Fjunges finnisches kino Metropolis 15.5.-3.6.

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Fjunges finnisches kino Metropolis 15.5.-3.6.
finnland,
wunderland
wunderland
satumaa
suomi
satumaa suomi
15.5.-3.6.08
KINO
F
LfD
junges
finnisches
kino Metropolis
15.5.-3.6.
www.metropoliskino.de
dammtorstrasse 30a
tel. 342353
in Lübeck
im Kino Koki 17. - 25.5.
Dammtorstr. 30a, 20354 Ham
burg, Tel 342353, www.metrop
oliskino.de
THE KID
USA 1921, Charles Chaplin, 50’
Charlie, der Tramp, findet ein Baby im Müll. Er zieht den
Jungen auf. Nach Jahren meldet sich die Mutter. Sie will ihn
zurück. Live-Musik: Pascal Fuhlbrügge
und
ZIRKUS IS NICH
D 2007, Astrid Schult, 40’
Dominik ist acht und ein Berliner Plattenbau-Kid. Morgens
geht er zur Schule. Nachmittags schmeißt er den Haushalt.
Zu Gast: Astrid Schult.
17. Jan. 19:30
JAZZCLUB - DER FRÜHE VOGEL FÄNGT DEN WURM
D 2004, Helge Schneider, 84’
Helge Schneider als Betreiber mehrerer Ich-AGs: Weil sich im Leben
des Jazz-Musikers Teddy kein Erfolg einstellt, muss er seinem Brotberuf als Fischverkäufer nachgehen. Trotzdem reicht das Geld hinten
und vorn nicht, und die Liste seiner Nebenjobs wird immer länger.
18. Jan. 21:15 / 20. Jan. 19:00
MODERNE ZEITEN
USA 1936, Charles Chaplin, 87’, DF
Charlie, der Tramp, in den Mühlen der Automatisierung: Nach einem
Nervenzusammenbruch in der Fabrik landet er erst in der Heilanstalt
und dann auf der Straße. Fortan pendelt er zwischen Gelegenheitsjobs,
kleinen Gaunereien und Gefängnis.
19. Jan. 19:00 / 20. Jan. 17:00 – Mit Kinogespräch
FRÜCHTE DES ZORNS
USA 1940, John Ford, 128’/105’
Arbeitsmigration in Amerika: Verarmte Landarbeiter finden
während der Wirtschaftskrise der 30er Jahre kein Auskommen
mehr. Sie machen sich durch Hitze und Staub auf den Weg
ins gelobte Land Kalifornien. Ausgezeichnet mit zwei Oscars.
Hauptrolle: Henry Fonda.
23. Jan. 17:00 DF / 25. Jan. 19:00 OF
LICHTER
D 2002, Hans-Christian Schmid, 100’
Migration in Europa: Momentaufnahmen sozialer Trostlosigkeit
an der bisherigen Ostgrenze »Schengen-Europas« diesseits und
jenseits der Oder. Ein mehrfach ausgezeichneter Ensemblefilm
mit Maria Simon, Devid Striesow, August Diehl, Herbert Knaup,
Henry Hübchen.
23. Jan. 19:00 / 25. Jan. 21:15
FAHRRADDIEBE
I 1948, Vittorio De Sica, 87’
Gemeinsam mit seinem kleinen Sohn irrt ein Arbeitsloser auf der
Suche nach seinem gestohlenen Fahrrad durch Rom – und wird aus
Not schließlich selbst zum Dieb. Ein Klassiker des europäischen
Nachkriegskinos.
26. Jan. 17:00 / 30. Jan. 1700
NETTO
D 2005, Robert Thalheim, 90’
Ein arbeitsloser Countryfan droht mit vagen Geschäftsgründungsideen im Prenzlauer Berg zu versumpfen – bis sein 15-jähriger Sohn
in der Tür steht und sich als »Bewerbungscoach« andient. Eine
unverkrampfte Darstellung sozialer Wirklichkeit in Deutschland.
26. Jan. 21:15 – Zu Gast: Robert Thalheim
30. Jan. 19:00 – Mit Kinogespräch
UM’S TÄGLICHE BROT – HUNGER IN WALDENBURG
D 1929, Phil Jutzi, 40’
Ein Klassiker des proletarischen Kinos: Ein arbeitsloser Weber
findet auch in der Industrie keine Anstellung – dafür aber beim
Streit um die Miete den Tod. Live-Musik: Tuten & Blasen.
und
HOCHHAUS
D 2006, Nikias Chryssos, 40
Unter den Fittichen seines repressiven Bruders schlägt sich der
zwölfjährige Daniel durch den Alltag einer fast schon entvölkerten Wohnsilosiedlung. Zu Gast: Regisseur Nikias Chryssos
2. Feb. 20:00
SULLIVANS REISEN
USA 1941, Preston Sturges, OF/Engl. UT
Eine Depressionskomödie: »O Brother, Where Art Thou?« soll der
sozialkritische Film heißen, von dem sich ein Hollywood-Regisseur
den künstlerischen Durchbruch erhofft. Als Landstreicher getarnt
zieht er los, um das Leben der Ärmsten der Armen kennen zu lernen.
5. Feb. 21:15 / 6. Feb. 19:00
DER MANN OHNE VERGANGENHEIT
FIN 2004, Aki Kaurismäki, 97’, OmU
Eine Depressionsromanze: Ein Mann ohne Erinnerung und Identität
findet in einer Containersiedlung ein kleines Stück Glück. »Einen
Traum, geträumt von gebrochenen Herzen, deren Taschen leer
sind«, nennt Kaurismäki diesen Teil seiner »Trilogie über Arbeitslosigkeit«.
6. Feb. 21:15 / 7. Feb. 17:00
LEERE TASCHEN
Armut und soziale Ausgrenzung damals und heute im Film
Armut steht im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Im Kino, dem »Theater
der armen Leute«, war sie schon immer präsent. Die Filmreihe »Leere
Taschen« will Bilder der »alten« und »neuen« Armut vergleichen und
in Kinogesprächen mit der sozialen Wirklichkeit in Beziehung setzen.
KINOGESPRÄCHE IM METROPOLIS KINO
Dammtorstr. 30a, 20354 Hamburg, Tel 342353, www.metropoliskino.de
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30. Jan. 08 19:00 nach NETTO
Thema: Ich-AGs, unständige Arbeit, tariflose Beschäftigung,
Arbeitsvermittlung und Jobcenter. Zu Gast: Roland Kohsiek,
ver.di-Fachbereichsleiter Bildung, Wissenschaft und Forschung.
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5. Feb. 08 19:00 nach DER MANN OHNE VERGANGENHEIT
Thema: Psychosoziale Erkrankungen, Hilfesuchende Passagiere,
»Heimkehrer + Flüchtlinge«. Zu Gast: Herr Hermannes, Die Bahnhofsmission & Die Stadtmission www.stadtmission-hamburg.de
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7. Feb. 08 19:00 nach DIE 3-GROSCHEN-OPER
Thema: Bettler in Hamburg, Bettlerverbote, Bettlermarsch.
Zu Gast: Margot Wolf, CaFée mit Herz www.cafeemitherz.de
Im Vorprogramm Obdachlosen- und HartzIV-EmpfängerChor
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14. Feb. 08 19:00 nach IM ZEICHEN DES LÖWEN
Thema: Obdachlosigkeit in Hamburg.
Zu Gast: Hartwig Kwella, PIK AS www.foerderverein-pik-as.de
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15. Feb. 08 19:00 nach VALERIE
Thema: Überschuldung und private Insolvenz. Zu Gast:
Peter Ogon, Schuldnerberatung der Diakonie www.diakonie-hamburg.de
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22. Feb. 08 19:00 nach LILJA 4-EVER – Thema: Obdachlose
Frauen, Prostitution, Drogensucht und Menschenhandel.
Zu Gast: ragazza e.V. www.ragazza-hamburg.de und Café Sperrbezirk.
In Zusammenarbeit mit Hinz & Kunzt,
DGB Hamburg, Cafémitherz & anderen Partnern.
DIE 3-GROSCHEN-OPER
D 1930, G.W. Pabst, 110’, mit Rudolf Forster, Lotte Lenja, Ernst Busch.
Existenzkampf, Niederlage und Rettung des Londoner Straßenräubers
Macheath, genannt Mackie Messer, den sein Schwiegervater, der
Bettlerkönig Peachum, an den Galgen bringen will. Bettler, Betrüger,
Dirnen und korrupte Polizei in einem »Song-Contest« von Brecht/Weill.
7. Feb. 19:00 Mit Kinogespräch / 8. Feb. 17:00
8 MILE
USA 2002, Curtis Hanson, 118’, DF
Eine »Groschenoper des HipHop«, angesiedelt in einem Wohnwagencamp von Detroit. Hier rappt und ackert Mitte der 90er Jahre der junge
Jimmy, denn er will hier raus! In der Hauptrolle: Star-Rapper Eminem,
an dessen eigener Erfolgsstory sich der Film orientiert.
7. Feb. 21:15 / 8. Feb. 19:00
ES BEGINNT HEUTE
F 1999, Bertrand Tavernier, 117’, OmU
Kinderschicksale im Norden Frankreichs. Der Direktor einer Vorschule erlebt den wirtschaftlichen Niedergang der Region hautnah mit:
Alle Nöte der Erwachsenen sind auch im Alltag der Kinder präsent.
Ausgezeichnet mit dem Kritikerpreis bei der Berlinale 1999.
12. Feb. 17:00 / 13. Feb. 21:15
DODESKADEN – MENSCHEN IM ABSEITS
J 1970, Akira Kurosawa, 139’, OF/Engl. UT
Eine poesie- und phantasievolle Schilderung der Kraft und Würde, die
eine im Elend lebende Bevölkerungsschicht aufbringt – zusammengehalten durch die Figur eines geistig behinderten Jungen, der täglich eine
imaginäre Straßenbahn durch das Elendsviertel einer Großstadt fährt.
12. Feb. 19:00 / 14. Feb. 17:00
IM ZEICHEN DES LÖWEN
F 1959, Eric Rohmer, 103’, OmU
Down and out in Paris: Ein Amerikaner hat eine Erbschaft gemacht.
Doch weil ihn das Geld nicht erreicht, landet er in auf der Straße und
saust in der französischen Metropole rapide die soziale Stufenleiter
hinab. Das absolut herzergreifende Spielfilmdebüt Eric Rohmers.
14. Feb. 19:30 / 15. Feb. 17:00
VALERIE
D 2006, Birgit Möller, 85’
Down and out in Berlin: Das Fotomodell Valerie, 29, ist pleite und ein
neuer Auftrag nicht in Sicht. Ihr Auto in der Tiefgarage eines Luxushotels ist Valeries einziger Rückzugsort – doch auch der bricht ihr weg.
Eine Odyssee durchs Zentrum der »Berliner Republik«, von draußen
gesehen.
15. Feb. 19:00 – Mit Kinogespräch
BROKEN BLOSSOMS
USA 1919, David Wark Griffith, 88’, OF
Eine junge, zarte Frau aus den Londoner Slums findet Zuneigung
und Schutz bei einem Chinesen – was ihr gewalttätiger Vater
nicht zulassen will. Ein stilbildendes Sozial-Melodram des amerikanischen Filmpioniers David Wark Griffith mit der unvergleichlichen Mary Pickford.
16. Feb. 17:00 / 18. Feb. 17:00
DIE LIEBENDEN VON PONT-NEUF
F 1991, Leo Carax, 90’, DF, mit Juliette Binoche
Ein leidenschaftliches Melodrama jenseits der Normalität:
Ein obdachloser Feuerschlucker und eine Malerin, die zu
erblinden droht, finden Halt aneinander auf einer gesperrten
Brücke über der Seine.
16. Feb. 19:00 / 17. Feb. 19:00
ACCATTONE – WER NIE SEIN BROT MIT TRÄNEN ASS
I 1961, Pier Paolo Pasolini, 115’, DF
Das tragische Schicksal des Zuhälters Accattone, der in einer
Vorstadt von Rom aus Liebe zu einem Mädchen zum Dieb
wird. Mit seiner Leidensgeschichte erzählte Pasolini zugleich
die »Passion« des italienischen Subproletariats.
22. Feb. 17:00 / 24. Feb. 19:00
LILJA 4-EVER
S 2002, Lukas Moodysson, 109’, OmU
Das Schicksal eines jungen Mädchens aus der ehemaligen
Sowjetunion, das auf einen Zuhälter hereinfällt und sich
mit falschen Versprechungen in den Westen locken lässt.
Lukas Moodysson: »Menschenhandel, wie ich ihn darstelle,
basiert auf der Kluft zwischen Arm und Reich.«
22. Feb. 19:00 – Mit Kinogespräch / 24. Feb. 21:15
ROSETTA
B 1999, Luc und Jean-Pierre Dardenne, 99’, OmU
Rosetta und ihre Mutter leben im Wohnwagenpark. Während
ihrer Mutter der Alkohol zusetzt, sucht das Mädchen verzweifelt
Wege aus der Misere – und fällt doch immer wieder in sie zurück. Ein großer Film der belgischen Minimalisten Dardenne.
Die Zeit: »Ein Film wie Rosetta rechtfertigt das Überleben des
Kinos.« Ausgezeichnet mit der Goldenen Palme in Cannes 1999.
19. Feb. 17:00 / 20. Feb. 19:00
VOGELFREI
F 1985, Agnès Varda, 100’, OF/Engl. UT, mit Sandrine Bonnaire
In einem Weinberg wird die Leiche einer jungen Landstreicherin
entdeckt. Vermutlich erfror sie während der Nacht. Menschen,
die ihr flüchtig begegneten, erinnern sich an das Mädchen. Ausgezeichnet mit dem Goldenen Löwen in Venedig 1985.
19. Feb. 19:00 / 20. Feb. 21:15
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color of the loyalty 2.5. 21:15
Hongkong 2005, OF/Engl. UT, Wong Jing, Billy Chung Siu-Hung
Mit Eric Tsang Chi-Wai, Suki Kwan Sau-Mei, Lam Suet, Shwan Yu Man-Lok
Der Gangsterboss Dragon will sich mit seiner neuen Geliebten Shan zur Ruhe setzen. Doch die Suche nach
einem Nachfolger gestaltet sich schwierig, da er noch immer auf einem Gang-Vermögen von 120 Millionen
sitzt und vermutet, seine potenziellen Nachfolger seien primär aufs Geld aus. Als ihn Inspektor Mike auch
noch warnt, jemand wolle ihn umbringen, heuert Dragon den jungen Fat und seine Truppe als Bodyguards an.
So will er sich schützen und herausfinden, wer ihm ans Leder will. Vertrauen kann er nicht einmal seinen
engsten Vertrauten Coffin, Bomb, Sunny und Peter.
san cha kou
divergence 3.5. 19:00
Hongkong 2005, OF/Engl. UT, Benny Chan Muk-Sing
Mit Aaron Kwok Fu-Shing, Angelica Lee Sin-je, Daniel Wu Yin-Cho
Der Polizist Suen Siu-yan trägt schwer an dem Verschwinden seiner Frau Fong vor zehn Jahren. Darunter leidet auch seine Arbeit. Als der Killer Coke einen Kronzeugen exekutiert, den Suen begleiten musste, wird er
vollends zum Schwarzen Schaf des Departements. Der Zeuge sollte gegen den Unternehmer Yiu Ting-chung
aussagen, den die Polizei schon lange auf der Abschussliste hat. Doch nun ist Yiu plötzlich selber auf die
Polizei angewiesen: Sein Sohn, ein Teenie-Sänger namens Yiu Ha, wurde entführt. Yius Anwalt To Hou-sung
schaltet auch etliche zwielichtige Figuren ein, die nach dem Verschwundenen suchen. Da entdeckt Suen,
dass Tos Frau Amy seiner Fong aufs Haar gleicht. Ist sie seine Frau? Und was weiß Coke über Fongs Verschwinden?
gwai muk
home sweet home 4.5. 21:15
Hongkong 2005, OF/Engl. UT, Cheang Pou-Soi
Mit Alex Fong Chung-Sun, Tam Chun Ho, Karena Lam Kar-Yan
Ray und May ziehen mit ihrem Sohn Cho-Li in ein großes, neues Apartmenthaus in Hongkong. Dort häufen
sich schon bald seltsame Ereignisse, die in ein Unglück münden: May sieht, wie eine Kreatur ihren Sohn über
das Dach hinauszieht. Doch am Boden findet die Polizei keine Leiche. Der Junge ist verschwunden. Während
die Polizei eher die labil wirkende May hinter dem Ganzen vermutet, wacht Cho-Li in den Lüftungsschächten
des Hauses auf. Soi Cheang alias Cheang Pou-Soi erregte in Horrorkreisen bereits Aufsehen mit Filmen
wie New Blood und Horror Hotline. Doch seine beste Arbeit dürfte Love Battlefield (2004) sein. Mit Home
Sweet Home kehrt Cheang nun wieder in Horrorgefilde zurück. Angereichert mit einem heftigen Schuss
Melodrama und Mystery.
tau man chi d
initial d 5.5. 19:00
Hongkong 2005, OF/Engl. UT, Andrew Lau Wai Keung, Alan Mak Siu Fai
Mit Jay Chou Lit-Lun, Kenny Bee Chung Chun-To, Chapman To Man-chat
Der 18-jährige Takumi Fujiwara hat einen Teilzeit-Job in der Tankstelle von Yuuichi Tachibana. Dieser ist der Vater von Takumis bestem Freund Itsuki, einem selbst ernannten Rennfahrer. Takumi fährt mit, wenn Itsuki auf
dem Mt. Akina die kurvenreiche Strecke runterrast. Doch gegen andere Fahrer wie Ryousuke Takahashi und
Takeshi Nakazato zieht er den Kürzeren. Wenn dagegen Takumi am Steuer sitzt, lässt er alle hinter sich. Er fährt
Auto, seit sein Vater Bunta »Tofuman« Fujiwara ihn einst in seinem Toyota mit einer Ladung Tofu losgeschickt
hat. Der Ex-Rennfahrer erkannte das Potenzial seines Sprösslings und schickte ihn immer öfter auf Tour, bis er
die Strecke in Rekordzeit absolvierte. Nun ist er bereit für Größeres und will gegen den Profi Kyoichi antreten.
Nicht nur auf der Straße läuft es bestens, auch privat: Takumi hat das Herz der Studentin Natsuki Mogi erobert.
Hotte im Paradies
Identity Kills
D 2003, 116 min
Regie Dominik Graf
Buch Rolf Basedow
Kamera Hanno Lentz
Schnitt Hana Müllner
Darsteller Misel Maticevic, Stefanie Stappenbeck, Birge Schade, Nadeshda Brennicke
D 2003, 81 min
Regie Sören Voigt
Kamera Markus Stein
Schnitt Gergana Voigt
Darsteller Brigitte Hobmeier, Daniel Lommatzsch, Mareike Alscher, Julia Blankenburg
Sören Voigt geb. 1968 in Pinneberg, Regiestudium an der polnischen Filmhochschule
in Lodz und an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Vor »Identity Kills«
drehte Voigt mit »Tolle Lage« (2000) seinen dffb-Abschlussfilm. 2001 Gründer der
eigenen Produktionsfirma Living Films.
Dominik Graf geb. 1952 in München, studierte Germanistik und Musikwissenschaft,
wechselte 1974 an die Hochschule für Fernsehen und Film München. Sein Abschlussfilm »Der kostbare Gast« wurde 1979 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.
Weitere Filme (Auswahl): »Treffer« (1984), »Drei gegen Drei« (1987), »Die Katze« (1987),
»Tiger, Löwe, Panther« (1989), »Der Spieler« (1993), »Die Sieger« (1994), »Deine
besten Jahre« (1998), »Bittere Unschuld« (1999), »Der Felsen« (2001), »Die Freunde
der Freunde« (2001).
Tuning eines Kleinunternehmers
Spiel ohne Ich-Grenzen
Hottes Träume passen auf eine Fototapete: schnelle Autos und
Seidenhemden in allen Farben des Sonnenaufgangs. Der nicht unsympathische junge Mann (Misel Maticevic) ist Zuhälter am Stuttgarter Platz in Berlin-Charlottenburg. Eine kleine Nummer mit
einem viel zu unspektakulären Wagen und viel zu launischem Personal. Da ist Rosa (Birge Schade), die Dienstälteste und Loyalste
im »Stall«, und Yvonne (Stefanie Stappenbeck), die der zunehmende Ekel bei der Arbeit krank macht. Nicht gerade ein ›winning
team‹, mit dem man bei den Kollegen Eindruck schinden kann. Bis
Jenny (Nadeshda Brennicke) als Geschenk eines gönnerhaften
Groß-Luden über den Ladentisch geht und Hotte mit ihren Erträgen in eine höhere Liga aufsteigen lässt. Jenny ist ein verhuschtes
Geschöpf, das sich mit Drogen und etwas Wahnsinn die Demütigungen des Gewerbes vom Leibe zu halten versucht. Weil sie an
die ganz große Kohle will, lässt sie sich von der Russen-Mafia
abwerben. Und deshalb sitzen Hotte, der die Raten für den neuen
Sportwagen und die Rolex nicht mehr aufbringen kann, bald die
Gläubiger im Nacken.
Dominik Grafs schneller, rauer DV-Film erzählt von den Kleinunternehmernöten eines Zuhälters. Mit leichtgängigen Dialogen
werden die Manierismen, Codes und zweifelhaften Ideale des
Gewerbes vorgeführt und die komplizierte psycho-ökonomische
Gemengelage aufgeschlüsselt. Letztendlich geht es bei der Ich-AG
Hotte darum, sich unter Einsatz der ganzen mühselig hochgetuneten Persönlichkeit in seinem Wirtschaftssegment zu behaupten –
zur Not auch mit Kampfhund-Tricks und Baseballschläger.
»Ich weiß nicht, wo ich anfange und wo ich aufhöre«, sagt Karen
(Brigitte Hobmeier) am Anfang in der Psychiatrie. Als wieder einmal die Schlagbäume zwischen ihr und der Welt fehlen. Akute
Ich-Schwäche. Dann ist sie wieder zuhause bei Ben, der in ihrer
Abwesenheit Partys feiert, seine Ex einziehen lässt und sich nichts
Herrlicheres vorstellen kann als eine fette Stereo-Anlage und
einen Sportwagen auf Raten. Karen arbeitet in einer Besteckfabrik,
hält Wohnung und Konto in Ordnung und sieht ansonsten anderen,
die mehr davon verstehen, beim Leben zu. Sie studiert das Expertinnentum junger selbstbewusster Frauen mit abgeschlossener
Ausbildung und klaren Zielen. Schließlich stößt sie auf eine, die
ist, wie Karen sein will: eine Hotelfachkraft, unabhängig, ehrgeizig,
hübsch. Karen nimmt sich, was sie sieht. Identität ist schließlich
nur eine Frage des Türschilds, der Kreditkarte und des Auftretens.
Wer mitspielen will, soviel hat sie inzwischen begriffen, muss vor
allem eines beherrschen: Adaption.
Sören Voigts Film »Identity Kills« erzählt nicht nur von den bizarren Überlebensstrategien einer jungen Frau mit fragmentierter
Wahrnehmung. Er besichtigt auch eine Welt der Dienstleistungen
und Zielgruppenanalysen, deren scheinbar reibungslose Abläufe
etwas hochgradig Beängstigendes haben. Ohne Drehbuch und
Proben mussten die Schauspieler ihre Figuren samt Dialoge selbst
erfinden. Und wenn man Karen zusieht, wie sie ein Telefonat vortäuscht, wie sie sich immer energischer in ihren Part als erfolgreiche Geschäftsfrau hineinsteigert, wird man gleichzeitig also
auch Zeuge bei der Entstehung einer Szene.
16 17
Aprilkinder
Berlin is in Germany
D 1998, 85 min
Regie Yüksel Yavuz
Buch Yüksel Yavuz, Britta Ohm, Henner Winckler
Kamera Ciro Cappellari
Schnitt Arpad Bondy
Darsteller Erdal Yildiz, Inga Busch, Bülent Esrüngün, Senem Tepe
D 2001, 91 min
Regie Hannes Stöhr
Buch Hannes Stöhr
Kamera Florian Hoffmeister
Schnitt Anne Fabini
Darsteller Jörg Schüttauf, Julia Jäger, Tom Jahn, Robin Becker
Yüksel Yavuz geb. 1964 in Karakocan (im kurdischen Teil der Türkei), kam 1980 nach
Hamburg. Er studierte hier Soziologie und Volkswirtschaft, an der Hochschule für
bildende Künste Visuelle Kommunikation. Er debütierte 1994 mit der Dokumentation
»Mein Vater, der Gastarbeiter«. »Aprilkinder« war sein erster Spielfilm. 2003 folgte
»Kleine Freiheit«.
Hannes Stöhr geb. 1970 in Hechingen-Sickingen, arbeitete als Lokalreporter, Jongleur
und Filmvorführer. Er studierte bis 1993 an der Universität Passau Europarecht,
ab 1995 Drehbuch und Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.
»Berlin is in Germany« war sein Abschlussfilm.
Der letzte Ossi
Nachtclub oder Fleischfabrik?
Schweigendes Arrangement mit den vorgegebenen Rollen oder
halbstarkes Aufbegehren – in seinem Spielfilmdebüt zeichnet
Yüksel Yavuz anhand zweier kurdischer Brüder nach, wie sich Migrantenkinder der zweiten Generation durchs interkulturelle Dickicht von Hamburg schlagen: Keine fünf Jahre Altersunterschied
liegen zwischen Cem (Erdal Yildiz) und Mehmet (Bülent Esrüngün),
und doch könnte ihre Haltung zur gemeinsamen Herkunft kaum
unterschiedlicher sein. Während der ältere Cem, wie zuvor schon
der Vater, in der Fleischfabrik schuftet, steckt der jüngere Mehmet
als Kleindealer seinen Claim ab. Der Onkel, ein krimineller Nachtclubbesitzer, dient dabei als Vorbild.
Das Migrantendrama von Yavuz, selbst Sohn kurdischer Einwanderer, ist mehr als eine soziologische Fallstudie. Die Protagonisten
sind hier nicht nur Mitglieder ihrer ethnischen Community, sondern auch Charaktere mit komplexen, durchaus ambivalenten
Gefühlen. So verliebt sich ausgerechnet der gradlinige Cem, dessen Heirat mit einer Cousine in Kurdistan eigentlich schon beschlossene Sache ist, in eine deutsche Prostituierte (Inga Busch).
Nüchtern protokolliert Yavuz die Widersprüche, mit denen sich
seine Figuren zu arrangieren haben – und aus denen sie mit aller
Gewalt ausbrechen oder die sie still zu ertragen beschließen. Vor
allem in der Sprache manifestieren sich die Risse, Brüche und Tragödien innerhalb der familiären Gemeinschaft. Während der Vater
nach Jahrzehnten der Plackerei in der deutschen Wurstfabrik ein
wortloses Wrack geworden ist, wechseln die beiden Brüder bei
ihren Disputen zwischen Kurdisch, Deutsch und US-Gangsteridiom.
10 11
Der Osten dämmert, die Orientierung fällt schwer. Wie die letzte
einsame Koordinate eines abgewickelten Systems ragt der Fernsehturm am Alexanderplatz über die Dächer Berlins in den
Abendhimmel. Für Martin (Jörg Schüttauf), der in der DDR nie
richtig
zu Hause war und im wieder vereinigten Deutschland noch nicht
richtig angekommen ist, stellt der Funkturm die einzige Möglichkeit dar, um irgendwie durch die unübersichtlich gewordene Welt
zu finden. Kurz vor dem Mauerfall war der Ostberliner ins Gefängnis geschickt worden, weil er im Affekt den herumschnüffelnden
Hausbuchverwalter erschlagen hatte. Elf Jahre später soll er sich
in einer Umgebung resozialisieren, die ihm völlig fremd ist. Die
Straßen tragen andere Namen, die Geschäfte sind vollgestellt mit
Waren, für die er nicht die richtige Währung besitzt. Als man
Martin aus der Haft entließ, gab man ihm ein paar wertlose Ostmark mit auf den Weg. Von einer Reporterin, die seine Geschichte
zu einem Artikel verarbeitet, wird dem Mann deshalb der wenig
schmeichelnde Titel »Der letzte Ossi« zugesprochen.
Regisseur und Drehbuchautor Hannes Stöhr inszenierte ein Großstadtdrama, in der die Wiedervereinigung in einer Art Schnelldurchlauf vollzogen wird: Wenn es dunkel wird, steht sein gebeutelter Held an der Kasse eines Sexshops, und in seiner freien Zeit
studiert er die neue Topographie Berlins, um seinen Taxischein
zu machen. Sein Weg in die Wirklichkeit der neuen Bundesrepublik
wird von tragikomischen Erkenntnissen flankiert. Der alte Osten
und das neue Gesamtdeutschland – in diesem nachtschwarzen
Gegenstück zu »Good Bye, Lenin!« scheint keines der beiden Systeme so richtig heimelig.
Radiant City
Le Ring
14/15
Kanada 2006, 93 min Regie Directors: Gary Burns, Jim Brown Produzenten
Producers: Shirley Vercruysse, Bonnie Thompson Buch Screenplay: Gary Burns,
Jim Brown Kamera Cinematographer: Patrick McLaughlin Schnitt Editor:
Jonathan Baltrusaitis Musik Score: Joey Santiago Darsteller Principal Cast: Daniel
Jeffery, Bob Legare, Jane MacFarlane, Ashleigh Fidyk, James Howard Kunstler
Kontakt Contact: National Film Board of Canada, 3155 ch. de la Côte-de-Liesse,
Montréal, QC H4N 2N4 , Canada, T +1 514 496 39 52, [email protected],
www.nfb.ca / www.onf.ca
The Fight Kanada 2007, 90 min Regie Director: Anaïs Barbeau-Lavalette
Produzenten Producers: Ian Quenneville, Thomas Ramoisy Buch Screenplay:
Renée Beaulieu Kamera Cinematographer: Philippe Lavalette Schnitt Editor:
Carina Baccanale Musik Score: Catherine Major Darsteller Principal Cast: Maxime
Desjardins-Tremblay, Julianne Côté, Maxime Dumonter, Jason Roy Léveillée,
Jean François Casabonne Kontakt Contact: E1 Entertainment International,
175 Bloor Street E., North Tower, Suite 1400, Toronto ON M4W 3R8, Canada,
T +1 416 646 24 00, [email protected], [email protected]
Der Regisseur Gary Burns und der Journalist Jim Brown verbinden satirische Spielszenen und innovative Dokumentation
in ihrem subversiven, dabei höchst unterhaltsamen Traktat
über die Suburbanisierung Nordamerikas. Mit ihrer fiktiven
Musterfamilie Moss blicken sie hinter die Fassade der Trabantensiedlungen und gelangen so zu profunden bis bizarren
Einsichten in eine post-industrielle Landnahme, die munter
monströse Monokulturen und ebenso beunruhigende Vorstadtexistenzen hervorbringt. Vor dem Hintergrund der Immobilien- und Wirtschaftskrise, die dieses aus schnöder Spekulation und schöngefärbter Sinnfreiheit gebaute Lebensmodell
gerade drastisch in Frage stellt, ist dies ein Film von schon
beängstigender Hellsichtigkeit. Der zudem namhafte Gastauftritte, etwa von Autor James Howard Kunstler (»The
Geography of Nowhere«), sowie Songs der Pixies-Legende
Joey Santiago aufbietet. So wurde »Radiant City« auch völlig
verdient bei den renommierten kanadischen Genie Awards als
Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Filmmaker Gary Burns teams up with journalist Jim Brown for
a subversive, yet highly entertaining exploration of the suburban sprawl in North America. Following the (fictitious) Moss
family, they look behind nondescript facades of the satellite
towns, thereby gaining profound and / or bizarre insights into
a post-industrial colonization which creates monstrous monocultures and equally disturbing lifestyles. In the light of the
recent recession and the real estate crisis, which dramatically
question the existence of these settlements built on mere speculation and whitewashed senselessness, the film displays
almost frightening foresight. As if this wasn’t enough, it also
features prominent guests like author James Howard Kunstler
(»The Geography of Nowhere«), and songs by Pixies legend
Joey Santiago. Therefore it appears more than just that »Radiant
City« won the renowned Genie Award for Best Documentary.
Der zwölfjährige Jessy lebt mit seiner Familie in HochelagaMaisionneuve, einem von Armut und sozialen Konflikten geprägtem Bezirk Montreals. Wie viele der Bewohner verfolgt er
fasziniert die Ringkämpfe, die im Keller der örtlichen Kirche
ausgetragen werden, und Jessy träumt davon, eines Tages selbst
als Sieger auf der Matte zu stehen. Die häusliche Situation ist
für Jessy und seine pubertierende Schwester Kelly jedoch
mehr als prekär: Die Mutter scheitert an ihrer Drogenabhängigkeit, der hilflose Vater verzweifelt zusehends, und ihr
älterer Bruder Sam verdingt sich als Dealer. Als die Ereignisse
eskalieren, erkennt Jessy, dass er tatsächlich für seine Zukunft
kämpfen muss. Abseits soziologischer Allgemeinplätze findet
Regisseurin Anaïs Barbeau-Lavalette in »Le Ring« zu einer
unsentimentalen Dringlichkeit, und bei aller harschen Realität
teilt ihr Film den trotzigen und lebensbejahenden Mut seiner
jungen Protagonisten.
12-year-old Jessy and his family live in Hochelaga-Maisionneuve, a run-down and impoverished district of Montreal.
Like many residents, he is fascinated by the wrestling matches
which are held in the cellar of the local church and dreams of
becoming a champion one day. At the same time, the domestic
situation is becoming more and more unbearable for Jessy and
his pubescent sister Kelly: Their mother is succumbing to her
heroin addiction, the helpless father further despairs, and their
older brother Sam is a drug dealer. When things get worse,
Jessy realizes that he actually has to fight for his future. Eschewing sociological platitudes, director Anaïs Barbeau-Lavalette’s
»Le Ring« is of unsentimental urgency, and despit all harsh
realism, her film shares the defiant and life-affirming courage
of its young protagonists.
Dance Me Outside
Kanada 1995, 84 min Regie Director: Bruce McDonald Produzenten Producers:
Brian Dennis, Bruce McDonald Buch Screenplay: John Frizzell, Bruce McDonald,
Don McKellar, nach einer Vorlage von W. P. Kinsella Kamera Cinematographer:
Miroslaw Baszak Schnitt Editor: Michael Pacek Musik Score: Mychael Danna
Darsteller Principal Cast: Ryan Rajendera Black, Adam Beach, Jennifer Podemski,
Michael Greyeyes, Sandrine Holt, Tamara Podemski, Hugh Dillon Kontakt
Contact: Filmwelt Verleihagentur GmbH, Rheinstraße 24, 80803 München,
Deutschland, T +49 89 277 75 20, F +49 89 277 75 211, [email protected]
Die Jugendfreunde Silas Crow und Frank Fencepost leben in
einem Reservat im Norden Ontarios: Ihr Alltag zwischen harm
losen Rockerposen, spätpubertärem Liebesfrust und dem
Traum von einer Mechanikerkarriere in Toronto wird durch
den Mord an einem Mädchen des Stammes erschüttert. Auf die
Trauer folgt der kühne Entschluss, den mutmaßlichen Täter
zur Verantwortung zu ziehen. Die wechselvolle, mal hochkomische, dann wieder bitterernste Suche nach Gerechtigkeit
führt Silas und Frank auch zu den zwingenden Fragen nach
ihrer eigenen kulturellen Identität. Ohne je belehren zu wollen, bleibt Ausnahmeregisseur Bruce McDonald stets auf
Augenhöhe mit seinen unwiderstehlich charmanten Helden:
Berückend schildert er ein unkonventionelles Coming-of-Age
in der heutigen Lebensrealität der kanadischen First Nations.
Best friends since childhood, Silas Crow and Frank Fencepost
live in a reservation in Northern Ontario. Their everyday routine of utterly harmless rock ’n’ roll delinquency, the heartsickness of late adolescence and their shared dream of going
to mechanic school in Toronto is cruelly disrupted by the
murder of a young girl of the tribe. Their grief is followed by
the daring resolution to avenge her death. The changeful, at
times hilarious, then again deadly serious search for justice
leads Silas and Frank also to the pressing questions of their
own cultural identity. Never trying to preach, director extraordinaire Bruce McDonald always sides with his irresistibly
charming heroes and captivatingly depicts their coming-ofage in the contemporary reality of Canada’s First Nations.
Special – Bruce McDonald
Pontypool
18/19
Kanada 2008, 95 min Regie Director: Bruce McDonald Produzenten Producteurs:
Jeffrey Coghlan, Ambrose Roche Buch Screenplay: Tony Burgess Kamera Cinematographer: Miroslaw Baszak Schnitt Editor: Jeremiah L. Munce Musik Score:
Claude Foisy Darsteller Principal Cast: Stephen McHattie, Lisa Houle, Georgina
Reilly, Hrant Alianak, Rick Roberts Kontakt Contact: Jeffrey Coghlan, 2 Ridelle
Avenue, Suite 304, Toronto, ON M6B 1H4 , Canada, T +1 416 315 32 05, jeffrey.
[email protected] / MIG Film GmbH, Urftstraße 2a, 52353 Düren, Deutschland, T +49 2421 640 81, F +49 2235 46 89 34, [email protected]
An einem verschneiten Morgen in der Kleinstadt Pontypool
findet sich der exaltierte Radiomoderator Grant Mazzy mit
seiner kleinen Studiocrew inmitten eines bizarren Szenarios
wieder: Bruchstückhafte Meldungen über Menschen, die
scheinbar grundlos Amok laufen, erreichen den isolierten
Sender im Keller der Dorfkirche, und diese sonderbaren
Vorkommnisse lassen das Schlimmste für die Außenwelt
befürchten. Tatsächlicher ist alles noch viel furchtbarer: Ein
Virus in der englischen Sprache verwandelt Menschen in
marodierende Zombies, weshalb das Motto für Grant und
seine umzingelten Kollegen lauten muss: Shut Up Or Die!
Bruce McDonald unterläuft in seinem klaustrophoben, minimalistischen Schocker – der beim Toronto International Film
Festival 2008 in die »Canada Top Ten« gewählt wurde – clever
die Konventionen des Horrorgenres und lotet nach den furiosen »Tracey Fragments« (2006) erneut die Möglichkeiten
des radikalen Experiments mit Form und Inhalt aus. Das
Ergebnis ist ein extrem unterhaltsames – und genuin gruseliges – Kinoerlebnis.
On a snowy morning in the small town of Pontypool, shock
jock Grant Mazzy and his small studio staff experience a bizarre scenario: The isolated station in the church basement starts
receiving mysterious reports of people running amok without
any apparent reason, and the strange incidents indicate real
bad news for the outside world. In fact, things are much
worse: A virus being spread through the English language
itself transforms people into marauding zombies, which is
why the motto for Grant and his beleaguered colleagues must
be: Shut Up Or Die!
In this claustrophobic, minimalist shocker – one of the
»Canada Top Ten« at the 2008 Toronto International Film
Festival – Bruce McDonald cleverly subverts the conventions of
the horror genre, and following the daring »Tracey Fragments«
(2006), again enjoys a radical experiment in form and content. The result is an extremely entertaining – and genuinely
frightening – cinematic experience.
Hamburg 25.8. –7.9.
Metropolis Kino
Steindamm 52–54, 040/34 23 53, www.metropoliskino.de
Frankfurt 27.8.– 5.9.
Deutsches Filmmuseum, Frankfurt
Schaumainkai 41, 069/961 22 02 20, www.deutsches-filmmuseum.de
Berlin 3.– 9.9.
Filmkunst 66
Bleibtreustr. 12, www.filmkunst66.de
München 11.–15.9.
Werkstattkino
Fraunhoferstr. 9, 089/260 72 50, www.werkstattkino.de
4. Festival des kanadischen Films
25.8. bis 15.9.2009
Hamburg – Frankfurt – Berlin – München
WERKSTATT
KINO
antonberta design / Foto: C‘est pas moi, je le jure!
Eine Veranstaltung der Kinemathek Hamburg e.V. in Zusammenarbeit mit der Botschaft von Kanada, Berlin und Telefilm Canada. In Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut – DIF / Deutschen Filmmuseum, Frankfurt und der Deutsch-Kanadischen-Gesellschaft DKG
sowie mit freundlicher Unterstützung der Wirschaftsförderung Frankfurt, der Sodec und der Vertretung der Regierung von Québec, Berlin. Dank an Film Circuit – Division of Toronto International Film Fest Group und an die an der Tournee beteiligten Kinos.
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»Mir kam die Idee zu ›Der Spaziergang‹ am Silvesterabend in Prag«,
erinnert sich Drehbuchautorin
Dunya Smirnova. »Plötzlich wurde
mir klar, wie ähnlich 22-jährige
Deutsche, Franzosen, Italiener und
Russen einander sind. Frei, gut gelaunt und schön verströmen sie das
Bewusstsein, dass ihnen die Welt
gehört.« Tatsächlich könnten Olja,
Aljoscha und Petja auch durch Soho,
entlang der Seine oder über die
Piazza der Hamburger Schanze
bummeln, ihren Tagträumen nachhängen und dabei ganz wie nebenbei der Liebe begegnen. Doch das
Trio bummelt durch St. Petersburg,
durch die Viertel mit alten schönen
Häusern, an der Newa entlang,
streitet, lacht, flirtet, hautnah begleitet von einer Digitalkamera,
neunzig Minuten lang. Ein Spaziergang so flüchtig wie das Leben, mit
unvergesslichen Begegnungen, mit
einmaligen Momenten von Glück,
Schmerz und Leidenschaft.
»Wir wollten dem Publikum das
neue Russland und junge Russen,
junge St. Petersburger zeigen –
ohne die üblichen Banalitäten des
modernden Kinos wie Blut, Gewehrschüsse, übertriebene Brutalität«,
sagt Regisseur Alexej Utschitel.
»Das neue Russland, hier und
jetzt.«
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Остров режиссёр: Павел Лунгин; в ролях: Пётр Мамонов, Виктор Сухоруков, Дмитрий Дюжев, Нина
Усатова, Юрий Кузнецов. Россия 2006 г., 112 мин. Вторая мировая война. Баржу, на которой Анатолий и
его старший товарищ Тихон перевозят уголь, захватывает немецкий сторожевой корабль. Вымаливая
пощаду у немцев, Анатолий совершает предательство - расстреливает Тихона. Немцы оставляют труса
на заминированной барже, но благодаря помощи монахов, проживающих в островном монастыре, ему
удается выжить ... Проходят годы. На острове старца Анатолия почитают за праведную жизнь и поистине
чудесную помощь, которую он оказывает приехавшим сюда людям. Однако страшный грех убийства,
совершенный им во время войны, не дает ему покоя. Чувствуя приближение своей кончины, Анатолий
готовится к смерти и пока не знает, что скоро будет прощен ...» • «Старец Мамонова – воплощение
великой русской веры в волшебное решение самых страшных и тупиковых вопросов … Сыграть это
невозможно, говорим мы себе. Значит, есть где-то там, за краем земли, кто-то, кто реально ждет тебя и
готов к встрече …» • Фильм «Остров» неожиданно для многих явился главным кинематографическим
событием России позапрошлого года, получив десятки призов и собрав в кинотеатрах и у экранов
телевизоров многомиллионную аудиторию. • кинофестиваля, Национальная премия в области
кинематографии «Золотой Орел», премия «Ника» за лучший сценарий и за лучшую музыку.
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Ein Projekt, initiiert und organisiert von der Kinemathek Hamburg e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband kommunale Filmarbeit, Frankfurt / Main, Czech Film Center, Prag, den Tschechischen Zentren in
Dresden und Berlin – sowie mit großzügiger Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und von ŠkodaAuto Deutschland GmbH.
KINEMATHEK
METROPOLIS
Hamburg e.V.
Dresden: www.czechcentres.cz/dresden
Berlin: www.czechcentres.cz /berlin
Kommunales Kino
antonberta design
Tournee- und Kopienkoordination: Bundesverband kommunale Filmarbeit
Frankfurt / Main, Telefon 069/ 622 897 www.kommunale -kinos.de
Filmy Filme
Silný kafe Bitter Coffee
CZ 2004 Börkur Gunnarsson
Mistři Champions
ČR 2004 Marek Najbrt
Sluneční stát City of the Sun
Slovensko/ČR 2005 Martin Šulík
Impressum
Czech on Tour – Junges tschechisches
Kino auf Deutschland-Tournee:
Mai bis November 2006
Tourstart: 23. Mai 2006: Hamburg,
Kommunales Kino Metropolis
Programmheft
Herausgeber: Kinemathek Hamburg e.V.
Redaktion: Jana Černík / Rita Baukrowitz
Texte & Fotos: Veit Geldner
Übersetzungen: Veronika Fedotová
Schlussredaktion: Šárka Vyleťalová
Ein Projekt, initiiert und organisiert Grafik: antonberta design, Hamburg
von der Kinemathek Hamburg e.V. Druck: Druckerei in St. Pauli
– in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband kommunale Filmarbeit, Frankfurt, Dank
Czech Film Center, Prag, den Tschechi- Gebührt all unseren Partnern, Förderern
schen Zentren in Dresden und Berlin und Fürsprechern, die das Projekt von
– sowie mit großzügiger Unterstützung Anfang an mitgetragen haben, und ohne
des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds deren Einsatz und kompetente Hilfe es
und ŠkodaAuto Deutschland GmbH. nicht stattgefunden hätte. Namentlich geht
ein besonderer Dank an Soňa Dederová
Idee & Konzept: (Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds),
Rita Baukrowitz / Šárka Vyleťalová Veronika Fedotová (Tschechisches Zentrum
Kinemathek Hamburg e.V. in Dresden), Petra Schinnenburg, Anné Geldner (CinématheProgramm- und Tournee-Realisation: Katrin Gross und Veit
Rita Baukrowitz, Kinemathek Hamburg e.V. que Leipzig) sowie an Šárka Vyleťalová
/ Jana Černík, Czech Film Center, Prag (Hamburg) und Herrn Ludwig von Škoda/ Eckhard Schleifer, Bundesverband Auto Deutschland GmbH und nicht zuletzt
kommunale Filmarbeit, Frankfurt/M. auch an alle tschechischen Künstler,
Tournee- und Kopienkoordination: Produzenten und Verleiher, die ihre Filme
Bundesverband kommunale Filmarbeit, für die Tour zur Verfügung gestellt haben.
Tel 069-622 897, www.kommunale-kinos.de
Programmauswahl: In Memoriam Alena Schilbach
Jana Černík, Šárka Vyleťalová, Veit Geldner
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(Cinématheque
Leipzig) und Ute Mader Hamburg, Mai 2006
(Bundesverband kommunale Filmarbeit).
Sponsoring & Gästeeinladungen:
Šárka Vyleťalová (Hamburg)
Český sen Der tschechische Traum
ČR 2004 Vít Klusák, Filip Remunda
Štěstí Die Jahreszeit des Glücks
ČR/SRN 2005 Bohdan Sláma
Nevěrné hry Faithless Games
ČR/SR 2003 Michaela Pavlátová
Román pro ženy From Subway with Love
ČR 2005 Filip Renč
Horem pádem Up and Down
ČR 2004 Jan Hřebejk
ČESKÝ SEN – Hypermarket pro
lepší život! K této mega-kampani, navržené renomovanou reklamní agenturou, patří televizní a rádiové
reklamní šoty, 400 osvětlených reklamních tabulí, 200 000
reklamních letáků se značkovým zbožím… – vše, co patří
k tomu, aby se konzumenti »nechali nachytat«. Po dobu
dvou týdnů jsou ulice Prahy polepeny reklamou na plánovaný nákupní ráj – který se ukáže být podvodem! ¶
Nápaditými »pseudo-negativními reklamními triky« jako
»Nejezděte!«, »Neutrácejte!« se na slavnostní otevření
nechá nalákat přes 4000 lidí. Najdou tam ale jen louku a na ní
obrovskou Potěmkinovu fasádu.
ČESKY
á SEN zachycuje kamerou největší konzumní podvod,
jaký kdy Česká republika viděla. Filip Remunda a Vít Klusák
tak poukazují na manipulativní síly konzumního světa. Jde
o provokativní pohled na působení globálních marketů
v postkomunistické společnosti. Experiment vyvolal vášnivé
debaty v médiích, dokonce se o něm diskutovalo v parlamentu. Filmařský husarský kousek s platností daleko
za hranicemi Česka.
Český sen
ČR 2004, 87 min. Originál s německými titulky
Režie: Vít Klusák a Filip Remunda. Hrají: Občané České republiky
Deutscher Verleih: Real Fiction Filmverleih, www.realfictionfilme.de
World sales: Taskovski Films – [email protected]
Webové stránky: www.ceskysen.cz
ČESKÝ SEN – Der Hypermarkt für
ein besseres Leben! Zu dieser Mega-Kampagne, entworfen von einer renommierten Werbeagentur,
gehören TV- und Radio-Spots, 400 Leuchtreklametafeln,
200.000 Werbeflyer mit Markenartikeln… – eben alles, was
dazu gehört, um Konsumenten zu »fangen«. Für zwei
Wochen sind die Straßen von Prag gepflastert mit Werbung
für das geplante neue Shopping-Paradis – ein Fake! ¶ Mit
trickreichen »Pseudo-Anti-Werbesprüchen« wie »Geht nicht
hin! Gebt kein Geld aus!« werden über 4.000 Menschen zum
Eröffnungstag angelockt. Was sie dann vorfinden, ist eine
riesige potemkinsche Fassade eines Hypermarkts auf einer
weiten Wiese.
ČESKY
á SEN hält den größten Konsumschwindel, den die Tschechische Republik je gesehen hat, mit der Kamera fest. Filip
Remunda und Vít Klusák legen so die manipulativen Kräfte
der Konsumwelt offen. Ein provokativer Blick auf die Auswirkungen des »global market« in einer post-kommunistischen
Gesellschaft. Das Experiment erregte hitzige Debatten in
den Medien und wurde sogar im Parlament diskutiert. Ein
filmisches Husarenstück mit Gültigkeit weit über Tschechien
hinaus.
Der tschechische Traum CZ 2004, 87 min. Tschechische OF mit dt UT
Regie: Vít Klusák, Filip Remunda. Darsteller: Einwohner der Tschechischen Republik
Deutscher Verleih: Real Fiction Filmverleih, www.realfictionfilme.de
World sales: Taskovski Films – [email protected]
Website: www.ceskysen.cz
Pop& Realität im britischen Kino der 60er Jahre und heute
Pop& Realism in Britisch Cinema of the Sixties und Today
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The Leather
Boys Die Lederjungen GB 1964, 108 min. Regie
Director Sidney J. Furie Produzent
Producer Raymond Stross Vorlage
Story Gillian Freeman Kamera
Cinematographer Gerald Gibbs Schnitt
Editor Reginald Beck Musik
Original Score Bill McGuffie Darsteller
Principal Cast Rita Tushingham, Colin Campbell, Dudley
Sutton, Gladys Henson
The Leather Boys
Dot und Reg, ein junges Rockerpärchen aus Südlondon, verbringen
ihre freie Zeit im Ace Café, einem stark frequentierten Motorradtreff
an der Autobahn. Alles in ihrem Leben dreht sich um die Clique und
ihre Langstrecken-Motorradrennen nach Schottland. Kurz nach der
Hochzeit folgt die Ernüchterung des jungen Ehepaars. Dot weigert
sich, die treusorgende Ehefrau zu spielen, und geht lieber ihren materiellen Interessen nach. Reg zieht nach der Trennung zurück zu seiner
Großmutter. Er freundet sich mit dem schwulen Pete an, der bald
bei ihm einzieht.
The Leather Boys ist ein Kitchen-Sink-Film, der sich gängigen
Klischees verweigert. Er setzt sich einfühlsam mit Themen wie Erwachsenwerden, Homosexualität und der Suche nach der eigenen
Identität auseinander.
…
Dot and Reg, a young south London rocker-pair, are hanging out at
the Ace Café on the M-1 motorway, a popular meeting-point for bikers.
Everything in their lives revolves around their clique of friends and their
long distance races to Scotland. Soon after their marriage disillusionment sets in. Dot refuses to accept the dedicated wife role and prefers
to follow her materialist interests. After their break-up, Reg moves back
to his granny. After a while he becomes friends with the homosexual
rocker Pete. After a short time Pete moves in with Reg.
The Leather Boys is a kitchen-sink film that doesn’t pander to
stereotypes, but sensitively deals with topics like adolescence, homosexuality and the search for one’s own identity.
…
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Georgy Girl GB 1969, 99 min. Regie
Director Silvio Narizzano Produzent
Producer Robert A. Goldston, Otto Plaschkes Buch
Screenplay Peter Nichols, Margaret Forster
Story Margaret Forster Kamera
Cinematographer Ken Higgins Schnitt Editor John Bloom Musik
Original Score Alexander Faris, Brian Hunter Titelmelodie
Title
Vorlage
Song Tom Springfield, performed by The Seekers Kostüm
Costume Design Mary Quant Darsteller
Principal Cast Lynn Redgrave, Charlotte Rampling, Alan Bates, James Mason
.
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Blow Up GB 1966, 111 min. Regie
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Director Michelangelo Antonioni Produzent
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Producer Carlo Ponti Buch
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Screenplay Michelangelo Antonioni, Tonino Guerra
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Blow-up
Georgy Girl
Englische Dialoge
English dialogue Edward Bond
Vorlage Story Julio Cortázar Kamera
Score Herbie Hancock, The Yardbirds Kostüm Costume Design Jocely Rickards Darsteller
Cinematographer Carlo Di Palma Schnitt
Editor Frank Clarke Musik
Original
Principal Cast David Hemmings, Vanessa Redgrave, Sarah Miles, Jane Birkin,
Veruschka von Lehndorff
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Georgy ist eine lebenslustige, intelligente junge Frau. Doch sie entspricht nicht dem gängigen Schönheitsideal der Sechziger und ist
daher ein Mauerblümchen. Ihre Mitbewohnerin Meredith ist dagegen
die Inkarnation einer Swinging-London-Heroine: (finanziell) unabhängig, modisch up to date, von Männern umschwärmt und Mittelpunkt
jeder Party. Als Meredith ein Kind bekommt, lehnt sie es ab, die
Verantwortung zu übernehmen. Georgy aber nimmt das Kind zu sich
und heiratet ihren fast dreißig Jahre älteren Verehrer James, bei
dem Georgys Eltern als Hausangestellte arbeiten und in dessen Haus
sie aufgewachsen ist.
Wie alle Swinging-London-Komödien verherrlicht und verteufelt
Georgy Girl die neue Freizügigkeit zugleich. »Begleitet von einer unnachgiebigen, temporeichen Ohrwurm-Titelmelodie, ist der Film im
Grunde genommen ein überlanger Werbefilm. Für die Liebenswürdigkeit Marke Georgy und für den Glamour und die Aufgeregtheit der
Marke London.« (Alexander Walker, Hollywood, England, 1974)
…
Georgy is a fun-loving and intelligent young woman. Unfortunately,
she does not match the sixties’ ideal of beauty and consequently cannot find a boyfriend. Meredith, her flatmate, has all a Swinging-LondonHeroine must have: she is (financially) independent, a fashionable
vamp and the star of every party. When Meredith is expecting a baby,
she denies to take the responsibility. Now Georgy takes over, takes
the baby and even marries James, her admirer who is nearly 30 years
her senior. Georgy grew up in James’ house as the daughter of his
servants.
Like all Swinging-London-Comedies, Georgy Girl both celebrates
and critiques the new permissiveness. »Accompanied by a ruthlessly
up-beat pop ballad, the film was essentially an extended advertisment,
an L.P. commercial, for Georgy’s brand of lovableness and London’s
brand of metropolitan razzmatazz.« (Alexader Walker, Hollywood, England, 1974)
…
Der erfolgreiche Fotograf Thomas ist seines Jobs überdrüssig. Die
Leere seiner Sujets hat sich auf seine Empfindungen übertragen,
seine Models behandelt er mit Verachtung. Um dem grellen Treiben
der Stadt zu entkommen, flüchtet er sich in den Ostlondoner Maryon
Park. Dort fotografiert er ein Liebespaar. Doch der Friede im Park
ist trügerisch. Bei der Vergrößerung seiner Fotos entdeckt Thomas,
dass ein Mord passiert sein muss. Als er vergeblich versucht, mithilfe
seiner Freunde den Mord aufzuklären, sieht er sich mit Fragen nach
der Diskrepanz zwischen Wahrheit und individueller Wahrnehmung
konfrontiert.
Michelangelo Antonioni entwickelt in Blow-up eine faszinierende Parallelhandlung aus der Detektivgeschichte und Thomas’
Selbstfindungsprozess. Warum die Wahl auf den Drehort London fiel,
erklärte der Regisseur wie folgt: »Die Dinge, die Thomas widerfahren,
ereignen sich in London und nicht in Rom oder Mailand. Er nimmt
bewusst an der Revolution teil, die vom Pop inspirierte junge Künstler,
Trendsetter, Werbeleute, Modedesigner oder Musiker in das englische Leben getragen haben und die die englischen Bräuche und die
Moral der Jugend erfasst hat.« 1967 wurde Blow-up in Cannes mit
der Goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet.
…
.
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Thomas, a successful photographer, is tired of his job. The emptiness
of his motifs matches his feelings. At work he disrespects his models.
He abandons the flashy citylife for the Eastlondon Maryon Park. There
he takes pictures of two lovers. But the park’s peaceful aura is deceiving. When he is blowing up the photographs he becomes aware that a
murder must have been happening on the scene of the photographs.
Italian director Michelangelo Antonioni parallels Thomas’ process
of self-acknowledgement with the detective story. According to him, the
film is not to take place anywhere else but in London: »Thomas is about
to deal with a complex of events which could more easily happen in the
life of London than of Rome or Milan. He has chosen to take part in the
revolution which has affected English life, customs and morality, at least
among the young – the young artists, trend-setters, advertising executives, dress-designers or musicians, who have been inspired by the Pop
movement. (…) I realized that London would be the perfect setting for a
film like Blow-up.« (Michelangelo Antonioni, Blow-up, 1971). In 1967 Blow-up
won the Golden Palm for the best film at the Cannes Film Festival.
…
Kurzfilme Short Films
Momma
. Don’t Allow .
GB 1956, 22 min. Regie
Directors Karel Reisz & Tony Richardson Musik
Music The Chris Barber Jazz Band
Der kurze Free-Cinema-Dokumentarfilm wurde in Art and Viv Sanders’ Jazz Club »The Fishmonger’s Arms« in Wood Green gedreht. Er
zeigt einen ganz normalen Abend in einer Londoner Jazzkneipe. Junge Leute aller Klassen tanzen zur selben Musik – das ist für damalige
Verhältnisse noch sehr ungewöhnlich.
The Free Cinema documentary short film was shot at Art and Viv Sanders’ Wood Green Jazz
Club »The Fishmonger’s Arms«. It shows an average evening at a London Jazz Club, where still unusual at that time youths of all classes mingle
and dance to the same music.
Why Don't We Do It in the Road?
…
Nice Time
.
GB 1957, 17 min. Regie
Director Claude Goretta & Alain Tanner
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…
Nice Time beobachtet, wie sich die Massen auf dem Piccadilly Circus, einem zentralen Londoner Verkehrsknotenpunkt, während des
Abends vergnügen.
Nice Time shows the Piccadilly Circus at night, where the masses seek and find amusement.
Wasp .
GB 2003, 26 min. Regie
Director Andrea Arnold Darsteller
.
Principal Cast Nathalie Press, Danny Dyer
…
Zoë, alleinerziehende Mutter von vier Kindern, würde nach langer Zeit gerne wieder einmal ausgehen. Als sie ihren Ex-Freund trifft, verschweigt sie ihm die Existenz der Kinder, weil sie Angst hat, dass er sich sonst nicht mit ihr abgeben würde.
Zoë, a single mother of
four, would love to spend an evening out after a long time nursing the kids. When she meets her ex-boyfriend he asks her out. But Zoë is
afraid he will abandon her if he finds out about the kids.
I Just Want
to Kiss You
.
GB 1997, 11 min. Regie
Director Jamie Thraves
Ein kurzer Film über Liebe und Freundschaft an einem Nachmittag in London.
afternoon.
…
A short film about love and friendship on a London
Wasp
Tunnel .of Love
GB 1996, 12 min. Regie
Director Robert Milton Wallace Darsteller
.
Principal Cast Tamara Beckwirth, Edward Tudor Pole
…
Die Liebesgeschichte zwischen einem Motorradfahrer und einer schönen Frau mit einem Mercedes-Cabrio mitten im dichten Londoner
Verkehr.
A love story between a motorcyclist and a beautiful woman in a Mercedes-Benz among the heavy London traffic.
Crofton. Road SE5
GB 1989, 5 min. Regie
Director Gerd Gockell
Einzelne Fotos von Ansichten aus der Crofton Road ergeben hintereinandermontiert einen Film mit laufenden Bildern.
of Crofton Road are edited in a way that it gives the impression of a film with running pictures.
…
Single photos
Lisa and
. Jean
GB 1995, 6 min. Regie
Director Mary X
…
Lisa und Jean missbilligen die Taten von Ausreißern in einem Film aus den 60er Jahren. Sie erfinden eine Geschichte um Liebe und Verrat
und verbreitenn sie, indem sie beschriftete Pappen in die Londoner Straßen halten.
Lisa und Jean reprobate runaways from a 1960’s
movie and create their own tale of romance and treachery. On the city’s streets, cardboard signs communicate their crimes.
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