Mit Blick in die Zukunft

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Mit Blick in die Zukunft
22.
JAHRGANG
12
DEZEMBER
2013
Neuer Vorsitzender des
Karpatendeutschen
Vereins
in der Slowakei
Die außerordentliche Generalversammlung, die am
14. Dezember d.J. in Poprad/
Deutschendorf stattfand, hat
Dr. Ondrej Pöss, CSc. zum neuen Landesvorsitzenden des
KDV gewählt. Näheres in unserem Bericht in der Januarausgabe des Karpatenblattes.
I
n der letzten Novemberwoche besuchte der deutsche
Botschafter Michael Schmunk die
Ostslowakei. Am Montag, dem 25.
November, eröffnete er in Kaschau
die Ausstellung zum 20-jährigen Jubiläum der deutsch-slowakischen
Beziehungen. Bei der Eröffnung
sagte er:
„ Hier, liebe Bürger von Košice, liebe Ostslowaken, finden sich Spuren
deutschen und gemeinsamen Wirkens nahezu überall. Über Jahrhunderte haben Karpatendeutsche
Leid und Glück mit Ihnen geteilt,
haben mit Ihnen Kunstwerke
geschaffen, wunderbare Häuser und
Kirchen erbaut, ihr Brauchtum eingebracht und die Grundsteine von Manufakturen, Bergwerken, Land- und
Forstwirtschaft gelegt. Metzenseifen,
aus dem Präsident Schuster stammt,
steht symbolisch hierfür ... Lassen Sie
mich hier die Kultur- und Lebensleistung nur der Karpatendeutschen
herausgreifen, exemplarisch für das,
was sie beigetragen haben.“
In der Technischen Universität hat
er in der Aula Maxima eine offene
Diskussion zum Thema „Deutschland, Slowakei, Europa: Wie bauen
wir die Zukunft?“ geführt. Einen
großen Teil seiner OstslowakeiReise widmete er dort lebenden
Romas. In Hanušovce nad Topľou,
zum Gedenken and den Roma-Holocaust, legte er einen Kranz - am
Denkmal für die Opfer eines ehemaligen Arbeitslagers an diesem
Ort - nieder.
Botschafter Schmunk war, wie er
uns bei einem Gespräch schilderte,
tief beeindruckt von seinen Erlebnissen von den Gemeinden und
Siedlungen mit Roma-Bewohnern,
er besichtigte mehrere, oft auch
sehr gut laufende Projekte des Sozialwohnbaues, er führte mehrere
Gespräche mit den Vertretern des
staatlichen Sektors und NGO, mit
Organisationen und Institutionen,
die Karpatendeutsche Assoziation, und das Museum der Kultur
der Karpatendeutschen. Es wurde
diskutiert über die Festigung der
Identität der deutschen Minderheit in der Slowakei, die allseitige
Unterstützung und Förderung auf
kulturellem, gesellschaftlichem,
sozialem, bürgerlichem und wirtschaftlichem Gebiet, die Revitalisierung der deutschen Sprache als
Muttersprache und die Revitalisierung und den Schutz der
deutschen Kultur. Der Botschafter hat mehrere Ideen
auch zur Modernisierung unseres
Karpatenblattes ausgesprochen.
Schwerpunkt der Gespräche war
aber das Thema unserer Jugend: Alle
Teilnehmer waren einverstanden
damit, dass Jugendpolitik die Zukunftspolitik ist. Das Hauptziel muss
es sein, allen Jugendlichen gleich
gute Chancen für das Heranwachsen
in der neuen, modernen Gesellschaft
zu bieten und ihnen gleichzeitig verstärkt ihrer karpatendeutschen Identität bewusst zu machen. Wir müssen auch darauf achtgeben, dass die
Jugendarbeit auf die neue Situation
gut vorbereitet ist. In diesem Zusammenhang muss die Jugend Zugang
zu den Organisationsstrukturen in
ihrem Bereich haben, sie muss ermitteln, welche Veranstaltungen,
Seminare und Kongresse es aus dem
Kreis ihrer Interessen gibt, wie und
wo man Projekte bearbeiten und
einreichen kann, usw.
Das sind alles Aufgaben, welche
vor unserer Jugend stehen. Wie,
in welcher Organisationsstruktur,
sie diese Aufgaben bewältigt, entscheidet sie allein. In jedem Fall
können wir alle mit der Unterstützung und Zusammenarbeit der
deutschen Botschaft rechnen!
Ondrej PÖSS
Mit Blick in die Zukunft
dem Bürgermeister von Luník IX in
Kaschau. Bestehende Schwierigkeiten sind aber nicht nur Probleme
der Roma, es sind Probleme aller
slowakischen Bürger, und wie man
es auch jetzt schon sieht, auch ein
Thema für ganz Europa. Aus diesem
Blickpunkt hat uns das Engagement
des Botschafters für die Zukunft
und Lösungen stark beeindruckt.
Botschafter Schmunck hat in seinem Programm auch eine Begegnung mit der Leitung des Karpatendeutschen Vereins vorgesehen.
Wir haben uns mit ihm am 27. November nachmittags in unserem
Haus der Begegnung in Kaschau
getroffen. Er wurde ausführlich
über die Struktur und Tätigkeit des
Karpatendeutschen Vereins informiert und auch über die anderen
Wem viel gegeben ist,
von dem wird viel
verlangt.
Johann Gottfried HERDER
Die diesjährige Gedenkfeier zum
Volkstrauertag fand am 17. November auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Bratislava statt.
S. 2
Das Singwochenende, gemeinsames Singen mit den Kindern, wurde schon zur festen
Tradition der OG des KDV in
Bratislava/Pressburg.
S. 5
Die Stickereiwerkstatt im Haus der
Begegnung in Nitrianske Pravno/
Deutsch Proben erweckte wieder
ein großes Interesse.
S. 5
Die Mitglieder der KDJ in Medzev/
Metzenseifen entschlossen sich
wunderschöne duftende Gelkerzen zu basteln.
S. 6
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Volkstrauertag 2013
Antrittsbesuch bei
Verteidigungsminister Martin Glváč
Botschafter
Schmunk
hatte am 3. Dezember während seines Antrittsbesuches beim slowakischen
Ve r t e i d i g u n g s m i n i s t e r
Glváč Gelegenheit, aktuelle sicherheits- und verteidigungspolitische Fragestellungen zu erörtern.
Minister Glváč informierte über die Kooperation
im V4-Rahmen – also mit
Tschechien, Ungarn und
Polen – und über die finanziellen Herausforderungen
bei der Transformation der
slowakischen Streitkräfte.
Außerdem diskutierte er
mit dem deutschen Bot-
schafter über die Möglichkeiten der Intensivierung
der bilateralen Zusammenarbeit. Dabei unterstrich er
seinen Wunsch, in Zukunft
wieder slowakische Offiziere zur Teilnahme an der Generalstabsausbildung nach
Deutschland zu entsenden.
„Ich bin zuversichtlich,
dass die Zusammenarbeit
mit Deutschland, in erster
Linie bei der Ausbildung
unserer Offiziere, in Zukunft wieder enger wird“,
sagte der slowakische Verteidigungsminister
am
Ende des fast einstündigen
Gespräches.
dbp
Die diesjährige Gedenkfeier zum Volkstrauertag fand
am 17. November auf dem
Deutschen Soldatenfriedhof
in Bratislava statt. Auf dem
Friedhof, der am 17. Juni 2000
eingeweiht wurde, fanden
fast 1000 Soldaten ihre letzte
Ruhestätte. Die meisten von
ihnen fielen Anfang 1945 oder
verstarben nach Kriegsende
in Gefangenlagern oder Lazaretten. Über 100 Besucher
gedachten zusammen mit
dem Botschafter, dem Verteidigungsattaché und weiteren
Angehörigen der Botschaft
bei einer sehr würdigen Veranstaltung den Opfern von Kriegen und Gewaltherrschaft.
Von
slowakischer
Seite
nahmen Vertreter des Verteidigungsministeriums, des
Generalstabs der Streitkräfte
und des Innenministeriums,
sowie die Ortsbürgermeisterin der Gemeinde Vrakuna,
Ludmilla Lacková, teil. Der
Generalstab wurde durch den
Stellvertreter des Generalstabschefs, Generalleutnant
Gajdos repräsentiert. Ferner
legten der Karpathendeutsche Verein, Region Pressburg
und die Gesellschaft zur Pflege der Deutschen Kriegsgräber in der Slowakei Kränze
nieder.
Botschafter Schmunk betonte in seiner Rede die besondere Bedeutung des Brückenschlags
zwischen
den
Generationen, der sichtbar
wurde durch die große Anzahl
von Schülern der Deutschen
Schule Bratislava, die sich mit
dem Schülerchor beteiligte:
„Ganz besonders berührt mich
die heutige musikalische Mitwirkung der Schülerinnen und
Schüler der deutschen Schule
Bratislava – Kinder sind die unschuldigsten, die wehrlosesten
Opfer von Krieg, von brutaler
Gewalt, von mörderischem Genozid, totalitärem Fanatismus,
Rassismus und Menschenverachtung, zumal gegenüber
Minderheiten – und hier denke
ich ganz bewusst etwa an Juden, Roma und Sinti.“
dbp
Fotoausstellung 20 Jahre
deutsch-slowakische Beziehungen
Vom 26. November bis
zum 13. Dezember d.J.
fand unter dem Titel „20
Jahre
deutsch-slowakische Beziehungen“ im
Spot Wuppertálska in
Kaschau eine Fotoausstellung zu Impressionen
der Partnerschaft beider
Länder der vergangenen
zwei Jahrzehnte statt, die
gemeinsam von der Deutschen Botschaft Pressburg
und der Europäischen Kulturhauptstadt Košice 2013
organisiert wurde.
Die Ausstellung beleuchtete schlaglichtartig die
Vielfalt der Begegnungen
und des Austausches zwischen Deutschland und
der Slowakei und lud den
Besucher, ob jung oder alt
dazu ein, seine ganz persönlichen Erinnerungen
und Vorstellungen Revue
passieren zu lassen und zu
reflektieren.
Die Ausstellung wurde bereits im Mai dieses
Jahres in der Bratislavaer
Burg dank Mitorganisierung des Ministeriums für
Auswärtige und Europäische Angelegenheiten der
Slowakischen
Republik
und des Nationalrats der
Slowakischen
Republik
gezeigt. Teile der Ausstellung wurden als Begleitung zwei anderer Veranstaltungen der Deutschen
Botschaft im Juni dieses
Jahres in der Slowakischen
Philharmonie und in Eurovea vorgestellt.
dbp
„Moskauer Deutsche Zeitung“
feiert Geburtstag
Moskau (IMH) - Unsere Partnerpublikation
„Moskauer
Deutsche Zeitung“ aus dem
IMH-Netzwerk der deutschsprachigen Auslandsmedien hat eine lange Tradition.
Sie wurde 1870 gegründet,
musste 1914 aufgrund des
1. Weltkriegs ihr Erscheinen einstellen und erlebte
1998 eine Wiedergeburt. Die
zweite Gründung jährt sich
in diesem Jahr zum 15. Mal.
Das feierten die Herausgeber
am 10. November mit einer
Gala, die im Rahmen des 12.
Forums der Russlanddeutschen stattfand. Die Teilnehmer des Forums kamen aus
vielen Ländern zusammen,
um vom 7. bis 11. November
über Vergangenheit und
Zukunft der Russlanddeutschen zu sprechen. Besonderes Thema war dabei der
diesjährige 250. Jahrestag
der Verabschiedung des Manifestes von Katharina der
Großen zur Anwerbung von
Deutschen nach Russland.
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Die Heilige Dreieinigkeit kehrte nach Zeche zurück
Im Jahre 1822 passierte etwas, was tief die Schicksale
der Bewohner der Gemeinde Malinová/Zeche ergriffen
hatte. Zu dieser Zeit hieß
das Dorf Cach und gehörte
zusammen mit der Nachbargemeinde Chvojnica/Fundstollen zu einem Pfarramt.
Beide Dörfer wurden im Jahre 1822 von der Epidemie der
Blattern heimgesucht. Die
Folgen waren sehr traurig.
Die Krankheit ergriff fast
jede Familie und erforderte
im Zeitabschnitt von fast vier
Monaten 49 Kinderopfer. Die
Bewohner beider Dörfer beteten dafür, dass sie der liebe Gott in Zukunft vor einer
ähnlichen Tragödie schützt.
In der Mitte des Dorfes Zeche ließen sie eine Dreieinigkeitssäule aufbauen, die alle
Dorfbewohner und Pfarreimitglieder seit der Zeit geschützt hat.
Die Säule stand auf ihrem
Ehrenplatz unweit der Kirche
länger als 140 Jahren und um
sie herum wurden Linden eingepflanzt. In den 60er Jahren
des 20. Jahrhunderts hat man
die mächtigen Bäume abgesägt und die Statue der Heiligen Dreieinigkeit demontiert. Sie fand ihre Ruhestätte
in der Kirche. Die Säule wurde
liquidiert. So war es bis zu unserer Zeit.
Nach langer Zeit kann man
die Dreieinigkeitssäule auf
dem Platz, wo sie hingehört,
schon wieder bewundern.
Das Projekt wurde von der
Stiftung Pontis und von dem
Gemeindebudget in der Höhe
von 5300 Euro finanziert. Die
wirklichen Kosten waren zwar höher, aber
viele Arbeiten wurden
uneigennützig
von
hiesigen Handwerker
und Hilfskräften gemacht. Auch die lokale Steinmetzerei hat
geholfen. Allen gebührt ein herzliches
Dankeschön.
Auch diesmal wurden um die Säule 3
Linden eingepflanzt
- eine spezielle Sorte,
die nicht so mächtig aufwächst. Man
muss noch einige
finanziellen
Mittel
auftreiben, um die ganze
Umgebung
entsprechend
herzurichten.
Das Vorhaben wurde also
nach zwei Jahren intensiver
Planung und Vorbereitung
zur Wirklichkeit: in Zeche,
in der Mitte der Gemeinde
steht wieder, nach fünfzig
Jahren die Dreieinigkeitssäule. Die feierliche Enthüllung fand am 24. November
2013, am Vorabend des Tages
der Gemeindepatronin Katarina statt.
Die Säule mit der Dreieinigkeisstatue, die vom Stein-
Das Museum der Zips (Múzeum Spiša) in Spišská Nová Ves/
Zipser Neudorf lädt alle Mitglieder des KDV ein zur Eröffnung
der Ausstellung „Persönlichkeiten Kaschaus – Architekt Oelschleger“ (Osobnosti Košíc – architekt Oelschleger), am 21. Januar 2014 um 15:30 Uhr. Die Ausstellung ist bis Ende Februar
der breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Ehre dem Vater der Stadt
Ende November erinnerte
man sich im Rahmen mehrerer Veranstaltungen auch im
Podtatranské Múzeum (Untertatra-Museum) in Poprad/
Deutschendorf an den 200.
Geburtstag von David Husz
(1813 - 1889), der sowohl von
Deutschendorfern als auch
von Historikern als Vater der
Stadt genannt wird.
An dem Gebäude vor dem
schon lange existierenden
Denkmal von David Husz wurde eine Gedenktafel enthüllt,
zur Ehre dieser bedeutenden
Persönlichkeit
deutscher
Herkunft, dem Unternehmer,
Hotelier, Notar und Museumsgründer. An dem feierlichen Akt nahmen mehrere
Stadt- und Kulturfunktionäre,
und viele Interessierte aus den
Reihen der Fach- und Laienöffentlichkeit teil.
Im Museum wurde zugleich
die Ausstellung unter dem Namen „Vater Husz“ eröffnet. Bei
dieser Gelegenheit erklärte
die Museumsdirektorin Magdaléna Bekessová u.a.: „Unsere
Ausstellung ist symbolisch, sie
besteht nur aus ein paar Tafeln.
Dominierend sind die Porträts
von dem Ehepaar Husz, die
Besitz des Museums in Deutschendorf sind. Da werden
auch das Schicksal der Familie
und ihr bewegtes Privatleben
dargestellt“.
Die Exposition hebt sowohl
bedeutende Unternehmens-
metzmeister Marek Dolník
geschaffen wurde, wurde
vom Dekan aus Bojnice/
Weinitz Anton Eliaš gesegnet, zusammen mit dem Verwalter der Pfarrei Nitrianske
Pravno/Deutsch Proben Pavol Michalovič, der bei dieser
Angelegenheit sagte, dass
Zeche in der Vergangenheit
verschiedene schwierige Zeitabschnitte erlebt habe. Diese
Säule werde alle Leute daran
erinnern, dass man mit Gottes Hilfe alle Schwierigkeiten
überwinden könne.
E. KLIŽAN, M. LUPRICHOVÁ
und Bauaktivitäten von David
Husz, als auch Zusammenhänge der Museumsgründung
hervor. Es gibt da auch Materialien, die dem Besucher die
Enthüllung des Huszdenkmals vor hundert
Jahren näher bringen.
Zum ersten Mal kann sich
die breite Öffentlichkeit
mit manchen Kopien von
Dokumenten, wie z. B.
persönliche Briefe von
David Husz, und Bilddokumentation
bekannt
machen.
An diese bedeutende
Persönlichkeit, ihr Leben
und Werk, können sich
die Deutschendorfer bei
verschiedenen Gelegenheiten erinnern. Darunter
gehören auch die Busse
des städtischen Massenverkehrs, auf denen nun die
Porträts von David Husz und
anderen bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt zu
sehen sind.
luk
REGIONENMOSAIK
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Kurznachrichten aus dem Bodwatal
St. Hubertustag in Ober-Metzenseifen
Eine schöne Schmiedshauer Hochzeit
M
ehrere Jahre ist es schon her
seit der Gründung der OG
des KDV in Tužina/Schmiedshau,
mit ihrer Sing- und Tanzgruppe, die
mit Erfolg bis heute das deutsche
Brauchtum, die uralten Trachten,
Tänze und Lieder pflegt. In dieser
Singgruppe gibt es aber auch einzelne junge Mädchen, die seit 20 Jahren in der Gruppe mitarbeiten und
doch rein slowakischer Herkunft
sind. Mit ihren wunderschönen
Stimmen bereicherten sie unzählige Veranstaltungen der Singgruppe
sowohl in Schmiedshau und Umgebung, als auch im Ausland, wie z.B.
bei dem Schmiedshauer Treffen in
Leinfelden oder beim Bundestreffen in Karlsruhe.
Eines der Mädchen ist die junge
Ärztin, Dr. Zuzana Smiechová, die
heutige Braut. Sogar beim Studium
fand sie Zeit in der Singgruppe
weiter mitzumachen. So pflegten
fünf Mädchen und ein Bursche in
den vielen Jahren ihre deutsche
Tracht, sangen deutsche Lieder auch im Schmiedshauer Dialekt,
und fanden obendrein noch Zeit
im Kirchenchor mitzuwirken und
ihr Studium zu beenden.
Es war immer ihr Wunsch, eine
uralte Schmiedshauer Hochzeit zu
haben. Und so wurde im Oktober
eine echte Schmiedshauer Hochzeit veranstaltet. So ein besonderes Ereignis gab es in der Gemeinde schon viele Jahre nicht mehr.
Bei der Verabschiedung der Braut
stand die Singgruppe im Hof, Otto
Schwarz spielte auf dem Akkordeon und alle sangen deutsche und
slowakische Lieder. Die Hochzeitgäste und Zuschauer waren sehr
überrascht und begeistert.
Um Mitternacht zogen sich die
Mädchen und die Braut in die
Schmiedshauer Tracht um. Der
Braut wurde auf den Kopf die Haube aufgelegt. Man sang dabei ein altes Lied im Schmiedshauer Dialekt.
Auch sechs Burschen waren verkleidet in der Schmiedshauer Tracht. Allen Gästen hat es sehr gefallen.
Die Hochzeit endete mit deutschen und slowakischen Liedern
um 5 Uhr morgens.
Anna KOHÚTOVÁ
Würdigung der OG des KDV in Krickerhau
D
ie OG des KDV in Handlová/
Krickerhau zusammen mit
ihrer Vorsitzenden Frau Hildegard
Radovská wurde am 22. November 2013 mit dem Preis des Bürgermeisters der Stadt Krickerhau
ausgezeichnet. Laut den Statuten
der Stadt Krickerhau können für
den Preis des Bürgermeisters Persönlichkeiten, aber auch Gemeinschaften, vorgeschlagen werden.
Der Bürgermeister, Herr Ing.
Rudolf Podoba, ist überzeugt,
„dass diese moralische Würdigung auch der OG des KDV gebührt.“
Diese Würdigung bekam die
OG des KDV hauptsächlich für
ihr Engagement bei der Restaurierung der Innenausstattung
der Kirche des Guten Hirten, die
am oberen Ende der Stadt liegt.
Die Mitglieder haben mit ihren
vielen freiwilligen Tätigkeiten
dazu beigetragen, dass man
die Kirche rekonstruieren konnte. Mit Hilfe der
Landleute aus Voerda und der Karpatendeutschen
Landsmannschaft,
aber nicht zuletzt
auch von den Mitgliedern des KDV,
konnte die Kirche
im neuen Glanz erstrahlen. FK
Zum 9. November feierte die OG des KDV in Vyšný Medzev/Ober-Metzenseifen mit der Jagdgemeinschaft Kloptaňa und Bürgern den St. Hubertustag: „Hegen und Pflegen der Wälder und ihrer Tiere“.
Den Höhepunkt der Feier bildete die hl. Messe in der Barockkirche der
hl. Maria Magdalene mit dem vor den Altarstufen aufgebauten erlegten
Vierzehnender.
Zum gesellschaftlichen Abend lud der OG-Vorsitzende Walter Schürger alle Gäste und Beteiligten in den Gemeindefestsaal zu einem Imbiss mit frischem Mohn- und Nusshorn und Apfelwein ein. Den allseits
beachtlichen und gelungenen St. Hubertustag dokumentierte auch das
offizielle Slowakische Fernsehen.
Der gute gesellschaftliche Eindruck dieser zweiten Hubertusfeier
war so nachhaltig, dass sich die OG des KDV und der Jägerverband entschlossen, trotz der anspruchsvollen Vorbereitungsarbeiten den St. Hubertustag auch im Jahre 2014 zu begehen.
Und so wünschen wir den Obermetzenseifnern im Sinne des alten
Weidmannsgrußes: „Rücken und Rippen!“ viel Erfolg und freuen uns
auf den nächsten November.
Jahresabschlusskonzert in Kaschau
Den diesjährigen gesellschaftlichen Jahresabschluss im Haus der
Kunst gestalteten wieder am 24. November die OG des KDV in Košice/
Kaschau und der Kaschauer Nachtigallenchor, der zusammen mit dem
Obermetzenseifner Hummelchor, dem Untermetzenseifner Goldseifenchor und der Jugendgruppe des Kaschauer Gymnasiums Poštova (Initiative Dr. A. Dubiková) den vorweihnachtlichen Zauber bei allen Gästen
weckte. Alle 110 anwesenden Mitglieder und Regionsvorsitzender Peter
Sorger, Ing. Filipko von der ungarischen Minderheit und weitere Gäste
applaudierten begeistert jedem deutschen Volkslied, das die Chöre und
die Jugendgruppe aus dem Gymnasium mit Inbrunst vortrugen.
Der Dank für die immer bessere Gestaltung und größere Reichweite
des deutschen Jahresabschlusskonzertes gebührt ohne Zweifel den Vorstandsmitgliedern der Kaschauer OG des KDV.
Nikolausnachmittag
Am 6. Dezember kam der Nikolaus mit dem Krampus und dem Engel
per Pferdekutsche nach Vyšný Medzev/Ober-Metzenseifen und bescherte dort vierzig fröhliche, singende Kinder. Allseitige Unterstützung von
der OG des KDV und von den Eltern.
Am 7. Dezember gestaltete die OG des KDV in Medzev/Metzenseifen
zusammen mit den Lehrerinnen des Kindergartens und der Grundschule die gemeinsame Nikolausbescherung der Schüler. OG-Vorsitzende
Wilma Bröstl sorgte für die vorweihnachtliche Stimmung und für die
Bescherung von 130 Kindern durch den weißbärtigen Nikolaus zur Zufriedenheit aller Kinder und anwesenden Eltern. Großen Eindruck hinterließen die hellen Kinderstimmen mit ihren Weihnachtsliedern.
Am 8. Dezember konnte Vorsitzender der OG des KDV in Košce/Kaschau im Klubraum 35 Kinder mit ihren Eltern willkommen heißen. „O
Tannenbaum, o Tannenbaum“ schallte es bis auf die Straße hinaus.
Nach der Bescherung aller guten Kinder labten sich Eltern und Kinder
am süßen Früchtetee. Mit dem Weihnachtslied „O du fröhliche“ klang
der stimmungsvolle Nikolausabend aus.
Weihnachtssingen auf der
Hauptstraße in Kaschau
Am 11. Dezember erklangen vom Podium unter dem großen, bunt
erstrahlten Christbaum in Košice/Kaschau deutsche Weihnachtslieder, gesungen mit Begeisterung vom Obermetzenseifner Hummelchor und Untermetzenseifner Goldseifenchor. Die abendlichen Spaziergänger blieben im Schnee stehen und hörten mit Andacht den
schönsten deutschen Weihnachtsliedern zu. Die vorweihnachtliche
Stimmung auf der Kaschauer Hauptstraße erhöhten weitere Chöre der
ungarischen, ukrainischen, tschechischen, polnischen und Roma-Minderheiten.
Wige
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REGIONENMOSAIK
Dies und das aus Pressburg
Unseren ersten Bericht vom Wettbewerb im Vortrag von Poesie
und Prosa in deutscher Sprache haben wir in der November-Ausgabe des Karpatenblattes gebracht. Da der zweite Teil dieser für die
deutsche Sprache in unserem Lande so wichtigen Veranstaltung
erst nach Redaktionsschluss, am 8. November stattfand, bringen
wir nun auch die Ergebnisse des Wettbewerbes für Mittelschüler.
Dieser verlief nur in kleinerem
Rahmen, da nur Studenten aus drei
Pressburger Gymnasien zum Wettbewerb angetreten sind. Unsere
Enttäuschung über die kleine Teilnehmerzahl wurde jedoch durch das
außerordentliche Niveau der Vorträge entschädigt.
In der I. Kategorie 1.-4. Klasse besetzten die vordersten Plätze Lucia
Jašíková und Juliane Gerbel, Gymnasium Bílikova. In der II. Kategorie 5.- 7.
Klasse: Johanna Macová, Gymnasium Matky Alexie, Dominika Dvorecká, Gymnasium Bilikova und Klára
Sokolová. Besonders hervorzuheben
ist, dass D. Dvorecká eine eigene Arbeit vortrug. Daraus ist ersichtlich,
dass sich alle Teilnehmer bemüht haben ihr Bestes zu geben. Wir haben
uns daher auch bemüht, die Kinder
mit Preisen für ihre Darbietungen zu
belohnen, wobei uns vor allem das
Goetheinstitut mit vielen guten Büchern und Geschenken unterstützt
hat. Unser großes Dankeschön für
ihr Entgegenkommen gilt besonders
der Direktorin dieses Institutes Frau
Dr. Jana Binder und Frau Ing. Kubincová, und allen unseren freiwilligen
Mitarbeitern, die sich bemüht haben
in unser Haus der Begegnung für alle
Teilnehmer eine gute, freundliche
Atmosphäre zu schaffen. Wir wollen
ja, dass alle Besucher unserer Begegnungsstätte sich hier wohl fühlen
und gerne zu uns kommen. Ein volles
Haus ist uns der beste Beweis.
Wie schon seit Jahren wurden
wir von der Botschaft der Bundes-
republik Deutschland alljährlich
zur Gedenkfeier anlässlich des
Volkstrauertages am 17. November
im
Deutschen
Soldatenfriedhof
Vrakuňa eingeladen, uns an dieser
zu beteiligen.
Die auch in diesem Jahr vorbildlich geplante und
durchgeführte Feierstunde begann
mit der Aufstellung der Ehrenwache
der Pressburger Garnison des Slowakischen Heeres. Nach der Begrüßung
der Gäste durch den Botschafter der
Bundesrepublik erklang ein Lied, vorgetragen von Schülern der Pressburger Deutschen Schule. Unsere Singgruppe sang die ergreifende Melodie
aus der Schubertmesse „Wohin soll ich
mich wenden“, danach sprachen Pfarrer R. Pačmar von der Evangelischen
und St. Žlnay von der Katholischen
Kirche Gebete in deutscher Sprache.
Dieser Teil wurde mit dem Lied „So
nimm denn meine Hände“ abgerundet. Nach der Kranzniederlegung und
einem Trompetensolo „Ich hatt einen
Kameraden“ und der deutschen und
slowakischen Nationalhymne endete
diese schöne Feierstunde. Nach dieser
Veranstaltung wurden die Teilnehmer
von der Botschaft zu einem Umtrunk
im Hotel Bratislava eingeladen, wo
der Verteidigungsattaché unsere Unterstützung lobend erwähnte.
Unser diesjähriges zweitägiges
Singwochenende, das wir schon
Martinstag in Deutsch Proben
A
m 11. November 2013 sind in Nitrianske Pravno/Deutsch Proben mit
den Sternen auch weitere Lichter aufgegangen. Die OG des KDV hat in
Zusammenarbeit mit der hiesigen Grundschule bereits zum dritten Mal eine
kleine Feier anlässlich des Martinstages veranstaltet.
Das Programm hat mit der Legende von Heiligem Martin und dem Bettler
angefangen. Wie die Kleinen, so auch die Großen haben mit Interesse zugehört. Wir haben Martinslieder gesungen und in einer Videoprojektion „Martin“ in alltäglichen Situationen gesucht, wo sich die Frage stellte: Kann auch
ich wie Martin sein?
Die Kinder wurden allmählich ungeduldig und konnten es nicht erwarten,
ihre bunten Laternen leuchten zu sehen. Alle Kinder haben auf den Weg Lebkuchen bekommen und wir sind gemeinsam in Richtung Hauptplatz gewandert. Wir haben die angenehme Atmosphäre genossen und mit Begeisterung
zugesehen, wie die Kinderaugen mehr als die Laternen leuchteten ..
Martin ist zwar dieses Jahr nicht „auf einem weißen Ross gekommen“, aber
das kalte Wetter war sein Zeuge. Den eisigen Wind haben wir hinter der Tür
gelassen und wir haben warmen Tee und ein leckeres Buffet genossen, welches für uns die Mitglieder der OG des KDV in Deutsch Proben im Haus der
Begegnung vorbereitet haben.
Ein großes Dankeschön gehört allen, die zur Organisierung dieser schönen Veranstaltung beigetragen haben und allen, die gekommen sind, und
im Zeichen der Lichter den Abend schön gemacht haben.
gab
traditionell alljährlich vor Weihnachten veranstalten und an dem
die „Singenden Omas“ mit Kindern
der Grundschulen mit erweitertem
Deutschunterricht
teilnehmen,
stand diesmal aus finanziellen Gründen, nachdem uns dieses Projekt gestrichen wurde, unter keinem guten
Stern. Da wir aber eben diese Veranstaltung als wichtige Zusammenarbeit der „Alten“ mit den Kindern
ansehen, haben
wir alles daran gesetzt, diese trotz
aller Hindernisse
durchzuf ühren.
Es ist uns gelungen dieses Singwochenende im
nahegelegenen
Častá in einer Einrichtung des Slowakischen Regierungsamtes unterzubringen.
So konnten unsere Omas mit den
Kindern und Lehrerinnen zwei Tage
gemeinsam verbringen und vor allem unsere schönen alten deutschen
Weihnachtslieder einüben. Aber das
Wichtigste war der enge Kontakt
der Kinder mit uns, ein für alle ein
eindrucksvolles Erlebnis. Es ist wichtig, dass mit der Jugend über unsere Bräuche und Sitten gesprochen
wird, damit so manche auch heute
noch vorherrschende Vorurteile
5
aus der totalitären Zeit abgebaut
werden. Die Kinder sollen erfahren,
dass unsere Vorfahren anständige,
arbeitsame und fromme Menschen
waren, die an der Entwicklung dieses
Landes maßgeblich beteiligt waren
und besonders jetzt in der Vorweihnachtszeit aufeinander zugehen. Um
diese Aufgabe sollten wir uns überall
vermehrt und intensiver bemühen (!)
Kurz wäre noch zu erwähnen,
dass uns unsere Landsleute aus
Österreich anlässlich ihrer Allerheiligenfahrt in unserem Haus der
Begegnung besucht haben. Es war
ein recht gut gelungener Nachmittag. Unser Klavierspieler, Herr Belo
Paulen unterhielt unsere Gäste mit
angenehmem Klavierspiel und die
„Singenden Omas“ bewiesen wieder
einmal, dass Singen jung erhält. Unsere Gäste haben dann auch mit Begeisterung mitgesungen. Der Nachmittag endete mit dem Lied „Wahre
Freundschaft“. Im Dezember wollen
wir noch unsere Landsleute in Wien
besuchen.
Jetzt erwartet uns noch unser
schon zur Tradition gewordener
Ökumenischer Advent, mit dem wir
dieses Jahr abschließen wollen.
Allen unseren Landsleuten wünschen wir ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest und viel
Freude im Jahr 2014. Rosi STOLÁR
Stickereiwerkstatt im Haus
der Begegnung 2013
I
m November 2013 fing die Stickereiwerkstatt im Haus der
Begegnung in Nitrianske Pravno/
Deutsch Proben wieder an. Die
Frauen, die die Werkstatt bereits
13 Jahre besuchen, beherrschen
schon alle möglichen Stickereitechniken wie Klöppelei, Stickerei auf
Leinen, mit verschiedenen Probner
Motiven - Vöglein, Herzen, Granatäpfeln, Tulpen und andere.
Stickerei auf Tüll ersetzte im
19. Jahrhundert die Stickerei in
Netz und schmückte die festlichen
Trachten. Die Stickerei mit Korallen und Flitter, die schönen Probner Hauben, Koke genant. Die ist
plastisch und mit anderen Techniken kombiniert.
Auch dieses Jahr konnten die
Besucher des Hauses eine schöne
Ausstellung mit schönen Handarbeiten bewundern. Ausgestellt
waren auch Handarbeiten von unseren Drahtbinderinnen, verschiedene Schmuckstücke, Körbchen
und andere Gegenstände.
Unsere Frauen nehmen an verschiedenen Wettbewerben und
Veranstaltungen teil. Die Handarbeiten können jedes Jahr am
Wettbewerb um die goldene Nadel die Besucher im Vyšehradne/
Beneschau beim Maibau bewundern. Jedes Jahr sind die Handarbeiten auch am Hauerlandfest
und Kultur- und Begegnungsfest
in Kesmark ausgestellt. Mit Begeisterung werden die Ausstellungen
auch von unseren Landsleuten
beim Deutsch Probner Treffen bewundert.
Dieses Jahr war wieder die Werkstatt mit dem Projekt „Deutsches
Handwerk und Kunst in der Slowakei in der Vergangenheit und Gegenwart“ verbunden. Unser Lektor
Rastislav Haronik half auch dieses Jahr kräftig mit. Er zeichnete
neue Probner Motiven, mit denen
neue Gardinen in Netztechnik geschmückt werden.
Wir bedanken uns bei der Deutschen Botschaft und dem KDV für
die Zusammenarbeit und finanzielle Unterstützung.
Anna HUSÁROVÁ
JUGEND
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Jugend macht mit
Ja, die kommende Wintersaison nähert sich mit großen
Schritten und jeder von uns
mag den Blick, wenn der Frost
Eisblumen an die Fenster malt
und es drinnen kuschelig warm
ist. Es gibt ganz viele Möglichkeiten, wie man diese Zauberzeit verbringen kann, aber am
Am bilingualen Gymnasium
in Kaschau macht Deutsch Spaß
Das Gymnasium Opatovská 7 in
Košice/Kaschau war eine der ersten drei Schulen in der Slowakei,
an denen die Schüler erweiterten
Deutschunterricht angeboten bekommen haben und das gefragte
Sprachzertifikat „Sprachdiplom“
erwerben konnten. Auf der Basis
dieser mehr als 20 Jahre langen
Tradition errichtete die Schule in
diesem Schuljahr auch die bilinguale Sektion.
Die ersten Schüler lernen intensiv Deutsch, um in den nächsten
vier Jahren auch andere Fächer auf
Deutsch verstehen zu können. Dabei helfen ihnen sowohl slowakische Lehrkräfte als auch ein Lektor
aus Deutschland. Damit sich alle
Schüler und Lehrer an der Schule
wohl fühlen, entschieden sie sich,
die Schulräume zu verschönern.
Dazu nutzten sie die Förderung
von Iuventa im Rahmen des Programms KomPrax. Für das geleistete Geld wurden Material und
Werkzeug eingekauft, dank dessen sie in kleinen Miniprojekten
die Innenräume sowie die Außenbereiche der Schule umgestalteten.
Am 5. Dezember 2013 organisierte die Schule den Tag der offenen Türen, wo sich alle Interessenten die Schule anzuschauen und
sich über die Studiumsmöglichkeiten und Angebote informieren
konnten. tas
aller besten ist es, wenn man sie
mit seinen Freunden verbringt.
Das sagten sich auch die Mitglieder der KDJ in Medzev/Metzenseifen und trafen sich am
29. November d.J. im Sitz der
OG des KDV unter der Leitung
von Mgr. Vilma Bröstl. Und was
nun? Diese fröhliche und vor
allem kreative Partie
entschloss sich ein
paar wunderschöne
duftende Gelkerzen zu
basteln. Diese können
dann als Dekoration
bei den Treffen von Jubilaren ganz schön genutzt werden. Nachdem sie sich solche
Mühe gemacht haben, verbrachten sie
den Abend mit Pizza
und erfrischender Limonade im Kreis voller guter Laune.
Inspiration finden
wir überall! Nun liegt
es an Ihnen etwas zu
machen, das heißt
nichts wie los und
lass dich inspirieren!
Slavomíra
BORDIGOVÁ
Mitglieder der KDJ erlebten die Bräuche in der Adventszeit
Eine Gruppe der Jugendlichen aus dem Karpatendeutschen Verein in der Slowakei hat sich entschlossen, die
erste Dezemberwoche nach Österreich zu fahren, um
dort die Atmosphäre der Adventszeit unmittelbar in einem deutschsprachigen Land einzuatmen und zu erleben.
Die Karpatendeutschen leben in
der Slowakei seit 800 Jahren. Sie
haben ihre eigenen traditionellen
Sitten und Bräuche. Nach vielen
Jahren wurden sie aber in den Hintergrund geschoben, weil durch
die starke Assimilation der Karpatendeutschen die Traditionen viel
verloren haben. Die KD-Jugend der
Slowakei hat deswegen nur eine
kleine Chance alle diese traditionellen Festlichkeiten zu erleben. In
deutschsprachigen Ländern insbesondere in den Berggebieten sind
solche Traditionen fest erhalten geblieben. Diese Atmosphäre ist unmöglich hier in der Slowakei hervorzurufen, wir können es aber durch
Partnerschaften versuchen.
Die Karpatendeutsche Jugend
hat eine Partnerschaft mit der “Fallen Angels”-Gruppe geschlossen
und wir wurden zu einer außergewöhnlichen Show eingeladen,
die von den Sitten und Bräuchen
während der Adventzeit handelt.
Während der ganzen Woche nah-
men wir dann alle an drei solchen
traditionellen Veranstaltungen teil.
Wir konnten uns die gespensterhaften Masken ganz aus der Nähe
anschauen. Die Veranstaltungen
hatten ein ähnliches Szenarium:
Nach dem Nikolauseinzug war die
Hölle los. Die Krampusse und Teufel
von mehreren Gruppen lieferten
einen tollen Umzug. Aufwändig gestaltete Wägen mit Feuer machten
das Treiben noch spektakulärer. Die
auftretenden Gruppen erhielten einen stürmischen Applaus des zahlreich anwesenden Publikums.
Während der Woche haben wir
auch die in der Nähe liegenden Sehenswürdigkeiten, die Karlskirche
und die Swarovski-Kristallwelten
in Wattens, besucht. Am letzten
Tag nahmen die Jugendlichen an
einem Volksmusikfest teil, wo wir
die heimischen deutschen Lieder
hören konnten.
Ein trauriger Teil des Projektes
war der Besuch des Konzentrationslagers in Mauthausen. Im national-
sozialistischen Konzentrationslager
Mauthausen waren zwischen 1938
und 1945 mehr als 200.000 Personen aus ganz Europa inhaftiert, etwa
die Hälfte wurde dort ermordet. Die
Gedenkstätte in Mauthausen soll
die Erinnerung an diese Periode der
österreichischen Geschichte wach
halten und an deren Opfer gedenken. Schon bei den ersten Blicken
ins Lager haben wir die Gänsehaut
bekommen. Die erschütternden Fotos, die authentischen Gegenstände und die Grausamkeit des Ortes
haben bei uns einen tiefen Eindruck
hinterlassen.
Das Ziel des Projektes wurde
erreicht, die Jugendlichen waren
von diesem Projekt begeistert, sie
konnten sich besser kennenlernen,
haben die erhaltenen Traditionen
gesehen, die Atmosphäre der Adventszeit erlebt, und - was wir für
wichtig halten -, sie haben Kultur
und Spaß miteinander verbunden,
womit das Projekt für die Jugendlichen sehr attraktiv war. Und weil
die Veranstaltungen in einem wunderschönen Bergegebiet stattgefunden hat, konnten die Jugendlichen auch Wandern und Skifahren.
Schon jetzt freuen wir uns auf
viele weitere erfolgreiche Projekte, mit denen wir die Karpatendeutsche Jugend unterstützen
können.
L.U.
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W E I H N ACHT S B L AT T
D
iese Geschichte ereignete sich in der Zeit
der schönsten Feiertage des
Jahres, in Kežmarské Žľaby,
in den 40er Jahren vorigen
Jahrhunderts, als alle Kinder von den wunderschönen
Weihnachten in der zärtlichen Umarmung ihrer Eltern
träumten, und von dem idyllischen Behagen trotz der
damaligen abartigen Zeiten.
Auch die achtjährige Ulrike
von einer kleinen Stadt sehnte sich nach den wunderschönen Weihnachten, die sie mit
ihren Eltern verbringen wollte. Zu dieser Zeit saß sie aber
mutterseelenallein auf einer
hölzernen Bank weit weg von
ihrem Zuhause und spannte
erregt die Muskeln ihrer dünnen Beine an. Irgendwie ahnte sie, dass sie ihre Eltern, von
denen sie sich trennen musste, nicht mehr wiedersehen
würde, doch sie konnte nicht
begreifen, warum dies passiert ist. Durch das Fenster beobachtete sie hungrige Vöglein, die sich bemühten, etwas
Nahrung auf dem glitzernden
weißen Schnee zu finden.
„Komm, Ulrike, die Lebkuchen sind schon gebacken,
jetzt werden wir sie schmücken, und die Bonbons! Ich
freue mich schon!“ Aus dem
Eßsaal lief klein Joseph ihr zu.
Im Eßsaal setzten sich alle um
den Tisch herum und versuch-
Kinder sind Gottes Vöglein...
ten, mit kleiDer NachWeihnachtsgeschichte
nen
Pinseln
mittag
war
verschiedene Muster, je nach schnell vorbei und alle waren
eigener Fantasie, auf die Leb- überrascht, als das Glöckchen
kuchenherzen zu malen. Als die klingelte und man sie zum
fertigen geschmückten Lebku- prächtigen, schön geschmückchen trockneten, bekamen die ten großen Weihnachtsbaum
Kinder farbige Stanniolfolien rief, den die Hausleute in der
und zerfranste Papierstücke, Umgebung der Pension gefällt
in die sie hausgemachte Weih- hatten. Die Natur selbst sorgt
nachtspralinen für den Christ- für die Fülle von rüstigen Tanbaum einwickelten.
nenbäumen.
Die lustigen Stimmen der
Auf dem feierlich bedeckten
Kinder zeugten überhaupt Tisch warteten schon traditionicht davon, dass sie noch vor nelle Weihnachtsspeisen und
einiger Zeit über ihre durch unter dem Christbaum fand jeden Krieg zerstörten Häuser der ein kleines Päckchen - Geund verlorenen Eltern nach- schenke vom Christkind.
dachten. Mindestens für ein
Diese Kinder fühlten sich in
paar Augenblicke vergaßen Kežmarské Žľaby zu diesen
sie ihren tief im Inneren der tragischen Zeiten der europäwehleidigen Kinderseele ver- ischen Geschichte geborgen,
steckten Schmerz.
nicht nur zur Weihnachts-
7
zeit, sondern auch das ganze
Schuljahr hindurch. Sie haben
hier neue Kameraden gefunden, und gute Leute, die sie
nie in ihrem Leben vergessen
haben, denn sie haben ihnen
geholfen, schwere Momente
zu überstehen.
Das derzeitige kleine Mädchen, Ulrike von einer kleinen
Stadt, ist heute schon eine ältere Dame. In ihrem Leben hat
sie mancherlei erlebt, vielleicht
auch das Schlimmste, doch zur
Weihnachtszeit erinnert sie
sich immer an die liebevollen
und gastfreundlichen Leute,
die irgendwo in der Hohen Tatra ihre Pension führten.
Wenn sie die Kerzen am
prächtig
geschmückten
Christbaum anzündet und mit
ihren Enkelkindern das Lied
„Stille Nacht, Heilige Nacht“
singt, strahlen ihre Augen
und ihr Herz strömt über vor
Liebe zu diesen Leuten.
Kristína LUMTZEROVÁ
(Geschrieben nach den Motiven der Erinnerungen von Silvia Frank, die mit ihren Eltern
und Geschwistern einige Zeit
in Kežmarské Žľaby lebte, wo
ihre Eltern eine Pension führten. Sie wäre recht froh, wenn
sich jemand an die Adresse
des Karpatenblattes melden
würde, der dort als Kind in der
erwähnten Zeit ihre Zuflucht
gefunden hatte).
Weihnachtswünsche aus der ganzen Welt für das Karpatenblatt
Ich wünsche Ihnen, dass das Weihnachtsfest voller Freude
und Liebe ist und das neue Jahr nur positive Überraschungen
bringt! Alles Gute zur Weihnachtszeit! Ihr Adrian Popescu-Cibotaru, Rumänischer Sänger
Ich wünsche dem Karpatenblat t und seinen treuen
Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest mit er füllbaren Gebeten und Wünschen. Möge die Zeit friedlich
in unseren Herzen und auf der ganzen Welt eine spürbare Besinnung und Bewusstsein her vorrufen. Mit
gleicher Hingabe sollten auch unsere Neujahrswünsche ersonnen werden. Ihr Stef fen Bär tl, Deutscher
Schrif tsteller
May all your days be merry and bright and may your
Christmas be white! Merry Christmas! Your Chris, Australian Musician
Weihnachten ist die Gelegenheit, viel Zeit mit der Familie zu
verbringen. Deshalb wünsche ich Euch allen eine besinnliche
Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ihre
Steni Vallians, Deutsch-moldauische Schriftstellerin
Wir wünschen Ihnen eine ruhige Weihnachtszeit, in der Sie
den Stress des Alltags hinter Ihnen lassen können. Für das kommende Jahr viel Glück, Liebe und Erfolg. Ihre Olga Epure-Gaine,
Rumänisch-belgische Journalistin
Ich wünsche dem Karpatenblatt zur Weihnachtszeit
Viel Glück, Erfolg, Gesundheit,
Und hoffe sehr dann, dass es so bleibt
Ihr Mihail M., russisch-moldauischer Journalist
W E I H N ACHT S B L AT T
8
Der Weihnachtsbaum
Freiburg (IMH) - Schon die alten Germanen
haben zu Weihnachten ihre Hütten mit Grünzeug aller Art geschmückt. Damals hieß das
Fest noch Wintersonnenwende. Aber der Weihnachtsbaum als Tanne mit Kerzen, Glaskugeln
und Lametta, so wie wir ihn heute kennen, ist
eine christliche Erfindung, die aus Deutschland
kommt.
Der erste überlieferte Weihnachtsbaum
stand im Jahre 1419 im
Versammlungsraum der
Freiburger Bruderschaft
der
Bäckerknechte.
Damals dienten Weihnachtsbäume nur zum
Schmuck von öffentlichen Räumen. Offen-
bar wollten die Bäckerknechte und andere
Menschen solch einen Baum dann aber auch
zu Hause, und so fanden die geschmückten
Tannenbäume den Weg in die bürgerlichen Privatquartiere. „Auf Weihnacht richtet man Dannenbäume zu Straßburg in den Stuben auf,“ heißt
es in einer alten Chronik aus dem Elsass, „daran
häncket man Rosen aus vielfarbigen Papier geschnitten, Äpfel, Oblaten, Zischgold, Zucker.“ Die
so geschmückten Bäume verbreiteten sich vor
allem in den gehobenen Kreisen protestantischer Gebiete. Von da aus trugen sie aushäusig verheiratete protestantische Prinzessinnen
oder deutsche Auswanderer in den Rest der
Welt.
Am Wiener Hof errichtete man im Jahre
1823 den ersten weihnachtlich geschmückten
Tannenbaum, den hatte die Prinzessin Henriette von Weilburg-Nassau aus Hessen mitgebracht. Nach Amerika kamen Weihnachts-
Weihnachtslieder der Eskimos
Nain (IMH) - Die Weihnachtslieder der kanadischen Eskimos stammen größtenteils aus
Deutschland. Missionare der
deutschen Herrnhuter Brüdergemeinde brachten
sie ab 1772 nach
Labrador mit und
übersetzten die Texte in die dort gesprochene Inuit- bzw.
Eskimo-Sprache. Die
übersetzten
Lieder
wurden mit ihren ursprünglichen Melodien in Gesangsbüchern
abgedruckt und an
sämtliche Gemeinden
zwischen Nain und
Happy Valley-Goose
Bay (Ostküste von Labrador) verteilt.
Das Besondere an der Gemeinde in Nain ist, dass an
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bäume durch protestantische Auswanderer
in den 1830er Jahren, nach Frankreich im Kielwasser der deutschen Soldaten im DeutschFranzösischen Krieg 1870/71.
Heute stammen die meisten deutschen
Weihnachtsbäume aus Dänemark. Rund
zehn Millionen Nordmann-Tannen überschreiten dort jährlich die Landesgrenze,
damit haben die Dänen den europäischen
Markt für Weihnachtsbäume fest im Griff.
Ein großer Helfer bei der weltweiten Verbreitung des Weihnachtsbaums war sicher
auch das deutsche Lied vom Tannenbaum.
Das pflegte etwa Prinz Albert, der aus
Deutschland stammende Gatte der ebenfalls deutschstämmigen englischen Königin
Victoria, zur Weihnachtszeit im Schloss Balmoral gern aus voller Brust auf Deutsch „O
Tannenbaum“ zu singen.
Prof. Dr. Walter KRÄMER
„O Tannenbaum“
Annapolis (IMH) - Wussten Sie, dass man für die Hymne
des US-Bundesstaates Maryland mit dem Titel „Maryland, my Maryland“ seit 1939 die Melodie des deutschen Weihnachtsliedes „O Tannenbaum“ verwendet?
Auch werden die „Ode an Labrador“ und die Parteihymnen der britischen und der irischen Labour-Party
auf die Melodie von „O Tannenbaum“ gesungen. Das
Lied geht auf das von Melchior Franck verfasste schlesische Volkslied „Ach Tannenbaum“ aus dem 16. Jahrhundert zurück.
jedem Weihnachtstag eine
Gruppe Inuit mit den von den
Herrnhutern mitgebrachten
Blasinstrumenten auf das
Dach der örtlichen Kirche
klettert
und
von dort oben
Weihnachtslieder spielt. Aber
nicht nur geistliche Lieder haben sich in den
Gemeinden
erhalten:
So
findet sich dort
unter anderem
auch „Alle Vögel sind schon
da“ in den Liederbüchern.
Insgesamt
kennen die Inuit in Labrador
über 800 deutsche Lieder in
ihrer Sprache.
London (IMH) - Wussten Sie, dass der aus Deutschland stammende englische Prinz Albert, Ehemann der ebenfalls deutschstämmigen
Königin Victoria, Mitte des 19. Jahrhunderts den Weihnachtsbaum in
England einführte?
Eine deutsche Weihnachtssitte hat sich bei den Windsors, die mal Battenberg hießen, bis heute gehalten: Die englische Königsfamilie beschenkt
sich an Weihnachten, wie in Deutschland üblich, bereits am 24. Dezember
und nicht erst am 25. Dezember, wie ihre britischen Landsleute.
Landau/New York (IMH) - Der deutsche Karikaturist Thomas Nast hat
in den USA den Santa Claus, die heute bekannte Figur des Weihnachtsmanns, erfunden. Nasts Vorstellungen vom Weihnachtsmann gehen auf
den pfälzischen „Belznickel“ (Pelzen-Nikolaus) zurück, den er noch aus
Kindheitstagen kannte. Während seines Engagements für die Unionisten
im Bürgerkrieg begann er mit Darstellungen eines alten Mannes, der
vom Schlitten herab die tapferen Soldaten beschenkt. Später wurde daraus der Pfeife rauchende, gemütliche und fidele alte Santa Claus. Solche
Geschichten malte Nast bis an sein
Lebensende, doch erst 1931 wurde
nach dieser Vorlage im Zuge einer
Werbekampagne der Coca-Cola Company der heute bekannte Weihnachtsmann gezeichnet.
Von Thomas Nast stammen auch die politischen Symbolfiguren „Esel“
und „Elefant“ der beiden US-Parteien Demokraten und Republikaner. Außerdem schuf er den „Uncle Sam“, den jeder von dem Plakat „I want you for
US-Army“ kennt.
Thomas Nast kam 1840 in einer Kaserne in Landau in Rheinland-Pfalz zur
Welt. Er war der Sohn eines Musikers in der Kapelle des 9. bayerischen Regiments. Seine Mutter wanderte mit ihm 1846 nach New York aus, um den ärmlichen Verhältnissen in der Heimat zu entfliehen. Dort studierte er etwa ein Jahr
lang Kunst bei Theodor Kaufmann und an der National Academy of Design.
Nach dem Studium begann er mit 15 Jahren als Zeichner für Frank Leslies „Illustrated Newspaper“ zu arbeiten, drei Jahre später auch für „Harper’s Weekly“.
Seine erste ernsthafte Karikatur war der Cartoon „Peace in 1862“, der gegen diejenigen aus dem Norden gerichtet war, die gegen die Fortsetzung des amerikanischen Bürgerkriegs protestierten. Dieser und ein weiterer Cartoon während
des Bürgerkriegs wurden in „Harper’s Weekly“ veröffentlicht.
Nast war dafür bekannt, Kriegsszenen zu zeichnen. Diese erregten große
Aufmerksamkeit, weshalb Nast von Präsident Abraham Lincoln zum „best
recruiting sergeant“ (besten Rekrutierungsoffizier) ernannt wurde. US-Präsident Theodore Roosevelt sandte ihn
1902 als Generalkonsul nach Guayaquil in Ecuador. Während einer tödlichen
Gelbfieberepidemie blieb Nast standhaft und half bei zahlreichen diplomatischen Missionen und Geschäften, bis er
sich schließlich selbst infizierte und 1902
im Alter von 62 Jahren starb. Sein Leichnam wurde in die USA überführt und auf
dem Woodlawn Cemetery in Bronx/New
York bestattet. Bis heute wird Thomas
Nast aus der Pfalz als Vater des amerikanischen politischen Cartoons angesehen.
Simon AKSTINAT
Deutsch-englische Weihnachten
Der Erfinder des Weihnachtsmannes
Alle Informationen stammen von Buch „Made in Germany“. Herder-Verlag
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KAPITEL DER GESCHICHTE
örtliche Musikkapelle
der Roma G-Band, die
Gruppe des historischen Fechtens JAGO
und die Hochschulstudenten, die das Theaterspiel
„Geschichte
ist die Lebenslehrerin“
aufgeführt haben.
Gute Stimmung und
geradezu sommerliches Wetter
hielten den ganzen Nachmittag
aus. Der warme Oktobertag ließ
viele Leute, Erwachsene, Kinder
und Jugendliche auf den Hauptplatz kommen. Manche saßen auf
den Bänken herum, andere spa-
770 Jahre der Gemeinde Schwedler
Am 13. Oktober 2013 feierten die Bürger der Gemeinde
Švedlár/Schwedler den 770. Jahrestag der ersten schriftlichen
Erwähnung. Am Vormittag fand
der feierliche ökumenische Gottesdienst in der evangelischen
Kirche statt, der von Pfarrer Mgr.
Vladimír Švarc aus Schwedler
und Mgr. Ján Sabadoš zelebriert
wurde. Während des Gottesdienstes präsentierte man die
Geschichte der Gemeinde. Zur
feierlichen Atmosphäre trugen
D
er berühmte Kaschauer Historiker Stefan Eliaš schreibt:
„Johann Zapolya hat die Tore der
Stadt insbesondere nach 1530 den
Madjaren geöffnet“. Sehr intensiv
nach der Schlacht bei Mohacs in
1526 flüchteten die madjarischen
Familien, insbesondere der Adel, vor
der türkischen Gefahr aus dem Süden. Die Stadt Kaschau war damals
auch das wichtige Tor in die Zips, wo
damals noch Frieden herrschte. Die
wirtschaftlich blühenden Städte der
Zipserdeutschen in Hexapolitana
wirkten auch wie ein Magnet für die
neuen madjarischen Siedler.
Der Frieden aber dauerte nicht
zu lange. Aus dem Süden sind die
ersten Bocskay Aufständischen im
Jahre 1606 in der Stadt erschienen.
Die Bocskays-Hajduken hatten die
Stadt besetzt. Schrittweise kamen
die Ereignisse mit den Aufständen
gegen Habsburgern im 17. Jahrhundert hinzu. Cassovia-Kaschau
wurde ein wichtiges Zentrum des
Aufstandes.
Die ersten Gesetze, die im Rahmen der Monarchie die Magyarisierung angekurbelt und legalisiert haben sollten, sind in den
Jahren 1790 und 1792 verabschiedet worden. Mit dem Ausgleich
zwischen Österreich und Ungarn
im Jahre 1867, in der Zeit des sog.
Dualismus, kam es zur weiteren
Welle der Madjarisierung in Oberungarn. Die organisierte Magya-
auch die Mitglieder der Singgruppe des KDV bei, mit einem
Bergmannslied und vorgetragenen Gedichten.
Das Kulturprogramm begann
um 13 Uhr auf dem Hauptplatz.
Nach der Festrede des Bürgermeisters der Gemeinde, Herrn
Oskár Münnich, stellten sich mit
ihren Auftritten vor: die Blaskapelle Švedlárčanka, die Schüler der
Grundschule in Schwedler, die
Singgruppe des KDV in Schwedler,
der ukrainische Chor Karpaty, die
Kaschau - Europäische Kulturhauptstadt 2013
- und ihre Geschichte mit deutschen Spuren
V
Die Zeit und die Jahrhunderte der
Magyarisierung
risierung, auch als Zwangsmadjarisierung bekannt, ging weiter mit
großer Auswirkung und wie eine
Lawine breit und weit auf allen
staatlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Ebenen.
Die Stadt Kaschau, ung. Kassa (lies:
Kascha), war einbezogen. Die geographischen Namen in Ober-Ungarn,
die Ortsnamen, usw. sind allgemein
auch intensiv vermadjarisiert worden. Die „neuen“ geographischen
Namen, die komplett, überwiegend
und klar aus früheren deutschen Varianten „entstanden“ sind.
Mit unserer Stadt sind auch die
berühmten Familiennamen und
Personennamen wie z.B. Großschmidt auf Márai, Oelschläger auf
Oery, Schalkhass auf Schalkház,
aber auch Henszelmann, usw. verbunden. Die Persönlichkeiten wie
Großschmidt, Oelschläger, Wick
oder Henszelmann usw. hatten
ohne Zweifel auch deutsche Vorfahren gehabt.
Die bekanntesten Hungarisatoren in der Stadt sind Graf Dessewffy seit 1808 mit seiner Strategie der offenen Magyarisierung
durch Assimilation der Slaven,
der Deutschen,usw. In kirchlichen
Kreisen vor allem Bischof Bubics –
kroatischer Herkunft.
Die europäische Revolution 184849 hat die Madjarisierungswelle
wieder beschleunigt - unter ungarischer Bezeichnung als „Kampf für die
Freiheit.“ Ununterbrochen florierten
solche
Madjarisierungsaktivitäten
überall, wobei am Ende des 19. und
Anfang des 20. Jhdts. auch der Kaschauer Bischof Bubics sehr engagiert
war. In katholischen Seminaren, Schulen sowie bei den Gottesdiensten
hatte er den Gebrauch insbesondere
der slowakischen Sprache streng un-
tersagt. Diese Nötigung galt auch für
die deutschen Gläubigen. Der Bischof
trug zur Eskalation der Spannung bei,
die später im Januar 1892 zu gewalttätigen Unruhen in der Stadt kam.
Ebenso bei der Madjarisierung des
Doms und seiner Umgebung in den
ersten Jahren des 20. Jhdts. Die deutsche Benennung der Straßen wurde
endgültig durch ungarische Namen
schrittweise ersetzt.
Die Stadt war in der Zeit, insbesondere im Jahr 1906 bei der
Wiederbestattung der sterblichen
Überresten des Franz Rákoczy II.
sowie seiner kroatischen Mutter
Helena Zrinsky, gründlich und
großartig in die ungarischen Farben am 28. Oktober verhüllt. Das
Datum war der größte Feiertag der
Hungarisatoren nicht nur in der
Stadt selbst, sondern auch in der
Monarchie überhaupt. Das Ganze
gipfelte offensichtlich aber auch
1910 bei der Zusammenrechnung
der Bevölkerung, wo bisher der historisch größte Anteil der Madjaren
und zwar angeblich 75,2 % in der
Stadt ausgewiesen worden war.
Auch der gotische Dom hat
selbst auf seine Art und Weise
mehrere Madjarisierungsproze-
9
zierten oder diskutierten in kleineren Grüppchen. Für gute Laune,
Erfrischung und Unterhaltung
war gesorgt.
Der feierliche Tag wurde am
Abend mit einem kleinen Feuerwerk beendet.
HF
duren absolviert. Über seinem
Nordtor wurde in den Jahren
1914 bis 1916 ein Wandgemälde von J. Dudits errichtet, die
den „Aufstieg und Fall des Franz
Rákóczi II.“ darstellt. Merkwürdig
aber ist, dass der Kuruzenführer
im Dom nach Osten mit seinem
Ross ziehen soll, nicht nach Wien
in westliche Richtung.
Bekannt sind weiterhin auch
die sog. Apponyische Gesetze
(benannt nach Graf Apponyi) im
Schulwesen, die die ungarische
Sprache im Schulwesen festlegte,
die im Rahmen der intoleranten
Zwangsmadjarisierumg bis zum
Schuljahr 1918 -1919 ihre Gültigkeit gehabt haben.
Die ungarische Sprache wurde ausnahmslos zur Amts- und
Schriftsprache für alle Nationalitäten, für die deutsche sowie
österreichische Bevölkerung. In
der Schule gab es ausschließlich
nur die madjarische Sprache streng verbindlich für alle. Das
dauerte - unter Druck - ununterbrochen bis zum Jahre 1919.
Leider, im Auftakt der ungarischen Okkupationsverwaltung
im 1939, ist ein einzigartiger goldener Kelch aus dem Jahre 1503
im Dom entwendet worden. Die
Statue des Hl. Wenzels am Urbanturm ist in der Zeit niedergerissen
und entwendet worden, ebenso
wie ein 24 Meter hoher Obelisk
im Park vor dem Theater.
Dr. Ing. Milan ALEXY
(Fortsetzung folgt)
10
A
m 20. September vor 195
Jahren starb Johannes
Brosz, Pfarrer in Tvarožná/Durelsdorf. Am 4. Juli 2013, bei
der Enthüllung der Gedenktafel zum 400. Jahrestag der
Versammlung zur Vorbereitung der „Kirchdraufer Synode
1614“, hatte man auch feierlich
den neuen Grabstein von Johannes Brosz enthüllt. Wer war
Johanmes Brosz?
Den Bürgern von Durelsdorf
kam es immer darauf an, dass
die evangelischen Pfarrer sehr
gebildete Leute sein sollen.
Wenn wir in den Lebensläufen
der einzelnen Pfarrer in Durelsdorf blättern, stellen wir
fest, dass fast jeder von ihnen
eine Persönlichkeit darstellt.
So war es auch bei Johannes
Brosz (lateinisch Broscius) so.
Er stammte aus Schlesien in Polen und war Absolvent von zwei
Universitäten. Nach Durelsdorf
wurde er vom Stadtrat (Durelsdorf war eine königliche Stadt)
in der Hälfte des Jahres 1787,
nach dem Tod des großartigen
Pfarrers Andreas Gross (aus
Leutschau stammend) berufen.
Pfarrer Gross nahm bei dem
Ü
ber Enid Gajek (geb. 1936
in Käsmark), die als Kind
Margarete Enid Kaul hieß – ihr
Vater war der letzte Vorsitzende
des »Zipser Ärzte- und Apothekervereins« bis 1945, Dr. med.
Stefan Kaul (1899 Roks – 1977
Deggendorf/Donau) – haben
wir im »Karpatenblatt« schon
einmal kurz in einem Beitrag
über die noch lebenden karpatendeutschen Schriftsteller berichtet. Sie ist nämlich die letzte
der 40 aus Käsmark stammenden deutschen Dichterpersönlichkeiten, und nach 1945 die
wohl bedeutendste Autorin von
Sonetten schlechthin.
Enid Gajek war es nur acht
Jahre lang gestattet, das Gefühl der Heimat in ihrer Brust
zu verspüren. Nach der Flucht
zunächst nach Österreich, und
später 68 Jahre lang in Deutschland, war sie in diversen Städten, die meiste Zeit in Bayern –
in Lappersdorf bei Regensburg
an den Ausläufern des Bayerischen Waldes – ‚zu Hause‘, ohne
dass sich bei ihr heimatliche Gefühle wieder eingestellt hätten.
Sie ist bis heute „heimatlos“ geblieben, wie sie in einem Schreiben an den Verfasser mitteilt.
Übrigens ist sie seit über dreißig
Jahren nicht die Einzige, die mir
dieses ‚beichtete‘. Denn sie alle
waren aus ihrer ursprünglichen
LEUTE
Johannes Brosz
Aufbau der hiesigen zwei Kirchen
teil und als erster
hatte er angefangen, das Kirchenbuch in Durelsdrof
zu führen. Gross
wird zusammen mit
dem Deutschendorfer Geodäten Fridrich Müllendorf als
Gründer des neuen
Durelsdorfs
betrachtet, nach dem
großen Feuer am 1.
Mai 1775, da Durelsdorf ganz
abgebrannt war.
Johannes Brosz war ein
erudierter Pfarrer, Naturwissenschaftler,
Mathematiker,
Lehrer. Die Durelsdorfer Trivialschule hatte in dieser Zeit einen
Namen mit Klang und Brosz unterrichtete an dieser Schule Mathematik. Er befasste sich mit
der Naturwissenschaft, war im
persönlichen und schriftlichen
Kontakt mit vielen Gelehrten
in Ungarn, z.B. Paul Kitaibel,
Adam Waldstein, Anton Rochel.
Der
Patenonkel
von Zuzana, Broszs
Tochter, war ein
bedeutender Professor der Pester
Universität, Martin
Schwantner
(geboren in Kesmark),
der auf dem naturwissenschaftlichen
Gebiet mit Brosz zusammenarbeitete.
Im Jahre 1793
traf er sich mit
dem
englischen
Naturwissenschaftler Robert
Towson, welcher Ende Juli die
Hohe Tatra besuchte, wo er
mineralogische, geologische,
zoologische Forschungen mit
Hilfe von T. Horvath Stančič ,
A. Berzeviczi, A Podkonicky
und hauptsächlich T. Mauksch
durchführte. Bei den Höhenmessungen der Tatraspitzen
half ihm wieder Johannes Brosz,
Pfarrer aus Durelsdorf. Das Ergebnis der Bemühungen von
Townson war ein 500-seitiges
Werk unter dem Titel Travels in
Generalthema: die Tatra
Anmerkungen zum Bild ›Die Hohe Tatra zu Weihnachten‹
Heimat gewaltsam herausgerissen worden, wovon sie sich nie
mehr so ganz erholen sollten.
Gajek versucht nun, sich an
diese Heimat heranzutasten,
nicht nur mit Texten,
sondern seit kurzem
auch mit Bildern
sich diese Heimat
heranzudichten und
heranzumalen, um
wenigstens so, in
der letzten Phase ihres Daseins, Heimat
zu verspüren. Denn
jeder Mensch, jedes
Wesen bracht dieses Mysterium genannt Heimat, ohne die
man einfach nicht leben kann.
Und dass diese von ihr oft auch
idealisiert gefühlt, gesehen und
dargestellt wird, gehört ja besonders zum Kreativsein eines
Künstlers.
Enid Gajek, die in München
und Regensburg Germanistik
und Kunstwissenschaften studierte, ist nicht nur Dichterin
und exzellente Erzählerin sowie
Autorin von kunsthistorischen
Essays, sie versucht sich nun
auch selber als Künstlerin. Ihre
Kreation ›Die Hohe Tatra zu
Weihnachten‹ ist ein Werkchen,
das der Betrachter gerne lange
anschaut und das seine Augen
streichelt und sein Gemüt beruhigt. Wie schön war doch unsere Zipser Heimat, insbesondere
die Tatra, dieses Kleinod der
gesamten Karpaten,
die sich von Pressburg bis zum Eisernen Tor an der rumänisch-serbischen
Grenze erstrecken!
Nicht umsonst stehen Berge als Symbol für Gefühl und
verdichtetes Leben.
Das Bildchen wirkt
imposant durch seine Unaufdringlichkeit, Natürlichkeit und
‚Luftigkeit‘, denn der Bergmassiv verlor seine Schwere und
Tollpatschigkeit, es ‚schwebt‘
über der Erde, wie eine Wolke, deren helle Farben, die ihr
die Künstlerin verleiht, diese
Leichtigkeit noch unterstreichen. Es ist so lyrisch-fein, wie
es nur ein Bild sein kann, eher
einem Kind als einem Erwachsenen ähnlich.
Das Bild ist so schön und so
gut ‚komponiert‘ – es ist so
ästhetisch-rein, wie das Gewissen eines Kindes. Eine Welt aus
Wolle oder Seide gearbeitet,
wie eine Wolke, die um die Welt
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Hungary (Reisen in Ungarn), in
dem er zwei Drittel der Slowakei widmete.
Im Jahre 1793 wurde eine
sehr interessante Studie über
eine portugiesische Schrift vom
16. Jahrhundert von Henrich
David Wilckens veröffentlicht.
In dieser Schrift war ein Essay
über den Durelsdorfer Pfarrer,
Lehrer, Mathematiker und Naturwissenschaftler Johannes
Broscius – Brosz - einbezogen.
Brosz bekleidete auch höhere Funktionen in der Kirche, er
war Konsenior der Fraternität
der 13. Zipser Städte. Seine
Frau kam von einer einflussreichen Familie Stenzel aus Kesmark. Johannes Brosz hatte
alle seine Kinder in Durelsdorf
getauft und auch getraut. Er
war 31 Jahre Pfarrer in Durelsdorf. Als ein Dankeschön und
Hochachtung hatte man dem
großen Gelehrten aus Durelsdorf, der als Persönlichkeit
Europas angesehen wurde am
10. Oktober 2004 an der Frontseite des evangelischen Pfarrhauses eine zweisprachige Gedenktafel enthüllt.
FK
geht. Es ist so viel Gefühl darin
untergebracht, als wäre erst gerade ein Gedicht geboren.
Diese kleine Bild-Dichtung wurde mittels einer neuen Maltechnik, die mit Made with BambooPaper bezeichnet wird, erstellt,
zu der uns die Künstlerin mitteilt: „Ich produziere viele bilder
mit dem linken zeigefinger auf
meinem ipadschirm, geht sehr
schnell und wird meist tatra. Apple app heißt notebook bamboo
paper, haben mir die enkel draufgeladen.“ Und in einem anderen
Schreiben meint sie, mittels dieses Hilfsmittels „kann jeder zeichnen“. – ‚Zeichnen‘ ja, liebe Frau
Gajek – aber nicht so, wie Sie!
Enid Gajek schenkt mit diesem Bild zu Weihnachten 2013
auch uns allen ein kleines Stück
verlorener Zipser Heimat, wofür
wir ihr dankbar sind. Denn bis
man auf diese alte Geburts-Heimat nicht vergessen hat, bleibt
sie uns auch lebendig und sie
lebt auch für uns weiter.
Eine ‚Frohe Weihnacht!‘ den
Zipsern in aller Welt; auch Ihnen,
liebe Frau Gajek, nochmals herzlichen Dank für diese schöne und
überraschende Weihnachtsbescherung, die vielen sicher Freude
bereiten wird und ein Lächeln der
Freude ins Gesicht zeichnet.
Paul TISCHLER
(AKS)
H E I M ATG LO CK E N
KB 12/2013
Alles Beste!
Zum 90. Geburtstag wünschen wir unserem
langjährigen und treuen Mitglied, Frau
Trude KOVALČÍK
alles Gute, Gesundheit und noch viele schöne Tage
im Kreise der Familie.
Vorstand der OG des KDV in Poprad/Deutschendorft
Ich suche nach dem Verbleib und nach der Geschichte meines Großvaters Thomas Schneider,
(*4.3.1894 in Drexlerhau).
Er war nach dem Ersten
Weltkrieg nicht mehr zu
seiner Familie zurückge-
kehrt, ist aber nicht gefallen. Nach dem Tode meines
Vaters Sylvester Schneider,
(*16.10.1914 in Drexlerhau),
lässt mich der Gedanke
nicht mehr los, nach dem
Schicksal meines Opas zu
suchen und welchen Weg er
gegangen ist.
Leider habe ich kein Bild
von meinem Großvater. Ein
Bild meiner Großmutter
Christina Schneider, geb.
Binder *13.3.1896, füge ich
bei. (Auf dem Foto rechts).
Ich wäre sehr dankbar,
wenn mir jemand dazu berichten könnte und bitte um
Kontaktaufnahme.
Meine Kontaktdaten:
Gerlinde Rohr,
Nietzschestraße 10,
68165 Mannheim,
Email: [email protected]
11
Mit dem auf uns zukommenden Jahresende erscheint wieder
die Zeit, in der die Gebühr für das Abonnement des Karpatenblattes bezahlt werden sollte. Die Höhe des Abonnements für
das Jahr 2014 bleibt unverändert:
- Abonnenten aus der Slowakei, die ihr Monatsblatt einzeln per
Post bekommen, bezahlen 7,- €
- OG des KDV, die mehrere Exemplare in Paketen bekommen,
bezahlen für jeden Bezieher 2,8 €
- Abonnenten aus dem Ausland, die ihr Monatsblatt einzeln per
Post bekommen, bezahlen 22,- €
Bitte nicht übersehen!
Zahlungsart:
Abonnenten aus der Slowakei können bar auf der Post mit der
H-Überweisung bezahlen oder auf unser Konto überweisen:
Bank: Slovenská sporiteľňa
Kontoname: Karpatskonemecký spolok na Slovensku, Karpatenblatt, redakcia, 058 01 Poprad
Kontonummer: 0491140816
Bankkode: 0900
Abonnenten aus dem Ausland bezahlen ihre Abonnementsgebühr auf das Konto:
Bank: Tatra Banka, a.s., Bratislava
Kontoname: Karpatskonemecký spolok na Slovensku
Adresse: Lichardova 20, 040 01 Košice
IBAN: SK89 1100 0000 002628016701
SWIFT-Code (BIC): TATRSKBX
In stiller Trauer
Die OG des KDV in Hopgarten verabschiedete sich von
ihrem langjährigen und aktiven Mitglied, Herrn
Johann LOMPART,
der uns am 2.Dezember 2O13 im Alter von 85 Jahren für
immer verlassen hat. Gott gebe ihm die ewige Ruhe.
„Heimatglocken“ Geistlicher Monatsgruß von Missionspfarrer Thomas Herwing, Rimavská Sobota/Großsteffelsdorf
„Du sollst seinen Namen Jesus nennen; denn er wird
Matthäus 1,21
sein Volk erretten von seinen Sünden“
Weihnachten heißt Ankunft Gottes, des
Retters – als Sohn Gottes auf Erden. Im Alten
und Neuen Testament offenbart sich Gott mit
seinem Namen bevor er seinen Rettungsplan
durchführt. In 2. Mose 3,14 stellt Gott sich Mose
mit seinem Namen „Jahwe“ (Ich bin, der ich bin)
vor. Der Auszug aus Ägypten – der erste Exodus
– ist Vorschattung für die Rettung aus der Sklavenschaft des Todes, des Teufels und der Sünde, die durch Jesus Christus erwirkt wurde, für
die, die ihm ganz vertrauen und lieben. Durch
Christus geschah der zweite und endgültige
Exodus. Dabei wurde der Sohn Gottes vor seiner Geburt mit dem Namen „Jesus“ vorgestellt,
was übersetzt heißt: „Jahwe ist Rettung“ oder
„Jahwe rettet“; und in Matthäus 1,23 als der
„Immanuel“ - als „Gott mit uns“.
Um die Tragweite dieser Vorstellung Gottes
im Alten und Neuen Testament zu begreifen,
einige Bemerkungen dazu. 2. Mose 3,14 deutet darauf hin, dass Gott sich zum einen als
der Absolute vorstellt, der das absolute Sein
ist, d.h.: Der sich offenbarende, lebende Gott,
der ist und der sich als wirksam erweist. Zum
anderen stellt Gott sich als der vor, der mit seinem Volk ist, d.h. mit ihnen – in ihrem Leben
– auf dem Weg ist, sie treu begleitet.
Gottes absolutes Sein und Wesen bedeutet zunächst, dass er keinen Anfang und kein
Ende hat. Er ist der einzige, der sich nie die Frage stellt: „Wer hat mich ins Dasein geworfen?“
Gott ist die erste Ursache. Das bedeutet folglich, dass alles, was nicht Gott ist, vollkommen
von Gott abhängt. Alles, was nicht Gott ist, ist
sekundär und abhängig. Das ganze Universum
ist völlig zweitrangig - nicht primär. Es entstand
durch Gott und es bleibt jeden Augenblick von
seinen Entscheidungen abhängig. Gottes absolutes Wesen bedeutet, dass das ganze Universum - im Vergleich zu Gott – nichts ist.
Gottes absolutes Sein bedeutet auch, dass
Gott konstant ist. Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Er kann nicht verbessert
werden. Er kann nicht etwas werden. Er ist,
wer er ist. Es gibt keine Entwicklung in Gott.
Keine Fortschritte. Absolute Perfektion kann
nicht verbessert werden. Gottes absolutes
Sein bedeutet, dass er der absolute Maßstab
der Wahrheit, Liebe und Güte ist. Gottes absolutes Sein bedeutet, dass, was immer ihm
gefällt und was immer er will, es immer richtig
und immer im Einklang mit der Wahrheit ist. Er
ist völlig frei von jeglichen Zwängen, die nicht
aus dem Ratschluss seines Willens stammen.
Psalm 135,6: „Alles, was Gott will, das tut er im
Himmel und auf Erden.“
Daraus folgt als Konsequenz: Gottes absolutes Sein bedeutet, dass er die wichtigste und
wertvollste Wirklichkeit und die wichtigste
und wertvollste Person im Universum ist. Er
ist unendlich wertvoller und kostbarer als alles Geschaffene. Er ist es wert, dass wir ihm
mehr Interesse und mehr Aufmerksamkeit
und mehr Bewunderung und Freude und Vertrauen entgegenbringen, als allem anderen
im gesamten Universum.
Jesus hat den Namen „Jahwe“ auf sich
selbst angewendet, als er immer wieder sagte: „Ich bin“. Ich bin der Weg, die Wahrheit,
das Leben, der gute Hirte, die Tür, das Brot
des Lebens, das lebendige Wasser. Das heißt:
In und mit Jesus kommt dieser allmächtige
Schöpfergott (wie er sich vorgestellt hat in
2. Mose 3,14) uns Geschöpfen und Sündern
ganz nah. Noch viel mehr: Dieser absolute,
allmächtige, allgegenwärtige, allwissende,
heilige Gott ist in Jesus Christus mit denen,
die sich haben retten lassen von ihm! Jesus
hat Fleisch und Blut angenommen, damit
dieses Versuchungen ausgesetzt, angespuckt, ausgepeitscht, geschlagen, ans Kreuz
genagelt werden kann und damit er - der in
vollkommener Einheit und Harmonie mit
dem Vater lebte - die Gottesferne am Kreuz
erlebte - für uns zum Fluch wurde -, damit wir
mit Gott versöhnt werden! Christus kam in
diese Welt, damit Gott mit uns ist. Gott mit
uns Sündern? Die ihm täglich Sorgen bereiten? Die täglich ungehorsam sind? Und trotzdem: Gott mit uns? Ja; und trotzdem: Gott
mit uns! Welch einmalige Botschaft.
KALEIDOSKOP
12
Dezembergedanken
Krippenbau
im Hauerland
Die Weihnachtskrippe verdankt ihren Ursprung
dem menschlichen Bedürfnis, die Geheimnisse des
Glaubens anschaulich zu machen. So entstanden
schon im frühen Mittelalter die Mysterienspiele
und verschiedene Darstellungen von Krippen.
Mysterienspiele sind im Karpatenraum eine Seltenheit. Wir kennen zum Beispiel die Oberuferer
Weihnachtsspiele (Oberufer – Prievoz, heute ein
Teil von Pressburg). Sie kamen im siebzehnten
Jahrhundert mit Exulanten aus Oberösterreich
und Bayern nach Oberufer.
Umso mehr wurde die Tradition des Krippenbaus
auf diesem Gebiet verbreitet, besonders im Hauerland und in allen Bergbaugebieten der Slowakei.
Der Gründer dieser Tradition ist Franz von Assisi, der im Jahre 1223 einen Stall baute und ihn
mit Maria, Josef und dem Jesulein bevölkerte. Die
Krippe trat bald einen Siegeszug durch die christliche Welt an. Sie eroberte nicht nur Kathedralen
und Kirchen, sondern auch Privathäuser.
So war es auch im Hauerland. Die Vorbereitung zum Bau einer Krippe war schon lange vor
der Adventzeit im Gange. Das Moos musste man
aus dem Walde bringen bevor der erste Schnee
fiel und alles bedeckte. Im Hauerland war die
Landschaft der Krippe natürlich grün. Sehr selten erschienen dabei städtische mittelalterliche
Architekturen, wie in Tirol oder in Deutschland
es üblich war. Meistens nur eine Andeutung der
Stadt Bethlehem.
Im Vordergrund der Krippe stand oft eine
Schmiede mit dem Schmied, der heftig auf den
Ambos hämmerte, oder eine Mühle mit dem davor stehenden Müller, der erschrocken nach dem
Lichtenstern guckt. Eine Mühle bot auch gute Gelegenheit, etwas einfach Bewegliches in die Krippe
einzubauen, ein Mühlrad. Vor allem konnten hier
nicht eine Hirtenhütte, Schafe und Hirten fehlen.
Ein Hirte mit dem Lämmlein auf den Schultern eilt
zur Krippe, ein Bergmann kniet schon davor.
Das verwendete Material war Holz oder Pappe.
Die Figuren wurden vorwiegend selbst geschnitzt.
Jedes Jahr wollte Familie etwas Neues in der Krippe sehen.
Die Schnitzer arbeiteten an der Gestaltung der
Krippe das ganze Jahr hindurch. Dazu musste
eine Veranlagung und ein Stück Phantasie vorhanden sein. Nach der mündlichen Überlieferung
sollte es schöne Krippen im Hauerland geben. Leider, es ist so gut wie nichts davon erhalten.
Es war eine Aufgabe des Vaters und der männlichen Mitglieder der Familie, Sorge für den Bau
einer Weihnachtskrippe zu tragen. Sie wurde meistens in eine Stubenecke aufgestellt und als die
kleine Öllampe angezündet wurde, ging die Erwartung des Christkindes in Erfüllung. Eine Frauenfigur in Bethlehem, so wurde hier die Krippe genannt, erzählt ihrer Nachbarin das große Ereignis
der heiligen Nacht und die Familie erlebt es jedes
Jahr von neuem.
Große Poesie und frohes Volksgemüt sprach aus
allen Krippendarstellungen und sie gehörten zum
Weihnachtsfest der Hauerländer genau wie der
Christbaum.
Marian MARKUS
Erwartung bei allen
und innere Einkehr.
Singen und Erzählen
bei Kerzenschein.
Die dunkle Zeit mit
dem Licht der Hoffnung
ist gekommen.
Das Leben richtet sich
ein auf die Ankunft
des Heilands.
Kinderaugen hängen
jeden Tag am
Kalender und warten,
was ihnen aus dem Türchen
an Freude geschenkt wird,
bevor der Tag der
allergrößten Freude
endlich anbricht.
Helmut Freiherr von
SCHEURL-DEFERSDORF
MANGEL AN FLÜSSIGKEIT
DIE URSACHE FÜR VERWIRRTHEIT? Das Vernachlässigen und der Mangel an
Flüssigkeitszunahme bei älteren Menschen führen des
Öfteren zu einem Zustand
der Verwirrtheit. Im hohen
Alter kann das Bedürfnis, den
Durst zu Stillen, ausbleiben
und begünstigt somit den
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Umstand der Verwirrtheit. In
Verbindung mit beispielsweise einem hohen Blutdruck
oder einem schnellen Puls
kann die Verwirrtheit lebensbedrohlich sein.
SCHWANGERSCHAFT: EINNAHME VON PARACETAMOL KANN SICH NEGATIV
AUF DAS KIND AUSWIRKEN
Paracetamol ist für Schwangere oftmals das Schmerzmittel
der Wahl. Allerdings ist bei der
Anwendung des Schmerzmittels in der Schwangerschaft
Vorsicht zu genießen. Eine
neue Studie aus Norwegen
und Kanada über Langzeitfolgen hat dies nun bestätigt. Paracetamol kann sich
langfristig auf die Kindesentwicklung auswirken, so die
Studie. Mütter, die an mehr
als 28 Tagen Paracetamol
genommen haben, bringen
Kinder mit schlechteren grobmotorischen Fähigkeiten auf
die Welt als Mütter, die kein
Paracetamol genommen hatten. Des Weiteren wurde bei
Kindern, deren Mütter auf
das Schmerzmittel verzichtet
haben, weniger häufig von
Verhaltensauffälligkeiten berichtet. Die Studie bestätige
damit die Befürchtung, dass
sich Paracetamol negativ
auf Kinder auswirken kann,
so Professor Dr. Hedvig Nordeng.
MONTAG IST DER TAG,
AN DEM RAUCHER IHREN
GLIMMSTENGEL WEGLEGEN WOLLEN Eine Studie
des Fachblatts „Internal
Medicine“ aus den USA
hat nahegelegt, dass jeder
Montag der Tag der guten
Vorsätze ist. Die Forscher
analysierten die Montags
eingegebenen Begriffe bei
der Internet-Suchmaschine
Google. So wird Montags
von Rauchern oftmals darüber nachgedacht, mit dem
Rauchen aufzuhören. Die
englischsprachigen Abfragen zu dem Thema sind
Montags elf Prozent höher
als zum Beispiel Mittwochs.
„Wir wissen, dass Raucher
oft mehrere Anläufe brauchen, bis es mit dem Aufhören klappt“, so die Autorin
der Studie, Joanna E. Cohen.
(Quelle: Internet)
NOMEN EST OMEN
Kleines
Vornamenlexikon
H
HARTMUT - Auch: Hartmuth. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: „harti” = hart;
stark und „muot” = Mut; Eifer.
HARTWIG - Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: „harti“ = hart; stark und „wig“ = Kampf.
HEDWIG, HADWIG - Niederländisch: Hedwigis. Schwedisch: Hedvig. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: „hadu” = Streit und
„wig” = Krieg; Kampf.
HEIDI - Kurzform von Adelheid bzw. Namen,
die mit „Heide-“ beginnen.
HEIKE - Auch: Heikea, Heinke. Niederdeutsche und friesische Kurzformen von Heinrike.
HEINRICH - Ursprünglich aus dem Sächsischen „Hainreich“ bzw. „Heimerich“ oder dem
althochdeutschen „Haganrich“. Bedeutung:
„hag“ = Einhegung; Hag; Hecke, und „rihhi“ =
mächtig; reich.
HELENA, HELENE - Aus dem Griechischen.
Bedeutung: „hélá“ = (Sonnen)Schein, nach Helios, dem griechischen Sonnengott. (Oder von
selene = „Mond“ bzw. selas = „Licht; Glanz“).
HELGA - Aus dem Schwedischen. Bedeutung:
„helig” = gesund; heil.
HELMER, HELMAR - Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: „helm“ = Schutz; Helm, und
„heri“ = Heer.
HELMUT - Auch: Hellmut, Helmuth, Hellmuth.
Seit ca. 1800 gebräuchlicher deutscher Name.
Ursprünglich wahrscheinlich Heilmut oder Hildemut (bzw. Hildimod, Helmeth). Aus dem Althoch-
deutschen. Bedeutung: „helm” = Schutz; Helm,
oder „hiltja” = Kampf, und „muot”= Mut; Eifer.
HERALD - Neuform von Herwald. Aus dem
Althochdeutschen. Bedeutung: „heri“ = Heer,
und „waltan“ = herrschen; walten.
HERBERT - Auch: Heribert. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: „heri” = Heer, und „beraht” = glänzend; prächtig.
HERMANN - Auch: Harman, Herman, Herrmann, Harmen (friesisch); Herman (englisch);
Armand (französisch, ungarisch); Ermanno,
Erminio, Armando (italienisch). Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: „heri” = Heer, und
„man” = Mann; Mensch.
HERTA, HERTHA - Nach der germanischen
Göttin Nerthus (nach Tacitus Mutter Erde und
Fruchtbarkeitsgöttin).
HIERONYMUS - Slawisch: Jaronim, Jarolim;
französisch: Jérôme; Italienisch: Geronimo, Girolamo; englisch: Hierom(e), Gerome, Jerome;
spanisch: Jeronimo; Auch: Jeronimus, Geronimus, Grommes, Gromer. Aus dem Griechischen. Bedeutung: „hierós“ = heilig, und „ónyma, ónoma“ = Name.
HILDEBRAND - Aus dem Althochdeutschen.
Bedeutung: „hiltja“ = Kampf, und „brand,
brant“ = flammendes Schwert.
HILDEGARD - Auch: Hildegart. Aus dem
Althochdeutschen. Schon im Mittelalter weit
verbreitet. Bedeutung: „hiltja“ = Kampf, und
„gard“ = Hort; Schutz.
HOLGER - Aus dem Altschwedischen:
„Holmger“ bzw. Altisländischen: „Holmgeirr“.
Bedeutung: „holmi, holmr“ = Insel(bewohner)
und „geirr“ = Speer.
am
(Quelle: Internet)
Fortsetzung folgt
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NACHRICHTEN AUS HEIM UND FAMILIE
Steinbock
(22.12. bis 20.01.)
Ungezügelte Kräfte, überzogene
Erwartungen und eine untypische
Ungeduld erweisen sich in der ersten
Jahreshälfte als wahre Stolpersteine.
Dass Sie mal ganz neue Wege gehen
möchten, ist in Ordnung. Schütten Sie
das Kind aber nicht mit dem Bade aus.
Ihr ausgeprägtes Durchsetzungsbedürfnis ist auch vertretbar. Vergessen
Sie darüber aber nicht die Regeln der
Diplomatie und Fairness. Schaffen Sie
sich Freunde und keine Feinde.
Langweilig wird es bis zum Sommer
sicher nicht. Jedoch geht es Ihnen nicht
wie sonst - um Beständigkeit; Sie suchen den Kick und reagieren auf Routine höchst allergisch. Leider können
Sie damit die Beziehungsfundamente
stark ins Wanken bringen. Übertreiben
Sie es nicht. Am Ende gibt es sonst nur
Frust. Singles dürfen sich auf einen
heißen Flirt freuen und genießen. Allerdings sollten Sie Ihr Herz nicht im
Schnellverfahren verschenken; Sie
könnten einem Strohfeuer erliegen.
Lassen Sie Zeit ins Land streichen, bevor Sie das Aufgebot bestellen.
Jupiter und Mars machen Sie bis
Jahresmitte ungewohnt leichtsinnig,
Uranus das ganze Jahr über recht risikofreudig. Und wenn Sie nicht aufpassen, kommt eher früher als später
ein „Blauer Brief“ von der Bank. Etwas
kritisch kann es werden, wenn Sie die
Rücklagen angreifen. Also: Finger weg
vom Sparstrumpf! Im Berufsleben entwickeln Sie besonders viel Ehrgeiz. Das
kann Sie voranbringen. Doch wenn Sie
es übertreiben, schaffen Sie sich eher
Feinde als Mitstreiter. Lassen Sie bitte
Fairplay und Diplomatie walten. Ein
bisschen Geduld möglichst auch.
Ganz gewiss brauchen Sie sich
nicht ständig in Watte zu packen.
Doch Sie sollten grundsätzlich darauf achten, dass Sie Ihre Kondition
nicht überschätzen. Auch die Nerven
reagieren vielleicht empfindlicher
als sonst. Von daher müssen Sie sich
nicht über Gebühr verausgaben,
sondern Vernunft walten lassen und
gelegentlich schöpferische Pausen
einlegen. Setzen Sie häufiger auf bewusste Entspannung. Bis zum Sommer allemal, weil Sie mit einer MarsSpannung übers Ziel hinaus schießen
und dringend Phasen zum Relaxen
bzw. Auftanken brauchen.
Wir gratulieren
Region I. Pressburg
gratuliert Rosa Bucala geb. Slezáková zum 83., Dagmar Boušková zum
63., Johann Badura zum 86., Ing.
Horst Čapák zum 62., Ing. Peter Cupaník zum 39., Prof. Ing. Otto Csabay zum 76., Ing. Jana Floreánová
zum 35., Mária Gschwindtová zum
83., Anna Hartmannová zum 76.,
Irma König zum 84., RNDr. Mária
Koňakovská zum 78., Ingeborg
Kuchtová geb. Thale zum 80., Marian Kordik zum 50., Kristina Manáková zum 62., Hilda Nagy zum 88.,
Ing. Otokar Nápravník zum 62., Ing.
Rudolf Posch zum 55., Rosa Siebenstich geb. Bachl zum 92., Hermine
Szomolányi zum 92., Ing. Zdenek
Trochta zum 87., Edith Tomko geb.
Šimkovič zum 82., Rosa Vilinová
geb. Kováč zum 83., Ing. Ivan Vrábel
zum 70., Ivana Veselovská geb. Slivková zum 26., Stanislav Žlnay zum
26. Geburtstag. Wir wünschen viel
Glück bei bester Gesundheit, und
Zufriedenheit mit Gottes Segen in
den weiteren Lebensjahren.
Region II. Hauerland
● Die OG des KDV in Tužina/
Schmiedshau gratuliert Jozef
Gross zum 83., Adela Slobodová
zum 80., Kornelia Richterová zum
76., Elisabeth Šovčíková zum 76.,
Anna Čertíková zum 75., Ľudmila
Pračková zum 73., Štefan Schwertschik zum 69., Marian Galus zum
59., Hilda Pojezdalová zum 49.,
Daniela Lileková zum 46., Dáša
Bačíková zum 45., Ing. Andrea Šovčíková zum 44., Eva Greschnerová
zum 43. und Pavel Filkorn zum 43.
Geburtstag. Alles Gute, viel Glück,
Gesundheit und Zufriedenheit.
● Die OG des KDV in Horná
Štubňa/Ober-Stuben gratuliert
Ludovít Frindt zum 49., Hilda Gregorová zum 63., Anna Krištová
zum 72., Martina Plevková zum 30.,
Anna Rafajová zum 73., Radomír
Sklenár zum 57., Anna Smolenová
zum 68., Gabriela Talafúsová zum
50., Štefan Weiss zum 74., Kristína Weissová zum 70. und Erika
Žiaková zum 73. Geburtstag. Alles
Gute, viel Gesundheit und Gottes
Segen im Kreise Ihrer Familien!
● Die OG des KDV in Handlová/
Krickerhau gratuliert Ladislav
Sombathy zum 90., Margita Neuschlová zum 77., Ján Ihring zum
75., Sidónia Chovancová zum 74.,
Hilda Fabianová zum 70., Mária
Nieburová zum 65., Ing. Eduard
Holub zum 54. und Anna Bartalská zum 52. Geburtstag. Von ganzem Herzen wünschen wir alles
Gute, viel Gesundheit und Zufriedenheit in den weiteren Jahren!
● Die OG des KDV in Kľačno/Gaidel gratuliert Juraj Solčány zum
47. und Viliam Solčány zum 46. Geburtstag. Gottes Segen, Gesundheit und alles Gute.
● Die OG des KDV in Turček/
Oberturz gratuliert Valéria Gajdošová zum 51., Igor Gajdoš zum
48, Erika Roháčová zum 73., Ľubomír Stračina zum 50. und Vincent Wágner zum 58. Geburtstag.
Wir wünschen dir alles Gute zu
deinem nächsten Lebensjahr im
Kreise deiner Lieben mit Gottes
Hilfe.
● Die OG des KDV in Malinová/
Zeche gratuliert Štefan Richter
zum 77., Inge Klein zum 74., Erich
Krébes zum 66., Viliam Pálesch zum
66., Leopold Maurer zum 64., Ervin
Richter zum 63., Jozef Schwarz zum
KOCHEN SIE MIT UNS
Weihnachtswünsche
Zutaten:
20 dag Mehl glatt, 1 TL Backpulver, 18 dag Butter, 1 Prise Salz, 1 Packung Vanillezucker, 20 dag Topfen
Fülle: 10 dag gemahlene Nüsse, 7 dag Zucker, 1 Packung Vanillezucker, 1 EL Rum, 1 EL Milch oder Kaffee
Glasur: 6 dag Zucker, 1/16 L Wasser
Zubereitung:
Backrohr auf 190° vorheizen, Backblech mit Papier auslegen. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten und 1 Std. in den Kühlschrank
legen. Dann auf einem Brett dünn auswalken. Die eine Hälfte mit der
Fülle bestreichen, die 2. Hälfte darüber schlagen und rundherum gut
andrücken. Dann in 3 cm breite Streifen schneiden und schraubenförmig drehen (wie wenn man der Gans den Hals umdrehen wollte). Die
Stangerl 25 min. backen bis sie goldgelb sind. Wasser mit Zucker bis
zum kleinen Flug kochen und die heißen Stangerl bepinseln.
(Kleiner Flug: Zuckerwasser bei 120° wallend kochen lassen bis Blasen bleiben.)
Guten Appetit
13
62., Rudolf Schwarz zum 62., Silvia
Pediačová zum 59., Elfrida Richter
zum 55., Jana Vidová zum 52., Alfréd Luprich zum 51., Haydemari
Škrobáková zum 49., Zuzana Filkornová zum 42., Lenka Kmeťová zum
36. und Zuzana Žilová zum 36. Geburtstag. Wir wünschen viel Glück,
gute Gesundheit und Zufriedenheit
in den weiteren Jahren.
● Die OG des KDV in Kunešov/
Kuneschhau gratuliert Júlia Hrmová zum 80., Terézia Oswaldová
zum 64., Ing. Doc. Jozef Vaský zum
58. und Anna Neuschlová zum 54.
Geburtstag. Von ganzem Herzen
wünschen wir allen Jubilaren alles
Gute, vor allem Gesundheit und Zufriedenheit in den weiteren Jahren.
● Die OG des KDV in Nitrianske
Pravno/Deutsch-Proben
gratuliert Milan Matuška zum 83.,
Izolda Haragová zum 71., Lubomír
Gross zum 69., Mária Paleschová
zum 65., Ulrike Šverčíková zum
37. und Peter Znášik zum 32. Geburtstag. Viel Gesundheit, Glück
und Spaß in den weiteren Jahren.
● Die OG des KDV in Krahule/
Blaufuss gratuliert Maria Vahlandtová zum 49. und Ingrid
Paulovičová zum 48. Geburtstag.
Wir wünschen alles Gute, viel
Glück und Gesundheit, und viele
schöne Tage mit Gottes Segen.
● Die OG des KDV in Janova Lehota/Drexlerhau gratuliert Teodor
Stang zum 79., Eva Stangová zum
75., Anna Stredáková zum 73.,
Wilhelm Rosenberger zum 72.,
Rozália Hazuchová zum 65., Milan
Vlček zum 54., Štefan Legíň zum
52., Jozef Müller zum 33. und Petra
Legíňová zum 28. Geburtstag. Alles Gute, Gesundheit, Glück, Liebe,
Gottes Segen und ein langes zufriedenes Leben.
Region III. Oberzips
● Die OG des KDV in Poprad/
Deutschendorf gratuliert Emil
Schütz zum 89., Kurt Simonis
zum 81., Elisabeth Cibák zum 79.,
Habart Wittlinger zum 78., KarlHeinz Sieberer zum 70., Dagmar
Krullová zum 69., Lýdia Jančeková zum 67., Franzi Kovalčík zum
65. und Milena Májovská zum 59.
Geburtstag. Wir wünschen alles
Gute, viel Gesundheit, Glück und
Gottes Segen, und noch viele
schöne Tage im Kreise der Familie.
● Die OG des KDV in Kežmarok/
Kesmark gratuliert Laura Jurek
zum 91., Irena Pitoňak zum 84.
und Eva Kiss zum 66. Geburtstag.
Wir wünschen alles Gute, viel Gesundheit und Lebensmut in den
weiteren Jahren. Herzliche Grüsse
zum Geburtstag mit dem Wunsch
alles Gute und Gesundheit senden
wir auch Herrn Herbert Ohly nach
Weilburg.
(Fortsetzung S. 14)
NACHRICHTEN AUS HEIM UND FAMILIE
14
zum 55., Stefan Krafcik zum 50. und
Elisabeth Hanicak zum 40. Geburtstag. Positive Gefühle sind Freude
und Liebe. Pflege sie jeden Tag und
du wirst erleben, wie sie wachsen.
Die OG wünscht allen Freunden, Bekannten und Mitgliedern ein frohes
Weihnachtsfest und ein erfolgreiches und zufriedenstellendes neues
Jahr 2014 mit Gottes Segen.
Region IV. Unterzips
Wir gratulieren
(Fortsetzung von S. 13)
● Die OG des KDV in Spišská Nová
Ves/Zipser Neudorf gratuliert
Zoltan Oelschläger zum 82., Krista
Užiková zum 81., PhDr. Astrid Kostolníková zum 70. und Mgr. Dana
Muránska zum 42. Geburtstag. Wir
wünschen Gesundheit und Zufriedenheit im Kreise Ihrer Lieben.
● Die OG des KDV in Chmeľnica/
Hopgarten gratuliert Emilie Plestinsky zum 79., Maria Faba zum 77.,
Stefan Rindos zum 66., Stefan Klimko
zum 60., Hildegard Kozak zum 55.,
Josef Konkol zum 55., Stefan Gurka
● Die OG des KDV in Mníšek nad
Hnilcom/Einsiedel an der Göllnitz gratuliert Ladislav Kujnisch
zum 82., Irena Kluknavská zum 79.,
Gertrude Konrad zum 75., Ladislav
Minďár zum 56., Erika König zum 55.,
Ladislav Müller zum 52., Eva Müllerová zum 48., Walter Müller zum
47., Oľga Rusnáková zum 45. und
Richard Gužák zum 42. Geburtstag.
Gottes Segen, Gesundheit, Liebe,
Glück und Sonnenschein sollen für
immer in euren Herzen sein.
● Die OG des KDV in Dobšiná/
Dobschau gratuliert Michal Oravec zum 66. und Ing. Michal Neubauer zum 61. Geburtstag. Wir
wünschen alles Gute, Gesundheit,
Lebensfreude und Zufriedenheit.
● Die OG des KDV in Gelnica/Göllnitz gratuliert Anna Kalinská zum
85. Geburtstag. Wir wünschen
alles Gute. Viel Glück, Gesundheit
und viel Sonnenschein sollen Ihre
Begleiter sein.
● Die OG des KDV in Smolnícka
Huta/Schmöllnitz Hütte gratuliert
Ján Gedeon zum 76., Maria Topitzerová zum 62. und Blanka Čechová
zum 38. Geburtstag. An eurem Tage
denken wir in ganz besonderen Weise an Sie: Auf jedem Weg, den Sie
beschreiten, zu allen Zeiten möge
Sie Gottes Segen, Gesundheit, Freude und auch Mut begleiten. ● Die OG des KDV in Smolník/
Schmöllnitz
gratuliert
Eva
Fritšová zum 66., Mária Vasilcová
zum 55., Emília Farkašovká zum 53.
und Ján Franko zum 51. Geburtstag. Wir wünschen von ganzen
Herzen alles Gute viel Gottes Segen, Gesundheit, Glück und Sonnenschein in weiteren Jahren.
● Die OG des KDV in Švedlár/
Schwedler gratuliert Linda Patz
zum 71., Eva Končíková zum 49.
und Ivana Ogurčáková (Altwasser)
zum 39. Geburtstag. Auf einem
Zweig drei Vöglein singen, sie sollen euch drei Wünsche bringen.
Der erste Wunsch zu jeder Zeit,
Gesundheit, Freude und Fröhlichkeit. Der zweite Wunsch, ganz
klipp und klar, viel Glück im neuen Lebensjahr. Der dritte Wunsch,
es soll auf Erden, was man sich
wünscht erfüllt auch werden.
Region V. Bodvatal
● Die OG des KDV in Medzev/
Metzenseifen gratuliert Ján Be-
KB 12/2013
nedik zum 82., Slavomíra Bordiga
zum 24., Dagmar Hoffmann zum
41., Katarína Hoffmann zum 30.,
Karin Ivančík zum 29., Kristína
Jaššo zum 36., Jana Kutlik zum
21., Alžbeta Müller zum 77., Monika Müller zum 41., Mgr. Adriana Pöhm zum 42., Etela Schürger
zum 61., Denisa Szalka zum 34.,
Ján Širocky zum 90. und Ján Tomasch zum 84. Geburtstag. Und
Gott der Vater gebe euch, was nur
euer Herz verlangt, dass in eurem
Leben hier ein ewiger Frühling
prangt.
● Die OG des KDV in Vyšný
Medzev/Ober-Metzenseifen
gratuliert Eva Meder zum 75.
und Maria Eiben zum 68. Geburtstag. Es kommt der bunte
Blumenstrauß mit besten Wünschen dir ins Haus. Sei froh und
glücklich allezeit in herzlicher
Geselligkeit.
● Die OG des KDV in Košice/Kaschau gratuliert Zora Gedeonová
zum 77., Valéria Fritz zum 73., Julia
Jakab zum 73., Waltraud Schwarz
zum 71., Susanne Széplaki zum
65., Mária Šušková zum 64., Štefan
Thuroczy zum 64., Dagmar Hajduová zum 63., Igor Soska zum
40., Lucia Urbančoková zum 38.
und Dagmar Thuroczy zum 35.
Geburtstag. Alles Gute, viel Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit im Kreise Ihrer Liebsten.
Wir alle beim
Karpatenblatt wünschen
Ihnen, unseren Lesern,
Landsleuten, Freunden und
Sympathisanten, sowohl
in der Slowakei, als auch
überall in der Welt, ein
gnadenreiches, besinnliches
Fest der Hoffnung. Gesegnete
Weihnachten und ein gesundes,
friedliches, glückliches Jahr
2014 wünschen wir euch von
ganzen Herzen.
REDAKTION
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KARPATENBLATT, mesačník Nemcov na Slovensku. Realizované s finančnou podporou Úradu vlády
Slovenskej republiky - program Kultúra národnostných
menšín 2013.
Vydavateľ: Karpatskonemecký spolok na Slovensku,
Lichardova 20, 040 01 Košice, IČO 17 083 664
Ročník: 22. • Číslo: 257 • Dátum vydania: 15. december
2013
Cena výtlačku: 0,58 €
ISSN - 1336-0736 • Evidenčné číslo: 3095/09 • Náklad:
2000 výtlačkov
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