Presseheft - A Good American

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Presseheft - A Good American
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A GOOD AMERICAN
Ein Film von Friedrich Moser
Filmstart: 18. März 2016
PRESSEHEFT
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A GOOD AMERICAN
Ein Film von Friedrich Moser
A 2015, 100 Min., DCP, EN / DE OmU / DE VO
Der erste große Thriller dieses Jahres ist ein Dokumentarfilm aus Österreich
„A Good American“ ist ein packender Doku-Thriller über ein bahnbrechendes
Überwachungsprogramm, den brillanten Mastermind dahinter und wie diese perfekte
Alternative zur Massenüberwachung von der NSA-Führung aus Geldgier verhindert wurde –
drei Wochen vor 9/11.
Bill Binney war ein brillanter Codebreaker und über drei Jahrzehnte Analyst der National Security
Agency (NSA), zuletzt als Technischer Direktor. Binney entwickelte das revolutionäre Programm
ThinThread, das Daten sammeln und in Echtzeit Hinweise auf potentielle terroristische Aktivitäten
geben konnte. Eingebaute Schutzmaßnahmen schoben der Massenüberwachung, wie sie später
Edward Snowden aufdeckte, einen Riegel vor. Warum wurde das Programm gestoppt? Und wer
steckte dahinter?
Friedrich Mosers aufrüttelnder und zutiefst verstörender Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von
Bill Binney und jenen, die in der NSA und außerhalb das Programm ThinThread unterstützten. Ein
Programm, das verfassungskonform sowie effektiver und kostengünstiger Daten sammeln konnte als
die inzwischen diskreditierten Programme der westlichen Regierungen. Der Film ist weiters eine
ernüchternde Darstellung dessen, was mit jenen geschieht, die die Vertuschungen ans Licht bringen
wollten. Hätte Thinthread 9/11 verhindern können? Sehr wahrscheinlich, denn das ergab ein Testlauf,
der bis heute unter Verschluss ist – und ebenso etliche weitere Terror-Attentate von Madrid über die
Londoner U-Bahn bis zu den Anschlägen von Paris letzten November.
„'A Good American' is a chilling docu-thriller of the most dizzying kind and may well prove to be one of
the year's most important films.“
CPH:DOX, Copenhagen International Documentary Film Festival, 2015
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REGIESTATEMENT
Seit Anfang 2011 hatte ich an einem Filmprojekt über einen jungen deutschen Hacker gearbeitet, der
aktiv den Demokratiebewegungen des Arabischen Frühlings geholfen hatte. Er war auf amerikanische
Überwachungssoftware gestossen, die illegal vom Syrischen Assad-Regime verwendet wurde, um die
Demokratiebewegung zu verfolgen. Ich hatte gerade erfahren, dass dieselbe Überwachungssoftware
nicht nur in sämtlichen Diktaturen der Welt verwendet wurde, sondern auch in fast allen EU-Staaten,
als die Edward Snowden-Story raus kam und bewies, dass die Überwachung um Dimensionen größer
war, als wir vermutet hatten.
Als alle begannen, über die böse NSA herzuziehen, mit dem Finger auf sie zu zeigen und die
Amerikaner auszubuhen, sagte ich mir – Moment einmal, ganz so einfach ist das sicher nicht! Als ich
1988 meinen Militärdienst leistete und wir die Rote Armee an unseren Grenzen hatten, waren wir da
nicht alle froh gewesen, dass die NSA in unseren Horchposten saß und die Sowjets ausspähte?
Wann hatten die Nachrichtendienste begonnen, den Fokus ihrer Überwachung weg von unseren
Feinden zu verlagern hin auf uns, die Bürger? Und warum?
Möglicherweise würde die persönliche Geschichte eines langjährigen Geheimdienst-Mitarbeiters diese
Entwicklungen widerspiegeln. Und da zwar auch sämtlich EU-Länder bis über beide Ohren in der
Massenüberwachung drinstecken, es hier aber im Gegensatz zu den USA auch nicht einen
Whistleblower gab, suchte ich unter den Amerikanern auf meiner Liste der Interviewpartner. Und da
stolperte ich über Bill Binney. Über 30 Jahre bei der NSA, dann Ausstieg, dann erster Whistleblower
über Massenüberwachung, zwei Jahre vor Snowden – gewiss gab es hier eine Story.
Ende Oktober 2013 brachte ich Bill Binney für 4 Tage nach Wien. Wir machten Interviews, führten
Hintergrundgespräche – und Bill erzählte mir die unglaublichste Geschichte, die ich je in meinem
Leben gehört hatte.
Ich liebe Spionagefilme. „Der Dritte Mann“, „Der Spion, der aus der Kälre kam“, „Die drei Tage des
Condor“, der Film Noir der 1960er und 1970er Jahre bis rauf zu James Bond, Jason Bourne und
„Syriana“ – und jetzt saß ich Bill Binney gegenüber, dem früheren technischen Direktor des
mächtigsten Nachrichtendienstes der Welt, und hatte die Kamera laufen, während er mir erzählte, wie
es ihm in den 1970er Jahren gelungen war, das gesamte Kommando-System der Sowjetunion zu
hacken durch mathematische Analyse von Metadaten, lang bevor dieses Wort überhaupt erfunden
worden war. Und wie er und eine kleine Gruppe von engagierten Leuten das mächtigste Analyse-Tool
in der Geschichte der Menschheit entwickelt hatten und dieses Programm auch noch 9/11 verhindert
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hätte, wäre es nicht von NSA-Chef Michael Hayden und seinen Kumpanen zugunsten ihrer MilliardenDollar-Phantasien abgeschossen worden, und das Ganze auch noch 3 Wochen vor dem TerrorAnschlag. Dies war eine jener Geschichten, die im Spielfilm als unwirklich abgetan werden, und wie
sie nur das Leben selbst schreiben konnte.
Für mich persönlich ist „A Good American“ in erster Linie ein Film über Moral. Es ist sicherlich nicht
ein Film über Technologie, auch wenn die Story eines Software-Programmes das zunächst
suggerieren würde. Es ist auch kein Film über Politik. Oder über die Nationale Sicherheit. Oder über
Überwachung. Mein Film ist ein Film über jene Werte alter Schule, die sich während der vergangenen
Jahrzehnte verflüchtigt zu haben scheinen.
Bill Binney ist ein genialer Crypto-Mathematiker. Dennoch ist er von einer Bescheidenheit und
Anständigkeit, die einen einfach verblüfft. Er agiert sowohl sehr überlegt als auch mit großem
Einfühlungsvermögen. Und Bill ist ein echter Patriot. Aber nicht einer, der mit der Fahne herumwedelt
und großen Lärm darum macht. Er sorgt sich einfach nur zutiefst um sein Land und jene Werte, die es
gross gemacht haben: Freiheit, Demokratie, eine unabhängige Justiz, die Herrschaft des Rechts,
Pluralismus, Vielfalt, Toleranz, Kreativität, Erfindergeist, harte Arbeit gepaart mit einem guten Sinn für
Humor.
Als Vizepräsident Dick Cheney und NSA-Chef Michael Hayden im Zug von 9/11 Massenüberwachung
und Folter einführten, war dies der größtmögliche Verrat an allem, wofür Bill Zeit seines Lebens und
seiner Berufslaufbahn gekämpft hatte. In gewissem Sinn war es unausweichlich, dass er sich gegen
diese Perversion der Nationalen Sicherheit und die wild wuchernde Korruption auflehnte, dass er sich
dem Druck der militärisch-industriellen Überwachungsmaschinerie nicht beugte. Mir fällt nichts ein,
was amerikanischer wäre als diese seine Haltung.
Möglicherweise ist die Welt nicht so grau und nuanciert wie uns alle weismachen wollen.
Möglicherweise gibt es so etwas wie einen glasklaren moralischen Kompass. Eines Tages werden
meine Kinder mich fragen: Damals, als sie diese totalitären Überwachungsmaßnahmen eingeführt
haben, was hast du getan? Gleich wie ich selbst meine Großeltern über ihr Verhalten während der
Nazi-Zeit gefragt habe. Und ich weiß noch, wie stolz ich auf sie war, dass sie ihren Kompass gehabt
hatten und ihrem moralischen Kurs treu geblieben waren – auch als das ganze Land sich auf die
dunkle Seite begab. Und ich bin immer noch stolz auf sie. Denn manchmal läuft es einfach tatsächlich
darauf hinaus, sich für Gut oder Böse zu entscheiden.
Deshalb hab ich diesen Film „A Good American“ genannt.
Friedrich Moser, Oktober 2015
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SYNOPSIS
Ein brlllianter Codebreaker – ein perfektes Überwachungstool – ein himmelschreiender Verrat
Nach dem Ende des Kalten Krieges beginnt der beste Code-Breaker, den die USA jemals hatten, mit
einem
kleinen
Team
innerhalb
der
NSA
die
Entwicklung
eines
revolutionären
Überwachungsprogramms.
Es kann jegliche elektronischen Signale auf der Welt aufgreifen, sie nach Zielen durchforsten,
Ergebnisse in Echtzeit liefern und das alles, ohne in die Privatsphäre einzudringen und die USVerfassung zu verletzen. Das Programm ist perfekt – außer in einem Detail: es ist zu kostengünstig.
Deshalb wird es vom Dollar-hungrigen NSA-Management abgeschossen – drei Wochen vor 9/11.
Als nach dem Terroranschlag die NSA mit der Massenüberwachung der US-Bürger beginnt, verlässt
der Code-Breaker die Agency. Ein Freund übernimmt das Programm und kann es Anfang 2002 für
einen Testlauf wiederbeleben – einen Testlauf durch die größte Datensammlung der NSA, basierend
auf dem Kenntnisstand aus der Zeit vor dem Terroranschlag. Er startet das Programm und sofort
erscheinen die Attentäter auf dem Bildschirm. Reaktion der NSA: Vernichtet das Programm!
Dies ist die Geschichte von Bill Binney, einem Programm namens ThinThread und wie die perfekte
Alternative zur Massenüberwachung von der NSA aus Geldgier abgeschossen wurde.
“A Good American” erzählt eine der wichtigsten Geschichten des Informationszeitalters und zeichnet
die Funktionsweise und die Verstrickungen eines politisch-wirtschaftlichen Netzwerkes nach, dessen
Ausleger bis nach Österreich reichen.
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A GOOD AMERICAN
Ein Film von Friedrich Moser
A 2015, 100 Min., DCP, EN / DE OmU / DE VO
TEAM
MITWIRKENDE:
Bill Binney, Jesselyn Radack, Ed Loomis, Kirk Wiebe,
Diane Roark, Tom Drake
DARSTELLER:
Christopher Beer, Gregor Huter, Mars Mohr
BUCH, REGIE, KAMERA:
Friedrich Moser
DRAMATURGISCHE BERATUNG: Michael Seeber
STORY EDITING:
Jesper Osmund
SCHNITT:
Jesper Osmund, Kirk von Heflin
MUSIK:
Christopher Slaski, Guy Farley
INTERAKTIVES KONZEPT:
Jamie Balliu
HERSTELLUNGSLEITUNG:
Peter Janecek
SENIOR PRODUCER:
Michael Seeber
PRODUZENT / PRODUKTION:
Friedrich Moser / blue+green communication
VERLEIH:
blue+green communication
BOOKING & BILLING:
Constantin Film Verleih
FÖRDERER
ÖSTERREICHISCHES FILMINSTITUT
ORF FILM-/FERNSEHABKOMMEN
FISA – FILM-STANDORT AUSTRIA
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PRESSESTIMMEN
The Guardian (Grossbritannien / USA / Australien)
“Convincing! … fascinating… certainly packs a punch!”
“Moser mixes straight-to-camera interviews with well-chosen newsreel and archive film, overlaid by a
foreboding soundtrack.”
“evokes the work of Errol Morris”
IndieWIRE (USA)
“With the ferociously intelligent and committed Binney at its centre, the film is a fascinating, sometimes
jaw-dropping account of gifted individuals thwarted by self-serving superiors, with tragic results.”
„In a tragic way, the latest atrocity makes the documentary “A Good American” even more timely.“
„For many it will make upsetting viewing. „
Filmmagasinet Ekko (Dänemark)
„A Good American unfolds an incredible and thoughtful story of the US National Security Agency.“
„With a tasteful aesthetics A Good American is as exciting as a well-made thriller....extremely
cinematic.“
„The message is scary: NSA monitors to make money - not to protect.“
„...a terrific and well-oiled documentary... It is important, has a lot of weight and perspectives far
beyond its own borders.“
Politiken (Dänemark)
„Fascinating documentary“
„A Good American finds tremendously discouraging answers to deeply troubling questions.“
Soundvenue (Dänemark)
„With A Good American Moser has created an insanely compelling, well-orchestrated and explosive
documentary.“
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BIOGRAFIEN
FRIEDRICH MOSER
Geboren 1969 in Gmunden/Oberösterreich, hat in Salzburg und Bilbao/Spanien Geschichte und
Germanistik studiert. Nach Abschluss des Studiums Wechsel nach Südtirol und Arbeit als TVJournalist und Nachrichtenredakteur. 2001 gründet er die Produktionsfirma blue+green
communication. 2008 erfolgreiche Teilnahme am Documentary Campus, einer Europäischen
Meisterklasse für Dokumentarfilm mit Fokus auf den internationalen Markt. Daneben Lehrtätigkeit an
der Universität Wien/Department für Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie an der Oberschule für
Werbegrafik in Brixen/Südtirol.
Friedrich Moser hat über 20 Dokumentationen gemacht, zumeist als Autor, Regisseur, Produzent und
Kameramann, darunter den Kino-Dokumentarfilm THE BRUSSELS BUSINESS über Lobbying in
Brüssel, der in über 15 Ländern auf Festivals, bei Special Screenings, im Kino und im Fernsehen zu
sehen war. Daneben zahlreiche Arbeiten für Fernsehsender, Forschungseinrichtungen und Museen.
Friedrich Moser lebt und arbeitet in Wien, mit Kooperationspartnern in London, New York und Los
Angeles.
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FRIEDRICH MOSER – FILMOGRAPHIE (Auswahl)
2015
A Good American
Dokumentarfilm, 100 Min. – Buch & Regie / Produktion / Kamera
2013
Val Camonica – Spuren im Stein
TV-Doku Wissenschaft, 58 Min – Buch & Regie (mit Daniel Wunderer) / Kamera
2013
Im Labyrinth der Lichter
TV-Doku Wissenschaft, 58 Min – Buch & Regie (mit Daniel Wunderer) / Kamera
2013
S-TARget
Industriefilm Bio-Tech, 15 Min – Buch & Regie / Produktion / Kamera
2012
The Brussels Business – Wer steuert die Europäische Union?
Dokumentarfilm, 88 Min – Buch & Regie (mit Matthieu Lietaert) / Produktion / Kamera
2010
Der DNA auf der Spur
TV-Doku Wissenschaft, 35 Min – Buch & Regie / Produktion / Kamera / Schnitt
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BILL BINNEY
William „Bill“ Binney, geboren in Pennsylvania/USA, ist ein ehemaliger US-amerikanischer
Nachrichtendienst-Mitarbeiter und Technischer Direktor der National Security Agency (NSA). Seit
Januar 2015 ist er Träger einer Auszeichnung der Sam Adams Associates for Integrity in Intelligence.
Am 31. Oktober 2001 schied er nach 37-jähriger Arbeit für die NSA aus Protest gegen die
Datensammelpraxis aus dem Dienst und wurde zum Whistleblower. Wegen der Wende der NSA hin
zum Prinzip der Massenüberwachung in Folge der Anschläge vom 11. September 2001 quittierte er
den Dienst bei der NSA, weil er für diese Entwicklung keine Verantwortung übernehmen wollte. Er war
zuletzt als technischer Direktor für die Systeme zur Datensammlung und zur Filterung relevanter
Informationen zuständig. Ihn empörte die illegale Nutzung der NSA-Daten innerhalb der USJustizbehörden und anderer Institutionen, die den Rechtsstaat, die Demokratie aushöhlten.
Nur wenige Tage nach den Anschlägen war ein entsprechender Vorschlag des damaligen NSA-Chefs
Michael Hayden von US-Präsident George W. Bush und seinem Vize Richard Cheney angenommen
worden. Damit sind, nach Binneys Ansicht, alle Schleusen zur Speicherung und Totalüberwachung
geöffnet worden. Auf diese Weise ist spätestens ab Herbst 2001 eingetreten, was nach Ansicht
Binneys die Gründerväter der USA exakt hatten verhindern wollen: dass ein Staat entsteht, der über
alle seine Staatsbürger jede Information sammelt und im Zweifel auch gegen sie verwendet.
2007 stürmte eine Gruppe von bewaffneten FBI-Agenten seine Wohnung, Binney berichtete, dass „die
NSA und das FBI damals Anklagepunkte gegen meine Kollegen und mich fingierten, sodass sie einen
Haftbefehl bekamen.“ Seit Mai 2011 macht Binney auf die Datensammelwut der NSA aufmerksam.
Im Dezember 2012 hielt er zusammen mit Thomas Drake einen Vortrag auf dem 29. Chaos
Communication Congress des Chaos Computer Clubs in Hamburg, wo er unter anderem darlegte,
dass allein der US-Telekommunikationsriese AT&T die NSA täglich mit mehreren hundert Millionen
Nutzerspuren versorge.
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Zusammen mit J. Kirk Wiebe und Thomas Drake, wie er ehemalige NSA-Mitarbeiter, die seit Jahren
kritisch gegenüber den Überwachungsprogrammen der NSA sind, bestätigte er die im Juni 2013 durch
den Whistleblower Edward Snowden öffentlich gewordenen umfangreichen Überwachungspraktiken
der NSA in der Überwachungs- und Spionageaffäre 2013. Nachdem sie als Kriminelle verdächtigt
wurden und ihre Karriere und Reputation verloren hatten, sehen sie sich durch die von Snowden
geleakten Dokumente bestätigt.
Am 3. Juli 2014 war Binney der erste Zeuge, der vor dem NSA-Untersuchungsausschuss aussagte.
Binney hatte schon vorher in der ARD bestätigt, was die NSA immer bestritten hat: Es werden nicht
nur allgemeine Verbindungsdaten ausgespäht, sondern eben auch konkrete Inhalte von
Telefongesprächen und E-Mails: „Es geht um Inhalte. Wenn Sie zehn Milliarden Dollar in eine
Geheimdienstbehörde investieren, dann ist das genug Geld, um ein ganzes Imperium zu gründen, das
Daten sammelt. Genau das ist passiert.“ Er nutzte seine fünfstündige Befragung vor dem Ausschuss
für eine Abrechnung mit den Methoden der NSA, die er als Behörde schilderte, die beim Sammeln von
Daten jedes Maß verloren hat und massenhaft die Freiheitsrechte der Bürger verletzt.
Was die NSA mache, „widerspricht unserer Verfassung“, betonte Binney. Im Kern wolle der
Geheimdienst „über jeden alles wissen“, es gehe darum, Daten über jedermann zusammenzutragen:
„Wir haben uns wegbewegt von der Sammlung dieser Daten hin zur Sammlung von Daten der sieben
Milliarden Menschen unseres Planeten.“ Insofern könne jeder Bürger in den USA und im globalen
Rahmen ins Visier der NSA geraten, obwohl es doch ein „Recht auf Privatheit“ gebe. Er sprach von
einem „Angriff auf Individuen“. Kurz vor Binneys Befragung war bekannt geworden, dass die NSA
gezielt Menschen ausspäht, die sich mit Verschlüsselung und Anonymisierung im Internet
beschäftigen. Wie der NDR und der WDR berichteten, geriet der Erlanger Student Sebastian Hahn ins
Visier der NSA, weil er einen Server für Tor, ein Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten
im Internet, betreibt. Binney bezeichnete den Bericht in seiner Anhörung als plausibel.
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Binney erklärte, dass quasi alle Daten, die Deutschland durchqueren, auch durch die NSA und den
deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) aufgegriffen würden – oder auch von der NSA allein.
Binney berichtete auch von einer intensiven Zusammenarbeit mit dem BND, der teilweise Zugang zu
Ausspähtechniken der NSA gehabt habe.
Seine massive Kritik ging soweit, dass er der NSA einen „totalitären Ansatz“ vorwarf, der auf die
„Kontrolle der gesamten Bevölkerung“ abziele: „So etwas ist ansonsten nur von Diktaturen bekannt.“
Die NSA habe die Anschläge als Rechtfertigung genutzt, um eine gigantische Massenüberwachung
zu starten. Dieses Vorgehen richte sich auch gegen die eigene Bevölkerung und stelle die „größte
Bedrohung der Demokratie seit dem Amerikanischen Bürgerkrieg“ dar, gefährde aber zudem weltweit
Demokratien.
(Quelle: Wikipedia)
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FESTIVALS
* CPH:DOX (Hauptbewerb) - Weltpremiere – 10. November 2015
* DOC NYC (Internationaler Bewerb) - US-Premiere – 15. November 2015
* Palm Springs (US)
schon zugesagt
* Rotterdam IFF (NL)
* Sedona IFF (US)
* Boulder IFF (US)
* Diagonale (AT)
* Movies that Matter Den Haag (NL)
* Festival Millenium Bruxelles (BE)
* Against Gravity Warszaw (PL)
* Doxa Vancouver (CA)
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„THIS FILM IS ABOUT A BRILLIANT MIND.“
Bill Binney, Friedrich Moser und Senior Producer Michael Seeber
im Gespräch mit Karin Schiefer
Friedrich Moser’s captivating documentary „A Good American“ drags viewers into the core of
US intelligence operations and portrays the fascinating Bill Binney, a former NSA data analyst,
who had devised a program that could have detected the 9/11 terrorists. An interview with Bill
Binney, Friedrich Moser and senior producer Michael Seeber.
Bill Binney, you are the protagonist of Friedrich Moser’s „A Good American“, can you
introduce us to the circumstances that led shortly after the 9/11 terrorist attacks to your
retirement from NSA where you had used to work as one of the leading data analysts and
where you had developed a program called ThinThread that allowed to analyze data efficiently
without violating people’s privacy. Some persons in the NSA management seemed to have a
completely different view on this subject and would rather install a different program which
was less efficient, definitely more expensive and provided the citizens with mass surveillance.
BILL BINNEY: You have to think about it this way: If you’re the manager of an organization and you
want it to grow and you lock yourself into collecting everything that is passing around in the world
every year, you’re dealing with an ever increasing amount. You’re locking yourself into needing more
and more money year after year and you build your empire that way. Plus, if you feed your contractors
they’ll give you a nice bonus, you’ll get a nice big salary, you’ll get your contacts, more contracts etc. I
call that the military-industrial-intelligence-complex-happiness-management program. How you
embezzle money from people, put them at risk so that when they get hurt, you can get by fearmongering even more money.
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As a government employee (which I was until October 2001) you’re required to report fraud, waste
and corruption. So we did. We went directly to the Intelligence Committees in the House, and also to
the Department of Defense Inspector General (DoD IG), later to the Department of Justice Inspector
General using the proper channels you’re supposed to use when you’re reporting fraud, waste and
abuse. We thought by using them we’d try to stay within the government’s channels to be able to try to
change them back to doing something that was constitutional and not illegal because they were
violating all kinds of laws – including the privacy acts.
What was the outcome of your procedure?
BILL BINNEY: Everybody covered up for everybody else. They were all part of it. The Intelligence
Committees, the FISA Court (US Foreign Intelligence Surveillance Court), the White House, the
Department of Justice, the NSA, CIA, FBI all of them, they all covered up because they knew they
were all culpable. And we reached the point where they wanted to keep us really quiet because we
kept going to other people in Congress, we would not stop with the Intelligence lying to everybody .
After we did that, they sent us the FBI to raid us and fabricated evidence against us, which I caught
them at, fortunately. I threatened them with malicious prosecution, which means disbarment and
criminal charges and also because of what they were doing gave us grounds for a law suit, so they
dropped everything and ran away from us. Only because I had found out what they were doing, if I
didn’t, they could have done what they did to Chelsea Manning – send her to jail for 35 years. They
didn’t take any action. I had evidence, I was waiting for them to do something, but they were too
afraid. Sunlight scares them, when you expose them to public scrutiny, they look really bad, so they
backed off.
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Surprisingly, it was not a fellow American filmmaker who took up your story but an Austrian.
Fritz, when did you come across Bill Binney’s case?
FRIEDRICH MOSER: After the Snowden revelations I wanted to know when and how the intelligence
services started to spy on us instead of spying on our enemies. That’s when I contacted Bill Binney
asking him whether he was up to making a film together with me on his career. I invited him over to
Vienna in October 2013.
MICHAEL SEEBER: You always wanted to make a film about spies (laughs).
FRIEDRICH MOSER: That’s the other thing. I love spy stories. I am a big fan of James Bond or Jason
Bourne. I particularly love the spy stories of the sixties and seventies. I didn’t know of any
documentary about a spy. As a historian, which is my academic background, I was wondering when
they started to spy on us instead of spying on our enemies. I thought the best way to tackle the
question would be by the story of only one person. That’s when I came across Bill again, he was on
my list of interview partners from a previous film project. In late October 2013 he came over to Vienna,
and he started to talk to me about ThinThread. That was the first time that I heard about this program
and I was flabbergasted. It seemed just unbelievable that nobody has ever made a film about it. It
seemed to me as bold as a fiction story could be. The US Intelligence Services is the last remaining
super power and we had a huge case of corruption linked to the 9/11 terrorist attacks, which is the
major turning point in our recent history. I was simply amazed.
How did you make your way into the subject apart from interviewing Bill?
FRITZ MOSER: There was not much around when I started to dig for more information. There were
some interviews, a very good article in the New Yorker Magazine about Tom Drake that mentioned
ThinThread before, and some more in media like Wired Magazine or the Rolling Stone. It was clear to
me that there must have been something and of course I knew that Bill Binney was a very trustworthy
person. I also tried to talk to other participants in the ThinThread project to see whether there were
any contradictions. But there were not. It was obvious that what I had heard about ThinThread was
real. A very crucial moment happened in May 2015, when the editing of the film was almost done, we
met Pat Eddington who used to be a national security staffer; as such he had access to the classified
version of the DoD IG report about ThinThread. He couldn’t give us any details on the content of this
report, but he was able to confirm that everything told in our film was true. I also was invited to an
informal meeting of technology people in the US in September 2015 where I met some of the founding
fathers of the internet, old-school technology people, and also a man who was very much interested in
the film. He had researched through his own NSA channels and confirmed everything we had found
out during the film project. That meant that we had two independent sources saying that it was all true:
this is conform to the golden rule of Seymour Hersh, one of the most prolific investigative reporters in
the US.
Who was ready to talk to you in front of the camera?
FRIEDRICH MOSER: The people ready to speak were Bill Binney himself, Ed Loomis who had
developed ThinThread together with him, Kirk Wiebe, a project manager in their team and a very
experienced analyst. From the outside we had Tom Drake, a software engineer. After Bill, Ed and Kirk
retired from NSA, Tom Drake tried to revive ThinThread and he managed to do a test run. In this test
run – that was based on the knowledge from before 9/11 –, he found the names of the 9/11 terrorists
in the NSA database.
BILL BINNEY: We hadn’t updated ThinThread then. So all what they had to do was run the program. If
they had had it running, they would have picked out those guys before they went on a plane in Kuala
Lumpur.
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FRIEDRICH MOSER: And then we also talked to Diane Roark, she was the relevant person for the
NSA account in Congress. That means we had a look from three different angles. This was enough to
tell the story. Of course I would have loved to talk to Michael Hayden and to the people who messed it
up before 9/11. They are all now with private companies earning huge amounts of money. I asked
them to participate in a film about ThinThread, but in the end nobody got back to me.
BILL BINNEY: One of the reasons I went with Fritz right away was that nobody in the US would do
anything about this. They are all too afraid. After the attack on James Risen, a NYT journalist who
exposed the mass surveillance in a December 2005 article, everybody was afraid to say anything
dealing with national security. This is not national security, it’s national insecurity we are dealing with,
right?
How did you find the producer who, like you, believed in the potential of this story?
FRIEDRICH MOSER: I had been a producer myself for a long time. What I had wanted to do this time
was to concentrate on the creative part of the project. I was looking for a team to take care of the
production itself. I met Michael Seeber while I was negotiating with a German producer about a
possible collaboration. We came to talk about our favorite documentary film, Man On Wire, and either
of us put forward exactly the same arguments why the film worked that well. I knew after a few
minutes, this was the guy I wanted to do business with. The same day I met Michael I also received
Bill’s email saying that he was in. This was fate. And it was actually a really good starting point for the
project. I had moved to Vienna in 2010 only and I didn’t know anybody from the Austrian industry.
Michael brought me together with all the interesting people who really helped the project.
MICHAEL SEEBER: We spontaneously understood each other really well and I was completely
hooked when I heard about this project. We developed the concept, the treatment together. I’d say I
took Fritz by his hand and guided him through the enterprise, advising at all levels of production and
bringing in some of the team members like Peter Janecek, our executive producer, the composer
Christopher Slaski, the editor Kirk von Heflin.
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BILL BINNEY: I looked at it this way: Working with you guys has been a pleasure compared to trying
to work with anybody inside NSA. It was great, from my perspective: I’ve been talking about these
things inside the USA, but I’ve been explaining the technology, people didn’t get that right away. When
Fritz asked me, I said to myself – “Great, that will be another way. Getting an artist in and being able
to depict it in a film, that would get a much wider audience, convey the meaning and then be able to
discuss it.”
MICHAEL SEEBER: I’d like to say that beside the fact that I’m very happy to have made a good film,
I’m very glad I had the chance to meet a person like Bill.
BILL BINNEY: I certainly hope we stick together for a long time to come, but I know, you guys will be
busy doing other things. We are friends I would say.
As you mentioned before, you are a big fan of spy movies. „A Good American“ is both a
gripping documentary and a political thriller. Can you tell us how you developed the narrative
together with your visual language?
FRIEDRICH MOSER: From all the things Bill Binney had told us, ThinThread was the backbone of the
film. Our challenge was to find a way to integrate the other stories into the core story. We thought we’d
absolutely need Bill’s backstory in the Cold War, to also be able to visualize things. Now in the digital
age everything is abstract. Nobody can associate anything visible with it. In the analogue age it was
much more simple to illustrate what he was going after. The lucky effect that he came across the basic
element of his traffic analysis by analyzing metadata already back in the sixties helped a lot to explain
what the concept of metadata is, how it actually works. There hasn’t so much changed from the days
when he spied on the Soviet military compared to spying on terrorists nowadays: there are patterns
created through human behavior, through things that you do, not through things that you say. Giving a
stronger accent to the things that are done instead to things that are said, is so crucial in
understanding why we are currently failing in detecting terrorist attacks. Because intelligence services
look at what they are saying and not enough at things they are doing.
MICHAEL SEEBER: The story is extremely complex and you need so much information to understand
everything. The question was how to do this in a good cinematic way. By concentrating on ThinThread
as the core of the story we had found the solution.
FRIEDRICH MOSER: For a long time we had been shuffling around the scenes. We knew that the
scenes per se worked, but the ensemble of the scenes did not. We spent half a year on that. This was
when we decided to bring in a friend of mine from Denmark, Jesper Osmund, who is an editor and
story-doctor. He had a fresh look and he edited the film from the rough cut stage to the final version.
Another problem to solve was: there was absolutely no archive material about Bill Binney’s work at
NSA. How do you make a historical film about a person without having any archive about this person?
I suggested to use subtle re-enactments, Michael warned me not to use too much of them, as it might
turn too fictionalized. He came up with the idea to use reenactments by our protagonists playing
nowadays in a different environment instead of having them played by actors on a set. We show Bill at
home going through old files, old photos, doing things he would do back then – but we could watch his
face, his emotion now and make it tangible. That was a very smart advice.
MICHAEL SEEBER: Reenactment is usually a reenactment of drama. We instead wanted to have a
reenactment of gestures, things, instruments, work processes, which gives a strong feeling of
authenticity.
FRIEDRICH MOSER: Instead of drama we wanted to have flavor. This adds to the fact that while Bill
is telling his story the images never grow bigger than the story. They are supporting it. We both don’t
believe in the documentary dogma that everything has to be vérité. I don’t buy it. There are things you
can’t do with vérité. My approach is more of “form follows function”. I’m not a purist. I am absolutely
eclectic when it comes to it. Documentary is more than vérité. It’s a good concept to start with, but it’s
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a very limited concept. As I am operating the camera myself, I know that there is something outside
the frame. Vérité is not the truth, it’s a style, nothing more.
BILL BINNEY: This is why I went with these guys. They can get now this message out to a much wider
audience and get them to understand it. I‘d rather go through the numbers and letters, that’s what
people don’t understand (laughs). So I would only reach a certain audience.
FRIEDRICH MOSER: Given Bill’s personality – which we discovered from the first test interviews on –,
we knew from very early on that we wanted to make it a very personal film. It’s not a film about
surveillance, it’s a film about a brilliant mind who get’s together an amazing team in order to develop
an amazing product. It’s the story about a thorough thinker able to analyze what is going on in the
world and what he is personally going through and reflecting it. It’s also the story of a friendship, the
story of building something together. It’s multilayered. It’s the film about a good American, a guy taking
you on a journey into the NSA, into the Cold War, into History, into mathematics, into philosophy, a
specific point of view on life. This makes the film very rich – and it makes it difficult for broadcasters to
understand where to put it.
MICHAEL SEEBER: I very much like the German word “Welthaltigkeit”. I think this film has very much
of it.
When you shot with Bill, you very often chose a surrounding of nature. It seemed to me as if,
after all that had happened, Bill had gained a completely different, peaceful connection to life.
What were your thoughts behind these images of nature?
FRIEDRICH MOSER: Originally it was meant to be completely different. Bill’s partners like Kirk Wiebe
told us how much Bill loved nature. He would feed the birds, the deer coming in his back yard. He
would spend whole afternoons observing what the animals would do in his garden. First we decided to
shoot these pictures in order to show that Bill loved nature. This became quite obvious. So we asked
ourselves why we didn’t take these pictures and use them as a backdrop to his reflections upon how
to best carry out his job. I think this added another layer to what he is saying. I like to play around with
metaphors. You have e.g. a little woodpecker picking up the seeds in the feeding tube while Bill is
talking about the analysts confronted with too much data to go through in order to find the right target.
We shot with Diane Roark at the waterfalls and at the coast. We had different images at certain stages
and we ended up using these ones because of the sheer magnitude of what they had to cope with.
The things that they are dealing with are massive and they affect the entire globe. This is why we used
those images. I filmed Diane walking along the beach alone, the sand is being blown and it tells
something about the hard wind they had been facing.
MICHAEL SEEBER: Nature being that present has also something to do with Bill’s view on the
universe. It corresponds with his thinking that the universe is structured, that the world is not infinite.
This is a quite Buddhist view by the way.
BILL BINNEY: They can have that too. They’re allowed (laughs). Anything you say that it is infinite you
defeat yourself mentally immediately. You can’t put your mind around the infinite. But you can, if you
bound it. Otherwise you’re lost. Everything is finite and ordered. It’s just a matter to find the order. The
principles of privacy and liberty and freedom are universal. It’s not only a matter for American citizens.
I was trying to do a job and succeed at it while respecting everybody’s rights, privacy and liberty and
doing it in such a way that it would be acceptable in any court of law anywhere in the world as well as
in any congress or parliament and even in the public. If an intelligence service exposes how it’s
proceeding in the public, it won’t stop it from succeeding. The fact that you tell that you’re doing it
lawfully doesn’t change anything. There’s no risk to that. It’s a lie that they keep saying that it’s a risk
to talk about what they are doing.
FRIEDRICH MOSER: This film is a mental journey that takes you from a point where you have no idea
about intelligence gathering to a point where you understand how the system works. At the world
premiere of „A Good American“ in Copenhagen in a theatre with 650 seats you could hear a needle
drop. The same thing on week later in New York, people were glued to the screen. The film worked
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exactly how I had wanted it to work. I’m convinced as a citizen that we need a political change with
regard to the way intelligence services work. It has to happen before the Internet of Things unfolds.
With the Internet of Things, any given device may be operated remotely, your car may be stopped in
the middle to the street, electricity might be shut down etc. These things are unfolding now. This will
bring total control. If we don’t fix this now, we will run into a totalitarian nightmare which will exceed
Orwell’s 1984 by far. People should think about it. This is not about technology, this is about
principles. During analogue communication there was a law that said, whoever breaks an envelope is
going to be punished. We need the same thing here. We need control. What has been evolving since
2001 is a silent coup by the military-industrial surveillance complex. They have taken over the
government. That should not be the case, if we want to keep the 21st century democratic.
Do you think there is still time to install efficient means of control?
BILL BINNEY: Absolutely. We suggested to the president 21 things he should do to fix NSA in
January 2014. One of it was to take hackers. We have never had anything but trust with the
intelligence agencies. They claim they have an oversight group, but it’s a worthless group. Even the
judge of the FISA court says that he has limited capacity to say what NSA was doing. That tells right
away that the oversight group is worthless. So we suggested for all the federal courts and the
Congress to set up technical people – I suggested hackers – have them in for three years and then
rotate them, get them clearances and the authority to go to any agency at any time into any database,
look at all the data they have got to look at and see if what intelligence services were doing was lawful.
That would give the verification process something really valuable, no head of any agency nor the
White House could stop this person on reporting to all the courts and the committees in Congress. It
would be a free group of technical people who have the responsibility to everybody including the
public.
FRIEDRICH MOSER: Bill has been invited to speak to the Austrian parliament in late November 2015.
It’s great that they listen to Bill and his expertise. He was the technical director of the most powerful
intelligence agency in the world. He has real knowledge and 37 years of experience. We want to raise
awareness about the principles that have to be installed. Technology changes, but principles have to
remain, if we want to stay democratic countries.
MICHAEL SEEBER: The film is called „A Good American“, because it’s a film about values and
principles.
BILL BINNEY: Technology evolves, but technology can also control technology.
How did you feel about seeing the movie for the first time on a huge screen at its world
premiere in Copenhagen?
BILL BINNEY: I was actually more interested in the audience and how they were reacting. It was all
pretty silent back there.
Interview: Karin Schiefer, www.austrianfilms.com
November 2015
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BILL BINNEY – A GOOD AMERICAN
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A GOOD AMERICAN
Full Credits
mit
Bill Binney
Jesselyn Radack
Kirk Wiebe
Diane Roark
Ed Loomis
Tom Drake
Schnitt
Jesper Osmund
Kirk von Heflin
Musik
Christopher Slaski
Guy Farley
Regieassistenz
Daniel Wunderer
Darsteller
junger Bill Binney
junger Ed Loomis
junger Kirk Wiebe
Christopher Beer
Gregor Huter
Mars Mohr
Komparsen
Alexander Bokor
Thomas Gelter
Nikolai Hauser
Kevin Heipl
Lukas Kilian
Ivan Krastev
Roberto Radics
Joakim Schweiger-Ortiz
Sprecher
Wolfgang Pampel
Dörthe Lyssewski
Raphael van Bargen
Babett Arens
Michael König
Dietmar König
Pauline Knof
Daniel Jesch
Manuel Wittig
Markus Meyer
Buch
Friedrich Moser
Kameraassistenz
Jamie Balliu
Daniel Wunderer
Harmke Heezen
Originalton
Atanas Tcholakov
Herbert Verdino
Alexander Wijnants
Andreas Prescher
Oberbeleuchter
Arthur Höfinger
Dolly & Grip
Arthur Höfinger
Christoph Greiner
Beleuchter
Philipp Rusch
Christian Angermayer
Szenenbild & Ausstattung
Jana Maya Druskovic
Dramaturgische Beratung
Michael Seeber
Software Programmierer
Alexander Bokor
Lukas Kilian
Ivan Krastev
David Steinbach
Story Editing
Jesper Osmund
Innenrequisite
Katharina Lehner
Regie
Friedrich Moser
Requisitenhilfe
Philip Weikersdorfer
Marlies Faulend
Thomas Brandstätter
Interaktives Konzept
Jamie Balliu
Kamera
Friedrich Moser
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Kostümbild
Veronika Susanna Harb
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Maske / Haar-Stylistin
Nina Sabary
Archivrecherche
Daniel Wunderer
Teaser Schnitt
Friedrich Moser
Trailer Schnitt
Adam Bennett
Praktikanten / Schnittassistenz
Barbara Freund
Bianca Jasmina Rauch
Produktion der Computer-Animationen
Up Creative Ltd, London
Creative Director & Art Director
Jamie Balliu
Senior Designer
Neil Evan
Musikaufnahme
Ruperrt Coulson – Air Studios, London
Musikmischung
Joshua Blair – Battersea Park Studios, London
Konzertmeister
David Juritz
Trompete
Philip Cobb
Flöte
Nicholas Cartledge
Verträge
Hilary Skewes, London
Assistenz der Musikaufnahme
Chris Barrett
Protools Operator
Lewis Chapman
Assistenz der Orchestrierung
John Langley
3D Animation
Mark Lindner
Postproduktion Ton
Tonstudio Blautöne, Wien
2D Compositing & Animation
Jordi Pages
Klaas Diersmann
Sounddesign
Michael Schreiber
zusätzliche Animationen
Tahir Palali
Tonschnitt
Klaus Gartner
Tonmischung
Michael Plöderl
Zeitrafferaufnahmen
Filmspektakel, Wien
Fotografen
Peter Jablonowski
Thomas Pöcksteiner
Produktion der Filmmusik
Musik komponiert, orchestriert & dirigiert
von
Christopher Slaski & Guy Farley
Zusätzliche Orchestrierungen
Paul Campbell
Sprecher-Aufnahmen
Martin Sachsenhofer
Jakob Studnicka
Deutsche Sprachmischung
Jakob Studnicka
Koordination Tonpostproduktion
Eva Reithofer
Ines Schiemann
Postproduktion Bild
VFX | film television post, Wien
Colorist
Lee Niederkofler
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Mastering
Christian Vollenhofer-Rohlfing
Onlining
Magdalena Mitterauer
Titelgraphik & Artwork
Up Creative Ltd., London
Website
Assemble, London – Auckland – Los Angeles
Grafik
Christoph Steiner
Produktionsleitung
David Steinbach
Produktionsassistenz
Stefanie Langer
Barbara Freund
Filmbuchhaltung
Stefanie Langer
Susanna Wiedermann
Aufnahmeleitung Reenactments
David Steinbach
CGI Producer
Jamie Balliu
Herstellungsleitung
Peter Janecek
Senior Producer
Michael Seeber
Produzent
Friedrich Moser
Rechtsberatung
Karen Shatzkin, Shatzkin&Mayer p.c., New
York
Reisebüro
Waltraud Hiessberger / Check In Reisen,
Vienna
Archiv Video
ABC
AtomCentral
Buyout Footage
CBS
CNN
ESA
historicfilms.com
Kratky Film, Prague
myfootage.com
NASA
NBC
National Institute of Standards and Technology
(NIST)
Syracuse Herald Journal
Syracuse Post Standard
US Marine Corps / U.S. Naval Photographic
Centre
United States National Archives
Vanderbilt News Archive
Wikipedia
WNYW (Fox NY)
WPIX
Archiv Fotos & Websites
AFCEA - National Intelligence Forum
AP photo
Bill Binney
Corbis
INSA (Intelligence and National Security
Alliance) Online
NSA Archive
SAIC
Trevor Paglen
United States National Archives
Wikimedia Commons
Filmbündel-Versicherung
Peter Mayr / Aon Jauch&Huebener, Vienna
Übersetzungen
Charles Osborne
Jutta Clarke
Stock Footage
Artbeats
Shutterstock
Transkriptionen
Steve Wilder
Carlos Ycasiano
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unserer ganz besonderer Dank ergeht an
Stefanie Langer
Beat Alexander Moser
Charlotte Maria Langer
Kimiko Seeber
Carole Binney
Cynthia Wiebe
Roland Teichmann
unserer besonderer Dank ergeht an
Sarah Dowland
David Isenberg
Sascha Meinrath
Jan Philipp Albrecht
Caitlin Boyle
Erin Owens
Emily Rothschild
Andy Stepanian
Mark Atkin
Charlie Phillips
Alexa O’Brien
Felicity Ruby
Nick Loud
Tatiana Bazzichelli
Jon Lebkowsky
Dagmar Hovestädt
Simon G. Davies
Duncan Campbell
Erich Moechel
Sebastian Rasche
Thomas Kathriner
Simon Kilmurry
wir danken
Claire Aguilar
Niko Alm
Jelle Atema
Jim Bamford
Dylan Blaylock
Heidi Boghosian
Seger Bonebakker
Alexander Bossew
Lisa Bossew
Scott O. Bradner
Jonah Brennan
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Manuela Buono
Vint Cerf
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Marlene Zauner
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AFC - Austrian Films
Gemeinde Berg / NÖ
BStU Archiv Berlin (Stasi-Archiv)
Freedom-to-Connect
HTL Mödling
National Cryptologic Museum
VHS Alsergrund
Roll Studio London
eine
blue+green communication
Produktion
mit der Unterstützung von
ÖFI – Österreichisches Filminstitut
Leiter: Roland Teichmann
Projektmanagement : Alessandro Chia
ORF Film-/Fernsehabkommen
Redaktion: Heinrich Mis
FISA – Filmstandort Austria
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