Für eine sichere Reise For a safe journey

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Für eine sichere Reise For a safe journey
Für eine sichere Reise
For a safe journey
2-2012
2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
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2-2012
Inhalt
Content
Bitte den 2. Zwischenbericht 2012 sorgfältig lesen. / Please read the 2nd Interim Report 2012 carefully.
Der Lufthansa Konzern im Überblick
Kennzahlen Lufthansa Konzern
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2011
Veränderung
in %
April – Juni
2012
April – Juni
2011
Veränderung
in %
Mio. €
14 509
13 685
6,0
7 890
7 417
6,4
Mio. €
11 851
11 243
5,4
6 502
6 179
5,2
Operatives Ergebnis
Mio. €
– 20
114
361
283
27,6
EBIT
Mio. €
– 166
– 19
252
499
– 49,5
EBITDA
Mio. €
758
834
– 9,1
703
922
– 23,8
Konzernergebnis
Mio. €
– 168
– 206
18,4
229
301
– 23,9
Mio. €
29 361
29 517
– 0,5
–
–
–
%
26,8
26,5
0,3 P.
–
–
–
Nettokreditverschuldung
Mio. €
2 295
1 427
60,8
–
–
–
Operativer Cashflow
Mio. €
1 662
1 692
– 1,8
829
937
– 11,5
Investitionen (brutto)
Mio. €
1 385
1 437
– 3,6
793
693
14,4
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse
davon Verkehrserlöse
Kennzahlen zu Bilanz und Kapitalfl ussrechnung
Bilanzsumme
Eigenkapitalquote
Rentabilitäts- und Wertschaffungskennzahlen
Vergleichbare operative Marge *
%
0,2
1,2
– 1,0 P.
5,0
4,3
0,7 P.
EBITDA­Marge
%
5,2
6,1
– 0,9 P.
8,9
12,4
– 3,5 P.
Lufthansa Aktie
Quartalsschlusskurs
€
9,11
15,03
– 39,3
–
–
–
Ergebnis pro Aktie
€
– 0,37
– 0,45
17,8
0,50
0,66
– 24,2
Tsd.
49 365
47 513
3,9
27 483
26 656
3,1
%
76,9
75,9
1,0 P.
79,4
78,5
0,9 P.
Tsd. t
987
1 070
– 7,8
500
542
– 7,6
%
65,8
66,7
– 0,9 P.
65,0
66,0
– 1,0 P.
Angebotene Gesamt­Tonnenkilometer
Mio.
19 823
19 974
– 0,8
10 367
10 443
– 0,7
Verkaufte Gesamt­Tonnenkilometer
Mio.
14 390
14 423
– 0,2
7 651
7 673
– 0,3
%
72,6
72,2
0,4 P.
73,8
73,5
0,3 P.
Anzahl
512 140
517 808
– 1,1
269 922
270 263
– 0,1
Anzahl
117 416
118 766
– 1,1
117 416
118 766
– 1,1
Leistungsdaten
Fluggäste
Sitzladefaktor
Fracht und Post
Fracht­Nutzladefaktor
Gesamt­Nutzladefaktor
Flüge
Mitarbeiter
Mitarbeiter zum 30.06.
* Kennzahl zur Vergleichbarkeit mit anderen Fluggesellschaften: (operatives Ergebnis + Rückstellungsauflösung) / Umsatz.
Veröffentlichungstag: 2. August 2012.
Inhalt
1
An unsere Aktionäre
2
Zwischenlagebericht
Impressum/Kontakt
Zwischenabschluss
Finanzkalender 2012/2013
21
31
Weitere Informationen
An unsere Aktionäre | Zwischenlagebericht | Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Brief des Vorstands
Impressum
Sehr geehrte Damen und Kontakt
Herren,
Finanzkalender
Herausgeber
Frank Hülsmann
2012
Deutsche
Lufthansa
AG
Leiter
Investor
Relations
Unser Ziel liegt jedoch darauf, die Ertragskraft des Konzerns
das erste Halbjahr 2012 war erwartungsgemäß anspruchsvoll.
31. Okt. Veröffentlichung Zwischenbericht
Von­Gablenz­Str.
2– 6 hohe Treibstoffpreise und+die
49 wirtschaftspoli­
69 696 – 28001
­nachhaltig zu stärken. Dazu sind alle Geschäftsfelder in dem Pro­
Überdurchschnittlich
Januar – September 2012
50679 Köln
tischen Unsicherheiten im Euroraum prägten den
Geschäftsverlauf
Gregor
Schleussner gramm SCORE engagiert. In den kommenden drei Jahren soll
das operative Ergebnis 2013
des Lufthansa Konzerns um 1,5 Mrd. EUR
des
Lufthansa Konzerns. Diese Herausforderungen
musste
der
Registereintragung:
+ 49 69
696 – 28012
strukturell verbessert werden. Hierzu sind bereits viele Projekte
Konzernverbund
bewältigen
Amtsgericht Köln HRB
2168 und darüber hinaus auch die Zusatz­
Bilanz­Pressekonferenz
und
Lufthansa AG angelaufen, aus denen 14.
wir März
signifikante
Beiträge aller Geschäfts­
belastungen, wie aus dem Nachtflugverbot undDeutsche
der Luftverkehr­
Analystenkonferenz zum
Redaktion
Investor
Relations
felder und konzernübergreifende Synergien erwarten.
steuer, kompensieren. Der Halbjahresabschluss, den wir Ihnen
Jahresergebnis 2012
Frank
LAC, Airportring
heute Hülsmann
vorlegen, (Ltg.)
spiegelt aber auch wichtige Restrukturierungs­
Claudio Rizzo
60546 Frankfurt am Main
Nachhaltige Verbesserungen
bedeuten
auch die Übernahme
erfolge wider. Weitaus überwiegend ist das Bordpersonal der
2. Mai
Veröffentlichung
Zwischenbericht
Anne Katrin Brodowski
Telefon: + 49 69 696 – 28008
von Verantwortung im Klima- und zum
Umweltschutz.
Durch effektives
­Austrian Airlines dem Betriebsübergang auf Tyrolean Airways
1. Quartal 2013
Telefax: + 49 69 696 – 90990
Kapazitätsmanagement sowie die gezielte Erneuerung der Kon­
gefolgt.
Schritt
einen
wesentlichen
Beitrag zur
DeutscheDieser
Lufthansa
AG,leistete
Investor
Relations
E­Mail: [email protected]
7. Mai Hauptversammlung in Köln
zernflotte konnte der Treibstoffverbrauch weiter gesenkt und der
­ iederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens
W
Konzept
und
Gestaltung
Emissionsausstoß
werden.
Umweltvorsorge
ist trotz
Geschäftsberichte
und Quartalsberichte
in verringert
und drückt
sich
bereits in diesem Abschluss positiv
aus.
1. Aug.
Veröffentlichung
Zwischenbericht
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH &
deutscher und englischerder schwierigen
Sprache könnenRahmenbedingungen
wie vor
ein bedeuten­
zum 1.nach
Halbjahr
2013
Co. KG, Hamburg
über unseren
Bestellservice
Internet
desim
Unternehmensziel
des Lufthansa Konzerns, und wir verfolgen
Operativ setzten unsere fliegenden Gesellschaften
ihr striktes
–
www.lufthansa.com/investor­relations
31. unserem
Okt. Veröffentlichung
Zwischenbericht
es in völligem –Einklang mit
Qualitätsanspruch.
So berei­
Kapazitäts- und Erlösmanagement fort und konnten so die Aus­las­
Druck
oder
unter
oben
genannter
Adresse
Januar
–
September
2013
chert seit Juli dieses Jahres mit der Boeing 747-8i nicht
nur ein
tung ihrer Fluggeräte
stärken.
Bedingt
durch den hohen Ölpreis,
Broermann
Druck + Medien
GmbH,
Troisdorf
angefordert werden.
Flugzeug mit rund 30 Prozent niedrigeren Lärmemissionen als
der erst im
nachgab,
blieb das
Ergebnis der Passage Airline
Gedruckt
aufJuni
Circle
Silk Premium
White,
unsere Flotte, sondern es bietet unseren
ein
Papier,
das den
Richtlinien
des
EU des
Eco­Vorjahres.
Gruppe
jedoch
weiterhin
unter
dem
Diesen
schwie­ das Vorgängermodell
Aktuelle
Finanzinformationen
im Internet:
Labels
entspricht: EU Eco Label:
FR/11/003
Passagieren auch den Komfort unserer neuen Business Classrigen Marktbedingungen
sah sich
auch das Geschäftsfeld
Logistik
www.lufthansa.com/investor­relations
Generation auf der Langstrecke.
ausgesetzt. Es verfügt jedoch über ein Höchstmaß an Flexibilität
Printed in Germany
in der Kapazitätsplanung und hat diese für eine sehr enge Aus­
ISSN 1616­0231
Sehr geehrte Aktionäre, wir erwarten für das Geschäftsjahr 2012
richtung an die Nachfrageentwicklung genutzt. Lufthansa Cargo
weiterhin einen operativen Gewinn (vor Restrukturierungskosten)
konnte damit im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn erwirt­
im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Wir bauen dabei
schaften. Die Service-Geschäftsfelder Technik, IT Services und
auf die Erfahrung und Flexibilität unserer Geschäftsfelder, mit
Catering haben ihre Ergebnisse gesteigert und wirkten sich so
­ökonomisch schwierigen Bedingungen umzugehen, maßgeblich
gewohnt stabilisierend auf das operative Konzernergebnis aus.
getragen durch die Kompetenz und das Engagement unserer
Dieses war noch leicht negativ, doch konnte im zweiten Quartal
Dieser Zwischenbericht
Führungskräfte und Mitarbeiter.
ein Großteil des Rückstands
vom
Jahresauftakt
aufgeholt
werden.
wurde klimaneutral
gedruckt. Die verursachten
Treibhausgasemissionen
wurden durch entspre­
chende Klimaschutzmaß­
nahmen kompensiert.
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!
Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen
Bei den in unserem 2. Zwischenbericht 2012 veröffentlichten Angaben, die sich auf die zukünftige Entwicklung des Lufthansa Konzerns und seiner Gesellschaf­
ten beziehen,
handelt
es sich lediglich um Prognosen
Einschätzungen und damit nicht umStefan
feststehende
dienen allein
Lauer historische Tatsachen. Sie
Carsten
Spohrinforma­
Christoph
Franz
Simone und
Menne
torischen Zwecken und sind gekennzeichnet durch Begriffe wie „glauben“, „erwarten“, „vorhersagen“, „beabsichtigen“, „prognostizieren“, „planen“, „schätzen“,
Mitglied
Vorstands
des Vorstands
Vorstandsvorsitzender
Mitglied des Vorstands
„rechnen
mit“ oder „bestreben“. Diese zukunftsgerichteten
Aussagen beruhen auf allen uns
derzeitdes
erkenn
baren und verfügbarenMitglied
Informationen,
Fakten und
Verbund-Airlines und
Lufthansa Passage
Finanzen
Erwartungen. Sie können daher nur zum Zeitpunkt
der Verund
öffentlichung Gültigkeit beanspruchen.
Konzern-Personalpolitik
Aviation
Services und in ihren Auswirkungen
Da zukunftsgerichtete Aussagen naturgemäß
mit Ungewissheiten
nicht einschätzbaren Risikofaktoren – wie etwa einer Änderung
der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – behaftet sind oder zugrunde gelegte Annahmen nicht oder abweichend eintreffen können, besteht die Möglichkeit,
dass sich die tatsächlichen Ergebnisse und die Entwicklung des Unternehmens von den Prognosen wesentlich unterscheiden. Lufthansa ist stets bemüht, die
veröffentlichten Daten zu kontrollieren und auf dem aktuellen Stand zu halten. Dennoch kann seitens des Unternehmens keine Verpflichtung übernommen
werden, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse bzw. Entwicklungen anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit
und Vollständigkeit dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.
Hinweis
Zur Vereinfachung der Sprache haben wir in unserem Bericht die maskuline Form verwendet. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
1
Lufthansa Aktie
Zwischenlagebericht
Die europäischen Staatsschuldenkrisen blieben auch im zweiten
Quartal beherrschendes Thema an den Aktienmärkten. Viele
Werte gaben ihre Kursgewinne des ersten Quartals wieder ab.
­Airline-Aktien waren im besonderen Maße hiervon betroffen.
Sie konnten erst mit deutlich sinkendem Ölpreis im Juni ihre
­Kursverluste wieder aufholen. Insgesamt legte der DAX im ersten
Halbjahr um 8,8 Prozent auf 6.416 Punkte zu. Die Lufthansa
Aktie notierte per 30. Juni 2012 bei 9,11 EUR, fast unverändert
gegenüber ­Jahresultimo 2011 (– 0,8 Prozent). Unter Berücksich­
tigung der Dividendenzahlung von 0,25 EUR im Mai erzielten die
Aktionäre eine positive Rendite von 1,9 Prozent.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
und Branchenentwicklung
Aktionärsstruktur nach Nationalitäten Stand zum 30.06.2012 in %
Übrige 7,9
Großbritannien 3,1 in %
Kanada 6,0 USA 15,3 Deutschland 63,5
Streubesitz: 100 %
Zum Halbjahresende hielten deutsche Investoren 63,5 Prozent der
Lufthansa Aktien. Größte Einzelaktionäre waren BlackRock Inc.
mit 5,43 Prozent sowie Franklin Templeton mit 5,00 Prozent. Der
Streubesitz beträgt unverändert 100 Prozent.
Angaben zur Aktionärsstruktur und zu Analystenempfehlungen
werden regelmäßig aktualisiert und auf unserer Website
i www.lufthansa.com/investor-relations zur Verfügung gestellt.
Kursverlauf der Lufthansa Aktie, indiziert auf 31.12.2011,
im Vergleich zum DAX und zu Wettbewerbern
140
Q2 2)
Q3 2)
Q4 2)
Gesamtjahr 2)
Welt
2,7
2,6
2,6
2,8
2,7
Europa
0,4
– 0,1
– 0,2
0,2
0,1
Deutschland
1,2
1,1
0,6
1,1
1,0
Nordamerika
2,0
2,1
2,1
1,8
2,0
Südamerika
2,8
2,8
3,4
3,8
3,2
Asien / Pazifik
5,0
5,2
4,9
5,2
5,1
China
8,1
7,6
7,7
7,9
7,8
Naher Osten
3,8
3,3
3,0
2,9
3,3
Afrika
3,6
4,4
5,1
5,5
4,6
Gesamtwirtschaftliche Lage Die Entwicklung der Weltwirt­
schaft unterlag im ersten Halbjahr 2012 spürbaren Schwankun­
gen. Auch war der Verlauf in den einzelnen Regionen nach wie
vor sehr unterschiedlich. So leisteten die Schwellenländer einen
wesentlichen Beitrag zur weltwirtschaftlichen Erholung, auch
wenn sich das Wachstum dort verlangsamt hat. Gebremst war
nach wie vor das Wachstumstempo in den entwickelten Volks­
wirtschaften. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft im zweiten
­Quartal um 2,6 Prozent, siehe Tabelle.
Im Zuge der allgemeinen Verunsicherung über die weitere wirt­
schaftliche Entwicklung gaben die Rohölpreise gegen Ende des
ersten Halbjahres deutlich nach. Nach einem zwischenzeitlichen
Hoch von 126 USD/bbl sank die Notierung von Rohöl der Sorte
ICE Brent bis Ende Juni auf 98 USD/bbl. Der Durchschnittspreis
von 114 USD/bbl im ersten Halbjahr lag allerdings noch leicht
über dem Vorjahreswert (+ 2 Prozent). Der Kerosinpreis lag eben­
falls um 2 Prozent über dem Durchschnittspreis des Vorjahres­
zeitraums,
siehe Tabelle auf S. 3 .
041
031Euro hat seine Abwärtsbewegung fortgesetzt. Der US-Dollar
Der
wertete im Halbjahresdurchschnitt um 7,5 Prozent auf, wodurch
021
vor allem die Kostenseite belastet wurde. Auf der Einnahmenseite
notierten
unter anderem das Britische Pfund und der Japanische
011
Yen stärker. Insgesamt belasteten die Währungsveränderungen
001operative Ergebnis im ersten Halbjahr mit 107 Mio. EUR.
das
130
120
110
100
90
09
80
08
70
Q1 1)
Quelle: Global Insight World Overview per 15.07.2012.
1)
Teilweise Prognosewerte.
2)
Prognosewerte.
Luxemburg 4,2 31.12.
2011
DAX 2
BIP-Wachstum 2012 gegenüber Vorjahr
30.06.
2012
Lufthansa International Airlines Group 07
Air France-KLM
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht | Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Lufthansa Aktie
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung
Rohöl-, Kerosin- und Währungsentwicklung
Minimum
ICE Brent
Kerosin
Maximum
Durch­
schnitt
30.06.
2012
in USD / bbl
89,23
126,22
113,67
97,80
in USD / t
866,50
1 111,75
1 024,94
905,25
USD
1EUR / USD
1,2364
1,3463
1,2967
1,2651
JPY
1EUR / JPY
96,9
110,89
103,27
100,96
GBP
1EUR / GBP
0,7971
0,8483
0,8224
0,8068
CHF
1EUR / CHF
1,2007
1,2186
1,2046
1,2012
Branchenentwicklung Die Luftfahrtindustrie wies im ersten
Halbjahr 2012 weltweit ein moderates Wachstum im Passagier­
geschäft aus. Dabei beinhalten die Vorjahreswerte unter anderem
die Auswirkungen der Erdbeben und des Reaktorunglücks in
Japan. In den ersten fünf Monaten des Jahres legten die verkauf­
ten Passagierkilometer insgesamt um 6,5 Prozent zu. Das Absatz­
wachstum der europäischen Carrier lag mit einem Plus von
6,1 Prozent auf vergleichbarem Niveau. Und auch das PremiumSegment entwickelte sich mit 4,9 Prozent in den ersten fünf
­Monaten vergleichbar.
Entgegen dem Wachstum im Passagiergeschäft entwickelte
sich das Frachtgeschäft 2012 jedoch verhalten. Die verkauften
Tonnenkilometer lagen in den ersten fünf Monaten industrieweit
um 1,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bei den europä­ischen
Frachtfluggesellschaften war der Rückgang mit 4,6 Prozent
besonders ausgeprägt.
Die Luftverkehrsbranche blieb auch im ersten Halbjahr 2012 in
Bewegung. So wurde zum Beispiel die lang geplante Fusion der
brasilianischen Fluglinie TAM und der chilenischen Airline LAN zur
LATAM Airlines Group Ende Juni abgeschlossen. Des Weiteren
wird die spanische Großbank Bankia im Zuge ihrer Rettung dazu
gezwungen, sich als größte Einzelaktionärin von ihrem zwölfpro­
zentigen Anteil an IAG zu trennen. Ein Verkauf der Anteile steht
noch aus.
Geschäftsverlauf
Überblick Im ersten Halbjahr 2012 wirkten sich die auf hohem
Niveau volatilen Treibstoffpreise sowie die anhaltende Eurokrise
spürbar auf die Geschäftsentwicklung des Lufthansa Konzerns aus.
Aufgrund einer insgesamt robusten Nachfrage und der Fort­füh­
rung des stringenten Kapazitäts- und Erlösmanagements konnte
der Lufthansa Konzern den Umsatz im Vergleich zum Vorjahres­
zeitraum jedoch erneut steigern. Angesichts der hohen Treibstoff­
kosten blieb das operative Ergebnis weiterhin unter ­Vorjahr. Im
zweiten Quartal konnte jedoch ein Großteil des Rückstands aufge­
holt werden, wozu auch Sondereffekte aus der Restrukturierung
bei Austrian Airlines beigetragen haben.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
Wie bereits im ersten Quartal 2012 wirkte sich das Marktumfeld
besonders auf das Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe aus.
Die höheren Kosten konnten mit den Preis- und Umsatzsteigerun­
gen nicht vollständig kompensiert werden. Striktes Kapazitäts­
management hat den Gewinnrückgang im Geschäftsfeld Logistik
begrenzen können. Die Service-Geschäftsfelder Technik, IT Ser­vices
und Catering leisteten erneut einen positiven und gegenüber
­Vorjahr gesteigerten Beitrag zum Konzernergebnis.
SCORE – Change for Success Das konzernweite Zukunftspro­
gramm SCORE, welches zu Jahresbeginn 2012 gestartet wurde,
hat eine nachhaltige und strukturelle Ergebnisverbesserung von
1,5 Mrd. EUR zum Ziel. Die Maßnahmen von SCORE werden im
Jahr 2015 voll ergebniswirksam. Ein Fokus des Programms liegt
auf der verstärkten Nutzung von konzernübergreifenden Syner­
gien. Hierzu wurden bereits verschiedene Projekte implementiert,
die beispielsweise einen gemeinsamen Einkauf, verbesserte
Kooperation im Nachbarschaftsverkehr und die Ausweitung von
Shared Business Ser­vices zum Ziel haben. Im administrativen
Bereich s­ ollen die Kosten nachhaltig um 25 Prozent reduziert
­werden, im Wesentlichen durch eine Senkung der Personalkosten.
Weitere Projekte – auch in den Geschäftsfeldern – werden fort­
laufend entwickelt und umgesetzt.
Wesentliche Ereignisse Am 19. April 2012 wurde der im
Dezember 2011 vereinbarte Verkauf von British Midland (bmi) an
die IAG (International Airlines Group) vollzogen. Der Transaktion
war die kartellrechtliche Freigabe seitens der EU am 30. März vor­
ausgegangen. Erläuterungen zu den Auswirkungen auf den
­Halbjahresabschluss finden Sie in der Ertragslage auf S. 4 und im
Konzernanhang auf S. 27 .
Nachdem das Bundesverwaltungsgericht die Rechtmäßigkeit des
Nachflugverbots am Frankfurter Flughafen bestätigt hatte, wurde es
am 29. Mai 2012 vom hessischen Verkehrsministerium festgeschrie­
ben. Durch das Verbot von planmäßigen Flügen zwischen 23.00 Uhr
und 05.00 Uhr wird der Betrieb von Lufthansa Passage und insbe­
sondere von Lufthansa Cargo zum Teil massiv beeinträchtigt.
Die für den 3. Mai 2012 geplante Eröffnung des neuen Haupt­
stadtflughafens in Berlin wurde aufgrund noch ausstehender
Brandschutzarbeiten in das nächste Jahr verschoben. Das von
Lufthansa geplante Flugangebot wird bis dahin ab Berlin-Tegel
durchgeführt.
Mitarbeiter und Management Am 7. Mai 2012 hat der Aufsichts­
rat Simone Menne in den Vorstand der Deutschen Lufthansa AG
berufen. Mit Wirkung zum 1. Juli 2012 übernahm sie die Leitung
des Ressorts „Finanzen und Aviation Services“. Simone Menne
folgt Stephan Gemkow, der sein Mandat im Einvernehmen mit
Vorstand und Aufsichtsrat mit Wirkung zum 30. Juni 2012 nieder­
gelegt hat und als Vorstandsvorsitzender zum Haniel-Konzern
gewechselt ist. Frau Menne erhielt einen Vertrag mit einer Laufzeit
bis zum 30. Juni 2015.
3
Während der laufenden Tarifverhandlungen für die Kabinen­­mit­
arbeiter der Lufthansa Passage hat die Gewerk­schaft UFO am
17. Juli zu einer Urabstimmung aufgerufen. Diese soll bis ein­
schließlich 7. August 2012 abgeschlossen sein.
Änderungen im Berichtsstandard und im Konsolidierungskreis
Aus den seit 1. Januar 2012 verpflichtend anzuwendenden Standards
haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Für weitere Infor­
mationen siehe Anhang ab S. 26 .
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahres­
zeitraum wesentlich verändert. Mit Abschluss des Verkaufs von
bmi an die IAG am 19. April 2012 wurde die Gesellschaft ent­
konsolidiert und die ihr zuzurechnenden und in der Bilanz zum
31. Dezember 2011 gemäß IFRS 5 ausgewiesenen Vermögens­
werte von 576 Mio. EUR und Schulden von 690 Mio. EUR ausge­
bucht. Auf die besondere Behandlung der bmi seit der erfolgten
Unterzeichnung des Vertrags über den Verkauf an die IAG wird
im folgenden Kapitel „Ertragslage“ detailliert eingegangen. Die
einzelnen Veränderungen des Konsolidierungskreises gegenüber
dem Jahresende 2011 beziehungsweise 30. Juni 2011 sind in
der Tabelle auf S. 26 dargestellt. Über die oben genannten Effekte
aus der gesonderten Darstellung beziehungsweise der Entkon­
solidierung der bmi hinaus ergaben sich keine wesentlichen
­Auswirkungen der Konsolidierungskreisänderungen auf die Kon­
zernbilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum.
Aufgrund des zwischen Lufthansa und IAG am 22. Dezember 2011
unterzeichneten Vertrags über den Verkauf der bmi an die IAG
ist bmi nach den Vorschriften des IFRS 5 in der Gewinn- und
­Verlustrechnung des Konzerns als aufzugebender Geschäftsbe­
reich auszuweisen. Mit Abschluss der Verkaufstransaktion am
19. April 2012 wurde bmi entkonsolidiert. Das Ergebnis des auf­
gegebenen Geschäftsbereichs umfasst neben dem bis zum
­Verkauf zu erfassenden laufenden Ergebnis der bmi nach Ertrag­
steuern auch die gegenüber dem Jahresabschluss 2011 ein­
getretenen Veränderungen des Bewertungs- beziehungsweise
Veräußerungsergebnisses aus dem aufgegebenen Geschäfts­
bereich, wie es sich als Ergebnis der oben genannten vertraglichen
Ver­einbarung ergibt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend
angepasst. Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs
im e
­ rsten Halbjahr 2012 resultiert im Wesentlichen aus Kaufpreis­
anpassungen aufgrund einer gegenüber der Planung verbesserten
Liquiditätsposition der bmi. Einzelheiten finden Sie in den Erläute­
rungen im Konzernanhang auf S. 27 .
Umsatz und Erträge
Jan. – Juni
2012
in Mio. €
Verkehrserlöse
Andere Betriebserlöse
Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen und andere
aktivierte Eigen­leistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Ertragslage
Summe betriebliche Erträge
Leistungsdaten der Luftverkehrsgesellschaften im Lufthansa Konzern
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni Veränderung
2011
in %
Fluggäste
Tsd.
49 365
47 513
3,9
Angebotene Sitzkilometer
Mio.
126 876
124 051
2,3
Verkaufte Sitzkilometer
Mio.
97 626
94 095
3,8
%
76,9
75,9
1,0
Tsd. t
987
1 070
– 7,8
Angebotene Fracht-­
Tonnenkilometer
Mio.
7 723
8 188
– 5,7
Verkaufte Fracht-­
Tonnenkilometer
Mio.
5 082
5 460
– 6,9
%
65,8
66,7
– 0,9 P.
Angebotene Gesamt-­
Tonnenkilometer
Mio.
19 823
19 974
– 0,8
Verkaufte Gesamt-­
Tonnenkilometer
Mio.
14 390
14 423
– 0,2
%
72,6
72,2
0,4 P.
Anzahl
512 140
517 808
– 1,1
Sitzladefaktor
Fracht / Post
Fracht-Nutzladefaktor
Gesamt-Nutzladefaktor
Flüge
4
Jan. – Juni Veränderung
2011
in Mio. €
in %
11 851
11 243
2 658
2 442
5,4
8,8
14 509
13 685
6,0
71
24
195,8
969
1 320
– 26,6
15 549
15 029
3,5
Umsatz und Erträge Im ersten Halbjahr 2012 konnte die Ver­
kehrsleistung des Lufthansa Konzerns gegenüber dem Vorjahres­
zeitraum gesteigert werden. Die Entwicklung von Passagier- und
Frachtgeschäft zeigt dabei allerdings ein sehr unterschiedliches
Bild. So beförderten die Fluggesellschaften des Konzerns mit
49,4 Mio. Fluggästen 3,9 Prozent mehr Passagiere, die Beförde­
rung von Fracht und Post ging hingegen um 7,8 Prozent auf
987 Tsd. Tonnen zurück, siehe nebenstehende Tabelle. Die indi­
viduellen Leistungskennzahlen der einzelnen Segmente werden
in den jeweiligen Kapiteln erläutert.
Die insgesamt erhöhten Verkehrsleistungen führten im ersten
Halbjahr zu einem Anstieg der Verkehrserlöse um 5,4 Prozent auf
11,9 Mrd. EUR. Dabei wirkten sich die Mengenentwicklung mit
2,2 Prozent, höhere Preise (inklusive Zuschlägen für Treibstoff und
Luftverkehrsteuer) mit 0,7 Prozent sowie Währungseffekte mit
2,5 Prozent erlössteigernd aus. Von den Verkehrserlösen entfielen
10,3 Mrd. EUR (+ 7,6 Prozent) auf die Passage Airline Gruppe
und 1,3 Mrd. EUR (– 9,6 Prozent) auf das Geschäftsfeld Logistik.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht | Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Geschäftsverlauf
Ertragslage
Anteil der Geschäftsfelder am Außenumsatz in % (zum 30.06.2012)
Catering 6,4 IT Services 0,9
Umsatz in Mio. € (Jan. – Juni)
12 057
10 226
12 625
13 685
14 509
2008
2009
2010
2011
2012
Technik 8,6 Logistik 9,2 Passage Airline
Gruppe 74,9
Die anderen Betriebserlöse lagen mit 2,7 Mrd. EUR um
8,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Geschäftsfeld Technik
erwirtschaftete davon 1,2 Mrd. EUR (+ 6,6 Prozent), IT Services
126 Mio. EUR (+ 14,5 Prozent) und Catering 927 Mio. EUR
(+ 13,2 Prozent). Die fliegenden Gesellschaften der Geschäfts­
felder Passage Airline Gruppe und Logistik trugen 362 Mio. EUR
(+ 4,3 Prozent) zu den anderen Betriebserlösen bei.
Die Umsatzerlöse des Konzerns wuchsen gegenüber dem Vor­
jahreszeitraum in der Folge um 6,0 Prozent auf 14,5 Mrd. EUR.
In der obigen Grafik ist die Umsatzentwicklung der letzten
fünf Jahre dargestellt. Der Anteil der Passage Airline Gruppe
am Gesamtumsatz erhöhte sich 2012 auf 74,9 Prozent (+ 1,1 Pro­
zentpunkte). Die Umsatzverteilungen nach Geschäfts­feldern
und ­Regionen können Sie der Segmentberichterstattung ab S. 29
­entnehmen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich deutlich um
26,6 Prozent auf 969 Mio. EUR. Neben im Vorjahr angefallenen
Sondererträgen (Rückerstattung von Flugsicherheitsgebühren und
erhaltene Kompensationszahlungen) ist dieser Rückgang auch auf
geringere Kursgewinne (– 203 Mio. EUR) sowie gesunkene Buch­
gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen (– 22 Mio. EUR)
zurückzuführen. Den verringerten Kursgewinnen standen vermin­
derte Kursverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
gegenüber. Die übrigen Positionen weisen keine nennenswerten
Abweichungen gegenüber Vorjahr auf.
Die gesamten betrieblichen Erträge stiegen in der Folge um
520 Mio. EUR oder 3,5 Prozent auf 15,5 Mrd. EUR.
Aufwendungen Die betrieblichen Aufwendungen stiegen
­ins­gesamt um 841 Mio. EUR (+ 5,7 Prozent) auf 15,6 Mrd. EUR.
Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der um 9,0 Prozent auf
8,8 Mrd. EUR erhöhte Materialaufwand. Diese Zunahme war vor
allem getrieben von den um 642 Mio. EUR (+ 22,0 Prozent) auf
3,6 Mrd. EUR gestiegenen Treibstoffkosten. Neben den (nach
Sicherung) um 15,4 Prozent höheren Treibstoffpreisen wirkte
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
auch die Entwicklung des US-Dollars mit 7,4 Prozent aufwands­
steigernd. Die reduzierte Anzahl an Flügen führte demgegenüber
zu einem leicht entlastenden Mengeneffekt (– 0,8 Prozent). Der
Treibstoffaufwand beinhaltet ein positives Preissicherungsergebnis
in Höhe von 154 Mio. EUR. Bei den übrigen Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen ergab sich ein leichter Anstieg um 1,0 Prozent auf
1,3 Mrd. EUR.
Aufwendungen
Jan. – Juni
2012
in Mio. €
Jan. – Juni
2011
in Mio. €
Materialaufwand
8 754
8 028
9,0
davon Treibstoff
3 565
2 923
22,0
davon Gebühren
2 532
2 422
4,5
61
66
– 7,6
Personalaufwand
3 399
3 309
2,7
Abschreibungen
895
822
8,9
2 550
2 598
– 1,8
15 598
14 757
5,7
davon Operating Lease
Sonstiger betrieblicher Aufwand
Summe betriebliche
Aufwendungen
Veränderung
in %
Die Gebühren erhöhten sich insbesondere aufgrund der gestie­
genen Verkehrsleistungen um 4,5 Prozent auf 2,5 Mrd. EUR.
Wesentliche Treiber waren dabei der Anstieg der Fluggastgebüh­
ren (+ 11,0 Prozent), der Start- und Landegebühren (+ 5,1 Prozent)
sowie der Flugsicherungsgebühren (+ 2,7 Prozent). Der Aufwand
aus der Luftverkehrsteuer stieg um 8,6 Prozent auf 176 Mio. EUR,
unter anderem aufgrund der seit dem 1. April 2011 erhobenen
Steuer in Österreich. Die übrigen bezogenen Leistungen lagen
­insbesondere aufgrund verminderter Charteraufwendungen mit
1,4 Mrd. EUR um 2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Bei einer – ohne die Mitarbeiter der bmi – im Durchschnitt um
2,6 Prozent auf 117.359 gewachsenen Anzahl der Mitarbeiter stieg
der Personalaufwand um 2,7 Prozent. Währungsbedingten Auf­
wandserhöhungen sowie Steigerungen aufgrund der getroffenen
5
Tarifvereinbarungen standen dabei Aufwandsentlastungen aus
Pensionsrückstellungen gegenüber, die vornehmlich aus den im
Rahmen des Flugbetriebsübergangs der Austrian Airlines auf die
Tyrolean Airways vereinbarten Anpassungen der Altersversorgungs­
regelungen für das Bordpersonal der Austrian Airlines resultierten.
Die Abschreibungen stiegen auf 895 Mio. EUR (+ 8,9 Prozent).
Der Anstieg entfiel mit 23 Mio. EUR (+ 3,4 Prozent) auf planmäßige
Abschreibungen von Flugzeugen. Außerplanmäßige Abschreibun­
gen von insgesamt 47 Mio. EUR (Vorjahr: 7 Mio. EUR) entfielen mit
45 Mio. EUR (Vorjahr: 6 Mio. EUR) auf Flugzeuge und betrafen
drei Boeing 747-400 und sieben B737-300, die stillgelegt oder zur
Veräußerung vorgesehen sind. Darüber hinaus entfielen außer­
planmäßige Wertminderungen in Höhe von insgesamt 12 Mio. EUR
auf die vorgenannten drei B747-400, einen Airbus A330-200 und
fünf Avro RJ, die in der Konzernbilanz unter zum Verkauf stehen­
den Vermögenswerten ausgewiesen werden. Diese Abwertungen
sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich insge­
samt auf 2,6 Mrd. EUR und lagen um 1,8 Prozent unter dem
­Vorjahreswert. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus
gesunkenen Kursverlusten (– 28 Mio. EUR), denen verminderte
Kursgewinne in den sonstigen betrieblichen Erträgen gegenüber­
standen, sowie geringeren Aufwendungen für Werbung und
­Verkaufsförderung (– 11 Mio. EUR). Im Vorjahr waren hier zudem
Aufwendungen aus Rückstellungen für langlaufende Verträge
im Geschäftsfeld Technik enthalten. Aufwandserhöhend wirkten
sich demgegenüber erhöhte Wertberichtigungen auf Umlauf­
vermögen (+ 32 Mio. EUR) sowie gestiegene personalabhängige
Aufwen­dungen (+ 29 Mio. EUR) aus. Die übrigen Positionen haben
sich gegenüber Vorjahr nicht nennenswert verändert.
Ergebnisentwicklung Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
betrug für das erste Halbjahr 2012 – 49 Mio. EUR (Vorjahr:
272 Mio. EUR). Das regelmäßig um die in der folgenden Tabelle
enthaltenen Positionen bereinigte operative Ergebnis von
Überleitung Ergebnisse
Jan. – Juni 2012
Jan. – Juni 2011
GuV
Überleitung ope­
ratives Ergebnis
GuV
Überleitung ope­
ratives Ergebnis
14 509
– 13 685
– 71
– 24
– 969
– 1 320
– davon Erträge aus Buchgewinnen und kurzfristigen Finanzinvestitionen
– – 27
– – 62
davon Erträge aus Auflösung von Rückstellungen
– – 45
– – 53
davon Zuschreibungen Anlagevermögen
– – 8
– – 3
davon Stichtagskursbewertung langfristiger Finanzschulden
– – 8
– – 128
Summe betriebliche Erträge
15 549
– 88
15 029
– 246
Materialaufwand
– 8 754
– – 8 028
– Personalaufwand
– 3 399
– – 3 309
– – – 2
– 20
– 895
–
– 822
–
– 47
– 7
in Mio. €
Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
Sonstige betriebliche Erträge
davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
Abschreibungen
davon außerplanmäßige Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
– 2 550
–
– 2 598
–
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögen zum Verkauf – nicht operativ
– 12
– 10
davon Aufwendungen aus Buchverlusten und kurzfristigen Finanzinvestitionen
– 19
– 26
davon Stichtagskursbewertung langfristiger Finanzschulden
– 41
– 25
Summe betriebliche Aufwendungen
– 15 598
117
– 14 757
88
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
– 49
– 272
– Summe Überleitung operatives Ergebnis
– 29
– – 158
Operatives Ergebnis
– – 20
– 114
Beteiligungsergebnis
31
–
17
–
Übrige Finanzposten
– 148
–
– 308
–
EBIT
– 166
–
– 19
–
895
–
822
–
29
–
31
–
758
–
834
–
Abschreibungen (aus betrieblichem Ergebnis)
Abschreibungen auf Finanzanlagen, Wertpapiere und Vermögenswerte zum Verkauf
EBITDA
6
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht | Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Ertragslage
Cashflow und Investitionen
– 20 Mio. EUR blieb um 134 Mio. EUR hinter dem Vorjahresergebnis
zurück. Im zweiten Quartal wurde dabei ein operativer Gewinn
von 361 Mio. EUR erwirtschaftet (Vorjahr: 283 Mio. EUR). Die ver­
gleichbare operative Marge verminderte sich im ersten Halbjahr
um 1,0 Prozentpunkte auf 0,2 Prozent. Sie resultiert aus dem
­Verhältnis des operativen Ergebnisses zuzüglich der Erträge aus
Rückstellungsauflösungen zu den Umsatzerlösen.
Cashflow und Investitionen
Operatives Ergebnis und Konzernergebnis in Mio. € (Jan. – Juni)
677
381
114
8
– 20
– 178
2008
2009
– 171
– 104
2010
– 206
2011
Unter Berücksichtigung des Ergebnisses aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen (36 Mio. EUR, siehe Anhang auf S. 27 ) sowie
nach Abzug von Minderheitsanteilen (7 Mio. EUR) ergab sich für
das erste Halbjahr 2012 ein Konzernergebnis von – 168 Mio. EUR
(Vorjahr: – 206 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich
auf – 0,37 EUR (Vorjahr: – 0,45 EUR).
– 168
2012
Operatives Ergebnis Konzernergebnis
Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich im Berichtszeitraum um
14 Mio. EUR auf 31 Mio. EUR. Während sich das Ergebnis
aus der Equity-Bewertung um 10 Mio. EUR verminderte, verbes­
serte sich das übrige Beteiligungsergebnis um 24 Mio. EUR
auf 59 Mio. EUR. Das Zinsergebnis ging um 17 Mio. EUR auf
– 161 Mio. EUR zurück.
Das Ergebnis aus den übrigen Finanzposten verbesserte sich
um 160 Mio. EUR auf – 148 Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren
insbesondere die deutlich verminderten Aufwendungen von
17 Mio. EUR (Vorjahr: 131 Mio. EUR) aus negativen Wertände­
rungen von Sicherungsinstrumenten, die nach der Definition
des IAS 39 als Handelsgeschäfte angesehen werden. Darüber
hinaus führten ergebniswirksam zu erfassende Veränderungen
der Zeitwerte von zur Treibstoffpreissicherung eingesetzten Optio­
nen zu Aufwendungen von 122 Mio. EUR (Vorjahr: 156 Mio. EUR).
Der operative Cashflow des Lufthansa Konzerns im ersten Halb­
jahr von 1,7 Mrd. EUR lag um 30 Mio. EUR unter dem Vorjahres­
niveau. Dem um 164 Mio. EUR verminderten Ergebnis vor Ertrag­
steuern waren in der Cashflow-Ermittlung zahlungsunwirksame
Aufwendungen aus Marktwertveränderungen von Finanzderivaten
in Höhe von 139 Mio. EUR (Vorjahr: 287 Mio. EUR) hinzuzurechnen.
Eine Verbesserung des Cashflows um 101 Mio. EUR ergab sich
aus der Bereinigung von zahlungsunwirksamen Abschreibungen.
Darüber hinaus führten die Veränderung des Working Capitals
sowie der gezahlten Ertragsteuern im Vorjahresvergleich zu Verbes­
serungen des operativen Cashflows von 107 Mio. EUR beziehungs­
weise 105 Mio. EUR. Seit dem Jahresabschluss 2011 werden in
den Veränderungen des Working Capitals auch die aus externen
Pensionsfonds an ehemalige Mitarbeiter geleisteten Rentenzah­
lungen bei der Ermittlung des operativen Cashflows berücksichtigt.
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Die Bruttoinvestitionen lagen bei 1,4 Mrd. EUR, davon entfielen
1,2 Mrd. EUR auf insgesamt 25 Flugzeuge (zwei Boeing 747-800i,
zwei Airbus A380, fünf A330, fünf A321, vier A320, zwei A319 und
fünf Embraer 195) sowie auf Flugzeugüberholungen und Anzah­
lungen. In übrige Sachanlagen wurden weitere 103 Mio. EUR
investiert. Die übrigen Investitionen entfielen mit 25 Mio. EUR auf
immaterielle Vermögenswerte. Investitionen in Finanzanlagen
von insgesamt 13 Mio. EUR betrafen ausschließlich Darlehens­
gewährungen. Aus dem Abgang der bmi resultierten Mittelab­
flüsse von insgesamt 168 Mio. EUR.
Cashflow und Investitionen in Mio. € (zum 30.06.2012)
1 385
Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) spiegelt die Entwick­
lungen des betrieblichen und des Beteiligungsergebnisses sowie
der übrigen Finanzposten wider und verminderte sich zum Ende
des ersten Halbjahres um 147 Mio. EUR auf – 166 Mio. EUR.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) reduzierte sich um
164 Mio. EUR auf – 327 Mio. EUR. Aufgrund des negativen
­Vorsteuerergebnisses und darin enthaltener steuerfreier Erträge
führten die Ertragsteuern zu einer Ergebnisentlastung von
130 Mio. EUR. Somit ergab sich ein Ergebnis aus fortgeführten
Geschäftsbereichen von – 197 Mio. EUR (Vorjahr: – 86 Mio. EUR).
1 662
1 078
584
Operativer
Cashflow
Nettoinvestitionen
Free
Cashflow
13
130
1 242
Bruttoinvestitionen
Finanzinvestitionen
Sekundärinvestitionen
Primärinvestitionen Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
7
69 Mio. EUR wurden in reparaturfähige Flugzeugersatzteile ein­ge­
bracht. Der Finanzmittelbedarf wurde teilweise durch Zins- und
Dividendeneinnahmen (insgesamt 264 Mio. EUR) sowie durch Ein­
nahmen aus der Veräußerung von Vermögenswerten und Anteilen
– insbesondere aus dem Verkauf von Flugzeugen und langfristigen
Wertpapieren – in Höhe von 280 Mio. EUR gedeckt. Aus dem
Erwerb und der Veräußerung kurzfristiger Wertpapiere und Fonds
ergaben sich Mittelabflüsse von 534 Mio. EUR. Für die Investitions­
tätigkeit und Geldanlagen wurden somit insgesamt Nettozahlungs­
mittel von 1,6 Mrd. EUR verwendet (Vorjahr: 173 Mio. EUR).
Im ersten Halbjahr erzielte Lufthansa einen Free Cashflow von
584 Mio. EUR (Vorjahr: 809 Mio. EUR).
Aus dem Saldo der Finanzierungstätigkeit ergab sich insgesamt
ein Zufluss von Nettozahlungsmitteln in Höhe von 7 Mio. EUR.
Einer Neuaufnahme von Finanzmitteln (752 Mio. EUR) standen
dabei regelmäßige Tilgungen (380 Mio. EUR), gezahlte Divi­denden
(126 Mio. EUR) sowie Zinsausgaben in Höhe von 235 Mio. EUR
gegenüber. Die neu aufgenommenen Finanz­mittel betrafen
sechs Schuldscheindarlehen, Flugzeugfinanzierungen sowie eine
begebene Umtauschanleihe in die von Lufthansa gehaltenen
­JetBlue-Anteile.
Die Zahlungsmittel erhöhten sich um 71 Mio. EUR auf
958 Mio. EUR. Diese beinhalten wechselkursbedingte Auf­
wertungen des Zahlungsmittelbestands von 14 Mio. EUR.
Die Innenfinanzierungsquote lag bei 120,0 Prozent (Vorjahr:
117,7 Prozent). Die flüssigen Mittel einschließlich Wertpapieren
betrugen zum Ende des ersten Halbjahres fast unverändert
4,6 Mrd. EUR. Die detaillierte Kapitalflussrechnung finden Sie
auf S. 25 .
Vermögens- und Finanzlage
Mit 29,4 Mrd. EUR lag die Konzernbilanzsumme zum Ende des
ersten Halbjahres 2012 um 1,3 Mrd. EUR über der Bilanzsumme
zum Jahresende 2011. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten
sich dabei um 368 Mio. EUR, während die kurzfristigen Vermögens­
werte sogar um 912 Mio. EUR zulegten.
Im langfristigen Vermögen wuchs die Position Flugzeuge und Reser­
vetriebwerke geringfügig um 438 Mio. EUR auf 12,0 Mrd. EUR.
Der Rückgang bei den nach der Equity-Methode bewerteten Betei­
ligungen (– 28 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus negativen
Ergebnisbeiträgen der SN Airholding und der SunExpress. Der
Anstieg in der Position übrige Beteiligungen von 139 Mio. EUR ist
8
vor allem auf die erfolgsneutral zu erfassenden Marktwertverände­
rungen der Anteile an Amadeus IT Holding S.A. (+ 125 Mio. EUR)
und JetBlue (+ 11 Mio. EUR) zurückzuführen. Demgegenüber ver­
minderten sich langfristige derivative Finanzinstrumente (überwie­
gend aus Treibstoffpreissicherungen) um insgesamt 46 Mio. EUR.
Neben einer Verminderung der langfristigen Wertpapiere aufgrund
des Verkaufs eines Schuldscheindarlehens um 114 Mio. EUR g
­ ingen
auch die Ausleihungen und Forderungen um 56 Mio. EUR zurück.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten erhöhten sich die Forde­
rungen im Wesentlichen saison- und abrechnungsbedingt um
1,1 Mrd. EUR. Der Rückgang bei den kurzfristigen Finanzderivaten
(– 197 Mio. EUR) resultierte vor allem aus Treibstoffpreissicherungen,
denen eine Zunahme der Marktwerte aus Devisensicherungen
gegenüberstand. Die flüssigen Mittel, welche kurzfristige Wertpa­
piere sowie Bankguthaben und Kassenbestände enthalten, erhöhten
sich um insgesamt 575 Mio. EUR auf 4,6 Mrd. EUR. Aus dem am
19. April 2012 vollzogenen Verkauf der bmi an die IAG resultierte
ein Rückgang bei den „zum Verkauf stehenden Vermögenswerten“
in Höhe von 576 Mio. EUR. Der Anteil der langfristigen Vermögens­
werte an der Bilanzsumme ging von 66,3 Prozent zum Jahresende
2011 auf nunmehr 64,7 Prozent zurück.
Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital (inklusive
der Anteile der Minderheitsgesellschafter) um 163 Mio. EUR
(– 2,0 Prozent). Es betrug damit zum Stichtag 7,9 Mrd. EUR.
Wesentliche Effekte waren das negative Nachsteuerergebnis
sowie gezahlte Dividenden. Die Eigenkapitalquote verminderte
sich folglich auf 26,8 Prozent (Jahresende 2011: 28,6 Prozent).
Die langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen gingen um
142 Mio. EUR auf 10,1 Mrd. EUR zurück, während sich die kurz­
fristigen Fremdmittel um 1,6 Mrd. EUR auf 11,4 Mrd. EUR erhöhten.
Innerhalb der langfristigen Fremdmittel verminderten sich die
­Pensionsrückstellungen um 132 Mio. EUR. Ursächlich hierfür war
zum einen die Abgeltung der Pensionsverpflichtungen der bmi.
Darüber hinaus führten die im Rahmen des Flugbetriebsübergangs
der Austrian Airlines auf die Tyrolean Airways vereinbarten Anpas­
sungen der Altersversorgungsregelungen für das Bordpersonal der
Austrian Airlines zu einem weiteren Rückgang der Pensionsrück­
stellungen. Die Finanzschulden erhöhten sich um 114 Mio. EUR.
Der Anstieg bei den derivativen Finanzinstrumenten (+ 57 Mio. EUR)
entfiel mit 49 Mio. EUR auf den Marktwert der Wandlungsoptio­
nen der im April 2012 begebenen Umtauschanleihe auf die von
Lufthansa gehaltenen JetBlue-Anteile. Der deutliche Rückgang
bei den latenten Ertragsteuerverpflichtungen um 226 Mio. EUR ist
im Wesent­lichen auf das negative Ergebnis vor Ertragsteuern und
darin enthaltene steuerfreie Erträge zurückzuführen.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht | Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Cashflow und Investitionen
Vermögens- und Finanzlage
Ermittlung Nettokreditverschuldung und Gearing
30. Juni
2012
31. Dez.
2011
in Mio. €
in Mio. €
Veränderung
zum
31. Dez. 2011
in %
Verbindlichkeiten Kreditinstitute
1 613
1 456
10,8
Anleihen
2 309
2 119
9,0
Übrige langfristige Finanzschulden
2 934
2 849
3,0
6 856
6 424
6,7
Übrige Bankverbindlichkeiten
12
16
– 25,0
Konzernkreditverschuldung
6 868
6 440
6,6
Flüssige Mittel
Wertpapiere
Langfristige Wertpapiere
­(Liquiditätsreserve) *
958
887
8,0
3 615
3 111
16,2
0
114
– 100,0
Nettokreditverschuldung
2 295
2 328
– 1,4
Pensionsrückstellungen
2 033
2 165
– 6,1
Nettokreditverschuldung
und Pensionen
4 328
4 493
– 3,7
54,9
55,9
– 1,0 P.
Gearing in %
Im Bereich der kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich die
Finanzschulden um 318 Mio. EUR. Vor allem saison- und abrech­
nungsbedingt erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferun­
gen und Leistungen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
(+ 606 Mio. EUR) sowie die Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflo­
genen Flugdokumenten (+ 1,2 Mrd. EUR) deutlich. Der Rückgang
der Schulden in Verbindung mit zum Verkauf stehenden Ver­
mögenswerten um 690 Mio. EUR resultiert aus dem im April 2012
erfolgten Verkauf der bmi.
Zum 30. Juni 2012 lag die Nettokreditverschuldung mit 2,3 Mrd. EUR
knapp unter dem Niveau vom Jahresende 2011. Das Gearing
inklusive Pensionsrückstellungen ging leicht auf 54,9 Prozent
­(Jahresende 2011: 55,9 Prozent) zurück und befindet sich damit
weiterhin innerhalb des Zielkorridors von 40 bis 60 Prozent.
* Jederzeit liquidierbar.
Konzernflotte – Bestand Verkehrsflugzeuge am 30.06.2012
Hersteller / Typ
Airbus A310
LH Passage1)
SWISS
Austrian
LH Cargo
23)
Konzernflotte
davon
Finance
Lease
davon
Operating
Lease
Veränderung
zum
31.12.11
2
Veränderung
zum
30.06.11
– –
Airbus A319
64
7
7
78
2
16
– 9
– 7
Airbus A320
48
27
9
84
11
2
– 3
– 3
Airbus A321
61
7
6
74
4
– 2
+ 3
Airbus A330
18
19
4
+ 3
+ 3
Airbus A340
50
13
22)
65
2
–
–
Airbus A380
10
10
+ 2
+ 3
Boeing 737
50
57
– 23
– 31
Boeing 747
30
30
–
–
–
–
–
37
7
2
Boeing 767
6
6
Boeing 777
4
4
–
18
–
–
– 8
– 20
Boeing MD-11F
Bombardier CRJ
18
56
Bombardier Q-Series
ATR
1
57
14
14
11
Avro RJ
5
Embraer
35
20
43)
42
2
1
9
9
15
15
Inklusive Regionalgesellschaften und Germanwings.
Vermietet an SWISS.
1)
97
6
25
33)
Fokker F100
440
1
11
Fokker F70
Flugzeuge gesamt
2
83
18
638
24
–
–
–
– 2
6
– 4
– 9
4
– 14
– 10
–
–
41
–
–
– 58
– 73
Vermietet an konzernexterne Gesellschaft.
3)
2)
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
9
Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe
Kennzahlen Passage Airline Gruppe 1)
davon
Lufthansa Passage 3)
Jan. – Juni
2012
Umsatz
Mio. €
davon mit Gesellschaften
des Lufthansa Konzerns
11 223
Mio. €
349
Operatives Ergebnis
Mio. €
– 179
Segmentergebnis
Mio. €
– 241
EBITDA 1)
Mio. €
Segmentinvestitionen
Mio. €
Mitarbeiter zum 30.06.
Jan. – Juni Veränderung
2011
in %
10 473
April – Juni
2012
April – Juni Veränderung
2011
in %
7,2
6 183
5 795
6,7
373
– 6,4
181
194
– 6,7
– 100
– 79,0
266
221
20,4
– 109
– 121,1
292
252
15,9
497
702
– 29,2
591
652
– 9,4
1 177
1 250
– 5,8
685
622
10,1
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni Veränderung
2011
in %
8 192
7 687
6,6
– 300
–146
– 105,5
202
416
– 51,5
Anzahl
55 913
54 836
2,0
55 913
54 836
2,0
40 960
40 118
2,1
Fluggäste 2)
Tsd.
49 365
47 513
3,9
27 483
26 656
3,1
35 830
34 640
3,4
Angebotene Sitzkilometer 2)
Mio.
126 876
124 051
2,3
67 223
65 915
2,0
93 518
91 891
1,8
Verkaufte Sitzkilometer 2)
Mio.
97 626
94 095
3,8
53 392
51 731
3,2
71 518
69 563
2,8
%
76,9
75,9
1,0 P.
79,4
78,5
0,9 P.
76,5
75,7
0,8 P.
Sitzladefaktor 2)
Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge.
Lufthansa Passage, SWISS und Austrian Airlines.
Inklusive Germanwings. Vorjahreszahlen wurden angepasst.
1)
2)
3)
Geschäftsfeldstruktur und Geschäftsverlauf Zum Geschäfts­
feld Passage Airline Gruppe zählen neben Lufthansa Passage
(inklusive Germanwings) auch SWISS und Austrian Airlines. Hinzu
kommen Beteiligungen, wie zum Beispiel an Brussels Airlines
und SunExpress. Mit dem am 19. April vollzogenen Verkauf von
bmi an die IAG trennte sich Lufthansa von dieser nachhaltig
­verlustbringenden Konzerngesellschaft.
Die Multi-Hub-Strategie der Passage Airline Gruppe bietet den
Kunden ein Höchstmaß an Reiseflexibilität über die verschiedenen
Drehkreuze des Verbunds und ermöglicht den Gesellschaften die
Realisierung von Erlös- und Kostensynergien.
Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2012 spiegelt die
schwan­kende und anfällige Nachfrage angesichts der bestehen­
den Konjunktursorgen wider. Zudem beeinträchtigte der im Halb­
jahresdurchschnitt hohe Ölpreis die Ergebnisentwicklung spürbar.
Mit striktem Kapazitätsmanagement konnten die Auslastungen
und Durchschnittserlöse gestärkt und damit die Ergebnisauswirkun­
gen begrenzt werden. Gleichwohl blieb das operative Ergebnis
hinter dem Vorjahreswert zurück.
Operative Entwicklung Im ersten Halbjahr 2012 beförderten die
Gesellschaften der Passage Airline Gruppe insgesamt 49,4 Mio.
Passagiere. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen Anstieg von
3,9 Prozent dar. Im Rahmen des umsichtigen Kapazitätsmanage­
ments wurde das Angebot in diesem Zeitraum nur um 2,3 Pro­
zent erhöht, während die verkauften Sitzkilometer um 3,8 Prozent
zulegten. In der Folge verbesserte sich der Sitzladefaktor um
1,0 Prozentpunkte auf 76,9 Prozent und auch die Durchschnitts­
erlöse stiegen um 3,7 Prozent. Insgesamt wuchsen die Verkehrs­
erlöse um 7,6 Prozent.
10
Im ersten Halbjahr 2012 konnten die Verkehrserlöse in allen Ver­
kehrsgebieten gesteigert werden, siehe Tabelle auf S. 11 . Im Ver­
kehrsgebiet Europa wurde dabei das höchste Absatzwachstum
erzielt. Die Durchschnittserlöse erhöhten sich um 2,6 Prozent, die
Verkehrserlöse wuchsen insgesamt um 7,9 Prozent.
Im Verkehrsgebiet Amerika stiegen die Verkehrserlöse mit 11,0 Pro­
zent besonders ausgeprägt. Bei stabilem Angebot wurde hier
die größte Auslastungsverbesserung erzielt. Dabei konnten die
Durchschnittserlöse um 8,4 Prozent gesteigert werden.
Die Verkehrserlöse in der Region Asien/Pazifik entwickelten sich
ebenfalls positiv (+ 4,8 Prozent). Treiber war vor allem die Absatz­
entwicklung, während die Durchschnittserlöse auf Vorjahresniveau
lagen (+ 0,1 Prozent).
Im Verkehrsgebiet Nahost/Afrika hingegen waren vor allem die
verbesserten Durchschnittserlöse (+ 4,0 Prozent) verantwortlich für
den Anstieg der Verkehrserlöse um 3,9 Prozent.
Im Mai 2012 feierte das weltweit größte Airline-Bündnis Star Alliance
sein 15-jähriges Jubiläum. Seit der Gründung 1997 wuchs die
­Allianz von fünf Fluggesellschaften auf ein Netzwerk von 27 Airlines
an, das mittlerweile 21.500 Verbindungen zu 1.356 Destinationen
in 193 Ländern anbietet. Jüngste Ergänzung waren im Juni 2012
Avianca, Taca Airlines und Copa Airlines, die das Bündnis in Zen­
tral- und Lateinamerika mit knapp 50 neuen Flughäfen verstärken.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht | Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Passage Airline Gruppe
Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die Verkehrserlöse des
Geschäftsfelds erhöhten sich infolge der positiven Verkehrsleis­
tung gegenüber Vorjahr auf 10,3 Mrd. EUR (+ 7,6 Prozent). Neben
der um 3,8 Prozent gestiegenen Absatzmenge wirkten höhere
Preise (+ 1,3 Prozent) und Währungseffekte (+ 2,5 Prozent) eben­
falls erlössteigernd. Die Umsatzerlöse wuchsen insgesamt auf
11,2 Mrd. EUR (+ 7,2 Prozent).
Die sonstigen operativen Erträge gingen deutlich um 26,3 Prozent
auf 453 Mio. EUR zurück. Ursächlich hierfür waren neben vermin­
derten Kursgewinnen (– 57 Mio. EUR) insbesondere im Vorjahres­
zeitraum angefallene Sondererträge (Rückerstattungen von Flug­
sicherheitsgebühren sowie erhaltene Kompensationszahlungen).
Die operativen Gesamterlöse erhöhten sich in der Folge um
5,3 Prozent auf 11,7 Mrd. EUR.
Im Vorjahresvergleich wuchsen die operativen Aufwendungen
um 6,0 Prozent auf 11,9 Mrd. EUR. Wesentlicher Aufwands­
treiber waren dabei die um 23,7 Prozent auf 3,3 Mrd. EUR
gestiegenen Treibstoffkosten. Dadurch erhöhte sich der Material­
aufwand ­deutlich auf 7,7 Mrd. EUR (+ 10,2 Prozent). Auch die
Gebühren stiegen, vor allem infolge der höheren Verkehrsleis­
tung, um ins­gesamt 5,2 Prozent auf 2,4 Mrd. EUR. Neben ­
höheren Fluggastgebühren (+ 11,0 Prozent) sind hier die Ent­
wicklungen der Luftverkehrsteuer (+ 8,6 Prozent), Start- und
­Landegebühren (+ 5,0 Prozent) sowie Flugsicherungsgebühren
(+ 3,0 Prozent) ­hervorzuheben.
Der Personalaufwand verminderte sich bei einer im Durchschnitt
um 2,4 Prozent erhöhten Mitarbeiterzahl um 0,9 Prozent. Wesent­
liche Ursache hierfür waren die Aufwandsentlastungen aus
­Pensionsrückstellungen aus den im Rahmen des Flugbetriebs­
übergangs von Austrian Airlines auf die Tyrolean Airways ver­
einbarten Anpassungen der Altersversorgungsregelungen für das
Bordpersonal der Austrian Airlines, denen währungsbedingte
­Aufwandssteigerungen sowie Erhöhungen aufgrund getroffener
Tarifvereinbarungen gegenüberstanden.
Die Abschreibungen erhöhten sich hauptsächlich aufgrund der im
Vorjahr und im laufenden Jahr neu zugegangenen Flugzeuge um
6,1 Prozent auf insgesamt 697 Mio. EUR.
Der sonstige operative Aufwand verringerte sich um 4,0 Prozent
auf 1,6 Mrd. EUR. Gesunkenen Aufwendungen aus Kursver­
lusten standen hierbei höhere indirekte Personalaufwendungen
gegenüber.
Das operative Ergebnis lag im ersten Halbjahr mit – 179 Mio. EUR
um 79 Mio. EUR unter dem des Vorjahreszeitraums. Erläuterungen
zu den Ergebnisbeiträgen der einzelnen Fluggesellschaften finden
Sie auf den nachfolgenden Seiten.
Die übrigen Segmenterträge von 50 Mio. EUR (Vorjahr: 66 Mio. EUR)
entfielen im Wesentlichen auf Erträge aus Rückstellungsauflösun­
gen (33 Mio. EUR) sowie auf Buchgewinne aus dem Abgang von
Anlagevermögen (10 Mio. EUR).
Die übrigen Segmentaufwendungen betrugen 60 Mio. EUR
(Vorjahr: 40 Mio. EUR). Sie beinhalten mit 45 Mio. EUR außer­
planmäßige Abschreibungen auf drei Boeing 747-400 und sieben
B737-300, die stillgelegt oder zur Veräußerung vorgesehen sind.
Darüber hinaus entfielen außerplanmäßige Wertminderungen in
Höhe von insgesamt 12 Mio. EUR auf einen Airbus A330-200 und
fünf Avro RJ, die in der Konzernbilanz unter „zum Verkauf stehen­
den Vermögenswerten“ ausgewiesen werden. Das Ergebnis aus
der Equity-Bewertung von – 52 Mio. EUR (Vorjahr: – 35 Mio. EUR)
betraf im Wesentlichen SunExpress und SN Airholding. Insgesamt
verminderte sich das Segmentergebnis um 132 Mio. EUR auf
– 241 Mio. EUR.
Mit 1,2 Mrd. EUR lagen die Segmentinvestitionen um 5,8 Prozent
unter dem Vorjahreswert und wurden im Wesentlichen für neues
Fluggerät geleistet. Im ersten Halbjahr wurden im Rahmen der
fortlaufenden Flottenmodernisierung zwei Boeing 747-800i, zwei
Airbus A380, fünf A330, fünf A321, vier A320, zwei A319 und fünf
Embraer 195 ausgeliefert.
Entwicklung der Verkehrsgebiete Passage Airline Gruppe *
Nettoverkehrserlöse
in Mio. € Außenumsatz
Jan. – Juni
2012
Verände­
rung in %
Fluggäste
in Tsd.
Jan. – Juni
2012
Angebotene Sitzkilometer
in Mio.
Verände­
rung in %
Jan. – Juni
2012
Verände­
rung in %
Verkaufte Sitz­kilometer
in Mio.
Jan. – Juni
2012
Verände­
rung in %
Sitzlade­faktor
in %
Jan. – Juni
2012
Verände­
rung in P.
Europa
4 776
7,9
39 315
4,3
44 232
4,1
31 086
5,2
70,3
0,8
Amerika
2 601
11,0
4 296
1,8
38 152
0,0
32 038
2,4
84,0
2,0
Asien / Pazifik
1 970
4,8
3 037
3,5
29 466
3,4
23 675
4,7
80,3
0,9
Nahost / Afrika
910
3,9
2 275
2,0
12 975
– 1,4
9 321
0,0
71,8
0,9
Linienverkehr
10 256
7,7
48 923
3,9
124 825
2,1
96 119
3,6
77,0
1,1
78
– 4,9
442
1,3
2 051
17,8
1 507
1,1
73,5
– 2,0
10 334
7,6
49 365
3,9
126 876
2,3
97 626
3,8
76,9
1,0
Charter
Gesamtverkehr
* Lufthansa Passage, SWISS und Austrian Airlines.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
11
Prognose Die Kapazitätssteuerung der Gesellschaften des
­Airline-Verbunds hat im ersten Halbjahr zur Stärkung der Auslas­
tung und der Erlöse geführt. Die Erlössteigerungen konnten den
Aufwandsanstieg, insbesondere für Treibstoff, jedoch nur teilweise
kompensieren. Bei volatilem Verlauf hat der Ölpreis jüngst nach­
gegeben. Seine weitere Entwicklung wird die Kostenseite prägen.
In welchem Ausmaß die derzeit robuste Buchungslage ausreichen
wird, diese Zusatzbelastungen zu kompensieren, ist angesichts
des anhaltend hohen Grads an Unsicherheit hinsichtlich der Ent­
wicklung der Marktparameter zu diesem Zeitpunkt noch nicht
­vorhersehbar. Daher setzen die Fluggesellschaften der Passage
Airline Gruppe ihr umsichtiges Kapazitätsmanagement fort. So
wurde das geplante Angebot für das laufende Jahr auf ein Wachs­
tum von nunmehr lediglich 0,5 Prozent weiter angepasst. Der
darin enthaltene Winterflugplan 2012/13 sieht ein Angebot vor,
das nach heutigem Stand um ca. 2,5 Prozent unter Vorjahr liegen
wird. Um dieses Ziel zu erreichen, wird insbesondere die Lufthansa
Passage im Gegenzug für die anstehenden Flugzeugausliefe­
rungen eine höhere Anzahl älterer Flugzeuge als zunächst geplant
ausmustern.
So werden für das Geschäftsjahr 2012 für die Passage Airline
Gruppe unverändert eine Steigerung des Umsatzes und die Erzie­
lung eines operativen Gewinns erwartet. Das absolute Ergebnis­
niveau wird jedoch von den beschriebenen Unwägbarkeiten
­hinsichtlich der externen Einflussfaktoren abhängen. Zur Erzielung
nachhaltiger und struktureller Ergebnissteigerungen des Verbunds
engagieren sich alle Airlines im Rahmen von SCORE und erarbeiten
zukunftsfähige Modelle zur stärkeren Realisierung von Synergien.
Lufthansa Passage
Lufthansa Passage konnte im ersten Halbjahr 2012 eine moderat
positive Erlösentwicklung verzeichnen, sah sich aber auch mit
hohen Treibstoffpreisen konfrontiert, die erst gegen Ende des
zweiten Quartals nachgaben. Zudem wurde der Betrieb durch das
am Flughafen Frankfurt verhängte Nachtflugverbot beeinträchtigt.
Seit Jahresbeginn 2012 werden die Zahlen von Germanwings in
denen der Lufthansa Passage konsolidiert und die Vorjahreswerte
entsprechend angepasst. Im ersten Halbjahr beförderte Lufthansa
Passage 35,8 Mio. Fluggäste, 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das
Kapazitätsmanagement zeigte Wirkung: Während die verkauften
Sitzkilometer um 2,8 Prozent anstiegen, wurde das Angebot um
lediglich 1,8 Prozent ausgeweitet. Dies hatte eine Verbesserung des
Sitzladefaktors um 0,8 Prozentpunkte auf 76,5 Prozent zur Folge.
Dabei stiegen die Durchschnittserlöse im Vorjahres­ver­gleich um
4,4 Pro­zent. So legten auch die Verkehrserlöse um 7,4 Prozent
auf 7,6 Mrd. EUR zu und der Umsatz stieg auf 8,2 Mrd. EUR
(+ 6,6 Prozent).
12
Die operativen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent. Dies ist vor allem durch die
gestiegenen Aufwendungen für Treibstoff (+ 469 Mio. EUR) sowie
Gebühren (+ 74 Mio. EUR) begründet. Das operative Ergebnis lag
mit – 300 Mio. EUR um 154 Mio. EUR unter Vorjahr.
Die erste Boeing 747-8i hat am 1. Juni 2012 mit ihrem Eröffnungs­
flug auf der Strecke Frankfurt – Washington D.C. den Liniendienst
aufgenommen. Das neueste Mitglied der Lufthansa Flotte zeichnet
sich durch höhere Treibstoffeffizienz und eine gegenüber der
B747-400 um 30 Prozent niedrigere Lärmemission aus. Lufthansa
erhält insgesamt 20 Flugzeuge des neuen Typs, davon vier im
­laufenden Jahr. Die Maschinen werden zunächst auf Strecken
nach Nordamerika und Indien eingesetzt. Ferner wurde im ersten
Halbjahr 2012 das Investitionsprogramm zur Modernisierung
und Erneuerung des Bordprodukts in allen Klassen vorangetrieben.
Überdies wurde die Pünktlichkeit in Frankfurt durch die Eröffnung
der neuen Landebahn spürbar und nachhaltig verbessert. Auf­
grund der verschobenen Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens
Berlin Brandenburg wird das geplante Flugangebot derzeit ab
Berlin-Tegel durchgeführt.
Zum 1. Juni 2012 wurde die Geschäftsverteilung des Vorstands
der Lufthansa Passage neu geordnet und Peter Gerber mit der
Übernahme des neu geschaffenen Ressorts Personal und Infra­
strukturleistungen betraut. Er war bisher als Vorstand Personal und
Finanzen bei Lufthansa Cargo tätig. Das bisherige Passagevor­
standsressort „Finanzen und Personal“, geführt von Dr. Roland
Busch, wurde um den Bereich „Business Development“ ergänzt
und in „Finanzen und Information Management“ umbenannt.
Im Rahmen des Konzernprogramms SCORE strebt Lufthansa
­Passage einen Ergebnisbeitrag von 920 Mio. EUR an, der zu zwei
Dritteln über Kostensenkungen und zu einem Drittel über nach­
haltige Erlössteigerungen erzielt werden soll. Dazu wurden bereits
verschiedene Projekte angestoßen, wie beispielsweise SPRINT
zur Steigerung der Profitabilität im Interkontinentalverkehr. Im
­Rahmen des Projekts direct4U wird eine geschäftliche und orga­
nisatorische Zusammenführung von Lufthansa Direct Services
und Germanwings angestrebt, um gemeinsam die Wettbewerbs­
fähigkeit zu stärken und den dezentralen Europaverkehr profitabel
auszurichten.
Lufthansa Passage rechnet für den weiteren Jahresverlauf mit
anhaltenden Unsicherheiten im Hinblick auf die konjunkturelle
­Entwicklung und wichtige Kostenpositionen, insbesondere Treib­
stoff. Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2012
jedoch unverändert mit einem steigenden Umsatz. Die Erzielung
des angestrebten operativen Gewinns hängt wesentlich davon ab,
ob die ergriffenen Maßnahmen ausreichen werden, den Anstieg
der Treibstoffkosten zu kompensieren.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht | Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Passage Airline Gruppe
Weitere Airlines der Gruppe
Austrian Airlines
SWISS
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni Veränderung
2011
in %
Jan. – Juni Veränderung
2011
in %
Umsatz
Mio. €
2 034
1 870
8,8
Umsatz
Mio. €
1 029
949
Operatives Ergebnis
Mio. €
48
104
– 53,8
Operatives Ergebnis
Mio. €
26
– 64
EBITDA
Mio. €
200
242
– 17,4
EBITDA
Mio. €
104
39
Tsd.
8 095
7 774
4,1
Fluggäste
Tsd.
5 441
5 094
6,7
Anzahl
8 267
7 820
5,7
Mitarbeiter zum 30.06.
Anzahl
6 686
6 898
– 3,1
Fluggäste
Mitarbeiter zum 30.06.
8,4
166,7
Weitere Informationen zur SWISS unter www.swiss.com.
Weitere Informationen zu Austrian Airlines unter www.austrian.com.
Das anspruchsvolle Marktumfeld belastete die Geschäftsentwick­
lung der SWISS. Nach einem schwierigen Jahresbeginn blieb
diese auch im zweiten Quartal verhalten. Bei einem gestiegenen
Umsatz von 2,0 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,9 Mrd. EUR) erzielte SWISS
im ersten Halbjahr 2012 einen operativen Gewinn von 48 Mio. EUR
(– 53,8 Prozent). Gründe hierfür waren der anhaltend starke
Schweizer Franken sowie hohe Treibstoffpreise.
Im ersten Halbjahr 2012 konnte Austrian Airlines die Passagier­
zahlen um 6,7 Prozent auf rund 5,4 Mio. Fluggäste steigern.
Der moderaten Angebotsausweitung von 1,6 Prozent stand ein
Absatzwachstum von 6,3 Prozent gegenüber. Die Auslastung
stieg um 3,3 Prozentpunkte auf 74,0 Prozent, der Umsatz kletterte
um 8,4 Prozent auf 1,0 Mrd. EUR.
Die Passagierzahlen stiegen dabei um 4,1 Prozent auf 8,1 Mio.
Bei einem um 6,5 Prozent erhöhten Absatz hat SWISS den
­Sitz­ladefaktor auf 80,5 Prozent gesteigert (+ 1,2 Prozentpunkte).
Derzeit bedient SWISS mit einer Flotte von 97 Flugzeugen 70 Des­
tinationen in 37 Ländern. Die Flotte wurde planmäßig um zwei
neue Airbus A330-300 sowie zwei A320 ergänzt. Ab 2014 wird
SWISS zudem die gesamte Avro RJ Regionalflotte durch neu
­entwickelte Flugzeuge der Bombardier C-Series mit reduzierten
Emissionen und geringerer Lärmbelastung ersetzen.
Auch am Boden wird das Produkt der SWISS weiterentwickelt.
So wurde im April am Drehkreuz Zürich die neue Arrival Lounge
eingeweiht. Seit Juli bietet SWISS ihren Fluggästen außerdem
einen Heim-Gepäckabholservice.
Im Frühjahr wurden die Treibstoffzuschläge und Ticketpreise im
Interkontinental- wie auch im Europaverkehr erhöht. Seit Jahres­
beginn hat SWISS zudem umfangreiche Maßnahmen zur Ergebnis­
sicherung eingeleitet, wie zum Beispiel einen Einstellungsstopp
in den administrativen Bereichen. Im Rahmen des Konzernpro­
gramms SCORE werden Optimierungen im Nachbarschaftsver­
kehr umgesetzt und das Treibstoff-Management verstärkt. In den
kommenden Monaten wird über weitere strukturelle Maßnahmen
entschieden.
Angesichts des herausfordernden Marktumfelds rechnet SWISS
mit einem anhaltend schwierigen Geschäftsverlauf für 2012.
Daher erscheint das Erreichen eines operativen Ergebnisses auf
Vorjahresniveau trotz des erwarteten Umsatzwachstums weiterhin
nicht wahrscheinlich.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
Austrian Airlines startete Anfang 2012 ein umfassendes Restruk­tu­
rierungsprogramm, um das Unternehmen nachhaltig in die Gewinn­
zone zu führen. Nachdem die Gespräche mit den Tarifpartnern
zur Restrukturierung des Flugbetriebs zu keiner einvernehmlichen
Lösung geführt hatten, beschloss der Vorstand am 30. April den
Betriebsübergang des Flugbetriebs auf die Tochter Tyrolean Airways.
Dieser wurde mit Wirkung vom 1. Juli planmäßig vollzogen. In
­diesem Zusammenhang fielen Einmalaufwendungen und -erträge
an, die die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2012 beein­
flusst haben. Im Wesentlichen handelt es sich einerseits um Auf­
wendungen für Abfindungen sowie andererseits um Erträge im
Zusammenhang mit zukünftig geringeren Vorsorgeverpflichtungen,
wie Jubiläums-, Abfindungs- und Pensionszahlungen. So konnte
Austrian Airlines das operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2012
auf 26 Mio. EUR steigern (Vorjahr: – 64 Mio. EUR). Bereinigt um
die beschriebenen Einmaleffekte betrug das operative Ergebnis
– 56 Mio. EUR. Zur Finanzierung der Restrukturierung beschloss
Lufthansa im März 2012 eine konditionierte Kapitalerhöhung
von bis zu 140 Mio. EUR, wovon die erste Tranche in Höhe von
70 Mio. EUR im Juli umgesetzt wurde.
COO Peter Malanik hat das Unternehmen im gegenseitigen Ein­
vernehmen zum 25. Mai 2012 verlassen. CEO Jaan Albrecht und
CCO Karsten Benz führen die Funktion gemeinsam fort.
Austrian Airlines rechnet mit einer weiterhin schwankenden
­Nachfrage und hohen Treibstoffkosten. Durch das eingeleitete
Restrukturierungsprogramm werden im zweiten Halbjahr Kosten­
einsparungen in unterschiedlichen Bereichen, wie Personal,
­Catering und Gebühren, wirksam werden. Die positiven Einmal­
effekte aus dem Betriebsübergang werden bereits 2012 zu
einem positiven operativen Ergebnis führen.
13
Geschäftsfeld Logistik
Kennzahlen Logistik
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2011
Veränderung
in %
April – Juni
2012
April – Juni
2011
Veränderung
in %
1 503
– 10,0
690
761
– 9,3
Umsatz
Mio. €
1 352
davon mit Gesellschaften
des Lufthansa Konzerns
Mio. €
13
13
0,0
6
7
– 14,3
Operatives Ergebnis
Mio. €
47
133
– 64,7
28
69
– 59,4
Segmentergebnis *
Mio. €
56
137
– 59,1
31
75
– 58,7
EBITDA *
Mio. €
86
184
– 53,3
45
99
– 54,5
Segmentinvestitionen
Mio. €
83
35
137,1
49
21
133,3
Mitarbeiter zum 30.06.
Anzahl
4 603
4 542
1,3
4 603
4 542
1,3
Tsd. t
864
953
– 9,2
439
483
– 9,1
Angebotene FrachtTonnenkilometer
Mio.
6 376
6 902
– 7,6
3 296
3 547
– 7,1
Verkaufte FrachtTonnenkilometer
Mio.
4 360
4 768
– 8,5
2 220
2 424
– 8,4
%
68,4
69,1
– 0,7 P.
67,4
68,3
– 0,9 P.
Fracht und Post
Nutzladefaktor
* Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge.
Geschäftsfeldstruktur und Geschäftsverlauf Das Geschäfts­
feld Logistik umfasst neben der Lufthansa Cargo AG die Lufthansa
Cargo Charter Agency GmbH, die auf Luftfrachtcontainer spezia­­
lisierte Jettainer GmbH sowie die Beteiligungen an der Luftfracht­
flug­gesellschaft AeroLogic GmbH und verschiedenen Abfertigungs­
gesellschaften. Neben eigenen und ercharterten Frachterkapa­zitäten
vermarktet Lufthansa Cargo auch die Frachträume der Passagier­
flugzeuge von Lufthansa Passage und Austrian Airlines.
Das erste Halbjahr 2012 war von einer weltweit zurückhaltenden
Nachfrage nach Frachtdienstleistungen geprägt, gleichzeitig sorgten
der hohe Treibstoffpreis und das Nachtflugverbot in Frankfurt
für Zusatzbelastungen. In diesem anspruchsvollen Marktumfeld
gelang es Lufthansa Cargo, die Kapazitäten eng an der Nach­
frage­entwicklung auszurichten, die Kostenentwicklung in Grenzen
zu halten und das Halbjahr profitabel abzuschließen.
Das Board of Directors der Lufthansa Cargo Beteiligung Jade
Cargo International Ltd. beschloss im Juni die Auflösung der
Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der schwierigen chinesischen
Marktbedingungen waren zuvor die Restrukturierungsverhand­
lungen mit der chinesischen UniTop-Gruppe gescheitert.
Mit Wirkung zum 1. Juni 2012 ist Peter Gerber, bis dahin Vorstand
Finanzen und Personal bei Lufthansa Cargo, zum Vorstand für
­Personal und Infrastrukturleistungen der Lufthansa Passage bestellt
worden. Sein Ressort bei Lufthansa Cargo wird bis auf weiteres
durch den Vorstandsvorsitzenden Karl Ulrich Garnadt geführt.
14
Produkt und Streckennetz Lufthansa Cargo hat mit den
­Produkten „Courier.Solutions“ und „Emergency.Solutions“ ihre
Produktpalette im Bereich Expressfracht ausgebaut.
Die im Jahr 2010 begonnene Qualitätsinitiative im deutschen Markt
wird auch im laufenden Jahr fortgesetzt. Für das eigene Qualitäts­
management im Rahmen der branchenweiten IATA-Initiative Cargo
2000 hat Lufthansa Cargo im März als eine von fünf Fluggesell­
schaften weltweit das Platinum-Siegel erhalten. Wie bereits in den
vergangenen Jahren wurde Lufthansa Cargo auch bei den „Cargo
Airline of the Year Awards“ der britischen Air Cargo Media-Gruppe
als beste europäische Frachtairline ausgezeichnet. Hellmann
Worldwide Logistics verlieh Lufthansa Cargo den European Award.
Das Streckennetz von Lufthansa Cargo konnte durch die Redu­
zierung von Frequenzen auf einzelnen Strecken im laufenden
Jahr angebotsneutral weiterentwickelt werden. Die chinesische
Metropole Chongqing und das Zentrum der US-amerikanischen
Automobilindustrie Detroit werden erstmals mit MD-11-Frachtern
angesteuert. In Südamerika ergänzt Montevideo das Streckennetz.
Im aktuellen Sommerflugplan stehen den Kunden von Lufthansa
Cargo 303 Ziele in 99 Ländern zur Verfügung.
Operative Entwicklung Im ersten Halbjahr 2012 ging die
beförderte Frachtmenge gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozent
zurück. Lufthansa Cargo hat auf diese Entwicklung mit gezielten
Kapazitätsanpassungen reagiert und einzelne Frequenzen
­gestrichen, wobei die Präsenz in allen Märkten aufrechterhalten
wurde. In der Folge wurde das Angebot im Vorjahresvergleich
um 7,6 Prozent reduziert. Die verkauften Tonnenkilometer sanken
um 8,5 Prozentpunkte, sodass der Ladefaktor nur leicht auf
68,4 Prozent zurückging, siehe Tabelle auf S. 15 .
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht | Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Logistik
Die Abschreibungen fielen mit 29 Mio. EUR um 35,6 Prozent
­niedriger als im Vorjahr aus. Dies ist im Wesentlichen auf das
­Auslaufen planmäßiger Abschreibungen für weitere MD-11-Fracht­
flugzeuge zurückzuführen.
Im Verkehrsgebiet Asien/Pazifik konnte durch die konsequenten
Kapazitätsanpassungen die Auslastung gesteigert werden. Im
Bereich Amerika ging der Nutzladefaktor bei konstantem Angebot
zurück. Ähnlich wie in Asien konnte in Europa der Rückgang der
Nachfrage durch eine Anpassung der angebotenen Kapazitäten
überkompensiert werden, wodurch die Auslastung stark anstieg.
Im Bereich Nahost/Afrika stabilisierten sich die Märkte im ersten
Halbjahr 2012, sodass der Nutzladefaktor nur marginal zurückging.
Die sonstigen operativen Aufwendungen lagen mit 144 Mio. EUR
leicht unter Vorjahresniveau.
Umsatz- und Ergebnisentwicklung Der Umsatz der Lufthansa
Cargo sank im Vorjahresvergleich um 10,0 Prozent auf 1,4 Mrd. EUR.
Ausschlaggebend waren in erster Linie die geringeren Verkehrs­er­
löse in Höhe von 1,3 Mrd. EUR (– 9,6 Prozent). Die anderen Betriebs­
erlöse gingen hauptsächlich aufgrund ­geringerer Erlöse aus dem
Flugzeugchartergeschäft zurück und fielen auf 50 Mio. EUR (– 21,9
Prozent). Die sonstigen operativen Erträge lagen mit 38 Mio. EUR
leicht über dem Vorjahresniveau. Die operativen Gesamterlöse
­fielen somit insgesamt auf 1,4 Mrd. EUR (– 9,7 Prozent).
Die operativen Aufwendungen gingen im Vorjahresvergleich
um 4,5 Prozent auf 1,3 Mrd. EUR zurück. Ursache hierfür war im
Wesentlichen der gesunkene Materialaufwand in Höhe von
982 Mio. EUR (– 5,4 Prozent). Der darin enthaltene Treibstoffauf­
wand erhöhte sich jedoch trotz des geringeren Transportvolu­
mens infolge des starken Kerosinpreisanstiegs auf 258 Mio. EUR
(+ 3,6 Prozent). Die Technikaufwendungen stiegen bedingt durch
Preisanstiege und erhöhte Wartung um 6,7 Prozent auf 64 Mio. EUR.
Diese aufwandserhöhenden Entwicklungen ­wurden durch einen
geringeren Charteraufwand in Höhe von 469 Mio. EUR (– 11,8 Pro­
zent) sowie geringere Flugsicherungs- und Abfertigungsgebühren
von 141 Mio. EUR (– 7,8 Prozent) ­überkompensiert.
Aufgrund gestiegener Grundvergütungen sowie eines leichten
­Mitarbeiterzuwachses nahm der Personalaufwand um 7,4 Pro­
zent auf 188 Mio. EUR zu. Im Berichtszeitraum beschäftigte
das Geschäftsfeld Logistik durchschnittlich 4.605 Mitarbeiter
(+ 1,8 Prozent).
Im ersten Halbjahr 2012 erwirtschaftete Lufthansa Cargo einen
operativen Gewinn in Höhe von 47 Mio. EUR. Er blieb erwartungs­
gemäß unter dem Vorjahreswert von 133 Mio. EUR.
Die übrigen Segmenterträge, die im Wesentlichen Auflösungen von
Rückstellungen beinhalten, beliefen sich in der Berichts­periode
auf 2 Mio. EUR (Vorjahr: 5 Mio. EUR). Übrige Segment­auf­wen­dun­
gen fielen nicht an. Das Segmentergebnis betrug 56 Mio. EUR
(Vorjahr: 137 Mio. EUR). Hierin enthalten ist ein anteiliges Ergebnis
von 7 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR) der nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen.
Die Segmentinvestitionen stiegen im Berichtszeitraum auf
83 Mio. EUR (Vorjahr: 35 Mio. EUR). Diese Zunahme resultierte
maßgeblich aus Anzahlungen im Zusammenhang mit dem Kauf
von fünf Boeing 777F-Flugzeugen.
Prognose Trotz des insgesamt anspruchsvollen Marktumfelds
bleibt Lufthansa Cargo für den weiteren Jahresverlauf vorsichtig
optimistisch. Basis hierfür sind ein flexibles, nachfrageorientiertes
Kapazitätsmanagement und die Fortführung einer strikten Kosten­
kontrolle. Eine leichte Wiederbelebung der Nachfrage wird aller­
dings frühestens zum Jahresende hin erwartet. Lufthansa Cargo
rechnet für das Geschäftsjahr 2012 unverändert mit einem opera­
tiven Gewinn, der im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen
soll. Allerdings ist eine Wiederholung des sehr guten Vorjahres­
ergebnisses aufgrund der in vielen Märkten noch verhaltenen
­Luftfrachtnachfrage und der Auswirkungen des Nachtflugverbots
in Frankfurt nicht zu erwarten.
Entwicklung der Verkehrsgebiete Lufthansa Cargo
Nettoverkehrserlöse
Außenumsatz *
in Mio. €
Jan. – Juni
2012
Verände­
rung in %
Fracht / Post
Angebotene Fracht-­
Tonnenkilometer
in Mio.
in Tsd. t
Jan. – Juni
2012
Verände­
rung in %
Jan. – Juni
2012
Verände­
rung in %
Verkaufte Fracht-­
Tonnenkilometer
in Mio.
Jan. – Juni
2012
Verände­
rung in %
Fracht-Nutzladefaktor
in %
Jan. – Juni
2012
Verände­
rung in P.
Europa
123
0,0
299
– 6,0
348
– 17,0
176
– 7,6
50,6
5,1
Amerika
516
– 3,2
263
– 9,4
2 794
– 0,3
1 886
– 5,9
67,5
– 4,0
Asien / Pazifik
552
– 16,6
236
– 13,1
2 621
– 13,7
1 945
– 11,4
74,2
2,0
Nahost / Afrika
103
– 8,8
68
– 8,1
613
– 4,7
353
– 6,6
57,6
– 1,2
1 294
– 9,6
864
– 9,2
6 376
– 7,6
4 360
– 8,5
68,4
– 0,7
Gesamtverkehr
* Ohne Extracharter.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
15
Geschäftsfeld Technik
Kennzahlen Technik
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2011
Veränderung
in %
April – Juni
2012
April – Juni
2011
Veränderung
in %
Umsatz
Mio. €
2 016
2 047
– 1,5
990
1 020
– 2,9
davon mit Gesellschaften
des Lufthansa Konzerns
Mio. €
773
881
– 12,3
343
436
– 21,3
Operatives Ergebnis
Mio. €
144
106
35,8
82
37
121,6
Segmentergebnis
Mio. €
173
131
32,1
98
53
84,9
EBITDA *
Mio. €
204
202
1,0
91
82
11,0
Segmentinvestitionen
Mio. €
63
51
23,5
30
36
– 16,7
Mitarbeiter zum 30.06.
Anzahl
20 345
19 584
3,9
20 345
19 584
3,9
* Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge.
Geschäftsfeldstruktur und Geschäftsverlauf Die Lufthansa
Technik Gruppe besteht aus 33 technischen Instandhaltungs­
betrieben weltweit inklusive des Stammhauses in Hamburg. Das
Unternehmen ist direkt und indirekt an 56 Gesellschaften in der
ganzen Welt beteiligt. Der Konsolidierungskreis wurde um zwei
Gesellschaften erweitert.
Die Nachfrage nach Maintenance-, Repair- und Overhaul (MRO)Leistungen hat sich weiter stabilisiert bei gleichzeitig gesunkenem
Preisniveau. Die wesentlichen Herausforderungen sind die weiter­
hin angespannte Finanz- und Ergebnissituation in der Airline-Branche
sowie weltweit expandierende MRO-Kapazitäten bei einem sich
konsolidierenden Markt. Die einmaligen Belastungen im Vorjahres­
ergebnis führten im ersten Halbjahr 2012 zu einem deutlich über
Vorjahr liegenden operativen Gewinn.
Produkte Im Bereich von MRO-Dienstleistungen für kommer­
zielle Flugzeuge ist Lufthansa Technik mit ihrem Produktportfolio
Weltmarktführer. Am 1. Juni 2012 wurde mit dem ersten Passa­
gierflug auch der reguläre Wartungsbetrieb für das neue Boeing
Flugzeugmuster B747-8i der Lufthansa Passage aufgenommen.
Zudem wurden mit ersten Forschungsprojekten die Grundsteine
für eine Portfolioerweiterung hinsichtlich „Green MRO“ gelegt.
Im Rahmen einer Neuausrichtung des Verbunds wurde die Lackie­
rung ganzer Flugzeuge in Hamburg Ende Mai eingestellt.
Operative Entwicklung Lufthansa Technik akquirierte bislang etwa
190 neue Verträge mit einem Volumen von 348 Mio. EUR für 2012
und steigerte damit die Anzahl der Kunden und betreuten Flugzeuge
weiter. Wesentliche Erfolge der vergangenen Monate waren unter
anderem der Vertragsabschluss über die Komponentenversorgung
der Scandinavian Airlines-Flotte mit rund 140 Flugzeugen über sie­
ben Jahre sowie die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Airbus.
Im Rahmen des konzernweiten Programms SCORE w
­ urden bereits
erste Projekte initiiert. So überprüft der Bereich Triebwerks­über­
holung im Rahmen des Projekts iSave Kostensenkungspotenziale
und das Projekt KICK15 hat eine Stückkostenreduzierung von
15 Prozent für die Komponentenreparatur zum Ziel.
16
Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die Umsatzerlöse des
Geschäftsfelds lagen im ersten Halbjahr 2012 knapp unter Vorjahr
bei 2,0 Mrd. EUR. Während sich die Umsätze mit Konzerngesell­
schaften aufgrund des Verkaufs der bmi und eines umsatz­
starken Modifikationsprogramms im Vorjahr um 12,3 Prozent auf
773 Mio. EUR reduzierten, stieg der Außenumsatz auf 1,2 Mrd. EUR
(+ 6,6 Prozent). Die sonstigen operativen Erträge fielen währungs­
bedingt auf 96 Mio. EUR (Vorjahr: 111 Mio. EUR). Die operativen
Gesamterlöse blieben in der Folge mit 2,1 Mrd. EUR leicht unter
Vorjahr (– 2,1 Prozent).
Korrespondierend sanken die operativen Gesamtaufwendungen
auf 2,0 Mrd. EUR (– 4,1 Prozent). Dabei reduzierte sich der Mate­
rialaufwand um 7,5 Prozent auf 973 Mio. EUR. Die Mitarbeiterzahl
stieg aufgrund der Erweiterung des Konsolidierungskreises im
Durchschnitt um 3,5 Prozent auf 20.396. Zusammen mit der seit
Jahresbeginn geltenden Tariferhöhung und der Ausweitung der
Altersteilzeitangebote führte dies zu einem Anstieg des Personal­
aufwands auf 610 Mio. EUR (+ 10,3 Prozent). Die Abschreibungen
betrugen 49 Mio. EUR (+ 5 Mio. EUR). Die sonstigen operativen
Aufwendungen reduzierten sich währungsbedingt und aufgrund
im Vorjahr enthaltener Rückstellungen im Zusammenhang mit
langlaufenden Verträgen um 16,6 Prozent auf 336 Mio. EUR.
Lufthansa Technik steigerte den operativen Gewinn auf 144 Mio. EUR
(Vorjahr: 106 Mio. EUR). Die übrigen Segmenterträge kletterten auf
18 Mio. EUR, während das Equity-Ergebnis mit 12 Mio. EUR nahezu
konstant blieb. Lufthansa Technik erzielte ein Segmentergebnis
von 173 Mio. EUR (+ 32,1 Prozent). Die Segmentinvestitionen, unter
anderem für infrastrukturelle Erweiterungen und die Beschaffung
von Reservetriebwerken, stiegen auf 63 Mio. EUR (+ 12 Mio. EUR).
Prognose Vor dem Hintergrund der eingeleiteten Kostensen­
kungs- und Vertriebsmaßnahmen rechnet Lufthansa Technik
für das Geschäftsjahr 2012 unverändert mit einem moderat stei­
genden Umsatz sowie mit einem operativen Gewinn leicht über
Vorjahresniveau. Voraussetzung dafür ist eine grundsätzlich stabile
Entwicklung der Airline-Branche.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
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Technik
IT Services
Geschäftsfeld IT Services
Kennzahlen IT Services
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2011
Veränderung
in %
April – Juni
2012
April – Juni
2011
Veränderung
in %
Umsatz
Mio. €
301
289
4,2
155
142
9,2
davon mit Gesellschaften
des Lufthansa Konzerns
Mio. €
175
179
– 2,2
88
89
– 1,1
Operatives Ergebnis
Mio. €
8
6
33,3
5
3
66,7
Segmentergebnis
Mio. €
7
4
75,0
4
1
300,0
EBITDA Mio. €
44
22
100,0
32
11
190,9
Segmentinvestitionen
Mio. €
10
16
– 37,5
4
9
– 55,6
Mitarbeiter zum 30.06.
Anzahl
2 773
2 870
– 3,4
2 773
2 870
– 3,4
Geschäftsfeldstruktur und Geschäftsverlauf Lufthansa
­Systems bietet Beratungs- und IT-Dienstleistungen für ausgewählte
Branchen an und hat eine weltweit führende Position in der Avia­
tion-Industrie. Zum Portfolio gehören die Beratung, Entwicklung
und Implementierung maßgeschneiderter Branchenlösungen
sowie der Betrieb von Systemen und Anwendungen in eigenen
Rechenzentren. Das Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz
und Niederlassungen in Deutschland über Auslandsstandorte
in 16 Ländern. Im ersten Halbjahr 2012 konnte Lufthansa Systems
ihre Marktposition behaupten. Umsatz und operatives Ergebnis
konnten gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden.
Produkte Lufthansa Systems bietet Fluggesellschaften eine
umfassende Produktpalette für ihre komplexen Geschäftsprozesse.
Das Portfolio im Industriebereich beinhaltet Beratung, individuelle
Anwendungen, eigene Branchenlösungen und branchenspezifische
Software. Als zertifizierter SAP-Partner deckt das Unternehmen
auch hier ein breites Spektrum ab. In allen Tätigkeitsfeldern setzt
Lufthansa Systems auf Innovationen wie Cloud Computing und
mobile Technologien, so auch beim drahtlosen Bordunterhaltungs­
system BoardConnect, das mit dem renommierten „Crystal Cabin
Award“ ausgezeichnet wurde.
Operative Entwicklung Im ersten Halbjahr 2012 hat Lufthansa
Systems bedeutende Verträge abgeschlossen. So haben Lufthansa
Passage, Lufthansa Cargo und Star Alliance die Verträge über
das Management ihrer globalen Datennetzwerke verlängert. Der
Rollout des IT-Arbeitsplatzmodells deskBase wird in mehreren
Konzernbereichen der Lufthansa fortgeführt. Neuer Kunde für die
Flugplanlösung Lido/Flight ist Air France. Condor hat als Erstkunde
die neue Generation der Revenue Integrity-Lösung zur Identifikation
von Blind- und Doppelbuchungen beauftragt. Lufthansa CityLine
und Augsburg Airways setzen auf neue Crew-Optimierungslösun­
gen. Das Staff-Travel-System myIDTravel hat mittlerweile über
140 Kunden weltweit. Im Industriebereich wurden Beratungsver­
träge mit Volkswagen und Glaxo­SmithKline abgeschlossen. Zudem
wurden Verträge mit AirPlus über den Betrieb aller geschäfts­kriti­
schen Prozesse in der Kreditkartenverarbeitung und mit Bosch
Thermotechnik für den SAP-Betrieb verlängert.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
Umsatz- und Ergebnisentwicklung Lufthansa Systems erzielte
Umsatzerlöse in Höhe von 301 Mio. EUR (+ 4,2 Prozent). Das
Wachstum ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Umsatzerlöse
mit Kunden außerhalb des Lufthansa Konzerns auf 126 Mio. EUR
(+ 16 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Umsatzerlöse mit Konzernge­
sellschaften sanken hingegen leicht auf 175 Mio. EUR (– 4 Mio. EUR).
Die sonstigen operativen Erträge betrugen im Berichtszeitraum
8 Mio. EUR (– 3 Mio. EUR). Dement­sprechend stiegen die operati­
ven Gesamterlöse auf 309 Mio. EUR (+ 9 Mio. EUR).
Der operative Gesamtaufwand betrug im Berichtszeitraum
301 Mio. EUR (+ 7 Mio. EUR). Dabei erhöhte sich der Material­
aufwand aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens auf
44 Mio. EUR (+ 5 Mio. EUR). Lufthansa Systems beschäftigte
im Betrachtungszeitraum 2.788 Mitarbeiter (– 3,0 Prozent). Der
­Per­sonalaufwand stieg aufgrund tariflicher Gehaltssteigerungen
und höherer Aufwendungen für Altersteilzeit auf 120 Mio. EUR
(+ 4 Mio. EUR). Die Abschreibungen beliefen sich auf 18 Mio. EUR
(+ 2 Mio. EUR). Mit 119 Mio. EUR gingen die sonstigen operativen
Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 4 Mio. EUR zurück.
Das operative Ergebnis von 8 Mio. EUR überstieg das Vorjahres­
niveau um 2 Mio. EUR. Das Segmentergebnis belief sich auf
7 Mio. EUR (+ 3 Mio. EUR). Die Investitionen für Sachanlagen
und immaterielle Vermögensgegenstände verringerten sich auf
10 Mio. EUR (Vorjahr: 16 Mio. EUR). Die höheren Investitionen
waren bedingt durch die Implementierungsaktivitäten im Rahmen
des IT-Arbeitsplatzmodells deskBase.
Prognose Die 2011 erfolgte Restrukturierung bildet die Basis für
die Rückkehr zu profitablem Wachstum im laufenden Geschäfts­
jahr sowie in den folgenden Jahren. Der Umsatz mit Lufthansa
Passage wird mittelfristig zurückgehen, da verstärkt kostengüns­
tigere Technologien zum Einsatz kommen werden. Demgegen­
über liegt ein verstärkter Fokus auf Neu- und Zusatzgeschäft mit
externen Kunden. So erwartet Lufthansa Systems insgesamt für
das Geschäftsjahr 2012 unverändert eine positive Umsatz- und
Ergebnisentwicklung.
17
Geschäftsfeld Catering
Kennzahlen Catering
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2011
Veränderung
in %
April – Juni
2012
April – Juni
2011
Veränderung
in %
11,6
Umsatz
Mio. €
1 203
1 089
10,5
635
569
davon mit Gesellschaften
des Lufthansa Konzerns
Mio. €
276
270
2,2
145
144
0,7
Operatives Ergebnis
Mio. €
23
21
9,5
28
19
47,4
Segmentergebnis
Mio. €
29
25
16,0
33
21
57,1
EBITDA
Mio. €
52
59
– 11,9
42
32
31,3
Segmentinvestitionen
Mio. €
24
30
– 20,0
14
16
– 12,5
Mitarbeiter zum 30.06.
Anzahl
29 750
29 210
1,8
29 750
29 210
1,8
Geschäftsfeldstruktur und Geschäftsverlauf Die LSG Sky
Chefs-Gruppe umfasst 149 Unternehmen an rund 200 Standorten
in 52 Ländern. Muttergesellschaft ist die LSG Lufthansa Service
Holding AG in Neu-Isenburg. Der Konsolidierungskreis wurde um
insgesamt 14 Gesellschaften erweitert.
Die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens mit Alpha Flight
Group in Großbritannien wurde kartellrechtlich freigegeben und
wird zum 1. Oktober 2012 vollzogen werden. In Nürnberg haben
Ende Juni die Verhandlungen mit dem Betriebsrat zur beabsich­
tigten Schließung des Standorts begonnen.
Im ersten Halbjahr wuchsen die Passagiervolumina weltweit mode­
rat. Dies spiegelt sich in allen Regionen wider. LSG Sky Chefs
erzielte im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn über Vorjahr.
Produkte LSG Sky Chefs erweitert ihre Kompetenzen im Bereich
Equipment und Logistik mit starkem Fokus auf Umweltfreundlich­
keit und Innovationskraft. Der Leichtbau-Trolley „Quantum“ trägt
seit Frühjahr auf Lufthansa Langstrecken und ab Sommer auf der
gesamten Condor-Flotte zur Treibstoffeinsparung bei.
Operative Entwicklung LSG Sky Chefs gewann zahlreiche
Neukunden und verlängerte wichtige Verträge, wie mit Thomson
Airways in Großbritannien und TUIfly Nordic in Skandinavien.
Die langjährigen Verträge mit Virgin Atlantic in Großbritannien
und mit TUIfly in Deutschland laufen hingegen aus.
Für die rund 8.000 Mitarbeiter in den USA wurde Anfang 2012
ein neuer Tarifvertrag mit einer Laufzeit bis Frühjahr 2015 abge­
schlossen. Für die Beschäftigten in Deutschland wurde eine
­Nullrunde bis Januar 2013 vereinbart. Die Strukturverhandlungen
mit der Gewerkschaft in Deutschland sind jedoch Ende Mai
ohne Ergebnis beendet worden.
Umsatz- und Ergebnisentwicklung LSG Sky Chefs steigerte
den Umsatz auf 1,2 Mrd. EUR (+ 10,5 Prozent). Zu diesem Anstieg
trugen positive Wechselkurseffekte und höhere Volumina bei.
18
Die sonstigen operativen Erträge erhöhten sich auf 42 Mio. EUR
(+ 17 Mio. EUR). Insgesamt stiegen die operativen Gesamterlöse
um 11,8 Prozent auf 1,2 Mrd. EUR.
Mit 1,2 Mrd. EUR wuchsen die operativen Gesamtaufwendun­
gen ebenfalls um 11,8 Prozent. Der Materialaufwand betrug
547 Mio. EUR (+ 13,7 Prozent). Im ersten Halbjahr beschäftigte
LSG Sky Chefs durchschnittlich 29.638 Mitarbeiter (+ 2,7 Prozent).
Bedingt durch Wechselkurseffekte, den erweiterten Konsolidie­
rungskreis sowie tarifvertragliche Einmalzahlungen in den USA
stieg der Personalaufwand um 10,4 Prozent auf 436 Mio. EUR.
Die Abschreibungen erhöhten sich infolge des 2011 gestiegenen
Investitionsvolumens auf 32 Mio. EUR (+ 14,3 Prozent). Die sonstigen
operativen Aufwendungen wuchsen im Wesentlichen durch das
erhöhte Geschäftsvolumen auf 207 Mio. EUR an (+ 9,5 Prozent).
LSG Sky Chefs erzielte im ersten Halbjahr einen operativen
Gewinn von 23 Mio. EUR (Vorjahr: 21 Mio. EUR). Der Saldo aus
­übrigen Segmenterträgen und Segmentaufwendungen lag
im Berichts­zeit­raum mit 1 Mio. EUR um 3 Mio. EUR über dem
­Vorjahreswert. Das Ergebnis aus der Equity-Bewertung fiel
mit 5 Mio. EUR um 1 Mio. EUR geringer aus als im Vorjahr.
Das ­Segmentergebnis betrug insgesamt 29 Mio. EUR (Vorjahr:
25 Mio. EUR). Die Segmentinvestitionen lagen mit 24 Mio. EUR
um 6 Mio. EUR unter Vorjahr.
Prognose Für 2012 rechnet LSG Sky Chefs weiterhin mit einem
moderaten Anstieg der Passagierzahlen in allen Regionen. Dies
wirkt sich jedoch aufgrund des Kostendrucks seitens der Airlines
nur teilweise auf das Wachstum im Catering aus. Im Fokus des
Programms SCORE stehen bei LSG Sky Chefs weitere Anpassun­
gen der Tarifstrukturen sowie die kritische Überprüfung und Flexi­
bilisierung des Standortnetzwerks und der Verwaltung. Für das
Geschäftsjahr 2012 erwartet LSG Sky Chefs unverändert einen
Umsatz über Vorjahr. Angesichts eines steigenden Kostendrucks
durch die eingetrübten Wirtschaftsaussichten geht das Unter­
nehmen nunmehr von einem operativen Gewinn in der Größen­
ordnung des Vorjahres aus.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht | Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Catering
Sonstige
Risiko- und Chancenbericht
Sonstige
Sonstige
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2011
Veränderung
in %
April – Juni
2012
April – Juni
2011
Veränderung
in %
Operative Gesamterlöse
Mio. €
704
650
8,3
356
289
23,2
Operatives Ergebnis
Mio. €
– 71
0
– – 66
– 30
– 120,0
Segmentergebnis
Mio. €
– 77
8
– – 72
– 30
– 140,0
EBITDA *
Mio. €
29
55
– 47,3
– 83
7
–
Segmentinvestitionen
Mio. €
7
12
– 41,7
4
5
– 20,0
Mitarbeiter zum 30.06.
Anzahl
4 032
3 873
4,1
4 032
3 873
4,1
* Ohne konzerninterne Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge.
Struktur Zum Bereich Sonstige zählen die Service- und Finanz­
gesellschaften, unter deren Dach die Aktivitäten des Konzerns
im Finanz- und Dienstleistungsbereich gebündelt sind. Hierunter
fallen AirPlus, Lufthansa Flight Training und die Lufthansa Com­
mercial Holding. Ebenfalls diesem Segment zuzurechnen sind die
zentralen Konzernfunktionen der Deutschen Lufthansa AG.
Entwicklung der Gesellschaften Das Wachstum der Geschäfts­
reisemärkte blieb stabil und setzte sich im positiven zweistelligen
Bereich fort. Der Abrechnungsumsatz für die AirPlus Geschäftsreise­
produkte lag 13 Prozent über dem Vorjahr. In absoluten Zahlen
ist das Umsatzwachstum in Deutschland am stärksten, es folgen
China, Italien, die USA sowie Kanada. Die positive Geschäfts­
entwicklung zeigt sich auch in den Ergebniszahlen. Die operativen
Gesamterlöse konnten um 3,1 Prozent gesteigert werden, auch
das operative Ergebnis lag mit 19 Mio. EUR um 5,6 Prozent
über dem Vorjahreswert.
Die Simulatorauslastung der Lufthansa Flight Training liegt weiter­
hin auf hohem Niveau. Aufgrund der schwierigen gesamtwirt­
schaftlichen Bedingungen lagen die operativen Gesamterlöse mit
89 Mio. EUR und das operative Ergebnis mit 16 Mio. EUR um
1,1 Prozent beziehungsweise 23,8 Prozent unter dem Vorjahr. Im
Rahmen des Konzernprogramms SCORE werden Maßnahmen
erarbeitet, um die Kostenstruktur nachhaltig zu verbessern.
Im Ergebnisbeitrag der Konzernfunktionen spiegelten sich die
­teilweise sehr starken Währungsschwankungen wider. Während
die operativen Gesamterlöse um 11,6 Prozent auf 335 Mio. EUR
sanken, wuchsen die operativen Aufwendungen auf 446 Mio. EUR
an (+ 4,9 Prozent). Das operative Ergebnis betrug – 111 Mio. EUR
(Vorjahr: – 46 Mio. EUR).
Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die operativen Gesamt­
erlöse des Segments Sonstige stiegen im Berichtszeitraum auf
704 Mio. EUR (+ 8,3 Prozent). Im Wesentlichen währungsbedingt
erhöhten sich die operativen Aufwendungen überproportional um
19,2 Prozent auf 775 Mio. EUR. In der Folge weist das Segment
ein operatives Ergebnis von – 71 Mio. EUR aus (Vorjahr: 0 Mio. EUR).
Das Segmentergebnis betrug – 77 Mio. EUR (Vorjahr: 8 Mio. EUR).
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
Risiko- und Chancenbericht
Als international tätiges Luftfahrtunternehmen ist Lufthansa gesamt­
wirtschaftlichen, branchenspezifischen und unternehmerischen
Risiken ausgesetzt. Schwerpunkte sind Markt- und Wettbewerbs­­
risiken mit Auswirkungen auf Kapazität und Auslastung. Dazu kom­
men politische, operationelle und tarifpolitische Risiken, Rechtsund Haftungsrisiken, Beschaffungsrisiken, IT-Risiken sowie
Finanz- und Treasury-Risiken.
Die stets auf aktuellem Stand gehaltenen Managementsysteme
ermöglichen es, frühzeitig sowohl Risiken als auch Chancen zu
erkennen und danach unser Handeln auszurichten. Weitere Infor­
mationen zum Chancen- und Risikomanagement-System und
zur Risikosituation des Konzerns finden Sie im „Geschäftsbericht
2011“ ab S. 114 .
Im ersten Halbjahr des Jahres 2012 haben sich im Vergleich zu
den im Geschäftsbericht ausführlich dargestellten Chancen
und Risiken folgende Konkretisierungen beziehungsweise neue
Entwicklungen ergeben.
Die noch im Frühjahr erhoffte Erholung der Weltwirtschaft setzt
sich in allen Regionen nur mit deutlich verringerter Dynamik und
verzögert fort. Die Staatsschuldenkrisen in Europa und das Bemü­
hen um deren Bewältigung belasten die Weltwirtschaftsentwicklung
stärker als erwartet. Die globale Entwicklung hat das Verkehrs­
aufkommen im weltweiten Passagierluftverkehr noch nicht beein­
trächtigt. Allerdings fällt die Verkehrsentwicklung regional weiterhin
stark unterschiedlich aus. Im Frachtgeschäft, das traditionell als
Frühindikator für das übrige Luftfahrtgeschäft fungiert, zeigen sich
die Folgen der konjunkturellen Wachstumsbeeinträchtigung
bereits deutlicher in rückläufigen Handelsvolumina und Transport­
aufträgen. Die Fluggesellschaften des Lufthansa Konzerns haben
auf die sich abzeichnende Phase einer Abschwächung der
Wachstumsdynamik mit einer deutlichen Reduktion des geplanten
Kapazitätswachstums reagiert, siehe „Prognosebericht“ auf S. 20 .
19
Infolge der reduzierten Konjunkturaussichten haben sich die Treib­
stoffpreise nach einem vorübergehenden Hoch im Frühjahr zwar
reduziert, bleiben aber auf einem hohen Niveau. Die bekannten
Sicherungsmechanismen des Konzerns reduzieren das Risiko,
eine vollständige erlösseitige Kompensation der Mehrkosten ist
jedoch auch unter Einschluss der Zuschläge auf die Ticketpreise
im unverändert wettbewerbsintensiven Markt nicht zu erwarten.
Mit der Bestätigung des absoluten Nachtflugverbots am Frankfurter
Flughafen werden die Verzerrungen im Wettbewerb, insbesondere
gegenüber staatlich geförderten Airlines und Luftverkehrs­systemen,
weiter zunehmen.
Die Konjunktur in Europa wird verhalten bleiben, das erwartete
Wachs­tum wurde jüngst auf 0,1 Prozent reduziert. Obwohl
Deutschland mit einer nach oben korrigierten Wirtschaftsent­
wicklung von 1,0 Prozent deutlich besser dasteht als andere
europä­ische Länder, sind auch hier Auswirkungen durch die
Staatsschuldenkrisen im Euroraum zu erwarten.
Die erhöhte Unsicherheit hinsichtlich der weltweiten Wachstums­
aussichten wirkt sich auch auf die Ölpreise aus. So signalisieren
die Terminkontrakte auf dem insgesamt hohen Niveau die Erwar­
tung leicht sinkender Preise, an denen Lufthansa im Rahmen ihrer
Hedgingpolitik weitgehend partizipieren würde.
Insgesamt ist auch unter Berücksichtigung der besonderen gesamt­
wirtschaftlichen Situation und aller bekannten sonstigen Sachver­
halte und Umstände derzeit keine den Fortbestand des Konzerns
gefährdende Entwicklung erkennbar.
Insgesamt haben sich die Gewinnaussichten der Airline-Branche
für das laufende Jahr eingetrübt. Die IATA hat im Juni den erwarte­
ten Nettogewinn der Industrie auf nunmehr 3,0 Mrd. USD (Vorjahr:
7,9 Mrd. USD) nach unten korrigiert. Auf die europäischen Airlines
entfällt davon ein Verlust von insgesamt 1,1 Mrd. USD.
Nachtragsbericht
Lufthansa Konzern Nach einem durchwachsenen ersten Halb­
jahr 2012 gehen wir derzeit davon aus, dass sich die bestehenden
Trends in den Geschäftsfeldern des Lufthansa Konzerns zunächst
fortsetzen werden. Im Passagiergeschäft steht eine weiterhin
robuste Buchungsentwicklung dem nach wie vor hohen Kosten­
druck beim Treibstoff gegenüber. Daher liegen die Anstrengungen
auf einer Intensivierung der Maßnahmen zur Kostensenkung und
der Fortsetzung des umsichtigen Kapazitäts- und Erlösmanage­
ments. Auch im Frachtgeschäft wird die enge Kapazitätssteuerung
fortgesetzt, um die Kostenentwicklung an die weiterhin verhaltene
Nachfrage auszurichten. Die Service-Geschäftsfelder werden
sich 2012 gewohnt stabilisierend auf die Ergebnisentwicklung des
Konzerns auswirken.
Seit dem 1. Juli 2012 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeu­
tung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ver­
mögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist.
Prognosebericht
BIP-Wachstum
2012*
2013*
2014*
2015*
2016*
Welt
2,7
3,0
3,8
4,1
4,0
Europa
0,1
0,5
1,2
2,4
2,4
Deutschland
1,0
1,1
1,3
1,6
1,7
Nordamerika
2,0
2,0
2,7
3,3
3,0
Südamerika
3,2
3,8
4,6
4,1
4,3
Asien / Pazifik
5,1
5,1
5,9
5,9
5,6
China
7,8
7,9
8,2
8,2
7,9
Naher Osten
3,3
3,1
4,6
4,3
4,1
Afrika
4,6
5,2
5,3
5,1
4,9
in %
Quelle: Global Insight World Overview per 15.07.2012.
*Prognosewerte.
Gesamtwirtschaftlicher Ausblick Die Aussichten für die weitere
Entwicklung der Weltwirtschaft haben sich eingetrübt. Maßgeblichen
Einfluss darauf haben der Fortgang der Staatsschuldenkrisen im
Euroraum und deren Auswirkungen auf die international vernetzten
Güter- und Kapitalmärkte. Ab Ende 2012 wird jedoch erwartet,
dass sich die Weltwirtschaft vor allem aufgrund des zunehmenden
Expansionstempos der Schwellenländer Asiens allmählich erholen
wird. Auch der Welthandel dürfte sich im Verlauf des Jahres nach
und nach beleben. Für 2012 wird insgesamt mit einem weltweiten
Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent gerechnet, das jedoch unter
dem Vorjahreswachstum von 3,0 Prozent liegt.
20
Insgesamt erwarten wir vor diesem Hintergrund für das Geschäfts­
jahr 2012 unverändert, den Umsatz des Konzerns gegenüber
­Vorjahr zu steigern und einen operativen Gewinn im mittleren drei­
stelligen Millionen-Euro-Bereich erwirtschaften zu können. Diese
Ergebnisprognose versteht sich weiterhin vor den zu erwartenden
Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit dem unter SCORE
erforderlichen Stellenabbau. Diese Restrukturierungs­kosten sind
angesichts der fortlaufenden Gespräche mit den Betriebspartnern
derzeit noch nicht final quantifizierbar. Auf Basis der heutigen
­Einschätzungen rechnen wir mit einer auf das Geschäftsjahr 2012
entfallenden Belastung in einer Größenordnung zwischen 100 und
200 Mio. EUR.
Die in allen Geschäftsfeldern im Rahmen dieses Konzernprogramms
verfolgten Maßnahmen werden jedoch die Ergebnisqualität des
Lufthansa Konzerns nachhaltig stärken. Hierzu tragen alle Gesell­
schaften sowohl mit individuell zugeschnittenen Programmen bei
als auch im Rahmen übergreifender Projekte, wie beispielsweise zur
stärkeren Nutzung von Shared Business Services, der Optimie­rung
des Nachbarschaftsverkehrs oder der Bündelung des Einkaufs.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre Zwischenlagebericht Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Risiko- und Chancenbericht
Nachtragsbericht
Prognosebericht
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Januar – Juni 2012
in Mio. €
Erlöse aus den Verkehrsleistungen Andere Betriebserlöse
Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2011
April – Juni
2012
April – Juni
2011
11 851
11 243
6 502
6 179
2 658
2 442
1 388
1 238
14 509
13 685
7 890
7 417
71
24
26
– 5
969
1 320
453
613
Materialaufwand
– 8 754
– 8 028
– 4 584
– 4 218
Personalaufwand
– 3 399
– 3 309
– 1 665
– 1 656
Abschreibungen
– 895
– 822
– 432
– 412
– 2 550
– 2 598
– 1 358
– 1 348
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
– 49
272
330
391
Ergebnis aus at equity bewerteten Finanzanlagen
– 28
– 18
8
9
59
35
46
22
Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Übriges Beteiligungsergebnis
Zinserträge
Zinsaufwand
80
96
43
52
– 241
– 240
– 121
– 117
Übrige Finanzposten
– 148
– 308
– 132
77
Finanzergebnis
– 278
– 435
– 156
43
Ergebnis vor Ertragsteuern
– 327
– 163
174
434
Ertragsteuern
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
130
77
25
– 78
– 197
– 86
199
356
36
– 113
34
– 52
– 161
– 199
233
304
– 7
– 7
– 4
– 3
Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis
– 168
– 206
229
301
„Unverwässertes“ / „Verwässertes Ergebnis“ je Aktie in €
– 0,37
– 0,45
0,50
0,66
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen in €
– 0,45
– 0,20
0,43
0,77
0,08
– 0,25
0,07
– 0,11
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2011
April – Juni
2012
April – Juni
2011
– 161
– 199
233
304
136
Ergebnis nach Ertragsteuern
Auf Minderheiten entfallendes Ergebnis
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in €
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Januar – Juni 2012
in Mio. €
Ergebnis nach Ertragsteuern
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung
Folgebewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
Folgebewertung von Cashflow Hedges
62
36
72
157
– 65
87
30
– 113
– 13
– 66
– 535
0
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
von nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen
2
2
0
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
4
– 6
5
0
21
25
7
112
– 257
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
(„Other Comprehensive Income“) nach Ertragsteuern
133
– 21
105
Gesamte Aufwendungen und Erträge („Total Comprehensive Income“)
– 28
– 220
338
47
Auf Minderheiten entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge
– 10
– 1
– 9
– 3
Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG
entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge
– 38
– 221
329
44
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
21
Konzernbilanz
zum 30. Juni 2012
Aktiva
in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer *
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Flugzeuge und Reservetriebwerke
Reparaturfähige Flugzeugersatzteile
Übriges Sachanlagevermögen
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen
Übrige Beteiligungen
Langfristige Wertpapiere
30.06.2012
31.12.2011
30.06.2011
1 197
1 191
1 580
369
384
338
12 030
11 592
11 771
879
840
853
2 116
2 118
2 070
366
394
348
1 037
898
1 052
20
134
131
Ausleihungen und Forderungen
560
616
605
Derivative Finanzinstrumente
297
343
188
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
25
24
23
Effektive Ertragsteuerforderungen
62
60
62
Latente Ertragsteuer-Erstattungsansprüche
37
33
67
18 995
18 627
19 088
Langfristige Vermögenswerte
Vorräte
654
620
625
4 509
3 437
4 221
Derivative Finanzinstrumente
217
414
615
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
175
171
169
Effektive Ertragsteuerforderungen
131
128
82
3 615
3 111
3 400
Bankguthaben und Kassenbestände
958
887
1 232
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte
107
686
85
Kurzfristige Vermögenswerte
10 366
9 454
10 429
Bilanzsumme
29 361
28 081
29 517
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Wertpapiere
* Inklusive Geschäfts- und Firmenwerte.
22
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre | Zwischenlagebericht Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Konzernbilanz
Passiva
30.06.2012
31.12.2011
30.06.2011
Gezeichnetes Kapital
1 172
1 172
1 172
Kapitalrücklage
1 366
1 366
1 366
Gewinnrücklagen
3 678
3 800
3 800
Übrige neutrale Rücklagen
1 754
1 624
1 614
Konzernergebnis
– 168
– 13
– 206
Anteil der Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital
7 802
7 949
7 746
79
95
88
Eigenkapital
7 881
8 044
7 834
Pensionsrückstellungen
2 033
2 165
2 492
563
578
578
5 922
5 808
5 268
162
128
112
in Mio. €
Minderheitenanteile
Sonstige Rückstellungen
Finanzschulden
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten
und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
1 182
1 156
1 129
Derivative Finanzinstrumente
112
55
324
Latente Ertragsteuerverpflichtungen
138
364
225
10 112
10 254
10 128
Sonstige Rückstellungen
855
818
931
Finanzschulden
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
934
616
870
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
4 833
4 227
4 662
Verbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten
3 573
2 359
3 651
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten
und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
1 031
939
1 118
15
37
224
101
71
99
26
716
0
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
11 368
9 783
11 555
Bilanzsumme
29 361
28 081
29 517
Derivative Finanzinstrumente
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen
Schulden in Verbindung mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
23
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
zum 30. Juni 2012
Gezeich­
netes
Kapital
Kapital­
rücklage
Marktbe­
wertung
Finanzinstru­
mente
Unter­
Neuschieds­
bewer­
betrag
tungs­
aus Wäh­
rücklage
rungsum­ (Sukzessiv­
rechnung erwerbe)
Sonstige
neutrale
Rück­
lagen
Summe
übrige
neutrale
Rücklagen
Gewinn­
rücklagen
Konzern­
ergebnis
Anteil der
Aktionäre
der
­Deutschen
Lufthansa
AG am
Eigenkapital
Minder­
heitenanteile
Gesamt
Eigenkapital
in Mio. €
Stand am 31.12.2010
1 172
1 366
856
241
193
339
1 629
2 944
1 131
8 242
98
8 340
Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen
– – – – – – – – – – – – Umbuchungen
– – – – – – – 856
– 856
– – – Dividenden an
Lufthansa Aktionäre / Minderheiten
– – – – – – – – – 275
– 275
– 11
– 286
Konzern- / Minderheitenergebnis
– – – – – – – – – 206
– 206
7
– 199
Übrige erfolgsneutrale
Aufwendungen und Erträge
– – – 53
36
– 2
– 15
– – – 15
– 6
– 21
Stand am 30.06.2011
1 172
1 366
803
277
193
341
1 614
3 800
– 206
7 746
88
7 834
Stand am 31.12.2011
1 172
1 366
766
322
193
343
1 624
3 800
– 13
7 949
95
8 044
Kapitalerhöhungen / -herabsetzungen
– – – – – – – – – – – – Umbuchungen
– – – – – – – – 127
127
– – – Dividenden an
Lufthansa Aktionäre / Minderheiten
– – – – – – – – – 114
– 114
– 11
– 125
Transaktionen mit Minderheiten
– – – – – – – 5
– 5
– 15
– 10 Konzern- / Minderheitenergebnis
– – – – – – – – – 168
– 168
7
– 161
Übrige erfolgsneutrale
Aufwendungen und Erträge
Stand am 30.06.2012
24
– – 65
62
– 3
130
– – 130
3
133
1 172
1 366
831
384
193
346
1 754
3 678
– 168
7 802
79
7 881
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre | Zwischenlagebericht Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Januar – Juni 2012
in Mio. €
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 01.01. 1)
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2011
April – Juni
2012
April – Juni
2011
887
1 097
915
1 210
– 327
– 163
174
434
902
841
437
414
36
– 4
11
– 13
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen
– 16
– 34
– 12
– 21
Beteiligungsergebnis
– 31
– 17
– 54
– 31
Zinsergebnis
161
144
78
65
Erstattete / Gezahlte Ertragsteuern
– 67
– 172
– 54
– 36
Erfolgswirksame Bewertung von Finanzderivaten
139
287
124
– 80
Veränderung des Working Capitals 2)
947
840
152
230
1 744
1 722
856
962
Ergebnis vor Ertragsteuern
Abschreibungen auf Anlagevermögen (saldiert mit Zuschreibungen)
Abschreibungen auf Umlaufteile (saldiert mit Zuschreibungen)
Operativer Cashflow aus fortgeführten Geschäftsbereichen
Operativer Cashflow aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
Operativer Cashflow
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
– 82
– 30
– 27
– 25
1 662
1 692
829
937
– 685
– 1 372
– 1 359
– 789
Investitionen in Finanzanlagen
– 13
– 58
– 4
–
Zugänge /Abgänge an reparaturfähigen Flugzeugersatzteilen
– 69
18
– 14
20
5
1
5
–
– 168
– 168
–
–
– 8
Einnahmen aus Verkäufen von nicht konsolidierten Anteilen
Einnahmen aus Verkäufen von konsolidierten Anteilen
Ausgaben aus Käufen von nicht konsolidierten Anteilen
–
–
– 20
Ausgaben aus Käufen von konsolidierten Anteilen
–
–
–
–
Einnahmen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten,
Sach- und sonstigen Finanzanlagen
275
287
52
95
Zinseinnahmen
189
195
73
77
75
53
60
39
– 1 078
– 883
– 785
– 462
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
– 130
– 14
– 168
– 5
Erwerb von Wertpapieren / Geldanlagen in Fonds 3)
– 851
– 636
– 468
– 134
317
1 346
92
535
– 1 612
– 173
– 1 161
– 61
– 130
– 6
– 168
– 1
Erhaltene Dividenden
Nettozu- / -abflüsse aus der Investitionstätigkeit
Veräußerung von Wertpapieren / Geldanlagen in Fonds
Nettozu- / -abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
Kapitalerhöhung
– – – – 752
113
541
38
– 380
– 954
– 70
– 555
– 4
8
– 8
1
Gewinnausschüttung
– 126
– 286
– 120
– 278
Zinsausgaben
– 235
– 269
– 68
– 86
7
– 1 388
275
– 880
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
– 5
– 18
–
– 2
Nettoab- / -zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten
57
131
– 57
– 4
Veränderung Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen
14
4
12
26
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 30.06. 4)
958
1 232
870
1 232
Aufnahme langfristiger Finanzschulden
Rückführung langfristiger Finanzschulden
Übrige Finanzschulden
Nettozu- / -abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
Wertpapiere
3 615
3 400
3 615
3 400
Flüssige Mittel gesamt
4 573
4 632
4 485
4 632
575
– 860
– 681
– 534
Nettozu- / -abnahme der flüssigen Mittel gesamt
In der Darstellung des Einzelquartals Zahlungsmittel zum 01.04.
Das Working Capital besteht aus Vorräten, Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen.
3)
Vorjahr an die Darstellung des aktuellen Jahres angepasst.
4)
Vorjahr inklusive Dotierung des LH Pension Trust in Höhe von 168 Mio. EUR.
1)
2)
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
25
Anhang
1) Angewendete Standards und
Konsolidierungskreisveränderungen
Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und ihrer
Tochtergesellschaften wurde nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards
Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS
Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie in der Europä­
ischen Union (EU) anzuwenden sind. Der vorliegende Zwischen­
bericht zum 30. Juni 2012 wurde dabei in Übereinstimmung mit den
Vorschriften des IAS 34 erstellt; die Darstellung erfolgt in verkürzter
Form. Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden
die zum 1. Januar 2012 gültigen Standards und Interpretationen
angewendet. Die erstmals ab 1. Januar 2012 verpflichtend anzu­
wendenden Standards hatten keine wesent­lichen Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die
Veränderungen des Konsolidierungskreises (siehe Tabelle) hatten
mit Ausnahme des Verkaufs der bmi keinen nennenswerten Ein­
fluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Auf das Ergebnis der bmi einschließlich der Ergebnisse aus
der Entkonsolidierung der Gesellschaft wird im nachfolgenden
Abschnitt detailliert eingegangen.
Veränderung Konsolidierungskreis im Zeitraum 01.07.2011 bis 30.06.2012
Name, Sitz
Zugang zum
Abgang zum
Grund
Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe
ALIP No. 4 Co., Ltd., Tokio, Japan
26.10.11
Gründung
ALIP No. 6 CO., Ltd., Tokio, Japan
26.10.11
Gründung
Gina Leasing Co. Ltd., Tokio, Japan
16.12.11
Gründung
NBB Cologne Lease Co., Ltd., Tokio, Japan
23.12.11
Gründung
TimBenNico Finance 2011 S.N.C., Paris, Frankreich
05.07.11
Gründung
AUA A320/A321 2001 Ltd., George Town, Kaimaninseln
15.12.11
Liquidation
Lufthansa Leasing GmbH & Co. Fox-Alfa oHG, Grünwald, Deutschland
11.07.11
Aufgabe des Geschäftszwecks
Lufthansa Leasing GmbH & Co. Fox-Delta oHG, Grünwald, Deutschland
01.07.11
Fusion
Lufthansa Leasing GmbH & Co. Fox-Echo oHG, Grünwald, Deutschland
01.07.11
Fusion
Lufthansa Leasing GmbH & Co. Fox-Hotel oHG, Grünwald, Deutschland
11.07.11
Aufgabe des Geschäftszwecks
British Midland Airways Ltd., Donington Hall, Großbritannien
19.04.12
Verkauf
British Midland Ltd., Donington Hall, Großbritannien
19.04.12
Verkauf
Geschäftsfeld Technik
Lufthansa Technik Component Services LLC, Dallas, USA
01.01.12
Erstmals konsolidiert
Lufthansa Technik Logistik Services GmbH, Hamburg, Deutschland
01.01.12
Erstmals konsolidiert
Geschäftsfeld Catering
Constance Food Group, Inc., New York, USA
01.11.11
Kauf
LSG France SAS, Paris, Frankreich
28.09.11
Gründung
LSG Sky Chefs Berlin GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland 01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Bremen GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland 01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Düsseldorf GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland
01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Frankfurt International GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland
01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Frankfurt ZD GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland
01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Hamburg GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland 01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Hannover GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland 01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Köln GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland
01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Leipzig GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland 01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs München GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland 01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Nürnberg GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland
01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Stuttgart GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland 01.07.11
Gründung
LSG Sky Chefs Spain, S.A., Madrid, Spanien
15.02.12
LSG Sky Chefs Deutschland GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland
Gründung
01.07.11
Aufspaltung
Sonstige
Lufthansa Blues Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
21.03.12
Lufthansa Malta Blues General Partner GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland
21.03.12
Kauf
Lufthansa Malta Blues LP, St. Julians, Malta
29.03.12
Gründung
Lufthansa Asset Management GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
27.04.12
Gründung
26
Kauf
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre | Zwischenlagebericht Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Anhang
2) Erläuterungen zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz,
Kapitalflussrechnung und Segmentberichterstattung
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte
in Mio. €
Konzern
30.06.2012
Jahresabschluss
31.12.2011
Konzern
30.06.2011
66
172
73
4
47
9
37
467
3
–
–
–
26
716
– Vermögenswerte
Flugzeuge und Reservetriebwerke
Finanzanlagevermögen
Sonstiges
Eigenkapital / Schulden in Verbindung mit Vermögenswerten,
die zum Verkauf stehen
Eigenkapital
Schulden
Die British Midland-Gruppe stellte innerhalb des Geschäftsfelds
Passage Airline Gruppe des Lufthansa Konzerns eine eigen­
ständige, zahlungsmittelgenerierende Einheit dar. Sie ist somit
als Unternehmensbestandteil im Sinne des IFRS 5 anzusehen,
dem betrieblich wie auch für Zwecke der Rechnungslegung
klar abgrenzbare Cashflows zugeordnet werden. Aufgrund des
zwischen der Deutschen Lufthansa AG und der International
Conso­lidated Airlines Group, S.A. (IAG) am 22. Dezember 2011
unterzeichneten Vertrags über den Verkauf der British Midland Ltd.
(bmi) an die IAG ist die bmi nach den Vorschriften des IFRS 5
in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns als aufgegebe­
ner Geschäftsbereich auszuweisen. Mit Abschluss der Verkaufs­
transaktion am 19. April 2012 wurde die bmi entkonsolidiert.
Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs im vorliegen­
den Zwischenbericht umfasst neben dem bis zum Verkauf zu
erfassenden laufenden Ergebnis der bmi nach Ertragsteuern auch
die gegenüber dem Jahresabschluss 2011 eingetretenen Verän­
derungen des Bewertungs- beziehungsweise Veräußerungser­
gebnisses aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich, wie es sich
als Ergebnis der oben genannten vertraglichen Vereinbarung
ergibt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend der Darstellung
des Berichtszeitraums angepasst.
Die nachfolgende Tabelle zeigt das Ergebnis aus dem aufgegebe­
nen Geschäftsbereich der British Midland-Gruppe:
in Mio. €
Erlöse
Aufwendungen
Laufendes Ergebnis aus aufgegebenen
­Geschäftsbereichen vor Steuern
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus
­aufgegebenen Geschäftsbereichen
Jan. – Juni
2012
Jan. – Juni
2011
237
405
– 330
– 522
– 93
– 117
13
4
Laufendes Ergebnis aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen nach Steuern
– 80
– 113
Bewertungs- / Veräußerungsergebnis aus
­aufgegebenen Geschäftsbereichen
135
–
Steuern auf Bewertungs- / Veräußerungsergebnis
– 19
–
Bewertungs- / Veräußerungsergebnis
aus auf­gegebenen Geschäftsbereichen
nach Steuern
116
–
36
– 113
Ergebnis aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs im ersten
Halbjahr 2012 resultiert im Wesentlichen aus Kaufpreisanpas­
sungen aufgrund einer gegenüber der Planung verbesserten
Liquiditätsposition der bmi.
Die der bmi zuzurechnenden und in der Bilanz zum 31. Dezember
2011 gemäß IFRS 5 gesondert ausgewiesenen Vermögenswerte
von 576 Mio. EUR und Schulden von 690 Mio. EUR wurden im
Zusammenhang mit der zum 19. April 2012 vorgenommenen Ent­
konsolidierung ausgebucht.
Detaillierte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, zur
Bilanz, zur Kapitalflussrechnung und zur Segmentberichterstattung
sind darüber hinaus im Lagebericht auf S. 2 – 20 ­zu finden.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
27
3) Saisonalität
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist vor allem durch das
Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe saisonalen Einflüssen aus­
gesetzt. So sind die Umsätze im ersten und vierten Quartal wegen
des schwächeren Reiseverkehrs in der Regel niedriger, während
im zweiten und dritten Quartal regelmäßig höhere Umsatzerlöse
und operative Gewinne erzielt werden.
Aus Gewährleistungsverträgen
Aus der Bestellung von Sicherheiten
für fremde Verbindlichkeiten
Konzernergebnis
„Verwässertes“ Ergebnis je Aktie
Eventualverbindlichkeiten
Aus Bürgschaften, Wechsel- und
­Scheckbürgschaften
„Unverwässertes“ Ergebnis je Aktie
30.06.2012
30.06.2011
€
– 0,37
– 0,45
Mio. €
– 168
– 206
457.937.406
457.937.567
Gewichteter Durchschnitt
der Aktienanzahl
4) Erfolgsunsicherheiten und
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
in Mio. €
5) Ergebnis je Aktie
30.06.2012
31.12.2011
907
874
1 055
977
46
35
Wegen geringer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme musste
die Bildung verschiedener Rückstellungen mit einer gesamten
möglichen finanziellen Ergebnisauswirkung von 163 Mio. EUR
für Folgejahre unterbleiben. Zum Bilanzstichtag 2011 waren dies
161 Mio. EUR. Aus den bereits zum Jahresende 2011 fest kon­
trahierten Verträgen über den Verkauf von drei Canadair Regio­
nal Jet 200 ergaben sich bis zum 30. Juni 2012 Gewinne von
1 Mio. EUR und finanzielle Zuflüsse von 6 Mio. EUR. Aus bereits
fest kontrahierten Verträgen über den Verkauf von vier Avro
RJ 85 werden bis zum Jahresende 2012 voraussichtlich weitere
6 Mio. EUR zufließen. Ende Juni 2012 besteht ein Bestellobligo
für Investitionen in das Sachanlagevermögen und für immaterielle
Vermögenswerte von 6,6 Mrd. EUR. Zum 31. Dezember 2011
betrug das Bestell­obligo 7,7 Mrd. EUR.
€
– 0,37
– 0,45
Konzernergebnis
Mio. €
– 168
– 206
+ Zinsaufwand Wandelanleihe
Mio. €
–
–
– Laufende und latente Steuern
Mio. €
–
–
Berichtigtes Periodenergebnis
Mio. €
– 168
– 206
457.944.882
458.273.971
Gewichteter Durchschnitt
der Aktienanzahl
6) Gezeichnetes Kapital
Die Hauptversammlung vom 24. April 2009 hat den Vorstand bis
zum 23. April 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
das Grundkapital der Gesellschaft um 25 Mio. EUR durch Ausgabe
von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien an die Mitar­
beiter gegen Bareinlage zu erhöhen. Die neuen Aktien werden
ausschließlich den Mitarbeitern der Deutschen Lufthansa AG und
mit ihr verbundener Unternehmen zum Erwerb angeboten. Das
Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Nach Beschluss
der Hauptversammlung vom 8. Mai 2012 wurde der im Jahres­
abschluss 2011 ausgewiesene Bilanzgewinn von 114 Mio. EUR
ausgeschüttet. Dies entspricht einer Dividende für das Geschäfts­
jahr 2011 von 0,25 EUR je Stückaktie. Die zum 31. Dezember 2011
noch bestehenden Wandelanleihen, die das Recht zur Wandlung
in bis zu 336.404 Aktien der Deutschen Lufthansa AG zu einem
Kurs von 19,86 EUR verbrieften, wurden am 4. Januar 2012 voll­
ständig zurückgezahlt.
Bezüglich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf die
Ausführungen im Lagebericht auf S. 20 ­verwiesen.
28
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre | Zwischenlagebericht Zwischenabschluss | Weitere Informationen
Anhang
7) Segmentberichterstattung
Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern Januar – Juni 2012
Passage
­Airline
­Gru­ppe
Logistik Technik
IT Services
Catering
Summe
berichts­
pflichtige
operative
Segmente
Sonstige
Außenumsätze
10 874
1 339
1 243
126
927
14 509
–
–
14 509
davon Verkehrserlöse
10 334
1 294
–
–
–
11 628
–
223
11 851
349
13
773
175
276
1 586
–
– 1 586
–
11 223
1 352
2 016
301
1 203
16 095
–
– 1 586
14 509
in Mio. €
Konzerninnenumsätze
Umsatzerlöse
Operative sonstige Erträge
Überleitung
Konzern
453
38
96
8
42
637
704
– 390
951
Operative Gesamterlöse
11 676
1 390
2 112
309
1 245
16 732
704
– 1 976
15 460
Operative betriebliche
Aufwendungen
11 855
1 343
1 968
301
1 222
16 689
775
– 1 984
15 480
davon Materialaufwand
7 659
982
973
44
547
10 205
49
– 1 500
8 754
davon Personalaufwand
1 900
188
610
120
436
3 254
151
– 4
3 401
davon Abschreibungen
(planmäßig)
49
18
32
825
21
2
848
697
29
davon operative sonstige
Aufwendungen
1 599
144
336
119
207
2 405
554
– 482
2 477
Operatives Ergebnis 1)
– 179
47
144
8
23
43
– 71
8
– 20
Übrige Segmenterträge
50
2
18
0 *
1
71
11
7
89
Übrige Segmentaufwendungen
60
0 *
1
1
0 *
62
17
39
118
–
–
59
0 *
–
– 28
– 24
– 77
davon außerplanmäßige
Abschreibungen
59
–
–
–
–
59
Ergebnis Equity-Bewertung
– 52
7
12
–
5
– 28
– 241
56
173
7
29
24
Segmentergebnis 2)
– 77
Übriges Finanzergebnis
– 250
Ergebnis vor Ertragsteuern
Segmentvermögen 3)
davon aus Equity-Bewertung
Segmentschulden 4)
Segmentinvestitionen 5)
davon aus Equity-Bewertung
Mitarbeiter zum Stichtag
– 327
15 715
907
3 143
281
1 339
21 385
1 792
6 184
29 361
27
53
193
–
87
360
6
–
366
10 451
431
1 250
121
517
12 770
1 905
6 805
21 480
1 177
83
63
10
24
1 357
7
21
1 385
–
–
–
–
–
–
–
–
–
55 913
4 603
20 345
2 773
29 750
113 384
4 032
–
117 416
* Gerundet unter 1 Mio. EUR.
1)
Zur Überleitung vom operativen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit siehe Seite 6 des Zwischenlageberichts.
2)
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit inklusive des Ergebnisses aus Equity-Bewertung.
3) Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagevermögen, at equity bewertete Beteiligungen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie sonstige Vermögensgegenstände – unter „Konzern“ sind sämtliche Vermögenswerte ausgewiesen.
4)
Sämtliche Schulden mit Ausnahme der Finanzschulden; Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften, derivative Finanzinstrumente,
sonstige Rechnungsabgrenzungsposten, Steuerverpflichtungen – unter „Konzern“ sind sämtliche Schulden ausgewiesen.
5)
Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen sowie in at equity bewertete Beteiligungen.
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
29
Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern Januar – Juni 2011
Summe
berichts­
pflichtige
operative
Segmente
Sonstige
819
13 685
–
–
13 685
–
11 035
–
208
11 243
179
270
1 716
–
– 1 716
–
289
1 089
15 401
–
– 1 716
13 685
Passage
­Airline
­Gru­ppe 1)
Logistik Technik
IT Services
10 100
1 490
1 166
110
9 604
1 431
–
–
373
13
881
10 473
1 503
2 047
Catering
in Mio. €
Außenumsätze
davon Verkehrserlöse
Konzerninnenumsätze
Umsatzerlöse
Operative sonstige Erträge
Überleitung
Konzern 1)
615
36
111
11
25
798
650
– 349
1 099
Operative Gesamterlöse
11 088
1 539
2 158
300
1 114
16 199
650
– 2 065
14 784
Operative betriebliche
Aufwendungen
11 188
1 406
2 052
294
1 093
16 033
650
– 2 013
14 670
davon Materialaufwand
6 947
1 038
1 052
39
481
9 557
44
– 1 573
8 028
davon Personalaufwand
1 918
175
553
116
395
3 157
138
– 7
3 288
davon Abschreibungen
(planmäßig)
657
45
44
16
28
790
22
3
815
davon operative sonstige
Aufwendungen
1 666
148
403
123
189
2 529
446
– 436
2 539
Operatives Ergebnis 2)
– 100
133
106
6
21
166
0
– 52
114
Übrige Segmenterträge
66
5
14
Übrige Segmentaufwendungen
40
1
davon außerplanmäßige
Abschreibungen
17
Ergebnis Equity-Bewertung
– 35
Segmentergebnis 3)
– 109
0 *
0 *
85
27
133
245
0*
2
2
45
19
23
87
0*
–
–
0*
17
–
–
17
0*
11
–
6
– 18
0*
–
– 18
131
4
25
188
8
58
254
137
Übriges Finanzergebnis
–
Ergebnis vor Ertragsteuern
–
Segmentvermögen 4)
davon aus Equity-Bewertung
Segmentschulden 5)
Segmentinvestitionen 6)
davon aus Equity-Bewertung
Mitarbeiter zum Stichtag
15 874
802
2 944
227
1 202
21 049
– 417
– 163
1 727
6 741
29 517
78
40
156
–
68
342
6
–
348
11 083
453
1 263
196
461
13 456
1 584
6 643
21 683
1 250
35
51
16
30
1 382
12
43
1 437
–
8
1
–
–
9
54 836
4 542
19 584
2 870
29 210
111 042
0*
3 873
–
9
3 851
118 766
* Gerundet unter 1 Mio. EUR.
1)
Anpassung der Vorjahreszahlen hinsichtlich des Ergebnisses aus aufzugebenden Geschäftsbereichen.
2)
Zur Überleitung vom operativen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit siehe Seite 6 des Zwischenlageberichts.
3)
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit inklusive des Ergebnisses aus Equity-Bewertung.
4)
Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagevermögen, at equity bewertete Beteiligungen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie sonstige Vermögensgegenstände – unter „Konzern“ sind sämtliche Vermögenswerte ausgewiesen.
5)
Sämtliche Schulden mit Ausnahme der Finanzschulden; Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften, derivative Finanzinstrumente,
sonstige Rechnungsabgrenzungsposten, Steuerverpflichtungen – unter „Konzern“ sind sämtliche Schulden ausgewiesen.
6)
Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen sowie in at equity bewertete Beteiligungen.
30
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
An unsere Aktionäre | Zwischenlagebericht Zwischenabschluss Weitere Informationen
Anhang
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Angaben nach Regionen Januar – Juni 2012
Afrika
Summe
342
205
11 851
127
98
2 658
2 142
469
303
14 509
Mittel- und Asien / Pazifik
Südamerika
Nahost
Afrika
Summe
296
212
11 243
160
112
2 442
456
324
13 685
Europa
davon
Deutschland
Nord­amerika
davon
USA
Verkehrserlöse *
7 752
3 345
1 620
1 368
320
1 612
Andere Betriebserlöse
1 229
418
587
495
87
530
Umsatzerlöse
8 981
3 763
2 207
1 863
407
Europa
davon
Deutschland
Nordamerika
davon
USA
Verkehrserlöse *
7 401
3 185
1 535
1 340
250
1 549
Andere Betriebserlöse
1 128
416
568
488
43
431
Umsatzerlöse
8 529
3 601
2 103
1 828
293
1 980
in Mio. €
Mittel- und Asien / Pazifik
Südamerika
Nahost
* Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.
Angaben nach Regionen Januar – Juni 2011
in Mio. €
* Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.
8) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen und Personen
Wie im Konzernanhang 2011 unter „Erläuterung 49“ ab S. 203 darge­
stellt, erbringen die Geschäftsfelder des Lufthansa Konzerns im
Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen
auch für nahestehende Unternehmen und nehmen andererseits
auch Leistungen von diesen in Anspruch. Diese umfangreichen
Liefer- und Leistungsbeziehungen werden unverändert zu Marktprei­
sen abgewickelt. Wesentliche Veränderungen zum Bilanzstichtag
haben sich nicht ergeben. Auch die unter „Erläuterung 50“ ab S. 205
des Konzernanhangs 2011 beschriebenen vertraglichen Beziehun­
gen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen unverändert
fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwen­
denden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenbericht­
erstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischen­lage­
bericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergeb­
nisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt
wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraus­
sicht­lichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Der Vorstand, 1. August 2012
Christoph Franz
Vorstandsvorsitzender
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
Simone Menne
Mitglied des Vorstands
Finanzen und
Aviation Services
Stefan Lauer
Mitglied des Vorstands
Verbund-Airlines und
Konzern-Personalpolitik
Carsten Spohr
Mitglied des Vorstands
Lufthansa Passage
31
Der Lufthansa Konzern im Überblick
Bescheinigung
nach prüferischer Durchsicht
Kennzahlen Lufthansa Konzern
An die Deutsche Lufthansa AG, Köln
Jan. – Juni
2012
Umsatz
und Ergebnis
Wir
haben
den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend
Umsatzerlöse
Mio. €
14 509
aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gesamtergebnisrechnung,
ver­
davon
Verkehrserlöse
Mio.
€
11 851
kürzter Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungs­
Operatives Ergebnis
Mio. €
– 20
rechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben
–
EBIT
Mio. €
– 166
und den Konzernzwischenlagebericht der Deutsche Lufthansa AG,
EBITDA
Mio. €
758
Köln, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2012, die
Konzernergebnis
Mio. €
– 168
Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG
sind,
einer prüferischen Durchsicht
unterzogen. Die Aufstellung
Kennzahlen zu Bilanz und Kapitalfl
ussrechnung
des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses Mio.
nach
für
Bilanzsumme
€ den IFRS
29 361
Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden
sind,
Eigenkapitalquote
%
26,8
Nettokreditverschuldung
Mio. €
2 295
und
des Konzernzwischenlageberichts nach den
für Konzern­
Operativer Cashflow
Mio. des
€
zwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften
WpHG1 662
liegt
Investitionen
(brutto)
Mio. €
1 385
in
der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft.
Unsere
­Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern­
Rentabilitäts- und Wertschaffungskennzahlen
zwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
Vergleichbare operative Marge *
%
0,2
der
Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
EBITDA­Marge
%
5,2
Lufthansa
Aktie
Wir
haben
die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern­
Quartalsschlusskurs
€
9,11
zwischenabschlusses
und des Konzernzwischenlageberichts
unter
Ergebnis pro Aktie
€
– 0,37
Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festge­
stellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von
Leistungsdaten
Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International
Fluggäste
Tsd.
49 365
­Standard on Review Engagements „Review of Interim Financial
Sitzladefaktor
%
76,9
Information
Performed by the Independent Auditor
of the Entity“
Fracht und Post
Tsd. t
987
(ISRE
2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische
Durchsicht
Fracht­Nutzladefaktor
%
65,8
so
zu planen
und durchzuführen, dass wir bei kritischer
Würdigung
Angebotene
Gesamt­Tonnenkilometer
Mio.
19 823
mit
einerGesamt­Tonnenkilometer
gewissen Sicherheit ausschließen können,
Verkaufte
Mio. dass der
14 390
­vGesamt­Nutzladefaktor
erkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen
Belangen
%
72,6
Flüge in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichter­
Anzahl
512 140
nicht
stattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern­
Mitarbeiter
zwischen­
lagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Überein­
Mitarbeiter zum 30.06.
Anzahl
117 416
stimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Jan. – Juni
2011
Veränderung
in %
April – Juni
2012
April – Juni
2011
Veränderung
in %
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
13 685
6,0 sich in erster
7 890
7 417
Durchsicht
beschränkt
Linie auf Befragungen
von 6,4
11 243
5,4
6 502
6 179
Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen5,2
114
283
27,6
und bietet
deshalb nicht die durch 361
eine Abschlussprüfung
erreich­
– 19
252
499
– 49,5
bare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
834
– 9,1
703
922
– 23,8
vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk
– 206
18,4
229
301
– 23,9
nicht erteilen.
Auf29 517
der Grundlage –unserer
prüferischen
Durchsicht– sind uns
0,5
–
–
keine26,5
Sachverhalte0,3bekannt
geworden,
Annahme –
P.
– die uns zu der
–
1 427
60,8verkürzte Konzernzwischenabschluss
–
–
veranlassen,
dass der
in –
1 692
– 1,8 nicht in Übereinstimmung
829
937mit den IFRS
– 11,5
wesentlichen
Belangen
1 437
–
3,6
793
693
für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden14,4
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischen­
1,2
– 1,0 P.
5,0
4,3
0,7 P.
lageberichte
anwendbaren
Vorschriften
des WpHG
aufgestellt
6,1
– 0,9 P.
8,9
12,4
– 3,5 P.
worden sind.
15,03
– 39,3
– 0,45
17,8
Düsseldorf,
den 2. August 2012
–
–
–
0,50
0,66
– 24,2
PricewaterhouseCoopers
47 513
3,9
27 483
Aktiengesellschaft
75,9
1,0 P.
79,4
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
1 070
– 7,8
500
26 656
3,1
78,5
0,9 P.
542
– 7,6
66,7
– 0,9 P.
65,0
66,0
– 1,0 P.
19 974
– 0,8
10 367
10 443
– 0,7
7 673
– 0,3
Frank
Hübner
Roese
14 423
– 0,2 Dr. Bernd
7 651
WirtschaftsprüferWirtschaftsprüfer
72,2
0,4 P.
73,8
73,5
0,3 P.
517 808
– 1,1
269 922
270 263
– 0,1
118 766
– 1,1
117 416
118 766
– 1,1
* Kennzahl zur Vergleichbarkeit mit anderen Fluggesellschaften: (operatives Ergebnis + Rückstellungsauflösung) / Umsatz.
Veröffentlichungstag: 2. August 2012.
Inhalt
1
An unsere Aktionäre
2
Zwischenlagebericht
Impressum/Kontakt
Zwischenabschluss
Finanzkalender 2012/2013
21
32
31
Weitere Informationen
Lufthansa 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2012
Impressum
Kontakt
Finanzkalender
Herausgeber
Deutsche Lufthansa AG
Von­Gablenz­Str. 2– 6
50679 Köln
Frank Hülsmann
Leiter Investor Relations
+ 49 69 696 – 28001
2012
Registereintragung:
Amtsgericht Köln HRB 2168
Redaktion
Frank Hülsmann (Ltg.)
Claudio Rizzo
Anne Katrin Brodowski
Deutsche Lufthansa AG, Investor Relations
Konzept und Gestaltung
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH &
Co. KG, Hamburg
Druck
Broermann Druck + Medien GmbH, Troisdorf
Gedruckt auf Circle Silk Premium White,
ein Papier, das den Richtlinien des EU Eco­
Labels entspricht: EU Eco Label: FR/11/003
Gregor Schleussner
+ 49 69 696 – 28012
Deutsche Lufthansa AG
Investor Relations
LAC, Airportring
60546 Frankfurt am Main
Telefon: + 49 69 696 – 28008
Telefax: + 49 69 696 – 90990
E­Mail: [email protected]
Geschäftsberichte und Quartalsberichte in
deutscher und englischer Sprache können
über unseren Bestellservice im Internet
– www.lufthansa.com/investor­relations –
oder unter oben genannter Adresse
angefordert werden.
31. Okt. Veröffentlichung Zwischenbericht
Januar – September 2012
2013
14. März Bilanz­Pressekonferenz und
Analystenkonferenz zum
Jahresergebnis 2012
2. Mai
Veröffentlichung Zwischenbericht
zum 1. Quartal 2013
7. Mai
Hauptversammlung in Köln
1. Aug. Veröffentlichung Zwischenbericht
zum 1. Halbjahr 2013
31. Okt. Veröffentlichung Zwischenbericht
Januar – September 2013
Aktuelle Finanzinformationen im Internet:
www.lufthansa.com/investor­relations
Printed in Germany
ISSN 1616­0231
Dieser Zwischenbericht
wurde klimaneutral
gedruckt. Die verursachten
Treibhausgasemissionen
wurden durch entspre­
chende Klimaschutzmaß­
nahmen kompensiert.
Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen
Bei den in unserem 2. Zwischenbericht 2012 veröffentlichten Angaben, die sich auf die zukünftige Entwicklung des Lufthansa Konzerns und seiner Gesellschaf­
ten beziehen, handelt es sich lediglich um Prognosen und Einschätzungen und damit nicht um feststehende historische Tatsachen. Sie dienen allein informa­
torischen Zwecken und sind gekennzeichnet durch Begriffe wie „glauben“, „erwarten“, „vorhersagen“, „beabsichtigen“, „prognostizieren“, „planen“, „schätzen“,
„rechnen mit“ oder „bestreben“. Diese zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf allen uns derzeit erkennbaren und verfügbaren Informationen, Fakten und
Erwartungen. Sie können daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit beanspruchen.
Da zukunftsgerichtete Aussagen naturgemäß mit Ungewissheiten und in ihren Auswirkungen nicht einschätzbaren Risikofaktoren – wie etwa einer Änderung
der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – behaftet sind oder zugrunde gelegte Annahmen nicht oder abweichend eintreffen können, besteht die Möglichkeit,
dass sich die tatsächlichen Ergebnisse und die Entwicklung des Unternehmens von den Prognosen wesentlich unterscheiden. Lufthansa ist stets bemüht, die
veröffentlichten Daten zu kontrollieren und auf dem aktuellen Stand zu halten. Dennoch kann seitens des Unternehmens keine Verpflichtung übernommen
werden, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse bzw. Entwicklungen anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit
und Vollständigkeit dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.
Hinweis
Zur Vereinfachung der Sprache haben wir in unserem Bericht die maskuline Form verwendet. Wir bitten um Ihr Verständnis.
www.lufthansa.com
www.lufthansa.com/investor­relations
www.lufthansa.com/verantwortung