- Heftarchiv - Internet World Business

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E-Mails mit
Rechtsgarantie
Markenbotschaft
mit Mehrwert
„Anonymität ist
oft entscheidend“
Blick nach
Brasilien
Was Sie über De-Mail und
E-Postbrief wissen müssen S.30
Wie Brands im Netz nach
Medienpartnern suchen S.16
Stephan Roppel,
Gutefrage.net
Neue Serie: E-Commercein den BRIC-Staaten S.8
IBM zieht an Google vorbei
183,0
116,0
108,0
95,2
76,7
74,3
73,6
68,8
49,2
Angaben in
Mrd. US$
Quelle: Millward Brown
© INTERNET WORLD Business 11/12
SINNER SCHRADER
Neues Büro in München
Die Hamburger Digitalagentur Sinner
Schrader hat nach Berlin und Frankfurt
am Main auch einen Standort in München eröffnet. Geleitet wird das Büro von
Philipp Schäfer und Sascha Echt. Von
hier aus soll der Großkunde Allianz künftig besser betreut werden, bis zu 30 Mitarbeiter sind in München geplant. fk
INTERNET WORLD Business online
www.internetworld.de/social
Russland
D
eutsche Shop-Betreiber schauen
immer häufiger über
den eigenen Tellerrand: 88 Prozent haben in den
vergangenen zwölf Monaten
Produkte ins europäische Ausland verkauft, 42 Prozent haben
Waren nach Russland exportiert. Weitere wichtige Märkte
sind Nordamerika, Australien,
die Türkei, China und Brasilien.
Das geht aus dem eBay Online
Business Barometer hervor,
einer Befragung von 869 eBayHändlern. Jeder Zweite erwartet, dass das Exportvolumen
auch künftig zunehmen wird.
Die Bedeutung Europas wird
nach Ansicht der Befragten abnehmen: Nur gut die Hälfte
meint, dass Europa 2013 noch
der wichtigste Exportmarkt
sein wird, fast ein Viertel sieht
China dann an der Spitze, 14
Prozent sehen Russland vorne.
Europa
88%
30%
China
Nordamerika
26%
18%
Türkei
4%
Ägypten
Kolumbien
Der große
Nachbar:
Russland steht
hinter Europa
an zweiter Stelle
4%
5%
2%
Vietnam
Indien
Indonesien
17%
Brasilien
Haupthemmnisse des grenzüberschreitenden Handels sind
schlechte und teure Versandservices, die unterschiedlichen
rechtlichen Bestimmungen sowie – insbesondere im Handel
mit dem Nicht-EU-Ausland –
Zölle und Steuern. Ebay hat
en Preiskrieg
tal in Deutschland
gegen die Ongegenüber
dem
line-Versender hat
Vorjahreszeitraum
die Media-Saturnum 3,7 Prozent, in
Gruppe vorerst verWesteuropa sogar
loren. Allein im ersum 4,2 Prozent. Für
ten Quartal 2012
das zweite Quartal
hat das Tochterkündigte Koch den
unternehmen des
Aktionären jedoch
Metro-Konzerns
steigende Umsätze
die Strategie der
an. In der VerganAngleichung ihrer Millionen verbrannt:
genheit hatte die
Preise im Stationär- Metro-Chef Olaf Koch
Metro-Gruppe im
handel an das durchInternet wenig Forschnittliche Internet-Niveau 50 tune bewiesen. Und bereits
Millionen Euro gekostet. Das 2011 war die Strategieberatung
gab Metro-Chef Olaf Koch auf Batten & Company in einer
der Metro-Hauptversammlung Studie zu dem Ergebnis gebekannt. Gute Zahlen konnte er kommen, dass Media-Saturn
im Gegenzug nicht präsentie- einen Preis-Wettlauf mit
ren. Die Umsätze von Media- Online-Pureplayern nicht ge■
Saturn sanken im ersten Quar- winnen könne. fk
7%
28%
8%
Südafrika
Australien
n = 869; Mehrfachnennungen möglich
deshalb bei der EU ein Positionspapier vorgelegt, in dem diese Punkte thematisiert werden.
Bei Steuern ist auch die EU gefragt: „Es würde schon helfen,
wenn es beispielsweise international einheitliche Online-Formulare für die Mehrwertsteuer-
Metro: Viel Geld für nichts
D
42%
Quelle: eBay Online Business Barometer, Stand Mai 2012
© INTERNET WORLD Business 11/12
Die zehn wertvollsten
Marken der Welt
Die große Mehrheit der deutschen eBay-Händler verkauft auch international
Abführung gäbe“, erklärt Nikolaus Lindner, Leiter Government Relations bei eBay in
Deutschland. Zudem spricht
sich eBay für ein einheitliches
EU-Kaufrecht aus. Mehr zum
grenzüberschreitenden Handel
■
lesen Sie auf Seite 24. cf
BMG macht Euro-Deal
D
er Entertainment-Konzern
BMG hat mit der Gema
einen Vertrag geschlossen, der
dem deutschen MusikrechteVerwerter die europaweite Vergabe von Online-Lizenzen für
Titel aus dem BMG-Repertoire
erlaubt. Bislang mussten diese
Lizenzen separat für jedes Land
erworben werden, was etwa
Online-Streaming-Portalen den
europaweiten Marktzugang erheblich erschwerte. Der Deal
umfasst über eine Million Musikstücke aus dem angloameri■
kanischen Bereich. fk
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH, PF 201552, 80015 München
Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt
2012 ist Apple abermals die wertvollste
Marke der Welt, das hat die Unternehmensberatung Millward Brown ermittelt.
Auf Platz 2 landet in diesem Jahr IBM
und überholt damit Google. Amazon
verlor gegenüber 2011 vier Plätze und
rangiert auf Platz 18, eine Position vor
Facebook, das von Rang 35 auf Platz 19
hochschoss. Die Marke eBay (Platz 64)
konnte 18 Plätze zulegen und ist damit
mehr wert als Siemens (Platz 73). fk
S.42
Das Ausland lockt
MARKEN
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www.internetworld.de
ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL
Foto: Fotolia / Bit24
AUSGABE 11/12 29. MAI 2012
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Online-Werbung I E-Commerce I Technik
€ 4,50 | Fr. 9,00
AKTUELL
Internet World BUSINESS
29. Mai 2012
Kampf ums Copyright
In eigener Sache
Internet World Messe – jetzt
Aussteller werden!
Parteien haben ein neues Wahlkampfthema entdeckt: das Urheberrecht
Vom 19. bis zum 20.
März 2013 dreht sich
auf dem Münchner
Messegelände wieder
alles um das Thema
E-Commerce. Auf der
Internet World, der
führenden E-ComNicole Rüdlin,
merce-Messe in
Leiterin Events,
Deutschland, präsenNeue Medientieren sich über 250
gesellschaft Ulm Aussteller in zwei
Messehallen. Bereits
jetzt haben 60 Aussteller gebucht und 20
Firmen ihre Standfläche reserviert.
Buchen Sie jetzt, damit Sie Ihre Wunschpräsenz auf der Internet World 2013 erhalten und sichern Sie sich bis zum 30. Juni
2012 10 Prozent Rabatt bei der Buchung!
Schwerpunkte der Messe sind: E-Commerce, Multichannel, Online Marketing,
Social Media, E-Payment, Usability sowie
Technik des Internets. Die Messe wird begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm: Fachvorträge auf vier Bühnen,
Guided Tours, Preisverleihungen u.v.m.
Parallel zur Messe findet ein hochkarätig
besetzter Kongress zu den Top Trends im
E-Commerce statt. Praxiserfahrene Referenten namhafter Unternehmen präsentieren
spannende Vorträge und aktuelle Case Studies in drei parallelen Panels.
Weitere Informationen, Impressionen
von 2012 und das Buchungsformular für
Aussteller für 2013 finden Sie online unter:
www.internetworld-messe.de
M
ickey Mouse, erfolgreichstes Produkt des Unterhaltungskonzerns
Disney, wäre schon zweimal in seiner
98-jährigen Geschichte fast zum Allgemeingut geworden: 1976 und 1998 verhinderten neue, erweiterte Copyright-Gesetze
das Auslaufen der Markenschutzrechte an
der Comic-Figur. Nach in den USA geltender Gesetzeslage endet das Copyright an
Mickey erst 2019, im 96. Jahr nach seinem
ersten Erscheinen 1923.
Eine Vorstellung, mit der sich die Piratenpartei nicht anfreunden kann. Eine der
zentralen Forderungen der Polit-Newcomer ist eine Reform des Urheberrechts.
Unter Punkt 1 heißt es dort: „Verkürzung
der Schutzfristen auf 10 Jahre nach dem
Tod des Urhebers. Die aktuellen Schutzfristen (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers) nutzen und dienen in erster Linie
den Rechteinhabern.“
Gegen das Völkerrecht
Mit ihrer Forderung nach einer Reduzierung der Schutzfrist auf zehn Jahre begibt
sich die junge Partei juristisch auf dünnes
Eis, denn das aktuell geltende Urheberrecht fußt auf der sogenannten „Berner
Übereinkunft“ von 1889, diese schreibt
eine Schutzfrist von mindestens 50 Jahren fest und ist als völkerrechtlich verbindlich anerkannt. So verwundert es
auch wenig, dass es derzeit keine andere
Partei gibt, die sich für verkürzte Schutzfristen ausspricht.
Dennoch haben die Wahlerfolge
der Piraten die politischen Wettbewerber aufgeweckt. Vor wenigen Tagen verabschiedete die
SPD ein Thesenpapier, in dem
Änderungen im Umgang mit den
Rechten der Urheber angemahnt
werden. In einigen Punkten nähern sich die Genossen dabei den
Piraten an, so zum Beispiel bei
der Forderung, den Abmahnwahnsinn bei Filesharing-Verfahren zu beenden. Auch bei der
Forderung, die Nutzung von geschützten Werken für Forschung
und Lehre zu erleichtern, gibt es
Schnittmengen.
Leistungsschutz ade?
Heißes Eisen: Rund ums Copyright und dessen Schutz
Kaum Anhänger findet hinge- im Internet, sind heftige Diskussionen entbrannt
gen die Forderung nach einer
„Kultur-Flatrate“, einer Grundgebühr, entschädigt werden. SPD und Piraten
mit der alle Internet-User die Nutzung lehnen diesen Vorstoß rundheraus ab,
fremder Urheberrechte pauschal abgel- und auch die Kanzlerin Angela Merkel
ten würden. Die SPD hält sie für unge- (CDU) lässt durchblicken, dass sie nicht
recht, die CDU lehnt sie ab, und im gewillt ist, für dieses Gesetzesvorhaben
Reformvorschlag der Piraten taucht sie Streit in der Partei zu riskieren: „Wir ernicht mehr auf.
leben an diesen Punkten, wie aufgeheizt
Ebenfalls auf wackeligen Füßen steht die Diskussion stattfindet, wie auch in
ein Vorhaben, das sich die schwarz-gelbe einer Volkspartei der Riss hier durch die
Koalition 2009 in den Koalitionsvertrag Mitglieder, durch die verschiedenen Integeschrieben hat: Ein Leistungsschutz- ressenten geht. Ich glaube, dass die CDU
recht für Verlage. Die sehen ihre publizis- da nicht die einzige Volkspartei ist, der es
tische Arbeit von Content-Aggregatoren so geht, und insofern ist das nicht ganz
■
wie Google ausgenutzt und wollen dafür einfach“, lässt Merkel wissen. fk
INTERNET WORLD Business 11/2012
TRENDS & STRATEGIEN
E-COMMERCE
Studie: Multichannel 2020
Amazon zielt auf Luxus
Der Online-Händler investiert kräftig, um für
Designermode attraktiv zu werden
4
5
Rakuten-Gründer Hiroshi Mikitani hat schon
ein paar vielversprechende Ideen im Kopf
6
Handel rund um den Erdball
Die Skepsis überwiegt noch
Real-Time Bidding läuft nur schleppend an
Neue Serie: E-Commerce in BRIC-Staaten
Im Boom-Land Brasilien ist „Conversa“ das
A und O, um neue Handelspartner zu finden
8
Online – aber richtig!
10
MARKETING & WERBUNG
Grabarz räumt „up“
Beim Neptun Award gewinnen vor allem die
Autobauer, insbesondere der VW up
12
13
SEO bleibt Traffic-Garant
Eine Studie beleuchtet die Wichtigkeit von
Suchmaschinenoptimierung für Webshops
Wünsche und Herausforderungen
22
Die Hamburger Etracker GmbH, Spezialist
für Web-Analyse, im Arbeitgeberporträt
23
25
26
14
Wenn Mitarbeiter Firmengeheimnisse auf ihren
privaten Geräten speichern, droht Ungemach 27
„Make, Monitor, Monetize!“
Rechnungskauf nach Maß
Vor 1.700 Gästen entwirft Publishing-Pionier
Adobe eine Vision ganzheitlichen Marketings
Universum Group erarbeitet Bonitätsstrategien
15
SPECIAL: BRANDED CONTENT
Kreative Kooperation: Werbungtreibende
inszenieren sich nun auch im Internet mit
eigenen Inhalten – und haben Erfolg
16
28
29
Im Streit um die Sicherheit
Der Markt für sicheren Mail-Versand ist
milliardenschwer – meinen die Initiatoren
30
Die Vermessung der mobilen Welt
Warum die Datenerhebung rund um die
mobile Web-Nutzung so komplex ist
Gastkommentar: Recht auf Anonymität
Ein Plädoyer gegen die Einführung des
Klarnamenzwangs im Internet
32
36
Sebastian Deppe,
10
Gerald Heydenreich,
Gründer von Pippa & Jean, glaubt
an die Emotionalität von Schmuck –
auch beim Verkauf über das Web 25
42
RUBRIKEN
Stefan Knecht,
Strategic Product Innovation Mobile
bei Nurago, kennt die Probleme bei
der Datenerhebung für Mobile
32
Topkampagne: Nostalgie lockt Youngsters
18
Kevin Lynch,
Etats Marketing & Werbung
18
Rechtstipp: Verkauf von Plagiaten auf eBay
27
Chief Technical Officer bei Adobe,
fordert, Marketer müssten Content
in Millisekunden liefern können
15
Techniktipp: Optimierung mobiler Newsletter 28
TOOLS & TECHNIK
Amazon wirbt um SAP
Auf dem Cloud-Hosting-Service des Händlers
läuft bald mehr Unternehmens-Software
41
MEINUNG
Mehr Warenkorb, bitte!
Geschäftsführer von Etracker,
fühlt sich als Arbeitgeber für den
Standort Deutschland zuständig
Berater bei BBE, kritisiert, dass
sich Händler zu wenig mit dem
Internet beschäftigen
Von Piraten und Katzen
Ein abwechslungsreiches Programm und nette
Gäste: Die Audiovisual Media Days (AMD)
Revival der Avon-Beraterinnen
Nach Traffic- und Konversionsoptimierung
beginnen Internet-Händler nun damit, an der
Warenkorbhöhe zu schrauben
36
SZENE
Grenzüberschreitender Warenverkauf ist für die
Mehrzahl deutscher Shop-Betreiber nun Alltag 24
Shopping Parties gelten als neuester Schrei im
E-Commerce – zum Gefallen der Investoren
Christian Bennefeld,
MENSCHEN & KARRIERE
Recht: Risiko Privathandy
Kreativität im Fokus
Die Sieger des ADC Wettbewerbs 2012
Dem Handel steht in Sachen Multichannel
noch einiges an Umbauarbeit bevor
Meinungen in diesem Heft
Was will Rakuten mit Pinterest?
Zeit für Filme
Moviepilot bekommt fünf Millionen Euro
Der Einzel- und Versandhandel tut sich schwer
damit, für den Internet-Handel umzurüsten
11/12
Foto: Fotolia / Ruslan Olinchuk
2
Stephan Roppel,
Geschäftsführer Gutefrage.net,
wendet sich energisch gegen einen
Klarnamenzwang im Internet
42
Etats Tools & Technik
29
Dienstleisterverzeichnis
33
Menschen & Karriere
38
Jens Schmidt,
Impressum
38
Stellenmarkt
39
Kreativdirektor bei Moccu,
wünscht sich digitale Werbung,
die als Kulturgeber funktioniert
Termine
41
Florian Schneider,
Gehört
42
Feedback
42
13
Creative Director Netz98, hält die
Einzelbetrachtung von Traffic oder
Warenkorbwert für einen Fehler
26
AKTUELL
3
Lohnt sich Facebook-Werbung?
Vermarkter sind mit dem sozialen Netzwerk zunehmend unzufrieden
M
4.4
p le n
Einige zahlende Nutzer kritisieren, Facebook
schenke ihnen nicht genügend Beachtung
geting-Möglichkeiten. Kurzum:
die Chance auf eine nennenswerte Click-Through-Rate“,
erklärt David Eicher, Geschäftsführer der Agentur Webguerillas. „Wer
sein Facebook-Engagement aber allein
auf Werbung reduziert, verengt seinen Blick. Es ist
mehr als ein reiner
Push-Kanal“, so Eicher.
Dennoch setzen viele große
Marken wie Ford, BMW oder
Audi nach wie vor auf Facebook-Werbung. Auch Andreas Heidenreich, Online Marketing Manager bei Spreadshirt, empfindet Facebook-Werbung als sinnvoll. Der Vorteil
liege hier im präzisen Targeting der Zielgruppe:
„Je relevanter die Anzeige, desto höher die Klickrate. Auch wenn die Nutzer nicht sofort kaufen,
kann Facebook-Werbung ein guter Erstkontakt
sein. Außerdem eignet sich Facebook hervorragend zum Testen von Creatives und Slogans.“
Jan Heidenreich, Country Manager DACH der
auf Facebook-Marketing spezialisierten Agentur
TBG Digital aus Hamburg, sieht das ganz ähnlich:
„Facebook entwickelt sich ständig weiter, ebenso
die Erfahrungen von Werbungtreibenden, wie sie
das gewaltige Potenzial für Empfehlungsmarketing nutzen können. Einige Werbungtreibende
werden ‚ihren‘ Weg noch finden müssen. Wir sehen jedoch auch heute schon regelmäßig Kunden,
die einen direkt messbaren positiven Return-onInvestment aus ihren Facebook-Kampagnen er■
zielen.“ sg/tdz
lia /
oto
o: F
Fot
atta
Nap
it seinem Börsengang
am 18. Mai hat Facebook Geschichte geschrieben, kein Internet-Unternehmen wurde beim
Börsengang jemals so
hoch bewertet. Doch
die hochgejubelte Aktie erfüllt die Erwartungen nicht. Indessen kritisieren Marketingexperten, Facebook
würde seinen zahlenden Nutzern, die Werbung über das Netzwerk schalten, zu wenig
Beachtung schenken. Das Social Network
habe noch kein Modell für einen langfristigen Vermarktungserfolg gefunden. Der
Autobauer General Motors, drittgrößtes
werbungtreibendes Unternehmen in den
USA, zieht Konsequenzen und will seine Werbeaktivitäten auf Facebook einstellen. Die bezahlten Anzeigen hätten nur wenig Einfluss auf Konsumenten, so die ernüchternde Erkenntnis.
INTERNET WORLD Business-Leser machen
ähnliche Erfahrungen: Facebook-Werbung erziele
„so ziemlich die schlechtesten Ergebnisse von
allen Kanälen“, so etwa Facebook-Nutzer Markus
Himmelstoß. „Social-Media-Plattformen sind
halt kein Werbekanal“, findet Andreas Liebhart
und User „Pixxelstube“ schreibt: „Ich persönlich
habe mich noch nie für Werbeanzeigen bei Facebook interessiert, geschweige denn draufgeklickt.“ Diese Standpunkte decken sich mit den
Befunden einer globalen Umfrage, die die Londoner Agentur für digitales Marketing Greenlight
kürzlich durchgeführt hat. Ihrzufolge würden 44
Prozent der Nutzer „niemals“ auf eine gesponserte Werbeanzeige in Facebook klicken.
„Was Werbungtreibenden bei Facebook fehlt,
sind interessante Werbeformate, aufmerksamkeitsstarke Platzierungen und umfangreiche Tar-
:
now
OuttyM
arkets
Eddie Meisel,
Geschäftsführer Adjug GmbH,
München
Roman Kirsch,
CEO Europe Fab,
Berlin
„Werbung auf Facebook kann
durchaus eine sinnvolle Maßnahme im gesamten OnlineChannel-Mix sein. Wichtig dabei ist, dass die Performance von Facebook nicht
isoliert betrachtet wird. Nicht der letzte Klick
zählt, sondern der gesamte ‚Path to Conversion‘
muss bewertet werden. Wer ausschließlich dem
letzten Touch Point vor der Conversion den gesamten Credit einräumt, vernachlässigt sträflicherweise die Attribution der anderen Kanäle.“
„Facebook ist ein Garant für
Werbeerfolg, wenn man es richtig macht. Das soziale Netzwerk
ist ein Tool, das Werbetreibenden viele Chancen bietet, wenn man das Verständnis hat, wie dieser Kanal zu nutzen ist. Aktuell hat Facebook es noch nicht im Fokus, es Werbetreibenden leicht zu machen. Mit neuen Innovationen ist da noch viel möglich. Derzeit gibt es
noch relativ wenige E-Commerce-Unternehmen,
die sich über Facebook vermarkten können.“
David Eicher,
Geschäftsführer Webguerrillas,
München
Mark Schumacher,
Projektmanager Travelscout24,
Offenbach am Main
„Unternehmen müssen im Rahmen einer Mittelfrist-Strategie
eine Beziehung zu ihrer Community aufbauen, diese Schritt
für Schritt involvieren und intensivieren, um so
die Reichweite sukzessive zu monetarisieren. Dies
geschieht vor allem durch die zielgerichtete, aktive
Einbindung der User, wie es beispielsweise auf der
Pinnwand, über Apps oder diverse Projekte möglich ist. Quick Wins dagegen sind auf Facebook
schwer zu realisieren.“
„Mit einer Facebook-Anzeige
lenke ich die Nutzer von ihrer
eigentlichen Motivation ab –
dem Austausch mit Freunden.
Als Werbetreibender muss ich es schaffen, in dem
Netzwerk der Konsumenten einen dauerhaften
Platz zu erhalten. Dies werden die wenigsten
durch das Schalten von Anzeigen schaffen, sondern vielmehr durch den Aufbau wirklich relevanter Facebook-Seiten, die einen Vorteil für den
Nutzer bieten.“
VON DER
POLE-POSITION
IN DEN
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4
TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
Webshops für Luxusmarken
EASYBRING
Persönliche Zustellung
Das norwegische Start-up Easybring.com,
derzeit noch in der geschlossenen Betaphase, will Pakete von Privatleuten an Privatleute zustellen lassen. Das Thema „Mit-
Easybring zeigt bislang nur ein Video
auf dem Web-Auftritt
bringen“ berge noch erhebliches Innovationspotenzial, schreibt der Branchen-Blog
Excitingcommerce.de. In einer zunehmend mobileren Gesellschaft und mit den
Möglichkeiten kostengünstiger RFID-Technologien nehmen die Optionen für vertrauenswürdige Zustellalternativen zu. is
BURDA DIREKT SERVICES
Beteiligungsportfolio erweitert
Die Burda Direkt Services GmbH hat mit
50,1 Prozent die Mehrheit an der Paketplus Marketing GmbH, Berlin, übernommen. Paketplus Marketing ist ein Distributor von Paketbeilagen und bringt Werbungtreibende und Online-Händler zusammen. „Die Beteiligung ermöglicht uns
den Kontakt zu stark wachsenden E-Commerce-Partnern“ sagt Michael Rohowski,
Sprecher der Geschäftsführung Burda Direkt
Services. Mit der Reichweite des PaketplusNetzwerks positioniert sich Burda Direkt
Services laut eigenen Angaben als einer
der größten Vermarkter von Paket- und
Rechnungsbeilagen in Europa. is
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11/12
Amazon zielt auf Luxus
YOOX GROUP
Der italienische Online-Modehändler Yoox
verhandelt mit dem französischen Unternehmen PPR SA, Paris, über eine Zusammenarbeit bei E-Commerce-Projekten. Zu
PPR gehören unter anderem die Luxusmarken Gucci, Balenciaga sowie die Sportmarke Puma und die französische Kaufhauskette FNAC. Laut Medienberichten
soll ein Joint Venture von PPR und Yoox
die Online Shops der Luxusmarken von
PPR betreiben. Yoox teilte mit, die Gespräche seien Teil der normalen Geschäftsaktivitäten, die beiden Unternehmen hätten
bislang keine abschließende Vereinbarung
unterzeichnet.
Die Yoox-Gruppe betreibt Online Shops
für über 30 Mode- und Luxusgütermarken
weltweit, darunter Armani.com. Auf Yoox.
com, Thecorner.com und Shoescribe.com
verkauft Yoox Designerbekleidung. is
29. Mai 2012
Der Online-Händler investiert kräftig, um für Designermode attraktiv zu werden
A
mazon will das Luxusmodesegment erobern
und scheut hierfür keine
Kosten. Laut einem Artikel
der „New York Times“ investiert das Unternehmen
„signifikant“ in den Bereich
Mode und will Topmarken
davon überzeugen, mit
Amazon zusammenzuarbeiten. Es gehe nicht darum,
Kleider mit starken Preisnachlässen zu verkaufen,
sondern man wolle zu Preisen anbieten, mit denen die
Designermarken glücklich
seien, so Amazons Chief
Executive Officer Jeff Bezos. Amazon verkauft bereits seit Langem Bekleidung. Nun will das
Obwohl das Unterneh- Unternehmen Luxusmarken auf die Plattform bringen
men in anderen Segmenten
eine Niedrigpreisstrategie verfolge, werde Die Entscheidung, in das Segment Luxusdas in der Sparte Mode nicht der Fall sein. mode einzusteigen, sei eine rein ökonomiDen Modehandel dürfte Amazons neue sche, schreibt die „New York Times“. AmaStrategie beunruhigen. In vielen anderen zons Kosten bleiben in etwa gleich, egal ob
Segmenten, beispielsweise bei Elektronik- das Unternehmen ein Buch für zehn USprodukten, ist Amazon mit günstigen Dollar oder einen Rock für 1.000 US-DolPreisen und gutem Service zum großen lar versende. Der Bruttogewinn pro Artikel
Konkurrenten des stationären wie auch sei bei Mode aber viel höher, sagt Bezos.
des Online-Handels geworden.
Amazon verkauft bereits Bekleidung auf
Amazon.com. Im vergangenen
Jahr hat das Unternehmen mit
Sitz in Seattle die Flash-SaleWebseite Myhabit.com gestartet.
2009 hatte Amazon den OnlineSchuhhändler Zappos.com übernommen und 2007 den SchuhShop Endless.com (in Deutschland Javari.de) gestartet.
Viele Marken sind jedoch mit
der Warenpräsentation auf AmaAmazon sponsert eine Modeausstellung im Metropolitan zon Fashion nicht zufrieden. Daran arbeitet der Online-Händler.
Museum of Art und die Eröffnungsparty dazu
Ausgelagertes Trading Desk
RTB-Spezialist GDM Digital eröffnet Niederlassung in Köln
D
er britische FullserviceRTB-Spezialist GDM
Digital hat in Köln eine
Niederlassung
eröffnet.
Country Manager für
Deutschland, Österreich
und die Schweiz ist Siamac
Alexander Rahnavard, der
vorher bei Mexad tätig war.
GDM Digital wendet sich
an mittelgroße Kreativund Media-Agenturen, die
die Möglichkeiten des Real- GDM Digital will kleinere und mittelgroße Kreativ- und MediaTime Bidding (RTB) beim Agenturen beim Display Engine Marketing unterstützen
Einkauf von Display-Inventar für ihre Kunden nutzen wollen. GDM Plattformen und Ad Exchanges bereitgeDigital versteht sich als outgesourctes Tra- stellte Inventar zuzugreifen. Die eigene
ding Desk für die Agenturen, für die ein Technologie diene dem Targeting und daeigener Zugang zu den Werbemarktplät- zu, das eingekaufte Inventar zu „sortieren“,
zen aufgrund der Kosten nicht sinnvoll ist. erklärt Rahnavard. GDM Digital unterDas Unternehmen nutzt die Technologie scheide sich von anderen Anbietern durch
von Appnexus als Demand-Side-Plattform Transparenz und Unabhängigkeit, meint
zusammen mit einer eigenentwickelten er. Der Kunde erfahre genau, auf welchen
■
Technologie, um auf das von Supply-Side- Seiten die Kampagne laufe. is
In einem eigenen Fotostudio produziert das OnlineKaufhaus Produktpräsentationen, und zwar auch bewegte. Dazu hat es Stylisten
engagiert und Testpersonen, die den ganzen Tag
Kleidungsstücke anprobieren, um die Produkte aus
Käufersicht zu beschreiben:
Fällt etwa das Kleid oder der
Schuh groß oder klein aus? Die Warenpräsentation auf Myhabit.com zeige, wie sich
die Modeseiten optisch entwickeln sollen.
Amazon kann nicht nur mit Reichweite
und Bekanntheit punkten, sondern den
Marken auch bessere Verkaufskonditionen als andere Läden bieten, berichtet die
„New York Times“. Um Marken auf die
Plattform zu bringen, sei das Unternehmen bereit, große Mengen abzunehmen.
Amazon meint es ernst mit dem Einstieg
in die Luxusmode. Gerade hat das Unternehmen die Costume Institute Gala des
Metropolitan Museum in New York gesponsert und das Schaulaufen der Stars auf
dem roten Teppich live gestreamt – natür■
lich auf Amazon.com/fashion. is
Marktplatz für
Sportler
Z
ielgruppe sind anspruchsvolle Individualsportler: Der neue Online-Marktplatz Sportrade.de will zum Treffpunkt für
Triathleten, Läufer, Schwimmer und Radfahrer werden. Auf Sportrade können sie
nicht nur neue Ausrüstungsgegenstände
kaufen, sondern auch ihre gebrauchten anbieten. Zudem will Sportrade dem stationären Einzelhandel den Weg ins Web erleichtern. Zwar bieten auch andere Marktplätze
wie eBay oder Amazon Sportartikel an, erklärt Stefan Moosleitner, einer der Gründer
von Sportrade. Doch viele Sportler suchen
spezielle Produkte, die man auf den großen, allgemeinen Marktplätzen oft nicht
finde. Moosleitner hat Sportrade zusammen mit Helge Hinrichs gegründet. Die
Shop-Software wurde von Avocado Store
lizenziert. Avocado Store ist ein auf ökologische Produkte spezialisierter Marktplatz
von Philipp Gloeckler und Qype-Gründer
Stephan Uhrenbacher. Sportrade startete
im März in die Beta-Phase und verfügt
■
aktuell über 6.000 Produkte. is
11/12
TRENDS & STRATEGIEN
29. Mai 2012
Schnell und
mit Perspektive
R
isikokapital-Finanziers, Business Angel,
Investmentbanker und Unternehmer
haben im Auftrag der US-amerikanischen
Investmentbank GP Bullhound die 50
Start-ups, die am schnellsten wachsen, sowie erfolgreiche Web-Unternehmen aus
Europa benannt: Die Liste der aussichtsreichsten Start-ups führen Flip4New und
Sponsorpay an. Flip4New kauft gebrauchte
Waren auf, überarbeitet diese und vertreibt sie über Shops und Marktplätze weiter. Sponsorpay bietet etwa Markenherstellern die Möglichkeit, die virtuellen Güter von Usern in Online Games zu sponsern. Im Gegenzug stellen sich die User für
Umfragen zur Verfügung. Ebenfalls auf
der Liste stehen der Brillenhändler Mister
Spex, der B2B-Dienstleister Open-Xchange,
die Karriereplattform Experteer sowie
Searchmetrics, Anbieter von Analysetools
fürs Suchmaschinenmarketing.
Neben den 50 Start-ups, die im letzten
Jahr zwischen 36 und 1.650 Prozent wuchsen, suchten die Finanzexperten noch etablierte Web-Unternehmen aus, die ebenfalls
hohen Umsatzzuwachs erzielen: Hier finden
sich aus Deutschland die Euroweb-Gruppe,
ein B2B-Dienstleister, der Inhaltelieferant
Frogster sowie die Bezahlspezialisten von
Mindmatics. Als Firmen, deren Entwicklung Branchenkenner im Auge behalten
sollten, empfehlen die Investoren den
App-Vermarkter Madvertise, die Plattform
für den Musikvertrieb Soundcloud.com
sowie den Online Shop Windeln.de. vs ■
Internet World BUSINESS
Zeit für Filme
Hier finden Sie
Nachrichten von
jungen Firmen und
Investoren
Moviepilot bekommt gut fünf Millionen Euro und will in den USA starten
D
as Ziel ist Los Angeles: Moviepilot-Team: Die Hamburger setzen an zum Sprung
Die Plattform für Film- über den großen Teich
empfehlungen Moviepilot.de
hat sich mehr als fünf Millionen Euro Risikokapital gesichert. In der ersten internationalen Finanzierungsrunde
des Hamburger Unternehmens, das 2007 gegründet
wurde, beteiligten sich die
Londoner Gesellschaft DFJ
Esprit sowie T-Venture,
Grazia Equity und die IBB
Beteiligungsgesellschaft. „Die
Finanzierung
ermöglicht
uns einen großen Entwicklungsschritt und wird die Expansion in die
USA vorantreiben“, ist Mitgründer Tobias Bauckhage überzeugt.
Seit 2011 sind die Hamburger mit einer
englischsprachigen Version ihrer Plattform im World Wide Web vertreten. Sie
wird bisher vom Londoner Büro betreut, Moviepilot: Kritiken, Empfehlungen, Gerüchte
demnächst soll ein Standort in Los Ange- rund um Filme und Fernsehsendungen
les eröffnet werden. Moviepilot sammelt
Gerüchte, Informationen und Rezensio- ment. Moviepilot verlinkt seine Plattform
nen rund um Filme, Fernsehreihen, zudem mit Medienhändlern und VideoSchauspieler oder Regisseure. Verleiher on-Demand-Anbietern und profitiert so
und Sender machen hier Produktionen von Provisionen.
bekannt und vermarkten diese auch. „MoNutzerzahlen gibt Moviepilot nicht beviepilot nutzt Internet-Technologien, um kannt, laut eigenen Angaben wurden
Filmfans zu aktivieren und hilft Studios, knapp 50.000 Filme auf der Plattform beMarketingaktivitäten besser auf Zielgrup- wertet, zudem gibt’s rund 300.000 Kritipen abzustimmen“, begründet Krishna ken. Auf Facebook folgen Moviepilot etwa
■
Viswanathan von DFJ Esprit das Invest- fünf Millionen Fans. vs
ETSY.COM
Finanzspritze von Burda
Der US-amerikanische Marktplatz für
Handgearbeitetes und Design hat sich in
einer fünften Finanzierungsrunde rund
40 Millionen US-Dollar gesichert. Das
Geld kommt vor allem von Index Ventures, Accel und Burda Digital Ventures.
Burda kooperiert mit seinem Nähmagazin Burda Style seit mehreren Jahren mit
Etsy. Die Finanzspritze soll Etsy bei der
Internationalisierung helfen. Konkurrent
Dawanda.com hat vor Kurzem auch eine
zweistellige Millionen-Euro-Summe für
die Expansion eingesammelt. vs
LINGUEE.DE
Bezahlte Inhalte
Die Sprachsuche Linguee.de erweitert
ihr Geschäftsmodell. Zur kostenlosen Suche von Begriffen und Formulierungen
auf Englisch, Französisch oder Spanisch
setzt das Kölner Unternehmen jetzt auch
auf bezahlte Services. Für 4,99 Euro im
Monat liefert Linguee ein Webtool für
Windows-Programme, aus denen dann
direkt nach Übersetzungen gesucht
werden kann; für 9,99 Euro im Monat
können Übersetzer diesen Service in ihre
spezifischen Programme einbinden. Die
Lexikon- und Suchfunktion bleibt indes
auch künftig kostenfrei. vs
FASHIONLEND.COM
Kapital für Rocket Internet
Access Industries steigt angeblich beim Berliner Inkubator ein
R
ocket Internet, der Inkubator der
Samwer-Brüder Alexander, Marc und
Oliver, soll sich umgerechnet rund 155
Millionen Euro Kapital von der US-amerikanischen Industrie-Holding Access
Industries gesichert haben. Rocket Internet kommentierte diese Nachricht bis Redaktionsschluss nicht.
Hinter Access Industries steht der in
Russland geborene Milliardär Leonard
Blavatnik, der bevorzugt in die Bereiche
Rohstoffe, Immobilien sowie Medien und
Telekommunikation investiert. Access Industries hält etwa Anteile an der Warner
Music Group sowie dem russischen Filmund Fernsehproduzenten Amedia. Mit einem Engagement bei Rocket Internet würden die US-Amerikaner offensiv ins Internet-Geschäft einsteigen.
Für Rocket Internet wäre Access Industries der zweite größere Investor nach In-
Rocket Internet
■
2007 in Berlin als Inkubator für Start-ups
im Internet gegründet
■ Durch Access Industries gegenwärtig finanziert mit rund 815 Millionen Euro
■ Der Inkubator hat unter anderem Zalando,
Wimdu (Zimmer), Citydeal (Groupon), Betreut.de, Billpay, Glossybox (Warenmuster),
Ladenzeile (Marktplatz) angeschoben
Unterstützung
für Engel
E
Rocket Internet: Millionen für neue Geschäftskonzepte aus Schweden und den USA
vestment AB Kinnevik. Die schwedische
Investment-Bank hat sich Anfang des Jahres 25 Prozent der Anteile von Rocket Internet gesichert und in den vergangenen
Jahren rund 700 Millionen Euro investiert,
teils direkt in den Inkubator, teils in Startups wie die Zimmervermittlung Wimdu
und Citydeal, das Groupon kaufte.
Rocket Internet entwickelt aus Konzepten
Firmen, primär im Bereich E-Commerce.
Eigenen Angaben zufolge hat Rocket Internet seit 2007 mehr als 100 Start-ups gegründet und bei rund 25 Prozent den Exit geschafft. Rocket Internet will unbedingt
einen Global Player im Internet aufbauen –
die Methoden dazu sind umstritten: Im Inkubator herrsche ein rüdes Klima, auch das
schnelle Kopieren schaffe Probleme. vs ■
rstmals investiert der European Angels
Fund (EAF) in Deutschland: In den
Genuss der Finanzspritze kommt der
Marktplatz Fotograf.de mit Sitz in Karlsruhe. Hier vermarkten Profi-Fotografen
Bilder, aber auch Termine: Nutzer können
die Profis etwa für Hochzeiten oder Veranstaltungen und Firmen-Events buchen.
Als Co-Investment-Fonds unterstützt
der EAF Business Angels bei der Finanzierung von Geschäftsideen. Er verdoppelt
dafür in der Regel den finanziellen Einsatz
seiner Angel-Partner bei Start-ups. Im Fall
von Fotograf.de riefen der Karlsruher Investor Friedrich Georg Hoepfner und zwei
weitere Business Angels das Kapital ab.
Nach dem Start will der EAF nicht nur
mehr in Deutschland investieren, sondern
auch in anderen europäischen Ländern
■
Business Angels unterstützen. vs
Fotograf.de: Internet-Verkaufsplattform für
Fotografen bekommt Risikokapital
Mode leihen statt kaufen
Gemeinsam konsumieren ist ein Trend,
dem eine große Zukunft prognostiziert
wird. Nach Autos, Wohnungen oder
Spielen können Verbraucher nun auch
Kleidung voneinander mieten. Das USStart-up Fashionlend.com ermöglicht
das bereits in London und einigen USStädten. Wer genug Kleidung hat, kann
diese gegen eine Miete verleihen – Fashionlend profitiert von Provisionen. vs
VORWERK DIRECT SELLING VENTURES
Kapital für Pippa & Jean
Die Beteiligungsgesellschaft von Vorwerk
hat sich an der Einkaufs-Community
Pippa & Jean beteiligt, die vom einstigen
Buy-Vip-Manager Gerald Heydenreich
gegründet wurde. User und Hersteller
sollen bei Pippa & Jean Einkaufspartys
und individuelle Direktverkäufe von
Mode organisieren können. vs
BLUESEED
Eine Arche für Gründer
Im Silicon Valley (mit)gründen: Dieser
Traum scheitert oft an den rigiden Einwanderungsregeln der USA. Ein Team
um den Kubaner Max Marty will nun ein
Schiff für Gründer einrichten. Unweit des
Silicon Valley und 20 Seemeilen von den
USA entfernt soll Blueseed (www.blue
seed.co) Abgewiesene aufnehmen. Die
können so tageweise nach San Francisco
pendeln oder Wartezeiten für Visa überbrücken und trotzdem mitgründen. vs
5
TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
6
29. Mai 2012
11/12
AUTOMATISIERTER DISPLAY-HANDEL
Die Skepsis überwiegt noch
Viele Vermarkter sind vom Display-Handel in Echtzeit noch nicht überzeugt
lles scheint bereit zu sein für den automatisierten Display-Handel und für
die Versteigerung von Inventar in Echtzeit:
Demand-Side-Plattformen, Supply-SidePlattformen, Trading Desks der Agenturen und Werbemarktplätze stehen in den
Startlöchern und wollen den deutschen
Markt erobern. Doch Real-Time Bidding
(RTB) kommt bislang in Deutschland nur
schleppend in Gang. Warum? Als einen
Hauptgrund nennen Branchenexperten
immer wieder, dass sich deutsche Vermarkter schwertun, ihr Inventar für die
Versteigerung in Echtzeit bereitzustellen.
INTERNET WORLD Business hat sich
unter führenden deutschen Vermarktern
umgehört, wie sie die Entwicklung hin
zum Echtzeithandel von Display-Werbung
beurteilen. Viele Premiumvermarkter betrachten dies skeptisch, beispielsweise
Spiegel QC: „Auch Spiegel QC testet den
Einsatz neuer Technologien im Bereich
Yield-Optimierung oder RTB. Zurzeit sehen wir aber weiterhin keine Alternative
zu unserem Ansatz der individuellen und
persönlichen Beratung unserer Werbepartner. Nur so können wir unsere hochwertigen Umfelder optimal vermarkten,
Transparenz und Sicherheit bieten und
Medienhäuser und die großen
gemeinsam mit unseren KunVermarkter noch nicht zu
den deren Kommunikationsziele
überzeugen. „Die Grundidee
erreichen“, sagt André Pätzold,
von RTB ist sicher zukunftsLeiter Performance Marketing
weisend und die Bedeutung
und stellvertretender Leiter
wird in den nächsten Jahren
Digital bei Spiegel QC, Verweiter zunehmen. Jedoch bleibt
markter des Spiegel Verlags.
diese vollautomatisierte AusDie Vermarkter betrachten
steuerung bisher deutlich hinReal-Time Bidding noch mit
ter unseren eigentlichen Ervorsichtiger Zurückhaltung,
wartungen zurück“, sagt Marschließlich steht für sie viel auf
cus Prosch, Leiter Unternehdem Spiel. Sie befürchten, dass
menskommunikation
Sales
dadurch die Tausendkontaktund Diversifikation bei Sevenpreise und damit ihre Werbeone Media. „Aus unserer Sicht
einnahmen weiter sinken werwird der automatisierte Handel
den. Viele machen sich auch
auch weiterhin nur für eine
Sorgen, sie könnten die Kontrolle darüber verlieren, welche Inventar unter Verschluss: Nur ein Bruchteil fließt in Real-Time Bidding kontrollierte und klar definierte
Menge unseres Inventars releMarke oder welches Unternehmen auf ihren Web-Angeboten wirbt oder Media-Agenturen mithilfe von Demand- vant und möglich sein“, ergänzt er. Nur
dass die werbende Marke nicht zu ihrem Side-Plattformen, Trading Desks und Ad wenn in der Wertschöpfungskette ein nenExchanges genau die „richtigen“ Nutzer nenswerter Mehrwert geschaffen werde,
(Premium-)Content passen könnte.
Technologieanbieter für den automati- unter all den Webseitenbesuchern heraus- sei die Nutzung solcher Systeme für den
sierten Handel von Display-Werbung hal- picken können, wären sie gerne bereit, einen automatisierten Handel aus Publisherten dagegen, dass die automatisierte Ver- höheren Preis für diesen als wertvoll er- Sicht sinnvoll, meint Matthias Ehrlich,
steigerung von Display den Vermarktern achteten Werbemittelkontakt zu zahlen. Vorstand United Internet Media.
Lesen Sie unten weitere Antworten auf
und Publishern höhere Einnahmen be- Die „richtigen“ Nutzer sind solche, die zur
schert. Die Logik lautet so: Wenn sich die Zielgruppe der jeweiligen Kampagne ge- unsere Fragen zur Einschätzung des auto■
Werbungtreibenden beziehungsweise ihre hören. Doch: Dieses Argument scheint matisierten Display-Handels. is/häb
Foto: Fotolia / Artsem Martysiuk
A
INTERNET WORLD Business fragt Vermarkter, was sie von Real-Time Bidding halten
Matthias Ehrlich,
Vorstand
United Internet Media
Jens Pöppelmann,
Bereichsleiter Prozesse & Services
bei IP Deutschland
Markus Frank,
Director Sales und Marketing,
Microsoft Advertising
Was halten Sie vom
automatisierten DisplayHandel und von
Real-Time Bidding (RTB)?
Dort, wo automatisierte Technik eingesetzt wird, um die Logistik der Distribution des komplexen Mediums Online in den
Griff zu bekommen, macht sie ökonomisch Sinn. Insofern werden Media-Automatisierungen wie Real-Time Bidding ihren
Platz im Display-Ökosystem finden. Darüber hinaus müssen
noch die Modelle gefunden werden, damit mehr als Optimierung
von Performance herauskommt. Der Erfolg von Online-Werbung hängt vom optimalen Zusammenspiel verschiedenster
Faktoren wie Kreation, Werbeformat etc. ab. Der zum Bruchteil
einer bestimmten Sekunde erzielbare Auktionspreis eines einzelnen Werbekontakts ist da sicher nicht der entscheidende.
Hier muss man zunächst einschränken, dass Real-Time Bidding
zwar in den USA eine treibende Kraft im Online-Werbemarkt
ist, in Deutschland aber nach wie vor noch ein Nischenthema
ist. Dennoch ist es eine Marktentwicklung, die wir mit Interesse
beobachten, und wir können jetzt schon sagen, dass es ein
Thema ist, das Vermarkter auch selber in die Hand nehmen
müssten, statt nur auf Dienstleister zu setzen. Wir arbeiten bereits an einer Einbuchungssoftware, die Media-Agenturen eine
direkte Online-Anbindung an unser internes Buchungssystem
ermöglicht. Perspektivisch wird man mit dieser Software auch
auf Kampagnenebene bieten können.
Die Vorteile von Real-Time Bidding Exchanges liegen in der
neuen Art des skalierbaren Kaufs von Online-Werbung. Der
automatisierte Echtzeithandel hat sich neben der herkömmlichen Planung von Online-Medialeistungen etabliert und wird
die Branche weiter verändern: Werbungtreibende und Agenturen haben jederzeit – in Echtzeit – die Kontrolle über den Preispunkt, den gewünschten Mediadruck und die Erreichbarkeit
ihrer Zielgruppen sowie die Kontrolle über die Erreichung und
Optimierung der Kampagnenziele. Möglichkeiten, die es beispielsweise im Search Advertising bereits seit über zehn Jahren
gibt.
Testen Sie den automatisierten Handel von Display-Werbung und in diesem Zusammenhang
auch Real-Time Bidding?
Für einige Vermarkter macht Real-Time Bidding sicher noch keinen Sinn. Es ist richtig, dass sich United Internet Media RealTime Bidding im Rahmen und neben verschiedensten Szenarien
auch ansieht.
Es gibt verschiedene Anbieter, mit denen wir Tests durchgeführt haben. Wir haben festgestellt, dass es bei Yield-Optimierern/SSP gegenüber unserem eigenen Yield Management keinen signifikanten Anstieg des eTKP gab. Bisher haben wir noch
keine Lösung gefunden, die unseren Anforderungen entspricht.
Wir haben unsere Testphase bereits zur Dmexco 2011 beendet
und sind seither als globaler Anbieter auch auf dem deutschen
Markt präsent. Wir vermarkten sehr erfolgreich das Inventar
von MSN und Windows Live über die Microsoft Advertising
Exchange.
Was hält Sie davon ab,
mehr Inventar automatisiert über Ad Exchanges
oder andere Technologieplattformen wie Supply-Side-Plattformen
(SSP) zu handeln?
Der fehlende kommerzielle Mehrwert für uns und unsere MeDer Fokus bei unseren Ressourcen liegt in der Premiumverdia. Das Ganze ist eine einfache Opportunitätskostenrechnung, marktung. Dabei dienen Ad Exchanges und Yield-Optimierung
bei der gerne ein zentraler Aspekt vergessen wird: Solche Systeme über SSP lediglich als eine Ergänzung.
kosten – und das nicht zu wenig. Diese Kosten müssen refinanziert werden und schrauben den Preis für die gehandelten Media
zunächst einmal in die Höhe. Dabei wird aber noch keine Wertschöpfung an der Media vollzogen, die diesen Preisaufschlag
rechtfertigen würde.
Da wir unser Inventar im Premiumbereich und auf der Basis
garantierter Impressions sehr gut monetarisieren, fließt nur ein
relativ kleiner Teil in die Microsoft Advertising Exchange. Deshalb führen wir Gespräche mit ausgewählten Partnern, die
großes Interesse haben, ihr Inventar über unsere Plattform
anzubieten.
Supply-Side-Plattformen
bzw. Yield-Optimierer
sind weitere „Zwischenhändler“ in der Wertschöpfungskette, die für
ihre Leistung einen Teil
des Werbeumsatzes
erhalten. Lohnt sich aus
Ihrer Sicht der Einsatz
solcher Dienstleister oder
nicht?
Das lässt sich nicht generalisieren. Für Anbieter geringwertiger
Massenmedia, die ganz oder teilweise auf Netzwerkvermarktung angewiesen sind, kann sich der Einsatz von SSP zu den
Konditionen marktüblicher Revenue-Share-Modelle lohnen –
das ist einmal mehr eine Rechenfrage. Was das Thema Yield
Optimization betrifft, so ist dieser Aspekt ein wenig anders
gelagert: Optimierungstechnologien, vor allem wenn man sie
inhouse und mit dem Ziel hochwertiger Lösungen vorhalten
kann, sind auf jeden Fall interessant. Wir optimieren unser entsprechendes Inventar schon seit Langem mit eigenen dedizierten Ressourcen und Technologien.
© INTERNET WORLD Business 11/12
Yield-Optimierer sind eine Ergänzung, aber keine Wunderwaffe.
Inwieweit sich der Einsatz eines Yield-Optimierers lohnt und
inwieweit sich vor allem Yield-Optimierer im Markt halten, ist
eine Frage der Technologie, die eingesetzt wird. Häufig ist die
Technologie eine Blackbox – oder es wird manuell optimiert.
Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Technologie häufig offshore billig entwickelt worden ist. Der Einsatz einer solchen
Technologie wird sich für Vermarkter nur dann lohnen, wenn
auch eine komplett technische Optimierung möglich ist und
zusätzliche Daten beim Ausspielen berücksichtigt werden –
ähnlich wie beim Re-Targeting.
SSP und Yield Optimizer sind für uns als Auktionsplattform-Betreiber potenziell sowohl auf der Angebots- als auch auf der
Nachfrageseite relevant. Deshalb sind wir insbesondere auf der
Demand-Seite offen für diese Partner: Im Rahmen des Auktionssystems ergibt sich über das Gebotsniveau ein Korridor, in
dem eine Zusammenarbeit für beide Seiten sinnvoll ist. Mit anderen Worten: Wenn die Höhe des Gebots stimmt, bedienen
sich Reseller wie Yield Optimizer schon heute aktiv aus unserem
Inventarpool.
Anz_OStar_280x381_2012_V1.qxd:Anz_OStar_210x297.qxd
23.05.2012
14:21 Uhr
Seite 1
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TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
8
29. Mai 2012
11/12
SERIE: E-COMMERCE-POTENZIALE IN DEN BRIC-LÄNDERN
Brasilien: „Conversa“ ist das A&O
In Brasilien sagen Geschäftsleute ungern Nein. Das sollten
dem Land Geschäfte machen wollen. Und: Bevor es zu
W
enn brasilianische Unternehmer über die
aktuelle wirtschaftliche
Situation in ihrem Land
sprechen, geraten sie ins
Schwärmen: Das durchschnittliche Wirtschaftswachstum liegt jährlich
bei vier Prozent. Die Inflationsrate und das Zinsniveau sind auch während
der Finanzkrise stabil geblieben.
Und die rund 195 Millionen Einwohner des Landes sind im Schnitt 27,4 Jahre
alt. Nur sechs Prozent der Bevölkerung sind
über 65. „Das ist eine einmalige Chance für
unser Land“, sagt José Gallo, Geschäftsführer von Lojas Renner, einem der größten
Textil-Filialisten des Landes.
Außerdem: Diese Bevölkerung hat immer mehr Geld in der eigenen Brieftasche.
Verfügten 2005 noch 92,9 Millionen Brasilianer pro Jahr über weniger als 5.200
US-Dollar Haushaltseinkommen, so sank
dieser Anteil bis zum Jahr 2010 auf 48 Millionen Einwohner. Im Gegenzug stieg die
Zahl der Verbraucher mit einem jährlichen
Haushaltseinkommen zwischen 5.200 und
13.400 US-Dollar von 52,7 auf 101,1 Millionen Einwohner – und die der Topverdiener mit einem Einkommen von über
13.400 US-Dollar nahm von 26,4 Millionen auf 42,2 Millionen zu (siehe Grafik
links unten). Die Arbeitslosigkeit sank auf
magere vier Prozent.
Fünftgrößte Wirtschaftsmacht
Bis zum Jahr 2015 will Brasilien zur fünftgrößten Wirtschaftsmacht der Welt werden. Fortschreitende Industrialisierung,
politische Stabilität und große Rohstoffvorkommen bergen weiteres wirtschaftliches Potenzial. Die Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Sommerspiele 2016 lassen zudem auf mehr
Wachstum hoffen. Kein Wunder, dass sich
Viva Brasil: Brasilien hat
beste ökonomische
Voraussetzungen
deutsche E-Commerce-Unternehmer wissen, wenn sie in
einem Abschluss kommt, wird lange und viel geredet
E-Commerce in den
BRIC-Ländern
In Brasilien, Russland, Indien
und China kommt der OnlineHandel richtig in Schwung.
■ Folge
1: Brasilien
Ausgabe 11/2012
■ Folge
2: Russland
Ausgabe 12/2012
■ Folge
3: Indien
Ausgabe 13/2012
■ Folge
Schlechte Shops, schlechte CRs
4: China
Ausgabe 14/2012
Alle bereits erschienenen Folgen können Sie unter
www.internetworld.de/webcode Webcode 1211008
herunterladen
Foto: Fotolia / Bit24
auch ausländische Investoren immer stärker für das südamerikanische Land interessieren. Die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) sind seit 2005 um über 400
Prozent gestiegen. Unter den vier größten
Investoren nach Ländern liegt auch
Deutschland. „Wenn mit der Welt nichts
Schlimmes passiert, können Sie für die
kommenden zehn Jahre mit Wachstum
rechnen“, so Hanjo Schneider, der als Konzern-Vorstand Services der Otto Group
verantwortlich ist für die Expansion der
Hamburger in den brasilianischen Markt.
78 Millionen Websurfer
Auch die Internet-Penetration in Brasilien
nimmt zu. Lag der Anteil der InternetNutzer 2009 noch bei 33 Prozent, werden
es 2015 bereits 74 Prozent sein. Absolut gesehen heißt das, dass in
Wachstumsimpulse für die Wirtschaft durch
drei Jahren 155 Milliodie immer größer werdende Mittelschicht
nen Brasilianer im Web
Haushaltseinkommen pro Jahr
surfen werden, drei Mal
so viele wie in DeutschEinkommensklasse
2005
2010
A/B > 13.400
US-Dollar
26,4 Mio.
42,4 Mio.
C 5.2200–
13.400 US-Dollar
62,7 Mio.
101,7 Mio.
D/E < 5.200
US-Dollar
92,9 Mio.
48,0 Mio.
setzungen also für den
E-Commerce, so sollte
man meinen. Ein Blick
in weitere Studien und
Statistiken zeigt aller
allerdings: Über das Web
verkauft werden aktuell
vornehmlich Elektronikartikel. Hier flossen 2011 immerhin bereits knapp 4,3 Milliarden Euro. Der Online-Handel für Kleidung jedoch ist mit Umsätzen in Höhe von
323,1 Millionen US-Dollar noch deutlich
unterrepräsentiert.
land. Die Brasilianer verbringen zudem
auch mehr Zeit im Web als die Deutschen.
Laut Comscore World Metrix surfen sie
im Schnitt rund 26,6 Stunden pro Monat
im Internet. In Deutschland beträgt der
Schnitt nur 22,3 Stunden. Der Web-Handel aber steckt in Brasilien noch in den
Kinderschuhen: Lediglich 9,5 Milliarden
US-Dollar gaben die Brasilianer laut Euromonitor 2011 im Web aus. In Deutschland waren es – bei geringerer Anzahl an
Internet-Nutzern – 24 Milliarden Euro.
Doch das soll sich jetzt ändern: „Die
Brasilianer sind mit den neuen Vertriebswegen aufgewachsen, sie haben gesehen,
wie wohlhabendere Leute das Internet
nutzten, und wollen das jetzt, wo sie über
mehr Geld verfügen, auch machen“, weiß
Alexander Killian, der schon als Jugendlicher einige Jahre bis zum Abitur in Brasilien verbrachte und für den LoyaltyProgramm-Anbieter Bonusbox jetzt die
brasilianische Filiale aufbauen soll. Darüber hinaus seien brasilianische Verbraucher sehr konsumorientiert. Beste Voraus-
„Bisher glaubten die Textilhändler in Brasilien, Mode über das Web zu verkaufen,
sei schwierig, weil die Verbraucher sich
lieber in den Geschäften vor Ort ein Bild
von der Qualität der Ware machen wollen“, sagt Otto-Vorstand Schneider. Zwar
testeten brasilianische Textil-Platzhirsche
wie Lojas Renner, Lojas Riachuelo, Marisa
oder Zara Brasil den Web-Modehandel
seit rund eineinhalb Jahren zaghaft aus –
mit durchaus guten Wachstumsraten, wie
Lojas-Renner-Chef José Gallo sagt. Doch
unter der Hand ist von Experten zu vernehmen: Wirklich gekonnt und professionell wirken diese Auftritte noch nicht. „Im
Schnitt haben Webshops in Brasilien eine
Konversionsrate von ein bis zwei Prozent,
in den USA und Deutschland liegen wir
bei rund vier Prozent“, berichtet Kilian.
Dafür würden die Warenkörbe mit durchschnittlich 350 Real (133 Euro) aber deutlich höher liegen als hierzulande.
Dass das Problem eher in der mangelhaften Qualität der Shops als im zögerlichen Online-Kaufverhalten der Brasilianer zu suchen sei, zeige die Tatsache, dass
Newcomer wie etwa der Rocket-InternetModeshop Dafiti aus dem Stand heraus
deutlich höhere Konversionsraten erzielen würden. Auch in Sachen Multichannel-Services sind die großen Textilketten
bislang noch nicht bewandert: Wer bei einem Rundgang durch einen Lojas-Renner-Store in einem modernen Einkaufszentrum den Hinweis auf den seit eineinhalb
Jahren bestehenden Webshop sucht, der
sucht vergeblich. Dafür stechen einem
Nicht-Brasilianer beim Bummel durch
Die Anzahl der Geringverdiener mit einem Jahreshaushaltseinkommen
von unter 5.200 US-Dollar hat sich seit 2005 deutlich verringert
© INTERNET WORLD Business 11/12
Quelle: Otto Group, Stand: April 2012
Verbesserungsfähiges Shop-Design: Brasiliens Webshops haben nicht ohne Grund nur Konversionsraten von einem Prozent.
Selbst die größten Shops erinnern im Design an die Anfänge des E-Commerce in Deutschland vor der Jahrtausendwende
11/12
TRENDS & STRATEGIEN
29. Mai 2012
vice. Als Beispiel, wie es besser geht,
nennt der Experte den brasilianischen Diapers-Klon Baby.com.br.
„Die haben gleich alles richtig gemacht, einen guten Shop aufgesetzt
und einen guten Logistikexperten
von Walmart eingestellt“, so Kilian.
Do-it-yourself-Logistik
Der ist auch nötig: Wer in Sachen
Logistik punkten will, kann bislang
vor Ort kaum auf etablierte Dienstleister zurückgreifen. „Das muss
man selber machen“, sagt Kilian.
Das mag der Grund sein, warum
Dafiti: Der brasilianische Zalando-Ableger aus dem
Otto sich als Joint-Venture-Partner
Hause Rocket Internet sticht mit seinem Design heraus für sein E-Commerce-Engagement den Katalogversender Postden Laden die eigentümlichen Preisschil- haus auserwählte. Das Unternehmen beder der Waren ins Auge. Dort ist nicht ein treibt bereits ein funktionierendes LogisPreis zu finden, sondern Angaben wie „3 x tikzentrum in Blumenau und verspricht,
4 BRL“. „Brasilianer kaufen gerne in Raten“, zumindest den Süden des Landes innersagt Jan Zadrozny, Chef des Katalogversen- halb von zwei bis drei Tagen zu beliefern.
ders Posthaus, schmunzelnd. Der Betrag Doch weitere Hoffnung naht ausgerechwerde in der Regel in einigen Monatsraten net in Form von Amazon, das vor Kurzem
von der Kreditkarte abgezogen oder die selbst die Brasilien-Expansion angekünKunden kämen einige Male in den
Laden, um die Ware in Raten bar zu
bezahlen. Das hat auch Auswirkungen auf die Webshops. Wichtigste
Zahlungsmittel sind Ratenzahlung
oder sogenannte Boleta. Das sind
ausgefüllte Bankzahlungsbelege,
die nach dem Online-Kauf in Echtzeit erstellt werden. Der Kunde
druckt die Boleta aus und muss die
Ware innerhalb von drei Tagen entweder bei einem teilnehmenden
Kiosk in bar oder per Online Banking bezahlen. Gut für die Händler:
Nach erfolgter Einzahlung ist ein
Zahlungsausfall nicht mehr möglich. Das beliebteste brasilianische
Zahlungsmittel bei den Verbrauchern ist somit auch ein Liebling Netshoes ist der größte Sportartikelversender. Doch
der Händler.
Brasilianer lieben Sport. Deswegen ist Platz für mehr
Großes Potenzial für Newcomer,
die Leistungen der 50 größten Marktplay- digt hat und dem Vernehmen nach aktuer, die aktuell rund 87 Prozent des brasili- ell im Land Logistikzentren aufbaut. Für
anischen E-Commerce-Markts beherr- seinen Dienst „Fulfillment by Amazon“
schen, zu übertreffen, gibt es auch in Sa- bestünde in Brasilien ein riesiges Potenchen Logistik. „Das mangelnde Vertrauen, zial, sind Experten überzeugt. Um Seriodass die bestellte Ware sicher ankommt, ist sität zu signalisieren, können brasilianiaktuell sicher die größte Bremse für die sche Webshops ähnlich wie in Deutschweitere E-Commerce-Entwicklung“, sagt land auch mit Gütesiegeln hausieren geKilian. Bislang böten hier auch die nam- hen. Zu den wichtigsten Anbietern zähhaften Shop-Betreiber katastrophalen Ser- len Ebit.com.br und Siteblindado.com.
lindado.com.
Für Elektronikgeräte wird zurzeit das meiste Geld im Web ausgegeben
Consumer Electronics
2010 (Umsatz in
Mio. US-Dollar)
2011 (Umsatz in
Mio. US-Dollar)
Veränderung
in Prozent
3.602,9
4.282,7
+18,9
Medienprodukte
930,4
1.063,3
+14,3
Haushaltsgeräte
591,7
716,0
+21,0
Pflege & Beauty
329,2
463,3
+40,8
Lebensmittel & Getränke
249,4
285,4
+14,5
Kleidung
233,1
323,1
+38,7
Spielwaren
138,7
169,3
+22,1
Einrichtung und Möbel
63,0
68,3
+9,2
Baumarkt- und Gartenbedarf
37,0
40,5
+10,9
Gesundheitsprodukte
29,0
34,5
+19,4
12,2
14,0
+13,8
1.735,4
2.069,4
+19,2
9.529,8
+19,9
Hauspflege
Sonstiges
Gesamt
© INTERNET WORLD Business 11/12
7.952
Quelle: Euromonitor: „Retailing in Brazil“, Stand: April 2012
9
Neben der Logistik ist auch
das brasilianische Steuerrecht
Die größten brasilianischen Webshops*
ein Grund dafür, warum der
Otto-Service-Vorstand Hanjo
Americanas.com.br
2.900.000 6,2 %
Schneider den Schritt Richtung Brasilien nur an der
Submarino.com.br
2.200.000 4,7 %
Hand eines einheimischen
Netshoes.com.br
1.600.000 3,5 %
Partners gehen wollte. „Das
ist ein riesen Dschungel“, bePontofrio.com.br
1.300.000 2,9 %
stätigt auch Alexander Kilian
von Bonusbox. Das fange
Magazineluiza.com.br
1.200.000 2,7 %
schon bei der UnternehmensExtra.com.br
1.200.000 2,6 %
form an. „Sie können Steuern
auf Umsatz oder Profit zahlen
Comprafacil.com.br
1.200.000 2,4 %
und müssen vorher genau
kalkulieren, womit Sie günstiCasasbahia.com.br 1.100.000 2,4 %
Unique Visitors
ger fahren. Darüber hinaus
hat jedes Land eine andere
Reichweite
Walmart.com.br 910.000 2,0 %
Besteuerung für Produkte,
Livrariasaraiva.com.br 900.000 2,0 %
sodass es passieren kann, dass
eine Sendung, die von Florianapolis nach Manaus geAmericanas.com.br, ein Webshop für Elektronikartikel, hat mit
schickt wird, gar nicht anAbstand die meisten monatlichen Unique Visitors
kommt“, so der Experte.
* laut Alexa
Quelle: E-CommerceBrasil.org, Stand: Januar 2011
Die Shop-Betreiber sollten
© INTERNET WORLD Business 11/12
außerdem nicht damit kalkulieren, Waren aus Deutschland einfach auch in Brasilien verkaufen dann gab es immer wieder Verzögerunzu können. Da die brasilianische Regie- gen. Letztendlich war auch die persönlirung ihren Heimatmarkt schützen will, che Sympathie zwischen Otto-Vorstand
müssen für Warenimporte hohe Import- Hanjo Schneider und Posthaus-Chef Jan
zölle von 45 Prozent bezahlt werden. Hier Zadrozny ein Grund dafür, dass die Verist es oft lohnender, mit brasilianischen träge doch von beiden Seiten unterschrieMarken zu kooperieren. Doch solche Ge- ben wurden.
spräche brauchen in Brasilien Zeit, wissen
Schwierige Mitarbeitersuche
Hanjo Schneider von Otto und auch Alexander Kilian. „Der Prozess vom Erstkon- Schlussendlich besteht noch eine große
takt bis zum Geschäftsabschluss ist lang- Herausforderung darin, in Brasilien gute
wierig“, berichtet Kilian. „Man sagt in Bra- E-Commerce-Experten zu finden. Hier
silien generell nie Nein; man spricht, dann sollten sich Shop-Betreiber am besten in
herrscht erst einmal Funkstille, dann den E-Commerce-Hochburgen im Süden
spricht man wieder, geht essen, baut eine des Landes, Sao Paulo, Paraná und Santa
persönliche Beziehung auf. In Brasilien Catarina ansiedeln. „Im Süden wurde sehr
sagt man dazu ‚conversa‘. Das ist enorm viel in Universitäten investiert“, erläutert
wichtig“, erklärt er. Eine weitere Barriere Alexander Kilian. Daher seien gute Leute
sei, dass viele Brasilianer nur wenig Eng- vor allem dort zu finden. Aber: „Qualifilisch sprechen – und viele Deutsche kaum zierte Mitarbeiter sind aufgrund der hohen
Portugiesisch. Auch bei der Otto Group Lebenshaltungskosten richtig teuer“, weiß
war eine langwierige ‚conversa‘ die Voraus- der Brasilien-Kenner. Kilian rät dazu, über
setzung für das Joint Venture mit Post- Networking zu versuchen, Mitarbeiter
haus. Der Deal sollte ursprünglich schon außerhalb von Sao Paulo zu finden. Dort
im Sommer 2011 verkündet werden, doch seien die Gehälter deutlich niedriger.
Für sein eigenes Unternehmen Bonusbox sieht Kilian für die kommenden Jahre
gute Voraussetzungen. Brasilianer lieben
Facebook und sie sind wild auf Coupo
Couponing. Besser könnte es nicht sein. dz ■
Brasiliens E-Commerce-Markt: Entwicklung nach Kategorien
Produktsegment
Internet World BUSINESS
Im Süden Brasiliens
sammelt sich die
E-Commerce-Branche.
Der Versand nach
Manaus dauert 12 Tage
TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
10
29. Mai 2012
11/12
EINZEL- UND VERSANDHANDEL
Online – aber richtig
Das Jammern im Handel ist groß, die ersten Folgen eines späten oder nur halbherzigen Einstiegs ins Web werden sichtbar.
Und wer sich jetzt nicht mit Online und neuen Kundenwünschen beschäftigt, wird in Zukunft noch mehr verlieren
atlosigkeit macht sich breit: Der Buchhändler Thalia verzeichnet sinkende
Erlöse und will das Sortiment um Spiele
und Schreibwaren erweitern. Neckermann
schreibt rote Zahlen, wird auf den Katalog
verzichten und sich auf Elektronik spezialisieren. Und auch zu Media Markt kommen weniger Kunden, weil sie Mixer, DVDPlayer oder Computer online bestellen.
Der Versand- und Einzelhandel ringt
mit dem Web. Jahre nach dem E-Commerce-Start hat er noch keine Strategie gegen die Konkurrenz durch reine Online
Shops oder Ideen für den digitalen Vertrieb
gefunden. „Patentlösungen gibt es nicht,
aber Ideen“, erklärt Sebastian Deppe von
der BBE Handelsberatung. „Zuwächse im
E-Commerce und die Digitalisierung –
jetzt zeigen sich die ersten Konsequenzen
aus einem verspäteten Einstieg. Versender
kommen unter Druck, ihr Geschäft wird
online immer mehr ersetzt.“
Selbst Unternehmen wie Otto, seit Jahrzehnten online aktiv, wissen sich nicht zu
helfen: Während die Handelssparte – Filialen, Kataloge und Online – im letzten Geschäftsjahr bei knapp zehn Milliarden Euro
stagnierte, wuchs der E-Commerce um
gut neun Prozent. Online Shops gleichen
die Verluste anderer Bereiche aus. Zwar
verdient Otto auch an Finanz- oder mit
Logistikservices, doch lange geht diese
Kalkulation nicht mehr auf. Otto hat Restrukturierungen angekündigt, will die
Foto: Fotolia / Picture-Factory
R
Online gehört für Kunden dazu: Händler können das Internet nicht länger ignorieren
ein evolutionärer Prozess.“ Dennoch wage
Otto Neues, erlaube sich dabei Fehler.
Experimentieren reicht nicht mehr aus.
„Der Handel hätte sich längst dem Internet öffnen müssen“, moniert Jochen Klüppel, Partner der Beteiligungsgesellschaft
Grazia Equity, die neue Handelskonzepte
finanziert. Dass es vorwiegend Start-ups
sind, die online Erfolge erzielen, liegt laut
Berater Deppe daran, dass „viele Händler
nur die Bedrohung sehen und sich viel zu
selten strategisch mit dem Internet beschäftigen.“
Ähnliche
Gründe führt Norbert
„Händler sehen die Bedrohung,
Koesling, Handelsexperte
bei Verdi, an: „Online
beschäftigen sich aber viel zu
war bei Versendern und
wenig mit dem Internet.“
Händlern bisher Nebenvertriebsweg und wurde
SEBASTIAN DEPPE
nicht mit voller Kraft beBBE Handelsberatung, München
trieben“, meint er, betont
aber auch: „Es ist schweMarken Otto, Schwab und Baur verzahnen rer und zeitaufwendiger, alte Strukturen
und neue Kunden gewinnen. „Wir irren zu verändern als neue aufzubauen.“
Wollen Händler weiterhin ihre Kunden
uns empor“, beschreibt Rainer Hillebrand,
Vorstand für E-Commerce, die Online- bedienen und unter Internet-affinen ZielStrategie: „Bei einer Kundenbasis von un- gruppen neue Käufer gewinnen, werden
serer Größe ist der Weg Richtung Online sie sich wandeln müssen. Nahezu 90 Pro-
zent der Verbraucher in Deutschland surfen. Als Informationsquelle verlieren Kataloge, Postwurfsendungen und Werbung
an Bedeutung, Kunden
suchen jetzt in Shops,
Suchmaschinen oder Social Media. Kaum nachvollziehbar, aber Alltag:
Selbst für Produkte, die
wenig kosten, werden
laut einer Umfrage von
KPMG Preise online verglichen: „Ein geschlossenes Katalogsystem, in dem Kunden keine
Angebote vergleichen, ist nicht mehr möglich“, erklärt Stefan Mues, Geschäftsführer
der Beratung Elaboratum. Und: „Inzwischen kann jeder am Regal mit einem
Smartphone prüfen, ob er online einen anderen Anbieter oder Preis für eine Ware
findet.“ Zur Preistransparenz addieren
sich die größere Auswahl – im Vergleich
mit einem Schuhladen führt Zalando das
Wo Kunden sich über Waren informieren
Handel ges.
400.000
58 %
33%
Katalog
32 %
Suchmaschine
20%
andere Online Shops
Versand ges.
9%
Werbung
5%
Post-Werbung
Mobile
3%
Social Media
3%
© INTERNET WORLD Business 11/12
404.600
409.100
2007
2008
Versand online
404.700
414.400
420.600
396.400
2009
2010
2011
2012*
34.000
35.000
27.600
28.600
29.100
25.300
18.300
20.000
Das Internet ist die Informationsquelle
Nummer eins bei Verbrauchern. 58 Prozent
schauen im Online Shop, jeder Dritte sucht
Hinweise in Suchmaschinen. In Katalogen
blättern insgesamt 44 Prozent der Käufer
Quelle: BVH
15.000
10.000
10.900
2007
36.500
30.300
25.000
11 %
anderer Katalog
„In der Wertschöpfungskette des Handels
sind Online und Offline kaum mehr zu
trennen.“ Die Händler bestehen dennoch
auf dem Unterschied – weil sie das Internet und seine Möglichkeiten nicht verstehen, auch weil sie mit unterschiedlichen
Kostenstrukturen konfrontiert werden.
Das zeigt ein Vergleich von Elaboratum
aus dem Sportartikelhandel: Während in
der Filiale vor allem Personal und Miete zu
40.000
30.000
14 %
Newsletter/E-Mail
STEFAN MUES
Geschäftsführer Elaboratum, München
Umsatzverschiebung im Handel:
350.000
Website
„Händler müssen online
sichtbar werden und ähnliche
Services wie Webshops bieten.“
Online wächst und wächst und wächst
450.000
Als Erstes wird Online gesucht – und das an verschiedenen Plätzen
Fünf- bis Zehnfache an Produkten – und
der Service: Waren können rund um die
Uhr bestellt werden, werden nach Hause
gebracht und sind meist billiger. Dagegen
kann der Einzelhandel nur schwer kontern.
Aber: „Nicht nur der Preis ist wichtig, auch
Werte wie Vertrauen oder Liefergeschwindigkeit zählen“, erklärt Mues. „Geschwindigkeit schlägt den Preis.“ Gutes Beispiel
dafür: Amazon. In Preisvergleichen taucht
der Online-Händler nie oben, sondern im
Mittelfeld auf. Trotzdem gewinnt Amazon
Kunden. Besteller trauen dem Anbieter
guten Service zu. Einzelhändler müssen
folglich im Internet nicht zum Billigheimer
mutieren; in Sachen Liefergeschwindigkeit
könnten sie den Onlinern gar Paroli bieten:
Sie haben Ware vor Ort parat und könnten
in kurzer Zeit liefern. Kunden schätzen
zudem die Beratung im Laden.
Trotz dieser Stärken scheitern erfahrene
Einzel- und Versandhändler online. „Kunden wechseln heute wild zwischen Online
und Offline hin und her, sie kaufen mal im
Internet, mal im Laden“, erläutert Deppe.
13.400
2008
21.700
15.500
2009
2010
2011
2012*
Der Online-Versand legte in den letzten Jahren schnell zu und soll in diesem Jahr 25,3 Milliarden Euro oder
69 Prozent erreichen. Am gesamten Einzelhandelsvolumen gemessen wären das dennoch nur sechs Prozent
© INTERNET WORLD Business 11/12
Quelle: HDE, BVH; * Schätzung; Angaben in 1.000 €
11/12
TRENDS & STRATEGIEN
29. Mai 2012
Buche schlagen, ist im Webshop der Aufwand für Werbung, Logistik und IT-Kosten hoch (siehe Grafik unten rechts).
Vertriebswege unabhängig vom Aufwand und gemeinsam zu betrachten, öffnet den Blick für Kundenwünsche. So lassen sich Liefer- und Vertriebskanäle effizienter verknüpfen und eigenständige Service-Ideen entwickeln. „E-Commerce ist
gar nicht so digital“, macht Investor Klüppel Mut. „70 Prozent der Kenntnisse kommen aus dem traditionellen Geschäft, 30
Prozent resultieren aus Online Marketing
und dem Aufbau einer konvertierungsstarken Internet-Präsenz.“ Ungewohnt,
aber Voraussetzung, um online mitzuspielen, ist der Umgang mit Suchmaschinen,
Affiliate-Netzen, Preisvergleichen oder
Communitys. „Händler müssen sichtbar
werden im Internet und bei den Produktrecherchen“, sagt Mues. „Man
braucht nicht unbedingt einen eigenen Shop oder E-Commerce,
sondern digitale Sichtbarkeit und
Services, die Online nachbilden.“
Eine Nennung in Suchlisten ist mit
Suchmaschinenmarketing zu bewerkstelligen oder mit Einträgen
in Google Maps und Empfehlungs-Sites. Dienstleister wie Gaxsys sorgen dafür, dass Einzelhändler bei
Bestellungen im Webshop eines Herstellers als potenzielle Lieferanten auftauchen.
Start-ups wie Shutl wiederum versam-
verändert, können sie reagieren“, erklärt
Mues. „Ein Haus auf E-Commerce zu drehen, ist aber ein langwieriger Prozess.“
Gewerkschafter Koesling sieht
Otto trotz schlechter Zahlen auf
„Der Verzicht auf Gewinne ist
einem guten Weg: Von der Verzahnung der Systeme bei Baur,
eine Strategie, um schnell
Schwab und Otto werden rund
Marktanteile zu erobern.“
4.000 Stellen „betroffen, aber nicht
alle von Kündigungen gefährdet
JOCHEN KLÜPPEL
sein“, meint er und verweist auf
Partner Grazia Equity, Stuttgart
frühere Restrukturierungen bei
diesen Töchtern. „Hinter Neckerliefern und Tempo aufzunehmen. Aber mann steht ein US-Investor, der Rendite
diese Möglichkeiten müssen Händler ken- sehen will“, so Koesling, „da wird hart vernen: „Wissen Händler, was im Internet los und kompromisslos gehandelt.“ 1.350
ist und wie das Netz Geschäftsmodelle Menschen bangen um ihre Existenz. vs ■
Sinkender Stern
Wann lohnt sich eine Preisrecherche?
Umsätze bei Ottos Universalkatalogen in 1.000 €
Immer
43%
Bis Warenwert 250 €
2%
Bis Warenwert 100 €
3%
Bis 50 €
Unterschiedliche Kostenverteilung
2008/2009
2011/2012
2069
1667
6%
Bis 25 €
616
Betriebsergebnis 8 %
IT, Beratung,
Sonstiges 6 %
IT, Beratung,
sonstiges 9 %
Miete
Miete 1,5 %
726
15,5 %
Schwab
Personal
5%
Wareneinsatz
454 503
18 %
Otto
Betriebsergebnis 10 %
Personal
963 929
13 %
Wohin die Einnahmen in der Filiale (links) und im Webshop (rechts) fließen
17,5 %
14 %
Bis 10 €
Bis 5 €
2103
Online-/OfflineWerbung 5 %
Baur
56 %
Online-/
OfflineWerbung
Wareneinsatz
60 %
10 %
Lieferkosten
6,5 %
45 Prozent der Verbraucher vergleichen online
die Preise von Waren, die bis 25 Euro kosten
Die Umsätze der Katalogversender stagnieren seit Jahren
und sinken – trotz Web-Angebot. Gesucht sind neue Kunden
Der Vergleich zeigt: In der Filiale fließen 33 Prozent vom Umsatz in Personal und Miete, im
Webshop 16,5 Prozent in Logistik und Werbung. (Schätzungen für mittelgroßen Sporthandel)
© INTERNET WORLD Business 11/12
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Quelle: KPMG
11
meln auf ihrer Plattform Kurier- und Speditionsdienste und bieten Händlern so
viele Chancen, Waren im Stundentakt zu
Volkssport Preisvergleich
2003/2004
Internet World BUSINESS
Quelle: Otto
Quelle: Elaboratum. Basis: 100 Prozent Umsatz
SEMSEO 2012
Search Engine Marketing | Search Engine Optimization
15. Juni 2012 · HCC Hannover
Lernen von den Besten: SEM- und SEO-Profis im Austausch
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Online-Code: SEMSEO_IWB
auf der Anmeldeseite
12
MARKETING & WERBUNG
Internet World BUSINESS
Werbung auf Kindle Fire
MAMMUT
Virtuelles Klettererlebnis
Zum 150-jährigen Firmenjubiläum bieten
die Schweizer Outdoor-Ausrüster von
Mammut ihren Fans etwas ganz Spezielles.
Für die Aktion „Biggest Peaks Project“ ent-
Im Biggest Peaks Project besteigen
150 Teams in einem Jahr 150 Berge
wickelte die Wiesbadener Kreativagentur
Scholz & Volkmer ein interaktives Banner
Game. User können darin eine virtuelle
Wand erklimmen und Bekleidung aus der
Mammut-Kollektion gewinnen. In einem
direkten Wettbewerb treten die Fans zudem gegen ihre Freunde auf Facebook an.
Beworben wird die Aktion crossmedial auf
allen Kanälen. sg
Beim Neptun Award gewinnen vor allem Autobauer, allen voran der VW Up
M
it gleich zwei Siegen ist der VW Up len Up möglichst kreativ in eine Parklücke Wie gut, dass sich da auf Rang drei noch
vom diesjährigen Neptun Award bugsieren sollten. Über den besten Ein- Adidas (siehe nächste Seite) und seine
nach Hause gefahren. Der Kleinstwagen parkversuch entschied die Community, Agentur Heimat geschoben haben, denn
aus dem Hause Volkswagen holte sich zu- unter den Teilnehmern mit den meisten mit dem Audi Q3 lag auf Rang vier schon
sammen mit seiner Agentur Grabarz & Stimmen wurde ebenfalls ein Up verlost.
wieder ein Mitglied aus der VolkswagenPartner den „Neptun
Familie.
Award“ sowie den PubDer Neptun Award wird
likumspreis „Neptun
seit sieben Jahren von der
Grand Prix“ und war
Grabarz & Partner WerbeInitiative Hamburg@work
damit erfolgreichster
ausgerichtet und zeichnet
agentur | „Volkswagen up!“
Teilnehmer.
Gemäß
die besten crossmediadem Slogan „Klein ist
len Werbekampagnen
groß“ mussten bei der
aus. „44 extrem hochKampagne allerlei „hiswertige Einreichungen
torische Größen“ herzeigen, dass die Einzighalten. Im Spot waren
artigkeit des Awards
Dinosaurier und die
sowohl bei Agenturen
Flintstones zu sehen,
Kempertrautmann | „Quicar –
und Kunden als auch
die ersten PCs und die
dem Nachwuchs verDie Volks-Kampagne“
ersten Handys: alles
standen wird. Eine verganz Große, aber alle
zahnte und entspreauch Relikte vergangechend exzellent exener Zeiten. Begleitet
kutierte crossmediale
Kempertrautmann | „Audi
wurde der TV-Spot von
Idee ist und bleibt die KöQ3 – Entwickelt aus neuen
Plakaten, 13 Print-Monigsdisziplin der KommuAnsprüchen“
tiven und natürlich viel
nikation“, zieht VeranstalOnline: Auf der Website
ter Uwe Jens Neumann
(vom zweiten VWvon Hamburg@work ein
Stammbetreuer DDB
zufriedenes Resumée. InsTribal) des Up können
gesamt haben in diesem
die User ihr Bild in einen
Jahr rund 45 Prozent
von Tausenden Luftbalmehr Agenturen als im
Heimat Werbeagentur |
lons hochladen. Bei
letzten Jahr ihre Arbeiten
„Adidas – Das Angesicht
20.000 hochgeladenen
eingereicht. Vom Jurydes Marathons“
Fotos machte das Auto
Vorsitzenden
Michael
seinem Namen alle Ehre
Trautmann
(Kemperund hob ab. Alle Teiltrautmann) gab es Lob:
nehmer wurden nach dem Ende der Aktion Rang zwei beim Crossmedia Award ging „Die Qualität der Einreichungen und die
zu einem Abschluss-Event nach Berlin ebenfalls an Volkswagen und zwar an die Zusammensetzung der Jury zeigen, dass
eingeladen, auf dem ein Up verlost wurde. Quicar-Kampagne für das gleichnamige der Neptun Award als einziger reinrassiParallel dazu startete auf Facebook ein Ge- Carsharing-Modell des Autobauers aus ger Crossmedia Award auf einem sehr gu■
winnspiel, bei dem die Fans einen virtuel- Wolfsburg (Agentur: Kempertrautmann). ten Weg ist.“ häb
Ausschreibung läuft
MICROSOFT ADVERTISING
Mit Nugg Ad als Partner
Microsoft Advertising, Vermarkter für alle
digitalen Angebote von Microsoft, erweitert das Portfolio durch seine Zusammenarbeit mit der Targeting-Platttform Nugg
Ad. Neu im Targeting-Angebot ist nun das
„Predictive Behavioral Targeting“. Diese
Lösung soll Werbungtreibenden helfen,
ihre Zielgruppe noch genauer anzusprechen. Dafür werden Cookies vom NuggAd-Netzwerk im Browser des Nutzers gesetzt. So können Informationen über die
Internet-Gewohnheiten gewonnen und
Vorhersagen (Predictions) über die Interessen und die Surf-Gewohnheiten von anderen Nutzern erstellt werden. sg
Anzeige
11/12
Grabarz räumt „up“
AMAZON
Das meistverkaufte Produkt bei Amazon in
den USA soll für den Internet-Riesen bald
noch lukrativer werden: Nach Angaben
von „Ad Age“ will Amazon das umsatzträchtige Kindle Fire auch für Werbungtreibende
zugänglich machen. Diese sollen dann für
600.000 US-Dollar Anzeigen auf dem Startscreen des E-Book-Tablets schalten können –
eine Anzeige auf dem Tablet würde Ad
Age zufolge zwei Monate laufen. Unklar ist
noch, ob die Werbung nur auf demnächst
verkauften Readern zu sehen sein wird
oder auch bei Usern eingeblendet werden
wird, die bereits einen Kindle Fire besitzen.
Es gibt bereits E-Book-Reader auf Amazon,
wie den Kindle Special Offers, die durch
Integration von Werbung im Verkauf günstiger sind. sg
29. Mai 2012
Interactive
lässt Federn
Der DMMA OnlineStar 2012 geht mit neun Kategorien an den Start
U
nter Druck entstehen
Sterne“, lautet das
Motto des DMMA
OnlineStar 2012. Noch
bis zum 23. Juli können
Agenturen aus Deutschland, Österreich und der
Schweiz ihre kreativsten digitalen Kampagnen einreichen. Zur Auswahl stehen in
diesem Jahr folgende neun Kategorien:
■ Digital Advertising
■ Website
■ Microsite
■ Digital Commerce
■ Bewegtbild im Web
■ Mobile
■ Social Media
■ Crossmedia digital
■ Non Profit
Um neben den Branchengrößen auch kleinen und mittleren Agenturen die Teilnahme zu ermöglichen, wurden die Einreichungsmodalitäten angeglichen und die
Bewertungskriterien zugunsten höherer
N
Transparenz neu definiert. „Der DMMA
OnlineStar zählt für die deutschen Digitalagenturen zu den wichtigsten Awards.
Und die stetig wachsende Zahl an Einreichungen spiegelt eindrucksvoll die Kreativität unserer Branche wider“, so Ulrich
Kramer, Vizepräsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft, der sich auf
zahlreiche kreative Spitzengewächse freut.
Veranstalter des Kreativpreises sind neben dem BVDW, die MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg sowie die Verlagsgruppe Ebner
Ulm, in der auch die INTERNET WORLD
Business erscheint. Die Preisverleihung
findet am 18. Oktober 2012 in Berlin statt.
Detaillierte Informationen im Netz unter
■
www.dmma-onlinestar.de. häb
euer Platzhirsch im Vermarkter-Ranking der aktuellen Internet Facts
2012-02 ist Tomorrow Focus. Die BurdaTochter erreichte im Februar 29,70 Millionen Nutzer, der Telekom-Ableger Interactive Media 29,15 Millionen und damit 1,4
Millionen weniger als im Vormonat. Der
Grund hierfür ist T-Online. Das Portal
bleibt zwar weiterhin stärkstes Angebot in
der Markt-Media-Studie der Agof (Arbeitsgemeinschaft Online Forschung),
verzeichnete aber einen Reichweitenrückgang von etwa einer Miilion auf 24,7 Millionen User. So viel Federn lassen musste
kein anderes Angebot, obwohl der kurze
Februar bei fast allen Vermarktern zu
Rückgängen führte. Dank guter Performance von My Video (plus 1,5 Millionen
User auf fast 8,9 Millionen) kommt Sevenone Media auf 25,71 Millionen User und
schiebt sich vor IP Deutschland (25,61)
auf Rang fünf. Rang drei belegt United
Internet Media (27,3), Rang vier Axel
■
Springer Media Impact (26,14). häb
11/12
MARKETING & WERBUNG
29. Mai 2012
Internet World BUSINESS
13
ADC WETTBEWERB 2012
Kreativität im Fokus
Das Rennen um die Gold-, Silber- und Bronze-Nägel ist beendet. Großer Sieger ist ein virtuelles Ökosystem
D
ie Gewinner stehen fest: Beim diesjährigen Wettbewerb des Art Directors Club für Deutschland (ADC) wurden
zum 48. Mal die besten Kreativarbeiten
des vergangenen Jahres ausgezeichnet.
Während im letzten Jahr Jung von
Matt glänzte, lautete der große Name
in diesem Jahr „Heimat“. Die Agentur
präsentierte mit dem digitalen Ökosystem „The CNN Ecosphere“ die erfolgreichste Arbeit beim Wettbewerb
und gewann damit auch den diesjährigen Grand Prix.
Neben Heimat mit insgesamt fünf
Gold-Auszeichnungen waren Jung von
Matt und Serviceplan mit je drei Gold-Nägeln die erfolgreichsten Gold-Agenturen
(siehe Kasten unten).
Digitale Medien müssen aufholen
Die digitale Kommunikation musste in
diesem Jahr mit wenig Gold Vorlieb
nehmen: In den acht Subkategorien der
Sparte „Digitale Medien“ (Websites,
Microsites, Social Media, Mobile, OnlineWerbemaßnahmen, Viral, Digitale Medienformate im Raum und Digitale Kampagnen) gab es keine Goldnägel-Gewinner.
Verliehen wurde dort viermal Silber und
sechsmal Bronze. Bei „Digitale Medien
Craft“ und den Unterbereichen Motiondesign, Interface/Navigation, Innovative
Technologien und Sounddesign gab es nur
einmal den begehrten Gold-Nagel für das
„Ecosphere“-Projekt, ansonsten dreimal
Silber und zweimal Bronze.
Zwei der sechs Bronze-Gewinner der
Kategorie „Digitale Medien“ konnten vor
allem mit der innovativen Umsetzung
ihrer Kampagne punkten: Mit ihrem interaktiven Burger-Konfigurator gewann
die Agentur Razorfish bereits im April
beim New Media Award eine Silber- und
eine Bronze-Medaille. Die „Mein Burger“Kampagne für McDonald’s überzeugte
aber auch beim diesjährigen ADC und
gewann in der Kategorie „Digitale Kampagne“ Bronze. Und für die gelungene
digitale Kampagne „Astra bleibt analog“
für Astra Urtyp zeichnete die Jury die
Agentur Philipp und Keuntje ebenfalls mit
Bronze aus: Mit bekannt provokanten Slogans wird hier gegen den „Web-Wahnsinn“ in der Gesellschaft aufbegehrt.
Doch trotz überzeugender Gewinnerarbeiten steht die Zahl der eingereichten Arbeiten in der Sparte „Digitale Medien“ in
einem Missverhältnis zu ihrer Bedeutung.
Der Anteil, den die digitalen Medien beim
ADC einnehmen, spiegelt ihre eigentliche
Relevanz für die Kommunikation und kre
kreative Nutzung noch nicht wieder: Die
meisten Einsendungen kamen 2012, wie
auch schon im vergangenen Jahr, aus
dem Bereich „Klassische Medien“,
gefolgt von den Bereichen „Design“
und
„Dialogmarketing“.
Damit
scheint der ADC als wichtiger Kreativwettbewerb noch stark in seinen ursprünglichen Wurzeln verankert zu
sein. Für den Fachvorstand für Digitale
Medien beim ADC, Jens Schmidt, ist die
digitale Sparte vor allem für den NachNach
wuchs von Bedeutung: „Um für jüngeren
kreativen Nachwuchs als glaubwürdige
Instanz zur Bewertung von Kreation gesegese
hen zu werden, muss der ADC sich in digitalen Medien sehr gut und überzeugend
präsentieren“. Für seinen Fachbereich
wünscht sich Schmidt daher, dass mehr
für die Sichtbarkeit innerhalb der Ausstellung getan wird. Es habe in den letzten
Jahren aber Verbesserungen in der Kategorie Digitale Medien gegeben – beispielsweise für die Mitglieder in der Optimierung der Einreichplattform für den Wettbewerb. Auch künftig seien Änderungen
geplant: „Eine Baustelle, die wir auf jeden
Fall angehen wollen, ist die Darstellung
der Gewinnerarbeiten online. Die Website
ist nicht mehr zeitgemäß“, betont Schmidt.
(siehe Interview rechts)
Der Ansturm auf den ADC 2012 war
wie jedes Jahr groß: Über 8.000 Einzelexponate der Kreativen hatte die Jury zu
■
bewerten. sg
Interview
Jens Schmidt,
Kreativdirektor Moccu,
Fachvorstand Digitale
Medien ADC, Berlin
■ www.moccu.com
„Werbung als Kulturgeber“
Sie sitzen auch beim ADC in New York
in der Jury: Was kann Deutschland
von den USA bei der kreativen Nutzung digitaler Kampagnen lernen?
Schmidt: Deutschland muss vor allem
lernen, sich mehr zu trauen, innovativer zu sein und zum Beispiel auf
Techniken zu setzen, die noch nicht
von allen genutzt werden, wie Augmented Reality. Aufwendige 360°-Tablet-Innenraum-Anwendungen, wie sie
für den Renault Espace entwickelt
wurden, sind echte Pioniertaten. Ich
mache oft die Erfahrung, dass Kunden von neuen Ideen erst einmal begeistert sind, sich dann aber doch von
der Vernunft leiten lassen und auf das
vermeintlich „sichere Pferd“ der klassischen Medien setzen oder digitale
Standardlösungen wählen.
Hinkt Deutschland im internationalen Vergleich immer noch hinterher?
Schmidt: Deutschland ist beim Thema
Kreativität auf einem guten Weg und
hat stark aufgeholt. Skandinavien
liegt nicht mehr so weit vorne wie
noch vor einigen Jahren. Allerdings
ist die kommerzielle Nutzung von
Medien wie Twitter in den USA immer noch stärker. Das liegt daran,
dass in den USA digitale Medien
nahezu gleichberechtigt zu den klassischen sind – das fehlt bei uns noch.
In Deutschland hat Facebook aber
enorm aufgeholt. Für viele Unternehmen ist es der Regelfall, Facebook in
die Kampagne zu integrieren.
Die erfolgreichsten Gold-Agenturen beim ADC 2012
1. Platz: Heimat
2. Platz: Jung von Matt
Drei Agenturen stachen bei der Vergabe der
Gold-Nägel 2012 besonders hervor: Heimat,
Jung von Matt und Serviceplan belegten bei der
Anzahl der gewonnenen Nägel in Gold die ersten drei Plätze, wobei sich Jung von Matt und
Serviceplan den zweiten Platz teilten.
Großer Gewinner des diesjährigen ADC Wettbewerbs war die Agentur Heimat. Den Berlinern
gelang es, sich mit ihrem digitalen Ökosystem
„The CNN Ecosphere“ nicht nur den Grand Prix
zu sichern, sondern auch die erfolgreichste Projekt des Wettbewerbs einzureichen. Das „Ecosphere“-Projekt begleitete den UN-Klimagipfel
COP17 und arbeitet mit einem Echtzeit-TwitterVisualizer. Tweets sorgen dabei für ein 3-D-
Die letztjährigen Grand-Prix-Gewinner konnten mit drei goldenen Nägeln auch in diesem
Jahr glänzen. Gewinnerprojekte:
■ Mercedes-Benz Distronic Plus „Das dritte
Auge” (einen Goldnagel in der Kategorie
Audio/Radio Einzelspot)
■ Mercedes-Benz Distronic Plus „Irgendwo da
draussen“ (einen Goldnagel in der Kategorie Audio/Radio Kampagne)
■ Graubünden Ferien „Obermutten – Ein
Dorf geht um die Welt“ (einen Goldnagel
in der Kategorie Dialogmarketing/Social
Media, Audio/Radio Kampagne)
Wachstum bestimmter Themen-Pflanzen.
Die Ranking-Liste der Gold-Gewinner führt Heimat mit stolzen fünf goldenen Nägeln an – das
bislang beste Ergebnis der Berliner Agentur bei
einem ADC Wettbewerb.
Gewinnerprojekte:
■ Turner Broadcasting System „The CNN Ecosphere“ (je einen Goldnagel in den Kategorien Ganzheitliche Kommunikation, Dialogmarketing/Dialog Digital und Digitale Medien
Craft/Innovative Technologien)
■ Adidas „Im Angesicht des Marathons“ (einen
Goldnagel in der Kategorie Ganzheitliche
Kommunikation)
■ Hornbach Baumarkt „Jede Veränderung
braucht einen Anfang“ (einen Goldnagel in
der Kategorie Film/TV, Kino Einzelspot)
2. Platz: Serviceplan
Hinter Heimat reiht sich wie Jung von Matt
auch die Agentur Serviceplan ein. Neben vier
silbernen und sechs bronzenen Nägeln überzeugten die Projekte der Münchner mit der
gleichen Goldbilanz wie die Konkurrenz.
Gewinnerprojekte:
■ Lego „Builders of Sound“ (einen Goldnagel
in der Kategorie Promotion Mittel)
■ Verband Austria Solar „Der Solar-Jahresbericht“ (je einen Goldnagel in den Kategorien Literatur/Bericht und Dialogmarketing/Dialog Mail)
Fotos: ADC / Picture Alliance / Jan Haas
The CNN Ecosphere war am erfolgreichsten
Für Adidas: „Im Angesicht des Marathons“
Was macht eine exzellente digitale
Kampagne heute aus?
Schmidt: Eine gute digitale Kampagne
muss an den Intellekt des Nutzers appellieren und ein „Mitmachen“ fordern. Es geht nicht nur um das Konsumieren, sondern vielmehr um das
Interagieren, das Hinzufügen und
Verändern. Über eine Kampagne
muss gesprochen werden, Menschen
müssen sich bei Facebook, Twitter
etc. darüber austauschen und es sollte
neben der Interaktion eine Art kulturelle Bereicherung stattfinden. Die
Werbung als eine Art Kulturgeber,
das könnte man als so etwas wie mein
Ideal betrachten. Werbung darf nicht
rein funktional sein und aus reinen
Wiederholungen bestehen, Werbung
muss Spaß machen.
MARKETING & WERBUNG
Internet World BUSINESS
Google unter Druck
COMMISSION JUNCTION
Kundenreise für Advertiser
Das neue Tool „Path to Conversion“ der
Valueclick-Tochter Commission Junction
(CJ) soll Advertisern beim Affiliate Marketing tiefere Einblicke in das Verhalten der
Kunden vor dem Kauf geben. Es soll insbesondere die Suche nach relevanten Publishern erleichtern. Das Tool zeichnet die Publisher-Pfade auf, die zur Konversion führen. Je nach Produkt und Cookie-Laufzeit
werden Daten für einen Zeitraum von bis
zu drei Monaten ausgewertet. Anschließend bereitet Commission Junction die
Ergebnisse in Diagrammen zur Interpretation für die Advertiser auf. fk
Studie beleuchtet die Wichtigkeit von Suchmaschinenoptimierung für Webshops
U
niversal Search, die Rich-Media-Variante der Darstellung von Suchergebnissen bei Google, wird von vielen
E-Commerce-Experten argwöhnisch beobachtet. Ihr Verdacht: Google wandle
sich immer mehr von der unparteiischen
Suchmaschine für Websites zum allmächtigen Vermittler von Leads – oder gar zum
Einkaufsportal, das seine Vormachtstellung schamlos ausnutzt.
Die Ergebnisse einer Studie der Hannoveraner SEO/SEA-Agentur Aufgesang
scheinen diese Befürchtung zu bestätigen: Der über Universal Search vermittelte Traffic für Online Shops hat sich von
2011 bis 2012 halbiert, er beträgt heute
durchschnittlich weniger als zehn Prozent
der insgesamt durch Google vermittelten
Website-Zugriffe. Zugelegt hat hingegen
der Traffic über Adwords-Textanzeigen:
Er stieg von 18 auf 26 Prozent. Unverändert wichtig bleibt die Platzierung im or-
ganischen Suchindex: Zwei von drei Klicks
kommen darüber zustande.
Für die Analyse der Traffic-Quellen
konzentrierte sich Aufgesang-Chef Olaf
Kopp auf die 100 größten Webshops aus
verschiedenen Branchen. Technologische
Unterstützung lieferten die Tool-Anbieter
Sistrix, Searchmetrics und Cemper Link
Research. Untersucht wurden Einflüsse
von SEO, SEA und Social Media.
Traffic-Kanäle branchenabhängig
Die Gewichtung der einzelnen Traffic-Kanäle hängt von der Branche ab, in der ein
Shop aktiv ist. SEO spielt eine überdurchschnittliche Rolle bei Shops in den Bereichen Möbel, Tiernahrung sowie Auto und
Motorrad. Dagegen fällt der SEA-Anteil
am Traffic in den Branchen Spielwaren,
Arzneimittel, Büroausstattung und Heimwerker überdurchschnittlich stark aus,
ebenso bei den Komplettsortimentern.
Google-Traffic für Online Shops
Universal Search ist rückläufig, Adwords nimmt zu
2011
2012
Adwords
18,0 %
Universal Search
PEAK POINT
19,0 %
Erinnerung per Mail
Rückruf per Klick
Der Mobil-Werbevermarkter Sponsormob
hat jetzt ein Modul zur Lead-Generierung
in mobilen Kampagnen vorgestellt. Interessiert sich ein Nutzer für ein Produkt,
kann er mit wenigen Klicks einen Rückruf
zu einem bestimmten Zeitpunkt mit einem
Callcenter vereinbaren. Das ganze Verfahren läuft nach Firmenangaben anonym
ab und soll durch das Double-Opt-inVerfahren zur Bestätigung des Rückrufwunsches sicher vor Missbrauch sein. fk
Anzeige
26,1 %
Organisch
63,0 %
© INTERNET WORLD Business 11/12
Organisch
Universal Search
9,7 %
64,2 %
Quelle: Aufgesang Online Marketing
Tickets per Klick
Kinolo bietet Kinotickets im Web und sucht Werbepartner
SPONSORMOB
Überdurchschnittlich hohen UniversalSearch-Traffic verzeichnen vor allem
die Bereiche Spielwaren, Medien, Büroausstattung und Heimwerker; auch hier
schneiden die Komplettsortimenter gut
ab. Dabei dominiert Google Shopping, gefolgt von der Bildersuche, Google Maps
und Video.
Social Media nicht überall gesetzt
Adwords
Die Münchner Performance-Agentur Peak
Point bietet in Kooperation mit dem Technologiepartner Ve Interactive ihren Kunden künftig ein Retargeting via E-Mail an.
Bereits 60 Minuten nach Kaufabbruch erhält der Kaufinteressent eine E-Mail, um
ihn noch einmal an seinen Kaufwunsch zu
erinnern. Voraussetzung: Der Kunde hatte
bereits seine E-Mail-Adresse in ein Bestellformular eingegeben, dieses jedoch nicht
abgeschickt. fk
11/12
SEO bleibt Traffic-Garant
EU-KOMMISSION
Der EU-Wettbewerbskommissar Joaquín
Almunia hat Google in einem Schreiben
aufgefordert, geeignete Schritte zu ergreifen, um eine Bevorzugung der eigenen
Angebote im Suchergebnis zu verhindern.
Eine seit November 2010 laufende Untersuchung habe Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Suchmaschinenkonzern in
diesem Punkt seine Marktmacht missbrauche. Kooperiert Google nicht, drohen Bußgelder bis zu einer Höhe von zehn Prozent
des Jahresumsatzes. In einer ersten Stellungnahme hat Google die Vorwürfe zurückgewiesen, gleichzeitig aber Gesprächsbereitschaft signalisiert. fk
29. Mai 2012
Foto: iStockphoto.com / Mark Stay
14
P
er Handy einen Platz im Flugzeug buchen und papierlos einchecken – kein
Problem. Im Kino dagegen stellt das eine
Revolution dar. Hier geht ohne ein physisches Ticket (noch) nichts, denn die Filmverleiher rechnen mit den Kinos auf Basis von verkauften Tickets ab, und die sind
durchnummeriert und fälschungssicher.
Kino-Content bietet Kinolo Partnerschaften an, wobei die Provisionserwartungen
nicht zu hoch geschraubt werden sollten:
Die Online-Kaufmöglichkeit bringe den
Publishern ja schon zusätzliche Besucher,
■
argumentieren die Kinolo-Macher. fk
Traffic statt Provison
Hier setzt der Online-Buchungsservice Kinolo an, ein Gemeinschaftsunternehmen
der Krankikom GmbH (KinoprogrammAggregator), S&L Medien (Rechtevertrieb) und Oryx Mediatech (PoS-Lösungen); als E-Commerce-Partner ist Atrada
an Bord. Mit drei der fünf marktbeherrschenden Kinoketten hat Kinolo.de bereits Verträge. Derzeit ermöglicht das System den Kauf von Kinotickets auf Vorkasse. Der Kunde bekommt einen Voucher,
den er ausdrucken und im Kino gegen ein
Ticket eintauschen muss. Ein papierloser
Check-in ist in Planung. Publishern mit
Ein unheinheitliches Bild zeichnet die
Studie von den Social-Media-Aktivitäten der Shops. Während einzelne Shops
wie der Apple iTunes Store, Tomtom.com
oder Mytoys.de durch umfangreiche Social-Media-Aktivitäten auffallen, lassen es
andere Player am Markt bei Pflichtübungen bewenden. Dass Facebook die Riege der Social-Media-Plattformen anführt,
verwundert nicht. Erstaunlich ist eher der
weite Abstand, den Twitter und Google+
■
zum Platzhirschen halten. fk
Marketing vollautomatisch
I
ntegrierte, automatisierte Komplettlösungen für CRM und E-Mail-Marketing
entwickeln sich auch im B2B-Sektor zum
Trend. Laut einer Umfrage des Technologieanbieters Artegic planen 19 Prozent
aller B2B-Unternehmen, Automatisierungstechnologien im Jahr 2012 in ihre
Marketing-Kommunikation zu integrieren. Weitere 17 Prozent möchten ihre
bereits vorhandene Marketing-Automatisierung ausbauen. Als Gründe für die steigende Bedeutung werden unter anderem
die verbesserte Usability der Tools und
die schlechten Reaktionen auf unverlangte
oder unpassende E-Mails genannt.
Herausforderung B2B
Drei der fünf großen deutschen Kinoketten
haben bereits Verträge mit Kinolo gemacht
Besondere Bedeutung bei der MarketingAutomatisierung kommt dem passgenauen Erzeugen ereignisbasierter E-Mails
zum richtigen Zeitpunkt zu. Im B2B-Bereich sind die Zielgruppen zudem oft
sehr klein und haben sehr individuelle
■
Informationsbedürfnisse. fk
11/12
MARKETING & WERBUNG
29. Mai 2012
Internet World BUSINESS
15
ADOBE DIGITAL MARKETING SUMMIT 2012
„Make, Monitor, Monetize!“
Vor 1.700 Gästen entwirft Publishing-Pionier Adobe eine Vision des ganzheitlichen Digitalmarketings
D
as Auto sieht schick aus. Cool fotografiert, ziert das Cabrio aus Ingolstadt
das Banner einer Display-Kampagne – nur
leider performt die nicht, wie sie soll. Das
hat das Predictive-Marketing-Modul errechnet. Auch das Verlagern des Werbebudgets von Display nach Social wird
nicht helfen, prophezeit das Modul: Offenbar liegt es am Banner selbst. Der OnlineMarketing-Leiter zückt sein iPad und markiert am Creative, was die Grafikerin noch
verändern muss. Sie lädt das Bild direkt
aus der Marketing Cloud in ihr Photoshop
und verändert es nach den Wünschen des
Marketing-Leiters. Noch eine Kommentarrunde – schon geht ein klickstärkeres
Banner ins Netz und die Conversion Rate
zieht an.
So sieht Kevin Lynch die digitale Werbezukunft. Auf dem Adobe Digital Marketing Summit in London stellte der Chief
Technical Officer von Adobe anhand eines –
fiktiven – Beispiels vor, wie künftig alle am
Prozess des digitalen Marketings Beteiligten auf einer Plattform zusammenarbeiten
sollen. Damit will Adobe zwei Geschäftsfelder vereinen, die noch getrennt voneinander wahrgenommen
werden: Digital Publishing und Digital Marketing. Für Lynch ist digitales Marketing eine natürliche Fortsetzung des
kreativen Prozesses der
Content-Erstellung. Die
digitale Verwertungskette,
ruft Lynch dem Publikum
im Battersea Evolution Centre zu, lasse sich
auf drei Punkte reduzieren: „Make, Monitor, Monetize!“
Holperiger Start
Digital Publishing bedarf im Zusammenhang mit Adobe keiner weiteren Erklärung: Mit Formaten wie PDF und Flash
und mit Tools wie Photoshop, Lightroom,
Indesign und Premiere liefert Adobe seit
Battersea Evolution Centre: Adobe lud zum sechsten Digital Marketing Summit nach London
Jahren die Quasi-Standards der Kreativbranche – auf Wunsch in einer Suite zusammengefügt und viele von ihnen seit
Kurzem auch Cloud-basiert und auf Abruf
nutzbar. Der Start ins digitale Marketing
„Digitale Marketer müssen
relevanten Content in Millisekunden liefern können.“
KEVIN LYNCH
Chief Technical Officer, Adobe Systems
verlief ungleich holperiger: Nach einigen
verschämten Versuchen, mit Eigenentwicklungen einen Fuß in diesen Markt zu
bekommen, übernahm Adobe mit dem
Web-Analyse-Spezialisten Omniture das
bestens eingeführte Analyse-Tool Site
Catalyst. 2010 folgte der Kauf von Day
Software. Der CMS-Spezialist hat mit CQ
eines der führenden Web-CMS-Systeme
entwickelt. Vorerst letzter Streich war An-
Adobe-Aktienkurs: Höhen und Tiefen
Übernahme von Efficient Frontier ließ Kurs steigen
36
Angaben in US-Dollar
34
32
30
28
26
24
Jul
Aug Sept Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai
’11
Während die fehlende Unterstützung von Adobe Flash durch Apple
das Publishing-Geschäft erschwert, goutiert der Markt die Expansion
© INTERNET WORLD Business 11/12
fang 2012 die Übernahme von Efficient
Frontier, einem Experten für Kampagnenoptimierung und Bid Management.
Für diese Zukäufe hat Adobe tief in die
Kasse gegriffen: 2,5 Milliarden US-Dollar
kosteten die neuen Firmen im Portfolio.
Heute zeichnet der neu geschaffene Konzernbereich Digital Marketing für eine der
vier Milliarden Dollar verantwortlich, die
der Konzern als jährlichen Gesamtumsatz
ausweist – Tendenz steigend. Für Katie
Keating, Adobes Marketingchefin für
Europa, bietet die neue Firmenstrategie
darüber hinaus die Möglichkeit, „den
gesamten kreativen Life Cycle eines Produkts zu begleiten, vom Anfang bis zum
Konsum durch den Kunden“. Angesprochen auf die Konkurrenz durch Big Player
wie Oracle, IBM und Teradata, die ebenfalls auf den Digital Marketing Markt
drängen, verweist Keating
auf „das enorme Vertrauen, das Adobe genießt“.
David Karnstedt, General Manager Advertising
Solutions bei Adobe, weist darauf hin, welche Anstrengungen der Konzern derzeit
unternimmt, um die Trennung bei den
beiden Themen Digital Publishing und
Digital Marketing aufzuheben: „Die Unterschiede zwischen Publishern und Marketern verschwimmen zusehends. Es ist
wichtig, dass jemand die Teile zusammenführt.“ Dabei will Adobe Kunden die Wahl
lassen zwischen dem großen Wurf aus einer Hand und der gezielten Wahl einzelner Services: Wer etwa den Site Catalyst
von Omniture einsetzen und beim Management seiner Kampagnen andere Tools
verwenden will, der kann dies gern tun.
Gleichzeitig präsentiert der Konzern
eine Erweiterung nach der anderen: In
London stellte Adobe die CQ Cloud und
den dazugehörigen CQ Cloud Manager
vor, einen Web-basierten Service, mit dem
Unternehmen schnell und einfach Online-Kampagnen starten können – quasi
die Cloud-Variante des Content Management Systems CQ. Das Modul CQ eCommerce erlaubt die schnelle Gestaltung und
Optimierung von Landing Pages und
Microsites mit E-Commerce-Funktionalität, und zwar kanalübergreifend im Web,
auf sozialen Plattformen oder auf mobilen
Endgeräten. Ebenfalls neu: Eine SocialCommunity-Ergänzung für CQ 5.5, die
Online-Händlern erlaubt, aus ihrer Seite
heraus aktionsbasiert Twitter- oder Facebook-Content zu generieren.
Datenschutz als Chefsache
Wichtiges Thema auch in London: Privacy,
also der Datenschutz. Adobe-Marketingchef Brad Rencher sagte bei der Eröffnung: „Wenn wir über Privacy reden,
reden wir über Transparenz und die Wahl
des Kunden, Daten weiterzugeben“. Adobes Antwort auf die Herausforderung: Ein Privacy-Modul für die
hauseigene Marketing Suite und ein
Chief Privacy Officer in der Führungsspitze des Unternehmens. fk ■
Adobe: Mit PostScript fing alles an
Adobe Systems wurde 1982 in San José, Kalifornien von
John Warnock und Charles Geschke, den Erfindern der Seitenbeschreibungssprache PostScript, gegründet. PostScript
entwickelte sich ebenso wie PDF zum Industriestandard.
1989 brachte Adobe mit Photoshop ein bahnbrechendes
Bildbearbeitungsprogramm auf den Markt. Durch die
Übernahme von Konkurrenten wie Go Live (Indesign), Aldus (Page Maker) und Macromedia (Flash, Dreamweaver)
wurde Adobe zum führenden Anbieter für Software-Lösungen in den Bereichen Desktop Publishing, Druckvorstufe,
Digital Imaging und Web-Animation.
Mit der Übernahme des Web-Analyse-Spezialisten Omniture im Jahr 2009 begann der Start in das Digital Marketing. 2010 wurde der Content-Management-Anbieter Day
Software übernommen, Anfang 2011 der Datenmanagement-Plattformanbieter Demdex, Ende 2011 der Bid-Management-Spezialist Efficient Frontier. Derzeit beschäftigt
Adobe Systems rund 10.000 Mitarbeiter, der Umsatz liegt
bei etwa vier Milliarden US-Dollar pro Jahr.
Zukunft in der Cloud: Das Logo der Adobe CQ Marketing Cloud enthält
alle Komponenten der Werbemittelproduktion – bis zur Konversion
Quelle: Yahoo
16
SPECIAL: BRANDED CONTENT
Internet World BUSINESS
The Hire hieß die Kurzfilmreihe, die BMW schon vor
zehn Jahren mit Promis wie Madonna fürs Web drehte
29. Mai 2012
Mit einem Hunde-Casting setzte sich Fressnapf
zusammen mit der Daily Soap GZSZ in Szene
11/12
Tipps für glatte Haut lieferte Gillette
in dem Web-Format Life & Harmony
BRANDED CONTENT
Kreative Kooperation
Werbungtreibende suchen nun auch verstärkt im Internet nach Medienpartnern und nicht nur nach Buchungsplattformen.
Sie inszenieren sich dort mit eigenen Inhalten und haben Erfolg – aber nur wenn der Content relevant ist
M
artini – geschüttelt und nicht gerührt! Das war einmal. Im nächsten
James Bond „Skyfall“ (ab November 2012
im Kino) ordert der Agent seiner Majestät
Bier – und zwar im Auftrag seines Sponsors Heineken. Nicht nur 007-Fans wird
ein biertrinkender James Bond komisch
vorkommen. Über Jahrzehnte hinweg gehörten der Agent und Martini zusammen,
sie haben sich gegenseitig zu Bekanntheit
verholfen und ihr Image geprägt.
Was in Film und Fernsehen bereits gang
und gäbe ist, nämlich die inhaltliche Inszenierung von Marken jenseits des Werbespots, hält jetzt auch Einzug ins Internet.
Dort ist dann die Rede von Branded Content, Branded Entertainment oder Storytelling und nicht wie im TV von Sponsoring, Product Placement oder Presenterships. Der Deal: „Ich unterhalte dich mit
spannendem Content rund um meine
Markenbotschaft – im Gegenzug gibst Du
meinem Produkt Zeit und Aufmerksamkeit.“ So formuliert es der BewegtbildKompass des Bundesverbands Digitale
Wirtschaft (BVDW) treffend. Die Spielarten dieser Art der Markeninszenierung im
Web sind dabei beinahe unendlich.
Beispiel TV-Placements: Sie werden ins
Netz verlängert und mit Gewinnspielen,
Castings etc. auf der eigenen Homepage
oder auf Social Networks angereichert, wie
es etwa Europas größte Fachhandelskette für
Tierbedarf zusammen mit der Daily Soap
„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ vorexerziert hat und dabei den schönsten Hund
für einen Gastauftritt im TV kürte. Und
BMW hat bereits vor zehn Jahren die cineastisch anspruchsvolle Kurzfilmreihe „The
Hire“ mit bekannten Regisseuren und Darstellern wie Madonna oder Mickey Rourke
extra fürs Web gedreht, um dort seine Marke jenseits der Leistung seiner Motoren zu
promoten. Das Internet wird immer mehr
zum Dreh- und Angelpunkt, wie aktuell
Bumm mit Krawumm: Stromberg und Hasbro – zum Schießen fies
Schon mal was von Nerf-Blastern gehört? Nein?
So geht es vielen. Vor allem kinderlose Berufstätige kommen in der Regel wenig mit den Spielzeugpistolen von Hasbro in Berührung. Dabei
sind die Blaster in der jungen Zielgruppe führend
im Outdoor- und Action-Segment und viele
Berufstätige könnten in ihrem Arbeitsalltag
ebenfalls ab und an ein Spaßventil gebrauchen.
Office War: Die Inszenierung der Nerf-Guns in
Stromberg brachte Bekanntheit und Abverkäufe,
vor allem durch die Verlängerung ins Netz
Das dachte sich auch der Spielwarenkonzern
und erweiterte die junge Zielgruppe um die
„Adult men who are kids at heart“, also um
Männer (und Frauen), die im Herzen ein Kind
geblieben sind. Weiter sollten die Markenbekanntheit und die Abverkäufe in die Höhe getrieben werden. Die Media-Agentur Mediacom
kreierte dazu eine Branded-Entertainment-Kampagne, aufgehängt an Deutschlands fiesestem (Fernseh-)Chef und Kultfigur
„Stromberg“. In der beliebten Büro-Serie auf
Pro7 wurden in der Vorweihnachtszeit 2011 die
Nerf-Blasters „zu einem essenziellen Bestandteil
des Büroalltags“. Das Product Placement war
aber nur Teil und Ausgangspunkt aller weiteren
Maßnahmen – und die fanden ausschließlich
im Netz statt. „Statt klassischer Werbung steht
hier die intelligente Vernetzung der unterschiedlichsten digitalen Plattformen im Vordergrund“, betont Oliver Blecken, COO Mediacom. So wurde auf dem Portal Myspass.de
eigens ein Stromberg-Nerf-Shop gebaut, auf
Facebook lockten Gewinnspiele und eine ausgeklügelte SEO führte User, die etwa nach
„Spielzeugpistole Stromberg“ suchten, direkt in
den Amazon-Shop. Weiter wurde jede Menge
Social Buzz erzeugt. Alle Maßnahmen wurden
exakt getrackt. Ergebnis: Eine halbe Million
Fans wurden aktiviert, der Myspass-Shop war
zweimal ausverkauft, von knapp 14.000 Mentions waren 20 Prozent in Bezug auf Nerf positiv und 72 Prozent neutral gestimmt. „Die Initiative war jeden Euro wert. Wir sind sehr froh,
das Risiko des First Mover bei diesem exponierten Branded Entertainment eingegangen zu
sein und so unser Spektrum an Werbemaßnahmen zu erweitern“, so Markus Großweischede,
Marketing Director Hasbro Deutschland. häb
der weltweit größte Werbungtreibende
Procter & Gamble eindrucksvoll beweist.
Der will erklärtermaßen in den nächsten
fünf Jahren rund eine Milliarde US-Dollar
an Marketingkosten einsparen – aber an
Wirkung nichts einbüßen. Und weil die
digitalen Werbekanäle nun mal günstiger
sind als die klassischen werden die Budgets ins Netz verlagert. Investiert wird aber
nicht nur in Banner, Video Ads, exklusive
Homepage-Platzierungen und andere aufmerksamkeitsstarke Werbeplatzierungen,
sondern in Branded Content.
Wie aus dem TV-Studio
So startete der Konsumgüterriese Anfang
Februar das neue Webshow-Format „Life
& Harmony“ auf dem Internet-Portal
Yahoo (siehe INTERNET WORLD Business 03/2012). Wöchentlich aktualisiert,
bieten mehrminütige, hochwertig produzierte Videoclips, die von der TV-Moderatorin Kerstin Linnartz präsentiert werden, Wissenswertes rund um ausgewählte
Produkte des Konsumgüterriesen. Zum
Beispiel, wie Frauen am besten mit Bad
Hair Days umgehen. In der Episode
„Vatertag – was Männer heute alles können (sollen)“ wiederum lernten „It-boys“
alles zum Thema Grooming. Das ist der
neudeutsche Begriff für die moderne
Schönheitspflege für den Mann (to groom
= sich herausputzen) und reicht sprichwörtlich vom Scheitel bis zur Sohle. Im
Fokus der Webisode, in der unter anderem Schwimmstar und P&G-Testimonial
Paul Biedermann mitspielt: Tipps &
Tricks zur Nassrasur. Mit üblicher Werbung hat das wenig zu tun. Außer dezent
im Vor- und Abspann werden die Marken
(Panthene Pro V und Gillette) nicht erwähnt. Pro Episode kommt das Format im
Schnitt 67.000 Streams bei Yahoo. Damit
habe man in allen Folgen (bis auf eine) die
gesetzten Ziele übertroffen.
Nicht Produkte wie Ariel, Gillette, Lenor,
Wella, Braun oder Pampers, sondern die
SPECIAL: BRANDED CONTENT
29. Mai 2012
Cooler wollte Martini werden und entwickelte den WebTV-Trendguide Lust4Life
Dachmarke stellt Procter & Gamble bei
„Danke Mama“ in den Fokus – ein absolutes Novum. Das Internet-Paket umfasst das
Portal www.dankemama.pg.com, den gleichnamigen Youtube-Kanal, natürlich auch
eine Facebook-Fanpage sowie eine Medienpartnerschaft mit Yahoo. Auch dort geht
es wieder ausschließlich um Inhalte wie Essen, Gesundheit, Erziehungstipps – kurz
alles, was Eltern interessiert. „Danke Mama“
ist übrigens die offizielle Olympiakam-
Volker Schmelz,
Director bei der Spezialagentur OMG Fuse
Robert Herrmann
ist bei Yahoo zuständig
für Branding-Formate
pagne von P&G. Der weltweite Sponsor
der Spiele (und Sponsor von über 120 Spitzensportlern) will sich mit dieser Fokussierung auf für ausgewählte Zielgruppen relevante Inhalte von anderen Sponsoren, die
lediglich ihre Produkte promoten, abheben
und Emotionen erzeugen. TV-Spots und
Printanzeigen ergänzen das Paket.
„Werbungtreibende suchen verstärkt
nach Medienpartnern und nicht nur nach
reinen Buchungsplattformen“, beschreibt
Branded Entertainment: Die Aussichten
Abverkaufshöhen und Zielgruppen verholfen (siehe Kasten). „Ein solcher Case ist
sicher ein Unikat und damit nicht ohne
Weiteres reproduzierbar“, so Oliver Blecken, COO von Mediacom. „Er liefert uns
aber wichtige Insights für die Prozesse, die
künftig die Kommunikation von morgen
bestimmen werden“, so Blecken. A und O
bei der Entwicklung einer Kampagne ist
dabei die Kenntnis über die anvisierte
Zielgruppe. Ist diese identifiziert, beginnt
der kreative Part und die Suche nach zündenden Ideen. Erst dann werden die Plattformen abgeleitet und entsprechend bespielt. Der Rest ist Handwerk: Verknüpfung mit Shops oder anderen (sozialen)
Touchpoints sowie umfangreiches und
exaktes SEO für die Landing Page. „Mit
der aktiven Suche stehen User im Verkaufsprozess schon direkt vor dem Abschluss“, hebt Experte Blecken hervor.
eines jeden
Marketing-Dollar
werden weltweit
für Branded
Entertainment
ausgegeben
werden im Vergleich
zum Vorjahr mehr
als ein BrandedEntertainmentProjekt unterstützen
8 Cent
.
40 Mrd
Die Spendings für
Branded Entertainment
werden 2012 auf rund
40 Milliarden USDollar steigen
© INTERNET WORLD Business 11/12
77 %
15 %
Branded Entertainment wird in den
nächsten 5 Jahren
jährlich um 15 %
wachsen
Quelle: Research OMD International
Verbreitungsvarianten
■
Single-Plattform
Ein Inhalt wird nur für einen Ausspielweg
konzipiert, beispielsweise die reine WebSendung. Anfang und Ende sind klar definiert. Eine Verbindung mit anderen Inhalten auf anderen Plattformen gibt es nicht.
■
Cross-Plattform
Der gleiche Inhalt wird über mehrere Wege
vertrieben: Ein Kurzfilm wird in einem
Web-Portal angeboten und auf dem mobilen Endgerät in derselben Version gezeigt.
■
Multi-Plattform
Ein inhaltlich verbundenes Projekt wird in unterschiedlicher Form auf
verschiedenen Wegen
präsentiert. Wichtig:
Die Inhalte unterscheiden sich, entspringen
aber demselben Erzählkosmos. Beispiel: Ein
Game konzentriert sich
auf einzelne Begebenheiten oder einen Ort
aus dem Film.
Hirnschmalz statt Kohle
Wie Yahoo-Stratege Herrmann betont, ist
Storytelling, das wie Branded Content
ebenfalls häufig genannt wird, keine Frage
der Größe oder des Geldes, sondern der
Kreativität und der richtigen Idee. „Auch
kleine Firmen haben Geschichten zu erzählen“, so Herrmann. Seine Empfehlung
an alle, die ihre Marke inszenieren und
zum inhaltlichen Hotspot machen wollen:
„Ein Thema für sich entdecken, das noch
nicht besetzt ist. Sich trauen, das Thema
Relevanz in den Fokus, sprich die Story in
den Vordergrund und die Marke in den
Hintergrund zu stellen und dann über
Plattformen – von der eigenen Homepage
über Facebook, Youtube, Flickr und Medienpartnerschaften – zu verbreiten.“ Dazu
brauche man kein gigantisches Mediabudget, beruhigt Herrmann.
Perfektion in der Produktion
77 % aller Marken
17
Rund um Olympia inszeniert Procter &
Gamble prominente Sportler und ihre Mütter
Robert Herrmann, Head of Planning &
Strategy von Yahoo Deutschland, den
Trend. Und hier biete das Netz „viel bessere
Interaktionsmöglichkeiten als TV“ ergänzt Volker Schmelz, Director bei OMG
Fuse, deren ausschließliche Aufgabe es ist,
„Kommunikationskonzepte zu entwickeln,
mit denen Marken ungewöhnlich und aufmerksamkeitsstark in Szene gesetzt werden“. Dazu hat die Muttergesellschaft, die
Omnicom Media Group Germany (OMD,
PHD), zu Beginn
des Jahres sämtliche Kompetenzen
aus den Bereichen Content, Social und Future in
OMG Fuse gebündelt.
Branded Content im Internet,
Schmelz spricht
hier von „Digital
Oliver Blecken
Branded
Content“, kann dabei
ist COO der Mediaanders als entAgentur Mediacom
sprechende TVFormate auch verkaufen. Beispielsweise
wenn neben dem Film, der Daily Soap
oder der Sportübertragung im Internet
noch ein Branded Layer geschaltet wird,
der Produkt- oder Preisinformationen
oder gar Bestellmöglichkeiten beinhaltet.
Den Beweis dazu liefert Hasbro: Für den
Spielwarenkonzern hat die Media-Agentur Mediacom die Branded-Entertainment-Kampagne „Office War“ entwickelt
und so den Spielzeugpistolen zu neuen
8 Cent
Internet World BUSINESS
Nicht sparen sollte man dagegen laut
Profi Schmelz bei der Produktion. Mal
schnell selbst ein Video drehen und es einfach ins Netz stellen, funktioniere selten.
Wichtig sei auch eine klare Zielsetzung.
Über allem aber steht der Inhalt: „Wird
das Versprechen auf Unterhaltung nicht
eingelöst, gibt es kaum eine Chance, die
Konsumenten bei der Stange zu halten –
auch nicht bei größtem Werbedruck. Das
ist Chance und Risiko zugleich. Formate,
die nicht unterhalten, performen nicht“,
heißt es im Bewegtbild-Kompass. Eine
Verkaufs-Show wird Branded Content also
■
bestimmt nie werden. häb
Foto: Fotolia / Thorsten Schmitt
11/12
Klappe: Marken inszenieren
sich im Netz
■
Transmedia
Konzeptionell verbundener Content wird
über mehrere Plattformen präsentiert. Dabei ist die Interaktion des Users relevant: Er
muss zum Beispiel ein Online Game erfolgreich spielen, um den Freischalt-Code für
die nächste mobile Soap-Episode zu knacken. Das heißt, der Content ist variationsund facettenreich in Konzeption und Darstellung – sowohl über die unterschiedlichen Ausspielwege als auch in den möglichen inhaltlichen Verknüpfungen.
■
Social Data Storytelling
Diese Erzählform entwickelt sich gerade als
weitere Unterform des Transmedia Storytelling. Mithilfe von Inhalten, die die User
selbst ins Netz stellen, werden Geschichten
erzählt. Beispiel: Der Kurzfilm „Take this
Lollipop“ hat vergangenes Jahr an Halloween Millionen von Internet Usern verschreckt, weil ein offensichtlich Irrer auf
der Suche nach neuen Opfern Fotos, Lebensgewohnheiten und Aufenthaltsort des
jeweiligen Zuschauers auskundschaftete.
Hierzu griff der Film, der in Facebook integriert war, auf die vorhandenen Daten zurück, um sie in diesen einzubinden.
Quelle: More than 30 seconds. Ein Branded Entertainment-Handbuch / HMR International
MARKETING & WERBUNG
Internet World BUSINESS
18
29. Mai 2012
Nostalgie lockt Youngsters
Mobilfunkanbieter Yourfone begleitet den Launch seines Tarifs mit einer Kampagne
11/12
Nur auf den ersten
Blick wirkt der neue
Auftritt der Mobilfunkmarke Yourfone
etwas altbacken. Die
Optik ist allerdings nur ein
Teil der Launchkampagne, die es in sich hat.
Vorgestellt von:
A
uf den ersten Blick erscheint die
Kampagne von Yourfone, dem neuesten Mobilfunkanbieter im E-PlusNetz, ambivalent: Das Design mit den
zarten Tuschezeichnungen vor „altrosa“
Kulisse mutet nostalgisch an, zumal in
der Startsequenz des TV-Spots auch
noch ein alter Telefonhörer mit Schnur
samt Retro-Klingeln eine Hauptrolle
spielt. Die laute Message im Spot des Allnet-Flat-Anbieters mit rasanten Fahrten
über den sich ständig leicht verändernden Hintergrund sowie der starke Social-
Besonders gelungen ist die FacebookFanpage von Yourfone, auf der schon
Wochen vor dem Start viel Action geboten war. So konnten die Fans beim sogenannten „Sloganizer“-Wettbewerb sogar
den Slogan von Yourfone mitgestalten –
über die Gewinner-Parole „Mehr für
dich“ entschied dabei im letzten Schritt
ebenfalls die Social Community per Voting. Klar, dass es auch beim Launch des
neuen Tarifs Specials für die FacebookFans gab – und immer noch gibt.
So funktioniert gutes Community Building.
Jens Fischler,
Director Marketing &
Sales bei der Unwire
Deutschland GmbH
■ www.unwire.com
Für uns ist aber letztlich das Produkt
selbst am spannendsten: Mit der Allnet
Flat zum Telefonieren und Surfen für
„die günstigsten 19,90 Euro der Welt“ ist
Steckbrief
■
Auftraggeber: Yourfone GmbH,
Hamburg
■
Auftrag: Launch-Kampagne zum neuen
Mobilfunktarif
■
Agentur: Sassenbach Advertising,
München
■
Media-Agentur: Pilot, Berlin
■
Social Media: Beebop Media, Hamburg
■
Internet: www.yourfone.de
■
Launch: April 2012
Wichtiges Kampagnenelement: Der Auftritt
in Facebook ermuntert User zur Interaktion
Media-Auftritt der Marke scheinen zunächst wenig dazu zu passen. Genau mit
diesem Widerspruch hebt sich Yourfone
aber von der Konkurrenz ab, und kommt
daher bei der Zielgruppe, den jungen
Smartphone-Checkern und absoluten
Vielnutzern, auch gut an.
Auch im TV-Spot steht am Ende der von
den Facebook-Nutzern gewählte Slogan
Yourfone auf dem besten Weg, der
mobilen Nutzung zum Durchbruch zu
verhelfen – und das ist schließlich ganz
■
in unserem Sinne!
Altrosa muss nicht altbacken sein: Die
Homepage der Mobilfunkmarke Yourfone
Online-Werbung: Neue Etats, neue Kampagnen
Auftraggeber
Auftrag
Dienstleister
Auftraggeber
Auftrag
Dienstleister
Aktion Mensch
Fortsetzung der Inklusionskampagne für den Verein
Butter
Mediven
Wächter & Wächter
ASMC
Betreuung des Suchmaschinenmarketings für den Händler
Crealytics
Betreuung des internationalen Etats für den Relaunch des
Herstellers von medizinischen Kompressionsstrümpfen
Autoscout24
Promotion des Autoscout24-Teams bei der Allgäu-OrientRallye inklusive Microsite und täglicher Berichterstattung
Berger Baader
Hermes
Musikhaus Thomann
Imagekampagne mit dem Motto „Play it. Feel it.“
TBWA Berlin
Pepsi
Facebook-Aktion „Face Dress“ für Pepsi Co Deutschland
BBDO Proximity
„Capital“
Jubiläumskampagne zum 50. Geburtstag des Magazins
KNSK
Standard Life
Danone
Jubiläumskampagne zum 40. Geburtstag von Dany Sahne
Young & Rubicam
Kampagnenkonzept inklusive Geo-Targeting, (regionaler)
Funkspots und Online-Werbung / Mediaplanung dazu
Ogilvy & Mather /
Xtensus
Ferchau Engineering
Rekrutierungskampagne für den Ingenieur-Dienstleister
Scholz & Friends
Social-Media-Aktion zum Launch des neuen B-Max
Blue Hive
Technogym Wellness &
Biomedical
Entwicklung einer integrierten Direct-Response-Kampagne
inklusive E-Mail und Banner für den Fitnessgeräte-Hersteller
Huth + Wenzel
Ford
Ikea
Entwicklung eines Spots, der in TV und Internet läuft
Kempertrautmann
Facebook-Projekt „Hand in Hand – Dein Wunschprojekt …“
Webguerillas
Launch-Kampagne zum Film „Snow White & The Huntsman“ inklusive TV, Print, Internet und Social Media
The White Elephant
Jacobs Krönung
Universal Pictures
International Germany
Lufthansa Cargo
Charter Agency
Erste Kampagnenelemente für den neu gewonnenen Kunden,
darunter Printmotive für Fachmagazine und Online Banner
Wob
Worldhotelbook
Kommunikationsstrategie für die Hotel-Plattform
Serviceplan PR
Yorxs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Online-Juwelier
Serviceplan PR
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Von null auf hundert
Newcomer Yourfone startet die teuerste Online-Kampagne im April
N
icht nur die Kampagne ist neu, der
komplette Auftritt ist ebenso frisch
ersonnen wie die gesamte Mobilfunkmarke Yourfone. Der neue Billigtarif aus
der E-Plus-Unternehmensfamilie ging
im April an den Start und setzte sich mit
der Launch-Kampagne auch gleich an
die Spitze des Rankings, mit dem Nielsen
Media Research die teuersten InternetKampagnen ausweist, die im vergangenen Monat gestartet wurden. Auf Platz
zwei rangierte Meingutscheincode.de –
■
mit rund 500.000 Euro Budget. host
Top-Ten-Newcomer in den Werbecharts im April 2012
Die teuerste Online-Werbekampagne, die im April neu startete, stammt von Yourfone
Produkt
Firma
April 2012
in Mio. Euro
Yourfone Allnet Flat
Yourfone, Hamburg
0,63
Meingutscheincode.de
Meingutscheincode.de, Berlin
0,50
Yourfone Mobil-Range
Yourfone, Hamburg
0,22
Motorola Motoluxe Smartphone
Motorola, Taunusstein
0,13
Loewe Connect ID Flachbild-TV
Loewe Opta, Kronach
0,07
„21 Jump Street“ (dt.)
Sony Pictures Releasing Film-Verleih, Berlin
0,06
AOK Aqua Minerals Anti-Falten-Tagespfl.
Schwarzkopf+Henkel Cosmet., DDF
0,05
Tirendo.de
Tirendo Deutschland, München
0,03
„Dishonored – Die Maske des Zorns“
Bethesda Softworks, Rockville
0,03
Veltins Fassbrause Alkoholfrei
Namco Bandai Partner Germany, Frankfurt
0,03
© INTERNET WORLD Business 11/12
Erster Verfolger: Meingutscheincode.de
Zeitraum: 01.04.2012 – 30.04.2012
Quelle: Nielsen Media Research GmbH 2012
OMF_280x381_Eindruck_in_IWB_160512_Layout 1 23.05.12 11:36 Seite 5
Das Programm des Online Marketing Forums
Die Konferenz
für Trends im
Online Marketing
Hamburg
12. Juni 2012
Frankfurt
27. Juni 2012
Düsseldorf
28. Juni 2012
München
04. Juli 2012
Jetzt anmeld
en!
Internet Wo
rld
Business-L
eser zahlen
nur € 189,–*
statt € 249 *
,–
Ihr Code:
OM
Die Referenten (Auswahl):
Heiko Eckert,
Head of Online
Marketing,
mytheresa.com
GmbH
Mike Klinkhammer,
Head of Display
Advertising,
eBay Advertising
Group
Manfred Meindl,
Leiter OnlineMarketing,
VAUDE Sport GmbH
& Co. KG
Markus Roosen,
Department Head
Business Operations,
mobile.de Advertising
F
i
12
wb
Dr. Kerstin A.
Zscherpe,
Senior Counsel,
CSC
*alle Preise zzgl. MwSt.
www.onlinemarketingforum.de
Sponsoren:
Veranstalter:
Präsentiert von:
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Anmeldung und Informationen unter
Programm 2012
Hamburg, 12. Juni 2012
Frankfurt, 27. Juni 2012
Radisson Blu Hotel Hamburg, Marseiller Straße 2, 20355 Hamburg
9.00
Begrüßung und Durchführung durch Ihren Moderator
Frank Puscher, Verlag spielfigur
9.15
Suchmaschinenoptimierung / -marketing & E-Mail-Marketing
Lindner Congress Hotel Frankfurt, Bolongarostraße 100,
65929 Frankfurt am Main
SEO-Strategien der Konkurrenz analysieren –
Erkenntnisse in eigene Erfolge umwandeln
Sören Bendig, Geschäftsführer / CEO, SEOlytics GmbH
9.00
Begrüßung und Durchführung durch Ihren Moderator
Frank Puscher, Verlag spielfigur
9.15
Controlling & Online Marketing Strategien
Schluss mit Geld verbrennen im Social Media –
wie Sie Fans zu Kunden machen
Christian Bennefeld, Geschäftsführer, etracker GmbH
Search international – SEO, SEA & Social Media
strategisch sinnvoll einsetzen
Tobias Jungcurt, Leiter SEO, SoQuero GmbH
D‘r Zoch kütt: jetzt aufspringen und die Chancen von Targeting nutzen
Albert Aschauer, Chief Technology Evangelist, Imperia AG
Erfolgreiche Strategien im E-Mail Marketing
Dietmar Berghof, Account Director, Experian Deutschland GmbH
Real Time Bidding – effizienter Budgeteinsatz
David Pikart, CEO, evania GmbH
11.00 - 11.45 Kaffeepause und Besuch der Fachausstellung
10.45 - 11.30 Kaffeepause und Besuch der Fachausstellung
11.45 Controlling & Social Media Marketing
11.30 Suchmaschinenoptimierung / -marketing
Schluss mit Geld verbrennen im Social Media –
wie Sie Fans zu Kunden machen
Christian Bennefeld, Geschäftsführer, etracker GmbH
Die Macht der Kundenmeinungen –
wie Sie als Unternehmer davon profitieren!
Börge Grothmann, Chief Sales Officer – Mitglied der Geschäftsführung, eKomi
Deutschland GmbH
Website Boosting durch Social-Media-Integration – 7 Erfolgsfaktoren
Dr. Thomas Völcker, Geschäftsführer, allyve GmbH & Co. KG
Search international –
SEO, SEA & Social Media strategisch sinnvoll einsetzen
Tobias Jungcurt, Leiter SEO, SoQuero GmbH
Google Plus & SEO – die Revolution in der Google-Suche?
Christian Mauer, Geschäftsführung, SUMO GmbH
Data-driven Online Marketing – Wie sich E-Commerce Category Killer einen
nachhaltigen Wettbewerbsvorteil sichern
Andreas Reiffen, Gründer & Geschäftsführer, crealytics GmbH
13.15 - 14.15 Mittagessen und Besuch der Fachausstellung
13.15 - 14.15 Mittagessen und Besuch der Fachausstellung
14.15 Social Media Marketing
14.15 Online Marketing Strategien
Hybridleads – Digitale Jäger in einer analogen Welt
Jürgen Winkler, CEO, FHW AG
Michael Faulenbach, Geschäftsführender Gesellschafter,
friends direct GmbH
Die Macht der Kundenmeinungen –
wie Sie als Unternehmer davon profitieren!
Börge Grothmann, Chief Sales Officer – Mitglied der Geschäftsführung,
eKomi Deutschland GmbH
Real Time Bidding – effizienter Budgeteinsatz
David Pikart, CEO, evania GmbH
Website Boosting durch Social-Media-Integration – 7 Erfolgsfaktoren
Dr. Thomas Völcker, Geschäftsführer, allyve GmbH & Co. KG
Online Retail Media – Transaktionsplattformen als Vermarktungskanal
Mike Klinkhammer, Head of Display Advertising, eBay Advertising Group
Social Media Marketing – aber nur unter Beachtung von
Schutzrechten Dritter
Dr. Sascha Abrar, LL.M., Rechtsanwalt und Fachanwalt für
gewerblichen Rechtsschutz, Siebeke Lange Wilbert
15.45 - 16.15 Kaffeepause und Besuch der Fachausstellung
16.15 Trends & Recht
15.45 - 16.15 Kaffeepause und Besuch der Fachausstellung
Treten Sie mit Ihren Kunden in den Dialog –
Bewegtbild für die Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern
Roland Leiße, Key Account Manager, nionex GmbH
16.15 Trends
Der mobile Markt 2012: Status Quo – Herausforderungen, Ausblick
Oliver von Wersch, Geschäftsführer, G+J Electronic Media Sales GmbH
Der mobile Markt 2012: Status Quo – Herausforderungen, Ausblick
Oliver von Wersch, Geschäftsführer, G+J Electronic Media Sales GmbH
Aktuelle Studien-Ergebnisse zum privaten Online-Autokauf und der
Beeinflussung automobiler Online-Kampagnen in Deutschland
Markus Roosen, Department Head Business Operations,
mobile.de Advertising
Fallstricke im E-Mail-Marketing rechtssicher umgehen
Dr. Kerstin A. Zscherpe, Senior Counsel, CSC
17.45 Abschlussdiskussion
Studie
17.15 Abschlussdiskussion
Intensiv-Workshops parallel zur Konferenz
Workshops in Hamburg *
Workshops in Frankfurt *
Workshop 1 – 11.45 bis 13.15 Uhr
Workshop 1 – 11.30 bis 13.00 Uhr
SEO – Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung
OnSite: Die Optimierung der Website als grundlegender Baustein des SEO
Keyword-Recherche und Analyse
Content-Optimierung: Wie sorge ich für interessante Inhalte auf meiner Website
OffSite / Linkpopularität: Wege zu einem qualifizierten Link-Building
Universal Search
Sind Sie interessiert einen Workshop zu leiten?
Dann melden Sie sich gerne bei mir:
[email protected]
Jan Schweder, Teamleiter + Technischer Leiter
trafficmaxx – Online Marketing Services / construktiv GmbH
Workshop 2 – 14.15 bis 15.45 Uhr
Workshop 2 – 14.15 bis 15.45 Uhr
SEO und Usermetriken
SEO und Usermetriken
Wie richte ich meine Website auf die neuen Rankingkriterien aus?
Wie generiere ich positive Signale im Bereich der Usermetriken?
Wie man mit Personas die Conversion erhöht.
Herbert Hartung, Geschäftsführer, isa-media GmbH
Programmänderungen vorbehalten
Wie richte ich meine Website auf die neuen Rankingkriterien aus?
Wie generiere ich positive Signale im Bereich der Usermetriken?
Wie man mit Personas die Conversion erhöht.
Herbert Hartung, Geschäftsführer, isa-media GmbH
* begrenzt auf 25 Teilnehmer, Vorabregistrierung notwendig. Es werden keine Anbieter/Agenturen zugelassen.
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nur € 189,–*
Programm 2012
Düsseldorf, 28. Juni 2012
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statt € 249 *
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München, 4. Juli 2012
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12
Hotel Nikko Düsseldorf, Immermannstraße 41, 40210 Düsseldorf
Holiday Inn Munich-City Centre, Hochstraße 3, 81669 München
9.00
Begrüßung und Durchführung durch Ihren Moderator
Frank Puscher, Verlag spielfigur
9.00
Begrüßung und Durchführung durch Ihre Moderatorin
Elke Häberle, Redaktion, INTERNET WORLD Business
9.15
Suchmaschinenoptimierung / -marketing & Controlling
9.15
Controlling & Online Marketing Strategien
Search international – SEO, SEA & Social Media
strategisch sinnvoll einsetzen
Tobias Jungcurt, Leiter SEO, SoQuero GmbH
Schluss mit Geld verbrennen im Social Media –
wie Sie Fans zu Kunden machen
Christian Bennefeld, Geschäftsführer, etracker GmbH
Schluss mit Geld verbrennen im Social Media –
wie Sie Fans zu Kunden machen
Christian Bennefeld, Geschäftsführer, etracker GmbH
Customer Journey – Budgetverteilung in Zeiten von Late Conversions
Alexander Schreiber, Product Manager, Mindlab Solutions GmbH
10.30 - 11.15 Kaffeepause und Besuch der Fachausstellung
11.15 Controlling & Online Marketing Strategien
Customer Journey – Budgetverteilung in Zeiten von Late Conversions
Alexander Schreiber, Product Manager, Mindlab Solutions GmbH
Real Time Bidding – effizienter Budgeteinsatz
David Pikart, CEO, evania GmbH
Online Retail Media – Transaktionsplattformen als Vermarktungskanal
Mike Klinkhammer, Head of Display Advertising, eBay Advertising Group
12.45 - 13.45 Mittagessen und Besuch der Fachausstellung
13.45 Social Media Marketing
Die Macht der Kundenmeinungen – wie Sie als Unternehmer
davon profitieren!
Börge Grothmann, Chief Sales Officer – Mitglied der Geschäftsführung,
eKomi Deutschland GmbH
Website Boosting durch Social-Media-Integration – 7 Erfolgsfaktoren
Dr. Thomas Völcker, Geschäftsführer, allyve GmbH & Co. KG
Social Media Marketing – aber nur unter Beachtung von
Schutzrechten Dritter
Dr. Sascha Abrar, LL.M., Rechtsanwalt und Fachanwalt für
gewerblichen Rechtsschutz, Siebeke Lange Wilbert
15.15 - 15.45 Kaffeepause und Besuch der Fachausstellung
15.45 Trends
Aktuelle Marketing Möglichkeiten richtig einsetzen: Content Marketing, RoPo,
Gamification…
N.N.
wb
Real Time Bidding – effizienter Budgeteinsatz
David Pikart, CEO, evania GmbH
10.45 - 11.30 Kaffeepause und Besuch der Fachausstellung
11.30 Suchmaschinenoptimierung / -marketing
Data-driven Online Marketing – Wie sich E-Commerce Category Killer einen
nachhaltigen Wettbewerbsvorteil sichern
Andreas Reiffen, Gründer & Geschäftsführer, crealytics GmbH
Search international – SEO, SEA & Social Media strategisch
sinnvoll einsetzen
Tobias Jungcurt, Leiter SEO, SoQuero GmbH
Social Media für SEO genutzt
Heiko Eckert, Head of Online Marketing, mytheresa.com GmbH
Keynote
13.15 - 14.15 Mittagessen und Besuch der Fachausstellung
14.15 Social Media Marketing
Die Macht der Kundenmeinungen – wie Sie als Unternehmer
davon profitieren!
Börge Grothmann, Chief Sales Officer – Mitglied der Geschäftsführung,
eKomi Deutschland GmbH
Website Boosting durch Social-Media-Integration – 7 Erfolgsfaktoren
Dr. Thomas Völcker, Geschäftsführer, allyve GmbH & Co. KG
Die Fanpage im Spannungsbogen zwischen Information
Praxis
und Entertainment
Manfred Meindl, Leiter Online-Marketing, VAUDE Sport GmbH & Co. KG
15.45 - 16.15 Kaffeepause und Besuch der Fachausstellung
16.15 Trends & Recht
Der mobile Markt 2012: Status Quo – Herausforderungen, Ausblick
Oliver von Wersch, Geschäftsführer, G+J Electronic Media Sales GmbH
Marken in Bewegung – Wie sich Brands mit Bewegtbild erfolgreich
inszenieren können
Robert Herrmann, Head of Planning Strategy, Yahoo! Deutschland
Pimp my Online Reputation! 10 Tipps für Ihr
persönliches Karrieremanagement im Netz
Melanie Vogelbacher, Geschäftsführung, reputeer GmbH & Co. KG
Nutzung und Wirkung von Mobile Location Based Advertising
Prof. Dr. Martin Spann, Institut für Electronic Commerce und
Digitale Märkte, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
Studie
Fallstricke im E-Mail-Marketing rechtssicher umgehen
Dr. Kerstin A. Zscherpe, Senior Counsel, CSC
17.15 Abschlussdiskussion
17.45 Abschlussdiskussion
Intensiv-Workshops parallel zur Konferenz
Workshops in Düsseldorf *
Workshop 1 – 11.15 bis 12.45 Uhr
Workshops in München *
Workshop 1 – 11.30 bis 13.00 Uhr
SEO – Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung
OnSite: Die Optimierung der Website als grundlegender Baustein des SEO
Keyword-Recherche und Analyse
Content-Optimierung: Wie sorge ich für interessante Inhalte auf meiner Website
OffSite / Linkpopularität: Wege zu einem qualifizierten Link-Building
Universal Search
Sind Sie interessiert einen Workshop zu leiten?
Dann melden Sie sich gerne bei mir:
[email protected]
Jan Schweder, Teamleiter + Technischer Leiter
trafficmaxx – Online Marketing Services / construktiv GmbH
Workshop 2 – 13.45 bis 15.15 Uhr
Workshop 2 – 14.15 bis 15.45 Uhr
SEO und Usermetriken
SEO und Usermetriken
Wie richte ich meine Website auf die neuen Rankingkriterien aus?
Wie generiere ich positive Signale im Bereich der Usermetriken?
Wie man mit Personas die Conversion erhöht.
Herbert Hartung, Geschäftsführer, isa-media GmbH
Wie richte ich meine Website auf die neuen Rankingkriterien aus?
Wie generiere ich positive Signale im Bereich der Usermetriken?
Wie man mit Personas die Conversion erhöht.
Herbert Hartung, Geschäftsführer, isa-media GmbH
Stand: 22.05.2012
E-COMMERCE
Internet World BUSINESS
Shop-Umzug zu IBM
SPREADSHIRT
TV-Spot für Webshop
Der Online Shop für individuell kreierte Bekleidung Spreadshirt will seine Bekanntheit
über eine eigene TV-Kampagne steigern
und den Kunden zeigen, wie leicht es ist,
Kleidung selbst zu gestalten. „Deine Klamotten – deine Kreation“ heißt der Claim
des 20-Sekünders, der seit 15. Mai in Kernmärkten wie Deutschland, Großbritannien
und Frankreich läuft. Zu sehen sind die
Clips in Deutschland auf Pro Sieben, Kabel
1, N24 und während der EM-Berichterstattung auf den öffentlich-rechtlichen TVSendern. Zielgruppe sind Männer ab 25
Individuelle T-Shirts zu entwerfen, ist
nicht schwer, kommuniziert Spreadshirt
Jahren, erklärt Andreas Milles, Director
Brand & Communications bei Spreadshirt.
Der Spot wurde bei Spreadshirt inhouse
entwickelt. Für Produktion und Media
zeichnet die Berliner Agentur DC Media
verantwortlich. Flankierend kommen klassische Online-Werbung und Social Media
zum Einsatz. dz
11/12
Studie: Multichannel 2020
C&A
C&A will stationäre Filialen und Webshop
künftig besser verzahnen und setzt daher
in Sachen Shop-Struktur und Order-Management auf IBM. Der IT-Anbieter soll die
neue Plattform bis 2017 betreiben. Unternehmensangaben zufolge stiegen die
E-Commerce-Umsätze 2011 um 40 Prozent. Noch im Mai will C&A Ländershops
in Belgien und Italien launchen. dz
29. Mai 2012
Dem Handel steht in Sachen Multichannel noch einiges an Umbauarbeit bevor
T
raditionelle Handelsketten schaffen
es derzeit nur schwer, mit den schnell
wachsenden Anforderungen der Verbraucher an Multichannel-Services Schritt zu
halten. „Wir beobachten eine eklatante
Lücke zwischen dem, was Kunden wollen, und dem, was Händler bieten“, lautet
die Bilanz der Unternehmensberater von
Pricewaterhouse Coopers zu ihrer Studie „Customers take control. Multi-channel – the changing Swiss retail landscape“,
die aber auch für deutsche MultichannelHändler gelten kann. Um MultichannelHändlern bei der Verknüpfung ihrer Verkaufskanäle zu helfen, haben die Berater
ein Szenario entwickelt, wie Multichannel
im Jahr 2020 aussehen kann.
Multichannel im Jahr 2020:
Eine Studie liefert Prognosen
Foto: Fotolia / Gina Sanders
22
Die besten drei aus 200
große Sortimente zu navigieren und aus
Online-Händler werden besser darin wer- 200 verfügbaren Produkten einer Kategoden, ihren Kunden dabei zu helfen, durch rie genau die drei herauszufinden, die für
die eigenen Bedürfnisse die
besten sind, sind die E-Commerce-Experten überzeugt.
Die Top-Multichannel-Shops der Schweiz
Darüber hinaus sollen soWer ist Ihr liebster Multichannel-Anbieter?
ziale Medien bei der Umsatzsteigerung für Händler
34%
Migros
eine wichtigere Rolle spielen
30%
Coop
als bisher. Kunden werden
19%
Apple
ihre Kaufvorlieben stärker
17%
Nespresso
über soziale Netze kommu11%
Interdiscount
nizieren und Händler wer11%
Digitec
den geschickter darin werden, diese Informationen
10%
Tchibo
Mehrfachnennungen
zu nutzen, um Kunden in10%
Ikea
möglich
dividuellere Werbebotschaf6%
Orell Füssli
ten zu kredenzen, prognosti6%
Denner
zieren die PricewaterhouseCoopers-Berater.
Der Vorsprung der Großen ist noch nicht gewaltig
Auch mobile Tools werden
© INTERNET WORLD
Quelle: Pricewaterhouse Coopers; Stand: Mai 2012
Business 11/12
Basis: 1.000 Schweizer Konsumenten
zur Einflussnahme auf den
gesamten Kaufprozess des
Kunden künftig eine wichtigere Rolle
spielen. Darüber hinaus werden
Händler ihre Supply Chains komplett überarbeiten müssen. „Es
werden mehr Produkte nach
Hause geliefert werden und Online-Bestellungen, die im Laden
abgeholt werden, nehmen zu“, so
die Prognose. Das hat zur Folge,
dass Händler ihre Bestände künftig öfter in zentralen Warenlagern
konsolidieren, weniger Produkte
einlagern müssen, weniger Kapital binden und so effizienter und
profitabler arbeiten können.
Offline gucken, online kaufen
Speziell für die Schweiz orakeln
die Auguren, dass Online-Lebensmittelhändler wie Migros und Coop künftig auch in Kategorien wie Elektronik und
Spielwaren zulegen werden und zum einen kleine, ultrakomfortable Outlets für
jedes Produktsegment sowie Megastores
in Ballungszentren eröffnen werden. Der
Schlüssel zum Erfolg sollen dann einstündige Lieferzeitfenster sowie rund um die
Uhr zugängliche Click-and-Collect-Stellen sein. Für Marken wie Apple oder Abercrombie & Fitch sehen die Marktforscher
boomende Geschäfte vor allem dank einer
wachsenden Community an Fans und Followern. Auch Luxusartikelhersteller werden über eine starke Online-Präsenz zu
Multichannel-Händlern migrieren und
in einer kleinen Zahl von Flagship Stores
Kunden nur noch die Gelegenheit bieten,
die Produkte in Augenschein zu nehmen
und dann online zu bestellen. Der Großteil der Bestellungen, so das Studienfazit,
wird dann online oder mobil per Smart■
phone oder Tablet eingehen. dz
MYFAB
Vorübergehende Funkstille
Myfab.com hat seinen Online-Möbelshop
vom Netz genommen. „Das Wissen um
unsere Fehler der Vergangenheit und die
gesteigerten Ansprüche an unseren Service
sind für uns Anlass, unser aktuelles Geschäftsmodell zu überdenken“, heißt es
auf der Website. Künftig wolle man sich
auf den Verkauf von ab Lager verfügbaren
Bestseller-Produkten konzentrieren. Auch
einen neuen Mehrheitseigentümer soll es
geben: Die Web Media Group, die in
Frankreich auch andere Möbelangebote
betreibt, will nach Informationen des ECommerce-Blogs „Exciting Commerce“ 51
Prozent der Myfab-Anteile übernehmen,
nachdem der Luxuskonzern PPR im Streit
ausgeschieden ist. dz
Anzeige
DHL testet Frischelieferung
Grundversorgung statt Convenience soll DHL Wachstum bescheren
I
n der Auslieferung von Produkten des tel.de, Unsere Schlemmertüte, Supertäglichen Bedarfs sieht Andrej Busch, markt.de und Amazon. Drei speziell geLeiter des Paketgeschäfts von DHL, schon schulte Mitarbeiter sollen sich mit Fahrlange ein wachstumsträchtiges Geschäfts- zeugen von DHL-Paket um die Ausliefefeld. Aktuell gehe es im Versandhandel vor rung kümmern. Hier könne aber kurzfrisallem um Convenience, künftig soll der tig auch aufgestockt werden, sobald dies
Versandhandel die Grundversorgung der erforderlich wird, so ein DHL-Sprecher.
Menschen übernehmen, so lautete seine Die Preise für diesen Service muss jeder
These schon auf dem Versandhandelskon- Händler selbst verhandeln. Ein Rollout in
gress vergangenen Herbst in Wiesbaden.
andere Großstädte sei bei Bedarf ebenfalls
■
Jetzt geht der Logistikkonzern die ersten schnell umsetzbar. dz
Schritte in diese Richtung –
über die Beteiligung am WebSupermarkt Allyouneed.com
und über ein neues Pilotprojekt,
bei dem im Großraum Köln die
Auslieferung von frischen Lebensmitteln in festen Zeitfenstern zwischen 18 bis 20 Uhr und
20 bis 22 Uhr getestet wird. Kooperationspartner sind fast alle
namhaften Online-Supermärkte, darunter Allyouneed, Gour- Drei DHL-Fahrer liefern nun im Großraum Köln Lebensmondo, Biodirekt, Lebensmit- mittel von Allyouneed, Gourmondo und anderen aus
Froodies meldet
Insolvenz an
V
iel zu sagen hat Froodies-CEO Ingo
Bohg bezüglich seines Gangs zum Insolvenzverwalter nicht: „Da es überraschend zusätzlichen Abstimmungsbedarf
unter den Investoren gab, konnte die geplante zweite Finanzierungsrunde wider
Erwarten nicht abgeschlossen werden.
Vor diesem Hintergrund mussten wir die
Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragen. Gemeinsam mit dem vorläufigen
Insolvenzverwalter werden nunmehr
Möglichkeiten für eine Sanierung des Unternehmens geprüft“, lautet das offizielle
Statement. Währenddessen bemüht sich
Wettbewerber Saymo darum, durch die
Froodies-Insolvenz nicht den ganzen Online-Lebensmittelhandel abzuschreiben.
„Wir arbeiten profitabel“, so Saymo-Chef
Mohammed Mosavi. Zu den größten Erfolgsfaktoren zählten Cloud-Logistik und
transaktionsbasierte Logistikkosten. Auch
die strikte Kundenorientierung sieht der
Saymo-Gründer als wesentliches Krite■
rium für seinen Erfolg. dz
E-COMMERCE
23
Was will Rakuten mit Pinterest?
Rakuten-Gründer Hiroshi Mikitani hat schon ein paar vielversprechende Ideen
E
in 100-Millionen-Dollar-Investment
in den Online-Bilderdienst Pinterest
ist für Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani
angesichts gut gefüllter Kassen sicher keine
große Sache. Für die Übernahme des
US-Shopping-Portals Buy.com legten
die Japaner 250 Millionen US-Dollar auf
den Tisch. Der E-Book-Dienst Kobo war
ihnen sogar 315 Millionen US-Dollar
wert. Trotzdem verleiht der Deal dem japanischen E-Commerce-Granden eine neue
Bedeutung – immerhin hat sich Pinterest
für diverse Webshop-Betreiber schon zu
einer beachtlichen Traffic-Quelle entwickelt. Doch was genau hat Rakuten mit
Pinterest vor?
Viele Ideen für Social Commerce
Volle
Serverpower:
Sie sitzen
First Class.
+
=
Pinterest und Rakuten: Das neue Dreamteam weckt bei vielen
die Hoffnung, dass Social Commerce doch funktioniert
Hiroshi Mikitani hat hier schon sehr
genaue Vorstellungen. „Wir wollen es unseren
Nutzern ermöglichen, Bilder auf eine sehr einfache Art zu pinnen“, erklärte der Rakuten-Chef
gegenüber der „Financial Times“. Man denke
gerade darüber nach, wie man Pinterest tiefer in
alle vorhandenen E-Commerce-Seiten einbinden könne. Eine Möglichkeit sei dabei laut dem
US-Branchendienst „Tech Crunch“, die „Rakuten-ID“, die – ähnlich wie Amazon Checkout –
sämtliche Nutzerdaten samt Bezahlinformationen hinterlegt hat, mit der Online-Pinnwand zu
verknüpfen. Nutzer können dann über ihre Rakuten-ID Bilder pinnen, anschauen und interessante Produkte auch gleich bestellen – irgendwo
im Web oder auf den Rakuten-eigenen Shopping-Seiten. Dies hat laut Mikitani auch noch
den weiteren großen Vorteil, dass man die vielen
Rakuten-ID-Besitzer, die ihren Account gegenwärtig nicht nutzen, wieder aktivieren könnte.
Die Idee hat Potenzial: Mit 80 Millionen Rakuten-ID-Besitzern (und damit rund 75 Prozent
der japanischen Internet-Nutzer) könnte sich
Pinterest die gewünschte stärkere Marktposition
in Japan sichern. Weitere Synergien zwischen
Rakuten und Pinterest sieht Mikitani auch im
mobilen Handel. Aktuell erziele sein Unternehmen rund 25 Prozent der Umsätze über mobile
Kanäle. Mit Pinterest könne dieser Anteil sicher
noch gesteigert werden.
Als interessanteste Produktkategorien für den
Vertrieb über Pinterest hat Mikitani Möbel, Heim■
dekor und Sportartikel ausgemacht. dz
Managed Server
Mobiler Einkauf steigt an
Einer Studie zufolge kauft bereits jeder dritte Smartphone-Nutzer mobil ein
M
it dem spürbaren Aufwärtstrend bei der auch die mobilen Bezahldienste weiter auf: AktuNutzung von Smartphones legt auch der ell würden bereits 41 Prozent der Nutzer ihre Einmobile Einkauf deutlich zu – 31,7 Prozent der käufe über Dienstleister bezahlen, im Frühjahr
deutschen Smartphone-Besitzer sollen ihr Tele- 2011 waren es 38 Prozent. Die traditionellen Befon mittlerweile zum Einkaufen einsetzen. Zu zahlwege mittels Rechnung und Kreditkarte würdiesem Ergebnis kommt die Sonderbefragung den beim mobilen Einkauf zwar immer noch am
„Mobiler Einkauf und Bezahlung mit dem Smart- meisten genutzt, der Nutzeranteil habe allerdings
phone“, die der Bundesverband des Deutschen abgenommen. Die in diesem Frühjahr durchgeVersandhandels (BVH) und die Wirtschaftsaus- führte Studie basiert auf einer bundesweiten repräkunftei Creditreform Boniversum durchgeführt sentativen Online-Umfrage bei Personen im Alter
■
haben. Jedes dritte Mobiltelefon in Deutschland sei zwischen 18 und 69 Jahren. tdz
mittlerweile ein Smartphone.
Besonders technikaffine und jüngere
Menschen zwischen 18 und 29 Jahren
Demografische Daten zum M-Commerce
würden ihr Handy auch zum mobilen
April 2012 und Abweichung (Abw.) zum Vorjahr in Prozentpunkten
Einkauf verwenden, wobei Männer ihr
Basisdaten
Nutzung
Keine Nutzung
Smartphone mit rund zehn ProzentApril 2012 Abw.
April 2012 Abw.
punkten intensiver als Frauen nutzen.
Gesamt
31,7
%
+
8,3
68,3 %
– 8,3
Mobile Commerce sei im Vergleich zum
Nach Geschlecht
Vorjahr um 8,3 Prozent angestiegen.
Mobile Zahldienste legen zu
„Dass Mobile einer der wichtigsten
Trends im interaktiven Handel ist,
beobachten wir schon seit 2010. Diese
Entwicklung ist allerdings wirklich
beeindruckend und sprengt unsere
Erwartungen“, betont BVH-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.
Die Geschwindigkeit, mit der dieser
Bereich des E-Commerce wachse, stehe
der Gesamtentwicklung des E-Commerce in nichts nach. Laut Studie holen
Männer
36,9 %
+ 10,9
63,1 %
– 10,9
Frauen
26,7 %
+ 5,9
73,3 %
– 5,9
18–39 Jahre
45,1 %
+ 16,4
54,9 %
– 16,4
40 Jahre und älter
23,0 %
+ 3,0
77,0 %
– 3,0
– 10,8
 Intel Xeon x3430 (4 x 2,40 GHz)
 8 GB RAM
 500 GB SATA Hardware-RAID
 500 GB Datentransfer enthalten
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einmalige Setup-Gebühr 199,00 €
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Nach Altersgruppen
Nach monatlichem Haushaltsnettoeinkommen
Geringverdiener: < 1.500 €
32,4 %
+ 10,8
67,6 %
Normalverdiener: 1.500–2.500 €
29,7 %
+ 3,9
70,3 %
– 3,9
Gutverdiener: > 2.500 €
33,6 %
+ 9,9
66,4 %
– 9,9
© INTERNET WORLD Business 11/12
Quelle: BVH & Boniversum; Stand: April 2012; Basis: repräsentative
Online-Umfrage bei Personen zwischen 18 und 69 Jahren
Premium-Support mit
kostenloser Hotline
0800 – 775 775 7
www.centron.de
24
E-COMMERCE
Internet World BUSINESS
29. Mai 2012
11/12
EBAY-STUDIE
Handel rund um den Erdball
Grenzüberschreitender Warenverkauf ist für die Mehrzahl der deutschen Shop-Betreiber mittlerweile Alltag
F
terlassen jedoch Spuren: 46
das 13 Prozent der Befragten
Prozent der Händler erwarins Feld führen. „Globaler
ten, dass die Krise zu einer
Handel kann also nicht nur
Verschlechterung der Exals Gefahr für die deutschen
portmöglichkeiten in LänShop-Betreiber gesehen werder wie Griechenland, Spaden. Er birgt auch das Potennien oder Italien führt. Im
zial, mehr Einnahmen zu
Gegenzug rechnen jedoch
generieren“, so Lindner.
24 Prozent damit, dass sich
Die größten Hemmnisse
neue Ausfuhrmöglichkeiten
liegen den Befragten zufolge
in Länder wie Brasilien,
im oftmals langsamen und
China, Russland oder Indien
teuren Versand, in unterauftun werden. Dementschiedlichen rechtlichen Vorsprechend glaubt fast ein
gaben sowie in Zöllen und
Steuern. Vor allem beim
Viertel der Befragten, dass
Verkauf in Nicht-EU-StaaChina bis Ende 2013 der
ten spielen diese eine Rolle:
wichtigste Exportmarkt sein
Europa bedeutendster Markt
73 Prozent der Händler nenwird, 14 Prozent sehen Russ- China und Russland gewinnen neben Europa immer mehr an Bedeutung
nen sie als Handelsbarriere.
Die mit Abstand wichtigste Region für den land an erster Stelle. „Schon
In einem Positionspapier, das eBay in
grenzüberschreitenden Handel ist – trotz heute verkaufen 42 Prozent der Händler der weltweiten wirtschaftlichen Stagnation
der Euro-Krise – das europäische Ausland, nach Russland und 18 Prozent nach China. nötig werden könnte, Länder wie Ägypten, Brüssel vorgelegt hat, mahnt der Markt88 Prozent der Shop-Betreiber haben in Das zeigt, dass der Handel auch andershe- Südafrika, Kolumbien, Indonesien oder platzbetreiber entsprechende Verbesseden letzten zwölf Monaten dorthin Ware rum funktioniert und wir nicht nur Billig- Vietnam für den Export zu erschließen. rungen an. So solle die Politik beispielsverkauft. Dahinter folgen mit 42 Prozent artikel aus China erhalten. Hier liegen gro- Europa bleibt jedoch – zumindest für ab- weise darauf hinwirken, dass die InfraRussland und mit 30 Prozent Nordamerika. ße Chancen für deutsche Händler“, resü- sehbare Zeit – der wichtigste Markt: 54 struktur für den europaweiten Versand
Nach Australien und in die Türkei expor- miert Nikolaus Lindner, Leiter Govern- Prozent sind der Ansicht, dass auch Ende verbessert wird und dass klare und transtieren immerhin jeweils noch rund ein ment Relations bei eBay in Deutschland. des kommenden Jahres die meisten Waren parente Kostenstrukturen entstehen. „Es
ist schlicht nicht nachvollziehbar, warum
Viertel der deutschen Online-Händler. Die Knapp 15 Prozent der Händler halten es ins europäische Ausland verkauft werden.
der Versand eines Päckchens in einen Ort
wirtschaftlichen Probleme in Europa hin- aber auch für denkbar, dass es aufgrund
Neue Kunden gewinnen
fünf Kilometer hinter die eigene Grenze
Interessant wird der grenzüberschreitende gleich deutlich teurer ist als im Inland“,
Handel für die Shop-Betreiber vor allem kritisiert Lindner. Auch die HarmonisieVorteile des grenzüberschreitenden Handels
deswegen, weil er die Möglichkeit bietet, rung der rechtlichen Regelungen – die zwar
Was Shop-Betreiber am Verkauf ins Ausland schätzen
den Kundenbestand zu vergrößern und stetig, aber nur langsam voranschreite –
mehr Ware zu verkaufen. Für jeweils rund berge Spielraum für Verbesserungen: „UnMöglichkeit, den Kundenbestand zu erhöhen
36 %
ein Drittel der Händler sind dies Gründe ser Wunsch ist, dass es kleineren Händlern
für den gezielten Absatz jenseits der eige- leichter gemacht wird, international zu
Möglichkeit, eine größere Menge an Produkten zu verkaufen
34 %
nen Landesgrenzen. Außerdem lassen sich verkaufen und sie sich nicht im Dickicht
Möglichkeit, die Ware teurer zu verkaufen als in Deutschland
13 %
bestimmte Produkte im Ausland teurer der unterschiedlichen Regelungen zu■
verkaufen als hierzulande – ein Argument, rechtfinden müssen“, so Lindner. cf
Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln
9%
Foto: Fotolia / VRD
ür deutsche Online-Händler gewinnt
der Verkauf ins Ausland an Bedeutung:
Bei 57 Prozent der Händler haben die Exporte ins Ausland seit 2007 zugenommen,
22 Prozent verzeichnen sogar eine sehr
starke Zunahme. Und der Trend wird anhalten: Jeder zweite Händler geht davon
aus, dass der grenzüberschreitende Handel auch in Zukunft weiter wachsen wird,
ein Drittel rechnet zumindest mit einem
gleichbleibenden Volumen. Zu diesen Ergebnissen kommt das aktuelle Online
Business Barometer, für das eBay 869
deutsche Händler befragt hat, die unter
anderem auf dem eBay-Marktplatz einen
Shop betreiben.
Möglichkeit, in Deutschland unbeliebte Produkte zu verkaufen
4%
Möglichkeit, saisonale Ware ganzjährig zu verkaufen
4%
© INTERNET WORLD Business 11/12
Mehr Produkte an mehr
Kunden verkaufen zu können,
und das vielleicht sogar noch
teurer, reizt die Shop-Betreiber
Hindernisse für grenzüberschreitenden Handel
Welche Barrieren Händler beim Verkauf ins Ausland sehen
Quelle: eBay Online Business Baromeer; Stand: Mai 2012; Basis: n = 869
Zölle/Steuern
73 %
77 %
72 %
Hohe Kosten beim internationalen Versand
Entwicklung des grenzüberschreitenden Handels
Auslandsmärkte der Zukunft
Veränderung in den letzten fünf Jahren
und in Zukunft
Nordamerika
57 %
51 %
Mehr
Weniger
Weiß nicht
34 %
13 %
9%
8%
6%
2%
Türkei
Sonstige
3%
40 %
Unzureichende internationale Versandservices
Fehlende Kenntnisse der ausländischen Märkte
32 %
34 %
Sprache
4%
14 %
Europa
China
seit 2007
54 %
23 %
zukünftig
Vorauszahlungen
31 %
31 %
Fehlendes Vertrauen in ausländische Kunden
29 %
31 %
China sieht fast ein Viertel der Befragten
schon Ende 2013 als wichtigsten Exportmarkt
Quelle: eBay Online Business Barometer; Stand: Mai 2012;
Basis: n = 869
© INTERNET WORLD Business 11/12
Quelle: eBay Online Business Barometer; Stand: Mai 2012;
Basis: n = 869
© INTERNET WORLD Business 11/12
26 %
27 %
Ungenügende Nachfrage
Fehlende Ressourcen
26 %
30 %
Wechselkursschwankungen
25 %
31 %
Wirtschaftliche/politische Unruhen
Jeder zweite Händler glaubt, dass der Warenverkauf ins Ausland weiter zunehmen wird
Kulturelle Unterschiede
© INTERNET WORLD Business 11/12
49 %
33 %
36 %
Russland
22 %
Gleich viel
Wichtigster Exportmarkt bis Ende 2013
51 %
51 %
Zu viele verschiedene nationale Bestimmungen
Mehrfachnennungen
möglich
Exporte innerhalb der EU
Exporte außerhalb der EU
22 %
27 % Zölle, hohe Versandkosten und
15 %
18 %
unterschiedliche Rechtsregelungen
behindern den Auslandshandel
Quelle: eBay Online Business Barometer; Stand: Mai 2012; Basis: n = 869
11/12
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E-COMMERCE
Internet World BUSINESS
25
SHOPPING PARTIES
Revival der Avon-Beraterinnen
Shopping Parties gelten als neuester Schrei im E-Commerce – und Investoren finden Gefallen an ihnen
nicht selten allein die Beraterin das Risiko.
Diese musste die Produkte zunächst selber
kaufen, bevor sie sie an die Kundin weiterverkaufen konnte. „Das ist bei uns nicht
so“, betont Heydenreich. Doch ganz ohne
Eigeninvestition geht es auch hier nicht.
Der „Stylecoach“, wie die Beraterin nun
heißt, muss ein Starterpaket für 199 Euro
kaufen und präsentiere die Produkte entweder auf den „Styleparties“ oder in der
„persönlichen Online-Boutique“. Ob
mann/frau dazu den Online Shop, einen
Katalog oder eben einen Produktkoffer
nutze, sei jedem selbst überlassen. „Allerdings ist ein Beratungsgespräch deutlich
überzeugender, wenn man ein reales Produkt zeigen kann“, räumt Heydenreich ein.
Auch die „Stylistinnen“ von Juvalia &
You bekommen einen individuellen Online
Shop zur Verfügung gestellt, über den auch
ihre Provisionen direkt gutgeschrieben
werden, erklärt Juvalia-Gründer Magnus
Resch. Versand, Rechnungsabwicklung
und weitere Leistungen übernimmt das
Unternehmen. Die Vorteile: „Die Kunden
bekommen schneller ihre Ware, für die
Stylistinnen ist das Abrechnungsmodell
einfacher“, zählt Resch auf. Der Online
Shop erlaube der Stylistin, Produkte zu
zeigen, ohne direkten Verkaufsdruck auszuüben: „Du musst nicht
jetzt kaufen. Du kannst
„Zehn Frauen um einen Tisch
jederzeit in den Online
Shop gehen.“
voll Schmuck entfachen eine
Branchenkollege Heysehr emotionale Diskussion.“
denreich ergänzt: „Beide
Verkaufskanäle – Style
GERALD HEYDENREICH
Party und Online Shop –
Gründer Pippa & Jean
kontrolliert der Stylecoach und entscheidet,
vorwiegend weibliche Zielgruppe, erklärt wo welche Produkte gezeigt werden.“ Die
Pippa & Jean-Gründer Gerald Heydenreich: Kundin registriert sich und wird nach einem
„Stellen Sie sich mal zehn Frauen um einen kurzen Stylecheck einer Beraterin zugeTisch voll Schmuck vor. Es entsteht eine ordnet. Heydenreich: „Wir geben jeden
emotionale Diskussion: Es gibt nur Be- Kontakt immer an einen Stylecoach weiter, weil es uns um die persönliche Beziegeisterung oder Ablehnung.“
hung und Betreuung des Kunden geht. Bei
Verkaufsdruck herausnehmen
uns selber kann man nicht kaufen.“ EntIn der Verknüpfung von Party und Web- sprechend versteht sich das Start-up auch
shop soll der wesentliche Vorteil gegen- nicht als Händler, sondern als „Produktüber den üblichen Verkaufsshows im hei- unternehmen“. Und da stecke viel mehr
mischen Wohnzimmer liegen. Bisher trug dahinter, erklärt Heydenreich, der auch
schon die Shopping Community Buy Vip
Frauen und aus der Taufe gehoben hatte. „Als ProduktSchmuck: Ein unternehmen entwickeln wir mit eigenen
hoch emotionales Designern eigene Produkte, haben ein
Geschäftsfeld Vertriebssystem, das zum einen auf OfflineParty-Verkauf beruht, und bauen
zudem eine komplexe
E-Commerce-Struktur
auf. Das heißt, wir machen drei Dinge gleichzeitig, was deutlich
seikomplizierter ist als sei
nerzeit das Buy-Vipeit mit Sequoia Anfang vergangenen
Jahres einer der prominentesten USWagniskapitalisten mit Stella & Dot in den
Markt für Home Shopping Parties eingestiegen ist, boomt die Kombination aus
Party Selling und E-Commerce. Obwohl
Avon-Beraterinnen in den USA heute
rund 75 Prozent weniger operativen Gewinn pro Person als noch vor zehn Jahren
erzielen, sehen Investoren in dem Markt
offenbar eine lukrative Zukunft.
Unverständlich ist das nicht, erzielt
doch der Direktvertrieb laut Branchenverband BDD Kundenzufriedenheitsquoten,
von denen Webshops und stationärer
Handel nur träumen können. Mehr als 99
Prozent der Käufer hätten nichts bei ihren
Bestellungen beanstandet, nur etwa jeder
190. Vertrag wurde widerrufen, so das Fazit
für 2011. BDD-Geschäftsführer Jochen
Clausnitzer führt das vor allem auf die
umfassende Beratung des Kunden zurück.
Entsprechend versuchen diverse Startups nun, Best of E-Commerce mit den
Vorteilen des persönlichen Gesprächs zu
paaren. Jüngste Beispiele: Juvalia & You
sowie Pippa & Jean. Nicht zufällig treten
beide im Bereich Schmuck an, einem
„hoch emotionalen“ Produkt, das wie geschaffen ist für Shopping Parties und ihre
merce-Konzepte ein, könne das das Kundenerlebnis „durchaus beflügeln“.
Chancen sieht er außer
für emotionale auch für
sehr erklärungsbedürftige Produkte wie den hauseigenen Thermomix. Der
Vorwerk-Mercedes unter
den Küchenmaschinen
wird nahezu ausschließlich über das Party-System vertrieben – mit
zweistelligen Wachstumsraten, betont das Unternehmen. Denn der Bedarf
an „qualifizierter Beratung“ sei vor allem bei
sehr teuren Produkten
„unverändert hoch“. Ob
das Web eher Kontakt- als
Vertriebskanal ist, hängt
vom Produkt ab. Während sich Zubehör für Kobold-Staubsauger gut online verkauft, ist es schwieriger, den Thermomix
auch künftig nicht über
einen Online Shop, Media
Jetzt klingelt sie wieder an der Tür: Die traditionelle Avon-Bera- Markt oder Social Media
zu verkaufen, ist sich
terin soll durch das Web neue Umsatzhöhenflüge ermöglichen
Meurer sicher: „Man
Konzept.“ Nur daraus zu schlussfolgern, kann sich bei SEM und SEO zu Tode verdass der E-Commerce vor einer neuen ausgaben, erzielt aber trotzdem keine
Partywelle stehe, greife deshalb zu kurz. Konversion im Shop, weil die Vorteile des
„Wir sind überzeugt, dass man die Vorteile Produkts nur in der Vorführung erlebbar
des klassischen Handels, nämlich eine sind.“ Einen Fehler will der Direktverpersönliche Kundenbetreuung, und die triebs-Pionier auf jeden Fall nicht machen:
Kraft der Kleinunternehmerinnen mit „Auf Kundenseite findet ein Generationsdenen des E-Commerce verbinden kann“, wechsel statt. Deren Kanäle nicht zu bedienen, heißt, die Chance zu verpassen,
so sein Resümee.
„Die zwischenmenschliche Komponente macht
diese Konzepte so attraktiv“, schätzt auch E-Commerce-Experte
Jochen
Krisch. Es sei eben ein
Unterschied, ob man anonym und einsam shoppe
oder mit einem Verkäufer
interagiere. „Händler, die
diese zwischenmenschliche Komponente für sich
nutzen und Bindungen zu
den Käufern aufbauen
können, haben mittelfristig einen erheblichen
Wettbewerbsvorteil.“
Von dieser Perspektive
ist auch Vorwerk Ventures, Venture-Capital- Pippa & Jean bietet jedem „Stylecoach“ einen eigenen Webshop,
Gesellschaft der Vor- der den Verkaufsdruck aus der Live-Veranstaltung nehmen soll
werk-Gruppe, überzeugt
und nur wenige Tage nach dem offiziellen mit künftigen Käufergenerationen in KonLaunch bei Pippa & Jean eingestiegen. takt zu treten“, sagt Meurer. Die DirektverDirk Meurer, Geschäftsführer von Vor- triebskompetenz wird nach Einschätzung
werk Ventures, erklärt, was für ihn den von Jochen Krisch umso wichtiger je mehr
Reiz des Konzepts ausmacht: „Über An- Läden/Filialen geschlossen werden könsätze wie den von Pippa & Jean lassen sich nen. Entscheidend sei in Zukunft, „wer
verschiedene Verkaufskanäle konfliktfrei den besten Kundenkontakt hat und am
■
harmonisieren.“ Beziehe man die persönli- kundennächsten verkaufen kann“.
che und beratende Komponente in E-ComCHRISTINA ROSE
Foto: Avon
S
26
E-COMMERCE
Internet World BUSINESS
29. Mai 2012
11/12
WARENKORBERHÖHUNG
Immer rein damit, bitte!
Nach Traffic- und Konversionsratenoptimierung beginnen Händler jetzt damit, an der Warenkorbhöhe zu schrauben
I
m E-Commerce gibt es eine einfache
Formel: Traffic mal Conversion Rate
mal Warenkorbhöhe ist gleich Umsatz. In
den vergangenen Jahren kümmerten sich
Shop-Betreiber vornehmlich um die Optimierung von Traffic und Konversionsrate.
Die Bemühungen in den kommenden Jahren, so sind sich Branchenkenner sicher,
werden auf die Steigerung der Warenkorbhöhe abzielen. Als Meister dieser Disziplin
gilt bislang Amazon. Die Produkt-Bundles,
die der Online-Warenhausriese beispielsweise am Ende einer Produktdetailseite
anbietet, sind preislich oft nicht geringer
als die Summe der Einzelpreise. Dennoch
kaufen die Kunden spontan mehr, als sie
ursprünglich wollten. Usability-Forscher
Thorsten Wilhelm kennt zumindest teilweise den Grund für dieses irrationale
Verhalten: „Nachdem Nutzer ein Produkt
in den Warenkorb gelegt haben, stellt sich
ein Hochgefühl ein. Sie legen ihre kritische
Grundhaltung teilweise ab und haben eine
rosarote Brille auf.“
Die Warenkorbwertoptimierung sollte
freilich unterschieden werden von der reinen Umsatzmaximierung, die mehrere
Stolperfallen birgt:
■ steigende Retourenquoten
■ steigende Zahlungsausfälle
■ überproportional steigende HandlingKosten
korbwert, Konversionsrate oder
Traffic“, glaubt auch Florian
Schneider von der Mainzer
Agentur Netz98. „Entscheidend ist doch, wie die Rädchen zusammenwirken.“
Der
eindimensionale
Blick auf die Steigerung
der Umsätze oder Conversion Rates kann zum
Beispiel völlig unerwartet
mit höheren Zahlungsausfällen einhergehen.
Es gibt verschiedene Methoden, wie sich die durchschnittliche Warenkorbhöhe
steigern lässt. Wir stellen Ihnen
einige vor und weisen gleichzeitig auf die Probleme hin.
Cross-Selling/Upselling
Dass ausgerechnet der Mode-Shootingstar Zalando als Beispiel dafür steht, wie
man Cross-Selling nicht macht, zeigt ein
Usability-Test von Web Arts. Potenziellen
Käufern werden in einer Fußleiste auf der
Produktdetailseite stets gleiche oder sehr
ähnliche Artikel angeboten. Im Eyetracking
zeigte sich, dass diese Angebote kaum
Aufmerksamkeit binden. Beim Konkurrenten Mirapodo wurde das Cross-Selling
von den Nutzern zwar registriert, aber
nicht als optimal empfunden. Acht Probanden
„Der häufigste Fehler ist eine
gaben an, dass sie weiterführende Produkte besEinzelbetrachtung von Warenser finden würden als erkorbwert, CR oder Traffic.“
neut Schuhe angeboten
zu bekommen. Das freiFLORIAN SCHNEIDER
lich muss jeder Shop im
Creative Director Netz 98
Vergleichstest erproben.
Davon abgesehen birgt
Insbesondere Letzteres scheint schnell Cross- und Upselling die Gefahr, dass das
zum Problem zu werden, sofern die Ge- Alternativangebot so verführerisch wirkt,
samtstrategie nicht stimmt. „Wenn die hö- dass die Kunden in die Recherchephase
heren Warenkörbe vor allem über sehr zurückgeworfen werden und zunächst gar
niedrigpreisige Ergänzungs- oder Zube- nicht kaufen. Experten raten daher dazu,
hörartikel erzielt werden, können deren Cross-Selling-Angebote besser auf der BeAbwicklungskosten aus einer Ertragssicht stellbestätigungsseite zu platzieren. Das
den Nutzen der höheren Baskets mehr als Musikhaus Thomann operiert genauso
wieder auffressen“, meint Philipp Winkl- und hält dem Kunden nach der Bestellbehofer, Abteilungsleiter Shopmanagement stätigung ein Zeitfenster von drei Minuten
beim Baur Versand. „Der häufigste Fehler für die Bestellung passenden Zubehörs ofist eine Einzelbetrachtung von Waren- fen – mit Erfolg.
Polo streut neutrale Gutscheine in die Empfehlungen ein, um alle Nutzerinteressen abzudecken
Mindestbestellwert
Foto: Fotolia / Bluedarkat
Immer rein damit: Web-Händler tun viel
dafür, dass Kunden für mehr Geld einkaufen
Recommendations
Eine Sonderstellung bei der UpsellingVerkaufsstrategie nehmen Empfehlungssysteme ein. Auch wenn diese den Vorteil
bieten, dass sie vollautomatisch aus den
Klicks und Conversions lernen, so fehlt
hier doch meist die Bereinigung der Daten um Retourenquoten und Zahlungsausfälle. Baur-Shopmanager Philipp
Winklhofer ist dennoch der Auffassung,
dass „handgestrickte“ Empfehlungen
nicht unbedingt besser funktionieren:
„Wir haben vor Kurzem diese Recos gegen
redaktionelle Empfehlungen getestet,
zwar waren die Warenkörbe bei diesen
redaktionellen Empfehlungen geringfügig höher, aber unterm Strich haben die
Recos mehr Umsatz geliefert.“ Event-Anbieter My Days verglich eine selbst programmierte Lösung, die Promotions an
die Spitze der internen Suchergebnisse
steuerte, mit dem Suchsystem von Fact
Finder. Das Ergebnis: Sessions mit Fact
Finder erbrachten in vier Prozent der Fälle
mehr Warenwert und außerdem 33 Prozent mehr Umsatz.
Zalando-Warenkorb im Test von Web Arts: Kaum Aufmerksamkeit auf den Cross-Selling-Angeboten
Besonders beliebt ist vor allem
bei Gutscheinangeboten die
Koppelung an einen bestimmten Warenwert. Der
kann freilich auch Bestellungen verhindern. So
operiert der Online Shop
von Obi im Zuge einer
groß angelegten Gutscheinaktion mit Krombacher mit einem 20-Prozent-Gutschein, der aber
erst ab einem Warenkorb
von 50 Euro greift. Das unerwünschte Resultat: Findet
der Kunde kein passendes
Produkt, um die Hürde zu
überspringen, ist ein Rückfall in
die Recherchephase programmiert.
Branchenprimus Amazon hat das erkannt und hilft Nutzern, möglichst einfach über die 25-Dollar-Hürde für kostenlosen Versand zu kommen, indem sie auch
einzelne Tafeln Schokolade kaufen dürfen.
Kundenbindung
Viele Käufer lassen sich zu Mehrkäufen
verführen, wenn sie Bonuspunkte sammeln können. Frank Levita, Geschäftsführer des Lifestyle-Shops Design3000, berichtete nach einer umfassenden Implementierung von Payback im Newsletter,
auf Produktseiten und im Warenkorb von
spürbaren Auswirkungen auf das Bestellverhalten: „In der Summe aller Maßnahmen ist die Warenkorbgröße bei PaybackKunden um 21 Prozent größer und die
Wiederbestellquote ist sogar mehr als doppelt so hoch“, so seine Erfahrung. Insgesamt ist rund ein Viertel der Design3000Kunden Punktesammler bei Payback.
Fazit
Fokussieren Sie sich nicht einseitig auf die
Conversion Rate, versuchen Sie auch die
Qualität der Conversion zu steigern. Den
möglichen höheren Warenkörben stehen
aber immer mögliche höhere Retouren,
Zahlungsausfälle und eventuell sogar sinkende Conversions entgegen. Behalten Sie
also stets das Gesamtsystem im Blick. ■
FRANK PUSCHER
Design3000 implementierte im gesamten Shop das Bonusprogramm Payback
und steigerte dadurch die Höhe der Warenkörbe
11/12
E-COMMERCE
29. Mai 2012
Internet World BUSINESS
Risiko Privathandy
Firmengeheimnisse auf privaten Geräten von Mitarbeitern können zum Problem werden
K
aum ein IT-Trend wird unter Juristen aktuell so heiß diskutiert wie
„Bring Your Own Device“ (BYOD).
Während noch vor Jahren die unternehmenseigenen Kommunikationseinrichtungen im Vergleich zu den privaten
Endgeräten deutlich leistungsstärker waren, ziehen es einige Mitarbeiter nun vor,
auf ihrem privaten Tablet zu arbeiten
oder über das persönliche Smartphone
dienstliche Gespräche zu führen. Viele
Unternehmen möchten im Zuge des
Fachkräftemangels das eigene Unternehmen gerade mit solchen Möglichkeiten
für junge Mitarbeiter attraktiver machen. Dabei bestehen für die Unternehmen erhebliche rechtliche Risiken, wenn
BYOD ohne feste Regeln stattfindet oder
nur geduldet wird.
ters von dessen
Freunden benutzt
wird. Zwar können
auch
dienstliche
Endgeräte von Dritten genutzt werden
oder auch verloren
gehen, doch ist das
Risiko eines Datenverlustes bei privaten
Geräten deutlich größer, weil diese nicht
zentral administriert
werden können. Für
dienstliche
Endgeräte
kann im Falle des Verlustes eine automatische
Remote-Datenlöschung
initiiert werden.
Geraten sensible InforFirmengeheimnisse in Gefahr
mationen in falsche Hände,
Schon jetzt leiten viele Mitarbeiter kann das Unternehmen im
dienstliche E-Mails mit sensiblen Unter- Rahmen einer Verschwiegennehmensinformationen auf ihre private heitsvereinbarung mit einem GeschäftsE-Mail-Adresse weiter oder speichern partner auf Vertragsstrafen haften, die
Daten in ihrem privaten Cloud-Speicher, häufig bei 20.000 Euro und höher liegen.
Außerdem drohen empfindliche Schadensersatzansprüche. Die unkontrollierte DulChristian Welkenbach,
dung der Datenverarbeitung
auf privaten Einrichtungen
Rechtsanwalt und Fachanwalt
führt schnell zu grober Fahrfür IT-Recht bei der Kanzlei
lässigkeit, sodass auch eine
Res Media in Mainz
Versicherung nicht vollstän■ www.res-media.net
dig einspringen wird. Hinzu
kommt, dass die Nutzung privater Endgeräte für den
um diese unterwegs zur Verfügung zu dienstlichen Einsatz auch datenschutzhaben. Bevor das dienstliche Notebook rechtliche und urheberrechtliche Konsehochgefahren wird, werden E-Mails quenzen haben kann, da Firmenanwenschnell mit dem privaten Tablet beantwor- dungen nur auf unternehmenseigener
tet. Mitunter werden dienstliche E-Mails Hardware betrieben werden dürfen und
und Kontakte sogar ohne Wissen des die Weitergabe personenbezogener DaUnternehmens mit privaten Smart- ten an private Endgeräte in datenschutzphones synchronisiert. So kann es dazu rechtlicher Hinsicht eine Datenverarbeikommen, dass sensible Geschäftsge- tung durch Dritte darstellen kann.
Wenn BYOD umgesetzt werden soll,
heimnisse das Unternehmen verlassen,
wenn das private Endgerät des Mitarbei- so müssen umfangreiche Vorkehrungen
Oh, wie süß? Falls private Geräte unkontrolliert für geschäftliche Zwecke eingesetzt werden, drohen Haftungsrisiken
getroffen werden, um die
Risiken einzudämmen.
Im
Rahmen
einer
„BYOD Policy“, die entweder im Arbeitsvertrag
oder per Betriebsvereinbarung umgesetzt
werden kann, muss
konkret geregelt werden, in welchem
Umfang Mitarbeiter
ihre privaten Geräte
nutzen dürfen und
welche Konsequenzen bei einem Verstoß drohen.
Außerdem müssten
technische und organisatorische
Maßnahmen ergriffen werden, um eine
Vermischung privater und dienstlicher
Daten zu vermeiden, etwa durch Verschlüsselung der dienstlichen Daten
oder durch bloßen Remote-Zugriff auf
die Arbeitsplatz-PCs über VPN. Für
Smartphones wird derzeit an Lösungen
gearbeitet, bei denen zwischen der privaten und der dienstlichen Umgebung umgeschaltet werden kann: ein Schritt in die
■
richtige Richtung.
RA CHRISTIAN WELKENBACH
Darauf müssen Sie achten:
■
Wenn durch den unbedachten Einsatz
privater Geräte vertrauliche Daten in
falsche Hände geraten, drohen hohe
Vertragsstrafen.
■ Der Einsatz von privaten Geräten sollte
im Arbeitsvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung geregelt werden.
■ Ein Remote-Zugriff auf den Firmen-PC via
VPN ist sicherer als kopierte Daten.
27
Abmahnfallen,
aktuelle Urteile,
neue Gesetze:
Auf Online-Recht
spezialisierte Fachleute helfen Ihnen weiter.
Der E-Shop-Rechtstipp
Sabine HeukrodtBauer LL.M., Rechtsund Fachanwältin für
Informationstechnologierecht in Mainz
■ www.legalershop.de
BGH: Verkauf von Plagiaten
auf eBay kann teuer werden
Internet-Händler, die über die OnlineHandelsplattform eBay hochwertige Artikel anbieten, sollten sich in Zukunft sehr
genau versichern, dass sie Originale und
keine Plagiate verkaufen. Nach einem
Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom
28.03.2012 können Verkäufern von Plagiaten hohe Schadensersatzforderungen
drohen (Az.: VIII ZR 244/10).
Eine eBay-Händlerin hatte ein Handy
der Marke „Vertu“ zum Startpreis von
einem Euro angeboten. Der Käufer erhielt
den Zuschlag für 782 Euro, verweigerte
aber die Annahme des Handys mit der Erklärung, es handle sich um ein Plagiat. Da
ein Original-Handy von Vertu nach Angaben des Klägers einen Wert von 24.000
Euro hat, verlangte er von der Verkäuferin
Schadensersatz über 23.218 Euro. Der
BGH verwies die Sache jetzt jedoch zur
erneuten Entscheidung an das zuständige
Oberlandesgericht Saarbrücken zurück.
Ob der Käufer das Angebot so verstehen
konnte, dass es sich um ein Original-Handy von Vertu handelte, komme entscheidende Bedeutung zu, so die Karlsruher
Richter. Über den Anspruch des Käufers
auf den geforderten Schadensersatz wurde indes noch nicht entschieden.
Online-Händler sollten sich bestmöglich vergewissern, dass ihre Waren Originale sind. Unabhängig davon, dass der
Verkauf von Fälschungen nicht nur bei
eBay verboten ist, können hohe Schadensersatzansprüche die Folge sein.
Aktuelle Kurzmeldungen zum Thema Internet-Recht
BEWERTUNGSPORTALE
SOCIAL COMMUNITYS
FERNSABSATZRECHT
IRREFÜHRENDE WERBUNG
Wort des Autors nicht genug
Strafe für Amok-Drohung
Kündigung bei Telefon-Deals
Was ist eine Flatrate?
Das Landgericht Nürnberg hat im Rahmen einer einstweiligen Verfügung den Betreiber eines Ärztebewertungsportal dazu verurteilt, einen negativen Kommentar über einen Zahnarzt
zu entfernen (Az.: 11 O 2608/12). Der kritisierte Mediziner hatte beim Portalbetreiber eine Löschung verlangt und argumentiert, er habe die
genannte Behandlung in der fraglichen Zeit gar
nicht durchgeführt. Der Portalbetreiber hatte
sich daraufhin mit dem Urheber des kritischen
Kommentars in Verbindung gesetzt und sich
von ihm die Richtigkeit seiner Aussagen bestätigen lassen. Dem Gericht genügte das nicht, der
Betreiber hätte vom Autor schriftliche Belege für
■
die Behandlung fordern müssen. fk
Das Amtsgericht Aachen hat einen Gymnasiasten der 8. Klasse zu 20 Stunden Sozialarbeit verurteilt, weil er auf Facebook einen Amoklauf angekündigt und damit seine Mitschüler verstört
haben soll (Az.: 556 Ds-1 Js 11/12-48/12). Der
Schüler war in der Vergangenheit wiederholt
Mobbing-Attacken ausgesetzt gewesen und erhielt plötzlich zahlreiche Freundschaftsanfragen
auf Facebook, die ihn aber nur provozieren sollten. Daraufhin schrieb er: „Leute die ich so gar
nicht leiden kann, haben fb (Facebook), wenn
die mir fa (Freundschaftsanfragen) schicken,
lauf ich Amok.“ Ob das tatsächlich ernst zu nehmen war, bleibt offen – der Anwalt des Schülers
■
will in Berufung gehen. fk
Das Oberlandesgericht Koblenz hat in einem
Urteil das Sonderkündigungsrecht des Kunden
bei telefonisch abgeschlossenen Verträgen gestärkt (Az.: 9 U 1166/11). Im vorliegenden Fall
hatte eine Kundin fristgerecht ihren 10.000erDSL-Vertrag bei 1&1 gekündigt. Ein 1&1-Mitarbeiter rief die Frau daraufhin an und offerierte
ihr einen 16.000er-Vertrag, den die Frau zunächst auch akzeptierte. Später überlegte sie es
sich anders und wollte kündigen. 1&1 lehnte
die Kündigung mit dem Argument ab, es handle sich nur um eine Vertragsänderung. Das Gericht sah dies anders: Wenn sich wichtige Vertragsbestandteile ändern, dann habe der Kunde
■
auch hier ein Sonderkündigungsrecht. fk
Zunehmend ins Visier der Rechtsprechung geraten Werbeangebote für Internet-Zugangsverträge
mit Haken im Kleingedruckten. Die Anbieter
werben damit, dass der Kunde unbegrenzt viel
Datenvolumen zur Verfügung habe – aber bei
Erreichen einer bestimmten Schwelle drosseln
sie die Bandbreite so weit, dass der Anschluss
kaum noch seinen Zweck erfüllt. Aktuell hat das
Landgericht Hannover einem Internet-Anbieter
untersagt, mit dem Claim „Keine Volumenbegrenzung“ zu werben, wenn nach einer bestimmten Grenze gedrosselt werde (Az.: 24 O
4/12). Ähnlich lautende Landgericht-Urteile
sind aus Hamburg (Az.: 312 O 83/12) und
■
Bonn (Az.: 1 O 448/10) bekannt. fk
28
TOOLS & TECHNIK
Internet World BUSINESS
Fünf Regeln für die mobile
Optimierung Ihrer Newsletter
Egal wo – das Smartphone hat sich als
ständiger Wegbegleiter etabliert, auch zum
Lesen von E-Mails. Die Herausforderung für
E-Mail-Marketer: kleinere Displays, geringere
Auflösungen und Touchscreen-Bedienung
sowie das Fehlen von Standards. Die Lösung: Mobile Responsive Design.
Media Queries sind unverzichtbar
Für eine Unterscheidung nach Endgeräten
oder Clients setzen Media Queries auf die
Bildschirmbreite. Einfach, aber wirkungsvoll: Endgeräte mit einer Bildschirmbreite
über einem festgelegten Wert zeigen eine
Version A der E-Mail und die Geräte mit
einer definierten maximalen Bildschirmbreite die Version B.
Auf skalierbares Layout achten
Um die Flexibilität bei Newslettern auf mobilen Endgeräten zu gewährleisten, sollten
Inhalte so strukturiert werden, dass sie sich
den entsprechenden Bildschirmen anpassen. Dafür sorgt das Responsive Design des
Layouts, das Inhaltsbereiche ausblenden
oder Umbrüche an alle gängigen E-MailClients anpassen kann.
Bei Bedarf Fluid Images einsetzen
In Abgrenzung zum skalierbaren Layout
arbeiten Fluid Images mit flexiblen Bildgrößen, die sich dem verfügbaren Rahmen
anpassen. Das ist vor allem für bildlastige
Mailings relevant, bei denen die Skalierbarkeit der Layout-Elemente eingeschränkt ist.
Mobile Usability schaffen
Auf Smartphone und Co. ersetzt der Finger
den Mauszeiger. Das erfordert eine mobile
Benutzerführung mit der Devise: Bedürfnisse wecken, Service bieten und Kanäle verknüpfen. Per „Direct Service“-Funktionen
in HTML-Newslettern kann beispielsweise
eine direkte Durchwahlnummer per CallButton eingebunden werden.
Video-Integration berücksichtigen
Multimedialer Content steigert Klickraten
und generiert Aufmerksamkeit. Der Einsatz
von im Newsletter eingebetteten Videos
wird dank HTML5-Weiterentwicklung auf
mobilen Geräten wie iPhone, iPad und
einigen Android-Geräten erleichtert. Alternativ können Sie statische Bilder mit Playbutton und Link aufs Video einbinden.
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11/12
Amazon wirbt um SAP
Techniktipp
Hans J. Even
Geschäftsführer
der TWT Interactive
GmbH, Düsseldorf
■ www.twt.de
29. Mai 2012
Auf dem Cloud-Hosting-Service des Online-Händlers läuft bald mehr Unternehmens-Software
S
chon seit einem guten Jahr angelt Amazon Webservices (AWS) nach einem
ganz dicken Fisch: SAP, weltgrößter Hersteller für Unternehmens-Software.
Die lange Werbephase scheint
sich auszuzahlen: Der ERPBolide setzt zunehmend
mehr Vertrauen in die
Cloud-Hosting-Tochter
von Amazon. So hat
SAP kürzlich seine Produkte für kleine und
mittlere Unternehmen
(KMU) Business-all-in-One,
die SAP Rapid Deployment Solutions sowie die Business-Intelligence-Lösungen Hochzeit in den Wolken: SAP bindet sich und
aus dem Business-Objects-Port-folio für seine Produkte enger an Amazon Webservices
den Betrieb auf Amazon Web Services
und an das Unternehmenswachstum anzertifiziert.
SAP-Produkte laufen bereits seit einem zupassen.“ Noch vor einem Jahr hatte
Jahr auf den Amazon-Servern – mit Er- AWS oft mit Serverausfällen zu kämpfen,
heute lobt Großkunde SAP die
folg: „Unsere Kunden berichhohe Skalierbarkeit und Verten von positiven Erfahrungen,
lässlichkeit des Dienstes.
die sie mit dem Betrieb ihrer
Daher soll der SAP-Dienst
SAP-Lösungen über AWS geSafaria, mit dem Unternehmen
sammelt haben“, ließ Kevin
ihre Mobilgeräte-Flotten steuIchhpurani, Senior Vice Presiern können, nun über AWS
dent Ecosystem und Channels
laufen. Und schließlich werde
bei SAP, verlauten. „Die Verauch über die Integration der
fügbarkeit über AWS bietet die
SAP-eigenen DatenbanktechFlexibilität, SAP-Lösungen sowie SAP-Analyseanwendun- Erfolgreicher Angler: nologie Hana nachgedacht, so
AWS-Manager Terry Wise.
gen schnell zu implementieren AWS-Manager Wise
Unsichere Wolke
Fraunhofer-Institut kritisiert Cloud-Speicherdienste
C
loud-Speicherdienste wie Dropbox
und Cloud Me werden bei Privatleuten
und Unternehmensanwendern immer
beliebter. Doch wirklich sicher sind die in
der Wolke abgelegten Bilder, Dokumente
und mitunter auch Firmendaten nicht,
kritisiert das Fraunhofer-Institut für
Sichere Informationstechnologie (SIT) in
einer aktuellen Untersuchung. Dabei
wurden die Sicherheitsstandards von etablierten Cloud-Storage-Diensten unter
die Lupe genommen – mit wenig vertrauenerweckenden Ergebnissen. „Keiner der
getesteten Anbieter konnte die Sicherheitsanforderungen vollständig erfüllen,
teilweise fehlte eine ordentliche Verschlüsselung“, bemängelt Institutsleiter
Michael Waidner.
Die meisten Dienste verschlüsselten
Daten beispielsweise erst, wenn sie in der
Cloud sind, während des Hochladens sei-
en sie ungeschützt. Andere, darunter der
schwedische Dienst Cloud Me, verzichten komplett auf eine Verschlüsselung.
Cloud-Services werden wichtiger
Die enge Bindung, die SAP damit mit
Amazon Webservices eingeht, gleicht
einem B2B-Ritterschlag für den bis dato
eher auf Privatkunden ausgerichteten Cloud-Hosting-Anbieter – und zeigt, dass
Amazon daran arbeitet,
den bisher als vernachlässigbar angesehenen
Anteil von AWS am
Umsatz des Gesamtunternehmens in Zukunft zu steigern. Noch läuft AWS im Amazon-Geschäftsbericht unter dem Eintrag „Sonstiges“, der bisher nur rund drei Prozent des
Gesamtumsatzes ausmacht. Doch nach
den hohen Investitionen und sinkenden
Gewinnen des letzten Geschäftsjahres
braucht Amazon einen Geschäftszweig,
der schnell Geld abwirft – und das traut
man dem Cloud-Bereich offenbar zu.
„Das ist ein sehr schnell wachsendes Geschäft“, so Wise. „Die Zahl der in den Rechenzentren von AWS gespeicherten Datenobjekte ist von 762 Milliarden zum
Jahreswechsel auf nunmehr 905 Milliarden gestiegen.“ Das Interesse an Amazon-Servern, auf denen SAP-Produkte installiert werden können, sei groß. Deutsche Referenzkunden nennt AWS bisher
■
aber noch nicht. il
„Wir befinden uns in einem Spannungsfeld zwischen Security und Usability“,
verteidigt Mathias Ericsson, CEO von
Cloud Me, seinen Dienst. „Unsere User
schätzen die einfache Bedienung unseres
Angebots – dafür muss ihnen bewusst
sein, dass Daten in der Cloud ähnlich
sicher oder unsicher verwahrt sind wie in
■
einer E-Mail.“ il
Sicherheit von beliebten Cloud-Speicherdiensten
Registrierung
Datentransport
Verschlüsselung
TeilenFunktion
Deduplizierung
–
Cloud Me
–
Crash Plan
Dropbox
–
Mozy
–
Team Drive
Ubuntu One
Wuala
Legende:
sehr gut,
gut,
einige Schwächen,
© INTERNET WORLD Business 11/12
schlecht,
sehr schlecht, – nicht verfügbar
Quelle: „On the security of cloud storage services“, Fraunhofer SIT 2012
STRATO
EZ PUBLISH
CUPOCO
Serverkonditionen verbessert
Analyse inklusive
Gutscheindatenbank integrieren
Der Hosting-Anbieter Strato hat seine Konditionen für Geschäftskunden überarbeitet. Über das
neue B2B-Portal www.strato-pro.de steht künftig
ein neues Serververtragsmodell ohne Mindestlaufzeit und ohne Einrichtungsgebühren bereit.
Zudem wurden die Preise für verschiedene Root
und Managed Server gesenkt. il
Software-Hersteller eZ Systems hat sein OpenSource Content Management System eZ Publish überarbeitet. In Version 4.7 ist das AnalyseTool eZ Odoscope vollständig in das Backend
integriert. Außerdem setzt das CMS jetzt auf Responsive Web-Design zur Erstellung mobiler
Websites. Auch Geolocation ist nun möglich. il
Die Deal-Plattform Cupoco hat eine Android- und
eine iOS-App für lokale Deals gestartet, welche
Business-Kunden im eigenen Look & Feel in ihre
Website integrieren können. Mit der White-LabelLösung erhalten Partner-Websites Zugriff auf die
Gutscheindatenbank des Portals und können
durch die Integration Provisionen generieren. il
11/12
TOOLS & TECHNIK
29. Mai 2012
Multichannel
aus der Cloud
D
ie E-Commerce-Plattform Demandware will ihren Händlern den Einstieg
in den Multichannel mit einem neuen
Produkt ermöglichen. Mit der Lösung sollen Retailer ihr Geschäft auf PoS-Kassensysteme, Informationsterminals sowie Internet-fähige Geräte wie Smartphones
und Tablets ausdehnen können.
Rundes Rahmenpaket
Die bekannte Cloud-basierte E-CommercePlattform von Demandware wird dafür um
Multichannel Accelerators für die Bündelung und Synchronisierung der Verkaufsfunktionen der verschiedenen Kanäle sowie um thematisch passende Technologien
und Apps aus dem Partnernetzwerk „Link“
erweitert. Eine mobile Referenzanwendung
mit PoS-Finder-Funktion erleichtert den
Einstieg in den mobilen Vertrieb, mit einem
speziellen Tool kann die MultichannelStrategie entworfen und Risiken können
abgeschätzt werden. Auch Trainingsangebote, Implementierung und Support gehören zu dem Multichannel-Angebot.
Mit dem neuen Komplettangebot will
Demandware seinen Multichannel-Kunden wie Crocs, Columbia Sportswear oder
Deckers Outdoor entgegenkommen. Die
Multichannel-Lösung wurde in Zusammenarbeit mit großen Einzelhandelskun■
den entwickelt. il
Internet World BUSINESS
Rechnungskauf nach Maß
Die Universum Group erarbeitet individuelle Bonitätsstrategien
U
nter der Bezeichnung „Flexipay“ bietet die Universum Group Händlern
einen abgesicherten Kauf auf Rechnung
und per Lastschrift an. Wählt der Shopper
eine der beiden Zahlarten, überprüft der
Dienstleister online die Bonität des Kunden, gibt die Zahlung bei guter Bonität frei
und übernimmt das Ausfallrisiko. Zahlt
der Kunde nicht innerhalb der vereinbarten Frist, so erstattet die Universum Group
den Ausfall. Dafür entwickeln die Frankfurter gemeinsam mit dem Händler eine
Limit- und Bonitätsstrategie, die individuell an seine Warengruppe und Kundschaft
angepasst ist. Die Akzeptanzquoten fallen
dementsprechend unterschiedlich aus: Sie
können bei über 90 Prozent, im Einzelfall
aber auch bei nur 58 Prozent liegen. Die
Forderung bleibt in jedem Fall beim Händler; er stellt die Rechnung, die Zahlung
geht auf seinem Bankkonto ein. Für den
Service fällt eine individuell errechnete
Prämie auf Basis des tatsächlich getätigten
Umsatzes an, Retouren und Stornos werden herausgerechnet. Für die Bonitätsprüfung stützt sich der Dienstleister auf die
eigene Auskunftei Producta Datenservice
sowie auf die Schufa und SAF/Accumio.
„Elementarer Bestandteil unseres Systems
ist die langjährige Erfahrung im Risikound Forderungsmanagement des Distanzhandels und der damit verbundenen Prozesse“, so Jürgen Seeger, Geschäftsführer
■
bei der Universum Group. cf
29
SECUPAY
Mobile Payment am PoS
Gemeinsam mit einer Tochter des Kassenterminal-Herstellers Igenico hat Secupay ein
Framework entwickelt, über das mobile Zahlungen auf Basis von NFC und QR-Codes
abgewickelt werden können. Auch Lastschrift- und Kreditkartenzahlungen, Coupons und Gutscheine können angenommen werden. Der Service ist vor allem für
Auslieferungsdienste geeignet. cf
MEDIATEST DIGITAL
App-Test-Plattform
App-Anbieter können sich nun ein Bild
machen, wie ihre App bewertet wird: Unter
www.apptesting.de hat Mediatest Digital
eine Plattform gelauncht, die täglich neue
App-Tests, News aus der Szene und Infografiken bietet. Neben den Features der
Apps wird auch der Datenschutz geprüft,
etwa welche Daten die App ausliest. cf
BUONGIORNO
Cashlog kann HTML5
Sicherheit: Auch beim Zahlen per Rechnung und Lastschrift erhält der Händler immer sein Geld
Die Mobile-Payment-Lösung Cashlog steht
künftig auch für Web Apps auf Basis von
HMTL5 zur Verfügung. Mit einem Klick
können digitale Güter und Waren im Wert
von bis zu 30 Euro über die Rechnung des
Netzbetreibers bezahlt werden. Kreditkarten- oder Kontodaten sowie Geheimnummern sind nicht nötig. Das Upgrade erfolgt automatisch. Cashlog ist eine Tochter
des Payment-Anbieters Buongiorno. cf
IT-Dienstleister und Agenturen: Neue Etats, Kunden und Tools
Auftraggeber
Auftrag
Dienstleister
AAP Lehrerfachverlage
Online-Auftritt und Webshop für Lernmaterialien,
Implementierung einer generischen CMS- und ECommerce-Lösung für die Verlagsbranche
[DI] Digitale Informationssysteme
BASF
Mobile Version der Corporate Website
Triplesense
Bonprix
Einbindung der Zahlungsmethode Sofortüberwei- Payment Network
sung.de
Chemetall
Migration von Konzern-Website, Intranet und
SAP-Anbindung auf das CMS First Spirit
Net Federation / SHE
Informationstechnologie
Ford
Identifizierung der einflussreichsten User mit dem
Tool Peerperks
Blue Hive
Golfino
Neugestaltung des Checkout-Prozesses und Einrichtung diverser Schnittstellen
Dotsource
Hasseröder
Website der Pilsmarke mit dem Online-Magazin
„Männer Camp“ und einem Corporate-Bereich
Hi-Res Hamburg
Libero (I)
Web-Analyse mit der Software Digital Analytix
Comscore
Mammut
Interaktives Banner Game zum „Biggest Peaks
Project“ mit echten Filmsequenzen und Facebook-Anbindung
Scholz & Volkmer
Musikhochschule
Schloss Kapfenburg
Relaunch der Website www.fitmitmusik.de
Coeno
Nionex
Einsatz des Video Manager 6 für den „Bertelsmann Online Katalog“ im Bertelsmann-Intranet
Moving Image24
Review
Konzeption und Umsetzung des Web-TV-Kanals
„Review TV – never established“
Parasol Island
Springer
Beratung bei der Konzeption des Relaunches von
Autobild.de
Pier2port
Thomas Cook
Abwicklung der Zahlungen per Kreditkarte
Wirecard
Uniquedigital
Einsatz der Performance-Marketing-Software bei
komplexen SEA- und Facebook-Kampagnen
Marin Software
Verband Deutscher
Maschinen- und
Anlagenbau
Neukonzeption und Relaunch der CommunityPortale
Virtual Identity
Zeit Online
Umsetzung eines Online-Schachspiels mit Multiplayer-Funktion
Kr3m
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TOOLS & TECHNIK
Internet World BUSINESS
30
29. Mai 2012
11/12
STATUSREPORT DE-MAIL
Im Streit um die Sicherheit
Der Markt für sicheren Mail-Versand ist milliardenschwer – mit der De-Mail soll er erschlossen werden, meinen Bundesregierung, Telekom und United Internet. Die Deutsche Post beharrt auf ihrem Sonderweg – das Ergebnis bleibt offen
D
Vier Anbieter zertifiziert
Nach langem, zähem Ringen mit dem Gesetzgeber soll es dazu jetzt endlich kommen: Das De-Mail-Gesetz ist seit einem
Jahr in Kraft, die ersten vier Anbieter haben sich für das sichere Versandverfahren
zertifiziert oder sind zumindest gerade da-
Foto: Deutsche Telekom
er Briefkasten wird allmählich arbeitslos. Noch vor zehn Jahren verschickten deutsche Verbraucher den Geschäftszahlen der Deutschen Post zufolge
25 Prozent mehr Privatkundenbriefe als
heute. Die E-Mail läuft dem Papierbrief
nach und nach den Rang ab. Dennoch
geben die Deutschen immer noch rund
10 Milliarden Euro für Porto aus, schätzt
der Internet-Provider 1&1. Das liegt auch
daran, dass viele Inhalte zu sensibel sind,
um sie der relativ unsicheren Kommunikationsform E-Mail anzuvertrauen. Zudem lassen sich manche Belange nicht per
Mail regeln. Rechnungen, Mahnungen,
Kündigungen, Verträge, Behördenangelegenheiten, eben alles, was bisher mit einer
händischen Unterschrift besiegelt werden
muss – all dieses Schriftgut findet weiterhin über Briefumschlag und Briefkasten
den Weg zum Empfänger. Mit einer wirklich sicheren, staatlich anerkannten Kommunikationsform ließen sich gute 70 Prozent des noch bestehenden Briefverkehrs
künftig digitalisieren, schätzen Experten.
Kritische Dokumente wie Rechnungen oder Formulare können Bürger und Unternehmen mit De-Mail rechtssicher elektronisch versenden
hezu jeder Privatkunde und jedes Unternehmen über De-Mail kommunizieren
wird“, so Frank Wermeyer, Geschäftsverantwortlicher De-Mail bei der Deutschen
Telekom. Die Bundesregierung geht davon aus, das bereits kommendes Jahr zwei Prozent der geeigneten Brie„Langfristig wird nahezu jeder
fe per De-Mail versendet
über De-Mail kommunizieren.“
werden und die Zahl Jahr
für Jahr kontinuierlich
FRANK WERMEYER
ansteigt. United Internet
Geschäftsverantwortlicher für De-Mail bei der
sieht ähnlich großes PoDeutschen Telekom
tenzial: „Rund 900.000
Privatkunden haben eine
bei. Erste Angebote für Privatkunden und De-Mail-Adresse reserviert, im GeschäftsGeschäftsanwender werden von 1&1, der kundenbereich verzeichnen wir VoranDeutschen Telekom, Mentana-Claimsoft meldungen im vierstelligen Bereich“, beund wohl bald auch von der Deutschen ziffert Matthias Ehrlich, Geschäftsführer
Post auf den Markt gebracht, Voranmel- von United Internet Dialog, das Interesse
dungen für De-Mail-Konten werden flei- von Kundenseite. „Mittelfristig wird DeMail ein völlig alltäglicher Kommunikatißig entgegengenommen.
Befürworter halten die Zeit für den elek- onskanal zwischen Bürgern, Behörden
tronischen Brief damit für gekommen, die und Unternehmen sein – in Dänemark
flächendeckende Verbreitung der De-Mail wird der De-Mail entsprechende ,E-Boks‘halten sie nur noch für eine Frage der Zeit. Dienst inzwischen von knapp zwei Drit„Langfristig gehen wir davon aus, dass na- teln der Gesamtbevölkerung genutzt.“
De-Mail-Anbieter
Die Erwartungen von United Internet und
Deutscher Telekom an die De-Mail sind
hoch – schließlich haben die Beiden die
letztliche gesetzliche Ausgestaltung des sicheren Mail-Versands maßgeblich mitbestimmt. Zusammen mit dem Gesetzgeber
hat man sich auf einen gemeinsamen Nenner, mit dem Mails fälschungssicher ihren
eindeutig identifizierbaren Empfänger innerhalb Deutschlands erreichen, geeignet.
Die De-Mail geht dabei weit an den
Möglichkeiten elektronischer Post vorbei,
kritisiert die Deutsche Post. Der LogistikKonzern hat lange mit dem
Gesetzgeber um einen
einheitlichen und gesetzlich anerkannten Standard
für den Versand sicherer
E-Mails gerungen – nur
um 2010 schließlich genervt auszuscheren und
mit dem E-Postbrief einen eigenen Weg zu versuchen. Die gemeinsame Marktmacht von
United Internet und der Deutschen Telekom sowie der Druck der Bundesregierung haben die Deutsche Post jetzt da-
Marktstart
Zielgruppen-Fokus
Preis für Standard-De-Mail
1&1 Mail and Media GmbH
(mit den Marken 1&1, GMX und Web.de)
(www.united-internet.de)
2. Halbjahr 2012
Endkunden, Geschäftskunden
für Geschäftskunden: 24 Cent für
die ersten 50 De-Mails pro Monat,
darüber hinaus etwas teurer
Deutsche Post (www.deutschepost.de)
bis Ende 2012
ausgewählte Behörden
k. A.
Mentana-Claimsoft
(www.mentana-claimsoft.de/de-mail)
März 2012
Unternehmen und Behörden
39 Cent pro De-Mail bis 1 Megabyte, darüber hinaus teurer
Telekom Deutschland/T-Systems
(http://de-mail.telekom-dienste.de)
Großkunden seit März 2012,
Privatkunden und Mittelstand
ab September 2012
alle Zielgruppen
39 Cent pro De-Mail bis 10 Megabyte, darüber hinaus teurer
© INTERNET WORLD Business 11/12
Quelle: Angaben der Unternehmen
zu gezwungen, in Sachen De-Mail einzulenken: Auf der Cebit gab das Unternehmen bekannt, bis Ende 2012 einen eigenen De-Mail-Service starten zu wollen.
Der „Gang nach Canossa“, wie 1&1-Manager Jan Oetjen den Schritt gegenüber der
Tageszeitung „Financial Times Deutschland“ bezeichnete, bescherte der Post einigen Spott aus der Branche, bunt gemischt
mit Untergangsszenarien: „Es wird zu einer Abkehr von dem Inseldasein kommen müssen“, so Oetjen weiter. „Zwischen
E-Mail und De-Mail ist kein Platz.“
„Im Geschäftskundenbereich
verzeichnen wir Voranmeldungen im vierstelligen Bereich.“
MATTHIAS EHRLICH
Geschäftsführer United Internet Dialog
Dennoch ist der Logistiker noch nicht bereit, sich von seinem Sonderweg, für dessen Durchsetzung der Konzern immerhin
Investitionen von rund 500 Millionen Euro eingeplant hatte, zu verabschieden. Das
Bekenntnis für De-Mail fällt entsprechend
verhalten aus (siehe auch Interview). „Mit
dem E-Postbrief sind wir viel näher an den
Bedürfnissen von Unternehmen und Behörden, die die elektronische Kommunikation umfassend in ihre Geschäftsprozesse integrieren wollen“, sagt Ralph Wiegand, CEO von E-Postbrief. „Unsere DeMail-Lösung wird dagegen nur für eine
sehr begrenzte Zielgruppe überhaupt interessant sein – und zwar für öffentliche
Einrichtungen, für die ganz bestimmte
Verwaltungsvorschriften gelten. Für diese Kunden setzen wir die vorgegebenen
11/12
TOOLS & TECHNIK
29. Mai 2012
Normen bis Ende des Jahres in ein standardisiertes Produkt um.“ Begeisterung
hört sich anders an. Den E-Postbrief will
die Post keinesfalls für die De-Mail-Standards öffnen.
Potenzial der De-Mail
Wie lange die Post den Sonderweg durchhalten kann, ist fraglich; schließlich hat
der Gesetzgeber die De-Mail zum technischen Standard für E-Government-Abläufe erklärt – mit dem E-Postbrief lassen sich
Behördengänge nicht elektronisch erledigen. Dazu kommt der Druck des Markts:
Die drei De-Mail-Anbieter 1&1, Deutsche
Telekom und Mentana-Claimsoft haben
alle Produkte vorgestellt, die preislich
deutlich unter dem E-Postbrief liegen –
Und die Konkurrenz setzt ganz auf DeMail. „Neben der Do-it-Yourself-Homepage ist DE-Mail eines der strategischen
Wachstumsfelder im Geschäftsfeld ,Applikationen‘, in die der United-Internet-Konzern umfänglich investiert“, erklärt Matthias Ehrlich. „Auch im Produktportfolio
von United Internet Dialog ist De-Mail
eine wesentliche strategische Säule im Bereich Digital Mail Solutions für eine effiziente Kundenkommunikation.“ Angesichts
der Kundenbasis von über 30 Millionen
aktiven Web.de- und GMX-Mail-Kunden
sind die Erwartungen von UI an den neuen Marketingkanal DE-Mail entsprechend
hoch. Die angebliche Überlegenheit des
Produkts E-Postbrief wischt Ehrlich vom
Tisch: Auch die De-Mail biete gerade für
den Online-Handel interessante Möglichkeiten wie die eindeutige
Identifizierung der Teilnehmer inklusive Alter
und verifizierter Postanschrift.
Wann einsteigen?
Die Akkreditierungsphase der zertifizierten
Anbieter läuft seit Frühjahr 2012, und Telekom,
1&1 sowie MentanaClaimsoft melden großes Interesse und überSonderweg E-Postbrief: Die Deutsche Post will ihr selbst entraschend viele Voranmeldungen sowohl auf
wickeltes Produkt weiter ausbauen – trotz De-Mail-Angebot
Verbraucher- als auch
der kostet momentan so viel wie ein Print- auf Unternehmensseite. Ein Anfang für
Brief, nämlich 55 Cent. Sicherlich kann der die Akzeptanz des neuen Standards scheint
E-Postbrief mehr als „nur“ sichere E-Mails gemacht. Noch wird es aber dauern, bis
zustellen – so profitieren Online-Händler sich De-Mail in den Köpfen der Verbraubeispielsweise von einem integrierten Al- cher wirklich durchsetzt; noch haben Untersnachweis schon während des Kaufpro- ternehmen also Zeit mit der Einrichtung
zesses und anderen Mehrwertdiensten. Ab einer De-Mail-Adresse. Dafür müssen sie
Herbst soll der E-Postbrief um eine inte- zunächst entscheiden, wie tief De-Mail in
grierte Bezahlfunktion erweitert werden, die Unternehmenskommunikation eingemit der elektronische Rechnungen direkt bunden werden soll. Für den gelegentliim Postfach per Mausklick bezahlt wer- chen Versand von De-Mails reicht ein Webden können. Dennoch bleibt abzuwarten, mailer, mit dem De-Mails über den Browob der Service ohne den Segen des Gesetz- ser verschickt werden. Mittlere und grögebers weiterhin attraktiv ist – jetzt, wo es ßere Unternehmen können dagegen ein
Konkurrenzprodukte gibt.
De-Mail-Gateway in die eigene E-Mail-In-
Interview
„Viele Anwender sind mit dem
E-Postbrief besser bedient“
Die Deutsche Post will den E-Postbrief
erhalten und zusätzlich De-Mail anbieten. Welche Kunden benötigen welche
elektronische Post?
Ralph Wiegand: Der E-Postbrief lässt sich
– im Gegensatz zur De-Mail – mit Zusatzfunktionen verknüpfen: Mehrwertdienste, Hybrid-Mail, internationale
Vernetzung und so weiter. Die gesetzliche De-Mail ist eine Minimallösung, die
nur für eine begrenzte Zielgruppe interessant sein wird, etwa öffentliche Einrichtungen, für die ganz bestimmte Verwaltungsvorschriften gelten. Der überwiegende Teil der Verbraucher, Unternehmen und Behörden ist mit dem
E-Postbrief weitaus besser bedient.
Wie wollen Sie den E-Postbrief weiterentwickeln?
Wiegand: Unsere Entwicklungsabteilung
wird Marktimpulse und Kundenbe-
Ralph Wiegand,
CEO E-Postbrief
bei der Deutschen
Post in Bonn
■ www.epost.de
dürfnisse aufnehmen, den E-Postbrief
mit neuen Mehrwertleistungen anreichern und die Benutzerfreundlichkeit
verbessern. Beispiele sind der OnlineIdentifikationsdienst E-Postident für
den Altersnachweis während des Kaufprozesses und eine integrierte Bezahlfunktion, mit der E-Post-Rechnungen
per Mausklick bezahlt werden können.
Wie sehen Sie die günstigeren Konkurrenzprodukte von Telekom und 1&1?
Wiegand: Hier werden Äpfel mit Birnen
verglichen. Der E-Postbrief ist eben
mehr als nur eine Behörden-Mail mit
besonderen Sicherheitsvorkehrungen.
Internet World BUSINESS
31
De-Mail: Sicherheit mit Einschränkungen
Befürworter der De-Mail fassen die Vorteile des
neuen Formats in einem eingängigen Vergleich
zusammen: Eine E-Mail entspricht in Sachen
Sicherheit in etwa einer Postkarte, eine De-Mail
dagegen einem Brief im verschlossenen Umschlag. Tatsächlich ist der Großteil des normalen E-Mail-Verkehrs unverschlüsselt und damit
theoretisch leicht mitzulesen. De-Mails hingegen werden verschlüsselt und ausschließlich an
Personen versendet, die ein De-Mail-Konto besitzen – für die Einrichtung eines solchen Kontos ist zudem eine persönliche Identifizierung
per Personalausweis oder Reisepass nötig, damit die Identität des Empfängers nachweisbar
und fälschungssicher ist. Nutzer können auch
eine Sende- oder Empfangsbestätigung anfordern und dadurch ein Einschreiben mit Rückschein ersetzen. Einen Unterschied zwischen
herkömmlichem Brief und De-Mail gibt es jedoch: De-Mails werden beim Anbieter kurzfris-
frastruktur einbinden. Diese Integrationsleistungen sind ein zusätzliches Geschäftsmodell, mit dem unter anderem MentanaClaimsoft Geld verdienen will. Zudem ist
nicht gesagt, dass es bei den vier bisher in
der Zertifizierung begriffenen Unternehmen bleibt. Gut möglich, dass ein weiteres Unternehmen in das De-Mail-Thema
einsteigt – und den Preiskampf vielleicht
nochmals anstachelt. Mittel- und langfristig betrachtet könnte eine sichere E-MailVariante aber für die Geschäftskommunikation unverzichtbar werden – und das
tig decodiert, um sie auf Viren und Spam zu
überprüfen. Der verschlossene Brief wird also
quasi auf der Post geöffnet, um ihn nach verbotenem Material zu durchsuchen.
Infografik des Bundes: Die De-Mail als
Mittler zwischen Bürger und Behörden
nicht nur, weil sich mit der kostengünstigen digitalen Variante gerade in Unternehmen mit großen Briefmengen durchaus eine Menge Geld für Porto, Versandmaterial und Arbeitszeit für Verpackung
und Versand sparen lässt. Auch Komfortvorteile wie Medienbruchfreiheit und Geschwindigkeit könnten sich zu einem Differenzierungsmerkmal und Wettbewerbsvorteil entwickeln, meint Matthias Ehrlich. Wohin die Reise der digitalen Post
geht, wird sich jedenfalls noch in diesem
■
Jahr entscheiden. il
TOOLS & TECHNIK
Internet World BUSINESS
32
29. Mai 2012
11/12
DATENANALYSE
Die Vermessung der mobilen Welt
Die mobile Internet-Nutzung nimmt rasant zu, doch die Erhebung von Daten rund um Mobile ist komplex
A
Nutzung mobiler Kommunikationsmöglichkeiten
Gerätebesitz und geplante Anschaffung
Chat Apps auf dem Smartphone sind die Aufsteiger
Knapp ein Viertel der Deutschen besitzt ein Smartphone
39,0
31,7
38,1
31,8
41,1
Juli 2011
April 2012
Angaben in Prozent
34,1
Instant
Messaging
58,2
Videotelefonie
mobil
Geplante Anschaffung
Angaben in Prozent
57,9
21,7
12,9
E-Mail
mobil
Aktueller Besitz
30,1
24,9
Soziale
Netzwerke
mobil
78,3
Mobile
Chat
Apps
8,6
11,6
IPTV,
Smart-TV
23,8
14,2
„einfaches“
Mobiltelefon
7,2
DesktopComputer
11,3
8,9
Notebook
Smartphone
5,0 4,4
TabletComputer
„Welche der folgenden Kommunikationsmöglichkeiten nutzen Sie generell
beruflich und/oder privat?“
Über 78 Prozent der Deutschen nennen ein Mobiltelefon ihr Eigen – und fünf
Prozent verfügen bereits über einen Tablet-Computer
© INTERNET WORLD
Business 11/12
© INTERNET WORLD
Business 11/12
Quelle: BVDW/Yougov, Mai 2012;
n = 1.000 deutsche Internet-Nutzer ab 16 Jahren
Quelle: Initiative D21, „Mobile Internetnutzung“,
Februar 2012; n = 1.005
Interview
Stefan Knecht,
Strategic Product
Innovation Mobile
bei der Nurago
GmbH, Hannover
■ www.nurago.de
Keine globale Währung
Foto: Fotolia / drubig -photo
lles ist im Online Marketing genau
messbar, heißt es gerne: Seitenaufrufe,
Ad Impressions und Klicks – um nur einige
Beispiele zu nennen. In Zeiten von „Big
Data“, dem kräftigen Sammeln aller möglichen Daten rund um die eigenen WebAngebote und deren Nutzer, schwimmen
Online-Marketing-Verantwortliche geradezu in Zahlen.
Wer der Datenflut bislang schon nicht
Herr wurde, der wird nicht begeistert sein,
dass jetzt noch komplexere Auswertungen
auf ihren Einsatz warten: die Datenerhebung und -analyse der mobilen Web-Nutzung. Stefan Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Sektion Mobile der Agof, erklärt, was die Erfassung mobiler Daten aus
Vermarktersicht so kompliziert macht:
„Die besonderen Herausforderungen sind
die Vielzahl der Endgeräte, der Spezifika
der Netzbetreiber, der Browser und prop- Die Zahl der mobilen Geräte mit Online-Zugang wächst mit großer Geschwindigkeit
rietären Technologien. Das mobile Interlyse-Unternehmen Etracker herausgefun- für den langen Abstand war die technische
net ist hier deutlich differenzierter.“
Um sich ein Bild von der mobilen Nut- den, dass mit Apples iPad kaum mobil ge- Komplexität der Datenerhebung. Neu hinzung ihres Online-Angebots zu machen, surft wird, sondern vor allem von stationä- zugekommen ist nun die Messung von
müssen Marketer drei Gerätetypen im ren Internet-Anschlüssen aus. „Für das mobilen Applikationen. Sie erst zu verpiBlick haben: Smartphones, deren Vorläu- Online Marketing ist es essentiell, diesen xeln und dann erneut durch den Freigabefer – die sogenannten „Feature Phones“ Unterschied zu berücksichtigen. So wird Prozess zu senden, benötigte Zeit.
Wie differenziert die Agof zwischen sta(Handys mit Internet-Zugang) – sowie eine Kampagne, die zum Beispiel ein Auto
bewirbt, eine gute Werbeak- tionärer und mobiler Reichweite? „Als
weitere tragbare Geräte mit
zeptanz bei Sofa-Surfern fin- mobile Nutzung wird der Abruf (Page ImOnline-Zugang, darunter Tabden. Wirklich mobile Nutzer pression) einer Mobile Enabled Website
lets oder mobile Spielekonsoreagieren stärker auf ortsbezo- oder einer App definiert“, erklärt Schumalen. Je weiter die Smartphonegene Angebote“, meint Chris- cher. Eine Mobile Enabled Website wird
Verbreitung fortschreitet, desto
tian Bennefeld, Geschäftsfüh- anhand von zwei Kriterien definiert: Zum
unwichtiger dürften die Feaeinen ist sie unter einer spezifischen Adrer von Etracker.
ture Phones werden. Doch die
Und auch dass mobile Apps resse erreichbar, zudem werden spezielle
Gruppe der tragbaren Geräte
berücksichtigt werden müs- Werbeformate nach dem Standard der
mit Internet-Anschluss wird
sen, ist ein Unterschied zum Mobile Marketing Association ausgelieaufgrund der digitalen VerInternet: Unternehmen müs- fert. Der Zugriff auf Web-Angebote über
netzung des Alltags künftig
sen nicht nur den Zugriff auf iPads und Tablet PCs wird derzeit noch
weiter wachsen.
Stefan Schumacher,
ihre mobilen Webseiten, son- nicht in der Studie Mobile Facts, sondern
Zu diesen unterschiedli- Vorstandsvorsitzender
dern auch auf mobile Applika- in den Internet Facts erfasst.
chen Gerätetypen kommen Sektion Mobile, Agof
Für die Planung mobiler Kampagnen
tionen, sofern vorhanden, stanoch variierende Verbindungsarten hinzu. Für die Bereitstellung tistisch erfassen, um ein Gesamtbild der reichen der Ad Planer von Google und die
Mobile Facts der Agof aus, so Ingo Höhnvon Inhalten auf den mobilen Geräten mobilen Nutzerschaft zu erhalten.
Ein Beispiel dafür, wie komplex die Mes- ke, Online Media Planer bei der Augsburkann durchaus relevant sein, ob die Nutzer
eine Website oder einen Shop über WLAN sung der mobilen Internet-Nutzung ist, ist ger Online-Marketing-Agentur Explido.
oder über das Mobilfunknetz mit geringe- die Reichweitenstudie „Mobile Facts“ der Er vermisst jedoch das geräteübergreifenren Bandbreiten ansurfen. Gerade beim Agof. Eineinhalb Jahre lagen zwischen der de Tracking der Nutzer: „Die Customer
Surfen mit Tablet-PCs spielt die Verbin- Veröffentlichung der ersten und der zwei- Journey über mehrere Geräte kann noch
■
dungsart eine Rolle. So hat das Web-Ana- ten Erhebung im März 2012. Der Grund nicht abgebildet werden.“ is
Warum ist die „Vermessung des mobilen Web“ aus Vermarktungssicht komplizierter als das Erheben von Daten
im stationären Web?
Stefan Knecht: Im stationären Web
haben wir es mit relativ wenigen Parametern zu tun. Stark vereinfacht
haben wir ein Betriebssystem auf
dem Desktop – Windows in verschiedenen Versionen, Mac und Linux
können wir außen vor lassen –, vielleicht drei Browser und stabile Bandbreiten. Mobil begegnen uns vier Betriebssysteme – Android, iOS, RIM,
Symbian – und neben den StandardBrowsern Dutzende weitere Browser,
mit verschiedenen Eigenschaften vor
allem bezüglich der Handhabung
von Cookies. Auch die Bandbreiten
sind sehr unterschiedlich.
Werden Cookies auf Smartphones
häufiger gelöscht? Wenn ja, welche
Auswirkung hat das auf die Messung?
Knecht: Einige mobile Browser erlauben Cookies nur per Session, sodass
kein persistentes, Cookie-basiertes
Tracking möglich ist, oder deren
Standardeinstellung Cookies ablehnt. Werden Kampagnen und Werbewirkung per Cookie Tracking gemessen, dann ist das eine Hürde.
Sie kritisieren, dass es keine Standards
für das Messen des Mobile Web gibt.
Bitte erläutern Sie das.
Knecht: Ich behaupte nicht, dass es
keine Standards gibt – es gibt nur keine
im deutschen Markt, geschweige
denn eine global akzeptierte Währung. Wie wollen wir in einem Mix
aus Apps und Webpages eine durchgängige Session definieren? Was ist
eine Page Impression bei einer für
mobile Screens reformatierten, aufwendigen Seite? Wie wird Werbung
wahrgenommen und welche nachweisbaren Impulse hat sie auf den
mobilen User?
Wann wird die Branche nicht mehr
zwischen mobilem und stationärem
Web unterscheiden?
Knecht: Sobald man sich auf eine robuste und konvertible Reichweitenund Werbewirkungswährung geeinigt haben wird, die dann nicht mehr
künstlich unterscheidet zwischen
„mobilem“ und „stationärem“ Web.
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MENSCHEN & KARRIERE
Internet World BUSINESS
36
ARBEITGEBERPORTRÄT ETRACKER GMBH
Etracker lockt neue Mitarbeiter mit Spaß an der Arbeit statt mit Titeln und Job Description
Fortbildung nach eigener Vorstellung
Natürlich sei bei Etracker auch nicht immer
alles nur ein „Wunschkonzert“. Dennoch
zählen laut Bennefeld Spaß, Engagement
und Interesse bei Etracker mehr als Titel
und Job Descriptions. Dass die Mitarbeiter
diese Bemühungen auch anerkennen, lässt
sich an der Fluktuationsrate messen, die
nach Angaben des Unternehmenslenkers
„sehr niedrig“ ist.
Steckbrief
■
Unternehmen: Etracker GmbH
■
Gründung: 2000
■
Geschäftsführung: Christian Bennefeld
und Oliver Krapp
■
Mitarbeiter: 70
■
Umsatz: k.A.
■
Leistung: Werkzeuge zur Optimierung
von Webseiten sowie Online-MarketingMaßnahmen
■
■
Kunden: Air Berlin, Arag, Burger King,
Fielmann, Fraport, Henkel, Infraserv
Höchst, Spiegel Verlag, T-Online, Tipp24,
Travelchannel, TÜV Nord u.v.a.
Internet: www.etracker.de
thematisch-technische Software-Entwickler aus. Gleichzeitig werden Traineeships
angeboten. Vor wenigen
Tagen wurde zudem die
„Etracker Academy“ ins
Leben gerufen. Marketingund Sales-Verantwortliche
können sich dort als „Certified Etracker Professional“,
„Certified Etracker Expert“
oder als „Certified Etracker
Trainer“ zertifizieren lassen.
Bezahlt wird bei den Hamburgern „marktgerecht“ und
variabel, die Mitarbeiter
werden am Unternehmenserfolg beteiligt. So besteht
etwa das Gehalt eines Vertriebsmitarbeiters zu 60 Prozent aus festen Bezügen, der
Rest ist variabel. Beim Consultant sind rund 90 Prozent festes Einkommen. Und obwohl
es (bislang) kaum Hierarchien
Büro mit Aussicht: Die Räume der Etracker GmbH liegen mitbei Etracker gibt, haben Mitarbeiter durchaus Karriereten im Stadtzentrum von Hamburg
chancen. So kann ein Sales
Gewachsen ist die Unternehmenskultur Manager bei entsprechendem Einsatz
aus der Geschichte der Firma heraus. Im zunächst zum Account- und später zum
Jahr 2000 wurde Etracker gegründet, da- Key-Account-Manager aufsteigen. In der
bei ging es Christian Bennefeld und Oliver Technikabteilung gibt es sogenannte „SeniKrapp nach eigener Aussage immer um oren“, die jüngere Kollegen fachlich anleiNachhaltigkeit, ein Verkauf des Unterneh- ten. „Da wir weiter wachsen und somit
mens war und ist zu keinem Zeitpunkt künftig mehr Hierarchie-Ebenen einzievorgesehen. Das Unternehmen bietet bedarfsorientierte Optimierungs-Suites an,
in denen die verschiedenen Lösungen von
Web-Analyse und Mouse Tracking über
Onsite-Befragungen und Feedback-Buttons bis hin zum Multichannel Marketing
Controlling gebündelt sind. Mit Erfolg:
Aus der ehemaligen 2-Mann-Schmiede ist
eine mittelständische Firma mit 70 Mitarbeitern geworden, die zudem im vergangenen Jahr ihre erste Niederlassung in Gute Laune: Mitarbeiter können über ArbeitsGroßbritannien gegründet hat. Weitere platz und -bedingungen mitbestimmen
Auslandsdependancen, vorwiegend in
Europa, sind nicht ausgeschlossen, aber hen müssen, stehen ambitionierten Mitarauch über Büros in Asien oder den USA beitern alle Wege offen“, so Bennefeld.
wird nachgedacht.
Gefragt sind Individualisten und ChaZu den Unternehmens-Benefits für die raktere. Daher sei der Idealkandidat offen
Mitarbeiter zählen laut Bennefeld auch die dafür, neue Wege zu gehen oder sich abInvestitionen in Fort- und Weiterbil- seits seines Fachs auch anderen Projekten
dungsmaßnahmen. Jeder Mitarbeiter anzunehmen, so Bennefeld. Er sollte perkann selbst aussuchen, welches Training manent besser werden wollen und nicht
oder Seminar er besuchen möchte. Dafür nur technologisch, sondern auch fachlich
steht ein vierstelliger Betrag pro Jahr zur und persönlich wachsen. Bennefeld fasst
Verfügung. Ebenso unkompliziert geht es zusammen: „Sein Erfolgsmaß sollte sich
bei der Regelung der Arbeitszeit zu. Neben aus der Qualität seiner Arbeit und der Beder Kernarbeitszeit, in der jeder Mitarbei- geisterung des Kunden, wenn dieser die
■
ter anwesend sein muss, kann jeder selbst Lösung einsetzt, zusammensetzen.“
entscheiden, wann er anfängt beziehungsSUSANN NAUMANN
weise aufhört zu arbeiten, und auch das
Arbeiten im Home Office ist möglich.
Fotos: Etracker
paß und maximale Entfaltungsspielräume: So beschreibt Christian Bennefeld, Geschäftsführer und Gründer der
Hamburger Etracker
GmbH, die Arbeitsbedingungen in seinem
Unternehmen, und das
sei auch das, was Etracker von anderen Unternehmen in der OnlineBranche unterscheidet.
Flache
Hierarchien
gehören dabei genauso
dazu wie Transparenz
und unternehmensweites agiles Arbeiten. Bei
dem Hamburger Unter- Chef Bennefeld:
nehmen gibt es außer „Ich fühle mich
sogenannten Fachbe- für den Standort
reichsverantwortlichen Deutschland
keine zusätzliche Hier- verantwortlich“
archie-Ebene. Deshalb
wird bis zu vier Mal
jährlich allen Mitarbeitern die Unternehmens- und Produktstrategie präsentiert. Im
sogenannten Gruppenraum hängen aktuelle Informationen zu Kunden, Projekten
und dem Unternehmen allgemein. Hier erfahren die Mitarbeiter, mit welchen Kunden die Zusammenarbeit gut läuft und bei
welchem Projekt es klemmt.
Ziel ist es, die Mitarbeiter in die Prozesse
einzubinden: Sie dürfen ihren Arbeitsplatz
selbst schaffen, haben für ihre Arbeit einen
hohen Gestaltungsspielraum, dürfen ihr
Team zum großen Teil selbst steuern und
die Organisation mitentwickeln. „Ich
frage einen Bewerber immer, was ihm bei
seiner Arbeit am meisten Spaß macht.
Und das soll er dann bei uns auch tun“, so
Christian Bennefeld.
Spaß haben und Karriere machen
Großen Wert legt Etracker auf eine hohe
Qualifikation und bildet deshalb Fachinformatiker mit Fachrichtung Systemintegration, Fachinformatiker mit Fachrichtung Anwendungsentwicklung und ma-
11/12
HERNSTEIN INSTITUT
Wunsch und Herausforderung
S
29. Mai 2012
Arbeitgeber im Porträt
Sie sind der Meinung, dass auch Ihr Unternehmen in dieser Reihe vorgestellt werden
sollte? Dann schicken Sie Ihre Bewerbung an
[email protected] und nennen Sie
uns einen guten Grund.
Neue Qualitäten
Die Anforderungen an Führungskräfte
haben sich verändert. Gefragt sind mittlerweile vor allem kommunikative Fähigkeiten, der klassische Macher dagegen hat
ausgedient. Zu diesen Ergebnissen kommt
eine aktuelle Studie des Wiener Hernstein
Instituts für Management und Leadership.
Befragt wurden dazu 300 Topmanager im
deutschsprachigen Raum. Ein weiterer Anspruch, den es zu erfüllen gilt: Die Führungskräfte sollen von ihren Mitarbeitern
als Vorbild angesehen werden. sn
SOCIAL MEDIA AKADEMIE
Neue Lehrgänge
Am 21. Juni starten an der Social Media
Akademie mit dem „Online Marketing
Manager SMA“ und dem „Online Redakteur/Content Manager SMA“ zwei neue
Lehrgänge. Beim Seminar „Online Marketing Manager“ soll die gesamte Bandbreite
des modernen Online Marketing von
Grundlagen und der Strategie über Analytics und Monitoring bis zu Suchmaschinenmarketing sowie Display Advertising
und Affiliate Marketing
abgedeckt werden.
Der zweite Lehrgang
befasst sich mit den
Themen redaktionelle
Grundlagen, Besonderheiten im Social Web,
Recherche 2.0, Content und Community
Management sowie
Medienrecht und
Nico Lumma tritt in
SuchmaschinenoptiZukunft als Dozent an
mierung. Zu den
Dozenten zählt Nico
Lumma, ehemals Social-Media-Chef bei
Scholz & Friends. sn
MONSTER
Bewerber und Beratung
Um Unternehmen bei der Suche nach
Arbeitskräften zu unterstützen, verstärkt
das Jobportal Monster.de seine Beratungsleistungen für Firmen. Unter der Bezeichnung „Monster Consultancy Services“ will
das Portal Kunden bei der Besetzung offener Stellen behilflich sein. Zu den Leistungen gehören die Beratung und Umsetzung
von Konzepten für Karriereseiten, das Erstellen und Optimieren von Social-MediaAuftritten, professionelles Texten und Gestalten von Stellenanzeigen mit Suchmaschinenoptimierung für bessere Auffindbarkeit, Rekrutierungs-Events sowie Workshops in den Bereichen Personalmarketing,
Employer Branding und Social Media. sn
DEUTSCHES INSTITUT FÜR MARKETING
Wissen für Marketer
Das Deutsche Institut für Marketing (DIM)
startet einen Zertifikatslehrgang zum „Online Marketing Manager (DIM)“. Die zehntägige Weiterbildung gliedert sich in die
Themenbereiche Grundlagen Online Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Social
Media Marketing, Google Adwords sowie
eine Marketingwerkstatt. Hier sollen die Teilnehmer des Lehrgangs ihr erworbenes Wissen in einer finalen Gruppenarbeit anwenden. Nach dem Lehrgang versorgt das Institut die Absolventen im DIM-Online-Campus
und der DIM-Xing-Gruppe weiterhin mit
Marketingwissen und exklusiven Tipps. sn
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MENSCHEN & KARRIERE
Internet World BUSINESS
Ralph Michaelsen /
Jörg Eichler
Karstadt, Essen
Unister, Leipzig
Yahoo, Sunnyvale (Kalifornien, USA)
Fliegender Wechsel bei Unister: Zum 30. Juni 2012 verlässt Ralph Michaelsen auf
eigenen Wunsch das LeipziR. Michaelsen
ger Internet-Unternehmen
Unister. Er war dort knapp
vier Jahre als Director Travel
& Tourism unter anderem
für Ab-in-den-Urlaub.de verantwortlich. Ab 1. Juli beginnt dann Jörg Eichler als
Geschäftsführer einer neu
J. Eichler
gegründeten Gesellschaft,
die die Koordination der touristischen Aktivitäten
innerhalb der Unister Gruppe übernimmt. Eichler
war zuletzt Geschäftsführer Marketing & Vertrieb
bei Aida Cruises und davor Direktor Vertrieb bei
der Tui Deutschland GmbH. Bevor er in die Touristik wechselte, arbeitete er unter anderem bei
Sony und Denon Electronic.
■ www.unister.de
Stühlerücken bei Yahoo: Der bisherige Executive Vice President
America Ross Levinsohn übernimmt den Posten von CEO Scott
Thompson, der das Unternehmen verlassen muss, nicht zuletzt
unter Druck von Medien und Großaktionären. Thompson, ehemaliger CTO von Paypal, hatte einen akademischen Informatikabschluss in seinem Lebenslauf erfunden. Neben Levinsohn, der
den US-amerikanischen Internet-Konzern vorübergehend leiten
soll, ist auch Aufsichtsratschef Fred Amoroso neu im Amt.
■ www.yahoo.com
Razorfish, Frankfurt a. M.
Die Kreativagentur Razorfish
baut die Managementstruktur in Deutschland komplett
um und besetzt die Position
des Chief Client Officers
mit Birgit Baier neu. Die
47-Jährige ist nun für die Kundenberatung verantwortlich – standortübergreifend für Deutschland. Ehe Baier zu Razorfish wechselte, war sie als
General Manager bei Frog Design mit Büros in
München und Amsterdam tätig.
■ www.razorfish.de
Jens Fricke
BVDW, Frankfurt am Main
Die Fachgruppe Agenturen
des Bundesverbands Digitale
Wirtschaft (BVDW) hat Jens
Fricke zum Leiter der neuen
Unit Customer Relationship
Management (CRM) gewählt. Der Vorstand der Cocomore AG, Agentur
für integrierte Kommunikation und IT, beschäftigt sich in der neuen Unit mit den Möglichkeiten, persönliche Beziehungen zwischen Marken/
Unternehmen und Konsumenten/Kunden aufzubauen und zu pflegen.
■ www.bvdw.org
11/12
André Maeder
Ross Levinsohn
Birgit Baier
29. Mai 2012
Zum Chief Retail Officer ist
André Maeder bei der Karstadt Warenhaus GmbH in
Essen berufen worden. In
dieser Position verantwortet
der Schweizer, der bislang
unter anderem Chef des Modeunternehmens
Charles Vögele war, die Verkaufsorganisationen
aller Vertriebskanäle – vom Warenhaus über die
Sporthäuser bis hin zum E-Commerce. Frühere
Stationen Maeders, der Karstadt bereits seit einem halben Jahr berät, waren unter anderem
Hugo Boss, S. Oliver und Harrods.
■ www.karstadt.de
Timo Friedmann
Carolin Gabor
Motor-Talk.de, Berlin
Toptarif.de, Berlin
Motor-Talk.de verstärkt seinen Nachrichtensektor und
hat Timo Friedmann zum
neuen Chefredakteur ernannt. Der Journalist leitet in
dieser Position die Redaktion
der Auto- und Motor-Community im Internet.
Mit der neuen Besetzung will Motor-Talk.de in
Zukunft ein noch breiteres Publikum ansprechen
und zu allen Themen der Mobilität informieren.
Der Fokus soll dabei auf Nachrichten, Reportagen und auf ein neues Design gelegt werden.
Friedmann kommt von der „Bild am Sonntag“,
bei der er für das Auto-Ressort verantwortlich
war. Bei „Bild am Sonntag“ war Friedmann seit
2001 Teil der Autoredaktion, seit 2008 in verantwortlicher Position. Darüber hinaus betreute er
elf Jahre lang die Vergabe und Verleihung des
Goldenen Lenkrads, des bedeutendsten Autopreises in Europa.
■ www.motor-talk.de
Toptarif.de erweitert die Führungsebene: Mit Carolin Gabor beruft das Verbraucherportal für Strom, Gas, Versicherungen, Finanzen und
DSL erstmals eine Frau in die
Geschäftsführung. Zuletzt war Gabor als Projektleiterin für The Boston Consulting Group tätig.
■ www.toptarif.de
Monika Stute
Voodoo Video, Düsseldorf /
Hamburg
Für die Publisher-Betreuung
im In- und Ausland beim Bewegtbildvermarkter Voodoo
Video ist ab sofort Monika
Stute verantwortlich. Die
42-Jährige wird dort als Publisher Support Managerin tätig sein. Bevor Stute zu Voodoo Video
ging, war sie bei AOL Deutschland als Prozessmanagerin für das Partnermarketing verantwortlich sowie für die Projektleitung für den Premium
Shop bei DPV Gruner + Jahr. Zuvor arbeitete sie
als Senior Koordinatorin des Depotgeschäfts bei
Tchibo im Vertrieb.
■ www.voodoovideo.com
Edzard Maske
Ebay Advertising, Hamburg
Ebay Advertising, Vermarkter
des Internet-Marktplatzes
eBay, holt sich Edzard Maske
als Senior Agency Sales Manager ins Team. Der 37-Jährige wird ab sofort die Weiterentwicklung des regionalen Werbegeschäfts
sowie die Betreuung der Media-Agenturen am
neu errichteten Standort Hamburg übernehmen.
Zuvor arbeitete Maske als Key Account Manager
bei United Internet Media.
■ www.ebayadvertising.com/de
Oliver Hülse
Rocket Fuel, Hamburg
Oliver Hülse ist der neue Managing Director von Rocket
Fuel, Anbieter von digitalen
Werbetechnologien. Er verantwortet ab sofort die Geschäftsaktivitäten in der
DACH-Region. Dort wird Hülse vor allem für die
Kundenbeziehungen zu führenden Werbungtreibenden und Agenturnetzwerken verantwortlich
sein. Zuletzt war er Geschäftsführer der deutschen GmbH der Adconion Media Group.
■ http://rocketfuel.com
Monika Sauer
Evania, Berlin
Die Leitung der Marketingund Vertriebsaktivitäten im
Segment Real-Time Bidding
bei Evania, Dienstleistungsunternehmen für OnlineMarketing-Maßnahmen sowie Werbung im Internet, übernimmt in Zukunft
Monika Sauer. Die Sales Managerin war mehrere
Jahre beim Werbenetzwerk DSNR Media Group
in Israel tätig und verantwortete dort unter anderem den Aufbau der Vertriebsaktivitäten auf dem
deutschsprachigen Markt.
■ www.evania.de
Verus von Plotho
Deezer, Berlin
Der internationale Musikstreaming-Dienst Deezer hat
Verus von Plotho zum Managing Director Central Europe
ernannt. Der Experte der
internationalen Musikwirtschaft wird mit seinem Team von Berlin aus tätig
sein. In den vergangenen Jahren hat von Plotho
für diverse Major Labels in führenden Positionen
gearbeitet, zuletzt verantwortete er als Vice President den Bereich Digital Revenue Development
EMEA bei Warner Music International in London.
■ www.deezer.com/de
Lassen Sie’s uns wissen
Wenn Sie Karriere machen, ein-, auf- oder
aussteigen, schreiben Sie uns.
■ [email protected]
Impressum
Stellvertretender Chefredakteur:
Frank Kemper (fk),
[email protected]
Redaktion:
Elke Häberle (häb),
[email protected]
ISSN 1433-3309
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH
Sitz von Redaktion, Anzeigen, Vertrieb:
Bayerstraße 16a, 80335 München
Telefon (089) 741 17-0, Fax -101
www.internetworld.de
Ingrid Lommer (il),
[email protected]
Ingrid Schutzmann (is),
[email protected]
Susanne Vieser (vs),
[email protected]
Sitz des Verlags:
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH,
Karlstraße 41, 89073 Ulm
Daniela Zimmer (dz),
[email protected]
Geschäftsführer:
Florian Ebner,
Dr. Günter Götz
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Till Dziallas (tdz), Christiane Fröhlich (cf),
Susanne Gillner (sg), Susann Naumann (sn),
Frank Puscher, Christina Rose
Herausgeber:
Dr. Günter Götz,
[email protected]
Schlussredaktion:
Ernst Altmannshofer,
Dr. Christa Gogu
Chefredakteur:
Dominik Grollmann (dg),
[email protected]
Chef vom Dienst:
Stefan Hofer (host),
[email protected]
Art Directorin:
Maria-Luise Sailer
Gestaltung:
Alfred Agatz, Dagmar Breitenbauch,
Catharina Burmester, Hedi Hefele, Manuela
Keller, Susanna Knevels, Simone Köhnke,
Cornelia Pflanzer, Petra Reichenspurner,
Ilka Rüther, Christian Schumacher
Anzeigenleitung:
Angelika Hochmuth,
Telefon: (089) 741 17-432,
Fax: (089) 741 17-269,
E-Mail: [email protected]
Einträge im Dienstleisterverzeichnis:
Marita Brotz,
Telefon: (089) 741 17-281,
Fax: (089) 741 17-269,
E-Mail: [email protected]
Verlagsleitung Online:
Matthias Sandner,
Telefon: (089) 741 17-259,
E-Mail: [email protected]
Leitung Redaktion Online:
Tanja Gabler (tga),
[email protected]
Redaktion Online:
David Henning (dah),
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STELLENMARKT
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Bayern
252
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SZENE
29. Mai 2012
Internet World BUSINESS
41
Von Piraten und Katzen
Ein abwechslungsreiches Programm und nette Gäste: Langeweile kam bei den Audiovisual Media Days keine auf
M
Mobilist Stefan Schumacher, Leiter von G+J
EMS, schwört auf die mobile Wundertüte
Es ist angerichtet: Kulinarische
Köstlichkeiten im Dukatz
(Media Mind, London), Michael Schwarz (Coca-Cola,
Berlin), Daniel Stephenson
(Myspace Studios UK) oder
Frank Barth (Couchfunk).
Frisch beflügelt von der
Landtagswahl in NordrheinWestfalen forderte Boris Turovskiy, Leiter
der Landesgeschäftsstelle Bayern der Piratenpartei, eine Reform der bestehenden
Verwertungsrechte. „Es wäre arrogant zu
sagen, bei uns gäbe es nichts zu verbessern“, gab Gema-Syndikus Alexander Wolf
auf der Podiumsdiskussion „Fair Use oder
Gratiskultur?“ zu. Den radikalen Forderungen der Piraten wie zum Beispiel Stär-
Von Göttern und Schissern
Die diesjährige E-Commerce-Conference war breit aufgestellt
R
und 500 Teilnehmer in vier Städten –
so lautet das Fazit der diesjährigen
E-Commerce-Conference, mit der die
Neue Mediengesellschaft Ulm im April
und Mai in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf
und München mit einem ausgewählten
Sprecheraufgebot an E-Commerce-Experten auf Tour ging. Für staunende Gesichter sorgte unter anderem der ehemalige Pfarrer und heutige SEO-Papst Herbert
Hartung, Gründer der Detmolder SEOAgentur Isa-Media. „Ich diskutiere immer,
naging Director bei
Mediacom Science,
zum Thema „Online-Video Controlling“. Krapf verkündete dort, dass die
in der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF)
zusammengeAnzieher: Harald Sieschlossenen
bold von Spreadshirt
Fernsehsender
ein rund 25.000 Haushalte umfassendes Panel zur Messung von Bewegtbild im Netz planen. „Bis März 2013“,
so Martin Krapf, im Nebenjob Vorstand TV der Agma, „soll dieses Panel startklar sein.“ Das ist in jeglicher
Hinsicht ambitioniert.
Nicht zu kurz kamen natürlich
kung des Rechts auf Priauch Vorträge über Trends und Entvatkopien, Verkürzung Hellseher: Frank
der Schutzfristen oder Barth von Couchfunk wicklungen. Frank Barth von Couchfunk berichtete zum Beispiel über die
Eindämmung der sogenannten Abmahnindustrie widersprach er Zukunft des Fernsehens oder Harald Siebold von Spreadshirt über die Partnerallerdings vehement.
Spannend war auch der Schlagabtausch schaftsmodelle des Online Shops und die
zwischen IP-Deutschland-Geschäftsfüh- Rolle von Daniela Katzenberger – kurz: ein
■
rer Martin Krapf und Jörg Blumtritt, Ma- äußerst kurzweiliger Abend. häb
Plaudertäschchen: Auf der Conference
Party stand Networking im Vordergrund
wenn ich hierher komme mit meinem
Team, ob ich Ihnen zeigen darf, wie Sie die
Konkurrenz aus dem Index schubsen“,
lacht er. Aber wie immer durfte er nicht.
Trotzdem präsentierte er dem Auditorium
einen bunten Blumenstrauß an einfachen,
aber wirkungsvollen SEO-Tricks, die so in
keinem SEO-Leitfaden zu lesen sind.
Für knackige Pointen war auch Marcus
Koch, Vorstand der Online-MarketingAgentur Goldbach Interactive in Konstanz,
zu haben. „CPO ist was für Schisser“,
schleuderte er den Zuhörern entgegen und plädierte
fast flehentlich dafür, im
eigenen Unternehmen eine
Kontrollinstanz aufzubauen, die die Aktivitäten der
unterschiedlichen OnlineMarketing-Dienstleister
kontrolliert und optimiert.
Die Münchner Konferenzteilnehmer
konnten
den Abend dann noch auf dem AbendEvent „INTERNET WORLD Afterwork“
ausklingen lassen. Genetzwerkt wurde in
der „Goldenen Bar“ am Englischen Garten. Nebenan im P1 wartete CSU-Chef
Horst Seehofer auf seine Twitter-Freunde.
Für Gesprächsstoff war also gesorgt. dz ■
SEO-Papst
Herbert Hartung von IsaMedia sorgte
für staunende
Gesichter
Foto: Marion Vogel
it Programmpunkten wie dem Urheberrechtsgipfel und dem Schlagabtausch zum Thema Konvergenzwährung
haben wir wesentliche Akzente in der Debatte um die künftige Entwicklung der
Online-Branche gesetzt“, fasste Christopher Tusch, Geschäftsführer der Medientage München und Veranstalter der Audiovisual Media Days (AMD), den zweitägigen Kongress zusammen. Mitten in
München, im HVB Forum zwischen den
Fünf Höfen und dem Bayerischen Hof,
fanden sich auch in diesem Jahr 350 Gäste
und rund 40 Top Speaker aus dem In- und
Ausland ein. Darunter Dean Donaldson
Referent Marcus Koch, Goldbach Interactive
(re.) hatte sichtlich Spaß beim Networking
[email protected]
■
Shopware Community Day
„Die Zukunft des E-Commerce“ steht im
Fokus dieser Veranstaltung, die mit Ausstellern, Fachvorträgen und einem EntwicklerWorkshop aufwartet.
Termin: Ahaus, 1. Juni 2012
Kosten: 49 Euro inkl. MwSt.
Info: www.shopware.de
■
Facebook Commerce
Agentur-Chef Andreas Bersch (Berliner Brandung) und Berater und Blogger Jochen Krisch
(Exciting Commerce) stellen neue Modelle
des E-Commerce mit Fokus auf Social Commerce und Facebook vor. Themen: Strategien
und Erfolgsmodelle und viele andere mehr.
Termine: Köln, 1. Juni; München, 12. Juni
und Hamburg, 19. Juni 2012
Kosten: 296,31 Euro inkl. MwSt.
Info: www.futurebiz.de/workshops
■
E-Commerce Expertenwoche
Die Webinar-Reihe soll E-Commerce-Verantwortlichen und Unternehmern aus dem Mittelstand über das Internet Themen wie Vertrieb,
Marketing, Strategie, Recht sowie Technik und
Forschung näherbringen.
Termin: 11. bis 15. Juni 2012
Kosten: Keine
Info: www.e-commerce-expertenwoche.de
■
Semseo 2012 & Pubcon
Auf der Fachkonferenz für SEO und SEM stehen
Trendthemen wie Voice Search, Video-Optimierung und lokale Suche im Fokus.
Termin: Hannover, 15. Juni 2012
Kosten: 440,30 Euro inkl. MwSt. (KombiTicket für beide Veranstaltungen)
Info: http://semseo.abakus-internetmarketing.de
■
Online Marketing Forum
Die Fachkonferenz, die sich an Online-Marketing-Entscheider richtet, bietet unter anderem
die Themen Usability, Mobile, Branding, WebAnalyse, Social Media und Recht.
Termine: Hamburg, 12. Juni; Frankfurt, 27.
Juni; Düsseldorf, 28. Juni; München, 4. Juli 2012
Kosten: 249 Euro zzgl. MwSt. (für unsere Leser
189 Euro mit dem Code: OMF12iwb)
Info: www.onlinemarketingforum.de
■
Werbeplanung.at Summit 12
Unter dem Motto „Innovation – Insights – Interaction“ laden die Veranstalter zu Kongress
und Messe. Themen der 25 Vortrags-Panels:
Audience Measurement, Social Commerce,
Mobile Strategy, eMobility und Smart TV.
Termin: Wien, 12. und 13. Juli 2012
Kosten: 490 Euro (Conference) beziehungsweise 25 Euro (Expo)
Info: http://summit.werbeplanung.at
■
Social Media Conference
Die zweitägige Konferenz zu Facebook, Youtube, Twitter und Co. findet in diesem Jahr
bereits zum fünften Mal statt und gibt einen
Überblick über die wichtigsten Trends sowie
Chancen im Bereich Social Media. Auf dem
Programm stehen Markenbildung und -führung, Unternehmenskommunikation, Monitoring der Social-Media-Aktivitäten, Auswirkungen auf die Unternehmensorganisation sowie
rechtliche Aspekte und viele andere Themen.
Außerdem dreht sich am dritten Tag alles um
das Thema Social Media für B2B.
Termin: Hamburg, 24. und 25. September
plus 26. September (B2B-Special) 2012
Kosten: 490 Euro (1 Tag), 790 Euro (2 Tage),
990 Euro (3 Tage, inkl. B2B-Special); Preise
zzgl. MwSt. (unsere Leser zahlen jeweils 150
Euro weniger mit dem Code: smc12iwb)
Info: www.socialmediaconference.de
42
MEINUNG
Internet World BUSINESS
29. Mai 2012
KOMMENTAR
GASTKOMMENTAR
Im Strudel
der Zahlen
Recht auf Anonymität
Nur zwei Tage nach dem
Börsengang gaben die
Experten von „Focus Online“ die Facebook-Aktie
bereits verloren. Selbst
an einem guten Börsentag sei der Kurs des Papiers weiter abgesackt.
Am meisten Geld verloren habe Firmengründer Frank Kemper,
Mark Zuckerberg selbst, Stv. Chefredakteur
seine Anteile seien nur
noch 17 Milliarden US-Dollar wert. Abgesehen davon, dass Zuckerberg diese 17 Milliarden niemals
besessen hat, wäre auch das noch ein enorm großer Haufen Geld. Er entspricht in etwa dem doppelten Jahresumsatz des Sportwagenbauers Porsche oder dem aktuellen Bruttoinlandsprodukt
von Bosnien-Herzegowina. Aber was sind schon
eine Autofirma und ein Balkanland gegen 900 Millionen Nutzer?
Die Konsortialbanken haben es verbockt, heißt
es. Sie haben auf Teufel komm raus Aktien in den
Markt geschoben, weit mehr als ursprünglich angekündigt. Erinnerungen an den Dotcom-Crash
vor zwölf Jahren kommen auf, denn schon sprechen Börsenbeobachter davon, dass die schlechte
Kursentwicklung des Facebook-Papiers auch andere Internet-Aktien mit hinunterziehe. Was dabei
einmal mehr völlig aus dem Sichtfeld gerät, sind
die Fakten: Die Zahl der realen Nutzer ist – selbst
wenn es keine 900 Millionen sind – immer noch
immens groß. Und 2011 machte das Social Network
bei 3,7 Milliarden Dollar Umsatz eine Milliarde Gewinn – eine Umsatzrendite von über 25 Prozent,
für die sowohl Porsche als auch die Staatsführung
von Bosnien-Herzegowina ihre Großmütter verkaufen würden. Facebook ist zu groß, um kurzfristig unterzugehen, und Zuckerberg ist zu intelligent, um das zuzulassen. Er suche nicht das
schnelle Geld, sondern sei an einer langfristigen
Strategie interessiert, sagte er einmal. Eine Sprache, die Börsianer offenbar nicht verstehen.
Ein Plädoyer gegen die Einführung des Klarnamenzwangs im Internet
I
mmer wieder entflammt die Diskussion
um negative Auswirkungen von anonymen Beiträgen in Foren und Blogs. Mit
etwa zehnjähriger Verspätung diskutiert
inzwischen auch die deutsche Politik das
Für und Wider eines Klarnamenzwangs
im Internet. So regte zuletzt Innenminister Friedrich eine allgemeingültige Regelung zur Nutzung von Klarnamen an. In
den USA wird diese Debatte schon länger unter
dem Schlagwort „nymwars“ – „Krieg ums Pseudonym“ – geführt.
Dort wie auch hier in
Deutschland stehen sich
Verfechter eines Klarnamenzwangs und Privatsphärenschützer gegenüber, deren Argumente
für sich genommen jeweils durchaus stichhaltig klingen.
Facebook und Google+, als bekannteste
Vertreter der Klarnamenverpflichtung,
begründen ihre Statuten mit besseren Umgangsformen innerhalb der Internet-Gemeinde, der Spam-Bekämpfung sowie der
Vorbeugung von gefälschten Profilen.
Nach heftigen Protesten von Nutzern und
Internet-Aktivisten erklärte Google+ allerdings unlängst, Abstand vom Klarnamenzwang nehmen zu wollen.
Ohne Zweifel gilt der Zusammenhang:
je weniger Anonymität, desto geringer der
Anteil belangloser oder gar beleidigender
Äußerungen. Hinsichtlich der Seriosität
einer Community oder redaktionellen
Plattform ist daher keinem Betreiber zu
verdenken, wenn er sein Angebot durchweg ohne Pseudonym-Profile umzusetzen
[email protected]
Frust mit Facebook-Werbung
Statt sich auf milliardenschwere AppEinkäufe wie Instagram zu stürzen, solle
Facebook darüber nachdenken, MarketingTools zu entwickeln oder ein Anzeigennetzwerk aufzubauen, fordert Forrester-Analyst
Nate Elliot. Schließlich sei der Erfolg des
sozialen Netzwerks nur dank der Werbeeinnahmen von Vermarktern möglich. Dazu
die Kommentare unserer Leser:
Dem kann ich nur zustimmen. Auch die Preise
sind stark gestiegen. Dies könnte natürlich
zum einen daran liegen, dass das Netzwerk
weniger neue Nutzer generiert als Werbetreibende, und zum anderen daran, dass das System der Anzeigenschaltungen absolut intransparent ist. Wie kann man sonst erklären, dass
bei einem CPC-Preis, der weit über dem von
Facebook empfohlenen maximalen CPC liegt,
die Werbemittel immer noch keine Impressions bekommen?
LEV SMARGIN
Noch nie habe ich ein derart schlechtes Werbeergebnis erhalten wie auf Facebook, obwohl
man ja angeblich die Schaltung regional und
versucht, ganz abgesehen von dem wirtschaftlichen Potenzial, das sich durch gezieltes Targeting der User und somit individuelle, personalisierte Werbung bietet.
Andererseits ist die Aufrechterhaltung
einer gewissen Anonymität oft unverzichtbare Voraussetzung zur Äußerung
kontroverser Meinungen oder für die Formulierung ernsthafter Informationsbe-
Stephan Roppel,
Geschäftsführer des Ratgeberportal-Betreibers Gutefrage.net
GmbH in München
■
www.gutefrage.net
dürfnisse. Immer dann, wenn etwa eine
strikte Trennung von Beruf und Privatleben gewünscht ist, scheint ein solches
Schutzbedürfnis legitim zu sein, ganz zu
schweigen von den Bedrohungen in repressiven Gesellschaften, wo die Angst vor gravierenden Nachteilen wegen politischer
Meinungsäußerungen real begründet ist.
In unserer Ratgeber-Community Gutefrage.net werden unter Verwendung von
Nicknames tagtäglich Tausende Fragen
gestellt, die sich vorrangig um Ratgeberthemen gesundheitlicher, finanzieller
oder praktischer Natur drehen. In dieser
virtuellen themenorientierten Öffentlichkeit wollen weder Fragesteller noch Antwortgeber klar identifiziert werden können. Ohne den Schutz des verwendeten
Nicknames würde diese Form des oft sehr
11/12
persönlichen Austauschs schlichtweg nicht
existieren. Zahlreiche Online-Plattformen
wären mit einer Klarnamenpflicht deshalb
dem Untergang geweiht.
Das Oberlandesgericht Hamm formulierte diesbezüglich bereits im September
2011 treffend „[die] Verpflichtung, sich
namentlich zu einer bestimmten Meinung
zu bekennen, würde allgemein die Gefahr
begründen, dass der Einzelne aus Furcht
vor Repressalien oder sonstigen negativen
Auswirkungen sich dahingehend entscheidet, seine Meinung nicht zu äußern“.
Politische, regulative Lösungen können
nie vollständig der Vielfalt legitimer Kommunikations- und Informationsbedürfnisse gerecht werden. Es liegt vielmehr in
der Verantwortung der Plattformbetreiber,
die für das jeweilige Medium angemessene
Handhabung von Klarnamen oder Pseudonymen zu formulieren und durchzusetzen. Jede Vorgehensweise muss dabei ihren individuellen Zielkonflikt lösen –
Klarnamen beschränken die Anzahl und
Bandbreite von Themen und Beiträgen,
Pseudonyme erhöhen den Aufwand, sich
belangloser Spammer zu erwehren, steigern aber oft die Wahrhaftigkeit des kommunikativen Austauschs. Die Regel „one
name fits all“ ist somit sicherlich keine allgemeingültige, praktikable Lösung.
Mein Appell geht an den Gesetzgeber,
die Vielfalt von Meinungskennzeichnungen in Communitys, Foren und Blogs zu
akzeptieren, und andererseits an deren
Betreiber, durch sorgfältige Moderation
neben den wirtschaftlichen Faktoren auch
die Verantwortung gegenüber der Community und jedem einzelnen Nutzer ernst
■
zu nehmen.
Gehört
nach soziodemografischen Zielgruppen einschränken kann. Facebook? Nein danke!
HANS-RAINER MAYER
Facebook wird irgendwann eine Milliarde
Nutzer und deren persönliche Daten haben.
Aber was im Vergleich zu Google fehlt, ist das
kommerzielle Interesse der Nutzer. Bei Google
suchen die Nutzer hin und wieder mit einer
Kaufabsicht nach Produkten. Bei Facebook
hingegen ist es selten das Ziel, ein Produkt zu
erwerben oder Geld in die Hand zu nehmen.
SIMON WISMETH
Ihre Meinung ist uns wichtig!
Haben Sie Kommentare, Vorschläge oder
Kritik? Schreiben Sie einen Leserbrief an
■ [email protected]
Haben Sie sich beruflich verändert? Dann
schicken Sie uns doch eine Nachricht an
■ [email protected]
Fragen zu Ihrem Abo richten Sie bitte an
■ [email protected]
„Das ist mehr ein Spektakel, ein Medienereignis und
ein kulturhistorischer Augenblick, als es ein IPO ist.“
Analyst MAX WOLFF von Greencrest Capital vermisst beim FacebookBörsengang eine nüchterne Bewertung der Unternehmensdaten
„Wenn JP Morgan zwei Milliarden Dollar verzockt, dann ist das
auch nach zwei Stunden noch für den Leser interessant.“
KNUT ENGELMANN , Chefredakteur von „Wall Street Journal Deutschland“, hält nichts von
einer hohen Nachrichtenfrequenz um ihrer selbst willen
„Die Urheberrechtsdebatte ist der Nahostkonflikt
der Internet-Diskussion, sie erscheint jedenfalls
ebenso lösbar und wirkt annähernd so erquicklich.“
Internet-Auskenner SASCHA LOBO stellt auf Spiegel online einen
kühnen Vergleich an – der nicht von der Hand zu weisen ist
„Der Pressesprecher würde sich sehr freuen, wenn der Vorstand ihn
auf dem Laufenden halten würde ...“
BEN DE BIEL, Pressesprecher der Berliner Piraten, wurde vom Rücktritt des Landesvorsitzen-
den Hartmut Semken offenbar auf dem falschen Fuß erwischt, wie er auf Twitter offenbarte
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