10.03.2015 - Interessengemeinschaft für faire Lebens

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10.03.2015 - Interessengemeinschaft für faire Lebens
Interessengemeinschaft WerkFAIRträge
33378 Rheda-Wiedenbrück, den 18.03.2015
Protokoll der Versammlung der IG WerkFAIRträge am Dienstag, 10.03.2015,
20.00 -21.50 Uhr im Gasthof Klein
Eingeladen durch E-Mail-Verteiler am 06. März 2015
Teilnehmer: 18 Personen lt. Teilnehmerliste, entschuldigt haben sich 4 Interessenten
Tagesordnung und Ausführung
Frau Bultschnieder eröffnet das Treffen. Sie begrüßt die Teilnehmer_innen.
Top 1) Protokoll der Sitzung vom 10.02.2015, versandt mit E-Mail am 27.02.15
Es gibt es keine Fragen zum Protokoll aus dem Teilnehmer_innen-Kreis.
Aus dem Protokoll vom 13.01.15 noch offen:
Anfrage über das Meldeverfahren von Frau Stork an Jurastudenten_innen bei ihrem Vortrag
in der Hans-Böckler-Stiftung. Sie führt aus, dass sie noch keine Antwort erhalten hat, hat
nochmals nachgehakt und sie bleibt dran.
Sie konnte noch von der Handhabung des Meldeverfahrens in der Gemeinde Ennigerloh berichten. Nach Auskunft eines Sachbearbeiters melden sich die Werkvertragsarbeiter_innen
(Wva) persönlich an, auch wenn draußen dann der Vorarbeiter die Papiere wieder einsammelt. Das Gesetz gibt Freiraum, jeder Kreis kann sich das Verfahren auswählen.
Top 2) Homepage der IG
www.igwerkfairtraege.de
wird per Beamer allen gezeigt: Br. Korbinian führt aus, dass diese Grundform noch ergänzt
werden soll durch Kontaktformular, Bilder. Aus dem Kreis kamen noch Änderungswünsche:
statt der Hände das Logo, diese Änderung wurde mehrheitlich gewünscht; Mithilfe: den Satz
Hilfe bei der Homepage … streichen; bei Presse: ersten Satz streichen, Aufnehmen: Links
und dort auch auf die offizielle E-Mail-Adresse der Ombudsfrau für Intergration hinweisen.
Top 3) Frau Bultschnieder berichtet über ihr Treffen mit Herrn Burkhard
Schlüter, Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück, Fachbereichsleitung
Bauverwaltung / Denkmalpflege
Frau Bultschnieder wurde mit Schreiben vom 26.01.2015 zu einem Gespräch eingeladen,
welches am 17. Februar stattgefunden hat.
Im Gespräch wurde Frau Bultschnieder auch mitgeteilt, dass zwei Mitarbeiter, Herr Frank
Sommer (ganze Stelle) und Herr Willi Klenner (wöchentlich 5 Std.) seit Beginn dieses Jahres
sich um die wichtige Aufgabe der Wohnraumkontrolle kümmern. Die beiden Mitarbeiter
www.igwerkfairtraege.de
E-Mail: [email protected]
Sprecherin: Inge Bultschnieder, Osnabrücker Weg 2, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Seite 1
Konto: IG Werkfairträge; Kreissparkasse Wiedenbrück, WELADED1WDB;
IBAN: DE 55 4785 3520 0000 8401 99
wurden im Laufe des Gesprächs dazu geholt und Frau Bultschnieder konnte sich einen ersten
Eindruck über die Motivation der Mitarbeiter verschaffen.
Die zwei Männer gehen regelmäßig am Dienstagvormittag die Wohnungen kontrollieren und
werden von entsprechenden Dolmetschern begleitet. Der IG WerkFAIRträge wurde angeboten, die Männer bei ihrer Arbeit zu begleiten bzw. Wohnungen zu benennen, die dann überprüft werden. Sie erzählten auch von bereits vergangenen Besichtigungen wie z. B. der Gaststätte Strenger.
Diese wurde versiegelt. Die Menschen wurden anderweitig untergebracht.
Frau Bultschnieder führte weiteraus, dass sie bereits in der letzten Versammlung (10.02.2015)
darüber berichtet habe, dass sie diese Wohnung bereits im Vorjahr mit Herrn Michaelis besichtigt habe. Entgegen der damaligen Entgegnung von Frau Bauer, dass es sich nicht um
diese Wohnung gehandelt haben könne, könne sie jetzt mit absoluter Sicherheit sagen, dass es
sich um exakt diese Wohnung gehandelt hat.
Frau Bultschnieder hat in dem Gespräch eine Wohnung erneut benannt, welche sie in der
Vergangenheit selbst besichtigt hatte.
Auf Nachfrage bei Herrn Schlüter, ob Herr Michaelis denn weiterhin auch noch Wohnungen
besichtigt, wurde dies bejaht. Da er sich auch um Menschen mit Migrationshintergrund kümmert, fällt die Besichtigung der Wohnungen weiterhin auch in seinen Bereich.
Top 4) Infos von Frau Bultschnieder
Frau Bultschnieder berichtet von den Aktionen der „fairen Mobilität“ Dortmund im Zusammenwirken mit der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) und der IG. Die Wva
wurden durch Flyer-Aktionen vor Kaufland und Netto über das Angebot einer direkten Anstellung bei Firma Tönnies informiert und zu einer, nach Sprachgruppen getrennt, beratenden
Versammlung eingeladen. Es gibt zwei Hauptgründe, die die Werkvertragsarbeiter gegen eine
Bewerbung vorbringen:
- Die Bewerbungen werden von der Firma Tönnies an die Subunternehmer weitergereicht. > Vorschlag: ein extra Hinweis, dass diese Bewerbungsunterlagen nicht weitergegeben werden dürfen.
- Mit dem Ausstieg aus dem Werkvertragsverhältnis verlieren die Wva ihre Unterkünfte.
Überlegung: die Stadt sollte Wohnungen für eine notwenige Übergangszeit zur Verfügung stellen. Frau Bauer dazu: die Wohnsituation in Rheda-Wiedenbrück gibt dazu
keine Möglichkeit, das ist aussichtslos. Aber: nach dem Abzug der englischen Streitkräfte in Gütersloh werden dort bis zu 300 Wohnungen frei. Die IG soll die Fraktionsvorsitzenden im Kreistages Gütersloh von der Situation der Wva informieren und sie
zu einem Hearing zu uns einladen.
Termin soll die IG festsetzen, Ende Mai, Sitzungstage des Kreistages und seiner Ausschüsse beachten.
Es ist eine Autorenlesung mit Albrecht Kieser geplant, daran soll sich eine Podiumsdiskussion
anschließen. Es soll um ethische Gesichtspunkte gehen, nicht um die Gesetzeslage. Auf dem
Podium werden sitzen: der Autor, ein ehemaliger Werkvertragsarbeiter, die IG; Vertreter von
KAB Paderborn-Höxer und PAX-Christi angefragt, Termin im Mai.
Vorschlag der Versammlung: im Saal des Aegidiushauses, Beginn 19 Uhr 30
Top 5) verschiedene Infos aus dem Kreis der Versammelten
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Sprecherin: Inge Bultschnieder, Osnabrücker Weg 2, 33378 Rheda-Wiedenbrück
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Frau Bultschnieder spricht die Ombudsfrau für Integration, Frau Bauer auf das Interview im
Lokalradio Radio Gütersloh vom Mittwoch den 25.02.2015 an. Dazu liest sie nach Aufforderung von Frau Bauer (habe es selbst nicht gehört) den Text von der Homepage von Radio
Gütersloh vor:
„Sie will mit Missständen aufräumen: Seit gut einem Monat kümmert sich die RhedaWiedenbrückerin Gudrun Bauer um die Wohnbedingungen hauptsächlich von osteuropäischen Tönnies Mitarbeitern. Dabei hat sie sich schon viele Unterkünfte der Arbeiter angesehen. Schimmel in einem Haus, das dann abgerissen wurde oder private Vermieter, die nicht
nur Tönniesmitarbeitern Wuchermieten für regelrechte Löcher abknüpfen – darüber berichte
die Ombudsfrau Gudrun Bauer im Radio Gütersloh Interview. Sie kündigte an, dass sie dagegen per Gesetz konsequent vorgehen wird. Rheda-Wiedenbrücks ehemals stellvertretende
Bürgermeisterin engagiert sich ehrenamtlich für die Lebensbedingungen hauptsächlich von
osteuropäischen Fleischarbeitern.“
Frau Bauer berichtet, dass mit Ausnahme von Rosenmontag und Faschingsdienstag täglich EMails oder Telefonate eingegangen sind. Sie hat sich viele Wohnungen angesehen und wenn
nötig, entsprechend reagiert. Sie ist erschüttert, was von privaten Vermietern alles vermietet
wird und welche Mieten verlangt werden. Es kommt zu einem angeregten Gedankenaustausch.
Die Versammlung kam überein, die beiden städtischen Mitarbeiter, Herrn Frank Sommer und
Herrn Willi Klenner zu einer der nächsten Versammlungen einzuladen.
Top 6) mögliches Thema der nächsten Versammlung
Aus der Diskussion um die Erzählungen von Frau Bauer schält sich das Thema heraus: An-,
Nachfragen und Wünsche an den „Runden Tisch“, wie wird das Geld verplant?
Top 7). Sonstiges
Bruder Korbinian wies auf den Arte Themenabend Fleisch hin. Ein Mitstreiter hatte ihm das
Arte-Magazin zugemailt. Nachdem 2 der 3 Bilder in diesem Magazin Arbeitsgeschehnisse aus
dem Fleischwerk Tönnies zeigen, könnte die Sendung für die IG interessant sein.
Termin Dienstag, 31.03.2015
Der Weg des Fleisches, Gesellschaftsdoku 20 Uhr 15
Tote Tiere, kranke Menschen, Gesellschaftsdoku 21Uhr 15;
Mehr Informationen kurz vor der Ausstrahlung unter arte.tv/fleisch
Herr Wiese wies auf die Sendung: Team Wallraff – Reporter undercover am Montag, dem
16. 03.15 hin, Sendezeit 21.15.
Frau Bultschnieder schloss die Versammlung um 21.55 Uhr
Für das Protokoll
Br. Korbinian Klinger ofm
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Sprecherin: Inge Bultschnieder, Osnabrücker Weg 2, 33378 Rheda-Wiedenbrück
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