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Mittwoch, 10. August 2011 | bz | www.basellandschaftlichezeitung.ch
REGIOFUSSBALL
BEILAGE DER BASELLANDSCHAFTLICHEN ZEITUNG ZUR SAISON 2011/12
Frauenfussball Susanne
Gubler will auf den Barfi
2. Liga regional Concordia
macht sich zum Favoriten
Zwischen Challenge League und 1. Liga
entsteht neu die 1. Liga Promotion. Die
Jagd auf die Spitzenplätze beginnt. Seite 3
Das Basler Frauenteam hat sich weiter verstärkt.
Die Trainerin spricht über neue Spielerinnen, das
grosse Ziel und mögliche Hindernisse. Seite 46
Die Basler blasen zur Offensive: die Verteidigungspläne der Topteams und die Überlebensstrategie der Aufsteiger. Seite 28 bis 43
BILD: MARTIN TÖNGI
1. Liga Die Klubs kämpfen
um zehn offene Plätze
INSERAT
3. Liga
Mittwoch, 10. August 2011 | az
45
«Jeder hat es verdient zu spielen»
3. Liga Der Ex-Profi Orazio Ferranti trainiert neu die US Olympia
VON YANNIK SPRECHER
Nachdem der ehemalige Fussballprofi Orazio Ferranti während der
letzten Rückrunde seinen Trainerposten bei Liestal verliess, sollte
er zur neuen Saison eigentlich die
U12 des FC Basel übernehmen.
«Das war mein grösster Traum»,
sagt Ferranti. «Doch ich sah ein,
dass ich realistisch bleiben muss;
mit meinem Geschäft und der Familie wäre das einfach zu viel Aufwand gewesen.» Stattdessen übernimmt der 26-Jährige die 3.-LigaMannschaft US Olympia, um sein
B-Trainerdiplom machen zu können. «Ich hatte einige Anfragen
von 3.-Ligisten, aber Olympia war
mir einfach sehr sympathisch.
Der Verein ist top organisiert und
ich hatte von ihnen bisher nur
Gutes gehört.»
«Wir müssen bodenständig bleiben und
gehören nicht zu den
Aufstiegsfavoriten.»
Orazio Ferranti, Trainer
Mit der Verpflichtung des Challenge League-erfahrenen Ferranti
wurden Gerüchte laut, US Olympia würde viel Geld investieren,
um den Aufstieg in die 2. Liga regional zu forcieren. «Das habe ich
sogar auch gehört», bestätigt der
Trainer. «Aber es stimmt nicht.»
Laut Ferranti wurden nicht mehr
finanzielle Mittel eingesetzt als in
der Vergangenheit. «Es ist auch
nicht mein Ziel, mit eingekauften
Spielern irgendetwas zu erzwingen. Ich will mit den vorhande-
3. Liga
Die drei Drittligagruppen wurden
neu zusammengestellt. Stadtmannschaften wie Telegraph oder
Amicitia sind neu in der Gruppe 3.
Die Absteiger Aesch, Nordstern
und Reinach sowie die insgesamt
sieben Aufsteiger aus der 4. Liga,
Möhlin-Riburg, Dardania, Lausen 72, Muttenz, Zwingen, Kleinhüningen und Birlik komplettieren
das 36 Mannschaften starke Feld.
Trainer Orazio Ferranti (weiss) gibt seinen Spielern auf dem Pfaffenholz Anweisungen.
nen Spielern arbeiten, denn von
denen hat jeder es verdient zu
spielen.» Neue Spieler wurden vor
allem aus der eigenen 4.-LigaMannschaft und anderen 3.-LigaTeams rekrutiert. Einzig Besfort
Gegaj kam von der ersten Mannschaft des FC Oberdorf, war dort
aber kein gestandener Spieler.
PENSA
Oberes Mittelfeld als Ziel
Die genauen Saisonziele wird
Orazio Ferranti zum Meisterschaftsstart mit der Mannschaft
definieren. Grundsätzlich lautet
die Devise aber: oberes Mittelfeld.
«Wir müssen bodenständig blei-
ben und gehören nicht zu den Favoriten auf den Aufstieg.» Anfang
Juli startete die Vorbereitung auf
dem Pfaffenholz und bisher ist
der Ex-Profi zufrieden. «Die Spieler sind sehr motiviert und machen super mit», sagt er. «Ich hoffe, das ist nicht nur die Anfangseuphorie», fügt er scherzhaft hinzu. Die Spieler würden eine grosse
Geduld
und
Disziplin
beweisen, obwohl seine Methoden für sie neu seien. Dennoch
gibt es grosse Unterschiede zu
den Ligen, die sich Ferranti bisher
gewohnt war. «Vor allem bei der
Kommunikation untereinander –
das haben wir auch viel geübt.»
Und beim 3:1-Sieg im Trainingsspiel gegen den FC Frenkendorf
zeigten sich schon deutliche Verbesserungen.
Der Trainer kannte bei seinem
neuen Team kaum jemanden,
und auch die Gegner sind ihm unbekannt. «Deshalb kann ich mich
auf unser Spiel konzentrieren.»
Was er in einem Jahr machen
wird, weiss er noch nicht, aber
vorerst freut er sich sehr auf die
Herausforderung als 3.-Liga-Trainer. «Ich bin top motiviert – nicht
zuletzt, weil die Spieler so motiviert sind.»
Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
FC Bubendorf
FC Gelterkinden
FC Liestal
SV Muttenz a
FC Oberdorf
FC Pratteln
FC Reinach
FC Lausen 72
FC Galaxy
FC Frenkendorf
FC Concordia
FC Möhlin-Riburg/ACLI
US Bottecchia
VfR Kleinhüningen
FC Nordstern
FC Türkgücü Basel
FC Dardania
FC Birlik
FC Ferad
NK Dinamo
BCO Alemannia Basel
FC Italia Club Oberwil
FC Schwarz-Weiss
US Olympia 1963
FC Telegraph
FC Amicitia Riehen
FC Aesch
FC Allschwil
SC Binningen
FC Münchenstein
SV Muttenz b
FC Oberwil
FC Laufen
FC Riederwald
FC Zwingen
NK Posavina Basel
1. Liga
Mittwoch, 10. August 2011 | az
3
Grosse Jagd auf die begehrten Plätze
Ligareform Unterschiedliche Ambitionen bei den regionalen 1.-Liga-Teams
VON NICOLAS LURATI
Ambitionierte Spitzenteams des
Amateurfussballs – wie zum Beispiel Solothurn, Breitenrain, Baden oder Schötz gegen «Plauschkicker» aus kleinen Vereinen wie
Höngg oder Buochs, die mit sehr
begrenzten Mitteln in der dritthöchsten Schweizer Spielklasse
agieren. Dieses Szenario gab es in
den vergangenen Jahren in der
1. Liga zu Genüge, doch nun ist
damit bald Schluss: Ab der Saison
2012/2013 wird die so genannte
«Spitze der Breite» in zwei Kategorien unterteilt: die 1. Liga Promotion und die 1. Liga Classic.
Diese Reform hat zur Folge,
dass die jetzt startende Spielzeit
zur Übergangssaison wird, in der
einige 1.-Liga-Teams womöglich
wilde Experimente wagen, um
sich einen der begehrten Plätze,
der zum Aufstieg in die 1. Liga Promotion befugt, sichern zu können.
Jedoch können nur zwei Vereine pro Gruppe wortwörtlich die
«Promotion» schaffen: Mit den
heute bestehenden drei 1.-LigaPoules sind das insgesamt sechs
Patrick Rahmen (links) und Massimo Ceccaroni sind sich einig: Sie wollen in die neue Liga.
stand: «Finanziell und auch in Be- wollen über kurz oder lang in die 1.
zug auf unsere Infrastruktur ist die Liga Classic. «Die Reisekosten sind
1. Liga Classic für den SCD das in unserer Spielklasse sehr hoch»,
höchste der Gefühle». Ähnlich, so Allschwil-Sportchef Laurent
wenn auch mit zaghaftem Blick Longhi. «Natürlich entstünden dienach oben, sieht es bei Muttenz se Kosten in der 1. Liga Classic
aus: «Wir haben nicht die Mittel, auch, doch durch das höhere Nium wie andere Vereine den Auf- veau der Klasse, würde sich der
stieg in die 1. Liga Promotion zu er- Aufwand mehr lohnen.»
zwingen», sagt Trainer Attila Sahin, «doch wenn sich für uns die Basel U21 praktisch promoviert
Möglichkeit ergäbe, würden wir
Bei den Old Boys und selbstreAtilla Sahin, Muttenz-Trainer
die Situation anschauen.»
dend bei der U21 des FC Basel
Auch die 2.-Liga-inter-Vereine sind die Ambitionen, natürlich
Teams, hinzu kommen die sechs Allschwil und Black Stars – bei Letz- auch dank der volleren KriegskasAbsteiger aus der von 16 auf 10 terem weckt ein Blick aufs Budget se, höher. «Spätestens in zwei,
Klubs
reduzierten
Challenge automatisch Begehrlichkeiten – drei Jahren wollen wir in die 1. LiLeague. Ebenfalls Mitglieder der
neuen dritthöchsten Spielklasse Die neu gebildete 1. Liga Promotion
werden die vier besten U21-EquiHeute
Ab der Saison 2012/13
pen der letzten drei Jahre.
Auf-/Absteiger
Auf-/Absteiger
«Wenn sich die Möglichkeit ergäbe, würden wir die Situation
anschauen.»
Dornach zieht «Classic» vor
Eine Etage weiter unten wird
die 1. Liga – ab der Saison
2012/2013 1. Liga Classic genannt –
weiterhin drei Gruppen umfassen,
bestehend jeweils aus nur noch 14
Teams, statt wie bisher 16. Einige
regionale Vereine aus der 1. und
der 2. interregionalen Liga sehen
sich künftig in dieser Spielklasse,
ein paar wenige haben höhere Ziele. Für Dornach-Sportchef Pascal
Burger zum Beispiel wäre die 1. Liga Promotion eine Nummer zu
gross, daher begnügt man sich bei
den Solothurnern mit dem Ist-Zu-
Swiss
1 direkt
1 Barrage
1 Football
2
1
League
1. Liga
Promotion
2
1. Liga
1. Liga
= Anzahl Mannschaften
Quelle: SFL
Grafik: az/Barbara Adank
UWE ZINKE
ga Promotion aufsteigen», so OBTrainer Massimo Ceccaroni. Die
Basis für die hohen aber durchaus
realistischen Ziele wurde bei den
«Spätestens in zwei,
drei Jahren wollen
wir in die 1. Liga Promotion aufsteigen.»
Massimo Ceccaroni, OB-Trainer
Gelbschwarzen in dieser Transferperiode mit den Zuzügen von
Claudio Zenger, Tim Grossklaus
und Nico Thüring – allesamt Spieler mit Challenge-League-Erfahrung – kombiniert mit der Jugendförderung gelegt.
Dem FCB-Nachwuchs seinerseits sollte der Aufstieg keine allzu grossen Probleme bereiten: Bei
den U21-Equipen wertet man die
Spielzeit 2009/2010 mit dem Faktor eins, 2010/11 mit zwei und
2011/2012 mit drei und ermittelt
durch diesen Schlüssel die vier
besten Nachwuchs-Teams. Trotz
den für rotblaue Verhältnisse
durchwachsenen letzten beiden
Saisons, die erklärbar durch das
bereits frühe Einsetzen der talentiertesten Nachwuchskräfte im
Fanionteam sind, wird es den Basler Benjamins zweifelsohne gelingen, zu promovieren.
Regiofussball
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az | Mittwoch, 10. August 2011
«Rechne mit breiter Gegenwehr»
FC Basel U21 Trotz internationaler Mehrbelastung muss ein Spitzenrang her
VON ALAN HECKEL
Auf den ersten Blick scheint die
Situation vor Saisonbeginn bei
der U21 des FC Basel mit jener aus
den letzten Jahren identisch zu
sein. Diverse Spieler haben den
Sprung in die erste Mannschaft
geschafft, während sich andere
anderswo im Profi- oder Amateurbereich versuchen. Die entstandenen Lücken werden vorwiegend
mit nachrückenden Talenten aus
der U18 gestopft, die Trainer Patrick Rahmen im Idealfall auf Profi-Niveau heranführen soll.
Doch während man sich in der
Vergangenheit auf das Wesentliche konzentrieren konnte, kommen 2011/12 neue Variablen hinzu: Zum einen soll der Basler Nachwuchs durch die Teilnahme an der
«Next Gen Series», der Champions
League für U19-Teams, den Verein
international würdig vertreten,
zum anderen gilt es, sich in der Tabelle möglichst weit oben zu klassieren, um in der übernächsten
Spielzeit Teil der neu geschaffenen
1. Liga Promotion zu sein. «Das
sind allesamt Aufgaben, auf die
wir uns freuen und an denen wir
wachsen wollen», blickt Patrick
Rahmen voraus.
Dennoch stellt der Trainer klar,
dass die Meisterschaft Priorität hat:
«Die Teilnahme an der 1. Liga Promotion ist sehr wichtig für den Verein und keine Formsache.» Weil die
zeitnahen Spielzeiten stärker gewichtet werden, betont Rahmen,
«dass wir uns keine durchschnittliche Saison erlauben dürfen».
Technisch guter Tempofussball
Mittel zum Zweck soll einmal
mehr die feine Klinge sein. Ballbesitz und Ballsicherheit heissen die
Stichworte. «Wir wollen mit Tempo spielen und technisch guten
Fussball zeigen», erklärt der FCBU21-Trainer. In der letzten Saison
waren die Rotblauen mit diesem
Stil die torgefährlichste aller 1.-Liga-Mannschaften gewesen und
hatten die mit Abstand beste Tordifferenz. Weil man aber «zu viele
einfache Tore» (Rahmen) kassiert
hatte, schaute am Schluss nur
Rang 4 heraus. Entsprechend wurde das Verhalten bei gegnerischem
Ballbesitz in der Vorbereitung gewichtet. «Wir müssen schauen,
dass wir nach Ballverlusten den
Ball sofort zurückholen oder – falls
das nicht klappt – besser stehen.»
Wie in der Vergangenheit dürften Akteure aus dem Fanionteam
zwecks Spielpraxis sporadisch die
Juniorenequipe verstärken. Allzu
«Die Teilnahme an der
1. Liga Promotion ist
wichtig für den Verein
und keine Formsache.»
Patrick Rahmen, Trainer
zahlreich dürfte die Hilfe bis zur
Winterpause nicht ausfallen. «Die
erste Mannschaft spielt in drei
Wettbewerben, da wird jeder
Spieler gebraucht», so Rahmen.
Zum Auftakt treffen die jungen
Basler mit Breitenrain und Schötz
gleich auf
zwei
der
besten
Mannschaften der letzten
Spielzeit. Dass es
sich dabei
um
die
Hauptkonkurrenten um die Spitzenplätze
handelt, will Patrick Rahmen nicht
bestätigen, schliesslich hätten viele Vereine ihre Kader im Hinblick
auf die 1. Liga Promotion aufgerüstet: «Ich rechne mit einer breiten
Gegenwehr, es wird dieses Mal
nicht nur drei, vier Topteams geben.» Der 42-Jährige räumt der
doppelten Anzahl Mannschaften
Chancen auf die vorderen Ränge
ein, glaubt aber auch, dass einige
mit dem höheren Druck nicht klar
kommen werden: «Es können ja
nicht alle Erster sein.» Um diesem
«Bumerang-Effekt» vorzubeugen,
ist ein guter Saisonstart deshalb
besonders wichtig: «Wir müssen
von Anfang an parat sein!»
Opfer der Naivität
Rückblick Cleverness
schlägt Talent – diese Erfahrung musste die besonders
junge FCB-U21-Mannschaft
häufiger als erwartet machen.
VON ALAN HECKEL
ZINKE/SPORTIVES.CH
Der vierte Tabellenrang scheint
im Vergleich zu den vorherigen
Der Dornacher Patrick Rahmen Saisons ein wenig enttäuschend
zu sein. Doch der Blick auf die
steht im fünften Jahr beim
FCB-Nachwuchs an der Seiten- Tatsache, dass die U21 des FC Balinie. Der ehemalige NLA-Stür- sel so jung wie noch nie (elf aus
der U18 nachgerückte Spieler) in
mer (FCB, YB) lässt kreativen
die Spielzeit gegangen ist, relatiOffensivfussball spielen und
viert die finale Ausbeute ebenso
überträgt seinen Junioren viel
Eigenverantwortung: «Das Um- wie die Tatsache, dass die einzigen älteren Spieler Niki Wiedfeld nimmt ihnen neben dem
mann und Jan Wuhrmann monaPlatz viel ab, doch auf dem
telang verletzt gewesen sind.
Feld müssen die Spieler allein
Eine halbe Saison dauerte es,
die Leistung bringen.» Nach jebis sich die jungen Basler an das
weils sechs Jahren als Aktiver
höhere Niveau gewöhnten. Ihre
im Profi- und Amateurbereich
Unerfahrenheit manifestierte sich
ist der 42-Jährige profunder
vor allem in «naiven» Gegentoren
Kenner beider «Welten». Rahin engen Spielen. Gegen den spätemen ist seit kurzem im Besitz
ren Tabellendritten Breitenrain
der Uefa-Pro-Lizenz. (AHE)
Patrick Rahmen
Die U21 geriet oft in Rücklage – hier Simon Grether (links).
hatte man beispielsweise zweimal
deutlich mehr Spielanteile, ging
aber dennoch jeweils mit leeren
Händen vom Platz (0:1, 2:3).
Steigerung in der Rückrunde
Einer resultatmässig durchzogenen Vorrunde liessen Basels Talente eine bessere zweite Saisonhälfte folgen. Die Verletzung von
UWE ZINKE
Captain Fabian Ritter, dem besten
FCB-Torschützen in der Rückrunde, sowie diverse Blessuren weiterer Spieler wirkten sich schliesslich nachteilig auf die letzten Partien aus (nur zwei Siege). Dennoch sagt Trainer Rahmen: «Auch
wenn ich nicht hundertprozentig
zufrieden bin, war es eine gute
Saison.»
1. Liga, Gruppe 2
Mittwoch, 10. August 2011 | az
5
FC Basel U21. Hinten (von links): Arlind Ajeti, Nico Zwimpfer, Nicolas Stocker, Stjepan Vuleta, Sandro Wieser, Taulant Xhaka, Roman Buess, Valmir Nafiu. – Mitte: Vittorio Caruso (Konditionstrainer), Mark Jäger (Pflege), Kurt Schudel (Coach), Michel Gadient,
Edon Basha, Mirco Salvi, Naser Aliji, Aleksandar Zarkovic, Reto Weidmann (Assistent), Patrick Rahmen (Trainer), Michaël Bauch
(Torhütertrainer). – Vorne: Jérémy Randaxhe, Simon Grether, Florian Müller, Kofi Nimeley, Jayson Leutwiler, Marko Bicvic, Danilo
Bjekovic, Renato Santabarbara, Niklas Kreuzer, Shaho Maroufi. – Es fehlen: Robin Vecchi, Marc Dinkel, Fabian Ritter, Cédric Saladin, Joel Stampfli, Roland Heri (Coach), Ivan Tezak (Coach).
UWE ZINKE/SPORTIVES.CH
bz-Tipp: 3. Rang
FC Basel U21. Kader 2011/12
Zuzüge
Joel Stampfli kommt
von Liestal
Naser Aliji, Darko Jevtic, Niklas Kreuzer, Florian Müller,
Mirko Salvi, Aleksandar Zarkovic und Nico Zwimpfer (alle U18), Edon Basha (Concordia), Danilo Bjekovic (Dornach), Joel Stampfli (Liestal).
Abgänge
Jannick Kamber spielt
nun in Lausanne
Nikki Wiedmann (Mainz 05
U23), Cüneyt Eksi (Concordia), Jan Wuhrmann (Liestal),
Jannick Kamber (Lausanne),
Ilija Kovacic (unbekannt), Arlind Ajeti (1. Mannschaft).
Torhüter
Jayson Leutwiler
Cédric Saladin
Abwehrspieler
Marc Dinkel
Robin Vecchi
Naser Aliji
Niklas Kreuzer
Florian Müller
Joel Stampfli
Mittelfeldspieler
Kofi Nimeley
Simon Grether
Jérémy Randaxhe
Fabian Ritter
Renato Santabarbara
Edon Basha
Danilo Bjekovic
Mirko Salvi
Aleksandar Zarkovic
Darko Jevtic
Nico Zwimpfer
Fakten
Stürmer
Roman Buess
Michel Gadient
Stjepan Vuleta
Trainer: Patrick Rahmen
Assistent: Reto Weidmann
Coach: Roland Heri, Ivan Tezak
Doppelbelastung, grösserer Erfolgsdruck, stärkere Konkurrenz –
die U21 des FC Basel steht vor einer schwierigen Saison. Allerdings
gelten die letzten beiden Punkte
auch für die Gegnerschaft, die sich
vermehrt gegenseitig die Punkte
klauen wird. Die Basler werden
hingegen schon früh geschult, mit
Druck umzugehen. Führt man sich
zudem vor Augen, dass Trainer
Rahmen in der Vergangenheit das
Potenzial seiner Talente stets in
der Tabelle zu manifestieren wusste, dürfte der FCB wiederum oben
mitspielen. (AHE)
In der 1. Liga seit: 2001.
Heimsspiele: Leichtathletikstadion
St. Jakob, samstags 15.30 Uhr.
Pflege: Mark Jäger
Material: M. Trifunovic
Besonderes: Der FCB-Nachwuchs
spielt in der neuen U19-Champions
League. Die U21-Auswahl will in die
Promotionsliga.
Regiofussball
6
az | Mittwoch, 10. August 2011
Als Einheit erfolgreich sein
SC Dornach Mit einem neuen Trainer wollen die Dornacher als Team weiterkommen
VON PETER GSCHWIND
«Wir wollen mit beiden Mannschaften attraktiven Fussball spielen.» Die Aussage von Pascal Burger macht aufmerksam. Eben hat
Burger das Traineramt beim Dornacher Erstligateam mit dem
Sportchef getauscht, da beschäftigt ihn das Betätigungsfeld als
Übungsleiter bereits wieder. «Ich
bin als Interimstrainer der zweiten Mannschaft in der 2. Liga tätig», sagt Burger zur Doppelbeanspruchung beim SC Dornach.
«Einige Spieler haben uns verlassen, darauf mussten wir reagieren», teilt der Sportchef zu den
ungewohnt vielen Abgängen mit.
Dass der Sportklub am Fusse des
Gempens aber einen guten Ruf
besitzt, zeigt die Tatsache, dass
immer wieder Fussballer den Kontakt zum SC Dornach suchen.
«Wir wollen die Marke Dornach auch in der kommenden Saison sympathisch verkörpern»,
gibt Burger als ein Saisonziel bekannt und hofft, dass sportlich in
der 1. Liga ein einstelliger Rang
möglich ist. Pascal Burger denkt,
dass die Meisterschaft wiederum
ausgeglichen verläuft. Als Favoriten für den Aufstieg in die neue
dritte Spielklasse, die 1. Liga Promotion, nennt er die U21-Teams
sowie den BSC Old Boys, den FC
Baden und den FC Breitenrain.
Neuer Trainer beim SCD ist Sebastiano «Nino» Nigro, der unlängst noch selber im Team mitkickte und vom Spielerkollegen
in eine Führungsposition wechselte. «Es wird eine schwierige Saison, wir müssen von Beginn weg
Gas geben», teilt Nigro mit. Nicht
gerade Freude bereitet dem Teamchef die Tatsache, dass der Aufsteiger FC Serrières den ehemaligen Basel-Spieler Julio Hernan
Rossi verpflichtet hat. Die Neuenburger sind der erste Meisterschaftsgegner der Dornacher. «Die
Gruppe ist sportlich noch härter
geworden», sagt Nino Nigro zur
Ausgangslage.
Gleichwohl hofft der Trainer
auf einen einstelligen Tabellen-
rang. «Die Spieler müssen ein Ziel
haben, da muss etwas gehen»,
gibt Nigro bekannt und weist darauf hin, dass die Zielsetzung Klassenerhalt kein Ansporn für einen
Fussballer ist.
Starke Offensiv-Zuzüge
Sehr zufrieden ist der Dornacher Teamchef mit den Neuverpflichtungen. «Patrick Zenhäusern
und Eljmi Shashivari sind offensiv
bestandene Erstligaspieler», sagt
«Die Spieler müssen
ein Ziel haben, da
muss etwas gehen.»
Sebastiano Nigro, Trainer
Nino Nigro zu zwei Neuzugängen,
die dem Spiel nach vorne Akzente
geben sollen. Interessant ist auch
der Zuzug von Mohamed Coulibaly, einem gebürtigen Senegalesen
vom Grenzklub FC Saint-Louis
Neuweg, der ebenfalls die Offensive verstärken soll.
Sogenannte
Schlüsselspieler und
Leistungsträger stehen jedoch
nicht
an
vorderster Stelle. Für Nigro ist es
wichtig, dass die gesamte Mannschaft Verantwortung übernimmt
und als geschlossene Einheit auftritt und vorwärtskommt. Die Dornacher setzen auf das Kollektiv
und den Teamgeist.
Ein Manko in der vergangenen
Spielzeit war die Verwertung der
Tormöglichkeiten. «Wir müssen
besser in den Abschluss kommen.
Es ist aber schon wichtig, dass
Torchancen vorhanden sind», teilt
der Trainer mit. Von grosser Bedeutung ist für den Teamchef die
Zusammenarbeit mit der zweiten
Mannschaft. «Die Spieler sollen
gerne im ‹Zwei› aushelfen», gibt
Nigro bekannt und fügt an, dass
es keine Herabsetzung ist, in der
2. Liga mitzuwirken.
Leader für eine Nacht
Rückblick Die Dornacher beendeten die Meisterschaft
auf dem 13. Rang. Nach einem glänzenden Start wurden sie zurückgebunden.
VON PETER GSCHWIND
NICOLE NARS-ZIMMER
«Ich hätte mir einige Punkte mehr
gewünscht.» Sportchef Pascal Bur«Es ist nicht selbstverständlich, ger, der in der vergangenen Saison die Dornacher noch selber
dass ich das Traineramt bekommen habe.» Nach dem SC trainierte, spricht die Rückrunde
an. Nur zehn Punkte holte sein
Dornach II, den Dornacher ATeam in der zweiten MeisterJunioren und dem Zweitligisschaftshälfte. «Die gravierenden
ten AS Timau ist das Erstligateam des SC Dornach die vierte Verletzungen einiger LeistungsTrainerstation für den 34-jähri- träger haben uns Substanz und
Qualität gekostet», fügt Burger an
gen Sebastiano «Nino» Nigro.
und weist darauf hin, dass Spieler
Nigro kennt das Umfeld bestens, hat er doch mit den meis- wie Marc Troller, Reto Friedli oder
ten der Spieler, die er trainiert, Glaynson Lima nicht gleichwertig
schon zusammengespielt. «Ich ersetzt werden konnten.
«Als Aufsteiger hatten wir mit
bevorzuge einen geradlinigen
Fussball aus einer sicheren De- dem Abstieg aber nichts zu tun»,
fensive», sagt er zur Spielphilo- hält Pascal Burger als positive Tatsache fest. 22 Zähler fuhren die
sophie und erhofften Qualität
Dornacher in der Hinrunde ein,
seiner Mannschaft. (DN)
Sebastiano Nigro
Dornach hielt dem Druck der neuen Liga stand.
wobei der Start hervorragend
glückte. «Wir führten sogar für eine Nacht die Tabelle an», beschreibt der zurückgetretene
Übungsleiter ein Highlight der 1.Liga-Meisterschaft 2010/11.
NICOLE NARS-ZIMMER
«Wir haben auf dem GC-Campus
attraktiven Fussball gespielt und
taktisch alles richtig gemacht»,
sagt er zu einem Glanzpunkt.
Erfreulich für den neuen Sportchef ist die Gegebenheit, dass
Dornach lange an der Tabellenspitze mithalten konnte. Weiter
Auswärtssieg gegen GC
Ein eindrückliches Erlebnis stellte Burger fest, dass alle Mannwar für Burger der 4:1-Auswärts- schaften niveaumässig sehr nahe
sieg bei GC U21 in der Hinrunde. beieinander waren.
1. Liga, Gruppe 2
Mittwoch, 10. August 2011 | az
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SC Dornach. Hinten (von links): Antonino Infantino, Philipp Sidler, Stefan Schindelholz, Marco Infantino, Eljmi Shashivari, Alain Borer, Mohamed Coulibaly, Dario Di Giovine. – Mitte: Nnamdi Chukwu, Fabian Cigliano, Patrick Zenhäusern, Drazen Cosic, Stefan Abt,
Ricardo Silva. – Vorne: Sebastiano Nigro (Trainer), René Furler (Torhütertrainer), Karl Eberhart (Physiotherapeut), Raphael Pflugi,
Srdjan Lazic, Marc Troller, Butrint Shatri, Dario Delpini, Benny Hauer (Betreuer), Thomas Mohler (Assistenztrainer), Pascal Burger
(Sportchef), Nicolas Schindelholz (Präsident). – Es fehlen: Valentino Fazio, Antonio Brescia, Glaynson Lima.
NICOLE NARS-ZIMMER
bz-Tipp: 11. Rang
SC Dornach. Kader 2011/12
Zuzüge
Shashivari kommt von
Konkurrent Muttenz
Nnamdi Chukwu (Liestal),
Drazen Cosic (Old Boys), Valentino Fazio (Amicitia), Mohamed Coulibaly (Saint-Louis
Neuweg),
Butrint
Shatri
(Concordia), Philipp Sidler
(Basel U21), Eljmi Shashivari
(Muttenz), Patrick Zenhäusern (Schötz).
Abgänge
Bjekovic wechselt in
die Basler U21
Roman Aeschbach (Amicitia), Danilo Bjekovic (Basel U21), Pino
Busetti (Lausen), Reto Friedli (Old
Boys), Yannick Güngerich (Muttenz), Ernes Hodzic, Nicolas Maissen (beide 2. Mannschaft), Christopher Santos de Lima (Black Stars),
Francis Sarret, Lucca Spohn, Nicolas Stocker (unbekannt).
Torhüter
1 Srdjan Lazic
18 Butrint Shatri
Abwehrspieler
2 Dario Delpini
3 Philipp Sidler
5 Drazen Cosic
11 Fabian Cigliano
13 Antonio Brescia
17 Marco Infantino
Mittelfeldspieler
6 Ricardo Silva
7 Dario Di Giovine
8 Eljmi Shashivari
10 Patrick Zenhäusern
15 Stefan Abt
19 Alain Borer
20 Antonino Infantino
23 Stefan Schindelholz
21 Valentino Fazio
22 Raphael Pflugi
Fakten
Stürmer
4 Nnamdi Chukwu
9 Glaynson Lima
14 Marc Troller
16 Mohamed Coulibaly
Trainer: Sebastiano «Nino» Nigro
Assistent: Thomas Mohler
Torhütertrainer: René Furler
Die zweite Saison nach dem Aufstieg wird schwierig. Diese Aussage teilt Trainer Sebastiano Nigro,
der das Umfeld beim SC Dornach
kennt. Es bedeutet ihm viel,
Übungsleiter der ersten Mannschaft zu sein. Trotz zahlreicher
Veränderungen
konnten
viele
Teamstützen gehalten und die Offensive durch bestandene Erstligaspieler eher noch verstärkt werden. Während der Ligaerhalt für
die Vereinsverantwortlichen wohl
im Vordergrund steht, strebt Nigro
einen einstelligen Rang an. Die bz
traut Dornach Rang 11 zu. (DN)
In der 1. Liga seit: 2010.
Heimsspiele: Sportplatz Gigersloch,
samstags 16 Uhr.
Betreuer: Benni Hauer
Masseur: Karl Eberhart
Besonderes: Die erste Mannschaft von
Dornach ist nicht im Schweizer Cup angetreten.
Regiofussball
8
az | Mittwoch, 10. August 2011
Wer kann die Lücken schliessen?
SV Muttenz Prominente Abgänge müssen beim Elften der letzten Saison ersetzt werden
VON PAUL ULLI
Es ist ja nicht so, dass Spieler unersetzlich wären. Trotzdem muss
man beim SV Muttenz zwei wichtige Abgänge kompensieren. Einer
von diesen beiden war auf dem
Platz als Topskorer ein Garant. Routinier Ivano Biancavilla holte sich
in den zwei letzten Saisons den Titel des besten Torschützen bei den
Baselbietern. Und dies, obwohl der
Familienvater nur reduziert trainieren konnte und deshalb auch nicht
immer im Aufgebot stand. Ganz anderen Fähigkeiten, nebst seinen
fussballerischen, hatte der während 13 Jahren für den SV Muttenz
spielende Mirko Maissen. Er war
auch neben dem Fussballfeld die
prägende Figur in der Mannschaft;
war zur Stelle, wenn es einmal
spielerisch oder kameradschaftlich
nicht so gut lief.
«Sicher waren die beiden Spieler wichtige Rädchen in unserer
Maschinerie. Doch jetzt sind andere Spieler gefordert, die meist guten Leistungen der letzten Saison
zu bestätigen» sagt Sportchef Peter
Schüpbach. Es könnte durchaus
sein, dass er dabei an Onur Akbulut denkt. Der Mittelfeldspieler
stand im Fokus einiger ChallengeLeague-Klubs, wird aber weiterhin
für Muttenz spielen. Einer, der
schon in der abgelaufenen Meisterschaft stark spielte und als Ur-Muttenzer den Leitwolf auch neben
dem Platz verkörpern kann, ist
Verteidiger Marc Tanner.
Neuer Goalgetter gesucht
Schwieriger dürfte es werden,
einen Knipser vom Format Biancavillas zu finden. Mit der Verpflichtung des 17-jährigen Artan Shillova und dem vom SV Weil gekommenen Tolga Polat hofft man, den
Verlust wettmachen zu können.
Die anderen Routiniers wie Tobias
Sander, Pascal Alig und Sven Jegge
sind zwar ausgezeichnete Fussballer mit viel Einsatz, Herz und Willen, doch fehlen sie dem Team oft
wegen Verletzungen.
In Sachen Neuverpflichtungen
geht man bei Muttenz den be-
währten Weg und holt mit Manuel
Jenny, Robin Schüpbach und Yannick Güngerich drei ehemalige eigene Junioren ins Boot zurück. Mit
dem Transfer dieser bestandenen
Erstliga-Spieler und dem bestehenden Spielerpotenzial erhofft sich
der Sportchef gar einen einstelligen Tabellenplatz.
«Wir sind im Trainingsrückstand. Ich
habe noch nie so viele Absenzen erlebt.»
Atilla Sahin, Trainer
Doch der Spagat wird schwierig
werden. Dies zeigte bereits die Vorbereitungsphase, welche Trainer
Atilla Sahin die Zornesröte ins Gesicht trieb: «Wir sind mehr als zwei
Wochen im Rückstand. Ich habe
noch nie erlebt, dass drei Wochen
vor Meisterschaftsbeginn bis zu
dreizehn Kaderspieler infolge Ferienabwesenheit nicht im Training
waren. Ich
musste in
den
Testspielen immer wieder
improvisieren.» Einen
Schuss vor
den Bug erhielten die Muttenzer
dabei im Spiel um den dritten Platz
des Black-Cups gegen Ligakonkurrent Dornach. Gleich mit 9:0 wurde
die Mannschaft vom Platz gefegt.
«Nach einer gelungenen Saison
ist die Gefahr der Selbstzufriedenheit gross. Die Spieler müssen wissen, dass alles wieder bei Null anfängt», warnt der Sportchef.
Etwas gelassener sieht es der in
seine siebte Saison mit dem SVM
gehende Daniele Zanfrini: «Ich bin
sicher, dass wir als Mannschaft den
richtigen Weg finden werden und
die diversen Abgänge 1:1 ersetzen
können. Dass dies nicht von heute
auf morgen geschehen kann, ist logisch. Ich bin aber überzeugt, dass
wir eine ähnlich gute Saison wie im
Vorjahr spielen werden.»
Abstiegskampf nie ein Thema
Rückblick Zwei Niederlagen
mit Signalwirkung. Der Fehlstart in die Rückrunde rüttelte die Mannschaft zum
richtigen Zeitpunkt wach.
VON PAUL ULLI
PATRICK PENSA
Es war fast eine Saison nach Mass.
Nach drei Meisterschaften im tiefsten Abstiegssumpf konnten sich
Der 37-jährige Atilla Sahin besitzt seit kurzem die Uefa-Pro-Li- die Baselbieter schon früh den Ligaerhalt sichern. Mitentscheidend
zenz und geht in seine vierte
für die erfreuliche Saison war daSaison als Chefcoach des SV
Muttenz. Der ehemalige FC Ba- bei vor allem eine punkteträchtige
Rückrunde. Dies obwohl – oder
sel-Spieler verfügt über genügend Erfahrung, um die Abgän- vielleicht gerade weil man nach einem tollen Trainingslager in der
ge seiner Teamstützen mögDominikanischen Republik mit
lichst rasch mit anderen Spielern kompensieren und das Sai- zwei Niederlagen gegen Grenchen
sonziel Ligaerhalt, respektive ei- und die U21 des FCZ einen veritablen Fehlstart hingelegt hatte. Nach
nen einstelligen Tabellenplatz,
diesem Rückschlag erinnerte die
erreichen zu können. Dies wird
Mannschaft an ihren Teamspirit
er wie schon in den Jahren zuund wusste sich in der Folge eklavor, mit einer guten Mischung
tant zu steigern.
aus jungen, talentierten und
Entscheidend war sicher auch,
routinierten Fussballern in Andass Trainer Sahin in Sachen
griff nehmen. (PU)
Atilla Sahin
Ivano Biancavillas (rot) Tore werden Muttenz fehlen.
N.NARS-ZIMMER
Spieler aus dem Vollen schöpfen das nächste Spiel auf sage und
konnte.
schreibe neun Positionen umstellte. So konnte sich keiner seiKeine garantierten Stammplätze nes Stammplatzes sicher sein.
So kam es sogar zur fast Dies spiegelte sich auch in den
schon einmaligen Situation, Trainingseinheiten wieder, weldass der Trainer nach einem che um einiges intensiver waren
Auswärtssieg die Mannschaft für als in den Jahren zuvor.
1. Liga, Gruppe 2
Mittwoch, 10. August 2011 | az
9
SV Muttenz. Hinten (von links): Roland Muchenberger (Torhütertrainer), Pascal Alig, Marc Tanner, Pascal Bieri, Valon Mernica, Onur
Akbulut, Ermir Amiti, Marco Weisskopf, Daniel Dumitra (Masseur). – Mitte: Manfred Wieland (Präsident), Peter Schüpbach (Sportchef), Yannick Güngerich, Tobias Sander, Sven Jegge, David Erbacher, Fayik Onurlu, Michael Neuhaus, Thomas Eggenberger, Tolga
Polat, Manuel Jenny, Andreas Aerni (Assistenztrainer), Atilla Sahin (Trainer). – Vorne: Marek Balogh, Daniele Zanfrini, Robin Schüpbach, Salem Fahdy, Artan Shillova, Steven Oberle, Denis Widmer, Tobias Aebi, Kevin Dind. – Es fehlt: Andrin Brügger. PATRICK PENSA
bz-Tipp: 9. Rang
SV Muttenz. Kader 2011/12
Zuzüge
Drei erfahrene Spieler
kehren zurück
Robin Schüpbach, Manuel
Jenny (beide Old Boys), Yannick Güngerich (Dornach),
Tolga Polat (SV Weil), Artan
Shillova (Concordia).
Abgänge
Der Rücktritt von Ivano
Biancavilla schmerzt
Elmij Shashivari (Dornach),
Mirko Maissen (Dornach II),
Ivano Biancavilla (Rücktritt),
Ersin Elmas (Binningen), Fidel Tato (Allschwil), Valentino
Reist (Münchenstein), Pajtim
Ismajli (unbekannt).
Torhüter
1 Steven Oberle
23 Salem Fahdy
Abwehrspieler
2 Andrin Brügger
3 Marc Tanner
4 David Erbacher
5 Pascal Bieri
7 Daniele Zanfrini
11 Tobias Sander
18 Michael Neuhaus
16 Tobias Aebi
22 Yannick Güngerich
Mittelfeldspieler
6 Onur Akbulut
8 Ermir Amiti
10 Manuel Jenny
14 Robin Schüpbach
17 Thomas Eggenberger
19 Denis Widmer
Stürmer
9 Valon Mernica
11 Tolga Polat
12 Artan Shillova
21 Marco Weisskopf
Nicht nur die Mannschaft hat sich
in der letzten Saison gesteigert.
Auch der für Muttenz zuständige
Schreiberling hat mit seinem Tipp
(10. Rang) beinahe einen Volltreffer gelandet. Die neue Saison wird
auch für den Autor schwierig werden. Trotz der gewichtigen Abgänge wird die Mannschaft den einstelligen Tabellenplatz schaffen, da
das Kader ziemlich ausgeglichen
ist und sich die Rückkehrer beweisen wollen. In engen Partien könnten die Routiniers den Unterschied
ausmachen, wenn sie von Verletzungen verschont bleiben. (PU)
Fakten
20 Sven Jegge
Trainer: Atilla Sahin
Sportchef: P. Schüpbach
Assistent: Andreas Aerni
Massage: D. Dumitra
Torhütertrainer: Roland Muchenberger
In der 1. Liga seit: 2005.
Heimspiele: Stadion Margelacker,
sonntags 15 Uhr.
Besonderes: In der Qualifikation zum
Schweizer Cup verlor Muttenz zu Hause gegen den FC Münsingen – trotz
Pausenführung – deutlich mit 1:5.
Regiofussball
10
az | Mittwoch, 10. August 2011
Keine falsche Bescheidenheit
BSC Old Boys Die Basler liebäugeln mit dem Aufstieg in die 1. Liga Promotion
Fight. Die halbe Liga will aufsteigen», ist sich Ceccaroni der
Old-Boys-Trainer Massimo Cecca- Schwierigkeit dieses Unterfanroni ist voll des Lobes für die gens bewusst.
neue 1. Liga Promotion, welche
auf die kommende Saison ge- Ausserordentliche Leistung nötig
schaffen wird: «Das ist eine absoSeit dem Aufstieg vor vier Jahlut positive Entwicklung. Chal- ren in die 1. Liga klassierten sich
lenge League, Super League und die Basler jeweils im gesicherten
auch die Nationalmannschaft Mittelfeld zwischen den Rängen
werden davon profitieren.» Auf sechs und elf. Es wird also eine
die Frage, was das denn für die ausserordentliche Leistung nötig
Old Boys bedeutet, meint der sein, um am Ende der Spielzeit
ehemalige FCB-Verteidiger kurz das hochgesteckte Ziel tatsächlich
und bündig: «Klar, da möchten zu erreichen. Auf der Schützenwir mit dabei sein.»
matte hält man jedoch nicht viel
Gerade mal je zwei Teams aus von falscher Bescheidenheit. Der
den drei 1.-Liga-Gruppen dürfen Fussball soll offensiv, attraktiv
aufsteigen. Dazu gesellen sich die und dynamisch sein. Und natürdie besten vier U21-Mannschaf- lich erfolgreich. «Ich werde die
ten, zu denen aus der OB-Gruppe Spieler am Ehrgeiz packen», verder FC Basel und der FC Zürich ge- spricht Ceccaroni.
hören dürften. Es bedarf also mit
Einige
Neuverpflichtungen
grösster Wahrscheinlichkeit min- schüren die Hoffnungen auf eine
destens Rang vier – sollten sich erfolgreiche Saison. So wurden
der FCB- und FCZ-Nachwuchs auf vom Challenge-League-Klub FC Wil
einem der vordersten vier Plätzen Tim Grossklaus (24 Jahre) und Clauklassieren – um eine Liga höher dio Zenger (23) verpflichtet. Ebenzu klettern. «Das wird ein harter falls aus der zweithöchsten Liga,
VON DIETER ENGELS
vom FC Winterthur, kommt Nico
Thüring (25). Nebst der sportlichen
Herausforderung dürfte bei diesen
Spielern auch gut angekommen
sein, dass sich die Old Boys stark
engagierten, ihnen die Integration
ins Berufsleben zu ermöglichen.
Dieses Trio spielte mehrere Jahre in
der Challenge League – Tim Grossklaus weist aus der Saison
2008/2009 mit dem FC Vaduz sogar
«Das wird ein harter
Fight. Die halbe Liga
will aufsteigen.»
Massimo Ceccaroni, Trainer
Super-League-Erfahrung auf – und
sollte nebst der fussballerischen
Klasse auch eine gehörige Portion
Routine und Abgeklärtheit einbringen können – trotz des keineswegs
biblischen Alters.
«Wir sind ehrgeizig und hungrig»
Ebenfalls viel Erfahrung kann
Basil Gygax vorweisen. Der 27-jäh-
rige
geht
bereits in
seine neunte
Saison
bei
den
GelbSchwarzen
und ist damit
der
dienstälteste Spieler. Ein Bänderriss verdammte ihn praktisch
während der gesamten letzten
Rückrunde zum Zuschauen. Nun
will er sich wieder für einen
Stammplatz empfehlen. «Egal ob
Training, Einlaufen oder Match.
Bei Massimo ist immer hundertprozentiger Einsatz gefordert», so
der 1,92 Meter grosse Innenverteidiger. Als Mannschaftskapitän
sieht er seine Aufgabe aber nicht
nur auf, sondern auch neben dem
Platz: «Ich möchte dazu beitragen, dass wir einen tollen Teamspirit haben.» Noch läuft es gemäss Gygax fussballerisch nicht
optimal, «aber die Mannschaft hat
sehr grosses Potenzial. Und wir
sind ehrgeizig und hungrig».
Im Mittelfeld gefangen
Rückblick Der Start verlief
planmässig. Doch dann fuhr
der Zug nach vorne ohne die
Old Boys ab. Von hinten
drohte keine Gefahr.
VON DIETER ENGELS
JURI JUNKOV
Nach zwölf Runden lagen die Old
Boys in Lauerstellung. Die Basler
waren gut «versteckt» auf dem
Massimo Ceccaroni geht beachten Rang – nur gerade fünf
reits in sein siebtes Jahr als
Trainer bei den Old Boys und Punkte hinter dem Tabellenzweiten, dem FCB-Nachwuchs. Dann
ist damit der dienstälteste
unterlag das Ceccaroni-Team im
Amateur-Trainer der Region.
Derby dem SV Muttenz trotz eiDer 43-jährige ehemalige
rechte Aussenverteidiger des ner 1:0-Führung mit 1:2 und kasFC Basel feierte gleich zu Be- sierte nur eine Woche später zu
Hause gegen die U21 des FC Basel
ginn zwei Aufstiege in Folge
eine 0:4-Klatsche. Das wars. Das
und führte den Verein nach
elfjähriger Abstinenz 2007 zu- Thema Aufstieg – wenn es denn
überhaupt eines war – musste ad
rück in die 1. Liga. Sein Einacta gelegt werden. Dass es nicht
stand als Trainer war damit
zu mehr reichte, ist auch in der
ein voller Erfolg. Von sich
Tatsache begründet, dass den Old
und seinen Spielern fordert
Boys in zehn von insgesamt 30
er vor allem eines: «Immer
Spielen kein Treffer gelang. Die
hundertprozentigen Einsatz
Defensive darf dafür vermelden,
geben.» (ENG)
Massimo Ceccaroni
Captain Basil Gygax fehlte fast die ganze Rückrunde.
UWE ZINKE
sieben Mal ohne Gegentor geblie- Zu-Null-Niederlagen waren auch
ben zu sein.
mit der langen Verletztenliste nur
schwierig zu erklären. Gegen Saisonende raufte sich die MannSechs Spiele zum Vergessen
Just, als man sich nach 21 Run- schaft noch einmal zusammen
den wieder bis auf zwei Punkte an und gewann die letzten drei SpiePlatz 3 herangekämpft hatte, folg- le. Das reichte zum neunten
te ein veritabler Einbruch: Aus Schlussrang. Das Minimalziel, ein
den nächsten sechs Spielen resul- einstelliger Tabellenplatz, wurde
tierte gerade mal ein Punkt. Fünf gerade noch so erreicht.
1. Liga, Gruppe 2
Mittwoch, 10. August 2011 | az
11
BSC Old Boys. Hinten (von links): Isa Mulaj, Diren Akdemir, Fidan Aliti, Pascal Rietmann, Claudio Zenger, Basil Gygax, Chad Bartlomé, Alphonse Vial. – Mitte: Christian Schmid (Sportchef), Stefan Leberl (Torhütertrainer), Giovanni Moretto (Materialchef), Benjamin Eisele (Physiotherapeut), Patrik Breton, Vincent Leuthard, Tim Grossklaus, Markus Lichtsteiner (Co-Trainer), Massimo Ceccaroni (Cheftrainer), Balz Heusler (Präsident). – Vorne: Alessandro De Colle, Patrick Streule, Reto Friedli, Steven Kocher, Denis Jeraj, Florian Stocker, Aleksandar Micic, Talisson Da Costa Ferreira, Nico Thüring. – Es fehlen: Bryan Schaub, Aurélien Wurtzel, Alan Briggs,
Skenderbe Sadiku.
JURI JUNKOV
bz-Tipp: 6. Rang
BSC Old Boys. Kader 2011/12
Zuzüge
Tim Grossklaus kehrt
zurück in die Region
Tim Grossklaus, Claudio Zenger (Wil), Reto Friedli, Aleksandar Micic (Dornach), Chad
Bartlomé (Grenchen), Talisson Da Costa Ferreira (Baden), Alphonse Vial (Nachwuchs Freiburg), Nico Thüring (Winterthur).
Abgänge
Gloor und Heri
verstärken Concordia
Drazen Cosic (Dornach), Manuel Jenni, Robin Schüpbach
(Muttenz), Cyrill Gloor, Dersu
Heri (Concordia), Alessandro
Romagna (Italien), Morad
Bouzamouche FRA), Ali Kassem, Samet Gündüz (unbekannt).
Torhüter
1 Florian Stocker
21 Skenderbe Sadiku
Abwehrspieler
2 Basil Gygax
3 Aurélien Wurtzel
4 Denis Jeraj
5 Alphonse Vial
7 Vincent Leuthard
12 Fidan Aliti
Mittelfeldspieler
6 Nico Thüring
9 Isa Mulaj
10 Patrik Breton
13 Diren Akdemir
17 Reto Friedli
19 Claudio Zenger
Stürmer
8 Tim Grossklaus
11 Pascal Rietmann
16 Chad Bartlomé
18 Patrick Streule
Trainer: Massimo Ceccaroni
Assistent: Markus Lichtsteiner
Coach: Christian Schmid
28 Steven Kocher
14 Bryan Schaub
15 Aleksandar Micic
20 Alan Briggs
24 Alessandro De Colle
Die Old Boys haben einen Spitzenplatz im Visier und ihr Kader
entsprechend aufgerüstet. Aber
sie sind nicht die Einzigen – die
halbe Liga strebt den Aufstieg an.
Die Basler haben sich insbesondere in der Offensive mit Tim Grossklaus, Chad Bartlomé und Talisson Da Costa Ferreira gezielt verstärkt. Zehn Spiele ohne Torerfolg
wie in der vergangenen Saison
wird es in dieser Spielzeit nicht
geben. Zum Aufstieg wird es
nicht reichen, aber Platz 6 darf angesichts der starken Konkurrenz
als Erfolg gewertet werden. (ENG)
Fakten
23 T. Da Costa Ferreira
In der 1. Liga seit: 2007.
Heimspiele: Stadion Schützenmatte,
samstags 16 Uhr.
Pflege: Benjamin Eisele
Material: Jo Moretto
Torhütertrainer: S. Leberl
Besonderes: In der Qualifikation zum
Schweizer Cup verlor OB auf der
Schützenmatte gegen YF Juventus
deutlich mit 1:4.
Saison 2011/12
Mittwoch, 10. August 2011 | az
13
1. Liga, Gruppe 2
2. inter, Gruppe 3
Gruppeneinteilung
Gruppeneinteilung
FC Baden
SC Zofingen
FC Schötz
BSC Old Boys
SV Muttenz
SC Dornach
FC Serrières
FC Münsingen
FC Breitenrain
FC Grenchen
FC Solothurn
FC Wangen bei Olten
FC Thun Berneroberland U21
FC Basel U21
Grasshoppers U21
FC Zürich U21
FC Black Stars
FC Allschwil
FC Liestal
FC Oberdorf
FC Therwil
FC Laufen
FC Etoile-Sporting
FC Alle
FC Courtételle
FC Moutier
FC Porrentruy
FC Franches-Montagnes
SV Lyss
Team Xamax U21
Modus
Am Ende der Saison steigt keine Mannschaft in die Challenge League auf. Die zwei Erstklassierten jeder Gruppe (ohne
Nachwuchsmannschaften von
SFL-Vereinen) und die vier
besten SFL-Nachwuchsmannschaften der drei Gruppen
steigen in die 1. Liga Promotion auf. Die zwei Gruppenletzten jeder Gruppe steigen in
die 2. Liga interregional ab.
Modus
Die Black Stars und Allschwil kämpfen auch in dieser Saison in der
Gruppe 3 der 2. Liga interregional gegeneinander.
JURI JUNKOV
Spielplan 1. Liga, Gruppe 2.
1. Runde
3. August: Grasshoppers U21 - Baden. – 6. August: Basel U21 - Breitenrain. Zofingen - Old
Boys. Zürich U21 - Schötz. Solothurn - Wangen
b.O. Serrières - Dornach. – 7.August: Münsingen
- Grenchen. – 17. August: Muttenz - Thun U21.
2. Runde
20. August: Dornach - Zofingen. Schötz - Basel
U21. Breitenrain - Serrières. Wangen b.O. Grasshoppers U21. Grenchen - Zürich U21.
– 21. August: Old Boys - Solothurn. Muttenz Münsingen. Thun U21 - Baden.
3. Runde
27. August: Basel U21 - Grenchen. Zürich U21 Muttenz. Zofingen - Breitenrain. Baden - Wangen b.O. Münsingen - Thun U21. Solothurn Dornach. – 28. August: Grasshoppers U21 - Old
Boys. Serrières - Schötz.
4. Runde
3. September: Baden - Old Boys. Dornach Grasshoppers U21. – 4. September: Muttenz Basel U21.
5. Runde
10. September: Basel U21 - Münsingen. Serrières - Muttenz. Baden - Dornach.
6. Runde
17. September: Thun U21 - Old Boys. Zürich U21 Basel U21. Muttenz - Zofingen. Dornach - Wangen b.O.
7. Runde
24. September: Basel U21 - Thun U21. Solothurn Muttenz. – 25. September: Old Boys - Dornach.
8. Runde
1. Oktober: Breitenrain - Old Boys. – 2. Oktober:
Basel U21 - Serrières. Thun U21 - Dornach.
Muttenz - Grasshoppers U21.
9. Runde
5. Oktober: Zofingen - Basel U21. – 8. Oktober:
Baden - Muttenz. Dornach - Breitenrain. –
9. Oktober: Old Boys - Schötz.
10. Runde
15. Oktober: Schötz - Dornach. – 16. Oktober:
Grenchen - Old Boys. Basel U21 - Solothurn.
Muttenz - Wangen b.O.
11. Runde
22. Oktober: Dornach - Grenchen. – 23. Oktober:
GC U21 - Basel U21. Old Boys - Muttenz.
12. Runde:
29. Oktober: Basel U21 - Baden. Münsingen Old Boys. – 30. Oktober: Muttenz - Dornach.
13. Runde
5. November: Wangen b.O. - Basel U21. Dornach - Münsingen. – 6. November: Old Boys Zürich U21.
14. Runde
13. November: Zürich U21 - Dornach. Basel U21
- Old Boys. Muttenz - Schötz.
15. Runde
19. November: Dornach - Basel U21. – 20. November: Grenchen - Muttenz. Old Boys - Serrières.
Die Rückrunde beginnt am 10. März, die letzte
Runde findet am 9. Juni statt.
Die sechs Gruppensieger steigen automatisch in die 1. Liga
Classic auf. Am Ende der Saison steigen die zwei Gruppenletzten jeder Gruppe ab – zudem müssen auch die zwei
schlechtesten
Gruppendrittletzten den Gang in die 2. Liga
regional antreten.
Spielplan 2. Liga inter, Gruppe 3.
1. Runde
13. August: Black Stars - Oberdorf. FranchesMontagnes - Therwil. Laufen - Lyss. Allschwil Alle. Liestal - Courtételle. – 14. August: Moutier Xamax U21. Porrentruy - Etoile-Sporting.
2. Runde
20. August: Xamax U21 - Black Stars. Therwil Courtételle. Lyss - Liestal. Oberdorf - Porrentruy. – 21. August: Etoile-Sporting - Laufen. Franches-Montagnes - Allschwil. Alle - Moutier.
3. Runde
27. August: Moutier - Franches-Montagnes.
Black Stars - Alle. Laufen - Oberdorf. Allschwil Therwil. Liestal - Etoile-Sporting. – 28. August:
Courtételle - Lyss. Porrentruy - Xamax U21.
4. Runde
3. September: Xamax U21 - Laufen. Allschwil Moutier. Oberdorf - Liestal. Therwil - Lyss. –
4. September: Franches-M. - Black Stars.
5. Runde
10. September: .Black Stars - Allschwil. Laufen
- Alle. – 11. September: Liestal - Xamax U21.
Courtételle - Oberdorf. Moutier - Therwil.
6. Runde
16. September: Allschwil - Porrentruy. Oberdorf Lyss. – 17. September: Alle - Liestal. Therwil Etoile-Sporting. – 18. September: Moutier - Black
Stars. – 20. September: Franches-Montagnes Laufen.
7. Runde
24. September: Black Stars - Therwil. Laufen Allschwil. – 25. September: Etoile-Sporting Oberdorf. Liestal - Franches-Montagnes.
8. Runde
1. Oktober: Black Stars - Porrentruy. Therwil Oberdorf. Allschwil - Liestal. – 2. Oktober: Moutier - Laufen.
9. Runde
8. Oktober: Laufen - Black Stars. Oberdorf - Xamax U21. – 9. Oktober: Liestal - Moutier. Courtételle - Allschwil. Porrentruy - Therwil.
10. Runde
15. Oktober: Black Stars - Liestal. Allschwil Lyss. – 16. Oktober: Alle - Oberdorf. Therwil Xamax U21. Porrentruy - Laufen.
11. Runde
22. Oktober: Laufen - Therwil. Oberdorf - Franches-Montagnes. – 23. Oktober: Etoile-Sporting
- Allschwil. Liestal - Porrentruy. Courtételle Black Stars.
12. Runde:
29. Oktober: Black Stars - Lyss. Laufen - Liestal.
Allschwil - Oberdorf. Therwil - Alle.
13. Runde
5. November: Xamax U21 - Allschwil. Oberdorf Moutier. – 6. November: Etoile-Sporting - Black
Stars. Liestal - Therwil. Courtételle - Laufen.
Die Rückrunde beginnt am 11. März. Die letzte
Runde findet am 9. Juni statt.
Regiofussball
14
az | Mittwoch, 10. August 2011
Unbekannter, jünger, stärker
FC Allschwil Eine unerfahrenere Equipe startet für den FCA in die zweite Inter-Saison
VON NICOLAS LURATI
Sehid Sinani, Almedin Ahmetovic, Yannick Rahmen, Roderick
Föll, Michel Banholzer und Pascal Suter – all diese Akteure haben, fussballerisch gesehen, zwei
Sachen gemeinsam: Sie spielten
schon mindestens in der 1. Liga
und waren auch alle vergangene
Saison im Kader des FC Allschwil.
Doch von dieser für regionale
Verhältnisse äusserst illustren
Gruppe sind nur noch zwei übrig
geblieben: Banholzer und Suter.
Die restlichen Spieler haben den
Verein verlassen und suchen anderswo – wie zum Beispiel beim
Generalüberholten FC Concordia
(Rahmen) oder beim ebenfalls
ambitionierten FC Bassecourt (Sinani) – neue Herausforderungen.
Trotz dieses Exodus routinierter Kräfte präsentiert sich die
Ausgabe 2011/2012 der Allschwiler keineswegs schwächer als jene der letzten Spielzeit. Mit den
Zuzügen von Hakki Oek, Fidel Tato, Loïc Schnebelen, Nikola Cak-
tas und Nicolas Bohl konnte die
Mannschaft alles in allem sogar
verstärkt werden, denn obwohl
die Neuankömmlinge – bis auf
Tato und vielleicht auch Oek –
für den regionalen Fussballbeobachter unbeschriebene Blätter
sind, ist das Potenzial, welches in
all ihnen steckt, riesig. Oek zum
Beispiel zeigte gleich in seinem
ersten Pflichtspiel für den FCA,
was in ihm steckt: Mit drei Treffern im Quali-Match zum Schweizer Cup besiegte der 19-Jährige
Gegner Dürrenast quasi im Alleingang.
Unbekannt aber «bärenstark»
Aber auch andere Neue, wie
beispielsweise Loïc Schnebelen,
dem Allschwil-Sportchef Laurent
Longhi das Prädikat «bärenstark»
attestiert oder der in der vergangenen Saison als Innenverteidiger
beim FC Concordia extrem souverän auftretende Nikola Caktas
sind trotz relativ hohem Unbekanntheitsgrad eine markante
Verstärkung für die Baselbieter.
Was die meisten Akquisitionen
ebenfalls sind: extrem jung. Dies
ist auch der Hauptunterschied
zwischen den Kadern der vergangenen und der aktuellen Spielzeit: Waren die Blauroten 2010/11
noch eine routinierte Truppe, gespickt mit eigenen Junioren, wurde die Mannschaft in der Transfer-
«Mit einem guten Start
und weniger Verletzungspech, ist ein Platz
im oberen Drittel
durchaus realistisch.»
Laurent Longhi, Sportchef
periode einer Frischzellenkur unterzogen und die erfahrenen, um
nicht zu sagen, «alten» Akteure,
lassen sich mittlerweile an nur einer Hand abzählen.
Doch im Endeffekt zählt nicht,
ob die Mannschaft alt oder jung
ist, sondern vielmehr, ob sie zu einer Einheit werden kann. Gelingt
dies, ist einiges möglich.
«Mit
einem
guten
Start
und weniger
Verletzungspech wie in
der
letzten
Saison, ist ein Platz im oberen
Drittel durchaus realistisch», so
Longhi.
Vielleicht noch eine Verstärkung
Ein sicherlich machbares
Vorhaben, obwohl die Liga
durch das Aufrüsten einiger
Teams wie Moutier oder Black
Stars, stärker geworden ist.
Wenn dann noch ein weiterer
Innenverteidiger plus ein Stossstürmer verpflichtet werden
könnten, liegt vielleicht noch
mehr drin. «Wir streben diese
Verstärkungen nicht mit allen
Mitteln an», sagt Longhi. «Wenn
zu vernünftigen Konditionen etwas läuft, ist gut, ansonsten lassen wir es sein, denn wir wollen
stets realistisch bleiben.»
Unglaubliches Verletzungspech
Rückblick Aufgrund anhaltender Blessuren etlicher
Stammspieler konnte Allschwil letzte Saison kaum je
in Bestformation antreten.
VON NICOLAS LURATI
KENNETH NARS
Sinisa Pavkovic
In seiner allerersten Saison in der
2. Liga interregional hätte es für
den FCA wirklich wesentlich einfacher laufen können: Acht verletzte, drei gesperrte Spieler dafür sieben Junioren auf dem
Matchblatt, waren Szenarien,
welche keineswegs Seltenheitswert besassen. Daher war es für
Trainer Sinisa Pavkovic unmöglich Konstanz in die Startformation zu bringen. Immer und immer
wieder war der Übungsleiter der
Blauroten dazu gezwungen, in seinem taktischen Dispositiv Umstellungen vorzunehmen.
Im Sommer 2009 war der 42jährige Pavkovic mit Allschwil
von der 3. in die 2. Liga aufgestiegen und gleich ein Jahr
später gelang ihm das Kunststück sogar noch in die 2. Liga
interregional zu promovieren.
Allschwils Reihen lichteten sich.
Ein wahrlich beeindruckender
ren die Möglichkeit, schon früh für
Leistungsausweis für den ehedie erste Mannschaft aufzulaufen
maligen Spieler von Dinamo
und dabei vor allem im physischen
Zagreb. Auch in seiner vierten
Bereich wertvolle Erfahrungen
vollen Saison als FCA-Trainer
sammeln zu können. Trotzdem wäwill der Verfechter des offensire ohne diese ganzen Ausfälle siven Fussballs weiter an seiner
cherlich mehr als der 10. Rang
Ideologie festhalten: «Kontinuidringelegen, der keinesfalls das
tät und solide JugendfördeChance für die Junioren
Dafür ergab sich durch diese wahre Leistungsvermögen der Allrung sind wichtiger als der
Verletzungsmisere einigen Junio- schwiler Truppe widerspiegelt.
kurzfristige Erfolg.» (NL)
ANDREAS FROSSARD
Ein weiterer Grund für die
durchzogene Platzierung war die
Auswärtsschwäche der Blauroten:
Magere acht Zähler wurden in der
Fremde geholt; der FCA hätte bei
der Heimpunkt-Quote über sich
hinauswachsen müssen, um sich
bei so einer miesen Ausbeute auf
Reisen tabellenmässig besser rangieren zu können.
Regiofussball
16
az | Mittwoch, 10. August 2011
Auf dem stetigen Weg nach oben
FC Black Stars Die wichtigste Personalfrage klärte sich Ende letzter Saison
VON PATRIK BIELI
Ein Blick auf die Kaderliste des FC
Black Stars verrät, dass auf diese
Saison hin einige vielversprechende Neuzugänge den Weg auf den
Buschweilerhof gefunden haben.
Die Personallücken in der Offensivabteilung, die aufgrund der Abgänge von Philippe Becker, Said
Jouni und dem bereits in der Winterpause in die zweite Mannschaft versetzten Faik Zikolli entstanden sind, konnten durch Dilaver Yagimli vom FC Schötz, Haydar Sentürk vom FC Reinach und
Igor Benic von NK Posavina geschlossen werden.
Vom serbischen Zweitligisten
FK Radnicki Nis stösst mit dem 29jährigen Igor Taskovic ein ehemaliger Profi zu den Black Stars, der
zusammen mit Wilson Cardoso
für die Innenverteidigung vorgesehen ist, aber auch im zentralen
Mittelfeld eingesetzt werden könnte. Der technisch versierte Dhiogo
Alcantara vom Freiburger FC dürfte sich gemäss Trainer Samir Ta-
bakovic ebenfalls als bedeutende
Teamstütze erweisen. Ausserdem
befindet sich zurzeit der einstige
Super-League-Spieler und zuletzt
beim FC Grenchen unter Vertrag
stehende Yao Aziawonou im Training bei den Black Stars. «Er ist allerdings nicht fit und wir müssen
erst schauen, ob wir ihn verpflichten wollen», so Tabakovic, «wir
werden uns aber so oder so noch
weiter verstärken».
ist». Aus dem persönlichen Gespräch spürt man, dass die beiden
weitgehend auf einer Linie liegen,
denn der Black-Trainer charakterisiert auch sich selbst als jemanden, der alles für den Erfolg macht
und eine 100-prozentige Profi-Einstellung an den Tag legt.
Die Vorbereitungsspiele am eigenen vom Quartierverein organisierten Tiim-Sport-Cup lieferten
erste Anzeichen, dass sich die
Mannschaft auf dem richtigen
Weg befindet. Neben dem Final«Glück des gesamten Vereins»
Die wichtigste Personalfrage sieg gegen die U21 des FC Basel
stellte sich ohnehin schon gegen vermochte sie auch die direkten
Ende der letzten Saison, als der da- Ligakonkurrenten Laufen und
malige Trainer Bruno Kaufmann
aufgrund von Differenzen mit dem
Vorstand die Kündigung einreichte
und zwischenzeitlich das Gerücht
die Runde machte, Sportchef Peter
Faé würde den Verein verlassen.
Samir Tabakovic, Trainer
Die Tatsache, dass er dann doch
weitermachte, bezeichnet Tabakovic als «das Glück des gesamten Oberdorf gleich mit 5:0 bezeiVereins» und begründet dies da- hungsweise 5:1 zu bezwingen.
mit, dass «Peter rund um die Uhr Entsprechend ambitioniert gehen
für den FC Black Stars im Einsatz die Black Stars die kommende Sai-
«Wir werden uns
aber so oder so noch
weiter verstärken.»
son an: «Wir
möchten
vorne mitspielen»,
meint Faé.
Gleichzeitig
räumt
er
aber
auch
ein, dass der
Aufstieg
nicht das erklärte Ziel ist. «Andere
Teams sind da eher in der Favoritenrolle».
Geht die Entwicklung beim Basler Traditionsverein allerdings so
weiter, ist es wohl nur noch eine
Frage der Zeit, bis man Black in der
ersten Liga spielen sieht. Dafür
sprechen auch die infrastrukturelle
Verbesserung durch den Kunstrasen, der im nächsten Sommer eingeweiht werden soll, sowie die Erneuerung im Ausbildungskonzept,
welche die zweite Mannschaft als
künftiges Sprungbrett für talentierte Junioren auf dem Weg ins Fanionteam vorsieht und ein zusätzliches Training speziell für junge Perspektivspieler beinhaltet.
Highlight im Schweizer Cup
Rückblick In der zweiten
Spielzeit nach dem Aufstieg
etablierte sich Black in der
oberen Tabellenhälfte und
glänzte im Cup.
VON PATRIK BIELI
MARTIN TÖNGI
Nach einem turbulenten Start in
die erste interregionale Saison,
Der ehemalige NLA-Spieler des der geprägt war von zahlreichen
Spielermutationen und dem AbFC Basel wurde auf diese Saigang des Aufstiegstrainers Mario
son hin vom FC Concordia als
Hueber, nahm der FC Black Stars
Nachfolger von Bruno Kaufdas zweite Jahr nach dem Aufstieg
mann verpflichtet und mit eiunter wesentlich ruhigeren Umnem Einjahresvertrag ausgeständen in Angriff. Schon die ersstattet. Tabakovic ist im Besitz
der Uefa-Pro-Lizenz und strebt ten Auftritte verdeutlichten, dass
sich die Mannschaft unter der Leilängerfristig ein Engagement
tung von Bruno Kaufmann festiin einer Profiliga an. Seine Fähigkeiten als Spielertrainer hat gen konnte und die wenigen, aber
gezielten Neuzugänge die erder 43-Jährige unter anderem
wünschte Verstärkung darstellten.
beim FC Niedergösgen unter
In der Vorrunde gewannen die
Beweis gestellt, mit welchem
er zwischen 2001 und 2005 von Schwarzsterne restlos alle Meisder 4. Liga bis in die 2. Liga in- terschaftsheimspiele und lieferten im Schweizer Cup ihre beste
ter durchmarschierte und den
Saisonleistung ab, als sie den jetAargauer Cup gewann. (PBI)
Samir Tabakovic
Im Cup war Lugano zu Gast auf dem Buschweilerhof.
zigen Challenge-League-Club SC
Brühl gleich mit 5:0 wieder nach
Hause schickten. Die folgende
1/16-Final-Begegnung gegen den
FC Lugano ging zwar mit 0:3 verloren, darf aber ebenfalls zu den
Highlights gezählt werden.
H.DÜRRENBERGER
der Vorrunde teilweise auch auf
die mangelnde Qualität der vorwiegend jurassischen Gastmannschaften zurückzuführen gewesen war. In der Rückrunde vermochte Black auf dem Buschweilerhof nämlich kein einziges Spiel
mehr zu gewinnen, holte die
Punkte dafür aber auswärts und
Auswärtspunkte in Rückrunde
Nach der Winterpause zeigte landete schliesslich hinter dem
sich dann, dass die Heimstärke in FC Liestal auf dem sechsten Rang.
Regiofussball
18
az | Mittwoch, 10. August 2011
Zuversicht, aber mit Fragezeichen
FC Laufen Der Absteiger muss sich in der neuen Liga erst orientieren
VON EDGAR HÄNGGI
Am beliebten Vorbereitungsturnier des FC Black Stars liessen
Laufens erste Resultate aufhorchen. Gegen Basel gab es ein 1:5
und gegen das Lokalteam der
Black Stars gar ein 0:5. Für Unruhe sorgten diese Ergebnisse im
Laufental aber nicht. Trainer Mario Ritter ärgerte sich zwar, denn
«ich kann mich nie mit Niederlagen anfreunden», doch Erklärungen gab es. Das Training wurde
erst kurz zuvor aufgenommen
und wie es so üblich ist, zuerst
vor allem Kondition aufgebaut.
Dann hat auch Laufen das bekannte «Problem», dass Spieler im
Sommer in die Ferien gehen.
Schon im letzten Gruppenspiel in
Oberdorf sah es besser aus, obwohl auch da noch einige fehlten.
Dass eine 3:1-Führung in den
Schlussminuten aus der Hand gegeben wurde und man wegen des
3:3 nur noch um den vorletzten
Rang spielen konnte, wurde ebenfalls nicht gewertet. Immerhin
konnte man dann jene Partie gegen Amicitia Riehen für sich entscheiden. «Wir dürfen, was die
sportliche Beurteilung der Saison
betrifft, zuversichtlich sein», erklärt Sportchef Enrico Gasser. «Allerdings gibt es noch das eine
oder andere Fragezeichen.»
Das Kader sei mit 18 Spielern
zu knapp. «Wir könnten Ausfälle
von Leistungsträgern kaum verkraften.» Auch deshalb sieht sich
Gasser nach neuen Spielern um.
Zwei, drei neue Leute wolle und
müsse man noch verpflichten. «Es
ist nicht einfach, Verstärkungsspieler nach Laufen zu holen. Zudem ist Concordia offensichtlich
daran, praktisch mit allen Mitteln
aufsteigen zu wollen und das bekommt man in Gesprächen mit
potenziellen Verstärkungen zu
spüren.»
In Laufen wird man die Abgänge von Eigenmann und Micic spüren. «Wir sind jetzt aber ausgeglichener und verfügen über ein junges, hoffnungsvolles Team.» Die
von Gasser angesprochene Jugend
birgt jedoch auch die Gefahr von
zu grossen Formschwankungen.
«Wir haben gute Leute in jeder Linie und mit Fernandez einen sicheren Wert im Tor. Die jungen
können an diesen Spielern wachsen», entgegnet der Trainer jedoch.
Deutscher Offensivimport
Hoffnungen hegt man in die
beiden Stürmer Witalij Arsentiew
und Bekim Halimi. Vor allem auf
den 27-jährigen Deutschen mit
russischem Namen ist man gespannt. Der nicht sehr grosse, dafür trickreiche, schnelle und wen-
«Es ist nicht einfach,
Verstärkungsspieler
nach Laufen zu holen.»
Enrico Gasser, Sportchef
dige Stürmer kommt aus der Landesliga, vom FV Brombach, wo er
vergangene Saison 29 Tore erzielte. Im Mittelfeld ruhen die Erwar-
tungen vor allem auf dem
Deutschen Anton Weis und
dem Slowaken
Lubos Smitala,
der auch Captain ist.
Ein Fragezeichen
gehört
hinter Philipp Borer. Er hat ein
Angebot des Beachsoccer Nationalteams angenommen und es sei
noch nicht klar, in welcher Form
er weiter für Laufen im Einsatz
sein werde. Sowohl der Sportchef
wie der Trainer sind mit der neuen Gruppe glücklich. «Ich denke,
die Spielart der welschen Teams
liegt uns eher», so Gasser. Für Gasser wird nach fünf Runden eine
Standortbestimmung folgen. «Wir
werden dann unser Saisonziel genauer formulieren können. Bei einem positiven Verlauf wollen wir
auf einem Platz unter den ersten
Fünf abschliessen. Seitens der
Vereinsleitung ist der Wiederaufstieg auf jeden Fall kein Muss.»
Wende nach 14 Niederlagen
Rückblick Mit nur drei Punkten aus 15 Partien war für
den FC Laufen bereits nach
der Vorrunde der Klassenerhalt so gut wie unmöglich.
VON EDGAR HÄNGGI
NICOLE NARS-ZIMMER
In der zweiten 1.-Liga-Saison
wollte Laufen mit dem Trainerduo Boris Zimmermann/Bekim
Mario Ritter übernahm den FC
Arifi nichts mit dem Abstieg zu
Laufen in einer schon fast austun haben. Der Saisonstart mit
weglosen Situation. Auf den
dem Heimsieg gegen Grenchen
eher ruhigen Boris Zimmermann folgte mit Ritter ein emoti- war verheissungsvoll. Dass dann
gegen den FCZ U21, Schötz und
onal mitgehender und fordernMünsingen keine Punkte folgten,
der Trainer. Der erst 29-jährige
Baselbieter kam aus einem lau- tat man damit ab, dass es sich
fenden Vertrag beim regionalen um Teams aus der oberen Tabellenhälfte handelte. Vielleicht war
Zweitligisten Old Boys nach
man sich etwas zu sicher, dass
Laufen. Zusammen mit seinem
Assistenten Ralph Tillessen, der weitere Siege folgen. Laufen geihn nach Laufen begleitete, führ- riet in eine Negativspirale, die date er das Team dank einer stabi- zu führte, dass die Spieler nach einem Rückstand das Spiel mental
leren Defensive und wiedergebereits aufgaben. Chancen, den
wonnenem Vertrauen zu Erfolverhängnisvollen Verlauf zu stopgen. Doch seine Bewährungspen, gab es einige. Wenn man
probe in Laufen folgt jetzt. (EH)
Mario Ritter
Laufen (links Simon Tillessen) stolperte zu oft.
MARTIN TÖNGI
aber 14 Spiele in Serie verliert, folgt sei und Boris Zimmermann
braucht es viel für eine Wende.
nichts vorgeworfen werden könne. Mit Mario Ritter und einigen
neuen Spielern kehrte der Erfolg
Trainerwechsel nach Vorrunde
Der von vielen längst geforderte zurück. Dass am Ende vier Punkte
Trainerwechsel wurde nach der für den Ligaerhalt fehlten, liess eiNiederlage im letzten Vorrunden- nige zum Schluss kommen, Laufen
spiel vollzogen. Sportchef Enrico habe zu früh resigniert. Die LauGasser betonte aber klar, dass man fentaler haben jedoch praktisch
nicht dem «Druck der Strasse» ge- das Optimum herausgeholt.
Regiofussball
20
az | Mittwoch, 10. August 2011
Gesunder Kampf um Stammplätze
FC Liestal Die Kantonshauptstädter begannen bereits im Juni mit der Vorbereitung
VON YANNIK SPRECHER
«In den ersten Matches haben wir
relativ stark abgebaut», kommentiert Sandro Kamber seinen Einstand beim FC Liestal zu Beginn der
letzten Rückrunde. Dann aber steigerte sich die Mannschaft von Spiel
zu Spiel. Bald wurde klar, dass auf
der Tabelle sowohl nach oben als
auch nach unten nicht mehr allzu
viel passieren würde, weshalb sich
Kamber mit seinem Team schon
auf die nächste Saison vorzubereiten begann. Entsprechend trainierten die Liestaler bis Ende Juni und
absolvierten bereits ein erstes Trainingsspiel – 5:2 gegen die U18 des
FC Basels – und förderten die Teambildung mit den neuen Spielern.
Für die neue Saison sind die genauen Ziele noch nicht definiert.
«Vor Meisterschaftsbeginn werden
wir intern zielorientiert besprechen, was wir erreichen wollen
und wie», so der 38-Jährige. «Aber
nach der Form der letzten Jahre ist
für den FC Liestal sicherlich der
Anspruch da, vorne mitzuspielen.»
Mitte Juli nahmen die Kantonshauptstädter den Trainingsbetrieb
wieder auf. Sandro Kamber ist mit
den Trainingsleistungen sehr zufrieden. «Wir hatten ein gutes Programm, sodass wir für die ersten
Spiele gerüstet sind.»
der langjährigen Spieler blieb erhalten und wurde noch verstärkt.
Von den U21-Teams von Basel und
den Young Boys kamen Jan Wuhrmann und Simon Hohl, der schon
früher bei Liestal gespielt hatte.
Ausserdem rekrutierte Kamber
den 2.-Liga inter-erfahrenen Giuseppe Conserva von Allschwil und
Fehlstart im Cup gegen Black
Im ersten davon verloren die Spieler von Solothurn und PratLiestaler allerdings in der ersten
Qualifikationsrunde des Schweizer Cups knapp mit 0:1 gegen die
Black Stars, im zweiten eröffnen
sie am Samstag die Meisterschaft
gegen den FC Courtételle. Zum
Vorbereitungsprogramm gehörten unter anderem Testspiele geSandro Kamber, Trainer
gen die 1.-Liga-Mannschaft von
Dornach und die U21 Aaraus. «Dabei ging es darum, interne Sach- teln. Trennen musste sich der FCL
verhalte, die schon in der letzten neben den Betreuern Gerhard
Rückrunde aufgefallen sind, rich- Dürr und Philipp Konrad unter
tig umzusetzen», sagt der Trainer. anderem von den alteingesesseIn diese Kategorie fielen beispiels- nen Offensivspielern Valentin
weise die Abstimmung und die Aschwanden, Demir Güney und
Fabian Gut. Trotzdem sagt KamPräsenz in gewissen Situationen.
Beim Kader gab es einige Ver- ber: «Wir haben ein gutes und vor
änderungen: Das Grundgebilde allem breites Kader.»
«Nach der Form der
letzten Jahre ist der
Anspruch da, vorne
mitzuspielen.»
«Die neuen
Spieler passen
menschlich super in die Reihen und sind eine grosse Bereicherung – das
macht richtig
Spass.» Wichtig
an dem breiten Kader ist dem neuen Liestal-Trainer auch, dass es einen gesunden Konkurrenzkampf
um die Stammplätze gibt.
«Es wird sehr seriös gearbeitet»,
beschreibt die Vereinspräsidentin
Patricia Schönenberger die Vorbereitung des Klubs. «Ich traue dem
Team zu, vorne mithalten zu können.» Es werden einige Vereine um
den Aufstieg kämpfen, darunter
die aus der letzten Saison bekannten FC Moutier und die U21 von
Xamax, und neu der als stark eingeschätzte SV Lyss. Die regionale
Konkurrenz wird ebenfalls versuchen, den Liestalern das Leben
schwer zu machen. Sandro Kamber freut sich auf eine tolle Saison:
«Es wird sicher spannend!»
Kein einfaches Jahr für Liestal
Rückblick Von zwei Trainerwechseln geprägt, gestaltete
sich die letzte Saison nicht
leicht. Dennoch verteidigte der
FCL den 5. Rang souverän.
VON YANNIK SPRECHER
SPIESS/ZVG
Sandro Kamber
Sandro Kamber übernahm den
Trainerposten von Orazio Ferranti zu Beginn der Rückrunde
der letzten Saison. Der 38-Jährige lernte in der Jugendabteilung des FC Basels Fussballspielen und wirkte nach seiner
aktiven Karriere eine Zeit lang
bei der U21 als Assistent mit.
Danach führte er den SV Sissach in die 2. Liga regional,
trainierte Solothurn und zuletzt
die 2.-Liga-Mannschaft des FC
Pratteln. Bei Liestal wird Kamber vor allem für seinen Sachverstand und seine Fähigkeiten
als Trainer und Motivator geschätzt. (YS)
Die letzte Saison begann mit einem Trainerwechsel und dementsprechend etwas turbulent.
Lange fruchteten Orazio Ferrantis neue Methoden nicht und der
FCL hielt sich eher in der unteren
Hälfte der Tabelle. Doch dann
drehten die langjährigen interregionalen Zweitligisten auf und
erreichten zur Winterpause mehr
Punkte als je zuvor.
Für einen Exploit gegen den
deutlichen Aufsteiger Serrières
reichte es nie, aber gegen den
Rest der Tabellenspitze liess sich
die Bilanz sehen: Gegen Xamax
(Rang 4) gewannen sie zweimal,
gegen Moutier (Rang 2) einmal
und gegen die Black Stars (Rang 6)
erreichten sie vier Zähler. Ärger-
Joel Stampfli (3) und Agon Gecaj (24) verlassen Liestal.
lich waren vor allem Punktverluste gegen klar schwächere Teams,
wie ein Remis gegen den mit der
schwächsten Saisonleistung (elf
Punkte) abgestiegenen FC SaintImier in der Hinrunde.
JURI JUNKOV
derlage gegen die Mannschaft aus
Courtételle auf Rang elf, steigerten sich dann aber sichtbar von
Spiel zu Spiel. Obwohl sie in der
Rückrunde noch ein paar Punkte
mehr hätten erreichen können,
etablierten sie sich mit 49 Zählern
schon früh auf dem soliden fünfHarziger Rückrundenbeginn
Auch nach der erneuten Um- ten Rang, mit lediglich vier Punkstellung auf Sandro Kamber star- ten Differenz auf Rang zwei, aber
teten die Liestaler mit einer Nie- neun auf Rang sechs.
Mittwoch, 10. August 2011 | az
2. Liga inter, Gruppe 3
21
FC Liestal. Hinten (von links): Albin Moser (Betreuer), Luzius Sidler, Simon Birri, Lino Meyer, Simon Hohl, Fabian Kohler, Roman
Hofer, Mario De Meo (Assistent). – Mitte: Bruno Trüssel (Med. Masseur), David Riederer, Antü Urrea, Jan Wuhrmann, Beat Bieri, Petrit Frrokaj, Patricia Schönenberger (Präsidentin), Sandro Kamber (Trainer). – Vorne: Patrik Hersperger, Tim Isler, Stefan Gubser, Daniel Frey (Torhütertrainer), Sascha Wieland, Giuseppe Conserva, Steven Schuler. – Es fehlen: Jose Blanco, Genc Rafuna, Mensur Ferizi, Eldin Beganovic, Ugur Findik, Luca Guarda, Marc Hasler, Cihad Kahraman.
SPIESS/ZVG
bz-Tipp: 4. Rang
FC Liestal. Kader 2011/12
Zuzüge
Conserva bringt
Erfahrung ins Team
Giuseppe Conserva (Allschwil), Mensur Ferizi, Genc
Rafuna (beide Pratteln), Roman Hofer (Nachwuchs), Simon Hohl (Young Boys U21)
Lino Meyer (Solothurn), Jan
Wuhrmann (Basel U21).
Abgänge
Gecaj und Irizik gehen
zu Konkurrent Oberdorf
Nnamdi Chukwu (Dornach),
Agon Gecaj, Ufuk Irizik (beide
Oberdorf), Enrico Pomes
(Sissach), Joel Stampfli (Basel U21), Valentin Aschwanden
(Concordia),
Pascal
Tschopp (2. Mannschaft), Fabian Gut, Gerhard Dürr, Güney Demir (beide Rücktritt),
Philipp Konrad (unbekannt).
Torhüter
1 Sascha Wieland
18 Stefan Gubser
Abwehrspieler
5 Petrit Frrokaj
6 Steven Schuler
7 Lino Meyer
13 Fabian Kohler
15 Luca Guarda
20 Jan Wuhrmann
Mittelfeldspieler
8 Ugur Findik
10 Giuseppe Conserva
14 Beat Bieri
16 Luzius Sidler
17 Patrik Hersperger
24 Genc Rafuna
Stürmer
4 Antü Urrea
9 Jose Blanco
11 Simon Hohl
21 Roman Hofer
Trainer: Sandro Kamber
Assistent: Mario Di Meo
Torhütertrainer: Daniel Frey
30 Eldin Beganovic
23 Marc Hasler
26 Cihad Kahraman
Die starken Mannschaften Langenthal und Serrières verliessen die
Gruppe 3. Wie letztes Jahr werden
sich primär Moutier und Xamax,
und neu der SV Lyss – neben der
regionalen Konkurrenz – Liestal in
den Weg zu stellen versuchen.
Doch wenn Kamber weiterhin Ordnung in die Liestaler Mannschaft
bringen und das breite Kader ausnutzen kann, hat sie das Potenzial
für eine Top-Platzierung. Die Niederlage in der Cup-Qualifikation
hat aber gezeigt, dass die Luft an
der Spitze ganz dünn sein wird.
Deshalb Rang vier. (YS)
Fakten
22 Mensur Ferizi
In der 2. Liga inter seit: 2005.
Heimspiele: Sportplatz Gitterli,
samstags 18.30 Uhr.
Betreuer: Albin Moser
Pflege: Bruno Trüssel
Besonderes: Der FC Liestal verlor in
der Qualifikation zum Schweizer Cup
gegen Ligakonkurrent FC Black Stars
mit 0:1.
Regiofussball
22
az | Mittwoch, 10. August 2011
«Es wird enger werden»
FC Oberdorf Das Team von Roland Sorg steht vor dem verflixten zweiten Jahr
VON DANIEL AENISHÄNSLIN
«Da sehe ich schon eine Gefahr»,
sagt Roland Sorg mit leicht mahnendem Unterton. Oberdorfs Trainer glaubt an die Fähigkeiten seines Teams, warnt aber davor, die
Mission Ligaerhalt «auf die leichte
Schulter» zu nehmen. Vergangene
Saison klappte das bestens. Die
nötigen Punkte erspielte sich der
Aufsteiger aus dem Waldenburgertal manchmal gar locker. Nun
hofft Sorg, dass seine Spieler im
Kopf bereit sein werden und keine Sorglosigkeit Einzug hält. «Unser Ziel bleibt dasselbe», wird er
konkret, «wir wollen möglichst
schnell 30 Punkte einfahren.» Diese Zähler sollen dem FC Oberdorf
erneut die Klasse sichern.
Sorg rechnet mit grösserer Gegenwehr der Konkurrenz: «Die
Meisterschaft wird sich ausgeglichener gestalten, denn die Absteiger der letzten Saison waren
schwächer als die Mannschaften,
die neu hinzugekommen sind.»
Damit meint Roland Sorg nicht
nur den Aufsteiger aus Therwil.
«Laufen, das aus der 1. Liga abgestiegen ist, wird mit Ambitionen
starten, Liestal hat diese auch»,
zählt er auf. Sein Fazit fällt eindeutig aus: «Im unteren Bereich der
Tabelle wird es enger werden.»
des FC Oberdorf praktisch von
selbst. «Wichtig ist für uns nun,
die Neuen in die Mannschaft zu
integrieren», sagt Trainer Sorg,
«es sind doch einige Spieler zu
uns gestossen, junge noch dazu.»
Sechs davon sind unter 20 Jahre
wie beispielsweise der 19-jährige
Agon Gecaj, der vom LigakonkurMittelfeldachse soll es richten
Erst einmal soll es die Oberdör- renten Liestal nach Oberdorf
fer Mittelachse richten. Eine soli- wechselte. Der Neuzugang mit
de Innenverteidigung mit Thomas der grössten Erfahrung ist DefenHersperger und Daniel Rickenbacher sollte wenige Gegentore garantieren. Im offensiven Mittelfeld sind einmal mehr die Fähigkeiten von Ramon Krattiger gefordert. Er soll die Fäden ziehen, die
Stürmer mit Zuspielen füttern.
Schliesslich sind da Emanuele PaRoland Sorg, Trainer
pale und Silvan Schafroth, die in
der Spitze für die entscheidenden,
zählbaren Akzente zuständig sivakteur Serdar Sahinbay. Der
sind. Ob diese Mittelachse über 24-Jährige spielte schon für Reidie gesamte Spielzeit hinweg be- nach, Muttenz und Laufen – auch
stehen bleibt, wird sich zeigen. in der 1. Liga.
In der Vorrunde fehlen wird SaAcht Zuzüge drängen ins Team.
Damit setzt sich der Schwer- scha Degen, der sich einen Kreuzpunkt in der Saisonvorbereitung bandriss zugezogen hat. Verkraf-
«Unser Ziel bleibt
dasselbe, wir wollen
möglichst schnell 30
Punkte einfahren.»
ten muss
das Team
im defensiven Mittelfeld die Abgänge von
Routinier
Orazio Ferranti und Ilaz Hajdini.
Seit Anfang Juli befindet sich
der FC Oberdorf in der Vorbereitung. Ein Trainingslager ist keines vorgesehen. «Wir finden
hier ideale Bedingungen vor»,
zeigt sich Roland Sorg mit der
heimischen Infrastruktur zufrieden. Getestet wurde am TiimSport-Cup. Mit unterschiedlichem Erfolg. Eine 1:5-Klatsche
setzte es gegen die Black Stars
ab. Das 3:3 gegen Laufen darf als
achtbar betrachtet werden. Derby-Charakter wird denn auch die
Meisterschaft prägen. Fünf Baselbieter Vereine streiten in der
Gruppe 3 um Punkte. «Ideal»,
findet Sorg, «speziell für mich
wird das Derby gegen Laufen,
meinen Ex-Verein.»
Bis die Luft ausging
Rückblick Eine Saison mit
Licht und Schatten durchlief
Liga-Neuling Oberdorf. Trotzdem war es letztlich eine
frühzeitig erfolgreiche.
VON DANIEL AENISHÄNSLIN
ROMAN AESCHBACH/SPORTIVES.CH
Vielleicht lief sie sogar besser, als
viele erwartet hatten. Die letzte
Spielzeit begann für den FC OberDer 45-jährige Roland Sorg
dorf harzig, den Ligaerhalt sigeht in seine dritte Saison mit
cherte man sich jedoch vorzeitig.
dem FC Oberdorf. Als Trainer
Nach drei Runden hatten die
war er zuvor in Laufen und
Oberdörfer nur einen Punkt auf
Dornach engagiert. Die Oberdörfer hatte er in seiner ersten dem Konto, doch aus den folgenSaison in die 2. Liga interregio- den vier Spielen resultierten
nal geführt, wo er in der abge- gleich zwölf Punkte. Mit dem
laufenen Spielzeit beinahe pro- 5:2-Heimsieg gegen Bôle sicherblemlos den Klassenerhalt rea- ten sich die Baselbieter den Klaslisierte. Sorg ist ein Trainer, der senerhalt bereits im April. Zum
Schluss resultierte der 9. Rang.
die Nerven behält, auch wenn
Mit neun Punkten Vorsprung auf
Probleme auftauchen. Er ist in
den ersten Abstiegsplatz lieferte
der Lage sein grundsätzliches
der Aufsteiger eine – über alles ge4-4-2-System jederzeit den
sehen – feine Leistung ab.
Umständen, sprich den zur
Die Gesamtansicht täuscht ein
Verfügung stehenden Spielern,
wenig darüber hinweg, dass die
anzupassen. (DA)
Roland Sorg
Gegen Black gewann Oberdorf anfangs Rückrunde 4:0.
Rückrunde des FC Oberdorf eher
ernüchternd verlief. Zwar startete
sie mit dem 4:0-Knaller beim FC
Black Stars, doch insgesamt resultierten acht Punkte weniger als in
der Vorrunde.
MARTIN TÖNGI
von Trainer Roland Sorg bewies
lange Charakter und beeindruckte
durch ihren Zusammenhalt. Auch
durch eine lange Verletzten- und
Gesperrtenliste liess sie sich nicht
aus der Ruhe bringen. Als das Saisonziel Ligaerhalt Tatsache geworden war, war die Luft hingegen
Fünf Niederlagen zum Schluss
Die letzten fünf Spiele gingen draussen. In diesem Punkt besteht
allesamt verloren. Die Mannschaft einiges an Steigerungspotenzial.
Regiofussball
24
az | Mittwoch, 10. August 2011
Kontinuität und Vernunft als Rezept
FC Therwil Die Leimentaler steigen «wie die Jungfrau zum Kinde» in die 2. Liga inter auf
VON GEORGES KÜNG
Wenn eine Mannschaft innert 12
Monaten zwei Aufstiege – von der
3. Liga in die 2. Liga interregional –
feiern darf, hängt dies meistens
mit der Solvenz des Klubs zusammen. Doch auch in dieser Hinsicht
ist der 1946 gegründete FC Therwil
eine Art «Anachronismus» im
Amateur-Fussball. Denn zwei Drittel der aktuellen Equipe spielte im
Frühjahr 2010 noch in der 3. Liga
gegen Teams wie NK Posavina, FC
Riederwald oder FC Zwingen.
War vor 15 Monaten der Aufstieg in die regionale 2. Liga noch
«logisch» und das Produkt einer
langjährigen Aufbauarbeit, so war
die zweite Promotion innert Jahresfrist schlichtweg eine Sensation. Und doch gibt es hierfür triftige Gründe: Diese liegen in der
Vereinsphilosophie begründet –
und der Kontinuität und Vernunft
der Entscheidungsträger. Rolf
Frei, zugleich auch Gemeinderat
im 99er-Dorf, präsidiert den FCT
seit einem Jahrzehnt. Und wird
sein Amt in diesen Tagen an Beat
Hess, dem früheren Goalgetter
und Vereinsmitglied seit Kindsbeinen, weitergeben. Trainer
Franz Glaser geht in seine 7. Spielzeit mit den Gelb-Schwarzen. Und
Ruedi Rüegg ist seit 17 Jahren für
den Klub tätig. «Jetzt nur noch als
Coach», wie er schmunzelnd erklärt. Im Wissen, dass dies eine
masslose Untertreibung ist. Rüegg
war Juniorentrainer, Funktionär
und in den letzten Jahren für die
meisten Zuzüge verantwortlich.
«Transfers, die den Klub keinen
Rappen gekostet haben», wie Rüegg versichert. Das Wedeln mit
Geldscheinen oder überhöhten
Spesen ist in Therwil unbekannt.
Punktuelle Verstärkungen
Auch heuer konnte die Mannschaft sinnvoll ergänzt werden.
«Wir haben uns punktuell verstärken können; dazu ist das Kader
nun breiter, was in dieser neuen
Spielklasse auch nötig ist», erklären Glaser und Rüegg unisono.
Mittlerweile unter Dach und Fach
ist der Zuzug von Tobias Fumagalli, einem Eigengewächs mit schillernder Vergangenheit. Trotz der
Zusage des Reinachers bestand lange noch die «Gefahr», dass er bei einem gleichklassigen Basler Quartierverein landet. Die Gründe dafür liegen nicht in der Klubbeiz.
«Wir werden weiterhin auf Homogenität,
das Kollektiv und den
Teamgeist setzen.»
Franz Glaser, Trainer
Dominik Müller ist einer der
Routiniers im Team und hat früher mit dem FC Liestal und SC
Binningen in der 2. Liga inter gespielt. «Die Matches sind umkämpfter als in der regionalen
Zweitliga, da es wohl keine Rivalen geben wird, welche wie in der
letzten Saison von Anfang an
chancenlos sind. Wir müssen in
allen Belangen – vor allem Härte –
zulegen.
Aber
ich
bin zuversichtlich,
dass
wir
uns in dieser Liga gut
halten können», so der Stürmer, welcher
einst beim SC Dornach auch Erstliga-Luft geschnuppert hatte.
«Die meisten Mannschaften
verfügen über einige so genannte
‹fertige› Spieler, die vielleicht sogar in nationalen Klassen gespielt haben. Zudem sind die Intensität und das Tempo höher.
Wir werden aber weiterhin auf
unsere Homogenität, das Kollektiv und den Teamgeist setzen»,
erklärt Trainer Glaser. Im Wissen, dass heuer wohl kein Aufstieg mehr erfolgen wird. Doch
der Ligaerhalt in dieser Spielklasse käme einem ebenso grossen
Erfolg wie die beiden Promotionen gleich. Und würde zeigen,
dass es im Amateurfussball auch
ohne Gehälter geht.
Sonntag mit doppelter Dusche
Rückblick Am 5. Juni um
16.54 Uhr stand Therwil als
Regionalmeister fest und damit der erstmalige Aufstieg
in eine interregionale Liga.
VON GEORGES KÜNG
PATRICK PENSA
Franz Glaser
Franz Glaser (57) geht in seine
siebte Saison mit dem Fanionteam des FC Therwil. Der im
Nachbardorf Ettingen wohnende Glaser war früher beim FC
Aesch, FC Frenkendorf, BSC
Old Boys, FC Rheinfelden sowie SC Baudepartement tätig
und ist ein profunder Kenner
des Regiofussballs. Auf die
Saison 2011/12 hin steht Glaser
in der Person von Gilberto
Gaspar (ein ehemaliger Aktiver
beim FC Therwil) erstmals ein
Assistenztrainer zur Verfügung,
sodass sich Routinier Glaser
ganz auf seine Kernaufgaben
konzentrieren kann. (GK)
Freudentränen bei den Spielern,
dem Trainerstab und Klubtechnikern, grenzenloser Jubel beim
Anhang – und just mit dem Abpfiff (der Ref hatte gar lange fünf
Minuten nachspielen lassen) öffnete Petrus die Himmelsschleusen, sodass niemand trocken
blieb. Diese Szenen bleiben haften, wenn man einen Rückblick
auf die Saison 2010/11 wirft. Mit
dem Saisonziel «nichts mit dem
Abstieg zu tun haben» (so Trainer
Franz Glaser im August 2010), verabschiedete sich der Neuling
zehn Monate später von der Konkurrenz. Nicht zurück in die 3. Liga, sondern in die 2. Liga inter.
Der zweitbeste Angriff, die mit
Verfolger Amicitia Riehen beste
Coach Ruedi Rüegg, Trainer Franz Glaser und Klubpräsident Rolf
Frei (von links) stemmen den Meisterpokal.
GEORGES KÜNG
Abwehr und die wenigsten Niederlagen (4; darunter jedoch eine herbe 1:5-Abfuhr zu Hause gegen den
Absteiger FC Aesch), aber mit Amicitia am meisten Siege (17) – dies
ergab in 26 Matches ein Total von
56 Punkten bei einem Torverhältnis von 76:40. Und einen Aufstieg,
der sich in den letzten sechs Spiel-
runden konkretisierte, welche die
Leimentaler allesamt gewannen.
Und kaum waren an jenem
Sonntagnachmittag Spieler und
Anhänger nach dem Wolkenbruch wieder trocken, folgten die
nächsten Duschen. Im schmucken Klubheim floss der Champagner und das Bier in Strömen.
Mittwoch, 10. August 2011 | az
2. Liga inter, Gruppe 3
25
FC Therwil. Hinten (von links): Francesco Spallato, Dominik Grether, Kevin Honauer, Stefan Jeltsch, Michael Glaser. – Mitte: Franz
Glaser (Trainer), Matthias Zwicky, Tobias Fumagalli, Marco Ledermann, Marc Häusermann, Kristian Kleiber, Ruedi Rüegg (Coach),
Rolf Frei (Präsident). – Vorne: Giovanni Altinier (Pflege), Urban Schafter, Michael Weber, Christoph Hess, Tobias Grether, Matthieu
Conus, Gilberto Gaspar (Assistenztrainer). – Es fehlen: Marco Oeggerli, Fabio Porcaro, Raphael Müller, Floriano Brogna, Adrian
Kunz, David Dreier, Dominik Müller, Valmir Hylaj.
PATRICK PENSA
bz-Tipp: 10. Rang
FC Therwil. Kader 2011/12
Zuzüge
Fumagalli kommt aus
der 1. Liga von Grenchen
Marco Oeggerli (Allschwil),
Tobias Fumagalli (Grenchen),
Matthieu Conus (Ettingen),
Marco Ledermann (Aesch),
Dominik Grether (SteinenHöllstein DE), Valmir Hylaj
(Reinach), Urban Schafter
(Junior).
Abgänge
Der Aufsteiger hat nur
gerade zwei Abgänge
Adriano Donatiello (Senioren
Reinach), Marco Vogel (Rücktritt).
Torhüter
1 Christoph Hess
22 Valmir Hylaj
Abwehrspieler
2 Matthias Zwicky
3 Marco Oeggerli
4 Fabio Porcaro
5 Marc Häusermann
6 Stefan Jeltsch
7 Michel Glaser
Mittelfeldspieler
9 Floriano Brogna
10 Tobias Fumagalli
11 Kristian Kleiber
13 Adrian Kunz
15 Tobias Grether
16 Matthier Conus
8 Raphael Müller
12 Kevin Honauer
14 David Dreier
20 Dominik Grether
21 Francesco Spallato
Fakten
Stürmer
17 Dominik Müller
18 Michel Weber
19 Marco Ledermann
Trainer: Franz Glaser
Assistent: Gilberto Gaspar
Torhütertrainer: Rolf Zuber
Praktisch keine Abgänge, dafür Zuzüge, die «vor allem menschlich
zum Klub passen, wobei einige
richtige Trouvaillen sind» (Zitat
Coach Rüeeg) – der FC Therwil ist
für das Abenteuer in der 2. Liga interregional bestens gerüstet. Saisonziel ist der Klassenerhalt, was
heuer leicht(er) zu realisieren ist,
denn es werden nur zwei Mannschaften absteigen. Im optimalen
Fall ist sogar ein einstelliger Tabellenplatz realistisch. Wir tippen,
dass der interregionale Neuling FC
Therwil zuletzt Rang 10 belegen
wird. (GK)
In der 2. Liga inter seit: 2011.
Heimspiele: Sportanlage Känelboden,
samstags 18 Uhr.
Coach: Ruedi Rüegg
Pflege: Giovanni Altinier
Besonderes: Im ersten Jahr in der 2.Liga interregional ist der FC Therwil nicht
berechtigt, an der Qualifikation zum
Schweizer Cup teilzunehmen.
26
Weisse Weste
az | Mittwoch, 10. August 2011
Die Weisse Weste zeigt Wirkung
Baselbieter Vereine haben sich in der Fairnesswertung enorm verbessert
Welcher Verein trägt die Weisseste Weste durch die Saison 2011/2012?
In der kommenden Saison
vergibt die Basellandschaftliche Kantonalbank zum vierten Mal die Weisse Weste
für den fairsten Baselbieter
Fussballclub.
Nach drei Jahren Fairnessmeisterschaft um die «Weisse Weste»
der Basellandschaftlichen Kantonalbank kann man eine überaus
erfreuliche Zwischenbilanz ziehen. Die Baselbieter Vereine haben sich in Sachen Fairness
enorm gesteigert. Mit einem
Durchschnitt von 1,6 Strafpunkten pro Spiel erzielten die Clubs
in der letzten Saison einen Wert,
der um 20 Prozent besser ist als
in der Saison 09/10, wo es 1.97
Strafpunkte waren. Das ist eine
grossartige Gesamtleistung, 1.6
Punkte entsprechen nur eineinhalb gelben Karten pro Team
und Spiel!
2010/2011, wo der Kampf um die
drei ersten Plätze und das Preisgeld von gesamthaft 15 000 Franken bis zum Schluss äusserst
spannend war. Der FC Ettingen,
im Vorjahr bereits auf dem zweiten Platz, musste sich auch um
20 Prozent steigern, um den Pokal und die Siegprämie von
10 000 Franken zu gewinnen. Der
FC Biel-Benken senkte seine
Strafpunktquote gar um 40 Prozent und sprang damit von Platz
5 auf den 2. Schlussrang. Herausragend ist auch die Fairnessleistung des FC Therwil. Als einer
der grössten Vereine hat er in
den mehr als 200 Spielen seiner
vielen Mannschaften mit nur
0.96 Strafpunkten pro Spiel den
dritten Rang erreicht.
Attraktivität steigt weiter
Die Basellandschaftliche Kantonalbank ist stolz, dass sie mit
der Weissen Weste einen Beitrag
zu dieser markanten Verbesserung von Fairness und Respekt
auf den Fussballplätzen unserer
Spannend bis zum Schluss
Diese positive Entwicklung wi- Region leisten darf. Aber das ist
derspiegelt sich auch an der Spit- noch lange kein Grund, um auf
ze der Wertung für die Saison den Lorbeeren auszuruhen – man
will und kann seine Leistungen
immer noch steigern. Das gilt
auch für die Fairness. Deshalb
wird die BLKB ihr Engagement
noch mindestens zwei Jahre fortsetzen. Man darf gespannt sein,
welche Vereine ihren Strafpunktquotienten weiter senken können. Den drei Clubs, denen dies
am besten gelingt, winken im
kommenden Jahr noch lukrativere Prämien. Die BLKB erhöht
nämlich das Preisgeld: Für Rang
2 gibt es neu 5000 Franken und
der drittplatzierte Verein kann
sich auf 3000 Franken freuen.
Der Gewinner der Weissen Weste
2011/2012 wird wie bisher mit einem Check über 10 000 Franken
belohnt.
Die Basellandschaftliche Kantonalbank wünscht den 15 000
Fussballerinnen und Fussballern
in unserer Region viel Erfolg
und spannende Spiele. Und
denkt daran: Respektiert die
Schiedsrichter und ihre Entscheidungen, die sie in Bruchteilen von Sekunden treffen müssen. Sie haben den schwierigsten Job auf dem Spielfeld!
Fussballclubs im
Kanton Baselland
FC Aesch
FC Allschwil
FC Arisdorf
FC Arlesheim
SV Augst
FC Biel Benken
SC Binningen
FC Birsfelden
FC Bubendorf
FC Diegten-Eptingen
FC Ettingen
FC Frenkendorf
FC Galaxy
FC Gelterkinden
FC Italia Club Oberwil
FC Laufen
FC Lausen 72
FC Liestal
FC Münchenstein
SC Münchenstein
SV Muttenz
FC Oberdorf
FC Oberwil
FC Pratteln
FC Reinach
FC Riederwald
FC Röschenz
AC Rossoneri
SV Sissach
FC Therwil
AC Virtus Liestal
FC Zwingen
Mittwoch, 10. August 2011 | az
Weisse Weste
Preisverleihung Saison 2010/2011
Die Preisverleihung der Weissen Weste fand am 17. Juni im Rahmen des Ballon d’Or statt,
der erstmals durchgeführten Nacht des regionalen Fussballs auf dem Areal von Kuppel/Annex bei der Heuwaage. In der feierlichen Ehrung durften die drei Siegervereine, der FC Ettingen (1. Rang), der FC Biel-Benken (2.) und der FC Therwil (3.), ihre Preise und Geldprämien
entgegennehmen.
27
Statement
von Dr. Beat Oberlin,
Präsident der
Geschäftsleitung BLKB
Fairness und
Partnerschaft
■ Fussball ist ein wunderbarer Sport. Er fasziniert weltweit Junge und Alte, Männer
und Frauen, Aktive und Zuschauer. Fussball ist ein Phänomen. Aber ohne Fairness
kann auch der Fussballsport
nicht bestehen. Der Respekt
vor den Mitspielern, den Gegenspielern, vor dem Schiedsrichter ist unabdingbar, um
schöne Spiele zu erleben.
Die stolzen Sieger des FC Ettingen auf der Bühne des Ballon d’Or.
Ausschreibung Vereinsmeisterschaft Weisse Weste 2011/2012
Jeder Baselbieter Fussballclub, welcher die Teilnahmekriterien erfüllt, hat die Möglichkeit, in der kommenden Saison durch besonders faire Spielweise den Pokal und die Siegprämie von zehntausend Franken zu gewinnen. Aber
auch die Ehrenplätze sind viel Wert, denn das Preisgeld wurde erhöht:
Preisgeld
1. Rang
2. Rang
3. Rang
10 000 Franken
5 000 Franken
3 000 Franken
Teilnahmebedingungen
Teilnehmen können alle Baselbieter Fussballclubs, die mit mindestens
drei Mannschaften im 11-er Fussball an der regionalen Meisterschaft
teilnehmen.
Wertung/Datenerhebung
Die Daten für die Erstellung der Rangliste werden vom Fussballverband Nordwestschweiz aufgrund der offiziellen Matchberichte erhoben. In die Wertung
werden nicht nur die gelben und roten Karten miteinbezogen, sondern alle
Ereignisse/Strafpunkte gemäss dem offiziellen Bussenkatalog von Swiss
Football. Sieger wird der Verein mit dem tiefsten Strafpunkte-Quotienten
(Anzahl Strafpunkte geteilt durch Anzahl Spiele).
Rangliste/Berichterstattung
Alle Informationen zur Vereinsmeisterschaft der Weissen Weste findet
man auf der Website www.weisse-weste.ch. Dort wird während der Saison die Rangliste wöchentlich aktualisiert. Die Basellandschaftliche Zeitung bz publiziert die Rangliste in ihrer Dienstagsausgabe.
MIT DER WEISSEN WESTE
möchten wir dazu beitragen,
dass der Fussballsport im Baselbiet fairer wird und dass
sich bei den Spielern, Trainern, Eltern und Zuschauern
neben dem Siegeswillen ein
weiterer Gedanke durchsetzt:
Es zählt nicht nur, ob man ein
Spiel gewinnt, es zählt auch,
wie man ein Spiel gewinnt.
Oder mit Anstand verliert.
ES IST BEMERKENSWERT,
dass sich die Baselbieter Fussballvereine in der letzten Saison in der Fairnesswertung
stark verbessert haben. Aber
man kann sich immer noch
steigern. Deshalb setzen wir
unser Engagement fort. Wir
hoffen, dass die Clubs bei der
Definition ihrer Saisonziele
die Senkung ihres StrafpunktQuotienten fest einplanen
oder sogar einen der ersten
drei Plätze anvisieren.
AUCH FÜR DIE Basellandschaftliche Kantonalbank hat
der Gedanke der Weissen
Weste eine grosse Bedeutung.
Wir verstehen uns als fairen
Sparring Partner im Geschäftsleben. Wir fordern unser Gegenüber, wir setzen uns
ein und wir suchen den Erfolg. Dabei vergessen wir aber
nie die Ideen der Fairness, sei
es im Umgang mit den Kundinnen und Kunden, mit Lieferanten oder Arbeitskolleginnen und -kollegen. Deshalb
passt die Weisse Weste zur
BLKB, und wir stehen voll hinter der Aktion.
Regiofussball
28
az | Mittwoch, 10. August 2011
2. Liga regional
Gruppeneinteilung
FC Black Stars
BSC Old Boys
SC Münchenstein
AS Timau Basel
FC Amicitia Riehen
FC Arlesheim
SC Binningen
FC Birsfelden
FC Bubendorf
FC Pratteln
SV Sissach
FC Rheinfelden
SC Dornach
FC Concordia
Modus
Die 2. Liga regional besteht
aus 14 Mannschaften. Der
Gruppensieger ist Regionalmeister und steigt in die 2. Liga interregional auf. Die drei
Tabellenletzten steigen in die
3. Liga ab. Bei einem Absteiger aus der 2. Liga interregional steigen alle drei 3.-LigaGruppensieger auf. Bei keinem interregionalen Absteiger käme auch noch der beste Zweite zum Handkuss.
Congeli-Spieler Edon Basha (links) im Zweikampf mit Reinachs Ibraim Ibraimi.
NICOLE NARS-ZIMMER
Spielplan 2. Liga Nordwestschweiz.
1. Runde
13. August: Bubendorf - Sissach (18.00), Dornach
- Pratteln (18.30), Timau - Black Stars (19.00),
Concordia - Old Boys (19.30). – 14. August: Binningen - Münchenstein (10.15), 11:00 Arlesheim Rheinfelden (11.00), Amicitia - Birsfelden (13.00).
7. Runde
16. September: Timau - Dornach. – 20. September: Amicitia - Sissach, Concordia - Timau. –
21. September: Bubendorf - Arlesheim, Dornach
- Binningen, Pratteln - Birsfelden, Rheinfelden Black Stars, Old Boys - Münchenstein.
2. Runde
20. August: Sissach - Rheinfelden, Bubendorf Timau, Pratteln - Concordia (alle 18.00), Birsfelden - Dornach, Black Stars - Binningen (beide
19:00), Münchenstein - Amicitia (19.30). –
21. August: Old Boys - Arlesheim (13.00).
8. Runde
24. September: Sissach - Birsfelden, Bubendorf - Rheinfelden, Timau - Arlesheim, Black
Stars - Old Boys, Münchenstein - Pratteln. –
25. September: Binningen - Concordia, Amicitia - Dornach.
3. Runde
27. August: Rheinfelden - Old Boys, Concordia Birsfelden (beide 18.00), Timau - Sissach (19.00).
– 28. August: Binningen - Bubendorf (10.15),
Dornach - Münchenstein, Arlesheim - Pratteln
(beide 11.00), Amicitia - Black Stars (13.00).
9. Runde
1. Oktober: Rheinfelden - Timau, Pratteln - Black
Stars, Dornach - Sissach, Birsfelden - Münchenstein, Concordia - Amicitia. – 2. Oktober:
Arlesheim - Binningen, Old Boys - Bubendorf.
4. Runde
3. September: Bubendorf - Amicitia, Sissach Old Boys, Pratteln - Rheinfelden, Birsfelden Arlesheim, Timau - Binningen, Black Stars Dornach, Münchenstein - Concordia.
5. Runde
6.September: Arlesheim - Münchenstein, Amicitia - Timau. – 7. September: Dornach - Bubendorf, Binningen - Sissach, Rheinfelden Birsfelden, Old Boys - Pratteln, Concordia Black Stars.
6. Runde
10. September: Sissach - Pratteln, Bubendorf Concordia, Birsfelden - Old Boys, Black Stars Arlesheim, Münchenstein - Rheinfelden. – 11.
September: Binningen - Amicitia.
10. Runde
8. Oktober: Sissach - Münchenstein, Bubendorf
- Pratteln, Timau - Old Boys, Dornach - Concordia. – 9. Oktober: Binningen - Rheinfelden, Amicitia - Arlesheim, Black Stars - Birsfelden.
11. Runde
15. Oktober: Rheinfelden - Amicitia, Pratteln - Timau, Birsfelden - Bubendorf, Concordia - Sissach, Münchenstein - Black Stars. – 16. Oktober: Arlesheim - Dornach, Old Boys - Binningen.
12. Runde
22. Oktober: Binningen - Pratteln, Concordia Arlesheim, Sissach - Black Stars, Bubendorf Münchenstein, Timau - Birsfelden, Dornach Rheinfelden. – 23. Oktober: Amicitia - Old Boys.
13. Runde
29. Oktober: Rheinfelden - Concordia, Pratteln -
Amicitia, Birsfelden - Binningen, Black Stars Bubendorf, Münchenstein - Timau. – 30. Oktober: Arlesheim - Sissach, Old Boys - Dornach.
14. Runde
18. März: Sissach - Bubendorf, Black Stars - Timau, Münchenstein - Binningen, Birsfelden Amicitia, Pratteln - Dornach, Old Boys - Concordia, Rheinfelden - Arlesheim.
15. Runde
25. März: Rheinfelden - Sissach, Arlesheim - Old
Boys, Concordia - Pratteln, Dornach - Birsfelden, Amicitia - Münchenstein, Binningen Black Stars, Timau - Bubendorf.
16. Runde
1. April: Sissach - Timau, Bubendorf - Binningen, Black Stars - Amicitia, Münchenstein Dornach, Birsfelden - Concordia, Pratteln - Arlesheim, Old Boys - Rheinfelden.
17. Runde
11. April: Old Boys - Sissach, Rheinfelden Pratteln, Arlesheim - Birsfelden, Concordia Münchenstein, Dornach - Black Stars, Amicitia
- Bubendorf, Binningen - Timau.
18. Runde
15. April: Sissach - Binningen, Timau - Amicitia,
Bubendorf - Dornach, Black Stars - Concordia,
Münchenstein - Arlesheim, Birsfelden - Rheinfelden, Pratteln - Old Boys.
19, Runde
22. April: Pratteln - Sissach, Old Boys - Birsfelden, Rheinfelden - Münchenstein, Arlesheim Black Stars, Concordia - Bubendorf, Dornach Timau, Amicitia - Binningen.
20. Runde
29. April: Sissach - Amicitia, Binningen - Dornach, Timau - Concordia, Arlesheim - Bubendorf, Black Stars - Rheinfelden, Münchenstein Old Boys, Birsfelden - Pratteln.
21. Runde
6. Mai: Birsfelden - Sissach, Pratteln - Münchenstein, Old Boys - Black Stars, Rheinfelden Bubendorf, Arlesheim - Timau, Concordia - Binningen, Dornach - Amicitia.
22. Runde
13. Mai: Sissach - Dornach, Amicitia - Concordia, Binningen - Arlesheim, Timau - Rheinfelden
Bubendorf - Old Boys, Black Stars - Pratteln,
Münchenstein - Birsfelden.
23. Runde
20. Mai: Münchenstein - Sissach, Birsfelden Black Stars, Pratteln - Bubendorf, Old Boys - Timau, Rheinfelden - Binningen, Arlesheim - Amicitia, Concordia - Dornach.
24. Runde
23. Mai: Sissach - Concordia, Dornach - Arlesheim, Amicitia - Rheinfelden, Binningen - Old
Boys, Timau - Pratteln, Bubendorf - Birsfelden,
Black Stars - Münchenstein.
25. Runde
2. Juni: Black Stars - Sissach, Münchenstein Bubendorf, Birsfelden - Timau, Pratteln - Binningen, Old Boys - Amicitia, Rheinfelden - Dornach, Arlesheim - Concordia.
26. Runde
10. Juni: Sissach - Arlesheim, Concordia - Rheinfelden, Dornach - Old Boys, Amicitia - Pratteln,
Binningen - Birsfelden, Timau - Münchenstein.
Mittwoch, 10. August 2011 | az
2. Liga regional
29
Einer gegen alle, alle gegen Congeli
2.Liga regional Concordia wird zum Regionalliga-FCB und damit zum Gejagten
die letzte Saison mit dem zweiten
Platz im Cup und in der Meisterschaft erst noch verdaut werden
muss. Hinter diesen vier Teams
tummeln sich die zweiten Mannschaften der Old Boys, Dornachs
und der Black Stars. Wobei man
ein Team nicht vergessen darf:
den ungeschlagenen Aufsteiger
aus Bubendorf. 62 von 64 möglichen Punkten haben die Kicker
von Hanspeter Stoll in der letzten
Saison geholt. Sie werden den
Durchmarsch von Therwil wohl
nicht nachahmen können, aber
ein Platz unter den ersten fünf ist
möglich.
VON PATRICK PENSA
Zwei Jahre sind vergangen seit der
Zwangsrelegation des FC Concordia aus der zweithöchsten Schweizer Spielklasse und dem Neustart
in der 2. Liga regional. Im ersten
Jahr durfte der Traditionsklub
nicht aufsteigen, im zweiten Anlauf scheiterte das junge Team mit
dem sechsten Schlussrang deutlich.
Jetzt soll alles anders werden:
Peter Schädler kehrt zurück und
ersetzt Samir Tabakovic an der Seitenlinie. Und auch daneben rührt
Congeli mit der ganz grossen Kelle
an: Mindestens zwölf Spieler kommen. Die meisten sind bei den
Blauen verwurzelt, haben bei Concordia ihre fussballerische Ausbildung genossen und in der Zwischenzeit auf 1.-Liga-Niveau gespielt. Die Ansage ist klar: der kleine Bruder des FC Basel will wieder
nach oben. Der Aufstieg in die 2. Liga interregional soll dabei nur die
erste Etappe sein.
Diese Begehrlichkeiten rufen
natürlich die Ligakonkurrenten
auf den Plan. Sie werden in den
Spielen gegen Concordia alles ge-
Haufen Glückseligkeit oder Häufchen Elend: Was wird Concordia Sissach wird kämpfen müssen
Aus der Ferne betrachtet wird
Ende Saison 2011/12 sein?
ANDREAS FROSSARD
das andere Ende der Tabelle wohl
ben. Was der FCB in der Super Dominic Castelli zu Congeli mit von Sissach, Birsfelden, MünchenLeague ist, wird Congeli in der Rückkehrer
Philippe
Becker stein und Pratteln bevölkert wer2. Liga regional sein: der Gejagte.
(Black Stars) und konnten das Ka- den. Eine Prognose, die sich auf
der erweitern. Die AS Timau (Vor- die dünnen Kader oder die Unerjahresvierter) scheint ebenfalls fahrenheit der Spieler stützt. Klar
Auch die Jäger verstärken sich
Auch bei den übrigen Teams stärker als noch 2010 und macht ist, dass es so deutlich abfallende
gibt es interessante Veränderun- keinen Hehl daraus, dass sie zu- Punktelieferanten wie Nordstern
oder Aesch in dieser Saison nicht
gen. Binningen sieht sich als ers- vorderst mitreden will.
Amicitia Riehen gehört weiter- geben wird. Die Meisterschaft
ter Herausforderer. Sie kompensieren den Abgang von Stürmer hin zu den Topteams, auch wenn kann beginnen.
Der König verlängert seine Amtszeit
bz Trophy Dank Stürmer
Dennis Uebersax blieb Amicitia Riehen wenigstens nicht
ganz ohne Titel. Er holte den
Torschützenkönigs-Hattrick.
VON PATRICK PENSA
«Einer der anderen zwei Titel wäre
mir lieber gewesen», sagt der Riehener Dennis Uebersax auf seinen
dritten bz-Trophy-Gewinn angesprochen. In der Meisterschaft abgefangen von Therwil, im Cup ausgebremst von der zweiten BlackMannschaft: Amicitia im Frust.
Doch auf Uebersax ist Verlass.
Trotz einer Verletzungspause
brachte es der Sportstudent auf
satte 32 Tore. Ein Wert, an dem
sich die Konkurrenz, und wohl
auch Uebersax selbst, in dieser
Saison die Zähne ausbeissen wird.
Obwohl der Stürmer natürlich
weiterhin möglichst viele Tore für
Amicitia schiessen will, steht für
ihn nicht die bz Trophy, sondern
der Basler Cup im Vordergrund.
Dort soll der Pokal nach zwei Jahren Absenz den Weg zurück auf
die Grendelmatte finden.
Wer stoppt die Regentschaft?
Anwärter auf die Thronfolge
kommen logischerweise von den
Spitzenteams. Dominic Castelli,
der im Trikot von Meisterschaftsfavorit Concordia antreten wird, laboriert gerade noch an einer Knieverletzung, wird aber zweifelsohne vorne dabei sein (letzte Saison
Platz 2). Gleich viele Tore wie Castelli erzielte im letzten Jahr auch
Antonio Viscusi, der für Timau
stürmt. Er musste sich jetzt schon
zweimal mit Platz zwei begnügen.
Nur einen Treffer dahinter platzierte sich Dario Oemeroglu von
Birsfelden. Ob der Routinier dies
wiederholen kann, ist zu bezweifeln, da es die Hafenstädter in diesem Jahr sehr schwer haben werden. Ebenfalls viel Erfahrung
bz Trophy
Die Gewinner seit 2000:
10/11 Dennis Uebersax
09/10 Dennis Uebersax
08/09 Dennis Uebersax
07/08 Philippe Becker
06/07 Ramon Krattiger
05/06 Kenan Oemeroglu
04/05 Gianluca Varano
03/04 Pascal Schweizer
02/03 Giuseppe Sciortino
01/02 Angelo D’Elia
00/01 Gianluca Varano
Amicitias Dennis Uebersax mit
«seinem» Pokal.
UWE ZINKE
bringt Binningen-Rückkehrer Philippe Becker mit. Er gewann die
Torschützenwertung der Basellandschaftlichen Zeitung in der
32
25
22
24
20
21
23
23
18
15
27
Saison 2007/08, bevor er in eine
höhere Liga aufbrach.
Zudem könnten sich bei den Aufsteigern noch Stürmerjuwelen verstecken. Hakki Oek von Münchenstein hat die Liga leider übersprungen und zu Allschwil gewechselt. Er
hätte am Thron von Uebersax rütteln können. Die Saison wird zeigen,
wer ein würdiger Nachfolger ist.
Oder ob der alte auch der neue Torschützenkönig ist.
30
Regiofussball
az | Mittwoch, 10. August 2011
«Ein Aufstieg wäre kompliziert»
FC Amicitia Riehen Auch diese Saison wird nicht vom Aufstieg gesprochen
VON EDOUARD BELINOVICH
Die Riehener konnten grundsätzlich mit den Leistungen in der vergangenen Saison zufrieden sein.
Neben dem zweiten Platz in der
Meisterschaft gelang auch der Einzug ins Finale des Basler Cups. Vor
allem über die Niederlage im Cupfinale habe sich die Mannschaft
aber sehr geärgert, erzählt Trainer
Marco Chiarelli. Dagegen hält sich
die Enttäuschung über den knapp
verpassten Aufstieg eher in Grenzen. «Sportlich wäre so ein Erfolg
sicher schön und viele Verantwortliche im Verein hätten den Aufstieg gerne mitgenommen», erklärt Chiarelli. «Aber ein Aufstieg
wäre auch kompliziert gewesen,
weil einige Spieler nicht bereit gewesen wären, die langen Reisen zu
den Auswärtsspielen in der 2.-Liga-interregional mitzumachen».
«Die Niederlage im
Cup schmerzte mehr
als der Nicht-Aufstieg.»
Marco Chiarelli, Trainer
Auch für die kommende Saison
ist nicht der Aufstieg das Ziel, sondern wieder eine Platzierung auf
den Rängen zwei bis vier. Chiarelli hält den FC Concordia für das
deutlich stärkste Team und sieht
seine Mannschaft deshalb nicht
in der Favoritenrolle.
Drei A-Junioren im Team
Was ist neu? Amicitia will in der
kommenden Saison noch mehr
auf die eigene Jugend setzen. Neben Danilsson Fernandes, der in
der Rückrunde der vergangenen
Saison bereits erste Einsatzzeiten
erhalten hat, stossen gleich vier
weitere A-Junioren in das Kader.
Dadurch sollen die zahlreichen Abgänge von Spielern aus der zweiten Reihe kompensiert werden.
Einzig den Abgang von Valentino
Fazio, der seit seiner Rückkehr im
Winter ein absoluter Leistungsträger bei den Riehenern war, bezeichnet Chiarelli als schwerwiegenden Verlust für sein Team. Dafür wird Rückkehrer Roman
Aeschbach vom SC Dornach das
Team verstärken. Vom technisch
versierten Offensiv-Allrounder erhofft sich Marco Chiarelli sehr viel.
FC Amicitia Riehen. Hinten (von links): Milan Vujasinovic, Aris Arslani, Dercio Ramos, Danilsson
Fernandes, Fabio Nocera, Alessandro Akarsel, Roman Aeschbach. – Vorne: Nicola Gassmann,
Sandro De Giuseppe, David Heutschi, Andreas Vetter ( Assistenztrainer), Marco Chiarelli (Trainer),
Marco Allenbach, Lorenz Mitrup, Benedikt Bregenzer. – Es fehlen: Yannick Thommen, Giuseppe
Buccafurni, Brian Müller, Dennis Uebersax, Dario Cosic, Gianni Saracista, Jonas Gysel, Giuseppe
Di Iorio (Torhütertrainer).
AESCHBACH/SPORTIVES.CH
bz-Tipp: 4. Rang
Die zwei gewichtigen Abgänge konnten durch die beiden
Rückkehrer ersetzt werden.
So ist dem eingespielten
Team eine ähnlich starke Saison wie letztes Jahr zuzutrauen. Die Luft an der Spitze
wird aber dünner, deswegen
nur Rang vier. (BZ)
Auch Dominik Kurt, der Stammtorwart der vergangenen Spielzeit, hat den Klub im Sommer verlassen. Mit Marco Allenbach, der
nach seinem einjährigen Intermezzo beim SV Muttenz ebenfalls
an die Grendelmatte zurückkehrt,
wurde aber bereits ein adäquater
Ersatz verpflichtet.
Die beiden Rückkehrer kennen
die Mannschaft und sollten keine
grösseren Schwierigkeiten haben,
sich ins Team zu integrieren. Sollte Stürmer Dennis Uebersax diese
Saison genau so treffsicher sein
wie in den letzten Jahren, so wird
der FC Amicitia sicher wieder
ganz vorne mitmischen.
FC Amicitia Riehen. Kader 2011/12
Torhüter
1 Marco Allenbach
12 David Heutschi
Abwehrspieler
2 Dercio Ramos
4 Yannick Thommen
6 Benedikt Bregenzer
9 Alessandro Akarsel
15 Aris Arslani
23 Lorenz Mietrup
Zuzüge
24 N. Gassmann
Mittelfeldspieler
5 Sandro De Giuseppe
20 Jonas Gysel
7 Giuseppe Buccafurni 21 R. Aeschbach
10 Brian Müller
13 Milan Vujasinovic
14 Danilsson Fernandes
16 Fabio Nocera
Stürmer
17 Dennis Uebersax
22 Dario Cosic
Gianni Saracista
Trainer: Marco Chiarelli
Assistent: Andy Vetter
Torwarttrainer: Giuseppe Di Iorio
Aeschbach kehrt nach
Riehen zurück
Marco Allenbach (Muttenz),
Roman Aeschbach (Dornach),
Alessandro Akarsel, Fabio
Nocera, Jonas Gysel, Gianni
Saracista (alle A-Junioren).
Abgänge
Fazio versucht sein
Glück in der 1. Liga
Valentino Fazio (Dornach),
Dominik Kurt (unbekannt),
Mirkan Akarsel, Andy Kohler
(beide Old Boys II), Luca
Köchlin (Rücktritt), Sascha
Hassler (unbekannt).
Mittwoch, 10. August 2011 | az
2. Liga regional
31
Aufstieg ohne Streller und Huggel
FC Arlesheim Der Aufsteiger versucht sein Glück mit nur wenigen Änderungen im Team
VON MICHEL BIEDERT
Nach mehrjähriger Abwesenheit
in der 2. Liga konnte sich der FC
Arlesheim souverän als Leader der
3. Liga Gruppe 3 für die höhere
Spielklasse qualifizieren. Schon
drei Runden vor Ende der Meisterschaft war der Aufstieg unter Dach
und Fach. Dementsprechend gross
ist auch die Euphorie im Verein,
obwohl keine Spieler vom Kaliber
eines Marco Streller oder Benjamin Huggel mehr in der Mannschaft sind, wie dies bei den letzten Aufstiegen der Fall war.
Der Trainer, Markus Zeller, sieht
das Ganze realistisch: «Wir konnten die Aufstiegs-Mannschaft praktisch zusammenhalten, das garantiert Kontinuität. Unser Ziel ist aber
ganz klar der Klassenerhalt.» Nur
zwei Zuzüge stehen einem Abgang
gegenüber. Vom FC Allschwil konnten die Birstaler Roderick Föll verpflichten, welcher schon in höheren Ligen gespielt hat und die Defensive verstärken soll. Mit seiner
FC Arlesheim. Hiinten (von links): Andy Halblützel, Marc Geiser, Marco Wyss, Marc Zanini. – Mitte:
Erfahrung könnte er ein ganz wichOliver Freiburghaus (Assistenztrainer), Sven Wirz, Stefano Lucchi, Roderick Föll, Rudmitch Maita,
tiger Spieler für die Mannschaft
Markus Zeller (Trainer). – Vorne: Andreas Schaerli, Sandro Wiesendanger, Michel Roth, Vinzenz
Wyss. – Es fehlen: Serdar Bektas, Joakim Schibler, Michael Kilchherr, Yves Kissling, Marc Perret,
Fabian Roth, Ömer Pinar, Mory Kaba, Benedikt Wyss und Claude Schmidlin.
MICHEL BIEDERT
«Wir konnten die
Mannschaft praktisch
zusammenhalten, das
garantiert Kontinuität.»
Markus Zeller, Trainer
bz-Tipp: 13. Rang
Es wird sich zeigen, wie gut
sich die Mannschaft in der
höheren Liga schlagen wird.
Realistisch ist wohl ein Platz
im hinteren Teil der Tabelle.
Die Redaktion glaubt sogar,
dass der FC Arlesheim der
schwächste Aufsteiger sein
wird. (BZ)
werden. Der zweite Zuzug, Michael
Kilchherr, kommt vom FC Reinach
und folgt somit diversen anderen
Spielern sowie dem Assistenztrainer, Oliver Freiburghaus, welche
schon eine Saison zuvor ans andere
Birsufer gewechselt haben. Lediglich Fabio Heuss konnte man nicht konnten ihre Ferien nicht so behalten. Er spielt neu für den FC ziehen wie geplant, sodass wir unConcordia Basel.
sere Vorbereitungsspiele eigentlich nie in Bestbesetzung antreten
konnten», erklärt Zeller. Deshalb
Ehemalige auf Abruf
«Diverse Spieler der Aufstiegs- fehlen auch mehrere Spieler auf
mannschaft trainieren jetzt bei dem Mannschaftsfoto. Er ist aber
den Senioren. Bei Bedarf kann ich trotzdem überzeugt, dass sein
aber weiterhin auf sie zählen», so Team zum Saisonauftakt bereit
Zeller. Gespannt darf man sein, ob sein wird für die Mission «Klassendie Spielkultur, welche den FCA erhalt». Die Unterstützung des
zum Aufstieg führte, auch in der Vorstandes und des ganzen Vereihöheren Liga bestand hat. Die ver- nes haben sie auf alle Fälle und
bleibenden Routiniers hoffen, dass mit der schönen Sportanlage hasie ihre Erfahrung den jungen ben sie auch die Grundvoraussetzung, um optimal trainieren und
Spielern weitergeben können.
Die Vorbereitung verlief ein we- sich auch optimal vorbereiten zu
nig durchzogen. «Viele Spieler können.
FC Arlesheim. Kader 2011/12
Torhüter
1 Sandro Wiesendanger
20 Michel Roth
Abwehrspieler
2 Andy Halblützel
3 Serdar Bektas
4 Marc Zanini
6 Marco Wyss
11 Joakim Schibler
14 Vinzenz Wyss
Mittelfeldspieler
5 Michael Kilchherr
7 Maita Rudmitch
13 Stefano Lucchi
15 Fabian Roth
16 Marc Perret
17 Marc Geiser
Zuzüge
18 Roderick Föll
Routinier Föll kommt
von Allschwil
Roderick Föll (Allschwil), Michael Kilchherr (Reinach).
19 Ömer Pinar
21 Yves Kissling
Stürmer
8 Andreas Schaerli
9 Mory Kaba
10 Benedikt Wyss
12 Claude Schmidlin
Trainer: Markus Zeller
Assistent: Oliver Freiburghaus
Sportchef: Andreas Wiesendanger
Abgänge
Heuss will sich bei
Concordia durchsetzen
Fabio Heuss (Concordia).
32
Regiofussball
az | Mittwoch, 10. August 2011
Im Windschatten des Favoriten
SC Binningen Nach dem Umbruch will das Team die Leistung der letzten Saison bestätigen
VON YORICK TANNER
Der Rückblick auf die vergangene
Spielzeit erlaubt es den Binningern, mit Zuversicht in die kommende Saison zu starten. Das vor
Jahresfrist fast gänzlich neu geformte Team vermochte mit vielen Nachwuchsspielern von Anfang an gut mitzuhalten und
schloss die Vorrunde gar als Tabellenerster ab. Der dritte Rang,
den die Unterbaselbieter nach Saisonende belegten, war denn auch
keine Selbstverständlichkeit, zumal man einer derart neu geformten Mannschaft durchaus eine gewisse
Anlaufzeit
zugestehen
muss, bis sich die Automatismen
im Teamgefüge entwickeln.
Auf diese Saison hin können die
Binninger nun einen Trumpf ausspielen, der ihnen in der letzten
Spielzeit gefehlt hat: Die personelle
Konstanz, welche es erlaubt, auf der
Basis des geschaffenen Fundamentes das Team weiter zu festigen. So
wird aus dem Überraschungsteam
der letzten Saison ein Anwärter für
die vordersten Tabellenränge. Zwar
«Mit Fahredin Zikolli
und Philippe Becker
haben wir zwei Neuzuzüge, welche viel
Routine mitbringen.»
Alain Burger, Trainer
hütet sich Trainer Alain Burger, eine
Rangplatzierung als Zielvorgabe zu
nennen, aber klar ist für ihn: «Wir
wollen besser werden!» – nach dem
dritten Rang der letzten Saison eine deutliche Ansage. Trotzdem
steht der Aufstieg vorerst nicht im
Vordergrund. Priorität hat für Burger der Aufbau eines Teams, welches im Windschatten des favorisierten Concordia in der Saison
2012/13 das Projekt Aufstieg in Angriff nehmen kann.
Zwei Teamstützen gehen
Dabei will Burger den letzte Saison eingeschlagenen Weg fortsetzen und immer wieder jungen
Spielern Einsatzmöglichkeiten geben. Trotzdem ist man bemüht, die
Balance zwischen jungen und erfahrenen Kräften zu wahren – dies
umso mehr, als mit Dominic Castelli und Ralph Sprunger zwei etab-
SC Binningen. Hinten (von links): Giuseppe De Fregias, Lukas Berger, Aldin Catic, Francesco Biafora, Dominik Buder. – Mitte:Thomas Bünter (Sportchef), Alain Burger (Trainer), Bojan Lukac, Silvano Früh, Philippe Becker, Philippe Rüegsegger, Daniel Jermann (Goali-Trainer), Urs Suter
(Coach). – Vorne: Mark Pfändler, Yannick Spinnler, Anton Begic, Sandro Meier, Sazan Mustafi, Muhamet Iseni. – Es fehlen: Yves Winkler (Assistent), Angela Pöpelt (Masseurin), Pascal Herger, Marius Affentranger, Lucas Formoso, Janic von Arx, Corsin Schmid, Matthieu Gausselan, Fahredin Zikolli, Aleksandar Rosic, Fabio Guercio.
ZVG
bz-Tipp: 2. Rang
Das im letzten Jahr neu geformte Team, welches mit
dem dritten Rang überzeugte, kann ohne das Handicap
der fehlenden Eingespieltheit
antreten. Wenn die Abgänge
im Sturm kompensiert werden können, wird Binningen
ganz vorne mithalten. (YOT)
lierte Offensivkräfte das Team verlassen haben. Trainer Burger bedauert dies zwar, zeigt sich aber
trotzdem zuversichtlich: «Mit
Fahredin Zikolli und Philippe Becker haben wir zwei Neuzuzüge,
welche viel Routine mitbringen,
und erfahrene Defensivspieler wie
Marius Affentranger oder Lucas
Formoso bleiben uns erhalten.»
Zweifellos verliert der SC Binningen mit Castelli und Sprunger
zwei wichtige Teamstützen, aber
nach dem grossen Umbruch der
letzten Saison scheint auch diese
Schwierigkeit überwindbar, da
die Kontinuität diesmal ansonsten gewahrt bleibt.
SC Binningen. Kader 2011/12
Torhüter
1 Anton Begic
29 Sandro Meier
Abwehrspieler
4 Matthieu Gausselan
5 Lukas Formoso
12 Marius Affentranger
15 Lukas Berger
19 Aleksandar Rosic
22 Fabio Guercio
Mittelfeldspieler
2 Yves Winkler
6 Dominik Buder
7 Corsin Schmid
8 Pascal Herger
9 Silvano Früh
10 Fahredin Zikolli
Stürmer
11 Philippe Becker
13 Francesco Biafora
18 Giuseppe De Fregias
21 Bojan Lukac
Trainer: Alain Burger
Assistent: Yves Winkler
Coach: Urs Suter
Zuzüge
23 Muhamet Iseni
14 Mark Pfändler
16 Adlin Catic
17 Sazan Mustafi
20 Janic von Arx
80 Y. Spinnler
Becker und Zikolli
kommen von Black
Matthieu Gausselan (Old
Boys II), Fahredin Zikolli, Philippe Becker (beide Black
Stars), Adlin Catic (Concordia), Sazan Mustafi (Amicitia
Riehen), Francesco Biafora,
Dominik Buder, Guiseppe De
Fregias (alle A-Junioren).
Abgänge
Stürmer Castelli wird
Binningen fehlen
Dominic Castelli (Concordia),
Ralph Sprunger (SchwarzWeiss), Janosch Martens, Ruben Schneider (beide Pause),
Eser Senpinar (Münchenstein), Arif Dal (unbekannt).
Mittwoch, 10. August 2011 | az
2. Liga regional
33
Birsfelden bleibt eine Dorfmannschaft
FC Birsfelden Die Hafenstädter wollen nicht mehr in Abstiegsgefahr geraten
VON GEORGES KÜNG
«Als ich gegen Ende der letzten
Spielzeit einmal alle Spielerpässe
durchgegangen bin, habe ich festgestellt, dass 22 von den 27 eingesetzten Akteuren das FussballABC beim FC Birsfelden erlernt
haben». Der dies sagt, heisst André Haefliger, ist selber Birsfelder
und Trainer des Sternenfeld-FCB.
Was viele Konkurrenten predigen
(Einbau von eigenen Junioren),
wird in «Blätzbums» vorgemacht.
Kaum ein regionaler Zweitligist,
der so viele Aktive aufweist, die in
Birsfelden – gemeinsam – zur
Schule gegangen sind, zusammen
im FC begannen und weiterhin in
der Gemeinde wohnen.
«Die letzte Saison war nicht befriedigend. Nach sechs Runden
waren wir Leader. Dann folgte eine Niederlagen-Serie und wir
mussten bis zuletzt auf den drittletzten Rang schauen», erinnert
sich der Bauführer an eine Spielzeit, die mehr als durchzogen
war. In der Tat wies Birsfelden zuletzt nur drei Punkte Reserve auf
den Drittletzten FC Reinach auf.
«Mit Athletik, Disziplin, Ordnung und
Teamgeist kann man
viel erreichen.»
André Haefliger, Trainer
Veränderungen hat das Kader
kaum erfahren. Auf einen Zuzug
darf man jedoch gespannt sein.
Mit Frantisék Fiam ist ein Slowake
in die Nordwestschweiz arbeiten
und wohnen gekommen, der viel
Fussball in den Füssen haben soll.
Ansonsten wird Birsfelden, das seinen Spielern absolut keine Spesen
zahlt, dafür eine Punkteprämie in
die Mannschaftskasse gibt, auf seine bewährten Kräfte vertrauen.
Dominik Hürner ist ein starker
Rückhalt, das Mittelfeld eingespielt und vorne sollen die Oemeroglu-Brüder für Musik sorgen.
Haefliger fordert Disziplin
«Mit Athletik, Disziplin, Ordnung und Teamgeist kann man in
der 2. Liga regional viel erreichen.
Ich will keine Individualisten, sondern eine Mannschaft, die das vorsetzt, was wir trainieren», so Haef-
FC Birsfelden. Hinten (von links): André Haefliger (Trainer), David Von Euw, Joshua Strub, Roberto
Vigliano, Pascal Borgeaud, Valerio Ronchi, Raphael Nemeth, Kevin Pfulg (Material). – Vorne: Dario
Oemeroglu, Kenan Oemeroglu, Ozan Oeztürk, Dominik Hürner, Patrick Sutter, Dominic Denicola,
Dario Vigliano. – Es fehlen: Michael Nef, Marco Manna, Thomas Lutz, Pajazit Bajrami, Patrick Nestler, Safak Bektas, Bejtula Jasari, Vulkan Ibisoski, Frantisék Fiam, Jonathan Mereiles, Adnan Isaki,
Reto Graf.
ALAN HECKEL
bz-Tipp: 12. Rang
Heuer dürften sichere Absteiger wie es Nordstern und
Aesch in der Saison 2010/11
waren, fehlen. Im Optimalfall
wird Birsfelden einen hohen
einstelligen Tabellenplatz erreichen. Realistischer ist,
dass der «kleine» FCB unter
dem Strich landet. (BZ)
liger. Und der langjährige Aktive
will auch Disziplinlosigkeiten unterbinden. «In der letzten Saison
gab es zu viele Platzverweise.
Praktisch keiner wegen Tätlichkeiten oder Notbremse-Fouls, sondern wegen Reklamieren und stupiden Fouls», ärgert sich der gebürtige Innerschweizer.
Das Training begann bereits
am 12. Juli, wiewohl sehr viele
Spieler noch in den Ferien weilten. Dreimal wöchentlich bittet
Trainer Haefliger sein Personal
zum Training. In der Hoffnung,
dass «wir uns in allen Belangen
verbessern und eine bessere Platzierung erreichen».
FC Birsfelden. Kader 2011/12
Torhüter
1 Dominik Hürner
29 Patrick Sutter
Abwehrspieler
2 Joshua Strub
4 Michael Nef
5 Marco Manna
6 Thomas Lutz
7 Pajazit Bajrami
8 David von Euw
Mittelfeldspieler
9 Vulkan Ibisoski
11 Frantisék Fiam
14 Jonathan Mereiles
15 Adnan Isaki
16 Raphael Nemeth
20 Reto Graf
50 Ozan Oeztürk
19 Patrick Nestler
21 Safak Bektas
23 Bejtula Jasari
Zuzüge
Unbekannter Slowake
im Aufgebot
Frantisék Fiam (Slowakei),
Jonathan Mereiles (A-Junioren), Patrick Sutter (2. Mannschaft).
22 D. Denicola
25 P. Borgeaud
Stürmer
10 Dario Oemeroglu
12 Roberto Vigliano
17 Kenan Oemeroglu
Trainer: Andy Haefliger
Torhütertrainer: Roland Muchenberger
Masseur: Carmine Brodbeck
Abgänge
Drei Spieler pausieren
vorübergehend
Fabio Di Cuiccio (Bottechia),
Sandro
Falletta,
Kendim
Mehmeti (beide Pause), Manuel Notz (Militär).
34
Regiofussball
az | Mittwoch, 10. August 2011
Viele Junge beim Cupsieger
FC Black Stars Die zweite Black-Mannschaft kämpft um den Klassenerhalt
VON NICOLAS LURATI
Gewinn des Basler Cups, Aufstieg
aus der 3. Liga als bester Gruppenzweiter – das «Farmteam» des FC
Black Stars kann auf eine äusserst
erfolgreiche Spielzeit 2010/2011
zurückblicken. Doch angekommen in der regionalen 2. Liga wird
es für die Schwarzsterne natürlich
schwierig bis unmöglich, die vergangene Saison zu wiederholen,
denn die Gegner sind logischerweise besser. Zudem ist das Team
extrem unerfahren: Beinahe ein
Dutzend Akteure sind noch nicht
einmal 21 Jahre alt, ein Wert, der
selbst für die fünfthöchste Spielklasse aussergewöhnlich ist.
Dazu kommt noch, dass zwei
der erfahrensten Spieler, nämlich
die Gebrüder Faik und Fahredin Zikolli, den Verein verliessen. Einer
der wenigen verbliebenen Routini-
«Ich bin mir sicher,
dass wir einige Überraschungserfolge werden feiern können.»
Antonio Spagnolo, Trainer
ers ist Spielertrainer Antonio Spagnolo. Der 34-Jährige sieht sich jedoch mehr an der Seitenlinie denn
auf dem Spielfeld: «Ich werde nur
im absoluten Notfall einspringen.
Wenn immer es anders geht, lasse
ich den Jungen den Vortritt.»
Verantwortung bei Jungen
Diese Jungen werden auch in
der neuen Saison das Gerüst der
Mannschaft bilden: An vorderster
Front wirbeln die Goalgetter Shqiprim Salihi und Zafer Dagdelen.
Zudem wird auch viel von Almedin Hasanic und dem noch nicht
ganz fitten Avdil Krasniqi, beide
neu von Black I zur zweiten Mannschaft gestossen, erwartet. Zusammen mit Ex-Concordia Akteur Emrah Ekin und Blerim Ameti tragen
die vorhin Genannten die Hauptlast der Verantwortung auf ihren
Schultern. Doch Antonio Spagnolo
traut seinen Schützlingen zu, diesem Druck standzuhalten und ihren Rollen gerecht zu werden:
«Viele Spieler haben letzte Saison
eine sehr gute Entwicklungsphase
durchgemacht, daher traue ich der
hungrigen Truppe einiges zu. Ich
FC Black Stars (beim Basler Cup-Final). Hinten (von links): Arben Buini, Zilkaid Ajariovic, Ivo Reichlin, Steven Ruppelt, Blerim Ahmeti, Ahmet Catar, Shqiprim Salihi, Pierre Mendy, Fahredin Zikolli,
Ali Cemal, Vahit Karadeniz, Shair Hasim, Niklaus Kaufmann (Assistent), Antonio Spagnolo (Spielertrainer). – Vorne: Faik Zikolli, Bujar Murati, Tamer Saydam, Thierry Schweizer, Sinan Sahinbay,
Tobias Kaufmann, Teodor Spitin, Kerim Colin, Alessandro Stebler, Talar Bangazzi, Bekim Jasarevic, Alisha Gatti (Pflege).
LIPS/ZVG
bz-Tipp: 8. Rang
Wegen der mangelnden Erfahrung der jungen Akteure
wird Black um den Klassenerhalt kämpfen. Dank der
ersten Mannschaft, aus der
bei Bedarf Verstärkung geholt werden kann, sollte dieser aber zu bewerkstelligen
sein. (NL)
bin mir sicher, dass wir einige
Überraschungserfolge werden feiern können», so der ehemalige 1.Liga-Spieler des SC Dornach,
«doch es wird keine einfache Saison, denn vor allem unser Startprogramm ist extrem schwierig.»
Tatsächlich erwarten Black
gleich zu Beginn der Meisterschaft mit der AS Timau, dem SC
Binningen und Amicitia Riehen
einige happige Brocken. Vielleicht
liegen aber bereits gegen diese
Kontrahenten dank des Schwungs
eines Aufsteigers kombiniert mit
der Unbekümmertheit der jungen
Spieler die von Spagnolo angesprochenen Überraschungen drin.
FC Black Stars. Kader 2011/12
Torhüter
Tobias Kaufmann
Luca Rombaldoni
Abwehrspieler
Axhi Ademaj
Can Agdas
Sedat Aydin
Mario Forgione
Tobias Heizmann
Murat Karaca
Mittelfeldspieler
Yasin Birol
Ahmet Catar
Emrah Ekin
Almedin Hasanic
Pierre Mendy
Ivo Reichlin
Zuzüge
Avdil Krasniqi
Comte Morales
Sinan Sahinbay
Antonio Spagnolo
Alessandro Stebler
Shqiprim Salihi
Stürmer
Blerim Ameti
Zafer Dagdelen
Bujar Murati
Steven Ruppelt
Spielertrainer: Antonio Spagnolo
Assistent: Niklaus Kaufmann
Sportchef: Peter Faé
Drei Spieler kommen
aus der 1. Mannschaft
Yasin Birol (Reinach), Emrah
Ekin (Concordia), Luca Rombaldoni (Dinamo), Agdas
Can, Almedin Hasanis, Avdil
Krasniqi (alle 1. Mannschaft),
Axhi Ademaj, Zafer Dagdelen, Mario Forgione (alle AJunioren).
Abgänge
Fahredin Zikolli
verstärkt Binningen
Baris Temur (Münchenstein),
Faik Zikolli (Rot-Weiss Lörrach), Fahredin Zikolli (Binningen), Ismail Kormaz (Türgücü), Patrick Oehler (Concordia), Lirim Hoti (Rücktritt).
Mittwoch, 10. August 2011 | az
2. Liga regional
35
Der ungeschlagene Aufsteiger
FC Bubendorf Nach 40 Jahren sind die Oberbaselbieter in der richtigen Liga angekommen
VON GEORGES KÜNG
Der Neuling erreichte in der letzten
Drittliga-Saison 64 von 66 möglichen Punkten. Er schoss in 22 Partien 91 Tore und erhielt nur 17 Gegentreffer. Diese Zahlen belegen,
dass dieses Team wohl in der «falschen» Liga gespielt hat. Und mit
gutem Gewissen darf man heuer
sagen: Nach vier Jahrzehnten ist
dieser FC Bubendorf in der richtigen Spielklasse angekommen.
Doch Hanspeter Stoll, der Trainer des Oberbaselbieter FCB, relativiert das Gestern. «Was war, ist
nicht mehr von Bedeutung. Wir
haben vor der 2. Liga grossen Respekt. Und auf uns wartet eine hohe Herausforderung», so der Sportlehrer, der in seine zweite Amtszeit als Übungsleiter geht. Auch
Philippe Brügger, der den Verein
seit einem Jahrzehnt präsidiert,
will keine Luftschlösser bauen,
sondern steht symbolisch für Konstanz und Kontinuität. «In der 2. Liga ist die Spielintensität und das
FC Bubendorf. Hinten (von links): Tobias Wahl, Pius Kaderli, Andreas Käser, Olaf Wahl, Martin BürTempo höher, die Zweikämpfe gifgin. – Mitte: Peter Weibel (Coach), Philippe Brügger (Präsident), Nico Simon, Nicola Bruegger, Nicola
tiger und die Liga wird ausgegliWerder, Matthias Wahl, Noah Ulrich, Hanspeter Stoll (Trainer). – Vorne: Timo Haller, Janis Wyss, Oliver Korn, Simon Imhof, Kay Sanvito, Moreno Branca, Filipe Texeira. – Es fehlen: Kerim Hanafi, Diego
Stoll, Philipp Ramushi, Yannick Gruel, Sandro Mundschin.
PATRICK PENSA
«Was war, ist nicht
mehr von Bedeutung.
Wir haben vor der 2. Liga grossen Respekt.»
Hanspeter Stoll, Trainer
bz-Tipp: 7. Rang
Ein Blick aufs Kader zeigt,
dass viel Erfahrung und Klasse vorhanden sind. Bubendorf wird zweifelsohne für
Spektakel sorgen. Die Konkurrenz schläft aber ebenfalls
nicht. Deswegen gibt es in
der ersten Saison einen Mittelfeldplatz. (BZ)
chen sein. Im letzten Jahr hatten
wir in der 3. Liga zu viele Matches,
wo der Ausgang schon vor dem
Anpfiff feststand», erklären Brügger und Stoll unisono. Und der
Trainer fügt an: «Wichtig ist, dass
wir uns in dieser 2. Liga etablieren
können. Dann steht der Klub vor dorf zu dem, was man einen gesuneiner guten Zukunft».
den Verein nennt.
Dass die Heimpartien auf
Kunstrasen ausgetragen werden,
Rücktritt der Tschopp-Brüder
Die Mannschaft erfuhr nur ge- mag ein Vorteil sein, denn «wir
ringfügige Veränderungen. Der pflegen einen technischen FussRücktritt der Tschopp-Gebrüder ball», wie Trainer Stoll anführt.
wurde mit dem Einbau von vier Und als der Journalist gewisse ParNachwuchstalenten kompensiert. allelen zum FC Therwil – der in eiNatürlich hat es im Kader einige Ak- nem Zug von der 3. Liga in die 2.
teure, die einst «höher» gespielt ha- Liga inter aufgestiegen ist – sehen
ben. Aber es sind Spieler, die bei Bu- will, muss der Trainer lachen.
bendorf das Fussball-ABC erlernt ha- «Bleiben wir realistisch. Primäres
ben und wieder zum Stammverein Ziel ist der Ligaerhalt und eine
zurückgekehrt sind. Ein gesunder Schlussklassierung im Mittelfeld»,
Unterbau, eine starke Nachwuchs- lacht Stoll. Diese typische BaselbieAbteilung sowie Rückhalt in der Be- ter Bodenständigkeit ist auch ein
völkerung machen den FC Buben- Teil des Erfolges des FC Bubendorf.
FC Bubendorf. Kader 2011/12
Torhüter
1 Kerim Hanafi
20 Oliver Knorn
Abwehrspieler
2 Matthias Wahl
3 Pius Kaderli
7 Nicola Werder
11 Simon Imhof
13 Noah Ulrich
16 Olaf Wahl
Mittelfeldspieler
4 Philipp Ramushi
5 Nicola Bruegger
6 Diego Stoll
12 Moreno Branca
14 Timo Haller
18 Martin Bürgin
Stürmer
8 Andreas Käser
9 Yannick Gruel
10 Tobias Wahl
15 Filipe Texeira
Trainer: Hanspeter Stoll
Assistent: Alex Pfirter
Coach: Peter Weibel
22 Kay Sanvito
19 Nico Simon
Zuzüge
Junges Blut verstärkt
den Aufsteiger
Nicola Bruegger, Andreas Käser, Kay Sanvito, Sandro
Mundschin (alle Nachwuchs),
Filipe Teixeira (SVS-Portugiesen).
21 S. Mundschin
Abgänge
17 Janis Wyss
Verdiente Kräfte
ziehen sich zurück
Nicolas Bieri, Marco Tschopp
(beide
Rücktritt),
Patrick
Tschopp (2. Mannschaft).
36
Regiofussball
az | Mittwoch, 10. August 2011
Nicht weniger als der Aufstieg
FC Concordia Basel Ein älteres Team und ein altbekannter Trainer sollen es richten
VON JEREMY WEILL
Wieder einmal heisst es für den
Basler Traditionsklub: «Nur der
Aufstieg zählt!» Eine Übergangssaison nach dem Abstieg aus der
Challenge League sowie eine Saison, in der nicht alles so lief wie
vorgestellt, sind passé. «Es war
keine verpatze Saison, das Team
war schlicht und einfach zu
jung», sagt Sportchef Reto Fluri.
Es sei schwer, mit einer Mannschaft, dessen Altersdurchschnitt
knapp über 18 liegt, in dieser
kampfbetonten Liga zu bestehen.
Deshalb hat man für dieses
Jahr Konsequenzen gezogen. Der
erfahrene Peter Schädler übernimmt das Zepter von Samir Tabakovic und versucht gleich erfolgreich zu sein, wie bereits vor
zehn Jahren, als er mit Concordia
«Ziel ist es, so schnell
wie möglich in die
1. Liga zu kommen.»
FC Concordia. Hinten (von links):David Sprecher, Dario Salerno, Almin Mislimovic, Fabio Heuss,
Filip Golubovic, Eric Trautzl. – Mitte: Camillo Bonventre (Assistenztrainer), Vladimir Djurdjevic
(Pflege), Reto Fluri (Sportchef), Fabio Puglisi, Marco Ammann, Michael Eggenberger, Alois Ribeiro
Reto Fluri, Sportchef
Metz, Peter Schädler (Trainer), Andrés Willi (Coach). – Vorne: Dominic Castelli, Dersu Heri, Cyrill
Gloor, Sven Ramseyer, Stefano Antonio Vetorrazzi Benetti. – Es fehlen: Yannik Rahmen, Leandro
in die damalige NLB aufgestiegen
Stasi, Dogan Fatih, Cüneyt Eksi, Valentin Aschwanden.
PATRICK PENSA
ist. «Es ist der Reiz bei einem ambitionierten Verein zu arbeiten,
denn ich muss hier nicht bloss
bz-Tipp: 1. Rang
FC Concordia. Kader 2011/12
das Team ‹verwalten›, sondern
aufsteigen.» Auch habe er bei ConMit neuem Trainer und neuTorhüter
geli bereits eine tolle Zeit erlebt.
en Spielern hat Congeli wie- Dersu Heri
Zuzüge
Im Gegensatz zu seinem Vorder einmal mächtig aufge- Sven Ramseyer
gänger hat Schädler schon Teams
rüstet. Aber im Gegensatz zu
Ein komplettes Team
in der NLB und der 1. Liga traiden letzten Jahren kommen Abwehrspieler
niert, während Tabakovic direkt
Marco Ammann (Schötz), Domiauch gestandene Spieler zu Cyrill Gloor
St. A. Vetorazzi B.
von den Concordia-Junioren kam.
nic Castelli (Binningen), Eksi Cüden Baslern. Alles andere Filip Golubovic
Die Unterschiede sieht Sportchef
neyt, David Sprecher (beide FCB
Fabio
Puglisi
als der Aufstieg wäre eine
Fluri im Menschlichen: «TabakU21), Dogan Fathi (Laufen), Cyrill
Alois Ribeiro Metz
Enttäuschung. (JWE)
ovic ist ein guter Trainer und hat
Gloor, Dersu Heri (beide Old
Dario Salerno
gute Arbeit geleistet. Auf der
Boys), Fabio Heuss (Arlesheim),
Eric Trautzl
kommunikativen Ebene liegt Pe- lich bei höher klassierten VereiYannick Rahmen (Allschwil), Aloter Schädler allerdings noch ei- nen. Peter Schädlers Mittel ist die Mittelfeldspieler
is Ribeiro Metz (BRA), Stefano
David Sprecher
nen Schritt voraus.» Schädler ist Mischung zwischen Jung und Alt, Marco Ammann
Vetorrazzi Benetti (Freiburg DE),
zudem ein bekannter Name im denn «das hat bisher bei Concor- Cüneyt Eksi
Valentin Aschanden (Liestal).
nationalen Fussball und pflegt gu- dia gefehlt.» Eine enge Zusam- Dogan Fathi
Abgänge
te Kontakte.
menarbeit mit dem FCB ist wei- Fabio Heuss
Almin
Mislimovic
terhin vorhanden. «Wir bleiben
Basha in die FCB U21
primär ein Ausbildungsverein. Yannick Rahmen
Mischung aus Alt und Jung
Edon Basha (FCB U21), Thomas
Diese Kontakte haben sich in Ziel ist es, so schnell wie möglich
Stürmer
Barca (OB), Nikola Caktas (Allden Transfers ausbezahlt. Mit rou- in die 1. Liga zu kommen.» Reto Valentin Aschwanden
schwil), Aldin Catic (Binningen),
tinierten Spielern wie Cyrill Gloor Fluris Begründung ist einfach: Dominic Castelli
Christian Donatiello, Roger Salaoder Dominic Castelli, die Super «So können wir die ehemaligen Michael Eggenberger
din (beide Gelterkinden), Andreas
League
respektive
Challenge Congeli-Spieler des FCB überneh- Leandro Stasi
Jeker (Laufen), Milos Milutinovic
League gespielt haben, soll dieses men, die es dort nicht in die U21
(Solothurn), Luan Nashimento
Jahr der Aufstieg erreicht werden. oder ins Fanionteam geschafft
(Schötz), Nikola Nikolic (Black
Rund zehn Spieler des letztjähri- haben.» Deshalb hat Concordia Trainer: Peter Schädler
Stars), Semir Bisevac, Yvan Budigen Kaders sind noch dabei, der alles unternommen, um in zwei Assistent: Carmillo Bonventre
mir, Murat Karaca (alle Ausland),
Coach: Andrés Willi
Rest spielte zuvor fast ausschliess- Jahren in der 1. Liga zu sein.
Manuel Brito (Pause).
Mittwoch, 10. August 2011 | az
2. Liga regional
37
Den «Dornach-Geist» verinnerlichen
SC Dornach Die zweite Mannschaft der Solothurner tritt mit einem neuen Gesicht an
VON NICOLAS LURATI
«Obwohl ich jetzt erst seit ein paar
Wochen bei Dornach bin, kommt
es mir vor, als wären es schon 5 Jahre», sagt Mirco Maissen, der neue
Innenverteidiger der Solothurner,
der zudem auch den Posten des Assistenztrainers bekleiden wird. «Ich
wurde von den Leuten im und um
den Verein sehr herzlich aufgenommen», so der Ex-Muttenzer,
«trotzdem darf auf keinen Fall der
Eindruck entstehen, dass ich im Bösen vom SVM gegangen bin. Ich
wollte nach 12 Jahren einfach einen Tapetenwechsel anstreben.»
Neben dem 33-Jährigen
wechselt auch sein jüngerer Bruder
Nicolas Maissen ins «Zwei» des SCD.
Der 26-Jährige kommt direkt von
der ersten Mannschaft in die 2.-Liga-regional-Equipe und wird wie
auch sein Bruder aufgrund seiner
Erfahrung in höheren Ligen eine
markante Verstärkung sein. Eben-
Fünf Spieler bilden
zusammen eine Achse, die zweifellos
1.-Liga-Niveau besitzt.
falls vom «Eins» kommt Ernes Hodzic und so entsteht zusammen mit
den Maissens sowie Fabian Dreier
und Berkan Irizik eine Achse, die
zweifellos 1.-Liga-Niveau besitzt.
Namhafte Abgänge kompensiert
Da das Team unter anderem mit
Rafat Abid, Amel Becirevic oder
auch Piero Spallino namhafte Abgänge zu verzeichnen hat, waren
die Verstärkungen dringend nötig,
um das Level zu halten. «Ich denke, wir sind etwa ähnlich stark einzustufen wie in der vergangenen
Spielzeit und daher ist das Saisonziel wieder das gleiche, also ein
Platz in der oberen Tabellenhälfte», meint SCD-Sportchef Pascal
Burger, der bis vor kurzem auch
noch Interimstrainer in Personalunion war. Vor wenigen Tagen
konnte in Andreas Radovic jedoch
ein Nachfolger für Marco Cecere,
den letztjährigen Mann an der Seitenlinie, gefunden werden.
Mindestens genauso wichtig
wie die positiven Resultate ist für
Burger aber auch das Verinnerlichen des «Dornach-Geistes»: «Der
SC Dornach. Hinten (von links): Andreas Radovic (Trainer), Alex Jud (Coach), Mirco Maissen, Timothy O’Driscoll, Fabian Dreier, Pascal Schweizer, Tobias Ruetz (Torhütertrainer), Nihat Kizildere,
Ali Yirtlaz, Pascal Burger (Sportchef). – Vorne: Dario Delpini (1. Mannschaft), D. Aeschlimann, Patrick Wiggli, Christoph Kunz, Antonio Brescia (1. Mannschaft). – Es fehlen: Berat Hoti, Berkan Irizik,
Cristian Tamborini, Ernes Hodzic, Bylbyl Krasniqi, Nabil Morello, Eider Kavag, Beat Zaugg, Servet
Argin, Nicolas Maissen, Nico Lavato.
MICHEL BIEDERT
bz-Tipp: 6. Rang
Die Neuzugänge ersetzen
die Weggezogenen mindestens gleichwertig. Daher ist
davon auszugehen, dass
sich Dornach II ähnlich gut
schlagen wird wie in der
Saison 2010/11. Auch wenn
das Kader gefährlich dünn
scheint. (BZ)
SCD ist mit seinem familiären
Flair und seinem besonderen Zusammengehörigkeits-Gefühl etwas ganz Spezielles. Dieses Gefühl sollen die Spieler erleben
und auch schätzen.»
Doch familiär oder gar provinziell alleine heisst nicht altbacken: Die zweite Mannschaft hat
mit Alex Jud auf diese Saison hin
sogar einen Teamcoach engagiert, zuständig vor allem für den
administrativen Bereich. «Dieser
für die 2. regionale Liga eher aussergewöhnliche Posten des ‹Mädchens für alles› widerspiegelt die
exzellente Struktur innerhalb
des Klubs», so Mirco Maissen.
SC Dornach. Kader 2011/12
Torhüter
Patrick Wiggli
Berat Hoti
Zuzüge
Vier 1.-Liga-Zuzüge
verstärken das Team
Abwehrspieler
Berkan Irizik
Cristian Tamborini
Mirco Maissen
Ernes Hodzic
Nihat Kizildere
Timothy O’Driscoll
Mittelfeldspieler
Bylbyl Krasniqi
Ejder Kavag
Beat Zaugg
Ali Yirtlaz
Christoph Kunz
Fabian Dreier
Nabil Morello
Stürmer
Servet Argin
Nicolas Maissen
Nico Lovato
Pascal Schweizer
Trainer: Andreas Radovic
Assistent: Mirco Maissen
Teammanager: Alex Jud
Mirco Maissen, Servet Argin
(beide
Muttenz),
Nicolas
Maissen, Ernes Hodzic (beide
1. Mannschaft), Berat Hoti (Timau), Nabil Morello (Arlesheim), Ali Yirtlaz, Bylbyl Krasniqi (beide Reinach), Patrick
Wiggli (reaktiviert), Ejder Kavac (Junioren).
Abgänge
Amel Becirevic zieht
es nach Riehen
Roberto Valente (Rücktritt), Dominik Häring (Aesch), Mirco
Schnell (Riederwald), Roman
von Wartburg (Pause), Surin
Poomijivit (Muttenz), Kevin
Wenzin (Oberdorf), Piero Spallino (Timau), Rafat Abid (Senioren), Amel Becirevic (Riehen).
38
Regiofussball
az | Mittwoch, 10. August 2011
Der Unbekannte aus Münchenstein
SC Münchenstein Der Aufsteiger ist die erste türkische Mannschaft der 2. Liga regional
VON DOMINIQUE STEINBACH
Vor einem Jahr spielte der SC
Münchenstein noch vergeblich
als Zweitplatzierter um den Aufstieg in die höchste regionale
Spielklasse. Vergangene Saison
hat Cemspor, wie der Club unter
Türkischstämmigen besser bekannt ist, mit dem ersten Platz in
der 3. Liga Gruppe 2 den Aufstieg
realisiert. «Unser Ziel war es eigentlich, erst in drei Jahren aufzusteigen», gesteht Trainer Metin
Oek. «Aber auf einmal hat es super geklappt mit den Spielern
und mit mir als neuem Trainer.»
Vor allem defensiv sind die Münchensteiner in der vergangenen
Spielzeit stärker geworden und haben sich den Aufstieg mit konstant
guten Leistungen verdient. Auch
sind sie als Kollektiv enger zusammengewachsen, was auch ein
Grund dafür ist, dass sich die Zuzüge
in Grenzen halten. «Wir haben viele
Anfragen bekommen, aber wir wollen nicht 10, 15 Spieler, die neu
kommen», erklärt Oek. «Wir haben
junge Spieler und wir wollen diesen
etwas bieten», so der Trainer.
SC Münchenstein. Hinten (von links): Metin Ök (Trainer), Murat Toklu (Assistent), Deniz Aytac,
Cengiz Mor, Cihan Yayla, Kubilay Binici, Gürkan Satilmis, Serdar Yildiz, Gökan Can, Erdinc Akyol,
Umut Meric, Baris Aydin (Torhütertrainer), Hakan Kiliç (Sportchef). – Vorne: Yoldas Sogan, Eylem
Ceylan, Ali Haydar Aydin, Onur Sengün, Tayfun Aslan, Serkan Kaya, Cihan Balcin, Erdal Özhan,
Deniz Acar, Eser Senpinar. – Es fehlen: Erdi Atesli, Muhammet Tasan, Baris Temur, Mehmet Aslan
(Materialwart).
PATRICK PENSA
Solide Ausbildung als Basis
Neben der Konstanz und der
eingeschworenen Einheit ist bei
bz-Tipp: 11. Rang
Cemspor auch die technische und
taktische Ausbildung als Stärke anEs wird sich in den ersten
zusehen. Zwar hat abgesehen von
schweren Partien zeigen, ob
den Neuzugängen kein einziger
sich der Aufsteiger bei höheSpieler 2.-Liga-Erfahrung, doch
rem Tempo behaupten kann.
können sie alle auf eine solide AusIn der Offensive wird der
bildung zurückblicken. Fast alle
Abgang von Hakki Oek sihaben im Juniorenbereich in den
cher bemerkbar sein und
U-Auswahlen vom FC Basel oder
Cemspor wird um den Ligavon Concordia gelernt. Und
erhalt kämpfen müssen. (BZ)
schliesslich ist mit Murat Toklu ein
erfahrener Mann als Assistenztrainer gekommen. Toklu trainierte Toklu. Trotzdem bleibt man in
unter anderem zusammen mit Mi- Münchenstein bescheiden und
geht davon aus, um den Verbleib
in der 2. Liga zu spielen. Um den
Ligaerhalt zu schaffen, hat man
in Münchenstein nicht aufgehört
zu trainieren. Bereits im Juli hat
die Vorbereitung wieder angefangen. «Wir denken, dass es reichen wird», versichert der TraiMetin Oek, Trainer
nerstaff. Das happige Startprogramm der Münchensteiner –
chel Kohler die U16 von Concordia Binningen, Amicitia, Dornach,
Concordia – macht Trainer Oek
sowie deren A-Meister-Team.
Die Euphorie ist gross bei Cem- jedenfalls keine weichen Knie:
spor: «Wir sind die einzige türki- «Ich finde es gut, dass wir am Ansche Mannschaft, die in die zwei- fang starke Mannschaften haben.
te Liga aufgestiegen ist.», erklärt Dann wissen wir, wo wir stehen.»
«Wir haben Anfragen
bekommen, aber wir
wollen nicht 15 Spieler, die neu kommen.»
SC Münchenstein. Kader 2011/12
Torhüter
1 Serkan Kaya
62 Tayfun Aslan
Abwehrspieler
2 Cengiz Mor
3 Deniz Acar
4 Cihan Yayla
6 Ali Haydar Aydin
8 Eylem Ceylan
16 Kubilay Binici
Mittelfeldspieler
7 Umut Meric
10 Onur Sengün
12 Erdal Özhan
13 Erdi Atesli
15 Deniz Aytac
17 Baris Temur
Zuzüge
58 Gürkan Satilmis
60 Yoldas Sogan
Wenige Ergänzungen
bei Cemspor
Baris Temur (Black Stars),
Eser Senpinar (Binningen),
Muhammet Tasan (Reinach),
Deniz Aytac (Bosporus Weil).
27 Cihan Balcin
35 Serdar Yildiz
Stürmer
5 Muhammet Tasan
9 Gökan Can
11 Erdinc Akyol
99 Eser Senpinar
Trainer: Metin Oek
Assistent: Murat Toklu
Torhütertrainer: Baris Aydin
Abgänge
Offensivkraft Hakki Oek
verlässt den Aufsteiger
Hakki Oek (Allschwil).
Mittwoch, 10. August 2011 | az
2. Liga regional
39
Mit jugendlichem Elan in die Saison
BSC Old Boys Der neue Trainer will mit der Ausbildungsmannschaft Fortschritte erzielen
VON ILAN OLSTEIN
Mit Santino Cambria, einem bekennenden Förderer junger Talente, haben die Old Boys einen Trainer verpflichtet, der schon früher
lange in der eigenen Nachwuchsabteilung gearbeitet hat und das
Umfeld bereits bestens kennt. Unterdessen kann der Trainerstab, im
Vergleich zur verkorksten Rückrunde mit vielen Verletzten, wieder aus dem Vollen schöpfen. Zudem hat man auf die Abgänge der
Abwehrspieler Matthieu Gausselan und Fabio Simal reagiert und
vom FC Birlik Alper Basarmak sowie Cyril Syhora und Andy Kohler
verpflichtet, der vom FC Amicitia
Riehen dazustösst.
Allgemein scheint man sich bei
den Ballsportlern auf die neuen
Aufgaben zu freuen. «Die Stimmung im Team ist wieder ausgezeichnet, alle ziehen mit», sagt der
Captain und verlängerte Arm des
Trainers Oliver Brogli. Er spricht
Old Boys. Hinten (von links): Ramazan Aldemir, Mirkan Akarsel, Milos Colovic, Kevin Mahrer, Sadamit die verloren gegangene
my Boulbrima, Alper Basarmak, Rafael Brändli. – Mitte: Urs Dill (Coach), René Bergmann (AssisSpielfreude während der letzten
tenztrainer), Oliver Brogli, Karim Barry, Alan Briggs, Santino Cambria (Trainer), Balz Heusler (PräRückrunde an. Ein Trainerwechsel
sident). – Vorne: Cédric Saladin , Selcuk Hekim, Flavio Rüedi, Matthias Thalmann, Kusthrim Jusaj,
Colin Kohler, Serge Müller, Andy Kohler. – Es fehlen: Rrezak Jusaj, Lukas Notz, Manuel Opprecht,
Cyril Syhora, Diogo Carvalho.
PATRICK PENSA
«Ich erwarte ein
breites Mittelfeld,
in welchem wir mitmischen wollen.»
Santino Cambria, Trainer
(Kristian Dobroka ersetzte Mario
Ritter, den es nach Laufen zog) und
viele Verletzte brachten die Mannschaft aus dem Gleichgewicht.
Altersdurchschnitt von 19 Jahren
Dieses Szenario will Cambria
verhindern und meint dazu: «Wir
haben im taktischen und mentalen Bereich gut gearbeitet.» Des
Weiteren setzt sich der Trainer
zum Ziel, individuelle Fortschritte
zu erreichen. Mit einem Altersdurchschnitt von 19 Jahren wird
deutlich, dass die zweite Mannschaft die Klubphilosophie weiterträgt und talentierte Spieler
versucht, für höhere Aufgaben
weiterzuempfehlen bezeihungsweise in die erste Mannschaft zu
integrieren. «Wir sind und bleiben das Ausbildungsteam», meint
Cambria dazu.
Bei der Frage, welcher Mannschaftsteil besonders gut besetzt
bz-Tipp: 5. Rang
Das Team hat sich verstärkt
und die Kaderbreite erweitern
können. Mit dem neuen Trainer ist die Spielfreude zurückgekehrt. Zudem werden nicht
mehr so viele Spieler im
«Eins» aushelfen müssen. OB
wird das Rennen der zweiten
Mannschaften gewinnen. (BZ)
ist, halten sich die Beteiligten zurück und berichten von einem
ausgeglichenen Gefüge.
In der Offensive bringt der Paradesturm mit Barry und Brändli viel Spielwitz und eine gute
Technik mit. In der Hintermannschaft verfügen die Old Boys
nach den Zuzügen über mehrere
Optionen. Dennoch will man
sich keinen bestimmten Tabellenrang zum Ziel nehmen. «Ich
erwarte ein breites Mittelfeld, in
welchem wir mitmischen wollen.» Den Aufsteigern attestiert
der Trainer viel Erfahrung und
sieht Concordia als grossen Favoriten.
BSC Old Boys. Kader 2011/12
Torhüter
Kushtrim Jusaj
Matthias Thalmann
Abwehrspieler
Mirkan Arkasel
Alper Basarmak
Alan Briggs
Oliver Brogli
Diogo Carvalho
Andy Kohler
Mittelfeldspieler
Samy Boulbrima
Milos Colovic
Selcuk Hekim
Rrezak Jusaj
Colin Kohler
Manuel Opprecht
Zuzüge
Kevin Mahrer
Serge Müller
Kohler und Arkasel
kommen von Amicitia
Alper Basarmak (Birlik), Mirkan Arkasel, Andy Kohler
(Amicitia),
Cyrill
Syhora
(Reinach), Serge Müller (Concordia), Cédric Saladin, Lukas
Notz, Manuel Opprecht, Selcuk Hekim (alle Junioren).
Flavio Rüedi
Cédric Saladin
Cyril Syhora
Stürmer
Karim Barry
Rafael Brändli
Lukas Notz
Trainer: Santino Cambria
Assistent: René Bergmann
Coach: Urs Dill
Abgänge
Gausselan verteidigt
neu bei Binningen
Matthieu Gausselan (Binningen), Fabio Simal (Oberdorf),
Steven Kocher (1. Mannschaft), Argjend Turkay, Adda
Mahi, Alessio Grella (alle unbekannt).
40
Regiofussball
az | Mittwoch, 10. August 2011
Tabellenplatz hat nicht Priorität
FC Pratteln Die Nachwuchsspieler zu fördern ist wichtiger als die Rangierung
VON ALAN HECKEL
«Wir haben einen sehr guten
Nachwuchs. Die eigenen Jungs
sollen in Zukunft vermehrt in der
ersten Mannschaft zum Einsatz
kommen.» Diese Aussage stammt
von Michel Brogly, Präsident des
FC Pratteln, könnte aber von jedem Exponenten des Traditionsvereins sein. In Pratteln hat die Juniorenförderung Priorität, sportlicher Erfolg wird nicht (mehr) um
jeden Preis angestrebt.
Mit Gilberto Ferreira steht neu
ein Trainer an der Linie, der sich
die Arbeit mit Talenten vom FC
Concordia her, wo er in den letzten vier Jahren im Juniorenbereich
geamtet hat, gewohnt ist. Der 44Jährige freut sich auf die Herausforderung, warnt aber gleichzeitig
vor allzu hohen Erwartungen:
«Wir stecken in einem Umbruch,
die Junioren müssen sich erst noch
an die 2. Liga gewöhnen.» Entsprechend vorsichtig lautet seine Formulierung des Saisonziels: «Wir
wollen uns im gesicherten Mittelfeld etablieren.»
«Wenn wir kein Tor
kriegen, haben wir
mindestens einen
Punkt auf sicher!»
Gilberto Ferreira, Trainer
Von seiner neuen Mannschaft
ist Ferreira durchaus angetan. Er
spricht von einer «technisch sehr
guten Truppe» und hofft, dass das
Team schnell harmoniert: «Dann
können wir in zwei, drei Jahren
vorne mitspielen.» Es ist allerdings
gut möglich, dass dies schon ein
wenig früher der Fall sein wird.
Denn der Grossteil des letztjährigen Teams, das zwar unkonstant
spielte, aber seine vorhandenen
Qualitäten vor allem gegen die
Spitzenteams aufblitzen liess,
trägt auch heuer gelbschwarz.
Offensive gut besetzt
Und das Kader kann sich durchaus sehen lassen, verfügt man doch
in jeder Reihe über Spieler, die auf
ihrer Position zu den Besten der Liga gehören. Vor allem in der Offensive dürfte mit dem FCP zu rechnen sein: Allrounder Rilind Selmani ist ebenso eine zweistellige Tor-
FC Pratteln. Hinten (von links): Carmine Anzante (Sportchef), Sydney Nkalanga, Tolga Demir, Murat
Kaya, Onur Tasyurdu, Erdin Sahaqiri, Shaban Kryeziu. – Mitte: José Ferreira (Assistentstrainer), Diego Anzante, Remo Kessler, Hakan Nergiz, Ardit Osmani, Danielle Egloff (Physio), Gilberto Ferreira
(Trainer). – Vorne: Jorma Isenschmid, Brian Bauhart, Salvatore Clemente, Alex Da Costa, Boban Jevremovic, Daniel Widmer. – Es fehlen: Fabio Napoli (Coach), Nicolas Cristofaro, Rilind Selmani, Hatem Ferati, Jonas Giezendanner, Jerun Isenschmid, Fabio Saccomani, Raphael Giezendanner, Shiprim Osmani, Joao Ventura.
ZVG
bz-Tipp: 10. Rang
Ein neuer Präsident und ein
neuer Trainer sollen dem FC
Pratteln wieder Konstanz
verleihen. Dass die nachgerückten Junioren über Potenzial verfügen, haben sie
in der letzten Saison bewiesen. Deshalb setzen wir Pratteln über den Strich. (BZ)
ausbeute zuzutrauen wie Flügelspieler Ardit Osmani. Dazu dürfte
auch Sydney Nkalanga, ein ehemaliger Profi aus Südafrika, der sich
dem Verein kurz vor Ende der letzten Saison angeschlossen hat, die
regionalen Tornetze des Öfteren
zum Erzittern bringen.
«Natürlich wollen wir versuchen, nach vorne zu spielen», sagt
auch Gilberto Ferreira, ergänzt
aber: «Zuerst gilt es, hinten dicht
zu sein. Deshalb werden wir unsere Taktik vom Gegner abhängig
machen.» Vorsicht ist auch hier
das Motto des Trainers: «Wenn wir
kein Tor kriegen, haben wir mindestens einen Punkt auf sicher!»
FC Pratteln. Kader 2011/12
Torhüter
1 Nicolas Cristofaro
23 Salvatore Clemente
Zuzüge
Vier Junioren erhalten
eine Chance
Abwehrspieler
2 Remo Kessler
3 Shiprim Osmani
4 Jorma Isenschmid
12 Hakan Nergiz
13 Jerun Isenschmid
14 Diego Anzante
Mittelfeldspieler
5 Daniel Widmer
17 Hatem Ferati
7 João Ventura
18 R. Onpeng
9 Ardit Osmani
21 Erdin Shaqiri
10 Rilind Selmani
16 Shaban Kryeziu
19 Raphael Giezendanner
Stürmer
6 Onur Tasyurdu
8 Sydney Nkalanga
11 Jonas Giezendanner
15 Alex Da Silva
Trainer: Gilberto Ferreira
Assistent: José Ferreira
Coach: Fabio Napoli
20 B. Jevremovic
Diego Anzante, Boban Jevremovic,
Shiprim
Osmani,
João Ventura (alle Junioren),
Raphael Giezendanner, Jorma
Isenschmid
(beide
2. Mannschaft),
Daniel
Widmer (Lörrach), Sydney
Nkalanga (RSA).
Abgänge
Ferizi und Rafuna
gehen zu Liestal
Marco Blank (2. Mannschaft),
Mensur Ferizi, Genc Rafuna
(beide Liestal), Fabio Saccomani
(Pause),
Norbert
Schneider (Laufenburg).
Mittwoch, 10. August 2011 | az
2. Liga regional
41
Einen Schritt nach vorne machen
FC Rheinfelden Die Mannschaft will nach einer guten ersten Saison mehr
VON PAUL ULLI
Im letzten Meisterschaftsspiel feierte der ganze FC Rheinfelden seinen so genannten «Super Sunday».
Zu feiern gab es vor allem den Ligaerhalt des Fanionteams. Dieser
stand schon länger fest. Die Spieler
erinnerten sich aber vor dem eigentlich bedeutungslosen Spiel an
die Worte ihres Trainers Björn Ulli:
«Wenn ihr den siebten Schlussrang holt, lade ich alle zum Nachtessen ein.» Jetzt will man beim einzigen Aargauer Klub in der Liga einen weiteren Schritt nach vorne
machen und die vergangene Spielzeit bestätigen.
Aber mit was für einem Kader
will man sich verbessern? Immerhin fehlen im Vergleich zur abgelaufenen Meisterschaft drei wichtige Spieler. Routinier Andreas Gel-
«Ich bleibe in Rheinfelden, weil ich den
Teamspirit schätze.»
FC Rheinfelden. Hinten (von links): Salvatore Di Pasqua, Umberto Di Stefano, Dominique Balmat,
Marko Mihalj, Christian Schmid, Genc Kuqi. – Mitte: Orlando Palumbo (Assistenztrainer), Kenneth
Aspin, Philipp Koller, Dominik Tanner, Jonas Hürbin, Roberto Farinha Silva, Björn Ulli (Trainer),
Marko Mihalj, FCR-Spieler
Pascal Knobel (Torwarttrainer). –Vorne: Giovambattista Restieri, Fabian Hubeli, Thomas Freiermuth, Patrick Ivanovic, Andreas Bolinger, Fatih Argin, Roman Rothweiler, Fabio Gisler. – Es fehlen:
lert gab aus beruflichen Gründen
Valentin Herzog, Matthieu Horner, Alessio Saporosi, Ivan Chamorro, Dimitar Taskoski.
EVI KUNZ
seinen Rücktritt, Hakan Gören verbringt ein Studienjahr im Ausland
und Hakan Akyol wechselt zum FC
bz-Tipp: 9. Rang
FC Rheinfelden. Kader 2011/12
Laufenburg. Und bei einem Blick
auf die Zuzüge sucht man vergebNach einer wunschgemäss
Torhüter
lich nach «Namen». «Im 24-Mannverlaufenen ersten Saison Andreas Bolinger
Zuzüge
Patrick Ivanovic
Kader figurieren sage und schreibe
wollen sich die Aargauer Thomas Freiermuth
18 so genannte eigene Spieler.
Rheinfelden spielt nicht mit
«Solange ich hier Sportchef bin,
werden wir die Jagd auf Spieler mit
prall gefüllter Geldbörse nicht mitmachen», sagt Andreas Probst energisch. Und der Kenner der Szene
weiss, wovon er redet. Marko Mihalj
zum Beispiel wurde gleich von mehreren Vereinen geködert. Doch der
Stürmer hat in seiner Vergangenheit schon oft schlechte Erfahrungen in dieser Beziehung gemacht:
«Ich bleibe in Rheinfelden, weil ich
den tollen Teamspirit und die Freude an unserem Hobby schätze.»
Freude hat auch Cheftrainer
Björn Ulli, der bereits in seine dritte Saison mit Rheinfelden geht. Die
Mannschaft setzt sein gefordertes
Spielsystem konsequent um. Nur
etwas will und muss der ehemalige
Erstliga-Fussballer
bei
seinem
Team noch verbessern: die Wochentagsspiele. Die waren in der
weiter steigern. Ohne Verstärkungen ein schwieriges
Unterfangen. Gerade die
zweite Saison wurde schon
vielen Aufsteigern zum Verhängnis; Platz neun. (BZ)
letzten Saison nämlich schlicht
zum Vergessen. «Im Moment stehe
ich noch vor einem Rätsel, doch
wir werden auch das hinkriegen»,
sagt Ulli zuversichtlich.
Etwas kann aber weder der
Trainer noch sein Assistent Orlando Palumbo ändern. Der zum Teil
pitoyable Zustand des Sportplatz
Schiffacker. Einige Trainings und
Heimspiele mussten bei unwürdigen Terrainverhältnissen durchgeführt werden. Vielleicht wäre
alles anders gekommen, wenn der
Entscheid betreffend Kunstrasenplatz anders ausgefallen wäre.
Doch die Hoffnung stirbt auch in
dieser Beziehung zuletzt.
Abwehrspieler
Jonas Hürbin
Dominik Tanner
Fabian Hubeli
Fatih Argin
Kenneth Aspin
Umberto Di Stefano
Mittelfeldspieler
Roman Rothweiler
Matthieu Horner
Dominique Balmat
Philipp Koller
Valentin Herzog
Roberto Farinha Silva
Stürmer
Ivan Chamorro
Salvatore Di Pasqua
Genc Kuqi
Marko Mihalj
Christian Schmid
Fabio Gisler
G. Restieri
Alessio Saporosi
Freiermuth kehrt ins
Team zurück
Umberto Di Stefano (Dinamo),
Thomas Freiermuth (Comeback), Giovambattista Restieri,
Alessio Saporosi (beide Rossoneri), Fabio Gisler (FCB U17),
Dimitar Taskoski (Old Boys),
Christian Schmid, Genc Kuqi
(beide Junioren).
Abgänge
Dimitar Taskoski
Trainer: Björn Ulli
Assistent: Orlando Palumbo
Physio/Torhütertrainer: Pascal Knobel
Gellert und Bretscher
treten zurück
Andreas Gellert, Marco Bretscher (beide Rücktritt), Jean
Michel Benkert, Hakan Gören
(beide Studienjahr im Ausland), Hakan Akyol (Laufenburg), Ali Sami, Cengiz Mor
(unbekannt).
42
Regiofussball
az | Mittwoch, 10. August 2011
Vom Obmann zum Trainer
SV Sissach Simon Cartier wollte schon immer einmal die erste Mannschaft trainieren
VON ANDY JOST
«Ich bin jetzt seit 11 Jahren im Vorstand als Nachwuchsobmann. In
der Zeit waren 10 Trainer gekommen und gegangen. Meine Haltbarkeit beträgt also ein Jahr», scherzt
Simon Cartier. Der neue starke
Mann an der Seitenlinie hat sich
seinen Wunsch gleich selbst erfüllt.
«Ich wusste schon immer, dass ich
einmal die erste Mannschaft des
SVS übernehmen will», so Cartier
weiter. Als Vorstandsmitglied hatte
er aber eigentlich einen anderen
Wunschkandidaten. Der Zeitpunkt
scheint ideal zu sein. Das Team ist
nochmals jünger geworden, und
viele dieser Jungen kennt er aus seiner Zeit als C-Junioren-Trainer. Einige davon waren beim Aufstieg in
die Coca-Cola-League dabei.
Dennoch macht sich Simon
Cartier keine Illusionen. Auch
wenn er das Team als «unbekümmert, jung und frech» bezeichnet,
weiss der Trainer, dass dem Team
SV Sissach. Hinten (von links): Daniel Eichelberger (Assistent), Philipp Cartier (Team U21), Enrico Podie Erfahrung fehlt. In der verganmes, Adrian Jeker, Safet Musliu, Jeton Asani, Deny Luthiger (Team U21), Dennis Kanwar, Marc Griegenen Saison hat die Teambildung
der (Team U21), Alen Piljic, Gianluca Mazzucco, Sebastian Werisch, Mirco Soravitto. – Vorne: Lukas
zu lange gedauert. Erst gegen Ende
Rickenbacher, Martin Duttweiler, Giappino Restieri, Stefan Bauriedl (Team U21), Filipo Presti. Es fehlen: Alban Asani, Mirko Klassnitz, Frank Duttweiler, Stephan Federer, Davide Sfragara, Mathys Lang,
Ricardo Basile, Valon Sadiku, Alban Sulejmani und Simon Cartier (Trainer).
KENNETH NARS
Bei der jungen Mannschaft stehen sich
Unbekümmertheit
und Unerfahrenheit
gegenüber.
kamen die Oberbaselbieter in
Fahrt. Das soll diese Saison anders
werden. Auch wenn Cartier weiss,
dass einige «schwierige Charakter»
im Team sind, traut er sich doch
zu, diese Aufgabe schneller zu
meistern als sein Vorgänger Daniel
Senn. Als Vorstandsmitglied war er
von dessen Arbeit etwas enttäuscht. «Er ist zweifellos ein sehr
guter Trainer. Aber die Führungsspieler wurden dermassen eingeschüchtert, dass sie sich nicht trauten, etwas zu sagen.» So fehlte es
dann auch an Spielern, die die Verantwortung übernehmen.
Nur als Team eine Chance
Genau diese Spieler haben
mittlerweile den Verein verlassen, ein Führungsspieler ist momentan nicht auszumachen. «Wir
können nur als Team bestehen.
Vielleicht haben wir den einen
oder anderen Spieler, der uns mal
bz-Tipp: 14. Rang
Ein komplett neu zusammen
gestelltes Team, vornehmlich
aus der 3. Liga, dazu wenig
Erfahrung. Die junge Mannschaft wird in diesem Jahr, in
dem es keine klaren Absteiger gibt, unten durch müssen. Der letzte Platz ist das
Resultat. (BZ)
ein Spiel entscheiden kann. Aber
über die gesamte Spielzeit funktioniert es nur mit Geschlossenheit und Teamgeist.»
Als Zielsetzung gibt der neue
Trainer einen einstelligen Tabellenplatz an. Eine sinnvolle Zielsetzung, so werden die jungen
Spieler nicht noch zusätzlich unter Druck gesetzt. Auch mit der
Vorbereitung ist Cartier sehr zufrieden. Wie jedes Jahr und wohl
auch in jedem Team gab es natürlich viele Ferienabsenzen. Trotzdem hat sich in den Testspielen
die Unbekümmertheit als Vorteil
erwiesen. Aber Vorbereitung und
Meisterschaft ist nicht dasselbe.
SV Sissach. Kader 2011/12
Torhüter
Stephan Federer
Giappino Restieri
Abwehrspieler
Jeton Asani
Mirko Klassnitz
Frank Duttweiler
Filipo Presti
Alban Asani
Davide Sfragara
Mittelfeldspieler
Mirco Soravitto
Martin Duttweiler
Sebastian Werisch
Adrian Jeker
Enrico Pomes
Dennis Kanwar
Zuzüge
15 neue Spieler
Alen Piljic
L. Rickenbacher
Safet Musliu
Ricardo Basile
A. Sulejmani
Stürmer
Gian-Luca Mazzuco
Mathys Lang
Valon Sadiku
Danilo Cordeiro
Trainer: Simon Cartier
Assistent: Daniel Eichelberger
Assistent: Patrick Kaufmann
Giappino Restieri (Concordia),
Lukas Rickenbacher (USA), Mathys Lang, Enrico Pomes (beide
Liestal), Safet Musliu (Galaxy),
Riccardo Basile (Virtus), Valon
Sadiku (Liestal/Lausen), Danilo
Cordeiro, Alban Sulejmani, Alen
Piljic (alle SVS-Portugiesen), Sebastian Werisch, Davide Sfragara, Adrian Jeker (alle 2. Mannschaft), Martin Duttweiler, Filipo
Presti (beide B-Junioren).
Abgänge
Redzepov zu Dardania
Simon Coletta (unbekannt),
Mehmet Redzepov (Dardania),
Abdurrahim Hyseni, Pleurat
Lepaja, Florian Schneider (alle
Galaxy), Gezim Afizi (Lausen),
Michael Herr (Dürrenast), Philipp Dennler, Alban Zeqiri (beide 2. Mannschaft).
Mittwoch, 10. August 2011 | az
2. Liga regional
43
Mit neuen Leaderfiguren zur Spitze
AS Timau Der letztjährige Vierte steigt mit hohen Erwartungen in die neue Saison
VON MICHAEL SIMONETT
Bereits seit Ende Juni trainiert die
AS Timau für die neue Saison und
geht dabei sehr ambitioniert zu
Werke. In erfolgreichen Testspielen konnte die Mannschaft die
ersten Früchte ihrer Arbeit ernten. Marco Raimondo, Trainer des
Stadtklubs, ist mit der bisherigen
Leistung in der Vorbereitung zufrieden: «Läuferisch müssen wir
noch besser werden, wir stehen
am Anfang eines Berges und beginnen nun mit dem Aufstieg»
fügt er metaphorisch an.
Was dem Trainer ebenfalls
Freude bereitet, ist die Transferpolitik des Vereins. Spielerische
Abgänge hatte man mit Dzinic
Memsur und Berat Hoti nur zwei
zu verkraften. Der bisherige Torwart Alain Raso bleibt dem Verein
als Torhütertrainer erhalten, Giuseppe Angellilo hat seine Karriere
beendet. Dazu kommt noch, dass
Nino Nigro, welcher in der RückAS Timau. Hinten (von links): Mirko Dapoto, Pino Lauda, Mesut Saikarazan, Noah Stutz, Jonni Merunde der letzten Saison den Trailileo, Luciano Bruno, Gino Lepore, Dalibor Karan, Tunc Polat, Adrian Ac, Ribeiro Jimmi, Rocco Tanerstab verstärkt hat, in die 1. Lirantino (Coach). – Vorne: Ramon Tato, Nicola Sibilia, Allmedin Ahmetovic, Pablo Gonzalez, Mike
ga zum SC Dornach wechselte.
Schweri, Marco Aluisi, Ivan Cotugno, Koray Kaymaz, Marco Raimondo und Oscar Tato (Trainer). –
Es fehlen: Giuseppe Sciortino, Ricci Rios, Antonio Viscusi, Giuseppe Spallino, Domenico Seminara, Mauri Giaracuni, Benjamin Manser, Luca Cordasco.
PATRICK PENSA
«Wir stehen am
Anfang eines Berges
und beginnen nun
mit dem Aufstieg.»
Marco Raimondo, Trainer
Dafür konnte mit dem Ex-Profi Oscar Tato ein würdiger Ersatz verpflichtet werden. Raimondo meint
dazu auch: «Die Zusammenarbeit
mit Oscar Tato wird sehr wichtig
sein.» Neben wie auf dem Platz
sollte mit den Transfers, laut Raimondo, die Erfahrung verbessert
werden: «Wir haben Leaderfiguren
gesucht und gefunden.» Diese neuen Leader finden sich in Nicola Sibilia aus der ersten Mannschaft
des FC Laufen, in Almedin Ahmetovic vom FC Allschwil aus der
2. Liga interregional und in Ramon
Tato von Concordia.
Bessere Position als letztes Jahr
Das angestrebte Ziel scheint somit klar zu sein: «Es muss eine
bessere Position als letztes Jahr
sein, eine Platzierung unter den
ersten drei wollen wir erreichen»,
fügt ein erwartungsfroher Raimondo an. Um diesen Vorgaben
bz-Tipp: 3. Rang
Die Mannschaft hat sich in
punkto Erfahrung und fussballerischem Können nochmals verstärken können. Dazu kommt positiv hinzu,
dass praktisch keine Abgänge zu verzeichnen sind. Damit reicht es bestimmt in die
Spitzengruppe. (MS)
gerecht zu werden, betont der
Trainer nochmals die Zusammenarbeit mit Tato: «Die Mannschaft soll die Spielkultur und
Philosophie von Tato und mir auf
dem Platz umsetzen.» Konkret
heisst das, noch mehr Akzente
setzen sowie die Spielabläufe beschleunigen und automatisieren.
«Mehr Fussball spielen», wie es
Raimondo nennt.
Wie schon in der vergangenen
Saison, wird auch in dieser Spielzeit mit der AS Timau zu rechnen
sein. Wenn die Mannschaft über
die ganze Saison eine konstante
Leistung zeigt, ist die Zielvorgabe
des Vereins sicher zu erreichen.
AS Timau. Kader 2011/12
Torhüter
1 Benjamin Manser
Pablo Goncalez
Zuzüge
Sibilia kommt von
Laufen aus der 1. Liga
Abwehrspieler
2 Maurizio Giaracuni
3 Noah Stutz
4 Luciano Bruno
5 Ivan Cotugno
16 Ivan Guerrieri
21 Pino Lauda
Mittelfeldspieler
6 Tunc Polat
13 Koray Kaymaz
14 Mesut Sarikabadayi
15 Gionata Melileo
17 Dalibor Karan
23 Mirko Dapoto
Stürmer
9 Antonio Viscusi
10 Marco Aluisi
11 Luca Cordasco
19 Giuseppe Sciortino
Trainer: Marco Raimondo
Assistent: Oscar Tato
Coach: Rocco Tarantino
Nicola Sibilia (Laufen), Almedin Ahmetovic (Allschwil), Ramon Tato, Pablo Goncalez
(beide Concordia), Piero Spallino (Dornach).
Nicola Sibilia
A. Ahmetovic
Piero Spallino
Ramon Tato
20 Mike Schwery
Abgänge
Nur drei Spieler
verlassen den Verein
Berat Hoti (Dornach), Memsur Dzinic (Bosnia), Giuseppe
Angelillo (Rücktritt), Alain Raso (Torhütertrainer).
46
Regiofussball
az | Mittwoch, 10. August 2011
«Titel war schon letztes Jahr das Ziel»
FC Basel Susanne Gubler zieht den Erfolg und starke Spielerinnen an
nicht, wir versuchen, nicht zu
stolpern. Wir müssen gegen
Teams bestehen, die über den
Kampf gegen uns zu punkten
versuchen. Entweder es gelingt
uns gegen einen solchen Gegner
schnell ein Tor oder wir müssen
uns in Geduld üben. Das ist eine
Herausforderung. Wir wollen
noch bewusster auf unsere Gegner eingehen.
VON DANIEL AENISHÄNSLIN
Echte Titelaspirantinnen sind die
Frauen des FC Basel 1893 geworden nach ihrem dritten Rang in
der abgelaufenen Meisterschaft.
Trainerin Susanne Gubler hat
dem Team schon im ersten Jahr
ihres Wirkens ein – neues – Gesicht gegeben. Es folgt das Jahr
der Bestätigung.
Es fällt auf, dass die Resultate
der Testspiele besser ausgefallen sind als noch in der Vorbereitung auf die letzte Saison. Ist
der FCB weiter in der Vorbereitung oder weiter als Team?
Ganz bestimmt ist das Team weiter als vor einem Jahr. Aber wir
haben auch die Testspielgegner
noch kalkulierter ausgesucht, ihr
Niveau noch mehr unseren TestBedürfnissen angepasst.
Susanne Gubler, was fehlt ihrem
FCB noch, um erstmals einen Titel zu holen?
Susanne Gubler: An der Qualität
des Teams wirds nicht scheitern.
Es bleibt aber immer die Frage,
wie viel von dieser Qualität können wir abrufen. Wir haben deshalb für die neue Saison eher
kämpferische Spielerinnen geholt, das Teamgefüge im Auge behalten. Wir haben schon einige
extravagante Spielerinnen. Zu viele Leaderinnen können einem
Team schaden. Wenn wir es verstehen, die Stärken jeder Spielerin einfliessen zu lassen, können
wir ganz vorne mitspielen.
Wie offensiv würden Sie Ihre
Saisonziele formulieren?
Intern hatten wir schon letzte Saison den Titel zum Ziel. Es kam sogar eine Phase, in der wir durchaus
hätten Meister werden können. Ich
traue uns den Titel zu, trotzdem
wird es ein Jahr der Bestätigung.
Wir müssen gegen Teams punkten,
«Chantal Fimian hat
sich für den FCB
entschieden, weil
wir halten, was
wir versprechen.»
die hinten rein stehen und uns das
Leben schwer machen. Dort müssen wir bestehen.
Seit Sie vor einem Jahr nach Basel gekommen sind, haben Sie
das Team kontinuierlich verstärkt. Mit Chantal Fimian ist in
der Sommerpause eines der
grössten Schweizer Talente zum
FCB gestossen. Was macht den
FCB plötzlich so attraktiv für
Top-Spielerinnen?
Erst einmal sind wir immer noch
angewiesen auf Spielerinnen, die
Was könnte den FCB in dieser
Saison bremsen?
Nur wir selbst.
Susanne Gubler will mit ihrem Team noch bewusster auf die
Gegner eingehen – und gewinnen.
DANIEL AENISHÄNSLIN
von anderen Vereinen zu uns
wechseln, weil unsere Nachwuchsbewegung noch nicht genügend eigene Spielerinnen herausbringt.
Relativ
viele
Spielerinnen sind von Thun zu
uns gekommen. Das sind Jennifer Oehrli, Kristina Sundov, Stefanie De Além da Eira und Samira
Susuri. Viele, die zum FC Basel
gestossen sind, kenne ich, seit sie
bei mir in der U17-Nationalmannschaft waren. Was sicher
für den FCB spricht, ist, dass wir
uns um die Spielerinnen bemühen und halten, was wir versprechen. Sie sind hier gut aufgehoben. Chantal Fimian hat sich
deshalb für uns entschieden, obwohl GC sie halten wollte und
auch die Young Boys Interesse
zeigten.
Sind Sie dabei, die Konkurrenz
zu überholen?
Ich denke nicht, dass es darum
geht, die Konkurrenz zu überholen. Ziel bleibt es, konstante
Leistungen abzurufen, egal wie
der Gegner heisst. Überrollen
werden wir die Konkurrenz
Angenommen, Sie holen einen
der Pokale, feiern Sie diesen
auch auf dem Barfi?
Ja, sicher.
FC Basel. Kader 2011/12
Torhüterin
Jennifer Oehrli
Sara Penzo
Nadine Böni
Torhüterin Sara Penzo
kommt aus Italien
Abwehrspielerinnen
Stefani Liebhart
Priska Schaufelbühl
Maya Hügin
Benita Pfaehler
Stefanie De Além da Eira
Rebekka Nüscheler
Sara Penzo (Venezia 1984),
Stefani Liebhart, Eseosa Aigbogun (beide Zürich), Eva Luzia Recher (Wiedereinstieg),
Fabienne Bangerter (Aarau),
Chantal Fimian (Grasshoppers).
Mittelfeldspielerinnen
Giulia Eichenberger
Danique Stein
Samira Susuri
Jehona Mehmeti
Sophie Herzog
Eva Luzia Recher
Stürmerinnen
Chantal Fimian
Konstantina Frangoulis
Kristina Sundov
Eseosa Aigbogun
Zuzüge
Abgänge
F. Bangerter
Trainerin: Susanne Gubler
Assistent: Andreas Wischnewski
Fabian Strütt
Shauna Gysin ist
zurückgetreten
Shauna Gysin, Mirjam Betschart (beide Rücktritt), Sara
Garcia (Grasshoppers), Fata
Salkunic (unbekannt).
Mittwoch, 10. August 2011 | az
Frauenfussball
47
Endlich Konkurrenzkampf
1.Liga Der SV Sissach nimmt die neue Spielzeit mit Elan in Angriff
stufung», bedauert Wüthrich den
Abstieg der Leimentalerinnen.
Doch während zwischen dem FCB
und Therwil in der Vergangenheit
viele Spielerinnen hin und her gewechselt waren, stehen die Oberbaselbieterinnen auf eigenen Füssen. Die Juniorinnen-Jahrgänge
1994 und 1995 bereiteten zuletzt
dem Verein grosse Freude – das
Ba-Team unterlag erst im Finale
der Schweizer Meisterschaft dem
FC Oerlikon Polizei 0:2. Die neu im
Juniorinnen-A-Alter
stehenden
Spielerinnen wurden nun in die 1.
und 2. Mannschaft integriert.
VON WILLIAM KONG
Eigentlich war die Saison 2010/11
des SV Sissach nach der dritten Runde schon gelaufen. Im zweiten Meisterschaftsspiel waren die Oberbaselbieterinnen gegen den FC Zollikofen
mit einem 3:0 in die Halbzeitpause
gegangen, doch nach vier Gegentoren standen sie mit einem 3:4 und
leeren Händen da. Und die darauf
folgende Partie gegen den späteren
Aufsteiger SC LUwin.ch verloren sie
1:2 – trotz Überzahl sowie Chancenplus und dazu noch Topskorerin Sylvie Ruch (36 Tore in der 1. Liga als
Bestwert) wegen eines Kreuzbandrisses. «Nach der dritten Runde
mussten wir unser Ziel relativieren.
Wir wussten, dass der Aufstieg nicht
mehr drin liegt», sagt Trainer Dieter
Wüthrich. In der Folge bekundete
das Team erneut Verletzungspech,
doch mit Geschick und Können beendete es die Saison auf Rang vier.
Mittlerweile haben mit Ausnahme von Fabienne Wüthrich und
Clarissa Nucerito die zuvor verletzten Spielerinnen die Vorbereitung
aufgenommen. Romina Lira, Beatrice Strub, Sabrina Peter sowie Fabienne Strub (alle Rücktritt) haben
Sissach verlassen. Diese Lücken
werden durch Flora Reber (Deren-
Sylvie Ruch (Mitte) ist nach ihrem Kreuzbandriss wieder in Form.
dingen), Flurina Weisskopf (zurück
aus dem Ausland) und den Ex-B-Juniorinnen Ramona Hasler, Jasmine
Knöpfli sowie Patricia Thommen
geschlossen. «Wenn alle wieder fit
sind, umfasst das Kader 20 Leute.
In der letzten Saison hatten wir
keinen Konkurrenzkampf, die
Mannschaft hat sich wegen den
vielen Verletzten von selbst aufgestellt», erzählt Wüthrich. Nun
schwebt dem früheren 1.-Liga-Stür-
DH
mer vor, «dass alle Spielerinnen in
den Trainings anwesend sind und
diejenigen, die Leistung bringen,
zum Einsatz kommen.»
Bedauern für Therwils Abstieg
Nach dem Abstieg des FC Therwil aus der Nationalliga B gibt es
wieder zwei regionale Teams in
der 1.Liga. «Der FC Basel in der
NLA, Therwil in der NLB und wir in
der 1. Liga – das war eine gute Ab-
«Wegen der vielen
Verletzten hat sich
die Mannschaft von
selbst aufgestellt.»
Dieter Wüthrich, Trainer
Der 46-jährige Wüthrich formuliert nach den Erfahrungen der
letzten Spielzeit vage Saisonziele:
«Ein Platz im vorderen Mittelfeld
und ein guter Start.» Denn diese
Meisterschaft sollte nicht schon
wieder nach der dritten Meisterschaftsrunde abgehakt werden.
«Viele haben geschockt reagiert»
VON PATRICK PENSA
ziert hat, muss sie in einer nationalen Liga spielen. Da beim FCB
Jenny Oehrli die klare Nummer
eins ist, musste sie sich nach einer
neuen Alternative umschauen. Gesucht war eine möglichst flexible
Lösung, da die Schule ein tägliches
Pendeln verunmöglicht.
Die Möhlemerin Sina Autino war
an der U19-EM in Italien, als es passierte. Sie musste aus der Ferne zusehen, wie die Teamkolleginnen
von Therwil in der Nationalliga B
trotz eines Sieges in der letzten
Runde nicht mehr über den Strich
kamen. Damit war der Abstieg besiegelt. Für Autino, die vom FC Basel an Therwil ausgeliehen war, eine Tragödie. Wenn sie es zu der
U20-Weltmeisterschaft von nächstem Sommer schaffen will, zu der
sich die Schweiz dank des Halbfinaleinzugs an der U19-EM qualifi-
Mehrere Vereine im Gespräch
Zuchwil zeigte sich interessiert,
lud sie zu einem Gespräch ein.
Auch Kriens bekundete Interesse.
Doch bevor dort ein Probetraining
stattfinden konnte, schlug der Zufall zu. Am Rande eines Turniers in
Huttwil trafen sich der Nati-Trainer, Sinas Mutter und die U18-Trainerin der Grasshoppers. Die erste
Frauenmannschaft von GC befindet sich gerade im Umbruch, hat
einen neuen Trainer und suchte
nach dem Abgang von Torhüterin
Gaëlle Thalmann Ersatz. Ein Pro-
Nationalliga A Sina Autino
hütete das Tor der Therwilerinnen. Nach deren Abstieg
brauchte sie einen neuen Kasten und fand diesen bei GC.
Sina Autino vor dem St. Jakob.
betraining zum gegenseitigen Beschnuppern wurde vereinbart.
Die 19-Jährige überzeugte in Niederhasli und freut sich nun auf die
Einsätze mit dem jungen Team in
der NLA: «Viele haben geschockt re-
agiert, als ich sagte, dass ich nach
Zürich gehe. Aber das Team ist toll
und ich kann in der höchsten Liga
spielen.» Autino hofft, dass sie mit
einer guten Saison zu ihrer Natikonkurrentin Pascale Küffer aufschliessen kann. An der EM musste
sie von der Ersatzbank aus mitfiebern: «Mit einer guten Saison steigen meine Chancen für die WM.»
Für die Sportklassenschülerin,
die gerade ihre Maturarbeit über
den Unterschied von Frauen- und
Männergoalies schreibt, sieht die
Woche nun folgendermassen aus:
Montagstraining mit Stammverein Basel, Dienstag Zürich, dann
zwei Goalietrainings in Basel, Abschlusstraining am Freitag in Zürich, Spiel am Wochenende.
«Mehr Trainings in Basel darf ich
nicht machen. Schliesslich spiele
ich jetzt bei GC und könnte die
Taktik verraten.»