Anthroposophische Körpertherapie – Jahresbericht

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Anthroposophische Körpertherapie – Jahresbericht
Anthroposophische
Körpertherapie –
Jahresbericht 2015
IAABT - Internationale Gesellschaft für
Anthroposophische Körpertherapie in der
Medizinischen Sektion, Dornach-Schweiz
Rhythmische Massage nach Dr. med. Ita Wegman
Arbeitskreis Craniosacrale Therapie
Anthroposophische Akupunktur
Öldispersionsbadetherapie
Bothmer® Gymnastik
Spacial Dynamics®
Chirophonetik
Loheland Gymnastik
Christel Heidemann Meridiantherapie
Massage nach Dr. med. Simeon Pressel
IAABT
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Impressum
Herausgeber: Internationale Gesellschaft
für Anthroposophische Körpertherapie IAABT
Konzept und Redaktion: Elma Pressel
Gestaltung: Marion Ehrsam
Bestelladresse: Internationale Gesellschaft
für Anthroposophische Körpertherapie IAABT
[email protected] | www.iaabt-medsektion.net
Fotos/Bildnachweis: Bilder Chirophonetik
(mit freundlicher Genehmigung von Stephan Rex (Hände)
und Christine Marending (Stand) | Bilder Spacial Dynamics
(mit freundlicher Genehmigung vom Verband für Spacial
Dynamics®-Europa) | Massage nach Dr. med. Simeon Pressel
- Elma Pressel | Internationale Fachtagung Anthroposophische Körpertherapie „Von der Erschöpfung
zur Neuschöpfung“ - Rolf Karges
Inhalt
Editorial3
Rhythmische Massage nach Dr. med. Ita Wegman
5
Anthroposophische Physiotherapie
6
Öldispersionsbadetherapie7
Loheland Gymnastik
9
Bothmer® Gymnastik
10
Spacial Dynamics®
12
Chirophonetik14
Massage nach Dr. med. Simeon Pressel
16
Christel Heidemann Meridiantherapie
19
Anthroposophische Akupunktur
20
Arbeitskreis Craniosacrale Therapie
21
Schlusswort22
IAABT
2 1 _ I A A B T
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
mit dieser Schrift halten Sie den ersten eigenen Jahresbericht der Anthroposophischen Körpertherapie in den Händen bzw. vor Augen. Viele körpertherapeutische Methoden sind bereits daran
beteiligt, in kommenden Jahren mögen weitere hinzukommen.
Wie Sie sehen werden, zeichnet sich die Anthroposophische Körpertherapie dadurch aus, dass viele,
zum Teil sehr unterschiedlich arbeitende Methoden zu einem gemeinsamen Bereich, eben der „Anthroposophischen Körpertherapie“, zusammengeschlossen sind. Die Gemeinsamkeit ergibt sich
dadurch, dass sie alle direkt am Leiblichen des Menschen ansetzen, durch Berührung, durch Bewegung, sowie durch äußere Massnahmen wie beispielsweise Wickel und Bäder, und dass sie alle ihren
Hintergrund im Anthroposophischen Menschenbild begründet haben.
Nicht alle der in diesem Bericht aufgeführten Therapieformen tragen zum jetzigen Zeitpunkt bereits
den Status, von der Medizinischen Sektion als anthroposophische Therapie anerkannt zu sein. Viele
befinden sich auf dem Weg dorthin und haben noch die ein oder andere Hürde zu nehmen, bis eine
solche Anerkennung ausgesprochen werden kann. Wunsch und Ziel der Gesellschaft für Anthroposophische Körpertherapie (International Association for Anthroposophic Body Therapy IAABT) ist
es, all diesen Methoden ein gemeinsames Dach zu bieten und sie gleichzeitig in ihrer Eigenständigkeit und Vielfalt zu fördern, sowie den Weg zur anerkannten anthroposophischen Therapiemethode
zu begleiten und zu fördern. So soll auf kollegialer Ebene ein fruchtbarer Dialog entstehen, dessen
letztendliche Zielsetzung es immer ist, das Wohl unserer Patienten zu fördern.
Die IAABT selbst ist eine noch sehr junge und im Aufbau begriffene Gesellschaft. Auch wenn sie noch
nicht viele Mitglieder zählt, so rekrutieren sich diese bereits aus zwanzig verschiedenen Ländern aus
der ganzen Welt. Im September 2011 gegründet, baut sie stark auf ehrenamtlicher Tätigkeit engagierter Mitarbeiter auf.
Wer sich hier mit einbringen möchte, ist sehr herzlich willkommen!
3_ IAABT
-
Editorial
Das Jahr 2015 war für die anthroposophische Körpertherapie durch zwei große Ereignisse geprägt: Die erste Internationale Fachtagung für Anthroposophische Körpertherapie am Goetheanum und die Jahreskonferenz der Medizinischen Sektion, die in diesem Jahr den Äußeren
Anwendungen gewidmet war.
Zu unserem Thema „Wege zur Balance – von der Erschöpfung zur Neuschöpfung“ fanden sich
vom 30. April bis 3. Mai 150 Therapeuten aus aller Welt in Dornach zur Fachtagung ein. Aus
achtzehn verschiedenen Ländern und allen fünf Kontinenten unserer Erde kamen die Teilnehmer. Schwerpunkt: Erschöpfungserkrankungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten mit körpertherapeutischen Mitteln aus der AM. In achtzehn AGs und Seminargruppen wurde intensiv gearbeitet, fünf Vorträge wurden umrahmt und abgerundet von zwei Konzerten und Singen nach
Werbeck-Svärdström.
Von den Teilnehmern wurde insbesondere auch die gute Stimmung und Herzlichkeit gelobt. Die
Tagung war eine rundum gelungene Unternehmung – wir blicken zuversichtlich auf 2017, wenn
vom 27. bis 30. April die nächste Tagung stattfindet. Für die vergangene Tagung ist eine Broschüre
mit allen Vorträgen sowie Berichten aus den verschiedenen AGs ist in Vorbereitung.
Auch auf der Jahreskonferenz im September waren viele körpertherapeutische Methoden vertreten
– alle, die in Zusammenhang mit den Äußeren Anwendungen gesehen werden können – Massage,
Bäder, Chirophonetik – um einige wenige Beispiele zu nennen.
Im folgenden können Sie einen direkten Einblick erhalten aus der Arbeit von elf verschiedenen
therapeutischen Verfahren, die sich zur Anthroposophischen Körpertherapie zugehörig fühlen.
Für den Inhalt der Texte sind ausschließlich die jeweiligen Autoren verantwortlich.
Für den Vorstand der IAABT grüßt Sie herzlich
Elma Pressel – Internationale Koordination Anthroposophische Medizin IKAM
Fachbereich Anthroposophische Körpertherapie
4_ IAABT
Rhythmische Massage nach Dr. med. Ita Wegman
von Unda Niedermann, Aoine Landweer-Cooke und Ricarda Meyer
Die Rhythmische Massage zeigt sich
Mit den Demonstrationen, Arbeitsgruppen und Präsentationen an der Fachtagung 2015 und an
der Jahreskonferenz der Medizinischen Sektion am Goetheanum mit dem Titel „Die Würde des
menschlichen Leibes – Äußere Anwendungen in Praxis und Forschung der Anthroposophischen
Medizin“ hat sich die Methode Rhythmische Massage in der Vielfalt der Anwendungen der Anthroposophischen Medizin gezeigt. Die aktuellen Forschungsergebnisse waren präsent sowohl bei
der Poster- Ausstellung als auch bei den Beiträgen. Z.B. Charlotte Allmer, MSc, stellte die „Rhythmologische Synopsis in Theorie und Anwendung“ vor, und Dr. phil. II (P), Dipl. Biol. Ana Paula
Simões-Wüst, Klinik Arlesheim, stellt die prospektive Studie „Rhythmische Massage: Wirksamkeit
und Wirkungsweis“ vor. Besonders lehrreich war die Arbeitsgruppe Rhythmische Massage nach
Dr. med. Ita Wegman in Praxis und Forschung mit den Forschenden im Gespräch (Liliane Ammann
Albertin, Med. Masseurin EFA, Marbach, CH; Dr. rer. nat. Daniel Krüerke, Bereichsleitung Klinische
Forschung, Arlesheim, CH; Dr. phil. Ana-Paula Simões-Wüst, Forscherin, Arlesheim).
Wechsel in der Methodenvertretung
Am Treffen des IFRMTT, Internationales Forum Rhythmical Massage Therapy Trainings im
September 2015, wurden Aoine Landweer-Cooke, Irland, und Ricarda Meyer, Schweiz, als
Methodenvertreterinnen gewählt. Bis zum Herbst 2016 wird der Prozess der Übergabe der Methodenvertretung Rhythmische Massage von Unda Niedermann an Aoine Landweer-Cooke und
Ricarda Meyer erfolgen. Unda Niedermann hat über lange Jahre sowohl die Berufskoordination Physiotherapie (heute Berufskoordination IAABT) an der Medizinischen Sektion als auch die
Methodenvertretung Rhythmische Massage getragen. Als Methodenvertreter sehen wir unsere
Aufgabe vor allem darin, die Kommunikation zwischen der Medizinischen Sektion, dem IFRMTT
und den Kolleginnen und Kollegen in der Welt zu unterstützen. Vor allem bedeutet das, den
Informationsfluss zwischen der Berufskoordination, bzw. der Medizinischen Sektion und ihren
Organen, Berufsverbänden und Schulungsstätten, und den Kolleginnen und Kollegen an ihren
Standorten weltweit zu ermöglichen. Andererseits kann es auch bedeuten, die Initiativen der einzelnen Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und aufzunehmen.
Der Beitrag der Methodenvertretung wird vor allen Dingen darin bestehen, zu vernetzen und
zwischen dem Goetheanum und der Peripherie – den Berufsverbänden, Therapeuten und Ausbildungsstätten – zu vermitteln. Bis zum Herbst 2016 werden wir Anfragen zu dritt bearbeiten
und Tätigkeiten gemeinsam ausführen.
5_ IAABT
Anthroposophische Physiotherapie
von Stephan Thilo und Jaqueline Piper
Seit über 35 Jahren finden sich Physiotherapeuten zusammen, um eine anthroposophisch fundierte Physiotherapie voranzubringen. Neben den regelmäßig stattfindenden PhysiotherapieTagungen gab es verschiedene Arbeitstreffen im kleineren Kreise, die diese Thematik weiter
verfolgten. Die anthroposophische Physiotherapie versteht sich als Berufsgruppe staatlich anerkannter Physiotherapeuten, die ihre Arbeit diagnostisch und therapeutisch fortlaufend auf der
Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes erweitern. Bisher ist die Arbeit an dieser
Erweiterung noch stark geprägt von einzelnen Methoden (verschiedene Massage- und Bewegungsmethoden, sowie äussere Anwendungen). Das Ziel ist aber, die Identität der anthroposophischen Physiotherapie über die bisherigen Methoden hinaus zu entwickeln und durch übergreifende Qualifikationen zu stärken. An der Jahrestagung 2015 der medizinischen Sektion hat
sich eine Arbeitsgruppe getroffen, die unter anderem an diesem Thema gearbeitet hat: Es wurden
die verschiedenen Bewegungsmethoden Bothmer Gymnastik, Lohelandgymnastik und Spacial
Dynamics praktisch angeschaut und in ihren therapeutischen Möglichkeiten beleuchtet. Die jahrelange Arbeit besonders der holländischen Kollegen war ein reicher Boden, auf dem diese Arbeit
wachsen konnte.
Für die Zukunft steht nun eine detaillierte berufsspezifische Grundlagenforschung, sowie Erarbeitung des methodisches Vorgehens im Fokus, um sich diesem Ziel immer weiter zu nähern.
Es wird ausserdem angestrebt, dem Interesse der schulmedizinisch tätigen Physiotherapeuten
entgegenzukommen, sich in der Anthroposophischen Medizin weiterbilden zu wollen, ohne aber
sich unbedingt an eine der bestehenden Methoden binden zu müssen. Hierin sehen wir auch die
Chance, mit der Anthroposophischen Medizin vermehrt nach aussen zu treten und die Schulmedizin auch im Bereich der Physiotherapie entsprechend zu erweitern.
6_ IAABT
Öldispersionsbadetherapie
Bericht über die Aktivitäten des Internationalen Vereins für Öldispersionsbadetherapie
nach Werner Junge im Jahr 2015 – von Albrecht Warning
Der Verein, den wir wegen des langen Namens auch mit IVÖ abgekürzt benennen können, verfolgt mehrere Ziele: Grundanliegen ist die curriculare Weitergabe des medizinischen Bades, wie
es von Werner Junge in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit seiner Frau Franziska zusammen entwickelt und weltweit gelehrt wurde. Dies geschieht mit Einführungsseminaren, die
im vergangenen Jahr von Reinhold Schön mehrfach in Bad Boll, Berlin und Budapest gehalten
wurden. Es werden auch in verschiedenen Städten Praxiskurse angeboten, in denen eine Woche
lang Interessenten das Bad erleben und erste Übungen durchführen. Jeweils ein Kurs wurde in
2015 in Bad Boll und Bad Wörishofen veranstaltet. Reinhold Schön praktizierte das Öldispersionsbad beim IPMT in Lemberg (Lwiw in der Ukraine). Tiny Reinink hat in Portugal mit einem Praxiskurs begonnen, der im Jahr 2016 als Ausbildungskurs weitergeführt wird.
Solch ein Zertifikatskurs wird innerhalb von zwei Jahren in 4 Modulen angeboten. In Deutschland
üben zurzeit vier Teilnehmerinnen im Kurs Oxalis. Unsere Kurse werden nach den im Bad eingesetzten Heilpflanzen benannt. Der Kurs Oxalis hatte mit Praxiskursen in Alfter (Gabriele BäumlerWarning als Übungsleiterin) und in Hamburg (Catharina Bormann als Übungsleiterin) im Jahr
2014 begonnen und wurde in Düsseldorf mit dem Grundkurs und Aufbaukurs im Jahr 2015 mit
unserem Dozentenkreis weitergeführt.
Carola Firl und Dr. Markus Krüger haben in der Freien Pflegepraxis, Ulm, zwei Schwestern dieser
ambulanten Pflegegruppe zu Pflegefachkräften für Öldispersionsbadetherapie ausgebildet und
im November 2015 zertifiziert. Die Leiterin dieser Pflegepraxis, Jacqueline Goldberg, ist bereits
Öldispersionsbadetherapeutin. Dieser Pflegekurs wurde in Kooperation mit dem Verband für
Anthroposophische Pflege durchgeführt.
Unser Bemühen, das Öldispersionsbad in das öffentliche Bewusstsein des medizinischen Lebensfeldes zu bringen, wurde realisiert durch Vorträge von Dr. Markus Krüger in der Filderklinik, beim
IPMT in Thailand, durch Dr. Albrecht Warning bei der Onkologietagung an der Havelhöhe, Berlin.
Auch waren wir bei der Physiotherapietagung im Mai anwesend und hatten Gelegenheit während der medizinischen Jahrestagung im September in Dornach anhand einer Fallvignette aus
der Filderklinik (Dr. Markus Krüger) und einem Badeerlebnis in den Arbeitsgruppen (Beate Motte)
die therapeutischen Qualitäten des Bades erfahrbar zu machen.
7_ IAABT
Öldispersionsbadetherapie
Wir haben im Jahr 2015 begonnen einen Lehr- und Informationsfilm über das Öldispersionsbad vorzubereiten. Fachkundenmappen, Broschüren und Artikel in Fachzeitschriften versorgen
Interessenten mit Literatur. Diese sollen in Bälde durch ein Lehrbuch ersetzt werden.
Unsere Vereinsarbeit bemüht sich um das Einbetten dieser Therapie in die „gesundheitspolitische
Szene“. Über den DAMID, insbesondere Frau Barbara Wais, ergaben sich durch die „diplomatischen
Aktivitäten“ von Beate Motte (als Therapeutin unseres Vereins in Berlin Mitte ansässig) neue Perspektiven bei finanziellen Vereinbarungen im IV-Vertrag. Es gelang, eine Kostenerstattung bei den
in der BKK-VBU versammelten Kassen zu erreichen.
Unseren Mitgliedern boten wir anlässlich unserer Mitgliederversammlung Fortbildung an.
Dies alles wird betreut, organisiert und zusammengehalten von unserer Geschäftsführerin
Ingrid Bihl, die ihr Büro in Düsseldorf hat und dort montags für Informationen und Fragen
telefonisch erreichbar ist:
Telefon +49 211 - 92 94 50 oder [email protected]
8_ IAABT
Loheland Bewegungsschulung
von Sabine Podehl
Loheland-Gymnastik bietet einen Weg, Bewegung als Element des Lebens verstehen zu lernen,
indem sie die Beziehung des Menschen zu Raum und Zeit in den Mittelpunkt des Interesses stellt.
In ihr entdeckt er als gymnastisch Übender grundlegende Gesetzmäßigkeiten.
Die Orientierung an den Bedingungen des menschlichen Bewegungs-Organismus vermittelt ihm
Klarheit darüber und Einsichten in die gegebene Ordnung. Er kommt beispielsweise im Bereich
der Dynamik in Berührung mit den Qualitäten Ruhe und Bewegung, Schwere und Leichte, im Bereich der Statik mit den Dimensionen, Ebenen und sphärisch-radialen Formprinzipien, im atemrhythmischen Bereich mit der Beziehung Innen–Außen.
Auf all diesen Gebieten lernt er die Bedeutung der Bewegung als ein zwischen Polaritäten vermittelndes Element kennen und sich selbst als den Lenker seiner Bewegung verstehen. Der Mensch
selbst ist es, der kraft seines eigenen freien Willens Ausgleich schaffen kann, Vermittlung und
Verwandlung.
Weitere Informationen unter www.Loheland.de
http://www.loheland.de/index.php?id=akademie-weiterbildung-gymnastik&L=1%27A%3D0
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Bothmer ® Gymnastik
von Stephan Thilo
Der Höhepunkt des Bothmer-Jahres ist zweifellos die alljährlich stattfindende Sommer-Intensivwoche. Dieses Jahr waren wir zu Gast an der Wuppertaler Waldorfschule, die mit ihrem wunderschönen verwinkelten Gebäude alles hat, was wir brauchten um mit 170 Menschen zu arbeiten.
Ein internationales Publikum aus Bothmer-Studenten, fertig ausgebildeten Gymnasten und interessierten Neulingen arbeitete während einer Woche mit viel Freude und Begeisterung zusammen. Die Intensivwochen sind offen für alle an Bewegung und Bothmer Gymnastik Interessierten
und findet diesen Sommer erneut in Deutschland statt.
Ein weiterer wichtiger Begegnungspunkt der Bothmer Gymnasten ist die jährliche Herbsttagung
des Internationalen Berufsverbandes für Bothmer Gymnastik e.V. Sie bietet an einem Wochenende Workshops zu bestimmten Themen der Bothmer Gymnastik an. Sie ist eine Fachtagung, aber
auch offen für alle Interessierten und bietet dazu jeweils Einsteigerkurse an.
Das diesjährige Tagungsthema war: Der physische Leib und sein geistiger Ursprung. Die Vorträge
von Dr. Callegaro boten intensiven Arbeitsstoff für die praktischen Kurse. Passend dazu ein Zitat
von Fritz Graf von Bothmer:
"In Körperübungen sich außerhalb des Körpers fühlen, klingt paradox. Sich im Raume fühlen,
Raumeskräfte erleben, deren Brennpunkt der Körper ist, die ihn durchziehen und formen – das
scheint ein Weg zu sein, um das Abstrakte, Mechanische in der Körperübung zu überwinden
und wieder zu Geistigem aufzusteigen.“
Das Jahr 2015 war für die Bothmer Gymnastik auch reich an Jubiläen:
–
Wir haben im September 2005 die ersten Ausbildungskurse für Bothmer Gymnastik im
Rahmen von Bothmer Movement International begonnen. Bothmer Movement International ist als Verbund gegründet und strebt die Zusammenarbeit der bestehenden Ausbildungsstätten mit dem neuen Lehrerkreis und seinen Kursen an. In diesen vergangenen
10 Jahren liefen an 22 Ausbildungsstätten in 17 verschiedenen Ländern Zertifikatskurse.
–
Zweitens feierte Anfang Oktober die ungarische Bothmer Gymnastik Ausbildung ihr
20-Jahre-Jubiläum, welches mit einem Festakt in Budapest gegangen wurde.
–
Und drittens hat im Jahre 1985 auf vielfachen Wunsch der erste Ausbildungskurs für
Bothmer Gymnastik in England begonnen, so dass wir hier auf 30 Jahre Bothmer Gymnastik in England zurückschauen konnten.
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Bothmer ® Gymnastik
Neben dem wachsenden Kursangebot für Bothmer Gymnastik und einer immer größer werdenden Zahl von Ausbildungsstätten, hat im Sommer 2015 der zweite Kurs für therapeutisch tätige
Bothmer Gymnasten abgeschlossen. Nach einer zweijährigen Fortbildungszeit, welche berufsbegleitend in Kassel stattgefunden hat, fand der Abschluss des Kurses auf der diesjährigen
Sommer-Intensivwoche in Wuppertal statt. Das Feld der therapeutischen Möglichkeiten der
Bothmer Gymnastik reicht von Einzelförderung in den Schulen über Fördergruppen, die Heilpädagogik, Einzel- und Gruppenarbeit mit Kindern sowie mit Erwachsenen bis hin zur Erweiterung der physiotherapeutischen Tätigkeit.
Von der Erschöpfung zur
Neuschöpfung - Internationale
Fachtagung für Anthroposophische
Körpertherapie,
30. April bis 3. Mai 2015,
Bothmer®Gymnastik
Unser Ziel ist es, dass zunehmend Menschen in ihren eigenen Ländern und wenn möglich in
ihrer eigenen Sprache ausgebildet werden können. Wir schauen daher dankbar auf die inzwischen weltweite Gemeinschaft, welche aus den Quellen der Bewegung schöpfend, sich für die
körperliche, seelische und geistige Entwicklung und Gesundung der Menschen einsetzt.
Weitere Informationen / Kontakt / Newsletter usw. unter:
www.bothmer-movement.eu
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Spacial Dynamics®
von Dieter Bigler und Christina Spitta
Über 200 Gäste aus 25 Ländern feierten Anfang August das 30-jährige Bestehen von Spacial
Dynamics®, sowie den 65. Geburtstag ihres Gründers Jaimen McMillan im Spacial-DynamicsInstitute in Upstate New York (US).
Die Methode Spacial Dynamics® umfasst einen stetig wachsenden Corpus an bewegungstherapeutischen Übungen und Techniken, sowie altersgemäße pädagogische Übungen und Aktivitäten, die weltweit in den Bereichen Therapie, Heil-/ Pädagogik, Leistungssteigerung, Business
Leadership und Welt-Friedens-Bewegung eingesetzt werden.
Spacial Dynamics: Gemeinsames Bewegen mit Jaimen McMillan
30-jähriges SD-Jubiläum, Upstate New York
Der sich bewegende Mensch wird hierbei als ein fließendes Kontinuum von Körper, Umraum und
Aufmerksamkeit/Präsenz angesehen.
2015 begann eine neue, 4-jährige Grundausbildung (Level Ib) in Ludwigsburg, in Budapest
feierte Level Ib seinen Abschluss (siehe Bild). Weitere Level I Ausbildungen wurden fortgeführt
bei Venedig, in Mechanicville (NY), Portland (Oregon), Vancouver (Canada), Austin (Texas) und in
Argentinien; in China fanden vorbereitende Kurse zu dem Beginn eines Level I in 2016 statt.
International wurden Level II Kurse (für die SD Spezialisierung in Therapie, Pädagogik (anerkannt durch ISMETA) oder Allgemein) u.a. zu folgenden Themen angeboten: Anatomie der Freiheit, die 6 Nebenübungen, Early Childhood, Meditation, Womenspace, SD und Contact-Dance
sowie „Dancing through the grades“.
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Spacial Dynamics®
Es erfolgten einführende Kurse, z.B. in Basel (www.gabriele-hurter.ch) oder an der Filderklinik
bei Stuttgart, SD war mit 2 Kursen: „Neuschöpfung durch SD“ und „Die 6 Nebenübungen bewegen“ an der Internationalen Fachtagung für Anthroposophische Körpertherapie (der IAABT)
am Goetheanum im Mai vertreten, ebenso an Ärztetagungen in Kassel, Bad Boll, der „Teach the
Teacher in anthroposophic Medicine“ und der internationalen Jahrestagung der Medizinischen
Sektion in Dornach im September, daneben an mehreren pädagogisch-anthroposophischen
Tagungen.
Spacial Dynamics: Spacial Dynamics®-Abschluss-Kurs Level-Ib in Budapest
International wurden zudem Kurse in „Business Leadership“ angeboten. Auf Einladung von
Dr. med. Christian Larsen (Entwickler der Spiral Dynamik) konnte Spacial Dynamics® zudem am
Spiraldynamik-Kongress in Zürich im September vorgestellt werden.
Auch konnte am ARCIM-Institute bei Stuttgart die Datenerfassung von 2 internationalen Studien
über die SD-Bewegungstherapie (retro- und prospektiv) erfolgreich abgeschlossen, und erste
Ergebnisse als Poster veröffentlicht werden.
www.spacialdynamics.com / www.spacialdynamics.eu
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Chirophonetik
Tagungsbericht der Arbeitsgruppe Chirophonetik –
Therapie durch Sprache und Berührung – von Stefan Rex
Internationale Fachtagung für Anthroposophische Körpertherapie im interdisziplinären Dialog
30.04.2015 – 03.05.2015 / Wege zur Balance: Von der Erschöpfung zur Neuschöpfung
An der Arbeitsgruppe Chirophonetik nahmen etwa 20 Menschen teil. Da die Hälfte davon Chirophonetik-Therapeuten waren, war es möglich, dass nebst den Vorträgen alle Neuinteressierten in
jeder Veranstaltung die Chirophonetik auch an sich selbst erleben konnten.
Um dieses Erleben zu verdeutlichen, machten wir ein kleines Experiment: Die Teilnehmer wurden in Bauchlage bequem auf Liegen gelagert und von den Therapeuten zunächst nur stumm
mit einem ruhigen, langen Massagestrich seitlich von den Schultern bis zu den Füssen berührt.
Danach erfolgte derselbe Strich, aber diesmal tönte der Therapeut dazu ein langes U.
Nach einer kurzen Pause des Nachklingens schilderten die Teilnehmer den erlebten Unterschied
etwa so: „Es war ja nur eine ganz kurze Behandlung, aber die habe ich intensiv gespürt. Durch die
warme Berührung und Vibration der Hände hatte ich eine Vertiefung meines Atems, es war ein Einschwingen in eine harmonische Spirale. Die Behandlung ist sehr schnell bis zu einem in mir sehr
verspannten Ort gekommen. Ohne Tönen blieb alles an der Oberfläche, es war angenehm, aber
nicht wirksam für mich.“
Hier zeigte sich deutlich die Sprache als das wesentliche Mittel in der Chirophonetik im Unterschied zu einer langsamen Streichmassage. Der Mensch fühlt sich durch die Behandlung unmittelbar angesprochen, er hört und empfindet mit seinem ganzen Organismus. Durch die Laute und
die damit verbundenen Lautqualitäten in ihrer Wirkung kommt er innerlich in Bewegung.
Angesprochen werden der Astralleib (durch die nachahmenden Schwingungen des Muskelmenschen beim Hören), der Ätherleib (durch das ätherische Mitschwingen zum Sprachverständnis)
und das Ich (durch den Tastsinn und die Wärmewahrnehmung der berührenden Hände). Indem
wir in der Chirophonetik den Menschen berühren, entsteht in ihm das Gefühl „Ich bin“ oder „Ich
bin etwas wert“ – ein erster Schritt zur eigenen Neuschöpfung.
1 4 _ I A A B T
Chirophonetik
So setzt die Chirophonetik an der seelischen Verfassung an. Sie schaut, in welcher Verfassung
sich der Mensch befindet und welche Laute ihm helfen können, Entwicklungsfortschritte zu
machen, Ruhe und eventuell Schmerzlinderung zu finden. Durch die neugewonnene Körperwahrnehmung und die Lauterfahrungen können seelische Neuerfahrungen gewonnen werden,
denen der Körper folgen darf. Der Mensch kommt seelisch in Bewegung. Dieser aufkeimende
Wille, nicht der durchgeführte, ist hier das Wirksame.
Nähere Informationen:
www.chirophonetik.de
www.schweiz-chirophonetik.ch
www.chirophonetique.ch
www.chirophonetik.at
www.chirofonetica.it
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Massage nach Dr. med. Simeon Pressel
von Dorothea Friemel und Jülia Pressel
Sie hat nach dessen Tod 1980 eine starke Zentrifugalbewegung erfahren und sich in alle Welt
verbreitet. Wie in allen lebendigen Prozessen haben sich bei der Ausbreitung der Massage neue
und andere Qualitäten in die Ausübung und z.T. in die Theorie „eingeschlichen“, dabei kam es
zu scheinbar großen Gegensätzen im Verständnis und in der Umsetzung.
Inzwischen sind 35 Jahre vergangen und eine Zentripetalbewegung wird spürbar: Menschen
suchen gemeinsam zurück zur Quelle dieses heilenden Impulses, wollen sich auf das Wesentliche besinnen, zusammenarbeiten und beginnen auf diesem Weg vermeintliche Gegensätze zu
klären, zu verstehen und zu überbrücken.
In diesem Sinne ist in Deutschland der Berufsverband für Massage nach Dr. med. Simeon Pressel
e.V. ins Leben gerufen worden. So soll an dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis auf unseren
noch jungen Berufsverband erfolgen. Dieser wurde am 17.05.2014 gegründet und ist angemeldet
beim Registergericht Kassel. Er hat seinen Sitz in 34128 Kassel, Immenhäuser Strasse 16.
Viele Kollegen, die mit der Massage nach Dr. Pressel arbeiten, haben auf diesen Impuls und seine
Umsetzung seit vielen Jahren gewartet und uns immer wieder durch Hinweise und Anfragen dabei angeregt und unterstützt.
Der Wunsch nach Gründung eines Berufsverbandes entstand aus dem Bedürfnis, die nach dem
Tod von Simeon Pressel entstandenen verschiedenen Strömungen wieder in eine gemeinsame
zurückzuführen, sich auf die gemeinsamen Urimpulse zu besinnen und sich gemeinsame Ziele zu
geben. Die Ziele finden sich in der Satzung.
Wir freuen uns über viele Mitglieder, die ein lebendiges Interesse an der Mitgestaltung unseres
Berufsverbandes haben und sich verantwortlich einbringen wollen in verschiedene bereits bestehende oder neu zu gründende Initiativen und Arbeitsgruppen, aus denen im Folgenden kurz
berichtet werden soll.
Auf der Internationalen Fachtagung Ende April 2015 war die Massage innerhalb einer interprofessionellen AG vertreten; mit Unda Niedermann für die Rhythmische Massage und Elma Pressel
für die Massage nach Dr. med. Simeon Pressel. Gemeinsamkeiten und Unterschiede konnten im
Laufe der AG-Einheiten zum Teil bereits differenziert herausgearbeitet werden. Von Seiten der
Teilnehmer gab es sehr viel Zuspruch als wichtiges Signal guter, unvoreingenommener und
kollegialer Zusammenarbeit über methodische Grenzen hinweg.
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Massage nach Dr. med. Simeon Pressel
Laufe der AG-Einheiten zum Teil bereits differenziert herausgearbeitet werden. Von Seiten der
Teilnehmer gab es sehr viel Zuspruch als wichtiges Signal guter, unvoreingenommener und
kollegialer Zusammenarbeit über methodische Grenzen hinweg.
Eine vergleichbare Arbeitsgruppe fand auf der Jahreskonferenz 2015 im September statt, mit
Birgit Schopper für die Rhythmischen Einreibungen, Fausto Nuzzo für die Rhythmische Massage
und Elma Pressel für die Massage nach Dr. S. Pressel. Auch hier konnten die zahlreichen Teilnehmer Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Theorie und Praxis sowie kollegiale Zusammenarbeit erleben und erüben.
Massage nach Dr. med. Simeon Pressel, Einführungsworkshop beim IPMT in Taiwan August 2015
Auf dieser Jahreskonferenz wurden auch drei Demonstrationsgruppen für die Massage nach
Pressel (durch Jülia Pressel) mit dem Ziel durchgeführt, Hintergründe und Vorgehensweisen zu
besprechen und zu veranschaulichen. Die Intention dieser Therapie und ihre in den Planetenqualitäten begründete Ausdrucksform konnte zahlreichen Teilnehmern nahegebracht werden.
Eine der Fallvignetten im Plenum der Jahreskonferenz handelte von einem Patienten, den die
Massage über viele Jahre seines Lebens begleitet hatte. Dr. Gabriele Albrecht und Elma Pressel
beschrieben die große Anwendungsbreite einschließlich der verschiedenen Wirksamkeiten dieser
Massage. So konnte u.a. deutlich werden wie in einer Biographie eine inkarnierende Intervention
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Massage nach Dr. med. Simeon Pressel
im Zusammenhang mit einer Krise erfolgte, ein anderes Mal ein lösender Prozess einige Tage vor
dem Tod des Patienten heilsam angeregt wurde.
Eine andere Initiative sammelt Berichte von noch lebenden Patienten aus der Praxiszeit von Simeon Pressel sowie von ehemaligen Kursteilnehmern von ihm, um dem Ursprung dieser Behandlung
näher zu kommen. Es fanden bereits Gespräche mit ehemaligen Patienten und Kursteilnehmern
statt. Ihre Berichte über seine ursprüngliche Arbeits- und Herangehensweise wurden schriftlich
festgehalten und bearbeitet, um dem Urbild dieser Therapie näher zu kommen.
Weitere Kontaktpersonen für das Einsammeln von Berichten werden hiermit gebeten sich zu
melden (Anschrift Jülia Pressel siehe unten). Nicht zuletzt bilden sich weitere Arbeitsgruppen für
die Arbeit an den Weiterbildungsrichtlinien dieser therapeutischen Methode.
Jülia Pressel, 15391 Järna, Nibble Skogsbrynsby 48, Schweden
[email protected]
www.massage-pressel.com
Dorothea Friemel, 14089 Berlin, Kladower Damm 221, Haus 5A, Deutschland
[email protected]
www.stroemungsmassage.de
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Christel Heidemann Meridiantherapie
von Barbara Küper-Frerich
Schlüsselwörter: Pflanzenfarbseiden auf Meridianpunkten; Diagnostik und Therapiekontrolle
durch Tastung von Spannungsänderungen an Meridianpunkten in Reflektorischen Zonen des
Rückenbindegewebes; Harmonisierung von Planetenkraftwirksamkeiten; Die Wiederherstellung
der Ordnung lebendiger Prozesse.
Unser Arbeitsjahr 2015 war geprägt davon,
– den Werk-Charakter der Arbeit von Christel Heidemann zu erarbeiten
– die Spuren der Therapie im Biophotonenfeld des Menschen zu erforschen
– unsere Arbeitsbereiche in Deutschland und in den Niederlanden intensiv zu vernetzen
– eine Beratungssprechstunde für die Christel Heidemann Meridiantherapie aufzubauen
– das „Gesicht“ der Therapie zu gestalten: Ein neuer Internetauftritt wird in diesem Frühjahr
freigeschaltet unter
www.christelheidemann-meridiantherapie.de
Weitere Informationen:
Christel Heidemann Akademie
Büro D: Barbara Küper-Frerich, Telefon +49-(0)2302-1793350, [email protected]
Büro NL: Cees Tjeerdema, Telefon +31-(0)515-232119, [email protected]
www.meridian-und-farbtherapie.de
www.farbmeridiantherapie.de
www.meridiaantherapie.nl
www.meridiaankleurentherapie.nl
www.verband-meridianfarbtherapie.de
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Anthroposophische Akupunktur
Arbeitsbericht der IAAA – von Eef Jansen
2011 wurde auf Anregung von Theresa Trouwee die Internationale Arbeitsgruppe für Anthroposophie und Akupunktur (IAAA) gegründet – eine Initiative, die von Dr. med. Michaela Glöckler begrüßt wurde. Die IAAA sucht nach Übereinstimmungen in den Ausgangspunkten zwischen
Anthroposophischer Medizin und der Taoistischen Philosophie, welche die Grundlage für die
klassische Akupunktur bildet. Unser Anliegen ist es, diese beiden Systeme miteinander zu
verbinden.
Wichtig ist hier insbesondere die richtige Interpretation der chinesischen 5-Elementen-Lehre,
um sie mit den 4 aristotelischen Elementen in Verbindung zu bringen. So können auch im
chinesischen Schema die 4 Wesensglieder eingeführt werden. Auf diesem Wege werden die
zugehörigen Akupunkturpunkte im Sinne von Verbindungen der Wesensglieder erfahrbar.
Auch die 3-Gliederung ist im chinesischen Denken zu finden und lässt sich ebenso in den Akupunkturpunkten wiederfinden: Elementarebene, energetische Ebene, kosmische Ebene – vergleichbar mit Nerven-Sinnessystem, Rhythmischem System und Stoffwechsel-Gliedmassensystem.
Dazu konnten wir uns in 2011 während der medizinischen Jahreskonferenz mit einer Posterpräsentation einbringen. In den darauffolgenden Jahren haben wir mittels zwei „Workshops“ unsere
Theorien erklärt, immer im Zusammenhang mit den jeweiligen Themen der Jahreskonferenzen
als Ausgangspunkt: Herz, asiatische Medizinsysteme usw.
Auf [email protected] sind die Poster anzufragen.
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Craniosacral-Therapie
Jahresbericht der Arbeitsgruppe für Craniosacral-Therapie (CST)
IAN – CST (International Anthroposophic Network for Craniosacral Therapy)
von Birgit Schopper, Rozanne Hartmann und Michael Kokinos
Während der Tagung der IAABT in Dornach 2015 traf sich eine kleine Gruppe von CraniosacralTherapeuten mit dem Impuls, dieses Netzwerk für Craniosacral-Therapie zu gründen. Unser Anliegen ist es, ein Forum zu bilden, in dem sich Anthroposophie und Craniosacral-Therapie begegnen können. So entstand als erster Schritt eine Schrift, die mit dem Rundbrief der Medizinischen
Sektion versandt wurde. Diese Schrift kann bei Interesse über uns angefordert werden (siehe
Mailadresse).
An der Jahreskonferenz der medizinischen Sektion im September 2015 kam es zu einem Treffen
der Mitglieder. Hier fand ein erstes Kennenlernen statt. Es gab einen regen Austausch zwischen
den Teilnehmern, die aus verschiedensten Ländern wie Australien, Argentinien, Spanien, Irland,
England, USA, Russland, Deutschland und der Schweiz gekommen waren. Gemeinsam wurden
einige Themen erarbeitet, die in der Zukunft als weitere Arbeitsgrundlage dienen sollen.
Dazu gehören :
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Rhythmus (Sammeln von Berichten aus der Rhythmusforschung,
Anthroposophische Schriften u.a.)
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Embryologie (Entstehung der Bildekräfte und deren Bezug zur CST)
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Versenden von Schriften der grossen empirischen Begründer der Osteopathie und CST
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Erstellen einer Webseite innerhalb der Webseite von IAABT
In unserem E-Mail-Verteiler sind bisher 70 Mitglieder, die sich für dieses Thema interessieren.
Ein nächstes Treffen soll während der Jahreskonferenz der medizinischen Sektion im September
2016 stattfinden. Zudem möchten wir gerne an der nächsten internationalen Fachtagung für
Körpertherapie ein Berufsgruppentreffen organisieren.
Kontakt: [email protected]
[email protected]
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Schlusswort
Über Rückmeldungen zu diesem Bericht freuen wir uns!
Positives ist erfreulich und motiviert zur Weiterarbeit, konstruktive Kritik ist hilfreich für die verbesserte Gestaltung zukünftiger Projekte.
Wenn Sie an weiteren Informationen zur Internationalen Gesellschaft für Anthroposophische
Körpertherapie interessiert sind, finden Sie diese unter
www.iaabt-medsektion.net
Sollten wir mit diesem Bericht Ihr Interesse geweckt haben und weitere Fragen bestehen, schreiben Sie uns: [email protected]
Wir würden uns freuen, wenn auf diesem Wege Interesse an der körpertherapeutischen Arbeit geweckt werden kann, und möchten Sie gerne bereits jetzt auf unsere nächste Tagung am
Goetheanum hinweisen:
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Internationale Fachtagung
für anthroposophische Körpertherapie
vom 27. bis 30. April 2017
am Goetheanum / Schweiz
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