Zielgebietsinformation Santorin

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Zielgebietsinformation
Santorin
Wissenswertes
Santorin
Willkommen auf Santorin, der Insel der
Kontraste!
Santorin ist die südlichste Insel der
Kykladen. Durch einen mächtigen
Vulkanausbruch vor etwa 3.500 Jahren
formte sich die Insel zu ihrer heutigen
Erscheinung. Insgesamt ist Santorin etwa
92 Quadratkilometer groß, zählt rund
17.000 Einwohner und liegt 200 Kilometer
entfernt von Athen. Santorin hatte in der
Vergangenheit verschiedene Namen: Man
nannte es zuerst Strongyle ("die Runde"),
später Kalliste ("die Schöne") und dann
schließlich Santorin, nach der Kirche St.
Irini. Santorin besteht aus fünf Inseln:
Thira, die Santorin genannt wird, und
Aspronissi mit Therassia, die gemeinsam
unterschiedlich große, ringförmig
angeordnete Inseln bilden, umkreisen die
mittig liegenden Inseln Pelea Kameni und
Nea Kameni.
Die Hauptinsel Thira (Santorin) ist
zwischen einem und sieben Kilometer breit
und erinnert durch ihre Form an einen
zunehmenden Halbmond. Vom
nördlichsten Punkt bis zum Kap Exomitis
an der südlichen Spitze sind es 18
Kilometer. Eine steil aufragende
Kraterwand im Westen bietet einen
majestätischen Anblick, während der
östliche Teil der Insel eher flach ist und mit
weiten Feldern und fruchtbarem Land ein
idyllisches Panorama bildet.
||sfat||Wunderschöne Kiesel- und
Sandstrände findet man auch im Osten
Santorins. Die höchste Erhebung der Insel
bildet das Profitis Elias-Massiv. Es ist 567
Meter hoch und besteht aus Kalkstein,
Marmor und Phyllit, den einzigen nicht
vulkanischen Gesteinen auf der Insel.
Etwa 97 Prozent der Griechen gehören
dem griechisch-orthodoxen Glauben an,
der hier seine Wurzeln hat. Als die
Osmanen 1453 große Teile Griechenlands
eroberten, kam es zu Verfolgungen der
orthodoxen Griechen, für die daraufhin
Religion und Nationalität eng miteinander
verbunden waren; auch nachdem sie im
Jahre 1832 ihre Unabhängigkeit erlangten.
Die Ikonen fungieren in dieser Form des
christlichen Glaubens als Medien, durch
die die Heiligen verehrt werden können.
Dadurch ist die Verehrung nicht nur in der
Kirche möglich, sondern kann durch die
"Ikonostasi" (Ikonenstand, meist an die
Wand gehängt) im eigenen Haus
stattfinden. Auch werden in Griechenland
statt der Geburtstage die Namenstage
gefeiert, da die meisten Griechen nach
Heiligen benannt sind.
Inselname: Santorin
Inselhauptstadt: Thira (etwa 2.100 Einwohner)
Verwaltung: Santorin gehört zur Inselgruppe
der Kykladen.
Lage und Klima: Santorin ist die südlichste
Insel der Kykladen und liegt etwa 120 Kilometer
nördlich von Kreta. Es herrscht mediterranes
Klima mit hohen Sommertemperaturen bei
niedriger Luftfeuchtigkeit und milden Wintern.
Höchste Erhebung: Die höchste Erhebung ist
mit 567 Metern über dem Meer das Profitis IliasMassiv.
Fläche: Santorin hat eine Fläche von 92 km².
Bevölkerung: Auf Santorin leben fast 17.000
Einwohner.
Sprachen: Die Amtssprache ist Neugriechisch.
In Urlaubsgebieten wird auch Englisch und
Deutsch gesprochen.
Währung: Die Währung auf Santorin ist der
Euro.
Maße und Gewichte: Auf Santorin gilt das
metrische Maß- und Gewichtssystem.
Strom: 220/230 Volt, 50 Hertz. Für
Griechenland empfiehlt sich die Mitnahme eines
Europanorm-Steckers mit Verlängerungskabel,
da in Badezimmern meist keine Steckdosen zu
finden sind.
Zeitunterschied: MEZ + 1. Sie müssen also
Ihre Uhr eine Stunde vorstellen.
Auskunft: Griechische Zentrale für
Fremdenverkehr, Holzgraben 31, D-60313
Frankfurt am Main, Telefon: +49 (0) 69 - 257
827-0, E-Mail: [email protected],
Internet: www.visitgreece.gr; Griechische
Zentrale für Fremdenverkehr, Opernring 8, A1010 Wien, Telefon: +43 (0) 1 - 512 53 17, EMail: [email protected].
Einreise: Staatsangehörige der EU-Länder
können mit Reisepass oder Personalausweis
nach Griechenland einreisen. Seit dem 26. Juni
2012 sind Kindereinträge im Reisepass der
Eltern ungültig. Kinder benötigen beim
Grenzübertritt ein eigenes Reisedokument wie
einen Kinderreisepass, einen Reisepass oder
einen Personalausweis.
Gesundheit: Impfvorschriften und
gesundheitliche Bedingungen können sich
kurzfristig ändern. Bitte informieren Sie sich auf
der Internetseite Ihres Reiseveranstalters und
konsultieren Sie rechtzeitig vor Reiseantritt Ihren
Hausarzt.
Fotografieren: Die Landschaft der Insel
Santorin bietet eine Vielzahl an großartigen
Motiven. In religiösen Stätten ist das
Fotografieren und Filmen generell untersagt;
dasselbe gilt für militärische Objekte.
Mit Kindern unterwegs
Santorin ist ein wunderschönes Urlaubsziel. Auch Reisende mit Kindern kommen hier auf ihre Kosten. Die
sonnige Insel mit der wundervollen Landschaft und dem blauen Meer bietet viele Freizeitmöglichkeiten für
die ganze Familie.
Die Hotelanlagen verfügen meist über vielfältige Animationsprogramme für Kinder, in den flachen
Kinderplanschbecken können die Kleinen stundenlang nach Herzenslust toben. Die schönsten
Küstenabschnitte lassen sich am besten per Bootsausflug entdecken, ein eindrucksvolles Erlebnis, das die
ganze Familie begeistert. Auch die Sportarten Windsurfen, Reiten, Tennis oder Tauchen werden hier
überall angeboten und lassen sportbegeisterte Herzen höher schlagen.
Die meisten Kinder reiten gerne. Beliebt ist der Reitstall in der Nähe von Kamari (Monolithos). Thanasis,
der Besitzer, verfügt über gepflegte Pferde und eine gute Ausrüstung. Für Anfänger und Fortgeschrittene
gibt es die passenden Ausritt-Angebote (ein Strandritt darf natürlich nicht fehlen). Unterricht für Anfänger
ist nach vorheriger Vereinbarung möglich. Für fortgeschrittene Gruppen können individuelle Reitausritte
vereinbart werden. Fragen Sie Ihre Reiseleitung!
Es gibt einige empfehlenswerte Tauchschulen auf Santorin. Das Material ist gut und die Tauchausflüge
vielseitig: Wracktauchen, Rifftauchen, Höhlentauchen. Anfänger werden nach den PADI-Richtlinien
unterrichtet. Eine spannende Beschäftigung für Heranwachsende, die sich sonst vielleicht langweilen
würden. Fragen Sie Ihre Reiseleitung!
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Santorin
Orte
Das malerische Dorf Akrotiri liegt im
Westen Santorins. Die berühmtesten
Sehenswürdigkeiten sind die hier
gelegene Ausgrabungsstätte, die 1967
entdeckt wurde, und der wunderschöne
rote und weiße Strand. Um 1500 vor
Christus wurden hier einige Städte von
einer meterhohen Bimssteinschicht
bedeckt und dadurch konserviert. Heute
werden sie wieder freigelegt und können
teilweise besichtigt werden. Der
Leuchtturm der Insel liegt am Kap Akrotiri
und bietet eine überwältigende Aussicht.
Imerovigli befindet sich in 336 Metern
Höhe und bietet eine grandiose Aussicht
auf die Schiffe im Hafen und einen
herrlichen Blick auf die Caldera und das
gesamte Hinterland. Kleine Gässchen
winden sich durch den Ort und laden zu
einem Streifzug vorbei an alten,
restaurierten Adelshäusern ein.
Kamari ist eine sehr junge Stadt. Sie
wurde nach einem Erdbeben, das die
Stadt Mesa Gonia 1956 vollkommen
zerstörte, von deren Bewohnern neu
aufgebaut. Der zwei Kilometer lange,
dunkle Lavastrand macht Kamari zu einem
der beliebtesten Urlaubsorte Santorins.
Die Hauptsaison ist im Hochsommer, zu
dieser Zeit herrscht in Kamari großer
Trubel. Restaurants und Bars sorgen für
vielfältige Unterhaltung. Für einen
Überblick über die Ortschaft empfiehlt sich
ein Trip mit dem Esel oder Auto, um nach
Alt-Thira zu gelangen. Hier liegt die Quelle
Zoodochos Pigi, die bekannt für ihr
geschmackvolles Quellwasser ist.
Messaria ist ein kleines Dorf, das
hauptsächlich von Arbeitern und
Handwerkern bewohnt wird. Seinen
Namen erhielt das Dorf aufgrund seiner
Lage in der Mitte der Insel (meson =
Mitte). Von 1680 bis 1700 wurde hier die
Kirche der Heiligen Irini, der
Schutzpatronin und Namensgeberin der
Insel, erbaut. Alljährlich wird am 5. Mai auf
der ganzen Insel ihr Namenstag gefeiert.
Oia (gesprochen: "ia") liegt im Norden
Santorinis und ist direkt am Rand eines
Sehenswertes
Kraters tief in einen Bimsstein gebaut. Es
ist ein ruhiger, romantischer Ort mit engen
Gassen und zahlreichen Tavernen,
Künstlerateliers, kleinen Galerien und
Geschäften. Oia zählt rund 660 Einwohner
und hat sich nach dem Aufbau nach dem
Erdbeben von 1956 zu einem Kleinod für
Touristen entwickelt. Mit der Armeni- und
der Ammouthi-Bucht bietet Oia zwei kleine
Buchten, die man beide über
serpentinenreiche Stufenwege erreichen
kann. In der Ammouthi-Bucht befinden
sich, neben einem kleinen Strand, einige
Tavernen mit einem hervorragenden
Fischangebot. Auch der Sonnenuntergang
von Oia ist für seine atemberaubende
Schönheit bekannt.
Perissa liegt am Fuße des Mesa Vuno und
ist das zweitgrößte Urlaubszentrum der
Insel. Trotzdem ist Perissa ein eher
ruhiger Ort und keineswegs durch den
Tourismus überlaufen. Der zwei Kilometer
lange Strand bietet eine große Auswahl an
Wassersportmöglichkeiten.
Die Inselhauptstadt Thira (gesprochen:
"fira") liegt am Rand eines Kraters und
leuchtet schon von weitem in einem
prächtigen Weiß. Die vielen würfelförmigen
Häuser mit ihren flachen oder gewölbten
Dächern sind meist direkt in einen
Bimsstein gebaut. Die Gemeinde wurde
um 1806 von Katholiken gegründet und
besteht heute aus einem Labyrinth von
kleinen, engen Gässchen und Treppen,
was den Autoverkehr in der Innenstadt
unmöglich macht. Dafür bietet die Fahrt
mit der Seilbahn den wunderschönen
Ausblick über die Stadt und das Umland.
Akrotiri: In Akrotiri fand vor 3.500 Jahren eine
ähnliche Katastrophe wie im berühmten Pompeji
statt, bei der der Ort durch Vulkanasche
verschüttet wurde. Dabei blieben vor allem viele
Wandmalereien erhalten, die sehr
aufschlussreich von der damaligen Zeit
berichten. Akrotiri ist deshalb eine sehr
bedeutende archäologische Ausgrabungsstelle.
Die erste Besiedlung vermutet man um 3000 vor
Christus. Seine Blüte erreichte Akrotiri in der
mittelkykladischen Zeit, die von 2000 bis 1500
vor Christus reichte. Die vielen Kirchen und
andere Sehenswürdigkeiten aus dem späteren
Mittelalter machen die Unterschiede zwischen
den einzelnen Epochen deutlich.
Exo Gonia und Mesa Gonia: Exo Gonia und
Mesa Gonia liegen im Norden Santorins
unterhalb von Pyrgos. Direkt an der Straße von
Pyrgos nach Exo Gonia kann man die
wunderschöne Kirche Agios Charalambous
besuchen. Schon von weitem leuchten ihre mit
rotem Ziegel gedeckten Kuppeln durch die
Landschaft.
Imerovigli: In Imeroviglis Ortsmitte befindet sich
auf einem kleinen Platz die Kirche Panagia
Maesa. Am südlichen Ortsausgang liegt Agio
Nikolaos, das letzte noch genutzte orthodoxe
Frauenkloster Santorins. Etwas unterhalb des am
Kraterrand gebauten Dorfes kann man die
venezianische Ruine Skaros aus dem Jahre
1207 besichtigen. Schon der Weg dorthin bietet
ein unvergleichliches Panorama.
Perissa: In Perissa befindet sich die
beeindruckende Kirche des Heiligen Kreuzes
("Stavroskirche"). Ihre fünf leuchtend blauen
Kuppeldächer bieten einen fantastischen Anblick.
Alljährlich am 29. August und 14. September wird
die Kirche für die stattfindenden Kirchweihfeste
reich dekoriert.
Pyrgos: Pyrgos liegt direkt am Fuße des Profitis
Elias-Massivs und bietet durch seine Lage einen
herrlichen Ausblick. Die schmalen, verwinkelten
Gassen des Ortes führen zum Dorfkern, an dem
man die Ruinen der mittelalterlichen
Befreiungsmauern bestaunen kann. Das älteste
Bauwerk von Pyrgos ist die Kirche Theotokaki.
Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und verfügt
über schöne, alte Wandmalereien.
Thira: Thiras Stadtbild wird geprägt von den
vielen Kirchen und Kapellen mit den typisch
blauen Kuppeln und den in veschiedenen Stilen
errichteten Glockentürmen. Nach dem Erdbeben
im Jahre 1956 wurde die orthodoxe Kathedrale
im byzantinischen Stil neu aufgebaut. Das
Archäologische Museum und das NomikosAusstellungszentrum, das Kongresszentrum und
das katholische Viertel lohnen einen Besuch.
Alle Angaben ohne Gewähr
Lesenswertes
Santorini. Dirk Schönrock, Michael Müller, 2016.
Der Mercedes unter den Reisehandbüchern
eignet sich ideal als Urlaubsvorbereitung und
Lektüre vor Ort. Mit vielen wertvollen
Informationen und ausführlichen, ehrlichen
Texten ist er jedoch nichts für Lesefaule.
MARCO POLO Reiseführer Santorin: Reisen
mit Insider-Tipps. Klaus Bötig, Mairdumont,
2015. Guter Kompaktreiseführer mit Insidertipps
und sehr gutem Kartenmaterial sowie Extrakarte
für unterwegs.
MERIAN live! Reiseführer Santorin. Lasse
Dudde, Travel House Media, 2016. Aktueller
Reiseführer mit vielen Hintergrundinformationen,
guten Tipps für unterwegs, hilfreichen
Empfehlungen und praktischer Extra-Karte zum
Herausnehmen.