Echte Geschichten von echten Menschen werden sich durchsetzen

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Echte Geschichten von echten Menschen werden sich durchsetzen
Echte Geschichten von echten Menschen werden sich durchsetzen
Echte Geschichten von echten
Menschen werden sich durchsetzen
Arbeit mit und in jugendlichen Subkulturen
von Jörg Matthias Bock
Rappen ist eine Art Wortakrobatik,
mit der die eigene Botschaft
transportiert werden soll.
Mir wurde die Frage gestellt, ob ich nicht Lust hätte, einen
Bericht über unsere Arbeit im Musikbereich des HdJ Steilshoop zu machen. Nun, ich dachte, es wäre ja nicht schlecht,
diese einmal vorzustellen. Aber wo fange ich an? Vielleicht
damit, dass das Haus schon eine weit über dreißigjährige Erfahrung in diesem Bereich besitzt, und ich selber mittlerweile
auch schon zwanzig davon. Oder damit, welchen hohen Stellenwert Musikangebote in der freizeitpädagogischen Arbeit
für uns heute haben und welche Erfolge wir damit erreichen:
nämlich dass junge Menschen etwas wollen und – noch viel
wichtiger – dass sie dafür etwas tun.
neues Angebot: Hip Hop Corner. Immer donnerstags können
hier auch jüngere Anfänger unter Anleitung das Texten und
Rappen lernen. Ein Ziel des Gruppenleiters ist es, Kakophonien und das Arbeiten an Klischee-Reimen auf ein Mindestmaß zu reduzieren bzw. durch andere Texte abzulösen. Rappen ist eine Art Wortakrobatik, mit der die eigene Botschaft
transportiert werden soll. Die Kids, deren Eltern aus dem Libanon, Afghanistan oder Ex-Jugoslawien stammen, haben eigene Geschichten zu erzählen (s. Texte der 13-jährigen
Hip-Hopper Wortwaffe). Das Kind aus der Hartz-IV-Familie
auch. Niemand hat es nötig, wiederzukäuen, was Sido, Bushido und Konsorten schon zum zehntausendsten Mal gemacht
haben. Manch hartgesottener Sozialpädagoge freut sich schon
Foto: HdJ Steilshoop
Wir haben ein Tonstudio, das zurzeit auf digitale Technik umgestellt wird. Bis zum Sommer war die etwa 40 Jahre alte analoge 16-Spur-Bandmaschine Basis für Aufnahmen. Nicht nur
unsere Hausbands nehmen dort ihre CDs auf, mittlerweile
kommen Bands aus ganz Hamburg. Die Musik geht querbeet,
von Punk bis zu Hip-Hop, von Hardcore Metal bis zu Jazz.
Unsere Tonstudiogruppe übernimmt auch die Livebeschallung und das Mixen bei Musikveranstaltungen.
Der Proberaum, der legendäre „E 3“, ist heiß begehrt, die Probezeiten müssen wir einteilen. Dort können in der Woche maximal elf Bands bzw. Projekte proben. Bei einer durchschnittlichen Band- bzw. Projektstärke von fünf Personen sind dies
immerhin 55 Jugendliche. Die Nachfrage ist natürlich höher,
denn Proberäume sind knapp und teuer. Entsprechend lang ist
die Warteliste. Das Equipment kann man sich nicht mal eben
vom Taschengeld kaufen. Im E 3 steht eine komplette Bandanlage: Schlagzeug, Gesangsanlage, Gitarren- und Bassverstärker. Auch E-Gitarre, E-Bass und Keyboard können zum
Proben geliehen werden, für übungswillige DJs gibt es „Plattendreher“ samt Mischpult. In diesem Raum üben die Gruppen autonom, wenn sie Unterstützung möchten, geben wir ihnen diese.
auf den Untergang des „Gangsta Rap“ mit seinen ewig gleichen Phrasen (persönlich werde ich wohl auch nicht in Tränen ausbrechen). Echte Geschichten von echten Menschen
werden sich stattdessen durchsetzen. Und darum geht es in
der Textarbeit mit den jungen Hip-Hoppern.
Klischee-Reime
auf ein Mindestmaß reduzieren
Im anderen Teil des Hip Hop Corner kann man per Computer
selbst seine Beats erstellen, dieses sogar mit einem relativ
professionellen Programm. Unterstützung von einem Fachmann gibt es natürlich auch hier. Die ganze Musikanlage mit
Powermixer, Computer und Bildschirm steht in einem rollbaren Case, das wir auch als mobiles Tonstudio einsetzen können. So geschehen auf dem Familientag im Rathaus 2007 und
beim „Chill dich schlau“-Event auf dem Wandsbeker Markt
2008.
Hip-Hop hat im Haus Tradition. Neben den selbstständig arbeitenden Projekten gibt es für den Nachwuchs ein relativ
Ursprungszelle und Basis der musikalischen Bildung ist der
Bandbetreuungsbereich. Hier können Kinder und Jugendli-
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che lernen, in einer Band Musik zu machen, auch und gerade
als Anfänger. Es steht ein komplettes Bandequipment incl. aller möglichen Instrumente zur Verfügung und dazu ein freiberuflicher Allroundmusiker (und gelernter Sozialpädagoge),
der das Angebot drei Mal in der Woche leitet. In dem angeleiteten Bereich üben jeweils zwanzig bis dreißig Kinder und Jugendliche. Die Bandbreite reicht vom Gitarrenkurs für 10- bis
11-jährige Kinder über mehrere Mädchenbands bis zum
freesteils.chor, einer 10-köpfigen Chorformation. Hier wird
die Nachwuchsarbeit in „handgemachter“ Musik geleistet. Instrumental-Einzelunterricht ist natürlich nicht möglich. Dafür
gibt es Musikschulen oder Instrumenten-Lehrer. Sehr wohl
möglich ist aber Einzelförderung im Gruppenzusammenhang, die der Entwicklung von Persönlichkeit und Talent
Raum gibt. Und so ist z.B. aus einer ehemals reinen Jungen-Gitarrengruppe inzwischen eine kleine Band mit Sängerin geworden. Ergänzt wird diese Arbeit durch Gesangstraining und „Kreatives Texten“ in Workshop-Form.
Foto: HdJ Steilshoop
Im Rahmen der Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe gibt es zwei Musikangebote im Nachmittagsbereich für die
örtliche Stadtteilschule mit Gitarren- und Keyboardunterricht
und Hip-Hop-Texten. Wie zu erwarten sind diese Neigungsgruppen bei den SchülerInnen äußerst beliebt.
Images sind Teil der Musikstile
in jugendlichen Subkulturen
Der Höhepunkt ist natürlich der erste Auftritt. Einmal vor
Freunden und anderen Leuten auf der Bühne zu stehen, zu
zeigen, was man kann, das baut das Selbstbewusstsein auf!
Auftritte bei Veranstaltungen haben für alle Teilnehmer einen
sehr hohen Reiz, setzen aber eine entsprechende Vorbereitung voraus: Lernen, Üben, Planen. Mittlerweile sind auf
Hamburger Bühnen und darüber hinaus einige Musiker unterwegs, die hier im Haus ihre Anfänge gemacht haben. Sie sind
Amateur- und Profimusiker geworden, die die öffentliche
Kulturlandschaft bereichern und ohne die Offene Kinder- und
Jugendarbeit sicher nicht dazu gekommen wären. Übrigens:
Otto Waalkes hatte seine frühen Auftritte u.a. im HdJ Flachs-
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Niemand hat es nötig, wiederzukäuen, was
Sido und Konsorten schon zum
zehntausendsten Mal gemacht haben.
land. Auch die Scorpions starteten ihre Karriere in Jugendzentren. Natürlich ist späterer Erfolg nicht das vorherrschende Ziel in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, aber er motiviert Kinder und Jugendlichen. Wenn dieses Ziel erreicht ist,
ist die Arbeit erfolgreich.
Vorbild Gangsta Rap:
„Komm in mein Getto – ich stech dich ab“
Subkultur hatte für Jugendliche schon immer einen hohen
Stellenwert. Abgrenzung zur Erwachsenenwelt, die Auseinandersetzung mit Normen und Werten in der Gesellschaft und
das Finden einer eigenen Ausdrucksform und Identität sind
Weg und Ziel. Sei es der Rock ’n’ Roll in den fünfziger, die
Beatmusik in den sechziger, die Rockmusik in den siebziger,
der Punk in den achtziger Jahren oder eben der Hip-Hop in
den neunziger Jahren bis heute. Die Bedürfnisse der Jugendlichen, die damit transportiert werden, sind immer ähnlich oder
gleich, nur Bekleidung und Musik wechseln. Jugendliche suchen die Abgrenzung zur Erwachsenenwelt. Das war früher
so, wenn sich die Bevölkerung über Elvis‘ Hüftschwung empörte, oder wie es ein älterer Sozialarbeiter beschreibt: „Als
Jugendlicher wurde ich als arbeitsscheuer Asozialer bezeichnet, weil ich mit langen Haaren und Rockmusik die
Erwachsenen schockierte.“ Und es ist heute nicht anders.
Es ist auch nachvollziehbar, dass heutige Generationen
schwerere Kaliber auffahren müssen, um zu schocken. Dann
klingt das, etwa im Gangsta Rap, so: „Komm in mein Ghetto –
ich stech dich ab.“ Diese Zeile fiel bei einem Auftritt von
Rappern eines Berliner Hip-Hop-Labels. Eben noch hatten
die Berliner Rapper, damals gerade „angesagt“, ohne Bezahlung einen sehr konstruktiven Hip-Hop-Workshop mit Jugendlichen bei uns durchgeführt, erklärtermaßen mit dem
Ziel, Sprache kreativ einzusetzen, ohne dumpfe Vokabeln zu
nutzen. Beim Live-Auftritt dann dieser Klischee-Text.
Aber auch das ist Offene Arbeit: In der Jugendkultur ist Auseinandersetzung ein Teil des „täglichen Brots“. Wie oft sitzen
wir mit Jugendlichen zusammen und diskutieren über Verhalten und Äußerungen Jugendlicher, die z.B. der vollen Überzeugung sind, dass es absolut okay sei, jeden Tag zugekifft zu
sein, weil dieser Stil zum Hip-Hop gehöre. Images sind Teil
der Musikstile in jugendlichen Subkulturen, wie sollen sie
sich auch letztlich sonst von der Erwachsenenwelt abgrenzen.
Abgrenzung zur Erwachsenenwelt und
das Finden einer eigenen Ausdrucksform
sind Weg und zugleich Ziel.
Echte Geschichten von echten Menschen werden sich durchsetzen
Wie oft sitzen wir mit Jugendlichen
zusammen und diskutieren über deren
Verhalten und Äußerungen.
Interventionsbedarf entsteht, wenn Jugendliche die Realität
und die von der Musikindustrie promoteten Produkte nicht
mehr auseinanderhalten können.
Life ist MTV. Wenn in Rap-Videos in Klischees gebadet
wird, wenn bündelweise Dollars, Goldketten, dicke Autos,
halbnackte Frauen dargestellt werden, eine Gang gewaltverherrlichende Texte rappt, und dann ein fünfzehnjähriger Jugendlicher aufsteht und einem Pädagogen erklären will, das
so das Leben funktioniert, dann ist dieser Lifestyle für den
weiteren Lebensweg des Jugendlichen mehr als kritisch zu sehen. Gleiches gilt, wenn Jugendliche in dieser Lebensphase
hängen bleiben und sich nicht mehr weiter entwickeln.
zu erzielen. Denn Geschichten haben viele unserer Jugendlicher zu erzählen und Musik ist ein gutes Medium dafür. Wie
gesagt: Echte Geschichten von echten Menschen werden sich
durchsetzen.
Die Vielschichtigkeit musikalischer Subkultur ist reizvoll,
nicht alle Jugendliche sind Hip-Hopper, wie auch nicht alle
Jugendlichen Rocker sind. Nicht der Mainstream ergibt das
Bild der Jugendlichen. Der Arbeitsbereich in der Offenen
Kinder- und Jugendarbeit mit dem Schwerpunkt Musikarbeit
liegt im Spannungsfeld zwischen musikalischer Förderung
und sozialer Arbeit im Freizeitbildungsbereich und unterscheidet sich immens von der kommerziellen Musikschule
oder vom schulischen Musikunterricht. Die Auseinandersetzung mit Normen und Werten in der Pubertät ist unser Tagesgeschäft, sie beinhaltet Fördern, Unterstützen, Intervenieren
und Beraten und manchmal auch einfach nur: Spaß an Musik
zu vermitteln.
Foto: HdJ Steilshoop
Ein Rapper muss stoned sein –
Punks duschen mit Bier …
Einmal jährlich findet ein suchtpräventiver Musikworkshop
in Hildesheim statt. Dieser dauert vier Tage und thematisiert
aktuelle suchtspezifische Themen. Dabei werden über das
Medium Musik Projekte erarbeitet, die Jugendliche interessieren und über die eine Auseinandersetzung ermöglicht
wird. Beispiele: Ein Rapper muss stoned sein, um cool zu
sein. Echte Rocker und Punks duschen mit Bier. Vom Koks
als Statussymbol des Erfolgreichen mal ganz zu schweigen.
Klingt nach Klischee? Ist aber so, medial eingebläut, in den
Köpfen vorhanden. Die suchtpräventive Arbeit mit Musikworkshops im freizeitpädagogischen Bereich hat hier eine
Chance, entgegenzuwirken, da suchtspezifische und jugendkulturelle Themen, über Musik und Freizeit transportiert, einen reizvollen Charakter für die Jugendlichen haben.
Diese hohe Akzeptanz ermöglicht ernsthafte Auseinandersetzung mit den hochgradig „uncoolen“ Nebenwirkungen der
Sucht.
Und ob es nun Hip-Hopper, Punks oder andere sind: Jugendkulturarbeit ist auch Bildungsarbeit: Abspulen von dumpfen,
sexistischen, rassistischen und gewaltverherrlichenden Texten können und wollen wir nicht tolerieren. Diese Regel wird
in unserem Haus, trotz oder wegen der zahllosen Diskussionen mit den Jugendlichen, im Wesentlichen akzeptiert. Und
das Auseinandersetzen mit dem sprachlichen Umgang ist ein
intensiver und auch fruchtbarer Aspekt unserer Arbeit. Sprache kann in der Musik auch intelligent eingesetzt werden, um
seine eigene Geschichte zu erzählen und dadurch mehr Effekt
Abspulen von dumpfen, sexistischen,
rassistischen und gewaltverherrlichenden
Texten tolerieren wir nicht.
Zur Bildungsarbeit gehört,
hinter die Kulissen zu schauen
Zur Bildungsarbeit gehört aber auch, hinter die Kulissen zu
schauen, zu sehen, wie die Musik- und Medienindustrie arbeitet und einen beeinflusst. Selbst zu erfahren, wie es ist,
Musik zu machen, daran zu arbeiten, schärft den Blick für die
Realität. Musikmachen ist kein „Geldmachen“, sondern das
Aneignen von Handwerkszeug, um sich auszudrücken, um
kreativ, kritisch und künstlerisch zu sein. Wenn dieses mit unserer Arbeit gelingt, ist für die Entwicklung der Kinder und
Jugendlichen zu eigenständigen und (selbst-)bewussten
Persönlichkeiten einiges geleistet.
Diese Arbeit kann nur durch die Bereitstellung entsprechender Ressourcen existieren und sich weiterentwickeln. Es
bleibt richtig, was Fachleute anmahnen: Abbau von MitarbeiterInnenstellen, gleichbleibende Mittelzuweisung bei Multiplizierung der Aufgaben oder gar die Reduzierung von Mitteln machen die Arbeit schwieriger oder führen zum Abbau
von sinnvollen Angeboten. So wird die öffentlich getroffene
Aussage, jedes Kind solle ein Musikinstrument erlernen, zur
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Worthülse. Denn die Realität ist auch: Instrumental-Einzelunterricht oder den Besuch einer Musikschule muss man sich
leisten können. Die meisten Familien unserer BesucherInnen
haben dafür kein Geld.
Danke für die Unterstützung an das Bezirksamt Wandsbek –
Jugendamt 2, den Förderverein „Das Haus e.V.“, die Stiftung
Georg Dralle und viele andere Menschen und Institutionen,
die sich für unseren Musikbereich engagieren.
Jörg Matthias Bock
ist hauptamtlicher Mitarbeiter
im Haus der Jugend Steilshoop
mit den Arbeitsschwerpunkten
Musik, Suchtprävention und
Jungenarbeit.
Kontakt und Infos über: www.hdj-steilshoop.de
von Hassan, Esmat, Walid, Mohammed und Mohammed
kommen dabei immer wieder auch der trotzige Stolz auf das
eigene „Ghetto“ und eine spezielle jugendkulturelle Migrationsidentität, die sich dort über religiöse, ethnische und nationale Gruppen hinweg entwickeln konnte.
Mein Name ist Hassan. Ich bin Dealer von Beruf.
Ich bin stolzer Libanese und ich komme aus Beirut.
Meine Kollegen sind Afghaner Marocaner und Araber,
Serben Deutsche Türken Kurden und Albaner.
Foto: Startloch
Fünf Jugendliche aus Steilshoop im Alter von 12 und 15 Jahren haben im Sommer 2008 – wie unzählige andere Bands aus
verschiedenen offenen Hamburger Jugend-Einrichtungen
auch – vor großem Publikum unter freiem Himmel am
Wandsbek-Markt auf der Bühne gestanden und ihre eigenen
Texte gerappt. Unter dem Banner der Kampagne „Entschlossen OFFEN – für den Erhalt und Ausbau der Offenen Arbeit
mit Kindern, Jugendlichen und Familien“ und unter dem
Motto: „Chill dich schlau“ präsentierten die Mitglieder der
Gruppe „Wortwaffe“ ihre selbstgefertigten Reime.
Die Texte handeln von den Überlegungen und Gedanken der
Jungen, von Hoffnungen, oft widersprüchlichen Selbstbildern und von ihren persönlichen Migrationsbiographien. So
beschreiben sie, pendelnd zwischen jugendlicher Großspurigkeit und nachdenklicher Sensibilität, in ihren Texten Erfahrungen vom schulischem Scheitern, vom „Ärger machen“,
vom Kampf um Zugehörigkeit und Respekt. Zum Ausdruck
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In der Schule bin ich schlecht – alle sagen ich bin Knecht.
Weil ich immer übertreib und immer 6en schreib.
Ich hab hier kein Gramm Speck – ich hab ihr Six-pack.
Mädchen da Mädchen hier alle Mädchen hinter mir.
Guck uns an wir sind die Five aus dem fremden Land.
Guck uns an wir sind die Five die niemand toppen kann.
Guck uns an wir sind die Five auf dem neusten Stand.
Guck uns an wir sind die Five mit der goldenen Hand.
Ich bin Afghaner – Esmat – 13 Jahre alt.
Ich mach Karriere – und das seht ihr bald.
Doch ich weiß – viele von euch Pissern könnt mich
nicht leiden.
Ich denk den ganzen Tag nach, wie kann ich euch nur
vertreiben.
Mein Messer brauche ich nicht meine Wut schreibe ich auf.
Ich mach das Fenster auf und schreie es raus.
Ich rappe nicht um groß raus zu kommen.
Ich habe mein Geld – versuche damit durch zu kommen.