white paper 2010 - Fitness und Gesundheit

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white paper 2010 - Fitness und Gesundheit
Deutscher Industrieverband
für Fitness und Gesundheit e.V.
WHITE PAPER 2010
Eine Sammlung von Auszügen aus aktuellen Studien und
Umfragen zur Entwicklung der Fitness- und Gesundheitsbranche in Deutschland von
DIFG – Deutscher Industrieverband für Fitness und Gesundheit
DSSV –Deutscher Sportstudio Verband
Deloitte & Touche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
DIFG Expertise, Prof. Dr. Theodor Stemper
IHRSA
Fachmagazin body LIFE
Impressum
Herausgeber:
DIFG e.V. – Deutscher Industrieverband für Fitness und Gesundheit e.V.
Kaistraße 12
40221 Düsseldorf
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E-Mail: [email protected]
Internet:www.difg-online.de
Redaktion:
Olaf Tomscheit (v.i.S.d.P)
Reka Thiemann
Layout:
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14059 Berlin
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Druck & Verarbeitung:
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© DIFG e.V. 2010, Alle Rechte vorbehalten.
Das Werk einschließlich aller Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Verwertung in jedwelcher Form
bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung des Herausgebers. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und/oder die Weitergabe in digitaler Form. Genannte Markenbezeichnungen sind Eigentum der jeweiligen Markeninhaber. Für die Angaben innerhalb der Studienauszüge sind die
jeweiligen Unternehmen verantwortlich.
Auflage: 1.500 Expl.
Schutzgebühr: 48,– Euro
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DIFG WHITE PAPER 2010
Wir danken den DIFG Mitgliedern,
die uns die Umsetzung des 2. WHITE PAPER
für die Fitnessbranche ermöglicht haben.
C
DIFG WHITE PAPER 2010
Business Service GmbH
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Quelle: DIFG e.V. 2010
Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
als wir im letzten Jahr das erste White Paper der Fitnessbrache herausgebracht haben, da waren wir zwar von der Idee überzeugt, wir waren uns
aber nicht bewusst, welchen Erfolg wir mit diesem Werk haben werden.
Zunächst nur publik in der Branche selbst, wird das White Paper des DIFG
mittlerweile von vielen Institutionen und Firmen angefragt, die sich einen
Einblick in den derzeitigen Entwicklungsstand und in die Aussichten der
Branche verschaffen wollen.
Mit dem Ihnen vorliegenden WHITE PAPER 2010 entsteht ein zweites, interessantes Nachschlagewerk und dies nicht nur für Journalisten, Investoren
oder Banken, sondern ganz speziell auch für diejenigen, die sich über den
Wandel der Brache hin zu einem effektiven Akteur im deutschen Gesundheitssystem informieren möchten.
Bereits im ersten White Paper haben wir die voranschreitende Orientierung
der Fitnessstudios in Richtung Gesundheit aufgezeigt. Diese mittlerweile
noch weiter fortgeschrittene Entwicklung wollen wir auch mit dem zweiten
White Paper darlegen. Wir wollen aber auch mit alten Vorurteilen aufräumen. Dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, zeigt die erfolgreiche
Überwindung der Wirtschaftkrise. Die starken Zuwachszahlen an Mitgliedern in den Studios sprechen für die Stärke der Branche und eine nachhaltige Entwicklung.
Diese Stärke und Nachhaltigkeit, die sich in den letzten Jahren nicht zuletzt
durch ein kontinuierliches Wachstum und durch die Flexibilität aller Akteure
entwickeln konnte, möchten wir auch in der Zukunft unterstützen und weiter ausbauen.
Olaf Tomscheit
1. Vorsitzender, DIFG e.V.
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DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DIFG e.V. 2010
WHITE PAPER 2010
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Danksagung
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Fitnessbranche wird wichtiger Pfeiler im Gesundheitssystem, DIFG 2010
Volksbewegung Fitness
Alte Vorurteile sind überwunden
Fitness und Prävention
Fitness als Partner des Gesundheitssystems
Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft, DSSV 2009 (Auszug)
Anlagenstruktur
Betriebswirtschaft
Preisstruktur
Ausbildungsmarkt
Der deutsche Fitnessmarkt – Die Fitnessbranche wächst weiter, Deloitte 2010 (Auszug)
Die Fitnessindustrie bleibt weiterhin auf Wachstumskurs
Fitnessbegeisterung in den Stadtstaaten
Kettenbetriebe bauen Marktanteile aus
Differenzierung der Angebotssegmente setzt sich fort
Trends und Treiber der Fitnessindustrie
Prognosen für 2010
DIFG Expertise (Auszug): Kalkulation des volkswirtschaftlichen Nutzens des gerätegestützten
Krafttrainings in Fitness-Studios, Prof. Dr. Theodor Stemper
Ausgangssituation
Berechnungsgrundlage
Aktueller Nutzen
Potentieller Nutzen
Einspareffekt durch Training im Fitness-Studio
Die Heilkraft sportlicher Betätigung, IHRSA Der Wandel der Fitnessbranche – eine Chance für unsere Gesellschaft, BodyLIFE
Der DIFG
Die Autoren
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Quelle: DIFG e.V. 2010
Fitnessbranche wird wichtiger
Pfeiler im Gesundheitssystem,
DIFG 2010
Inhaltsverzeichnis
Volksbewegung Fitness
Alte Vorurteile sind überwunden
Fitness und Prävention
Fitness als Partner des Gesundheitssystems
Volksbewegung Fitness
Ohne große Werbekampagnen oder staatliche Unterstützungsprogramme hat sich in
den vergangen 20 Jahren das Fitnessstudio
mit beachtlichen Schritten weiterentwickelt.
Früher noch als »Muckibude« verschrien,
gibt es heute in deutschen Städten rund
6.000 Fitnessstudios und diese mit ganz
unterschiedlichen Ausrichtungen. Über 7
Millionen Menschen in der Bundesrepublik
treiben Fitnesssport. Damit ist Fitness in
Deutschland noch vor dem Thema Fußball
die größte gelebte Sportart.
Quelle 1: DSSV, Eckdaten 2009, 2010. Die im White Paper ebenfalls veröffentlichen Zahlen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte beinhalten nicht Vereinsfitness, Unternehmensfitness und Anlagen unter 200 qm. So erklärt sich die geringere Mitgliedergesamtzahl von Deloitte.
Quelle 2: DOSB, Bestandserhebung 2009, 2010
Quelle 1: DSSV, Eckdaten 2009, 2010. Die im White Paper ebenfalls veröffentlichen Zahlen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte beinhalten nicht Vereinsfitness, Unternehmensfitness und Anlagen unter 200 qm. So
erklärt sich die geringere Mitgliedergesamtzahl von Deloitte.
Quelle 2: DOSB, Bestandserhebung 2009, 2010
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DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DIFG e.V. 2010
Beachtlich ist diese Entwicklung nur, weil es in Deutschland allein 28 Millionen Mitglieder in
Sportvereinen gibt. Rund 9 % der Bevölkerung betreiben Fitnesssport. In vielen europäischen
Ländern liegt der Schnitt deutlich höher. So sind es in England 12 %, in den Niederlanden
14 % und in Spanien sogar 16 % der Bevölkerung, die Fitness treiben. Das könnte für ein
erhebliches Zukunftspotential in Deutschland sprechen. Allerdings muss man hinzufügen,
dass die Studios in den meisten der aufgeführten Ländern, in denen deutlich mehr Bürger in
einem Fitnessstudio trainieren, auch staatlich gefördert werden. Häufigste Förderung ist ein
niedrigerer Umsatzsteuersatz für Fitnessstudios.
Alte Vorurteile sind überwunden
Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass sich das gesellschaftliche Bild gewandelt
hat. Vor noch 10 Jahren erzählte man im Bekanntenkreis vom Engagement und Erfolg im
Tennisclub. Heute ist es nicht mehr der Tennisclub, sondern das Fitnessstudio, und dies
durchdringend durch die unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten. Für Jugendliche, aber
auch Manager bis hin zu Senioren, ist das Fitnesstraining zum Statussymbol geworden.
Körperliche Fitness ist heute Ausdruck einer aktiven, gesundheitsorientierten und körperbewussten Lebensform.
Dieser schleichende Wandel hat es geschafft, die noch vor 10 Jahren bestehenden Vorurteile gegen Fitnessstudios abzubauen. Die Kernaussagen der Vorurteile lauteten: Im Fitnessstudio wird gedopt und im Fitnessstudio trainieren die Bodybuilder. Beides lässt sich heute
leicht widerlegen.
In Deutschland gibt es nur noch rund 10.000 aktive Bodybilder. Während die Fitnessbranche
für die Massen immer interessanter wurde, so hat sich der Bodybuildingsport immer weiter
zurückgezogen. Die Fitnessstudios, in denen heute noch aktiv Bodybuilding betrieben wird,
werden auf unter 100 geschätzt.
Schätzungen, Annahmen und eine nicht korrekt erhobene Studie haben immer wieder versucht den Eindruck zu erwecken, dass 10 – 20 % der Mitglieder in einem Fitnessstudio
dopen würden. Diese Zahlen wurden immer wieder veröffentlicht und von Medien, Sportärzten und auch Politikern ohne großes Hinterfragen genutzt. Danach wurde schnell das
Fitnessstudio zum größten Umschlagsplatz für Dopingmittel ausgemacht.
Dass dies nicht der Fall ist, zeigt jetzt die aktuelle Umfrage des Deutschen Industrieverbandes für Fitness und Gesundheit unter 3.000 Fitnessstudios in Deutschland. Dabei wurden
die Fragen «Stehen Ihre Studios für gesunden Fitnesssport und führt jegliche Ihnen bekannte
Nutzung von Drogen- oder Medikamentenmissbrauch zum Ausschluss aus dem Studio?
Steht die Fitnessbranche für eine gesunde Lebensweise?» von 2930 Betreibern, also 98,1%
mit Ja beantwortet.
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Quelle: DIFG e.V. 2010
Umfrage unter 3000 Fitnesstudios im gesamten Bundesgebiet:
Stehen Ihre Studios für gesunden Fitnesssport und führt jegliche Ihnen
bekannte Nutzung von Drogen- oder Medikamentenmissbrauch zum
Ausschluss aus dem Studio? Steht die Fitnessbranche für eine
gesunde Lebensweise?
Ja 98,1 % Nein 1,9 %
Quelle: DIFG, Umfrage unter 3000 Fitnessstudios in
Deutschland, 2010
Mit dieser Umfrage ist erstmalig dieses Thema in einem nachvollziehbaren Umfang bearbeitet worden. Damit wird jetzt etwas darstellbar, was eigentlich jedem Mitglied in einem
Fitnessstudio zuvor schon bewusst gewesen ist. Die Mitglieder eines Fitnessstudios achten
überdurchschnittlich auf eine gesunde Lebens- und Verhaltensweise. In Amerika hat sich
diese Sichtweise schon deutlich früher etabliert. So wurde bereits 2005 von den Autoren
Readya und Naimark in ihrem Artikel im Journal of Sports Medicine and Physical Fitness
der Zusammenhang von Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio und gesunder Lebensweise
herausgestellt.
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DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DIFG e.V. 2010
Fitness und Prävention
Die Krankenkassen haben in der Bundesrepublik Deutschland in den vergangenen Jahren
einen Betrag von rund 3,- Euro/Jahr pro Mitglied für Präventionsmaßnahmen ausgegeben.
Dass dieser Betrag zu gering ist, ist leicht verständlich, wenn man versteht, dass man mit
regelmäßiger und moderater körperlicher Bewegung gesundheitliche Vorsorge sehr effizient
betreiben kann.
So gibt es beeindruckende Versuchsergebnisse, bei denen Probanten durch Fitnessübungen
ihren Heilungsprozess verbessern oder ihre körperlichen Einschränkungen deutlich reduzieren konnten. Moderates Krafttraining mit Senioren bewirkte bereits nach drei Wochen
erstaunliche Vorschritte bei der Beweglichkeit. Wichtige Alltagsabläufe der Senioren konnten wieder beschwerdefreier gestaltet werden. Bei einem anderen Versuchsablauf für eine
Studie, die den Zusammenhang von körperlicher Aktivität und Diabetesrisiko darstellen soll,
wurden Müßiggänger mit hohem Diabetesrisiko (Diabetes Typ 2) dazu verpflichtet, sich regelmäßig körperlich zu betätigen. Als Belohnung durften sie weiter trinken und essen, wie sie
wollten. Nach sechs Jahren war das Diabetesrisiko dieser Gruppe um 46 % gesunken.
Die WHO hat in ihrem letzten European Health Report aufgeführt, dass körperliche Bewegung eines der Kosten-effizientesten Werkzeuge für das öffentliche Gesundheitswesen ist:
Regelmäßige körperliche Übungen führen zu:
Minderung der Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht
Geringerem Risiko bzgl. Verletzungen
Geringerem Verletzungsrisiko beim Fallen von alten Menschen
Wohlfühlen und mehr Lebensqualität
Diese Erkenntnisse haben sich auch in der Bevölkerung Stück für Stück durchgesetzt. Dies
können wir als einen der Gründe für die Zuwachsarten der Mitgliedschaften im Fitnessstudio
deuten. Der stetig wachsende Altersdurchschnitt in deutschen Fitnessstudios auf derzeit
über 40 Jahre ist ein Indiz für die gesundheitliche
Vorsorge von so genannten »Best Agern«.
Damit ist ein Verständnis für die Notwendigkeit der
Vorsorge durch körperliche Aktivität bei den Bürgern,
nicht jedoch bei den Politikern und Krankenkassen
angekommen. Ein deutliches Signal für die Reaktion
der Fitnessbranche sind die Ergebnisse einer Umfrage des DIFG aus 2009. Diese zeigen auf, dass die
Ausrichtung der Branche in Richtung Gesundheit eine
beachtliche Fahrt aufgenommen hat.
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Quelle: DIFG e.V. 2010
Wachstumsmarkt Gesundheit
Diese verstärke Ausrichtung der Fitnessstudios in Richtung
Prävention wird von Ärzten positiv wahrgenommen. Ärzte und
Fitnessstudio kooperieren auf lokaler Ebene deutlich häufiger
als noch vor drei Jahren. Daneben entwickeln sich aber auch
Netzwerke zwischen Ärzten und Fitnessstudios mit dem Ziel
des gegenseitigen Austausches.
Fitness als Partner
des Gesundheitssystems
Stellenwert Gesundheit im eigenen Club
Die Fitnessbranche hat heute die Chance, sich zu einem wichtigen Pfeiler im Gesundheitssystem entwickeln zu können. Der
Bedarf an einem Angebotssegment, das die Gesundheit der
Gesellschaft fördert, steigt.
Das deutsche Gesundheitssystem schwankt unter einer riesigen Last. Die Kosten für die Gesunderhaltung der Bevölkerung sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und
belaufen sich derzeit auf jährlich 263 Mrd. Euro. Wir wissen,
dass diese Entwicklung in Zukunft noch an Geschwindigkeit
Vergleich Stellenwert vs. Bedeutung
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DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DIFG e.V. 2010
gewinnen wird. Es entsteht nicht nur das Problem der immer schwierigeren Finanzierung
des Gesundheitssystems, sondern auch die Problematik einer Minderung der Erwerbsquote
der Bevölkerung.
Die Unternehmensberatung Roland Berger hat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie das Projekt »Erstellung eines Satellitenkontos für die Gesundheitswirtschaft« erarbeitet. Hierbei werden drei Kernhypothesen aufgeführt:
Gesundes Altern führt zur Erhöhung der Produktivität und damit angebotsseitig zu mehr
Wachstum.
Steigende private Nachfrage nach Gesundheitsleistungen außerhalb der erstattungsfähigen Leistungen führt nachfrageseitig zu einem wachsenden Inlandsprodukt.
Eine gesunde Gesellschaft spart Ausgaben bei der Krankenbehandlung, in der Rehabilitation und in der Pflege.
Der Staat dürfte also erkennen, dass er auf ein System angewiesen ist, das nicht nur die
Finanzierung des Gesundheitssystems entlastet, sondern insgesamt auch für Wohlstand und
Lebensqualität der Bürger von Bedeutung ist.
Sie finden zu diesem Thema einen kurzen Beitrag von Prof. Dr. Theodor Stemper, der sich
mit der Darstellung des volkswirtschaftlichen Nutzens des gerätegestützten Krafttrainings
im Fitnessstudio beschäftigt, in dieser Ausgabe. Aufgrund der Aktualität des Themas hat der
DIFG hierzu gesondert eine Expertise mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Beiträgen mit
dem Titel »Der gesundheitliche und ökonomische Nutzen des Krafttrainings in Fitnessstudios« herausgegeben.
Welche Bedeutung Fitness aus medizinischer Sicht für die Gesunderhaltung der Bevölkerung hat, wird im ebenso im folgenden Gastbeitrag unserer Kollegen der IHRSA aus Amerika
eindrucksvoll dargestellt.
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Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Eckdaten der deutschen
Fitnesswirtschaft,
DSSV 2009 (Auszug)
Inhaltsverzeichnis
Anlagenstruktur
Betriebswirtschaft
Preisstruktur
Ausbildungsmarkt
Anlagenstrukur
Anlagenstruktur, Unabhängige Anlagen
Auch im Jahr 2009 haben die Racket-Anlagen im Bereich der Unabhängigen Anlagen ihren Anteil am
Gesamtmarkt um 0,5 % erhöht. Auch die Frauen-Studios
konnten ihren Anteil um 0,7 % steigern.
Anlagenstruktur, Ketten- und Franchise-Anlagen
Gegenläufig zu der Entwicklung der Unabhängigen Anlagen
haben die Gemischten Anlagen im Bereich der Ketten- und
Franchise-Anlagen im Jahr 2009 einen geringen Anteil
dazu gewonnen. Eine deutliche Veränderung lässt sich bei
der Entwicklung der Frauen- und Racket-Anlagen erkennen.
Erkennbar ist eine Zunahme der Frauen-Studios im Bereich
der Ketten-Anlagen.
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DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Anlagenstruktur, Ketten-Anlagen
Gliedert man das Segment der Ketten- und FranchiseAnlagen auf, so wird deutlich, dass auch die KettenAnlagen eher eine Spezifikation des Angebots vorgenommen haben, und der Anteil der Gemischten Anlagen
in diesem Segment leicht zurückgegangen ist. Auch die
Racket-Anlagen zeigen im Jahr 2009 einen Rückgang. Die
Frauen-Studios hingegen haben deutlich an Anteilen dazugewonnen. Wichtig: Bei der Betrachtung der Ketten- und
Franchise-Anlagen werden nur die berücksichtigt, deren
Trainingsfläche mindestens 200 qm beträgt.
Anlagenstruktur, Franchise-Anlagen
Im Bereich der Franchise-Anlagen gibt es zunehmend Gemischte Anlagen, sodass dieses Anlagensegment im letzten Jahr einen Anteil von 3,4 % dazugewinnen konnte. Die
Frauen-Anlagen haben ihren Anteil gehalten – das zeigt,
dass auch in diesem Segment die Racket-Anlagen Anteile
abgeben mussten.
DIFG WHITE PAPER 2010
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Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Betriebswirtschaft
Durchschnittsmiete
Die Veröffentlichung der Zahlen im Kapitel Betriebswirtschaft erfolgt mit freundlicher Genehmigung der INLINE Unternehmensberatung. Die Zahlen sind dem INLINE Kennzahlenbericht
2008/2009 entnommen. Der Bericht zeichnet sich aufgrund der Erhebungsmethode – ausgewertet wurden detaillierte Unternehmensdaten von INLINE Fitness- und Wellnessanlagen –
durch präzise Zahlen aus. Allerdings können die Zahlen hier nur als Anhaltswerte verstanden
werden, da keine Repräsentativität für die gesamte Branche unterstellt werden kann.
Die Durchschnittsmiete ist im Jahr 2009 gesunken – Studioinhaber
zahlen 4,74 EUR pro qm. Allerdings ist dabei zu beachten, dass es
große Mietpreis-Unterschiede gibt, die von Region und Attraktivität
des Standortes bestimmt werden.
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DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Ausgewählte Kostenarten in % vom Nettoumsatz
Der größte Kostenblock beinhaltet die Personalkosten mit
25,57 %. Hierbei ist ausdrücklich zu berücksichtigen, dass es
sich um reine Arbeitnehmerkosten handelt; Geschäftsführergehälter und Kalkulatorischer Unternehmerlohn wurden nicht
berücksichtigt.
Die Kosten für Miete sind, wie schon die vorherige Abbildung
zeigt, gesunken. Auch die Kosten für Leasing sind um 0,10 %
DIFG WHITE PAPER 2010
gesunken. Der Kapitaldienst der BGA ist um 0,90 % gefallen.
Die Kosten für KFZ, Buchführung, Beiträge/Gebühren und Versicherungen sind im Vergleich zum Vorjahr minimal gesunken.
Die Energiekosten sind um 0,34 % gestiegen. Die Kosten für
Instandhaltung von Betriebsräumen, Betriebsbedarfskosten
sowie der Instandhaltung der BGA sind ebenfalls leicht gestiegen.
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Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Preisstruktur
Die Preisstruktur zeigt, dass weiterhin mehr als 50 % der Unabhängigen Anlagen ihre Leistungen für einen durchschnittlichen Monatsbeitrag – bei einer Laufzeit von 12 Monaten – anbieten, der zwischen 40,00 und 59,99 EUR (brutto) liegt. Um
4,7 % ist der Anteil der Anlagen gestiegen, die ihre Leistungen
für einen Monatsbeitrag zwischen 30,00 und 39,99 EUR an-
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Preisstruktur, Unabhängige Anlagen
bieten. Es ist anzunehmen, dass sich ein Großteil dieser Anlagen im Vorjahr in einem höheren Preissegment befunden hat.
Der durchschnittliche Monatsbeitrag bei Unabhängigen Anlagen liegt bei 48,27 EUR.
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Preisstruktur, Ketten- und Franchise-Anlagen
Die Anzahl der Ketten- und Franchise-Anlagen, die ihre Leistungen im Preissegment von 10,00 bis 19,99 EUR anbieten,
ist um 31,4 % gestiegen. Im Vorjahr haben sich Ketten- und
Franchise-Anlagen mit 51,3 % überwiegend im Preissegment
DIFG WHITE PAPER 2010
von 40,00 bis 49,99 EUR aufgehalten. Diese Zahl ist um 41,1
% gefallen. Weiterhin ist die Zahl der Ketten- und FranchiseAnlagen, die ihre Leistungen von 60,00 bis 79,99 EUR anbieten, um 8,8 % gestiegen.
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Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Preisstruktur, Ketten-Anlagen
Die Ketten etablieren sich noch stärker im Billigpreissegment.
Der Anteil an Ketten-Anlagen, die ihre Leistungen zwischen
10 und 29,99 EUR anbieten, ist um 38,6 % gestiegen. Befanden sich im Vorjahr noch 52,1 % im mittleren Preissegment
(30,00 EUR bis 59,99 EUR), sind es in 2009 nur noch 17,0 %.
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Im Hochpreissektor befinden sich lediglich 6,0 % der KettenAnlagen – im Vorjahr waren es immerhin noch 9,6 %. Dies hat
den Trend der Vorjahre bestätigt und verdeutlicht, dass sich
die Ketten weiterhin im Billigpreissegment etablieren.
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Preisstruktur, Franchise-Anlagen
Franchise-Anlagen etablieren sich weiterhin im mittleren bis
gehobenen Preissegment. Die Anzahl der Franchise-Anlagen
im Billigpreissegment ist unwesentlich um 0,5 % gesunken.
Im mittleren bis gehobenen Preissegment (30,00 bis 59,99
EUR) kam es zu einer Verlagerung: Der Anteil der Anlagen mit
DIFG WHITE PAPER 2010
einem durchschnittlichen Brutto-Monatsbeitrag von 40,00 bis
59,99 EUR ist um 44,8 % gesunken – die Anzahl der Anlagen
im Preissegment von 60,00 bis 69,99 EUR ist dagegen um
26,2 % gestiegen.
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Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Ausbildungsmarkt
Nachfrage nach Hochschulstudium für Fachund Führungskräfte ungebrochen
Mit ihren 2.015 Studierenden in 2009 ist die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement ein wichtiger Ansprechpartner für alle Unternehmen, die vielversprechende Neueinsteiger oder bewährte Mitarbeiter mit einem
international anerkannten Hochschulstudienabschluss für die
Herausforderungen im Zukunftsmarkt Prävention, Fitness und
Gesundheit qualifizieren wollen. Die dualen Bachelor-Studiengänge der Hochschule verbinden eine betriebliche Ausbildung
und ein Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen an Studienzentren in Deutschland (bundesweit), Österreich und der
Schweiz.
2.200 Studierende in über 1.700 Unternehmen
Dass das praxisnahe Studiensystem der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement von der
Branche auch im zweiten Jahr nach ihrer Akkreditierung zur
staatlich anerkannten Hochschule sehr gut angenommen
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Entwicklung Studierende
wird, zeigen die Zahlen aus dem Jahr 2009: Startete der erste
Studiengang im Jahr 2002 noch mit 163 Teilnehmern, wurde
im Laufe des Jahres 2005 das erste Mal die Grenze von 1.000
Studierenden überschritten.
2008 – also nur 6 Jahre nach dem Start der Studiengänge
und knapp ein Jahr nach der Akkreditierung – qualifizierten
ca. 1.500 Ausbildungsbetriebe ihren Fach- und Führungskräftenachwuchs mit Hilfe des dualen Studiums an der Hochschule. 2009 waren es bereits ca. 1.700 Ausbildungsbetriebe in Deutschland (bundesweit), Österreich und der Schweiz
und 2.200 Studierende. Dabei kam es 2009 zu einer für die
Ausbildungsbetriebe der Hochschule wichtigen Änderung der
Sozialversicherungsordnung (StEV) und dadurch zu einer Angleichung des Sozialversicherungsrechts an das Steuerrecht.
Vom Ausbildungsbetrieb übernommene Studiengebühren im
Rahmen des dualen Bachelor-Studiums an der Hochschule
gelten danach sowohl steuerrechtlich als auch sozialversicherungsrechtlich als beitragsfrei.
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Aktuell Studierende pro Studiengang
Studienrichtung Fitnessökonomie
am stärksten nachgefragt
Der Studiengang »Bachelor in Fitnessökonomie« konnte im
Vergleich zu 2008 mit jetzt 1.333 Studierenden weiterhin zulegen und bleibt der beliebteste Studiengang an der Deutschen
Hochschule. Er liegt noch deutlich vor dem zweitplatzierten
»Bachelor in Gesundheitsmanagement« und dem »Bachelor in
Fitnesstraining« auf Platz drei. Die deutlichste Steigerungsrate
seit dem Vorjahr zeigt weiterhin der Studiengang »Bachelor in
Gesundheitsmanagement«, der seit 2007 stark zulegt, gefolgt
vom »Bachelor in Fitnesstraining« und dem »Bachelor in Ernährungsberatung«.
Der neue Master-Studiengang liegt im Moment auf dem fünften Platz, da er erst seit Juli 2008 angeboten wird und somit
bisher nur zwei Studienjahrgänge die Möglichkeit hatten, dieses Studienangebot zu wählen.
nessökonomie) sowie mindestens 1 Jahr einschlägige Berufspraxis. Ein Master-Studienabschluss eröffnet den Zugang zum
höheren Dienst und die Möglichkeit zur Promotion.
Neu 2009: Erleichterungen für ein
»Studium ohne Abitur«
Seit 1. Juli können Absolventen eines Meisterabschlusses
oder mit einer als gleichwertig anerkannten Vorbildung (z.B.
Fachwirt) auch ohne Studium oder Fachhochschulreife zum
Studium an der Deutschen Hochschule zugelassen werden.
Quereinsteiger, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung (min. zweijährige Ausbildung) verfügen, benötigen seit
dem 1. Juli 2009 lediglich noch eine 3-jährige Berufspraxis
(bisher 4 Jahre) in diesem oder einem verwandten Beruf. Nach
der Prüfung der Voraussetzungen durch eine Fachkommission
können dann auch diese »beruflich besonders qualifizierten
Personen« ihr Studium an der Hochschule beginnen.
Master-Studium für Diplom- und
Bachelor-Studienabsolventen
Zulassungsvorrausetzung für das Master-Studium ist ein Studienabschluss (z.B. Diplom-Sportlehrer oder Bachelor in FitDIFG WHITE PAPER 2010
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Quelle: DSSV e.V. Eckdaten 2009 (2010)
Absolventen pro Jahr
Zahl der Absolventen weiter gestiegen
Auch die Anzahl der Absolventen steigt stetig: Schlossen im
Jahr 2005 noch ca. 100 Studierende ihr Studium an der
Deutschen Hochschule ab, waren es im Jahr 2009 insgesamt
478 Absolventen. Im Januar 2009 nahmen die ersten Studierenden ihre Abschlussdokumente mit dem Logo der staatlich
anerkannten Hochschule entgegen. Obwohl die Deutschen
Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
(DHfPG) erst im Jahr 2002 – damals noch als BSA-Private
Berufsakademie – gegründet wurde und damit eine junge Institution ist, haben die Studierenden einen außergewöhnlich
erfahrenen Partner an ihrer Seite: Denn die DHfPG baut auf
der über 25-jährigen Erfahrung des DSSV-Bildungspartners
BSA-Akademie auf, die mit über 120.000 Teilnehmern seit
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1983 eines der renommiertesten Bildungsinstitute für nebenberufliche Qualifi kationen im Bereich Fitness, Prävention und
Gesundheit ist.
Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement ist die erste Hochschule in Deutschland, die sich
dauerhaft und systematisch mit Lehre und Forschung auf dem
Gebiet der Fitness-, Präventions- und Gesundheitsbranche
befasst. Dadurch entstehen weitere Perspektiven für diese
Wachstumsbranche. Beispielsweise wird es sehr bald möglich
werden, den gesundheitlichen Nutzen der Arbeit in den zahlreichen Fitness- und Freizeitunternehmen wissenschaftlich
zu belegen. Folge dieser anwendungsspezifisch orientierten
Forschungsarbeit wird ein Akzeptanzgewinn für die gesamte
Branche sein.
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: Deloitte, Der deutsche Fitnessmarkt 2010
Der deutsche Fitnessmarkt
Die Fitnessbranche wächst weiter,
Deloitte 2010 (Auszug)
Inhaltsverzeichnis
Die Fitnessindustrie bleibt weiterhin auf Wachstumskurs
Fitnessbegeisterung in den Stadtstaaten Kettenbetriebe bauen Marktanteile aus
Differenzierung der Angebotssegmente setzt sich fort
Trends und Treiber der Fitnessindustrie
Prognosen für 2010
Die Fitnessindustrie bleibt weiterhin auf Wachstumskurs
Die Fitnessanlagenbetreiber konnten die Anzahl an neuen Mitgliedern im vergangenen Jahr
um etwa sieben Prozent steigern. Ungeachtet der wirtschaftlichen Probleme wächst die
Fitnessindustrie somit weiter.
Gemäß der aktuellen Deloitte Studie, die im Vorfeld der FIBO 2010 veröffentlicht wurde, trainieren nun etwa 6,3 Millionen Menschen in einem kommerziellen Fitnessstudio in Deutschland. Die sich daraus ergebende Penetrationsquote, d.h. der Anteil der Mitglieder in einer
der ca. 5.700 Fitnessanlagen in Deutschland im Verhältnis zu der gesamten Bevölkerung,
beläuft sich nach diesem Anstieg der Mitgliederzahlen auf knapp acht Prozent. Zu beachten
ist dabei, dass in diese Statistik, aufgrund einer von Deloitte gemeinsam mit den Fitnessverbänden vereinbarten Definition, nur die Studios eingehen, die über eine Fläche von mindestens 200m² verfügen. Nicht inbegriffen sind also auch ein Großteil der Frauenfitnessbetreiber, wie beispielweise Mrs. Sporty, die in den vergangenen Jahren deutlich an Anlagen
und Mitgliedern zulegen konnten, in ihrer Angebotsstruktur aber nur bedingt mit »normalen«
Fitnessanlagen vergleichbar sind. Die Gesamtzahl der erfassten Anlagen ist im Vergleich zu
den Vorjahren geringfügig angestiegen.
DIFG WHITE PAPER 2010
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Quelle: Deloitte, Der deutsche Fitnessmarkt 2010
Mitglieder- und Anlagenentwicklung 2004–2009
Mitglieder
in Mio.
Anlagen
5.700
6,5
6,0
5.600
5,5
5,0
5.500
4,5
5.400
4,0
2004
Anzahl Anlagen
2005
2006
2007
2008
2009
Mitgliederanzahl
Quelle: Deloitte-Analyse
Fitnessbegeisterung in den
Stadtstaaten
Betrachtet man die regionale Verteilung des Fitnessmarktes, ist wie auch
in den Vorjahren eine deutliche Dreiteilung in Stadtstaaten, sowie neue
und alte Bundesländer feststellbar.
Die höchste Penetrationsquote erzielten im letzten Jahr Hamburg und Berlin, wohingegen die neuen Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern
und Brandenburg die hinteren Plätze
belegen. Dass der Fitnessmarkt in
den östlichen Bundesländern auch
von den Kettenbetreibern bislang als
wenig attraktiv bewertet wird, belegt
ihr geringerer Marktanteil in diesen
Ländern, der im Falle von Brandenburg bei gerade einmal 15 Prozent
liegt und damit weniger als halb so
hoch wie im Bundesdurchschnitt ist.
Im Gegensatz zum Vorjahr konnten
in 2009 nicht alle Bundesländer ihre
Reaktionsquoten steigern.
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Reaktionsquoten der Bundesländer
SchleswigHolstein
Hamburg
MecklenburgVorpommern
Bremen
Niedersachsen
Berlin
Brandenburg
SachsenAnhalt
NordrheinWestfalen
Sachsen
Thüringen
Hessen
RheinlandPfalz
Saarland
Bayern
BadenWürttemberg
>9,0%
6,1%–9%
3,6%–6%
0%–3,5%
Quelle: Deloitte-Analyse
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: Deloitte, Der deutsche Fitnessmarkt 2010
Kettenbetriebe bauen Marktanteile aus
Entwicklung ausgewählter Kettenbetreiber in Deutschland
Mitgliedschaften
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
McFit
Fitness First Germany
Kieser Training
INJOY
clever fit
Unternehmensgruppe Pfitzenmeier
easy Sports
Day-Night-Sports
body+soul
MeridianSpa
Gesamt
Dez 08
700.000
286.000
250.770
179.040
40.000
44.220
38.500
28.554
17.650
27.150
1.611.884
Dez 09
850.000
281.000
247.130
197.505
55.000
53.090
45.000
31.000
30.122
27.500
1.817.347
Anzahl der Anlagen
Dez 08
101
108
119
160
22
17
32
7
5
5
571
Dez 09
120
102
119
171
36
21
37
7
7
5
625
Veränderung 08/09
Mitglieder
21,4%
-1,7%
-1,5%
10,3%
37,5%
20,1%
16,9%
8,6%
70,7%
1,3%
12,7%
Anlagen
18,8%
(5,6)%
0%
6,9%
63,6%
23,5%
15,6%
0%
40%
0%
9,5%
Quelle: Deloitte-Analyse
Wie bereits in den Jahren zuvor setzt sich auch in 2009 die positive Entwicklung der Kettenbetriebe fort. Diese sind Betreiber von mindestens drei Anlagen, die kumuliert über eine
Mitgliederanzahl von mehr als 5.000 verfügen. Im vergangenen Jahr konnten Kettenbetriebe
ihren Marktanteil weiter ausbauen und repräsentieren nun etwa 38 Prozent des Gesamtmarktes. Betrachtet man die Entwicklung der letzten vier Jahre, wird deutlich, dass die
Kettenbetriebe ihren Anteil an Mitgliedschaften erheblich steigern konnten. Dieser Zugewinn
von Mitgliedern wurde sowohl als Neumitglieder für den Markt gewonnen als auch den übrigen Marktteilnehmern abgeworben.
Ein wesentlicher Treiber des Wachstums auf Kettenbetreiberseite ist der Discountanbieter
McFit Fitness, der die Zahl seiner Anlagen in 2009 erneut deutlich steigern konnte und nun
nach Unternehmensinformationen über etwa 850.000 Mitglieder verfügt. Das Wachstum
von 150.000 Mitgliedern, die bei diesem Anbieter für aktuell 16,90 e monatlich trainieren,
entspricht einem Anstieg um etwa 21 Prozent. Den höchsten relativen Zuwachs an Mitgliedschaften im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete der in München ansässige Premium-Anbieter
body + soul, der im Oktober 2009 drei ehemalige Elixia Studios übernommen hat. So konnte
der Premiumanbieter innerhalb von nur drei Jahren die Zahl seiner im Schnitt rund 3.500m²
großen Fitness- und Wellnessanlagen in München von drei auf sieben Anlagen ausbauen.
Der Discount-Anbieter clever fit konnte wie auch im letzten Jahr seine Mitgliederzahl deutlich steigern und zählt Ende 2009 15.000 Mitglieder und 14 Anlagen mehr als im Vorjahr.
Den vierten Platz des Wachstumsrankings belegt die Unternehmensgruppe Pfitzenmeier, die
im Vergleich zum Vorjahr ein Mitgliederwachstum von 20% erzielt. In den 21 Studios dieser
Kette trainierten somit Ende 2009 ca. 53.000 Mitglieder.
DIFG WHITE PAPER 2010
SEITE 25
Quelle: Deloitte, Der deutsche Fitnessmarkt 2010
Differenzierung der Angebotssegmente setzt sich fort
Der Differenzierungstrend der letzten Jahre hält auch in 2009 an. Das Discount Segment,
geprägt von dem nationalen Anbieter McFit, aber zunehmend auch einer Zahl von regionalen
Anbietern, verzeichnet von allen Segmenten das größte Wachstum im Vergleich zum Vorjahr.
Auch das Premium Segment konnte auf der anderen Seite des Leistungsspektrums die Mitgliederzahlen um mehr als 5 Prozent steigern. Dem Wachstum der Discount und Premium
Segmente stehen sinkende Mitgliederzahlen im Medium Segment gegenüber. Letztgenannte
weisen seit Jahren einen Anteilsrückgang an Mitgliedschaften auf.
Diese Entwicklung belegt die Notwendigkeit einer differenzierteren Angebotsstruktur sowie
einer selektiven Segmentierung und Positionierung. Insbesondere die nachhaltige Abgrenzung zu den Discountanbietern, die sich zumeist auf das reine Angebot von Fitnessgeräten
auf günstiger zu mietenden Flächen in Stadtrandlagen konzentrieren, wird für Betreiber immer wichtiger.
Trends und Treiber der Fitnessindustrie
Die wesentlichen Trends der Fitnessindustrie sind laut der aktuellen Deloitte Studie neben
der anhaltenden Marktbereinigung auch eine differenziertere Angebotsstruktur sowie eine
selektive demographische Segmentierung und Positionierung. Angesichts der anhaltenden
Folgen der Wirtschaftskrise und der aktuellen Einkommenssituation wird das Discount Segment voraussichtlich weiter an Anteilen hinzugewinnen, während das Medium Segment weiterhin Verluste an Mitgliedschaften verzeichnen wird. Von den Betreibern identifizierte Trends
im Angebots- und Kursbereich lauten Diversifikation und Erneuerung der Preisstrukturen. In
der Deloitte Studie werden außerdem vier wesentliche Einflussfaktoren identifiziert, die die
Fitnessindustrie vorantreiben: veränderte Marktstrukturen, Substitutionsprodukte, makroökonomische Entwicklungen und sich ändernde Bedürfnisse und Ansprüche auf Kundenseite.
Der Faktor »Veränderte Marktstrukturen« weist auf den angesprochenen Differenzierungstrend im Fitnessmarkt hin. In diesem werden die zahlreichen Anbieter ihre Relevanz zukünftig durch erfolgreiche Segmentierungs- und Positionierungsstrategien wahren müssen.
Desweiteren wird die Entwicklung der Fitnessbranche auch von veränderten Kundenansprüchen beeinflusst. Diese reichen von dem Bedürfnis nach mehr Mitspracherecht bspw.
bei Trainingsinhalten bis hin zu dem Wunsch nach spielerischem Training – auch als Exergaming bezeichnet. Neben den gegenwärtigen Konkurrenten auf dem Markt könnten
Substitutionsprodukte aus der Multimedia- und Unterhaltungsindustrie mit Produkten wie
Wii Fit oder PlayStation Move als neue Mitbewerber auf dem Markt Präsenz finden. Auch
makroökonomische Entwicklungen haben einen erheblichen Einfluss auf den Fitnessmarkt.
Gesundheitspolitische Maßnahmen und präventive Programme der Krankenkassen könnten
zukünftig vermehrt zur Kooperationsbildung zwischen dem Gesundheitssystem und dem
Fitnesssektor beitragen.
SEITE 26
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: Deloitte, Der deutsche Fitnessmarkt 2010
Prognosen für 2010
Die Konjunktur in Deutschland ist in ihrer Grundtendenz auf Erholungskurs und auch der
Arbeitsmarkt zeigte sich beim Jahreswechsel weitestgehend widerstandsfähig. Laut der aktuellen Deloitte-Studie reflektiert sich der positive Ausblick für die Gesamtwirtschaft auch in
den Prognosen der befragten Fitnessstudios.
Knapp drei Viertel der Kettenbetreiber und 35 Prozent der Einzelbetreiber schätzen ihre
aktuelle wirtschaftliche Situation als gut ein. Während keiner der befragten Kettenbetreiber
die wirtschaftliche Situation seines Unternehmens als schlecht bewertet, sind es bei Einzelbetreibern 10 Prozent, die unzufrieden mit ihrer Lage sind.
Einschätzung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation
des Unternehmens
100%
35%
80%
79%
60%
40%
55%
20%
21%
10%
0%
Einzel
Schlecht
Zufriedenstellend
Kette
Gut
Quelle: Deloitte-Analyse
Auch in ihrer Vorausschau auf zukünftige Entwicklungen ist die Fitnessbranche zuversichtlich. Etwa zwei Drittel der befragten Einzelbetriebe prognostizieren eine Verbesserung ihrer
Unternehmenssituation aus wirtschaftlicher Sicht. Mehr als die Hälfte der Kettenbetreiber,
die ihre derzeitige Lage bereits überwiegend als gut eingeschätzt haben, sehen weiteres
Verbesserungspotenzial für die kommenden zwölf Monate. Lediglich 4 Prozent der befragten
Einzelbetriebe und 5 Prozent der Kettenbetriebe sehen eine Verschlechterung der Situation
ihres Unternehmens auf sich zukommen.
DIFG WHITE PAPER 2010
SEITE 27
Quelle: Deloitte, Der deutsche Fitnessmarkt 2010
Erwartung an die wirtschaftliche Situation des Unternehmens
in den nächsten zwölf Monaten
100%
80%
55%
68%
60%
40%
40%
20%
Ähnlich positive Prognosen herrschen im Bereich der Mitglieder- und Anlagenentwicklung für das Jahr 2010. 73 Prozent der befragten Kettenbetriebe und mehr als die Hälfte der Einzelbetriebe erwarten eine steigende
Mitgliederzahl für das kommende Jahr. Im Vergleich zu den Prognosen im
Vorjahr sind sowohl Einzel- als auch Kettenbetriebe zuversichtlicher hinsichtlich der Mitgliederentwicklung. Im letzten Jahr war lediglich ein Drittel
der Einzel- und Kettenbetreiber der Ansicht, dass sich die Mitgliederzahlen
positiv entwickeln werden, während die Mehrheit stagnierende Zahlen für
2009 erwartet hat.
28%
0%
4%
5%
Einzel
Kette
Verschlechtern
Nicht verändern
Verbessern
Quelle: Deloitte-Analyse
Prognose der Mitgliederentwicklung in 2010
100%
80%
63%
73%
60%
40%
29%
20%
0%
8%
7%
Einzel
Kette
Reduzieren
Quelle: Deloitte-Analyse
SEITE 28
20%
Nicht verändern
Erhöhen
Bei der Betrachtung der Prognose im Hinblick auf die Anlagenentwicklung
in 2010 demonstrieren Einzel- und Kettenbetreiber übereinstimmende
Meinungen. Knapp die Hälfte der Einzel- und der Kettenbetriebe schätzt
die Anlagenentwicklung für die kommenden zwölf Monate als stagnierend
ein. Während ein Drittel der Einzelbetriebe und 24 Prozent der Kettenbetriebe eine rückläufige Anlagenzahl auf die Branche zukommen sehen
prognostizieren 25 Prozent der Einzelbetriebe und 29 Prozent der Kettenbetriebe einen Zuwachs an Anlagen.
Im Hinblick auf die Beitragsentwicklung für 2010 zeichnet sich in den Prognosen der verschiedenen Betriebsstrukturen ein Ungleichgewicht ab. Der
überwiegende Anteil der Kettenbetriebe (61 Prozent) erwartet keine Veränderung bei den Mitgliedsbeiträgen und lediglich 17 Prozent der Befragten
erwarten einen Preisanstieg. Von Seiten der Einzelbetriebe erwarten fast
doppelt so viele (30 Prozent) dass sich das Preisniveau in den kommenden
zwölf Monaten erhöhen wird.
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DIFG-Expertise 2010
DIFG-Expertise (Auszug): Kalkulation
des volkswirtschaftlichen Nutzens
des gerätegestützten Krafttrainings
in Fitness-Studios
Prof. Dr. Theodor Stemper
Inhaltsverzeichnis
Ausgangssituation
Berechnungsgrundlage
Aktueller Nutzen
Potentieller Nutzen
Einspareffekte durch Training im Fitness-Studio
Ausgangssituation
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2006) zählt neben Fehlernährung vor allem Bewegungsarmut bzw. ‚sedentary living‘ bereits heute zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen.
Die WHO (2002) zählt folgerichtig körperliche Inaktivität zu den 10 führenden Todesursachen
in entwickelten Ländern, verantwortlich für 1,9 Millionen Tote weltweit jedes Jahr.
Die WHO schätzt zudem, dass körperliche Inaktivität allein in den entwickelten Ländern für
folgende Anteile an sog. 1DALYs (»disability-adjusted life years«) verantwortlich ist und damit
enorme volkswirtschaftliche Kosten verursacht:
23% der kardiovaskulären Erkrankungen bei Männern, 22% bei Frauen,
16% des Darmkrebses bei Männern, 17% bei Frauen,
1
DALY = YLL + YLD
(YLL - Years of Life lost: durch vorzeitigen Tod
verlorene Lebensjahre; YLD - Years lived with
Disability: mit Be-hinderung gelebte Lebensjahre). - Mit DALY (disability-adjusted life year bzw.
behinderungsbereinigtes Lebens-jahr) werden
somit nicht nur die Sterblichkeit, sondern auch
die Beeinträchtigung des normalen, beschwerdefreien Lebens durch eine Krankheit erfasst und
in einer Maßzahl zusammengerechnet und
ausgedrückt. Je höher die Anzahl von DALYs,
umso niedriger die Lebensqualität.
DIFG WHITE PAPER 2010
15% des T2D (Diabetes Typ 2),
12% der Schlaganfälle bei Männern, 13% bei Frauen,
11% des Brustkrebses.
Es nimmt daher nicht Wunder, dass die WHO im Jahre 2004 als die Kernaufgabe des Gesundheitswesens (»public health priority«) im 21. Jahrhundert »Ernährung und körperliche
Aktivität« (»diet and physical activity«) benannt hat – und dass sie im Jahr 2006 aufgrund der
enormen Fülle evidenter wissenschaftlicher Befunde und Belege (vgl. dazu PAGAC, 2008)
SEITE 29
Quelle: DIFG-Expertise 2010
zu globalen Maßnahmen gegen die Bewegungsarmut in Europa aufgerufen hat (»Physical
activity and Health: evidence for action«, WHO 2006).
Hintergrund dieser Maßnahme sind Berechnungen, dass im Jahre 2002 nur 31 % der Europäer den empfohlenen Umfang gesundheitsförderlicher körperlicher Aktivität (»Activity Guideline« von mind. 5 x 30 Minuten pro Woche) erreichten – Zahlen, die auch für Deutschland
mehrfach bestätigt werden konnten (vgl. u.a. RKI (Mensink), 2003; RKI 2005).
Diese Kampagne der WHO ist konsequent, berücksichtigt sie doch die Effizienz des körperlichen Trainings, die mittlerweile für die Prävention und sogar die Therapie aller großen
Krankheiten überzeugend nachgewiesen wurde. Der Einfluss der körperlichen Aktivität auf
die Gesundheit lässt sich auf sehr unterschiedliche Weise darstellen.
Eine weithin, auch international akzeptierte Modellvorstellung zum Zusammenhang zwischen
Fitnesstraining und Gesundheit sieht, vereinfacht dargestellt, wie folgt aus:
Körperliche
Aktivität
Gesundheitsbezogene
Fitness
GesundheitsEffekte
Beziehung zwischen körperlicher Aktivität und Gesundheitseffekten
(in Anlehnung an Rankinen & Bouchard, 2002; aus Bouchard, 2001)
In ebenfalls stark vereinfachter Form fasst die WHO (2006) die Befundlage zu den zahlreichen Gesundheitseffekten der regelmäßigen körperlichen Aktivität (die sich durch Training
zumeist in einer Größenordnung von ca. 30 % ergeben) wie folgt zusammen:
Gesundheitsfaktor
Effekt
Herzkrankheit
Reduziertes Risiko
Schlaganfall
Reduziertes Risiko
Übergewicht und Adipositas
Reduziertes Risiko
Typ 2 Diabetes
Reduziertes Risiko
Dickdarmkrebs
Reduziertes Risiko
Brustkrebs
Reduziertes Risiko
Muskuloskelettales System
Verbesserung
Stürze im Alter
Reduziertes Risiko
Psychologisches Wohlbefinden
Verbesserung
Depression
Reduziertes Risiko
Zusammenfassung der Gesundheitseffekte durch körperliche Aktivität
(in Anlehnung an WHO, 2006; http://www.who.int/dietphysicalactivity/en;
Übersetzung durch Verfasser)
SEITE 30
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DIFG-Expertise 2010
Das Training im Fitness-Studio bietet eine der besten Möglichkeiten
für gezielte, gesundheitsorientierte körperliche Aktivität. Die Belastungen sind individuell dosierbar, jederzeit kontrollierbar und die
grundsätzliche wie spezifische Effizienz dieses Trainings ist durch
zahlreiche Studien wissenschaftlich überzeugend belegt worden
(vgl. dazu Stemper & Karsch, 2007, PAGAC, 2008).
Der Nutzen dieses Trainings ist jedoch nicht nur für jeden Einzelnen
wertvoll. Dem gerätegestützten Fitnesstraining kommt mittlerweile
auch ein enormer volkswirtschaftlicher Nutzen zu. Denn angesichts
der immensen Kosten, die der Bewegungsmangel verursacht, bietet sich hier eine exzellente Möglichkeit der Kosteneinsparung.
Das ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund des dramatischen demographischen Wandels mit
den damit einhergehenden erheblichen Kostensteigerungen im Gesundheitssystem von herausragender Bedeutung. Ein Blick auf die aktuellen Krankheitskosten belegt, dass die ProKopf-Ausgaben allein von 2002 bis 2006 um 8 % von 2.650 e auf 2.860 e gestiegen
sind - bei über 65-Jährigen sogar auf 6.090 e. Dagegen wurde für die gesamten Präventionsbemühungen (darin eingeschlossen für die Förderung der körperlichen Aktivität) im Jahre
2006 lediglich ein Ausgaben-Richtwert von 2,78 e festgelegt.
Wenn man bedenkt, dass ein großer Teil dieser Kosten durch Krankheiten entsteht, denen
nachweislich durch gezieltes Training vorgebeugt werden kann, bzw. die durch Training deutlich gelindert werden können, liegt es auf der Hand, in dieser Debatte nun vehement auf den
gewaltigen volkswirtschaftlichen Nutzen hinzuweisen, den das gerätegestützte Fitnesstraining in gesundheitsorientierten Fitness-Studios besitzt – und der sich auch ohne ausgiebige
Berechnungen allein schon aus »logischen Überlegungen« ergibt (vgl. Gettman, 1996).
Im Folgenden soll aber neben der naheliegenden »logischen Schlussfolgerung« zum ökonomischen Nutzen des Fitnesstrainings, die schon allein mithilfe des gesunden Menschenverstandes erfolgen kann, auch eine Beispielrechnung zum volkswirtschaftlichen Nutzen des
Fitnesstrainings, vor allem für das Gesundheits- und Sozialsystem, vorgestellt werden.
DIFG WHITE PAPER 2010
SEITE 31
Quelle: DIFG-Expertise 2010
Berechnungsgrundlage
Zum ökonomischen Nutzen des Fitnesstrainings existieren bisher noch keine spezifischen
Berechnungen. Es liegen aber diverse Arbeiten vor, in denen aus volkswirtschaftlicher wie
auch betriebswirtschaftlicher Sicht die Kosten (der volkswirtschaftliche »Schaden«) der körperlichen Inaktivität dem Nutzen der körperlichen Aktivität gegenüber gestellt werden. Aus
diesen Arbeiten, vor allem aus der Schweiz (Martin et al., 2001) und England (Department of
Health, 2004), sowie aus den zahlreichen Publikationen zum Nutzen der körperlichen Aktivität, speziell des gerätegestützten Fitnesstrainings (vgl. Stemper & Karsch, 2007; PAGAC,
2008) lässt sich errechnen, dass Inaktive, die nicht den sog. »Activity Guidelines« (Richtlinien
für das Maß gesundheitsförderlicher Bewegung) entsprechen, in entwickelten Ländern jährliche Kosten von 150-300 e pro Kopf verursachen.
Auf Basis dieses zurückhaltend kalkulierten Richtwertes lassen sich Schätzungen zum volkswirtschaftlichen Nutzen des gerätegestützten Fitnesstrainings vornehmen.
Aktueller Nutzen
Den »Eckdaten 2009 der deutschen Fitness-Wirtschaft«
(DSSV, 2010) zufolge trainieren aktuell 7,07 Millionen Menschen in 5.934 Fitness-Anlagen (nur Anlagen über 200 m²
Fläche).
Die durchschnittliche Nutzungshäufigkeit und -dauer ist
nicht dokumentiert. Branchenintern wird jedoch aufgrund
episodischer Berichte geschätzt, dass ca. 75 % der Kunden tatsächlich regelmäßig im Durchschnitt an zwei bis drei
Tagen in der Woche effektiv über etwa 60-90 Minuten trainieren – und damit im Sinne der »Activity Guidelines« als
»körperlich aktiv«eingeschätzt werden können .
In Deutschland, wie auch im europäischen Vergleich, trainieren etwa 2/3 Männer und 1/3 Frauen im Kraftbereich,
annähernd jeweils 50 % im Cardiobereich, ca. 20-30 %
der Männer und 70-80 % der Frauen im Gruppentrainingsbereich (GFK Annual Tracking Survey, 2007; zit. n. DSSV,
2010, S. 88).
SEITE 32
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DIFG-Expertise 2010
Der aktuelle volkswirtschaftliche Nutzen lässt sich nach den oben genannten Kennzahlen wie folgt einschätzen:
Ausgangsbasis Trainierende: 5,3 Millionen (75 % von 7,07 Millionen)
Ausgangsbasis Trainingsumfang: Mittel (ca. 2-3 Stunden pro Woche; d. h. Erfüllung der
»acti-vity guidelines«)
Ausgangsbasis volkswirtschaftlicher Nutzen als Einspareffekt aufgrund der Aktivität im Vergleich zur Inaktivität, Kalkulationsbasis: 150 bis 300 e pro Person pro Jahr (siehe oben,
»Berechnungsgrudlage«).
Kalkulierter volkswirtschaftlicher
Nutzen des Fitnesstrainings:
ca. 0,8 bis 1,6 Mrd. e pro Jahr (5,3 Mio x 150-300 e).
Darin Nutzen des Krafttrainings (ca. 50 % Trainierende im Kraftbereich):
0,4 bis 0,8 Mrd. e.
Dazu persönlicher Nutzen: ca. 20-30 % Verringerung der Gesamtsterblichkeit sowie des
Herz-Kreislauf-, Diabetes-, Krebs- sowie des Osteoporose-Risikos und Schutz vor Muskelund Gelenkbeschwerden (vgl. WHO, 2006; PAGAC, 2008).
Potentieller Nutzen
Den größten Nutzen durch gerätegestütztes Fitnesstraining haben Personen im mittleren
und höheren Lebensalter. Hier ist auch der volkswirtschaftliche Nutzen im Sinne der Kosteneinsparung im Gesundheits- und Sozialsystem am größten.
Aufgrund körperlicher Aktivität ließe sich hier nicht nur mit einem Einsparpotenzial pro Kopf
von 150-300 e kalkulieren, sondern angesichts der realen Krankheitskosten, die im Alter
exponentiell ansteigen (Deutschland 2006: 2.920 e bei Alter 45-64, 6.090 e bei über
64-Jährigen), ließe sich zumindest für die über 64-Jährigen der Faktor 3 ansetzen.
Aktuell leben in Deutschland ca. 40 Millionen Menschen über 45 Jahre (23 Mio. Menschen
im Alter von 45-64 Jahren und 17 Mio. Menschen über 64 Jahre; vgl. Statistisches Bundesamt, 2009)
DIFG WHITE PAPER 2010
SEITE 33
Quelle: DIFG-Expertise 2010
Kalkulatorisch verursacht diese Altersgruppe somit in Deutschland inaktivitätsbedingte Kosten von ca. 11-22 Mrd. e pro Jahr.
(Berechnungsbasis: 45-64-Jährige: 23 Mio. x 150-300 e = 3,4-6,8 Mrd. plus über
64-Jährige: 17 Mio. x 450-900 e (da Faktor 3) = 7,6-15,2 Mrd. e).
Im Alter über 45 Jahre galten im Jahre 1998 lediglich 10-15 % der Deutschen als körperlich
aktiv, da sie die Mindestempfehlung von 3 x 30 Minuten körperlicher Aktivität pro Woche
erreichten (RKI, Mensink, 2003), dagegen galten ca. 85-90 % der Deutschen als inaktiv.
Selbst wenn nach dem Telefonischen Gesundheitssurvey 2003 etwa doppelt so viele Menschen angeben, mehr als zwei Stunden pro Woche sportlich aktiv zu sein, sind ca. 70 %
(45-64-Jährige) bzw. ca. 80 % (über 64-Jährige) »inaktiv«.
Unter Berücksichtigung dieser »optimistischeren Aktivitätsannahmen« müssten die genannten inaktivitätsbedingten Kosten um 30 % (45-64-Jährige) bzw. 20 % (über 64-Jährige)
reduziert werden.
Kalkulatorisch verursacht die Altersgruppe der Menschen über 45 Jahre in
Deutschland somit korrigierte inaktivitätsbedingte Kosten von ca. 8,5-17
Mrd. e pro Jahr.
Das entspricht ca. 5 % der Gesundheitskosten von 245 Mrd. e pro Jahr.
Einspareffekt durch Training
im Fitness-Studio
Die Rekrutierungsquote für das Training im Fitness-Studio
beträgt, bezogen auf die Gesamtbevölkerung, derzeit etwa
8,5 % (DSSV, 2010). Altersspezifische Daten liegen nicht vor,
jedoch ist davon auszugehen, dass bei einem Durchschnittsalter von 39,2 Jahren i. W. die 25- bis 55-Jährigen zum Kundenstamm zählen. Setzt man daraufhin für die Altersgruppe
45-64-Jähriger die Rekrutierungsquote auf 10 %, für die
über 64-Jährigen auf 4 % fest, ergibt sich daraus das Rekrutierungspotential.
Der Nutzen des gerätegestützten Fitnesstrainings gilt bis auf wenige Ausnahmen für alle
Personen. Für die Kalkulation des potentiellen volkswirtschaftlichen Nutzens lassen sich damit diverse Rekrutierungsszenarien rechnen. Realistischen Annahmen zufolge ließen sich
SEITE 34
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: DIFG-Expertise 2010
zunächst 5 % der bisher Inaktiven der jeweiligen Altersgruppen rekrutieren. Nach den oben
erstellten Kalkulationen ergibt sich der folgende zusätzliche potentielle Nutzen:
Der potentiell kalkulierbare volkswirtschaftliche Nutzen des Fitnesstrainings beträgt je 1 % Rekrutierungsquote pro Jahr für 45-64-Jährige 3,4-6,8 Mio. e, für
über 64-Jährige 7,6-15,2 Mio. e.
Bei einer realistischen Rekrutierungsquote von 5 % beträgt
der kalkulierbare ökonomische Nutzen des gerätegestützten
Fitnesstrainings:
55-110 Millionen e pro Jahr (bzw. 0,055 bis 0,11 Mrd. e pro Jahr)
(vgl. oben aktueller Nutzen).
Nicht in dieser ersten, vorsichtigen Kalkulation enthalten sind im Übrigen weitere mögliche
wirtschaftliche Effekte, die sich aufgrund der genannten Literatur zusätzlich ergeben könnten, und die den volkswirtschaftlichen Nutzen stark erhöhen würden.
»Wenn wir jedem Individuum das richtige Maß an Nahrung
und Bewegung zukommen lassen könnten, hätten wir den
sichersten Weg zur Gesundheit gefunden.«
(Hippokrates, 460-375 v. Chr.)
Literatur
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IN FORM. Deutschlands Initiative für gesunde
Ernährung und mehr Bewegung. (http://www.
bmelv.de/cln_093/sid_91572BDE50434206
A5346E249D2650A0/SharedDocs/Standardartikel/Ernaehrung/D-InFormBringen.html; Zugriff am 20.02.1010)
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Health Improvement and Prevention (2004).
At least five a week. Evidence on the impact of physical activity and its relationship
to health. A Report from the Chief Medical
Officer. Crown copyright.
Deutscher Sportstudio Verband (DSSV) (Hrsg.)
(2010). Eckdaten 2009 der deutschen Fitnesswirtschaft 2009. Hamburg: DSSV.
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health-enhancing effects of physical activity:
first estimates for Switzerland. Scientific position statement of the Swiss Federal Office of
Sports, Swiss Federal Office of Public Health,
Swiss Council for Accident Prevention, Swiss
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(SUVA), Department of Medical Economics of
the Institute of Social and Preventive Medicine
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SEITE 35
Quelle: IHRSA
Die Heilkraft sportlicher Betätigung, IHRSA
Körperliche Bewegung beeinflusst die Gesundheit positiv.
Was in der Fitnessbranche schon seit Jahren unumstritten ist,
wird im vorliegenden Beitrag der IHRSA - International Health,
Racquet & Sportsclub Association auf den Punkt gebracht.
50 bahnbrechende, teils langjährige Studien in allen Bevölkerungs- und Altersschichten belegen eindrucksvoll, dass eine
regelmäßige sportliche Betätigung Krankheiten vorbeugt und
bekämpft, die Lebensqualität verbessert und die Effekte des
Alterunsgprozesses hinauszögert.
Die Studienergebnisse liefern der Fitnessbranche eine enorme
Unterstützung, um auf ihr außergewöhnliches Potential und ihre
Schlüsselfunktion in der Gesundheitsförderung hinzuweisen.
Im folgenden werden die Kernaussagen dieser 50 Studien zusammengefasst. Die ausführlichen Ergebnisse können in den
jeweils angegebenen Quellen nachgelesen werden.
Alter(n) und Unabhängigkeit
1. Regelmäßige sportliche Betätigung senkt die Wahrscheinlichkeit, an Arthrose zu erkranken.
2. Regelmäßige Bewegung kann das Risiko eingeschränkter Mobilität bei Männern und Frauen ab 65 Jahren senken.
3. Ältere Frauen können ihre Gehirnfunktionen verbessern, indem sie mehr als 1,5 Stunden wöchentlich walken.
4. Je fitter man ist, desto geringer ist das Risiko nachlassender Gehirnfunktionen.
5. Aktive Frauen im Alter zwischen 54 und 79 Jahren können ihr Risiko für Inkontinenz um bis zu 30% im Vergleich zu
Nichtaktiven reduzieren.
6. Bei älteren Frauen kann Bewegung Arthroseschmerzen bedeutend verringern.
7. Das Risiko, an Demenz und Alzheimer zu erkranken, kann schon durch ein Training von dreimal wöchentlich
15 Minuten um 40% verringert werden.
1. Effect of physical activity on functional
status among older middle-age adults
with arthritis, Arthritis Care & Research,
Feinglass J, Thompson JA, He XZ, Witt W,
Chang RW, Baker DW, 53, 879-885, Dec.
7, ’05.
2
American Journal of Epidemiology, The
Johns Hopkins University School of Hygiene and Public Health, Vol. 137, No. 8:
858-869, 1993
SEITE 36
3
Harvard School of Public Health, Department of Environmental Health, Jennifer
Weuve, ScD, 2004
4
A Longitudinal Study of Cardiorespiratory
Fitness and Cognitive Function in Healthy
Older Adults, Deborah E. Barnes, PhD,
Kristine Yaffe, MD, William A. Satariano,
PhD and Ira B. Tager, MD, Department
of Epidemiology, University of California,
2004
5
The Natural History of the Normal First
Stage of Labor, Zhang, Jun; Troendle,
James; Mikolajczyk, Rafael; Sundaram,
Rajeshwari; Beaver, Julie; Fraser, William,
Obstetrics & Gynecology. 115(4):705710, 2010
6
Relationship between physical activity
and stiff or painful joints in mid-aged
women and older women: a 3-year prospective study, Kristiann C Heesch, Yvette
D Miller and Wendy J Brown, University of
Queensland, Australia, 2007
7
Exercise Is Associated with Reduced Risk
for Incident Dementia among Persons
65 Years of Age and Older, Eric B. Larson, MD, MPH; Li Wang, MS; James D.
Bowen, MD; Wayne C. McCormick, MD,
MPH; Linda Teri, PhD; Paul Crane, MD,
MPH; and Walter Kukull, PhD, University
of Washington; Health Services Research
and Development, Washington, 2006
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: IHRSA
Höhere Lebenserwartung
8. Regelmäßiges Training reduziert die Sterblichkeitsrate um 25-33% und erhöht die Lebenserwartung um 1-2 Jahre.
9. Trainierte Männer vermindern das Risiko, an einem Herzleiden zu sterben auf 33%.
10. Untrainierte Männer haben ein um 39 % höheres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben und ein um 44 %
höheres Risiko hinsichtlich aller Erkrankungen.
11. Intensive körperliche Aktivität mindert das Sterberisiko um 6-9%.
12. Die Sterberate trainierter Menschen ist viermal geringer als die von Untrainierten.
8
Physical activity, all-cause mortality and
longevity of college alumni, RS Paffenbarger, RT Hyde, AL Wing, and CC Hsieh,
1986
9
Cardiorespiratory Fitness Attenuates the
Effects of the Metabolic Syndrome on AllCause and Cardiovascular Disease Mortality in Men, Peter T. Katzmarzyk, PhD;
Timothy S. Church, MD, PhD; Steven N.
Blair, PED , Arch Intern, Med.;164:10921097, 2004
10 Relationship Between Low Cardiorespiratory Fitness and Mortality in NormalWeight, Overweight, and Obese Men,
Ming Wei, MD, MPH; James B. Kampert,
PhD; Carolyn E. Barlow, MS; Milton Z.
Nichaman, MD, ScD; Larry W. Gibbons,
MD, MPH; Ralph S. Paffenbarger, Jr,
MD, DrPH; Steven N. Blair, PED , JAMA,
282:1547-1553, 1999
11 Exercise Intensity and Longevity in Men,
The Harvard Alumni Health Study, I-Min
Lee, MBBS, ScD; Chung-Cheng Hsieh,
ScD; Ralph S. Paffenbarger, Jr, MD, DrPH
JAMA, 273(15):1179-1184, 1995
12 Physical Fitness and All-Cause Mortality,
A Prospective Study of Healthy Men and
Women, Steven N. Blair, PED; Harold W.
Kohl III, MSPH; Ralph S. Paffenbarger, Jr,
MD, DrPH; Debra G. Clark, MS; Kenneth
H. Cooper, MD, MPH; Larry W. Gibbons,
MD, MPH, JAMA; 262(17):2395-2401,
1989
Prävention und Behandlung von Diabetes
13. Eine Änderung des Lebensstils mit Aufnahme körperlicher Betätigung reduziert das Risiko, an Diabetes Typ2
zu erkranken deutlich effektiver als eine Behandlung mit Medikamenten (Metformin).
14. Intensive sportliche Aktivität senkt das Diabetes-Typ2-Risiko um 23 bis 46%.
15. Menschen, die moderat oder anstrengend trainieren, leben länger ohne eine Diabetes-Erkrankung als Menschen
ohne sportliche Betätigung.
16. Je mehr jemand trainiert, umso geringer das Risiko, an Diabetes zu erkranken.
17. Mindestens wöchentlich 2 Stunden Walken vermindert die Sterberate an Diabetes; die niedrigste Sterberate weisen
diejenigen auf, die wöchentlich 3-4 Stunden walken.
18. Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft zu trainieren beginnen, vermindern das Risiko einer
Schwangerschaftsdiabetes.
13 Reduction in the Incidence of Type 2 Diabetes with Lifestyle Intervention or Metformin,
Diabetes Prevention Program Research
Group, Volume 346:393-403, 2002
14 Walking Compared With Vigorous Physical Activity and Risk of Type 2 Diabetes
in Women, A Prospective Study, Frank B.
Hu, MD, PhD; Ronald J. Sigal, MD; Janet
W. Rich-Edwards, ScD; Graham A. Colditz, MD, DrPH; Caren G. Solomon, MD,
MPH; Walter C. Willett, MD, DrPH; Frank
E. Speizer, MD; JoAnn E. Manson, MD,
DrPH, JAMA, 282:1433-1439, 1999
DIFG WHITE PAPER 2010
15 Physical Activity and Life Expectancy With
and Without Diabetes, Life table analysis
of the Framingham Heart Study, Jacqueline T. Jonker, MSC, Chris De Laet, PHD,
Oscar H. Franco, MD, DSC, Anna Peeters,
PHD, Johan Mackenbach, MD, PHD and
Wilma J. Nusselder, PHD, Department of
Public Health, Erasmus Medical Center,
University Medical Center Rotterdam,
Netherlands, 2003
16 A Prospective Study of Exercise and Incidence of Diabetes Among US Male Physicians, JoAnn E. Manson, MD, DrPH; David
M. Nathan, MD; Andrzej S. Krolewski, MD,
PhD; Meir J. Stampfer, MD, DrPH; Walter
C. Willett, MD, DrPH; Charles H. Hennekens, MD, DrPH, JAMA, 268(1):63-67,
1992
18 A Prospective Study of Pregravid Physical
Activity and Sedentary Behaviors in Relation to the Risk for Gestational Diabetes
Mellitus, Cuilin Zhang, MD, PhD; Caren
G. Solomon, MD, MPH; JoAnn E. Manson,
MD, DrPH; Frank B. Hu, MD, PhD, Arch
Intern Med, 166:543-548, 2006
17 Relationship of Walking to Mortality
Among US Adults With Diabetes Edward
W. Gregg, PhD; Robert B. Gerzoff, MS;
Carl J. Caspersen, PhD; David F. Williamson, PhD; K. M. Venkat Narayan, MD Arch
Intern Med, 163:1440-1447, 2003
SEITE 37
Quelle: IHRSA
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall
19. Bei Frauen nach den Wechseljahren reduziert Walken und intensiveres Training die Anfälligkeit für Herzattacken und
andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
20. 1-2 Stunden Walken pro Woche und mehr vermindert das Risiko einer koronaren Herzkrankheit um 14 bis 52%.
21. Bei Frauen, die regelmäßig trainieren, ist das Risiko einer koronaren Herzkrankheit um 150%
geringer als bei inaktiven.
22. Frauen ohne Herzleiden verringern mit jeder Trainingssteigerung das Risiko, daran zu erkranken.
23. Sehr gut trainierte Männer haben ein 68% niedrigeres Schlaganfallrisiko als untrainerte.
24. Körperliche Aktivität verringert das Schlaganfallrisiko um 2 bis 34%.
25. Männer, die bis zu fünfmal pro Woche intensiv trainieren, vermindern das Schlaganfallrisiko um bis zu 21%.
26. Frauen mit gesunder Lebensweise, die auch Training einschließt, genießen viele Vorteile, so auch ein
deutlich reduziertes Krebsrisiko.
19 Walking Compared with Vigorous Exercise for the Prevention of Cardiovascular
Events in Women, JoAnn E. Manson,
M.D., Dr.P.H., Philip Greenland, M.D.,
Andrea Z. LaCroix, Ph.D., Marcia L. Stefanick, Ph.D., Charles P. Mouton, M.D.,
Albert Oberman, M.D., M.P.H., Michael G.
Perri, Ph.D., David S. Sheps, M.D., Mary
B. Pettinger, M.S., and David S. Siscovick, M.D., M.P.H, Volume 347:716-725,
2002
20 Physical Activity and Coronary Heart Disease in Women, I-Min Lee, MBBS,ScD;
Kathryn M. Rexrode, MD; Nancy R. Cook,
ScD; JoAnn E. Manson, MD, DrPH; Julie
E. Buring, ScD, JAMA, 285:1447-1454,
2001
SEITE 38
21 Obesity as Compared With Physical Activity in Predicting Risk of Coronary Heart
Disease in Women Tricia Y. Li, MD; Jamal
S. Rana, MD; JoAnn E. Manson, MD;
Walter C. Willett, MD; Meir J. Stampfer,
MD; Graham A. Colditz, MD; Kathryn M.
Rexrode, MD; Frank B. Hu, MD, Harvard
School of Public Health, 2005
22 Obesity as Compared With Physical Activity in Predicting Risk of Coronary Heart
Disease in Women Tricia Y. Li, MD; Jamal
S. Rana, MD; JoAnn E. Manson, MD; Walter C. Willett, MD; Meir J. Stampfer, MD;
Graham A. Colditz, MD; Kathryn M. Rexrode, MD; Frank B. Hu, MD, Department
of Nutrition, Harvard School of Public
Health, Boston, 2005
23 Physical Activity and Risk of Stroke in
Women, Frank B. Hu, MD, PhD; Meir J.
Stampfer, MD, DrPH; Graham A. Colditz,
MD, DrPH; Alberto Ascherio, MD, DrPH;
Kathryn M. Rexrode, MD; Walter C. Willett, MD, DrPH; JoAnn E. Manson, MD,
DrPH, JAMA; 283:2961-2967, 2002
Mass (I.-M.L., C.H.H., J.E.B., J.E.M.);
Institute of Epidemiology and Social Medicine, University of Muenster, Muenster,
Germany (K.B.); and the Department of
Ambulatory Care and Prevention, Harvard
Medical School, Boston, Mass (C.H.H.,
J.E.B.), 1999
24 Physical Activity and Risk of Stroke in
Women, Frank B. Hu, MD, PhD; Meir J.
Stampfer, MD, DrPH; Graham A. Colditz,
MD, DrPH; Alberto Ascherio, MD, DrPH;
Kathryn M. Rexrode, MD; Walter C. Willett, MD, DrPH; JoAnn E. Manson, MD,
DrPH JAMA; 283:2961-2967, 2000
26 Exercise Capacity and the Risk of Death
in Women, the St James Women Take
Heart Project Martha Gulati, MD, MS;
Dilip K. Pandey, PhD; Morton F. Arnsdorf,
MD; Diane S. Lauderdale, PhD; Ronald A.
Thisted, PhD; Roxanne H. Wicklund, RN;
Arfan J. Al-Hani, MD, Henry R. Black, MD,
Rush Heart Institute, Chicago, 2003.
25 Exercise and Risk of Stroke in Male Physicians, I-Min Lee, MBBS, ScD; Charles H.
Hennekens, MD, DrPH; Klaus Berger, MD;
Julie E. Buring, ScD JoAnn E. Manson,
MD, DrPH, Department of Epidemiology,
Harvard School of Public Health, Boston,
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: IHRSA
Depressionen und Stimmungsschwankungen
27. Körperliche Betätigung schützt gegen Depressionen und reduziert bei Frauen, die in der Schulzeit aktiv waren, das
Risiko, an psychischen Störungen und Depressionen nach der Schulzeit zu erkranken.
28. Sportliche Betätigung schützt vor Depressionen und die Selbstmordgefahr ist 50 % geringer.
29. Regelmäßige sportliche Betätigung reduziert depressive Verstimmungen und verbessert das Wohlbefinden.
27 Women‘s College Physical Activity and
Self-Reports of Physician-Diagnosed
Depression and of Current Symptoms
of Psychiatric Distress, Grace Wyshak,
Journal of Women‘s Health & GenderBased Medicine, Vol. 10, No. 4: 363-370,
2001
28 Involvement in physical activity and risk
for nearly lethal suicide attempts, references and further reading may be available
for this article, Thomas R. Simon PhDa,,
Kenneth E. Powell MD, MPHb and Alan C.
Swann MDc, University of Texas–Houston
Mental Science Institute (Swann), Houston, Texas, 2004.
29 Medicine & Science in Sports & Exercise,
Applied Sciences: Psychobiology and Behavioral Strategies, Volume 38 - Issue 1
- pp 173-178, 2006
Prävention und Behandlung von Osteoporose
30. Männer, die in ihrer Jugend sportlich aktiv sind, profitieren von kräftigen Knochen und verringern damit das
Risiko von Knochenbrüchen um 50%.
31. Ausdauer- und Krafttraining verlangsamen den Knochenschwund bei Frauen nach den Wechseljahren.
30 Sustained Benefits from Previous Physical Activity on Bone Mineral Density in
Males, Anna Nordström, Tommy Olsson
and Peter Nordström, Umeå University,
901 85, Sweden, 2006
DIFG WHITE PAPER 2010
31 American Journal of Physical Medicine
& Rehabilitation, Exercise and Regional
Bone Mineral Density in Postmenopausal
Women, Kelley, George A, FACSM, 1998
SEITE 39
Quelle: IHRSA
Prävention und Behandlung von Krebs
Quellenverzeichnis
32. Die Krebssterblichkeit kann durch intensive körperliche Betätigung um bis zu 38% gesenkt werden.
33. Regelmäßiger Sport reduziert das Brustkrebsrisiko um bis zu 37%.
34. Nach den Wechseljahren verringert Sport das Brustkrebsrisiko um bis zu 29%.
35. Bereits flottes Walken reduziert das Brustkrebsrisiko um 18%.
36. Aktive Frauen, die mehr als fünfmal pro Woche intensiv trainieren, haben eine 38% niedrigere Wahrscheinlichkeit an
Brustkrebs zu erkranken als inaktive Frauen.
37. Darmkrebs kann mit sportlicher Aktivität um bis zu 47% reduziert werden.
38. Intensives Training verringert bei Frauen und Männern gleichermaßen das Risiko kolorektaler Tumore; moderates
Training senkt dieses Risiko dagegen nur bei Männern.
39. Bei Frauen vor den Wechseljahren steigt mit abnehmender Dauer und Häufigkeit der körperlichen Aktivität das Risiko
an Eierstockkrebs zu erkranken.
40. Sport kann die Erkrankung an Prostatakrebs oder auch dessen Voranschreiten verringern.
32 American Journal of Epidemiology, Heart
Rate, Physical Activity, and Mortality from
Cancer and Other Noncardiovascular
Diseases, the Johns Hopkins University
School of Hygiene and Public Health, Vol.
137, No. 7: 735-748, 1993
33 Physical Activity and the Risk of Breast
Cancer, Inger Thune, M.D., Tormod
Brenn, M.Sc., Eiliv Lund, M.D., Ph.D., and
Maria Gaard, M.D, Volume 336:12691275, 1997
34 Cancer Causes and Control, Alpa V. Patel,
Eugenia E.Calle, Leslie Bernstein, Anna H.
Wu and Michael J. Thun, Department of
Epidemiology and Surveillance Research,
American Cancer Society, Atlanta, ISSN
0957-5243, 519-529, 2004
SEITE 40
35 Recreational Physical Activity and the
Risk of Breast Cancer in Postmenopausal
Women, The Women‘s Health Initiative
Cohort Study, Anne McTiernan, MD, PhD;
Charles Kooperberg, PhD; Emily White,
PhD; Sara Wilcox, PhD; Ralph Coates,
PhD; Lucile L. Adams-Campbell, PhD;
Nancy Woods, PhD; Judith Ockene, PhD,
JAMA;290:1331-1336, 2003
36 Effect of Physical Activity on Women at
Increased Risk of Breast Cancer, results
from the E3N Cohort Study, Bertrand
Tehard1, Christine M. Friedenreich, JeanMichel Oppert and Francoise Clavel-Chapelon, Equipe Institut National de la Sante
et de la Recherche Medicale Nutrition,
Hormones et Cancer, France, 2006
37 Physical Activity, Obesity, and Risk for Colon Cancer and Adenoma in Men, Edward
Giovannucci, MD, ScD; Alberto Ascherio,
MD, DrPH; Eric B. Rimm, ScD; Graham A.
Colditz, MD, DrPH; Meir J. Stampfer, MD,
DrPH; and Walter C. Willett, MD, DrPH
Harvard University Medical School, Harvard University School of Public Health,
and Brigham and Women‘s Hospital,
Boston, Massachusetts, 2007
38 Physical Activity and Colorectal Cancer
M. L. Slattery1 , S. Edwards1, K. Curtin1,
K. Ma1, R. Edwards1, R. Holubkov and D.
Schaffer, Health Research Center, University of Utah, Salt Lake City, UT, Kaiser
Permanente Medical Research Program,
Oakland, CA, 2003
39 Physical activity and epithelial ovarian
cancer risk: A case-control study in China, Min Zhang, Andy H. Lee * , Colin W.
Binns, School of Public Health, Curtin
University of Technology, Perth, WA, Australia, 2003
40 A Prospective Study of Physical Activity
and Incident and Fatal Prostate Cancer,
Edward L. Giovannucci, MD, ScD; Yan
Liu, MS; Michael F. Leitzmann, MD; Meir
J. Stampfer, MD, DrPH; Walter C. Willett,
MD, DrPH, Arch Intern Med.;165:10051010, 2005
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: IHRSA
Vorteile sportlicher Betätigung für Kinder und Jugendliche
41. Jugendliche, die an sportlichen Programmen teilnehmen, weisen weniger riskante Verhaltensweisen,
wie Drogenkonsum, auf.
42. Für Kinder, die regelmäßig Sport treiben, ist das Bluthochdruck-Risiko in ihrem späteren Leben um 17 % geringer.
43. Die moderate Steigerung sportlicher Aktivität senkt die Adipositasrate bei Jungen um 50 %, bei Mädchen um 40 %.
44. Jugendliche verlieren Körpergewicht, wenn sie deutlich weniger fernsehen und sich mehr bewegen.
45. Körperlich aktive Kinder haben ein um 50 % geringeres Risiko für Heuschnupfen als inaktive.
41 Physical Activity and Sedentary Behavior
Patterns Are Associated With Selected
Adolescent Health Risk Behaviors, Melissa C. Nelson, PhD, RDa,b, Penny GordonLarsen, PhDb, a Division of Epidemiology
and Community Health, University of
Minnesota, Minneapolis, Minnesota, Department of Nutrition, University of North
Carolina, Chapel Hill, North Carolina,
1281-1290 (doi:10.1542/peds.20051692), 2006
42 Physical Activity in Young Adults and
Incident Hypertension Over 15 Years of
Follow-Up: The CARDIA Study, Emily D.
Parker, MPH, Kathryn H. Schmitz, PhD,
MPH, David R. Jacobs, Jr, PhD, Donald
R. Dengel, PhD and Pamela J. Schreiner,
PhD Emily D. Parker, David R. Jacobs,
and Pamela J. Schreiner, School of Kinesiology, University of Minnesota, Minneapolis, 2007
43 Objectively Measured Physical Activity
and Fat Mass in a Large Cohort of Children, Andrew Prentice, London School of
Hygiene and Tropical Medicine, United
Kingdom, 2007
44 Identification and Correlates of Weight
Loss in Adolescents in a National Sample, a study with 500 12-year-olds shows
an inverse association between physical
activity and obesity, which is stronger in
boys, and suggests that high-intensity
activity is more important than total activity, Kerri N. Boutelle, Peter J. Hannan,
Dianne Neumark-Sztainer and John H.
Himes, Division of General Pediatrics and
Adolescent Health, University of Minnesota, 2006
45 Influence of physical inactivity on the prevalence of hay fever, Y. Kohlhammer 1 , A.
Zutavern 1,2 , P. Rzehak 1,2 , G. Woelke
1 , J. Heinrich 1, National Research Center for Environment and Health, Institute
of Epidemiology, Neuherberg ; LudwigMaximilians-University, von Hauners
Children‘s Hospital, Munich, Germany
Volume 61 Issue 11, Pages 1310 –
1315, 2006
Training bringt mehr Lebensqualität
46. Aktive Männer haben ein um 30 % geringeres Risiko für Erektionsstörungen als inaktive.
47. Übergewicht erhöht das Asthmarisiko.
48. Bei Frauen reduziert leichtes bis moderates Training Müdigkeit, Rückenschmerzen und Verstopfung.
49. Eine aktive Lebensweise kann die altersabhängige Makuladegeneration (Netzhautveränderung)
deutlich hinauszögern.
50. Mitglieder in Fitnessstudios neigen eher zu deutlich gesünderen Lebens- und Verhaltensweisen als
inaktive Menschen.
46 Erectile Dysfunction a Decade Later:
Another Paradigm Shift, Allen D. Seftel,
The Journal of Urology, (Vol. 176, Issue
1, Pages 10-11), 2006
47 Overweight, Obesity, and Incident Asthma, A Meta-analysis of Prospective
Epidemiologic Studies, David A. Beuther
and E. Rand Sutherland, Department of
Medicine, National Jewish Medical and
Research Center, Denver, Colorado; and
University of Colorado at Denver and
Health Sciences Center, Denver, Colorado, 2007
DIFG WHITE PAPER 2010
48 Influence of physical inactivity on the
prevalence of hay fever, Y. Kohlhammer,
A. Zutavern, P. Rzehak, G. Woelke, J.
Heinrich, National Research Center for
Environment and Health, Institute of Epidemiology, Neuherberg ; Ludwig-Maximilians-University, von Hauners Children‘s
Hospital, Munich, Germany, Volume 61
Issue 11, Pages 1310–1315, 2006
49 Physical activity and the 15-year cumulative incidence of age-related macular
degeneration: the Beaver Dam Eye Study, M D Knudtson, R Klein, B E K Klein,
Department of Ophthalmology and Visual
Sciences, University of Wisconsin School
of Medicine and Public Health, Madison,
Wisconsin, USA, 2006
50 Fitness centre membership is related
to healthy behaviours, Readya. E.; Naimark J., Tate R.; Boreskie S. L.; Journal
of sports medicine and physical fitness,
ISSN 0022-4707, vol. 45, no2, pp. 199207 [9 page(s) (article)] (40 ref.), 2005
SEITE 41
Quelle: BODYLIFE
Der Wandel der Fitnessbranche –
eine Chance für unsere Gesellschaft,
bodyLIFE
In einer von body LIFE, Deutschlands und Europas führender Fachzeitschrift der Fitnessbranche, in Auftrag gegebenen Marktbefragung fand das Marktforschungsinstitut Würtenberger
heraus:
Über 60% der befragten Fitnessclubbetreiber erwarten für das laufende und das kommende
Jahr eine weitere Zunahme des Fitnesstrends in Deutschland. Knapp 35% glauben, dass der
Trend gleich bleibt und lediglich 3,6% glauben, dass er abnimmt. Dies stimmt optimistisch
– für Branche und Gesellschaft!
In seinem Kommentar »Der schlafende Saat« (body LIFE 4/2010) mahnt FIBO-Gründer und
DFAV-Vorsitzender Volker Ebener: »Fast 20 Jahre arbeitet die deutsche Fitnessbranche jetzt
schon daran, das Training immer gesundheitsorientierter und effektiver zu machen. Nutznießer dieser Bemühungen sind der deutsche Staat sowie die privaten und gesetzlichen
Krankenkassen, die bei inzwischen weit über sechs Millionen Fitnesstreibenden für die Folgekosten von Bewegungsmangel nicht mehr oder in weitaus geringerem Maß einstehen
müssen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass eine mögliche Minderung der Morbidität
in Deutschland zu einer Ersparnis von 56 Milliarden Euro p.a. führen könnte, ergibt sich
allein durch das Training der über sechs Million Fitnesstreibenden für den Staat und die
Krankenkassen eine Ersparnis von ca. 4,5 Mrd. Euro.«
SEITE 42
DIFG WHITE PAPER 2010
Quelle: BODYLIFE
Das Bundesgesundheitsministerium gibt auf die body LIFE-Anfrage nach der Relevanz von
Prävention für die aktuelle Bundesregierung eine eher wachsweiche Antwort:
»Unsere Präventionsstrategie wird vorhandenes bewerten und aufeinander abstimmen, nationale und internationale Erfahrungen und Erkenntnisse analysieren sowie auf bewährten
Programmen und Strukturen aufbauen, diese weiterentwickeln und sie in die Fläche bringen.
Dazu bedarf es einer klaren Aufgaben- und Finanzverteilung unter Berücksichtigung und
Stärkung der vorhandenen Strukturen.«
Solch ein Statement gibt zu denken. Ist sich die Bundesregierung des Potenzials, das die
Fitnessbranche zur Unterstützung der Gesellschaft und des wankenden deutschen Gesundheitssystems zu bieten hat, überhaupt bewusst? Vermutlich – nach wie vor – nicht.
In der aktuellen Branchenstudie der body LIFE macht eine Alters-Analyse der Club-Mitglieder
deutlich: Fitnessclubs gewinnen auch bei den sogenannten Best Agern und den Senioren
immer mehr an Relevanz: Der Anteil der 31–40-Jährigen reduzierte sich im Durchschnitt
von 62% auf 49,7% – zu Gunsten der 41–50-Jährigen. Deren Anteil verdoppelte sich nahezu von 22,6% auf 39%! Und mit jedem Jahr werden die Club-Mitglieder älter – und der
Anteil der über 40-Jährigen steigt weiter.
(Quelle: body LIFE Branchenstudie 2008)
Ist dies nun ein Resultat des Gesundheitstrends in den deutschen Fitnessclubs, der für mehr
Akzeptanz bei diesen Zielgruppen sorgt – oder umgekehrt? Fest steht: Mit der Zunahme des
Durchschnittsalters der Club-Mitglieder werden die Betreiber und ihre Teams gefordert. Medical Fitness gewinnt weiter an Relevanz, Marketingmaßnahmen für die anspruchsvollen und
meist gut situierten Best Ager erfordern immer mehr Know-how – und: das Klientel des 1.
Gesundheitsmarktes diffundiert immer stärker hinein in diesen unseren 2. Gesundheitsmarkt!
Viele Grüße an Kassen und Politik!
Abb.: Mitgliederverteilung nach Altersgruppen
DIFG WHITE PAPER 2010
Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Interessen der
Clubbetreiber aus: In der 2009 von body LIFE in Auftrag
gegebenen Marktanalyse zeigt sich, dass neben einem
leichten Anstieg beim Interesse an Kraft- und Cardiogeräten
mittlerweile die Relevanz von Themen wie Medical Fitness,
Spa, Wellness und Medical Spa nicht mehr zu übersehen ist.
Aber auch Beauty-Themen wie »Apparative Anwendungen«
oder »Kosmetik« spielen mittlerweile eine Rolle in unserer
Branche. So liegt das Interesse der Clubbetreiber an diesen
Kosmetikthemen bereits bei über 30% ihres Interesses am
führenden Thema »Krafttraining«.
SEITE 43
Quelle: BODYLIFE
Grundsätzlich lässt sich also attestieren: Die Mitglieder der Fitnessclubs werden immer gesundheitsbewusster, ihr Körperbewusstsein geht mittlerweile deutlich über den reinen Muskelkult hinaus, ist bei vielen offenbar schon bei der Ästhetik sowie der klassischen Schönheit
angelangt – und: Viele Betreiber deutscher Fitnessclubs wollen dieser Entwicklung offenbar
Rechnung tragen.
SEITE 44
DIFG WHITE PAPER 2010
DIFG Expertise 2010
Deutscher Industrieverband
für Fitness und Gesundheit e.V.
DIFG VORSTAND
Olaf Tomscheit
1. Vorsitzender
[email protected]
Bogna Stöckner
2. Vorsitzende
[email protected]
Patrick Schlenz
Schatzmeister
[email protected]
DIFG GESCHÄFTSSTELLE
Geschäftsstelle DIFG e.V.
Reka Thiemann
Kaistraße 12
40221 Düsseldorf
Telefon: 02 11/157 996-13
Telefax: 02 11/157 996-15
E-Mail: [email protected]
Internet: www.difg-online.de
SEITE 45
Autoren
Die Autoren
Niels Gronau
Birgit Schwarze
Refit Kamberovic
ist Manager für die Sport- und Frei-
Präsidentin des DSSV e.V. und des
Kaufmann. Gründer und Hauptge-
zeitindustrie bei der internationalen
Bildungs-Institutes DSSV e.V. seit
schäftsführer des DSSV e.V. und
Prüfungs- und Beratungsgesell-
1984, Mitglied des Vorstandes der
des Bildungs-Institutes DSSV e.V.,
schaft Deloitte.
BDA Bundesvereinigung der Deut-
Autor der Fachbücher „Selbständig
schen Arbeitgeberverbände.
in der Fitnesswirtschaft“, „Leitfaden
Kontakt:
Tel.: 0211 - 8772 2748
Kontakt:
[email protected]
Tel.: 040 - 766 24 00
www.deloitte.com.de
[email protected] www.dssv.de
Stefan Ludwig
ist Leiter der Sport- und Freizeitindustriegruppe der internationalen
Prüfungs- und Beratungsgesell-
für Fitness-Unternehmer“, „Fitness
& Profit“, „Fitness Trends“, „100
Tips für den Erfolg“, „Deutsche Fitness Wirtschaft“
Kontakt:
Tel.: 040 - 766 24 00
[email protected]
www.dssv.de
schaft Deloitte und ist seit mehr als
10 Jahren in diesem Branchensegmenten tätig.
SEITE 46
DIFG WHITE PAPER 2010
Autoren
Deutscher Industrieverband
für Fitness und Gesundheit e.V.
®
Prof.Dr. Theodor Stemper
Hans Muench
Max Barth
ist seit 2006 Privatdozent in der
ist seit über 30 Jahren im deutsch-
ist beim Fachmedienhaus Health
Betriebseinheit Sportwissenschaft
sprachigen Fitnessmarkt tätig und
and Beauty als Chefredakteur zu-
und Allgemeiner Hochschulsport
seit Januar 2008 Europe Director
ständig für die Objekte body LIFE,
der Bergischen Universität Wup-
der IHRSA – International Health,
Trainer und TAN BIZ. Außerdem ob-
pertal und seit 2009 außerplanmä-
Racquet & Sportsclub Association.
liegt ihm dort die Entwicklung von
ßiger Professor (apl. Prof.). Zudem
Schon 1984, während seiner MBA-
IP-TV. Seine Ausbildung absolvierte
ist er der Leiter des DIFG-Arbeits-
Diplomarbeit, hat er 270 Sport-
er in der Journalistenschule Axel
kreises Gesundheit.
clubs in Europa für den Verband
Springer und bei RTL Television.
untersucht und war von 1994 bis
1999 Director of International Development der IHRSA.
Kontakt:
0721 165-132
[email protected]
www.bodylife.com
DIFG WHITE PAPER 2010
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Der gesundheitliche und ökonomische Nutzen des Krafttrainings im Fitness-Studio
C
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