Tabellarium - Camerata Vocale Heidelberg
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Tabellarium - Camerata Vocale Heidelberg
Johann Sebastian Bach Die Brandenburgischen Konzerte BWV 1046 bis 1051 Ein Tabellarium von ca. 200 Einspielungen der Konzerte auf Schelllack-Platten, auf Vinyl- Langspiel-Platten, auf CDs und SACDs, sowie in Rundfunkaufnahmen. Aufnahmen von 1928 bis 2011. Von Eckehard J. Häberle, Heidelberg Oktober/ November 2010 Mit Ergänzungen bis Dezember 2012 Joh. Seb. Bach: die Brandenburgischen Konzerte, 1-6, BWV 1046-1051 Tabellarium von Einspielungen der Konzerte auf Schallplatten/ Langspielplatten bzw. CD seit 1928, mit Ergänzungen bis Dezember 2011 und ausgewählten Nachträgen bis Dezember 2014 von Eckehard J. Häberle, München/Heidelberg Dieses Tabellarium ist dem Gedenken an Ernst Ludwig Waeltner (1926 – 1975), Musikwissenschaftler und Mediävist, Heidelberg/ München gewidmet. Quellen: Bernd Stremmel: Das Klassik-Prisma - siehe im Internet unter www.klassik-prisma.de – vom 28. Februar 2010. Hinweisdienst Musik des Musik-Referates des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt/M., im Internet, DRA 2000. Eigene Recherchen im Internet, CDs und LPs im Eigenbesitz. Vgl. auch in: „CD-Führer Klassik“, von Michael Wersin, Stuttgart, Reclam, 2. aktual. Aufl. 2009. Literatur: Charles Sanford Terry: Johann Sebastian Bach – Eine Biographie. Mit einem Geleitwort von Karl Straube. Leipzig: Insel, 1929. Christoph Wolff: Johann Sebastian Bach, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt M., 2000, S. 184f., 255 ff. 2 Laurence Dreyfus: Bach and the Pattern of Invention. Cambridge (Ms), Harvard UP, 2004. Rudolf Gerber: Bachs Brandenburgische Konzerte. Eine Einführung in ihre formale und geistige Wesensart. Kassel: Bärenreiter, 1951. Elke Lang-Becker: Johann Sebastian Bach, die Brandenburgischen Konzerte. München: Fink, Meisterwerke der Musik, begründet von Ernst Waeltner (Heidelberg/ München), H. 51, 1990. Peter Schleuning: Johann Sebastian Bach – die Brandenburgischen Konzerte. Kassel: Bärenreiter, Bärenreiter Werkeinführungen, 2003. Interpretationen der Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach in Einspielungen auf Langspielplatten bzw. CD, bzw. in CD transformiert, teilweise in historischer Aufführungspraxis, bzw. (teilweise) mit Originalinstrumenten, veröffentlichte Einspielungen seit 1928 bis 2010. Die Wertungen und Beurteilungen aus Klassik Prisma von Bernd Stremmel gelten jeweils für das erste Konzert BWV 1046 und sind mit KP gekennzeichnet. Alle anderen Beurteilungen sind eigene Beurteilungen und gelten für alle Konzerte, soweit nicht anders angegeben. Der Schwerpunkt meiner Beurteilungen liegt auf dem dritten Konzert BWV 1048, besonders auf dem dritten Satz. Die Liste bei Klassik-Prisma enthält nur die Titel, die mit KP gekennzeichnet sind. Alle anderen Titel aufgrund eigener Recherchen wie angegeben. Die Zeitangaben gelten für das erste Brandenburgische Konzert . Die Aufnahmen im eigenen Besitz des Autors hier sind mit „V“ = vorhanden gekennzeichnet. Im Fachhandel aktuell erhältliche Aufnahmen sind mit „L“ gekennzeichnet. Die Daten zu den Dirigenten, den Orchestern sowie zu den Labels sind gesondert im Anhang aufgeführt, soweit solche erreichbar sind. Nachbesserungen hierzu sind laufend in Betracht zu ziehen. Erläuterungen zu diesem Tabellarium finden sich ebenfalls im Anahng am Ende. Ebenfalls ganz am Ende dieses Tabellariums und der Anhänge sind Adressen zu Videos von Aufführungen der Brandenburgischen Konzerte im Internet benannt. Diese können, wenn Online, direkt angewählt werden. 3 4 Johann Sebastian Bach: 200 Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte auf CDs und LPs seit 1928 bis 2011: Jahr: Label: Orchester: 1. 1928 DRA 2. 1929 Archipel 3. 1929 4. Dirigent: Zeit: Kommentar: Philadelphia Orchestra Berliner Philharmoniker Stokowski BWV 1047 Diese Aufnahme gilt als die erste SchallplattenEinspielung zu den Brandenburgischen Konzerten. Wilhelm Furtwängler hat als einer der Ersten Schallplatten Aufnahmen mit dem damals noch Philharmonisches Orchester Berlin genannten Orchester gemacht. Siehe auch in 2006. Eine der ersten Schallplatten-Einspielungen aller Brandenburgischen Konzerte durch das KonservatoriumOrchester der Ecole Normale Paris. DA Orchestre de Chambre de L‘Ecole Normale Paris Cortot 1930 DRA Furtwängler BWV 1048 5. 1931 DRA Cortot BWV 1051 6. 1933 DRA Cortot BWV 1046, 1047, 1048, 1049, 1050 7. 1933 DRA Berliner Philharmonisches Orchester Orchestre de Chambre de l’Ecole Normale de Paris Orchestre de Chambre de L’Ecole Normale de Paris Kammerorchester Edwin Fischer Fischer BWV 1052 Furtwängler 5 8. 1933 DRA 9. 1934 DRA 10. 1934 Nn 11. 1935 Eterna 12. 1935 DRA 13. 1936 EMI 14. 1936 DRA 15. 1936 DRA 16. 1938 Electrola 17. 1938 DRA 18. 1938 DRA Berliner Philharmoniker Berliner Philharmoniker Philharmonisches Orchester Berlin GewandhausOrchester Leipzig Kammerorchester Adolf Busch Kammerorchester Adolf Busch Orchestre Symphonique de Paris Kammerorchester Edwin Fischer Kammer Orchester Paris der Ecole Normale Kammerorchester Edwin Fischer Orchester des Reichssenders Köln Melichar BWV 1046, 1047, P. Spörri, Trompete, 1049, Melichar BWV 1050, 1051 Lehmann Die Aufnahmen der sechs Brandenburgischen Konzerte mit dem später als Berliner Philharmoniker benannten Orchesters datieren von 1934 bis 1939, auf 78er Schelllack-Platten. Lehmann dirigiert die Konzerte anstelle des Hausdirigenten Alois Melichor Nur das 4. Konzert auf 5 78er Schelllack-Platten Busch BWV 1048, 1049, 1050 Busch 21‘46 Enescu Streicher-betont, gute Balance sonst, zuletzt etwas nüchtern und streng, mit Rudolf Serkin, Klavier (KP). Wieder neu ediert in 2008, siehe dort. Das Erste Konzert zusammen mit den beiden SoloViolinkonzerten. Violine: Yehudi Menuhin. Schelllack-Platten. Fischer BWV 1052 Cortot Einspielung des Konzertes No. 2 auf Schelllack Platte. Fischer BWV 1052 SchulzDornburg BWV 1050 6 19. 1941 DRA 20. 1943 DRA 21. 1943 DRA 22. 1944 DRA 23. 1944 DRA 24. 1944 DRA 25. 1945 Decca 26. 1945 Telarc 27. 1946 Vox Gewandhaus Kammer Orchester Leipzig Gewandhaus Kammer Orchester Leipzig Kammer Musik Kreis Scheck- Wenzinger RRG Orchester Berlin Schmitz BWV 1049, 1051 Schmitz BWV 1050 Wenzinger BWV 1055 Heger Großes Radio Orchester Berlin Wiener Philharmoniker Boyd Neel String Orchestra Boston Symphony Orchestra Pro Musica Orchester Paris Rother BWV 1047, Karl Rucht, Trompete Anmerkung hierzu: Karl Rucht war in den 50er Jahren GeneralMusikdirektor in Heidelberg und Chefdirigent des Heidelberger Städtischen Orchesters. Er ging 1960 nach Buenos Aires, Argentinien, als Chefdirigent des dortigen Symphonie Orchesters auf die Position von Erich Kleiber. Siehe auch die eigene Einspielung zweier Konzerte von Rucht von 1953, wiederveröff. 1983. Rucht war Kompositionsschüler bei Boris Blacher. BWV 1048 Knappertsbusch Neel BWV 1048 20‘57 Koussevitzky Klemperer 20‘40 7 Es läuft alles wie am Schnürchen, sehr akademisch, keine Terassen-Dynamik (KP) Siehe auch die Neu-Edition in 2006. Einspielung aller 6 Konzerte, dazu die Orchester-Suiten 1 – 3. Neu herausgegeben auf CD 2007, siehe dort. Klang stellenweise vernebelt, Klemperers eigener Gestaltungswille zu deutlich, insgesamt ein etwas herber Bach.(KP) 28. 1947 DRA 29. 1948 DRA 30. 1949 Columbia 31. 1950 DRA Kammerorchester Reiner 32. 1950 DG Berliner Philharmoniker Furtwängler 33. 1950 DRA Münchinger 34. 1950 MM Stuttgarter Kammer Orchester Prades Festival Orchestra 35. 1950 DRA Reiner 36. 1950 DRA Radio Sinfonie Orchester Budapest Schola Cantorum Basiliensis V Pablo Casals leitet das Prades Festival Orchestra, Konzert No. 5, E. Istomin, Klavier, Joseph Szigeti, Violine, J. Wummer, Flöte. Die Aufnahmen sind überspielt auf CD durch Membran Music Ltd, 2007, siehe dort BWV 1050 Wenzinger BWV 1051. Siehe auch die LP-Wieder-Veröffentlichung 1964. Pro Musica Orchestra Klemperer Paris Solisten- Vereinigung Leitner der Bachwoche Ansbach Columbia String Reiner Ensemble/ Ensemble des Solistes BWV 1047, 1048, 1049 BWV 1048 22‘27 Casals 8 V Konzerte 1,3,5,6, Wiedereinspielung auf CD bei artone, membran music ltd inc, und bei TIM, 2003/ 2009, siehe dort. Eine Einspielung aller 6 Konzerte, Violinen: Yehudi Menuhin und George Enescu. BWV 1046, mit H. Kolberg, Viol., W. Wilber, Hrn, R. Bloom, Ob., BWV 1047, W. Vacchiano,Trompete, BWV 1048, 1049, 1050, 1051 Zweite Einspielung von Brandenburgischen Konzerten durch Furtwängler, diesmal in Salzburg 1950. Es handelt sich nur um die Konzerte 3 + 5, sowie die Suite No. 3 in einer Aufnahme von 1948. Siehe auch in 2006. BWV 1047 37. 1950 ORF Wiener KammerOrchester Mertin 38. 1950 Dutton Malcolm 39. 1950 DRA Stross BWV 1049 40. n 1951 E Decca London Chamber Orchestra Kammerorchester Wilhelm Stross Stuttgarter KammerOrchester Einspielung der Konzerte 3,4,6. Im Ensemble spielen mit Harnoncourt, Leonhardt und Melkus. Die Aufnahmen 2005 neu ediert. Konzerte 1 – 6. Siehe auch die Neu-Edition in 2006. Münchinger 41. 1952 Philips Basler Kammerorchester Sacher 42. 1952 DRA Schola Cantorum Basiliensis Wenzinger 43. 1952 DRA / MM Philharmonia Orchestra London Fischer V Erste Veröffentlichung einer LP durch Decca in London auf einer 25 cm LP mit den Brandenburgischen Konzerten No. 2 und 5. Die weiteren brandenburgischen Konzerte folgten alsbald, darauf dann alle weiteren Vinyl-LPs bei Decca. Trompeter im 2. Konzert: Adolf Scheerbaum. V Eine frühe Minigrove Veröffentlichung durchPhilips der Brandenburgischen Konzerte auf zwei getrennt veröffentlichten LPs. Es handelt sich im wesentlichen um das gleiche KammerOrchester wie in 42, das dort als Schola Cantorum Basiliensis benannt ist. In beiden Fällen handelt es sich um Kammerorchester und Kammerchor aus Basel, 1926 von Paul Sacher gegründet. Die beiden Aufnahmen in 41 und 42 unterscheiden sich dadurch, dass hier Paul Sacher selbst der Leiter ist und zugleich Edgar Shann Oboist ist, während in 42 H.Winschermann Oboe spielt. Die übrigen Musiker sind in beiden Aufnahmen die gleichen. Die näheren Gründe für die ParalellVeröffentlichungen sind mir vorerst nicht bekannt. BWV 1046 R. Felicani, Vpiccolo, U. Baccelli, Hrn., H. Winschermann Oboe, BWV 1047, 1048, 1049, 1050, 1051. Siehe auch die Neu-Edition auf Stereo-LP 1964. V BWV 1050 Edwin Fischer, selbst einer der bedeutenden Interpreten der Bachschen Klavierwerke in den 30er und 40er Jahren, hat das 5te Brandenburgische Konzert als Leiter und zugleich am Klavier mit dem Philharmonia Orchestra London 20‘27 9 44. 1953 DRA Radio Sinfonie Orchester Berlin Rucht 45. 1954 46. 1955 Archipel Decca Ensemble of Soloists Stuttgarter KammerOrchester Horenstein Münchinger 47. 1955 DGA Schola Cantorum Basiliensis Wenzinger 48. 1956 EMI New Philharmonia Orchestra Klemperer 14:05 10 1952 aufgenommen. Mit diesem Orchester hat in gleicher Zeit auch Furtwängler einige Aufnahmen gemacht. Diese Aufnahme ist enthalten in einer Edwin-Fischer-Edition bei Membran Music Ltd von 1952, die verschiedene Klavierwerke mit Edwin Fischer von Bach, Mozart, Beethoven und Brahms enthält. BWV 1048. Karl Rucht war zuvor Trompeter des Orchesters und hat auch II,1,3, gespielt. Von ca. 1954 bis ca. 1961 war Karl Rucht Generalmusikdirektor in Heidelberg. Danach Chefdirigent des Symphonie Orchesters Buenos Aires, Argentinien. Siehe auch die LP Aufnahmen in 1982. Konzerte 1 – 6. Neu ediert auf 2 CDs in ADD 2004, siehe dort. V Überspielung der Aufnahmen der Brandenburgischen Konzerte auf Normalgröße LP bei Decca. LXT 5511 die Konzerte 2, 4 und 5 und auf LXT 5198/5512 die Konzerte 1, 3, und 6. Die Aufnahmen mit dem Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Karl Münchinger galten seinerzeit als die maßgebende Interpretation der Bachschen Instrumentalmusik. Heute klingt alles ein wenig pädagogisch in unseren Ohren. Eine besondere Aufnahme aller sechs Konzerte durch die in den 50er Jahren herausragende Schola Cantorum Basiliensis. Die Aufnahmen datieren von 1953 bis 1954 und wurden 1964 erneute durch das Label Heliodor in stereo-Qualität neu herausgeracht, s.d. Die Aufnahmen sind 2013 auf CD neu herausgebracht durch die Deutsche Grammophon/ Archiv-Produktion innerhalb einer großen Edition von Aufnahmen im Rahmen der ArchivProduktion, insgesamt 55 CDs. Siehe in 2013. Das zweite Brandenburgische Konzert, aufgenommen am 19. Juli 1956 bei einem Konzert in der Kingsway Hall London mit Werken von Bach – Haydn – und Mozart. Die beiden Solisten mit Trompete und Blockflöte sind nicht bekannt. Die Aufnahmen wurden insgesamt 1992 auf CD gewandelt und von Disky 20‘57 49. 1958 Philips Niederländisches Kammer Orchester Goldberg 50. 1959 WING Stuttgarter Solisten Couraud 51. 1959 EMI Baath Bach Festival Orchestra Menuhin 52. 1960 Westminster Orchester der Wiener Staatsoper Scherchen 25‘55 53. 1960 DGA Festival Strings Lucerne Baumgartner 22‘36 54. 1961 Eurocord Württembergisches Kammerorchester Faerber 11 Classics, Holland, neu verlegt. Eine schöne, jedoch eher symphonische Aufnahme. Sehr Streicher-betont, Oboen und Hörner zu sehr im Hintergrund, etwas schwerfällig (KP) V 2 LPs. Die Aufnahmen auf dem Label Wing leider nicht mehr erhältlich. Neuedition in Stereo spezial der Fontana / Philips 1972, siehe dort. Eine erstklassige Einspielung aller 6 Konzerte mit den Stuttgarter Solisten unter der Leitung des französischen Dirigenten und Barock-Spezialisten Marcel Couraud. Couraud war von 1954 bis 1967 Leiter des Bachchores und des Bachorchesters in Stuttgart. Solisten sind Susi Lautenbacher (Violine), Karl Friedrich Mess und Joachim Starke (Flöten), Adolf Scherbaum (Trompete). Die 6 Konzerte zusammen mit den beiden Violinkonzerten BWV 1042 und 1043. Violine und Leitung Yehudi Menuhin. Siehe auch Neuedition in CD 2008. Etwas zähe Einspielung, jedoch mit viel Ausdruck, fast schon romantisch, im zweiten Konzert mit Adolf Scherbaum, Trompete (KP). Die Aufnahmen entstanden in Wien 1959. Die Aufnahmen sind auf CD 1996 in 20 bit remaster Technologie bei Universal nochmals veröffentlicht. Siehe auch dort meine eigene Beurteilung. Streicher mit breitem Strich, Continuo ohne Ausdruck, Hörner sehr im Hintergrund. (KP) Die neuerlichen Aufnahmen von 1978 bei Eurodisc, die ganz offensichtlich anders ausfallen als die Aufnahmen von 1960, siehe in 1978. V Alle 6 Konzerte in einer Doppel-LP auf Eurocord. Trompete im zweiten Konzert: H. Schneidewind, manchmal jedoch etwas 55. 1962 EMI New Philharmonic Orchestra London Klemperer 56. 1964 Teldec Concentus Musicus Wien Harnoncourt 22‘42 57. 1964 Sony Marlboro Festival Orchestra Casals 21‘28 58. 1964 DGG Berliner Philharmoniker Karajan 26‘31 12 unsauber. Leitung in allen Konzerten: Jörg Faerber. Eine lebhafte und musikantische Aufnahme der Brandenburgischen im schwäbischen Kontext. Das Orchester bei diesen Aufnahmen ist eigentlich solistisch, d.h. alle Instrumente sind nur einfach besetzt. Alle Musiker werden auf der LP bei den einzelnen Konzerten benannt. Im Vergleich zu modernen ‚historischen‘ Aufnahmen jedoch deutlich schwerfälliger und klanglich nicht ganz ausgereift. V Neu überspielt auf CD 1992, nur das zweite Konzert in F-Dur, BWV 1047. Eine etwas unentschiedene Einspielung zwischen marcato und legato Achteln. Trompeten Einsätze etwas unsauber und wenig präzise, Streicher manchmal etwas stapfend, von überraschenden legato Kürzeln überlegt, unsystematische Verzierungen folgen auf klare Linien V Hörner zu leise, etwas trocken und akademisch belehrend klingend, zudem schwerfällig in der Agogik, Achtelnoten klingen gestampft, Violinen werden oft zugedeckt, zu streng am Notentext (KP) Wird generell als eine etwas hölzerne Aufnahme beschrieben, obwohl betont wird, dass die Historizität der Instrumentierung gut heraus zu hören ist. Es handelt sich um eine der ersten ‚historischen‘ Aufnahmen mit sog. OriginalInstrumenten. Harnoncourt gilt bis heute als strenger Befürworter der sog. Historischen Einspielungs-Praxis. Siehe auch weiter unten die Wiederveröffentlichungen im CD-Format. Konzerte 1 – 6. Um Durchsichtigkeit bemüht, schöner Dialog zwischen Oboe und Violine, insges. schwungvoll und temperamentvoll. (KP) Siehe auch die Neuedition in 2004. Längste Einspielung, teilweise verschlepptes Tempo. Akkurat, jedoch kein barocker Geist, vielmehr Barock-Musik aus dem Geist der Romantik, eindrucksvoller Klang (KP) V Nach eigener Einschätzung zwar keine barocke Einspielung, jedoch voluminös und sehr symphonisch; gerade wegen dieser Historisierung herausragend. Jedoch ähnlich wie bei Furtwängler, von dem ich meine, dass alles eher nach Beethoven klingt, so ist mein Eindruck bei Karajan: es klingt alles eher nach Brahms: breit ausgedehnt, mit einer richtigen Furcht vor dem typisch barocken Marcato. Alles ist jedoch äußerst sorgfältig gespielt und einstudiert. Ein Gefühl für Spontaneität fehlt völlig. Die Aufnahmen Karajans und der Berliner Philharmoniker wurden von Deutsche Grammophon auf CD weiter vermarktet: 1986, 1997 und wieder 2010, siehe zuletzt dort. 59. 1964 Aura Orchestra delle Svizzera Italiana Sawallisch 60. 1964 Heliodor Schola Cantorum Basiliensis Wenzinger 61. 1965 Philips English Chamber Orchestra Leppard V Es handelt sich um eine Einzel-Einspielunng des fünften Konzertes BWV 1050 im Kursaal von Lugano am 04.06.1964, das von Radiotelevisione della Svizzera Italiana gesendet wurde. Veröffentlicht im Jahr 2000 von Aura Music, siehe dort. V Neu Edition der Einspielungen der Konzerte 1,4,6 von 1953. Die Aufnahmen gelten als erste Einspielungen auf historischen Instrumenten, was 1953 noch als sehr ungewohnt galt. Die Neu Edition ist mit ersten elektronischen Mitteln in stereo-Qualität verbessert, behält aber ihren eher etwas dunklen Klang. Zumindest das Erste Konzert klingt etwas schwerfällig und wenig schön. Die Historisierung hat offenbar zu einem Verzicht auf helle Klangfreude geführt. V Einspielung der Brandenburgischen Konzerte zusammen mit den Orchestersuiten Bachs auf drei Langspielplatten. Herausragend mit Maurice André, Trompete, und Maria Teresa 13 62. 1966 DHM Collegium Aureum Leonhardt 21‘48 63. 1966 Scribendum Schuricht 21‘59 64. 1966 Europa Züricher Barock Ensemble Südwest-deutsches Kammerorchester Tilegant 21‘58 65. 1966 IGA The Zürich Baroque Ensemble Schuricht 66. 1966 Philips Radio Symphonie Orchester Berlin (RSO) Maazel 67. 1966 DCM Heidelberger Kammer Orchester Göttsche 14 Garatti, Cembalo, sowie Heinz Holliger, Oboe. Siehe auch weiter unten die Wiederveröffentlichung im CD-Format. V Trotz Original-Instrumenten eher philharmonischer Streicherklang, etwas behäbige Einspielung, Hörner in den hohen Passagen angestrengt (KP) Siehe die Wiederveröffentlichung durch Sony/BMG in 2005. Siehe aber auch die Alternative Aufnahme Leonhardts von 1976 in Haarlem/ Holland. Zu sehr von Streichern beherrscht, obwohl insgesamt schön gemacht doch etwas nüchtern (KP) siehe auch 1989 die CD. V Konzerte 1 – 6 auf zwei LPs. Aufgenommen im Bertelsmann Schallplattenring. Zu großer Streicherapparat, weniger differenziert, etwas lustlos vor sich hin gefidelt oder geblasen (KP). Sicher keine herausragende Einspielung, jedoch insgesamt mit breitem barockem Klangbild, tatsächlich sehr dominante Streicher. V Überspielung der alten LPs auf CD durch das Istituto Geografico de Agostini in Novara ca. 1995. Heute hört sich diese Aufnahme etwas temperamentlos an, gelegentlich richtig schläfrig. Gesamtaufnahme der 6 Konzerte für die Serie ‚Klassik für Millionen‘ bei Philips. Trompete: Maurice André. Radio Symphonie Orchester Berlin, Leitung Lorin Maazel. Siehe auch die verschiedenen Nacheditionen in 1970, 1979 und die CDEdition in 2005. Alles über Philips. V Konzerte 1 – 6. 2 Original LPs. Neu ediert in 2002. Eine reichlich laienhafte Einspielung. Trompete in II,3 noch wenig ausgebildet. Klangbild insgesamt ziemlich ungeordnet, gelegentlich ein richtiges Tohuwabohu. Göttsche dirigiert nur die Konzerte 1, 4-6. Konzert 2 dirigiert von J. von Websky, Konzert 3 ohne Dirigent. 68. 1967 DGA Münchner- BachOrchester Richter 69. 1967 DGA Münchner- BachOrchester Richter 70. 1968 Decca English Chamber Orchestra Britten 19‘10 21‘30 15 Etwas zackig, noch etwas romantisierendes Spiel, kein kleines Orchester der Barockzeit, nicht im Stil von Barockmusik, dichtes Klangbild, weniger differenziert, schöne Polonaise. Es handelt sich um die zweite Einspielung von 1967 für Deutsche Grammophon, ohne Hedwig Bilgram und mit Otto Büchner Violine. Richter selbst am Continuo. Sonst wie die HochschulEinspielung. Eine tatsächlich sehr schnelle, sogar rasante Spielweise. (KP) Die Aufnahmen wurden 1981 von Deutsche Grammophon nochmals auf CD herausgebracht, zusammen mit zwei Orchester-Suiten. Siehe dort. V Es handelt sich um Aufnahmen aller Konzerte im Rahmen eines Forschungsprojektes an der Hochschule für Musik in München. Alle Aufnahmen entstanden im großen Saal der Musikhoch-schule in der Arcisstraße. Das zweite Konzert ist besonders eindrucksvoll, Trompete: Pierre Thibaud, Violine: H.H. Schneeberger, Oboe: Wolfgang Clement, Blockflöte: Hans Martin Linde, Cembalo: Hedwig Bilgram. Das Copyright für diese Aufnahmen liegt bei zwei Professoren der Hochschule für Musik in München, laut Booklet der Wiederausgabe auf CD durch Deutsche Grammophon GmbH. Große Streicherbesetzung, dennoch gute Balance, zuletzt aber doch etwas nüchtern (KP) Neu auf CD herausgegeben 2008, siehe dort. 71. 1969 ML Berliner Philharmoniker Karajan 72. 1970 BRCL Consort of London Clark 73. 1970 Philips RSO Berlin Maazel 74. 1971 Philips Academy of St. Martin in the Fields Marriner 75. 1972 Fontana/ Philips Stuttgarter Solisten Couraud 21‘34 Live in Moskau – Barockmusik aus dem Geist der Romantik, großer etwas pompöser Streicher-Apparat, Beschwörung einer musik-historisch vergangenen Zeit (KP) V Temperamentvolle und ausgeglichene Einspielung, mit schönen Bläser-Stimmen und sauberen Streichern, wenig Vibrato, in der Bach Gesamtwerke Edition bei Brilliant Classics enthalten V Die sechs Konzerte in einer Einspielung durch das Radio Symphonie Orchester Berlin unter der Leitung von Lorin Maazel. Trompete im zweiten Konzert: Maurice André. Siehe auch in 1979. Es handelt sich wahrscheinlich um die Aufnahmen von 1966 auf LP. V 2 LPs. Erstaufnahme der Brandenburgischen Konzerte in der sogenannten Urfassung. Die Aufnahmen entstanden unter der Anleitung und nach der Anregung durch den englischen Musikwissenschaftler Robert Thurston Dart († 1971). Dart ist auch der Cembalist der Konzerte, insbesondere im großen Solo für Cembalo des fünften Konzertes. Die Aufnahme wurde zur Vorlage für alle späteren sogenannten historischen Aufnahmen. Leider gibt es keine CD-Version dieser Aufnahmen. Siehe aber die Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte durch die Academy of St. Martin in the Fields von 1980, die später auch auf CD bei Philips erschienen ist. V 2 LPs in einer Neuedition der Aufnahmen von 1959 in Stereo spezial der Fontana / Philips. Eine erstklassige Einspielung aller 6 Konzerte mit den Stuttgarter Solisten unter der Leitung des französischen Dirigenten und Barock-Spezialisten Marcel Couraud. Couraud war von 1954 bis 1967 Leiter des Bachchores und des Bachorchesters in Stuttgart, danach Leiter des Chores in ORTF Paris. Couraud hat sowohl Werke von Orlando und 16 76. 1973 BCL 77. 1974 Philips 78. 1976 Philips Kammerorchester Berlin English Chamber Orchestra Koch 21‘34 Leppard 20‘24 Ensemble Sigiswald Kuijken Leonhardt 21‘34 17 Monteverdi als auch moderne Werke z.B. von Messiaen aufgeführt und uraufgeführt. Solisten sind Susi Lautenbacher (Violine), Karl Friedrich Mess und Joachim Starke (Flöten), Adolf Scherbaum (Trompete). Etwas akademisch ohne Pep, schwerfällig und etwas bullig (KP) Hörner nur als Klanghintergrund, insgesamt aber wohl klingend (KP) Siehe aber die Original-Veröffentlichung auf LP von 1965 (V). Insbesondere die Solisten André, Holliger, und Garatti dort hervorragend. V Mit Frans Brüggen Blockflöte. Siehe auch die Aufnahmen Leonhardts von 1966 und deren Neu Edition in 2005. Hier handelt es sich um eine Originalaufnahme aus Haarlem/Holland von1976 in der Edison – Edition bei Philips/ Orbis. Kuijken hat 1986 mit seinen Solisten, die sich inzwischen ‚le petite bande‘ nennen, nochmals alle Brandenburgischen Konzerte eingespielt, wiederum auf ‚Original-Instrumenten‘, besonders mit Naturhörnern, die 2010 bei accent auf SACD erschienen sind. Siehe in 2010. Ebenso wie (KP) bin ich der Auffassung, dass alles sehr sauber und sorgfältig gespielt wird, durchaus mit großem Klang und Ausdrucksbemühen. Insgesamt jedoch wirklich eine etwas biedere und temperamentlose Aufnahme. Es scheint, das Collegium um Sigiswald Kuijken und Gustav Leonhardt seien allzu sehr bemüht, die Originalität der historisierenden Aufnahme zum Ausdruck bringen zu wollen – Musik bleibt dabei etwas auf der Strecke. Deutlich wird dies z.B. bei dem von mir immer zuerst zum Vergleich herangezogenen dritten Satz des dritten Konzertes: Leonhardt lässt sehr schnell spielen, ähnlich schnell 79. 1978 Eurodisc Festival Strings Lucerne Baumgartner 80. 1979 Philips RSO Berlin Maazel 21‘32 18 wie Stryncl aus Prag (s.u. in 2010). Aber auch hier bleibt alles etwas ausdruckslos, und das hohe Tempo wird nicht recht verständlich. Die Aufnahmen Leonhardts scheinen mir deutlich zu machen, dass Historizität als Zweck und Ziel einer musikalischen Aufführung allenfalls pädagogisch-forschende Wünsche erfüllen kann. Es sollte jedoch so sein, dass über alle Historizität hinaus dem Hörer das Vergnügen eines schönen musikalischen Erlebnisses belassen wird oder sogar erst recht ermöglicht wird. Dazu siehe die auch von (KP) ganz herausragend beurteilte Aufnahme mit Jacobs und der Berliner Akademie für Alte Musik. (siehe in 1999). V Überaus anmutig klingende Einspielung, weniger streng klingend, als sonst von Baumgartner zu erwarten. Aufnahmen auf 2 LPs vom Mai und September 1978 in La Chaux-de-Fonds. Deutlich schöner zu hören als die älteren Aufnahmen von 1960. Mit Joseph Suk, Violine, Aurèle Nicolet, Flöte, Christiane Jaccottet, Cembalo, Maurice Bourgue, Oboe, Guy Touvron, Tromba, Günther Höller und Ulrich Thieme, Flauto a becco. Das Festival Strings Lucerne Ensemble war 1956 von den beiden Geigern Wolfgang Schneiderhan und Rudof Baumgartner gegründet worden. V Neu Edition der 6 Konzerte auf 2 LPs bei Sequenza/ Philips. Eine eindrucksvolle Aufnahme im Kontrast zu den früheren Aufnahmen durch H. v. Karajan. Insgesamt jedoch sehr verhalten, feinfühlig gespielt und leicht romantisierend. Rhythmisch zwar deutlich, aber etwas schematisch und zu gerade. Erstedition 1966, siehe dort. Nachveröffentlichung auf 2CDs in 2005 ebenfalls durch Philips. 81. 1980 Philips Academy of St. Martin in the Fields Marriner 19,37 82. 1980 Delta Deutsche BachSolisten Winschermann 21‘03 83. 1980 Delta Neues Bachisches Collegium Leipzig Pommer 84. 1981 DGA Münchner-BachOrchester Richter 85. 1981 Teldec Concentus Musicus Wien Harnoncourt 20‘11 19 Gute Balance zwischen Streichern und Bläsern, teilweise richtig schön klingend, Stimmen tlwse mit Noten ergänzt. (KP) Mit Henryk Szeryng, Pierre Rampal, Michala Petri Gute Balance, frisches Musizieren (KP) Winschermann hat mit den Deutschen Bachsolisten auch drei Orchestersuiten von Bach aufgenommen: Orchestersuiten 1 – 3, 1980, reissue ca. 2001. Diese Aufnahme sind ebenfalls sehr schön und modern anzuhören, frisches Musizieren, auch die Basslinien sind deutlich und rhythmisch klar. Helle klare Trompeten mit dem Trompetenensemble Wolfgang Basch. Solovioline: Wolfgang Hock. V Reissue der gesamten Orchesterwerke Bachs in der Bach Edition Leipzig, 1980 bis 1984. Eine Standard-Musik-Edition. Darin enthalten die Aufnahmen der Branden-burgischen Konzerte sowie der Orchestersuiten, eingespielt vom Neuen Bachischen Collegium in Leipzig unter der Leitung von Max Pommer.Die Brandenburgischen Konzerte in der Version von Max Pommer liegen auch in einzelnen CD-Publikationen vor. Siehe dort. V Es handelt sich um die Neuausgabe auf CDs der Einspielungen von 1967 bis 1981 aus der Hochschule für Musik, München, und aus dem Herkules-Saal, München, in gleicher Besetzung wie dort. Die CDs enthalten zusätzlich das Konzert für Oboe und Streicher BWV 1055 und ds Konzert für Violine, Oboe, Streicher BWV 1060. Diese beiden Konzerte aufgenommen 1964 bzw. 1981. Übersichtlicher als die Aufnahme Harnoncourts von 1964, Violinen etwas dünn, Fagott ist lauter als die Celli, etwas 86. 1981 Musidisc Europe Orchestre de la Chambre Baroque Rampal 87. 1982 DGA The English Consort Pinnock 88. 1982 Accord Orchestre de Chambre de Radio Berlin Rucht 19‘57 20 plärrende Hörner, insgesamt nicht sehr viel besser als die Aufnahme von 1964. (KP) V die weiteren Aufnahmen 1984 und 1985, siehe auch unten. Im Rahmen einer LP mit Veröffentlichungen von Flötenmusik der Barockzeit hat Pierre Rampal auch das vierte Brandenburgische Konzert eingespielt. Rampal spielt selbst eine der beiden Flöten und hat die Leitung. Der zweite Titel dieser LP ist die Suite No. 2 für Flöte und Streicher von J.S. Bach. Es handelt sich um die LP 789 der ‚Collection Richesse Classique‘ bei Musidisc Europe, Les Editions Blue Rivage, Montreal, Canada. Intonation nicht immer sauber, Oboe zu sehr im Vordergrund, etwas nüchterne Einspielung. (KP) Siehe auch die Wiederveröffentlichung in 2011 und meine eigene Einschätzung dort. V Die sechs Brandenburgischen Konzerte in der ‚Collection Richesse Classique‘ bei Musidisques Europes – Les Editions Blue Rivage, Montreal/ Canada. Die Konzerte 1,2 und 6 auf LP 842, die Konzerte 3,4 und 5 auf LP 843. Diese Aufnahmen sind eine Rarität. Das Orchester war eine Solistenvereinigung des Radio Symphonie Orchesters Berlin. Laut DRA stammen die Aufnahmen von 1953. Karl Rucht war seit den späten 30er Jahren Solotrompeter der Berliner Philharmoniker. Später hat Paul Hindemith ihn als den besten Trompeter Europas benannt. Rucht hat schon in Berlin dirigiert, war dann von 1951 bis 1957 Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz und von 1954 bis 1961 Generalmusikdirektor in Heidelberg. 1961 ging Rucht als Generalmusikdirektor nach Buenos Aires, wo er Nach-Nachfolger von Erich Kleiber war. Von Rucht gibt es lediglich zwei weitere LP-Einspielungen mit Rimsky-Korsakovs Sheherazade und mit Werken von Katchaturian. Rucht war auch Kompositionsschüler bei Boris Blacher in Berlin. Diese Aufnahmen sind besonders beachtenswert. Zum einen wählt Rucht deutlich andere Tempi, als zu seiner Zeit üblich, nämlich lebhaft, wenn auch nicht wirklich schnell. Zugleich aber pflegt er noch die weit ausgestrichenen Streicher, dadurch gewinnt diese Lebhaftigkeit einen eigenen Charakter. Jedenfalls noch nicht die rhythmusbetonte Spielweise,wie sie etwa nach 1990 zu beobachten ist. Insgesamt dürfen die Aufnahmen mit Karl Rucht und dem RSO Orchester aber zu den musikalisch sehr schönen Aufnahmen gerechnet werden. 89. 1983 Delos 90. 1983 ERD Lincoln Center Chamber Music Society Amsterdam Baroque Orchestra Shiffrin Koopman Complete Brandenburg Concerti 1 - 6 20‘06 21 Continuo spielt auch bei Solo-Stellen in voller Lautstärke weiter, gemütliches Tempo in III, Polonaise zu schnell, sonst schöne Aufnahme (KP) Bei diesen Aufnahmen spielt Pierre Rampal die Flöte. Siehe auch unter 2004 die Neu Edition auf CD. Koopmans Barock-Interpretationen immer sehr sauber und präzise, jedoch gewissermaßen protes-tantisch- nüchtern. Violinen mit sparsamem oder ohne Vibrato, Bläser etwas im Vordergrund, Cembalo zu heftig. 91. 1984 CA Neues Bachisches Collegium Musicum in Leipzig Pommer 20‘14 92. 1984 CA Pommer 13‘34 93. 1984 Decca Hogwood 13‘30 94. 1984 DGG Neues Bachisches Collegium Musicum in Leipzig The Academy of Ancient Music Concentus Musicus Wien 95. 1984 Sony Kapp 96. 1985 Eterna Philharmonia Virtuosi New York Bachorchester des Gewandhauses zu Leipzig Harnoncourt Bosse 20:35 22 Farbenreiches Spiel, zwischen den Gruppen gut ausgewogen, Hörnerklang verleiht den Menuetten Festlichkeit. (KP) V In der Bach Edition- Leipzig enthalten. Diese Aufnahmen sind wie die älteren Aufnahmen in München von 1967 mit Forschungsbegleitung entstanden. Dies galt wohl vorrangig den Urfassungen der Konzerte. Die Aufnahmen fanden statt in der Paul Gerhardt Kirche in Leipzig 1984. Erstveröffentlichung durch die VEB Deutsche Schallplatten in der DDR. Zeitgleich von Delta auf dem Label Capriccio übernommen. V Urfassung des 1. Konzerts Sinfonia F-Dur BWV 1046a, barocke Prachtentfaltung. (KP) Ebenfalls in der Bach- Edition Leipzig enthalten Urfassung des 1. Konzerts Sinfonia F-Dur BWV 1046a, sehr farbiges Orchesterspiel (KP) V Die neueren Aufnahmen Harnoncourts mit seinem Concentus Musicus Wien datieren 1981 bis 1985.. Insgesamt eleganter als die Aufnahme von 1964, jedoch ist die Historizität der Instrumente nicht mehr so deutlich heraus zu hören. Konzerte 1 – 6. Neu ediert 2010 auf 2 CDs. V 2 LPs bei Eterna im VEB Detusche Schallplatten Berlin DDR. Die Aufnahmen entstanden im Rahmen der SchallplattenProduktionen zum Bach-Jahr 1985 in der DDR. Die Aufnahmen klingen über LP alle sehr klangvoll und kräftig, zugleich sehr sorgfältig. Die Aufnahmen machen einen eher frühbarocken Eindruck, d.h. es fehlt noch ganz die ‚Leichtigkeit des Seins‘, wie dies mit dem Einfluss des späteren 18. Jahrhunderts üblich wurde. Vielleicht könnte man diesen Aufnahmen ab und zu etwas mehr Spannung und Dramatik wünschen. Die Aufnahmen 97. 1985 CBC Vancouver Orchestra Bernardi 98. 1985 SU Munclinger 99. 1986 DGA Ars Redivivia Ensemble Prag Musica Antiqua Köln 100. 1987 MM Faerber 101. 1987 Virgin 102. 1987 103. 1988 NX HM Württembergisches Kammer Orchester Orchestra of the Age of Enlightment Capella Istropolitana Akademie für Alte Musik 104. 1988 Novalis Wiener Akademie Haselböck Goebel Goodwin scheinen doch deutlich vom Bemühen um Stetigkeit, Gleichklang, und um das Vermeiden jeglichen revolutionären Anklingens bemüht zu sein. Einspielung der 6 Konzerte auf 2 CDs in DDD Qualität. Die Einspielungen klingen jedoch eher konventionell ohne besondere Eigentümlichkeiten. Trompeter im zweiten Konzert: Maurice André. Diese Aufnahmen sind evtl. in Prag noch verfügbar. 18‘15 19’25 Warchal Jacobs 20‘32 23 Trotz schnellem Tempo nicht forciert, schmetternde Hörner bei Solostellen, Oboe mit Verzierungen, barocke Prachtentfaltung (KP) Deutsche Grammophon Archiv LP, neu auf CD 1986, siehe dort. Enthält auch die Orchestersuite BWV 1066. Betonung liegt auf Dynamik und Rhythmik. Neuedition der Aufnahmen aller 6 Konzerte von 1961 aus der LP Eurocord. Siehe dort. Hörner etwas hell, schönes klares Klangbild (KP) L Konzerte 1, 3, 5 auf 1 CD, neu ediert in 2007, siehe dort. Erste Einspielung der sechs Brandenburgischen Konzert durch die Akademie für Alte Musik, noch ausgehend von den Auftritten der Akademie in Ost-Berlin. Die neueren Einspielungen von 1997 siehe dort und die Gesamt-CD von 1999 siehe dort. Hörner manchmal zu sehr im Hintergrund, mehr gemütliche Aufnahme, 2. Satz klingt am besten. (KP) Die Aufnahmen wurden 2008 nochmals aufgelegt. Alle Konzerte sind auf alten Instrumenten eingespielt. 105. 1989 Virgin Taverner Players Parrott 106. 1989 IGA Zürich Barock Ensemble Schuricht 107. 1989 Aurophon Camerata Romana Duvier 108. 1990 DGG Chamber Orchestra of Europe Boyd 109. 1990 Collins Consort of London Clark 110. 1991 BLCL Virtuosi Saxoniae Güttler 18‘23 20‘29 24 Die 6 Konzerte und das Concerto in C – Transskription der Sonate für Viola da Gamba und Cembalo BWV 1029. Die Orchestersuiten 1 – 4 werden gespielt vom Boston Early Music Festival Orchestra unter der Leitung von Andrew Parrott, diese Aufnahmen sind von 1993. Alles in einer Vierer-Box von 1993. Siehe auch die Wiederveröffentlichung in 1999 und der Kommentar dort. V Einspielung aller 6 Konzerte von 1966, neu auf CD hg. durch das Istituto Geografico de Agostini. Die Aufnahme auf CD ist sehr gut im Remaster. Musikalisch durchaus eine sehr schöne Einspielung, wenn auch tatsächlich etwas zu beflissen und dadurch etwas nüchtern. Eine richtige Begeisterung stellt sich nicht ein. V Eine Aufnahme aus Rumänien. Anmutig und nicht zu schnell. Schöne Sologeige, schöne Flöten (moderne Silber-Quer-Flöten). Generell auf modernen Instrumenten gespielt, was einen hellen, freundlichen, modernen Klang ergibt. Manche Streicherpassagen klingen jedoch etwas nach Dorfmusikanten-Fröhlichkeit. Zu viele Streicher, sonst zu deutliche Oboen, 2001 auf CD neu eingespielt. (KP) V enthält auch 3 Oboen-Konzerte. In der Kritik als weniger spannend beschrieben. Alle sechs Brandenburg Concerti. Wieder ediert in der Bach Edition ‚Gesamtwerke‘ bei Brilliant Classics 2001, siehe dort. L Die 6 Konzerte in der Einspielung durch Ludwig Güttler, sonst selbst Bach-Trompete. Die Aufnahmen wurden 2010 neu ediert. Eine insgesamt sehr schöne und ausgeglichene Einspielung. Siehe auch die Neu-Edition durch Edel /Berlin Classics von 2010. 111. 1993 Warner Music Württembergisches Kammerorchester Faerber 112. 1993 DECCA Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach Schreier 16‘10 113. 1994 DHM La petite Bande Kuijken 20‘03 114. 1994 HN Rilling 20’25 115. 1994 Austrophon 116. 1994 Telarc Oregon Bach Festival Chamber Orchestra Hamburgisches Bach Orchester Boston Baroque Orchestra Nur das zweite Konzerte im Rahmen einer CD „Trumpet Voluntary“ mit verschiedenen Musikstücken für Trompete und Orchester, zumeist aus dem 18. Jahrhundert. Trompete: Maurice André. André hat nach 1962 mehrfach mit dem Württembergischen Kammerorchester, dann mit dem Zusatz Heilbronn im Namen, konzertiert. Die Aufnahme stammt von 1965. Siehe die Neu-Edition im CD-Format in 2011. Interessant ist, dass die Aufnahmen mit Peter Schreier gleich datieren mit der Veröffentlichung der Aufnahmen von Andrew Parrott. Beide Aufnahmen haben eine gewisse Ähnlichkeit: Unkompliziert und unprätentiös gespielt, hell klingend, rhythmisch nicht allzusehr betont, die tiefen Stimme eher etwas im Hintergrund, insgesamt aber wohlklingend, elegant und geschmeidig. Beide Aufnahmen ganz im Gegensatz zu den zumeist etwas herben Einspielungen im ‚historischen Kontext‘, z. B. durch Neville Marriner oder Jacobs mit der Academy of St. Martin in the Fields oder der Berliner Alten Akademie. Siehe den Kommentar in der Neuedition von 2011. L Hörner etwas zu leise, zu schnelles Andante, sonst gut. (KP) Diese Aufnahmen erstmals 1986 auf LP, neu ediert auf CD. Als SACD neu ediert in 2010, siehe dort. Hörner tlwse verdeckt, viel Vibrato, viele Verzierungen. Einspielung der Konzerte 2,5, sowie der Orchestersuite No. 3. Etwas gestelzt gespielt aber sonst sauber. Einspielung aller 6 Konzerte in DDD Qualität. Trompeten und Hörner sind sehr im Vordergrund. Trompete dabei im zweiten Konzert etwas unsauber. Insgesamt etwas schematisch gespielt und nicht ganz taktrein. Pearlman 25 117. 1994 PCM Philharmonica Slavonica Brazda 118. 1994 Teldec Concentus Musicus Wien Harnoncourt 119. 1995 Decca English Chamber Orchestra Britten 120. 1995 Strato Philharmonisches Orchester von Lubljana Lizzio 121. 1995 DGA Musica Antiqua Köln Goebel V Einspielung aller 6 Konzerte durch das Slowakische Orchester, die durch die Firma Pilz Classic Masterseries in den 90er Jahren vermarktet wurden. Die Aufnahmen sind durchaus hörenswert und mit Temperament gespielt. ‚A fine, though not outstanding recording.‘ L V Breite barocke Spielweise, noch völlig unbeeinflusst durch Rokoko-Manieren oder klassizistische Gefühlsreduktion. So etwa muss das Klangbild des Hochbarock gewesen sein, den schweren Stuck-Impressionen in hoch-barocken Kirchen Österreichs vergleichbar. Erste CD Überspielung der Aufnahmen von 1968 aller 6 Konzerte. Mit enthalten sind das Violin-Oboen-Konzert sowie ein Flöten-Konzert, gespielt von der Academy of St. Martin in the Fields mit Neville Marriner (BWV 1060 und BWV 1056). Die Aufnahmen klingen sehr sauber, jedoch etwas akademisch. Es fehlt deutlich an Emphase. V Die Konzerte 2, 4, 6. Eine sicherlich ordentliche Einspielung für eine breite Käuferschicht. Zu den Einspielungen durch Alberto Lizzio gibt es unterschiedliche Auffassungen: Es wird behauptet, in Wirklichkeit verberge sich hinter Lizzio der Wiener Dirigent Hans Swarowski. Dessen Schüler Alfred Scholz habe Aufnahmen seines Lehrers unter dem Namen Lizzios auf CD veröffentlicht. Dabei habe er auch das Orchester Süddeutsche Philharmonie eingeführt. Es wird jedoch auch gegengehalten und gesagt, dass diese Thesen kaum haltbar seien. Nach meiner eigenen Einschätzung trifft letzteres eher zu, zumal es Alberto Lizzio wirklich gibt. Siehe hierzu im Internet zu Hans Swarowski in Wikipedia. L Einspielung aller 6 Konzerte von 1986, siehe dort. Eine lebhafte Einspielung, manchmal sehr rasant, gelegentlich aber unsauber gespielt. Die Aufnahmen fanden überwiegend ein sehr 26 122. 1996 1 Universal Vienna State Opera Orchestra positive Echo, vielleicht gerade wegen der bei Aufführungen der Bachschen Musik weniger oft zu hörenden Lebhaftigkeit. Es gibt inzwischen eine CD-Box der Musica Antiqua Köln mit verschiedenen Aufnahmen Bachscher Ochesterwerke, darin enthalten die Brandenburgischen Konzerte. V Die Einspielung aller sechs Konzerte entstand 1959 in Wien. Sie liegen hier in einer Neuedition im 20 bit remastering system bei Universal auf zwei CDs vor. Alle Konzerte, das erste besonders, sind deutlich langsam aufgeführt, mit breitem Klang besonders auch der Bläser und im ersten Konzert der Hörner. Die Einspielung ist so langsam, dass sie schon deshalb als ganz außergewöhnlich gelten kann. Romantisch, wie KH meinte, kann ich diese Art der Einspielung jedoch nicht nennen. Dafür fehlen doch deutlich die typisch romantischen Aufführungsmerkmale: Tempovariationen, Variationen des Ausdrucks, Gefühlsbetonte Interpretation. Scherchen interpretiert zwar langsam, aber modern: Geradlinig, klanggerade, ohne Pointierung einzelner Expressionen, Ausgleich der Instrumente, alles mutet geradezu geometrisch umrissen an. Jedoch: Wir sind heute die schnelleren Tempi gewohnt, auch wenn es nicht immer gleich im Tempo etwa von Pinnock, Antonini oder Gardiner sein muss (siehe jeweils bei diesen). Das deutlich langsame Tempo Scherchens verlangt vom Hörer eine auch besondere Aufmerksamkeit und insbesondere Geduld – eine Eigenschaft des Hörens, die vor lauter Jazz- Pop- und ähnlicher Musik offenbar verloren geht. Nur wer genau hinhört, weiß, dass auch Jazz-Musik eigentlich eine langsame Musik ist. Es gilt also auch hier in der Musik, hört man Scherchens Einspielung der Bachschen Brandenburgischen Konzerte, die „Entdeckung der Langsamkeit“ als einer Eigenschaft des Hörens und dann auch der Lebensweise selbst zu machen. Scherchen 27 123. 1996 Ariola 124. 1996 Teldec London Festival Orchestra Il Giardino Armonico Es sei nachgetragen, dass Hermann Scherchen, ursprünglich Bratschist, als Dirigent frühzeitig aufregende und eigentlich gar nicht langsame Einspielungen der Symphonien Beethovens vorgelegt hat. Darüberhinaus war er einer der ersten Protagonisten der Symphonien Gustav Mahlers, und hat sich intensiv für die Aufführung zeitgenössischer Komponisten eingesetzt. Einspielung aller 6 Konzerte durch Arte Nova Classics auf 2 CDs. Pople Antonini 18‘02 28 Allegro molto!, schmetternde Hörner, Andante ohne Tiefsinn, eher italienischer Barockstil. (KP) Ich bin hier doch vollkommen anderer Auffassung als der Autor in Klassik Prisma: Die Aufnahmen mit Giovanni Antonini, die tlwse auch im Internet in einer Aufnahme von 1997 zu sehen sind, halte ich, in etwa vergleichbar mit den sehr viel späteren Aufnahmen von Stryncl (siehe in 2010), für die entschiedensten, gewissermaßen komromisslosesten: wuchtig, temperamentvoll, klanglich eindringlich, dynamisch enorm differenziert, ohne jede Schläfrigkeit, wie eine solche sich seit den Aufnahmen von Reiner oder Karajan eingeschlichen hat, fern jeder Klassik-Tümelei. Ich zähle diese Aufnahmen daher mit zu den besten Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte auf Tonträgern, tatsächlich überzeugender als selbst die Einspielungen von Pablo Casals. Diese Aufnahmen neu ediert in 2004, siehe dort. Einspielungen Antoninis darüberhinaus zusammen mit der Sängerin Cecilia Bartoli können ebenfalls im Internet angehört und eingesehen werden. Z.B. über google: Cecilia Bartoli Francesco Araia. 125. 1996 ABL Barocchisti Fasoli 126. 1996 Hyp Brandenburg Consort Goodman 127. 1996 DGG Treukner, Speidel 128. 1997 HM Akademie für Alte Musik Berlin Jacobs 129. 1997 Ultima Concentus Musicus Wien Harnoncourt 130. 1997 Decca Academy of Ancient Music Hogwood 131. 1997 Point Philharmonia Slavonica Pribil 20‘10 19‘47 29 Siehe bei der Neu-Edition der Aufnahmen in 2006. Eine sicherlich inzwischen klassische Aufnahme der 6 Konzerte; italienisch barockes Klangbild. Einspielungen der Konzerte 1 – 6 von 1991 neu auf 2 CDs ediert. Zwar schön gespielt, aber Einzelinstrumente gelegentlich ungenau. Trompete in II,3 eher schwach. Die Brandenburgischen Konzerte für zwei Pianoforte arrangiert von Max Reger. Piano Treukner und Speidel. Auf 2 CDs. Etwas gewöhnungsbedürftig. Für die höchste Bewertung fehlt das letzte Quentchen, d.h. eine der besten Einspielungen überhaupt. (KP) Siehe auch in 1988 und in 1999 und meine eigene Einschätzung der Jacobsschen Aufnahmen dort. Sonderveröffentlichung der alten Einspielungen Harnoncourts von 1964 auf 2 CDs des Labels Ultima, Wien. Enthalten sind auch die Orchestersuiten 2 + 3. Einspielung der Konzerte 1 – 6 nach der sog. Köthener Urfassung. Aufnahmen von 1984 bis 1990. Dazu Konzert für Violine und Oboe, Konzert für 2 Cembali BWV 1062 und Konzert für 3 Violinen nach BWV 1064. Eine schöne gleichmäßige Einspielung mit leichten Temperamenten. Trompete in II,3 leider etwas unruhig im Ton. V Einspielung der sechs Konzerte auf zwei CDs. Für ein breites Publikum gedacht. Schön gespielt, vielleicht etwas zu breit und manchmal etwas schwerfällig. Die Einspielungen mit Orchestern aus den ehem. Sozialistischen Staaten Tchechien, 132. 1998 Sony The Brandenburg Collegium 133. 1998 Philips I Musici di San Marco di Venezia 134. 1998 LC 135. 1998 Pilz Philharmonische Vereinigung Sinfonica Orchestra da Camera Zanetti dell‘ Arte 136. 1998 Delos 137. 1998 Line 138. 1999 HM Chamber Music Society of Lincoln Center New York Orchestra da Camera dell Arte Akademie für Alte Musik Newman 20‘17 Slowakei, Rumänien, Slovenien wurden ab Anfang der 90er Jahre durch Pilz vertrieben. Classical Masterworks bei Point Classics, London. Etwas kompakt, Violinen tlwse zurückhaltend, eine sehr gut gelungene Einspielung. (KP) Wiederveröffentlichung der älteren LP-Aufnahmen von ................ mit den Solisten Maurice André, Felix Ayo, Severino Gazzeloni, Heinz Holliger. Dazu das Konzert für Violine und Oboe BWV 1060. Auf 2 CDs. Konzerte 2 + 5, Suite No. 3 Shiffrin Nur die Konzerte I und III auf einer Sammel-CD zusammen mit dem Flöten/Cembalo-Konzert BWV 1044, gespielt vom Münchner Kammer Ensemble unter der Leitung von Henry Adolph. Einspielung aller 6 Konzerte seit 1995 auf 2 CDs. Zanetti Konzerte 1 – 6. Etwas dünner Klang, zu schwache Geigen. Jacobs V Siehe die erste Ausgabe der Jacobsschen Aufnahmen aus 1988 und von 1997. Siehe auch die Neu-Edition in 2003. Es handelt sich um die Einspielungen der sechs Brandenburgischen Konzerte von 1997 in Berlin-Schöneweide. In dieser CD-Sammlung sind mit aufgenommen 2 CDs mit den Suiten für Orchester BWV 1066 bis 1069. Diese Aufnahmen datieren von 1995. Die Aufnahmen durch Jacobs werden in Kreisen der Bach-Kennerschaft als herausragend qualifiziert, 30 139. 1999 Virgin 140. 1999 Virgin/ EMI classics Orchestra of the Age of Enlightment Taverner Players gelegentlich sogar als die schlechthin maßgeblichen Einspielungen bezeichnet. Nach eigener Auffassung kann ich mich dem nicht ganz anschließen. Sicher sind diese Einspielungen hervorragend einstudiert und bieten einen ganz eigenen Klangcharakter. Im Vergleich mit neueren Aufnahmen, besonders aus Italien, Tchechien und England aber machen diese Aufnahmen auf mich einen allzu ‚Prostantisch-Preußischen‘ Eindruck: Festgefügt ist das Klanggebäude, nahezu trotzig klingen die Hörner, die Rhythmik macht einen fast stationären Eindruck und bleibt teilweise außen vor. Die heitere, fröhliche Spielweise der Einspielungen besonders aus Italien und England geht diesen Einspielungen durch Jacobs vollkommen ab. Aber es gibt nunmehr eine Einspielung aus dem deutschen Bach-Umfeld, welche alle die bei Jacobs von mir vermissten Eigenschaften in ganz heraus-ragender Weise enthält: Siehe die neueste CDEdition durch DECCA in 2011 mit dem Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach unter der Leitung von Peter Schreier! Sehr schöne und ausgewogene Einspielung, vielleicht etwas zu ruhig. V Zählt zu den herausragenden Aufnahmen der brandenburgischen Konzerte aus England aus den Jahren 1980 bis 1999. Die Aufnahmen datieren von 1993, siehe dort. Das Consortium Taverner Players /Taverner Choir unter der Leitung von Andrew Parrott wurde 1973 gegründet und hat sich umfassend mit der Chor- und Orchestermusik des 17. Und 18. Jahrhunderts befasst. Zahlreiche Einspielungen liegen vor. Die Vierer-Box enthält auf zwei CDs die vier Orchestersuiten und das Concerto für Flöte, Violine und Harfe BWV 1044, gespielt vom Boston Early Music Goodwin Parrott 31 141. 2000 TACET 142. 2000 Ars Vivendi 143. 2000 Edel Stuttgarter Kammer Orchester Bachorchester des Gewandhauses Leipzig Virtuosi Saxoniae Hudson 18’40 Bosse Güttler Festival Orchestra unter der Leitung von Andrew Parrott. Diese Vierer-Box ist leider im Handel nicht mehr erhältlich, und kann allenfalls im Second-Hand-Handel noch gefunden werden. Die Sammlung der Aufnahmen zusammen mit den Orchestersuiten und Flötenkonzerten fällt durch eine deutlich klingende Hochtönigkeit auf. Das Klangbild ist sehr geschmeidig und fließend. Rhythmisch allerdings bleiben diese Aufnahmen gewissermaßen noch ohne Jazz-Einflüsse, die bei späteren Aufnahmen auch aus England deutlicher werden. Ganz offensichtlich ist das neue rhythmische Bewusstsein, aus der Jazz-Musik herkommend, bei diesem Consortium noch nicht angekommen. Das bedeutet auch, dass Cello und Basso Continua eher im Hintergrund bleiben – die angesprochene Hochtönigkeit wird hierdurch verstärkt. Dennoch: diese Enspielungen sind gerade wegen ihrer Geschmeidigkeit, ihrer Eleganz und ihrem leichten Dahinfließen sehr schön zu hören und dürfen sicherlich mit zu den herausragenden Aufnahmen gerechnet werden. 2 SACDs, d.h. in Surround-Qualität aufgenommene Videos der 6 Brandenburgischen Konzerte. Neueinspielung mit den Bachsolisten aus dem GewandhausOrchester Leipzig Neu-Edition der Konzerte 4,6, und 2a auf 1 CD. Dirigent ist der Bach Trompeter Ludwig Güttler, der noch in den DDR-Zeiten vielfach die Solotrompete im zweiten Konzert gespielt hat. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren ............ der DDR- 32 144. 2000 NX Kölner Kammer Orchester English chamber Orchestra Orchestra delle Svizzera Italiana Müller-Brühl 145. 2000 Philips 146. 2000 Aura 147. 2001 DGG Boyd BrCl Chamber Orchestra of Europe Consort of London 148. 2001 149. 2001 NX Capella Istropolitana Warchal 150. 2001 NX Warchal 151. 2001 Ambitus Slovak Chamber Orchestra The Parisian Consort 152. 2002 EA Pro Musica Orchester Klemperer Schallplatten VEB. Die Aufnahmen wurden 2010 nochmals neu herausgegeben durch Edel/ Berlin Classics. Siehe dort. Konzerte 4 + 5. Aufnahmen aus 1995 und 1999. Trompeten werden mit Flöten gespielt. Die 6 Konzerte zusammen mit den Suiten 1 – 4 auf 2 Cds. Leppard V Siehe die Originalen Rundfunksendungen von 1964. Veröffentlichung dieser durch aura music. Die CD enthält das ganze Konzert vom 04.06.1964: Brandenburgisches Konzert No. 5, Franz Schubert: Symphonie No. 3, und Ludwig van Beethoven: Symphonie No. 4. Neueinspielung auf digital-CD durch DGG der Aufnahmen von 1990. V Neu-Edition der Aufnahmen von 1990 bei Collins Classics in: Brilliant Classics, Bach – Das Gesamtwerk. Eine sehr schöne Gesamtaufnahme, die durch Brilliant Classics eine weite Verbreitung gefunden hat. Einspielung der Konzerte 1-3 auf DVD aus dem Jahr 2000 Sawallisch Clark Konzerte 1 – 6, Aufnahmen von 1991 (4 – 6) und 1997 (1 -3 ). Eher etwas zu langsam, gelegentlich sogar träge. Konzerte 4 + 5. Alte Musik neu interpretiert, lautet der Anspruch dieser Neuedition auf CD. Die Aufnahmen sind von 1998. Zusammen mit der zweiten Orchestersuite. Re-issue der Aufnahmen von 1950 auf 2 CDs 33 153. 2002 Weltbild Südwest Studio Orchester Münchner 154. 2002 DCM Göttsche 155. 2002 Sony 156. 2003 HM Heidelberger Kammer Orchester Academy of St. Martin in the Fields Collegium Aureum 157. 2003 DGA Münchner- BachOrchester Richter 158. 2003 Teldec Münchner Kammerorchester Richter 159. 2003 DGG Berliner Philharmoniker Karajan 160. 2003 TIM Ensemble des Solistes du Orchestre Symphonique de Paris Reiner V Die Konzerte 5 + 6. Dazu die Violinkonzerte 1 + 2 mit den Musici di San Marco, Venedig. Francesco Macei und Alberto Tozzi, Violinen. Konzerte 1 – 6. Neu Edition der Einspielungen von 1966. Eine wenig empfehlenswerte Einspielung. Siehe in 1966. Re-issue durch Sony für das Konzert No. 5, zusammen mit anderen Musikstücken verschiedener Epochen. Eine Sampler-CD Reissue der LP von 1976. Es bleibt bei dem etwas biederen Gesamteindruck aus der alten LP. Es handelt sich um die Aufnahmen von 1967 bis 1981 der Deutschen Grammophon jetzt auf DVD übertragen. Bei diesen Aufnahmen, die tlwse im internet enthalten sind, fehlt Hedwig Bilgram, Violine spielt Otto Büchner. Richter spielt selbst Continuo. Trompete Pierre Thibaud. Diese Einspielung wird mit alten Instrumenten und Naturhörnern gespielt. Eine tlwse sehr schnelle sogar rasante Spielweise V Es handelt sich um die LP-Aufnahme von 1958, von Teldec neu als CD herausgebracht. Nur das zweite Konzert in Stereo, Trompete im zweiten Konzert: Adolf Scherbaum. Die Aufnahmen klingen doch noch reichlich träge und ein wenig vor sich hin gedudelt. L V Neuüberspielung der LPs von 1964 in digital reissue auf 2 CDs durch DGG. Immer noch klangvolle Einspielung, wenn auch nicht mehr dem aktuellen Verständnis einer Wiedergabe der Bachschen Musik entsprechend. L V Aufnahmen von 1949 neu auf CD ediert. Es handelt sich um die Konzerte 1 – 6, sowie die beiden Violinkonzerte a-moll und E-Dur. Letztere gespielt von Yehudi Menuhin, Orchestre Symphonique de Paris, Ltg. George Enescu. Reiner lässt sehr unterschiedlich spielen. Beispiel 3. Konzert, 3. Satz: relativ schnell, aber die Violinen richtig spitz, nahezu Gitarren-ähnlich Perahia Leonhardt 34 161. 2003 HM Akademie für Alte Musik Berlin Jacobs 162. 2003 CR Mainzer KammerOrchester Kehr 163. 2003 DGA The English Concert Pinnock gespielt. Jedoch rhythmisch deutlich, Bässe vielleicht etwas zu breit relativ zu den Violinen. Der Eindruck der Reinerschen Aufnahmen ist heute eher etwas ‚altmodisch‘, d.h. zu sehr auf einen rhythmus- und basso-continuo-freien Klang gerichtet. Man vergleiche diese Aufnahmen mit den Aufnahmen Abbados von 2007!, vielleicht am besten am Beispiel des sechsten Konzertes. L V Neuauflage auf CD der Aufnahmen von 1997. Sehr schöne Aufführung, wohl klingend, aber vielleicht ein wenig zu ‚brav‘, obwohl zumeist sehr schnell gespielt. Klingt ein wenig nach fröhlicher Blockflötenmusik. Insgesamt aber perfekt musiziert ohne anstrengend zu wirken, sehr angenehm zu hören. Der etwas zu lockere Klangeindruck entsteht vielleicht durch die zu geringe rhythmische Betonung, z.B. im Gegensatz zu den Aufnahmen der Musica Florea aus Prag von 2010, siehe dort. Dies, obwohl z.B. der dritte Satz des dritten Konzertes bei Jacobs sogar noch eine Idee schneller gespielt ist als bei Stryncl! Aber Stryncl spielt mit einer deutlich stärkeren Rhythmik, dadurch der impressive Eindruck dort gegen den spielerischen Eindruck bei Jacobs. René Jacobs gilt als einer der ersten BarockInterpreten mit Richtung historischer Originalität. Jacobs ist gebürtiger Flame. Siehe auch die Notierungen in 1988, in 1997 und in 1999. Es bietet sich an, die Aufnahmen von Jacobs mit den Neuaufnahmen der Academy of Ancient Music mit Richard Egarr zu vergleichen. Vgl. dort in 2009. Die 6 Konzerte und 4 Orchestersuiten auf 3 CDs. Eine eher etwas zu langsame Einspielung, aber sauber gespielt, zugleich ausdruckslos. II,3 sehr lebhaft und sauber, im Ton zu kurz. Die Orchestersuiten werden vom Württembergischen Kammerorchester unter der Leitung von Jörg Faerber gespielt. Konzerte 1 – 6, auf 2 CDs. Neuedition der Aufnahmen von 1979 bzw. 1982. Siehe auch die Wiederveröffentlichung in 2011. 35 164. 2003 DGG Chamber Orchestra of Europe Boyd 165. 2004 Elatus Il Giardino Armonico Antonini 166. 2004 Naive Concerto Italiano Alessandrini 20‘45 36 Konzerte 1 – 6, und die Oboen-Konzerte. Marieke Bleukestigen, Violine, Thierry Fischer, Flöte, Douglas Boyd, Oboe. Wiederveröffentlichung der 6 Brandenburgischen Konzerte durch Giovanni Antonini mit dem Il Giardino Armonico. Erläuterungen zu dieser Einspielung siehe 1996 und wieder in 2007 die Wiederveröffentlichung bei Decca/ Teldec.. Es war wohl Antonini mit seiner enorm temperamentvollen Dirigierweise der barocken Musik, z.T. in Zusammenarbeit mit der Koloratur-Sängerin Caecilia Bartoli, der das neue rhythmische Denken an die Musik Bachs herangetragen hat, und damit die alte romantisierende Spielweise der Musik Bachs beendet hat. Die Einspielungen Antoninis, soweit ich diese bisher hören konnte, überzeugen mich vollständig und haben für mich direkte paradigmatische Bedeutung für Vergleiche mit anderen Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte. Antonini, Alessandrini, auch das Mozart Orchestra Bologna mit Abbado, aber auch Chailly oder Jacobs und Gardiner spielen die Musik Bachs inzwischen doch mit einem ganz anderen Zeit- und Gestaltungsgefühl, als dies für die romantischen Dirigenten (von Furtwängler und Reiner bis Schuricht und Karajan) noch gegolten hatte. Neue Einspielung der Konzerte 1 – 6 auf 2 CDs durch Concerto Italiano. Klang ist nicht sehr gut aufgefächert, etwas dunkel klingende Hörner, Solo-Violine ist zu leise, Polonaise wenig klangvoll. (KP) Allessandrini gilt als hervorragender Interpret der italienischen Barock-Musik, besonders Scarlatti, Vivaldi u.a. Siehe auch im Internet die Video-Einspielungen mit Erläuterungen Alessandrinis (auf französisch). Die Brandenburgischen Konzerte hier in eine sehr eleganten und temperamentvollen Einspielung. Ausgewogener Klang zwischen Streichern und Bläsern, wunderbares 167. 2004 ASV Northern Sinfonia of England Amsterdam Baroque Orchestra Malcolm 168. 2004 Teldec 169. 2004 apex Orchestre de Chambre Paillard 170. 2004 Sony Marlboro Festival Orchestra Casals 171. 2004 Archipel Ensemble of Soloists Horenstein 172. 2004 Sony Lamon 173. 2005 MM Tafelmusik Jeanne Lamon Württembergisches Kammerorchester 174. 2005 DGA The English Concert Pinnock Cembalo-Spiel durch Alessandrini selbst. Insofern bin ich auch hier anderer Auffassung als der Autor bei Klassik Prisma. Die Aufnahmen Alessandrinis können sicher mit denen von Antonini zu den herausragenden Aufnahmen der Brandenburgischen Konzerte gerechnet werden. Alessandrini war Schüler von Ton Koopman. Einspielung aller 6 Konzerte von ....................in ADD auf 2 CDs. Koopman Neu-Edition der Aufnahmen aller 6 Konzerte auf CD. Mit Pierre Rampal, Flöte. 2 CDs. In II,3, die Trompete eher etwas unsauber, alles klingt etwas gerade und wenig dynamisch. Einspielung mit der Koopmanschen Barockstilistik. Die Trompeten im zweiten Konzert klingt etwas gezerrt. Insgesamt aber keine besonders schöne Einspielung der Konzerte. Dazu zwei Flötenkonzerte BWV 1059 und 1035. V Konzerte 1 -6, mit Rudolf Serkin, Klavier und Alexander Schneider, Violine. Mit Aufnahmen aus den Proben. Neu ediert auf 2 CDs. Eine der schönsten und eindrucksvollsten Aufnahmen, auch wenn Casals eher etwas zu breit spielen lässt. Neu Edition der Aufnahmen von 1954, Konzerte 1 – 6, auf 2 CDs. Eine insgesamt etwas schläfrige Einspielung. Eine CD Sampler für die gute Unterhaltung, enthält die Konzerte 1 -3. V Alle 6 Konzerte im Rahmen eine Sammel-CD-Mappe veröffentlicht durch Membran Music Ltd. Es handelt sich um die Aufnahmen von 1961 bei Eurocord. Siehe dort. Wird generell als eine der besten Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte beschrieben. Enthält auch die vier Faerber 37 175. 2005 ERD Amsterdam Baroque Orchestra Koopman 176. 2005 SKY Hudson 177. 2005 NX Stuttgarter Kammer Orchester Kölner Kammer Orchester 178. 2005 NX Kölner Solisten Müller-Brühl 18‘40 Müller-Brühl 38 Orchester-Suiten. In meiner Sicht ehe etwas schleppend und schwerfällig. Siehe aber die Einschätzungen unten in 2007, insbesondere eine Kritik zu einer Live-Aufführung im Herkulessaal der Münchner Residenz von 2007. V L Neue Einspielung der Brandenburgischen Konzerte mit Ton Koopman und seinem Amsterdam Baroque Orchestra auf CD. Relativ strenger Stil, aber wohlklingend und nicht zu schnell. Schöne Naturhörner. Überspielung der SACDs aus 2000 aufMP3 Format durch Skyline (im Internet unter mp3skyline.com). L V Die 6 Brandenburgischen und das Concerto BWV 1044. Wird generell als ordentlich, aber nicht erstrangig beschrieben. Alles in einer Gesamtbox bei Naxos mit allen Orchesterwerken J.S. Bachs, eingespielt durch das Kölner Kammerorchester unter der Leitung von Helmut Müller-Brühl. Die Einspielungen stammen aus den Jahren von ca. 2001 bis 2005, und wurden durch Deutschland Radio Köln organisiert und gesendet. L V Die Konzerte 1 – 6 und das Konzert BWV 1044 durch die Solisten des Kölner Kammer Orchesters unter der Leitung von Helmut Müller-Brühl. Eine sehr sensible und feinfühlige, wenn auch nicht besonders temperamentvolle Einspielung, gerade im Vergleich zu der Einspielung des Giardino Armonico. Müller-Brühl legt offensichtlich besonderen Wert auf die sehr saubere Spielweise der Instrumentalisten. Rhythmisch bleiben die Aufnahmen noch in der eher romantischen Diktion z.B. Karajans stehen und können einen Vergleich mit den neuesten Einspielungen z.B. aus Leipzig, Berlin, London oder aus Italien nicht mithalten. Die Aufnahmen der Kölner Kammer- Solisten mit 179. 2005 WE Camerata Academica Würzburg Reinartz 180. 2005 Sony Collegium Aureum Leonhardt 181. 2005 Philips Radio Symphonie Orchester Berlin Maazel 182. 2005 Sony/ BMG Collegium Aureum Leonhardt Müller- Brühl entstanden im Rahmen einer Gesamtaufführung der Orchesterwerke Bachs und wurden vom Deutschland Radio Köln in den Jahren 2003 folgende im öff. Radioprogramm gesendet. V Diese Aufnahmen der Konzerte 3, 5, 6 wurden an Weihnachten 2009 durch Aldi-Süd vertrieben, breites barockes Klangbild. Einspielung aller 6 Konzerte von 1976/77. Franz Brüggen, Blockflöte. Auf 2 CDs. Eine sicherlich sehr schöne und gelungene, leichte Einspielung. ADD V Neuedition der ursprünglichen Aufnahmen von 1966 bei Philips auf 3 CDs, zusammen mit den Orchestersuiten 2 und 3. Siehe die verschiedenen Editionen auf LPs in 1966, 1970 und 1979. Die Aufnahmen mit Maazel sind sicher als sehr schön und gelungen zu kennzeichnen, auch wenn sie nicht mehr dem moderneren mehr auf Tempi und Dynamik angepassten gegenwärtigen Aufführungsstil der Bachschen Musik entsprechen. L V Wiederveröffentlichung der Aufnahmen aller sechs Konzerte von 1965 bis 1967. Siehe in 1966 den Kommentar zum ersten Konzert. Das Collegium Aureum spielt auf historischen Instrumenten. Insgesamt eine sehr schöne und dem barocken Musikempfinden wahrscheinlich sehr nahe kommende Aufnahme. Aus meiner Sicht – nach langen anschaulichen Studien barocker Kunstwerke in Baiern und Ober- und Niederösterreich – eine frühbarock anmutende Aufnahme: alles klingt klangvoll, breit, wuchtig und in klanglicher eindringlicher Anschaulichkeit – dem Gesamteindruck z.B. des Klosters Kremsmünster ähnlich. Wer auf der Suche ist nach dem authentischen barocken Klang, kann mit diesen Aufnahmen vielleicht eine kleine Wegstrecke weiter finden. 39 183. 2006 NAXOS Swiss Baroque Soloists Andrés Gabetta 184. 2006 BRCL Musica Amphion Belder 185. 2006 DGA Berliner Philharmoniker Furtwängler 186. 2006 SU Musica Florea Stryncl 17‘38 40 V L Konzerte 1 – 6 und Trio sonate in C-moll BWV 1079 und Concert-Tansskript für Flöte und Streicher nach BWV 1056. Auifnahmen von 2005 in der Kirche St. Jean, Muelhouse, Elsass/ Frankreich. Sehr lebhaft und sauber gespielt, auf alten Instrumenten und Travers-Flöten. Insgesamt dennoch ein etwas zu leichter Gesamteindruck. Auffällig die vielen Zeitversetzungen und allzu häufige Ritardandi, insbesondere im großen CembaloSolo des fünften Konzertes. Dort wirken diese Ritardandi eher störend. Es fällt deutlich auf, dass die Schweizer Baroque Solisten den sonst zu bemerkenden Trend auf Übernahme einer gewissen Jazz-Rhythmik nicht mitmachen. Insgesamt aber wegen des schönen Klanges und der sauberen Intonation doch eine sehr gefallende Einspielung der Konzerte. V L Die 6 Konzerte in einer Einspielung herausgegeben für die Gesamtedition Bach bei Brilliant Classics. Lebhaft gespielt, jedoch nicht ganz taktrein und die einzelnen Instrumente manchmal nicht ganz tonrein. Rhythmisch nicht überzeugend. Besonders die Celli und der Kontrabass zu breit gestrichen, daher nur schwaches Marcato. Das Orchester wird geleitet von dem Blockflötisten Pieter-Jan Belder, die Aufnahmen werden direkt geleitet von dem Geiger Rémy Baudet. Neu Edition der Einspielungen Furtwänglers aus Salzburg von 1950. Auf 1 CD. Es ist sicher schwierig, zu Furtwängler ein Urteil abzugeben. Jedoch ist meine Einschätzung, dass diese Aufnahmen weniger nach Bach, vielmehr nach Beethoven klingen. Furtwängler war wohl nicht der richtige Dirigent für die Aufführung barocker Musik. Allegro molto!, Hörner klingen zu hektisch, Satz II fast bestens, zuletzt ein Geschwindigkeits-Menuett. (KP) Die Aufnahmen von 2006 sind seit August 2010 im internet frei zugänglich durch tschechischen Radiosender Prag. Siehe zur Bedeutung dieser Aufnahmen in 2010. 187. 2006 188. 2006 Challenge Classics Sony Combattimento Consort Amsterdam De Vriend The Brandenburg Collegium Münchner –BachOrchester Newman 189. 2006 DGG 190. 2006 TDK Freiburger BarockOrchester Von der Goltz 191. 2006 TACET Stuttgarter KammerOrchester Hudson 192. 2006 Elatus Barocchisti di Lugano Fasolis Es handelt sich um eine Re-Edition der Aufnahmen on 1995 und 1996 aller 6 Konzerte auf 2 CDs. Sehr flüssig gespielt, jedoch klanglich vielleicht etwas zu schmal. Neueste Einspielung durch Newman und das Brandenburg Collegium aller 6 Konzerte L Alle 6 Konzerte in einer DVD-Einspielung aus dem Jahr 1981, wahrscheinlich noch im Januar, spätestens Anfang Februar 1981 aufgenommen, Richter starb am 15. Februar 1981 an Herzversagen. Die Aufnahmen sind tlwse im Internet unter Google-Video/ Youtube einsehbar. L Die DVD Aufnahme von 2000 neu bei TDK ediert. Die Aufnahme gilt als besonders originär-historistisch. Es handelt sich um eine Einspielung im Schloss von Köthen, in DVD mit schöner Anschaulichkeit. Kann auch im Internet über Video-Google eingesehen werden. Es handelt sich um Aufnahmen der 6 Brandenburgischen Konzerte von 1999, dazu einzelne weitere Aufnahmen: Chaconne für Viola, Partita in D, Largo und Fuge BWV 526 in der Bearbeitung durch Mozart, Kunst der Fuge, Musikalisches Opfer, 4 Orchestersuiten. In der CD-Version handelt es sich um 5 CDs von 2005. Siehe auch in 2010. Eine sehr frische und anmutige Aufnahme. Richter L Die 6 Konzerte auf 2 CDs neu ediert aus den Aufnahmen von 1996. „2SACDs. Dazu das Tripelkonzert BWV 1044. Eine sehr flüssig und temperamentvoll gespielte Aufnahme. Die Hörner 41 193. 2006 Berlin Classics Kammer Orchester Berlin Koch 194. 2006 Quartz Uhlig 195. 2006 Dutton 196. 2006 Private Aufnahme London Conchord Ensemble The Boyd Neel String and London Chamber Orchestra Acroma animata – junges Kammerorchester 197. 2007 NX Capella Istropolitana Warchal 198. 2007 MM Mainzer Kammer Orchester Kehr 199. 2007 Telarc Boston Symphony Orchestra Koussevitzky 200. 2007 EMI Classics Academy of St. Martin in the Fields Marriner 201. 2007 Avie European Brandenburg Ensemble Pinnock etwas vorlaut , sonst aber lebhaft und klangvoll. II,3 ist vielleicht etwas zu lebhaft und die Trompete etwas spitz. Sehr schnell. Einspielung aller 6 Konzerte auf 2 CDs. Nicht überzeugend. Besonders der dritte Satz des zweiten Konzertes klingt sehr in die Länge gezogen. Mit dem Violinkonzert für zwei Violinen, den Brandenburgischen Konzerten 2, 4, 6, sowie 3 Orchestersuiten. 2 CDs. Konzerte 1 – 6, und Cemabalo Konzert BWV 1058 und Violinkonzert BWV 1042. Neuedition der Aufnahmen von 1945 bis 1950 auf 2 CDs. Malcolm Matthias Bartsch und Aki Schmitt Eine private CD-Einspielung des Jungen Kammerorchesters, nicht im Handel erhältlich. Das Junge Kammerorchester tritt regional in Deutschland mit Konzerten insbesondere zur Musik des 18. Jahrhunderts, aber auch mit modernen Werken auf. V Konzerte 1, 3, 5, neu ediert aus der Aufnahme von 1987, 1 CD. Einspielung aller 6 Konzerte auf 2 CDs. Insgesamt etwas träge mit stampfenden Celli. Tempi sind gezogen und vielfach zu langsam. Aber sonst ordentlich gespielt. L V Neu-Edition der Aufnahmen aller 6 Konzerte mit den drei Orchester-Suiten von 1945 bis 1949 auf 3 CDs. Die Aufnahmen klingen doch sehr bedächtig und breit gedehnt. L V Neu-Edition der klassischen Marriner Aufnahmen aller 6 Konzerte von 1984/85 zusammen mit den drei Orchestersuiten auf 3 CDs. Eine sehr saubere und sorgfältige Einspielung, nicht zuschnell, jedoch etwas zu wenig an Dynamik. L V Neueinspielung von Trever Pinnock. Der ‚Pinnock-sound‘ („drahtig“) nicht mehr so sehr im Vordergrund. Eine kammermusikalische, leichtfüßige und engagierte Aufnahme. Findet generell große Zustimmung. Wohlklingend und gut balanciert, nicht zu schnell, aber mit Temperament. Siehe auch 42 202. 2007 MM Prades Festival Orchestra Casals 203. 2007 Decca Il Giardino Armonico Antonini 24‘36 43 im Internet eine Musikkritik einer Aufführung der Brandenburgischen Konzerte durch Pinnock und das Ensemble im Herkulessaal in München von 2007: Die Aufführung wurde als ganz außerordentlich eindrucksvoll bezeichnet, auch wenn gelegentlich etwas die Grundierung durch Kontrabass und Celli zu schwach ausfällt. Hierin scheint Pinnock ähnlich wie Andrew Parrott zu denken. Siehe die Aufnahmen von Parrott in 1999 mit den Taverner Players. L V Überspielung der Aufnahmen der Konzerte beim Prades Festival von 1950 auf CD der Fa. Membran Music Ltd. Leitung Pablo Casals, mit E. Istomin, Klavier, Joseph Szigeti, Violine, J. Wummer Flöte, u.a. Die Einspielungen mit Casals sind insgesamt eher etwas langsam und in die Breite gezogen. Die Gesamtaufnahmen in der Überspielung durch Membran Music Ltd enthalten auch das Doppelkonzert BWV 1043 mit Isaac Stern und Alexander Schneider, Violinen. L Konzerte 1 – 6, die Aufnahmen von 1996 nochmals herausgegeben durch Decca/ Teldec. Lebhaft und sehr geschmeidig gespielt. Eine besonders hinsichtlich des Spieltemperamentes und der Dynamik herausragende Einspielung. Für traditionale deutsche protestantische Gemüter vielleicht etwas zu temperamentvoll. Antonini hat in letzter Zeit Video-Aufnahmen mit der Sängerin Cecilia Bartoli gemacht. Diese sind hinsichtlich des Temperamentes der Bartoli und des Giardino Armonico durchaus gleichgewichtet! Das könnte kaum ein anderes Barock-Orchester überhaupt so hinkriegen. Die CD war 2004 bereits bei elatus veröffentlicht. Siehe dort. Siehe auch eine Video Aufnahme , Jahr unbekannt, mit dem letzten Satz des dritten Brandenburgischen Konzertes durch Il Giardino Armonico im Internet. Diese Einspielung, aufgenommen in einem leer stehenden Industrie-Loft, ist besonders eindrucksvoll hinsichtlich 204. 2007 SF Mozart Orchestra Bologna Abbado 205. 2007 Decca Chailly 206. 2008 MED Gewandhaus Orchester Leipzig Mozart Ochestra Bologna 207. 2008 HM Hogwood 208. 2008 NX The Academy of Ancient Music Swiss Baroque Soloists 209. 2008 EMI Baath Bach Festival Orchestra Menuhin Dynamik und Klang. Siehe die Internet-Adresse für die VideoAufnahme am Schluss des Anhanges. Eine Aufzeichnung des Schweizer Fernsehens vom 21. April 2007 der Festaufführung in Memoriam Carlo Maria Bandini aller 6 Brandenburgischen Konzerte mit dem berühmten Mozart Orchester Bologna und Claudio Abbado, Dirigent. Blockflöte: Michala Petri, Violine: Giuliano Carmignola, Oboe: Lucas M. Navarro, Trompete: Reinhold Friedrich. Das Besondere dieser Aufzeichnung, die vollständig im Internet eingesehen werden kann, ist für uns, dass im zweiten Konzert der Heidelberger Trompeter Reinhold Friedrich spielt. Insgesamt im Sinne von Klassik Prisma die vollkommen überzeugende Einspielung der Brandenburgischen Konzerte. Die Aufnahmen können im Internet eingesehen werden mit Google-Video unter Claudio Abbado – Brandenburg Concerts. Live Aufnahmen aus dem Gewandhaus zu Leipzig vom November 2007. 2 CDs Original. Noch keine Beurteilung. L Veröffentlichung der oben beschriebenen Aufnahmen aus dem Theatro Valli in Reggio Emilia von 2007 durch Medici TV in DVD. Diese Aufnahme zähle ich zu den schönsten Aufnahmen überhaupt. Siehe unten in 2010 die CD Edition. Neu-Edition der Aufnahmen von 1997 auf 2 CDs. Abbado Gabetta 21‘24 44 In der Kritik mäßig beschrieben. Bläser werden als tlwse unerträglich ‚schräg‘ charakterisiert. Es dirigiert und spielt Gabetta zusammen mit seiner Schwester Sol Gabetta, Cello. Alle sechs Konzerte, dazu die drei Violinkonzerte. CD-Reedition der LPs von 1959 und 1960 der Aufführungen beim Baath-BachMenuhin Festival in England. Violine und Leitung Yehudi Menuhin. Busch Chamber Players Bach Collegium Japan Busch 21‘46 Suzuki 20‘14 Decca English Chamber Orchestra Britten 213. 2008 Pandora Advent Chamber Orchestra Goldstein 214. 2009 SDG English Baroque Soloist Gardiner 210. 2008 EMI 211. 2008 BIS 212. 2008 18‘53 45 Eine sehr auf Menuhin ausgerichtete Einspielung. Insgesamt deutlich Streicher-betont. Bässe sind etwas im Hintergrund. Die Aufnahmen sind jedoch gerade wegen der deutlichen ViolinBetonung durchaus schön und anregend zu hören. Menuhin lässt im Vergleich zu Aufnahmen seiner Zeit (späte 50er Jahre!) lebhaft aufspielen. Neu ediert durch Membran Music Ltd. In 2011, siehe dort. L Neu Edition der Aufnahmen von 1935/36. Konzerte 1 -6 und vier Suiten für Orchester. Auf 3 CDs. Hörner klingen gepresst, Oboen zu sehr im Vordergrund, Wiederholungen sind gleichklingend, insgesamt konventioneller Eindruck (KP) L Neu-Edition der Aufnahmen von 1968. Insgesamt klingen die Aufnahmen mit Benjamin Britten dennoch etwas langweilig und eher spröde. Es fehlt etwas die barocke Begeisterung zur Musik. Einspielung aller 6 Konzerte vom Februar 2008. Die Aufnahmen repräsentieren wohl einen in den USA sehr verbreiteten Standard zur Musik J.S. Bachs in den verschiedenen kirchlichprotestantischen Kreisen der USA. Die Aufnahmen sind im internet einhörbar. Sicherlich sorgfältig und mit Ausdruckswillen gespielt, im Vergleich aber zu den modernen Bach-Einspielungen in Europa doch etwas träge. L Dramatisch zugespitzte Einspielung, eindrucksvoller wuchtiger Klang, insgesamt fast zu schnell. (KP) Das ist wirklich zu schnell gespielt, wenn auch sehr penibel und sehr sauber. Bei einem Besuch eines Konzertes in der Megaro Musici Athynon in Athen im Dezember 2010 konnte man die Einspielungen Gardiners im Musikladen des Megaro Musici fortlaufend hören. Nach Rückfrage im Laden erhielt ich zur Antwort, dass sich die Aufnahmen der Bachschen Musik (sowohl die Brandenburgischen Konzerte und Orchestersuiten als auch die Kantaten besonders in den Einspielungen durch Gardiner) sich derzeit in Athen besonders großer Beliebtheit erfreuen können. 215. 2009 BIS Bach Collegium Japan Suzuki 216. 2009 MM Columbia String Orchestra/ Ensemble des Solistes Reiner 217. 2009 MEL Solisten der Moskauer Philharmoniker Oistrach 218. 2009 HM Academy of Ancient Music Egarr L Neu-Edition der Aufnahmen von 2008 auf 3 SACDs. Die Brandenburgischen Konzerte auf solche Art in Japan eingespielt, das ist schon sehr bemerkenswert. Es bleibt jedoch bei der oben schon dargestellten Beurteilung. V Es handelt sich um die Aufnahmen der Konzerte 1, 3, 5, 6 von 1949 durch Columbia mit A. Reiner. Auf CD übernommen von Membran Music Ltd. Die Aufnahmen mit Reiner hören sich heute etwas altmodisch an. Reiner, maßgeblicher Dirigent der 40er Jahre, hat wohl die relativ verhaltene Spielweise bei den Brandenburgischen Konzerten zum Maßstab für spätere Einspielungen in den 50er Jahren gemacht. Neu Edition der 6 Brandenburgischen Konzerte von Aufnahmen noch aus der Sowjetzeit (ca. 1965) mit Igor Oistrach, Leitung und Violine. II,3 etwas gewöhnungsbedürftig. Die Trompete hört sich an, wie ein Storch im Wasserteich. L V Einspielung aller 6 Konzerte. 2 Superaudio CDs vom März 2009. Es handelt sich um eine Neueinspielung der Brandenburgischen Konzerte durch die Academy of Ancient Music bei Harmonia Mundi USA, zugleich für eine USA – Konzert-Tournee in 14 Städten der USA. Im Internet kann eine Einführung zu diesen Neuaufnahmen durch Richard Egarr angehört und eingesehen werden: http://vimeo.com/15626596, die anempfohlen sei. Egarr erläutert dort insbesondere sein Konzept der tonalen Herabstufung um einen Halbton auf das 46 219. 2009 internet Orchester Helmut Brandt Menden Brandt 220. 2009 ALPHA Ensemble Café Zimmermann Daniela Baroni französische Barock-Niveau der Stimmung. Das dadurch entstehende Klangbild weicht in der Tat von den meisten Einspielungen bisher ab; der entstehende Klangeindruck ist wohltuend, manchmal allerdings etwas schwerfällig. Zugleich nimmt Egarr die Tempi etwas zurück. Er lässt ohne Kontrabass spielen, stattdessen nur mit Barock-Cello/ Violone. Dadurch wird der Gesamtklang etwas heller, obwohl in der tonalen Herabstufung gespielt. Eine detaillierte Erläuterung zu diesen Neueinspielungen wird für dieses Tabellarium noch vorbereitet. Eine Aufführungs-Aufnahme des zweiten Brandenburgischen Konzertes ‚live‘ in der Heiliggeist-Kirche in Menden bei Dortmund vom 10. Mai 2009, die durchaus gefällt. Die Aufnahmen können im internet eingesehen und gehört werden. Solisten sind: Antje Pollmann (Violine), Claudia Lahage (Oboe), Antje Heinemann (Blockflöte), Jörg Segtrop (Trompete) und Helmut Brandt (Cembalo). Alle Solisten spielen sehr sorgfältig und musikantisch, eine insgesamt ausgewogene und dennoch sehr anmutende Einspielung. Es handelt sich um ein regionales Barock-Ensemble, das aber mit solchen Einspielungen durchaus in weiterem Rahmen auftreten sollte. L V Es handelt sich um ein CD – Paket von 6 CDs. Darin enthalten Instrumentalwerke von J.S. Bach, darunter auch die Violinkonzerte, und eben die 6 Brandenburgischen Konzerte. Die Brandenburgischen Konzerte sind unterschiedlich auf die 6 CDs verteilt. Man muss also das ganze Paket kaufen, wenn man alle Konzerte hören will. Das Ensemble Café Zimmermann spielt im Barock-Modus nach dem Vorbild des Berliner Ensembles unter 47 der Leitung von R. Jacobs. Eine eigene Kommentierung folgt später. 221. 2009 Internet German Brass Eine Einspielung des zweiten Brandenburgischen Konzertes durch das Ensemble German Brass. Dabei handelt es sich um eine Vereinigung von Blech-Bläsern, von der Trompete, über Posaunen, Hörner bis hin zur großen Tuba. Eine überaus anregende und durchaus außergewöhnliche Einspielung. Alles ist im Internet einhörbar und einsehbar. CD-Veröffentlichungen von German Brass gibt es, zu den Brandenburgischen Konzerten ist hier aber noch nichts bekannt. Der erste und zweite Satz aus dem zweiten Konzert in einer Video-Aufnahme aus 1967 aus dem Schloss-Oberschleißheim bei München, im Internet über Google einsehbar. Gleiche Besetzung wie in den LP Aufnahmen von 1967, jedoch ohne Hedwig Bilgram stattdessen Richter selbst am Cembalo und Leitung, mit Otto Büchner, Solo- Violine, Besetzung sonst wie 1967, bes. Pierre Thibaud. Einspielung der 6 Konzerte dazu das Flötenkonzert No. 4 von ....... Es handelt sich um Aufnahmen noch aus der DDR-Zeit. 222. 2010 internet Münchner- BachOrchester Richter 223. 2010 SSS Brandenburgisches Konsortium Bosse 224. 2010 Sony Kapp Konzerte 1 – 6, auf 2 CDs. Aufnahmen von 1984 neu ediert. 225. 2010 TACET Philharmonia Virtuosi New York Stuttgarter KammerOrchester Hudson L Eine neuerliche Vinyl-Produktion: 3 LPs, 2010 neu durch Tacet veröffentlicht. Es handelt sich um Aufnahmen der 6 Brandenburgischen Konzerte offenbar aus 2005, zusammen mit Chaconne für Viola, und BWV 526 in der Bearbeitung durch Mozart. 48 226. 2010 Avie Apollos Fire Baroque Orchestra Sorrell 227. 2010 Decca Universal Gewandhaus Orchester Leipzig Chailly Eine Einspielung aller 6 Konzerte auf historischen Instrumenten von 1999 bis 2005. Dazu das Violinkonzert BWV 1052 und die Cembalo-Konzerte BWV 1052 und 1056. L V Wiederveröffentlichung der Original-CDs von 2008. Diese Aufnahmen aller 6 Brandenburgischen Konzerte werden vielfach zu den schönsten Einspielungen auf Tonträgern gerechnet. Und in der Tat, auch nach unserer Auffassung sind diese Aufnahmen ganz herausragend: klar, deutlich, sauber intoniert, ohne angestrengte ‚Historisierung‘, ganz herausragende Solisten, so ganz besonders der Trompeter Sommerlander im zweiten Konzert. Chailly lässt mit einer zugleich gelassenen Eleganz als auch mit kompromissloser Eindeutigkeit spielen, und zustande kam eine zugleich moderne Einspielung, die dennoch den Eindruck von Bachscher Originalität vermittelt. So z.B. ist der Eindruck des ersten Satzes aus dem dritten Konzert einfach berauschend: Keine andere Aufnahme kann den kurzen Blick in die Tiefe am Ende des Satzes so dramatisch spielen, wie das Gewandhaus Orchester in dieser Aufnahme, und das, ohne dass dabei der Kontrabass über die Maßen in Anspruch genommen würde. Dem folgt ein sensibles kurzes Solo der Violine von Sebastian Breuninger, und dann folgt der berühmte dritte Satz: Auch dieser temperamentvoll und rhythmisch prägnant, aber nicht zu schnell. Die langsamen Tempi der Furtwängler-Zeit sind nun endgültig Vergangenheit, aber ohne dass dabei überhaupt nur der Eindruck von Eile oder gar zu schnellen Tempi entstünde. Alles ist ausgewogen in Tempi, Intonation, Ausgleich der Instrumente, und gerade in dieser Ausgewogenheit entsteht ein Gefühl der aufmerksamen Anspannung, darüber nämlich mehr und mehr, ob tatsächlich eine solche Konzeption über alle sechs Konzerte hinweg gelingen kann: Es kann, so viel sei verraten. Das Zuhören macht an der häuslichen Musikanlage ein enormes Vergnügen ohne irgendeine Einschränkung. 49 Le Concert des Nations Le Petite Bande Savall L Konzerte 1 – 6. 2 SACDs. Kuijken HM Akademie für Alte Musik Berlin Jacobs 231. 2010 DG Berliner Philharmoniker Karajan 232. 2010 BLCL/ Edel Virtuosi Saxoniae ensemble 233. 2010 Internet Musica Florea Stryncl L Konzerte 1 – 6, auf Naturhörnern. Aufnahmen von 1986 neu ediert auf 2 SACDs. L V Neu-Edition der älteren CDs von 2003, siehe dort, in neuer 24bit Technologie. Es bleibt jedoch bei dem für die BarockInterpretationen von Jacobs charakteristischen Klangbild, das vielleicht etwas zu breit ist. Man könnte auch sagen, etwas ‚spöckig‘ gespielt, zu wenig klangvoll. L V Neuedition der alten Aufnahmen von 1964 mit neuer CDTechnologie durch Deutsche Grammophon auf 2 CDs. Die frühere Einschätzung der LP-Einspielungen von 1964 (siehe dort) bleiben allerdingsbestehen, obwohl diese Einspielungen gerade im Gegensatz zu den im Jahr 2010 allzu häufig vorgestellten ‚originalen barocken Einspielungen‘ ein durchaus anderes Hörprofil anbieten und damit die ‚barocke Einseitigkeit’ gegenwärtiger Aufführungen etwas modifiziert. Die CDEinspielungen wurden bereits 1986 und 1997 von Deutsche Grammophon auf den Markt gebracht. L V Neu- Edition der Aufnahmen von 1991. Eine sehr schöne Einspielung, in größter Sorgfalt. Diese Einspielung kann sicherlich mit zu den schönsten Aufnahmen gerechnet werden. Aber beachten: Inhalt und Nummern der beiden CDs sind vertauscht. Im zweiten Konzert spielt Ludwig Güttler selbst das Corno da caccia, d.h. eine tiefere, dem Kornett ähnlich klingende Tromba. Dennoch klingt alles sehr beschwingt. Sonst ebenfalls mit alten Instrumenten, insbesondere sehr schöne Blockflöte. Siehe auch in 1991 zur Erstveröffentlichung der Aufnahmen. L V Diese Gesamtaufnahme der Brandenburgischen Konzerte ist seit August 2010 im Internet frei zugänglich, eingestellt durch das Tschechische National Radio in Prag. Es handelt sich, soweit ich das beurteilen kann, offenbar um die Einspielungen, die bei 228. 2010 MV 229. 2010 Accent 230. 2010 17:38 50 2006 bereits benannt sind, jedenfalls ist für das Erste Konzert genau die gleiche Zeitdimension angeben. Im Gegensatz zur Einschätzung im Klassik Prisma bin ich der Auffassung, dass es sich bei diesen Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte um ganz wunderbare Aufnahmen handelt: deutliches BarockMarcato kennzeichnet die Spielweise, klangvolle Blockflöten, sehr saubere Violinen, ebenmäßig fundierende Bässe, ohne jedes Brummeln, wohl klingende Oboen, sehr sorgfältig und dennoch impressiv gespielte Hörner, eine saubere klare Trompete etc., fein differenzierte und wirklich gut wahrnehmbare Dynamik des gesamten Spiels, dabei wird durchaus nahezu alles in lebhaftem Tempo gespielt, der neuerdings wieder diskutierten möglichen originären Tempo-Auffassung sowohl des Barock als auch der Klassik entsprechend. Ich möchte deshalb diese Einspielungen aus meiner Sicht mit zu den eindrucksvollsten Aufnahmen der Brandenburgischen Konzerte bisher nennen. 234. 2011 DECCA Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach Schreier 16‘10 51 L V Peter Schreier kann heute sicherlich als einer der ganz großen Interpreten der Musik von Johann Sebastian Bach gelten, nicht zuletzt auch, seitdem er die Leitung des Münchner Bach Chores innehat. Zuvor hatte er die Leitung des Kammerorchesters Carl Philipp Emanuel Bach, und mit diesem hatte er schon 1993 die Brandenburgischen Konzerte eingespielt. Diese Aufnahmen liegen nun in einer neuen Doppel-CD, herausgebracht durch Universal Music – DECCA, vor, wobei auf je einer der CDs je ein Tripel-Konzert zusätzlich enthalten ist. Schreier und sein früheres Bach-Orchester spielen alles auf wunderbar musikantische Weise: herzhaft, froh, temperamentvoll, klangvoll, zügig, und gelegentlich auch mutig, so z.B. das zweite Konzert mit dem norwegischen Trompeter Hardenberger. Diese Aufnahmen möchte ich als die für meinen Eindruck besten und 235. 2011 DGG/ Sony The English Concert Pinnock 236. 2011 Membran Music Ltd Baath Festival Orchestra Menuhin schönsten Aufnahmen der Brandenburgischen Konzerte überhaupt kennzeichnen, jedenfalls soweit ich selbst einen Vergleich mit anderen Aufnahmen anstellen kann. Die Aufnahmen im Vergleich sind in diesem Tabellarium mit ‚V‘ gekennzeichnet. Im Klassik Prisma hatte B. Stremmel die Aufnahmen von Jacobs als die für ihn schönsten gekennzeichnet, bei welchen nur noch ein kleines Schlusspünktchen für die allerhöchste Wertung fehlte. Zu den Aufnahmen Schreiers möchte ich sagen, dass ein solches Pünktchen nicht mehr fehlt, sie also die allerhöchste Wertung erreichen. L V Wiederveröffentlichung der klassisch zu nennenden Aufnahmen des Orchesters ‚The English Concert‘ unter der Leitung und Anleitung von Trevor Pinnock. Die Aufnahmen datieren von 1982, siehe dort. Im Wiederhören dieser Aufnahmen ist doch die große Bach-Begeisterung dieser Musiker und zugleich deren überaus eindrückliche Souveränität im Umgang mit barocker Musik, der Musik Johann Sebastian Bachs insbesondere, zu erleben. Gerade im Vergleich mit den neuesten Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte nach 2003 fällt immer noch die überaus frische und temperamentvolle, zugleich äußerst sorgfältige Musizierweise dieses Ensembles auf. Trevor Pinnock und das English Concert dürfen sicherlich immer noch zu den besten Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte gerechnet werden. V L Es handelt sich um die Aufnahmen Menuhins von 1959 mit dem Baath Festival Orchestra. Siehe dort. Die Aufnahmen wurden bereits 2008 durch EMI auf CD herausgebracht, siehe dort. Die hier vorliegende CD-Veröffentlichung durch Membran zeichnet sich wie bei Membran üblich durch eine herausragende technische Überarbeitung aus, die für voll Klangreinheit und Instrumenten-genaue Übertragung garantiert. Das Klangbild ist demjenigen der LP-Edition durchaus ranggleich einzuschätzen. 52 237. 2012 Edel Freitagsakademie Bern 238. 2014 Harmonia Mundi Freiburger Barockorchester L Es handelt sich um eine ‚erfundene‘ Mitternachtsparty, die 1723 angeblich in Köthen stattgefunden haben soll, und zu deren Zweck die Brandenburgischen Konzerte aufgeführt worden sein sollen. Die Freitagsakademie ahmt ein solches Projekt aktuell nach. Das Ganze ist eine Aufführungsidee des Labels Winter & Winter. Abgesehen von den Party-Effekten (Vogelzwitschern, Pferdehufe, Feuerwerkskracher, Rufen und Klatschen des Publikums und Ähnliches) handelt es sich offenbar um eine irgendwie sehr oberflächliche Aufnahme, die zudem allzu sehr nur in den Höhen klingt, eine Fundierung durch basso fehlt gänzlich. Einige Passagen der Soloinstrumente mögen ganz akzeptabel sein, insgesamt jedoch eine sehr gewöhnungsbedürftige Einspielung, auch wenn die Freitagsakademie aus Bern, gegründet nach einem Vorbild gleichen Namens aus Berlin im frühen 19. Jahrhundert im Jahr 1993, eigentlich eine renommierte Barock-Kapelle ist. Aus einer Kritik im Kulturradio bei Arte von Peter Uehling (Sept.2012) darf folgendes zitiert werden: „Das Berner Ensemble Die Freitagsakademie spielt solistisch und auf ordentlichem Niveau, allerdings in der sehr kalten und halligen Akustik einer Kirche, bei der man sich den Klang eines Festsaals mit Marmor und Spiegeln sehr gut vorstellen kann – aber man wünscht es sich oft wärmer und direkter. Die Violin- oder Oboensoli fallen eher schwach aus, wenig Farben, aber viel kratzendes Saitenmaterial zeigen die Bratschen im 6. Konzert, gut sind die sehr offensiv gespielten Hörner und die virtuose Trompete, sehr gut der Cembalist Vital Julian Frey im 5. Konzert.“ Winter L V Eine Neuaufnahme aller 6 Konzerte im Ensemble. Eine Kommentierung steht noch aus. Siehe aber den Bericht von 53 239. 2014 Berlin Classics Volker Hagedorn in: Die Zeit, Nr. 49, vom 27. November 2014, S. 71, online direkt in: www.volker-hagedorn.de/wp/?p=1687 L V Eine Neuaufnahme aller 6 Konzerte im Ensemble. Eine Kommentierung steht noch aus. Siehe aber den Bericht von Volker Hagedorn in: Die Zeit, Nr. 49, vom 27. November 2014, S. 71, online direkt in: www.volker-hagedorn.de/wp/?p=1687 Concerto Köln 54 ANHANG: 1. Die Labels: Accent Accord Musidisc ALPHA Ambitus apex Archipel Ariola Ars Vivendi Austrophon Aura music sri Aurophon Avie Universe BCI BCL Berlin Classics BIS records Sweden BRCL Brilliant Classics CA Capriccio/ Delta CB Calif. Baptist University CBC COLUMBIA Challenge Classics Collins Classics London DECCA, siehe auch Universal Music DCM Da Camera Magna Delos international N.Y. Delta von Electrola DGA Deutsche Grammophon Archiv Produktion DGG Deutsche Grammo phon Gesellschaft DHM Deutsche Harmonia Mundi DRA Deutsches Rundfunk Archiv Frankfurt/M. Dutton Vocalion (historic) Edel Berlin - München Elatus (Warner) Electrola His Maters Voice EMI Electrola/ His Masters Voice ERD Erato Disques Eterna EURODISC HBL Portland Oregon Heliodor HM Harmonia Mundi HYP Hyperion HN Hänssler IGA Istituto Geografico de Agostini LC Line MED Medici tv MEL Melodiya (Deutsche Grammophon) Membran Music Ltd. London MM Membran Music Ltd. London MV Naïve Classics NAX Naxos Novalis ORF Wien PARNASS PHILIPS Pilz Point Classics London Quartz (Birmingham) Scribendum SDG SF Schweizer Fernsehen SKY Skyline.com SONY SU Supraphon Prag SSS Sans Souci Studios 55 Berlin Strato SUP Supraphon Prag TACET Stuttgart TDK Telarc TELDEC TIM The International Music Company Ultima Universal Music, siehe auch DECCA Virgin VOX Warner Music Weltbild WE Weton WING Winter & Winter WM Westminster 2. Die Orchester / Ensembles: The Academy of Ancient Music, London Academy of St. Martin in the Fields, London Akademie für Alte Musik Berlin Amsterdamer Barock Orchester Apollos Fire = The Cleveland Baroque Orchestra Ars Redivivia Ensemble Prag Baath Bach Festival Orchestra Bach Collegium Japan Bach Orchester des Gewandhauses Leipzig Bach Orchester Pforzheim Barocchisti di Lugano Basler Kammerorchester Berliner Philharmoniker, zuvor: Philharmonisches Orchester Berlin bis 1929 Boston Baroque Orchestra Boston Early Music Festival Orchestra Boston Symphony Orchestra The Boyd Neel String Orchestra and London Chamber Orchestra The Brandenburg Collegium Brandenburg Consort Camerata Academica Würzburg Camerata Romana Capella Istropolitane Lubljana Chamber Music Society of Lincoln Center New York City Chamber Orchestra of Europe Cleveland Baroque Orchestra Combattimento Consort Amsterdam Collegium Aureum Columbia String Ensemble New York Concentus Musicus Wien Consort of London Le Concert des Nations, Paris Concertino Italiano Deutsche Bach Solisten Ansbach English Baroque Soloists English Chamber Orchestra The English Consort Ensemble Café Zimmermann Ensemble des Solistes du Orchestre Symphonique de Paris Ensemble Sigiswald Kuijken, Haarlem European Brandenburg Ensemble Festival Strings Lucerne Freiburger Barock Orchester Freitagsakademie Bern Gewandhaus Kammer Orchester Leipzig Hamburgisches Bach Orchester Il Giardino Armonico Kammer Musik Kreis Scheek-Wenzinger Kammer Orchester Adolf Busch Kammer Orchester Berlin Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach Kammer Orchester Edwin Fischer Kammer Orchester Wilhelm Stross Kölner Kammer Orchester Müller-Brühl Kölner Solisten des Kölner Kammer Orchesters Müller-Brühl Lincoln Center Chamber Music Society London Chamber Orchestra London Conchord Ensemble London Festival Orchestra Mainzer Kammer Orchester Marlboro Festival Orchestra Mozart Orchestra Bologna Münchner Bach Orchester Münchner Kammer Ensemble Münchner Kammer Orchester Musica Amphion Musica Antiqua Köln Musica Florea I Musici die San Marco di Venezia Neues Bachisches Collegium Musicum in Leipzig New Philharmonic Orchestra London Niederländisches Kammer Orchester Northern Sinfonia of England Orchester des Reichssenders Köln Orchester der Wiener Staatsoper Orchestra of the Age of Enlightment Orchestra da Camera dell’Arte Orchestra della Svizzera Italiana Orchestre de Chambre de l’Ecole Normale de Paris, Alfred Cortot Orchestre de Chambre Baroque de la Sarre Orchestre de Chambre de Radio Berlin Orchestre Symphonique de Paris Oregon Bach Festival Chamber Orchestra The Parisien Consort La Petite Bande Philharmonia Orchestra London Philharmonia Slavonica Philharmonia Virtuosi New York 57 Philharmonische Vereinigung Sinfonica Philharmonisches Orchester Berlin, bis 1929, dann: Berliner Philharmoniker Philharmonisches Orchester von Lubljana Prades Festival Orchestra Pro Musica Orchester Paris Großes Radio Orchester Berlin Radio Symphonie Orchester Berlin Radio Sinfonie Orchester Budapest RRG Orchester Berlin Schola Cantorum Basiliensis Slovak Chamber Orchestra Solisten der Moskauer Philharmoniker Solistenvereinigung der Bachwoche Ansbach Stuttgarter Kammer Orchester Stuttgarter Solisten Südwest Studio Orchester Südwestdeutsches Kammer Orchester Swiss Baroque Soloists Tafelmusik Jeanne Lamon Taverner Players Vancouver Orchestra Vienna State Opera Orchestra Virtuosi Saxoniae Leipzig Wiener Akademie Wiener Kammer Orchester Wiener Philharmoniker Württembergisches Kammerorchester (Heilbronn) Zürich Barock Ensemble 58 3. Die Dirigenten: (zu den Dirigenten mit den Lebensdaten gibt es biografische Artikel in Wikipedia) Claudio Abbado 1933 Henry Adolph Rinaldo Alessandrini 1960 Giovanni Antonini 1965 Daniela Baroni Rudolf Baumgartner 1917 – 2002 Pieter-Jan Belder 1966 M. Bernardi Gerhard Bosse 1922 Douglas Boyd 1959 Karel Brazda Benjamin Britten 1913 - 1976 59 Adolf Busch 1891 – 1952 Pablo Casals 1876 – 1973 Ricardo Chailly 1953 Robert Haydon Clark 1943 Alfred Cortot 1877 – 1962 Marcel Couraud 1912 – 1986 Eugen Duvier Richard Egarr George Enescu 1881 – 1955 Jörg Faerber 1929 Diego Fasolis Edwin Fischer 1886-1960 Wilhelm Furtwängler 1886 - 1954 Andrès Gabetta Sol Gabetta 60 John Eliot Gardiner 1943 Severino Gazzelloni 1919 – 1992 Reinhard Goebel Goldberg Gottfried von der Goltz Roy Goodman 1951 Paul Goodwin 1956 Heinz Markus Göttsche 1922 Ludwig Güttler 1943 Nikolaus Harnoncourt 1929 Martin Haselböck 1954 Robert Heger Christopher Hogwood 1941 Jascha Horenstein 1989 – 1973 Benjamin Hudson 1950 61 René Jacobs 1946 Richard Kapp Herbert von Karajan 1908 – 1989 Günther Kehr 1920 – 1989 Erich Kleiber 1890 – 1956 Otto Klemperer 1888 - 1965 Hans Knappertsbusch 1885 - 1973 Helmut Koch 1908 – 1975 Ton Koopman 1944 Sergei Alexandrowitsch Sigiswald Koussevitzky 1874 - 1951 Kuijken 1944 Jeanne Lamon 1949 Fritz Lehmann 1904 – 1956 Ferdinand Leitner 1912 - 1996 Gustav Leonhardt 1928 62 Raymond Leppard 1927 Alberto Lizzio Lorin Maazel 1930 George Malcolm 1917 – 1997 Neville Marriner 1924 Alois Melichar 1896 - 1960 Yehudi Menuhin 1916 – 1999 Ulrich Mertin Helmut Müller-Brühl 1933 Karl Münchinger 1915 – 1990 Heribert Münchner Milan Munclinger Boyd Neel Anthony Newman 1941 Igor Oistrach 1931 1923 – 1986 63 Jean-Francois Paillard 1928 Andrew Parrott 1947 M. Pearlman Murray Perahia 1947 Trevor Pinnock 1946 Max Pommer 1936 Ross Pople 1945 Rudolf Pribil Jean-Pierre Rampal Josef Rees Hanns Reinartz Fritz Reiner 1888 - 1963 Karl Richter 1926 – 1981 Helmuth Rilling 1933 Artur Rother 1922 - 2000 64 Karl Rucht Paul Sacher 1906 - 1999 Jordi Savall 1941 Wolfgang Sawallisch 1923 Hermann Scherchen 1891 – 1966 P. Schmitz Peter Schreier Rudolf Schulz-Dornburg Carl Schuricht David Shiffrin Jeannette Sorell Leopold Stockowski 1882 - 1977 Wilhelm Stross 1907 – 1966 Mareck Stryncl Masaaki Suzuki 1880 – 1967 1954 65 Friedrich Tilegant Florian Uhlig 1974 Jan Willem de Vriend 1959 Bohdan Warchal 1930 – 2000 August Wenzinger 1905 – 1996 Helmut Winschermann 1920 Luigi Zanetti 66 4. Einige Bemerkungen zu nicht vorhandenen Tonträgern: Es gibt natürlich noch einige Einspielungen mehr auf Tonträgern, die mir nicht bekannt sind. Recherchen aber ergaben, dass einige spezielle Orchester die Brandenburgischen Konzerte nicht eingespielt haben: Große Symphonie-Orchester (die ‚Berliner Philharmoniker‘ ausgenommen) ohnehin nicht, aber auch spezielle Orchester für die Musik des 18. und 19. Jahrhunderts: so etwa das Orchestre des Champs Èlysees, Paris. Es scheint, dass Philipp Herreweghe, der mit letztgenanntem Orchester sehr verbunden war, und der so viele Einspielungen der Bachschen Kantaten und Oratorien vorgelegt hat, keine Aufnahme mit den Brandenburgischen Konzerten gemacht hat. Hierin anders als Helmut Rilling oder Ton Koopman, ebenfalls große Interpreten der Bachschen Vokal-Werke, die sich intensiv auch um die Orchesterwerke, die Brandenburgischen Konzerte besonders, besorgt haben. Einige der älteren Aufnahmen, soweit solche beim Deutschen Rundfunkarchiv lagern, sind nicht als öffentliche Tonträger erreichbar, jedoch können dort Kopien angefordert werden. Im Tabellarium werden solche Aufnahmen unter dem Label DRA benannt. 5. Sonstige weitere Anmerkungen und Bemerkungen: Die Internet –Video Aufnahme des zweiten Konzertes, BWV 1047, leider nur die Sätze 1 und 2, mit dem Münchner Bachorchester und Karl Richter im Schloss Oberschleißheim bei München kann im Internet (G00gle-Video) eingesehen und gehört werden: (Münchner Bach Orchester Bach Brandenburg Concert No. 2 in F major BWV 1047 – 1. Allegro – 2. Andante). Darüberhinaus können über Youtube alle Einspielungen des Münchner Bachorchesters unter der Leitung von Karl Richter im Schloss Oberschleißheim eingesehen und angehört werden. Insbesondere die Einspielung des 6. Brandenburgischen Konzerts in solistischer Streicherbesetzung mit Continuo ist mit dem Hintergrund der barocken SchlossRäume von Schleißheim eindrucksvoll und sei zur Anhörung anempfohlen. Die Deutsche Grammophon Archiv Produktion hat die Aufnahmen des Münchner Bach Orchesters in einer CD neu herausgegeben, wobei die Aufnahmen aus der Zeit von 1964 bis 1981 ausgewählt wurden. Die Aufnahmen der Brandenburgischen Konzerte sind von 1967, alle aufgenommen in der Hochschule für Musik in der Arcisstraße München. (Die 67 Aufnahmen in München konnte ich persönlich mithören). Zusätzlich gibt es die Konzerte für Oboe und für Oboe und Violine, aufgenommen 1964 bzw. 1981. Diese Aufnahmen sind in der Tabelle in 1981 notiert. Hinsichtlich der Beurteilung sei angemerkt: Richter mit diesen Aufnahmen fällt deutlich aus dem allgemeinen Temporaster: Er lässt deutlich temperamentvoller und schneller spielen, als der seit Reiners Einspielungen üblichen langsamen, manchmal sogar schläfrigen Tempi. Dennoch sind die Aufnahmen Richters nicht übertrieben schnell. Die für 2007 genannte Einspielung mit Claudio Abbado kommt in den Tempi übrigens den Richterschen Vorgaben nahe. Lediglich Gardiner, auch Marriner lassen ähnlich lebhaft spielen. Alle aber werden übertroffen von der Einspielung der Musica Florea aus Prag, die in der Tabelle als letzte für 2010 genannt wird. Wenn man diese Aufnahmen gehört hat, dann hat man wirklich das Gefühl, dass die meisten Einspielungen zuvor an zu langsamen Tempi leiden, wie gesagt, manchesmal richtig schläfrig wirken. Aber nicht nur die Tempi entscheiden: Die Dynamik der verschiedenen Aufnahmen ist auffallend unterschiedlich. Auch hier habe ich den Eindruck, dass Marek Stryncl am entschiedensten die Ausdifferenzierung der Dynamik (d.h. der Mischung aus crescendi, diminuendi, aus forte und piani) erarbeitet hat, und dass er und sein Orchester auch den Mut hat, derartig deutlich und differenziert zu spielen, gewissermaßen alle ältere auf Klassizität und Religionsverträglichkeit gerichtete Einspielungen hinter sich lassend. Aus meiner Sicht sind diese Aufnahmen vielleicht nicht die schönsten – dieses Lob kommt Abbado und dem Mozart Orchester Bologna zu, aber die eindruckvollsten. Für mich also sind die wuchtigeren, wacheren, temperamentvollen Einspielungen gegenüber den eleganten, klassischen, formal und tonal vollkommen ebony-mässigen Einspielungen vorrangig. Ich halte daher insbesondere die Einspielungen von Antonini (1996/97) und Stryncl (2006/2010) für die eindrucksvollsten Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte, hinter denen selbst die Hochschul-Einspielungen von Karl Richter von 1967 doch zurückbleiben müssen. Gesamtbeurteilung und eigene Vorlieben: Für meinen (E.H.) Musikgeschmack sind drei Aufnahmen der Konzerte besonders herausragend: Karl Richter, die ‚Forschungsaufnahmen‘ von 1967 in der Musikhochschule in München, Claudio Abbado mit dem Mozart Orchester Bologna (diese Aufnahme war dem Autor von Klassik-Prisma natürlich noch nicht bekannt), und die Aufnahmen mit Marek Stryncl und der Musica Florea. Die Aufnahmen von Nikolaus Harnoncourt als auch die eher unbekannte Aufnahme der Academia Würzburg empfinde ich als eigentlich barock, durchaus vergleichbar den Aufnahmen mit René Jacobs. Gerade der Kontrast zur Aufnahme mit Koopman macht deutlich, dass dieser (wie auch vielfach die Musikkritik) Barock mit Rokoko verwechselt, wobei Rokoko- Aesthetik zugleich jene übertriebene Verspieltheit als auch 68 empfindungsreduzierte Vorklassik widerspiegelt, gegen welche Mozart so sehr rebelliert hatte. Die englischen Aufnahmen, besonders St. Martin in the Field, überzeugen durch Sorgfältigkeit und klangliche Schönheit. Einige Aufnahmen, so z.B. die Aufnahme mit Gardiner, fallen klanglich etwas oberflächlich aus, so auch die Aufnahmen mit dem Consort of London und Robert Haydon Clark. Die Aufnahmen mit Jacobs und Goodwin sind sehr schön und eher ruhig, aber kräftige Streicher dominieren. Eigentümlich sind die Prades-Aufnahmen mit Casals, aber besonders eindrücklich, so auch die zweite Einspielung von Casals mit dem Marlboro Festival Orchestra. Die in Klassik-Prisma besonders herausgehobenen Aufnahmen mit der Urfassung des Konzertes, aber auch die anderen Aufnahmen des Leipziger Collegiums mit Pommer als Dirigent sind in allgemeiner Einschätzung neben der Goebelschen Einspielung mit die besten Tonträger mit den Brandenburgischen Konzerten. Und in der Tat, diese ‚Leipziger‘ Brandenburgischen Konzerte sind wohlklingend und anregend zugleich – weder veraltet, noch ‚modern‘, vielmehr eine Grundmusikalität vermittelnd, welche den Hörer angesichts der Vielzahl der Einspielungen mit den Brandenburgischen Konzerten zu einer ruhigen Gelassenheit finden lässt. Einen vorrangigen Vergleich genießen die Aufnahmen von Max Pommer mit dem Neuen Bachischen Collegium in Leipzig noch aus DDR Zeiten, und das Münchner-Bach-Orchester mit Karl Richter in der Hochschule für Musik in München von 1967, publiziert 1968. Beide Aufnahmen sind sicher hervorragend und können durchaus als zwei der besonders eindrucksvollen Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte überhaupt verstanden werden. Ich persönlich empfinde die Aufnahmen aus München weitaus frischer und temperamentvoller als die Leipziger Aufnahmen. Letztere scheinen wie von einem melancholischen Tau belegt zu sein und können diese neugierige Frische aus München nicht erreichen. Das wuchtige Temperament der Aufnahmen Stryncls aus Prag scheint den Leipziger BachEnthusiasten völlig fremd zu sein. Angemerkt sei auch, dass insbesondere die Trompeten- Parts, in München gespielt von Pierre Thibaud, gegenüber der Leipziger Einspielung weitaus deutlicher und klarer geraten sind, wie überhaupt das Thibaudsche Trompetenspiel von kaum einer anderen Einspielung erreicht wird. Auch nicht von der Aufnahme aus Prag durch die Musica Florea. Die Aufnahme mit Maurice André aus Prag ist mir bis dato allerdings nicht bekannt. Die allerdings schönste und perfekteste Einspielung des zweiten Konzertes gerade hinsichtlich des Trompeten-Parts ist jetzt die Einspielung mit Abbado und dem Mozart Orchester Bologna. Die Trompete spielt, wie im Tabellarium schon gesagt, der Heidelberger Trompeter Reinhold Friedrich. Und er spielt die Trompete in einer von keinem der anderen Trompeter erreichten Klarheit und Fehlerfreiheit. Freilich kann das Trompetenspiel von Karl Rucht aus den Jahren vor 1950 nicht mehr gehört werden, hatte doch Paul Hindemith 69 gesagt, Rucht sei (bis ca. 1953) der beste Trompeter Europas gewesen. Und Rucht hatte selbstverständlich auch das zweite Brandenburgische Konzert auf der Trompete gespielt. Erst 1953 hat er dann die genannte LP, eine der ganz frühen LPs überhaupt, aufgenommen – als Dirigent. Im nachfolgenden Artikel aus Klassik Prisma wird zuletzt gesagt, dass der Autor dort eine restlos zufriedenstellende Aufnahme in seiner Sammlung nicht gefunden habe. Ich möchte nun hier auf eine Aufnahme verweisen, die auch ich erst nach weiterer Suche im Internet aufgefunden habe (obwohl schon mehr als 50tsd Aufrufe zu dieser Aufnahme im Internet verzeichnet sind). Es ist die für das Jahr 2007 genannte Aufführung der Brandenburgischen Konzerte im Teatro Municipale Valli in Reggio Emilia in Italien vom 21. April 2007. Dabei handelt es sich um eine Festaufführung in memoriam Carlo Maria Bandini. Es spielt das Mozart Orchester Bologna unter der Leitung von Claudio Abbado, Solisten sind u.a. Michala Petri, Blockflöte, Lucas M. Navarro, Oboe, Giuliano Carmignola, Violine und, für uns Heidelberger oder sogar Wieblinger besonders hervorzuheben: Reinhold Friedrich, Trompete. Im Internet können in Google-Video alle 6 Konzerte eingesehen werden, was im Rahmen des Teatro Valli von besonderer Eindrücklichkeit ist. Das Konzert wurde mit dem zweiten Brandenburgischen beendet, und nach einem wunderbaren fröhlichen Applaus mit einem richtigen Blütenregen von den Balkonen hinunter zum Podium spielen die Musiker den letzten Satz des zweiten Konzertes nochmals, Michala Petri diesmal mit der Piccolo-Blockflöte – einfach herrlich. Reinhold Friedrich setzt den Schlusspunkt, indem er, der Piccolo-Flöte entsprechend, den letzten Ton in der Oktav-Erhöhung spielt und diesen auch in schönster Reinheit und Klarheit trifft. Er hat sich sichtlich selbst darüber gefreut – und ebenso erfreut selbst das Zusehen über den Bildschirm. Ich glaube schon, diese Aufführungen überzeugen restlos und sind mit das Beste, was zu den Brandenburgischen Konzerten im Vergleich mit der obigen Liste gehört werden kann. Eine solch schöne und vollkommene Aufführung der Musik Bachs konnte und musste wohl einem so großen Dirigenten, wie Claudio Abbado es ist, gelingen, gerade auch in seinem inzwischen doch hohen Alter. 70 6. Die Darstellung und Diskussion zu den Brandenburgischen Konzerten im Internet Label ‚Klassik Prisma‘ vom 28. Februar 2010, von Bernd Stremmel: Johann Sebastian Bach: Die Brandenburgischen Konzerte 1-6, BWV 1046 bis 1051 (aus: www.Klassik-Prisma.de, vom 28. Februar 2010, Autor: Bernd Stremmel, Berghausen) Die berühmten 6 Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach entstanden während seiner Zeit als Kapellmeister des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen (1717-1723). Dort wurden sie auch von der Hofkapelle sowie zusätzlichen Musikern (z.B. Hornisten) aufgeführt. Auftraggeber war nicht Bachs Dienstherr, sondern Markgraf Christian Ludwig von Brandenburg, der jüngste Sohn von Friedrich Wilhelm, dem „Großen Kurfürsten". Die Bezeichnung „Brandenburgische Konzerte" geht übrigens nicht auf Bach selbst zurück, sondern auf seinen ersten Biographen Philipp Spitta, der in seinem Werk immer wieder von den „Brandenburgischen" schreibt, um sie von anderen Konzerten aus Bachs Feder abzuheben. Die Musik des groß besetzten ersten Konzerts schätzte Bach in besonderem Maße, einzelne Sätze entnahm er und fügte sie umgeformt und anders instrumentiert in andere Werke ein. Die dem Markgrafen übereignete Druckfassung stellt keineswegs die Urfassung der Konzerte dar. Bei Nr.1, 2 und 5 greift Bach auf einige Jahre früher entstandene Kompositionen zurück. Max Pommer hat sie 1984 für die Schallplatte eingespielt. Die Frühfassung des 1.Konzerts, noch „Sinfonia" genannt, ist weniger umfangreich als die bekannte spätere, sowohl in der Anzahl der Sätze als auch in der Instrumentation. In der Frühfassung fehlt der 3.Satz. Das Menuett enthält schon die beiden Trios, jedoch nicht die Polonaise (Polacca) für die Streicher. Außerdem sind die Stimmen für Violinen und Bratschen mit den drei Oboen im Notentext zusammengefasst, sie spielen also identische Noten. Die Verwendung einer Violine piccolo, die um eine kleine Terz höher gestimmt ist, fehlt auch in der Frühfassung, ihr Part wird von der 1.Violine übernommen. Im zweiten Trio des Menuetts erklingen beide Hörner, aber nicht die Oboen, sondern Violinen 1 und 2 mit einer anderen Stimme als die der Oboen in der bekannten späteren Version. Neben Max Pommer hat auch Christopher Hogwood die Frühfassung aufgenommen. 71 Das 1.Konzert stellt quasi ein Lehrstück dar, wie ein Komponist (der Barockzeit) ein Konzert für Instrumente herrichtet: a) Gruppenkonzert: verschiedene Instrumentengruppen wechseln einander ab (1.Satz), b) Solokonzert für 1, 2, 3 oder 4 Instrumente (2. und 3.Satz), c) Concerto grosso: eine Gruppe von meist 3 Instrumenten (Soli) wechseln sich mit dem restlichen Orchester (ripieno) ab (4.Satz). Einige Musikologen erkennen im 4.Satz bzw. im ganzen Stück den Typus der „Suite", in der sich nach einer Eröffnung= Ouvertüre Tanzsätze abwechseln. Wie auf einen Knopfdruck hin beginnt der 1.Satz und endet ohne einmal inne zu halten nach 84 Takten. Er ist nicht in thematisch gebundene Teile konzipiert, wie z.B. das 2. oder 4.Konzert, sondern folgt eher einer freien Polyphonie (Heinrich Besseler), wobei sich Streicher, Oboen und die beiden Hörner (Corni da caccia) am „Gespräch" beteiligen. Für den Dirigenten besteht die Aufgabe darin, über die Balance zwischen den Gruppen zu wachen, Einsätze zu markieren sowie das Tempo vorzugeben und zu halten. Bei einigen Aufnahmen werden die Hörner in tutti-Stellen, wenn alle spielen, ganz oder teilweise zugedeckt (z.B. Schuricht, Busch, Goldberg, Tilegant, Rilling, Harnoncourt-64, Kuijken, Haselböck). Bei Suzuki und Gardiner klingen die Jagdhörner sehr gepresst, zu hektisch bei Stryncl, bei Leppard zu zurückhaltend, scheu, fast nicht konzertierend sondern eher als Klangfarbe im Hintergrund zu verstehen. Bei vielen vor allem älteren Aufnahmen werden statt der Corni da caccia, die erst wieder mit der Besinnung auf historische Aufführungspraxis gebaut wurden, die gebräuchlichen Waldhörner eingesetzt. Bei diesen Aufnahmen wird der Orchesterklang, auch bei Kammerorchestern, meist vom Streicherkörper beherrscht (Busch, Schuricht, Britten, Karajan, Goldberg, Tilegant, Baumgartner). Sehr gelungen ist der 1.Satz bei der Akademie für Alte Musik, die auch noch ein aufmerksames Continuo-Trio aus Cembalo, Cello und Violone, dem Vorläufer des Kontrabasses, vorweisen kann. Im 2.Satz konzertiert die 1.Oboe mit der schon erwähnten Violine-piccolo. Man kann drei Abschnitte zu je 8 Takten unterscheiden, nach denen jeweils das Continuo, hier noch durch das Fagott verstärkt, eine mehr (Leppard, Winschermann, Newman) oder weniger (Baumgartner, Gardiner) ausdrucksvolle fallende Achtelbewegung ausführt. Leider ist in vielen Aufnahmen die Balance zugunsten der Oboe verschoben, da meint man fast den langsamen Satz eines Oboenkonzerts zu hören (Karajan, Britten, Pommer, Chamber Orch.of Europe, Allessandrini, Suzuki). Ausdrucksvoll erklingt der Satz bei Scherchen, Leonhardt, Neel, Koch, bei Goldberg wird bei den Solisten nicht mit vibrato gespart, bei Tilegant spielen sie zu laut, die Streicher sind da nur Stütze im Hintergrund. Etwas besonderes hat sich Harnoncourt in seiner ersten Aufnahme gedacht: die begleitenden Achtel der 72 Streicher werden in den ersten drei Takten jeweils so lang gezogen, das der Hörer meint, es seien ganztaktige Noten vorgeschrieben, entspricht das Bachs Absicht? Nun zum 3.Satz, einem frischen Allegro, der viele Solopassagen für die Violine-piccolo enthält. Nicht immer stimmt die Balance zwischen dem Orchester und dem im Vergleich zart klingenden Streichinstrument (Rilling, Harnoncourt-64, Alessandrini, Suzuki). In Takt 80/81 bleibt die Musik fast unvorbereitet stehen, die Solo-Violine spielt eine kurze Kadenz, dann geht es wie zuvor weiter. In einigen Aufnahmen verziert der Solist hier seine Stimme (Pommer, Gardiner, Akademie für Alte Musik). Der Verlauf des letzten Satzes ist wie folgt: Menuett (zweiteilig), ganzes Orchester; Trio I (zweiteilig), 2 Oboen, Fagott; Menuett; Polonaise (zweiteilig), Streicher; Menuett; Trio II (zweiteilig), 2 Hörner, Oboen unisono; Menuett. Letzteres erscheint also viermal im Wechsel mit anderen Instrumenten. Die meisten Dirigenten führen es immer wieder auf die gleiche Art und Weise aus, abgesehen von den ausgelassenen Wiederholungen, ein wenig einförmig. Etwas fantasievoller gehen Schuricht, Scherchen, Leppard, Marriner, Rilling, Newman und Haselböck ans Werk. Diese Dirigenten lassen z.B. die Wiederholungen leiser bzw. lauter spielen, oder lassen im 2. und 3. Menuett nur die Streicher, bzw. nur die Oboen erklingen. Andere wählen in den Trios sowie der Polonaise meist schnellere Tempi, das bringt Abwechslung in das Stück. Eine Aufnahme, die restlos zufriedenstellt, konnte ich bisher noch nicht ausmachen, es ist jedoch denkbar, dass Leser diesbezüglich anders urteilen. Erwähnt werden sollte noch am Schluss, das bekannte Musiker bei Kollegen mitspielen: Adolf Busch: Rudolf Serkin, Klavier als Continuo, Aubrey Brain, Horn (Vater von Dennis Brain) Jascha Horenstein: Nikolaus Harnoncourt am Cello, Walter Schneiderhan (Bruder von Wolfgang) Solo-Violine Otto Klemperer-WP: Walter Weller, Solo-Violine Pablo Casals: Rudolf Serkin, Klavier als Continuo, Alexander Schneider, Solo-Violine, Joseph Szigeti, Violine Boyd Neel: Dennis Brain und Norman Del Mar, Horn Rudolf Baumgartner: Wolfgang Schneiderhan, Solo-Violine und Helmut Winschermann, Oboe Herbert von Karajan: Alan Civil, Horn, 73 Karl Richter: Hermann Baumann und Werner Meyendorf, Hörner, Pierre Thibaud, Trompete, Otto Büchner, Violine Max Pommer: Ludwig Güttler, Corno da caccia Reinhard Goebel: Andreas Staier, Cembalo 7. Einige abschließende Erläuterungen zur Konzeption und Ausführung dieses Tabellariums: Das Tabellarium entstand angeregt durch die ähnliche jedoch sehr viel kürzere Darstellung in Klassik Prisma von Bernd Stremmel. Hier habe ich versucht, soweit als möglich vollständig alle Tonträger-Veröffentlichungen der Brandenburgischen Konzerte darzustellen. Rein private und örtliche Aufnahmen, die heute mithilfe der CD, früher mithilfe von Tonbandgeräten möglich waren und sind, können hier nicht berücksichtigt werden. Bernd Stremmel in Klassik Prisma hatte das erste Konzert aller seiner dort genannten Aufnahmen selbst gehört. Das ist in vorliegendem Tabellarium natürlich nicht mehr möglich, obwohl ich mich bemüht habe, vor allem die älteren Aufnahmen, die heute doch teilweise im Internet hörbar gemacht sind, anzuhören. Darüberhinaus besitze ich 30 Aufnahmen der Brandenburgischen Konzerte, mal alle sechs Konzerte, oder auch nur eine Auswahl von 2 bis 4 Konzerten, selbst in Form von LPs oder CDs, die ich natürlich alle gehört habe. Einige der genannten Orchester bzw. Dirigenten habe ich seit meiner Jugendzeit in Heidelberg live gehört, beginnend mit einer Aufführung von Karl Rucht mit Musikern des damaligen Heidelberger städtischen Orchesters, bis hin zu Karl Richter und seinem Münchner Bachorchester in München noch in den 60er Jahren, dazu Konzerte mit Kammerorchestern im 74 Rhein-Neckar-Raum und in München, die bisher mit den Brandenburgischen keine Tonträger eingespielt haben. Einmal habe ich als Schüler in einem Heidelberger Schüler-Orchester ca. 1960 selbst das dritte Konzert in der zweiten Violin-Stimme mitgespielt. Das Tabellarium soll sowohl Kenntnis über vorhandene Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte auf Tonträgern vermitteln, als auch eine gewisse Orientierung hinsichtlich Charakter und Qualität dieser Einspielungen geben. Letzteres muss jedoch rein subjektiven Wertungen unterliegen und kann deshalb nicht den Anspruch allgemeiner Gültigkeit erheben. Darüberhinaus würde ich mich freuen, wenn die Idee für ein solches Tabellarium, die auf den Autor des Klassik Prisma zurückreicht, weitere Freunde und dann auch Nachahmer für andere wichtige Werke der klassischen Musikliteratur findet. Dieses Tabellarium ist sicher nicht fehlerfrei. Für Korrekturen, Ergänzungen und Erweiterungen zu dem Tabellarium bin ich dankbar. Sie dienen letztlich weiteren Nutzern und Lesern. Eine Nachricht dazu erbitte ich auf meine e-mail Adresse im Rahmen dieser Internet-Seite. 8. Drei Tableaus zu den Brandenburgischen Konzerten: Die nachfolgenden drei Tableaus wurden von Schülern der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums BZN in Reutlingen / Baden Württemberg erstellt. Diese Tableaus sind im Internet eingestellt. Es sei ausdrücklich vermerkt, dass diese Tableaus hier unverändert als Anhang übernommen werden; die Originalität dieser Arbeiten von Schülern des Gymnasiums BZN Reutlingen soll dadurch nicht beeinträchtigt werden. Es ist nicht ganz klar, aus welchem Jahr diese Tableaus stammen, jedoch sei hier angenommen, dass es sich um neue Arbeiten handelt, also um das Jahr 2010. 75 Das erste Tableau zeigt eine Gesamtübersicht zu den sechs Brandenburgischen Konzerten. Das zweite Tableau befasst sich ausschließlich mit dem ersten Satz des zweiten Konzertes. Das dritte Tableau enthält einige Internet-Adressen mit Zugängen zu Seiten über Johann Sebastian Bach generell. Dieses letzte Tableau wird voraussichtlich im Laufe der Zeit auch hier Ergänzungen erhalten. 1: Eine Übersicht zu allen sechs Brandenburgischen Konzerten: Nr. / Tonart BWV Satzfolge Besetz -ung Nr. 1, F-Dur BWV 1046 Allegro - Adagio - Allegro Menuetto - Trio I Menuetto Polacca Menuetto - Trio II Menuetto 2 Hörner, 3 Oboen, Fagott, konzertierende Quartgeige, Streichorchester und Continuo Nr. 2, F-Dur BWV 1047 Nr. 3, G-Dur BWV 1048 Nr. 4, G-Dur BWV 1049 Nr. 5, D-Dur BWV 1050 Nr. 6, BDur BWV 1051 Allegro - Andante Allegro assai Allegro - Adagio Allegro Allegro - Andante Presto Allegro - Affettuoso - Allegro Allegro Adagio ma non troppo Allegro konzertierende Trompete, Flöte, Oboe und Violine, Streichorchester und 3 Violinen, 3 Violen, 3 Violoncelli, Kontrabass und Cembalo Solovioline, 2 Blockflöten, Streichorchester und Cembalo Querflöte, Solovioline, konzertieren-des Cembalo und Streich-orchester 2 Violen, 2 Gamben, Violoncello, Kontrabass und Cembalo 76 Violoncello mit Cembalo Vielsätzigkeit andere (schnell - langsam - schnell Merk- + Anhang von Tanzstücken male nach Art der Suite) Horn stimmen vermutlich für reisende Virtuosen geschrieben (statt licher Instrumentalapparat) In seiner Struktur sowohl Concerto Grosso als auch dreichöriges Werk. Prototyp des eigentlichen Concerto Grosso: eine Gruppe von 4 Soloinstrumenten (Concertino) wird dem Ripieno gegenüber gestellt. Reine Streicherbesetzung in der Art des mehrchörigen Konzerts des Frühbarock, wobei mehrere Instrumentalchöre wetteifernd musizieren, ohne dass Instrumenten-gruppen oder einzelne Instrumente solistisch hervortreten. 77 Concerto Grosso in Richtung Solokonzert; dominant ist die Solovioline mit deutlich virtuosem Charakter. Spätere Überarbeitung in ein Konzert für Cembalo und Orchester in F-Dur. Das Concertino wird vom Cembalo be herrscht; durch gehend solistische Behandlung dieses Instrumentes; man könnte es fast als "Klavierkonzert" bezeichnen. Mehrchörige Form mit reiner Streicherbesetzung; interes-sant: gedeckte Klang- färbung durch die fehlenden Violinen 2: J.S.Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 2, F-Dur (BWV 1046), 1-Satz: a) Formale Anlage Teile E F G A' Thematik Instrumente tonaler Verlauf Takte Solo-Thematik Concertino B - g - Es - c 60 - 67 Tutti-Thematik Tutti und Concertino c-g 68 - 83 Tutti-Thematik Tutti und Concertino g-d-a 84 - 102 Tutti-Thematik Tutti und Concertino F[]F 103 - 118 Teile A B C D Thematik Instrumente tonaler Verlauf Takte Tutti-Thematik Tutti und Concertino F 1-8 Solo- und Tutti-Thematik Tutti und Concertino F-C-F 9 - 30 Tutti-Thematik Tutti und Concertino d-d 31 - 39 Tutti-Thematik Tutti und Concertino d-C-B 40 - 59 78 b) Symmetrisch angelegte Rahmenform: Abschnitte Takte Symmetrie A 8 8 B 22 + C D 9 51 Takte E 20 8 8 F 16 + G 19 51 Takte 3: Internet Adressen zu Johann Sebastian Bach: http://www.uni-leipzig.de/bach/bachges.htm Neue Bachgesellschaft e.V. http://www.uni-leipzig.de/bach/ Bach-Archiv Leipzig http://www.bachhaus.de/bachhaus/home.htm Johann Sebastian Bach in Eisenach: Biographie, Museum, Werk, Kalender http://members.aol.com/bachwoche/index.htm Bachwoche Ansbach http://www.tile.net/tile/bach/ JSB Home-Page http://classicalmus.com/composers/bach.html Biography http://www.libertynet.org/~bach/ Bach Society and Festival of Philadelphia http://www.prs.net/bach.html Bach MIDI files 79 16 A' 9. http://www.unpronounceable.com/bach/index.html Dave's JS Bach Page http://www.unpronounceable.com/bcs/linkindex.html Bach Central Station (many links) http://www.emu.edu/units/music/bach/bach.htm Shenandoah Valley Bach Festival http://www.voicenet.com/~hohmann/bach/index.html Alexandre Hohmann's Bach Page http://student-www.uchicago.edu/users/mao2/bwv.html University of Chicago (BWV listing) http://jan.ucc.nau.edu/~tas3/meer.html Not Bach, but Meer http://www.basistech.com/Scripts/bachqcgi.exe? Bach Quiz (Beipiel) http://www.basistech.com/bach/ Bach - FAQs (frequently asked questions) http://odur.let.rug.nl/Linguistics/diversen/bach/map.html Johann Sebastian Bach's life http://www.jsbach.org/ The J.S. Bach Home Page Video-Adressen zu den Brandenburgischen Konzerten: Academy of Ancient Music/ Richard Egarr: http://www.vimeo.com/15626596 Il Giardino Armonico/ Giovanni Antonini: http://www.youtube.com/watch?v=oSNH3z7Udy8 Concerto Italiano/ Rinaldo Alessandrini: http://www.youtube.com/watch?v=Jy4VkgoifMY Mozart Orchestra Bologna/ Claudio Abbado: http://www.youtube.com/watch?v=eia9wEhqc_U Musica Florea Prag/ Marek Stryncl: http://www2.rozhlas.cz/podcast/braniborskekoncerty.rss 80 Diese Adressen können, wenn Online, unmittelbar geöffnet werden. Dort können dann insbesondere die weiteren Aufnahmen mit dem Mozart Orchestra Bologna im Teatro Municipale Reggio Emilia zu allen 6 Brandenburgischen Konzerten angehört und angesehen werden. Ich nenne diese drei Videos, weil gerade diese drei KammerorchesterEnsembles mit den genannten italienischen Dirigenten nach meinem Empfinden die zur Zeit schönsten und lebendigsten Aufnahmen der Brandenburgischen Konzerte sind. Die im Tabellarium ebenfalls vorrangig benannte Einspielung der Musica Florea aus Prag kann im Internet nur angehört werden, eine Video Einspielung liegt leider nicht vor. Die Videos mit Alessandrini und Egarr sind zugleich Erläuterungen zu den Brandenburgische Konzerten durch diese beiden Dirigenten. 81