Gipfel derGenüsse

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Gipfel derGenüsse
eXtrA
Italiens Alpenregionen
DaS BErGMaGaZIN
Die italienischen Alpen
Gipfel derGenüsse
Friaul Julisch Venetien
Venetien I Südtirol I Lombardei
aosta-tal I Piemont
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Entfliehen Sie dem Alltag
LUZI (4): COOL – ZU FUSS ZUM GARDASEE
Deutschland: € 5,50; Österreich: € 5,80; Schweiz: sFr 10,50;
Italien: € 6,90; Benelux: € 6,00
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DAS BERGMAGAZIN
Chacraraju Ost, 6001 m
Caraz I, 6025 m
Piramide, 5885 m
Artesonraju, 6025 m
Caraz II, 6020 m
Quitaraju, 6036 m
im Winter
AROSA
Chacraraju West, 6112 m
SKITOUREN I WINTERWANDERN
LANGLAUF I SCHNEESCHUHROUTEN
Pisco Ost, 5700 m
Alpamayo, 5947 m
Caraz III, 5720 m
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Und in jeder zweiten Ausgabe: Die 16-seitige
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Grüß Gott! Buongiorno!
Inhalt
LIEBE LESErINNEN uND LESEr, dass ich das ferne Nepal besonders liebe, ist kein
Geheimnis. Dort wird man als Gast aufgenommen wie in einer Familie. Als gebürtiger
Südtiroler bin ich aber auch in den Bergen Norditaliens zu Hause. Denn, so wie die
Dolomiten keine Grenzen kennen, kennt auch die Gastfreundschaft im Norden des
italienischen Stiefels nur offene Türen.
Die Menschen, das Flair und selbstverständlich die großartigen Dolomiten
sind unverwechselbar. Außerdem erwarten den Gast gewachsene Kultur und
gepflegte Kulinarik.
Lassen Sie sich einfangen vom Charme der verschiedenen Landstriche. Und
genießen Sie die Berge, das gute Essen – und ein gutes Glaserl am Abend!
Und vielleicht sieht man sich am Berg oder in der Jausenhütte,
irgendwo in Norditalien.
Ihr Hans Kammerlander
SEITE
Sechs Alpenregionen Italiens
4
frIAul JulIsch venetIen
Den Gipfeln auf der Spur
8
Triest und der Rest
10
Rouladen m. San-Daniele-Schinken 11
venetIen
Mehr als Seen und Meer
Kunst und heiße Quellen
Risotto all’ Asolana
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15
sÜDtIrol
Vielfalt hat eine Heimat
Berühmte Südtiroler
Speckknödel
16
18
19
lomBArDeI
Italiens blühender Garten
Einkaufen und genießen
Ossobuco
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AostA-tAl
Im wilden Westen
Land der Burgen und Schlösser
Vapelleneuntse mit Fontina
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PIemont
Am Fuß der Berge
Mittelalterliche Städte
Vitello tonnato
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hAns KAmmerlAnDer
Der Allround-Alpinist und Bergführer hat
13 der 14 Achttausender bestiegen. Den
Manaslu will er absichtlich nicht besteigen,
weil er dort miterleben musste, wie zwei
seiner Freunde starben. Über 2000 Klettertouren, 50 Erstbegehungen, 60 Alleinbegehungen im VI. Schwierigkeitsgrad, darunter
die Nordwände von Eiger, Matterhorn und Grandes Jorasses.
Mit Reinhold Messner (mit dem er auf sieben Achttausendern
stand) in sechs Wochen über 300 Gipfel. Alle hohen Berge
ohne künstlichen Sauerstoff. 2002 wurde er als „Offizieller
Botschafter der Berge“ ausgezeichnet.
ImPressum
TOURENBEILAGE ZU ALPIN 4/2009
Olympia-Verlag GmbH, Badstraße 4 – 6, 90402 Nürnberg, Tel. 0911 216 0
Anzeigenleiter: Ekkehard Pfister, verantwortlich für Anzeigen: Otto Hofbeck
Redaktion: Planegger Str. 15, 82131 Gauting, Tel. 089 8931600, [email protected]
Chefredaktion: Dr. Bene Benedikt (verantwortlich)
Redaktion: Petra Darchinger
Texte: Luitpold Leeb, Andrea Reck
Fotos: Agenzia Turismo Friuli Venezia Giulia, Archivio Regione del Veneto,
Fototeca ENIT/De Agostini, Andrea Reck, Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG),
Tourismus Piemont, TVB Aosta, TVB Lombardei, Marco Volken
Grafik: Ulrike Lang, Satu Steiner
Druck: Oberndorfer Druckerei, 5110 Oberndorf, Österreich
Die Osterie-Tipps wurden ausgewählt nach dem Führer „Osterie d’Italia 2008/09“
(deutsche Ausgabe bei Hallwag, 912 S., 29,90 Euro). Die Restaurant-Tipps basieren auf dem L’espresso-Führer „I Ristoranti d’Italia 2009“ (898 S., 22 Euro).
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Italiens Bergwelt Galleria
Von den höchsten Bergen Europas im Westen
bis zu den Stränden der Adria erstreckt sich
Italiens Bergwelt.
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Die sechs Alpenregionen Italiens
Piemont I Aosta-Tal I Lombardei I Südtirol
Friaul Julisch Venetien I Venetien
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Italiens Bergwelt Galleria
Piemont
Venetien
Das Rifugio Barba-Ferrero im oberen
Valsesia ist ein rustikaler
Ausgangspunkt für tolle Wanderungen
am Fuß des Monte Rosa.
Die Lagunenstadt Venedig ist das
Wahrzeichen Venetiens. Malerisch und kitschig zugleich.
Und Endpunkt der klassischen
Alpenüberquerung.
Aosta-Tal
Vom Lago Blu genießt man
eine fantastische Aussicht
auf den Cervino, wie das
Matterhorn von den Italienern
genannt wird.
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Friaul Julisch Venetien
Der Rilke-Weg bietet
atemberaubende
Ausblicke über den
Golf von Triest.
Lombardei
Im Val Masino, einem Seitental des Veltlin, reihen sich die Ketten von
Pizzo Badile, Cengalo, Pizzi del Ferro und Zocca – Kletterziele für Fortgeschrittene.
Südtirol
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Die Heimat von Reinhold
Messner: das Villnösstal mit den
Zacken der Geislerspitzen.
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Friaul Julisch Venetien
Den Gipfeln auf der Spur
Bergriesen und Sandstrände für Wanderer
und Genießer. Abwechslungsreicher kann
eine Region kaum sein.
A
ls Grenzregion im Nordosten Italiens blickt Friaul
Julisch Venetien auf eine wechselvolle Geschichte
zurück, denn viele Eroberer haben ihre Spuren
hinterlassen. Diesen begegnen Urlauber immer wieder in der
seit 1963 autonomen Region. Sie finden hier unzählige Möglichkeiten, Geschichte hautnah zu erleben. Etwa auf mehrtägigen Trekkingtouren über aussichtsreiche Friedenswege zu den
Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg. Zahlreiche Schautafeln
und Museen erinnern an die Kämpfe zwischen Italien und
Österreich. Oder, viel weiter zurück in der Geschichte, beim
Besuch der gut erhaltenen römischen Ausgrabungen in Aquilea.
Das Landschaftsbild könnte kaum abwechslungsreicher sein:
Im Norden die Julischen und Karnischen Alpen, deren schroffe
Gipfel fast dreitausend Meter Höhe erreichen, im Süden die kilometerlangen, flachen Sandstrände der Adria, die sommerliches
Badevergnügen versprechen. Zu den mediterranen Höhepunkten
zählt zweifellos auch die Hauptstadt Triest mit ihrer Klippenküste
und den Schlössern von Miramare und Duino. Zwischen diesen
beiden Extremen erstreckt sich ein sanft-hügeliges Alpenvorland,
das sich am besten über die Weinstraßen des Collio und der Colli
Orientali del Friuli entdecken lässt, denn hier werden, wie Kenner
behaupten, die besten Weißweine ganz Italiens angebaut. Dazu
passt ein weit gefächertes kulinarisches Angebot, das im Süden
vor allem Fischspezialitäten und im Norden hausgemachte Pasta
oder Polenta in allen Variationen umfasst.
Kaum eine andere Region bietet ihren Besuchern eine derartig
abwechslungsreiche Landschaft wie Friaul Julisch Venetien.
Im Naturpark
Friulanische
Dolomiten bieten
spitze Gipfel und
großartige Naturlandschaften ideale Wander- und
Bergerlebnisse.
Oben: Beliebtes Wanderziel in den Julischen Alpen,
die Kapelle Maria Luggau.
Unten: Wenn auf den Bergen noch Schnee liegt,
leuchten auf den Almen bereits die Blumen.
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ur
Mit Schafen gesprenkelt: die fetten Wiesen der Julischen Alpen.
Links: Nicht weit vom Lago Pramosio entfernt lockt ein Klettergarten.
DIE FAKTEN
Größe: 7846 qkm
Einwohner: 1 208 000
Hauptstadt: Triest hat 237 000 Einwohner.
Sprache(n): Neben Italienisch sind Friaulisch
(56 %), Slowenisch (10 %) und Deutsch als Minderheitssprachen zugelassen, deutschsprachige
Enklaven findet man etwa im Kanaltal bei Tarvisio. „Mandi cemût?“ heißt „Hallo, wie geht’s?“
auf Friaulisch.
Klima: In den Julischen Alpen kommen Skifahrer
ganzjährig auf ihre Kosten, im Sommer reizen die
Adria-Strände zum Baden. In Triest von März bis
Oktober durchschnittlich sieben Sonnenstunden
pro Tag.
Höchster Berg: Monte Coglians, 2780 m,
Karnische Alpen.
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Friaul Julisch Venetien
Die Highlights
Touristische Ziele
Den Charme des Habsburgerreichs
versprüht das malerisch an der Adria
gelegene Triest. Die elegante Uferzeile
mit den beeindruckenden Fassaden der
Palazzi im Stil des Wiener Klassizismus
und der weite, zum Meer hin geöffnete
Paradeplatz Piazza dell’Unità d’Italia bilden ein großartiges Ensemble. Der Besuch
eines der Kaffeehäuser rund um den Platz
erinnert an beste österreichische Kaffeehaustradition.
Auf Wellnessurlauber sind nicht nur die
Kurorte an der Adriaküste eingestellt,
sondern auch Arta Terme am Fuß der Karnischen Alpen. Nur eine Stunde vom Meer
entfernt haben sich rund um die dortige
Thermalquelle etliche Kurhotels etabliert,
die ihre Gäste mit Entspannungs- und
Schönheitsprogrammen verwöhnen.
Einst eine blühende Metropole, ist Aquilea
heute eher ein bescheidenes Dorf. Geblieben sind jedoch die großartigen Ruinen
aus römischer und byzantinischer Zeit
sowie eine monumentale romanische Basilika, deren Mosaikboden aus dem vierten
Jahrhundert das bedeutendste frühchristliche Mosaik Europas darstellt.
Nicht versäumen: Die einmalige Gelegenheit, eine vollständig erhaltene Festung
aus dem 16. Jh. zu besichtigen, hat man
in Palmanova, einer Kleinstadt südlich von
Udine. Die rund sieben Kilometer langen
Festungsmauern sind als neunzackiger
Stern ausgelegt, in dessen Mitte die Piazza Grande mit einem Renaissance-Dom
liegt. Beim Osttor kann ein Museo Storico
Militare besichtigt werden.
Empfehlenswert ist der Besuch von Udine,
dessen Piazza della Libertà mit der Loggia
del Lionello, Statuen und Stufen zu den
schönsten venezianischen Plätzen auf
dem Festland zählt. Nach dem Besuch
kann man sich im Contarena, einem
Kaffeehaus im Jugendstil, stärken.
In Cividale del Friuli (Via Monastero
Maggiore 7) lohnt der Besuch des Tempietto Longobardo, ein Gebetstempelchen
der langobardischen Könige, malerisch
über dem Fluss beim Kloster Santa Maria
in Valle gelegen. Neben den Fresken aus
dem 12. bis 15. Jh. begeistern üppige
Stuckdekorationen aus dem 8. Jh. und
Heiligenfiguren.
Kinder lieben außer dem Aqua Splash,
einer riesigen Spaßbadanlage in Lignano, die Miniweltreise im Gulliverlandia,
10
Beim Spaziergang im Park von Schloss Miramare bei Triest kann man
Seeluft schnuppern.
Die Mosaiken in der romanischen
Basilika von Aquilea gehören zum
Weltkulturerbe der UNESCO.
wo sie in einem durchsichtigen Tunnel
durch das Innere der Meere wandeln oder
römische, ägyptische und mittelalterliche
Welten entdecken können.
www.gulliverlandia.it
Gastronomie
Mediterrane Küche im Süden kontrastiert mit lokalen Spezialitäten wie den
karnischen Cjarsons, kartoffelgefüllten
Nudeltäschchen. Weltberühmt ist der luftgetrocknete San-Daniele-Schinken, auch
exquisite Weißweine und hochwertige
Grappa-Sorten kommen aus Friaul.
Die typische Osteria
Gradisca d’Isonzo, Mulin Vecio. Zwölf
Kilometer südwestlich von Gorizia werden
in der Mulin Vecio vorzügliche Salami und
Schinken serviert, aber auch warme Speisen und qualitativ überzeugender Wein,
vorrangig aus dem Collio. (17 – 25 Euro).
Via Gorizia 2, Tel. +39 0481 99783.
Restaurant-Tipps
San Vito al Tagliamento, Braida di Casa.
Im alten Dorf findet man bodenständige,
friaulische Küche zu vernünftigen Preisen.
Viele Wurstspezialitäten, Weine aus der
Region. (30 Euro). Via Bottari 4, San Vito
al Tagliamento, Tel. +39 0434 876811,
www.braidadicasa.com
Duino-Aurisina, Gaudemus. Lokale Spezialitäten wie Fisch aus dem Golf werden vom
Chefkoch je nach Jahreszeit und schöpferischer Inspiration zubereitet. Edle Tropfen
lokaler Weinbauern. (45 Euro).
Via Sistiana 57, Duino-Aurisina,
Tel. +39 040 299255,
www.gaudemus.com
Events
Grado: Am ersten Juli-Sonntag bei der
Festa della Santa Maria di Barbana Bootsprozession zu dem Marienwallfahrtsort in
der Lagune.
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Die Touren
Monte Cimone (2379 m) Von den Montasch-Almen über die
Via Alta zum Vallone de la Viene / Viene-Graben, von dort zur Forca
de la Viene / Viene-Scharte, zum Gipfel des Monte Cimone, 940 Höhenmeter, Gesamtzeit 6 ½ Std. (Karte: Freytag & Berndt, WK 141).
Laghi di Fusine / Weißenfelder Seen – Alpe vecchia Mit toller
Aussicht auf die Nordwand des Mangart. Vom Oberen Weißen­
felder See links zur Zacchi-Hütte und zu Alpe vecchia und Lago
Superiore. Rund 380 Höhenmeter, 3 ½ Std. Gehzeit, auch für
Kinder geeignet, die ihren Spaß an den riesigen Findlingen zwischen den Seen haben.
Via delle Malghe Carniche / Karnische Almwege Insgesamt
15 urtümliche Wege im Grenzgebiet zu Kärnten. Sie wurden neu
kartiert und markiert und verlaufen auf den alten Pfaden der
Händler, Hirten, Wallfahrer und Schmuggler. Die Almen verkaufen Butter und Käse, servieren einfache, ehrliche Gerichte und
bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten. www.viamalghe.com
Canal del Ferro zum Monte Schenone Mountainbike-Tour vom
Canal del Ferro / Kanaltal zum Monte Schenone. Von Pietratagliata
auf einer alten Militärstraße bis zur Poccet-Alm (7 km, 800 Höhenmeter). Von dort erreicht man in 2 Std. Fußmarsch den Monte
Schenone (1950 m) mit schöner Aussicht auf die wild zerrissene
Westflanke des Jof di Montasio / Montasch, 600 Höhenmeter.
R
EZ
Einer der markanten Gipfel der Julischen Alpen und bei
Wanderern sehr beliebt ist der Monte Cimone.
Infos
Agenzia Turismo Friuli Venezia Giulia,
Piazza Manin 10 (Località Passariano),
33033 Codroipo, Tel. +39 0432
734100, www.turismofvg.it
Reiseführer: Fohrer, Eberhard: Friaul
Julisch Venetien, Michael Müller Verlag,
2007.
T
P
E
Panierte Truthahnrouladen
mit San-Daniele-Schinken
und Artischocken
Für 4 Personen
4 Scheiben Truthahnfilet, 4 Scheiben luftgetrockneter Schinken,
4 Scheiben Bergkäse (Montasio), 20 g Spinat, ½ Glas Milch,
1 Ei, 1 Knoblauchzehe, 4 EL Mehl, Olivenöl, Petersilie,
Salz, Pfeffer, Semmelbrösel
Filets flach klopfen und mit Schinken, Käse und Spinat belegen.
Die Filets zu Rouladen rollen und mit Küchengarn zusammenbinden. Dann in Mehl, Ei, Milch und gesalzenen Semmelbröseln wenden und zehn Minuten in heißem Öl anbraten. In der Zwischenzeit
die Artischocken putzen, Spitzen bis auf fünf Zentimeter abschneiden, vierteln und in der Pfanne mit Olivenöl und Knoblauch
andünsten. Petersilie und etwas Wasser zufügen und die Artischocken bissfest schmoren. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit den
Rouladen servieren. Dazu passt Kartoffelpüree.
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Venetien
Mehr als Seen und
Gardasee und Venedig sind
nur zwei der zahlreichen
wBesuchermagneten Venetiens.
S
anfte Hügel mit Zypressen, Oliven und Zitronen,
warme Luft: Wer über den Brenner zum Gardasee
fährt, hat spätestens hier das Gefühl, wirklich in
Italien angekommen zu sein. Während in Cortina d’Ampezzo die
Skifahrer noch die großartige Skiarena um die Tofane genießen,
blühen in Verona schon die Frühlingsblumen. In der römischen
Arena wird bereits seit 2000 Jahren Unterhaltung geboten, jeden
Sommer pilgern die Opernliebhaber hierher. Und Verona bildet
nur den Auftakt für die Entdeckung der ganzen Vielfalt Venetiens.
Nächste Station könnte Padua sein mit seiner Wallfahrtskirche
des Heiligen Antonius, und dann? Natürlich Venedig, die Perle
der Lagune. Zu laut? Zu hektisch? Etwas beschaulicher lässt sich
der Reiz der Lagune in dem kleinen Fischerstädtchen Chioggia
erleben. Wer am Meer lieber das pulsierende Leben mag, ist
am Lido di Jesolo richtig, über Einsamkeit wird man hier nicht
klagen. Erholung der anderen Art und Linderung so mancher Leiden findet man in den Colli Eugane, den Euganeischen Hügeln,
dem größten Thermalgebiet ganz Europas. Naturliebhaber und
Bergsteiger zieht es bald zum imposanten Dach Venetiens, den
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Dolomiten, die nach dem französischen Geologen Déodat Dolomieu benannt worden sind. Die Riesen, wie die mächtige Civetta,
erreichen Gipfelhöhen von weit über dreitausend Meter und
bilden eine bizarre Felskulisse, die Kletterer und Bergwanderer
gleichermaßen in ihren Bann zieht.
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M
d
Meer
Im Westen beginnt Venetien am Gardasee, im Norden bei den
Dolomiten, die zu den schönsten Bergen gehören, die die Alpen
zu bieten haben. Im Süden bildet das Po-Delta die Grenze, dazwischen liegen bezaubernde Städte und das einmalige Gesamtkunstwerk Venedig in seiner Lagune.
Links: Malcesine, malerisch am
Ostufer des Gardasees gelegen.
Unten: Verona lockt jeden Sommer Opernfans aus aller Welt in
seine Arena.
Links: Sonnenaufgang am Lago di
Misurina.
Unten. Der Kampanile thront neben
dem Dogenpalast über Venedigs
Markusplatz.
DIE FAKTEN
Größe: 18 378 qkm
Einwohner: 4 800 000
Hauptstadt: Venedig hat 270 000 Einwohner.
Sprache(n): Neben Italienisch (100 %) sprechen die meisten Einwohner ihren venezianischen Dialekt, der aber nur in
der Region als eigene Sprache geschützt ist. Kleine Sprach­
enklaven auch in Deutsch, Friaulisch und Ladinisch.
Klima: In Venedig durchschnittlich knapp sieben Sonnenscheinstunden täglich.
Höchster Berg: Monte Antelao, 3264 m, Dolomiten.
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Venetien
Die Highlights
Touristische Ziele
Neben dem weltbekannten Venedig sollte
man sich Zeit nehmen für einen Besuch
der wunderschönen Villen in Venetien,
deren Architekt Andrea Palladio vor 501
Jahren in Padua geboren wurde. Besonders schön mit vier Fassaden: Villa Rotonda südlich von Vicenza, Via della Rotonda
45 (Mo geschlossen). Eine Villenkarte von
den Touristeninformationen hilft bei der
Orientierung.
Den heißen Quellen verdanken die Colli
Euganei / Euganeische Hügel rund 20 km
südwestlich von Padua ihren Aufstieg
zum größten Thermalgebiet Europas. Über
400 000 Besucher pilgern jedes Jahr in
Kurorte wie Abano Terme.
Einen großen Schatz findet man in der
kleinen Cappella degli Scrovegni in den
Giardini d’Arena in Padua: Wunderbar
erhaltene Fresken von Giotto di Bondone,
einem der bedeutendsten Maler des
Spätmittelalters, die das Jüngste Gericht
darstellen. Besichtigung nach Voranmeldung unter Tel. +39 049 2010020 oder
www.cappelladegliscrovegni.it
Nicht versäumen: Durch das mittelalterliche Citadella mit seinen Mauern gelangt
man nach Bassano al Grappa, das in den
ersten Voralpen liegt. In seinem reizvollen
Stadtbild zieht vor allem die hölzerne
Brücke, die nach einem Entwurf des
berühmten Baumeisters Palladio gebaut
wurde, die Blicke auf sich.
Im östlichen Brückenkopf findet man ein
Grappamuseum und die Grappadestillerie
Nardini für eine Kostprobe.
Vicenza erfreut Besucher mit seiner
wunderschönen Altstadt. Ganz besonders
sehenswert: Die Piazza del Signori, die
von der zweigeschossigen Basilika (Versammlungssaal) von Palladio geprägt wird,
sowie die Loggia del Capitaniato, ebenfalls
von Palladio.
Halb Safaripark, halb Zoo: Zwischen Gardasee und Verona liegt der Parco Natura
Viva in Bussolengo, der angelegt wurde,
um vom Aussterben bedrohte Tierarten wie
weiße Nashörner zu retten. Außerdem zu
sehen: Exotische Vögel und Dinosaurierimitationen, die auch Kindern viel Spaß
machen. www.parconaturaviva.it
Jede Menge feuchter Erlebnisse verspricht
der Wasserspaßpark Caneva World in Lazise am Gardasee: Riesenwellen, Unterwasser- und Piratenwelten und jede Menge
Rutschen lassen nicht nur Kinderherzen
höherschlagen. www.canevaworld.it
Die Touren
Unzählige Wander- und Kletterrouten führen durch die
Dolomiten und die Belluneser Alpen.
Von Cortina d’Ampezzo zum Rifugio Croda da Lago,
11 km, 1230 Höhenmeter, Gehzeit 4 bis 5 Std. Von den
Campingplätzen am Fluss links Richtung Campo di Sotto
halten, dann rechts Richtung Lago Pianozze auf den Weg
432, der direkt zum Rifugio Croda da Lago hinaufführt.
Tolle Ausblicke auf die Antelao-Gruppe und am Ziel ein
wunderbarer Fedèrasee, in dem
sich die schöne Cima d’Ambrizzola
spiegelt. (WK 55, Kompass,
Cortina d’Ampezzo).
Über die Inseln der venezianischen Nehrung von Venedig nach
Chioggia, rund 23 Kilometer,
0 Höhenmeter, 6 bis 7 Std. Gehzeit. Vom Markusplatz mit dem
Boot zum Lido, über Malamocco
zum Fähranleger bei Alberoni im
südlichen Teil der Insel, von dort
14
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mit dem Schiff zur Insel Pelestrina. Über San Pietro in
Volta zum Ort Pellestrina, von dort Fähre nach Chioggia.
Romantische Wanderung durch bunte Fischerdörfer, die
wegen der Bootspassagen auch für Kinder sehr lohnend
ist. (Karte Provinicia di Venezia, TCI, 1: 200 000).
Schluchtenwanderung von Brusadaz hinunter nach
Longarone, 31 Kilometer, 940 Höhenmeter, Gehzeit 8 bis
9 Std. An der Nordgrenze des Nationalparks Alpi Bellunesi durch die Schlucht des Torrente Maé nach Dont, dort
links nach Pratoran durch eine schmale Felsenschlucht
mit Holzbrücke nach Forno di Zoldo. Von dort zum Lago
di Pontesi und über den Wanderweg 531 zum Rifugio
Sommariva al Pramperet, weiter durch die Schlucht bis
Soffranco, dann über eine abenteuerliche Hängebrücke
bis nach Longarone mit seiner imposanten Staumauer.
Mountainbike-Tour auf den Monte Grappa, 36,2 km,
1550 Höhenmeter, rund 5 Std. Ausgangsort ist Bassano
Romano D’Ezzelino-Semonzo auf der wenig befahrenen
Straße (mehr Verkehr an Wochenenden) bis zum Gipfel
des Monte Grappa (1775 m). Dort muss das Rad abge-
Cortina d’Ampezzo.
02.03.2009 12:40:48 Uhr
Ganz links: Auch die Provinzhauptstadt Treviso wird von
Kanälen durchzogen.
Daneben: Padua ist stolz auf
die Cappella degli Scrovegni
aus dem 14. Jahrhundert.
Capriolo, die sich an regionalen Produkten
orientiert und Wildspezialitäten anbietet.
Blaukrautsuppe mit Bohnen fehlen ebenso
wenig wie eine reiche Dessert-Auswahl.
(70 Euro). Via Nationale 108,
Vodo di Cadore, Tel. +39 0435 489207,
www.alcapriolo.it
Gastronomie
Venetien, die Heimat des Prosecco, verfügt
über eine raffinierte Küche.
Die typische Osteria
Burano, Gatto Nero. Im traditionellen Restaurant Gatto Nero auf der Insel Burano
werden hauptsächlich Fisch und Meeresfrüchte auf hohem Niveau serviert
(60 Euro). Fondamenta Giudecca 88,
Burano, Tel. +39 0417 30120,
www.gattonero.com
Restaurant-Tipps
Vodo di Cadore, Al Capriolo. Bodenständig im besten Sinn ist die Küche des Al
Vicenza, Antica Osteria al Bersagliere.
Wildspargel und Polenta mit würzigem
Bergkäse zählen zu den Spezialitäten.
Neben Fleisch- und Fischgerichten wird
auch eine gepflegte Auswahl an Käse aus
der Region serviert, der Keller ist mit Weinen aus dem Triveneto gut sortiert. Antica
Osteria al Bersagliere, Contrà Pescaria 11,
Vicenza, Tel. +39 0444 323507.
Romantik pur in der Lagune:
Venedig verzaubert zu jeder
Tageszeit.
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Events
Risotto all’ Asolana
Venedig: An Christi Himmelfahrt
feiert man die Festa della
Für 4 Personen
Sensa, das älteste Fest der
150 g gemischtes Gemüse, Artischocken,
Stadt. Feltre: Am ersten
Zucchini, Erbsen, Auberginen, 1 Handvoll Steinpilze
Augustwochenende
oder Champions, 80 g Butter, 2 EL Olivenöl, 250 g Reis,
findet die Festa del
1 Glas Weißwein, ½ bis 1 Liter Rinderbrühe mit Zwiebel,
Palio statt, ein his1 Tomate, 60 g geriebener Parmesan, Salz, Pfeffer, Petersilie
torisches Reiter-
R
spiel.
stellt werden, denn Radfahren ist nicht gestattet in dem
Ossarium, das an die Gefallenen der Piaveschlachten
1917/18 erinnert. Zurück bis zum Wegpunkt Borso, wo
eine alte Militärstraße nach Borso del Grappa hinunter
führt. www.gps-tour.info
Gemüse putzen und fein würfeln, mit Butter und Öl in einer
Pfanne anschmoren, dann die Pilze dazugeben. Den Reis
eine Minute anrösten, mit Wein ablöschen und nahezu
verdunsten lassen, nach und nach die Brühe zugießen. Ist
der Reis halb gar, das Gemüse hinzugeben, salzen, pfeffern
und die pürierte Tomate unterheben. Mit Butter und Käse geschmeidig machen und die gehackte Petersilie untermengen.
Infos
Blick von Cortina d’Ampezzo auf den Monte Cristallo.
Assessorato al Turismo Regione del Veneto, Pal. Balbi,
Dorsoduro 3901, 30123 Venezia, Tel. +39 0412 792833,
www.regione.veneto.it
Reiseführer: Fohrer, Eberhard: Venetien, Michael Müller Verlag,
2008.
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Südtirol
Vielfalt hat eine
Die autonome Provinz Bozen präsentiert sich als Paradies für
Wanderer, Kletterer und Freunde bodenständiger Gaumengenüsse.
A
uf 3190 Metern Höhe liegt das Becherhaus,
Südtirols höchste Schutzhütte. Auch wer nicht
ganz so hoch hinaus will: Von der Schneeschmelze
bis in den späten Herbst finden Wanderer gut beschilderte Wege
aller Schwierigkeitsgrade. Der Alpenhauptkamm hält die kalten
Winde ab: Im Etschtal blühen die Apfelbäume, wenn die Natur
nördlich der Alpen noch Winterschlaf hält. Die Klettermöglichkeiten, vor allem in den Dolomiten, sind legendär. Der – neben
der Gletschermumie Ötzi – mit Abstand berühmteste Südtiroler,
Reinhold Messner, der sich seit Jahren für nachhaltigen Tourismus in seiner Heimat einsetzt, hat in Sigmundskron ein zentrales
Mountain Museum eingerichtet und dazu vier Ableger, in denen
Einzelthemen behandelt werden.
16
Mit sieben Naturparks und dem Nationalpark Stilfser Joch wartet
das sonnenverwöhnte Land auf. Die Zacken und Türme der
Dolomiten, die aus saftig-grünen Almen aufragen, sind Überreste
einstiger Korallenriffe und verleihen der Landschaft im Südosten
der Region ein spektakuläres Aussehen.
Bozen, am Schnittpunkt wichtiger Handelswege gelegen, ist zur
trendigen Hauptstadt der autonomen Provinz geworden, die ihren
Minderheiten weitgehende Sonderrechte einräumt. Italienische
Leichtigkeit prägt das Leben, wobei es den Südtirolern gelungen
ist, ihre Eigenständigkeit zu bewahren. Sie sind stolz auf ihre
hochwertigen landwirtschaftlichen Produkte, die der bäuerlichen
Kultur und Tradition entstammen, ihre gepflegten Dörfer und ihre
ureigene Kultur. Die alpin-mediterrane Vielfalt Südtirols spiegelt
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H
Heimat
sich auch auf den Speisekarten wider: Zwischen Pizza, Pasta,
Knödel oder Carpaccio, serviert in rustikaler Stube oder elegantem Ambiente, bleiben keine Wünsche offen. In der Heimat
des Haflingers können Kinder Reiten lernen oder im wärmsten
See der Alpen, im Kalterer See, baden. Historische Mühlen,
Greifvögel-Flugvorführungen, bizarre Erdpyramiden: Südtirol
begeistert Besucher jeden Alters.
Der südlichste deutsche Sprachraum und die nördlichste
italienische Provinz verwöhnen Sportler und Schlemmer. Selbst
gemachte Schlutzkrapfen, serviert nach einer erlebnisreichen
Bergtour – der Himmel auf Erden.
Wolkentheater: Sonnenuntergang, von der Drei-Zinnen-Hütte aus
genossen. Die Dolomiten begeistern mit spektakulären Felsen.
DIE FAKTEN
Größe: 7400 qkm
Einwohner: 490 000
Hauptstadt: Bozen hat 100 000 Einwohner.
Sprache(n): 69 % sprechen Deutsch, 26 % Italienisch,
4 % Ladinisch. „Viles“ heißen die Siedlungen auf Ladinisch, die beispielsweise im Hochabteital zu finden sind.
Klima: In Bozen von März bis Oktober rund sechs Sonnenstunden pro Tag.
Höchster Berg: Ortler, 3905 m.
Der Kalterer See ist nicht nur Weintrinkern ein Begriff,
sondern auch Wasserratten jeden Alters.
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Südtirol
Die Highlights
Touristische Ziele
800 Einwohner, drei Gasthöfe und eine
Stadtmauer: Der Besuch von Glurns, der
kleinsten Stadt im Alpenraum, gleicht
einer Reise ins Mittelalter. Besonders
schön: die völlig erhaltene Ringmauer mit
wuchtigen Wehrtürmen und Stadttoren
und die niedrigen Laubengänge.
Im Schatten des mächtigen Klosterberges
von Säben bewahrte sich Klausen seinen
ursprünglichen, verwinkelten Stadtkern.
Die Altstadt wurde vom italienischen
Reiseführer „I Borghi più Belli d’Italia“ zu
einer der schönsten Italiens gewählt.
Nicht versäumen: Als schönster See gilt der
Pragser Wildsee (1494 m) unterhalb des
Seekofels im Hochpustertal mit seinem
türkisgrünen, bis 36 m tiefen Wasser.
Wem er zu kalt ist zum Baden, der kann
ein Boot mieten oder ihn auf dem drei
Kilometer langen Uferweg umrunden.
2009 bekommt Südtirols Eismumie „Ötzi“
Besuch. Die größte Mumienausstellung
der Welt macht Station in Bozen: Vom
10. März bis 25. Oktober werden im
Archäologiemuseum 70 Mumien aus aller
Welt ausgestellt. www.iceman.it
Der Archeoparc im Schnalstal stellt ein
kupferzeitliches Dorf detailgetreu nach. Im
Garten wird geerntet, was zu Ötzis Zeiten
auf den Tisch kam. Zwischen April und
November lädt das Mitmach-Programm
ein zum Töpfern, Kupfergießen, Ledergerben und Zubereiten von SteinzeitGerichten. www.archeoparc.it
Mit seiner Therme ist Meran um ein architektonisches Highlight reicher. Der Kubus
aus Glas und Stahl ist das Herzstück des
neuen Thermengeländes an der Passer.
www.thermemeran.it
Gastronomie
Suppen mit Speckknödeln, Leberknödeln
oder Milzschnitten, Risotto- und Nudelvariationen, Schlutzkrapfen, Schweine- oder
Hammelbraten, Apfelstrudel, Marillenknödel oder Panna Cotta: Die Einflüsse
der italienischen und der österreichischen
Küche sorgen für ein vielseitiges Angebot.
Der wichtigste italienische Weinführer
„I vini d’Italia 2009“ hat Südtirols Weinen
26 Mal die Bestnote gegeben.
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Die Gletschermumie Ötzi ist
in Bozen zu
besichtigen.
Unten: Glurns.
Rechts:
Rosengarten.
Bis dreißig Meter
hoch sind die Rittner Erdpyramiden
aus erodiertem
späteiszeitlichem
Moränenlehm.
Die typische Osteria
Bozen, Vögele. In der uralten Stube kehrte
schon Goethe auf seiner italienischen
Reise ein. Besonders gut: Knödel in jeder
Variation (canederli). Preis für ein Menü:
35 Euro. Via Goethe 3, Bozen,
Tel. +39 0471 973938, www.voegele.it
Restaurant-Tipps
Meran, Fragsburg. Sehr schön gelegen in
einer Burg aus dem 17. Jh. Die Küche
ist typisch für die Region, setzt aber
mediterrane Akzente. Dessert: Apfelstrudel-Parfait! (Menü 60 Euro). Hotel Castel
Fragsburg, Fragsburgstr. 3a, Meran, Tel.
+39 0473 244071, www.fragsburg.com
Toblach, Seiterhof. Hier stammt vieles
aus eigener Erzeugung. Die Wirtsleute
mästen nicht nur Fleischvieh, sondern
auch Milchtiere für die Käseherstellung.
(35 Euro). Kandellen 7, Toblach, Tel. +39
0474 979114, www.seiterhof.info
Events
St. Ulrich, St. Christina, Wolkenstein: Am
ersten August-Wochenende treffen Sie
über 600 traditionell Gekleidete beim
Festumzug „Gröden in Tracht“.
Weinstraße: 12. Mai – 13. Juni Weinstraßenwochen. www.suedtiroler-weinstrasse.it
Hochpustertal: 12. Juli Dolomiti Superbike.
www.dolomitisuperbike.com
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Die Touren
Unglaubliche 13 000 Kilometer naturbelassene, markierte
Wanderwege führen durch Südtirol.
Rundwanderung vom Zoggler Stausee bei St. Walburg
in Ulten (1133 m) über die bewirtschaftete Holzschlagalm,
Pfandlalm und Seegrubenalm. 790 Höhenmeter, 1 ½ Std.
Aufstieg, 2 ½ Std. Abstieg. (Karte: Tabacco Wanderkarte
042, Ultental). Die Scheune des Zoggler Hofes steht noch,
das Haus und 35 andere Gebäude versanken im Stausee.
Von Tschars entlang des Schnalswaals (typischer
Südtiroler Bewässerungskanal) zum Schloss Juval, Reinhold
Messners Museum für tibetische Volkskunst, Masken und
Bergbilder. Gehzeit 2 ½ Std. (Karte: Kompass, Wanderkarte
52, Vinschgau). Ein Weingut und ein Biohof tragen zum
Erhalt dieser Kulturlandschaft bei. Informationen über alle
Messner-Museen unter www.messner-mountain-museum.it
R
E
PT
E
Z
Speckknödel
Für 4 Personen
4 altbackene Semmeln, 1 ½ Glas Milch,
100 g Südtiroler Speck, 2 Eier, ½ Zwiebel, 2 EL Mehl,
2 EL Öl, Butter, Petersilie, Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Brot in Würfel schneiden und mit einem Glas
lauwarmer Milch anfeuchten. Speck kleinwürfelig
aufschneiden und die Fettwürfelchen beiseite schieben. Die gehackte Zwiebel mit den Fettwürfelchen in
Öl und einer Nuss Butter goldbraun rösten, erkalten lassen und auf das Brot geben. Den restlichen
Speck, eine Handvoll gehackte Petersilie, Mehl, Salz,
Pfeffer und Muskatnuss beifügen und unter das Brot
mischen. Eier mit einem halben Glas Milch verquirlen, über das Brot gießen und gut mit den Händen
durchkneten. Mit nassen Händen acht Knödel formen,
in kochendes Salzwasser legen und etwa 20 Minuten
leise kochen lassen.
Klettersteig Paternkofel (Via ferrata De LucaInnerkofler), Drei Zinnen. Von der Auronzohütte über die
Drei-Zinnen-Hütte (2405 m) zum Felskamm, der vom
Paternkofel herabzieht zum 600 m langen Stollen aus dem
Ersten Weltkrieg. Der dunkle Stollen (Stirnlampe!) führt steil
hinauf, Felsfenster bieten interessante Ausblicke. Klettersteig zur Gamsscharte (2605 m). Mit Hilfe von Drahtseilen
zum Gipfel des Paternkofel (2746 m). Über die Paßportenscharte zurück zur Auronzohütte. (4 Std., 500 Höhenmeter).
Links: Auf schmalem Pfad zum Klettersteig.
Rechts: Schloss Juval erreicht man am besten zu Fuß.
Mit Kindern: Von Innichen im Hochpustertal (1175 m)
über die Ruine Wildbad Innichen und die bewirtschaftete
Haunoldhütte (2 ½ Std., 350 Höhenmeter), hinab mit der
Sommerrodelbahn (drei Minuten für 314 Höhenmeter).
Infos
Südtirol Information, Pfarrplatz 11, 39100 Bozen,
Tel. +39 0471 999999, www.suedtirol.info
Reiseführer: Vogt/Frühbeis/Zinnecker/Bihler/Hainz: Südtirol.
Das etwas andere Wanderbuch, blv, 2004.
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lombardei
Italiens blühender
Kontrastreich: subtropische
Landschaft, umgeben von
schneebedeckten Bergen.
W
ow, wo kommt ihr denn her?“, fragen die
beiden Kletterer etwas erschrocken, als wir
wenige Meter neben ihrem Frühstückstisch
am Campingplatz direkt am Ufer des Lago d’Idro landen.
„Vom Monte Stino“, erkläre ich und helfe Giacomo, den Stoff
des Gleitschirms zusammenzulegen. Als alles im Rucksack
verstaut ist, bin ich neugierig, weshalb die jungen Niederländer ausgerechnet hierher kommen, wo doch der Gardasee
nur wenige Kilometer weiter im Westen lockt. „Weil hier
nichts los ist“, erzählen sie munter, um dann gleich von
ihrem Kletterkurs zu berichten, vom Mountainbiken, Segeln
und vom Wandern. Nichts los? Zugegeben, im Vergleich zum
nahe gelegenen großen Bruder liegt der Lago d’Idro wirklich
etwas verträumt. Auch das gibt es in der Lombardei, die
den anderen 19 italienischen Regionen wirtschaftlich weit
überlegen und dicht besiedelt ist, vor allem im Großraum
Mailand. Die Lombardei grenzt an die Schweizer Kantone
Tessin und Graubünden, an die Regionen Trentino-Südtirol,
Venetien, Emilia-Romagna und an das Piemont. Zwischen
den Reisfeldern der Lomellina und den Olivenbäumen am
Gardasee gedeihen Lebensmittel fürs ganze Land, finden
sich neben schneebedeckten Bergen aber auch Seen in fast
subtropischer Landschaft. Mailand ist nicht nur für Kenner
der Modeszene ein Magnet. Opernliebhaber und Kunstfreunde
kommen in der Scala, einem der weltbesten Opernhäuser,
oder beim Anblick von Leonardo da Vincis „Letztem Abendmahl“ in der Kirche Santa Maria delle Grazie ins Schwärmen.
Wer einen Shoppingtrip in die lombardische Metropole plant,
wird von der Vielzahl eleganter Boutiquen und Designerläden
beeindruckt sein. Die kleinen Städte wie Bergamo, Cremona
oder Mantua ziehen mit ihrem Charme nicht nur erklärte
Kunstliebhaber in ihren Bann.
DIE FAKTEN
Größe: 23 863 qkm
Einwohner: 9 430 500
Hauptstadt: Mailand hat 1 304 200 Einwohner.
Sprache(n): Lombardisch ist anders als Italienisch eine
gallo-romanische Sprache. Ostlombardisch wird noch
ganz vereinzelt in Bergamo, Brescia und Crema gesprochen. (Albergh = Hotel, Lach = See).
Klima: In Mailand misst man von März bis Oktober durchschnittlich 4,5 Sonnenstunden pro Tag.
Höchster Berg: Monte Rosa, 4634 m (Dufourspitze).
Das Rifugio Zamboni e Zappa am Fuß der Monte-Rosa-Ostwand.
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G
r
Garten
Links: Der Lago Maggiore reicht
von der südlichen Alpenkette
bis an den Rand der Poebene.
Oben: Typischer Hauseingang
in Bormio.
Eine kleine Ama Dablam: der Monte Disgrazia, freistehender Riese an der Grenze zwischen Valmasino und Valmalenco.
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lombardei
Die Highlights
Touristische Ziele
Geradezu spektakulär ist das Panorama
vom Dach des 45 Meter hohen Mailänder
Doms. Besonders sehenswert sind die
Städte Bergamo, Brescia, Mantua,
Pavia, Lodi, Sabbionetta und Cremona
(den schönsten Blick hat man dort vom
111 Meter hohen Torrazzo).
Nicht versäumen: Im „Viereck der Mode“
(Quadrilatero della Moda) beim Mailänder
Domplatz haben Italiens beste Designer
ihre Niederlassungen. Auch beim Corso
Vittorio Emanuele oder am Corso Buenos
Aires macht die Metropole ihrem Namen als die Einkaufsstadt Südeuropas
schlechthin alle Ehre. Delikatessen auf
mehreren Etagen bietet Peck in der Via
Spadari 9, www.peck.it
In der Enoteca Le Cantine in Erbusco bekommt man die hochwertigen Weine aus
der Franciacorta zu Winzerpreisen.
Die Fahrt von San Pellegrino ins Tal des
Taleggio nach Vedesta lohnt nicht nur wegen des köstlichen Käses (ganz unverbindlich probieren und kaufen in der Kooperative San’t Antonio in der Via Regetto),
sondern auch wegen der wunderbaren
Aussicht.
Comer See, Iseosee und Idrosee bieten
neben prächtiger Kulisse alle Wassersportmöglichkeiten.
Gastronomie
Die traditionelle lombardische Küche ist
einfach und bodenständig, beliebt sind
Eintöpfe wie die zuppa pavese, ein Allerlei
aus Brot, Ei und Brühe aus Pavia. Polenta,
ein Maisbrei, wird traditionell wie Risotto
im Kupferkessel über dem offenen Feuer
zubereitet. Die besten Weine wachsen auf
den Hügeln der Franciacorta.
Die typische Osteria
Iseo Clusane, Al Porto. Originelle Fischgerichte wie Tagliatelle mit Süßwassersardinen oder Ravioli di salmerino. Feine
Käseauswahl (Bagoss, Robiola). Trattoria
Al Porto, Via Porto dei Pescatori 12, Iseo
Clusane, Tel. +39 030 989014, Preis pro
Mahlzeit: 30 – 35 Euro.
Restaurant-Tipps
Mailand, Trussardi alla Scala. In prominenter Lage direkt neben der Oper pflegt
das sehr elegante Lokal, von dem aus man
teilweise die Küche einsehen kann, einen
22
Dreitausend Statuen zieren Santa Maria Nascente, Mailands mächtigen
Dom. Rund um das im 14. Jahrhundert begonnene und im Stil der Neogotik vollendete Bauwerk schlägt das Herz der quirligen Metropole.
persönlichen Stil mit perfektem Service.
Zwei Degustationsmenüs (135 und 110
Euro) vermitteln ganz neue, ungewohnte
Geschmackserlebnisse. (A la carte 90
Euro). Piazza della Scala 5, Milano.
Tel. +39 0280 688201,
www.trussardiallascala.com
Isola Dovarese, La Crepa. Mitten auf der
Piazza Centrale gelegen, ist das Restaurant im architektonisch interessanten
alten Palazzo della Guardia Hort fantasievoller Polenta- und Reisgerichte sowie
außergewöhnlicher Fleisch- und Wildgerichte. Man trinkt sehr gut und isst fast
noch besser. (40 – 45 Euro).
La Crepa, Piazza Matteotti 13, Isola
Dovarese, Tel. +39 0375 396161,
www.caffelacrepa.it
Darf’s ein Bagoss sein? Große Auswahl
findet man auch in kleinen Orten.
Events
Cremona: Theaterfestival Mai bis Juni,
www.teatroponchielli.it
Bergamo und Brescia: Internationales
Klaviermusik-Festival im Mai / Juni,
„Arturo Benedetti Michelangeli“,
www.festivalmichelangeli.it
Die Zutaten der bodenständigen lombardischen Küche haben bis zum Gasthaus
meist nur kurze Wege.
Como: Musikalischer Herbst von September bis November.
Legnano: Am zweiten Maiwochenende
erinnert die farbenprächtige Festa del
carroccio mit Pferderennen und Trachtenumzug an den historischen Sieg über
Kaiser Barbarossa.
Infos
Ufficio del Turismo, Piazza Duomo 19a,
20123 Milano, Tel. +39 0277 404343,
www.provincia.milano.it/turismo
Reiseführer: Eder, Florian: Mailand, Lombardei, Marco Polo, 2008.
Bauer, Ursula / Frischknecht, Jürg:
Veltliner Fußreisen. Zwischen Bündner
Pässen und Bergamasker Alpen, Rotpunktverlag, 2007.
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Die Touren
Von Como zum Monte Boletto. Mit der Seilbahn Funicolare
von Como nach Brunate. Zu Fuß nach San Maurizio, Mt. Boletto,
Monte Piatto, Pietra Pendula, Torno. Mit dem Boot zurück nach
Como. Reine Gehzeit der Rundwanderung 5 bis 6 Stunden,
Abstieg 1000 Höhenmeter.
Canzo – Valmadrera. Von Canzo bis zur Quelle Gajum,
weiter zur Kirche San Miro al Monte und zur Alpe Alto auf
1100 m Höhe. Die Gebiete Malascarpa und Campi Solcati wurden 1985 unter Naturschutz gestellt. Auf den Kalkfelsen finden
sich Ablagerungen des früheren Meeresbodens. Abstieg Richtung San Tomaso. Bei einem Geröllfeld wird der Weg breiter und
kommt an der Quelle Acqua del Tufo vorbei. In 580 Metern Höhe
liegt die Kirche San Tomaso und ein Bauernhof mit AgrikulturMuseum. Von San Tomaso 30 Min. auf einem bequemen Weg
bergab nach Valmadrera. 17 km Gesamtlänge, Aufstieg 974 m,
Abstieg 1138 m, Gehzeit 5 bis 6 Stunden.
An der Südspitze des gleichnamigen
Sees liegt die Provinzhauptstadt Como,
rund 50 km nördlich von Mailand.
Wanderung im Val Schiesone (bei Chiavenna). Von der
Brücke über den Schiesone-Bach Richtung Belvedere (Aussicht
auf Chiavenna). Vorbei an den Steinhäusern „Stadeln“ verläuft
der Weg Richtung Rifugio Il Biondo (nicht bewirtschaftet) mit
schöner Aussicht auf die Höhenzüge des Pizzo di Prata. Weiter
nach Pradella. 12 km, Aufstieg 1064 m, Abstieg 1044 m,
Gehzeit 6 Stunden.
R
EZ
T
P
E
Wer vom Splügen- zum Malojapass
fährt, kommt auch in das Städtchen
Chiavenna. Die Splügenpassstraße ist
eine der eindrucksvollsten der Alpen.
Ossobuco
Für 6 Personen
4 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 100 g Möhren,
100 g Staudensellerie, 375 g Tomaten, 2 kg Kalbshaxe
(in 5 – 6 cm dicke Stücke zersägt), 4 EL Olivenöl, 2 EL Mehl, Salz,
Pfeffer, 4 EL Butter, ¼ l trockener Weißwein,
¼ Glas Kalbsfond (100 ml), ½ TL Basilikum, ½ TL Thymian,
2 Lorbeerblätter, 1 Bund Petersilie, Zitronenwürzmischung
Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Möhren und Staudensellerie ebenfalls
würfeln. Tomaten häuten, grob würfeln. Öl im Bräter erhitzen. Kalbshaxenstücke
in Mehl wenden, von jeder Seite braun anbraten. Würzen, herausnehmen, Bratfett abgießen. Butter in den Bräter geben, Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und
Sellerie anrösten, mit Wein ablöschen, zur Hälfte einkochen lassen. Tomaten,
Kalbsfond, Basilikum, Thymian und Lorbeer zugeben. Die Kalbshaxen nebeneinander in den Bräter legen, gewaschene, gut abgetropfte Petersilie mit Küchengarn zusammenbinden und zufügen. Im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen
zugedeckt 1 ½ Stunden schmoren lassen. Mit Gremolata bestreuen. (Dazu eine
unbehandelte Zitrone heiß abwaschen, trocken reiben, Schale abziehen und fein
schneiden. Ein Bund Petersilie und zwei Knoblauchzehen klein schneiden und
alles mischen.) Als Beilage passt zum Beispiel Risotto.
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aosta-Tal
Im wilden Westen
Das Tal der Dora Baltea und ihre urigen Seitentäler
sind von den höchsten Alpengipfeln umrahmt.
D
er älteste und berühmteste Nationalpark Italiens ist im Aosta-Tal zu finden: Gran Paradiso.
Er erstreckt sich über drei Täler: Val di Cogne,
Valsavarenche und Val di Rhêmes. Das Aosta-Tal wird im Norden
von den Walliser Alpen, im Westen vom Montblanc-Massiv und
im Süden von den Grajischen Alpen umrahmt. Hier nehmen die
Passstraßen über den Großen und Kleinen Sankt Bernhard ihren
Anfang sowie die Tunnel unter Montblanc und Großem Sankt
Bernhard. Das Aosta-Tal gehörte bereits 1191 zu Savoyen, blieb
aber bei Italien, als dieses 1860 zu Frankreich kam. Die Autonomiebestrebungen der überwiegend Französisch sprechenden
Bevölkerung brachten 1948 eine gewisse Selbstständigkeit.
Was die Valdostani täglich vor Augen haben, ist für Besucher
sensationell: Vier berühmte Viertausender gruppieren sich um
das Tal, darunter mit 4807 Metern Europas höchster Berg, der
Montblanc, von den Italienern Monte Bianco genannt. Am Ende
des Val Gressoney thronen die Hauptgipfel des Monte-Rosa-Massivs (über sie verläuft die schweizerisch-italienische Grenze),
zwei Täler weiter ist bei Breuil-Cervinia der markante Zacken des
Matterhorns zum Greifen nah.
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Der Vierte im Bunde, der südlich gelegene Gran Paradiso (4061 m),
macht seinem Namen alle Ehre: Der Parco Nazionale del Gran
Paradiso ist ein Dorado für Wanderer und Bergsteiger. Sie
kommen der grandiosen Gipfel und Gletscher, der Wasserfälle
und der Tiere wegen. Das spektakuläre Tal gilt im Sommer als
herrliches Wanderrevier und im Winter als attraktives Skigebiet.
Seit Urzeiten ist das Aosta-Tal Transitstrecke über die westlichen
Alpen. Siedler, Mönche, Händler, Soldaten und Bildungsreisende
kamen über den Großen oder Kleinen Sankt Bernhard. Der Name
der Stadt Aosta, die auf einer Meereshöhe von nur 583 Metern
liegt, leitet sich ab vom lateinische Augusta Praetoria, das Rom
der Alpen, wie die Einheimischen sagen – die zweite römische
Stadt in Italien nach Rom …
Über fast jedem Dorf im weiten Tal thront eine Burg. Bard, Fènis
und Verrès sowie Schloss Issogne sind die sehenswertesten. Das
Aosta-Tal ist schon deshalb auch für historisch und kulturell
Interessierte sehr reizvoll. Und zweifellos auch für Gourmets.
In der Provinz Aosta finden sich nicht nur die höchsten Dauersiedlungen der Alpen, sondern auch die höchsten Wälder und die
mächtigsten Berge Europas.
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DIE FAKTEN
Größe: Mit 3264 qkm die kleinste
Region Italiens.
Einwohner: 122 000
Hauptstadt: Die Landeshauptstadt
Aosta hat 35 000 Einwohner.
Sprache(n): Amtssprachen sind
Italienisch und Französisch. 20 % der
Bewohner sprechen noch Savoyisch,
einen franko-provenzalischen Dialekt.
In einigen kleinen Ortschaften wie
Gressoney wird auch eine alemannische Mundart gesprochen, Walserdeutsch: „Wier redo titsch.“
Klima: Von März bis Oktober durchschnittlich 7,1 Sonnenstunden
täglich.
Höchster Berg: Der Montblanc de
Courmayeur ist mit 4748 Metern auch
der höchste Punkt Italiens; der höchste Gipfel, der ganz in Italien liegt, ist
der Gran Paradiso mit 4061 Metern.
Die Weiler Nex und Tignet mit ihren schindelgedeckten Holzhäusern.
Aussichtsreiche Rast am Lago delle Loie bei Cogne, in dem sich der Himmel spiegelt.
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aosta-TAL
Die Highlights
Touristische Ziele
Romanische Befestigungsbauten befinden
sich in Graines, in Cly und Saint-Germain,
imposante gotische Kastelle überragen
Fènis in der Nähe von Saint-Vincent, der
Stadt mit dem berühmten Spielkasino.
Sehenswert ist auch die mit Fresken ausgestaltete Renaissance-Burg von Issogne.
Gastronomie
Melange aus französischer und italienischer Küche, Antipasti mit herzhaften
Salamispezialitäten. Weine: Blanc de
Morgex, Fumin und Petite Arvine.
Die typische Osteria
Issogne, Al Maniero. In der Burg mit
hellem Speisesaal und schattiger Terrasse
werden traditionelle Gerichte aufgetischt,
wie Lamm im Kräutermantel. Tipp: Am
Tisch zubereitete heiße Zabaione. Pied de
Vile 58, Issogne, Tel. +39 0125 929219.
brot empfangen. (60 Euro). Via Tourneuve 4, Aosta, Tel. +39 0165 33238.
www.ristorantevecchioristoro.it
Restaurant-Tipps
Aosta, Vecchio Ristoro da Alfio e Katia. Im
traditionsreichen Gasthaus in einer alten
Mühle wird man mit Nuss- und Kastanien-
Cogne, Lou Tchappè. Schattiger Garten mit
Gran-Paradiso-Blick. Spezialität: KastanienGnocchi in Pilzsauce. (35 Euro). Località
Lillaz, Cogne, Tel. +39 0165 74379.
Kreuzgang im Chiostro Sant’Orso in Aosta.
Die Touren
Alta Via 1 und 2: Die beiden großen Weitwander­
wege führen von Hütte zu Hütte durch das gesamte
Aosta-Tal, entweder von Gressoney nach Courmayeur oder
von dort aus eine Woche durch den Nationalpark.
Gran Paradiso Nationalpark. Von Thumel im RhêmesTal (1879 m) übers Rifugio Benevolo (1 ½ Std.) zum
Lago di Goletta (2 Std.) der gelben Markierung folgen.
Abstieg 2 Std.
Das Val Gressoney ist eines der schönsten Seitentäler. Der alte Walserweg führt über den Colle Pinter
übers Val d’Ayas zum Passo del Theodulo. Vom Talende in
Staffal führt der Sentiero 7 zur Quelle der Lys am Fuß des
gleichnamigen Gletschers (knapp 1000 Höhenmeter,
3 Std. Aufstieg).
Tour zum Geisterdorf: Start Issime im Lystal. Von
Issime am Lysbach entlang, über eine römische Brücke
nach Gaby. Auf der Fahrstraße ins Hochtälchen, das von
der Punta Tre Vescovi herabzieht zum verlassenen Dörfchen Niel mit seinen verfallenden Häusern. 2 Std.
Blick ins Val Gressoney.
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Blick vom Torgnon nach
Norden. Am Horizont das
Matterhorn an der
Schweizer Grenze.
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vapelleneuntse
Für 4 Personen
2 l Wasser, 1 kg Rindfleisch,
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Salbei,
Rosmarin, Karotten, Sellerie, Lauch, Petersilie,
Salz, 500 g Schwarz- oder Weißbrot, 300 g
Fontina-Käse, 50 g Butter, schwarzer Pfeffer, Zimt
Die soliden Häuser und Hütten
des Aosta-Tals strahlen
Behaglichkeit aus.
Fleisch zum Kochen bringen,
Schaum abschöpfen. Gewürze und Kräuter hinzufügen,
Fleisch zugedeckt köcheln
lassen, bis es weich ist.
Klein geschnittenes Gemüse zugeben, erst am Ende
salzen. Butter in eine feuerfeste Schüssel geben. Brotscheiben
in die Schüssel legen. Fontina-Käse in 4 mm
dicke Scheiben schneiden, auf die Brotschicht
legen. Abwechselnd belegen, oberste Schicht
muss Käse sein. Jede Schicht mit schwarzem
Pfeffer und Zimt würzen. Heiße Rinderbrühe
über die Käse-Brot-Mischung gießen, bei 200
Grad 20 Minuten backen.
Wanderspaß für die ganze
Familie: Aosta hält hervorragende Wanderbroschüren
bereit. Hier eine Tour am
Lago d’Arpy mit den Grandes
Jorasses im Hintergrund.
Infos
Auskunftsbüro Aosta, Piazza Emile
Chanoux 2, 11100 Aosta, Tel. +39
0165 236627, www.lovevda.it
Reiseführer: Scheck, Frank Rainer:
Wandern im Aosta-Tal, Dumont, 2008;
Scheck, Frank Rainer: Die Höhenwege
des Aosta-Tals, Verlag der Weitwanderer, 2006.
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Am FUSS der Berge
Piemont
Naturfreunde, Sportler und Genießer lieben diese
Landschaft mit ihren mächtigen Bergen und
grünen Hügeln, Schlössern und Weingütern.
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intersport und Wandern prägen die Alpengebiete
des Piemont. In den Dörfern leben jahrhundertealte Traditionen fort. Die Sacri Monti,
die „Heiligen Berge“, wurden nach dem Konzil von Trient im
16. Jahrhundert Wallfahrtsstätten. Ein Drittel des Landes, die
rauen Langhe und das liebliche Monferrato, ist nicht von Bergen
geprägt, sondern von Hügeln. Hervorragende Weine und Trüffel
locken Feinschmecker in diese Landschaft voller Schlösser, Weingüter und Bauernhöfe. Die landschaftliche Vielfalt des Piemont
zieht aber auch Sportler an: Im Winter zählt das Piemont zu den
besten Skigebieten der Welt, nicht von ungefähr war die Region
Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2006.
Wandern, Bergsteigen, Klettern, Segeln, Gleitschirmfliegen und
Pferdetouren sind typische Sommeraktivitäten für einen Urlaub
im Piemont. Darüber hinaus befinden sich zehn der besten GolfRessorts Italiens in dieser Provinz. Auch Wellness (Benessere)
wird im Piemont groß geschrieben, Orte wie Acqui waren schon
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Steinböcke finden hier ein Habitat. Wanderer schätzen die
raue Bergwelt ebenso wie die hügelige Kulturlandschaft.
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im Mittelalter bei Gesundheitsbewussten bekannt. Künftig soll
die Stadt eines der Schönheitszentren Italiens werden. Die
Hauptstadt Turin gehört zu den angesagtesten Destinationen für
Liebhaber italienischer Labels, Bücher oder Parfüms. Geschäfte
entlang der Turiner Arkaden, Markthallen und Einkaufszentren
laden zu ausgedehnten Einkaufstouren ein. Theater, Konzertbühnen, Kinos und Museen machen die Region auch für Kulturbegeisterte zu einem attraktiven Ziel. Zudem ist das Piemont
mit seiner ausgesprochenen Vielfalt an namhaften Weinen und
kulinarischen Spezialitäten längst kein Geheimtipp mehr für alle,
die gut essen und trinken wollen. Satte fünfzig Michelin-Sterne
leuchten im Piemont.
Das Piemont ist nicht nur stolz auf den zweithöchsten Berg Europas, den Monte Rosa, auch Gran Paradiso und Argentera liegen
in der westlichsten Region Italiens, dem „Land am Fuß der Berge“. Es grenzt im Norden an die Schweiz, im Westen an Frankreich, im Süden an Ligurien und im Osten an die Lombardei. Am
Monviso, auf über zweitausend Metern, entspringt der mächtige
Po. Die größten Voralpenseen Piemonts sind Lago d’Orta und
Lago Maggiore, dessen Westufer zu Italien gehört.
Geranien und
Männertreu
wuchern üppig
auf den hölzernen
Balkonen der
Berghöfe.
DIE FAKTEN
Größe: 25 400 qkm
Einwohner: 4 Millionen
Hauptstadt: Turin hat 900 000 Einwohner.
Sprache(n): Die Hälfte der Bevölkerung spricht noch
immer den piemontesischen Dialekt. In den abgelegeneren Tälern trifft man auf das alte Okzitan.
Im Ossola-Tal wird Schweizerdeutsch gesprochen,
im 12. Jh. ließen sich in Domo­dossola die Walser
nieder.
Klima: Heiße Sommer und kalte, niederschlagsreiche Winter, von März bis Oktober durchschnittlich sechs Sonnenstunden täglich in Turin.
Höchster Berg: Gran Paradiso, 4061 m,
Grajische Alpen.
Geschäftige Industriestadt vor grandioser Kulisse:
Turin mit seinem Wahrzeichen, der Mole Antonelliana.
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Piemont
Die Highlights
Touristische Ziele
Den schönsten Blick auf Turin bietet die
Kuppel der Basilika Superga. Eine Zahnradbahn fährt vom Stadtteil Sassi hinauf.
Nicht versäumen: Mittelalterliche Städte
wie Alba, Cuneso und Alessandria im Monferrato. Die barocke Isola Bella im Lago
Maggiore, die Isola Madre mit ihren botanischen Kostbarkeiten und die Isola dei
Pescatori locken nicht nur Badefreunde.
Ein seltenes geologisches Phänomen sind
die bis zwei Meter hohen Säulen in der
Nähe von Dronero, ciciu genannt.
Acqui Terme mit den Resten eines
römischen Aquäduktes: Das Wasser der
Bollente sprudelt mit 75 Grad aus dem
schwefelverkrusteten Maul der Quelle.
Gastronomie
Im Piemont entstand die Slow-FoodBewegung „zur Wahrung des Rechts
auf Genuss“ mit Sitz in Bra. Weinberge
erstrecken sich auf 60 000 Hektar. Berühmte Rotweine wie Barolo, Barbaresco,
Nebbiolo und Barbera d’Asti gedeihen
dort. Trüffel gehören zur piemontesischen
Küche wie panna cotta, eine Art Sahnepudding mit karamellisiertem Zucker.
Die typische Osteria
Cisterna d’Asti, Garibaldi.
Selbst geräucherte Lachsforellen, hausgemachte Pasta (wie Tagliolini mit 22
Kräutern), im Ofen gebackenes Kaninchen
oder Wachteln in Weißwein machen die
Wahl schwer. (20 – 35 Euro). Via Italia 3,
Cisterna d’Asti, Tel. +39 0141 979118.
Oben: italienische Kaffeekultur –
das „Torino“. Unten: Im September
feiert man in Asti den Palio, ein
mittelalterliches Kostümspektakel.
Restaurant-Tipps
Verbiana, Piccolo Lago. Wunderschön
am Ufer des Mergozzo-Sees gelegenes,
elegant renoviertes Restaurant. Die Zutaten aus der Region werden sehr kreativ
Die Touren
Wanderung von Serralunga d’Alba über Monforte nach Barolo im
Hügelland des Piemont, durch einige der berühmtesten Weinberge und
Weindörfer der Langhe. Man genießt herrliche Ausblicke (an klaren Tagen
bis zu den Alpen) und wandert auf einer abwechslungsreichen Strecke.
Gehzeit: 3 ½ Std., rund 450 Höhenmeter. Karte: Istituto Geografico
Centrale Nr. 18, Langhe Meridionali (1: 50 000).
Mountainbiker kommen im
berg- und hügelreichen Land
voll auf ihre Kosten.
Von Castelnuovo Don Bosco nach Albugnano. Ein aussichtsreicher Anstieg zur Klosterkirche Vezzolano, einer der schönsten
romanischen Kirchen des Piemont. Von Vezzolano gelangt man
auf einem Sträßchen in gut 20 Min. nach Albugnano, das wegen
der Panoramalage als „Balkon des Monferrato“ bezeichnet wird.
Gehzeit: 2 Std., Anstieg 250 m. Karte: Istituto Geografico Centrale Nr. 20, Il Monferrato da Asti a Casale Monferrato (1: 50 000).
Gardetta-Hochebene. Gehört landschaftlich zu den beeindruckendsten Gegenden der Alpen. Die Serpentinen hinab vom
Colle del Mulo sind vom Feinsten. Konditionell und fahrtechnisch
mittelschwer. Auffahrt meist angenehm. Technisch weniger erfahrene Biker müssen am Colle del Mulo teilweise schieben. Schwierig sind die Trails der Talabfahrt. Variante auf Straße vorhanden.
Karte: Istituto Geografico Centrale IGC Nr. 7, Valli Maira Grana
Stura, 1: 50 000. Länge 36,3 Kilometer, Höhenunterschied
1450 m, 4 Stunden.
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zubereitet. (100 Euro). Via Filippo Turati
87, Lago di Mergozzo, Verbania,
Tel. +39 0323 586792, www.piccololago.it
San Giulio, Villa Crespi. Der Gourmet­
tempel liegt am Ufer des Orta-Sees. Ausgezeichnete Fleisch- und Fischgerichte,
auch Ausgefallenes wie Kutteln vom
Milchlamm. Sehr gutes Preis-LeistungsVerhältnis. (110 Euro). Via Fava 18,
Orta San Giulio, Tel. +39 0322 911902,
www.hotelvillacrespi.it
Torino. Das sehenswerteste Kaffeehaus
der Hauptstadt. Piazza San Carlo,
Tel. +39 0115 45118.
Event
Lago Maggiore: Jazz Festival im Juli/
August, www.distrettolaghi.it
Putpat wis nullandio coreet, quat
lut alis non ut wis alit venim am,
Nicht nur ein Gaumenschmaus,
sondern auch ein Fest fürs
Auge: Käse aus dem Piemont.
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Vitello tonnato,
Kalbfleisch in Thunfischsoße
Für 6 – 8 Personen
1 kg Kalbsschulter, je 1 Zwiebel, Karotte, Selleriestange,
Knoblauchzehe, etwas Petersilie, Lorbeerblatt, Rosmarin, Salbei,
Thymian, 2 Nelken, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, 1 Liter trockener
Weißwein, 1 Sardelle. Für die Soße: 4 hart gekochte Eier, 150 g Thunfisch in Öl, 1 halbes Glas Olivenöl, 1 EL Kapern, 3 Sardellenfilets, Essig,
Salz und Pfeffer.
Fleisch zwölf Stunden
lang mit Gemüse und Gewürzen im Wein marinieren. Dann Marinade (evtl.
Wasser zugeben, bis das
Fleisch bedeckt ist) zum
Kochen bringen, und mit
einer klein geschnittenen
Sardelle würzen. Wenn
Flüssigkeit eingedickt
ist, die gekochten Eier,
Sardellen, Kapern und Thunfisch durch ein Sieb streichen, mit Öl
verrühren und mit Essig abschmecken. Salz und Pfeffer hinzugeben.
Fleisch in dünnen Scheiben mit Thunfischsoße bedeckt servieren.
Dazu passt ein Roero Arneis.
Morgenstimmung
in den Hügeln
des Piemont.
Infos
Tourismus Piemont, Via Avogadro 30, 10121 Turin,
Tel. +39 0114 326202, www.piemontefeel.it
Reiseführer: John, Jenny: Merian live! Piemont, Turin, 2008.
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Bolzano
Bozen
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