:
-
Blutdruckmessgeräte
-
Gegenstände in Dosen zum Tasten, Riechen, Schätzen
-
Informationsmaterial
-
Quiz mit vorbereiteten Fragebogen
Bewertung/Ausblick:
Der Informationsstand mit den Angeboten Quiz, Pfad der Sinne, Blutdruck messen wird von den
Mädchen gut angenommen. Die Beteiligung und Motivation bei praktischen Aufgabenstellungen
ist immer sehr hoch.
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Berufs-aus-bildung: Hauswirtschaft
Kochduell (2001), »HW-Poly« (2000 bis 2004), HW-10er Action (2002
bis 2004)
Referentin: Susanne Lissen, Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, Siegburg
Ziele:
-
spielerische, angstfreie Annäherung an das breite Spektrum hauswirtschaftlicher Tätigkeiten
-
kennen lernen der Vielfalt beruflicher Einsatzmöglichkeiten
Beschreibung des Angebotes:
»Kochduell«
-
Nahrungszubereitung nach selbstentwickelten Rezepten mit vorgegebenen Zutaten
-
vier Aufgaben pro Gruppe (zwei Gruppen)
-
ca. 20 Minuten Zeitvorgabe
-
gemeinsame Auswertung
»HW-Poly«
-
vergrößertes Monopoly-Brett (der gesamte Spielverlauf stellt den Ablauf eines Jahres im Werkbereich HW in der Jugendwerkstatt Rhein-Sieg dar)
-
Ereignisfelder enthalten praktische Aufgaben aus dem hauswirtschaftlichen Bereich
-
Zahlungsmittel sind Lebensmittel aus Holz (Spielwaren) und Kichererbsen
»HW-10er Action«
-
10 Stationen mit hauswirtschaftlichen Aufgaben (Gerätekunde, Lebensmittellehre, Nahrungszubereitung usw.)
Material/Ausstattung:
-
Lebensmittel
-
Haushaltsgeräte
-
Rezepte
-
Spielmaterial (selbstgefertigt)
-
Fragebögen zum Verständnis und Auswertung
-
Infotisch mit Büchern und Broschüren zum Beruf Hauswirtschafter/in
-
Videos zur hauswirtschaftlichen Berufsbildung
Bewertung/Ausblick:
Die spielerische Herangehensweise bietet die Möglichkeit zur Teamarbeit (= ein wesentlicher
Aspekt der hauswirtschaftlichen Arbeit) und eignet sich hervorragend zur Umsetzung der o.g.
Ziele. Die Attraktivität des Bereiches Hauswirtschaft wird gesteigert.
42 | A n ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Berufs-aus-bildung: Holztechnik
Anfertigen von Bilderrahmen
Referent: Stephan Pohl, Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, Siegburg
Ziele:
-
Einblick in die Holzverarbeitung
-
Abbau von Angst im Umgang mit Maschinen
-
Mut machen zum »Selbermachen«
-
Herstellung eines fertigen Produktes in kurzer Zeit
Beschreibung des Angebotes:
Vorbereitung:
Holzleisten besorgen | Sägen der Hartfaserplatten auf Maß | Einstellung von Kapp- und Gehrungssägen
Arbeitsschritte:
-
Sägen der Leisten auf der Gehrungs- /Kappsäge (mit Hilfestellung)
-
Verleimen mit Hilfe von Gehrungsklammern und Spreizzange mit Expressleim
-
Einfügen von Tackerklammern in die Rückseite des Rahmens
-
Spannklammern entfernen
-
Schleifen mit der Handschleifmaschine
-
Einsetzen der Hartfaserplatte und Befestigung mit Nägeln
-
Anbringen der Bilderösen mittig in die Rückseite des Rahmens
-
Verzieren des Rahmens mit dem »Brennpeter«
Material/ Ausstattung:
-
Hohlleisten mit Bilderfalz, Schleifpapier, Leim,Tackerklammern, Hartfaserplatte, Bilderösen mit
Nägeln, Gehrungs- und Kappsäge
-
Gehrungsklammern, Spreizzange, Brennpeter, Ständerbohrmaschine, Tacker, Schleifmaschine,
Hammer, Zollstock, Bleistift, Leimflasche
Bewertung/ Ausblick:
Das Angebot erfreut sich größter Beliebtheit (ca. 250 Bilderrahmen wurden 2003 hergestellt!).
Die Herstellung macht den Mädchen Spaß, weil sie in kurzen überschaubaren Arbeitsschritten
ein für sie attraktives Produkt herstellen und mitnehmen können. Die Zurückhaltung im Umgang
mit Maschinen wird in der Tat abgebaut. Das Angebot ist ein Dauerbrenner und wird unverändert beim nächsten Mal angeboten (Siehe auch Angebot Schablonenbilder).
43
Berufs-aus-bildung: Kinderpflege
Hospitation im »Rabennest«
Referentinnen: Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte (KITA) Rabennest, Siegburg
Ziel:
Es wird ein kurzer und realistischer Einblick in den Arbeitsalltag im Bereich Kinderpflege und
Erziehung mit seinen vielfältigen Aufgaben und Anforderungen gegeben.
Beschreibung des Angebotes:
Mehrere Gruppen erhalten die Möglichkeit, im Rahmen des Berufsbörsen-Besuches für jeweils
zwei Stunden in der altersgemischten Tagesstättengruppe zu hospitieren. Dies gibt einen ersten
Einblick in einen ganz normalen Arbeitsalltag. Die Anforderungen an die Fachkräfte sind sehr vielfältig, da die unterschiedlichen Altersgruppen der Kinder unterschiedliche Formen an Unterstützung benötigen. Anschließend finden Gespräche mit den Mitarbeiterinnen statt. Die »Kurz-Hospitantinnen« haben dann die Möglichkeit, sich für ein längeres Praktikum in dieser Einrichtung
oder in anderen zu bewerben.
Material/Ausstattung
-
Spiele, Bastelmaterialien
-
räumliche und personelle Ausstattung
Bewertung:
Die Schülerinnen schätzen dieses Angebot sehr und nehmen zumeist die Gelegenheit wahr,
danach ein Praktikum in dieser oder einer anderen Einrichtung zu machen.
44 | A n ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Berufs-aus-bildung: Farbtechnik
Schablonen-Bilder
Referent: Michael Raderschadt,VESBE e.V., Hennef
Ziele:
-
Herstellen eines sauber gestupften Bildes
-
nach Wunsch kann das Bild in den zuvor hergestellten Rahmen eingefügt werden (siehe auch
Angebot »Anfertigen von Bilderrahmen«)
Beschreibung des Angebotes:
-
Ausgabe von vorgefertigten Holzbrettchen (Holzbereich) und eines Stupfpinsels
-
Auswahl einer Schablone
-
Hinweise zu einer fachgerechten Umsetzung
-
Schablonieren mit Dispersionsfarben und Stupfpinsel
Material/Ausstattung:
-
Holzbrettchen
-
Dispersionsfarbe
-
Stupfpinsel
Bewertung/ Ausblick:
Das Angebot wird schon im zweiten Jahr angeboten, da es von den Mädchen gern angenommen
wird.
45
Berufs-aus-bildung: Metalltechnik
Metallgießen: Herstellungsprozess eines Metallteiles
am Beispiel »Urformen«
Referent: Volker Allexi, Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, Siegburg
Ziele:
Rahmenziel: Kennen lernen eines Metallfertigungsprozesses am Beispiel Metallgießen
Feinziele: Über einzuformende Modelle Bescheid wissen | Modelle in Formkästen mit Sand ein-
formen können | über die Verwendung von Ober- und Unterkästen Bescheid wissen | Modelle
ausformen können | Eingusstrichter/Ausschnitte herstellen können | Metall schmelzen und vergießen können | Ausformen und Gussputzen können | Ordnung und Sauberkeit einhalten und
als Notwendigkeit guter Arbeit erkennen | im Überblick die notwendigen Schritte erkennen,
die zum fertigen Werkstück führen – hier die Gießereiabteilungen kennen | Werkzeuge, Geräte
handhaben können | Informationen über Metalle erhalten.
Beschreibung des Angebotes:
Begrüßung und Vorstellen des Angebotes. Vorstellen eines Fertigungsprozesses – vom Rohmaterial zum Werkstück. Eine Gruppe von 8–10 Teilnehmerinnen arbeitet stehend um einen
Tisch, auf dem die notwendigen Geräte,Werkzeuge, Materialien aufgestellt sind. Eingeformt
werden Modelle von kleinen Schmuckstücken und Geschenkartikel. Dies geschieht mit Hilfe von
Ober- und Unterkästen, Formsand und Gießereiwerkzeugen. Das Modell wird den mit Spezialsand aufgefüllten Formkästen entnommen. Dann werden Eingusstrichter und Anschnitte in den
Sand geschnitten, damit man später flüssiges Metall in die Hohlräume füllen kann. Dann erfolgt
der Zusammenbau der Kästen und damit der Abschluss des sogenannten Formprozesses. In
der »Schmelze« wird Metall über dem Feuer geschmolzen. Dabei erhalten die Teilnehmerinnen
Erklärungen dazu, was Schmelzen ist, welche Vorgänge stattfinden, wie vergossen wird und welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen. Nach dem Erstarren erfolgt das Ausformen und das »Putzen« der Gussstücke. Zum Schluss werden die gemachten Erfahrungen ausgetauscht. Die selbst hergestellten Werkstücke können mitgenommen werden.
Material/Ausstattung:
Gießereiwerkzeuge, Formsand, Siebe, Formkästen, Modelle, Anschauungsmaterial, Schmelzmöglichkeit, Gießlöffel, Schutzbrillen, Handschuhe, Feilen, Sägen, Polierzeug, Bohrmaschine, Bürsten,
Werktische. Eine Schautafel wird derzeit noch erstellt. Ein DVD- Beitrag zum Gießen kann parallel gezeigt werden.
Bewertung/Ausblick:
Metallgießen gibt den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sehr schnell einen Fertigungsprozess
anschaulich und durch eigene Erfahrungen kennen zu lernen. Das Angebot ist grundsätzlich ab
der 5. Klasse sinnvoll. Es lässt sich sehr gut in Projektarbeit einbinden. Darüber hinaus bietet die
46 | A n ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Jugendwerkstatt Rhein-Sieg dieses Angebot in Absprache auch für komplette Schulklassen an.
Außerdem werden Lehrkräftefortbildungen angeboten. Das Angebot wird fortlaufend überprüft,
erweitert und verbessert.
47
Berufs-aus-bildung: Transport und Logistik
Rund um die Post
Referent: Gundram Paulsen, Deutsche Post AG, Bonn
Ziele:
-
Informationen über den Ausbildungsberuf der Fachkraft für Brief- und Frachtverkehr
-
Einblicke in den Beruf
-
Durch praktische Aufgaben Interesse wecken
Beschreibung des Angebotes:
Im Rahmen der vorgeführten Arbeitsmittel sollen die Schülerinnen animiert werden, durch eigenes Handeln die Arbeitswelt der Post und die Bearbeitung und Beförderung von Sendungen in
verschiedenen Arbeitsschritten kennen zu lernen.
Material/Ausstattung:
-
Faust- und Hammerstempel
-
Post Bike
-
Vorrichtung zur Briefsortierung
Bewertung/Ausblick:
Die persönliche Ansprache ermöglicht es den Schülerinnen, ihre anfängliche Kontaktscheu zu
überwinden. Darüber hinaus konnte das Interesse für den Ausbildungsberuf der Fachkraft für
Brief- und Frachtverkehr geweckt werden.
48 | A nge b o t e f ü r M ä d c h e n
Berufs-aus-bildung: Zweiradtechnik
»Projekt Fahrrad«, Fahrradtechnik, Fahrradparcours und Film
Referent: Volker Allexi, Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, Siegburg
Ziele:
-
Informationen zum Beruf anhand ausgewählter, einfacher Tätigkeiten
-
erste Kenntnisse über den Beruf der Zweiradmechanikerin und deren Aufgabenfeld
-
Durchführung einfacher praktischer Tätigkeiten einer Zweiradmechanikerin
-
Erfahrungen mit Teamarbeit
Beschreibung des Angebotes:
- Einführung: Informationen zum Ablauf und Zielsetzung des Angebotes sowie Vorstellung des Ange-
botes der Jugendwerkstatt Rhein-Sieg im Besonderen. Film über den Beruf der Zweiradmechanikerin (Kurzfilm als Endlosband, Dauer etwa 10 Min.).
- Fahrradparcour:
Je eine Teilnehmerin besetzt eine der sieben Stationen des Fahrradtechnik-Par-
cours. An jeder Station muss eine bestimmte Aufgabe gelöst werden. Mitarbeiter bzw.Teilnehmerinnen der Jugendwerkstatt unterstützen bei der Bewältigung der Aufgaben. Das Angebot
dauert so lange, bis jede Teilnehmerin einmal alle Stationen – in beliebiger Reihenfolge – durchlaufen hat. Es ist sinnvoll, zu zweit zu arbeiten, um gemeinsam zu lernen und sich gegenseitig bei
der Problemlösung zu helfen. Die Aufgabenstellungen der Stationen des Parcours: | Skizzieren
eines Fahrrades und Benennen der wesentlichen Teile | Sortieren von Pedalen mit Rechts- und
Linksgewinden | Drahtbiegen eines Fahrradmodells | Sortieren und Zuordnen von Schrauben
und Muttern | Testen von fahrradelektrischen Teilen nach Funktion und Nichtfunktion mit einer
Testlampe | Demontieren und Montieren eines Kinderrollerrades | Öffnen und Schließen einer
Fahrradkette (Parcour dauert insgesamt 30–45 Min.).
- Ende:
kurze Feedback-Runde/ Austausch der Erfahrungen/ Erlebnisse, kleiner Auswertungsbogen
möglich (zusätzlich). Die Teilnehmerinnen erhalten Info-Material und Buttons.
Material/Ausstattung:
-
DVD zum Berufsbild der Zweiradmechanikerin
-
Bildschirm und Abspielgerät
-
Fahrradtechnikparcour mit Anleitung, Material, Kunststoffkästen,Werkzeugen,Testlampen, Papier,
Stiften, Kinderroller, Fahrradreparaturständer, 5–8 Tische, 12–16 Stühle
-
Info-Material
Bewertung/Ausblick:
Der Fahrradtechnik-Parcour (entwickelt in der Jugendwerkstatt Rhein-Sieg) hat sich bei vielen
Veranstaltungen mit Schülerinnen der 8.–10. Klassen bewährt. Er wird von den Teilnehmerinnen
mit Interesse und mit Spaß angenommen und durchgeführt. Mädchen zeigen größere Ausdauer
als Jungen. Das Angebot wird jährlich überprüft, verbessert und ergänzt.
49
Berufs-aus-bildung: Metallbauerin-Metallgestalterin (Ausbildungsberuf)
Freies Schmieden
Referent: Heinz Siering, Jugendhilfewerkstatt Solingen e.V.,
Brucknerstr. 123, 42655 Solingen,Tel.: 0212-310358
Ziele:
-
Kennen lernen von Metallgestaltung als Berufsbild
-
Abbau des Vorurteils: »Schmieden ist nur was für starke Jungs«
-
Wecken von Interesse an kreativer Metallgestaltung
Beschreibung des Angebotes:
-
Anhand fertiger Produkte wie einer Rose, eines Raben und eines Schlüsselanhängers werden die
einzelnen Arbeitsschritte erklärt
-
Erläuterungen zum Thema: Materialkunde zu Metall und Feuertemperatur
-
Erklärung der Schmiede und Schmiedewerkzeuge
-
Hinweise auf die Notwendigkeit von Sicherheits-Schutzkleidung
-
Aufklärung zur Unfallverhütung
Material/Ausstattung:
-
Stationäre oder portable Esse und Amboss
-
Schmiedewerkzeuge
-
Schutzkleidung und Brille
Bewertung/Ausblick:
Das Angebot wird sehr gut angenommen.Weitere Informationen können beim Referenten
erfragt werden.
50 | A n ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Berufe im Netz: Internet IT
Internet für Einsteigerinnen
Referentin: Christine Hilger, Jugendfreizeitstätte Meckenheim
Ziele:
-
Scheu vor dem Computer abbauen
-
Umgang mit dem Medium Internet, um dessen Nutzung als Informationsquelle zu erlernen
-
Vorstellen von Internetseiten zum Thema Ausbildung und Beruf
Beschreibung des Angebotes:
Vermittlung von Grundkenntnissen für die Nutzung des Mediums
Internet
Material/Ausstattung:
PC-Raum mit einigen PCs mit Internetzugang
Bewertung/Ausblick:
Das Angebot wird gut von den Mädchen angenommen, jedoch müssen aufgrund der begrenzten
PC-Arbeitsplätze längere Wartezeiten in Kauf genommen werden.
51
Berufe im Netz: Jugendberufshilfe
JOBLAB: ein Multimedialabor zur Berufsfindung
Referentin: Andrea Maaßen und Barbara Schlüter, lernen fördern Kreisverband Rhein-Sieg e.V., Siegburg
Ziele:
-
spielerische Auseinandersetzung mit eigenen Berufswünschen
-
erste Informationen zur Berufsorientierung
-
Heranführung an den PC in einem geschützten Raum (wichtig insbesondere für Mädchen ohne oder mit
wenig Computerkenntnissen, die den Zugang im koedukativen Rahmen nicht oder nur schwer finden)
-
Erlernen des Umgangs mit dem Medium PC zur Nutzung als Informationsquelle und für spätere Bewerbungsschreiben
Beschreibung des Angebotes:
Zunächst erfolgt eine Einteilung in Gruppen und eine kurze Einführung ins Spiel und eventuell zur
Nutzung des PCs. In Zweiergruppen erhalten die Mädchen dann im Spielverlauf des Multimedialabors »Joblab« Informationen zur Berufsorientierung. Die Teilnehmerinnen haben 20–30 Minuten
Zeit, dann wird gewechselt.
Das Spiel »Joblab« ist ein speziell für Mädchen entwickeltes Programm. Die Berufe sind in weiblicher Form angegeben. Grafikgestaltung und Aufmachung ist ansprechend gestaltet.
Es ermöglicht die Simulation und Gegenüberstellung unterschiedlicher Berufs- und Lebensentwürfe. Es bietet Mädchen die Möglichkeit, interaktiv und entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten,Wissenswertes über Voraussetzungen und Inhalte verschiedenster Berufe und über eigene
Wünsche und Neigungen zu erfahren.
Zusätzlich zur Medieninformation liegen Infoblätter zur Berufs- und Lebensplanung aus, die alleine oder mit den Beraterinnen diskutiert und ausgefüllt werden.
Material/Ausstattung:
Ein separater Raum (möglichst mit Sitzecke), mindestens zwei PCs mit dem Programm »Joblab«, Multimedialabor zur Berufsfindung, Material und Infoblätter zur Berufsorientierung und Lebensplanung.
Bewertung/Ausblick:
Das Angebot wird von den Mädchen gerne genutzt, im Rahmen der Berufsbörse kann eine besonders
flexible und individuelle Nutzung des Mediums ermöglicht werden. In dem zur Verfügung stehenden
Zeitrahmen kann sich die Teilnehmerin einen ersten Überblick zur Berufsorientierung verschaffen,
aber auch nach Bedarf einen komplexen und differenzierten Einblick erhalten.
Viele Mädchen lassen sich die Bezugsadresse des Programms geben, um damit zu Hause weiter zu
experimentieren. Ein gewünschter Nebeneffekt ist, dass die Mädchen, die keine Erfahrung und eine
Scheu vor Computern haben, durch das ansprechende und leicht handhabbare Angebot zum Umgang
motiviert werden.
52 | A n ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Themen Spezial: Geschlechtsspezifische Lebensplanung
Das kleine Sex-Quiz
Referentin: Gabriele Reuter van Husen, Pro Familia,Troisdorf
Ziele:
-
Integration von Geschlechteraspekten hinsichtlich der Fragen zur Lebensgestaltung
-
Senken der Schwelle zur Kontaktaufnahme zur Beratungsstelle
-
Steigerung der sozialen Kompetenz und Verantwortungsbereitschaft
-
Bereitstellen von Informationen zur sexualpädagogischen Aufklärung, Schwangerschaft,Verhütungsmethoden und Ausbildungsmöglichkeiten auch mit Kind
-
Aufzeigen von Möglichkeiten eines partnerschaftlichen und gleichberechtigten Umgangs im
Zusammenhang mit Berufs- und Lebensplanung
Beschreibung des Angebotes:
Der Infostand von Pro Familia bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, fachkundige Informationen zu den Themen Aufklärung,Verhütung, sexualisierte Gewalt, Lebensgestaltung, Schwangerschaft, Ausbildung mit Kind etc. zu erhalten und gibt Hinweise, Beratungsmöglichkeiten auch
außerhalb des Elternhauses und der Schule auf zu suchen.
Mit dem »Kleinen Sex-Quiz« haben die Jugendlichen die Möglichkeit, auf humorvolle Weise ihr
Wissen/Nichtwissen für sich alleine oder/und in Kleingruppen zu überprüfen. Dadurch ist eine
lockere Gesprächsatmosphäre hergestellt.
Material/Ausstattung:
-
zwei Stehtische
-
kleine Preise für die Teilnahme am Quiz
-
Infomaterial und Plakate der Beratungsstelle
Bewertung/Ausblick:
Der Beratungsauftrag von Pro Familia ist die Vermeidung von ungewollten Schwangerschaften
und Informationsweitergabe über Schwangerschaft/Geburt und Existenzsicherung. Das Angebot
wird von den Jugendlichen und den Lehrpersonen sehr positiv aufgenommen. Die Jugendlichen
nutzen das »Kleine Sex-Quiz« zur Kontaktaufnahme. So hat die Referentin die Möglichkeit, auf
die Jugendlichen zuzugehen und Themen wie Verhütung, Schwangerschaft und deren Bezug zur
Berufsorientierung von Mädchen und jungen Frauen anzusprechen. Durch dieses Angebot wird
sowohl Information direkt an die Zielgruppe weiter gegeben und zugleich erfolgt Öffentlichkeitsarbeit für die Beratungsangebote von Pro Familia.
53
Themen Spezial: Berufswahlorientierung und Lebensplanung
Film »Ich will und werde was! Berufswahlorientierung und
Lebensplanung«
Referentin: Irmgard Schillo, Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises
Anita Halft, Regionalstelle Frau & Beruf, Rhein-Sieg-Kreis
Ziele:
Der Film gibt Anstoß für einen möglichst nachhaltigen Bewusstseinswandel. Mädchen und auch
Jungen sollen unabhängig, eigenständig und selbstbewusst ihren Lebensweg planen und gehen.
Frauen und Männer sollen gleichberechtigt und verantwortlich berufliche, familiäre, gesellschaftliche und politische Prozesse mitgestalten.
Darüberhinaus:
-
Entwickeln von realistischen Vorstellungen verschiedener Berufsbilder (Friseurin, Kfz-Mechanikerin etc.)
-
Vorbereitung der Mädchen und jungen Frauen auf die »Schnelllebigkeit« der Berufswelt und Kennen lernen neuer Entwicklungen
-
Anregung über frauenspezifische Aspekte der Berufswahl und über geschlechtstypische Arbeitsteilung nachzudenken
-
Ermunterung einengende Rollenbilder zu reflektieren und widersprüchliche Verhaltensanforderungen zu thematisieren
Beschreibung des Angebotes:
»Ich will und werde was!« ist ein aktueller Film, der Mädchen, junge Frauen und auch männliche
Jugendliche dazu anregt, sich mit der Berufswahlorientierung und Lebensplanung auseinander
zusetzen. Der Film ist sehr authentisch, da die Mädchen das Thema sehr lebensnah darstellen. Er
behandelt die Thematik zeitgemäß und witzig und ist somit bestens für den Zweck der Berufswahlvorbereitung geeignet.
Der Film bietet sich an, in Schulen, in der Jugendarbeit und bei Berufsaktionstagen gezeigt zu
werden.
Der Film:
-
thematisiert insbesondere die Lebenssituationen junger Mütter, Migrantinnen und Frauen in handwerklich-technischen Berufsfeldern
-
informiert über Möglichkeiten des beruflichen Einstiegs und der Berufsvorbereitung
-
motiviert Frauen und junge Mädchen
-
zeigt Hilfe- und Unterstützungsangebote
-
ist lebensnah und lebensecht
-
macht viel Spaß beim Ansehen
54 | A n ge b o t e f ü r M ä d c h e n
Material/Ausstattung:
-
Film »Ich will und werde was!«
-
Abgedunkelter ausreichend großer bestuhlter Raum
-
Vorführgerät (DVD oder Video)
Der Film kann kostenlos im Medienzentrum des Rhein-Sieg-Kreises als VHS-Kassette oder DVD
ausgeliehen werden.
Kontakt: Medienzentrum des Rhein-Sieg-Kreises
Kaiser Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
Tel. : 0 22 41-13 22 30
E-Mail: [email protected]
Im Booklet zum Film gibt es Anregungen zum didaktischen Einsatz des Films und ergänzende
Spiel- und Übungsvorschläge.
Bewertung/Ausblick:
Der Film wurde gemeinsam mit Mädchen und jungen Frauen aus der Region im Rahmen einer
Projektarbeit hergestellt. Dies hatte den Vorteil, dass die Mädchen sich sogar bei der Entwicklung
des Drehbuches einbringen und damit sehr persönliche und wichtige Themen zur Lebensplanung
festhalten konnten.
Für alle war es eine großartige Erfahrung, sich in einer sehr heterogenen Gruppe auseinander zu
setzen und kreativ mit Berufswahlorientierung und Lebensplanung zu beschäftigen. Es war interessant zu erkennen, wie unterschiedlich die Startchancen und Lebensbedingungen sind, und dass
es dennoch sehr viele ähnliche Erfahrungen gibt, bei den ersten Versuchen, das Leben, auf sich
selbst gestellt, zu planen und in die Hand zu nehmen.
Dies war für alle, die mitgemacht haben, eine Erfahrung, die unabhängig von dem fertigen Produkt, dem Film, für alle Akteurinnen ein Gewinn war. Der Film »Ich will und werde was!« strahlt
Engagement und Aktivität gepaart mit Lebensfreude aus.
Bei der Premiere und auch weiteren Vorstellungen fesselte der Film das junge Publikum und gab
Anstoß zu lebhaften Diskussionen.
Er ist sehr geeignet als Einstieg in die Thematik Berufs- und Lebensplanung in Schule, Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe und Jugendarbeit.
An ge b o t e f ü r Ju n ge n
Geld-Geschäfte
Bankwesen
Einführung in bargeldlose Geldgeschäfte
Rund um die Lohnabrechnung
Schulden ? Nein-danke !
Was kostet das Leben ?
Wie teuer ist das Leben ?
Berufs-Bildung
Betriebsbesichtigung
Dein Traumberuf im Datennetz
Drachenbau
Einführung in die Zweiradmechanik
Mountain-Bike-Workshop
Rund ums Bike
Stifthalter aus Kupferrohr
Unter dem Sternenhimmel
Team-Techniken
Erlebnis Kooperation
Im Team sind wir stärker
Kleiner Erlebnisparcour
Kooperations- und Rollenspiele
Mit dem BIZ im Netz
Selbsterfahrung der Sinne
Spinnennetz
Themen-Talk
»Der hat mich blöde angemacht…«
Der Lebenssack
Jugendschutz: Ich darf alles! Darf ich alles?
Liebe, Freundschaft, Sexualität
Null-Promillo-Bar
Fantasiereise
Straßenkinder
Sucht in den Sack
Talk about
Zukunftswerkstatt Mann
55
56 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Geld-Geschäfte
Bankwesen
Referent: Hans Günter Gerecke, Lehrer der Gemeinschaftshauptschule, Alfter
Ziele:
-
Umgang mit dem Girokonto kennen lernen
-
Einblick in den bargeldlosen Geldverkehr geben
-
vertraut werden mit Kontoauszügen und Überweisungen
Beschreibung des Angebotes:
-
Informationen über die verschiedenen Kontoformen und deren Verwendung
-
aufzeigen von Gefahren der Überschuldung
-
Umgang mit dem bargeldlosen Geldverkehr kennen lernen
-
ausfüllen von Überweisungsträgern
Material/Ausstattung:
Muster von Überweisungsträgern, Lastschriften etc.
Bewertung/Ausblick:
Die Teilnehmer waren sehr interessiert an dem Thema.
57
Geld-Geschäfte
Einführung in bargeldlose Geldgeschäfte
Referentin: Frau Haußmann, Beratungsdienst der Sparkassen
Ziele:
-
Kennen lernen von ganz alltäglichen fixen Kosten der Lebenshaltung
-
Einblick in den bargeldlosen Geldverkehr geben
-
Vertraut werden mit Kontoauszügen, Überweisungen usw.
Beschreibung des Angebotes:
-
Einführung in das Thema
-
Information über Girokonto und Geldgeschäfte
-
Umgang mit dem bargeldlosen Geldverkehr
-
Ausfüllen von Überweisungsträgern
Material/Ausstattung:
-
Informationsmaterial
-
Musterformulare
Bewertung/Ausblick:
Die Teilnehmer waren am Thema immer sehr interessiert.
58 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Geld-Geschäfte
Rund um die Lohnabrechnung
Referent: Herr Kozlowski, Lehrer der Gemeinschaftshauptschule, Alfter
Ziele:
Die Schüler sollen lernen, aus welchen Komponenten sich eine Lohnabrechnung zusammensetzt
und welchen Sinn ein Lohnsteuerjahresausgleich hat.
Beschreibung des Angebotes:
Anhand einer aktuellen Lohnabrechnung eines Gesellen im KFZ-Gewerbe werden die Hintergründe und Zusammenhänge aller Bestandteile einer Lohnabrechnung aufgezeigt. Die Überprüfung aller Eintragungen auf der Steuerkarte und ihre Auswirkungen auf den Nettolohn sollen die
Schüler auch über die Notwendigkeit eines Lohnsteuerjahresausgleichs aufklären.
Material/Ausstattung:
-
Muster und Folien einer aktuellen Lohnabrechnung
-
Steuerkarte
-
Overheadprojektor
-
Tafel, Kreide
Bewertung/Ausblick:
Festzustellen war, dass die Schüler unrealistische Vorstellungen von Jahreseinkommen hatten
und sie zum großen Teil noch nichts mit den Begriffen Brutto- und Nettolohn anfangen konnten.
Durch eine Auseinandersetzung mit dem Thema konnten die Schüler die Einsicht gewinnen, dass
die Qualität ihres Schulabschlusses und der individuelle Einsatz am Arbeitsplatz eine große Rolle
bei der Bezahlung spielen.
59
Geld-Geschäfte
Schulden? Nein danke!
Referentin: Frau Kümpel, Sozialdienst Katholischer Männer, Siegburg
Ziele:
-
Einführung in die Überschuldungsproblematik
-
Kennen lernen der Schuldnerberatung und anderer Hilfeangebote
-
Bewusst machen von Konsumwünschen und Konsumverhalten
- Sinnvoller Umgang mit Taschengeld
-
Kennen lernen von Kriterien für Haushaltsplanung (Bildung von Rücklagen)
-
Entwickeln von Lösungsstrategien bei Überschuldung
Beschreibung des Angebotes:
Zunächst wird ein Fragebogen zum Thema Taschengeld verteilt und ausgefüllt. Anschließend
erfolgt ein Austausch über die Einstellung zu Geld und Geldproblemen. Anhand von Alltagserfahrungen und praktischen Beispielen aus der Schuldnerberatung werden die Ursachen und Zusammenhänge von Verschuldung erläutert. Zum Schluss wird die Bedeutung von Bürgschaften und
anderen Hilfsangeboten dargestellt.
Material/Ausstattung:
-
Fragebogen, Schreibmaterial
-
nach Möglichkeit: Film (Infos bei der Schuldnerberatung, siehe Anbieterverzeichnis)
Bewertung/Ausblick:
Die Jugendlichen waren an dem Thema interessiert, da das Thema »Umgang mit dem ersten
(teils) selbstverdienten Geld« in diesem Alter präsent ist. Sie können die im Gespräch gewonnenen Erkenntnisse anschließend gut umsetzen. Dies unterstützt ihr Selbstbewusstsein und ihre
Fähigkeit zur Selbstbehauptung.
60 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Geld-Geschäfte
Was kostet mein Leben?
Referent: Herr Zdriliuk, Lehrer der Gemeinschaftshauptschule Rheinbach
Ziele:
Auseinandersetzen mit den Fragen:
-
Was sind Lebenshaltungskosten?
-
Welche Wünsche möchte ich realisieren und wie können sie realisiert werden?
-
Wie funktioniert bzw. arbeitet eine Bank?
Beschreibung des Angebotes:
-
Einführung in das Thema
-
Verteilen und Ausfüllen vorbereiteter Fragebögen
-
Führung durch eine Bank und kennen lernen einzelner Arbeitsabläufe
-
Ziele und Möglichkeiten des Bausparens
-
Diskussion und Auswertung
Material/Ausstattung:
-
Informationsmaterial
-
Fragebögen und Schreibmaterial
-
Besuch der Raiffeisenbank
Bewertung/Ausblick:
Die Teilnehmer neigten dazu, ihre eigenen Bedingungen und finanziellen Möglichkeiten unrealistisch einzuschätzen. Zum großen Teil verfügten sie noch nicht über Kenntnisse über die ungefähre
Höhe von Lebenshaltungskosten. Ihre Wünsche (Hausbau, Auto usw.) standen in noch keiner
Relation zu einem möglichen Verdienst in verschiedenen Ausbildungsberufen.
Die Information und Diskussion hierüber führte zu einer Sensibilisierung und Betroffenheit der
Teilnehmer.
61
Geld-Geschäfte
Wie teuer ist das Leben?
Referent: Markus Biehler, Alexa Kleffner, Haus der Jugend, Bad Honnef
Herr Haubrich, Lehrer der Konrad-Adenauer-Schule, Bad Honnef
Ziele:
-
Kennen lernen von ganz alltäglichen fixen Kosten zur Lebenshaltung
-
Unterscheidung von festen und freiwilligen Ausgaben
-
Aspekte kennen lernen, um entscheiden zu können, wo Einsparungen notwendig und möglich sind
Beschreibung des Angebotes:
-
Einführung in das Thema
-
Verteilen der Fragebögen (siehe Anhang)
-
Ausfüllen in Kleingruppen
-
Auswertung mit anschließender Diskussion
Material/Ausstattung:
Fragebögen und Schreibmaterial
Bewertung/Ausblick:
Das Thema war für die Jugendlichen spannend. Viele hatten keine Ahnung von den Lebenshaltungskosten. Es empfiehlt sich, Infomaterial (Zeitungen mit Wohnungsanzeigen etc.) anzubieten.
Zusätzlich ist es interessant, die Verdienstmöglichkeiten in verschiedenen Ausbildungsberufen zu
kennen und die Kosten in Relation zum Verdienst zu stellen.
Beim nächsten Mal sollte auf eine bessere Abgrenzung zum Thema »Schulden,- nein danke!«
geachtet werden.
62 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs-Bildung
Betriebsbesichtigung
Referent: Ein Mitarbeiter der Servaice-Werke, Alfter
Herr Böhmer, Lehrer der Gemeinschaftshauptschule, Alfter
Ziele:
-
Kennen lernen des Berufsbildes Industriekeramiker
-
einen Einblick in die Ausbildung zum Industriekeramiker geben
-
Interesse wecken für den Ausbildungsberuf
Beschreibung des Angebotes:
-
Führung durch den Betrieb
-
Beantwortung von Fragen der Schüler
-
ausführliche Informationen zum Berufsbild des Industriekeramikers
-
Information zum Bewerbungsverfahren
Material/Ausstattung:
Bewertung/Ausblick:
Insgesamt wurde das Angebot von den Schülern gut angenommen. Sowohl die zeitlichen als auch
die räumlichen Rahmenbedingungen sind positiv zu bewerten.
63
Berufs-Bildung
Dein Traumberuf im Datennetz Internetrecherche
Referent: Herr Tiedge, Lehrer der Gemeinschaftshauptschule, Much
Ziele:
-
Informationen über die verschiedenen Berufsfelder
-
Erfahrungen sammeln zu den Tagesabläufen in den unterschiedlichen Berufen
-
Klarwerden über die eigenen beruflichen Vorstellungen
-
Erlernen, wie das Medium Internet für Recherche genutzt werden kann
-
Erkenntnisse gewinnen und übertragen auf die Beschäftigung mit dem Praktikum
Beschreibung des Angebotes:
Die Internetrecherche dauert 60 Minuten.
Die Schüler erhalten eine Unterweisung in die Aufgabenstellung:
-
Benutzung unterschiedlicher Adressen der Arbeitsagentur
-
Nutzung der üblichen Suchmaschinen
-
Benutzung von »Job-Lab« (siehe Anhang)
-
Freie Internetrecherche zu bestimmten Themen, insbesondere zu regionalen
Praktikumsangeboten
Material/Ausstattung:
Raum mit 16 Rechnern mit Internetzugang
Bewertung/Ausblick:
Für Schüler der 8. Klasse ist die Nutzung von Internet und PCs noch nicht selbstverständlich.
Daher ist es sinnvoll, eine intensive Einführung zur Nutzung voranzustellen. Insbesondere das
Spiel »Job-Lab« sollte mit klaren Nutzungshinweisen eingeführt werden.Wünschenswert wäre
auch die Installation von aktuellen bewährten Programmen, um die Internetnutzung zu reduzieren.
64 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs-Bildung
Drachenbau
Referent: Herr Wieland, Lehrer der Gemeinschaftshauptschule, Swisttal-Heimerzheim
Ziele:
-
mit sehr einfachen Mitteln einen Drachen bauen
-
Verstehen von Aufbau und Funktion
-
Förderung handwerklicher Geschicklichkeit
-
selbständiges Umsetzen von Plänen
Beschreibung des Angebotes:
-
Anleitung zum Bau eines Drachens
-
selbständiges Herstellen eines Drachens
Material/Ausstattung:
-
Müllbeutel
-
4 mm Kanthölzer
-
Drachenschnur
-
Klebeband
Bewertung/Ausblick:
Insgesamt wurde das Angebot von den Teilnehmern interessiert angenommen. Sie zeigten sich
recht engagiert und motiviert bei der Ausführung. Mit dem eigenständigen Arbeiten bei der Herstellung eines Drachens waren jedoch einige Teilnehmer überfordert. Sie benötigten mehr Anleitung und praktische Unterstützung.
65
Berufs-Bildung
Einführung in die Zweiradmechanik
Referent: Herr Dietrich, Mitarbeiter der Firma Velo Deckers, Rheinbach
Ziele:
-
Kennen lernen des Berufsbildes Zweiradmechaniker
-
Einblick in die Aufgaben des Zweiradmechanikers
-
Erproben handwerklicher Fähigkeiten und Fertigkeiten
Beschreibung des Angebotes:
-
theoretische Einführung in die Zweiradmechanik
-
Information über die Ausbildung zum Zweiradmechaniker
-
Demonstration und Anleitung kleiner Reparaturarbeiten
Material/Ausstattung:
-
Fahrrad
-
Ersatzteile
-
Werkzeug
Bewertung/Ausblick:
Insgesamt wurde das Angebot von den Schülern gut angenommen und sie waren auch sehr interessiert an der praktischen Anleitung.
66 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs-Bildung
Mit dem BIZ ins Netz
Referent: Herr Krause, Agentur für Arbeit, -BIZ-, Bonn
Ziele:
-
Vorstellung des BIZ als Berufsinformationszentrum
-
Internetfähigkeit herstellen
-
Informationen zum Internetauftritt der Arbeitsagentur und deren Angebote und Links
-
Unterstützung, eine individuelle Auswahl im vielfältigen Informationsangebot im Internet zu treffen
-
Sensibilisierung dafür, dass sich die Berufswahl an den eigenen Fähigkeiten orientieren soll
Beschreibung des Angebotes:
-
den Jungen wird in Zweiergruppen ein PC zugewiesen
-
kurze Vorstellung des Mitarbeiters und der Einrichtung des BIZ in Bonn
-
Hinweise auf eine möglichst effektive und zielgerichtete Nutzung des Internet
-
Anleitung zur Internetrecherche unter Nutzung der entsprechenden Adressen, Links und Suchbegriffe
Material/Ausstattung:
-
PC Arbeitsplätze mit Internetzugang
-
kein zusätzliches “Papiermaterial”.
-
Informationen werden aus dem Internet herausgearbeitet
Bewertung/Ausblick:
Die Arbeit in einer kleinen Gruppe anstelle einer ganzen Klasse bietet die Möglichkeit, wesentlich effektiver und konkreter zu arbeiten. Dies wiegt den Nachteil auf, dass in der Einrichtung BIZ
selbst doch wesentlich mehr Material zur Verfügung steht. Zur Einführung in die dann folgenden
berufsberatenden Angebote in der Schule und zur Vorbereitung auf den ersten BIZ-Besuch ist
das Angebot hervorragend geeignet.
Generell ist das gesamte Angebot in Bad Honnef ein sehr geeignetes und notwendiges Angebot,
insbesondere ist die Auseinandersetzung mit dem Thema: “Wie teuer ist das Leben” sehr wichtig.
Nach Möglichkeit wird die Veranstaltung vom BIZ bzw. der Berufsberatung weiterhin unterstützt.
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Berufs-Bildung
Mountain-Bike-Workshop:
Referent: Christian Prior, freiberuflicher Mitarbeiter in der OT Live, Rheinbach
Ziele:
-
die eigene Erfahrungs- und Erlebniswelt erweitern
-
andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung kennen lernen
-
Hindernisse und Aufgabenstellungen im Team überwinden und bewältigen
Beschreibung des Angebotes:
-
theoretische wie praktische Einführung in die Fahrtechnik und Funktionsweise des Mountain-Bikes
-
gemeinsame Fahrt durchs Gelände, mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden erleben
-
Bodenbeläge und ihre Wirkung erfahren
Material/Ausstattung:
acht Mountain-Bikes
Bewertung/Ausblick:
Das Angebot wurde sehr positiv und mit viel Einsatz und Interesse angenommen.
68 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs-Bildung
Rund ums Bike
Referent: Reiner Hasse, Jugendwerkstatt Rhein-Sieg, Siegburg
Ziele:
-
Kennen lernen des Berufes des Zweiradmechanikers
-
Erproben handwerklicher Fähigkeiten und Fertigkeiten
-
Förderung der eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema Beruf und den Anforderungen einer
beruflichen Tätigkeit
-
Informationen zur Jugendwerkstatt Rhein-Sieg als ein niedrigschwelliges Angebot der Berufsvorbereitung
Beschreibung des Angebotes:
-
Begrüßung der Schüler und kurze Informationen zum Ablauf und zur Zielsetzung des Angebotes
sowie zur Jugendwerkstatt Rhein-Sieg
-
Einführung in die Thematik durch einen kurzen Film zum Beruf des Zweiradmechanikers,
anschließend kurze Rückmeldungen zum Filmbeitrag
-
die Schüler besetzen die Stationen des Fahrradparcours und erhalten die Erläuterungen zu den
jeweiligen Aufgabenstellungen. Bei der Bewältigung der Aufgaben erhalten sie Unterstützung
durch jugendliche Teilnehmer der Metallwerkstatt. Jeder Schüler sollte bis zum Ende des Angebotes einmal alle Stationen durchlaufen haben
-
zum Ende kurze Feedback-Runde
-
Verteilen der Auswertungsbögen mit der Bitte diese auszufüllen
Material/Ausstattung:
-
DVD zum Berufsbild des Zweiradmechanikers
-
Fahrradparcours des Werkbereiches Metall- und Fahrzeugbau der Jugendwerkstatt (acht mobile
Stationen, an denen typische Tätigkeiten erprobt werden können)
-
Infomaterial zur Jugendwerkstatt Rhein-Sieg
Bewertung/Ausblick:
Insgesamt war die Vorbereitung des Angebotes befriedigend, die zur Verfügung stehenden Ressourcen (Räume, Geräte, ... ) im Hause dagegen knapp. Die Jugendfreizeitstätte CVJM war den
meisten Schülern bekannt.
An der gemeinsamen Vorbesprechung sollten auch die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer teilnehmen. Dadurch könnten Inhalt und Ablauf optimiert werden.Wünschenswert sind auch feste
AnsprechpartnerInnen in der Schule (Stichwort: Berufswahlkoordinatoren).
Der Ablauf der Veranstaltung war zufriedenstellend, besonders die gemeinsame Runde zu Beginn
(Imbiss ) hat sich bewährt.
Auch während des Angebotes war der reibungslose Ablauf besonders beim Gruppenwechsel
69
durch die Aufsicht der Lehrkräfte im Wesentlichen gesichert. Bei den ersten beiden Gruppen
war die Aufmerksamkeit und Disziplin deutlich höher als bei der letzten Gruppe (was vielleicht mit einer gewissen Ermüdung an einem für die Schüler als lang empfundenen Tag lag). Die
Anwesenheit der/des Lehrerin/Lehrers wirkte sich vorteilhaft auf die (Arbeits-) Haltung aus, die
Abwesenheit der Lehrkräfte war umgekehrt jedoch kein Problem und bot auch einige Chancen
der (lockeren) Kontaktaufnahme.
70 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Berufs-Bildung
Stifthalter aus Kupferrohr Metallwerkstatt
Referenten: Tim Graaf, Lehrer der Gemeinschaftshauptschule, Much
Uwe Kämmer, lernen fördern Kreisverband Rhein-Sieg e.V., Beratungsstelle für Jugendberufshilfe, Siegburg
Ziele:
-
eigene Erfahrungen machen mit den Grundfertigkeiten der Metalltechnik
-
Interesse wecken für Arbeit und Material
-
Teamarbeit
-
Sensibilität für Arbeitssicherheit
Beschreibung des Angebotes:
Die Jungen bearbeiten ein Kupferrohr mit den vorhandenen Werkzeugen und stellen so einen
Stifthalter her.
Material:
-
Kupferrohre
-
Werkzeuge (Feilen, Lötmittel, Lötgasbrenner)
Organisation:
Ein Werkraum mit Werkbänken und Werkzeug steht in der Schule zur Verfügung. Das Material
muss zuvor besorgt werden (Fachhandel). Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, ist
das Angebot mit den anderen Angeboten, die im 60-minütigen Wechsel stattfinden, abzustimmen.
Die Zeiten müssen exakt eingehalten werden!
Bewertung/Ausblick:
Die Auswertung der Veranstaltung durch Fragebögen ergab eine sehr positive Rückmeldung. Eine
Wiederholung wurde von den Schülern ausdrücklich gewünscht.
71
Berufs-Bildung
Unter dem Sternenhimmel – Ausblick in die Berufswelt
Referent: Dr. Lucio Damiano, Honorarkraft im ev. Jugendzentrum Café Carlson, Bornheim
Ziele:
-
mit den Teilnehmern ins Gespräch kommen
-
sie anregen, über ihre Zukunft nachzudenken
-
Ideen zur beruflichen Lebensplanung entwickeln
Beschreibung des Angebotes:
-
Sensibilisierung und Einführung in das Thema
-
der Referent gibt einen umfassenden Bericht über seine Erfahrungen aus dem eigenen beruflichen
Werdegang
-
Ausblick auf schulische Möglichkeiten nach der Hauptschule
-
Einblick in verschiedene Berufsfelder
-
Austausch und Bezugnahme auf die Interessen der Einzelnen und Verknüpfungen mit den vorgestellten Ausbildungsgängen herstellen
Material/Ausstattung:
-
mittelgroßer Raum
-
ausreichend Stühle für einen offenen Stuhlkreis
Bewertung/Ausblick:
Insgesamt wurde das Angebot von den Schülern gut angenommen. Sowohl der zeitliche als auch
die räumlichen Rahmenbedingungen sind positiv zu bewerten.
72 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Team-Techniken
Erlebnis Kooperation
Referent: Michael Loske, Schulseelsorger, Rheinbach
Ziele:
-
eigene Kompetenzen entdecken
-
sensibel werden für Sinn und Notwendigkeit von Teamwork als Schlüsselqualifikation
-
andere (und sich selbst) als Kooperationspartner erfahren
Beschreibung des Angebotes:
-
Bewältigen von Problemaufgaben, die nur im Team lösbar sind
-
Reflexion der eigenen Erlebnisse und Erfahrungen
-
Transfer der Bedeutung ausgeübter Schlüsselqualifikationen auf das eigene kommende Berufs- und
Schulleben
Material/Ausstattung:
-
Erlebnispädagogisches Arbeits- und Spielmaterial
-
Kletterseile, Jonglierbälle, Reifen und Bandschlingen
Bewertung/Ausblick:
Das Angebot wurde sehr unterschiedlich von den Teilnehmern wahrgenommen: einerseits sehr
motiviert, andererseits bei denen, die »unfreiwillig« teilnehmen mussten, war ein deutliches
Desinteresse und Ablehnung spürbar. Der Gruppenprozess wurde durch Letztere sehr negativ
beeinflusst.
Künftige Angebote sollen dahingehend modifiziert werden, dass mehr Erlebniselemente dazukommen.
73
Team-Techniken
Im Team sind wir stärker
Referent: Volker Weißbach, Bornheimer Jugendtreff
Ziele:
Wie wichtig Teamarbeit heutzutage ist und auch wie wichtig es ist, als Person im Team seine Meinung zu vertreten.
Beschreibung des Angebotes:
Bei den folgenden Übungen handelt es sich um erlebnispädagogische Übungen:
- »Tennisballspiel«
Die Gruppe erhält die Aufgabe, einen Ball von einer Person zu einer anderen zu werfen, ohne
dass eine Person den Ball zweimal bekommt. Die letzte Person muss wieder zur ersten zurückwerfen.Wichtig ist, dass der Name der Person laut gerufen wird und die Reihenfolge beibehalten
wird. Nach und nach soll die Gruppe Wege finden, den Ablauf zu optimieren.
- »Ozean«
Die Gruppe erhält die Aufgabe, über ein giftiges Meer zu waten. Niemand kann dieses Meer
betreten, ohne sich zu vergiften, es sei denn sie haben eine Isolationsschicht (Bodenmarkierung)
dabei. Dummerweise ist diese Isolationsschicht nur aktiv, wenn Körperkontakt besteht. Kommt
sie alleine mit dem Gift in Kontakt, wird sie vernichtet und ist unbrauchbar. Die Gruppe soll sich
darüber verständigen, wie sie gemeinsam ans sichere Ufer kommt.
Material/Ausstattung:
-
Tennisball
-
Stifte, Blätter
Bewertung/Ausblick:
Die Jungen konnten sehr schnell für die einzelnen Aufgabenstellungen gewonnen werden.
74 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Team-Techniken
Kleiner Erlebnisparcours – Soziales Lernen in Gruppenprozessen
Referent: Michael Vielain, lernen fördern Kreisverband Rhein-Sieg e.V., Beratungsstelle für Jugendberufshilfe,
Siegburg
Ziele:
Die Gruppe kann die Aufgabe nur lösen, wenn sie das Vorgehen gemeinsam aushandelt. Der einzelne Teilnehmer erreicht nichts, wenn er nur seine eigenen Fähigkeiten und Stärken anwenden
möchte. Jeder muss zurückstecken, auf die anderen Rücksicht nehmen und sie »mitnehmen«. So
wird soziale Kompetenz erweitert. Die Jungen erfahren, wozu Kooperation nötig ist und mit welchen Regeln sie funktioniert.
Beschreibung des Angebotes:
Bei den folgenden Übungen handelt es sich um einfache erlebnispädagogische Übungen zur
Wahrnehmungsschulung und Vertrauensbildung.
Spiele:
- »Gerettet«
Schiffbrüchige schwimmen im Meer. Sie drohen zu ertrinken. Da treibt in rascher Geschwindigkeit
ein Floß vorbei. Ob es nun allen gelingt auf das Floß zu kommen? Nach Musik »schwimmen« die
Teilnehmer durch den Raum. In der Mitte befinden sich einige Stühle (einer weniger als Teilnehmer).
Bricht die Musik ab, müssen alle versuchen, auf dem Floß einen Platz zu finden, und zwar so, dass
kein Spieler mit den Füßen den Boden berührt. Die Kooperationsaufgabe besteht darin, dass alle
auf dem Floß einen Platz erhalten. Gelingt dies, wird das Spiel erneut gestartet, nun mit einer Sitzgelegenheit weniger. Aus: Mainzer Spielekartei, Dauer des Spiels: 10 Minuten.
- »Pendel«
In einer Dreiergruppe steht eine Person in der Mitte. Die beiden Partner stehen jeweils ca. einen
halben Meter vor bzw. hinter ihm. Er lässt sich nun vertrauensvoll im Wechsel erst nach vorne
und dann nach hinten fallen, wo ihn die beiden anderen auffangen. Nach ca. zwei Minuten werden
die Rollen gewechselt. Nach: Gilsdorf/Kistner, Kooperative Abenteuerspiele 1, Dauer des Spiels:
10-20 Minuten.
- »Die Mauer«
Die Gruppe soll nach und nach eine fiktive Mauer, in Form eines gespannten Seils, über die eine
Decke geworfen wird, überwinden. Da es sich um eine Mauer handelt, kann niemand unter dem
Seil durchgehen oder durchgreifen. Nur der erste Teilnehmer darf auf die andere Seite springen.
Alle Teilnehmer, die nicht an der Überquerung beteiligt sind, haben die Aufgabe, die anderen zu
sichern. (Nach Gilsdorf/Kistner: Kooperative Abenteuerspiele).
-
Alle Übungen enden mit einem freien Gespräch über das Erlebte.
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Material/Ausstattung:
-
rutschfeste Stühle
-
Decke
-
Kassettenrecorder, Kassette (inhaltlich zum Meer passend)
-
Seil
-
Spiele (siehe Anhang)
Bewertung/Ausblick:
Die Jugendlichen waren sehr schnell für die Aufgaben zu begeistern.
76 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Team-Techniken
Kooperations- und Rollenspiele
Referenten: Herr Rigoni, Jugendtreff LuPo, Swisttal-Heimerzheim
Herr Riffeler, Schulsozialarbeiter der Gemeinschaftshauptschule, Swisttal- Heimerzheim
Ziele:
-
Bildung von Vertrauen
-
Selbstüberwindung
-
Lernen von Problemlösungsstrategien
-
Lernen von Kooperation und Kommunikation
-
Erfahrungen mit Teamarbeit machen
Beschreibung des Angebotes:
Zunächst werden Aufwärmspiele zur Lockerung durchgeführt. Danach findet die erste Vertrauensübung, der »freie Fall« in Form einer Fallübung statt. Die nächste Stufe der Vertrauensübung
ist das »blinde« Klettern mit Führung sowie Kooperationsspiele wie z.B.:
- »Geschichten diktieren«
Es werden Kleingruppen gebildet. Ein Junge aus jeder Gruppe erhält einen Text, den er aus einiger Entfernung seiner Gruppe so vorliest, damit diese die Geschichte aufschreiben kann.
- »Mattenspiel«
Jede Kleingruppe bekommt die Aufgabe, eine Sportmatte ans andere Ende des Raumes zu schieben, dies aber gemeinsam und mit dem »ganzen Körper«. Jede Gruppe soll Strategien entwickeln
und ausprobieren, wie sie diese Aufgabe löst.
Zum Abschluss wird mit allen ein lockeres gemeinsames Spiel durchgeführt.
Material/Ausstattung:
-
Sporthalle
-
Geräte und Materialien aus der Sporthalle wie Bälle, Seile, Bänke etc.
Bewertung/Ausblick:
Das Angebot fand einen hohen Anklang bei den Schülern. Für einige Schüler kostete es jedoch
eine enorme Überwindung, sich auf die einzelnen Übungen – beispielsweise »Freier Fall« – einzulassen und sich anderen anzuvertrauen.
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Team-Techniken
Selbsterfahrung der Sinne
Referent: Peter Barthelmae, Lehrer der Gemeinschaftshauptschule,Wachtberg
Herr Fongern, Ev. Jugendheim,Wachtberg
Ziele:
Die Schüler sollen Vertrauen fassen und Verantwortung übernehmen. Ziel ist es (über alle Sinne)
eine ganzheitliche Erfahrung zu erleben.
Beschreibung des Angebotes:
Die Schüler durchlaufen einen Wahrnehmungsparcours mit verbundenen Augen. Dabei werden
sie von einem Mitschüler geführt. Im ersten Teil sollen sie mit der Hand verschiedene Gegenstände ertasten und benennen, z.B.Watte, Holz, Luftballon,… Danach laufen sie barfuss über
verschiedene Materialien, die sie mit den Füßen erfühlen sollen, z.B. Sand, Kies,… Im dritten Teil
des Parcours müssen sie verschiedene Hindernisse überwinden. Sie kriechen durch einen Tunnel,
balancieren auf einem Holm, sie laufen Slalom, sie steigen auf eine Kastentreppe und lassen sich
rückwärts auf eine Saltomatte fallen.
Material/Ausstattung:
-
Turnhalle
-
verschiedene Materialien zum Tasten, Erfühlen wie Papier,Watte, Holz, Schwamm, Blätter, Sand,
Kies, Gras,Wolle usw.
Bewertung/Ausblick:
Die Akzeptanz der einzelnen Stationen des Wahrnehmungsparcours war sehr groß. Im Nachhinein sprachen die Schüler noch lange über die einzelnen Übungen.
78 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Team-Techniken
Spinnennetz: alleine gut, mit anderen besser!
Referenten: Karsten Heusinger, Kreisjugendamt Siegburg und Alexa Kleffner, Haus der Jugend, Bad Honnef
Ziele:
-
Verdeutlichung der Bedeutung von ”Teamgeist” und Kooperation für den Beruf
-
Förderung der Kooperations- und Teamfähigkeit
-
Stärkung von Konzentration und Aufnahmebereitschaft
Beschreibung des Angebotes:
- Spielbeschreibung:
Mit Seilen wird ein grobmaschiges Netz in die Mitte des Raumes gespannt. Dieses Netz hat so
viele Öffnungen wie spielende Personen. Die Gruppe erhält die Aufgabe, gemeinsam durch das
Netz hindurch auf die andere Seite zu gelangen. Dabei darf das Netz nicht berührt, jedes Loch
nur einmal genutzt und keine Hilfsmittel benutzt werden.
- Durchführung:
Die Gruppe wird im Gruppenraum begrüßt und kurz in das Thema ”Teamarbeit und Kooperation” eingeführt. Gemeinsam mit den Jugendlichen sammeln die Referenten ”Schlüsselbegriffe”,
die bedeutsam für ”Teamarbeit” im Beruf sind (Vertrauen, Hilfe, Kompetenzen etc.). Für jede
Öffnung im Spinnennetz wird ein Begriff auf ein Plakat geschrieben. Unter Anleitung der Referenten versucht die Gruppe gemeinsam das Spinnennetz zu überwinden. Bei Berührung der Seile
wird eine freundliche Ermahnung ausgesprochen.Wenn die Gruppe nicht mehr weiterkommt,
z.B. weil voreilig Öffnungen genutzt wurden, dürfen sie die Aufgabe von vorne beginnen. Zur
Kennzeichnung der genutzten Öffnungen wird der Gruppe Toilettenpapier zur Verfügung gestellt.
Für jede überwundene Öffnung wird von den Referenten ein Schlüsselbegriff ”abgehakt”. Nach
Bewältigung der Aufgaben wird eine kurze Feedback -Runde (Wie war es? Was ist mir aufgefallen? Was nehme ich mit?) durchgeführt.
Material/ Ausstattung:
-
großer (möglichst nicht einsehbarer) Raum oder Außengelände
-
zwei stabile Stative (Lautsprecherstative)
-
Seile zum Spannen eines Netzes
-
Toilettenpapier, Plakate, Stifte
Bewertung/Ausblick:
Die Resonanz bei den Jugendlichen war durchweg positiv. Die gestellte Aufgabe wurde zwar
unterschiedlich schnell, jedoch von jeder Gruppe zur eigenen Zufriedenheit gelöst. Ein Verständnis für die Thematik wurde von den Jugendlichen erreicht. Das Spiel eignet sich bei entsprechender Anleitung sehr gut als Auflockerung und sinnvolle Ergänzung zur Bearbeitung des Themas
”Vorbereitung auf die Berufswahl”.
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Themen-Talk
»Der hat mich blöd angemacht ....!«
Referent: Mario Becker, Kommissariat Vorbeugung, Polizeipräsidium Bonn
Ziele:
-
Reflexion über die interaktiven Prozesse jugendlicher Provokationen und häufiger Konflikteskalationen
-
Kennen lernen der Risiken und Folgen körperlicher Auseinandersetzungen, insbesondere für die
eigene berufliche Zukunft
Beschreibung des Angebotes:
-
Kennen lernen der Mechanismen von Provokation (Eröffnungsrituale)
-
Auseinandersetzung mit den Gründen für Provokation
-
Gründe, sich darauf einzulassen – von der Angst, als Feigling zu gelten
-
Handlungsstrategien entwickeln – cool bleiben und sich selbst bestimmen
-
Körperverletzung – straf- und zivilrechtliche Folgen
-
Abriss über das Führungszeugnis
Methoden: Gruppengespräch, Situationsspiel,Videofilm »cool sein – cool bleiben«
Material/Ausstattung:
-
Kreisbestuhlung ohne Tische
-
Video- und TV-Gerät
-
Videofilm und pädagogisches Begleitmaterial (Bezugsadresse siehe Anhang)
Bewertung/Ausblick:
Die Teilnehmer zeigten großes Interesse, die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Die zur
Verfügung stehende Zeit bot nur Raum für kurze Impulse. Ein – wünschenswerter- größerer
Zeitrahmen kollidiert mit der Gesamtkonzeption, den Teilnehmern möglichst viele Workshopangebote zugänglich zu machen.
80 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Themen-Talk
Der Lebenssack – Gegenstände und ihre Geschichte
Referentin: Angelika Wipfler, Lehrerin der Gemeinschaftshauptschule,Wachtberg
Ziel:
Die Schüler sollen angeregt werden, über ihr Leben nachzudenken.
Beschreibung des Angebotes:
Die Schüler sitzen in einem Kreis und erzählen Geschichten über Gegenstände, die in ihrer
Vergangenheit eine besondere Bedeutung hatten und die für sie wichtig waren. Das können ein
Talisman, ein besonderes Spiel oder ähnliches sein. Dann erscheint ein »mysteriöser« Sack aus
der Zukunft. Er enthält Gegenstände, die zumeist eher Erwachsene brauchen. Die Schüler entnehmen einen Gegenstand ihrer Wahl und sollen eine spannende oder lustige Geschichte dazu
erzählen.
Material/Ausstattung:
Ein Sack mit verschiedenen Gegenständen wie beispielsweise Rasierapparat, Zigaretten, Haarbüschel, Kontoauszug, Krankenschein, Zahnbürste,Windeln…
Bewertung/Ausblick:
Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang es den meisten Schülern, über die gezogenen Gegenstände zu reden und sich dazu entsprechende Geschichten auszudenken. Es kam durchaus häufig
zu lustigen Situationen, die auch später noch Gesprächsthema in der Klasse waren. Die Übung
hängt stark von der unterschiedlichen Persönlichkeit der Jungen ab. Schön war, dass auch ruhige
Schüler sich einbringen konnten und von der Übung profitierten.
81
Themen-Talk
Jugendschutz - Ich darf alles! Darf ich alles ?
Referent: Uli Gilles, Kreisjugendamt, Fachstelle Jugendschutz, Prävention, Siegburg
Ziel:
Die Altersgruppe der 14–16-jährigen soll alltagsrelevante Informationen zum Jugendschutz erhalten.Von besonderer Bedeutung ist hier das neue Jugendschutz- und das Jugendarbeitsschutzgesetz
Beschreibung des Angebotes:
-
Sammlung von eigenen Erfahrungen
-
Aufgreifen von Alltagsproblemen
-
Orientierung am Alltagswissen
-
Gruppendiskussion
-
Vermittlung von Informationen
-
Diskussion über die Werte und Normen, die mit Jugendschutzregelungen verbunden sind
-
Erkennen der Relevanz dieser Gesetze für die eigene Person
Material/Ausstattung:
Auszüge aus dem Jugendschutzgesetz
Bewertung/Ausblick:
-
Die Jugendlichen waren durchweg am Thema interessiert , weil sie eine Verbindung zu ihrer Alltagsrealität herstellen konnten. Jeder war schon einmal mit Fragestellungen zum Jugendschutzgesetz
in Berührung gekommen.
-
Methodisch muss das Thema stärker „verschult“ werden, weil die Schüler mit „offenen“ Methoden
überfordert sind. Konkret bedeutet das einen stärkeren Einsatz von Arbeitsblättern, Lückentexten usw.
82 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Themen-Talk
Liebe, Freundschaft, Sexualität und Gewalt
Referent: Christoph Zander, Deutscher Kinderschutzbund O.V. Sankt Augustin, Anlauf- und Beratungsstelle
bei Misshandlung, sexuellem Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen
Ziele:
-
Informationen zu den Themen Liebe, Freundschaft, Sexualität, Gewalt, sexualisierte Gewalt
-
Aufzeigen von Hilfsangeboten und Lösungsstrategien
-
Vorstellen des Beratungsangebotes des Kinderschutzbundes
Beschreibung des Angebotes:
-
Vorstellen der Beratungsarbeit des Kinderschutzbundes
-
Darstellen verschiedener möglicher Gesprächsthemen
-
Gruppenentscheidung über das Thema, das besprochen werden soll
-
Lockere Gesprächsrunde: Schüler stellen Fragen, berichten von eigenen Erfahrungen
Material/Ausstattung:
-
mittelgroßer Raum, der auch Platz bietet, sich zu bewegen
-
großes Papier
-
Tafel
-
Stifte
Bewertung/Ausblick:
Generell ist die Veranstaltung als sehr positiv zu bewerten.Trotz der geringen Vorbereitung
der Jungen auf das Angebot, konnten sie sich gut auf die angesprochenen Themen einlassen und
waren recht motiviert bei der Sache. Jedoch war aufgrund der zeitlichen Begrenzung auf zwei
Schulstunden nicht genügend Zeit, um die Themen ausführlich zu behandeln. Daher sollten diese
Themen nochmals im Unterricht aufgegriffen bzw. weitergeführt werden.
83
Themen-Talk
Null-Promillo-Bar
Referenten: Paul Bockem und Oliver Mohr, Club 21, Neunkirchen- Seelscheid.
Ziel:
Bewusst machen von Alternativen zur Vermeidung von Alkohol, insbesondere bei privaten Partys
und Treffen.
Beschreibung des Angebotes:
Das Angebot richtet sich an Schüler der Jahrgangsstufe 8 und findet im Jugendzentrum statt.
Dieses befindet sich in Fußwegnähe zur Schule. Die Null-Promillo-Bar wird parallel zum Angebot
»Sucht in den Sack« (siehe auch Angebotsbeschreibung) des Diakonischen Werkes mit jeweils
12 Teilnehmern durchgeführt. Ziel ist es, leckere und gesunde Getränkealternativen zu alkoholischen Getränken anzubieten. Den Jugendlichen soll klar werden, dass sie Wahlmöglichkeiten
haben, bevor sie zum Alkohol greifen. Im Rahmen der Bar werden raffinierte Getränke- und
Snackmischungen vorgestellt und »Null-Promillo« Rezepte ausgetauscht. Durch Musik und offene Spielangebote ist eine lockere Party- und Szene-Stimmung gegeben. So ist es für die Jugendlichen einfacher, wertfrei Neues auszuprobieren und alternatives Verhalten zu entwickeln.
Material/Ausstattung:
-
Räumlichkeiten des Jugendzentrums mit offenem Spielangebot
-
Bar mit Getränken und Snackutensilien
-
Rezeptvorschläge für alkoholfreie Getränke.
Bewertung/Ausblick:
Das Angebot wurde von den Jugendlichen sehr positiv angenommen. Insbesondere die Parallelität der Angebote sorgte für eine hohe Aufnahmebereitschaft der Teilnehmer. Rezepte wurden
häufig nachgefragt und sollen bei den nächsten Partys verwendet werden.
84 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Themen-Talk
Fantasiereise
Referent: Wolfgang Kühne, Lehrer der Gemeinschaftshauptschule,Wachtberg
Ziele:
Die Schüler erhalten die Möglichkeit, sich durch die Gestaltung einer besonderen Atmosphäre
(Ruhe und Konzentration) intensiv mit der Vergangenheit, der Zukunft und mit ihren Plänen zu
beschäftigen. Die Schüler sollen diese Eindrücke in einer Collage verarbeiten und mit anderen
besprechen.
Beschreibung des Angebotes:
-
Ruhe und Konzentrationsphase:
Die Schüler legen sich entspannt auf den Boden. Zu meditativer Musik wird ihnen eine Geschichte erzählt:
Sie machen eine Reise in die Vergangenheit, in der sie einige Lebensstationen durchlaufen. Symbolisch könnten es Zimmer in einem geheimnisvollen Schloss sein. Dort befinden sich auch sogenannte »Zukunftszimmer« (Familie, Beruf,...). Diese Zimmer werden individuell ausgestaltet.
Nach der Fantasiereise findet ein kurzer Austausch über die persönlichen Erfahrungen bei der
Fantasiereise statt und die Überleitung zur kreativen Umsetzung des Erlebten.
-
Kreativphase:
In Kleingruppen werden Collagen zum Thema »Lebenswegplanung« oder »So stelle ich mir mein
späteres Leben vor« erstellt.
Material/Ausstattung:
-
Decken oder andere weiche Unterlagen
-
Musikanlage und Entspannungsmusik
-
Papier, Klebstoff, Scheren, Filzstifte, Illustrierte
Bewertung/Ausblick:
Die Schüler konnten sich meistens während der Fantasiereise sehr gut entspannen und genießen
teilweise die für sie ungewöhnliche Ruhe. Die einzelnen Stationen der Vergangenheit als auch der
Zukunft wurden als positiv empfunden. Viel Spaß bereitete das Erstellen der Collagen.
85
Themen-Talk
»Straßenkinder« Film von Sönke Wörtmann
Referent: Herr Niessen, Lehrer der Gemeinschaftshauptschule, Much
Ziele:
-
Kennen lernen von Kindern in anderen Lebenswelten
-
Kennen lernen der unterschiedlichen Konsequenzen von Entscheidungen zum »Aussteigen«
-
Relativieren der Vorstellungen von »Freiheit auf der Straße«
-
Erkenntnisse von Lebensperspektiven »ohne Schule«
Beschreibung des Angebotes:
Nach einem kleinen Einstieg ins Thema erhalten die Schüler Arbeitsblätter mit Fragen, von denen
sie sich eine aussuchen können. Eine Frage soll nach dem Film in kurzen Stichworten beantwortet werden und dient der persönlichen Filmauswertung. Der Film zeigt die Lebensschicksale von
vier verschiedenen Kindern, die alle als Straßenkinder in Berlin leben. Ein Mädchen verließ ihr
Elternhaus, nachdem sie Stress und Schwierigkeiten hatte und muss sich nun durch Schnorren ihr
Essen besorgen. Zudem hat sie große Schwierigkeiten, ihre notwendige medizinische Versorgung
sicherzustellen. Ein anderes Mädchen lebt nun nach langem Drogenmissbrauch in einer psychiatrischen Einrichtung und hat große Probleme, wieder ins »normale« Leben zurückzukehren. Ein
Junge lebt vom Geld, das er als Stricher verdient, ein anderer 12-jähriger Junge schläft in Hinterhöfen.
Material/Ausstattung:
-
Raum mit entsprechender Bestuhlung und der Möglichkeit zur Verdunklung
-
Videoabspielgerät
-
Video: Straßenkinder (Bezug damals über eine Aktion der Firma Mannesmann)
Bewertung/Ausblick:
Der Film »Straßenkinder« ist ein authentischer Film, der immer wieder betroffen macht. Er regt
zur Auseinandersetzung mit dem Thema an, aber auch zum Hinterfragen der eigenen Lebensund Zukunftsvorstellungen.
86 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Themen-Talk
»Sucht in den Sack....«
Referent: Jürgen Meyer, Fachstelle Suchtprävention der Drogenhilfe im Diakonischen Werk des
evangelischen Kirchenkreises an Sieg und Rhein,Troisdorf
Ziele:
-
Individueller Austausch und Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht in einer Kleingruppe.
-
Erarbeitung eines erweiterten Suchtbegriffes
Beschreibung des Angebotes:
Interaktive gruppendynamische Übung mit 12 bis 13 männlichen Teilnehmern für jeweils eine
Stunde. Die Teilnehmer werden aufgefordert, einen Gegenstand aus dem „Suchtsack“(X) zu nehmen. Sie teilen der Gruppe ihre Assoziationen mit und erläutern diese. Anschließend ergänzt
die Runde, was ihnen dazu einfällt. Ist ein Gegenstand besprochen, zieht ein anderer Schüler den
nächsten Gegenstand. Hierüber entsteht ein angeregtes und intensives Gespräch über Suchtstoffe, über Alltagssüchte im allgemeinen und eigenes Suchtverhalten im speziellen.
Material/Ausstattung:
Raum, der zur Durchführung eines Gruppenangebotes geeignet ist, ausreichend Stühle für einen
offenen Stuhlkreis, “Suchtsack“
Bewertung/Ausblick:
Positive Resonanz bei allen Beteiligten, sollte im nächsten Jahr wiederholt werden.
(X) Anmerkung zum „Suchtsack“: In dem Suchtsack befinden sich verschiedene Gegenstände/Symbole, die Süchte
(stofflich, stoffungebunden, legale und illegale) symbolisieren und darstellen.
87
Themen-Talk
Talk about Gespräche um Lebens- und Berufsplanung
Referent/innen: Thilo Heß, Gilda Wex-Beuke, Svenja Stinn, alle Mitarbeiter im Jugendzentrum, Much
Ziele:
-
mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen
-
sie anregen über ihre Zukunft nachzudenken
-
auf mögliche Probleme hinweisen
-
Ideen zur beruflichen Lebensplanung entwickeln
-
Abfrage, wer in die berufliche Lebensplanung mit einbezogen wird (Familie, Freunde, Schule)
-
mögliche Zukunftsängste abfragen
-
Fachwissen vermitteln z.B. über Schulen und Ausbildungen, Agentur für Arbeit
-
Überblick über berufliche Möglichkeiten geben
-
aus der eigenen Lebens- und Berufsentwicklung berichten
Beschreibung des Angebotes:
Zielgerichtete Gespräche von 20 Minuten Dauer in getrennten Räumen. Sie finden mit je einem
der drei SozialpädagogInnen und jeweils einer Gruppe mit 6 Jugendlichen statt. Dabei ist es wichtig, für eine angenehme Gesprächssituation zu sorgen, da es den Schülern nicht leicht fällt, sich ad
hoc auf die Anforderungen einer solchen Gesprächssituation einzulassen Dies geschieht durch
lockere Atmosphäre, Anrede: ”du”, signalisierte Empathie und aktives Zuhören.
Material/Ausstattung
-
3 Räume mit Tischen und Stühlen (SV-Raum, Streitschlichterraum und ein Klassenzimmer)
-
Digitalkamera, um Fotos zu machen
Bewertung/Ausblick:
Für die Jugendlichen war es eine spürbar ungewohnte Situation, in kleinen Gruppen ein persönliches und dennoch zielgerichtetes Gespräch zu führen. Zu Beginn waren die Gespräche
teils durch Neugier und Cool-Sein-Wollen geprägt. Allen Teilnehmern gelang es aber dann sehr
schnell und gut, sich einzulassen, Fragen zu stellen und aus ihrer derzeitigen Lebenssituation zu
berichten. Fazit der Jungs: So etwas könnten wir öfter machen!
88 | A n ge b o t e f ü r Ju n ge n
Themen-Talk
Zukunftswerkstatt Mann: eine Entdeckungsreise
Referent: Bernd Kinder, Kath. Erziehungsberatungsstelle für die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis, Bonn
Ziele:
-
Entwicklung von realistischen Zukunftsvorstellungen
-
Entlastung von übertriebenen (männlichen) Leistungsansprüchen in den Bereichen Partnerschaft,
Familienplanung und Beruf
Beschreibung des Angebotes:
-
Im Rahmen einer Fantasiereise »Meine Zukunft« sollen sich die Teilnehmer Vorstellungen über ihr
zukünftiges Alter mit 20 und 30 Jahren machen. Dabei sollen Perspektiven über den privaten und
beruflichen Bereich entwickelt werden.
-
Im zweiten Teil erhalten die Jungen ein Arbeitsblatt, das in Form einer Tabelle neben Eigenschaften
wie »gesund sein«, »cool sein«, »arbeitslos sein« etc. auch mögliche Lebenssituationen wie beispielsweise »bei den Eltern wohnen«…, beschreibt.
-
In Einzelarbeit kreuzen die Teilnehmer in den beiden zur Verfügung stehenden Rubriken »mit 20
Jahren« und »mit 30 Jahren werde ich…« ihre Vorstellungen an und tauschen sich mit einem
Partner aus.
-
Anschließend werden die Ergebnisse in der Großgruppe zusammengetragen und diskutiert.
Material/Ausstattung:
-
Entspannungsmusik
-
Stifte
-
Fragebögen
Bewertung/Ausblick:
Das Angebot wurde sehr unterschiedlich von den Teilnehmern angenommen. Insgesamt sollte
mehr Zeit für eine solche Übungseinheit zur Verfügung stehen, damit Referent und Teilnehmer
sich besser kennen lernen können.
Ma t e r i a l
89
Faxantwort an :
(Fax-Nr. einsetzen)
Fragebogen
zur Ausstattung eines Standes der Mädchenberufsbörse am
in
Angaben zur Institution :
Name:
Anschrift:
Zuständig bei Rückfragen:
Tel.Nr.:
Fax-Nr. :
mobil.:
E-mail:
Für die Beteiligung benötigen wir:
Benötigter Platzbedarf
qm, in den Maßen
m breit x
Anzahl der benötigten Stromanschlüsse (Normalstrom
m tief
Starkstrom
)
Stück (Steckdosen)
Benötigen Sie Verlängerungskabel oder Kabeltrommel?
Oder: Ich bringe Normalstromanschlüsse selbst mit.
ja
ja
nein
nein
Welche weiteren technischen Voraussetzungen müssten geschaffen werden
Anzahl der benötigten Stellwände
Anzahl der Prospekttische
Anzahl der Stühle
Stück
Stück
Stück
Welche Gegenstände stellen Sie selbst zur Ausstattung zur Verfügung.
Prospektständer
Anzahl
Tische
Anzahl/Größe
Flipchart
Anzahl
x
m
Stellwände
Overhead-Projektor
Anzahl/Größe
Anzahl
x
m
Leinwand
Anzahl
Uhr bis
Uhr,
Sonstiges:
Hinweis:
Es besteht die Möglichkeit den Stand am
am
ab
in der Zeit von
Uhr aufzubauen. Der Abbau muß im Anschluss an die Veranstaltung erfolgen.
Zur Koordination des Aufbaues ist es notwendig, dass Sie noch einige Angaben machen:
Stand wird
aufgebaut am
um (bitte Uhrzeit eintragen):
Rücksendung des Fragebogens bis:
Datum
Unterschrift
Aufbauzeit:
Stunden
90 | A n h a n g
Koordinationsstelle für Jugendberufshilfe
Tel. 02241-133363
Kreisjugendamt
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
Beurteilung durch die Schülerinnen, die am Aktionstag für Berufswahlorientierung und Lebensplanung in
teilgenommen haben
Heute hast du Angebote zur Berufs- und Lebensplanung wahrgenommen, die wir speziell für Mädchen
entwickelt haben. Damit wir für die weitere Planung wissen, was und wie wir etwas verbessern können, möchten wir von dir erfahren, was du gut fandest oder was dich gestört hat. Darum bitten wir
dich, diesen Bogen auszufüllen.Wichtig dabei ist, dass du ihn wirklich ehrlich beantwortest.
Deine Angaben sind anonym, das heißt, dass du deinen Namen nicht angeben musst.
1
Den Tag fand ich insgesamt
Sehr gut
Gut
Geht so
Schlecht
Die Atmosphäre/Stimmung an diesem Tag fand ich Sehr gut
Gut
Geht so
Schlecht
Änderungsvorschläge:
2
Änderungsvorschläge:
3
Folgende/s Angebot/e war/waren für mich inhaltlich besonders interessant:
Änderungsvorschläge:
4
Folgende/s Angebot/e hat/haben mir am meisten Spaß gemacht:
5
Die Referenten/ Erwachsenen fand ich
Sehr gut
Gut
6
Die Pausen waren ausreichend
Stimmt
Stimmt nicht
Vielen Dank für deine Mitarbeit!
Geht so
Schlecht
Weiß nicht
Ma t e r i a l
91
Koordinationsstelle für Jugendberufshilfe
Tel. 02241-133363
Kreisjugendamt
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
Beurteilung durch die Schüler, die am Jungentag in
teilgenommen haben
Heute hast du Angebote zur Berufs- und Lebensplanung wahrgenommen, die wir speziell für euch
Jungen entwickelt haben. Damit wir für die weitere Planung wissen, was und wie wir etwas verbessern
können, möchten wir von dir erfahren, was du gut fandest oder was dich gestört hat. Darum bitten wir
dich, diesen Bogen auszufüllen.Wichtig dabei ist, dass du ihn wirklich ehrlich beantwortest.
Deine Angaben sind anonym, das heißt, dass du deinen Namen nicht angeben musst.
1
Den Tag fand ich insgesamt
Sehr gut
Gut
Geht so
Schlecht
Die Atmosphäre/Stimmung an diesem Tag fand ich Sehr gut
Gut
Geht so
Schlecht
Änderungsvorschläge:
2
Änderungsvorschläge:
3
Folgende/s Angebot/e war/waren für mich inhaltlich besonders interessant:
Änderungsvorschläge:
4
Folgende/s Angebot/e hat/haben mir am meisten Spaß gemacht:
5
Die Referenten/ Erwachsenen fand ich
Sehr gut
Gut
6
Die Pausen waren ausreichend
Stimmt
Stimmt nicht
Vielen Dank für deine Mitarbeit!
Geht so
Schlecht
Weiß nicht
92 | A n h a n g
Nachbesprechung »Angebote für Jungen« 11/03 in Much
1
Das hat mir super gefallen:
Warum hat mir das so gut gefallen?
2
Das hat mir gar nicht gefallen:
Warum hat mir das gar nicht gefallen?
Ma t e r i a l
3
Das hat mir gefehlt an so einem Tag:
4
Das würde ich ändern:
5
Das würde ich gerne noch mal machen:
93
94 | A n h a n g
Cocktails
1. Club 21a
Zutaten:
2 cl Grenadinesirup
2 cl Zitronensaft
6 cl Ananassaft
6 cl Orangensaft
6 cl Maracujanektar
Alle Zutaten mit Eis im Shaker schütteln.
2. Orangen-Apfel-Zauber
Zutaten:
8 cl Orangensaft
8 cl Apfelsaft
Ginger Ale
Grenadine-, Cassis- oder Minzensirup
Die beiden Fruchtsäfte in einem Cocktailbecher gut verrühren.
Nach Geschmack mit Ginger Ale ergänzen.
Zuletzt einen Spritzer Sirup hinzufügen und kühl servieren.
3. Florida-Cup
Zutaten:
8 cl Ananassaft
4 cl Grenadine
8 cl Orangensaft
8 cl Zitronensaft
Alle Zutaten im Shaker schütteln
Ma t e r i a l
95
Verdienstmöglichkeiten verschiedener Berufe
Ihr habt nun eingeschätzt, wieviel Geld ihr zum Leben brauchen werdet. Jetzt geht es um die Bruttoverdienste in den verschiedenen Berufen.
(Bruttoverdienst ist das euch zustehende Geld ohne irgendeinen Abzug. Zu den Abzügen zählen:
Lohn- u. Kirchensteuer, Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung).
ca. Verdienst im
1. Berufsjahr nach
=
der Ausbildung C
Berufe
Branche
Altenpflegerin
2.040
Ärztekammer(Empfehl.)
Köchin/Großküchen
1.563
Nahrung, Genussm.
Arzthelferin
1.286
Ärztekammer(Empfehl.)
Floristin
1.145
Floristik-Fachbetriebe
Friseurin
1.097
Handwerk
Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte
1.322
Apotheken
IT-Systemkauffrau/Beratung und Consulting
2.758
Industrie
Feinmechanikerin
1.541
Handwerk
Elektrikerin
1.600
Handwerk
Kauffrau Groß- u. Außenhandel
1.513
Großhandel
Bankkauffrau
1.836
Banken, Bauspark.
Kauffrau im Einzelhandel
1.462
Einzelhandel
Versicherungskauffrau
1.900
Versicherungen
Industriekauffrau
2.094
Metallindustrie
Fachinformatikerin/Anwendungsentwicklung
2.758
Industrie
1.950
Industrie und Handwerk
Mediengestalterin f. Digital- u. Printmedien
- mehrere Fachrichtungen
Stand der Angaben: 01.01.2002 je nach Tarifabschluss oder Empfehlunge der Standesvereinigungen. Angaben ohne Gewähr. Erarbeitet von Sabine Hand, Düsseldorf, überarbeitet von:
Büro Bonn: Telefon 0228-775149
Büro Rhein-Sieg: Anita Halft,Telefon 02241-132948
96 | A n h a n g
Was kostet das Leben?
Ist es für euch wichtig, später einmal auf eigenen Füßen zu stehen und finanziell unabhängig zu sein?
Dazu müsst ihr ein ausreichend hohes Einkommen haben. Mit dieser Liste könnt ihr errechnen, wieviel
Geld ihr zum Leben braucht!
Wieviel Geld braucht ihr für
Miete
=C
Strom u. andere Nebenkosten
=C
Telefon
=C
Kleidung
=C
Nahrungsmittel
=C
Versicherungen
=C
Auto, Benzin
=C
In die folgenden Spalten könnt ihr die Dinge eintragen,
die ihr noch zum Leben braucht, z.B., Geld für Urlaub,
Diskothekenbesuche, Kosmetika, Sparen usw.
=C
=C
=C
=C
=C
=C
=C
gesamte Summe
=C
Vergleicht eure Ergebnisse mit Freundinnen und tauscht euch aus.
Informiert euch über die Verdienstmöglichkeiten in verschiedenen Berufen.
Viel Spaß!
Ma t e r i a l
97
Anonymer Fragebogen
zur Vorbereitung von Schuldenpräventionsveranstaltungen
1 Angaben zur Person
Alter
. . . . . . . . Jahre
Geschlecht
männlich
Tätigkeit
weiblich
Schüler/in
Azubi
sonstiges . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wohnort
bei den Eltern
eigener Hausstand
2 monatliches Einkommen
Taschengeld
. . . . . . . . =Ci
Nebentätigkeit
. . . . . . . . =Ci
Ausbildungsvergütung
. . . . . . . . =Ci
3 Bankverbindungen
Sparbuch
Girokonto
Servicekarte
Dispositionskredit
Kredit
Kreditkarte
4 Umgang mit Geld
Ich überziehe mein Konto
nie
manchmal
ständig
Ich spare für etwas Bestimmtes, und zwar für . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
.................................................................................................
Wie würdest du / würden Sie größere Anschaffungen finanzieren? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
....................................................................................................
....................................................................................................
....................................................................................................
.................................................................................................
98 | A n h a n g
Fallbeispiel: »Wir haben uns übernommen«
Monika und Franz leben seit einem halben Jahr zusammen.
Sie ist Auszubildende im 3. Jahr und verdient 365,00 =C , er bringt als KfZ-Mechaniker 1.125,oo =C nach Hause.
Ihre Wohnung kostet 350,00 =C und 60,00 =C Nebenkostenpauschale.
Beide sind Mitglieder im Fitness-Club: Im Quartal kostet sie das jeweils 92,00 =C .
Um die Wohnungseinrichtung und ein Auto zu finanzieren, nahmen sie zusammen einen Kredit in Höhe von 10.000,00 =C auf. Die Rate beträgt monatlich
280,00 =C .
Oft wurde das Geld knapp, so dass Monika Kleidung immer häufiger im Versandhandel bestellt. Dort braucht sie nicht alles sofort zu bezahlen, sondern kann
Raten vereinbaren. Zurzeit sind es 80,00 =C, die hierfür im Monat fällig sind.
Leider stellt sich heraus, dass Monika nach ihrer Ausbildung nicht übernommen
wird, obwohl sie das Geld dringend benötigen.
Die Kreditraten können nicht mehr abgebucht werden, weil Franks Konto zu
weit überzogen ist. Die Bank hat schon mehrfach angemahnt und droht mit
Kündigung des Kredites.
Monika und Franz sind zahlungsunfähig.
Bitte bearbeiten Sie folgende Fragen in Kleingruppen:
1. Stellen Sie eine Einnahmen/Ausgaben-Übersicht der finanziellen Situation von
Monika und Franz auf.
2. Überlegen Sie, wie Monika und Franz ihre jetzige Situation hätten vermeiden
können.
3. Suchen Sie nach Lösungsmöglichkeiten.
Die Gruppenergebnisse der Aufgabe1 können anhand der Folie »Haushaltsplan«
zusammengetragen und diskutiert werden.
Ma t e r i a l
99
Haushaltsplan Hugo Hurtig
Einnahmen
Lohn/Gehalt
Ausgaben
890,58 =C
Wohnungsmiete
250,00 =C
Nebenkosten
30,00 =C
Telefon ISDN
40,00 =C
GEZ
15,00 =C
Lebensmittel
120,00 =C
Kleidung
100,00 =C
Disco
200,00 =C
Sonstiges
100,00 =C
private Haftpflicht-/Unfallvers.
15,00 =C
=C
Rate PKW
Versicherung PKW
Benzin
Summe
150,00 =C
75,00 =C
120,00 =C
1.215,00 =C
Über-Unterdeckung
-324,42 =C
100 | A n h a n g
Fragen zum Film »Straßenkinder« von S.Wörtmann
1
An welcher Stelle des Films warst du am aufmerksamsten/interessiertesten? (Beschreibe die Stelle
stichwortartig und überlege, warum sie so besonders für dich ist.)
2
Welches der Straßenkinder ist dir besonders unter die Haut gegangen und warum?
3
Was hat dich am meisten schockiert?
4
Gibt es eine Stelle/Situation in dem Film, an der du auch ein Straßenkind sein wolltest?
5
Was macht ein Kind deiner Meinung nach alles zum Straßenkind?
Ma t e r i a l
»Zukunftswerkstatt Mann – eine Entdeckungsreise«
101
(1)
Ich möchte mit euch in der nächsten Stunde einige Übungen durchführen, in denen es darum geht,
euch mit eurer Zukunft auseinander zu setzen, sich Gedanken zu machen, wie ihr euch die Zukunft
vorstellt und Überlegungen anzustellen, wie ihr mit 20 und 30 Jahren seid bzw. was ihr dann macht....
Legt oder setzt euch bequem hin, lauscht ein wenig der Musik, entspannt euch und macht die
Augen zu, wenn ihr wollt - hört auf zu lachen und zu sprechen und lenkt eure Aufmerksamkeit auf
euch, euren Körper, euren Atem, euren Gedanken.......
Atmet langsam und tief durch und entspannt euch....
Ich möchte euch jetzt bitten, euch zunächst ein wenig zu besinnen und euer gegenwärtiges Leben
zu betrachten.
Was beschäftigt euch, was sind eure Träume,Wünsche, womit seid ihr nicht zufrieden, worüber
freut ihr euch, was beschäftigt euch, habt ihr genug Freunde, wie ist euer Verhältnis zu Mädchen, zu den
Eltern, was nervt euch, was könnt ihr besonders gut und was macht euch besonderen Spaß, womit
seid ihr überhaupt nicht zufrieden?
Jetzt möchte ich euch bitten, ganz langsam ein Jahr weiter zu gehen in euren Vorstellungen und
Gedanken. Jetzt seid ihr 14 - wie ist es, wenn ihr 15 seid, 16, 17, 18 und schließlich 19 - welche Ziele
habt ihr? Was beschäftigt euch? Welche Träume sind vorhanden?
Bei 20 haltet ihr inne und stellt euch vor, wie ihr mit 20 seid:
Wie seht ihr aus? Seid ihr zufrieden mit eurem Aussehen?
Wohnt ihr noch zu Hause?
Wie ist eure Wohnung? Wohnt ihr alleine, mit Freundin, in einer Wohngemeinschaft?
Was macht ihr beruflich?
Lebt ihr in einer festen Beziehung, alleine oder in losen Beziehungen?
Was sind eure Hobbys?
Wie viele Freunde habt ihr?
Was macht ihr in eurer Freizeit?
Wofür interessiert ihr euch?
Welche Eigenschaften habt ihr?
Raucht ihr? Trinkt ihr?
Was ist euch wichtig?
Seid ihr zufrieden mit eurem Leben - was wollt ihr ändern?
(Dasselbe mit 30 Jahren....)
102 | A n h a n g
»Zukunftswerkstatt Mann – eine Entdeckungsreise«
Mit 20 werde ich . . .
zu Hause wohnen
eine eigene Wohnung haben
ein Auto haben
öffentliche Verkehrsmittel benutzen
eine Freundin/Frau haben
sexuell erfüllt sein
sexuell nicht erfüllt sein
alleine sein
Kinder bzw. ein Kind haben
mich geborgen fühlen
mich nicht geborgen fühlen
einen Beruf haben
zufrieden mit dem Beruf sein
arbeitslos sein
körperlich fit sein
rauchen
trinken
gesund sein
krank sein
viele Freunde haben
viel Geld haben
wenig Geld haben
zufrieden sein
unzufrieden sein
(2)
Mit 30 werde ich . . .
zu Hause wohnen
eine eigene Wohnung haben
ein Auto haben
öffentliche Verkehrsmittel benutzen
eine Freundin/Frau haben
sexuell erfüllt sein
sexuell nicht erfüllt sein
alleine sein
Kinder bzw. ein Kind haben
mich geborgen fühlen
mich nicht geborgen fühlen
einen Beruf haben
zufrieden mit dem Beruf sein
arbeitslos sein
körperlich fit sein
rauchen
trinken
gesund sein
krank sein
viele Freunde haben
viel Geld haben
wenig Geld haben
zufrieden sein
unzufrieden sein
103
Literatur
Die nachfolgenden Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sollen lediglich als Anregung dienen und Neugier wecken.
Agentur für Arbeit: Berufe aktuell. Nürnberg, ISSN 0343-0022
Arbeitskreis Mädchenarbeit: Methoden der Berufsorientierung in der Mädchenarbeit. Hrsg. Arbeitskreis Mädchenarbeit im Verbundsystem Arbeitsmarktintegration Benachteiligter in der Region
Trier, Oerenstr. 15, 54290 Trier,Telefon 0651-148009, E-Mail: [email protected]
Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V.:
(1) Frauen und Männer; Gemeinsame Aufgaben gleichberechtig wahrnehmen; Ein Heft für
Jugendliche. Universum Verlagsanstalt; Wiesbaden 1998
(2) Frauen und Männer: Gemeinsame Aufgaben gleichberechtigt wahrnehmen; Pädagogische Handreichung. Universum Verlagsanstalt; Wiesbaden 1998
Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Baden Württemberg e.V.: Mehr als nur ein Stück weit ...
Jugendarbeit als Begleiterin von Mädchen im Übergang von der Schule in den Beruf – Eine
Arbeitshilfe. Ulmer Str. 241, 70327 Stuttgart;Telefon 0711-896915
Bocks,Theodor, u.a.: Emanzipation hat zwei Gesichter, Neue Strategien und Konzeptionen innovativer Jungenarbeit. Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW
Böhner,Torsten: Spiele, die Beziehungen knüpfen – für kreative Spiel- und Therapiegruppen. Don
Bosco Verlag, 2000
Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung: Das Job-Lexikon – Informationen zu den wichtigsten
Punkten für den Einstieg ins Berufsleben
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Frauen und Männer: gleichberechtigt
gemeinsam Aufgaben wahrnehmen – Ein Heft für Jugendliche
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Frauen und Männer: gleichberechtigt
gemeinsam Aufgaben wahrnehmen – Pädagogische Handreichung
Cordes, Annemarie: Schwankender Boden – Land in Sicht; Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung von LiSA; Land in Sicht – Ausbildungsprojekt Mädchenschiff/Ausbildung von Bootsbauerinnen 1993–1998. Hrsg.Von der Senatsverwaltung für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen;
Berlin 1999
Cornelißen,Wlatraud, u.a.: Junge Frauen – junge Männer, Daten zu Lebensführung und Chancengleichheit. DJI-Reihe Gender – Band 12, Leske+Buderich, Opladen 2002
Deutsche Jugendinstitut e.V. FSP Übergänge: Fit für Leben und Arbeit.
Förderung der Mädchenarbeit im Institut für soziale Arbeit e.V.: Weiteres Beruferaten – Lebens- und
Berufsplanung von Mädchen. in: Betrifft Mädchen Heft 2-03, Studtstr. 20, 48149 Münster,Tele-
fon 0251-92360, www.betrifftmaedchen.de
Fritz, J.: Mainzer Spielekartei. Mathias-Grünewald-Verlag, Mainz 1998
Gildsdorf, R./Kistner, G.: Kooperative Abenteuerspiele: Eine Praxishilfe für Schule, Jugendarbeit und
Erwachsenenbildung. Seelze-Velber 1995
Großer: Outdoor für Indoor. ISBN 3-934-21490-8
Heckmair/Michel: Erleben und Lernen. ISBN 3-497-01705-1
104 | A n h a n g
Landschaftsverband Rheinland, Landesjugendamt/Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Landesjugendamt
(Hrsg.): Förderplan für Mädchen und junge Frauen in der Jugendberufshilfe. Köln, Münster
1995
Landeshauptstadt Düsseldorf, Regionalstelle Frau & Beruf im Frauenbüro: Freie Berufswahl der Mädchen?
Wunsch und Wirklichkeit. Berufswahlorientierungsseminare der Regionalstelle Frau & Beruf im
Frauenbüro Düsseldorf, Telefon: 0211-8993739, Fax 0211-8920163
Landesinstitut für Schule und Weiterbildung: Koedukation in der Schule. reflektieren. weiterentwickeln. neu gestalten. Vertrieb:Verlag für Schule und Weiterbildung, Postfach 1150, 59193 Bönen,
ISBN: 3-8165-2287-4
Praxismodelle zur sozialen und beruflichen Integration von Jugendlichen: Jugendliche stark machen,
junge Frauen fördern, Fremde integrieren, interkulturell lernen, Kreativität entfalten, Ausgrenzung verhindern, Netzwerke aufbauen. in Arbeit, Nockherstr. 2, 81541 München,Telefon:
089-6230199
PRO FAMILIA Freiburg: Geschlechtsspezifische Sexualpädagogik in Betrieben und Schulen. Arbeitshilfen. Marienstr. 7, 79098 Freiburg, E-Mail: [email protected]
Regionalstelle Frau und Beruf Kreis Düren: Wenn ich einmal träume... . Handreichung für den Unterricht zur Lebenswegplanung für Mädchen in den Klassen 5 und 6. Bismarckstr. 16, 52351
Düren
Regionalverband OWL Frau & Beruf: Mädchen ans Netz. Internetnutzung im Unterricht. Erhältlich in
der Regionalstelle Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg, Anita Halft, Kaiser-Wilhlm-Platz 1, 53721 Siegburg,Telefon: 02241-132948
Stadt Enger, Gleichstellungsstelle: 10 Jahre Projekttage zur Berufswahlorientierung und Lebensplanung. Erfahrungsbericht. Telefon: 05224-980038, E-Mail: [email protected]
Verlag Dashöfer: Gleichstellung-Online. Aktuelles – Gleichstellung-Online. Arbeitsvorschläge,
monatlich aktualisiert. www.dashoefer.de,
Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung: achtung-fertig-beruf. berufswahl & lebensplanung. Ein Heft
für Mädchen – nicht nur zum Girl’s Day. Sadenstr. 2, 30161 Hannover, www.vernetzungsstelle.de
Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung: beispielhaft mädchen-projekte-handbuch berufswahl &
lebensplanung. Sadenstr. 2, 30161 Hannover, www.vernetzungsstelle.de
Weingarten, Susanne/Wellershoff, Marianne: Die widerspenstigen Töchter: Für eine neue Frauenbewegung. Kiepenheuer und Witsch 1999
Winkler, Barbara: Mit MUMM zur Berufsorientierung: Methoden und Materialien für die Praxis; ein
Leitfaden für den Berufsorientierungsunterricht für LehrerInnen, PädagogInnen und alle
Interessierten. Linz Veritas, 1999, ISNB 3-7058-9
Wir Frauen in Nordrhein-Westfalen: Gender Mainstreaming: Das neue Maß der Dinge. MGSFF
Zentralstelle zur Förderung von Mädchenarbeit im Institut für soziale Arbeit e.V.: Betrifft Mädchen: Individuelle Förderung oder soziale Reglementierung? Mädchen in der Jugendberufshilfe. Münster,
Heft 1/1998
Zinnecker, Jürgen, u.a.: null zoff 6 voll busy, Die erste Jugendgeneration des neuen Jahrhunderts. Ein
Selbstbild. Leske + Buderich, Opladen 2003
105
Links
Zum Thema Berufswahl:
www.aim-mia.de Koordinationszentrum für Medienberufe
www.arbeitsagentur.de / berufenet
www.berufswahl.de Studien und Berufswahl; Bund Länder Kommission
www.bibb.de Bundesinstitut für Berufsbildung
www.digitelle.de Frauenforum neue Medien
www.handwerk-nrw.de Das Handwerk NRW
www.ihk.de Deutsche Industrie- und Handelskammer
www.it-berufe.de Willkommen auf IT Berufe
www.studienwahl.de
www.tarifregister.nrw.de Ministerium für Wirtschaft und Arbeit NRW
www.jaau.nrw.de das Portal für Jugend, Arbeit und Ausbildung in NRW
www.telementoring.de
www.was-werden.de Online-Magazin der Berufsberatung des Arbeitsamtes
Wenn Interesse an einem technischen Beruf besteht:
www.be-ing.de „Werde Informatikerin"
www.idee-it.de „Willkommen bei idee-it"
www.informatikerin.hs-bremen.de Internationaler Studiengang Informatik
www.kompetenzz.de Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie
www.uni-Paderborn.de/women/broschuere/start.html Frauen gestalten die Informationsgesellschaft
www.girls-day.de 22.04.2004
www.siemens.de/yolante Young Ladies' Network ofTechnology
www.mentoring.techfak.uni-erlangen.de Mentorinnen-Projekt der Frauenbeauftragten der
Technischen Fakultät der Universität Erlangen
Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche:
www.arbeitsagentur.de
www.berufswahl.de
www. handwerk-nrw.de
www. hwk-duesseldorf.de Handwerkskammer Düsseldorf
www.ihk.de
www.stepstone.de Europas Portal für Bildung
www.wdr.de/online/jobs Jobs und mehr
Mädchenseiten im Internet
www.girlsfirst.mainz.de
www.girls-d21.de Bundesministerium für Bildung und Forschung
www.ioblab.de Mulitimediaplanspiel zur Berufsfindung
www.lizzinet.de Projekt von Schulen ans Netz
www.surfcheck-online.de Internetkurs von Schulen ans Netz
106 | A n h a n g
www.youngmiss.de
www.zickenpost.de online Zeitung von Mädchen für Mädchen
Jungenseiten im Internet
www.neue-wege-fuer-jungs.de
Bewerbungshilfen
www.arbeitsagentur.de
www.bw-tips.de
www.ihk.de
Informationen für Lehrkräfte / frauenspezifische Plattformen
http://ods.schule.de Offenes Deutsches Schulnetz Berlin
www.bildungsserver.de Deutscher Bildungsserver
www.b-o.de Bildung - online
www.ecmc.de Europäisches Zentrum für Medienkompetenz
www.forum-bildung.de Bildung Plus
www.frauen-ans-netz.de
www.frauenNRW.de
www.frauen-technik-impulse.de
www.joblab.de
www.leanet.de
www.learnline.de
www.lo-net.de Lehrer - online - Netzwerk
www.schuleundwirtschaft.de
www.teacher-d21 .de Bildungsministerium für Bildung und Forschung
www.trinetta.de Mädchenarbeit mit dem Internet
www.webgirls.de Networking für Frauen in neuen Medien
www.zum.de Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet
Informationen zu Austauschprojekten mit anderen Schulen
http://www.eun.org
www.bildungsserver.de
www.iewish-europe.net
www.schulweb.de
www.tak.schule.de
www.virtuellewelt.de
Lernsoftware
www.medienzentrum-rheinland.lvr.de
www.medienzentrum.rhein-sieg-kreis.de
Selbstbehauptungstrainings
www.dae-mahng.de
107
Videofilme/DVD
Titel
Frauen und Männer sind
gleich ...-berechtigt oder nicht?
Bezugsquelle
Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend
Laufzeit: 29 min.
Ich will und werde was!
Berufsorientierung und Lebensplanung
für Mädchen und junge Frauen
Medienzentrum des Rhein-Sieg-Kreises
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
Telefon: 02241-132230
Fax: 02241-132119
cool sein – cool bleiben
Frankfurter Kinderbüro
Schleiermacherstraße 7
60316 Frankfurt/Main
Telefon: 069-21239621
Der Schuldenkoffer
Kontakt: Sozialdienst Kath. Männer – SKM
Frau Bröl
An den Mühlen 1
53721 Siegburg
Telefon: 02241-1778-0
Null-Promillo-Bar
Kontakt: Fachstelle Prävention/Jugendschutz
Rhein-Sieg-Kreis, Herr Gilles
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
Telefon: 02241-132361
Sucht-Sack
Kontakt: Diakonisches Werk
Fachstelle Drogenprävention
Poststraße 91
53840 Troisdorf
Telefon: 02241-60525
Halbe Hemden – Ganze Kerle
Hrsg.: Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen
Jungenarbeit als Gewaltprävention
Hannover 1997/98
108 | A n h a n g
AnbieterInnen
AnsprechpartnerInnen
Einrichtung
Straße
PLZ, Ort
Telefon
E-Mail
Herr Allexi
Jugendwerkstatt Rhein-Sieg
Lindenstr.58-60
53721 Siegburg
02241/60111
[email protected]
Herr Barthelmae
»Drachenfelser-Ländchen«-
Strumpebergweg 5
Gem. Hauptschule
53343 Wachtberg-Berkum
0228/343022
[email protected]
Herr Becker
Kommissariat Vorbeugung
Bornheimer Str. 25
53111 Bonn
0228/154862
Herr Biehler
Haus der Jugend
Bahnhofstraße 2c
53604 Bad Honnef
02224/940913
[email protected]
Herr Bockem
OT-Neunkirchen
Ohlenhohnstraße 21 a
KOT Club 21
53819 Neunkirchen-Seelscheid
02247/757400
[email protected]
Herr Böhmer
Gem.-Hauptschule
Am Rathaus 11
53347 Alfter-Oedekoben
0228/6484101
[email protected]
Herr Bönninghausen
CVJM Jugendkulturcafe
Wilhelmstraße 55-57
53721 Siegburg
02241/60404
[email protected]
An b i e t e r I n n e n
109
AnsprechpartnerInnen
Einrichtung
Straße
PLZ, Ort
Telefon
E-Mail
Herr Brüsselbach
Kath. Kirchengemeinde
Hauptstr. 239
53347 Alfter
02222/992696 oder 0228/7482961
[email protected]
Herr Dr. Damiano
Café Carlson
Königsstraße 24
53332 Bornheim
02222/919920
n.n.
Firma Velo Deckers
Kleine Heeg 13
53359 Rheinbach
02226/915853
Herr Fongern
Ev. Jugendheim
Am Bollwerk 10
53343 Wachtberg
0228/3697998
Herr Gerecke
Gem- Hauptschule
Am Rathaus 11
53347 Alfter-Oedekoven
0228/6484101
Frau Gericke
Kindertagesstätte Rabennest
Lindenstr.58-60
53721 Siegburg
02241/67909
Herr Gilles
Rhein-Sieg-Kreis
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
Fachstelle Prävention,
53721 Siegburg
Jugendschutz
02241/132361
[email protected]
Frau Gotthard
VESBE e.V.
Gotenstr. 5
53173 Bonn
0228/28035711
[email protected]
110 | A n h a n g
AnsprechpartnerInnen
Einrichtung
Straße
PLZ, Ort
Telefon
E-Mail
Herr Graaf
Gem. Hauptschule
Schulstraße 14
53804 Much
02245/610681
[email protected]
Frau Halft
Regionalstelle Frau&Beruf
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
02241/132948
[email protected]
Herr Hasse
Jugendwerkstatt Rhein-Sieg
Lindenstr.58-60
53721 Siegburg
02241/60111
[email protected]
Herr Haubrich
Konrad-Adenauer-Schule
Rheingoldweg 16
Gem. Hauptschule
53604 Bad Honnef
02224/96026-0
[email protected]
Herr Heß
Jugendzentrum
Klosterstraße 4a
53804 Much
02245/5430
[email protected]
Herr Heusinger
Rhein-Sieg-Kreis
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
Fachstelle Jugendarbeit
53721 Siegburg
02241/132477
[email protected]
Frau Hilger
Jugendfreizeitstätte
Siebengebirgsring 2
53340 Meckenheim
02225/917490
Herr Hötger
Rhein-Sieg-Kreis
Rathausstr. 78
Jugendhilfezentrum
53819 Neunkirchen-Seelscheid
02247/92155539
[email protected]
An b i e t e r I n n e n
111
AnsprechpartnerInnen
Einrichtung
Straße
PLZ, Ort
Telefon
E-Mail
Herr Kämmer
Lernen fördern Kreisverband e.V.
Bahnhofstraße 27
Beratungsstelle Tandem
53721 Siegburg
02241/958192-0
[email protected]
Herr Kinder
Psych. Beratungsstelle des
Hans Iwant Str. 7
Caritasverbandes für die Stadt Bonn 53113 Bonn
- Kath. Erziehungsberatungsstelle
0228/223088
für die Stadt Bonn und den
Rhein-Sieg-Kreis
Herr Königsfeld
Gem. Hauptschule
Rathausstr. 4
53819 Neunkrichen-Seelscheid
02247/3380
[email protected]
Frau Knorrn
VESBE e.V.
Schulstraße
53773 Hennef
02242/9010666
[email protected]
Herr Kozlowski
Gem. Hauptschule
Am Rathaus 11
53347 Alfter-Oedekoven
0228/6484101
[email protected]
Herr Krause
Agentur für Arbeit
Villemombler Str.101
53123 Bonn
0228/9241203
[email protected]
Herr Kühne
»Drachenfelser-Ländchen«
Strumpebergweg 5
Gem.-Hauptschule
53343 Wachtberg-Berkum
0228/343022
[email protected]
112 | A n h a n g
AnsprechpartnerInnen
Einrichtung
Straße
PLZ, Ort
Telefon
E-Mail
Frau Kümpel
SKM, Sozialdienst kath. Männer
An den Mühlen 1
53721 Siegburg
02241/1778-0
[email protected]
Frau Lissen
Jugendwerkstatt Rhein-Sieg
Lindenstr.58-60
53721 Siegburg
02241/60111
[email protected]
Herr Loske
Schulseelsorger
53359 Rheinbach
0179/2253895
[email protected]
Frau Maaßen
lernen fördern Kreisverband
Bahnhofstraße 27
Rhein-Sieg e.V.
53721 Siegburg
Beratungsstelle Tandem
02241/958192-0
[email protected]
Frau Menzel
Jugendfreizeitstätte
Siebengebirgsring 2
53340 Meckenheim
02225/917490
[email protected]
n.n.
Fachstelle Drogenprävention
Poststraße 91
53840 Troisdorf
02241/66525
suchtprä[email protected]
Herr Mohr
OT-Neunkirchen
Ohlenhohnstraße 21a
KOT Club 21
53819 Neunkirchen-Seelscheid
02247/757400
[email protected]
Frau Müller-Grunewald Jugendwerkstatt Rhein-Sieg
Lindenstr.58-60
53721 Siegburg
02241/60111
[email protected]
An b i e t e r I n n e n
113
AnsprechpartnerInnen
Einrichtung
Straße
PLZ, Ort
Telefon
E-Mail
Herr Niessen
Gem. Hauptschule
Schulstraße 14
53804 Much
02245/610681
[email protected]
Herr Paulsen
Deutsche Post AG
Niederlassung Brief 191-01/02
53253 Bonn
02241/864-3909
[email protected]
Herr Pohl
Jugendwerkstatt Rhein-Sieg
Lindenstr.58-60
53721 Siegburg
02241/60111
[email protected]
Herr Prior
OT Live St. Martin
Bachstraße 2
53359 Rheinbach
02226/2695
Frau Radermacher
Autohaus Kempen
Bergerwiesenstr. 4
53340 Meckenheim
02225/88970
[email protected]
Herr Raderschadt
VESBE e.V.
Schulstraße
53773 Hennef
02242/8741927
[email protected]
Herr Rahn
Ev. Jugendzentrum
Königsstraße 24
53332 Bornheim
02222/919920
[email protected]
Herr Reick
Firma Reick
Hohenzollernstraße 48
53721 Siegburg
02241/969548
[email protected]
114 | A n h a n g
AnsprechpartnerInnen
Einrichtung
Frau Reuter van Husen Pro familia
Straße
PLZ, Ort
Telefon
E-Mail
Pfarrer-Kenntenich Platz 26
53840 Troisdorf
[email protected]
Herr Riffeler
»Georg-von-Boeselager-Schule«
Blütenweg 10
Gem.-Hauptschule
53913 Swisttal-Heimerzheim
02254/844926
[email protected]
Herr Rigioni
Jugendtreff LuPo
Kölnerstraße 23
53913 Swisttal-Heimerzheim
02254/834604 oder 9690020
n.n.
Kreishandwerkerschaft
Grantham Allee 2-8
53757 Sankt Augustin
02241/990-0
Frau Schillo
Gleichstellungsbeauftragte
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
des Rhein-Sieg-Kreises
53721 Siegburg
02241/132172
[email protected]
Frau Schlüter
Herr Schröter
lernen fördern Kreisverband
Bahnhofstr.27
53721 Siegburg
Rhein-Sieg e.V.
02241/9581920
Beratungsstelle Tandem
[email protected]
OT Live St. Martin
Bachstr. 2
53359 Rheinbach
02226/2695
[email protected]
Herr Siering
Jugendhilfewerkstatt Solingen e.V.
Brucknerstr. 123
42655 Solingen
0212/310358
An b i e t e r I n n e n
115
AnsprechpartnerInnen
Einrichtung
Straße
PLZ, Ort
Telefon
E-Mail
Herr Stapf
»Franziskus-Schule«
Beethovenstr. 57
Gem. Hauptschule
53332 Bornheim-Merten
02227/91490
[email protected]
Frau Stinn
Jugendzentrum
Klosterstraße4a
53804 Much
02245/5430
[email protected]
Herr Tiedge
Gem. Hauptschule
Schulstraße 14
53804 Much
02245/610681
[email protected]
Frau Tschöpe
VESBE e.V.
Schulstraße 38
53773 Hennef
02242/9010658
[email protected]
Herr Vielain
Lernen fördern Kreisverband
Bahnhofstr.27
Rhein-Sieg e.V.,
53721 Siegburg
Beratungsstelle Tandem
02241/9581922
[email protected]
n.n.
BJT Bornheim
Königstraße 31
53332 Bornheim
02222/2500
[email protected]
Frau Wenz, Frau Bicker DRK
Schwesternschaft »Bonn« e.V.
Venusbergweg 17 b
53115 Bonn
0228/2690121
[email protected]
116 | A n h a n g
AnsprechpartnerInnen
Einrichtung
Straße
PLZ, Ort
Telefon
E-Mail
Frau Wex-Beuke
Jugendzentrum
Klosterstraße4a
53804 Much
02245/5430
[email protected]
Herr Wieland
»Georg-von-Boeselager-Schule«
Blütenweg 10
Gem.-Hauptschule
53913 Swisttal-Heimerzheim
02254/844926
[email protected]
Frau Wipfler
»Drachenfelser-Ländchen«
Strumpebergweg 5
Gem.-Hauptschule
53343 Wachtberg-Berkum
0228/343022
[email protected]
n.n.
Deutscher Kinderschutzbund O.V.
Mendener Str. 231
53757 Sankt Augustin
02241/28000
n.n.
Gem. Hauptschule
Am Dederichsgraben 2
53359 Rheinbach
02226/4410
[email protected]