frisch. sanft. natürlich.

Transcription

frisch. sanft. natürlich.
Wohnen
Bild: pd/ Pfister
Trends im Frühling/Sommer 2014
frisch. sanft. natürlich.
Stil
Wohnen wird Mode: Die neuen Wohntrends sind
so vielfältig wie die auf dem Laufsteg. Einrichten hat
definitiv einen Platz in der ersten Reihe in Sachen
Lifestyle und Lebensqualität ergattert. u SEITE 3
Mosaik
Ästhetisch, exklusiv und hochwertig: Mosaike
überzeugten schon die alten Römer. Und noch heute
erfreuen sie sich grosser Beliebtheit. Sie geben einer
Wohnung den individuellen, besonderen Touch. u SEITE 9
Garten
Der Garten ist kostbare Wohnfläche. In die
Gestaltung der grünen Oase investiert der Mensch deshalb
viel Energie. Zunehmend bestimmen Qualität und
ökologisches Denken die Garteneinrichtung. u SEITE 11
St. Galler Tagblatt . Thurgauer Zeitung . Appenzeller Zeitung . Toggenburger Tagblatt . Der Rheintaler . Wiler Zeitung . Liechtensteiner Vaterland . Werdenberger &
Obertoggenburger . Rheintalische Volkszeitung
Beilage vom 17. April 2014
Wohnen 3
Donnerstag, 17. April 2014
Wohnen wird Mode
Diesen Frühling wohnen wir vor allem frisch, sanft und weiblich. Die neuen Wohntrends sind denn auch so vielfältig wie die auf dem Laufsteg
und mindestens so glamourös. Insgesamt wird der Wohnstil unkomplizierter, und die Farbe Rosa feiert ein eindrückliches Comeback.
MARIANNE KOHLER
Wohnen ist Mode geworden. Der
Beweis dafür ist immer wieder­
kehrende Fülle von neuen Wohn­
trends, sinnlichen Farben, inte­
ressanten Stoffen und kreativen
Stilinspirationen. Auch eröffnen
immer mehr kleine und grössere
Wohnboutiquen ihre Türen und
Wohnzeitschriften, und Design­
blogs erfreuen sich an schnell
wachsenden Leserzahlen. Ein­
richten hat definitiv einen Platz
in der ersten Reihe in Sachen
Lifestyle und Lebensqualität er­
gattert. Klar, wechseln wir nicht
dauernd die ganze Möblierung.
Aber das machen wir ja auch
nicht mit der Garderobe. Wir er­
gänzen, freuen uns an einem neu­
en, tollen Stück oder stylen das
Outfit von letzter Saison mit
starken Accessoires frisch auf.
Genauso geht das mit dem
Wohnen. Die wichtigsten Unter­
schiede zur Mode sind: Wohnen
ist alterslos, und zum Einrichten
braucht es keine Grösse Zero,
wie bei schicken Designerklamot­
ten, damit es gut wirkt. Und
tatsächlich kann man überall
schön wohnen, von der kleinen
Studentenbude über die Drei­
zimmerwohnung bis zum gros­
sen Loft oder zur eleganten Villa.
Es gibt kein Diktat der Designer
und Möbelhäuser, sondern viel­
mehr Anstösse für individuelle
Wohnlösungen und haufenweise
Inspirationen.
Zauberhafte Frühlingsboten
Mit dem Frühling ziehen auch
zu Hause seine charmantesten
Boten ein. Blüten und Blumen,
Vögel, Schmetterlinge, Käfer und
Bienen. Sie kokettieren mit der
Leichtigkeit des Seins und zieren
vor allem Stoffe, Tapeten und
Wohnaccessoires. Die Schweizer
Textilfirma Création Baumann
etwa widmet eine ganze Minikol­
lektion dem Frühling mit frechen
Vögeln, flatterhaften Schmetter­
lingen oder üppigen Blüten, ge­
druckt auf transparentem Voile
und edlem Satin. Da ist zum Bei­
spiel auch eine Leuchte, die Tweet
heisst und ein goldener Käfig
samt Vogel ist. Entworfen hat sie
der Designer Jake Phipps für die
italienische Firma Casamania.
So ziemlich alles, was blüht,
kriecht und fliegt, lieben die
schottischen Textildesigner von
Timorous Beasties und zaubern
damit ausserordentliche, moder­
ne Stoffe und Tapeten, die Tradi­
tion mit ein wenig Punk ver mischt
zeigen. In den grossen Möbel­
häusern finden wir Bettwäsche
mit Blüten, Kissen mit Käfern oder
Teller mit Vögeln. Damit lässt es
sich schnell und einfach ganz
schön viel Frühlingsstimmung
in jedem Raum kreieren.
Sanfte Farben
Beim Wohnen wie bei den Klei­
dern haben wir meist auf die
Farben Lust, die sich auch gerade
in der Natur zeigen. So geben
denn die typischen, sanften
Blütenfarben diesen Frühling
auch zu Hause den Ton an. Allen
voran ein zartes Rosa, das sich
ganz heimlich ein grosses Terri­
torium im Designbereich erobert
hat. Wir sitzen auf coolen rosa
Sofas, die angesagtesten Design­
objekte sind rosa und sogar
Wände erröten sanft. Und das al­
les ganz ohne Rüschen und Ro­
mantik. Denn zu Rosa und ande­
ren Make­up­Tönen werden oft
helles Holz, Metall, elegantes
Grau und viel Weiss kombiniert.
Auf der gegenüberliegenden
Seite des Farbkreises befindet
sich kühles Mint, auch diese Far­
be sorgt für sehr viel Frühlings­
Zartes Rosa hat sich ganz heimlich ein grosses Territorium im Designbereich erobert. Coole Sofas sind rosa, wie es dieses Beispiel aus dem dänischen Hause Muuto zeigt.
Nähe zur Architektur: Auch USM bekennt sich zu Wohnlichkeit und setzt hier auf Gelb.
Bilder: pd
Die Farbe Mint sorgt ebenfalls für Frühlingsfrische. Das weiss man auch bei «Society».
frische und ist nicht nur auf
Textilien anzutreffen, sondern
auch als Möbelfarbe. Damit alles
im harmonischen Gleichgewicht
bleibt, darf natürlich Gelb nicht
fehlen. Dieses strahlt so warm
und willkommen wie die ersten
Sonnenstrahlen und ist sehr be­
liebt als Polsterfarbe für Sofas
und Sessel.
Gold und Glamour
Wir lieben ihn wieder, den Lu­
xus, oder zumindest sein Äusse­
res. Denn es ist nicht alles Gold,
was glänzt – aber es glänzt zu
Hause! Möbel, Wohnaccessoires
und gar Stoffe zeigen sich von
ihrer glamourösesten Seite. Mit
einem Blick zurück in die Vierzi­
gerjahre werden Gold­, Bronze­,
Kupfer­ oder Messingtöne gerne
zu den sanften Frühlingfarben,
aber auch zu starken, sinnlichen
Sommerfarben und Materialien
wie Samt, Metall und Holz kom­
biniert. Sie sind eine Art Mode­
schmuck für den Raum.
Gar Klassiker, wie zum Bei­
spiel die Componibili­Kunststoff­
möbel von Kartell, sind neu zur
Möbelmesse in Mailand in Gold
und Silber aufgelegt. Eine ande­
re Neuheit, die in Mailand aufge­
fallen ist, ist das Sitzmöbel La
Serenissima von Daniele Bortot­
to und Georgia Zanellato für
Moroso. Die Stoffe sind von Ru­
belli, sie wurden gestaltet nach
Impressionen von Mauern und
Stimmungen von Venedig. Zu
Glamour und Wohnlichkeit be­
Es blüht, kriecht und fliegt bei den schottischen Textildesignern von Timorous Beasties.
kennt sich auch die Firma USM,
ohne dabei ihre Stilfestigkeit und
Nähe zur Architektur zu verlie­
ren. Sie haben sich vom Schwei­
zer Designstudio Atelier Oï nicht
nur den glamourösen Messestand
in Mailand entwerfen lassen, son­
dern gleich auch ein neues Kon­
zept in Sachen Farben, Materi­
alien und persönliche Wohnstile.
Ganz schön natürlich
Und wie immer, wenn es um
neue Trends geht, sind starke Ge­
gensätze zu spüren. Trends sind
nämlich wie die Auslage eines
Bonbongeschäfts, das Angebot ist
gross und ver führerisch, und es
hat für alle etwas dabei. Die neue
Natürlichkeit und die Liebe zum
Einfachen, Handwerklichen und
Ursprünglichen ist diesen Früh­
ling nämlich auch sehr wichtig.
Viel helles, roh belassenes Holz
bietet sozusagen die Basis. Dazu
kommt echtes edles Leinen, als
Bett­ oder Tischwäsche und zwar
in allen möglichen Farbtönen.
Selbst gekochte Mahlzeiten, nach
Rezepten von nordischen Trend­
köchen, werden auf grossen Holz­
brettern oder in edler, hand­
getöpferter Keramik serviert.
Man sitzt auf Holzstühlen an
grossen hellen Tischen, darüber
strahlen Industrieleuchten oder
mundgeblasene Glaslampen. Wir
entspannen auf dänischen Ses­
seln und Sofas, pflanzen Kräuter
auf den Balkon, stricken oder
werken wieder und sind ganz
einfach gerne zu Hause.
Und weil der Frühling schon
der halbe Sommer ist, heissen wir
diesen auch schon willkommen.
Korallenrot wird eine der wich­
tigsten neuen Sommerfarben, die
Schmetterlinge und Vögel tanzen
und trillern weiter, wenn auch
eher im Sambarhythmus, die
Blütenpracht wuchert in paradie­
sischer Üppigkeit, und der Wohn­
stil wird unkomplizierter. Wir
öffnen die Fenster und stellen
auch mal, zur Auflockerung, ein
Gartenmöbel in die Wohnung.
Wie im Süden schaffen wir
Schatten mit Jalousien oder Vor­
hängen, legen farbige Kelim­
teppiche auf den Boden, Leinen­
plaids aufs Bett und decken den
Tisch, drinnen und draussen, mit
farbigem Keramikgeschirr.
4 Wohnen
Donnerstag, 17. April 2014
Erholsamer Schlaf im Inspirierende Auswahl Die alte Treppe durch
individuellen Bett
an Naturholzböden eine neue ersetzen
W
er seinen Körper scho­
nen will, der sollte sich
ein neues Bett gönnen,
nämlich das «Bett komplett». Im ru­
higen Studio der Firma sleep&more
können Wasserbetten, Matratzen
der Marke Tempur und individuel­
le Matratzen getestet werden. Der
Besuch von sleep&more kann mit
einem Besuch der Auf&Zu­Studios
verbunden werden. Beide Firmen
haben eine Niederlassung in Feld­
kirch, die Auf&Zu GmbH hat auch
Schauräume in Dintikon und in der
Bauarena Volketswil. Bei Auf&Zu
helfen Beratungsprofis bei der Pla­
nung des ganz persönlichen Bet­
B
tes, das individuell gefertigt wird.
Bei beiden Firmen profitieren Kun­
den von elf Prozent Preisreduktion
auf Betten. Wer sich dann für ein
Bett entschieden hat, bekommt
es komplett in einer Lieferung und
wird schon nach der ersten Nacht
erholt den Tag beginnen. (pd)
sleep&more
A-6800 Feldkirch
Telefon +43 676 639 7195
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AUF&ZU GmbH
5606 Dintikon
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Bild: pd
Naturholzböden bieten überzeugende innenarchitektonische Lösungen.
A
Bild: pd
Gute Betten schonen den Körper, so dass der Tag erholt beginnen kann.
ls einer der schönsten Aus­
stellungsräume der Schweiz
bietet das Stia­Parkettstu­
dio eine einmalige Auswahl an Na­
turholzböden und Naturholzplat­
ten. Seit 2006 ist das Unternehmen
mit den weltbekannten Admonter
Landhausdielen und Naturholz­
platten erfolgreich. 20 Holzarten
und über 100 Farbvarianten stehen
zur Auswahl. In Kombination mit
der Stia­Eigenmarke ethnofloor
verfügen Bauherren, Architekten,
Fachhändler und Handwerker über
ein eindrückliches Spektrum an
innenarchitektonischen Lösungen.
Das gesamte Angebot stammt
ausschliesslich aus nachhaltig be­
wirtschafteten europäischen Wäl­
dern. Das Stia­Parkettstudio wurde
mit Eigenprodukten ausgestattet
und ermöglicht somit authentische
Inspirationen. Modern eingerichte­
te Besprechungsräume erlauben
individuelle Beratungsgespräche
und Planungssitzungen. (pd)
STIA Schweiz AG
Werkstrasse 2
9444 Diepoldsau
Telefon 071 737 70 90
www.stia.ch
ei alten Häusern der 60er­
und 70er­Jahre kommt
irgendwann der Zeitpunkt,
an dem grössere Renovierungs­
arbeiten anstehen, beispielsweise
eine ausgetretene alte Treppen­
anlage. Dabei ist neben einer Aus­
besserung einzelner Stufen der
komplette Austausch der Anlage
eine durchaus überlegenswer­
te Variante. Je nach Zustand der
Treppe ist der Preis für eine neue
Treppenanlage oft günstiger als
eine Renovierung. Sind Grundris­
sänderungen vorgesehen, ist die
Prüfung durch einen Fachmann auf
jeden Fall empfehlenswert. Gerade
bei alten Häusern liegen meist kei­
ne Baupläne mehr vor. Da aber bei
der Verlegung eines Treppenauf­
ganges auch immer die Statik von
Decke und Wand berücksichtigt
werden muss, ist eine fachgerech­
te Klärung dieser Fragen ratsam.
Welche Vorschriften und Normen
noch beachtet werden müssen, wie
viel Platz eine gut begehbare Trep­
pe benötigt und was sonst noch
bei Treppen berücksichtigt werden
sollte, darüber informiert der Rat­
Bild: pd
Auch Treppen nutzen sich ab.
geber «Treppen­ABC». Ein nützli­
ches Hilfsmittel, das auch ausführ­
liche Checklisten enthält, damit
bei der Planung und Auswahl an
alles gedacht wird. Den Ratgeber
gibt es kostenlos bei der Keller
Treppenbau AG. (pd)
Keller Treppenbau AG
Lerchensangstrasse 13
8552 Felben-Wellhausen
Telefon 052 765 35 35
www.keller-treppen.ch
Anzeigen
Redaktion: Andreas Ditaranto,
Tobias Söldi, Rabea Huber
Layout: Sina Item, Raffaela Breda
Verlag und Druck:
St. Galler Tagblatt AG
Fürstenlandstrasse 122
9001 St. Gallen
Telefon 071 272 78 88
Gemeinsame Beilage von St. Galler Tagblatt
Stadt St. Gallen, Gossau und Umgebung,
St. Galler Tagblatt Region Rorschach,
Thurgauer Zeitung, Appenzeller Zeitung,
Wiler Zeitung – Der Volksfreund, Der Rhein­
taler und Toggenburger Tagblatt, Werden­
berger & Obertoggenburger, Rheintalische
Volkszeitung, Liechtensteiner Vaterland
Inserate:
Publicitas AG
9001 St. Gallen
Telefon 071 221 00 21
Leiterin Verkauf Beilagen:
Gabriela Kuster
Wohnen 5
Donnerstag, 17. April 2014
Tischkultur –
das Auge isst mit
Die Zeiten sind vorbei, zu denen der Essplatz nur an Festtagen
herausgeputzt wurde. Heute beeindruckt auch die Tischwäsche für
den alltäglichen Gebrauch durch attraktive, wohnliche Musterungen.
ROSMARIE ZEINER/TEXTIL-REVUE
Kombinieren heisst das Zauber­
wort, wenn es um Tischkultur
geht. Tischtücher werden mit
Läufern, Sets und vielen Acces­
soires ergänzt. Statt kühlem
Weiss sind sanfte Noncolours,
kräftige Farben und markante
Dessins angesagt.
Die Möbelindustrie rückt den
Tisch wieder in den Mittelpunkt
des gesellschaftlichen Lebens.
Unterschiedliche Holzarten und
Formen schaffen Individualität.
Nun will man natürlich die schö­
nen Tische zeigen und nicht un­
ter langen Tischtüchern verber­
gen. Daher sind Läufer und Sets
im Kommen. Neben eleganter
Webware mit raffinierten Mus­
tern sind es Dessins im Digital­
druck und Ombrés, die vor allem
von jüngeren Leuten bevorzugt
werden. Sets sind unkompliziert,
können ohne grosse Kosten aus­
gewechselt und immer neu kom­
biniert werden. Dazu gibt es viel­
fach passende Servietten und
­ringe, Kissen, Gläser und Porzel­
lan. Auch für Tische im Garten
sind Läufer und Sets ideal.
Hochwertige Materialien, edle
Schaft­ und Jacquardmuster in
eleganten Noncolours, Unis in
zarten oder kräftigen Farben
schmücken das Esszimmer und
machen aus einer einfachen
Mahlzeit etwas Besonderes. Ob
man sich an graphischen, geome­
trischen Dessins oder eher tradi­
tionellen Mustern orientiert –
wichtig ist, dass die Tischwäsche
pflegeleicht ist. Fleckenschutz
und bügelfreie Ausrüstung gehö­
ren heute zum Standard. Bei den
Materialien werden neben Natur­
fasern vor allem pflegeleichte Po­
lyesterqualitäten in Naturoptiken
gesucht. Sie müssen etwas Stand
haben und sich gut anfühlen.
Farbe, Flair und Liebe zum Detail
Bilder: Sander
Edle Noncolours: Die Tischwäsche zeichnet sich durch raffinierte Web- und Bindungseffekte aus.
Die Biologie und die natürliche
Umgebung werden zum neuen
Gestaltungselement auch im
Bereich der Tischwäsche. Klar
gezeichnete florale Motive ma­
chen auf fein strukturierten
Fonds gute Figur und werden mit
Unis oder graphischen und geo­
metrischen Motiven ergänzt.
Blumen – gross oder klein, fili­
gran oder üppig, naturalistisch
oder verfremdet – finden sich
auf Tischdecken, Sets und Läu­
fern im In­ und Outdoorbereich.
Die floralen Dessins spielen sich
gedruckt oder als Jacquards in
den Vordergrund, verbinden sich
Die Natur liefert hier das Motiv.
mit Unis und neuen Webdessins
und zeigen sich auch auf Kissen,
Küchen­ und Gläsertüchern so­
wie anderen Accessoires. Neben
weichen Pastells und raffinierten
Noncolours sind es die kräftigen
Nuancen, die perfekt kombinier­
bar sind. Sie werden durch ver­
schiedene Konfektionsvarianten,
Webborten,
Festonstiche,
dezente Bordüren, raffinierte
Karos und Streifen wirkungsvoll
ergänzt. Authentisches gehört
ebenso zur neuen Ess­ und Tisch­
kultur. Daher sind handwerkliche
Aspekte nicht zufällig, sondern
sehr gewünscht. (red./tr)
Wo Textiltrends präsentiert werden
Die weltweite Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien findet jeweils in Frankfurt statt. Über 2700 Aussteller zeigten auf der «Heimtextil 2014»
aktuelle Tendenzen auf in punkto Farben, Mustern, Materialien und Techniken – ein eindrucksvolles Panorama an textilen Designprodukten.
Produktgruppenübergreifend
war der Trend zur Farbe auf der
«Heimtextil» in Frankfurt un­
übersehbar: Man bekennt sich
zu ausdrucksvollen Tönen wie
Petrol, Fuchsie, Lind, Honig, Tür­
kis­ oder Königsblau, kombiniert
sie jedoch oft mit Weiss, Crème
oder Grau, damit sie nicht «laut»
wirken. Bei feineren Stoffen sind
die Farben häufig Ton in Ton ab­
gestimmt.
Immer öfter werden Muster bei
Stoffen und Tapeten im Digital­
druck hergestellt. Besonders Vor­
hänge und Gardinen sowie Bett­
und Tischwäsche sind im Fokus
der Digitaldruckanbieter.
Dessins für jeden Geschmack
Sie führen die Hitliste an unter
den Stoffdekors: Blumen und Blü­
ten in jedem Stil und jeder Grös­
se, vom zierlichen Streublümchen
bis zur malerischen Riesenblüte
im Warhol­Stil. Auch Tiere sind
nach wie vor präsent auf Deko­
stoffen und Kissenbezügen. Zarte
Wesen wie Schmetterlinge, Käfer
oder Libellen erobern die Wohn­
textilien. Konkurrenz machen ih­
nen phantasievolle Barockdessins
wie Arabesken oder Medaillons
und klassische Bordürendekore,
häufig leicht verfremdet oder auch
unscharf verwischt, sie alle zu­
meist in modernen, zeitgemässen
Tönen. Immer mehr Stoffe weisen
reliefartige Strukturoberflächen
auf, vom feinen Rips bis zum Clo­
qué­Gewebe. Auch die gezeigten
Bezugstoffe beeindruckten durch
ihre Vielfalt. Besonders zahlreich
waren Kollektionen mit abge­
stimmten Kleinmustern zu sehen,
die sich gut in einer Sitzgruppe
kombinieren oder für Zusatzkis­
sen verwenden lassen. Ein Gros­
steil der Stoffe hat reliefartige
Oberflächen (Rippen, Rauten,
Karrés, Kreise, Floraldekors), die
auch einem einfarbigen Stoff Cha­
rakter verleihen.
Schönes Gewand für die Wand
Sie setzt ihren Siegeszug un­
aufhaltsam fort: die Tapete. Vor
einigen Jahren noch als altmo­
disch abgestempelt, ist sie zum
modischen und äusserst be­
gehrten Gestaltungselement ge­
worden. Die Musterskala reicht
vom feinen Craquelé­Dekor über
ungewöhnlich phantasievolle
Geometriedessins, von moderni­
sierten Klassikdekors bis zu eth­
nischen Motiven, von Tapeten mit
geheimnisvoll verschwommenen
Farbverläufen bis zu grossflä­
chigen, poppigen Wandbild­
dekors. Die Natur dient häufig als
Vorbild – in Form von Blüten,
Ranken, Borken, Steinen, Holz
oder Kroko. Für den Boden wie­
derum sind kuschelige Hochflor­
teppiche beliebt. Hier dominie­
ren gedämpfte, sanfte Töne.
Was für die Dekostoffe gilt,
lässt sich auch für die Bettwäsche
sagen: Florales ist «in». Bett­ und
Kissenbezüge sind mit Blüten­
blättern, Romantikblümchen
oder Sträusschen übersät oder es
ranken sich langstielige, grosse
Blumen in kräftigen Farben über
den Stoff. Daneben sieht man
Streifen jeder Art: von bunt ge­
mixt für das «junge Bett» bis zu
eleganten Ton­in­Ton­Satinstrei­
fen. Einfarbige Bettwäsche prä­
sentiert sich mit Webmustern
vom feinsten Piqué bis zum kräf­
tig strukturierten Cloqué. Bei den
Decken schliesslich fallen viel Ge­
stricktes und Ton in Ton Gemus­
tertes ins Auge. (red./pd)
Bilder: pd
Bei den Haustextilien kristallisierten sich an der Heimtextil 2014 unter anderem lebendige Grün- und Naturtöne mit klaren Akzenten, und oft verbunden mit modernen Druck- und Webtechniken, als Trend heraus.
6 Wohnen
Donnerstag, 17. April 2014
Einkaufsparadies für Für traumhaften und Kompetente Hilfe
Profis und Tüftler
tiefen Schlaf
beim Bauprojekt
A
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Quadratmetern, unterteilt
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stehen qualitativ hochstehende
Produkte zu einem Preis, der ein
optimales Preis-Leistungs-Verhältnis verspricht und dieses mit
zwölf Prozent Tiefpreisgarantie
auch hält. Profis, die ihr Handwerk verstehen, beraten stets
kompetent und freundlich und
stehen mit Rat und Tat zur Seite. Besonders aktuell ist zurzeit
der Stadtgarten. Hier werden
Gartengeräte, Pflanzen, Zubehör
sowie Gartenbaustoffe in Bauhaus-Qualität für Garten, Balkon
und Terrasse angeboten. Neu
im Bauhaus findet sich die Marke Piardino, die für Pflanzen und
Pflanzgefässe steht. Sie bringt
Produkte in Gärtnerqualität auf
Fachhandelsniveau in die Gärten.
Die neuen Sommermöbel und
Grills sind ebenfalls eingetroffen.
Anzeigen
B
Bild: pd
Zum Verkauf stehen Gartenmöbel.
Die grosse Auswahl bedient jeden
Geschmack und jedes Portemonnaie. Bauhaus ist ein einzigartiges
Einkaufsparadies für Heimwerker,
Profis und Tüftler. (pd)
BAUHAUS
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oxspring-Betten
erleben
im Moment einen absoluten Boom. Beinahe jedes
Betten- und Möbelgeschäft hat
eines oder gleich mehrere dieser
Produkte im Angebot. Die Preisspanne bewegt sich zwischen
«fast geschenkt» bis hin zur grösseren Investition. Und was den
Kaufentscheid noch schwieriger
gestaltet ist die Tatsache, dass
alle Produkte ähnlich aussehen.
Es muss also – auch hier – auf
die «inneren Werte» ankommen.
Diese sind nicht auf den ersten
Blick ersichtlich, entscheiden aber
über Komfort und Langlebigkeit.
Das Bettenhaus Thönig hat als
Boxspring-Partner das niederländische Traditionsunternehmen
Kuperus gewählt. Über 100 Jahre Erfahrung und eine Produktion, die fast ausschliesslich auf
Handarbeit beruht, garantieren
qualitativ hochwertige Betten.
Gleichzeitig ist das Design edel
und zeitlos. Exklusiv bietet das
Kuperus-Boxspringbett
eine
massgeschneiderte Matratze an.
D
er Traum vom Haus – wer
sich den Wunsch vom Eigenheim erfüllen möchte, sollte
zuerst einige wichtige Rahmenbedingungen
berücksichtigen.
Ob Bau- oder Kaufkosten, je nach
vorhandenem Kapital verpflichtet
man sich für viele Jahre, Hypothekarzinsen zu tilgen. Ein versierter
Partner wie Swisshaus AG informiert und unterstützt kompetent
bereits bei ersten Abklärungen vor
dem Gang zum Finanzinstitut. Ne-
Die Wahl zwischen soft, mittel
oder hart entfällt. Die Federkernmatratze wird zonenweise individuell zusammengestellt. (pd)
ben den individuellen Wünschen
und den verfügbaren finanziellen
Mitteln haben auch Architektur,
Lage und Form des Grundstücks,
das Baureglement oder Ausnutzungsbestimmungen Einfluss auf
das Bauprojekt. Als Generalunternehmen begleitet Swisshaus AG
Bauinteressenten in allen Belangen
rund um die Planung und Realisierung ihres Ein- oder Mehrfamilienhauses. Von der Gestaltungsidee
bis zur sorgfältigen Umsetzung
und darüber hinaus garantiert der
Baupartner einen termingerechten Bauablauf. Ein Festpreis bietet
Kostensicherheit, und für Qualität
bürgt ein zusätzliches Jahr Garantie, die bei Swisshaus für Einfamilienhäuser ein Jahr länger dauert als
die SIA-Norm 118 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins vorschreibt. (pd)
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Bild: pd
Viele träumen vom eigenen Haus.
Wohnen 7
Donnerstag, 17. April 2014
Bild: Benjamin Manser
Hier wird gegessen, hier werden aber auch Ideen ausgebrütet: Dani Ziegler am Holztisch in der Küche.
Ein Esstisch fürs
Brainstorming
Man kennt ihn als griesgrämigen Konterpart bei «Giacobbo/Müller»,
doch im «wahren Leben» ist Dani Ziegler ein geselliger Typ mit vielen
Ideen. Diese entwickelt der Bühnenprofi meist am heimischen Esstisch.
ANDREAS DITARANTO
Die Rolle des mürrischen Musikers scheint ihm auf den Leib geschrieben zu sein: Ob in der sonntäglichen Satiresendung «Giacobbo/Müller» oder bei den gemeinsam Auftritten mit seinem Jugendfreund und Kabarettisten Simon Enzler, Dani Ziegler mimt
den unzufriedenen und nörgelnden Bassisten nahezu perfekt –
und das mehr als glaubwürdig.
«Viele Leute denken, ich sei privat auch so», sagt der Bühnenprofi und lächelt freundlich. Auf den
«privaten» Dani Ziegler trifft man
Anzeige
unter anderem in seiner Wohnung in Herisau. Aufgewachsen
in Gais, wohnt er dort seit 2008
zusammen mit seiner Freundin
und deren beiden Töchtern. Die
freie Zeit verbringt er zuhause am
liebsten in der Küche, genauer
am Esstisch – seinem LieblingsMöbelstück. Da wird nicht nur
mit den Liebsten getafelt, am Esstisch liest der ausgebildete
Jazzer gerne oder sammelt Ideen
für seine humoristischen SoloGalavorstellungen – Brainstorming in der gemütlichen Küche.
«Ich suchte schon seit längerem nach einem geeigneten
Tisch für mehrere Personen», erklärt Dani Ziegler. Den alten,
wackligen Küchentisch konnte
er dann vor zwei Jahren durch
den massiven Holztisch ersetzen.
Überhaupt hat der Mann mit dem
Rossschwanz als Markenzeichen
klare Vorstellungen, welche Möbelstücke er demnächst mal
auswechseln will. «Die habe ich
ausgemessen, fotografiert und
auf dem Handy gespeichert. So
kann ich sofort zugreifen, wenn
ich etwas finde», berichtet der
40-Jährige. Beim Esstisch hat
sich diese Vorgehensweise jedenfalls schon mal gelohnt.
Bild: Benjamin Manser
An Pepe Lienhards Lieblings-Möbelstück nehmen seine Freunde Platz, wenn Fussball geschaut wird.
Die «Kicker»
der Tafelrunde
Pepe Lienhard ist eine feste Grösse im Showbiz. Der Bandleader ist aber
auch glühender Fussball-Fan. Zuhause hat er sich eine gemütliche
TV-Lounge eingerichtet, mit genügend Platz für seine Kicker-Freunde.
ANDREAS DITARANTO
Als Musiker scheint Pepe Lienhard rastlos, viele Tage im Jahr ist
er unterwegs mit seiner Big-Band
oder dem Orchester. Rastlos
schien auch die Suche nach einem
trauten Heim für sich und seine
Frau Christine. Fündig wurden
die beiden letztlich in Frauenfeld,
seit Dezember 2011 wohnen sie in
einem romantischen Bauernhaus. Hier kann der Bandleader
entspannen, neue Energie tanken
– und Fussball schauen.
Wenn ein Grossanlass wie eine WM stattfindet oder Champi-
ons-League-Spiele gezeigt werden, ist der frühere Hobby-Kicker
und FC-Bayern-Anhänger –
«nicht erst seit dieser Saison!» –
in seinem Element. Dann findet
man Pepe Lienhard meist mit
guten Freunden auf dem umgebauten Heuboden mit «StadionAtmosphäre» – dank Beamer und
Lautsprechern. Dort befindet sich
auch Lienhards Lieblings-Möbelstück: ein massiver Tisch aus
Messing mit Tuffsteinplatten. Es
wird getafelt und mitgefiebert.
«Ich habe schon einige Male gezügelt, doch dieser Tisch musste
immer mit», sagt der 68-Jährige.
Das Möbelstück hat eine spezielle Geschichte. 1981 wohnte
Lienhard in Ascona und war für
Aufnahmen in den «Stone Castle
Studios» bei Como. Dort sah er
den Tisch und war begeistert.
Schliesslich konnte er ihn dem
Schlossherrn und Studiobesitzer
abkaufen. «Mit jedem Umzug hat
der Tisch an Charakter gewonnen», erzählt Pepe Lienhard. Nur
die Stühle musste er ersetzen – der
Vogelfreund besass früher ein
paar Papageien, die sich an den
Lehnen «verköstigten». Die aktuellen Stühle haben übrigens einen
Modellnamen: Frank Sinatra.
Wohnen 9
Donnerstag, 17. April 2014
Bild: Fotolia
Schon in der Antike verschönerten Mosaike Böden und Wände. Und noch heute erfreuen sich die bunten Steinchen grosser Beliebtheit. Nur die Motive haben sich ein wenig geändert.
Akzente setzen mit Mosaiken
Mosaike geben einer Wohnung einen besonderen, individuellen Touch. Nicht nur Böden, auch Wände, Tische und ganze Badezimmer werden
wieder zunehmend mit kleinen, farbigen Mosaiksteinchen geschmückt. Sie sorgen für ein ästhetisches und edles Raumerlebnis.
gehobenen sozialen Schicht mit
den bunten Steinchen. Aus vielen
Kleinteilen entstanden sagenhafte Götter, übermächtige Helden und wilde Tiere.
Während das Prinzip des Mosaiks über Jahrtausende dasselbe
geblieben ist, haben sich die Motive gewandelt: Geometrische
Muster, Farbverläufe vom Dunkeln ins Helle, Streifen, Motive aus
Flora und Fauna oder Ornamente
scheinen den heutigen Geschmack viel eher zu treffen als
eine mit einem wehenden Umhang bekleidete römische Göttin
oder ein muskelbepackter, mit
Schwert und Schild bewaffneter
Kämpfer.
TOBIAS SÖLDI
Den Anfang jedes Mosaiks macht
ein unscheinbares Steinchen. Erst
in der Nachbarschaft von hunderten weiteren, kunstvoll nebeneinander angeordneten Mosaikteilchen entwickelt es eine ganz eigene Strahlkraft. Schon die alten
Griechen und Römer erlagen dieser. Und sie hält an: Heute leuchten Mosaike stärker denn je.
«Glas- und Keramikmosaike haben unter Lichteinfall eine ganz
besondere, wunderschöne Wirkung», erklärt Boris Schedler, Geschäftsführer Verlegearbeiten bei
Plättli Ganz in St. Gallen.
Mosaike finden heutzutage in
der Wohnungsgestaltung wieder
vermehrt Verwendung. Das hat
auch Reto Cecchinato, Geschäftsleiter des St. Galler Unternehmens
Keller + Cecchinato AG, festgestellt: «Vor etwa 20 Jahren waren
Mosaike sehr beliebt, dann ist
der Trend etwas abgeflaut. Zurzeit werden sie aber wieder vermehrt nachgefragt.» Der Grund
dieses Aufschwungs liegt für
den Unternehmer auf der Hand:
«Ein Mosaik ist einfach schön
anzusehen.» Auch Anja Bartelt,
Ausstellungsberaterin Wohnbereich bei Richner in St. Gallen,
spricht von einem neuen Trend.
«Mosaike sind sehr beliebt, um
Wände zu unterbrechen und Akzente zu setzen.»
Helden und Götter
Wer sich entscheidet, seine
Wohnung mit einem Mosaik zu
schmücken, der wandelt bald
durch eine traditionsreiche Umgebung. Schon im Altertum wurden Mosaike genutzt. Im zweiten
vorchristlichen Jahrhundert, einer ersten Blütezeit des Mosaiks,
wurden grosse Bildmotive, die
den Boden eines ganzen Raumes
bedecken konnten, hergestellt.
Besonders bei den Römern waren
Mosaike weit verbreitet. Sie verzierten zahlreiche Fussböden
oder Wände in Wohnbauten der
Bild: Plättli Ganz
Besonders beliebt sind Mosaike im Wellness-Bereich, wo sie für eine gemütliche Atmosphäre sorgen.
Bild: Richner
Warme, erdige Naturtöne liegen im Trend. Immer gefragt sind aber auch weisse, schlichte Mosaike.
Phantasie ohne Grenzen
Wie bei so vielem hat auch derjenige, der sein trautes Heim mit
einem Mosaik verschönern möchte, die Qual der Wahl. Bartelt bestätigt das: «Mosaike sind sehr
vielseitig. Man kann mit Farben
und Formen spielen. Da ist manch
ein Kunde um unsere Beratung
froh.» Es gibt kleine und grosse,
eckige und runde, geschwungene
und regelmässige Mosaike. Und
das alles natürlich in verschiedensten Farben. «Im Trend liegen
warme, erdige Naturtöne», stellt
Bartelt fest. Stets gefragt sind
auch weisse, schlichte und ruhige
Mosaike. «Akzente werden dann
mit Accessoires wie Pflanzen
oder einem Teppich zu setzen
versucht.»
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bei Plättli Ganz, bei
Richner und der Keller + Cecchinato AG können Kunden sogar Fotos einscannen, die dann als Mosaik verlegt werden. «Die gestalterische Freiheit ist schier unendlich», sagt Boris Schedler. In
Swimmingpools fänden sich zum
Beispiel auch gerne einmal Mosaike mit Delphinen, Fischen oder
Schnecken.
Besonders beliebt sind die
kleinteiligen Werke im Wellnessbereich. In der eigenen Dusche,
in der Sauna, im Dampfbad oder
im Swimmingpool kann ein Mosaik für eine gemütliche Atmosphäre sorgen.
Rutschfeste Mosaike
Neben ihrer ästhetischen Qualität haben Mosaike in der Nasszone auch nicht zu unterschätzende praktische Vorzüge: Die Fugen zwischen den einzelnen Teilchen bilden einen angenehmen
Untergrund für die Füsse und bewahren dank ihrer Rutschfestigkeit vor manch böse endendem
Sturz auf den nassen Boden. Auch
in öffentlichen Bädern kommen
die Mosaiksteinchen zum Zuge.
Plättli Ganz etwa hat neben Fitnessparks in Winterthur und
Zürich auch den Bad- und Wellnessbereich im Säntispark in Abtwil mit dezenten Mosaiken eingekleidet. «Unsere Kunden sind
Private wie auch grössere Unternehmen», sagt Schedler.
Speziell und exklusiv
Mosaike tauchen aber nicht
mehr nur in Badezimmern auf.
Die Steinchen verteilen sich rasch
im ganzen Haus. Im Esszimmer,
im Flur, in der Küche oder im
Wohnzimmer sorgen sie für besondere Akzente. Seltener
bedecken Mosaike dort ganze
Wände oder Böden. Die raue
Oberfläche und die Fugen zwischen den einzelnen Teilchen erschweren die Reinigung. «Mosaike setzen hier vielmehr spannende Farbtupfer», erklärt Reto
Cecchinato. Sogar Möbel,
Tische, Arbeitsplatten oder Accessoires können mit den kleinen
Steinchen verschönert werden.
Bartelt, Cecchinato und
Schedler sind sich einig: Mosaike
sind hochwertig, speziell und exklusiv. Ihre Strahlkraft ist noch
immer ungebrochen. Und die römischen und griechischen Kenner aus der Antike hätten wohl
auch an den heutigen Mosaiken
noch ihre Freude. Auch ohne
Götter.
10 Wohnen
Donnerstag, 17. April 2014
Wohnträume mit
Profis umsetzen
Qualitätsdesigns für
den Garten
Bild: pd
Gärtnern auch auf
dem Balkon
Bild: pd
Bild: pd
Für das Möbelhaus Fretz ist die Einrichtung ein Spiegel der Persönlichkeit.
Ästhetik und Qualität sind wichtige Kriterien beim Kauf von Möbeln.
Pflanzen schaffen auf dem Balkon einen besondere Stimmung.
S
E
L
eit 100 Jahren ist das Einrichtungshaus Fretz aus Konstanz ein Garant für exklusive
Qualität im Wohnbereich. Kunden
können aus einer Vielfalt an hochwertigen Einrichtungen und WohnAccessoires, Leuchten, Teppichen
und Stoffen auswählen, die ein
persönliches Ambiente erschaffen
und zudem individuelle Akzente
setzen. Mit einem umfassenden
Dienstleistungsangebot begleitet
das Unternehmen seine Kundinnen
und Kunden von der ersten Idee
bis zum vollständigen Wohnkonzept. Geschultes Fachpersonal und
erfahrene Innenarchitekten setzen
die Visionen um – von der grundlegenden Planung über die Auswahl
von Material- und Farbmustern
bis zur konkreten Umsetzung. Die
Anzeigen
gegebenen Raumverhältnisse und
die individuelle Lebenssituation
werden dabei mitberücksichtigt.
Die Anlieferung und Montage der
Einrichtung beim Kunden zu Hause gehören ebenfalls zum Service.
Professionelles, pünktliches, sauberes und vertrauensvolles Arbeiten betrachtet das Möbelhaus
Fretz dabei als selbstverständlich. Die Monteure sind erfahrene,
geschulte Handwerker. Bei der
Terminierung von Lieferung und
Montage richtet sich das Team ausschliesslich nach den Bedürfnissen
der Kundinnen und Kunden. (pd)
Leopold Fretz GmbH
D-78462 Konstanz
Telefon +49(0)7531 92409-0
www.fretz.de
s ist ein verinnerlichter
Wunsch des Menschen, sich
im Freien aufzuhalten. Mehr
denn je findet das heute Ausdruck
in der Gestaltung der Aussenräume.
Waren es früher reine Nutz- oder
Funktionsmöbel, hat in den letzten
Jahren ein Innovationsschub eingesetzt und eine Vielzahl von Designrichtungen und Strömungen auf den
Markt gespült. Oft werden dabei die
Werte und Regeln vergessen, die
auch für den Innenbereich der Häuser und Wohnungen wichtig sind:
Schlichtheit, Funktionalität, Nachhaltigkeit in der Produktion und vor
allem die ästhetische Haltbarkeit
der Produkte. Neben Billigmöbeln
gibt es eine Fülle von Herstellern, die
sich seit vielen Jahren mit Material
und Form intensiv auseinanderset-
zen. Der Einsatz von hochwertigsten
Materialien wie Ökoholz, Edelstahl,
Alu, Stein oder intelligenten Mircofasern gibt den Möbeln die Wertigkeit für viele Jahre. Beim Dornbirner
Einrichtungsunternehmen Höttges
wird ausschliesslich mit Produkten
von Herstellern gearbeitet, die die
erwähnten Kriterien erfüllen. Topmarken wie B&B, Knoll International, Tribu, Coro, Kettal oder Paola
Lenti zählen zum Outdoor-Portfolio
des Unternehmens. Zu sehen sind
diese Highlights im Schauraum in
Dornbirn. (pd)
Höttges I Die Einrichter
Färbergasse 15
A-6850 Dornbirn
Telefon +43 (0)5572 22175
www.hoettges.at
ängere Tage, wärmere Temperaturen und viel Sonne – die
Pflanzen blühen, der Garten
ruft. Im Garten-Center der Roth
Pflanzen AG in Kesswil am Bodensee finden Gartenliebhaber auf
5600 Quadratmetern alles, was ihr
Herz begehrt. In diesem Jahr setzt
die Ausstellung den Schwerpunkt
auf Balkon-Gardening – also dem
Gärtnern auf dem eigenen Balkon
oder der Terrasse. Vielfältig bepflanzte Töpfe schaffen eine aussergewöhnliche Stimmung. Säulenobst, Beeren und Kräuter können
problemlos mit blühenden Pflanzen
kombiniert werden. In Hochbeeten und Pflanztrögen können etwa
Salate und Tomaten nebeneinander gezogen werden. Dekorative
Gehölze, Ziergräser und blühende
Stauden dazwischen machen das
Erscheinungsbild zu etwas Besonderem. Auch Ferienabwesenheiten sind heutzutage kein Problem
mehr. Mit einfachen Mitteln kann
das Giessen der Technik überlassen
werden: Mittels Tropfbewässerung
und automatischen Bewässerungsanlagen werden Pflanzen nie mehr
dursten, wenn ihre Besitzer in den
Ferien sind. Im Pflanzenparadies
können Interessierte unzählige Gestaltungsmöglichkeiten kennenlernen und sich fachkundig beraten
lassen. (pd)
Roth Pflanzen AG
Uttwilerstrasse
8593 Kesswil
Telefon 071 466 76 20
www.rothplanzen.ch
Wohnen 11
Donnerstag, 17. April 2014
Bild: Fotolia
Entspannen, Essen, Trinken: Im Garten verbringen wir gerne unsere Zeit. Entsprechend gemütlich will die grüne Oase gestaltet werden. Dabei hat man die Qual der Wahl.
Natürlichkeit und Qualität im Trend
Die Tage werden wärmer und länger, die Sonne lockt nach draussen. Gerade in urbaner Umgebung sind Gärten, Terrassen und Balkone kostbare
Wohnflächen, die mit viel Liebe eingerichtet werden wollen. Natürlichkeit, Qualität und ökologisches Bewusstsein werden dabei immer wichtiger.
TOBIAS SÖLDI
Ein Garten ist weit mehr als nur
eine grüne Wiese. Ein Garten ist
Wohnraum im Freien, er ist ein
Ort, wo man mit Freunden, Bekannten oder der Familie zusammensitzt, ein Schwätzchen hält,
isst und trinkt. Er ist ein Ort der
Erholung und der Freizeit. «Garten ist Lifestyle», heisst es bei der
renommierten Müllheimer Firma
Schaffner AG, einem Gartenmöbel-Hersteller. Und wo der Mensch
viel Zeit verbringt, will er es gemütlich haben. «Der Garten wird
zunehmend zu einer Oase, einem
Ort, wo man abschalten und für
sich sein kann», sagt Stefan Schär,
Verkaufsleiter der Möbel-PfisterFiliale St. Gallen. Entsprechend
wird viel Energie für die Gestaltung des Gartens aufgewendet.
Die Auswahl an Gartenmöbeln
und Accessoires ist riesig: Stühle,
Tische und Liegen verschiedenster Art stehen ebenso zum
Verkauf wie dekorative Skulpturen, plätschernde Brunnen
oder Schwimmteiche. Kreativität
ist gefragt, die persönliche Note
ist wichtig. «Bei der Balkon- und
Garteneinrichtung legen die Leute immer mehr Wert auf ein gewisses Design», sagt Schär.
Zunehmend macht sich bei der
Gestaltung des privaten Aussenraumes auch ökologisches Denken bemerkbar. Immer mehr Leute achten etwa darauf, die regionale Produktion zu unterstützen.
Schweizer Qualität steht hoch im
Kurs. Das Angebot etwa an Steinund Holzprodukten oder an Na-
turteichen unterstreicht das erstarkte Bedürfnis nach Naturnähe und Naturbelassenheit der
Garteneinrichtung. In einem
städtisch geprägten Umfeld wird
gerade der Garten so zunehmend
zu einem Ort, der eine Begegnung
mit der Natur ermöglicht.
Holz aus der Region
Ob für Gartenmöbel einheimisches Holz verwendet wurde oder
nicht, wird für einen Teil der Kunden zunehmend relevant. Die
Eberli Schreinerei AG aus Wiezikon liegt mit ihrem Angebot voll
im Trend. Für ihre Gartenmöbel,
Hotpots, Sichtschutzwände und
Holzroste greifen sie auf einheimisches Holz zurück. «In den letzten 15 Jahren ist das Interesse an
unseren Holzprodukten immer
stärker gestiegen», sagt Matthias
Eberli, Inhaber der Schreinerei.
Weil Holz ein Naturprodukt ist,
sei es besonders beliebt.
«Wir haben schon immer mit
einheimischem Holz gearbeitet»,
erinnert sich Eberli. Dass nun
immer mehr Leute sich dafür
interessieren, woher der Rohstoff
ihrer Sitzgelegenheiten oder ihrer
Tische kommt, freut den Geschäftsinhaber und sein Team –
nicht zuletzt, da hinter einem
Werk aus der Schreinerei viel Arbeit steckt. Der Aufwand hat seinen Preis. «Wir sind ein bisschen
teurer, aber unsere Kunden schätzen die Qualität und die Ästhetik
unserer Produkte.»
Naturstein wirbt für sich
Dass viele Leute gewillter sind,
auch einmal etwas mehr Geld für
die Gestaltung ihres Gartens in
die Hand zu nehmen, hat auch
Martin Schiess von HS Naturstein
festgestellt. «Wer einmal ein Haus
besitzt, will auch seinen Garten
schön und heimelig gestalten», ist
Entspannen im Garten
Ist der Garten erst einmal fertig
gestaltet, heisst es, das Werk zu
geniessen. In einer Hollywoodschaukel etwa lässt es sich sanft
wippend entspannen. Die früher
oft wild geblümten, farbigen Modelle sind schlichteren, moderneren Ausführungen gewichen.
Im Trend liegen in zwei separate
Sessel geteilte Hollywoodschaukeln, wobei die beiden Sessel an
einer gemeinsamen Stange hängen. So kann jeder und jede seine
eigene Schaukelgeschwindigkeit
und -höhe bestimmen. Nicht jeder Garten oder jeder Balkon aber
bietet genügend Platz für derartige Schaukeln. «In ländlichen Gebieten verkaufen sich Hollywoodschaukeln besser als in städtischen Regionen», erklärt Ayhan
Karabay, Bereichsleiter Garten bei
Bild: Eberli Schreinerei AG
Im Winter lässt sich der Garten in Hotpots geniessen.
Bild: Obi
Hollywoodschaukeln und LoungeMöbel laden ein zum Entspannen.
Obi St. Gallen. So verkaufen sich
Hollywoodschaukeln in der ObiFiliale in St. Gallen – nicht zuletzt
wegen der Nähe zu Appenzell –,
besser als etwa in Winterthur.
Junge Leute dagegen würden
zur Entspannung im Garten dagegen vermehrt auf LoungeGruppen denn auf Hollywood-
Bild: Schaffner AG
Kunden setzen vermehrt auf Qualität und Swissness.
schaukeln setzen. «Lounge-Möbel für den Garten sind vor allem
in den letzten drei bis vier Jahren
aufgekommen», sagt Karabay. Es
gibt sie in verschiedensten Kombinationen, Formen, Grössen und
Farben. Auch bei Möbel Pfister
verkaufen sich Lounge-Gruppen
gut. «Lounge-Möbel sind individuell zusammenstellbar, bequem
und wetterbeständig – ein Sofa
fürs Freie sozusagen», beschreibt
Stefan Schär, Verkaufsleiter bei
Möbel Pfister St. Gallen, die Vorzüge einer Lounge. Einen neuen
Trend könnten in diesem Jahr aufgehängte, frei schwingende Sessel setzen – sozusagen eine Variante der klassischen Hollywoodschaukel. «Diese sind stilvoll und
passen gut zu Designer-Möbeln»,
betont Karabay. (tos)
Schiess überzeugt. HS Naturstein
mit Sitz in Gossau verkauft zahlreiche verschiedene, importierte
Natursteinprodukte für den Garten: Tische, Brunnen, Sichtschutzwände, Skulpturen und mehr.
«Ein Natursteinprodukt ist eine einmalige Investition, die ein
Leben lang hält», erklärt Schiess.
Das habe sich in den letzten zehn
Jahren herumgesprochen. Statt
einem billigen Produkt kaufe
man heute lieber eines mit Qualität, eines, das hält und sich bewährt. Neben ihrer Langlebigkeit
kommen Steine aber auch dem
Bedürfnis nach Naturnähe und
Naturverbundenheit der Garteneinrichtung nach – ein Trend, von
dem auch HS Naturstein profitiert. Sie hätten in den letzten Jahren immer mehr Aufträge erhalten, ohne gross Werbung gemacht
zu haben, erklärt Schiess. «Der
Naturstein wirbt für sich.»
Stabil und doch schlicht
Mindestens so langlebig sind
die Betonmöbel der SAW Spannbetonwerk AG in Widnau. Der
St. Galler Designer Andreas Bechtiger hat in Zusammenarbeit mit
dem Rheintaler Unternehmen Tische, Stühle, Sessel, Hocker und
Liegen für den Aussenbereich
entworfen, die sich durch Eleganz
und Zeitlosigkeit auszeichnen.
Die Kollektion wurde letzten
Herbst lanciert. Bechtigers Idee
war es dabei auch, die Grenzen
des Materials auszuloten: kein
Element der Möbel sollte dicker
als vier Zentimeter werden. Das
ist ihm gelungen. So sind die Be-
Bild: HS Naturstein
Natursteine erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.
tonmöbel stabil und tragfähig,
aber dennoch schlicht.
Swissness ist Trend
Auf Qualität setzt auch die
Schaffner AG, die dieses Jahr ihren 60. Geburtstag feiert. Die Gartenmöbel der Firma werden alle
in der eigenen Manufaktur in
Müllheim hergestellt. Nur wenige Hersteller importieren nicht
aus dem Fernen Osten. «Swissness liegt im Trend. Viele Kunden
legen Wert darauf, ein qualitativ
hochwertiges Produkt zu kaufen,
das in der Schweiz hergestellt
worden ist», erklärt Daniela
Schwarz vom Thurgauer Unternehmen. Auch die Fachhändler,
die die Schaffner AG beliefert, teilen diese Meinung.
Die aktuelle Kollektion der
Schaffner AG zeichnet sich durch
peppige, knallige Farben aus. Rote, grüne, blaue und gelbe Stühle,
Liegen und Tische sorgen für frische Farbtupfer im Garten. «Mit
den neuen Farben wollen wir Produkte aufwerten und zu Hinguckern machen», erklärt Schwarz.
Auch das Gartensortiment bei
Möbel Pfister präsentiert sich in
verschiedenen Farben. «Wir haben viele sehr bunte Kollektionen
im Angebot», sagt Verkaufsleiter
Stefan Schär.
Die Gartengestaltung nimmt
bei vielen Leuten mittlerweile einen grossen Stellenwert ein. Qualität, Herkunft, Material und Farbe – alles will berücksichtigt werden. Der Garten ist eben mehr als
nur eine Wiese. Und er ist nicht
einfach nur grün.
Bild: Möbel Pfister
Hinter der Gartengestaltung steckt oft viel Aufwand.
12 Wohnen
Donnerstag, 17. April 2014
Bodenbelag exklusiv Innovative Lösungen Steine ganz neu
in der Region
gegen Insekten
kennenlernen
I
Bild: pd
Der Feinsteinzeugplatte Lastra 20 überzeugt optisch und funktional.
D
ie Terrasse und der Balkon
werden immer mehr zum
Wohn- und Lebensraum. Der
Bodenbelag soll dabei pflegeleicht,
rutschsicher, frostbeständig und
vor allem schön sein. Die Feinsteinzeugplatte Lastra 20 überzeugt optisch und funktional. Lastra 20 ist
für die Verwendung im Freien konzipiert. Sie lässt sich leicht verlegen
und weist mit 20 Millimetern Stärke
exzellente technische Eigenschaften auf. Die strukturierte Oberfläche
sorgt für Langlebigkeit und Sicherheit im Freien. Das Material ist resistent gegen Temperaturschwankungen, dauerhaft wasserabweisend
Anzeigen
und frostsicher. Lastra 20 kann trocken, traditionell und als Doppelboden verlegt werden. Die Produktlinie ist in der Region exklusiv bei
H+M Wohnkeramik erhältlich. In der
luftigen Ausstellung im Lova Center
in Vaduz kann sich jeder selbst ein
Bild über die möglichen Farben und
Formate machen. Herbert Marchner
und sein Team bieten eine kompetente Beratung – und den besten
Espresso der Region. (pd)
H+M Wohnkeramik
FL-9490 Vaduz
Telefon +423 232 85 00
www.wohnkeramik.li
nnovative und durchdachte Lösungen, wenn es um das Fernhalten von lästigen Insekten geht
– hierfür stehen Bruno Bösch und
sein Team seit über zehn Jahren.
Die Palette reicht von Rollos für
Fenster und Türen über Spannrahmen bis zu Schiebeanlagen und
Pendeltüren, die alle stets nach
Mass gefertigt, äusserst komfortabel und praktisch unsichtbar
sind. Das Sortiment wird durch
spezielle Pollenschutzgewebe erweitert, die auch dem geplagten
Allergiker einen erholsamen Schlaf
bei offenem Fenster bieten. Durch
massgefertigte Lichtschachtabdeckungen hat alles, was gern im Keller kreucht und fleucht, ebenfalls
keine Chance mehr. Lösungen gegen die Plagegeister gibt es meist
mehrere. Damit der Kunde die für
seine Ansprüche beste Lösung
bekommt, bietet die BB Insektenschutz eine kostenlose, unverbindliche Beratung vor Ort – ohne
Verpflichtung. Für Bruno Bösch ist
dies eine Selbstverständlichkeit
im Rahmen seines Service- und
S
Bild: pd
Insekten lassen sich fernhalten.
Dienstleistungspakets. Die Firma
mit Haupsitz in Gams hat auch eine Niederlassung in Neu St. Johann
sowie eine in Mauren im Fürstentum Liechtenstein. An allen drei Orten gibt es auch Showrooms. (pd)
BB Insektenschutz GmbH
Wildhauserstrasse 22
9473 Gams
Telefon 081 740 62 64
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eit der Mensch Häuser baut,
ist Stein ein wichtiges Grundmaterial. Stein ist dauerhaft,
witterungsbeständig und wartungsfrei. Heute bieten sich eine
Vielzahl von leicht zu verarbeitenden Steinen und Verblendern für
die Haus- und Gartengestaltung
an. Von Natursteinen aus Europa
und der ganzen Welt über Kunststeine aus Leichtbeton bis zu Klinker aus Ton – Art Stones bietet fast
unbeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten. Und weil die Schweiz
bekanntlich steinreich ist, wurde
das Sortiment von Art Stones mit
ausgewählten Steinen aus der
Schweiz ergänzt. Als Verblender
für Steinfassaden eignen sich insbesondere der Granit aus Andeer
(GR) oder der Quarzit vom San
Bernardino. Bei schweizweit über
30 Vertriebspartnern wird man in
nächster Nähe individuell beraten.
Noch bessere Eindrücke bietet die
Ausstellung in Eschen im Fürstentum Liechtenstein – eine der grössten ihrer Art. Begeistert, inspiriert
und fasziniert wird man Stein hier
ganz neu kennenlernen. (pd)
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www.artstones.ch
Bild: pd
Steine faszinieren und inspirieren bei der Haus- und Gartengestaltung.
Wohnen 13
Donnerstag, 17. April 2014
Bild: Nana do Carmo
Die Erwartungen des Marktes trafen nicht ein: Die Richtzinsen für Festhypotheken sind seit Jahresbeginn deutlich gesunken.
Hypo-Zinsen überraschend gesunken
Die jüngsten geldpolitischen Entscheidungen haben sich im ersten Quartal des Jahres nicht auf den Hypothekarmarkt ausgewirkt.
Die Zinsen für Festhypotheken sanken überraschend. Dennoch dürfte dies keine Rückkehr zur Tiefstzins-Phase bedeuten.
Die Erwartungen des Marktes
trafen nicht ein, die jüngsten
geldpolitischen Massnahmen
wirkten sich nicht auf die Entwicklung der Hypothekarzinsen
aus: Weder die Verpflichtung der
Schweizer Banken zur Verdoppelung ihrer Kapitalpuffer, noch die
Reduzierung der Anleihenkäufe
durch die US-Notenbank haben
die Hypothekarzinsen hierzulande in die Höhe getrieben. Im Gegenteil: Die Richtzinsen für Festhypotheken sind seit Jahresbeginn deutlich gesunken. Dies geht
aus dem aktuellen HypothekenBarometer des Internet-Vergleichsdienstes Comparis hervor.
Es scheint demnach, dass die
Erwartungen der Finanzinstitute
an die geldpolitischen Massnah-
men allzu pessimistisch angesetzt und die präventiven Massnahmen zu vorsichtig waren.
Ein Blick auf die Zinskurve
zeigt: Die Richtzinsen für zehnjährige Festhypotheken gingen
von 2,7 auf 2,4 Prozent zurück.
Ein ähnlicher Trend vollzog sich
bei den fünfjährigen Laufzeiten,
die von 1,8 Prozent Anfang Quartal auf 1,6 Prozent per Ende März
sanken. Von den Tiefstständen
Ende 2012 ist man aber noch ein
ganzes Stück entfernt. Dies zeigt
sich auch bei der Nachfrage: Bei
den Neuabschlüssen in den letzten drei Monaten bevorzugten
rund zwei Drittel der Schuldner
langfristige Festhypotheken mit
Laufzeiten zwischen 7 und 15 Jahren, ein Drittel wählte mittel-
fristige Laufzeiten zwischen vier
und sechs Jahren, und nur vier
Prozent
entschieden
sich
für kurzfristige Laufzeiten von
einem Jahr bis drei Jahren.
Zweite Chance für Eigentümer
Von dem günstigen Zinsklima
profitieren die Hypothekarnehmer: Wer sein Eigenheim mit
einem Zins unter der psychologischen Schmerzgrenze von zwei
Prozent finanzieren möchte und
gut verhandelt, kann auf Festhypotheken mit Laufzeiten bis zu
acht Jahren zurückgreifen. «Wer
im Dezember aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus befürchtete, den günstigen Wechselzeitpunkt bereits verpasst zu haben,
erhält nun sozusagen eine zwei-
Wohneigentum wächst stetig
Immer mehr Personen in der
Schweiz verwirklichen sich den
Traum vom Eigenheim. Zwischen
2000 und 2012 stieg die Zahl der
von Eigentümern bewohnten
Wohnungen um fast ein Viertel.
Die Wohneigentumsquote liegt
mittlerweile bei 37,2 Prozent.
Im Jahr 2012 zählte die Schweiz
rund 3,55 Millionen bewohnte
Wohnungen, gut eine halbe Million oder 17 Prozent mehr als
zwölf Jahre zuvor. Das geht aus
den vom Bundesamt für Statistik
(BFS) erstmals seit der Volkszählung im Jahr 2000 veröffentlichten Zahlen zu den Wohnverhältnissen hervor. Etwa zwei Millionen Haushalte wohnten 2012 als
Mieter. Zwischen 2000 und 2012
nahm die Zahl der Mieterwohnungen um knapp 8 Prozent zu.
Der Bestand an Eigentümerwohnungen wuchs im selben Zeitraum um gut 24 Prozent auf 1,3
Millionen. 910 000 dieser Logis
sind vom Eigentümer selbst bewohnte Häuser, der Rest Stockwerkeigentum.
Damit lebten 2012 in der
Schweiz 37,2 Prozent der Haushalte in ihren eigenen vier Wänden. Seit 1970 stieg dieser Anteil
stetig, von 28,5 Prozent auf 31,3
Prozent im Jahr 1990 und auf 34,6
Prozent im Jahr 2000. Trotzdem
bleibt die Schweiz das Schlusslicht in Europa. In der EU liegt die
mittlere Wohneigentumsquote
bei etwa 60 Prozent. Nur Deutschland kennt mit 43 Prozent einen
ähnlich tiefen Wert. Von einem
«einig Volk von Mietern» kann
aber nicht die Rede sein, gibt es
doch zwischen den Kantonen beträchtliche Unterschiede.
Das Wallis und der Jura wiesen
2012 mit rund 57 respektive 56
Prozent die höchsten Anteile an
selbst genutztem Wohneigentum
aus, die Kantone Basel-Stadt und
Genf mit 15 beziehungsweise 18
Prozent die tiefsten. In den Kantonen Appenzell Innerrhoden,
Glarus und Aargau wiederum lebt
gut jeder zweite Haushalt in der
eigenen Wohnung. (sda/red.)
te Chance», sagt der BankenExperte von comparis.ch, Stefan
Rüesch. Er weist aber zugleich darauf hin, dass die Zinskurve langfristig nach oben zeige: «Mit der
derzeitigen Erholung beginnt sicherlich nicht die Rückkehr zu
den historischen Tiefstzinsen,
wie wir sie 2012 hatten.»
Genaue Prognosen gestalten
sich aber schwierig, wie die jüngsten Ereignisse zeigen. Laut Medienberichten gibt es aktuelle Pläne seitens der Finanzbehörden,
die Banken per Verordnung des
Bundesrats zu einer schärfer regulierten Hypotheken-Vergabe
und zu höheren Zinsen zu zwingen. «Vor diesem Hintergrund
kann sich glücklich schätzen, wer
noch im ‹aktuellen Regime› seine
Hypothek abschliessen kann»,
erklärt Stefan Rüesch.
Zinssatz reservieren
Gute Chancen bieten sich Kunden, deren Hypothek bis Ende
2014 ausläuft. Sie können ihre Hypothek nämlich zu einem aktuell
günstigen Zinssatz ablösen. Mit
einer solchen Terminhypothek
lässt sich ein jetziger Zinssatz für
einen späteren Zeitpunkt reservieren. Dafür wird in den meisten
Fällen ein Aufschlag von 0,1 Prozent pro Quartal erhoben – einige wenige Finanzinstitute verzichten jedoch gänzlich auf einen
solchen Zuschlag. «Eigenheimbesitzer mit einer auslaufenden
Hypothek können auf diese Weise entspannt bleiben, selbst wenn
die Zinsen im Jahresverlauf wieder anziehen sollten», so Rüesch.
Die Angaben zu den Zinssätzen basieren auf den Richtzinssätzen von rund 65 Kreditinstituten. Für die nachgefragten
Laufzeiten wurden erstmals die
Finanzierungsgesuche ausgewertet, welche Kreditsuchende bei
der Comparis-Schwesterfirma
HypoPlus nach einer unabhängigen Beratung angaben. Die Erfahrung zeigt, dass in den meisten Fällen die Zinsen der Hypothekarofferten unter den offiziellen Richtsätzen liegen.
comparis.ch
Der Internet-Vergleichsdienst
veröffentlicht für jedes Quartal
ein Hypotheken-Barometer.
Mittel- und langfristige Laufzeiten gefragt
Bei den Neuabschlüssen in den vergangenen drei Monaten bevorzugten rund zwei Drittel der Schuldner langfristige Festhypotheken mit
Laufzeiten zwischen 7 und 15 Jahren, ein Drittel wählte mittelfristige Laufzeiten zwischen 4 und 6 Jahren.
100%
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
Q2 2011
Q3
Q4
Q1 2012
lange Laufzeiten 7–15 Jahre
Quelle: comparis.ch/Grafik: St. Galler Tagblatt
Q2
Q3
Q4
mittlere Laufzeiten 4–6 Jahre
Q1 2013
Q2
Q3
kurze Laufzeiten 1–3 Jahre
Q4
Q1 2014