Übersicht - InCenter

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Übersicht - InCenter
M3535A/M3536A
Gebrauchsanweisung
HeartStart MRx
Inhalt
1
1 Einführung
3
Übersicht
Zweckbestimmung
Indikationen
AED-Therapie
Manuelle Defibrillation
Externes Pacing
Pulsoxymetrie
Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
Endtidales CO2
12-Kanal-EKG
Q-CPR
Invasive Drücke
Temperatur
Sicherheitshinweise
Dokumentation und Schulungsmaterial
2 Erste Schritte
Erste Orientierung
Vorderseite
Seiten
Oberseite
Rückseite
Lithium-Ionen-Akku M3538A
Akku-Kapazität
Akku-Lebensdauer
Betriebsarten
Kennwortschutz
Bildschirmanzeige
Allgemeiner Status
Kurvensektoren
Kurvensektor 1
Kurvensektoren 2 bis 4
Ändern der angezeigten Kurven
Parameterblöcke
Ein-/Ausschalten von Parametern
Softtastenfelder
Menüs
Meldungen
Anzeige mit hohem Kontrast
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Bedienungselemente
Therapiewählschalter
Tasten für allgemeine Funktionen
Bedienungselemente für die Defibrillation
Softtasten
Leuchtanzeigen
Audioaufzeichnung
Überprüfen von Audioaufzeichnungen
Alarmfunktion
Reaktion auf Alarme
Eingeben von Patienteninformationen
Gerät wieder Ein
Ausdrucken von Kurven
Zurück an Eigentümer
3 Vorbereitung
Anbringen der Tragetasche und der Zubehörtaschen
Aufbewahrung des Zubehörs
Anschließen des EKG-Kabels
Anschließen des SpO2-Kabels
Anschließen des NBP-Verbindungsschlauchs
Anschließen des invasiven Druckaufnehmer-Kabels
Anschließen des Temperaturaufnehmer-Kabels
Anschließen des CO2 FilterLine-Schlauchs
Anschließen des Therapie- oder Pads/HLW-Kabels
Einlegen des Druckerpapiers
50-mm-Drucker
75-mm-Drucker (optional)
Einlegen der Akkus
Aufladen der Akkus
Sicherheit der Akkus
Anschließen des Wechselstrom-Netzmoduls
Einstecken der Speicherkarte
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Übersicht
Monitor-Ansicht
Vorbereiten der EKG-Überwachung
Elektrodenplatzierung
Auswählen der Ableitung
Wählbare Ableitungen
Ableitung auswählen
Arrhythmie-Überwachung
Aberrierend geleitete Herzschläge
Intermittierender Schenkelblock
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Herzfrequenz- und Arrhythmie-Alarmfunktion
Verhalten der Arrhythmie-Alarmfunktion
Störungsmeldungen
Einstellen der Alarmfunktion
Ändern der Alarmgrenzen für die Herzfrequenz bzw. VTACH
Aktivieren/Deaktivieren der Herzfrequenz- und Arrhythmie-Alarmfunktion
Reagieren auf HF- und Arrhythmie-Alarme
Anzeigen eines beschrifteten EKGs
Arrhythmie-Lernphase/Neulernphase
Problembehebung
5 Halbautomatische externe Defibrillation
Sicherheitsvorkehrungen für die AED-Defibrillation
Die AED-Ansicht
Vorbereitung
Verwenden des AED-Betriebs
Schritt 1 – Therapiewählschalter auf AED drehen
Schritt 2 – Sprachanweisungen und Textmeldungen befolgen
Einstellen der Lautstärke
Schock empfohlen
Kein Schock empfohlen (KSE)
Schritt 3 – Bei entsprechender Anweisung die orangefarbene Schocktaste drücken
Einsatz von Q-CPR im AED-Betrieb
Problembehebung
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation
(Kardioversion)
Übersicht
Sicherheitsvorkehrungen für die manuelle Defibrillation
Synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Manuell-Ansicht
Vorbereitung der Defibrillation
Verwendung multifunktionaler Pads
Verwendung externer Paddles
Verwendung von Paddles für die Pädiatrie
Verwendung interner Schocklöffel
Defibrillation (asynchron)
Durchführung einer synchronisierten Defibrillation (Kardioversion)
Vorbereiten der Kardioversion
Abgeben eines synchronisierten Schocks
Abgeben weiterer synchronisierter Schocks
Deaktivieren der Sync-Funktion
Einsatz von Q-CPR im Manuell-Betrieb
Problembehebung
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7 Externes Pacing
Übersicht
Alarmfunktion
Pacing-Ansicht
Demand-Pacing und Fixed-Pacing
Vorbereitung des Pacings
Demand-Pacing
Fixed-Pacing
Defibrillieren während des Pacings
Problembehebung
8 Pulsoxymetrie
Übersicht
Erläuterung der Pulsoxymetrie
Auswählen eines Aufnehmers
Anbringen des Aufnehmers
Überwachung SpO2
Plethysmogramm
SpO2 Alarmfunktion
Ändern der SpO2-Alarmgrenzen
SpO2-Desat-Alarm
Aktivieren/Deaktivieren der SpO2-Alarmfunktion
Einstellen des Pulsfrequenz-Alarmfunktion
Aktivieren/Deaktivieren der Pulsfrequenz-Alarmfunktion
Ändern der Pulsfrequenz-Alarmgrenzen
Deaktivieren der SpO2-Überwachung
Pflegen der Aufnehmer
Problembehebung
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9 Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
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Übersicht
Vorbereitung der NBP-Messung
Messen des Blutdrucks
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Ändern des NBP-Intervalls
Alarmfunktion
Ändern der NBP -Alarmfunktion
Aktivieren/Deaktivieren der NBP-Alarmfunktion
Problembehebung
10 Kohlendioxidüberwachung
Übersicht
Vorbereiten der EtCO2-Messung
Wählen des Zubehörs
Einstellen der EtCO2-Microstream-Messung
Verwenden der FilterLine-Nasalsonde
Verwenden des FilterLine-Schlauchs und des Luftwegadapters
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Messen von EtCO2
EtCO2- und awAF-Alarmfunktion
Ändern der EtCO2-Alarmgrenzen
Aktivieren/Deaktivieren der EtCO2-Alarmfunktion
Ändern der awAF-Alarmgrenzen
Ändern der Apnoe-Alarmverzögerung
Aktivieren/Deaktivieren der awAF-Alarmfunktion
Deaktivieren der EtCO2-Überwachungsfunktion
Problembehebung
11 Invasive Drucküberwachung
Übersicht
Einstellen der Druckmessung
Auswählen des zu überwachenden Drucks
Druckkurven
Nullabgleich des Druckaufnehmers
Nullabgleich über die Menüauswahltaste
Nullabgleich über eine Softtaste im Überwachungs-Betrieb
Kalibrierung
Bekannter Kalibrierungsfaktor
Kalibrieren des wiederverwendbaren Aufnehmers CPJ840J6
Bestätigung der Kalibrierung
Letzte Nullung/Kalibrierung
Unterdrückung nicht-physiologischer Artefakte
Alarmfunktion
Aktivieren/Deaktivieren der Alarmfunktion
Anzeigen/Ändern/Einstellen einer Alarmquelle
CPP-Alarmfunktion
PAWP
Puls
Pulsquellen
Ändern der Pulsquelle
Einstellen der Puls-Alarmfunktion
Aktivieren/Deaktivieren der Puls-Alarmfunktion
Pulsalarmgrenzen
Ändern der Standardpulsquelle und der Alarmgrenzen
Pflege und Reinigung der Aufnehmer
Problembehebung
12 Temperatur
Übersicht
Auswählen eines Temperatur-Namens
Überwachen der Temperatur
Alarmfunktion
Einstellen der Temperatur-Alarmfunktion
Ändern der Temperatur-Alarmgrenzen
Aktivieren/Deaktivieren der Temperatur-Alarmfunktion
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Ändern der Temperatureinheit
Deaktivieren der Temperaturfunktion
Pflege und Reinigung der Temperaturkabel und -aufnehmer
Problembehebung
13 12-Kanal-EKG
Übersicht
Vorschau
Vorbereitung
Erfassen des 12-Kanal-EKGs
Der 12-Kanal-EKG-Bericht
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12-Kanal-Filter
Problembehebung
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14 12-Kanal-EKG-Übertragung
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Zugreifen auf gespeicherte Berichte
Verbessern der Signalqualität
Ändern der Kurvenamplitude
Übersicht
Einstellen der Bluetooth-Übertragung
Hinzufügen eines Bluetooth-Geräts
Pairing eines Bluetooth-Geräts mit dem HeartStart MRx
Ändern der Bluetooth-Profile
Zusätzliche Informationen zu Bluetooth-Geräten
Übertragung an einen konfigurierten Empfänger mittels Bluetooth
Einstellen der RS 232-Übertragung
Übertragung an einen konfigurierten Empfänger mittels RS 232
Übertragung an eine manuell eingegebene Faxnummer
Übertragungsstatus
Übertragung gespeicherter 12-Kanal-EKG-Berichte
Abbrechen der Übertragung
Problembehebung
15 Vitalparameter-Trendanalyse
Übersicht
Überprüfen von Trenddaten
Zu den angezeigten Daten
Reihenfolge der Parameter im Vitalparameter-Trendbericht
Blättern im Vitalparameter-Trendbericht
Intervalle im Vitalparameter-Trendbericht
Anpassen der Intervalle des Vitalparameter-Trendberichts
Ausdrucken des Vitalparameter-Trendberichts
Verlassen des Vitalparameter-Trendberichts
Problembehebung
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16 Q-CPR und Datenerfassung
Übersicht
Vorbereiten des Q-CPR-Einsatzes
Anschließen des Pads/HLW-Kabels
Anschließen des HLW-Aufnehmers an das Pads/HLW-Kabel
Anbringen des Klebestreifens am HLW-Aufnehmer
Anbringen der multifunktionalen Pads
Anbringen des HLW-Aufnehmers am Patienten
Einsatz von Q-CPR im Manuell-Betrieb
Kompressionskurve
Parameterblock 2
Softtasten
Einsatz von Q-CPR im AED-Betrieb
HLW-Feedback
Einstellen der Lautstärke für die HLW-Sprachanweisungen
Sprachanweisungen
Q-CPR Data Capture
Q-CPR-Feedback-Einstellungen
HLW-Rohdaten speichern
Aufgezeichnete Daten und Ereignisse
Überprüfen von Q-CPR-Daten
Problembehebung
17 Konfiguration
Übersicht
Zugreifen auf das Konfigurationsmenü
Einstellen von Datum und Uhrzeit
Ändern von Einstellungen
Speichern der Konfigurationseinstellungen auf einer Speicherkarte
Laden der Konfigurationseinstellungen von einer Speicherkarte
Wiederherstellen der Standardvorgaben
Drucken der Konfigurationseinstellungen
Konfigurierbare Parameter
18 Datenmanagement
Übersicht
Kopieren aus dem internen Speicher
Anzeigen und Löschen der Speicherkarte
Drucken der Zusammenfassung
Ausdrucken des Vitalparameter-Trendberichts
Drucken des 12-Kanal-EKG-Berichts
Dokumentierte Ereignisse
Markieren von Ereignissen
Drucken von Ereignissen
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19 Wartung
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Übersicht
Auto-Tests
Übersicht Auto-Test
Bereit-Lämpchen
Schicht-Checkliste
Wöchentlicher Schocktest
Schicht-Checkliste für den HeartStart MRx
Funktionsprüfung
Durchführung der Funktionsprüfung
Prüfaufbau für die Funktionsprüfung
Funktionsprüfungs-Bericht
Benutzerprüfungen
Übersicht Funktionsprüfung
Akku-Wartung
Akku-Lebensdauer
Aufladen der Akkus
Ladestatus
Akku-Kalibrierung
Kalibrierungsergebnisse
Lagerung von Akkus
Entsorgung von Akkus
Reinigungsanweisungen
Monitor/Defibrillator
Druckkopf des Druckers
Paddles, Therapie-Kabel
EKG-Kabel
Tragetasche
Blutdruckmanschette
SpO2-Aufnehmer und -Kabel
Aufnehmer und Kabel für invasive Drucküberwachung
Temperaturaufnehmer und -kabel
Q-CPR-HLW-Aufnehmer
Entsorgen des HeartStart MRx
Entsorgung leerer Kalibriergasflaschen
Zubehör und Verbrauchsmaterial
20 Fehlerbehebung
Fehler
Signaltöne und Alarmtöne
Kundendienst-Kontaktinformation
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21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Allgemein
Defibrillator
Manuell-Betrieb
AED-Betrieb
EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Bildschirm
Akku
Thermokammschreiber
Externes Pacing
SpO2 Pulsoxymetrie
NBP
Invasive Drücke
Temperatur
etCO2
awAF
Kalibriergas für das CO2-Messsystem
12-Kanal-EKG
Speicherung von Patientendaten
Umgebungsbedingungen (M3535A)
Umgebungsbedingungen (M3536A)
Symboldefinitionen
Maßeinheiten und Abkürzungen
Zusammenfassende Darstellung der klinischen Leistung - Defibrillation
Methoden
Ergebnisse
Schlussfolgerung
Zusammenfassende Darstellung der klinischen Leistung – synchronisierte
Defibrillation (Kardioversion)
Methoden
Ergebnisse
Schlussfolgerung
Zusammenfassende Darstellung der klinischen Leistung – Interne Defibrillation
Übersicht
Methoden
Ergebnisse
Schlussfolgerung
Sicherheitshinweise
Allgemein
Defibrillation
Akku
Zubehör und Verbrauchsmaterial
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Elektromagnetische Verträglichkeit
Reduzierung der elektromagnetischen Störungen
Gebrauchsbeschränkungen
Störaussendungen und Störfestigkeit
Herstellererklärung zur elektromagnetischen Umgebung
Empfohlene Abstände
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Stichwortverzeichnis
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302
302
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Hinweis
Zu dieser Auflage
Publikationsnummer: 453564042011
1. Auflage
Gedruckt in den USA
Die Produktversion, auf die sich diese Gebrauchsanweisung bezieht, steht auf der hinteren Umschlagseite dieser
Gebrauchsanweisung bzw. auf dem Etikett der Benutzerdokumentations-CD, die Sie mit dem Gerät erhalten
haben. Änderungen vorbehalten.
Auflage
Druckdatum
1
Dezember 2006
HINWEIS: Gebrauchsanweisungen für ältere Versionen
des HeartStart MRx finden Sie auf der Philips Internetseite
„Documentation and Downloads“ unter
http://www.medical.philips.com/main/products/
defibrillation; Teilenummer M3535-91900.
Philips Medizin Systeme haftet nicht für etwaige Fehler
in dieser Veröffentlichung. Eine Haftung für mittelbare
oder unmittelbare Schäden, die im Zusammenhang mit
der Lieferung oder dem Gebrauch dieser Veröffentlichung entstehen, ist ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich
zulässig ist.
Copyright
Copyright © 2006
Koninklijke Philips Electronics N.V.
Alle Rechte vorbehalten. Die Vervielfältigung und
Verteilung dieser Veröffentlichung ist ausschließlich
für interne Zwecke gestattet. Jede einrichtungsexterne
Verwertung außerhalb der engen gesetzlichen Grenzen
des Urheberrechts bedarf der vorherigen schriftlichen
Zustimmung.
SMART Biphasic ist ein eingetragenes Warenzeichen von
Philips.
Microstream® und FilterLine® sind eingetragene Warenzeichen von Oridion Medical Ltd. Smart CapnoLine™
ist ein Warenzeichen von Oridion Medical Ltd.
Q-CPR™ ist ein Warenzeichen von Laerdal Medical.
Der HeartStart MRx enthält eine Ezurio PC-Karte mit
drahtloser Bluetooth®-Technologie. Die BluetoothWortmarke und -Logos sind Eigentum der Bluetooth
SIG, Inc.; die Verwendung dieser Marken durch Ezurio
ist durch Lizenzvereinbarungen geregelt.
Coverage Plus® und Coverage Plus NPD® sind eingetragene Warenzeichen von Steris Corp.
CidexPlus® ist ein eingetragenes Warenzeichen von
Advanced Sterilization Products.
Nellcor® ist ein eingetragenes Warenzeichen von Nellcor
Puritan Bennett, Inc.
Andere Handelsmarken und Handelsnamen gehören den
jeweiligen Besitzern.
Der Einsatz von Zubehör, das nicht von Philips
empfohlen ist, kann die Produktleistung beeinträchtigen.
DIESES GERÄT DARF NICHT IN EINEM
PRIVATHAUSHALT VERWENDET WERDEN.
IN DEN USA DARF DAS SYSTEM NUR AN
ÄRZTINNEN UND ÄRZTE ODER VON IHNEN
BEAUFTRAGE PERSONEN ABGEGEBEN
WERDEN.
Richtlinie des Rates über Medizinprodukte
Der HeartStart MRx entspricht der Richtlinie 93/42/EWG
des Rates über Medizinprodukte und trägt daher das CEZeichen
0123
Hersteller
Philips Medical Systems
3000 Minuteman Road
Andover, MA 01810 USA
Autorisierte EU-Vertretung
Philips Medizin Systeme Böblingen GmbH
Hewlett-Packard-Str. 2
71034 Böblingen
Deutschland
EMV für Kanada: ICES-001
China:
After Sales Service: Beijing MEHECO-PHILIPS Medical
Equipment Service Center.
Anschrift After Sales Service: No. 208, 2nd District,
Wang Jing Li Ze Zhong Yuan, Chao Yang District,
Beijing.
Postleitzahl: 100102.
Telefon: 010-64392415.
Registrierungsnummer: SFDA(I)20043211207.
Produktstandardnummer: YZB/USA 52-21.
Die Konformitätserklärung finden Sie auf der
Internetseite von Philips Medizin Systeme unter
http://incenter.medical.philips.com/PMSPublic. Setzen
Sie den Mauszeiger links oben im Fenster auf “Quality
and Regulatory”. Dann bitte “Regulatory by Modality”
anklicken. In der Liste “Defibrillators” anklicken und
den Eintrag „Declaration of Conformity (DoC)“
auswählen.
Warnung
Störaussendungen von in der Nähe befindlichen
Hochfrequenzgeräten können die Leistung des
HeartStart MRx beeinträchtigen. Vor dem Einsatz des
Monitor/Defibrillators muss daher die elektromagnetische Verträglichkeit mit diesen Geräten geprüft werden.
1
In dieser Gebrauchsanweisung gelten folgende Konventionen:
WARNUNG Mit "Warnung" gekennzeichnete Informationen beschreiben Situationen oder Vorgänge, die zu
Verletzungen, Gesundheitsschäden oder zum Tode führen können.
2
ACHTUNG
Mit "Achtung" gekennzeichnete Informationen beschreiben Situationen oder Vorgänge, die zu
Schäden am Gerät oder Datenverlust führen können.
HIN W E I S
Hinweise enthalten Zusatzinformationen zum Gebrauch.
"Sprachanweisung"
kennzeichnet gesprochene Meldungen.
Text
kennzeichnet Meldungen, die auf der Anzeige erscheinen.
[Softtaste]
kennzeichnet Softtastenfelder, die auf der Anzeige jeweils über der
zugehörigen Taste erscheinen.
1
Einführung
1
Sie haben sich für den HeartStart MRx Monitor/Defibrillator entschieden – eine gute Wahl. Philips
Medizin Systeme begrüßt Sie als Benutzer unserer Reanimationsprodukte.
Der HeartStart MRx wurde im Hinblick auf die speziellen Anforderungen bei der Überwachung und
Wiederbelebung entwickelt und bietet moderne Überwachungsfunktionen für mehrere Parameter
sowie umfassende Defibrillationsmöglichkeiten. Diese Gebrauchsanweisung enthält Anleitungen für
den sicheren und sachgemäßen Betrieb sowie die Einstellung, Konfiguration und Wartung des Geräts.
Benutzer müssen sich vor dem Einsatz des HeartStart MRx mit dessen Funktionen und seiner
Bedienung vertraut machen.
Übersicht
Der HeartStart MRx ist ein leichter, tragbarer Monitor/Defibrillator. Er bietet vier Betriebsarten:
Überwachung, Manuell-Betrieb, AED und Pacer (optional).
Im Monitor-Betrieb können bis zu vier EKG-Kurven überwacht werden; das EKG kann dabei mit einem
3-, 5-, oder 10-adrigen Elektrodenkabel erfasst werden. Optional ist außerdem die Überwachung der
arteriellen Sauerstoffsättigung (SpO2), des nicht invasiven Blutdrucks (NBP), der Kohlendioxidwerte
(EtCO2), der Temperatur und des invasiven Drucks möglich. Die Messwerte dieser Parameter erscheinen
auf dem Bildschirm; zur Signalisierung von Änderungen des Patientenzustands können Alarmgrenzen
eingestellt werden. Möglich ist ferner die Anzeige eines Vitalparameter-Trendberichts; er bietet einen
Überblick über alle wichtigen Parameter und deren Messwerte.
Der Monitor-Betrieb bietet außerdem eine optionale 12-Kanal-EKG-Funktion, mit der 12-Kanal-Berichte
(mit oder ohne Analyse/Befundung) als Vorschau angezeigt, erfasst, gespeichert und gedruckt werden können.
Die optionale 12-Kanal-EKG-Übertragung ermöglicht auch die Übertragung von 12-Kanal-Berichten.
Der Manuell-Betrieb ermöglicht eine einfache Defibrillation in 3 Schritten: Im Anschluss an die vom
Anwender vorgenommene EKG-Beurteilung folgen (bei entsprechender Indikation): 1) die Auswahl
der Defibrillationsenergie, 2) das Laden des Gerätes und 3) die Abgabe des Defibrillationsschocks. Die
Defibrillation kann mit Paddles oder mit multifunktionalen Pads durchgeführt werden. Der ManuellBetrieb erlaubt außerdem die synchronisierte Defibrillation (Kardioversion) und die interne
Defibrillation. Bei Bedarf kann der Manuell-Betrieb mit einem Kennwort geschützt werden.
Im AED-Betrieb analysiert der HeartStart MRx das EKG und bestimmt, ob ein Schock abgegeben
werden soll. Leicht verständliche Sprachanweisungen und Informationen leiten den Benutzer durch
die 3 Schritte des Defibrillationsvorgangs. Die Sprachanweisungen werden durch entsprechende
Meldungen auf dem Bildschirm unterstützt.
Sowohl im Manuell-Betrieb als auch im AED-Betrieb wird zur Defibrillation die niederenergetische
SMART-Biphasic-Wellenform von Philips verwendet. Beide Betriebsarten bieten die Option Q-CPR™.
Die Option Q-CPR bietet während der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW, CPR) Echtzeit-Messungen
und korrigierende Meldungen über Frequenz, Tiefe und Dauer der Thoraxkompressionen sowie über Frequenz und Volumen der Beatmung. Außerdem erfolgt bei ausbleibender HLW-Aktivität eine Rückmeldung. Die beiden Betriebsarten verfügen ferner über eine optionale Audiofunktion, mit der Audiodaten
während eines Einsatzes aufgezeichnet werden können.
3
1 Einführung
Zweckbestimmung
Der optionale Pacer-Betrieb ermöglicht externes Pacing. Hierbei werden über multifunktionale Pads
einphasige Schrittmacherimpulse abgegeben. Bei Bedarf kann der Pacer-Betrieb mit einem Kennwort
geschützt werden.
Der HeartStart MRx wird mit Lithium-Ionen-Akkus betrieben. Die verfügbare Akku-Ladung wird durch
die Akku-Statusanzeige auf dem Bildschirm bzw. am Akku selbst angegeben. Als zweite Stromquelle und
zum kontinuierlichen Aufladen des Akkus kann zusätzlich ein externes Wechselstrom- oder GleichstromNetzmodul verwendet werden.
Der HeartStart MRx führt regelmäßige Selbsttests durch. Die Testergebnisse werden an das BereitLämpchen gemeldet. Das Bereit-Lämpchen zeigt an gut sichtbarer Stelle den Gerätestatus an und
informiert darüber, wenn das Gerät gewartet werden muss oder nicht betriebsbereit ist. Zusätzliche
Funktionsprüfungen sorgen dafür, dass der HeartStart MRx stets einwandfrei arbeitet.
Der HeartStart MRx speichert kritische Ereignisse (z. B. Ereigniszusammenfassungen, 12-KanalBerichte und Vitalparameter-Trends) automatisch im internen Speicher. Außerdem ermöglicht der
HeartStart MRx die Speicherung von Daten und Ereignissen auf einer optionalen Speicherkarte zur
späteren Übertragung in die Philips Datenmanagementlösung „HeartStart Event Review Pro“ oder
„Q-CPR Review“.
Der HeartStart MRx bietet zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten und kann so an die unterschiedlichsten
Anforderungen angepasst werden. Vor dem Einsatz des HeartStart MRx müssen sich die Benutzer mit der
jeweiligen Konfiguration vertraut machen Weitere Informationen stehen in Kapitel 17 „Konfiguration“.
Zweckbestimmung
Der HeartStart MRx ist für die Anwendung durch medizinisches Fachpersonal im Krankenhaus und
Rettungsdienst bestimmt und darf nur von Personen eingesetzt werden, die folgende Voraussetzungen
erfüllen: Erfahrung im Umgang mit dem Gerät und Qualifikation durch eine Schulung in Basismaßnahmen der Reanimation (BLS, Basic Life Support), erweiterten Maßnahmen der Reanimation
(ACLS, Advanced Cardiac Life Support) oder Defibrillation.
Bei Verwendung als halbautomatischer externer Defibrillator im AED-Betrieb eignet sich der
HeartStart MRx für Personen, die in den Basismaßnahmen der Reanimation und der Anwendung
eines solchen Geräts geschult sind.
Bei Verwendung im Monitor-, Manuell- oder Pacer-Betrieb eignet sich der HeartStart MRx für
medizinisches Personal, das in den erweiterten Maßnahmen der Reanimation geschult ist.
Die vom HeartStart MRx verwendete SMART-Biphasic-Wellenform hat bereits klinische Prüfungen
bei Erwachsenen durchlaufen. Dabei wurde ihre Wirksamkeit bei der Defibrillation ventrikulärer
Tachyarrhythmien mit 150 J nachgewiesen. Derzeit liegen keine klinischen Studien über die
Verwendung der SMART-Biphasic-Wellenform bei Kindern vor.
4
Indikationen
1 Einführung
Indikationen
Der HeartStart MRx wird zur Beendigung von ventrikulären Tachykardien und Kammerflimmern
eingesetzt.
Das Gerät ist für die Anwendung durch medizinisches Fachpersonal bestimmt und darf nur von
Personen eingesetzt werden, die folgende Voraussetzungen erfüllen: Schulung im Umgang mit dem
Gerät und Qualifikation durch eine Schulung in Basismaßnahmen der Reanimation (BLS, Basic Life
Support), erweiterten Maßnahmen der Reanimation (ACLS, Advanced Cardiac Life Support) oder
Defibrillation. Das Gerät darf nur von notfallmedizinisch geschulten und entsprechend qualifizierten
Personen angewendet werden.
AED-Therapie
Zur Anwendung bei Verdacht auf plötzlichen Herztod bei Personen ab 8 Jahren, die nicht ansprechbar
sind, nicht atmen und keinen tastbaren Puls haben.
Manuelle Defibrillation
Die asynchrone Defibrillation ist die Initialbehandlung für Kammerflimmern und Kammertachykardie
bei pulslosen, nicht ansprechbaren Patienten. Die synchrone Defibrillation (Kardioversion) wird zur
Beendigung von Vorhofflimmern eingesetzt.
Externes Pacing
Die Pacing-Option wird zur Behandlung der symptomatischen Bradykardie eingesetzt. Bei frühzeitiger
Anwendung kann sie auch bei Asystolie von Nutzen sein.
Pulsoxymetrie
Die SpO2-Option ermöglicht die Beurteilung der Sauerstoffsättigung.
Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
Die NBP-Option dient zur nichtinvasiven Messung des arteriellen Blutdrucks.
Endtidales CO2
Die EtCO2-Option dient zur nichtinvasiven Überwachung des ausgeatmeten Kohlendioxids und zur
Ermittlung der Atemfrequenz.
12-Kanal-EKG
Die 12-Kanal-EKG-Option ermöglicht die Erfassung eines klassischen diagnostischen 12-Kanal-EKGs
mit oder ohne EKG-Vermessung und -Befundung.
5
1 Einführung
Indikationen
Q-CPR
Die Q-CPRTM -Option liefert dem Rettungsteam Rückmeldung über die verabreichte Herz-LungenWiederbelebung; dieses Feedback basiert auf den Richtlinien von AHA (American Heart Association)
und ECR (European Resuscitation Council) für Frequenz, Tiefe und Dauer der Thoraxkompressionen
sowie für Frequenz, Volumen und Flowrate (Atemhub-Verabreichungsdauer) der Beatmung.
Die Q-CPR-Option ist in folgenden Fällen kontraindiziert:
• Die Q-CPR-Option ist kontraindiziert bei Neugeborenen und Kindern (unter acht Jahren oder
unter 25 kg).
• Die Q-CPR-Option ist kontraindiziert, wenn eine Kontraindikation für Herz-Lungen-Wiederbelebung
besteht.
Invasive Drücke
Die Option Invasive Drücke ermöglicht die Messung des arteriellen, venösen und intrakraniellen
Drucks sowie die Messung weiterer physiologischer Drücke.
Temperatur
Die Temperatur-Option dient der Temperaturmessung.
6
Sicherheitshinweise
1 Einführung
Sicherheitshinweise
Allgemeine mit "Warnung" und "Achtung" gekennzeichnete Informationen zur Anwendung des
HeartStart MRx stehen unter “Technische Daten und Sicherheitsmerkmale” auf Seite 273. Zusätzliche
mit "Warnung" und "Achtung" gekennzeichnete Informationen für bestimmte Funktionen und
Leistungsmerkmale stehen im jeweiligen Kapitel.
WARNUNG Im Inneren des Geräts besteht Stromschlaggefahr. Das Gerät darf nicht geöffnet werden.
Wartungsarbeiten sind nur durch entsprechend qualifiziertes technisches Personal durchzuführen.
WARNUNG Der HeartStart MRx darf nur mit zugelassenem Zubehör und Verbrauchsmaterial verwendet werden.
Die Verwendung von nicht zugelassenem Zubehör und Verbrauchsmaterial kann Systemleistung und
Ergebnisse beeinträchtigen.
WARNUNG Einmal-Zubehör darf nur einmal verwendet werden.
Dokumentation und Schulungsmaterial
Für den HeartStart MRx sind die folgenden Dokumente und Schulungsunterlagen erhältlich:
• HeartStart MRx Gebrauchsanweisung
• HeartStart MRx Anleitungskarten
• HeartStart MRx Anwendungsinformation Lithium-Ionen-Akku
• HeartStart MRx Anwendungsinformation „Verbesserung der EKG-Qualität“
• HeartStart MRx Internetbasierte Benutzerschulung; URL:
www.medical.philips.com/goto/mrxtraining; Zugangskennwort für die Schulung: meetMRx.
• HeartStart MRx Video und DVD zur Benutzerschulung
Weitere Anwendungsinformationen finden Sie auf der Philips Internetseite unter:
www.medical.philips.com/goto/productdocumentation.
7
2
Erste Schritte
2
Der HeartStart MRx ist speziell für Ihre Anforderungen konzipiert. Die logisch durchdachten
Bedienungselemente, Leuchtanzeigen und Menüs sorgen für maximale Benutzerfreundlichkeit. Die
angezeigten Informationen sind der jeweiligen Aufgabe angepasst.
Dieses Kapitel macht Sie mit den Betriebsarten, Ansichten, Bedienungselementen und Leuchtanzeigen
des HeartStart MRx vertraut. Außerdem enthält es allgemeine Informationen über die Anwendung des
Geräts.
HINWEIS
Wenn der HeartStart MRx nicht mit allen in diesem Kapitel aufgeführten Funktionen ausgestattet ist,
ignorieren Sie bitte die diesbezüglichen Beschreibungen und Anleitungen in dieser Gebrauchsanweisung.
9
2 Erste Schritte
Erste Orientierung
Erste Orientierung
Die logisch durchdachten Bedienungselemente, Leuchtanzeigen und Anschlüsse des HeartStart MRx
sorgen für maximale Benutzerfreundlichkeit.
Vorderseite
Die folgende Abbildung zeigt die auf der Vorderseite befindlichen Bedienungselemente und
Leuchtanzeigen.
Abb. 1 Erste Orientierung (Vorderseite)
Leuchtanzeige für externe
Stromquelle
Sync-Taste für Kardioversion
Bereit-Lämpchen
Aussparung für Aufkleber
Taste zur
Ereignismarkierung
Therapiewählschalter
nc
Taste zur
Ableitungswahl
Ladetaste
Sy
Manu
ellBe
tr
ieb
70
100 120
Erwachsene
150
170
50
30
200
Energie
wählen
20
15
2
1-10
Pacer Ein Aus Ein
AED
Monitor
Bildschirm
1
Laden
Schock
3
Schocktaste
Drucker
(50 mm)
Druckerabdeckung
Verriegelung der
Druckerabdeckung
Druckertaste
Lautsprecher
Mikrophon
Alarm-Pausentaste
(Bei manchen Geräten geht ein
„X“ über das Dreieck.)
EreignisberichtTaste
Softtasten
(insgesamt 4)
Navigationstasten
Menüauswahltaste
Weitere Bedienungselemente und Leuchtanzeigen befinden sich auf den externen Paddles (sofern
verwendet) und den Akkus.
HIN W E I S
10
Im Lieferumfang des HeartStart MRx ist eine Auswahl verschiedenfarbiger Aufkleber enthalten. Diese
Aufkleber können zur Kennzeichnung an den hierfür vorgesehenen Aussparungen am Griff des Geräts
angebracht werden. Zur Beschriftung der Aufkleber einen wasserfesten Stift verwenden.
Erste Orientierung
2 Erste Schritte
Seiten
Auf der linken Seite des HeartStart MRx befinden sich Kabelanschlüsse für die EKG-Überwachung,
die SpO2-Überwachung (Pulsoxymetrie), die nichtinvasive Blutdrucküberwachung (NBP), die
invasive Drucküberwachung (2), die Temperatur- und die Kohlendioxid-Überwachung (CO2). Am
EKG-Anschluss kann ein 3-, 5- oder 10-adriges EKG-Kabel angeschlossen werden. An die EKGAusgangsbuchse kann ein externer Monitor angeschlossen werden.
Auf der rechten Seite des HeartStart MRx befindet sich ein Kabelanschluss für Plattenelektroden
(externe Paddles oder interne Schocklöffel) bzw. multifunktionale Pads; dieser Kabelanschluss wird
auch als „Therapieanschluss“ bezeichnet. Außerdem liegt hier der Steckplatz für eine Speicherkarte zur
Übertragung von Patienteninformationen.
Abb. 2 Erste Orientierung (rechte/linke Seite)
CO2 Einlass
Anschlüsse für
invasiven Druck
CO2 Auslass
1
NBP
CO 2
a m™
2
EKG
re
st
o
M
ic
r
ECG
Temperatur-Anschluss
EKG-Ausgangsbuchse
(Sync)
HIN W E I S
Therapieanschluss
Speicherkarte
SpO2
ECG
Einige Geräte verfügen über eine RJ11-Telefonbuchse auf der linken Seite. Die RJ11-Telefonbuchse
wird vom HeartStart MRx nicht verwendet.
11
2 Erste Schritte
Erste Orientierung
Oberseite
Auf der Oberseite des HeartStart MRx befinden sich ein Griff und grundlegende Bedienungsanleitungen.
Auch die optional erhältlichen externen Paddles sind auf der Oberseite untergebracht (siehe Abbildung).
Abb. 3 Erste Orientierung (Oberseite – mit optionalen Paddles)
12
Erste Orientierung
2 Erste Schritte
Rückseite
Auf der Rückseite des HeartStart MRx befinden sich zwei Fächer für Lithium-Ionen-Akkus. Fach B
kann alternativ auch für den Anschluss eines Wechselstrom-Netzmoduls verwendet werden. Zwischen
den Akku-Fächern liegt ein Gleichstrom-Anschluss.
Auf der Rückseite befindet sich außerdem eine serielle RS232-Schnittstelle zur Übertragung von
12-Kanal-EKGs.
Abb. 4 Erste Orientierung (Rückseite)
Fach B für Akku
bzw. WechselstromNetzmodul
Akkufach A
LANAnschluss
Akku
Serielle RS-232Schnittstelle
Wechselstrom-Netzmodul
Gleichstrom-Eingang
13
2 Erste Schritte
Lithium-Ionen-Akku M3538A
Lithium-Ionen-Akku M3538A
Der HeartStart MRx wird mit dem Lithium-Ionen-Akku M3538A betrieben. Der Akku hat eine
Ladeanzeige mit 5 LEDs; jede dieser LEDs entspricht einer Ladung von ca. 20 % der Gesamtkapazität.
Zur Beleuchtung der Ladeanzeige auf die Ladestatustaste drücken.
ACHTUNG
Als primäre Stromquelle sollte ein Akku verwendet werden. Bei Bedarf kann ein Wechselstrom- oder
Gleichstrom-Netzmodul als sekundäre Stromquelle hinzugezogen werden. Wenn als einzige Stromquelle
ein Netzmodul eingesetzt wird, dauert es länger, bis der HeartStart MRx auf die gewünschte Energiestufe
aufgeladen ist. Bei einem Stromausfall werden alle Einstellungen auf die Standardvorgaben zurückgesetzt.
Nach Wiederherstellung der Stromzufuhr beginnt ein neuer Einsatz. Die gespeicherten Daten bleiben
jedoch intakt und lassen sich durch Abruf des vorherigen Einsatzes wiederauffinden. Darauf achten,
dass das Gerät immer aufgeladen ist.
Akku-Kapazität
Ein neuer, vollständig aufgeladener Akku M3538A, der bei Zimmertemperatur (25 °C) betrieben wird,
reicht entweder für ca. 5 Stunden Überwachung (bei kontinuierlicher Überwachung von EKG, SpO2, CO2,
Temperatur, zwei invasiven Drücken sowie nichtinvasiven Blutdruckmessungen alle 15 Minuten) oder für
mindestens 20 Schocks bei 200 J. Ein vollständig aufgeladener Akku reicht für ca. 3,5 Stunden kontinuierliche EKG-, SpO2-, CO2- und Temperatur-Überwachung sowie Messung von zwei invasiven Drücken,
NPB-Messungen alle 15 Minuten und Pacing bei 180 Impulsen/min bei 160 mA.
Akku-Lebensdauer
Die Lebensdauer des Akkus richtet sich nach Einsatzhäufigkeit und -dauer. Bei sachgerechter Wartung
und Lagerung beträgt die Lebensdauer des Lithium-Ionen-Akkus M3538A ca. zwei Jahre. Zur
bestmöglichen Leistung sollten vollständig (oder fast vollständig) entladene Akkus möglichst bald
wieder aufgeladen werden.
Betriebsarten
Der HeartStart MRx hat vier klinische Betriebsarten; für jede Betriebsart ist ein bestimmter Bildschirminhalt
definiert – es gibt also vier verschiedene Bildtypen („Ansichten“). Folgende Betriebsarten stehen zur Verfügung:
Tabelle 1 Betriebsarten und zugehörige Bildtypen („Ansichten“)
Betriebsart
Bildtyp („Ansicht“)
Beschreibung
Monitor-Betrieb
(Überwachung)
Monitor-Ansicht oder
Ermöglicht die EKG-Überwachung, Erfassung eines optionalen
12-Kanal-EKGs und Überwachung optionaler Parameter, z. B. SpO2,
EtCO2, NBP, invasive Drücke, Temperatur sowie die Anzeige einer
Vitalparameter-Trendanalyse.
AED-Betrieb
AED-Ansicht
Dient zur EKG-Analyse und bei Bedarf zur Durchführung einer
halbautomatischen externen Defibrillation. Q-CPR™ verfügbar.
Manuell-Betrieb
Manuell-Ansicht
Dient zur Defibrillation und zur Kardioversion. Q-CPR™ verfügbar.
Pacer-Betrieb
Pacing-Ansicht
Dient zur Durchführung eines Fixed- oder Demand-Pacings.
HIN W E I S
14
12-Kanal-Ansicht
Beim Umschalten aus einer nicht-klinischen Betriebsart (z. B. Konfiguration oder Datenmanagement)
in eine klinische Betriebsart werden alle Einstellungen auf die Standardvorgaben des Geräts
zurückgesetzt.
Bildschirmanzeige
2 Erste Schritte
Kennwortschutz
Bei Bedarf können der Manuell-Betrieb und der Pacer-Betrieb mit einem Kennwort geschützt werden.
Bei entsprechender Aktivierung erscheint die Aufforderung zur Kennworteingabe, wenn man den
Therapiewählschalter auf Pacer oder auf eine Defibrillationsenergie stellt. Das Kennwort wird
eingegeben, indem man mit den Navigationstasten die Kennwortzeichen auswählt und die Eingabe
mit OK abschließt. Die Ladetaste
2 und die Softtaste [Pacing Starten] bleiben bis zur
Eingabe des Kennworts deaktiviert. Der AED-Betrieb ist stets ohne Kennwort verfügbar.
Laden
WARNUNG Das Klinikteam muss sich das in der Konfiguration definierte Kennwort für den Zugang zum Manuell-
Betrieb gut merken. Ohne Eingabe des korrekten Kennworts sind manuelle Defibrillation oder Pacing
nicht möglich. Vor Aktivierung dieser Konfigurationseinstellung ist daher Rücksprache mit dem
Risikomanager zu halten.
Bildschirmanzeige
Abbildung 5 zeigt das Layout der Bildschirmanzeige am HeartStart MRx.
Abb. 5 Layout der Anzeige
Allgemeiner
Statusbereich
10. Feb 2006 11:20
Ereignismarkierung
Bereich Störmeldungen
Patientenname
Erw. Kein Pacer
EKG/HF-Alarme
HF
/min
80
Temp
°C
120
50
36,9
39,0
36,0
PAP
mmHg
DIA
16
0
Puls
HH:MM:SS
bpm
80
mmHg q120
NBP
120/80
(95)
SYS
160 10:40
90
Parameterblock 1
Primär-EKG
Kurvensektor 1
ABP
150
Kurvensektor 2
75
0
ABP
118/77
(95)
30
mmHg
SYS
160
90
24/10
(15)
EtCO2 mmHg awAF
SpO2 %
100
100
90
PAP
Kurvensektor 3
CO2
Kurvensektor 4
30
0
HIN W E I S
50
30
30
8
Parameterblock 2
Lautstärke
Kurven (Ausdruck)
0
Softtasten
38
18
Hauptmenü
Kurven (Anzeige)
15
60
/min
Softtaste 1 Softtaste 2 Softtaste 3 Softtaste 4
Messwerte/Alarme
Pat.-Info
Trends
Bereich
Menü
Andere
Hoher Kontrast Ein
Beenden
Abbildungen der HeartStart MRx-Anzeige in diesem Handbuch dienen lediglich der Veranschaulichung.
Der Inhalt der einzelnen Bereiche variiert je nach Bildtyp („Ansicht“), Optionen des jeweiligen Geräts
und durchgeführter Funktion.
15
2 Erste Schritte
Bildschirmanzeige
Allgemeiner Status
Der allgemeine Statusbereich enthält:
• die Tastenbeschriftung „Ereig.mark.“
• Datum und Uhrzeit
• Symbol für Audioaufzeichnung. Wenn die Option aktiviert ist, erscheint eines der Symbole für
Audioaufzeichnung links neben dem Akku-Symbol; dies gilt für alle klinischen Betriebsarten und
zeigt den Status der Audioaufzeichnung an.
• Symbole für die Akku-Ladung
Die mit „A“ und „B“ beschrifteten Akku-Symbole entsprechen den beiden Akku-Fächern auf der
Rückseite des HeartStart MRx. Jedes Akku-Symbol zeigt die momentan verfügbare Akku-Ladung
an (leer: vollständig entladen, voll: vollständig aufgeladen), wie in Abbildung 6 gezeigt. Wenn in
Fach B das Wechselstrom-Netzmodul eingesetzt ist, erscheint das Symbol „Kein Akku“.
Abb. 6 Symbole für die Akku-Ladung
A
A
Kein Akku
Akku leer
A
25 % Kapazität
A
50 % Kapazität
A
75 % Kapazität
A
100 % Kapazität
• Störungsmeldungen
Im Fall von Problemen werden links oben in der Anzeige entsprechende Störungsmeldungen
eingeblendet.
• Status der EKG/HF-Alarmfunktion
Hier erscheinen Arrhythmie-Alarmmeldungen und Angaben zum allgemeinen Status der
Alarmfunktion (Alarme Aus, Alarm-Pause).
• Patienteninformationen
In einigen Betriebsarten können per Menüauswahl Patienteninformationen eingegeben werden.
Wenn keine Informationen eingegeben werden, wird das Patientenalter bei entsprechender
Konfiguration standardmäßig auf Erwachsene gesetzt, der Pacer-Status auf Kein Pacer, sofern für
einen internen Schrittmacher der Pacer-Status nicht auf „Pacer" gesetzt ist oder der HeartStart MRx
ein Pacing vornimmt. Im Pacer-Betrieb wird die Einstellung des Pacer-Status nicht angezeigt.
• Name des Patienten. Wenn der Name eingegeben wird, erscheint er über den Feldern Patientenalter
und Pacer-Status.
• Ereignis-Zeitmesser
Der Ereignis-Zeitmesser gibt an, wieviel Zeit seit Beginn des aktuellen Falls vergangen ist.
16
Bildschirmanzeige
2 Erste Schritte
Kurvensektoren
Der HeartStart MRx ist so konzipiert, dass er bei Einschalten im Monitor-, Manuell- oder PacerBetrieb jeden Kurvensektor mit einer vordefinierten Kurve ausfüllt. Abbildung 7 zeigt die vorgegebene
Kurvenauswahl für ein Gerät mit allen Überwachungsoptionen. Weitere Informationen stehen unter
“Konfiguration” auf Seite 181.
Wenn der Kurvensektor leer ist oder eine gestrichelte Linie enthält, ist die Kurvenquelle ungültig.
Kurvensektoren können je nach Parameter, Ansicht und Situation verschiedene Informationen
enthalten.
Abb. 7 Vorgegebene Kurvenauswahl
10. Feb 2006 11:20
Ereignismarkierung
Bereich Störmeldungen
Patientenname
Erw. Kein Pacer
EKG/HF-Alarme
HF
/min
80
120
50
Temp
°C
36,9
39,0
36,0
Puls
HH:MM:SS
/min
80
mmHg q120
NBP
120/80
(95)
SYS
160 10:40
90
Primär-EKG
Rhythmusstatus
ABP
150
75
0
ABP
118/77
(95)
30
mmHg
SYS
160
90
PAP
24/10
(15)
mmHg
DIA
16
0
EtCO2 mmHg awAF
SpO2 %
100
100
90
PAP
38
18
Hauptmenü
50
30
30
8
Lautstärke
Kurven (Anzeige)
15
Kurven (Ausdruck)
0
60
/min
CO2
Messwerte/Alarme
Pat.-Info
30
Trends
0
Andere
Softtaste 1 Softtaste 2 Softtaste 3 Softtaste 4
Hoher Kontrast Ein
Beenden
Kurvensektor 1
Kurvensektor 1 enthält stets nur eine EKG-Kurve. Diese Kurve wird von den Algorithmen zur
Arrhythmie-Erkennung, Herzfrequenzberechnung und AED-Analyse verwendet.
Wenn Pads als primäre EKG-Quelle für Kurvensektor 1 konfiguriert sind und die EKG-Quelle auf
EKG-Elektroden umgeschaltet werden soll, muss das EKG-Patientenkabel an den MRx und an die am
Patienten angelegten EKG-Elektroden angeschlossen sein.
HIN W E I S
Bei Überwachung mit einem 3-adrigen EKG-Kabel zeigt der HeartStart MRx jeweils 1 EKGAbleitung an.
17
2 Erste Schritte
Bildschirmanzeige
Kurvensektoren 2 bis 4
Die Kurven in den Kurvensektoren 2 bis 4 erscheinen automatisch, sobald die entsprechenden
Parameterquellen per Kabel bzw. Schlauch an den HeartStart MRx angeschlossen werden. Wenn die
Parameterquelle für einen bestimmten Kurvensektor konfiguriert ist, wird sie in diesem Sektor
angezeigt. Eine Parameterquelle, die nicht für die Anzeige konfiguriert ist, erscheint im ersten leeren
Kurvensektor. Wenn dann eine für die Anzeige konfigurierte Parameterquelle angeschlossen wird,
ersetzt diese den aktuellen Parameter. Zur Vermeidung von Verwechslungen sollten invasive
Druckkurven sofort mit einem Namen gekennzeichnet werden.
Ändern der angezeigten Kurven
Kurvensektor 1 hat eine eigene Taste zur Auswahl der Ableitung bzw. der EKG-Quelle. Die Kurven in
anderen Kurvensektoren können über das Menü für den aktuellen Patienten geändert werden. Siehe
“Menüs” auf Seite 19.
Parameterblöcke
Die Parameterblöcke liefern Messungen für überwachte Parameter. Parameterblock 1 enthält immer
die Herzfrequenz und die Einstellungen der HF-Alarmfunktion. Alle weiteren Parameter haben eine
fest zugewiesene Position; diese ist abhängig von den Optionen, mit denen der HeartStart MRx
ausgestattet ist. Für jeden Parameter erscheinen der Parametername, der aktuelle Wert sowie die
Einstellungen der oberen und unteren Alarmgrenze bzw. das Symbol
(Alarme Aus). Bis zur
Erfassung eines gültigen Messwerts lautet die Anzeige „-?-“.
Die Parameter-Textfarbe entspricht immer der entsprechenden Kurve.
Parameter-Alarmmeldungen erscheinen anstelle der Parameternamen oberhalb des jeweiligen
numerischen Wertes (außer HF).
Ein-/Ausschalten von Parametern
Die Messung von SpO2, invasivem Druck, EtCO2 und Temperatur startet, sobald die entsprechenden
Kabel bzw. Schläuche angeschlossen sind. Zum Ausschalten des Parametes, die Kabel bzw. Schläuche
vom HeartStart MRx abziehen. Eine Aufforderung (siehe Abbildung 8) macht darauf aufmerksam,
dass das Kabel abgezogen wurde und verlangt eine Bestätigung zum Ausschalten des Parameters.
Abb. 8 Parameter-Meldung
SpO2 ausschalten?
Ja
Nein
Mit der Menüauswahltaste
Ja auswählen, die Eingabe bestätigen und den Parameter ausschalten.
Wenn der Parameter nicht ausgeschaltet werden soll, mit den Navigationstasten Nein auswählen.
Menüauswahltaste drücken, um den Parameter eingeschaltet zu lassen und Kabel/Schlauch erneut
anschließen. Die Meldung kann auch ignoriert werden; in diesem Fall Kabel bzw. Schlauch einfach
wieder anschließen. Der HeartStart MRx erkennt die Verbindung und löscht die Meldung.
Softtastenfelder
Die Softtastenfelder erscheinen am unteren Bildschirmrand unmittelbar oberhalb der jeweils zugehörigen
Softtasten. Ihre Beschriftung ändert sich je nach der aktuellen Ansicht und Funktion. Grau abgeblendete
Softtasten-Namen weisen darauf hin, dass die entsprechenden Softtasten deaktiviert sind.
18
Bildschirmanzeige
2 Erste Schritte
Menüs
Für jede Funktion kann mittels der Menüauswahltaste und der Navigationstasten auf der Vorderseite des
HeartStart MRx leicht auf die zugehörigen Menüs mit spezifischen Bedienungselementen und Optionen
zugegriffen werden. Die Menüs ermöglichen das Anpassen der Lautstärke, Auswählen der anzuzeigenden
Kurven, Auswählen der Kurven für die Streifenausdrucke, Einstellen der Alarmfunktion, Definieren von
Messintervallen, Eingeben von Patienteninformationen, Durchführen der Funktionsprüfung, Erstellen
von Berichten und vieles mehr. Dank der Organisation in Menüs und Untermenüs sind Auswahl und
Eingabe völlig unkompliziert.
Zur Anzeige eines Menüs die Menüauswahltaste
drücken. Danach mit den Navigationstasten
oder
die verfügbaren Optionen durchblättern, bis die gewünschte Option markiert ist. Zur
Aktivierung der Auswahl die Menüauswahltaste drücken. Mit Beenden kann man das Menü schließen,
ohne eine Auswahl zu treffen.
Abb. 9 Beispiel für ein Menü
HF/Arrhythmie
Rhythmus neu lernen
Alarme Aus
HF-Grenzen
VTACH-Grenzen
Beenden
Meldungen
Meldungen werden angezeigt, um zusätzliche Statusinformationen zu liefern, auf einen Fehler oder ein
potenzielles Problem aufmerksam zu machen oder zu einer Aktion aufzufordern. Diese Meldungen
sind unbedingt zu beachten. Wenn eine Reaktion erforderlich ist, kann mit den Navigationstasten und
der Menüauswahltaste die korrekte Antwort markiert und ausgewählt werden.
Abb. 10 Beispiel für eine Meldung
Pads-Kabel anschließen
19
2 Erste Schritte
Bedienungselemente
Anzeige mit hohem Kontrast
Zur besseren Lesbarkeit der Bildschirmanzeige des HeartStart MRx bei hellem Sonnenlicht kann man
bei Geräten ab Version A.02 die Funktion „Hoher Kontrast“ aktivieren. In diesem Fall erscheinen alle
Bildelemente in Schwarz oder in Grautönen auf gelben Hintergrund. Zum Aktivieren der Funktion
„Hoher Kontrast“ drückt man in den Betriebsarten Manuell, Pacer und Monitor die Menüauswahltaste
und wählt im Hauptmenü Hoher Kontrast Ein.
HINWEIS
Daten, für deren Anzeige die Farbe Rot oder Blau konfiguriert ist, können mit der Funktion „Hoher
Kontrast“ nicht angezeigt werden; achten Sie deshalb auf eine geeignete Konfiguration der Parameterfarben.
Weitere Informationen stehen unter “Konfiguration” auf Seite 181.
Bedienungselemente
Mit dem Therapiewählschalter wird der HeartStart MRx in der gewünschten Betriebsart eingeschaltet.
Die Bedienungselemente sind gemäß ihrer Funktion angeordnet; Tasten für allgemeine Funktionen
liegen entlang dem linken und unteren Bildschirmrand, Bedienungselemente für die Defibrillation
befinden sich rechts neben dem Bildschirm, und die Softtasten liegen direkt unterhalb des Bildschirms.
(Siehe Abbildung 1.)
Therapiewählschalter
Der Therapiewählschalter dient zum Ein- und Ausschalten des HeartStart MRx. Folgende
Einstellungen sind möglich:
• Aus
• AED – aktiviert den AED-Betrieb zur semi-automatisierten externen Defibrillation.
• Monitor – aktiviert den Monitor-Betrieb zur EKG-Überwachung mit einem 3- oder 5-adrigen
EKG-Kabel, zur Erfassung eines 12-Kanal-EKGs (optional), zur Erstellung von VitalparameterTrends oder zur Überwachung optionaler Parameter.
• Pacer – aktiviert den Pacer-Betrieb (optional) für Demand- oder Fixed-Pacing.
• Manuell-Betrieb – aktiviert den Manuell-Betrieb zur Durchführung einer Defibrillation oder
Kardioversion mit der ausgewählten Energie.
Im Manuell-Betrieb ohne Pacing lauten die Energieeinstellungen für die Defibrillation 1-9, 10, 15, 20,
30, 50, 70, 100, 120, 150, 170 und 200 Joule. Wenn das Gerät mit der Pacing-Funktion ausgestattet
ist, lauten die Energieeinstellungen 1-10, 15, 20, 30, 50, 70, 100, 120, 150, 170 und 200 Joule.
20
Bedienungselemente
2 Erste Schritte
Tasten für allgemeine Funktionen
Die Tasten für allgemeine Funktionen dienen zur Einstellung von Überwachungs- und unkritischen
Reanimationsaktivitäten. Hierzu gehören:
Taste zur Ereignismarkierung
-. dient zum Einfügen einer mit Zeitstempel versehenen
Anmerkung in den Ereignisbericht, um Ereignisse (z. B. die Verabreichung bestimmter Medikamente)
zu protokollieren. Die zugehörige Tastenbeschriftung „Ereig.mark.“ erscheint links oben auf dem
Bildschim.
Taste zur Ableitungswahl
-. ändert die EKG-Ableitung in Kurvensektor 1. Wiederholtes
Drücken der Taste zeigt nacheinander die verfügbaren EKG-Kurven an; dabei ändern sich die
angezeigten Kurven und Ableitungsnamen entsprechend. Die Liste der verfügbaren EKG-Kurven
basiert auf dem verwendeten Elektrodenkabel und der Konfiguration des Geräts; wenn Pads oder
Paddles angeschlossen sind, werden auch sie als mögliche EKG-Quelle aufgelistet.
Alarm-Pausentaste
-. Die Alarm-Pausentaste schaltet die optische und akustische Anzeige aller
physiologischen Alarme sowie akustische Störungsmeldungen für die konfigurierte Dauer auf Pause.
Am Ende der Pause gilt für jeden Alarm wieder die vorherige Einstellung (Ein oder Aus). Dies
geschieht auch dann, wenn während der Pause erneut die Alarm-Pausentaste gedrückt wird.
Druckertaste
-. Die Druckertaste startet einen kontinuierlichen Ausdruck des primären EKGs
und anderer ausgewählter Kurven, je nach Konfiguration entweder in Echtzeit oder mit einer
Verzögerung von 10 Sekunden.
Ereignisbericht-Taste
-. Durch Drücken der Übersichtstaste erscheint ein Menü, über das die
aktuelle bzw. letzte Zusammenfassung oder der Vitalparameter-Trendbericht ausgedruckt werden kann.
Menüauswahltaste
-. Bei Drücken der Menüauswahltaste wird entweder das aktuelle Menü
angezeigt oder eine Menüauswahl bestätigt.
Navigationstasten
-. Die Navigationstasten zeigen ebenso wie die Menüauswahltaste das
aktuelle Menü an. Außerdem ermöglichen sie die Navigation zur nächsten oder vorherigen Option
innerhalb eines Menüs oder einer Liste. In einer Sequenz erhöhen bzw. senken sie den Zahlenwert.
21
2 Erste Schritte
Bedienungselemente
Bedienungselemente für die Defibrillation
Die Bedienungselemente für die Defibrillation sind in Abbildung 11 gezeigt. Hierzu gehören:
Therapiewählschalter –. Aktiviert den AED-Betrieb oder wählt eine Energiestufe für die Defibrillation
bzw. Kardioversion im Manuell-Betrieb.
Ladetaste –. Lädt den Defibrillator auf die ausgewählte Energie auf. Wird ausschließlich im ManuellBetrieb verwendet. Im AED-Betrieb lädt sich der Defibrillator automatisch auf.
Schocktaste –. Verabreicht über multifunktionale Pads oder schalterlose interne Schocklöffel einen
Schock. Im AED-Betrieb erfolgt jeder Schock mit 150 J. Im Manuell-Betrieb erfolgt der Schock mit
der ausgewählten Energie.
HIN W E I S
Bei Verwendung externer Paddles oder schaltbarer interner Schocklöffel erfolgt die Schockabgabe nach
vollständiger Aufladung des HeartStart MRx durch Drücken der Schocktaste(n) an den Paddles bzw
Schocklöffeln.
Sync-Taste –. Schaltet um zwischen synchronisierter Energieabgabe (Kardioversion) und asynchroner
Energieabgabe (Defibrillation).
Abb. 11 Bedienungselemente für die Defibrillation
S
nc
Adult
ErwachDose
sene
Manu
eallBDe
Sync
Taste
Sy
nc
.
eb 100
100 120 150
tfribi
70
170
50
30
Therapiewählschalter
200
Select
Energie
Energy
wählen
20
15
CLaden
harge
1-10
O n Aus
On
PPacer
acer Ein
Off Ein
AED
AED
Monitor
M
onitor
Schock
Shock
1
2
3
Laden
Taste
Schock
Taste
Softtasten
Die Softtasten führen die Funktionen aus, die im direkt oberhalb angezeigten Softtastenfeld angegeben
ist. Die Beschriftung (und somit die Funktion) der Softtasten ändert sich je nach der verwendeten
Betriebsart; eine Beschreibung finden Sie in den folgenden Kapiteln.
22
Bedienungselemente
2 Erste Schritte
Leuchtanzeigen
Die Leuchtanzeigen des HeartStart MRx weisen optisch auf den Gerätestatus hin.
Bereit-Lämpchen. Das Bereit-Lämpchen befindet sich rechts oben am Gerät. Es zeigt den Status der
Therapiefunktionen des Monitors/Defibrillators an und verwendet hierfür die folgenden Symbole:
• Eine blinkende schwarze Sanduhr
weist darauf hin, dass die Schock-, Pacing- und EKGFunktionen des Geräts einsatzbereit sind und dass die Akku-Ladung für den Betrieb des Geräts
ausreicht. Bei Verwendung einer externen Stromquelle (Gleich- oder Wechselstrom) zeigt dieses
Symbol außerdem den laufenden Akku-Ladevorgang an.
• Ein blinkendes rotes „X“
und ein in regelmäßigen Abständen wiederholter Piepton weisen
darauf hin, dass kein Akku eingelegt wurde bzw. der Akku schwach ist. Das Gerät kann verwendet
werden, seine Betriebsdauer ist jedoch begrenzt. Wenn ein Akku eingelegt und aufgeladen wird, ist
kein Piepton zu hören.
• Ein leuchtendes rotes „X“
und ein in regelmäßigen Abständen wiederholter Piepton weisen
auf einen Fehler hin, der die Defibrillation, das Pacing oder die EKG-Erfassung verhindern kann.
Beim Einschalten des Geräts werden Fehlermeldungen für die erkannten Fehler angezeigt.
• Ein leuchtendes rotes „X“
ohne Piepton weist darauf hin, dass entweder kein Strom
vorhanden ist oder dass sich das Gerät nicht einschalten kann. Wenn nach Wiederherstellung der
Stromzufuhr die blinkende schwarze Sanduhr angezeigt wird, ist das Gerät wieder betriebsbereit.
HIN W E I S
Beim ersten Einschalten des Geräts, beim Umschalten zwischen klinischen und nicht-klinischen
Betriebsarten und beim Starten eines Auto-Tests kann das Bereit-Lämpchen für kurze Zeit ein
leuchtendes rotes „X“ anzeigen. Dies ist kein Hinweis auf einen Gerätefehler.
Leuchtanzeige für externe Stromquelle. Die Leuchtanzeige für die externe Stromquelle befindet sich
oberhalb der Anzeige. Wenn Strom von einer externen Stromquelle bezogen wird, leuchtet sie grün.
Siehe Abbildung 12.
Abb. 12 Leuchtanzeige für externe Stromquelle
HIN W E I S
Wenn ein aufgeladener Akku im Gerät eingelegt ist erlischt die Leuchtanzeige für die externe Stromquelle
während des Ladens für die Defibrillation. Dies ist normal, da die Stromquelle zwecks Verkürzung der
Ladedauer auf Akku umgeschaltet wird.
HIN W E I S
Die Standardvorgabe für den Netzfilter lautet bei allen HeartStart MRx Geräten 60 Hz. Die Standardvorgabe
für den Netzfilter muss an die Netzfrequenz des jeweiligen Landes angepasst werden. Siehe “Konfigurierbare
Parameter” auf Seite 184.
23
2 Erste Schritte
Audioaufzeichnung
Audioaufzeichnung
Wenn das Gerät über die Option Audioaufzeichnung verfügt, ist diese standardmäßig eingeschaltet. Die
Option kann nicht während des Gebrauchs ausgeschaltet werden; dies ist nur im Konfigurationsbetrieb
möglich.
In allen klinischen Betriebsarten ist links vom Akkusymbol eines der folgenden Symbole zu sehen:
Tabelle 2 Symbol für Audioaufzeichnung
Symbol
Definition
Audioaufzeichnung eingeschaltet.
Audioaufzeichnung ausgeschaltet.
Unter folgenden Bedingungen findet keine Audioaufzeichnung statt:
• Die Konfigurationseinstellung der Audioaufzeichnung lautet „Aus“.
• Der HeartStart MRx befindet sich in der Betriebsart Monitor, 12-Kanal-EKG oder Pacer.
• Für den aktuelle Einsatz wurden bereits 90 Minuten Audio aufgezeichnet.
Überprüfen von Audioaufzeichnungen
Die Audioaufzeichnung kann wie folgt überprüft werden:
• Die Ereignisdaten aus dem internen Speicher des HeartStart MRx auf eine externe Speicherkarte
kopieren. Weitere Hinweise stehen im Kapitel „Datenmanagement“ auf Seite 203.
• Daten in die Anwendung Q-CPR Review importieren. Weitere Informationen stehen in der
Gebrauchsanweisung für Q-CPR Review.
24
Alarmfunktion
2 Erste Schritte
Alarmfunktion
Der HeartStart MRx verfügt über verschiedene Alarmtypen, die eine Veränderung des Patientenzustands
oder Geräte- bzw. Kabelfehler anzeigen. Tabelle 3 zeigt die verschiedenen Alarmtypen.
Tabelle 3 HeartStart MRxAlarmtypen
Alarmtyp
Alarmsituation
Rot
Hohe Priorität. Lebensbedrohende Alarmsituation. Der Anwender muss sofort reagieren. Rote
Alarmmeldung; Alarmton.
Gelb
Mittlere Priorität. Nicht-lebensbedrohende Alarmsituation. Der Anwender muss schnell reagieren.
Gelbe Alarmmeldung; Alarmton.
Störungsmeldung Geringe Priorität. Die meisten Störungen sind als Störungsmeldungen zusammengefasst und werden
als Alarme geringer Priorität behandelt. Sie weisen auf fehlerhafte Geräteteile oder Gerätefehler hin,
die die intendierte Überwachungsfunktion beeinträchtigen können. Der Anwender muss der Störung
nachgehen. Ausnahmebedingung: Situationen, die die Pacing-Therapie abbrechen bzw. abbrechen
könnten sowie ein Ausfall der Druckmessung. Diese Situationen gelten als Störungen mit hoher
Priorität. Es handelt sich um potenziell lebensbedrohende Situationen.
Bleibend
Der Alarm wird ausgelöst und wird auch dann noch angezeigt, wenn die auslösende Alarmsituation
vorüber ist. Ein bleibender Alarm wird erst dann gelöscht, wenn er quittiert wird oder wenn eine
Alarmsituation mit höherer Priorität auftritt.
Löschend
Der Alarm wird automatisch gelöscht, sobald die auslösende Alarmsituation nicht mehr besteht.
HIN W E I S
Es kann durchaus vorkommen, dass mehrere Alarmsituationen gleichzeitig vorliegen. Allerdings wäre
die gleichzeitige Auslösung aller Alarme unübersichtlich, und eine weniger ernste Ursache könnte eine
ernstere Ursache überdecken. Deshalb sind Alarme in einer bestimmten Hierarchie verkettet und so
kategorisiert, dass nur der Alarm mit der höchsten Priorität gemeldet wird. Liegen ausgehend vom
gleichen Parameter mehrere Alarmsituationen mit derselben Priorität vor, werden alle Alarme angezeigt.
HIN W E I S
Das Audiosignal für Störungen wird während der ersten 60 Sekunden nach Einschalten des HeartStart
MRx unterdrückt. Die Störungsmeldungen erscheinen jedoch auf der Anzeige.
Reaktion auf Alarme
Die Alarmgrenzen des jeweiligen Parameters werden nur dann angezeigt, wenn zuvor die Alarmfunktion
des entsprechenden Parameters eingeschaltet wurde. Wenn eine Alarmsituation eintritt und dies durch
optische und akustische Alarmsignale gemeldet wird, sind mehrere Reaktionen erforderlich. Zunächst:
1
Den Patienten versorgen.
2
Ausgelöste Alarm(e) identifizieren.
3
Alarm(e) quittieren. Bei einem physiologischen Alarm wird über den Navigationstasten und
der Menüauswahltaste das Feld „AUDIO-PAUSE“ eingeblendet (siehe Abbildung13). Durch
Drücken einer dieser Tasten kann man den Alarmton für alle aktiven Alarme stummschalten,
während der Patient versorgt wird. Wenn die Alarmsituation weiterhin besteht, ertönt der Alarm
nach zwei Minuten erneut. Das Stummschalten eines bestimmten Alarms verhindert nicht, dass
bei einer anderen Alarmsituation ein Alarmsignal erzeugt wird. Wird auch der zweite Alarm
stummgeschaltet, wird die zweiminütige Audio-Pause für alle aktiven Alarme aktiviert.
25
2 Erste Schritte
Alarmfunktion
Bei einer Störung ohne zeitgleichen physiologischen Alarm wird über den Navigationstasten und
der Menüauswahltaste das Feld „AUDIO AUS“ eingeblendet. Durch Drücken einer dieser Tasten
kann man den Alarmton für alle aktiven Alarme stummschalten, während der Patient versorgt
wird. Störungsmeldungen werden nach Drücken von Audio-Aus nicht wiederholt.
Abb. 13 Feld „Audio-Pause“
AUDIO PAUSE
Dann:
4
Die Alarmsituation am HeartStart MRx bearbeiten. Das in Abbildung 14 gezeigte Menü erscheint.
Abb. 14 Beispiel für ein Alarmreaktionsmenü
SpO2-Alarm
Alarme Aus
Bestätigen
Neue Grenzen
Alarme Aus. Schaltet die Alarme des betreffenden Parameters aus und verhindert die Aktivierung
weiterer Parameteralarme. Die Alarmmeldung wird ausgeblendet, und neben dem Parameterwert
erscheint das Symbol
.
Quittieren. Bleibende Alarme können durch Quittieren gelöscht werden, wenn die Alarmsituation
nicht mehr besteht.
Neue Grenzen. Die Parametergrenzen nach Bedarf einstellen.
HIN W E I S
Der Alarmverlauf kann im Ereignisbericht des Patienten eingesehen werden. Diese Informationen
bleiben auch nach Ausschalten des Geräts und im unwahrscheinlichen Fall eines Stromausfalls erhalten.
WARNUNG Zwar besteht die Möglichkeit, durch Drücken der Alarm-Pausentaste auf Alarme zu reagieren; es wird
jedoch empfohlen, die oben beschriebenen Schritte zu befolgen. Die Alarm-Pausentaste löscht die
optische und akustische Anzeige aller aktiven Alarmsituationen und unterdrückt die Anzeige neuer
Alarmsituationen.
Es besteht ein potenzielles Risiko, wenn unterschiedliche Alarmgrenzen für baugleiche oder ähnliche
Geräte in einer Pflegeumgebung verwendet werden.
Die Alarmgrenzen bei jedem neuen Einsatz überprüfen.
Die Alarmgrenzen nicht so hoch oder niedrig einstellen, dass die Alarmfunktion ihren Zweck verliert.
HIN W E I S
26
Die Herzfrequenz-und die Arrhythmie-Alarmfunktion unterscheiden sich von anderen
Alarmfunktionen. Informationen über diese Alarme finden Sie unter “Reagieren auf HF- und
Arrhythmie-Alarme” auf Seite 59.
Eingeben von Patienteninformationen
2 Erste Schritte
Eingeben von Patienteninformationen
Folgende Patienteninformationen können eingegeben werden:
• Name
• ID
• Patientenalter
• Alter
• Geschlecht
• Pacing (interner Pacing-Status)
Die Informationen werden über das Menü Pat.-Info eingegeben. Der Name des Patienten wird anhand
zweier alphabetischer Listen eingegeben. Hierbei dient die erste Liste zur Eingabe des Nachnamens, die
zweite Liste zur Eingabe des Vornamens. Nach vollständiger Eingabe jedes Namens OK drücken. Mit
Abbrechen das Menü „Pat.-Info“ ohne Speichern schließen.
Gerät wieder Ein
Beim Start eines Patientenereignisses wird die Funktion "Gerät wieder Ein" aktiviert. Diese Funktion
erleichtert die weitere Behandlung des gleichen Patienten dadurch, dass die aktuellen Einstellungen
und der Patientenbericht erhalten bleiben, wenn der HeartStart MRx für weniger als 10 Sekunden
ausgeschaltet war, z. B. beim Umschalten von AED- auf Manuell-Betrieb oder beim versehentlichen
Umstellen des Therapiewählschalters auf Aus. Wenn der HeartStart MRx innerhalb von 10 Sekunden
wieder eingeschaltet wird, bleiben die letzten Einstellungen erhalten. Hierzu gehören:
• Alarmeinstellungen
• Einstellungen für die Kurvensektoren
• Ereignis-Zeitmesser
• Lautstärke des QRS-Tons, des Alarmtons und der Sprachanweisungen
• EKG-Verstärkung
• Vitalparameter-Trends
• Pacing-Einstellungen (das Gerät setzt das Pacing NICHT automatisch fort)
• der Patientendatensatz im Ereignisbericht; neue Daten werden dem Bericht hinzugefügt.
Wenn der HeartStart MRx für weniger als 10 Sekunden ausgeschaltet wird, bleibt die Sync-Funktion
aktiv. Bei Aktivierung des AED-Betriebs wird die Sync-Funktion deaktiviert und muss nach Rückkehr
in den Manuell-Betrieb wieder eingeschaltet werden.
HIN W E I S
Bei – auch nur kurzfristiger - Entnahme aller Stromquellen (Akku und externe WechselstromNetzmodule) aus dem Gerät steht die Funktion „Gerät wieder Ein" nicht zur Verfügung.
27
2 Erste Schritte
Ausdrucken von Kurven
Ausdrucken von Kurven
Durch Betätigen der Druckertaste an der Vorderseite des HeartStart MRx können ein kontinuierlicher
Ausdruck des primären EKGs und eine weitere Kurve gedruckt werden (bei 50-mm-Druckern); bei
Geräten mit einem 75-mm-Drucker können zwei zusätzliche Kurven ausgedruckt werden. Der
Ausdruck bestimmter Kurven (einschließlich invasiver Druck und CO2) enthält Angaben zur
Skalierung. Die Ausdrucke werden je nach Konfiguration entweder in Echtzeit oder mit einer
Verzögerung von 10 Sekunden erstellt.
Bei Geräten mit 50-mm-Drucker kann man die zweite Kurve auf dem Ausdruck wie folgt neu definieren:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten die Option Kurven (Ausdruck) auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Mit den Navigationstasten die Kurven auswählen, die in Kurve 2 gedruckt werden sollen, und die
Menüauswahltaste drücken.
Bei Geräten mit 75-mm-Drucker kann man die zweite und dritte Kurve auf dem Ausdruck wie folgt
neu definieren.
28
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten die Option Kurven (Ausdruck) auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Mit den Navigationstasten Kurve 2 oder Kurve 3 auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Mit den Navigationstasten die zu druckende Kurve auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Schritte 2 bis 4 für die andere Kurve wiederholen.
Zurück an Eigentümer
2 Erste Schritte
Zurück an Eigentümer
Die Funktion „Zurück an Eigentümer“ ermöglicht es dem Besitzer des HeartStart MRx, eine bestimmte
Leihfrist zu aktivieren. Nach Ablauf der Leihfrist wird der Entleiher des HeartStart MRx daran erinnert,
das Gerät an den angezeigten Eigentümer zurückzugeben. Diese Funktion wird in der Konfiguration
durch ein Kennwort geschützt und im Menü Diverses aktiviert; hier kann der Eigentümer die Leihfrist
aktivieren, deaktivieren und ihre Dauer angeben.
HIN W E I S
Während der Einstellung der Funktion „Zurück an Eigentümer” sind die Überwachungs- und
Defibrillationsfunktionen ausgeschaltet. Auf der Anzeige erscheint „Alarmfunktion Aus“. Nach
Verlassen der Funktion „Zurück an Eigentümer” werden die Funktionen für Überwachung und
Defibrillation wieder aktiviert.
HIN W E I S
Durch die Anzeige einer Meldung über das Ende der Leihfrist werden weder die Überwachungs- noch
die Defibrilliationsfunktion deaktiviert.
Anleitung zum Aktivieren der Funktion „Zurück an Eigentümer“:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Das Menüelement Diverses wählen und die Menüauswahltaste drücken.
3
Zurück an Eigentümer auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Die Softtaste [Aktivieren] drücken.
5
Die Leihfrist in Tagen eingeben und die Menüauswahltaste drücken.
6
Die Softtaste [Rückgabe Beenden] drücken.
Anleitung zum Deaktivieren der Funktion „Zurück an Eigentümer“:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Das Menüelement Diverses wählen und die Menüauswahltaste drücken.
3
Zurück an Eigentümer auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Die Softtaste [Deaktivieren] drücken.
5
Das Kennwort eingeben und die Menüauswahltaste drücken.
6
Die Softtaste [Rückgabe Beenden] drücken.
29
3
Vorbereitung
3
Dieses Kapitel enthält grundlegende Informationen über die Vorbereitung des Geräts und den
Anschluss des optionalen Überwachungszubehörs am HeartStart MRx.
HIN W E I S
Wenn der HeartStart MRx nicht mit den in diesem Kapitel aufgeführten optionalen Funktionen oder
Zubehörtaschen ausgestattet ist, ignorieren Sie bitte die diesbezüglichen Beschreibungen und
Anleitungen in diesem Kapitel.
Vor dem Gebrauch des HeartStart MRx sind die Konfigurationseinstellungen des Geräts zu
überprüfen. Die Konfigurationseinstellungen entweder bestätigen oder nach Bedarf ändern.
Anbringen der Tragetasche und der Zubehörtaschen
Die Zubehörtaschen des HeartStart MRx dienen zur Aufbewahrung des wichtigsten Zubehörs für
Überwachung und Defibrillation. Bitte beachten Sie die folgende Anleitung zum Anbringen der
Taschen und zur empfohlenen Aufbewahrung der einzelnen Zubehörteile.
1
Gerät vom externen Stromnetz trennen und alle Akkus entfernen.
2
Gerät in die Tragetasche hineinstellen. Die Rückseite des Geräts passt genau in den Taschenrücken
hinein.
Paddle-Halter
a. Wenn Paddles angeschlossen sind, müssen sie vom Therapieanschluss getrennt und aus dem
Halter herausgenommen werden.
b. Die vier T-15-Schrauben aus den einzelnen Halterungen entfernen.
c. Den Paddle-Halter vorsichtig anheben, damit alle Kabel angeschlossen bleiben.
Nur Griff
a. Die Griffabdeckung an beiden Seiten eindrücken und abnehmen. Anschließend den Aufkleber
an den Kanten lösen und so die beiden T-15-Schrauben freilegen.
b. Die beiden T-15-Schrauben entfernen.
c. Griff entfernen.
d. Abdeckplatte vorsichtig anheben.
31
3 Vorbereitung
Anbringen der Tragetasche und der Zubehörtaschen
3
Die Klappen der Tragetasche über das Gerät klappen und so platzieren, dass die Schraubenlöcher
frei liegen.
4
Den Paddle-Halter bzw. die Abdeckplatte so auf der Tasche anbringen, dass die geformten
Öffnungen über die Klappen passen.
5
Griff wieder anbringen.
6
Wenn die Griffabdeckung keine Schraubenlöcher aufweist, die beiden T-15-Schrauben einsetzen
und festziehen. Die Griffabdeckung an beiden Seiten eindrücken, auf den Griff aufsetzen und
einrasten lassen.
7
Wenn die Griffabdeckung Schraubenlöcher aufweist, die Griffabdeckung aufsetzen und die beiden
T-15-Schrauben einsetzen und festziehen. Zum Verdecken der Schraubenlöcher die Kanten des
Aufklebers glatt streichen.
8
Mit den mitgelieferten Metallringen den vorderen und hinteren Sicherungsriemen befestigen.
9
Eine Funktionsprüfung durchführen, wie unter “Funktionsprüfung” auf Seite 222 beschrieben.
10 Die seitlichen Zubehörtaschen mit den auf der Taschen-Innenseite befindlichen Druckknöpfen
anbringen. Oder, falls vorhanden, die Befestigungsschlaufen verwenden.
Abb. 15 Anbringen der Zubehörtaschen
32
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Aufbewahrung des Zubehörs
3 Vorbereitung
Aufbewahrung des Zubehörs
Parameterkabel und -zubehör wie unten gezeigt aufbewahren.
Abb. 16 Aufbewahrung des Zubehörs
33
3 Vorbereitung
HIN W E I S
Aufbewahrung des Zubehörs
1
Das Therapie-Kabel anbringen, durch die Kabelbefestigungsschlaufe hindurchführen und direkt
unter der Zugentlastung befestigen.
2
Die hintere Zubehörtasche mit den zugehörigen Schnallen anbringen.
Auf der Innenseite der hinteren Zubehörtasche befinden sich ausschneidbare Vertiefungen für die
Unterbringung eines externen Netzteils. Einige Geräte verfügen bereits über die ausschneidbaren
Vertiefungen.
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Abb. 17 Anschließen der Kabel
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WARNUNG Beim Transport des HeartStart MRx mit der Tragetasche muss der Bildschirm vom Körper des Trägers
abgewandt sein. Andernfalls könnte der Therapiewählschalter versehentlich verstellt werden.
34
Anschließen des EKG-Kabels
3 Vorbereitung
Anschließen des EKG-Kabels
Anleitung zum Anschließen eines 3-, 5- oder 10-adrigen Kabels:
1
Das EKG-Kabel wie in Abbildung 18 gezeigt auf den weißen EKG-Anschluss ausrichten. Die
weiße Markierung am EKG-Kabel ist dem Gerät zugewandt.
2
Den Stecker fest in den EKG-Anschluss drücken, bis der weiße Teil nicht mehr sichtbar ist.
Abb. 18 Anschließen des EKG-Kabels
CO 2
1
2
ECG
ECG
35
3 Vorbereitung
Anschließen des SpO2-Kabels
Anschließen des SpO2-Kabels
Anleitung zum Anschließen des SpO2-Kabels:
1
Den Stecker mit der flachen Seite nach vorn halten, wie in Abbildung 19 gezeigt.
2
Den Stecker fest in den blauen SpO2-Anschluss des HeartStart MRx stecken, bis der blaue Teil
nicht mehr zu sehen ist.
Abb. 19 Anschließen des SpO2-Kabels
CO 2
1
2
ECG
ECG
36
Anschließen des NBP-Verbindungsschlauchs
3 Vorbereitung
Anschließen des NBP-Verbindungsschlauchs
Anleitung zum Anschließen des NBP-Verbindungsschlauchs:
1
Den NBP-Verbindungsschlauch in den roten NBP-Anschluss einstecken, wie in Abbildung 20 gezeigt.
2
Das Anschlussstück des NBP-Verbindungsschlauchs an die Blutdruckmanschette anschließen.
Abb. 20 Anschließen des NBP-Verbindungsschlauchs/der Blutdruckmanschette
CO 2
1
2
ECG
ECG
37
3 Vorbereitung
Anschließen des invasiven Druckaufnehmer-Kabels
Anschließen des invasiven Druckaufnehmer-Kabels
Anleitung zum Anschließen des invasiven Druckaufnehmer-Kabels:
1
Das invasive Druckaufnehmer-Kabel in einen der beiden Anschlüsse einstecken, wie in Abbildung
21 gezeigt.
2
Das invasive Druckaufnehmer-Kabel am Aufnehmer/Schlauch anbringen.
3
Den Anschluss am HeartStart MRx entsprechend beschriften.
Abb. 21 Anschließen des invasiven Druckaufnehmer-Kabels
CO 2
1
2
ECG
ECG
38
Anschließen des Temperaturaufnehmer-Kabels
3 Vorbereitung
Anschließen des Temperaturaufnehmer-Kabels
Anleitung zum Anschließen des Temperaturaufnehmer-Kabels:
1
Das Temperaturaufnehmer-Kabel in den Temperatur-Anschluss einstecken, wie in Abbildung 22
gezeigt.
2
Das Kabel bei Bedarf mit dem Aufnehmer verbinden.
Abb. 22 Anschließen des Temperaturaufnehmer-Kabels
CO 2
1
2
ECG
ECG
39
3 Vorbereitung
Anschließen des CO2 FilterLine-Schlauchs
Anschließen des CO2 FilterLine-Schlauchs
Anleitung zum Anschließen des CO2 FilterLine®-Schlauchs:
1
Mit dem Anschlussstück der FilterLine-Sonde die Abdeckung des CO2-Fachs herunterschieben.
2
Das Anschlussstück in den CO2Eingang stecken, wie in Abbildung 23 gezeigt.
3
Zur richtigen Anbringung das Anschlussstück im Uhrzeigersinn drehen.
Abb. 23 Anschließen des CO2 FilterLine-Schlauchs
CO 2
1
2
ECG
ECG
40
Anschließen des Therapie- oder Pads/HLW-Kabels
3 Vorbereitung
Anschließen des Therapie- oder Pads/HLW-Kabels
Anleitung zum Anschließen des Therapie- oder Pads/HLW-Kabels:
1
Die weiße Markierung am Kabel wie in Abbildung 24 gezeigt auf den weißen Pfeil am grünen
Therapieanschluss ausrichten.
2
Den Stecker in den grünen Therapie-Anschluss stecken. Drücken, bis er hörbar einrastet.
Abb. 24 Anschließen des Therapie- oder Pads/HLW-Kabels
41
3 Vorbereitung
Einlegen des Druckerpapiers
Einlegen des Druckerpapiers
50-mm-Drucker
Anleitung zum Einlegen des Druckerpapiers:
1
Die Druckerabdeckung durch Drücken auf die Verriegelung öffnen, wie in Abbildung 25 gezeigt.
2
Wenn der Drucker eine leere oder fast leere Papierrolle enthält, die Rolle nach oben herausziehen.
3
Eine neue Rolle Druckerpapier so in das Papierfach einlegen, dass das Ende der Rolle unten liegt
und das Raster nach oben zeigt.
4
Das Papierende über die Papierwalze hinaus ziehen.
5
Die Druckerabdeckung schließen.
Abb. 25 Einlegen des Druckerpapiers (50mm)
er
2
Ein
Aus Ein
Monito
r
AED
Schock
3
42
er
2
Ein
Aus Ein
Monito
r
AED
Schock
3
Einlegen des Druckerpapiers
3 Vorbereitung
75-mm-Drucker (optional)
Anleitung zum Einlegen des Druckerpapiers:
1
Die Druckerabdeckung durch Drücken auf die Verriegelung öffnen, wie in Abbildung 26 gezeigt.
2
Wenn der Drucker eine leere oder fast leere Papierrolle enthält, die Papierrollenhalterung nach
oben ziehen und die Rolle entnehmen.
3
Eine neue Rolle Druckerpapier in das Papierfach einlegen, wie in Abbildung 26 gezeigt.
4
Das Papierende über die Papierwalze hinaus ziehen.
5
Die Druckerabdeckung schließen.
Abb. 26 Einlegen des Druckerpapiers (75 mm)
On
Monitor
2
Aus Ein
AED
On
Monitor
2
Aus Ein
AED
Schoc
Schoc
k
k
3
3
43
3 Vorbereitung
Einlegen der Akkus
Einlegen der Akkus
Anleitung zum Einlegen der Akkus:
1
Den Lithium-Ionen-Akku M3538A auf ein Akku-Fach ausrichten.
2
Akku einlegen und drücken, bis er hörbar einrastet. Darauf achten, dass die Riegel auf beiden
Seiten des Akkus vollständig heruntergedrückt sind.
Abb. 27 Einlegen der Akkus
Aufladen der Akkus
Die Akkus sind bei Erhalt und vor jedem Gebrauch vollständig aufzuladen. Die Benutzer müssen sich
mit den unter “Akku-Wartung” auf Seite 235 beschriebenen Verfahren der Akku-Wartung vertraut
machen.
Sicherheit der Akkus
Die dem HeartStart MRx beiliegende Anwendungsinformation M3538A Lithium-Ionen-Akkumulator:
Eigenschaften und Wartung enthält nähere Informationen. Außerdem sind vor dem Gebrauch des
Lithium-Ionen-Akkus M3538A die Warnhinweise für Akkus unter “Technische Daten und
Sicherheitsmerkmale” auf Seite 273 durchzulesen.
44
Anschließen des Wechselstrom-Netzmoduls
3 Vorbereitung
Anschließen des Wechselstrom-Netzmoduls
Anleitung zum Anschließen des Wechselstrom-Netzmoduls M3539A:
1
Das Wechselstrom-Netzmodul M3539A auf Fach B ausrichten.
2
Modul einlegen und drücken, bis es hörbar einrastet. Darauf achten, dass die Riegel auf beiden
Seiten des Wechselstrom-Netzmoduls vollständig heruntergedrückt sind.
3
Das Netzkabel an den Netzstrom-Eingang des Moduls anschließen.
4
In eine Netzsteckdose einstecken.
5
Überprüfen, ob die auf der Vorderseite befindliche Anzeige für eine externe Stromquelle leuchtet.
Abb. 28 Anschließen des Wechselstrom-Netzmoduls
45
3 Vorbereitung
Einstecken der Speicherkarte
Einstecken der Speicherkarte
Anleitung zum Einstecken der Speicherkarte:
1
Speicherkarte so in das Speicherkartenfach einschieben, dass sie unter der Klemme liegt.
2
Das Fach mit der Vorderseite nach vorn vollständig in den Steckplatz auf der rechten Seite des
HeartStart MRx einschieben.
Abb. 29 Einstecken der Speicherkarte/des Speicherkartenfachs
Energie
wähle
n
0
1
0
Laden
2
Ein
A
tor
us Ein
AED
Schock
3
ACHTUNG
46
Um das Eindringen von Flüssigkeiten oder Feststoffen in das Gerät zu verhindern, sollte man das
Speicherkartenfach auch dann einstecken, wenn keine Speicherkarte verwendet wird.
4
EKG- und ArrhythmieÜberwachung
4
Dieses Kapitel beschreibt die Basisfunktionen der EKG- und Arrhythmie-Überwachung mit dem
HeartStart MRx Monitors/Defibrillator. Nähere Informationen zur Erfassung eines 12-Kanal-EKGs
stehen in Kapitel 13, “12-Kanal-EKG” auf Seite 137.
Übersicht
Der HeartStart MRx kann zur EKG- und Arrhythmie-Überwachung eingesetzt werden. Die
Überwachung erfolgt über:
• multifunktionale Pads oder
• ein 3-, 5- oder 10-adriges EKG-Überwachungskabel.
Wenn sowohl Pads als auch Monitoring-Elektroden angeschlossen sind, können Sie das EKG
wahlweise entweder über das 3-, 5- oder 10-adrige Kabel oder über die Pads überwachen.
Konfigurierbare HF- und Arrhythmie-Alarme zeigen den Patientenzustand akustisch und optisch an.
Sie kann entweder über den Therapieanschluss für Pads/Paddles oder den Überwachungsanschluss für 3-,
5- oder 10-adrige EKG-Kabel erfasst werden. Wenn die konfigurierte Kurvenquelle beim Einschalten des
HeartStart MRx nicht angeschlossen ist, wird in Kurvensektor 1 die erste gültige EKG-Quelle angezeigt.
Sobald die konfigurierte Quelle verfügbar ist, erscheinen ihre Daten automatisch in Kurvensektor 1.
Wenn die konfigurierte Quelle anschließend ungültig wird, erscheint die Störungsmeldung „Elektroden
abgefallen“. Der HeartStart MRx kehrt nicht zur ursprünglichen EKG-Quelle zurück, aber durch Drücken
der Taste zur Ableitungswahl kann eine Ableitung ausgewählt werden.
WARNUNG Der HeartStart MRx darf nicht zur EKG-Überwachung bei Neugeborenen verwendet werden. Dies
kann zu ungenauen Messwerten und Alarmsituationen führen.
47
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Monitor-Ansicht
Monitor-Ansicht
Die Monitor-Ansicht erscheint, wenn der Therapiewählschalter auf die Position Monitor gedreht
wird. Abbildung 30 zeigt die in der Monitor-Ansicht eingeblendeten Informationen.
Abb. 30 Monitor-Ansicht
10. Feb 2006 11:20
Ereig.mark.
Patientenname
Erw. Kein Pacer
Bereich Störmeldungen
EKG/HF-Alarme
HF
/min
80
Temp
120
50
°C
Puls
02:42
/min
36,0 80
36,9 39,0
mmHg q120
NBP
120/80
(95)
SYS
160 10:40
90
II
ABP
150
75
0
ABP
118/77
(95)
30
mmHg
SYS
160
90
PAP
24/10
(15)
mmHg
DIA
16
0
EtCO2 mmHg awAF
SpO2 %
100
100
90
38
50
30
/min
18
30
8
PAP
15
0
60
CO2
30
0
NBP
Starten
12-Kanal
Druck
Nullen
MENÜ
Die Monitor-Ansicht enthält bis zu vier EKG-Kurven. Außerdem werden die numerischen Werte für
Herzfrequenz und alle anderen verfügbaren Parameter sowie die aktiven Alarmeinstellungen angezeigt.
48
Vorbereiten der EKG-Überwachung
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Es gibt zwei separate EKG-Quellen: einen Anschluss für das EKG-Kabel und einen Anschluss für die
Pads/Paddles. Die EKG-Anzeige erfolgt gemäß der Konfiguration des Geräts. Ableitung II ist als
primäre EKG-Ableitung konfiguriert und erscheint in Kurvensektor 1. Dies kann mit der Taste zur
Ableitungswahl geändert werden, während das Gerät im Einsatz ist. Der HeartStart MRx kann auch so
konfiguriert werden, dass er beim Einschalten bis zu 3 weitere Ableitungen (oder das Pads/PaddlesEKG) anzeigt (siehe “Konfiguration” auf Seite 181). Die angezeigten Ableitungen können über das
Menüelement Kurven (Anzeige) geändert werden, während das Gerät im Einsatz ist.
Die Monitor-Ansicht zeigt die zuerst erfasste gültige EKG-Quelle in Kurvensektor 1 an. Wenn
beispielsweise der HeartStart MRx so konfiguriert ist, dass in Kurvensektor 1 Ableitung II angezeigt
wird, der Patient jedoch über Pads mit dem Defibrillator verbunden ist, bevor ein gültiges EKG über
die Monitoring-Elektroden erfasst wird, erscheint im Kurvensektor 1 das Pads-EKG. Sobald jedoch
Ableitung II erfasst wird, wechselt die Anzeige entsprechend.
HIN W E I S
Anhand der in Kurvensektor 1 angezeigten EKG-Quelle werden die Herzfrequenz ermittelt und
Arrhythmien überwacht.
Vorbereiten der EKG-Überwachung
Anleitung zum Vorbereiten der EKG-Überwachung:
Bei Überwachung über Monitoring-Elektroden:
1
Vor dem Anbringen der Monitoring-Elektroden die Haut vorbereiten. Haut ist ein schlechter
Leiter. Daher ist es wichtig, durch entsprechende Vorbereitung der Haut einen guten ElektrodenHaut-Kontakt zu erzielen.
– Die geeigneten Ableitungspunkte festlegen (siehe Abbildungen 32 und 33.)
– Den Bereich der Ableitungspunkte gegebenenfalls rasieren bzw. die Haare kürzen.
– Die Haut an den Ableitungspunkten reinigen und reiben.
– Die Haut an den Ableitungspunkten kräftig trockenreiben, um die Kapillardurchblutung des
Gewebes zu verbessern und um Fett und Hautzellen zu entfernen.
2
Zuerst die Elektrodenkabel an den Elektroden anbringen, danach die Elektroden auf dem Körper
platzieren.
3
Hierzu eine Elektrode nach der anderen von der Schutzfolie abziehen und fest auf die Haut
drücken. Die richtige Elektrodenplatzierung ist in den Abbildungen 32 und 33 gezeigt. Die
Ränder jeder Elektrode andrücken, damit sie sicher halten. Darauf achten, dass die
Elektrodenkabel keinen Zug auf die Elektroden ausüben.
WARNUNG Die Elektroden dürfen nicht mit anderen leitenden Stoffen in Berührung kommen; dies gilt
insbesondere beim Anschließen oder Abziehen der Elektroden.
HIN W E I S
Ein von einer TENS-Einheit erzeugtes Signal kann ein Artefakt im EKG verursachen.
49
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
4
Vorbereiten der EKG-Überwachung
Falls nicht bereits geschehen, das Patientenkabel (EKG-Kabel) anschließen.
– Hierzu das Patientenkabel wie in Abbildung 31 gezeigt auf den EKG-Anschluss des
Parametermoduls ausrichten.
– Den Stecker fest in den EKG-Anschluss drücken, bis der weiße Teil nicht mehr sichtbar ist.
Abb. 31 Anschluss des EKG-Kabels
CO 2
1
2
ECG
ECG
Bei Überwachung über multifunktionale Pads:
HIN W E I S
50
1
Falls nicht bereits geschehen, das Pads-Kabel an den HeartStart MRx anschließen. Siehe Abbildung
40 auf Seite 65.
2
Pads an das Pads-Kabel anschließen. Siehe Abbildung 41 auf Seite 66.
3
Die Pads anbringen, wie auf der Pads-Packung gezeigt.
Bei längerer Überwachung müssen eventuell regelmäßig neue Monitoring-Elektroden und Pads
angebracht werden. In der Herstellerdokumentation ist angegeben, wie oft dies notwendig ist.
Elektrodenplatzierung
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Elektrodenplatzierung
Abbildung 32 zeigt die typische Elektrodenplatzierung bei einem 3-adrigen EKG-Kabel.
Abb. 32 Elektrodenplatzierung bei 3-adrigem EKG-Kabel
RA/R
+
I
–
–
(Weiß/
Rot)
–LA/L
(Schwarz/
Gelb)
RA/R-Elektrode: direkt unter dem rechten
Schlüsselbein, schulternah
LA/L-Elektrode: direkt unter dem linken
Schlüsselbein, schulternah
III
LL/F-Elektrode: am linken Unterbauch
II
+
+ LL/F
(Rot/
Grün)
Abbildung 33 zeigt die typische Elektrodenplatzierung bei einem 5-adrigen EKG-Kabel.
Abb. 33 Elektrodenplatzierung bei 5-adrigem EKG-Kabel
aVR
–
(Weiß/
Rot)
V/C
III
II
aVF
(Braun/
Weiß)
–LA/L
(Schwarz/
Gelb)
L
I
–
aV
RA/R
+
RL/N
(Grün/
Schwarz)
+
RA/R-Elektrode: direkt unter dem rechten
Schlüsselbein, schulternah
LA/L-Elektrode: direkt unter dem linken
Schlüsselbein, schulternah
RL/N-Elektrode: am rechten Unterbauch
LL/F-Elektrode: am linken Unterbauch
+ LL/F
(Rot/
Grün)
V/C-Elektrode: auf der Brustwand; die Position
richtet sich nach der erforderlichen Ableitungswahl.
(siehe Abbildung 34).
51
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Elektrodenplatzierung
Die Brustwandableitung ist an jeder der in Abbildung 34 gezeigten Elektrodenpositionen (V1/C1 bis
V6/C6) möglich.
Abb. 34 Platzierung der Brustwandelektroden
V1/C1-Elektrode: vierter Interkostalraum, am
rechten Sternalrand.
V2/C2-Elektrode: vierter Interkostalraum, am
linken Sternalrand.
1
2
V3/C3-Elektrode: mittig zwischen V2 und V4.
3
4
5
6
V4/C4-Elektrode: fünfter Interkostalraum,
auf der linken Medioklavikularlinie.
V5/C5-Elektrode: gleiche Höhe wie V4, auf
der vorderen Axillarlinie.
V6/C6-Elektrode: gleiche Höhe wie V4, auf
der linken Medioaxillarlinie.
Zur korrekten Anbringung der Brustwandelektroden muss der vierte Interkostalraum lokalisiert
werden; dies geschieht wie folgt
1
Durch Ertasten des Angulus sterni (kleiner knöcherner Vorsprung zwischen Corpus und
Manubrium des Brustbeins) zuerst den zweiten Interkostalraum ausfindig machen. An dieser
Erhebung des Brustbeins setzt die zweite Rippe an, direkt darunter befindet sich der zweite
Interkostalraum.
2
Vom zweiten Interkostalraum abwärts bis zum vierten Interkostalraum tasten.
Abbildung 35 zeigt die typische Elektrodenplatzierung bei einem 12-adrigen EKG-Kabel.
Abb. 35 Elektrodenplatzierung bei 12-adrigem EKG-Kabel
Klassisches 12-Kanal-EKG Beim klassischen 12-Kanal-EKG
mit 10 Elektroden wird jeweils eine Elektrode am rechten
Arm, linken Arm, rechten Bein und linken Bein platziert.
Sechs V/C-Elektroden werden auf der Brust platziert, wie
in Abbildung 35 gezeigt. Die rechte Beinelektrode ist die
Referenzelektrode.
HIN W E I S
52
Bei Durchführung eines 12-Kanal-EKGs müssen die Elektroden der Extremitätenableitungen an den
Gliedmaßen des Patienten angebracht werden.
Auswählen der Ableitung
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Auswählen der Ableitung
Die Auswahl einer für die Überwachung geeigneten Ableitung ist wichtig, damit die QRS-Komplexe
genau erfasst werden können. Hierbei gelten die folgenden Richtlinien:
Bei Patienten ohne Schrittmacher:
• Der QRS-Komplex muss hoch und schmal sein (empfohlene Amplitude: > 0,5 mV).
• Die R-Zacke muss über oder unter der Grundlinie liegen (darf jedoch nicht zweiphasig sein).
• Die Höhe der P-Welle muss weniger als 1/5 der R-Zacke betragen.
• Die Höhe der T-Welle muss weniger als 1/3 der R-Zacke betragen.
HIN W E I S
Die Mindest-Triggerschwelle für QRS-Komplexe wird gemäß den Bestimmungen der AAMI-Norm
EC 13 auf 0,15 mV eingestellt, damit P-Wellen oder Grundlinienrauschen nicht als QRS-Komplexe
erkannt werden. Wenn das EKG-Signal zu schwach ist, können Fehlalarme für Aystolie ausgelöst
werden.
Bei Patienten mit einem internen/transvenösen Schrittmacher gelten außerdem die folgenden
Richtlinien für den Schrittmacherimpuls:
• nicht breiter als der normale QRS-Komplex
• groß genug, um erfasst zu werden (halbe Höhe des QRS-Komplexes), ohne Repolarisationsartefakt.
HIN W E I S
Die Veränderung der EKG-Größe auf dem Bildschirm wirkt sich nicht auf das zur ArrhythmieAnalyse verwendete EKG-Signal aus.
Wählbare Ableitungen
Welche EKG-Ableitungen verfügbar sind, richtet sich nach dem am HeartStart MRx angeschlossen
EKG-Kabel sowie nach der Gerätekonfiguration. Tabelle 4 zeigt die wählbaren Ableitungen für 3-,
5- und 10-adrige EKG-Kabel.
Tabelle 4 Wählbare Ableitungen
Verwendetes EKG-Kabel:
Wählbare Ableitungen:
3-adrig
I, II, III
5-adrig
I, II, III, aVR, aVL, aVF, V
10-adrig
I, II, III, aVR, aVL, aVF, V1-V6
53
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Arrhythmie-Überwachung
Ableitung auswählen
Die EKG-Ableitung für Kurvensektor 1 wird mit der Taste zur Ableitungsauswahl
oder über das
Menü Kurven (Anzeige) ausgewählt. Die EKG-Ableitung für die Kurvensektoren 2-4 wird über das
Menü Kurven (Anzeige) ausgewählt. Hierzu folgendermaßen vorgehen:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Kurven (Anzeige) auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Den Kurvensektor auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Die gewünschte Ableitung auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Bei Bedarf mit den Navigationstasten die Größe der EKG-Kurve (Verstärkung) ändern und die
Menüauswahltaste drücken.
Abb. 36 Menü „Kurven (Anzeige)“
Hauptmenü
Lautstärke
Kurven (Anzeige)
Kurven (Ausdruck)
Messwerte/Alarme
Pat.-Info
Trends
Kurven
Kurven(Anzeige)
(Anzeige)
Kurve
Kurve11
Kurve
Kurve22
Kurve
Kurve33
Kurve
Kurve44
Beenden
Beenden
II Amplitude
Kurve 1
Pads
x4
I
x2
II
x1
III
x1/2
Andere
Hoher Kontrast Ein
x1/4
Auto
Beenden
Arrhythmie-Überwachung
Der HeartStart MRx verwendet den ST/AR-Algorithmus für die Basis-Arrhythmiefunktion. Die
Arrhythmie-Analyse liefert Informationen über den Patientenzustand, z. B. die Herzfrequenz und
Arrhythmie-Alarme. Der HeartStart MRx verwendet die in Kurvensektor 1 angezeigte EKG-Ableitung
zur Einkanal-Arrhythmie-Analyse.
HIN W E I S
Der ST/AR-Algorithmus dient dem HeartStart MRx als Herzfrequenzmesser und wird zur Erfassung
der Herzfrequenz und zur Erzeugung von Herzfrequenzalarme benötigt; deshalb kann er nicht
deaktiviert werden. Bei Bedarf kann jedoch die Arrhythmie- und Herzfrequenz-Alarmfunktion
ausgeschaltet werden.
Folgende Vorgänge finden bei der Arrhythmie-Analyse kontinuierlich statt:
• Optimierung der EKG-Signalqualität zur Unterstützung der Arrhythmie-Analyse. Kontinuierliche
Filterung des EKG-Signals zur Entfernung von Grundlinienwandern, Muskelartefakten und
Signalunregelmäßigkeiten. Wenn der Pacer-Status auf „Ja“ eingestellt ist, werden außerdem
Schrittmacherimpulse ausgefiltert, damit sie nicht als QRS-Schläge verarbeitet werden.
• Messung von Signalmerkmalen wie Höhe, Breite und Zeitpunkt der R-Zacke.
• Erstellung von Schlagmustern und Klassifizierung von Schlägen zur Unterstützung der
Rhythmusanalyse und Alarmerkennung.
• Untersuchung des EKG-Signals auf Kammerflimmern und Asystolie.
54
Arrhythmie-Überwachung
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Aberrierend geleitete Herzschläge
Da keine P-Wellen analysiert werden, ist es für den Algorithmus schwierig und zuweilen unmöglich,
zwischen einem aberrierend geleiteten supraventrikulären Schlag und einem ventrikulären Schlag zu
unterscheiden. Wenn der aberrierend geleitete Schlag einem ventrikulären Schlag gleicht, wird er als
ventrikulärer Schlag klassifiziert. Zur Reduzierung von falschen Klassifizierungen sollte man daher stets
eine Ableitung auswählen, bei der aberrierend geleitete Herzschläge eine möglichst schmale R-Zacke
aufweisen.
Intermittierender Schenkelblock
Schenkelblocks und andere faszikuläre Blocks sind für den Arrhythmie-Algorithmus problematisch.
Wenn der QRS-Komplex aufgrund eines Schenkelblocks erheblich vom gelernten Normalwert
abweicht, kann der blockierte Herzschlag fälschlicherweise als ventrikulär klassifiziert werden und
falsche VES-Alarme auslösen. Zur Reduzierung von falschen Klassifizierungen sollte man daher stets
eine Ableitung auswählen, bei der Schenkelblock-Herzschläge eine möglichst schmale R-Zacke
aufweisen.
HIN W E I S
Weitere Informationen über die Arrhythmie-Analyse finden Sie im Internet unter
www.medical.philips.com/goto/productdocumentation (Anwendungsinformation
„Arrhythmie-Überwachungs-Algorithmus“).
55
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Herzfrequenz- und Arrhythmie-Alarmfunktion
Herzfrequenz- und Arrhythmie-Alarmfunktion
Der HeartStart MRx erkennt eine Arrhythmie-Alarmsituation durch Vergleich der EKG-Daten mit einem
Satz vordefinierter Kriterien. Ein Alarm kann durch eine grenzüberschreitende Frequenz (z. B. HF > XX),
eine Rhythmusstörung (z. B. ventrikuläre Tachykardie) oder eine Ektopie (z. B. VES > Grenze) ausgelöst
werden.
HF-/Arrhythmie-Alarme können für die in den Tabellen 5 und 6 beschriebenen Alarmsituationen
generiert werden. Sie werden dann im Alarmstatusbereich der Anzeige direkt über dem numerischen
HF-Wert als Alarmmeldungen angezeigt. Die Benachrichtigung über einen Alarm erfolgt über einen
Alarmton und ein optisches Alarmsignal.
Verhalten der Arrhythmie-Alarmfunktion
Arrhythmie-Alarme sind entweder „bleibend” oder „löschend”. Bleibende Alarme werden auch nach
Beendigung der auslösenden Alarmursache noch so lange gemeldet, bis sie quittiert werden bzw. bis eine
Alarmsituation mit einer höheren Priorität eintritt. Bei löschenden Alarmen erlischt das Alarmsignal
automatisch, sobald die auslösende Alarmsituation nicht mehr besteht.
Die Tabellen 5 und 6 informieren darüber, welche Alarme bleibend und welche Alarme löschend sind.
Tabelle 5 Rote HF-/Arrhythmie-Alarme
56
Alarmmeldung
Alarmsituation
Signal
Bleibend/
Löschend
Asystolie
Vier Sekunden lang keine
erkennbaren Schläge; kein
Kammerflimmern
Rote Alarmmeldung,
Alarmton
Bleibend
VFIB/VTACH
Vier Sekunden lang wurde Rote Alarmmeldung,
Kammerflimmern erkannt Alarmton
Bleibend
VTACH
Aufeinander folgende VES; Rote Alarmmeldung,
HF überschreitet die
Alarmton
konfigurierten Grenzen
Bleibend
Extreme Bradykardie
HF liegt 10 Schläge/min
unter der unteren HFGrenze (mindestens
30 Schläge/min)
Rote Alarmmeldung,
Alarmton
Bleibend
Extreme Tachykardie
Rote Alarmmeldung,
HF liegt 20 Schläge/min
über der oberen HF-Grenze Alarmton
(höchstens 200 Schläge/min
bei Erwachsenen bzw. 240
Schläge/min bei Kindern)
Bleibend
Herzfrequenz- und Arrhythmie-Alarmfunktion
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Abb. 37 Alarm kette für Basis-Arrhythmie-Überwachung
(ROTE ALARME)
Asystolie
V-Fib/V-Tach
V-Tach
Extreme Tachykardie
Extreme Bradykardie
(GELBE ALARME)
VES-Alarm
Häufige VES
Herzschlagerkennungs-Alarm
PNC*
PNP*
HF-Alarm
Hohe HF Niedrige HF
Erste Stufe der Sperrzeit
Zweite Stufe der Sperrzeit
VES>xx/min
* PNC = Pacer unwirksam
PNP = Pacer keine Stimulation
Tabelle 6 Gelbe HF-/Arrhythmie-Alarme
HIN W E I S
Alarmmeldung
Alarmsituation
Signal
Bleibend/
Löschend
HF hoch
Die HF überschreitet die
konfigurierte obere HF-Grenze
Gelbe Alarmmeldung, Löschend
Alarmton
HF niedrig
Die HF unterschreitet die
konfigurierte untere HF-Grenze
Gelbe Alarmmeldung, Löschend
Alarmton
VES/min hoch
(Wert > Grenze)
Die Anzahl der in einer Minute
Gelbe Alarmmeldung, Löschend
erkannten VES überschreitet die
Alarmton
Grenze von 15 (Erwachsene/Kinder)
Pacer unwirksam
Auf einen Schrittmacherimpuls
folgt kein QRS
Pacer keine
Stimulation
Kein QRS oder Schrittmacherimpuls Gelbe Alarmmeldung, Bleibend
erkannt
Alarmton
Gelbe Alarmmeldung, Bleibend
Alarmton
Pacer-Alarmmeldungen beziehen sich nur auf interne/transvenöse Schrittmacher.
57
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Herzfrequenz- und Arrhythmie-Alarmfunktion
Störungsmeldungen
Störungsmeldungen weisen auf technische Probleme hin, die die EKG-Überwachung oder -Analyse
beeinträchtigen. Sie werden direkt über dem HF-/Arrhythmie-Alarmstatusbereich angezeigt. Bei
Vorliegen mehrerer Störungen erscheinen die zugehörigen Störungsmeldungen alle 2 Sekunden im
Wechsel.
Tabelle 7 EKG-Störungsmeldungen
Alarmmeldung
Alarmsituation
Signal
EKG-Analyse nicht
möglich
Das EKG in Kurvensektor 1 kann
nicht zuverlässig überwacht werden.
Störungsmeldung,
Störungston
Fehler: EKG-Kabel
Während der Funktionsprüfung wurde Störungsmeldung,
zwischen einer Ableitung und der
Störungston
Erdung ein Kurzschluss erkannt.
Elektroden abgefallen
Eine Elektrode für Kurvensektor 1 ist
abgefallen oder nicht fest angebracht.
Pads ohne Kontakt/
Paddles ohne Kontakt
Die multifunktionalen Pads oder Paddles, Störungsmeldung,
die als Quelle für Kurvensektor 1 dienen, Störungston
sind abgefallen oder nicht fest angebracht.
Störungsmeldung,
Störungston
EKG nicht angeschlossen Das primäre EKG wird über EKGElektroden ermittelt, und das EKGKabel ist nicht angeschlossen.
Störungsmeldung,
Störungston
EKG Gerätefehler
Störungsmeldung,
Störungston
In der EKG-Hardware ist ein Fehler
aufgetreten.
Fehler Pads-Kabel/Fehler Während des EKG-Tests (Pads/Paddles) Störungsmeldung,
Paddles-Kabel
im Rahmen der Funktionsprüfung wurde Störungston
ein Fehler im Pads- bzw. Paddles-Kabel
erkannt.
Fehler Pads/Paddles-EKG Ein Gerätefehler wurde erkannt.
58
Störungsmeldung,
Störungston
Einstellen der Alarmfunktion
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Einstellen der Alarmfunktion
Im Monitor-Betrieb und im Pacer-Betrieb ist die Alarmfunktion automatisch aktiviert. Im ManuellBetrieb ist die Alarmfunktion automatisch aktiviert, wenn die Sync-Funktion aktiv ist. Wenn die
Sync-Funktion nicht aktiviert ist, kann man die Alarmfunktion im Manuell-Betrieb mit der Taste
„Alarmpause“ aktivieren. Die Alarmeinstellungen für die Herzfrequenz (HF) und VTACH sind
konfigurierbar, können jedoch während des Betriebs für den betreffenden Patienten geändert werden.
Die Einstellung für die VES-Frequenz-Grenze kann dagegen nur bei Vorliegen einer mit der VESFrequenz zusammenhängenden Alarmsituation geändert werden. Die Einstellungen für die anderen
HF- und Arrhythmie-Alarme sind unveränderlich.
Ändern der Alarmgrenzen für die Herzfrequenz bzw. VTACH
Anleitung zum Ändern der HF- bzw. VTACH-Grenzen:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menüelement Messwerte/Alarme auswählen und die
Menüauswahltaste drücken.
3
HF/Arrhythmie auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
HF-Grenzen oder VTACH-Grenzen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten die neuen Werte auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Aktivieren/Deaktivieren der Herzfrequenz- und ArrhythmieAlarmfunktion
Anleitung zum Aktivieren/Deaktivieren der HF- und Arrhythmie-Alarmfunktion:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Das Menüelement Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
3
HF/Arrhythmie auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Alarmfunktion Ein/Alarmfunktion Aus auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Reagieren auf HF- und Arrhythmie-Alarme
Bei einem Alarm wird über den Navigationstasten und der Menüauswahltaste das Feld „AUDIO-PAUSE“
eingeblendet. Durch Drücken einer dieser Tasten kann man den Alarm vorübergehend stummschalten,
während der Patient versorgt wird. Siehe Abbildung 38. Die Alarme werden wiederholt, wenn die Situation
länger als zwei Minuten andauert oder eine weitere Alarmsituation auftritt.
Abb. 38 Feld „Audio-Pause“
AUDIO PAUSE
Dann am HeartStart MRx auf die Alarmsituation reagieren. Ein HF- oder Arrhythmie-Alarm kann auf
zwei Arten beantwortet werden:
1
durch Quittieren des Alarms
2
durch Ändern der Grenzen über das Menü Neue Grenzen
59
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Anzeigen eines beschrifteten EKGs
Anzeigen eines beschrifteten EKGs
In Kurvensektor 2 kann ein EKG mit Herzschlagbeschriftungen zur Kennzeichnung bestimmter
Arrhythmien angezeigt werden. Es handelt sich dabei um dieselbe EKG-Quelle wie in Kurvensektor 1,
allerdings erscheint das EKG um sechs Sekunden verzögert und ist mit weißen Herzschlagbeschriftungen
versehen. Tabelle 8 enthält weitere Informationen zur Herzschlagklassifizierung.
Tabelle 8 Arrhythmie-Herzschlagbeschriftung
Beschrif- Beschreibung
tung
Ort der Anzeige
N
Normal
Über dem QRS-Komplex.
V
Ventrikuläre Extrasystole
Über dem QRS-Komplex.
P
Pacer-stimuliert
Über dem QRS-Komplex.
'
Schrittmacherimpuls
Über der Kurve, wo der Schrittmacherimpuls erkannt wird. (Bei Vorhof- und Kammerstimulation erscheinen über der Kurve zwei entsprechend
platzierte Schrittmacherimpuls-Symbole.)
L
Lernphase
Über dem QRS-Komplex.
A
Artefakt (Signal durch Rauschen gestört)
Über der Kurve, wo das Rauschen erkannt wird.
?
Schlag kann nicht klassifiziert werden.
Über dem QRS-Komplex.
I
Störung, z. B. „ELEKTRODE AB“
Über der Kurve zu Beginn einer Störung, einmal
pro Sekunde während der Störung sowie am Ende
der Störung.
M
Pause, QRS ausgelassen, Kein QRS
Über der Kurve, wo die Situation erkannt wird.
Anleitung zum Anzeigen eines beschrifteten EKGs:
60
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menüelement Kurven (Anzeige) auswählen und die
Menüauswahltaste drücken.
3
Kurve 2 auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Beschriftetes EKG auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Arrhythmie-Lernphase/Neulernphase
4 EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Arrhythmie-Lernphase/Neulernphase
Zu Beginn der Arrhythmie-Überwachung wird eine Lernphase gestartet. Ziel ist das Erlernen der
normalen Komplexe und/oder (bei Patienten mit internem/transvenösem Schrittmacher, wenn gerade
stimulierter Rhythmus vorliegt) der stimulierten Komplexe. Die Lernphase umfasst die ersten 15 gültigen
(nicht verrauschten) Schläge, die während dieser Phase erkannt wurden.
Die zur Darstellung der normalen Komplexe ausgewählte Schlagfolge beinhaltet den häufigsten und
schmalsten zum richtigen Zeitpunkt auftretenden Schlag. Die als repräsentativ für normale Komplexe
gewählte Schlagfolge enthält den häufigsten und schmalsten zum richtigen Zeitpunkt auftretenden
Schlag. Daher sollte die Lernphase nicht gestartet werden, wenn ventrikulärer Rhythmus vorherrscht.
Eine Arrhythmie-Lernphase startet automatisch, wenn der Therapiewählschalter auf Monitor, Pacer
oder Manuell-Betrieb gedreht wird, wenn die Ableitung für Kurvensektor 1 geändert wird, und
nachdem eine mehr als 60 Sekunden andauernde Störung wegen abgefallener Elektroden oder
fehlendem Pads-Kontakt behoben wurde.
Wenn keine Schläge erkannt werden oder die Schlagklassifizierung fehlerhaft erfolgt und falsche
Alarme auslöst, sollte eine manuelle Lernphase gestartet werden. Wenn derselbe Signalzustand, der zur
schwachen Leistung des Algorithmus führte, auch weiterhin andauert, kann das Problem durch eine
neue Lernphase allerdings nicht behoben werden. Eine Behebung des Problems ist nur möglich durch
Verbesserung der Signalqualität (z. B. durch Auswählen einer anderen Ableitung).
Anleitung zum Starten einer manuellen Lernphase:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menüelement Messwerte/Alarme auswählen und die
Menüauswahltaste drücken.
3
HF/Arrhythmie auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Rhythmus neu lernen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Im Rhythmusstatusbereich der Anzeige werden jetzt die Meldungen “Lernt EKG” und “Lernt Rhythmus”
eingeblendet.
WARNUNG Wenn eine Arrhythmie-Lernphase stattfindet, während das EKG einen ventrikulären Rhythmus oder
eine schlechte Signalqualität aufweist, werden die Rhythmusstörungen evtl. fälschlicherweise als
normale QRS-Komplexe gelernt. Dies bewirkt, dass etwaige danach auftretende VTACH-Ereignisse
und hohe VES-Frequenzen nicht erkannt werden.
Daher ist Folgendes zu beachten:
• Eine neue Arrhythmie-Lernphase nur dann starten, wenn das EKG-Signal unverrauscht ist.
• Bedenken Sie, dass Arrhythmie-Lernphasen automatisch starten können.
• Stets auf technische Störungsmeldungen reagieren (z. B. durch Anbringen abgefallener Elektroden).
• Eine beschriftete Kurve anzeigen um sicherzustellen, dass die Herzschläge korrekt beschriftet sind.
Problembehebung
Wenn die EKG- und Arrhythmie-Überwachung des HeartStart MRx nicht ordnungsgemäß
funktioniert, schlagen Sie bitte nach unter “Fehlerbehebung” auf Seite 249.
61
5
Halbautomatische
externe Defibrillation
5
Die Defibrillation ist die maßgebliche Methode zur Beseitigung verschiedener potenziell tödlich
verlaufender Arrhythmien. Im AED-Betrieb (halbautomatische externe Defibrillation) des HeartStart
MRx wird der Benutzer durch die Standardprotokolle der Reanimation geleitet. Der HeartStart MRx
gibt dabei einen kurzen, zweiphasigen elektrischen Impuls an den Herzmuskel ab. Die Übertragung
der elektrischen Energie erfolgt über Einmal-Pads (multifunktionale Defibrillator-Pads), die auf dem
entblößten Brustkorb angebracht werden.
Mit verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten kann der AED-Betrieb an die speziellen Anforderungen
der jeweiligen Einrichtung oder des jeweiligen Rettungsteams angepasst werden. Dieses Kapitel beschreibt
den Einsatz des HeartStart MRx im AED-Betrieb. Es erläutert die durch den Defibrillationsvorgang führenden Sprachanweisungen und Textmeldungen und beschreibt, in welcher Weise diese Sprachanweisungen und Textmeldungen vom Patientenzustand und von der Konfiguration des Geräts abhängen.
Informationen zum Beschriften, Speichern und Drucken der im AED-Betrieb erfassten
Ereignisinformationen stehen unter “Datenmanagement” auf Seite 203.
Informationen zum Einstellen der Konfigurationsoptionen stehen unter “Konfiguration” auf Seite 181.
Sicherheitsvorkehrungen für die AED-Defibrillation
WARNUNG Der AED-Algorithmus kann intermittierende Spiking-Probleme eines ordnungsgemäß oder nicht
ordnungsgemäß funktionierenden Herzschrittmachers nicht verarbeiten. Bei Schrittmacherpatienten
kann die Empfindlichkeit des HeartStart MRx herabgesetzt sein, möglicherweise werden nicht alle
defibrillierbaren Rhythmen erkannt.
HIN W E I S
Der AED-Betrieb des HeartStart MRx eignet sich nicht für die Anwendung bei Kindern unter 8 Jahren. Bei
Kindern über 8 Jahren empfiehlt die American Heart Association die Befolgung der Standardverfahren für
die halbautomatische externe Defibrillation (AED). Siehe American Heart Association Guidelines 2005 for
Cardiopulmonary Resuscitation and Emergency Cardiovascular Care. Dallas, Texas; AHA; 2005.
Ob die Reanimation erfolgreich ist, hängt von zahlreichen Faktoren, z. B. dem physiologischen Zustand
des Patienten und den Umgebungsbedingungen. Aus einem ungünstigen Behandlungsausgang kann
nicht zuverlässig auf die Leistungsfähigkeit des Monitors/Defibrillators geschlossen werden. Das Eintreten
oder Ausbleiben einer Muskelreaktion auf die Abgabe der Defibrillationsenergie ist kein zuverlässiges
Anzeichen für die erfolgte Energieentladung oder die Leistungsfähigkeit des Geräts.
63
5 Halbautomatische externe Defibrillation
Die AED-Ansicht
Die AED-Ansicht
Wenn der Therapiewählschalter auf AED gedreht wird, erscheint die AED-Ansicht.
Abb. 39 AED-Ansicht
10. Feb 2006 11:20
Ereig.mark.
Alarmfunktion Aus
HF
154
02:42
Pads
Schocks: 0
Analyse läuft
Patient nicht berühren
Pause
für CPR
MENÜ
Die Kurvensektoren 1 und 2 sind kombiniert, so dass ein großes EKG angezeigt werden kann. Auch
der Ereignis-Zeitmesser wird zwecks besserer Lesbarkeit groß dargestellt. Ein Schockzähler direkt unter
dem EKG nennt die Gesamtzahl der im AED- und Manuell-Betrieb abgegebenen Schocks. Ebenfalls
unter dem EKG befindet sich ein gut sichtbares Feld, in dem parallel zu den Sprachanweisungen des
AED-Betriebs Textmeldungen eingeblendet werden.
HIN W E I S
64
Im AED-Betrieb wird nur das über multifunktionale Pads erfasste EKG angezeigt.
Vorbereitung
5 Halbautomatische externe Defibrillation
Vorbereitung
In folgenden Fällen:
• Patient nicht ansprechbar
• Keine Atmung
• Kein tastbarer Puls
Dann:
1
Brust des Patienten freimachen. Abtrocknen und vorhandene Brustbehaarung kürzen oder
abrasieren.
2
Darauf achten, dass die Verpackung der multifunktionalen Pads unbeschädigt und das
Verfallsdatum nicht überschritten ist.
3
Pads gemäß Anleitung auf der Pads-Verpackung anbringen. Anterior-Anterior-Platzierung
verwenden (beide Pads auf der Brust).
4
Das Pads-Kabel in den grünen Therapieanschluss auf der rechten Seite des Geräts einstecken
(siehe Abbildung 40).
Abb. 40 Anschließen des Pads-Kabels
65
5 Halbautomatische externe Defibrillation
5
Vorbereitung
Die Pads an das Pads-Kabel anschließen, wie in Abbildung 41 gezeigt.
Abb. 41 Anschließen der Pads
WARNUNG Die Pads nicht in Anterior-Posterior-Platzierung (Pads auf Brust und Rücken) anbringen. Der vom
HeartStart MRx verwendete AED-Algorithmus ist für diese Platzierung nicht validiert.
WARNUNG Die multifunktionalen Pads dürfen sich nicht gegenseitig berühren, und sie dürfen nicht mit EKG-
Elektroden, Elektrodenkabeln, Verbandszeug, Medikamentenpflaster usw. in Kontakt kommen.
Andernfalls kann es während der Defibrillation zu elektrischen Lichtbögen und Hautverbrennungen
kommen, und dieDefibrillationsenergie kann vom Herzen weggeleitet werden.
WARNUNG Während der Defibrillation können Lufteinschlüsse zwischen Haut und Pads zu Hautverbrennungen
führen. Zur Vermeidung von Lufteinschlüssen ist darauf zu achten, dass die Pads vollständig auf der
Haut haften. Keine ausgetrockneten Pads verwenden.
ACHTUNG Durch unvorsichtiges Hantieren beim Lagern oder vor dem Gebrauch können die Pads beschädigt
werden. Beschädigte Pads entsorgen.
HINWEIS
Impedanz ist der Widerstand zwischen den Defibrillator-Pads oder -Paddles, den der Defibrillator zur
wirksamen Entladung der Energie überwinden muss. Die Impedanz ist von Patient zu Patient verschieden
und wird durch verschiedene Faktoren wie Brustbehaarung, Feuchtigkeit und Hautlotionen oder -puder
beeinflusst.
Die niedrigenergetische SMART-Biphasic-Wellenform kompensiert die Impedanz und ist bei den
verschiedensten Patienten wirksam. Sollte jedoch die Meldung „Kein Schock abgegeben“ angezeigt
werden, achten Sie bitte darauf, dass die Haut gewaschen und abgetrocknet und das Brusthaar gekürzt
wurde. Wenn die Meldung weiterhin erscheint, die Pads und/oder das Pads-Kabel austauschen.
66
Verwenden des AED-Betriebs
5 Halbautomatische externe Defibrillation
Verwenden des AED-Betriebs
Anleitung zum Verwenden des HeartStart MRx im AED-Betrieb:
1
Den Therapiewählschalter auf AED drehen.
2
Die Sprachanweisungen und Textmeldungen befolgen.
3
Bei entsprechender Anweisung die orangefarbene Schocktaste drücken.
In den folgenden Abschnitten werden diese Schritte näher beschrieben.
Während des AED-Betriebs sind nur diejenigen Gerätefunktionen aktiv, die zur Durchführung einer
halbautomatischen externen Defibrillation erforderlich sind. Es wird nur das über Pads erfasste EKG
angezeigt. Zu einem früheren Zeitpunkt eingestellte Alarme und zeitgesteuerte Messungen sind für
unbegrenzte Zeit auf Pause geschaltet, und die Eingabe von Patienteninformationen ist deaktiviert.
Die Sync-Taste, die Taste zur Ableitungswahl und die Alarm-Pausentaste sind ebenfalls deaktiviert.
Schritt 1 – Therapiewählschalter auf AED drehen
Wenn der HeartStart MRx im AED-Betrieb läuft, wird automatisch der ordnungsgemäße Anschluss
des Pads-Kabels und der multifunktionalen Pads überprüft.
• Wenn das Pads-Kabel nicht richtig angeschlossen ist, erfolgt die Anweisung Pads-Kabel anschließen.
• Wenn die multifunktionalen Pads nicht an das Pads-Kabel angeschlossen oder nicht am Körper
angebracht sind oder wenn der Hautkontakt schlecht ist, erfolgt die Anweisung Pads aufkleben.
Stecker einstecken.
67
5 Halbautomatische externe Defibrillation
Verwenden des AED-Betriebs
Schritt 2 – Sprachanweisungen und Textmeldungen befolgen
Bei Erkennen eines EKGs, das über die multifunktionalen Pads erfasst wurde, analysiert der
HeartStart MRx automatisch den Herzrhythmus und warnt davor, den Patienten zu berühren
(siehe Abbildung 42).
Abb. 42 Anzeige bei EKG-Analyse im AED-Betrieb
Schocks: 0
HERZRHYTHMUS WIRD ANALYSIERT
PATIENT NICHT BERÜHREN
WARNUNG Wenn der Patient während der EKG-Rhythmusanalyse behandelt oder transportiert wird, kann dies zu
einer fehlerhaften oder verzögerten Diagnose führen. Wenn der HeartStart MRx in einem solchen Fall
Schock empfohlen meldet, ist der Patient mindestens 10 Sekunden lang so ruhig wie möglich zu halten,
damit der HeartStart MRx vor Abgabe des Schocks die Rhythmusanalyse bestätigen kann.
Wenn die Analyse durch Artefakte beeinträchtigt wird, erfolgt die Meldung Analyse unterbrochen Patient nicht berühren, während der HeartStart MRx versucht, die Analyse fortzusetzen. Wenn die
Artefakte andauern, ertönt die Meldung Kann nicht analysieren und es erscheint die Meldung Pause.
Patient beobachten. Während der Pause findet keine Analyse statt. Darauf achten, dass die Pads ausreichenden Hautkontakt haben, und Bewegungen möglichst vermeiden. Die Analyse wird automatisch
fortgesetzt, wenn 30 Sekunden verstrichen sind bzw. wenn [Analyse fortsetzen] gedrückt
wird.
Stets die Analysefunktion verwenden, um zu bestimmen, ob ein Rhythmus defibrillierbar ist.
Einstellen der Lautstärke
Die Lautstärke der Sprachanweisungen kann jederzeit über das Menü „Lautstärke Sprache” geändert
werden.
Die Menüauswahltaste
drücken.
Die gewünschte Lautstärke auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
HIN W E I S
68
Bei hohen Umgebungsgeräuschen lassen sich die Anweisungen (anstelle der Sprachanweisungen) auch
auf der Anzeige des MRx darstellen.
Verwenden des AED-Betriebs
5 Halbautomatische externe Defibrillation
Schock empfohlen
Wenn ein defibrillierbarer Rhythmus erkannt wird, lädt sich der HeartStart MRx automatisch auf
150 J auf. Parallel zum Ladevorgang werden Text- und Sprachmeldungen ausgegeben, wie in
Abbildung 43 gezeigt. Sobald das Gerät voll aufgeladen ist, ertönt ein durchgehender, hoher Ton,
und die orangefarbene Schocktaste blinkt.
Während des Ladens setzt der HeartStart MRx die Herzrhythmusanalyse fort. Wenn vor der
Schockabgabe eine Änderung im Herzrhythmus erkannt wird und eine Schockabgabe nicht mehr
angezeigt ist, wird der Defibrillator intern entladen.
Abb. 43 Anzeige „Schock empfohlen“/„Lädt“
Schocks: 0
SCHOCK EMPFOHLEN
LÄDT
ABSTAND HALTEN
HIN W E I S
Der vollständig aufgeladene HeartStart MRx kann jederzeit intern entladen werden, indem man den
Therapiewählschalter auf „Aus” dreht oder die Softtaste [Pause für CPR] drückt. Zur Fortsetzung
der Überwachung den Therapiewählschalter auf „AED” zurückdrehen.
Kein Schock empfohlen (KSE)
Wenn der HeartStart MRx keinen defibrillierbaren Rhythmus erkennt, erfolgt die Meldung Kein
Schock empfohlen. Der weitere Verlauf hängt davon ab, welche KSE-Aktion (d.h. welche Einstellung
für den Fall „Kein Schock empfohlen“) konfiguriert ist.
KSE-Aktion “Überwachen“ –. Der HeartStart MRx überwacht das EKG und setzt bei Erkennen eines
potenziell defibrillierbaren Rhythmus die Analyse fort. Es erfolgt regelmäßig die Anweisung "Falls nötig,
Pause drücken und mit HLW beginnen“. Die Häufigkeit dieser Anweisung richtet sich nach der Konfigurationsauswahl für „Anweisungen bei Überwachung“. Sie können [Pause für HLW] drücken, um die
Überwachung auszuschalten und mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen. Die Pausenlänge
wird in der Konfigurationsauswahl CPR-Zeitmesser festgelegt.
KSE-Aktion „Zeiteinstellung“ – . Die Analyse ist für den angegebenen Zeitraum ausgeschaltet;
während dieser Zeit kann die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt und der Patient betreut
werden. Ein Pausen-Statusbalken wird eingeblendet, wie in Abbildung 44 gezeigt. Die Pausenlänge
wird in der Konfigurationsauswahl KSE-Aktion festgelegt. Nach Ablauf der Pause setzt der HeartStart
MRx die Analyse fort.
Abb. 44 Anzeige während der Pause
Schocks: 0
PAUSE,
PATIENT BEOBACHTEN
69
5 Halbautomatische externe Defibrillation
Problembehebung
Schritt 3 – Bei entsprechender Anweisung die orangefarbene
Schocktaste drücken
Nach Abschluss des Ladevorgangs gibt der HeartStart MRx die Anweisung Schock jetzt abgeben. Jetzt
orangefarbene Taste drücken. Der Patient und die an ihm angeschlossenen Geräte dürfen nicht berührt
werden. Rufen Sie laut und deutlich „Abstand halten!” Drücken Sie dann zur Schockabgabe die
orangefarbene Schocktaste.
WARNUNG Die Defibrillation kann beim Anwender und bei Umstehenden zu Verletzungen führen. Den
Patienten und die an ihm angeschlossenen Geräte während der Defibrillation nicht berühren!
WARNUNG Zur Schockabgabe muss die Schocktaste gedrückt werden. Der HeartStart MRx verabreicht Schocks
nicht automatisch.
Die Meldung Schock abgegeben bestätigt die Schockabgabe, und der Schockzähler auf der Anzeige
wird auf die aktuelle Zahl verabreichter Schocks erhöht. Der Defibrillator meldet "Falls nötig, Pause
drücken und mit HLW beginnen“. Der HeartStart MRx wird für den (unter „HLW-Timer“)
konfigurierten Zeitraum auf Pause geschaltet. Ob die Anweisungen kurz oder ausführlich sind, richtet
sich nach der Konfigurationsauswahl für „HLW-Anweisung“. Die Analyse beginnt erneut, wenn die
Pause abgelaufen ist oder wenn die Softtaste [Analyse Fortsetzen] gedrückt wird.
Wenn nach Abgabe eines Schocks der aktuellen Schockserie [Pause für HLW] gedrückt wird,
richtet sich die Länge der Pause nach der Konfigurationsauswahl für „HLW-Timer“.
HIN W E I S
Durch Drücken der Softtaste [Analyse fortsetzen] kann man die Herzrhythmusanalyse
jederzeit wieder aufnehmen.
HIN W E I S
Wenn die Anweisung Schock jetzt geben. Jetzt orangefarbene Taste drücken. nicht innerhalb des für die
Auto-Entladung konfigurierten Zeitintervalls ausgeführt wird, entlädt sich der HeartStart MRx intern und
startet eine Pause für die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Am Ende der konfigurierbaren Pausenzeit oder bei
Drücken der Softtaste [Analyse fortsetzen] nimmt das Gerät die Analyse wieder auf.
HIN W E I S
Die Herzrhythmusüberwachung kann die Erkennung eines potenziell defibrillierbaren Rhythmus
in unterschiedlichen Umgebungen unterstützen. Sie ist jedoch kein Ersatz für die aufmerksame
Beobachtung des Patientenzustands.
Einsatz von Q-CPR im AED-Betrieb
Wenn der HeartStart MRx mit der Option Q-CPR ausgestattet ist, finden Sie die entsprechenden
Informationen unter “Einsatz von Q-CPR im AED-Betrieb” auf Seite 174.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während der Defibrillation nicht ordnungsgemäß funktioniert, schlagen
Sie bitte nach unter “Fehlerbehebung” auf Seite 249.
70
6
Manuelle Defibrillation
und synchronisierte
Defibrillation (Kardioversion)
6
Dieses Kapitel erläutert die Vorbereitung und Durchführung einer asynchronen Defibrillation sowie
einer synchronisierten Defibrillation (Kardioversion) mit multifunktionalen Pads, externen Paddles
und internen Paddles („Schocklöffeln“).
HIN W E I S
Eine Defibrillation erfolgt immer über Paddles oder Pads. Während der Defibrillation können Sie
jedoch das EKG auch über eine andere EKG-Quelle (3-, 5- oder 10-adriges Kabel und MonitoringElektroden) überwachen. Wenn eine andere EKG-Quelle angeschlossen ist, kann jede verfügbare
Ableitung angezeigt werden.
Informationen zur Überwachung der optionalen Parameter im Manuell-Betrieb stehen in den
entsprechenden Kapiteln dieser Gebrauchsanweisung.
Übersicht
Die Defibrillation ist die maßgebliche Methode zur Beseitigung verschiedener potenziell tödlich
verlaufender Arrhythmien. Der HeartStart MRx gibt dabei einen kurzen, zweiphasigen elektrischen
Impuls an den Herzmuskel ab. Die Übertragung der elektrischen Energie erfolgt über Paddles oder
Einmal-Pads (multifunktionale Defibrillator-Pads), die auf dem entblößten Brustkorb angebracht
werden. Es können auch interne Schocklöffel für intrathorakale Defibrillation bei geöffnetem
Brustraum verwendet werden.
Im Manuell-Betrieb muss der Benutzer das EKG beurteilen, selbst entscheiden, ob eine Defibrillation
oder Kardioversion angezeigt ist, die richtige Energiestufe auswählen, den Monitor/Defibrillator laden
und den Schock abgeben. Der Benutzer übernimmt somit selbst die Steuerung der Defibrillation. Es
gibt keine Sprachanweisungen. Textmeldungen auf dem Bildschirm geben jedoch während des
gesamten Verlaufs relevante Informationen. Diesen Meldungen ist unbedingt Beachtung zu schenken.
Mit der Taste zur Ereignismarkierung lassen sich der EKG-Streifen und der Ereignisbericht schnell
und einfach mit Ereignisinformationen beschriften. Weitere Informationen stehen unter “Markieren
von Ereignissen” auf Seite 212.
Alarme für die Überwachung sind im Manuell-Betrieb verfügbar, werden jedoch deaktiviert, sobald
eine Energiestufe für die Defibrillation ausgewählt wird, sofern der Sync-Betrieb nicht aktiv ist. Durch
Drücken der Alarm-Pausentaste
kann die Alarmfunktion im Manuell-Betrieb wieder eingeschaltet
werden. Sie wird auch dann wieder aktiviert, wenn der Therapiewählschalter auf Monitor oder Pacer
gedreht oder die Betriebsart Sync gewählt wird.
Bei Auswahl einer Energiestufe werden die automatischen nichtinvasiven Blutdruckmessungen (NBP)
beendet. Wenn eine Blutdruckmessung durch Drücken der Softtaste [Start NBP] manuell gestartet
wird, werden die NBP-Informationen und der aktuelle Zeitplan an der üblichen Stelle angezeigt und die
zeitgesteuerten Blutdruckmessungen fortgesetzt.
HIN W E I S
Der Manuell-Betrieb kann mit einem Kennwort geschützt werden, das im Konfigurationsbetrieb
definiert wird (siehe “Kennwortschutz” auf Seite 15).
71
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Übersicht
Sicherheitsvorkehrungen für die manuelle Defibrillation
Die Defibrillation einer Asystolie kann die Wiederherstellung der physiologischen Schrittmachertätigkeit
des Herzens beeinträchtigen und jede Aussicht auf eine erfolgreiche Reanimation zunichte machen. Die
Asystolie stellt keine routinemäßige Indikation für die Defibrillation dar.
Synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Der HeartStart MRx bietet die Möglichkeit zur synchronisierten Defibrillation (Kardioversion); dabei
wird unmittelbar nach einer im EKG erkannten R-Zacke ein kurzer zweiphasiger elektrischer Reiz an
den Herzmuskel abgegeben. Die vom HeartStart MRx verwendete SMART-Biphasic-Wellenform hat
klinische Prüfungen durchlaufen, in denen ihre Wirksamkeit bei der Kardioversion von Vorhofflimmern
nachgewiesen wurde.
HIN W E I S
72
Ob die Reanimation erfolgreich ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab, z. B. dem physiologischen Zustand
des Patienten und den Umgebungsbedingungen ab. Aus einem ungünstigen Behandlungsausgang kann
nicht zuverlässig auf die Leistungsfähigkeit des Monitors/Defibrillators geschlossen werden. Das Eintreten
oder Ausbleiben einer Muskelreaktion auf die Abgabe der Defibrillationsenergie ist kein zuverlässiges
Anzeichen für die erfolgte Energieentladung oder die Leistungsfähigkeit des Geräts.
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Manuell-Ansicht
Manuell-Ansicht
Im Manuell-Betrieb wird nach Auswahl einer Energiestufe die Manuell-Ansicht angezeigt. Die ManuellAnsicht präsentiert die Daten eines Reanimationsereignisses klar und übersichtlich. Insbesondere fallen der
Ereignis-Zeitmesser und das EKG in den Kurvensektoren 1 und 2 durch ihre Größe auf, wie in Abbildung
45 gezeigt.
Abb. 45 Manuell-Ansicht
10. Feb 2006 11:20
Ereig.mark.
Herzfrequenz
Frequenz
HF
/min
Erw. Kein Pacer
Alarmfunktion Aus
Temp
°C Puls /min
120
39,0
50
36,0
180
80
36,9
02:42
Ereignis
Timer
(vergrößert)
II
EKG
(vergrößert)
Gewählte Energie: 150 J Schocks: 0
SpO2 % EtCO2 mmHg awAF /min
60
100
90
34
50
30
18
Schock
Status
Bereich
30
8
Pleth
60
CO2
30
0
NBP
Starten
HIN W E I S
Entladen
MENÜ
Der Schockzähler zeigt die Anzahl der im AED- und im Manuell-Betrieb abgegebenen Schocks an.
73
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Vorbereitung der Defibrillation
Vorbereitung der Defibrillation
Anleitung zur Vorbereitung der Defibrillation:
1
Das richtige Therapie-Kabel anschließen.
2
Die Paddles oder Pads gemäß der folgenden Beschreibung anbringen.
Verwendung multifunktionaler Pads
Anleitung zum Vorbereiten der Defibrillation mit multifunktionalen Pads:
1
Zum Anschließen des Pads-Kabels am HeartStart MRx die weiße Markierung am Stecker des PadsKabels auf den weißen Pfeil am grünen Therapieanschluss ausrichten. Dann drücken, bis der
Stecker hörbar einrastet (siehe Abbildung 46).
Abb. 46 Anschließen des Pads-Kabels oder des Kabels für interne Schocklöffel
2
Verfallsdatum auf der Pads-Verpackung überprüfen.
3
Verpackung auf Beschädigungen überprüfen.
4
Pads-Stecker an das Pads-Kabel anschließen (siehe Abbildung 47).
Abb. 47 Pads-Stecker
5
74
Pads gemäß den Anleitungen auf der Verpackung bzw. gemäß den Richtlinien Ihrer Einrichtung
anbringen.
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Vorbereitung der Defibrillation
Verwendung externer Paddles
Anleitung zum Defibrillieren mit externen Paddles:
1
Zum Anschließen des Paddles-Kabels am HeartStart MRx die weiße Markierung am Stecker des
Paddles-Kabels auf den weißen Pfeil am grünen Therapieanschluss ausrichten. Dann drücken, bis
der Stecker hörbar einrastet (siehe Abbildung 48).
Abb. 48 Anschließen des Paddles-Kabels
2
Die Paddles gerade nach oben aus der Halterung herausnehmen.
3
Leitgel auftragen.
Das Leitgel nicht durch Aneinanderreiben der Paddles weiterverteilen.
4
Paddles in Anterior-Anterior-Position (oder gemäß den Richtlinien Ihrer Einrichtung) auf die
entblößte Brust setzen.
Das Sternum-Paddle hat eine Patientenkontaktanzeige (siehe Abbildung 49). Wenn die Patientenkontaktanzeige rot oder orange leuchtet, den Andruck und die Position der Paddles so ändern, dass optimaler Hautkontakt entsteht. Sobald dies geschehen ist, leuchtet die Patientenkontaktanzeige grün.
Abb. 49 Patientenkontaktanzeige
Patientenkontaktanzeige
HIN W E I S
Es sollte nach Möglichkeit versucht werden, in mindestens einem der Kontrolllämpchen auf der
Patientenkontaktanzeige ein grünes Licht zu erzielen. Dies gelingt aufgrund der Impedanz evtl. nicht
bei allen Patienten; die Kontrolllämpchen leuchten dann bestenfalls orange.
75
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Vorbereitung der Defibrillation
Verwendung von Paddles für die Pädiatrie
Im Lieferumfang der externen Paddles für den HeartStart MRx sind Paddles für die Pädiatrie enthalten.
Die American Heart Association empfiehlt die Verwendung von Paddles in der Pädiatrie bei Kindern mit
einem Gewicht von < 10 kg (wenn sich die beiden Paddles nicht berühren, können auch größere Paddles
verwendet werden).
Anleitung zur Verwendung der Paddles für die Pädiatrie:
HIN W E I S
1
Den Riegel auf der Vorderseite der externen Paddles herunterdrücken und den Paddle für
Erwachsene nach vorn ziehen.
2
Die Paddles für Erwachsene in den Paddle-Halterungen aufbewahren.
3
Die Anleitung zur Defibrillation steht unter “Verwendung externer Paddles” auf Seite 75.
Impedanz ist der Widerstand zwischen den Defibrillator-Pads oder -Paddles, den der Defibrillator zur
wirksamen Entladung der Energie überwinden muss. Die Impedanz ist von Patient zu Patient verschieden
und wird durch verschiedene Faktoren wie Brustbehaarung, Feuchtigkeit und Hautlotionen oder -puder
beeinflusst.
Die niedrigenergetische SMART-Biphasic-Wellenform kompensiert die Impedanz und ist bei den
verschiedensten Patienten wirksam. Sollte jedoch die Meldung „Kein Schock abgegeben“ angezeigt
werden, achten Sie bitte darauf, dass die Haut gewaschen und abgetrocknet und das Brusthaar gekürzt
wurde. Wenn die Meldung weiterhin erscheint, die Pads und/oder das Pads-Kabel austauschen.
Verwendung interner Schocklöffel
Anleitung zum Defibrillieren mit internen Schocklöffeln:
76
1
Schocklöffel der richtigen Größe auswählen.
2
Bei Verwendung schalterloser interner Schocklöffel die Schocklöffel an das Adapterkabel M4740A
anschließen.
3
Zum Anschließen des Schocklöffel-Kabels (oder des Adapterkabels) am HeartStart MRx die Markierung am Schocklöffel-Kabel (oder Adapterkabel) auf den weißen Pfeil am grünen Therapieanschluss
ausrichten. Dann drücken, bis der Stecker hörbar einrastet (siehe Abbildung 46).
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Defibrillation (asynchron)
Defibrillation (asynchron)
Anleitung zur Defibrillation (nach Abschluss der Vorbereitung):
1
Energie wählen - Zum Wählen der Defibrillationsenergie den Therapiewählschalter auf die gewünschte
Energie drehen, wie in Abbildung 50 gezeigt. Zur Wahl stehen Energiestufen von 1 bis 200 J; für
Erwachsene wird die Energiestufe 150 J empfohlen.
Manu
ellBe
Sy
nc
Abb. 50 Wahl der Defibrillationsenergie
eb
tri
70
100 120
Erwachsene
150
170
50
30
200
Energie
wählen
20
15
Laden
2
1-10
Pacer Ein Aus Ein
AED
Monitor
1
Schock
3
Bei Auswahl der Energiestufe 1-10 (bzw. 1-9) erscheint das Menü „Energie wählen“ mit der Vorgabe
6 J. Diese niedrige Energieeinstellung kann mit den Navigationstasten erhöht oder weiter verringert
werden. Die Auswahl durch Drücken der Menüauswahltaste
bestätigen. Die aktuell gewählte
Energie wird im Schockstatusbereich der Anzeige eingeblendet, wie in Abbildung 45 gezeigt.
WARNUNG Für die Defibrillation von Kindern ist eine angemessene Defibrillationsenergie zu wählen.
WARNUNG Bei Einsatz interner Schocklöffel begrenzt der HeartStart MRx die Defibrillationsenergie automatisch
auf 50 Joule.
WARNUNG Den Patienten nicht unbeaufsichtigt lassen, während sich der HeartStart MRx im Manuell-Betrieb
befindet und die Pads am Patienten angebracht sind.
77
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Defibrillation (asynchron)
Laden
2
Laden - Auf die Ladetaste
2 vorn am Gerät drücken. Bei Einsatz externer Paddles kann man
stattdessen die Ladetaste der Paddles drücken. Während der Defibrillator geladen wird, erscheint
im Schockstatusbereich (anstelle der gewählten Energie) die jeweils aktuell geladene Energie. Bis
zum Erreichen der gewünschten Defibrillationsenergie ertönt ein kontinuierlicher, tiefer Ladeton;
sobald der Ladevorgang beendet und die gewünschte Defibrillationsenergie erreicht ist, ertönt ein
kontinuierlicher, hoher Dauerton.
Die gewählte Defibrillationsenergie kann während des Ladevorgangs oder nach erfolgter Ladung
jederzeit erhöht oder verringert werden. Hierzu den Therapiewählschalter auf die gewünschte
Energiestufe drehen, wie oben beschrieben. Der Defibrillator lädt sich automatisch auf die
gewählte Energie auf.
Zum internen Entladen des Defibrillators auf [Entladen] drücken. Wenn der in der
Konfigurationsauswahl für „Zeit bis Auto-Entladung“ definierte Zeitraum verstreicht, ohne dass
die Schocktaste gedrückt wird, führt der Defibrillator automatisch eine interne Entladung durch.
3
Schock - Vergewissern Sie sich, dass ein Schock weiterhin angezeigt ist und dass sich der Defibrillator
auf die gewählte Energie aufgeladen hat. Der Patient und die an ihm angeschlossenen Geräte dürfen
nicht berührt werden. Rufen Sie laut und deutlich „Abstand halten!“.
Bei Einsatz von…
– Pads oder schalterlosen internen Schocklöffeln: zur Schockabgabe die blinkende Schocktaste
drücken.
– externen Paddles: zur Schockabgabe die an den Paddles befindlichen Schocktasten gleichzeitig
drücken.
– schaltbaren internen Schocklöffeln: zur Schockabgabe die am rechten Schocklöffel befindliche
Schocktaste drücken.
Die Anzahl der abgegebenen Schocks wird im Schockstatusbereich der Anzeige eingeblendet. Diese
Zahl beinhaltet Schocks, die im AED-Betrieb abgegeben wurden.
WARNUNG Der Defibrillationsstrom kann beim Anwender und bei Umstehenden zu Verletzungen führen. Den
Patienten und die an ihm angeschlossenen Geräte während der Defibrillation nicht berühren!
ACHTUNG Während die Energie für die asynchrone Defibrillation gewählt wird, ist die Alarmfunktion ausgeschal-
tet und die Meldung „Alarme Aus“ erscheint. Die Alarm-Pause bleibt so lang bestehen, bis die Alarmfunktion mit der Alarm-Pausentaste wieder eingeschaltet wird, die Sync-Funktion aktiviert oder der
Therapiewählschalter auf Monitor oder Pacer gedreht wird.
78
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Durchführung einer synchronisierten Defibrillation (Kardioversion)
Durchführung einer synchronisierten Defibrillation
(Kardioversion)
Bei der Kardioversion kann die Defibrillatorentladung auf die R-Zacke des in Kurvensektor 1 überwachten
EKGs synchronisiert werden. Die Kardioversion ist möglich über:
• multifunktionale Pads oder
• externe Paddles
Bei Einsatz von Paddles muss das EKG über Monitoring-Elektroden und ein 3-, 5- oder 10-adriges
EKG-Kabel oder einen Philips Bettseitmonitor überwacht werden. Auch bei Einsatz von Pads kann
wahlweise eine andere Überwachungsquelle verwendet werden. Die Kardioversion erfolgt jedoch in
jedem Fall über Pads oder Paddles.
Vorbereiten der Kardioversion
Anleitung zum Vorbereiten der Kardioversion:
HIN W E I S
1
Die unter “Vorbereitung der Defibrillation” auf Seite 74 beschriebenen Schritte durchführen.
2
Wenn die Überwachung über ein 3-, 5- oder 10-adriges EKG-Kabel erfolgt, das EKG-Kabel am
EKG-Anschluss des HeartStart MRx anschließen und die Monitoring-Elektroden anbringen. Siehe
“EKG- und Arrhythmie-Überwachung” auf Seite 47.
3
Mit der Taste zur Ableitungswahl
Pads, Paddles oder eine Ableitung der MonitoringElektroden auswählen. Die ausgewählte EKG-Quelle muss ein klares Signal und einen großen
QRS-Komplex aufweisen. Siehe “Auswählen der Ableitung” auf Seite 53.
Wenn der Patient bereits an einen Philips Bettseitmonitor angeschlossen ist, kann die EKGAusgangsbuchse des Monitors über ein externes Synchronisationskabel mit dem EKG-Anschluss
des HeartStart MRx verbunden werden. Hierdurch wird das EKG-Signal aus dem Monitor an den
HeartStart MRx übertragen, dort angezeigt und zur Synchronisation verwendet.
Das Signal des Bettseitmonitors wird am HeartStart MRx als Ableitung II angezeigt, unabhängig
davon, ob es auch als Ableitung II vom Bettseitmonitor kommt.
WARNUNG • Bei Verwendung eines externen Monitors als EKG-Quelle MUSS die Medizintechnische Abteilung
des Krankenhauses überprüfen, ob der HeartStart MRx in Verbindung mit dem externen Monitor
den synchronisierten Schock innerhalb von 60 ms nach der R-Zacke abgibt. Es ist ein 1-mV-QRSKomplex mit einer QRS-Breite von 40 ms zu verwenden. Diese Leistung kann nicht bei allen
handelsüblichen Monitoren vorausgesetzt werden.
• Wenn die Überwachung ausschließlich über Paddles erfolgt, kann die Bewegung der Paddles
Artefakte erzeugen, die einer R-Zacke gleichen und einen Defibrillationsschock auslösen.
79
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Durchführung einer synchronisierten Defibrillation (Kardioversion)
Abgeben eines synchronisierten Schocks
Anleitung zum Durchführen der Kardioversion:
1
Der Therapiewählschalter muss auf Monitor stehen; zum Aktivieren der Sync-Funktion die
Sync-Taste
neben dem Therapiewählschalter drücken (siehe Abbildung 50). Rechts oben in
Kurvensektor 1 erscheint die Meldung SYNC.
2
Vergewissern Sie sich, dass die Sync-Markierung bei jeder R-Zacke erscheint.
3
Den Therapiewählschalter auf die gewünschte Energieeinstellung drehen.
4
2 des HeartStart MRx oder – bei Verwendung von Paddles – die gelbe Ladetaste
Die Ladetaste
am Griff des Paddles mit dem Symbol
drücken. Warten, bis die gewählte Energie erreicht ist
und ein hoher Dauerton den Abschluss des Ladevorgangs signalisiert.
Laden
Zum internen Entladen des Defibrillators auf [Entladen] drücken. Wenn der in der Konfigurationsauswahl für „Zeit bis Auto-Entladung“ definierte Zeitraum verstreicht, ohne dass die Schocktaste
gedrückt wird, führt der Defibrillator automatisch eine interne Entladung durch.
Bei Bedarf kann nach Drücken der Ladetaste die gewählte Energie erhöht oder verringert werden;
hierzu den Therapiewählschalter auf die gewünschte Einstellung drehen. Der Defibrillator lädt sich
automatisch auf die neu gewählte Energie auf. Warten, bis die gewählte Energie erreicht ist.
5
Der Patient und die an ihm angeschlossenen Geräte dürfen nicht berührt werden. Rufen Sie laut
und deutlich „Abstand halten!”.
6
Die Schocktaste
des HeartStart MRx drücken und gedrückt halten oder – bei
Verwendung externer Paddles – die orangefarbenen Tasten auf beiden Paddles drücken und
gedrückt halten. Der Schock wird bei der nächsten erkannten R-Zacke abgegeben.
HIN W E I S
Die Schocktaste
(oder die Schocktasten der Paddles) bis zur Schockabgabe unbedingt gedrückt
halten. Die Schockabgabe erfolgt bei der nächsten erkannten R-Zacke.
HIN W E I S
Wenn während der Kardioversion eine technische Störung des EKG oder der Pads auftritt, lädt sich
der HeartStart MRx nicht auf bzw. entlädt sich automatisch.
WARNUNG Der Defibrillationsstrom kann beim Anwender und bei Umstehenden zu Verletzungen führen. Den
Patienten und die an ihm angeschlossenen Geräte während der Defibrillation nicht berühren!
80
6 Manuelle Defibrillation und synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Problembehebung
Abgeben weiterer synchronisierter Schocks
Wenn weitere synchronisierte Schocks indiziert sind, die folgenden Schritte durchführen:
1
Achten Sie darauf, dass die Sync-Funktion noch aktiv ist (rechts oben in Kurvensektor 1 muss die
Meldung SYNC eingeblendet sein).
2
Wiederholen Sie die Schritte 4-6 unter „Abgeben eines synchronisierten Schocks“.
Die Sync-Funktion des HeartStart MRx kann so konfiguriert werden, dass sie nach jeder Schockabgabe
entweder aktiviert oder deaktiviert ist. Wenn die Sync-Funktion gemäß Konfiguration aktiviert bleiben
soll, bleibt sie auch dann aktiv, wenn der Therapiewählschalter auf Monitor oder Pacer gedreht wird.
Wenn man den Therapiewählschalter jedoch auf Aus oder AED dreht, wird die Sync-Funktion
deaktiviert.
Deaktivieren der Sync-Funktion
Zum Ausschalten der Sync-Funktion des HeartStart MRx die Sync-Taste
drücken.
Einsatz von Q-CPR im Manuell-Betrieb
Wenn der HeartStart MRx mit der Option Q-CPR ausgestattet ist, finden Sie die entsprechenden
Informationen unter “Einsatz von Q-CPR im Manuell-Betrieb” auf Seite 170.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx Monitor/Defibrillator während der Defibrillation nicht ordnungsgemäß
funktioniert, schlagen Sie bitte nach unter “Fehlerbehebung” auf Seite 249.
81
7
Externes Pacing
7
Dieses Kapitel erläutert die für den HeartStart MRx erhältliche Option „Externes Pacing“ und
beschreibt ihre Anwendung.
Übersicht
Beim externen Pacing werden Schrittmacherimpulse an das Herz abgegeben. Die Abgabe der
Schrittmacherimpulse erfolgt über multifunktionale Pads, die auf dem entblößten Brustkorb
angebracht sind.
Mit der Taste zur Ereignismarkierung lassen sich der EKG-Streifen und der Ereignisbericht im PacerBetrieb schnell und einfach mit Ereignisinformationen beschriften. Weitere Informationen stehen
unter “Markieren von Ereignissen” auf Seite 212.
HIN W E I S
Wenn der Patient ein implantiertes Gerät trägt (z. B. einen Herzschrittmacher oder einen interner
Cardioverter/Defibrillator), ist ärztlicher Rat einzuholen und die zum jeweiligen Gerät gehörende
Gebrauchsanweisung des Herstellers zu beachten.
HIN W E I S
Beim Umschalten vom Monitor- oder Manuell-Betrieb auf Pacer-Betrieb bleiben Kurven, EKGÜberwachung, Parameter und die meisten Alarme aktiv und behalten ihre Einstellungen bei. In
Kurvensektor 4 wird jedoch anstelle der Kurve der Pacer-Statusblock angezeigt.
HIN W E I S
Der Pacer-Betrieb kann mit einem Kennwort geschützt werden, das im Konfigurationsbetrieb
definiert wird. (siehe “Kennwortschutz” auf Seite 15).
83
7 Externes Pacing
Alarmfunktion
Alarmfunktion
Die Arrhythmie-Alarme „Pacer keine Stimulation“ und „Pacer unwirksam“ gelten nur für nichttranskutanes Pacing (beispielsweise für internes, transvenöses oder epikardiales Pacing); deshalb sind
diese Alarme im Pacer-Betrieb des HeartStart MRx ausgeschaltet. Alle anderen roten und gelben
Alarme sind aktiv (sofern aktiviert), und ihre Alarmgrenzen können im Pacer-Betrieb bei Bedarf
geändert werden. Informationen zu den roten und gelben Alarmen und zum Ändern der Alarmgrenzen
stehen im Kapitel für den jeweiligen Parameter.
Wenn während des Pacings ein Pad abfällt oder das Pads-Kabel nicht richtig angeschlossen ist, wird ein
bleibender roter Alarm ausgelöst und das Pacing abgebrochen. In der oberen Zeile des Pacer-Statusblocks
erscheint die Meldung Pacing abgebrochen. [Pads abgefallen] [Pads-Kabel herausgezogen] wird in der
obersten Zeile der Pacer-Statusleiste angezeigt. Nach Behebung des Fehlers kann der Pacing-Betrieb
fortgesetzt werden; hierzu die Softtaste [Pacing Fortsetzen] drücken.
Wenn während des Demand-Pacings die EKG-Quelle in Kurvensektor 1 ausfällt (wenn z. B. ein Pad
abfällt oder das EKG-Kabel nicht richtig angeschlossen ist), wird ein bleibender roter Alarm ausgelöst
und das Pacing abgebrochen. In der oberen Zeile des Pacer-Statusblocks erscheint die Meldung Pacing
abgebrochen. Elektroden abgefallen. wird in der obersten Zeile der Pacer-Statusleiste angezeigt. Nach
Behebung des Fehlers kann der Pacing-Betrieb fortgesetzt werden; hierzu die Softtaste [Pacing
Fortsetzen] drücken.
Wenn während des Demand-Pacings mit einem 3-adrigen EKG-Kabel die Ableitung in Kurvensektor
1 geändert wird, wird ein bleibender roter Alarm ausgelöst. In der oberen Zeile des Pacer-Statusblocks
erscheint die Meldung Pacing abgebrochen. Elektroden abgefallen. wird in der obersten Zeile der PacerStatusleiste angezeigt. Zum Fortsetzen des Pacing-Betriebs die Softtaste [Pacing Fortsetzen]
drücken.
HIN W E I S
Der rote Alarm „Pacing abgebrochen“ lässt sich nicht deaktivieren.
WARNUNG Herzfrequenzanzeigen und -alarme funktionieren auch während des Pacings, können jedoch unzuverlässig
sein. Der Patient ist während des Pacings genau zu beobachten. Herzfrequenzalarme oder die angezeigte
Herzfrequenz sind keine zuverlässigen Indikatoren für den Perfusionszustand des Patienten.
HIN W E I S
84
Wird das Pacing wegen eines Stromausfalls unterbrochen, wird ein roter Alarm ausgelöst: “Pacing
abgebrochen. Stromzufuhr unterbrochen.“ Diese Meldung erscheint auf der Anzeige des HeartStart
MRx, sobald die Stromzufuhr wiederhergestellt ist.
Pacing-Ansicht
7 Externes Pacing
Pacing-Ansicht
Die Pacing-Ansicht erscheint, wenn der Therapiewählschalter auf Pacer gedreht wird. Abbildung 51
zeigt die in der Pacing-Ansicht eingeblendeten Informationen.
Abb. 51
10. Feb 2006 11:20
Ereig.mark.
Jones, Samuel
Erw.
70
HF
120
50
Temp
°C
36.9
39.0
36.0
02:02:42
Puls
/min
70
mmHg q120
NBP
120/80
(95)
SYS
160 10:40
90
II
Pacing
PacerMarkierungen
EtCO2 mmHg awAF
SpO2 %
100
100
90
38
50
30
/min
18
30
8
Pleth
Pacing
Status
Bereich
PACING MIT AKKUS
Demand-Pacing
NBP
Starten
70/min
Pacing
Pacingfortsetzen Frequenz
50 mA
PacingOutput
MENÜ
PacingSofttasten
Die Pacing-Ansicht zeigt in Kurvensektor 4 einen Statusbereich („Pacer-Statusblock“). Die erste Zeile
des Statusblocks informiert darüber, ob das Pacing aktiv oder auf Pause geschaltet ist. Wenn das Pacing
mit Akkus erfolgt, wird dies (bei entsprechender Konfiguration) ebenfalls hier angezeigt. Die zweite
Zeile des Statusblocks informiert über die Art des Pacer-Betriebs (Demand-Pacing oder Fixed-Pacing),
die Pacing-Frequenz (/min) und die Abgabestärke (mA).
Softtasten dienen zum Einstellen des Pacer-Status ([Pacing Starten], [Pacing Pausieren],
[Pacing Fortsetzen]) und zum Ändern der Pacing-Einstellungen ([Pacer-Frequenz],
[Pacer-Output]).
85
7 Externes Pacing
HIN W E I S
Demand-Pacing und Fixed-Pacing
Wenn das Pacing aus irgendeinem Grund unterbrochen wird, muss zur Fortsetzung des Pacer-Betriebs
die Softtaste [Pacing Fortsetzen] gedrückt werden.
Bei jeder Abgabe eines Schrittmacherimpulses wird in Kurvensektor 1 auf der EKG-Kurve eine weiße
Pacer-Markierung angezeigt. Bei Demand-Pacing werden über dem EKG außerdem weiße R-ZackenMarkierungen eingeblendet, solange keine Reizbeantwortung erfolgt.
HIN W E I S
Bei schrittmacherstimulierten Schlägen erscheinen keine R-Zacken-Markierungen.
Demand-Pacing und Fixed-Pacing
Der HeartStart MRx kann Schrittmacherimpulse entweder im Demand-Betrieb oder im Fixed-Betrieb
abgeben.
• Beim Demand-Pacing gibt der Pacer nur dann Schrittmacherimpulse ab, wenn die Herzfrequenz
niedriger ist als die ausgewählte Pacing-Frequenz.
• Beim Fixed-Pacing gibt der Pacer die Schrittmacherimpulse mit der ausgewählten Frequenz ab.
WARNUNG Nach Möglichkeit sollte immer Demand-Pacing verwendet werden. Fixed-Pacing sollte eingesetzt
werden, wenn R-Zacken aufgrund von Bewegungsartefakten oder anderen EKG-Störsignalen nicht
zuverlässig erkannt werden oder wenn keine Monitoring-Elektroden zur Verfügung stehen.
Der HeartStart MRx erfordert beim Demand-Pacing ein 3-, 5- oder 10-adriges EKG-Kabel und
Monitoring-Elektroden als Quelle für das EKG. Hierbei werden über multifunktionale Pads
Schrittmacherimpulse abgegeben. Die Pads können allerdings nicht gleichzeitig zur EKGÜberwachung und zur Abgabe von Schrittmacherimpulsen verwendet werden.
HIN W E I S
Zur Durchführung des Pacings ist es nicht erforderlich, dass das über Pads erfasste EKG in einem
Kurvensektor angezeigt wird.
HIN W E I S
Beim Demand-Pacing stehen Pads nicht als Anzeigeoption für Kurvensektor 1 zur Verfügung, weder
über die Taste zur Ableitungswahl noch im Menü Kurven (Anzeige).
86
Vorbereitung des Pacings
7 Externes Pacing
Vorbereitung des Pacings
Anleitung zum Vorbereiten des Pacings:
1
Zum Anschließen des Pads-Kabels am HeartStart MRx die weiße Markierung am Pads-Kabel auf
den weißen Pfeil am grünen Therapieanschluss ausrichten. Dann drücken, bis der Stecker hörbar
einrastet (siehe Abbildung 52).
Abb. 52 Anschließen des Pads-Kabels
2
Darauf achten, dass die Verpackung der multifunktionalen Pads unbeschädigt und das Verfallsdatum
nicht überschritten ist.
3
Pads-Stecker an das Pads-Kabel anschließen (siehe Abbildung 53).
Abb. 53 Pads-Stecker
4
Pads gemäß den Anleitungen auf der Verpackung bzw. gemäß den Richtlinien Ihrer Einrichtung
anbringen. Vor dem Anbringen der Pads die Haut vorbereiten. Haut ist ein schlechter Leiter.
Daher ist es wichtig, durch entsprechende Vorbereitung der Haut einen guten Kontakt zu erzielen.
– Den Bereich der Ableitungspunkte gegebenenfalls rasieren bzw. die Haare kürzen.
– Die Haut an den Ableitungspunkten reinigen und reiben.
– Die Haut an den Ableitungspunkten kräftig trockenreiben, um die Kapillardurchblutung des
Gewebes zu verbessern und um Fett und Hautzellen zu entfernen.
87
7 Externes Pacing
5
Demand-Pacing
Für das Demand-Pacing Monitoring-Elektroden verwenden (siehe “Elektrodenplatzierung” auf
Seite 51) und das EKG-Kabel an den HeartStart MRx anschließen (siehe “Anschließen des EKGKabels” auf Seite 35).
HIN W E I S
Bei längerem Pacing müssen eventuell regelmäßig neue Monitoring-Elektroden und Pads angebracht
werden. In der Herstellerdokumentation ist angegeben, wie oft dies notwendig ist.
HIN W E I S
Ein von einer TENS-Einheit erzeugtes Signal kann ein Artefakt im EKG verursachen; das Pacing
könnte dadurch beeinträchtigt werden.
Demand-Pacing
Anleitung für das Demand-Pacing:
1
Therapiewählschalter auf Pacer drehen.
Die Meldung Pacing-Pause! im Pacer-Statusblock zeigt an, dass die Pacing-Funktion zwar aktiviert
ist, dass aber gerade keine Schrittmacherimpulse abgegeben werden. Die aktivierte Pacing-Betriebsart
ist Demand-Pacing. Die konfigurierte Ableitung erscheint in Kurvensektor 1. Wenn als Ableitung
„Pads“ konfiguriert ist, wird Ableitung II oder die erste verfügbare Monitoring-Ableitung angezeigt.
2
HIN W E I S
Zum Auswählen der besten Ableitung mit leicht erkennbarer R-Zacke die Taste zur
Ableitungswahl
drücken. Siehe “Auswählen der Ableitung” auf Seite 53.
Wenn für das Pacing die Anterior-Anterior-Platzierung verwendet wird und Probleme mit Ableitung II
auftreten, ist eine andere Ableitung zu wählen.
3
Darauf achten, dass die weißen R-Zacken-Markierungen über oder auf der EKG-Kurve erscheinen.
Jede R-Zacke darf nur eine einzige Markierung tragen. Wenn keine R-Zacken-Markierungen
erscheinen oder wenn sie nicht mit der R-Zacke zusammenfallen, wählen Sie eine andere Ableitung.
4
Die Softtaste [Pacer-Frequenz] drücken und mit den Navigationstasten sowie der
Menüauswahltaste die gewünschte Anzahl von Schrittmacherimpulsen pro Minute wählen. Die
anfängliche Frequenz ist konfigurierbar.
5
Bei Bedarf den anfänglichen Pacer-Output ändern. Hierfür die Softtaste [Pacer-Output]
drücken und mit den Navigationstasten sowie der Menüauswahltaste den gewünschten Output
wählen. Der anfängliche Output ist konfigurierbar.
6
Die Softtaste [Pacing Starten] drücken. Daraufhin erscheint die Meldung Pacing.
WARNUNG Die multifunktionalen Pads mit größter Sorgfalt am Patienten anbringen, da sonst während des
Pacings Stromschlaggefahr besteht.
7
Darauf achten, dass auf der EKG-Kurve weiße Pacer-Markierungen erscheinen.
8
Die Softtaste [Pacer-Output] drücken. Dann mit den Navigationstasten und der
Menüauswahltaste...
a. den Output erhöhen, bis eine Reizbeantwortung des Herzens erfolgt. Die Reizbeantwortung
ist daran erkennbar, dass auf jede Pacer-Markierung ein QRS-Komplex folgt.
b. den Output auf den niedrigsten Wert senken, bei dem noch eine Reizbeantwortung stattfindet.
9
88
Das Vorhandensein eines peripheren Pulses überprüfen.
Fixed-Pacing
HIN W E I S
7 Externes Pacing
Es können Spontanschläge auftreten, die nicht mit den abgegebenen Schrittmacherimpulsen zusammenhängen. Wenn die Herzfrequenz über der Pacer-Frequenz liegt, werden keine Schrittmacherimpulse abgegeben und folglich keine Pacer-Markierungen eingeblendet.
Zum Beenden der Abgabe von Schrittmacherimpulsen auf [Pacing Pausieren] drücken. Zum
Beenden der Pause und Fortsetzen der Abgabe von Schrittmacherimpulsen auf [Pacing Fortsetzen]
drücken.
Zum Beenden der Abgabe von Schrittmacherimpulsen kann man auch den Therapiewählschalter von
der Position Pacer wegdrehen.
WARNUNG Für das Demand-Pacing muss das EKG-Kabel direkt vom Patienten an den HeartStart MRx
angeschlossen werden.
WARNUNG Wenn die Pacing-Funktion im Akku-Betrieb läuft und der Alarm „Akku schwach“ ausgelöst wird, das
Gerät an eine externe Stromquelle anschließen oder einen vollständig aufgeladenen Akku einlegen.
HIN W E I S
Regelmäßig das Herzzeitvolumen durch Messen des peripheren Pulses überprüfen.
HIN W E I S
Das Pacing startet nicht, wenn die multifunktionalen Pads nicht richtig angeschlossen sind oder kein
ausreichender Hautkontakt besteht. Wenn die Monitoring-Elektroden nicht richtig angeschlossen
sind, werden keine Schrittmacherimpulse abgegeben. Wenn eine dieser Situationen eintritt, weist eine
Systemmeldung darauf hin, dass eine Ableitung nicht angeschlossen ist bzw. dass beim Pads-Anschluss
Probleme bestehen.
Fixed-Pacing
Anleitung für das Fixed-Pacing:
1
Therapiewählschalter auf Pacer drehen.
Die Meldung Pacing-Pause! zeigt an, dass die Pacing-Funktion zwar aktiviert ist, dass aber gerade
keine Schrittmacherimpulse abgegeben werden. Die aktivierte Pacing-Betriebsart ist DemandPacing. Die konfigurierte Ableitung erscheint in Kurvensektor 1. Wenn als Ableitung „Pads“
konfiguriert ist, wird Ableitung II oder die erste verfügbare Monitoring-Ableitung angezeigt.
2
Mit den in Abbildung 54 gezeigten Menüelementen die Pacing-Betriebsart wechseln.
Abb. 54 Umschalten zwischen den Pacing-Betriebsarten
Hauptmenü
Pacer-Betrieb
Lautstärke
Kurven (Anzeige)
Kurven (Ausdruck)
Pacer-Betrieb
Messwerte/Alarme
Demand
Pat.-Info
Fixed
Trends
Andere
Hoher Kontrast Ein
Beenden
3
Mit der Taste zur Ableitungswahl
die anzuzeigende Ableitung wählen.
89
7 Externes Pacing
HIN W E I S
Fixed-Pacing
Sollen während des Pacings die EKG-Kurve und die damit verbundenen Messwerte angezeigt werden,
müssen zusätzlich zu den Pads Elektroden am Patienten angebracht werden. Werden ausschließlich
Pads verwendet, führt dies zu einer fehlerhaften Herzfrequenz und zur Erzeugung falscher Alarme.
4
Die Softtaste [Pacer-Frequenz] drücken und mit den Navigationstasten sowie der
Menüauswahltaste die gewünschte Anzahl von Schrittmacherimpulsen pro Minute wählen. Die
anfängliche Frequenz ist konfigurierbar.
5
Bei Bedarf den anfänglichen Pacer-Output ändern. Hierfür die Softtaste [Pacer-Output]
drücken und mit den Navigationstasten sowie der Menüauswahltaste den gewünschten Output
wählen. Der anfängliche Output ist konfigurierbar.
6
Die Softtaste [Pacing Starten] drücken. Daraufhin erscheint die Meldung Pacing.
WARNUNG Die multifunktionalen Pads mit größter Sorgfalt am Patienten anbringen, da sonst während des
Pacings Stromschlaggefahr besteht.
7
Darauf achten, dass auf der EKG-Kurve weiße Pacer-Markierungen erscheinen.
8
Die Softtaste [Pacer-Output] drücken. Dann mit den Navigationstasten und der
Menüauswahltaste...
a. den Output erhöhen, bis eine Reizbeantwortung des Herzens erfolgt. Die Reizbeantwortung
ist daran erkennbar, dass auf jede Pacer-Markierung ein QRS-Komplex folgt.
b. den Output auf den niedrigsten Wert senken, bei dem noch eine Reizbeantwortung stattfindet.
9
Das Vorhandensein eines peripheren Pulses überprüfen.
10 Anleitung zum Pausieren oder Beenden des Pacings:
– Die Softtaste [Pacing Pausieren] drücken.
Abb. 55
Meldung Pacing Pausieren
Pacing-Pause?
Nein
Ja
– Sie werden aufgefordert, diese Eingabe zu bestätigen.
– Eingabe bestätigen. Mit den Navigationstasten Ja auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
ODER
– den Therapiewählschalter von der Position Pacer wegdrehen.
90
Defibrillieren während des Pacings
7 Externes Pacing
Defibrillieren während des Pacings
Wenn der Patient während des Pacings defibrilliert werden muss, befolgen Sie bitte die Anleitung zum
Defibrillieren im Manuell-Betrieb in Kapitel 6 bzw. zum Defibrillieren im AED-Betrieb in Kapitel 5.
Sobald man Therapiewählschalter aus der Position Pacer auf eine Energieeinstellung des ManuellBetriebs oder auf AED dreht, wird das Pacing abgebrochen.
Zum Fortsetzen des Pacings nach der Defibrillation befolgen Sie bitte die Anleitung unter “DemandPacing” auf Seite 88 bzw. “Fixed-Pacing” auf Seite 89. Die vor der Defibrillation gewählten Einstellungen
für Betriebsart, Frequenz und Output sind bei der Fortsetzung des Pacings automatisch wieder aktiv.
Vergewissern Sie sich, dass weiterhin eine Reizbeantwortung erfolgt.
ACHTUNG
Wenn mit einem zweiten Defibrillator defibrilliert werden soll, muss zuvor das Pacing ausgeschaltet
werden, da der HeartStart MRx sonst beschädigt werden könnte.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während des Pacings nicht ordnungsgemäß funktioniert, schlagen Sie bitte
nach unter 20, “Fehlerbehebung” auf Seite 249 nach.
91
8
Pulsoxymetrie
8
Die Pulsoxymetrie (SpO2-Überwachung) ist eines von verschiedenen Hilfsmitteln zur Beurteilung des
Herz-Kreislauf-Systems. In diesem Kapitel wird die Funktionsweise der Pulsoxymetrie erläutert und
die Verwendung des HeartStart MRx zur SpO2-Überwachung beschrieben.
Übersicht
Die Pulsoxymetrie ist ein nichtinvasives Verfahren zur kontinuierlichen Messung der funktionellen
Sauerstoffsättigung (SpO2) im arteriellen Blut. Der hieraus resultierende SpO2-Messwert gibt den
Prozentsatz der mit Sauerstoff gesättigten Hämoglobinmoleküle im arteriellen Blut an.
WARNUNG Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf SpO2-Messwerte, sondern halten Sie den Patienten unter
ständiger Beobachtung. In folgenden Fällen können die Messwerte ungenau sein:
• Unsachgemäße Anbringung oder Verwendung des Aufnehmers.
• Signifikanter Gehalt von Dyshämoglobinen (z. B. Carboxyhämoglobin oder Methämoglobin).
• Injizierte Farbstoffe (z. B. Methylenblau) oder intravaskuläre Dyshämoglobine (z. B. Methämoglobin
oder Carboxyhämoglobin).
• Starke Beleuchtung z. B. durch chirurgische Lampen (insbesondere mit Xenon-Lichtquellen),
Bilirubin-Lampen, fluoreszierende Leuchtkörper, Infrarot-Heizlampen und direkte
Sonneneinstrahlung.
Mit dem HeartStart MRx ist die SpO2-Überwachung im Monitor-, Manuell- und Pacer-Betrieb
möglich. Bei Einsatz von Q-CPR ist keine SpO2-Überwachung möglich.
HIN W E I S
Nähere Einzelheiten über SpO2 stehen in der Anwendungsinformation Philips Pulsoxymetrie.
93
8 Pulsoxymetrie
Erläuterung der Pulsoxymetrie
Erläuterung der Pulsoxymetrie
Eine Lichtquelle (LED) im SpO2-Aufnehmer sendet Rot- und Infrarotlicht durch das Gewebe an
einen gegenüberliegenden Lichtempfänger. Zur Messung eignen sich periphere Bereiche des Körpers,
zum Beispiel ein Finger (siehe Abbildung 56), da das ausgesendete Rot- und Infrarotlich durch sie
hindurchdringen kann.
Abb. 56 SpO2-Aufnehmer
LED
Lichtempfänger
Ein der Lichtquelle gegenüberliegender Lichtempfänger vergleicht die Lichtabsorption vor und nach
der Pulsation. Die durch das Gewebe hindurchgehende Lichtmenge spiegelt den Blutfluss in den
Arteriolen wider. Aus der gemessenen Absorption von rotem und infrarotnahem Licht wird die
prozentuale Sauerstoffsättigung berechnet und als SpO2-Messwert angezeigt.
Für genaue SpO2-Messungen müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
• Die Durchblutung der Extremität darf nicht gestört sein.
• Lichtquelle und Lichtempfänger müssen einander genau gegenüber liegen.
• Das gesamte Licht der Lichtquelle muss durch das Gewebe hindurchgehen.
• Der Aufnehmer muss vor Vibrationen und übermäßigen Bewegungen geschützt sein.
• Das Netzkabel darf das Aufnehmerkabel und seinen Stecker nicht berühren.
94
Auswählen eines Aufnehmers
8 Pulsoxymetrie
Auswählen eines Aufnehmers
Tabelle 9 zeigt die SpO2-Aufnehmer, die in Verbindung mit dem HeartStart MRx eingesetzt werden
können.
Tabelle 9 SpO2-Aufnehmer
Aufnehmer Typ
Geeignet für Körpergewicht Messort
M1191A
WiederErw.
verwendbar
>50 kg
Finger
M1192A
WiederKinder
verwendbar Erwachsene
(klein)
15-50 kg
Finger
M1194A
WiederErw.
verwendbar Kinder
>40 kg
Ohr
M1195A
WiederKinder
verwendbar
4-15 kg
Finger
M1131A
EinmalErwachsene/
verwendbar Kinder
>20 kg
Finger
M1903B
EinmalKinder
verwendbar
10-50 kg
Finger
M1904B
EinmalErw.
verwendbar
>30 kg
Finger
HIN W E I S
Die Aufnehmermodelle M1903B und M1904B sind nur außerhalb der USA erhältlich.
ACHTUNG
• Einmal-Aufnehmer nicht in feuchter Umgebung oder in Gegenwart von Flüssigkeiten verwenden,
da sie bei Kontakt mit dem Aufnehmer und den elektrischen Verbindungen zu unzuverlässigen
Messungen oder Messunterbrechungen führen können.
• Bei bekannter Allergie gegen Haftmittel keine Einmal-Aufnehmer verwenden.
• Bei Patienten mit kleinen Ohrläppchen nicht den Ohraufnehmer verwenden, da dies zu fehlerhaften
Messwerten führen kann.
HIN W E I S
Bei Verwendung von Nellcor®-Aufnehmern (M1903B, M1904B) muss das Nellcor-Adapterkabel
M1943B an den HeartStart MRx angeschlossen werden.
95
8 Pulsoxymetrie
Auswählen eines Aufnehmers
Der wichtigste Faktor bei der Auswahl eines Aufnehmers ist die Position der Lichtquelle in Relation zum
Lichtempfänger. Wenn ein Aufnehmer am Messort angebracht ist, müssen Lichtquelle und Lichtempfänger
einander genau gegenüber liegen. Die verschiedenen Aufnehmer sind für Patienten einer bestimmten
Gewichtsklasse und für bestimmte Messorte optimiert. Folgende Punkte sind zu beachten:
• Einen Aufnehmer wählen, der für das Gewicht des Patienten geeignet ist.
• Einen Messort mit ausreichender Durchblutung wählen. Durch Reiben oder Anwärmen des
Messorts die Durchblutung verbessern.
• Den Aufnehmer möglichst nicht über ödematösem Gewebe anbringen.
Wiederverwendbare Aufnehmer. können nach Reinigung und Desinfektion bei anderen Patienten
erneut verwendet werden (Herstellerinformation beachten).
Einmal-Aufnehmer. sind nur einmal zu gebrauchen und anschließend wegzuwerfen. Sie können beim
selben Patienten an einem anderen Messort neu angebracht werden, wenn der erste Messort nicht zum
gewünschten Ergebnis führt. Einmal-Aufnehmer dürfen nicht bei einem anderen Patienten
wiederverwendet werden.
HIN W E I S
96
Für den HeartStart MRx ist ein 2 m langes SpO2-Verlängerungskabel (M1941A) erhältlich.
Anbringen des Aufnehmers
8 Pulsoxymetrie
Anbringen des Aufnehmers
Bitte befolgen Sie die vom Hersteller beigelegte Anleitung zum Anbringen und zum Gebrauch des
Aufnehmers und beachten Sie insbesondere die mit „Warnung“ oder „Achtung“ gekennzeichneten
Hinweise. Voraussetzungen für optimale Ergebnisse:
• Darauf achten, dass der Aufnehmer trocken ist.
• Bei Patientenbewegungen das Aufnehmerkabel locker am Körper befestigen.
• Darauf achten, dass der Aufnehmer nicht zu fest sitzt. Übermäßiger Druck kann Venenpulsationen
verursachen oder die Durchblutung behindern, sodass sich zu niedrige Messwerte ergeben.
• Das Netzkabel vom Aufnehmerkabel und seinem Stecker fernhalten.
• Den Aufnehmer vor sehr hellem Umgebungslicht schützen. Bei Bedarf den Aufnehmer mit
lichtundurchlässigem Material abdecken.
• Den Aufnehmer möglichst nicht an einer Extremität anbringen, an der schon ein Arterienkatheter,
eine Blutdruckmanschette oder eine intravenöse Infusion anliegt.
WARNUNG • Unsachgemäße Anbringung des Aufnehmers kann die Genauigkeit der SpO2-Messung beeinträchtigen.
• Den Messort mindestens alle zwei Stunden auf Hautveränderungen, auf richtige Ausrichtung von
Lichtquelle und Lichtempfänger und auf richtige Anbringung des Aufnehmers überprüfen. Bei
Hautveränderungen den Messort wechseln. Der Messort muss in jedem Fall spätestens alle vier
Stunden gewechselt werden. Je nach Patientenzustand muss die Messortprüfung evtl. öfter
vorgenommen werden.
• Der Einsatz eines SpO2-Aufnehmers während der MR-Tomographie kann schwere Verbrennungen
verursachen. Dieses Risiko lässt sich minimieren, indem das Kabel so platziert wird, dass keine
Induktionsschleifen entstehen. Wenn Zweifel am ordnungsgemäßen Funktionieren des Aufnehmers
bestehen, ist er sofort vom Patienten abzunehmen.
ACHTUNG
Nie mehr als ein einziges Verlängerungskabel (M1941A) verwenden.
Das Aufnehmerkabel und den Stecker von Netzkabeln fernhalten, um elektrische Störungen zu
vermeiden.
97
8 Pulsoxymetrie
Überwachung SpO2
Überwachung SpO2
Anleitung zur SpO2-Überwachung:
1
Das passende Aufnehmerkabel an den HeartStart MRx anschließen, wie unter “Anschließen des
SpO2-Kabels” auf Seite 36 beschrieben.
2
Den Aufnehmer am Körper anbringen.
3
Wenn der HeartStart MRx ausgeschaltet ist, den Therapiewählschalter auf Monitor drehen.
4
Darauf achten, dass die korrekte Einstellung (Erwachsene/Kinder) ausgewählt wird. Bei Bedarf
über das Menü Pat.-Info auf das Menüelement Patientenalter zugreifen und die korrekte
Einstellung (Erwachsene/Kinder) auswählen. Bei korrekter Einstellung ist die Berechnung der
SpO2- und Pulswerte optimiert.
Zu Beginn der Messung und Berechnung erscheint -?- in Parameterblock 2. Nach wenigen Sekunden
wird -?- durch einen Wert ersetzt. Mit Veränderung der Sauerstoffsättigung wird der SpO2-Wert
ständig aktualisiert. Siehe Abbildung 57.
Wenn die SpO2-Alarmfunktion eingeschaltet ist, werden rechts neben dem SpO2-Wert die Alarmgrenzen
angezeigt. Wenn die Alarmfunktion ausgeschaltet ist, wird anstelle der Alarmgrenzen das Symbol
angezeigt. Die SpO2-Alarmfunktion ist standardmäßig eingeschaltet. Siehe “SpO2 Alarmfunktion” auf
Seite 100.
Die pulsoxymetrisch abgeleitete Pulsfrequenz wird in Parameterblock 1 angezeigt (siehe Abbildung 59).
Wenn die Pulsfrequenz-Alarmfunktion eingeschaltet ist, werden rechts neben der Pulsfrequenz die
Alarmgrenzen eingeblendet. Wenn die Alarmfunktion ausgeschaltet ist, wird anstelle der Alarmgrenzen
das Symbol
angezeigt. Die Pulsfrequenz-Alarmfunktion ist standardmäßig ausgeschaltet. Siehe
“Einstellen des Pulsfrequenz-Alarmfunktion” auf Seite 101.
Abb. 57 SpO2 Parameterblock 2
ABP
118/77
(95)
98
mmHg
SYS
160
90
PAP
24/10
(15)
mmHg
DIA
16
0
SpO2
%
100
100
90
EtCO2 mmHg awAF /min
38
50
30
18
30
8
Überwachung SpO2
8 Pulsoxymetrie
Plethysmogramm
Wenn der Aufnehmer am HeartStart MRx angeschlossen ist, erscheint das Plethysmogramm im konfigurierten Kurvensektor oder im ersten verfügbaren leeren Kurvensektor. Die Aufzeichnungsgeschwindigkeit beträgt ca. 25 mm/s. Als Indikator für die Signalqualität werden Rasterlinien angezeigt. Bei
guter Signalqualität wird das Plethysmogramm automatisch so skaliert, dass es die Rasterlinien berührt.
Bei schlechter Signalqualität nimmt die Größe des Plethysmogramms proportional ab.
Abb. 58 Plethysmogramm
Wenn man den Therapiewählschalter auf eine Energiestufe dreht, werden SpO2-Wert und Plethysmogramm weiterhin angezeigt, sofern sich diese nicht im Kurvensektor 2 befinden oder die Q-CPR-Ansicht
eingeblendet ist. Wenn der Therapiewählschalter auf Pacer gedreht wird, erscheint in Kurvensektor 4 der
Pacing-Statusblock anstelle der Kurve. Der SpO2- und der Pulswert sowie die Alarmeinstellungen werden
auch nach Ausblendung des Plethysmogramms beibehalten. Wenn der Therapiewählschalter auf AED
gedreht wird, beendet dies die Überwachung von SpO2 und Puls.
99
8 Pulsoxymetrie
SpO2
SpO2 Alarmfunktion
Alarmfunktion
Alarme werden dann ausgelöst, wenn der Messwert außerhalb der für SpO2 konfigurierten oberen oder
unteren Grenze liegt oder unter die konfigurierte SpO2 Desat-Alarmgrenze abfällt. SpO2-Alarme sind
„löschend“, das heißt das Alarmsignal erlischt automatisch, sobald die Alarmsituation nicht mehr
besteht. Tabelle 10 zeigt eine Liste der SpO2-Alarme.
Tabelle 10 SpO2 Rote/Gelbe physiologische Alarme
Alarmmeldung
Alarmtyp
Signal
Alarmsituation
Desat
Rot
Rote Alarmmeldung;
Alarmton
Der SpO2-Wert ist unter die
konfigurierte Desat-Grenze abgefallen.
SpO2 hoch
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der SpO2-Wert übersteigt die obere
Alarmgrenze.
Alarmton
SpO2 niedrig
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der SpO2-Wert ist unter die untere
Alarmgrenze abgefallen.
Alarmton
Die SpO2-Alarmfunktion ist so lange aktiv, bis entweder die SpO2-Alarmfunktion deaktiviert wird
oder wenn allgemein die Alarmfunktion des Geräts ausgeschaltet werden. In diesem Fall bleibt sie so
lange aus, bis sie wieder eingeschaltet wird.
WARNUNG Das Ausschalten der Alarmfunktion unterdrückt alle SpO2-bezogenen Alarme. Bei Eintreten einer
Alarmsituation wird dann KEIN Alarm ausgelöst.
Ändern der SpO2-Alarmgrenzen
Anleitung zum Ändern der oberen und unteren SpO2-Alarmgrenzen:
100
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
SpO2 auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
SpO2-Grenzen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten den neuen oberen Grenzwert auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
6
Den neuen unteren Grenzwert auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Einstellen des Pulsfrequenz-Alarmfunktion
8 Pulsoxymetrie
SpO2-Desat-Alarm
Der HeartStart MRx bietet auch eine SpO2-Desat-Alarmgrenze. Der SpO2-Desat-Alarm ist eine
zusätzliche Alarmgrenze unter der unteren Alarmgrenze, die über einen potenziell lebensbedrohlichen
Abfall der Sauerstoffsättigung informiert. Diese zusätzliche Alarmgrenze wird über das Menü
Konfiguration eingestellt.
HIN W E I S
Wenn die untere SpO2-Alarmgrenze unter der konfigurierten SpO2-Desat-Alarmgrenze liegt, wird die
SpO2-Desat-Alarmgrenze automatisch an die untere SpO2-Alarmgrenze angepasst. Bei Abfallen des
SpO2-Messwertes unter diese Grenze wird der SpO2-Desat-Alarm ausgelöst.
Aktivieren/Deaktivieren der SpO2-Alarmfunktion
Anleitung zum Aktivieren der SpO2-Alarmfunktion:
HIN W E I S
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
SpO2 auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Alarmfunktion Ein/Alarmfunktion Aus auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Während einer nichtinvasiven Blutdruckmessung werden SpO2-Störungsmeldungen bis zu
60 Sekunden lang unterdrückt.
Einstellen des Pulsfrequenz-Alarmfunktion
Die Pulsfrequenz-Alarmfunktion ist so lange ausgeschaltet, bis sie aktiviert wird. Die konfigurierten
Alarmgrenzen können bei laufendem Betrieb geändert werden. Alarme werden ausgelöst, sobald die
Messwerte die konfigurierten oberen und unteren Pulsfrequenz-Grenzwerte über- bzw. unterschreiten.
Pulsfrequenzalarme sind „löschende“ Alarme, das heißt das Alarmsignal erlischt automatisch, sobald
die auslösende Alarmsituation nicht mehr besteht. Einzelheiten zu den Pulsfrequenzalarmen siehe
Tabelle 11.
Tabelle 11 Physiologische Pulsfrequenz-Alarmfunktion
Alarmmeldung
Alarmtyp
Signal
Alarmsituation
Puls hoch
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Die Pulsfrequenz übersteigt die obere
Alarmton
Alarmgrenze.
Puls niedrig
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Die Pulsfrequenz ist unter die untere
Alarmton
Alarmgrenze abgefallen.
101
8 Pulsoxymetrie
Deaktivieren der SpO2-Überwachung
Aktivieren/Deaktivieren der Pulsfrequenz-Alarmfunktion
Anleitung zum Aktivieren/Deaktivieren der Pulsfrequenz-Alarmfunktion:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Puls auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Alarmfunktion Ein/Alarmfunktion Aus auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Ändern der Pulsfrequenz-Alarmgrenzen
Anleitung zum Ändern der Pulsfrequenz-Alarmgrenzen:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Puls auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Puls-Grenzen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten den neuen oberen Grenzwert auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
6
Den neuen unteren Grenzwert auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Deaktivieren der SpO2-Überwachung
Zum Deaktivieren der SpO2-Überwachung das Aufnehmerkabel aus dem SpO2-Anschluss
herausziehen. Daraufhin erscheint die Meldung SpO2 ausgesteckt - SpO2 wird beendet. OK?. Ja
auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Wenn das Aufnehmerkabel versehentlich herausgezogen wurde, weist die Meldung SpO2 ausgesteckt SpO2 wird beendet. OK? auf diesen Umstand hin. Nein auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Die Verbindung wiederherstellen. Danach ist die SpO2-Überwachung wieder aktiv.
102
Pflegen der Aufnehmer
8 Pulsoxymetrie
Pflegen der Aufnehmer
Die Pflege und Reinigung der Aufnehmer ist in der Begleitdokumentation des Herstellers beschrieben.
Im Hinblick auf beste Ergebnisse sind die wiederverwendbaren SpO2-Aufnehmer und das Kabel stets
umsichtig zu behandeln und vor scharfen Objekten zu schützen. Im Aufnehmergehäuse befinden sich
empfindliche elektronische Teile, die leicht beschädigt werden können. Die Lebensdauer der Aufnehmer
kann durch unsachgemäße Handhabung erheblich verkürzt werden.
WARNUNG Beschädigte Aufnehmer und Aufnehmer mit beschädigter Isolierung dürfen nicht verwendet werden.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während der SpO2-Überwachung nicht ordnungsgemäß funktioniert,
schlagen Sie bitte nach in Kapitel 20, “Fehlerbehebung” auf Seite 249.
103
9
Nichtinvasive
Blutdrucküberwachung
9
Dieses Kapitel erläutert die nichtinvasive Blutdrucküberwachung (NBP) mit dem HeartStart MRx.
Übersicht
Der HeartStart MRx verwendet für die Blutdruckmessung bei Erwachsenen und Kindern das
oszillometrische Verfahren. Angezeigt werden die Messwerte für den systolischen, diastolischen und
mittleren Blutdruck. Einstellbare Alarme weisen hierbei auf Änderungen im Patientenzustand hin.
Nichtinvasive Blutdruckmessungen können im Monitor-, Pacer- und Manuell-Betrieb durchgeführt
werden. Sie kann entweder automatisch mit Zeitsteuerung oder manuell nach Bedarf erfolgen.
Während der Blutdruckmessung wird in Parameterblock 1 der aktuelle Manschettendruck angezeigt. Nach
Beendigung der Messung werden die Werte für den systolischen, diastolischen und mittleren Blutdruck
sowie die konfigurierten Messintervalle und ein Zeitstempel eingeblendet (siehe Abbildung 59). Wenn die
NBP-Alarmfunktion aktiv ist, erscheinen neben dem NBP-Wert die Alarmgrenzen, und über den NBPAlarmgrenzen wird die Alarmquelle (systolisch, diastolisch oder mittel) angezeigt. Wenn die Alarmfunktion
ausgeschaltet ist, erscheint anstelle der Alarmgrenzen das Symbol
(Alarme aus).
Abb. 59 NBP im Parameterblock 1
HF
/min
80
Temp
120
50
36,9
°C
39,0
36,0
Puls
80
/min
NBP
mmHg q120
120/80 SYS
160 10:40
(95) 90
Weitere Informationen zur nichtinvasiven Blutdrucküberwachung stehen in der Anwendungsinformation
About Noninvasive Blood Pressure (Englisch).
WARNUNG Die nichtinvasive Blutdrucküberwachung darf nicht angewendet werden bei Patienten, deren
Oberarmumfang weniger als 13 cm beträgt. Dies kann zu ungenauen Messwerten führen.
105
9 Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
Vorbereitung der NBP-Messung
Bei der ersten nichtinvasiven Blutdruckmessung beträgt der Aufblasdruck der Manschette zu Beginn
160 mmHg (Erwachsene) bzw. 120 mmHg (Kinder). Wenn die Messung erfolgreich ist, liegt der nächste
Aufblasdruck 35-40 mmHg über dem Messwert für den systolischen Blutdruck, jedoch mindestens bei
120 mmHg. Wenn der systolische Messwert über dem Aufblasdruck liegt, wird der Aufblasdruck
automatisch um 35-40 mmHg erhöht, bevor eine weitere Messung erfolgt. Der maximale Aufblasdruck
beträgt 280 mmHg, der Höchstwert für den systolischen Blutdruck 260 mmHg.
WARNUNG Der anfängliche Aufblasdruck der Manschette richtet sich nach dem konfigurierten Patientenalter
(Erwachsene oder Kinder). Bei Bedarf über das Menü Pat.-Info auf das Menüelement Patientenalter
zugreifen und die korrekte Einstellung auswählen.
Vorbereitung der NBP-Messung
Anleitung zum Vorbereiten der NBP-Messung:
1
Eine Blutdruckmanschette geeigneter Größe auswählen. Die Breite der Manschette sollte entweder
40 % des Extremitätenumfangs oder 2/3 der Oberarmlänge betragen. Der aufblasbare Teil der
Manschette sollte 50-80 % der Extremität umfassen. Bei Verwendung einer falschen Manschettengröße können ungenaue Messergebnisse die Folge sein. Wenn die richtige Größe nicht vorhanden
ist, wählen Sie eine größere Manschette, um Fehlmessungen weitestgehend zu vermeiden.
2
Die Manschette an den NBP-Schlauch anschließen. Darauf achten, dass die Luft ungehindert
durch den Schlauch strömen kann und der Schlauch nicht zusammengedrückt oder geknickt ist
(siehe Abbildung 60).
Abb. 60 Anschließen der Blutdruckmanschette an den NBP-Schlauch
3
106
Den NBP-Schlauch in den NBP-Anschluss einstecken, wie unter “Anschließen des NBPVerbindungsschlauchs” auf Seite 37 beschrieben.
Vorbereitung der NBP-Messung
4
9 Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
Die Blutdruckmanschette folgendermaßen am Arm oder Bein anbringen:
a. Die Manschette muss vollständig entleert sein.
b. Die Manschette nicht an einer Extremität anlegen, an der schon ein SpO2-Aufnehmer angebracht
ist. Die Manschette so um den Arm legen, dass die Arterienmarkierung der Manschette auf der
Arterie liegt. Die Manschette nicht zu fest um die Extremität legen. Dies kann zum Abblassen
und zu einer Ischämie der Extremitäten führen. Außerdem darf der NBP-Schlauch zwischen
Defibrillator und Manschette nicht abgedrückt, abgeklemmt oder beschädigt sein.
c. Das Manschettenende sollte in dem durch <---> markierten Bereich liegen. Andernfalls eine
größere oder kleinere Manschette verwenden, die besser passt.
5
Die Extremität, an der die Messung erfolgt, auf Herzhöhe bringen.
WARNUNG • Nichtinvasive Blutdruckmessungen dürfen bei Sichelzellenanämie und vorliegenden oder zu
erwartenden Hautläsionen nicht durchgeführt werden.
• Nicht in einer Überdruckkammer verwenden.
• Bei Patienten mit schweren Blutgerinnungsstörungen kann es an der Extremität, an der die
Manschette anliegt, zu Hämatomen kommen. Die Entscheidung für oder gegen automatische
Blutdruckmessungen ist in solchen Fällen sorgfältig abzuwägen.
• Die Blutdruckmanschette nicht an einer Extremität anbringen, an der schon eine intravenöse
Infusion oder ein Katheter anliegt. Beim Aufblasen der Manschette käme es sonst zu einem Stau der
Infusionslösung und hierdurch möglicherweise zu Gewebeschäden im Bereich der Punktionsstelle.
• Zur Vermeidung von Verletzungen, Beschädigungen und Fehlern bei der Datenerfassung nur
zugelassene Manschetten und Schläuche verwenden. Alle angegebenen Manschetten sind gegen
Schäden durch Defibrillation geschützt.
• Wenn automatische nichtinvasive Blutdruckmessungen über einen längeren Zeitraum hinweg
vorgenommen werden, besteht möglicherweise die Gefahr von Purpura, Ischämie und Nervenläsionen
an der betreffenden Extremität. Farbe, Temperatur und Sensibilität dieser Extremität sind regelmäßig
zu kontrollieren. Bei Veränderungen muss die Blutdruckmessung unverzüglich abgebrochen werden.
• Die NBP-Messwerte werden unter anderem durch die Lage, den physiologischen Zustand des
Patienten und das Vorhandensein einer Arrhythmie beeinflusst.
• Zur Erfassung genauer Messwerte muss die Manschette in der Größe passen und richtig angelegt
werden. Andernfalls können ungenaue Messergebnisse die Folge sein.
ACHTUNG
• Während der nichtinvasiven Blutdruckmessung dürfen die Druckschläuche nicht abgedrückt oder
abgeklemmt werden.
• Wenn der Verdacht besteht, dass Flüssigkeit in die Schläuche gelangt ist, verständigen Sie bitte Ihre
Medizintechnische Abteilung.
HIN W E I S
Bei Verwendung des HeartStart MRx im Flugzeug muss die Blutdruckmessung entweder am Boden oder
auf der Reiseflughöhe erfolgen. Bei Start und Landung werden keine genauen Messergebnisse erzielt.
107
9 Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
Messen des Blutdrucks
Messen des Blutdrucks
Zum Messen des Blutdrucks die Softtaste [NBP Start] drücken. Während des Aufblasens und
Entleerens der Blutdruckmanschette wird der Manschettendruck angezeigt. Nach Beendigung der
Messung erscheinen die NBP-Messwerte. Weitere Messungen erfolgen gemäß dem konfigurierten
NBP-Intervall. Bei Konfiguration des Intervalls auf
Manuell – sind keine weiteren Messungen vorgesehen. Bei jedem Drücken von [NBP Start] wird
eine Einzelmessung durchgeführt. Für weitere Messungen ist das erneute Drücken von [NBP Start]
erforderlich.
Automatisch – wiederholt sich die Messung in den konfigurierten Zeitabständen 1, 2,5, 5, 10, 15, 30,
60 oder 120 Minuten ab Drücken der Softtaste [NBP Start]. Durch Drücken auf [NBP Start]
können zusätzliche manuelle Messungen durchgeführt werden. Dies hat keinen Einfluss auf die
automatischen Messintervalle.
Das konfigurierte NBP-Intervall kann während des Betriebs über das Menü Messwerte/Alarme
geändert werden. Bei Änderung des automatischen Messintervalls gilt das neue Zeitintervall ab
demStartzeitpunkt der letzten Messung. Wenn das neue Zeitintervall kürzer ist als die seit der letzten
Messung vergangene Zeit oder mit dieser zusammenfällt, wird sofort eine neue Messung gestartet.
HIN W E I S
Eine manuelle Blutdruckmessung kann jederzeit durchgeführt werden, auch dann, wenn ein
automatisches Intervall eingestellt ist. Die Softtaste [Start NBP] drücken. Zum Abbrechen einer
laufenden Blutdruckmessung die Softtaste [NBP Stop]drücken.
Ändern des NBP-Intervalls
Anleitung zum Ändern des NBP-Intervalls und/oder des Intervalls für automatische
Blutdruckmessungen für den aktuellen Patienten:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
NBP auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
NBP-Intervall auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten das gewünschte Intervall auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
HIN W E I S
Die wählbaren Intervalle erscheinen im Format „x min“; dies bedeutet, dass die Messungen alle „x“
Minuten ab dem ersten Drücken von [NBP Start] durchgeführt werden.
HIN W E I S
Wenn keine weiteren Messungen durchgeführt werden, werden die Blutdruckwerte nach 60 Minuten
ausgeblendet. Sie können jedoch im Vitalparameter-Bericht abgerufen werden.
108
Alarmfunktion
9 Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
Alarmfunktion
Ein NBP-Alarm wird dann ausgelöst, wenn die Messwerte für die konfigurierte Quelle (Systolisch,
Diastolisch oder Mittel) die eingestellte obere oder untere Alarmgrenze über- bzw. unterschreiten.
NBP-Alarme sind „löschende“ Alarme, das heißt das Alarmsignal erlischt automatisch, sobald die
auslösende Alarmsituation nicht mehr besteht. Sowohl die Alarmquelle als auch die Alarmgrenzen
können während des Betriebs für den aktuellen Patienten geändert werden. Die NBP-Alarmfunktion
ist eingeschaltet, bis sie deaktiviert wird. Danach bleibt sie so lange ausgeschaltet, bis sie wieder
aktiviert wird. Die Tabelle 12 zeigt eine Liste der NBP-Alarme.
Tabelle 12
Rote/Gelbe physiologische Alarme
Alarmmeldung
Alarmtyp
Signal
Alarmsituation
NBP hoch
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der systolische Blutdruck übersteigt die
Alarmton
obere Alarmgrenze.
NBPd hoch
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der diastolische Blutdruck übersteigt die
Alarmton
obere Alarmgrenze.
NBPm hoch
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der mittlere Blutdruck übersteigt die
Alarmton
obere Alarmgrenze.
NBPs niedrig
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der systolische Blutdruck ist unter die
Alarmton
untere Alarmgrenze abgefallen.
NBPd niedrig
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der diastolische Blutdruck ist unter die
untere Alarmgrenze abgefallen.
Alarmton
NBPm niedrig
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der mittlere Blutdruck ist unter die untere
Alarmgrenze abgefallen.
Alarmton
WARNUNG Das Ausschalten der Alarmfunktion unterdrückt alle NBP-bezogenen Alarme. Bei Eintreten einer
Alarmsituation wird dann KEIN Alarm ausgelöst.
Ändern der NBP -Alarmfunktion
Anleitung zum Ändern der NBP-Alarmquelle und/oder der NBP-Alarmgrenzen für den aktuellen Patienten:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
3
NBP auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
NBP-Grenzen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Die gewünschte Alarmquelle (Systolisch, Diastolisch oder Mittel) auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
6
Mit den Navigationstasten den oberen Grenzwert erhöhen oder verringern und die Menüauswahltaste
drücken.
7
Den neuen unteren Grenzwert einstellen und die Menüauswahltaste drücken.
109
9 Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
Problembehebung
Aktivieren/Deaktivieren der NBP-Alarmfunktion
Anleitung zum Aktivieren/Deaktivieren der NBP-Alarmfunktion:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
NBP auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Alarmfunktion Ein/Alarmfunktion Aus auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während der NBP-Überwachung nicht ordnungsgemäß funktioniert,
schlagen Sie bitte nach in Kapitel 20, “Fehlerbehebung” auf Seite 249.
110
10
Kohlendioxidüberwachung
10
Dieses Kapitel beschreibt den Einsatz des HeartStart MRx zur Überwachung des Kohlendioxids (CO2)
und zur Messung des endtidalen Kohlendioxids (EtCO2) sowie der im Atemstrom ermittelten
Atemfrequenz (awAF) nach dem Microstream®-Verfahren (Messung im Seitenstrom). Die CO2Überwachung steht im Monitor-, Pacer und Manuell-Betrieb zur Verfügung.
Übersicht
Die Kohlendioxid-Überwachungsfunktion des HeartStart MRx misst in Kombination mit dem
passenden FilterLine®-Schlauch und (sofern erforderlich) einem Luftwegadapter den KohlendioxidPartialdruck in einer aus dem Atemkreislauf gezogenen Probe der ausgeatmeten Gase. KohlendioxidÜberwachung mit dem HeartStart MRx ist bei intubierten und nicht-intubierten Patienten möglich.
Der CO2-Partialdruck berechnet sich durch Multiplikation der gemessenen CO2-Konzentration mit
dem Umgebungsdruck. Aus dem ermittelten Partialdruck wird der endtidale CO2-Wert (EtCO2)
abgeleitet; EtCO2 ist der CO2-Spitzenwert am Ende der Ausatmungsphase. Es wird zur Überwachung
des Respirationsstatus herangezogen. Die EtCO2-Messung beruht auf der Absorption von
Infrarotstrahlung durch bestimmte Gase. Sie zeigt Veränderungen ...
• der CO2-Ausscheidung
• der Sauerstoffversorgung der Lungen.
Die CO2-Überwachungsfunktion des HeartStart MRx liefert einen EtCO2-Wert, eine CO2-Kurve
und einen Wert für die im Atemstrom ermittelte Atemfrequenz (awAF).
WARNUNG Die ermittelten EtCO2-Werte korrelieren nicht immer genau mit Blutgaswerten; dies gilt besonders
bei Lungenerkrankungen, Lungenembolie und ungeeigneter Beatmung.
In Gegenwart von aerosol-förmigen Medikamenten darf keine CO2-Messung vorgenommen werden.
HIN W E I S
Weitere Informationen über Kapnographie und EtCO2 stehen in der Anwendungsinformation Uses of
Capnography and Benefits of the Microstream® Method (nur auf Englisch).
111
10 Kohlendioxidüberwachung
Vorbereiten der EtCO2-Messung
Vorbereiten der EtCO2-Messung
Wählen des Zubehörs
Bei der Wahl des Zubehörs müssen die folgenden Faktoren berücksichtigt werden:
• Patientenalter (Erwachsene, Kinder oder Neugeborene),
• Beatmungssituation (beatmet oder nicht beatmet),
• Bei Beatmung, ob die Beatmung mit feuchterer oder weniger feuchter Atemluft erfolgt.
WARNUNG CO2-Microstream-Zubehör ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt und darf nicht
wiederverwendet, gereinigt oder sterilisiert werden.
Tabelle 13 nennt die diversen CO2-Zubehörteile und ihren jeweiligen Anwendungsbereich.
Tabelle 13 CO2-Microstream-Zubehör
Teilenummer
Atemkreis
Beschreibung
M1920A
Intubiert
FilterLine -Kombiset für
Erwachsene/Kinder
25 Sets pro Karton
M1921A
Intubiert
FilterLine-H-Kombiset für
Erwachsene/Kinder
25 Sets pro Karton
M1923A
Intubiert
FilterLine-H-Kombiset für
Kleinkinder/Neugeborene
gelb, 25 Sets pro Karton
M2520A
Nicht intubiert
Zweizweck
Smart CapnoLineTM (Kinder)
M2522A
Nicht intubiert
Zweizweck
Smart CapnoLine (Erwachsene)
M2524A
Nicht intubiert
Einzweck
Smart CapnoLine (Kinder)
M2526A
Nicht intubiert
Einzweck
Smart CapnoLine (Erwachsene)
WARNUNG Zur korrekten Funktion der CO2-Messung im Seitenstrom nur das oben aufgeführte Microstream-
Zubehör verwenden.
WARNUNG Aufgrund der verzögerten Messung darf Microstream CO2 (Messung im Seitenstrom) nicht als direkte
Referenz zur Bestimmung des expiratorischen Endpunkts in der Druckkurve herangezogen werden.
HIN W E I S
112
Der HeartStart MRx ist mit einem automatischen barometrischen Druckausgleich ausgestattet.
Einstellen der EtCO2-Microstream-Messung
10 Kohlendioxidüberwachung
Einstellen der EtCO2-Microstream-Messung
WARNUNG • Explosionsgefahr: Seitenstrommessungen sind nicht erlaubt in Gegenwart explosionsfähiger
Narkosemittel, z. B.
– eines explosionsfähigen Gemischs von Anästhesiemitteln mit Luft
– eines explosionsfähigen Gemischs von Anästhesiemitteln mit Sauerstoff oder Lachgas
• CO2-Messungen dürfen nicht in Gegenwart aerosolförmiger Medikamente durchgeführt werden.
• Wenn bei Anwendung der FilterLine-Nasalsonde ein oder beide Nasenlöcher teilweise oder völlig
verstopft sind oder die Atmung durch den Mund erfolgt, können die angezeigten EtCO2-Werte
deutlich zu niedrig sein.
• Der Rückfluss von Mageninhalt, Schleim, Lungenödemflüssigkeit oder endotracheal verabreichtem
Adrenalin in den Detektor kann den Atemwegswiderstand erhöhen und die Ventilation
beeinträchtigen. In diesem Fall muss das Zubehör entsorgt werden.
• Das Vorliegen kohlensäurehaltiger Flüssigkeiten oder Antazida im Magen kann bei der
Ösophagusintubation zu falschen Messwerten und unzuverlässiger Kapnographie führen.
Verwenden der FilterLine-Nasalsonde
Anleitung zum Einstellen der EtCO2-Messung mit der FilterLine-Nasalsonde:
1
Den FilterLine-Schlauch an den CO2-Eingang anschließen, wie unter “Anschließen des CO2
FilterLine-Schlauchs” auf Seite 40 beschrieben.
2
Darauf achten, dass beide Nasenlöcher frei sind; die Kanülen der FilterLine-Nasalsonde in die
Nasenlöcher einführen.
3
Den FilterLine-Schlauch an den Ohren vorbeiführen, dann die Fixierhülse in Halsrichtung nach
oben bis unter das Kinn schieben, so dass ein bequemer Sitz erreicht wird. Bei Einsatz eines
Zweizweck-FilterLine-Schlauchs den grünen Schlauch an die Sauerstoffquelle anschließen. Zur
Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Überwachung den FilterLine-Schlauch regelmäßig
kontrollieren.
4
Die FilterLine-Nasalsonde mindestens alle 24 Stunden wechseln; außerdem dann wechseln, wenn
die Störungsmeldung CO2 Okklusion erscheint oder die Werte nicht stabil angezeigt werden.
Verwenden des FilterLine-Schlauchs und des Luftwegadapters
Anleitung zum Einstellen der EtCO2-Messung mit dem FilterLine-Schlauch und dem Luftwegadapter:
1
Den FilterLine-Schlauch an den CO2-Eingang anschließen, wie unter “Anschließen des CO2
FilterLine-Schlauchs” auf Seite 40 beschrieben.
2
Das weite Ende des Luftwegadapters am Endotrachealschlauch anschließen; das enge Ende des
Luftwegadapters an den Ventilatorschlauch oder Beatmungsbeutel anschließen.
Zum Absaugen und bei Vernebelungen den FilterLine-Schlauch abnehmen. Zur Erzielung optimaler
Messwerte bei Beatmung mit wenig feuchter Atemluft muss der FilterLine-Schlauch nach 24 Stunden
Dauereinsatz gewechselt werden. Der FilterLine-H-Schlauch für die Beatmung mit feuchter Atemluft
ist nach 72 Stunden Dauereinsatz zu wechseln.
113
10 Kohlendioxidüberwachung
Messen von EtCO2
WARNUNG Wenn die EtCO2-Microstream-Messung während oder kurz nach der Verabreichung von Anästhetika
erfolgt, muss der CO2-Gasauslass über einen Gasweiterleitungsschlauch an das Gasentsorgungssystem oder
an das Narkosesystem/den Ventilator angeschlossen werden, um das Entweichen von Anästhesiegasen und
damit eine potenzielle Gefährdung des exponierten Personals zu vermeiden. Die Gasprobe über einen
Gasweiterleitungsschlauch an ein Gasentsorgungssystem leiten. Den Schlauch des Gasentsorgungssystem an
den CO2-Gasauslass anschließen.
HIN W E I S
Wenn der FilterLine-Schlauch und der Gasweiterleitungsschlauch beim Einschalten des HeartStart
MRx blockiert sind, wird die Störungsmeldung CO2Weiterleit.-Schlauch? angezeigt. Wenn die
Okklusion während der CO2-Überwachung auftritt, erscheint die CO2-Kurve als flache Linie; wenn
die Alarmfunktion eingeschaltet ist, wird ein ausgelöst.
Messen von EtCO2
Die EtCO2-Messung schaltet sich automatisch ein, sobald der FilterLine-Schlauch an den CO2-Eingang
angeschlossen wird. Die CO2-Kurve erscheint im konfigurierten Kurvensektor, sofern dieser verfügbar
ist. Die Messwerte für EtCO2 und awAF erscheinen in Parameterblock 2 (siehe Abbildung 61).
Abb. 61 EtCO2 und awAF im Parameterblock 2
ABP
118/77
(95)
mmHg
SYS
160
90
PAP
24/10
(15)
mmHg
DIA
16
0
SpO2
%
100
100
90
EtCO2 mmHg awAF /min
38
50
30
18
30
8
EtCO2- und awAF-Alarmfunktion
Alarme werden dann ausgelöst, wenn der Messwert außerhalb der für EtCO2 konfigurierten oberen
oder unteren Grenze, der oberen oder unteren Alarmgrenze für die im Atemstrom ermittelte
Atemfrequenz (awAF) und der Apnoe-Zeit liegt. EtCO2-Alarme sind „löschend“, das heißt das
Alarmsignal erlischt automatisch, sobald die Alarmsituation nicht mehr besteht.
Tabelle 14 EtCO2 Rote/Gelbe physiologische Alarme
Alarmmeldung Alarmtyp Signal
Apnoe
Rot
Rote Alarmmeldung; Alarmton
EtCO2 hoch Gelb
EtCO2 niedrig Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Alarmton
Gelbe Alarmmeldung; Alarmton
awAF hoch
awAF niedrig
Gelbe Alarmmeldung; Alarmton
Gelbe Alarmmeldung; Alarmton
Gelb
Gelb
Alarmsituation
Keine erfassbaren Atemzüge während der
konfigurierten Apnoe-Alarmverzögerung.
Der EtCO2-Wert übersteigt die obere Alarmgrenze.
Der EtCO2-Wert ist unter die untere Alarmgrenze
abgefallen.
Der awAF-Wert übersteigt die obere Alarmgrenze.
Der awAF -Wert ist unter die untere Alarmgrenze
abgefallen.
Die EtCO2-/awAF-Alarmfunktion ist so lange aktiv, bis sie deaktiviert wird oder wenn allgemein die
Alarmfunktion des Geräts ausgeschaltet wird. In diesem Fall bleibt sie so lange aus, bis sie wieder
eingeschaltet wird.
WARNUNG Das Ausschalten der Alarmfunktion unterdrückt alle EtCO2- und awAF-bezogenen Alarme. Bei
Eintreten einer Alarmsituation wird dann KEIN Alarm ausgelöst.
114
EtCO2- und awAF-Alarmfunktion
10 Kohlendioxidüberwachung
Ändern der EtCO2-Alarmgrenzen
Anleitung zum Ändern der EtCO2-Alarmgrenzen:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
EtCO2 auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
EtCO2-Grenzen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten den oberen Grenzwert erhöhen oder verringern und die
Menüauswahltaste drücken.
6
Den neuen unteren Grenzwert einstellen und die Menüauswahltaste drücken.
Aktivieren/Deaktivieren der EtCO2-Alarmfunktion
Anleitung zum Aktivieren/Deaktivieren der EtCO2-Alarmfunktion:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
EtCO2 auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Alarmfunktion Ein/Alarmfunktion Aus auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Ändern der awAF-Alarmgrenzen
Anleitung zum Ändern der awAF-Alarmgrenzen:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
awAF auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
awAF-Grenzen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten den oberen Grenzwert erhöhen oder verringern und die
Menüauswahltaste drücken.
6
Den neuen unteren Grenzwert einstellen und die Menüauswahltaste drücken.
115
10 Kohlendioxidüberwachung
Deaktivieren der EtCO2-Überwachungsfunktion
Ändern der Apnoe-Alarmverzögerung
Anleitung zum Ändern der Apnoe-Alarmverzögerung:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
awAF auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Apnoe-Alarmverzög. auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten den Grenzwert erhöhen oder verringern und die Menüauswahltaste
drücken.
Aktivieren/Deaktivieren der awAF-Alarmfunktion
Anleitung zum Aktivieren der awAF-Alarmfunktion:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
awAF auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Alarmfunktion Ein/Alarmfunktion Aus auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
WARNUNG • Die Sicherheit und Wirksamkeit des Atemfrequenz-Messverfahrens hinsichtlich der Erkennung von
Atemstillstand, insbesondere bei Kleinkind-Apnoe, ist bisher nicht nachgewiesen.
• Die gewählte Verzögerung des Apnoe-Alarms kann sich um max. 17 Sekunden verlängern, falls die
Apnoe während des automatischen Nullabgleichs auftritt.
Deaktivieren der EtCO2-Überwachungsfunktion
Zum Deaktivieren der EtCO2-Überwachung den FilterLine-Schlauch aus dem CO2-Eingang
herausziehen. Daraufhin erscheint die Meldung CO2 ausgesteckt - EtCO2 wird beendet. OK?. Ja
auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Wenn der FilterLine-Schlauch versehentlich herausgezogen wurde, weist die Meldung CO2 ausgesteckt EtCO2 wird beendet. OK? auf diesen Umstand hin. Nein auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Die Verbindung wiederherstellen. Danach ist die CO2-Überwachung wieder aktiv.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während der CO2-Überwachung nicht ordnungsgemäß funktioniert,
schlagen Sie bitte nach in Kapitel 20, “Fehlerbehebung” auf Seite 249.
116
11
Invasive Drucküberwachung
11
Dieses Kapitel beschreibt den Einsatz des HeartStart MRx zur Überwachung invasiver Drücke.
Übersicht
Die Option „Invasive Drücke“ bietet zwei Kanäle zur kontinuierlichen Messung eines invasiven Drucks
in Echtzeit und zur Anzeige der entsprechenden Kurven in den Betriebsarten Monitor, Manuell und
Pacer. Wenn für den Druck ein Puls vorhanden ist, wird der systolische, der diastolische und der mittlere
Druck als numerischer Wert angezeigt. Wenn kein Puls vorhanden ist, wird nur der mittlere Druck
angezeigt. Zur Signalisierung von Änderungen des Patientenzustands können Alarmgrenzen eingestellt
werden. Wenn die Alarmfunktion eingeschaltet ist, erscheinen neben dem Druckwert die Alarmgrenzen;
über den Alarmgrenzen wird die Alarmquelle angezeigt. Wenn die Alarmfunktion ausgeschaltet ist,
erscheint anstelle der Alarmgrenzen das Symbol „Alarmfunktion Aus“.
Einstellen der Druckmessung
HIN W E I S
1
HeartStart MRx einschalten.
2
Druckkabel an den HeartStart MRx anschließen.
Der HeartStart MRx führt eine Funktionsprüfung der Option „Invasiver Druck“ aus, sobald diese
Option eingeschaltet wird.
3
Kabel an den Aufnehmer anschließen.
4
Lösung zum Spülen vorbereiten.
5
Das System durchspülen, um Luft aus dem Schlauch zu entfernen. Der Druckaufnehmer und die
Dreiwegehähne müssen frei von Luftblasen sein.
WARNUNG Wenn Luftblasen im System vorhanden sind, nochmals mit der Lösung spülen. Luftblasen können zu
falschen Messwerten führen.
6
Die Druckleitung an den Druckkatheter anschließen.
117
11 Invasive Drucküberwachung
7
Einstellen der Druckmessung
Bei Druckinfusion eine Druckmanschette um den Infusionsbeutel legen. Die Manschette gemäß
den krankenhausinternen Vorschriften aufblasen und mit der Infusion beginnen.
Den Druckaufnehmer so platzieren, dass er sich auf einer Höhe mit dem Herzen befindet
(ungefähr im Bereich der mittleren Axillarlinie).
WARNUNG Wenn der intrakranielle Druck (ICP) im Sitzen gemessen wird, muss sich der Aufnehmer auf einer
Höhe mit dem oberen Ohrrand befinden. Bei Platzierung auf falscher Höhe können die Werte
verfälscht werden.
118
Auswählen des zu überwachenden Drucks
11 Invasive Drucküberwachung
Auswählen des zu überwachenden Drucks
Jedem Druckkanal ist beim Anschließen ein Name zuzuweisen. Die Kanäle sind als Druck 1 und
Druck 2 gekennzeichnet. Jedem Druckkanal kann durch Auswahl der geeigneten Druckbezeichnung
mithilfe der Menüauswahltaste ein Name zugeordnet werden. Nach Auswahl des Namens speichert der
HeartStart MRx die zu diesem Namen gehörigen Daten (Farbe, Alarmquelle und -grenzen, Skala) als
Standardvorgabe. Der Name des Druckkanals ist bei jedem Anschließen zu prüfen und bei Bedarf zu
ändern.
Anleitung zum Auswählen eines Druck-Namens:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Druck 1 (oder Druck 2) auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Name auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Den passenden Namen aus der Liste auswählen (Liste siehe Tabelle 15) und die Menüauswahltaste
drücken.
6
Skalengröße auswählen (siehe “Druckkurven” auf Seite 120).
7
Alarmquelle auswählen (siehe “Alarmfunktion” auf Seite 127).
8
Obere und untere Alarmgrenze definieren.
Die Schritte zur Bezeichnung des zweiten Druckkanals wiederholen.
HIN W E I S
Wenn der Druck-Name geändert wird, werden die zugehörigen Skalen und Alarmeinstellungen aktiviert.
Nachdem ein Name aus dem Menü ausgewählt wurde, können die Skalen- und Alarmeinstellungen
entweder bestätigt oder geändert werden. Tabelle 15 zeigt eine Liste der Druck-Namen.
Tabelle 15 Druck-Namen
Name
Beschreibung
Name
Beschreibung
ABP
Arterieller Blutdruck
LAP
Linksatrialer Druck
ART
Arterieller Blutdruck
PAP
Pulmonalarteriendruck
Ao
Aortadruck
RAP
Rechtsatrialer Druck
CVP
Zentraler Venendruck
P1
Unspezifischer Druck-Name (Kanal 1)
ICP
Intrakranieller Druck*
P2
Unspezifischer Druck-Name (Kanal 2)
* - Wenn ein Druck bereits auf ABP, ART oder Ao und der andere Druck auf ICP eingestellt ist, wird
zusammen mit dem ICP automatisch der zerebrale Perfusionsdruck (CPP) angezeigt. CPP und ICP
werden in der gleichen Farbe dargestellt. Es kann nur jeweils der ICP- oder der CPP-Alarm aktiviert
werden. Siehe Alarme auf Seite 127.
HIN W E I S
Beim Auswählen eines Druck-Namens für einen Druckkanal erscheint der Name des anderen
Druckkanals nur dann in der Optionsliste, wenn der andere Kanal nicht mit einem Aufnehmer
verbunden ist. Wenn für beide Kanäle der gleiche Name gewählt wird, ändert sich der Name für den
anderen Kanal auf „unspezifisch“ (P1 oder P2). Wenn der erste Kanal umbenannt werden soll, bleibt
der Name für den zweiten Kanal „unspezifisch“ (P1 oder P2).
HIN W E I S
Wenn bei Anwendung einer intra-aortalen Ballonpumpe der Druck einer Arterienkurve überwacht
werden soll, ist das Überwachungsgerät direkt an die Ballonpumpe anzuschließen.
119
11 Invasive Drucküberwachung
Druckkurven
Druckkurven
Für jeden Druck-Namen steht eine Auswahl von Kurvenskalen zur Verfügung. Die angezeigte Kurve
kann an Offset und Amplitude des Signals angepasst werden. Die Skala kann über das Menü Kurven
(Anzeige) geändert werden.
Anleitung zum Auswählen einer Druckkurve und der dazugehörigen Skala für die Anzeige oder den
Streifenausdruck:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten die Option Kurven (Anzeige) auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Kurvenposition (Kurve 1, Kurve 2, Kurve 3 oder Kurve 4) auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
4
Geeigneten Namen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Geeignete Skala auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Verfügbare Skalen in mmHg:
300, 240, 180, 150, 120, 110, 100, 90, 80, 70, 60, 50, 40, 30, 20, 10, -5, -10, -15 und -20.
Verfügbare Skalen in kPa:
38.0, 32.0, 26.0, 24.0, 22.0, 20.0, 18.0, 16.0, 14.0, 13.0, 12.0, 11.0, 10.0, 9.0, 8.0, 7.0, 6.0, 5.0, 4.0,
3.0, 2.0, -1.0, -1.5, -2.0, -2.5.
HIN W E I S
120
Eine positiver Wert stellt die obere Referenzlinie ein; die untere Referenzlinie wird auf Null gesetzt.
Ein negativer Wert stellt die untere Referenzlinie ein; die mittlere Referenzlinie wird auf Null gesetzt.
Nullabgleich des Druckaufnehmers
11 Invasive Drucküberwachung
Nullabgleich des Druckaufnehmers
Damit keine ungenauen Druckwerte gemessen werden, benötigt der HeartStart MRx einen gültigen
Nullwert. Der Nullabgleich ist gemäß den krankenhausinternen Vorschriften durchzuführen –
mindestens einmal täglich. Ein erneuter Nullabgleich ist außerdem unter folgenden Bedingungen
durchzuführen:
• Immer, wenn das Aufnehmerkabel an den HeartStart MRx angeschlossen wird.
• Nach einem Patiententransport.
• Bei Höhenveränderungen, wenn der HeartStart MRx an Bord eines Flugzeugs verwendet wird. Der
Nullabgleich ist bei Erreichen der Reiseflughöhe erneut durchzuführen.
• Bei Verwendung eines neuen Aufnehmers oder eines neuen Schlauchs.
• Wenn der Verdacht besteht, dass der Messwert nicht korrekt ist.
HIN W E I S
Der numerische Wert ist nach dem Anschließen des Aufnehmers solange ungültig (Anzeige -?-), bis der
Nullabgleich erfolgreich durchgeführt wurde.
Für den Nullabgleich zugewiesener Druckkanäle gibt es zwei Möglichkeiten: Über eine Softtaste im
Überwachungs-Betrieb oder über die Menüauswahltaste. Die Druckkanäle können entweder
gemeinsam oder getrennt genullt werden.
WARNUNG Vor dem Nullabgleich darauf achten, dass die Druckaufnehmer zur Umgebungsluft geöffnet werden
und der Dreiwegehahn zum Patienten geschlossen ist.
Nullabgleich über die Menüauswahltaste
Anleitung zum Einstellen des Nullpunktes über die Menüauswahltaste:
1
Den Aufnehmer auf der für den Messort geeigneten Höhe anbringen.
2
Den Dreiwegehahn zum Patienten schließen und den Aufnehmer zur Umgebungsluft öffnen.
3
Am HeartStart MRx die Menüauswahltaste
4
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
5
Den Druck-Namen auswählen, für den der Nullabgleich durchgeführt werden soll.
6
Nullenauswählen und die Menüauswahltaste drücken. Der Nullabgleich beginnt.
drücken.
Nullabgleich über eine Softtaste im Überwachungs-Betrieb
Anleitung zum Einstellen des Nullpunkts über eine Softtaste im Überwachungs-Betrieb:
1
Den Aufnehmer auf der für den Messort geeigneten Höhe anbringen.
2
Den Dreiwegehahn zum Patienten schließen und den Aufnehmer zur Umgebungsluft öffnen.
3
Die Softtaste unter [Druck Nullen] drücken.
4
Mit den Navigationstasten den zu nullenden Druck aus dem Menü Nullen auswählen und die
Menüauswahltaste drücken. Der Nullabgleich beginnt.
121
11 Invasive Drucküberwachung
Nullabgleich des Druckaufnehmers
WARNUNG Wenn die Alarmfunktion für die invasive Druckmessung und die Puls-Alarmfunktion auf invasiven
Druckwerten beruht, wird die Alarmfunktion während des Nullabgleichs vorübergehend ausgeschaltet.
Die Alarmfunktion wird 30 Sekunden nach Abschluss des Nullabgleichs wieder eingeschaltet.
Während des Nullabgleichs erscheint eine entsprechende Meldung auf der Anzeige des HeartStart MRx.
Wenn der Nullabgleich erfolgreich durchgeführt wurde, wird folgende Meldung angezeigt: Druck-NameNullabgleich beendet: Datum/Uhrzeit (Beispiel: ABP-Nullabgleich beendet: 25Jan2006, 9:26). Wenn der
Nullabgleich fehlgeschlagen ist, wird eine mögliche Ursache zusammen mit folgender Meldung angezeigt:
-Nullabgleich nicht möglich. Tabelle 16 zeigt mögliche Ursachen.
Tabelle 16 Mögliche Ursachen für die Meldung Nullabgleich nicht möglich:
Mögliche Ursachen
Abhilfe
Gerätefehler
Hardware-Fehler. Technische Abteilung informieren.
Offset zu groß
Aufnehmer zur Umgebungsluft öffnen und Vorgang wiederholen. Wenn
das Problem weiter besteht, Aufnehmerkabel austauschen und Vorgang
wiederholen. Wenn noch immer kein Nullabgleich durchgeführt werden
kann, Aufnehmer austauschen und Vorgang wiederholen. Wenn auch
weiterhin kein Nullabgleich möglich ist, Technische Abteilung informieren.
Signal instabil
HIN W E I S
122
Kein Aufnehmer
Bestätigen, dass der Aufnehmer angeschlossen ist und Vorgang wiederholen.
Wenn das Problem weiter besteht, Aufnehmer austauschen.
Pulsatiler Druck
Darauf achten, dass der Aufnehmer zur Umgebungsluft hin und nicht zum
Patienten geöffnet ist. Vorgang wiederholen.
Wenn der Nullabgleich erfolgreich durchgeführt wurde, den Dreiwegehahn zur Umgebungsluft
schließen. Dadurch wird der Dreiwegehahn zum Patienten hin geöffnet.
Kalibrierung
11 Invasive Drucküberwachung
Kalibrierung
Wenn ein neuer Aufnehmer an die Druckleitung angeschlossen wird, kann am HeartStart MRx der
Kalibrierungsfaktor (siehe Begleitdokumentation für den Katheter) eingegeben werden.
Bekannter Kalibrierungsfaktor
Anleitung zum Einstellen eines bekannten Kalibrierungsfaktors:
HIN W E I S
1
Den Aufnehmer auf Null abgleichen (siehe voriger Abschnitt).
2
Die Menüauswahltaste
3
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
4
Den korrekten Druck auswählen (Kanal: Name) und die Menüauswahltaste drücken.
5
Kalibrationsfaktor auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
6
Den Kalibrierungsfaktor mit der Navigationstasten einstellen. Die Werte liegen zwischen 180,0
und 220,0 in Schritten von 0,2. Die Menüauswahltaste drücken.
drücken.
Nur wiederverwendbare Aufnehmer müssen kalibriert werden.
123
11 Invasive Drucküberwachung
Kalibrierung
Kalibrieren des wiederverwendbaren Aufnehmers CPJ840J6
Neue wiederverwendbare Aufnehmer müssen vor ihrer Verwendung kalibriert werden. Kalibrierung
regelmäßig gemäß den krankenhausinternen Vorschriften durchführen. Dazu werden benötigt:
• Sphygmomanometer in Standardausführung
• Sterile 10-cm3-Spritze mit heparinisierter Lösung
• Dreiwegehahn
• Einen Schlauch mit einer Länge von ca. 25 cm.
WARNUNG Den Aufnehmer für die invasive Druckmessung niemals während der Patientenüberwachung kalibrieren.
Anleitung zum Durchführen einer Kalibrierung des Aufnehmers CPJ840J6:
1
Den Aufnehmer auf Null abgleichen (siehe voriger Abschnitt).
2
Spritze und Manometer anschließen. (Siehe Abbildung 62.)
a. Schlauch am Manometer anschließen.
b. Den Dreiwegehahn an den Dreiwegehahn des Druckaufnehmers anschließen, der nicht mit
dem patientenseitigen Messkatheter verbunden ist.
c. Die Spritze an einem Anschluss und das Manometer am anderen anbringen.
d. Dreiwegehahn zum Manometer öffnen.
Abb. 62 Anschließen von Spritze und Manometer
1
CO 2
M
ic
ro
st
re
a m™
2
ECG
ECG
124
Kalibrierung
HIN W E I S
11 Invasive Drucküberwachung
3
Den Manometerdruck auf etwa 200 mmHg oder 27,0 kPa einstellen.
4
Die Menüauswahltaste
5
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
6
Den Druck auswählen (Kanal: Name), der kalibriert werden soll; die Menüauswahltaste drücken.
7
Kalibrationsdruck auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
8
Mit den Navigationstasten den Kalibrierungsdruck auswählen, der in Schritt 3 für das Manometer
eingestellt wurde. Die Standardvorgabe lautet 200 mmHg (27,0 kPa). Die Werte liegen zwischen
90 und 220 mmHg in Schritten von 1 (12,0 bis 30,0 kPa in Schritten von 0,2).
9
Die Menüauswahltaste drücken. Der Kalibrierungsfaktor wird automatisch eingestellt und auf der
Anzeige dargestellt.
drücken.
Nach erfolgreicher Kalibrierung den Kalibrierungsfaktor auf dem Aufnehmer vermerken.
Bestätigung der Kalibrierung
Nach erfolgreicher Kalibrierung erscheint auf der Anzeige des HeartStart MRx eine kurze Meldung mit
dem neuen Kalibrierungsfaktor und wann und um wieviel Uhr die Kalibrierung beendet wurde. Wenn
die Kalibrierung fehlgeschlagen ist, erscheint die Meldung Kalibrierung nicht möglich sowie eine
mögliche Ursache. Tabelle 17 zeigt mögliche Ursachen.
Tabelle 17 Mögliche Ursachen für die MeldungKalibrierung nicht möglich:
Meldung
Abhilfe
Gerätefehler
Hardware-Fehler. Technische Abteilung informieren.
Messbereich überschritten Darauf achten, dass der Kalibrierungsdruck auf den Wert eingestellt ist, der für
den Aufnehmer verwendet wird. Kalibrierung wiederholen.
Signal instabil
Darauf achten, dass das Signal am Aufnehmer nicht gestört wird. Kalibrierung
wiederholen.
Kein Aufnehmer
Bestätigen, dass der Aufnehmer angeschlossen ist und Vorgang wiederholen.
Zuerst Nullabgleich
durchführen
Es liegt kein gültiger Nullwert vor. Den Aufnehmer auf Null abgleichen.
WARNUNG Bei der Verwendung von wiederverwendbaren Aufnehmern ist stets zu überprüfen, dass der auf dem
Aufnehmer vermerkte Kalibrierungsfaktor mit dem am HeartStart MRx angezeigten
Kalibrierungsfaktor übereinstimmt. Unterschiedliche Kalibrierungsfaktoren können zu ungenauen
Messwerten führen.
125
11 Invasive Drucküberwachung
Kalibrierung
Letzte Nullung/Kalibrierung
Über das HeartStart MRx Menü kann man Datum und Uhrzeit des letzten Nullabgleichs oder der
letzten Kalibrierung eines Kanals abrufen.
Anleitung zum Anzeigen des Datums der letzten Nullung oder der letzten Kalibrierung eines Kanals:
HIN W E I S
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Den Druck auswählen (Kanal: Name) und die Menüauswahltaste drücken.
4
Datum und Uhrzeit der letzten Nullung und Kalibrierung werden angezeigt.
Für die Kalibrierung werden Datum und Uhrzeit der letzten Kalibrierung mit einem bekannten Druck
oder mit einem manuell eingegebenen Kalibrierungsfaktor angezeigt.
Abb. 63 Datum der letzten Nullung und der letzten Kalibrierung
Druck 1: ABP
Letzte Nullung 28. Nov 2005 09:05
Letzte Kalibrierung 28. Nov 2005 09:06:00
Name
ABP Nullen
Kalibrierungsdruck
Kalibrierungsfaktor
Alarmfunktion Aus
ABP-Grenzen
Beenden
Unterdrückung nicht-physiologischer Artefakte
Die Messung invasiver Drücke kann durch verschiedene klinische Maßnahmen (z. B. durch Entnahme
einer Blutprobe) beeinflusst werden. Der HeartStart MRx lässt sich so konfigurieren, dass er Alarme für
einen bestimmten Zeitraum unterdrückt. Die Dauer der Unterdrückung kann im Konfigurationsbetrieb
definiert werden. Zur Auswahl stehen 30, 60 und 90 Sekunden oder Aus. Die Standardvorgabe lautet
60 Sekunden. Während der Unterdrückung zeigt der HeartStart MRx eine Störungsmeldung und das
Symbol ? neben dem Druck-Namen. Die Druck-Alamfunktion und Störungsmeldungen Druck-Name
Kein Puls sind während der Unterdrückung inaktiv. Der Alarm „CPP hoch“ wird nicht unterdrückt.
126
Alarmfunktion
11 Invasive Drucküberwachung
Alarmfunktion
Zur Signalisierung von Änderungen des Patientenzustands können Alarmgrenzen eingestellt werden.
Wenn die Alarmfunktion aktiv ist, erscheinen neben dem Druckwert die Alarmgrenzen. Alarme für
invasive Druckmessung sind „löschende“ Alarme, das heißt das Alarmsignal erlischt automatisch,
sobald die auslösende Alarmsituation nicht mehr besteht. Einzelheiten zu den Alarmen für invasive
Druckmessung siehe Tabelle 18.
Tabelle 18
Rote/Gelbe physiologische Alarme für invasive Druckmessung
Alarmmeldung
Alarmtyp
Signal
Alarmsituation
[ABP, ART, Ao,
PAP, P1, P2] fehlt
Rot
Rote Alarmmeldung;
Alarmton
Der mittlere Druck ist auf unter 10 mmHg
(1,3 kPa) gefallen und der Druck ist nichtpulsatil.
[Druck-Name]s
hoch
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der systolische Wert übersteigt die obere
Alarmton
Alarmgrenze.
[Druck-Name]d
hoch
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der diastolische Wert übersteigt die
Alarmton
obere Alarmgrenze.
[Druck-Name]m
hoch
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der mittlere Druck übersteigt die obere
Alarmton
Alarmgrenze.
[Druck-Name]s
niedrig
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der systolische Wert ist unter die untere
Alarmgrenze abgefallen.
Alarmton
[Druck-Name]d
niedrig
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der diastolische Wert ist unter die untere
Alarmgrenze abgefallen.
Alarmton
[Druck-Name]m
niedrig
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der mittlere Wert ist unter die untere
Alarmgrenze abgefallen.
Alarmton
Jeder Druck-Name hat eigene Standard-Alarmgrenzen, die im Konfigurationsbetrieb definiert werden.
Einzelheiten stehen unter “Konfiguration” auf Seite 181. Wenn der Alarm von einer Pulsquelle
kommt, wird die Quelle über den Alarmgrenzen angezeigt. Wenn die Alarmfunktion ausgeschaltet ist,
erscheint anstelle der Alarmgrenzen das Symbol „Alarmfunktion Aus“
.
Wenn für eine Kurve kein Puls mehr vorliegt, wird aus dem Messwert ein Mittelwert, der mit der
aktuellen Quelle (d. h. systolisch oder diastolisch) und den Alarmgrenzen verglichen wird.
WARNUNG Darauf achten, dass die Alarmgrenzen für den korrekten Druck-Namen aktiviert/deaktiviert und
eingestellt werden. Diese Einstellungen gelten nur für den jeweiligen Druck-Namen. Eine Änderung
des Namens kann zu einer Änderung der Alarmgrenzen führen.
127
11 Invasive Drucküberwachung
Alarmfunktion
Aktivieren/Deaktivieren der Alarmfunktion
Anleitung zum Aktivieren/Deaktivieren der Alarmfunktion:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Den Druck auswählen (Kanal: Name), dessen Alarmstatus geändert werden soll; die
Menüauswahltaste drücken.
4
Alarmfunktion Ein (oder Alarmfunktion Aus) auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Anzeigen/Ändern/Einstellen einer Alarmquelle
Man kann die Alarmquellen und -grenzen für einen bestimmten Druck-Namen anzeigen oder ändern.
Anleitung zum Anzeigen oder Ändern von Alarmeinstellungen:
128
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Den Druck auswählen (Kanal: Bezeichnung), dessen Alarme angezeigt/geändert werden soll; die
Menüauswahltaste drücken.
4
Grenzen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Wenn der Druck-Name pulsatil ist, die gewünschte Alarmquelle (Systolisch, Diastolisch oder
Mittel) auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
6
Mit den Navigationstasten die obere Alarmgrenze erhöhen oder verringern und die
Menüauswahltaste drücken.
7
Die neue untere Alarmgrenze einstellen und die Menüauswahltaste drücken.
Alarmfunktion
11 Invasive Drucküberwachung
CPP-Alarmfunktion
Bei den beiden Parametern CPP und ICP kann nur jeweils die Alarmfunktion eines der beiden Parameter
aktiviert werden. Wenn die CPP-Alarmfunktion eingeschaltet ist, ist die ICP-Alarmfunktion deaktiviert.
Beide Alarmfunktionen können gleichzeitig ausgeschaltet werden. Der Parameter mit deaktivierter
Alarmfunktion erscheint unten im ICP-/CPP-Parameterblock mit dem Symbol „Alarmfunktion Aus“
. Standardvorgabe: ICP-Alarmfunktion Ein; CPP-Alarmfunktion Aus.
PAWP
Die Bestimmung des pulmonaler Kapillarverschlussdrucks gemäß den krankenhausinternen
Vorschriften durchführen. Der numerische Druckwert wird nicht im Vitalparameter-Trend
gespeichert.
WARNUNG Bei PAWP-Messwerten darf aufgrund der verzögerten Messung Microstream CO2 (Messung im
Seitenstrom) nicht als direkte Referenz zur Bestimmung des expiratorischen Endpunkts in der
Druckkurve herangezogen werden.
Wenn der Ballon-Einschwemmkatheter in die Wedge-Position gelangt, ohne dass der Ballon
aufgeblasen wird, nimmt die Kurve des Pulmonalarteriendrucks ein keilförmiges Erscheinungsbild an.
Diese Situation ist in Übereinstimmung mit den Standardverfahren entsprechend zu beheben.
129
11 Invasive Drucküberwachung
Puls
Puls
Der HeartStart MRx liefert Pulswerte, die entweder mittels SpO2-Bestimmung oder durch invasive
Druckmessung gewonnen werden. Nähere Erläuterungen zur pulsoxymetrisch abgeleiteten
Pulsfrequenz stehen im Kapitel 8, Pulsoxymetrie. Wenn das Gerät über beide Optionen verfügt,
beachten Sie folgenden Abschnitt.
Pulsquellen
Wenn der HeartStart MRx sowohl über die SpO2-Option als auch über die Option „Invasive Drücke“
verfügt, kann der Puls im Überwachungs-, Pacing- und Manuell-Betrieb aus einem SpO2-Plethysmogramm
oder einer der beiden invasiven Druckkurven abgeleitet werden. Die Pulsfrequenz wird in der Farbe der
Pulsquelle angezeigt (wenn das Plethysmogramm beispielsweise zyanfarben ist und die Pulsfrequenz aus dem
Plethysmogramm abgeleitet wird, erscheint die Pulsfrequenz ebenfalls in zyan).
Die Pulsmessung ist eingeschaltet (und wird angezeigt), wenn eine der möglichen Quellen aktiviert ist.
SpO2 ist die werkseitige Standardvorgabe; diese kann jedoch im Konfigurationsbetrieb geändert werden.
Wenn während eines Ereignisses nicht die Standard-Pulsquelle aktiv ist, sondern eine sekundäre Quelle,
erscheint der Pulswert zwar auf der Anzeige, ist aber ungültig; dort, wo der Wert stehen sollte, erscheint
ein -?-. Außerdem wird eine Störungsmeldung Puls-Quelle prüfen angezeigt. Um eine Pulsfrequenz zu
erhalten, muss die Pulsquelle für diesen Einsatz auf eine aktive Quelle umgestellt werden.
Wenn die zur Erfassung der Pulsfrequenz verwendete Pulsquelle während der aktiven Messung abgezogen
wird und eine zweite Pulsquelle verfügbar ist, schaltet die Pulsfrequenz nicht automatisch auf die zweite
Quelle. Der Pulswert (und der Wert der zweiten Messung) bleiben weiterhin eingeblendet, werden aber
ungültig; dort, wo der Wert stehen sollte, erscheint ein -?-. Außerdem wird eine Störungsmeldung
angezeigt. Zur Reaktivierung einer Pulsmessung muss die ursprüngliche Pulsquelle wieder angeschlossen
oder die Pulsquelle auf die sekundäre Option umgestellt werden.
130
Puls
11 Invasive Drucküberwachung
Ändern der Pulsquelle
Anleitung zum Ändern der Pulsquelle für den aktuellen Patienten:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Puls auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Pulsquelle auswählen und die Menüauswahltaste drücken. Eine Quelle mit einer arteriellen oder
pulmonalen Kurve wählen.
5
Mit den Navigationstasten die gewünschte Pulsquelle auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
Abb. 64 Pulsquelle
Hauptmenü
Messwerte/Alarme
Puls-Quelle
Puls
HF/Arrhythmie
Puls-Quelle
SpO2
Kurven (Anzeige)
Druck 1: ABP
Alarmfunktion Ein
Druck 1: ABP
Kurven (Ausdruck)
Druck 2: PAP
Puls-Grenzen
Druck 2: PAP
CPP
Beenden
Lautstärke
Messwerte/Alarme
Pat.-Info
Trends
Andere
Hoher Kontrast Ein
Beenden
NBP
EtCO2
awAF
SpO2
Puls
Temp
Einstellen der Puls-Alarmfunktion
Puls-Alarme werden ausgelöst, sobald die Messwerte die konfigurierten oberen und unteren
Alarmgrenzen der Pulsfrequenz über- bzw. unterschreiten. Die Alarmfunktion ist ausgeschaltet, es sei
denn, sie wird während des Betriebs eingeschaltet. Nach dem Einschalten ist sie so lange aktiviert, bis
sie wieder ausgeschaltet wird.
HIN W E I S
Wenn die Puls-Alarmfunktion aktiv ist, erscheinen die Alarmgrenzen neben der Pulsfrequenz. Wenn die
Alarmfunktion ausgeschaltet ist, erscheint anstelle der Alarmgrenzen das Symbol „Alarme Aus“
.
Aktivieren/Deaktivieren der Puls-Alarmfunktion
Die Pulsfrequenz-Alarmfunktion ist standardmäßig ausgeschaltet. Anleitung zum Einschalten der PulsAlarmfunktion für den aktuellen Patienten:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Puls auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Alarmfunktion Ein auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Die Alarmfunktion ist damit eingeschaltet. Zum Ausschalten der Alarmfunktion diese Schritte
wiederholen, jedoch in Schritt 4 Alarmfunktion Aus wählen.
131
11 Invasive Drucküberwachung
Pflege und Reinigung der Aufnehmer
Pulsalarmgrenzen
Pulsalarmgrenzen können für den aktuellen Patienten geändert werden. Anleitung zum Ändern der
Alarmgrenzen:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Puls auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Puls-Grenzen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten den neuen oberen Grenzwert auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
6
Die neue untere Alarmgrenze auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Ändern der Standardpulsquelle und der Alarmgrenzen
Die Standardpulsquelle kann im Abschnitt „Puls“ im Konfigurationsbetrieb geändert werden. Siehe
Kapitel 17. Weil Puls- und Herzfrequenz dieselben Standardalarmgrenzen haben, können die
Pulsalarmgrenzen im EKG-Abschnitt im Konfigurationsbetrieb geändert werden.
Pflege und Reinigung der Aufnehmer
Die Pflege und Reinigung der Aufnehmer für invasive Druckmessung und der Kabel ist in der
Begleitdokumentation des Herstellers beschrieben. Die Lebensdauer der Kabel kann durch
unsachgemäße Handhabung erheblich verkürzt werden.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während der invasiven Drucküberwachung nicht ordnungsgemäß
funktioniert, schlagen Sie bitte nach in Kapitel 20 “Fehlerbehebung”.
132
12
Temperatur
12
Dieses Kapitel beschreibt den Einsatz des HeartStart MRx zur Überwachung der Temperatur.
Übersicht
Der HeartStart MRx verfügt über einen Kanal zur kontinuierlichen Temperaturüberwachung in Echtzeit.
Das Gerät kann die Körperkern-, Ösophagus-, Haut-, Blasentemperatur sowie die nasopharyngeale, rektale,
arterielle und venöse Temperatur überwachen. Messungen lassen sich in der Einheit Fahrenheit oder Celsius
anzeigen und können im Überwachungs-, Pacer- und Manuell-Betrieb durchgeführt werden.
Auswählen eines Temperatur-Namens
Der HeartStart MRx überwacht die Temperatur des Bereichs, in dem sich der Aufnehmer befindet. Der
Temperatur-Messung ist ein passender Name zuzuweisen; so wird sichergestellt, dass die Temperatureinstellungen auf die Temperaturwerte abgestimmt sind. Wird ein Temperatur-Name geändert, werden alle zugehörigen Einstellungen (einschließlich der Alarmgrenzen) aktiv. Der Standardname lautet Temp.
Tabelle 19 Temperatur-Namen
Name
Typ
Name
Typ
Töso
Ösophagustemperatur Tnaso
nasopharyngeale Temperatur
Trekt
rektale Temperatur
TBlase
Harnblasentemperatur
THaut
Hauttemperatur
Tart
arterielle Temperatur
Temp
Unspezifischer
Temperatur-Name
Tven
venöse Temperatur
TKern
Körperkerntemperatur
Anleitung zum Auswählen eines Temperatur-Namens:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Den Temperatur-Namen auswählen, der der Messung aktuell zugeordnet ist (Standard:Temp); die
Menüauswahltaste drücken.
4
Name auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Geeigneten Namen aus der Liste auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
133
12 Temperatur
Überwachen der Temperatur
Überwachen der Temperatur
Anleitung zum Überwachen der Temperatur:
HIN W E I S
1
Das Temperaturkabel an den HeartStart MRx anschließen.
2
Den korrekten Temperatur-Namen für die Messung auswählen.
3
Überprüfen, ob die aktuellen Einstellungen (einschließlich der Alarmeinstellungen) für den
Patienten geeignet sind.
4
Den Temperaturaufnehmer am Körper anbringen.
Die Temperaturfunktion führt nach dem Einschalten einen Selbsttest durch; auch während des
Betriebs werden im stündlichen Systemtests durchgeführt.
Alarmfunktion
Einstellen der Temperatur-Alarmfunktion
Temperaturalarme werden ausgelöst, sobald die Messwerte die konfigurierten oberen und unteren
Alarmgrenzen über- bzw. unterschreiten. Temperaturalarme sind „löschende“ Alarme, das heißt das
Alarmsignal erlischt automatisch, sobald die auslösende Alarmsituation nicht mehr besteht. Tabelle 20
zeigt die verschiedenen Temperatur-Alarmfunktionen.
Tabelle 20
Pysiologische Temperatur-Alarme
Alarmmeldung
Alarmtyp
Signal
Alarmsituation
[TemperaturName] hoch
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der Temperaturwert übersteigt die obere
Alarmton
Alarmgrenze.
[TemperaturName] niedrig
Gelb
Gelbe Alarmmeldung; Der Temperaturwert ist unter die untere
Alarmton
Alarmgrenze abgefallen.
Die Alarmfunktion ist eingeschaltet, es sei denn, sie wird während des Betriebs ausgeschaltet. Nach
dem Ausschalten ist sie so lange deaktiviert, bis sie wieder eingeschaltet wird.
WARNUNG Darauf achten, dass die Alarmgrenzen für den korrekten Temperatur-Namen aktiviert/deaktiviert und
eingestellt werden. Diese Einstellungen gelten nur für den jeweiligen Temperatur-Namen. Eine
Änderung des Namens kann zu einer Änderung der Alarmgrenzen führen.
HIN W E I S
134
Wenn die Temperatur-Alarmfunktion aktiv ist, erscheinen die Alarmgrenzen neben dem
Temperaturwert. Wenn die Alarmfunktion ausgeschaltet ist, erscheint anstelle der Alarmgrenzen das
Symbol „Alarme Aus“
.
Ändern der Temperatureinheit
12 Temperatur
Ändern der Temperatur-Alarmgrenzen
Anleitung zum Ändern der Temperatur-Alarmgrenzen für den aktuellen Patienten:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Den Temperatur-Namen auswählen, der der Messung aktuell zugeordnet ist; die
Menüauswahltaste drücken.
4
Temperatur-Grenzen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten die obere Alarmgrenze erhöhen oder verringern und die
Menüauswahltaste drücken.
6
Mit den Navigationstasten die untere Alarmgrenze erhöhen oder verringern und die
Menüauswahltaste drücken.
Aktivieren/Deaktivieren der Temperatur-Alarmfunktion
Die Temperatur-Alarmfunktion ist standardmäßig eingeschaltet. Anleitung zum Deaktivieren der
Temperatur-Alarmfunktion:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menü Messwerte/Alarme auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Den Temperatur-Namen auswählen, der der Messung aktuell zugeordnet ist; die
Menüauswahltaste drücken.
4
Alarmfunktion Aus auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Zum Wiedereinschalten der Alarmfunktion diese Schritte wiederholen, jedoch in Schritt 4
Alarmfunktion Ein wählen.
Ändern der Temperatureinheit
Der HeartStart MRx zeigt die Temperatur in entweder in Grad Fahrenheit oder Celsius an. Die
Standardanzeige erfolgt in Grad Celsius und lässt sich nur im Konfigurationsbetrieb ändern. Weitere
Informationen stehen unter 17.
135
12 Temperatur
Pflege und Reinigung der Temperaturkabel und -aufnehmer
Deaktivieren der Temperaturfunktion
Zum Deaktivieren der Temperaturfunktion das Temperaturkabel aus dem Anschluss am HeartStart
MRx herausziehen. Es erscheint die Meldung Temp (bzw. der gewählte Name) nicht angeschlossen.
Temp wird beendet. OK?. Ja auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Wenn das Temperaturkabel versehentlich herausgezogen wurde oder Aufnehmer und Kabel voneinander
getrennt wurden, erscheint die Meldung Temp nicht angeschlossen. Temp wird beendet. OK?. Zum Fortsetzen
der Temperaturüberwachung Nein auswählen und die Menüauswahltaste drücken. Das Temperaturkabel
wieder anschließen, um die Überwachungsfunktion neu zu starten. Siehe “Ein-/Ausschalten von
Parametern” auf Seite 18.
Pflege und Reinigung der Temperaturkabel und aufnehmer
Die Pflege und Reinigung der Kabel ist in der Begleitdokumentation des Herstellers beschrieben. Die
Lebensdauer der Kabel kann durch unsachgemäße Handhabung erheblich verkürzt werden.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während der Temperaturüberwachung nicht ordnungsgemäß funktioniert,
schlagen Sie bitte nach in Kapitel 20„Problembehebung“.
136
13
12-Kanal-EKG
13
Dieses Kapitel beschreibt den Einsatz der diagnostischen 12-Kanal-EKG-Funktion des HeartStart MRx.
Übersicht
Die optionale 12-Kanal-EKG-Funktion steht im Monitor-Betrieb zur Verfügung und ermöglicht die
Vorschau und das Erfassen, Drucken, Kopieren und Speichern eines 12-Kanal-EKGs. Außerdem bietet
die 12-Kanal-Funktion eine rechnergesteuerte EKG-Analyse anhand des Philips Algorithmus für 12Kanal-EKG. Die so ermittelten Messwerte und Befunde können in einem konfigurierbaren Bericht
angezeigt, gespeichert und gedruckt werden.
Der Philips Algorithmus für 12-Kanal-EKG erstellt eine Analyse der Amplituden, Zeitintervalle und
Morphologien der EKG-Kurven und ihrer zugehörigen Rhythmen. Der Algorithmus ist in alters- und
geschlechtsspezifisch und stark abhängig vom Pacer-Status des Patienten. Auf der Grundlage von Alter
und Geschlecht werden die Normalgrenzen für Herzfrequenz, Vektorenabweichung, Zeitintervalle und
Spannungswerte festgelegt, die zur Befundung von Tachykardien und Bradykardien, verlängerten oder
verkürzten PR- und QT-Intervallen, Hypertrophien, frühen Repolarisationen und Myokardinfarkten
herangezogen werden. Bei Patienten ab 16 Jahren werden die Kriterien für Erwachsene angewendet. Bei
Patienten unter 16 Jahren gelten die Kriterien für Kinder.
WARNUNG Die rechnergesteuerte EKG-Befundung ist kein Ersatz für eine ärztliche Befundung.
HIN W E I S
Informationen über den Philips 12-Kanal-Algorithmus sind im Internet nachzulesen im Ärztehandbuch
für Philips Algorithmus für 12-Kanal-EKG unter http://www.medical.philips.com/main/products/
resuscitation, „Documentation and Downloads“. Für die Pacer-Erkennung bietet der HeartStart MRx
nur die Einstellungen „Kein Pacer“ und „Pacer“ (Standardvorgabe: „Kein Pacer“).
HIN W E I S
Informationen zur IEC-Norm 60601-2-51 erhalten Sie im Internet unter www.medical.philips.com/
goto/productdocumentation.
137
13 12-Kanal-EKG
Vorschau
Vorschau
Die Vorschau der 12-Kanal-Funktion ermöglicht die Anzeige von 12-Kanal-EKG-Daten in Echtzeit
und die Überprüfung der Signalqualität vor der Aufzeichnung. Sie enthält Patientendaten und zeigt ca.
2,5 Sekunden von jeder der 12 erfassten Ableitungen (siehe Abbildung 65). Kurven werden mit einer
Geschwindigkeit von 25 mm/s und der konfigurierten Amplitude angezeigt. Wenn eine der Ableitungen
nicht erfasst werden kann, erscheint stattdessen eine gestrichelte Linie. Bei unzureichendem Hautkontakt
einer Elektrode erscheint die Meldung (Ableitungsname)-Elektrode ab.
Zu den in der Vorschau angezeigten Patientendaten gehören ID, Alter und Geschlecht. Bis zur
Eingabe der Patienten-ID ist die Einsatz-Nr. zu sehen. Alter und Geschlecht werden erst nach Eingabe
der entsprechenden Daten eingeblendet (siehe “Eingeben von Patienteninformationen” auf Seite 27).
Die Kurven überwachter Parameter wie EKG, SpO2 und CO2 werden in der Vorschau nicht
angezeigt; die entsprechenden Alarme, Messungen und Störungsmeldungen bleiben jedoch aktiv und
werden in Parameterblock 1 und 2 sowie im allgemeinen Statusbereich gemeldet.
Vorbereitung
Sorgfältige Patientenvorbereitung und Elektrodenplatzierung sind entscheidende Voraussetzungen für
ein hochwertiges 12-Kanal-EKG. Bei der EKG-Erfassung sollte der Patient auf dem Rücken liegen und
völlig entspannt sein. Anleitung zur Vorbereitung des EKGs:
138
1
Das 10-adrige EKG-Kabel an den HeartStart MRx anschließen, wie unter “Anschließen des EKGKabels” auf Seite 35 beschrieben.
2
Den Patienten vorbereiten und die Elektroden anbringen, wie unter “Vorbereiten der EKGÜberwachung” auf Seite 49 beschrieben.
3
Den Therapiewählschalter auf Monitor drehen.
4
ID, Namen, Alter und Geschlecht des Patienten eingeben, wie unter “Eingeben von
Patienteninformationen” auf Seite 27 beschrieben.
5
Darauf achten, dass Pacer-Status richtig angegeben ist.
Vorbereitung
13 12-Kanal-EKG
Abb. 65 Vorschau des 12-Kanal-EKGs
10. Feb 2006 11:20
Ereig.mark.
Jones, Samuel
Erw. Kein Pacer
HF
/min
80
ABP
mmHg
SYS
160
90
118/77
(95)
Temp
120
50
36,9
PAP
mmHg
DIA
16
0
24/10
(15)
°C
Puls
39,0
36,0
02:42
/min
80
100
90
SYS
160 10:40
90
38
50
30
/min
18
30
8
55 Jahre Männlich
ID: 12345
I
V1
II
V2
III
V3
aVR
V4
aVL
V5
aVF
V6
Anzeige: 0,05 -150 Hz
NBP
Starten
120/80
(95)
EtCO2 mmHg awAF
SpO2 %
100
mmHg q120
NBP
12-Kanal
Start
0,05-40 HzAbbrechen 12-Kanal
Filter
Bericht: 0,05 -150 Hz
MENÜ
139
13 12-Kanal-EKG
Erfassen des 12-Kanal-EKGs
Erfassen des 12-Kanal-EKGs
Anleitung zum Erfassen eines 12-Kanal-EKGs im Monitor-Betrieb (nach der Vorbereitung):
1
Die Softtaste [12-Kanal] drücken.
Daraufhin erscheint die Vorschau (siehe Abbildung 65).
2
Die Signalqualität jeder Ableitung überprüfen und bei Bedarf Änderungen vornehmen, wie unter
“Verbessern der Signalqualität” auf Seite 143 beschrieben.
3
Filtereinstellungen prüfen.
4
Die Softtaste [12-Kanal Start] drücken. Während der HeartStart MRx nun 10 Sekunden
lang EKG-Daten erfasst, erscheint die Meldung 12-Kanal-EKG wird erfasst.
5
Wenn Alter und Geschlecht des Patienten noch nicht eingegeben wurden, erscheint nun die
Aufforderung dazu.
a. Das angezeigte Alter mit den Navigationstasten nach Bedarf erhöhen oder verringern. Dann die
Menüauswahltaste
drücken.
b. Das Geschlecht mit den Navigationstasten auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
6
Solange die Meldung 12-Kanal-EKG wird erfasst angezeigt wird, muss der Patient ruhig
liegenbleiben.
Nach Abschluss der EKG-Erfassung beginnt automatisch die EKG-Analyse; dies wird signalisiert
durch die Meldung 12-Kanal wird analysiert. Während dieser Zeit muss sich der Patient nicht mehr
ruhig verhalten.
Im Anschluss an die Analyse wird der 12-Kanal-EKG-Bericht angezeigt, gedruckt und intern
gespeichert.
Zur Erfassung eines weiteren 12-Kanal-EKGs die Softtaste [12-Kanal Neu] drücken. Zum
Beenden der 12-Kanal-Funktion die Softtaste [12-Kanal Beenden] drücken.
WARNUNG Falsche Eingaben bei Alter, Geschlecht oder Pacer-Status können zu Fehldiagnosen führen.
HIN W E I S
140
Die Taste zur Ableitungswahl
ist bei aktiver 12-Kanal-Funktion deaktiviert.
Der 12-Kanal-EKG-Bericht
13 12-Kanal-EKG
Der 12-Kanal-EKG-Bericht
Der 12-Kanal-Bericht ist so in die Monitor-Ansicht integriert, so dass Patientenüberwachung und
Berichtanzeige gleichzeitig erfolgen können. Der 12-Kanal-Bericht ersetzt die Kurvensektoren 3 und 4
der Monitor-Ansicht (siehe Abbildung 66) und enthält bei entsprechender Konfiguration die folgenden
Informationen:
Messwerte –. Der Algorithmus liefert Intervall- und Dauer-Messungen (in Millisekunden), Vektoren
der Extremitätenableitungen (in Grad) und Herzfrequenz (in Schläge/min).
Befundtexte –. Anhand von Messungen und Patientendaten (Alter, Geschlecht, Pacer-Status)
erstellt der Philips Algorithmus für 12-Kanal-EKG Befundtexte, die den Herzrhythmus und die
Kurvenmorphologie beschreiben. Außerdem enthält dieser Abschnitt Hinweise über Probleme
bezüglich der Signalqualität, die während der EKG-Erfassung eventuell aufgetreten sind.
EKG-Schweregrad –. Jedem im Bericht aufgeführten Befund ist ein Schweregrad zugeordnet. Aus der
Kombination der Schweregrade aller erhobenen Befunde wird der Gesamt-Schweregrad für das EKG
ermittelt. Es gibt folgende Schweregrade: „Nicht befundbar“ (no severity, NS), „EKG normal“ (normal, NO),
„EKG überwiegend normal“ (otherwise normal, ON), „EKG grenzwertig“ (borderline, BO), „EKG
pathologisch“ (abnormal, AB) und „EKG(-Gerät) defekt“ (defective, DE).
Gespeicherte und gedruckte 12-Kanal-EKG-Berichte lassen sich so konfigurieren, dass sie alle 12 Kanäle,
Messungen und Befundtexte enthalten.
Nach Abschluss der Erfassung und/oder Analyse werden je nach Konfiguration eine oder zwei
Exemplare des 12-Kanal-EKG-Berichts gedruckt. Zum Drucken eines weiteren Exemplars die
Softtaste [Drucken] drücken. Zusätzlich zu den Informationen des angezeigten 12-Kanal-EKGBerichts enthält der gedruckte Bericht bis zu drei Rhythmusstreifen der konfigurierten Ableitungen.
WARNUNG • Wenn eine Alarmsituation eintritt, während der Ausdruck eines 12-Kanal-EKG-Berichts läuft,
wird kein Alarmstreifen gedruckt; die entsprechende EKG-Kurve wird jedoch im Ereignisbericht
gespeichert und kann dort angezeigt werden.
• Nicht am Papier ziehen, während der Bericht gedruckt wird. Dies kann die aufgezeichneten Kurven
verzerren und infolgedessen zu Fehldiagnosen führen.
Zugreifen auf gespeicherte Berichte
Zum Drucken weiterer Exemplare oder zum Löschen eines Berichts aus dem internen Speicher kann
man auf gespeicherte Berichte zugreifen. Der Bericht kann auch auf eine Speicherkarte kopiert werden.
Die Liste der gespeicherten Berichte für das aktuelle Patientenereignis ist zugänglich, während ein
Bericht angezeigt wird; eine weitere Zugriffsmöglichkeit bieten die Anzeige „12-Kanal Starten“ oder
die 12-Kanal-Vorschau. Anleitung:
1
Im 12-Kanal-Betrieb die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menüelement Berichte auswählen.
Nun werden die Berichte für das aktuelle Patientenereignis aufgelistet, sortiert nach Datum, Zeit
und laufender Nummer.
3
Mit den Navigationstasten einen Bericht auswählen und auf die Menüauswahltaste drücken.
4
Drucken, Kopieren oder Löschen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Zur Auswahl eines anderen Berichts die Schritte 1 bis 3 wiederholen; zum Schließen des Menüs
Beenden drücken.
141
13 12-Kanal-EKG
Der 12-Kanal-EKG-Bericht
Abb. 66 Angezeigter Bericht
10. Feb 2006 11:20
Ereig.mark.
Jones, Samuel
Erw. Kein Pacer
HF
/min
80
Temp
120
50
36,9
PAP
mmHg
DIA
16
0
°C
39,0
36,0
Puls
02:42
/min
80
mmHg q120
NBP
120/80
(95)
SYS
160 10:40
90
II
V
ABP
118/77
(95)
12345
HF
80
PF
158
QRSd 84
QT
352
QTc 406
--Achsen-P
234
QRS 233
T
233
mmHg
SYS
160
90
24/10
(15)
EtCO2 mmHg awAF
SpO2 %
100
100
90
11-Aug-2006 11:19:00
Atrialer Rhythmus, Frequenz 80
VES
T-Wellen-Veränderungen
Wie bei Ischämie
-EKG PATHOLOGISCH-
NBP
12-Kanal Neues
Starten Abbrechen 12-Kanal
142
Drucken
38
50
30
/min
18
30
8
55 Jahre männlich
Unbestätigte Diagnose
MENÜ
Verbessern der Signalqualität
13 12-Kanal-EKG
Verbessern der Signalqualität
Die Signalqualität kann Auswirkungen auf die EKG-Analyse haben. Tabelle 21 nennt Vorschläge
zur Lösung häufiger EKG-Qualitätsprobleme.
Tabelle 21 EKG-Signal probleme
Problem
Mögliche Ursachen
Mögliche Lösungen
Tremor oder Muskelartefakt
• Schlechte
Elektrodenplatzierung.
• Messort reinigen und Elektroden neu anbringen. Die Elektroden auf flachen Körperbereichen
ohne Muskelgewebe anbringen.
• Patient friert.
• Den Patienten wärmen.
• Patient ist angespannt oder
nervös.
• Den Patienten beruhigen und
entspannen.
• Patient zittert (Tremor).
• Elektroden im oberen
Bereich der Extremitäten (in
Rumpfnähe) anbringen.
Grundlinienwandern
Wechselstrominterferenzen
Intermittierende oder zittrige Kurve
• Patientenbewegungen.
• Den Patienten beruhigen und
entspannen.
• Elektrodenbewegungen.
Schlechter Elektroden-HautKontakt und unzureichende
Vorbereitung der Haut.
• Darauf achten, dass die Kabel
keinen Zug auf die Elektroden
ausüben.
• Atmungsbedingte
Interferenzen.
• Nach Möglichkeit die
Elektroden nicht im Bereich
der stärksten Atembewegungen
platzieren.
• Schlechter Elektroden-HautKontakt. Ausgetrocknete oder
verunreinigte Elektroden.
• Elektroden neu anbringen.
• Interferenzen durch ein
schlecht geerdetes Gerät in
Patientennähe.
• Elektrodenkabel dicht an den
Extremitäten entlang führen
und von anderen elektrischen
Geräten fernhalten.
• Schlechter Elektroden-HautKontakt.
• Messort reinigen und
Elektroden neu anbringen.
• Ausgetrocknete Elektroden.
• Neue Elektroden verwenden.
• Defekte Elektrodenkabel.
• Defekte Kabel reparieren oder
ersetzen.
Ändern der Kurvenamplitude
Das Ändern der Kurvenamplitude kann die Signalanzeige verbessern. Anleitung:
HIN W E I S
1
Im 12-Kanal-Betrieb die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten EKG-Amplitude auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
3
Mit den Navigationstasten die gewünschte Amplitude auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
Die gewählte EKG-Amplitude bleibt erhalten, wenn die 12-Kanal-Funktion beendet und wieder
gestartet wird und die Stromzufuhr zwischenzeitlich nicht länger als 10 Sekunden unterbrochen war.
Bei den Einstellungen 10 mm/mV ½ V oder 20 mm/mV ½ V werden die Brustwandableitungen mit 50 %
der gewählten Amplitude (also mit 5 mm/mV bzw. 10 mm/mV) aufgezeichnet.
143
13 12-Kanal-EKG
12-Kanal-Filter
12-Kanal-Filter
In der Konfiguration stehen folgende EKG-Bandbreitenfilter für die Anzeige des 12-Kanal-EKGs zur
Auswahl: 0,15 - 40 Hz, 0,05 - 40 Hz oder 0,05 - 150 Hz. Außerdem kann man das Bandbreitenfilter
für den 12-Kanal-Bericht einstellen; zur Wahl stehen das für die Anzeige gewählte Filter und das Filter
0,05 - 150 Hz. Die Filtereinstellung für den 12-Kanal-Bericht gilt für gedruckte und gespeicherte
12-Kanal-EKG-Berichte.
HIN W E I S
Für die Anzeige kann man zwar das Filter mit „diagnostischer” Bandbreite (0,05 -150 Hz) auswählen;
aufgrund von Einschränkungen des LCD-Bildschirms kann das EKG jedoch nicht in diagnostischer
Qualität dargestellt werden.
Mit einer Filter-Softtaste kann die Filtereinstellung während des Betriebs umgeschaltet werden. Wenn
das Filter während des Betriebs geändert wird, gilt die Filtereinstellung sowohl für die Anzeige als auch
für den 12-Kanal-Bericht. Die Filtereinstellungen für die Anzeige und den 12-Kanal-Bericht werden
auf die konfigurierten Vorgaben zurückgesetzt, wenn die Softtaste [12-Kanal Neu] gedrückt oder
der Therapiewählschalter von der Position Monitor weg gedreht wird.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während des 12-Kanal-EKG-Betriebs nicht ordnungsgemäß funktioniert,
schlagen Sie bitte nach in Kapitel 20, “Fehlerbehebung” auf Seite 249.
144
14
12-Kanal-EKG-Übertragung
14
Dieses Kapitel enthält Anleitungen zur Übertragung von 12-Kanal-EKG-Berichten desHeartStart
MRx mit drahtloser Bluetooth-Technologie oder über die serielle Schnittstelle RS 232.
Übersicht
12-Kanal-EKG-Berichte können an einen Drucker, an ein Faxgerät, an einen anderen Server mit der
Philips Software „12-Lead Transfer Station“ oder an das Philips TraceMaster EKG-Managementsystem
übertragen werden. Der HeartStart MRx sendet die Berichte an den Hub (einen Web-Server mit der
Philips Software „12-Lead Transfer Station”). Bei der Übertragung mit Bluetooth erfolgt die Übertragung
zum Hub mittels konfigurierter drahtloser Geräte, z. B. Mobiltelefonen und Handheld-Geräten. Bei der
Übertragung mit RS 232 erfolgt die Übertragung über internetfähige Mobiltelefone, die an die serielle
RS-232-Schnittstelle des MRx angeschlossen sind. Die 12-Lead Transfer Station leitet den Bericht dann
an den gewählten Empfänger weiter. In Gebieten, wo eine Funkübertragung nicht möglich ist, können
die Berichte an ein drahtloses Modem gesendet werden, das eine analoge Telefonleitung angeschlossen ist.
Abbildung 67 zeigt einen Überblick über das Übertragungsverfahren.
Abb. 67 Die Übertragung von 12-Kanal-EKG-Berichten
MRx-Daten
an Mobiltelefon
über Bluetooth
oder
serielles Kabel
(RS 232-Kabel)
Fax
Drucker
Sendemast
Internet
ISP
HTTP
Hub (Server
der 12-Lead
Transfer Station)
Drucker
MRx
MRx-Daten an
externes Modem
über Bluetooth
Analoge
Telefonleitung
12-Lead
Transfer Station
TraceMasterServer
TraceMasterServer
145
14 12-Kanal-EKG-Übertragung
Übersicht
Die Kurven der überwachten Parameter können während der Übertragung des 12-Kanal-EKGBerichts angesehen werden; die im Kurvensektor 4 angezeigte Kurve ist jedoch teilweise durch die
Statusleiste der Übertragung verdeckt. Zugehörige Alarme, Messwerte und Störungsmeldungen
bleiben jedoch aktiv und werden in Parameterblock 1 und 2 sowie im allgemeinen Statusbereich
gemeldet.
ACHTUNG
Die Datenübertragung per Mobiltelefon kann zeitweise unzuverlässig sein. Mit einem starken Signal
und ortsfester Übertragung wird eine höhere Erfolgsrate erreicht. Beachten Sie hierzu bitte die
Hinweise in der Gebrauchsanweisung Ihres Mobiltelefons.
ACHTUNG
Viele Einrichtungen verbieten die Verwendung von Mobiltelefonen in ihren Räumlichkeiten. Bitte
beachten Sie die örtlichen Vorschriften und Bestimmungen.
HIN W E I S
Patientenname und -ID müssen vor der Erfassung des 12-Kanal-EKGs eingegeben werden, damit sie
auf dem Bericht erscheinen.
HIN W E I S
Die Filtereinstellung „0,05 – 40 Hz“ für das 12-Kanal-EKG wird vom TraceMasterVue EKGManagementsystem Version A.02.01 oder höher unterstützt.
146
Einstellen der Bluetooth-Übertragung
14 12-Kanal-EKG-Übertragung
Einstellen der Bluetooth-Übertragung
Bei der 12-Kanal-EKG-Übertragung mittels Bluetooth® müssen die zur Übertragung an den Hub
verwendeten drahtlosen Geräte konfiguriert und eingestellt werden.
HIN W E I S
Weitere Informationen zur Einstellung und Konfiguration der Übertragungsgeräte und des HeartStart
MRx stehen im 12-Lead Transmission Implementation Guide. Weitere Informationen über die 12-Lead
Transfer Station stehen in der Gebrauchsanweisung 12-Lead Transfer Station.
Hinzufügen eines Bluetooth-Geräts
Es können bis zu 20 Bluetooth-Geräte für den Einsatz konfiguriert werden. Bei Hinzufügen eines
einundzwanzigsten Geräts wird das Gerät ersetzt, dessen Einsatz am längsten zurückliegt.
HIN W E I S
Während der 12-Kanal-EKG-Übertragung dürfen keine Bluetooth-Geräte hinzugefügt oder verändert
werden. Umgekehrt ist es während der Bluetooth-Konfiguration nicht erlaubt, 12-Kanal-EKGs zu
übertragen.
Hinzufügen eines Bluetooth-Geräts zur Liste der Übertragungsgeräte:
1
Im 12-Kanal-EKG-Betrieb die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten die Option Bluetooth-Geräte auswählen und die Menüauswahltaste
drücken. Es erscheint eine Liste der erfassten Bluetooth-Geräte.
3
Gerät hinzufügen auswählen und die Menüauswahltaste drücken. Die Meldung Suche nach
Bluetooth-Geräten erscheint.
4
Im Menü „Gerät hinzufügen“ das gewünschte Gerät auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Für das ausgewählte Gerät muss nun das unten beschriebene „Pairing“-Verfahren durchgeführt werden.
HIN W E I S
Sämtliche Bluetooth-Geräet im angegebenen Bereich werden vom HeartStart MRx erfasst und im Menü
„Geräte hinzufügen“ auch dann angezeigt, wenn das „Pairing“ für das Gerät schon stattgefunden hat.
Pairing eines Bluetooth-Geräts mit dem HeartStart MRx
Nach Auswahl eines Bluetooth-Geräts aus dem Menü „Gerät hinzufügen“ muss eine Passkey-Sequenz
eingegeben werden, damit das drahtlose Geräte mit dem HeartStart MRx kommunizieren kann
(„Pairing“). Der Passkey ist eine benutzerdefinierte Zeichensequenz, z. B. 000, 1234 usw.
Bei einigen Bluetooth-Geräten ist das Pairing nur 30 Sekunden lang möglich, deshalb sollte der
Passkey zur Hand sein.
HIN W E I S
1
Den Passkey mit den Navigationstasten in den MRx eingeben und OK auswählen.
Das Bluetooth-Gerät fordert zur Eingabe eines Passkeys auf.
2
Denselben Passkey in das Bluetooth-Gerät eingeben. Weitere Informationen stehen in der
Gebrauchsanweisung des Bluetooth-Geräts.
3
Das passende Profil aus dem Menü „Fon/Modem Profile“ auswählen.
Das Profil enthält spezifische Informationen über das Bluetooth-Gerät und ermöglicht so dessen
Kommunikation mit der 12-Lead Transfer Station. Die Profile werden vom Administrator eingestellt;
er informiert Sie auch darüber, welches Profil zu wählen ist.
147
14 12-Kanal-EKG-Übertragung
Einstellen der Bluetooth-Übertragung
Nachdem die Kommunikation (das Pairing) zwischen Bluetooth-Gerät und dem HeartStart MRx
hergestellt und das Profil ausgewählt wurde, führt der HeartStart MRx einen Übertragungstest durch.
Sobald die Verbindung zum Gerät und zum Netzwerk hergestellt ist, erscheint die Meldung
Übertragungstest erfolgreich. Zum Quittieren dieser Meldung die Menüauswahltaste drücken. Wenn
der Übertragungstest fehlschlägt, werden neben der Meldung Übertragungstest fehlgeschlagen
zusätzliche Informationen über die Fehlerursache angezeigt. Siehe Tabelle 66 in "Fehlerbehebung".
HIN W E I S
Beim Pairing-Verfahren kann es besonders bei Geräten ohne Benutzerschnittstelle zu Ausnahmefehlern
kommen. In diesem Fall konsultieren Sie bitte die Dokumentation des Bluetooth-Gerätes. Außerdem
kann für das „Pairing“ mitunter auch die Bezeichnung „Bonding“ verwendet werden.
HIN W E I S
Wenn eine Konfigurationsdatei von einer Speicherkarte importiert wird, bleibt die Information über
das Pairing nicht erhalten. Das Pairing der Geräte muss erneut durchgeführt werden, wie oben
beschrieben.
Ändern der Bluetooth-Profile
Nachdem das Bluetooth-Gerät hinzugefügt und das Pairing durchgeführt wurde, kann das Profil
anhand der folgenden Schritte geändert werden:
1
Im 12-Kanal-EKG-Betrieb die Menüauswahltaste
drücken.
2
Im 12-Kanal-Hauptmenü das Menüelement Bluetooth-Geräte auswählen und die
Menüauswahltaste drücken. Es erscheint eine Liste der gepairten Bluetooth-Geräte.
3
Mit den Navigationstasten ein Gerät auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Zur Änderung eines Profils „Profil ändern“ auswählen und die Menüauswahltaste drücken Es
erscheint ein Menü konfigurierter Profile für das Gerät; dabei ist das momentan mit ihm
verknüpfte Profil markiert.
5
Das Profil auswählen, das mit dem Gerät verknüpft werden soll.
Der MRx testet das Profil, um festzustellen, ob das Bluetooth-Gerät mit der 12-Lead Transfer
Station kommunizieren kann. Während des Tests werden Verlaufsmeldungen angezeigt. Wenn der
Test erfolgreich verläuft, erscheint die Meldung Übertragungstest erfolgreich. Zum Quittieren
dieser Meldung die Menüauswahltaste drücken. Wenn der Übertragungstest fehlschlägt, werden
neben der Meldung Übertragungstest fehlgeschlagen zusätzliche Informationen über die
Fehlerursache angezeigt. Siehe Tabelle 66 in "Fehlerbehebung".
Zusätzliche Informationen zu Bluetooth-Geräten
Beim Einsatz von Bluetooth-Geräten sind folgende Punkte zu beachten:
• Viele Bluetooth-Geräte werden nicht standardmäßig erkannt. Lesen Sie in der Dokumentation des
Gerätes nach, ob die Erkennung aktiviert werden muss.
• Zur Sicherheit sollte das Bluetooth-Gerät nie im erkennbaren Betrieb laufen.
• Bei einigen Geräten muss die Bluetooth-Funktionalität eingeschaltet werden.
• Einige Geräte fordern jedes Mal zu einer Authentifizierung auf. Lesen Sie in der Dokumentation des
Gerätes nach, ob es für ständige Kommunikation mit dem HeartStart MRx konfiguriert werden kann.
• Der Name des Bluetooth-Gerätes erscheint in den MRx-Menüs; wählen Sie deshalb einen leicht
erkennbaren Namen. Zur richtigen Darstellung am HeartStart MRx sollte dieser Name maximal
15 Zeichen lang sein.
• Bluetooth-Modems und -Faxgeräte verwenden analoge Leitungen zur Datenübertragung. Bei einer
Datenübertragung mittels Bluetooth-Modem schließen Sie das Gerät bitte an der analogen
Telefonleitung an, die vom Faxgerät genutzt wird.
148
Übertragung an einen konfigurierten Empfänger mittels Bluetooth
14 12-Kanal-EKG-Übertragung
Übertragung an einen konfigurierten Empfänger
mittels Bluetooth
Bei Erfassung des 12-Kanal-EKGs erscheint die 12-Kanal-Ansicht.
Übertragen des angezeigten 12-Kanal-EKG-Berichts an einen zuvor konfigurierten Empfänger:
HIN W E I S
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Im 12-Kanal-Hauptmenü das Menüelement Senden auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Mit den Navigationstasten den Empfänger aus der konfigurierten Liste wählen (siehe Abbildung
70) und die Menüauswahltaste drücken.
4
Das Übertragungsgerät aus der konfigurierten Liste auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Wenn das mit dem Bluetooth-Gerät verknüpfte Profil als normale Telefonleitung konfiguriert ist,
kann bei Bedarf mit dem Ziffernmenü die konfigurierte Vorwahl geändert werden. Zur Bestätigung
der Vorwahl das Menüelement „OK“ auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
149
14 12-Kanal-EKG-Übertragung
Einstellen der RS 232-Übertragung
Einstellen der RS 232-Übertragung
Zur 12-Kanal-EKG-Übertragung mittels RS 232 wird ein serielles Kabel an den seriellen RS 232-Anschluss
auf der Rückseite des HeartStart MRx angeschlossen. Siehe Abb. 68. Das Mobiltelefon wird an das serielle
Kabel angeschlossen, wie in Abb. 69 gezeigt.
HIN W E I S
Weitere Informationen zur Einstellung und Konfiguration der Übertragungsgeräte und des HeartStart
MRx stehen im 12-Lead Transmission Implementation Guide. Weitere Informationen über die 12-Lead
Transfer Station stehen in der Gebrauchsanweisung 12-Lead Transfer Station.
Abb. 68 Anschluss an die serielle RS-232-Schnittstelle
150
Einstellen der RS 232-Übertragung
14 12-Kanal-EKG-Übertragung
Abb. 69 Serieller RS-232-Anschluss
151
14 12-Kanal-EKG-Übertragung
Übertragung an einen konfigurierten Empfänger mittels RS 232
Übertragung an einen konfigurierten Empfänger
mittels RS 232
Bei Erfassung des 12-Kanal-EKGs erscheint die 12-Kanal-Ansicht.
Übertragen des angezeigten 12-Kanal-EKG-Berichts an einen zuvor konfigurierten Empfänger:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Im 12-Kanal-Hauptmenü das Menüelement Senden auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Mit den Navigationstasten den Empfänger aus der konfigurierten Liste wählen (siehe Abbildung 70)
und die Menüauswahltaste drücken.
Abb. 70 12-Kanal-Menü „Senden An“
AwRR
Senden an
18 308
St. Mary’s ED
St. Joseph’s Kath-Lab
m
Dr. Smith
Dr. Jones
Notaufnahme
Standort 6
Standort 7
Standort 8
Faxnummer
int
152
Beenden
Übertragung an eine manuell eingegebene Faxnummer
14 12-Kanal-EKG-Übertragung
Übertragung an eine manuell eingegebene
Faxnummer
Bei Erfassung des 12-Kanal-EKGs erscheint die 12-Kanal-Ansicht.
Manuelle Eingabe einer Fax-Empfängernummer:
HIN W E I S
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Im 12-Kanal-Hauptmenü das Menüelement Senden auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Im Menü „Senden An“ mit den Navigationstasten das Menüelement Faxnummer auswählen.
4
Mit den Navigationstasten und der Ziffernliste die gewünschte Faxnummer eingeben. Je nach
Bedarf ist dabei auch die Ortsnetzkennzahl(Vorwahl) anzugeben.
5
OK auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Wenn mit einem Bluetooth-Gerät an eine manuell eingegebene Faxnummer übertragen werden soll,
müssen das Geräte-Präfix und bei Bedarf die Vorwahlnummer eingegeben werden.
153
14 12-Kanal-EKG-Übertragung
Übertragungsstatus
Übertragungsstatus
Bei der Übertragung von 12-Kanal-EKG-Berichten werden die Verbindung und die Übertragung in
einer Statusleiste angezeigt. Nach Herstellung der Verbindung zeigt die Statusleiste den Datum/UhrzeitStempel des gesendeten 12-Kanal-EKG-Berichts. Siehe Abbildung 71.
Abb. 71 Statusleiste bei 12-Kanal-EKG-Übertragung
11. Aug 2004 10:52
Übertragung läuft, 40% gesendet
Die Statusleiste wird in allen klinischen Betriebsarten angezeigt.
HIN W E I S
154
12-Kanal-EKG-Berichte, die erfolgreich an den Hub übertragen wurden, erscheinen wie folgt im
Ereignisbericht: „12-Kanal-EKG (12:25:33) übertragen an Empfängername:“.
Übertragung gespeicherter 12-Kanal-EKG-Berichte
14 12-Kanal-EKG-Übertragung
Übertragung gespeicherter 12-Kanal-EKG-Berichte
12-Kanal-EKG-Berichte für den aktuellen Patienten, die sich im internen Speicher befinden, können
ebenfalls übertragen werden. Übertragung gespeicherter 12-Kanal-EKG-Berichte:
1
In der 12-Kanal-Vorschau oder der 12-Kanal-Ansicht die Menüauswahltaste
drücken.
2
Im 12-Kanal-Hauptmenü mit den Navigationstasten das Menüelement Berichte auswählen.
3
Mit den Navigationstasten die Liste der gespeicherten Berichte durchblättern und den gewünschten
Bericht markieren. Die Berichte werden anhand des Datum/Uhrzeit-Stempels und der Laufnummer
identifiziert. Die Menüauswahltaste drücken.
4
Im Menü des 12-Kanal-EKG-Berichts das Menüelement Senden auswählen und die
Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten den Empfänger auswählen oder manuell eine Faxnummer eingeben.
Die Menüauswahltaste drücken.
6
Bei manueller Eingabe die Faxnummer mit der Ziffernliste eingeben, OK auswählen und die
Menüauswahltaste drücken.
Während die Übertragung läuft, können weitere 12-Kanal-EKG-Berichte, die übertragen werden
sollen, in eine Warteschlange gestellt werden; außerdem kann der ursprünglich ausgewählte 12-KanalEKG-Bericht zur Übertragung an mehrere Empfänger ausgewählt werden.
HIN W E I S
Wenn gespeicherte 12-Kanal-EKG-Berichte über ein Bluetooth-Gerät übertragen werden sollen, muss
dieses Gerät ausgewählt werden.
Abbrechen der Übertragung
Anleitung zum Abbrechen einer Übertragung nach bereits hergestellter Verbindung:
1
In der 12-Kanal-Vorschau oder der 12-Kanal-Ansicht die Menüauswahltaste
drücken.
2
Im 12-Kanal-Hauptmenü das Menüelement Übertragung abbrechen auswählen und die
Menüauswahltaste drücken.
3
Den Abbruch durch Drücken der Menüauswahltaste bestätigen.
Wenn weitere 12-Kanal-EKG-Berichte in der Warteschlange stehen, wird deren Übertragung ebenfalls
abgebrochen.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während der 12-Kanal-EKG-Übertragung nicht ordnungsgemäß
funktioniert, schlagen Sie bitte nach unter siehe „Fehlerbehebung“ auf Seite 249.
155
15
Vitalparameter-Trendanalyse
15
Dieses Kapitel erläutert, wie Patientendaten mithilfe der HeartStart MRx Vitalparameter-Trendanalyse
überprüft werden können.
Übersicht
Im Überwachungs-Betrieb können die numerischen Vitalparameter-Trends des aktuellen Patienten
angezeigt und ausgedruckt werden. Die Trenddaten werden automatisch erfasst, sobald die Parameter
aktiviert werden.
In der Trend-Ansicht wird der Vitalparameter-Trendbericht in den unteren beiden Kurvensektoren
des HeartStart MRx angezeigt und übernimmt die Funktionen der Softtasten. Die Trenddaten werden
im gewünschten Intervall für die letzten 12 Stunden (maximal) angezeigt. Bei der ersten Einblendung
der Trenddaten erscheinen die jeweils neuesten Daten. Die ältesten Messwerte werden gelöscht, so dass
genügend Speicherplatz für die neuesten Werte zur Verfügung steht.
Überprüfen von Trenddaten
Anleitung zum Überprüfen von Trenddaten:
1
Den HeartStart MRx auf Überwachungs-Betrieb stellen.
2
Die Menüauswahltaste
3
Mit den Navigationstasten die Option Trends auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
drücken.
Der Vitalzeichen-Trendbericht wird in den unteren beiden Kurvensektoren angezeigt. Siehe
Abbildung 72.
157
15 Vitalparameter-Trendanalyse
Überprüfen von Trenddaten
Abb. 72 Vitalparameter-Trendbericht
Datum des Berichts - Die Uhrzeit in der
ersten Tabellenspalte bestimmt das Datum
des Berichts.
Zeitintervalle - Vitalzeichen-Trends werden
für das jeweils ausgewählte Zeitintervall
angezeigt. Siehe “Intervalle im VitalparameterTrendbericht” auf Seite 159.
26. Apr 10:10 10:15 10:20 10:25 10:30 10:35 10:40 10:45 10:50
ABPd
72
72
72
72
72
72
72
72
72
ABPm
95
95
95
95
95
95
95
95
95
ICPm
9
9
9
9
9
8
8
9
9
CPPm
86
86
86
86
86
87
87
86
86
NBPs
120
117
120
120
NBPd
80
64
60
70
NBPm
95
81
80
82
10:06
10:23
10:38^
10:47
EtCO2
38
38
37
38
39
35
36
38
39
Trends
Trends
Schließen Drucken
Parameter - Eine Liste von
Vitalparametern, die vom MRx
während des angezeigten Zeitraums
überwacht werden.
Zeitstempel
Signal ^ zeigt an, dass
innerhalb des
Intervalls
mehrere
Messungen
durchgeführt
wurden.
MENÜ
Trenddaten - Die Tabelle im
Hauptteil des Berichts enthält keine
Angaben zu den Einheiten der
Vitalparameter.
Zu den angezeigten Daten
• Bei der ersten Anzeige der Trenddaten erscheinen die letzten (neuen) Trenddaten in der Spalte ganz
rechts.
• Solange die Spalte mit den neuen Daten eingeblendet ist, wird die Anzeige automatisch aktualisiert,
sobald neue Daten vorliegen. Wenn die Anzeige nach links geblättert wird, um ältere Daten zu lesen,
wird die Anzeige nicht mit den neuen Daten aktualisiert. Die aktuellen Daten werden erst dann
angezeigt, wenn man wieder zurückblättert.
• Wenn ein Parameter während des angezeigten Zeitraums nicht gemessen wurde, wird auch kein
Messwert angezeigt.
• Wenn ein angezeigter Parameter ungültige Werte liefert, wird dies durch ein -?- angezeigt. Vor
fragwürdigen Werten steht ein Fragezeichen; liegen gar keine Werte vor, wird dies durch eine
Leerstelle angezeigt.
• Bei aperiodisch erfasster Parameter (z. B. NBP) erscheint unter dem Messwert ein Zeitstempel der
Messzeit. Ein ^ nach dem Zeitstempel zeigt an, dass im Messintervall mehrere Messungen
durchgeführt wurden. Angezeigt wird jeweils die neueste Messung innerhalb des Zeitintervalls.
• Wird während des Überprüfens des Vitalzeichen-Trendberichts ein inaktiver Parameter aktiviert,
erscheint dieser zusätzliche Parameter bei Aktualisierung des Intervalls automatisch im Bericht, so
dass die jeweils neuesten Daten verfügbar sind.
158
Überprüfen von Trenddaten
HIN W E I S
15 Vitalparameter-Trendanalyse
Beträgt das Zeitintervall für den Vitalparameter-Trendbericht eine Minute, geben die Daten
kontinuierlicher Messungen den Mittelwert für diesen Zeitraum von einer Minute an. Bei allen
anderen Zeitintervallen ist der angezeigte Messwert der Mittelwert der Messung während der am
kürzesten zurückliegenden Messminute innerhalb des Zeitintervalls.
Reihenfolge der Parameter im Vitalparameter-Trendbericht
In Vitalparameter-Trendberichten erscheinen die Parameter in folgender Reihenfolge, beginnend von
oben: HF, P1, P2, ABP, Ao, ART, PAP, RAP, CVP, LAP, ICP, CPP, NBP, EtCO2, awAF, SpO2,
Puls, Temp.
Wenn ein Parameter während des angezeigten Zeitraums nicht gemessen wurde, wird auch kein
Messwert angezeigt.
Blättern im Vitalparameter-Trendbericht
Zum Scrollen (Blättern) nach links und rechts (rückwärts/vorwärts) die Softtasten [<<] oder [>>]
verwenden. Die Softtaste ist inaktiv, wenn in der jeweiligen Richtung keine Daten mehr vorhanden
sind.
Wenn mehr Vitalparameter vorliegen, als angezeigt werden können, kann mithilfe der Navigationstasten
neben der Menüauswahl taste mit dem vertikalen Rollbalken in der Anzeige nach oben und unten
geblättert werden. Darauf achten, dass zur gleichen Zeit kein Menü aktiv ist.
Intervalle im Vitalparameter-Trendbericht
Die Trenddaten lassen sich in ausgewählten Intervallen von bis zu 12 Überwachungsstunden anzeigen.
Das Zeitintervall der Anzeige für den aktuellen Patienten kann auf 1, 5, 10, 15, 30 oder 60 Minuten
eingestellt werden. Die Standardvorgabe lautet 5 Minuten.
Anpassen der Intervalle des Vitalparameter-Trendberichts
Anleitung zum Anpassen der Intervalle des Vitalparameter-Trendberichts:
1
In der Vitalparameter-Trendansicht die Menüauswahl
taste drücken.
2
Mit den Navigationstasten die Option Trend-Intervall auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Mit den Navigationstasten das gewünschte Trend-Intervall auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
159
15 Vitalparameter-Trendanalyse
Überprüfen von Trenddaten
Ausdrucken des Vitalparameter-Trendberichts
Zum Ausdrucken des Vitalparameter-Trendberichts gibt es zwei Möglichkeiten:
1
Softtaste unter Trends Drucken drücken. Es wird ein Bericht für den angezeigten Zeitraum und
das angezeigte Intervall gedruckt.
2
Die
-Taste drücken, anschließend Trends und dann Trends-Intervall wählen. Es wird ein
Bericht für den gesamten Ereigniszeitraum gedruckt.
Abb. 73 Muster eines Vitalparameter-Trendberichts
Trend-Bericht
26. Apr
10:55
10:50
10:45
10:40
10:35
10:30
10:25
DD Mon YYYY HH:MM
HF
/min 100
100
100
100
100
100
100
16
P2s mmHg
ABPs mmHg 118
16
118
16
118
16
118
16
118
16
118
16
118
P2s
Einsatz-Nr.: 0302 P2s
Nachname,Vorname
Pat.-ID:12345
mmHg
mmHg
25
10
25
10
25
10
25
10
25
10
25
10
25
10
ABPd mmHg
72
72
72
72
72
72
72
ABPm mmHg
95
95
95
95
95
95
95
M3535A S/N:US00112345
SW-Rev.: 7.00.00 Deutsch
1. „Seite“
26. Apr
NBPs
NBPd
NBPm
10:55
mmHg
mmHg
mmHg
EtCO2 mmHg
awAF
SpO2
rpm
%
Puls
bpm
Temp
F
10:50
120
70
82
10:47
39
39
10:45
10:40
38
120
60
80
10:30
36
12
100
12
100
12
100
95
95
95
99,0 99,0 99,0
10:35
35
10:30
10:25
117
64
81
10:23
39
39
12
100
12
100
12
100
12
100
95
95
95
95
99,0 99,0 99,0 99,0
2. „Seite“
Weitere Informationen stehen unter “Ausdrucken des Vitalparameter-Trendberichts” auf Seite 206.
HIN W E I S
160
Wenn das Gerät einen 50-mm-Drucker hat, besteht der Bericht aus 11 Zeilen Text. Bei einem
75-mm-Drucker, ist der Bericht 16 Zeilen lang.
Problembehebung
15 Vitalparameter-Trendanalyse
Verlassen des Vitalparameter-Trendberichts
Zum Verlassen des Vitalparameter-Trendberichts und zur Rückkehr zur Kurvenanzeige die Softtaste
unter [Trends schließen] drücken. Der Benutzer kehrt zum Überwachungs-Betrieb zurück.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während der Vitalparameter-Trendanalyse nicht ordnungsgemäß
funktioniert, schlagen Sie bitte nach in Kapitel 20 “Fehlerbehebung”.
161
16
Q-CPR und Datenerfassung
16
Übersicht
Die Option Q-CPR™ bietet während der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW, CPR) EchtzeitMessungen und korrigierende Meldungen über Frequenz, Tiefe und Dauer der Thoraxkompressionen
sowie über Frequenz und Volumen der Beatmung. Außerdem erfolgt bei ausbleibender HLW-Aktivität
eine Rückmeldung.
Die Kompressionen werden mit dem HLW-Aufnehmer erfasst, der über das Pads/HLW-Kabel
M4763A an den HeartStart MRx angeschlossen ist. Die Beatmungsdaten werden mit den am Körper
angebrachten multifunktionalen Defibrillator-Pads von Philips erfasst, die über dasselbe Pads/HLWKabel mit dem HeartStart MRx verbunden sind.
Die Option Q-CPR ist im Manuell-Betrieb und im AED-Betrieb verfügbar. In beiden Betriebsarten
erhält das Rettungsteam Feedback durch leicht verständliche Sprachanweisungen und Bildschirmmeldungen, sobald die HLW-Leistung außerhalb des Zielbereichs liegt. (Weitere Informationen stehen in
der Q-CPR Application Note.)
Mit der Option Q-CPR Data Capture können Daten zur HLW-Qualität vom HeartStart MRx erfasst
werden. Außerdem ermöglicht diese Option die Speicherung von HLW-Daten zur retrospektiven
Prüfung und Analyse mithilfe der Q-CPR Review-Software von Laerdal Medical Corporation. (Für
weitere Informationen zu Q-CPR Review Siehe Q-CPR Review Directions for Use).
HIN W E I S
Q-CPR-bezogene Ereignisse werden nicht im Ereignisbericht des HeartStart MRx gespeichert.
163
16 Q-CPR und Datenerfassung
Übersicht
WARNUNG Q-CPR ist nur zum Gebrauch mit dem HeartStart MRx verfügbar.
Die Q-CPR-Option darf nicht in fahrenden Fahrzeugen, z. B. einem Rettungswagen, eingesetzt
werden. Die beim Krankentransport gegebenen zusätzlichen Bewegungen können die Genauigkeit der
Kompressions- und Beatmungsmessung beeinträchtigen. Bei Einsatz der Q-CPR-Option in einem
fahrenden Fahrzeug ist das Feedback nicht zuverlässig. Der HLW-Aufnehmer muss nicht vom
Patienten abgenommen werden.
Die Q-CPR-Option darf nicht bei Kindern unter acht Jahren oder unter 25 kg verwendet werden.
Die Q-CPR-Option sollte nicht dazu verwendet werden, die Platzierung von Atemhilfen wie
Endotrachealtuben oder Larynxmasken zu überprüfen.
Die Genauigkeit des Q-CPR Feedbacks bezüglich der Beatmung kann durch Bewegung des Patienten
oder bei Trauma, Krämpfen, reduziertem Lungenvolumen oder hohem Ejektionsvolumen
beeinträchtigt sein.
Zur Herz-Lungen-Wiederbelebung sollte der Patient am besten auf einer festen Unterlage liegen.
Wenn der Patient auf einer weichen Unterlage liegt (z. B. auf einer Matratze), muss eine feste Platte
untergeschoben werden.
ACHTUNG
164
Die Q-CPR-Option ist nicht für die gemeinsame Verwendung mit anderen HLWKompressionsgeräten bestimmt.
Vorbereiten des Q-CPR-Einsatzes
16 Q-CPR und Datenerfassung
Vorbereiten des Q-CPR-Einsatzes
Zum Einsatz der Q-CPR-Option ist das Pads/HLW-Kabel erforderlich. Zur Einstellung der Q-CPROption am HeartStart MRx und zur Vorbereitung des Patienten befolgen Sie bitte die nachstehende
Anleitung.
Anschließen des Pads/HLW-Kabels
Anschließen des Pads/HLW-Kabels:
1
Die am Kabel befindliche weiße Markierung wie in Abb. 74 gezeigt am weißen Pfeil des grünen
Therapie-Anschlusses ausrichten.
2
Den Stecker in den grünen Therapie-Anschluss stecken. Drücken, bis er hörbar einrastet. Aus
Gründen der Zeitersparnis kann das Pads/HLW-Kabel immer am MRx angeschlossen bleiben.
Abb. 74 Anschließen des Pads/HLW-Kabels
HIN W E I S
Die Q-CPR-Option ist nur funktionsfähig, wenn das Pads/HLW-Kabel am HeartStart MRx
angeschlossen ist. Ein HLW-Feedback kann nicht erfolgen, wenn das Standard-Pads-Kabel oder ein
Paddles-Kabel angeschlossen ist.
165
16 Q-CPR und Datenerfassung
Vorbereiten des Q-CPR-Einsatzes
Anschließen des HLW-Aufnehmers an das Pads/HLW-Kabel
Anschließen des HLW-Aufnehmers an das Pads/HLW-Kabel:
1
Den Stecker des HLW-Aufnehmers und die Buchse des Pads/HLW-Kabels so halten, dass sich die
Markierungen gegenüberliegen, wie in Abbildung 75 gezeigt. Aus Gründen der Zeitersparnis kann
das Kabel des HLW-Aufnehmers immer am Pads/HLW-Kabel angeschlossen bleiben.
2
Drücken, bis er hörbar einrastet.
Abb. 75 Anschließen des HLW-Aufnehmers am Pads/HLW-Kabel
Pads/HLWKabel
Kabel des HLWAufnehmers
166
Vorbereiten des Q-CPR-Einsatzes
16 Q-CPR und Datenerfassung
Anbringen des Klebestreifens am HLW-Aufnehmer
Anbringen des Klebestreifens am HLW-Aufnehmer:
1
Die Schutzfolie vom Klebestreifen des HLW-Aufnehmers abziehen. (Die Schutzfolie ist
unbedruckt.) Abbildung 76 zeigt den Klebestreifen.
Abb. 76 Klebestreifen des HLW-Aufnehmers
Schutzfolie
2
Den Klebestreifen passgenau auf der gelben Fläche des HLW-Aufnehmers aufkleben. Die Grafik
auf der Unterseite des HLW-Aufnehmers veranschaulicht, wie der Klebestreifens anzubringen ist
(siehe Abbildung 77).
Abb. 77 Unterseite des HLW-Aufnehmers (gelb)
HIN W E I S
Der Klebestreifen darf nicht wiederverwendet werden. Es muss nach jedem Gebrauch ausgewechselt
werden.
HIN W E I S
Der HLW-Aufnehmer sollte immer mit aufgeklebtem Klebestreifen aufbewahrt werden (wie oben
beschrieben).
167
16 Q-CPR und Datenerfassung
Vorbereiten des Q-CPR-Einsatzes
Anbringen der multifunktionalen Pads
Anbringen der Pads am Patienten:
1
Verfallsdatum auf der Pads-Verpackung überprüfen.
2
Verpackung auf Beschädigungen überprüfen.
3
Pads-Stecker an das Pads/HLW-Kabel anschließen. Siehe Abbildung 78.
Abb. 78 Anschließen der Pads
4
ACHTUNG
Die Pads wie auf der Pads-Verpackung gezeigt in Anterior-Anterior-Position anbringen.
Die multifunktionalen Defibrillator-Pads von Philips sind erforderlich zum Messen der
Beatmungsaktivität, zur Erfassung eines EKG-Signals und bei Bedarf zur Schockabgabe.
WARNUNG Bei Einsatz der Q-CPR-Option sollten die Pads nicht in Anterior-Posterior-Position platziert werden.
168
Vorbereiten des Q-CPR-Einsatzes
16 Q-CPR und Datenerfassung
Anbringen des HLW-Aufnehmers am Patienten
Anbringen des HLW-Aufnehmers am Patienten:
1
Darauf achten, dass die Haut sauber und trocken ist. Bei Bedarf Haare im Bereich des Brustbeins
kürzen oder abrasieren.
2
Die gelbe Lasche der grünen Schutzfolie fassen und damit die grüne Schutzfolie vom Klebestreifen
des HLW-Aufnehmers abziehen. Siehe Grafik 1 in Abb. 79.
3
Den HLW-Aufnehmer so am Körper anbringen wie in Grafik 2 auf der grünen Schutzfolie gezeigt.
Der HLW-Aufnehmer muss auf der unteren Hälfte des Brustbeins platziert werden. Siehe Grafik 2
in Abb. 79.
Abb. 79 Klebestreifen zur Anbringung des HLW-Aufnehmers
Wenn der HLW-Aufnehmer korrekt auf der Brust angebracht ist, zeigt die flache graue Oberfläche
nach oben. Bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Q-CPR platzieren Sie die Handballen
genau so auf der flachen grauen Oberfläche des HLW-Aufnehmers, wie Sie dies ohne HLWAufnehmer direkt auf der Brust des Patienten tun würden.
WARNUNG Den HLW-Aufnehmer nicht auf einer offenen Wunde oder einem kürzlich erfolgten Schnitt
platzieren.
169
16 Q-CPR und Datenerfassung
Einsatz von Q-CPR im Manuell-Betrieb
Einsatz von Q-CPR im Manuell-Betrieb
Wenn der Therapiewählschalter auf „Manuell-Betrieb 150 J“ gedreht wird, erscheint das Bild mit
HLW-Daten („HLW-Bild“) nur dann automatisch, wenn die Sync-Funktion deaktiviert ist, das
Patientenalter „Erwachsen“ lautet und das Alter mindestens 8 Jahre beträgt. Das HLW-Bild wird nach
Eingabe des Kennworts für den „Kennwortschutz Manuelle Defibrillation“ automatisch angezeigt;
vorausgesetzt, der Manuell-Betrieb ist kennwortgeschützt.
Wenn im Manuell-Betrieb eine andere Energiestufe gewählt ist, erscheint das HLW-Bild, sobald der
HLW-Aufnehmer eine Kompression erkennt. Das HLW-Bild kann aber auch durch Drücken der
Softtaste [HLW-Info Zeigen] manuell aufgerufen werden. In beiden Fällen muss das
Patientenalter „Erwachsen“ lauten und das Alter mindestens 8 Jahre betragen, damit das HLW-Bild
angezeigt wird.
Kurven für EKG, invasiven Druck (ABP, ART Ao oder PAP) und CO2-Parameter können während
der Verwendung von Q-CPR angezeigt werden. Ist eine ABP-, ART-, Ao- oder PAP-Druckmessung
aktiv, wird die Kurve immer in Kurvensektor 3 abgebildet und der Druckwert erscheint in
Parameterblock 2. Sind zwei Drücke mit der Bezeichnung ABP, ART, Ao oder PAP verfügbar, wird
der Name in Verbindung mit Druck 1 angezeigt. Wenn kein Druck aktiv ist, erscheint die
Kompressionskurve im Kurvensektor 3, und der Parameterblock 2 zeigt die Messdaten für
Kompression und Beatmung an. Die EtCO2-Kurve, falls vorhanden, erscheint in Kurvensektor 4.
Numerische awAF-Werte werden nicht angezeigt.
HIN W E I S
Wenn das Pads/HLW-Kabel bei Drehen des Therapiewählschalters auf „Manuell-Betrieb“ nicht
angeschlossen ist, erscheint die Meldung Pads/HLW-Kabel anschließen.
HIN W E I S
Bei Einsatz von Q-CPR ist keine SpO2-Überwachung möglich.
HIN W E I S
Die Messwerte für Kompression und Beatmung werden im Beschriftungsbereich des EKG-Streifens
ausgedruckt.
170
Einsatz von Q-CPR im Manuell-Betrieb
16 Q-CPR und Datenerfassung
Abb. 80 Anzeige im Manuell-Betrieb mit Q-CPR
11. Feb 2006 22:32
Ereig.mark.
Alarmfunktion Aus
HF
145
/min
Erw. Kein Pacer
14:02
120
50
II
Schocks: 0
Gewählte Energie:150 J
Kompr. /min
Kein Flow (s)
107
EtC02 mmHg
37
Beatmg
/min
12
Kompr.
3,8 cm
5 cm
60
KompressionsZielbereich
CO2
30
0
NBP
Starten
Entladen
Beatmung und
Herzdruckmassage
unterbrechen.
Intubation
MENÜ
Kompressionskurve
Wird keine invasive Druckkurve (ABP, ART, Ao oder PAP) angezeigt, erscheint die Kompressionskurve in Kurvensektor 3 mit der Bezeichnung Kompr. Die Aufzeichnungsgeschwindigkeit der Kurve beträgt 12,5 mm/Sekunde. Die Kurve bewegt sich bei Thoraxkompression abwärts und nach Freigabe
des Kompressionsdrucks wieder aufwärts zur Grundlinie. Der Kurvensektor enthält Linien bei -38 mm
und -51 mm; sie markieren den Zielbereich für die Kompressionstiefe. Eine gute Kompressionstiefe ist
erreicht, wenn der Kurvenausschlag bis in den Bereich zwischen diesen Linien reicht. Wenn zwischen
den Kompressionen Druck auf den Brustkorb ausgeübt wird, so wird das zwischen den Kompressionen
liegende Grundliniensegment mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Dies wird auch als „Leaning“
bezeichnet. Wenn das Signal des HLW-Aufnehmers ungültig wird, z. B. weil der Aufnehmer nicht
mehr angeschlossen ist, erscheint die Kurve als gestrichelte Linie.
171
16 Q-CPR und Datenerfassung
Einsatz von Q-CPR im Manuell-Betrieb
Parameterblock 2
Im HLW-Bild enthält der Parameterblock 2 die numerischen Werte für die Kompressions- und die
Beatmungsfrequenz. Beide Frequenzen sind gleitende Durchschnittwerte pro Minute. Gemäß dem
Q-CPR-Algorithmus beträgt der Zielbereich der Kompressionsfrequenz 100 Kompressionen pro
Minute bei einer akzeptablen Schwankungsbreite von 90-120 Kompressionen pro Minute. Eine
akzeptable Beatmungsfrequenz bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung liegt zwischen 4-16 Atemhüben
pro Minute (gemäß den Reanimationsrichtlinien 2005).
Die akzeptable Beatmungsfrequenz liegt bei 9-16 Atemhüben pro Minute, wenn mindestens 60 Sekunden
lang keine Herzdruckmassage erfolgt war.
Wenn das Gerät momentan keine invasive Druckmessung durchführt, erscheint das Beatmungssymbol
im Parameterblock 2 und gibt die Stufe des Beatmungsvolumens wieder. Eine stilisierte Lunge zeigt die
vier Stufen „leer“, „1/3 voll“, „2/3 voll“ und „voll“. Siehe Abbildung 81. Nach kurzer Zeit zeigt das
Symbol wieder eine leere Lunge. Wenn die Beatmung nicht gemessen werden kann, ist das
Beatmungssymbol mit einem „?“ markiert. -” appear.
Abb. 81 Versionen des Beatmungssymbols
HIN W E I S
Wenn sich das Beatmungssymbol füllt, wird die verabreichte Beatmung erkannt; dabei wird das
Beatmungsvolumen durch die Füllhöhe veranschaulicht.
WARNUNG Das Beatmungssymbol zeigt jedoch nicht die tatsächliche Lungenfüllung (Beatmung) an und erlaubt
auch nicht den Rückschluss, dass der Patient über beide Lungenflügel verfügt. Das tatsächliche
Beatmungsvolumen bei den einzelnen Füllstufen des Beatmungssymbols kann von Patient zu Patient
unterschiedlich sein. Die tatsächlichen Tidalvolumina sollten anhand der Brustkorbexkursion beurteilt
werden.
Der Parameterblock 2 enthält auch einen numerischen Wert für ausbleibende HLW-Aktivität
(Kein Flow (s)). Wenn keine Thoraxkompression erfasst wird, startet der „Kein-Flow“-Timer. Ab einer
Zeitspanne von 2 Sekunden wird der „Kein Flow“-Wert angezeigt und im Sekundentakt aktualisiert.
Eine Sprachanweisung weist alle 15 Sekunden darauf hin, dass keine Herzdruckmassage erkannt wird.
Der „Kein Flow“-Wert wird zurückgesetzt, sobald eine Thoraxkompression erfolgt oder wenn am
HeartStart MRx die Schocktaste
gedrückt wird. Wenn der „Kein Flow“-Wert eine Minute
überschreitet, wird angenommen, dass die Herzdruckmassage absichtlich beendet wurde, und der
Wert wird auf zwei Striche (- -) zurückgesetzt.
Wenn CO2 überwacht wird, erscheint der numerische EtCO2-Wert im Parameterblock 2 zusammen
mit den entsprechenden Alarmgrenzen.
172
Einsatz von Q-CPR im Manuell-Betrieb
16 Q-CPR und Datenerfassung
Softtasten
Zur Anzeige des in Abb. 80 gezeigten HLW-Bildes drücken Sie bitte in der Manuell-Ansicht die
Softtaste [HLW-Info Zeigen]. Die Softtaste lautet dann [HLW-Info Beenden] und kann
zum Umschalten zwischen dem HLW-Bild und der normalen Manuell-Ansicht benutzt werden.
HIN W E I S
Durch Drücken der Softtaste [HLW-Info Zeigen] wird die Sync-Funktion ausgeschaltet. Durch
Drücken der Sync-Taste wird das HLW-Bild ausgeschaltet.
HIN W E I S
Die Softtaste [HLW-Info Zeigen] ist deaktiviert, wenn das Patientenalter „Kind“ lautet oder das
Alter weniger als 8 Jahre beträgt.
Im HLW-Bild erscheint außerdem die Softtaste [Intubation]. Nach Drücken dieser Softtaste
lautet sie [Intubiert]. Wenn dem Gerät auf diese Weise mitgeteilt wird, dass der Patient intubiert
ist, werden die Sprachanweisungen Atemhub langsamer verabreichen und Atemhub etwas langsamer
verabreichen unterdrückt.
173
16 Q-CPR und Datenerfassung
Einsatz von Q-CPR im AED-Betrieb
Einsatz von Q-CPR im AED-Betrieb
Im AED-Betrieb liefert Q-CPR automatisch HLW-Feedback, und zwar während der HLW-Pause des
AED-Protokolls oder wenn die Softtaste [Pause für HLW] gedrückt wird. Wenn die Konfiguration
für „Aktion bei ‚Kein Schock empfohlen’“ eine HLW-Pause vorsieht, kann Q-CPR durch das Verabreichen
einer Thoraxkompression mit dem HLW-Aufnehmer aktiviert werden.
Die Softtaste [Intubation] erscheint auch im AED-Betrieb. Nach Drücken dieser Softtaste lautet
sie [Intubiert]. Wenn „Intubiert“ aktiv ist, werden die Sprachanweisungen Atemhub langsamer
verabreichen und Atemhub etwas langsamer verabreichen unterdrückt.
Wie im Manuell-Betrieb werden bei Bedarf Sprachanweisungen als Feedback ausgegeben; im AEDBetrieb wird zusätzlich jedoch kurz eine Textmeldung auf der Anzeige eingeblendet. Außerdem wird
eine konfigurierbare HLW-Timer-Statusleiste angezeigt. Der vom HLW-Timer umfasste Zeitraum wird
durch die Konfigurationseinstellung für die Dauer der HLW-Pause bestimmt. Siehe Abbildung 82.
HIN W E I S
Im HLW-Bild des AED-Betriebs wird nur die EKG-Kurve angezeigt. Die Kompressionskurve wird
während der Herz-Lungen-Wiederbelebung im AED-Betrieb nicht angezeigt.
HIN W E I S
Wenn das Pads/HLW-Kabel bei Drehen des Therapiewählschalters auf „AED-Betrieb“ nicht
angeschlossen ist, erscheint die Meldung Pads-Kabel anschließen.
HIN W E I S
Die Messwerte für Kompression und Beatmung werden im Beschriftungsbereich des EKG-Streifens
ausgedruckt.
174
Einsatz von Q-CPR im AED-Betrieb
16 Q-CPR und Datenerfassung
Abb. 82 Anzeige im AED-Betrieb mit Q-CPR
11. Feb 2006 22:25:00
Ereig.mark.
Alarmfunktion Aus
HF
/min
180
02:09
Pads
Schocks: 0
HLW-TimerStatusleiste
SCHNELLER DRÜCKEN
Analyse
Fortsetzen
Intubation
MENÜ
175
16 Q-CPR und Datenerfassung
HLW-Feedback
HLW-Feedback
Einstellen der Lautstärke für die HLW-Sprachanweisungen
Einstellen der Lautstärke für die HLW-Sprachanweisungen:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten den Menüpunkt Lautstärke auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
3
Sprachanweisung auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Die gewünschte Lautstärke auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Zur Bestätigung ertönt ein Satz in der gewählten Lautstärke.
HIN W E I S
Im AED-Betrieb gelten die Schritte 2 und 3 nur bei aktivem Q-CPR.
Bei Bedarf können die HLW-Sprachanweisungen auch stummgeschaltet werden. Wenn die HLWSprachanweisungen stummgeschaltet sind, erscheint im Manuell-Betrieb in der Mitte des Sektors
für die Kompressionskurve oder im AED-Betrieb unter der Textmeldung die Meldung HLWSprachanweisungen Aus. Feedback über fehlende HLW-Aktivität erfolgt durch einen Ton.
Stummschalten der HLW-Sprachanweisungen:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Durch erneutes Drücken der Menüauswahltaste HLW-Sprachanw. Aus wählen.
Fortsetzen der HLW-Sprachanweisungen in der zuvor aktiven Lautstärke:
HIN W E I S
176
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Durch erneutes Drücken der Menüauswahltaste HLW-Sprachanw. Forts wählen.
Die Stummschaltung ist nur möglich, wenn Q-CPR aktiv ist.
HLW-Feedback
16 Q-CPR und Datenerfassung
Sprachanweisungen
Die folgende Tabelle nennt die Sprachanweisungen, die beim Einsatz von Q-CPR ausgegeben werden
können.
Tabelle 22 HLW-Sprachanweisungen
HLW-Komponente
Problem
Sprachanweisung
Begleitende Textmeldung (nur
im AED-Betrieb)
Kompressionstiefe
Zu flach
Tiefer drücken
Tiefer drücken
Etwas zu flach
Etwas tiefer drücken
Etwas tiefer drücken
Zu tief
Nicht so tief drücken
Nicht so tief drücken
Etwas zu tief
Nicht ganz so tief drücken
Nicht ganz so tief drücken
Zu langsam
Schneller drücken
Schneller drücken
Etwas zu langsam
Etwas schneller drücken
Etwas schneller drücken
Zu schnell
Langsamer drücken
Langsamer drücken
Etwas zu schnell
Etwas langsamer drücken
Etwas langsamer drücken
Kompressionsdauer
Zu kurz
Dauer der einzelnen
Kompressionen verlängern
Dauer der einzelnen
Kompressionen verlängern
Restdruck auf der Brust
des Patienten
Fortgesetzte
Druckausübung
Zwischen Kompressionen
keinen Druck auf den
Brustkorb ausüben
Zwischen Kompressionen keinen
Druck auf den Brustkorb ausüben
Beatmungsfrequenz
Zu niedrig
Beatmungsfrequenz erhöhen Beatmungsfrequenz erhöhen
Zu hoch
Beatmungsfrequenz
reduzieren
Kompressionsfrequenz
Beatmungsfrequenz reduzieren
Beatmungsvolumen
Volumen nicht ausreichend Beatmungsvolumen erhöhen Beatmungsvolumen erhöhen
AtemhubVerabreichungsdauer
Zu langsam
Atemhub schneller
verabreichen
Atemhub schneller verabreichen
Zu schnell
Atemhub langsamer
verabreichen
Atemhub langsamer verabreichen
Etwas zu schnell
Atemhub etwas langsamer
verabreichen
Atemhub etwas langsamer
verabreichen
15 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
15 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
15 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
30 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
30 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
30 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
45 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
45 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
45 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
60 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
60 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
60 Sekunden ohne
Herzdruckmassage
30 Sekunden ohne
Beatmung
30 Sekunden ohne
Beatmung
30 Sekunden ohne Beatmung
Kompressionsaktivität
Beatmungsaktivität
177
16 Q-CPR und Datenerfassung
HLW-Feedback
Tabelle 22 HLW-Sprachanweisungen (Fortsetzung)
HLW-Komponente
Problem
Sprachanweisung
Begleitende Textmeldung (nur
im AED-Betrieb)
Kein Feedback für die
Beatmung wegen
schlechtem Hautkontakt
der Pads oder weil die
Impedanz 140 Ohm
übersteigt.
Pads fest auf den entblößten Pads fest auf den entblößten
Brustkorb des Patienten
Brustkorb des Patienten
aufdrücken
aufdrücken
HLW-Aktivität
15 Sekunden ohne
(Herzdruckmassage oder Beatmung und
Beatmung)
Herzdruckmassage
15 Sekunden ohne
Beatmung und
Herzdruckmassage
15 Sekunden ohne Beatmung
und Herzdruckmassage
30 Sekunden ohne
Beatmung und
Herzdruckmassage
30 Sekunden ohne
Beatmung und
Herzdruckmassage
30 Sekunden ohne Beatmung
und Herzdruckmassage
45 Sekunden ohne
Beatmung und
Herzdruckmassage
45 Sekunden ohne
Beatmung und
Herzdruckmassage
45 Sekunden ohne Beatmung
und Herzdruckmassage
60 Sekunden ohne
Beatmung und
Herzdruckmassage
60 Sekunden ohne
Beatmung und
Herzdruckmassage
60 Sekunden ohne Beatmung
und Herzdruckmassage
178
Q-CPR Data Capture
16 Q-CPR und Datenerfassung
Q-CPR Data Capture
Dieser Abschnitt beschreibt, wie die Einstellungen von Q-CPR Data Capture konfiguriert werden, listet
die aufgezeichneten Daten und Ereignisse auf und liefert Hinweise zum Lesen von Q-CPR-Daten.
Q-CPR-Feedback-Einstellungen
Das Q-CPR-Feedback kann während der Erfassung von HLW-Daten aktiviert oder unterdrückt werden.
Bei aktivem Q-CPR-Feedback zeigt der MRx die HLW-Bild mit begleitenden Sprach- und/oder
Textmeldungen an.
Ist Q-CPR-Feedback unterdrückt, verhält sich der HeartStart MRx folgendermaßen:
Manuell-Betrieb
• Das HLW-Bild (Herzdruckkurve, Zahlenwerte zu Druckfrequenz und Beatmungsfrequenz und
„Kein Flow“-Wert) wird nicht angezeigt.
• Es gibt keine Sprachanweisungen und keine Speicherung von Feedbackereignissen und
Aufforderungen.
• Es werden keine Störmeldungen zur Beatmung angezeigt.
AED-Betrieb
• Es gibt keine Q-CPR-Sprach- oder Textanweisungen bzw. es wird nicht gespeichert.
• Es werden keine Störmeldungen zur Beatmung angezeigt.
HLW-Rohdaten speichern
Ist die Funktion „HLW-Rohdaten speichern“ aktiv, werden neben den in Tabelle 23 aufgeführten
Daten und Ereignissen folgende Daten erfasst:
• Beschleunigungsdaten des HLW-Aufnehmers
• Informationen über die Kraft, die auf den HLW-Aufnehmer ausgeübt wird
• Patientenkontaktimpedanz (PCI) von Multifunktions-Pads
179
16 Q-CPR und Datenerfassung
Problembehebung
Aufgezeichnete Daten und Ereignisse
Außer den Standardereignissen des HeartStart MRx zu Defibrillation und EKG-Kurve werden
folgende Daten und Ereignisse in Verbindung mit Q-CPR erfasst. Q-CPR-Sprachanweisungen werden
erfasst, wenn die Konfigurationsoption Q-CPR-Feedback eingeschaltet ist. Diese Q-CPR-Ereignisse
sind in dem vom HeartStart MRx gedruckten Ereignisbericht nicht enthalten.
Tabelle 23 Mit Q-CPR erfasste Daten
Erfasste Daten
Beschreibung
Kompressionskurve
Kurve der Kompressionstiefe gegenüber der Zeit.
Beatmungskurve
Kurve der Veränderung der Brustimpedanz gegenüber der Zeit.
Atemhub-Verabreichungsdauer
Dauer jedes Atemhubs.
Beatmungsvolumen
Maximale Änderung der Brustimpedanz für jeden Atemhub.
CO2-Kurve
Kurve des CO2-Werts gegenüber der Zeit.
EtCO2
Endtidaler CO2-Messwert für jede Änderung des Wertes.
Überprüfen von Q-CPR-Daten
Anleitung zum Überprüfen von Q-CPR-Daten:
• Die Ereignisdaten aus dem internen Speicher des HeartStart MRx auf eine externe Speicherkarte
kopieren. Weitere Hinweise finden Sie im Kapitel „Datenmanagement“.
• Daten in die Anwendung Q-CPR Review importieren. Weitere Informationen siehe Q-CPR Review
Directions for Use.
Problembehebung
Wenn der HeartStart MRx während Q-CPR nicht ordnungsgemäß funktioniert, schlagen Sie bitte
nach in Kapitel 20 “Fehlerbehebung”.
180
17
Konfiguration
17
Dieses Kapitel beschreibt die konfigurierbaren Parameter des HeartStart MRx und enthält Anleitungen
zum Ändern der Konfiguration.
Übersicht
Über die Konfigurationseinstellungen kann der HeartStart MRx an spezielle Anforderungen angepasst
werden. Die Konfiguration erfolgt über das Konfigurationsmenü; sie kann auf eine Speicherkarte
gespeichert und von dort auch in andere Geräten geladen werden. Es ist jederzeit möglich, die
Konfigurationseinstellungen anzuzeigen und auf eine Speicherkarte zu exportieren sowie Datum und
Uhrzeit zu ändern. Zur Änderung der Gerätekonfiguration ist jedoch ein Kennwort erforderlich.
Zugreifen auf das Konfigurationsmenü
Anleitung zum Zugreifen auf das Konfigurations-Hauptmenü:
1
Den Therapiewählschalter auf Monitor drehen.
2
Die Menüauswahltaste
3
Mit den Navigationstasten das Menüelement Diverses auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
4
Mit den Navigationstasten das Menüelement Konfiguration auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
drücken.
Zur Rückkehr in den normalen Betrieb die Softtaste [Konfig. Beenden] drücken.
Das Konfigurations-Hauptmenü enthält Untermenüs für jede Kategorie konfigurierbarer Parameter. Über
dieses Menü kann man die Gerätekonfigurationen anzeigen oder ausdrucken und die Einstellungen für
Datum und Uhrzeit ändern. Zum Ändern aller anderen Einstellungen muss das Konfigurationskennwort
eingegeben werden; es befindet sich vorn auf der CD-ROM HeartStart MRx-Benutzerdokumentation.
WARNUNG Der HeartStart MRx darf während der Konfiguration auf keinen Fall an einen Patienten angeschlossen sein.
181
17 Konfiguration
Einstellen von Datum und Uhrzeit
Einstellen von Datum und Uhrzeit
Anleitung zum Ändern der Einstellungen für Datum und Uhrzeit über das Konfigurationsmenü:
1
Die Menüauswahltaste
drücken.
2
Mit den Navigationstasten das Menüelement Datum und Uhrzeit auswählen. Dann die
Menüauswahltaste drücken.
3
Mit den Navigationstasten den Wert für das Jahr ändern. Dann die Menüauswahltaste drücken.
4
Den richtigen Monat auswählen. Dann die Menüauswahltaste drücken.
5
Den Wert für den Tag ändern. Dann die Menüauswahltaste drücken.
6
Den Wert für die Stunde ändern. Dann die Menüauswahltaste drücken.
Wenn für die Uhrzeit das 12-Stunden-Format konfiguriert ist, erscheint neben der Stunde die
Angabe am oder pm. Beim 24-Stunden-Format wird nur die Stunde angezeigt; wählbar sind Werte
von 0 bis 23.
7
Nach Beendigung der Konfiguration die Softtaste [Konfig. Beenden] drücken.
Datum und Uhrzeit sind so zu ändern, dass sie mit lokalen Zeitumstellungen (Sommerzeit)
übereinstimmen.
Ändern von Einstellungen
Zum Ändern der Konfigurationseinstellungen sollte das Gerät am Netz angeschlossen und ein Akku mit
mindestens 20 % Kapazität eingelegt sein. Anleitung zum Ändern von Konfigurationseinstellungen über
das Konfigurations-Hauptmenü:
182
1
Die Softtaste [Konfig. Ändern] drücken.
2
Bei entsprechender Aufforderung das Konfigurationskennwort eingeben.
3
Die Menüauswahltaste
drücken. Mit den Navigationstasten das Untermenü für die zu
ändernden Parameter auswählen. Dann die Menüauswahltaste drücken.
4
Zum Wählen eines Parameters die Softtasten [Voriges Element] und [Nächstes
Element] verwenden.
5
Mit den Navigationstasten die gewünschte Auswahlmöglichkeit markieren. Zum Wählen der
markierten Auswahlmöglichkeit die Menüauswahltaste drücken.
6
Zum Wählen eines weiteren Untermenüs und zum Ändern weiterer Einstellungen die Schritte 3, 4
und 5 wiederholen.
7
Nach Eingabe aller gewünschten Änderungen im Konfigurations-Hauptmenü die Softtaste
[Änderung Speichern] drücken.
Zum Wiederherstellen der vorherigen Einstellungen auf die Softtaste [Änderungn
abbrechen] drücken.
8
Zur Rückkehr in den normalen Betrieb die Softtaste [Konfig. Beenden] drücken.
Wenn man vor dem Speichern der Änderungen die Softtaste [Konfig. Beenden] drückt,
erscheint die Meldung Konfiguration nicht gespeichert – trotzdem abbrechen?. Nein auswählen und
die Menüauswahltaste drücken. Dann die Softtaste [Änderung Speichern] drücken.
Speichern der Konfigurationseinstellungen auf einer Speicherkarte
17 Konfiguration
Speichern der Konfigurationseinstellungen auf
einer Speicherkarte
Anleitung zum Speichern der Konfigurationseinstellungen auf einer Speicherkarte:
1
Darauf achten, dass eine Speicherkarte im HeartStart MRx eingelegt ist.
2
Die Softtaste [Export] drücken.
Der HeartStart MRx kopiert nun die Konfigurationseinstellungen auf die Speicherkarte.
Laden der Konfigurationseinstellungen von einer
Speicherkarte
Anleitung zum Laden der Konfigurationseinstellungen von einer Speicherkarte:
1
Die Speicherkarte mit der gespeicherten Konfiguration in den HeartStart MRx einstecken.
2
Die Softtaste [Konfig. Ändern] drücken und das Konfigurationskennwort eingeben.
3
Die Softtaste [Import] drücken.
4
Alle gerätespezifischen Konfigurationsänderungen vornehmen (z. B. 12-Kanal-Standort-Code).
5
Die Softtaste [Änderung Speichern] drücken.
Wiederherstellen der Standardvorgaben
Anleitung für die Rückkehr zu den werksseitigen Konfigurationseinstellungen:
1
Die Softtaste [Konfig. Ändern] drücken.
2
Das Konfigurationskennwort eingeben.
3
Die Softtaste [Werksvorgaben] drücken.
4
Die Softtaste [Änderung Speichern] drücken.
Drucken der Konfigurationseinstellungen
Zum Drucken der Konfigurationseinstellungen im Konfigurations-Hauptmenü das Menüelement
Konfiguration drucken auswählen und die Menüauswahltaste drücken. Daraufhin wird auf dem
Drucker der Konfigurationsbericht gedruckt.
HIN W E I S
Bei Verlassen des Konfigurationsbetriebs und Rückkehr zu einer klinischen Betriebsart (Monitor-,
Pacer-, Manuell- oder AED-Betrieb) werden alle Einstellungen auf die Werte zurückgesetzt, die für das
Gerät konfiguriert wurden.
183
17 Konfiguration
Konfigurierbare Parameter
Konfigurierbare Parameter
Die folgenden Tabellenbverzeichnen die konfigurierbaren Parameter jedes Untermenüs im KonfigurationsHauptmenü. Sie enthalten eine Beschreibung der einzelnen Parameter und nennen die jeweils wählbaren
Einstellungen. Die Standardvorgaben sind fett gedruckt.
Tabelle 24 Allgemeine Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Lautstärke
Sprachanweisung
Lautstärke der Sprachanweisungen.
Sehr leise, Leise, Mittel, Laut, Sehr laut
Lautstärke Alarm
Lautstärke der Alarmtöne.
Sehr leise, Leise, Mittel, Laut, Sehr laut
Min. Alarm-Lautstärke
Mindestlautstärke der Alarmtöne.
Sehr leise, Leise, Mittel, Laut, Sehr laut
Lautstärke QRS-Ton
Lautstärke des bei jedem erkannten QRSKomplex ertönenden Pieptons.
Aus, Sehr leise, Leise, Mittel, Laut, Sehr laut
Zeitformat
Wählt das Uhrzeitformat für die Anzeige.
12 Stunden, 24 Stunden
Warnung „Pacing mit
Akkus“
Definiert, ob die Warnung Pacing mit Akkus Ja, Nein
angezeigt werden soll, wenn der Pacer-Betrieb
nur über Akkus läuft.
Maßeinheit zeigen
Definiert, ob Parameterwerte mit oder ohne
Maßeinheit angezeigt werden.
Ein, Aus
Patientenalter
Wählt die Vorgabe für das Patientenalter aus.
Erwachsen, Kind
Geräte-Eigentümer
Angabe des Eigentümers, dem ein
ausgeliehenes Gerät zurückzugeben ist.
20 Zeichen
Rückgabe-Kennwort
Zur Deaktivierung der Leihfrist-Einstellung ist 4 Zeichen
ein Kennwort erforderlich.
Audioaufzeichnung.
Schaltet die Audioaufzeichnung im Manuelloder AED-Betrieb ein bzw. aus.
Ein, Aus
HIN W E I S
Das Rückgabe-Kennwort sollte dokumentiert und sicher aufbewahrt werden. Wenn das Kennwort
zurückgesetzt werden muss, sind alle Konfigurationseinstellungen auf die werkseitigen Standardvorgaben
zurückzusetzen. Anschließend muss das Gerät neu konfiguriert werden.
HIN W E I S
Die Lautstärke des Alarmtons darf nicht so niedrig eingestellt werden, dass sie in lauten Umgebungen
nicht mehr hörbar ist.
184
Konfigurierbare Parameter
17 Konfiguration
Tabelle 25 Herzfrequenz- und EKG-Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Auto-Verstärkung
Ein, Aus
Definiert, ob automatisch die größte EKGAmplitude gewählt wird, die ohne Beschneidung
der Kurve in den Kurvensektor passt. Wenn
Auto-Verstärkung ausgeschaltet ist, wird die
Verstärkung auf 1 (10 mm/mV) gesetzt.
Netzfilter
Wählt das Filter für netzfrequente Störungen.
Diese Einstellung auf die Netzfrequenz des
jeweiligen Landes einstellen.
EKG-Bandbreite für
Anzeige
Wählt das Filter für die Anzeige von EKGs, die Monitor (0,15 - 40 Hz), EMS (1 - 30 Hz)
über ein Therapie-Kabel (Pads/Paddles-Kabel)
oder ein 3- bzw. 5-adriges EKG-Kabel erfasst
werden. (Diese Einstellung hat keine Auswirkung
auf die 12-Kanal-EKG-Ansicht.)
EKG-Bandbreite für
Drucker
Wählt das Filter für den Ausdruck von EKGs, Diag (0,05 - 150 Hz), Mon (0,15 - 40 Hz),
1-30 Hz EMS
die über ein Therapie-Kabel (Pads/PaddlesKabel) oder ein 3- bzw. 5-adriges EKG-Kabel
erfasst werden. (Diese Einstellung hat keine
Auswirkung auf 12-Kanal-EKG-Berichte.)
Wenn „Diag“ gewählt ist, wird bei Pads-EKGs
die Einstellung „Mon“ verwendet.
Bezeichnung der EKGElektroden
Wählt das Format für die Bezeichnung der
Elektroden. AAMI: RA, LA, LL, RL, V.
IEC: R, L, F, N, C.
AAMI, IEC
HF/Puls Ob. Grenze
Wählt die Vorgabe für die obere Alarmgrenze
der aus dem EKG abgeleiteten Herzfrequenz
und der aus der SpO2- oder invasiven
Druckmessung abgeleiteten Pulsfrequenz.
Erwachsen: 35-200, 120 (/min)
Kind: 35-240, 160
einstellbar in Schritten von 5
HF/Puls Unt. Grenze
Wählt die Vorgabe für die untere Alarmgrenze Erwachsen: 30 bis obere Alarmgrenze, 50 (/min)
der aus dem EKG abgeleiteten Herzfrequenz
Kind: 30 bis obere Alarmgrenze, 80
und der aus der SpO2- oder invasiven
einstellbar in Schritten von 5
Druckmessung abgeleiteten Pulsfrequenz.
VTACH
Erkennung ventrikulärer Tachykardien anhand HF-Grenze:
einer Grenzen für die Herzfrequenz und einer Erwachsen: 95-150, 100 (/min)
Grenze für VES-Salven.
Kind: 95-150, 120
einstellbar in Schritten von 5
60 Hz, 50 Hz
Grenze VES-Salve:
Erwachsen: 3-20, 5
Kind: 3-20, 5
einstellbar in Schritten von 1
Farbe
Wählt die HF/EKG-Farbe aus.
Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau, Violett, Weiß
(Hinweis: Texte und Zahlen, die rot und blau
dargestellt werden, sind bei hohem Kontrast
nicht sichtbar.)
185
17 Konfiguration
Konfigurierbare Parameter
Tabelle 26 Einstellungen Invasiver Druck - Standardnamen
Parameter
Beschreibung
Werte / Standard
Einheiten/
Vorgaben
Auswahl der Einheit für alle invasiven Drücke mmHg, kPa
Name Druck 1
Auswahl des Standard-Namens für Druckkanal 1 P1, ABP, ART, Ao, CVP, ICP, LAP, PAP, RAP
Name Druck 2
Auswahl des Standard-Namens für Druckkanal 2 P2, ABP, ART, Ao, CVP, ICP, LAP, PAP, RAP,
Tabelle 27 Einstellungen Invasiver Druck – P1
Parameter
Beschreibung
Werte/Standard
Alarm-Quelle
Wählt die Alarm-Quelle.
Systolisch, Diastolisch, Mittel
Sys Ob. Grenze
Wählt die systolische obere
Alarmgrenze.
Erwachsen: -35 - 360, 160 (mmHg)
Kind: -35 - 360, 120
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Sys Unt. Grenze
Wählt die systolische untere
Alarmgrenze.
Erwachsen: -40 - 355, 90 (mmHg)
Kind: -40 - 355, 70
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Dia Ob. Grenze
Wählt die diastolische obere
Alarmgrenze.
Erwachsen: -35 - 360, 90 (mmHg)
Kind: -35 - 360, 70
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Dia Unt. Grenze
Wählt die diastolische untere
Alarmgrenze.
Erwachsen: -40 - 355, 50 (mmHg)
Kind: -40 - 355, 40
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Mitt Ob. Grenze
Wählt die mittlere obere
Alarmgrenze.
Erwachsen: -35 - 360, 110 (mmHg)
Kind: -35 - 360, 90
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Mitt Unt. Grenze
Wählt die mittlere untere
Alarmgrenze.
Erwachsen: -40 - 355, 70 (mmHg)
Kind: -40 - 355, 50
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Skala
Wählt die Standardvorgabe für Erwachsen: 300, 240, 180, 150, 120, 110, 100, 90, 80, 70,
die Kurvenskala.
60, 50, 40, 30, 20, 10, -5, -10, -15, -20
Kind: 300, 240, 180, 150, 120, 110, 100, 90, 80, 70, 60,
50, 40, 30, 20, 10, -5, -10, -15, -20
Artefakt-Unterdrückung
Gibt die Dauer der Unterdrük- 30 s, 60 s, 90 s, Aus
kung von Druckalarmen infolge nicht-physiologischer
Artefakte an. Es wird eine
Störungsmeldung angezeigt.
Filter
Wählt die Filtereinstellung.
12 Hz, 40 Hz
Farbe
Wählt die Farbe von P1.
Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau, Violett, Weiß. (Hinweis:
Daten, für deren Anzeige die Farbe Rot oder Blau
konfiguriert ist, können mit der Funktion „Hoher Kontrast“
nicht angezeigt werden; deshalb ist auf eine geeignete
Konfiguration der Parameterfarben zu achten.
186
Konfigurierbare Parameter
17 Konfiguration
Tabelle 28 Einstellungen Invasiver Druck – P2
Alle Einstellungsoptionen entsprechen denen von P1 in Tabelle 27, mit Ausnahme von:
Parameter
Beschreibung
Werte/Standard
Farbe
Wählt die Farbe von P2.
Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau, Violett, Weiß
Tabelle 29 Einstellungen Invasiver Druck – ABP, ART, Ao
Alle Einstellungsoptionen entsprechen denen von P1 in Tabelle 27
Tabelle 30 Einstellungen Invasiver Druck – CVP, RAP, LAP
Parameter
Beschreibung
Alarm-Quelle
Werte / Standard
Die Quelle ist immer der Mittelwert
und nicht konfigurierbar.
Ob. Grenze
Wählt die obere Alarmgrenze.
Erwachsen: -39 - 360, 10 (mmHg)
Kind: -39 - 360, 4
einstellbar in Schritten von 1 mmHg
oder 0,1 kPa
Unt. Grenze
Wählt die untere Alarmgrenze.
Erwachsen: -40 - 359, 0 (mmHg)
Kind: -40 - 359, 0
einstellbar in Schritten von 1 mmHg
oder 0,1 kPa
Skala
Wählt die Standardvorgabe für die
Kurvenskala.
Erwachsen: 300, 240, 180, 150, 120,
110, 100, 90, 80, 70, 60, 50, 40, 30, 20,
10, -5, -10, -15, -20
Kind: 300, 240, 180, 150, 120, 110,
100, 90, 80, 70, 60, 50, 40, 30, 20, 10,
-5, -10, -15, -20
Artefakt-Unterdrückung
Wählt die Standardvorgabe für die
Dauer der Artefakt-Unterdrückung:.
30 s, 60 s, 90 s, Aus
Filter
Wählt die Filtereinstellung.
12 Hz, 40 Hz
Farbe
Wählt die Parameterfarbe.
Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau,
Violett, Weiß
187
17 Konfiguration
Konfigurierbare Parameter
Tabelle 31 Einstellungen Invasiver Druck – PAP
Parameter
Beschreibung
Werte / Standard
Alarm-Quelle
Wählt die Alarm-Quelle.
Systolisch, Diastolisch, Mittel
Sys Ob. Grenze
Wählt die systolische obere
Alarmgrenze.
Erwachsen: -39 - 360, 35 (mmHg)
Kind: -39 - 360, 60
einstellbar in Schritten von 1 mmHg
oder 0,1 kPa
Sys Unt. Grenze
Wählt die systolische untere
Alarmgrenze.
Erwachsen: -40 - 359, 10 (mmHg)
Kind: -40 - 359, 24
einstellbar in Schritten von 1 mmHg
oder 0,1 kPa
Dia Ob. Grenze
Wählt die diastolische obere
Alarmgrenze.
Erwachsen: -39 - 360, 16 (mmHg)
Kind: -39 - 360, 4
einstellbar in Schritten von 1 mmHg
oder 0,1 kPa
Dia Unt. Grenze
Wählt die diastolische untere
Alarmgrenze.
Erwachsen: -40 - 359, 0 (mmHg)
Kind: -40 - 359, -4
einstellbar in Schritten von 1 mmHg
oder 0,1 kPa
Mitt Ob. Grenze
Wählt die mittlere obere Alarmgrenze.
Erwachsen: -39 - 360, 20 (mmHg)
Kind: -39 - 360, 26
einstellbar in Schritten von 1 mmHg
oder 0,1 kPa
Mitt Unt. Grenze
Wählt die mittlere untere Alarmgrenze. Erwachsen: -40 - 359, 0 (mmHg)
Kind: -40 - 359, 12
einstellbar in Schritten von 1 mmHg
oder 0,1 kPa
Skala
Standardvorgabe der Kurvenskala
Erwachsen: 300, 240, 180, 150, 120,
110, 100, 90, 80, 70, 60, 50, 40, 30, 20,
10, -5, -10, -15, -20
Kind: 300, 240, 180, 150, 120, 110,
100, 90, 80, 70, 60, 50, 40, 30, 20, 10,
-5, -10, -15, -20
Artefakt-Unterdrückung
Wählt die Standardvorgabe für die
Dauer der Artefakt-Unterdrückung:.
30 s, 60 s, 90 s, Aus
Filter
Wählt die Filtereinstellung.
12 Hz, 40 Hz
Farbe
Wählt die Parameterfarbe.
Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau,
Violett, Weiß
188
Konfigurierbare Parameter
17 Konfiguration
Tabelle 32 Einstellungen Invasiver Druck – ICP
Parameter
Beschreibung
Alarm-Quelle
Werte / Standard
Die Quelle ist immer der Mittelwert
und nicht konfigurierbar.
Ob. Grenze
Wählt die obere Alarmgrenze.
Erwachsen: -39 - 360, 10 (mmHg)
Kind: -39 - 360, 4
einstellbar in Schritten von 1 mmHg
oder 0,1 kPa
Unt. Grenze
Wählt die untere Alarmgrenze.
Erwachsen: -40 - 359, 0 (mmHg)
Kind: -40 - 359, 0
einstellbar in Schritten von 1 mmHg
oder 0,1 kPa
Skala
Wählt die Standardvorgabe für die
Kurvenskala.
Erwachsen: 300, 240, 180, 150, 120,
110, 100, 90, 80, 70, 60, 50, 40, 30, 20,
10, -5, -10, -15, -20
Kind: 300, 240, 180, 150, 120, 110,
100, 90, 80, 70, 60, 50, 40, 30, 20, 10,
-5, -10, -15, -20
Artefakt-Unterdrückung
Wählt die Standardvorgabe für die
Dauer der Artefakt-Unterdrückung:.
30 s, 60 s, 90 s, Aus
Filter
Wählt die Filtereinstellung.
12 Hz, 40 Hz
Farbe
Wählt die Parameterfarbe. (Gilt auch
für CPP.)
Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau,
Violett, Weiß
Tabelle 33 Einstellungen Invasiver Druck – CPP
Parameter
Beschreibung
Alarm-Quelle
Werte / Standard
Die Quelle ist immer der Mittelwert
und nicht konfigurierbar.
Ob. Grenze
Wählt die obere Alarmgrenze.
Erwachsen: -35 - 360, 130 (mmHg)
Kind: -35 - 360, 100
einstellbar in Schritten von 5 mmHg
oder 1 kPa
Unt. Grenze
Wählt die untere Alarmgrenze.
Erwachsen: -40 - 355, 50 (mmHg)
Kind: -40 - 355, 40
einstellbar in Schritten von 5 mmHg
oder 1 kPa
189
17 Konfiguration
Konfigurierbare Parameter
Tabelle 34 NBP-Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
NBP-Intervall
Wählt das Intervall für nichtinvasive
Blutdruckmessungen (manuell oder
automatisch im gewählten Zeitabstand).
Manuell, 1 min, 2,5 min, 5 min, 10 min,
15 min, 30 min, 60 min, 120 min
NBP Alarm-Quelle
Wählt die Alarm-Quelle.
Systolisch, Diastolisch, Mittel
Maßeinheit
Wählt die Maßeinheit.
mmHg, kPa
Sys Ob. Grenze
Wählt die obere Alarmgrenze, die verwendet
wird, wenn als Alarm-Quelle „Systolisch“
gewählt ist.
Erwachsen: 35-270, 160 (mmHg)
Kind: 35-180, 120
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Sys Unt. Grenze
Wählt die untere Alarmgrenze, die verwendet
wird, wenn als Alarm-Quelle „Systolisch“
gewählt ist.
Erwachsen: 30-265, 90 (mmHg)
Kind: 30-175, 70
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Dia Ob. Grenze
Wählt die obere Alarmgrenze, die verwendet
wird, wenn als Alarm-Quelle „Diastolisch“
gewählt ist.
Erwachsen: 15-245, 90 (mmHg)
Kind: 15-150, 70
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Dia Unt. Grenze
Wählt die untere Alarmgrenze, die verwendet
wird, wenn als Alarm-Quelle „Diastolisch“
gewählt ist.
Erwachsen: 10-240, 50 (mmHg)
Kind: 10-145, 40
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Mitt Ob. Grenze
Erwachsen: 25-255, 110 (mmHg)
Wählt die obere Alarmgrenze, die verwendet
wird, wenn als Alarm-Quelle „Mittel“ gewählt Kind: 25-160, 90
ist.
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Mitt Unt. Grenze
Wählt die untere Alarmgrenze, die verwendet Erwachsen: 20-250, 60 (mmHg)
wird, wenn als Alarm-Quelle „Mittel“ gewählt Kind: 20-155, 50
ist.
einstellbar in Schritten von 5 mmHg oder 1 kPa
Farbe
Wählt die NBP-Farbe.
190
Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau, Violett, Weiß
Konfigurierbare Parameter
17 Konfiguration
Tabelle 35 EtCO2-Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Maßeinheit
Wählt die Maßeinheit.
mmHg, kPa
EtCO2 Ob. Grenze
Wählt die obere Alarmgrenze.
Erwachsen: 20-95, 50 (mmHg)
Kind: 20-95, 50
einstellbar in Schritten von 1 mmHg oder
0,1 kPa
EtCO2 Unt. Grenze
Wählt die untere Alarmgrenze.
Erwachsen: 10-94, 30 (mmHg)
Kind: 10-94, 30
einstellbar in Schritten von 1 mmHg oder
0,1 kPa
awAF Ob. Grenze
Wählt die obere Alarmgrenze.
Erwachsen: 10-100, 30 (/min)
Kind: 10-100, 60
einstellbar in Schritten von 1
awAF Unt. Grenze
Wählt die untere Alarmgrenze.
Erwachsen: 0-99, 8 (/min)
Kind: 0-99, 12
in Schritten von 1
Apnoe-Alarmverzögerung Definiert den Zeitabstand vom Beginn des
Atemstillstands bis zur Auslösung des ApnoeAlarms.
Erwachsen: 10-40, 20 (Sekunden)
Kind: 10-40, 20
einstellbar in Schritten von 5
Farbe
Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau, Violett, Weiß
Wählt die EtCO2- und awAF-Farbe.
191
17 Konfiguration
Konfigurierbare Parameter
Tabelle 36 SpO2 Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
SpO2 Ob. Grenze
Wählt die obere Alarmgrenze.
Erwachsen: 51-100, 100 (%)
Kind: 51-100, 100
einstellbar in Schritten von 1
SpO2 Unt. Grenze
Wählt die untere Alarmgrenze.
Erwachsen: 50-99, 90 (%)
Kind: 50-99, 90
einstellbar in Schritten von 1
SpO2-Desat-Grenze
Wählt die äußerste untere Alarmgrenze.
Erwachsen: 50 bis untere Alarmgrenze, 80 (%)
Kind: 30 bis untere Alarmgrenze, 80 (%)
einstellbar in Schritten von 1
Farbe
Wählt die SpO2-Farbe.
Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau, Violett,
Weiß
Tabelle 37 Puls-Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Werte / Standard
Puls-Quelle
Einstellen der Standardpulsquelle
SpO2, Druck 1: Name, Druck 2: Name
Standardvorgabe: SpO2, falls Gerät über
SpO2-Option verfügt, sonst Druck 1
Hinweis: Die Pulseinstellung ist im Konfigurationsmenü nur dann möglich, wenn das Gerät über die
Option zur invasiven Druckmessung verfügt.
192
Konfigurierbare Parameter
17 Konfiguration
Tabelle 38 Temperatur-Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Werte / Standard
Maßeinheit
Wählt die Maßeinheit
°C, °F
Name
Wählt den vorgegebenen TemperaturNamen
Temp, THaut, Trekt, Tnaso, Töso,
Tart, Tven, TBlase, TKern
Ob. Grenze
Wählt die obere Alarmgrenze.
Erwachsen: 0,1 bis 45,0, 39,0 °C
(32,2 bis 113 °F)
Kind: 0,1 bis 45,0, 39,0 °C
einstellbar in Schritten von 0,1 °C bzw.
0,2 °F.
Unt. Grenze
Wählt die untere Alarmgrenze.
Erwachsen: 0,0 bis 44,9, 36,0 °C
(32.0 to 112.8 °F)
Kind: 0,0 bis 44,9, 36,0 °C
einstellbar in Schritten von 0,1 °C bzw.
0,2 °F.
Farbe
Wählt die Temperatur-Farbe.
Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau,
Violett, Weiß
Tabelle 39 Kurven-Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Kurve 1
Wählt die in Kurvensektor 1 angezeigte Kurve.
Pads, I, II, III, aVR, aVL, aVF, V
Kurve 2
Wählt die in Kurvensektor 2 angezeigte Kurve.
Pads, I, II, III, aVR, aVL, aVF, V/C, CO2,
Pleth, Druck 1, Druck 2, Kaskade,
Beschriftetes EKG, Keine
Standardvorgabe: Bei Option „Invasiver
Druck“ Druck 1, sonst Kaskade.
Kurve 3
Wählt die in Kurvensektor 3 angezeigte Kurve.
Pads, I, II, III, aVR, aVL, aVF, V, CO2, Pleth,
Druck 1, Druck 2, Keine
Standardvorgabe: Bei Option „Invasiver
Druck“ Druck 2, bei SpO2-Option Pleth,
sonst Keine.
Kurve 4
Wählt die in Kurvensektor 4 angezeigte Kurve.
Pads, I, II, III, aVR, aVL, aVF, V, CO2, Pleth,
Druck 1, Druck 2, Kaskade, Keine
Standardvorgabe: CO2, bei Option CO2,
sonst Keine.
Tabelle 40 Alarm-Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Alarmton
Wählt entweder die klassischen Philips
Alarmtöne oder die Alarmtöne gemäß IECNorm.
Philips, IEC
Alarm-Pausenzeit
Wählt das Dauer der Alarm-Pause, die nach
Drücken der Alarm-Pausentaste beginnt.
1, 2, 3, 5, 10, Unbegrenzt
(Minuten)
193
17 Konfiguration
Konfigurierbare Parameter
Tabelle 41 12-Kanal-EKG-Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Institution
Definiert den Namen der Einrichtung, der auf
Ausdrucken des 12-Kanal-EKG-Berichts
erscheinen soll.
32 Zeichen, leer
Standort-Code
Definiert eine Institutions- und eine
Abteilungsnummer zum Ausdrucken des 12Kanal-EKG-Berichts.
3 Ziffern, leer (Institutionsnummer)
Geräte-ID
Definiert eine Identifikationsnummer für das
Gerät.
4 Ziffern, leer
Analyse
Definiert die im 12-Kanal-EKG-Bericht enthalte- Keine, Nur Vermessungen, Standard
nen Analyse-Informationen. „Keine“ enthält
Kurven, Einsatz-Nr., Patienten-ID, Datum und
Uhrzeit. „Nur Vermessungen“ enthält außerdem
HF-, Intervall- und Achsenmessungen. „Standard“
enthält außerdem EKG-Schweregrad, Befundtexte
und Begründungen.
EKG-Bandbreite 12Kanal-Anzeige
Definiert die Vorgabe für die EKG-Bandbreite
der 12-Kanal-Vorschau.
0,15-40 Hz, 0,05-40 Hz, 0,05-150 Hz
EKG-Bandbreite 12Kanal-Bericht
Definiert die Vorgabe für die EKG-Bandbreite
der gedruckten und gespeicherten 12-KanalBerichte.
Wie Anzeige, 0,05-150 Hz
Anzahl automatische
Ausdrucke
Definiert die Anzahl der 12-Kanal-EKGBerichte, die nach Beendigung der Analyse
ausgedruckt werden.
0, 1, 2
Druckerformat
Definiert die Anzahl der Rhythmusstreifen, die
zusammen mit dem 12-Kanal-EKG-Bericht
gedruckt werden sollen (0, 1 oder 3).
3x4, 3x4 1R, 3x4 3R
Rhythmusstreifen 1
Wählt den ersten Rhythmusstreifen, der im
Format 3x4 1R oder 3x4 3R gedruckt wird.
I, II, III, aVR, aVL, aVF, V1, V2, V3, V4, V5,
V6
Rhythmusstreifen 2
Wählt den zweiten Rhythmusstreifen, der im
Format 3x4 3R gedruckt wird.
I, II, III, aVR, aVL, aVF, V1, V2, V3, V4, V5,
V6
Rhythmusstreifen 3
Wählt den dritten Rhythmusstreifen, der im
Format 3x4 3R gedruckt wird.
I, II, III, aVR, aVL, aVF, V1, V2, V3, V4, V5,
V6
2 Ziffern, leer (Abteilungsnummer)
HIN W E I S
Wenn dieselbe Konfigurationsdatei für mehrere Geräte verwendet wird, ist darauf achten, dass jedem
Gerät eine eindeutige ID-Nummer zugewiesen wird.
HIN W E I S
Die Druckformat-Einstellung „3x4 3R“ kann nicht in Verbindung mit der optionalen 12-KanalÜbertragung verwendet werden.
194
Konfigurierbare Parameter
17 Konfiguration
Tabelle 42 Einstellungen für die 12-Kanal-Übertragung (Bluetooth- und Modem-Profil)
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Profilname
Name des Profils.
20 Zeichen, leer
Konfigurationsstring
Erhältlich vom Mobiltelefondienstleister.
45 Zeichen, leer
Festnetz
Bei Verwendung eines Modems auf „Ja“ setzen.
Ja, Nein
Präfix
Nur konfigurierbar, wenn Festnetz auf „Ja“ gesetzt
10 Zeichen, leer
ist. Das Präfix ist eine Nummer, die vor der
eigentlichen Telefonnummer gewählt wird. Evtl.
ist zusätzlich die Ortsnetzkennzahl (Vorwahl)
erforderlich, oder es muss eine bestimmte Ziffer
vorgewählt werden, um von einer Haustelefonanlage
aus in das öffentliche Telefonnetz zu rufen.
Wählstring
Erhältlich vom Mobiltelefondienstleister.
40 Zeichen, leer
Auf Wählton warten
Erhältlich vom Mobiltelefondienstleister.
Ja, Nein
PPP-Benutzername
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber von 30 Zeichen, leer
einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt werden.
PPP-Kennwort
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber von 40 Zeichen, leer
einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt werden.
Feste IP-Adresse
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber von 15 Zeichen (nnn.nnn.nnn.nnn), leer
einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt werden.
Primärer DNS
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber von nnn.nnn.nnn.nnn, leer
einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt werden.
Sekundärer DNS
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber von nnn.nnn.nnn.nnn, leer
einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt werden.
HTTP-Proxy-Adresse Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber von 15 Zeichen, leer
einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt werden.
HTTP-Proxy-Port
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber von 15 Zeichen, leer
einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt werden.
195
17 Konfiguration
Konfigurierbare Parameter
Tabelle 43 Einstellungen für die 12-Kanal-Übertragung (Profil Serielles Telefon)
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Profilname
Name des Profils.
Profil Serielles Telefon
Konfigurationsstring
Erhältlich vom Mobiltelefondienstleister.
45 Zeichen, leer
Wählstring
Erhältlich vom Mobiltelefondienstleister.
40 Zeichen, leer
Auf Wählton warten
Erhältlich vom Mobiltelefondienstleister.
Ja, Nein
PPP-Benutzername
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber
von einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt
werden.
30 Zeichen, leer
PPP-Kennwort
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber
von einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt
werden.
40 Zeichen, leer
Feste IP-Adresse
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber
von einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt
werden.
15 Zeichen (nnn.nnn.nnn.nnn), leer
Primärer DNS
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber
von einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt
werden.
nnn.nnn.nnn.nnn, leer
Sekundärer DNS
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber
von einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt
werden.
nnn.nnn.nnn.nnn, leer
HTTP-Proxy-Adresse Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber
von einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt
werden.
15 Zeichen, leer
HTTP-Proxy-Port
Wird normalerweise nicht benötigt, kann aber
von einigen Mobiltelefondienstleistern verlangt
werden.
15 Zeichen, leer
Baudrate
Steht in der Dokumentation des Mobiltelefons.
Bei Telefonen mit HochgeschwindigkeitsDatenübertragung ist die Baudrate auf 115200
eingestellt.
9600, 19200, 38400, 57600, 115200
Flusskontrolle:
Steht in der Dokumentation des Mobiltelefons.
Keine, Hardware
196
Konfigurierbare Parameter
17 Konfiguration
Tabelle 44 Einstellungen für die 12-Kanal-Übertragung (Hub)
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Server-URL
Adresse des Hub-Servers Erhältlich vom Internet- 40 Zeichen, leer
Service-Provider.
Benutzername
HTTP-Benutzername. Zur Erstellung von
30 Zeichen, leer
Benutzerkonten auf dem Hub bitte die WebserverDokumentation heranziehen.
Kennwort
HTTP-Kennwort. Zur Erstellung von
40 Zeichen, leer
Benutzerkonten auf dem Hub bitte die WebserverDokumentation heranziehen.
Tabelle 45 Einstellungen für die 12-Kanal-Übertragung (Empfänger)
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Empfängername
Der hier definierte Name erscheint im Menü
„Senden an“, wenn die Übertragung eines 12Kanal-Berichts gestartet wird. Es sollte ein leicht
erkennbarer Name gewählt werden.
12-20 Zeichen, leer
Empfangsgerät-Typ
Gibt den Typ des Gerätes an, das den 12-KanalBericht empfängt.
Fax, Drucker, 12LTS, TraceMaster,
Hub
Telefonnummer
Nummer für den Gerätetyp „Fax“, andernfalls
nicht zutreffend.
20 Zeichen, leer
Hinweis: Die Wählregeln des 12-Lead Transfer
Station müssen bekannt sein. Zum Beispiel muss
bekannt sein, ob die 12-Lead Transfer Station
zusätzlich die Ortsnetzkennzahl (Vorwahl) erforderlich
ist oder ob eine bestimmte Ziffer vorgewählt werden
muss, um von einer Haustelefonanlage aus in das
öffentliche Telefonnetz zu rufen. Wenn dies der Fall
ist, muss die vom MRx gesendete Nummer diese
Ziffer(n) enthalten.
URL
URL für Empfangsgerät-Typ „PC“ (z. B. TraceMaster 40 Zeichen, leer
oder eine andere 12-Lead Transfer Station), andernfalls
nicht zutreffend.
Hub-Routing
benutzen
Zeigt an, ob Hub-Routing benutzt wird oder
Ja, Nein
nicht. (Hinweis: Dieses Feld wird von der 12-Lead
Transfer Station nicht verwendet.)
Standard-Empfänger
Wenn „Ja“ gewählt wird, ist dieser Empfänger im Ja, Nein
Menü Senden an markiert. Wenn „Ja“ gewählt ist,
wird dieses Feld bei allen anderen Empfängern
automatisch auf „Nein“ gesetzt.
197
17 Konfiguration
Konfigurierbare Parameter
Tabelle 46 Einstellungen für manuelle Defibrillation
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Bleibt nach Schockabgabe Definiert, ob das Gerät nach Abgabe eines
Ja, Nein
in Sync
synchronisierten Schocks im Sync-Betrieb bleibt.
Zeit bis Auto-Entladung
Definiert, wie lange das Gerät geladen bleibt,
wenn kein Schock abgegeben wurde. Gilt für
den Manuell- und den AED-Betrieb.
30, 60, 90 (Sekunden)
Pacing-Frequenz
Definiert die Pacing-Frequenz, die beim
Umschalten auf den gewählten Pacer-Betrieb
(Demand- oder Fixed-Pacing) als Vorgabe aktiv
sein soll.
30-180, 70 (/min)
einstellbar in Schritten von 10
Pacing-Output
Definiert den Pacing-Output (Stromstärke), der 10-175, 30 (mA)
beim Umschalten auf den gewählten Pacereinstellbar in Schritten von 5
Betrieb (Demand- oder Fixed-Pacing) als
Vorgabe aktiv sein soll.
Kennwortschutz
Manuelle Defib.
Definiert, ob der Manuell-Betrieb und der Pacer- Aus, Ein (siehe folgender Warnung).
Betrieb kennwortgeschützt sein sollen.
Wenn Ein gewählt wird, erscheint ein
Eingabefenster für das Kennwort. Mit Hilfe des
Menüs ein 4 Zeichen langes Kennwort eingeben.
Wenn man während der Kennworteingabe
Abbrechen wählt, setzt dies die Einstellung auf
Aus. Wenn man nach der Kennworteingabe die
Einstellung auf Aus setzt, wird das Kennwort aus
dem Speicher gelöscht.
WARNUNG Das Klinikteam muss sich das in der Konfiguration definierte Kennwort für den Zugang zum Manuell-
Betrieb gut merken. Ohne Eingabe des korrekten Kennworts sind manuelle Defibrillation oder Pacing
nicht möglich. Vor Aktivierung dieser Konfigurationseinstellung ist daher Rücksprache mit dem
Risikomanager zu halten.
198
Konfigurierbare Parameter
17 Konfiguration
Tabelle 47 Einstellungen für den AED-Betrieb
Parameter
Beschreibung
Wählbare
Einstellungen
Schockserien
Definiert die Anzahl der Schocks, die abgegeben werden müssen, bevor 1, 2, 3, 4
eine automatische HLW-Pause aktiviert wird. Die Länge der HLW-Pause
richtet sich nach der Einstellung für den HLW-Timer. In folgenden Fällen
wird durch Schockabgabe eine neue Schockserie gestartet:
• nach Einschalten des Gerätes
• nach Ablauf der automatischen HLW-Pause
• nach Drücken der Softtaste [Pause für HLW]
• wenn seit der letzten Schockabgabe mehr Zeit verstrichen ist, als
für „Protokoll-Timeout“ definiert ist
Protokoll-Timeout
Definiert den Zeitraum, während dem ein abgegebener Schock als Teil 30, 60, 90, 120, 150,
der laufenden Schockserie gilt (siehe oben unter „Schockserien“.)
180, 210, Aus
(Sekunden)
HLW-Timer
Definiert die Länge der Pause, die automatisch beginnt, wenn …
• eine Schockserie beendet ist
30, 60, 90, 120, 150,
180 (Sekunden)
• die Softtaste [Pause für HLW] gedrückt wird
• das Gerät die Entscheidung „Kein Schock empfohlen“ (KSE) trifft,
die KSE-Aktion „HLW-Pause“ aktiviert ist und die Voraussetzung
zur Anwendung des HLW-Timers erfüllt ist (siehe unten)
• das Gerät im AED-Betrieb lädt und die Schocktaste während der
konfigurierten „Zeit bis Auto-Entladung“ nicht gedrückt wird
• während der Rhythmusanalyse kontinuierliche Artefakte erkannt
werden
Aktion bei
Definiert, wie sich das Gerät verhält, nachdem es die Entscheidung
„Kein Schock empfohlen“ „Kein Schock empfohlen“ (KSE) getroffen hat:
• Überwachen – nach einer KSE-Entscheidung startet das Gerät die
Überwachung des EKGs und fordert den Benutzer in regelmäßigen
Abständen zur Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung
auf. Der Zeitabstand zwischen den wiederholten Aufforderungen
zur Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung erfolgt über
die Einstellung „Anweisungen bei Überwachung“.
Monitor, 30, 60, 90,
120, 150, 180
(Sekunden)
• Zeiteinstellung – nach einer KSE-Entscheidung startet das Gerät
eine HLW-Pause. Wenn in der aktuellen Schockserie ein Schock
abgegeben wurde, richtet sich die Länge der HLW-Pause nach der
Einstellung für den HLW-Timer. Andernfalls richtet sich die Länge
der HLW-Pause nach der hier definierten Zeit.
HLW-Anweisung
Definiert die Detailstufe der HLW-Sprachanweisungen, die nach einer Lang, Kurz
Schockserie ausgegeben werden.
• Lang – weist den Benutzer an, Bewusstsein, Atmung und Puls
zu überprüfen, bevor mit Beatmung und Herzdruckmassage
begonnen wird.
• Kurz – weist den Benutzer nur an, bei Bedarf mit Beatmung
und Herzdruckmassage zu beginnen.
Anweisungen bei
Überwachung
Definiert, in welchen Zeitabständen die Aufforderungen zur
Patientenversorgung wiederholt werden soll, wenn das Gerät nach
einer KSE-Entscheidung das EKG überwacht. "Aus" bedeutet, dass
während der AED-Überwachung keine Anweisungen erfolgen.
30, 60, 90, 120, 150,
180, Aus (Sekunden)
199
17 Konfiguration
Konfigurierbare Parameter
Tabelle 48 Q-CPR-Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Sprachanweisung für Kompr.-Tiefe
Definiert, ob Sprachanweisungen bezüglich
der Kompressionstiefe ausgegeben werden
oder nicht. Diese Einstellung ist für den Fall
vorgesehen, dass Sprachanweisungen unterbleiben sollen, wenn die Herzdruckmassage
bei Patientenlagerung auf weicher Unterlage
vorgenommen werden.
Ein, Aus
Farbe Kompressionen
Wählt die Farbe für Kompressionskurve, die Rot, Gelb, Blau, Grün, Hellblau,
Kompressionsfrequenz und den „Kein-Flow“- Violett, Weiß
Wert.
Tabelle 49 Einstellungen von Q-CPR Data Capture
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Q-CPR-Feedback
Aktiviert oder unterdrückt Q-CPR-Feedback. Ein, Aus
HLW-Rohdaten speichern
Ermöglicht die Speicherung von HLWRohdaten.
Ein, Aus
Tabelle 50 Druck-Einstellungen
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Ausdruck bei Alarm
Druckt einen 15 Sekunden langen Streifen (mit Daten der
10 Sekunden vor dem Alarm und der 5 Sekunden nach dem
Alarm), wenn ein Alarm des gewählten Typs ausgelöst wird.
Rot/Gelb, Rot
Ausdruck bei Aufladen
Druckt einen kontinuierlichen Streifen, während das Gerät Ja, Nein
geladen wird. Der Druckvorgang endet bei Abgabe eines
Schocks, bei interner Entladung des Geräts oder bei
Drücken der Druckertaste.
Ausdruck bei Schock
Druckt einen 12 Sekunden langen Streifen, wenn ein Schock Ja, Nein
abgegeben oder die Schockabgabe erfolglos versucht wird.
Ausdruck bei Markieren Druckt einen Streifen, wenn die Taste zur Ereignismarkie- Ja, Nein
rung gedrückt wird. Dieser Streifen enthält den verzögerten Ausdruck (falls entsprechend konfiguriert) und umfasst
6 Sekunden ab dem Start des Anmerkungstextes oder ab
dem Zeitpunkt, an dem das Ereignismenü von der Anzeige
entfernt wurde.
Verzögerter Ausdruck
Definiert, ob (manuell angefordert oder durch Markierung, Keine Verzögerung, 10 s
Aufladung oder Schock automatisch generierte) Streifenausdrucke auch Informationen über den 10-Sekunden-Zeitraum unmittelbar vor dem Start des Druckvorgangs
enthalten sollen.
Ereignisbericht
Wählt das Format des Ereignisberichts. „Kurz“ generiert
ein Protokoll der Ereignisse und Parameter. „Mittel“
enthält außerdem Kurven. „Lang“ enthält außerdem
12-Kanal-EKG-Berichte.
Kurz, Mittel, Lang
Druck-Geschw. Rhythmusstreifen
Definiert die Geschwindigkeit für den Ausdruck des
EKG-Streifens.
25, 50 (mm/s)
Druck-Geschw. 12Kanal
Definiert die Geschwindigkeit für den Ausdruck des
12-Kanal-EKG-Berichts.
25, 50 (mm/s)
200
Konfigurierbare Parameter
17 Konfiguration
Tabelle 51 Einstellungen für die Ereignismarkierung
Parameter
Beschreibung
Wählbare Einstellungen
Ereignismarkierung 1
Definiert Menüelement 1 im Menü „Ereignisse
markieren“.
20 Zeichen, Intubation
Ereignismarkierung 2
Definiert Menüelement 2 im Menü „Ereignisse
markieren“.
20 Zeichen, i.v.-Zugang
Ereignismarkierung 3
Definiert Menüelement 3 im Menü „Ereignisse
markieren“.
20 Zeichen, Adrenalin
Ereignismarkierung 4
Definiert Menüelement 4 im Menü „Ereignisse
markieren“.
20 Zeichen, Antiarrhythmikum
Ereignismarkierung 5
Definiert Menüelement 5 im Menü „Ereignisse
markieren“.
20 Zeichen, Atropin
Ereignismarkierung 6
Definiert Menüelement 6 im Menü „Ereignisse
markieren“.
20 Zeichen, Morphin
Ereignismarkierung 7
Definiert Menüelement 7 im Menü „Ereignisse
markieren“.
20 Zeichen, Nitroglycerin
Ereignismarkierung 8
Definiert Menüelement 8 im Menü „Ereignisse
markieren“.
20 Zeichen, Aspirin
201
18
Datenmanagement
18
Dieses Kapitel beschreibt die mit dem Datenmanagement verbundenen Leistungsmerkmale des
HeartStart MRx.
Übersicht
Der HeartStart MRx erstellt für jeden Patienten automatisch eine Zusammenfassung. Jede Zusammenfassung ist mit einer eindeutigen Einsatz-Nr. und einem Datum/Uhrzeit-Stempel versehen. Messwerte
werden zur Anzeige, Berichterstellung und zum Ausdrucken im Vitalparameter-Trendbericht gespeichert. Zusammenfassungen, einschließlich zugehöriger Trendberichte und 12-Kanal-EKG-Berichte,
werden automatisch intern gespeichert. Wenn der interne Speicher voll ist, wird mit jeder Speicherung
einer neuen Zusammenfassung die jeweils älteste Zusammenfassung gelöscht. Die aktuelle oder neueste Zusammenfassung bzw. der aktuelle Vitalparameter-Trendbericht kann mit der Taste
ausgedruckt werden. Intern gespeicherte Zusammenfassungen können einzeln ausgewählt und gedruckt
werden. Zusammenfassungen können mit Hilfe des Menüs Datenmanagement ausgewählt und auf
eine Speicherkarte kopiert werden.
Neue Zusammenfassungen werden immer dann ausgelöst, wenn folgende Ereignisse stattfinden:
• Eingang eines gültigen EKG-Signals
• Eingang gültiger SpO2-Daten.
• Eingang gültiger CO2-Daten.
• Eingang gültiger invasiver Druckdaten.
• Eingang gültiger Temperatur-Daten.
• Anforderung einer nichtinvasiven Blutdruckmessung.
• Die Taste „Laden“
Laden
2 wurde gedrückt.
• Die Taste „Ereignis markieren“
wurde gedrückt.
Der Umfang der gesammelten Patientendaten, einschließlich zwei EKG-Kurven, zwei invasive
Druckkurven und eine CO2-Kurve, sowie sonstiger klinischer Ereignisse wird von der Kapazität des
verfügbaren internen Speichers bestimmt. Die Anzahl an gespeicherten Ereignissen zu einem beliebigen
Zeitpunkt wird durch die Dauer eines jeden Ereignisses und die Menge an dokumentierten Daten
bestimmt. Je Patient gibt es einen zeitlichen Grenzwert von 12 Stunden. Maximal können 55 Patienten
gespeichert werden, unabhängig von der Speicherkartenkapazität oder der Anzahl an Ereignissen. Beim
Löschen werden ältere Einträge zuerst gelöscht.
HIN W E I S
Solange die Datenmanagement-Funktionen des HeartStart MRx benutzt werden, sind die Funktionen
für Überwachung und Defibrillation deaktiviert. Ein aktives Patientenereignis wird beim Wechsel zum
Betrieb „Datenmanagement“ geschlossen.
203
18 Datenmanagement
Kopieren aus dem internen Speicher
Kopieren aus dem internen Speicher
Anleitung zum Kopieren von Zusammenfassungen und 12-Kanal-EKG-Berichten aus dem internen
Speicher auf eine Speicherkarte:
HIN W E I S
1
Eine Speicherkarte einstecken (siehe “Einstecken der Speicherkarte” auf Seite 46).
2
Den Therapiewählschalter auf Monitor, Pacer oder Manuell-Betrieb drehen.
3
Die Menüauswahltaste
4
Mit den Navigationstasten die Option Diverses auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Datenmanagement auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
6
Zum Quittieren der Meldung Normale Betriebsart wird verlassen die Menüauswahltaste drücken.
7
Zur Auswahl einer Zusammenfassung die Softtasten [Voriges Element] und [Nächstes
Element] verwenden.
8
Zur Anzeige des Datenmanagement-Menüs die Menüauswahltaste drücken.
9
Kopie auswählen und die Menüauswahltaste drücken. Während die Zusammenfassung und alle
vorhandenen 12-Kanal-EKG-Berichte auf die Speicherkarte kopiert werden, wird die Meldung
Patientendaten werden kopiert angezeigt.
drücken.
Die externe Speicherkarte nicht aus dem HeartStart MRx entfernen, während das Gerät 12-KanalEKG-Berichte kopiert.
Anzeigen und Löschen der Speicherkarte
Inhalt und Status der Speicherkarte lassen sich auf einfache Art überprüfen. Anleitung zur Anzeige der
Speicherkartendaten:
1
Den Therapiewählschalter entweder auf Monitor, Pacer oder Manuell-Betrieb drehen.
2
Die Menüauswahltaste
3
Mit den Navigationstasten Diverses auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Datenmanagement auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Zum Quittieren der Meldung Normale Betriebsart wird verlassen die Menüauswahltaste drücken.
6
Zur Anzeige des Datenmanagement-Menüs die Menüauswahltaste drücken.
7
Karte einsehen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
drücken.
Mit den nun angezeigten Softtasten [Vorige Seite] und [Nächste Seite] kann man
durch die weiteren Seiten der Anzeige navigieren.
Mit dem Menüelement Karte löschen kann der Inhalt der Speicherkarte gelöscht werden.
204
Drucken der Zusammenfassung
18 Datenmanagement
Drucken der Zusammenfassung
Die aktuelle Zusammenfassung kann jederzeit durch Drücken der Ereignisbericht-Taste
und
durch Auswahl der Option Zusammenfassung aus dem Menü gedruckt werden. Falls kein Ereignis in
Bearbeitung ist, wird mit der Ereignisbericht-Taste
und durch Auswahl von Zusammenfassung
der neueste Ereignisbericht gedruckt. Das Druckformat der Zusammenfassung wird im Konfigurationsbetrieb definiert.
WARNUNG Wenn sich während des Ausdrucks einer Zusammenfassung eine Alarmsituation ergibt, wird kein
Alarmstreifen gedruckt. Die entsprechende EKG-Kurve wird jedoch in der Zusammenfassung
gespeichert und kann dort angezeigt werden.
Anleitung zum Auswählen und Drucken einer Zusammenfassung nach einem Ereignis:
1
Den Therapiewählschalter entweder auf Monitor, Pacer oder Manuell-Betrieb drehen.
2
Die Menüauswahltaste
3
Mit den Navigationstasten Diverses auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Datenmanagement auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Zum Quittieren der Meldung Normale Betriebsart wird verlassen die Menüauswahltaste drücken.
6
Zur Auswahl einer zu druckenden Zusammenfassung die Softtasten [Voriges Element]
und [Nächstes Element] verwenden.
7
Zur Anzeige des Datenmanagement-Menüs die Menüauswahltaste drücken.
8
Drucken auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
9
Mit den Navigationstasten das Menüelement Zusammenfassung auswählen und die
Menüauswahltaste drücken. Die Zusammenfassung wird im konfigurierten Format gedruckt.
drücken.
Zum Drucken einer auf der herausnehmbaren Speicherkarte gespeicherten Zusammenfassung müssen
die Daten zunächst auf das Datenmanagementsystem „HeartStart Event Review Pro“ heruntergeladen
werden. Die Anleitung zum Herunterladen steht in der Gebrauchsanweisung HeartStart Event Review Pro.
205
18 Datenmanagement
Ausdrucken des Vitalparameter-Trendberichts
Ausdrucken des Vitalparameter-Trendberichts
Der aktuelle Vitalparameter-Trendbericht kann jederzeit während des Einsatzes ausgedruckt werden,
indem die Übersichtstaste
gedrückt und zuerst Trends und anschließend ein Trendintervall aus
dem Menü ausgewählt wird oder indem die Softtaste [Trends drucken] gedrückt wird.
Wenn gerade kein Ereignis läuft, wird mit der Übersichtstaste
und durch Auswahl von Trends
und eines Trendintervalls der neueste Vitalparameter-Trendbericht gedruckt.
Anleitung zum Auswählen und Ausdrucken eines Vitalparameter-Trendberichts nach einem Ereignis:
1
Den Therapiewählschalter entweder auf Monitor, Pacer oder Manuell-Betrieb drehen.
2
Die Menüauswahltaste
3
Mit den Navigationstasten Diverses auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
4
Datenmanagement auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Zum Quittieren der Meldung Normale Betriebsart wird verlassen die Menüauswahltaste drücken.
6
Zum Auswählen eines zu druckenden Vitalparameter-Trendberichts die Softtasten [Voriges
Element] und [Nächstes Element] verwenden.
7
Zur Anzeige des Datenmanagement-Menüs die Menüauswahltaste drücken.
8
Drucken auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
9
Mit den Navigationstasten den Menüpunkt Trends auswählen und die Menüauswahltaste
drücken. Der Vitalparameter-Trendbericht wird im konfigurierten Format gedruckt.
drücken.
Drucken des 12-Kanal-EKG-Berichts
Über das Menü „12-Kanal-Ansicht” können einzelne 12-Kanal-EKG-Berichte für das aktuelle oder
letzte Patientenereignis gedruckt werden. Hinweise zur 12-Kanal-Übertragung finden Sie in Kapitel
14.
206
Dokumentierte Ereignisse
18 Datenmanagement
Dokumentierte Ereignisse
Die folgenden Ereignisse werden zusammen mit den zugehörigen Informationen in der Zusammenfassung gespeichert. Der hier kursiv erscheinende Text wird in echten Ereignisberichten durch einen
entsprechenden Wert oder eine gewählte Option ersetzt.
Tabelle 52 Ereignisinformation
Protokolliertes Ereignis
Ein- und Ausschalten
Gerät einschalten
Gerät ausschalten
Gerät wieder Ein
Betriebsart
AED-Betrieb
Monitor-Betrieb
(Überwachung)
Pacer-Betrieb
Gewählte Energie xx J
Bildschirm „Zurück an
Eigentümer“
Pat.-Info
Erwachsener Patient/
Kinder
Patient mit Schrittmacher/
Patient ohne Schrittmacher
Alter xx Maßeinheit
Männlich/Weiblich
Patienten-ID
Akku-Status
Akku schwach
Häufigkeit
Wird protokolliert, wenn das Gerät erstmals eingeschaltet wird.
Wird protokolliert, wenn der Therapiewählschalter auf „Aus“ gedreht wird.
Wird protokolliert, wenn das Gerät wieder eingeschaltet wird, nachdem es
weniger als 10 Sekunden ausgeschaltet war.
Wird protokolliert zu Beginn des Einsatzes und immer dann, wenn die
Betriebsart oder die Energie geändert wird.
Wird protokolliert, wenn die Anzeige „Zurück an Eigentümer“ erscheint.
Wird protokolliert zu Beginn des Einsatzes oder bei einer Änderung .
Wird protokolliert zu Beginn des Einsatzes oder bei einer Änderung .
Wird protokolliert, wenn die Einstellung erfolgt.
Wird protokolliert, wenn die Einstellung erfolgt.
Wird protokolliert, wenn die Einstellung erfolgt.
Wird protokolliert, wenn die Akkus schwach sind und keine externe
Stromquelle verfügbar ist.
***Akkus schwach
Wird protokolliert, wenn die Akkus schwach sind und sich das Gerät im
Pacing-Betrieb befindet.
Gerät schaltet in 1 Minute ab Wird protokolliert, wenn die Warnung erfolgt.
Gerät schaltet jetzt ab
Pads/Paddles/Elektroden
Pads OK
Wird protokolliert, wenn die Pads angelegt werden.
Pads abgefallen
Wird protokolliert, wenn nach einem Pads-OK-Ereignis die multifunktionalen
Pads für Erwachsene oder Kinder entfernt werden oder wenn das Pads-Kabel
nicht angeschlossen ist.
Paddles OK
Wird protokolliert, wenn die externen Paddles Hautkontakt haben.
Paddles ohne Kontakt
Wird protokolliert, wenn nach einem Paddles-OK-Ereignis die Paddles
keinen Patientenkontakt mehr haben.
Interne Schocklöffel OK
Wird protokolliert, wenn die internen Schocklöffel Hautkontakt haben.
Interne Schocklöffel ohne Wird protokolliert, wenn nach einem Interne-Schocklöffel-OK-Ereignis die
Kontakt
Paddles keinen Patientenkontakt mehr haben.
EKG-Elektroden OK
Wird protokolliert, wenn die Überwachungselektroden für das primäre EKG
am Patienten angeschlossen werden.
Elektroden abgefallen
Wird protokolliert nach einem EKG-Elektroden OK-Ereignis, wenn eine
Überwachungselektrode für die Primärkurve keinen Patientenkontakt mehr hat.
207
18 Datenmanagement
Dokumentierte Ereignisse
Tabelle 52 Ereignisinformation
Protokolliertes Ereignis
Parameter
Grenze VES/min
VTACH-Grenzen HF Wert
Salve Wert
EKG-Alarmfunktion Aus
Primär-EKG Name
xY-Verstärkung
Lernt Rhythmus
SpO2 Ein/Aus
EtCO2 Ein/Aus
Druck-Name Ein/Aus
Temperatur-Name Ein/Aus
HF-Grenzen untere Grenze
obere Grenze
SpO2-Grenzen unten oben
EtCO2-Grenzen unten oben
Druck-Name Quelle untere
Grenze obere Grenze
Temperatur-Name Quelle
untere Grenze obere Grenze
awAF-Grenzen unten oben
Puls-Grenzen unten oben
SpO2-Alarmfunktion Aus
EtCO2-Alarmfunktion Aus
Druck-Name Alarmfunktion
Aus
Temperatur-Name
Alarmfunktion Aus
Puls-Alarmfunktion Aus
awAF-Alarmfunktion Aus
Apnoe-Alarmverzögerung
Grenze s
Puls-Alarmfunktion Aus
Name, Druck 1 – Druck 2:
Druck-Name
Druck-Name genullt
Druck-Name - Kalibr.Faktor Wert
Pulsquelle
NBP-Intervall [Manuell,
1 min, ...]
NBP Ein
Häufigkeit
Wird protokolliert, wenn das Gerät eingeschaltet wird und die EKGAlarmfunktion aktiv ist, wenn die Einstellungen geändert werden oder wenn
die EKG-Alarmfunktion eingeschaltet wird.
Wird protokolliert beim Ausschalten der EKG-Alarmfunktion.
Wird protokolliert zu Beginn oder bei einer Änderung der primären EKG-Quelle.
Wird protokolliert zu Beginn oder bei einer Änderung der EKG-Verstärkung.
Wird protokolliert, wenn der ST/AR-Algorithmus den EKG-Rhythmus lernt.
Wird protokolliert, wenn das Gerät eingeschaltet wird und der Aufnehmer
angeschlossen ist, sowie anschließend beim Deaktivieren/Aktivieren des
Parameters.
Wird protokolliert, wenn eine Alarmgrenze verletzt wird und die ParameterAlarmfunktion aktiv ist (Protokollierung nennt dann auch den Messwert),
wenn die Einstellungen geändert werden oder wenn die ParameterAlarmfunktion eingeschaltet wird.
Wird protokolliert, wenn die Alarmfunktion für den Parameter ausgeschaltet
wird.
Wird protokolliert, wenn die awAF-Alarmfunktion eingeschaltet wird und
wenn EtCO2-Einstellungen geändert werden.
Wird protokolliert, wenn die Puls-Alarmfunktion ausgeschaltet wird.
Wird protokolliert, wenn Druck-Name eingestellt oder verändert wird.
Wird protokolliert, wenn der Druck-Name genullt wird.
Wird protokolliert, wenn der Kalibrierungsfaktor für den Druck-Name n
eingegeben oder eine Kalibrierung abgeschlossen wird.
Wird protokolliert, wenn die Pulsquelle erstmals bestimmt oder geändert
wird.
Wird protokolliert, wenn das Intervall geändert wird.
Wird protokolliert, wenn NBP Starten erstmals manuell gedrückt wird, oder
nach konfiguriertem Zeitplan.
NBP-Grenzen Quelle untere Wird protokolliert, wenn die Softtaste [NBP Start] gedrückt wird und wenn
Grenze obere Grenze
Einstellungen geändert werden.
NBP-Alarmfunktion Aus
Wird protokolliert, wenn die NBP-Alarmfunktion ausgeschaltet wird.
[Temperatur]-Name:
Wird protokolliert, wenn ein Temperatur-Name eingestellt oder verändert
Temperatur-Name
wird.
208
Dokumentierte Ereignisse
18 Datenmanagement
Tabelle 52 Ereignisinformation
Protokolliertes Ereignis
Alarmfunktion
**gelber Alarm oder
***roter Alarm
Alarm-Pause
Alarmfunktion reaktiviert
Alarme Aus
Audio-Pause
Audio reaktiviert
Häufigkeit
Wird protokolliert, wenn die Alarmsituation eintritt.
Wird protokolliert, wenn die Maßnahme erfolgt.
Wird protokolliert, wenn die Maßnahme erfolgt.
Wird protokolliert, wenn die Maßnahme erfolgt.
Wird protokolliert, wenn die Maßnahme erfolgt.
Wird protokolliert, wenn die Maßnahme erfolgt.
209
18 Datenmanagement
Dokumentierte Ereignisse
Tabelle 52 Ereignisinformation
Protokolliertes Ereignis
Häufigkeit
Störungsmeldungen
Defibrillation
Lädt auf xx J
Informationen über Störungsmeldungen stehen in Kapitel 20.
[Manuelle, Automatische]
Entladung
Schock Nr. x
Kein Schock abgegeben
Sync Ein
Sync Aus
AED-Betrieb
Pause/Fortsetzung
Wird protokolliert, wenn das Gerät beginnt, sich auf die gewählte
Energiestufe aufzuladen.
Wird protokolliert, wenn das Gerät manuell oder (nach Zeitüberschreitung)
automatisch entladen wird.
Wird protokolliert bei der Schockabgabe (abgegebene Energie, Impedanz und
Spitzenstrom werden zusammen mit der Kurve gespeichert).
Wird protokolliert, wenn keine Schockabgabe erfolgt.
Wird protokolliert, wenn die Sync-Funktion manuell eingeschaltet wird.
Wird protokolliert, wenn die Sync-Funktion manuell ausgeschaltet wird.
Wird protokolliert, wenn die Softtaste [Pause für HLW] bzw.
[Analyse Fortsetzen] gedrückt wird.
Analyse läuft
Wird protokolliert, wenn der Schockempfehlungs-Algorithmus mit der
Analyse beginnt.
Artefakt erkannt
Wird protokolliert, wenn der Schockempfehlungs-Algorithmus Rauschen
oder Bewegungsartefakte erkennt.
Automatische Entladung
Wird protokolliert, wenn der HeartStart MRx automatisch entladen wird.
EKG-Analyse nicht möglich Wird protokolliert, wenn der Schockempfehlungs-Algorithmus eine
Analysesequenz nicht abschließen kann.
Kein Schock empfohlen
Wird protokolliert, wenn ein nicht schockbarer Rhythmus erkannt wird.
Schock empfohlen
Wird protokolliert, wenn ein schockbarer Rhythmus erkannt wird.
Pacer
Pacer-Betrieb [Demand,
Wird protokolliert, wenn der Pacing-Betrieb gestartet und wenn die PacingFixed]
Betriebsart umgeschaltet wird.
Pacer [gestartet oder
Wird protokolliert, wenn das Pacing gestartet bzw. fortgesetzt wird.
fortgesetzt] xx /min xx mA
Pacer-Frequenz xx /min
Wird protokolliert, wenn beim Pacing die Frequenz bzw. der Output
geändert und 2 Sekunden lang beibehalten wird. Die protokollierte Zeit
Pacer-Output xx mA
entspricht dem Zeitpunkt, an dem die geänderte Einstellung sich erstmals
ausgewirkt hat. Wenn das Ereignis ungeplant protokolliert wird, erhält der
Zeitstempel ein Sternchen (*).
Pacer auf Pause geschaltet / Wird protokolliert, wenn der Therapiewählschalter während des Pacings von
Pacer beendet
der Pacer-Position weggedreht wird.
12-Kanal
12-Kanal-EKG erfasst
Wird protokolliert, wenn die Maßnahme erfolgt.
12-Kanal-EKG gedruckt
Wird protokolliert, wenn die Maßnahme erfolgt.
Datum/Uhrzeit
12-Kanal-EKG gelöscht
Wird protokolliert, wenn die Maßnahme erfolgt.
Datum/Uhrzeit
12-Kanal übertragen
Wird protokolliert, wenn der MRx einen 12-Kanal-Bericht erfolgreich
Datum/Uhrzeit
übertragen hat.
Ereignismarkierung
Ereignismarkierung
Wird protokolliert, wenn die Taste zur Ereignismarkierung gedrückt wird.
Ereignis/Medikament
Wird protokolliert, wenn ein Eintrag aus dem Menü „Ereignisse markieren”
markieren
gewählt wird.
Drucken
Streifen drucken
Wird protokolliert, wenn die Druckertaste gedrückt wird.
210
Dokumentierte Ereignisse
18 Datenmanagement
Tabelle 52 Ereignisinformation
Protokolliertes Ereignis
Häufigkeit
Audio-Test
Audio-Aufzeichnung
Wird protokolliert, wenn eine Audioaufzeichnung startet oder wieder
gestartet
aufgenommen wird, nachdem sie gestoppt wurde.
Audio-Aufzeichnung
Wird protokolliert, wenn eine Audioaufzeichnung aufgrund der Änderung
abgebrochen
der Betriebsart des MRx angehalten wird.
Audio-Aufzeichnung:
Wird protokolliert, wenn die Audioaufzeichnung stoppt, weil für das aktuelle
Kapazität erschöpft
Ereignis bereits 90 Minuten Audio aufgezeichnet worden sind.
Q-CPR
HINWEIS: Q-CPR-Ereignisse werden als Patientenereignis protokolliert, sind aber kein Bestandteil der
vom HeartStart MRx gedruckten Zusammenfassung. Ereignisse und Kurven in Verbindung mit Q-CPR
können in Q-CPR Review angezeigt werden.
Q-CPR Feedback Ein
Wird zu Beginn eines Ereignisses protokolliert, wenn die Konfiguration
Q-CPR Feedback eingeschaltet ist.
Q-CPR Feedback Aus
Wird zu Beginn eines Ereignisses protokolliert, wenn die Konfiguration
Q-CPR Feedback ausgeschaltet ist.
Keine Analyse der
Wird durch Beatmungsereignisse (entweder Spontanatmung oder Rauschen)
Beatmung
mit einer Impedanzänderung von > 3 Ohm ausgelöst.
Alle PCI-Ereignisse
Wird protokolliert, wenn PCI-Störungsmeldungen gelöscht werden.
behoben
Beispielsweise bei „Keine Analyse der Beatmung“
Pads abgefallen
Die Pads sind vom Patienten abgefallen, während Q-CPR aktiv war
(Beatmung ungültig).
Schlechter Pads-Kontakt
Die Pads haben noch Kontakt zum Patienten, aber die Impedanz liegt bei
>140 Ohm, während Q-CPR aktiv ist.
HLW-Aufn. falsch beklebt HLW-Aufnehmer ist auf der falschen Seite beklebt.
Fehler HLW-Aufnehmer
HLW-Aufnehmer reagiert mit Störung.
Kein HLW-Aufnehmer
Das Gerät kann nicht mit dem HLW-Aufnehmer kommunizieren.
211
18 Datenmanagement
Markieren von Ereignissen
Markieren von Ereignissen
Mit der Taste zur Ereignismarkierung
kann man die Zusammenfassung und den EKG-Streifen
zum gewünschten Zeitpunkt per Tastendruck beschriften. Bei entsprechender Konfiguration wird
durch Drücken der Taste zur Ereignismarkierung ein EKG-Streifen von 6 Sekunden Länge gedruckt.
Dieser Vorgang kann so konfiguriert werden, dass die Ausgabe des EKG-Streifens entweder in Echtzeit
oder zusammen mit den Daten der letzten 10 Sekunden vor dem Ereignis erfolgt.
Nach Drücken der Taste ändert sich links oben auf der Anzeige die Beschriftung von „Ereig.mark“ auf
„Ereig. wählen“, und es erscheint das Menü “Ereignisse markieren” (siehe Abbildung 83).
Abb. 83 Menü „Ereignisse markieren“
Ereignisse markieren
Intubation
i.v. Zugang
Adrenalin
Antiarrhythmikum
Atropin
Morphin
Nitroglycerin
Aspirin
Andere
Mit den Navigationstasten das gewünschte Ereignis auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
und der ausgewählten Beschriftung
Der EKG-Streifen wird nun mit dem Ereignismarkierungssymbol
versehen. Wenn innerhalb von fünf Sekunden nach Drücken der Taste zur Ereignismarkierung kein
Beschriftungselement ausgewählt wird, erscheint auf dem EKG-Streifen nur das allgemeine
.
Ereignismarkierungssymbol
Das markierte Ereignis wird in der Zusammenfassung gespeichert.
HIN W E I S
212
Die im Menü „Ereignisse markieren” eingeblendeten Menüelemente richten sich nach der Konfiguration.
Diesbezügliche Änderungen können über das Konfigurationsmenü vorgenommen werden.
Drucken von Ereignissen
18 Datenmanagement
Drucken von Ereignissen
Der HeartStart MRx lässt sich so konfigurieren, dass er bei Eintritt bestimmter Ereignisse automatisch
einen Ausdruck erstellt. Tabelle 53 nennt diese Ereignisse und die jeweilige Länge des gedruckten
Streifens (die Streifenlänge richtet sich danach, ob der Drucker konfigurationsgemäß in Echtzeit oder
mit einer Verzögerung von 10 Sekunden druckt).
Tabelle 53 Länge der gedruckten Streifen
Ereignis
Streifenlänge
bei Echtzeit-Ausdruck
Streifenlänge bei verzögertem
Ausdruck
Der HeartStart MRx lädt Kontinuierlich
sich für die Schockabgabe
auf.
10 Sekunden vor dem Laden und
kontinuierlich während des
Ladevorgangs.
Schock abgegeben.
12 Sekunden
10 Sekunden vor dem Schock und
12 Sekunden nach dem Schock.
Kein Schock abgegeben.
12 Sekunden
10 Sekunden vor und 12 Sekunden
nach Ausgabe der Meldung Kein
Schock abgegeben.
Alarmsituation
15 Sekunden (Daten der letzten Wie Echtzeitstreifen.
10 Sekunden vor dem Alarm
und der ersten 5 Sekunden nach
dem Alarm) bei Eintritt des
definierten Alarmtyps.
Die Taste zur
Ereignismarkierung
wurde gedrückt.
6 Sekunden ab dem Start des
Anmerkungstextes oder ab
dem Zeitpunkt, an dem das
Ereignismenü vom Bildschirm
entfernt wurde.
10 Sekunden ab der Ereignismarkierung
plus 6 Sekunden ab dem Start des
Anmerkungstextes oder ab dem
Zeitpunkt, an dem das Ereignismenü
vom Bildschirm entfernt wurde.
213
19
Wartung
19
Dieses Kapitel beschreibt die Wartung des HeartStart MRx und seiner Zubehörteile.
Übersicht
Die sachgemäße Wartung des HeartStart MRx ist sehr einfach, ist aber wichtig für die
Aufrechterhaltung der Funktionstüchtigkeit. Sie umfasst Folgendes:
• Stromversorgung, damit automatische Tests durchgeführt werden können
• Überprüfung des Bereit-Lämpchens
• Durchführung der Funktionsprüfung
• Akku-Wartung
• Reinigung des Geräts und seiner Zubehörteile
• Bestellung von Ersatz- und Zubehörteilen
WARNUNG Im Inneren des Geräts besteht Stromschlaggefahr. Die Montageschrauben dürfen nicht entfernt werden.
Die Wartung des HeartStart MRx darf nur von entsprechend qualifiziertem technischem Personal
vorgenommen werden; dabei sind die Anweisungen im HeartStart MRxService Manual zu befolgen.
HIN W E I S
Das optionale endtidale CO2-Modul und das NBP-Modul des HeartStart MRx müssen jährlich von
einem qualifizierten Techniker gemäß Anleitung im HeartStart MRx Service Manual kalibriert werden.
215
19 Wartung
Auto-Tests
Auto-Tests
Der HeartStart MRx führt viele Wartungsarbeiten selbsttätig durch, u.a. drei Tests zur Beurteilung
der Funktionsbereitschaft, die bei ausgeschaltetem Gerät in regelmäßigen, zeitgesteuerten Abständen
automatisch ablaufen und auf etwaige bestehende Probleme hinweisen. Die Ergebnisse von Tests für
kritische Gerätefunktionen werden über das Bereit-Lämpchen und die „Übersicht Auto-Test“ mitgeteilt.
Beim Einschalten des HeartStart MRx werden außerdem entsprechende Störungsmeldungen ausgegeben.
Tabelle 54 enthält eine kurze Erläuterung der Tests und Angaben zu ihrer Häufgkeit.
Tabelle 54 Auto-Tests
HIN W E I S
216
Name des Tests
Beschreibung
Häufigkeit
Stündlich
Prüft die Akkus, das interne Netzteils und den internen
Speicher.
Stündlich
Täglich
Täglich zwischen
Testen der Akkus, des internen Netzteils, des internen
Speichers, der internen Uhrenbatterie, der Defibrillations- 23 und 1 Uhr
und Pacing-Funktion, der Messfunktionen für EKG, SpO2,
EtCO2, NBP, invasive Drücke, Temperatur, Bluetooth sowie
des Druckers. Der Defibrillationstest beinhaltet interne
Entladungen geringer Energie. Bei Anschluss eines 3-, 5oder 10-adrigen EKG-Kabels wird dieses ebenfalls getestet.
Wöchentlich
Führt den oben unter „Täglich” beschriebenen Test durch;
außerdem erfolgt die Abgabe einer hochenergetischen
internen Entladung zur weitergehenden Überprüfung der
Defibrillationsschaltung.
Wöchentlich
zwischen 23 Uhr
Sonntag und
1 Uhr Montag
Auto-Tests testen keine Pads-Kabel, Paddles, Tasten, Audio-Funktionen und Anzeige-Funktionen. Ein
EKG-Kabel wird jedoch getestet, wenn es zum Zeitpunkt des Tests angeschlossen ist.
Auto-Tests
19 Wartung
Übersicht Auto-Test
Die „Übersicht Auto-Test“ enthält die Ergebnisse kürzlich durchgeführter Tests und kann als Nachweis
für die regelmäßige Überprüfung des HeartStart MRx ausgedruckt werden. Anleitung zum Anzeigen und
Drucken der „Übersicht Auto-Test“:
1
Den Therapiewählschalter auf Monitor drehen.
2
Die Menüauswahltaste
3
Mit den Navigationstasten das Menüelement Diverses auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
4
Funktionsprüfung auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten das Menüelement Übersicht Auto-Test auswählen und die
Menüauswahltaste drücken.
Die „Übersicht Auto-Test“ erscheint.
Die Meldung Normale Betriebsart wird verlassen erscheint als Hinweis darauf, dass das Gerät nun
die klinischen Funktionen des Monitor/Defibrillators verlässt.
6
Zum Drucken der Übersicht die Softtaste [Drucken] drücken.
drücken.
Die Übersicht enthält die Ergebnisse des letzten stündlichen Tests, der seit dem letzten wöchentlichen
Test durchgeführten täglichen Tests und der letzten 53 wöchentlichen Tests. Die Testergebnisse
werden gemeldet, wie in Tabelle 55 beschrieben.
Tabelle 55 Ergebnisse der „Übersicht Auto-Test“
Ergeb Bereitnis
Lämpchen
Definition
Erforderliche Maßnahmen
OK
Alle Tests bestanden
Keine
Sanduhr
Fehler/ Leuchtendes rotes Es wurde ein Fehler erkannt,
GX
„X”, Piepton
der die Schockabgabe, das
Pacing oder die EKG-Erfassung
verhindern kann.
Den Therapiewählschalter auf „Monitor“
drehen. Es wird eine Störungsmeldung
angezeigt. Die erforderlichen Maßnahmen
stehen in Kapitel 20, Fehlerbehebung.
Fehler/ Blinkendes X
Ak
Die gesamte Akku-Kapazität
(Kombination beider Akkus)
liegt unter 20 %.
Akku so bald wie möglich aufladen und/oder
durch einen aufgeladenen Akku ersetzen.
Zum Laden kann man den Akku in den
HeartStart MRx einlegen und diesen an das
Netz oder ein Netzmodul anschließen, oder
man kann den Akku in ein von Philips
zugelassenes Akku-Ladegerät einlegen.
Fehler/ Sanduhr
G
Es wurde ein Problem bei einer
Komponente entdeckt, die
keinen Einfluss auf die
Therapie hat.
Den Therapiewählschalter auf „Monitor“
drehen. Es wird eine Störungsmeldung
bezüglich der fehlerhaften Komponente
angezeigt. Die erforderlichen Maßnahmen
stehen in Kapitel 20, Fehlerbehebung.
217
19 Wartung
Bereit-Lämpchen
Bereit-Lämpchen
Die Ergebnisse der Auto-Tests werden über das Bereit-Lämpchen mitgeteilt. Das Bereit-Lämpchen ist
regelmäßig zu kontrollieren; bei Bedarf sind entsprechende Maßnahmen gemäß Tabelle 56 zu ergreifen.
Tabelle 56 Status des Bereit-Lämpchens
Status des BereitLämpchens
Bedeutung
Blinkende schwarze
Sanduhr
Keine
Die Funktionen für die
Schockabgabe, das Pacing und
die EKG-Erfassung sind
betriebsbereit, und der Akku
verfügt über eine ausreichende
Kapazität.
Blinkendes rotes „X” mit
oder ohne regelmäßig
wiederkehrenden
Piepton
Akku schwach. Das Gerät kann
verwendet werden, seine
Betriebsdauer ist jedoch
begrenzt. Ein Piepton weist
darauf hin, dass der Akku nicht
aufgeladen wird. Wenn kein
Piepton ertönt, wird der Akku
aufgeladen.
Akku so bald wie möglich aufladen und/
oder durch einen aufgeladenen Akku
ersetzen. Zum Laden kann man den
Akku in den HeartStart MRx einlegen
und diesen an das Netz oder ein
Netzmodul anschließen, oder man kann
den Akku in ein von Philips zugelassenes
Akku-Ladegerät einlegen.
Leuchtendes rotes „X”
Es wurde ein Fehler erkannt,
der die Schockabgabe, das
und regelmäßig
wiederkehrender Piepton Pacing oder die EKG-Erfassung
verhindern kann.
Den Therapiewählschalter auf Monitor
drehen. Daraufhin wird eine
Störungsmeldung angezeigt, die auf den
Fehler hinweist. Maßnahmen zur
Behebung des Fehlers stehen in Kapitel
20, Fehlerbehebung. Wenn weitere
Informationen benötigt werden, bitte
eine Funktionsprüfung durchführen.
Wenn das Problem andauert, das Gerät
nicht mehr benutzen und den
Kundendienst informieren.
Leuchtendes rotes „X”
ohne regelmäßig
wiederkehrenden
Piepton
HIN W E I S
218
Kein Strom oder Gerätefehler
(Gerät lässt sich nicht
einschalten).
Erforderliche Maßnahmen
Aufgeladenen Akku einlegen oder Gerät
an Netzstrom anschließen. Wenn das
Problem andauert, das Gerät nicht mehr
benutzen und den Kundendienst
informieren.
Beim ersten Einschalten des Geräts, beim Umschalten zwischen klinischen und nicht-klinischen
Betriebsarten und beim Starten eines Auto-Tests kann das Bereit-Lämpchen für kurze Zeit ein
leuchtendes rotes „X“ anzeigen. Dies ist kein Hinweis auf einen Gerätefehler.
Schicht-Checkliste
19 Wartung
Schicht-Checkliste
Damit Defibrillatoren bei Bedarf einsatzbereit sind, empfiehlt die American Heart Association (AHA),
bei jedem Personalwechsel zu Beginn der Schicht eine Checkliste, die sogenannte Schicht-Checkliste,
abzuarbeiten. Anhand dieser Checkliste lässt sich u. a. bestätigen, dass das passende Zubehör vorhanden
ist und dass das Gerät mit Netzstrom versorgt wird, über eine ausreichende Akkuleistung verfügt sowie
in der Lage ist, Energie abzugeben. Philips Medizinsysteme unterstützt die Empfehlungen der AHAPrüfliste und liefert eine Schicht-Kontrollliste mit dem MRx. Außerdem befindet sich eine Kopie dieser
Checkliste in diesem Buch. Siehe “Schicht-Checkliste für den HeartStart MRx” auf Seite 220.
Wöchentlicher Schocktest
Zusätzlich zur Checklistenprüfung zu Beginn jeder Schicht ist durch eine der folgenden Maßnahmen
einmal wöchentlich zu überprüfen, ob der Defibrillator zur Durchführung einer Defibrillationstherapie
in der Lage ist:
• Funktionsprüfung
• Wöchentlicher Schocktest (siehe folgende Anleitung).
HIN W E I S
Wiederverwendbare sterilisierbare (interne und externe Paddles) müssen vor jedem Einsatz getestet
werden. Weitere Informationen stehen in der Gebrauchsanweisung für sterilisierbare Plattenelektroden.
Anleitung für den wöchentlichen Schocktest:
HIN W E I S
1
Bei Einsatz von Paddles: Darauf achten, dass die Paddles fest in ihren Halterungen sitzen und die
Patientenkontaktanzeige auf dem Sternum-Paddle nicht leuchtet. Wenn die LEDs der Patientenkontaktanzeige leuchten, die Paddles richtig in ihre Halterungen einstecken. Wenn die LEDs weiterhin leuchten, die Oberflächen der Paddles für Erwachsene und der Paddles für Kinder reinigen.
oder
Bei Einsatz multifunktionaler Pads: Eine Prüflast an das Ende des Pads-Kabels anschließen.
2
Den Therapiewählschalter auf 150 J drehen.
3
Die Ladetaste drücken.
Zum internen Entladen des Defibrillators auf [Entladen] drücken.
4
5
6
Bei entsprechender Konfiguration wird ein Streifen ausgedruckt. Wenn nicht sofort ein Streifen
ausgedruckt wird, die Druckertaste drücken.
Bei Einsatz von …
– Pads: Zur Schockabgabe an die Prüflast die Schocktaste am MRx drücken.
– Externen Paddles: Zur Schockabgabe an die Halterungen die an den Paddles befindlichen
Schocktasten gleichzeitig drücken.
Auf dem ausgedruckten Streifen überprüfen, dass die an die Prüflast gelieferte Energie 150 J + 23 J
(127 J bis 173 J) beträgt. Wenn dies nicht der Fall ist, das Gerät nicht mehr benutzen und eine
Problembehebung durchführen.
219
19 Wartung
Schicht-Checkliste
Schicht-Checkliste für den HeartStart MRx
Zu Beginn jeder Schicht sind der MRx und sein Zubehör gemäß den AHA-Richtlinien zu überprüfen. Jeder Punkt der
Liste ist nach abgeschlossener Prüfung einzeln abzuhaken bzw. bei Nichtzutreffen mit einem Strich (-) oder dem Vermerk
„nicht zutreffend“ zu versehen. Zum Schluss zeichnet der Prüfer die Liste mit seinen Initialen ab. Damit wird bestätigt,
dass für die entsprechende Schicht alle Prüfungen durchgeführt worden sind.
Gerätename oder Seriennummer:_________________________ Station oder Abteilung: ______________________
Datum:
Schicht:
Bereit-Lämpchen – Sanduhr
Blinkendes „X“ – an Netzstrom
anschließen bzw. geladenen
Akku einlegen
Durchgehend angezeigtes „X“ geladenen Akku einlegen bzw.
an Netzstrom anschließen.
Wenn das Problem weiter
besteht, den Kundendienst
informieren
Kabel/Stecker – vorhanden
und einer Sichtprüfung
unterzogen
Paddles/Pads-Kabel –
vorhanden und einer
Sichtprüfung unterzogen
Pads vorhanden, Anzahl
ausreichend ___________
HLW-Aufnehmer und
Klebestreifen __________
EKG-Elektroden vorhanden,
Anzahl ausreichend _______
Geladene Akkus – ein
Akku eingelegt, Anzahl
Ersatzakkus ___________
Netzkabel – eingesteckt,
grünes Lämpchen leuchtet
Druckerpapier – vorhanden,
Menge ausreichend _______
Speicherkarten vorhanden,
Anzahl ausreichend _______
SpO2-Aufnehner–
vorhanden, Anzahl
ausreichend ___________
NBP-Manschetten/Schläuche - vorhanden, Anzahl
ausreichend ___________
CO2-FilterLine – vorhanden,
Anzahl ausreichend _______
Druckaufnehmer –
vorhanden und einer
Sichtprüfung unterzogen
Temperatur-Aufnehmer –
vorhanden und einer
Sichtprüfung unterzogen
Initialen
220
1
2
3
1
2
3
1
2
3
1
2
3
1
2
3
Schicht-Checkliste
19 Wartung
Schicht-Checkliste (Seite 2)
Wöchentlicher Schocktest für den HeartStart MRx
Um die Betriebsbereitschaft des Defibrillators zu prüfen, ist einer der folgenden Tests mindestens ein
Mal wöchentlich durchzuführen:
Funktionsprüfung (Einzelheiten siehe Gebrauchsanweisung)
Unterschrift:________________________________ Datum: _________________
Abgabe eines Schocks von 150 J an eine Prüflast (Anweisungen siehe unten)
Unterschrift:________________________________ Datum: _________________
Hinweis:Bei der Software-Version B.05 oder höher mit Pacing-Option des HeartStart MRxkönnen
externe Paddles nicht mit der Funktionsprüfung getestet werden. Zur Überprüfung der externen
Paddles muss daher der wöchentliche Schocktest durchgeführt werden. Außerdem müssen
wiederverwendbare, sterilisierbare interne Paddles (Schocklöffel) und externe Paddles vor jedem
Einsatz getestet warden. Siehe Gebrauchsanweisung für sterilisierbare Plattenelektroden (Paddles).
Anleitung zur Durchführung des wöchentlichen Schocktests:
Jeder verwendete Pads-Kabeltyp (für multifunktionale Pads oder für Paddles) muss getestet werden.
1
Bei Einsatz von Paddles: Darauf achten, dass die Paddles fest in ihren Halterungen sitzen und die Patientenkontaktanzeige auf dem Sternum-Paddle nicht leuchtet. Wenn die LEDs der Patientenkontaktanzeige leuchten, die Paddles richtig in ihre Halterungen einstecken. Wenn die LEDs weiterhin leuchten, die
Oberflächen der Paddles für Erwachsene und der Paddles für Kinder reinigen.
ODER
Bei Verwendung multifunktionaler Pads eine Prüflast an das Ende des Pads-Kabels anschließen.
2
Den Therapiewählschalter auf 150 J drehen.
3
Die Ladetaste drücken. HINWEIS: Zum internen Entladen des Defibrillators auf [Entladen]
drücken.
4
Bei entsprechender Konfiguration wird ein Streifen ausgedruckt. Wenn nicht sofort ein Streifen
ausgedruckt wird, die Druckertaste drücken.
5
Bei Einsatz von …
— Pads: Zur Schockabgabe an die Prüflast die Schocktaste am HeartStart MRx drücken.
— externen Paddles: Zur Schockabgabe an die Prüflast die an den Paddles befindlichen
Schocktasten gleichzeitig drücken.
6
Auf dem ausgedruckten Streifen überprüfen, dass 150 J +/- 23 J (127 J bis 173 J) an die Prüflast
abgegeben wurden. Falls nicht, Gerät nicht mehr benutzen und den Kundendienst informieren.
Gegenstand einer Funktionsprüfung
Funktionsprüfungen sind eine Ergänzung der Auto-Tests und prüfen die Funktionstüchtigkeit der
Pads-Kabel, des EKG-Kabels, der Paddles, Audio-Funktion, der Lade- und der Schocktaste sowie die
Durchführbarkeit von Defibrillation und Pacing. Außerdem weisen Funktionsprüfungen darauf hin,
dass eine Kalibrierung des Akkus bzw. des NBP- oder CO2-Moduls erforderlich ist, und überprüfen
das SpO2-Modul, den Drucker und den HLW-Aufnehmer. Wenn der wöchentliche Schocktest
anstelle der Funktionsprüfung durchgeführt werden soll, ist darauf zu achten, dass das EKG-Kabel, die
Pacing- und Audiofunktionen, die Akku-, NBP- und CO2-Kalibrierung, die Module CO2 und SpO2,
invasiver Druck und Temperatur, Bluetooth, der Drucker und der HLW-Aufnehmer regelmäßig
überprüft werden. Das beste Verfahren hierfür ist eine Funktionsprüfung. Daher wird empfohlen,
regelmäßige Funktionsprüfungsintervalle festzulegen.
221
19 Wartung
Funktionsprüfung
Funktionsprüfung
Zusätzlich zu den stündlichen, täglichen und wöchentlichen Auto-Tests des MRx sind regelmäßige
Funktionsprüfungen durchzuführen. Auto-Tests geben Aufschluss darüber, ob das Gerät betriebsbereit ist.
Funktionsprüfungen sind eine Ergänzung der Auto-Tests und überprüfen die Funktionstüchtigkeit der
Therapie-Kabel, des EKG-Kabels, der Paddles, der Audio-Funktion, der Lade- und Schocktasten, des
Therapiewählschalters und des HLW-Aufnehmers; außerdem wird der wöchentliche Test nachvollzogen.
Wenn der Akku, das NBP-Modul oder das CO2-Modul kalibriert werden müssen, wird im Rahmen der
Funktionsprüfung auch hierauf hingewiesen.
WARNUNG Darauf achten, dass der HeartStart MRx während der Funktionsprüfung nicht mit dem Patienten
verbunden ist.
HIN W E I S
Die Funktionsprüfung des HeartStart MRx sowie die Überprüfung seines Zubehörs muss bewusst eingeplant werden. Dies schafft die Gewissheit, dass das Gerät stets für Überwachung und Therapie zur
Verfügung steht. Die Funktionsprüfung erfolgt mit eingelegtem Akku, damit optimale Betriebsbedingungen für eine Defibrillation gegeben sind. Das Gerät trennt sich automatisch vom Wechselstromoder Gleichstrom-Netz.
HIN W E I S
Bei Vorhandensein der Pacing-Option müssen die externen Paddles im wöchentlichen Schocktest
überprüft werden. Damit der Pacer-Test erfolgreich verläuft, muss die Funktionsprüfung mit einem
Pads-Kabel durchgeführt werden.
Vor der Funktionsprüfung ist darauf zu achten, dass die Paddles (sofern sie geprüft werden) fest in ihren
Halterungen sitzen und die LEDs der Patientenkontaktanzeige nicht leuchten. Wenn die LEDs der
Patientenkontaktanzeige leuchten, die Paddles richtig in ihre Halterungen einsetzen. Wenn die LEDs
weiterhin leuchten, die Oberflächen der Paddles für Erwachsene und der Paddles für Kinder reinigen.
Wenn alle Tests erfolgreich waren, wird nach Abschluss der Funktionsprüfung die Meldung
Funktionsprüfung OK angezeigt.
Wenn einer der Tests fehlschlägt, erscheint die Meldung Funktionsprüfung fehlgeschlagen und eine
oder mehrere der folgenden Meldungen (je nach Schwereregrad der Fehlfunktion).
• Gerät muss gewartet werden
• Akku(s) austauschen
• HLW-Aufnehmer austauschen
• Pads-Kabel austauschen
• Paddles-Kabel austauschen
• Therapie-Kabel austauschen
• EKG-Kabel austauschen
Zur Beseitigung des Fehlers muss das Problem behoben und eine Funktionsprüfung durchgeführt werden.
HIN W E I S
222
Wenn der MRx nur mit multifunktionalen Pads ausgerüstet ist und keine Paddle-Halterung hat, können
die Paddles nicht während einer Funktionsprüfung getestet werden. Zum Prüfen der Paddles muss eine
Prüfladung vorhanden sein. Führen Sie den wöchentlichen Schocktest durch und geben Sie den Schock
dabei an die Prüflast ab. Siehe “Wöchentlicher Schocktest” auf Seite 219.
Funktionsprüfung
19 Wartung
Durchführung der Funktionsprüfung
Anleitung zum Durchführen der Funktionsprüfung:
1
Einen geladenen Akku einlegen (mindestens 20 % Kapazität).
2
Den Therapiewählschalter auf Monitor drehen.
3
Die Menüauswahltaste
4
Mit den Navigationstasten das Menüelement Diverses auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Funktionsprüfung auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
6
Funktionen prüfen auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
Die Meldung Normale Betriebsart wird verlassen erscheint als Hinweis darauf, dass das Gerät
nun die klinischen Funktionen des Monitor/Defibrillators verlässt und auf die Betriebsart zur
Funktionsprüfung umschaltet.
7
Zum Quittieren dieser Meldung die Menüauswahltaste drücken.
drücken.
Prüfaufbau für die Funktionsprüfung
Die am Bildschirm angezeigten Anweisungen für den Prüfaufbau sorgfältig durchlesen. Nachdem der
Prüfaufbau vorgenommen wurde wie angegeben, kann die Funktionsprüfung gestartet werden. Wenn der
MRx mit der Q-CPR-Option ausgestattet ist, sollte die Funktionsprüfung mit dem Pads/HLW-Kabel
und dem HLW-Aufnehmer durchgeführt werden; dabei ist der HLW-Aufnehmer während des Tests
ruhig zu halten. Wenn der MRx mit der Pacing-Option ausgestattet ist, muss die Funktionsprüfung mit
einem Pads-Kabel durchgeführt werden.
WARNUNG Die während der Funktionsprüfung getesteten internen Schocklöffel und externen Paddles müssen wie
in beschrieben auf sichere Art entladen werden.
HIN W E I S
Wenn die Funktionsprüfung ohne Befolgung des geforderten Prüfaufbaus durchgeführt wird, kann sie
fehlschlagen.
Wenn eine Antwort erforderlich ist, bitte die Antwort mit den Navigationstasten auswählen und zur
Bestätigung der Auswahl die Menüauswahltaste drücken. Tabelle 57 nennt die Tests in der Reihenfolge, in
der sie ablaufen, erläutert die bei diesen Tests angezeigten Anweisungen und beschreibt die erforderlichen
Maßnahmen (sofern zutreffend).
Während der einzelnen Tests der Funktionsprüfung erscheint der jeweilige Testname zusammen mit
der Meldung Läuft (siehe Abbildung 85).
Nach Beantwortung der letzten Frage (Audio-Test) führt der MRx die weiteren Tests der Funktionsprüfung
selbsttätig durch. Bei vorzeitigem Abbruch der Funktionsprüfung erfolgt kein Eintrag in die „Übersicht
Funktionsprüfung“.
223
19 Wartung
Funktionsprüfung
Abb. 84 Anzeige mit Angaben zum Prüfaufbau für die Funktionsprüfung
02. März 2006 10:52
Funktionsprüfung
Modellnummer:
Seriennummer:
Letzte Funktionsprüfung:
M3535A
US00108360
01. März 2006 9:35 OK
Prüfaufbau
1. Pads/HLW-Kabel, HLW-Aufnehmer & Prüflast anschließen
oder
Pads-Kabel und Prüflast anschließen
2. Therapie-Wählschalter auf 150 J drehen (obligatorisch)
3. EKG-Kabel anschließen
Funkt.prüfg
Beenden
224
Trotzdem starten
Funktionsprüfung
19 Wartung
Abb. 85 Anzeige „Funktionsprüfung“
02. Mär 2006 10:53
Funktionsprüfung
Modellnummer:
Seriennummer:
Letzte Funktionsprüfung:
M3535A
US00108360
04. Mai 2005 9:35 OK
Allgemeiner Systemtest:
OK
Therapie-Wählschalter:
OK
Ladetaste:
OK
Schocktaste:
OK
Audio-Test:
OK
Defib-Test:
OK/Pads
Pacer-Test:
OK
HLW-Aufnehmer-Test:
OK
EKG-Test (Ableitungen):
OK/EKG-Kabel
Pads/Paddles EKG-Test:
OK
Test Akkufach A:
OK/Kalibrierung empfohlen
Test Akkufach B:
OK
SpO2-Test:
Läuft
NBP-Test:
CO2-Test:
Test Invasive Druckmessung:
Test Temperatur:
Bluetooth-Test:
Drucker-Test:
Funkt.
prüfg Beenden
225
19 Wartung
Funktionsprüfung
Tabelle 57 Die Tests der Funktionsprüfung
Test
Beschreibung
Meldungen/Anweisungen
Allgemeiner
Systemtest
Prüft die interne Uhrenbatterie, Keine.
das Netzteil und die interne
Speicherkarte.
Maßnahmen
Keine.
Therapiewählschalter Prüft, ob der Therapiewählschalter auf 150 J gestellt ist.
Keine.
Ladetaste
Je nach angeschlossenem Kabel
Folgendermaßen reagieren:
werden die folgenden Anweisungen
ausgegeben:
Prüft die Ladetaste.
Keine.
• Wenn ein Pads-Kabel angeschlossen ist, erhält man die
Anweisung Prüflast ange-
• Darauf achten, dass die
Prüflast angeschlossen ist,
und die Ladetaste drücken.
• Wenn externe Paddles angeschlossen sind, erhält man die
Anweisung Paddles in Halte-
• Darauf achten, dass die Paddles
in ihren Halterungen sitzen,
und die Ladetaste drücken.
schlossen? Wenn ja, die Ladetaste drücken.
rungen? Wenn ja, die Ladetaste drücken.
• Wenn kein Kabel angeschlossen
ist, wird der Test mit „Kein Test“
markiert.
Wenn die Ladetaste nicht funktioniert, wählen Sie im Menü „Keine
Taste gedrückt“ das Menüelement
Laden. Der Test der Ladetaste wird
nicht funktioniert, wählen Sie im als fehlgeschlagen markiert; infolgedessen gilt auch die Funktionsfolgenden Menü „Laden“.
prüfung als fehlgeschlagen.
Wenn die Ladetaste nicht
innerhalb von 10 Sekunden
gedrückt wurde, erscheint die
Meldung Wenn die Ladetaste
Schocktaste
Prüft die Schocktaste.
• Nach dem Ladevorgang
leuchtet die Schocktaste, und
es erfolgt die Anweisung
Schocktaste drücken oder
• Die Schocktaste drücken.
Schocktasten am Griff der
Paddles drücken.
• Wenn die Schocktaste nicht in- • Wenn die Schocktaste nicht
nerhalb von 10 Sekunden gefunktioniert, wählen Sie im
drückt wurde, erscheint die
Menü „Keine Taste gedrückt“
Meldung Wenn die Schocktaste
das Menüelement Schock .
Der Test der Schocktaste wird
nicht funktioniert, wählen Sie im
als fehlgeschlagen markiert.
folgenden Menü „Schock“.
Hinweis: Nach Ablauf der
konfigurierten Zeit wird das
Gerät automatisch entladen.
• Es erscheint die Meldung
Defib wurde entladen.
226
• Zur Fortsetzung der
Funktionsprüfung das
Menüelement Schock wählen
oder Funkt.prüfg Beenden
drücken. Der Test der
Schocktaste wird als
fehlgeschlagen markiert.
Funktionsprüfung
19 Wartung
Tabelle 57 Die Tests der Funktionsprüfung (Fortsetzung)
Test
Beschreibung
Meldungen/Anweisungen
Audio-Test
Wenn während des Schocktests Haben Sie gehört „Kein Schock
ein Schock abgegeben wurde,
abgegeben”?
ertönt die Meldung Schock
abgegeben.
Maßnahmen
Mit den Navigationstasten Ja
oder Nein antworten. Dann die
Menüauswahltaste drücken.
Wenn während des Schocktests
kein Schock abgegeben wurde,
ertönt die Meldung Kein Schock
abgegeben.
Defib-Test
Prüft die Defibrillationsschaltung und die Abgabe eines
Schocks über:
Keine.
Keine.
• Pads an eine Prüflast
und/oder
• externe Paddles an den MRx
Hinweis: Der Defib-Test hat
zwei Komponenten: eine hochenergetische interne Entladung
und eine niedrigenergetische
(5 J) externe Entladung. Der
Defib-Test informiert darüber,
ob das Gerät in der Lage ist,
sich aufzuladen und Schocks
abzugeben.
Pacer
Testen der Pacing-Funktion
und Abgabe eines Schrittmacherimpulses an eine Prüflast
von 50 Ohm.
Keine.
Keine.
HLW-Aufnehmer
Prüft den Basis-Kommunikati- Keine.
onskreislaufs des Aufnehmers.
Keine.
EKG-Test
(Ableitungen)
Prüft die EKG-Erfassung per
Keine, wenn der Test erfolgreich
EKG-Elektroden und das EKG- ist. Wenn der Test fehlschlägt,
Kabel.
erscheint nach Beendigung aller
weiteren Tests die Meldung: EKG-
Wenn der EKG-Test mit Kabel
fehlschlägt und ohne Kabel
erfolgreich verläuft, ist das EKGKabel beschädigt. EKG-Kabel
austauschen und die
Funktionsprüfung erneut
durchführen.
Test (Ableitungen) mit Kabel
fehlgeschlagen. EKG-Kabel
ausstecken und den Test ohne
Kabel wiederholen.
Wenn der EKG-Test mit
und ohne Kabel fehlschlägt,
schlagen Sie bitte nach unter
“Fehlerbehebung” auf Seite 249.
227
19 Wartung
Funktionsprüfung
Tabelle 57 Die Tests der Funktionsprüfung (Fortsetzung)
Test
Beschreibung
Meldungen/Anweisungen
Maßnahmen
EKG-Test (Pads/
Paddles)
Prüft die EKG-Erfassung mit
Pads/Paddles.
Keine, wenn der Test erfolgreich
ist. Wenn der Test fehlschlägt,
erscheint nach Beendigung aller
weiteren Tests die Meldung: EKG-
Wenn der Pads/Paddles-Test mit
Kabel fehlschlägt und ohne
Kabel erfolgreich verläuft, ist das
Kabel beschädigt. Das TherapieKabel ersetzen und die
Funktionsprüfung erneut
durchführen.
Test (Pads/Paddles) mit Kabel
fehlgeschlagen. Therapie-Kabel
ausstecken und den Test ohne
Kabel wiederholen.
Wenn der Pads/Paddles-Test mit
und ohne Kabel fehlschlägt,
schlagen Sie bitte nach unter
“Fehlerbehebung” auf Seite 249.
Akku A
Akku B
Prüft die Gesamtkapazität
(beide Akkus kombiniert) und
den Kalibrierstatus der Akkus
in den Fächern A und B.
Keine.
Keine.
SpO2
Prüft die interne SpO2-Platine. Keine.
Das SpO2-Kabel wird nicht
getestet.
Keine.
NBP
Prüft, ob das NBP-Modul
funktioniert und ob eine
Kalibrierung notwendig ist.
Keine.
Keine.
CO2
Prüft, ob das CO2-Modulfunktioniert und ob eine
Kalibrierung notwendig ist.
Keine.
Keine.
Invasive Drücke
Überprüft den störungsfreien
Betrieb der Hardware zur
invasiven Drucküberwachung.
Keine.
Keine.
Temperatur
Keine.
Überprüft den störungsfreien
Betrieb der Hardware zur
Überwachung der Temperatur.
Keine.
Bluetooth
Prüft das Vorhandensein der
Bluetooth-Karte und die
Datenbank-Integrität.
Keine.
Keine.
Drucker
Führt einen Drucker-Selbsttest Keine.
durch.
Keine.
228
Funktionsprüfung
19 Wartung
Funktionsprüfungs-Bericht
Die Funktionsprüfung nimmt nur kurze Zeit in Anspruch. Im Anschluss daran wird ein Bericht
gedruckt (siehe Abbildung 86). Im ersten Teil des Berichts sind die Testergebnisse aufgeführt. Im
zweiten Teil werden die vom Benutzer durchzuführenden Prüfungen angegeben.
Abb. 86 Funktionsprüfungsbericht
Funktionsprüfungs-Bericht
Modellnummer: M3535A
Seriennummer: USD0123456
Ver.: 7.00.00
Aktuelle Funktionsprüfung:
DD Mon YYYY HH:MM:SS OK
Letzte Funktionsprüfung:
DD Mon YYYY HH:MM:SS OK
Aktuelle Prüfergebnisse:
Allgemeiner Systemtest: OK
Therapie-Wählschalter: OK
Ladetaste: OK
Schocktaste: OK
Audio-Test: OK
Defib-Test: OK/Pads
Pacer: OK
HLW-Aufnehmer: OK
EKG-Test (Ableitungen): OK/EKG-Kabel
Pads/Paddles EKG-Test: OK/Pads
Menge/Checkliste:
___ Sichtprüfung - Gerät OK?
___ SpO2-Aufnehmer?
___ Kabel/Anschlüsse?
___ NBP-Manschetten & -Schlauch?
___ Paddles/Pads?
___ CO2-Schlauch?
___ Sichtprüfung HLW-Aufnehmer? ___ Kabel Invasiver Druck?
___ HLW-Aufnehmer Klebestreifen? ___ Temperaturaufnehmer?
___ EKG-Elektroden?
___ Geladene Akkus
___ Netzkabel?
___ Druckerpapier?
___ Speicherkarte?
Test Akkufach A: OK
Test Akkufach B: OK
SpO2-Test: OK
NBP-Test: OK
CO2-Test: OK
Test Invasiver Druck: OK
Test Temperatur: OK
Bluetooth-Test: OK
Drucker-Test: OK
Kommentare:
Geprüft von:__________________
Wenn ein weiteres Exemplar des Berichts gedruckt werden soll, drücken Sie nach der
Funktionsprüfung die Softtaste [Drucken].
229
19 Wartung
Funktionsprüfung
Benutzerprüfungen
Für Benutzerprüfungen gelten die folgenden Richtlinien:
Sichtprüfung - Gerät OK? Darauf achten, dass der HeartStart MRx sauber und frei zugänglich ist und
keine sichtbaren Beschädigungen aufweist.
Kabel/Anschlüsse? / Paddles/Pads? / EKG-Elektroden? Darauf achten, dass keine Risse, Kabelbrüche
oder andere sichtbare Beschädigungen vorhanden sind. Auf sichere Anschlüsse achten. Verfallsdatum
und Anzahl der Pads und EKG-Elektroden überprüfen.
HLW-Aufnehmer. HLW-Aufnehmer und Kabel auf sichtbare Beschädigungen überprüfen. Bei
Beschädigung nicht mehr benutzen.
HLW-Aufnehmer Klebestreifen? Darauf achten, dass der HLW-Aufnehmer mit dem Klebestreifen
beklebt ist und dass genügend Ersatz-Klebestreifen vorhanden sind.
Akkus. Darauf achten, dass sich ein aufgeladener Akku im HeartStart MRx befindet. Ein weiterer
Akku muss aufgeladen zur Verfügung stehen bzw. geladen werden. Darauf achten, dass die Akkus
keine sichtbaren Beschädigungen aufweisen.
Netzkabel? Die Netzstromquelle (und das vorhandene Netzkabel) überprüfen:
1
Das Wechselstrom- oder Gleichstrom-Netzmodul an den HeartStart MRx und dann an die
Stromquelle anschließen.
2
Darauf achten, dass die Leuchtanzeige für die externe Stromquelle leuchtet.
Druckerpapier? Darauf achten, dass der Drucker ausreichend Papier enthält und ordnungsgemäß druckt.
Speicherkarte? Darauf achten, dass eine Speicherkarte mit genügend Speicherplatz eingesteckt ist
(sofern benötigt).
SpO2-Aufnehmer. Aufnehmer und Kabel auf sichtbare Beschädigungen überprüfen.
NBP-Manschetten & -Schlauch? Blutdruckmanschetten und -schlauch auf sichtbare Beschädigungen
überprüfen.
CO2-Schlauch? Darauf achten, dass mindestens eine ungeöffnete, sterile Packung zur Verfügung steht.
Kabel für invasive Druckmessung Kabel auf sichtbare Beschädigungen überprüfen.
Temperaturaufnehmer? Aufnehmer und Kabel auf sichtbare Beschädigungen überprüfen.
HIN W E I S
Nach Beenden der Funktionsprüfung und Rückkehr zu einer klinischen Betriebsart (Monitor, Pacer,
Manuell-Betrieb oder AED) werden alle Einstellungen auf die Werte zurückgesetzt, für die das Gerät
konfiguriert wurde.
Sollte das Protokoll Ihrer Einrichtung eine regelmäßige Überprüfung der Alarmfunktionen erfordern,
und Sie möchten eine solche Überprüfung der Alarmfunktionen (in einem außerklinischen Umfeld)
außerhalb der Funktionsprüfung durchführen, kann der HeartStart MRx mit einem Simulator
verbunden und die Alarmgrenzen so eingestellt werden, dass ein Alarm ausgelöst wird. Die Anzeige
beobachten und auf den akustischen Alarm warten. Darauf achten, dass die Alarmgrenzen wieder auf
ihre entsprechenden Werte zurückgestellt werden, bevor das Gerät wieder in die Klinik gebracht wird.
230
Funktionsprüfung
19 Wartung
Tabelle 58 Testergebnisse der Funktionsprüfung
Test
Ergebnisse
Allgemeiner
Systemtest
• OK – Die Uhrenbatterie, das Netzteil und der
interne Speicher funktionieren ordnungsgemäß.
Therapiewählschalter
• OK - Der Therapiewählschalter steht auf 150 J.
Ladetaste
• OK – Der Selbsttest der Ladetaste war erfolgreich.
Maßnahme bei fehlgeschlagenem Test
Wenn der Test bei Verwendung des Wechselstrom- oder Gleichstrom-Netzmoduls fehlschlägt,
das Modul entfernen und den Test wiederholen.
• Fehler – Die Uhrenbatterie, das Netzteil und/oder
Wenn der Test weiterhin fehlschlägt, den Kunder interne Speicher funktionieren nicht ordnungsgedendienst informieren. Wenn diesmal keine
mäß. Eine Fehlfunktion kann dazu führen, dass die
Fehlfunktion festgestellt wird, das Netzmodul
verbleibenden Tests abgebrochen werden.
austauschen.
Wenn der Test fehlschlägt, achten Sie darauf,
dass der Therapiewählschalter auf 150 J steht
• Fehler - Der Therapiewählschalter steht nicht auf 150 J.
und wiederholen Sie den Test. Wenn der Test
• Fehler - Der Therapiewählschalter funktioniert nicht. weiterhin fehlschlägt, den Kundendienst
informieren.
• Fehler – Im Menü „Keine Taste gedrückt“ wurde
„Weiter“ ausgewählt.
Den Test wiederholen. Wenn der Test
weiterhin fehlschlägt, weil die Ladetaste nicht
reagiert, den Kundendienst informieren.
• Fehler – Die Ladetaste funktioniert nicht.
Schocktaste
• OK – Der Selbsttest der Schocktasten war
erfolgreich.
• Fehler – Im Menü „Keine Taste gedrückt“ wurde
„Weiter“ ausgewählt.
Den Test wiederholen und darauf achten, dass
die Schocktaste vor Ablauf der konfigurierten
„Zeit bis Auto-Entladung“ gedrückt wird.
Wenn der Test weiterhin fehlschlägt, den
Kundendienst informieren.
• Fehler – Der in der Konfigurationsauswahl für „Zeit bis
Auto-Entladung“ definierte Zeitraum ist verstrichen,
ohne dass die Schocktaste gedrückt wurde.
Audio-Test
• OK – Die Meldung Haben Sie gehört “Kein Schock
abgegeben”? wurde mit Ja beantwortet.
Gerät nicht mehr benutzen und den
Kundendienst informieren.
• Fehler – Die Meldung Haben Sie gehört “Kein
Schock abgegeben”? wurde mit Nein beantwortet.
Defib-Test
Wenn der Test fehlschlägt, mit einem anderen
Therapiekabel wiederholen. Wenn diesmal
keine Fehlfunktion festgestellt wird, ist das
vorherige Kabel defekt und muss ausgetauscht
• Fehler/Kabeltyp – Der Test ist mit dem angegebenen
werden. Wenn der Test weiterhin fehlschlägt,
Kabeltyp fehlgeschlagen.
das Gerät nicht mehr benutzen und den
Kundendienst informieren.
Pacer
• OK – Das Pacing funktioniert ordnungsgemäß.
• OK/Kabeltyp – Der Defib-Test ist mit dem
angegebenen Kabeltyp (Pads, externe Paddles)
erfolgreich verlaufen.
• Fehler – Das Pacing funktioniert nicht
ordnungsgemäß.
Wenn der Pacer-Test fehlschlägt, ein anderes
Pads-Kabel und eine andere Prüflast anschließen
und den Test wiederholen.
Bei erneutem Fehlschlagen des Tests das Gerät
nicht mehr benutzen und den Kundendienst
informieren.
HLW-Aufnehmer • OK – Der HLW-Aufnehmer-Test war erfolgreich.
• Fehler – Der Selbsttest des HLW-Aufnehmers ist
fehlgeschlagen.
Wenn der Test fehlschlägt, den Kundendienst
um Prüfung des HLW-Aufnehmers bitten.
Wenn die Q-CPR-Option eine wesentliche
Rolle bei der Patientenversorgung spielt, das
Gerät nicht mehr benutzen.
231
19 Wartung
Funktionsprüfung
Tabelle 58 Testergebnisse der Funktionsprüfung (Fortsetzung)
Test
Ergebnisse
Maßnahme bei fehlgeschlagenem Test
EKG-Test
(Ableitungen)
• OK/EKG-Kabel – Die EKG-Erfassung über EKGElektroden und das angeschlossene EKG-Kabel
funktionieren ordnungsgemäß.
EKG-Test (Pads/
Paddles)
OK/Kabeltyp – Die EKG-Erfassung und das Kabel
funktionieren ordnungsgemäß.
Akku A
• Kein Akku – In das Fach ist kein Akku eingelegt.
Akku aufladen.
Akku B
• OK – Die Akku-Kapazität liegt über 20 %.
Akku kalibrieren.
Wenn der Test ohne angeschlossenes EKGKabel fehlschlägt, das Gerät nicht mehr
benutzen und den Kundendienst informieren.
Wenn der Test mit Kabel fehlschlägt, den Test
• OK/Kein Kabel – Die EKG-Erfassung über EKGohne EKG-Kabel wiederholen. Wenn diesmal
Elektroden funktioniert ordnungsgemäß.
keine Fehlfunktion festgestellt wird, ist das
• Fehler/EKG-Kabel – Die EKG-Erfassung über EKG- Kabel defekt und muss ausgetauscht werden.
Elektroden und/oder das EKG-Kabel funktionieren Wenn der Test weiterhin fehlschlägt, das
nicht ordnungsgemäß.
Gerät nicht mehr benutzen und den
• Fehler/Kein Kabel – Die EKG-Erfassung über EKG- Kundendienst informieren.
Elektroden funktioniert nicht ordnungsgemäß.
Wenn der Test mit angeschlossenem Kabel
fehlschlägt, das Kabel entfernen und den Test
wiederholen. Wenn ohne Kabel keine FehlOK/Kein Kabel – Die EKG-Erfassung funktioniert
funktion festgestellt wird, das Kabel austauordnungsgemäß; es wurde kein Kabel getestet.
schen. Wenn der Test weiterhin fehlschlägt,
Fehler/Kabeltyp – Die EKG-Erfassung und/oder das
das Gerät nicht mehr benutzen und den
angegebene Kabel funktionieren nicht ordnungsgemäß. Kundendienst informieren.
• Fehler – Die Akku-Kapazität liegt unter 20 %.
• Kalibrierung empfohlen – Der Akku muss kalibriert
werden.
SpO2
• OK – Der SpO2 -Selbsttest war erfolgreich.
• Fehler – SpO2 funktioniert nicht ordnungsgemäß.
NBP
• OK – Der NBP-Selbsttest war erfolgreich.
• Fehler – NBP funktioniert nicht ordnungsgemäß.
• OK (Kalibrierung nötig) – Der NBP-Selbsttest war
erfolgreich; eine Kalibrierung ist erforderlich.
Wenn der Test fehlschlägt, Service für das
SpO2-Modul anfordern. Wenn die SpO2Überwachung eine wesentliche Rolle bei der
Patientenversorgung spielt, das Gerät nicht
mehr benutzen.
Wenn der Test fehlschlägt, Service für das
NBP-Modul anfordern. Wenn die NBPÜberwachung eine wesentliche Rolle bei der
Patientenversorgung spielt, das Gerät nicht
mehr benutzen.
• Fehler (Kalibrierung überfällig) – Der NBP-Selbsttest Wenn eine Kalibrierung nötig oder überfällig
war erfolgreich; eine Kalibrierung ist überfällig. Die ist, muss sie von entsprechend qualifiziertem
Messwerte können ungenau sein.
Fachpersonal durchgeführt werden.
• Fehler (Austausch empfohlen) – Der NBP-Selbsttest Wenn ein Austausch empfohlen wird, den
war erfolgreich; es wurden bereits mehr als 50.000
Kundendienst informieren.
Messungen durchgeführt.
CO2
• OK – Der CO2 -Selbsttest war erfolgreich.
• Fehler – CO2 funktioniert nicht ordnungsgemäß.
• OK (Kalibrierung nötig) – Der CO2-Selbsttest war
erfolgreich; eine Kalibrierung ist nötig.
Wenn der Test fehlschlägt, Service für das
CO2-Modul anfordern. Wenn die CO2Überwachung eine wesentliche Rolle bei der
Patientenversorgung spielt, das Gerät nicht
mehr benutzen.
• Fehler (Kalibrierung überfällig) – Der CO2-Selbsttest Wenn eine Kalibrierung nötig oder überfällig
war erfolgreich; eine Kalibrierung ist überfällig. Die ist, muss sie von entsprechend qualifiziertem
Messwerte können ungenau sein.
Fachpersonal durchgeführt werden.
• Fehler (Austausch empfohlen) – Der CO2-Selbsttest Wenn ein Austausch empfohlen wird, den
war erfolgreich, die Zahl von 15.000 Betriebsstunden Kundendienst informieren.
ist überschritten.
232
Funktionsprüfung
19 Wartung
Tabelle 58 Testergebnisse der Funktionsprüfung (Fortsetzung)
Test
Ergebnisse
Maßnahme bei fehlgeschlagenem Test
Invasive Drücke
• OK – Der Selbsttest für die invasive Druckmessung
war erfolgreich.
Wenn der Test fehlschlägt, den Kundendienst
informieren (Austauschen der Platine zur
Überwachung der invasiven Drücke/
Temperatur). Wenn die invasive
Drucküberwachung eine wesentliche Rolle bei
der Patientenversorgung spielt, das Gerät
nicht mehr benutzen.
• Fehler – Die invasive Drucküberwachung
funktioniert nicht ordnungsgemäß.
Temperatur
• OK – Der Temperatur-Selbsttest war erfolgreich.
Bluetooth
• OK – Die Bluetooth-Karte wurde erkannt und die
Kommunikation funktioniert.
Wenn der Test fehlschlägt, den Kundendienst
informieren (Austauschen der Platine zur
• Fehler – Die Temperatur-Überwachung funktioniert
Überwachung der invasiven Drücke/
nicht ordnungsgemäß.
Temperatur). Wenn die TemperaturÜberwachung eine wesentliche Rolle bei der
Patientenversorgung spielt, das Gerät nicht
mehr benutzen.
Wenn der Test fehlschlägt, den Kundendienst
informieren.
• Fehler – Die Bluetooth-Karte ist nicht installiert oder
funktioniert nicht.
Drucker
• OK – Der Drucker-Selbsttest war erfolgreich.
• Fehler – Der Drucker muss repariert werden.
Wenn der Test fehlschlägt, den Kundendienst
informieren.
233
19 Wartung
Funktionsprüfung
Übersicht Funktionsprüfung
In der „Übersicht Funktionsprüfung“ sind die Ergebnisse der letzten 60 Funktionsprüfungen
aufgeführt. Die Testergebnisse werden gemeldet, wie in Tabelle 58 beschrieben.
Anleitung zum Anzeigen der „Übersicht Funktionsprüfung“:
1
Den Therapiewählschalter auf Monitor drehen.
2
Die Menüauswahltaste
3
Mit den Navigationstasten das Menüelement Diverses auswählen und die Menüauswahltaste
drücken.
4
Funktionsprüfung auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
5
Mit den Navigationstasten das Menüelement Übersicht Funktionen auswählen und die
Menüauswahltaste drücken.
6
Zum Quittieren der Meldung Normale Betriebsart wird verlassen die Menüauswahltaste drücken.
Daraufhin wird die „Übersicht Funktionsprüfung“ angezeigt.
7
Zum Drucken der Übersicht die Softtaste [Drucken] drücken.
drücken.
Tabelle 59 Ergebnisanzeige in der „Übersicht Funktionsprüfung“
Ergebnis
Bereit-Lämpchen
Definition
Erforderliche Maßnahmen
OK
Sanduhr
Alle Tests bestanden
Keine
Fehler/GX
Leuchtendes rotes „X”,
Piepton
Es wurde ein Fehler erkannt,
der die Schockabgabe, das
Pacing oder die EKG-Erfassung
verhindern kann.
Den Therapiewählschalter auf
„Monitor“ drehen. Es wird eine
Störungsmeldung bezüglich des Fehlers
angezeigt. Maßnahmen zur Behebung
des Fehlers stehen in Kapitel 20,
Fehlerbehebung.
Fehler/KX
Leuchtendes rotes „X”,
Piepton
Es liegt ein Kabelfehler vor.
Den Therapiewählschalter auf
„Monitor“ drehen. Es wird eine
Störungsmeldung bezüglich des
fehlerhaften Kabels angezeigt. Das
fehlerhafte Kabel austauschen.
Fehler/Ak
nicht zutreffend1
Ein Akkufehler wurde erkannt. Akku austauschen.
Fehler/G
Sanduhr
Es wurde ein Problem bei einer
Komponente entdeckt, die
keinen Einfluss auf die
Therapie hat.
Fehler/Au
Sanduhr
Fehler des HLW-Aufnehmers
Den Therapiewählschalter auf
„Monitor“ drehen. Es wird eine
Störungsmeldung bezüglich der
fehlerhaften Komponente angezeigt.
Maßnahmen zur Behebung des Fehlers
stehen in Kapitel 20, Fehlerbehebung.
HLW-Aufnehmer und
Kabelverbindungen überprüfen. Bei
Bedarf den HLW-Aufnehmer
austauschen.
1. Die Auto-Tests überprüfen ständig, ob die Akkus schwach sind, und stellen das Bereit-Lämpchen dementsprechend ein.
234
Akku-Wartung
19 Wartung
Akku-Wartung
Sachgemäße Akku-Wartung sorgt dafür, dass der Akku-Status korrekt gemeldet, eine für den Betrieb
des HeartStart MRx ausreichende Ladung aufrechterhalten und die Akku-Lebensdauer optimiert wird.
Fehlerhafte Akkus sofort außer Betrieb nehmen.
Jeder neue Akku ist daher gleich bei Erhalt und dann regelmäßig während seiner gesamten Lebensdauer
zu warten. Nähere Einzelheiten über die Akku-Wartung stehen in der Anwendungsinformation M3538A
Lithium-Ionen-Akkumulator: Eigenschaften und Wartung, die dem HeartStart MRx beiliegt.
Tabelle 60 beschreibt die anfallenden Akku-Wartungsmaßnahmen und gibt an, wann diese
durchzuführen sind.
Tabelle 60 Akku-Wartungsmaßnahmen
Maßnahme
Wann:
Sichtprüfung durchführen.
Als Teil der Funktionsprüfung.
Akku aufladen.
Bei Erhalt, nach jedem Einsatz und bei Anzeige der
Meldung Akkus schwach.
Kalibrierung durchführen.
Wenn das Testergebnis der Funktionsprüfung eine
Kalibrierung empfiehlt, spätestens jedoch alle 6 Monate.
Akkus mit einem Ladestatus von
20 – 40 % lagern.
Bei längerem Nichtgebrauch.
Akku entsorgen.
Wenn sichtbare Beschädigungen vorhanden sind bzw.
im Rahmen der Kalibrierung eine Kapazität unter 80 %
gemeldet wird.
Akku-Lebensdauer
Die Lebensdauer des Akkus richtet sich nach Einsatzhäufigkeit und -dauer. Bei sachgerechter Wartung
und Lagerung beträgt die Lebensdauer des Lithium-Ionen-Akkus M3538A ca. zwei Jahre. Zur
bestmöglichen Leistung sollten vollständig (oder fast vollständig) entladene Akkus möglichst bald
wieder aufgeladen werden.
235
19 Wartung
Akku-Wartung
Aufladen der Akkus
Der Lithium-Ionen-Akkumulator M3538A wird entweder im HeartStart MRx oder in einem von
Philips empfohlenen Akku-Ladegerät aufgeladen. Für das Laden im HeartStart MRx sind die beiden
folgenden Möglichkeiten verfügbar:
Mit Netzstrom (Wechselstrom) – . Den aufzuladenden Akku in das Akkufach A einlegen. Das
Wechselstrom-Netzmodul in das Akkufach B einlegen und an den Netzstrom anschließen.
Mit Gleichstrom –. Den aufzuladenden Akku in das Akkufach A einlegen. Wenn ein zweiter Akku
geladen werden muss, diesen in Akkufach B einlegen. Das Gleichstrom-Netzmodul an den HeartStart
MRx und an die Gleichstromquelle anschließen.
Bei Anschluss an den Netzstrom oder Gleichstrom leuchtet die Leuchtanzeige für die externe
Stromquelle grün, und die Akkus im HeartStart MRx werden aufgeladen. Die Akkus werden einzeln
nacheinander geladen. Bei ausgeschaltetem HeartStart MRx und einer Umgebungstemperatur von
25 °C wird ein leerer Akku binnen 2 Stunden auf 80 % und binnen 3 Stunden auf 100 % seiner
Kapazität aufgeladen. Bei eingeschaltetem Gerät dauert der Ladevorgang länger.
Die Akkus sollten bei einer Umgebungstemperatur zwischen 0 und 45 oC geladen werden.
Ladestatus
Der Ladestatus des Akkus kann folgendermaßen überprüft werden:
• Regelmäßig die Ladestatustaste des Akkus drücken, sodass die LEDs der Ladestatusanzeige
aufleuchten. Jede LED entspricht einer Ladung von ca. 20 % der Gesamtkapazität.
• Den Therapiewählschalters auf eine beliebige Betriebsart drehen und die Akku-Symbole im
allgemeinen Statusbereich beachten (siehe “Allgemeiner Status” auf Seite 16).
Akku-Kalibrierung
Die Akku-Kapazität nimmt bedingt durch Gebrauch und Alter ab. Im Rahmen einer Kalibrierung lässt
sich feststellen, ob ein Akku das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat und entsorgt werden muss.
Außerdem erhält man durch eine Akku-Kalibrierung genaue, auf der Gesamtkapazität basierende
Schätzwerte für den Ladestatus.
Ein Akku muss kalibriert werden, wenn das Testergebnis der Funktionsprüfung eine Kalibrierung
empfiehlt, spätestens jedoch alle 6 Monate. Die Akku-Kalibrierung kann im HeartStart MRx oder in einem
von Philips empfohlenen Ladegerät erfolgen. Anleitung zum Kalibrieren eines Akkus im HeartStart MRx:
236
1
Den HeartStart MRx an Netzstrom oder Gleichstrom anschließen.
2
Den zu kalibrierenden Akku in Akkufach A oder B einlegen.
3
Den Therapiewählschalter auf Monitor drehen.
4
Die Menüauswahltaste
5
Mit den Navigationstasten das Menüelement Diverses auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
6
Akku-Kalibrierung auswählen und die Menüauswahltaste drücken.
7
Zum Quittieren der Meldung Normale Betriebsart wird verlassen die Menüauswahltaste drücken.
Die Kalibrierungsansicht erscheint. Wenn keine externe Stromquelle erkannt wird, erscheint die
Aufforderung An externe Stromquelle anschließen. Wenn sich in keinem der Akkufächer ein Akku
befindet, erscheint die Aufforderung Akku einsetzen. Wenn in beiden Akkufächern ein Akku liegt,
muss der zu kalibrierende Akku ausgewählt werden.
drücken.
Akku-Wartung
19 Wartung
8
Zum Starten der Kalibrierung auf die Softtaste [Start] drücken.
Der Akku wird jetzt zunächst voll aufgeladen, dann zur Vorbereitung auf die Kalibrierung entleert,
dann kalibriert und nach der Kalibrierung erneut geladen. Bei Anzeige der Meldung Kalibrierung
beendet. Akku-Aufladung dauert kürzer, wenn das Gerät ausgeschaltet ist. kann man zur
Beschleunigung des Ladevorgangs den Therapiewählschalter auf Aus drehen.
Die Kalibrierung im HeartStart MRx dauert ca. 11 Stunden. Der Verlauf wird angezeigt. Die
Kalibrierung in einem von Philips empfohlenen Akku-Ladegerät geht erheblich schneller. Während
der Akku-Kalibrierung des MRx sind die Überwachungs- und Therapiefunktionen des MRx nicht
verfügbar. Wenn die Kalibrierung abgebrochen und auf eine klinische Betriebsart umgeschaltet werden
muss, drücken Sie die Softtaste [Abbrechen].
WARNUNG Wenn die externe Stromquelle oder der zu kalibrierende Akku vor Beendigung des Kalibriervorgangs
entfernt werden, wird die Akku-Kalibrierung abgebrochen. In einem solchen Fall wird der Akku nicht
kalibriert und verfügt evtl. nur über eine sehr schwache Ladung.
Kalibrierungsergebnisse
Am Ende der Akku-Kalibrierung zeigen die Meldungen OK oder Fehler, ob der Kalibriervorgang
erfolgreich war oder nicht. Außerdem erscheint ein Schätzwert für die Akku-Ladung, anhand dessen
sich feststellen lässt, ob der Akku einsatzfähig ist. Bei einer Kapazität von:
• > 80 % kann der Akku weiter verwendet werden.
• < 80 % muss der Akku entsorgt werden.
HIN W E I S
Nach erfolgreicher Kalibrierung der Akkus eine Funktionsprüfung durchführen. Möglicherweise und
je nach Zustand der Akkus erscheint die Aufforderung zur Neukalibrierung.
Lagerung von Akkus
Zwecks gleichmäßiger Benutzung müssen Akkus regelmäßig gewechselt werden. Beim Lagern der
Akkus ist darauf zu achten, dass die Akkupole nicht mit Metallgegenständen in Berührung kommen.
Zur Langzeitlagerung sollte ein kühler Ort gewählt werden, und die Akku-Ladung sollte nur 20 bis
40 % (1 bis 2 leuchtende LEDs) betragen. Kühl gelagerte Akkus haben eine längere Lebensdauer. Die
ideale Temperatur für die Lagerung beträgt 15 oC. Die Akkus sollten nicht außerhalb eines
Temperaturbereichs von –20 bis 60 °C gelagert werden.
ACHTUNG
• Akkus nicht im HeartStart MRx lagern, wenn dieser für einen längeren Zeitraum außer Betrieb ist.
• Die langfristige Lagerung von Akkus bei Temperaturen über 38 oC führt zu einer erheblichen
Verkürzung ihrer Lebensdauer.
Gelagerte Akkus müssen alle zwei Monate auf 20 - 40 % ihrer Gesamtkapazität geladen werden. Vor
Gebrauch sind sie vollständig aufzuladen.
237
19 Wartung
Akku-Wartung
Entsorgung von Akkus
Akkus, die sichtbare Beschädigungen aufweisen bzw. deren Kalibrierung fehlschlägt, müssen entsorgt
werden. Akkus sind umweltfreundlich zu entsorgen. Geltende Bestimmungen und Richtlinien für die
Akku-Entsorgung sind zu beachten.
WARNUNG Akkus nicht zerlegen, einstechen oder verbrennen. Die Akku-Pole dürfen sich nicht berühren, da
hierdurch Brandgefahr besteht.
ACHTUNG
Akkus sind stets mit Vorsicht handhaben, benutzen und testen. Akkus nicht kurzschließen,
zerdrücken, fallenlassen, zerbrechen, einstechen, umpolen, hohen Temperaturen aussetzen oder
zerlegen. Unsachgemäßer Gebrauch kann zu Verletzungen führen.
HIN W E I S
Bei Austreten der Elektrolytflüssigkeit die Haut mit viel Wasser abwaschen, um Hautreizungen und entzündungen zu vermeiden.
238
Reinigungsanweisungen
19 Wartung
Reinigungsanweisungen
Es folgen Empfehlungen für die Reinigung des HeartStart MRx und seines Zubehörs.
ACHTUNG
• Der HeartStart MRx und sein Zubehör dürfen nicht autoklaviert, dampfsterilisiert, mit Ultraschall
gereinigt oder in Flüssigkeiten getaucht werden, sofern in der Gebrauchsanweisung des jeweiligen
Zubehörs nichts anderes angegeben ist.
• Keine Scheuermittel oder starken Lösungsmittel wie Aceton oder acetonhaltige Reinigungsmittel
verwenden.
• Verschiedene Desinfektionsmittel (z. B. Bleichlauge und Ammoniak) nicht mischen, da hierdurch
giftige Gase entstehen können.
• Elektrische Kontakte und Anschlüsse nicht mit Bleichlauge reinigen.
• Zur langfristigen Vermeidung von Geräteschäden das Gerät gemäß den Vorschriften Ihrer
Einrichtung desinfizieren.
Monitor/Defibrillator
Die folgenden Reinigungsprodukte können zur Reinigung der Außenflächen des Monitor/
Defibrillators, der Akkus und der Speicherkarte verwendet werden:
• Isopropylalkohol (70 %ige Lösung in Wasser)
• Wasser und milde Seife.
• Natriumhypochlorit (Chlorbleichlauge) (3 %ige Lösung in Wasser).
• Quarternäre Ammoniumverbindungen (21% Gehalt an quarternärer Ammoniumverbindungen)
(z. B. Steris Coverage Plus NPD®) (14,17 g auf 4,5 Liter Wasser - ein Teil Coverage Plus NPD® auf
255 Teile Wasser).
Vor Anwendung des Reinigungsmittels alle anhaftenden Verschmutzungen (Gewebeteile,
Flüssigkeiten usw.) entfernen und das Gerät mit einem mit Wasser befeuchteten Tuch abwischen.
Während der Reinigung nicht in eine Flüssigkeit eintauchen. Vor der Reinigung das Tuch gut
auswringen. Darauf achten, dass keine Flüssigkeit über dem Gerät verschüttet wird oder in das Gerät
eindringt. Ein weiches Tuch verwenden, damit der Bildschirm nicht verkratzt wird.
Druckkopf des Druckers
Bei zu hellem oder ungleichmäßigem Ausdruck den Druckkopf reinigen, um Papierrückstände zu
entfernen.
Anleitung zum Reinigen des Druckkopfes:
1
Verriegelung der Druckertür beiseiteschieben.
2
Papierrolle entfernen.
3
Oberfläche des Druckkopfes (über der Bürste) mit einem in Isopropylalkohol getränkten
Wattebausch reinigen.
4
Papierrolle entfernen.
239
19 Wartung
Reinigungsanweisungen
Paddles, Therapie-Kabel
Nicht sterilisierbare externe Paddles und das Therapie-Kabel können mit einem weichen Tuch
gereinigt werden, das mit einem der folgenden Mittel angefeuchtet ist:
• Wasser und milde Seife.
• Glutaraldehydlösung (3,4 % Glutaraldehyd, z. B. Johnson & Johnson Cidex Plus®)
• Natriumhypochlorit (Chlorbleichlauge) (3 %ige Lösung in Wasser).
• Quarternäre Ammoniumverbindungen (21% Gehalt an quarternären Ammoniumverbindungen) (z.
B. Steris Coverage Plus NPD) (4 ml auf 1 Liter Wasser).
• Isopropylalkohol (70 %ige Lösung in Wasser)
ACHTUNG
Die Paddles und das Therapie-Kabel dürfen nicht mit Ultraschall gereinigt oder in eine Flüssigkeit
eingetaucht werden. Außerem dürfen sie nicht autoklaviert oder mit EtO sterilisiert werden.
HIN W E I S
Nähere Informationen über das Reinigen und Sterilisieren sterilisierbarer externer Paddles und interner
Schocklöffel sind der Gebrauchsanweisung für Sterilisierbare Plattenelektroden zu entnehmen.
Die sterilen internen Schocklöffel, multifunktionalen Pads und EKG-Elektroden von Philips sind nur
zum einmaligen Gebrauch bestimmt, so dass eine Reinigung entfällt.
EKG-Kabel
Für M3525A, M3526A, M3527A, M3528A, M3529A und 989803147691 EKG-Kabel:
• Mit einer der folgenden Lösungen abwischen:
– Isopropylalkohol (70 %ige Lösung in Wasser)
– Wasser und milde Seife.
– Glutaraldehydlösung (3,4 % Glutaraldehyd, z. B. Cidex Plus®)
– Quarternäre Ammoniumverbindungen (21% Gehalt an quarternärer Ammoniumverbindungen)
(z. B. Steris Coverage Plus NPD). Verdünnung: 14,17 g auf 4,5 Liter Wasser - ein Teil Coverage
Plus NPD auf 255 Teile Wasser.
– Natriumhypochlorit (Chlorbleichlauge) (3 %ige Lösung in Wasser). Diese Lösung kann das
Kabel verfärben.
Für alle anderen zulässigen EKG-Kabel:
• Nach den Anweisungen des Herstellers reinigen.
ACHTUNG
240
Das EKG-Kabel nicht mit Ultraschall reinigen, in Flüssigkeiten tauchen, autoklavieren oder
dampfsterilisieren. Elektrische Kontakte und Anschlüsse nicht mit Chlorbleichlauge reinigen.
Reinigungsanweisungen
19 Wartung
Tragetasche
Die Tragetasche kann von Hand mit milder Seife und Wasser gereinigt werden. Hartnäckige Flecken
können mit Fleckenentferner behandelt werden. Tragetasche an der Luft trocknen lassen. Nicht in der
Maschine waschen oder trocknen.
Blutdruckmanschette
Die Manschette kann durch Eintauchen in eine 70 bis 85 %ige Isopropylalkohollösung desinfiziert
werden; zuvor muss jedoch der Balg entfernt werden. Die Manschette darf nicht chemisch gereinigt
werden.
Die Manschette kann auch gemäß den Empfehlungen des Herstellers in der Maschine oder von Hand
gewaschen werden; Handwäsche verlängert die Lebensdauer der Manschette. Vor dem Waschen den
Latexbalg entfernen und für das Waschen in der Maschine den Klettverschluss schließen. Die
Manschette nach dem Waschen gut trocknen lassen, dann den Balg wieder einlegen.
SpO2-Aufnehmer und -Kabel
Bei der Reinigung des SpO2-Aufnehmers und -Kabels befolgen Sie bitte die Anleitung, die diesem
Zubehör beiliegt.
Aufnehmer und Kabel für invasive Drucküberwachung
Die Reinigung des Kabels für die invasive Druckmessung ist gemäß den diesen Zubehörteilen
beiliegenden Anweisungen vorzunehmen.
Temperaturaufnehmer und -kabel
Die Reinigung des Temperaturaufnehmers und -kabels ist gemäß den diesen Zubehörteilen
beiliegenden Anweisungen vorzunehmen.
Q-CPR-HLW-Aufnehmer
Der HLW-Aufnehmer kann mit einem weichen Tuch gereinigt werden, das mit folgenden Substanzen
angefeuchtet ist:
• Wasser und milde Seife
• Glutaraldehydlösung (3,4 % Glutaraldehyd, z. B. Johnson & Johnson Cidex Plus™)
• Natriumhypochlorit (Chlorbleichlauge) (3 %ige Lösung in Wasser).
• Quarternäre Ammoniumverbindungen (21 % Gehalt an quarternären Ammoniumverbindungen, z.
B. Steris Coverage Plus NPD™, ein Teil Coverage Plus NPD auf 255 Teile Wasser)
• Isopropylalkohol (70 %ige Lösung in Wasser)
ACHTUNG
• Der HLW-Aufnehmer darf nicht in eine Flüssigkeit getaucht werden.
241
19 Wartung
Entsorgen des HeartStart MRx
Entsorgen des HeartStart MRx
Vor der Entsorgung die Akkus herausnehmen. Dann das Gerät gemäß den in Ihrem Land geltenden
Vorschriften für Geräte mit elektronischen Teilen entsorgen.
WARNUNG Bei Entsorgung des Gerätes mit eingelegtem Akku besteht Stromschlaggefahr.
Zum Schutz des Personals, der Umwelt und anderer Geräte vor Infektionen und Verunreinigungen
sind der Monitor/Defibrillator und alle entsprechenden Zubehörteile vor der Entsorgung gründlich zu
reinigen und zu desinfizieren.
Entsorgung leerer Kalibriergasflaschen
Anleitung zur Entsorgung leerer Kalibriergasflaschen:
1
Kalibriergasflasche komplett entleeren. Hierzu den Stift des Druckminderers in die Flasche
hineindrücken oder den Stift des Füllventils mit einem Ventilschlüssel oder einer Spitzzange
herausziehen.
2
Wenn die Gasflasche leer ist, entweder das Ventil aus der Öffnung des Druckminderers entfernen
oder ein Loch in die Flasche bohren.
3
Die Gasflasche mit dem Vermerk „Leer” beschriften und gemäß den Vorschriften für Altmetall
entsorgen.
WARNUNG Vor dem Entfernen des Ventils bzw. dem Anbohren ist darauf zu achten, dass die Gasflasche
vollständig entleert ist.
242
Zubehör und Verbrauchsmaterial
19 Wartung
Zubehör und Verbrauchsmaterial
WARNUNG Der HeartStart MRx darf nur mit zugelassenem Zubehör und Verbrauchsmaterial verwendet werden.
Die Verwendung von nicht zugelassenem Zubehör und Verbrauchsmaterial kann Systemleistung und
Ergebnisse beeinträchtigen.
WARNUNG Einmal-Zubehör darf nur einmal verwendet werden.
In den folgenden Tabellen ist das für den HeartStart MRx empfohlene Zubehör und
Verbrauchsmaterial aufgeführt. So können Sie bestellen:
In den USA unter der Telefonnummer 1-800-225-0230 (Pads, Elektroden, Kabel, Papier usw.).
Außerhalb der USA wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Philips Vertriebsteam bzw.
Ihren autorisierten Philips Vertriebspartner, oder besuchen Sie uns im Internet unter
http://shop.medical.philips.com und folgen Sie dem Supplies-Link.
Tabelle 61 Zubehör und Verbrauchsmaterial
Externe Paddles
M3542A
Externe Paddles (Standard)
M3543A
Externe Paddles (wasserabweisend)
M4745A
Externe Paddles (sterilisierbar)
Interne Schocklöffel
M1741A
7,5 cm, schalterlos
M1742A
6,0 cm, schalterlos
M1743A
4,5 cm, schalterlos
M1744A
2,8 cm, schalterlos
M4741A
7,5 cm, schaltbar
M4742A
6,0 cm, schaltbar
M4743A
4,5 cm, schaltbar
M4744A
2,8 cm, schaltbar
M4740A
Adapterkabel für interne Schocklöffel
243
19 Wartung
Zubehör und Verbrauchsmaterial
Multifunktionale Pads
M3713A
Pads Plus, Standardmodell für Erwachsene
M3716A
Röntgendurchlässiges Modell für Erwachsene
M3717A
Pads Plus, Standardmodell für Kinder
M3718A
Röntgentransparentes Modell für Erwachsene/Erhöhte Hautverträglichkeit
M3719A
Röntgentransparentes Modell für Kinder/Erhöhte Hautverträglichkeit
M3501A
Defibrillator-Pads, Modell für Erwachsene, AAMI-Norm
M3502A
Defibrillator-Pads, Modell für Erwachsene, IEC-Norm
M3503A
Defibrillator-Pads, Modell für Kinder, IEC-Norm
M3504A
Defibrillator-Pads, Modell für Kinder, AAMI-Norm
Pads-Kabel
M3507A
Pads-Anschlusskabel für die Defibrillation, Bajonettanschluss – 2,2 m
M3508A
Pads-Anschlusskabel für die Defibrillation, Steckanschluss – 2,2 m
05-10200
Pads-Adapter (zum Gebrauch mit M3507A)
EKG-Monitoring-Elektroden
M2202A
EKG-Elektroden mit Schaumstoffhaftring, 5 Stück/Packung
(60 Packungen/Karton)
12-adrige Elektrodenkabel
M3525A
10-adriges EKG-Stammkabel, 12-poliger Anschluss (zum Gebrauch mit
3, 5 und 12 Ableitungen), Länge 2,7 m
989803147691
10-adriges EKG-Stammkabel, 12-poliger Anschluss (zum Gebrauch mit
3, 5 und 12 Ableitungen), Länge 1,3 m
M3526A
3-adriges Elektrodenkabel, Druckknopf (AAMI-Norm)
M3527A
Zusätzliches 7-adriges Elektrodenkabel für 12-Kanal-EKG (AAMI-Norm)
M3528A
3-adriges Elektrodenkabel, Druckknopf (IEC-Norm)
M3529A
Zusätzliches 7-adriges Elektrodenkabel für 12-Kanal-EKG (IEC-Norm)
M5530A
Kombinationsstecker für 3-adriges Elektrodenkabel zum Gebrauch mit
M3526A/M3528A
M1949A
10-adriges EKG-Stammkabel, 12-poliger EKG-Eingang (für 5-Kanal- und
12-Kanal-EKGs)
M1968A
10-adriges Elektrodenkabel, Extremitäten, Clip (zum Gebrauch mit
M1976A) (AAMI-Norm)
M1976A
10-adriges Elektrodenkabel, Brustwand, Clip (zum Gebrauch mit M1968A)
(AAMI-Norm)
M1971A
10-adriges Elektrodenkabel, Extremitäten, Clip (zum Gebrauch mit
M1978A) (IEC-Norm)
M1978A
10-adriges Elektrodenkabel, Brustwand, Clip (zum Gebrauch mit M1971A)
(IEC-Norm)
3-adrige Elektrodenkabel
244
M1500A
3-adriges EKG-Stammkabel (AAMI-Norm)
M1605A
3-adriges Elektrodenkabel, Druckknopf (AAMI-Norm)
M1510A
3-adriges EKG-Stammkabel (IEC-Norm)
M1615A
3-adriges Elektrodenkabel, Druckknopf (IEC-Norm)
Zubehör und Verbrauchsmaterial
19 Wartung
5-adrige Elektrodenkabel
M1520A
5-adriges EKG-Stammkabel (AAMI-Norm)
M1625A
5-adriges Elektrodenkabel, Druckknopf (AAMI-Norm)
M1530A
5-adriges EKG-Stammkabel (IEC-Norm)
M1635A
5-adriges Elektrodenkabel, Druckknopf (IEC-Norm)
Synchronisationskabel
M1783A
Sync-Kabel (2,43 m)
M5526A
Sync-Kabel (7,62 m)
SpO2-Aufnehmer und -Kabel
M1191A
Wiederverwendbarer SpO2-Aufnehmer, Erwachsene, Finger
M1192A
Wiederverwendbarer SpO2Aufnehmer, Kinder/Erwachsene (klein), Finger
M1194A
Wiederverwendbarer SpO2-Aufnehmer, Erwachsene/Kinder, Ohr (Clip)
M1195A
Wiederverwendbarer SpO2-Aufnehmer, Kleinkinder
M1941A
SpO2-Verlängerungskabel, 2 m
M1943A
Adapterkabel für Nellcor SpO2-Aufnehmer, 1 m (zum Gebrauch mit
M1903/4B)
M1131A
Einmal-SpO2-Aufnehmer, Kinder/Erwachsene, Finger
M1903B
Einmal-SpO2-Aufnehmer, Kinder, Finger (nur außerhalb der USA erhältlich)
M1904B
Einmal-SpO2-Aufnehmer, Erwachsene, Finger (nur außerhalb der USA
erhältlich)
245
19 Wartung
Zubehör und Verbrauchsmaterial
NBP
Verbindungsschläuche
M1598B
Verbindungsschlauch für Erwachsene (1,5 m)
M1599B
Verbindungsschlauch für Erwachsene (3 m)
40400A
Wiederverwendbare Manschetten, Sortiment mit 3 Größen – Kinder,
Erwachsene, Erwachsene (groß)
40400B
Wiederverwendbare Manschetten, Sortiment mit 5 Größen –
Kleinkinder, Kinder, Erwachsene, Erwachsene (groß), Erwachsene (Bein)
40401A
Klassische wiederverwendbare Blutdruckmanschette – Kleinkinder
40401B
Klassische wiederverwendbare Blutdruckmanschette – Kinder
40401C
Klassische wiederverwendbare Blutdruckmanschette – Erwachsene
40401D
Klassische wiederverwendbare Blutdruckmanschette – Erwachsene (groß)
40401E
Klassische wiederverwendbare Blutdruckmanschette – Erwachsene (Bein)
M4552A
Antimikrobiell beschichtete wiederverwendbare Blutdruckmanschette –
Kleinkinder
M4553A
Antimikrobiell beschichtete wiederverwendbare Blutdruckmanschette –
Kinder
M4554A
Antimikrobiell beschichtete wiederverwendbare Blutdruckmanschette –
Erwachsene (klein)
M4555A
Antimikrobiell beschichtete wiederverwendbare Blutdruckmanschette –
Erwachsene
M4557A
Antimikrobiell beschichtete wiederverwendbare Blutdruckmanschette –
Erwachsene (groß)
M4559A
Antimikrobiell beschichtete wiederverwendbare Blutdruckmanschette –
Erwachsene (Bein)
M1572A
Wiederverwendbare Komfort-Manschetten – Kinder
M1573A
Wiederverwendbare Komfort-Manschetten – Erwachsene (klein)
M1574A
Wiederverwendbare Komfort-Manschetten – Erwachsene
M1575A
Wiederverwendbare Komfort-Manschetten – Erwachsene (groß)
Wiederverwendbare Blutdruckmanschetten
Einmal-Blutdruckmanschetten
246
M4572A
Weiche Einmal-Manschette – Kleinkinder
M4573A
Weiche Einmal-Manschette – Kinder
M4574A
Weiche Einmal-Manschette – Erwachsene (klein)
M4575A
Weiche Einmal-Manschette – Erwachsene
M4576A
Weiche Einmal-Manschette – Erwachsene, extralang
M4577A
Weiche Einmal-Manschette – Erwachsene (groß)
M4578A
Weiche Einmal-Manschette – Erwachsene (groß), extralang
M4579A
Weiche Einmal-Manschette – Erwachsene (Bein)
Zubehör und Verbrauchsmaterial
19 Wartung
EtCO2
Atemkreise für intubierte Patienten
M1920A
FilterLine-Kombiset für Erwachsene/Kinder (25 Sets/Karton)
M1921A
FilterLine-H-Kombiset für Erwachsene/Kinder (25 Sets/Karton)
M1923A
FilterLine-H-Kombiset für Kleinkinder/Neugeborene (gelb, 25 Sets/Karton)
Zweizweck-Atemkreise für nicht-intubierte Patienten (CO2 + O2)
M2520A
Smart CapnoLine (Kinder)
M2522A
Smart CapnoLine (Erwachsene)
M2524A
Smart CapnoLine (Kinder)
M2526A
Smart CapnoLine (Erwachsene)
Einzweck-Atemkreise für nicht-intubierte Patienten (CO2)
Invasive Drücke
CPJ840J6
Wiederverwendbarer Druck-Aufnehmer
CPJ84022
Steriler Einmal-Druckdom zur Verwendung mit CPJ840J6
CPJ84046
Aufnehmerhalterung für CPJ840J6
M1567A
Einmal-Besteck zur Blutdruckmessung mit einem Druckaufnehmer (nur in
Europa und Asien erhältlich)
M1568A
Einmal-Besteck zur Druckmessung von CVP, ABP, etc. mit zwei
Druckaufnehmern (nur in Europa und Asien erhältlich)
M1634A
Wiederverwendbares Adapterkabel (nur in Europa und Asien erhältlich)
Temperatur
Einmal-Temperaturaufnehmer
21090A
Ösophageal/rektal
21091A
Hautoberfläche
21093A
Ösophagusstethoskop
21094A
Ösophagusstethoskop
21095A
Ösophagusstethoskop
21096A
Foley-Katheter
21097A
Foley-Katheter
M1837A
Ösophageal/rektal
M2255A
Foley-Katheter
Wiederverwendbare Temperaturaufnehmer
21075A
Ösophageal/rektal - Erwachsene
21076A
Ösophageal/rektal - Kinder
21078A
Hautoberfläche
Wiederverwendbare Verlängerungskabel für Temperaturaufnehmer
21082A
2-poligesVerlängerungskabel mit Steckanschluss für Miniklinkenstecker,
Länge 3,0 m
21082B
2-poliges Verlängerungskabel mit Steckanschluss für Miniklinkenstecker,
Länge 1,5m
247
19 Wartung
Zubehör und Verbrauchsmaterial
Stromversorgung
M3538A
Lithium-Ionen-Akkumulator
M3539A
Wechselstrom-Netzmodul
M5529A
Gleichstrom-Netzmodul
M5528A
Montagespange für Gleichstrom-Netzmodul
989803135301
Akku-Ladegerät für 2 Lithium-Ionen-Akkus
989803135331
Akku-Ladegerät für 4 Lithium-Ionen-Akkus
989803135341
Akku-Ladegerät für 4 auslaufsichere Blei-Säure-Akkus und Lithium-IonenAkkus
Q-CPR
M4761A
HLW-Aufnehmer
M4762A
Klebestreifen für den HLW-Aufnehmer (10er-Packung)
M4763A
Pads/HLW-Kabel
Papier
40457C
Chemo-thermisches Schreiberpapier, 50 mm, graues Raster (10 Rollen)
40457D
Chemo-thermisches Schreiberpapier, 50 mm, graues Raster (80 Rollen)
989803138171
Chemo-thermisches Schreiberpapier, 75 mm, graues Raster (10 Rollen)
989803138181
Chemo-thermisches Schreiberpapier, 75 mm, graues Raster (80 Rollen)
Farbiger Griff
M5521A
Grün
M5522A
Blau
M5523A
Gelb
M5524A
Rosa
M5525A
Grau
Sonstiges
248
M1781A
Prüflast zum Einsatz mit dem Pads-Kabel M3507A
M3725A
Prüflast zum Einsatz mit dem Pads-Kabel M3508A
M3541A
Tragetasche
989803146981
Speicherkarte und Speicherkartenhalter
M3544A
Speicherkartenhalter
M4737A
Bildschirmabdeckung
M3549A
Breiter Haken für Bettschiene
20
Fehlerbehebung
20
Wenn der HeartStart MRx während des Betriebs einen Fehler oder ein potenzielles Problem entdeckt,
erscheint eine Störungsmeldung oder ein Fenster mit Textanweisungen. Parallel dazu ertönt häufig
eine Sprachanweisung oder ein akustisches Signal. In diesem Kapitel werden die Störmeldungen,
Anweisungen und anderen Symptome sowie die entsprechenden Maßnahmen beschrieben. Darüber
hinaus enthält es Erläuterungen der akustischen Signale und Informationen über den Kundendienst.
Wenn ein Problem nicht durch die hier beschriebenen Maßnahmen behoben werden kann, die
folgenden Schritte durchführen:
• Eine Funktionsprüfung durchführen, um festzustellen, ob eine Störung vorliegt, für die der
Kundendienst benötigt wird.
• Wenn eine solche Störung festgestellt wurde, den Kundendienst informieren.
• Wenn die vorliegende Störung die EKG-Überwachung, die Defibrillation oder das Pacing
beeinträchtigt, den HeartStart MRx nicht mehr in Betrieb nehmen. Bei Störungen, die sich auf die
Überwachung von SpO2- NBP, invasiven Drücken, Temperatur, CO2 bzw. auf die 12-KanalFunktion beziehen, sollte das Gerät dann nicht mehr verwendet werden, wenn diese Funktionen
eine wesentliche Rolle bei der Patientenversorgung spielen.
Die Ergebnisse von Auto-Tests für kritische Gerätefunktionen werden über das Bereit-Lämpchen und
die „Übersicht Auto-Test“ mitgeteilt. Informationen über die erforderliche Reaktion auf diese
Ergebnisse stehen unter “Bereit-Lämpchen” auf Seite 218. Informationen über die erforderliche
Reaktion auf Fehler, die im Rahmen der Funktionsprüfung gemeldet wurden, stehen unter
“Testergebnisse der Funktionsprüfung” auf Seite 231.
Weitere technische Angaben und Anleitungen zur Instandsetzung stehen im HeartStart MRx Service
Manual.
WARNUNG Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten dürfen nur durch entsprechend qualifiziertes technisches
Personal durchgeführt werden.
249
20 Fehlerbehebung
Fehler
Fehler
In den folgenden Tabellen sind mögliche Fehler und (Störungs-)Meldungen sowie die entsprechenden möglichen Ursachen und Lösungen aufgeführt. Die Fehler sind anhand der entsprechenden Funktion klassifiziert.
Tabelle 62 Allgemeine Fehler
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Der HeartStart MRx lässt sich Keine Stromversorgung.
nicht einschalten.
• Einen vollständig aufgeladenen Akku einlegen.
Akustisches Signal/
Sprachanweisung ist zu leise
oder nicht hörbar.
Die Lautstärke für QRS, Sprache
bzw. Alarm ist auf Sehr leise oder
Aus eingestellt.
Über das Menü Lautstärke die Lautstärke des QRSTons, der Sprachanweisungen und/oder der Alarme
ändern.
Niedrige Akku-Kapazität
(entleert sich zu schnell).
Der Akku nähert sich evtl. dem
Ende seiner Lebensdauer.
Akku austauschen.
Akku-Statuslämpchen sind
ungenau.
Der Akku muss evtl. kalibriert
werden.
Akku kalibrieren.
Meldung Alle Einstellungen
Ein Stromausfall oder ein schwerer Alle für den aktuellen Patienten bereits definierten
Software-Fehler ist aufgetreten.
Alarme, Kurven, Lautstärken und anderen
Einstellungen müssen neu eingestellt werden.
wurden auf Werksvorgaben
zurückgesetzt.
Meldung Alle Einstellungen
wurden auf Werksvorgaben
zurückgesetzt, begleitet von
der Meldung Stromversorgung
unterbrochen oder System neu
gestartet.
Meldung Akkus schwach.
Die Konfigurationsdatei ist defekt
oder unvollständig.
• Netzkabel anschließen.
Konfigurationsdatei des Geräts neu laden.
Die verbleibende Akku-Ladung ist • Einen vollständig aufgeladenen Akku einlegen.
für eine Überwachungszeit von
• Netzkabel anschließen.
10 Minuten bzw. 6 Schocks mit
200 J evtl. nicht mehr ausreichend.
Meldung Akku A ist schwach; Der entsprechende Akku muss
Gerät schaltet um auf Akku B aufgeladen werden.
(oder umgekehrt).
Den schwachen Akku aufladen.
Gerätefehler. Meldung Service Während des Startens wurde ein
Gerät nicht mehr benutzen und den Kundendienst
informieren.
nötig.
Fehler erkannt.
Meldung Externe Stromzufuhr Gerät wurde vom Netzstrom
unterbrochen.
getrennt und wird jetzt mit Akku
betrieben.
Bei Bedarf Netzkabel anschließen.
Meldung Fehler Lüfter.
Der interne Lüfter sollte laufen,
funktioniert jedoch nicht.
Den Kundendienst informieren.
Meldung Fehler: Interner
Die interne Speicherkarte ist nach
fehlgeschlagenem Auto-Test neu
formatiert worden.
Alle bisher auf der Karte gespeicherten Daten wurden
gelöscht; die Karte kann jetzt jedoch wieder zur
Datenaufzeichnung verwendet werden.
Speicher.
Störungsmeldung wird bei
jedem Einschalten des Geräts
angezeigt.
Im internen Speicher können keine Den Kundendienst informieren.
Patientendaten gespeichert werden,
da die interne Speicherkarte nicht
erkannt wird.
Während des Hochfahrens wurde
versucht, eine Zusammenfassung
oder einen Trendbericht zu
drucken.
250
Speicherkarte war nicht verfügbar. Gerät aus- und
wieder einschalten. Nach dem Einschalten mindestens
16 Sekunden warten, bevor eine Zusammenfassung
oder ein Trendbericht ausgedruckt wird.
Fehler
20 Fehlerbehebung
Tabelle 62 Allgemeine Fehler (Fortsetzung)
Fehler
Mögliche Ursache
Meldung Ereignis-Speicher
Die Ereignisdaten für den aktuellen • Zum Erhalt der Daten die Zusammenfassung
Fall überschreiten die Speicherkakopieren oder ausdrucken. Anschließend einen
pazität des internen Speichers oder
neuen Fall starten.
das 12-Stunden-Zeitlimit wurde
• Ereignisbericht drucken. Einen neuen Fall
erreicht.
voll.
Mögliche Lösung
starten.
Störungsmeldung Fehler
Stromversorgung.
Es besteht ein Problem mit der
internen Stromversorgung.
Meldung Batterie der Uhr
austauschen.
Störungsmeldung Defibrillator
Gerätefehler.
Die Batterie der internen Uhr muss Den Kundendienst informieren.
ausgetauscht werden.
Gerät nicht mehr benutzen und den Kundendienst
informieren.
Aufgrund einer Hardware-Störung Gerät nicht mehr benutzen und den Kundendienst
kann kein Schock abgegeben
informieren.
werden.
Meldung Gerät schaltet in
1 Minute ab.
Der Akku ist sehr schwach, und das Einen aufgeladenen Akku einlegen und/oder das
Gerät ist nicht an eine externe
Gerät an eine externe Stromquelle anschließen.
Stromquelle angeschlossen.
Meldung Gerät schaltet
jetzt ab.
Der Akku ist fast leer, und das
Gerät ist nicht an eine externe
Stromquelle angeschlossen.
Einen aufgeladenen Akku einlegen und/oder das
Gerät an eine externe Stromquelle anschließen. Die
Einstellungen für den aktuellen Patienten müssen evtl.
neu eingegeben werden.
251
20 Fehlerbehebung
Fehler
Tabelle 63 Probleme im Zusammenhang mit der EKG-Überwachung
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
QRS-Ton nicht hörbar, oder
Töne ertönen nicht bei jedem
QRS-Komplex.
Die QRS-Lautstärke ist auf Aus
oder auf eine zu niedrige Stufe
konfiguriert.
Die Lautstärke des QRS-Tons konfigurieren.
Die Lautstärke über das Menü „Lautstärke“ ändern.
Die QRS-Lautstärke wurde über
das Menü “Lautstärke” auf Aus
gestellt oder zu niedrig eingestellt.
Die Amplitude des QRS-Komplexes Eine andere Ableitung wählen.
ist zu niedrig, um erkannt zu werden.
Schlechte Qualität (Störsignale,
Grundlinienwandern usw.) des
über EKG-Elektroden erfassten
EKG-Signals.
Schlechte Qualität (Störsignale,
Grundlinienwandern usw.) des
über Paddles/Pads erfassten
EKG-Signals.
Die EKG-Elektroden haben keinen EKG-Elektroden richtig anbringen. Bei Bedarf die
Haut vorbereiten und neue Elektroden anbringen.
guten Hautkontakt.
Die EKG-Elektroden sind zu alt
oder ausgetrocknet.
Das Verfallsdatum der Elektroden überprüfen. Die
Elektrodenpackung erst unmittelbar vor dem
Gebrauch öffnen.
Hochfrequenzstörungen
verursachen Artefakte.
Geräte, die als Störquelle in Frage kommen, umstellen
oder ausschalten. Kabel/Elektroden nach Möglichkeit
neu platzieren.
Das EKG-Kabel ist evtl. defekt.
Eine Funktionsprüfung mit EKG-Kabel durchführen.
Bei Fehlfunktion eine weitere Funktionsprüfung ohne
das EKG-Kabel durchführen. Wenn diesmal keine
Fehlfunktion festgestellt wird, das Kabel austauschen.
Bei Fortbestehen der Fehlfunktion das Gerät nicht
mehr benutzen und den Kundendienst informieren.
Die Paddles/Pads haben keinen
guten Hautkontakt.
Haut gut vorbereiten und Paddles/Pads richtig
anbringen. Bei Bedarf Pads austauschen.
Die Pads sind zu alt oder
ausgetrocknet.
Das Verfallsdatum der Pads überprüfen. Die PadsPackung erst unmittelbar vor dem Gebrauch öffnen.
Hochfrequenzstörungen
verursachen Artefakte.
Geräte, die als Störquelle in Frage kommen, umstellen
oder ausschalten. Pads-Kabel nach Möglichkeit neu
platzieren.
Das Paddles/Pads-Kabel ist evtl.
defekt.
Pads-Kabel einer Funktionsprüfung unterziehen. Bei
Fehlfunktion eine weitere Funktionsprüfung ohne das
Pads-Kabel durchführen. Wenn diesmal keine
Fehlfunktion festgestellt wird, das Kabel austauschen.
Bei Fortbestehen der Fehlfunktion das Gerät nicht
mehr benutzen und den Kundendienst informieren.
Störungsmeldung EKG nicht
Es ist kein EKG-Kabel angeschlossen, Darauf achten, dass das EKG-Kabel fest angeschlossen
ist. Ein EKG- oder Pads-Kabel anschließen.
und für Kurvensektor 1 ist EKGErfassung über EKG-Elektrodenkonfiguriert/gewählt.
Störungsmeldung Elektroden
abgefallen.
Eine oder mehrere Elektroden für
das konfigurierte/ausgewählte
EKG in Kurvensektor 1 sind
abgefallen oder sitzen zu locker.
Elektroden/Pads am Patienten anbringen.
Die Elektroden haben keinen
guten Hautkontakt.
EKG-Elektroden richtig anbringen. Bei Bedarf die
Haut vorbereiten und neue Elektroden anbringen.
angeschlossen.
252
Fehler
20 Fehlerbehebung
Tabelle 63 Probleme im Zusammenhang mit der EKG-Überwachung (Fortsetzung)
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Durchgehende gerade Linie –
Kurzschluss im EKG-Kabel oder in Eine Funktionsprüfung mit EKG-Kabel durchführen.
keine Kurve, keine Störungsmel- den Elektrodenkabeln.
Bei Fehlfunktion eine weitere Funktionsprüfung ohne
dung Elektroden abgefallen.
das EKG-Kabel durchführen. Wenn diesmal keine
Fehlfunktion festgestellt wird, das Kabel austauschen.
Bei Fortbestehen der Fehlfunktion Gerät nicht mehr
benutzen und den Kundendienst informieren.
Störungsmeldung Pads
abgefallen/Paddles ohne
Kontakt.
Die Pads/Paddles für Kurvensektor • Pads/Paddles richtig anbringen. Bei Bedarf Pads
1 sind abgefallen oder sitzen zu
austauschen.
locker.
Anstelle des EKGs erscheint
Es werden keine EKG-Daten
eine gestrichelte Linie (----) auf erfasst.
der Anzeige.
• Das EKG in Kurvensektor 1 über EKGElektroden erfassen.
• Pads-, Paddles- oder EKG-Kabel richtig
anschließen.
• Pads, Paddles oder EKG-Elektroden richtig
anbringen.
• Darauf achten, dass die gewünschte Ableitung
ausgewählt ist.
In einem Kurvensektor
erscheint die Meldung
(Elektrodenname) abgefallen.
Die genannte EKG-Elektrode ist
abgefallen oder hat keinen guten
Hautkontakt.
In einem Kurvensektor
erscheint die Meldung
Extremit.ableitungn?.
Zwei oder mehr Extremitätenablei- Elektroden der Extremitätenableitungen richtig
tungen sind abgefallen oder haben anbringen.
keinen guten Hautkontakt.
In einem Kurvensektor
erscheint die Meldung Pads
abgefallen.
Die Pads haben keinen guten
Hautkontakt.
EKG-Elektroden richtig anbringen. Bei Bedarf die
Haut vorbereiten und neue Elektroden anbringen.
Darauf achten, dass das Pads-Kabel angeschlossen ist
und die Pads richtig angebracht sind. Bei Bedarf die
Haut vorbereiten und neue Pads anbringen.
Störungsmeldung EKG-Analyse Der Arrhythmie-Algorithmus kann Die EKG-Signalqualität überprüfen. Bei Bedarf die
die EKG-Daten nicht zuverlässig Elektrodenplatzierung verbessern oder
analysieren.
Patientenbewegungen einschränken.
nicht möglich.
Störungsmeldung Fehler Pads- Zwischen einer Ableitung und der Pads-Kabel ersetzen und eine Funktionsprüfung
Kabelbzw. Fehler EKG-Kabel. Erdung wurde ein Kurzschluss
durchführen.
entdeckt.
Störungsmeldung Fehler: EKG- Zwischen einer Ableitung und der EKG-Kabel austauschen.
Kabel.
Erdung wurde ein Kurzschluss
erkannt.
Störungsmeldung Fehler Pads/ Ein Gerätefehler wurde erkannt.
Funktionsprüfung durchführen. Wenn der EKG-Test
für Pads/Paddles mit angeschlossenem Therapiekabel
fehlschlägt, das Therapiekabel bei Aufforderung vom
Gerät trennen, damit der EKG-Test für Pads/Paddles
ohne das Kabel durchgeführt werden kann. Wenn der
Test ohne Kabel erfolgreich verläuft, das
Therapiekabel austauschen.
Störungsmeldung EKG
Gerätefehler.
EKG-Kabel trennen und eine Funktionsprüfung
durchführen. Wenn der EKG-Test für Ableitungen
fehlschlägt, das Gerät nicht mehr benutzen und den
Kundendienst informieren. Wenn der EKG-Test für
Ableitungen erfolgreich verläuft, das EKG-Kabel
ersetzen und eine Funktionsprüfung durchführen.
Paddles-EKG.
Ein Gerätefehler wurde erkannt.
253
20 Fehlerbehebung
Fehler
Tabelle 63 Probleme im Zusammenhang mit der EKG-Überwachung (Fortsetzung)
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Taste zur Ableitungswahl
funktioniert nicht.
Die 12-Kanal-Funktion ist aktiv.
12-Kanal-Funktion abbrechen.
Das Gerät befindet sich im AEDBetrieb.
Keine.
Taste zur Ableitungswahl bietet Das Pads-Kabel ist nicht
die Auswahlmöglichkeit “Pads” angeschlossen.
nicht an.
Demand-Pacing ist aktiv.
Pads-Kabel anschließen.
Ein oder mehrere Bedienungs- Bedienungselement oder
Verbindung ist defekt.
elemente (z. B. die Taste zur
Ableitungswahl oder die Softtasten) funktionieren nicht.
Gerät nicht mehr benutzen und den Kundendienst
informieren.
Störungsmeldung Fehler:
Das Therapie-Kabel anschließen und die
Funktionsprüfung erneut durchführen.
Therapie-Kabel.
Es wird eine Funktionsprüfung
ohne angeschlossenem
Therapiekabel durchgeführt.
Pacing-Betrieb abbrechen oder Fixed-Pacing wählen.
Tabelle 64 Probleme im Zusammenhang mit der NBP-Überwachung
Fehler
Mögliche Ursache
Störungsmeldung NBPManschette hat Luft.
Der Manschettendruck lag für
• Manschette abnehmen.
mehr als 3 Minuten über 5 mmHg
• Manschettendruck verringern (Manschette vom
(0,67 kPa).
Anstelle des numerischen
NBP-Wertes erscheint -?-.
Störungsmeldung NBPManschette Überdruck.
Anstelle des numerischen
NBP-Wertes erscheint -?-.
Mögliche Lösung
Schlauch trennen).
• Manschette austauschen. Wenn das Problem
andauert, den Kundendienst informieren.
Der Manschettendruck hat die
Überdruck-Sicherheitsgrenze von
300 mmHg überschritten.
Keine Maßnahme erforderlich; die Manschette
entleert sich automatisch. Andernfalls die Manschette
abnehmen und entleeren.
Störungsmeldung NBP
Unterbrochen.
• Auf eine geeignete Manschettengröße achten.
Die Messung hat mehr Zeit in
Anspruch genommen, als für das
• Manschette richtig platzieren.
Aufblasen, die Entlüftung oder die
Anstelle des numerischen NBPgesamte Messung maximal
Wertes erscheint -?-/-?-(-?)
vorgesehen ist.
Störungsmeldung NBP Keine
Messung.
Es konnte kein Messwert erfasst
werden.
Manschettengröße und -platzierung überprüfen.
Störungsmeldung NBPKalibrierung überfällig.
Das NBP-Modul muss kalibriert
werden. Die Kalibration muss
einmal pro Jahr bzw. nach 10.000
Messungen durchgeführt werden
(der frühere Zeitpunkt gilt).
Service für das NBP-Modul anfordern. Die NBPÜberwachungsfunktionen erst wieder nach erfolgter
Kalibrierung benutzen. Wenn die NBP-Überwachung
eine wesentliche Rolle bei der Patientenversorgung
spielt, das Gerät nicht mehr benutzen.
Störungsmeldung NBP
Gerätefehler.
NBP-Hardware-Fehler.
Service für das NBP-Modul anfordern. Die NBPÜberwachungsfunktionen nicht mehr benutzen.
Wenn die NBP-Überwachung eine wesentliche Rolle
bei der Patientenversorgung spielt, das Gerät nicht
mehr benutzen.
Anstelle des numerischen NBPWertes erscheint -?-/-?-(-?-)
254
Fehler
20 Fehlerbehebung
Tabelle 64 Probleme im Zusammenhang mit der NBP-Überwachung
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Störungsmeldung NBP Service Das NBP-Modul hat das Ende
seiner Lebensdauer (definiert als
nötig.
50.000 Messungen) erreicht.
Service für das NBP-Modul anfordern. Die NBPÜberwachungsfunktionen nicht mehr benutzen.
Wenn die NBP-Überwachung eine wesentliche Rolle
bei der Patientenversorgung spielt, das Gerät nicht
mehr benutzen.
Der Messzyklus startet nicht
automatisch.
Die Konfiguration überprüfen und nach Bedarf
ändern.
NBP ist nicht für automatische
Messungen konfiguriert.
Für den aktuellen Patienten wurde
kein Messintervall eingestellt.
Über das Menü Messwerte/Alarme ein NBP-Intervall
für automatische NBP-Messungen beim aktuellen
Patienten einstellen.
Die Softtaste [NBP Start]
Die Softtaste [NBP Start] drücken.
wurde nicht gedrückt.
Die Pumpe läuft, aber die
Manschette wird nicht oder
nicht vollständig aufgeblasen.
Manschette ist beschädigt.
Manschette austauschen.
Schlechte Verbindung zwischen der Verbindungsschlauch überprüfen und bei Bedarf
austauschen.
Manschette und dem HeartStart
MRx.
NBP-Messwerte erscheinen zu Die Manschette ist für den
hoch/zu niedrig.
Patienten zu klein/zu groß.
Richtige Manschettengröße verwenden.
255
20 Fehlerbehebung
Fehler
Tabelle 65 Probleme im Zusammenhang mit der SpO2-Überwachung
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Die SpO2-Kurve wird nicht
angezeigt.
Der Aufnehmer ist nicht richtig
angeschlossen, oder das
Aufnehmerkabel ist beschädigt.
• Aufnehmerverbindung und Kabel überprüfen.
Die SpO2-Kurve ist nicht für die
Anzeige konfiguriert und es ist kein
leerer Kurvensektor vorhanden.
Über das Menü Kurven (Anzeige) einen Kurvensektor
zur Anzeige der SpO2-Kurve auswählen.
Störungsmeldung SpO2 kein
Puls.
• Einen anderen Aufnehmer verwenden.
Puls fehlt oder ist zu schwach, um • Durchblutung am Messort überprüfen.
erkannt zu werden.
• Anbringung des Aufnehmers überprüfen.
Der Aufnehmer ist abgefallen.
• Darauf achten, dass am Messort ein Puls vorhanden ist.
• Den Aufnehmer an einer anderen, besser
durchbluteten Stelle anbringen.
• Wenn die Meldung erscheint, weil an derselben
Extremität gerade eine NBP-Messung durchgeführt
wird, bitte das Ende der NBP-Messung abwarten.
• Einen anderen Aufnehmer verwenden.
Störungsmeldung SpO2-
Signal?.
Die SpO2-Messwerte sind nicht
stabil.
Anstelle des numerischen
SpO2-Wertes erscheint -?-.
• Anbringung des Aufnehmers überprüfen.
• Darauf achten, dass am Messort ein Puls vorhanden ist.
• Den Aufnehmer an einer anderen, besser
durchbluteten Stelle anbringen.
• Einen anderen Aufnehmer verwenden.
Signalstörung.
Störungsmeldung SpO2
Übermäßige Patientenbewegungen • Patientenbewegungen einschränken.
oder elektrische Interferenzen.
• Darauf achten, dass sich das Aufnehmerkabel nicht
in der Nähe von Netzkabeln befindet.
Störungsmeldung SpO2Interferenz.
Zu hohe Umgebungshelligkeit.
Zur Minimierung der Lichteinwirkung den
Aufnehmer mit undurchsichtigem Material abdecken.
Anstelle des numerischen
SpO2-Wertes erscheint -?-.
Zu starke Interferenzen.
Darauf achten, dass sich das Aufnehmerkabel nicht in
der Nähe von Netzkabeln befindet.
Aufnehmer ist beschädigt.
Darauf achten, dass das Aufnehmerkabel nicht
beschädigt ist.
angeschlossen
Störungsmeldung SpO2 nicht
Der SpO2-Aufnehmer ist nicht
angeschlossen.
Den SpO2 -Anschluss überprüfen.
SpO2 nicht angeschlossen.
SpO2 wird beendet. OK?
Der SpO2-Aufnehmer ist nicht
angeschlossen.
• Sichere Anbringung des Aufnehmers überprüfen.
Einen anderen Aufnehmer verwenden.
erscheint, wenn das Gerät
eingeschaltet wird und der
SpO2-Aufnehmer nicht
angeschlossen ist.
256
• Den Kundendienst informieren.
Nach einer Reparatur oder einem
Upgrade des SpO2-Moduls wurde
kein Software-Upgrade
durchgeführt.
Fehler
20 Fehlerbehebung
Tabelle 65 Probleme im Zusammenhang mit der SpO2-Überwachung (Fortsetzung)
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Störungsmeldung Fehler:
SpO2-Aufnehmer .
Der SpO2-Aufnehmer oder das
Kabel ist defekt.
• Einen anderen Aufnehmer verwenden.
Meldung Gerätefehler SpO2.
SpO2-Hardware-Fehler.
• Service für das SpO2-Modul anfordern. Wenn die
SpO2-Überwachung eine wesentliche Rolle bei der
Patientenversorgung spielt, das Gerät nicht mehr
benutzen.
Störungsmeldung SpO2
• Abwarten, bis die NBP-Messung beendet ist.
Eine NBP-Messung oder starke
Signalstörungen verzögern die
• Einen anderen Messort wählen.
Anzeige/Aktualisierung des SpO2• Den Aufnehmer an einer anderen Extremität als die
Messwertes um mehr als 60
Blutdruckmanschette anbringen.
Sekunden.
Anstelle des numerischen
SpO2-Wertes erscheint -?-.
Aktualisierung verspätet.
Anstelle des numerischen
SpO2-Wertes erscheint -?-.
Störungsmeldung SpO2
Perfusion schwach.
Das SpO2-Signal ist zu schwach
für einen genauen Messwert.
• Wenn das Problem andauert, Service für das SpO2Modul anfordern. Wenn die SpO2-Überwachung
eine wesentliche Rolle bei der Patientenversorgung
spielt, das Gerät nicht mehr benutzen.
• Aufnehmer richtig anbringen.
• Einen anderen Aufnehmertyp verwenden.
Anstelle des numerischen
SpO2-Wertes erscheint -?-.
257
20 Fehlerbehebung
Fehler
Tabelle 66 Probleme bei der 12-Kanal-EKG-Übertragung (Bluetooth)
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Störungsmeldung Bluetooth- Fehler.
• Der MRx ist nicht mit
einer Bluetooth-Karte
ausgestattet.
• Den Kundendienst informieren.
• Die Bluetooth-Karte ist
nicht kompatibel.
• Den Kundendienst informieren.
• Die Bluetooth-Karte ist
defekt.
• Den Kundendienst informieren.
Meldung Keine Bluetooth-Geräte
gefunden.
• Erneut nach Bluetooth-Geräten suchen.
• Der MRx hat kein
Bluetooth-Gerät erkannt.
• Das Bluetooth-Gerät ist
nicht eingeschaltet.
• Darauf achten, dass das Bluetooth-Gerät
eingeschaltet ist.
• Zur Einstellung der Autorisierung in der
• Das Bluetooth-Gerät ist
Dokumentation des Bluetooth-Gerätes
nicht für Pairing mit dem
nachschlagen.
MRx autorisiert.
• Das Bluetooth-Gerät be- • Das Bluetooth-Gerät näher an den MRx und
somit in den Übertragungsbereich bewegen.
findet sich außerhalb des
Informationen zu den Übertragungsbereichen
Übertragungsbereichs.
stehen im 12-Lead Transmission Implementation
Guide.
• Die Bluetooth-Karte ist
defekt.
• Den Kundendienst informieren.
Meldung Keine Bluetooth-Profile
konfiguriert
• Es sind keine Profile für
das Bluetooth-Gerät
konfiguriert.
• Ein Profil für das Bluetooth-Gerät erstellen.
Weitere Informationen stehen im 12-Lead
Transmission Implementation Guide.
Meldung Übertragungseinstellungen
nicht konfiguriert
• Die Hub-Informations- • Die Hub-Konfigurationseinstellungen am MRx
einstellungen sind falsch.
nach Bedarf ändern.
Meldung Übertragung fehlgeschlagen Verbindung unterbrochen.
• Das Bluetooth-Gerät
befindet sich nicht im
Übertragungsbereich.
• Das Bluetooth-Gerät näher an den MRx und
somit in den Übertragungsbereich bewegen.
Informationen zu den Übertragungsbereichen
stehen im 12-Lead Transmission Implementation
Guide.
Meldung Bluetooth-Pairing
fehlgeschlagen
• In das Bluetooth-Gerät
wurde ein falscher Code
eingegeben.
• Code überprüfen. Das Gerät aus der MRx-Liste
„Gerät hinzufügen“ auswählen und das Pairing
erneut durchführen.
• Das Pairing hat zu lange • Pairing erneut durchführen.
gedauert.
• Die Bluetooth-Karte ist
defekt.
Meldung Keine Bluetooth-Geräte
konfiguriert
258
• Den Kundendienst informieren.
• Für das Bluetooth-Gerät • Pairing des Bluetooth-Geräts mit dem MRx
durchführen.
ist kein Pairing mit dem
MRx durchgeführt
worden.
Fehler
20 Fehlerbehebung
Tabelle 66 Probleme bei der 12-Kanal-EKG-Übertragung (Bluetooth) (Fortsetzung)
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Meldung Keine Übertragungsgeräte
gefunden.
• Das Bluetooth-Gerät ist
nicht eingeschaltet.
• Darauf achten, dass das Bluetooth-Gerät
eingeschaltet ist.
• Das Bluetooth-Gerät be- • Das Bluetooth-Gerät näher an den MRx und
somit in den Übertragungsbereich bewegen.
findet sich außerhalb des
Weitere Informationen stehen im 12-Lead
Übertragungsbereichs.
Transmission Implementation Guide.
• Die Pairing-Information • Pairing des Bluetooth-Geräts mit dem MRx
durchführen.
für das Bluetooth-Gerät
ist verloren gegangen.
• Die Bluetooth-Karte ist
defekt.
Übertragung fehlgeschlagen. Kein
Wählton .
• Bluetooth-Karte austauschen.
• Mobiltelefondienst nicht • Auf eine ausreichende Signalstärke des
Mobiltelefons achten.
verfügbar.
• Keine sichere Bluetooth- • Auf eine sichere Verbindung zwischen dem
Bluetooth-Modem und der Telefonleitung
Modem-Verbindung.
achten.
• Die genutzte Verbindung • Den Konfigurationsparameter „Auf Wählton
warten“ auf Nein setzen. Weitere Informatioliefert keine Wähltöne.
nen stehen im 12-Lead Transmission Implementation Guide.
Übertragung fehlgeschlagen. Fehler beim • Falsches Bluetooth-Profil • Darauf achten, dass das richtige Profil für dieses
Bluetooth-Gerät gewählt wurde.
gewählt.
Konfigurieren des Übertragungsgeräts.
• Den Mobiltelefondienstleister kontaktieren
• Falscher Konfigurationsund den richtigen Konfigurationsstring
string in den Einstellungen
erfragen.
für das Bluetooth-Profil.
Übertragung fehlgeschlagen. Verbindung • Das Netzwerk ist
zusammengebrochen.
unterbrochen
• Das Bluetooth-Gerät
befindet sich nicht im
Übertragungsbereich.
Übertragung fehlgeschlagen. Server nicht • Kein Server oder Verbindung unterbrochen.
erreichbar.
Übertragung fehlgeschlagen. Server
unbekannt.
• Auf eine ausreichende Signalstärke des
Mobiltelefons achten.
• Das Bluetooth-Gerät näher an den MRx und
somit in den Übertragungsbereich bewegen.
Weitere Informationen stehen im 12-Lead
Transmission Implementation Guide.
• 12-Kanal-EKG-Bericht erneut senden.
• DNS ist nicht mehr
• Zur Überprüfung der richtigen Einstellungen
gültig oder es ist ein
für das Bluetooth-Profil und den Hub den
DNS-Fehler aufgetreten.
zuständigen Internet-Service-Provider
kontaktieren.
259
20 Fehlerbehebung
Fehler
Tabelle 66 Probleme bei der 12-Kanal-EKG-Übertragung (Bluetooth) (Fortsetzung)
Fehler
Mögliche Ursache
Übertragung fehlgeschlagen.
Einstellungen falsch konfiguriert
(Meldung).
• Problem mit Server-URL, • Zur Überprüfung der richtigen Einstellungen für
Proxy-Benutzername,
das Bluetooth-Profil und den Hub den zuständigen
Proxy-Kennwort
Internet-Service-Provider kontaktieren.
Übertragung fehlgeschlagen. Keine
Verbindung .
• Falsches Bluetooth-Profil • Darauf achten, dass das richtige Profil für dieses
Bluetooth-Gerät gewählt wurde.
gewählt.
• Der Wählstring in den
Einstellungen „Profil
Telefon“ ist falsch.
Mögliche Lösung
• Den Mobiltelefondienstleister kontaktieren
und den korrekten Wählstring erfragen.
• Der Datenübertragungs- • Den Mobiltelefondienstleister kontaktieren,
um festzustellen, ob im Mobiltelefonvertrag
dienst ist für das Telefon
auch die Übertragung von Daten enthalten ist.
nicht verfügbar.
• Falsche Nummer.
Ungültiges Kennwort.
• Nummer überprüfen und erneut senden.
• Falsches Bluetooth-Profil • Darauf achten, dass das richtige Profil für dieses
Bluetooth-Gerät gewählt wurde.
gewählt.
• Falscher PPPBenutzername oder
falsches PPP-Kennwort
in den Einstellungen
„Profil Telefon“.
• Die Einstellungen für das Bluetooth-Profil
nach Bedarf ändern.
• Falscher Server-Benutzer- • Die Hub-Einstellungen nach Bedarf ändern.
name oder falsches
Server-Kennwort.
Übertragung fehlgeschlagen.
• Das Netzwerk ist
zusammengebrochen.
• Den Internet-Service-Provider kontaktieren
und überprüfen, ob der Internetdienst
eventuell nicht verfügbar ist.
• Zeitlimit für die Server• 12-Kanal-EKG-Bericht erneut senden.
Verbindung überschritten.
260
• TCP/IP-Fehler
• 12-Kanal-EKG-Bericht erneut senden. Sollte dies
weiterhin fehlschlagen, die Konfigurationseinstellungen des MRx überprüfen.
• Die Daten wurden
vom Web-Server
zurückgewiesen.
• Den MRx und die 12-Lead Transfer Station
überprüfen und darauf achten, dass die
korrekten Produktversionen installiert sind.
Fehler
20 Fehlerbehebung
Tabelle 67 Probleme bei der 12-Kanal-EKG-Übertragung (RS 232)
Als erste Maßnahme zur Problembehebung stets das serielle Kabel vom Mobiltelefon trennen und erneut anschließen
und den 12-Kanal-EKG-Bericht erneut senden.
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Meldung Übertragungseinstel- Die Hub-Information wurde bei
Die Hub-Konfigurationseinstellungen nach Bedarf
der Konfiguration nicht oder nicht ändern.
lungen nicht konfiguriert.
korrekt eingegeben.
Meldung Keine
Das Mobiltelefon ist nicht für die
Übertragungsgeräte gefunden. 12-Kanal-EKG-Übertragung
geeignet.
Ein geeignetes Mobiltelefonmodell verwenden. Die
Anforderungen stehen im 12-Lead Transmission
Implementation Guide.
Die RS 232-Schnittstelle des
Mobiltelefons wurde nicht
konfiguriert.
Die Konfigurationseinstellungen des Mobiltelefons
überprüfen.
Das Mobiltelefon ist nicht
sachgerecht angeschlossen.
Darauf achten, dass das Mobiltelefon eingeschaltet ist
und dass eine sichere Verbindung besteht.
Das serielle Kabel trennen und erneut anschließen.
Meldung Kein Wählton
Das serielle Kabel ist defekt oder
nicht kompatibel.
Den Mobiltelefondienstleister kontaktieren und ein
serielles Kabel besorgen, das an den 9-poligen DAnschluss des Telefons passt.
Kein Wählton vorhanden.
Auf sichere Anschlüsse achten.
Mobiltelefondienst nicht verfügbar. Auf eine ausreichende Signalstärke des Mobiltelefons
achten.
Meldung Übertragung
fehlgeschlagen, begleitende
Meldung Fehler beim
Die Konfigurationseinstellungen
des Telefons sind ungültig/falsch.
Die Einstellungen für „Profil Serielles Fon“ nach
Bedarf ändern. Weiter Informationen stehen im 12Lead Transmission Implementation Guide.
Falsche Nummer.
Nummer überprüfen und erneut senden.
Meldung Ungültiges
Kennwort.
Falscher Benutzername oder
falsches Kennwort für den Internet
Service Provider (ISP) oder den
Hub.
Die Einstellungen für „Profil Serielles Fon“ oder die
Hub-Konfiguration nach Bedarf ändern. Weitere
Informationen stehen im 12-Lead Transmission
Implementation Guide.
Meldung Übertragung
fehlgeschlagen, begleitende
Meldung Keine Verbindung.
Es kann keine Verbindung zum
Die Einstellungen für „Profil Serielles Fon“ nach
Internet Service Provider hergestellt Bedarf ändern. Weitere Informationen stehen im 12werden.
Lead Transmission Implementation Guide.
Meldung Übertragung
fehlgeschlagen, begleitende
Meldung Server nicht
erreichbar .
Der Netzwerk-Server ist nicht
verfügbar.
Konfigurieren des
Übertragungsgeräts
Den Netzwerkadministrator kontaktieren.
261
20 Fehlerbehebung
Fehler
Tabelle 67 Probleme bei der 12-Kanal-EKG-Übertragung (RS 232) (Fortsetzung)
Als erste Maßnahme zur Problembehebung stets das serielle Kabel vom Mobiltelefon trennen und erneut anschließen
und den 12-Kanal-EKG-Bericht erneut senden.
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Meldung Übertragung
fehlgeschlagen, begleitende
Meldung Server unbekannt.
Servername oder -adresse wird
nicht erkannt.
Die Server-Konfigurationsinstellungen nach Bedarf
ändern. Weitere Informationen stehen im 12-Lead
Transmission Implementation Guide.
Meldung Übertragung
fehlgeschlagen, begleitende
Meldung Verbindung
unterbrochen.
Die Verbindung zum
Netzwerkserver wurde beendet.
Den Empfänger erneut wählen und die Verbindung
wiederherstellen.
Falsche URL- oder ProxyMeldung Übertragung
Konfigurationseinstellungen.
fehlgeschlagen, begleitende
Meldung Einstellungen falsch
konfiguriert.
Meldung Übertragung
fehlgeschlagen.
Die Einstellungen für “Profil Serielles Fon“, HubKonfiguration der Empfänger-Konfigurationnach
Bedarf ändern. Weitere Informationen stehen im
12-Lead Transmission Implementation Guide.
Der 12-Kanal-EKG-Bericht wurde Den Empfänger erneut wählen und die Verbindung
nicht richtig übertragen.
wiederherstellen.
Die Mobiltelefonverbindung zum HeartStart MRx
überprüfen.
Das Netzwerk ist
zusammengebrochen.
Den Internet-Service-Provider kontaktieren und
überprüfen, ob der Internetdienst evtl. nicht verfügbar
ist.
Tabelle 68 Probleme im Zusammenhang mit der CO2-Überwachung
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Die CO2-Kurve wird nicht
angezeigt.
Der FilterLine-Schlauch ist nicht
richtig angeschlossen.
• Die Verbindungen des FilterLine-Schlauchs
überprüfen.
• Schlauch auf Knoten, Knicke und
zusammengedrückte Stellen untersuchen.
Störungsmeldung CO2 nicht
angeschlossen
Die CO2-Kurve ist nicht für die
Anzeige konfiguriert, und es ist kein
leerer Kurvensektor vorhanden.
Über das Menü Kurven (Anzeige) einen Kurvensektor
zur Anzeige der CO2-Kurve auswählen.
Der FilterLine-Schlauch ist nicht
mehr angeschlossen.
• Den FilterLine-Schlauch und die Verbindung
überprüfen.
• Schlauch auf Knoten, Knicke und
zusammengedrückte Stellen untersuchen.
Störungsmeldung CO2
Freisaugen.
Im FilterLine-Schlauch oder Luftwe- Der HeartStart MRx versucht automatisch, die
gadapter wurde eine Okklusion er- Okklusion zu beseitigen.
kannt. Wenn das Freisaugen nicht
erfolgreich ist, tritt die Situation
“CO2 Okklusion” ein.
Störungsmeldung CO2
Okklusion.
Das Freisaugen des FilterLineSchlauchs und des Gasweiterleitungsschlauchs hatten keinen Erfolg.
Aufgrund der Okklusion kann keine
Gasprobe entnommen werden.
262
Darauf achten, dass der FilterLine-Schlauch und der
Gasweiterleitungsschlauch (sofern angeschlossen)
nicht abgeknickt oder blockiert sind. Dann den
FilterLine-Schlauch abnehmen und erneut
anschließen. Bei Bedarf den FilterLine-Schlauch und/
oder den Gasweiterleitungsschlauch austauschen.
Fehler
20 Fehlerbehebung
Tabelle 68 Probleme im Zusammenhang mit der CO2-Überwachung (Fortsetzung)
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Störungsmeldung CO2
Messbereich?.
Der CO2-Wert überschreitet den
Messbereich.
Wenn der Verdacht auf einen falsch hohen Wert
besteht, die CO2-Überwachungsfunktionen nicht
mehr benutzen und Service für das CO2-Modul
anfordern. Wenn die CO2-Überwachung eine
wesentliche Rolle bei der Patientenversorgung spielt,
das Gerät nicht mehr benutzen.
Störungsmeldung CO2 Autom. Der automatische Nullabgleich
Keine Maßnahme erforderlich. Das Modul arbeitet
Nullung.
läuft. Dauer: 10 bis 30 Sekunden. selbsttätig.
Während dieses Zeitraums sind die
CO2-Werte ungültig.
Störungsmeldung CO2Kalibrierung überfällig.
Das CO2-Modul sollte mindestens Die CO2-Überwachungsfunktionen nicht mehr
einmal pro Jahr bzw. nach 4.000
benutzen und Service zur Kalibrierung des CO2Betriebsstunden kalibriert werden. Moduls anfordern. Wenn die CO2-Überwachung eine
wesentliche Rolle bei der Patientenversorgung spielt,
das Gerät nicht mehr benutzen.
Störungsmeldung CO2
Weiterleit.-Schlauch?.
Darauf achten, dass der Gasweiterleitungsschlauch
Bei Einschalten von CO2 ist der
nicht abgeknickt oder blockiert ist. Bei Bedarf den
Gasweiterleitungsschlauch so stark
Schlauch austauschen.
blockiert, dass keine Gasprobe zur
Messung entnommen werden kann.
Störungsmeldung
CO2 Hardware-Fehler.
CO2Gerätefehler
Störungsmeldung CO2 Service Das CO2-Modul hat das Ende
notwendig.
seiner Lebensdauer (definiert als
15.000 Betriebsstunden) erreicht.
Die CO2-Überwachungsfunktionen nicht mehr
benutzen und Service für das CO2-Modul anfordern.
Wenn die CO2-Überwachung eine wesentliche Rolle
bei der Patientenversorgung spielt, das Gerät nicht
mehr benutzen.
Die CO2-Überwachungsfunktionen nicht mehr
benutzen und Service für das CO2-Modul anfordern.
Wenn die CO2-Überwachung eine wesentliche Rolle
bei der Patientenversorgung spielt, das Gerät nicht
mehr benutzen.
Tabelle 69 Probleme im Zusammenhang mit Defibrillation und Pacing
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Meldung Analyse
abgebrochen oder
Zu starke Patientenbewegungen.
Patientenbewegungen einschränken. Wenn der Patient
gerade transportiert wird, den Transport evtl. anhalten.
EKG-Analyse nicht möglich im EKG-Analyse wird durch
Mögliche Störquellen entfernen.
AED-Betrieb.
Hochfrequenz- oder elektrische
Geräte gestört.
Störungsmeldung Fehler:
Während einer Funktionsprüfung
erfolgte beim Drücken der
Ladetaste keine Reaktion.
Meldung Defib wurde
entladen.
Die Schocktaste wurde innerhalb Keine Maßnahme erforderlich. Bei Bedarf das Gerät
der konfigurierten „Zeit bis Auto- laden und die Schocktaste drücken.
Entladung“ nicht gedrückt.
Ladetaste
Störungsmeldung Maximale
Energie 50 J.
Gerät nicht mehr benutzen und den Kundendienst
informieren.
Das Therapie-Kabel ist nicht
angeschlossen. Die Pads/Paddles
haben keinen guten Kontakt.
Darauf achten, dass das Therapie-Kabel angeschlossen
ist und die Pads/Paddles guten Hautkontakt haben.
Es wurde versucht, mit internen
Schocklöffeln eine Energie über
50 J zu verabreichen.
Für die interne Defibrillation stehen nur Energiestufen
bis 50 J zur Verfügung. Eine niedrigere Energie wählen.
263
20 Fehlerbehebung
Fehler
Tabelle 69 Probleme im Zusammenhang mit Defibrillation und Pacing (Fortsetzung)
Fehler
Mögliche Ursache
Meldung Kein Schock
abgegeben. Pads jetzt
ersetzen.
Meldung Kein Schock
abgegeben. Pads fest
aufdrücken.
Meldung Kein Schock
abgegeben, hohe Impedanz
oder Kein Schock abgegeben,
niedrige Impedanz.
Störungsmeldung Pacer
Gerätefehler.
Die Pads sind defekt oder haben
Pads richtig anbringen. Wenn das Problem andauert,
schlechten Hautkontakt. (Niedrige die Pads austauschen.
Impedanz.)
Meldung Erst die Ladetaste
Mögliche Lösung
Pads haben schlechten Hautkontakt. Pads richtig anbringen. Die Pads fest auf den
(Hohe Impedanz.)
Brustkorb drücken.
Die Paddles haben schlechten
Hautkontakt.
Paddles-Fehler.
Darauf achten, dass die Paddles guten Hautkontakt
haben. Wenn das Problem andauert, die Paddles
austauschen.
Pacing-Hardware-Fehler.
Den Kundendienst informieren. Wenn die PacingFunktion eine wesentliche Rolle bei der
Patientenversorgung spielt, das Gerät nicht mehr
benutzen.
Das Gerät hat sich nicht auf die
Darauf achten, dass die gewünschte Energiestufe
drücken, dann die Schocktaste gewählte Energie aufgeladen.
gewählt ist. Dann die Ladetaste drücken.
drücken.
Zur Schockabgabe auf die Schocktaste(n) an den
Meldung Schocktasten am
Die Schocktaste am Gerät ist
Griff der Paddles drücken.
deaktiviert, da externe Paddles bzw. Paddles/Schocklöffeln drücken.
schaltbare interne Schocklöffel
angeschlossen sind.
Meldung R-Zacke nicht
erkannt.
Während der Kardioversion wurde Eine Ableitung mit besser erkennbarem QRSdie R-Zacke nicht erkannt.
Komplex auswählen.
Pacing abgebrochen. [EKGElektroden ab]
Das Pacing wurde abgebrochen, weil
die EKG-Quelle in Kurvensektor
1 ausgefallen ist (z. B. wegen einer
abgefallenen EKG-Elektrode oder
eines nicht richtig angeschlossenen
EKG-Kabels).
Darauf achten, dass die EKG-Elektroden richtig am
Körper angebracht sind. Kabelanschlüsse überprüfen.
Zum Fortsetzen des Pacings die Softtaste [Pacing
Fortsetzen] drücken.
Pacing abgebrochen. Pads
abgefallen.oder Pacing
abgebrochen. Pads-Kabel ab.
Das Pacing wurde abgebrochen,
weil der Hautkontakt der Pads
schlecht ist oder weil das PadsKabel nicht angeschlossen ist.
Darauf achten, dass die Pads richtig am Körper
angebracht sind. Kabelanschlüsse überprüfen. Zum
Fortsetzen des Pacings die Softtaste [Pacing
Fortsetzen] drücken.
Störungsmeldung Fehler:
Während einer Funktionsprüfung
erfolgte beim Drücken der
Schocktaste keine Reaktion.
Gerät nicht mehr benutzen und den Kundendienst
informieren.
Störungsmeldung Fehler:
Während einer Funktionsprüfung
schlug der Test des
Therapiewahlschalters fehl.
Gerät nicht mehr benutzen und den Kundendienst
informieren.
Aufladung auf die gewählte
Energie dauert zu lange.
Das Gerät wird ausschließlich über Einen vollständig aufgeladenen Akku einlegen.
Netzstrom (ohne Akku) betrieben,
oder der Akku ist schwach.
Meldung Kein Schock
abgegeben, obwohl eine
physiologische Reaktion am
Patienten zu beobachten ist.
Schlechter Hautkontakt; Pads sind • Darauf achten, dass die Pads richtig angebracht
sind.
nicht richtig angebracht. Es kann
zu leichten Patientenbewegungen • Bei Bedarf Pads auswechseln.
kommen, da der Defibrillator
eventuell geringe Energiemengen
abgibt. Der Schockzähler bleibt
auf Null.
Schocktaste
Therapie-Wählschalt.
264
Fehler
20 Fehlerbehebung
Tabelle 70 Druckerprobleme
Fehler
Mögliche Ursache
Papierrolle dreht sich nicht.
Papier ist falsch eingelegt oder nass Papier richtig einlegen bzw. den Papierstau beseitigen.
oder gestaut.
Wenn das Papier nass ist, eine trockene Rolle einlegen.
Papierrolle dreht sich zunächst • Druckerabdeckung ist nicht
und bleibt dann stehen.
richtig geschlossen.
Papierrolle dreht sich, der
Ausdruck ist jedoch zu hell
oder leer.
Mögliche Lösung
• Darauf achten, dass die Abdeckung richtig
geschlossen ist.
• Papier ist falsch eingelegt oder
gestaut.
• Papier richtig einlegen bzw. den Papierstau
beseitigen.
• Papierrolle falsch eingelegt.
• Darauf achten, dass das Papier richtig eingelegt ist.
• Falsche Papierart.
• Nur die empfohlene Papierart verwenden.
• Die Temperatur des Druckkopfes • Den Drucker abkühlen lassen, dann den
Druckvorgang erneut starten.
nähert sich der empfohlenen
maximalen Betriebstemperatur.
Papierrolle dreht sich, aber die Druckkopf ist verschmutzt.
Qualität des Ausdrucks ist
schlecht oder unvollständig.
Druckkopf reinigen.
Lautes Summen oder
Knirschen.
Druckerabdeckung ist nicht richtig Darauf achten, dass die Abdeckung richtig geschlossen ist.
geschlossen.
Über das Papier läuft eine
weiße Linie.
Druckkopf ist verschmutzt.
Meldung Drucker nicht
kompatibel.
Der installierte Drucker unterstützt • 75-mm-Drucker installieren.
nicht die benötigten Schriftarten.
Für asiatische Schriftarten wird ein
75-mm-Drucker benötigt.
Meldung Drucker prüfen.
Kein Druckerpapier eingelegt, oder • Neues Druckerpapier einlegen.
die Druckerabdeckung ist offen.
Druckkopf reinigen.
• Darauf achten, dass die Abdeckung geschlossen ist.
Meldung Fehler Drucker.
Drucker ist defekt, oder die
Den HeartStart MRx für 15 Sekunden ausschalten, dann
Kommunikation mit dem Drucker wieder einschalten. Wenn das Problem andauert, den
funktioniert nicht.
Kundendienst informieren. Wenn das Drucken eine
wesentliche Rolle bei der Patientenversorgung spielt, das
Gerät nicht mehr benutzen.
Meldung Drucker-Temperatur Die Temperatur des Druckkopfes
hoch.
überschreitet die empfohlene
Betriebstemperatur.
Den Drucker abkühlen lassen, dann den
Druckvorgang erneut starten.
Tabelle 71 Probleme im Zusammenhang mit der Speicherkarte
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Meldung Inkompatible
Speicherkarte.
Die Speicherkarte ist nicht
kompatibel mit dem HeartStart
MRx.
Nur kompatible Speicherkarten verwenden. Eine Liste
der kompatiblen Speicherkarten befindet sich im
Kapitel „Wartung“.
Meldung Speicherkarte voll.
Die Speicherkarte ist voll.
Neue Speicherkarte einsetzen oder Daten von der
Speicherkarte löschen.
Meldung Keine Speicherkarte. Es wurde keine Speicherkarte in das Speicherkarte einlegen. Nach Einlegen der
Gerät eingelegt.
Speicherkarte 5 Sekunden warten; erst dann auf die
Zu wenig Zeit für die Erkennung
der Speicherkarte.
Speicherkarte zugreifen.
265
20 Fehlerbehebung
Fehler
Tabelle 72 Probleme im Zusammenhang mit der invasiven Drucküberwachung
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Invasive Druckkurve wird
nicht angezeigt
Der Aufnehmer ist nicht richtig
angeschlossen, oder das
Aufnehmerkabel ist beschädigt.
• Aufnehmerverbindung und Kabel überprüfen.
Die Druckkurve ist nicht für die
Anzeige konfiguriert, und es ist
kein leerer Kurvensektor
vorhanden.
• Einen anderen Aufnehmer verwenden.
Über das Menü Kurven (Anzeige) einen Kurvensektor
zur Anzeige der Druckkurve auswählen.
Störungsmeldung CPP
Quellen prüfen
Der zur Ableitung des CPP
verwendete ICP- und/oder
Arteriendruck ist ungültig.
Störungsmeldung Name
invasiver Druck Artefakt
Das Gerät hat eine Druckänderung Wenn es sich um ein nicht-physiologisches Ereignis
erkannt. Ein dadurch ausgelöster
handelt, Kabel und Schlauch prüfen. Erneut auf
Alarm (es wurde wahrscheinlich
Null abgleichen und wiederholen.
eine obere Alarmgrenze erreicht),
wird unterdrückt.
Störungsmeldung Name
invasiver Druck Gerätefehler
In der Hardware für die invasive
Druckmessung ist ein Fehler
aufgetreten.
Diese Situation kann nur dann
Störungsmeldung Name
invasiver Druck Signalstörung eintreten, wenn der Puls von einer
Druckkurve abgleitet wird. Die
Pulsfrequenz ist höher als 350/min.
Kann durch ein Bewegungsartefakt
oder elektrische Störaussendungen
verursacht werden.
Darauf achten, dass die ICP- und Arteriendruckkabel
am Gerät angeschlossen und auf Null abgeglichen
sind.
Kundendienst informieren.
Bewegungen vermeiden.
Mögliche elektrische Störaussendungen minimieren.
Störungsmeldung Name
invasiver Druck kein Puls
Katheter und Verbindungen zum Patienten prüfen.
Diese Situation kann nur dann
eintreten, wenn der Puls von einer
Druckkurve abgleitet wird. Die
Pulsfrequenz liegt unter 25/min,
oder die Amplitude der Druckkurve
liegt unter 3 mmHg.
Störungsmeldung Name
invasiver Druck Bereich?
Die Druckkurve liegt außerhalb des Darauf achten, dass die Messung ordnungsgemäß vorbeMessbereichs.
reitet wurde, der Aufnehmer auf Null abgeglichen wurde
und sich der Aufnehmer auf Herzhöhe befindet. Wenn
die Meldung weiterhin erscheint, den Aufnehmer austauschen. Darauf achten, dass es sich bei dem Aufnehmer
um einen unterstützten Zubehörartikel handelt.
Störungsmeldung Name
invasiver Druck nicht
angeschlossen
Der Druckaufnehmer ist nicht
Den Aufnehmer aus- und wieder einstecken. Wenn
mehr am Gerät angeschlossen oder der Fehler weiterhin besteht, den Aufnehmer
ist defekt.
austauschen.
Störungsmeldung Name
invasiver Druck Nullen + Kal
Tritt auf, wenn ein neuer Aufnehmer Den Aufnehmer auf Null abgleichen.
am Monitor angeschlossen wird.
Bei Bedarf den Kalibrierungsfaktor prüfen.
Skala prüfen mit Druckkurve Die Kurve ist im angezeigten
Skalierung ändern.
Kurvenbereich abgeschnitten.
Meldung Nullabgleich nicht
Die Ursache erscheint zusammen
mit der Meldung.
Abhängig von der Ursache.
Meldung Kalibrierung nicht
Die Ursache erscheint zusammen
mit der Meldung.
Abhängig von der Ursache.
möglich
möglich
Name Invasiver Druck = einer der Namen, der für einen invasiven Druckkanal verwendet werden kann.
266
Fehler
20 Fehlerbehebung
Tabelle 73 Probleme im Zusammenhang mit der Temperatur-Überwachung
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Störungsmeldung Temperatur- In der Temperatur-Hardware ist ein Kundendienst informieren.
Fehler aufgetreten.
Name Gerätefehler
Störungsmeldung Temperatur- Die Temperatur liegt außerhalb des Darauf achten, es sich beim Temperaturaufnehmer
Messbereichs des Gerätes (<0oC
Name Bereich?
um einen unterstützten Zubehörartikel handelt.
bzw. > 45oC).
Messort wechseln.
Störungsmeldung Temperatur- Der Temperaturaufnehmer ist nicht Den Aufnehmer aus- und wieder einstecken. Wenn
mehr am Gerät angeschlossen oder der Fehler weiterhin besteht, den Aufnehmer
Name ausgesteckt
ist defekt.
austauschen.
Temperatur-Name = Einer der Namen, der einer Temperaturmessung zugeordnet werden kann.
Tabelle 74 Probleme im Zusammenhang mit der Pulsüberwachung
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Störungsmeldung Puls-Quelle Die derzeit ausgewählte Pulsquelle Auf die zweite Pulsquelle umschalten.
ist nicht verfügbar, aber eine andere
prüfen
Pulsquelle ist eingeschaltet.
Weitere Hinweise zur Problembehebung stehen in der Tabelle „Probleme im Zusammenhang mit der SpO2Überwachung 65 und in der Tabelle „Probleme im Zusammenhang mit der invasiven Drucküberwachung“ 72.
267
20 Fehlerbehebung
Fehler
Tabelle 75 Q-CPR- Probleme
Fehler
Mögliche Ursache
Mögliche Lösung
Störungsmeldung Fehler HLW- Der Einschalt-Selbsttest des HLW- HLW-Aufnehmer und Kabelverbindungen
Aufnehmers ist fehlgeschlagen.
überprüfen. Bei Bedarf den HLW-Aufnehmer
Aufnehmer
austauschen.
Störungsmeldung Kein HLW-
1. Der HLW-Aufnehmer ist
nicht angeschlossen.
1. HLW-Aufnehmer und Kabelverbindungen
überprüfen.
2. Das Gerät kann nicht mit
dem HLW-Aufnehmer
kommunizieren.
2. HLW-Aufnehmer austauschen.
Störungsmeldung HLW-Aufn.
Der HLW-Aufnehmer ist mit der
falschen Seite am Körper
angebracht. Er ist auf der falschen
Seite beklebt.
Den HLW-Aufnehmer richtig herum am Körper
anbringen. Siehe “Anbringen des HLW-Aufnehmers
am Patienten” auf Seite 169.
Störungsmeldung Schlechter
Die Thoraximpedanz übersteigt
140 Ohm, daher kann das Signal
nicht zur Beatmungserkennung
verwendet werden.
Darauf achten, dass das Pads/HLW-Kabel
angeschlossen ist und die Pads richtig (in der AnteriorAnterior-Position) angebracht wurden. Bei Bedarf die
Haut vorbereiten und neue Pads anbringen.
Störungsmeldung Pads
Die Pads haben keinen guten
Hautkontakt.
Darauf achten, dass das Pads/HLW-Kabel
angeschlossen ist und die Pads richtig (in der AnteriorAnterior-Position) angebracht wurden. Bei Bedarf die
Haut vorbereiten und neue Pads anbringen.
Störungsmeldung Keine
Eine Änderung des
Impedanzsignals von > 3 weist auf
spontane Atmung hin.
Prüfen, ob der Patient wieder spontan atmet. Wenn
dies der Fall ist, die Herz-Lungen-Wiederbelebung
beenden.
Aufnehmer
falsch beklebt
Pads-Kontakt
abgefallen
Analyse der Beatmung
Stark verrauschtes Impedanzsignal.
Darauf achten, dass das Pads/HLW-Kabel
angeschlossen ist und die Pads richtig angebracht
wurden. Bei Bedarf die Haut vorbereiten und neue
Pads anbringen.
268
Signaltöne und Alarmtöne
20 Fehlerbehebung
Signaltöne und Alarmtöne
Die folgende Tabelle informiert über die verfügbaren Signal- und Alarmtöne, den Zeitpunkt ihres
Auftretens und ihre Bedeutung.
HIN W E I S
Die Lautstärke derAlarmtöne überschreitet 60 dB. Die Druckbereiche der Alarmsignale sind im
HeartStart MRx Service Manual aufgeführt.
Tabelle 76 Signal- und Alarmtöne
Ton
Definition
Einzelner Piepton.
Meldungston. Ertönt, wenn eine neue Meldung auf der Anzeige erscheint.
Informiert z. B. über das Umschalten auf einen anderen Akku.
Tiefer Dauerton.
„Ladevorgang-läuft“-Ton. Wird durch das Drücken der Ladetaste ausgelöst
und ertönt bis zur vollständigen Aufladung des Geräts.
Höherer Dauerton.
„Ladevorgang-beendet”-Ton. Wird bei Erreichen der gewählten
Defibrillationsenergie ausgelöst und ertönt bis zum Drücken der
Schocktaste oder der Softtaste [Entladen] bzw. bis zur internen
Entladung des Geräts nach Verstreichen der konfigurierten „Zeit bis
Auto-Entladung.
Regelmäßig wiederholter Piepton.
Schwacher Akku oder Fehler des Bereit-Lämpchens. Wird regelmäßig
wiederholt, solange das Problem besteht.
Dauerton mit wechselnder Tonhöhe.
Gerät schaltet sich in 1 Minute ab.
Roter Alarmton (Philips):
Einmal pro Sekunde wiederholter Ton.
Wird ausgelöst, wenn mindestens ein roter Alarm eingetreten ist.
Hinweis auf einen roten Alarm bei HF/
Arrhythmie, Apnoe, Desat und abgefallenem
Druckaufnehmer.
Fünfmal wiederholter hoher Ton, gefolgt von Roter Alarmton (IEC-Norm):
Wird ausgelöst, wenn mindestens ein roter Alarm eingetreten ist.
einer Pause.
Hinweis auf einen roten Alarm bei HF/
Arrhythmie, Apnoe, Desat und abgefallenem
Druckaufnehmer.
Alle zwei Sekunden wiederholter Ton; tiefer
als der rote Alarmton.
Hinweis auf einen gelben Alarm bei HF/
Arrhythmie, SpO2, NBP, invasivem Druck,
Temperatur, Puls und EtCO2.
Gelber Alarmton (Philips):
Wird ausgelöst, wenn mindestens ein gelber Alarm eingetreten ist.
269
20 Fehlerbehebung
Signaltöne und Alarmtöne
Ton
Definition
Dreimal wiederholter, etwas tieferer Ton,
gefolgt von einer Pause.
Hinweis auf einen gelben Alarm bei HF/
Arrhythmie, SpO2, NBP, invasivem Druck,
Temperatur, Puls und EtCO2.
Gelber Alarmton (IEC-Norm):
Wird ausgelöst, wenn mindestens ein gelber Alarm eingetreten ist.
Alle zwei Sekunden wiederholter Ton; tiefer
als der gelbe Alarmton.
Hinweis auf eine Störung.
Störungston (Philips):
Wird ausgelöst, wenn mindestens eine Störung eingetreten ist.
Zweimal wiederholter tieferer Ton, gefolgt
von einer Pause.
Hinweis auf eine Störung.
Störungston (IEC-Norm):
Wird ausgelöst, wenn mindestens eine Störung eingetreten ist.
Mit jedem Herzschlag synchron auftretender QRS-Ton.
Ton.
270
Kundendienst-Kontaktinformation
20 Fehlerbehebung
Kundendienst-Kontaktinformation
Bitte wenden Sie sich an ein Response Center oder Vertriebsbüro in Ihrer Nähe oder besuchen Sie uns
im Internet unter: www.medical.philips.com/cms (Links für „CMS Response Center“).
Tabelle 77 Telefonnummern der Response Center
Nordamerika
Kanada
800-323-2280
USA
800-722-9377
Europa
Internationaler Vertrieb
41 22 354 6464
Österreich
01 25125 333
Belgien
02 778 3531
Finnland
010 855 2455
Frankreich
0803 35 34 33
Deutschland
0180 5 47 50 00
Italien
800 825087
Niederlande
040 278 7630
Schweden
08 5064 8830
Schweiz
0800 80 10 23
Großbritannien
0870 532 9741
Asiatisch-pazifischer Raum
Australien
1800 251 400
China (Beijing)
800 810 0038
Hongkong
Macau
852 2876 7578
0800 923
Indien
Neu-Delhi
Mumbai
Kalkutta
Chennai
Bangalor
Haiderabad
011 6295 9734
022 5691 2463/2431
033 485 3718
044 823 2461
080 5091 911
040 5578 7974
Indonesien
021 794 7542
Japan
0120 381 557
Korea
080 372 7777
02 3445 9010
Malaysia
1800 886 188
Neuseeland
0800 251 400
Philippinen
02 845 7875
Singapur
1800 PHILIPS
Thailand
02 614 3569
Taiwan
0800 005 616
271
21
Technische Daten und
Sicherheitsmerkmale
21
Dieses Kapitel enthält die technischen Daten und beschreibt die Sicherheitsmerkmale des Monitors/
Defibrillators HeartStart MRx.
Technische Daten
Allgemein
Abmessungen mit Pads. 31,5 cm (B) x 21,0 cm (T) x 29,5 cm (H)
Abmessungen mit Paddles. 34,0 cm (B) x 21,0 cm (T) x 34,5 cm (H)
Gewicht. Unter 6 kg (einschl. Pads, Pads-Kabel, Akku und voller Papierrolle). Mit externen Paddles
(Standardmodell) und Paddle-Halter liegt das zusätzliche Gewicht unter 1,1 kg. Ein zusätzlicher Akku
wiegt weniger als 0,73 kg.
Standardposition des Anwenders. Im Radius von einem Meter um das Gerät.
Defibrillator
Kurve. Zweiphasige abgeschnittene Exponentialkurve. Die Kurvenparameter werden der
Patientenimpedanz angeglichen.
Schockabgabe. Über multifunktionale Pads oder Paddles.
273
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Genauigkeit der abgegebenen Energie.
Gewählte
Energie
Abgegebene Nominalenergie gegenüber
Patientenimpedanz
Genauigkeit
Lastimpedanz (in Ohm)
25
50
75
100 125 150 175
1J
1,2
1,3
1,2
1,1
1,0
0,9
0,8
±2J
2J
1,8
2,0
2,0
1,9
1,7
1,6
1,5
±2J
3J
2,8
3,0
3,0
3,1
3,0
2,9
2,7
±2J
4J
3,7
4,0
4,0
4,1
4,2
4,2
4,0
±2J
5J
4,6
5,0
5,1
5,1
5,2
5,2
5,0
±2J
6J
5,5
6,0
6,1
6,2
6,3
6,3
6,1
±2J
7J
6,4
7,0
7,1
7,2
7,3
7,3
7,1
±2J
8J
7,4
8,0
8,1
8,2
8,4
8,3
8,1
±2J
9J
8,3
9,0
9,1
9,3
9,4
9,4
9,1
±2J
10 J
9.2
10
10
10
10
10
10
±2J
15 J
14
15
15
15
16
16
15
±15%
20 J
18
20
20
21
21
21
20
±15%
30 J
28
30
30
31
31
31
30
±15%
50 J
46
50
51
51
52
52
50
±15%
70 J
64
70
71
72
73
73
71
±15%
100 J
92
100 101 103 104 104 101 ±15%
120 J
110 120 121 123 125 125 121 ±15%
150 J
138 150 152 154 157 156 151 ±15%
170 J
156 170 172 175 177 177 172 ±15%
200 J
184 200 202 206 209 209 202 ±15%
Ladedauer:
• Unter 5 Sekunden auf 200 Joules mit einem neuen, vollständig aufgeladenen Lithium-IonenAkkumulator bei 25 oC.
• Unter 15 Sekunden bei Betrieb ohne Akku, mit dem Wechselstrom-Netzmodul M3539A und bei
90 – 100 % Nennspannung.
• Unter 15 Sekunden mit einem neuen, vollständig aufgeladenen Lithium-Ionen-Akkumulator bei
25 oC, der bereits für max. 15 Entladungen mit 200 Joule verwendet wurde.
• Unter 25 Sekunden ab dem ersten Einschalten mit einem neuen, vollständig aufgeladenen LithiumIonen-Akkumulator bei 25 oC, der bereits für max. 15 Entladungen mit 200 Joule verwendet wurde.
• Unter 25 Sekunden ab dem ersten Einschalten bei Betrieb ohne Akku, mit dem WechselstromNetzmodul M3539A und bei 90 – 100 % Nennspannung.
• Unter 30 Sekunden ab dem Starten der Rhythmusanalyse (AED-Betrieb) mit einem neuen, vollständig
aufgeladenen Lithium-Ionen-Akkumulator bei 25 oC, der bereits für max. 15 Entladungen mit 200 Joule
verwendet wurde.
• Unter 30 Sekunden ab dem Starten der Rhythmusanalyse (AED-Betrieb) bei Betrieb ohne Akku,
mit dem Wechselstrom-Netzmodul M3539A und bei 90 – 100 % Nennspannung.
274
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
• Unter 40 Sekunden ab dem ersten Einschalten (AED-Betrieb) mit einem neuen, vollständig
aufgeladenen Lithium-Ionen-Akkumulator bei 25 oC, der bereits für max. 15 Entladungen mit
200 Joule verwendet wurde.
• Unter 40 Sekunden ab dem ersten Einschalten (AED-Betrieb) bei Betrieb ohne Akku, mit dem
Wechselstrom-Netzmodul M3539A und bei 90 – 100 % Nennspannung.
Bereich der Patientenimpedanz: Minimum: 25 Ohm (externe Defibrillation); 15 Ohm (interne
Defibrillation); Maximum: 180 Ohm
Hinweis: Der tatsächliche Funktionsbereich kann die oben genannten Werte überschreiten.
Manuell-Betrieb
Manuell abgegebene Energie (wählbar): 1-10, 15, 20, 30, 50, 70, 100, 120, 150, 170, 200 Joules; die
maximale Energieabgabe ist bei Verwendung interner Schocklöffel auf 50 J begrenzt.
Bedienungselemente: Therapiewählschalter (Ein/Aus), Ladetaste, Schocktaste, Kardioversions- (Sync-)
Taste, Taste zur Ableitungswahl, Taste zum Entladen, Druckertaste, Taste zur Ereignismarkierung, AlarmPausentaste, Taste für Zusammenfassung
Wahl der Defibrillationsenergie: Therapiewählschalter auf der Vorderseite des Geräts
Ladetaste: Taste auf der Vorderseite des Geräts und an den externen Paddles
Schocktaste: Taste auf der Vorderseite des Geräts und an den externen Paddles oder schaltbaren
internen Schocklöffeln
Kardioversions- (Sync-) Taste: SYNC-Taste auf der Vorderseite des Geräts
Text- und akustische Signale, Leuchtanzeigen: Textanweisungen, Alarmtöne, QRS-Töne,
Akku-Status, Bereit-Lämpchen, Leuchtanzeige für externe Stromquelle, Sync-Betrieb
Ladesignale: Ladeton/Ton für beendeten Ladevorgang, blinkende Schocktaste und auf dem
Bildschirm angezeigte Energiestufe
AED-Betrieb
AED-Energieprofil: Nominalenergie von 150 Joules in eine Prüflast von 50 Ohm
AED-Bedienungselemente: Ein/Aus, Schock
Text- und Sprachanweisungen: Eine Vielzahl an Text- und Sprachanweisungen führen durch das
konfigurierte Protokoll.
Text- und akustische Signale, Leuchtanzeigen: Auf dem Bildschirm angezeigte Meldungen und
Anweisungen, Sprachanweisungen, Akku-Status, Bereit-Lämpchen, Leuchtanzeige für externe Stromquelle
Ladesignale: Ladeton/Ton für beendeten Ladevorgang, blinkende Schocktaste und auf dem
Bildschirm angezeigte Energiestufe
EKG-Analyse: Entscheidet anhand des Patienten-EKGs und der Signalqualität, ob ein Schock angezeigt ist,
und beurteilt zur Erzielung eines guten Hautkontakts der Defibrillations-Pads die Impedanz
Defibrillierbare Rhythmen: Kammerflimmern mit Amplitude >100 µV und schockbare Tachykardien
mit breitem QRS-Komplex. Zu den schockbaren Tachykardien zählen Rhythmen mit breitem QRSKomplex ventrikulären oder unbekannten Ursprungs, deren Frequenz über 150/min liegt sowie die
polymorphe ventrikuläre Tachykardie (unabhängig von der Herzfrequenz).
Sensitivität und Spezifität des Algorithmus zur Beurteilung der Defibrillierbarkeit: Entspricht
AAMI DF-39
275
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Tabelle 78 EKG-Analyseleistung im AED-Betrieb
Rhythmusklasse
Stichprobenumfanga
Nominale Spezifikationen
Defibrillierbarer Rhythmus
Kammerflimmern
600
Entspricht den Anforderungen nach AAMI DF39 und
den Empfehlungen der American Heart Associationb
(Sensitivität > 90%) für die Defibrillation Erwachsener
Defibrillierbarer Rhythmus
Ventrikuläre Tachykardie
300
Entspricht den Anforderungen nach AAMI DF39 und den
Empfehlungen der American Heart Associationb
(Sensitivität > 75 %) für die Defibrillation Erwachsener
Nicht defibrillierbarer
Rhythmus
Normaler Sinusrhythmus
250
Entspricht den Anforderungen nach AAMI DF39 (Spezifität
> 95 %) und den Empfehlungen der American Heart
Associationb (Spezifität > 99 %) für die Defibrillation
Erwachsener
Nicht defibrillierbarer
Rhythmus
Asystolie
500
Entspricht den Anforderungen nach AAMI DF39 und den
Empfehlungen der American Heart Associationb (Spezifität
> 95 %) für die Defibrillation Erwachsener
Nicht defibrillierbarer
Rhythmus
Alle anderen nicht
defibrillierbaren
Rhythmen
600
Entspricht den Anforderungen nach AAMI DF39 und den
Empfehlungen der American Heart Associationb (Spezifität
> 95 %) für die Defibrillation Erwachsener
a. Aus den EKG-Rhythmusdatenbanken von Philips Medizin Systeme.
b. American Heart Association (AHA) AED Task Force, Subcommittee on AED Safety & Efficacy.
Automatic External Defibrillators for Public Access Use: Recommendations for Specifying and
Reporting Arrhythmia Analysis Algorithm Performance, Incorporation of New Waveforms, and
Enhancing Safety. American Heart Association (AHA) AED Task Force, Subcommittee on AED
Safety & Efficacy. Circulation 1997;95:1677-1682.
EKG- und Arrhythmie-Überwachung
Eingänge: Es können max. 4 EKG-Kurven angezeigt und max. 2 Kurven gleichzeitig gedruckt werden.
Die Ableitungen I, II und III werden über das 3-adrige EKG-Kabel und separate EKG-Elektroden erfasst.
Mit einem 5-adrigen EKG-Kabel können auch die Ableitungen aVR, aVL, aVF und V erfasst werden.
Ein Pads-EKG wird über 2 multifunktionale Pads erfasst.
Ableitungs-/Elektrodenfehler: Bei Abfallen einer Elektrode bzw. Unterbrechung einer Ableitungsverbindung erscheint die Meldung „Elektrode ab“ zusammen mit einer gestrichelten Linie.
Pads-Fehler: Bei Abfallen eines Pads wird eine gestrichelte Linie angezeigt.
Anzeige der Herzfrequenz: Digitale Anzeige von 15 bis 300 Schlägen/min bei einer Genauigkeit von + 10 %
Herzfrequenz-/Arrhythmie-Alarme: HF, Asystolie, VFIB/VTACH, VTACH, Extreme Tachykardie,
Extreme Bradykardie, VES-Frequenz, Pacer unwirksam, Pacer keine Stimulation
Gleichtaktunterdrückung: Größer als 90 dB, gemessen nach der AAMI-Norm für Herzmonitore (EC 13)
EKG-Amplitude: 2,5, 5, 10, 20, 40 mm/mV, automatische Amplitudeneinstellung
Maximale T-Wellen-Amplitude: Erfüllt die empfohlene T-Wellen-Amplitudenunterdrückung von
mindestens 1,2 mV.
276
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Frequenzgang:
• Filter für netzfrequente Störungen - 60 Hz oder 50 Hz
• Pads-EKG für Anzeige: Bildschirm - (0,15 - 40 Hz) oder EMS (1 - 30 Hz)
• Pads-EKG für Drucker - Bildschirm - (0,15 - 40 Hz) oder EMS (1 - 30 Hz)
• Ableitungs-EKG für Anzeige - Bildschirm - (0,15 - 40 Hz) oder EMS (1 - 30 Hz)
• Ableitungs-EKG für Drucker - Diagnostisch (0,05 - 150 Hz) oder Bildschirm (0,15 - 40 Hz) oder
EMS (1 - 30 Hz)
Genauigkeit der Herzfrequenz und Reaktion auf Rhythmusstörungen: Erfüllt die AAMI-Norm für
Bigeminus (HF=80 Schläge/min); langsamer alternierenden Bigeminus (HF=60 Schläge/min); schneller
alternierenden Bigeminus (HF=120 Schläge/min.); bidirektionale Systolen (HF=90 Schläge/min.).
Ermitteln der durchschnittlichen Herzfrequenz: Bei einer Herzfrequenz > 50 Schlägen/min wird die
Herzfrequenz durch Mittelung der 12 letzten R-R-Intervalle bestimmt. Darin eingeschlossen sind die P-,
N- und V-Schläge. Fällt die Herzfrequenz auf unter 50 Schläge/min, werden die 4 letzten R-R-Intervalle
zur Mittelung verwendet. Hinweis: Bei Kammertachykardie-Alarmen, für die benutzerdefinierte VESSalven-Grenzen festgelegt wurden, wird die Herzfrequenz auf Basis der benutzerdefinierten VES-SalvenLänge ermittelt (max. 9 VES).
Herzfrequenz Ansprechzeit:
• 80 bis 120 Schläge/min: 7 Sekunden
• 80 bis 40 Schläge/min: 6 Sekunden
Dauer bis zum Auslösen eines Tachykardie-Alarms:
• 206 Schläge/min (1 mV): 3 Sekunden
• 206 Schläge/min (halbe Amplitude): 3 Sekunden
• 206 Schläge/min (doppelte Amplitude): 3 Sekunden
• 195 Schläge/min (2 mV): 3 Sekunden
• 195 Schläge/min (halbe Amplitude): 3 Sekunden
• 195 Schläge/min (doppelte Amplitude): 3 Sekunden
Patientenisolierung (defibrillationsgeschützt):
• EKG: Typ CF
• SpO2: Typ CF
• EtCO2: Typ CF
• NBP: Typ CF
• Invasive Drücke: Typ CF
• Temperatur: Typ CF
• Externe Defibrillation: Typ BF
• Interne Defibrillation: Typ CF
Weitere Punkte: Der HeartStart MRx eignet sich für den Einsatz in der Nähe von elektrochirurgischen
Geräten. Zur Vermeidung der Brandgefahr ist jede EKG-Ableitung mit einem Begrenzungswiderstand
von 1 K ausgestattet.
277
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Bildschirm
Größe: 128 mm x 171 mm
Typ: TFT-Flüssigkristall-Farbanzeige
Auflösung: 640 x 480 Pixel (VGA)
Kurvengeschwindigkeit: 25 mm/s nominal (stehende Kurve; beweglicher Löschbalken) für EKG,
invasiven Druck und SpO2; 6,25 mm/s für CO2
Kurvenanzeigedauer: 5 Sekunden (EKG)
Akku
Typ: Lithium-Ionen-Akkumulator, 6,0 Ah, 14,8 V
Abmessungen: 165 mm (H) x 95 mm (B) x 42 mm (T)
Gewicht: Weniger als 0,73 kg
Ladedauer bei ausgeschaltetem Gerät: Ca. 3 Stunden auf 100 %. Ca. 2 Stunden auf 80 %
(Ladeanzeige). Das Laden bei Temperaturen über 45 ºC kann die Lebensdauer des Akkus verkürzen.
Kapazität: Mindestens 5 Stunden kontinuierliche EKG-, SpO2- und CO2- und TemperaturÜberwachung sowie Messung von zwei invasiven Drücken. NBP-Messungen alle 15 Minuten, oder
mindestens 20 Entladungen bei 200 J (mit einem neuen, vollständig aufgeladenen Akku bei einer
Temperatur von 25 oC).
Mindestens 3,5 Stunden kontinuierliche EKG-, SpO2, CO2- und Temperatur-Überwachung sowie
Messung von zwei invasiven Drücken. NBP-Messungen alle 15 Minuten und Pacing bei 180
Impulsen/min bei 160 mA.
Akku-Anzeigen: Ladeanzeige auf dem Akku, Kapazitätsanzeige auf dem Bildschirm; blinkendes
Bereit-Lämpchen, Piepton und Meldung AKKU SCHWACH weisen auf einen schwachen Akku hin*
*Beim ersten Auftreten der Meldung AKKU SCHWACH ist noch genügend Energie für mindestens
10 Minuten Überwachung und 6 Entladungen auf höchster Energiestufe (mit einem neuen Akku bei
einer Temperatur von 25 oC) vorhanden.
Lagerung des Akkus: Längeres Lagern des Akkus bei Temperaturen über 40 ºC verringert die
Kapazität und verkürzt die Lebensdauer des Akkus.
278
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Thermokammschreiber
Kontinuierlicher EKG-Streifen: Die Druckertaste startet und stoppt den Streifen. Der Schreiber kann
so konfiguriert werden, dass er in Echtzeit oder mit einer Verzögerung von 10 Sekunden druckt. Auf
dem Streifen wird die primäre EKG-Ableitung und eine zweite oder dritte Kurve (nur bei 75-mmDruckern) mit Beschriftungen und Messwerten gedruckt.
Automatisches Drucken: Der Schreiber kann so konfiguriert werden, dass er bei Ereignismarkierung,
Laden, Schock und Alarm automatisch druckt. Bei Eintreten einer Alarmsituation druckt das Gerät die
primäre EKG-Kurve, die Kurve, die den Alarm ausgelöst hat (bei entsprechender Konfiguration) und
eine dritte Kurve (nur bei 75-mm-Druckern).
Berichte: Druckmöglichkeiten:
• Zusammenfassung (kurz, mittellang und lang)
• Vitalparameter-Trends
• 12-Kanal-EKG
• Funktionsprüfung
• Konfiguration
• Status-Protokoll
• Geräteinformationen
Geschwindigkeit: 25 oder 50 mm/s mit einer Genauigkeit von + 5 %
Amplitudengenauigkeit: +5 % oder + 40 uV (der größere Wert gilt)
Papierformat:
• 50 mm (B) x 30 m (L)
• 75 mm (B) x 30 m (L)
Externes Pacing
Wellenform: Einphasige abgeschnittene Exponentialwellenform
Stromimpulsamplitude: 10 mA bis 175 mA (Auflösung: 5 mA); Genauigkeit: 10 % oder 5 mA (der
größere Wert gilt)
Impulsbreite: 40 ms mit einer Genauigkeit von +10 %
Frequenz: 30 bis 180 Impulse/min (in Schritten von 10 Impulsen/min); Genauigkeit: + 1,5 %
Betriebsarten: Demand- oder Fixed-Pacing
Refraktärzeit: 340 ms (30 bis 80 Impulse/min); 240 ms (90 bis 180 Impulse/min)
279
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
SpO2 Pulsoxymetrie
SpO2-Messbereich. 0-100%
SpO2Auflösung: 1%
Aktualisierungsfrequenz der SpO2-Anzeige: 1 - 2 s typisch; maximal: <60 s
SpO2-Genauigkeit mit:
• Aufnehmer M1191A - 1 Standardabweichung 70 % bis 100 %, ± 2,0%
• Aufnehmer M1192A - 1 Standardabweichung 70 % bis 100 %, ± 2,0%
• Aufnehmer M1194A - 1 Standardabweichung 70 % bis 100 %, ± 3,0%
• Aufnehmer M1195A - 1 Standardabweichung 70 % bis 100 %, ± 3,0%
• Aufnehmer M1131A - 1 Standardabweichung 70 % bis 100 %,
± 3,0%
• Aufnehmer M1903B - 1 Standardabweichung 70 % bis 100 %,
± 3,0%
• Aufnehmer M1904B - 1 Standardabweichung 70 % bis 100 %,
± 3,0%
HIN W E I S
Die Genauigkeit außerhalb des für jeden Aufnehmer angegebenen Bereichs wurde nicht bestimmt. Die
Validierung der oben genannten Aufnehmer für den Gebrauch mit dem HeartStart MRx erfolgte in
Verbindung mit dem Philips picoSAT II SpO2-Modul mit FAST-Technologie (Fourier-Technologie
zur Artefakt-Unterdrückung). Dieses Modul ist nicht als autonomes Gerät verfügbar.
HIN W E I S
Da die Ergebnisse von Pulsoxymeter-Messungen statistisch verteilt sind, fallen voraussichtlich nur etwa zwei
Drittel der Pulsoxymeter-Messungen in den +-Arms-Bereich des Wertes, der von einem CO-Oxymeter
gemessen wird. Der HeartStart MRx ist so kalibriert, dass er die funktionelle Sauerstoffsättigung anzeigt.
Lichtempfindlichkeit. Interferenz von Leuchtstofflampenlicht beträgt <2 % SpO2 Perfusion zwischen
0,3 % and 1 % typische Transmission (50 nA/mA), 10 bis 1000 1x Lichtintensität, 50 Hz +/- 0,5 Hz
sowie 60 Hz +/-0,5 Hz Netzfrequenz.
SpO2-Alarmbereich:
Untere Grenze: 50 bis 99% (Erwachsene/Kinder)
Obere Grenze: 51 bis 100 % (Erwachsene/Kinder)
Verzögerung Alarmsignal SpO2 und „Puls hoch“/„Puls niedrig“: 10 Sekunden
SpO2-Ansprechzeit (90 bis 80%): Durchschnittlich 18,9 s, Standardabweichung 0,88 s
Dauer der SpO2-Mittelwertbestimmung: 20 Sekunden
Maximale Sendeleistung: <15 mW
Wellenlängenbereich: 500-1000 nm (Hinweise zum Wellenlängenbereich sind u. U. hilfreich für den
Arzt, vor allem bei Verabreichung einer photodynamischen Therapie.)
Durchschnittlich 18,9 s, Standardabweichung 0,88 s
Verzögerung Desat-Alarmsignal: 20 Sekunden
Messbereich der Pulsfrequenz. 30 bis 300 Schläge/min
280
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Auflösung der Pulsfrequenz. 1 Schlag/min
Genauigkeit der Pulsfrequenz: 2 % oder 1 Schlag/min (der größere Wert gilt) im gesamten
Messbereich
Puls-Alarmbereich:
Untere Grenze: 30 bis 195 (Erwachsene), 30 bis 235 (Kinder)
Obere Grenze: 35 bis 200 (Erwachsene), 35 bis 240 (Kinder)
Ansprechzeit Puls (90 bis 120 Schläge/min): Durchschnittlich 18,0 s, Standardabweichung 0,86 s
NBP
Druckbereich:
• Systolisch: 40 -260 mmHg
• Diastolisch: 20 - 200 mmHg
Pulsfrequenz-Messbereich: 30 bis 220 Schläge/min
Initialdruck: 160 mmHg (Erwachsene); 120 mmHg (Kinder)
Maximaler Druck: 280 mmHg
Überdruck-Sicherheitsgrenze: Maximum 300 mmHg
Manschettenaufblasdauer: maximal 75 Sekunden (Erwachsene und Kinder)
Genauigkeit des Druckaufnehmers: ± 3 mmHg
Alarmbereich:
• Systolische Obergrenze: 35-270 (Erwachsene), 35-180 (Kinder)
• Systolische Untergrenze: 30-265 (Erwachsene), 30-175 (Kinder)
• Diastolische Obergrenze: 15-245 (Erwachsene), 15-150 (Kinder)
• Diastolische Untergrenze: 10-240 (Erwachsene), 10-145 (Kinder)
• Mittlere Obergrenze: 25-255 (Erwachsene), 25-160 (Kinder)
• Mittlere Untergrenze: 20-250 (Erwachsene), 20-155 (Kinder)
Nennlebensdauer: 50.000 Messzyklen (36/Tag über einen Zeitraum von 2,3 Jahren)
Messintervalle im automatischen Betrieb: 1, 2,5, 5, 10, 15, 30, 60 oder 120 Minuten
Maximale Dauer der Messung: 120 s
Länge des Verbindungsschlauchs:
• Verbindungsschlauch M1598B: 1,5 m
• Verbindungsschlauch M1599B: 3,0 m
Es wird empfohlen, den Druckaufnehmer . einmal jährlich zu kalibrieren.
281
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Invasive Drücke
Empfindlichkeit des Aufnehmers: 5 µV/V mmHg (37,5 µV/V/kPa)
Einstellbereich der Empfindlichkeit: +10%
Lastwiderstand des Aufnehmers: 195 bis 2200 Ohm
Leitungswiderstand des Aufnehmers: 0 bis 3000 Ohm
Frequenzgang: 0-12 Hz bzw. 0-40 Hz
Nullpunkteinstellbereich: +200 mmHg (+26,7 kPa)
Nullpunkteinstellgenauigkeit: +1,0 mmHg (+0,1 kPa)
Nullpunktdrift: <0,1 mmHg/oC (0,013 kPa/oC)
Verstärkungsgenauigkeit (ausgenommen Aufnehmer): +1% des Messwerts bzw. 1 mmHg (0,1 kPa),
der größere Wert gilt.
Verstärkungsdrift: unter 0,05%/oC.
Gesamtgenauigkeit (einschließlich der aufgeführten Aufnehmer): +4% des Messwerts bzw. 4 mmHg
(0,5 kPa), der größere Wert gilt.
Messbereich: -40 bis 361 mmHg (-5,3 bis 48,1kPa)
Mess-Auflösung: 1 mmHg (0,1 kPa)
Rauschen: <1 mmHg (0,1 kPa).
Alarm-Ansprechzeit (60 Schläge/min – Übergang von 120/0 auf 25/0): 11,1 s, Standardabweichung
0,001 s.
Verzögerung Alarmsignal: <14 Sekunden, nachdem die Störung für den jeweiligen Druckkanal
behoben wurde oder 8 Sekunden, wenn für diesen Druckkanal keine Störung ausgegeben wird.
Volumenverdrängung des Aufnehmers/Druckdoms: Siehe technische Daten des jeweiligen Gerätes.
Zusätzliches Rauschen durch elektromagnetische Störungen bei Betrieb unter Bedingungen gemäß
der EMC-Norm EN60601-1-2 (elektromagnetische Störfestigkeit 3 V/m oder leitungsgebundene
Störfestigkeit 3 VRMS): . <3 mmHg.
Pulsfrequenz-Messbereich: 25 bis 350 Schläge/min
Genauigkeit der Pulsfrequenz: 1% des gesamten Bereichs
Auflösung der Pulsfrequenz: 1 Schlag/min
282
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Temperatur
Messbereich: 0o- 45oC
Mess-Auflösung: 0.1oC
Messgenauigkeit (ausgenommen alle Adapterkabel): +0.1oC von 25oC bis 45oC; +0.3oC von 0oC bis
24,9oC (der Temperaturaufnehmer steuert weitere +0,1oC bei)
Einschwingzeitkonstante: <10 Sekunden
Verzögerung Alarmsignal: 5 Sekunden
Dauer der Mittelwertbestimmung: 1 Sekunde
Mindestdauer der Messung: Angaben zur Mindestmessdauer für genaue Messwerte sind der
Gebrauchsanleitung des Aufnehmers zu entnehmen. Der HeartStart MRx bewirkt keine klinische
relevante Veränderung diese Messdauer zum Erhalt genauer Messwerte.
etCO2
Bereich: 0 bis 99 mmHg auf Meereshöhe
Auflösung: 1 mmHg (0,1 kPa)
Genauigkeit: Für Werte zwischen 0 und 38 mmHg: + 2 mmHg Für Werte zwischen 39 und 99 mmHg:
+ 5 % des Messwertes + 0,08 % pro 1 mmHg (über 38 mmHg). Werte abgelesen auf Meereshöhe nach
>20 Minuten Aufwärmzeit. Für eine Atemfrequenz über 80 und EtCO2-Werte > 18 mmHg liegt die
Genauigkeit bei 4mmHg oder +12% des Messwertes, der größere Wert gilt.
Drift der Messgenauigkeit: Die oben aufgeführten Genauigkeitsangaben werden über einen Zeitraum
von 24 Stunden aufrecht erhalten.
Die Genauigkeitsangaben gelten mit Abweichungen von max. 4 % für die folgenden Gasgemische
(alle Werte in Vol. %):
CO2
0 bis 13
N2
O2
N2O
0 bis 97,5 0 bis 100 0 bis 80
H2O
Anästhetika
trocken bis gesättigt Gemäß EN21647
Ansprechzeit: maximal 190 ms bei 10 ml/min
Systemansprechzeit (FilterLine mit Standardlänge): 2,9 s typisch – einschließlich der Verzögerungsund Anstiegszeit (10% bis 90%) als Reaktion auf eine schrittweise Änderung der CO2-Konzentration
Alarmverzögerung: 5,2 s, Standardabweichung 0,08 s (einschließlich der 2. FilterLine-Verzögerung
von 2,9 s).
Flussrate der Gasprobe: Nominal 50 ml/min, - 7,5 bis +15 ml/min
283
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Microstream CO2-Feuchtigkeitskorrekturfaktor:
BTPS (Body Temperature Pressure Saturated - 37 oC, 750 mmHg, 100 % Feuchtigkeit oder 47 mmHg)
ist der Feuchtigkeitskorrekturfaktor für die Microstream CO2-Messwerte. Korrekturberechnungsformel:
PBTPS= FCO2 x (Pb-47)
~ FCO2 x 0,94
Hierbei gilt: FCO2 = CO2-Konzentration in trockenem Gas.
FCO2 = % CO2/100; Pb = Umgebungsdruck
Alarmbereich:
• Untere Grenze: 10 bis 94 mmHg (Erwachsene/Kinder)
• Obere Grenze: 20 bis 95 mmHg (Erwachsene/Kinder)
awAF
Bereich: 0 bis 150 Atemzüge/min
Auflösung: 1 Atemzug/min
Genauigkeit:
• 0 bis 40 Atemzüge/min ± 1 Atemzüge/min
• 41 bis 70 Atemzüge/min ± 2 Atemzüge/min
• 71 bis 100 Atemzüge/min ± 3 Atemzüge/min
• 101 bis 150 Atemzüge/min ± 5 Atemzüge/min
Alarmbereich:
• Untere Grenze: 0 bis 95 Atemzüge/min (Erwachsene/Kinder)
• Obere Grenze: 10 bis 100 Atemzüge/min (Erwachsene/Kinder)
Apnoe-Alarmverzögerung: 10 - 40 Sekunden, in Schritten von 5
Kalibriergas für das CO2-Messsystem
Bestandteile: 5 % Kohlendioxid, 21 % Sauerstoff, 74 % Stickstoff
Flaschengröße: BD
Präparationsverfahren: Gravimetrisch
Mischtoleranz: 0.03%
Genauigkeit: 0,03 % absolut
Feuchtigkeit: maximal 10 ppm
Haltbarkeitsdauer: 2 Jahre
Druck: 992,85 Kilopascal, Volumen: 10 Liter
284
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
12-Kanal-EKG
Eingänge: Mit einem 10-adrigen Kabel können die Ableitungen I, II, III, aVR, aVL, aVF und V/C1-V/C6
erfasst werden. Alle 12-Kanal-EKG-Kurven können gleichzeitig angezeigt werden. Alle 12 Ableitungen
können auf dem Streifenschreiber im Format 3x4 gedruckt werden.
Speicherung von Patientendaten
Ereignis-Zusammenfassung im internen Speicher: Die interne Ereignis-Zusammenfassung speichert
pro Zusammenfassung 2 kontinuierliche EKG-Kurven von max. 12 Stunden Länge, 1 CO2-Kurve
und 2 invasive Druckkurven, Ereignisse und Trends Die maximale Kapazität beträgt 55 EreignisZusammenfassungen bzw. 240 Mb (62 Mb bei Geräten mit einer 64-Mb-Speicherkarte)
Patientendaten; je nachdem, welcher Wert zuerst erreicht wird.
Ereignis-Zusammenfassung auf der Speicherkarte: Die Speicherkarte verfügt über eine maximale
Kapazitätvon 60 Ereignis-Zusammenfassungen bzw. 240 Mb (62 Mb bei Geräten mit einer 64-MbSpeicherkarte) Patientendaten; je nachdem, welcher Wert zuerst erreicht wird.
Umgebungsbedingungen (M3535A)
Temperatur: 0ºC bis 45 ºC bei Betrieb, -20 ºC bis 70 ºC bei Lagerung
• Das Laden des Akkus bei Temperaturen über 45 ºC kann dessen Lebensdauer verkürzen
• Längeres Lagern des Akkus bei Temperaturen über 40 ºC verringert die Kapazität und verkürzt die
Lebensdauer des Akkus
Relative Luftfeuchtigkeit: Max. 95 %
• Feuchtes Druckerpapier kann einen Papierstau verursachen
• Der Thermokammschreiber kann beschädigt werden, wenn feuchtes Papier über längere Zeit mit
Teilen des Schreibers in Kontakt ist; Papier daher zum Trocknen entnehmen.
Höhe ü.d.M.:
• Betrieb: 0 bis 4.500 m
• Lagerung: 0 bis 4.500 m
Schock: .
• Betrieb: Halbsinus-Wellenform, Dauer < 3 ms, Beschleunigung > 145 g, 1Mal auf allen sechs Seiten
• Nicht in Betrieb: Trapezoide Wellenform, Beschleunigung > 30 g, Geschwindigkeitsänderung = 742
cm/s ± 10 % auf allen sechs Seiten
Vibration: .
• Betrieb: Willkürliche Vibration, 0,30 g, 5 - 500 Hz für >10 Minuten/Achse PSD = 0,0002 g2/Hz
von 5 bis 350 Hz, Steigung -6 dB/Oktave von 350 bis 500 Hz
• Nicht in Betrieb:
Willkürliche Vibration, 2,41 g, 5 - 500 Hz für >10 Minuten/Achse PSD = 0,02 g2/Hz von 5 bis
100 Hz, Steigung -6 dB/Oktave von 100 bis 137 Hz, Steigung 0 dB/Oktave von 137 bis 350 Hz,
Steigung -6 dB/Oktave von 350 bis 500 Hz.
Gleitsinus-Vibration, Resonanzsuche: 0,75 g (0 bis Spitze) 5 bis 500 Hz, Wobbelrate:
1 Oktave/Minute, Resonanztest: 5 Minuten bei 4 Resonanzen pro Achse.
285
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Schutz vor Eindringen von Wasser/Feststoffen:
Schutz vor Eindringen von Wasser: Entspricht EN60601-2-4. Die Wassertests am Gerät wurden mit
angeschlossenen Kabeln durchgeführt. IPX4 – Bei Verwendung mit wasserfesten Paddles (M3543A)
ist der M3535A spritzwassergeschützt.
• Schutz vor Eindringen von Feststoffen: IP2X.
EMV: Entspricht den Anforderungen der Norm EN 60601-1-2:2001.
Sicherheit: Entspricht den Anforderungen der geltenden Sicherheitsnormen.
Weitere Punkte:
• Der HeartStart MRx eignet sich nicht für den Einsatz in einer Atmosphäre mit konzentriertem
Sauerstoff oder einem explosionsfähigen Gemisch von Anästhesiemitteln mit Luft, Sauerstoff oder
Stickoxid.
• Risiken im Zusammenhang mit Software-Fehlern wurden durch die Anpassung des Produkts an die
Software-Anforderungen der Norm EN 60601-1-4:1996 minimiert.
Betrieb: Kontinuierlich
Netzstrom: 100 - 240 V Wechselstrom, 50 - 60 Hz, 1 - 0,46 A (Klasse 1)
Akku: Lithium-Ionen-Akkumulator, 14,8 V
Gleichstrom:
• Eingang: 11-32 V Gleichstrom, 11 A
• Ausgang: 18 V, 5 A, 90 W
286
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Umgebungsbedingungen (M3536A)
Temperatur: 0ºC bis 45 ºC bei Betrieb, -20 ºC bis 70 ºC bei Lagerung
• Das Laden des Akkus bei Temperaturen über 45 ºC kann dessen Lebensdauer verkürzen
• Längeres Lagern des Akkus bei Temperaturen über 40 ºC verringert die Kapazität und verkürzt die
Lebensdauer des Akkus
Relative Luftfeuchtigkeit: Max. 95 %
• Feuchtes Druckerpapier kann einen Papierstau verursachen
• Der Thermokammschreiber kann beschädigt werden, wenn feuchtes Papier über längere Zeit mit
Teilen des Schreibers in Kontakt ist; Papier daher zum Trocknen entnehmen.
Höhe ü.d.M.:
• Betrieb: 0 bis 4.500 m
• Lagerung: 0 bis 4.500 m
Schock: .
• Betrieb: Halbsinus-Wellenform, Dauer < 3 ms, Beschleunigung > 145 g, 1Mal auf allen sechs Seiten
• Nicht in Betrieb: Trapezoide Wellenform, Beschleunigung > 30 g, Geschwindigkeitsänderung = 742
cm/s ± 10 % auf allen sechs Seiten
• Schlag: EN60068-2-29 Schlag (Halbsinus, 40 g Maximum, 6 ms Dauer, 1 000 Schläge x 3 Achsen)
• Freier Fall: IEC 68-2-32 Freier Fall. Fall auf eine Stahloberfläche mit allen Seiten (ausgenommen
Haken für das Einhängen am Bettgestell)
- 76,2 cm mit Tragetasche
- 40,6 cm ohne Tragetasche
Vibration: .
• Betrieb: MIL STD 810E 514.4 Kategorie 6 Helikopter, Allgemeine Lagerung, UH60
• Nicht in Betrieb:
- IEC 68-2-6 Vibration (sinusförmig) (10-57 Hz+ 0,15 mm; 58 - 150 Hz, 2 g; 20 Wechsel x 3 Achsen)
- IEC 68-2-64 Breitband-Zufallsvibration (10 - 20 Hz, 0,05 g2/Hz; 20 - 150 Hz, -3 dB/Oktave; 150
Hz, 0,0065 g2/Hz; 1,5 Stunden x 3 Achsen)
Schutz vor Eindringen von Feststoffen/Wasser: IP24. Die Wassertests am Gerät wurden mit
angeschlossenen EKG-Kabeln durchgeführt.
EMV: Entspricht den Anforderungen der Norm EN 60601-1-2:2001.
Sicherheit: Entspricht den Anforderungen der geltenden Sicherheitsnormen.
287
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Weitere Punkte:
• Der HeartStart MRx eignet sich nicht für den Einsatz in einer Atmosphäre mit konzentriertem
Sauerstoff oder einem explosionsfähigen Gemisch von Anästhesiemitteln mit Luft, Sauerstoff oder
Stickoxid.
• Risiken im Zusammenhang mit Software-Fehlern wurden durch die Anpassung des Produkts an die
Software-Anforderungen der Norm EN 60601-1-4:1996 minimiert.
Betrieb: Kontinuierlich
Netzstrom: 100 - 240 V Wechselstrom, 50 - 60 Hz, 1 - 0,46 A (Klasse 1)
Akku: Lithium-Ionen-Akkumulator, 14,8 V
Gleichstrom:
• Eingang: 11-32 V Gleichstrom, 11 A
• Ausgang: 18 V, 5 A, 90 W
288
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Symboldefinitionen
Tabelle 79 erläutert alle am HeartStart MRx und auf dem Akku M3538A abgebildeten Symbole.
Tabelle 79 Monitor/Defibrillator- und Akku-Symbole
Symbol
Definition
Defibrillationsschock.
!
Achtung – siehe Betriebsanleitungen in der Gebrauchsanweisung.
Eingang.
Ausgang.
Eingang Gasprobe.
Ausgang Gasauslass.
Entspricht den Anforderungen der Norm IEC (Typ BF) für Ableitströme
und ist defibrillationsgeschützt (das Anwendungsteil ist isoliert und
defibrillationsgeschützt und eignet sich für den direkten Patientenkontakt
mit Ausnahme des Herzens und der großen Arterien).
Entspricht den Anforderungen der Norm IEC (Typ CF) für Ableitströme
und ist defibrillationsgeschützt. (Das Anwendungsteil ist isoliert und
defibrillationsgeschützt und eignet sich für den direkten Patientenkontakt
inklusive Herz und große Arterien.)
Alarm-Pausentaste
Wiederverwertbares Material.
Gemäß den geltenden Bestimmungen entsorgen.
289
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Tabelle 79 Monitor/Defibrillator- und Akku-Symbole (Fortsetzung)
Symbol
Definition
IP24
Geschützt vor dem Eindringen von Festkörpern mit einem Durchmesser
von >12,5 mm.
Gefährliche Geräteteile sind zugangsgeschützt und können nicht mit den
Fingern berührt werden.
Spritzwassergeschützt.
IP2X
Geschützt vor dem Eindringen von Festkörpern mit einem Durchmesser
von >12,5 mm.
Gefährliche Geräteteile sind zugangsgeschützt und können nicht mit den
Fingern berührt werden.
Dateneingang/-ausgang
Empfindlich gegenüber elektrostatischen Entladungen
Anschluss invasiver Druck (Zahl bezieht sich auf Anschluss 1 oder
Anschluss 2)
NBP-Anschluss
SpO2-Anschluss
Temperatur-Anschluss
290
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Technische Daten
Tabelle 80 erläutert die auf dem Versandkarton abgebildeten Symbole.
Tabelle 80 HeartStart MRx-Symbole auf dem Versandkarton
Atmosphärischer Druck.
oder
oder
Temperatur.
Relative Luftfeuchtigkeit.
oder
Wiederverwertbares Papierprodukt.
Zerbrechlich.
Oben.
Vor Nässe schützen.
291
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Maßeinheiten und Abkürzungen
Maßeinheiten und Abkürzungen
Tabelle 81 erläutert die in Verbindung mit dem HeartStart MRx verwendeten Maßeinheiten und
Abkürzungen.
Tabelle 81 Abkürzungen
Maßeinheit Definition
Maßeinheit
Definition
/min
Schläge/Minute
/min
Kompressionen/Minute
o
Grad Celsius
s
Sekunden
o
Grad Fahrenheit
min
Minuten
mmHg
Millimeter
Quecksilbersäule
mm/mV
Millimeter je Millivolt
kPa
Kilopascal
Hz
Hertz
%
Prozent
/min
Impulse/Minute
/min
Atemzüge/min
mA
Milliampere
mm
Millimeter
J
Joule
C
F
292
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Zusammenfassende Darstellung der klinischen Leistung - Defibrillation
Zusammenfassende Darstellung der klinischen
Leistung - Defibrillation
Zur Beurteilung der Wirksamkeit der SMART-Biphasic-Wellenform bei plötzlichem Herzstillstand
außerhalb des Krankenhauses im Vergleich zu einphasigen Wellenformen wurde eine internationale,
multizentrierte, prospektive, randomisierte klinische Studie durchgeführt. Primäres Studienziel war der
Vergleich des prozentualen Anteils von Patienten mit Kammerflimmern als primär erkannter
Rhythmus, die mit drei oder weniger Schocks defibrilliert wurden.
In diesem Abschnitt sind die Methoden und Ergebnisse dieser Studie zusammengefasst.
Methoden
Patienten mit plötzlichem Herzstillstand außerhalb des Krankenhauses wurden prospektiv in vier
ärztliche Notfalldienstsysteme eingeschlossen. Die Ersthelfer verwendeten entweder SMART-BiphasicAEDs bei 150 J oder AEDs mit einphasiger Wellenform bei 200-360 J. Es wurden bis zu drei
Defibrillationsschocks nacheinander abgegeben. Die Energiestufe der SMART-Biphasic-AEDs betrug
hierbei einheitlich 150 J. Die AEDs mit einphasiger Wellenform gaben dagegen eine Schocksequenz
auf den Energiestufen 200, 200 und 360 J ab. Defibrillation wurde definiert als Beendigung des
Kammerflimmerns für mindestens 5 Sekunden ohne Berücksichtigung der Hämodynamik.
Ergebnisse
338 Herzstillstandpatienten von vier Notfalldienstsystemen wurden nach dem Zufallsprinzip der
Behandlung mit einem AED mit einphasiger Wellenform oder der Behandlung mit einem SMARTBiphasic-AED zugeteilt. Kammerflimmern wurde bei 115 Patienten primär als Rhythmus erkannt.
Die Parameter Alter, Geschlecht, Gewicht, primäre organische Herzkrankheiten, Ursache bzw. Ort des
Herzstillstands und kardiopulmonale Reanimation durch Ersthelfer waren bei den beiden Gruppen
(SMART-Biphasic und einphasig) aus insgesamt 115 Patienten ähnlich verteilt.
In der SMART-Biphasic-Gruppe konnten bei 150 J 98 % der Patienten mit Kammerflimmern mit
drei oder weniger Schocks defibrilliert werden. In der einphasigen Gruppe gelang dies nur bei 69 % der
Patienten. Die Ergebnisse sind in Tabelle 82 zusammengefasst.
Tabelle 82 Zusammenfassende Darstellung der klinischen Leistung - Defibrillation
Mit SMART-BiphasicWellenform behandelte
Patienten
Anzahl (%)
Mit einphasiger
Wellenform
behandelte Patienten
Anzahl (%)
p-Wert
(Chi-Quadrat)
Wirksamkeit der Defibrillation
- Ein einziger Schock
52/54 (96%)
- <2 Schocks
52/54 (96%)
- <3 Schocks
53/54 (98%)
36/61 (59%)
39/61 (64%)
42/61 (69%)
<0,0001
<0,0001
<0,0001
Defibrillierte Patienten
49/58 (84%)
0,003
Spontane Wiederaufnahme der 41/54 (76%)
Kreislauftätigkeit
33/61 (54%)
0,01
Überlebensrate bis zur
Aufnahme im Krankenhaus
33/54 (61%)
31/61 (51%)
0,27
Überlebensrate bis zur
Entlassung aus dem
Krankenhaus
15/54 (28%)
19/61 (31%)
0,69
Hirntätigkeit = 1 (gut)
13/15 (87%)
10/19 (53%)
0,04
54/54 (100%)
293
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Zusammenfassende Darstellung der klinischen Leistung – synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Schlussfolgerung
Durch die SMART-Biphasic-Wellenform mit 150 J wurden prozentual mehr Patienten defibrilliert als durch
die einphasigen Wellenformen mit 200-360 J. Dadurch kam es bei mehr Patienten zu einer spontanen Wiederaufnahme der Kreislauftätigkeit (p = 0,01). Die Überlebensraten bis zur Entlassung wiesen keine signifikanten
statistischen Unterschiede auf. Jedoch war bei Patienten, die mit der SMART-Biphasic-Wellenform (geringere
Energieabgabe) wiederbelebt wurden, die Wahrscheinlichkeit einer guten Hirntätigkeit höher (p = 0,04).
Zusammenfassende Darstellung der klinischen
Leistung – synchronisierte Defibrillation
(Kardioversion)
Zur Beurteilung der Wirksamkeit der SMART-Biphasic-Wellenform bei der Behandlung von
Vorhofflimmern im Vergleich zu einphasigen Wellenformen wurde eine internationale, multizentrierte,
prospektive, doppelblinde, randomisierte klinische Studie durchgeführt. Primäres Studienziel war die
Ermittlung der für die Kardioversion von Vorhofflimmern erforderlichen Energie bei Verwendung der
SMART-Biphasic-Wellenform im Vergleich zu einer einphasigen gedämpften Sinuswellenform.
In diesem Abschnitt sind die Methoden und Ergebnisse dieser Studie zusammengefasst.
Methoden
In diese Studie wurden Erwachsene eingeschlossen, bei denen an einer von 11 Kliniken eine elektive
Kardioversion von Vorhofflimmern geplant war. Die Behandlung erfolgte mit zwei verschiedenen
Defibrillatortypen (SMART-Biphasic-Wellenform und einphasige Wellenform). Es wurden
nacheinander bis zu fünf Schocks abgegeben: vier Schocks mit einem der beiden Defibrillatoren und
bei Bedarf ein fünfter Schock mit dem anderen Defibrillator. Für die ersten drei Schocks wurden bei
beiden Defibrillatortypen nacheinander Energiestufen von 100 J, 150 J und 200 J gewählt. Bei Bedarf
wurde ein vierter Schock auf folgender Energiestufe abgegeben: 200 J bei Verwendung des SMARTBiphasic-Defibrillators und 360 J bei Verwendung des einphasigen Defibrillators. Der mit dem jeweils
anderen Defibrillator verabreichte Schock war ein einphasiger Schock von 360 J, wenn ursprünglich
der SMART-Biphasic-Defibrillator verwendet worden war, und ein zweiphasiger Schock von 200 J,
wenn ursprünglich der einphasige Defibrillator verwendet worden war. Eine erfolgreiche Kardioversion
wurde definiert als das Auftreten zweier nicht von Vorhofflimmern unterbrochener P-Wellen
innerhalb von 30 Sekunden nach Schockabgabe.
Ergebnisse
210 Patienten mit 212 elektiven Kardioversionen in 11 Kliniken der USA und Europa wurden
nach dem Zufallsprinzip der Behandlung mit Defibrillatoren mit einphasiger Wellenform oder der
Behandlung mit der SMART-Biphasic-Wellenform zugeteilt. Von diesen Kardioversionen erfüllten
203 die Einschlusskriterien des Studienprotokolls. Die Parameter Alter, Geschlecht, Gewicht, jetzige
Anamnese, Ursache der Herzerkrankung und geschätzte Ejektionsfraktion waren bei den beiden
Gruppen (SMART-Biphasic und einphasig) ähnlich verteilt.
Die SMART-Biphasic-Wellenform erzielte mit einem Erstschock von 100 J eine weitaus höhere
Erfolgsrate (60 % im Vergleich zu 22 % mit einphasiger Wellenform) und mit einer Höchstenergie
von 200 J eine mindestens genauso gute Erfolgsrate wie die einphasige Wellenform mit einer
Höchstenergie von 360 J (91 % im Vergleich zu 85 % mit einphasiger Wellenform). Insgesamt
genügte für die SMART-Biphasic-Wellenform eine geringere Schockzahl (1,7 im Vergleich zu 2,8
mit einphasiger Wellenform) und eine geringere Energieabgabe (217 J im Vergleich zu 548 J mit
einphasiger Wellenform). Die Ergebnisse sind in Tabelle 83 zusammengefasst.
294
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Zusammenfassende Darstellung der klinischen Leistung – synchronisierte Defibrillation (Kardioversion)
Tabelle 83 Zusammenfassende Darstellung der klinischen Leistung - Kardioversion
Mit SMART-BiphasicWellenform behandelte
Patienten
Anzahl (%)
Mit einphasiger
Wellenform
behandelte Patienten
Anzahl (%)
p-Wert
58/96 (60%)
74/96 (77%)
86/96 (90%)
87/96 (91%)
24/107 (22%)
47/107 (44%)
56/107 (53%)
91/107 (85%)
<0,0001
<0,0001
<0,0001
0,29
Hautverbrennungen
Keine
Leicht
Mittelschwer
Schwer
25/90 (28%)
50/90 (56%)
15/90 (17%)
0/90 (0%)
15/105 (14%)
47/105 (45%)
41/105 (39%)
2/105 (2%)
0,0001
Anzahl der Schocks
1,7 + 1,0
2,8 + 1,2
<0,0001
Kumulative Energieabgabe
217 +176 J
548 +331 J
<0,0001
Kumulative Wirksamkeit der
Kardioversion
- Ein einziger Schock
- <2 Schocks
- <3 Schocks
- <4 Schocks
Definition der Hautverbrennungsgrade (beurteilt 24 - 48 Stunden nach der Behandlung):
Leicht – Rötung, keine Berührungsempfindlichkeit
Mittelschwer – Rötung, Berührungsempfindlichkeit
Schwer – Blasenbildung oder Nekrose, Berührungsempfindlichkeit
Schlussfolgerung
Durch die SMART-Biphasic-Wellenform wurden in jeder Protokollstufe prozentual mehr Patienten
kardiovertiert als durch die einphasige gedämpfte Sinuswellenform. Jedoch unterschied sich die
kumulative Quote der SMART-Biphasic-Behandlung nach 4 Schocks nicht signifikant von der
einphasigen Behandlung. Bei der mit einphasiger Wellenform behandelten Patientenpopulation traten
stärkere Gewebeschäden auf.
295
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Zusammenfassende Darstellung der klinischen Leistung – Interne Defibrillation
Zusammenfassende Darstellung der klinischen
Leistung – Interne Defibrillation
Übersicht
In der ersten Jahreshälfte 2002 wurde eine Studie zur Wirksamkeitsprüfung des HeartStart MRx (zweiphasig)
bei intrathorakalen Eingriffen im Vergleich zu einer zweiphasigen Wellenform (Kontrollgruppe) durchgeführt.
In diesem Abschnitt sind die Methoden und Ergebnisse dieser Studie zusammengefasst.
Methoden
Zwölf Schweine mit einem Gewicht von jeweils ca. 30 kg wurden in Narkose versetzt und intubiert.
Zur Freilegung des Herzens wurde eine Sternotomie durchgeführt. Mit einer Schrittmachersonde im
rechten Ventrikel wurde durch einen elektrischen Strom (60 Hz) Kammerflimmern induziert. Nach
15 Sekunden Kammerflimmern wurde mit “chirurgischen” Schocklöffeln (Durchmesser: 5,8 cm)
direkt am Epikard ein Defibrillationsschock verabreicht. Für die Schockabgabe wurden Energiestufen
von 2, 5, 10, 20 und 30 J in zufälliger Reihenfolge verwendet. Zur Ermittlung einer prozentualen
Erfolgsrate für die einzelnen Energiestufen wurden für 4 separate Episoden von Kammerflimmern auf
jeder Energiestufe mindestens 4 Schocks abgegeben. Erfolg wurde definiert als die Beendigung des
Kammerflimmerns innerhalb von 5 Sekunden nach dem Schock.
Ergebnisse
Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die durchschnittliche Impedanz in dieser Studie ca. 40 Ohm
betrug und damit ungefähr den menschlichen Impedanzdaten für eine direkte Defibrillation des
Herzens entspricht. In Tabelle 84 sind die ermittelte Wirksamkeit des HeartStart MRx sowie die in
früheren Studien ermittelte Wirksamkeit einer standardmäßig eingesetzten einphasigen gedämpften
Sinuswellenform dargestellt.1
Tabelle 84 Zusammenfassende Darstellung der klinischen Leistung – Interne Defibrillation
Energie
2J
5J
10 J
20 J
30 J
Durchschnittliche Erfolgsrate des
HeartStart MRx (zweiphasig)
4%
47%
77%
86%
88%
Stichprobenumfang
48
53
53
51
41
10%
60%
93%
92%
92%
49
48
54
49
40
0,436
0,232
0,032
0,526
0,712
3%
25%
34%
57%
76%
Durchschnittliche Erfolgsrate der
zweiphasigen Kontrollwellenform
Stichprobenumfang
p-Wert, exakter Fisher-Test (p<0,050)
In früheren Studien ermittelte
durchschnittliche Erfolgsrate einer
einphasigen gedämpften Sinuswellenform
Schlussfolgerung
Außer bei 10 J zeigte die Erfolgsrate des HeartStart MRx (zweiphasig) für die intrathorakale
Defibrillation keine signifikanten Unterschiede zu einer zweiphasigen Kontrollwellenform (p<0,05).
1. Zhang, Y., Davies R., Coddington W., Jones J., Kerber RE., Open Chest Defibrillation:Biphasic
versus Monophasic Waveform Shocks, JACC 2001;37;320A.
296
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Sicherheitshinweise
Sicherheitshinweise
Für den Einsatz des HeartStart MRx gelten die folgenden mit „Warnung” und „Achtung” gekennzeichneten Hinweise. Außerdem finden Sie in den einzelnen Kapiteln zusätzliche mit „Warnung” und
„Achtung” gekennzeichnete Hinweise, die für die im betreffenden Kapitel behandelte Funktion gelten.
Allgemein
WARNUNG Der HeartStart MRx ist nur für den Einsatz durch hierfür qualifiziertes medizinisches Fachpersonal
bestimmt. Der Betrieb durch ungeschultes Personal kann zu Gesundheitsschäden und zum Tod führen.
WARNUNG Die Wartung des HeartStart MRx ist nur von hierfür qualifiziertem technischem Personal nach dem
HeartStart MRx Wartungshandbuch vorzunehmen.
WARNUNG Der HeartStart MRx darf nur bei einem Patienten gleichzeitig benutzt werden.
WARNUNG Beim Transport des HeartStart MRx muss der Bildschirm vom Körper des Trägers abgewandt sein.
Andernfalls könnte der Therapiewählschalter versehentlich verstellt werden.
WARNUNG Während der Behandlung ist der Patient genau zu beobachten. Ein zunächst als defibrillierbar analysierter
Herzrhythmus kann spontan in einen nicht defibrillierbaren Rhythmus umschlagen. Verzögerungen bei der
Schockabgabe können in einer solchen Situation zu nicht indizierten Schocks führen.
WARNUNG Es dürfen nur 3-adrige Netzkabel mit geerdeten Schutzkontaktsteckern verwendet werden.
WARNUNG Der HeartStart MRx darf nie im Wasser betrieben werden. Keine Teile des HeartStart MRx in
Flüssigkeiten eintauchen oder Flüssigkeiten darüber verschütten. Wenn das Gerät dennoch nass wird,
mit einem Handtuch abtrocknen.
WARNUNG Den HeartStart MRx nicht in Gegenwart eines explosionsfähigen Gemisches von Anäshtesiemitteln
oder einer Sauerstoffkonzentration von über 25% (oder einem Partialdruck von über 27,5 kPa/206,27
mmHg) verwenden. Hierdurch besteht Explosionsgefahr.
WARNUNG Den Patienten nicht an mehrere Geräte gleichzeitig anschließen. Hierdurch können die Grenzen für
Ableitströme überschritten werden. Während des Pacings mit dem HeartStart MRx darf am gleichen
Patienten kein zweiter Defibrillator eingesetzt werden.
297
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Sicherheitshinweise
WARNUNG Im Inneren des Geräts besteht Stromschlaggefahr. Montageschrauben dürfen nur entfernt werden, wie
in der Anleitung für das Anbringen der Tragetasche beschrieben. Wartungsarbeiten sind nur durch
entsprechend qualifiziertes technisches Personal durchzuführen.
WARNUNG Der Betrieb des HeartStart MRx oder seiner Zubehörteile in anderen als den angegebenen Umge-
bungsbedingungen kann zu Fehlfunktionen des Geräts oder Zubehörs führen. Es sollte dafür gesorgt
werden, dass sich der HeartStart MRx 30 Minuten vor Inbetriebnahme innerhalb des für den Betrieb
definierten Temperaturbereichs stabilisieren kann.
WARNUNG EKG-Elektroden und andere Messgeräte nicht berühren, wenn diese mit dem Patienten verbunden
sind. Dies kann die Sicherheit beeinträchtigen und die Messergebnisse beeinflussen.
WARNUNG Kommunikationsschnittstellen und den Patienten nicht gleichzeitig berühren.
ACHTUNG
Vor der Entladung des Defibrillators ist darauf zu achten, dass die Paddles sich nicht berühren.
ACHTUNG
Die leitenden Teile der Elektroden und zugehörigen Anschlüsse für Anwendungsteile (einschl. der
Neutralelektrode) dürfen nicht mit anderen leitenden Teilen (einschl. der Erdung) in Berührung
kommen.
ACHTUNG
Dieses Gerät kann in Gegenwart von HF-Chirurgiegeräten verwendet werden. Nach einer elektrochirurgischen Interferenz kehrt das Gerät ohne Datenverlust innerhalb von 10 Sekunden zur vorherigen
Betriebsart zurück. Die Messgenauigkeit kann während eines elektrochirurgischen Eingriffs oder einer
Defibrillation vorübergehend beeinträchtigt sein. Dies hat keine Auswirkungen auf die Sicherheit von
Patienten oder Geräten. Hinweise zur Verminderung des Verbrennungsrisikos im Fall einer Gerätestörung sind der Gebrauchsanweisung des elektrochirurgischen Instruments zu entnehmen. Das Gerät ist
vor Röntgenstrahlung und starken Magnetfeldern (Magnetresonanztomographie) zu schützen.
ACHTUNG
Beim Einsatz mit chirurgischen HF-Geräten auf EKG-Patientenkabel und EKG-Überwachungsgeräte
achten.
HIN W E I S
Das Gerät und seine Zubehörteile sind nicht für den privaten Gebrauch bestimmt.
HIN W E I S
Der HeartStart MRx kann mit Netzstrom, mit dem 14V-Lithium-Ionen-Akkumulator M3538A oder
mit beiden gleichzeitig betrieben werden.
HIN W E I S
Für den Betrieb in den USA muss das Netzkabel mit einem NEMA-Stecker ausgestattet sein.
HIN W E I S
Die Durchführung vorsorglicher ESD-Maßnahmen zur Entladung statischer Elektrizität ist für den
HeartStart MRx nicht erforderlich.
298
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Sicherheitshinweise
Defibrillation
WARNUNG Hände und Füße dürfen nicht mit den Paddle-Rändern in Berührung kommen. Die Schocktasten am
Paddle-Griff mit den Daumen herunterdrücken.
WARNUNG Die multifunktionalen Pads dürfen sich nicht gegenseitig berühren, und sie dürfen nicht mit EKG-
Monitoring-Elektroden, Elektrodenkabeln, Verbandszeug usw. in Berührung kommen. Bei Kontakt
mit Metallgegenständen kann es während der Defibrillation zu elektrische Lichtbögen und
Hautverbrennungen kommen, und die Defibrillationsenergie kann vom Herzen weggeleitet werden.
WARNUNG Während der Defibrillation können Lufteinschlüsse zwischen Haut und Pads zu Hautverbrennungen
führen. Zur Vermeidung von Lufteinschlüssen ist darauf zu achten, dass die Pads vollständig auf der
Haut aufliegen. Keine ausgetrockneten Pads verwenden; die Pads-Verpackung erst unmittelbar vor
dem Gebrauch öffnen.
WARNUNG Während der Defibrillation dürfen der Patient und die an ihm angeschlossenen Geräte (einschließlich
Bett und Trage) keinesfalls berührt werden.
WARNUNG Der Patient darf nicht mit leitenden Flüssigkeiten und/oder metallischen Gegenständen wie z. B. der
Trage in Berührung kommen. Durch Kontakt mit metallischen Gegenständen können unbeabsichtigte
elektrische Leitungen entstehen.
WARNUNG Medizinisches elektrisches Gerät ohne Defibrillationsschutz muss während einer Defibrillation
ausgesteckt werden.
WARNUNG Im AED-Betrieb müssen die multifunktionalen Pads wie auf der Verpackung angegeben in der
Anterior-Anterior-Position angebracht sein. Der HeartStart MRx ist nicht für die Beurteilung von
Daten konzipiert, die mit Pads in der Anterior-Posterior-Position erfasst wurden.
299
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Sicherheitshinweise
Akku
WARNUNG Verbrauchte Akkus müssen gemäß den geltenden Bestimmungen entsorgt oder wiederverwertet
werden. Akkus nicht einstechen, zerlegen oder verbrennen.
WARNUNG Die eingebauten Schutzschaltungen bieten keinen Schutz bei unsachgemäßem Gebrauch. Alle mit
„Warnung” und „Achtung” gekennzeichneten Hinweise zur Handhabung und Benutzung von
Lithium-Ionen-Akkus sind unbedingt zu beachten.
WARNUNG Die Akkus sind vor Temperaturen über 60 oC zu schützen. Zu hohe Temperaturen können Schäden
an den Akkus verursachen.
WARNUNG Akkus von offenem Feuer und anderen Wärmequellen fernhalten.
WARNUNG Den Akku nicht kurzschließen und nicht in der Nähe metallischer Gegenstände platzieren, da
hierdurch ebenfalls ein Kurzschluss verursacht werden kann.
WARNUNG Akkus vor Nässe schützen und nicht in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit verwenden.
WARNUNG Akkus nicht eindrücken oder auf eine andere Art verformen.
WARNUNG Akkus nicht zerlegen oder öffnen. Die Schutzschaltung nicht manipulieren oder umgehen.
WARNUNG Akku vor starken Stößen und Vibrationen schützen.
WARNUNG Akku nicht an Akkus eines anderen Typs anschließen oder zusammen mit diesen verwenden.
300
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Elektromagnetische Verträglichkeit
Zubehör und Verbrauchsmaterial
WARNUNG Es dürfen nur die in dieser Gebrauchsanweisung aufgeführten multfunktionalen Pads, Akkus,
Zubehörteile und Verbrauchsmaterialien verwendet werden. Andere Produkte können zu einer
Fehlfunktion des HeartStart MRx führen.
WARNUNG Die multifunktionalen Pads dürfen nach Erreichen ihres Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden.
Pads nach dem Gebrauch entsorgen, nicht wiederverwenden. Die maximale Einsatzdauer für
kontinuierliches Pacing beträgt 8 Stunden.
Elektromagnetische Verträglichkeit
Vor dem Einsatz des HeartStart MRx muss die elektromagnetische Verträglichkeit mit anderen, in der
Nähe befindlichen Geräten geprüft werden.
Ein medizinisches Gerät kann elektromagnetische Störungen sowohl erzeugen als auch empfangen.
Vor diesem Hintergrund wurden Tests zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) gemäß der
internationalen EMV-Norm für medizinische Geräte (IEC 60601-1-2) mit und ohne Zubehör
durchgeführt. Die genannte IEC-Norm wurde in Europa als Europäische Norm (EN 60601-1-2)
übernommen.
Die EMV-Normen beschreiben Tests für Aussendung und Empfang von Störungen.
Störaussendungstests befassen sich mit Störungen, die vom getesteten Gerät selbst erzeugt werden.
WARNUNG Störaussendungen von in der Nähe befindlichen Hochfrequenzgeräten können die Leistung des
HeartStart MRx beeinträchtigen. Vor dem Einsatz des Defibrillators muss daher die elektromagnetische
Verträglichkeit mit diesen Geräten geprüft werden.
Fest installierte, tragbare und mobile Hochfrequenz-Sender können die Leistung medizinischer Geräte
beeinträchtigen. Tabelle 89 gibt Aufschluss über den empfohlenen Mindestabstand zwischen solchen
Sendern und dem HeartStart MRx.
Reduzierung der elektromagnetischen Störungen
Der HeartStart MRx und seine Zubehörteile können für Störungsaussendungen von anderen
Hochfrequenz-Energiequellen und für kontinuierlich wiederholte Spannungsspitzen anfällig sein.
Beispiele für andere hochfrequente Störquellen sind medizinische, IT- und Radio-/Fernsehgeräte sowie
Mobiltelefone. Bei Auftreten von Störungen, z. B. in Form von Artefakten im EKG oder extremen
Messwertschwankungen bei den Vitalparametern, muss die Störquelle ausfindig gemacht werden.
Hierzu Folgendes überprüfen:
• Tritt die Störung intermittierend oder konstant auf?
• Macht sich die Störung nur an bestimmten Orten bemerkbar?
• Tritt die Störung nur in nächster Nähe zu bestimmten medizinischen Geräten auf?
• Treten extreme Änderungen der Messwerte auf, wenn das Netzkabel herausgezogen wird?
Nach Lokalisation der Störquelle den Monitor/Defibrillator zur Reduzierung der EMV-Störung in
möglichst großem Abstand von ihr aufstellen. Falls Unterstützung benötigt wird, den Kundendienst
informieren.
301
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Elektromagnetische Verträglichkeit
Gebrauchsbeschränkungen
Durch elektromagnetische Störungen verursachte Artefakte im EKG und in den Parameter-Kurven
müssen von ärztlichem Personal bzw. ärztlich beauftragtem Personal beurteilt werden, um Aufschluss
über etwaige negative Auswirkungen auf Diagnose und Therapie zu erhalten.
Störaussendungen und Störfestigkeit
Der HeartStart MRx wurde gemäß den Anforderungen der internationalen und nationalen Normen
IEC 60601-1-2:2001 und EN 60601-1-2:2002 in Bezug auf abgestrahlte und leitungsgeführte
elektromagnetische Störaussendungen konzipiert und getestet. Die Tabellen 85 bis 89 enthalten
nähere Informationen zur elektromagnetischen Umgebung (Herstellererklärung).
WARNUNG Der Gebrauch anderer als der angegebenen Zubehörteile, Aufnehmer und Kabel kann die
Störaussendungen des HeartStart MRx verstärken bzw. dessen Störfestigkeit beeinträchtigen.
Die Tabelle “Zubehör und Verbrauchsmaterial” auf Seite 243nennt alle Kabel, Aufnehmer und
anderen Zubehörteile, die den Anforderungen der IEC-Norm 60601-1-2 in Bezug auf
Störaussendungen und Störfestigkeit entsprechen.
Der LAN-Netzwerkanschluss des HeartStart MRx trägt dieses Zeichen
. Die mit diesem
Warnsymbol gekennzeichneten Anschlusspole dürfen erst nach Treffen folgender
Vorsichtsmaßnahmen berührt oder angeschlossen werden:
Vor dem Berühren oder Anschließen der Anschlusspole muss sich der Benutzer durch Berühren einer
geerdeten, leitenden Metallfläche entladen.
Alle Benutzer des HeartStart MRx müssen über diese Vorsichtsmaßnahmen unterrichtet werden,
damit eine Beschädigung dieses empfindlichen medizinischen Geräts vermieden wird.
Gemäß den EMV-Normen müssen die Hersteller von Geräten, die an Patienten angeschlossen
werden, Angaben zur Störfestigkeit ihrer Systeme machen. Nähere Informationen hierüber sind den
Tabellen 85 bis 88 zu entnehmen. Tabelle 89 gibt Aufschluss über den empfohlenen Mindestabstand
zwischen tragbaren und mobilen Hochfrequenz-Geräten und dem HeartStart MRx.
Die EMV-Norm definiert Störfestigkeit als die Fähigkeit eines Systems, in der Nähe einer elektromagnetischen Störquelle ohne Leistungsbeeinträchtigung zu funktionieren. Die Beeinträchtigung der
EKG-Qualität kann jedoch u. U. auf einer subjektiven Beurteilung beruhen.
Beim Vergleich der Störfestigkeit verschiedener Geräte ist Vorsicht geboten, da die Norm keine
Kriterien der Leistungsbeeinträchtigung nennt und diese deshalb von Hersteller zu Hersteller
unterschiedlich sein können.
Herstellererklärung zur elektromagnetischen Umgebung
Der HeartStart MRx ist für den Gebrauch in der in den folgenden Tabellen angegebenen
elektromagnetischen Umgebung bestimmt. Der Benutzer des HeartStart MRx hat dafür Sorge zu
tragen, dass das Gerät in einer solchen Umgebung betrieben wird.
302
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Elektromagnetische Verträglichkeit
Tabelle 85 Elektromagnetische Störaussendungen
Emissionstest
Konformität
Hochfrequenzemis- Gruppe 1
sionen
CISPR 11
Richtlinien zur elektromagnetischen
Umgebung
Der HeartStart MRx verwendet Hochfrequenzenergie nur für interne Funktionen. Die HF-Strahlung ist
daher sehr gering und verursacht keine Interferenzen
bei elektronischen Geräten in näherer Umgebung.
Hochfrequenzemis- Klasse B
sionen
CISPR 11
Störaussendungen Klasse A
durch Oberschwingungen
IEC 61000-3-2
Der HeartStart MRx eignet sich für den Gebrauch in
allen Einrichtungen, einschließlich Privathaushalten
und Einrichtungen, die direkt an das öffentliche
Niederspannungsnetz zur Versorgung von
Privathaushalten angeschlossen sind.
Spannungsschwan- Erfüllt
kungen/Flackeremissionen
IEC 61000-3-3
303
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Elektromagnetische Verträglichkeit
Tabelle 86 Elektromagnetische Störfestigkeit - Allgemein
Störfestigkeitstest
IEC 60601Testbedingungen
Elektrostatische Ent- + 6 kV (Kontakt)
ladung (ESD)
+ 8 kV (Luft)
IEC 61000-4-2
Konformität
+ 6 kV (Kontakt)
+ 8 kV (Luft)
+ 2 kV für
Netzleitungen
+ 2 kV für
Netzleitungen
Stoßspannungswellen + 1 kV
symmetrische
IEC 61000-4-5
Störgröße
+ 1 kV
symmetrische
Störgröße
Transiente/schnelle
transiente elektrische Störgrößen
IEC 61000-4-4
IEC 61000-4-11
Magnetfeld der
Netzfrequenz
(50/60 Hz)
IEC 61000-4-8
Die Böden sollten aus Holz,
Zement oder Fließen sein. Bei
einem Bodenbelag aus Kunststoff
sollte die relative Luftfeuchtigkeit
mindestens 30 % betragen.
Das Stromnetz muss den
Bestimmungen für kommerzielle
Anwendungen und/oder
+1 kV für Eingangs- +1 kV für EingangsKrankenhäuser entsprechen.
/Ausgangsleitungen /Ausgangsleitungen
+ 2 kV
asymmetrische
Störgröße
Spannungsabfälle,
kurze Unterbrechungen und Spannungsschwankungen an
Stromversorgungsleitungen
Richtlinien zur
elektromagnetischen
Umgebung
+ 2 kV
asymmetrische
Störgröße
Das Stromnetz muss den
Bestimmungen für kommerzielle
Anwendungen und/oder
Krankenhäuser entsprechen.
< 5 % UT
< 5 % UT
Das Stromnetz muss den
(> 95 % Abfall von (> 95 % Abfall von Bestimmungen für kommerzielle
UT) über 0,5 Zyklen UT) über 0,5 Zyklen Anwendungen und/oder
Krankenhäuser entsprechen.
40 % UT
40 % UT
(60% Abfall von UT) (60% Abfall von UT)
über 5 Zyklen
über 5 Zyklen
70% UT
70% UT
(30% Abfall von UT) (30% Abfall von UT)
über 25 Zyklen
über 25 Zyklen
< 5 % UT
(> 95 % Abfall von
UT) über 5
Sekunden
< 5 % UT
(> 95 % Abfall von
UT) über 5
Sekunden
3 A/m
3 A/m
Die Magnetfelder der Netzfrequenz
müssen den Bestimmungen für
kommerzielle Anwendungen bzw.
Krankenhäuser entsprechen.
UT entspricht der Netzspannung vor Anwendung der Testbedingungen.
304
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Elektromagnetische Verträglichkeit
Tabelle 87 Elektromagnetische Störfestigkeit - Reanimationsfunktionen
Störfestigkeitstest
IEC 60601Konformität
Testbedingungen
Richtlinien zur elektromagnetischen
Umgebung
Portable und mobile HF-Kommunikationsgeräte müssen während des Gebrauchs von allen
Teilen des HeartStart MRx (einschließlich
Kabel) mindesten den Abstand halten, der
als „empfohlener Abstand“ aus der Senderfrequenz errechnet wird.
3 Vrms
Leitungsgeführte
Hochfrequenz
IEC 61000-4-6
Empfohlener Abstand
150 kHz bis 80 MHz 3 Vrms
außerhalb von ISMBänderna
10 Vrms
Empfohlener Abstand
150 kHz bis 80 MHz 10 Vrms
in ISM-Bänderna
305
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Elektromagnetische Verträglichkeit
Tabelle 87 Elektromagnetische Störfestigkeit - Reanimationsfunktionen (Fortsetzung)
Störfestigkeitstest
Abgestrahlte
Hochfrequenz
IEC 61000-4-3
IEC 60601Konformität
Testbedingungen
10 V/m
Richtlinien zur elektromagnetischen
Umgebung
10 V/m
80 MHz bis 2,5
GHz
80 MHz bis 800 MHz
800 MHz bis 2,5 GHz
Hierbei gilt: P ist die vom Hersteller
angegebene maximale Sendeleistung des
Senders in Watt (W), und d ist der empfohlene
Abstand in Metern (m).b
Die durch elektromagnetische Messungen vor
Ort bestimmten Feldstärken von festen HFSendern c müssen für den jeweiligen
Frequenzbereich innerhalb der
Konformitätsstufe liegen.d
In der Nähe von Geräten, die mit diesem
Symbol gekennzeichnet sind, können
Interferenzen auftreten:
Für 80 MHz und 800 MHz gilt der höhere Frequenzbereich.
Diese Richtlinien gelten unter Umständen nicht für alle Situationen. Die elektromagnetische Ausbreitung wird durch
Absorption und Reflexion von Strukturen, Gegenständen und Personen beeinflusst.
a
Die ISM-Bänder (Industrie, Wissenschaft, Medizin) zwischen 150 kHz und 80 MHz liegen bei 6,765 MHz bis 6,795
MHz, 13,553 MHz bis 13,567 MHz, 26,957 MHz bis 27,283 MHz und 40,66 MHz bis 40,70 MHz.
b Zweck der Konformitätsstufen in den ISM-Frequenzbändern zwischen 150 kHz und 80 MHz und im Frequenzbereich 80 MHz bis 2,5 GHz ist es, Störungen durch mobile/tragbare Hochfrequenz-Sender, die irrtümlich in Patientenbereiche gelangt sind, weitgehend auszuschließen. Aus diesem Grund wird bei der Berechnung des empfohlenen
Abstands für Sender in diesen Frequenzbereichen zusätzlich der Faktor 10/3 verwendet.
c
Die Feldstärken von festen Sendern wie Basisstationen für Mobiltelefone und schnurlose Telefone, Funkgeräte,
Amateurfunkgeräte und Radio- und Fernsehsender sind nicht genau berechenbar. Zur Bestimmung der elektromagnetischen Umgebung durch feste HF-Sender ist eine elektromagnetische Messung vor Ort zu erwägen. Wenn die gemessene Feldstärke am Einsatzort des HeartStart MRx die geltende Konformitätsgrenze übersteigt, muss geprüft werden, ob
der HeartStart MRx ordnungsgemäß funktioniert. Bei Leistungsabweichungen sind unter Umständen weitere Maßnahmen erforderlich (z.B. Drehen oder Umstellen des HeartStart MRx.
d
306
Im Frequenzbereich 150 kHz bis 80 MHz müssen die Feldstärken unter 3 V/m liegen.
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Elektromagnetische Verträglichkeit
Tabelle 88 Elektromagnetische Störfestigkeit – Funktionen, die nicht der Reanimation dienen
Störfestigkeitstest
IEC 60601Konformität
Testbedingungen
Richtlinien zur elektromagnetischen
Umgebung
Portable und mobile HF-Kommunikationsgeräte müssen während des Gebrauchs von allen
Teilen des HeartStart MRx (einschließlich
Kabel) mindesten den Abstand halten, der
als „empfohlener Abstand“ aus der Senderfrequenz errechnet wird.
Empfohlener Abstand
Leitungsgeführte
Hochfrequenz
3 Vrms
3 Vrms
150 kHz bis 80 MHz
IEC 61000-4-6
Abgestrahlte
Hochfrequenz
3 V/m
3 V/m
80 MHz bis 2,5 GHz
80 MHz bis 800 MH
IEC 61000-4-3
800 MHz bis 2,5 GHz
Hierbei gilt: P ist die vom Hersteller
angegebene maximale Sendeleistung des
Senders in Watt (W), und d ist der empfohlene
Abstand in Metern (m).
Die durch elektromagnetische Messungen
vor Ort bestimmten Feldstärken von festen
HF-Sendern a müssen für den jeweiligen
Frequenzbereich innerhalb der
Konformitätsstufe liegen.b
In der Nähe von Geräten, die mit diesem
Symbol gekennzeichnet sind, können
Interferenzen auftreten:
Für 80 MHz und 800 MHz gilt der höhere Frequenzbereich.
Diese Richtlinien gelten unter Umständen nicht für alle Situationen. Die elektromagnetische Ausbreitung wird durch
Absorption und Reflexion von Strukturen, Gegenständen und Personen beeinflusst.
a
Die Feldstärken von festen Sendern wie Basisstationen für Mobiltelefone und schnurlose Telefone, Funkgeräte,
Amateurfunkgeräte und Radio- und Fernsehsender sind nicht genau berechenbar. Zur Bestimmung der elektromagnetischen Umgebung durch feste HF-Sender ist eine elektromagnetische Messung vor Ort zu erwägen. Wenn die gemessene Feldstärke am Einsatzort des HeartStart MRx die geltende Konformitätsgrenze übersteigt, muss geprüft werden,
ob der HeartStart MRx ordnungsgemäß funktioniert. Bei Leistungsabweichungen sind unter Umständen weitere
Maßnahmen erforderlich (z.B. Drehen oder Umstellen des HeartStart MRx.
b
Im Frequenzbereich 150 kHz bis 80 MHz müssen die Feldstärken unter 3 V/m liegen.
307
21 Technische Daten und Sicherheitsmerkmale
Elektromagnetische Verträglichkeit
Empfohlene Abstände
Der HeartStart MRx ist für einen Einsatz in einer elektromagnetischen Umgebung mit begrenzten HF
geeignet. Elektromagnetische Störungen können durch Einhalten des unten angegebenen Mindestabstands zwischen portablen/mobilen HF-Kommunikationsgeräten und dem HeartStart MRx vermieden
werden; dieser Abstand ergibt sich aus der maximalen Sendeleistung des Kommunikationsgerätes.
Tabelle 89 Empfohlene Abstände
Abstand (in m) entsprechend der Senderfrequenz
Maximale
Nennsendeleistung
des Senders (in Watt)
150 kHz bis 800 MHz
800 MHz bis 2,5 GHz
0,01
0,1 m
0,2 m
0,1
0,4 m
0,7 m
1
1,2 m
2,3 m
10
4m
7m
100
12 m
23 m
Für Sender mit einer anderen maximalen Sendeleistung kann der empfohlene Abstand d in Metern (m) anhand der
für die Senderfrequenz geltenden Gleichung bestimmt werden, wobei P die vom Hersteller angegebene maximale
Sendeleistung des Senders in Watt (W) ist.
Für 80 MHz und 800 MHz gilt der höhere Frequenzbereich.
Diese Richtlinien gelten unter Umständen nicht für alle Situationen. Die elektromagnetische Ausbreitung wird
durch Absorption und Reflexion von Strukturen, Gegenständen und Personen beeinflusst.
308
Stichwortverzeichnis
Index
1
#
12-Kanal-EKG 137
Algorithmus 137
Ändern der Kurvenamplitude 143
Bericht 141
erfassen 140
Filter 144
Indikationen 5
Konfigurierbare Parameter 194
Signalprobleme 143
Technische Daten 285
Vorbereitung 138
Vorschau 138, 139
12-Kanal-EKG-Übertragung 145
Abbrechen 155
Bluetooth-Einstellung 147
Bluetooth-Übertragung 149
Einstellungen 196
Fehlerbehebung 258
Konfigurierbare Parameter 195
RS 232-Einstellung 150
RS-232-Übertragung 152
Status 154
Übersicht 145
Übertragung von 12-Kanal-EKGBerichten 155
A
Abkürzungen, Maßeinheiten 292
Akku
aufladen 236
einlegen 44
Entsorgung 238
Kalibrierung 236
Kapazität 14
Lagerung 237
Lebensdauer 14, 235
Lithium-Ionen-Akku M3538A 14
Symbole für die Ladung 16
Technische Daten 278
Warnung 300
Wartung 235
Akustische
Signale 269
Alarme
Akustische Signale 269
Externes Pacing 84
Herzfrequenz/Arrhythmie 56
aktivieren/deaktivieren 59
ändern 59
Bleibend 56
-Kette für Basis-Arrhythmie 57
Puls
Grenzen einstellen 132
Pulsfrequenz von SpO2 101
SpO2-Überwachung 100
aktivieren/deaktivieren 101
ändern 100
Desat 101
Alarmfunktion 25
Apnoe-Alarmverzögerung 116
awAF
aktivieren/deaktivieren 116
ändern 115
CPP 129
EtCO2
aktivieren/deaktivieren 115
ändern 115
etCO2- und awAF-Alarmfunktion 114
Invasive Drücke 127
invasive Drücke
aktivieren/deaktivieren 128
ändern 128
Konfigurierbare Parameter 193
Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
(NBP) 109
aktivieren/deaktivieren 110
ändern 109
Puls 131
aktivieren/deaktivieren 131
Temperatur 134
aktivieren/deaktivieren 135
Alarmfunktion einstellen 59
Alarmtypen
types 25
Allgemeiner Statusbereich 16
Apnoe-Alarmverzögerung 116
Arrhythmie
Alarmkette 57
Lernphase/Neulernphase 61
-Überwachung 54
Audioaufzeichnung 24
Automatisierte externe Defibrillation
(AED) 63
AED-Ansicht 64
Indikationen 5
1
Konfigurierbare Parameter 199
mit Q-CPR 174
Technische Daten 275
Verwenden des AED-Betriebs 67
Vorbereitung 65
Vorsichtsmaßnahmen bei der AEDTherapie 63
Auto-Tests 216
awAF-Alarmfunktion 114
aktivieren/deaktivieren 116
ändern 115
B
Bedienungselemente 20
Alarm-Pausentaste 21
Druckertaste 21
Ereignisbericht-Taste 21
Ladetaste 22
Menüauswahltaste 21
Navigationstasten 21
Schocktaste 22
Sync-Taste 22
Taste zur Ableitungswahl 21
Taste zur Ereignismarkierung 21
Therapiewählschalter 20
Bedienungselemente für die
Defibrillation 22
Benutzerprüfungen 230
Bereit-Lämpchen 4, 23, 218
Beschriftetes EKG 60
Betriebsarten 14
Bildschirm
Ansichten 15
Hoher Kontrast 20
Menüs 19
Bluetooth
Einstellung 147
Fehlerbehebung 258
Übertragung 149
C
CO2-Überwachung 111
Anschluss des FilterLine-Schlauchs 40
einstellen 113
etCO2 messen 114
Übersicht 111
Zubehör wählen 112
309
Stichwortverzeichnis
D
Datenmanagement 203, 204
Dokumentierte Ereignisse 207
Interner Speicher 204
Speicherkarte 204
Technische Daten 285
Datenspeicherung 4
Datum/Uhrzeit einstellen 182
Defibrillieren 91
Drucken
bei Echtzeit-Ausdruck 213
Fehlerbehebung 265
Konfigurationseinstellungen 183
Konfigurierbare Parameter 200
Kurven 28
Papier einlegen 42
Reinigen des Druckkopfs 239
Technische Daten, Drucker 279
Vitalparameter-Trendbericht 160, 206
Zusammenfassung 205
E
EKG
Kabel, Anschließen 35
EKG- und ArrhythmieÜberwachung 47–61
59
Auswählen der Ableitung 53
EKG-Kurvengröße 54
Elektrodenplatzierung 51
12-adriges EKG-Kabel 52
3-adriges EKG-Kabel 51
5-adriges EKG-Kabel 51
V/C (Brustwand) 52
Fehlerbehebung 252
Konfigurierbare Parameter 185
Monitor-Ansicht 48
Störungsmeldungen 58
Technische Daten 276
Über Elektroden 49
über multifunktionale DefibrillatorPads 50
Übersicht 47
Vorbereitung 49
Elektrodenplatzierung 51
Elektromagnetische Verträglichkeit 301
Ereignisbericht-Taste
button 21
Erste Orientierung 10
EtCO2
Alarmfunktion 114
aktivieren/deaktivieren 115
ändern 115
Fehlerbehebung 262
Konfigurierbare Parameter 191
Technische Daten 283
310
etCO2
Indikationen 5
Externes Pacing 83
Alarme 84
defibrillieren 91
Demand-Betrieb 88
Fehlerbehebung 263
Fixed-Betrieb 89
Indikationen 5
Pacing-Ansicht 85
Technische Daten 279
Übersicht 83
Vorbereitung 87
CPP-Alarmfunktion 129
Druckkurven 120
Druck-Namen 119
einstellen 117
Fehlerbehebung 266
Indikationen 6
Kabel, Anschließen 38
Kalibrierung 123
Bestätigung 125
Konfigurierbare Parameter 186
Letzte Nullung 126
Nullabgleich 121
PAWP 129
Technische Daten 282
Übersicht 117
Unterdrückung nicht-physiologischer
Artefakte 126
wiederverwendbare Aufnehmer 124
zerebraler Perfusionsdruck 119
F
Fehlerbehebung 249
12-Kanal-EKG-Übertragung 258
Allgemeine Fehler 250
CO2 262
Drucken 265
EKG-Probleme 252
Invasive Drucküberwachung 266
Pacing 263
Probleme mit der NBPÜberwachung 254
Probleme mit der SpO2Überwachung 256
Puls 267
Q-CPR 268
Seriennummern: 271
Speicherkarte 265
Temperatur 267
Funktionsprüfung 222
Benutzerprüfungen 230
Bericht 229
Durchführung 223
Testergebnisse 231
Tests 226
Übersicht 234
G
Gerät wieder Ein 27
H
HeartStart MRx
Zweckbestimmung 4
Herzschlagbeschriftung 60
HLW-Aufnehmer 166
HLW-Feedback 176
I
Invasive Drucküberwachung 117
Alarmfunktion 127
aktivieren/deaktivieren 128
ändern 128
Auswählen eines Drucks 119
K
Kalibrierung von invasiven Drücken 123
Bestätigung 125
Kennwortschutz 15
Konfiguration 181
Ändern von Einstellungen 182
Datum/Uhrzeit einstellen 182
Konfigurationseinstellungen
drucken 183
Konfigurierbare Parameter 184
Laden der Konfigurationseinstellungen
von einer Speicherkarte 183
Menüzugriff 181, 183
Speichern der
Konfigurationseinstellungen auf einer
Speicherkarte 183
Standardvorgaben wiederherstellen 183
Kurven, Ausdrucken 28
Kurvensektoren 17
ändern 18
L
Leuchtanzeige für externe Stromquelle 23
M
Manuell-Ansicht 73
Manuelle Defibrillation 71
defibrillieren 77
Indikationen 5
Konfigurierbare Parameter 198
Manuell-Ansicht 73
Manuell-Betrieb 73
mit Q-CPR 170
Sicherheitsvorkehrungen 72
Technische Daten 275
Übersicht 71
Vorbereitung 74
Stichwortverzeichnis
Markieren von Ereignissen 212
Monitor-Ansicht 48
N
Name des Patienten
eingeben 27
name 16
Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
(NBP) 105
Alarmfunktion 109
aktivieren/deaktivieren 110
ändern 109
Anschließen der Schläuche 37
Fehlerbehebung 254
Indikationen 5
Konfigurierbare Parameter 190
Messen von 106
Ändern des Intervalls 108
Technische Daten 281
Übersicht 105
Nullabgleich der Aufnehmer für invasive
Druckmessung 121
Letzte Nullung 126
Nullabgleich nicht möglich,
Ursachen 122
P
Pacing
siehe Externes Pacing 83
Paddles
Verwendung externer 75
Verwendung in der Pädiatrie 76
Pads, multifunktional 74
Parameterblöcke 18
Patientenalter
category 16
Plethysmogramm 99
Puls
Fehlerbehebung 267
Konfigurierbare Parameter 192
Pulsfrequenz-Alarmfunktion 101
aktivieren/deaktivieren 102
ändern 102
Quelle 130
ändern 131
Pulsoxymetrie
siehe SpO2-Überwachung 93
Q
Q-CPR 163
Datenerfassung 163, 179
Aufgezeichnete Daten/
Ereignisse 180
Daten überprüfen 180
Konfigurierbare Parameter 200
Fehlerbehebung 268
HLW-Aufnehmer 166
am Patienten 169
HLW-Feedback 176
im Manuell-Betrieb 170
Indikationen 6
Kompressionskurven 171
Konfigurierbare Parameter 200
Übersicht 163
Verwenden im AED-Betrieb 174
Vorbereitung 165
QRS-Ton 252
R
Reaktion auf Alarme
responding to 25
Reinigung 239
Blutdruckmanschette 241
Druckaufnehmer 241
Druckkopf des Druckers 239
EKG-Kabel 240
Monitor/Defibrillator 239
Paddles 240
Q-CPR-HLW-Aufnehmer 241
SpO2-Aufnehmer 241
Temperaturaufnehmer/-kabel 241
Therapie-Kabel 240
Tragetasche 241
S
Schicht-Checkliste 219
Kopie 220
Schocklöffel
Verwendung von internen 76
Schulung 7
Seriennummern: 271
Sicherheitshinweise 7
Sicherheitsüberlegungen 297
Speicherkarte
einstecken 46
Fehlerbehebung 265
herausnehmbare 204
intern 203
Konfiguration laden 183
SpO2-Überwachung 93
Alarme 100
aktivieren/deaktivieren 101
ändern 100
Anschließen des Kabels 36
Aufnehmer anbringen 97
Aufnehmer auswählen 95
Desat-Alarm 101
Fehlerbehebung 256
Indikationen 5
Konfigurierbare Parameter 192
Parameter 98
Plethysmogramm 99
Technische Daten 280
Übersicht 93
Störaussendungen und Störfestigkeit 302
Störungsmeldung
Alarmtypen 25
Fehlerbehebung 249
Störungsmeldungen
statements 16
Symboldefinitionen 289
Synchronisierte Defibrillation
(Kardioversion) 79
Abgabe eines Schocks 80
deaktivieren 81
mit einem externen Monitor 79
Vorbereitung 79
T
Technische Daten 273
12-Kanal-EKG 285
Akku 278
Automatisierte externe Defibrillation
(AED) 275
Bildschirm 278
Datenmanagement 285
EKG- und ArrhythmieÜberwachung 276
EtCO2 283
Externes Pacing 279
Invasive Drucküberwachung 282
Manuelle Defibrillation 275
Nichtinvasive Blutdrucküberwachung
(NBP) 281
SpO2 280
Temperatur 283
Umgebungsbedingungen 285
Temperatur 133
Alarmfunktion 134
aktivieren/deaktivieren 135
Alarmgrenzen
ändern 135
Ändern der Temperatureinheit 135
Anschließen des Kabels 39
Auswählen eines Namens 133
Fehlerbehebung 267
Indikationen 6
Konfigurierbare Parameter 193
Technische Daten 283
-Überwachung 134
Temperatur-Alarmgrenzen ändern
temperature
changing limits 135
Therapiekabel, Anschließen 41
311
Stichwortverzeichnis
V
Verbrauchsmaterial 243
Anbringen der Zubehörtaschen 31
Vitalparameter-Trendanalyse 157
Bericht drucken 160
Berichtformat 158
Daten 158
Daten überprüfen 157
Intervall anpassen 159
Vorsichtshinweis 297
W
Warnung 297
Wartung 215
Akku 235
Auto-Tests 216
Benutzerprüfungen 230
Bereit-Lämpchen 218
Entsorgen des HeartStart MRx 242
Funktionsprüfung 222
Funktionsprüfung durchführen. 223
Reinigungsanweisungen 239
Schicht-Checkliste 219
Wöchentlicher Schocktest 219
Wechselstrom-Netzmodul, Installieren 45
Wöchentlicher Schocktest 219
Z
Zubehör 243
Zurück an Eigentümer 29
Zusammenfassende Darstellung der
klinischen Leistung
Defibrillation 293
Interne Defibrillation 296
Kardioversion 294
Zusammenfassung 203, 205
312
453564042011
1. Auflage
Philips Medical Systems
Gedruckt in USA, Dezember 2006
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