E-MU Systems 1

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E-MU Systems 1
E-MU Systems
1
Bedienungshandbuch
© 2006 E-MU Systems
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E-MU Systems
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JAPAN
2
Emulator X2 Bedienungshandbuch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1 – Einführung & Installation .......................................... 13
Einführung............................................................................................................................13
Proteus X ...........................................................................................................................13
Bevor Sie beginnen… ...................................................................................................13
Hinweise, Tipps und Warnungen ...............................................................................13
Systemanforderungen..........................................................................................................14
Installieren der Software......................................................................................................15
Installierte Programme ................................................................................................15
Registrieren der Software .............................................................................................15
Optimieren des Computers für Proteus X .....................................................................16
Tipps und Bemerkungen für SCSI- und IDE-Laufwerke ..............................................16
Einrichten der Audio-Umgebung .......................................................................................17
Einrichten von „Preferences“ ..............................................................................................18
Audio-Voreinstellungen ..................................................................................................19
Streaming ......................................................................................................................19
Pre-roll ..........................................................................................................................20
Audio Setup ..................................................................................................................21
VST Output Buses .........................................................................................................22
MIDI ..................................................................................................................................23
MIDI Inputs ..................................................................................................................23
MIDI Response .............................................................................................................24
Controller .........................................................................................................................25
Darstellungseinstellungen in Windows .....................................................................25
Other Settings ...............................................................................................................26
2 - Architektur von Proteus ............................................. 27
Ein modulares System .........................................................................................................27
Bank ..................................................................................................................................27
Speichern ......................................................................................................................27
Multisetup .....................................................................................................................29
Preset .............................................................................................................................29
Voice ..............................................................................................................................29
Sample ...........................................................................................................................30
Flexible Architektur ..........................................................................................................30
Preset-Diagramm .............................................................................................................31
Stimmen ............................................................................................................................31
Multisample-Stimmen .................................................................................................31
Das Sample .......................................................................................................................33
E-MU Systems
3
Inhaltsverzeichnis
3 - Erste Schritte ............................................................. 35
Durchsuchen der Baumstruktur .........................................................................................35
Dialogfeld „Multisetup“ ......................................................................................................36
Presets wechseln (aus Single View) ................................................................................37
Multi-Channel View .........................................................................................................39
Presets wechseln (aus Multichannel View) ...................................................................40
Einstellen der Controller .................................................................................................40
Erstellen benutzerdefinierter Banken.................................................................................42
Laden einer neuen Bank......................................................................................................44
Öffnen eines Presets ............................................................................................................44
Untersuchen einer Stimme..................................................................................................47
Alles auf Anfang ...........................................................................................................48
„Save“ und „Save As“ .......................................................................................................49
Proteus X Bank-Struktur ..................................................................................................49
Die Bibliothekarsfunktion...................................................................................................50
4 - Multisetup / Globale-Regler ........................................ 53
Das Multisetup .....................................................................................................................53
Presets wechseln (aus Single View) ................................................................................54
Multi-Channel View .........................................................................................................55
Der aktuelle MIDI-Kanal .............................................................................................57
MIDI-Kanal ...................................................................................................................57
Zuweisen von Presets ...................................................................................................57
Kanal-Lautstärke ...........................................................................................................57
Kanal-Pan ......................................................................................................................57
Output Assignment/Ausgangszuordnung .................................................................58
Output View Button .....................................................................................................58
Aux FX View Buttons ....................................................................................................58
Aux Send On/Off .........................................................................................................58
Preset FX Enables .........................................................................................................58
Select Effect ...................................................................................................................59
TwistaLoop Override ...................................................................................................59
Globale Regler ......................................................................................................................60
Master Volume-Regler & VU-Anzeige ........................................................................60
Tempo-Regler ...............................................................................................................60
Gesamtstimmung .........................................................................................................60
Gesamttransponierung ................................................................................................60
Limiter ...........................................................................................................................60
Aux-Ausgänge ...............................................................................................................61
Proteus-Sessions in PatchMix DSP .............................................................................61
Filter Override ..............................................................................................................63
MIDI-Controller & Label-Leiste ..................................................................................63
Auslastung Preroll-Arbeitsspeicher ............................................................................63
CPU-Anzeige .................................................................................................................63
Anzahl gespielter Samples ...........................................................................................63
Aktueller Kanal .............................................................................................................63
Arbeiten mit Multisetups.....................................................................................................64
FX & Multisetups speichern .........................................................................................64
VSTi Multisetups ...........................................................................................................64
Preset Globals.......................................................................................................................66
Transpose & Volume ........................................................................................................67
Controller A-P für Grundeinstellungen .........................................................................67
MIDI-Controller „einfangen“ .........................................................................................68
TwistaLoop Lock To Tempo ............................................................................................68
4
Emulator X2 Bedienungshandbuch
Inhaltsverzeichnis
Initial Tempo ....................................................................................................................68
Stimmungstabellen ..........................................................................................................69
Equal Temperament-Stimmungen .............................................................................71
Key CC Window ...........................................................................................................71
Preset Modulators ............................................................................................................71
Channel Lag 1 & 2-Rate ...............................................................................................71
Poly Key Timer .............................................................................................................72
Channel Ramp .............................................................................................................73
Preset-PatchCords ........................................................................................................73
Templates ..........................................................................................................................74
5 - Stimmen & Sample-Zonen ........................................... 75
Voices and Zones-Seiten......................................................................................................76
Mix/Tune .......................................................................................................................76
Key Win .........................................................................................................................76
Vel Win ..........................................................................................................................76
RT Win ...........................................................................................................................76
CC Win 1-5 ...................................................................................................................76
Region ...........................................................................................................................76
Details ...........................................................................................................................76
Stimmen-Wahl .....................................................................................................................77
Stimmen manipulieren ...................................................................................................77
Mit mehreren Stimmen arbeiten ....................................................................................78
Samples & Multisamples .................................................................................................78
Gruppen ............................................................................................................................79
Stimmen und Zonen sortieren .......................................................................................80
Das Keyboard Display .....................................................................................................80
Overview-Bereich .................................................................................................................81
Sample-Regler ...................................................................................................................81
Sample ...........................................................................................................................81
Original Key ..................................................................................................................81
Group ............................................................................................................................81
Direction .......................................................................................................................81
Mix Tune-Regler ...............................................................................................................82
Mute ..............................................................................................................................82
Solo ................................................................................................................................82
Volume ..........................................................................................................................82
Pan .................................................................................................................................82
Fine Tune ......................................................................................................................82
Coarse Tune ..................................................................................................................82
Transpose ......................................................................................................................82
Key Win-, Velocity Win-, RT Win- und CC Win-Regler ................................................82
Direction ...........................................................................................................................83
Samples und Stimmen hinzufügen ....................................................................................83
Mix/Tune-Seite .....................................................................................................................85
Key Window-Seite ................................................................................................................85
Key Window-Parameter mit Hilfe von Werten definieren ...........................................88
Velocity Window-Registerseite............................................................................................89
Velocity Window-Parameter mit Hilfe von Werten definieren ...................................90
Registerseite „Realtime Window“ .......................................................................................91
Realtime Window-Parameter mit Hilfe von Werten definieren ..................................93
Registerseiten „Continuous Controller Window“ ............................................................94
Keyboard CC Window.........................................................................................................95
Cycle Groups ................................................................................................................96
E-MU Systems
5
Inhaltsverzeichnis
CC Window-Parameter mit Hilfe von Werten definieren ......................................... 100
Region-Registerseite .......................................................................................................... 101
Bereich erstellen oder editieren ............................................................................... 102
Region View-Regler ....................................................................................................... 102
Sample Zoom- und Scroll-Regler ............................................................................ 102
Sensitivity ................................................................................................................... 102
Snap-Einstellungen und Marken ............................................................................. 103
Region Explode ............................................................................................................. 103
Weitere Infos über Bereiche ..................................................................................... 104
Details-Registerseite .......................................................................................................... 105
Dienstprogramme von „Voice & Sample Zone“ ............................................................ 106
Open Voices ............................................................................................................... 106
New Voice .................................................................................................................. 106
Delete Voices ............................................................................................................. 106
Duplicate Voices ........................................................................................................ 106
Combine Voices ........................................................................................................ 106
Expand Voice ............................................................................................................. 106
New Sample Zone ..................................................................................................... 107
Delete Sample Zones ................................................................................................ 107
Duplicate Sample Zones ........................................................................................... 107
Sort Voices ................................................................................................................. 107
Sort Zones .................................................................................................................. 107
New Group ................................................................................................................ 107
Select Group .............................................................................................................. 107
Clear All Solos and Mutes ........................................................................................ 107
Funktionen des Bearbeitungsmenüs – Ausschneiden, Kopieren und Einfügen ......... 108
Links ................................................................................................................................... 109
Link-Dienstprogramme ................................................................................................ 110
Subsuming Links ........................................................................................................... 110
Fenster „Mix/Tune“ ....................................................................................................... 111
Fenster „Key“ ................................................................................................................. 111
Fenster „Velocity“ .......................................................................................................... 111
Fenster „CC“ .................................................................................................................. 112
6 – Stimmbearbeitung ................................................... 113
Vereinfachter Signalweg von Proteus X .......................................................................... 113
Überblick über das Stimmbearbeitungs-Fenster............................................................ 114
Templates ....................................................................................................................... 114
Oscillator............................................................................................................................ 115
Pitch Bend Range .......................................................................................................... 115
TwistaLoop-Regler ........................................................................................................ 115
Speed .......................................................................................................................... 115
Loop (% oder Number) ........................................................................................... 115
Start At Loop .............................................................................................................. 115
Regler für die Stimmung .............................................................................................. 115
Transponieren ........................................................................................................... 115
Stimmregler „Coarse“ ............................................................................................... 115
Feinstimmung ........................................................................................................... 116
Fixed Pitch-Modus .................................................................................................... 116
Chorus Amount ............................................................................................................ 116
Tipps für die Verwendung des Chorus .................................................................... 117
Glide Rate & Curve ....................................................................................................... 117
Key-Regler ...................................................................................................................... 117
Delay .......................................................................................................................... 117
6
Emulator X2 Bedienungshandbuch
Inhaltsverzeichnis
Sample Offset ............................................................................................................ 118
Sample Start Offset ................................................................................................... 118
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven ..................................................................... 119
Einstellen der Hüllkurven ........................................................................................ 119
Hüllkurven-Modus: Repeat ...................................................................................... 120
Hüllkurven-Modus: Complete ................................................................................. 121
Zeit- und BMP-basierte Hüllkurven ............................................................................ 121
BPM-Hüllkurven ....................................................................................................... 121
BPM Tempo-Tabelle ................................................................................................. 122
LFOs & Lags ................................................................................................................... 123
Frequency ................................................................................................................... 123
Delay .......................................................................................................................... 123
Shape .......................................................................................................................... 123
Variation .................................................................................................................... 123
Sync ............................................................................................................................ 124
BPM ............................................................................................................................ 124
LFO Tricks & Tipps: ................................................................................................... 125
Lag-Prozessoren 1 & 2 .................................................................................................. 125
Extra Summen-Verstärker ......................................................................................... 125
Function Generator ....................................................................................................... 126
Function Display und Grid ...................................................................................... 126
Hauptregler des Funktionsgenerators ..................................................................... 129
Modulationsziele ...................................................................................................... 130
Ideen zum Funktionsgenerator ............................................................................... 130
Filter-Regler .................................................................................................................... 132
Filter-Beschreibung ....................................................................................................... 132
Filtertypen .................................................................................................................. 132
Programmierbare Morphing-Filter .............................................................................. 135
Morph Designer ........................................................................................................ 135
Dual EQ Morph ......................................................................................................... 138
Dual EQ Morph + Expression .................................................................................. 138
2EQ + Lowpass Morph ............................................................................................. 139
Peak/Shelf Morph ..................................................................................................... 139
Amplifier-Regler ................................................................................................................ 140
Volume ........................................................................................................................... 140
Panning .......................................................................................................................... 140
Amp Envelope Dynamic Range ............................................................................... 140
Response ........................................................................................................................ 140
FX Wet/Dry .................................................................................................................... 140
Voice Effect Sends ............................................................................................................. 141
Modulations-Cords........................................................................................................... 142
Tonhöhen-Tabelle ..................................................................................................... 144
Polarität der Modulationsquellen ........................................................................... 146
Summenknoten ......................................................................................................... 147
Modulation von Sample-Loops ............................................................................... 147
Assign Groups ............................................................................................................... 147
Output Assign Groups .............................................................................................. 147
Poly Key Assign Groups ............................................................................................ 148
Keyboard-Modi ............................................................................................................. 149
Latch-Modus .................................................................................................................. 150
E-MU Systems
7
Inhaltsverzeichnis
7 - TwistaLoop .............................................................. 151
Einleitung........................................................................................................................... 151
Loops einsetzen................................................................................................................. 152
Loops abspielen ............................................................................................................ 152
Loop Speed und Tempo ............................................................................................... 153
Loops mit einem Continuous Controller wechseln .................................................. 154
Loop Select (Continuous) ........................................................................................ 155
Loop Select (Jump) ................................................................................................... 155
Andere Möglichkeiten zum Wechseln von Loops ..................................................... 156
Beats synchronisieren ................................................................................................... 158
Multisample-Stimmen und Looping ........................................................................... 158
Der Speed-Regler............................................................................................................... 159
Geschwindigkeit eines Loop ändern ........................................................................... 159
Tempo anschieben ........................................................................................................ 159
Bereiche analysierter Samples verwenden ...................................................................... 161
Tempo Granularity ....................................................................................................... 161
RT Win mit Bereichen einsetzen .................................................................................. 163
Fehlersuche ........................................................................................................................ 164
Es findet kein Looping statt ...................................................................................... 164
Loops synchronisieren sich nicht zum Tempo ...................................................... 164
8 - Effekte .................................................................... 165
Übersicht............................................................................................................................ 165
Effekte programmieren..................................................................................................... 166
Aux-Effekt im Multisetup hinzufügen ......................................................................... 166
Einem Preset einen Effekt hinzufügen ........................................................................ 167
Blockdiagramm des Effektroutings ......................................................................... 168
FX Routing ......................................................................................................................... 169
Blockdiagramm des Effektroutings ......................................................................... 169
Effects Overhead ....................................................................................................... 170
Typischer Effekt-Einsatz ........................................................................................... 170
ASIO Outputs ............................................................................................................ 170
Main Output Window ...................................................................................................... 171
Main Output Window .............................................................................................. 171
Key Points ...................................................................................................................... 172
Voice ........................................................................................................................... 172
Preset .......................................................................................................................... 172
Multisetup .................................................................................................................. 172
Preset Effekt-Anteil mittels Voice steuern ................................................................... 173
Aux FX Screen .................................................................................................................... 174
Aux-Effekte ................................................................................................................. 174
Aux FX Send Amounts .................................................................................................. 174
Preset FX Screen................................................................................................................. 175
Preset-Effekte ............................................................................................................. 175
Preset FX Modulation-Parameter ................................................................................ 176
Templates erstellen und löschen ................................................................................. 177
Effektliste ........................................................................................................................... 177
Effekt-Beschreibungen...................................................................................................... 177
Background: Reverb .................................................................................................. 177
Reverb ............................................................................................................................ 178
Early Reflections Reverb ............................................................................................... 178
Reverb Lite (mono) ...................................................................................................... 179
Chorus ............................................................................................................................ 180
8
Emulator X2 Bedienungshandbuch
Inhaltsverzeichnis
Background: Chorus ................................................................................................. 180
Chorus / Delay .............................................................................................................. 181
Compressor ................................................................................................................... 182
Elementare Regler ..................................................................................................... 182
Delay .............................................................................................................................. 184
Background: Delay .................................................................................................... 184
Getrennte Echos (Discrete stereo) ........................................................................... 184
Ping Pong, stereo ....................................................................................................... 185
Ping Pong, mono L->R .............................................................................................. 185
Delay (BPM) .................................................................................................................. 187
Early Reflections ............................................................................................................ 188
1-Band Para EQ ............................................................................................................. 188
4-Band EQ ..................................................................................................................... 189
Flanger ............................................................................................................................ 190
Flanger (BPM) ............................................................................................................... 191
Growl ............................................................................................................................. 192
Limiter ............................................................................................................................ 193
Phaser ............................................................................................................................. 194
Pitch Shifter (mono) ..................................................................................................... 195
Ring Modulator ............................................................................................................. 196
SP12-ulator .................................................................................................................... 197
Tremulator BPM ............................................................................................................ 198
Tube ................................................................................................................................ 200
Twin ................................................................................................................................ 201
9 - Steuerelemente ........................................................ 203
Die Symbolleisten ............................................................................................................. 203
Ein- und Ausblenden der Symbolleisten .................................................................... 204
Drag & Drop ...................................................................................................................... 204
Keyboard-Symbol ............................................................................................................. 204
Ändern von Einstellungen................................................................................................ 205
Eingeben numerischer Werte ....................................................................................... 205
Tastaturbereiche & Überblendungen einstellen............................................................. 206
Auswählen von Stimmen mit Hilfe des MIDI-Keyboards ......................................... 207
Anpassen von Hüllkurven................................................................................................ 208
BPM-Modus & Tempo .............................................................................................. 208
Ausschneiden, Kopieren & Einfügen............................................................................... 208
View-Menü......................................................................................................................... 209
List Display-Ansicht ...................................................................................................... 210
Textliste der Presets und Samples erstellen ................................................................ 210
Baumstruktur ................................................................................................................. 211
Navigation in der Baumstruktur mit Hilfe der Tastatur ............................................ 211
Pfeiltasten .................................................................................................................. 211
Suchen von Objekten ............................................................................................... 212
Aktualisieren (F5) ......................................................................................................... 212
Kontextmenüs ............................................................................................................... 212
All Sound Off (Strg + Pause) ........................................................................................ 212
Templates........................................................................................................................... 213
Templates erstellen und aufrufen ................................................................................ 213
Templates verwalten ..................................................................................................... 214
E-MU Systems
9
Inhaltsverzeichnis
10 - Synthesizer-Grundlagen ......................................... 215
Bearbeiten von Presets...................................................................................................... 215
Modulation ........................................................................................................................ 216
Modulationsquellen ..................................................................................................... 216
Keyboardtaste ............................................................................................................ 216
Tastenanschlagdynamik ........................................................................................... 216
Loslassdynamik ......................................................................................................... 216
Gate ............................................................................................................................ 216
Tasten-Glide ............................................................................................................... 216
Pitchbend- und Modulationsräder .......................................................................... 216
Tastendruck (Mono Aftertouch) .............................................................................. 217
Pedal ........................................................................................................................... 217
Verschiedene Controller A-P .................................................................................... 217
LFOs (2 pro Stimme) ................................................................................................ 217
Hüllkurvengeneratoren (3 pro Stimme) ................................................................. 217
Funktionsgenerator (3 pro Stimme) ....................................................................... 217
Rausch- und Random-Generatoren ........................................................................ 217
T-Schalter und Fußschalter ...................................................................................... 217
Modulations-Cords ....................................................................................................... 217
Hüllkurvengeneratoren .................................................................................................... 218
Reriggering ................................................................................................................. 218
Complete-Modus ...................................................................................................... 219
Tieffrequenzoszillatoren (LFOs) ..................................................................................... 219
Random-Quellen .............................................................................................................. 220
Clock-Modulation............................................................................................................. 220
Synchronisieren eines LFOs zur Clock ................................................................... 221
Funktionsgeneratoren....................................................................................................... 222
Modulationsziele .............................................................................................................. 222
Modulations-Prozessoren ................................................................................................ 224
Beispiele für Modulationsprozessoren ....................................................................... 225
Dynamische Filter ............................................................................................................. 227
Was ist ein Filter? ...................................................................................................... 227
Parametrische Filter .................................................................................................. 230
Z-Plane-Filter ................................................................................................................. 231
MIDI-Kanäle und Realtime-Controller ........................................................................... 233
MIDI Program Change-Befehle ....................................................................................... 235
MIDI Bank Select-Befehle ............................................................................................ 235
Hintergrund: Bank Select-Befehle ............................................................................... 235
MIDI-Modi......................................................................................................................... 236
11 - Anhang ................................................................. 237
Der Emulator X-Dateikonverter....................................................................................... 237
Unterstützte Dateitypen ............................................................................................... 237
Hintergrund ................................................................................................................... 238
Informationen zum Quellformat ................................................................................ 238
Akai S-1000/3000 ............................................................................................................ 239
Akai S-5000 ....................................................................................................................... 239
Emu E3/ESi ....................................................................................................................... 240
Tascam GigaStudio .......................................................................................................... 240
SoundFont ........................................................................................................................ 241
Emagic EXS-24 Mark I und Mark II ................................................................................ 241
Steinberg HALion I und II ............................................................................................... 242
Hinweise… ..................................................................................................................... 242
10
Emulator X2 Bedienungshandbuch
Inhaltsverzeichnis
Tastenumschaltung & Weitere Funktionen, die nicht in PX enthalten sind ....... 242
Referenzierte Samples finden ......................................................................................... 243
Absolute Paths .................................................................................................................. 243
Relative Paths ............................................................................................................ 244
Fixed Location Folder ............................................................................................... 244
Mac Catalog/FSSpec Reference ................................................................................ 244
Monolithic Files ........................................................................................................ 244
Besondere Hinweise ..................................................................................................... 244
Kombinieren von Dual-Mono-Samples in Stereo-Dateien ................................... 244
Floppy Disk-Unterstützung ...................................................................................... 245
Hinweis zu EOS-Banken, die auf DOS Floppies gespeichert sind ....................... 245
Proteus X VSTi ................................................................................................................... 246
Starten der VSTi-Anwendung ....................................................................................... 246
2 - Proteus X VSTi einrichten ....................................................................................... 247
Checkliste zum Starten von Proteus X VSTi ............................................................... 249
Cubase LE .................................................................................................................. 249
Wenn Sie PatchMix DSP benutzen ... ...................................................................... 249
Das Multisetup wird in der Recording-Anwendung gespeichert .............................. 249
Kurzwegtasten ................................................................................................................... 250
Drag & Drop ...................................................................................................................... 251
Funktionen der Werkzeugleiste ....................................................................................... 254
Tabelle: MIDI-Tastennummer auf Note.......................................................................... 255
MIDI-Implementationstabelle......................................................................................... 256
Empfangene Kanalbefehle ....................................................................................... 261
Besondere Hinweise: ................................................................................................ 261
Index ............................................................................ 263
E-MU Systems
11
Inhaltsverzeichnis
12
Emulator X2 Bedienungshandbuch
1 – Einführung & Installation
Einführung
1 – Einführung & Installation
Einführung
Der Proteus X Software-Sampler ist ein professioneller Software Sound Module
Software-Sampler und Synthesizer, der auf der Hardware-Serie der Proteus X Sound
Modules und Emulator-Sampler basiert. Die Entwickler und Designer von E-MU
Systems haben ihre jahrelange Erfahrung und ihr Fachwissen eingebracht, um das
bisher umfassendste und flexibelste Softwareinstrument zu erstellen
Proteus X
Mithilfe von Proteus X ist es auf einfache Weise möglich, multitimbrale
(klangpolyphone) Setups auf bis zu 64 verschiedenen MIDI-Kanälen zu erzeugen.
Darüber hinaus sind folgende weitere Funktionen verfügbar:
• 24-Bit Sampling und Wiedergabe
• Große Sample-Banken durch Sample-Streaming von der Festplatte.
• Sampling- bis zu 192 kHz
• Interne 32-Bit Floating Point-Verarbeitung
• Drag and Drop-Auswahl von Samples, Stimmen und Presets
• Phase-Locked Stereo-Signalweg
• Ultra High Precision Pitch Interpolation (auswählbar)
• Hochgradige Stimmenpolyphonie (systemabhängig)
• Realtime-Regler für alle wichtigen Kontrollpunkte
Proteus X ermöglicht es ernsthaften Klangsynthetikern und Programmierern, sich ihre
Instrumente mithilfe der anerkannten Emulator 4 Synthese-Architektur buchstäblich
selbst zu erstellen
Bevor Sie beginnen…
Sie sollten das Betriebssystem Ihres Computers bereits gut genug kennen, um damit
arbeiten zu können. So sollten sie beispielsweise wissen, wie Sie die Maus sowie die
standard Menüs und Befehle verwenden. Darüber hinaus sollten Sie auch die
Funktionen zum Ausschneiden, Kopieren und Einfügen sowie das Öffnen und
Schließen von Dateien beherrschen
Hinweise, Tipps und Warnungen
Themen von besonderer Wichtigkeit sind im vorliegenden Dokument als Hinweise,
Tipps und Warnungen gekennzeichnet
Hinweise enthalten zusätzliche Informationen zum aktuell behandelten Thema.
Häufig wird in Hinweisen der Zusammenhang zwischen dem aktuellen Thema und
anderen Aspekten des Systems erläutert.
In Tipps werden Anwendungen für das jeweils aktuelle Thema beschrieben.
E-MU Systems
13
1 – Einführung & Installation
Systemanforderungen
Warnungen kommt eine besondere Bedeutung zu. Sie helfen Ihnen beim
Vermeiden von Aktivitäten, die zu Personenschäden bzw. zu Datenverlusten oder
einer Beschädigung des Computers führen können.
Systemanforderungen
Um Proteus X verwenden zu können, benötigen Sie mindestens:
• Pentium III 1 GHz oder entsprechende CPU (P4, 2 GHz oder schneller empfohlen)
• 512 MB RAM (1 GB DDR oder größer empfohlen)
• Festplatte mit einer Übertragungskapazität von 200 MB/s
• Windows 2000 oder XP
14
Proteus X2 Bedienungshandbuch
1 – Einführung & Installation
Installieren der Software
Installieren der Software
Installierte Programme
• Proteus X Software Sound Module application
• Proteus X VSTi
• Emulator X Converter
• Proteus X Factory Sound Banks
Wichtig: Installieren Sie die EMU Digital Audio System-Soundkarte vor der
Installation und Ausführung von Proteus X X.
1. Legen Sie die CD-ROM mit der Aufschrift „Proteus X Software/Manual Installation“ in das CD-ROM-Laufwerk ein.
2. Wenn der Windows AutoPlay-Modus für Ihr CD-ROM Laufwerk aktiviert ist, startet
die CD automatisch. Andernfalls navigieren Sie zur CD und doppelklicken auf
Setup.exe.
3. Befolgen Sie die angezeigten Anweisungen.
• Die Proteus X-Anwendungen wurden unter „Program Files/Creative
Professional/Proteus X” installiert.
4. Achten Sie auf „ReadMe“-Dateien im Ordner „Proteus X“ oder im Menü „Start“
und lesen Sie diese, bevor Sie fortfahren. Die „ReadMe“-Dateien können wichtige
aktuelle Informationen enthalten, die beim Verfassen dieses Handbuchs noch
nicht vorlagen.
5. Nehmen Sie die Proteus X Anwendungs-CD aus dem CD-ROM-Laufwerk.
Installieren Sie die Proteus X Sound-Banken
6. Legen Sie die CD „Sound Disk 1“ in das CD-ROM-Laufwerk ein. Auf dieser CD
befindet sich die Bank „Proteus X Composer“, die in den Lernprogrammen
verwendet wird.
7. Wenn in Windows für das CD-ROM-Laufwerk die automatische Wiedergabe
aktiviert ist, wird das Installationsprogramm automatisch gestartet.
8. Führen Sie die Bildschirmanweisungen zum Installieren der Bank auf der Festplatte
aus. Die Installation der „ Factory Sound Banks “ erfolgt standardmäßig unter
„Program Files/Creative Professional\ProteusX\Production Sound Banks“.
9. Sie können die anderen Soundbank-CDs jetzt oder auch zu einem späteren
Zeitpunkt installieren.
10. Starten Sie das Proteus X-Programm, indem Sie auf das Proteus X-Symbol auf dem
Desktop doppelklicken oder den Emulator X-Eintrag aus dem Start-Menü
auswählen.
Registrieren der Software
Registrieren Sie Ihre Software noch heute, um Sie ohne Unterbrechung verwenden zu
können.
E-MU Systems
15
1 – Einführung & Installation
Installieren der Software
Optimieren des Computers für Proteus X
Windows: Die folgenden Vorschläge können Ihnen das Konfigurieren Ihres WindowsComputers für eine optimale Leistung erleichtern. Aufgrund der Unterschiede
zwischen einzelnen Systemen empfehlen wir, die ursprünglichen Einstellungen der zu
ändernden Systemparameter zu notieren. So können Sie diese wiederherstellen, wenn
Sie bei der Optimierung Ihres Systems für Proteus X auf unerwartete Probleme stoßen:
• Sie sollten auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, einen Computer ausschließlich
als Audio-Workstation zu verwenden. Dieser Computer kann dann für eine
bestmögliche Audio-Leistung optimiert werden.
• Vermeiden Sie es, wenn möglich, dem IDE-Controller des Audio-Laufwerks
langsamere Geräte zuzuweisen.
• Verwenden Sie die schnellste verfügbare Festplatte, da dies die wichtigste Einzelkomponente ist, die sich auf die Leistung von Proteus X auswirkt. Viele Laufwerke
verfügen mittlerweile über einen 8 MB großen Datenpuffer, der die Leistung zusätzlich verbessern kann.
• Sie sollten die Festplatte häufig defragmentieren.
• Führen Sie eine „saubere“ Installation des Betriebssystems mit dem Minimum zu
installierender Komponenten und Programme durch.
• Verwenden Sie die Funktion „Systemwiederherstellung“ von Windows XP oder
andere Programme zum Wiederherstellen, beispielsweise „Ghost®“, damit das
System geordnet und schnell arbeitet.
Tipps und Bemerkungen für SCSI- und IDE-Laufwerke
Wenn Sie über den Kauf eines neuen SCSI- oder IDE-Laufwerks für die Verwendung
mit Proteus X nachdenken, sollten Sie darauf achten, dass das neue Laufwerk eine
durchgängige Datenübertragungsrate von mindestens 2 MB/s unterstützt. Es ist zwar
nicht möglich, die Anforderungen Ihres Betriebssystems zuverlässig zu berechnen
(diese müssen zusätzlich zu den Anforderungen von Proteus X berücksichtigt werden),
auf der Grundlage der Bit-Tiefe und der von Ihnen benötigten Anzahl an Stimmen erhalten Sie jedoch eine ungefähre Vorstellung von der benötigten Festplattengeschwindigkeit.
Die E4/E3 CDs
verwenden ein
proprietäres Format und
können nur mit SCSI/
ATAPI-Laufwerken
gelesen werden.
Tabelle zu Datenübertragungsraten
16-Bit
24-Bit
44,1 kHz Samplefrequenz
48 kHz Samplefrequenz
44,1 kHz Samplefrequenz
48 kHz Samplefrequenz
86,2 kBit pro Kanal pro Sekunde
93,8 kBit pro Kanal pro Sekunde
138 kBit pro Kanal pro Sekunde
150 kBit pro Kanal pro Sekunde
• Überprüfen Sie die Festplatte regelmäßig auf Fragmentierungen und
defragmentieren Sie sie, falls erforderlich. Das Laufwerk arbeitet am
effizientesten, wenn es nicht fragmentiert ist.
• Wenn möglich, verwenden Sie ein System mit zwei Laufwerken: einem AudioLaufwerk und einem Systemlaufwerk..
16
Proteus X2 Bedienungshandbuch
1 – Einführung & Installation
Einrichten der Audio-Umgebung
Einrichten der Audio-Umgebung
Bevor Sie Musik machen können, müssen Sie eine Verbindung zwischen Emulator X
und Ihrer Hardware für die Audio-Ausgabe einrichten. Wählen Sie hierzu einen Software-Treiber aus, der diese Verbindung zwischen Hardware und Software herstellt.
1. Wählen Sie aus der Menüleiste den Bildschirm „Preferences“ aus.
2. Wählen Sie im Audio-Abschnitt der Dialogbox „E-MU ASIO“ aus (sofern noch
nicht markiert). Diese Einstellung richtet eine Schnittstelle mit dem digitalen EMU-Audiosystem ein.
3. Wenn die Option „E-MU ASIO“ ausgewählt ist, funktioniert die Schnittstelle
zwischen Proteus X und E-MU Digital Audio System richtig. Nach dem Ausführen
von Proteus X möchten Sie möglicherweise die Audio-Voreinstellungen für eine
optimale Leistung auf Ihrem Computersystem anpassen.
4. Wenn Sie Hardware verwenden möchten, die ASIO nicht unterstützt, verwenden
Sie den DirectSound-Treiber. Damit Emulator X mit der Soundkarte kommunizieren kann, muss Microsoft DirectSound auf Ihrem Computer installiert sein.
Darüber hinaus muss ein DirectSound-Treiber für die Audio-Hardware installiert
sein.
Auf Seite 19 finden Sie eine umfassende Erklärung der Audio-Voreinstellungen.
E-MU Systems
17
1 – Einführung & Installation
Einrichten von „Preferences“
Einrichten von „Preferences“
Die Dialogbox „Preferences“ enthält eine Reihe wichtiger Optionen, mit denen Sie Proteus X für die Audio-Hardware konfigurieren und die von Ihnen verwendeten Regler an
Ihre Arbeitsweise anpassen können.
So greifen Sie auf die Dialogbox „Preferences“ zu
1. Wählen Sie aus dem Menü „Options“ den Befehl „Preferences“. Der folgende
Bildschirm wird angezeigt.
2. Die Dialogbox „Preferences“ ist in vier Hauptgruppen unterteilt. Klicken Sie auf die
Überschriften der einzelnen Registerkarten, um eine dieser vier Gruppen auszuwählen.
Audio
Steuerung des Festplatten-Streamings, Einrichten der AudioHardware und Auswahl der Algorithmen für die Pitch-Verschiebung,
ASIO Control Panel.
MIDI
MIDI-Eingänge Kanäle 1–64, IntelliEdit und Funktionen zum
Empfangen/Ignorieren von Program Changes, Internal/External
Tempo Source-Wahl, Velocity Curve, Volume Curve, Volume
Sensitivity, Preset Tempo Channel.
Controllers
Mithilfe dieses Abschnitts können Sie die MIDI Continuous Controller
einrichten, die Proteus X empfangen soll.
Other
Diese Gruppe enthält weitere diverse Steuerelemente: Laden der
zuletzt verwendeten Bank bei Neustart, beim Editieren im MultiModus das Preset auf dem aktiven Kanal wählen, Löschen der ClipAnzeigen nach zehn Sekunden, gewählte Tree Items erweitern,
Regler-Verfolgung,
Undo-Einstellungen
18
Proteus X2 Bedienungshandbuch
1 – Einführung & Installation
Einrichten von „Preferences“
Audio-Voreinstellungen
Streaming
Wenn Sie eine Proteus X-Bank laden (bei aktiviertem Streaming), werden nicht die
eigentlichen Sample-Dateien in den Arbeitsspeicher des Computers geladen. Lediglich
die Preset-Informationen und die ersten Sekunden des Samples werden geladen. Der
Rest der Sample-Daten wird bei Bedarf direkt von der Festplatte abgerufen.
Selbst bei der Verwendung großer Banken, die einen RAM-basierten Sampler
überfordern würden, ermöglicht diese Streaming-Technologie kürzeste Ladezeiten. Die
Belegung jeder einzelnen Taste mit mehrschichtigen, minutenlangen Stereo-Samples
ist kein Problem für Proteus X. Sample-Streaming ist nicht neu. Es wurde ursprünglich
für Festplatten-Audiorecorder entwickelt, um schnelle Punch-Ins und Punch-Outs zu
ermöglichen.
Sie können das Audio-Streaming aktivieren oder deaktivieren. Wenn Sie das Streaming
deaktivieren, versucht Proteus X, die gesamte Bank in den Arbeitsspeicher des
Computers zu laden.
Wenn das Streaming so großartig ist, warum sollte man es dann überhaupt
deaktivieren? Wenn Sie Ihren Computer als Audio-Workstation verwenden und
mehrere Funktionen gleichzeitig ausführen, werden früher oder später die Kapazitäten
der CPU, des Speichers oder der Ressourcen für den Festplattenzugriff überschritten.
Sample-Streaming stellt sehr hohe Anforderungen an die Festplatte. Wenn Sie andere
Audiospuren aufnehmen, dabei mehrere Software-Plug-Ins verwenden und Proteus X
mit vielen Stimmen ausführen, kann es beim Festplattenzugriff zu Engpässen
kommen. Wenn Sie das Streaming deaktivieren und die Bank in den nicht belegten
Arbeitsspeicher laden, kann die Festplatte für schwierigere Vorgänge freigehalten
werden.
E-MU Systems
19
1 – Einführung & Installation
Einrichten von „Preferences“
Pre-roll
Mithilfe dieser wichtigen Option können Sie festlegen, wie viele Sekunden der
einzelnen Samples beim Laden der Bank in den Arbeitsspeicher geladen werden
sollen. Diese Einstellung hat großen Einfluss auf die Leistung von Proteus X, wenn die
Streaming-Funktion aktiviert ist. Die Auswahl der Einstellung ist abhängig von: der
gewünschten Anzahl verwendeter Samples sowie vom Anteil des Arbeitsspeichers, der
Proteus X zur Verfügung steht.
Tipp: Verringern Sie
den Preroll-Zeitraum für
kürzere Ladezeiten beim
Ausprobieren neuer
Sounds und beim
Erstellen neuer Banken.
Je kleiner der Preroll-Zeitraum ist, desto mehr Festplattenzugriffe werden für Sounds
mit Sustain, also gehaltene Klänge, benötigt. Häufige Zugriffe auf die Festplatte können
das Computersystem in Abhängigkeit der Geschwindigkeit und der Anzahl weiterer
Anwendungen mit Festplattenzugriff überlasten. Große Preroll-Zeiträume verbessern
die Polyphonie und die Leistung zu Lasten des Arbeitsspeichers des Systems und längerer Bank-Ladezeiten. Wenn Sie den Preroll-Zeitraum groß genug einstellen, wird die
gesamte Bank in den Arbeitsspeicher geladen und es wird kein Streaming von der Festplatte ausgeführt.
Vergrößern Sie den
Preroll-Zeitraum, wenn
Sie viele Töne oder dichte
Sequenzen spielen.
Sample Buffer
Mithilfe dieser Option können Sie den Anteil des Arbeitsspeichers festlegen, der Proteus
X zugewiesen wird (in anderen Worten, wie viele der größten vollständigen Samples
der Bank vom Arbeitsspeicher aufgenommen werden können). Die Samples werden
für die Wiedergabe von der Festplatte in den Arbeitsspeicher geladen. Diese Samples
müssen für eine erneute Wiedergabe nicht noch einmal geladen werden, wenn sie sich
bereits im Arbeitsspeicher befinden. Diese Option legt die beizubehaltende Cachegröße des Arbeitsspeichers fest und verringert die Zahl der Festplattenzugriffe zu Lasten
des Arbeitsspeichers.
So optimieren Sie die Leistung und die Polyphonie des Systems
Die Polyphonie von Proteus X hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Zu diesen
zählen:
• Die Einstellung „Preroll“ (wenn die Streaming-Funktion aktiviert ist).
• Die Einstellung „Sample Buffers“ (wenn die Streaming-Funktion aktiviert ist).
• Die Einstellung „CPU Cap“.
• Die Bit-Tiefe der Samples – 16- oder 24-Bit (24-Bit = weniger Stimmen).
• Die Samplefrequenz der Audiohardware – 44,1 kHz, 48 kHz, 96 kHz.
• Die Geschwindigkeit des Computers – CPU-Geschwindigkeit, Zugriffszeiten
für Arbeitsspeicher und Festplatte.
Legen Sie die Samplefrequenz für den Ausgang zu Beginn auf 44,1 kHz oder 48 kHz
fest. Softwarebasierte Filter können CPU-Zyklen verbrauchen und die Polyphonie
verringern.
20
Proteus X2 Bedienungshandbuch
1 – Einführung & Installation
Einrichten von „Preferences“
Auswirkungen von Filtern auf die Anzahl der Stimmen
Kein Filter
Keine zusätzliche Belastung der CPU.
Zweite
Ordnung
Zusätzliche CPU-Belastung, vergleichbar der Wiedergabe eines
weiteren 1/2 Samples.
Vierte
Ordnung
Zusätzliche CPU-Belastung, vergleichbar der Wiedergabe eines
weiteren 3/4 Samples.
Sechste
Ordnung
Zusätzliche CPU-Belastung, vergleichbar der Wiedergabe eines
weiteren vollständigen Samples. (Polyphonie wird durch 2 geteilt)
Zwölfte
Ordnung
Zusätzliche CPU-Belastung vergleichbar der Wiedergabe von zwei
weiteren vollständigen Samples. (Polyphonie wird durch 3 geteilt)
Synthesizerparameter verwenden ebenfalls CPU-Zyklen. Sie können beim Erstellen
von Presets bei Bedarf auch Modulations-Cords verwenden. Lassen Sie diese jedoch
nicht halb verbunden, wenn Sie sie nicht verwenden, da hierdurch ansonsten CPUZyklen verschwendet werden. Deaktivieren Sie sowohl die Quelle als auch das Ziel
nicht beanspruchter Cords.
Audio Setup
Mit dieser Optionen können Sie die Audioqualitätsparameter für Proteus X und die
Soundkarte festlegen.
Type
Sie können zwischen Direct Sound- oder ASIO-Audiotreibern auswählen. Wenn Sie
eine andere Soundkarte gehobener Qualität im System installiert haben, wird sie in
diesem Feld angezeigt.
Bei ASIO (Audio Stream Input/Output) handelt es sich um ein plattformübergreifendes, mehrkanaliges Audiotransferprotokoll. ASIO ist schnell und unterstützt
Datenbreiten von 16-Bit und 24-Bit. Wenn Sie Proteus X mit dem E-MU Digital Audio
System verwenden möchten, wählen Sie den E-MU ASIO-Treiber aus.
Wenn Sie Direct Sound auswählen, wird das in der Systemsteuerung festgelegte AudioAusgabegerät verwendet. Auf Grund von Geschwindigkeits- und Latenzproblemen
wird im allgemeinen von der Verwendung von Direct Sound abgeraten.
Buffer Size
Mit dieser Option wird die Anzahl der Sample-Perioden zwischen den Aktualisierungen der Synthesizerparameter festgelegt. Die Puffergröße kann der CPUGeschwindigkeit des Computers entsprechend angepasst werden. Eine schnellere CPU
kommt mit einer geringeren Puffergröße aus.
Ein Sternchen (*) neben der einer im Dropdown-Menü angezeigten Puffergröße weist
auf die optimale Puffergröße für Ihre ASIO Buffer Latency-Einstellungen hin.
Use Optimal Buffer Size
Ist diese Option ausgewählt, wird Proteus X die optimale Pufferspeicher-Grösse,
basierend auf den ASIO Buffer Latency-Einstellungen (zu finden im ASIO Control
Panel) auswählen. Für die beste Audio Performance sollte diese Option immer
ausgewählt sein. In einigen, wenigen Fällen kann manuelles Einstellen der PufferGrösse die MIDI- oder Synthesizer-Performance verbessern.
Sample Rate
Mit Hilfe dieser Option wird die Ausgangssamplefrequenz von Proteus X festgelegt.
Diese entspricht immer der Samplefrequenz Ihrer Soundkarte. Die Standardeinstellung
ist auf 44,1 kHz festgelegt.
E-MU Systems
21
1 – Einführung & Installation
Einrichten von „Preferences“
CPU Cap
Mit diesem Steuerelement wird der Prozentsatz der von Proteus X verwendeten CPURessourcen und damit die Höchstzahl der gleichzeitig abspielbaren Samples festgelegt.
In Abhängigkeit von den Eigenschaften des Presets kann eine einzige Stimme in
Proteus X mehrere gleichzeitig abgespielte Samples umfassen. Die maximale
Einstellung entspricht einer 80 %igen Auslastung der CPU. Wenn Sie merken, dass
Noten in einer Sequenz oder beim Spielen des Keyboards „gestohlen“ werden oder
wenn die Anzeige der Festplattenaktivität am unteren Fensterrand in den roten Bereich
geht, legen Sie für diese Option einen höheren Wert fest. Wenn Sie gleichzeitig andere
Anwendungen ausführen möchten, können Sie den Wert dieser Option verringern, um
CPU-Ressourcen freizugeben.
Warnung: Klänge
mit langen Ausklingzeiten
werden eher „Stimmen
stehlen“ als kurze
perkussive Klänge.
Headroom/Boost
Headroom bezeichnet die Pegelreserve im Sinne des verfügbaren dynamischen
Bereichs, bevor es zum Clipping und damit zu Verzerrungen kommt.
Der Headroom-Bereich kann von 12 dB bis –30 dB in 1-dB-Schritten angepasst
werden. Eine Headroom-Einstellung von 12 dB sorgt für den heißesten Ausgabepegel
(und das beste Signal-Rausch-Verhältnis). Wenn allerdings zu viele Noten gleichzeitig
gespielt werden, kann es zum Clipping kommen. Die Standardeinstellung für
Headroom lautet –15 dB. Dies gewährleistet ein exzellentes Signal-Rausch-Verhältnis
und bietet dabei eine genügend große Pegelreserve. Wenn Sie hören, dass das Signal
durch Clipping verzerrt oder gekappt wird, erhöhen Sie den negativen HeadroomWert. Die Funktion dieser Option entspricht in der Praxis etwa einer Anpassung des
Lautstärkebereichs des Master Volume-Reglers.
Ultra-High Precision Interpolation (Schaltfläche)
Mit dieser Schaltfläche können Sie zwischen dem Algorithmus für ultrahochpräzise
Tonhöhenverschiebungen und einem minderwertigeren Tonhöhenverschiebungsschema wählen, das weniger CPU-Ressourcen beansprucht.
Wenn Sie Presets verwenden, bei denen jeder Taste ein Sample zugeordnet ist, wie dies
bei vielen Banken der Fall ist, können Sie die hochpräzise Einstellung deaktivieren und
CPU-Ressourcen freisetzen, ohne an Audioqualität einzubüßen. Es erfolgt ohnehin
keine Tonhöhenverschiebung. Qualitativ hochwertige Tonhöhenverschiebungen
werden nur benötigt, wenn Sie Presets abspielen, bei denen der gesamten Tastatur nur
wenige Samples zugeordnet sind. In diesem Fall verschiebt Proteus X die Tonhöhen der
verfügbaren Samples, um die gesamte Tastatur zu belegen.
ASIO Control Panel
Mit dieser Schaltfläche können Sie die Systemsteuerung von E-MU ASIO aufrufen, in
der Sie die Latenzzeit des ASIO-Puffers in Millisekunden bestimmen können. Mit dieser wichtigen Einstellung wird festgelegt, wie schnell Noten beim Spielen erklingen.
Wenn diese Zeit zu lang ist (>10 mS), erscheint die Ansprache der Tastatur langsam
und schwerfällig. Wird jedoch eine zu rasche Ansprache eingestellt, erscheint der Klang
brüchig und knisternd, wenn zu viele Noten gespielt werden. Experimentieren Sie, um
die Einstellung zu finden, mit der Sie das beste Ergebnis auf Ihrem Computer erzielen.
VST Output Buses
Diese Option ist nur in der Anwendung Proteus X VSTI aktiv. Mit dieser Einstellung
können Sie zusätzliche VST-Busse (Stereo-Paare) hinzufügen. Den VST-Bussen können
im Feld „Multisetup, Output“Proteus X-Kanalausgänge zugewiesen werden. Diese
Ausgänge werden an den VST-Mixer der von Ihnen verwendeten Aufnahmeanwendung
übermittelt. Sie müssen VSTI erneut starten, damit die Änderungen wirksam werden.
22
Proteus X2 Bedienungshandbuch
1 – Einführung & Installation
Einrichten von „Preferences“
MIDI
Mithilfe dieser Gruppe von Voreinstellungen können Sie die MIDI-Eingänge einrichten, das MIDI Master Volume sowie die Kurven für die Anschlagdynamik anpassen und
die Funktion „IntelliEdit“ aktivieren bzw. deaktivieren.
MIDI Inputs
Channels 1-16, 17-32, 33-48, 49-64
ProteusX kann auf 64 MIDI-Kanäle reagieren. Da MIDI-Kabel (oder -Eingänge) mit
maximal 16 MIDI-Kanälen belegt werden können, sind vier Eingänge verfügbar. Legen
Sie die MIDI-Eingänge so fest, dass sie bis zu zwei Ausgängen der MIDI-Schnittstelle
oder des Sequencers entsprechen. Wenn Sie keine 64 Kanäle benötigen, können Sie
einen der beiden Eingänge deaktivieren.
IntelliEdit
Mit diesem Steuerelement können Sie das MIDI-Gerät für IntelliEdit bestimmen. Wenn
Sie „None“ auswählen, wird die Funktion deaktiviert.
Beim Bearbeiten von Sample-Tastaturbereichen oder beim Bearbeiten von Stimmen
können Sie die Tastenposition bequem auswählen, indem Sie auf Ihrem MIDIKeyboard spielen. Mit IntelliEdit können Sie bei Bedarf ausgewählte Tastaturbereiche
mit dem Keyboard bearbeiten. Wenn Sie dies jedoch nicht wünschen, kann die
Keyboardbearbeitung auch gesperrt werden, etwa wenn das Keyboard im Hintergrund
erklingt. Und so funktioniert es.
So verwenden Sie IntellEdit
1. Stellen Sie sicher, dass IntelliEdit auf denselben MIDI-Eingang eingestellt ist, wie
das von Ihnen verwendete Keyboard.
2. Positionieren Sie den Cursor in einem der Bildschirme der Voices und Sample Zones,
z. B. „Key Window“, in einem der Tastaturbereichsfelder („Low“ oder „High“).
3. Drücken Sie auf der Computertastatur Strg+Alt und halten Sie die Tasten gedrückt.
4. Spielen Sie auf dem MIDI-Keyboard. Der Tastaturbereich wird bearbeitet.
E-MU Systems
23
1 – Einführung & Installation
Einrichten von „Preferences“
5. Wenn Sie im Fenster „Voice Edit“ die Tasten Strg+Alt gedrückt halten, können Sie
Stimmen zur Bearbeitung auswählen. Wenn einer Taste mehrere Stimmen
zugeordnet sind, werden diese bei wiederholtem Drücken derselben Taste
nacheinander gespielt.
6. Wenn Sie mehrere Stimmen auswählen möchten, verwenden Sie die
Gruppenfunktion. Siehe Gruppen auf Seite 79.
Receive Program Changes
Mit dieser Schaltfläche können Sie festlegen, ob vom MIDI-Controller oder dem
Sequencer ausgehende Meldungen zu MIDI-Programmänderungen von Proteus X
empfangen oder ignoriert werden. Klicken Sie auf die Schaltfläche (X), damit
Programmänderungen empfangen werden.
External Tempo Source
Mit dieser Schaltfläche können Sie zwischen der internen Tempo Clock oder der MIDIClock als Tempoquelle auswählen. Proteus X verwendet ein globales Haupttempo für
tempobasierte Hüllkurven, tempobasierte LFOs, Clock-Modulation und TwistaLoop.
Wenn Sie diese Schaltfläche aktivieren, wird MIDI-Clock für das globale Tempo verwendet und das Tempo-Steuerelement im Fenster „Multisetup“ wird deaktiviert.
Preset Tempo Channel
Sie können das Tempo von Proteus X im Preset festlegen, damit bei der Wahl eines Presets auf einem bestimmten MIDI-Kanal das Tempo gewechselt wird. Siehe Initial
Tempo auf Seite 68. Diese Option wählt den MIDI-Kanal, dessen Preset für die Tempo
Control-Funktion verwendet wird. Dadurch können Sie das korrekte Tempo einstellen,
wenn ein TwistaLoop Preset gewählt wird.
Wichtig!
Wenn „External Tempo
Source“ auf extern
eingestellt wird, wird das
Tempo-Steuerelement im
Stimmbearbeitungsfenste
r grau unterlegt
angezeigt und kann nicht
verwendet werden.
Beispiel: Sie haben dieses Feld auf Kanal 1 eingestellt, wobei Tempo Control des Presets von MIDI-Kanal 1 auf 122.22 BPM gesetzt ist. Beim Laden der Bank wird das
Tempo auf 122.22 BPM eingestellt. Wenn Sie das Preset auf Kanal 1 ändern, ändert sich
auch das Tempo und folgt der “Set Global Tempo” Einstellung im neuen Preset.
Wenn beim Preset des Preset Tempo-Kanals die Option Tempo Control auf “Off”
gesetzt ist (oder wenn diese Option auf “Off” gesetzt ist), findet beim Wählen des Presets kein Tempowechsel statt.
MIDI Response
Mit Hilfe dieser Steuerelemente können Sie die MIDI-Ansprache von Proteus X an
Ihren MIDI-Controller oder andere Instrumente anpassen.
Velocity Curve
Eingehende Anschlagdynamikwerte können mit Hilfe einer von 24 Kurven skaliert und
so besser an Ihr Spiel oder den MIDI-Controller angepasst werden. Wenn Sie die
Option „linear“ auswählen, werden die eingehenden Daten zur Anschlagdynamik
nicht verändert. Die Form der ausgewählten Kurve wird im Fenster angezeigt. Wählen
Sie die Kurve aus, die Ihren Anforderungen am besten entspricht.
Volume Curve
Dies ist eine Anpassung, die dazu beiträgt, das Lautstärkeverhalten von MIDI Controller #7
an Geräte anderer Hersteller anzugleichen. Drei Kurven sind verfügbar: „Linear“, „Inverse
Square“ oder „Logarithmic“. Die Aktivität dieses Steuerelements wird im Fenster angezeigt.
Volume Sensitivity
Mit Hilfe dieser Option können Sie die Response-Kurve für das Anspracheverhalten des
MIDI Continuous Controller #7 (Lautstärke) ändern. Hierdurch können Sie die
Ansprache des Proteus X auf das Verhalten von Geräten anderer Hersteller abstimmen.
Niedrige Werte komprimieren den Bereich der Lautstärkeregelung und erhöhen die
Lautstärke bei geringeren Werten von Controller #7.
24
Proteus X2 Bedienungshandbuch
1 – Einführung & Installation
Einrichten von „Preferences“
Controller
Hier können Sie festlegen, welche MIDI Continuous Controller, also stufenlose Controller, Proteus X empfangen soll. Passen Sie diese Steuerelemente an die Nummern
der MIDI Continuous Controller an, die Ihr Keyboard oder Sequencer übermittelt. Das
Verhalten der einzelnen Controller ist in den entsprechenden Presets programmierbar.
Siehe Modulations-Cords auf Seite 142.
Wie Sie sehen können, werden die Nummern der MIDI Continuous Controller in
diesem Bildschirm Buchstaben (A–P) oder Bezeichnungen („Pitch“, „Mod“,
„Pressure“, „Pedal“ usw.) zugewiesen. Beim Programmieren von Presets können durch
die Zuweisung dieser Buchstaben oder Bezeichnungen verschiedene Parameter
gesteuert werden, z. B. Filterfrequenz oder Attack-Zeit.
Die Namensbezeichnungen wie „Pitch“ oder „Mod Wheels“ sind so gebräuchlich, dass
ihnen ein eigener Name zugewiesen wurde. Sie können die Zuweisung aber auch ganz
nach Belieben vornehmen.
Wenn Sie gerade erst anfangen, sollten Sie jedoch einfach die Standardeinstellungen
verwenden. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Use Default“, um die Standardeinstellungen wie oben gezeigt wiederherzustellen.
Darstellungseinstellungen in Windows
Durch die Anpassung der Leistungsoptionen unter Windows können Sie erreichen,
dass die Voreinstellungsschaltflächen beim Ziehen von Fenstern über den Bildschirm
besser erkennbar und die Ränder weicher gezeichnet sind.
So verbessern Sie die Bildschirmdarstellung:
1. Öffnen Sie die Systemsteuerung in Windows. (Start, Einstellungen,
Systemsteuerung)
2. Wählen Sie System.
3. Wählen Sie die Registerkarte Erweiterte Einstellungen.
4. Wählen Sie unter Visuelle Effekte die Option Für optimale Leistung anpassen.
5. Klicken Sie auf OK.
E-MU Systems
25
1 – Einführung & Installation
Einrichten von „Preferences“
Other Settings
Startup
• Load last bank – Bei aktivierter Funktion wird beim Start der Proteus XAnwendung automatisch die zuletzt geladene Bank geladen.
Interface
• Select preset on active channel when editing in Multimode - Wenn Sie bei
abgehakter Option ein Presets zur Bearbeitung in der Baumstruktur wählen,
wird dieses Preset auf dem aktiven Kanal im Multisetup gewählt. Dies ist
wünschenswert, wenn Sie ein Preset editieren und ein MIDI Keyboard spielen.
Wenn Sie eine multitimbrale Sequenz abspielen und eine kleine Bearbeitung an
einem Preset vornehmen möchten, sollten Sie diese Funktion ausschalten, damit
das Multisetup nicht verändert wird.
• Clear clip indicators after 10 seconds – Mit dieser Funktion wird die Clip-Anzeige
der Hauptausgabeanzeige automatisch gelöscht. Wenn diese Funktion
deaktiviert ist, bleibt die Clip-Anzeige so lange aktiv, bis Sie manuell darauf
klicken.
• Expand tree items when selected - Wenn Sie bei abgehakter Option Presets aus
der Baumstruktur wählen, wird das gewählte Preset automatisch zum Editieren
geöffnet. Wenn Sie bei nicht abgehakter Option Presets aus der Baumstruktur
wählen, wird das Preset für die Wiedergabe gewählt, aber nicht für die Bearbeitung geöffnet.
• Knob Tracking - Diese Optionen ermöglichen ein Manipulieren der Drehregler
durch kreisende, horizontale oder vertikale Bewegungen (Rotary, Horizontal,
Vertical). Die Einstellung wirkt auf alle Drehregler.
Undo
• History size - Die maximale Anzahl gespeicherter Undo-Schritte.
• Clear history when saving - Beim Speichern einer Bank wird der gesamte UndoVerlauf gelöscht. Ist diese Box nicht abgehakt, können Sie das Undo-Verfahren
auch noch nach dem Speichern und erneuten Öffnen einer Bank anwenden.
• Clear now - Der Undo-Verlauf wird sofort gelöscht.
26
Proteus X2 Bedienungshandbuch
2 - Architektur von Proteus
Ein modulares System
2 - Architektur von Proteus
Dieses Kapitel enthält wichtige Hintergrundinformationen über den Aufbau der
verschiedenen Module von Proteus X. Obwohl das Kapitel keine praktischen
Bedienungsbeispiele enthält, sind diese Informationen für Ihr Verständnis dieses
außerordentlich leistungsstarken Instruments von grundlegender Bedeutung und
sollten deshalb unbedingt gelesen werden.
Ein modulares System
Sie können sich Proteus X als eine Sammlung von Modulen zur Soundorganisation
vorstellen, die alle in der aktuellen Bank enthalten sind. Im Folgenden finden Sie eine
kurze Beschreibung der fünf Hauptelemente der Hierarchie von Proteus X. Den Anfang
macht das umfangreichste Element: die Bank.
Bank
Bevor Sie Proteus X verwenden können, müssen Sie eine Bank mit Presets laden. Die
Bank enthält alle Sounds, die Sie in einer bestimmten Sequenz oder einem bestimmten
Stück einsetzen möchten. Wenn Sie zusätzliche Sounds benötigen, können Sie diese
einfach durch Drag & Drop aus dem System oder der entsprechenden Bibliothek zur
Bank hinzufügen. Auf die gleiche Weise können Sie nicht benötigte Sounds aus der
Bank entfernen. Beim Laden einer Bank lädt Proteus X nur einen kleinen Teil der
digitalen Samples, wodurch die Bank-Ladezeiten stark verkürzt werden.
Speichern
Die Daten in der Bank bleiben nur so lange erhalten, wie Ihr Computer angeschlossen
und eingeschaltet ist. Natürlich erwarten wir nicht, dass Sie ihn ununterbrochen laufen
lassen, was uns zum Thema Speichern führt.
Wenn Sie eine Bank auf Festplatte speichern, bleiben die Daten dauerhaft erhalten.
Selbst beim Ausschalten des Computers ist eine Kopie Ihrer Arbeit auf der Festplatte
gespeichert.
WENN SIE EINE BANK NICHT SPEICHERN, GEHEN IHRE ÄNDERUNGEN BEIM
AUSSCHALTEN DES COMPUTERS VERLOREN!
Warten Sie mit dem Speichern nicht bis zum Ende einer Sitzung. Speichern Sie Ihre
Arbeit regelmäßig ab und beugen Sie den Folgen eines Stromausfalls oder anderer
unvorhergesehener Zwischenfälle vor, durch die der Speicher des Computers gelöscht
werden kann. Festplatten und Computer sind nicht unfehlbar. Legen Sie von allen auf
Festplatte gespeicherten Banken regelmäßig Sicherheitskopien auf anderen Festplatten
oder Speichermedien an. Wenn Sie das Preset zu einem späteren Zeitpunkt verbessern,
können Sie das Original immer durch die bearbeitete Version ersetzen. Und wenn
etwas nicht funktionieren sollte, bewahrt Sie das immer noch verfügbare Original
davor, noch einmal ganz von vorn beginnen zu müssen.
Wenn Sie die Option „Save“ (im Gegensatz zu „Save As“) auswählen, werden nur die
bearbeiteten Presets, Stimmen und Samples gespeichert. Das spart Zeit und Speicherplatz.
Wenn Sie aus dem Dateimenü die Option „Save As“ auswählen, wird die gesamte Bank
(Presets, Stimmen und Samples) erneut auf die Festplatte geschrieben. Diese Methode
ist zwar etwas verschwenderischer mit dem Speicherplatz, sie stellt jedoch sicher, dass
alle Ihre Samples mit der Bank verbunden bleiben.
E-MU Systems
Immer wenn Sie sich
etwas erarbeitet haben,
über dessen Verlust Sie
sich ärgern würden, sollte
Sie sich EINE
SICHERHEITSKOPIE
ANLEGEN!
Wählen Sie Save As...
und speichern Sie die
Bankdatei unter einem
neuen Namen, damit Sie
keine wertvollen Daten
überschreiben.
27
2 - Architektur von Proteus
Ein modulares System
Preset
MIDI
K 32
MIDI
K 64
Preset
Preset
MIDI
K4
Preset
MIDI
K3
Preset
MIDI
K2
Preset
MultiSetup
MIDI
K1
Preset
Proteus X Bank
Tastenzuweisung
Tastenzuweisung
Tastenzuweisung
Stimme
MultisampleStimme
Stimme
Anschlagdynamische
oder
Echtzeit-Überblendung
Stimme
Multisample-Stimme
(Multisample)
Multi
Filter
Amp
Einzelsample-Stimme
Stimmen
S01
S01
Sample
Filter
Amp
S03
S04
S05
S02
S06
Überblenden
nach Position
Anschlagdynamische Überblendung
Samples
Sample
01
28
Sample
02
Sample
03
Sample
04
Sample
05
Sample
06
Proteus X2 Bedienungshandbuch
2 - Architektur von Proteus
Ein modulares System
Multisetup
Ein Multisetup ist ein Plan, mit dem jedem der 64 MIDI-Kanäle individuelle Werte für
Preset, Lautstärke, Pan-Position und Ausgabe-Routing zugewiesen werden. Ein Multisetup kann auch Aux FX- und Effekt Bypass-Regler enthalten. Sie können Multisetups
speichern und sie für ein bestimmtes Stück oder eine Sequenz wieder abrufen, sodass
alle MIDI-Kanäle das korrekte Preset wiedergeben.
Preset
Ein vollständiges Keyboard-Setup, das durch einen MIDI-Kanal gesteuert wird. Presets
sind aus mehreren Stimmen zusammengesetzt. Sie können die Stimmen den Tasten des
Keyboards flexibel zuweisen.
Ein Preset ist
dasselbe wie ein MIDIProgramm.
Voice
Ein vollständiger Sound, der ein oder mehrere Samples mit Zuordnungen der Tastenposition und Anschlagdynamik sowie alle programmierbaren Synthesizer-Parameter
umfasst. Stimmen können einzelnen Tasten auf dem Keyboard zugewiesen oder transponiert werden, um einen größeren Tastaturbereich abzudecken.
E-MU Systems
29
2 - Architektur von Proteus
Ein modulares System
Sample
Eine einzelne digitale Aufnahme mit Namen, Samplefrequenz und Looping-Informationen.
Flexible Architektur
Proteus X bietet Ihnen größte Flexibilität beim Erstellen von Presets. So können Sie
beispielsweise der Tastatur innerhalb einer Stimme mehrere Samples zuweisen oder
der Tastatur einzelne Sample-Stimmen zuweisen.
Solange Sie nichts anderes festlegen, wird pro Stimme nur ein Sample zugewiesen. In
diesem Fall würden Sie der Tastatur Stimmen (und die darin enthaltenen einzelnen
Samples ) zuweisen und Presets erstellen. Möglicherweise möchten Sie zunächst Multisample-Stimmen erstellen, bevor Sie mit dem Erstellen von Presets beginnen und die
Stimme als fertigen Sound verwenden. In diesem Fall können Sie das Preset verwenden, um mehrere komplexe Stimmen zu überblenden, zu schichten oder umzuschalten.
30
Proteus X2 Bedienungshandbuch
2 - Architektur von Proteus
Ein modulares System
Preset-Diagramm
Das unten stehende Diagramm illustriert das Konzept von Preset und Stimme.
Preset-
Ein vollständiges Tastatur-Layout mit unbegrenzten Stimmen.
Stimme
Ein vollständiger Synthesizer-Sound, der ein einzelnes Sample oder ein
Multisample umfasst.
Sample
Eine einzelne digitale Aufnahme mit Loop-Informationen.
Preset
KYBD-Bereich
KYBD-Bereich
KYBD-Bereich
Stimme
Stimme
Stimme
Anschlagdynamische
oder
Echtzeit-Überblendung
Stimme
Gruppen-Nr.
L
Sample
MorphingFilter
AnschlagdynamikGate
Loop
Glide
LFOs
Start versetzen
Chorus
Pitch
Wiederauslösung
Loop-Info.
Samplefrequenz
Amp
R
Frequenz Q-Faktor
Pan
Lautstärke
- 36 Cords -
MIDISteuerungen
Hüllkurvengenerators
Funktiongenerators
Other
Stimmen
Eine Stimme ist ein vollständiger Sound, der einem Bereich der Tastatur zugeordnet
werden kann. Ein Sample ist der Teil einer Stimme, der den tatsächlichen Sound
generiert. Sie können sich eine Stimme als ein vollständiges Instrument vorstellen, das
aus einem oder mehreren Samples besteht, und das als Baustein für die Konstruktion
komplexerer Presets verwendet werden kann.
Eine Stimme besteht aus einem oder mehreren Samples, einem dynamischen Filter,
einem dynamischen Verstärker, drei sechsstufigen Hüllkurvengeneratoren, drei 64stufigen Funktionsgeneratoren, zwei Multi-Wave-LFOs und bis zu 36 als „Cords“
bezeichnete Modulationsroutings, die alles miteinander verbinden.
Multisample-Stimmen
In einem anderen Szenario ist es denkbar, dass Sie mehrere Samples eines Instruments
(z. B. Klavier) aufnehmen, und die Aufnahmen auf dieselbe Stimme legen, damit für
diese das gleiche Set an Synthesizer-Parametern gilt. Wenn eine Stimme mehr als ein
Sample enthält, wird dieses mehrere Samples umfassende Objekt als „Multisample“
bezeichnet. Weiter unten sehen Sie ein Diagramm einer Multisample-Stimme.
E-MU Systems
Eine Stimme kann,
nach Bedarf, ein einzelnes Sample oder mehrere
Samples umfassen.
31
2 - Architektur von Proteus
Ein modulares System
Multisample-Stimme
Jedes Sample:
Urspr. Taste
Abstimmung
Lautstärke
Pan
Tastenbereich/Fader
Dynamikbereich/Fader
S27
S28
S30
S29
S31
S32
Überblenden
nach Position
Anschlagdynamische
Überblendung
Sample 27
Sample 28
Sample 30
Loop,
Samplefrequenz
Loop,
Samplefrequenz
Loop,
Samplefrequenz
Mit Hilfe von Multisample-Stimmen ist es möglich, mehrere Samples in einer besser zu handhabenden Einheit anzuordnen. Im unten abgebildeten Fenster sehen Sie ein geöffnetes Multisample. Die Tastenzuordnung des Multisamples setzt die Tastenzuordnung der darin
enthaltenen Samples außer Kraft.
Normalerweise würden diese Samples wie im oberen Diagramm nebeneinander auf
der Tastatur angeordnet. Um ein Sample einem Bereich zuzuordnen, müssen Sie eine
Ausgangstaste (die normalerweise der ursprünglichen Tonhöhe des Samples entspricht), eine obere und eine untere Taste festlegen. Die Anzahl der für eine realistische
Nachbildung benötigten Samples hängt vom jeweiligen Instrument ab, im allgemeinen
gilt jedoch „je mehr, desto besser“.
Wenn Sie wünschen, können Sie die Stimme (und das zugehörige Sample) auf der
Tastatur auch manuell zuweisen. Wenn einem Bereich mehr als eine Stimme zugewiesen ist, werden durch Drücken einer Taste dieses Bereichs alle dem Bereich zugewiesenen Stimmen wiedergegeben. Sie können zwischen den Stimmen, die der Tastatur
zugewiesen sind, nach Tastenposition oder Anschlagdynamik überblenden. Das
Umschalten oder Überblenden zwischen Stimmen ist auch in Abhängigkeit des Wertes
eines Realtime Controllers möglich, z. B. eines Modulationsrads, eines LFOs oder eines
Hüllkurvengenerators.
32
Proteus X2 Bedienungshandbuch
2 - Architektur von Proteus
Ein modulares System
Das Sample
Wenn Sie einen beliebigen Sound in Mono oder Stereo laden, wird ein Sample erstellt
– das Rohmaterial, mit dem Emulator X arbeitet.
Der Begriff Sample bedeutet im allgemeinen zwei verschiedene Dinge:
• Eine Digitalaufnahme eines vollständigen Klangs, oder
• Jeder „Schnappschuss“ des Klangs, der das komplette Sample bildet.
In diesem Handbuch bezeichnet „Sample“ generell den vollständigen, aufgezeichneten
Klang – falls nicht anders angegeben.
Sie können ein rohes Sample auf verschiedene Arten modifizieren. Es lässt sich in der
Tonhöhe nach oben oder unten transponieren, um einen bestimmten Tastaturbereich
abzudecken. Dadurch muss man nicht für jede Taste ein Sample aufnehmen. Beim Editieren eines Samples kann man einen Loop erstellen (damit auch kurze Samples endlos
klingen), Schnitte vornehmen (Truncate) und nicht benötigte Sample-Teile entfernen
oder beliebig viele digitale Verfahren durchführen, die die rohen Sample-Daten verändern.
Die „Original Key“-Zuordnung bestimmt die Tonhöhe, mit der das Sample abgespielt wird. Daher ist es wichtig, die Samples der korrekten Ausgangstaste zuzuweisen.
Unten
Urspr.
Oben Unten
Urspr.
Oben
Untere Ursprüngliche Obere
Taste
Taste
Taste
S01 Piano A0
S02 Piano D3
S03 Piano D5
Sample
Sample
Sample
Sie können auch Samples benennen. Der Name sollte praktischerweise die OriginalTonhöhe des Samples enthalten, damit Sie es später mit der korrekten Tonhöhe auf der
Tastatur anordnen können.
Eine Bank kann beliebig viele Samples enthalten. Die Anzahl der möglichen Samples
wird nur von der Größe der Computer-Festplatte begrenzt.
E-MU Systems
33
2 - Architektur von Proteus
Ein modulares System
34
Proteus X2 Bedienungshandbuch
3 - Erste Schritte
Durchsuchen der Baumstruktur
3 - Erste Schritte
Durchsuchen der Baumstruktur
In diesem Abschnitt können Sie lernen, wie Sie mit Hilfe der Baumstruktur durch
Proteus X navigieren. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie noch nicht genau wissen,
was das bedeutet. Das wird alles noch zu einem späteren Zeitpunkt erklärt.
1. Wenn die Proteus X-Anwendung ausgeführt wird, laden Sie eine Bank, indem Sie
im Menü „File“ die Option „Open“ wählen. Klicken auf den Presets-Ordner in der
Baumstruktur, damit ein Bildschirm wie der folgende erscheint.
Symbolleisten
SamplerBank
PresetsOrdner
geöffnetes
Preset
Presets
SamplesOrdner
Listen-Ansicht
MultisetupOrdner
Die
Baumstruktur
Registerkarten: Sampler/System/Library
Die Baumstruktur ist der links auf dem Bildschirm angezeigte Abschnitt. Unterhalb
der Baumstruktur sehen Sie drei Registerkarten mit den Bezeichnungen „Sampler“,
„System“ und „Library“.
Sampler
Ermöglicht die Anzeige des Inhalts der aktuellen Bank von Proteus X.
System
Mit Hilfe dieser Registerkarte können Sie auf das ganze Computersystem
zugreifen: PC, Festplatten, CD-ROM-Laufwerke, Netzwerk usw. Sie können nach
Presets, Samples und Multisetups suchen, die Sie anschließend zur aktuellen Bank
hinzufügen. Laden Sie Emulator 4-Banken aus diesem Register.
E-MU Systems
E4/E3 CDs
verwenden ein
proprietäres Format, das
nur mit SCSI/ATAPILaufwerken gelesen
werden kann. Die CDs
können nicht mit
Firewire- und USBLaufwerken gelesen
werden.
35
3 - Erste Schritte
Dialogfeld „Multisetup“
Library
Mit Hilfe der Registerkarte „Library“ können Sie alle für Proteus X relevanten
Dateien anzeigen, unabhängig davon, ob Sie auf Festplatten, CD-ROM oder im
Netzwerk gespeichert sind. Sie können Presets, Samples und Multisetups in der
„Library“ suchen und anschließend zur aktuellen Bank hinzufügen.
Dialogfeld „Multisetup“
Das Multisetup ist die oberste Ebene der Proteus-Hierarchie. Hier können Sie Presets
wählen und diese den einzelnen MIDI-Kanälen zuordnen.
Ein Multisetup weist jedem der 64 MIDI-Kanäle ein Preset, einen Pegel, eine Pan-Position und ein Ausgangs-Routing zu. Multisetups können gespeichert und für den Einsatz
mit einem bestimmten Song oder einer Sequenz aufgerufen werden, damit alle MIDIKanäle das richtige Preset spielen.
Klicken Sie auf das Proteus X-Symbol, um die Multisetup-Seite aufzurufen.
Es gibt drei Ansichten der Multisetup Page. Die Multisetup View Buttons wechseln die
aktuelle Ansicht. Die Single Channel-Ansicht sehen Sie unten.
• Single....................... Zeigt das Preset des momentan gewählten MIDI-Kanals an.
• Channels 1-16......... Zeigt Preset, Volume und Pan der MIDI-Kanäle 1-16 an.
• Channels 17-32 ...... Zeigt Preset, Volume und Pan der MIDI-Kanäle 17-32 an.
• Channels 33-48...... Zeigt Preset, Volume und Pan der MIDI-Kanäle 33-48 an.
• Channels 49-64...... Zeigt Preset, Volume und Pan der MIDI-Kanäle 49-64 an.
Eine vollständige Beschreibung des Multisetup Screens finden Sie auf Seite 53.
36
Proteus X2 Bedienungshandbuch
3 - Erste Schritte
Dialogfeld „Multisetup“
Single Channel View
Multisetup
View-Register
MIDI
Mode-Select
Aux FX DisplayRegister
Hier
klicken
Master
Volume
MIDIController
Preroll RAMNutzung
CPU & Disk
Nutzungsanzeigen
abgespielte
Samples
aktueller
Kanal
Presets wechseln (aus Single View)
Single View ist voreingestellt, wenn Sie Proteus X starten. Diese Ansicht ist dann praktisch, wenn Sie live auftreten oder immer nur ein Preset spielen. In Single View werden
alle Haupt-Parameter für den gewählten MIDI-Kanal angezeigt, wobei Sie in einem
komfortablen Category-Modus schnell Presets in einer bestimmten Kategorie wählen
können. Eine Nahaufnahme der aktuellen Kanaleinstellungen sehen Sie unten.
E-MU Systems
Single View wechselt
nur das Display und wirkt
nicht auf den momentan
gewählten MIDI-Modus
(z. B. Omni, Poly oder
Multi).
37
3 - Erste Schritte
Dialogfeld „Multisetup“
Das Bank/Program
Display zeigt die Bankund Program-Nummer,
mit der Sie das Preset
über einen Sequencer
wählen würden.
Single View-Vergrößerung
Select All oder
Select by Category
Select
Category
Select/View
MIDI Channel
MIDI Channel
Inc/Dec
Preset
Inc/Dec
Select/View
PresetNummer
Bank/
ProgramAnzeige
PresetName
gewählte
Kategorie
Channel
Volume
Channel
Pan
Main Output
Select
FXA/FXB
Enables
Aux Output
Enable
Um Presets über ihre Nummer zu wählen
1. Klicken Sie auf die Preset Increment/Decrement Buttons, um die Preset-Nummer
vor- oder zurück zu rücken.
2. Markieren Sie das Preset Number-Feld und geben Sie die gewünschte Preset-Num-
mer ein.
Um Presets nach Kategorien zu
wählen
1. Klicken Sie auf den Select Category
Button. Es erscheint die rechts abgebildete Popup-Box.
2. Wählen Sie die gewünschte Preset-
Kategorie und drücken Sie dann OK.
3. Wählen Sie die Option Select By
Category auf dem obigen Single ViewBildschirm.
4. Wählen Sie Presets mit den Increment
oder Decrement Buttons. Es werden
nur Presets der gewählten Kategorie
gewählt.
38
Aktuellen MIDI-Kanal wechseln
Der Current MIDI Channel ist einfach der MIDI-Kanal, mit dem Sie momentan
arbeiten. Um den aktuellen MIDI-Kanal zu wechseln, erhöhen oder verringern Sie
einfach die Kanal-Nummer mit den Buttons oder klicken Sie auf die Kanal-Nummer und geben Sie die gewünschte Nummer ein.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
3 - Erste Schritte
Dialogfeld „Multisetup“
Gewähltes Preset in der Baumstruktur finden
In einer riesigen Bank wie der des Proteus X Composer können Sie direkt zum
Preset in der Baumstruktur springen, indem Sie in das Preset Name Display
doppelklicken. Das Preset in der Baumstruktur wird geöffnet und die Preset
Globals-Seite ist gewählt.
Multi-Channel View
Drücken Sie das Multisetup View 1-16 Register, um die Kanäle 1-16 anzusehen.
Diese Seite ist beim Sequencing besonders nützlich, da Sie 16 MIDI-Kanäle auf einmal
sehen können. Der Output Display-Button ist jetzt aktiviert. Die Register 17-32, 33-48
und 49-64 sind mit dieser Seite identisch und ermöglichen den Zugriff auf diese
zusätzlichen MIDI-Kanäle. Siehe auch “4 - Multisetup / Globale-Regler” auf Seite 53.
Multi-Channel View
MIDIAktivität
PresetWahl
Multisetup
ViewRegister
KanalVolume
KanalPan
MIDIModusWahl
Output
Display
Button
Aux FX
DisplayRegister
Main
Output
Routing
Hier
klicken
Aux Send
Enables
aktueller
Kanal
Preset FX
Enables
Master
Tempo
Master
Volume
MIDIController
Preset Tune
& Transpose
Aux
OutputWahl
definierbare
Labels
E-MU Systems
genutztes
Preroll RAM
CPU & Disk
Nutzungsanzeige
Anzahl der
Samples
Playing
aktueller
Kanal
TwistaLoop
Override
Filter
Override
Limiter
39
3 - Erste Schritte
Dialogfeld „Multisetup“
Presets wechseln (aus Multichannel View)
Wenn Sie auf Ihrem MIDI-Keyboard spielen, werden Sie feststellen, dass eine der MIDI
Activity LEDs leuchtet. Auf diesem Kanal sendet Ihr MIDI-Keyboard. Falls Sie keine
MIDI-Aktivitäten sehen, prüfen Sie Ihre MIDI-Verbindung und stellen Sie sicher, dass
MIDI im Preferences-Menü korrekt eingestellt ist. Siehe Seite 23.
So können Sie Presets probehören und auswählen
1. Klicken Sie einmal auf die Schaltfläche Preset Select des vom MIDI-Keyboard
verwendeten Kanals. Eine vollständige Liste aller in der Bank enthaltenen Presets
wird angezeigt.
2. Klicken Sie einmal auf ein Preset, um es probezuhören. Spielen Sie auf dem Key-
board, um es zu hören.
3. Probieren Sie einige weitere Presets aus. Wenn Ihnen ein Preset gefällt, doppelkli-
cken Sie darauf, um es auszuwählen, und wechseln Sie zurück zum Bildschirm
„Multisetup“.
4. Ändern Sie den aktuellen Kanal, indem Sie auf die links neben dem Preset ange-
zeigte Nummer klicken. Die ausgewählte Nummer wird rot angezeigt.
5. Spielen Sie auf dem kleinen Keyboard, das am unteren Bildschirmrand angezeigt
wird. (Wählen Sie Keyboard aus dem View-Menü.) Beachten Sie, dass die LED zur
Anzeige der MIDI-Aktivität des aktuellen Presets jetzt bei jedem für diesen Kanal
ausgewählten Sound aktiv ist. (Ihr MIDI-Keyboard liegt immer noch auf dem festgelegten Kanal.)
6. Ändern Sie den Kanal am MIDI-Keyboard und spielen Sie anschließend darauf. Die
Wiedergabe des Presets durch Proteus X erfolgt nun über diesen Kanal.
Presets aus der Baumstruktur auswählen
1. Wenn Sie in der Baumstruktur auf ein Preset klicken, wählen Sie es für den aktuellen MIDI-Kanal aus. Durch diese Aktion wird auch die Seite „Preset Global“ aufgerufen.
2. Wenn Sie zur Seite „Multisetup“ zurück wechseln möchten, klicken Sie auf den
Wenn Sie None” im
Preset-Feld wählen, wird
der MIDI-Kanal
deaktiviert.
Zurück-Pfeil oder auf das Proteus X-Symbol ganz oben in der Baumstruktur.
Ändern des aktuellen MIDI-Kanals
1. Beim Current MIDI Channel handelt es sich lediglich um den MIDI-Kanal, mit
dem Sie gegenwärtig arbeiten.
2. Wenn Sie den aktuellen MIDI-Kanal ändern möchten, klicken Sie auf der Seite
„Multisetup“ auf die Kanalnummer. Die ausgewählte Kanalnummer wird rot angezeigt. Beachten Sie, dass sich auch die unten im Fenster angezeigte Kanalnummer
so ändert, dass sie den aktuellen Kanal angibt.
Einstellen der Controller
Jedes Preset besitzt einen Satz von 16 Continuous Controllern (CCs), mit denen Sie
den Sound beim Spielen einstellen und steuern können. Ihr MIDI-Keyboard besitzt
möglicherweise mehrere Dreh- oder Schieberegler, die über MIDI übertragen werden.
Sie können diese Regler verwenden, um Proteus X zu steuern, wenn Sie die vom MIDIKeyboard übermittelten CC-Nummern mit den entsprechenden CC-Nummern in
Proteus X abgleichen. Diese globalen Einstellungen finden Sie unter „Options/
Preferences/Controllers“. Zusätzliche Angaben hierzu finden Sie unter Seite 25.
40
Proteus X2 Bedienungshandbuch
3 - Erste Schritte
Dialogfeld „Multisetup“
So ändern Sie den Sound mit Hilfe der Controller
1. Spielen Sie auf dem MIDI-Keyboard, während Sie die Controller-Regler auf dem
Bildschirm einstellen. Achten Sie darauf, ob sich der Sound ändert. Wenn sich der
Sound nicht ändert, stellen Sie sicher, dass das aktuelle Preset (rote Nummer) dem
vom Keyboard gespielten Preset entspricht.
2. Wenn Ihr MIDI-Keyboard Controller-Regler besitzt, und Sie die Controller
(„Options/Preferences/Controllers“) Ihrem Keyboard entsprechend eingerichet
haben, können Sie diese Regler verwenden, um den Sound zu ändern. Beachten
Sie, dass die Regler auf dem Bildschirm den Bewegungen des Hardware-Reglers
folgen.
3. Versuchen Sie, den Filtertyp zu ändern. Klicken Sie auf die Auswahl rechts neben
dem Filternamen, und wählen Sie einen von 55 verschiedenen Filtertypen aus.
4. Stellen Sie die Regler „Tone“ und „Presence“ beim Spielen des Keyboards ein, um
die Änderungen zu hören.
5. Ändern Sie die Regler „Volume“ und „Pan“ für den verwendeten MIDI-Kanal.
Diese Einstellungen können mit Hilfe der MIDI-Controller #7 („Volume“) und
#10 („Pan“) auch ferngesteuert werden.
6. Wenn Sie die Änderungen speichern möchten, müssen Sie die Initial Controller
Amounts auf der Preset Globals-Seite an die auf der Multisetup-Seite vorgenommenen Einstellungen anpassen und dann die Bank speichern.
E-MU Systems
41
3 - Erste Schritte
Erstellen benutzerdefinierter Banken
Erstellen benutzerdefinierter Banken
Sie können benutzerdefinierte Banken ganz einfach selbst erstellen, indem Sie die
gewünschten Presets oder Samples auf das Proteus X-Symbol in der Baumstruktur ziehen und dort ablegen.
So erstellen Sie eine neue benutzerdefinierte Bank
Finden Sie die Presets auf Ihrem Computer.
1. Wählen Sie aus dem Menü „File“ die Option „New“. Dadurch wird eine neue leere
Bank erstellt. (Wenn Sie möchten, können Sie auch Presets oder Samples zu bereits
vorhandenen Banken hinzufügen.)
2. Wählen Sie die Registerkarte System aus. In der Baumstruktur wird das Desktop-
Symbol angezeigt.
3. Suchen Sie die Presets, die in der neuen Bank enthalten sein sollen. Diese Bank ist
in „Program Files“ unter „E-MU Systems“ gespeichert.
Die mitgelieferten
CD-ROMs enthalten eine
Reihe weiterer Banken
mit großartigen Sounds.
Führen Sie die Installationsanwendung der Bibliotheks-CDs aus, um
diese Banken auf der
Festplatte zu installieren.
Click to
Open
Click to
Open
System Tab
Presets vorhören
4. Nachdem Sie den Presets-Ordner gefunden haben, klicken Sie auf das Proteus X-
Symbol in der Baumstruktur, um die Multisetup-Seite anzuzeigen.
5. Finden Sie ein Preset im Baum und rechtsklicken Sie darauf. Es erscheint ein
Popup-Menü mit zwei Optionen: Audition und Merge.
6. Wählen Sie Audition (oder drücken Sie “A” auf der Computer-Tastatur). Der Pre-
set-Name blinkt jetzt auf dem Multisetup-Bildschirm.
7. Spielen Sie Ihr MIDI-Keyboard, um das Preset von der Festplatte vorzuhören.
8. Rechtsklicken Sie nochmals und wählen Sie Stop Audition (oder drücken Sie “S”
Tipp: Sie können
auch Samples oder Presets aus der Bibliothek
vorhören.
auf der Computer-Tastatur). Der Preset-Name blinkt nicht mehr auf dem Multisetup-Bildschirm.
9. Hören Sie weitere Presets vor, bis Sie das gewünschte finden.
42
Proteus X2 Bedienungshandbuch
3 - Erste Schritte
Erstellen benutzerdefinierter Banken
Preset hinzufügen (Merge)
10. Wenn Sie ein Preset gefunden haben, das Sie hinzufügen möchten, rechtsklicken Sie
über ihm in der Baumstruktur und wählen Sie Merge aus dem Menü (oder drücken
Sie “M” auf der Computer-Tastatur). Das Preset wird der aktuellen Bank hinzugefügt.
Ein anderes Verfahren zum Hinzufügen von Presets
11. Klicken Sie einfach darauf (linke Maustaste) und ziehen Sie das Preset auf das ganz
oben in der Baumstruktur befindliche Proteus X-Symbol. Der Cursor wird als
Pluszeichen angezeigt, wenn Sie ihn über das Symbol bewegen. Lassen Sie die Maustaste
los, und eine Popup-Statusanzeige informiert Sie darüber, dass das Preset geladen wird.
12. Wenn Sie sich anders entscheiden und das Preset doch nicht hinzufügen möchten,
wählen Sie Undo aus dem Edit-Menü, um das Preset wieder zu entfernen.
Fahren Sie mit dem Erstellen der Bank fort
13. Fügen Sie Ihrer neuen Bank weitere Presets hinzu.
14. Speichern Sie die Bank, wenn Sie zufrieden sind.
Alternative Methode zum Suchen von Presets mit Hilfe der Bibliothek
1. Wählen Sie im oben angegebenen Schritt 3 an Stelle der Registerkarte „System“ die
Registerkarte „Library“ aus.
2. Führen Sie gegebenenfalls ein „Update“ der Bibliothek durch.
3. Wählen Sie in der Bibliothek Presets aus, und ziehen Sie diese per Drag and Drop
auf das Proteus X-Symbol oben in der Baumstruktur.
Samples vorhören und hinzufügen
Sie können auch Samples vorhören und hinzufügen.
Gehen Sie zum Samples-Ordner
1. Suchen Sie den Samples-Ordner, der sich direkt unter dem gerade geöffneten
Presets-Ordner befindet.
2. Klicken Sie auf Proteus X-Symbol im Baum, um die Multisetup-Seite anzuzeigen.
Vorhören
3. Wählen Sie ein Sample aus dem Baum und drücken Sie die Leertaste Ihrer
Computer-Tastatur. Das Sample wird zum Vorhören von der Festplatte abgespielt.
4. Drücken Sie nochmals die Leertaste, um das Vorhören zu beenden.
Anmerkung :
Proben 24-bit werden
gezeigt, während 32-bit,
weil sie innerlich als 32bit Zahlen gespeichert
und verarbeitet werden..
5. Sie können Samples auch vorhören, indem Sie über dem Sample rechtsklicken
und Audition wählen. Um das Vorhören zu beenden, rechtsklicken Sie und wählen
Stop Audition.
Samples hinzufügen
6. Rechtsklicken Sie über dem Sample in der Baumstruktur und wählen Sie Merge
aus dem Menü (oder drücken Sie “M” auf der Computer-Tastatur). Das Sample
wird der aktuellen Bank hinzugefügt.
7. Sie können ein Sample auch via Drag&Drop über das Proteus X-Symbol bewegen,
um es der Bank hinzuzufügen. Bevor diese “freien” Samples gespielt werden können, müssen sie Stimmen zugeordnet werden.
8. Wenn Sie sich anders entscheiden und das Sample doch nicht hinzufügen möch-
ten, wählen Sie Undo aus dem Edit-Menü (oder drücken Sie Strg+Z), um das
Sample wieder zu entfernen.
E-MU Systems
43
3 - Erste Schritte
Laden einer neuen Bank
Laden einer neuen Bank
Laden Sie als Vorbereitung für die nächsten Beispiele eine neue Bank. Laden Sie die
Bank „Proteus Composer“, die sich im Proteus X-Ordner befindet.
Hinweis: Emulator
4 Banken können über
das System-Register –
und nicht über das FileMenü - aufgerufen und
geladen werden.
1. Wählen Sie im Menü „File“ die Option „Open“, suchen Sie „Proteus X Com-
poser“, und klicken Sie auf „Open“.
Öffnen eines Presets
Bei einem Preset handelt es sich um ein vollständiges Keyboard-Setup für einen MIDIKanal. Sie können sich ein Preset als einen vollständigen Sound vorstellen, der
gewöhnlich aus mehreren Stimmen und Samples besteht.
1. Klicken Sie in der Baumstruktur auf den Preset-Ordner, um alle in der Bank
enthaltenen Presets anzuzeigen.
Details anzeigen
Hier
klicken
um alles
anzuzeigen
Sortier-Buttons
zum Öffnen
des Ordners
doppelklicken.
Preset-Symbol anklicken,
um zu Preset
Global zu
gehen
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche für die Detailanzeige. Die Details der Presets wer-
den jetzt angezeigt. Mit Hilfe der Sortier-Buttons können Sie die Presets nach
Namen, ID-Nummer, Bank-/Programmnummer oder Kategorie ordnen. Klicken
Sie erneut auf die Schaltfläche, um die Sortierreihenfolge umzukehren.
3. Wenn Sie auf das Pluszeichen (+) neben dem Preset-Ordner klicken oder direkt
auf den Ordner doppelklicken, wird der Ordner geöffnet und die in der Bank
enthaltenen Presets werden in der Baumstruktur angezeigt.
4. Wenn Sie auf das Pluszeichen (+) neben einem
der Preset-Symbole klicken, werden die Submodule des Presets angezeigt: „Voices & Zones“,
„Links“, „Voice Processing“.
44
Proteus X2 Bedienungshandbuch
3 - Erste Schritte
Öffnen eines Presets
Submodul
Funktion
Voices & Zones
Zuweisen von Stimmen und Multisamples zur Tastatur, zwischen denen
nach Tastenposition, Anschlagdynamik oder Controller-Einstellung
umgeschaltet oder überblendet werden kann.
Links
Es ist möglich, mehrere Presets über die Tastatur verteilt zu schichten,
zwischen ihnen umzuschalten oder überzublenden.
Voice Processing
Synthesizer-Stimmparameter umfassen Filter, LFOs, Hüllkurven und Cords.
In Kapitel “2 Architektur von Proteus”
auf Seite 27 finden Sie
eine umfassende Erklärung der Submodule.
5. Öffnen Sie das Preset „And Voice“, indem Sie auf das Pluszeichen (+) neben dem
Ordner klicken.
6. Klicken Sie als nächstes auf das Symbol „Voices & Zones“. Das „Key Window“ wird
angezeigt. Die blauen Balken zeigen an, dass die beiden Multisamples in diesem
Preset der gesamten Tastatur zugeordnet sind.
7. Klicken Sie auf die oben im Fenster angezeigte Registerkarte „Mix/Tune“.
8. Dieses Preset enthält zwei Multisample-Stimmen. Stellen Sie beim Spielen die Laut-
stärkeregler für die beiden Stimmen ein. Verwenden Sie jetzt die Regler für die PanPosition und zum Transponieren. Regeln Sie die Lautstärke für beide Stimmen
hoch, bevor Sie dieses Fenster schließen.
Erkunden des Fensters für Tastaturbelegung und Anschlagdynamik
1. Klicken Sie erneut auf die Registerkarte „Key Win“.
2. Klicken Sie auf die Enden der blauen Balken und ziehen Sie diese, bis ihre Position
ungefähr der obigen Abbildung entspricht. Die Einstellungen müssen nicht exakt
sein.
3. Spielen Sie auf dem Keyboard vom tiefsten bis zum höchsten Ton. Stimme 1 belegt
die tiefen Tasten des Keyboards und Stimme 2 belegt die hohen Tasten.
4. Wenn Sie die ursprüngliche Position beider Stimmen wiederherstellen möchten,
wählen Sie auf der Symbolleiste „Edit“, „Undo“. Wählen Sie „Undo“ erneut aus,
bis beide Stimmen dem gesamten Keyboard zugewiesen sind.
E-MU Systems
45
3 - Erste Schritte
Öffnen eines Presets
Anschlagdynamisches Umschalten und Überblenden
5. Klicken Sie auf die Registerkarte „Vel Win“. Das folgende Fenster wird angezeigt:
Schritt 8. Alt--Click
6. Dieser Bildschirm dient der Steuerung der Stimmen mit Hilfe der Anschlagdyna-
mik. Stellen Sie die Balken ungefähr dem oberen Bildschirm entsprechend ein.
7. Spielen Sie an einer beliebigen Stelle auf der Tastatur. Spielen Sie jedoch zunächst
mit leichtem Anschlag und verstärken Sie ihn allmählich. Beachten Sie, dass bei
weniger hartem Anschlag der Chor (Stimme 2) erklingt und bei härterem Anschlag
zum Klavier umgeschaltet wird. Sie haben gerade eine anschlagdynamische
Umschaltfunktion erstellt.
8. Alt-Klicken Sie auf den Endpunkt des Balkens der Stimme 1, und ziehen Sie ihn
nach links. Die Farbintensität des Balkens nimmt ab. Die Abnahme der Farbintensität entspricht der Lautstärke. Je dunkler die Farbe, desto höher ist die Lautstärke
für eine bestimmte anschlagdynamische Einstellung.
9. Ziehen Sie die Überblendpunkte der beiden Stimmen so, dass sie ungefähr dem
nachfolgenden Fenster entsprechen.
10. Spielen Sie an einer beliebigen Stelle auf der Tastatur. Spielen Sie jedoch zunächst
mit leichtem Anschlag und verstärken Sie ihn allmählich. Beachten Sie, dass bei
weniger hartem Anschlag der Chor erklingt und bei härterem Anschlag zum Klavier
überblendet wird. Sie haben gerade eine anschlagdynamische Überblendfunktion
erstellt.
Hinzufügen einer Stimme
1. Wählen Sie aus der Symbolleiste die Option „Preset“, „New Voice“. Unterhalb der
zweiten Stimme wird eine neue, leere Stimme angezeigt.
2. Der Label-Bereich der neuen Stimme ist leer. Klicken Sie auf das Auswahlfeld
rechts neben dem leeren Label-Bereich, um die Liste aller in der Bank enthaltenen
Samples anzuzeigen.
3. Wählen Sie das Sample „0350 SectionStringC3“ aus, indem Sie darauf doppelkli-
cken. Sie haben der gerade erstellten Stimme ein Sample zugewiesen.
4. Wenn Sie jetzt auf dem Keyboard spielen, verfügen Sie auch über Orchester-
streicher.
Löschen der Stimme
1. Wählen Sie die Stimme aus, die Sie gerade erstellt haben, indem Sie einmal auf den
Samplenamen oder auf die links neben dem Namen angezeigte Nummer klicken.
Die Nummer wird nun rot angezeigt.
2. Wählen Sie aus der Symbolleiste die Option „Preset“, „Delete Voice“. Die Stimme
wurde gelöscht.
46
Proteus X2 Bedienungshandbuch
3 - Erste Schritte
Untersuchen einer Stimme
Untersuchen einer Stimme
Jede Stimme besitzt einen eigenen Synthesizerabschnitt („Voice Processing“) zur Verarbeitung der ursprünglichen Samples. Sie können jede Stimme einzeln verarbeiten oder
die gleiche Verarbeitung für alle Stimmen festlegen.
1. Wechseln Sie zur Baumstruktur, und klicken Sie auf das Preset „P0015 Dana-him“.
Spielen Sie auf der Tastatur. Sie sollten das Preset jetzt hören können.
2. Öffnen Sie das Preset, indem Sie auf das Pluszeichen (+) klicken, und klicken Sie
anschließend auf das Symbol „Voice Processing“.
Seite zur Stimmverarbeitung wird angezeigt.
Schritt 3
„All“ wählen
Schritt 5
LFO 1 ~ einstellen
Die nachfolgend dargestellte
Schritt 6
Filter Frequency einstellen
3. Am unteren Bildschirmrand in der Nähe des Keyboards sehen Sie das Gruppen-
auswahlfeld „Group“. Wählen Sie hierfür die Einstellung „All“, um alle Stimmen
im Preset auszuwählen.
4. Sie können den Synthesizerabschnitt nach Belieben erkunden. Beginnen Sie doch
einfach mit dem Filterabschnitt. Ändern Sie den Filtertyp und passen Sie dann die
Frequenz- und Q-Regler an, während Sie auf dem Keyboard spielen. Beachten Sie,
dass sich die Reaktionsanzeige für Filter ändert, wenn Sie die Filtereinstellungen
ändern.
E-MU Systems
Im Abschnitt „Gruppen“ auf Seite 79 finden
Sie detaillierte Informationen zur Auswahl von
Stimmengruppen.
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3 - Erste Schritte
Untersuchen einer Stimme
Cords
Der Grund dafür, dass Synthesizer so komplexe Sounds generieren können, ist, dass
fast alle Verarbeitungsvorgänge automatisch gesteuert werden können. Das folgende
Beispiel veranschaulicht dies.
5. Sind Sie es leid, die Filterfrequenz von Hand einzustellen? Dann programmieren
Sie doch einfach einen LFO für diese Aufgabe. Wählen Sie „Cord #8“ aus und
stellen Sie im linken Auswahlfeld „LFO 1 ~“ ein.
6. Sie haben gerade ein Ende eines Cords (Kabels) verbunden. Wie bei allen Cords
müssen Sie beide Enden verbinden, damit Sie es verwenden können. Verbinden Sie
das andere Ende des Cords mit „Filter Frequency“.
7. Jeder Cord besitzt ein eigenes Dämpfungselement, das steuert, „wieviel“ Signal den
Cord passiert. Drehen Sie den Regler in der Mitte des Cords ganz nach rechts
(100 %).
8. Stellen Sie nun den Regler für die Filterfrequenz um ungefähr ein Drittel nach
oben, und spielen Sie einen Ton auf dem Keyboard. Sie sollten nun hören können,
wie der Filter automatisch hoch- und runtergeregelt wird.
9. Wenn keine Filtermodulationen zu hören sind, ändern Sie die Filtertypen und
passen Sie die Filterfrequenz an.
10. Passen Sie die Einstellung „Frequency“ von LFO 1 an.
11. Ändern Sie die Form („Shape“) von LFO 1. (Sie müssen erneut eine Taste drücken,
um die neue Wellenform hören zu können.)
Tipp: Sie können
jeden Regler auf seine
Voreinstellung zurücksetzen, indem Sie über ihm
Alt drücken + linksklicken.
Modulations-Cords
In Proteus X können sogar die Cords durch andere Modulationsquellen oder -regler
gesteuert werden. Verwenden Sie beispielsweise das Modulationsrad Ihres Keyboards,
um den LFO-Anteil an der Filtermodulation festzulegen.
12. Das Modulationsrad wurde „Cord 0“ bereits als Eingabequelle zugewiesen. Legen
Sie die Ausgabe von „Cord 0“ auf „Cord 8 Amount“ fest.
13. Setzen Sie „Cord 0“ auf „100 %“.
14. Setzen Sie „Cord 8“ auf „0 %“ (Aus). (Sie werden das Modulationsrad zum Hochregeln
verwenden.)
15. Spielen Sie jetzt einen Ton und drehen Sie das Modulationsrad des Keyboards nach
oben. (Die meisten Keyboards besitzen zwei Räder oder Controller. Mit dem einen
ändern Sie die Tonhöhe und das zweite ist das Modulationsrad.)
Experimentieren Sie
16. Versuchen Sie, die Ausgabe von „Cord 11“ auf „Pitch“ einzustellen. Versuchen Sie
anschließend die LFO-Form zu ändern. Jetzt können Sie die Unterschiede zwischen
den LFO-Wellenformen leichter hören.
Alles auf Anfang
Das Preset ist nach Ihren Experimenten vielleicht ein wenig durcheinander geraten. Gut
zu wissen, dass die ursprünglichen Daten nicht verändert werden, solange Sie nichts
speichern. Wenn Sie das ursprüngliche Preset wiederherstellen möchten, müssen Sie
die Bank einfach erneut laden.
Sie können Änderungen rückgängig machen, indem Sie wiederholt auf den ZurückPfeil klicken (=).
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Proteus X2 Bedienungshandbuch
3 - Erste Schritte
Untersuchen einer Stimme
„Save“ und „Save As“
Wenn Sie aus dem Dateimenü die Option „Save As“ auswählen, wird die gesamte Bank
(Presets, Stimmen und Samples) erneut auf die Festplatte geschrieben. Diese Methode
ist zwar etwas verschwenderischer mit dem Speicherplatz, sie stellt jedoch sicher, dass
alle Ihre Samples mit der Bank verbunden bleiben.
Wenn Sie die Option „Save As...“ verwenden, müssen Sie Ihre Bank umbenennen.
Andernfalls überschreibt die editierte Bank vielleicht Daten, die Sie behalten möchten.
Wenn Sie die Option „Save“ (an Stelle von „Save As“) auswählen, werden nur die bearbeiteten Presets, Stimmen und Samples abgespeichert. Das spart Zeit und Speicherplatz.
Proteus X Bank-Struktur
Banken bestehen aus zwei getrennten Einheiten, die im gleichen Ordner auf Ihrer
Computer-Festplatte abgelegt werden müssen. Der Sample Pool enthält die verwendeten Sample-Rohdaten. Die Bank-Datei enthält alle Stimmen-, Preset- und MultisampleDaten, die die Proteus X-Bank bilden.
E-MU Systems
49
3 - Erste Schritte
Die Bibliothekarsfunktion
Die Bibliothekarsfunktion
Mit wachsender Größe Ihrer Sample-Bibliothek wächst auch das Problem, alle Banken,
Presets und Samples zu verwalten. Wie Sie wahrscheinlich schon bemerkt haben, kann
eine einzelne Bank buchstäblich Tausende einzelner Samples umfassen.
Sie können auf die Bibliothek zugreifen, indem Sie auf die unterhalb der Baumstruktur
angezeigte Registerkarte „Library“ klicken. Wenn Sie die Bibliothekarsfunktion verwenden möchten, wählen Sie zunächst aus dem Dateimenü die Option „Update“ aus.
Hierdurch wird eine Datenbank aller von Ihnen verwendeten Samples, Presets, Banken
und Audio-Dateien erstellt, die schnell durchsucht werden kann.
Sie können auswählen, welche Laufwerke dem Katalog hinzugefügt werden sollen oder
manuell Speicherorte hinzufügen, um den Auswahlbereich einzuschränken und den
Aktualisierungsvorgang zu beschleunigen. Mit Hilfe der Schaltfläche „Add Location“
können Sie auch zu katalogisierende Netzwerklaufwerke festlegen. Beim Aktualisierungsvorgang werden nur die ausgewählten Ziele mit neuen Daten überschrieben. Ziele,
die nicht ausgewählt wurden, bleiben unverändert. Mit Hilfe der Schaltfläche „Clear
Library“ können Sie die ganze Bibliothek löschen und neu beginnen.
Verwenden der Bibliothekarsfunktion
Katalogisieren der Festplatten
1. Wählen Sie aus dem Menü „File“ die Option „Update Library“. Ein Popup-Dialog-
feld wird angezeigt, in dem Sie aufgefordert werden, die zu katalogisierenden Festplatten auszuwählen.
Update
Clear Library
Cooler Tipp:
Kategorisieren mehrerer
Presets:
1. Rufen Sie die
Baumstruktur auf.
2. Klicken Sie auf den
Presets-Ordner.
3. Markieren Sie mehrere
Presets.
4. Klicken Sie mit der
rechten Maustaste und
wählen Sie „Category“.
5. Wählen Sie die
Kategorie.
Aktualisiert die Bibliothek mit ausgewählten Elementen und lässt nicht
ausgewählte Ziele unverändert.
Löscht die Bibliotheksdatenbank.
Mit dieser Option können Sie manuell Ziele auswählen, um die Aktualsierung
Add Location zu beschleunigen und um zu katalogisierende Netzwerklaufwerke
auszuwählen.
2. Wählen Sie beliebige Festplattenlaufwerke aus, die die Banken, Presets und Sam-
ples enthalten, die zusammen mit der Proteus X-Anwendung installiert worden
sind. Mit Hilfe der Schaltfläche „Add Location“ können Sie Netzwerklaufwerke
auswählen, die dem Bibliothekskatalog hinzugefügt werden sollen. Über die
Schaltfläche „Add Location“ können Sie auch spezifische Ordner oder Speicherorte
auswählen, die katalogisiert werden sollen.
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Proteus X2 Bedienungshandbuch
3 - Erste Schritte
Die Bibliothekarsfunktion
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Update“, um mit dem Katalogisieren zu beginnen.
Folgende Meldung wird angezeigt: „Updating“. Dieser Vorgang kann ein oder zwei
Minuten dauern, ja nachdem, wie viele Dateien katalogisiert werden müssen.
Suchen der Dateien
4. Wählen Sie die unterhalb der Baumstruktur angezeigte Registerkarte „Library“. Jetzt
kann hier auf alle Banken, Presets und Samples von Proteus X zugegriffen werden.
Dies kann besonders bei großen Banken einige Sekunden dauern.
5. Klicken Sie auf den Presets-Ordner, um alle Presets auf
Ihrer Festplatte zu sehen.
6. Wählen Sie eine Preset-Kategorie mit der Option
„Filter by Category“ aus.
7. Durchsuchen Sie die Bank-, Preset- und Sample-
Ordner nach den gewünschten Sounds.
Tipp: Sie können Ihre
eigenen Presets und
Samples mit Tags für
Kategorien versehen, indem Sie mit
der rechten Maustaste auf sie klicken.
8. Rechtsklicken Sie auf ein Preset oder Sample, um
dieses von der Festplatte vorzuhören. Sie müssen beim
Vorhören auf der Tastatur spielen, um die Presets zu
hören.
Laden der Dateien
9. Wenn Sie einer Bank eine Datei hinzufügen möchten,
linksklicken Sie auf das gewünschte Objekt in der Bibliothek, ziehen Sie es zum Proteus X-Symbol oberhalb
der Baumstruktur, und lassen Sie die Maustaste los.
Die Datei wird der Bank hinzugefügt.
10. Oder… Markieren Sie das gewünschte Objekt in der
Bibliothek und klicken Sie mit der rechten Maustaste.
Wählen Sie anschließend „Merge“, um das Objekt der
aktuellen Bank hinzuzufügen.
E-MU Systems
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3 - Erste Schritte
Die Bibliothekarsfunktion
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Proteus X2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Das Multisetup
4 - Multisetup / Globale-Regler
Das Multisetup
Das Multisetup ist die oberste Ebene der Proteus-Hierarchie, auf der Sie Presets wählen
und den einzelnen MIDI-Kanälen zuweisen. Alle Steuerungseinstellungen in diesem
Fenster werden mit dem Multisetup gespeichert.
Die MIDI ControllerEinstellungen und das
Filter Override werden
nicht mit dem Multisetup
gespeichert. Diese
Einstellungen werden mit
jedem Preset gespeichert.
Ein Multisetup weist jedem der 64 MIDI-Kanäle ein Preset, einen Volume-Wert, eine
Pan-Position und ein Output Routing zu. Multisetups können gespeichert und für den
Einsatz mit einem bestimmten Song oder einer Sequenz aufgerufen werden, damit alle
MIDI-Kanäle das korrekte Preset spielen.
Um das aktuelle Multisetup zu wählen
1. Klicken Sie auf das Proteus X Icon an der Spitze der Baumstruktur. Es erscheint das
aktuelle Multisetup.
2. Die Single Mode View wird unten gezeigt. Diese Ansicht ist praktisch bei der Live
Performance oder wenn Sie immer nur ein Preset spielen.
Single Channel View
PresetWahl
Single ViewRegister
Select All oder
by Category
Select
Category
Channel
Select
MIDI
Mode
Select
Bank &
Preset
Display
Aux FX
DisplayRegister
Select
Effect
Hier
klicken
Effect
Bypass
KanalPan
Preset
Category
Display
KanalVolume
Master
Tempo
FXA, FXB,
Aux Output
Enables
Master
Volume
Main
Output
Select
Master Tune
& Transpose
MIDIController
Aux
Output
Select
Preroll
RAM-Nutzung
E-MU Systems
CPU & Disk
Nutzungsanzeigen
Gespielte
Samples
Aktueller
Kanal
TwistaLoop
Override
Filter
Override
Limiter
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4 - Multisetup / Globale-Regler
Das Multisetup
Es gibt fünf Ansichten der Multisetup Page. Die Multisetup View Buttons wechseln die
aktuelle Ansicht. Die Single Channel-Ansicht sehen Sie unten.
• Single ....................... Zeigt das Preset des momentan gewählten MIDI-Kanals an.
• Channels 1-16......... Zeigt Preset, Volume und Pan der MIDI-Kanäle 1-16 an.
• Channels 17-32 ...... Zeigt Preset, Volume und Pan der MIDI-Kanäle 17-32 an.
• Channels 33-48 ...... Zeigt Preset, Volume und Pan der MIDI-Kanäle 33-48 an.
• Channels 49-64 ...... Zeigt Preset, Volume und Pan der MIDI-Kanäle 49-64 an.
Presets wechseln (aus Single View)
Single View ist voreingestellt, wenn Sie Proteus X starten. Diese Ansicht ist dann
praktisch, wenn Sie live auftreten oder immer nur ein Preset spielen. In Single View
werden alle Haupt-Parameter für den gewählten MIDI-Kanal angezeigt, wobei Sie in
einem komfortablen Category-Modus schnell Presets in einer bestimmten Kategorie
wählen können. Eine Nahaufnahme der aktuellen Kanaleinstellungen sehen Sie unten.
Hinweis: Single View
wechselt nur das Display
und wirkt nicht auf den
momentan gewählten
MIDI-Modus (z. B. Omni,
Poly oder Multi).
Single View Close-up
Select All or Select
by Category
Select
Category
Select/View
MIDI Channel
MIDI Channel
Inc/Dec
Preset
Inc/Dec
Select/View
Preset
Number
Bank/
Program
Display
Preset
Name
Selected
Category
Channel
Volume
Channel
Pan
Main Output
Select
FXA/FXB
Enables
Das Bank/Program
Display zeigt die Bankund Program-Nummer,
mit der Sie das Preset
über einen Sequencer
wählen würden.
Aux Output
Enable
Um Presets über ihre Nummer zu wählen
1. Klicken Sie auf die Preset Increment/Decrement Buttons, um die Preset-Nummer
vor- oder zurück zu rücken.
2. Markieren Sie das Preset Number-Feld und geben Sie die gewünschte Preset-
Nummer ein.
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Tipp: Sie können ein
Preset auch wählen,
indem Sie es via
Drag&Drop aus der
Baumstruktur auf den
Single View-Bildschirm
bewegen.
ProteusX2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Das Multisetup
Um Presets nach Kategorien zu wählen
1. Klicken Sie auf den Select Category Button. Es
erscheint die rechts abgebildete Popup-Box.
2. Wählen Sie die gewünschte Preset-Kategorie
und drücken Sie dann OK.
3. Wählen Sie die Option Select By Category auf
dem obigen Single View-Bildschirm.
4. Wählen Sie Presets mit den Increment oder
Decrement Buttons. Es werden nur Presets der
gewählten Kategorie gewählt.
Aktuellen MIDI-Kanal wechseln
Der Current MIDI Channel ist einfach der MIDI-Kanal, mit dem Sie momentan
arbeiten. Um den aktuellen MIDI-Kanal zu wechseln, erhöhen oder verringern Sie
einfach die Kanal-Nummer mit den Buttons oder klicken Sie auf die Kanal-Nummer
und geben Sie die gewünschte Nummer ein.
Multi-Channel View
Drücken Sie den Multisetup View 1-16 Button, um die Kanäle 1-16 anzusehen. Dieser
Modus ist für das Sequencing oder zum Spielen mehrerer MIDI-Kanäle nützlich.
E-MU Systems
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4 - Multisetup / Globale-Regler
Das Multisetup
Multi Channel View
MIDIAktivität
PresetAuswahl
Multisetup
ViewRegister
KanalLautstärke
KanalPan
MIDI
ModusWahl
Output
DisplayRegister
Aux FX
DisplayRegister
Main
AusgabeRouting
Hier
klicken
Aux Send
Enables
Preset FX
Enables
Aktueller
Kanal
Master
Tempo
Master
Volume
MIDI Controller
Master Tune
& Transpose
Aux
OutputWahl
Definierbare
Labels
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Preroll
RAM-Nutzung
CPU & DiskNutzung
Anzahl gespielter
Samples
Aktueller
Kanal
TwistaLoop
Override
Filter
Override
Limiter
ProteusX2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Das Multisetup
Der aktuelle MIDI-Kanal
Sie können den aktuellen Kanal ändern, indem Sie an eine beliebige Stelle der gewünschten horizontalen Kanalleiste klicken. Die Nummer des aktuell ausgewählten Kanals
wird rot angezeigt. Die MIDI-Controller verändern sich entsprechend der Einstellungen des aktuell ausgewählten MIDI-Kanals.
So wählen Sie Presets aus
1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Preset Select des gewünschten MIDI-Kanals. Es
erscheint die Select Preset-Dialogbox.
2. Klicken Sie auf die Presets in der Liste, um sie probezuhören. Presets können als
große Icons, kleine Icons, Listen oder detaillierte Listen angezeigt werden. Presets
können im Detail View-Modus auch nach Namen, ID, Bank/Programm-Nummer
oder Kategorie sortiert werden.
3. Um ein Preset zu wählen, markieren Sie es und drücken Sie OK oder doppel-
klicken Sie auf das Preset in der Liste.
So wählen Sie ein Preset aus der Baumstruktur aus
1. Stellen Sie den Current Channel ein, indem Sie im Multisetup-Fenster an eine
beliebige Stelle des horizontalen Kanalzugs klicken. Die Nummer des aktuell ausgewählten Kanals wird rot angezeigt.
2. Wählen Sie in der Baumstruktur das gewünschte Preset aus, und klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf das entsprechende Preset-Symbol.
3. Wählen Sie die Option „Select on Current Channel“. Das Preset ist jetzt für diesen
Kanal ausgewählt.
4. Sie können das Preset für den aktuellen Kanal auch auswählen, indem Sie einfach
in der Baumstruktur auf das Tastatur-Symbol des Presets klicken.
MIDI-Kanal
Jeder Kanal reagiert nur auf MIDI-Daten, die auf dem entsprechenden Kanal
übertragen werden. Verwenden Sie das unten im Fenster angezeigte Keyboard (wählen
Sie Keyboard aus dem View-Menü), um Presets auf dem aktuell ausgewählten Kanal
probeweise anzuhören. Sie können den aktuellen Kanal auswählen, indem Sie an eine
beliebige Stelle des gewünschten Kanalzugs klicken. Die Nummer des aktuell ausgewählten Kanals wird rot angezeigt.
Zuweisen von Presets
Sie können einem MIDI-Kanal Presets zuweisen, indem Sie auf die rechts neben dem
Preset-Feld befindliche Auswahlschaltfläche klicken. Ein Popup-Dialogfeld mit der
Liste der in der Bank enthaltenen Presets wird angezeigt. Wählen Sie ein Preset aus, und
klicken Sie auf „OK“.
Kanal-Lautstärke
Mit Hilfe dieses Reglers können Sie die relative Lautstärke des MIDI-Kanals einstellen.
Dies entspricht der Funktion von MIDI Controller #7 (Channel Volume). Über MIDI
vorgenommene Änderungen werden hier angezeigt.
Kanal-Pan
Mit Hilfe dieses Reglers können Sie die Stereoposition des MIDI-Kanals einstellen. Dies
entspricht der Funktion von MIDI Controller #10 (Channel Pan). Über MIDI vorgenommene Änderungen werden hier angezeigt.
E-MU Systems
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4 - Multisetup / Globale-Regler
Das Multisetup
Output Assignment/Ausgangszuordnung
Dieser Regler wählt die Main Output-Zuordnung für den
MIDI-Kanal. 100% des Stereo-Ausgangssignals werden zum
gewählten Ausgangs-Bus geleitet.
Die Anzahl der in diesem Feld verfügbaren Ausgänge hängt von der Anzahl der auf
Ihrer Soundkarte verfügbaren Stereo-Kanäle ab. Fügen Sie ASIO Eingangs-Kanalzüge in
PatchMix DSP hinzu, um die Anzahl verfügbarer Ausgänge zu erhöhen. Die Ausgangsziele werden entsprechend dem Label-Namen des PatchMix DSP Eingangs-Kanalzugs
bezeichnet. Die EX Session Templates in PatchMix DSP sind für den Einsatz mit
Proteus X konzipiert.
Wichtig: Mit dem
Erstellen von PatchMix
DSP ASIO MischerKanalzügen sind diese für
Proteus X verfügbar.
Wenn Sie nicht in
PatchMix DSP erstellt
werden, erscheinen Sie
nicht im Output
Assignment-Feld.
Output View Button
Mit diesem Button können Sie die Aux Send On/Off-, Main Output Routing- und
Preset FXA/FXB Bypass-Buttons sehen, wenn Sie sich nicht im Single-Modus befinden.
(Der Button ist im Single-Modus deaktiviert.)
Vielleicht möchten Sie die Preset-Effekte auf bestimmten Kanälen umgehen, um CPULeistung freizusetzen oder die Presets trocken zu hören.
Aux FX View Buttons
Mit den Buttons über dem TV Display wählen Sie, welcher der drei möglichen AuxEffekte momentan angezeigt wird. Hinweis: Der Output View-Button ist im SingleModus deaktiviert.
Aux Send On/Off
Diese Buttons aktivieren (blau) oder deaktivieren (grau) die Eingänge zu den Aux
Sends für jeden MIDI-Kanal. Beim Einsatz einer werkseitigen FX Template (z. B.
Emulator X Composer) können mit diesen Buttons die Aux FX pro Kanal aktiviert/
deaktiviert werden. Der Main Output bleibt von diesen Buttons unbeeinflusst.
Der Output ViewButton ist nur verfügbar,
wenn eine der
Multimode-Ansichten
gewählt ist. Im SingleModus können Sie nur
den aktuellen Kanal
steuern.
Diese Buttons deaktivieren die Aux Sends, gleichgültig ob die Aux FX benutzt werden
oder nicht. In dem Diagramm der Seite 168 können Sie die exakte Position dieses
Schalters im Signalweg herausfinden.
Preset FX Enables
Aux Effect View Buttons
Output View
Button
Preset FX
Enable Buttons
Aux Send
On/Off
Main Output
Routing
Diese beiden mit FXA und FXB markierten Button-Reihen aktivieren oder deaktivieren
die Preset-Effekte für jeden MIDI-Kanal. Diese unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise von den Aux Send On/Off-Buttons dadurch, dass sie die Effekte umgehen anstatt
sie ein- oder auszuschalten. Mit diesen Buttons können Sie Preset-Effekte umgehen, die
eventuell ins Preset programmiert wurden.
Detaillierte Informationen über das Ausgangs- und Effektrouting finden Sie in
“8 - Effekte” auf Seite 165.
58
ProteusX2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Das Multisetup
Select Effect
Klicken Sie auf das Effect Select-Symbol
in der oberen rechten Ecke des Effects TVBildschirms. Eine Pulldown-Liste der verfügbaren Effekte wird geöffnet. Wie Sie AuxEffekte hinzufügen können, wird ausführlich unter “Aux-Effekt im Multisetup
hinzufügen” auf Seite 166 beschrieben.
TwistaLoop Override
Dieser 3-Weg Schalter bestimmt, ob die Beat LoopingFunktionen ans Master Tempo gekoppelt sind. Die drei Modi
bewirken folgendes:
• On: ............ Beats auf dem Kanal werden ans Global Master Tempo gekoppelt.
Dieser Regler setzt die “Sync To Master Clock” Einstellung im Preset
außer Kraft.
• Off: ........... Beats auf dem Kanal werden NICHT ans Global Master Tempo
gekoppelt. Dieser Regler setzt die “Sync To Master Clock”
Einstellung im Preset außer Kraft.
• Not Set: ..... Der “Sync To Master Clock” Button der Preset Globals-Seite
bestimmt, ob die Beats ans Global Master Tempo gekoppelt werden.
E-MU Systems
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4 - Multisetup / Globale-Regler
Globale Regler
Globale Regler
Master Volume-Regler & VU-Anzeige
Hierbei handelt es sich um den Master Volume-Regler von Proteus X. Mit diesem
Schieberegler können Sie die Ausgabelautstärke aller MIDI-Kanäle steuern. Sie können
den Bereich dieses Reglers in der Dialogbox „Preferences“ mithilfe der Option
„Headroom/Boost“ anpassen. Siehe Seite 22.
Die VU-Anzeige zeigt den Gesamt-Ausgabepegel der Proteus X Main Outputs an.
Gleichzeitig ist sie eine praktische Anzeige für das Auftreten von Clipping oder für die
Fehlerbehebung von Audioausgabeproblemen.
Tempo-Regler
Mit Hilfe dieses Reglers und der dazugehörigen Anzeige können Sie das Master-Tempo
festlegen, wenn Proteus X als Tempoquelle ausgewählt wurde. Proteus X enthält eine
globale Master-Clock, die für tempobasierte Hüllkurven, tempobasierte LFOs und
Clock-Modulationen verwendet wird.
Dieser Regler kann nur verwendet werden, wenn die Option „External Tempo
Source“ im Dialogfeld „MIDI Preferences“ deaktiviert ist.
Wenn die Option „External Tempo Source“ im Dialogfeld „Preferences“ aktiviert ist
und ein externes MIDI-Gerät oder eine MIDI-Anwendung eine MIDI-Clock generiert,
koppelt sich das Tempo von Proteus X an das Tempo der MIDI-Clock.
Gesamtstimmung
Mit Hilfe des Master Tune-Reglers können Sie die Gesamtstimmung aller Presets
anpassen. Hierdurch können Sie die Stimmung anderer Instrumente für Proteus X
übernehmen. Der Stimmbereich für die Gesamtstimmung beträgt ±1 Halbton in 1Cent-Schritten (1/100 eines Halbtons). Eine Gesamtstimmungseinstellung von 0¢
zeigt an, dass Proteus X exakt auf den Kammerton (A=440 Hz) gestimmt ist.
Gesamttransponierung
Mithilfe des Master Transpose-Parameters kann die Tonart aller Presets in Halbtonschritten transponiert werden. Der Gesamtbereich möglicher Transponierungen
beträgt ±12 Halbtöne (1 Oktave).
Limiter
Wenn Sie Proteus X zum Spielen verwenden, hören Sie möglicherweise manchmal
digitales Clipping. Dieses Clipping tritt in der digitalen Hardware auf. Es wird nicht von
Proteus X verursacht, das eine hochauflösende Fließkomma-Verarbeitung verwendet
und über ein riesiges Maß an Headroom, die interne Pegelreserve, verfügt.
60
ProteusX2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Globale Regler
Um dem Clipping vorzubeugen, können Sie jederzeit die Lautstärkeregler herunterdrehen, es gibt jedoch noch einen besseren Weg. Der Limiter überwacht das Signal vor
der Ausgangsstufe und regelt die Lautstärke automatisch herunter, bevor es zum
Clipping kommen kann.
So verwenden Sie den Limiter
1. Aktivieren Sie die Schaltfläche „Enable“ und die Beschriftung leuchtet auf.
2. Stellen Sie den Regler „Release“ zu Beginn auf 30 % ein. Die Release-Einstellung
steuert, wie schnell der Limiter die Lautstärke wieder hochregelt, nachdem sie
verringert wurde, um Clipping-Spitzen zu vermeiden.
3. Erhöhen Sie die Release-Zeit, wenn Sie deutliche Lautstärkeänderungen (Pumpen)
hören. Verringern Sie die Release-Zeit bei perkussiver Spielweise.
Aux-Ausgänge
Diese drei Ausgangszuordnungen weisen die in den Voices oder Presets gewählten AuxRoutings verschiedenen Paaren von ASIO-Kanälen oder DirectSound zu. Jede Stimme
(Seite 31) besitzt drei Effect Sends mit programmierbaren Pegeln sowie einen Wet/Dry
Mix zur Preset FX-Sektion. Die drei Effect Sends von allen Stimmen und Presets werden
in die drei Aux Outputs summiert, wo sie einem ASIO-Paar zugeordnet werden. Die
Aux ASIO-Ströme können zum PatchMix DSP Mixer oder zu anderen Software-Geräten
geroutet werden, die auf Ihrem Computer laufen.
In Kapitel “8 - Effekte”
auf Seite 165 finden Sie
vollständige
Beschreibungen des
Effektroutings.
Proteus-Sessions in PatchMix DSP
Proteus X Aux Bus Routing
ASIO 1/2
ASIO 3/4
ASIO 5/6
ASIO 7/8
Die Proteus X-Werksbanken sind für den Einsatz mit speziellen Sessions im E-MU
Digital Audio System konzipiert. Diese Sessions verbinden die Aux Outputs mit
Eingangs-Kanalzügen des PatchMix DSP-Mischers, die PatchMix DSP Hardware-Effekte
enthalten.
E-MU Systems
61
4 - Multisetup / Globale-Regler
Globale Regler
Wenn bei einer Werksbank die Aux Outputs wie im obigen Diagramm eingestellt sind,
ist sie für die Verwendung von PatchMix Hardware-Effekten konzipiert. Wenn alle Aux
Outputs auf EX Main eingestellt sind, benutzt es höchstwahrscheinlich die
integrierten Software-Effekte. Sie können PatchMix DSP Hardware-Effekte einfach
einer Bank hinzufügen, die Proteus X Software-Effekte verwendet, indem Sie einen
Aux-Bus auf einen PatchMix-Kanalzug mit Effekten schalten. Siehe “Blockdiagramm
des Effektroutings” auf Seite 168.
WICHTIG
Durch das Erstellen der PatchMix DSP ASIO-Mischerkanalzüge werden
diese für Proteus X sowie alle anderen Anwendung verfügbar gemacht.
Sie müssen die ASIO-Mischerkanalzüge erstellen, bevor Proteus X oder
eine andere Anwendung diese erkennen kann.
So öffnen Sie die Proteus-Sitzungen in PatchMix DSP
1. Öffnen Sie PatchMix DSP, indem Sie auf das Symbol
klicken und „New
Session“ wählen.
2. Wählen Sie „EmulatorX Studio“.
3. Der folgende PatchMix DSP-Bildschirm zeigt die Main- und Aux Output-
Anschlüsse von Proteus X.
Main
Output
Aux 1
Aux 2
Aux 3
Proteus X Studio Session
Die Routing-Optionen im Proteus X Aux Output-Bereich beziehen ihre Namen von
den PatchMix DSP Label-Leisten. Um einen Aux Send zu einem Hardware-Effekt zu
leiten, ändern Sie das Aux Output-Routing einfach in einen PatchMix-Kanalzug, der
Effekte enthält.
62
ProteusX2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Globale Regler
Filter Override
In dieser Anzeige wird der Filtertyp der ersten Stimme im Preset (des aktuellen ausgewählten Kanals) angezeigt. Wenn Sie den Filtertyp in diesem Feld ändern, wird der
ausgewählte Filtertyp auf ALLE Stimmen des Presets angewendet. Wenn die Anzeige
auf „- Not Set -“ steht, werden die für die einzelnen Stimmen programmierten Filter
verwendet. Die Filter können für jede Stimme anders eingestellt sein.
MIDI Realtime Controller & Label-Leiste
Preroll RAM
CPU-Anzeige
Filter Override
Anzahl gespielter Samples
Aktueller Kanal
MIDI-Controller & Label-Leiste
Für die Steuerung des Presets des aktuell ausgewählten Kanals stehen 16 MIDIRealtime Controller zur Verfügung. Diese Regler sind den Zuweisungseinstellungen des
Dialogfelds „Preferences“ (Seite 25) entsprechend mit MIDI-Quellen verbunden, und
über MIDI erfolgte Änderungen werden hier angezeigt.
Die Namen auf den Label-Leisten und die Anfangseinstellungen der Regler können im
Fenster „Preset Globals“ vom Benutzer definiert werden. Siehe Seite 66.
Auslastung Preroll-Arbeitsspeicher
Diese Anzeige gibt die Auslastung des Arbeitsspeichers durch Preroll-Sounddaten an.
Die Größe des Preroll-Arbeitsspeichers kann in der Dialogbox „Preferences“ eingestellt
werden. Wenn die Sample-Streamingfunktion deaktiviert ist, zeigt dieser Wert die
Gesamtauslastung des Arbeitsspeichers an. Siehe Seite 20.
CPU-Anzeige
Diese Anzeige gibt die von Proteus X beanspruchte CPU-Leistung des Computers an.
Anzahl gespielter Samples
Diese Anzeige gibt an, wie viele Samples aktuell abgespielt werden. Die Höchstzahl
abspielbarer Samples hängt von einer Reihe von Faktoren ab, u. a.: der
Geschwindigkeit der Festplatte, des Arbeitsspeichers und der CPU. Einzelheiten zur
Leistung finden Sie unter “Audio Setup” auf Seite 21.
Aktueller Kanal
Hier wird der aktuell ausgewählte MIDI-Kanal angezeigt. Sie können den aktuellen
Kanal ändern, indem Sie an eine beliebige Stelle des gewünschten Kanalzugs klicken.
E-MU Systems
63
4 - Multisetup / Globale-Regler
Arbeiten mit Multisetups
Arbeiten mit Multisetups
Ein Multisetup ist eine Momentaufnahme der aktuellen Einstellungen von Proteus X.
Multisetups speichern Presets, Lautstärke, Pan-Position und Output Bus-Routings für
64 MIDI-Kanäle sowie die globalen Tempoeinstellungen und die drei Aux-Send-Ziele.
FX & Multisetups speichern
Sie sollten wissen, welche Daten beim Speichern von Banken in einem Multisetup
gespeichert werden. Zusätzlich zu den Volume-, Pan- und Preset-Werten pro Kanal
werden auch die Werte für Initial Controllers, FX Aux 1, Aux 2 und Aux 3 mit dem
Multisetup gespeichert. Der Send-Pegel der einzelnen Presets zu den einzelnen AuxBussen wird in den Preset-Daten gespeichert. Sie sollten die Bank also immer
speichern, nachdem Sie Änderungen vorgenommen haben, die Sie behalten
möchten.
VSTi Multisetups
Ein Multisetup für Ihr VSTi ist in Ihrem Cubase-Projekt gespeichert und wird beim
Öffnen des Projekts geladen. Dieses Multisetup setzt das voreingestellte Multisetup
außer Kraft, das gespeichert worden wäre, wenn man die Bank im Standalone-Modus
geöffnet hätte. Wenn Sie weitere Multisetups speichern möchten, können Sie hierzu
das Multisetup-Menü auf der Symbolleiste verwenden.
So speichern Sie das aktuelle Multisetup
1. Legen Sie die Multisetup-Parameter wie gewünscht fest.
2. Wählen Sie aus dem auf der Symbolleiste befindlichen Multisetup-Fenster die
Option „Save“.
3. Legen Sie einen Namen und eine Nummer für das Multisetup fest. Wenn Sie die
Nummer ändern, können Sie das Multisetup an beliebiger Stelle in der Liste platzieren.
4. Speichern Sie mit „OK“.
5. Speichern Sie die Bank, sonst ist nichts gesichert.
So stellen Sie ein Multisetup wieder her
1. Öffnen Sie den Multisetup-Ordner in der Baumstruktur. Unterhalb des Ordners
werden alle in der Bank enthaltenen Multisetups aufgelistet.
2. Klicken Sie in der Baumstruktur mit der linken Maustaste auf das gewünschte
Multisetup-Symbol und ziehen Sie es zum Proteus X-Symbol oberhalb der
Baumstruktur. Dieses Multisetup wird wiederhergestellt.
3. Alternativmethode - Klicken Sie in der Baumstruktur mit der rechten Maustaste
über das Multisetup-Symbol, und wählen Sie die Option „Load“.
Um das Multisetup als neue Bank zu exportieran
Mit dieser Funktion können Sie nur die benötigten Presets und Samples als neue Bank
speichern.
1. Stellen Sie alle Multisetup-Parameter wie gewünscht ein.
2. Wählen Sie aus dem Multisetup-Fenster auf der Symbolleiste die Option Export. Es
erscheint die Popup-Dialogbox “Save As” und fordert Sie zur Eingabe der Speicherposition auf.
3. Wählen Sie eine Position für Ihre neue Bank und klicken Sie auf Save, um die Bank
zu speichern, oder auf Cancel, um das Verfahren abzubrechen.
64
ProteusX2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Arbeiten mit Multisetups
So benennen Sie ein Multisetup neu
1. Öffnen Sie den Multisetup-Ordner in der Baumstruktur. Unterhalb des Ordners
werden alle in der Bank enthaltenen Multisetups aufgelistet.
2. Klicken Sie in der Baumstruktur mit der rechten Maustaste auf das gewünschte
Multisetup-Symbol und wählen Sie anschließend aus dem Popup-Menü die
Option „Rename“ aus.
3. Geben Sie einen neuen Namen für das Multisetup ein.
So löschen Sie ein Multisetup
1. Öffnen Sie den Multisetup-Ordner in der Baumstruktur. Unterhalb des Ordners
werden alle in der Bank enthaltenen Multisetups aufgelistet.
2. Klicken Sie in der Baumstruktur mit der rechten Maustaste auf das gewünschte
Multisetup-Symbol, und wählen Sie anschließend aus dem Popup-Menü die
Option „Delete“ aus.
3. Das Multisetup wird gelöscht.
So duplizieren Sie ein Multisetup
1. Öffnen Sie den Multisetup-Ordner in der Baumstruktur. Unterhalb des Ordners
werden alle in der Bank enthaltenen Multisetups aufgelistet.
2. Klicken Sie in der Baumstruktur mit der rechten Maustaste auf das gewünschte
Multisetup-Symbol, und wählen Sie anschließend aus dem Popup-Menü die
Option „Duplicate“ aus.
3. Das Multisetup wird dupliziert und erhält den Namen „Copy of...XX“ und wird im
ersten leeren Multisetup-Speicherort gespeichert.
Reihenfolge der Multisetups neu anordnen
1. Klicken Sie einmal auf den Multisetup-Ordner im Baum. Es erscheint die Liste der
Multisetups.
2. Wählen Sie Details View aus den View-Optionen in der Tool-Leiste und ändern Sie
die ID-Nummer.
3. Wenn Sie versuchen, ein Multisetup mit einer bereits benutzten Nummer zu
speichern, erscheint eine Popup-Dialogbox mit der Anfrage, ob Sie die nächste
verfügbare ID-Nummer benutzen oder eine neue ID eingeben möchten.
E-MU Systems
65
4 - Multisetup / Globale-Regler
Preset Globals
Preset Globals
Im Preset Globals-Bereich können Sie Presets und deren Tastenzuweisungen
bearbeiten. Samples können in Stimmen mit einem einzelnen oder mehreren Samples
plus Synthesizer-Verarbeitung untergebracht werden. Diese vollständigen Stimmen
können anschließend beliebig auf der Tastatur angeordnet werden.
Das Preset-Bearbeitungsfenster umfasst drei Abschnitte. Mit Hilfe des ersten Abschnitts
„Voices & Zones“ können Sie Stimmen und Samples auf der Tastatur anordnen und
globale Preset-Parameter bearbeiten.
Der Abschnitt „Links“ erleichtert das Erstellen neuer Presets durch Kombinieren
anderer, bereits fertiggestellter Presets. Es ist möglich, zwischen mehreren Presets in
Abhängigkeit der Tastenposition, der Anschlagdynamik oder der Position der MIDI
Continuous Controller überzublenden oder umzuschalten.
Mithilfe des dritten Abschnitts, „Voice Processing“, können Sie die Feinbearbeitung
von Stimmen vornehmen. So können Sie die Form der Hüllkurven für Amplituden
und Filter wie auch Modulationsparameter verändern. Dies ist der SynthesizerAbschnitt von Proteus X. Er umfasst die legendären Z-Plane-Filter von E-MU und
leistungsstarke Funktionen zur Matrix-Modulation.
So bearbeiten Sie ein Preset:
1. Wählen Sie die Registerkarte „Sampler“ aus der
Baumstruktur. Die Inhalte der aktuellen Proteus XBank werden in der Baumstruktur angezeigt.
2. Doppelklicken Sie in der Baumstruktur auf den
Preset-Ordner (oder klicken Sie einmal auf das
Pluszeichen (+)). Der Preset-Ordner wird erweitert und
die darin enthaltenen Presets werden angezeigt.
3. Klicken Sie im Preset-Ordner auf eines der Preset-
Symbole, um das Fenster „Preset Globals“ anzuzeigen.
4. Doppelklicken Sie in der Baumstruktur auf das
gewünschte Preset-Symbol (oder klicken Sie einmal auf
das Pluszeichen (+)). Das Preset-Symbol wird erweitert,
und folgende Unterabschnitte werden angezeigt: die
Ebenen „Voices and Zones“, „Links“ und „Voice
Processing“.
5. Wählen Sie den gewünschten Abschnitt: „Voices &
Zones“, „Links“ oder „Voice Processing“ aus, indem
Sie auf das zugehörige Symbol klicken.
So wählen Sie ein Preset aus der Baumstruktur
aus:
1. Legen Sie den von Ihnen verwendeten Kanal als
aktuellen Kanal fest, indem Sie im Bildschirm „Multisetup“ auf die Kanalnummer klicken.
2. Wähen Sie in der Baumstruktur das gewünschte Preset aus, und klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf das entsprechende Preset-Symbol.
3. Wählen Sie die Option „Select on Current Channel“. Das Preset ist jetzt für diesen
Kanal ausgewählt
Diese Parameter wirken sich auf das gesamte Preset aus und werden mit der Bank
gespeichert.
66
ProteusX2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Preset Globals
Transpose & Volume
Mit Hilfe der Funktion zum Transponieren wird die Position auf der Tastatur
verschoben. Die Tonhöhe der eigentlichen Samples wird nicht verändert. In anderen
Worten, wenn Sie alle Tasten mit demselben Sound belegt haben, z. B. Klavier,
verändert sich beim Transponieren die Tonart des Klaviers. Wenn Sie andererseits die
einzelnen Tasten mit unterschiedlichen Drumsounds belegt haben, wird durch das
Transponieren die Position der Drums auf der Tastatur verschoben.
Mithilfe des Volume-Reglers können Sie die Lautstärke für das ganze Preset anpassen.
Der Regler ist von –96 dB (Aus) bis +10 dB variabel einstellbar.
Controller A-P für Grundeinstellungen
Mit Hilfe dieser Elemente werden die Grundeinstellungen der MIDI-Controller A-P für
das Preset festgelegt. Sobald eine Änderung an einem MIDI-Controller vorgenommen
wird, erfolgt augenblicklich die Änderung dieser Grundeinstellung auf die neue
Einstellung des entsprechenden Reglers. Sie können die Controller A-P in der
Dialogbox „Preferences“ bestimmten MIDI Continuous Controller-Nummern
zuweisen.
Die Controller A-P können über MIDI oder durch Drehen des Controller-Reglers im
Multisetup eingestellt werden.
Die links neben den Reglern für die Controller-Grundeinstellungen befindlichen
Label-Leisten sind benutzerdefinierbar. Diese Beschriftungen werden auch im Multisetup-Bildschirm angezeigt, um die Funktionen der Regler für die Realtime-Controller
anzugeben.
E-MU Systems
Durch Ändern der
ControllerGrundeinstellungen
können Sie ein Preset auf
einfache Weise anpassen.
Nehmen Sie einfach die
entsprechenden
Änderungen an den
Reglern vor, und
speichern Sie die Bank.
67
4 - Multisetup / Globale-Regler
Preset Globals
MIDI-Controller „einfangen“
Sie können den Zustand aller MIDI-Controller Ihrer MIDI-Eingabegeräte einfangen
und die Einstellungen im Initial Controllers-Abschnitt des Presets ablegen. Dadurch
lässt sich also der Zustand der MIDI-Controller des Multisetup einfangen und im Preset
speichern.
Um MIDI-Controller einzufangen
1. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen an den MIDI-Controllern Ihrer MIDI-
Eingabegeräte oder im Multisetup-Fenster vor.
2. Gehen Sie zum Preset Globals-Fenster des Presets, auf das Sie den momentanen
MIDI-Zustand anwenden möchten.
3. Wählen Sie „Capture MIDI Controllers“ aus dem Preset-Menü.
4. Die ursprünglichen Controller spiegeln jetzt den Zustand Ihrer MIDI-Controller
wider. Um diese Einstellungen zu behalten, können Sie das Preset speichern.
TwistaLoop Lock To Tempo
Dieser Regler koppelt alle analysierten Beats im Preset an das
globale Master-Tempo. Bei eingeschalteter Funktion koppeln sich
alle Beats im Preset an das Master-Tempo, sofern “TwistaLoop
Override” (Seite 59) nicht ausgeschaltet ist.
Diese Schaltfläche arbeitet mit “TwistaLoop Override” zusammen.
Wenn TwistaLoop Override “Nicht Gesetzt” ist, entscheidet diese
Schaltfläche, ob Beats zum Master-Tempo des Presets synchronisiert werden. Wenn TwistaLoop Override für den MIDI-Kanal auf
On oder Off gesetzt ist, hat diese Schaltfläche keine Wirkung. Mit diesen beiden
Reglern können Sie den Status von “Sync to Master Clock” über den MIDI-Kanal
(TwistaLoop Override) oder über das Preset (diese Schaltfläche) bestimmen.
Initial Tempo
Mit dieser Funktion können Sie das Master-Tempo von Presets
programmieren, die tempo-basierte Hüllkurven, LFOs oder
TwistaLoop verwenden.
Initial Tempo arbeitet mit der “Preset Tempo Channel”
Option des Preferences-Menüs zusammen, bei der ein
spezieller MIDI-Kanal das Master-Tempo steuert. Siehe Preset
Tempo Channel auf Seite 24.
Wenn Initial Tempo auf das Tempo des definierten Preset Tempo-Kanals eingestellt
ist, folgt das Master-Tempo dieser Tempo-Einstellung, wenn das Preset gewählt
wird.
Um das Master Tempo eines Presets einzustellen
1. Schalten Sie Preset Tempo Channel ein und stellen Sie es auf den gewünschten
MIDI Control-Kanal ein. (Options, Preferences, MIDI) “External Tempo Source”
muss ausgeschaltet sein.
2. Stellen Sie Initial Tempo (Preset Globals) auf das gewünschte Tempo ein.
3. Schalten Sie TwistaLoop - Lock To Tempo (Preset Globals) ein, wenn Sie
TwistaLoop verwenden.
4. Wählen Sie das Preset auf dem zugewiesenen Preset Tempo-Kanal.
68
ProteusX2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Preset Globals
Stimmungstabellen
Zusätzlich zur standardmäßigen Oktavstimmung mit zwölf gleichen Tonintervallen,
umfasst Proteus X zwölf werkseitig eingestellte Stimmtabellen. Mit Hilfe des Parameters für die Stimmung des Keyboard können Sie auswählen, welches Stimmsystem für
das aktuelle Preset verwendet wird.
In der folgenden Tabelle finden Sie eine Beschreibung der werkseitig voreingestellten
Keyboard-Stimmungstabellen.
Stimmungstabellen
Beschreibung
Equal
Temperament
Westliche Standardstimmung
12 gleichmäßig verteilte Töne pro Oktave.
Just C
Reine Stimmung. Basiert auf kleinen Intervallverhältnissen. Reine und
saubere, nicht-schwebende Intervalle.
Just C2
Mit dieser Stimmung können Sie die folgenden Akkorde in der Tonart
C spielen: C, E, F, G, A, B, C#m, D#m, Em, F#m, G#m, Am, Bm
Just C-minor
Mit dieser Stimmung können Sie die folgenden Akkorde in der Tonart
C spielen: C, E, F, G, A, B, Em, Am, Bm, C#m, D#m, G#m
Just C3
Mit dieser Stimmung können Sie die folgenden Akkorde in der Tonart
C spielen: C, D, F, Bb, C#m, Dm, Em, F#m, G#m, Am
Vallotti and Young
Valotti & Young nicht gleichschwebende Stimmung. Ähnlich der
gleichschwebenden 12-Ton-Stimmung. Die einzelnen Tonarten
weisen bei der betreffenden Skala unterschiedliche Charakteristika
auf.
19-Tone
Gleichschwebende 19-Ton-Stimmung. 19 Töne pro Oktave.
Schwer zu spielen, aber gut mit einem Sequencer zu verwenden.
Gamelan
5 Töne Slendro und 7 Töne Pelog. (Javanisch.) Pelog liegt auf den
weißen Tasten, Slendro auf den schwarzen Tasten. Exotische
Gamelan-Stimmungen.
Werkmeister
Eine im 17. Jahrhundert entwickelte „wohl-“temperierte Stimmung.
Es ist zwar möglich, in allen Tonarten zu spielen, die einzelnen
Tonarten unterscheiden sich jedoch klanglich leicht voneinander.
Kirnberger
Eine weitere wohltemperierte Stimmung, die von Johann
Philipp Kirnberger entwickelt wurde. Keine Tonhöhe weicht mehr als
12 Cents von der gleichschwebenden Stimmung ab.
Scarlatti
Eine Variante der mitteltönigen Stimmung, die zwischen dem 15.
und dem 18. Jahrhundert verwendet wurde.
Repeating Octave
Die mittlere C-Oktave wird auf dem Keyboard in den tieferen und
höheren Lagen wiederholt. Durch eine Verbindung mit Presets in
gleichschwebender Stimmung können Sie ungewöhnliche
Umkehrungen auf der Tastatur erzeugen.
Al Farabi 12
Die Reduktion eines arabischen/mittelasiatischen Stimmsystems auf 12 Töne. Folgende Skalen sind nutzbar:
Diatonic: C Eb G G# A A# B c
Zalzal: C Eb Gb G# A A# B c
Persian: C Eb F G# A A# B c
22-Tone
22 Töne in gleichschwebender Stimmung. Gut für MollHarmonien.
24-Tone
24 Töne in gleichschwebender Stimmung. Viertelton-Intervalle.
26-Tone
26 Töne in gleichschwebender Stimmung. Schwer zu spielen,
aber noch besser für Moll-Harmonien.
E-MU Systems
69
4 - Multisetup / Globale-Regler
Preset Globals
Das reine C Stimmungssystem
Wohltemperierte und reine Stimmungen galten bis zum
20. Jahrhundert als Standard für Tasteninstrumente,
wurden dann jedoch von der gleichschwebenden
Stimmung weitestgehend abgelöst. In gleichschwebenden Tonleitern ist die Oktave in 12 gleichmäßige
Intervalle eingeteilt. In Tonleitern reiner oder wohltemperierter Stimmung werden die zwölf Einzeltöne mit
dem Ziel rein klingender Akkorde einzeln gestimmt. In
reiner Stimmung ist es jedoch nur möglich, bestimmte
Akkorde zu spielen. Wenn Sie andere Akkorde spielen,
kann das fürchterlich klingen!
Sie können die Stimmtabellen mithilfe einer Programmänderung beim Spielen ändern (erstellen Sie mehrere
Presets mit demselben Sound und verschiedenen Stimmtabellen). Sie können hierzu
aber auch Continuous Controller verwenden (verknüpfen Sie zwei Presets, und
blenden Sie zwischen beiden mithilfe eines Controllers hin und her.)
Die Reinen Stimmtabellen C2, C-Moll, C3
Die Geheimnisse der reinen Stimmung vollständig zu erhellen, würde den Rahmen
dieses Handbuchs übersteigen. Hermann Helmholtz behandelt dieses Thema jedoch
erschöpfend in seinem Werk Die Lehre von den Tonempfindungen, das in den meisten
Büchereien oder im Fachhandel erhältlich ist.
Die vier Tabellen für die reine Stimmung heißen „Just C2“, „Just C3“ und „Just C
Minor“. Versuchen Sie, diese Stimmungstabellen für die Tonarten C/Cm zu spielen. Sie
werden schnell die Vorzüge, aber auch die Nachteile der reinen Stimmung entdecken!
Sie werden beispielsweise feststellen, dass in der Einstellung „Just C“ die Akkorde C,
Em, F, G und Am wundervoll klingen. Wenn Sie einen dieser Akkorde halten, werden
Sie keine Schwebungen hören. Wechseln Sie nach ein paar Minuten zurück zur Einstellung „Equal Temperament“, und Sie werden erschrecken!
An dieser Stelle fragen Sie sich vielleicht, warum die gleichschwebende Stimmung
überhaupt verwendet wird. Spielen Sie, um diese Frage zu beantworten, die Akkorde D,
Dm oder Bb! Durch die Intervallverhältnisse, die die Akkorde C und G so rein klingen
lassen, klingt der Akkord D fürchterlich verstimmt. Deshalb wurde die Einstellung „Just
C3“ integriert. In dieser Stimmung klingen die Akkorde D, Dm und Bb sauber, der
Akkord G hingegen klingt schief.
Jede dieser vier Tabellen ermöglicht die Verwendung einer anderen Gruppe gemeinsamer Akkorde in reiner Stimmung. Leider gibt es keine 12-Ton-Stimmung, in der alle
diese Akkorde sauber klingen. Das war natürlich auch der Grund für die Erfindung des
heute verwendeten gleichschwebenden Stimmsystems.
Just C
Spielen Sie die folgenden Akkorde: C, E, F, G, A, Cm, C#m, Em, F#m, Gm, Am
Just C2
Spielen Sie die folgenden Akkorde: C, E, F, G, A, B, C#m, D#m, Em, G#m, Am, Bm
Just C minor
Spielen Sie die folgenden Akkorde: C, Db, D, Eb, G, Ab, Cm, Em, Fm, Gm
Just C3
Spielen Sie die folgenden Akkorde: C, D, F, Bb, C#m, Dm, Em, F#m, G#m, Am
70
ProteusX2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Preset Globals
Equal Temperament-Stimmungen
Bei allen gleichschwebenden Stimmungen entspricht das mittlere C (d. h., MIDI-Note
60) dem mittleren C einer standard 12-Ton Stimmung. Die Tastatur wird dann
ausgehend vom mittleren C (C2) nach oben und unten skaliert. Beispiel: Beim Einsatz
der 22-Ton Skala liegt die nächste Oktave über dem mittleren C der Tastatur genau 22
Tasten oberhalb (A#3).
Key CC Window
Diese Regler arbeiten mit der “Keyboard - CC Window” Funktion von Voices und
Zones zusammen. Siehe “Registerseiten „Continuous Controller Window“” auf
Seite 94.
Indem Sie den “Key CC Win” Button drücken und einen Keyboard Range-Wert
einstellen, markieren Sie einen Abschnitt von Tasten, die als Steuertasten für das CC
Window oder eine PatchCord-Quelle im Voice Processing-Abschnitt benutzt werden
können. Diese Tasten triggern jetzt keine Sounds, sondern dienen zu Wählen unterschiedlicher Stimmen in den CC Windows oder als Modulationsquelle in den Cords.
(Siehe Seite 157.)
Preset Modulators
Bei „Preset Modulators“ handelt es sich um eine spezielle Klasse von Modulationsquellen, da sie ihren Ursprung auf der Ebene des Presets haben, die Ausgabe aber im
Bereich „Voice PatchCords“ erfolgt. Es gibt drei Typen von Preset-Modulationsquellen.
Preset Modulator
Verwendung
Channel Lags 1 & 2
„Leslie“-Lautsprechereffekt. Mithilfe dieses Reglers wird die LFOGeschwindigkeit langsam erhöht oder verringert.
Poly Ramp (Timer)
Steuert die Lautstärke von Layern, die beim Loslassen der Taste
erklingen, in Abhängigkeit von der Haltedauer.
Channel Ramp
Der Pegel wird nur beim jeweils ersten Ton charakteristisch moduliert.
Perkussiver Effekt wie bei einer Hammondorgel.
Channel Lag 1 & 2-Rate
Ähnlich den „Layer Lag“-Prozessoren (beschrieben auf Seite 125), verlangsamt die
Funktion „Channel Lag“ schnelle Wechsel im Eingangssignal. Die Ausgabe bleibt um
eine vorprogrammierte Spanne hinter dem Eingang zurück.
Anders als bei den Lag-Prozessoren für die entsprechenden Layer wird die Funktion
„Channel Lags 1 & 2“ sofort bei Auswahl des Presets aktiviert. Im Gegensatz hierzu
werden die Lag-Prozessoren der Stimmebene erst nach Drücken einer Keyboardtaste
aktiviert. Diese Kanalverzögerungsfunktion besitzt auch einen Lag Amount-Eingang zur
Steuerung der Verzögerungsdauer. Positive Verzögerungswerte erhöhen die Verzögerungsdauer. Üblicherweise wird die Verzögerungsdauer mithilfe eines MIDI-Controllers
(Regler an der Vorderseite) gesteuert.
Die „Channel Lag“-Funktion könnte verwendet werden, um die Geschwindigkeit eines
LFO allmählich zu erhöhen oder zu verringern, der wiederum einen anderen Effekt
steuert, etwa die Links/Rechts Pan-Position, die Tonhöhe oder den Filter. Wenn ein
MIDI-Fußschalter für die Eingabe verwendet wird, kann diese Funktion auch verwendet werden, um die Umschaltgeschwindigkeit des Schalters zu verringern. Der sich
langsam verändernde Ausgabewert kann dann mithilfe eines Patchcords geroutet werden, um zwischen Stimmen zu überblenden oder eine LFO-Geschwindigkeit allmählich zu ändern
E-MU Systems
71
4 - Multisetup / Globale-Regler
Preset Globals
Channel
Lag
ab Fußschalter
Lag-Betrag
(+ Wert = länger)
Poly Key Timer
Dieser Prozessor startet einen Timer, der erfasst, wie lange eine Taste gedrückt bleibt,
und beim Loslassen der Taste stoppt und den Wert ausgibt. Dieser Wert kann für
beliebige der Taste zugewiesene Stimmen verwendet werden, die beim Loslassen der
Taste erklingen. Bei „Poly Key Timer“ handelt es sich um eine spezielle Modulationsquelle, die durch die Taste und nicht durch die Stimme gesteuert wird.
Mit Hilfe der Funktion „Poly Key Timer“ ist es möglich, die Lautstärke eines ReleaseLayers so zu steuern, dass die Lautstärke abnimmt, je länger die Taste gehalten wird.
Mit diesem Steuerelement werden gewöhnlich Presets mit Konzertflügelklang bearbeitet, um die Lautstärke des Sustainpedals mit steigender Haltedauer der Taste zu verringern.
Release LayerStimme wird
leiser, je länger
die Taste
gehalten wird.
Release
Layer
Voice
Poly Release
Trigger
Amp
Amp Vol
Poly Key
Timer
Preset Global
Note-On - Poly Key Timer beginnt zurück zu zählen.
Note-Off - Poly Key Timer beendet das Zählen und gibt denWert aus.
72
ProteusX2 Bedienungshandbuch
4 - Multisetup / Globale-Regler
Preset Globals
Channel Ramp
Channel Ramp
Negative Rate
Ursprünglicher
Wert
Zeit
verringern
Dieser Prozessor generiert für die
jeweils erste gedrückte Taste auf
dem MIDI-Kanal eine einzelne
negative Flanke. Dieser Prozessor für
die Preset-Ebene wurde ursprünglich
entwickelt, um das perkussive
Tastenklicken von Hammondorgeln
zu simulieren, Sie können ihn aber
auch anderweitig verwenden.
Die Einstellung für „Channel Ramp“
wird zurückgesetzt, sobald keine
Tasten mehr gedrückt sind und die
1. Note
nächste erste Taste auf dem MIDIgespielt
Kanal betätigt wird. Der Wert für die
Ramp-Rate legt die Neigung des Gefälles fest. Ein hoher Wert führt zu einem steilen
Gefälle, kleine Werte dagegen verringern die Neigung.
Wenn Sie die Funktion „Channel Ramp“ als Decay-Hüllkurve des ersten Tons verwenden möchten, richten Sie eine Verbindung zwischen „Channel Ramp“ und „Amp Volume“ ein und stellen Sie für die Hüllkurve „Amp“ eine schnelle Einschwingzeit, einen
Haltepegel- oder Sustainwert von 100% und eine kurze Release- oder Ausklingzeit ein.
Preset-PatchCords
Mit Hilfe der Preset PatchCords können Sie die Preset-Modulatoren in Echtzeit steuern.
Pro Preset gibt es 16 Preset PatchCords mit einer Quelle, einem Ziel und einer Pegelsteuerung. Der Wert kann von –100 bis +100 eingestellt werden.
Modulationsquellen
Modulationsziele
Off
Off
Pitch Wheel
Channel Lag 1 In
Mod Wheel (Modulation Wheel)
Channel Lag 1 Amount
Pressure (Channel Pressure)
Channel Lag 2 In
Pedal
Channel Lag 2 Amount
MIDI Volume (Controller 7)
Channel Ramp Rate
MIDI Pan (Controller 10)
Post-FX Main Send
Expression (Controller 11)
Post-FX Aux 1 Send
MIDI A-P
Post-FX Aux 2 Send
Footswitch 1
Post-FX Aux 3 Send
Flip-Flop Footswitch 1 (F’switch 1 FF)
FX A Mod 1
Footswitch 2
FX A Mod 2
Flip-Flop Footswitch 2 (F’switch 2 FF)
FX A Mod 3
Thumbswitch
FX A Mod 4
Flip-Flop Thumbswitch (T’switch FF)
FX B Mod 1
DC Offset
FX B Mod 2
Channel Lag 1 & 2
FX B Mod 3
Channel Ramp
FX B Mod 4
E-MU Systems
73
4 - Multisetup / Globale-Regler
Preset Globals
Templates
Für jedes unterschiedliche Modul im Preset Globals-Fenster können Sie eine Bibliothek
Ihrer Lieblingseinstellungen speichern. Mit diesen Templates (Schablonen) können Sie
dann einfach eigene maßgeschneiderte Stimmen und Presets kreieren. Templates
werden als XML-Datei im Verzeichnis der Proteus X-Anwendung gespeichert, damit sie
immer einsatzbereit sind. Weitere Infos über Templates finden Sie unter “Templates”
auf Seite 213.
74
ProteusX2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Jedes Preset enthält Stimmen. Eine Stimme wiederum enthält ein Sample oder Multisamples und kann sich über eine Taste oder einen ganzen Tastenbereich erstrecken.
Das Voices and Zones-Fenster bietet Ihnen umfassende Steuerungsmöglichkeiten für
die Parameter jeder Stimme, inklusive Pegel, Stimmung, Tastaturbereich, Überblenden,
Looping, Bereich und mehr. Das Voices and Zones-Fenster ist in Register unterteilt, in
denen jeweils ein Set von Reglern enthalten ist. Bestimmte Regler, wie Volume und
Pan, erscheinen in jedem Fenster.
Um das Voices and Zones-Fenster aufzurufen, erweitern Sie ein Preset in der Baumstruktur und klicken auf Voices and Zones.
Seitenwahl-Register
Stimme
Multisample-Stimme
Sample-Zone
Gewählte
Stimme/
Zone
Multisample
erweitern/
minimieren
Mute/Solo
Stimme
oder Zone
Gewählte
Stimme(n)
OverviewBereich
Tastaturbereich für
gewählte Stimme(n)
E-MU Systems
MIDI-Controller-Bereich
75
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Voices and Zones-Seiten
Voices and Zones-Seiten
Das Voices and Zones-Fenster ist in Registerseiten unterteilt:
Mix/Tune
Regelt die Werte für Volume, Pan, Transpose, Coarse Tuning und Fine Tuning für jede
Stimme. Weitere Infos finden Sie unter ”Mix/Tune-Seite” auf Seite 85.
Key Win
Editiert Tastaturbereich-, Zuordnungen und platziert Stimmen und Multisamples an
jede gewünschte Stelle. Weitere Infos finden Sie unter ”Key Window-Seite” auf Seite 85.
Vel Win
Steuert die Lautstärke einer Stimme mittels Anschlagdynamik. Es sind auch Überblendungen oder Umschaltungen zwischen Stimmen mittels Anschlagdynamik möglich.
Weitere Infos finden Sie unter ”Velocity Window-Registerseite” auf Seite 89.
RT Win
Steuert die Lautstärke einer Stimme mittels Echtzeit-Controller, wie Modulationsrad,
Pedal, LFO oder Hüllkurvengenerator. Weitere Infos finden Sie unter ”Registerseite
„Realtime Window“” auf Seite 91.
CC Win 1-5
Schaltet CC Windows mittels bestimmter Tasten Ihres MIDI-Controllers. Weitere Infos
finden Sie unter ”Registerseiten „Continuous Controller Window“” auf Seite 94.
Region
Bestimmt, welcher Teil eines Samples abgespielt wird. Weitere Infos finden Sie unter
”Region-Registerseite” auf Seite 101.
Details
Eine Übersicht über jede Stimme. Hiermit können Sie Sample-, Direction-, Mix/Tuneund Key Window-Informationen ansehen und mit numerischen Werten ändern. Weitere Infos finden Sie unter ”Details-Registerseite” auf Seite 105.
76
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Stimmen-Wahl
Stimmen-Wahl
Sie können auf jeder Registerseite Stimmen auswählen, indem Sie an eine beliebige
Stelle der Stimmleiste klicken. Die Auswahl wird durch ein rotes Feld um die Stimmleiste angezeigt.
1. Wählen Sie auf dem Bildschirm „Voices & Zones“ die erste Stimme aus.
2. Halten Sie die Umschalt-Taste gedrückt, um zusammenhängende Stimmen auszu-
wählen. Halten Sie die Strg-Taste gedrückt, um nicht zusammenhängende Stimmen auszuwählen. Drücken Sie Strg+A, um alle Stimmen auszuwählen.
Stimmen manipulieren
Auf jeder Registerseite finden Sie verschiedene Regler, mit denen Sie die Werte für
Group, Sample, Direction, Volume, Pan etc. einer Stimme ändern können. Manche
Regler, z. B. Group oder Direction, werden aus einem Dropdown-Menü gewählt.
Andere Werte, z. B. Volume und Pan, werden mit einem Schieberegler oder Rad
gesteuert.
Die meisten Seiten enthalten auch Parameter, die mit
grafischen Schiebereglern eingestellt werden können.
Um den Bereich oder die Position eines Schiebereglers zu editieren, klicken Sie darauf
und ziehen die Maus nach links oder rechts. Um ein Fade zu erzeugen, halten Sie die
Alt-Taste gedrückt, während Sie klicken und ziehen. Siehe Beispiel unten:
Ende anklicken und ziehen, um
die Größe neu einzustellen
Zum Bewegen die Mitte
anklicken und ziehen
Fade-Punkt klicken und ziehen,
um Fade einzustellen
Alt-Klick auf das Ende und ziehen,
um ein Fade einzustellen
• Um die hohen und tiefen Bereiche einzustellen, klicken und ziehen Sie die Endpunkte
der grafischen Anzeige
• Um den ganzen Bereich zu bewegen, ohne ihn neu einzustellen, klicken und ziehen
Sie die Mitte des Bereichs.
• Um ein Fade zu erzeugen, halten Sie Alt gedrückt und klicken und ziehen die Endpunkte. Nachdem Sie einen Fade-Punkt erzeugt haben, können Sie ihn neu positionieren, indem Sie ihn anklicken und ziehen.
E-MU Systems
77
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Stimmen-Wahl
Mit mehreren Stimmen arbeiten
Wenn Sie mehr als eine Stimme wählen, können Sie die Parameter aller gewählten
Stimmen gleichzeitig editieren. Um mehr als eine Stimme zu wählen, halten Sie die
Strg-Taste gedrückt, während Sie die Stimmen mit der Maus anklicken. Um zusammenhängende Stimmen zu wählen, halten Sie beim Klicken die Umschalt-Taste gedrückt.
Sie sollten wissen, wie sich das Ändern von Parametern auf den verschiedenen Registerseiten vom Ändern von Parametern im Overview-Bereich, der die untere Hälfte des
Bildschirms belegt, unterscheidet:
• Auf den Registerseiten, z. B. Mix/Tune, wirken sich Parameteränderungen relativ
aus. Wenn Sie also mehrere Stimmen wählen und den Volume-Wert einer
Stimme um 10 dB verringern, dann verringern Sie die Volume-Werte aller
Stimmen um 10 dB.
• Wenn Sie hingegen mehrere Stimmen wählen und den Volume-Regler im
Overview-Bereich drehen, ändern Sie die absoluten Volume-Werte aller Stimmen.
Hinweis zum Bearbeiten mehrerer Stimmen: Wenn Sie mehrere Stimmen mit unterschiedlichen Stimmparametereinstellungen zur Bearbeitung öffnen, bleiben die Parameter der einzelnen Stimmen erhalten, bis Sie Änderungen daran vornehmen. Wenn
Sie also drei Stimmen auswählen und die Filtereckfrequenz (Filter-Cutoff) ändern,
wird die neue Cutoff-Einstellung sofort für alle drei Stimmen wirksam. Die übrigen
Parameter bleiben unverändert.
Samples & Multisamples
Die in den Stimmen enthaltenen Samples werden angezeigt und können neu geordnet
werden. Wenn die Stimme mehr als ein Sample umfasst, wird im Sample-Feld das Wort
„Multisample“ angezeigt. Für alle Samples in einem Multisample gilt der gleiche Satz
an Synthesizer-Parametern. Die Werte für die Lautstärke, Feinstimmung und PanParameter können jedoch für jedes Sample eines Multisamples gesondert eingestellt
werden.
Samples in einem Multisample anzeigen und bearbeiten
1. Klicken Sie auf den nach unten weisenden Pfeil +, um die einzelnen Samples und
Tastenbereiche anzuzeigen, aus denen das Multisample besteht.
2. Klicken Sie auf den Pfeil, - um das Multisample zu minimieren.
Multisample erweitern/minimieren
Tastenbereich des Multisamples
Tastenbereiche der einzelnen Samples
Mithilfe von Multisamples können Sie ein Set von Synthesizer-Stimmparametern auf mehrere
Samples anwenden.
Durch den Tastenbereich des Multisamples wird der Tastenbereich aller im Multisample enthaltenen Samples insgesamt begrenzt. Im obigen Diagramm wird das oberste
Sample nicht wiedergegeben, weil sein Tastenbereich außerhalb des Multisample-Tastenbereichs liegt.
78
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Stimmen-Wahl
Gruppen
Stimmen können in Gruppen kategorisiert werden. So können Sie ähnliche Stimmen,
beispielsweise Layer von Klavier- oder Streicherstimmen, in entsprechenden Einheiten
zusammenfassen.
Wenn Sie mehrere Stimmen bearbeiten möchten, können Sie eine temporäre Gruppe
erstellen. Die Stimmen in Gruppen zusammenzufassen und anschließend die Gruppe
auszuwählen, spart Zeit und bietet größere Zuverlässigkeit als die manuelle Auswahl
der einzelnen zu bearbeitenden Stimmen.
So fügen Sie eine Stimme zu einer Gruppe hinzu
1. Versehen Sie die Stimmen, die der Gruppe hinzugefügt werden sollen, mit dersel-
ben Gruppennummer. Sie können dies im Fenster „Voices and Zones“ oder im
„Voice Processing“ tun.
2. Wenn Sie im Voice Processing-Bildschirm nun diese Gruppennummer auswählen,
werden alle Stimmen mit dieser Gruppennummer ausgewählt. Sie können bis zu
99 Gruppen definieren, eine Stimme kann jedoch nicht in mehreren Gruppen
gleichzeitig enthalten sein.
Neue Gruppe aus den momentan gewählten Stimmen erstellen
1. Wählen Sie die Stimmen, die in der neuen Gruppe enthalten sein sollen, auf der
„Voices & Zones“ Seite.
2. Wählen Sie „New Group“ aus dem Preset-Menü. Es wird eine neue Gruppe unter
Verwendung der niedrigsten verfügbaren Gruppen-Nummer erstellt.
So wählen Sie alle Stimmen zur Bearbeitung aus
•
Drücken Sie im Fenster „Voices & Sample Zones“ die Tastenkombination
Strg+A.
•
Wählen Sie im Fenster „Voice Processing“ im Gruppenfeld die Option „All“
aus.
So wählen Sie eine Gruppe von Stimmen zur Bearbeitung aus
•
Methode 1: Wählen Sie auf der Voice Processing-Seite einfach die Gruppennummer aus. Nachdem Sie eine Gruppe ausgewählt haben, können Sie alle
Stimmen in dieser Gruppe bearbeiten.
•
Methode 2: Wählen Sie eine Stimme der Gruppe und dann die Option
Select Group “N” aus dem Preset-Menü. Alle Stimmen der Gruppe werden
ausgewählt.
E-MU Systems
79
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Stimmen-Wahl
Stimmen und Zonen sortieren
Sie können Stimmen und Zonen nach folgenden Kriterien
sortieren:
• Sample Number
• Sample Name
• Low Key
• High Key
• Original Key
• Volume
• Pan
• Group (nur Stimmen)
Um Stimmen oder Zonen zu sortieren
1. Rechtsklicken Sie eine beliebige Voice- oder Zone-Nummer.
2. Wählen Sie Sort Voices oder Sort Zones und dann die Art der Sortierung.
Das Keyboard Display
Die Tastatur-Anzeige am unteren Rand des Bildschirms bietet eine visuelle Darstellung
des Key Win-Bereichs für die momentan gewählten Stimmen und den Notenbereich
Ihres MIDI-Controllers.
Noten, die in den Tastenbereich der momentan gewählten Stimme fallen, werden farbig angezeigt.
Sie können auch Noten maskieren, die nicht in einen Tastenbereich fallen, der mit dem
Ihres MIDI-Controllers übereinstimmt. Maskierte Tasten werden in dunkleren Farben
angezeigt.
Maske (dunkel)
MIDI Controller-Bereich (hell)
Maske (dunkel)
Key Win-Bereich für
gewählte Stimmen (Farbe)
So wählen Sie, welcher MIDI-Controller-Typ angezeigt werden soll
• Rechtsklicken Sie auf die Tastatur und wählen Sie den von Ihnen benutzten
Controller-Typ. Die Optionen lauten: Full MIDI (keine Maske), Piano (88
Tasten), Three Octave, XBoard 61, XBoard 49 und XBoard 25.
Das Keyboard Display ist auch nützlich zum Identifizieren von Noten und zum Erstellen einer neuen Stimme mit einem speziellen Original Key-Wert für den Key WinBereich:
• Wenn Sie den Mauszeiger über die Tastatur halten, wird der Name der Taste
angezeigt.
Die Tastatur
erscheint auch auf dem
Voice ProcessingBildschirm.
• Sie können neue Stimmen erstellen, indem Sie auf dem Voices and ZonesBildschirm Samples auf die Tastatur ziehen. Weitere Infos finden Sie unter
”Samples und Stimmen hinzufügen” auf Seite 83.
80
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Overview-Bereich
Overview-Bereich
Der untere Teil der Seite enthält eine Übersicht, auf der Sie die Parameter für die
gewählten Stimmen ansehen und steuern können.
Diese Regler sind ungeachtet der gewählten Registerseite verfügbar (mit Ausnahme der
Region-Seite) und funktionieren pro Stimme. Wenn Sie hier eine Einstellung ändern,
wird die entsprechende Einstellung auch im Voice Processing-Fenster geändert.
Die gewählten Stimmen werden in der oberen linken Ecke des Overview-Bereichs
angezeigt. Änderungen an diesen Reglern wirken nur auf die angezeigten Stimmen.
Wenn Sie mehrere Stimmen wählen und einen Parameter im Overview-Bereich
ändern, wird dieser Parameter für alle gewählten Stimmen geändert.
Tipp: Um einen Regler auf die Voreinstellung
zurückzusetzen, halten
Sie die Alt-Taste gedrückt
und klicken auf den Regler. Oder Sie rechtsklicken
auf den Regler und wählen Default.
Beim Wählen mehrerer Stimmen sollten Sie wissen, wie sich das Ändern von Parametern im Overview-Bereich vom Ändern von Parametern auf den verschiedenen Registerseiten unterscheidet. Im Overview-Bereich sind alle Änderungen absolute Werte.
Wenn Sie also mehrere Stimmen gewählt haben und den Volume-Regler auf den Wert
10 setzen, stellen Sie alle gewählten Stimmen auf den Volume-Wert 10 ein. Wenn Sie
hingegen mehrere Stimmen wählen und den Volume-Schieberegler auf der Mix/TuneSeite bewegen, ändern Sie die Volume-Werte relativ.
gewählte
Stimmen
Sample-Info
CC Win-Info
Key-, Realtime- und Velocity Window-Parameter
Mix/Tune-Info
Sample-Regler
Das stumm- und
soloschalten von Stimmen spart keine Polyphonie! Stummgeschaltete
Stimmen werden weiterhin abgespielt. Sie sind
nur nicht hörbar.
Sample
Das Sample, das der gewählten Stimme oder Zone zugeordnet ist. Wenn Sie mehrere
Stimmen wählen, bleibt dieses Fenster leer.
Original Key
Stellt die Original-Taste für die gewählte Stimme oder Zone ein.
Group
Wechselt die Gruppe der gewählten Stimme oder Zone.
Direction
Wählt eine der Abspiel-Optionen für das Sample: Forward, Backward, Forward Loop,
Backward Loop oder One-Shot.
E-MU Systems
81
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Overview-Bereich
Mix Tune-Regler
Diese Regler finden Sie auch auf der Mix/Tune-Seite.
Mute
Tipp: Um alle Solound Stummschaltungen
schnell zu entfernen,
wählen Sie Clear All
Solos and Mutes aus
dem Preset-Menü.
Schaltet die gewählten Stimmen oder Zonen stumm.
Solo
Schaltet alle Stimmen außer den gewählten Stimmen oder Zonen stumm.
Volume
Regelt die Lautstärke der gewählten Stimmen oder Zonen. Der gleiche Regler befindet
sich auch im Voice Processing-Fenster.
Pan
Steuert das Panning der gewählten Stimmen oder Zonen. Der gleiche Regler befindet
sich auch im Voice Processing-Fenster.
Fine Tune
Dient zur Tonhöhen-Feineinstellung (in Cents) der gewählten Stimmen oder Zonen.
Der gleiche Regler befindet sich auch im Voice Processing-Fenster.
Coarse Tune
Dient zur Tonhöhen-Grobeinstellung (in Halbtönen) der gewählten Stimmen. Der
gleiche Regler befindet sich auch im Voice Processing-Fenster. Dieser Regler ist für einzelne Zonen von Multisample-Stimmen NICHT verfügbar.
Transpose
Auf Seite 115 wird
der Unterschied zwischen
Transpose und Coarse
Tune erklärt. Auf dieser
Seite können Sie auch die
Gruppen-Nummer einstellen.
Transponiert die Tonhöhe der gewählten Stimmen in Halbtönen. Der gleiche Regler
befindet sich auch im Voice Processing-Fenster. Dieser Regler ist für einzelne Zonen
von Multisample-Stimmen NICHT verfügbar.
Key Win-, Velocity Win-, RT Win- und CC Win-Regler
Um die Key Win-, Velocity Win-, Realtime Win- und CC Win-Werte zu ändern, müssen
Sie nicht die grafische Darstellung der entsprechenden Registerseite verwenden, sondern Sie können die Änderungen auf jeder Seite (Ausnahme: Region-Seite) vornehmen. Alle vorgenommenen Änderungen wirken nur auf die gewählten Stimmen.
82
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Samples und Stimmen hinzufügen
Direction
Für jede Stimme (oder Zone – bei Multisample-Stimmen) können Sie RichtungsOptionen wählen. Im Direction Dropdown-Menü stehen folgende Optionen zur
Wahl:
Forward
Der Bereich wird von Anfang bis Ende abgespielt, solange
der Ton gehalten wird.
Backward
Der Bereich wird umgekehrt vom Ende zum Anfang
abgespielt, solange der Ton gehalten wird.
Forward Loop
Der Bereich wird in einem Loop von Anfang bis Ende
abgespielt, solange der Ton gehalten wird.
Backward Loop
Der Bereich wird in einem Loop rückwärts von Ende bis
Anfang abgespielt, solange der Ton gehalten wird.
One-Shot
Der Bereich wird von Anfang bis Ende abgespielt, wenn
ein Note On-Signal empfangen wird. Wenn Sie den Ton
vor dem Sample-Ende loslassen, wird es dennoch vollständig abgespielt.
Samples und Stimmen hinzufügen
Sie können auf jeder Registerseite des Voices and Zones-Fensters neue Stimmen erstellen und Samples hinzufügen.
Um eine neue Stimme hinzuzufügen
Es gibt mehrere Möglichkeiten. Aus dem Voices and Zones-Fenster:
•
Drücken Sie Strg+W auf Ihrer Tastatur.
•
Wählen Sie New Voice aus dem Preset-Menü.
•
Rechtsklicken Sie auf einen leeren Bereich und wählen Sie New Voice.
Sample einer Zone wechseln
•
Ausgehend von der Sample-Spalte klicken Sie auf den Selector Button
neben der entsprechenden Stimme oder Zone. Wählen Sie ein Sample aus
der Select Sample-Dialogbox.
•
Ziehen Sie ein Sample aus der Baumstruktur auf den Bereich der Zone.
Einer Stimme ein weiteres Sample hinzufügen
Damit ergänzen oder erstellen Sie eine Multisample-Stimme. Aus dem Voices and
Zones-Fenster:
•
Verschieben Sie ein Sample mittels Drag&Drop von der Samples-Baumstruktur (oder von Ihrer Bibliothek) auf der linken Seite in eine Stimme im Voices
and Zones-Fenster.
E-MU Systems
83
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Samples und Stimmen hinzufügen
Gleichzeitig eine Stimme und ein Sample hinzufügen
Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Im Voices and Zones-Fenster:
•
Verschieben Sie ein Sample via Drag&Drop aus der Samples-Baumstruktur
(oder aus Ihrer Bibliothek) auf der linken Seite auf den leeren Bereich direkt
unter der Stimmenliste.
Dadurch wird eine neue Stimme mit dem gewählten Sample erstellt. Die
Originaltaste der neuen Stimme ist identisch mit der Originaltaste des
Samples (oder C3, falls diese Information nicht verfügbar ist). Der Tastenbereich der Stimme beträgt C-2 bis G8.
• Verschieben Sie ein Sample via Drag&Drop von der Samples-Baum strukturoder von Ihrer Bibliothek auf eine Note der Tastatur am unteren Rand des
Bildschirms.
Dadurch wird eine neue Stimme mit dem gewählten Sample erstellt. Die
Originaltaste der neuen Stimme ist die Note, auf der Sie das Sample abgelegt haben. Die hohe und tiefe Taste der Stimme ist ebenfalls die Note, auf
der Sie das Sample abgelegt haben.
84
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Mix/Tune-Seite
Mix/Tune-Seite
Gruppe
Sample-Name
Mute/Solo
Wahl-Button
Volume
Richtung
Pan
Transpose, Coarse Tune, Fine Tune
Volume, Pan, Direction, Transpose, Coarse Tuning und Fine Tuning lassen sich für jede
Stimme getrennt einstellen. Im Mix/Tune-Fenster können Sie diese Einstellungen gleichzeitig für jede Stimme sehen und sich einen Überblick verschaffen über die Direction-,
Volume-, Pan-, Tuning- und Transpose-Einstellungen der einzelnen Stimmen in Ihrem
Preset. Alle Regler sind auch in den anderen Registerfenstern verfügbar, aber in diesem
Fenster können Sie die Volume- und Pan-Werte für jeden Kanal ablesen.
Zudem können Sie auf diesem Bildschirm einfach mehrere Stimmen wählen und deren
Lautstärke mit einer Einstellung ändern. Wählen Sie die Stimmen, deren Volume- oder
Pan-Werte Sie ändern möchten, und halten Sie die Umschalt-Taste gedrückt, während
Sie den Volume-Regler nach links oder rechts ziehen.
Auf Seite 115 wird
der Unterschied zwischen
Transpose und Coarse
Tune näher beschrieben.
Auf dieser Seite können
Sie auch die GruppenNummer einstellen.
Key Window-Seite
Gruppe
Mute/Solo
Sample-Name
Wahl- Button
Richtung
Original-Taste
Grafische Anzeige der
Stimmenposition
Sie können die Tastaturbereichszuordnung im Key Range-Fenster bearbeiten und die
Stimmen und Samples nach Belieben positionieren.
Eine Stimme, die nur ein Sample umfasst, erhält den Namen dieses Samples. Wenn
eine Stimme mehr als ein Sample umfasst, wird sie „Multisample“ genannt, und die
darin enthaltenen Samples werden darunter angezeigt. Im obenstehende Bildschirm
werden zwei Einzel-Sample-Stimmen angezeigt. Stimme 1 belegt die tiefe Hälfte des
Keyboards und Stimme 2 belegt die hohe Hälfte.
Mit der Originaltaste wird die Tonhöhe des Samples festgelegt. Diese ursprüngliche
Taste muss nicht im Bereich zwischen hoher und tiefer Taste liegen. Der Name der
Originaltaste wird normalerweise als Teil des Sample-Namens verwendet. Importierte
E-MU Systems
85
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Key Window-Seite
Samples mit eingebetteten Angaben zur ursprünglichen Tastenbelegung können automatisch der richtigen Position zugeordnet werden.
Sie können die Tastenposition bearbeiten, indem Sie den Cursor auf dem gewünschten
Parameter positionieren und anschließend auf dem MIDI-Keyboard spielen oder den
Wert mit Hilfe der Tastatur anpassen. Sie können aber auch einfach den blauen Balken
mit der Maus auf die gewünschte Position ziehen.
Sie können zwischen Stimmen und Samples in Abhängigkeit der Tastenposition überblenden, indem Sie die tiefen und die hohen Fade-Parameter anpassen. Das Anpassen
der Überblendung erfolgt nach „Tastenanzahl“ und wird grafisch durch eine graduelle
Abnahme der Intensität der Balkenfarbe angezeigt.
So bearbeiten Sie die Balken
• So legen Sie die Länge der Balken fest: Klicken Sie mit der linken Maustaste und
ziehen Sie von einem der Endpunkte aus.
• So bewegen Sie den ganzen Balken: Klicken Sie mit der linken Maustaste in die
Mitte des Balkens und ziehen Sie.
• So erstellen Sie eine Überblendung: Klicken Sie mit der linken Maustaste,
halten Sie die Alt-Taste gedrückt, und ziehen Sie nach innen.
B2
Wenn Sie auf dem Keyboard vom hohen Bereich zum tieferen Bereich spielen, wird die Stimme
unterhalb von B2 allmählich ausgeblendet.
So können Sie Stimmen positionsabhängig umschalten
Die einfachste und gebräuchlichste Verwendung des Tastaturbereichsfensters besteht
aus dem Zuweisen aneinandergrenzender Stimmen (Samples oder Multisamples). Die
im untenstehenden Bildschirm angezeigten Stimmen sind jeweils einem Oktavbereich
zugeordnet.
Nachfolgend sehen Sie diese Zuweisung noch einmal anders dargestellt.
STIMME 1
86
STIMME 2
STIMME 3
STIMME 4
Samples können in
einer Multisample-Stimme
auf die gleiche Weise
angeordnet werden, wie
Stimmen auf der Tastatur.
Die Samples können
innerhalb einer einzelnen Stimme nebeneinander, aber auch übereinander auf der Tastatur
angeordnet werden, um
Layer-Sounds zu erstellen.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Key Window-Seite
So schichten Sie Stimmen und Samples übereinander
Die Bereiche von zwei oder mehr Stimmen können sich überschneiden. In diesem Fall
können Sie alle einer Taste zugewiesenen Stimmen hören.
Nachfolgend sehen Sie diese Zuweisung noch einmal anders dargestellt.
STIMME 1 STIMME 2 STIMME 3 STIMME 4
So können Sie nach Position überblenden
Mit Hilfe dieser Technik können Sie die Grenze zwischen zwei angrenzenden Sounds
verdecken und zwischen Soundeffekten überblenden. Sie können die Stimme oder das
Sample mit Hilfe der Parameter zum Überblenden in Abhängigkeit von der Tastenposition ausblenden. Im nachfolgend abgebildeten Bildschirm umfasst der Überblendbereich zwischen den Stimmen 1 und 2 fünf Töne.
Wenn Sie auf dem Keyboard vom tiefen in den hohen Bereich spielen, wird beim
Durchqueren der Stimmbereiche die tiefere Stimme allmählich ausgeblendet, während
die hohe Stimme allmählich eingeblendet wird.
Wenn Sie möchten,
können Sie verschiedenen Gruppen Stimmen in
unterschiedlichen Layern
zuweisen. Durch Auswahl der Gruppennummer können Sie so alle
Stimmen in den jeweiligen Layern auswählen.
Sie können die Gruppennummer einer Stimme in
jedem Voice-Bildschirm
ändern.
STIMME 1 STIMME 2 STIMME 3 STIMME 4
E-MU Systems
87
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Key Window-Seite
Key Window-Parameter mit Hilfe von Werten definieren
Während Sie mit dem grafischen Interface die Key Window-Parameter ändern, werden
Sie feststellen, dass sich die Werte im Overview-Bereich am unteren Bildschirmrand
ebenfalls ändern.
Sie können die Key Window-Informationen auch hier ändern. Als Optionen sind High
und Low Notes sowie High und Low Fades verfügbar.
88
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Velocity Window-Registerseite
Velocity Window-Registerseite
Mit Hilfe des Fensters „Velocity“ können Sie die Lautstärke einer Stimme anschlagdynamisch steuern. Sie können diese Funktion verwenden, um anschlagdynamisch
zwischen Stimmen überzublenden oder umzuschalten. Angenommen, Sie verwenden
mehrere Samples (Stimmen) des selben Klaviertons, einmal sanft, einmal normal und
einmal hart angeschlagen. Mit Hilfe dieser Funktion können Sie die Anschlagdynamik
den drei Stimmen entsprechend einstellen und so das Anspracheverhalten des echten
Instruments reproduzieren.
Gruppe
Mute/Solo
Samplename
Wahl-Button
Richtung
Grafische Anzeige für anschlagdynamisches
Umschalten/Überblenden
So schalten Sie Stimmen mit Hilfe der Anschlagdynamik um
1. Wenn Sie anschlagdynamisch zwischen Stimmen umschalten möchten, müssen
Sie den Stimmen zunächst den gleichen Tastaturbereich zuweisen. Legen Sie im
Fenster für den Tastaturbereich den hohen und den tiefen Tastaturbereich für die
Stimmen so fest, dass sie sich vollständig überschneiden.
2. Wählen Sie, wie unten dargestellt, die Registerkarte „Velocity Window“. Standard-
mäßig wird beiden Stimmen der ganze Bereich der Anschlagdynamik von 0–127
zugewiesen.
3. Legen Sie für die einzelnen Stimmen jeweils eigene anschlagdynamische Bereiche fest.
(Im oben dargestellten Bildschirmbeispiel wird bei einem Wert zwischen 1 und 35
Stimme 1 gespielt, bei einem Wert zwischen 36 und 80 erklingt Stimme 2 und ab
einem Wert von 81 hören Sie Stimme 3.)
So überblenden Sie mit Hilfe der Anschlagdynamik zwischen Stimmen
1. Wenn Sie anschlagdynamisch zwischen Stimmen überblenden möchten, müssen
Sie den Stimmen zunächst den gleichen Tastaturbereich zuweisen. Legen Sie im
Fenster für den Tastaturbereich den hohen und den tiefen Tastaturbereich für die
Stimmen so fest, dass sie sich vollständig überschneiden.
2. Wählen Sie, wie oben dargestellt, die Registerkarte „Velocity Window“. Standard-
mäßig wird beiden Stimmen der ganze Bereich der Anschlagdynamik von 0–127
zugewiesen.
3. Legen Sie die Überblendparameter für die einzelnen Stimmen so fest, dass beim
Ausblenden der einen Stimme die andere Stimme eingeblendet wird.
4. Spielen Sie auf dem Keyboard und nehmen Sie eine Feinabstimmung der Über-
blendpunkte vor, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.
E-MU Systems
89
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Velocity Window-Registerseite
Velocity Window-Parameter mit Hilfe von Werten definieren
Während Sie mit dem grafischen Interface die Velocity Window-Parameter ändern,
werden Sie feststellen, dass sich die Werte im Overview-Bereich am unteren Bildschirmrand ebenfalls ändern.
Sie können die Velocity Window-Informationen auch hier ändern. Als Optionen sind
High und Low Notes sowie High und Low Fades verfügbar.
90
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Registerseite „Realtime Window“
Registerseite „Realtime Window“
Im Realtime-Fenster können Sie die Lautstärke einer Stimme mit Hilfe von EchtzeitControllern steuern, z. B. einem Modulationsrad, einem Pedal, einem LFO oder einem
Hüllkurvengenerator. Die Funktionen sind denen des Fensters für die Anschlagdynamik ähnlich, in diesem Fenster wird mit Hilfe eines Echtzeit-Controllers jedoch anstelle
der Anschlagdynamik die Lautstärke gesteuert.
Hinweis: Das Umschalten/Überblenden von Stimmen in Echtzeit geht von Natur
aus verschwenderisch mit der Polyphonie um, da Stimmenkanäle auch dann
zugewiesen sein müssen, wenn die Lautstärke einer Stimme auf 0 steht. (Da es sich
um einen Echtzeit-Regler handelt, kann sich die Lautstärke jederzeit ändern.) Wenn
Sie keine Pegeländerungen in Echtzeit benötigen, sollten Sie sich einmal über
”Keyboard CC Window” auf Seite 95 informieren. So können Sie zwischen
Gruppe
Mute/Solo
Samplename
Wahl-Button
Richtung
Grafische Anzeige für das Umschalten/
Überblenden in Echtzeit
zwei Stimmen in Echtzeit überblenden
1. Wenn Sie in Echzeit zwischen Stimmen überblenden möchten, müssen Sie den
Stimmen zunächst den gleichen Tastaturbereich zuweisen. Legen Sie im Fenster für
den Tastaturbereich den hohen und den tiefen Tastaturbereich für die Stimmen so
fest, dass sie sich vollständig überschneiden
.
Warnung: Sie
müssen zunächst
verstanden haben, wie
Stimmen ausgewählt und
Cords zugewiesen
werden, bevor Sie
versuchen, in Echtzeit
überzublenden.
Einrichten der Stimmen
2. Wählen Sie, wie oben dargestellt, die Registerseite „Realtime Window“. Standard-
mäßig wird beiden Stimmen der ganze Bereich von 0–127 zugewiesen.
3. Legen Sie die Überblendparameter für die einzelnen Stimmen so fest, dass beim
Ausblenden der einen Stimme die andere Stimme eingeblendet wird. Die Wiedergabe der Stimme 1 erfolgt mit voller Lautstärke, bis der Echtzeit-Controller einen
Wert von 16 erreicht hat. Dann beginnt das Ausblenden. Stimme 2 wird sofort eingeblendet und erreicht im Wertebereich von 100 bis 127 volle Lautstärke.
Zuweisen des Echtzeit-Controllers
4. Wählen Sie eine der überzublendenden Stimmen aus, indem Sie auf eine beliebige
Stelle der Stimmleiste klicken. Eine rote Umrandung zeigt an, dass die Stimme ausgewählt wurde.
5. Halten Sie jetzt die Strg-Taste gedrückt und wählen Sie die nächste Stimme für das
Überblenden aus, indem Sie auf die Stimme klicken. Beide Stimmen sollten jetzt
rot umrandet sein.
E-MU Systems
91
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Registerseite „Realtime Window“
6. Wenn beide Stimmen ausgewählt sind, wählen Sie aus dem Preset-Menü die
Option „Open Voices“ (Strg+Return) aus. Der Bildschirm für die Stimmbearbeitung wird angezeigt. Stellen Sie sicher, dass die beiden Stimmen im Abschnitt
„Voice Selector“ des Fensters ausgewählt sind.
7. Weisen Sie einen Echtzeit-Controller zu, um den Überblendvorgang steuern zu
können. Wählen Sie als Ziel „Amp Crossfade“ aus. Wählen Sie eine Modulationsquelle mit einem Wertebereich von 0–127 aus, z. B. „Aux Envelope+“, „LFO+“ oder
„MIDI A-P“. Legen Sie den Cord-Wert auf +127 fest.
8. Wenn Sie jetzt eine Taste drücken, sollten Sie die Überblendung in Echtzeit hören
können. Möglicherweise müssen Sie für die Feinabstimmung und zum Anpassen
der Überblendpunkte noch einmal zur Seite für die Echtzeit-Überblendung
zurückwechseln. Diese Einstellungen variieren in Abhängigkeit von den Sounds,
die übergeblendet werden sollen.
So können Sie zwischen Stimmen mit Hilfe der Random-Funktion
umschalten oder überblenden
In bestimmten Situationen, beispielsweise beim Erstellen eines Drumsets kann es sinnvoll
sein, zwischen mehreren Stimmen mithilfe der Random-Funktion umzuschalten. Bei
„Crossfade Random“ handelt es sich um eine Modifikationsquelle, die speziell für diese Art
von Situationen entwickelt wurde. Im Gegensatz zu anderen Random-Quellen generiert
„Crossfade Random“ einen Zufallswert für alle einer Taste zugewiesenen Stimmen.
1. Wenn Sie in Echtzeit zwischen Stimmen überblenden oder umschalten möchten,
müssen Sie den Stimmen zunächst den gleichen Tastaturbereich zuweisen. Legen
Sie im Fenster für den Tastaturbereich den hohen und den tiefen Tastaturbereich
für die Stimmen so fest, dass sie sich vollständig überschneiden.
Einrichten der Stimmen
2. Wählen Sie die Registerseite für das Realtime-Fenster aus.
3. Legen Sie, wie unten abgebildet, im Realtime-Fenster eine grundlegende Kreuzum-
schaltung fest. In diesem Beispiel werden zwei Stimmen verwendet. Dadurch wird
Stimme 1 aktiviert, wenn der Zufallswert im Bereich zwischen 0 und 63 liegt.
Stimme 2 wird bei einem Zufallswert zwischen 64 und 127 aktiviert..
Zuweisen des Echtzeit-Controllers
4. Wählen Sie die erste Stimme aus, indem Sie auf eine beliebige Stelle der Leiste kli-
cken. Eine rote Umrandung zeigt an, dass die Stimme ausgewählt wurde.
5. Halten Sie die Strg-Taste gedrückt und klicken Sie auf die nächste Stimme, um sie
auszuwählen. Beide Stimmen sollten jetzt rot umrandet sein.
6. Wenn beide Stimmen ausgewählt sind, wählen Sie aus dem Preset-Menü die
Option „Open Voices“ (Strg+Return) aus. Der Bildschirm für die Stimmbearbeitung wird angezeigt. Stellen Sie sicher, dass die beiden Stimmen im Abschnitt
„Voice Selector“ des Fensters ausgewählt sind.
7. Weisen Sie im Cords-Abschnitt „Crossfade Random“ als Modulationsquelle zu.
Wählen Sie als Ziel „Amp Crossfade“ aus. Setzen Sie den Wert für „Cord Amount“
auf +127.
Tipp: Sie können das
Umschalten mit Hilfe der
Random-Funktion mit
dem
anschlagdynamischen
Umschalten kombinieren,
um bei leichtem Anschlag
zufällig ausgewählte
Stimmen und bei
härterem Anschlag
vorher festgelegte
Stimmen verwenden zu
können.
8. Wenn Sie eine Taste drücken, werden die Stimmen 1 und 2 zufällig ausgewählt.
92
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Registerseite „Realtime Window“
Realtime Window-Parameter mit Hilfe von Werten definieren
Während Sie mit dem grafischen Interface die Realtime Window-Parameter ändern,
werden Sie feststellen, dass sich die Werte im Overview-Bereich am unteren Bildschirmrand ebenfalls ändern
Sie können die Realtime Window-Informationen auch hier ändern. Als Optionen sind
High und Low Notes sowie High und Low Fades verfügbar.
E-MU Systems
93
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Registerseiten „Continuous Controller Window“
Registerseiten „Continuous Controller Window“
In den CC-Fenstern (1-5) stehen Ihnen weitere Möglichkeiten zum Umschalten und
Überblenden von Stimmen mit Hilfe von MIDI Continuous Controller-Meldungen zur
Verfügung. Anders als bei den Funktionen des Realtime-Fensters, können die CCFunktionen zum Überblenden und Umschalten nur in Verbindung mit dem „Note
On“ Event verwendet werden. Ein kontinuierliches Umschwenken bei klingender Note
ist nicht möglich. Mit Hilfe dieser Steuerelemente können Sie beim Spielen zwischen
Stimmen umschalten und überblenden. Sie können die CC-Fenster verwenden, um
zwischen Drumsets zu wechseln oder Samples zur Akzentuierung einzubinden.
Die CC-Zuweisungen sind einfach zu bedienen, weil Sie das ganze Patch von diesem
Fenster aus erstellen können. Sie können auf die Liste der Steuerungsquellen zugreifen,
indem Sie auf den Button unter der Source-Spalte klicken. Sie können die Steuerungsquelle mit Hilfe folgender Optionen festlegen: „Mod Wheel“, „Pressure“, „Pedal“,
„MIDI A-P“, „Footswitch 1 & 2“, „Flip-Flop Footswitch 1 & 2“, „Thumbswitch“ und
„Flip-Flop Thumbswitch“, „Keyboard“, „Cycle 2-3-4 (Chan)“, „Cycle 2-3-4 (Key)“,
„Random“.
Gruppe
Mute/Solo
Samplename
Wahl-Button
Liste der Steuerungsquellen
Richtung
Grafische Anzeige für das Umschalten/
Überblenden in Echtzeit
So können Sie zwischen zwei Stimmen umschalten
1. Wenn Sie auf die beschriebene Art zwischen Stimmen umschalten möchten, müs-
sen Sie den Stimmen zunächst den gleichen Tastaturbereich zuweisen. Legen Sie
im Fenster für den Tastaturbereich den hohen und den tiefen Tastaturbereich für
die Stimmen so fest, dass sie sich vollständig überschneiden.
2. Legen Sie, wie oben abgebildet, in einem der CC-Fenster eine grundlegende Kreuz-
umschaltung fest. In diesem Beispiel werden zwei Stimmen verwendet. Dadurch
wird Stimme 1 aktiviert, wenn der CC-Wert im Bereich zwischen 0 und 63 liegt.
Stimme 2 wird bei einem CC-Wert zwischen 64 und 127 aktiviert.
3. Wählen Sie einen Controller aus der Liste aus. Wiederholen Sie diesen Schritt für
alle Stimmen, die beim Umschalten berücksichtigt werden sollen. Im obenstehenden Beispiel wird Stimme 1 aktiviert, wenn das Modulationsrad weniger als zur
Hälfte nach oben gedreht ist. Stimme 2 wird aktiviert, wenn das Modulationsrad
mehr als zur Hälfte nach oben gedreht ist
94
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Keyboard CC Window
Keyboard CC Window
Das Keyboard CC-Fenster ist eine großartige Performance-Funktion, die ein Umschalten von CC-Fenstern mit festgelegten Tasten Ihres MIDI-Controllers ermöglicht.
Beispiel: Sie können der Tastatur drei verschiedene Stimmen zuordnen, z. B. Piano,
Orgel und Bläsersektion, und die einzelnen Sounds mit den drei tiefsten Tasten des
Controllers wählen.
Wenn Sie die Keyboard-Option in der “CC Win” Liste wählen, können Sie mit einem
Abschnitt der Tastatur entscheiden, ob eine Stimme gespielt wird (vergleichbar mit Key
Win, Vel Win und anderen CC Wins).
Der zweite Teil der Funktion erscheint auf der Preset Globals-Seite. Indem Sie den“Key
CC Win” Button drücken und ein Keyboard Range-Feld einstellen, markieren Sie einen
Abschnitt der Tastatur, der als Steuertasten für das CC Window verwendet wird. Die
Tasten dieses Abschnitts erzeugen keine Töne.
Um das Beispiel aus dem ersten Absatz weiterzuführen, markieren Sie die drei tiefsten
Tasten des Controllers als Steuertasten, damit sie beim Anschlagen keine Töne erzeugen. Diese Tasten werden jetzt zum Wählen der verschiedenen Stimmen verwendet.
Nachdem Sie einen Keyboard CC Value-Bereich festgelegt haben, triggern diese Werte
keine Noten-Events auf diesem Kanal. Wenn Sie eine Taste in dem festgelegten Bereich
anschlagen, werden keine Stimmen (keine Klänge) abgespielt. Nachdem Sie die Taste
in dem festgelegten Bereich gedrückt haben, wird diese Taste zum aktuellen Keyboard
CC Win-Wert. Sie müssen die Note nicht aushalten. Sobald Sie eine andere Taste in
dem festgelegten Bereich drücken, wird ein neuer Keyboard CC Win-Wert eingestellt.
Wenn das Preset gewählt wird, ist Keyboard CC Win Key auf die tiefste Steuertaste voreingestellt. Sie müssen keine Steuertaste drücken, um Klänge zu hören.
Wenn Sie mit dem Emulator X File Converter Ihre Gigasampler-Dateien zu EXBDateien konvertieren, wird “Keyboard Dimension” zu einem „Keyboard CC Win“ konvertiert. Die Parameter “Dimension Key Start” und “Dimension Key End” von Gigasampler werden in “Keyboard CC Win Key Start” und “Keyboard CC Win Key End”
übersetzt. Diese Werte erscheinen in dem Dialog, der diese Werte verwaltet. Jeder Keyboard Dimension Split wird beim Konvertieren zu einem Keyboard CC Win einer Taste
zugewiesen.
Preset mittels Keyboard CC Window programmieren
Für dieses Beispiel benutzen wir Preset 000:010 And Voice aus der Proteus X Composer-Bank. Bei diesem Preset sind zwei verschiedene Sounds, Piano und Voices, als
Layer über den gleichen Tastaturbereich verteilt. Sie könnten auch jedes andere Preset
mit geschichteten Stimmen verwenden.
1. Laden Sie die Proteus X Composer (oder Proteus Composer) Bank.
Reservieren Sie die Steuertasten.
2. Wählen Sie das Preset 000:010 And Voice aus der Baumstruktur. Es erscheint die
Preset Globals-Seite.
3. Klicken Sie auf den Key CC Win Button (in der oberen linken Ecke des Bild-
schirms).
4. Stellen Sie die Bereichstasten für Low und High auf die beiden tiefsten weißen
Tasten Ihrer Tastatur ein. (Tipp: Wählen Sie das Key-Feld. Halten Sie Strg + Alt
gedrückt und schlagen Sie die gewünschte Taste auf der Tastatur an.)
E-MU Systems
95
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Keyboard CC Window
CC Window einstellen.
5. Öffnen Sie die Voices and Zones-Seite von And Voice.
6. Klicken Sie auf den CC Win 1-Button.
7. Klicken Sie für jede Stimme auf den Assign-Button und wählen Sie Keyboard.
8. Stellen Sie die High and Low-Tasten bei Stimme 1 auf die tiefste Taste Ihrer
Tastatur ein. (Ändern Sie die Fade-Felder nicht.)
9. Stellen Sie die High and Low-Tasten bei Stimme 2 auf die zweittiefste weiße Taste
ein.
10. Spielen Sie auf der Tastatur. Um „Piano“ zu wählen, drücken Sie die tiefste Taste der
Tastatur. Um „Voices“ zu wählen, drücken Sie die zweittiefste Taste der Tastatur.
11. Bonus-Schritt: Sie können mit der schwarzen Taste zwischen den weißen Trigger-
Tasten auch beide Stimmen erklingen lassen. Erweitern Sie den High CC-Bereich
von Stimme 1 um einen 1/2 Schritt nach oben. Erweitern Sie den Low CC-Bereich
von Stimme 2 um einen 1/2 Schritt nach oben. Wenn Sie jetzt die erhöhte Note
anschlagen, erklingen beide Stimmen.
Cycle Groups
Die Cycle Group-Ziele wenden wechselnde (oder zufallsgesteuerte) Eingangs-Controller auf das CC Window an. Da die generierten Werte als Quellen für die CC Windows
dienen, sind komplexe Kreuzblenden und Kreuzumschaltungen möglich.
Diese Funktion ist sehr aufregend, denn sie bietet realistischere und natürlicher klingende Presets, als dies bisher mit einem Sampler möglich war. Wenn Sie beispielsweise
in einem Musikstück immer das gleiche Snare-Sample hören, fällt es deutlich auf, dass
hier ein Sampler und kein echter Drummer spielt. Wenn man jedoch zwischen drei
oder vier ähnlichen, aber nicht identischen Snare-Samples wechselt, gewinnt die Musik
dramatisch an Realismus. Bläser- und Streicher-Samples profitieren auch sehr stark von
Cycle Groups.
Im einfachsten Fall können Sie mit dieser Funktion bei jedem Tastenanschlag zwischen
zwei verschiedenen Stimmen wechseln (Cycle 2-Key). Beim ersten Tastenanschlag wird
der Wert 0 erzeugt. Beim nächsten Anschlagen der gleichen Taste wird der Wert 127
erzeugt, dann wieder 0-127-0-127 etc. Diese Werte dienen als Steuerungsquellen für
das CC Window und bestimmen, welche Stimme erklingt. Cycle 3- und Cycle 4-Gruppen reihen jeweils drei und vier Werte aneinander.
Channel Cycle Groups Wechseln jedes Mal den Wert, wenn eine Note auf dem
MIDI-Kanal gespielt wird.
Key Cycle Groups
Wechseln jedes Mal den Wert, wenn eine Note mit der
gleichen Taste gespielt wird.
• Random . . . . . . . . . . . . Bei einem Note-On Event wird pro Kanal ein zufälliger Wert
zwischen 0 und 127 als Quelle für das CC Window erzeugt.
• Cycle 2 (Channel) . . . . Jedes Mal wenn ein Noten-Event auf dem Kanal auftritt,
wird ein Wert von 0 oder 127 erzeugt. Die beiden Zahlen
wechseln sich hierbei ab. Dieser Wert dient als Quelle für
das CC Window.
• Cycle 3 (Channel) . . . . Jedes Mal wenn ein Noten-Event auf dem Kanal auftritt,
wird ein Wert von 0, 64 oder 127 erzeugt. Hierbei wird der
erzeugte Wert mit jedem neuen Noten-Event auf dem Kanal
zyklisch gewechselt. Dieser Wert dient als Quelle für das CC
Window.
96
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Keyboard CC Window
• Cycle 4 (Channel) . . . . Jedes Mal wenn ein Noten-Event auf dem Kanal auftritt,
wird ein Wert von 0, 42, 85 oder 127 erzeugt. Hierbei wird
der erzeugte Wert mit jedem neuen Noten-Event auf dem
Kanal zyklisch gewechselt. Dieser Wert dient als Quelle für
das CC Window.
• Cycle 2 (Key) . . . . . . . . Jedes Mal wenn ein Noten-Event auf der Taste auftritt, wird
ein Wert von 0 oder 127 erzeugt. Die beiden Zahlen wechseln sich hierbei ab. Dieser Wert dient als Quelle für das CC
Window.
• Cycle 3 (Key) . . . . . . . . Jedes Mal wenn ein Noten-Event auf der Taste auftritt, wird
ein Wert von 0, 64 oder 127 erzeugt. Hierbei wird der
erzeugte Wert mit jedem neuen Noten-Event auf der Taste
zyklisch gewechselt. Dieser Wert dient als Quelle für das CC
Window.
• Cycle 4 (Key) . . . . . . . . Jedes Mal wenn ein Noten-Event auf der Taste auftritt, wird
ein Wert von 0, 42, 85 oder 127 erzeugt. Hierbei wird der
erzeugte Wert mit jedem neuen Noten-Event auf der Taste
zyklisch gewechselt. Dieser Wert dient als Quelle für das CC
Window.
Cycle Groups einrichten
Dieses einfache Beispiel soll Ihnen zeigen, wie Cycle-Gruppen eingerichtet werden. Zur
Vorbereitung laden Sie die Proteus X Composer-Bank, öffnen den Presets-Ordner und
wählen Preset 000:035 Fing&Harms aus der Baumstruktur.
1. Erweitern Sie das Preset in der Baumstruktur, indem Sie auf das + Symbol neben
dem Keyboard-Symbol klicken.
2. Klicken Sie auf Voices and Zones. Es erscheint das Key Window mit zwei Stimmen
(HardFinger A#0 und BassHarm G4).
3. Erweitern Sie für beide Stimmen den Tastaturbereich, damit er sich über die
gesamte Tastatur erstreckt (Balken ziehen).
4. Wählen Sie dann für jede Stimme neue Samples. (Klicken Sie auf den Sample-But-
ton und wählen Sie ein neues Sample). Sie können zwei beliebige Samples wählen,
solange diese sich deutlich voneinander unterscheiden.
5. Klicken Sie auf den CC Win1 Button. Es erscheint das Continuous Controller
Window 1.
6. Klicken Sie für jede Stimme auf die Assign-Buttons und wählen Sie Cycle 2 (Key).
7. Stellen Sie den CC Window-Bereich für Stimme 1 ein, indem Sie das rechte Ende
des Balkens von Voice 1 nach links ziehen. Es spielt keine Rolle, wie weit Sie ihn
ziehen, solange der Wert 127 nicht eingeschlossen wird.
8. Stellen Sie den CC Window-Bereich für Stimme 2 ein, indem Sie das linke Ende des
Balkens von Voice 2 nach rechts ziehen. Es spielt keine Rolle, wie weit Sie ihn ziehen, solange der Wert 0 nicht eingeschlossen wird.
9. Spielen Sie auf der Tastatur. Die Stimmen wechseln jedes Mal, wenn Sie die gleiche
Taste anschlagen.
E-MU Systems
97
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Keyboard CC Window
10. Wählen Sie für jede Stimme die Option Cycle 2 (Channel). Jetzt wechseln die
Stimmen jedes Mal, wenn Sie eine neue Taste auf dem Kanal anschlagen, gleichgültig welche Taste Sie anschlagen.
Cycle 2 (Key)
0
127
Die CC Range-Einstellung
bestimmt, welche
Stimme erklingt.
Voice 1
Voice 2
CC Win Wert =
0 - 127 - 0 - 127...
Cycle 2 (Key):
Erzeugt bei jedem
Tastendruck alternierende
Werte von 0 & 127
Bei der Cycle 2 (Key) Gruppe können Sie durch Anschlagen der gleichen Taste zwischen zwei Stimmen wechseln.
Cycle 3 Crossfading
Das nächste Beispiel demonstriert den Cycle 3-Modus und die Crossfade-Fähigkeiten
des CC Windows. Beim ersten Tastenanschlag erklingt Voice 1. Beim erneuten Anschlagen der gleichen Taste erklingt eine 50-50 Mischung beider Stimmen. Beim dritten
Anschlagen der gleichen Taste erklingt Voice 2. Beim nächsten Tastenanschlag erklingt
wieder Voice 1 und der Zyklus wiederholt sich.
11. Stellen Sie Voice 1 und Voice 2 auf Cycle 3 (Key) ein.
Tipp: Sparen Sie
Polyphonie, indem Sie
Stimmen nicht mittels
Crossfade, sondern
mittels Crossswitching
wechseln.
12. Erstellen Sie in Voice 1 eine Überblendung wie in der Abbildung unten. Klicken
Sie bei gedrückter Alt-Taste auf das rechte Balkenende, ziehen Sie es nach rechts
und dann ganz nach links.
13. Erstellen Sie in Voice 2 eine Überblendung wie in der Abbildung unten.
98
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Keyboard CC Window
14. Schlagen Sie wiederholt eine einzelne Taste an und achten Sie darauf, wie die
Stimmen sich zyklisch abwechseln. Die Rotations-Reihenfolge wird bei allen
Tasten beibehalten.
Cycle 3 (Key)
0
64
127
Voice 1
Voice 2
CC Win Wert =
0 - 64 - 127 - 0 ...
Cycle 3 (Key):
Erzeugt bei jedem
Tastenanschlag rotierende
Werte von 0 - 64 - 127
1. Tastenanschlag = Voice 1
2. Tastenanschlag = Voice 1 & 2
(50-50 Mischung)
3. Tastenanschlag = Voice 2
4. Tastenanschlag = Voice 1
Cycle 3 (Channel)
15. Ordnen Sie beide Stimmen der Option Cycle 3 (Channel) zu.
16. Spielen Sie auf dem Keyboard. Die Stimmen wechseln sich jetzt zyklisch ab –
ungeachtet der angeschlagenen Taste. Jede beliebige Taste auf dem aktuellen MIDIKanal rückt den Zyklus schrittweise vor.
Random Mix
17. Ordnen Sie beide Stimmen der Option Random zu.
18. Spielen Sie auf dem Keyboard. Jetzt ist die Mischung der beiden Stimmen völlig
zufällig.
19. Sie können die Zufallssteuerung „gewichten“, indem Sie die Crossfade-Punkte
einstellen. Wenn beispielsweise Stimme 1 dominant sein soll, stellen Sie die
Überblendung der Stimme so ein, dass der Großteil des Balkens massiv ist. Auf
diese Weise sind die Chancen für Stimme 1 größer, bei voller Lautstärke gespielt zu
werden.
E-MU Systems
99
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Keyboard CC Window
CC Window-Parameter mit Hilfe von Werten definieren
Während Sie mit dem grafischen Interface die CC Window-Parameter ändern, werden
Sie feststellen, dass sich die Werte im Overview-Bereich am unteren Bildschirmrand
ebenfalls ändern.
Sie können die CC Window-Informationen auch hier ändern. Als Optionen sind High
und Low Notes sowie High und Low Fades verfügbar.
100
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Region-Registerseite
Region-Registerseite
Im Region-Fenster können Sie bestimmen, welcher Teil eines Samples abgespielt wird,
indem Sie u. a. den Anfang und das Ende eines Samples nicht-destruktiv zuschneiden.
• Als einfachste Einsatzmöglichkeit können Sie die Start- und End-Punkte eines
Samples neu definieren.
• Auf der Region-Seite können Sie Sample-Informationen, wie Bars, Beats und
Loops, ablesen.
• Sie können Bereiche bestimmen, die in einem Loop vorwärts oder rückwärts
abgespielt werden.
Beim Loopen können Sie Beat-, Note- und Loop-Marken ablesen und Bereiche auf
diese einrasten. So können Sie Teile eines Samples auf ähnliche Weise wie mit TwistaLoop loopen. Der Unterschied hier ist: Wenn mehrere Stimmen das gleiche Sample
verwenden, können Sie die einzelnen Stimmen so einstellen, dass sie einen anderen
Abschnitt (z. B. einen Loop) des gleichen Samples spielen.
Gewählte Bereiche
Region-Parameter
Bar/Beat/LoopMarken
Gewähltes Sample
Lineal
(im Format Bar:Beats)
Aktuelles Sample
Empfindlichkeit und Beats/
Prozentsatz
Sample Zoom- und
Scroll-Regler
Wenn Sie eine Stimme oder ein Sample in einer Multisample-Stimme wählen, wird das
Sample am unteren Bildschirmrand angezeigt. Als Voreinstellung ist das gesamte
Sample als Bereich definiert. Der gewählte Bereich wird rosa dargestellt.
E-MU Systems
101
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Region-Registerseite
Bereich erstellen oder editieren
Das Erstellen oder Editieren eines Bereichs ist sehr einfach. Hiefür gibt es drei Möglichkeiten:
• Im Display-Bereich klicken und ziehen.
Tipp: Um den ganzen Bereich zu wählen,
halten Sie Alt gedrückt
und klicken auf den
Sample Region-Bereichsbalken. Dadurch wird die
Voreinstellung ALL wiederhergestellt.
Klicken und ziehen
• Die Selektions-Balken neben jeder Stimme oder Sample-Zone verwenden.
• Die Informationen manuell in Sample-Werten eingeben.
Bereichsanfang und -ende (in Samples)
Region View-Regler
Sample Zoom- und Scroll-Regler
Mit den Zoom In und Zoom Out-Buttons können Sie sich das Sample näher anschauen.
Mit dem Scroll-Regler können Sie vorwärts und rückwärts scrollen.
Scroll-Regler
Zoom In und Out
Sensitivity
Die Sensitivity-Einstellung bestimmt, mit welcher Auflösung Noten-Marken angezeigt
werden. Sie können die Empfindlichkeit in Prozentwerten von 0 bis 100 einstellen:
Oder Sie können auf den Beats-Button klicken und die Empfindlichkeit im Bereich von
8-taktigen Intervallen (8/1) bis Sechszehntelnoten-Intervallen (1/16) einstellen:
102
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Region-Registerseite
Wenn Sie beispielsweise Sensitivity auf 1/8 einstellen, fallen Noten-Marken auf Notenanfänge, die in der Nähe von Achtelnoten liegen. Entsprechend können Sie Sensitivity
auf 1/16 setzen, damit Noten-Marken die Notenanfänge in der Nähe von Sechszehntelnoten finden.
• Der Buchstabe “t” neben einer Sensitivity-Einstellung zeigt Triolen an.
• Der Buchstabe “d” neben einer Sensitivity-Einstellung zeigt Duolen an.
Snap-Einstellungen und Marken
Wenn Sie einen Bereich mit der Maus definieren, rasten die Start- und Endpunkte des
Bereichs – abhängig von den Ansicht-Einstellungen – entweder auf Samples, LoopMarken oder Beat- und Noten-Marken ein.
Wenn Sie keine Marken sehen, rastet die Bereichswahl nicht ein. Sind Marken
vorhanden, rastet die Bereichswahl auf die jeweils vorhandenen Marken ein.
View Beat
Markers
Klicken Sie in der Symbolleiste auf
, um zwischen Beat-Marken umzuschalten. Ist diese
Ansicht aktiviert, rastet die Bereichswahl auf BeatMarken ein.
View Note
Markers
Klicken Sie in der Symbolleiste auf
, um die
Noten-Marken zu sehen. Ist diese Ansicht aktiviert,
rastet die Bereichswahl auf Noten-Marken ein.
View Loop
Markers
Klicken Sie in der Symbolleiste auf
, um zwischen Loop-Marken umzuschalten. Ist diese
Ansicht aktiviert, rastet die Bereichswahl auf LoopMarken ein.
Sie können einen Bereich auch mit den Sample Region-Balken rechts neben jedem
Sample wählen. Dieses Wahlverfahren rastet nicht ein. Klicken und ziehen Sie den
rechten oder linken Rand des Balkens, um den Anfang oder das Ende des Bereichs zu
ändern. Klicken und ziehen Sie die Mitte des Balkens, um den gesamten Bereich vorwärts oder rückwärts zu verschieben.
Region Explode
Diese Option erstellt neue Stimmen aus dem Bereich zwischen jeder sichtbaren NotenMarke in der gewählten Region. Die neuen Stimmen werden entweder aufeinanderfolgenden chromatischen oder weißen Tasten zugewiesen.
Man kann nur eine Einzel-Sample-Zone erweitern und die zu erweiternde Region muss
Noten-Marken enthalten.
Region erweitern
1. Wählen Sie die Stimme, deren Region Sie mittels Explode erweitern möchten.
2. Wählen Sie die gewünschte Empfindlichkeit. Sie bestimmt die Länge der einzelnen
Segmente, in die die Region unterteilt wird. Merke: Die Region wird anhand der
Anzahl der sichtbaren Noten-Marken unterteilt.
E-MU Systems
103
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Region-Registerseite
3. Wählen Sie im Preset-Menü (oder durch
Rechtsklick auf die Region) die Option
Region Explode. Es erscheint folgende
Dialogbox:
4. Wählen Sie aus dem Dropdown-Menü
"Placement", wie die neuen Stimmen
zugewiesen werden sollen:
• White Keys weist alle Stimmen
aufeinanderfolgenden weißen Tasten zu - beginnend mit der im Start-Feld gewählten Taste.
• Chromatic weist alle Stimmen aufeinanderfolgenden chromatischen Tasten zu
- beginnend mit der im Start-Feld gewählten Taste.
5. Wählen Sie unter Start die tiefste Taste, mit der die Zuordnung beginnen soll.
6. Klicken Sie auf OK.
Sie haben jetzt neue Stimmen erstellt, die alle das gleiche Sample, aber unterschiedliche Regionen verwenden. Dies könnte wie folgt aussehen:
Weitere Infos über Bereiche
Wenn ein Sample Loops enthält und Sie einen Bereich wählen, werden diese Loops
nicht außer Kraft gesetzt. Durch die Wahl eines Bereichs bestimmen Sie nur, welcher
Teil eines Samples abgespielt werden darf.
Wenn Sie allerdings einen Bereich wählen, der einen Teil eines Loops, z. B. den Startoder End-Punkt, ausschließt, wird dieser Loop nicht wiederholt.
104
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Details-Registerseite
Details-Registerseite
Gruppe
Mute/Solo
Samplename
Wahl-Button
Richtung
Originaltaste
Key Win-Parameter
Mix/Tune-Parameter
Auf der Details-Seite können Sie in Zeilen fast alle Voices and Zones-Informationen
für alle Stimmen auf einmal sehen. Für jede Stimme können Sie von links nach rechts
die Spalten Group, Sample, Direction, Key Win, Original Key, Volume, Pan, Transpose,
Coarse Tune und Fine Tune sehen und editieren.
Tipps zur Verwendung der Details-Seite:
• Während die Mix/Tune-, Key Window- und Velocity Window-Seiten grafische
Anzeigen von Einstellungen, wie Volume und Pan, liefern, können Sie auf der
Details-Seite sehr präzise Einstellungen vornehmen.
• Auf der Details-Seite kann man sehr exakt relative Änderungen vornehmen.
Wählen Sie probeweise mehrere Stimmen und ändern Sie einen Wert mit den
Buttons. Die Werte aller gewählten Stimmen ändern sich auf relative Weise.
Wenn Sie präzise Einstellungen an mehreren gewählten Objekten vornehmen,
lässt sich eine bessere Körnung (Granularität) erzielen.
E-MU Systems
105
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Dienstprogramme von „Voice & Sample Zone“
Dienstprogramme von „Voice & Sample Zone“
Diese Dienstprogramme sind für das Erstellen und Bearbeiten von Proteus X-Stimmen
von unschätzbarem Wert. Die Dienstprogramme von „Voice and Sample Zone“
befinden sich im Preset-Menü.
Open Voices
Mit Hilfe dieser Funktion wird das Stimmbearbeitungsfenster
für die aktuell ausgewählte(n) Stimme(n) geöffnet.
New Voice
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie dem Preset eine neue,
leere Stimme hinzufügen. Sie benötigen diese Funktion,
wenn Sie Presets vollständig neu erstellen oder einem
bestehenden Preset eine Stimme hinzufügen möchten.
Delete Voices
Mit Hilfe dieser Funktion wird die ausgewählte Stimme, nicht
jedoch die Samples, gelöscht.
Duplicate Voices
Mit Hilfe dieser Funktion wird eine Kopie der Stimme, nicht
jedoch der Samples, erstellt.
Combine Voices
Mit Hilfe dieser Funktion werden alle ausgewählten Stimmen kombiniert und in einer
Multisample-Stimme zusammengefasst. Die Programmierung der Synthesizer-Ebene
der ersten Stimme wird für die neue Stimme verwendet. Jede weitere, der anderen
Stimme zugewiesene Programmierung der Synthesizer-Ebene geht verloren..
Voice 1
Voice 2
Voice 3
Voice 4
Vorher -
COMBINE
Voice 01
Nachher Sample 01
Sample 02
Sample 03
Sample 04
Expand Voice
Diese Funktion spaltet die ausgewählte Multisample-Stimme auf und erstellt für jedes
Sample eine einzelne Stimme. Die Stimmverarbeitungsinformation der übergeordneten Stimme wird für jede neu erstellte Stimme dupliziert.
106
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Dienstprogramme von „Voice & Sample Zone“
Sample 04
Sample 03
Sample 02
Sample 01
Vorher -
Voice 01
EXPAND
Nachher Voice 1
Voice 2
Voice 3
Voice 4
New Sample Zone
Mit Hilfe dieser Funktion wird in der aktuell ausgewählten Stimme eine neue SampleZone erstellt. Wenn Sie diesen Vorgang für eine einzelne Sample-Stimme ausführen,
wird die Stimme in ein Multisample umgewandelt.
Delete Sample Zones
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie die aktuell ausgewählten Sample-Zonen aus der
Stimme löschen.
Duplicate Sample Zones
Mit Hilfe dieser Funktion wird eine Kopie der aktuell ausgewählten Sample-Zonen,
nicht jedoch der Samples, erstellt.
Sort Voices
Sie können Stimmen nach folgenden Kriterien sortieren: Sample Number, Sample
Name, Low Key, High Key, Original Key, Volume, Pan oder Group.
Sort Zones
Sie können eine Zone nach folgenden Kriterien sortieren: Sample Number, Sample
Name, Low Key, High Key, Original Key, Volume oder Pan.
New Group
Fügt alle gewählten Stimmen einer neuen Gruppe hinzu.
Select Group
Wählt alle Stimmen, die die gleiche Gruppen-Nummer wie die momentan gewählte
Stimme besitzen. Beispiel: Wenn die gewählte Stimme ein Mitglied von Gruppe 3 ist,
wählt der Select Group 3-Befehl alle anderen Stimmen in Gruppe 3. Dieser Befehl ist
nicht verfügbar, wenn Sie mehrere Stimmen aus mehreren Gruppen gewählt haben.
Clear All Solos and Mutes
Hebt die Stumm- und Solo-Schaltung aller Stimmen und Zonen auf.
E-MU Systems
107
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Funktionen des Bearbeitungsmenüs – Ausschneiden, Kopieren und Einfügen
Funktionen des Bearbeitungsmenüs –
Ausschneiden, Kopieren und Einfügen
Wenn Sie mit „Voice and Sample Zone“ arbeiten, können Sie die Standardfunktionen
zum Ausschneiden, Kopieren und Einfügen verwenden. Sie können einzelne oder
mehrere Stimmen auswählen und diese innerhalb einer Bank oder zwischen verschiedenen Banken verschieben oder neu anordnen. Das vereinfacht das Erstellen oder Verändern von benutzerdefinierten Presets und Banken.
Es ist nicht möglich,
Stimmen auf dem
Desktop oder außerhalb
einer Bank einzufügen.
So können Sie Stimmen kopieren und einfügen
1. Wählen Sie die zu kopierenden Stimmen aus. (Halten Sie die Umschalt-Taste
gedrückt, um zusammenhängende Stimmen auszuwählen.)
2. Wählen Sie aus dem Edit-Menü die Option „Copy“ aus.
3. Öffnen Sie ein neues Preset, wenn Sie den Einfügevorgang zwischen verschie-
denen Stimmen vornehmen möchten.
4. Wählen Sie die Seite „Voices and Samples“ aus.
5. Wählen Sie aus dem Edit-Menü die Option „Paste“ aus. Das folgende Dialogfeld
wird angezeigt.
6. Sie können auswählen, ob Sie die Stimme(n) vor oder nach der aktuell ausgewähl-
ten Stimme einfügen oder mit einer festgelegten Stimmnummer beginnen. Mit
Hilfe dieser Funktion können Sie Stimmen nach Belieben neu anordnen.
7. Klicken Sie auf „OK“, um die Stimme einzufügen, oder auf „Cancel“, um den
Vorgang abzubrechen.
108
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Links
Links
Mit Hilfe von Links können Sie zusätzliche Presets in der Bank aufrufen und schnell
und einfach Tastatur-Layers oder -Splits erstellen. Verknüpfte Presets werden durch die
Verknüpfung mit einem anderen Preset nicht verändert, sie werden einfach abgespielt.
Tastenbereich
Preset 1
Preset 2
Mit Links ein Layer aus zwei Presets erstellen
Preset 1
Tastenbereich
Preset 2
Tastenbereich
Mit Links ein Tastatur-Split erstellen
Eine Art, neue Presets zu erstellen, besteht darin, verschiedene andere Presets mit
einem leeren Preset zu verknüpfen. Sie können für jedes verknüpfte Preset einen
eigenen Bereich für Tastatur, Anschlagdynamik, Continuous Controller-Zuweisungen,
Volume, Pan-Position und Stimmungen festlegen.
So greifen Sie auf das Link-Fenster zu
1. Wählen Sie die Registerkarte „Sampler“ aus der Baumstruktur.
2. Öffnen Sie den Presets-Ordner, indem Sie auf das danebenstehende Pluszeichen
(+) klicken.
3. Wählen Sie ein Preset aus oder erstellen Sie ein neues Preset („Presets“ > „New
Preset“).
4. Öffnen Sie das Preset, indem Sie auf das neben dem Preset-Symbol angezeigte
Pluszeichen (+) klicken.
5. Unterhalb des Preset-Symbols werden drei Untersymbole angezeigt. Klicken Sie auf
das Symbol „Links“. Das Link-Fenster wird geöffnet.
6. Wählen Sie die Optionen „Links“ > „New“, um einen neuen Link hinzuzufügen.
7. Das Fenster „Mix/Tune“ wird angezeigt. Klicken Sie auf die Registerkarten am
oberen Fensterrand, um die verschiedenen Link-Fenster aufzurufen.
E-MU Systems
Tipp: Sie können auch
einen neuen Link erstellen,
indem Sie in der Link-Seite
ein Preset auf das PresetFeld ziehen, und es dort
ablegen.
109
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Links
Link-Dienstprogramme
Sie können aus dem Hauptmenü heraus auf diese vier Optionen zugreifen.
New Link
Zum Erstellen eines neuen Links.
Delete Links
Zum Löschen des/der ausgewählten Links.
Duplicate Links
Zum Duplizieren des/der ausgewählten Links.
Subsume Links
Fügt alle Stimmen aus allen Links dem aktuellen Preset hinzu und
entfernt die Links.
So können Sie problemlos ein großes gestapeltes Preset erstellen
Wenn Sie zwei oder
mehr Presets koppeln,
werden die Preset-Effekte
der gekoppelten Presets
ignoriert. Die gekoppelten Presets werden durch
die Effekte des Haupt-Presets geleitet.
1. Laden Sie eine beliebige Bank mit Presets.
2. Klicken Sie in der Baumstruktur auf der Registerkarte „Sampler“ auf den Presets-
Ordner.
3. Wählen Sie die Optionen „Preset“ > „New Preset“, um ein neues, leeres Preset zu
erstellen. In der Baumstruktur wird „Blank Preset“ angezeigt. (Am unteren Ende
der Liste.)
4. Weisen Sie dem neuen Preset einen Namen zu, und doppelklicken Sie auf das
Pluszeichen, um das Preset zu öffnen. Die Ebenen „Voices & Zones“, „Links“ und
„Voice Processing“ werden angezeigt.
5. Klicken Sie auf das Symbol „Links“. Das Link-Fenster wird angezeigt.
6. Wählen Sie die Optionen „Links“ > „New Link“, um einen neuen leeren Link zu
erstellen.
7. Klicken Sie auf die rechts neben dem Preset-Feld angezeigte Preset-Schaltfläche.
Ein Popup-Menü wird aufgerufen.
8. Wählen Sie ein Preset aus.
9. Wiederholen Sie die Schritte 6 und 7, bis die gewünschte Stapelstärke erreicht ist.
Subsuming Links
Wenn Sie alle Stimmen Ihrer Links dem aktuellen Preset hinzufügen möchten, verwenden Sie den Subsume Links-Befehl. Dadurch werden alle Stimmen der verknüpften
Presets dem aktuellen Preset hinzugefügt und die Links entfernt.
Bei Stimmen mit nur einem Sample werden durch den Subsume-Befehl nur Stimmen
hinzugefügt, die in dem mit dem Links Key Window definierten Bereich liegen. Wenn
eine Stimme völlig aus dem im Links Key Window definierten Bereich herausfällt, wird
sie beim Zusammenfassen der Links entfernt.
Bei Multisample-Stimmen werden alle Samples, deren Stimme in dem mit Links Key
Window definierten Bereich liegt, ins Preset übernommen, auch wenn das Sample
selbst einer Position zugewiesen ist, die außerhalb des Links Key Window-Bereichs
liegt.
110
Proteus X2 Bedienungshandbuch
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Links
Fenster „Mix/Tune“
In diesem Fenster können Sie die Lautstärke, Pan-Position, Transponierung und Feinstimmung für das verknüpfte Preset festlegen.
Volume
Funktion zum Anpassen der Lautstärke des verknüpften Presets.
Pan
Funktion zum Anpassen der Stereo-Pan-Position des verknüpften Presets.
Transpose
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie das verknüpfte Preset transponieren,
indem Sie die Tastatur-Position verschieben. (Siehe Seite 115)
Fine Tune
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie die Stimmung des verknüpften Presets
um ±100 Cents verändern. (1 Halbton)
Fenster „Key“
Die Funktion des Fensters für die Zuweisung des Tastaturbereichs gleicht der des entsprechenden Fensters im Abschnitt „Voices and Zones“ (Seite 85). Hier können Sie den
Tastaturbereich für die einzelnen verknüpften Presets festlegen.
verknüpftes Preset
Wahl- Button
Tasten-Position
Tiefe & hohe Taste, Überblendungen
Grafische Anzeige des
Tastaturbereichs
Fenster „Velocity“
Die Funktion des Fensters für die Festlegung der Anschlagdynamik gleicht der des entsprechenden Fensters im Abschnitt „Voices and Zones“ (Seite 89). Hier können Sie den
Bereich für die Anschlagdynamik der einzelnen verknüpften Presets festlegen. Im nachfolgenden Beispiel sind die Presets so eingestellt, dass bei stärkerem Anschlag von Link
1 zu Link 2 überblendet wird.
verknüpfte Presets
Wahl-Button
E-MU Systems
Bereich der Anschlagdynamik
Tiefe & hohe Anschlagdynamik,
Überblendungen
Grafische Anzeige des Bereichs
der Anschlagdynamik
111
5 - Stimmen & Sample-Zonen
Links
Fenster „CC“
Die Funktion des CC- oder Continuous Controller-Fensters gleicht der des entsprechenden Fensters im Abschnitt „Voices and Zones“ (Seite 94). Hier können Sie die
Bereiche für die einzelnen verknüpften Presets festlegen, die Continuous Controller
verwenden. Im nachstehenden Beispiel sind die Presets so eingestellt, dass von Link 1
auf Link 2 umgeschaltet wird, wenn der Wert für das Modulationsrad höher ist als 63.
Die CC-Werte werden zum Zeitpunkt des Steuerbefehls „Note On“ erfasst.
verknüpfte Presets
Wahl-Button
112
Continuous
Controller
CC-Bereich
Tiefer & hoher Bereich,
Überblendungen
Grafische Anzeige des
Contoller-Bereichs
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
Vereinfachter Signalweg von Proteus X
6 – Stimmbearbeitung
Die Stimmbearbeitung umfasst herkömmliche Synthesizer-Steuerelemente wie die
Hüllkurvenänderung für Amplituden und Filter sowie Modulationsparameter. Wenn
mehrere Stimmen ausgewählt sind, wirken sich Änderungen der Parameter auf alle
ausgewählten Stimmen aus (z. B. wird eine Einstellung des Filter-Cutoffs auf 50 auf alle
ausgewählten Stimmen angewendet). Sie können auf die Parameter zur Stimmbearbeitung zugreifen, indem Sie in der Baumstruktur auf das Symbol „Voice Processing“
klicken.
So wählen Sie mehrere Stimmen aus
• Weisen Sie Gruppen auf der Seite „Voices and Zones“ die gewünschten Stimmen
zu, und wählen Sie die Gruppe anschließend aus.
• Wählen Sie die gewünschten Stimmen auf der Seite „Voices and Zones“ aus.
• Halten Sie die Tasten Strg+Alt gedrückt und spielen Sie auf dem MIDI-Keyboard,
um Stimmen auszuwählen (bei aktivierter „IntelliEdit“-Funktion).
• Drücken Sie Strg-A, um alle Stimmen auf der Seite für die Stimmbearbeitung auszuwählen.
Siehe auch
„Gruppen“ auf Seite 79.
Sie können die
Funktion „IntelliEdit“ in
der Dialogbox „MIDI
Preferences“ aktivieren.
Siehe Seite 23.
Vereinfachter Signalweg von Proteus X
Im nachfolgenden Diagramm wird eine einzelne Stimme in Proteus X dargestellt. Der
Audioweg umfasst ein oder mehrere Samples, einen dynamisch gesteuerten Filter und
einen dynamisch gesteuerten Verstärker mit einem Pan-Netzwerk. Die Modulationsparameter aller in einer Stimme enthaltenen Samples werden gleichzeitig ausgeführt.
PatchCords mit eingebauter Pegelsteuerung verbinden Modulationsquellen (LFOs,
Hüllkurven, Regler usw.) mit Modulationszielen (Sample-Tonhöhe, Filter, Verstärkerlautstärke usw.). Wenn Sie sich dieses Diagramm zur Stimmarchitektur gut einprägen,
können Sie Ihr Verständnis von Proteus X erhöhen und sich das Programmieren erheblich erleichtern.
Voice
L
Sample
Morph
Filter
Loop-Info
Sample-Rate
Q
R
Pan
Loop
Start
Glide
Chorus
Pitch
Retrigger
Frequency
Amp
Envelope
Gen.
Key Nr.
Velocity
Gate
E-MU Systems
LFOs
MIDIRegler
Envelope
Gen.
Function
Gen.
Mod.
Proc.
113
6 – Stimmbearbeitung
Überblick über das Stimmbearbeitungs-Fenster
Überblick über das Stimmbearbeitungs-Fenster
Im Fenster für die Stimmbearbeitung werden alle Synthesizer-Steuerelemente und
PatchCord-Routings für die ausgewählte(n) Stimme(n) angezeigt. Jedes Modul besitzt
eine eigenständige Synthesizer-Funktion.
Templates
Für jedes einzelne Modul im Stimmbearbeitungs-Fenster können Sie eine Bibliothek
Ihrer Lieblingseinstellungen speichern. Diese Templates (Schablonen) erleichtern das
Erstellen eigener spezieller Stimmen und Presets. Die Templates werden mit der Proteus X-Anwendung gespeichert und sind daher immer einsatzbereit. Weitere Infos über
Templates finden Sie unter “Templates” auf Seite 213.
114
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
Oscillator
Oscillator
Pitch Bend Range
Mit-Hilfe dieser beiden Schieberegler können Sie festlegen, um wieviel die Tonhöhe
nach oben oder unten verändert werden soll, wenn eine MIDI Pitch Wheel-Meldung
empfangen wird. Pitch Wheel-Meldungen werden automatisch an die Steuerung der
Tonhöhe weitergeleitet, sofern diese Steuerelemente nicht auf Null gesetzt sind.
TwistaLoop-Regler
Speed
Detaillierte Infos über diesen Regler finden Sie auf Seite 159.
Loop (% oder Number)
Detaillierte Infos über den “Loop %” Regler finden Sie auf Seite 158.
Detaillierte Infos über den “Loop Number” Regler finden Sie auf Seite 152.
Start At Loop
Detaillierte Infos über den “Start At Loop” Regler finden Sie auf Seite 152.
Regler für die Stimmung
Transponieren
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie die Tonart der ausgewählte(n) Stimme(n) in
Halbtonschritten transponieren, indem Sie die Tastenposition relativ zum mittleren C
verschieben. Der Transponierungsbereich beträgt –36 bis +36 Halbtöne. Normalerweise wird diese Funktion dazu verwendet, eine Stimme der Tastenposition entsprechend zu stimmen oder eine Stimme zu transponieren.
Es handelt sich hierbei um den gleichen Regler zum Transponieren, der in „Voices &
Zones“ auf der Registerkarte „Mix/Tune“ (Seite 85) angezeigt wird. Änderungen an
diesen Parametern werden in beiden Seiten angezeigt.
Benutzen Sie
den Regler
„Transpose“, wenn
das Timbre der
Stimme konstant
bleiben soll.
Verwenden Sie
den „Coarse Tuning“Regler, wenn Sie das
Timbre der Stimme
ändern möchten.
Verwenden Sie
den Regler „Coarse
Tuning“, um die
Stimmung von
Stimmen zu ändern,
die mehrere Drums
enthalten
Stimmregler „Coarse“
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie die Stimmung der Stimme in Halbtonschritten
ändern. Der Bereich dieser Grobstimmung beträgt –72 bis +24 Halbtöne. Durch die
Grobstimmung wird, anders als bei der Transponierungsfunktion, die Tonhöhe der
den einzelnen Tasten zugewiesenen Samples gestreckt. Dadurch kann auch das Timbre
der Stimme verändert werden.
Es handelt sich hierbei um den gleichen Regler für die Grobstimmung, der in „Voices &
Zones“ auf der Registerkarte „Mix/Tune“ (Seite 85) angezeigt wird. Änderungen an
diesen Parametern werden in beiden Seiten angezeigt.
E-MU Systems
115
6 – Stimmbearbeitung
Oscillator
Feinstimmung
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie die Stimmung der Stimme in Intervallen von 1/
100 Cent ändern (100 Cents = 1 Halbton). Der Feinstimmungsbereich liegt bei ±1
Halbton. Sie können die Feinstimmungsfunktion verwenden, um eine Stimme leicht
zu verstimmen und dadurch beim Kombinieren mit anderen Stimmen einen „fetteren“
Sound zu erzielen.
Es handelt sich hierbei um den gleichen Regler für die Feinstimmung, der in „Voices &
Zones“ auf der Registerkarte „Mix/Tune“ (Seite 85) angezeigt wird. Änderungen an
diesen Parametern werden in beiden Seiten angezeigt.
Fixed Pitch-Modus
Verwenden Sie diese Funktion, um die Tastatur-Transponierung für die Stimme einoder auszuschalten. Wenn die Funktion „Fixed Pitch“ aktiviert ist, erfolgt die Steuerung
der Tonhöhe der Stimme nicht über die Tastatur. Diese Funktion eignet sich besonders
für Dron- oder Anblasgeräusche, auf die die Tastatur keinen Einfluss haben soll.
Chorus Amount
Der Chorus-Effekt macht den Sound „fetter“, da er in Stereo gedoppelt und anschließend leicht verstimmt wird. Für den Chorus werden doppelt so viele Stimmen und die doppelte CPU-Leistung
benötigt, wenn der Wert für „Amount“ über null liegt.
Amount
Der Wert für die Verstimmung ist variabel von
„Off“ bis 100% einstellbar.
Stereo Width
Steuert die Stereo-Verteilung. Bei 0 % wird der
Chorus auf Mono verringert und 100 % bietet
die stärkstmögliche Stereo-Verteilung.
Inter-Aural
Time Delay
(ITD)
Zum Anpassen der Verzögerung des Klangs auf
dem linken und rechten Kanal. Bei positiven
Werten erklingt der rechte Kanal früher und der
linke später.
Chorus wird bei
Stimmen, welche die
TwistaLoop Zeitmodifizierungs-Funktion verwenden, automatisch
deaktiviert. (Lock to
Tempo oder TwistaLoop Speed). Die Chorus-Regler bleiben
einstellbar, aber der
Effekt ist deaktiviert.
Der Chorus-Pegel und ITD können im Abschnitt „Cords“ geändert werden. ITD kann
jedoch nur bei gedrückten Tasten geändert werden. Wenn die Chorus-Funktion aktiviert ist, belegt eine Mono-Stimme doppelt so viele Kanäle.
Die Einstellung des Chorus-Pegels „Off“ unterscheidet sich von der Einstellung „0“.
Mono-Samples werden bei aktivierter Chorus-Funktion (On) in ein Stereo-Sample mit
leichten Verstimmungen des linken und rechten Kanals umgewandelt. Die Einstellung
„Chorus Amount“ bestimmt dabei den Grad der Verstimmung. Wenn die ChorusFunktion deaktiviert ist (Off), kann sie durch keine Form der Modulation aktiviert werden. Wenn die Chorus-Funktion aktiviert ist, kann der Chorus (die Verstimmung)
durch Modulationen auf den Minimalwert „0“, nicht jedoch auf „Off“ geändert werden.
116
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
Oscillator
Tipps für die Verwendung des Chorus
•
Legen Sie den Chorus-Pegel (Amount) auf 1% fest und verwenden Sie die Chorus-Breite als
Pan-Steuerung, die nicht die gesamte L/R-Verteilung umfasst.
•
Setzen Sie den Chorus-Wert für „Width“ auf 0% und passen Sie ITD an, um einen FlangeEffekt mit Nulldurchgang zu erzeugen. Bei einem „Width“-Wert von 100% erhalten Sie
einen Panning-Chorus-Effekt.
•
Wenn Sie L/R-Tonhöhenverschiebungen vermeiden möchten, verwenden Sie den „~“-Modulationstyp im Feld für die Cord-Auswahl.
•
Modulieren Sie ITD, um für das Panning den sogenannten „Haas-Effekt“ zu erzielen (d. h.,
eine merkliche Positionsverschiebung in den L/R-Kanälen mit Hilfe von kleinen Verzögerungen).
•
Wenn Sie einen in der Tonhöhe modulierten analogen Oszillator-Sound verwenden
möchten, setzen Sie den Wert für die Stereobreite auf 100%. Routen Sie einen frei laufenden LFO (~) an die Chorus-Position mit einem Amount-Wert von ungefähr 25%.
Glide Rate & Curve
Mit Hilfe der „Glide“-Funktion erfolgt beim Drücken
einer neuen Taste anstelle des üblichen abrupten Tonhöhenwechsels ein gleichmäßiges Ineinandergleiten der
Töne. Die Glide-Rate bestimmt dabei, wie lange es dauert,
bis die neue Tonhöhe erreicht ist. Je größer der Wert,
desto langsamer die Glide-Rate. Die Rate kann von 0 bis
32,738 Sekunden eingestellt werden. Eine Einstellung
von Null Sekunden deaktiviert diese Funktion. Der Verlauf der Glide-Kurve ist einstellbar auf linear (große
Intervalle bewirken eine längere Glide-Zeit) oder logarithmic (kleine oder große Intervalle benötigen ungefähr
die gleiche Zeit). Die logarithmische Glide-Funktion ist polyphon, kann aber im SoloModus auch monophon sein.
Key-Regler
Delay
Mit Hilfe des Steuerelements „Delay“ können
Sie den zeitlichen Abstand zwischen dem Eingang einer „Note-On“-Meldung und dem
eigentlichen Toneinsatz festlegen. Die
Verzögerung kann auf einen Wert zwischen 0
und 10.000 Millisekunden (0-10 Sekunden)
eingestellt werden. Sie können mit Hilfe der
Delay-Funktion Echoeffekte oder sattere Klänge
erzeugen, wenn Sie geschichtete Stimmen verwenden.
E-MU Systems
117
6 – Stimmbearbeitung
Oscillator
Sample Offset
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie festlegen, an welcher Stelle die Wiedergabe des
Samples einer Stimme beginnen soll, wenn Sie eine Taste drücken. Bei einer Einstellung von 0 erfolgt die Wiedergabe des Samples ab dem Anfang. Durch höhere Werte
wird dieser Startpunkt zum Ende des Sounds hin verschoben.
Wichtiger Hinweis: Wenn Sie den Sample Start Offset-Punkt über die Preroll-Länge
Sample Start
Offset
hinaus verschieben, wird der Klang abgeschnitten. Wenn beim Einsatz von Sample
Offset Probleme mit der Festplatte auftreten, erhöhen Sie den Preroll-Wert im Preferences-Menü. Siehe“Pre-roll” auf Seite 20.
118
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Proteus X verfügt über drei Hüllkurvengeneratoren pro Stimme. Die „Amplifier“-Hüllkurve ist „festverdrahtet“ und dient der Amp Volume-Steuerung (Lautstärke). Sie kann
die Null-Grundlinie nicht unterschreiten (0-100). Bei den Hüllkurvengeneratoren „Filter“ und „Auxiliary“ handelt es sich um allgemein verwendbare Hüllkurven, die mit
Hilfe von PatchCords mit einem Ziel verbunden werden müssen. Die Pegelwerte der
Hüllkurven „Filter“ und „Auxiliary“ können in einem Wertbereich von -100 bis +100
programmiert werden.
y1
Dc
Atk2
Dcy2
wird hier bis zum
Loslassen der Taste
gehalten
Atk
1
Rls
1
Sustain
level
Rls2
time
Taste
gedrückt
Taste
losgelassen
Einstellen der Hüllkurven
Sie können die Hüllkurvenparameter auf vier Arten einstellen:
• Verwenden Sie die Drehregler „Time/Level“.
• Verwenden Sie einen der Ziehpunkte in der Hüllkurvenanzeige und ziehen Sie die Hüllkurve.
• Platzieren Sie den Cursor in den numerischen Feldern „Time“ oder „Level“ und geben Sie einen
Zeitwert ein.
• Platzieren Sie den Cursor im numerischen Feld „Time“ und geben Sie einen exakten Zeitwert ein.
Die Zeitwerte werden unter Verwendung der Zeitangaben und der vertikalen Distanz
zum nächsten Punkt errechnet.
Hüllkurven-Register
Time / BPM-Wahl
Time-Regler
Hüllkurven-Modus
Level-Regler
E-MU Systems
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6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Lautstärke-Hüllkurve als ADSR einrichten
Mit den 6-segmentigen Hüllkurven-Generatoren lässt sich die klassische Synthesizer
ADSR (Attack-Decay-Sustain-Release) Hüllkurve problemlos erstellen. Der Trick hierbei ist, nur die Segmente Attack1, Decay2 und Release1 zu verwenden.
1. Setzen Sie Atk2 Level auf 100.
2. Setzen Sie alle anderen Pegel auf 0.
3. Setzen Sie alle Zeiten auf 0.
Programmieren Sie die Atk1, Dcy2 und Rls1 Zeit-Segmente nach Belieben. Decay 2
Level ist der Sustain-Pegel. Wenn Sie Controller-Regler auf die Hüllkurven-Zeiten programmieren, müssen Sie negative Cord Amount-Werte verwenden, um die Zeit eines
Hüllkurven-Segments zu verlängern.
benutzt unbenutzt
Dc
Atk1
Dcy2
Rls1
Atk
1
y2
Rls1
Sustain
Level
level
Atk2
Dcy1
Rls2
time
Taste
gedrückt
Taste
losgelassen
Hüllkurven-Modus: Repeat
Für die Filter- und Aux-Hüllkurvengeneratoren können Wiederholungen eingestellt
werden. Bei aktivierter Envelope Repeat-Funktion werden die Attack (1&2) und Decay
(1&2) Stufen so lange wiederholt, wie die Taste gedrückt ist. Sobald Sie die Taste loslassen, durchläuft die Hüllkurve ihre normalen Release-Stufen (1 & 2).
Dcy
1
1
s1
Atk
Rl
2
Dcy
Atk2
Rls
1
level
Repeat
Re..
time
Taste gedrückt
Taste losgelassen
Das obige Diagramm zeigt, wie die Looping-Hüllkurven funktionieren. Nach dem Tastenanschlag durchläuft die Hüllkurve ihre normalen Attack 1-, Attack 2-, Decay 1- und
Decay 2-Stufen. Im „looping-freien“ Modus würde die Hüllkurve am Ende der Decay
2-Stufe warten, bis die Taste losgelassen wird. Im Looping-Modus springt sie jedoch
zurück zur Attack 1-Stufe und wiederholt die ersten vier Stufen. Die Hüllkurve wiederholt diese vier Stufen in einem Loop, bis die Taste losgelassen wird, woraufhin sie
sofort zur Release 1-Stufe springt.
120
Amp Envelope
verfügt über keine Wiederholungs-Funktion.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Hüllkurven-Modus: Complete
Im Complete-Modus durchläuft der Hüllkurvengenerator nach dem Tastenanschlag
alle sechs Stufen und ignoriert hierbei den Status von Key Sustain. Dank dieser Funktion lassen sich mit einem kurzen Tastenanschlag lange, expandierende Klangverläufe
entwickeln (da die Hüllkurve ja normalerweise zur Release-Stufe springt, sobald die
Taste losgelassen wird). Dieser Modus ist auch für die Hüllkurven-Gestaltung von perkussiven Klängen, wie Piano und Drums, oder gezupften Saiten mit Decay geeignet.
Mit dem Complete-Modus lassen sich auch Presets mit höherer Prozessor-Effizienz
erstellen. Bei Proteus X wird die Stimmen-Wiedergabe beendet, sobald die Amp-Hüllkurve endet, und die für diese Stimme benutzten Computer-Ressourcen werden für
andere Aufgaben freigesetzt. Da die Hüllkurve ihren Zyklus vollendet, gleichgültig wie
lange eine Taste (oder ein Sustain-Pedal) gedrückt ist, werden die Computer-Ressourcen nur für eine bestimmte Zeitspanne benutzt und dann wieder freigesetzt. Der Leistungszuwachs kann beeindruckend sein!
Envelope Complete-Modus
Dc
y1
Atk2
Dcy2
1
Rls
Atk
1
Rls2
level
time
Alle sechs Segmente werden komplett durchgespielt
Taste gedrückt
Zeit- und BMP-basierte Hüllkurven
Die Zeitwerte von Hüllkurven können zeit- oder BMP-basiert sein. Zeitbasierte Hüllkurven besitzen absolute Zeiteinstellungen, beispielsweise 1 Sekunde. BMP-basierte
Zeitwerte von Hüllkurven werden anhand der „Master Tempo“-Einstellung auf der
Multisetup-Seite ermittelt und unterteilt. Mit Hilfe der „Master Tempo“-Einstellung
werden die Zeitwerte der BMP-basierten Hüllkurvensegmente skaliert.
Wenn möglich werden die BMP-Zeitwerte als musikalische Notenwerte angezeigt. Wenn
Sie beispielsweise die Einschwingphase auf 1/16 festlegen, entspricht die Dauer der Einschwingphase gemessen am Master-Tempo genau dem Zeitwert einer Sechzehntelnote.
BPM-Hüllkurven
BPM-Hüllkurven werden durch das Master-Tempo gesteuert (im Multisetup-Fenster).
Mit Hilfe der „Master Tempo“-Rate werden die Zeitwerte der BMP Hüllkurvensegmente
skaliert. Das Master-Tempo kann auch mit Hilfe einer externen MIDI-Clock festgelegt
werden, um die Zeitwerte der Hüllkurven mit Tempowechseln externer Sequencer oder
Arpeggiatoren zu synchronisieren. Siehe Hinweis->.
BPM-Hüllkurven
= Anfangseinstellung
Hinweis: Das Master
Tempo kann intern mit
Hilfe der TempoSteuerelemente im
Multisetup-Fenster
eingestellt oder mit Hilfe
einer externen MIDI-Clock
gesteuert werden. Die
Auswahloptionen für die
Verwendung interner/
externer Clocks befinden
sich in der Dialogbox
„Preferences“.
= Master-Tempo erhöhen
= Master-Tempo verringern
E-MU Systems
121
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
In der nachfolgenden Tabelle werden alle musikalischen Notenwerte aufgelistet, die
angezeigt werden, wenn die Hüllkurve auf BPM eingestellt ist. In der Spalte „Master
Tempo Clock-Impulse“ ist die genaue Anzahl der Taktimpluse für die einzelnen Notenwerte angegeben. Als Grundlage dient dabei der MIDI-Standard mit 24 Impulsen pro
Viertelnote. Die Dauer der Hüllkurvensegmente entspricht exakt den angegebenen
Notenwerten. Sie können den Zeitwert für die Hüllkurve auch zwischen die StandardNotenwerte setzen. Die Anzeige erfolgt dann ganzzahlig.
BPM Tempo-Tabelle
BPM Tempo-Raten
(basierend auf Master Tempo)
Angezeigter Notenwert
Master Tempo
Clock-Impulse
Sechzehn ganze Noten (vier Takte)
16/1
1536
Acht ganze Noten punktiert
8/1d
1152
Triole über sechzehn ganze Noten
16/17
1024
Acht ganze Noten (doppelte Länge)
8/1
768
Vier ganze Noten mit Punktierung
4/1d
576
Triole über acht ganze Noten
8/1t
512
Vier ganze Noten (lang)
4/1
384
Punktierte doppelte ganze Note
2/1d
288
Triole über vier ganze Noten
4/1t
256
Doppelte ganze Note (Breve)
2/1
192
Punktierte ganze Note
1/1d
144
Triole über zwei ganze Noten
2/1t
128
Ganze Note
1/1
96
Punktierte halbe Note
1/2d
72
Triole über ganze Note
1/1t
64
Halbe Note
1/2
48
Punktierte Viertelnote
1/4d
36
Triole über halbe Note
1/2t
32
Viertelnote
1/4
24
Punktierte Achtelnote
1/8d
18
Vierteltriole
1/4t
16
Achtelnote
1/8
12
Punktierte Sechzehntelnote
1/16d
9
Achteltriole
1/8t
8
Sechzehntelnote
1/16
6
Punktierte 32tel-Note
1/32d
4.5
Sechzehnteltriole
1/16t
4
32tel-Note
1/32
3
Punktierte 64tel-Note
1/64d
2.25
32tel-Triole
1/32t
2
64tel-Note
1/64
1.5
122
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
LFOs & Lags
Ein Tieffrequenz-Oszillator oder LFO (Low Frequency Oscillator) ist lediglich eine Schwingung
mit niedriger Wiederholungsfrequenz. LFOs werden verwendet, um Sounds lebendiger klingen zu
lassen. Proteus X besitzt für jede Stimme zwei
Multi-Wave LFOs mit 17 verschiedenen Wellenformen, die im nachfolgenden Diagramm dargestellt sind.
Frequency
Bestimmt die anfängliche Geschwindigkeit des
LFOs. Der Frequenzbereich beträgt 0.08 Hz (12.5
Sekunden für einen Zyklus) bis 18.01 Hz.
Hinweis: Referenzen zu musikalischen Intervallen in den LFO-Musterformen werden mit einem LFO-Routing auf Pitch und einem PatchCord-Pegel von +37.5
angegeben. Siehe Pitch Amount-Tabelle Seite 144.
Random
Dreieck
Sägezahn
Rechteck
33 %-Puls
12 %-Puls
Pat: Oktaven
Sinus
16 %-Puls
25 %-Puls
Pat: Quinte+Oktave
+ Oktave
Pat: Sus4
G
C
F
G
- Oktave
Pat: Neener
Sinus 1,2
C
C
Sinus 1,3,5
Sinus + Rauschen
C
A#
G
Hemi-Quaver
Delay
Hier können Sie den zeitlichen Abstand zwischen dem Drücken einer Taste und dem
Einsatz der Modulation festlegen. Sie können diese Funktion verwenden, um einen
Effekt zu simulieren, der häufig für akustische Instrumente verwendet wird. Bei diesem
Effekt wird das Vibrato erst hinzugefügt, nachdem die anfängliche Tonhöhe feststeht.
Der einstellbare Verzögerungsbereich reicht von 0 bis 20 Sekunden.
Shape
Hier können Sie die LFO-Wellenform und damit den LFO-Effekt festlegen. Sie können
unter 16 LFO-Wellenformen wählen. Darüber hinaus gibt es eine Sample & Hold
Waveform, die der LFO-Rate entsprechende Zufallspegel ausgibt.
Variation
Definiert die Stärke der bei jedem Tastenanschlag zufällig auftretenden Variation der
LFO-Frequenz. Diese Funktion ist besonders nützlich bei Ensembleeffekten, bei denen
jede gespielte Note eine geringfügig geänderte Modulationsrate aufweist. Je höher der
Wert, desto größer ist die Variation der LFO-Rate von Note zu Note.
E-MU Systems
123
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Sync
Tastensynchron oder zufällig. Wenn Sie Key Sync auswählen, beginnt die LFOSchwingung bei jedem Tastendruck am Anfang ihres Zyklus. Wenn diese Funktion
deaktiviert ist, erfolgt der Einsatz bei jedem Tastendruck an einem zufälligen Punkt des
LFO-Schwingungszyklus.
BPM
Mit der BPM-Schaltfläche (im Multisetup-Fenster) kann die LFO-Frequenz in Abhängigkeit vom Master-Tempo geregelt werden. Das Master-Tempo kann auch mit Hilfe
einer externen MIDI-Clock festgelegt werden, um die Zeitwerte der Hüllkurven mit
Tempowechseln externer Sequencer oder Arpeggiatoren zu synchronisieren. In der
nachfolgenden Tabelle werden alle musikalischen Notenwerte aufgelistet, die angezeigt
werden, wenn der LFO auf BPM eingestellt ist. In der Spalte „Master Tempo Clock
Pulses“ ist die genaue Anzahl von Clocks für die einzelnen Notenwerte angegeben. Als
Grundlage dient dabei der MIDI-Standard mit 24 Impulsen pro Viertelnote. Die Dauer
der LFO-Zyklen entspricht exakt den angegebenen Notenwerten.
BPM Tempo-Rate
Angezeigter
(basierend auf Master Tempo) Notenwert
Master TempoClock-Impulse
Acht ganze Noten (doppelte Länge)
8/1
768
Vier ganze Noten mit Punktierung
4/1d
576
Triole über acht ganze Noten
8/1t
512
Vier ganze Noten (lang)
4/1
384
Punktierte doppelte ganze Note
2/1d
288
Triole über vier ganze Noten
4/1t
256
Doppelte ganze Note (Breve)
2/1
192
Punktierte ganze Note
1/1d
144
Triole über zwei ganze Noten
2/1t
128
Ganze Note
1/1
96
Punktierte halbe Note
1/2d
72
Triole über ganze Note
1/1t
64
Halbe Note
1/2
48
Punktierte Viertelnote
1/4d
36
Triole über halbe Note
1/2t
32
Viertelnote
1/4
24
Punktierte Achtelnote
1/8d
18
Vierteltriole
1/4t
16
Achtelnote
1/8
12
Punktierte Sechzehntelnote
1/16d
9
Achteltriole
1/8t
8
Sechzehntelnote
1/16
6
Punktierte 32tel-Note
1/32d
4.5
Sechzehnteltriole
1/16t
4
32tel-Note
1/32
3
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Das Master Tempo
kann intern mit Hilfe der
Tempo-Steuerelemente im
Multisetup-Fenster
eingestellt oder mit Hilfe
einer externen MIDI-Clock
gesteuert werden. Die
Auswahloptionen für die
Verwendung interner/
externer Clocks befinden
sich in der Dialogbox
„Preferences“.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
LFO Tricks & Tipps:
• Bei der Random LFO-Schwingung handelt es sich um eine echte Zufallsschwingung, die für
jede Stimme und jedes Layer unterschiedlich ist.
• Die Pattern (Pat-)-Wellenformen klingen dagegen auf verschiedenen Layern und für unterschiedliche Stimmen gleich.
• Wenn Sie einem LFO einen negativen PatchCord-Wert zuordnen, wird die LFO-Form invertiert. (Eine steigende Sägezahnschwingung wird in eine fallende Sägezahnschwingung
umgewandelt.)
• Die Waveform „Sine + Noise“ eignet sich besonders für die Simulation von Trompeten- und
Flötenvibratos.
• Routen von „Hemi-quaver“ zu „Pitch“…
+37.5 = Dur-Tonleiter
–37.5 = Phrygische Tonleiter
+75 = Ganztonleiter
(+37.5) + (+75) = Verminderte Tonleiter (zwei Cords)
Ungerader Wert = S+H-Sound.
• Probieren Sie, die Pattern LFOs zu kombinieren, den Wert eines LFO mit einem anderen zu
steuern oder sie mit dem Clock Divisor zu kombinieren.
Lag-Prozessoren 1 & 2
Wenn Sie Lag-Prozessoren in ein Modulations-Patch einfügen, können Sie von der Modulationsquelle ausgehende, schnelle Änderungen
verhindern oder hinter dem Eingangssignal zurückbleiben lassen. Die
Lag-Rate kann von 0 bis 10 eingestellt und mit einem PatchCord moduliert werden. Die Einstellung 0 erzeugt den geringsten Lag-Pegel. 10
erzeugt die größte Verzögerung.
FußSchalter
LagProzessor
Cord
Schalter
sofort aktiviert
Lag verlangsamt
die schnelle Änderung
des Fußschalters
LFO
Cord
LFO beschleunigt
allmählich
Mit Hilfe von Lag-Prozessoren können schnelle Änderungen von Steuerungssignalen verlangsamt und geglättet werden. Im obenstehenden
Beispiel wird ein plötzliches Umschalten in einen gleichmäßigen Übergang umgewandelt.
Extra Summen-Verstärker
Sie können die Lag-Prozessoren auch als 2 zusätzliche
Summenverstärker verwenden. Mithilfe von SummenverLag
stärkern können Sie mehrere unterschiedliche Modulationsquellen zusammenführen, sodass der Ausgang durch
einen einzigen Cord Amount-Wert gesteuert werden kann.
Lag 0 in
Die Ausgabe der Modulationsquellen „Lag0in“ und „Lag
1“ entsprechen der Summe der Cords, die mit den „Lag in“-Zielen verbunden sind. Der
Summenknoten ist, wie im Diagramm dargestellt, dem Lag-Prozessor vorgelagert.
Summenknoten
E-MU Systems
Lag 0
125
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Function Generator
Der Funktionsgenerator ist eine multifunktionale Modulationsquelle, der je nach Einsatzart alle Aufgaben eines komplexen LFOs, Sequencers, Arpeggiators oder Hüllkurvengenerators erfüllen kann. Aufgrund seiner erstaunlichen Flexibilität wird der Funktionsgenerator bestimmt eines Ihrer neuen Lieblingsspielzeuge in Ihrer Sound Design
Toolbox werden. Und da man von einer guten Sache nie genug haben kann, verfügt
jede Stimme über drei unabhängige Funktionsgeneratoren!
Der Funktionsgenerator gibt eine (geglättete) Step-Sequenz von Werten sowie einen
Gate/Trigger-Impuls für jeden Schritt aus. Er dient in erster Linie als Step-Sequencer
(beim Steuern der Tonhöhe) oder als komplexer Event-Generator für den Filter oder
Verstärker. Mehrere Key Sync- und Direction-Modi ermöglichen das Erstellen interessanter Variationen und komplexer Steuerungsebenen. Die Gate- und Trigger-Ausgangssignale können Hüllkurvengeneratoren starten, Samples oder LFOs neu starten,
bestimmte Noten akzentuieren, das Tempo wechseln und andere Events triggern, die
wir später ausführlich beschreiben werden.
Function Display und Grid
Das Funktions-Display ist eine Balkengrafik mit einer zusätzlichen Reihe rechteckiger
Zellen. Die Balkengrafik zeigt die jedem Schritt zugehörigen Funktionsebenen an, während die Rechtecke ein Muster anzeigen, mit dem Trigger- und Gate-Modulationssignale generiert werden.
Das Display zeigt alle 64 Steps an, wobei alle Steps links des End Steps farbig gezeichnet und die Steps rechts des End Steps (falls vorhanden) grau gezeichnet sind.
Um die Funktion zu editieren, können Sie entweder die Maus über das Display ziehen
oder Sie können einzelne Steps ziehen. Ein Popup-Tooltip zeigt Nummer und Wert des
Steps an.
Um Ihnen das Zeichnen von Kurven zu erleichtern, gibt es drei Tasten-Befehle. Halten
Sie die entsprechende Taste gedrückt, während Sie den Cursor bewegen.
• Strg-Taste...Das Ziehen ist nur in vertikaler Richtung möglich. Nützlich zum
Einstellen von Pegeln.
• Shift-Taste .Alle Pegel werden auf den gleichen Wert gesetzt, wodurch eine horizontale Linie erzeugt wird. Dies funktioniert auch bei den TriggerAusgängen.
• Alt-Taste.....Die Werte werden zufällig variiert, wenn Sie diese Taste beim Ziehen
gedrückt halten. Trigger-Ausgänge und Pegel können zufällig variiert
werden. Bei schnellem Ziehen werden die Werte interpoliert, was zu
interessanten Zufallskurven führen kann.
126
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Mit den Single Step-Reglern können Sie den Wert und Trigger-Status jedes einzelnen
Steps präzise einstellen. Dieses Verfahren eignet sich zum Eingeben einer vorarrangierten Komposition.
Die Grid-Regler bestimmen die räumliche Verteilung eines Sets vertikaler Gitterlinien,
die über dem Funktions-Display liegen (siehe folgende Seite).
Folgende Grid-Optionen sind verfügbar:
• None
• Semitone ........ Eine Linie pro Einheit (Halbtöne).
• Octaves ........... Eine Linie pro 12 Einheiten.
• Major Triad .... Die Linien entsprechen Dur-Dreiklängen und werden über den
gesamten Bereich wiederholt.
• Minor Triad.... Die Linien entsprechen Moll-Dreiklängen und werden über den
gesamten Bereich wiederholt.
• Major Scale .... Die Linien entsprechen einer Dur-Skala und werden über den
gesamten Bereich wiederholt.
• Minor Scale.... Die Linien entsprechen einer Moll-Skala und werden über den
gesamten Bereich wiederholt.
Die musikalischen Intervalle auf dem Gitter sind hilfreich, wenn der Funktionsgenerator die Pitch-Werte moduliert und Cord Amount auf 100% eingestellt ist.
Der Grid-Button schaltet die Snap-to-Grid Funktion ein, die die Funktionswerte auf die
Gitterlinien einrasten lässt.
Mit dem Show All-Button können Sie sich alle 64 Steps (aktiviert) oder nur die Steps
vor dem End Step ansehen. Diese Funktion ist bei kürzeren Sequenzen sehr nützlich,
da sie ein Einzoomen in interessante Bereiche erlaubt.
Funktionsgenerator als Sequencer / Arpeggiator einsetzen
Besonders häufig wird der Funktionsgenerator als Pitch Controller eingesetzt. Dies
macht zudem viel Spaß, da sich die verschiedenen Regler besonders einfach erforschen
lassen.
Einrichten
1. Wählen Sie P0017 New-Age Oohs aus der Baumstruktur,
indem Sie auf die kleine Tastatur klicken.
2.
1.
2. Klicken Sie dann auf das (+) Symbol, um die Preset-Module
zu öffnen.
3. Klicken Sie auf das Voice Processing-Symbol
. Es
erscheint das Voice Processing-Modul.
4. Gehen Sie zu PatchCord #18 und verschalten Sie “Func
3.
Gen 1 +” mit “Pitch” und einem Amount-Wert von 100%.
5. Klicken Sie dann auf das Func Gen 1-Register. Es erscheint der Bildschirm unten.
6. Schalten Sie “Snap to Grid” ein, indem Sie den Grid-Button drücken.
E-MU Systems
127
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Snap to Grid
Gitter-Typ
Hier klicken & ziehen
Trigger & Gate
End Step
Gitter-Linien
EinzelschrittRegler
7. Wählen Sie Major Scale als Gitter-Typ.
Sequence & Play modifizieren
8. Klicken Sie in das grafische Display und ziehen Sie die Maus in horizontaler Rich-
tung. Die Balken rasten auf die Gitterlinien ein.
9. Schlagen Sie eine Taste, einen Akkord, ein Arpeggio an.
10. Stellen Sie die Sequenz solange ein, bis Sie Ihnen gefällt. Die Editier-Regler des
Funktionsgenerators werden auf Seite 126 beschrieben. Wenn Sie das Prinzip einmal verstanden haben, sind die Regler einfach einsetzbar.
11. Klicken und ziehen Sie die End Step-Linie, um die Sequenz zu kürzen oder zu ver-
längern.
Tipp: Schalten Sie
“Show All” aus, damit Sie
einzoomen und nur die
Schritte in Ihrer Sequenz
anzeigen können.
12. Ändern Sie den Step Rate-Wert, um die Geschwindigkeit der Sequenz zu ändern.
(Der BPM-Button lässt die Step-Rate auf einen Notenwert des Master-Tempos einrasten.)
13. Ändern Sie jetzt die Richtung (Direction). Die sechs verschiedenen Richtungs-
Optionen werden auf Seite 130 beschrieben.
14. Ändern Sie den Gitter-Typ und erstellen Sie eine neue Sequenz.
15. Spielen Sie mit den Reglern nach Lust und Laune herum. Die Funktionsgenerato-
ren machen viel Spaß und bieten viele Anwendungsmöglichkeiten. Sie haben
gerade eine Art programmierbarer Arpeggiator erstellt. Später beschreiben wir, wie
Sie Pausen und Akzente hinzufügen, das Timing der Noten ändern und andere
Tricks anwenden können.
128
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Hauptregler des Funktionsgenerators
Regler
Funktion
Step Rate
Bestimmt die Step-Frequenz. Dieser Wert steuert die Frequenz, mit der einzelne Steps auftreten, nicht die Gesamt-Rate der Pattern-Wiederholung. Der
Frequenzbereich jedes Steps beträgt 0.081 Hz bis 18.147 Hz.
BPM
Verwandelt den Frequency-Regler in einen Clock Divisor-Regler, um die Steps
in Viertelnoten, Achtelnoten usw. zu ändern. Eine vollständige Liste möglicher
Clock-Teiler finden Sie auf Seite 124.
End Step
Diese Zahl bestimmt den letzten gespielten Step von 1 bis 64. Dieses Feld lässt
sich zwischen 1 und 64 modulieren. Sie können den End Step auch ändern,
indem Sie einfach die End Step-Linie auf dem grafischen Display ziehen. Ein
praktischer Popup-Tooltip zeigt die Step-Nummer und den Wert an.
Sync
Es gibt drei Sync-Modi: Key, Freerun und Channel.
• Key Sync: Der Funktionsgenerator beginnt bei jeder neu angeschlagenen Taste mit dem ersten Step. Jede Taste folgt ihrem eigenen
Pattern.
• Freerun: Das Pattern beginnt bei jeder neu angeschlagenen Taste mit
einem zufälligen Step. Jede Taste folgt ihrem eigenen Pattern.
• Channel Sync: Das Pattern beginnt mit der ersten auf dem MIDIKanal angeschlagenen Taste und läuft weiter, bis keine Tasten mehr
auf dem MIDI-Kanal gedrückt sind. Alle Tasten auf dem Kanal folgen
dem gleichen Pattern.
Smooth
Bei Aktivierung wird eine lineare Interpolation zwischen den Steps angewendet, um eine stufenlose Ausgabe anstelle einer abgestuften Ausgabe zu
liefern.
Direction
Dieser Regler bestimmt die Reihenfolge, in der die Steps abgespielt werden.
• Forward: Normale Wiedergabe. Der Loop kehrt zum Anfang zurück,
wenn das Ende erreicht ist.
• Reverse: Beginnt mit dem letzten Step und zählt zurück. Der Loop
kehrt zum Ende zurück, wenn der Anfang erreicht ist.
• Pendulum (vor und zurück): Beginnt beim ersten Step, läuft bis zum
letzten und dreht dann um. Jeder Endpunkt wird einmal gespielt.
• Random: Der nächste Step wird zufällig gewählt.
• Brownian: (“Säufer-Allee”) Der nächste Step wird zufällig gewählt,
aber es ist immer der nächste oder vorherige Step in der Funktion.
Anders ausgedrückt: Der nächste Step folgt immer auf den aktuellen
Step, aber die Bewegungsrichtung wird zufällig gewählt. Die Bewegung springt immer von den Endpunkten zurück. Wenn ein Endpunkt
erreicht wird, liegt der nächste Step immer innerhalb der Funktion.
• One-shot: Vorwärts: Wird einmal abgespielt und stoppt am Ende.
E-MU Systems
129
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Modulationsziele
Folgende Modulationsziele sind für die einzelnen Funktionsgeneratoren verfügbar:
Rate
Positive Modulation erhöht die anfängliche Rate.
Negative Werte verringern die anfängliche Rate.
Der Modulationswert +1.0 (Cord: +100%) erzeugt die maximale Step-Rate
(18.147 Hz) - ausgehend von einem beliebigen Anfangswert.
Der Modulationswert -1.0 (Cord: -100%) erzeugt die minimale Step-Rate
(0.081 Hz) - ausgehend von einem beliebigen Anfangswert.
Direction
Ändert die Richtung (forward <-> backward). Dies wird bei jedem Step
berechnet. Die Richtungsmodulation ist nur gültig, wenn der anfängliche
Richtungstyp auf „forward“ oder „backward“ gesetzt ist. Ein positiver Modulationswert (>0.0) wählt die Vorwärtsrichtung. Ein negativer Modulationswert (<0.0) wählt die umgekehrte Richtung.
Retrigger
Startet den Funktionsgenerator neu, wenn die Modulationsquelle den
Nulldurchgang in der positiven Richtung passiert.
Durch Modulieren des Length-Wertes ändert sich der End Step wie folgt:
1. Die Modulation fügt dem anwenderdefinierten End Step etwas
hinzu.
• Der Mod-Wert +1.0 (Cord: +100%) fügt dem End Step 64 Steps
hinzu (gekappt bei 64).
Length
• Der Mod-Wert -1.0 (Cord: -100%) fügt dem End Step -64 Steps
hinzu (gekappt bei 1).
2. Wenn der aktuelle Step die Summe von End Step und Modulation
Amount übersteigt, reagiert der Funktionsgenerator wie folgt:
• Bei Einzelrichtungstypen, wie forward, backward usw.) kehrt er in
einem Loop zum Anfangs-Step zurück.
• Bei Pendulum kehrt er die Richtung um.
• Bei One Shot hält er an.
Ideen zum Funktionsgenerator
• Geschwindigkeits-Steuerung - Sie können
bestimmte Noten verlangsamen oder beschleunigen, indem Sie Function Generator Gate zurückrouten, damit es seine eigene Rate steuert.
Positive Cord-Werte beschleunigen die durchs
Gate geleiteten Noten. Negative Cord-Werte verlangsamen die durchs Gate geleiteten Noten.
• Glide-Steuerung - Bei diesem
Patch „gleiten“ nur die Noten, bei
denen Gate eingeschaltet ist.
Diese Technik funktioniert bei
allen Musikstilen, inklusive Synth
Bässen, ausgezeichnet und kann
den Klang durch ein weiteres
interessantes Element bereichern.
Rate
In
Function
Generator
Lag
Processor
Function
Generator
Gate
Out
Pitch
Initial Lag = 0
Gate
Out
8%
• Pausen und Akzente - Mit diesem einfachen Patch können Sie Pausen und
Akzente auf bestimmten Noten einfügen. Um eine Pause einzugeben, stellen Sie
für Amp Cord Amount einen negativen Werte ein (um den Amp auszuschalten).
Um eine akzentuierte Note einzugeben, geben Sie für Cord Amount einen positiven Wert ein (um den Amp lauter zu machen).
130
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Z-Plane
Filter
Samples
Amp
Vol
Pitch
Negative Amount = Pause
Positive Amount = Akzent
+ Out
Function
Generator
Gate
• Sequenz mit zwei GeschwindigkeiRate
ten - Diese Sequenz wechselt bei
In
Function
jedem Durchlauf die Rate. Der FlipGenerator
Flop wird jedes zweite Mal, wenn er
einen Impuls vom Gate des FunkGate
Out
+10%
tionsgenerators empfängt, eingestellt
und zurückgesetzt. Der Cord
DC
Amount-Wert vom Flip-Flop steuert
-1%
die Stärke der Geschwindigkeitsvariation.
(Hinweis: Der -DC Cord ist deshalb not- nach Belieben einstellen
wendig, weil der Flip-Flop Eingang von
einem negativen auf einen positiven Wert wechseln muss.)
• Sequenz mit mehreren Geschwindigkeiten - Wenn Sie das Timing jedes
Steps einer Sequenz steuern möchten,
können Sie zwei Funktionsgeneratoren verwenden. Function Generator 1
steuert die Tonhöhe und Function
Generator 2 steuert die Länge der
Note.
Initial Rate,
Length & Direction
müssen bei beiden
identisch sein.
Flip
Flop
Function
Generator
1
Rate
AmountWerte
müssen
identisch
sein.
Function
Generator
2
Zwei Funktiongeneratoren bleiben
synchron, wenn ihre anfängliche Rate,
Länge und Richtung sowie die Modulation identisch sind.
• Neutriggern von Samples - Trigger Out des
Funktionsgenerators eignet sich ideal zum Neutriggern von Samples. Tatsächlich lässt sich der
Trigger Out ohne eine Tonhöhensteuerung nur
für das Neutriggern von Samples verwenden.
(Zum Neutriggern von Samples brauchen diese
einen Loop.)
E-MU Systems
Pitch
Rate
Sample
Retrigger (-)
Trigger
Function
Generator
Pitch
+ Out
131
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Filter-Regler
Sie können unter 55 verschiedenen Filtertypen
oder die Option „No Filter“ wählen, wodurch der
Filterbereich übersprungen wird.
Die meisten Filter besitzen zwei Parameter: Für die
Frequenz (oder „Morph“) und die Resonanz („Q,
Gain, Body Size“). Diese beiden Parameter können
kontinuierlich verändert werden, solange der Ton
erklingt (wählen Sie die Einstellung für EchtzeitResonanz aus).
Die Kurve für den Frequenzgang wird während der
Änderung der ursprünglichen Filtereinstellungen
exakt angezeigt. Die Frequenz wird dabei auf der
horizontalen Achse, die Amplitude auf der vertikalen Achse angezeigt.
Hohe Q- oder Resonanzwerte verstärken die Frequenz im Bereich der Cutoff- oder Mitte-Frequenzen.
Bei einem Swept EQ-Filter können Sie mit dem
Gain-Regler den Boost- bzw. Cut-Pegel steuern. Bei einem Phaser oder Flanger bestimmt die Resonanz die Tiefe des Effekts. Bei den Vokalfiltern bestimmt die Einstellung
von „Body Size“ die scheinbare Größe der Mundhöhle.
Wenn die Filter übersprungen werden, können Sie einen Anstieg der Anzahl der Stimmen feststellen. Dies liegt daran, dass Filter CPU-Zyklen beanspruchen. Filter der
zwölften Ordnung beanspruchen die CPU stärker und reduzieren dadurch die mögliche Höchstzahl an Stimmen.
Filter-Beschreibung
Filtertypen
Filter-Name
Ordnung
Typ
Beschreibung
2-pole Lowpass
02
LPF
Typischer Tiefpassfilter des Typs OB, mit wenig steilem
Abfall von 12 dB/Oktave.
4-pole Lowpass
04
LPF
4-poliger Tiefpassfilter, der Standardfilter auf klassischen Analogsynthesizern. 24 dB/Oktave Dämpfung.
6-pole Lowpass
06
LPF
6-poliger Tiefpassfilter mit einem steileren Abfall als bei
4-poligen Tiefpassfiltern. 36 dB/Oktave Dämpfung!
2-pole Highpass
02
HPF
2-poliger Hochpassfilter. Steilheit von 12 dB/Oktave.
4-pole
Highpass
04
HPF
Klassischer 4-poliger Hochpassfilter. Cutoff-Sweep zum
progressiven Kappen von Hochpassfiltern vierter Ordnung.
LPF
2-pole
Bandpass
02
BPF
Bandpassfilter mit einer Dämpfung von 6 dB/Oktave
auf beiden Seiten des Passbands und
Q-Steuerung.
PROGProgrammierbar
4-pole
Bandpass
04
BPF
Bandpassfilter mit einer Dämpfung von 12 dB/Oktave
zu beiden Seiten des Passbands und
Q-Steuerung.
SFX
Contrary
Band pass
06
BPF
Ein neuer Bandpassfilter, bei dem sich die Frequenzspitzen und -täler im mittleren Frequenzbereich bewegen.
132
BPF
Bandpassfilter
EQ+ EQ verstärkender
Filter
EQ-
EQ bedämpfender Filter
FLG
Flanger-Filter
HPF Hochpassfilter
Tiefpassfilter
PHA Phaser-Filter
REZ Hochresonant
Spezialeffekt
VOW Vokal / Formant
WOW Wah-Wah-Pedal
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Filter-Name
Ordnung
Typ
Beschreibung
SweptEQ
1 octave
06
EQ+
Parametrischer Filter zur Verstärkung/Abschwächung
bis zu 24 dB und einer Bandbreite von einer Oktave.
Swept EQ
2->1 octave
06
EQ+
Parametrischer Filter zur Verstärkung/Abschwächung
bis zu 24 dB. Die Bandbreite des Filters beträgt am
unteren Ende des Audiospektrums zwei Oktaven und
verengt sich zum oberen Ende des Spektrums schrittweise auf eine Breite von einer Oktave.
Swept EQ
3->1octave
06
EQ+
Parametrischer Filter zur Verstärkung/Abschwächung
bis zu 24 dB. Die Bandbreite des Filters beträgt am
unteren Ende des Audiospektrums drei Oktaven und
verengt sich zum oberen Ende des Spektrums schrittweise auf eine Breite von einer Oktave.
Phaser 1
06
PHA
Erzeugt den für Phase Shifter typischen Kammfiltereffekt. Frequenz verschiebt die Position von Kerben.
Q beeinflusst die Tiefe der Kerben.
Phaser 2
06
PHA
Kammfilter mit leicht veränderter Kerbenfrequenz
ändert die Kerbenhäufigkeit.
Q beeinflusst die Tiefe der Kerben.
FlangerLite
06
FLG
Enthält drei Kerben. Frequenz wirkt sich auf die Häufigkeit und die Verteilung von Kerben aus.
Q erhöht die Flange-Tiefe.
Vocal
Aah-Ay-Eeh
06
VOW
Vokal-Formant-Filter, der bei maximaler Frequenzeinstellung einen „Ah“-Sound über „Ay“ zu „Ee“
(sprich: Iih) ändert. Q beeinflusst den Größeneindruck
der Mundhöhle.
Vocal Ooh-Aah
06
VOW
Vokal-Formant-Filter, der bei maximaler Frequenzeinstellung einen „Oo“-Sound über „Oh“ zu „Ah“
ändert. Q beeinflusst den Größeneindruck der Mundhöhle.
Dual EQ
Morph
06
PROG
Eine genaue Beschreibung finden Sie auf Seite 138.
Dual EQ +
Lowpass
Morph
06
PROG
Eine genaue Beschreibung finden Sie auf Seite 139.
Dual EQ
Morph +
Expression
06
PROG
Eine genaue Beschreibung finden Sie auf Seite 138.
Peak/Shelf
Morph
06
PROG
Eine genaue Beschreibung finden Sie auf Seite 139.
Morph
Designer
2 - 12
PROG
Eine genaue Beschreibung finden Sie auf Seite 135.
Ace of Bass
12
EQ+
Morphing von bassverstärkend zu -abschwächend
MegaSweepz
12
LPF
„Lauter“ Tiefpassfilter mit hartem Q. Vorsicht mit
Hochtönern!
EarlyRizer
12
LPF
Klassisches analoges Sweeping mit heißem Q und
unterem Bereich.
Millennium
12
LPF
Aggressiver Tiefpassfilter. Q ermöglicht eine Reihe
stacheliger Tonspitzen.
MeatyGizmo
12
REZ
Filter invertiert bei mittigem Q.
KlubKlassik
12
LPF
Tiefpassfilter mit guter Ansprache und breitem
Spektrum an Q-Sounds.
E-MU Systems
133
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Filter-Name
Ordnung
Typ
Beschreibung
BassBox-303
12
LPF
Aufgedrehte Tiefen mit TB-artigem malmendem
Q-Faktor.
FuzziFace
12
DST
Verzerrung mit bösem Clipping. Q wirkt als
mittenfrequente Tonregulierung.
DeadRinger
12
REZ
Dauerhafter „klingelnde“ Q-Ansprache.
Viele Q-Variationen.
TB-OrNot-TB
12
EQ+
Großartiger Bass-„Prozessor“.
Ooh-To-Eee
12
VOW
Formant-Morphing von Oooh zu Eeee (sprich: Iiii).
BolandBass
12
EQ+
Konstante Bassverstärkung mit mittiger Q-Regulierung.
MultiQVox
12
VOW
Multi-Formant, Q der Anschlagdynamik zuweisen.
TalkingHedz
12
VOW
„Oui“-Morph-Filter. Q fügt Spitzen hinzu.
ZoomPeaks
12
REZ
Hochresonanter Nasalfilter.
DJAlkaline
12
EQ+
Band-betonender Filter, Q verschiebt „Klingelfrequenz“.
BassTracer
12
EQ+
Tiefes Q verstärkt den Bass. Stellen Sie Q auf 115, und
probieren Sie die Wellenformen „Sawtooth“ oder
„Square“.
RogueHertz
12
EQ+
Bass mit mittiger Verstärkung und weichem Q.
Sweep-Cutoff für Q bei 127.
RazorBlades
12
EQ-
Kappt verschiedene Frequenzbänder.
Q zur Auswahl unterschiedlicher Bänder.
RadioCraze
12
EQ-
Eingeschränktes Band für billigen radioartigen EQ.
Eeh-To-Aah
12
VOW
Formant-Bewegung von „E“ (sprich: I) zu „Ah“.
Q verstärkt Spitzencharakter.
UbuOrator
12
VOW
Aah-Uuh-Vokal ohne Q. Erhöhen Sie den Q-Wert für
kehlige Vokale.
DeepBouche
12
VOW
Französische Vokale! „Ou-Est“-Vokal bei niedrigem Q.
FreakShifta
12
PHA
Phasiger Verschiebungseffekt. Probieren Sie bei maximalem Q das Intervall einer großen Sexte.
CruzPusher
12
PHA
Unterstreicht bei hohem Q harmonischen Charakter.
Kombination mit Sägezahn-LFO probieren.
AngelzHairz
12
FLG
Weicher Sweep-Flanger. Gut geeignet für Vox-Waves,
z. B. 1094, Q=60 z. B. I094, Q = 60
DreamWeava
12
FLG
Direktionaler Flanger. Pole bewegen sich bei niedrigem Q nach unten, bei hohem Q nach oben.
AcidRavage
12
REZ
Großartige analoge Q-Ansprache. Breiter Tonbereich.
Mit Sägezahn-LFO probieren.
BassOMatic
12
REZ
Niedrige Verstärkung der Bässe. Q verzerrt bei maximalem Pegel.
LucifersQ
12
REZ
Heftiger mittiger Q-Filter! Vorsicht bei Q-Werten von
40-90.
ToothComb
12
REZ
Stark resonierende uninso Verschiebung der Obertonspitzen. Mittige Q-Einstellung probieren.
EarBender
12
WAH
Zwischen Wah und Vokal. Starke Mittenverstärkung.
Gemein bei hohen Q-Einstellungen.
KlangKling
12
SFX
„Klingelnder“ Flange-Filter. Q „stimmt“ die Klingelfrequenz.
134
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Programmierbare Morphing-Filter
Es gibt fünf programmierbare Morphing-Filter, deren Ansprache im Zeitverlauf geändert werden kann. Sie können jetzt Ihre eigenen benutzerdefinierten Filter für ein Morphing zwischen Filtertypen erstellen.
Morph Designer
Ein umfangreich programmierbares Filter mit bis zu sechs Filtersektionen.
Dual EQ Morph
Ein 2-Frame Morphing-Filter mit zwei EQ-Sektionen und steuerbarem Gain.
2EQ Morph + Expression Dieses Filter enthält zwei EQ-Sektionen und ein separat steuerbares Tiefpass-Filter.
2EQ Morph + Lowpass
Morph
Dieses Filter besitzt zwei EQ-Sektionen und Tiefpass-Filter, die mit dem
Morph-Parameter gekoppelt sind.
Peak/Shelf Morph
Dies ist ein 2-Frame Morphing-Filter mit unabhängiger Steuerung von Frequenz,
Shelving und Peak jedes Filter-Frames.
Nehmen Sie sich die Zeit, sich mit diesen leistungsstarken Filtern vertraut zu machen.
Sie sind extrem nützlich und klingen großartig. Die grafische Darstellung des Frequenzgangs ist für das Verständnis der Funktionsweise dieser komplexen Filter besonders
hilfreich, da die einzelnen Filter leicht unterschiedliche Steuerungsfunktionen besitzen.
Morph Designer
Der Morph Designer ist das Optimum an Synthesizer-Filtern mit bis zu sechs vollständig
programmierbaren Filtersektionen (Lowpass,
Highpass oder EQ) und der Möglichkeit, zwischen
zwei völlig verschiedenen Frame-Einstellungen
der sechs Sektionen zu morphen.
LP
EQ
EQ
EQ
EQ
HP
Hi
Morph
Lo
Morph
1
2
3
4
5
6
Filter-Sektionen
Jeder der sechs Filtersektionen kann die Funktion
eines Lowpass-, Highpass- oder EQ-Filters zugewiesen werden. Filterfrequenz und Q (oder Gain im
Fall des EQ) sind für die tiefen und hohen Positionen des Morph-Reglers einstellbar. Wenn man
den Morph-Regler ändert, interpolieren alle Filter
zwischen den programmierten Einstellungen. 24 Drehregler wurden auf nur zwei
extrem leistungsstarke Steuerelemente, Morph und Gain (Offset), reduziert.
EQ Stage Gain-Regler
• Die kleinen Gain-Regler steuern das Gain (-24dB bis +24 dB)
• Das große Gain-Rad steuert das Gain Offset (-24dB bis +24dB)
• Die beiden Gain-Regler können jeder Sektion Verstärkung hinzufügen (Clipping
bei 0 oder 100%)
HP/LP Stage Gain-Regler
Tipp: Stellen Sie das
Gain/Q Wheel in die
Mitte, während Sie Ihren
Morph Designer-Filter
programmieren, und
verwenden Sie den
Morph-Regler zum
Schwenken des Filters.
• Die kleinen Gain-Regler steuern die Güte Q (0 bis 100%)
• Das große Q-Rad steuert das Q Offset (-50% bis +50%)
E-MU Systems
135
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
• Die beiden Q-Regler können jeder Sektion Verstärkung hinzufügen (Clipping bei
0 oder 100%)
Erforschen Sie den Morph Designer
Mit nur wenigen Filtersektionen lassen sich großartig klingende Filter erzeugen.
1. Wählen Sie ein Preset mit hohem Obertongehalt.
2. Gehen Sie ins Voice Processing-Fenster, wählen Sie alle Gruppen und Morph
Designer als Filtertyp.
3. Drehen Sie MIDI Controller A an Ihrem MIDI Keyboard ganz zurück.
Erste Filter-Sektion
4. Wählen Sie LP als Form für Filter Stage 1.
5. Drehen Sie das Morph-Rad ganz zurück. (Wählen Sie das Rad und drücken Sie Pos1.)
6. Stellen Sie das Gain-Rad auf die Mitte ein. (Alt drücken und auf den Regler klicken.)
7. Setzen Sie die Frequency- und Gain-Regler von Lo Morph ganz zurück.
8. Drehen Sie das Morph-Rad ganz auf. (Wählen Sie das Rad und drücken Sie dann
Ende.)
9. Setzen Sie die Frequency- und Gain-Regler von Hi Morph auf die Maximal-Ein-
stellungen.
10. Spielen Sie jetzt auf dem Keyboard und drehen Sie das Morph-Rad. Sie haben
gerade die klassische Synthesizer Tiefpassfilter-Ansprache erstellt, wobei in diesem
Fall Q automatisch aufgedreht wird, wenn Sie die Filterfrequenz ändern. Wenn Sie
das Q Wheel aufdrehen, erhalten Sie sogar noch mehr Q. (Der Q-Regler wird zu den
Lo- und Hi Q-Einstellungen addiert.)
Weitere Sektion hinzufügen
11. Wählen Sie Stage 2 und dieses Mal EQ als Filtertyp.
12. Drehen Sie das Morph-Rad zurück (lassen Sie das Gain-Rad in der Mitte stehen).
13. Stellen Sie Lo Morph Frequency auf das Minimum ein.
14. Stellen Sie Low Morph Gain auf 0. (Alt drücken und auf den Regler klicken.)
15. Drehen Sie das Morph-Rad auf das Maximum auf.
16. Stellen Sie die kleinen Hi Morph-Regler so ein,
dass eine weitere kleine Resonanzspitze neben der
des Tiefpass-Filters erscheint. Das Display der
Filteransprache sollte etwa wie folgt aussehen:
17. Spielen Sie jetzt auf dem Keyboard und drehen Sie das Morph-Rad. Die beiden
Resonanzspitzen werden deutlich wahrnehmbar, wenn Sie die Filterfrequenz
(Morph) aufdrehen und sie klingen wesentlich interessanter als ein einfaches
Tiefpass.
18. Fahren Sie fort und stellen Sie die Regler probeweise anders ein. Achten Sie auf die
Interaktion zwischen den Lo/Hi Morph-Reglern und dem Morph-Rad. Es ist eigentlich ganz einfach. Das Morph-Rad interpoliert zwischen den Einstellungen Lo und
Hi der Filtersektion.
Weitere Sektion hinzufügen
19. Wenn Sie bereit sind, fügen Sie noch eine weitere Filtersektion hinzu. Sie sind jetzt
auf sich gestellt und können jeden gewünschten Filtertyp wählen. Bereits mit drei
der sechs Sektionen kann man wirklich super klingende Filter kreieren.
136
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Morph Designer-Regler
Regler
Funktion
Morph
(Frequency)
Der Morph-Regler führt eigentlich ein Morphing zwischen den Low
Morph und High Morph Frames des Filters durch. Der Morph-Regler ist
ein Modulationsziel.
Gain/Q (Resonance)
Erhöht oder verringert das Gain oder Q aller Filtersektionen gleichzeitig.
Diese Werte werden den Einstellungen der Lo und Hi Morph-Regler
hinzugefügt. Der Resonance-Regler ist ein Modulationsziel.
Section
Wählt die zu editierende Filtersektion.
Shape
Wählt die Filterform der momentan editierten Sektion.
Off...........Deaktiviert die Filtersektion
EQ........... Peak oder Dip-Ansprache
Lowpass....Lowpass-Ansprache mit Q
Highpass..Highpass-Ansprache mit Q
Lo Morph
Frequency
Wählt die Mitte-Frequenz der aktuellen Sektion, wenn der Morph-Regler
auf Minimum steht.
Lo Morph Gain/Q
Wählt das Gain (bei EQ) oder Q (bei Lowpass oder Highpass) der
aktuellen Sektion, wenn der Morph-Regler auf Minimum steht.
Hi Morph
Frequency
Wählt die Mitte-Frequenz der aktuellen Sektion, wenn der Morph-Regler
auf Maximum steht.
Hi Morph Gain/Q
Wählt das Gain (bei EQ) oder Q (bei Lowpass oder Highpass) der
aktuellen Sektion, wenn der Morph-Regler auf Maximum steht.
E-MU Systems
137
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
Dual EQ Morph
Dies ist ein programmierbarer 2-Frame MorphingFilter mit zwei EQ-Sektionen. Wenn man den
Morph-Wert erhöht, interpoliert der Filter von den
tiefen zu den hohen Einstellungen. Das Gain jeder
Sektion bleibt während des Morphings konstant,
kann aber zum Note-On Zeitpunkt durch Steuern
des Initial Gain-Parameters skaliert werden.
Mit diesem Filter können Sie eigene vokale Formanten-Filter erstellen.
(Probieren Sie die gezeigten Einstellungen aus und
modulieren Sie mit der +Filter-Hüllkurve oder dem
+LFO.)
High EQ 1
Morph = Filt. Freq.
Expression = Filt. Res.
High EQ 2
Low EQ 1
or
ph
Dual EQ &
2EQ MorphFilter
Low EQ 2
M
Amplitude
Dual EQ Morph + Expression
Frequency
Bei einer Erhöhung des Morph-Wertes interpoliert das Filter von den Low zu den H
Frequency-Einstellungen.
Dieser Filter besitzt ebenfalls zwei EQ-Bereiche
sowie einen Tiefpassfilter mit unabhängiger Steuerung der Tiefpassfilterfrequenz (Expression).
Dadurch können Sie z. B. die Anschlagdynamik
verwenden, um ein expressives Timbre über den
Tiefpassfilter zu steuern, während der Morph-Filter
für einen anderen Effekt moduliert wird. Wenn der
Morph-Wert erhöht wird, schaltet der Filter von
den niedrigen auf die hohen Einstellungen. Der
Gain-Parameter für die einzelnen EQ-Bereiche
bleibt während des Morphings unverändert.
138
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven
2EQ + Lowpass Morph
Dieser ungewöhnliche Filter besitzt zwei EQ-Bereiche sowie einen Tiefpassfilter, dessen Frequenz
auch durch den Morph-Parameter gesteuert wird.
Der Tiefpassfilter ist bei einer Einstellung von 255
vollständig geöffnet. Wenn der Morph-Wert
erhöht wird, schaltet der Filter von den niedrigen
auf die hohen Einstellungen und der Tiefpassfilter
wird für hohe Frequenzen durchlässiger. Der QFaktor des Tiefpassfilters besitzt eine Anfangseinstellung und kann mit Hilfe des Parameters
„Filter Resonance“ auch in Echtzeit moduliert werden. Der Gain-Parameter für die einzelnen EQBereiche bleibt während des Morphings
unverändert.
Fc/Morph = Filt. Freq.
LPF Q = Filt. Res.
Peak/Shelf Morph
Dieser 2-Frame Morphing-Filter verfügt für jeden
der beiden Filter-„Frames“ über eine unabhängige
Frequenz-, Shelving- und Peaksteuerung. Der
Parameter „Peak“ kann durch Steuern des Parameters „Filter Resonance“ auch in Echtzeit moduliert
werden.
Morph = Filt. Freq.
Peak = Filt. Resonance
Wenn der Parameter „Shelf“ negativ ist, ist die
Shelving-Ansprache des Filters verringert. Wenn
der Parameter „Shelf“ positiv ist, ist die ShelvingAnsprache des Filters entsprechend erhöht. Bei
einem Shelf-Wert von Null zeigt der Filter eine
Peak-Filter-Ansprache.
Beachten Sie, dass die drei Steuerelemente der beiden Morphing-Frames in diesem Filter gruppiert
und alle drei Steuerelemente gemorpht sind.
E-MU Systems
139
6 – Stimmbearbeitung
Amplifier-Regler
Amplifier-Regler
Mit Hilfe dieser Parameter können Sie die
allgemeinen Lautstärke- und Paneinstellungen sowie die Ausgabekanäle für die ausgewählte(n) Stimme(n) festlegen.
Volume
Mit diesem Regler können Sie die
ursprüngliche Lautstärke der Stimme in
einem Bereich von –96 dB bis +10 dB einstellen. Es handelt sich hierbei um den
gleichen Lautstärkeregler, der auch in
„Voices & Zones“ auf der Registerkarte
„Mix/Tune“ angezeigt wird (Seite 85).
Regeln Sie die Amplifier-Lautstärke herunter, bevor Sie die Einstellung von „Amp Volume“ modulieren. (Bei voller Lautstärke können Modulationen nicht mehr herausgehört werden.)
Die Standardeinstellung lautet 0 dB und bietet ein wenig Headroom, sodass weitere
Modulatoren hinzugefügt werden können, ohne dass es zum Clipping kommt. Verwenden Sie diesen Lautstärkeregler, um die Stimmausgabe mit den anderen Ausgängen
abzugleichen. Wenn es zum Clipping kommt, reduzieren Sie die Lautstärkeeinstellung.
Panning
Hier können Sie die ursprüngliche Pan-Position der Stimme im Stereobild bestimmen.
Nachfolgende Modulationen werden von diesem Wert abgezogen oder dem Wert hinzugefügt. Es handelt sich hierbei um den gleichen Panregler, der auch in „Voices &
Zones“ auf der Registerkarte „Mix/Tune“ angezeigt wird (Seite 85)
Amp Envelope Dynamic Range
Hier können Sie die maximale Dämpfung des Amplifier-Hüllkurvengenerators festlegen. Einstellbar von -96 dB bis -48 dB. Wenn Sie bei längeren Einschwingphasen die
Hüllkurventiefe reduzieren (bis –48 dB), erhalten Sie eine natürlicher klingende Lautstärke-Hüllkurve.
Response
Wet/Dry
Sie können zwischen einem „klassischen“ Amplitudengang und der Einstellung „Proteus X“ auswählen. Wählen Sie die Classic-Ansprache NUR, wenn Sie für HardwareProteusen entwickeln. Dieser Button sollte deaktiviert sein (Off), wenn Sie Sounds für
Proteus X erstellen.
wet
zum
Preset
FX
dry
FX Wet/Dry
Dieser Regler bestimmt die Wet/Dry-Signalmischung, die vom Voice Main-Ausgang zu
den Preset FX-Prozessoren geleitet wird. Siehe Diagramm rechts.
Bei der Einstellung “0“ wird kein Signal vom Main-Ausgang der Stimme zum Preset FX
geleitet. Bei der Einstellung „100“ wird der gesamte Main Voice-Ausgang durch den
Preset FX geleitet
Main
Aux 1
Voice
Output
Aux 2
zum
Aux
FX
Aux 3
140
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
Voice Effect Sends
Voice Effect Sends
Jede Voice besitzt einen Main Output-Pegelregler, der in einen Wet/Dry-Mischer eingespeist wird, und drei Aux Send-Pegelregler. Die Wet/Dry-Ausgänge aller Stimmen im
Preset werden auf den Preset FX summiert. Der Ausgang der Preset FX-Sektion kann in
die Main- und Aux 1-3 Ausgänge gemischt werden. Der Main Output des Preset FX
führt direkt zum Haupt-Stereo-Ausgang des Kanals. Die Aux-Ausgänge des Preset FX
werden mit den Aux Output-Signalen aller Stimmen summiert.
Alle Aux Sends 1-3 von allen Stimmen und Kanälen werden mit den Aux-Ausgängen 13 des Preset FX summiert und dann in die Aux FX-Prozessoren der Multisetup Page
eingespeist. Siehe Seite 57. Die Ausgänge der Aux FX-Prozessoren (die auch umgangen
werden können) werden in die Aux Output-Sektion eingespeist, von wo aus sie zu
jedem verfügbaren ASIO-Ausgang geleitet werden können.
Mit dem Aux Output On/Off-Button rechts neben den Main-Ausgängen jedes Kanals
können Sie die Aux Sends für diesen Kanal ein-/ausschalten und dadurch den Kanal
mit und ohne Effekte hören.
Wet/Dry
pro PRESET
Post FX
Sends
Main
Main
ASIO 1/2
wet
FX A
FX B
Aux 1
Aux 2
dry
Aux 3
Aux
On/Off
Main
Aux Outputs
Aux 1
Voices
Aux 1
FX
ASIO 1/2
ASIO 3/4
ASIO 31/32
Aux 2
Aux 2
FX
ASIO 1/2
ASIO 3/4
ASIO 31/32
Aux 3
pro
VOICE
Aux 3
FX
ASIO 1/2
ASIO 3/4
ASIO 31/32
pro MULTI
Die Voice Effect Send-Pegel und die Wet/Dry-Mischung sind mit den Voice Modulation
Cords steuerbar. Siehe“Send Aux 1-3” auf Seite 145.
Siehe auch “Preset Effekt-Anteil mittels Voice steuern” auf Seite 173
E-MU Systems
141
6 – Stimmbearbeitung
Modulations-Cords
Modulations-Cords
Jede Stimme umfasst 36 Cords, mit deren Hilfe Sie Modulationsquellen mit -zielen
verbinden und die Modulationswerte steuern können. Nur drei Modulationsverbindungen sind dauerhaft eingerichtet: Amp-Hüllkurve-zu-Amplifier, Pitchbendrad-zuTonhöhe und Taste-zu-Tonhöhe. Alle weiteren Modulations-Routings müssen erst
durch Cord-Verbindungen erstellt werden.
Cord Page-Wahltasten
CordQuellen
Cord-Ziele
Modulationsstärke
Betrag +/-
Modulationsquelle
LFO 1
-
Ziel
+
Amp
Volume
Tremolo lässt sich erzeugen, indem man einen LFO mittels Cord zu Amp Volume routet.
Modulation Sources
Quelle
Beschreibung
Crossfade Random
Erzeugt für alle Stimmen eines Presets denselben Zufallswert. Diese
Quelle ist für das Überblenden zwischen Stimmen gedacht.
Key (+, ~)
Tastenverfolgung - Dieser Wert steigt, wenn Sie auf der Tastatur
aufwärts spielen.
Velocity (+, ~, <)
Anschlagdynamik - Dieser Wert steigt mit steigender Härte des
Anschlags.
142
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
Modulations-Cords
Modulation Sources
Quelle
Beschreibung
Release Velocity
Dieser Wert steigt mit abnehmender Loslassgeschwindigkeit der Taste.
Gate
Dieser Wert besitzt bei gedrückter Taste seinen vollen Wert.
Pitch Wheel
MIDI-Daten vom Pitchbend-Rad Ihres Keyboards.
Mod Wheel
MIDI-Daten vom Modulationsrad oder –hebel Ihres Keyboards.
Pressure
Aftertouch-MIDI-Daten (Channel Pressure)
Pedal
MIDI-Daten vom Fußpedal (normalerweise Controller 4)
MIDI A - P
16 zuweisbare MIDI Continuous Controller. Siehe Seite 25.
Footswitch 1 & 2
MIDI-Daten von einem Fußschalter (normalerweise Controller 64 & 65)
F-F Footswitch 1&2
MIDI-Eingangssignale von Fußschaltern, die mit jedem Drücken einoder ausgeschaltet werden.
T’switch
MIDI “Thumb-Switch” Eingang. Allgemeiner Schalter-Controller.
T’switch FF
MIDI Flip-Flop Thumb-Switch-Eingang. Einrastender Schalter-Controller.
MIDI Volume
MIDI Continuous Controller-Daten auf Kanal 7
MIDI Pan
MIDI Continuous Controller-Daten auf Kanal 10
Expression
MIDI Expression Controller-Daten (MSB) auf Kanal 11
Key Glide
Eine stufenlos variable Steuerungsquelle, die auf der Glide-Rate und
dem Intervall zwischen den zwei zuletzt gespielten Noten basiert.
Key CC Window
Tasten der Tastatur fungieren als Modulationsquelle - wird in Verbindung mit “Key CC Window” eingesetzt. Siehe Seite 71.
Amp Envelope
Amplifier-Hüllkurvengenerator (+, ~, -) Siehe Seite 145.
Filter Envelope
Filter-Hüllkurvengenerator (+, ~, -) Siehe Seite 145.
Aux Envelope
Auxiliary-Hüllkurvengenerator (+, ~, -) Siehe Seite 145.
LFO 1 & 2 (+, ~)
Nieder-Frequenz-Oszillatoren 1 & 2
Func Generators 1-3
Funktionsgenerator 1, 2 & 3 Ausgänge (+, ~, <). Siehe Seite 126.
Func Gen Gate & Trig
Funktionsgenerator Gate und Trigger Ausgänge. Siehe Seite 130.
White Noise
Eine sich konstant verändernde Zufallssteuerungsquelle für Effekte
Pink Noise
Eine Zufallssteuerungsquelle mit niedrigerer Frequenz.
KRandom 1 & 2
Diese Quellen erzeugen unterschiedliche Zufallswerte für einzelne
Stimmen. Die Werte werden zum Key-On Zeitpunkt ermittelt und
bleiben konstant.
Lag 0 & 1 in
Lag-Prozessoren können auch als Summenverstärker verwendet werden. Siehe Seite 125.
Lag Processor 1 & 2
Lag-Prozessoren verlangsamen schnelle Änderungsvorgänge.
Siehe Seite 125.
Channel Lags 1 & 2
Lag-Prozessoren, die auf Kanalebene arbeiten. Siehe Seite 125.
Channel Ramp
Ein Slope-Generator, der durch die erste angeschlagene Taste ausgelöst wird. Siehe Seite 74.
Poly Key Timer
Gibt einen Wert aus, der auf der Zeit basiert, die eine Taste gedrückt
gehalten wird. Siehe Seite 74.
Clock Divisors
Die MIDI-Clock wird dem angegebenen Wert entsprechend geteilt
und als Modulationsquelle verwendet. Siehe Seite 220.
E-MU Systems
143
6 – Stimmbearbeitung
Modulations-Cords
Modulation Sources
Quelle
Beschreibung
DC Offset
Ein fester Wert, der mithilfe des Cords skaliert werden kann, um einen
Wert zu versetzen.
Summing Amp
Mit Hilfe des Summenverstärkers können Sie mehrere Modulationssignale so mischen, dass Sie durch einen einzigen Cord-Wert gesteuert
werden können. Siehe Seite 224.
Switch
Dieser Schalter gibt einen vollen Wert (100) aus, wenn das Eingangssignal größer als 0 ist. (Dieser Ausgabewert kann mit Hilfe eines Cords
skaliert werden.) Siehe Seite 224.
Absolute Value
Dieser Prozessor kehrt negative Werte um und wirkt sich auf positive
Werte gar nicht aus, sodass nur positive Werte ausgegeben werden.
Siehe Seite 224.
Diode
Dieser Prozessor lässt nur positive Werte durch.
Negative Werte werden blockiert. Siehe Seite 224.
Flip-Flop
Die Ausgabe dieses Prozessors wechselt jedesmal zwischen dem vollen
Wert und Null, wenn der Eingang von Null oder einem negativen
Wert kommt und positiv wird. Wenn ein LFO an den Eingang angeschlossen wird, würde die Ausgabe einer Rechteckschwingung mit
halber Eingangsfrequenz entsprechen. Siehe Seite 224.
Quantizer
Sich fließend verändernde Signale werden in einzelne Schritte umgewandelt. Der Wert des Eingangs-Cords bestimmt die Anzahl der
Schritte. Der Wert des Ausgangs-Cords bestimmt die Größe der
Schritte. Siehe Seite 224.
(Hinweis: Gain 4x kann die Anzahl oder die Größe der Schritte
erhöhen.)
Gain 4x
Dieser Prozessor verstärkt das eingehende Modulationssignal um den
Faktor 4.
Tonhöhen-Tabelle
Um bestimmte Tonhöhen beim Routen von LFOs, Hüllkurven und Controllern durch
die PatchCords zu erzeugen, gehen Sie nach folgender Tabelle vor.
Halbton
Cord-Wert
Halbton
Cord-Wert
Halbton
Cord-Wert
1
3.125
9
28.125
17
53.125
2
6.25
10
31.25
18
56.25
3
9.375
11
34.375
19
59.375
4
12.5
12
37.5
10
62.50
5
15.625
13
40.625
21
65.625
6
18.75
14
43.75
22
68.75
7
21.875
15
46.875
23
71.875
8
25.00
16
50.00
24
75.00
144
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
Modulations-Cords
Modulationsziele
Ziel
Beschreibung
Key Sustain
Hält die Hüllkurvengeneratoren auf dem Sustain-Punkt, solange dieser Wert größer als Null ist.
Fine Pitch
Modulation zur Feinstimmung mit einem Bereich von maximal 1 Halbton.
Pitch
Umfassende Tonhöhenmodulation
Glide
Steuert die Portamento- (oder Glide-) Dauer.
Chorus Amount
Steuert die Stärke des Stimmen-Chorus (Doubling).
Chorus Position ITD
Steuert das ITD (Inter-aural Time Delay, Wahrnehmungsverzögerung zwischen rechtem und linkem
Ohr) des Stimmen-Chorus. Siehe Seite 125.
Sample Start
Steuert den Versatzpunkt für den Sample-Start. Siehe Seite 118.
Sample Loop
Steuert die Länge des Sample-Loops. Siehe Seite 147.
Sample Retrigger
Ein Wert, der durch Null ins Negative geht, startet das Sample vom Startpunkt aus erneut. (Hinweis:
Ein Sample ohne Loop wird nicht neu gestartet, wenn es bereits abgespielt wurde. Behelf: Erstellen
Sie einen „stummen“ Loop am Sample-Ende. Jetzt wird das Sample so lange neu getriggert, wie die
Note gehalten wird.)
Loop Select
(Continuous)
Loop-Auswahl, die zum nächsten gewählten Loop durchgespielt wird. Nur Rückwärtssprünge sind
erlaubt. Siehe Seite 154.
Loop Select
(Jump)
Loop-Auswahl, die am Ende des momentan abgespielten Loops zum gewählten Loop springt. Vorwärts- und Rückwärtssprünge sind erlaubt. Siehe Seite 155.
Filter Frequency
Steuert die Frequenz (oder die Morph-Einstellung) des Filters.
Realtime Resonance
Echtzeitsteuerung der Filterresonanz (Q-Faktor, Verstärkung, Body Size).
‘Filter Resonance
Die Filterresonanz wird nur bei Note-On eingestellt.
Amp Volume
Steuert die Lautstärke der Stimme.
Amp Pan
Steuert die Links-/Rechtsausrichtung der Stimme.
Amp Crossfade
Steuert die RT-Überblendung von entsprechend programmierten Stimmen. Siehe Seite 125.
Send Main
Steuert den Pegel der Stimme, die zum Preset FX- und Hauptausgang geschickt wird. Siehe
Seite 166.
Send Aux 1-3
Steuert den Pegel der Stimme, die zu den Aux Send 1, 2 oder 3 FX-Prozessoren geschickt wird.
Siehe Seite 166.
Wet/Dry Mix
Steuert die Wet/Dry-Mischung, die zum Preset FX geleitet wird. Siehe Seite 166.
Amp Envelope Rates
Positive Werte verringern die Raten aller Phasen der Amp-Hüllkurven.
Amp Env. Attack
Positive Werte verringern die Attack-Rate der Amp-Hüllkurve.
Amp Env. Decay
Positive Werte verringern die Decay-Rate der Amp-Hüllkurve.
Amp Env. Release
Positive Werte verringern die Release-Rate der Amp-Hüllkurve.
Filter Envelope Rates Positive Werte verringern die Raten aller Phasen der Filter-Hüllkurven.
Filt Env Atk, Dcy, Rel
Entspricht den Angaben für Amplifier. Siehe oben.
Filter Env. Trigger
Ein Wert, der durch Null ins Positive geht, startet die Hüllkurve erneut.
Aux. Envelope Rates
Positive Werte verringern die Raten aller Phasen der Aux.-Hüllkurven.
Aux Env Atk, Dcy, Rel Entspricht den Angaben für die Amplifier Envelope-Parameter. Siehe oben.
Aux Env. Trigger
Ein Wert, der durch Null ins Positive geht, startet die Hüllkurve erneut.
LFO Rate (1 & 2)
Positive Werte erhöhen die LFO-Rate.
LFO Trigger (1 & 2)
Ein Wert, der durch Null ins Negative geht, setzt den LFO auf Null zurück.
E-MU Systems
145
6 – Stimmbearbeitung
Modulations-Cords
Modulationsziele
Ziel
Beschreibung
Lag Processor (1 & 2) Eingänge für die Lag Prozessoren 1 & 2. Siehe Seite 125.
Lag Rates (1 & 2)
Steuert die Raten der Lag-Prozessoren 1 & 2. Siehe Seite 125.
Summing Amp
Eingang des Summenverstärkers. Siehe Seite 224.
Switch
Eingang des „Switch“-Prozessors. Siehe Seite 224.
Absolute Value
Eingang des „Absolute Value“-Prozessors. Siehe Seite 224.
Diode
Eingang des „Diode“-Prozessors. Siehe Seite 224.
Flip-Flop
Eingang des „Flip-Flop“-Prozessors. Siehe Seite 224.
Quantizer
Eingang des Quantisierers. Siehe Seite 224.
Gain 4x
Eingang des 4x-Amplifiers. Siehe Seite 224.
Key Timer Rate
Steuert die Eingangsrate für den Poly Key TImer. Siehe Seite 72.
Oscillator Speed
Prozentuale Geschwindigkeitsmodulation für die TwistaLoop-Wiedergabe.
FuncGen Rate 1-3
Steuert die Rate zwischen jedem Step der Funktionsgeneratoren 1, 2 oder 3. Siehe Seite 130.
FuncGen Retrig 1-3
Startet den Funktionsgenerator neu, wenn der Wert den Nulldurchgang in positiver Richtung
passiert.
FuncGen Length 1-3
Moduliert den End Step der Funktionsgeneratoren 1, 2 oder 3. Siehe Seite 130.
FuncGen Dir. 1-3
Ändert die Vorwärts/Rückwärts-Richtung der Funktionsgeneratoren 1, 2 oder 3. Siehe Seite 130.
Cord 1 - 36 Amount
Steuert den Pegel der PatchCords 1-36.
Polarität der Modulationsquellen
Einige der Modulationsquellen sind mit folgenden Suffixen versehen: +, ~,<. Sie geben
die Polarität der Modulationsquelle an. Ein Pluszeichen (+) bedeutet, dass der Wertebereich der Quelle von Null bis zum Höchstwert reicht. Das (~)-Symbol gibt an, dass
es sich um eine bidirektionale Quelle handelt. Ein LFO mit Zentrum auf der Nulllinie
würde sowohl positive als auch negative Werte annehmen. Das (<)-Symbol gibt an,
dass die Quelle Werte vom ursprünglichen Zielwert nur subtrahiert. Diese Art von Steuerung eignet sich besonders für die Regulierung des Verhältnisses von Anschlagdynamik und Lautstärke, wo soviel Headroom wie möglich bestehen bleiben soll. In der
folgenden Tabelle sehen Sie die drei Arten der Polarität.
Steuerwert
0
63
127
angewandter Steuerwert
+
~
<
146
+ Modulation ADDIERT Werte
0
63
127
zum Anfangswert. (Normal)
~ richtet sich auf Null aus
-63
0
+64
(für LFOs, Filt. Freq. verwenden)
< Modulation SUBTRAHIERT
-127
-63
0
Werte vom Anfangswert
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
Modulations-Cords
Summenknoten
Alle Modulationseingänge von Proteus X sind Summenknoten. Das bedeutet, dass Sie
beliebig viele Modulationsquellen an einen Eingang anschließen können (z. B. „Pitch“
oder „AmpVol“). Modulationsquellen werden einfach algebraisch addiert. Wenn Sie
zwei Regler mit den Einstellungen -100 und +100 anschließen, ergibt sich ein Wert von
Null.
Wissenswertes über PatchCords
• Ereignisse in Echtzeit werden auf niedrig nummerierten Cords früher ausgeführt. Deshalb ist
es empfehlenswert, wichtige Funktionen auf niedrig nummerierte Cords zu legen und Komponenten komplexer Modulations-Patches im Cords-Abschnitt in der richtigen Reihenfolge
anzuordnen.
• Negative Cord-Werte invertieren Hüllkurven und LFO-Wellenformen.
• Um den Effekt eines Steuerungsreglers zu invertieren, müssen Sie den entsprechenden Cord
auf –100 setzen und einen DC mit einem Cord-Wert von +100 hinzufügen.
Modulation von Sample-Loops
Obwohl keine anfängliche Steuerung vorhanden ist, kann die Loop-Position des
Samples mit Hilfe eines Cords moduliert werden. Siehe“Modulationsziele” auf
Seite 130. Die Länge des Loops bleibt bei einer Modulierung des Loops unverändert.
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie Pulsbreiten-Modulationen implementieren. Mit
anderen als rechteckigen Wellenformen kann man eine Wavetable Scanning-Synthese
implementieren.
Assign Groups
Hinweis: Um ein
korrektes Pulse-Width
Modulation Patch zu
erstellen, werden die
Sample LoopingFunktionen von Emulator
X benötigt.
Assign Groups können in zwei Typen unterteilt werden:
Hinweis: “Output
Channels” heißt in diesem
Kontext „polyphone
Kanäle“ oder die Anzahl
gleichzeitig spielbarer
Klänge.
• Output Assign Groups - Bestimmen die maximale Anzahl an Ausgabekanälen,
die eine Stimme verwenden kann. Schützt wichtige Parts oder bewirkt beabsichtigtes
„Stehlen“ von Stimmen.
• Poly Key Assign Groups - Beschränkt, wie häufig eine Stimme erklingt, wenn die
gleiche Taste wiederholt angeschlagen wird. Bewahrt die verfügbare Polyphonie, indem
es die Anzahl an Ausgabekanälen beschränkt, die einer einzelnen Taste zugewiesen sind.
Output Assign Groups
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie jeder Stimme eine bestimmte Anzahl an Ausgabekanälen zuordnen. Indem Sie alle Stimmen in einem Preset bestimmten Gruppen
zuordnen, können Sie wichtige Teile davor bewahren, durch kürzlich gespielte Tasten
„gestohlen“ zu werden. Oder Sie können eine Stimme mit beispielsweise einer offenen
Hi-Hat einem Monokanal zuweisen, sodass sie durch eine geschlossene Hi-Hat abgebrochen wird. Die Stimmen wechseln innerhalb der ihnen zugewiesenen Kanalbereiche, ohne dabei andere Kanalbereiche zu stören. Der Standardmodus lautet „Poly All“.
Folgende Modi sind verfügbar.
Poly All
E-MU Systems
Notes are played polyphonically with dynamic channel assignment, using
all 128 channels.
147
6 – Stimmbearbeitung
Modulations-Cords
Poly 16 A-B
Two bins of 16 channels each. Notes are played polyphonically with
dynamic channel assignment, using no more than 16 channels.
Poly 8 A-D
Four bins of 8 channels each. Notes are played polyphonically with
dynamic channel assignment, but using no more than 8 channels.
Poly 4 A-D
Four bins of 4 channels each. Notes are played polyphonically with
dynamic channel assignment, but using no more than 4 channels.
Poly 2 A-D
Four bins of 2 channels each. Notes are played polyphonically with
dynamic channel assignment, but using no more than 2 channels.
Mono A-I
Nine monophonic channels. Any voices assigned to the same letter
interrupt each other, but do not affect other voices.
Poly Key Assign Groups
Die Poly Key Assign Groups beschränken, wie oft eine Stimme bei wiederholtem
Anschlagen der gleichen Taste dupliziert wird. Die Poly Key Groups beschränken die
Polyphonie pro Taste und erlauben Ihnen, die verfügbare Polyphonie des Instruments
besser zu nutzen.
Bei der Voreinstellung “Poly All” kann das wiederholte Anschlagen einer einzelnen
Taste viele Stimmen verbrauchen, besonders bei Pianos, Becken, Snares und anderen
Sounds, bei denen der Envelope Release-Parameter eingesetzt wird. Mit den Poly Key
Assign Groups können Sie für die Anzahl der Noten, die gleichzeitig von einer einzelnen Taste getriggert werden können, eine Obergrenze festlegen (1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 8).
Die Polyphonie-Zählung wird in der Poly Key-Rubrik aufgeführt (8, 6, 5, 4, 3, 2, 1) —
Poly Key 8 beschränkt die Stimmen-Zählung auf 8 Stimmen pro Taste (16 für Stereo),
Poly Key 4 beschränkt die Stimmen-Zählung auf 4 Stimmen pro Taste (8 für Stereo),
Poly Key 2 beschränkt die Stimmen-Zählung auf 2 Stimmen pro Taste (4 für Stereo).
Zusätzlich gibt es für jede Voice Group vier verschiedene Bereiche namens A, B, C, D.
Diese vier Bereich führen völlig getrennte Stimmenzählungen durch und ermöglichen
eine komplexe Steuerung der Polyphonie. Wenn beispielsweise 3 Stimmen einer einzelnen Taste zugewiesen sind, könnte 1 Stimme einer 1-Voice Group und die anderen
2 Stimmen einer 8-Voice Group zugewiesen sein. Die 1-Voice triggert sich mit jedem
Tastenanschlag neu, während die 2 Stimmen, die der 8-Voice Group zugewiesen sind,
ausklingen können und einen Chorus-Effekt erzeugen.
Ein weiteres Beispiel: Sie haben einer Taste vier Stimmen zugewiesen und möchten die
Polyphonie der Taste auf 4 Noten beschränken (4 x 4 = 16 Stimmen max.). Indem Sie
jede der vier Stimmen einem anderen 4-Stimmen-Bereich zuweisen, darf jede Stimme
der Taste nur vier gleichzeitige Noten spielen.
148
Proteus X2 Bedienungshandbuch
6 – Stimmbearbeitung
Modulations-Cords
Polyphonie mittels Poly Key Groups bewahren:
Mit der Poly Key Group-Funktion baut man normalerweise von Grund auf effizientere
Presets auf, aber wenn ein bereits vorhandenes Preset zu viel Polyphonie verbraucht,
können Sie folgende Schnelllösung ausprobieren, die oft (aber nicht immer) funktioniert:
1. Wählen Sie das Preset und kopieren Sie es.
2. Benutzen Sie die Kopie, gehen Sie zu Voices and Zones und der Option Select All.
3. Gehen Sie zu Voice Processing und stellen Sie die Assign Group auf Poly Key 2A
(oder Poly Key 1A) ein.
4. Spielen Sie das Preset — falls es zu trocken klingt — ändern Sie die Einstellung in
Poly Key 3A.
5. Gehen Sie zum originalen Preset und schlagen Sie ständig C3 an, während Sie das
Voice Display am unteren Rand des Proteus X-Bildschirms beobachten.
6. Machen Sie das gleiche mit Ihrem neuen Preset, um die Einsparungen an der Poly-
phonie zu sehen, und achten Sie darauf, dass Sie den Klang des Presets nicht verschlechtert haben. Experimentieren Sie!
7. Speichern Sie die Bank.
Keyboard-Modi
Die Keyboard-Modi steuern, wie Stimmen von der Tastatur getriggert werden. Der
Standardmodus, in dem Akkorde gespielt werden können, lautet „Poly Normal“.
Mit den acht verschiedenen Solo-Modi können Sie ein monophones Instrument spielen. Sie können also nur einen Ton auf einmal spielen. Monophone Holz- und Blechblasinstrumente sowie Streichinstrumente klingen oft realistischer, wenn nur ein Ton
gespielt wird. Die Lead-Lines von Synthesizern erfordern auch den Solo-Modus. Sie
können die vorhandenen Solo-Modi mit monophonen Synthesizer-Sounds oder zum
Erstellen anderer Spieleffekte verwenden.
Mit Hilfe der „Release“-Modi werden Stimmen nur beim Loslassen der Taste ausgelöst.
Bei vielen akustischen Instrumenten, z. B. dem Cembalo, werden auch Klänge beim
Loslassen der Taste erzeugt. Wenn Sie diese Funktion verwenden möchten, erstellen Sie
eine spezielle „Release-Stimme“ und aktivieren Sie für die Stimme einen dieser Modi.
Poly Normal
Polyphoner Standardmodus. Sie können eine beliebige Anzahl an Tönen
spielen.
Multiple
Trigger
Vorrang der letzten Note. Keine „Key-Up“-Funktion. Löst Hüllkurven und
Samples erneut aus, wenn eine Taste gedrückt wird.
Melody (last)
Vorrang der letzten Note. Keine „Key-Up“-Funktion.
Erster Solo-Ton: Hüllkurven starten bei der Einschwingphase von Null.
Samples starten am Anfang.
Wenn der vorherige Ton ausklingt: Hüllkurven starten bei der Einschwingphase, aber vom aktuellen Pegel aus. Samples starten am
Anfang.
Bei Legato-Spiel: Hüllkurven werden von der aktuellen Phase und dem
aktuellen Pegel aus fortgeführt. Samples starten beim Loop oder, wenn
kein Looping durchgeführt wurde, am Anfang.
Melody (low)
Entspricht „Melody (last)“, jedoch mit Vorrang der tiefsten Note. Neu
gespielte Tasten, die höher sind als die niedrigste gedrückte Solo-Taste,
sind nicht zu hören.
E-MU Systems
Solo-Modi erfordern
für den korrekten Betrieb
manchmal eine spezielle
Pre-roll (Seite 20) Länge.
Falls Probleme mit den
Solo-Modi auftreten, sollten Sie probeweise den
Pre-roll-Wert erhöhen.
149
6 – Stimmbearbeitung
Modulations-Cords
Melody (high)
Entspricht „Melody (last)“, jedoch mit Vorrang der höchsten Note. Neu
gespielte Tasten, die tiefer sind als die höchste gedrückte Solo-Taste, sind
nicht zu hören.
Synth (last)
Entspricht „Melody (last)“ mit „Key-Up“-Funktion. Wenn eine aktuell
gespielte Solo-Taste losgelassen wird, während andere Tasten gedrückt
bleiben, erklingt die höchste gedrückte Solo-Taste als Legato-Ton (Hüllkurven werden nicht erneut ausgelöst).
Synth (low)
Entspricht „Synth (last)“, jedoch mit Vorrang der tiefsten Note. Wenn eine
aktuell gespielte Solo-Taste losgelassen wird, während andere Tasten
gedrückt bleiben, erklingt die tiefste gedrückte Solo-Taste als Legato-Ton.
(MiniMoog).
Synth (high)
Entspricht „Synth (last)“, jedoch mit Vorrang der höchsten Note. Wenn
eine aktuell gespielte Solo-Taste losgelassen wird, während andere Tasten
gedrückt bleiben, erklingt die höchste gedrückte Solo-Taste als LegatoTon.
Fingered Glide
Entspricht „Synth (last)“. Allerdings wird die Glide-Funktion bei StakkatoSpiel deaktiviert und bei Legato-Spiel aktiviert.
Poly Release
Trig Release
Vel
Polyphone Funktion. Die Stimme wird jedoch nur ausgelöst, wenn die
Taste losgelassen wird. Die Anschlagdynamik wird durch die Loslassgeschwindigkeit bestimmt.
Poly Release
Trig Note-on
Vel
Polyphone Funktion. Die Stimme wird jedoch nur ausgelöst, wenn die
Taste losgelassen wird. Die Anschlagdynamik wird durch die Anschlaggeschwindigkeit bestimmt.
Solo Release
Trig Release
Vel
Monophone Funktion. Die Stimme wird jedoch nur ausgelöst, wenn die
Taste losgelassen wird. Die Anschlagdynamik wird durch die Loslassgeschwindigkeit bestimmt.
Solo Release
Trig Note-on
Vel
Monophone Funktion. Die Stimme wird jedoch nur ausgelöst, wenn die
Taste losgelassen wird. Die Anschlagdynamik wird durch die Anschlaggeschwindigkeit bestimmt.
Latch-Modus
Wenn Sie bei aktiviertem Latch-Modus auf eine Taste drücken, „rastet der Ton ein“.
Wenn Sie erneut auf die Taste drücken, wird die Tonwiedergabe beendet. Dieser Modus
wurde ursprünglich entwickelt, um die Arbeit an Sound-Effekten zu ermöglichen. Sie
finden jedoch bestimmt noch viele weitere Verwendungsmöglichkeiten, z. B. in Verbindung mit Groove- und Beat-Samples. Diese Funktion wirkt sich auf alle Stimmen aus,
die einer mit dieser Funktion belegten Taste zugewiesen werden.
150
Vorsicht: Wenn Sie
Latch-Modi zusammen
mit den Solo-Modi
verwenden, kann dies zu
nicht vorhersagbaren
Ergebnissen führen.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
7 - TwistaLoop
Einleitung
7 - TwistaLoop
Einleitung
TwistaLoop ist ein Tool, das die in einem Sample enthaltenen Beat-, Bar- und Loop-Informationen untersucht und mittels Audio-Zeitkompression/-expansion in Echtzeit
eine umfassende Temposteuerung ermöglicht. Bei Twistaloop-Presets können Sie Samples, die Beat-, Bar- und Loop-Informationen enthalten, wie folgt bearbeiten:
• die Wiedergabe-Geschwindigkeit eines Loops ändern.
• wählen, welche Loops bei der Wiedergabe wiederholt werden.
• einen Continuous Controller einrichten, der in Echtzeit bestimmt, welcher Loop
abgespielt wird.
• Ihre Loops zum Proteus X Master-Tempo oder zu externen Tempoquellen,
z. B. einem VST Host, synchronisieren.
• unterschiedliche Beats (Taktschläge) oder Bars (Takte) des gleichen Samples
spielen.
E-MU Systems
151
7 - TwistaLoop
Loops einsetzen
Loops einsetzen
Bei Samples, die Beat-, Bar- und Loop-Informationen enthalten, können Sie bestimmen, wie sich Loops verhalten, wenn Sie dieses Sample einer Stimme zuweisen. Gehen
Sie hierzu zur Voice Processing-Seite.
Auf der Region-Seite des Voices and Zones-Bildschirms können Sie sich die Bar-, Beatund Loop-Informationen eines Samples ansehen.To take a look at a sample’s Bar, Beat,
and Loop information, use the Region page of the Voices and Zones screen.
Um die Bar-, Beat- und Loop-Informationen eines Samples zu sehen
Tipp: Wenn Sie Loops
mit der Tastatur so triggern möchten, dass sie
auch bei nicht gedrückt
gehaltener Taste weiterklingen, stellen Sie die
Stimme im Voice Processing-Fenster auf Latch
ein.
1. Öffnen Sie ein Preset, das Samples mit Bar-, Beat- und Loop- Informationen
enthält.
2. Gehen Sie zum Voices and Zones-Bildschirm.
3. Klicken Sie auf das Region-Register.
4. Wählen Sie die Stimme oder Zone, die das zu untersuchende Sample enthält.
5. 5. Rechtsklicken Sie auf das Zeitlineal und wählen Sie:
• Bar:Beats, um die Bar- und Beat-Informationen zu sehen.
• Show Note Markers, um die Noteneinsatz-Marken zu sehen.
• Show Loop Markers, um die Start- und -Endpunkte des Loops zu sehen.
Rechtklicken
Loops abspielen
Die Loop-Wiedergabe ist sehr flexibel: Sie können Continuous Controller oder sogar
Tastenbereiche zuordnen, um zu bestimmen, welcher Loop zu welchem Zeitpunkt
gespielt wird. Wenn Sie jeder Stimme ein Sample mit einem oder mehreren Loops
zuweisen, verhält sich der Loop entsprechend seiner Voreinstellung zunächst einmal
wie folgt:
• Für jede Stimme wählen Sie mit dem Loop (n)-Regler des Voice ProcessingFensters den zu wiederholenden Loop. Voreingestellt ist Loop 1.
• Der Start At Loop-Button steuert, wo die Wiedergabe beginnt. Bei gewählter Option Start At Loop beginnt die Wiedergabe am Anfang des mit dem Loop (n)Regler gewählten Loops. Bei nicht gewählter Option
beginnt die Wiedergabe
am Anfang des Samples.
• Wenn die Wiedergabe den Endpunkt des im Voice Processing-Fensters gewählten Loops erreicht, wird dieser wiederholt, bis Sie die Taste loslassen.
152
Tipp: Sie können
Loops aushalten, indem
Sie einen Fußschalter
gedrückt halten. Um alle
Klänge zu beenden,
lassen Sie den
Fußschalter los.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
7 - TwistaLoop
Loops einsetzen
Loop Select und Start At Loop
Beispiel: Ein Sample besitzt zwei Loops und Sie wählen Loop 1 im Voice ProcessingFenster. Wenn Sie die Note spielen, beginnt die Wiedergabe des Samples am Anfang.
Am Endpunkt von Loop 1 angekommen, springt die Wiedergabe an den Startpunkt
von Loop 1 zurück. Loop 1 wird wiederholt, bis Sie die Note loslassen.
Hier ist eine visuelle Darstellung:
Loop 1
Loop 2
Angenommen, Sie haben Loop 2 mit dem Loop (n)-Regler des Voice Processing-Fensters gewählt. Jetzt wird Loop 1 nicht wiederholt, sondern das Sample wird bis ans Ende
von Loop 2 abgespielt und dieser wird wiederholt, bis Sie die Note loslassen.
Loop 1
Loop 2
Wählen Sie jetzt einmal im obigen Beispiel den Start At Loop-Button. Die Wiedergabe
beginnt am Startpunkt von Loop 2 und nicht am Anfang des Samples:
Loop 1
Loop 2
Loop Speed und Tempo
Die Abspielgeschwindigkeit Ihrer Loops hängt davon ab, ob Sie die Einstellungen
„TwistaLoop Override/Lock To Tempo“ (Seite 59), „Preset/TwistaLoop Lock to Tempo“
(Seite 68) oder „TwistaLoop Speed“ (Seite 159) verwenden. Sind diese Einstellungen
alle ausgeschaltet, werden die Loops mit ihrem Originaltempo wiedergegeben. Ist eine
dieser Einstellungen eingeschaltet, wird das Tempo oder die Geschwindigkeit der
Loops verändert. Die Tonhöhe ändert sich allerdings nicht.
E-MU Systems
Hinweis: Bei Stimmen
mit aktiviertem TimeStretching können keine
Chorus-Einstellungen benutzt werden. Dies schließt
die Synchronisation zum
Tempo und Änderungen
der Loop-Geschwindigkeit
ein.
153
7 - TwistaLoop
Loops einsetzen
Loops mit einem Continuous Controller wechseln
Um zu steuern, welcher Loop wiederholt wird, gibt es zwei Cord-Ziele:
• Loop Select (Continuous)
• Loop Select (Jump)
Sie können zwar jede Quelle für diese Cords einrichten, aber Sie werden feststellen,
dass Continuous Controller am praktischsten sind.
Beim Einsatz der Loop Select Cords sollten Sie folgendes bedenken:
• Der Start At Loop
Button bestimmt, ob die Wiedergabe am Anfang des Samples oder am Startpunkt des Loops beginnt.
• Sie sollten den Loop (n)-Regler auf 1 (oder 0% bei Multisamples) eingestellt lassen. Dadurch haben Sie Zugriff auf alle Ihre Loops. Mit der Quelle des Cords
können Sie den anfänglichen Loop steuern.
Hierzu können Sie mit der Quelle den anfänglichen Loop bestimmen (z. B. durch Bewegen des Continuous Controllers), bevor Sie eine Note spielen, oder Sie können die
Initial Controller-Werte der Quelle im Preset-Fenster einstellen. Weitere Infos über Initial Controller-Werte finden Sie unter “Controller A-P für Grundeinstellungen” auf
Seite 67.
154
Proteus X2 Bedienungshandbuch
7 - TwistaLoop
Loops einsetzen
Loop Select (Continuous)
Wenn Sie den sich wiederholenden Loop beim Abspielen einer Note wechseln möchten, ohne Samples zwischen den Loops zu überspringen, können Sie das Loop Select
(Continuous) Cord entsprechend einrichten. Wenn Sie dann das Sample abspielen,
können Sie durch Ändern des CC-Wertes die Wiedergabe zum gewählten Loop verschieben.
Im folgenden Beispiel enthält das Sample zwei Loops. Beim Experimentieren mit
TwistaLoop™ sollten Sie unverkennbare Loops mit etwas Zwischenraum verwenden,
damit Sie klar unterscheiden können, welcher Loop abgespielt wird.
So wechseln Sie Loops mit einem Continuous Controller
1. Wählen Sie im Voice Processing-Fenster die Gruppe, die die zu
steuernde Stimme enthält.
2. Stellen Sie Loop (n) auf 1 ein. Deselektieren Sie Start At Loop.
3. Finden Sie ein nicht benutztes Cord und stellen Sie Source auf
den zu verwendenden Continuous Controller ein (z. B. Mod
Wheel, MIDI A etc.).
Wenn Loop 1 nicht
direkt am Anfang des
Samples beginnt und die
Wiedergabe am Startpunkt von Loop 1 (und
nicht am Sample-Anfang)
beginnen soll, wählen Sie
Start At Loop.
4. Stellen Sie Cord Amount auf +100 ein.
5. Stellen Sie Destination auf Loop Select (Continuous) ein. Ihr Cord sollte wie folgt
aussehen:
Angenommen, Sie wählen MIDI A als Quelle. Wenn Sie jetzt das Sample abspielen, verhält sich das Looping wie folgt:
a) Wenn Sie den MIDI A Continuous Controller nicht berühren, beginnt die Wiedergabe am Anfang des Samples. Am Endpunkt von Loop 1 angekommen, wird Loop 1
wiederholt, bis Sie MIDI A bewegen oder die Note loslassen.
b) Wenn Sie während der Noten-Wiedergabe den MIDI A Controller auf 127 bewegen,
wird Loop 1 bis zu seinem Endpunkt abgespielt. Dann wird der Rest des Samples bis
zum Endpunkt von Loop 2 abgespielt. Dann wird Loop 2 wiederholt.
c) Wenn Sie während der Noten-Wiedergabe den MIDI A Controller zurück auf 0
bewegen, wird Loop 2 bis zu seinem Endpunkt abgespielt. Dann springt die
Wiedergabe zum Startpunkt von Loop 1.
a) Mod Wheel auf 0
Loop 1
b) Mod Wheel auf 127 drehen
c) Mod Wheel auf 0 drehen
Loop 2
Loop Select (Jump)
Wenn Sie von einem Loop zum anderen springen möchten, ohne eine Note loszulassen, können Sie das Loop Select (Jump) Cord entsprechend einrichten. Dadurch
springt die Wiedergabe beim Ändern eines CC-Wertes zum neu gewählten Loop, sobald der Endpunkt des aktuellen Loops erreicht ist.
E-MU Systems
155
7 - TwistaLoop
Loops einsetzen
So springen Sie mit einem Continuous Controller zwischen Loops
1. Wählen Sie im Voice Processing-Fenster die Gruppe, die die zu
Wenn Loop 1 nicht
direkt am Anfang des
Samples beginnt und der
Anfang des Samples zuerst erklingen soll, wählen Sie nicht START AT
LOOP. Dies ist nützlich
für Auftakte oder Einleitungen.
steuernde Stimme enthält.
2. Stellen Sie Loop (n) auf 1 ein. Wählen Sie jetzt probeweise Start
At Loop.
3. Finden Sie ein nicht benutztes Cord und stellen Sie Source auf
den zu verwendenden Continuous Controller ein (z. B. Mod
Wheel, MIDI A etc.).
4. Stellen Sie Cord Amount auf +100 ein.
5. Stellen Sie Destination auf Loop Select (Jump) ein. Ihr Cord sollte wie folgt ausse-
hen:
Angenommen, Sie wählen MIDI A als Quelle. Wenn Sie jetzt das Sample abspielen,
verhält sich das Looping wie folgt:
a) Wenn Sie den MIDI A Controller nicht berühren, beginnt die Wiedergabe am Startpunkt von Loop 1. Am Endpunkt von Loop 1 angekommen, wird Loop 1 wiederholt,
bis Sie MIDI A bewegen oder die Note loslassen.
b) Wenn Sie während der Noten-Wiedergabe den MIDI A Controller auf 127 bewegen,
wird Loop 1 bis zu seinem Endpunkt abgespielt. Dann springt die Wiedergabe zum
Startpunkt von Loop 2. Dann wird Loop 2 wiederholt.
c) Wenn Sie während der Noten-Wiedergabe den MIDI A Controller zurück auf 0
bewegen, wird Loop 2 bis zu seinem Endpunkt abgespielt. Dann springt die Wiedergabe zum Startpunkt von Loop 1.
a) Mod Wheel auf 0
Loop 1
b) Mod Wheel auf 127 drehen
c) Mod Wheel auf 0 drehen
Loop 2
Bei einem anderen Loop als Loop 1 beginnen - Wenn Start At Loop nicht gewählt ist
und Sie mit MIDI A einen anderen anfänglichen Loop als Loop 1 einstellen, können
Sie erst zu einem anderen Loop springen, wenn der aktuelle Loop beendet ist. Ihr Sample muss also vom Anfang des Samples bis zum Ende des als anfänglichen Loop gewählten Loops abgespielt werden, bevor zu einem anderen Loop gesprungen werden
kann.
Andere Möglichkeiten zum Wechseln von Loops
Zum Wechseln von Loops können Sie eine beliebige Cord-Quelle, z. B. Velocity oder
Pedal, in Verbindung mit den Loop Select Cords wählen. Eine besonders nützliche
Quelle ist das Key CC Win Cord.
Mit dem Key CC Win Cord können Sie einen Tastenbereich zum Steuern eines CordZiels auf Ihrem Controller einrichten. Hier ist ein Beispiel.
156
Proteus X2 Bedienungshandbuch
7 - TwistaLoop
Loops einsetzen
Um Loops mit dem Key CC Win Cord zu wählen
1. Wählen Sie im Voice Processing-Fenster die Gruppe, die die zu steuernde Quelle
enthält.
2. Stellen Sie Loop (n) auf 1 ein. Wählen Sie Start At Loop, wenn Sie am Anfang des
gewählten Loops beginnen möchten.
3. Finden Sie ein unbenutztes Cord und stellen Sie Source auf Key CC Win ein.
4. Stellen Sie Cord Amount auf +100 ein.
5. Stellen Sie Destination auf Loop Select (Continuous) oder Loop Select (Jump)
ein. Ihr Cord sollte jetzt etwa wie folgt aussehen:
6. Gehen Sie in der links gelegenen Baumstruktur zum Preset-Bildschirm, indem Sie
das Symbol mit dem kleinen Keyboard
für das aktuelle Preset anklicken.
7. Klicken Sie im Key CC Window-Bereich auf den On-Button
, damit dieser blau
leuchtet.
8. Wählen Sie Werte für Low und High. Dies sind die
Tasten Ihres Controllers, mit denen Sie Loops
wählen. Da auf diesen Tasten keine Noten mehr erklingen, sollten Sie einen Tastenbereich wählen, den
Sie zum Spielen dieses Presets voraussichtlich nicht
verwenden werden.
Bei der Wiedergabe Ihres Samples steuern die Tasten, die Sie dem Key CC Window-Bereich zugewiesen haben, jetzt den aktuellen Loop. Versuchen Sie es! Spielen Sie die
geloopte Stimme auf Ihrem Keyboard. Halten Sie eine Note gedrückt und wechseln Sie
die Loops mit einer der Key CC Window-Tasten. Achten Sie auf den Loop-Wechsel.
E-MU Systems
Tipp: Wählen Sie den
Key CC Win-Bereich so,
dass die Anzahl der enthaltenen Noten, inklusive schwarze Tasten, der
Anzahl der im Sample erstellten Loops entspricht.
Beispiel: Wenn Ihr Sample
fünf Loops besitzt, wählen Sie einen Bereich von
fünf Noten, z. B. C0 bis
E0.
157
7 - TwistaLoop
Loops einsetzen
Beats synchronisieren
Damit Ihre Loops synchron zur Clock-Quelle abgespielt werden, muss der Loop ein
Tempo besitzen. Wenn Sie also einen einzelnen Beat loopen, MUSS speziell diesem
Beat ein Tempo zugewiesen werden.
Stellen Sie dann sicher, dass entweder Lock Oscillators To Tempo im Multisetup-Fenster gewählt ist oder das Preset an einen Tempo-Kanal gekoppelt ist.
Dadurch werden Ihre Loops zu jeder Clock synchronisiert, die Sie als Quelle verwenden. Dies kann eine interne Quelle, eine MIDI Clock oder ein VST Host sein. Weitere
Infos finden Sie unter “Tempo-Regler” auf Seite 60.
Wenn Sie Loops an eine Tempo-Quelle koppeln, MÜSSEN die Start- und Endpunkte
des Loops auf Beat/Bar-Marken liegen. Zusätzlich MUSS der Beat oder Bar ein Tempo
besitzen.
Multisample-Stimmen und Looping
Sie fragen sich vielleicht, was passiert, wenn Sie eine Multisample-Stimme verwenden
möchten, die Samples mit mehreren Loops enthält. Wie wählt man den anfänglichen
Loop, wenn jedes Sample eine andere Anzahl an Loops enthält?
Beim Einsatz einer Multisample-Stimme wird der Loop (n)-Regler zum
Loop (%)-Regler. Wenn Sie in den einzelnen Samples mehrere Loops
erstellen, wird der Regler in Prozentwerte unterteilt, die auf der Anzahl von
Loops in jedem Sample basieren.
Beispiel: Wenn ein Sample zwei Loops enthält, wählt die Einstellung 0% bis
49.99% das erste Sample. Die Einstellung 50% bis 100% wählt das zweite
Sample.
Wenn ein anderes Sample drei Loops enthält, wählt die Einstellung 0% bis 33.33% das
erste Sample, 33.34% bis 66.66% wählt das zweite und 66.67% bis 100% wählt das
dritte Sample.
Wenn Sie dann beide Samples in einer Multisample-Stimme verwenden, werden Sie
erkennen, warum diese Einstellung notwendig ist. Werden in dem obigen Beispiel
beide Samples kombiniert, entscheidet die Reglerposition darüber, welches Sample für
beide Samples gewählt wird.
Folgendes Diagramm veranschaulicht das Konzept:
LOOP (%)
10
Sample 1
Sample 2
20
30
40
60
Loop 1
Loop 1
70
80
90
Loop 2
Loop 2
Loop 3
Die Einstellung 30% wählt Loop 1 für beide Samples in der Multisample-Stimme. Die
Einstellung 40% wählt allerdings Loop 1 des ersten Samples und Loop 2 des zweiten
Samples.
158
Proteus X2 Bedienungshandbuch
7 - TwistaLoop
Der Speed-Regler
Der Speed-Regler
Der TwistaLoop Speed-Regler im Voice Processing-Fenster erfüllt eine spezielle
Funktion. Im Gegensatz zum Tempo-Regler, der das Tempo von Proteus X steuert, bestimmt der Speed-Regler die Geschwindigkeit aller Loops von individuellen Stimmen
und Gruppen.
Geschwindigkeit eines Loop ändern
Benutzen Sie den Speed-Regler, wenn Sie die Geschwindigkeit von Loops nur auf
individueller Basis steuern möchten. Der Speed-Regler ist dann am nützlichsten, wenn
Sie nicht versuchen, Loops synchron zueinander zusammenzumischen.
So ändern Sie die Geschwindigkeit eines Loops
1. Klicken Sie in der Baumstruktur auf der linken Seite beim aktuellen Preset auf
Voice Processing.
2. Wählen Sie aus dem Dropdown-Menü Group die Gruppe, die
das zu verändernde Sample enthält.
3. Drehen Sie TwistaLoop™ Speed auf den gewünschten Prozent-
satz. Das Originaltempo des Loops beträgt 100%. Ein Verringern des Prozentsatzes
verlangsamt den Loop und ein Erhöhen des Prozentsatzes beschleunigt ihn.
HInweis: Bei Loops,
die zu einer Clock-Quelle
synchronisiert sind, sollten Sie Speed lieber auf
Off belassen, es sei
denn, Sie möchten das
Tempo anschieben.
Tempo anschieben
Ein Anschieben des Tempos ist besonders praktisch bei einem Multisetup einsetzbar,
bei dem Sie zwischen zwei Presets auf unterschiedlichen MIDI-Kanälen überblenden
und die Presets hierbei synchron zueinander und zum Master-Tempo halten möchten.
So schieben Sie das Tempo mit dem Pitch-Rad an
1. Klicken Sie in der Baumstruktur auf der linken Seite beim aktuellen Preset auf
Voice Processing.
2. Wählen Sie aus dem Dropdown-Menü Group die Gruppe, die Sie anschieben
möchten. Bei einem Multisetup sollten Sie die Option All wählen.
3. Setzen Sie bei den Bend-Einstellungen die Optionen Up und Down auf 0.
E-MU Systems
159
7 - TwistaLoop
Der Speed-Regler
4. Setzen Sie TwistaLoop Speed auf 100%.
5. Finden Sie das Cord, das Pitch Wheel als Quelle verwendet (Cord 2 ist voreinge-
stellt).
6. Ändern Sie Destination in Osc Speed und Amount in 10. Ihr Cord sollte wie folgt
aussehen:
Jetzt können Sie bei der Wiedergabe des Presets mit dem Pitch-Rad das Tempo ändern.
Da Sie das Tempo mit dem Pitch-Rad steuern, schnappt das Tempo immer wieder auf
100% zurück, wenn Sie das Pitch-Rad loslassen. So können Sie das Tempo stark genug
anschieben, um es zu Loops zu synchronisieren, die in anderen Stimmen oder auf anderen Kanälen gespielt werden.
160
Proteus X2 Bedienungshandbuch
7 - TwistaLoop
Bereiche analysierter Samples verwenden
Bereiche analysierter Samples verwenden
Sie können ein Sample, das Bar-, Beat- und Loop-Informationen enthält, auch mit der
Regions-Seite des Voices and Zones-Fensters einsetzen. Sie können das Sample für
mehrere Stimmen verwenden und unterschiedliche Beats oder Bars für jede Stimme
wählen. Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche Beats oder Bars eines einzelnen
Samples verschiedenen Tasten zuweisen.
Sie Ihre bereich-basierten Vorwärts-Loops an eine Clock-Quelle koppeln und mit
Tempo-Reglern modulieren.
Um Bereiche zu definieren, müssen Sie zuerst Suchen Sie ein Sample mit Bar-, Beatund Loop-Informationen. Erstellen Sie mit diesem Sample dann ein neues Preset und
gehen Sie zum Voices and Zones-Fenster.
Spezielle Anleitungen zum Bedienen der Region-Seite finden Sie unter “Region-Registerseite” auf Seite 101.
Tempo Granularity
Mit Hilfe des Tempos eines Beats oder Bars können geloopte Beats oder Bars synchron
zu einer Tempo-Quelle bleiben. Um einen Beat oder Bar zu synchronisieren, muss
diesem Beat oder Bar ein Tempo zugewiesen sein. Um dies zu prüfen, sehen Sie sich
das Sample an. Wenn Sie einen Bereich zwischen zwei Beats wählen, muss jeder Beat
ein Tempo besitzen.
Sehen Sie sich die Beispiele unten an. Im ersten Beispiel ist für Beat 1:2 kein Tempo festgelegt. Und zwar deshalb, weil das Beat 1:1 zugewiesene Tempo für eine längere
Zeitspanne als 1 Beat gilt. Das zweite Beispiel zeigt zwei Beats, von denen jeder ein
eigenes Tempo besitzt. Wenn Sie einen Bereich zwischen Beat 1 und Beat 2 wählen
bleibt dieser synchronisiert.
Keine Synchronisierung zum
Tempo, da nicht für jeden Beat ein
Tempo eingestellt ist.
Synchronisierung zum Tempo,
da für jeden Beat ein Tempo
eingestellt ist.
Um mehrere Stimmen mit dem gleichen Sample einzurichten
1. Erstellen Sie ein neues Preset, indem Sie auf den Presets-Ordner in der Sampler-
Baumstruktur klicken und New Preset aus dem Preset-Menü wählen.
2. Wählen Sie im neuen Preset die Option Voices and Zones. Eine Stimme sollte be-
reits vorhanden sein.
3. Klicken Sie auf das Region-Register.
4. Erweitern Sie in der Sampler-Baumstruktur den Samples-Ordner (klicken Sie aber
keine Samples an).
5. Klicken Sie auf ein analysiertes Sample und halten Sie die Maustaste gedrückt. Zie-
hen Sie das Sample bei gedrückter Maustaste auf C3 der Tastatur am unteren Rand
des Voices and Zones-Fensters. Dadurch wird eine neue Stimme erstellt, bei der das
gewählte Sample der Taste C3 zugewiesen ist.
6. Wiederholen Sie Schritt 4 und ziehen Sie diesmal das gleiche Sample auf D3.
7. Löschen Sie die leere Stimme, die anfänglich im Preset enthalten war, indem Sie auf
die Stimme rechtsklicken und Voice, Delete Voice wählen.
E-MU Systems
161
7 - TwistaLoop
Bereiche analysierter Samples verwenden
Unterschiedliche Loops für jede Stimme verwenden
8. Wählen Sie für jede Stimme die Option Forward Loop aus dem Dropdown-Menü
Direction.
9. Wählen Sie Voice 1 durch anklicken.
10. Wählen Sie im Wellenform-Display am unteren Rand des Fensters mit der Maus
Um einen Bereich
zwischen Beat-Marken zu
wählen, stellen Sie sicher,
dass das Linealformat
Bars:Beats lautet und
Show Beat Markers
gewählt ist.
einen Bereich des Samples aus. Wählen Sie einen Bereich zwischen zwei BeatMarken.
Select a region between two beat markers.
Voice 1
klicken & ziehen
11. Wählen Sie die andere Stimme und wiederholen Sie Schritt 9. Wählen Sie jetzt aber
einen anderen Bereich des Samples.
Voice 2
Tipp: Um einen
Bereich zwischen zwei
Beat-Marken einfach zu
wählen, verstecken Sie
die Noten-Marken, indem
Sie auf den
Button in
der Symbolleiste klicken.
Select a different region.
klicken & ziehen
Wenn Sie jetzt C3 auf Ihrem Controller spielen, wird der für Voice 1 gewählte Bereich
geloopt. Wenn Sie D1 auf Ihrem Controller spielen, wird der für Voice 2 gewählte Bereich geloopt.
Experimentieren Sie – erstellen Sie mehr Stimmen und weisen Sie ihnen unterschiedliche Bereiche zu. Die Auswahl ist nicht auf Beats beschränkt. Sie können auch einen Bereich zwischen Noten-Marken oder Loop-Punkten wählen. Und wenn Sie alle Marken
verstecken, können Sie beliebige Bereiche des Samples frei wählen.
Bereich-basierte Loops lassen sich jedoch nur an das Master- oder Preset-Tempo koppeln, wenn die Bereiche zwischen zwei Beat-Marken definiert wurden UND auf Forward Looping eingestellt sind.
162
Hinweis: Man kann
keine rückwärts geloopten Bereiche an eine
Clock-Quelle koppeln.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
7 - TwistaLoop
Bereiche analysierter Samples verwenden
RT Win mit Bereichen einsetzen
Mit Echtzeit-Überblendungen und Bereichen kann man richtig kreativ sein. Bei einem
beat-analysierten Sample, z. B. einem Drumbeat, mit mehreren Stimmen können Sie
beispielsweise jede Stimme so einstellen, dass sie einen anderen Bereich des gleichen
Samples verwendet. Dann können Sie zwischen den beiden Bereichen in Echtzeit
umschalten und überblenden. Wenn Sie die Bereiche mit Beat-Marken definieren und
zusätzlich die Lock To Tempo-Funktion einsetzen, bleiben alle Stimmen synchron
zueinander.
RT Win für das Überblenden zwischen zwei Loops einrichten
1. Richten Sie mehrere Stimmen ein, wobei jede einen anderen Bereich des Samples
mit Forward Looping verwendet.
2. Achten Sie darauf, dass die Stimmen dem gleichen Tastenbereich des Keyboards
zugeordnet sind.
Weisen Sie beide Stimmen dem gleichen Tastenberich zu.
3. Richten Sie mit der RT Win-Seite ein Crossfade zwischen den Stimmen ein.
4. Achten Sie darauf, dass Lock To Tempo im Multisetup oder Preset-Fenster einge-
schaltet ist.
5. Richten Sie im Voice Processing-Fenster für beide Stimmen ein Cord ein, das Amp
Crossfade mit einem Continuous Controller steuert.
Jetzt können Sie während der Wiedergabe mit dem Continuous Controller zwischen
zwei vorwärts geloopten Bereichen überblenden. Da das Crossfade in Echtzeit funktioniert, müssen Sie die Note nicht neu triggern -- ändern Sie einfach den Continuous
Controller bei gedrückt gehaltener Note. Wenn Sie „Lock to Tempo“ im MultisetupFenster wählen, bleiben die Stimmen synchron zueinander. Weitere Infos finden Sie
unter “Tempo-Regler” auf Seite 60.
Wenn Sie geloopte Bereiche an eine Tempo-Quelle koppeln möchten, MÜSSEN Sie
einen Bereich mit Start- und End-Punkten wählen, die auf Beat/Bar-Marken liegen. Zudem MUSS der Beat oder Bar ein Tempo besitzen. Siehe “Tempo Granularity” auf
Seite 161.
E-MU Systems
Tipp: Wenn Sie eine
loopende Stimme aushalten möchten, ohne die
Taste gedrückt halten zu
müssen, schalten Sie
Latch im Voice Processing-Fenster ein. Achten
Sie darauf, dass im Dropdown-Menü Group die
richtige Gruppe gewählt
ist.
163
7 - TwistaLoop
Fehlersuche
Fehlersuche
TwistaLoop funktioniert nicht, wie Sie wollen? Probieren Sie diese Tipps zur Fehlersuche aus.
Es findet kein Looping statt
Sie haben die Start- und Endpunkte eines Loops definiert und das Sample einer
Stimme zugewiesen. Trotzdem scheint sich der definierte Loop nicht zu wiederholen.
•
• Stellen Sie sicher, dass Sie während der Wiedergabe auch bis zum geloopten Bereich kommen. Merke: Bei deaktiviertem Start At Loop
Button beginnt die
Wiedergabe am Sample-Anfang und der Loop wird erst wiederholt, nachdem die
End-Marke des aktuellen Loops erreicht wurde.
• Stellen Sie sicher, dass Sie nicht versehentlich die Option Forward Loop im
Voices and Zones-Fenster gewählt haben. Sie können nicht beide LoopingMethoden gleichzeitig verwenden. Wenn Sie TwistaLoop mit Loop Start- und
Loop End-Marken verwenden möchten, muss bei allen Stimmen, die dieses
Sample benutzen, die Richtung auf Forward eingestellt sein.
Loops synchronisieren sich nicht zum Tempo
Sie haben einen oder mehrere Loops gesetzt, die synchron zur Clock-Quelle laufen sollen, aber die Loops modulieren nicht korrekt und bleiben nicht im Takt.
• Stellen Sie sicher, dass die Start- und End-Punkte des Loops auf den Beat-Marken
liegen.
• Achten Sie beim Loopen von Bereichen darauf, dass diese auf Beat-Marken beginnen und enden.
• Achten Sie darauf, dass der gesamte Loop ein Tempo besitzt. (Wenn Sie
beispielsweise einen Beat loopen, muss dieser Beat sein eigenes Tempo besitzen.) Siehe Tempo Granularity auf Seite 161.
•
• Stellen Sie sicher, das Lock To Tempo entweder im Preset Globals-Fenster oder
im Multisetup aktiviert ist.
• Im Preferences-Dialog:
1. Klicken Sie auf das MIDI-Register.
2. Stellen Sie sicher, dass die korrekte Tempo Source-Information gewählt ist.
Wenn Sie das Tempo an die Proteus X Clock oder an einen VST Host koppeln möchten, darf External Tempo Source nicht abgehakt sein.
3. Wenn Sie das Tempo mit dem Preset steuern, müssen Sie einen Preset
Tempo-Kanal wählen. Weitere Infos über den Preset Tempo-Kanal finden
Sie unter “Preset Tempo Channel” auf Seite 24.
164
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Übersicht
8 - Effekte
Übersicht
Zusätzlich zu den hardware-basierten Effekten von PatchMix DSP bietet Proteus X
verschiedene Software-Effektprozessoren und ein leistungsstarkes EffektroutingKonzept. Die E-MU Ingenieure haben eine umfassende Kollektion hochwertiger
Effekte mit 32-Bit Fließkomma-Präzision für makellose Klangqualität entwickelt. Weiterhin wurden die Effekt-Algorithmen auf eine möglichst geringe CPU-Belastung optimiert.
Die Proteus X Effektrouting-Architektur ist extrem flexibel. Effekte können als Teil des
Presets oder Multisetups oder als Teil von beiden integriert werden. Preset FX und Aux
FX benutzen die gleichen Effekt-Algorithmen.
• Die Multisetup (Aux) Effekte sind für den Einsatz als Haupteffekte, wie Reverb
oder Delay, konzipiert. Aux-Effekte können auf einen oder alle 64 MIDI-Kanäle
angewandt werden.
• Preset-Effekte können als Teil eines bestimmten Presets eingesetzt werden.
So möchten Sie vielleicht einer Streicher-Fläche etwas Chorus oder einem Gitarrensound etwas Distortion hinzufügen.
Preset-Effekte in Serie
Aux-Effekte in einer Sidechain
Amounts
von
Voices
Wet/Dry
MAIN
zum
Host
Wet/Dry
Amounts
von
Voices
FXA
FXB
Aux 1
Effekt
Main
Aux 1
Aux 1
Effekt
Aux 2
Aux 1
Effekt
Aux 3
zu
Aux FX
oder
Host
Jeder Effekt verfügt über eine Reihe einstellbarer Parameter und einen Wet/Dry MixRegler. Auf Seite 25 wird der Anschluss von Controllern beschrieben.
Wenn Sie Effekte als Teil des Presets benutzen, können Sie die Wet/Dry-Mischung oder
Effektstärke pro Stimme steuern. Sie können also Presets kreieren, bei denen Effekte
ein integraler Bestandteil des Sounds sind, und die Effektstärken mit LFOs, Hüllkurvengeneratoren, Anschlagdynamik oder jeder anderen PatchCord-Quelle steuern. So ließe
sich beispielsweise ein Preset aufbauen, bei dem die Distortion-Stärke mit der Härte
des Tastenanschlags zunimmt.
E-MU Systems
165
8 - Effekte
Effekte programmieren
Effekte programmieren
Aux-Effekt im Multisetup hinzufügen
Manche Banken (z. B. Proteus X Composer) sind bereits auf die Verwendung von
Proteus X Soft-Effekten programmiert. Diese Anleitungen erklären, wie Sie AuxEffekte einer Proteus X Bank OHNE programmierte Soft-Effekte hinzufügen.
Die Aux-Effekte können als Sidechain-Effekte eingesetzt und auf alle Presets einer Bank
angewandt werden. Ein Diagramm mit der vollständigen Beschreibung des Effektroutings finden Sie auf Seite 168.
PatchMix DSP
Hardware-Effektroutings
sind bereits in die meisten
Proteus X-Banken
programmiert.
Aux-Effekt hinzufügen
1. Wählen Sie in PatchMix DSP die Proteus X Studio Session.
2. Schließen Sie PatchMix DSP.
Proteus X icon
3. Wählen Sie die Multisetup Page, indem Sie auf das Proteus X Icon an der Spitze
des Baums klicken.
4. Gehen Sie zur Aux Outputs-Sektion unten rechts im Fenster und stellen Sie alle
Aux Outputs auf EX Main ein. (Dadurch werden die PatchMix DSP HardwareEffekte umgangen und die Aux Outs für den Einsatz als Sidechain-Effekte eingerichtet.)
5. Klicken Sie auf den Aux 1-Button oben rechts auf dem Bildschirm – falls nicht bere-
its gewählt. Der Aux 1-Effekt erscheint auf dem TV Screen.
6. Klicken Sie auf das Effect Select-Icon
in der oberen rechten Ecke des Effects TV
Screens. Es öffnet sich eine Dropdown-Liste der verfügbaren Effekte.)
Effect Select icon
7. Wählen Sie einen der Effekte aus der Liste.
166
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekte programmieren
8. Drehen Sie den FXA-Regler in der MIDI Controllers-Sektion auf, um den Effekt zu
hören. (FXA befindet sich normalerweise auf Controller N.)
9. Ändern Sie die Effektparameter nach Bedarf oder wechseln Sie gleich den ganzen
Effekt. Beachten Sie, dass die vorgenommenen Änderungen auf ALLE Presets der
Bank wirken.
Beim Erstellen
eigener Presets und
Banken sollten Sie dem
FX Routing-Modell auf
Seite 171 folgen.
10. Speichern Sie die Bank, wenn Sie die Änderungen beibehalten möchten.
Aux-Effekte vorübergehend deaktivieren
Sie können die Aux-Effekte ausschalten, um die
CPU zu entlasten oder einfach die trockene
Mischung zu hören.
Die Aux Buttons
schalten alle drei Aux
Busse ein oder aus.
1. Wählen Sie die Multisetup Page, indem Sie auf
das Proteus X-Icon an der Spitze der Baumstruktur klicken.
2. Klicken Sie auf den OUTS-Button oben rechts
Aux
Enables
auf dem Bildschirm. Es erscheint der rechts
abgebildete Bildschirm.
3. Die mit AUX bezeichnete Button-Reihe deak-
tiviert die Aux-Ausgänge der einzelnen Kanäle.
4. Setzen Sie die Buttons der Kanäle auf AUS
(grau), die keine Effekte haben sollen.
Einem Preset einen Effekt hinzufügen
Nehmen wir an, Sie haben einen netten Streichersound, aber er soll richtig fett und
üppig klingen. Für diesen Zweck bietet sich ein Chorus an. Da der Chorus nur auf den
Streichersound wirken soll, verwenden Sie einen Preset-Effekt.
Preset-Effekt hinzufügen
1. Wählen Sie das gewünschte Preset in der
Baumstruktur, indem Sie auf das KeyboardIcon
klicken. Es erscheint die Preset Global-Seite.
2. Klicken Sie auf das Effect Select-Icon
in der
oberen rechten Ecke des Effects TV Screens. Es
erscheint eine Dropdown-Liste der verfügbaren Effekte.
3. Wählen Sie Chorus (oder einen anderen
Effekt) aus der Liste. Der Effekt-Name wird jetzt über dem TV Screen aufgelistet und
die Effektparameter werden auf dem TV Screen angezeigt.
Wenn ein Preset mit Effekten auf mehr als einem MIDI-Kanal benutzt wird,
vervielfacht sich die CPU-Belastung entsprechend.
4. Spielen Sie auf dem Keyboard. Jetzt sollten Sie den gewählten Effekt als Bestand-
teil des Sounds hören. Falls Sie keine Effekte hören, stellen Sie sicher, dass die FXA
& FXB Aktivierungstasten für den benutzten MIDI-Kanal auf EIN stehen. Siehe
Seite 168.
5. Regeln Sie die Wet/Dry-Mischung, um den Effektanteil zu steuern.
6. Ändern Sie die Effektparameter, bis Sie den gewünschten Sound gefunden haben,
oder wählen Sie eine Template (Schablone). Siehe Seite 213.
7. Speichern Sie die Bank, wenn Sie Ihre Änderungen beibehalten möchten.
E-MU Systems
167
8 - Effekte
Effekte programmieren
Preset-Effekt vorübergehend deaktivieren
1. Wählen Sie die Multisetup Page, indem Sie auf
das Proteus X-Icon an der Spitze der Baumstruktur klicken.
2. Klicken Sie auf den OUTS-Button oben links
auf dem Bildschirm. Es erscheint der rechts
abgebildete Bildschirm:
FX
Enables
3. Die beiden mit FXA und FXB bezeichneten But-
ton-Reihen aktivieren/deaktivieren die PresetEffekte pro Kanal.
Schalten Sie die Tasten bei den benutzten Kanälen
auf AUS (grau), bei denen Sie keine Effekte
verwenden möchten.
Blockdiagramm des Effektroutings
Wet/Dry
per PRESET
Post FX
Sends
Main
Main
ASIO 1/2
wet
FX A
FX B
Aux 1
Aux 2
dry
Aux 3
Aux
On/Off
Main
Aux Outputs
Aux 1
Voices
FX
Aux 1
ASIO 1/2
ASIO 3/4
ASIO 31/32
Aux 2
FX
Aux 2
ASIO 1/2
ASIO 3/4
ASIO 31/32
Aux 3
per
VOICE
FX
Aux 3
ASIO 1/2
ASIO 3/4
ASIO 31/32
per MULTI
Pro Preset können zwei Effekte zugeordnet werden. Pro Multisetup können drei Effekte zugeordnet werden. Die Effektanteile
sind auf der Voice-Ebene oder der Preset-Ebene steuerbar. Hinweis: Da der Main-Ausgang und Aux 1, 2 & 3 mit dem gleiche
ASIO-Ausgang verbunden sind, werden diese vor der Weiterleitung an die Host-Anwendung (PatchMix DSP) GEMISCHT.
168
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
FX Routing
FX Routing
Sie sollten sich gründlich mit der Architektur von Proteus X (Seite 27) vertraut machen,
bevor Sie in die Effekt-Sektion eintauchen. Dann werden Sie vieles besser verstehen.
Studieren Sie die folgenden und vorausgegangenen Effektrouting-Diagramme. Die
Effektarchitektur von Proteus X ist sehr flexibel und ermöglicht eine Vielzahl unterschiedlicher Signalrouting-Programme.
Blockdiagramm des Effektroutings
Preset Effects
A & B On/Off
Aux Effect
View
Main Output
ASIO-Wahl
Aux Output
On/Off
Aux Output
ASIO-Wahl
ASIO 1/2
ASIO 1/2
ASIO 3/4
ASIO 5/6
Dieses Diagramm zeigt das Effektrouting unter Verwendung der eigentlichen Proteus X Screens im Voice, Preset und Multisetup.
Main-Ausgang und Aux 1-Ausgänge werden zu EX Main (ASIO 1/2) geleitet und zu den ASIO 1/2 Kanälen kombiniert.
Voice - Main Output
Steuert den Anteil an Voice-Signal zum Wet/Dry Mix-Regler.
Voice - Aux Outputs 1-3
Steuert den Anteil an Voice-Signal zu den Aux 1-3 Bussen (und Effekten)
Voice - Wet/Dry Mix
Steuert die Wet/Dry-Mischung des Voice-Hauptausgangs, der zur Preset-Effektsektion
geleitet wird.
Preset - Main Output
Steuert den Anteil an Preset-Effektsignal, der zum Main Output geleitet wird.
Preset - Aux Outputs 1-3
Steuert den Anteil an Preset-Effektsignal, der zu den Aux 1-3 Bussen geleitet wird.
Multi - Effects A & B On/Off
Diese Buttons aktivieren/deaktivieren die Preset A & B-Effekte für jeden MIDI-Kanal.
Multi - Aux Effect View
Mit diesen Buttons können Sie den Main Output Screen oder die Aux 1-3 Effect
Screens betrachten.
Multi - Main Output ASIO
Mit diesem Feld können Sie das ASIO-Kanalpaar für den Main Output wählen. ASIOAusgänge erscheinen in der Liste erst, nachdem Sie in PatchMix DSP erstellt wurden.
Multi - Aux Output On/Off
Dieser Button schaltet die Aux-Ausgänge für jeden MIDI-Kanal ein/aus. Bei den
Werks-Presets aktiviert/deaktiviert dieser Button die globalen Effekte.
E-MU Systems
169
8 - Effekte
FX Routing
Voice - Main Output
Steuert den Anteil an Voice-Signal zum Wet/Dry Mix-Regler.
Multi - Aux Output ASIO
Mit diesem Feld können Sie das ASIO-Kanalpaar für die Aux Outputs 1-3 wählen.
ASIO-Ausgänge erscheinen in der Liste erst, nachdem Sie in PatchMix DSP erstellt
wurden.
Sie können Effekte an drei Stellen platzieren:
• Multisetup - - - - - - - Effekte, die im Multisetup (Aux 1, Aux 2 oder Aux 3) platziert wurden, können von allen Presets der Bank benutzt
werden.
• Preset - - - - - - - - - - - - Effekte, die im Preset (FXA oder FXB) platziert wurden,
werden von einem bestimmten Preset benutzt.
• PatchMix DSP - - - - - Hardware-Effekte können in der PatchMix DSP MixerAnwendung angewandt werden. Diese Effekte verbrauchen minimale CPU-Ressourcen, werden allerdings nicht
mit der Bank gespeichert. Sie müssen die passende
PatchMix Session aufrufen.
Wenn ein Preset, das
einen Effekt enthält, von
mehr als einem MIDIKanal benutzt wird, werden entsprechend mehr
CPU-Ressourcen verbraucht.
Effects Overhead
Jeder gewählte Effekt, der in einem Preset oder im Multisetup platziert ist, benutzt
einen prozentualen Anteil an der CPU-Leistung Ihres Computers. Extensiver Einsatz
von Effekten in jedem Preset kann Ihren Computer leicht in die Knie zwingen. Die
Effekte werden gestartet (und belasten die CPU) sobald sie gewählt sind.
Wenn Sie einem Preset, das auf mehreren MIDI-Kanälen verwendet wird, einen Effekt
hinzufügen wollen, erscheint folgende Dialogbox.
Typischer Effekt-Einsatz
Da die Software-Effekte kostbare CPU-Ressourcen verbrauchen, sollten Sie normalerweise Aux-Effekte im Multisetup als Haupteffekte einsetzen, da diese von allen Presets
der Bank gemeinsam genutzt werden können. Sie können weiterhin Preset-Effekte
nach Bedarf verwenden, sollten aber folgendes nicht vergessen: Je mehr SofwareEffekte Sie benutzen, desto weniger CPU-Ressourcen stehen für Polyphonie, Aufnahme
und andere Aufgaben zur Verfügung.
ASIO Outputs
ASIO-Ausgänge erscheinen in der Liste erst, nachdem sie im PatchMix DSP erstellt
wurden. Wenn im PatchMix DSP nur drei ASIO-Eingangskanalzüge verfügbar sind,
werden nur drei Optionen in den Multisetup ASIO Selects erscheinen. Die ASIO
Outputs beziehen Ihre Namen von den Namen der Kanalzüge im PatchMix DSP.
170
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Main Output Window
Main Output Window
Auf das Main Output-Fenster greifen Sie durch Klicken auf den Outs-Button zu. (Diese
Option ist im “Single”-Modus nicht verfügbar.) In diesem Fenster können Sie das ASIO
Routing des Main Outputs einstellen sowie die Preset-Effekte und die Aux Outputs für
jeden MIDI-Kanal aktivieren. Dieses Fenster ist sehr praktisch, um alle Effekte ein- oder
auszuschalten.
Mit den Preset Effect On/Off-Buttons deaktivieren Sie bei der Weiterleitung des
Signals vorübergehend den gewählten A oder B Effekt. Mit diesen Reglern können Sie
jedes Preset mit oder ohne Effekte hören oder alle Preset-Effekte ausschalten, um die
CPU-Belastung zu messen, die von den Preset-Effekten verursacht wird.
Die Aux Output On/Off-Buttons funktionieren anders als die Preset Effect On/OffButtons und schalten die drei Aux Sends des gewählten Kanals vollständig aus. Bei
Verwendung der Werks-Presets werden mit den Aux Output-Buttons die Aux-Effekte
aktiviert/deaktiviert (da alle Ausgänge mit EX Main verbunden sind). Wenn Sie über
die Aux-Busse Signale zu physischen Ausgängen leiten würden, könnten Sie mit dem
Aux-Button diese Ausgänge ein-/ausschalten.
Main Output
Window
Preset
Effects
On/Off
OutputAnsicht
Aux1-3
Wahl
Main Output
Routing
Aux
Output
On/Off
Output View
Wählt das Main Output-Fenster.
(Hinweis: Dieser Button ist im “Single”-Modus deaktiviert.)
Aux 1-3 Select
Wählt in der TV-Ansicht zwischen Aux 1, Aux 2 oder Aux 3.
Preset Effects On/Off
Schaltet die Preset A oder B Effekte für jeden MIDI-Kanal
ein/aus und leitet das Signal weiter.
Main Output Routing
Wählt den ASIO-Kanal für den Main Output. Siehe Tipp -->
Aux Output On/Off
Schaltet die Aux Outputs für den gewählten Kanal ein/aus.
Damit schalten Sie alle drei Aux Outputs aus, anstatt die
Effekte zu umgehen. (Fungiert als FX Bypass, wenn die
standard Proteus X Composer Template benutzt wird.)
E-MU Systems
ASIO-Kanäle müssen in
PatchMix oder einer anderen Host-Anwendung erstellt werden, bevor Sie in
der Liste erscheinen.
171
8 - Effekte
Main Output Window
Diese Effekt-Architektur haben wir für den Einsatz mit der Proteus X Composer-Bank
gewählt. Sie sollten dieses Programm als Modell für Ihre eigenen Presets verwenden,
falls Sie keine speziellen Bedürfnisse haben. Preset- und globale Effekte sind
gleichzeitig einsetzbar und Sie können Hardware-Effekte hinzufügen, indem Sie
einfach das Aux Output Routing wechseln.
Die Haupt-Effekte befinden sich im Multisetup, damit Sie von allen Presets gemeinsam
benutzt werden können. Dies ist das standard Sidechain Effektrouting-Schema aller
Mischpulte. Aux 1 = Reverb und Aux 2 = BPM Delay. MIDI-Controller K steuert den
Reverb-Anteil und MIDI-Controller L steuert den Delay-Anteil über die Preset PatchCords.
Das folgende Diagramm zeigt das Routing-Schema des Proteus X Composer.
Key Points
Wet/Dry
PRESET
Post FX
Sends
On/Off
Aux Outputs
Main
100%
wet
Bypass Bypass
FX A
EX Main
Aux 1
FX B
Off
Reverb
Aux 1
Aux 2
dry
Aux 3
EX Main
BPM
Delay
EX Main
Aux 2
Off
Main
EX Main
nicht Aux 3
benutzt
Aux 1
Voices
Off
K
MULTI
Aux 2
Off
L
MIDIController
(Preset Cords)
Aux 3
Off
VOICE
Voice
• Aux 1, 2, 3 werden komplett zurückgedreht und nicht verwendet.
• Der Main Output wird voll aufgedreht.
• Der Wet/Dry Mix wird ganz auf WET (nass) eingestellt.
Preset
• Für Preset FXA/FXB sind keine Effekte gewählt. (Um einen Preset-Effekt hin-
zuzufügen, wählen Sie einfach einen Effekt!)
• Der Main Output ist voll aufgedreht.
• Aux 1 und Aux 2 sind anfänglich zurückgedreht, werden aber von Preset PatchCords gesteuert, die an die MIDI-Controller K & L angeschlossen sind.
• Aux 3 ist zurückgedreht und wird nicht benutzt.
Multisetup
• Aux 1 wird zum Reverb geroutet.
• Aux 2 wird zu BPM Delay geroutet.
• Wichtig: Alle Aux Outputs sind auf EX Main (ASIO 1/2) gesetzt und werden
zusammengemischt, bevor sie zum Host-Computer geleitet werden.
172
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Main Output Window
Preset Effekt-Anteil mittels Voice steuern
Bei Proteus X können Sie den Preset-Effektanteil mittels Voice steuern. Der Anteil ist
also für jeden Tastenanschlag individuell regelbar. Mit dieser großartigen Funktion
können Sie viele wundervolle Effekte kreieren, beispielsweise:
• Anschlagdynamik- oder druckgesteuertes Distortion bei Gitarren, Orgeln oder
E-Pianos.
• Mittels Release-Dynamik gesteuerte Echos oder Reverbs.
• Mittels Hüllkurvengenerator oder LFO gesteuerter Chorus- oder Flanger-Anteil.
• Nur in der Attack-Phase auftretender Ring Modulator oder Pitch Shifter.
Da die Effekt-Anteile jetzt von Ihrer Performance gesteuert werden, eröffnet diese
Technik endlose Möglichkeiten. Probieren Sie sie aus!
Effekt-Anteil mittels Voice steuern
In diesem Beispiel wollen wir das Keyboard so einstellen, dass Echos nur bei niedriger
Anschlagdynamik auftreten. Wenn Sie die Tasten sanft anschlagen, erklingen Echos.
Wenn Sie die Tasten hart anschlagen, erhalten Sie keine Echos.
1. Wählen Sie das gewünschte Preset, indem Sie in der Baumstruktur auf das Key-
board-Icon
klicken. Es erscheint die Preset Global Page. (Wählen Sie für dieses
Beispiel einen Sound mit kurzer Release-Zeit.)
2. Klicken Sie auf das Effect Select-Icon
oben rechts auf dem Effects TV Screen. Es
erscheint eine Dropdown-Liste der verfügbaren Effekte.
3. Wählen Sie Delay aus der Liste. Der Effekt-Name wird jetzt über dem TV Screen
aufgelistet und die Effektparameter erscheinen auf dem TV Screen.
4. Spielen Sie auf dem Keyboard. Sie sollten jetzt das Echo hören. Stellen Sie die
Parameter nach Bedarf ein.
5. Wählen Sie für das benutzte Preset die Option Voice Processing aus der Baum-
Wenn Sie ein Preset
mit Effekten für mehr als
einen MIDI-Kanal verwenden, vervielfacht sich die
CPU-Belastung entsprechend.
struktur. Es erscheint die Voice Page.
6. Stellen Sie ein unbenutztes Cord wie folgt ein:
7. Achten Sie darauf, dass Wet/Dry Mix in der
Amplifier-Sektion auf 100 (völlig Wet) eingestellt ist.
8. Spielen Sie sanft und hart auf dem Keyboard
und experimentieren Sie.
9. Um den Anschlag umzukehren, (hart = Echo;
sanft = kein Echo), setzen Sie den Cord-Anteil
auf +100 und Wet/Dry Mix auf 0. (Sie können
die Wet/Dry-Mischung auch direkt im EchoEffekt verringern, um die korrekte Ansprache zu
erhalten.)
10. Nachdem alles eingestellt ist, ändern Sie probe-
weise den Preset-Effekt. Probieren Sie Reverb, Flanger, Phaser und DistortionEffekte.
E-MU Systems
173
8 - Effekte
Aux FX Screen
Aux FX Screen
Alle Effekte besitzen einen Wet/Dry Mix-Parameter zur Steuerung des Verhältnisses von
Effekt-/Direktsignal, das mit dem FX Preset gespeichert wird. Die Effektparameter variieren abhängig vom Effekttyp.
Generell sollten Sie beim Einsatz der Aux-Effekte die Wet/Dry-Mischung im Effekt auf
100% Wet setzen, da der Aux Send-Anteil steuert, wieviel Effekt angewandt wird.
Aux-Effekte
OutputAnsicht
Aux1-3
Select
Effektliste
EffektBypass
Wet/Dry MixRegler
EffektParameter
Effektliste
Klicken Sie auf das Effects List-Icon,
anzuzeigen.
Aux 1-3 Select
Wählt zwischen Aux 1, Aux 2 oder Aux3 FX in der TV-Ansicht.
Output-Ansicht
Wählt das Main Output Window. Siehe Main Output Window. (Hinweis: Dieser Button ist im “Single”-Modus
deaktiviert.)
Wet/Dry Mix-Regler
Regelt das Verhältnis von Effekt-/Direktsignal.
Effekt-Bypass
Bei gewähltem Button (rot) wird der Effekt komplett umgangen, damit Sie nur das Direktsignal hören können.
Effekt-Parameter
Jeder Effekt besitzt ein eigenes Set von einstellbaren Reglern.
um die Effektliste
Aux FX Send Amounts
Die Aux Send Amounts können entweder mittels Preset Cords oder innerhalb jeder
Stimme gesteuert werden. Siehe FX Routing-Diagramm auf Seite 168. Aux EffectParameter, wie Delay Time, Feedback etc., können nicht extern gesteuert werden.
174
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Preset FX Screen
Preset FX Screen
Alle Effekte besitzen einen Wet/Dry Mix-Parameter zur Steuerung des Verhältnisses von
Effekt-/Direktsignal, das im FX Preset gespeichert wird. Jeder Effekt verfügt über ein
eigenes Set von Steuerungsparametern. Drehen Sie Wet/Dry Mix auf, um beim
Einstellen der Parameter mehr vom Effekt zu hören. Stellen Sie danach mit Amount
den gewünschten Effektanteil ein.
Preset-Effekte
Wet/Dry Mix
Regler
FX A / FX B
Wahl
Effektliste
Post FX
Send Amounts
EffektParameter
Effektliste
Klicken Sie auf das Effects List Icon
anzuzeigen.
FXA / FXB Select
Wählt zwischen FXA oder FXB in der TV-Ansicht.
Wet/Dry Mix-Regler
Regelt das Verhältnis von Effekt-/Direktsignal.
Post FX Send Amounts
Regelt den Anteil des Preset-Effektsignals, der zu den Main
und Aux Outputs geleitet wird.
Effekt-Parameter
Jeder Effekt besitzt ein eigenes Set von Reglern.
, um die Effektliste
Preset FX Screen aufrufen
1. Wählen Sie das gewünschte Preset, indem Sie
in der Baumstruktur auf das Keyboard-Icon
klicken. Es erscheint die Preset GlobalSeite.
2. Klicken Sie auf das Effect Select-Icon
oben rechts auf dem Effects TV Screen. Es
erscheint eine Dropdown-Liste der verfügbaren Effekte.
E-MU Systems
175
8 - Effekte
Preset FX Screen
FXA und FXB vertauschen (Swap)
Abhängig von der Reihenfolge in der Effektkette, können Effekte sehr unterschiedlich
klingen. Sie können FXA und FXB ganz einfach wie folgt vertauschen.
1. Wählen Sie Swap Effects aus dem Preset Pulldown-Menü.
2. Die beiden Effekte vertauschen ihre Position.
Preset FX Modulation-Parameter
Bestimmte Parameter in jedem Preset-Effekt können mittels Preset Cords gesteuert
werden. Manche Effekte (z. B. BPM Delay) erlauben vier regelbare Parameter, während
andere Effekte (z. B. Early Reflections) nur einen regelbaren Parameter besitzen. Wenn
ein Effekt weniger als vier Parameter benutzt, sind die unbelegten Cords als unbenutzt
(unused) aufgeführt. Siehe unten.
Der Preset Cord-Wert wird der auf dem Preset FX-Bildschirm vorgenommenen Einstellung HINZUGEFÜGT. Wenn beispielsweise Wet/Dry Mix auf 0% gesetzt ist und Sie
einen MIDI-Controller mit einem Anteil von +100 auf Wet/Dry Mix patchen, besitzt
der MIDI-Controller den vollständigen Regelbereich über Wet/Dry Mix. Um die
Steuerung umzukehren, setzen Sie einfach den anfänglichen Wet/Dry Mix-Wert auf
100% und Cord Amount auf -100.
MIDI-Controller mit FX-Parametern verbinden
1. Wählen Sie das gewünschte Preset, indem Sie in der
Baumstruktur auf das Keyboard Icon
Es erscheint die Preset Global-Seite.
klicken
2. Weisen Sie FXA oder FXB auf dem Preset FX Screen zu.
3. Wählen Sie das Destination-Feld in der Preset Cords-
Sektion. Es erscheint eine Liste aller möglichen Preset
Cord-Ziele.
4. Die Effektmodulations-Parameter befinden sich am
unteren Ende der Liste. Wählen Sie den zu steuernden
Parameter.
5. Wählen Sie die Modulation Source-Option, die Sie
verwenden möchten.
6. Stellen Sie den Cord Amount-Wert ein.
7. Auf dem Bildschirm oben steuert MIDI Controller K die Reverb Decay Time.
Siehe MIDI-Kanäle und Realtime-Controller, um die Funktionsweise von MIDIControllern im Proteus X zu verstehen.
Siehe Seite 25, um das Zuordnen von MIDI Controller-Nummern zu Proteus A-P Referenz-Buchstaben zu verstehen.
176
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effektliste
Templates erstellen und löschen
Sie können eine Bibliothek Ihrer Lieblingseffekte als Templates speichern. Templates
werden mit der Proteus X-Anwendung gespeichert und sind daher immer einsatzbereit.
Weitere Infos über Templates finden Sie unter “Templates” auf Seite 213.
Effektliste
Reverb
Delay (mono)
Phaser
Early Reflections Reverb
Early Reflections
Pitch Shifter (mono)
Reverb Lite (mono)
EQ - 1Band Parametric
Ring Modulator
Chorus
EQ - 4 Band
SP12-ulator
Chorus / Delay (mono)
Flanger
Tremulator BPM
Compressor
Flanger (BPM)
Tube
Delay
Growl
Twin (mono)
Delay (BPM)
Limiter
Effekt-Beschreibungen
Background: Reverb
Diese Informationen gelten für alle Reverb-Algorithmen.
Nachhall/Reverb ist die Simulation eines natürlichen Raums, z. B. eines Zimmers oder
einer Halle. Pre-delay ist die Zeitspanne zwischen Schallereignis und dem Auftreten
von Reflexionen der am nächsten gelegenen Wände. Dieser Parameter gibt unserem
Gehör wichtige Hinweise über die Größe eines Raums. Logischerweise besitzen große
Hallen ein längeres Pre-Delay als kleine Zimmer.
Decay Time definiert die Zeitspanne, in der der vom Raum reflektierte Klang ausklingt
oder verschwindet. Das folgende Diagramm zeigt eine allgemeine Nachhall-Hüllkurve.
anfänglicher Klang
Reverberation
Zeit
Pre-Delay
Early Reflections
Nach einer kurzen Pre-Delay-Phase werden die Echos der am nächsten gelegenen
Wände bzw. der Decke hörbar. Das Muster dieser ersten Echos – auch Erste Reflexionen/Early Reflections genannt – kann abhängig vom Raumtyp stark variieren. Kurz
nach dem Ende dieses Clusters aus Ersten Reflexionen beginnt der eigentliche Nachhall (Reverberation/eine dichte Wolke komplexer Wand-Reflexionen), der entsprechend des mit dem Decay-Parameter gewählten Zeitwerts ausklingt.
E-MU Systems
177
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Diffusion ist die Stärke der Streuung und Dichte der Nachhall-Wolke. Räume mit
vielen komplexen Oberflächen besitzen eine größere Streuung als kahle Räume.
Wenn sich Klänge im Raum verlieren, verschwindet die hochfrequente Energie zuerst.
Der High Frequency Damping-Parameter bestimmt die Zeitspanne, in der sich die
hochfrequente Energie auflöst, und damit die Charakteristik des Raums. Räume mit
glatten, harten Oberflächen reflektieren stärker und bedämpfen die Höhen weniger
stark. Räume voller schallabsorbierender Materialien, z. B. Vorhänge oder Menschen,
bedämpfen die Höhen stärker.
Reverb
Reverb ist ein mittelstarker Nachhall, der verschiedene Typen von Zimmern, Hallen
und Hallplatten simulieren kann.
Parameter
Beschreibung
Decay
Bestimmt die Decay-Zeit des gesamten Effekts.
Diffusion
Bestimmt die Streuungsstärke der Reverb-Wolke. Hohe Diffusion-Werte verlängern die Gesamt-Decay-Zeit.
Room Size
Ändert die Anordnung der Reverb-Stufen, um Räume verschiedener Formen und Größen zu simulieren.
Early Reflections
Bestimmt den Pegel der anfänglichen Wand-Reflexionen.
Pre-Delay
Bestimmt die Zeitspanne vor dem Erklingen von reflektiertem
Schall. Bereich: 1 Millisekunde bis 200 Millisekunden
High Freq. Damping
Bestimmt die Rate, mit der die Höhen ausklingen.
Low Freq. Damping
Bestimmt die Rate, mit der die Bässe ausklingen.
Stereo Mode
Independent - In diesem Modus fungieren die linken und
rechten Seiten als vollständig getrennte Reverb-Einheiten.
Figure Eight - Dieser Modus arbeitet mit gekreuztem Feedback, wobei der linke Kanal in den rechten eingespeist wird
und umgekehrt.
Matrix - Dieser Modus arbeitet mit mehreren FeedbackWegen, um einen räumlichen, natürlichen Klang zu erzeugen.
In den Figure Eightoder Matrix-Modi ist die
Pan-Position weniger
fokussiert und das StereoBild eher unscharf.
Modulation-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Decay
• Diffusion
Early Reflections Reverb
Der Early Reflections-Algorithmus ist das ressourcen-intensivste Reverb-Modell und
besitzt die meisten einstellbaren Parameter. Dieser Reverb soll verschiedene Hallen,
Zimmer und Hallplatten simulieren. Siehe auch “Background: Reverb” auf Seite 177.
Parameter
Beschreibung
Pre-Delay
Bestimmt die Zeitspanne vor dem Erklingen von reflektiertem Schall.
Early Reflection
Mode
Wählt das Pattern der Ersten Reflexionen. Wählen Sie unter: Hall 1,
Hall 2, Hall 3, Room, Spiral, Multitap, 6 tap, 12 tap, 12 tap rising oder
up & down.
178
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Parameter
Beschreibung
Early Reflection
Room Size
Skaliert den Abstand der Ersten Reflexionen, um Zimmer unterschiedlicher Größe zu simulieren.
Early Reflection
L/R Spacing
Skaliert den Abstand der linksseitigen Reflexionen gegenüber den
rechtsseitigen, um ein interessanteres Stereo-Bild zu erstellen.
Early Reflection /
Tail Balance
Zum Ausgleichen der relativen Pegel der Ersten Reflexionen und der
Reverb-Wolke. 0% bis 100%
HF Damping
High Frequency Damping bedämpft den Höhen-Gehalt, um weiche,
absorbierende Oberflächen, z. B. Vorhänge, Holz oder Menschen, zu
simulieren.
LF Damping
Low Frequency Damping bedämpft den Bass-Gehalt, um harte,
reflektierende Oberflächen, z. B. Kacheln oder Stein, zu simulieren.
Tail Decay
Bestimmt die Decay-Zeit der Reverb-Wolke. (RT60)
Tail Diffusion
Bestimmt die Streuungsstärke der Reverb-Wolke. Bei niedrigen Werten erklingen getrennte Echos. Bei hohen Werten erklingt eine diffuse, verwaschene Schallwolke. Bei hohen Diffusion-Werten
verlängert sich die Gesamt-Decay-Zeit.
Tail Room Size
Ändert die Verbreitung der Echos der Hallwolke, um Zimmer verschiedener Größe und Form zu simulieren.
Tail Stereo Mode
Independent - In diesem Modus fungieren die linken und rechten
Seiten als vollständig getrennte Reverb-Einheiten.
Figure Eight - Dieser Modus arbeitet mit gekreuztem Feedback,
wobei der linke Kanal in den rechten eingespeist wird und umgekehrt.
Matrix - Dieser Modus arbeitet mit mehreren Feedback-Wegen, um
einen räumlichen, natürlichen Klang zu erzeugen.
In den Figure Eightoder Matrix-Modi ist die
Pan-Position weniger
fokussiert und das StereoBild eher unscharf.
Modulation-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Decay
• Diffusion
Reverb Lite (mono)
Reverb Lite ist eine monophone, abgespeckte Version des Big Reverb. Dieser Effekt
benötigt nur etwa 3/4 der DSP-Ressourcen des Big Reverb (und ist sogar kleiner als der
Chorus-Effekt). Er ist somit die perfekte Wahl, wenn Ihnen die CPU-Leistung
auszugehen droht. Siehe auch “Background: Reverb” auf Seite 177.
Parameter
Beschreibung
Pre-Delay
Bestimmt die Zeitspanne vor dem Erklingen von reflektiertem Schall.
Decay
Bestimmt die Gesamt-Decay-Zeit des Reverb-Effekts.
Diffusion
Bestimmt die Dichte der Echos und die Streuung der Hallwolke.
Bei niedrigen Werten erklingen getrennte Echos. Bei hohen Werten
erklingt eine diffuse, verwaschene Schallwolke. Hinweis: Bei hohen
Diffusion-Werten verlängert sich die Gesamt-Decay-Zeit.
Room Size
Ändert die Abstände zwischen den Reverb-Stufen, um Räume verschiedener Formen und Größen zu simulieren.
E-MU Systems
179
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Parameter
Beschreibung
HF Damping
High Frequency Damping bestimmt die Rate, mit der die Höhen ausklingen. Bei dem Wert 0 erfolgt keine Bedämpfung.
Pan
Dieser Parameter bestimmt die Position des Hallklangs im Stereofeld,
um die scheinbare Quellenposition zu verändern.
Modulation-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Decay
• Pan
Chorus
Background: Chorus
Ein Audio-Delay im Bereich von 15-20 Millisekunden ist zu kurz, um ein Echo zu sein,
wird vom Gehör aber als deutlich separater Klang wahrgenommen. Wenn wir jetzt die
Delay-Zeit in diesem Bereich variieren, entsteht der sogenannte Chorus-Effekt, der die
Illusion mehrerer Klangquellen erzeugt. Etwas Feedback verstärkt den Effekt. Invertierte Feedback-Prozentwerte fügen negatives Feedback hinzu, das den Klang des
Chorus verändern kann. Mit einer sehr langsamen LFO-Rate lassen sich die realistischsten Effekte erzielen, obwohl auch schnellere LFO-Raten mit minimalen LFO
Depth-Werten (.2) durchaus brauchbar sind.
Dieser Effekt ist ein echter Stereo-Chorus mit unabhängigen Delay-Einheiten für den
linken und rechten Kanal. Die linken und rechten Modulations-Wellenformen sind
immer 180° phasengedreht, damit sich bei ansteigendem Delay des linken Kanals das
Delay des rechten Kanals verringert (und umgekehrt). Dadurch wird ein nuancenreicher und animierter Chorussound erzeugt.
Parameter
Beschreibung
Initial Delay
Bestimmt die Länge des Delays. Bereich: 10ms bis 50ms.
Modulation
Depth
Bestimmt, wie stark der LFO auf die Delay-Zeit wirkt. Erhöht die Stärke
der Animation und des Chorus-Effekts. Bereich: 0% bis 100%
Modulation
Rate
Bestimmt die Frequenz des Tieffrequenz-Oszillators.
Bereich: .01Hz bis 15Hz
Feedback
Bestimmt Polarität und Anteil des verzögerten Signals, das zu den
Delay-Einheiten zurückgeführt wird. Bereich: -99% bis +99%
LFO Waveform
Wählbar sind Sine/Sinus- oder Triangle/Dreieck-Wellen.
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Rate (LFO)
• Feedback
180
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Chorus / Delay
Dieser Effekt ist eine Kombination von Chorus und Delay, da das Signal bis zu 1
Sekunde (1000 ms) verzögert werden kann. Leichte Modulationen der Delay-Zeit im
Bereich 15-20 Millisekunden erzeugen den vertrauten Chorus-Effekt. Siehe “Background: Chorus” auf Seite 180.
Beim Modulieren eines längeren Delays wird ein gleitender Pitch Shift-Effekt erzeugt.
Vibrato-Effekte lassen sich ebenfalls durch Einstellen der Modulation Rate- und Modulation Depth-Parameter einfach erzeugen. Wenn Feedback auf ein langes, moduliertes
Delay angewandt wird, wird der Sound auf unvorhersehbare Weise verrührt und
möglicherweise genau der Klangeindruck eines “Bienenschwarms” erzeugt, den Sie
gesucht haben.
Wenn Sie den Feedback-Prozentwert negativ einstellen, wird die Phase des FeedbackSignals umgekehrt. Negatives Feedback vertieft die Auslöschungskerben, die bei kurzen
Delays mit Feedback erzeugt werden.
Mit einer
Kombination aus sehr
kurzen Delay-Zeiten und
hohen Feedback-Werten
können Sie monotone,
roboterhaft klingende
Effekte erzielen.
Feedback
L In
L Out
Delay
R In
R Out
Panning
anfängliches
Delay
LFO
Parameter
Beschreibung
Initial Delay
Bestimmt die Länge des Delays. Bereich: 10ms bis 1000ms.
Modulation
Depth
Bestimmt, wie stark der LFO auf die Delay-Zeit wirkt. Erhöht den Anteil
des Chorus-Effekts und der Pitch Shift-Animation.
Bereich: 0% bis 100%.
Modulation
Rate
Bestimmt die Frequenz des Tieffrequenz-Oszillators.
Bereich: .01Hz bis 15Hz
Feedback
Bestimmt Polarität und Anteil des verzögerten Signals, das zu den
Delay-Einheiten zurückgeführt wird. Bereich: -99% bis +99%
Pan
Dieser Parameter bewegt den verzögerten Klang nach links oder
rechts. Dadurch wird die scheinbare Klangquelle nach links oder
rechts bewegt. Bereich: -99% bis +99%
LFO -> Pan
Bestimmt die Stärke des Pannings, das bei Modulation Rate Range
auftritt: -99% bis +99%
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Rate (LFO)
• Feedback
• Pan
E-MU Systems
181
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Compressor
In seiner einfachsten Form ist ein Audio-Compressor einfach ein automatischer GainRegler. Wenn die Lautstärke zu stark ansteigt, dreht sie der Compressor automatisch
zurück. Compressoren erfüllen in musikalischen Anwendungen gute Dienste, da sie
dynamische Pegeländerungen glätten und einen höheren Durchschnittssignalpegel
liefern.
1:1
0dB
1.5:1
-30dB
2:1
10:1
Threshold: -30dB
Ratio
Signalpegel
-80dB
Da der Compressor einerseits die Verstärkung des Signals zurückregelt, fragen Sie sich
vielleicht, wie er andererseits den Signalpegel anheben kann. Antwort: Man kann mit
einem Output Gain-Regler die Ausgangsverstärkung des Compressors erhöhen, um die
zuvor erfolgte Gain-Reduzierung auszugleichen. Der Pegel ist insgesamt höher und
wird nur noch zurückgeregelt, wenn er eine bestimmte Schwelle überschreitet. Diese
Pegelschwelle, bei der die Lautstärke zurückgedreht wird, heißt Threshold und ist zufällig der wichtigste Regler des Compressors.
Elementare Regler
Die Ratio-, Threshold- und Output Gain-Regler sind die drei wichtigsten Regler eines
Compressors.
In
Signalweg = Stereo
VCA
Out
LevelRegler
Threshold
Ratio
Output Gain
Release
Attack
Solange das Signal unter dem Threshold liegt, erfolgt keine Bearbeitung. Auf Signale, die
den Threshold überschreiten, wird eine Gain-Reduzierung angewandt, deren Stärke
mit dem Ratio-Regler einstellbar ist. Mit diesem wichtigen Regler können Sie den
Amplituden-Bereich einstellen, den Sie zähmen möchten. Wenn Sie beispielsweise nur
die lautesten Signalspitzen kappen möchten, stellen Sie den Threshold hoch ein, damit
182
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
die Compression nur bei diesen Spitzen einsetzt. Einer der größten Fehler beim Compressor-Einsatz ist ein zu niedrig eingestellter Threshold-Wert, da sich durch die
konstante Pegelreduzierung das Rauschen erhöht.
Der Ratio-Regler bestimmt, wie stark der Compressor auf das Signal wirkt. Je höher der
Ratio-Wert, desto stärker wird der Pegel reduziert. Ist der Ratio-Wert hoch genug
(10:1), kann das Signal überhaupt nicht mehr lauter werden. In diesem Fall fungiert
der Compressor als Limiter, der für den Signalpegel eine Obergrenze festlegt. Generell
betrachtet man Ratio-Werte von 2:1 bis 6:1 als Compression und Ratio-Werte über
10:1 als Limiting.
Der Output Gain-Regler verstärkt das Signal, nachdem es komprimiert wurde, um dessen Pegel wieder anzuheben. Wenn man das Gain nicht erhöht, liegt der Pegel des
komprimierten Signals viel tiefer als der des unkomprimierten Signals.
Attack und Release sind zwei weitere wichtige Regler. Attack steuert, wie schnell das
Gain verringert wird, nachdem das Signal den Threshold überschritten hat. Release
steuert, wie schnell das Gain auf seine normale Einstellung zurückgesetzt wird, nachdem das Signal den Threshold unterschritten hat. Bei Attack-Werten von etwa 10 Millisekunden wird der Einsatz der Compression lange genug verzögert, um die AttackTransienten von Gitarren, Bass oder Drums unverändert zu lassen und gleichzeitig den
Sustain-Anteil des Sounds zu komprimieren. Mit längeren Release-Zeiten lässt sich
häufig das sogenannte „Pumpen“ beim Ein- und Auschalten des Compressors verringern. Man sollte die Release-Zeit aber auch nicht zu lange einstellen, da der Compressor sonst nicht genug Zeit hat, um sich vor dem nächsten Saiten- oder TrommelfellAnschlag zurückzusetzen. Generell dienen die Attack- und Release-Regler zum Glätten
der Arbeitsvorgänge des Compressors, obwohl man mit Ihnen auch ungewöhnliche
Spezialeffekte kreieren kann.
Parameter
Beschreibung
Threshold
Threshold bestimmt den “Trigger”-Pegel der Compression. Signalpegel
über dem Threshold werden bedämpft. Bereich: -50dB bis +6dB
Ratio
Bestimmt das Verhältnis von Eingangs- und Ausgangspegel und somit
die Stärke der Compression. Bereich: 0.20:1 bis 10:1
Output Gain
Verstärkt das Signal nach der Compression, um dessen Pegel anzuheben. Bereich: -24dB bis +12dB
Attack TIme
Steuert, wie schnell die Verstärkung verringert wird, nachdem das Signal den Threshold überschritten hat. Bereich: 1 ms bis 200 ms.
Release Time
Steuert, wie schnell das Gain auf seine normale Einstellung zurückgesetzt wird, nachdem das Signal den Threshold unterschritten hat.
Bereich: 0.2 Sekunden bis 1.0 Sekunde
Modulations-Parameter
• Keine
E-MU Systems
183
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Delay
Background: Delay
Eine Delay-Einheit erstellt eine Kopie des eingehenden Audiosignals, speichert sie und
spielt sie nach einer vorher festgelegten Zeitspanne wieder ab.
Lange Delays erzeugen Echos und kurze Delays können für Doubling- oder SlapbackEffekte eingesetzt werden. Mit sehr kurzen Delays können Sie resonante Flanging- oder
Kammfilter-Effekte sowie monotone, roboterhaft klingende Effekte (Tipp: Feedback
verwenden) erzeugen. Stereo-Signale werden vor der Einspeisung in ein Mono-Delay
summiert.
Ein Feedback-Weg führt das verzögerte Audiosignal zurück in die Delay-Einheit. Bei
Echo-Effekten steuert das Feedback die Anzahl der Echos. Bei kurzen Delay-Einstellungen fungiert der Feedback-Regler als Resonanz-Regler, der die Stärke der Kammfilterung
erhöht, die von der Delay-Einheit erzeugt wird. Siehe “Flanger” auf Seite 190.
Ein Tone-Regler im Feedback-Weg bedämpft die Hochfrequenz-Energie bei jedem
Durchlaufen der Delay-Einheit. Dies simuliert die natürliche Absorption hoher Frequenzen in einem Raum und ist ebenfalls zum Simulieren von Band-Echogeräten einsetzbar.
Wet/Dry Mix steuert die Lautstärke der Echos im Verhältnis zum Originalsignal.
Dieses Delay ist eine echte Stereo-Delay-Einheit mit völlig unabhängigen linken und
rechten Kanälen. Die Delay-Einheit verfügt über vier verschiedene Modi, die das Routing und die Kreuzkopplung der Signale bestimmen.
Getrennte Echos (Discrete stereo)
In diesem Modus bleibt das Stereobild der verzögerten Signale erhalten. Sie können
auch Panning-Effekte erzeugen, indem sie ein Delay lang und das andere kurz
einstellen.
Delay-Modus:
R Delay Time
Discrete stereo
Die linken und rechten
Kanäle sind vollständig
getrennt.
Right
Delay
Right
In
Right
Out
HF
Damp
HF Damping
Left
In
Feedback
HF
Damp
Left
Delay
Left
Out
L Delay Time
184
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Ping Pong, stereo
In diesem Modus erfolgt eine Kreuzkopplung des linken und rechten Delay-Ausgangs
in den Eingang des jeweils anderen Kanals. Dieser Modus funktioniert am besten mit
echtem Stereo-Programmmaterial oder mit völlig unterschiedlichen Sounds auf den
Kanälen.
R Delay Time
Delay-Modus:
Ping Pong, stereo
Right
Delay
Die linken und rechten
Kanalausgänge werden
in den jeweils anderen
Kanal eingespeist.
Right
In
Right
Out
HF
Damp
HF Damp
Left
In
Feedback
HF
Damp
Left
Delay
Left
Out
L Delay Time
Ping Pong, mono L->R
Dieser Modus erzeugt Echos, die von links nach rechts vor- und zurückspringen, wobei
eine Mono- oder Stereo-Quelle benutzt wird. Dies ist der klassische Ping-Pong EchoEffekt.
R Delay Time
Delay-Modus:
Ping Pong, mono L->R
Der Eingang wird auf Mono
summiert und dann in den
linken Kanal eingespeist. Der
Ausgang des linken Kanals
wird in den rechten Kanal
kreuzgekoppelt.
Der Ausgang des rechten
Kanals wird in den Eingang
des linken Kanals kreuzgeL In
koppelt.
R In
Right
Delay
Right
Out
HF
Damp
HF Damp
Feedback
HF
Damp
Left
Delay
Left
Out
L Delay Time
E-MU Systems
185
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Parameter
Beschreibung
Left Delay Time
Bestimmt die Länge des Delays für den linken Kanal in Millisekunden. Bereich: .01 Millisekunden bis 2000 Millisekunden
(.01ms = kleinster Schritt zwischen den Einstellungen)
Right Delay Time
Bestimmt die Länge des Delays für den rechten Kanal in Millisekunden. Bereich: .01 Millisekunden bis 2000 Millisekunden.
(.01ms = kleinster Schritt zwischen den Einstellungen)
Mode
Ändert das Signalrouting des Delays. Die vier Modi sind:
Discrete stereo - Die Signalwege bleiben vollständig getrennt.
Ping Pong, stereo - Die Feedback-Wege werden in den jeweils
anderen Kanal eingespeist.
Ping Pong, mono L->R - Das Effektsignal wird auf Mono summiert und in den linken Kanal eingespeist, wobei dessen Feedback-Weg zum rechten Kanal geleitet wird. Der Feedback-Weg des
rechten Kanals wird in den linken Kanal eingespeist.
Ping Pong, mono R->L - Das Gleiche wie beim vorherigen
Algorithmus – nur sind hier die Kanäle L-R vertauscht.
Feedback
Bestimmt den Anteil an Delay-Signal, der zu beiden Delay-Einheiten zurückgeführt wird. Bereich: 0% bis 100%
HF Damping
High Frequency Damping bedämpft den Hochfrequenz-Anteil in
den Feedback-Wegen. Dadurch klingen die Echos natürlich aus.
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Feedback
186
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Delay (BPM)
Das BPM Delay ist mit dem Stereo-Delay vergleichbar. Nur wird hier die Delay-Zeit in
Notenwert-Unterteilungen zur Master (MIDI) Clock synchronisiert. Dadurch können Sie
komfortabel zum Takt synchronisierte Echos einstellen. Da die linken und rechten Kanäle
völlig unabhängig voneinander sind, können Sie für jede Seite ein anderes „synchrosonic” Pattern einstellen. Die vier Modi sind mit denen des Stereo-Delays identisch.
Delay-Modus:
R Delay Division
Discrete stereo
Die linken und rechten
Kanäle bleiben völlig
voneinander getrennt.
Right
Delay
Right
In
Right
Out
HF
Damp
HF Damp
Left
In
Vollständige Beschreibungen und Diagramme finden Sie auf
Seite 184. Die BPM
Tempo-Tabelle auf
Seite 122 zeigt die Anzahl
von Master Tempo ClockImpulsen für jede Unterteilung.
Feedback
HF
Damp
Left
Delay
Left
Out
L Delay Division
Parameter
Beschreibung
Left Delay
Division
Bestimmt die Länge des Delays für den linken Kanal.
Bereich: 4/1 Note bis punktierte 1/64 Note
Right Delay
Division
Bestimmt die Länge des Delays für den rechten Kanal.
Bereich: 4/1 Note bis punktierte 1/64 Note
Mode
Ändert das Signalrouting des Delays. Die vier Modi sind:
Discrete stereo - Die Signalwege bleiben völlig voneinander getrennt.
Ping Pong, stereo - Die Feedback-Wege werden in den jeweils anderen Kanal
eingespeist.
Ping Pong, mono L->R - Das Effektsignal wird zu Mono summiert und in den
linken Kanal eingespeist, wobei dessen Feedback-Weg zum rechten Kanal geleitet
wird. Der Feedback-Weg des rechten Kanals wird in den linken Kanal eingespeist.
Ping Pong, mono R->L - Das Gleiche wie beim vorherigen Algorithmus – nur
sind hier die Kanäle L-R vertauscht.
Feedback
Bestimmt den Anteil an Delay-Signal, der zu beiden Delay-Einheiten zurückgeführt
wird. Bereich: 0% bis 100%
HF Damping
High Frequency Damping bedämpft den Hochfrequenz-Anteil in den FeedbackWegen. Dadurch klingen die Echos natürlich aus.
Modulations-Parameter
•
•
•
•
Wet/Dry Mix
Left Delay Division (Ändert die Unterteilung in 2er-Potenzen nach oben oder unten.)
Right Delay Division (Ändert die Unterteilung in 2er-Potenzen nach oben oder unten.)
Feedback
E-MU Systems
187
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Early Reflections
Diese Ersten Reflexionen sind die anfänglichen Echos, die bei Klangquellen innerhalb
von Räumen hörbar werden. Die Echos sind gestaffelt, da sie von Oberflächen reflektiert werden, die unterschiedlich weit von Ihren Ohren entfernt sind. Normalerweise ist
dieser Effekt Bestandteil des Reverb-Algorithmus, aber wir haben ihn als getrennten
Effekt aufgenommen, da er nützliche und interessante Sounds erzeugt.
Parameter
Beschreibung
E.R. Mode
Wählt das Pattern der Ersten Reflexionen. Zur Wahl stehen:
Hall 1, Hall 2, Hall 3, Room, Spiral, Multitap, 6 tap, 12 tap,
12 tap rising, up & down.
Room Size
Ändert die Abstände der Ersten Reflexionen, die für verschiedene
Raumgrößen und –formen charakteristisch sind.
L/R Offset
Skaliert die Abstände der linksseitigen Reflexionen gegenüber
denen der rechten Seite, um ein interessanteres Stereo-Bild zu
erzeugen. Bereich: -50% bis +50%
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
1-Band Para EQ
+15dB
Boost
Gain
Width
+
-
Dieser parametrische 1-Band-EQ ist nützlich,
wenn Sie nur einen Frequenzbereich anheben
oder absenken möchten. Wenn Sie beispielsweise nur den Hauptgesang etwas aufhellen
möchten, sollten Sie diesen EQ wählen. Er bietet
maximal +15dB Anhebung und -24dB Absenkung.
Cut
-15dB
Center
Frequency
Parameter
Beschreibung
Gain
Bestimmt die Stärke der Absenkung (-) oder Anhebung (+) des
gewählten Frequenzbands. Bereich: -24dB bis +15dB
Center Frequency
Bestimmt den Frequenzbereich, der mit dem Gain-Regler abgesenkt oder angehoben wird. Bereich: 40Hz bis 16kHz
Bandwidth
Bestimmt die Breite des Frequenzbereichs für das Center Frequency-Band, der mit dem Gain-Regler abgesenkt oder angehoben wird. Bereich: .01 Oktave bis 2 Oktaven.
Modulations-Parameter
• Gain
• Frequency
• Bandwidth
188
Tipp - Der EQ wird
zu einem mächtigen
Performance Tool, wenn
die Modulations-Parameter auf die MIDI-Controller
gepatched werden.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
4-Band EQ
Dieser 4-Band-EQ bietet zwei Shelving-Filter für die hohen und tiefen Enden des
Frequenzbereichs und zwei voll-parametrische Bänder in der Mitte. Bis zu +15 dB
Anhebung und -24dB Absenkung sind pro Band möglich.
Low Mid
Band
Low-Shelf
High Mid
Band
Boost
+
Cut
Gain
Eckfrequenz
-
High-Shelf
Eckfrequenz
Width
Width
Center
Frequency
Center
Frequency
Hinweis: Der Wet/
Dry Mix-Regler des EQ
sollte normalerweise auf
Tipp:
Einsatz
100%
WetBeim
eingestellt
eines
sein, MIDI-Controllers
da andernfalls die
zum
Ändernunberechender EQ-VerErgebnisse
stärkung
gilt:
77 = 0dB.
bar sind.
Frequenz
Parameter
Beschreibung
High Gain
Bestimmt die Stärke der Absenkung (-) oder Anhebung (+) des
Höhen-Shelf-EQ. Bereich: -24dB bis +15dB
High
Frequency
Bestimmt die Eckfrequenz, ab der das Signal mit dem High GainRegler abgesenkt oder angehoben wird. Bereich: 4kHz bis 16kHz
High Mid Gain
Bestimmt die Stärke der Absenkung (-) oder Anhebung (+) des
High Mid Frequency-Bands. Bereich: -24dB bis +15dB
High Mid
Frequency
Bestimmt den Frequenzbereich, der mit dem High Mid GainRegler abgesenkt oder angehoben wird. Bereich: 1kHz bis 8kHz
High Mid
Bandwidth
Bestimmt die Breite des Frequenzbereichs für das High Mid Center
Frequency-Band, das mit dem High Mid Gain-Regler abgesenkt
oder angehoben wird. Bereich: .01 Oktave bis 2 Oktaven
Low Mid Gain
Bestimmt die Stärke der Absenkung (-) oder Anhebung (+) des Mid
1 Frequency-Bands. Bereich: -24dB bis +15dB
Low Mid
Center Freq.
Bestimmt den Frequenzbereich, der mit dem Mid 1 Gain-Regler
abgesenkt oder angehoben wird. Bereich: 200Hz bis 3kHz
Low Mid
Bandwidth
Bestimmt die Breite des Frequenzbereichs für das Low Mid Center
Frequency-Band, das mit dem Low Mid Gain-Regler abgesenkt
oder angehoben wird. Bereich: .01 Oktave bis 2 Oktaven
Low Gain
Bestimmt die Stärke der Absenkung (-) oder Anhebung (+) des
Bass-Shelf-EQ. Bereich: -24dB bis +15dB
Low
Frequency
Bestimmt die Eckfrequenz, ab der das Signal mit dem Low GainRegler abgesenkt oder angehoben wird. Bereich: 40Hz bis 800Hz.
Modulations-Parameter
• High Gain
• High Mid Gain
• Low Mid Gain
• Low Gain
E-MU Systems
189
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Flanger
Ein Flanger ist eine sehr kurze Delay-Einheit, deren Ausgang dem Originalklang wieder
beigemischt wird. Das Mischen von Original- und Delay-Signal führt zu mehrfachen
Frequenzauslöschungen, die man als Kammfilter bezeichnet. Da der Flanger eine Art
Filter ist, funktioniert er am besten mit obertonreichen Klängen.
Damit ein nuancenreicher Flanging-Effekt
erzeugt wird, muss das
Originalsignal mit dem
Flanger-Signal gemischt
werden. Benutzen Sie
hierfür den Wet/Dry MixRegler oder den Main
Send-Regler (bei der Verwendung von Aux-Effekten).
Der integrierte Tieffrequenz-Oszillator variiert die Delay-Zeit langsam. Wenn die Kerbfilter im Frequenzbereich nach oben oder unten bewegt werden, entsteht ein nuancenreicher, schwenkender Effekt. Die Stärke des Feedbacks vertieft die Kerben und intensiviert den Effekt. Mit negativen Feedback-Werten können Sie die Phase des FeedbackSignals umkehren. Dadurch werden Spitzen im Kerbfilter erzeugt, was zur Verstärkung
des Effekts führt.
Parameter
Beschreibung
Initial Delay
Bestimmt das anfängliche Delay des Flangers in Schritten von .01 Millisekunden. Mit diesem Parameter können Sie den Flanger auf einen
bestimmten Frequenzbereich „stimmen”. Bereich: .01ms bis 4ms
Depth
Bestimmt die Wirkungsstärke des LFOs auf die Delay-Zeit. Erhöht die
Animation und Stärke des Flanging-Effekts. Bereich: 05 bis 100%
Rate
Bestimmt die Geschwindigkeit des Tieffrequenz-Oszillators, der die
Delay-Zeit des Flangers moduliert. Bereich: .01 Hz bis 20Hz
Feedback
Steuert den Signalanteil, der zur Delay-Einheit zurückgeführt wird,
und erhöht die Resonanz. Negative Werte können bei manchen
Signalen intensives Flanging erzeugen. Bereich -99% bis +99%
Through Zero
On - Fügt dem Originalsignal ein kurzes Delay hinzu, um den klassischen “through-zero” Flanger-Sound zu simulieren, der ursprünglich
mit zwei Bandmaschinen erzeugt wurde.
On (out of phase) - Dreht die Phase (180°) und fügt dem Originalsignal ein Delay hinzu, wodurch noch mehr Phasen-Auslöschungen
erzeugt werden. Wenn der Feedback-Regler auf Null eingestellt ist,
tritt beim Nulldurchgang des Flangers eine völlige Auslöschung auf.
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Depth (Mod)
• Rate (Mod)
• Feedback
190
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Flanger (BPM)
Der BPM Flanger unterscheidet sich dadurch vom zuvor beschriebenen Flanger, dass
hier die Delay-Zeit in veschiedenen Noten-Unterteilungen zur Master (MIDI) Clock
synchronisiert werden kann. Mit dieser Funktion lassen sich schwenkende FlangerEffekte einfach zum Takt eines Songs synchronisieren. Zusätzlich kann die LFO SweepBewegung mit einem Continuous Controller oder Schalter in den Preset Cords manuell
synchronisiert werden, damit die Spitze der Dreieck-Wellenform mit einem
bestimmten Beat beginnt.
Wenn der Tieffrequenz-Oszillator (LFO) die Delay-Zeit variiert und dadurch die
Auslöschungskerben über den Frequenzbereich nach oben und unten bewegt werden,
entstehen nuancenreiche, schwenkende Effekte. Je höher die Feedback-Stärke, desto
tiefer die Kerben und desto intensiver der Effekt.
Damit ein nuancenreicher Flanging-Effekt
erzeugt wird, muss das
Originalsignal mit dem
Flanger-Signal gemischt
werden. Benutzen Sie
hierfür den Wet/Dry MixRegler oder den Main
Send-Regler (bei der Verwendung von Aux-Effekten).
Mit negativen Feedback-Werten können Sie die Phase des Feedback-Signals umkehren.
Dadurch werden Spitzen im Kerbfilter erzeugt, was zur Verstärkung des Effekts führt.
Parameter
Beschreibung
Initial Delay
Bestimmt das anfängliche Delay des Flangers in Schritten von .01
Millisekunden. Mit diesem Parameter können Sie den Flanger auf
einen bestimmten Frequenzbereich „stimmen”. Bereich: .01ms bis
4ms
Depth
Bestimmt die Wirkungsstärke des LFOs auf die Delay-Zeit. Erhöht die
Animation und Stärke des Flanging-Effekts. Bereich: .006 bis 100%
LFO Note
Division
Die Geschwindigkeit des LFO ist an einen Notenwert des MasterTempos gekoppelt. Bereich: 4/1 Note bis punktierte 1/64 Note
Feedback
Steuert den Signalanteil, der zur Delay-Einheit zurückgeführt wird,
und erhöht die Resonanz. Negative Werte können bei manchen Signalen intensives Flanging erzeugen. Bereich -99% bis +99%
Through Zero
On - Fügt dem Originalsignal ein kurzes Delay hinzu, um den klassischen “through-zero” Flanger-Sound zu simulieren, der ursprünglich
mit zwei Bandmaschinen erzeugt wurde.
On (out of phase) - Dreht die Phase (180°) und fügt dem Originalsignal ein Delay hinzu, wodurch noch mehr Phasen-Auslöschungen erzeugt werden. Wenn der Feedback-Regler auf Null eingestellt
ist, tritt beim Nulldurchgang des Flangers eine völlige Auslöschung
auf.
Sync (LFO Phase) Re-synchronisiert den LFO (zur Spitze der Dreieckwelle) sobald diese
Taste gedrückt wird oder der Sync Modulation-Eingang von Null zu
einem positiven Wert geht.
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Sync
• Rate (Note Div)
• Feedback
E-MU Systems
191
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Growl
Diese neue Art von selbstmodulierendem Effekt wurde speziell für Proteus X entwickelt. Growl zeichnet sich dadurch aus, dass er einfache Sounds in musikalisch
komplexe und interessante Sounds verwandeln kann. Abhängig von der Eingangswelle
und den Steuerungseinstellungen kann Growl bläser-artige Charakteristiken, warme
Röhrenverzerrungen oder ein rauhes Kratzen erzeugen.
Growl ist einfach einsetzbar. Drehen Sie den Depth- und Wet/Dry Mix-Regler auf und
stellen Sie dann den Initial-Regler ein, bis Sie die richtige Menge an “Growl” gefunden
haben. Drehen Sie dann die anderen Regler zurück und nehmen Sie eine Feineinstellung aller anderen Regler nach Bedarf vor. Das klingt einfach geiiiil!
Parameter
Beschreibung
Initial
Dieser Regler “stimmt” den Effekt auf einen bestimmten Frequenzbereich. Bereich: .01ms bis 15ms
Depth
Bestimmt die Stärke der Selbstmodulation. Bereich: 0% bis 100%
Color
Steuert die Klangfarbe des Effekts. Bereich: -99% bis +99%
Pre-Filter
Anti-aliasing-Filter. Drehen Sie diesen Filter auf, wenn Sie Aliasing
bei den Hochfrequenzen hören.
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Depth
• Color
192
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Limiter
Der Limiter legt einen „Maximalpegel“ für das Audiomaterial fest. Jenseits dieses
Thresholds wird jegliche Gain-Zunahme verhindert oder begrenzt, daher der Name
„Limiter/Begrenzer“. Ein Limiter funktioniert wie ein Compressor mit einer sehr hohen
Ratio-Einstellung.
Der Limiter ist besonders gut zum Zähmen der stark resonierenden Spitzen nützlich,
die von den Z-plane Filtern erzeugt werden können. Mit kurzen Attack-Zeiten können
Sie Transienten unterdrücken und mit dem Release-Regler unerwünschtes „Pumpen“
verringern.
0dB
-10dB
Threshold: -10dB
Signale über dem
Threshold-Pegel
können nicht mehr
lauter werden.
-80dB
Der Output Gain-Regler verstärkt das Signal nach dem Limiting, um den Pegel wieder
anzuheben. Wenn Sie das Gain nicht erhöhen, könnte das Signal zu leise sein.
Weiterhin verfügt ein Limiter auch über Attack- und Release-Regler. Attack steuert, wie
schnell das Gain verringert wird, nachdem das Signal den Threshold überschreitet.
Release steuert, wie schnell das Gain auf seinen normalen Pegel zurückgesetzt wird,
nachdem das Signal wieder unter den Threshold gefallen ist. Mit längeren ReleaseZeiten lässt sich normalerweise der sogenannte „Pumpeffekt“ beim Ein- und
Ausschalten des Limiters verringern. Man sollte die Release-Zeit aber auch nicht zu lang
einstellen, da der Limiter andernfalls nicht genug Zeit hat, um sich für den nächsten
Saiten- oder Trommelfell-Anschlag zurückzusetzen. Generell dienen die Attack- und
Release-Regler zum Glätten der Arbeitsvorgänge des Limiters, obwohl man mit Ihnen
auch Spezialeffekte kreieren kann.
Parameter
Beschreibung
Threshold
Threshold bestimmt den “Trigger” Pegel des Limitings. Signalpegel
über dem Threshold werden bedämpft. Bereich: -50dB bis +20dB
Output Gain
Verstärkt das Signal nach der Compression, um dessen Pegel anzuheben. Bereich: -24dB bis +12dB
Attack TIme
Steuert, wie schnell die Verstärkung verringert wird, nachdem das Signal den Threshold überschritten hat. Bereich: 1 ms bis 200 ms.
Release Time
Steuert, wie schnell das Gain auf seine normale Einstellung zurückgesetzt wird, nachdem das Signal den Threshold unterschritten hat.
Bereich: 0.2 Sekunden bis 1.0 Sekunde
Modulations-Parameter
• Keine
E-MU Systems
193
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Phaser
Ein Phaser (oder Phase Shifter) generiert eine feste Anzahl von Spitzen und Kerben im
Audiospektrum, deren Frequenz mittels Tieffrequenz-Oszillator (LFO) nach oben und
unten geschwenkt werden kann. Dies erzeugt einen schwirrenden, ätherischen Klang
bei obertonreichen Klangquellen oder eine Art Tonhöhenverschiebung bei einfacheren
Klängen. Der Phase Shifter wurde in den 1970er Jahren erfunden und der charakteristische Sound dieses Geräts weckt Erinnerungen und Gefühle aus dieser musikalischen
Ära.
Feedback
In
Phaser
(stereo)
Out
Signalweg = Stereo
Depth
LFO
Stages
Rate L/R
Phase
Parameter
Beschreibung
Depth
Steuert, wie stark die Center Frequency durch den LFO bewegt wird.
Bereich: 0% bis 100%
Rate
Bestimmt die Sweep-Rate des Low Frequency Oscillators.
Bereich: .01Hz bis 20Hz
Feedback
Erhöht die Tiefe der Kerben und die Höhe der Spitzen. Invertierte
Werte kehren die Feedback-Polarität um. Bereich: -100% bis +100%.
Stages
Zur Wahl stehen: 3, 6, 9, oder 12 Phase Shift-Stufen und eine entsprechende Anzahl von Spitzen und Kerben im Frequenzgang.
LFO L/R Phase
Versetzt den LFO zwischen den linken und rechten Phaser-Kanälen.
(0°, 90° oder 180°). Fügt dem Klang Animation hinzu.
Modulation-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Depth (Modulation)
• Rate (Modulation)
• Feedback
194
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Pitch Shifter (mono)
Der Pitch Shifter (auch als “Harmonizer” bekannt) verschiebt die Tonhöhe des
Eingangssignals nach oben oder unten, wobei die Zeitspanne zwischen den Events
erhalten bleibt. (Im Gegensatz zum Beschleunigen/Abbremsen einer Bandmaschine
oder einer Tonhöhenverschiebung über die Proteus X-Tastatur.) Der Bereich des Pitch
Shifters beträgt -36 Halbtöne nach unten und +24 Halbtöne nach oben in .01 Halbtonschritten.
Kleinere Tonhöhenverschiebungen erzeugen einen effektiven Chorustyp. HalbtonVerschiebungen funktionieren besonders gut bei der menschlichen Stimme zur
Harmonisierung und für Spezialeffekte. Bei aufgedrehtem Feedback-Regler wird das
tonhöhenverschobene (und leicht verzögerte) Signal zum Pitch Shifter zurückgeführt
und noch weiter nach oben oder unten verschoben.
Feedback
L In
L Out
Pitch
Shifter
R In
R Out
Pan
Pitch Shift
Parameter
Beschreibung
Pitch Shift
Dieser Regler wählt das Pitch Shift-Intervall.
Bereich: -36 Halbtöne bis +24 Halbtöne
Feedback
Steuert, wieviel Signal zum Pitch Shifter zurückgeführt wird.
Bereich 0% bis 100%
Pan
Dieser Parameter bewegt den tonhöhenverschobenen Klang nach
links oder rechts. Dadurch bewegt sich die scheinbare Klangquelle
nach links oder rechts.
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Pitch
• Feedback
• Pan
E-MU Systems
195
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Ring Modulator
Ein Ringmodulator nimmt zwei Signale, multipliziert sie und erzeugt ein Ausgangssignal, das nur die Frequenzsumme und –differenz der beiden Eingangswellen enthält.
Die Originalfrequenzen werden nicht ausgegeben. Bei komplexen Wellenformen wird
jeder Oberton der Signale mit jedem anderen entsprechend seiner Amplitude multipliziert. Da Ringmodulation ein linearer Prozess ist, werden diese neuen Summen- und
Differenzfrequenzen aus ihrem normalen exponentialen Obertonverhältnis
verschoben. Daraus resultierend erzeugen Ringmodulatoren häufig hallende, glockenähnliche Timbres.
Bei diesem Ringmodulator wird jede Seite der Stereo-Eingangsquelle von einem
internen Sinuswellen-Oszillator multipliziert. Der interne Oszillator kann auf einer
festen Tonhöhe bleiben oder von einem Envelope Follower moduliert werden.
Input 1
200 Hz
AMPLITUDE
Basierend auf der Amplitude des Eingangssignals bewegt der Envelope Follower die
Tonhöhe des modulierenden Oszillators nach oben oder unten. Stellen Sie die Proteus
X Attack- und Decay-Regler (Amp) einmal probeweise ein, um die Wirkung des Envelope Followers zu hören. Der Envelope Follower kann den modulierenden Oszillator
in die positive oder negative Richtung schwenken, indem der Wert positiv oder negativ
eingestellt wird.
200
Input 2
AMPLITUDE
FREQUENCY (Hz)
800 Hz
800
Ergebnis
600 &
1000 Hz
AMPLITUDE
FREQUENCY (Hz)
200
600 800 1000
FREQUENCY (Hz)
Dieses Diagramm zeigt das Ergebnis einer Ringmodulation von zwei Sinuswellen mit den
Frequenzen 200 Hz & 800 Hz. Es werden nur die Summen- und Differenzfrequenzen von 6
Hz und 1000 Hz ausgegeben.
196
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Parameter
Beschreibung
Frequency
Dieser Regler bestimmt die Frequenz der Modulations-Wellenform.
Bereich: 0 Hz bis 5000 Hz
Envelope Follower Steuert, wie stark die Amplituden-Hüllkurve den modulierenden
Oszillator bewegt. Bereich: -10x bis +10x
Modulations-Parameter
Ring
Modulator
R In
R Out
L In
L Out
Modulierender
Oszillator
Envelope
Follower
Freq.
• Wet/Dry Mix
• Frequency
• Envelope Amount
SP12-ulator
Die E-MU SP-12 Sampling Drum Machine war die komplexeste Beat Box ihrer Zeit und
bleibt ein Klassiker. Die SP-12 benutzte eine grobkörnige, “drop-sample” Pitch ShiftTechnik, die Bestandteil ihres prägnanten Sounds war. Der SP12-ulator Effekt huldigt
der ehrwürdigen SP-12 und ermöglicht das Zurichten der Sounds nach Art der
Vorfahren vor vielen, vielen Jahren.
Parameter
Beschreibung
Frequency
Dieser Parameter steuert die Anzahl der Samples, die weggelassen
werden. Bereich: 0 - 100
Depth
Dieser Parameter steuert die Intensität der resultierenden Verzerrung. Bereich: 0% bis 100%
Resolution
Die SP-12 ist eine 12-Bit Drum Machine. Mit dem SP12-ulator können Sie die Bit-Tiefe auf 12-Bit verringern – oder sogar noch weiter
bis auf eine Auflösung von 1-Bit, falls nötig.
Bereich: Hi-Res (32 Bit), 12-Bit bis 1-Bit
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Frequency
• Depth
E-MU Systems
197
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Tremulator BPM
Das Tremolo ist eine Amplituden-Modulation und ein standard GitarrenverstärkerEffekt. Tremulator BPM ist eher ein Tremolo auf Anabolika! Neben den standard Rateund Amount-Reglern können Sie beim Tremulator die Tremolo-Geschwindigkeit
taktsynchron zum Songtempo laufen lassen, unter acht verschiedenen ModulationsWellenformen mit einstellbarer Lag-Option wählen, verschiedenartige Auto-Pans auf
das Stereo-Signal anwenden und sogar ein schwenkbares Lowpass-Filter mit fünf Modi
nutzen.
In
Filter
Stereo
Fc
Trem
L
Q
Mode
R
Lag
Mode
Sync
Out
Lag
LFO
Phase
Note Wave
Duration
Parameter
Beschreibung
Wet/Dry
Steuert die Intensität (Stärke) des Tremolo-Effekts.
Bereich: 0% bis 100%
LFO Note Duration
Die Geschwindigkeit des LFO ist an einen Notenwert des MasterTempos gekoppelt. Bereich: 4/1 Note bis punktierte 1/64 Noten
LFO Waveshape
Wählt unter folgenden Modulations-Wellenformen:
Sine, Triangle, Half Sine, Sawtooth Up, Sawtooth Down, Square,
Pulse 25, Pulse 75
Lag
Bestimmt die Anstiegsgeschwindigkeit der LFO-Ausgabe. Damit
lassen sich normalerweise die Ecken von Rechteckwellen abrunden. Es lassen sich aber auch mit anderen Wellenformen interessante Effekte erzielen. Bereich: 0% bis 100%
L/R Phase
Versetzt die LFO-Phasen des linken und rechten Kanals gegeneinander. (0°, 90°, 180°, 270°).
0° - Linker und rechter Kanal sind identisch.
180° - Erzeugt einen ständig wechselnden “Ping-Pong” Effekt.
90°/270° - Erzeugt einen rotierenden Effekt.
Mode
Es sind sechs verschiedene Modi verfügbar:
Tremolo - Tremolo-Amplitudenmodulation
Tremolo + Filter 1 - Tremolo & 2-Pol Filter-Sweep, kein Q
Tremolo + Filter 2 - Tremolo & 2-Pol Filter-Sweep, Mid Q
Filter 3 - 2-Pol Filter-Sweep, Low Q
Filter 4 - 2-Pol Filter-Sweep, Mid Q
Filter 5 - 2-Pol Filter-Sweep, High Q
Hinweis: Die anfängliche Filterfrequenz wird mit zunehmender
Güte (Q) tiefer eingestellt.
198
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Parameter
Beschreibung
Sync (LFO Phase)
Wenn dieser Button gedrückt wird oder der Sync-Modulationseingang von Null zu einem positiven Wert verläuft, wird der LFO
neu synchronisiert (auf die Spitze der Welle). Sie können auch
einen Fußschalter anschließen.
Tremulator-Wellenformen
Triangle
Sine
Half
Sine
Sawtooth
Up
Sawtooth
Down
Square
Pulse
75
Pulse
25
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Rate (LFO Note Duration)
• Waveshape
• Sync
E-MU Systems
199
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Tube
Der Tube ist ein Röhrenverstärker-Simulator, der auf “soft Clipping” basiert. Ein übersteuerter Röhrenamp klingt deshalb gut, weil er die geradzahligen Obertöne verzerrt.
Diese Digitalröhre rundet die Wellenform wie eine echte Vakuumröhre auf sanfte,
ausgewogene und kontrollierte Weise ab.
Stellen Sie die Distortion-Stärke mit dem Gain-Regler und die Klangfarbe mit den
Treble- und Bias-Reglern ein. Der Compression-Regler glättet Pegeländerungen und
der Output Level-Regler bestimmt die Gesamtlautstärke des Effekts.
$;
Lowpass
Filter
In
Out
866$$
8
Signalweg = Stereo
Gain
Output
Presence Level
Bias
Compression
Parameter
Beschreibung
Gain
Dieser Parameter steuert die Overdrive-Stärke der “Röhre” und
somit die erzeugten Verzerrungen. Bereich: 0.25 - 50.00
Output Level
Dieser Parameter bestimmt den Ausgangspegel und hat keinen
Einfluss auf den Klang.
Presence
Dieser Regler bestimmt die Lowpass-Filterfrequenz am Ausgang
der “Röhre”.
Compression
Röhren besitzen ein bestimmtes Maß an natürlicher “sanfter” Compression. Dieser Regler steuert die Stärke der Compression.
Bias
Bias steuert, an welchem Punkt in der Wellenform das Clipping
einsetzt.
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Gain
• Output Level
200
Proteus X2 Bedienungshandbuch
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
Twin
Der Twin simuliert mit zwei “Röhrenstufen” den Overdrive-Verlauf eines Gitarrenverstärkers. Mittels getrennter Gain-Regler können Sie die Stärke des sanften Clippings
jeder „Röhrenstufe” präzise steuern. Mit einem 3-Band-Klangregler zwischen den
beiden Stufen und einem Presence-Regler hinter der zweiten Stufe können Sie die
Overdrive-Frequenzen exakt anpassen.
Stellen Sie die Distortion-Stärke mit den Volume- und 2nd Stage Gain-Reglern ein und
steuern Sie den Klang mit den Treble-, Mid- und Bass-Reglern. Der Compression-Regler
glättet Änderungen im Timbre und der Output Level-Regler bestimmt die Endlautstärke
des Effekts.
Klangregler
$;
$;
Presence
Filter
L
Out
R
In
866$$
8
866$$
8
Bass
Volume
Mid
Treble
Compression
Presence
Master
Volume
Pan
2nd
Stage Gain
Parameter
Beschreibung
Volume
Dieser Parameter steuert die Overdrive-Stärke der ersten Röhre und
somit die Stärke der erzeugten Verzerrungen.
Master Volume
Dieser Parameter bestimmt den Ausgangspegel und hat keine
Wirkung auf den Klang.
Treble
Regelt den Höhengehalt zwischen den beiden “Röhren”.
Mid
Regelt den Mittengehalt zwischen den beiden “Röhren”.
Bass
Regelt den Bassgehalt zwischen den beiden “Röhren”.
2nd Stage Gain
Dieser Parameter steuert die Overdrive-Stärke der zweiten Röhre
und somit die Stärke der erzeugten Verzerrungen.
Presence
Regelt den Mittengehalt am Ausgang der zweiten “Röhre”.
Pan
Bestimmt die links/rechts Pan-Position des bearbeiteten Sounds.
Bereich: -100% bis +100%
Compression
Röhren besitzen ein bestimmtes Maß an natürlicher “sanfter” Compression. Damit steuern Sie, wieviel Compression auf beide Röhren
angewandt wird.
Modulations-Parameter
• Wet/Dry Mix
• Gains 1 & 2
• Master Volume
• Pan
E-MU Systems
201
8 - Effekte
Effekt-Beschreibungen
202
Proteus X2 Bedienungshandbuch
9 - Steuerelemente
Die Symbolleisten
9 - Steuerelemente
In diesem Kapitel wird die Funktion der Regler von Proteus beschrieben. Auf dem Weg
zum erfahrenen Profi gibt es einige Tipps und Tricks, die Sie kennen sollten. Einige
davon finden Sie schon in diesem Kapitel.
Die Symbolleisten
Die Symbolleisten sind am oberen Fensterrand unterhalb der Menüleiste sowie am unteren Fensterrand (Statusleiste) angeordnet. Sie enthalten Symbolschaltflächen (Buttons), über die Sie per Mausklick die am häufigsten verwendeten Funktionen aufrufen
können. Wenn Sie den Mauszeiger über einer Symbolschaltfläche positionieren, wird
eine Quickinfo mit einer Beschreibung der jeweiligen Funktion eingeblendet.
Die Anordnung der Symbolleisten am oberen Fensterrand können Sie verändern, indem Sie auf das gewünschte Symbolleisten-Handle klicken (siehe unten) und die Symbolleiste einfach an die gewünschte Position ziehen.
Die Statusleiste befindet sich immer am unteren Rand des Programmfensters und enthält kontextspezifische Informationen, wie z. B. den aktuellen MIDI-Kanal, Name und
Nummer des Samples/Presets sowie die Anzahl der aktuell wiedergegebenen Samples.
Menü-Symbolleisten
Menü-Leiste
Standard-Symbolleiste Keyboard-Symbol
MIDI-Modi
Hilfe
Toolbar
Handle
Status-Leiste
Pre-Roll Samples
in RAM
CPU-Auslastung
E-MU Systems
Disk-Nutzungsanzeige
Basic
MIDI Channel
Anzahl der wiedergegebenen Samples Playing
Aktuelle Stimme
& KYBD-Bereich
Preset-Name
& -Nummer
203
9 - Steuerelemente
Drag & Drop
Ein- und Ausblenden der Symbolleisten
Wählen Sie aus dem Menü „View“ den Befehl „Toolbars“ oder rechtsklicken Sie, wenn
sich der Cursor über einer Symbolleiste befindet, um das Menü „Show/Hide Toolbar“
aufzurufen. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen für die Symbolleisten, die angezeigt
werden sollen. Mit dem Kontrollkästchen „Flat Toolbars“ können Sie die Unterteilungen entfernen und das Aussehen der Symbolleisten verändern.
Select from the Menu Bar...
... oder rechtsklicken Sie
über den Symbolleisten
Drag & Drop
Bei den meisten Proteus X-Funktionen können Sie die Vorteile des Drag & Drop nutzen. Wenn Sie beispielsweise eine Kopie einer Stimme in ein anderes Preset kopieren
möchten, klicken Sie einfach mit der linken Maustaste auf das entsprechende Stimmensymbol, ziehen die Stimme bei gedrückter Maustaste über ein anderes Preset und
lassen die Maustaste los. Eine vollständige Liste der Drag & Drop-Funktionen finden
Sie auf Seite 251.
Keyboard-Symbol
Indem Sie die Option
Keyboard aus dem View-Menü wählen, F9 drücken oder den
Button in der Symbolleiste drücken, können Sie ein verschiebbares Mini-Keyboard
aufrufen. Die Tastatur und Räder senden Daten immer auf dem aktuellen Basic-Kanal
mit dem voreingestellten Velocity-Wert 64. Beim Wechseln des Basic-Kanals werden
alle aktiven Noten beendet.
• Transpose: Verschiebt die Tastatur um maximal 2 Oktaven nach oben oder
unten. (Keine Transponierung bei Piano and Full MIDI.)
• Latch: Bei aktiviertem Latch-Modus wird die Note durch den Tastenanschlag
eingeschaltet und erst durch nochmaliges Anschlagen der Taste wieder ausgeschaltet. Latch-Noten werden etwas dunkler dargestellt.
• Pitch & Mod. Räder: Senden Pitch Bend- und Modulationsrad-Steuerdaten.
• Keyboard-Format: Rechtsklicken Sie irgendwo auf das Keyboard, um dessen
Format zu wählen. Wählen Sie das Format, das am besten mit Ihrem KeyboardController übereinstimmt.
204
Halten Sie Strg gedrückt, um das Mini-Keyboard mit der Anschlagdynamik 10 zu spielen.
Halten Sie Umschalt
gedrückt, um das MiniKeyboard mit der Anschlagdynamik 127 zu
spielen.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
9 - Steuerelemente
Ändern von Einstellungen
XBoard 25 -
Rechtsklicken Sie auf das Keyboard, um den Typ zu wählen
Octave
Transpose
Three Octave -
Modulationsrad
XBoard 49 -
Piano XBoard 61
Key
Latch
Pitch-Rad
Full MIDI -
Ändern von Einstellungen
Eingeben numerischer Werte
Numerische Werte werden in alphanumerischen Darstellungen entweder zusammen
mit einem Drehregler oder mit Pfeilschaltflächen angezeigt.
Numerische Werte können geändert werden durch:
• Betätigen des Drehreglers (sofern vorhanden);
• Klicken auf die Pfeilschaltflächen (Nach oben/unten), wenn der
Cursor über einem Feld steht;
• Eingeben des gewünschten Wertes in das Feld.
Cursor mittels Computer-Tastatur bewegen
• Drücken Sie die Tabulatortaste, um den Cursor in das nächste Feld zu bewegen.
• Drücken Sie Umschalttaste+Tabulatortaste, um den Cursor in das vorherige Feld zu
bewegen.
Nach Auswahl des Dreh- bzw. Schiebereglers können Sie:
• Bei gedrückter Alt-Taste auf den Regler/Slider klicken, um die Voreinstellung aufzurufen.
• Den Wert mit der linken/rechten Pfeiltaste um einen kleinen Betrag erhöhen bzw.
verringern.
• Den Wert mit den Tasten Bild auf & Bild ab um einen größeren Betrag erhöhen bzw.
verringern.
• Den Wert mit dem Mausrad (sofern vorhanden) beliebig erhöhen bzw. verringern.
• Den Regler mit der Taste Pos 1 auf den Minimalwert einstellen.
• Den Regler mit der Taste Ende auf den Maximalwert einstellen.
• Den Regler mit der Taste 5 (numerisches Tastenfeld) mittig einstellen. (Num Lock
muss ausgeschaltet sein.)
E-MU Systems
205
9 - Steuerelemente
Tastaturbereiche & Überblendungen einstellen
Tastaturbereiche & Überblendungen einstellen
Die Register Key Win, Vel Win, RT Win, CC Win und Region im Voices and Zones-Bildschirm enthalten alle Parameter, die sich mit grafischen Schiebereglern und alphanumerischen Werten einstellen lassen.
Um den Bereich oder die Position eines Schiebereglers einzustellen, klicken und ziehen
Sie mit der Maus. Um einen Fade-Bereich zu erstellen und zu editieren, klicken und ziehen Sie bei gedrückter Alt-Taste den Endpunkt mit der Maus. Siehe unten:
Hinweis: Fades
sind für die Schieberegler
im Region-Register nicht
verfügbar.
Tastaturbereiche mittels Grafikanzeige editieren
Zum Neuskalieren das
Ende anklicken und ziehen
Zum Verschieben die Mitte
anklicken und ziehen
Zum Einstellen des Fades den
Fade-Punkt anklicken und ziehen
Zum Einstellen des Fades das
Ende Alt-klicken & ziehen
• Zum Einstellen der hohen und tiefen Bereiche klicken und ziehen Sie die Endpunkte der Grafikanzeige.
• Um den gesamten Bereich ohne Neuskalieren zu verschieben, klicken und ziehen Sie die Mitte des Bereichs.
• Um ein Fade zu erzeugen, klicken und ziehen Sie die Endpunkte bei gedrückter Alt-Taste. Nachdem Sie
einen Fade-Punkt erzeugt haben, können Sie ihn durch Klicken und Ziehen neu positionieren.
Tastaturbereiche mittels alphanumerischer Felder editieren
Alphanumerische Felder für Key, Velocity, Realtime und CC-Bereiche erscheinen im
Overview-Abschnitt am unteren Rand des Voices and Zones-Bildschirms.
Wählen Sie die zu ändernde Stimme, setzen Sie den Cursor in das alphanumerische
Feld und ...
• geben Sie den gewünschten Wert ein.
• erhöhen bzw. verringern Sie den Wert mit Hilfe der Tasten +/-.
• erhöhen bzw. verringern Sie den Wert mit dem Mausrad (sofern vorhanden).
• halten Sie die Strg-Taste gedrückt und drücken Sie die Alt-Taste. Daraufhin wird am unteren
Fensterrand das Wort „MIDI“ eingeblendet. Spielen Sie auf dem MIDI-Keyboard, um die
Tastenposition festzulegen. (Hinweis: Im Preferences-Menü muss Intelliedit eingeschaltet sein.)
206
Proteus X2 Bedienungshandbuch
9 - Steuerelemente
Tastaturbereiche & Überblendungen einstellen
Auswählen von Stimmen mit Hilfe des MIDI-Keyboards
Vorbereitung: Vergewissern Sie sich, dass für die Option „IntelliEdit“ in den MIDIVoreinstellungen derselbe MIDI-Port wie für das Keyboard eingestellt ist.
Drücken Sie die Tasten Strg+Alt+MIDI, um auf der Seite „Voice Processing“ Stimmen
auszuwählen. Daraufhin wird in der Statusleiste am unteren Fensterrand das Wort
MIDI eingeblendet.
Die erste gespielte Note wählt alle Stimmen aus, die diese Taste überschneiden. Die
zweite gespielte Note wählt, sofern sie abweicht, alle Stimmen aus, die den Bereich
zwischen den beiden Noten überschneiden.
Wenn dieselbe Taste wiederholt gedrückt wird und dieser Note mehrere Stimmen
zugewiesen sind, durchläuft die Auswahl zyklisch die Stimmen, deren Bereiche diese
Taste überschneiden.
Der ausgewählte Tastenbereich wird am oberen Rand des Fensters „Voice Processing“
unterhalb des Keyboards angezeigt.
E-MU Systems
207
9 - Steuerelemente
Anpassen von Hüllkurven
Anpassen von Hüllkurven
Frequenz und Pegel von Hüllkurven können mit Hilfe der Drehregler, durch Eingabe
eines numerischen Wertes oder einfach durch Ziehen der Haltepunkte an die gewünschte Position angepasst werden. Siehe auch “„Amplifier, Filter & Auxiliary“ Hüllkurven” auf Seite 119.
BPM-Modus & Tempo
Mit dem BPM-Modus können die Zeiten von Hüllkurven der internen/MIDI-ClockRate folgen. Das Mastertempo wird auf der Seite „Multisetup“angepasst und angezeigt
(siehe Seite 60). Auf diese Weise kann der Synthesizer sich an das Tempo Ihrer Musik
anpassen.
Das Tempo wird mit einer externen MIDI-Clock synchronisiert, wenn „External Tempo
Source“ im Preferences-Menü aktiviert ist. (Siehe „External Tempo-Quelle“ auf Seite
24). Wenn „External Tempo Source“ NICHT aktiviert ist, wird die interne Clock verwendet.
Ausschneiden, Kopieren & Einfügen
Bei den meisten Proteus X-Funktionen können Sie die Befehle zum Ausschneiden,
Kopieren und Einfügen verwenden.
Page
Uses
Voices & Zones
• Cut, Copy and Paste voices between banks.
• Rearrange the order of voices in the list.
Voice Processing
• Cut, Copy and Paste synth module settings (such as envelopes,
LFO, Cords) between voices in the bank. You can also copy Amp
envelope settings to the Filter envelope for example.
208
Proteus X2 Bedienungshandbuch
9 - Steuerelemente
View-Menü
View-Menü
Objekt-Nummern
anzeigen
Große Symbole
Liste
Keyboard
Objekt-Nr. verstecken
Bank/Prog.-Nr. anzeigen
E-MU Systems
Kleine Symbole Details
Hilfe
Auswahl der
SymbolleistenAnsicht
209
9 - Steuerelemente
View-Menü
List Display-Ansicht
Wenn Sie in der Baumstruktur auf einen Ordner klicken, wird dessen Inhalt in dem
großen Fenster angezeigt. Das Menü „View“ bietet für Samples, Presets und Multisetups
verschiedene Anzeigeoptionen. In der List Display-Ansicht können Sie auch mehrere
Samples und Presets ausschneiden, kopieren und einfügen. Die Ansicht bietet folgende
Optionen:
Large Icons
Zeigt große Symbole an, was vor allem für kleine Banken von Vorteil
ist.
Small Icons
Zeigt kleine Symbole an, was vor allem für große Banken von Vorteil
ist (siehe Abbildung oben).
List
Zeigt die Presets und Samples im Listenformat an (in numerischer
Reihenfolge).
Details
Zeigt verschiedene Details über die Objekte an. Wenn Sie am
oberen Rand auf eine der Kategorieschaltflächen klicken, wird die
Liste nach der jeweiligen Kategorie sortiert.
Kategorie-Schaltflächen
Textliste der Presets und Samples erstellen
Sie können einen Text-Datei aller Presets und Samples einer Bank erstellen. Dies kann
zum Verwalten Ihrer Soundkollektion sehr nützlich sein. Die Preset-Liste enthält Preset-Nummern, Bank/Program-Nummern und Preset-Namen. Die Sample-Liste enthält
Sample-Nummern, Sample-Rate, Größe in Bytes und Sample-Namen.
Um eine Textdatei der Presets und Samples in einer Bank zu erstellen, laden Sie die
Bank und wählen Save Text Listing... aus dem File-Menü.
210
Proteus X2 Bedienungshandbuch
9 - Steuerelemente
View-Menü
Baumstruktur
Auch innerhalb der Baumstruktur können die Samples, Presets und Multisetups auf
unterschiedliche Weise angezeigt werden. Im Menü „View“ stehen die folgenden Anzeigeoptionen zur Auswahl:
Show/Hide Object Numbers
Show Bank & Program
Numbers
Blendet die Objektnummer für das Sample,
Preset oder Multisetup ein bzw. aus.
Presets können in der Baumstruktur mit Objektnummern (P003) oder mit Bank- und Programmnummern (002:003) angezeigt werden.
Navigation in der Baumstruktur mit Hilfe der Tastatur
Pfeiltasten
Sie können innerhalb der Baumstruktur schnell mit Hilfe der vier Pfeiltasten (links/rechts/oben/unten) navigieren.
aufwärts
in der Liste
schließt
gewähltes
Objekt
öffnet
gewähltes
Objekt
abwärts
in der Liste
Wenn der Ordner „Presets“ (siehe Beispiel oben) ausgewählt ist, wird beim Drücken
der Nach-rechts-Pfeiltaste genau dieser Ordner geöffnet.
öffnet
gewählten
Ordner
Wenn Sie erneut die Nach-rechts-Pfeiltaste drücken, wird das Preset geöffnet.
öffnet
das
Preset
E-MU Systems
211
9 - Steuerelemente
View-Menü
Mit der Nach-links-Taste werden diese Vorgänge in umgekehrter Richtung ausgeführt.
Mithilfe der Nach-oben- bzw. Nach-unten-Taste können Sie sich innerhalb der Liste in
vertikaler Richtung bewegen. Beim Drücken der Eingabetaste wird das ausgewählte
Objekt geöffnet.
Suchen von Objekten
Wenn sich der Cursor in einer Liste, wie z. B. der Baumstruktur, befindet, können Sie
nach speziellen Presets oder Samples suchen, indem Sie einfach den jeweiligen Namen
eingeben. Bei Eingabe des Anfangsbuchstabens eines Namens wird zunächst das erste
Preset bzw. Sample gefunden, dessen Name mit diesem Buchstaben beginnt. Wenn Sie
den eingegebenen Buchstaben erneut eingeben, wird das nächste Objekt mit diesem
Anfangsbuchstaben angezeigt usw.
Wenn die Anzeigeoption „Show Object Numbers“ ausgewählt ist, können Sie Objekte
auch nach Nummer suchen, indem Sie einfach die Nummer des Presets bzw. Samples
eingeben (vor der Nummer steht dann jeweils ein P oder S).
Aktualisieren (F5)
Von Zeit zu Zeit wird der Status des Synthesizers in der Anzeige nicht korrekt widergespiegelt (und umgekehrt). Wenn Sie die Taste F5 drücken oder den Befehl „Refresh“
aus dem Menü „View“ wählen, werden die Anzeige und der Synthesizer wieder
synchronisiert.
Kontextmenüs
Mit der rechten Maustaste können in vielen Proteus X-Bereichen Kontextmenüs aufgerufen werden. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf ein Feld oder in einen
Bereich, um das dazugehörige Kontextmenü aufzurufen.
All Sound Off (Strg + Pause)
Durch Aktivieren dieser Funktion werden sofort alle Sounds des Synthesizers beendet
und alle Sounddaten aus den Effektprozessoren entfernt. Der All Sound Off-Befehl
wird automatisch ausgegeben, wenn die Stop-Transporttaste des Sequencers gedrückt
wird.
212
Proteus X2 Bedienungshandbuch
9 - Steuerelemente
Templates
Templates
Für jedes Modul im Voice Processing-Fenster und Preset-Fenster oder für die Effekte
können Sie eine Bibliothek Ihrer Lieblingseinstellungen speichern. Mit diesen Templates (Schablonen) lassen sich auf einfache Weise eigene Stimmen und Presets erstellen. Templates werden mit der Proteus X-Anwendung gespeichert und sind daher
immer einsatzbereit. Sie funktionieren wie folgt:
Templates erstellen und aufrufen
Sie können eine Template für ein Modul, für Effekte, für alle Preset-Parameter oder für
alle Stimmen-Parameter erstellen und später erneut laden. Templates werden mit den
Programmdateien von Proteus X gespeichert und können daher aus jeder Bank aufgerufen werden.
So erstellen Sie eine Template aus
einem Modul oder aus Effekten
1. Stellen Sie die Regler wunschgemäß für
das Modul oder den Effekt ein.
2. Rechtsklicken Sie mit der Maus
irgendwo innerhalb der Modul-Grenze
oder des Effects TV-Bildschirms. Es
erscheint ein Popup-Menü.
3. Wählen Sie Save Template… oder
drücken Sie “S”, während die PopupDialogbox sichtbar ist. Es erscheint
folgende Popup-Dialogbox.
4. Geben Sie den Namen Ihrer Template
ein und klicken Sie auf OK. Die Template wird gespeichert und ist beim Öffnen
einer anderen Bank einsatzbereit.
So speichern Sie alle Stimmen-Parameter als eine Template
1. Gehen Sie zum Voice Processing-Fenster.
2. Wählen Sie im Voice Processing-Menü die Option Voice Processing Templates.
3. Wählen Sie Save Voice Processing Template... aus dem Menü. Es erscheint eine
Popup-Dialogbox mit der Aufforderung, Ihre neue Template zu benennen.
4. Benennen Sie die Template.
5. Drücken Sie OK, um die Template zu speichern, oder Cancel, um das Verfahren
abzubrechen.
So rufen Sie eine Template auf
1. Rechtsklicken Sie mit der Maus irgendwo innerhalb der
Modul-Grenze oder des Effects TV-Bildschirms. Es
erscheint ein Popup-Menü.
2. Wählen Sie die gewünschte Template aus der Liste. Die
Template wird gewählt.
ODER…
3. Wählen Sie Organize Templates oder drücken Sie “O”,
während die Popup-Liste sichtbar ist. Es erscheint die Organize TemplatesDialogbox.Wählen Sie die gewünschte Template und klicken Sie auf OK.
E-MU Systems
Das Menü zeigt nur
die ersten 20 Templates
an. Sind mehr als 20 vorhanden, erscheint die
Anzeige „More Templates“, die einen Dialog
zum Wählen einer Template aufruft.
213
9 - Steuerelemente
Templates
Templates verwalten
Sie können Ihre Templates umbenennen, löschen,
neu ordnen und erforschen. Proteus X speichert
Ihre Templates als .xml-Dateien in folgendem
Ordner: \Program Files\Creative Professional
\Proteus X Family\Templates\
So benennen oder löschen Sie eine
Template
1. Wählen Sie die gewünschte Template aus der
Organize Templates-Dialogbox.
Tipp: Sie können
mehrere Templates in
einem Arbeitsgang löschen, indem Sie mehrere
Templates wählen und
auf Delete klicken. Dies
gilt auch für das Verschieben von Templates nach
oben oder unten.
2. Klicken Sie auf Delete, um die Template
endgültig zu löschen.
3. Klicken Sie auf Rename und geben Sie dann
den neuen Namen ein, um die Template
umzubenennen.
4. Klicken Sie auf OK, um die Dialogbox zu schließen.
So ordnen Sie Templates neu an
Mit dieser Funktion können Sie wählen, welche Templates am Listenkopf erscheinen.
Dies kann bei mehr als 20 Templates sehr nützlich sein.
1. Klicken Sie auf die zu verschiebende Template.
2. Klicken Sie auf Move Up oder Move Down, um die Reihenfolge Ihrer Templates zu
verschieben.
So erforschen Sie Templates-Ordner
1. Klicken Sie in der Organize Templates-Dialogbox auf Explore.
2. Erforschen Sie die Templates auf Ihrem Computer.
Proteus X speichert Ihre Templates als .xml-Dateien in folgendem Ordner: \Program
Files\Creative Professional \Proteus X Family\Templates\
Wenn Sie auf Explore klicken, gelangen Sie in dieses Verzeichnis. Von hier aus können
Sie bestehenden Templates für Sicherungszwecke kopieren oder wiederherstellen. Sie
können die .xml Dateien auch mit einem XML-Editor modifizieren.
214
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
Bearbeiten von Presets
10 - Synthesizer-Grundlagen
Dieses Kapitel enthält Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Aspekten der
Programmierung von Synthesizern.
Wenn Sie sich bisher noch nicht mit Synthesizern und elektronischer Musik beschäftigt
haben, reichen die in diesem Handbuch enthaltenen Informationen unter Umständen
nicht aus. Sie werden bei jedem Musikhändler eine Vielzahl von Büchern finden, die
sich mit den Grundlagen von Synthesizern und MIDI beschäftigen. Magazine wie „Keyboards“ und „Electronic Musician“, die jedes gut sortierte Zeitungsgeschäft im Angebot
hat, enthalten aktuelle Informationen zu diesen Themengebieten sowie wertvolle Programmiertipps. Eine weitere wichtige Quelle mit nahezu endlosem Informationsangebot zu diesem Thema ist das Internet. Suchet, so werdet Ihr finden.
In der Anfangszeit Ihrer Arbeit mit Proteus X beschäftigen Sie sich aller Voraussicht
nach hauptsächlich mit den vorhandenen Banken und Presets. Trotz der hohen Ausgangsqualität unserer Banken und Presets ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass
Sie einige Elemente anpassen möchten, z. B. die LFO-Geschwindigkeit, die Filtereinstellung oder die Einschwingzeit. Nach einiger Zeit werden Sie dann unter Nutzung komplexer Modulationsroutings eigene Presets erstellen wollen.
Bearbeiten von Presets
Durch die Bearbeitung vorhandener Presets können problemlos neue Presets erstellt
werden. Im Grunde ist dies der beste Weg, um sich mit Proteus X vertraut zu machen:
Wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, haben Sie immer die Möglichkeit, das Preset
bzw. die Bank neu zu laden und auf diese Weise zum ursprünglichen Sound zurückzukehren. Die Änderungen werden erst dann dauerhaft wirksam, wenn Sie eine Bank
SPEICHERN. Aus diesem Grund können Sie nach Belieben mit Presets, Stimmen und
Samples herumexperiementieren, ohne sich Sorgen darum machen zu müssen, dass
Ihnen eine Klangeinstellung verloren geht.
Begleitend zur Lektüre sollten Sie die beschriebenen Funktionen unbedingt in der Praxis testen. Die Wirkung eines Reglers mit eigenen Ohren zu hören, kann viele Verständnisprobleme ganz schnell lösen.
Proteus X bietet eine umfassende Modulationsimplementierung, die auf zwei MultiWave-LFOs (Low Frequency Oscillators; Tieffrequenzoszillatoren), drei Hüllkurvengeneratoren sowie der Fähigkeit basiert, auf mehrere MIDI-Performance Controller zu reagieren. Sie können beliebige Kombinationen dieser Steuerungsquellen gleichzeitig an
mehrere Ziele leiten.
E-MU Systems
215
10 - Synthesizer-Grundlagen
Modulation
Modulation
Als Modulation bezeichnet man die dynamische Anpassung eines Parameters, z. B. der
Lautstärke (Amplitudenmodulation) oder der Tonhöhe (Frequenzmodulation). Wenn
Sie den Lautstärkeregler an Ihrer Stereoanlage schnell hin- und herdrehen, modulieren
Sie beispielsweise die Amplitude. Eine Modulation setzt eine Modulationsquelle und
ein Modulationsziel voraus. Dabei stellt Ihre Hand, die den Regler betätigt, die Quelle
dar, während der Lautstärkeregler selbst das Ziel ist. Ein Gerät zur automatischen Betätigung des Lautstärkereglers könnte ebenso als Modulationsquelle bezeichnet werden..
Volume
Wenn Sie den Lautstärkeregler an Ihrer Stereoanlage drehen, ist dies ein Beispiel für eine Amplitudenmodulation.
ProteusEmulator X ist so konzipiert, dass es für jeden veränderlichen Parameter (z. B. die
Lautstärke) eine Ausgangseinstellung gibt, die durch eine Modulationsquelle verändert
werden kann. Für die Lautstärke bedeutet dies, dass eine Grundlautstärke vorgegeben ist,
die Sie mit einer Modulationsquelle ändern bzw. modulieren können. Durch eine positive
Modulation wird der Ausgangswert erhöht, durch eine negative Modulation verringert.
Modulationsquellen
Die Hauptmodulationsquellen sind Hüllkurvengeneratoren, Performance Controller
und LFOs (Tieffrequenzoszillatoren). Im vorhergehenden Beispiel gab es zum einen
die Möglichkeit, einen Hüllkurvengenerator so zu routen, dass er die Lautstärke je nach
Programmierung der Hüllkurve automatisch regelte, zum anderen konnte durch entsprechendes Routing eines LFO die Lautstärke wiederholt lauter und leiser gestellt werden. Die Hauptmodulationsquellen sind nachstehend aufgeführt.
Keyboardtaste
Die Taste, die gedrückt wird.
Tastenanschlagdynamik
Wie schnell die Taste angeschlagen wird.
Loslassdynamik
Wie schnell die Taste losgelassen wird.
Gate
Hoch, wenn die Taste gedrückt wird, niedrig, wenn die Taste losgelassen wird.
Tasten-Glide
Eine stufenlos variable Steuerungsquelle, die auf der Glide-Rate und dem Intervall zwischen den zwei letzten gespielten Noten basiert.
Pitchbend- und Modulationsräder
Pitchbend- und Modulationsräder auf dem Keyboard.
216
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
Modulation
Tastendruck (Mono Aftertouch)
Die Intensität des Tastendrucks, nachdem die Taste angeschlagen wurde.
Pedal
Ein stufenlos variabler Pedalcontroller, der an das MIDI-Keyboard angeschlossen ist.
Verschiedene Controller A-P
Alle Typen von MIDI-Continuous-Controller-Daten von Ihrem Keyboard oder einem
anderen Controller. Die MIDI Continuous Controller-Nummern werden im Dialogfeld „Preferences“ festgelegt (siehe Seite 25).
LFOs (2 pro Stimme)
Zum Erzeugen veränderlicher, sich wiederholender Schwingungen für einen interessanteren, lebendigeren Klang.
Hüllkurvengeneratoren (3 pro Stimme)
Zum Erstellen einer programmierbaren „Kontur“, die sich bei Tastenbetätigung zeitabhängig verändert.
Funktionsgenerator (3 pro Stimme)
Eine programmierbare, auf Steps basierende Modulationsquelle, die je nach Einsatzart
als komplexer LFO, Sequencer oder Arpeggiator dienen kann.
Rausch- und Random-Generatoren
Zum Erzeugen von Rausch- und Random-Signalen für die Modulation.
T-Schalter und Fußschalter
Ändern eines Parameters bei Betätigung eines MIDI-Schalters. Die MIDI-Fußschalternummern werden im Dialogfeld „Preferences“ festgelegt (siehe Seite 23).
Modulations-Cords
Mit einem Cord stellen Sie eine Verbindung zwischen Modulationsquelle und Modulationsziel her. (Der Begriff Patchcord (Verbindungskabel) stammt noch aus der Zeit, als
die Module analoger Synthesizer über Kabel miteinander verbunden waren. Heutzutage müssen die Module natürlich noch immer miteinander verknüpft werden, allerdings übernimmt die Software die Rolle der Verbindungskabel.)
Modulationsquellen können auf nahezu jede denkbare Weise mit den Modulationszielen verbunden werden. Es besteht sogar die Möglichkeit, andere Modulatoren zu modulieren. Jedes Cord verfügt über einen Amount-Parameter, der angibt, in welchem
Umfang das Ziel moduliert wird. Der Modulationswert kann positiv oder negativ sein
und wird dem Ausgangswert entweder hinzugefügt oder von ihm abgezogen.
Um ein Modulationscord zu verwenden, müssen Sie eine Verbindung zwischen Modulationsquelle und Modulationsziel herstellen. Modulationscords können Sie sich wie ein
normales Verbindungskabel vorstellen, d. h. beide Enden des Kabels müssen angeschlossen werden, um eine Verbindung herzustellen. Pro Stimme gibt es 36 Allzweckcords.
ModulationsQuelle
LFO 1
E-MU Systems
Amount-Wert +/-
-
+
Ziel
Amp
Volume
217
10 - Synthesizer-Grundlagen
Hüllkurvengeneratoren
Hüllkurvengeneratoren
Eine Hüllkurve könnte man als „Kontur“ beschreiben, mit der der Klang auf bestimmte
Art und Weise im Zeitverlauf geformt wird. Pro Stimme gibt es drei Hüllkurvengeneratoren (Frequenz/Pegel).
So funktioniert eine Frequenz-/Pegel-Hüllkurve: Bei Betätigung einer Taste beginnt die
Hüllkurve beim Wert 0 und schwingt auf den Pegel 1 mit der Rate 1 ein. Nachdem dieser erste Wert erreicht ist, beginnt unmittelbar die zweite Phase, in der die Hüllkurve
auf den Pegel 2 mit der Rate 2 einschwingt. Solange die Taste noch immer gedrückt
wird, setzt sich die Hüllkurve durch die Abklingphasen 1 und 2 (Decay 1 und 2) fort.
Ist die Taste zum Ende der zweiten Abklingphase (Decay 2) immer noch gedrückt, verharrt die Hüllkurve an dieser Position und wartet auf das Loslassen der Taste. Wird die
Taste dann losgelassen, durchläuft die Hüllkurve die Release-1- und Release-2-Phasen
und hält am Ende der Release-2-Phase an. Die Rate-/Level-Hüllkurven geben dem Benutzer eine sehr große Flexibilität, die die Programmierung sowohl einfacher als auch
komplexer Hüllkurven ermöglicht.
Hält hier bis zum
Loslassen der Taste aus
y1
Dc
Rls
1
Atk
Pegel
Um eine ADSR-Standardkurve zu erzeugen, setzen Sie die „2“-Levels auf
denselben Wert wie die
„1“-Levels und alle „2“-Raten auf 0.
Dcy2
1
Atk2
Die Hüllkurvengeneratoren des EmulatorBetriebssystems entsprechen grundsätzlich jenen
von Standard-ADSRs, weisen jedoch zwei Segmente für jede Phase auf.
Sustain
Rls2
Zeit
Taste
angeschlagen
Taste
losgelassen
Der Amplifier-Hüllkurvengenerator steuert die Stimmenlautstärke im Zeitverlauf. Dieser Vorgang kann in sechs Phasen aufgeteilt werden: Attack 1, Attack 2, Decay 1, Decay
2, Release 1 und Release 2. Der Filter-Hüllkurvengenerator steuert den Morph-Parameter des Filters und verfügt ebenfalls über sechs Phasen. Im Gegensatz zur AmplifierHüllkurve kann die Filter-Hüllkurve jedoch sowohl negative als auch positive Werte
annehmen. Darüber hinaus steht ein Aux-Hüllkurvengenerator für Allzweckhüllkurven
zur Verfügung. Diese Aux-Hüllkurve ist mit der Filter-Hüllkurve vergleichbar und kann
ebenso negative und positive Werte annehmen. Durch Variieren der Dauer der einzelnen Phasen lassen sich unzählige Hüllkurvenformen erstellen, die wiederum den
Klang zeitabhängig beeinflussen.
Die Art und Weise, in der sich die Lautstärke eines Tons mit der Zeit ändert, ist ausschlaggebend für die Klangwahrnehmung. So schwillt beispielsweise der Klang einer
Glocke, die mit einem Klöppel in Schwingung versetzt wird, sofort auf die volle Lautstärke an und klingt dann langsam aus. Eine Violine wird dagegen langsamer eingeblendet und klingt dann ebenfalls langsam aus. Mit der Amplifier-Hüllkurve können
Sie verschiedene Typen dieser Lautstärke-Hüllkurven von Instrumenten durch entsprechende Programmierung simulieren.
Wenn Sie die AuxHüllkurve auf die Tonhöhensteuerung routen
(Cords), können Sie ganz
leicht die Form der von
Ihnen erzeugten Hüllkurven hören.
Reriggering
Die Filter- und Aux-Hüllkurven können durch einen LFO oder eine andere Modulationsquelle, z. B. einen Clock Divisor, neu getriggert werden (Siehe „Clock-Modulation“ auf Seite 288). Verbinden Sie die gewünschte Modulationsquelle (unter
Verwendung eines positiven Wertes) mit „Filter Env Trigger“ oder „Aux Env Trigger“.
Hüllkurven werden durch einen positiven Wert getriggert.
218
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
Tieffrequenzoszillatoren (LFOs)
Complete-Modus
Im Complete-Modus durchläuft der Hüllkurven-Generator nach dem Tastenanschlag
alle sechs Stufen und ignoriert hierbei den Key Sustain-Status. Mit dieser Funktion
können Sie mit einem kurzen Tastenanschlag langsam sich entfaltende Klangbilder
kreieren, deren Hüllkurven perkussive Sounds, wie Piano, Drums oder gezupfte Saiten,
umschließen. Dieser Modus geht auch schonend mit den CPU-Ressourcen um, da die
Stimme endet, sobald der Amp Envelope-Zyklus abgeschlossen ist.
Tieffrequenzoszillatoren (LFOs)
Ein Tieffrequenzoszillator oder LFO (Low Frequency Oscillator) ist einfach eine
Schwingung, die mit niedriger Frequenz wiederholt wird. Die Proteus X-Software verfügt über zwei Multi-Wave-LFOs für jeden Kanal. Die LFO-Wellenformen sind in der
folgenden Abbildung dargestellt.
Random
Dreieck
Sägezahn
Rechteck
33 %-Puls
12 %-Puls
Pat: Oktaven
Sinus
16 %-Puls
25 %-Puls
Pat: Quinte+Oktave
+ Oktave
Pat: Sus4
G
C
F
G
- Oktave
Pat: Neener
Sinus 1,2
C
C
Sinus 1,3,5
Sinus + Rauschen
C
A#
G
Hemi-Quaver
Wenn Sie das Diagramm der LFO-Wellenformen betrachten, sehen Sie, wie sich ein
LFO auf das Modulationsziel auswirkt. Angenommen, die Tonhöhe eines Instruments
wird moduliert. Die Sinuswelle sieht gleichmäßig aus und verändert auch die Tonhöhe
gleichmäßig. Die Rechteckschwingung ändert sich abrupt und entsprechend erfolgt
auch die Änderung der Tonhöhe abrupt. Sägezahnschwingungen klingen allmählich
ab, springen dann aber abrupt zurück. Die Tonhöhe des Klangs folgt demselben Verlauf. Indem Sie die Tonhöhe eines Instruments steuern, können Sie die Wirkung von
LFO-Schwingungen ganz leicht hören.
Probieren Sie, die
Pattern-LFOs zu
kombinieren, den Wert
eines LFOs mit einem anderen zu steuern oder sie
mit den Clock-Divisoren
zu kombinieren.
Genau wie über die Aux-Hüllkurve können über LFOs Echtzeitfunktionen wie Tonhöhe, Filter, Panning oder Lautstärke gesteuert werden. Der LFO wird häufig dazu verwendet, die Tonhöhe zu regeln (LFO -> Pitch). Bei diesem als „Vibrato“ bezeichneten
Effekt handelt es sich um einen wichtigen Performance-Parameter. Bei vielen Presets
wird dieses Routing verwendet und mit dem Modulationsrad der „Umfang“ der LFOModulation gesteuert. Ein anderer, sehr beliebter Effekt, das Tremolo, wird durch die
Regelung der Lautstärke mit dem LFO erzeugt (LFO -> Amp Volume).
E-MU Systems
219
10 - Synthesizer-Grundlagen
Random-Quellen
Eine weitere Einsatzmöglichkeit für LFOs besteht darin, den Klang durch die Steuerung
des Filters ein wenig lebendiger zu gestalten. In diesem Beispiel würde ein niedriger
Cord Amount-Wert festgelegt werden, um einen eher subtilen Effekt zu erzielen.
Wenn ein LFO einen negativen Amount-Wert aufweist, wird die LFO-Form invertiert.
So entsteht beispielsweise beim Invertieren einer Sägezahnschwingung eine langsam
ansteigende Schwingung, die dann unmittelbar auf den Ausgangswert zurückgeht. Die
invertierte Schwingung ist nun negativ, kann aber durch das Hinzufügen eines DC mit
einem Cord-Wert von +100 wieder positiv gemacht werden. Informationen zum Verwenden eines DC-Cords finden Sie auf Seite 225.
Negativer Amount-Wert
-
Sawtooth
+
Sawtooth invertiert
Random-Quellen
Random-Modulationsquellen eignen sich dazu, die Klangfarbe in einer zufälligen oder
ungleichmäßigen Art und Weise zu „beleben“.
Key Random 1 und 2 erzeugen verschiedene Zufallswerte für jede Stimme. Diese Werte
werden beim Tastenanschlag festgelegt und bleiben unverändert, solange Sie den Ton
halten.
Die White und Pink Noise-Generatoren erzeugen variable Zufallswerte. Sowohl bei
den White- als auch bei den Pink Noise-Quellen handelt es sich um niederfrequentes
Rauschen für Steuerungszwecke. Jede Rauschquelle kann durch einen Lag-Prozessor
noch weiter gefiltert werden.
Die Funktion „Crossfade Random“ generiert den selben Random-Wert für alle Stimmen in einem Preset. Diese Quelle ist vordergründig für das Überblenden zwischen
Stimmen gedacht, kann aber auch anderweitig genutzt werden.
Die Funktionsgeneratoren verfügen über einen Random-Modus, in dem Werte, z. B.
die Noten einer bestimmten Tonart, aus einem vorprogrammierten Werte-Set zufällig
herausgegriffen werden.
Clock-Modulation
Die Clock kann auch als Modulationsquelle verwendet werden. Mit ihrer Hilfe können
die Filter- oder Aux-Hüllkurvengeneratoren oder der Sample-Start getriggert und die
LFOs synchronisiert werden. Eine direkte Verwendung als Modulationsquelle in Form
einer Rechteckschwingung ist ebenfalls möglich.
Die Clock unterstützt sechs verschiedene Notenwerte (doppelte ganze Note, ganze
Note, halbe Note, Viertelnote, Achtelnote, Sechzehntelnote). Diese verschiedenen
Werte können separat oder in Kombination verwendet werden, um komplexe Rhythmusmuster zu entwickeln.
Mit Hilfe einer MIDI-Clock kann die interne Clock auch mit einem externen MIDIGerät (z. B. einer Drum Machine oder einem Sequencer) synchronisiert werden.
220
Hüllkurven werden
durch einen positiven
Clock-Wert getriggert.
LFOs werden durch einen
negativen Clock-Wert getriggert.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
Clock-Modulation
Die Clock wird wie alle anderen Modulationsquellen unter Verwendung der Cords geroutet. Dabei ist es außerordentlich WICHTIG, dass für Cord Amount ein positiver (+)
Wert gewählt wird. Durch Modulieren des Cord-Werts können die geteilten Clocks unter Verwendung von Realtime Controllern und anderen Modulationsquellen umgeleitet werden.
Das Tempo der Master-Clock wird auf der
Seite „Multisetup“ festgelegt.
Synchronisieren eines LFOs zur Clock
Beim clock-gesteuerten Triggern eines LFO wird die LFO-Schwingung mit jeder Negativbewegung der Clock auf Null zurückgesetzt. Um einen LFO mit der Clock zu synchronisieren, müssen Sie dem LFO Trigger (Trg) im Bildschirm „Cords“ einen Clock
Divisor zuordnen.
Wenn die LFO-Rate annähernd mit der Clock-Rate übereinstimmt, wird der LFO mit
der Clock synchronisiert. Bei stärkeren Abweichungen wird die Wellenform des LFO
dagegen geringfügig bzw. drastisch modifiziert (siehe Diagramm auf der folgenden
Seite).
Für die Clock-Modulation und das erneute Triggern stehen vielfältige Möglichkeiten
zur Verfügung. Durch clock-gesteuertes Triggern der Filter- bzw. Aux-Hüllkurvengeneratoren kann eine beliebige, aus sechs sich wiederholenden Segmenten bestehende
Kurve erstellt werden. Einige weitere Optionen werden nachstehend aufgelistet.
• Gezieltes Aktivieren und Deaktivieren bestimmter Stimmenlayer mit Hilfe verschiedener
Clock Divisor.
• Erstellen eines globalen Dreieck-LFOs durch Routen der Clock durch einen Lag-Prozessor.
• Umschalten des Retriggerns zwischen Aux- und Filterhüllkurve durch Verwendung eines
Schiebereglers oder Fußschalters.
• Retriggern von LFOs oder Hüllkurven unter Verwendung von Rauschquellen oder anderen LFOs, um Random- oder Semi-Random-Effekte zu erstellen.
• Modulieren der LFO-Triggerrate zum Modifizieren der LFO-Wellenform.
• Routen mehrerer Clocks mit verschiedenen Divisoren zum selben Ziel (z. B. Tonhöhe), um
komplexe Muster zu erstellen. (Hinweis: Passen Sie die Cord-Werte entsprechend an.)
Achtelnote
Eine Addition zu gleichen
Anteilen erzeugt...
Viertelnote
16telNote
Eine Addition zu ungleichen
Anteilen erzeugt...
Achtelnote
Viertelnote
E-MU Systems
221
10 - Synthesizer-Grundlagen
Funktionsgeneratoren
Funktionsgeneratoren
Die Funktionsgeneratoren sind multifunktionale Modulationsquellen, die als komplexe LFOs, Sequencer, Arpeggiatoren oder Hüllkurvengeneratoren einsetzbar sind.
Jede Stimme besitzt drei unabhängige Funktionsgeneratoren. Der Funktionsgenerator
gibt für jeden Step eine abgestufte (oder gleichmäßige) Sequenz von Werten und einen Gate/Trigger-Impuls aus.
FGs werden normalerweise als Step-Sequencer/Arpeggiatoren (zum Steuern der Tonhöhe) oder als komplexe Event-Generatoren für den Filter oder Amp eingesetzt. Mit
verschiedenen Key Sync und Direction-Modi kann man interessante Variationen und
komplexe Steuerungsebenen erzeugen. Die Gate- und Trigger-Ausgänge können Hüllkurvengeneratoren triggern, Samples oder LFOs neu triggern, bestimmte Noten betonen, das Tempo wechseln sowie andere Events triggern.
Detaillierte Infos und Beispiele zum Einsatz dieser flexiblen Modulationsquelle finden
Sie unter “Function Generator” auf Seite 126.
Modulationsziele
Im Bereich „Cords“ des Moduls zur Presetbearbeitung können Sie Quellen mit bestimmten Zielen verbinden. Dabei ist jedem Cord ein Amount-Regler zugeordnet, mit
dem Sie die Stärke der jeweiligen Modulation steuern können.
Stimme
L
Sample
Loop-Info.
Samplefrequenz
MorphingFilter
AnschlagdynamikGate
LFOs
R
Pan
Loop
Start
Glide
Chorus
Pitch
Wiederauslösung
Frequenz Q-Faktor
Amp
Hüllkurvengenerator
MIDISteuerungen
Hüllkurvengenerators
Funktiongenerators
Modulationsprozessor
Wie Modulationsquellen im Einzelnen mit Zielen verbunden werden, können Sie dem
Bildschirm „Cords“ und dem oben stehenden Diagramm entnehmen. Die Modulationsquellen können beliebige Ziele für die jeweilige Stimme steuern.
Note-On-Modulationsquellen (z. B. Taste, Anschlagdynamik und Gate) geben in Verbindung mit dem Steuerbefehl „Note On“ einen einzelnen Wert aus. Realtime-Modulationsquellen (z. B. LFOs, Hüllkurvengeneratoren und Modulationsräder) können
dagegen kontinuierlich variiert werden.
222
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
Modulationsziele
Wie aus dem oben stehenden Diagramm hervorgeht, sind die möglichen Modulationsroutings dabei äußerst flexibel. So können einerseits mehrere Quellen dasselbe Ziel
und andererseits einzelne Quellen mehrere Ziele steuern.
Kontrollwert
0
63
127
Kontrollwert angewendet
+
~
<
E-MU Systems
0
-63
-127
63
0
-63
127
+64
0
+ Modulation ERHÖHT
den Ausgangswert. (Normal)
~ schwankt um den Wert 0.
(Geeignet für LFOs, Filterfrequenz.)
< Modulation VERRINGERT
den Ausgangswert.
223
10 - Synthesizer-Grundlagen
Modulations-Prozessoren
Modulations-Prozessoren
Unter Modulationsprozessoren werden Geräte verstanden, die Modulationsquellen
(wie LFOs und Hüllkurvengeneratoren) vor deren Anwendung auf ein Ziel modifizieren können. Damit lassen sich Patches und Effekte erstellen, die ansonsten nicht möglich wären. Gegenwärtig sind folgende Modulationsprozessoren implementiert:
Summing Amp
Ermöglicht das Zusamenführen unterschiedlicher
Modulationsquellen, sodass
der Ausgang durch einen
einzigen Cord-Pegel
gesteuert werden kann.
DC
Sum
Switch
Gibt einen Vollwertpegel
(100) aus, wenn die Eingabe
größer als Null ist.
Switch
(über Null)
Lag Processors
Verlangsamen schnelle
Änderungen im Eingangssignal. Dadurch bleibt die
Ausgabe hinter der Eingabe
zurück. („lags“). Der Betrag
kann geändert werden.
Lag
Processor
Rate
Absolute Value
Invertiert negative Werte
und lässt positive Werte
unverändert. Ausgegeben
werden ausschließlich
positive Werte.
Absolute
Value
Diode
Blockiert negative Werte
und lässt positive Werte
unverändert passieren.
Diode
Quantizer
Größe der
Steps
Anzahl der
Steps
Bei einem Eingangs-CordWert von 100 % ist die Ausgabe auf 16 Einzelschritte
beschränkt.
Quantizer
4x Gain
Dieser Prozessor verstärkt
den Eingangswert um den
Faktor vier. Dient dem
Verstärken von Modulationsquellen.
4x
Gain
Flip-Flop
Schaltet bei jedem Wechsel
des Eingangssignals von
negativ nach positiv
zwischen 1 und 0 um.
224
x
y
Flip-Flop
x
y
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
Modulations-Prozessoren
Beispiele für Modulationsprozessoren
In diesem Beispiel wird der Pink Noise-Generator durch einen der Lag-Prozessoren
geroutet, um eine gleichmäßige Random-Funktion zu erzielen. Mit Hilfe einer wohldosierten, gleichmäßigen Random-Schwingung kann dem Timbre einer Stimme per Routing an den Filter-Cutoff eine natürliche Variation verliehen werden. Bei normalem
rosa Rauschen (Pink Noise) handelt es sich um tiefpassgefiltertes Audiofrequenzrauschen, das zu höheren Frequenzen mit 3 dB/Oktave abfällt, um einen konstanten Energiegehalt pro Oktave zu gewährleisten. Im Kontext des vorliegenden Dokuments bezeichnet der Begriff dagegen eher ein sehr tieffrequentes gefiltertes (violettes?)
Rauschen, das sich ausgezeichnet als Random-Steuerquelle eignet.
Pink
Noise
Lag
Processor
Cord
Lag glättet
Pink Noise
Filter
Cutoff
Cord
glatte
Random-Funktion
Mit Hilfe des Quantisierers lassen sich interessante Ganztonleitern generieren, wenn
Hüllkurvengeneratoren oder LFOs auf den Eingang geroutet werden. Der Quantisierer
wandelt gleichmäßig variierende Eingangssignale in eine Reihe von Stufen um. Wenn
Sie die Quantisiererausgabe auf Pitch routen und die Cord-Werte entsprechend anpassen, können Sie neben der Anzahl der Stufen auch die Tonhöhenintervalle zwischen
den Stufen steuern.
Anzahl
der
Steps
Größe
der
Steps
Quantizer
Cord
Cord
Durch den Input Cord-Wert für den Eingang wird die Anzahl der zu generierenden Stufen beschränkt. Bei Eingabe einer Sägezahnschwingung (LFO+) und einem Cord-Wert
von 100 % werden sechzehn Stufen generiert. Durch den Output Cord-Wert wird der
Stufenabstand (Intervall) festgelegt.
Mit diesem Patch wird bei jeder Tastenbetätigung ein aufsteigendes Arpeggio ausgegeben. Das Blockdiagramm des Patchs ist nachstehend dargestellt. Mit Ausnahme des
DC-Versatzes zur Tonhöhenkorrektur ist das Patch sehr einfach strukturiert. (Gelegentlich treten Probleme auf, die jedoch mit Hilfe der Modulationsprozessoren in der Regel
umgangen werden können.)
E-MU Systems
Experimentieren Sie
mit diesem Patch, indem
Sie andere Quellen und
Ziele mit dem Quantisierer verbinden.
225
10 - Synthesizer-Grundlagen
Modulations-Prozessoren
LFO+
Anzahl
100%
Größe
100%
Quantizer
Pitch
Cord
Cord
Cord
DC
-50%
Damit dürften die vielfältigen Möglichkeiten wenigstens ansatzweise deutlich werden.
Immer wenn Sie glauben, ein besonders ausgefallenes Steuerelement zu benötigen,
lohnt es sich zu prüfen, ob das gewünschte Ergebnis nicht durch gezielten Einsatz der
Modulationsprozessoren erreicht werden kann.
226
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
Dynamische Filter
Dynamische Filter
Nachstehend finden Sie ein Blockdiagramm des Signalwegs.
L
Z-PlaneFilter
Samples
Q-Faktor
R
Lautstärke Pan
Start versetzen
Glide
Wiederauslösung
Pitch
Glide
Freq.
Amp
Emulator X arbeitet mit komplexen Z-plane Filtern, die den Klang eines Samples drastisch verändern können.
Um die Funktionsweise eines Filters zu verstehen, ist eine nähere Beschäftigung mit der
Natur von Schallwellen erforderlich. Die einfachste Form einer Schallwelle lässt sich
durch eine Sinuswelle beschreiben. Grundsätzlich kann jede Wellenform als Mischung
verschiedener Sinuswellen analysiert werden.
Eine Möglichkeit zur Darstellung komplexer Wellenformen besteht in einem Diagramm, bei dem die Frequenz auf einer Achse und die Amplitude auf der anderen
Achse repräsentiert ist. Jede vertikale Linie des Diagramms steht dabei für eine Sinuswelle mit einer bestimmten Amplitude und Frequenz.
100
Frequenz und Amplitude
Amplitude
80
60
40
20
40
80
160
360
720
1440 2880 ...
Frequency
Was ist ein Filter?
Bei den meisten Samples handelt es sich um komplexe Wellen, die die unterschiedlichsten Sinuswellen verschiedener Amplituden und Frequenzen enthalten. Mit Hilfe
eines Filters können bestimmte Komponenten eines Klangs frequenzabhängig entfernt
werden. So lässt ein Tiefpassfilter beispielsweise die tiefen Frequenzen passieren und entfernt lediglich die hohen Frequenzen aus dem Klang.
E-MU Systems
227
10 - Synthesizer-Grundlagen
Dynamische Filter
Filter, die nur die hohen Frequenzen passieren lassen, werden als Hochpassfilter be100
Cutoff-Frequenz
Amplitude
80
Filterausgabe
Low PassFilter
60
40
20
40
80
160
360
720
1440 2880 ...
Frequency
zeichnet.
Anfangsfrequenz
100
Amplitude
80
Filterausgabe
High PassFilter
60
40
20
40
80
160 360 720 1440 2880 ...
Frequency
Filter, die nur Frequenzen innerhalb eines bestimmten Frequenzbands passieren lassen, werden als Bandpassfilter bezeichnet.
Mitte-Frequenz
100
Amplitude
80
FilterAusgabe
60
Band PassFilter
40
20
40
80
160 360 720 1440 2880 ...
Frequency
228
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
Dynamische Filter
Kerbfilter (auch Notchfilter genannt) unterdrücken einen schmalen Frequenzbereich
und verkörpern somit das genaue Gegenteil eines Bandpassfilters.
Amplitude
Ein weiterer im Zusammenhang mit traditionellen Filtern wichtiger Faktor wird als QFaktor oder Resonanz bezeichnet. Ein Tiefpassfilter mit einem hohen Q-Faktor würde
beispielsweise die Frequenzen im Bereich der Cutoff-Frequenz hervorheben. Dem
nachstehenden Diagramm können Sie entnehmen, wie verschiedene Q-Werte den Frequenzgang eines Tiefpassfilters beeinflussen. Klanglich gesehen treten im Bereich der
Cutoff-Frequenz bei einem hohen Q-Faktor „Klingelerscheinungen“ auf. Bei langsamem Schwenken des Filters werden bei einem hohen Q-Faktor verschiedene Frequenzen aus dem Klang aufgegriffen und mit den Resonanzspitzen entsprechend verstärkt.
Glocken und Gongs sind Beispiele von Klängen mit einem hohen Q-Faktor.
Geringer
Q-Faktor
Mittlerer
Q-Faktor
Hoher
Q-Faktor
Frequenz
Amplitude
Ein weiteres wichtiges Merkmal eines Filters ist die Anzahl der darin enthaltenen Pole.
Traditionelle Synthesizerfilter waren in der Regel als 2- oder 4-Pol-Filter ausgeführt. In
der Proteus X -Software kann ein 2-, 4- oder 6-Pol-Tiefpassfilter ausgewählt werden.
Durch die Anzahl der Pole in einem Filter wird dessen Flankensteilheit bestimmt. Je
größer die Anzahl der Pole, desto steiler ist die Filterflanke und desto stärker ist die Filterwirkung. Durch die Regler Ihrer Stereoanlage zu Hause werden mit einiger Wahrscheinlichkeit 1- oder 2-Pol-Filter gesteuert. Parametrische Equalizer sind in der Regel
als 2- oder 3-Pol-Filter ausgeführt. Bei bekannten Synthesizern wie Moog und ARP kamen 4-Pol-Filter zum Einsatz. Oberheim- und E-mu-Synthesizer dagegen waren berühmt für ihren 2-Pol-Filterklang.
6-Pol
Lowpass
4-Pol
Lowpass
2-Pol
Lowpass
Frequency
Filter ermöglichen das gezielte Steuern des harmonischen Inhalts von Klangsamples.
So lässt sich bereits mit einem einfachen Tiefpassfilter der Frequenzgang zahlreicher
natürlicher Klangquellen simulieren.
E-MU Systems
229
10 - Synthesizer-Grundlagen
Dynamische Filter
Wenn beispielsweise bei einem Klavier einer der Hämmer auf die entsprechende Saite
schlägt, wird zunächst auch eine Reihe hoher Frequenzen erzeugt. Bei einem weicheren
Anschlag derselben Taste verringert sich die Anzahl der hohen Frequenzen. Dieser
Effekt lässt sich durch die gezielte anschlagdynamische Ansteuerung des Tiefpassfilters
simulieren, was eine ausdrucksstarke, natürliche Kontrolle über den Klang ermöglicht.
Wenn die Cutoff-Frequenz eines Filters mit Hilfe eines Hüllkurvengenerators gesteuert
wird, lässt sich der Frequenzinhalt der Note dynamisch im Zeitverlauf variieren. Damit
können Sie einerseits den Klang künstlich „animieren“ und andererseits den Frequenzgang zahlreicher Naturinstrumente simulieren.
Parametrische Filter
Etwas komplexer als die bisher beschriebenen Filtertypen ist der so genannte parametrische Filter oder Swept EQ-Filter aufgebaut. Mit einem parametrischen Filter können
drei grundlegende Parameter des Filters gesteuert werden. Bei den drei Parametern
handelt es sich um: Frequenz, Bandbreite und Verstärkung. Während der FrequencyParameter die Angabe von zu verstärkenden bzw. abzuschwächenden Frequenzbereichen ermöglicht, steuert der Bandwidth-Parameter die Breite des jeweiligen Bereichs.
Mit dem Gain-Parameter schließlich legen Sie fest, um welchen Betrag die Frequenzen
im angegebenen Bereich verstärkt bzw. abgeschwächt werden sollen. Frequenzen, die
sich außerhalb des festgelegten Bereichs befinden, sind von der Filterwirkung nicht betroffen. Dadurch unterscheidet sich dieser Filtertyp vom Bandpassfilter, bei dem alle
Frequenzen außerhalb des festgelegten Bandbereichs bedämpft (reduziert) werden.
Freq.
+18 dB
Amplitude
Boost
Parametrischer
Filter
0 dB
Bandwidth
Cut
-18 dB
Frequency
Ein weiterer Parameter, der im Zusammenhang mit parametrischen Filtern manchmal
verwendet wird, ist der Parameter „Shelf“ („Kuhschwanzfilter“). Beim Kuhschwanzfilter wird das Passband bis zu den Grenzen des oberen bzw. unteren Frequenzbereichs
erweitert.
Parametrische Filter eröffnen äußerst flexible Möglichkeiten. So kann praktisch jede
beliebige Frequenz verstärkt oder bedämpft werden. Um sehr komplexe Frequenzgangkurven zu erstellen, werden oft mehrere Parameterbereiche stufenförmig verschachtelt.
So ließe sich durch die Verschachtelung von vier Filterabschnitten beispielsweise der
folgende komplexe Filterfrequenzgang entwickeln.
230
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
Dynamische Filter
4 Parametrische Equalizer
20
dB Größe
15
10
5
0
-5
500
10,000
15,000
20,000
Lineare Frequenz - Hertz
Viele akustische Instrumente weisen komplexe Resonanzen auf, die sich aus der Größe
und Form des jeweiligen Klangkörpers ergeben. Die oben dargestellte Resonanz könnte
mit einem normalen Synthesizerfilter nicht erstellt werden.
Z-Plane-Filter
Die Funktion von Z-Plane-Filtern kann zeitabhängig variiert werden. So lässt sich die
Wirkung zweier komplexer Filtertypen mit Hilfe eines einzelnen Parameters interpolieren. Weitere Informationen können Sie dem folgenden Diagramm entnehmen.
Z-Plane-Filter verfügen über die einzigartige Eigenschaft, ihre Funktion im Zeitverlauf ändern zu
Morph
Amplitude
B-Filter
A-Filter
Morph
Frequenz
können.
A und B stehen für zwei unterschiedliche komplexe Filter („Frames“). Durch die Änderung eines einzigen Parameters („Morph“) können zahlreiche komplexe Filterparameter gleichzeitig modifiziert werden. Dem Kurvenverlauf entlang der Morph-Achse
können Sie entnehmen, dass der Filterverlauf gleichmäßig zwischen beiden Filtern interpoliert. Dies beschreibt den Kerngedanken des Z-Plane-Filters sehr treffend. Mit
Hilfe der Interpolation lassen sich mehrere komplexe Parameter auf eine problemlos
zu steuernde Komponente vereinfachen.
Betrachten wir beispielsweise einmal den menschlichen Vokaltrakt als komplexen Filter bzw. Resonator. Die Form des Vokaltrakts wird durch die Wechselwirkung dutzender verschiedener Muskeln bestimmt. Beim Sprechen denken wir jedoch nicht an die
E-MU Systems
231
10 - Synthesizer-Grundlagen
Dynamische Filter
Muskeln, sondern erinnern uns nur an das Gefühl beim Formen bestimmter Vokale.
Obwohl ein Vokal streng genommen im Zusammenspiel zahlreicher Muskeln gebildet
wird, betrachten wir ihn doch als einzelnes Objekt. Auch beim Übergang von einem
Vokal zu einem anderen müssen wir nicht über die Frequenzen der einzelnen Resonanzspitzen nachdenken. Der Sprecher erinnert sich einfach an die zum Bilden der
einzelnen Klänge erforderliche Form des Mundraums und interpoliert zwischen diesen. Dies ist vergleichbar mit der Arbeitsweise des Z-Plane-Filters.
Der Sweep des Z-Plane-Filters kann durch einen Hüllkurvengenerator, einen LFO, Modulationsräder oder Pedale, Anschlagdynamik, Anschlagdruck usw. gesteuert werden.
Tatsächlich kommen praktisch alle Modulationsquellen als Steuergröße für den ZPlane-Filter in Frage.
232
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
MIDI-Kanäle und Realtime-Controller
MIDI-Kanäle und Realtime-Controller
Die Funktionsweise der MIDI-Realtime-Controller erscheint zwar anfänglich möglicherweise etwas verwirrend, ist aber eigentlich ganz einfach zu verstehen. Wahrscheinlich ist Ihnen bekannt, dass in jedem MIDI-Kabel 16 MIDI-Kanäle zur Verfügung
stehen. Jeder MIDI-Kanal verwendet drei grundlegende Meldungsarten: Note-On/Off-,
Preset-Change- und Continuous-Controller-Meldungen.Ihr MIDI-Keyboard Ihr MIDIKeyboard kann der Proteus X-Software mitteilen, welcher Ton gespielt wurde und darüber hinaus in Echtzeit („live“) Aftertouch-Steuerinformationen senden. (Der Einfachheit halber wird an dieser Stelle von der Verwendung eines Keyboards ausgegangen. Es
können jedoch durchaus auch andere MIDI-Geräte genutzt werden.) (Wir gehen einfach davon aus, dass Sie ein Keyboard als MIDI-Gerät verwenden, obwohl es auch andere Möglichkeiten gibt.) Als Realtime-Regler für eine gezieltere Steuerung des
Ausdrucks können Elemente wie Steuerknöpfe, Pitchbendräder, Touchstrips, Modulationsräder, Steuerpedale und Aftertouch-Regler verwendet werden.
Die vorderseitigen Drehregler senden Realtime-Steuerinformationen mit separaten
Continuous Controller-Nummern. Für jeden MIDI-Kanal stehen 95 Continuous Controller-Nummern zur Verfügung. Einigen „Continuous Controllern“ (stufenlosen
Reglern), wie Modulationsrädern sowie Lautstärke- und Pan-Reglern, sind Standardnummern zugeordnet. So wird der Lautstärke normalerweise die CC-Nummer 7 zugewiesen. Die Drehregler auf der Vorderseite sind auf bestimmte MIDI-Regler
programmiert.
MIDI-Kanal 1
MIDI-Kanal 2
MIDI-Kanal 3
MIDI-Kanal 16
Note
Ein/Aus
Note
Ein/Aus
Note
Ein/Aus
Note
Ein/Aus
Program
Change
Program
Change
Program
Change
Program
Change
Continuous
Controllers
Continuous
Controllers
Continuous
Controllers
Continuous
Controllers
Grundsätzlich kann jeder beliebige MIDI-Controller auf jedes beliebige Modulationsziel geroutet werden. Dazu müssen Sie jedoch wissen, welche Controller-Nummern
vom Keyboard gesendet werden. Bei den meisten moderneren MIDI-Keyboards können Sie für jeden Regler eine bestimmte Controller-Nummer auswählen. So kann beispielsweise für den Data-Slider die Auswahl einer Nummer im Bereich von 0 bis 31
möglich sein. Wenn die vom Keyboard gesendeten Realtime-Controller-Nummern
nicht mit den von Proteus X empfangenen Nummern übereinstimmen, bleiben Änderungen an den Reglereinstellungen ohne Ergebnis.
Angenommen, Sie möchten die Daten der vier Data-Slider auf Ihrem Master-Keyboard
an die Software senden. Proteus X kann bis zu 16 MIDI-Controller (A-P) Ihrer Wahl
verwalten. „MIDI A-P“ steht dabei ganz einfach für die internen Verbindungen, die die
externen MIDI Continuous Controller mit der Cords-Seite verbinden. Genau genommen umfasst die Verbindung zwei Teile. Zum einen sind den MIDI Controller-Nummern in der Controllers-Dialogbox die Buchstaben A bis P zugeordnet. Die Buchstaben
A bis P wiederum sind mit bestimmten Synthesizer-Steuerparametern im PatchCordBereich des Preset-Bearbeitungsfensters verknüpft. Der Einfluss der einzelnen Regler
wird durch den entsprechenden Cord-Wert in positiver bzw. negativer Richtung skaliert.
E-MU Systems
233
10 - Synthesizer-Grundlagen
MIDI-Kanäle und Realtime-Controller
Bei den meisten werkseitig verfügbaren Presets sind die MIDI A-P-Regler bestimmten
Standardfunktionen des Synthesizers zugeordnet (benannt im Fenster „Multisetup“).
Bei Auswahl von vier der 16 verfügbaren Standardfunktionen ist die Wirkung der vier
Schieberegler auf dem Keyboard bei allen Presets identisch. Im folgenden Diagramm
ist eine Konfiguration dargestellt, in der das Keyboard die Schiebereglereinstellungen
für die MIDI Controller 21 bis 24 sendet.
Regler
MIDI ControllerNr.
RoutingBuchstabe
Standardfunktion
Slider 1
21
A
Regelung der Filterfrequenz
Slider 2
22
B
Regelung der Filterresonanz
Slider 3
23
C
Regelung der Einschwingzeit des Filters (Filter Attack)
Slider 4
24
D
Regelung der Abklingzeit des
Filters (Filter Decay)
16 ControlDrehregler
Voice Edit
Page
A
64
95
-
B
-
C
-
P
-
+
Controller
A
B
0
1
2
31
64
+
Controller
B
C
0
1
2
31
64
95
MIDI
+
Controller
C
Cord
MIDI
95
MIDI
P
0
1
2
31
64
95
Cord
31
MIDI
A
Cord
0
1
2
Cord
PreferencesMenü
MIDI
Controller
P
+
Amount
Cord-Ziele
Key Sustain
Fine Pitch
Pitch
Glide
Chorus Amount
Sample Start
Sample Loop
Sample Retrigger
Filter Frequency
Filter Q
Amplifier Volume
Amplifier Pan
Amplifier Crossfade
Volume Envelope Rates
Volume Envelope Attack
Volume Envelope Decay
Volume Envelope Release
Filter Envelope Rates
Filter Envelope Attack
Filter Envelope Decay
Filter Envelope Release
Aux. Envelope Rates
Aux. Envelope Attack
Aux. Envelope Decay
Aux. Envelope Release
LFO 1 & 2 Rates
LFO 1 & 2 Trigger
Lag Processor
Summing Amp
Switch
Absolute Value
Diode
Quantizer
4x Gain
Cord 1-36 Amount
Channel Lag
Channel Lag Rate
Preset Lag In
Preset Lag Amount
Preset Ramp Rate
Preset
Cords
Bei MIDI A-P handelt es sich um interne Verbindungen, über die MIDI Continuous Controller-Daten
übertragen werden. Weisen Sie eine MIDI Continuous Controller-Nummer einem Buchstaben A-P
im Preferences-Menü zu und weisen Sie dann den gleichen Buchstaben einem Modulationsziel im
Voice Processing-Fenster zu.
234
Proteus X2 Bedienungshandbuch
10 - Synthesizer-Grundlagen
MIDI Program Change-Befehle
MIDI Program Change-Befehle
Die Proteus X-Software empfängt auf allen 64 MIDI-Kanälen MIDI Program ChangeBefehle. Durch diese Befehle werden Proteus X-Presets ausgewählt. Zum Empfangen
von Program Change- oder Bank Select-Befehlen muss die Option „Receive Program
Changes“ im Dialogfeld „Preferences“ aktiviert (gedrückt) sein.
MIDI Bank Select-Befehle
Die Proteus X-Software akzeptiert MIDI Bank Select-Befehle unter Verwendung von
MIDI Continuous Controller-Nummern. Dabei ist Continuous Controller (CC) 0 das
MSB (Most Significant Byte = höchstwertiges Byte) und CC 64 das LSB (Least Significant Byte = niederwertigstes Byte). Im Normalfall werden zum Implementieren eines
Bankwechsels (Bank Change) sowohl das MSB als auch das LSB gesendet.
Proteus X speichert das zuletzt gesendete (oder auf der Vorderseite zuletzt geänderte)
MSB und LSB. Wenn Sie beispielsweise das Bank-MSB bereits auf 04 festgelegt haben,
müssen Sie für entsprechende Bank-Wechsel innerhalb dieser BankBank nur noch das
LSB senden.
Die Bank bleibt so lange ausgewählt, bis sie per MIDI-Befehl oder an der Vorderseite
geändert wird. Über die MIDI Program Change-Standardbefehle besteht in der ausgewählten Bank Zugriff auf 128 Presets.
Hintergrund: Bank Select-Befehle
Bei der Entwicklung der ursprünglichen MIDI-Spezifikation waren noch keine handelsüblichen Synthesizer mit mehr als 100 Presetplätzen verfügbar. Zu diesem Zeitpunkt
stellte die Tatsache, dass bis zu 128 Presets ausgewählt werden konnten, keine Beschränkung dar. Daher ist in den ursprünglichen MIDI-Spezifikationen festgelegt, dass
maximal 128 Presets ausgewählt werden können.
Tipp: Über die Option „Show Bank and Program Numbers“ in der
Symbolleiste können Sie
die Programm- und Banknummern in der Presetliste anzeigen.
Bank- und ProgrammNummern werden auf
dem Bildschirm des
Single Preset-Modus angezeigt.
Als Synthesizer später dann doch eine größere Anzahl von Presets besaßen, wurde die
MIDI-Spezifikation um die Bank Select-Befehle erweitert. So wurde entschieden, dass
über die Bank Select-Befehle Zugriff auf die Continuous Controller 0 und 32 bestehen
soll, was die Auswahl auf maximal 16.384 Banken mit jeweils 128 Presets (insgesamt
über zwei Millionen Presets) ausdehnt.
Durch die Bank Select-Implementierung unter Verwendung von Continuous Controllern kann die Bankauswahl kanalbezogen erfolgen. (Das eröffnet noch zusätzliche Möglichkeiten.) Für jeden einzelnen MIDI-Kanal können Sie eine von 16.384 Banken und
anschließend eines von 128 Presets in der Bank auswählen. Natürlich stehen in keinem
derzeit verfügbaren Synthesizer 16.384 Banken zur Verfügung, aber es ist gut zu wissen, dass im Bedarfsfall zumindest theoretisch die Möglichkeit dazu besteht (für das
ganz GROSSE Projekt).
E-MU Systems
235
10 - Synthesizer-Grundlagen
MIDI-Modi
MIDI-Modi
Multi
Poly
Omni
Proteus X verwendet drei MIDI-Modi. Davon ist Multi Mode voreingestellt. Wählen Sie
die MIDI-Modi mit den Buttons der Symbolleiste oder über die Task-Leiste, OptionsMenü.
• Omni Mode: Stimmen-Meldungen werden auf allen MIDI-Kanälen empfangen und auf dem Basic Channel gespielt. Dieser Modus ist der kleinste gemeinsame Nenner von MIDI. Er ist so konzipiert, dass Sie immer etwas hören. Heißt
auch “Mode 1”.
Der Allgemeinbegriff
für “Preset” in der MIDISprache ist “Program”. Ein
und dasselbe.
• Poly Mode: Stimmen-Meldungen werden nur auf einem MIDI-Kanal
empfangen (dem Basic MIDI Channel). Heißt auch “Mode 3”.
• Multi Mode: Die Stimmen-Meldungen der einzelnen MIDI-Kanäle spielen
das dem betreffenden Kanal zugewiesene Preset. Proteus X kann auf jedem der
64 MIDI-Kanäle ein anderes Preset spielen (unter Verwendung von 2 MIDIPorts mit jeweils 16 Kanälen).
Den Basic MIDI Channel erkennt man in der Multi-Seite an der roten Kanalnummer.
Klicken Sie auf die Nummer eines beliebigen Kanals, um diesen zum Basic Channel zu
machen.
236
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
Der Emulator X-Dateikonverter
11 - Anhang
Der Emulator X-Dateikonverter
Der Emulator X File Converter ist eine spezielle Anwendung, mit der Sie die Mehrzahl
der gängigen Sampler-Formate in das Proteus X-Dateiformat .exb für die Verwendung
in Proteus X konvertieren können. Sie können dabei beliebige Quellmedien verwenden, z. B. CD-ROMs, installierte Festplatten, ZipDisks, Wechseldatenträger, magnetooptische Laufwerke sowie alle übrigen Medien. Ausnahme: Floppy-Medien werden
nicht unterstützt. Lesen Sie hierzu die Hinweise zu Abhilfemöglichkeiten.
Unterstützte Dateitypen
Sie können mit dem Emulator X-Dateikonverter die folgenden Dateitypen in das Proteus X-Format umwandeln:
• Akai S-1000/3000
• Akai S-5000
• Emu E3/ESi
• Tascam GigaStudio
• SoundFont
• Emagic EXS-24 Mark I und Mark II
• Steinberg HALion I und II
Wenn Sie keine Sounds dieser Produkte verwenden, benötigen Sie den Dateikonverter
nicht. Lassen Sie die Anwendung jedoch für den Fall installiert, dass Sie doch einmal
Dateiformate konvertieren müssen.
AddButton
Dateikonvertierungsbereich
WICHTIG: Emulator IV-Banken müssen nicht konvertiert werden!
Suchen Sie einfach die gewünschte EIV-Bank mit dem System-Register und öffnen
oder mischen Sie sie anschließend mit den Open- oder Merge-Optionen.
E-MU Systems
237
11 - Anhang
Der Emulator X-Dateikonverter
So verwenden Sie den Datei-Konverter
1. SoundFont GigaStudio-, EXS-, HALion- und S5000-Dateien:
Fügen Sie dem „Dateikonvertierungsbereich“ Dateien via Drag&Drop von der Festplatte hinzu.
EIII-, ESi-, S1000- und S3000-Dateien:
Drücken Sie den “Add Button” unter dem Dateikonvertierungsbereich und wählen
Sie dann die Dateien von CD-ROM oder Festplatte.
E4/E3 Library CDs
verwenden ein proprietäres Format und können
nur von SCSI/ATAPI-Laufwerken gelesen werden.
2. Wählen Sie einen Zielspeicherort aus.
3. Klicken Sie auf „Convert“. Der Dateikonverter erledigt das Übrige, wobei die
Loop-, Sample- und Preset-Informationen erhalten bleiben.
4. Sie können Dateien aus dem Dateikonvertierungsbereich entfernen, indem Sie
diese zuerst wählen und den Remove Button anklicken.
• Overwrite Existing Files - Überschreibt Dateien gleichen Namens im DestinationOrdner.
Hintergrund
Der Emulator X-Konverter ist das Ergebnis von acht Jahren akribischer Konvertierungsarbeit sowie aufwändiger Forschungen zu Verhalten und Leistung von Samplern. Die
Konvertierungen für Proteus X sind qualitativ extrem hochwertig – sie sind so gut, dass
Sie manchmal nicht einmal bemerken werden, dass Sie die Sounds in einem anderen
Sampler verwenden!
Sie können mit dem Emulator X-Konverter einzelne oder mehrere Dateien sowie ganze
Plattenlaufwerke – sogar mehrere – gleichzeitig konvertieren. Klicken Sie einfach auf
die Schaltfläche „Add“ und ein entsprechendes Dialogfenster für die Dateisuche wird
angezeigt.
Wählen Sie in diesem Dialogfenster einfach die zu konvertierenden Plattenlaufwerke,
Ordner oder Dateien aus. Sie können einzelne Dateien auswählen, indem Sie direkt auf
die Dateien doppelklicken oder indem Sie auf die Schaltfläche „Add“ des Dialogfelds
klicken. Wenn Sie mehrfach ausgewählte Dateien oder Ordner/Plattenlaufwerke auswählen möchten, wählen Sie diese aus und klicken Sie auf die Schaltfläche „Add“ des
Dialogfelds.
Ausgewählte Ordner enthalten nicht nur alle Dateien, die sich direkt in dem Ordner
befinden, sondern auch alle Dateien in den untergeordneten Ordnern. In anderen
Worten, alle relevanten Bereiche der Baumstruktur werden berücksichtigt.
Durch den beschriebenen Vorgang werden die zu konvertierenden Objekte zur Objektliste der Konverter-Anwendung hinzugefügt. Sie werden noch nicht konvertiert. Sie
werden lediglich gesammelt, bis Sie alle zu konvertierenden Objekte eingegeben haben. Sie können dieser Liste Einträge hinzufügen oder sie daraus entfernen.
Beachten Sie auch, dass bei Auswahl eines Ordners, z. B. mit EXS-24-Dateien, die Dateien einzeln zur Liste der Konverter-Anwendung hinzugefügt werden. Der Name der
jeweiligen Datei und der dazugehörige Speicherpfad werden angezeigt.
Informationen zum Quellformat
Sie können mit dem Emulator X-Konverter die verschiedenen Plattenlaufwerke durchsuchen, unabhängig davon, ob sie für PC, Mac oder für einen bestimmten Sampler formatiert sind.
Nachfolgend finden Sie nützliche Hintergrundinformationen zu den einzelnen Quellformaten sowie einige relevante Details zum Export der jeweiligen Spezialfunktionen
nach Proteus X.
238
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
Der Emulator X-Dateikonverter
Akai S-1000/3000
Der Akai S-1000 war einer der ersten Hardware-Sampler mit 16-Bit-Format. Einige
Jahre später kam der S-3000 mit erweiterten Programmierungsfunktionen und umfassenderen Strukturen auf den Markt.
Das Akai-Format ist proprietär. Der Festplatteninhalt kann mit Hilfe der Standardsuchmechanismen eines Computers nicht angezeigt werden. Es gibt Dateien, die in DOS
geschrieben werden können, die das Akai-Format darstellen. Sie besitzen die Dateierweiterungen .ak1 oder .ak3. Der Emulator X-Konverter unterstützt diese Dateien.
Das Akai-Format besteht aus folgenden Elementen:
Partitionen: Maximale Größe 60 MB, eine oder mehrere pro Laufwerk.
Volumes:
Sind in einer Partition enthalten. Darin befinden sich die Programme und
Samples.
Ein Akai-Volume entspricht einer Proteus X-Bank. Der Emulator X-Konverter kann
ganze Plattenlaufwerke, Partitionen oder Volumes konvertieren. Einzelne Programme,
die ungefähr einem Emu-Preset entsprechen, können nicht konvertiert werden.
Der Akai S-1000/3000 kann Programme stapeln, d. h. es können zwei Programme
gleichzeitig ausgeführt werden. Weisen Sie hierzu den einzelnen Programmen in den
Parametern dieselbe „Programmnummer“ und denselben MIDI-Kanal zu. Der Emulator X-Konverter führt diese dann automatisch in einem Proteus X-Preset zusammen
und stellt dabei exakt die Behandlung dieser Programme durch den Akai nach.
Der Akai S-1000/3000 verwendet zum Ausführen von Stereoprozessen zwei gesonderte
Samples, die normalerweise durch die Namenszusätze „-L“ und „-R“ gekennzeichnet
sind. Im Allgemeinen kombiniert der Emulator X-Konverter Samples, die in stereo laufen sollen. Genauere Informationen finden Sie unter “Kombinieren von Dual-MonoSamples in Stereo-Dateien” auf Seite 244.
Der Emulator X-Konverter geht davon aus, dass sich die Sample-Dateien, auf die in den
Akai-Programmen innerhalb der Volumes verwiesen wird, im gleichen Ordner befinden wie das Programm. Dies entspricht dem Verhalten des Akai. In den allermeisten
Fällen ist dies auch der Fall. Einzelheiten hierzu finden Sie unter
“Referenzierte Samples finden” auf Seite 243.
Akai S-5000
Der Akai S-5000 verwendet Dateien, die auf Plattenlaufwerken mit regulärem Computerformat gespeichert sind sowie Dateien mit der Erweiterung „.akp“ für die Programme. Diese verweisen zum Speichern der Samples auf .wav-Dateien. Diese können in
mono oder stereo vorliegen.
Jede .akp-Datei entspricht einer Proteus X-Bank. Wenn Sie allerdings ganze Ordner
konvertieren, wird jeder Ordner in eine gesonderte Proteus X-Bank konvertiert und die
einzelnen .akp-Dateien werden innerhalb dieser Bank als Preset gespeichert.
Die .akp-Dateien von Akai und die damit verbundenen .wav-Dateien können sehr groß
sein, bis zu 512 MB.
Der Emulator X-Konverter geht davon aus, dass sich die Sample-Dateien, auf die von
den .akp-Dateien verwiesen wird, im gleichen Ordner befinden wie die .akp-Dateien.
Dies entspricht dem Verhalten des Akai. Einzelheiten hierzu finden Sie unter
“Referenzierte Samples finden” auf Seite 243.
E-MU Systems
239
11 - Anhang
Der Emulator X-Dateikonverter
Emu E3/ESi
Bei der Serie Emu E3 handelt es sich um den wohl legendärsten Sampler, der je produziert wurde. Er ist sogar so Ehrfurcht gebietend, dass es kaum vorstellbar ist, sein Format überhaupt zu konvertieren.
Das Format der Serie Emu E3, das Emulator 3, Emulator 3x, ESi-32, ESi-4000 und ESi2000 umfasst, ist proprietär. Der Festplatteninhalt kann mit Hilfe der Standardsuchmechanismen eines Computers nicht angezeigt werden. Es gibt Dateien, die in DOS
geschrieben werden können, die das Emu E3-Format darstellen. Sie besitzen die Dateierweiterungen .e3, .e3x oder .esi. Der Emulator X-Konverter unterstützt diese Dateien.
Die Struktur von Proteus X ist der von E3 wenn nicht gleich, so doch sehr ähnlich. Eine
E3-Bank entspricht einer Proteus X-Bank.
Tascam GigaStudio
Der Nemesys Gigasampler war das erste Produkt, aus dem schließlich GigaStudio entstand. Die dazugehörige Sampler-Software ermöglichte die endlose Wiedergabe von
Schwingungen, die direkt vom Plattenlaufwerk gelesen wurden (eine von Rockwell entwickelte und lizenzierte Technologie). Gigasampler besitzt Looping-Funktionen – eine
gute Sache. Gigasampler verwendet das DOS-Format für Plattenlaufwerke, da es ein
Windows-basiertes Computerprogramm ist.
Nemesys erweiterte die Produktpalette anschließend um GigaStudio. Es besteht in der
Hauptsache aus Gigasampler 2.0 und besitzt eine verbesserte Schnittstelle, einen erweiterten Funktionsbereich und umfassendere Polyphoniemerkmale. Gigasampler und
GigaStudio sind sehr ähnlich und werden im Folgenden deshalb gemeinsam unter
dem Begriff Giga behandelt.
Die Grundeinheit von Giga ist das Instrument oder die .gig-Datei. Eine .gig-Datei kann
bis zu 128 Instrumente umfassen. Diese wiederum enthalten die Parameter und die
Wellendaten für die Wiedergabe. Ein Instrument kann bis zu 4 (in GigaStudio bis zu 8)
Tastaturzuordnungen umfassen, die in einem horizontalen Zuordnungssystem als Regions bezeichnet werden (entspricht einer Keygroup eines Akai-Samplers, außer dass
sie sich nicht überschneiden). Sie können für jede Taste des Keyboards eine Region
festlegen und eine Region kann bis zu vier (in GigaStudio bis zu acht) – hier Layers genannte – Samples bestimmen. Stereo-Samples werden unterstützt (sie belegen natürlich zwei Layers). Eine Region kann jedoch nicht gleichzeitig Stereo- und MonoSamples enthalten. Sie können auch die Anschlagdynamik in bis zu 32 Stufen unterteilen (wow!), dieser Wert verringert sich jedoch mit der Anzahl der verwendeten Layers.
Bei den Hüllkurven handelt es sich um halbreguläre PADSRs.
Giga unterstützt auch Performance-Dateien (.prf in Giga 1.0, .gsp in Giga 2.0), bei denen es sich im Grundsatz um Makros handelt, die Instrumente in die verschiedenen
MIDI-Kanäle laden. Der Emulator X-Konverter unterstützt sowohl das Giga 1.0 .prfFormat als auch 2.0 .gsp GigaStudio-Dateien.
Es gibt eine ganze Reihe kommerzieller Giga-Bibliotheken, die einen speziellen Kompressionsalgorithmus verwenden. Diese Dateien lassen keine .wav-Extraktion zu und
verringern die Dateigröße um ca. 20%. Diese .wav-Dateien sind nicht geloopt.
Eine sehr interessante Eigenschaft von Gigasampler bestand darin, dass es eine Kopierschutzfunktion für das Dateiformat gab. Ein Unternehmen, das Sounds entwickelt,
könnte Dateien produzieren, die erst geladen werden könnten, wenn ein Code eingegeben wird. Danach würde der Sound für die Dauer der Autorisierung durch den Code
auf dem Computer gespeichert sein. Dies hätte das Unternehmen vor der Verbreitung
seiner Samples als Raubkopien schützen können. Interessanterweise wurde diese
Schutzfunktion in GigaStudio nicht beibehalten, obwohl die Dialogfelder mit den
Warnungen eine ganz schöne Anstrengung bedeuten.
240
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
Der Emulator X-Dateikonverter
SoundFont
Das 1993 eingeführte, samplebasierte Syntheseformat von SoundFont wurde im Zuge
der Verbreitung der Creative Technology-Soundkarten zum Standard. Bei der SoundFont-Technologie handelt es sich um ein Sample-Format, das von E-MU für Creative
Labs mit dem Ziel entwickelt wurde, eine flexible Lösung für die Synthese von Wavetables zu finden. Mit dem gesammelten Fachwissen von E-MU ist es gelungen, eine Lösung zu entwickeln, die sich gleichermaßen für Consumer wie auch für professionelle
Anwendungen eignet.
SoundFonts sind .wav-Datei-Samples, die mit Hilfe eines SoundFont-Editors (z. B.
Vienna) in MIDI-steuerbare Instrumente umgewandelt wurden. Sie werden auch als
.sf2-Dateien, -Patches oder -Programme bezeichnet und gewöhnlich in so genannten
SoundFont Banks in Gruppen zusammengefasst, die Definitionen von bis zu 128 Instrumenten und einem Drumset umfassen können.
Emagic EXS-24 Mark I und Mark II
Emagic EXS-24 ist der interne Sampler, der für die bekannte Logic DAW von Emagic
verfügbar ist. Es gibt auch eine VST-Ausführung mit der Bezeichnung EXSP-24, die mit
oder ohne Logic verwendet werden kann.
EXS-24-Dateien können auf Plattenlaufwerken mit PC- oder Mac-Formatierung vorliegen. Der Emulator X-Konverter kann auf beide Typen zugreifen und sie konvertieren,
da er sowohl PC- als auch Mac-Laufwerke anzeigen kann.
Mark I und Mark II verwenden dasselbe Dateiformat, Mark II besitzt lediglich mehr
Funktionen. EXS-24 verwendet die Dateierweiterung .exs, obwohl diese Dateierweiterung, besonders im Fall von Mac-Dateien, nicht erforderlich ist. Der Emulator X-Konverter kann EXS-24-Dateien auf Plattenlaufwerken mit PC-Formatierung nur erkennen,
wenn sie die Dateierweiterung .exs besitzen. Auf Mac-Plattenlaufwerken können sie
entweder die Erweiterung .exs besitzen oder den Creator-Code und den Dateityp von
EXS-24 aufweisen.
In einer EXS-24-Datei sind keine Samples enthalten. Es gibt vielmehr Verweise auf die
Samples, die in den Dateiformen AIFF, WAVE, Sound Designer 1 oder 2 oder Mac System 7 vorliegen können.
Der EXSA-24 ist sehr beliebt. Die etwas eingeschränkte Programmierbarkeit vereinfacht
die Konvertierung für die anspruchsvollere Proteus X-Umgebung. Es gibt jedoch bestimmte Funktionen, die in Proteus X gesondert betrachtet werden müssen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter “Tastenumschaltung & Weitere Funktionen, die
nicht in Proteus X enthalten sind” auf Seite 242.
Der EXS-24 verwendet, genau wie Proteus X, dem Streaming ähnliche Technologien,
um große Sample-Datensätze zu laden und wiederzugeben. Der Emulator X-Konverter
ist in der Lage, Samples in beliebiger Größe und Menge zu konvertieren, und Proteus X
ist leistungsstark genug, um Samples beliebiger Größe wiederzugeben.
Eine EXS-24-Programmdatei entspricht einer Proteus X-Bank. Wenn Sie allerdings
ganze Ordner konvertieren, wird jeder Ordner in eine gesonderte Proteus X-Bank konvertiert, und die einzelnen EXS-24-Dateien werden innerhalb dieser Bank als Presets
gespeichert.
EXS-24-Dateien speichern die Speicherorte der Samples, auf die sie verweisen, innerhalb der Dateien. Die Samples müssen sich nicht unbedingt im selben Ordner befinden wie EXS-24. Der Emulator X-Konverter geht davon aus, dass sich die SampleDateien, auf die die EXS-24-Datei verweist, am angegebenen Ort befinden. Dies entspricht auch dem Verhalten von EXS-24. Einzelheiten hierzu finden Sie unter “Referenzierte Samples finden” auf Seite 243.
E-MU Systems
241
11 - Anhang
Der Emulator X-Dateikonverter
Steinberg HALion I und II
Steinberg HALion ist ein beliebter VST-basierter Software-Sampler. HALion-Dateien
können auf Plattenlaufwerken mit PC- oder Mac-Formatierung vorliegen. Der Emulator X-Konverter kann auf beide Typen zugreifen und sie konvertieren, da er sowohl PCals auch Mac-Laufwerke anzeigen kann.
HALion I und II verwenden dasselbe Dateiformat; II besitzt lediglich mehr Funktionen.
HALion verwendet die Dateierweiterung .fxp, obwohl diese Dateierweiterung, besonders im Fall von Mac-Dateien, nicht erforderlich ist. Der Emulator X-Konverter kann
HALion-Dateien auf Plattenlaufwerken mit PC-Formatierung nur erkennen, wenn sie
die Dateierweiterung .fxp besitzen. Auf Mac-Plattenlaufwerken können sie entweder
die Erweiterung .fxp besitzen oder den Creator-Code und den Dateityp von HALion
aufweisen.
Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Dateierweiterung .fxp üblicherweise auch
für andere VST-verwandte Dateien verwendet wird. Der Emulator X-Converter zeigt nur
die intern als HALion-kompatibel bestätigten .fxp-Dateien an.
In einer HALion-Datei sind keine Samples enthalten. Es gibt vielmehr Verweise auf die
Samples, die in den Dateiformen AIFF, WAVE, Sound Designer 1 oder 2 oder Mac System 7 vorliegen können.
HALion besitzt umfassende Programmiermöglichkeiten, einschließlich einer großen
Modulationsmatrix. Dank der größeren CORD-Verwendungsmöglichkeiten von Proteus X kann dies problemlos bewältigt werden. Es gibt jedoch bestimmte Funktionen,
die in Proteus X gesondert betrachtet werden müssen. Weitere Informationen hierzu
finden Sie unter “Tastenumschaltung & Weitere Funktionen, die nicht in Proteus X enthalten sind” auf Seite 242.
HALion verwendet, genau wie Proteus X, dem Streaming ähnliche Technologien, um
große Sample-Datensätze zu laden und wiederzugeben. Der Emulator X-Konverter ist
in der Lage, Samples in beliebiger Größe und Menge zu konvertieren, und Proteus X ist
leistungsstark genug, um Samples beliebiger Größe wiederzugeben.
Eine HALion-Datei entspricht einer Proteus X-Bank. Wenn Sie allerdings ganze Ordner
konvertieren, wird jeder Ordner in eine gesonderte Proteus X-Bank konvertiert, und die
einzelnen HALion-Dateien werden innerhalb dieser Bank als Presets gespeichert.
HALion-Dateien speichern die Speicherorte der Samples, auf die sie verweisen, innerhalb der Dateien.Weitere Hinweise zur Behandlung dieser Samples durch den Emulator X-Konverter finden Sie unter “Referenzierte Samples finden” auf Seite 243.
Hinweise…
Tastenumschaltung & Weitere Funktionen, die nicht in Proteus X
enthalten sind
GigaStudio, EXS-24 und HALion besitzen einige besondere Funktionen, die der Emulator X-Konverter versucht, auf innovative Weise nachzustellen. Nachfolgend werden die
wichtigsten Funktionen aufgeführt.
Tastenumschaltung: Hierbei handelt es sich um eine neue Funktion, bei der der Benutzer eine nicht klingende Taste des Keyboards anschlägt. Hierdurch wird dem Sampler mitgeteilt, dass der Sample-Verweis (gewöhnlich) auf einen anderen Sample-Satz
geändert wird. Proteus X unterstützt diese Funktion nicht. Der Emulator X-Konverter
unterteilt deshalb jeden Umschaltbereich in einzelne Presets mit dem Zusatz „KSW x“
(wobei x die Unterteilungsnummer ist).
Controller-Umschaltung: Diese Funktion entspricht der gerade beschriebenen, nur
werden die Verweise durch Empfang einer Controller-Meldung geändert. Das Modula242
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
Der Emulator X-Dateikonverter
tionsrad kann beispielsweise so eingerichtet werden, dass in der untersten Position auf
ein Sample verwiesen wird, und dass dieser Verweis sich bei Erreichen des Wertes 40
auf ein anderes Sample ändert usw. Der Emulator X-Konverter setzt dies um, indem er
alle Samples berücksichtigt und die Amplitude bei Eingang des Samples über den Controller ändert. Dies entspricht nicht exakt dem, was mit der Quelldatei geschieht, da
Proteus X gezwungen ist, Polyphonie-Kapazitäten zu beanspruchen, während Giga/
EXS/Halion die Samples lediglich ein- und ausschalten und dadurch Polyphonie einsparen.
Release-Triggering: Hierbei ist ein Sample so programmiert, dass es wiedergegeben
wird, wenn die Engine eine Note-Off-Meldung an Stelle der üblichen Note-On-Meldung erhält. Dies ist in Proteus X nicht möglich, und solche Verweise werden ignoriert.
Referenzierte Samples finden
Jedes Multisample-Format, so auch Proteus X, besitzt zwei Elemente: das Programm
und das Sample.
Das Programm ist definiert als die Information, die bestimmt, welches Sample wiedergegeben wird, wenn eine bestimmte MIDI-Note die Engine triggert. Programme werden auf verschiedenen Plattformen unterschiedlich bezeichnet. Bei Emu heißen sie
Presets, bei Ensoniq werden sie Instrumente genannt usw.
Das Sample besteht aus... nun, den Sample-Daten und vielleicht ein paar unmittelbaren Parametern, beispielsweise zu Loop-Punkten und der Sample-Rate.
In einigen Formaten werden diese Informationen gemeinsam in einer Datei gespeichert. Dies wird die monolithische Methode genannt. Ein Beispiel hierfür ist etwa eine
.gig-Datei von GigaStudio. Eine .gig-Datei kann extrem groß sein, wenn sie lange
Samples oder eine große Anzahl an Samples enthält.
In anderen Formaten werden die Programminformationen in einer kleinen Datei gespeichert, die auch manchmal als Steuerdatei bezeichnet wird. In dieser Datei befinden
sich Dateiverweise, die die Sampler-Engine anweisen, ein Sample aus einer anderen
Datei zu laden. Diese Sample-Verweise können durch Löschen oder Verschieben einer
Sample-Datei oder in bestimmten Fällen durch Verschieben der Steuerdatei beschädigt
werden. Diese Organisationsmethode wird „Gesonderte Dateien für Samples-Methode“ genannt. (Oder sollte so genannt werden.)
Der in die monolithische Methode integrierte Suchmechanismus für Samples ist in dieser Methode nicht vorhanden. Die „Gesonderte Dateien für Samples-Methode“ erfordert eine Methode zum Suchen der gesonderten Datei, damit sie geladen werden kann.
Nachfolgend werden die Arten aufgeführt, wie dies von den unterstützten Formaten
bewerkstelligt wird.
Absolute Paths
Formate, die diese Methode verwenden: EXS-24, HALion
Diese Steuerdateien speichern einen vollständigen absoluten Pfad zum Sample. Ein absoluter Pfad sieht ungefähr folgendermaßen aus: C:\Programme\Eigene Kazoo Samples\hohner.wav.
E-MU Systems
243
11 - Anhang
Der Emulator X-Dateikonverter
Relative Paths
Formate, die diese Methode verwenden: Keine
Diese Steuerdateien speichern relative Pfade, die folgendermaßen aussehen: ..\..\Eigene Kazoo Samples\hohner.wav. Dies bedeutet „von der Steuerdatei aus in der Baumstruktur zwei Ordner nach oben gehen und dann zu dieser Datei wechseln“.
Fixed Location Folder
Formate, die diese Methode verwenden: Akai S-5000, Emulator X, Proteus X
Diese Formate gehen einfach davon aus, dass sich das Sample im gleichen Ordner befindet wie die Steuerdatei, oder im Fall von Proteus X, dass das Sample in einem Ordner mit der Bezeichnung SamplePool gespeichert ist, der sich im gleichen Ordner
befindet wie die Steuerdatei.
Mac Catalog/FSSpec Reference
Formate, die diese Methode verwenden: HALion
Mac-orientierte Dateien, beispielsweise HALion-Dateien, verwenden das Festplattensystem im Mac-Format, um nach Sample-Dateien zu suchen (dies ist das so genannte
Catalog Searching mit Hilfe einer FSSpec, aber darauf soll hier nicht näher eingegangen
werden).
Monolithic Files
Formate, die diese Methode verwenden: GigaStudio, Emu E3/E3x/ESi.
Diese Dateien speichern die Samples in den Programmdateien. Deshalb befinden sich
die Samples immer in den Dateien und müssen nicht gesucht werden.
Besondere Hinweise
Akai S-1000/3000: Hierfür werden gesonderte Sample-Dateien mit eigenem proprietären Format verwendet, und es ist möglich, dass Programme auf fehlende Samples verweisen. Dies ist aber gewöhnlich nicht der Fall.
Wenn der Emulator X-Konverter auf die „Gesonderte Dateien für Samples-Methode“
trifft, verwendet er den Verweis der Steuerdatei, um nach dem Sample zu suchen, das er
dort auch anzutreffen erwartet. Wird das Sample dort nicht gefunden, schreibt der
Emulator X-Konverter den Verweis trotzdem in die .exb-Datei von Proteus X. Dieser
zeigt auf einen leeren Speicherort, den Sie zu einem späteren Zeitpunkt in der .exb-Datei von Proteus X manuell belegen können.
Kombinieren von Dual-Mono-Samples in Stereo-Dateien
Viele Formate besitzen keine Unterstützung für einzelne Stereo-Dateien und simulieren
die Stereo-Verteilung mit Hilfe von zwei gesonderten Dateien (die normalerweise einem
echten Stereobild entsprechend gleichzeitig gesampelt wurden). Diese werden geschichtet und bekommen die äußerste linke und rechte Pan-Position zugeordnet. Üblicherweise tragen sie den gleichen Sample-/Dateinamen mit dem Zusatz „-L“ und „-R“.
Der Emulator X-Konverter sucht automatisch nach dieser Art von Samples und kombiniert sie, wenn möglich. Im Allgemeinen erfolgt das Kombinieren bei jedem Vorkommen. Bei einer Reihe von Gründen erfolgt es jedoch nicht. Nachstehend werden die
notwendigen speziellen Erfordernisse für das Kombinieren von Dual-Mono-Dateien in
Stereo-Dateien für Proteus X aufgeführt.
Namen: Die Enden der Samples müssen denselben Namen aufweisen, einschließlich
Leerzeichen. Darüber hinaus müssen sie entsprechend mit „L“ und „R“ formatiert sein.
Beispiele: „-L“ und „-R“, „L“ und „R“, „(L)“ und „(R)“ usw.
244
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
Der Emulator X-Dateikonverter
Loop-Punkte: Die Loop-Punkte müssen gleich sein. Wenn sie nicht gleich sind, werden
die Samples von Emulator X-Konverter nicht kombiniert.
Sample-Größen: In den meisten Fällen werden sie durch den Emulator X-Konverter
KOMBINIERT. Dabei erhält die neue Datei die Größe des größten Samples.
Exakte alternative Parameter: Einige Formate speichern Root-Taste, Samplefrequenz,
Feinabstimmung sowie weitere Informationen mit dem Sample. Diese müssen exakt
übereinstimmen.
Identische Verweise: Es kann vorkommen, dass ein Programm oder mehrere Programme, die für die gleiche Bank bestimmt sind, zu einem bestimmten Zeitpunkt auf
beide Samples verweisen, zu einem anderen jedoch nur auf eines. Der Emulator XKonverter kombiniert die zwei Samples, speichert aber auch eine Mono-Version, um
dem Mono-Verweis zu genügen.
Floppy Disk-Unterstützung
Der Emulator X-Konverter unterstützt keine proprietären Floppy-Formate, z. B. von
Ensoniq, Akai, Roland, Emu oder anderen.
Es gibt jedoch einen Weg, Ihre Sounds mit Hilfe anderer Programme von den Floppys
in einer Form auf das Plattenlaufwerk zu übertragen, von der aus der Emulator X-Konverter sie dann in Proteus X-Formate konvertieren kann. Sie können verschiedene, in
den vergangenen Jahren geschriebene DOS-Programme verwenden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter:
www.chickensys.com
Diese werden zwar häufig nicht unterstützt und laufen nicht unter Windows XP, Sie
können jedoch auf dieser Site nach einfach umzusetzenden Abhilfen suchen.
Hinweis zu EOS-Banken, die auf DOS Floppies gespeichert sind
Bei manchen EOS-Banken, die auf DOS Floppies gespeichert sind, ist nach der Konvertierung möglicherweise das 16-Bit Byte vertauscht – also LSB für MSB. Wenn die Samples dieser Banken in Proteus X geladen werden, klingen Sie normalerweise wie Weißes
Rauschen. Proteus X bietet ein Verfahren, mit dem die Daten beim Laden repariert werden. Hierzu benennen Sie die Bank-Datei einfach so um, dass die Erweiterung “.b4e”
lautet.
E-MU Systems
245
11 - Anhang
Proteus X VSTi
Proteus X VSTi
Starten der VSTi-Anwendung
Die folgenden Anweisungen gelten für Cubase LE. Andere Hostanwendungen besitzen
eigene Methoden zum Starten einer VSTI-Anwendung. Wenn Sie eine andere Hostanwendung als Cubase LE verwenden, lesen Sie die mitgelieferte Dokumentation.
Um Proteus X VSTi in Cubase LE zu starten
Tipp: Beim Betreiben
mehrerer VSTis sollten Sie
den prozentualen CPUAnteil auf die VSTis verteilen. Beispiel: Wenn ein
VSTi bei 60% fehlerfrei arbeitet, stellen Sie den
CPU-Prozentsatz von
VSTis so ein, dass beide
zusammen 60% ergeben.
Öffnen Sie Cubase LE
1. Öffnen Sie Cubase LE über das Menü Start -> Programme.
2. Wählen Sie New Project aus dem FileMenü.
3. Wählen Sie 16 Track MIDI Recorder.
4. Es erscheint eine Popup-Dialogbox mit
der Aufforderung: Select Directory.
Wählen Sie eine Position auf Ihrer Festplatte, auf der Sie Ihre Audiodateien
speichern möchten, und klicken Sie auf
OK.
5. Es erscheint das Cubase LE Project-Fenster.
Tipp: Wenn Sie zwei
oder mehr Festplatten besitzen, sollten Sie Ihre Audiodateien auf einer
Festplatte speichern, auf
der nicht das Betriebssystem läuft.
6. Wählen Sie die Option Device Setup… aus dem Devices-Menü.
7. Wählen Sie VST Multitrack aus der Liste. Es erscheint der folgende Bildschirm.
8. Wählen Sie im Setup-Abschnitt der Dialogbox die Option E-MU ASIO oder EMU
USB als ASIO-Treiber. Es erscheint eine Popup-Dialogbox mit der Nachfrage: “Do
you want to switch the ASIO driver?” Wählen Sie „Switch“.
9. Klicken Sie auf den Control Panel-Button. Es erscheint die rechts abgebildete Popup-Dialogbox.
10. Stellen Sie ASIO Buffer Latency auf 10 ms oder
weniger ein. Ein niedriger Latency-Wert sorgt für
eine kurze MIDI-Ansprachezeit und verringert
Verzögerungen beim Abhören über Cubase.
Klicken Sie auf OK.
11. Schließen Sie den Device Setup-Bildschirm,
indem Sie auf OK klicken.
246
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
Proteus X VSTi
12. Schließen Sie Cubase LE, indem Sie auf den
Button klicken. (Schließen Sie die
Anwendung auch dann, wenn Sie mit den Tutorials fortfahren möchten, um Ihre
Preference-Einstellungen „festzuschreiben“.)
2 - Proteus X VSTi einrichten
Bevor Sie fortfahren, verbinden Sie den MIDI-Ausgang Ihres MIDI-Keyboards mit dem
MIDI-Eingang Ihres Computers.
13. Starten Sie Cubase LE neu und befolgen Sie die Schritte 1-5 der vorherigen Seite. Es
erscheint das unten gezeigte Fenster.
14. Klicken Sie auf den Inspector-Button ganz
oben links im Cubase-Fenster. Der InspectorButton öffnet das vollständige Regler-Set für
den aktuellen Track (die Spur), das entlang
der linken Fensterseite erscheint.
Inspector
15. Klicken Sie auf die Track Input-Box im Inspector-Feld und wählen Sie Ihren MIDI-
InspectorFeld
Track-Output
Eingang.
16. Wählen Sie VST Instruments (F11) aus dem Devices-Menü der Menüleiste. Es
erscheint das VST Instruments-Fenster.
17. Klicken Sie auf “No VST Instrument” und wählen Sie Proteus XVSTi aus der Liste.
18. Klicken Sie auf die Track Output-Box im Inspector-Feld und wählen Sie Proteus
XVSTi.
E-MU Systems
247
11 - Anhang
Proteus X VSTi
Proteus X
19. Klicken Sie im VST Instruments-Fenster auf den Edit-Button. Proteus X VSTi wird
geöffnet.
Edit Button
20. Wählen Sie aus dem File-Menü von Proteus X VSTi die Option Open und dann
eine zu öffnende Bank. Unten sehen Sie die Proteus X Composer-Bank.
Presets
wählen
21. Wählen Sie ein Preset, indem Sie auf die Preset Inc/Dec-Buttons klicken oder
indem Sie – wie oben gezeigt – auf ein Preset in der Baumstruktur klicken.
22. Spielen Sie auf Ihrem MIDI-Keyboard. Die Anzeigen von Proteus X sollten sich
bewegen und Sie sollten jetzt Klänge hören.
248
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
Proteus X VSTi
Checkliste zum Starten von Proteus X VSTi
Cubase LE
Wählen Sie im Menü „Options“ die folgenden Einstellungen aus.
• Options, Audio Setup, System
Audio I/O ..........................................E-MU ASIO oder E-MU USB
• Options, MIDI Setup, System
MIDI Input .....................................Wählen Sie den MIDI-Port, den Ihr KYBD
benutzt
Wenn Sie PatchMix DSP benutzen ...
Stellen Sie sicher, dass der Mischer über einen ASIO 1 & 2-Eingangs-Kanalzug verfügt.
Das Multisetup wird in der Recording-Anwendung gespeichert
Das aktuelle Multisetup wird automatisch gespeichert, wenn Sie Ihren Song in einer
Recording-Anwendung, z. B. Cubase oder Sonar, speichern.
• Richten Sie das Multisetup einfach wie gewünscht ein oder wählen Sie eines aus der
Baumstruktur und speichern Sie dann Ihren Song. Das Multisetup wird zusammen
mit Ihrem Song gespeichert.
E-MU Systems
249
11 - Anhang
Kurzwegtasten
Kurzwegtasten
Regler, Schieberegler und
Räder
File-Menü
(Cursor über Regler, Schieberegler oder
Rad platzieren)
New Strg + N
Open Strg + O
Merge Strg + M
SaveStrg + S
Regler mittig einstellen (Pan etc.) Alt +
Klick
(Zahlentaste 5 stellt Regler bei ausgeschaltetem Num Lock auch mittig ein)
Minimum-Einstellung Home
Edit-Menü
Maximum-Einstellung End
Undo Strg + Z
Redo Strg + Y
Cut Strg + X
CutStrg + X
CopyStrg + C
PasteStrg + V
Duplicate Strg + U
Delete Entf
Select All Strg + A
Options
All Sound OffStrg + Pause
Window
CloseAlt + F4
Presets
New PresetStrg + W
Open VoicesStrg + Return
New VoiceStrg + W
New Sample ZoneAlt + WLinks
New LinkStrg + W
View
Refresh F5
Keyboard F9
250
Proteus X Operation Manual
11 - Anhang
Drag & Drop
Bei den meisten Proteus X-Funktionen können
Sie die Vorteile des Drag & Drop nutzen.
Drag & Drop
Drag & Drop Operations
From
Drag & Drop To…
Action
Bank File in Windows
Proteus X Icon
Load or Merge Bank
Bank File in Windows
Proteus X System
Folder
Copy Move Bank
Proteus X Bank File
Proteus X Icon
Load/Merge
Proteus X Bank File
Folder in Windows
Copy/Move
Proteus X Bank File
Proteus-X System
Folder
Copy/Move
Proteus X Bank Preset
Proteus X Icon
Merge
Proteus X Bank Preset
Presets Folder
Merge
Proteus X Bank Preset
Multisetup Slot
Merge & place
Proteus X Bank Preset
Folder in Windows
Export as Bank
Proteus X Bank Preset
Proteus-X System
Folder
Export as Bank
Proteus X Bank Preset
Link
Merge & Replace Link
Proteus X Bank Preset
Link (null space)
Merge & Add Link
Preset
Multisetup Preset Slot
Place
Preset
Folder in Windows
Export as Bank
Preset
Proteus-X System
Folder
Export as Bank
Preset
Link
Replace Link
Preset
Link (null space)
Add Link
Multisetup
Instrument
Load
Instrument
Multisetup Folder
Save
Instrument
Multisetup
Replace
E4 Bank File
Instrument
Load/Merge
E4 Bank File
Folder in Windows
Copy/Move
E4 Bank File
Proteus-X System
Folder
Copy/Move
E4 Bank Preset
Instrument
Merge
E-MU Systems
251
11 - Anhang
Drag & Drop
Drag & Drop Operations
From
Drag & Drop To…
Action
E4 Bank Preset
Presets Folder
Merge
E4 Bank Preset
Multisetup Preset Slot
Merge & Place
E4 Bank Preset
Folder in Windows
Load/Merge
E4 Bank Preset
Proteus-X System
Folder
Export as Bank
E4 Bank Preset
Link
Merge & Replace Link
E4 Bank Preset
Link (null space)
Merge & Add Link
E4 Bank Sample
Instrument
Merge
E4 Bank Sample
Samples Folder
Merge
E4 Bank Sample
Folder in Windows
Export as Bank/Wave/AIFF
E4 Bank Sample
Proteus-X System
Folder
Export as Bank/Wave/AIFF
E4 Bank Sample
Preset Zone
Replace Zone
E4 Bank Sample
Preset Voice (null
space)
Add Voice
E4 Bank Multisetup
Instrument
Merge
E4 Bank Multisetup
Multisetup Folder
Merge
E4 Bank File (CD)
Instrument
Load/Move
E4 Bank File (CD)
Folder in Windows
Copy/Move
E4 Bank File (CD)
Proteus-X System
Folder
Copy/Move
E4 Bank Preset (CD)
Instrument
Merge
E4 Bank Preset (CD)
Presets Folder
Merge
E4 Bank Preset (CD)
Multisetup Preset Slot
Merge & Place
E4 Bank Preset (CD)
Folder in Windows
Export
E4 Bank Preset (CD)
Proteus-X System
Folder
Export
E4 Bank Preset (CD)
Link
Merge & Replace Link
E4 Bank Preset (CD)
Link (null space)
Merge & Add Link
E4 Bank Sample (CD)
Instrument
Merge
E4 Bank Sample (CD)
Samples Folder
Merge
E4 Bank Sample (CD)
Preset Voice
Merge & Add to Voice
E4 Bank Sample (CD)
Folder in Windows
Export as Bank/Wave/AIFF
252
E4/E3 Library CDs
verwenden ein proprietäres Format und können
nur mit SCSI/ATAPI-Laufwerken gelesen werden.
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
Drag & Drop
Drag & Drop Operations
From
Drag & Drop To…
Action
E4 Bank Sample (CD)
Proteus-X System
Folder
Export as Bank/Wave/AIFF
E4 Bank Multisetup
Instrument
Merge
E4 Bank Multisetup
Multisetup Folder
Merge
E-MU Systems
253
11 - Anhang
Funktionen der Werkzeugleiste
Funktionen der Werkzeugleiste
Standard-Werkzeuge
zurück
Höhere
Ebene
neue
Weiter
speichern
öffnen
kopieren
ausschneiden
Rückgängig
einfügen
Wiederherstellen
Display-Objekte
Nur Namen
anzeigen
Bank/Prog.Nr. anzeigen
Objektnummern
anzeigen
Große
Symbole
anzeigen
MIDI-Modi
Kleine
Symbole
anzeigen
Details
anzeigen
KYBD
Listenansicht
Multi
Modus
Omni
Modus
Poly
Modus
Hilfe
Status Bar
Samples im RAM
CPUAuslastung
254
Disk-Nutzung
Basic
MIDI-Kanal
Anzahl der
wiedergegebenen
Samples
Aktueller Stimm& KYBD-Bereich
Preset-Name
& -Nummer
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
Tabelle: MIDI-Tastennummer auf Note
Tabelle: MIDI-Tastennummer auf Note
0
1er
1
2
3
4
5
6
C-2
C#-2
D-2
D#-2 E-2
F-2
B-2
C-1
C#-1
D-1
7
F#-2
8
9
G-2
G#-2
D#-1 E-1
F-1
F#-1
10er
A-2
A#-2
20er
G-1
G#-1 A-1
A#-1
B-1
C-0
C#0
D0
D#0
E0
30er
F0
G0
G#0
A0
A#0
B0
C1
C#1
D1
D#1
40er
E1
F1
F#1
G1
G#1
A1
A#1
B1
C2
C#2
50er
D2
D#2
E2
F2
F#2
G2
G#2
A2
A#2
B2
60er
C3
C#3
D3
D#3
E3
F3
F#3
G3
G#3
A3
70er
A#3
B3
C4
C#4
D4
D#4
E4
F4
F#4
G4
80er
G#4
A4
A#4
B4
C5
C#5
D5
D#5
E5
F5
90er
F#5
G5
G#5
A5
A#5
B5
C6
C#6
D6
D#6
100er E6
F6
F#6
G6
G#6
A6
A#6
B6
C7
C#7
110er D7
D#7
E7
F7
F#7
G7
G#7
A7
A#7
B7
120er C8
C#8
D8
D#8
E8
F8
F#8
G8
E-MU Systems
255
11 - Anhang
MIDI-Implementationstabelle
MIDI-Implementationstabelle
MIDI-Information
Gesendet
Erkannt
Bemerkungen
MIDI Channels
Nein
1-16, 17-32,
33-48, 49-64
64 MIDI-Kanäle auf 4 MIDIPorts
Note Numbers
Nein
0-127
Program Change
Nein
0-127
Bank Select Response?
Nein
Ja
MSB + LSB
Modes: Omni (Mode 1)
Mono (Mode 2)
Poly (Mode 3)
Mode 4 (Y/N)
Multi (Mode 5)
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Reagiert auf alle MIDI-kanäle
Note On Velocity
Nein
Ja
Note Off Velocity
Nein
Ja
Channel Aftertouch
Nein
Ja
Poly (Key) Aftertouch
Nein
Nein
Pitch Bend
Nein
Ja
Active Sensing
Nein
Nein
System Reset
Nein
Nein
Tune Request
Nein
Nein
System Exclusive
Sample Dump Standard
File Dump
MIDI Tuning
Master Volume
Master Balance
Notation Information
Turn GM1 System On
Turn GM2 System On
Turn GM1 System Off
Other (siehe Anm.)
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
NRPNs
Nein
Nein
RPN 00 (Pitch Bend Sensi.)
RPN 01 (Chan. Fine Tune)
RPN 02 (Chan Coar. Tune)
RPN 03 (Tuning Prog Sel.)
RPN 04 (Tuning Bank Sel.)
RPN 05 (Mod Depth Rang)
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
MIDI Timing & Sync
Nein
Nein
MIDI Clock
Ja
Ja
Song Position Pointer
Nein
Nein
Song Select
Nein
Nein
Start
Continue
Stop
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
MIDI Time Code
Nein
Nein
MIDI Machine Control
Nein
Nein
MIDI Show Control
Nein
Nein
General MIDI Compat?
Is GM default mode?
Nein
Nein
Nein
Nein
256
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
MIDI-Implementationstabelle
MIDI-Information
Gesendet
Erkannt
DLS compatible?
Import DLS Files?
Export DLS Files?
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Nein
Import Std MIDI files
Export Std MIDI files
Nein
Nein
Nein
Nein
Bemerkungen
MIDI-Implementationstabelle (Teil 2 - Controller)
ControlNr.
Funktion
Gesendet
Erkannt
Bemerkungen
0
Bank Select MSB
Nein
Ja
siehe Hinweis
1
Mod Wheel MSB
Nein
Ja
*
2
Breath Cntl MSB
Nein
Nein
*
3
Nein
*
4
Foot Cntl MSB
Nein
Nein
*
5
Portamento MSB
Nein
Nein
*
6
Data Entry MSB
Nein
Nein
*
7
Chan Volume MSB
Nein
Ja
*
8
Balance MSB
Nein
Nein
*
9
*
10
Pan MSB
Nein
Ja
*
11
Expression MSB
Nein
Ja
*
12
Effect Cntl 1 MSB
Nein
Nein
*
13
Effect Cntl 2 MSB
Nein
Nein
*
14
*
15
*
16
GenPur Ctrl 1 MSB
*
17
GenPur Ctrl 2 MSB
*
18
GenPur Ctrl 3 MSB
*
19
GenPur Ctrl 4 MSB
*
20
*
21
*
22
*
23
*
24
*
25
*
26
*
27
*
28
*
29
*
30
*
E-MU Systems
257
11 - Anhang
MIDI-Implementationstabelle
MIDI-Implementationstabelle (Teil 2 - Controller)
ControlNr.
Funktion
Gesendet
Erkannt
31
Bemerkungen
*
32
Bank Select LSB
*
33
Mod Wheel LSB
*
34
Breath Cntl LSB
*
35
*
36
Foot Cntrlr LSB
*
37
Portamento LSB
*
38
Data Entry LSB
*
39
Chan Volume LSB
*
40
Balance LSB
*
41
*
42
Pan LSB
*
43
Expression LSB
*
44
Effect Cntl 1 LSB
*
45
Effect Cntl 2 LSB
*
46
*
47
*
48
Gen Pur Ctrl 1 LSB
*
49
Gen Pur Ctrl 2 LSB
*
50
Gen Pur Ctrl 3 LSB
*
51
Gen Pur Ctrl 4 LSB
*
52
*
53
*
54
*
55
*
56
*
57
*
58
*
59
*
60
*
61
*
62
*
63
*
64
Sustain Pedal
Nein
Ja
*
65
Portamento on/off
Nein
Nein
*
66
Sostenuto
Nein
Nein
*
67
Soft Pedal
*
68
Legato Footswitch
*
258
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
MIDI-Implementationstabelle
MIDI-Implementationstabelle (Teil 2 - Controller)
ControlNr.
Funktion
69
Hold 2
*
70
Variation
*
71
Timbre/Har Inten
Ja
72
Release Time
Ja
*
73
Attack Time
Ja
*
74
Brightness
Ja
*
75
Sound Control 6
Ja
76
Sound Control 7
77
Sound Control 8
Ja
Ja
*
78
Sound Control 9
Ja
Ja
*
79
Sound Control 10
Ja
Ja
*
80
Gen Purp Control 5 Ja
Ja
*
81
Gen Purp Control 6
82
Gen Pur Control 7
Ja
Ja
*
83
Gen Pur Control 8
Ja
Ja
*
84
Portamento Cntrl
Gesendet
Erkannt
Ja
Ja
Bemerkungen
*
*
*
*
*
85
*
86
*
87
*
88
*
89
*
90
*
91
Effects 1 Depth
Ja
*
92
Effects 2 Depth
93
Effects 3 Depth
94
Effects 4 Depth
*
95
Effects 5 Depth
*
96
Data Increment
97
Data Decrement
98
NRPN (LSB)
99
NRPN (MSB)
100
RPN (LSB)
101
RPN (MSB)
*
Ja
*
102
103
104
105
106
E-MU Systems
259
11 - Anhang
MIDI-Implementationstabelle
MIDI-Implementationstabelle (Teil 2 - Controller)
ControlNr.
Funktion
Gesendet
Erkannt
120
All Sound Off
Nein
Ja
121
Reset All Controllers Nein
Ja
122
Local Cntrl on/off
Nein
Nein
123
All Notes Off
Nein
Ja
124
Omni Mode Off
Nein
Nein
125
Omni Mode On
Nein
Nein
126
Poly Mode Off
Nein
Nein
127
Poly Mode On
Nein
Nein
Bemerkungen
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
siehe
Hinweis Poly-Modus
immer ON.
HINWEISE: * Proteus X kann ALLE Continuous Controller-Nummern von 1
bis 95 empfangen. Auf Grund der leistungsstarken Synth-Engine
von Proteus X können viele der standardmäßigen MIDI-Controller
programmiert werden, um die gewünschte Funktion zu erfüllen.
Eine „Ja“-Antwort in dieser Tabelle bedeutet, dass ein Controller in
Proteus X standardmäßig programmiert ist.
Value of 0 = reset all except vol & pan; value of 127 = reset all.
Anderes: Pan: -64 = hart links, +63 = hart rechts
260
Proteus X2 Bedienungshandbuch
11 - Anhang
MIDI-Implementationstabelle
Empfangene Kanalbefehle
Kanalnummern (n) = 0–15. Meldungsbytes werden in HEX angegeben. Alle anderen
Nummern sind dezimal. Der Laufstatus wird unterstützt.
Befehl
Meldung
Anmerkungen
Note Off
8n kk vv
Note On
9n kk vv
velocity 0 = note off
Key Aftertouch
An kk vv
kk = 0–127 vv = 0–127
Program Change
Cn vv
0-127
Channel Aftertouch
Dn vv
0-127
Pitch Bend
En ll mm
l = lsb, m = msb
Real-time Controller
Bn cc vv
cc = 00–31, 64–95
Footswitch
Bn cc vv
cc = 64-79, vv Š 64 = on
Volume
Bn 07 vv
0-127
Pan
Bn 0A vv
0=links, 127=rechts, 64=mittig
All Sound Off
Bn 78 00
Schaltet alle Sounds aus.
Reset All Controllers
Bn 79 00
Wird im Omni-Modus
ignoriert.
All Notes Off
Bn 7B 00
Wird im Omni-Modus
ignoriert.
Omni Mode Off*
Bn 7C 00
Erzwingt die Deaktivierung
aller Noten und Regler.
Omni Mode On*
Bn 7D 00
Erzwingt die Deaktivierung
aller Noten und Regler.
Mono Mode On (Poly Off)*
Bn 7E 00
Erzwingt die Deaktivierung
aller Noten und Regler.
Poly Mode On (Mono Off)*
Bn 7F 00
Erzwingt die Deaktivierung
aller Noten und Regler.
Bank Select MSB
Bn 00 bb
bb = bank MSB Siehe auch...
Bank Select LSB
Bn 20 bb
bb = bank LSB Siehe auch...
Besondere Hinweise:
• Aus Omni-Modus
Omni Off aktiviert Poly On.
• Aus Poly-Modus
Omni On aktiviert Omni On; Mono On aktiviert Mono On.
• Aus Mono-Modus
Mono Off aktiviert Poly On; Omni On aktiviert Omni On.
• Aus Multi-Modus
Omni On aktiviert Omni On; Omni Off oder Mono Off
aktiviert Poly On; Mono On aktiviert Mono On.
Alle übrigen Änderungen haben keine Auswirkungen
E-MU Systems
261
11 - Anhang
MIDI-Implementationstabelle
262
Proteus X2 Bedienungshandbuch
Index
Symbols
Index
Audition
presets 42
sample from disk 43
Ausschneiden/Kopieren/Einfügen, sample 208
Aux Effect ändern 166
Aux FX 165
bus routing diagram 61
enable/disable 167
select 174
send amounts 174
Aux Output 61
enable/disable 141, 171
on/off 171
select 171
Aux Sends 1-3 141
Symbols
~, +, - Polarität der Modulationsquellen 146
Numerics
19-Ton-Stimmung 69
1-Band Para EQ 188
2nd Stage Gain 201
4-Band EQ 189
4-fach-Verstärkung 224
A
Absolute Value 224
Add
a sample to a voice 83
a voice and sample 84
ADSR Envelopes 120
Advanced Preference Settings 22
Aftertouch, Modulationsquelle 217
Aftertouch, Mono 217
Akai, Dateien für Proteus X konvertieren 237, 239
Aktuelle Kanalanzeige 63
Aktuelles Preset, ändern 40
All Sound Off 212, 250
Amp-Hüllkurventiefe 140
Amplifier-Lautstärke 140
Amplifier-Pan 140
Analoger Oszillator-Sound 117
Analyzing Beats 151
Andere Stimmsysteme 69
Ansprache, Amplifier 140
Anzahl der abgespielten Samples 63
Anzeige Preroll-Arbeitsspeicher 63
Architektur, Beschreibung 30
Arpeggiator, using function generator as 127
ASIO
audiotreiber 21
buffer latency 246
outputs 170
Assign Group, voice 147
Audio Setup 21
E-MU Systems
B
Backward, region play mode 83
Bandpassfilter 132, 228
Bank
& preset display 53
beschreibung 27
mithilfe der Bibliothekarsfunktion neu erstellen 51
select, MIDI 235
structure 49
Basic MIDI Channel, definition 236
Baumstruktur 211
durchsuchen 35
Beats
button 102
marker view 103
synchronizing 158
Betrag, PatchCord 233
Bias 200
Bibliothek aktualisieren 50
Body Size 132
BPM, function generator 129
BPM-Hüllkurven 121
Brownian, function generator mode 129
Buffer Size, optimal 21
Bypass Effects 174
C
Category Tags, zu samples/ presets hinzufügen 51
Category, preset 38, 55
CC Window, keyboard 95
CC-Fenster, Link 112
Channel Lag-Prozessoren 71
Channel Ramp-Prozessor 73
Channel Sync, function generator 129
Chorus 116
effect 180
Classic-Response 140
Clear Library 50
Clipping
263
Index
D
headroom 22
vorbeugen 60
Coarse Tune/Transpose, Unterschiede 115
Comb Filter 190
Combine Voices 106
Complete, envelope generator mode 121, 219
Compression, tube effect 200
Conserving Polyphony 149
using envelope complete mode 121, 219
Continuous Controller 233
changing loops using 154
zwischen Stimmen umschalten 94
Control Panel 246
Controller
#7 24
empfindlichkeit 24
grundeinstellungen 67
MIDI 233
MIDI einrichten 25
MIDI-Nr. 7 233
MIDI-Realtime 233
modulate FX using 176
modulationsquelle 217
sound ändern 40
Cords 142, 222
modulation 217
wissenswertes 147
CPU Cap 22
CPU-Anzeige 63
Crossfade
nach Position 87
random 220
random cycle group 99
using cycle groups 98
Cubase LE
project window 246
recording template 246
Cut/Copy/Paste
synth settings 208
voices 208
Cycle Groups 96
D
DC Offset 144
example 131
Decay Time, reverb 177
Delay
LFO 123
stimme 117
Delete
sample-zone 107
stimme 106
Details-Seite 105
Device Setup, Cubase LE 246
Diffusion, reverb 178
264
Diode 224
Direction 83
function generator 129
region loop 83
DirectSound 21
Distortion
tube effect 200
twin effect 201
Divisors, Clock 221
Drag & Drop 204
vorgänge, liste 251
Duplicate, Sample-Zone 107
Dynamic Range, Anpassen 22
E
E3, dateien für Proteus X konvertieren 237
Early Reflections
description 177
effect 188
Early Reflections Reverb, effect 178
Echo, creating 184
Effect Types
4-band EQ 189
chorus 180
compressor 182
early reflections 188
early reflections reverb 178
flanger 190
growl 192
limiter 193
phase shifter 194
pitch shifter 195
reverb lite 179
ring modulator 196
SP12-ulator 197
tremulator 198
tube 200
twin 201
Effects
bypass 174
creating robot voice 184
enable/disable 171
list of 177
mono delays 184
post FX sends 175
sends 61
typical usage 170
voice controlled amount 173
Emagic EXS-24, dateien für Proteus X konvertieren 237
E-MU ASIO, Cubase LE 246
End Step, function generator 129
Envelope Follower, ring modulator 197
Envelope Generators
mode
complete 121
Emulator X2 Bedienungshandbuch
Index
F
repeating 120
rates, scaling time of 145
Envelope, reverberation 177
EOS, banks loaded from floppy disk 245
Erste Taste, modulation 73
Expand Tree Items When Selected 26
Explode, voices from regions 103
Expression, MIDI 143
External Tempo Source 24, 60
F
Fading, balken im fenster „Voices & Zones“ 86
Feinstimmung 116
verknüpftes preset 111
Festplattenanforderungen 16
Figure Eight, reverb pattern 178, 179
Filter
auswirkungen auf die anzahl der stimmen 21
bandpassfilter 132, 228
descriptions 132
FX
1-band para eq 188
4-band eq 189
hochpassfilter 228
info 227
kamm 133
morph designer 135
parametrisch 230
pole 229
swept EQ-filter 230
typen 132
z-plane 231
Find, files using the librarian 51
Fingered Glide 150
Fixed Pitch, Modus 116
Flanger 190
Flip-Flop 224
Floating Keyboard 204
Floppy disk, loading EOS banks from 245
Forward
function generator mode 129
region play mode 83
Freerun, function generator 129
Frequency, LFO 123
Function Generator 126, 217, 222
Fußschalter 217
FX Edit Screen 177
FX Insert Chains 177
hüllkurve 217, 218
rauschen 217
Gesamtstimmung 60
Gesamttransponierung 60
GigaStudio, dateien für Proteus X konvertieren 237
Gleichtemperierte Stimmung 69
Glide 117
controlling with function generator 130
modulationsquelle 216
Global Controls 60
Grid, function generator 126
Grobstimmung, stimme 115
Group N 79
Growl, effect 192, 193
Grundeinstellungen, controller A-P 67
Gruppen 79
H
HALion, dateien für Proteus X konvertieren 237
Hass-Effekt 117
Headroom/Boost, steuerelement 22
Hi Morph Gain 137
High Frequency Damping, reverb 178
Hi-Hat-Simulation 147
Hinzufügen 83
bibliotheksobjekt zu bank 51
Hochpassfilter 228
Hüllkurve
generatoren 217
info 218
raten, zeitwerte skalieren 121
wieder auslösen 218
Hüllkurven auslösen, von modulationsquellen 218
Hüllkurvengeneratoren, beschreibung 119
I
Implementation Chart, MIDI 256
Independent, reverb pattern 178, 179
IntelliEdit 23
Inter-Aural Time Delay 116
Invertieren, modulationsquellen 220
ITD 116
J
Just C Tuning, description 70
K
G
Gain, Filter 132
Gamelan-Stimmung 69
Gate, modulationsquelle 216
Generator
envelope 217
E-MU Systems
Kammfilter 133
Katalogisieren der festplatten 50
Kategorien, preset 38, 55
Key
CC Win 71, 95, 143
changing loop with 157
265
Index
L
ranges & fades, adjusting 206
Key Sync
function generator 129
LFO 124
Key Timer, poly 72
Key Window, link 111
Key Window-Seite 85
Keyboard
CC window 95
display, in voices & zones 80
modes 149
pressure, modulationsquelle 217
stimmung 69
19-ton 69
Gamelan 69
gleichtemperiert 69
Kirnberger 69
oktavwiederholung 69
reines C 69
Scarlatti 69
Vallotti 69
Werkmeister III 69
taste, modulationsquelle 216
Kirnberger-Stimmung 69
Knob Tracking 26
Kontextmenüs 212
Kurve, anschlagdynamik 24
L
Lag-Prozessoren
preset 71
stimme 125, 224
Large Icons 210
Latch, floating keyboard 204
Latch-Modus 150
Lautstärke
in multisetup 57
preset global 67
verknüpftes preset 111
Layering
presets, mithilfe von links 110
stimmen und samples 87
Length Modulation, function generator 130
LFO 217
delay 123
flanger 191
synchronisieren 221
tips & tricks 125
variation 123
waveformen 123, 219
Limiter 60
Limiting Polyphony 148
Links 109
dienstprogramme 110
preset 109
subsume 110
266
List of Presets & Samples 210
List View 210
Lo Morph Gain 137
Load Last Bank at Startup 26
Lock Oscillators To Tempo 158
Loop
backward 83
envelopes 120
forward 83
marker view 103
modulation 147
switching 156
Loop (n) Knob 152
Loop Select (Continuous) 155
Loop Select (Jump) 155
Loops
and multisampled voices 158
changing using a continuous controller 154
default behavior 152
different for each voice 162
playing back 152
synchronizing 158
Loslassdynamik, modulationsquelle 216
M
Main Output Routing 171
Master Volume-Regler 60
Master-Clock 60
Matrix, reverb pattern 178, 179
Melody (last) 149
MIDI
bank select-befehle 235
cc#7-Kurve 24
CC-stimmumschaltung 94
channel, current 55
clock, externe verwenden 121, 124
continuous controller 233
einrichten 25
controller #7 24
controlling effects with 176
implementation chart 256
kanal
aktueller 40, 57
in multisetup 57
wechsein 38
modes, definition 236
multi mode 236
note-on 117
omni mode 236
poly mode 236
preferences 23
programmänderungen aktivieren/deaktivieren 24
realtime-regler 233
selecting input ports 23
velocity curve 24
Emulator X2 Bedienungshandbuch
Index
N
MIDI Response 24
MiniMoog, solo-modus 150
Mix/Tune-Seite 85
Mod Wheel, floating keyboard 204
Modulation 215
beschreibung 216
cords 217
des loops 147
destinations 222
liste der quellen 222
of effects 176
quelle, random 220
quellen 216
hinzufügen 147
ziele 222
Modulationsrad 216
Modus
fixes pitch 116
mono 261
multi 261
omni 261
poly 261
solo 149
Mono Aftertouch 217
Mono A-I 148
Mono Delays 184
Mono Mode 261
Morph Designer 135
Morphing-Filter 135, 231
Multi Mode 236
Multi-Channel View 55
Multi-Modus 261
Multiple Trigger 149
Multisample-Stimmen
anzeigen & bearbeiten 78
description 31
Multisetup
auswählen 53
description 29
grundlegende vorgänge 64
intro 36
MIDI-kanal 57
presets auswählen 57
saving 64
selecting 53
Mute 82
Mute Voice(s) 82
N
Netzwerk, mithilfe der Bibliothekarsfunktion durchsuchen 50
Neue
preset 250
sample-zone 107
stimme 106
Niederfrequenzoszillator 123, 217, 219
E-MU Systems
None, in preset select field 40
Not Set, twistaloop override 59
Note Onset, marker view 103
Notenwerte, BPM-Hüllkurven 122, 124
Numerische Werte, Eingabe 205
O
Omni-Modus 236, 261
One-shot
function generator mode 129
loop mode 83
Open Voices 106
Optimal Buffer Size 21
Optimieren des Computers 16
Overview Section, voices & zones 81
P
Pan
amplifier 140
in multisetup 57
verknüpftes preset 111
Parametrischer Filter 230
1-band para eq 188
4-band eq 189
PatchCord
amounts when routing to pitch 144
betrag 233
Pedal, modulationsquelle 217
Pegelanzeigen, hauptausgang 60
Pendulum, function generator mode 129
Phase Shifter, effect 194
Phattening, using chorus 180
Ping Pong 186, 187
Pitch Amount Chart 144
Pitch Shifter, effect 195
Pitchbendrad 216
floating keyboard 204
Polarität, modulationsquelle 146
Poly 16 A-B, assign group 148
Poly All, assign group 147
Poly Key Assign Groups 148
Poly Key Timer 72
Poly Mode, MIDI 236
Poly Normal, keyboard mode 149
Poly Release Trigger 150
Poly-Modus 261
Polyphonie, optimieren 20, 149
Post FX send amounts 175
Pre-Delay 177, 178, 179
Preferences 18
Pre-Filter 192
Pre-Roll 20
Presence 200, 201
Presetaus der Baumstruktur auswählen 40
267
Index
Q
bearbeiten 215
changing 40
cords 73
description 29
editing 66
info 29
links 109
öffnen 44
probehören 40, 57
wechsein 37, 54
Preset Effects
ändern 167
enable/disable 168, 169
modulation 176
selecting 59, 175
voice controlled 173
Preset Global Page 66
Preset Modulators 71
Program Change-Befehle 235
Project Window, Cubase LE 246
Proteus X Composer FX Template 171
Proteus X-Dateikonverter 237
Prozessor
channel ramp 73
kanal-lag 71
lag 225
quantisierer 225
Puffer, Sample 20
Puffergröße 21
Pulsbreitenmodulation 147
Q
Q-Faktor 134, 229
Quantizer 224, 225
Quellen, modulation 216
R
Räder, pitchbend und modulation 216
Random
crossfade 220
using cycle groups 99
function generator mode 129
generator 217
modulation 220
voice assignment 96
zwischen stimmen umschalten 92
Rate
LFO (frequency) 123
modulation, function generator 130
step rate, function generator 129
Rauschgenerator 217
Realtime-Fenster 91
Realtime-Regler, lernprogramm 233
Receive Program Changes 24
268
Region Page 101
Region(s) 161
explode 103
Region-Registerseite 101
Reine Stimmung 70
Reine Stimmung C 69
Re-order Voices 208
Repeat, envelope generator mode 120
Resonanz
controlling in realtime 145
definition 229
filter 134
Rest, creating with function generator 130
Retrigger, function generator 130
Reverb Lite, effect 179
Reverb, effect 178
Reverse, function generator mode 129
Right Click Shortcuts 251
Ring Modulator, effect 196
Rosa Rauschen 225
Rotational Voice Assignment 96
S
Sample
audition from disk 43
definition 30, 33
frequenz,einstellung 21
Layering 87
layering 87
pool 49
retrigger 145
start versetzen 118
Sample-Puffer 20
Sample-Zone
duplizieren 107
löschen 107
neu 107
Save
controller settings 41
FX & multiseups 64
Save As 27, 49
Save Text Listing 210
Scarlatti-Stimmung 69
Section, morph designer 137
Select Directory 246
Select on Current Channel 57
Select Preset on Active Channel 26
Selecting Voices, using MIDI keyboard 207
Send Aux 1-3 145
Send Main 145
Sensitivity, beat 102
Sensitivity, MIDI controller #7 24
Sequencer, using function generator as 127
Shape, morph designer 137
Show All Button, function generator 127
Show Bank & Program Numbers 211
Emulator X2 Bedienungshandbuch
Index
T
Show/Hide Object Numbers 211
Signalpfad, vereinfacht 113
Small Icons 210
Smooth, function generator 129
Snap
settings and markers 103
Software Installation 15
Solo Release Trig 150
Solo Voice(s) 82
Solo, keyboard-modi 149
Sort
voices 107
zones 107
Sort, voices and zones 107
SoundFont, dateien für Proteus X konvertieren 237
SP12-ulator, effect 197, 198
Speichern 27, 49
definition 27
Start At Loop Button 152
Step Rate, function generator 129
Stereo Width, voice chorus 116
Stimme 46
anschlagdynamisch überblenden 89
anschlagdynamisch umschalten 89
bereich der anschlagdynamik 89
beschreibung 31
continuous controller-umschaltung 94
delay 117
echtzeit-überblendung 91
erweitern 106
feinstimmung 116
fixed pitch, modus 116
grobstimmung 115
kombinieren 106
lag-prozessoren 125
Layering 87
löschen 106
mithilfe von realtime-reglern überblenden 91
mithilfe von realtime-reglern umschalten 94
neu 106
positionsabhängig umschalten 86
random-funktion umschalten 92
realtime-fenster 91
tastaturbereich 85
taste transponieren 115
zum preset hinzufügen 46
zuweisen von gruppen 147
Stimmen
gruppieren 79
manipulieren 77
mehrere auswählen 113
öffnen 106
Stimmen-Wahl 77
Stimmung
19-Ton 69
Gamelan 69
E-MU Systems
gleichtemperiert 69
grob 115
keyboard 69
Kirnberger 69
oktavwiederholung 69
reines C 69
Scarlatti 69
stimme, fein 116
Vallotti 69
Werkmeister 69
Stimmung an Instrumente anpassen 60
Subsume Links 110
Summenknoten 147
Summenverstärker 224
verwenden von lag-prozessoren 125
Swap FXA & FXB 176
Swept EQ-Filter 230
Switch 224
Switching Voices
by cycling 96
by keyboard key 95
randomly 94
Symbolleisten 203
ein- und ausblenden 204
Sync, function generator 129
Synchronisieren eines LFO 124
auf den takt 221
Synth Solo Mode 150
Synthesizer-Steuerelemente 113
System Requirements 14
T
T’switch 143
T’switch FF 143
Takt
externe MIDI 121, 124
master 60
modulation 220
Tastaturbelegung/Anschlagdynamik, Fenster
erkunden 45
Taste
anschlagdynamik, modulationsquelle 216
glide, modulationsquelle 216
transponieren 115
transponieren, stimme 114
Templates 74, 213
creating and recalling 213
organizing 214
Tempo Control, via preset 68
Tempo-Regler 60
aktivieren/deaktivieren 24
Text Listing of Presets & Samples 210
Textleiste 63
Tipps für SCSI 16
Transponieren
269
Index
U
modus ohne transponierung 116
taste 115
verknüpftes Preset 111
Transpose, floating keyboard 204
Trigger, multiple (keyboard-modus) 149
Tube, effect 200
Twin, effect 201
TwistaLoop 151
override 59
troubleshooting 164
U
W
Waveforms, LFO 219
Weißes Rauschen 220
Werkmeister-Stimmung 69
Wet/Dry Mix, effects 174, 175
Wiederauslösen von Hüllkurven 218
Wiederauslösung 221
Z
Ziele, modulation 222
Z-Plane-Filter 135, 231
Überblenden nach Position 87
Ultra-High Precision Interpolation 22
Umwandeln, anderen dateien in das Proteus X-format
237
Ursprüngliche Taste 85
Utilities, link 110
V
Vallotti-Stimmung 69
Variation, LFO 123
Velocity Curve, MIDI 24
Velocity, fenster 89
link 111
Versetzen, sample-start 118
Verzögerungsdauer, preset-verzögerung 71
View Menu 209
Voice
control of FX amounts 173
description 29
select all 79
select group 79
selection 77
utilities 106
velocity range 76
Voice & Sample Zone-Dienstprogramme 106
Voice Editor, überblick 114
Voice Effect Sends 141
Volume Curve 24
Volume Sensitivity 24
Volume, changing relative 81
Volume-Regler, master 60
Vorlagen 114
VST Multitrack 246
VSTi
& multisetup 64
Cubase LE checklist 249
launching 246
VU-Anzeige 60
270
Emulator X2 Bedienungshandbuch