tomorrow

Transcription

tomorrow
[Utomorrow2]
das online fanzine, ausgabe 03, märz 2002
http://www.U2tomorrow.de
[email protected]
Tour-Review * DVD‘allTest
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lick
* Superbowl
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omo-tour * collector
s par
adise
promo-tour
collectors
paradise
am anfang. das wort
bono
LiebeU2-Fans!
U2-Fans!
Liebe
zugegeben: lange war es still um
U2tomorrow.de - aber wie viele
Dinge hatte auch dies seinen
Grund.
Die Fanlandschaft von U2 in
Deutschland und mit ihr auch die
Webseiten und ihre Qualität hbaen
sich verändert. Kein Wunder: dank
des Internets sind auch die
Ansprüche immer grösser geworden. Immer mehr Fans wollen
immer umfangreicher und immer
schneller informiert werden. Das ist
quasi “nebenbei” einfach nicht
mehr möglich. Webmaster einer
grossen Fanseite zu sein ist beinahe
vergleichbar mit einem Vollzeitjob.
Als Ausweg ergibt sich nur eines:
ein grosses engagiertes Team,
welches bereit ist viel zu recherchieren, zu schreiben und zu veröffentlichen. Im vorletzten Jahr
hatten wir gemeinsam mit den
Webseiten U2news.de und
Zoonited.net die Plattform
U2tour.de geboren, um alles rund
um die Elevation-Tournee zu
sammeln. Das Glück oder das
Schicksal haben es gewollt, dass
sich aus diesen Anfängen eine
starke und motivierte Gruppe von
Fans gefunden hat, die jetzt bereit
ist die Seite noch weiter voranzutreiben. Auch einige Leute von
U2tomorrow sind dort weiterhin
engagiert. Zusammen liefern sie
eine der aktuellsten und interaktivsten deutschsprachigen U2
Webseiten, die täglich sein Besuch
wert ist.
Im Umkehrschluss war es nur
logisch, daß U2tomorrow.de in
seiner damaligen Form nicht weiterbestehen würde - alleine schon
aus Kapazitätsgründen. Als Alternative haben wir beschlossen die
Idee unseres Online Fanzines
weiterzuführen. Noch während des U2tomorrow.de
“Normalbetriebes” waren
zwei Ausgaben dieses Fanzines entsanden. Diese beliebte Form wollen wir nun
weiterführen - möglichst
auch in regelmässigeren
Abständen. Es erlaubt uns
nicht mehr täglich auf
aktuellste Nachrichten-Jagd
zu gehen, sondern die Zeit
für Hintergrundgeschichten
zu nutzen. Diese sollen dann
im Fanzine erscheinen.
Logisch also, dass die
Aktualität dabei etwas in den
Hintergrund rückt.
Wir hoffen Ihr habt dennoch
viel Spaß mit dem Fanzine
und der Webseite!
das U2tomorrow-Team
[email protected]
impressed:
herausgeber: U2tomorrow
c/o Björn Lampe
redaktion:
Malte Gerhold,
Björn Lampe, Frank
Rumpf
layout:
Björn Lampe
anschrift:
Björn Lampe
Pflugstr. 10/7
10115 Berlin
[email protected]
photos soweit nicht anders
gekennzeichnet: copyright mercury records/u2.com
back
to the
roots
die Elevation Tour 2001
von Björn Lampe
Erstaunlich wie schnell sich
die Zeiten immer wieder
ändern können. Blicken wir
zurück ins Jahr 1997: U2
sind mit Olive und MegaVideoscreen auf ihrer gigantischen PopMart-Tournee
unterwegs. Doch von Beginn
an hagelt es Kritik: nicht nur
von Seiten der Medien,
sondern auch aus den
Reihen der Fans. Zu groß, zu
gigantomanisch und anderen Stellen wieder zu unausgegoren sei die Tour. Und
auch wenn die Band wieder
Millionen von zahlenden
Zuschauern auf die Beine
bringt und es historische
Highlights wie das Konzert in
Sarajevo gibt - U2 haben sich
verschätzt. Die Stadien in
Nordamerika sind bei
weitem nicht alle ausverkauft
und spätestens in Deutsch-
land wird das Ausmass des
Desintereresses offensichtlich. Keines der in
Deutschland gebuchten
Felder ist nur annäherend
ausverkauft. Stattdessen
herrscht gähnende Leere vor.
Das alles scheint im Jahr
2001 vergessen zu sein. U2
haben ein fantastisches Album im Gepäck und sind
dank einer geschickten PRStrategie in nahezu aller
Munde. Die Karten für die
vier Deutschlandkonzerte
sind in Rekordzeit ausverkauft und die Reaktionen auf
die Shows in ihrer Begeisterung kaum zu übertreffen. Sowohl unter den
Fans als auch bei den Medien. U2, so scheint es,
haben dieses Mal alles richtig
gemacht. Doch was genau ist
eigentlich passiert?
Es scheint fast so, daß U2
sowohl aus ihren Fehlern gelernt haben als auch tief in sich
hineingehört haben. Ein
“Zurück zur Basis” muss offenbar die Idee hinter der gesamten Tournee gewesen sein. Und
diese Idee hat sich mehr als
ausgezahlt.
In der Umsetzung glänzte sie
vor allem durch zwei Grundsätze: intim, gar klein - und
trotzdem die Größe und Faszination der Band zeigen. Das
die Größe des Raumes zu
zeigen. Ganz deutlich wurde
dies bei “Where the streets have
no name” oder gleich zu Beginn bei “Elevation”.
Und noch etwas machte diese
Tour aus: die Band versteckte
sich nicht. Sie erschien als sie
selbst. Keine Verkleidungen,
keine grossen Bühneneffekte.
Stattdessen eine erdige Rockshow, die Glaubwürdigkeit ausstrahlte
und
die
die
Konzentration
auf
das
konnte verwirklicht werden
durch die Entscheidung in die
Hallen zurückzukehren und
zudem die Fans so nah an die
Band heranzulassen wie niemals zuvor. Durch diesen
Schachzug gelang es der Band
dem Fan während vielen Momenten des Konzertes eine intime, clubgleiche Atmosphäre
vorzutäuschen. Eine Idee, die
möglicherweise während der
Promo-Konzerte in London und
New York geboren wurde, wo
U2 vor jeweils rund 1000 Gästen spielten. Aber die Band hatte
dank des Bühen- und Lichtdesigns dennoch jederzeit die
Möglichkeit dem Publikum auch
wesentliche - eben die Musik lenkte.
Für den diesjährigen Sommer
ist nun offensichtlich eine weitere Europa-Tour geplant (alle
Infos dazu auf www.U2tour.de).
Es bleibt zu hoffen, dass im
Siegestaumel nicht wieder die
alten Fehler gemacht werden.
Aber zumindest eine Entscheidung spricht dagegen: es
werden Stadien statt unpersönliche freie Felder gebucht. Und
das das Elevation-Konzept auch
Open Air funktioniert, haben
unter anderem die Konzerte in
Turin und Slane Castle bereits
im letzten Jahr bewiesen. So
Walk On!
Eigentlich war ein Machwerk
wie die “Elevation 2001 - Live
From Boston” DVD längst
überfällig. Eine Band, die
schon zu VHS-Zeiten mit den
preisgekrönten Konzertvideos
aus Sydney (ZooTV) und
Mexiko (PopMart) für Furore
gesorgt hatte, sah sich schon
fast in der Pflicht in der Zeit
der DVD noch einen oben
drauf zu setzen.
Auf den ersten Blick ist dies
mit der Doppel-DVD auch
gelungen. Gelungene Aufmachung, nettes Booklet,
zwei randvolle DVDs. Die
erste DVD glänzt dabei mit
der nahezu kompletten
Aufnahme des Boston-Gigs
vom 6. Juni 2001. Regisseur
Hamish Hamilton hat dabei
ganze Arbeit geleistet und
eine packende und emotionale Form der Verfilmung
gefunden. Mag sei einigen
auch zu hektisch, zu Videoclip-artig sein - sie spiegelt im
Endeffekt nur nahezu perfekt
die Eindrücke der ElevationTournee wieder. Bedauerlich
ist dabei natürlich trotzdem,
dass ein Konzerthighlight wie
“One” dem Schnitt zum
Opfer fiel. Auch das Making
Of kann durchaus als gelungen bezeichnet werden,
denn es gibt hervorragend
den Aufwand für die Erstellung eines solchen Konzertmitschnittes wieder.
Erfreulich auch, dass U2 auch
dem Sound besondere Aufmerksamkeit gewidmet
haben. Produzent Steve Lillywhite wurde hierfür eigens
verantwortlich gemacht und
das Ergebnis ist beeindruckend.
Anders sieht es da bei den
weiteren fast vier Stunden
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Material aus, die auf die
zweite DVD gepresst
wurden. Mögen die zusätzlichen Clips von “Beautiful Day”, “Elevation” und
“Stuck in a moment” durchaus noch interessant sein, ist
dies beim Rest der DVD hingegen zu verneinen. Das
Konzert aus Fansicht erinnert
an schlechte Bootlegs, die
sich noch heute in den hinteren Schubladen einschlägiger Läden oder auf Plattenbörsen finden lassen.
Auch die Perspektive des
Regisseurs dürfte ausser
Filmstudenten niemanden
wirklich
interessieren.
Warum der vorhandene
Platz nicht genutzt wurde um
das Konzert zum Beispiel
mal komplett aus Sicht der
Band zu zeigen, bleibt
ungeklärt.
Unklar ist zudem wieso auf
einer DVD Trailer für Videos
zu finden sind. Verständlich
wäre dies noch gewesen,
wenn Mexiko und Sydney
ebenfalls als DVDs erhältlich
wären.
Doch trotz dieser Kritik überwiegt die Freude an diesem
Produkt - insbesondere wenn
es einem gelungen ist seinen
DVD-Player davon zu überzeugen auch die verborgenen Tracks zu spielen. Dann
kommt mensch nämlich zusätzlich in den Genuss zwei
Songs aus der Perspektive
von Bono mitzuerleben.
Zudem sollten wir Fans
dankbar sein, dass es die
DVD überhaupt gibt. Viele
namenhaft Bands haben dies
bisher nicht geschafft - und
wenn meist nur in minderer
Qualität. So überwiegt das
lachende Auge, jedenfalls
dann wenn der Schock über
den extrem hohen Preis
überstanden ist.
into the arms
of america
auf den Spuren von U2 durch den Westen der USA
LOS ANGELES
Ausgangspunkt unserer Reise
auf den Spuren von U2 war
die Stadt der Engel - Los Angeles. Und was läge da
näher, als ersteinmal nach
Downtown zu fahren, dem
Stadtteil, der sowohl
Schauplatz des "Million Dollar Hotels"
als auch des Videoclips von "Where the
streets have no
name" ist. Downtown Los Angeles ist
der einzige Stadtteil,
indem Wolkenkratzer a la New York
gebaut worden sind
und sie bieten, genau wie im Film,
eine grandiose Kulisse für das Leben in
diesem multikulturellen Teil der
Stadt. Denn während im Wolkenkratzerbereich Banken und große Firmen
angesiedelt sind, wechselt
das Bild schlagartig, wenn
mensch sich dem Broadway
nähert. An dieser pulsierenden Lebensader und in
seinen Seitenstrassen wohnen hauptsächlich Einwan-
derer aus Mexiko, Puerto Rico
und anderen Teilen Südamerikas. Dies führt zu
einem äußerst mediteranen
Flair mit vielen kleinen Geschäften, Essensständen und
fliegenden Händlern. Die
Architektur begeistert durch
Bauten aus dem Anfang
dieses Jahrhunderts. Leider
ist die Gegend auch nicht
ganz ungefährlich - Frauen
sollten besser nicht alleine
durch die Straßen wandern
und die Kamera versteckt
mensch auch besser in der
Tasche.
An der 5th/Ecke Main ist es
dann soweit. Vor uns bauen
sich direkt nebeneinander
das Rosslyn und das Frontier
Hotel auf. Umgeben von
vielen kleinen
Läden, wirken
sie fast wie
heruntergekommene Bollwerke längst
vergangener
Zeiten. Doch
auch
ihre
Architektur ist
mehr als beeindruckend und
ein Blick Richtung Dach läßt
das jedes U2Herz
höher
schlagen. Wir
stehen vor dem
Million Dollar
Hotel! Es heißt
zwar inzwischen Frontier Hotel, aber das kann der Freude
keinen Abbruch tun. Der
Eingangsbereich ist gesäumt
von großen Bäumen und
dem Frontier Deli, einem
kleinen Lebensmittelmarkt.
Auch auf die Gefar hin nicht
musical
journey
unbedingt willkommen zu
sein (Wim Wenders hatte ja
vor dem Hotel und seinen BewohnerInnen gewarnt!),
betreten wir das Foyer. Und
siehe da: von innen präsentiert sich das Hotel schon
gleich viel freundlicher!
Das Foyer ist hell und gerade
frisch gewischt. Auf den
wenigen Bänken sitzen relativ
normal aussehende Menschen aller Altersgruppen.
Die Rezeption ist jedoch sehr
schlicht und wurde für den
Film offensichtlich nachgebaut und verschönert. Von
verschnörkeltem Holz ist
jedenfalls keine Spur zu
entdecken. Ein Blick auf die
Preise läßt dann jedoch
keinen Zweifel mehr auf die
Mehrzahl der Bewohner
kommen: die Zimmer
können Wochen bzw. Monatsweise gemietet werden
und Decken bzw. Kissen muß
mensch selbst mitbringen.
Links der Rezeption befindet
sich der wunderschöne
Treppenaufgang, von dem
Mel Gibson aus die Bewohner des Hauses zusammenrief. Auch die Gallerie,
die TomTom immer wieder
als Beobachtungspunkt
nutzte, ist vorhanden.
Insgesamt ist auch das Foyer
eine eindrucksvolles Meisterstück der Architektur mit einer
prachtvollen, stuckverzierten
Decke.
Inzwischen haben wir etwas
Vertrauen in diesen Ort gefaßt, aber das scheint auf
Gegenseitigkeit zu beruhen,
denn immer mehr Bewohner
sprechen und an. Einige
davon würden uns wohl auch
gerne gleich mit auf ihre
Zimmer nehmen, was wir
aber dankend ablehnen.
Stattdessen gelingt es uns das
Management davon zu
überzeugen, daß ein Besuch
des Daches der Höhepunkt
unserer USA-Reise sein
würde. Der Manager gibt
sich freundlich, freut sich,
daß sich jemand für sein
Hotel interessiert und träumt
bereits wieder davon, daß
alles wieder wie früher
werden könnte. Wir lassen
ihm seine Vorstellungen und
folgen dem wuchtigen Wachmann Tony in den Fahrstuhl,
der uns aufs Dach bringt.
Oben angekommen ergibt
sich ein grandioser Blick über
die Stadt. Der Straßenlärm
reicht kaum bis hier oben
und so stellt sich LA erstaunlich friedlich dar. Im Mittelpunkt unseres Augenmerkes
steht natürlich das monumentale Million Dollar HotelSchild, welches die gesamte
Vorderfront des Daches einnimmt. Doch auch die Blick
auf die Straße unter uns ist
beeindruckend. Doch wir
entscheiden uns flugs gegen
das Springen... Wachmann
Tony drängt bereits wieder
zum Aufbruch, so daß uns
LAS VEGAS
nur noch Zeit für ein letztes
Panoramaphoto bleibt.
Vielen Dank an dieser Stelle
noch einmal an das Management und Tony!
Gleich um die Ecke vom
Frontier Hotel befindet sich
übringens der Drehort des
Videos zu "Where the streets
have no name". 7th/Ecke
Main steht der Liqour Store
zu bewundern, auf dem damals U2 spielten.
Nächste Station unserer Reise
ist Las Vegas - die Glitzerstadt
im US-Bundestaat Arizona.
Gut 3 Stunden benötigen wir
mit dem Auto dorthin. Dort
angekommen wartet die
Touristenmetropole dann mit
ausgebuchten und überteuerten Hotels auf uns, da
zeitgleich ein Internetkongress stattfindet. Schließlich
finden wir doch noch ein
nettes Hotel, das auch
unserem Geldbeutel angemessen ist. Ab da stürzen wir
uns für knapp 48 Stunden ins
Spiel- und Staunvergnügen
(bei Roulette empfehlen wir
übringens auf rot zu setzen!).
U2 drehten in mitten dieser
heissen Temperaturen (wir
schwitzen bei ca. 50° C) das
Video zu "I still haven`t
found". Jedoch war der Drehort nicht der weltberühmte
Strip, an dem sich die meisten Attraktionen befinden,
sondern das eher von Einheimischen frequentierte Downtown rund um die Freemont
Street. Die Gegend liegt etwa
zwei Kilometer nördlich vom
Strip.
Dort sind die Casinos schon
etwas in die Jahre gekommen, die Preise dafür aber
auch niedriger. Neuerdings
wird allerdings auch in
Downtown wieder kräftig
investiert, um die Touristen
auch hier zum Geldausgeben zu bewegen. Dominiert wir die Freemont Street
von einem gewaltigen, kürzlich erbauten, Kuppeldach,
das gleichzeitig eine riesige
Projektionsfläche ist. Alles erinnert ein wenig an PopMart!
Wenig überraschend also,
dass U2 diese Stadt für den
Tourauftakt der PopMartTournee wählten. Auf gut der
Hälfte der Straße finden sich
dann altbekannte Casinos
wie das Horseshoe und das
Golden Nugget - beide sind
im Video zu sehen. Überragt
werden deren Leuchtreklamen nur noch durch den
winkenden Marlboro-Mann.
Auch er war im Video zu
sehen. Ansonsten fällt in
Vegas eigentlich nur das auf,
was uns schon während der
gesamten Reise immer
wieder begeisterte: andauernd ist irgendwo U2 zu
hören! Im Radio, in den
Läden, in Restaurants und
Kneipen und selbstverständlich auch in den Casinos.
U2s Popularität scheint in
Amerika immer noch größer
als in Europa zu sein.
Nach zwei anstrengenden,
aber beeindruckenden Tagen
in Las Vegas, geht es zu
unserer nächsten Station dem Joshua Tree National
Park . Selbiger liegt etwas vier
Autostunden südlich von
Vegas. Der Weg dorthin führt
uns über kilometerlange
schnurgerade Staub- und
Asphaltwüsten und bereits
hier wird uns deutlich, wie
groß die Inspiration durch
diese Landschaften für U2
gewesen sein muß. Kurz vor
29Palms, dem Ort am Rande
des Parks, hören dann auch
die Straßennamen auf - wir
sind dort, "where the streets
have no name".
Der Nationalpark selbst sollte
nur nach dem Besuch des
Visitor Centers betreten werden, denn dort gibt es das
notwendige Kartenmaterial
sowie hilfreiche Tips und
Hinweise zum Überleben in
der Wüste.
Dann ist es endlich soweit:
über den Nordeingang
fahren wir in den Park ein
(Eintritt 10 $). Im CD-Player
läuft natürlich der passende
Joshua Tree
Soundtrack und schon bald
halten wir vor lauter Begeisterung immer wieder an.
Neben den eindrucksvollen
Joshua Trees selbst, fasziniert
vor allem die Weitläufigkeit
und der Variantenreichtum
dieser einmaligen Landschaft.
Ein Abstecher fernab der
Straßen ist zu Fuß erlaubt und
sei jedem empfohlen. Auch
wenn die Sonne weiterhin
unbarmherzig brennt und wir
uns schon bald Auge in Auge
mit einem Koyoten wiederfinden, lohnen sich diese Abstecher. Die Einsamkeit und
Stille sind faszinierend und
die vielen, uns Europäern
unbekannten, Baum- und
Sträucherarten wunder-
schön. Diese Eindrücke in
Worte zu fassen scheint fast
unmöglich, umso besser
passt das geamte Joshua
Tree-Album hierher. Lassen
wir zudem noch zwei weitere
Panoramaphotos für sich
sprechen.
Nach ungefähr dreieinhalb
Stunden verlassen wir den
Park wieder, obwohl er
sicherlich auch mehrere Tage
von uns hätte bereist werden
können ohne das Langeweile
aufgekommen wäre. Doch
leider rufen Autoverleih und
Abflug, so daß wir uns auf
den Weg Richtung Los Angeles zurückmachen. Noch
einmal zwei Autostunden
trennen uns von unserem
Ausgangspunkt. Zurück in
Los Angeles steht das
weltberühmte Griffith Ob-
servatory auf dem Programm. Denn dort findet im
Planetarium eine Lasershow
zu U2-Musik statt. Mit 8 Dollar ist mensch dabei und
bekommt dafür 45 Minuten
lang einen wilden Mix aus
alten und neuen U2-Stücken,
die live von einem sogenannten Laserkünstler mit allerlei
Effekten unterlegt werden.
Mal beeindruckend wie bei
Discotheque, mal aber auch
eher langweilig wie bei Sunday Bloody Sunday. Dennoch
bildet die Show und der
nachfolgende atemberaubende Blick auf die weit unter
uns liegende Stadt den gelungenen Abschluß dieser
beeindruckenden Reise.
Text & Photos:
Björn Lampe
Auf einen Blick:
Million Dollar Hotel:
Downtown Los Angeles, 5th/Main
Drehort "Where the streets...":
Downtown Los Angeles, 7th/Main
Drehort "I still haven`t...":
Downtown Las Vegas, Freemont St
Joshua TTree
ree National PPark:
ark:
bei 29Palms
Laserium Griffith Observatory:
Griffith Park, Los Angeles
07. FFebruar
ebruar
U2 spielen einen weiteren
Promo-Gig mit vielen Überraschungen (u.a. UNTIL THE
END
... als Opener und
END...
GONE so wie 40
40). Veranstaltungsort ist das Astoria
Theatre in London.
21. FFebruar
ebruar
BEA
UTIFUL D
AY erhalten
Für BEAUTIFUL
DA
U2 die GRAMMYS in den
Sparten „Platte des Jahres“;
„Song des Jahres“ und „Beste
Rock-Performance einer
Gruppe“. Bei der Awardverleihung in Los Angeles
Staples Center spielt die Band
den Song live.
25. FFebruar
ebruar
Bono singt bei der Beerdigung des französichen KünstTHUS
lers BAL
BALTHUS
THUS.
the year in rock
U2001
06. FFebruar
ebruar
Bei den NME CARLING
AWARDS in London erhalten
U2 die Auszeichnung als
bester Rock-Act und den
„Godlike Genius“ Award.
26. FFebruar
ebruar
W ARDS
BRIT-- A
AW
Bei den BRIT
bekommen U2 in Londons
Earls Court Arena einen Preis
als bester internationaler Act
und für Ihr Lebenswerk
verliehen. Ausserdem spielen
sie ein Kurzset mit ONE;
BEAUTIFUL DAY;UNTIL THE
END OF THE WORLD und
MYSTERIOUS WAYS.
Melissa unterstützte dann
auch KEITH RICHARDS ;
MAR
Y JJ.. BLIGE und BONO
MARY
beim Marley Klassiker
OU BE LLO
OVED
COULD Y
VED.
YOU
Ausserdem gab es noch ein
abschliessendes All-Star
Finale, bei dem unter Bonos
Mitwirkung, der Klassiker I
NEED Y
OU zum Besten
YOU
gegeben wurde.
19. März
Bono spricht die einleitenden
Worte für die Aufnahme von
CHRIS BLA
CK
WELL in die
BLACK
CKWELL
ROCK AND ROLL HALL OF
FAME in New York. Blackwell
ist der Gründer von IslandRecords. Neben U2 brachte
das Label noch zahlreiche
weitere Weltstars hervor, so
u.a. BOB MARLEY und
MELISSA
ETHERIDGE
ETHERIDGE.
24. März
In Ft. Lauderdale/Miami
ATION
startet die ELEV
ELEVA
Welttour von U2. Das
Stagedesign ist im Vergleich
zu den vorherigen Touren
wesentlich
„simpler“,
unterstützt die Show aber vor
allem durch den Herzförmigen Laufsteg der bis ins
Publikum ragt und die ausgefeilte Beleuchtung. Vor
BULLET THE BLUE SKY wird
ein „Anti-Waffen“ Film von
CA
THERINE OWENS ausCATHERINE
gestrahlt, bevor ein Interview
Ausschnitt mit dem Präsidenten der National Riffle
CHARL
TON
Association -CHARL
CHARLT
U2001
the year in rock
HEST
ON
HESTON
ON- gezeigt wird in
dem er das „Recht auf Waffenbesitz“ verteidigt.
SITÄT über den Schuldenerlass.
Beim NBA-Finale werden U2
einmal mehr per Video einELEV
ATION und
gespielt (ELEV
ELEVA
WHERE THE STREETS
STREETS...vom
selben Tag aus Boston)
Mai
VIN FRID
AY und
Bono, GA
GAVIN
FRIDA
MA
URICE
SEEZER
MAURICE
sind neben
anderen Acts wie D A VID
BOWIE
TT
ACK
BOWIE;; MASSIVE A
ATT
TTA
und BECK auf dem Soundtrack zum Film MOULIN
ROUGE zu hören. Gemeinsam haben sie eine fesselnde
Coverversion des T-REX
Songs CHILDREN OF THE
REV
OL
UTION eingespielt.
REVOL
OLUTION
Witzige Randerscheinung: In
einem Medley ist PRIDE in
einer kurzen „MusicalVersion“ zu hören, gesungen
von den Hauptdarstellern des
Films, NICOLE KIDMAN und
EW
AN McGREGOR
EWAN
McGREGOR.
Anlässlich des 40jährigen
Bestehens von amnesty
international stellen U2 der
Organisation ihren Song 40
für die Untermalung von
Kampagnen zur Verfügung.
02. Juni
U2 werden sowohl beim
amnesty Benefiz Konzert in
ST
AY vom 25.05./
London (ST
STA
Toronto) per Video eingespielt.
06. Juni
Bono spricht vor Studenten
ARD UNIVER
an der HARV
HARVARD
UNIVER--
19. Juni
Im Madison Square Garden
von New York City unterstützt
DANIEL LANOIS die Band
bei STUCK IN A MOMENT
YOU CAN
CAN‚‚T GET OUT OF
OF.
22. Juni
Beim Abschlußkonzert des
ersten Teiles der ELEVATION
Tour (49 Shows in 32
Städten) in East Rutherfords
Continental Arena sind u.a.
ON
Ex-Präsident BILL CLINT
CLINTON
und der UN-Generalsekretär
KOFI ANNAN als Special
Guests dabei. D ANIEL
LANOIS unterstützt U2 bei
diesem Gig bei den Songs
WILD HONEY und THE
GROUND BENEA
TH HER
BENEATH
FEET
FEET.
30. Juni
Zu Gunsten des NELSON
MANDELA
CHILDREN
FUNDS findet in Barcelona
FROCK ‚N
ROLL
die
FASHION SHOW statt. Bono
gibt ein Kurzset mit I SHALL
BE RELEASED so wie ONE
ONE;;
SUND
AY
BL
OOD
Y
SUNDA
BLOOD
OODY
SUND
AY/GET UP ST
AND UP
SUNDA
STAND
(beides mit der Wyclef Jean
Band) und abschließend
CLEF
gemeinsam mit WY
WYCLEF
JEAN REDEMPTION SONG
zum besten.
06. Juli
In Kopenhagens Forum
starten U2 ihren Europa Part
der ELEVATION Tour.
Mitte - Ende Juli
U2 rocken quer durch
Europa und beteiligen sich
mit dem TOMB RAIDER MIX
ATION am Soundvon ELEV
ELEVA
track des Kinofilmspektakels
zum Film mit Angelina Jolie.
Ausserdem trifft sich Bono
beim G8-Gipfel in Genua
mit diversen Staatsoberhäuptern zum Thema Schuldenerlass.
Bobby Hewson, Bonos Vater,
ist schwer an Krebs erkrankt
und wird in ein Dubliner
Krankenhaus eingeliefert.
Nahezu jede Nacht fliegt
Bono vom jeweiligen Konzertort aus nach Hause.
06. August
Bei ihrem letzten von zwei
Gigs in Antwerpens Sport
Palais präsentiert die Band
den unveröffentlichten Song
WE LLO
OVE Y
OU
YOU
OU.
21. August
Während des laufenden
ATION
Europa Parts der ELEV
ELEVA
TOUR verstirbt Bonos Vater
BOB HEWSON nach einem
Krebsleiden. Trotzdem tritt
Bono jeden geplanten Abend
auf.
24. August
Bono singt bei der
Beerdigung seines Vaters in
Dublin gemeinsam mit THE
EDGE den Song SOMETIMES
YOU CAN
CAN‚‚T MAKE IT ON
YOUR OWN
OWN.
ONE auf die Leinwände
projeziert. Bono: „Ich möchte
Gott dafür danken das er
meinen V
ater von seiner
Vater
Krankheit und seinem müden
alten Körper erlöst hat und
ihm einen neuen gegeben
hat
“. U2 erinnern mit dem
hat“.
THIN LIZZY Song DANCING
IN THE MOONLIGHT an
ihren ersten SLANE CASTLE
Auftritt vor 20 Jahren und
Bono begrüsst die Mutter des
verstorbenen THIN LIZZY
YNNO
TT im
Sängers PHIL LLYNNO
YNNOTT
Publikum. Ausserdem performen sie erstmals seit Jahren
A SORT OF HOME COMING
COMING.
In der letzten August Woche
strahlt der irische TV-Sender
RTE ein Special mit dem Titel
NEW Y
ORK TUMBLE aus.
YORK
Filmemacher
GARRY
JERMYN dokumentiert darin
die Freundschaft von Bono;
GA
VIN FRID
AY und GUGGI
GAVIN
FRIDA
GUGGI.
Alle drei beteiligen sich auch
an der Gestaltung eines speziellen Kartenspieles zu
Gunsten der Hospiz-Bewegung.
01. September
Nach 32 Shows in 16 Städten
beenden U2 mit einem
weiteren Auftritt vor 80.000
Fans im Slane Castle den
ATION
Europa Teil der ELEV
ELEVA
TOUR
OUR.
25. August
Im SLANE CASTLE treten U2
zum ersten von zwei Gigs an.
Ein Bild von Bonos verstorbenenem Vater wird während
05. - 07. September
Bono trommelt in New York
über 30 Topstars der
Musikbranche zusammen
(u.a. MICHAEL STIPE
STIPE; FRED
DURST
LIMP
BIZKIT
DURST/LIMP
BIZKIT;
JENNIFER LLOPEZ
OPEZ und THE
EDGE
EDGE) um den MARVIN
GA
YE Klassiker WHA
T‚S
GAYE
WHAT
GOING ON zu Gunsten der
GL
OBAL AIDS ALLIANCE
GLOBAL
neu aufzunehmen. Nach den
Terroranschlägen des 11.
September werden die
Einnahmen des Projektes
aber auch zur Hälfte der
AYS
Organisation UNITED W
WA
SEPTEMBER 11th FUND zur
Verfügung gestellt.
Am Abend des 06.09. bekommen U2 den MICHAEL
JA
CKSON VIDEO V
ANJACKSON
VANGU
ARD A
WARD bei den US
GUARD
AW
US-MTV VIDEO MUSIC A
WARDS
AW
in New York, eine Art Auszeichnung für ihr (Video-)
Lebenswerk. Während der
Show verleihen sie einen weiteren Preis an die RAMONES
und spielen ein Medley aus
STUCK IN A MOMENT
... und
MOMENT...
ELEV
ATION
ELEVA
TION.
22. September
Während der zweistündigen
Benefizveranstaltung
AMERICA
O
AMERICA:: A TRIBUTE TTO
HEROES werden U2 live aus
einem Londoner Studio zugeschaltet. Sie performen,
unterstützt von einem Chor
TALIE IMBRUGLIA
(mit NA
NAT
U2001
the year in rock
U2001
the year in rock
und Edges Freundin MOR
MOR-STEINBERG) sowie
LEIGH STEINBERG
D A VE STEW
ART an der
STEWART
CE
Gitarre, eine Zeile aus PEA
PEACE
ON EARTH um dann in
WALK ON überzugehen. Das
Konzert wird später als DVD
und Video veröffentlicht.
10. Oktober
U2 starten den dritten Part
ihrer ELEVATION TOUR in
den USA an der Universität
von Notre Dame/South
Bend. Der Gig wird live im
Internet übertragen.
29. Oktober
In der DAVID LETTERMAN
SHOW performen U2 die
ORK und
Songs NEW Y
YORK
STUCK IN A MOMENT
MOMENT,
ausserdem tritt Bono beim
YS
von den BEASTIE BO
BOYS
ORKER
organisierten „NEW Y
YORKER
A GAINST
VIOLENCE“
Festival auf und singt
Y und
gemeinsam mit MOB
MOBY
MICHAEL STIPE die Tracks
ALL TTOMORROWS
OMORROWS PPARTIES
ARTIES
und HELPLESS
HELPLESS.
20. November
Bono ist per Videoschaltung
Interview Gast in der amerikanischen Show THE
O`REILL
Y FFA
ACT
OR
O`REILLY
CTOR
OR.
22. November
Y LENO`s THE TTONITE
ONITE
In JA
JAY
SHOW performen U2 WALK
ON
ON.
26. November
ATION
Die Doppel DVD ELEV
ELEVA
2001/U2 LIVE FROM
BOST
ON (Regie HAMISH
BOSTON
HAMIL
TON
HAMILT
ON) wird veröffentlicht. Auf ihr befinden sich
(hinter der VOODOO LOUNGE Tour der ROLLING
ST
ONES
STONES
ONES) war.
Unmittelbar nach Tourende
beginnen U2 mit der Arbeit
an einem neuen Album.
neben dem (fast kompletten)
Konzert vom 06. Mai 2001
in Boston diverse Specials
und Bonus Tracks so wie die
Möglichkeit den Gig aus 3
unterschiedlichen Kameraperspektiven zu geniessen.
Ein Highlight in der Geschichte der U2 Veröffentlichungen. Das Konzert
(ohne Bonusmaterial) ist
auch als Video erhältlich.
02. Dezember
In Miamis American Airlines
Arena endet nach 113
Konzerten in den USA (80)
und Europa (33) die
ELEV
ATION TTOUR
OUR
ELEVA
OUR. Wie auch
bei einigen Gigs zuvor spielt
die Band in Gedenken an
den am 29.11. verstorbenen
GEORGE HARRISON seinen
ORD und
Song MY SWEET LLORD
LARRY unterstützt U2s
GE bei ihrem
Support GARBA
GARBAGE
Y HAPPY WHEN
Hit I‚M ONL
ONLY
IT RAINS an den Drums.
Insgesamt haben mehr als 2
Millionen Fans die ELEVATION Shows besucht und
dazu beigetragen das es
finanziell nicht nur die
Weltweit erfolgreichste Tour
des Jahres, sondern viel
mehr sogar die zweit erfolgreichste Tour aller Zeiten
04. Dezember
Bono wird für sein grosses
soziales Engagement (Drop
The Dept Kampagne; AidsProjekte usw.) von den Lesern
und Besuchern der Internetseite des EUROPEAN
WEEKL
Y zum „Europäer des
WEEKLY
Jahres“ gewählt. Er landet
bei diesem „Wettbewerb“ vor
zahlreichen Politikern, Künstlern und Wirtschaftsköpfen.
Einen Großteil des Dezembers verbringt Bono mit
Tätigkeiten für den weltweiten Schuldenerlass. Er
besucht u.a. diverse Politiker
und Wirtschaftskonferenzen.
19. Dezember
Bono und Edge beteiligen
sich an der US-TV Dokumentation NO MAPS FOR
THESE TERRIT
ORIES über den
TERRITORIES
Sci-Fi Autor WILLIAM
GIBSON
GIBSON. Dessen Roman
NEUROMANCER war für U2
ein großer Inspirationspunkt
in der 93‚er ZOOROPAPhase. Urheber der Dokumentation ist MARK NEALE
NEALE,
u.a. Regisseur der PromoClips zu LEMON
LEMON.
U2001 - a year in rock wurde
zusammengestellt von Frank
Rumpf
U2
live at
l
w
o
b
r
e
p
u
S
Der Superdome in New Orleans war am 3. Februar der
Austragungsort des diesjährigen Superbowls - des Football Meisterschaftsendspiels in
den USA. Während der Halbzeitpause traten dieses Mal U2
auf, die gleich das bereits von
der Elevation-Tour bekannte
Herz mitbrachten. Dieses
wurde auch rechtzeitig vor Beginn des Auftritts mit telegenen Fans gefüllt, deren Hauptinteresse jedoch weniger bei
der Band als bei der Chance
ins TV zu kommen lag.
U2 ignorierten dies jedoch
komplett und betraten zu
“Beautiful Day” die Bühne.
Bono sah recht mitgenommen
aus und auch seine Stimme
war eher dünn. Der Begeisterung im Stadion tat das
dennoch keinen Abbruch.
Die Überraschung folgte dann
beim zweiten Song. Unerwartet stimmte die Band “MLK”,
welches offensichtlich den
Opfern der Anschläge vom
11. September gewidmet war.
Zeitgleich wurden auf einer
gigantischen durchsichtigen
Leinwand die Namen aller
Opfer eingeblendet , so wie
das schon vom dritten Teil der
Elevation Tour bekannt war.
“MLK” ging dann nahtlos in
“Where the streets have no
name” über, welches immer
noch eine beeindruckende
Wirkung auf die Zuschauer
hat. Bono änderte während
das Songs einmal den Text zu
“America, where ever you go
Photo: AP
- we go with you” und zeigte zum Ende
des Songs demonstrativ das Innenfutter seiner Jacke in welches die amerikanische Flagge eingenaht war. Während dies insbesondere in den USA sehr
positiv aufgenommen wurde, hagelte
es in Europa Unmutsbekundungen.
Von übertriebenem Patriotismus war
die Rede, gar von Anbiederung.
Mal davon einmal abgesehen, dass es
natürlich jedem selbst obliegt wie er
diese Ereignisse bewertet, sei an dieser
Stelle dennoch noch einmal an die
Stellungnahme der Band zu den
Ereignissen erinnert (abgegeben zum
VVK-Start des 3. Legs):
“Wir fühlen uns ganz klein, und bescheiden, aber es ist toll, gerade in
dieser schwierigen Zeit in den USA
auftreten zu können. Und wir sind stolz
darauf, dass wir unsere Tickets nach
dem 11.September in den Vorverkauf
gegeben haben. Das gibt uns ein gutes
Gefühl. Es ist ein Statement: Wir sind
gerne hier! Wir kommen gerne hierher! Aber wem das nicht passt, dem
sage ich: verpiss dich! Und was bin
Laden anbelangt: Er ist ein verzogenes
Kind der Mittelklasse. Scheiß auf die
Mittelklasse - er ist nur ein reiches Kind.
Er ist so vielen wohlhabenden Mitgliedern der provisorischen IRA sehr ähnlich, für die Ideen mehr zählen als ein
Menschenleben.”