vier auf einen streich

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vier auf einen streich
BOOTSTEST
VIER AUF U
EINEN
STREICH
Schlauchboot-Quartett: die Modelle
der Motorhersteller im Vergleich.
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boote 1/11
m ins Bootsleben zu
schnuppern, eignen
sich Schlauchboote besonders gut. Zerlegbare Modelle passen zusammen mit dem
Außenborder meist in den
Kombi-Kofferraum und werden dann an Ort und Stelle
zusammengebaut. Wer mit
Wohnwagen oder Wohnmobil
unterwegs ist, kann das BootMotor-Gespann ebenfalls in
Dachkästen oder in großen
Stauräumen gut mitnehmen.
Weiterer Vorteil: Nicht nur der
Anschaffungspreis hält sich in
Grenzen, sondern genauso die
jährlichen Kosten (siehe dazu
auch BOOTE 10/10). Beim
Kauf profitieren die Kunden
bei den einzelnen Vertretern
unseres Testquartetts von den
„Paketpreisen“. Hiermit sind
nicht die Transportkosten gemeint, sondern die Zusammenstellung von Boot und Motor.
Alle Modelle werden nur im
Bündel Schlauchboot/Außenborder verkauft und sind dementsprechend günstiger als bei
Einzelkäufen.
Wer mit einer vierköpfigen
Familie unterwegs sein möchte,
benötigt, besonders mit kleine-
test 1332–1335
Damit die Testboote mit
einer Person schnell ins
Gleiten kommen, muss man
sich nach vorn beugen. Sie
laufen bei Vollgas etwa
30 km/h. Sicher ist der Platz
auf dem Cockpitboden.
ren Kindern, sichere Plätze. Um
Sicherheit zu gewährleisten,
darf ein Boot natürlich nicht zu
klein sein. Unsere Testkandidaten von Honda (Honwave T35
AE), Mercury (Quicksilver 340
Enduro Sport), Suzuki (Suzumar DS 360 AL) und Yamaha
(Yam 340 S) mit Längen um die
3,50 m erlauben zum Teil zwar
bis zu fünf Personen plus Kind
an Bord, doch objektiv betrachtet sind zwei Erwachsene und
zwei Kinder mit etwas Gepäck
passabel unterzubringen.
Als maximale Motorisierung
empfehlen die Werften Kurz-
schaftaußenborder zwischen 15
und 20 PS. Der führerscheinfreie 5-PS-Motor passt selbstverständlich ebenfalls, Gleitfahrt ist dann in der Regel aber
nur noch bei einem Erwachsenen plus Kind möglich. Unsere
Testmotoren liegen mit ihren
10 PS (siehe dazu auch Vergleichstest BOOTE 12/10) genau in der Mitte und sind leichter zu handhaben als die teilweise gut 10 kg schweren 20er.
Doch als Erstes steht der Zusammenbau des Bootes an. Wie
man das macht, erklären die
Hersteller in deutscher Sprache
und auf Illustrationen ausreichend in ihren Handbüchern.
In der praktischen Ausführung
haben alle Schlauchboote das
„Problem“, neu zu sein, und
Der Aufbau
dauert etwa
20 Minuten
deshalb sind die Einlegeteile
nur schwer einzudrücken. Um
das einfacher zu gestalten,
empfehlen die Hersteller, die
Schlauchkörper beim ersten
Aufbau zunächst aufzupumpen
und dann bis etwa zur Hälfte
wieder abzulassen.
Bei Honwave, Suzumar und
Yam besteht die Bodengruppe
aus drei Aluplatten, einer
Bootsbausperrholzplatte im
Bug und vier seitlichen Versteifungsschienen. Diese lassen
sich mit dem genannten Trick
und etwas Übung passabel einbauen. Mit den serienmäßigen
Fußblasebalgen benötigt man
dann insgesamt etwa 20 Minuten, bis die Boote fahrbereit
sind. Etwa die gleiche Zeit
boote 1/11
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BOOTSTEST
Werft
Typ
HONWAVE
QUICKSILVER
DAS BOOT
DAS BOOT
Sun Selection/China
CE-Kategorie
Rumpf und Deck
Honwave T 35 AE
C = küstennahe
Gewässer
PVC
Länge über alles
3,53 m
Länge innen
2,44 m
Breite
1,71 m
Breite innen
0,81 m
Tragschlauchdurchmesser 0,45 m
Luftkammern
3+1
Gewicht
71 kg
Packmaße
1,22 x 0,72 x 0,43 m
Nutzlast 700 kg, max. 5 Personen
Maximale Motorisierung
Kurzschaft-Außenborder
14,7 kW (20 PS)
Testmotorisierung
Honda BF 10 SHU 7,3 kW (10 PS)
Testpropeller
Preis (mit Motor) 4 x 9 1/4"x 8"
3989 ?
Händlernachweis
Honda Motor Europe
Sprendlinger Landstr. 166
63069 Offenbach
Werft
Typ
CE-Kategorie
Drehz.
U/min
1000
3000
4500
5000
5500
5900
Geschw.
km/h
3,9
8,7
21,9
24,7
27,2
30,1
Verbrauch
l/km
0,04
0,13
0,11
0,13
0,14
0,15
Reichweite
km
255
79
93
79
73
68
48
boote 1/11
PVC
Länge über alles
3,40 m
Länge innen
2,29 m
Breite
1,52 m
Breite innen
0,73 m
Tragschlauchdurchmesser 0,40 m
Luftkammern
3+1
Gewicht
61 kg
1,02 x 0,56 x 0,46 m
Maximale Motorisierung
Kurzschaft-Außenborder
15 kW (20 PS)
Testmotorisierung
Mercury F 9.9 M 7,3 kW (10 PS)
Testpropeller
3 x 10 3/8" x 8 1/2"
Preis (mit Motor) 3751 ?
Händlernachweis
Brunswick in EMEA
Parc Industrielle de Petit Rechain
B-4800 Verries
DIE MESSERGEBNISSE
Lautst.
dB/A
58
73
79
82
83
84
Honwave Praktisch gelöst ist die Außenbordertank-Unterbringung vorn mit Haltegurt. Klampengriffe gibt‘s reichlich.
braucht man für die Quicksilver, deren Bodengruppe aus
fünf Einlegebrettern (Marinesperrholz mit Spezialbeschichtung), vier losen Verbindungsschienen (um die Bretter zusammenzufügen) und zwei
C = küstennahe
Gewässer
Packmaße
Nutzlast 570 kg, max. 5 Personen
Seitenschienen besteht. Für das
Zusammenfügen dieses Bodens
benötigt man aufgrund der
kleineren Teile etwas mehr Geschick und beim Aufpumpen
einen „stabileren Rücken“, denn
Quicksilver liefert eine Kolben-
Drehz.
U/min
1000
3000
4500
5000
5500
5700
Geschw.
km/h
3,9
8,8
23,4
26,3
29,6
31,2
Verbrauch
l/km
0,05
0,12
0,10
0,11
0,11
0,12
Reichweite
km
205
85
102
93
93
85
Lautst.
dB/A
57
74
81
84
87
88
Quicksilver Die Bodenkonstruktion besteht aus fünf Einlegebrettern, und der Kunststoff-Buggriff ist ausreichend stabil.
FOTOS: MORTEN STRAUCH, ZEICHNUNGEN: MARC
ANDRÉ BERGMANN
340 Enduro Sport
Rumpf und Deck
DIE MESSERGEBNISSE
Quicksilver/China
pumpe, die zwar leistungsfähig
ist, aber beim Pumpen mehr
den Rücken belastet als die
Fußpumpe. Damit man auch
weiß, ob der Luftdruck in Tragschläuchen und Luftkiel passt,
spendiert Quicksilver prakti-
scherweise ein Manometer
direkt an der Pumpe, mit
dem man den aktuellen
Druck sofort ablesen kann.
Nicht ganz so praktisch, aber
ausreichend, Honwave und
Yam: Bei diesen Modellen
Typ
YAM
DAS BOOT
DAS BOOT
Sun Selection/China
CE-Kategorie
Suzumar DS 360 AL
Rumpf und Deck
C = küstennahe
Gewässer
PVC
Länge über alles
3,56 m
Breite
1,73 m
Länge innen
2,38 m
Breite innen
0,81 m
Tragschlauchdurchmesser 0,45 m
Luftkammern
3+1
Gewicht
67 kg
Packmaße
1,22 x 0,58 x 0,33 m
und 1,11 x 0,74 x 0,17 m
Nutzlast 700 kg, max. 5 Personen
Maximale Motorisierung
Kurzschaft-Außenborder
11 kW (15 PS)
Testmotorisierung
Suzuki D 9.9 AS 7,3 kW (10 PS)
Testpropeller
Preis (mit Motor) 3 x 9 1/4" x 7"
4185 ?
Händlernachweis
Suzuki International Europe
Suzuki Allee 7, 64625 Bensheim
Werft
Typ
CE-Kategorie
Rumpf und Deck
Drehz.
U/min
1000
3000
4500
5000
5500
5800
Geschw.
km/h
4,0
9,2
20,9
24,1
27,8
29,8
Verbrauch
l/km
0,08
0,12
0,11
0,12
0,13
0,15
Reichweite
km
128
85
93
85
79
68
C = küstennahe
Gewässer
PVC
3,36 m
Länge innen
2,20 m
Breite
1,74 m
Breite innen
0,82 m
Tragschlauchdurchmesser 0,47 m
Luftkammern
3+1
Gewicht
59 kg
Packmaße
Nutzlast
1,25 x 0,58 x 0,35 m
750 kg, max. 5 + 1 Pers.
Maximale Motorisierung
Kurzschaft-Außenborder
14,7 kW (20 PS)
Testmotorisierung
Yamaha F 9.9 FMH 7,3 kW (10 PS)
Testpropeller
3 x 8 1/2" x 8 1/2"
Preis (mit Motor) 4205 ?
Händlernachweis
Yamaha Motor Deutschland
Hansemannstr. 12
41468 Neuss
DIE MESSERGEBNISSE
Lautst.
dB/A
56
76
81
86
87
88
Suzumar Wird in der gleichen Bootsschmiede gefertigt wie Honwave.
Solide fallen Spiegel und Klampen-Haltegriff aus.
muss man vorm Messen erst
den Blasebalgschlauch vom
Ventil abnehmen und das separate Manometer zum Messen
aufsetzen. Suzuki verzichtet bei
seiner DS 360 AL auf ein serienmäßiges Manometer.
Yam 340 S
Länge über alles
DIE MESSERGEBNISSE
Plastimo/Frankreich
Wenn die drei Tragschlauchkammern plus Luftkiel aufgeblasen sind und kein Slipwagen
zur Verfügung steht, ist es sinnvoll, erst die Boote zum Wasser
zu tragen und dann die Außenborder zu installieren. Dieses
Drehz.
U/min
1000
3000
4500
5000
5500
5800
Geschw.
km/h
3,8
8,5
21,9
25,3
28,7
30,2
Verbrauch
l/km
0,06
0,13
0,10
0,11
0,11
0,12
Reichweite
km
170
79
102
93
93
85
Lautst.
dB/A
57
75
80
84
85
86
Yam Besitzt das Standardventil mit luftdichter Schutzkappe und
Tragegriffe mit ausreichend tiefer Griffmulde.
erledigt man am besten zu dritt:
eine Person am Bug und zwei
achtern. Bis auf die Quicksilver,
die vorn einen Kunststoffgriff
besitzt, installieren die Werften
Metallgriffe mit einer passend
großen Griffmulde. Letztere
fällt bei der Quicksilver achtern
am Klampengriff ausreichend
groß aus. Eine Nummer größer
sind die Griffe an Honwave und
Suzumar, die dort ebenfalls als
Klampe ausgeführt sind. Yam
spendiert seiner 340 S normale
boote 1/11
49
 WIRTSCHAFTLICHSTER GESCHWINDIGKEITS- UND DREHZAHLBEREICH
Werft
SUZUMAR
BOOTSTEST
Griffe, deren Tiefe man sich
etwas größer wünscht. Weitere
Tragegriffe: an der Honwave
(4 x Klampenausführung) vorn,
auf der Quicksilver vier kunststoffbezogene Schlaufen vorn
und bei der Yam zwei Gurtgriffe achtern innenliegend, um das
Boot ohne Motor allein tragen
zu können. Außerdem bieten
alle Kandidaten Halteleinen.
Bei Honwave und Suzumar sitzen diese am etwa 4,5 cm hohen
Süllrand, Quicksilver und Yam
verkleben keinen Süllrand, sondern befestigen die Halteschlaufen mit großflächigen
Verstärkungsflicken. Die Leinen sind hart und schnüren
über eine längere Zeit schnell
die Hände ein. Die QuicksilverFahrgemeinschaft hat es in diesem Punkt am besten, sie kann
sich an den dicksten Tampen
festhalten.
Liegen die Boote im Wasser,
kommen die Außenborder an
die Spiegel (Quicksilver etwa
3 cm dick, der Rest 4 cm). Diese Arbeit erledigt man möglichst zu zweit. Alle vier Modelle besitzen vorbildliche Verstärkungsbleche mit Abrutschkante. Bei Quicksilver fehlen jedoch im Gegensatz zum
restlichen Testtrio Ösen (nur
Löcher im Spiegel vorhanden)
50
boote 1/11
für die einfache Motorsicherung mit einem Tampen.
Wir fuhren die Testkandidaten beladen mit zwei Personen,
mindestens halb vollem 12-lTank und Testgeräten. Die Motoren drehten bei Vollgas zu
zweit und allein stets im vorgeschriebenen Bereich. Um möglichst schnell von Verdrängerin Gleitfahrt zu kommen, saß
eine Person vorn und die zweite auf dem Tragschlauch achtern und bediente dort die Außenborder. So beladen und
getrimmt, kommen alle vier
Kandidaten zügig in Gleitfahrt.
Enge Ergebnisse gibt es dabei
in puncto Höchstgeschwindigkeit und Verbrauch: Das „blaue
Band“ bekommt die Quicksil-
ver mit einer Höchstgeschwindigkeit von 31,2 km/h. Die
weiteren Plätze kann man nur
zusammenfassen, denn hier
liegen die Werte mit 29,8 km/h
bis 30,2 km/h zu dicht nebeneinander. Bei der Wirtschaftlichkeit in Gleitfahrt zeigen sich
Yamaha und Mercury mit
Enge Ergebnisse
bei Fullspeed
und Verbrauch
0,10 l/km (4500/min) am sparsamsten. Bei exakt der gleichen
Drehzahl erreicht auch das
Honda- und Suzuki-Gespann
seine Wirtschaftlichkeit. Mit
0,11 l/km verbrauchen beide
„ein halbes Schnapsglas mehr“
als ihre Mitstreiter. Das ergibt
bei einem Tankinhalt von 12 l
abzüglich 15 % Reserve einen
Reichweitenunterschied von
9 km (102 km zu 93 km). In
schneller Fahrt liegen die
Verbrauchsunterschiede bei
0,15 l/km (Honwave und Suzumar) zu 0,12 l/km (Quicksilver
und Yam).
Für den Rauwassertest standen uns Binnenschifferwellen
und Kabbelwellen um 3 Beaufort zur Verfügung. Mit dem
richtigen Betriebsdruck in
Schlauch und Luftkiel zeigten
alle Modelle ein ansprechendes
Rauwasserverhalten. Bei Kursen schräg zur Welle mit Vollgas trägt der Wind teilweise
Spritzwasser bis in die Boote,
was für diese Bootsgröße jedoch nicht ungewöhnlich ist.
Letzteres gilt ebenfalls für die
schnelle Kreiselfahrt. Bei allen
Modellen zeigen sich Seitenkräfte, die man, auf dem Tragschlauch sitzend, nicht halten
möchte und deshalb lieber auf
dem Fußboden Platz nimmt.
Das Honda-Gespann
überzeugt durchweg
mit gutem Kurvenverhalten (l.). Mit der
Quicksilver und dem
konzerneigenen Mercury ist man am schnellsten unterwegs.
Die Quicksilver neigt in ganz
engen Kreiseln zum leichten
Schaukeln. Stabiler die anderen
drei Modelle, deren Propeller
schnappen jedoch schneller
Luft als die Quicksilver. Direkt
reagierten die Schlauchboote
auf dem Slalomkurs und beim
Verreißen der Lenkung. Hierbei macht das Yam den weichesten Eindruck, weil es am
indirektesten reagiert.
Spürbar beeinflusste der
Wind die langsame Fahrt und
das Manövrieren. Die Schlauchkörper und das geringe Gewicht lassen dem Wind reichlich Angriffsfläche. So passiert
es schon mal, dass man ungewollt an den Steg gedrückt wird
oder sich das Boot nicht umsteuern lässt. In windstillen
Ecken drehen die Boote enge
Wendekreise und lassen sich
gut umsteuern. Am schnellsten
(1–2 s) zeigt sich die Quicksilver, und am längsten verzögert
die Honwave mit etwa 4 s von
Backbord nach Steuerbord.
Wer schnell rückwärts fährt,
darf die Drehzahl bei Honwave
und Quicksilver nicht übertreiben, damit kein Schwellwasser
über die Spiegel schwappt. Bei
den anderen beiden ziehen die
Propeller vorher Luft. In langsamer Vorwärtsfahrt (etwa 4
km/h–7 km/h) lassen sich die
vier Boote schlauchboottypisch
durch Gewichtsverlagerungen
lenken. Ansonsten fahren sie
ohne Schlingern gut geradeaus.
Am einfachsten fährt man
die „aufgeblasene Gesellschaft“
auf dem Tragschlauch sitzend.
So hat man die Außenborder
gut im Griff. Wer oft allein unterwegs ist, kann sich auch gut
auf den Bootsboden setzen.
Von der Yamaha-Ducht aus ist
es schwierig zu fahren, da die
Sitzbank zu weit weg vom Motor angeordnet ist. Alle anderen
Modelle haben neben der Sitzposition vorn auch die Mög-
Redefining
yachting nature
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Vorpremiere
Modern ist die integrierte Gangschaltung an
Suzukis Pinne, mit der
man alle Manöver fest
im Griff hat (l.). Kleine
Kabbelwellen steckt
der Yam-Rumpf mit
seinem Luftkiel passabel weg.
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Eins mit seiner natürlichen Umgebung
Beispiellos. Der NECTUS Habitat One. Sein Antrieb?
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BOOT Düsseldorf 2011.
BOOTSTEST
➔
➔
➔
➔
➔
➔
➔
➔
boote 1/11
➔
➔
52
HONWAVE
Fahren
Manövrieren
Rudern
Tragen
Verarbeitung
Bewegungssicherheit
Lenzeinrichtung
Beschläge und
Scheuerleiste
QUICKSILVER
Fahren
Manövrieren
Rudern
Tragen
Verarbeitung
Bewegungssicherheit
Lenzeinrichtung
Beschläge und
Scheuerleiste
SUZUMAR
Fahren
Manövrieren
Rudern
Tragen
Verarbeitung
Bewegungssicherheit
Lenzeinrichtung
Beschläge und
Scheuerleiste
YAM
Fahren
Manövrieren
Rudern
Tragen
Verarbeitung
Bewegungssicherheit
Lenzeinrichtung
➔
Beschläge und
Scheuerleiste
gut ➔ ausreichend
➔
Ob trocken oder nass, alle
Tragschläuche und Bodenkonstruktionen bieten Rutschsicherheit. Um Spritz- und Regenwasser aus dem Boot zu befördern,
installieren alle vier Hersteller
Lenzöffnungen mit Ventil im
Spiegel. Am praktischsten lässt
sich die Durchführung der
Quicksilver mit einem Schieber
von innen öffnen und schließen, dann folgt die Honwave
mit einem Stopfen, der innen
sitzt. Im Wasser lassen sich dagegen die Stopfen bei Yam und
Suzumar nur umständlich von
außen (hinter dem Außenborder) ziehen. Pluspunkte bekommen alle vier Boote für die
Aufteilung der Schläuche in
drei Kammern, die unabhängig
voneinander die Boote über
UNSER TESTURTEIL
➔
Rutschsichere
Tragschläuche
und Böden
Wasser halten. Als serienmäßiges Zubehör liefern die Werften
zusätzlich zu den bereits erwähnten Dingen Flickzeug,
Packtaschen und Leine (nicht
bei Quicksilver). Stautaschen
und Persenning sind bei allen
Fehlanzeige. Für einen festen
Stand der Außenbordertanks
installieren Suzumar sowie Yam
Gurte in Bodenösen achtern
und Honwave im vorderen
Drittel. Letzteres wirkt sich positiv auf den Bootstrimm aus.
Damit der Schlauch von vorn
nach achtern nicht einfach am
Bootsboden herumfliegt, installiert Honwave seitlich am
Tragschlauch Taschen mit
Klettverschluss zum Verlegen
des Spritschlauches.
Um bei Remplern den Tragschlauch zu schützen, verklebt
Quicksilver die solideste Scheuerleiste mit zwei spritzwasserabweisenden Profilen. Danach
folgen Suzumar und Honwave
mit einem wasserabweisenden
Profil. Ganz einfach und dünn
ist die Leiste der Yam ohne
Spritzwasserschutz. Alle Leisten sitzen fachgerecht verklebt
an den Tragschläuchen, die,
genauso wie die Bodenkonstruktionen, eine ansprechende
Verarbeitungsqualität zeigen.
Fazit: Bei allen vier Booten
offenbaren sich keine großen
Schwächen. Der „Preissieger“
ist eindeutig die Quicksilver
340 Enduro Sport. Danach
kommt die Honwave, die mit
soliden Haltegriffen und praktischer Tanklösung punktet,
gefolgt von den etwa 200 Euro
teureren Suzumar und Yam.
Es ist aber nicht immer nur
der Preis ausschlaggebend, sondern auch der gute Händler in
der Nähe. Denn was nützt der
günstigste Kauf, wenn man bei
einem Garantiefall 700 km zurücklegen muss, um Boot oder
Motor zur Reparatur zu bringen? Guter Service vor Ort war
noch nie verkehrt.
Ralf Marquard
➔
lichkeit, die Ducht achtern
einzustecken und von dort zu
fahren. Den solidesten Eindruck macht die beschichtete
(Kunststoff mit Antislip) Sitzbank von Honda. Auch die
Quicksilver-Bank bietet eine
Beschichtung und Antislipstruktur. Einfach lackiert sind
dagegen die Duchten von Yam
und Suzumar, wobei das Brett
von Letzterem den glattesten
Eindruck hinterlässt.
Streikt mal der Motor, lassen
sich alle Boote mit Riemen
(Alurohr mit Kunststoffblatt) in
Dollen wieder ans Ufer rudern.
Am flexibelsten zeigt sich in
diesem Punkt die Quicksilver,
im Gegensatz zu ihren Mitbewerberinnen lassen sich ihre
Riemen drehen. Bei Yam läuft
das Wasser schnell über die
Rohre nach innen, da der wasserabweisende Ring fehlt.
mangelhaft