Kalter Krieg

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Kalter Krieg
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Kalter Krieg
Letzte Aktualisierung Mittwoch, 6. Februar 2008
Vier mal linksherum zu afghanischen Sport- und Kriegstagen:
... Barfuß
... Fußballschuhe
... Radio Vatican: Geo- und Ressourcenpolitik
... Arlberg: Kolonial- und Kriegerdenkmal
1. Klick linksherum ... Barfuß.
Wegen eisiger Kälte und riesiger Schneemengen in Afghanistan sind nach Angaben der Deutschen Welthungerhilfe
schon mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. "Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen", erklärte Uwe
Hermann, Projektleiter in der Provinz Jawzjan. Wie Hermann weiter berichtet, wurden etliche Fälle von Selbstmord unter
Familienoberhäuptern bekannt. "Die Verzweiflung darüber, dass sie ihre Angehörigen nicht mehr versorgen können, scheint
sie zu diesem furchtbaren Schritt zu zwingen." Bewundernswert sei allerdings die Solidarität unter den Menschen.
"Familien, die noch Brennmaterial haben, lassen Kinder der Nachbarn bei sich aufwärmen", berichtet der Projektleiter.
Positiv mache sich auch die im Rahmen des nationalen Solidaritätsprogramms geschaffene Infrastruktur wie Brunnen und
Straßen bemerkbar. "Aber wenn man barfüßige Kinder in einer Ecke kauern sieht, das zerreißt einem das Herz. Wir hoffen,
dass wir noch vielen Menschen helfen können."
2. Klick linksherum ... Fußballschuhe.
Derweil wird aber über mehr deutsche Soldaten gesprochen und die deutschen "Friedenspädagogen" melden uns
erfolgversprechend, dass afghanische Mädchen zu Frauenfußball-Freundschaftsspielen in Deutschland eingetroffen sind.
Zitat: "Unser Pilotprojekt an der Zarghuna-High School in Kabul hat aufstrebende Tendenz: 16 Mädchen kamen zum
ersten Training, doch die zur Verfügung gestellten 30 Paar Trainingsanzüge und Fußballschuhe reichen inzwischen schon
längst nicht mehr aus"
3. Klick linksherum ... Radio Vatican: Geo- und Ressourcenpolitik. Die katholische Friedensbewegung ist besorgt darüber,
dass deutsche Soldaten in Afghanistan künftig womöglich an Kampfeinsätzen teilnehmen. Das schreibt "Pax Christi" in einer
Stellungnahme. Nach Medienangaben könnten die ca. 250 deutschen Soldaten in Afghanistan, die dort bisher
Aufbauarbeit leisten, auch "gezielt in Kampfeinsätze geschickt werden". Die Befürchtung von Pax Christi": "Es gibt kein
Halten mehr in Richtung Kampftruppen; es gibt keine erkennbare politische Strategie und kein Ausstiegs-Szenario. Es
kommt einer Kapitulation von Politik gleich, immer mehr auf die Stärkung des Militärs zu setzen. Stattdessen sollte die
Bundesregierung innerhalb der NATO endlich eine Debatte über den Strategiewechsel anstoßen." Der Verband fordert den
Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und "die Rückkehr zur Politik". Es werde "immer deutlicher, dass der
Truppeneinsatz der USA, ihrer Verbündeten und der NATO in Afghanistan ... strategisch begründet" ist: Es gehe unter dem
Motto "Kampf gegen Terrorismus" in Wirklichkeit "um Geo- und Ressourcenpolitik".
4. Klick linksherum ... Arlberg: Kolonial- und Kriegerdenkmal.
Das Arlberg-Kandahar-Rennen ist eine Institution im alpinen Skisport. Kandahar, die Stadt in Afghanistan spielt eine
Schlüsselrolle im aktuellen politischen Geschehen. Doch welche Verbindung besteht zwischen dem TraditionsSkiwettbewerb und der Stadt Kandahar, die seit 200 Jahren Unruheherd und Schauplatz erbitterter Kämpfe ist? Die
Engländer waren Anfang der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, was Skireisen anbelangte, allen anderen europäischen
Ländern voraus. Und da die Briten mit Bergen wenig gesegnet sind, tummelten sie sich überall in den Alpen. Auf Bitten von
Sir Arnold Lunn, einem der britischen Skipioniere und unermüdlicher Kämpfer um die Anerkennung der alpinen Disziplinen
Abfahrt und Slalom, stiftete der Brite und Vizepräsident der "Public School of Wintersport", Frederick Roberts, 1911 einen
Pokal für ein Abfahrtsrennen. Roberts hatte 1879 als Kommandant der britischen Streitmacht im zweiten Afghanischen
Krieg die britische Garnison in Kandahar befreit. In Anerkennung seines Sieges wurde er zum "Earl of Kandahar"
ernannt. Das Rennen wurde somit zur "Challenge Roberts of Kandahar"
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