IT-Benchmarking bei Fortum

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IT-Benchmarking bei Fortum
::: CASE STUDY :::
Projektbericht Benchmarking bei Fortum
Outsourcing-Preise erfolgreich nachverhandeln
Der finnische Energieversorger Fortum hat die Preise eines Outsourcing-Vertrags überprüfen lassen.
Innerhalb eines Monats zahlte sich das Benchmark-Projekt aus.
Am 28. Januar 1999 fiel die Temperatur im finnischen Ort Pokka auf den Rekordwert von minus 51,5 Grad. Gewöhnliche Winter dauern in
Lappland bis zu 200 Tage, was die Energieversorgung der Einwohner zu einem kritischen Faktor macht – Energie ist Leben. Der Versorgungskonzern Fortum ist die Nummer 1 im finnischen
Markt, und er hat seine Netze inzwischen um
die gesamte Ostsee und bis hinein nach Russland gespannt. Neben der Lieferung von Strom
und Wärme, hier ist Fortum die Nummer vier
weltweit, leisten mehr als 13.000 Fortum-Mitarbeiter Dienste rund um den Betrieb und die
Wartung von Kraftwerken.
Die jüngste Wirtschaftskrise war allerdings
nicht spurlos an dem Unternehmen vorbeigegangen, auf der Ausgabenseite musste kontrolliert und konsolidiert werden. In der IT rückte
ein Outsourcing-Vertrag ins Visier des Managements, der Dienstleistungen in den Bereichen
Server und Storage, Service-Desk, DesktopBetrieb und Netzwerke umfasste. Mika Koskelo, Leiter der IT-Infrastruktur bei Fortum, wollte
überprüfen, ob die Preise seines internationalen
Lieferanten noch marktgerecht sind oder ob es
Potenzial für eine Nachverhandlung gab: „Deswegen haben wir 18 Monate vor Ende der Laufzeit einen Marktpreis-Benchmark mit Maturity
gestartet“. Möglich machte diesen Schritt eine
Maturity GmbH
Innere Wiener Straße 5c
D-81667 München
Benchmarking-Klausel im ursprünglichen Outsourcing-Kontrakt, erklärt Koskelo.
Der Benchmark selbst erforderte die Berücksichtigung verschiedener Perspektiven, die
Berechnungsansätze zwischen Auftraggeber
und Auftragnehmer lagen bei einzelnen Positionen weit auseinander. So mussten drei voneinander abweichende Kalkulationsverfahren
für SQL-Datenbanken zur Bewertung unter einen Hut gebracht werden. Unter dem Strich, so
Koskelo, „hat es sich jedoch voll gelohnt“. Innerhalb eines Monats habe sich das Projekt amortisiert, denn der Dienstleister musste seine Preise anpassen – „wir haben Rabatt bekommen“.
Die Ergebnisse wurden zudem genutzt, um internen Kunden zu zeigen, „dass wir nicht so teuer sind, wie es immer behauptet wird.“
Trotzdem legten die Finnen im Folgejahr
noch einen RFP nach. Der Wettbewerb sei „hart“
gewesen, doch die Preise fielen auch beim alten (und zugleich neuen) Provider ein weiteres
Mal. „Uns kam entgegen, dass die wirtschaftliche Situation Ende 2009 ziemlich angespannt
war“, räumt Koskelo ein. Immerhin bestand der
Manager wieder auf eine Benchmark-Klausel im
Vertrag – gegen den Widerstand aller Anbieter.
Seinem Argument mussten sich schließlich die
Lieferanten beugen: „Keine Benchmark-Klausel,
kein Outsourcing-Deal.“
Tel.: +49 (0) 89/44 11 98-0
Fax: +49 (0) 89/44 11 98-2 99
[email protected]
Profil
Unternehmen
Fortum, Espoo (Finnland)
Internationaler Energieversorger
Mitarbeiter
13.300
Website
www.fortum.com
Benchmark-Ziele
Überprüfung der Outsourcing-Preise
Reduzierung der Outsourcing-Preise
Unsere Niederlassungen:
Amsterdam, Frankfurt, Hamburg, London,
München, Mailand, Wien, Zürich
„Keine Benchmark-Klausel,
kein Outsourcing-Deal.“
Mika Koskelo, Leiter IT-Infrastruktur
bei Fortum
w w w . m a t u r i t y. c o m