der sabbat im koran - hoffnung weltweit ev

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der sabbat im koran - hoffnung weltweit ev
L E I TA R T I K E L
DER SABBAT IM KORAN
E
s ist immer wieder spannend,
wenn man die Bibel und den
Koran studiert. Dann wird
nämlich deutlich, dass sich
die heutige Glaubenspraxis der Juden,
Christen und Moslems oft weit von
ihren Ursprüngen und damit voneinander entfernt hat. Ein Beispiel ist
der Sabbat, im Judentum unangefochten, aber immer weniger gehalten, im
Christentum nur noch von einem geringen, aber wachsenden Prozentsatz
der Gläubigen gefeiert und im Islam
…? Auch dort spielt der Sabbat seine
Rolle, und die entdecken immer mehr
Moslems wieder.
DIE WOCHENTAGE IM ARABISCHEN
In vielen Sprachen tragen die Wochentage die Namen der Gestirne in der
Reihenfolge: Sonne, Mond, Mars (Ziu/
Tyr), Merkur (Wodan), Jupiter (Donar/
Thor), Venus (Frija) und Saturn, zum
Beispiel im Englischen: Sunday, Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday,
Friday and Saturday.
Hin und wieder tragen die Wochentage jedoch auch Bezeichnungen, die
ihren Platz im Wochenrhythmus anzeigen. Der Mittwoch sagt uns, dass er
der vierte von sieben Wochentagen ist.
Samstag, Samedi (frz.) und Sábado (sp.)
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Versöhnungstag
FEBRUAR 2014
gehen auf den hebräischen Shabbat
zurück, der dort auf den sechsten Tag
folgt. Doch im Arabischen ist es noch
eindeutiger:
Die Wochentage werden dort genau
wie im Hebräischen mit ihrem Zahlenwert bezeichnet. Also in etwa: Tag eins,
Tag zwei, Tag drei, Tag vier, Tag fünf.
Nur der Freitag und der Samstag haben im Arabischen keine numerische
Bezeichnung. Aber auf irgendwelche
Gestirne gibt es keinerlei Hinweise.
Der Wochenrhythmus ist also jedem
Araber immer bewusst. Er kann die
Aufforderung Gottes in den Zehn Geboten, den siebten Tag zu halten, nicht
missverstehen. Man fragt sich: Haben
die Araber ihre Wochentagsbezeichnungen von den Hebräern entlehnt?
Oder haben schon Ismael und seine
Brüder diese Bezeichnungen aus dem
Hause Abraham mit in die Wüste gebracht? Eines von beiden muss der Fall
gewesen sein!
Der Freitag heißt im Arabischen alDschumu’a. Was das bedeutet, werden wir weiter unten noch sehen. Der
Samstag heißt wie im Hebräischen:
Sabbat (as-Sabt). Und nun kommt die
Überraschung: Im Koran wird der Freitag nur ein einziges Mal erwähnt, der
Sabbat aber sechsmal und die anderen
Wochentage überhaupt nicht.
QUBA-MOSCHEE IN MEDINA,
DIE MOHAMMED JEDEN
SABBAT AUFSUCHTE.
© AHMAD FAIZAL YAHYA - SHUTTERSTOCK.COM
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DIE SECHS-TAGE-SCHÖPFUNG IM
KORAN
SCHÖPFUNGSSABBAT ALS
THRONTAG
Wenn im Koran nur zwei Wochentage
erwähnt werden, deren Bezeichnung zudem keinerlei Zahlenwert aufweist, gibt
es dort dann überhaupt eine Grundlage
für die Sieben-Tage-Woche? Schauen
wir uns dazu alle relevanten Verse an:
»Euer Herr ist Gott, der Himmel und
Erde in sechs Tagen erschuf. Dann setzte er sich auf den Thron. Er lässt den
Tag die Nacht verhüllen, der ihr ständig
nachfolgt. Die Sonne und der Mond und
die Sterne folgen unterwürfig seinem
Befehl. Er allein schafft und verfügt.
Voller Segen ist Gott, der HERR der Welten.« (al-A’raf 7:54)
»Euer Herr ist Gott, der Himmel und
Erde in sechs Tagen erschuf. Danach
setzte er sich auf den Thron. Er gebietet über alles.« (Yunus 10:3) »Er ist es,
der Himmel und Erde in sechs Tagen
erschuf. Vorher war sein Thron auf
dem Wasser.« (Hud 11:7) »Er ist es, der
Himmel und Erde und alles, was darinnen ist, in sechs Tagen erschuf und sich
dann auf den Thron setzte. Er ist der
Barmherzige.« (al-Furqan 25:59)
»Gott ist es, der Himmel und Erde und
alles, was darinnen ist, in sechs Tagen
erschuf. Danach setzte er sich auf den
Thron.« (as-Sajda 32:4) »Wir erschufen
Himmel und Erde und was darinnen ist,
in sechs Tagen, ohne zu ermüden.« (Qaf
50:38) »Er ist es, der Himmel und Erde in
sechs Tagen erschuf. Dann setzte er sich
auf den Thron.« (al-Hadid 57:4)
Es ist völlig eindeutig: Der Koran bestätigt die Bibel. Gott hat die Welt in sechs
Tagen erschaffen (2. Mose 20,11; 31,1).
In den soeben betrachteten Versen
wird der Sabbat zwar nicht namentlich
erwähnt. Aber in dem Wort »dann«
oder »danach« ist er eindeutig impliziert. Gott setzte sich nach vollendeter
Schöpfung auf seinen Thron. In anderen Worten: Er ruhte am siebten Tag.
Die Bibel bestätigt diesen engen Zusammenhang zwischen Gottes Thron
und seiner Sabbatruhe: »So spricht der
HERR: Der Himmel ist mein Thron
und die Erde der Schemel für meine
Füße! Was für ein Haus wollt ihr mir
denn bauen? Oder wo ist der Ort, an
dem ich ruhen soll? Denn dies alles
hat meine Hand gemacht.« (Jesaja
66,1)
In der Bibel gilt die gesamte Schöpfung als Gottes Palast. Für Palast und
Tempel benutzt man im Hebräischen
dasselbe Wort (‫ לכיה‬Hekhal). Der jüdische Professor Moshe Weinfeld (19252009) wies darauf hin, dass die Schöpfung viele Parallelen zum Bau der
Stiftshütte in 2. Mose 25-31 und 35-40
aufweist.(1) Nach der Vollendung setzt
sich Gott immer auf seinen Thron: auf
den Gnadenthron im Allerheiligsten
und auf den Sabbatthron im Schöpfungspalast.
Kein Wunder, wenn wir bei Ellen
White lesen: »Die Heiligkeit des Sabbats, wie sie das vierte Gebot verkündigt, steht so unverrückbar fest wie
der Thron Gottes.« (Review and Herald,
22. Februar 1881) Denn Gottes Sabbat
und sein Thron lassen sich nicht trennen.
Versöhnungstag
FEBRUAR 2014
TAG DER ANBETUNG AM THRON
Der Koran spricht auch von den Engeln, die am Thron Gottes anbeten:
»Du wirst die Engel sehen, wie sie den
Thron umringen und ihren Herrn loben und preisen.« (az-Zumar 39:75)
Als Johannes auf Patmos die Engel am
Thron Gottes in der Offenbarungs-Vision sieht, war es bezeichnenderweise
gerade Sabbat: »Es war Sabbat, als der
Herr der Herrlichkeit dem verbannten
Apostel erschien. Johannes hielt den
Sabbat auf Patmos genauso heilig wie
damals, als er noch in den Dörfern und
Städten Judäas gepredigt hatte … ›Ich
war im Geist am Tag des HERRN‹ (Offenbarung 1,10), schreibt Johannes …
Dann entfaltete sich vor seinem staunenden Auge der Glanz des Himmels
und er durfte den Thron Gottes schauen.« (Acts of the Apostles, 581-582; Wirken der Apostel, 578-579) Die Vermutung liegt nahe, dass auch Jesaja, Daniel und Hesekiel ihre Thronvisionen an
einem Sabbat erhielten.
Ja, selbst in der Ewigkeit werden wir
uns jeden Sabbat am Thron einfinden,
um Gott anzubeten: »Dann werden sie
im Heiligtum von Sabbat zu Sabbat
zusammenkommen … und den preisen, der auf dem Thron sitzt, und das
Lamm von Ewigkeit zu Ewigkeit.« (Testimonies 6, 368; Zeugnisse 6, 368)
KEINE SONNTAGSAGENDA IM
KORAN
Und damit sind wir auch genau beim
Kernanliegen Satans angekommen.
Er möchte Autonomie. Gottes Thron,
seine Herrschaft, seine Anbetung
durch Engel und Menschen sind ihm
ein Dorn im Auge. Daher will er den
Tag abschaffen, an dem wir Gottes
Herrschaft auf dem Thron dieser Welt
(Schöpfung) und auf dem Thron unseres Herzens (Erlösung) gedenken.
»Der Mensch der Sünde schließt sich
der Behauptung Satans über Gottes
Gesetz an, das doch so unveränderlich
ist wie sein Thron. Er erklärt der Welt,
dass er das Gesetz geändert habe und
dass nun der erste Wochentag und
nicht mehr der siebte der Sabbat sei.«
(Bible Commentary 7, 910.3)
Der Islam in seiner prophetischen Rolle als Gegner Roms unterstützt Satans
Anliegen nicht. Der Koran spricht nirgendwo vom Sonntag. Der Mensch der
Sünde kann in ihm keine Grundlage
für sein Sonntagsgesetz finden. Der
Koran spricht vielmehr vom Sabbat.
DAS WORT SABBAT IM KORAN
Untersuchen wir nun die Koranverse, in
denen das Wort Sabbat vorkommt. Was
bedeutet die Wortwurzel (s-b-t) im Koran? Nur in drei Versen finden wir, dass
ein anderes Wort als Sabbat aus dieser
Wurzel gebildet wird. Geben sie Aufschluss über ihre Bedeutung?
»Er ist es, der euch die Nacht als Gewand
und den Schlaf als Ruhe (subātan)
und den Tag zum Leben und Wirken
gemacht hat.« (al-Furqan 25:47) »Wir
haben euch den Schlaf zum Ausruhen
(subātan) gemacht.« (an-Naba 78:9)
Die Verbindung mit dem Wort Schlaf
zeigt eindeutig, dass aus der Wortwurzel, die dem arabischen Wort für Sabbat
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zugrunde liegt, auch das Wort für Ruhe
oder Ausruhen gebildet wird.
SABBATTREUE AUF DEM PRÜFSTAND
Im dritten Vers kommt diese Wortwurzel nun als Verb vor, aber gleich in einem Atemzug mit dem Wort Sabbat.
Demgemäß übersetzt man das Verb
als »Sabbat halten« oder »ruhen«.
»Frage sie nach dem Ort am Meer, wo
man den Sabbat brach. Die Fische kamen am Sabbat, sodass man sie an der
Wasseroberfläche sah. Und am Tag, als
sie nicht ruhten (yasbitūn), kamen
sie nicht. So prüften wir sie.« (al-A’raf
7:163)
Schon hier wird deutlich, dass auch
im Koran mit dem Sabbat ein Ruhegebot verbunden ist. Gott prüft den
Menschen, ob er sein Sabbatgebot
hält. Dazu sandte er den Fischern nur
am Sabbat Fische. Würden sie ihren
Lebensunterhalt hintanstellen und seinem Gebot treu bleiben?
Diese Begebenheit wird zwar als Illustration für den Ungehorsam der Israeliten erzählt. Daraus aber abzuleiten, der
Sabbat gelte nur für die Juden, halte
ich für gewagt. So argumentiert zwar
die Mehrheit der Moslems, aber damit
stellt sie sich auf die Seite der Christen,
die vom Koran scharf kritisiert werden,
weil sie aufgrund ihrer christlichen
Traditionen Gott ungehorsam sind.
GRAVIERENDE FOLGEN DER
SABBATÜBERTRETUNG
»Denkt an die Zeit, als wir am Berg Sinai den Bund mit euch schlossen … Ihr
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wisst bestimmt um die unter euch, die
den Sabbat brachen. Wir sprachen zu
ihnen: Seid verwirrte Affen!« (al-Baqara 2:63.65)
Dieser Vers hat eine besonders tiefe
Bedeutung. Wer Gottes Sabbat wissentlich bricht, verweigert ihm seinen
Herzensthron. Dadurch verliert er
sein geistliches Unterscheidungsvermögen. Er gedenkt nicht mehr seines
Schöpfers und wird über kurz oder
lang zum Evolutionisten und Atheisten.
Charles Darwin war der Sohn eines christlichen Pastors. Karl Marx
stammte aus einer bedeutenden jüdischen Rabbinerfamilie. Beide glaubten
schließlich, dass die Affen und wir gemeinsame Vorfahren haben oder dass,
wie man im Volksmund sagt, wir vom
Affen abstammen. Hier zeigt sich, dass
sich die koranische Metapher – Seid
verwirrte Affen! – fast buchstäblich
im Herzen der Gottesleugner erfüllt
hat, wenn auch etwas zeitverzögert.
Doch die geistliche Erfüllung vollzieht
sich bei jedem unmittelbar, der Gottes
Gebote aus eigennützigen Motiven bewusst bricht.
EINE UNIVERSALE
SABBATBOTSCHAFT
»Ihr Schriftbesitzer! Glaubt an die
von uns herabgesandte Botschaft. Sie
bestätigt, was ihr bereits empfangen
habt. Sonst verdrehen wir euch den
Blick und wenden ihn nach hinten
oder verfluchen die Ungerechten, wie
wir die Sabbatburschen (Ashab asSabt) verfluchten.« (an-Nisa 4:47)
Hier sind Juden und Christen angesprochen, die von Gott schon Offenbarungsschriften empfangen haben.
Mohammeds Botschaft soll nun ihren
Glauben bestätigen. Denn Unglaube
macht blind und führt unausweichlich
ins Verderben. Wer sind die Ashab asSabt, die hier als abschreckendes Beispiel genannt werden? Manche meinen
die Juden allgemein und übersetzen
daher Ashab as-Sabt mit Sabbatfreunde
oder Sabbatvolk. In anderen Worten:
Ihr Juden! Glaubt an die Botschaft, die
bestätigt, was ihr schon früher empfangen habt, nämlich Gottes Gebote
einschließlich Sabbat. Sonst werdet ihr
verblendet oder verflucht wie die Sabbatfreunde, die Juden! Also in anderen
Worten: Ihr Juden, passt auf, dass ihr
nicht verflucht werdet wie die Juden! –
Diese Deutung macht keinen Sinn!
Das Wort Sāhib (Plural Ashāb) bedeutet
Gefährte, Kamerad, einfach jemand,
der irgendwie in enger Verbindung mit
etwas steht, aber nicht zwangsläufig in
positiver. Wird jemand, der Gottes Gebote hält, verflucht? Nein. Es muss sich
hier also um Sabbatbrecher drehen, die
durch ihren Unglauben und Ungehorsam bekannt wurden. Die Sabbatburschen sind also keine gottesfürchtigen
Menschen, sondern gesetzlose Juden
oder auch nichtjüdische Sabbatbrecher. Dieser Vers warnt Juden und
Christen davor, Gottes Gesetz und vor
allem den Sabbat zu brechen.
Der Text sagt deutlich, dass Mohammed die Aufgabe hatte, die Bibel zu
bestätigen sowie Gottes Gebote zu bekräftigen und nicht etwa aufzuheben.
Daher gilt das Sabbatgebot auch für
Moslems. Denn Mohammed ist gekommen, um es zu bestätigen.
ACHTUNG SABBATBRECHER:
FÜRCHTET DAS JÜNGSTE GERICHT!
»Wahrlich: Den Sabbat haben wir denen deutlich geboten, die über ihn anderer Meinung waren. Dein Herr wird
unter ihnen am Tag der Auferstehung
richten, worüber sie anderer Meinung
waren.« (an-Nahl 16:124)
Wir Menschen meinten, den Sabbat
nicht halten zu müssen. Wir hatten
eine andere Meinung über den Sabbat als Gott, der ihn gebot. Nur deshalb musste das Sabbatgebot in Stein
gehauen werden, damit wir unsere
Sünde auch als Sünde erkannten.
»Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde.« (Römer 5,20)
»Wozu nun das Gesetz? Der Übertretungen wegen wurde es hinzugefügt.« (Galater 3,19)
Selbst wenn wir das Wort »innama«
wie viele Koranübersetzungen nicht
mit »wahrlich«, sondern mit »nur«
übersetzen, kann man daraus nicht
ableiten, dass der Sabbat nur den Juden geboten wurde. Denn wie können sie über ihn anderer Meinung
gewesen sein, wenn er ihnen noch gar
nicht geboten worden war. Der Sabbat
musste also schon seit der Schöpfung
existiert haben, sodass man gegen ihn
verstoßen konnte. Nur wer den Sabbat
brach oder vergaß, also wer über ihn
eine andere Meinung hatte, brauchte
das Gebot, die Erinnerung oder auch
die Androhung von Konsequenzen.
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Alle, die den Sabbat nicht halten wollen, sondern Wohlgefallen haben an
der Ungerechtigkeit, werden verwirrt
und verblendet und am Jüngsten Tag
gerichtet werden: »Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am
Wirken … Darum wird ihnen Gott
eine wirksame Kraft der Verführung
senden, sodass sie der Lüge glauben,
damit alle gerichtet werden, die der
Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.« (2. Thessalonicher 2,7.11)
BRECHT DEN SABBAT NICHT!
»Wir ließen den Berg Sinai vor ihnen
aufragen beim Bundesschluss und
sprachen: ›Kommt anbetend zum Tor
hinein!‹ Wir sagten zu ihnen: ›Brecht
den Sabbat nicht!‹ und schlossen mit
ihnen einen festen Bund.« (an-Nisa
4:154) Im Koran bezieht sich die Aufforderung: »Kommt anbetend zum Tor
hinein!« auf den Einzug ins gelobte
Land (al-Baqara 2:58; al-Ma’ida 5:21-23;
al-A’raf 7:161), ein Bild für den Einzug
ins Paradies. Anbeten bedeutet hier
»aufs Angesicht fallen«. Das heißt:
Wer wahrhaft vor Gottes Thron niederfällt, der gedenkt des Sabbattages und
heiligt ihn. Wer wahrhaft den Sabbat
hält, der fällt vor Gott nieder und unterwirft sich seiner Herrschaft.
Hören wir hier nicht das Echo der drei
Engelsbotschaften aus Offenbarung?
»Und betet an den, der gemacht hat
Himmel und Erde und Meer und die
Wasserquellen!« (Offenbarung 14,7)
Auch hier meint anbeten »aufs Angesicht fallen«, und wer den Schöpfer
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verehrt, gedenkt auch seines Schöpfungssabbats und heiligt ihn.
Die zweite Botschaft warnt vor der babylonischen Affen-Verwirrung und
die dritte vor dem Götzendienst und
der Annahme des Sonntags als eines
dämonischen Ersatzsabbats (Offenbarung 14,8.9). Die Warnung vor dem
Feuersee nimmt in der dritten Engelsbotschaft den meisten Platz ein und
wird auch im Koran in zahlreichen
Bildern geschildert: »Der wird von
dem Wein des Zornes Gottes trinken,
der unvermischt eingeschenkt ist in
den Kelch seines Zorns, und er wird
gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor
dem Lamm. Und der Rauch von ihrer
Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu
Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe
Tag und Nacht, die das Tier anbeten
und sein Bild und wer das Zeichen seines Namens annimmt.« (Offenbarung
14,10.11)
DER FREITAG IM KORAN
»Moment mal!«, werden jetzt einige
sagen. »Die Moslems halten aber gar
nicht den Sabbat, sondern den Freitag!«
Nun, die meisten muslimischen Länder haben inzwischen am Freitag und
Samstag Wochenende. Nur noch in Afghanistan, Brunei und im Iran ist der
Samstag ein Arbeitstag. Es gibt aber
auch eine Anzahl muslimischer Länder, die wie im Westen am Samstag und
Sonntag Wochenende haben: Indonesien, Libanon, Marokko, Pakistan, Tunesien und die Türkei. Woran liegt das?
Der Freitag gilt im Islam nicht als Ru-
hetag. Nur das Freitagsgebet am Nachmittag mit der dem Gebet vorausgehenden Predigt macht den Freitag zu
einem besonderen Tag. Ein muslimischer Gelehrter sagte mir einmal auf
die Frage, ob denn die Moslems keinen
Ruhetag hätten: »Gott ruht nie, daher
haben die Muslime auch keinen Ruhetag.« Doch was sagt der Koran über den
Freitag?
Es gibt eine Sure, die den Namen Freitag trägt: al-Dschumu’a. Sie besteht
aus 11 Versen. Was ist ihr Anliegen?
GOTTES GEBOTE FÜR ALLE
MENSCHEN
»Im Namen Gottes des barmherzigen
Erbarmers. Alles, was im Himmel und
auf Erden ist, preist Gott, den heiligen
König, den allmächtigen und weisen
Richter. / Er hat unter den Arabern
einen Boten erweckt, der ihnen seine
Verse vorträgt, sie zur Gerechtigkeit
führt, sie die [Heilige] Schrift lehrt
und die Weisheit. Denn vorher befanden sie sich in offenkundigem Irrtum.« (al-Dschumu’a 62:1-2)
Dem allmächtigen und barmherzigen
Gott war also daran gelegen, dass auch
die Araber Gottes Botschaft kennen
lernen: sein Buch, die Bibel, und die
Weisheit seiner Gebote, einschließlich
des Sabbats.
VERHÄNGNISVOLLER
UNGEHORSAM
»… Er ist der allmächtige Richter. /
Das ist Gottes Gunst, die er erweist,
wem er will. Gottes Gunst ist groß und
herrlich. / Jene, denen die Thora auferlegt wurde, die sie aber nicht tragen
wollten, gleichen einem [störrischen]
Esel, der Bücher tragen soll. Welch
schlimmes Gleichnis für die Leute, die
mit Gottes Versen lügen. Gott führt die
Ungerechten nicht.« (al-Dschumu’a
62:3-5)
Es wird deutlich, dass Gott keinen Gefallen hat an denen, die seine Gebote
missachten. Sie gleichen störrischen
Eseln, die seine Gebote – einschließlich des Sabbats – als Last empfinden
und dagegen protestieren.
VERHÄNGNISVOLLE
HEILSGEWISSHEIT
»Sprich: Ihr, die ihr euch zum Judentum bekennt! Wenn ihr behauptet, ihr
wärt Gottes Erben und sonst niemand,
so wünscht euch, falls ihr Recht habt,
gleich den Tod [dann ist euch das ewige Leben gewiss]. / Doch niemals wünschen sie sich ihn aufgrund der Taten,
die sie begangen haben. Gott kennt
die Ungerechten. / Sag ihnen: Der Tod,
vor dem ihr flieht, wird euch gewiss
einholen. Dann werdet ihr wieder vor
dem erscheinen, der das Verborgene
und das Sichtbare kennt. Er wird euch
sagen, was ihr zu tun pflegtet.« (alDschumu’a 62:6-8)
Wie schlimm, wenn Menschen, die
ein Leben des Ungehorsams führen
und auch den Sabbat brechen, sich
auch noch ihres Heils ganz sicher sind,
gleichzeitig aber anderen das Heil
absprechen. Gott lässt sich nicht täuschen!
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FREITAG: ENDE DER ARBEITSWOCHE
»Ihr, die ihr glaubt! Wenn am Freitag zum Gebet gerufen wird, bringt
Einsatz, um Gottes zu gedenken, und
stellt das Kaufen und Verkaufen ein.
Das ist für euch das Beste, wenn ihr es
nur wüsstet!« (al-Dschumu’a 62:9)
Am frühen Freitagnachmittag ist die
Zeit gekommen, die Geschäfte einzustellen. Denn ihr sollt euch eifrig auf
den Sabbatanfang vorbereiten, um am
Sabbat Gottes Schöpfungstaten und
seiner Thronherrschaft zu gedenken.
Denn heißt es nicht: »Gedenket des
Sabbattags!«? Das Freitagsgebet ist ein
guter Zeitpunkt dafür.
Was bei Gott ist, das ist besser als Vergnügen und Handel. Gott ist der beste
Versorger.« (al-Dschumu’a 62:11)
Doch viele haben nur Geschäfte und
Vergnügen im Kopf. Sie verrichten
zwar hübsch fromm ihr Gebet, bereiten
sich danach aber nicht auf den Sabbat
vor. Sie lassen dich, Mohammed, alleine in deinem Bestreben stehen, Gott
durch dein Sabbathalten die Ehre zu
geben. Sie suchen Profit und Vergnügen. Dabei kann Gott einen sehr wohl
besser materiell und mental versorgen, wenn man sein Sabbatgebot hält.
Mehr sagt der Koran über den Freitag
nicht!
ZWEI BESONDERE WOCHENTAGE
FREITAG IST RÜSTTAG
»Und ist das Gebet vollbracht, verstreut euch im Land und sucht Gottes Gunst und gedenkt Gottes eifrig,
auf dass es euch wohl ergehe!« (alDschumu’a 62:10)
Nach dem Gebet soll jeder nach Hause zu seiner Familie gehen und durch
Vorbereitung Gottes Gunst suchen,
damit er ab Sonnenuntergang eifrig
Gottes gedenken kann. Pünktlich zum
Sonnenuntergang ruft der Muezzin
wieder wie jeden Tag zum Gebet. Dann
müssen alle Vorbereitungen abgeschlossen sein.
Halten wir fest: Der Koran gebietet nirgendwo, am Freitag zu ruhen, sondern
er gebietet, am Freitagnachmittag die
Wochengeschäfte einzustellen, um
sich auf einen Sabbat der Gemeinschaft
mit Gott vorzubereiten. Er tadelt jene,
die sich wie ein störrischer Esel gegen
Gottes Gebote sträuben und einfach am
Sabbat weiter Geschäfte machen oder
ihn für eigene Vergnügungen nutzen.
Durch diese Sure und die genannten
Sabbattexte hebt der Koran zwei Tage
aus der Woche hervor: den Freitag als
Rüsttag und den Sabbat als Ruhetag.
DER TAG DES DOPPELTEN MANNAS
VERHÄNGNISVOLLES
SABBATBRECHEN
»Aber wenn sie ein Geschäft sehen
oder ein Vergnügen, stürzen sie dorthin und lassen dich stehen. Sprich:
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Die Bibel macht dasselbe: Sie spricht
nicht nur vom Sabbat, sondern auch
vom Freitag. Der Freitag ist in der Bibel
ein Tag des doppelten »Regens«. An
ihm fällt doppelt so viel Manna, wie an
TOR DER QUBA-MOSCHEE
© PAMBUDI YOGA PERDANA - SHUTTERSTOCK.COM
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den anderen Tagen; denn es ist Rüsttag. Es musste für zwei Tage Manna gesammelt, gekocht und gebacken werden (2. Mose 16). Auf Arabisch heißt
sammeln dschama’a. Das ist die Wortwurzel, aus der das Wort Dschumu’a
Freitag gebildet wird. Tag der Versammlung übersetzt man meistens
und denkt dabei ans Freitagsgebet. Tag
der Sammlung wäre wahrscheinlich
treffender. So wie die doppelte Menge
Manna am Freitag gesammelt wurde,
soll nun der Gläubige sich sammeln
und auf den Sabbat vorbereiten. Tatsächlich kann das Verb dschama’a unter Umständen auch als »vorbereiten,
arrangieren« übersetzt werden.
Mohammed den Sabbat gehalten hat.
Zwar gibt es auch Überlieferungen,
die Mohammed in den Mund legen, er
habe gesagt, der erste Schöpfungstag
wäre der Sabbat gewesen und der letzte der Freitag oder die Moslems halten
den Freitag, die Juden »ihren« Sabbat
und die Christen den Sonntag, daher
seien die Moslems den anderen immer
um einen Tag voraus. Aber Aussagen
dieser Art stehen im krassen Widerspruch zum Koran und können daher getrost missachtet werden. Auch
wenn man zu den meisten Themen
widersprüchliche Hadithe findet, hier
nun trotzdem die Hadithe, die auf ein
Sabbathalten in der Frühzeit des Islam
hindeutet.
MOHAMMED UND DER SABBAT
Heißt das alles, dass Mohammed und
die ersten Moslems den Sabbat gehalten haben? Wir müssen davon ausgehen. Denn sonst hätten sie nicht im
Einklang mit der Botschaft des Korans,
der Thora und des Evangeliums gehandelt. Wenn wir allerdings den Koran
von den vorhergegangenen heiligen
Büchern trennen, geschieht dasselbe,
was den Christen geschah, als sie sich
von ihrem jüdischen Erbe trennten:
Der Sabbat geht verloren. Offensichtlich ist dies schon bald nach Mohammeds Tod geschehen, vielleicht auch,
weil weder Christen noch Juden den
Moslems ein Zeugnis authentischer
Frömmigkeit gaben.
Dennoch finden sich bis heute ein paar
Überlieferungen in den als verlässlich geltenden Hadith-Sammlungen,
die unsere Annahme bestätigen, dass
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MOHAMMED SUCHTE JEDEN SABBAT
DIE QUBA-MOSCHEE AUF
»Immer wenn er [Ibn Omar, Mohammeds Schwiegervater und später zweiter Kalif] Quba aufsuchte, und das tat
er jeden Sabbat, betrat er die Moschee
und verließ sie nicht, ohne dort gebetet zu haben. Ibn Omar erzählte, dass
der Gesandte Gottes [Mohammed] die
Quba-Moschee zu Fuß oder reitend
aufsuchte. Ibn Omar sagte: ›Der Prophet pflegte jeden Sabbat zur QubaMoschee zu laufen oder zu reiten.‹ Abdullah (Ibn Omar) pflegte dasselbe zu
tun. Ibn Omar erzählte: ›Der Prophet
pflegte zur Quba-Moschee zu laufen
oder zu reiten. Nafi ergänzte: ›Dort
betete er, indem er sich zweimal (vor
Gott) niederwarf.‹« (Sahih Bukhari, Bd.
2, Kap. 21, Nr. 283-285; vgl. Sahih Muslim, Bd. 7, Nr. 3229.3230)
Zur Quba-Moschee waren es für ihn 3
Kilometer. Sie lag etwas außerhalb von
Medina (heute am südlichen Stadtrand) und war seine erste Anlaufstelle
nach der Flucht aus Mekka gewesen.
Das deutet daraufhin, dass er erstens
am Sabbat Zeit hatte, zweitens wie Jesus am Sabbat die Gewohnheit hatte,
ein bestimmtes Gebäude aufzusuchen
(Lukas 4,16) und drittens an diesem
Tag eine besondere Anbetung praktizierte, die sicherlich mit dem Gedenken an Gottes Rettung vor seinen Verfolgern verbunden war.
SKLAVENBEFREIUNG AM SABBAT
»Malik erzählte mir, dass er hörte, dass
[der oben schon genannte] Omar Ibn
al-Khattab jeden Sabbat in die Dörfer
gegangen sei. Wenn er einen Sklaven
hart arbeiten sah, so befreite er ihn von
seiner Arbeit.« (Muwatta Malik, B. 54,
Nr. 1807)
DER SABBAT ALS FEIERTAG
»Abdullah bin Busr erzählte von seiner
Schwester, dass der Gesandte Gottes
sagte: ›Fastet nicht am Sabbat, es sei
denn, Gott hat es euch befohlen. Und
solltet ihr auch nur die Haut einer
Weintraube oder den Zweig eines Baumes finden, so kaut wenigstens darauf
herum.« (Dschami’ at-Tirmidhi, Bd. 2, B.
3, Nr. 744; vgl. Sunan Abi Dawud, Bd. 13,
Nr. 2415)
Das jüdische Fastenverbot am Sabbat
geht auf Nehemia 8,10 zurück, wo für
Feiertage fette Speisen und süße Getränke geboten sind. Nur wenn der
Versöhnungstag auf einen Sabbat fiel,
wurde dieses Verbot aufgehoben. Ein
solches Fastenverbot aus Mohammeds
Mund deutet darauf hin, dass er den
Sabbat sogar recht jüdisch gehalten
hat.
Alle Hadithe, in denen das Wort Sabbat vorkommt, lassen sich auf http://
sunnah.com über die Suche nach den
Stichwörtern »Saturday« und »Sabbath« finde­n. Die Website enthält alle
wichtigen Hadith-Sammlungen der
Sunniten. Die vier Hadith-Sammlungen der Schiiten habe ich noch nicht
durchsucht, aber angeblich gibt es
auch dort noch weitere Sabbat-Überlieferungen, die von Hochzeiten und
Begräbnissen am Sabbat abraten usw.
DAS SIEGEL DER PROPHETEN
Der Koran nennt Mohammed »das Siegel der Propheten« (al-Ahzab 33:40).
Die muslimische Tradition hat das
entweder als »den Letzten der Propheten« oder »den Besten der Propheten«
gedeutet. Doch beides führt zu innerkoranischen Widersprüchen. Eine
bib­lischere und koranischere Deutung
wäre »der Besiegler oder Bestätiger
der Propheten«. Denn die Erklärung,
die der Koran selbst für Mohammeds
Verhältnis zu den Propheten gibt, lautet: »Er verkündigt die Wahrheit und
bestätigt die früheren Gesandten.«
(as-Safat 37:37; vgl. auch 5:48, 10:37;
12:111)
In der Offenbarung des Johannes ist
das Siegel der Sabbat (Offenbarung 7,2)
und der Islam in der fünften Posaune
beschützt allein die, die Gottes Siegel
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an der Stirn haben (Offenbarung 9,4).
Mohammeds Soldaten erhielten nach
seinem Tod nur den Befehl, die sonntaghaltenden Priester und Mönche zu
töten, die man an der ihnen eigenen
römischen Tonsur erkennen konnte.
Alle anderen sabbathaltenden und
friedliebenden Christen sollten sie
schonen (siehe 11-2010).
Es wäre wirklich merkwürdig, wenn
Mohammed als Siegel der Propheten
und Beschützer der Siegelträger im
Mittelalter nicht selbst den Sabbat
(Gottes Siegel) gehalten hätte.
DER SABBAT IM NEUEN TESTAMENT
UND IM KORAN
Insgesamt stehen wir im Koran vor
einem ähnlichen Zeugnis wie im Neuen Testament: Ein anderer Ruhetag
als der Sabbat kann nicht bewiesen
werden. Die Abschaffung des Sabbats
genauso wenig. Aber das ganz klare
unmissverständliche, detaillierte Sabbatgebot finden wir nur bei Mose und
den Propheten. Nun: weder Jesus noch
Mohammed haben von sich behauptet,
dass sie gekommen wären, das Gesetz
aufzuheben, im Gegenteil!
Der Koran empfiehlt die Tradition der
Königin von Saba und der Weisen aus
dem Morgenland fortzusetzen: »Wir
haben vor dir her Männer gesandt, denen wir Offenbarungen gaben. Fragt
die Leute, die sich erinnern, wenn ihr
es selbst nicht wisst.« (an-Nahl 16:43;
al-Anbiya 21:7). Die Königin von Saba
fragte Salomo nach seiner Weisheit
und die Weisen aus dem Morgenland
befragten die jüdischen Schriftgelehrten nach dem Geburtsort des Messias.
16
Versöhnungstag
FEBRUAR 2014
So rät Mohammed den Moslems, sich
bei den Schriftgelehrten der Christen
und Juden schlau zu machen und den
Christen, sich ebenfalls an die Juden zu
wenden, wenn sie offene Fragen haben.
DER SABBAT IM HEUTIGEN ISLAM
Vielleicht gibt der folgende Vers darüber Aufschluss, warum der Sabbat
in die Werke der islamischen Rechtsschulen (also in die Scharia) keinen
Eingang gefunden hat: »Wahrlich:
Den Sabbat haben wir denen deutlich
geboten, die über ihn anderer Meinung waren. Dein Herr wird unter ihnen am Tag der Auferstehung richten,
worüber sie anderer Meinung waren.«
(an-Nahl 16:124)
Alles Richten zu diesem Punkt
ist im Koran eindeutig auf den
jüngsten Tag verschoben. Es herrscht
Gewissensfreiheit. Der Staat darf dem
Einzelnen nicht vorschreiben, an
welchem Tag er ruht oder Gottesdienst
feiert. Juden dürfen den Sabbat,
Christen den Sonntag halten. Der
Sabbat ist im Islam selbst aber fast
völlig in Vergessenheit geraten. Und
doch entdeckt heute eine wachsende
Anzahl Moslems in vielen Ländern
neben der Bibel und dem Messias auch
den Sabbat in Theologie und gelebter
Praxis wieder. 
KAI MESTER
(1) Weinfeld, Moshe, »Sabbath, Temple, and
the Enthronement of the Lord--The Problem
of the Sitz im Leben of Genesis 1:1-2:3,« in Alter
Orient und Altes Testament, 212 (Kevelaer: Butzon & Bercker, 1981), 501-512