Handbuch - Cypheros

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Handbuch - Cypheros
Cypheros
TS-Doctor
BEDIENUNGSANLEITUNG
© 2015 Frank Siek
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung.......................................................................................................4
1.1 Verwendung des TS-Doctors..............................................................................5
1.2 Vorgehensweise der Anwendung........................................................................5
Analyse der Aufnahme............................................................................................................... 5
Schneiden der Aufnahme........................................................................................................... 5
Überprüfung der Aufnahme........................................................................................................ 6
Bereinigung der Aufnahme......................................................................................................... 6
1.3 Sendungserkennung...........................................................................................7
1.4 Automatischer Schnitt und Werbeerkennung.....................................................8
1.5 Unterstützte Formate........................................................................................10
2 Das Hauptfenster.........................................................................................11
3 Schneiden....................................................................................................12
3.1 Schnittfenster....................................................................................................13
I-Frame – Erkennung............................................................................................................... 15
Tastaturkürzel........................................................................................................................... 16
3.2 Ergebnis der Bearbeitung.................................................................................17
3.3 Zeitraffer-Ansicht...............................................................................................18
3.4 Einzelbild-Ansicht..............................................................................................19
3.5 Filter/Codecs.....................................................................................................19
4 Streams löschen..........................................................................................22
4.1 Ändern der Datenstrom-Eigenschaften............................................................23
5 Erhalten........................................................................................................24
6 Patchen.........................................................................................................25
7 Tools.............................................................................................................26
7.1 Raw Cutter........................................................................................................26
7.2 File Merger........................................................................................................27
7.3 TS Paket Filter..................................................................................................27
7.4 TS Paket Editor.................................................................................................28
7.5 Bandwidth-Meter...............................................................................................29
7.6 TS Remuxer......................................................................................................30
7.7 Kommandozeilen-Parameter............................................................................31
8 Einstellungen...............................................................................................32
8.1 Allgemein...........................................................................................................32
8.2 Sprache.............................................................................................................34
8.3 Auto-Schnitt.......................................................................................................34
Allgemein................................................................................................................................. 34
AC3-Modus.............................................................................................................................. 35
Aspect/Ratio-Modus................................................................................................................. 35
VPS-Modus.............................................................................................................................. 35
EPG-Modus.............................................................................................................................. 35
8.4 Korrekturverhalten.............................................................................................36
8.5 Dialog Einstellungen.........................................................................................39
8.6 Vorschau...........................................................................................................40
8.7 Teletext..............................................................................................................41
8.8 TS-Format-Converter........................................................................................42
8.9 Unterstützte Tools.............................................................................................42
9 Verschiedenes.............................................................................................43
9.1 Auswirkungen bei Auswahl eines falschen Farbraums....................................43
9.2 Glossar..............................................................................................................45
10 Linksverzeichnis........................................................................................46
11 Filmausschnitte.........................................................................................47
12 Warenzeichen............................................................................................48
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1 Einleitung
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Einleitung
Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten Aufnahmen von Satelliten- oder Kabelprogrammen mit Hilfe von Festplatten-Receivern oder PCs zu machen. Leider haben
die Aufnahmen oft kleine oder große Fehler oder sind in einem proprietären Format
gespeichert und lassen sich nicht auf allen Geräten abspielen. Besonders Hardwareplayer wie die Popcorn Hour, Playstation 3, WD-TV oder in modernen Fernsehgeräten eingebaute Mediaplayer erfreuen sich zunehmender Beliebtheit um solche Aufnahmen abzuspielen. Doch diese Geräte sind zum Teil sehr sensibel wenn es um
Fehler im Datenstrom oder beim Format geht. Sie verweigern dann das Abspielen,
hängen sich auf oder trüben den Filmgenuss durch Ruckler, Tonaussetzer oder
sonstige Störungen.
Cypheros TS-Doctor ist dazu gedacht aufgezeichnete Digitale Transport-Streams auf
Fehler zu überprüfen und nach Möglichkeit so kompatibel zu machen, dass ein feh lerfreies Abspielen auf Hardware- und Software-Mediaplayern ohne Ruckeln oder
Versatz zwischen Bild und Ton erreicht werden kann.
Das Programm versucht dabei so wenig wie möglich in den ursprünglichen Datenstrom einzugreifen um nicht zusätzliche Inkompatibilitäten zu schaffen, wie dies bei
einigen anderen Tools der Fall ist.
Zusätzlich bietet er die Möglichkeit eines einfachen und schnellen Schnitts ohne die
Aufnahme zeitaufwendig rekodieren zu müssen. Die Bild- und Tonqualität bleibt
dabei vollkommen erhalten.
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1 Einleitung
1.1 Verwendung des TS-Doctors
Die Bearbeitung einer Transportstream-Datei erfolgt ganz einfach in drei Schritten:
1.2 Vorgehensweise der Anwendung
Wenn mit dem TS-Doctor eine Datei geöffnet wird, beginnt zuerst die Analyse der
Datei. Nach der Analyse kann der Anwender über die Schnittfunktion festlegen, welche Bereiche gelöscht werden sollen oder es können bestimmte Audio- und TextDatenströme zum Entfernen markiert werden. Alle gewünschten Veränderungen werden zusammen in einem Durchgang erledigt, wenn die „Neue Datei erzeugen“-Taste
gedrückt wird.
Analyse der Aufnahme
Das Format der Aufnahme wird untersucht und die Bestandteile der Aufnahme werden erfasst.
Es werden verschiedene Parameter der Aufnahmedatei überprüft und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen festgelegt, um die Aufnahme in ein weiterverwendbares
Format zu bringen.
Schneiden der Aufnahme
Wenn nach dem Öffnen der Aufnahme die „Schnitt vorbereiten“ - Taste gedrückt
wird, können die Bereiche festgelegt werden, die später in der neu erzeugten Datei
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1 Einleitung
enthalten sein sollen. Einfach zu bedienende Schnittwerkzeuge ermöglichen die
schnelle Auswahl der entsprechenden Bereiche.
Überprüfung der Aufnahme
Wird die „Nur überprüfen“ - Taste gedrückt beginnt der TS-Doctor die Aufnahme zu
überprüfen. Dabei wird die Datei nicht verändert sondern nur überprüft. Die festgelegten Schnittbereiche werden dabei ignoriert. Während des Prüfens wird der Datenstrom und dessen Bestandteile permanent untersucht und im Datenstrom gefundene
CRCs überprüft. Fehler werden protokolliert.
Dieser Schritt ist normalerweise nicht erforderlich, da dies beim Bereinigen der Aufnahme ebenfalls durchgeführt wird.
Bereinigung der Aufnahme
Wird die „Neue Datei erzeugen“-Taste gedrückt, beginnt der TS-Doctor die Aufnahme zu bereinigen. Dabei wird eine Kopie der ursprünglichen Datei erstellt, die
aber nur die Bereiche enthält, die vorher im Schnittfenster oder von der automati schen Werbeerkennung festgelegt worden sind.
Während des Kopierens wird der Datenstrom und dessen Bestandteile permanent
untersucht und im Datenstrom gefundene CRCs überprüft.
Bestandteile, die nicht benötigt werden oder zu stark beschädigt sind werden entfernt.
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1 Einleitung
1.3 Sendungserkennung
Der TS-Doctor kann durch die Analyse von Teletext- , EPG- und anderer Daten hilfreiche Informationen zu den aufgenommenen Sendungen gewinnen, die er dann in
der Schnittleiste und in einer Sendungsübersicht anzeigt.
Abbildung 1.1: Sendungsübersicht
Bei einigen Receivern ist in der Aufnahme auch das volle EPG (EIT/PID18) mit Informationen zu Titel, Beginn und Ende der aufgenommenen Sendungen enthalten.
Während der Teletext nicht bei allen Sendern genutzt werden kann, bzw. nicht angeboten wird, kann mittels der EPG-Daten bei fast allen Sendern eine detaillierte Sen dungsübersicht erstellt werden.
Bei Receiver mit ALI-Chipsatz, die im DVR-Format aufzeichnen, werden diese Daten
meistens mit aufgezeichnet. Viele preiswerte Receiver verwenden diesen Chipsatz.
Der TS-Doctor zeigt in den Stream-Details an, wenn eine passende EIT mit EPGDaten gefunden wurde. Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern enthält die EIT auch
PDC-Daten, die dem VPS entsprechen.
Sollten die EIT-Daten fehlerhaft sein, wird dies durch eine Rotfärbung angezeigt. Die
Informationen werden dann nicht für den automatischen Schnitt oder die Programmübersicht verwendet.
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1 Einleitung
1.4 Automatischer Schnitt und Werbeerkennung
Mittels der Informationen aus der Sendungserkennung und den Parametern von Bild
und Ton, kann der TS-Doctor einen automatischen Schnitt durchführen.
Es stehen verschiedene Analyse-Verfahren zur Verfügung, von denen der TS-Doctor
das erfolgversprechendste Verfahren automatisch auswählt.
So kann der TS-Doctor zum Beispiel Sendungsanfang und Sendungsende, sowie
Werbeunterbrechungen anhand der Änderung des AC3-Formats (Anzahl der Tonkanäle) oder der Aspekt-Ratio (Seitenverhältnis des Bildes) erkennen. Pro7 und
andere Sender schalten während der Werbepausen häufig das AC3-Format um und
dies kann der TS-Doctor dann nutzen, um die Sendung von der Werbung zu unterscheiden.
Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nutzt der TS-Doctor zusätzlich auch die VPSund Teletext-Daten, soweit diese in der Aufnahmedatei vorhanden sind.
Bei ARD und ZDF zum Beispiel kann der TS-Doctor damit auch Werbeunterbrechungen im Vorabendprogramm dieser Sender entfernen. Der Quick-Scan sollte dazu
aber deaktiviert werden, da nur der vollständige Scan auch kurze Werbe-Passagen
findet.
Erkennt der TS-Doctor entsprechende Merkmale, bietet er während der Analyse der
Aufnahme an, einen automatischen Schnitt anhand der gefundenen Merkmale
durchzuführen.
Abbildung 1.2: Automatischer Schnitt - Dialog
Das Ergebnis des automatischen Schnitts kann im Schnittfenster überprüft und wenn
gewünscht, manuell nachgebessert werden.
Es sollte beachtet werden, dass der automatische Schnitt nicht bei allen Sendern zur
Verfügung steht und die Zuverlässigkeit von Sendung zu Sendung unterschiedlich
sein kann.
Werden keine Formatänderungen oder sonstige verwertbare Daten zur Erkennung
gefunden, unterstützt der TS-Doctor für MPEG2-Aufnahmen auch die Werbeerkennung über das kostenlose Tool „ComSkip“ von Erik Kaashoeks, das ganz einfach
über die Einstellungen des TS-Doctors installieren kann (Einstellungen/Unterstützte
Tools/ComSkip).
Um die Qualität des automatischen Schnitts zu verbessern sollte der verwendete
Receiver so eingestellt werden, dass möglichst viele Daten aufgezeichnet werden.
Wenn möglich sollten Teletext und EPG-Daten, sowie alle Tonspuren aufgezeichnet
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1 Einleitung
werden, damit für den automatischen Schnitt eine Programmübersicht erstellt werden kann und mehr Informationen für das Auffinden der richtigen Schnittpunkte verfügbar sind. Die Bedienungsanleitung ihres Receivers sollte ihnen bei Suche nach
den optimalen Aufnahme-Einstellungen helfen.
Beim PC-Programm DVB-Viewer kann ab Version 5.1.0 unter den Aufnahme-Optionen das zusätzliche Aufzeichnen der EPG-Daten (EIT) aktiviert werden. Es wird
empfohlen auch die Optionen für Teletext und „Alle Audiospuren“ zu aktivieren, damit
möglichst viele Informationen für den automatischen Schnitt zur Verfügung stehen.
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1 Einleitung
1.5 Unterstützte Formate
Der TS-Doctor unterstützt DVB- und Camcorder-Transportstreams (Standard- und
HD-Auflösung) in den allermeisten Unterformaten wie zum Beispiel:
.TS
.TRP
.TS4
.M2T
.M2TS
.DVR
.MTS
.REC
.TP0
.TP
.STR
etc.
(DVB-Viewer, ProgDVB, Dreambox, Dbox2, Technisat, etc.)
(Kathrein UFS-910, etc.)
(Technisat HD, etc.)
(Sony, etc.)
(Humax iCord, Sony Camcorder, etc.)
(Comag SL 100 HD,CMX )
(Panasonic Camcorder, etc.)
(Topfield, etc.)
(Homecast, etc.)
(DVICO, etc.)
(Sky Box, etc.)
Auch wenn die Aufnahmen nicht ganz dem üblichen Transportstream-Format entsprechen, werden sie automatisch in DVB-konforme Transportstreams mit 188 Byte Paketgröße gewandelt.
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2 Das Hauptfenster
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Das Hauptfenster
Abbildung 2.1: Das Hauptfenster
Über das Hauptfenster hat man Zugriff auf die Funktionen des TS-Doctors und
bekommt eine detaillierte Übersicht über die geöffnete Aufnahme.
Während des Öffnens der Aufnahme werden verschiedene Schritte zur Vorbereitung
getroffen, die im linken Bereich des Hauptfensters aufgelistet sind. Die einzelnen
Schritte sollten nach der Analyse in der Farbe Grün dargestellt werden, um zu signalisieren, dass der jeweilige Schritt erfolgreich durchgeführt wurde.
Auf der rechten Seite sind die Audio- und Video-Streams aufgelistet, die der TSDoctor in der Aufnahmedatei und den entsprechenden Systemtabellen gefunden hat.
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3 Schneiden
3
Schneiden
Der TS-Doctor unterstützt auch das Beschneiden der Aufnahme an beliebig vielen
Stellen. Damit können zum Beispiel Werbeblöcke aus einer Aufnahme entfernt werden. Sofern die notwendigen DirectShow-Codecs installiert sind, wird auch eine
Videovorschau angezeigt um die Schnittpunkte auf einfache Art und Weise visuell
bestimmen zu können.
Sollte beim Öffnen des Schnittfensters eine DirectX-Fehlermeldung erscheinen, fehlt
vermutlich der notwendige Videodecoder-Codec. Dies sollte unter Windows 7 allerdings nicht auftreten, da die meisten Windows 7 Versionen schon Filter für die üblichen Formate von Hause aus mitbringt.
Beim Schnittfenster wurde darauf geachtet die Bedienung so einfach wie möglich zu
gestalten.
Den größten Bereich macht das Videofenster aus. Darunter ist die Zeitleiste zu
sehen.
Auf der Zeitleiste befindet sich ein Cursor, der die aktuelle Position innerhalb der Aufnahme festlegt. Die grünen Bereiche sind die Bereiche der Aufnahmen, die erhalten
bleiben sollen und die roten Bereiche werden entfernt.
Rechts neben dem Videofenster ist die Schnittliste zu sehen. In der Schnittliste sind
die Bereich zu finden, die später in der neuen Datei enthalten sein werden mit dem
jeweiligen Anfangs- und End-Bild.
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3 Schneiden
3.1 Schnittfenster
Abbildung 3.1: Schnittfenster mit visueller Vorschau
Im Schnittfenster können Schnittbereiche hinzugefügt werden und der Anfangsschnittpunkt und der Endschnittpunkt des jeweiligen Schnittbereichs festgelegt werden.
Die grünen Bereiche sind die Bereiche, die nachher in der fertigen Datei enthalten
sind und die roten Bereiche werden entfernt.
Dazu kann man die rechte bzw. linke Seite des grünen Balkens mit der Maus verschieben oder es wird bis zu der gewünschten Stelle vor gespult und dann mit den
Buttons neben den Eingabefeldern der Anfangspunk bzw. der Endpunkt übernommen.
Schnittbereiche können am Besten über Marker erstellt werden. Setzen Sie dazu
einfach eine Marke an den Anfang des Bereichs der herausgeschnitten werden soll.
Also zum Beispiel da wo die Werbung beginnt. Es erscheint im unteren Teil der Zeitleiste ein gelber Marker.
Abbildung 3.2: Schnitt markieren Schritt 1
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3 Schneiden
Spulen Sie nun vor bis zu der Stelle wo der auszuschneidende Bereich aufhört und
setzen Sie einen weiteren Marker. Also zum Beispiel da wo die Werbung aufhört und
der Film weiter geht.
Abbildung 3.3: Schnitt markieren Schritt 2
Mit dem Drücken auf die Schnitttaste (Schere) wird der gelb markierte Bereich
gelöscht.
Abbildung 3.4: Schnittbereich entfernen
Innerhalb des roten Bereichs kann mit den Markern auch ein neuer Schnittbereich
eingefügt werden.
Abbildung 3.5: Schnittbereich hinzufügen Schritt 1
Wenn Sie die Taste mit dem Filmstreifen und dem grünen Plus drücken, wird ein
neuer Schnittbereich hinzugefügt.
Abbildung 3.6: Schnittbereich hinzufügen Schritt 2
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3 Schneiden
Sie können aber auch der Taste
drücken um am Ende des Streams einen neuen
Schnittbereich zu erzeugen und mit der Taste
bereich löschen.
können Sie den aktuellen Schnitt-
Die Schnittbereiche lassen sich aber auch nachträglich noch anpassen.
Mit der Taste
können Sie den linken (CutIn) Schnittpunkt auf die Position setzen,
wo sie sich gerade im Film befinden (Position des Cursors) und mit der Taste
sprechend den rechten Schnittpunkt (CutOut).
ent-
Mit der Taste
können Sie ein kurze Vorschau der Schnittbereiche starten. Dabei
wird Anfang und Ende jedes Schnittbereichs für einige Sekunden angespielt, so dass
die Übergänge der Schnittbereiche überprüfen werden können.
Durch Drücken der rechten Maustaste auf der Videofläche bekommt man eine Liste
der verwendeten Filter/Codecs, die der DirectX-Graphbuilder für die Wiedergabe
benutzt bzw. kann die verwendete Audiospur des Stream wählen.
I-Frame – Erkennung
Die I-Frame – Erkennung hilft die möglichen Schnittpunkte zu erkennen, da bei
HDTV-Aufnahmen (H264) im ein störungsfreier Schnitt nur an den Schnittpunkten
möglich ist. Es sollte also möglichst ein I-Frame für den CutIn und den CutOut
gewählt werden.
Bei Aufnahmen im normaler PAL-Auflösung (MPEG2) schneidet der TS-Doctor an
den GOP-Grenzen um größere Bildstörungen an den Schnittstellen zu vermeiden.
Da liegt der optimale CutOut-Punkte etwa 3 Frames vor dem nächsten I-Frame und
der CutIn-Punkt etwa 2 Frames vor dem nächsten I-Frame.
Eine typische GOP: I2 B0 B1 P5 B3 B4 P8 B6 B7 P11 B9 B10
Die Buchstaben geben den Frame-Typen an und die Nummern die Reihenfolge, in
der die Frames wiedergegeben werden.
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3 Schneiden
Tastaturkürzel
[x]
[ENTF]
[ENTF]
[EINFG]
[EINFG]
[Cursor rechts]
[Cursor links]
[f]
[SHIFT] + [f]
[i]
[SHIFT] + [i]
[s]
[SHIFT] + [s]
[z]
[SHIFT] + [z]
[m]
[SHIFT] + [m]
[y]
[SHIFT] + [y]
[POS1]
[ENDE]
[p]
[SPACE]
[STRG] + z
Marker setzen
Lösche aktuellen Schnittbereich(kein Marker gesetzt)
markierten Bereich löschen(Marker gesetzt)
Schnittbereich hinzufügen(kein Marker gesetzt)
markierten Bereich hinzufügen(Marker gesetzt)
Einen Frame weiterspringen
Einen Frame zurückspringen
Einen Frame weiterspringen
Einen Frame zurückspringen
Einen I-Frame weiterspringen
Einen I-Frame zurückspringen
Eine Sekunde weiterspringen
Eine Sekunde zurückspringen
Zehn Sekunden weiterspringen
Zehn Sekunden zurückspringen
Eine Minute weiterspringen
Eine Minute zurückspringen
Zum ersten Marker springen
Zum zweiten Marker springen
Setze Anfangspunkt des aktuellen Schnittbereichs
Setze Endpunkt des aktuellen Schnittbereichs
Play/Stop
Play/Stop
Letzte Aktion rückgängig machen
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3 Schneiden
3.2 Ergebnis der Bearbeitung
Abbildung 3.7: Ergebnis der Bearbeitung
Nachdem eine neue Datei erzeugt wurde, wird eine Zusammenfassung der bei der
Bearbeitung gewonnen Daten angezeigt. In diesem Beispiel kann man erkennen,
dass die Dateigröße von den 9,71 GByte der ursprünglichen Aufnahme auf 5,47
GByte reduziert wurde. Da der TS-Doctor die eigentlichen Bild und Toninformationen
nicht verändert, ist die Datenkompression ausschließlich auf das Entfernen von Werbung, unerwünschten Datenströmen und Fülldaten zurückzuführen. Fülldaten sind
redundante Daten und werden von den Sendern oft verwendet um eine gewisse Min destdatenrate zu erhalten. Das Entfernen dieser Daten führte zu keinerlei Verschlechterung der Bild- und Ton-Qualität, spart aber kostbaren Speicherplatz.
Werden Warnungen oder Fehler gefunden, sind diese in der Übersicht zu erkennen.
Warnungen können normalerweise ignoriert werden und führen nur in seltenen Fäl len zu sichtbaren oder hörbaren Fehlern.
Schwerwiegender sind Fehler, besonders wenn diese in bestimmten Bereich gehäuft
auftreten.
Bei DVB-Übertragungen kann es immer mal zu Empfangsstörungen kommen, die
sich aber kaum merkbar auf die Bild- und Ton-Qualität auswirken, solange sie nur
vereinzelt auftreten. Erst bei großen oder häufigen Fehlern sind sichtbare und hörbare Fehler festzustellen.
Die Fehlerverteilung zeigt die Häufung und die zeitliche Verteilung der Fehler und
Warnungen an. Dabei sind rote Linien Fehler und gelbe Linien Warnungen.
Sollten Aufnahmen häufiger mehr als 2 bis 3 Fehler enthalten, deutet dies auf permanente Empfangsprobleme hin und die Empfangsanlage sollte überprüft werden.
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3 Schneiden
3.3 Zeitraffer-Ansicht
Über die Taste Zeitraffer-Ansicht
im Schnittfenster unten links, kann das Fenster
mit der Zeitraffer-Übersicht aktiviert werden. Diese gibt einen groben Überblick über
den Inhalt des Films und besonders Werbeblöcke lassen sich leicht ausmachen. Ein
Klicken mit der linken Maustaste auf eines der kleinen Fenster, erzeugt im Schnittfenster einen Sprung an die entsprechende Stelle. Dadurch ist ein schnelles Navigieren im Film möglich.
Abbildung 3.8: Zeitraffer-Ansicht
Das zeitliche Abstand zwischen den Screenshots kann in den Einstellungen verändert werden. Voreingestellt ist ein Abstand von 2 Minuten zwischen zwei Screenshots.
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3 Schneiden
3.4 Einzelbild-Ansicht
Über die Taste Einzelbild-Ansicht
im Schnittfenster unten links, kann das
Schnittfenster auf Einzelbild-Ansicht umgeschaltet werden. Ein erneutes Drücken der
Taste lässt die normale Video-Ansicht wieder erscheinen.
Mit den Pfeilen rechts und links oder den Cursor-Tasten kann man nun einzelne Bil der vor und zurück springen. Die Auflösung ist dabei aus Geschwindigkeitsgründen
reduziert.
Abbildung 3.9: Einzelbild-Ansicht
Diese Ansicht arbeitet mit einigen Video-Filtern nicht zuverlässig und auch Fehler in
der Aufnahme können zu Fehlern bei der Nummerierung führen.
3.5 Filter/Codecs
Zu beachten ist bei Videovorschau, dass der TS-Doctor in der Voreinstellung die Fil ter (auch Codecs oder Decoder genannt) automatisch auswählt, abhängig vom
jeweiligen Audio- und Video-Typ und den vorhandenen Filtern. Das bedeutet, dass
bei einem AVC/H264-Videostream mit AC3-Ton andere Filter verwendet werden wie
bei einem Mpeg2-Videostream mit MPEG1-Ton.
Falls Probleme bestehen bei der automatischen Auswahl der Filter und die Videovorschau nicht erscheint, können Sie über Einstellungen/Optionen/Vorschau die Filter
auch manuell auswählen, die der TS-Doctor für die Wiedergabe nutzen soll.
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3 Schneiden
Abbildung 3.10: Manuelle Auswahl der Filter für die Videovorschau
Der neue Modus „AUTOMATIC“ lässt den TS-Doctor selbstständig den besten
Decoder-Filter auswählen. Hiebei berücksichtig der TS-Doctor anhand einer Kompatibilitätsliste die Filter, die am besten und zuverlässigsten mit dem TS-Doctor zusammenarbeiten.
Die Option „Keine Schnittpunktbilder“ schaltet die Erstellung der kleinen Screenshots
in der Schnittliste ab.
Die Option „Benutze schnelles Sample-Grabbing“ ermöglicht die Nutzung der neuen
Features Einzelbild-Ansicht und Zeitraffer-Ansicht im Schnittfenster.
Die Option „Workaround für genauere Sprünge beim ffdshow-Filter“ verbessert das
Verhalten der Schnittvorschau wenn ffdshow für die Wiedergabe eingesetzt wird, da
ffdshow bei Sprüngen nicht immer exakt das richtige Bild anzeigt.
Die Option „I-Frame-Erkennung“ aktiviert die Anzeige von I-Frame im Schnittfenster.
Dadurch kann besonders bei HDTV-Aufnahmen der Schnittpunkt genau festgelegt
werden, denn nur an den I-Frames kann geschnitten werden ohne, dass es Bildstörungen an den Schnittstellen gibt.
Falls es Probleme mit bestimmten Filtern gibt, kann man sich über den Button „Zeige
DirectX Log“ Informationen anzeigen lassen über die Erstellung des WiedergabeGraphen für die Videovorschau.
Zu beachten ist, dass die notwendigen Filter natürlich installiert sein müssen um sie
nutzten zu können. Aus lizenzrechtlichen Gründen liefert der TS-Doctor keine dieser
Filter mit, auch wenn sie zum Teil kostenlos zu erhalten sind und einfach aus dem
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3 Schneiden
Internet heruntergeladen werden können. Doch auf den meisten Rechnern sind
bereits verwendbare Filter von anderen Videotools oder vom Betriebssystem selbst
vorhanden.
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4 Streams löschen
4
Streams löschen
Der TS-Doctor löscht alle Streams, die kein Audio- oder Videoformat haben oder
nicht in der PMT-Systemtabelle auftauchen. Aber einige Streams haben auch meh rere Audiostreams. Zum Teil und unterschiedlichen Sprachen, zum Teil in unterschiedlichen Formaten AC3 2.0/ AC3 5.1/ MPEG1, etc.
Diese verschiedenen Audiostreams sind auf der rechten Seite des Hauptfensters zu
sehen und durch einfaches Klicken auf das Lautsprechersymbol kann der Audiostream zum Löschen markiert werden.
Abbildung 4.1: Audiostream löschen
Zu beachten ist, dass nur Audiostreams und Textstreams zum Löschen markiert werden können und dass mindestens ein Audiostream übrig bleiben muss!
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4 Streams löschen
4.1 Ändern der Datenstrom-Eigenschaften
Über das Werkzeugsymbol des jeweiligen Datenstroms, können Sie die Eigenschaf ten wie Sprach-Kennzeichnung und Reihenfolge in der PMT verändern.
Abbildung 4.2: Datenstrom-Eigenschaften,Sprache
Über die Reihenfolge der Audiospuren innerhalb der PMT kann bestimmt werden,
welche Spur zuerst in der PMT gelistet ist, was bei vielen Mediaplayern die Spur ist,
die automatisch für die Wiedergabe ausgewählt wird. Allerdings verhalten sich nicht
alle Mediaplayer in dieser Hinsicht gleich.
Wenn in den Einstellungen für das Korrekturverhalten die Option „Audiospuren neu
anordnen in PMT“ aktiviert ist, hat die Änderung der Reihenfolge keine Wirkung, da
die Reihenfolge dann vom TS-Doctor automatisch festgelegt wird.
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5 Erhalten
5
Erhalten
Mit der Funktion erhalten, kann man verhindern, dass bestimmte Streams wie Teletext zum Beispiel gelöscht werden. Normalerweise löscht der TS-Doctor alle Streams, die nicht im Audio- oder Videoformat vorliegen. Wenn man nun aber den entsprechenden Stream im „Stream nicht löschen“-Fenster an hakt, dann wird dieser
Stream nicht gelöscht.
Abbildung 5.1: Stream erhalten Funktion
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6 Patchen
6
Patchen
Speziell für Dreambox-User hat der TS-Doctor die Möglichkeit die SID(Programmnummer) und die PIDs zu patchen um die Zuordnung zur EIT- und Meta-Datei zu
korrigieren, da die Dateien sonst nicht korrekt auf der Dreambox wiedergegeben
werden können wenn sie mit einem Tool wie TSMuxer oder H264-Cutter bearbeitet
wurden. Mit dieser Funktion kann die ursprüngliche SID und PID-Zuordnung wieder hergestellt werden.
Abbildung 6.1: PID und SID-Zuordnung patchen
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7 Tools
7
Tools
7.1 Raw Cutter
Der Raw Cutter ermöglicht das Schneiden eines Transportstreams auf Paketebene
ohne den Stream zu verändern. Dies ist besonders wichtig bei der Fehleranalyse
eines Streams.
Abbildung 7.1: Raw Cutter Tool
Der Raw Cutter bietet aber auch die Möglichkeit eine Aufnahme zu teilen in 1,2 oder
4 Gbyte große Dateien.
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7 Tools
7.2 File Merger
Der File Merger dient dazu Dateien zusammenzufügen. Viele Receiver mit Recorderfunktion zeichnen die Daten auf und splitten sie in in mehrere Dateien. Der File Merger hilft dabei die Dateien fehlerfrei zusammenzufügen.
Abbildung 7.2: File Merger Tool
7.3 TS Paket Filter
Dieses Tool dient dazu bestimmte Streamteile anhand der PID herauszufiltern wie
zum Beispiel Bildschirmtext oder bestimmte Audiostreams. Hauptsächlich für Experten gedacht zum Experimentieren.
Abbildung 7.3: TS-Packet-Filter
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7 Tools
7.4 TS Paket Editor
Mit dem Paket Editor ist es möglich sich einzelne Pakete eines Transportstreams
anzusehen und sogar zu verändern. Dies ist nur für absolute Experten gedacht, die
die Daten auch interpretieren können.
Abbildung 7.4: TS-Packet-Editor
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7 Tools
7.5 Bandwidth-Meter
Dieses Fenster zeigt die verwendete Videobandbreite/Bitrate der Aufnahme. Diese
reduziert sich zum Beispiel bei HDTV-Aufnahmen durch das Entfernen der Fülldaten
obwohl sich die Bildqualität dadurch nicht verändert.
Abbildung 7.5: Bandwidth-Meter
Dies ist eine typische Aufnahme in normaler Auflösung und in MPEG2 komprimiert.
Bei HDTV-Aufnahmen liegt die Bitrate in der Regel durchschnittlich über 10
Mbit/Sek.
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7 Tools
7.6 TS Remuxer
Der Remuxer funktioniert ähnlich wie der TS Format Converter und kann eine vom
TS-Doctor bearbeitete TS-Datei in ein anderes Kontainerformat wandeln, ohne Bild
oder Ton-Qualität zu verändern. Allerdings wird hierbei die Aufnahme zuerst komplett
in seine Elementarströme zerlegt und dann anschließend wieder neu zusammengefügt. Eine „Lip-Sync“ - Funktion sorgt dabei dafür, dass der Ton dabei so an das Bild
angepaßt wird, dass Bild und Ton synchron bleiben auch wenn die Aufnahme Fehler
enthält, die bei der Konvertierung in andere Kontainerformate, wie zum Beispiel mit
dem TS Format Converter Ton und Bild normalerweise auseinander laufen lassen.
Diese Funktion wird aber zur Zeit nur für AC3-Tonspuren unterstützt.
Abbildung 7.6: Transport Stream Remuxer
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7 Tools
7.7 Kommandozeilen-Parameter
Der TS-Doctor kann in begrenztem Maße auch über Kommandozeilen-Parameter
gesteuert werden. Dadurch ist das Verarbeiten von Aufnahmen über Batch-Skripte
möglich.
TSDoctor.exe [Input Filename] [Command] [Option] [Output Filename]
•
•
•
•
•
•
Command: AUTOFIX (startet automatisch die Reparatur der Datei)
Command: AUTOCHECK (startet automatisch die Überprüfung der Datei)
Command: AUTOBATCH (startet automatisch die Batchverarbeitung der internen Batchliste)
Command: AUTODEMUX (startet automatisch das Demuxen der Datei)
Option: CROP=X (Beschneidet den Anfang der Datei um X MBytes beim Öffnen)
Option: LOG (Schreibt ein Log)
Beispiel:
"TSDoctor.exe" "D:\Aufnahme\*.ts" Autofix "D:\Archiv\"
Für [Input Filename] sind auch Wildcards möglich wie zum Beispiel *.ts oder
REC000.*
Wenn Wildcards für [Input Filename] benutzt werden, wird [Output Filename] als
Verzeichnis interpretiert.
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8 Einstellungen
8
Einstellungen
8.1 Allgemein
Hier können Sie allgemeine Einstellungen vornehmen, wie die Anpassung der verwendeten Sprache oder die Anzeige bzw. Erstellung von Log-Dateien.
Additional Data Stream Support (NTFS)
Diese Einstellung ist speziell für Aufnahmen des DVB-Viewers, der Sendungsdetails per ADS in den Dateien einbetten kann. Dieses Feature wird nur von NTFSLaufwerken unterstützt
4GB Dateisystem-Warnung(FAT/FAT32)
FAT- und FAT32-formatierte Laufwerke unterstützen nur Dateigrößen bis 4 GByte.Der TS-Doctor gibt eine Warnungmeldung aus, wenn versucht wird ein Aufnahme
auf solch einem Datenträger zu speichern, die vermutlich größer als 4GByte sein
wird.
Sound abspielen
Ist diese Option aktiviert, dann erklingt ein Signalton am Ende des Verarbeitungs prozesses.
Überprüfen auf Updates
Es wird regelmäßig auf Updates geprüft (Internetverbindung notwendig).
Überprüfen auf Beta-Updates
Es wird regelmäßig auch auf neue Betaversionen geprüft (Internetverbindung notwendig).
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8 Einstellungen
Erweiterte Optionen beim Öffnen von Dateien
Hierdurch werden im Dialog zum Öffnen einer Aufnahme zusätzlich Optionen
angezeigt, die es ermöglichen zum Beispiel die PAT- und PMT-, sowie die EITDatenströme zu ignorieren. Dies ist aber eine Experteneinstellung, deren Anwendung nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist.
Anzeige Log-Fenster
Ein Log-Fenster wird unterhalb des Hauptfensters angezeigt, das die verschiedenen Schritte der Analyse und Verarbeitung protokolliert.
Anhängen von „_fixed“ an den Dateinamen beim Speichern
Der TS-Doctor hängt beim Erzeugen einer neuen Datei automatisch „_fixed“ an
das Ende des Dateinamens, damit sich reparierte Dateien einfacher von den originalen Aufnahmedateien unterscheiden lassen.
Zuletzt benutztes Verzeichnis merken
Der TS-Doctor merkt sich die zuletzt benutzten Verzeichnisse für das Öffnen und
Speichern von Dateien. Wenn Sie dann erneut eine Datei öffnen oder speichern,
startet der Datei-Dialog automatisch im zuletzt verwendeten Verzeichnis.
Benutze Skin-Oberfläche
Der TS-Doctor verwendet zur Verschönerung der Benutzeroberfläche eine sogenannte Skin-Engine.
Bei der Verwendung des TS-Doctors unter Linux oder MacOS mit Hilfe von Wine
oder Crossover sollte die Skin-Oberfläche abgeschaltet werden, da es dort zu Kom patibilitätsproblemen bei der Darstellung kommen kann. Diese Einstellung nimmt der
TS-Doctor normalerweise automatisch vor, wenn eines der entsprechenden Betriebssysteme erkannt wird.
Deaktiviere Fensteranimation
Falls das Ein- und Ausblenden der Fenster nicht gewünscht wird, kann dies hiermit unterbunden werden.
Deaktiviere spezielle Fensterumrandung
Der TS-Doctor verwendet spezielle Funktionen um die Fenster schöner zu zeichnen. Dies kann aber auf einigen Systemen mit besonderen „Windows Themes“ zu
Anzeigenfehlern führen. Hiermit kann die spezielle Zeichenfunktion des TS-Doctors
deaktiviert werden und die Fenster werden dann normal gezeichnet.
Erstelle Reparatur-Log
Hierdurch wird ein detailliertes Log zu jeder verarbeiteten Aufnahme erzeugt.
Erstelle Aufnahme-Infodatei
Der TS-Doctor kann zu jeder erzeugten Datei auch die gefundenen Sendungsinformationen (Sender, Aufnahmedauer, Aufnahmedatum und Sendungsbeschreibung)
in eine separate Datei speichern. Dies kann besonders für die Archivierung von Aufnahmen hilfreich sein.
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8 Einstellungen
Benutze Senderlogos wenn vorhanden
Der TS-Doctor kann Senderlogos anzeigen, wenn er die Aufnahme einem Sender
zuordnen kann. Unter Einstellungen/Optionen/Unterstütze Tools/Senderlogos kann
man eine Sammlung der gängigsten Logos herunterladen. Die Dateien werden unter
„C:\ProgramData\Cypheros\TsDoctor\Logos“ als PNG-Dateien gespeichert.
8.2 Sprache
Sprache
Hier können Sie die Sprache einstellen, die im Benutzerinterface benutzt wird.
Spracheditor
Der Spracheditor ermöglicht das Anlegen neuer oder die Korrektur bestehender
Sprachdateien.
8.3 Auto-Schnitt
Der TS-Doctor kann anhand verschiedener Metadaten, die häufig im Datenstrom
enthalten sind, Sendungsdaten (Anfang, Ende, Titel, Beschreibung) und möglicherweise auch Werbeunterbrechungen erkennen. Nach dem Öffnen und während der
Analyse einer Aufnahme, versucht der TS-Doctor brauchbare Metadaten für den
Auto-Schnitt zu finden. Hier können Sie Einstellungen vornehmen um den AutoSchnitt zu konfigurieren.
Es lassen sich hier die verschiedenen Verfahren für den automatischen Schnitt aktivieren oder deaktivieren. Der Quick-Scan beschleunigt die Suche erheblich, kann
aber möglicherweise kürzere Werbeunterbrechungen (kürzer als 5 Minuten) übersehen.
Allgemein
Automatischer Schnitt
Soll der TS-Doctor automatisch während der Analyse der Aufnahme versuchen, zu
erkennen, ob entsprechende Hinweise auf Sendungsanfang und Endungsende,
sowie Werbung vorhanden sind, dann sollte diese Option aktiviert sein. Eine manu elle Suche mit verschiedenen Methoden ist aber auch über das Menü möglich.
Entferne unvollständige Sendungen am Anfang und Ende
Da Aufnahmen häufig mit einigen Minuten Vorlauf und Nachlauf erfolgen, enthält
die Datei auch noch Teile der Sendungen, die vor und hinter der gewünschten Sendung liegen. Der TS-Doctor entfernt mit dieser Funktion die Sendungen am Anfang
und am Ende einer Aufnahme, wenn diese Sendungen unvollständig sind.
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8 Einstellungen
Aufnahme aufteilen auf mehrere Dateien
Falls mehrere Sendungen hintereinander aufgenommen wurden, kann der TSDoctor versuchen die einzelnen Sendungen zu trennen und einer eigenen Datei
zuzuordnen. Als Dateiname wird dann automatisch der Sendungstitel verwendet.
AC3-Modus
AC3-Scans
Gibt die Anzahl der Bereiche an, die während der Analyse auf ihr Tonformat unter sucht werden. Werden Änderungen des Tonformats erkannt, ist ein automatischer
Schnitt im AC3-Modus möglich.Voreingestellt ist ein Wert von 18 Scans.
AC3-Modus Werbungs-Erkennung
Durch die Einstellung „Bevorzuge 5.1, lösche 2.0“ wird der Bereich mit AC3 5.1
Ton als Film gewertet und der AC3 2.0-Bereich als Werbung.
Durch die Einstellung „Bevorzuge häufigeren Modus“ wird der Bereich als Film
gewertet, der den größten Anteil an der Aufnahme hat. Also wenn der AC 5.1 Ton im
Stream überwiegt, dann wird der Bereich mit AC3 5.1 als Film gewertet und der Rest
als Werbung, die gelöscht werden soll.
Aspect/Ratio-Modus
Erkennung von Sendungen über die Änderung des Seitenverhältnisses.
VPS-Modus
Einige Sender wie Das Erste, ZDF, WDR, 3Sat, KiKa, SRF 1, SRF 2 und RSI LA 1
übertragen eine VPS-Kennung innerhalb des Teletext-Datenstroms, die der TSDoctor für den Schnitt auswerten kann.
EPG-Modus
Einige Receiver speichern zusätzlich zu den Video-, Audio- und Text-Datenströmen
auch das EPG (EIT) ab. Die darin enthaltenen Sendungsinformationen kann der TSDoctor auswerten und damit einen automatischen Schnitt durchführen.
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8 Einstellungen
8.4 Korrekturverhalten
Hier können Sie einstellen welche besonderen Korrekturen der TS-Doctor am Daten strom vornehmen soll.
Bevorzuge Schnitte vor dem Cut-Out-Schnittpunkt
Dem Cut-Out-Schnittpunkt folgt in der Regel ein Werbeblock. Da der TS-Doctor
aber leider nicht framegenau schneiden kann, würden noch alle Frames zu sehen
sein bis zum nächsten P/I-Frame. Durch Aktivierung dieser Option wird der P/IFrame vor dem Schnittpunkt ausgewählt und es wird sichergestellt, dass kein Frame
der Werbung zu sehen ist.
Füge AC3 5.1-Frames, wenn nötig
Bei Aufnahmen, die Formatwechsel aufweisen, kann es zu fehlerhafter Erkennung
des korrekten AC3-Modus kommen, wenn bei einer 5.1-Aufnahme an Anfang noch
einige AC3 2.0-Pakete vorhanden sind. Einige Mediaplayer überprüfen nur die ersten
Audioframes und legen dementsprechend das Audioformat für die gesamte Aufnahme fest. Der TS-Doctor kann zusätzliche AC3 5.1-Frames am Anfang einfügen
um diesen Playern auf die Sprünge zu helfen. Trotzdem wird der Einsatz diese Funk tion nicht empfohlen, da es auch zu Kompatibilitätsproblemen kommen kann. Der
TSMuxer zum Beispiel kommt mit solchen Dateien nicht klar.
Ignoriere TS „scrambled“ Flag
Das Scrambled-Flag gibt an ob eine Aufnahme verschlüsselt ist oder nicht. Der
TS-Doctor erkennt normalerweise automatisch, wenn diese Flag falsch gesetzt ist
und korrigiert dies. In Ausnahmefällen kann diese automatische Korrektur versagen
und man kann mit dieser Einstellung den TS-Doctor zwingen dieses Flag zu ignorieren. Ist das Flag aber korrekt gesetzt und eine Aufnahme tatsächlich verschlüsselt,
kann der Versuch die Aufnahme zu verarbeiten im Extremfall zum Programmabsturz
führen.
Beheben von fehlerhaften TechniSat-Schnitten
Viele TechniSat-Receiver enthalten eine interne Schnittfunktion um Aufnahmen zu
schneiden. Leider funktionieren solche geschnittenen Aufnahmen nur auf dem
Receiver selbst. Will man die Aufnahme weiterverarbeiten, konvertieren oder auf
einem anderen Gerät wiedergeben, gibt es Probleme, da der Schnitt dieser Receiver
die Timer innerhalb des Datenstroms nicht richtig korrigiert, wie es für einen korrekten Schnitt nötig wäre. Der TS-Doctor kann diese Fehler bei Aufnahmen von Tech niSat-Receivern erkennen und korrigieren. Dies erfordert aber einen zusätzlichen
Durchlauf und kostet etwas Zeit. Besser ist es bei Aufnahmen, die man weiterverarbeiten möchte, auf den Einsatz des internen TechniSat-Schnitts zu verzichten und
gleich den TS-Doctor dazu zu benutzten.
Behandle keine PIDs als Reserviert
Normalerweise sind gemäß DVB/ATSC-Standard die PIDs 0 bis 31 für besondere
Aufgaben reserviert. Es scheint aber einige IPTV-Sender in einigen Ländern zu
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8 Einstellungen
geben, die sich nicht an den Standard halten und auch Audio- und Video-Streams in
diesen Bereich legen. Damit diese vom TS-Doctor trotzdem bearbeitet werden können, kann diese Option aktiviert werden. Für DVB/ATSC-konforme Aufnahmen muss
diese Option aber deaktiviert sein, da es sonst bei der Verarbeitung zu Fehlern kommen kann.
Suche nach verschlüsselten Bereichen (Descrambler-Fehler)
Durch diese Option wird eine zusätzliche Suche nach verschlüsselten Bereichen
in der Aufnahme durchgeführt. Bei manchen Receivern oder deren Entschlüsseltungs-Modulen kann es zu Fehlfunktionen kommen, die dazu führen, das die Aufnahme nicht vollständig entschlüsselt wurde und Bereiche der Aufnahme unbrauchbar werden. Dies kann automatisch erkannt und die entsprechenden Bereich zum
Schnitt markiert werden. Ohne diese Fehlerbehandlung ist der Schnitt und die Verarbeitung einer solchen Aufnahme sehr problematisch.
Audiospuren neu ordnen in PMT (WMP12 Fix)
Der Windows-Mediaplayer 12 hat zum Teil Schwierigkeiten den Ton von DVBAufnahmen richtig wiederzugeben. In solchen Fällen ist bei der Wiedergabe kein Ton
zu hören. Der TS-Doctor kann dieses Problem durch Änderungen an der PMT (Pro gram Map Table, eine Art Inhaltsverzeichnis) umgehen und die entsprechend präparierte Datei sollte sich dann auch mit dem Windows-Mediaplayer korrekt wiedergeben lassen. Dies betrifft nur den Windows-Mediaplayer 12. Andere Mediaplayer wei sen dieses Problem nicht auf.
Entferne Start-Pakete ohne Payload
Bei einigen Sendern kann es vorkommen, das Start-Pakete ohne Payload (Daten)
im Datenstrom auftauchen. Diese können bei der Weiterverarbeitung zu Problemen
führen und sollten deshalb entfernt werden.
Stream-Standard
Hier können Sie den Standard festlegen, den TS-Doctor bei Ihren Aufnahmen
erwarten sollte. Weltweit gibt es unterschiedliche Standards für die Übertragung von
TV-Programmen. Die gebräuchlichsten TV-Standards sind DVB und ATSC.
Für Europa ist hier DVB die richtige Wahl. In den USA und Canada sollte ATSC
gewählt werden.
Voreingestellte Sprache
Sollte der TS-Doctor Probleme haben die Sprache einer bestimmten Audio- oder
Untertitel-Spur zu erkennen, wird die hier eingestellte Sprache eingesetzt. Die Sprachinformation wird normalerweise in der PMT angegeben. Manche Receiver, wie
zum Beispiel einige TechniSat-Modelle, speichern diese PMT-Daten nicht mit in die
Aufnahmedatei.
Erweiterte PCR-Check
Der TS-Doctor benötigt zur korrekten Feststellung der Laufzeit einer Aufnahme
PCR-Daten vom Anfang und vom Ende der Aufnahme. Diese sind normalerweise
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8 Einstellungen
innerhalb schnell zu finden. Einige Receiver produzieren aber am Anfang und am
Ende der Aufnahme größere Bereiche mit Datenmüll und benötigen eine weiterreichende Überprüfung. Normalerweise sucht der TS-Doctor etwa 50MByte am Anfang
und am Ende ab um die notwendigen Daten zu finden. Den Wert können Sie aber
mit dieser Einstellung erhöhen.
Timer Korrektur
Der TS-Doctor verändert die internen Timer nur, wenn erforderlich, da jede Veränderung zum Verlust der Synchronizität zwischen Bild und Ton führen kann. Allerdings
sollten die Timer unbedingt korrigiert werden, wenn ein PCR-Wrap vorliegt, da die
meisten Mediaplayer Aufnahmen mit PCR-Wrap nicht abspielen können.
Einige wenige Mediaplayer mögen aber auch grundsätzlich nur Aufnahmen, bei den
die Timer bei Null starten. Dies kann über die Einstellung „Immer patchen“ erzwungen werden.
H264-Spezial-Einstellungen
Hier können Einstellungen speziell für die Verarbeitung von H264 (AVC) HDTVAufnahmen vorgenommen werden.
Berücksichtige I/P-Frames für den Schnittfenster
Diese Einstellung wird empfohlen um an den Schnittstellen Bildfehler (Artefakte) zu
vermeiden.
Nur I-Frames berücksichtigen für den Schnitt
Einige Mediaplayer produzieren trotz I/P-Frame-Schnitt Artefakte bei der Wiedergabe. Um auch bei diesen Geräten an den Schnittstellen Bildfehler (Artefakte) zu
vermeiden, kann die ausschließliche Verwendung von I-Frames für den Schnitt
erzwungen werden.
Entferne störende B-Frames
Diese Einstellung wird empfohlen um an den Schnittstellen Bildfehler (Artefakte) zu
vermeiden.
P-Frames am Dateianfang überspringen bei 720/50p
Bei älteren Aufnahmen von öffentlich-rechtlichen Senden in 720p konnte es am
Anfang zu Bildstörungen kommen. Um diese Störungen bei derartigen Aufnahmen
zu vermeiden kann diese Option aktiviert werden.
Entferne Filler Data (NALU12)
Viele Sender verwenden Fülldaten um eine Mindestdatenrate einzuhalten. Diese
Daten sind aber nur für die Übertragung notwendig. Zur Wiedergabe sind sie nicht
erforderlich. Durch das Entfernen dieses Datenballast kann die Aufnahmedatei in
Extremfällen um 50 bis 70% verkleinert werden, ohne die Bild- und Ton-Qualität
negativ zu beeinflussen.
Ausgangs-Nachbearbeitung
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8 Einstellungen
Hier können sie den TS-Doctor anweisen nach der Fertigstellung der geschnittenen
Aufnahme zusätzliche Index-Dateien zu erstellen, die notwendig sind um die Aufnahme auf Enigma2-Receivern wiedergeben zu können.
8.5 Dialog Einstellungen
Hier können Sie festlegen ob bei Fehlern über einen Dialog nach dem weiteren Vorgehen gefragt wird oder ob diese Art von Fehlern ohne weitere Nachfrage immer auf
die gleiche Art behandelt werden soll.
Verschlüsselte Pakete überspringen
Bei einigen Receiver/CAM-Modul Kombinationen kommt es vor, dass die Entschlüsselung von Pay-TV-Programmen nicht sofort funktioniert oder manchmal sogar
zwischendurch mal aussetzt. Solche Pakete sind als verschlüsselt markiert und sollten übersprungen werden, da sie nur unbrauchbare Daten enthalten und bei der späteren Wiedergabe Probleme bereiten könnten. In ganz seltenen Fällen kann es aber
auch vorkommen, dass bei einem speziellen Receivertyp durch einen Bug in der
Firmware dieser „vergisst“ das Flag für die Verschlüsselung zurück zu setzen obwohl
die Pakte ordnungsgemäß entschlüsselt wurden. In diesen Ausnahmefällen kann
man versuchen trotz der falschen Kennzeichnung den Stream weiter zu verarbeiten
und zu reparieren.
Korrigiere PTS Zeitbasis
Einige Sender übertragen die Timer nicht korrekt für alle Streams. Besonders die
Teletext-Streams sind von drastischen Timerabweichungen beim PTS betroffen, die
sich negativ auf die Schnittgenauigkeit und die Kompatibilität zu bestimmten Wiedergabegeräten auswirken. Deshalb sollte der Timer passend zum PCR-Timer korrigiert
werden.
Falscher Start-PCR-Wert erkannt
Es ist wichtig für die Berechnung der Laufzeit und für einen genauen Schnitt, dass
der PCR-Timer mit einem korrekten Wert beginnt. Wenn solch ein Fehler erkannt
wird, sollte der Stream erst einmal repariert werden, bevor mit dem Schnitt begonnen
wird.
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8 Einstellungen
8.6 Vorschau
Hier können Sie Einstellungen zur Schnittvorschau vornehmen, wie zum Beispiel die
Wiedergabe-Filter, die der TS-Doctor für die Vorschau verwenden soll.
Falls es bei der Wiedergabe mit der Automatik-Einstellung im Schnittfenster zu Problemen kommt, können Sie hier die Wiedergabefilter aus der Liste manuell auswählen.
Keine Vorschau
Die Wiedergabe im Vorschaufenster kann hiermit deaktiviert werden. Diese Einstellung ist für experimentelle Zwecke.
Keine Schnittpunktbilder
Der TS-Doctor erstellt normalerweise für jeden Schnittpunkte ein Vorschaubild, so
dass man genau das erste und letzte Bild eines Schnittbereichs erkennen kann. Die
Erstellung dieser Schnittpunktbilder kann hiermit deaktiviert werden. Diese Einstellung ist für experimentelle Zwecke.
Benutze schnelles Sample-Grabbing
Zur schnellen Erstellung der Schnittpunktbilder verwendet der TS-Doctor einen
schnellen Sample-Grabber. Dies kann in seltenen Fällen zu Wiedergabeproblemen
führen, die durch Deaktivierung des Sample-Grabbers umgangen werden können.
Workaround für genauere Sprünge beim ffdshow-Filter
Wird für die Wiedergabe das ffdshow-Filterpaket verwendet, kann mit dieser Einstellung das Verhalten des ffdshow-Filters verbessert werden, wenn es um Sprünge
(+/-F, +/-IF, +/-1S) geht.
I-Frame-Erkennung
Die Verwendung der I-Frameerkennung ermöglicht es im Schnittfenster die IFrames zu erkennen. Da der TS-Doctor am Besten an den I-Frames schneidet, lässt
sich damit der genaue Schnittpunkt festlegen.
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8 Einstellungen
8.7 Teletext
Hier können Sie Einstellungen zur Teletext-Verarbeitung vornehmen. Der Teletext
kann neben VPS-Schnitt-Informationen auch Untertitel und Informationen über die
aktuelle Sendung oder eine Liste der Sendungen des Tages enthalten.
Teletext-Verarbeitung
Hiermit wird die grundsätzliche Verarbeitung von Teletext-Daten zum Beispiel für das
Extrahieren von Untertiteln aktiviert.
Teletext-Analyse
Hiermit wird Analyse des Teletextes für den Schnitt und die Sendungsinformationen
aktiviert.
Ignoriere Paritätsfehler
Der TS-Doctor ignoriert normalerweise Teletextdaten, die Paritätsfehler aufweisen,
damit die gewonnen Daten auch korrekt sind. Offenbar gibt es einige Sender im
Bereich Großbritanniens, die die Paritätsbits nicht nach DVB-Norm setzen und
dadurch keine Untertitel extrahiert werden können. Durch ignorieren der Paritätsfehler können auch diese speziellen Aufnahmen verarbeitet werden. Grundsätzlich
sollte diese Einstellung aber nicht aktiv sein.
Extrahiere Teletext-Untertitel (srt-Format)
Der TS-Doctor kann auf Wunsch die gefundenen Teletext-Untertitel in das verbreitete
SRT-Format umwandeln. Pro Teletext-Untertitel wird eine zusätzliche Datei mit der
Endung .srt erstellt.
Extrahiere Untertitel nur von diesen Seiten
Der TS-Doctor kann auf Wunsch auch nur Untertitel von bestimmten TeletextSeiten extrahieren. Dadurch lassen sich unerwünschte Untertiteldateien vermeinden.
Farb-Attribute verwenden
Der TS-Doctor kann auf Wunsch auch die Farbinformationen der Untertitel-Texte
extrahieren. Ohne diese Einstellung sind die Untertitel nur monochrom.
Zeit-Offset
Wenn Ihnen die Teletext-Untertitel zu früh oder zu spät erscheinen, kann über
diese Einstellung ein zeitlicher Offset bei den Zeitangaben verwendet werden. Sie
können damit die Texte eine bestimmte Anzahl von Millisekunden früher oder später
anzeigen lassen.
Datei-Endung
Hier können Sie wählen wie die unterschiedlichen Teletext-Untertiteldateien
benannt werden. Entweder über die Teletext-Seitennummer, oder über die UntertitelSprache.
Text-Encodierung
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8 Einstellungen
Hier wählen Sie die Text-Encodierung aus. Ziehen Sie das Handbuch Ihres Mediaplayers zu Rate um festzustellen, welches Format Ihr Player akzeptiert. Ansi-Codierung ist am gebräuchlichsten, kann aber zu Problem mit ausländischen Sonderzeichen führen. Der TS-Doctor verwendet bei der Ansi-Codierung die aktuelle Codepage von dem Windows, unter dem er gerade läuft.
8.8 TS-Format-Converter
Hier können Sie Einstellungen für den integrierten TS-Format-Converter vornehmen.
8.9 Unterstützte Tools
Hier können Sie Einstellungen zu Tools vornehmen, die der TS-Doctor unterstützt
oder entsprechende Tools herunterladen.
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9 Verschiedenes
9
Verschiedenes
9.1 Auswirkungen bei Auswahl eines falschen Farbraums
Bei vielen aktuellen Geräten findet sich unter den HDMI-Einstellungen die Einstel lung für den Farbraum. Dies wird aber leider von Hersteller zu Hersteller unterschied lich benannt. Man bezeichnet den Parameter dort teilweise auch Colorspace, RGBLevel, RGB-Range, Color-Range oder RGB-Ausgabebereich.
Es gibt dabei die Einstellbarkeit für den PC-Farbraum (Helligkeitswerte von 0 - 255)
und den DVD/DVB-Farbraum (Helligkeitswerte von 16 – 235). Für PC-Farbraum findet man auch die Bezeichnung Erweitert, Enhanced, Full oder L2. Für den
DVD/DVB-Farbraum Standard, Limited oder L1.
Da ja über die HDMI-Schnittstelle die Bilddaten vom Wiedergabegerät (DVD-,DVB-,
Bluray- oder Multimediaplayer) Bildpunkt für Bildpunkt an das Ausgabegerät (Fernseher oder Projektor) übertragen werden, muss das Ausgabegerät genau wissen wie
die Helligkeitswerte der einzelnen Bildpunkte dargestellt werden sollen.
Liefert ein DVD-Player zum Beispiel für einen Bildpunkt den Helligkeitswert 16 an
einen LCD-Fernseher der auf DVD/DVB-Farbraum eingestellt ist, so würde er den
Bildpunkt im tiefsten Schwarz darstellen, das das Gerät beherrscht. Wenn der Fernseher aber auf PC- Farbraum eingestellt ist, wird der Bildpunkt aber in einem dunklen Grau dargestellt, da es
ja noch 16 weitere Abstufungen (15 - 0 ) bis zum tiefsten Schwarz gibt.
Bei Weiß kommt es zu den gleichen Schwierigkeiten bei der Darstellung denn der
Wert 235 kann entweder das hellste Weiß sein oder aber nur ein helles Grau.
Es ist also wichtig, dass beide Geräte auf den gleichen Farbraum eingestellt werden
damit die Helligkeitswerte korrekt dargestellt werden!
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9 Verschiedenes
Diesen Effekt findet man bei falsch geflaggten HDTV-DVB-Streams wie sie zum Beispiel vom ehemaligen deutschen Premiere Sender HD-Discovery gesendet wurden.
Hier ist das Flag "video_full_range_flags" fälschlicherweise gesetzt, was PCFarbraum bedeutet. Der DVB-Stream wird aber mit DVD/DVB-Farbraum übertragen,
wie es der DVB-Standard vorschreibt. DVB-Receiver ignorieren das Flag und arbei ten grundsätzlich mit DVD/DVB-Farbraum. Gibt man einen solchen Stream aber auf
einem Multimediaplayer wie zum Beispiel die Popcornhour wieder kommt es bei die sen Streams zu den gleichen Problemen wie bei falscher HDMI-Farbraumeinstellung!
Abbildung 9.1: Auswirkungen eines falsch gesetzten "video_full_range_flag"
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9 Verschiedenes
9.2 Glossar
PID
PAT
PMT
EIT
PCR
PTS
PSI
TS
PES
ES
VPS
PDC
Dient zur Identifizierung der einzelnen Datenströme
Programm Association Table
Enthält die eine Liste von PMT-PIDs
Enthält Informationen über die zum Programm
Programm Map Table
gehörenden Audio-, Video- und Text-Datenströmen
Enthält das EPG und Informationen über laufende
Event Information Table
und bevorstehende Sendungen und Ereignisse
Program Clock Reference
An diesem Timer orientieren sich Bild und Ton um
(27MHz clock)
synchron zu bleiben
Dieser in jedem einzelnen Datenstrom enthaltene
Presentation Time Stamp
Timer dient dazu, die Datenströme mit dem PCR zu
(90KHz clock)
synchronisieren
Program Specific Informations PAT, PMT, EIT
Strom von gemultiplexten Datenpaketen mit einer
Paketgröße von 188 Bytes. Enthalten sind neben
Transport Stream
Video-, Ton- und Text-Datenströmen auch PSIDaten und Timer-Informationen (PCR)
Erste Stufe des Demuxens. Enthält Elementare
Packetized Elementary Stream
Datenströme in größeren Datenpaketen.
Zweite Stufe des Demuxens. Elementarer DatenElementary Stream
strom von Video-, Audio- oder Text-Daten
Ein Signal, das die Anfangszeit einer Sendung enthält und zur Aufnahmesteuerung von VideorecorVideo Programming System
dern verwendet wurde. Wird von den öffentlichrechtlichen Sendern immer noch übertragen
Programme Delivery Control Nachfolger von VPS
Packet Identifier
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10 Linksverzeichnis
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Linksverzeichnis
Cypheros Homepage
TS-Doctor Email-Support
CoreAVC von CORECODEC
Wikipedia: Transportstrom
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11 Filmausschnitte
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Filmausschnitte
Dieses Dokument enthält Bilder aus dem Film „Tears of Steel“ der Blender Founda tion.
(CC) Blender Foundation | mango.blender.org
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12 Warenzeichen
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Warenzeichen
Microsoft, Windows, Windows 2000, Windows 95, Windows 98, Windows ME, Windows NT,Windows XP und Windows Vista sind eingetragene Warenzeichen der
Microsoft Corporation. Andere Produktnamen, die in diesem Handbuch erwähnt werden, sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der entsprechenden
Unternehmen.
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