mauke, f. wie mauche sp. 1771 in seinen ver

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mauke, f. wie mauche sp. 1771 in seinen ver
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Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. Online-Version vom 13.01.2017.
mauke, f. wie mauche sp. 1771 in seinen verschiedenen bedeutungen, aber mit mittel- und
niederdeutscher lautstufe des inlautenden consonanten.
1) die pferdekrankheit: mauke, ist eine kleine
geschwulst, welche sich an denen füszen der
pferde unter den langen haaren zwischen den
fesseln setzet, endlich aufbricht, und grindigt
wird. öcon. lex. 1542; scherzhaft auf menschen
übertragen: bedenk (mit einem hölzernen fusze),
weder gallenspath,
[Bd. 12, Sp. 1782]
noch mauke, kein rheumatismus, kein podagra,
kein nagel im fleisch, keine hüneraugen! Sturz
2, 311; in Leipzig mauke altes übel: er hat seine
mauke. Albrecht 167.
2) mauke, aphis, eine art blattläuse. Nemnich;
mauke, ein kleines ungeziefer von grüner farbe
an rosensträuchern, artischoken und andern gartengewächsen. öcon. lex. 1543; ich habe bei
feuchtem wetter diese grüne mauken, die sich
gern an rosenstauden, artischocki und andere
gewächse anlegen, mit einem scharfen bürstlein
gemach abkratzen und also vertilgen lassen.
Hohberg 1, 478b. mauke auch eine schnakenart, tipula phalaenoides.
3) mauke, franz. la gale, eine ansteckende krankheit des weinstocks, wobei die blätter schon im
sommer gelb werden, und endlich eingehen der
pflanze erfolgt. Nemnich.
4) mauke, versteck, obsthort der kinder (Woeste
in Kuhns zeitschr. 2, 205); am Rhein und Taunus
die mauke und die maukel, versteck von obst
und geld. Kehrein 275; schwäb. die mauke, das
maukennest, ort, worin kinder ihre näschereien
verstecken. Schmid 378; schles. die mauke und
maute, versteck von obst und geld. Weinhold
60b.
5) mauke, brei. Weinhold ebenda (vgl. dazu
munke): wie fraszen wir uns die bänsche so voll
in der gelben hirschenmauke. Schoch stud. leb.
F.