Programmheft - Französische Filmtage

Transcription

Programmheft - Französische Filmtage
Filmtage Tübingen e.V. präsentiert
2016
13.–20. April
TÜBINGEN
KINO MUSEUM
KINO IM WALDHORN
ROTTENBURG
14.–20. April
STUTTGART
DELPHI ARTHAUS KINO
13.–20. April
FREIBURG
KOMMUNALES KINO
Schwerpunkt
MEXIKO
Fokus
MENSCHENRECHTE
IN GUATEMALA
x
FILME AUS LATEINAMERIKA UND SPANIEN
COMIDA CASERA SUABA
Auch 100 Jahre später:
SCHWÄBISCH & GUT
IM HERZEN VON TÜBINGEN !
Warme Küche durchgehend von 11.30–23.00 h
Am Lustnauer Tor 8 (schräg gegenüber vom Kino Museum)
Inhaltsverzeichnis
Herzlich willkommen . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Bienvenidos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Danksagung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4/5
Grußworte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6/7
Wettbewerb Publikumspreis . . . . . . . . . . . 9
Argentinien Cómo ganar enemigos . . . . . . . . . . . . . . . 10
La helada negra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
La patota (Paulina) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Brasilien Branco sai, preto fica . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Nova Dubai . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Obra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Infos
Kartenvorbestellung:
Tübingen | Kino Museum:
Tel. 07071 / 23355
www.tuebinger-kinos.de
Einzelticket: 8,– €
6er-Block: 39,– € (1,50 €
Ermäßigung pro Vorstellung).
Die Karten sind übertragbar.
Chile Nunca vas a estar solo . . . . . . . . . . . . . . . 17
Costa Rica Por las plumas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Ecuador Alba. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Guatemala (Fokus) Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22/23
Bboy for Life . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Burden of Peace. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Distancia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Ixcanul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Stuttgart | Delphi Arthaus Kino :
Tel. 0711 / 292495
www.arthaus-kino.de
Einzelticket: 8,– €
6 zum Preis von 5: 40,– €
Sechs Tickets zum Preis von
fünf erhältlich.
Die Karten sind übertragbar.
Kolumbien El abrazo de la serpiente. . . . . . . . . . . . . . 28
Kuba El acompañante . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Mexiko (Schwerpunkt) Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30/31
Alaíde Foppa, la sin ventura . . . . . . . . . . . 33
Spielpläne
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35–38
Freiburg | Kommunales Kino:
Tel. 0761 / 459800-22
www.koki-freiburg.de
Einzelticket: 7,– €
(ermäßigt: 5,– €)
Mexiko (Schwerpunkt) Club sándwich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Llévate mis amores . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Navajazo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Tempestad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Ambulante Más Allá . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
Best of Mexikanische Kurzfilme GIFF . . . 47
Rottenburg | Kino im Waldhorn:
Tel. 07472 / 22888
www.kinowaldhorn.de
Einzelticket: 8,– €
Peru Magallanes. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Rosa Chumbe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Spanien El apóstata . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
L’artèria invisible . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
La academia de las musas . . . . . . . . . . . . 53
Las altas presiones . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
Los exiliados románticos . . . . . . . . . . . . . 56
Los héroes del mal . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
O futebol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Paco de Lucía: la búsqueda . . . . . . . . . . . 60
Pikadero . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
Best of Spanische Kurzfilme ALCINE . . . 63
Rahmenprogramm Masterclass Fernando Eimbcke . . . . . . . . 64
Masterclass María del Carmen De Lara . 65
Open Festival Space . . . . . . . . . . . . . . 66/67
CINELATINO lädt ein . . . . . . . . . . . . . 69/70
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
Alphabetisches Verzeichnis aller Filme. . 72
Weitere Informationen:
www.filmtage-tuebingen.de/
latino
www.facebook.com/
cinelat.tuebingen
Festivallobby Tübingen
(Offen für Publikum
ab 13.04.)
Hintere Grabenstr. 20
Tel. 07071 / 5696-60
6er-Block-Verkauf
Festivaltaschen-Verkauf
Herzlich willkommen zum CINELATINO 2016
Wie ein roter Faden zieht sich das Autorenkino mit seiner Suche nach einem starken
Erzählstil und eigenen ästhetischen Formen durch das diesjährige CINELATINO.
Die Filmauswahl zeigt einen Querschnitt durch die vielfältige Produktion des lateinamerikanischen Kontinents und die lebendigen und anregenden Beiträge aus Spanien.
Sicherlich werden Sie einige Arbeiten entdecken, die Ihre Anerkennung verdienen –
sei es wegen ihrer visuellen Konzepte oder poetischen Art Geschichten zu erzählen,
oder aufgrund ihrer dramatischen politischen und sozialen Themen. Gelacht werden
darf auch, z. B. bei rhetorischen Diskussionen um vermeintlich einfache Entscheidungen.
Für den diesjährigen Länderschwerpunkt Mexiko haben wir ein vielfältiges Programm
ausgewählt sowie zahlreiche Gäste eingeladen, die in den CINELATINO-Städten vor Ort
sein werden. In diesen Tagen wird Tübingen sehr mexikanisch! Statt Mariachis und
Tequilas werden wir Performances, Kurzfilmprogramme in Kneipen, Clubs und Open
Air, eine Inspiration Lecture und eine Masterclass erleben. Mit der Fortführung des 2015
erfolgreich gestarteten Open Festival Space bieten wir mehr Spielraum außerhalb der
Kinosäle und können unsere Themen so einem größeren Publikum öffnen.
Der permanente Flüchtlingsstrom von Süd nach Nord ist schon lange eine Realität auf
dem riesigen Kontinent Lateinamerika. Die massenhafte Flucht – hier nicht vor Kriegen,
sondern vor struktureller Gewalt oder Armut – spiegelt die wachsende und Gewalt auslösende ungleiche Verteilung zwischen Arm und Reich in der Region wider, so groß wie
auf keinem anderen Kontinent der Erde.
In einigen mexikanischen Beiträgen ist diese Thematik präsent. Auch im Fokus
Menschenrechte in Guatemala, bei dem die Filme in Zusammenarbeit mit dem Menschenrechtsfestival »Muestra de Cine Internacional Memoria, Verdad y Justicia« ausgewählt wurden, zeigt sich klar, wie die politischen und sozialen Grundrechte der
Menschen dort missachtet werden. Das Festival selbst musste ins Exil gehen, um diese
Kultur der Diskussion, des Dialogs und Zusammentreffens weiter fortsetzen zu
können. Wir freuen uns, dem Festival hier einen freien Raum anzubieten, und heißen
es willkommen!
Mein besonderer Dank geht an das Organisationsteam, MitarbeiterInnen, PraktikantInnen und HelferInnen für das Vertrauen, die gute Stimmung und die gute Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Durchführung des Festivals sowie insbesondere in diesem
Jahr an unsere zahlreichen FörderInnen, SpenderInnen und UnterstützerInnen.
Paulo Roberto de Carvalho, Künstlerische Leitung
2
Bienvenidos al festival de CINELATINO 2016
El cine de autor que busca una fuerte narrativa y formas estéticas propias son el hilo rojo del CINELATINO este año. La selección de películas
muestra una variedad representativa de producciones del continente
latinoamericano así como las animadas e inspiradoras contribuciones de
España.
Seguramente Ustedes descubrirán algunas obras que merecen su
reconocimiento ya sea por su concepto visual, su manera poética de
contar historias o por sus temas dramáticos, tanto políticos como sociales. También hay oportunidad para reír, por ejemplo sobre retóricas
discusiones que implican decisiones que aparentan ser simples, pero
no lo son.
Para el foco regional de este año, México, hemos elegido un polifacético programa y
contamos con numerosos invitados e invitadas que estarán presentes en las ciudades
donde se presenta el CINELATINO. ¡En estos días Tübingen será muy mexicano!
En lugar de mariachis y tequila disfrutaremos de performances, programas de cortos
en bares, clubes y Open Air, así como de una inspiration lecture y una masterclass.
Con la continuación del Open Festival Space que empezamos con éxito en el 2015
ofrecemos más espacios fuera de las salas de cine y podemos presentar nuestros temas
a un público más amplio.
El flujo permanente de refugiados del sur hacia el norte es hace tiempo una realidad
en el enorme continente latinoamericano. La huida masiva – aquí no de guerras sino
de la violencia o de la pobreza que ya son estructurales – refleja el creciente abismo
entre pobres y ricos causante de violentos conflictos en la región, con desigualdades
mayores que en cualquier otro continente del mundo.
En varias contribuciones mexicanas está presente esta temática. También en el foco
Derechos Humanos en Guatemala, para el cual las películas fueron seleccionadas
conjuntamente con el festival de derechos humanos »Muestra de Cine Internacional
Memoría Verdad Justicia«, se muestra claramente como allí los derechos humanos
políticos y sociales son despreciados. El mismo festival tuvo que irse al exilio para
poder continuar con su cultura de la discusión, del diálogo y del encuentro. ¡Nos
alegra poder ofrecer aquí al festival un espacio libre y le damos la bienvenida! Mi
agradecimiento especial se dirige al equipo organizador, a los pasantes y ayudantes,
por la confianza, el buen ánimo y la buena cooperación en la puesta en marcha del
festival así como especialmente este año a los numerosos patrocinadores, donantes y
colaboradores.
Paulo Roberto de Carvalho, Director artístico
3
Danke / Gracias
Für die Unterstützung des CINELATINO 2016 danken wir
Universitätsstadt Tübingen
Landeshauptstadt Stuttgart
Regierungspräsidium Tübingen
Brot für die Welt – Evangelischer
Entwicklungsdienst
IMCINE, Mexiko, Jorge Sánchez, María
Monserrat Sánchez
Mexikanische Botschaft, Xavier Gurza-Barroso,
Angélica Amador, Alejando Larenas, Sigrid
Arteaga
Spanische Botschaft, Dr. Rosa Velázquez
Álvarez, Ángeles García Escobar, Christine
Steigmiller
Spanisches Generalkonsulat, Stuttgart,
Carlos Medina
Acción Cultural Española AC/E,
José Manuel Gómez
Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit
Baden-Württemberg (SEZ), Tobias Schill
Stiftung Landesbank Baden-Württemberg
LBBW, Nicole Wurster
Kreissparkasse Tübingen, Peter Barner
KMP – Know How in Modern Printing,
Heinz Sieg
Zonta Club Tübingen
Círculo Argentino de Baden-Württemberg e.V.,
Alejandro Rivera
Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, Boris
Palmer; Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart,
Fritz Kuhn; Kulturamt der Stadt Stuttgart,
Dr. Birgit Schneider-Bönninger;
Regierungspräsidium Tübingen, Jürgen Bein;
Fachbereich Kultur der Stadt Tübingen,
Dagmar Waizenegger; Zentrum für Entwicklungspolitische Bildung/Brot für die Welt,
Ralf Häußler
4
avoa filmes, Max Eluard; Caleidoscopio Cine,
Isabella Parra; Cinco da Norte; Cine Global
Filmverleih, Daniel Ó Dochartaigh; Cinephil,
Ela Elbaz; Festival Ambulante Más Allá; Figa
Films, Sandro Fiorin, Alex Garcia, Lidia Damatto Moreira; Funny Balloons, Peter Danner;
Guanajuato International Film Festival (GIFF),
Nina Rodriguez; Habanero Filmsales, Alfredo
Calvino; Kairos Filmverleih, Helge Schweckendiek und Wilfried Arnold; MEINKINCINE,
Fernanda Descamps; MFA+ Filmdistribution,
Christian Meinke; Rise And Shine Worldsales,
Anja Dziersk; Still Moving, Pierre Menahem,
Juliette Lepoutre; Quechua Films, Sergio García
Locatelli; Paulina Valencia; Versatile Films,
Alexandre Moreau; WIDE Management, Matthias Angoulvant;
Eddie Saeta, Luis Miñarro, Cloe Masotta; Festival de Cine de Alcalá de Henares (ALCINE),
Luis González, Annette Scholz; Filmrepublic,
Ines Skrbiz; Los Films de Orfeo, Federico Delpero Bejar; Matriuska Producciones, Daniel
Froiz; Los Ilusos Films, Javier Lafuente; Araceli
Pérez-Rastrilla; Patra Spanou
Moisés Aisemberg, Ernesto Anaya Adalid, Alex
Anwandter, Arturo Baltazar, Ana Cristina Barragán, Zoe Berriatúa, Leopoldo Best, Joey Boink,
Jayro Bustamante, María del Carmen De Lara,
Coury Deeb, Fernando Eimbcke, Juan Gautier,
José Luis Guerín, Pavel Giroud, Gregorio Graziosi, Ciro Guerra, Tatiana Huezo, Marc Martínez Jordán, Adirley Queirós, Gabriel Lichtmann, Aldemar Matias, Juan José Medina, Rita
Basulto, J.B. Minerva, Santiago Mitre, Carla
Molina, Gustavo Molina, Mujeres Mayas Kaqla,
Sergio Oksman, Alfonso Porres, Sergio
Ramírez, Jonatan Relayze, Carlos R. Rivero
Uicab, Kiro Russo, Daniela Sagone, Curro
Sanchéz, David Martín de los Santos, Ángel
Santos, Maximiliano Schonfeld, Ben Sharrock,
Ricardo Silva, Salvador del Solar, Glenny G.
Torres Canul, Jonás Trueba, Federico Veiroj,
Pere Vilà Barceló, Neto Villalobos, Gustavo
Vinagre, Arturo González Villaseñor
Eberhard Karls Universität Tübingen
Romanisches Seminar, Prof. Sebastian Thies,
Michael Karrer, Andrée Gerland
Institut für Medienwissenschaft,
Prof. Dr. Susanne Marschall
Zentrum für Medienkompetenz,
Kurt Schneider, Oliver Häußler, Ute Kleiber
SOURCES 2, Marion und Renate Gompper
VIVAT LINGUA!, Niels Stock, Adelheid Kumpf,
Susana Rodés
Freies Radio Wüste Welle, Matzel Xander
Club Voltaire, Jörg Wenzel
Orestes, Dokumentation und IT-Lösungen,
Alberto Orestes García
Natalia Zumarán, Susan Kiehl, Christiane
Burkhard, Berenice Höntzsch
Danke / Gracias
Für die Unterstützung des CINELATINO 2016 danken wir
Volker Lamm †
Andreas Bayer
Robert Frunder
Filmtage Tübingen e.V., Vorstand und Beirat,
Florian Bauer, Hasan Ugur, Bernd Wolpert
Muestra de Cine Internacional Memoria Verdad
Justicia, Uli Stelzner
Internationales Frauenfilmfestival DortmundKöln, Sonja Hoffmann und Dominik Bühler
Dachverband der Lateinamerikanischen Vereine,
Stuttgart
Deutsch-Amerikanisches Institut Tübingen,
Dr. Ute Bechdolf und Micha Himpel
Kino Museum, Tübingen, Martin Reichart,
Klaus Beurer, Jan Smykowski und allen
Mitarbeitern
Delphi Arthaus Kino, Stuttgart, Peter Erasmus
und dem CINELATINO-Arbeitskreis Stuttgart
Kommunales Kino Freiburg, Neriman Bayram,
Florian Fromm, Johanna Metzler
Kino im Waldhorn, Rottenburg, Elmar Bux
Und den Filmvorführern des Kinos Museum
in Tübingen, sowie des Delphi Arthaus Kinos in
Stuttgart, des Kommunalen Kinos in Freiburg
und des Kinos im Waldhorn in Rottenburg
Koordination in Stuttgart: Gabriele Elsäßer
Organisation in Stuttgart: Gabriele Elsäßer,
Dagmar Butterweck, Angelika Schiffer, Ingrid
Glasner-Schapeler, Lizette Arbeláez Johnson
in Zusammenarbeit mit dem Delphi Arthaus
Kino und Peter Erasmus, terre des hommes
Arbeitsgruppe Stuttgart, Círculo Latino –
Arbeitskreis der Lateinamerikanischen Vereine
Baden-Württemberg e.V. und Ecos de Hispanoamerica (Freies Radio Stuttgart)
Förderer
Gefördert aus Mitteln des
Kirchlichen Entwicklungsdienstes
Brot für die Welt Evangelischer Entwicklungsdienst
Deutsch-Amerikanisches Institut
Kooperationspartner
Grußwort / Saludos
Dr. Christine Arbogast
Erste Bürgermeisterin der Universitätsstadt Tübingen
Primera Alcaldesa de la Ciudad Universitaria de Tübingen
6
Liebe Freundinnen und Freunde des
spanischsprachigen Films!
Queridas amigas y queridos amigos del
cine de habla española!
Einmal mehr bietet das Festival CineLatino
– CineEspañol die gleichermaßen anregende wie unterhaltsame Möglichkeit, einen
Überblick über das aktuelle Filmschaffen
dieses großen Sprach- und Kulturraums zu
gewinnen. Nutzen Sie diese Gelegenheit!
Una vez más el festival de CineLatino –
CineEspañol ofrece la posibilidad de lanzar
una mirada tanto incitante como divertida
sobre la filmografía actual de este gran
espacio lingüístico y cultural. ¡Aprovechen
la ocasión!
Nicht nur Spanien, auch Lateinamerika ist
ein klassischer, wenn auch hierzulande zu
Unrecht immer noch relativ unbekannter
»Kinokontinent«. So vielfältig wie seine
politische, kulturelle und ethnische Landschaft, so facettenreich ist auch seine Filmkultur. Brisante Themen finden sich ebenso
in seinen Filmen wie moderne Erzählweisen, vergangene und aktuelle Ereignisse
und Entwicklungen in den lateinamerikanischen Gesellschaften spiegeln sich auf der
Leinwand ebenso wider wie die klassischen
zwischenmenschlichen Themen. Insbesondere das traditionsreiche Filmland Mexiko –
diesjähriger Länderschwerpunkt – lässt
sich in den Festivaltagen neu und wiederentdecken.
No sólo España sino también Latinoamérica
es un clásico »continente cinematográfico«,
aunque aquí sea injustamente en buena
parte desconocido. Tan variado como su
paisaje político, cultural y étnico es su polifacética cultura fílmica. En sus películas se
encuentran tanto temas conflictivos como
modernas formas de relatar. En la pantalla
se reflejan acontecimientos y desarrollos
pasados y actuales de la sociedad latinoamericana, así como los temas clásicos
humanos. Especialmente Mexico, país rico
en tradiciones cinematógraficas y que este
año representa el foco regional, puede ser
(re)descubierto en los días del festival.
Einer ganzen Reihe von Kooperationspartnern und Sponsoren verdankt das
Festival organisatorische und finanzielle
Unterstützung – ihnen sei für ihr Engagement herzlich gedankt. Anerkennung
gebührt aber vor allem dem Organisationsteam um Paulo de Carvalho. Dem Team,
den Gästen und Ihnen, geschätztes Publikum, wünsche ich ein spannendes
und erfolgreiches Filmfest CineLatino –
CineEspañol!
El festival cuenta con el apoyo tanto a nivel
de organización como económico de una
larga lista de patrocinadores y colaboradores – a todos ellos se les agradece su
compromiso. El reconocimiento se le debe
especialmente al equipo de organización
alrededor de Paulo de Carvalho.
Deseo al equipo, a los invitados y a Ustedes,
apreciado público, un palpitante festival
CineLatino – CineEspañol lleno de éxito.
Grußwort / Saludos
Fritz Kuhn
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart
Alcalde Mayor de Stuttgart Capital del Estado Federal de
Baden-Wuerttemberg
Ich freue mich, dass wir eines der bundesweit wichtigsten Filmfestivals für lateinamerikanischen und spanischen Film
CineLatino – CineEspañol vom 14. bis 20.
April 2016 in Stuttgart zu Gast haben.
Me alegro de que nuestra ciudad pueda
acoger entre los días 14 al 20 de abril el
CineLatino – CineEspañol, uno de los más
importantes festivales de películas latinoamericanas y españolas en toda Alemania.
Eine interessante Auswahl an internationalen Film-Highlights, spannendem
Autorenkino und kleinen cineastischen
Entdeckungen können wir in der spanischlateinamerikanischen Filmwoche erleben.
En esta semana cinematográfica españolalatinoamericana podremos disfrutar de una
interesante muestra de producciones internacionales de alta calidad, cautivadoras películas de autor así como pequeños descubrimientos fílmicos.
Das lateinamerikanische Land Mexiko
steht dieses Mal im Zentrum des Festivals.
Mexiko wird auf der einen Seite mit imposanten Landschaften, indigenen Kulturen,
Traumstränden und Weltkulturerben der
UNESCO assoziiert. Mexiko bedeutet aber
auf der anderen Seite auch Studentenmorde, Drogenkrieg und politische Korruption. Mexiko bietet also genug Themen
für informative, sozialkritische, aber auch
humorvolle Spiel- und Dokumentarfilme.
Wir dürfen gespannt sein.
Auch der zweite Schwerpunkt des Festivals
– die Auseinandersetzung mit den Menschenrechten in Guatemala – verspricht
interessante Ansätze.
Die bekanntermaßen qualitativ hochwertigen Filme aus diesen Regionen sind kulturelle Besonderheiten, die bei allen Stuttgarter Filminteressierten großes Interesse
hervorrufen.
Dem internationalen Filmfestival
CineLatino – CineEspañol wünsche ich viel
Erfolg sowie allen Besucherinnen und
Besuchern viel Freude mit dem spannenden und vielfältigen Programm.
El país latinoamericano de México es este
año un foco del festival. México está siendo
asociado por una parte con impresionantes
paisajes, culturas indígenas, playas de
ensueño y herencia cultural de la humanidad
UNESCO. Pero México también significa por
otra parte asesinatos de estudiantes, guerra
entre los carteles de la droga y corrupción
política. Es decir México ofrece suficientes
temas para películas informativas, de crítica
social pero también películas y documentales
llenos de humor. Dejémonos sorprender.
También el segundo foco del festival, el conflicto en torno a los derechos humanos en
Guatemala, promete interesantes acercamientos.
La reconocida alta calidad de las películas de
esas regiones son peculiaridades culturales
que provocarán gran interés en todos los
habitantes de Stuttgart interesados en el
buen cine.
Deseo al festival internacional de cine
CineLatino – CineEspañol mucho éxito así
como a los espectadores mucho placer con el
palpitante y variado programa.
7
Wettbewerb um den Publikumspreis
Premio del público
Zum 12. Mal kann das Publikum im Rahmen des
CINELATINO über den Preis für den besten Film abstimmen
– den Publikumsliebling in Tübingen.
Der Gewinnerfilm des 12. Premio del Público Vivat Lingua!
erhält 1000 Euro, die von der Sprachschule Vivat Lingua!
gestiftet werden.
Por 12° vez, el público del CINELATINO podrá votar por
la mejor película, la cual recibirá el premio Vivat Lingua!
dotado de 1000 €.
La helada negra
Branco sai, preto fica
Folgende Filme sind nominiert:/ Las películas nominadas son:
La helada negra
(Argentinien 2016) von Maximiliano Schonfeld
Nunca vas a estar solo
Branco sai, preto fica
(Brasilien 2015) von Adirley Queirós
Nunca vas a estar solo
(Chile 2016) von Alex Anwandter
Alba
Alba
(Ecuador 2016) von Ana Cristina Barragán
Navajazo
(Mexiko 2014) von Ricardo Silva
Tempestad
Navajazo
(Mexiko 2016) von Tatiana Huezo
Pikadero
(Spanien 2015) von Ben Sharrock
Las altas presiones
(Spanien 2014) von Ángel Santos
Mitmachen lohnt sich! Stimmen Sie für Ihren Lieblingsfilm,
dann können auch Sie gewinnen: Als Hauptpreis verlosen wir
einen Sprachkurs bei Vivat Lingua!, der zweite Preis ist eine
Dauerkarte für CINELATINO 2017. Die Verlosung findet am
Abschlussabend, am Mittwoch, den 20.04., statt.
Tempestad
Pikadero
Las altas presiones
ARGENTINIEN
Cómo ganar enemigos
Wie man sich Feinde macht
TÜ: Studio Museum
Do, 14.04., 22:30 h
TÜ: Kino 1 Museum
Sa, 16.04., 16:00 h
FR: Kommunales Kino
So, 17.04., 17:30 h
RO: Kino Waldhorn
Mo, 18.04., 18:00 h
S: Delphi
Mi, 20.04., 16:00 h
Ein Spielfilm von
Gabriel Lichtmann
Argentinien 2015,
78 Min., OmU
Regie: Gabriel Lichtmann
Drehbuch: Viviana Vexlir,
Gabriel Lichtmann
Kamera: Nicolás Trovato
Schnitt: Agustín Rolandelli
Ton: Federico Esquerro
Musik: Diego Voloschin
Darsteller: Martín Slipak, Javier
Drolas, Inés Palombo, Eugenia
Capizzano, Sagrado Sebakis,
Gabriela Izcovich,
Carla Quevedo
Produktion: Domenica Films
Verleih/Vertrieb:
Cine Global Filmverleih
[email protected]
10
Die große Leidenschaft des jungen Anwalts Lucas gilt Kriminalromanen. Seinen Lieblingskrimi »Der amerikanische
Freund« hat er schon dreimal gelesen. Daher freut es ihn
ganz besonders, dass die charmante Bárbara diese Leidenschaft mit ihm teilt, und er nimmt sie nach dem ersten Date
direkt mit nach Hause. Doch am nächsten Morgen sind Bárbara und seine Ersparnisse, die er einen Tag zuvor abgehoben
hatte, spurlos verschwunden. Sein eigenes Leben wird nun
zum Krimi und Lucas nimmt die Ermittlungen kurz entschlossen selbst in die Hand. In einer Sache ist er sich nämlich ganz sicher: Er war kein zufälliges Opfer. Jemand aus
seinem Umfeld muss Bárbara von dem Geld erzählt haben –
doch wer? Bei der Suche nach dem eigentlichen Täter stößt
Lucas auf Tatsachen und Geheimnisse, die sein ganzes Leben
auf den Kopf stellen.
Lucas, joven abogado, tiene una gran pasión: las novelas
policíacas. Cuando él mismo se convierte en víctima de un delito
decide tomar en sus manos la investigación del caso. Pero todo lo
que averigua convierte su vida en un cáos, como en una auténtica
novela policíaca.
Gabriel Lichtmann, 1974 in Buenos Aires geboren, schloss
2000 sein Regiestudium an der Universidad del Cine ebendort
ab. Einen ersten internationalen Erfolg feierte Lichtmann mit
seinem Kurzfilm El séptimo día, der 2001 bei der Berlinale
präsentiert wurde. Sein erster Spielfilm Judíos en el espacio
über eine jüdische Familie in Argentinien wurde vom Hubert
Bals Fonds des Internationalen Filmfestivals Rotterdam
unterstützt.
La helada negra
ARGENTINIEN
Der schwarze Frost
Ist Alejandra eine Heilige? Diese Frage stellen sich nicht nur
die drei Brüder eines Bauernhofs in Entre Ríos, im spärlich
besiedelten Flachland Argentiniens. Die ganze Gegend leidet
unter dem »schwarzen Frost«: Die Tomaten vertrocknen,
Kühe sterben, die Ernte ist in Gefahr. Eines Morgens liegt
Alejandra in der Nähe eines Bachs. Nicht nur die Brüder
Heriberto und Benigno, auch ihr Neffe Lucas beobachten
verwundert, wie sich die sonderbare junge Frau verhält. Sie
bringt Bewegung in deren schweigsame Vereinzelung. Heriberto gibt ihr die Kleider seiner verstorbenen Frau, mit
Benigno geht sie zu einem Windhund-Rennen und langsam
freundet sie sich mit dem jungen Lucas an. Bald verschwindet der Frost und Lucas entdeckt ein Geschäftsmodell. Alejandra wird über den Betrieb und die Nachbarschaft hinaus
zu einer großen Hoffnung – und vor allem auch für Lucas.
¿Es Alejandra una santa? Parece que ella ha conseguido hacer
desaparecer milagrosamente la »helada negra« bajo la cual sufría
toda la región. Se convierte en la esperanza de la gente, más allá
del pueblo. Sobre todo para Lucas.
Maximiliano Schonfeld, 1982 in Crespo, Argentinien, geboren, hat an der Filmschule ENERC in Buenos Aires studiert.
Sein Spielfilmdebüt Germania von 2012 wurde auf internationalen Festivals gezeigt, lief 2013 auch beim CINELATINO
und gewann mehrere Preise. Er inszenierte auch TV-Serien
und Kurzfilme. La helada negra hatte Weltpremiere auf der
Berlinale 2016 im Panorama.
WETTBEWERBSFILM
S: Delphi
Do, 14.04., 18:00 h
FR: Kommunales Kino
Do, 14.04., 19:30 h
TÜ: Kino 2 Museum
Di, 19.04., 18:00 h
Ein Spielfilm von
Maximiliano Schonfeld
Argentinien 2016, 82 Min.,
OmeU
Regie: Maximiliano Schonfeld
Drehbuch: Maximiliano
Schonfeld
Kamera: Soledad Rodriguez
Schnitt: Anita Remón
Ton: Nahuel Palenque
Darsteller: Ailín Salas, Lucas
Schell, Benigno Lell, Dario
Wendler, Mario Wendler
Produktion: Pasto
Vertrieb: Still Moving
Pierre Menahem
[email protected]
11
La patota
ARGENTINIEN
Paulina
Entgegen der Vorstellung ihres Vaters tritt Paulina nach erfolgreichem Abschluss nicht in seine Fußstapfen als Juristin,
sondern entscheidet sich, ihr privilegiertes Leben in Buenos
Aires, ihren Verlobten und ihre Karriere hinter sich zu lassen
und im ländlichen Argentinien als Lehrerin für politische
Bildung zu arbeiten. Dort trifft sie auf Armut und eine angespannte Atmosphäre. Nach kurzer Zeit wird sie brutal
überfallen und vergewaltigt. Paulina ahnt, dass ihre eigenen
Schüler unter den Tätern sind, verschweigt dies aber und
setzt ihre politischen wie sozialen Überzeugungen über ihr
eigenes Wohl.
Santiago Mitre untersucht in seinem packenden Drama die
sozialen Widersprüche und emotionalen Auswirkungen
dieser Tat.
Preise: Cannes, San Sebastián u.a.m.
Paulina, abogada joven e idealista, se traslada a la Argentina
rural para dar clases allí. Sus fuertes principios y convicciones son
sacudidos por causa de un crimen cruel, que la obliga a replantearse sus ideales.
Santiago Mitre, 1980 in Buenos Aires geboren, studierte an
der Universidad del Cine. Seit 2002 arbeitet er als Regisseur
und Drehbuchautor für Film und Fernsehen. 2011 war er
Mitbegründer der Produktionsfirma La Unión de los Ríos,
mit der er seinen ersten Spielfilm El estudiante realisierte. Der
Film gewann 21 Preise bei internationalen Filmfestivals und
lief 2012 beim CINELATINO.
FR: Kommunales Kino
Fr, 15.04., 21:30 h
S: Delphi
So, 17.04., 18:00 h
TÜ: Studio Museum
So, 17.04., 20:30 h
Ein Spielfilm von
Santiago Mitre
Argentinien/Brasilien/Frankreich 2015, 103 Min., OmeU
Regie: Santiago Mitre
Drehbuch: Santiago Mitre,
Mariano Llinás
Kamera: Gustavo Biazzi
Schnitt: Delfina Castagnino,
Leandro Aste, Joana Collier
Ton: Santiago Fumagalli,
Federico Esquerro,
Edson Secco
Musik: Nicolás Varchausky
Darsteller: Dolores Fonzi,
Oscar Martinez, Esteban
Lamothe, Cristian Salguero,
Verónica Llinás, Laura López
Moyano, Ezequiel Diaz, Andrea
Quattrocchi, Silvina Savater
Produktion: La Unión de los
Ríos, Full House
Verleih/Vertrieb:
Versatile Films
Alexandre Moreau
[email protected]
13
BRASILIEN
Branco sai, preto fica
Weiß raus, Schwarz bleibt
WETTBEWERBSFILM
TÜ: Kino 2 Museum
Fr, 15.04., 20:30 h
FR: Kommunales Kino
Sa, 16.04., 21:30 h
Ein Film von
Adirley Queirós
Brasilien 2015, 93 Min., OmeU
Regie: Adirley Queirós
Drehbuch: Adirley Queirós
Kamera: Leonardo Feliciano
Schnitt: Guille Martins
Ton: Francisco Craesmeyer,
Guille Martins,
Camilla Machado
Darsteller: Marquim do Tropa,
Shockito, Dilmar Durães,
DJ Jamaika, Gleide Firmino
Produktion: Cinco da Norte
Verleih/Vertrieb:
Cinco da Norte
[email protected]
14
1986: In einer Satellitenstadt in der Nähe von Brasília wird zu
Soul getanzt. Unter dem Vorwand einer Drogenrazzia stürmen Polizisten die Party im Club Quarentão, schicken alle
Weißen heraus und schießen anschließend in die Menge. DJ
Jamaika, nun im Rollstuhl, hat seinen eigenen Radiosender
aufgebaut und versucht, die Erlebnisse zu verarbeiten. Der
Tänzer Shokito hat in jener Nacht sein Bein verloren und
experimentiert mit Prothesen. Dann erscheint Dimas, ein
Mann aus der Zukunft, um Beweise für den Überfall zu
sammeln und im Jahr 2073 den brasilianischen Staat dafür zu
verklagen. Er stößt dabei auf Unterdrückung und Diskriminierung.
Adirley Queirós lässt die Grenzen zwischen Dokumentarfilm
und Science Fiction auf poetische Art und Weise verschwimmen und beleuchtet das immer aktuelle Thema des Rassismus sowie die fehlende Aufarbeitung solcher Verbrechen.
Preise: Brasília – Bester Film, Mar del Plata – FIPRESCI
Los disparos en una fiesta de música soul con público principalmente negro cerca de Brasilia dejan dos heridos graves. Una
docuficción poética sobre racismo y represión realizada en base a
hechos reales.
Adirley Queirós wurde in Ceilândia, Brasilien, geboren.
Zuerst war er Fußballprofi, studierte danach Kommunikation
mit Schwerpunkt Film an der Universidade de Brasilia. Sein
erster Kurzfilm Rap, o canto da Ceilândia wurde in Brasilien
mehrfach ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm A cidade é
uma só? von 2010 gewann u. a. beim Tiradentes Film Festival
und nahm an zahlreichen internationalen Filmfestivals teil.
Branco sai, preto fica ist sein zweiter Film.
Nova Dubai
BRASILIEN
Neues Dubai
Die um sich greifende Immobilienspekulation in der brasilianischen Stadt São José dos Campos bei São Paulo macht
einer Gruppe von Freunden sehr zu schaffen. Teure Wolkenkratzer scheinen wie Unkraut aus dem Boden zu schießen –
Luxusimmobilien, die nur für die Oberschicht erschwinglich
sind. Mit »Nova Dubai« soll ein Luxusviertel entstehen, für
dessen Bau große Flächen privatisiert wurden. Die jungen
Männer beginnen eine ungewöhnliche Protestaktion: Sie
haben Sex in den noch unbewohnten Hochhäusern, auf den
Baustellen und auf Spielplätzen. So wollen sie den öffentlichen Raum, der in seiner ursprünglichen Art bald nur noch
in ihren Erinnerungen weiterleben wird, zurückerobern.
Während ihres sexual-politischen Protests leben sie intime
Träume und ihre Schwulen-Porno-Fantasien aus.
Preise: Curitiba – Bester Film, Pornfilmfestival Berlin
Un barrio de clase media se convierte en escenario de una protesta
extraordinaria contra la creciente especulación inmobiliaria. Un
grupo de amigos practica el sexo en los edificios todavía inhabitados y vive sus sueños íntimos y sus fantasías homoeróticas.
Gustavo Vinagre ist Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Geboren in Rio de Janeiro studierte er Drehbuch an
der Escuela Internacional de Cine y TV in Kuba und Literatur
an der Universidade de São Paulo. Seinen ersten Erfolg feierte
Vinagre 2012 mit seinem Kurzdokumentarfilm Filme para
poeta cego, der auf zahlreichen internationalen Filmfestivals
gezeigt wurde, u. a. in Guadalajara und Rotterdam.
TÜ: Kino 2 Museum
Sa, 16.04., 22:30 h
Ein Spielfilm von
Gustavo Vinagre
Brasilien 2014, 50 Min., OmeU
Regie: Gustavo Vinagre
Drehbuch: Gustavo Vinagre
Kamera: Matheus Rocha
Schnitt: Rodrigo Carneiro
Ton: Jonathan Macías
Darsteller: Gustavo Vinagre,
Bruno D'Ugo, Hugo Guimarães,
Herman Barck, Fernando Maia,
Caetano Gotardo, Daniel Prates
Produktion: Max Eluard
Verleih/Vertrieb:
avoa filmes
Max Eluard
[email protected]
15
BRASILIEN
Obra
Baustelle
S: Delphi
Fr, 15.04., 20:30 h
TÜ: Kino 1 Museum
Sa, 16.04., 18:00 h
Ein Spielfilm von
Gregorio Graziosi
Brasilien 2014, 80 Min., OmeU
Regie: Gregorio Graziosi
Drehbuch: Gregorio Graziosi,
Paolo Gregori
Kamera: André Siqueira
Brandão
Schnitt: Gabriel Vieira de Mello
Ton: Fábio Baldo, Raul Jooken,
Baptista Ariel Henrique
Darsteller: Irandhir Santos,
Júlio Andrade, Lola Peploe,
Marku Ribas, Sabrina Greve,
Marisol Ribeiro, Christiana
Ubach, Luciana Inês Domschke
Produktion: Zita Carvalhosa
Verleih/Vertrieb:
FiGa Films
[email protected]
16
Die Rückenprobleme von João Carlos, einem Architekten in
São Paulo, kommen nicht von ungefähr. Schon länger leidet
er daran so wie auch schon sein Vater und Großvater. Bei den
Bauarbeiten für sein erstes Großprojekt werden menschliche
Überreste entdeckt. Ein Zufall, dass auch sein Großvater auf
diesem Grund schon gebaut hat? Ein Vorarbeiter scheint
mehr darüber zu wissen. Kurz vor der Geburt seines Sohnes
zwingen João immer mehr Ereignisse dazu, sich mit seiner
Vergangenheit, aber auch mit der der Stadt auseinanderzusetzen.
Obra ist nicht nur eine Auseinandersetzung mit der Stadt São
Paulo in hochästhetischen Schwarz-Weiß-Bildern gefilmten,
abstrakt erscheinenden Hochhäusern, die auf Sand gebaut
sein könnten. In diesem spannungsgeladenen Thriller wird
auch einer Geschichte nachgespürt, bei der es darum geht,
Rückgrat zu zeigen.
Preise: Rio de Janeiro – FIPRESCI, Havanna
Regisseur anwesend
El joven arquitecto y futuro padre João Carlos trabaja en São
Paulo. Cuando comienza su primer gran proyecto, hace un
descubrimiento que lo cambia todo. Enfrentado de pronto a su
pasado, empieza a cuestionarlo todo.
Gregorio Graziosi, 1983 in São Paulo geboren, studierte
Bildende Kunst und Film. Er ist Regisseur, Drehbuchautor
und Kameramann und führte bei mehreren Kurzfilmen
Regie, die auf zahlreichen internationalen Filmfestivals
präsentiert wurden, darunter Saba in Cannes und Mira in
Locarno. Saltos wurde 2008 beim Mar del Plata Film Festival
als Bester ibero-amerikanischer Film prämiert. Obra ist sein
Spielfilmdebüt.
Nunca vas a estar solo
CHILE
Du wirst nie alleine sein
WETTBEWERBSFILM
S: Delphi
Fr, 15.04., 22:30 h
TÜ: Kino 2 Museum
Sa, 16.04., 20:30 h
FR: Kommunales Kino
So, 17.04., 22:00 h
Schaufensterpuppen sind seit 25 Jahren Juans Lebensinhalt.
Der harte Konkurrenzkampf zwingt den leitenden Angestellten, auch an Wochenenden zu arbeiten. Sein Sohn Pablo bleibt
da auf der Strecke. Der lebenslustige 18-jährige Tanzschüler
hat sich für ein Vortanzen angemeldet und diskutiert mit
seiner Freundin Mari über Liebe, Freundschaft und Schwulsein. Mit Félix aus der Nachbarschaft verbindet ihn eine starke
körperliche Anziehung. Nachdem eines Abends drei junge
Männer Pablo auflauern, landet dieser im Krankenhaus und
für seinen Vater bricht eine Welt zusammen. Er hat kein Geld
für die Operation und seine Firma soll darüber hinaus verkauft werden. Da sieht er nur noch einen Ausweg …
2012 schockierte die Ermordung des offen schwul lebenden
Chilenen Daniel Zamudio durch Neonazis ganz Lateinamerika. Alex Anwandter spürt dem gewaltsamen Druck eingeschworener Männlichkeitsnormen nach – und löst sie im
bunten queeren Lebenstraum Pablos auf.
Preise: Berlinale 2016 – Teddy Special Jury Award
Ein Spielfilm von
Alex Anwandter
Chile 2016, 82 Min., OmeU
Regie: Alex Anwandter
Drehbuch: Alex Anwandter
Kamera: Matías Illanes
Schnitt: Felipe Gálvez
Ton: Diego Aguilar
Musik: Alex Anwandter
Darsteller: Sergio Hernández,
Andrew Bargsted, Jaime Leiva,
Antonia Zegers, Edgardo Bruna,
Gabriela Hernandez,
Benjamín Westfall
Produktion: Araucaria Cine
Verleih/Vertrieb:
WIDE Management
[email protected]
Maniquíes de escaparates constituyen la vida de Juan. Con ello ha
olvidado sin embargo a su hijo Pablo, un muchacho de 18 años
lleno de alegría de vivir, que después de un ataque brutal homófobo
ha acabado en el hospital. Para Juan se derrumba el mundo y
solamente ve una salida.
Alex Anwandter, 1983 in Santiago de Chile geboren, ist Filmemacher und Musiker, der mit viel beachteten Alben und
Videos bekannt wurde. Der Mord an einem schwulen Fan
2012 war der Auslöser für das Drehbuch zu Nunca vas a estar
solo, seinem ersten Film.
17
Por las plumas
COSTA RICA
Ein Hahn für ein Hallelujah
Der größte Traum von Nachtwächter Chalo ist, mit einem
eigenen Hahn am Hahnenkampf teilzunehmen. Doch als er
den Händler endlich davon überzeugt, ihm das ideale Exemplar zu verkaufen, fangen die Probleme erst richtig an: Chalo
verliert seine Wohnung und findet keine neue Bleibe, in der
er mit seinem Hahn Rocky erwünscht ist. Als dann auch noch
Chalos Chef von dem Hahn am Arbeitsplatz Wind bekommt,
weiß Chalo nicht mehr weiter. Doch mit der Unterstützung
seines Kollegen Jasón, der Avon-Verkäuferin Candy und eines
jungen Musikers schafft es Chalo, trotz zahlreicher Rückschläge, nicht den Mut zu verlieren. Sie wachsen zu einem
ungewöhnlichen Team zusammen, das sich nicht unterkriegen lässt. Unterhaltsame Komödie mit skurrilen Charakteren.
Preise: Ícaro Guatemala – Bester Film und Bester Regisseur
El mayor deséo de Chalo es conseguir un gallo para poder
participar con él en peleas de gallo. Pero cuando lo consigue
empiezan de verdad los problemas: pierde su apartamento y
surgen tensiones entre él y su jefe. ¡A pesar de ello no renuncia a
su sueño!
Neto Villalobos studierte Soziologie in Costa Rica und anschließend Regie in Barcelona. Zurück in Costa Rica arbeitete
er erfolgreich in der Werbebranche. Sein 2013 erschienener
Debütfilm Por las plumas wurde u. a. in Rotterdam und San
Sebastián vorgestellt. Mit seinem zweiten Projekt El hombre
de la Mancha nahm er 2015 an der Cannes Film Festival Cinéfondation Résidence teil.
TÜ: Studio Museum
Do, 14.04., 18:00 h
Kino 1 Museum
Sa, 16.04., 22:30 h
S: Delphi
Mo, 18.04., 16:00 h
Ein Spielfilm von
Neto Villalobos
Costa Rica 2013, 88 Min., OmU
Regie: Neto Villalobos
Drehbuch: Neto Villalobos
Kamera: Nicolas Wong
Schnitt: Neto Villalobos
Ton: Florian Droids
Darsteller: Allan Cascante,
Sylvia Sossa, Marvin Acosta,
Erlan Vasquez
Produktion: La Sucia Centroamericana Producciones S.A.
Verleih/Vertrieb:
Cine Global Filmverleih
[email protected]
19
Alba
Die 11-jährige Alba ist schrecklich schüchtern. So schüchtern, dass man sie kaum reden hört und selbst die Lehrerin
keine Geduld mit ihr hat. Auf dem Pausenhof beobachtet sie
das Geschehen immer am Rande. Während sie zuhause noch
Kind ist und spielt, lauscht sie dort mit großen Augen den
Geschichten der anderen Mädchen und beneidet sie um ihren
ersten Kuss. Als ihre pflegebedürftige Mutter ins Krankenhaus kommt, wird sie zu ihrem Vater gebracht, den sie kaum
kennt. Misstrauisch beäugt sie ihre neue, heruntergekommene Umgebung. Über die Freundschaft mit Eva, die sie auf
dem Spielplatz kennenlernt, erhält sie eine Einladung zu
einer der Partys, zu denen sie davor nie Zugang hatte.
Während es ihr langsam gelingt, Anschluss zu finden, wird
ihr der Vater immer peinlicher …
Preise: Rotterdam 2016 – Lions Film Award
Regisseurin anwesend
Alba, muchacha de 11 años, vive temporalmente con su padre al
que acaba de conocer. Ella no lo tiene fácil – la pubertad se acerca,
en la escuela lucha contra su timidez, y como si esto no fuera
poco, pasa lo del primer beso ...
Ana Cristina Barragán, 1987 in Ecuador geboren, hat Film und
Video an der COCOA Colegio de Comunicación y Artes Contemporáneas USFQ studiert. Ihr Kurzfilm Domingo violeta
wurde 2010 zum ersten Mal im Wettbewerb von Locarno gezeigt sowie in Toulouse, Havanna und im Museum Malba in
Buenos Aires. 2013 drehte sie ihren dritten Kurzfilm Ánima
und 2015 ihren ersten Langspielfilm Alba.
ECUADOR
WETTBEWERBSFILM
S: Delphi
So, 17.04., 20:30 h
TÜ: Kino 2 Museum
Mo, 18.04., 20:30 h
FR: Kommunales Kino
Di, 19.04., 19:30 h
Ein Spielfilm von
Ana Cristina Barragán
Ecuador/Mexiko/Griechenland
2016, 98 Min., OmeU
Regie: Ana Cristina Barragán
Drehbuch: Ana Cristina Barragán
Kamera: Simón Brauer
Schnitt: Yibran Asuad, Juan Daniel
Molero, Ana Cristina Barragán,
José María Avilés
Ton: Nicolás Fernández
Darsteller: Pablo Aguirre Andrade,
Macarena Arias, Amaia Merino,
María Pareja, Mara Appel,
Maisa Herrera
Produktion: Caleidoscopio Cine
Verleih/Vertrieb:
Caleidoscopio Cine
Isabella Parra
[email protected]
21
GUATEMALA
Bboy for Life
Ixcanul
Burden of Peace
22
Die Zerbrechlichkeit des Lebens
und der Bilder
Filme zu schaffen und zu verbreiten ist in Guatemala eine
ziemlich komplizierte und abenteuerliche Aufgabe. Sie stößt
mit der kontrastreichen, unberechenbaren und besorgniserregenden Realität des Hier und Jetzt zusammen. So war es
schon immer. Bis heute herrscht seitens des Staates komplettes Desinteresse den nationalen Film zu fördern. In dieser
Ablehnung des Eigenen spiegelt sich Guatemalas Identitätsdefizit wider. Es ist eines der gefährlichsten Länder der Welt.
Das Leben an sich ist fragil. Zu viel Tod und zu viel Ausgrenzung. Das Land wurde während des Bürgerkrieges, der die
meisten Todesopfer auf dem ganzen Kontinent forderte, gebrochen. Und die Venen sind immer noch offen.
Aber der Verfolgung, der Flucht, der Zensur und aller Ernüchterung zum Trotz hat der Film überlebt.
Er hat es geschafft, sich aus der Asche heraus zu entwickeln.
Ursache dafür sind die Lust am Leben und die Sturheit der
Filmemacher, das Unaussprechliche auszudrücken. Sie produzieren mit wenig Mitteln, solidarisch untereinander und mit
genialem Improvisationstalent. Sie organisieren Festivals und
Filmschauen.
Aber obwohl ihre Bilder immer häufiger auf lokalen
und internationalen Leinwänden zu sehen sind,
herrscht weiterhin heftiger Gegenwind. Während
Ixcanul die Welt überraschte, musste die Muestra de
Cine Internacional Memoria Verdad Justicia, die Jahr
für Jahr tausende Zuschauer in Guatemala anzieht,
ihre sechste Edition aufgrund von Zensur, Einschüchterung und dem Verbot von Filmen im Exil
organisieren. Dass die Filme im Ausland gefeiert
und im Inland negiert werden, zeigt, dass der Staat
und seine parallelen Machtgruppen keinerlei Kritik
zulassen. Die Filme in Tübingen sind ein kreativer Spiegel der
harten Realität, in der die Einwohner Guatemalas leben.
Ixcanul und Distancia sind Spielfilme von guatemaltekischen
Regisseuren. Bboy for Life und Burden of Peace sind Dokumentarfilme von ausländischen Filmemachern. Das ist kein Zufall:
Lokale Filmemacher stoßen immer noch auf große Hindernisse, wenn sie die Realität mit einem kritischen Blick auf das
Land betrachten wollen. Im Gegensatz dazu legen die ausländischen Filmemacher den Finger in die Wunde. Daher konnten Burden of Peace und Bboy for Life in Guatemala nicht vorgeführt werden. Beide Regisseure zogen ihre Werke aus Angst
vor Repressalien gegen ihre Protagonisten von der Muestra de
Cine Internacional Memoria Verdad Justicia 2015 zurück. Der
Film in Guatemala war und wird auch weiterhin fragil sein.
Deshalb muss man ihn anschauen.
Uli Stelzner
La fragilidad de la vida y de la imagen
Crear y divulgar imágenes cinematográficos en Guatemala es
un ejercicio sumamente complicado y aventurero. Choca con
la contrastante, imprevisible y preocupante realidad en el aqui
y ahora. Siempre ha sido así. Existe hasta la fecha un completo desinterés de parte del estado en fomentar un cine
nacional, y la negación de lo propio refleja su falta de identidad. Y Guatemala es uno de los países más peligrosos del
mundo. La vida en sí es frágil. Demasiada muerte, demasiada
exclusión. El país fue enterrado durante
la guerra interna con la mayor cantidad
de víctimas en todo el continente. Y las
venas siguen abiertas.
Pero a pesar de la persecución, el exilio, la
censura y el desencanto, el cine sobrevivió. Logró desenvolverse desde las cenizas, por las ganas de vivir y la terquedad
de los cineastas en expresar lo inexpresable. Producen con pocos recursos, solidarios entre ellos, e improvisan con
genialidad. Producen festivales y muestras. Pero a pesar de
que sus imágenes se ven cada vez más a nivel local e internacional, siguen los fuertes contravientos. Mientras que Ixcanul
sorprendió al mundo, la Muestra de Cine Internacional Memoria Verdad Justicia, la cual año por año atrae miles de espectadores en Guatemala, tuvo que organizar su sexta edición en el
exilio, habiendo sufrido censura, intimidación y retiro de películas. Celebrar su cine afuera y negarlo adentro, demuestra
que el estado y los grupos paralelos del poder detestan la crítica. Las películas en Tubinga representan un espejo creativo
de la cruda realidad que viven los habitantes de ese país.
Ixcanul y Distancia son peliculas de ficción, hechos por
directores guatemaltecos. Bboy for Life y Burden of
Peace son documentales, realizados por extranjeros.
Ninguna casualidad: retratar la realidad, con miradas
críticas hacia el país, sigue siendo un obstáculo
para muchos cineastas locales. En cambio, los
cineastas extranjeros meten el dedo en la llaga.
Y es por eso, que Burden of Peace y Bboy for life,
no se han podido estrenar en el país.
Ambos directores retiraron sus obras de
la Muestra de Cine Internacional Memoria Verdad Justicia en 2015, por temor a
represalias en contra de sus protagonistas. El cine en Guatemala ha sido y
seguirá siendo frágil. Por eso, hay
que verlo.
Uli Stelzner
GUATEMALA
Ixcanul
Mit freundlicher
Unterstützung von
Distancia
23
GUATEMALA
Bboy for Life
Bboy für immer
FR: Kommunales Kino
Do, 14.04., 21:30 h
TÜ: Studio Museum
Fr, 15.04., 22:30 h
TÜ: Kino 2 Museum
Mi, 20.04., 18:00 h
Ein Dokumentarfilm von
Coury Deeb
USA/Guatemala 2012,
80 Min., OmeU
Regie: Coury Deeb
Drehbuch: Coury Deeb
Kamera: Justin Gustavison
Schnitt: Justin Gustavison
Ton: Neil DeGraide,
Trevor Young
Musik: Neil DeGraide
Darsteller: Poker Crew, Dave
Moisan, Dirt Poor Robins,
House Ghost, Interstates, No
More Kings, OxeAxe u.v.m.
Produktion: NADUS FILMS
Verleih/Vertrieb:
Coury Deeb
[email protected]
Vorfilm:
Huesos rotos
(Zerbrochene Knochen)
Junge Guatemaltekinnen
rappen gegen das Vergessen
des grausamen 36-jährigen
Bürgerkriegs in Guatemala und
erinnern an die Opfer.
Ein Film von Gustavo Molina,
Guatemala/Costa Rica 2015,
5 Min., OmeU
Kontakt: Uli Stelzner
[email protected]
24
Breakdance gegen Gewalt und Kriminalität! Für Cheez und
Gato ist Tanzen mehr als nur eine Passion, es ist ihr Weg
gegen tägliche Gewalt und Mordserien, die in ihrem Viertel in
Guatemala-Stadt immer mehr um sich greifen. Sie tanzen
trotz der ständigen Bedrohung durch Straßengangs. Mit ihrer
Poker-Crew treten sie auf Straßen, aber auch bei großen Wettbewerben in Mittelamerika auf. Auch Leidy, selbst jahrelang
aktives Gangmitglied, hofft auf die Breakdancer. Nach dreijähriger Haft möchte sie für sich und ihre Kinder einen anderen Weg einschlagen und sucht Hilfe bei der Poker-Crew: Ihr
Sohn soll bei ihnen in einem Umfeld abseits der Straßengangs tanzen lernen. Doch die Angst, für den Austritt aus der
Gang bestraft zu werden, sitzt tief. Durch die Hingabe und
Begeisterung der Akteure für das Tanzen schafft es der Film,
ein positives Signal zu setzen.
Preise: Santa Barbara – Publikumspreis
Experte anwesend
Cheez y Gato son breakdancers, sus escenarios son las calles de la
Ciudad de Guatemala o los grandes campeonatos. El baile es su
forma de escapar de la violencia y de la criminalidad diaria en su
barrio. Pero de esta forma se están encaminando directamente
hacía el peligro ...
Coury Deeb ist Regisseur, Geschichtenerzähler, Unternehmer
und Vater von drei Kindern. 2005 gründete er die gemeinnützige Filmproduktionsfirma Nadus Films mit dem Motto
»to make films that make a difference«. Produziert wurden
die Filme Grace Surpasses, The New Sudan und Bboy for Life.
Letzterer ist in der Auswahl des A3C Hip Hop Film Festivals
und erhielt eine Honorable Mention auf dem NYC Independent Film Festival.
Burden of Peace
GUATEMALA
Last des Friedens
Die Menschenrechtsaktivistin Claudia Paz y Paz wird 2010
Generalstaatsanwältin in Guatemala, einem der gewalttätigsten Länder der Welt. Sie sagt der Korruption, den DrogenGangs und der allgemeinen Straflosigkeit den Kampf an. Ihr
gelingt Historisches: Die Aufklärungsraten steigen, korrupte
Beamte werden aus dem Amt gejagt. Und was keiner für
möglich hielt: Sie stellt Ex-Diktator Efraín Ríos Montt wegen
Völkermords an der indigenen Bevölkerung im eigenen Land
vor Gericht, bislang einmalig in der Geschichte Guatemalas.
Doch die Seilschaften der alten Militärdiktatur sind noch
aktiv und einflussreich. Durch einen Regierungswechsel
droht Claudia Paz y Paz von der Hoffnungsträgerin zur tragischen Heldin zu werden.
Joey Boink gelingt mehr als ein Einblick in das Leben dieser
starken Frau.
Preise: Biarritz – FIDA Prix du Jury des Jeunes Européens,
Wien – Publikumspreis
Experte anwesend
La activista de derechos humanos y primera fiscal general de
Guatemala, Claudia Paz y Paz, declara la guerra a la corrupción
y a la generalizada falta de castigo. Con la condena del ex militar
y dictador Montt, acusado de genocidio, logra cumplir algo
histórico.
Joey Boink, 1984 geboren, ist Politikwissenschaftler und
Filmemacher. Zu seinen Arbeiten gehören Dokumentarfilme
über Kinderarbeit in Indien, Avro von 2007, Schule und Bildung in Guatemala, Llink, NL3 von 2009, und über den Stand
der Millenniumsziele in Lateinamerika, Vara’s Joop.nl von
2010. Er ist Mitbegründer von Poldox, einer Plattform für
Dokumentarfilm für angehende Politik-, Sozial- und Geisteswissenschaftler an der Universität Amsterdam.
S: Delphi
Sa, 16.04., 16:00 h
FR: Kommunales Kino
Sa, 16.04., 17:30 h
TÜ: Kino 2 Museum
So, 17.04., 18:00 h
RO: Kino Waldhorn
So, 17.04., 20:30 h
Ein Dokumentarfilm von
Joey Boink
Niederlande/Guatemala 2015,
77 Min., OmU
Regie: Joey Boink
Drehbuch: Joey Boink
Interviews und Recherche:
Sander Wirken
Kamera: Joey Boink
Schnitt: Ruben van der
Hammen
Ton: Benjamin Braasem
Musik: Mihkel Zilmer
Produktion: Framewerk
Verleih/Vertrieb:
Joey Boink
[email protected]
Vorfilm:
El visualizador
(Der es sichtbar macht)
Ein Fotograf bezeugt im Prozess gegen den Ex-Diktator
Guatemalas, Ríos Montt, das
Auffinden menschlicher Überreste in Massengräbern.
Ein Film von Alfonso Porres,
Guatemala/Costa Rica 2015,
11 Min., OmeU
Kontakt: Uli Stelzner
[email protected]
25
GUATEMALA
Distancia
Distanz
TÜ: Studio Museum
Mo, 18.04., 18:00 h
S: Delphi
Di, 19.04., 16:00 h
FR: Kommunales Kino
Mi, 20.04., 19:30 h
Ein Spielfilm von
Sergio Ramírez
Guatemala 2011, 77 Min.,
OmeU
Regie: Sergio Ramírez
Drehbuch: Sergio Ramírez
Kamera: Álvaro Rodríguez
Schnitt: Joel Prieto
Ton: Jonathan Macías
Musik: Joaquín Orellana, Carlos
Hernández, Tuco Cárdenas
Darsteller: Carlos Escalante,
Saknicté Racancoj, Julián León
Zacarías, Maya Núñez, Sécil De
León, Eduardo Spiegeler,
Rigoberto Baac, Marco Antonio
Sagastume
Produktion: Joaquín Ruano
Producciones
Verleih/Vertrieb:
Sergio Ramírez
[email protected]
Vorfilm:
Gravedad (Schwere)
Sie – wie so viele – lebt im
Ausland. Selbstgewähltes,
aufgezwungenes, inneres Exil;
sie reflektiert und taucht ein
in die Suche nach der eigenen
und kollektiven Identität.
Ein Film von Daniela Sagone,
Guatemala/Costa Rica 2015,
8 Min., OmeU
Kontakt: Uli Stelzner
[email protected]
26
Tomás Choc ist Feldarbeiter in San Antonio, einem Dorf im
guatemaltekischen Hochland. Feldarbeit ist für ihn »Arbeit
mit der Erde«. Schon lange lebt er hier schweigsam und ganz
allein. Sein Dorf war einer der zahlreichen Schauplätze des
36-jährigen Bürgerkrieges zwischen indigenen Guerilleros
und der Militärregierung. Während eines Angriffs auf das
Dorf vor 20 Jahren wurde seine kleine Tochter Lucía von der
Armee verschleppt. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen hat er
nie aufgegeben. Sein Warten hat ein Ende, als eine Hilfsorganisation, die sich um die Familien der Bürgerkriegsopfer
kümmert, seine Tochter wiederfindet. Sofort macht er sich
auf den weiten Weg. Tomás hat seinen Kampf gegen die Ungerechtigkeit nie aufgegeben und hält alles Erlebte fest in seinem Tagebuch, dem Vermächtnis seiner Familiengeschichte.
Preise: Ícaro Guatemala – Bester zentralamerikanischer Film,
Publikumspreis, Latin American Film Festival Vancouver –
Jurypreis, u.a.m.
Regisseur anwesend
Tomas Chóc, obrero agrícola en el altiplano de Guatemala, espera
encontrar de nuevo a su hija. Han pasado 20 años desde que fue
secuestrada por el ejército. Por fin la espera se acaba, porque una
ONG logró encuentra.
Sergio Ramírez, guatemaltekischer Filmemacher, wurde 1978
in Xela, Guatemala, geboren und studierte in Guatemala-Stadt
Kommunikationswissenschaft. Nach dem Dokumentarfilm
Resistir para vivir, resistir para avanzar und seinem Kurzfilm
Hoy sí von 2009 ist Distancia von 2011 sein erster langer Spielfilm. Ramírez ist Präsident der Asociación Guatemalteca del
Audiovisual y la Cinematografía de Guatemala (AGACINE).
Ixcanul
GUATEMALA
Träume am Fuß des Vulkans
TÜ: Studio Museum
Fr, 15.04., 18:00 h
S: Delphi
Sa, 16.04., 18:00 h
FR: Kommunales Kino
Mo, 18.04., 19:30 h
RO: Kino Waldhorn
Di, 19.04., 18:00 h
Ein Spielfilm von
Jayro Bustamante
Guatemala/Frankreich 2015,
91 Min., OmU
Die 17-jährige Kakchiquel-Maya María lebt mit ihrer Familie
auf einer Kaffeeplantage am Fuße des aktiven Vulkans Ixcanul. Ihre Eltern wollen sie mit Ignacio, dem Vorarbeiter der
Farm, verheiraten, um der armen Familie wirtschaftliche
Sicherheit zu gewährleisten. Doch das Mädchen träumt
davon, die Welt jenseits des Vulkans kennenzulernen, von der
sie keine Vorstellung hat. Sie möchte mit dem Kaffeepflücker
Pepe, ihrer heimlichen Liebe, in die USA fliehen. Als dieser
sie alleine zurücklässt, entdeckt María ihre eigene Welt und
Kultur noch einmal neu. Die Handlung nimmt den Rhythmus
eines Lebens auf, das vom Glauben und den Traditionen der
Vorfahren bestimmt ist. Ixcanul ist kein Film über indigene
Kultur, sondern entstand aus ihr heraus. Jayro Bustamante,
aufgewachsen in der Region der Kakchiquel, schrieb das
Drehbuch gemeinsam mit Maya-Frauen.
Preise: Berlinale – Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis, Cartagena
Film Festival – Best Picture Award, Toulouse’s Cinelatino Film
Festival – Audience and Critics Awards
Produzent anwesend
María vive con su familia de la recogida de café al lado del volcán
activo Ixcanul. Con un matrimonio arreglado con Ignacio, el
capataz, se busca seguridad económica para la familia pobre. Pero
la muchacha Maya sueña con escaparse con su amor secreto a los
Estados Unidos que le parecen el paraíso.
Jayro Bustamante, 1977 in Guatemala geboren, studierte
Kommunikation und arbeitete danach als Werbefilmregisseur
für die Agentur Ogilvy & Matter. Nach einem Filmstudium in
Paris hat er Drehbuch in Rom studiert. Seine Kurzfilme,
darunter Cuando sea grande von 2012, wurden auf Festivals
vielfach ausgezeichnet.
Regie: Jayro Bustamante
Drehbuch: Jayro Bustamante
Kamera: Luis Armando
Arteagaya
Schnitt: César Díaz
Ton: Eduardo Cáceres,
Julien Cloquet
Musik: Pascual Reyes
Darsteller: María Mercedes
Coroy, María Telón, Manuel
Antún, Justo Lorenzo, Marvin
Coroy, Fernando Martínez
Produktion: La Casa de
Produccíon (Guatemala),
Tu Vas Voir (Frankreich)
Verleih/Vertrieb:
Kairos Filmverleih
[email protected]
Vorfilm:
Cenizas (Asche)
Margarita Caal Caal kehrt
sieben Jahre nach der brutalen
Vertreibung ihres Dorfes durch
eine Minengesellschaft zurück,
um für ihr Recht zu kämpfen.
Ein Film von Carla Molina,
Guatemala/Costa Rica 2015,
14 Min., OmeU
Kontakt: Uli Stelzner
[email protected]
27
KOLUMBIEN
El abrazo de la serpiente
Der Schamane und die Schlange – Eine Reise auf dem Amazonas
TÜ: Kino 1 Museum
Mi, 13.04., 20:00 h
S: Delphi
Do, 14.04., 20:00 h
Ein Spielfilm von
Ciro Guerra
Kolumbien/Venezuela/
Argentinien 2015,
125 Min., OmU
Regie: Ciro Guerra
Drehbuch: Ciro Guerra, Jaques
Toulemonde
Kamera: David Gallego
Schnitt: Etienne Boussac,
Cristina Gallego
Ton: Marco Salavarria
Musik: Nascuy Linares
Darsteller: Jan Bijovet, Brionne
Davis, Nilbio Torres, Antonio
Bolívar, Yauenkü Miguee
Produktion: CIUDAD LUNAR
Verleih:
MFA+ Filmdistribution
[email protected]
Vertrieb:
DIE FILMAGENTINNEN
[email protected]
28
Karamakate, einst der mächtigste Schamane der Cohiuano,
hat den Zugang zur Geisterwelt verloren. Mit dem amerikanischen Botaniker Richard Evans macht er sich noch einmal auf
die Suche nach der heiligen Pflanze Yakruna. Während ihrer
Reise auf dem Amazonas in den immer undurchdringlicher
werdenden Regenwald mit all seinen Faszinationen und Gefahren, kehren langsam Karamakates Erinnerungen zurück
von seiner ersten Suche nach der Yakruna. Damals war er mit
dem schwerkranken deutschen Forscher Theo unterwegs, für
den die Pflanze die letzte Rettung war. Während sie immer
tiefer in den Regenwald kommen, begegnen sie anderen
Volksgruppen, Kautschukplantagen, Missionen – Facetten der
damaligen Gesellschaft. Beruhend auf wahren Begebenheiten erzählt der Film in grandiosen Bildern von den Mysterien einer fast vergessenen Kultur und den Erlebnissen der
ersten Forschungsreisenden im frühen 20. Jahrhundert.
Preise: Cannes, Mar del Plata, Nominierung für den Oscar als
Bester fremdsprachiger Film 2016
Karamakate, antes uno de los más poderosos chamanes de su
pueblo, emprende la búsqueda de la mística planta yakruna junto
al botánico Evans. Basado en un hecho real, las grandiosas
imágenes cuentan sobre los misterios de una casi olvidada cultura.
Ciro Guerra, 1981 in Rio de Oro, in der Provinz Cesar, Kolumbien, geboren, studierte Film- und Fernsehwissenschaften an
der Nationalen Universität von Kolumbien. Nach vier preisgekrönten Kurzfilmen kam 2004 sein Debütspielfilm La sombra
del caminante heraus, der viele Preise erhielt. Sein zweiter
Spielfilm Los viajes del viento wurde bei einer nationalen Umfrage unter Filmkritikern als einer der zehn bedeutendsten
Filme der kolumbianischen Filmgeschichte ausgewählt.
El acompañante
KUBA
Der Begleiter
Nachdem er beim Doping erwischt wurde, muss der kubanische Box-Champion Horacio Romero zur Strafe in dem
Sanatorium Los Cocos arbeiten. HIV-Infizierte werden gezwungen, dort isoliert vom Rest der Bevölkerung zu leben.
Horacio soll der neue Begleiter des rebellischen Insassen
Daniel werden, der die Einrichtung nur unter seiner Aufsicht
verlassen darf. Bei diesen Ausgängen prallen die Interessen
der beiden aufeinander. Daniel, der sich immer wieder gegen
die gefängnisartigen Zustände in Los Cocos auflehnt, möchte
seine restliche Lebenszeit in Freiheit verbringen und ist bereit, alles dafür zu riskieren. Horacio will am liebsten wieder
zurück in den Ring. Das hängt allerdings davon ab, wie gut er
seine neue Aufgabe erledigt. Zwischen den zwei Männern,
deren Leben unterschiedlicher nicht sein könnte, entsteht
langsam eine tiefe Freundschaft.
Produzent anwesend
El campeón de boxeo cubano Horacio Romero se ha dopado.
Como castigo tiene que acompañar a Daniel, residente en un
sanatorio para enfermos de SIDA, en sus salidas semanales.
¿Podrá la nueva amistad llevarle de nuevo al cuatrilátero de
boxeo?
Pavel Giroud wurde 1972 in Havanna, Kuba, geboren und lebt
heute in Madrid. Für Tres veces dos gewann Giroud 2004 als
einer von drei Regisseuren den Silbernen Zenit des Montreal
World Film Festival für das beste Spielfilmdebüt. Sein erster
eigener Spielfilm La edad de la peseta räumte zahlreiche internationale Preise ab, u. a. in Havanna, und wurde bei den
Goyas 2007 für den Besten ausländischen spanischsprachigen Film nominiert.
FR: Kommunales Kino
Mi, 13.04., 19:30 h
TÜ: Studio Museum
Fr, 15.04., 20:30 h
S: Delphi
Mi, 20.04., 20:30 h
Ein Spielfilm von
Pavel Giroud
Kuba/Panama/Frankreich/
Kolumbien/Venezuela 2015,
104 Min., OmeU
Regie: Pavel Giroud
Drehbuch: Pavel Giroud, Pierre
Edelman, Alejandro Brugues
Kamera: Miquel Rubís
Schnitt: Jacques Comets
Ton: Mario Nazoa
Musik: Ulises Hernández,
Sergio Valdes
Darsteller: Yotuel Romero,
Armando Miguel, Yailene Sierra,
Jazz Vilá, Broselianda Herández,
Camila Arteche, Salvo Basile
Produktion: Lía Rodriguez,
Antonio López
Verleih/Vertrieb:
Habanero Filmsales
Alfredo Calvino
[email protected]
29
MEXIKO
FOKUS MEXIKO
Eine bessere Zukunft als meine
Club sándwich
Llévate mis amores
Los hilos de la vida
de las mujeres jaguar
30
2016 ist ein Mexikojahr. Das dritte Mal in Folge gewann mit
Alejandro G. Iñárritu ein Mexikaner den Oscar für die beste
Regie. Auch mexikanische Schauspieler wie Gael García Bernal
oder Salma Hayek sind weltweit bekannt. Aber kennen Sie die
»Patronas« aus Guadalupe oder das Regietalent Fernando
Eimbcke? CINELATINO Fokus Mexiko – Teil des Kulturaustauschs »Deutschlandjahr in Mexiko & Mexikojahr in Deutschland 2016/17« – öffnet die Tür zu einem spannenden und
spannungsreichen Land.
Worum Filme aus und über Mexiko längst keinen Bogen mehr
machen, haben uns die Studentenermordungen in Iguala 2014
endgültig vor Augen geführt: Allgegenwart von Gewalt, Ohnmacht des Staates, Verbindungen zwischen Politik und Verbrechen. Mexiko – ein wunderschönes Land, mit sich selbst im
Krieg und aufgespannt als ein Korridor zwischen den Wohlstandsversprechen der »Ersten Welt« im Norden und der Armut
Mittelamerikas im Süden. Doch wer sind die Menschen zwischen
den Grenzen? Was bewegt sie und was bewegen sie?
Wer eine bessere Zukunft sucht, sieht Gegenwart und Vergangenheit ehrlich ins Gesicht. Und wo geht das besser als im Kino?
Mexiko bietet dafür eine facettenreiche Filmproduktion mit jährlich 130 Kinowerken. Wenige davon finden jedoch den Weg zum
deutschen Publikum. Mit 14 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen, dazu zahlreichen Gästen, geben wir darum Gelegenheit,
die Wirklichkeiten des Landes zu erspüren und zusammen mit
Filmschaffenden Fragen an die Zukunft zu stellen.
Einen bewundernswerten Umgang mit den eigenen Grenzen
zeigen uns die »Patronas« in Llévate mis amores und beziehen
uns ein in ihre mutige Begegnung mit unzähligen durchreisenden Migranten. Ihre gemeinsame Sehnsucht, eine bessere
Zukunft zu leben, sie strandet spätestens in Grenzstädten wie
Tijuana. Dort ist das Über-Leben Programm – und mit Navajazo
auch Teil unseres Filmprogramms. Was aber überlebt, wenn
Menschen verloren gehen? Frisch von der Berlinale erreicht uns
Tempestad und nimmt uns mit in die Angst vor dem Verschwinden, ein Thema, das María del Carmen De Lara mit ihrem Film
über die Aktivistin Alaíde Foppa auch persönlich nach Tübingen
bringt.
Viel zu früh auf der Flucht sind die einen, andere tun sich mit
jeglicher Veränderung schwer: Club sándwich von Fernando
Eimbcke führt das mit feinem Humor vor. Der Regisseur wird als
Festivalgast über seine »Sources of Inspiration« sprechen. Außerdem lotsen zwei packende und unterhaltsame Best-ofs mexikanischer Kurzfilme noch tiefer in mexikanische Parallelwelten. Und
wer die auch außerhalb der Kinos sucht, darf sich in eine transmediale Lesung sowie in eine Performance entführen lassen, in
der die Malerin Frida Kahlo wieder lebendig wird. Lennart Will
Foco Mexico
MEXIKO
Un futuro mejor que el mío
2016 es el año de México. Por tercera vez consecutiva ha ganado
un mexicano, Alejandro G. Iñárritu, el Óscar a la mejor dirección.
También actrices y actores mexicanos como Gael García
Bernal o Salma Hayek son mundialmente conocidos.
¿Pero conocen Ustedes las »Patronas« de Guadalupe o el
talentoso director Fernando Eimbcke? CINELATINO
Foco México – participante en el intercambio cultural »Año
alemán en México & Año mexicano el Alemania 2016/17«
– abre la puerta a un cautivador y palpitante país.
Las películas de y sobre México han adquirido especial
interés desde el asesinato de los estudiantes en Iguala
2014: tratan de la omnipresente violencia, la impotencia del
estado-gobierno, las relaciones entre la política y el crimen
organizado. México, un maravilloso país, en guerra consigo
mismo y tendido como un corredor entre la promesa de bienestar
del »primer mundo« en el norte y la pobreza de Centroamérica
en el sur. ¿Pero quienes son los individuos entre las fronteras?
¿Qué les mueve y qué mueven ellos?
Quien busca un futuro mejor, se enfrenta al presente y al pasado
con sinceridad. ¿Y donde se consigue esto mejor que en el cine?
México ofrece para ello una variada producción cinematográfica
con más de 130 obras anuales. Pero pocas de ellas encuentran el
camino hacia el público alemán. Con 14 ficciones, documentales
y cortos así como numerosos invitados damos la oportunidad de
intuir la realidad del país y junto a los cineastas hacer preguntas
sobre su futuro.
Un admirable trato con las propias fronteras nos muestran las
»Patronas« en Llévate mis amores y nos hacen partícipes de sus
valientes encuentros con incontables emigrantes de camino al
norte. Su ansia común de vivir un futuro mejor acaba a más
tardar en ciudades fronterizas como Tijuana. Allí la supervivencia
es programa y con Navajazo también es parte de nuestra oferta
cinematográfica. ¿Pero que queda cuando los individuos se
pierden? De la última Berlinale nos llega Tempestad que nos
acerca al miedo a desaparecer, un tema, que María del
Carmen De Lara nos trae personalmente a Tübingen con
su película sobre la activista Alaíde Foppa.
Unos huyen demasiado pronto, otros tienen dificultades
con cualquier cambio: Club sándwich de Fernando
Eimbcke lo demuestra con fino humor. El director, como
invitado al festival, hablará sobre sus »sources of inspiration«. Además dos cautivadores y entretenidos programas con los mejores cortos mexicanos nos adentran
más en los mundos paralelos de México. Y quien busca
esto fuera del cine, puede dejarse cautivar de una lectura
transmedial con una performance que hace volver a la
vida a la pintora Frida Kahlo.
Lennart Will
Navajazo
Zimbo
Tempestad
31
Alaíde Foppa, la sin ventura
MEXIKO
Alaíde Foppa, die Glücklose
Pionierin der feministischen Bewegung in Guatemala und
Mexiko, Poetin und Aktivistin: Alaíde Foppas Leben (1914–
1980) war stets eng verwoben mit dem guatemaltekischen
Kampf gegen Unterdrückung. 1954 flieht sie nach einem
Militärputsch in Guatemala zusammen mit ihrer Familie
nach Mexiko. Im Exil engagiert sie sich für Frauenrechte und
verbreitet ihre revolutionären Gedanken u.a. durch die Zeitschrift FEM. Während das politische Klima in Guatemala
immer repressiver wird, organisiert Alaíde politische Zusammenkünfte für guatemaltekische Intellektuelle im mexikanischen Exil. Als Unterstützerin der Guerillabewegung in Guatemala gerät sie ins Visier der Militärregierung von Lucas
García und wird bei einem Heimatbesuch entführt und verschwindet spurlos. Ihre revolutionären Werke wie Elogio de
mi cuerpo sind auch heute noch von Bedeutung.
Preise: Ícaro Guatemala – Bester Dokumentarfilm
Regisseurin anwesend
Alaíde Foppa era poetisa, feminista, periodista y revolucionaria
guatemalteca. En Mexico fundó su revista FEM y organizó
encuentros para intelectuales de su país. A principios de los años
ochenta desapareció durante una visita a su patria y se convirtió
en víctima de la violencia política en Guatemala.
María del Carmen De Lara ist Absolventin vom CUEC UNAM
(Centro Universitario de Estudios Cinematográficos) in
Mexiko. Seit 30 Jahren hat sie bei über 30 Dokumentar- und
Spielfilmen Regie geführt und diese auch mit ihrer eigenen
Film- und Videogesellschaft Calacas y Palomas produziert.
Beim 27. FICG Festival in Mexiko war sie Jurymitglied und
erhielt 2000 den OCIC Award in Guadalajara für En el país de
no pasa nada.
TÜ: Kino 2 Museum
Fr, 15.04., 18:00 h
Ein Dokumentarfilm von
María del Carmen De Lara
und Leopoldo Best
Mexiko 2014, 93 Min., OmeU
Regie: María del Carmen
De Lara, Leopoldo Best
Drehbuch: María del Carmen
De Lara
Kamera: Antonio Uruñuela
Schnitt: Leopoldo Best
Ton: Alberto Arnaut,
Leopoldo Best
Musik: Rony Hernández,
Itzam Zapata
Darsteller: Elenia Poniatowska,
Eli Bartra, Julio Solórzano, Laura
Solórzano, Silvia Solórzano,
Marta Lamas, Arturo Taracena
Produktion: María del Carmen
De Lara
Verleih/Vertrieb:
Leopoldo Best
[email protected]
Mit freundlicher
Unterstützung von
33
Mit Fingerfood aus
Brasilien, Dokumentarfilmen
und thematischer Einführung
(siehe Seite 70)
Filme von Dara Kell &
Christopher Nizza, Südafrika/
Brasil. 2014, 8/10 Min., OmeU
Vorfilme: The Bullet,
The Parking Lot
Dokumentarfilm von
Dara Kell & Christopher
Nizza, Südafrika/Bras. 2015,
26 Min., OmU
The Fighter – The Dark
Side of Rio Olympic
Games 2016
Themennachmittag
Fußball-WM und
Olympische Spiele
in Brasilien –
Auswirkungen von
Mega-Sportevents
auf Kinder und
Menschenrechte
So 17.04., 15:00 h,
Delphi Arthaus Kino
Sonderveranstaltung
Ciro Guerra
Kolumbien/Venezuela/
Argentinien 2015
125 Min., OmU
El abrazo
de la serpiente
Eröffnung
20:00 h
Maximiliano Schonfeld
Argentinien 2016
82 Min., OmeU
18:00 h
La helada negra
x
Sergio Oksman
Spanien/Brasilien 2015
70 Min., OmeU
+ Vorfilm: El enemigo
Alex Anwandter
Chile 2016
82 Min., OmeU
Las altas presiones
Ángel Santos
Spanien 2014,
85 Min., OmeU
mit Gast
22:30 h
22:30 h
Fernando Eimbcke
Mexiko/Frankreich
2013, 82 Min., OmeU
mit Gast
Gregorio Graziosi
Brasilien 2014
80 Min., OmeU
mit Gast
Nunca vas a
estar solo
20:30 h
Club sándwich
x
Jayro Bustamante
Guatemala/Frankreich
2015, 91 Min., OmU
mit Gast
+ Vorfilm: Cenizas
18:00 h
Ixcanul
x
Joey Boink
Niederlande/Guatemala
2015, 77 Min., OmU
mit Gast
+ Vorfilm: El visualizador
20:30 h
Obra
José Luis Guerín
Spanien 2015
92 Min., OmeU
18:00 h
La academia
de las musas
Arturo González
Villaseñor
Mexiko 2014
90 Min., OmeU
15:00 h
16:00 h
Burden of Peace
16:00 h
Llévate mis
amores
16:00 h
O futebol
Ana Cristina Barragán
Ecuador/Mexiko/
Griechenland 2016
98 Min., OmeU
mit Gast
20:30 h
Alba
Argentinien/Brasilien/
Frankreich 2015
103 Min., OmeU
Spanien 2015
98 Min., OmeU
mit Gast
Sergio Ramírez
Guatemala 2011
77 Min., OmeU
mit Gast
+ Vorfilm: Gravedad
Neto Villalobos
Costa Rica 2013
88 Min., OmU
x
16:00 h
Cómo ganar
enemigos
16:00 h
Distancia
16:00 h
Por las plumas
20:30 h
El apóstata
Federico Veiroj
Spanien/Frankreich/
Uruguay 2015
80 Min, OmeU
mit Gast
20:30 h
Tempestad
Tatiana Huezo
Mexiko 2016
105 Min., OmeU
mit Gast
Curro Sanchéz
Spanien 2014
95 Min., OmU
Pavel Giroud
Kuba/Panama/Frankreich/Koumbien/
Venezuela 2015
104 Min., OmeU
El acompañante
Abschlussfilm
20:30 h
Salvador del Solar
Peru/Argentinien/
Kolumbien/Spanien
2015, 110 Min., OmeU
18:00 h
Magallanes
Gabriel Lichtmann
Argentinien 2015
78 Min., OmU
Mi 20.04.
Di 19.04.
18:00 h
18:00 h
18:00 h
La patota (Paulina) Los héroes del mal Paco de Lucía:
Santiago Mitre
Zoe Berriatúa
la búsqueda
D. Kell & C. Nizza, Südafrika/
Brasilien 2015, 26 Min., OmU
(siehe blauer Kasten links)
The Fighter – The
Dark Side of Rio
Olympic Games 2016
Sonderveranstaltung
mit Diskussion
So 17.04.
Sa 16.04.
Fr 15.04.
Do 14.04.
Mo 18.04.
OmU = Original mit dt. Untertiteln | OmeU = Original mit engl. Untertiteln
DELPHI: Tübinger Str. 6, 70178 Stuttgart | Kartenvorbestellungen unter Tel. 0711 / 29 24 95
www.arthaus-kino.de
STUTTGART Delphi Arthaus Kino
Spielplan Stuttgart
OPEN
FESTIVAL
SPACE
Ciro Guerra
Kolumbien/Venezuela/
Argentinien 2015
125 Min., OmU
El abrazo
de la serpiente
Eröffnung
20:00 h
Mi 13.04.
Gregorio Graziosi
Brasilien 2014
80 Min., OmeU
mit Gast
Jayro Bustamante
Guatem./Frankr.2015,
91 Min., OmU
mit Gast
Neto Villalobos
Costa Rica 2013
88 Min., OmU
Neto Villalobos
Costa Rica 2013
88 Min., OmU
Coury Deeb
USA/Guatemala 2012
80 Min., OmeU
mit Gast
+ Vorfilm: Huesos rotos
aus Spanien und
Mexiko, OmeU
Mexikanische (Kurz-)
Dokumentarfilme, OmeU
aus Spanien und
Mexiko, OmeU
21:30 h Kneipen
Best of CINELATINO Best of CINELATINO
Kurzfilme 2016
Kurzfilme 2016
21:00 h Open Air
22:00 h Schlachthaus
22:30 h
Por las plumas
Salvador del Solar
Peru/Argentinien/
Kolumbien/Spanien
2015, 110 Min., OmeU
Pavel Giroud, Kuba/
Panama/Frankr./Kol./
Venez. 2015, 104 Min.,
OmeU mit Gast
22:30 h
Bboy for Life
20:30 h
Magallanes
Argentinien/Brasilien/
Frankreich 2015
103 Min., OmeU
Zoe Berriatúa
Spanien 2015
98 Min., OmeU
mit Gast
20:30 h
Los héroes del mal
Pere Vilà Barceló
Spanien 2015
119 Min., OmeU
18:00 h
L’artèria invisible
Di 19.04.
Federico Veiroj
Span./Frankr./Uruguay
2015, 80 Min, OmeU
mit Gast
El apóstata
20:00 h
Abschlussfilm
Ben Sharrock
Spanien/Großbritannien 2015
99 Min., OmeU
18:00 h
Pikadero
Do 14.04. ab 21:00 h in der Haaggasse 10/13 (Open Air)
Fr 15.04. ab 21:30 h in Tübinger Kneipen
Sa 16.04. ab 22:00 h im Schlachthaus (im Anschluss: Festivalparty)
OPEN FESTIVAL SPACE: Eintritt frei! (S. 66/67)
José Luis Guerín
Spanien 2015
92 Min., OmeU
20:30 h
20:30 h
La patota (Paulina) La academia
Santiago Mitre
de las musas
+ Vorfilm: Gravedad
20:30 h
El acompañante
x
Sergio Ramírez
Guatem. 2011, 77 Min.,
OmeU
mit Gast
18:00 h
Distancia
+ Vorfilm: Cenizas
Lecture mit
Fernando Eimbcke
18:00 h
SOURCES
of Inspiration
Mo 18.04.
x
Ambulante
Más Allá
Gabriel Lichtmann
Argentinien 2015
78 Min., OmU
22:30 h
Cómo ganar
enemigos
Curro Sanchéz
Spanien 2014
95 Min., OmU
20:30 h
Paco de Lucía:
la búsqueda
18:00 h
Obra
18:00 h
Ixcanul
18:00 h
Por las plumas
Fernando Eimbcke
Mexiko/Frankreich
2013, 82 Min., OmeU
mit Gast
16:30 h
Club sándwich
16:00 h
Cómo ganar
enemigos
Gabriel Lichtmann
Argentinien 2015
78 Min., OmU
So 17.04.
Sa 16.04.
Fr 15.04.
Do 14.04.
Mi 20.04.
OmU = Original mit dt. Untertiteln | OmeU = Original mit engl. Untertiteln
KINO MUSEUM: Am Stadtgraben 2 | Kartenvorbestellungen unter Tel. 07071 / 23355 (tägl. ab 30 Min. vor der ersten Vorstellung)
und online unter www.tuebinger-kinos.de
TÜBINGEN Studio Museum
Spielplan Tübingen Studio Museum
20:30 h
Wettbewerb
Branco sai,
20:30 h
Wettbewerb
Pikadero
... und von
Sonntag bis
Mittwoch in
Rottenburg:
Performance &
poetische Texte
(siehe Seite 69)
Hommage an
Frida Kahlo
Di 19.04., 19:00 h
Club Voltaire
(siehe Seite 65)
Navajazo
Gustavo Vinagre
Brasilien 2014
50 Min., OmeU
22:30 h
Nova Dubai
Alex Anwandter
Chile 2016
82 Min., OmeU
Las altas presiones Alba
Joey Boink
NL/Guatemala 2015,
77 Min., OmU mit Gast
+ Vorfilm: El visualizador
20:30 h
Burden of Peace
Ángel Santos
Spanien 2014,
85 Min., OmeU
mit Gast
Gabriel Lichtmann
Argentinien 2015
78 Min., OmU
18:00 h
Cómo ganar
enemigos
Ana Cristina Barragán
Ecuador/Mexiko/
Griechenland 2016
98 Min., OmeU
mit Gast
Wettbewerb
Nunca vas a
estar solo
20:30 h
20:30 h
Wettbewerb
x
20:30 h
Königstr. 12, Kartenvorbestellungen: Tel. 07472 / 22888,
www.kinowaldhorn.de
Kino im Waldhorn
ROTTENBURG
+ Vorfilm: Nueva vida
Ricardo Silva, Mexiko
2014, 75 Min., OmeU
mit Gast
Jonatan Relayze
x
Peru 2015, 75 Min., OmeU
Wettbewerb
22:30 h
Brasilien 2015
93 Min., OmeU
22:30 h
Rosa Chumbe
2015, 99 Min., OmeU
18:00 h
Los exiliados
románticos
Joey Boink
Niederlande/Guatemala Jonás Trueba
2015, 77 Min., OmU
Spanien 2015
mit Gast
70 Min., OmeU
+ Vorfilm: El visualizador
18:00 h
Burden of Peace
Mo 18.04.
Wettbewerb
Arturo González
Villaseñor
Mexiko 2014
90 Min., OmeU
María del Carmen
De Lara, Leopoldo Best
Mexiko 2014
93 Min., OmeU
mit Gast
Jonás Trueba
Spanien 2015
70 Min., OmeU
18:00 h
Llévate mis
amores
x
Jonatan Relayze,Peru
2015, 75 Min., OmeU
+ Vorfilm: Nueva vida
16:00 h
Rosa Chumbe
16:00 h
Paco de Lucía:
la búsqueda
Curro Sanchéz, Spanien
2014, 95 Min., OmU
So 17.04.
Jayro Bustamante
Guatem./Frank. 2015,
91 Min., OmU
+ Vorfilm: Cenizas
18:00 h
Ixcanul
Tatiana Huezo
Mexiko 2016
105 Min., OmeU
mit Gast
Tempestad
Wettbewerb
20:30 h
Maximiliano Schonfeld
Argentinien 2016
82 Min., OmeU
La helada negra
Wettbewerb
18:00 h
Di 19.04.
Curro Sanchéz, Spanien
2014, 95 Min., OmU
18:00 h
Paco de Lucía:
la búsqueda
x
Sergio Oksman
Spanien/Brasilien 2015
70 Min., OmeU
+ Vorfilm: El enemigo
20:30 h
O futebol
x
Coury Deeb
USA/Guatemala 2012
80 Min., OmeU
+ Vorfilm: Huesos rotos
18:00 h
Bboy for Life
Mi 20.04.
OmU = Original mit dt. Untertiteln | OmeU = Original mit engl. Untertiteln
Sa 16.04.
18:00 h
Alaíde Foppa,
la sin ventura
Fr 15.04.
18:00 h
Los exiliados
románticos
Do 14.04.
Ben Sharrock
Sources 2 Masterclass Spanien/Großbritannien preto fica
Adirley Queirós
Mit Fernando Eimbcke
Mo 18.04., 14 – 16 h
Brechtbau
Performative Lesung
von Christiane Burkhard
(siehe Seite 69)
En camino /
Unterwegs
So 17.04., 20:00 h
Club Voltaire
Vortrag und Workshop
mit María del Carmen
De Lara (siehe Seite 64)
Film und Feminismus
in Mexiko
Sa 16.04.,15 – 18 h
Brechtbau
Sonderveranstaltungen
TÜBINGEN Kino 2 Museum
Spielplan Tübingen Kino 2 Museum
21:30 h
21:30 h
La patota (Paulina) Branco sai,
Santiago Mitre
preto fica
21:30 h
Bboy for Life
+ Vorfilm: Huesos rotos
x
Coury Deeb
USA/Guatemala 2012
80 Min., OmeU
Salvador del Solar
Peru/Argentinien/
Kolumbien/Spanien
2015, 110 Min., OmeU
Maximiliano Schonfeld
Argentinien 2016
82 Min., OmeU
Pavel Giroud
Kuba/Panama/Frankreich/Koumbien/
Venezuela 2015
104 Min., OmeU
Argentinien/Brasilien/
Frankreich 2015
103 Min., OmeU
19:30 h
Magallanes
19:30 h
La helada negra
Adirley Queirós
Brasilien 2015
93 Min., OmeU
Ricardo Silva,
Mexiko 2014,
75 Min., OmeU
mit Gast
19:30 h
Navajazo
x
21:30 h
Llévate mis
amores
22:00 h
Nunca vas a
estar solo
Alex Anwandter
Chile 2016
82 Min., OmeU
Jayro Bustamante
Guatemala/Frankreich
2015, 91 Min., OmU
+ Vorfilm: Cenizas
Tatiana Huezo
Mexiko 2016
105 Min., OmeU
mit Gast
Arturo González
Villaseñor
Mexiko 2014
90 Min., OmeU
x
19:30 h
Ixcanul
Mo 18.04.
19:30 h
Tempestad
Gabriel Lichtmann
Argentinien 2015
78 Min., OmU
17:30 h
Cómo ganar
enemigos
Martín Turnes, Argent.
2015, 80 Min., OmU
11:00 h
Pichuco – Ein Film
über Aníbal Troilo
17:30 h
Burden of Peace
Joey Boink
Niederlande/Guatemala
2015, 77 Min., OmU
+ Vorfilm:
El visualizador
So 17.04.
Sa 16.04.
19:30 h
El acompañante
Fr 15.04.
Do 14.04.
Mi 13.04.
Fernando Eimbcke
Mexiko/Frankreich
2013, 82 Min., OmeU
Jonatan Relayze
Peru 2015, 75 Min.,
OmeU
+ Vorfilm: Nueva vida
x
21:30 h
Club sándwich
+ Vorfilm: Gravedad
x
Sergio Ramírez
Guatemala 2011
77 Min., OmeU
mit Gast
19:30 h
Distancia
Mi 20.04.
22:00 h
Rosa Chumbe
Ana Cristina Barragán
Ecuador/Mexiko/
Griechenland 2016
98 Min., OmeU
mit Gast
19:30 h
Alba
Di 19.04.
OmU = Original mit dt. Untertiteln | OmeU = Original mit engl. Untertiteln
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MEXIKO
Club sándwich
Club Sandwich
S: Delphi
Sa, 16.04., 20:30 h
TÜ: Studio Museum
So, 17.04., 16:30 h
FR: Kommunales Kino
Mi, 20.04., 21:30 h
Ein Spielfilm von
Fernando Eimbcke
Mexiko/Frankreich 2013,
82 Min., OmeU
Regie: Fernando Eimbcke
Drehbuch: Fernando Eimbcke
Kamera: María Secco
Schnitt: Mariana Rodríguez
Ton: Lena Esquenazi,
Antonio Diego
Musik: Camilo Lara
Darsteller: María Renée
Prudencio, Lucio Giménez
Cacho, Danae Reynaud,
Enrique Arreola,
Leonel Tinajero
Produktion: Cinepantera
Verleih/Vertrieb:
Funny Balloons
[email protected]
In Kooperation mit
40
Die Sonne brennt auf den strahlend türkis schimmernden
Pool, in der Nebensaison sind die Preise niedrig und die
Liegestühle leer. Die 35-jährige Alleinerziehende Paloma und
ihr 15-jähriger Sohn Héctor verbringen ihren Urlaub in einer
Ferienanlage. Sie sind nicht nur Mutter und Sohn, sondern
auch beste Freunde, verbringen endlos viel Zeit miteinander,
necken einander und hängen am Swimmingpool herum.
Als Héctor die gleichaltrige Jazmín trifft, wirbelt das einiges
durcheinander. Wie ein Magnet fühlen sich die beiden zueinander hingezogen, doch jedes Mal, wenn sie sich näher
kommen, platzt Paloma dazwischen, die sich weigert, zum
dritten Rad am Wagen zu werden.
Ergreifend und unglaublich witzig bietet Club sándwich eine
humorvolle Variante einer Coming-of-Age-Geschichte.
Preise: San Sebastián 2013 – Beste Regie, Turin – Bester Film,
Beste Schauspielerin
Regisseur anwesend
El sol arde sobre las tumbonas vacías junto a la piscina del club de
vacaciones en el que Paloma y su hijo de 15 años, Héctor, pasan sus
vacaciones. Madre e hijo son los mejores amigos, pero cuando
Héctor conoce a Jazmín, chica de su misma edad, todo se vuelve un
caos.
Fernando Eimbcke, 1970 in Mexiko-City, Mexiko, geboren,
studierte Theater- und Filmwissenschaften an der Universidad
Nacional Autónoma de México. Sein Spielfilmdebüt Temporada
de patos wurde bei den Ariel Awards 2005 u. a. als Bester Film,
Beste Regie, Bestes Original-Drehbuch, und für den Besten
Hauptdarsteller und die Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Mit Lake Tahoe gewann er 2008 den Silbernen Bären
Alfred-Bauer-Preis und den FIPRESCI-Preis.
Llévate mis amores
MEXIKO
Nimm Liebes von mir mit
S: Delphi
Fr, 15.04., 16:00 h
TÜ: Kino 2 Museum
Sa, 16.04., 18:00 h
FR: Kommunales Kino
Mo, 18.04., 21:30 h
Ein Dokumentarfilm von
Arturo González Villaseñor
Mexiko 2014, 90 Min., OmeU
Auf Güterzügen reisen Tag und Nacht Menschen aus ganz
Südamerika Richtung USA. Unter gefährlichsten Bedingungen sind sie unterwegs, auf Waggondächern sitzend oder festgeklammert in Zwischenräumen. Doch sie bekommen auch
Hilfe: »Las Patronas«, eine Gruppe von Frauen in Mexiko,
bereiten jeden Tag warmes Essen zu und organisieren
Getränke, um ihnen die Überlebenspakete auf die fahrenden
Züge zu werfen. Damit die Reisenden auch wirklich etwas
bekommen, ist Schnelligkeit und Geschick erforderlich.
Unterstützung bekommen die Frauen immer wieder in Form
von gespendetem Brot, Eiern oder auch Plastiktüten. Ihr
Engagement birgt durchaus Gefahren für die Reisenden, wie
sie bereits erfahren mussten: Denn wenn sie beim Versuch,
das Essen zu fangen, vom Zug fallen, schaffen sie es oft nicht
mehr hinauf. Doch trotz ihrer Bedenken machen »Las Patronas« weiter und verbringen einen großen Teil ihrer Zeit mit
der Hilfe für fremde Menschen.
Preise: Los Cabos – Preis der Jury
Desde 1995 estan activas »Las Patronas«, un grupo de mujeres en
Mexico: con paquetes de comida, que tiran a los trenes en movimiento, ayudan a las personas que hacen el peligroso viaje hacia
EEUU.
Arturo González Villaseñor studierte in Mexiko Comunicación
Social an der UAM-X (Universidad Autónoma Metropolitana)
mit dem Schwerpunkt öffentliche Politik. 2013 gründete er
seine Produktionsfirma Acanto Films. Aktuell schreibt er
Filmkritiken und Filmnotizen für die Webseite der Revista
Proceso. Llévate mis amores ist sein erster Film.
Regie: Arturo González
Villaseñor
Drehbuch: Arturo González
Villaseñor
Kamera: Juan Antonio Mecalco
Schnitt: Lucrecia Gutiérrez
Maupomé
Ton: Rodrigo Villanueva
Sánchez, Lena Esquenazi
Musik: Muna Zul
Darsteller: María Karina Aguilar
Romero, Bernarda Romero
Vásquez, Daniela Romero
Huerta, Guadalupe González
Herrera, Leonila Vásquez
Alvizar, Lorena Aguilar Hernández, María Antonia Romero
Vásquez, Norma Romero Vásquez, Rosa Romero Vásquez
Produktion: Acanto Films
Verleih/Vertrieb:
Rise And Shine Worldsales
Anja Dziersk
[email protected]
Mit freundlicher
Unterstützung von
Deutsch-Amerikanisches Institut
41
Navajazo
MEXIKO
Messerstich
WETTBEWERBSFILM
TÜ: Kino 2 Museum
Fr, 15.04., 22:30 h
FR: Kommunales Kino
Sa, 16.04., 19:30 h
Ein Film von
Ricardo Silva
Mexiko 2014, 75 Min.,
OmeU
In einem ausgetrockneten Flussbett am Stadtrand von Tijuana in Mexiko trifft Ricardo unter anderem zwei Prostituierte,
einen Spielzeugsammler, den »Toten von Tijuana« und einen
Pornofilmregisseur. Nah an der Grenze zu den USA, am Rand
der Gesellschaft, in einem Sumpf aus Drogen und Gewalt,
führen sie alles andere als ein leichtes Leben und haben daher
ihre ganz persönlichen Überlebensstrategien entwickelt. Trotz
widriger Umstände ist ihnen allen ein beharrlicher Lebenswille eigen. Zwischen Wirklichkeit und Fiktion werden in
einem apokalyptischen Tijuana Obdachlosigkeit, Drogenabhängigkeit und Sexualität in schonungslos expliziten Bildern
dargestellt: Einblick in eine harte Welt, die sonst meist im Verborgenen gelassen wird, eine Hommage an das Überleben.
Preise: Locarno – Goldener Leopard, FICUNAM – Publikumspreis
Cutter anwesend
Regie: Ricardo Silva
Drehbuch: Ricardo Silva
Kamera: Adrián Durazo
Schnitt: Julia Pastrana
Ton: Albert Pla
Darsteller: Richard Lewis,
Amador Granados, Yareni
García, El Muerto de Tijuana
Produktion: Ricardo Silva,
Paulina Valencia Gutiérrez
Verleih/Vertrieb:
Paulina Valencia
paulinavalenciagutierrez
@gmail.com
Im Rahmen von
Personas al margen de la sociedad en Tijuana, Mexico, su vida y
supervivencia entre las drogas, la falta de techo y la prostitución
son presentados sin compasión. A todos ellos les une sobre todo una
cosa: su perseverante voluntad de sobrevivir.
Ricardo Silva zog als Kind mit seiner Familie von seinem
Geburtsort Guanajuato, Mexiko, in die Stadt Tijuana an der
mexikanisch-US-amerikanischen Grenze. Während seines
Soziologiestudiums produzierte er mehrere Kurzfilme,
darunter Issbocet (2006) und Samuel (2010). In seinem ersten
Film Navajazo fließt auch seine eigene Biographie mit ein.
Momentan arbeitet er an seinem nächsten Film El fracaso.
43
MEXIKO
Tempestad
Unwetter
WETTBEWERBSFILM
FR: Kommunales Kino
So, 17.04., 19:30 h
S: Delphi
Mo, 18.04., 20:30 h
TÜ: Kino 2 Museum
Di, 19.04., 20:30 h
Ein Dokumentarfilm von
Tatiana Huezo
Mexiko 2016, 105 Min., OmeU
Regie: Tatiana Huezo
Drehbuch: Tatiana Huezo
Kamera: Ernesto Pardo
Schnitt: Lucrecia Gutiérrez
Maupomé, Tatiana Huezo
Ton: Federico González Jordán
Musik: Leonardo Heiblum,
Jacobo Lieberman
Produktion:
Pimienta Films, Mexiko-Stadt;
Cactus Films, Mexiko-Stadt;
Terminal, Mexiko-Stadt
Verleih/Vertrieb:
Cinephil
[email protected]
Ohne jeglichen Beweis wurde Miriam des Menschenhandels
beschuldigt. So wie viele andere Unschuldige »Pagadores«
wird sie inhaftiert und muss für die Straftaten anderer büßen.
Was als Schlag gegen die Kriminalität von den Behörden verkauft wird, dient zur Beruhigung der Öffentlichkeit. Die Erlebnisse der jungen Mutter Miriam in einem Privatgefängnis in
Nordmexiko, das unter der Kontrolle des Golf-Kartells steht,
haben tiefe Wunden hinterlassen. Zu Bildern einer 2000 km
langen Reise durch das heutige Mexiko – stürmisch und
wolkenverhangen – hört man die eindrückliche Stimme der
Protagonistin. Die Kombination aus Stimme und Bildern
schafft Raum für unsere eigene Vorstellung und lädt ein, über
andere Schicksale und Geschichten nachzudenken.
Regisseurin anwesend
Im Rahmen von
Encarcelados como »pagadores«, personas inocentes tienen que
cumplir las penas de otros. De esta forma una joven madre cae en
la red del Cártel del Golfo. Con impresionantes imágenes de un
viaje a través del México de hoy, ella cuenta su historia.
44
Tatiana Huezo wurde 1972 in El Salvador geboren und wuchs
in Mexiko auf. Sie studierte Creative Documentary in MexikoStadt und in Barcelona. Neben ihrer Tätigkeit als Filmemacherin unterrichtet sie Dokumentarfilmregie. Nach ihrem ersten
Dokumentarfilm 2011 El lugar más pequeño, der auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt wurde und 2012
beim CINELATINO den Publikumspreis erhielt, ist Tempestad
ihr zweiter abendfüllender Dokumentarfilm.
Festival Ambulante Más Allá
MEXIKO
Das mexikanische Dokumentarfilmfestival Ambulante wird
seit sechs Jahren von dem Ausbildungsprojekt Ambulante Más
Allá begleitet, das insbesondere finanziell benachteiligte
Nachwuchs-FilmemacherInnen aus Mexiko und Zentralamerika fördert und bei der unabhängigen Realisierung ihrer
Dokumentarfilmprojekte unterstützt.
TÜ: Open Festival Space
Do, 14.04., ab 21:00 h
(siehe S. 66/67)
El festival de cine documental de México Ambulante, es acompañado desde hace seis años por el proyecto de formación Ambulante Más Allá. Este promueve especialmente a los futuros y
futuras cineastas de México y Centroamerica, que tienen pocas
posibilidades económicas, y los apoya en la realización independiente de sus proyectos documentales.
Campo 9 (Feld 9)
In der Region Campeche in Mexiko leben sowohl Mayas als
auch Mennoniten. Lange war der Kontakt nur sehr spärlich
und von Misstrauen geprägt, da die Mennoniten gegen den
Willen der Mayas den Wald abholzten.
Los hilos de la vida de las mujeres jaguar
(Die Lebensfäden der Jaguarfrauen)
Gewalt ist Bestandteil im Leben der Maya-Frauen. Die vom
Kindesalter an ertragenen seelischen und körperlichen
Schmerzen setzen sich im Erwachsenenalter in der Ehe fort.
Aber ihre Energie und Weisheit verleiht den Frauen die Kraft
zum Weitermachen.
Chibal’Kan
Gesamtdauer: 75 Min., OmeU
Campo 9 (Feld 9)
Mexiko 2013, 25 Min., OmeU
Regie: Carlos R. Rivero Uicab
Drehbuch:
Carlos R. Rivero Uicab
Produktion: Nicolás Feldman
Los hilos de la vida de las
mujeres jaguar
(Die Lebensfäden der
Jaguarfrauen)
Mexiko/Guatemala 2014,
21 Min., OmeU
Regie: Mujeres Mayas Kaqla
Drehbuch:
Mujeres Mayas
Kaqla
Produktion: Flor de María
Alvarez Medrano
Chibal’Kan
Mexiko 2013, 29 Min., OmeU
Regie: Glenny G. Torres Canul
Drehbuch:
Glenny G. Torres Canul
Produktion: María Beatriz
Tzuc Dzib
Víctor Ceballos ist ein Schlangenbiss-Heiler. Seine Fähigkeiten werden oft gebraucht und stellen eine Hilfe dar, die die
Krankenhäuser nicht leisten können. Das Rezept für sein
Gegengift ist ein Vermächtnis seiner Familie, das seit Generationen weitergegeben wird.
45
Best of Mexikanische Kurzfilme
MEXIKO
GIFF 2015
Das Guanajuato International Filmfestival (GIFF) in San
Miguel de Allende (im Bundesstaat Guanajuato, Mexiko) ist
eines der wichtigsten lateinamerikanischen Filmfestivals für
verschiedene Kurzfilmformate sowie Debütfilme.
CINELATINO präsentiert die besten mexikanischen Kurzfilme des Guanajuato International Filmfestival 2015.
El Festival Internacional de Cine Guanajuato (GIFF) en San
Miguel de Allende, Guanajuato, México, se ha consolidado como
la plataforma más importante para los cineastas jóvenes de
América Latina, convocando cada año nuevos talentos junto con
expertos de renombre en la industria cinematográfica.
CINELATINO presenta los mejores cortometrajes mexicanos del
Festival Internacional de Cine Guanajuato 2015.
Ausencias (Abwesenheiten)
Lulú hat die Hoffnung nicht aufgegeben, ihren Mann und
ihren achtjährigen Sohn Brandon lebend wiederzufinden,
trotz extremer Widerstände.
Dulce dolor (Süßer Schmerz)
Eine Piñata kann von einem Kindergeburtstag fliehen.
Verletzt und einsam findet sie ein Müllmann, der sie rettet.
Hat ihre Liebe eine Zukunft?
Respira (Atme)
Ein Maya-Wächter stellt sicher, dass die Toten nicht in die
Welt der Lebenden zurückkehren. Ein Unterwasser-Thriller
über Tod und Erlösung.
I am Candy (Ich bin Candy)
Der siebenjährige Lucas ist an Halloween allein zuhause und
entdeckt, dass jemand seine Süßigkeiten gegessen hat. Wer
ist der Unbekannte?
Zimbo
Zimbo ist ein Jugendlicher, der die Freiheit liebt. Alles, was er
tun muss, um sie zu erreichen, ist, die Fäden zu durchtrennen, die ihn gefangen halten.
La ausencia (Die Abwesenheit)
Der Geburtstag einer älteren Frau vom Lande rückt näher und
damit auch das Versprechen ihrer Familie, sie zu besuchen.
TÜ: Open Festival Space
Fr, 15.04., ab 21:30 h
Sa, 16.04., ab 22:00 h
(siehe S. 66/67)
Ausencias (Abwesenheiten)
Mexiko 2014, 29 Min., OmeU
Regie: Tatiana Huezo
Drehbuch: Tatiana Huezo
Produktion: Anaïs Vignal,
Julio López
Dulce dolor (Süßer Schmerz)
Mexiko 2014, 14 Min., OmeU
Regie: Moisés Aisemberg
Drehbuch: Moisés Aisemberg
Produktion: Juan Sarquis
Respira (Atme)
Mexiko 2014, 7 Min., OmeU
Regie: Ernesto Anaya Adalid
Drehbuch: Ernesto Anaya Adalid
Produktion: Ernesto Anaya
Adalid, Sebastián Hiriart
I am Candy (Ich bin Candy)
Mexiko 2013, 10 Min., OmeU
Regie: J.B. Minerva
Drehbuch: J.B. Minerva
Produktion: Alejandro Sugich,
J.B. Minerva
Zimbo
Mexiko 2015, 11 Min., OmeU
Regie: Juan José Medina,
Rita Basulto
Drehbuch: Juan José Medina
Produktion: León Fernández,
Juan José Medina
La ausencia (Die Abwesenheit)
Mexiko 2015, 15 Min., OmeU
Regie: Arturo Baltazar
Drehbuch: Arturo Baltazar
Produktion: Ana María Reyna
Verleih/Vertrieb: info@
guanajuatofilmfestival.com
47
PERU
FR: Kommunales Kino
Fr, 15.04., 19:30 h
TÜ: Kino 1 Museum
Sa, 16.04., 20:30 h
S: Delphi
Mi, 20.04., 18:00 h
Ein Spielfilm von
Salvador del Solar
Peru/Argentinien/Kolumbien/
Spanien 2015, 110 Min.,
OmeU
Regie: Salvador del Solar
Drehbuch: Salvador del Solar
Kamera: Diego F. Jiménez
Schnitt: Eric Williams
Ton: John Figueroa, Amador
del Solar, Martín Litmanovich,
David Mantecón,
Nicolás Paulpiquet
Musik: Federico Jusid
Darsteller: Damián Alcázar,
Magaly Solier, Federico Luppi,
Christian Meier, Jairo
Camargo, Bruno Odar
Produktion:
Enid Pinky Campos
Verleih/Vertrieb:
MEIKINCINE
[email protected]
48
Magallanes
Wenn Magallanes den Taxiaufkleber an seine Autoscheibe
klebt, ist er einer von vielen halblegalen Taxifahrern, die durch
die überfüllten Straßen der peruanischen Metropole Lima
fahren. Seit er in der Schlacht von Ayacucho gekämpft hat, hat
sein Leben an Sinn verloren. Er wohnt in einem kargen
Zimmer. Zu seinen wenigen Habseligkeiten gehören auch
Erinnerungsstücke aus dem Krieg. Die einzigen Kontakte, die
er hat, sind seine Schwester, ein anderer Veteran und sein ehemaliger, nun dementer Vorgesetzter El Coronel. Eines Tages
fährt die schöne Friseurin Celina in seinem Taxi mit und entfacht in ihm Erinnerungen. Magallanes riskiert das wenige,
was er hat, um ihre Vergangenheit zu rächen – doch erst im
Laufe der Zeit bemerkt er, dass es seine eigene Geschichte ist,
die ihn einholt.
Preise: Mannheim-Heidelberg – Special Mention, Lima –
Publikumspreis, Nominierung San Sebastián – Horizontes
El veterano Magallanes se ha convertido en taxista después de la
matanza de Ayacucho. Su vida parece no importarle hasta el día
en que Celina se monta a su taxi y como consecuencia, Magallanes
asume la tarea de vengar el pasado de ella. Muy tarde llega a
enfrentarse a su propio papel en esta historia.
Salvador del Solar, 1970 in Lima in Peru geboren, arbeitete
nach seinem Jura-Studium sehr erfolgreich als Schauspieler
im Fernsehen und Theater. Bekanntheit erlangte er 2000 durch
seine Rolle in Pantaleón y las visitadoras. Von 2003 bis 2005 war
er Professor für politische Kommunikation an der Pontificia
Universidad Católica del Perú, von 2003 bis 2004 präsentierte
er die politische TV-Talkshow »Esta Semana« im peruanischen
Fernsehen. Der Film Magallanes ist sein Debüt als Drehbuchautor und Filmregisseur.
Rosa Chumbe
PERU
Jede Nacht zieht die von Glücksspielen und Rum abhängige
Polizistin Rosa Chumbe durch die Straßen Limas. Spielhallen
sind ihre zweite Heimat, die Abendshow im Fernsehen ihre
Unterhaltung und der Alkohol tröstet etwas über den tristen
Alltag hinweg. Mit ihrer Tochter, die ihr junges Leben genießen will, streitet sie immer öfter und Vorwürfe häufen sich.
Als diese aber von zuhause abhaut, ihr Baby zurücklässt und
Rosa von ihrem Chef gefeuert wird, gerät ihr monotoner Alltag ins Wanken. Konfrontiert mit der neuen Verantwortung
entwickelt sich Rosa langsam von einer frustrierten, abgehärteten Frau zur sorgsamen und sanften Großmutter, die sich
liebevoll um ihren Enkel kümmert.
Preise: Montreal – FIPRESCI, Lima – Bester peruanischer
Film u.a.m.
TÜ: Kino 2 Museum
Do, 14.04., 22:30 h
So, 17.04., 16:00 h
Las noches de la policía Rosa Chumbe están dominadas por los
juegos de azar y el ron. Cuando su hija desaparece después de una
discusión, Rosa se ve obligada a ocuparse de su bebé. Poco a poco
la mujer dura se transforma en una tierna abuela.
Jonatan Relayze, als Jonatan Relayze Chiang 1981 in Lima
geboren, ist ein chinesisch-peruanischer Filmregisseur und
Filmcutter. Er produzierte viele Kurzfilme auf 16 mm sowie
Video und wurde 2008 für den Berlinale Talent Campus ausgewählt. Sein Dokumentarfilm Mami erhielt 2009 den Preis
Derechos Humanos del Festival Internacional del Cuzco. Er
gewann 2012 den Peru National Production Fund und so
konnte er seinen ersten Spielfilm Rosa Chumbe produzieren.
FR: Kommunales Kino
Di, 19.04., 22:00 h
Ein Spielfilm von
Jonatan Relayze
Peru 2015, 75 Min., OmeU
Regie: Jonatan Relayze
Drehbuch: Christopher
Vásquez, Jonatan Relayze
Kamera: Miguel Valencia
Schnitt: Jonatan Relayze
Ton: Omar Pareja,
Rosa María Oliart
Darsteller: Liliana Trujillo,
Cindy Díaz, Franco Díaz,
Alejandro Romero Cáceres,
Jorge Ramírez, Daysi Ontaneda
Produktion: Yin Zhang Films
Verleih/Vertrieb:
Quechua Films
Sergio García Locatelli
[email protected]
Vorfilm:
Nueva vida (Neues Leben)
Ein bolivianisches Pärchen
lebt gemeinsam mit ihrem Baby
in einem unwirtlichen Wohnviertel von Buenos Aires.
Ein Spielfilm von Kiro Russo,
Argentinien/Bolivien 2015,
16 Min., OmeU
Verleih/Vertrieb:
Kiro Russo
[email protected]
49
El apóstata
SPANIEN
Der Abtrünnige
Gonzalo hadert mit seinem Leben. Der Mittdreißiger hat
noch nichts vorzuweisen, außer einem unbeendeten Philosophiestudium und der heimlichen Liebe zu seiner Cousine.
Die Schuld an seiner inneren Zerrissenheit gibt er den hohen
Erwartungen seines liebevollen und dennoch einengenden,
verklemmt-katholischen Elternhauses. Um mit der Vergangenheit ins Reine zu kommen, beschließt er, den Glauben
endlich auch öffentlich abzulegen und seinen Namen aus
dem Taufregister der Kirche streichen zu lassen. Doch aus
der vermeintlich simplen Formalität wird rasch eine Bewährungsprobe für seine Nerven. Gut, dass sich Gonzalo auf dem
Weg der inneren Befreiung einem Brieffreund anvertrauen
kann. El apóstata zeichnet liebevoll und mit Humor das familiäre Spannungsfeld zwischen Erwartungsdruck und Selbstbestimmung.
Preise: San Sebastián – FIPRESCI
Hauptdarsteller und Drehbuchautor anwesend
¿Qué hacer cuando con más de treinta años no se ha conseguido
todavía nada en la vida ni se han cumplido las expectativas
familiares? Gonzalo, ateísta convencido, decide cambiar algo y
salir por fin de la iglesia católica – ¡más difícil coseguirlo que
pensarlo!
Federico Veiroj, 1976 in Montevideo geboren, produziert und
dreht seit 1996 Kurzfilme. Acné, sein erster Spielfilm 2008,
wurde in Cannes auf der Quinzaine des Réalisateurs ausgezeichnet. Nach seiner triumphalen Weltpremiere in Toronto
und einer besonderen Anerkennung auf dem Filmfestival San
Sebastián wurde La vida útil als Bester Film auf dem Festival
del Nuevo Cine Latinoamericano La Habana ausgezeichnet.
2011 lief La vida útil beim CINELATINO.
S: Delphi
Di, 19.04., 20:30 h
TÜ: Kino 1 Museum
Mi, 20.04., 20:00 h
Ein Spielfilm von
Federico Veiroj
Spanien/Frankreich/Uruguay
2015, 80 Min., OmeU
Regie: Federico Veiroj
Drehbuch: Álvaro Ogalla,
Gonzalo Delgado, Nicolás
Saad, Federico Veiroj
Kamera: Arauco Hernández
Holz
Schnitt: Fernando Franco
Ton: Álvaro Silva Wuth,
Daniel Yafalián
Musik: Lorca, Lisabö, Eisler,
Nodo, Prokofiev, Morente
Darsteller: Álvaro Ogalla,
Marta Larralde, Bárbara
Lennie, Vicky Peña, Juan Calot,
Kaiet Rodríguez, Andrés
Gertrudix
Produktion:
Cinekdoque/Ferdydurke
Verleih/Vertrieb:
FiGa Films
[email protected]
Mit freundlicher
Unterstützung von
51
SPANIEN
L’artèria invisible
Die unsichtbare Arterie
TÜ: Studio Museum
Di, 19.04., 18:00 h
Ein Spielfilm von
Pere Vilà Barceló
Spanien 2015, 119 Min.,
OmeU
Regie: Pere Vilà Barceló
Drehbuch: Pere Vilà Barceló,
Laura Merino
Kamera: Santiago Racaj
Schnitt: David Gimbernat
Ton: Eva Valiño
Darsteller: Àlex Brendemühl,
Nora Navas, Àlex Monner,
Joana Vilapuig
Produktion: Televisió de
Girona, DDM VISUAL,
Manium produccions
Verleih/Vertrieb:
Eddie Saeta
[email protected]
[email protected]
52
Carme ist besessen von dem Wunsch, ein eigenes Kind zu
bekommen. Sie und ihr Mann Vicenç führen ein spießiges
und frustriertes Eheleben. Außer dem gemeinsamen Haus
verbinden sie höchstens noch alltägliche Dinge wie Essen
und Schlafen. Mit steinernen Blicken und verbittert leben sie
aneinander vorbei. Vicenç will Bürgermeister von Girona werden, aber auf keinen Fall ein Kind großziehen. Als er erpresst
wird, gerät seine Karriere in Gefahr. Die Geschichte wird zunehmend komplizierter, die Situation immer prekärer. Blicke
und stille, wohlbedachte, ruhige Filmaufnahmen lassen den
Zuschauer zu einem guten Beobachter der sich immer mehr
zuspitzenden Situation werden und bringen oft mehr zum
Ausdruck als jegliches gesprochene Wort.
Carme desea tener un hijo. Tanto que va a la gimnasia de preparación para el parto con una barriga falsa. Pero su marido,
que está encaminado a hacer carrera como alcalde, no quiere
saber nada de niños. Hasta que un hijo adoptivo rechazado lo
chantajea.
Pere Vilà Barceló, 1975 geboren, studierte Drehbuch am
Zentrum Calassanç in Barcelona als Schüler des berühmten
Regisseurs und Drehbuchautors Joaquin Jordà. Er produzierte mehrere Kurzfilme und gewann den Elsa Peretti Foundation Prize für seinen Film The Fish of the River Lethe. 2006
drehte er seinen ersten Spielfilm Railroad Crossing. 2012
folgte sein zweiter Spielfilm La lapidation de Saint Etienne.
L’artèria invisible ist sein vierter Spielfilm.
La academia de las musas
SPANIEN
Die Akademie der Musen
Universität von Barcelona. Der italienische Philologieprofessor Raffaele Pinto lehrt in seiner Vorlesung zu Dantes
Göttlicher Komödie seinen Studentinnen die inspirierende
Kraft der Musen und erklärt, eine Akademie der Musen
gründen zu wollen, in der er auch darüber sprechen will, wie
Frauen heutzutage als Musen fungieren können. Seine engagierten Vorträge führen zu Diskussionen: Während die
Studentinnen sich mit der Rolle der Musen in Beziehung zu
ihrem eigenen Liebesleben auseinandersetzen, ist die Frau
des Professors wenig überzeugt von seinen Ideen. Theorie
und Praxis beginnen sich zu vermischen …
Dieses fremdartige und vielschichtige Werk zeichnet sich
durch den Dualismus zwischen Fiktion und Realität aus,
entflammt mit seiner Dialogfülle, nicht frei von Provokation,
Diskurse über die Macht der Worte, die Konstruktion der
Liebe, Geschlechterbeziehungen und die Ehe.
Preise: Sevilla – Bester Film
El idolatrado profesor de filología Raffaele Pinto tiene una gran
influencia sobre sus ambiciosas estudiantes femininas con sus
clases sobre la inspiratora fuerza de las musas, de tal forma que
los temas de las clases se mezclan con su vida diaria.
José Luis Guerín, 1960 in Barcelona geboren, ist einer der
innovativsten Filmemacher in Spanien. Neben vielen internationalen Preisen für seine Filme wurde ihm 2001 der
National Cinematography Prize (Premio Nacional de Cine)
verliehen und für seinen Film En construcción erhielt er den
Goya für den Besten Dokumentarfilm. Das CINELATINO
widmete ihm 2008 eine Retrospektive.
S: Delphi
Fr, 15.04., 18:00 h
TÜ: Studio Museum
Mo, 18.04., 20:30 h
Ein Spielfilm von
José Luis Guerín
Spanien 2015, 92 Min., OmeU
Regie: José Luis Guerín
Drehbuch: José Luis Guerín
Kamera: José Luis Guerín
Schnitt: José Luis Guerín
Ton: Amanda Villavieja, Jordi
Monrós, Marisol Nievas
Darsteller: Raffaele Pinto,
Emanuela Forgetta, Rosa
Delor Muns, Mireia Iniesta,
Patricia Gil, Carolina LLacher,
Juan Rubiño, Giulia Fedrigo,
Giovanni Masia, Gavino Arca
Produktion: Los Films de
Orfeo/P. C. Guerín
Verleih/Vertrieb:
Los Films de Orfeo
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53
Las altas presiones
SPANIEN
Hochdruck
WETTBEWERBSFILM
S: Delphi
Sa, 16.04., 22:30 h
Filmemacher Miguel reist in seine Geburtsstadt Pontevedra
in Galizien. Im Auftrag einer Produktionsfirma soll er Filmschauplätze für ein Filmprojekt, das ihn nicht sonderlich
interessiert, finden. Auf seiner Suche nach besonderen Orten
in Galizien filmt er heruntergekommene Fabriken, verlassene
Strände, aber auch Freunde von früher. Auf seiner ziellosen
Reise verfängt er sich im Privaten: Die Krise ist allgegenwärtig.
Ángel Santos verzichtet auf Romantisierung und Ästhetisierung ebendieser und lässt unaufgeregte Bilder einer schmerzhaften Sehnsucht entstehen; ein Verlangen, das erahnen
lässt, dass derjenige, der gegen den Strom schwimmt, in Gefahr gerät zu verlieren und neue Wege finden muss. Las altas
presiones erzählt von verpassten Chancen und der lähmenden
Angst, vermeintlich falsche Schritte zu tun.
Preise: Sevilla – Premio las Nuevas Olas
Regisseur anwesend
Miguel viaja a su ciudad natal Pontevedra en Galicia para buscar
potenciales escenarios para una película. Encuentra lugares marcados por la crisis y viejos amigos, filma montañas de escombros,
pierde ocasiones, pero también encuentra belleza.
Ángel Santos wurde 1976 in Marín, Pontevedra in Galizien,
Spanien, geboren. Nach seinem Kunstgeschichtsstudium
studierte er Regie an der CECC, dem Zentrum für Cinematographische Studien von Katalonien in Barcelona. Er ist Drehbuchautor, Regisseur und hat einige Kurzfilme produziert.
Nach Dos fragmentos/Eva von 2012 ist Las altas presiones sein
zweiter Langspielfilm.
TÜ: Kino 2 Museum
So, 17.04., 20:30 h
Ein Spielfilm von
Ángel Santos
Spanien 2014, 85 Min., OmeU
Regie: Ángel Santos
Drehbuch: Ángel Santos,
Miguel Gil
Kamera: Alberte Branco
Schnitt: Fernando Franco
Ton: Xavier Souto
Musik: Unicornibot
Darsteller: Andrés Gertrúdix,
Itsaso Arana, Diana Gómez,
Juan Blanco, Marta Pazos,
Hugo Torres
Produktion: Matriuska
Producciones S.L., Televisión
de Galicia (TVG) S.A. Xunta
de Galicia
Verleih/Vertrieb:
Matriuska Producciones
[email protected]
Mit freundlicher
Unterstützung von
55
SPANIEN
Los exiliados románticos
Die vertriebenen Romantiker
TÜ: Kino 2 Museum
Do, 14.04., 18:00 h
Mo, 18.04., 18:00 h
Ein Spielfilm von
Jonás Trueba
Spanien 2015, 70 Min., OmeU
Regie: Jonás Trueba
Drehbuch: Jonás Trueba
Kamera: Santiago Racaj
Schnitt: Marta Velasco
Ton: Álvaro Silva,
Eduardo G. Castro
Musik: Tulsa
Darsteller: Vito Sanz, Francesco
Carril, Luis E. Parés, Renata
Antonante, Isabelle Stoffel,
Miren Iza, Vahina Giocante
Produktion: Javier Lafuente
Verleih/Vertrieb:
Los Ilusos films
[email protected]
56
Vito, Luis und Francesco sind hoffnungslose Romantiker –
auch wenn sie es vielleicht noch nicht wissen. Mit einem
geliehenen VW-Bulli fahren sie von Madrid über Annecy und
Toulouse bis nach Paris und erfüllen sich so einen Jugendtraum. Unterwegs hat jeder von ihnen ein Treffen mit einer
Frau, mit der ihn eine Romanze verbindet. Doch auch wenn
nicht jedes Treffen endet wie erhofft, freuen sich die drei
Freunde über das Gefühl, endlich wieder etwas zu erleben.
Gemeinsam verbringen sie unbeschwerte Tage, in denen sie
scherzen und philosophieren – mal ernst, mal naiv.
Weitgehend ohne Drehbuch entstanden wirkt das Roadmovie
uninszeniert und realitätsnah. Die Spontaneität der DarstellerInnen verleiht den Dialogen eine derartige Natürlichkeit, dass man am liebsten mit in den Bulli steigen und die
drei Tagträumer auf ihrer Reise begleiten würde.
Preise: Málaga – Premio Especial del Jurado, Mejor Música
Vito, Luis y Francesco cumplen su sueño juvenil y viajan en una
furgoneta VW prestada de Madrid a París para una vez más
disfrutar la vida intensamente. Están de camino al encuentro con
amores pasados y quizás nuevamente renacientes.
Jonás Trueba, 1981 in Madrid als Jonás Rodríguez geboren,
ist der Sohn des Oscar-Preisträgers Fernando Trueba. Jonás
Trueba arbeitet als Co-Drehbuchautor und Regisseur. Sein
Debütfilm Todas las canciones hablan de mí von 2010 wurde für
den spanischen Filmpreis Goya nominiert und lief 2011 beim
CINELATINO. 2015 wurde Los exilados románticos in Buenos
Aires auf dem BAFICI Filmfestival im Wettbewerb gezeigt.
Los héroes del mal
SPANIEN
Die Helden des Bösen
Vom ersten Schultag an wird Aritz als Außenseiter gebrandmarkt. Von Mädchen gehänselt, von Jungs verprügelt, hilft
ihm nur Esteban, der selbst Einzelgänger ist. Fasziniert von
den beiden stößt Sarita zu ihnen. Sie werden zu einem unzertrennlichen Trio. Erst aus Spaß und Provokation, später aus
Berechnung, stehlen sie nicht nur Alkohol. Ein leerstehendes
Gelände wird zum heimlichen Treffpunkt. Gewaltfantasien,
Sehnsucht nach Rache und obsessive Liebe schmieden sie zu
den »Helden des Bösen« zusammen. Die Grenzüberschreitungen des psychisch labilen Aritz werden immer radikaler,
sodass das, was zunächst als Befreiungsakt erschien, schnell
zu einer unkontrollierbaren Spirale aus Gewalt, Drogen und
Alkohol ausartet. Die Freundschaft der drei wird auf eine
harte Probe gestellt. Der loyale, aber überforderte Esteban
sucht nach einer Lösung aus dem Teufelskreis.
Preise: Málaga – Special Jury Mention
Regisseur anwesend
Esteban, Aritz y Sara, los trés con un complejo de sentirse marginados de la sociedad, se convierten en un trio inseparable. El deseo
de venganza, de superación de fronteras y de amor los transforma
en los »héroes del mal«. Pero su intento de liberación degenera en
una espiral de violencia – ¿sin final?
Zoe Berriatúa wurde 1978 in Madrid als Sohn des Filmregisseurs Luciano Berriatúa geboren. Der Illustrator, Regisseur,
Produzent und Autor begann 1989 zunächst eine erfolgreiche
Schauspielkarriere. Er war in zahlreichen spanischen TVSerien, z. B. El comisario von 2007, zu sehen. Nach einigen
Kurzfilmen ist Los héroes del mal sein erster Langfilm.
S: Delphi
Mo, 18.04., 18:00 h
TÜ: Studio Museum
Di, 19.04., 20:30 h
Ein Spielfilm von
Zoe Berriatúa
Spanien 2015, 98 Min., OmeU
Regie: Zoe Berriatúa
Drehbuch: Zoe Berriatúa
Kamera: Iván Román
Schnitt: Emilio Palacios
Ton: Alex Marais
Darsteller: Emilio Palacios,
Jorge Clemente,
Beatriz Medina
Produktion: La Bestia
Produce, Pokeepsie Films,
Nadie es Perfecto
Verleih/Vertrieb:
Araceli Pérez-Rastrilla
araceliperezrastrilla@
gmail.com
Mit freundlicher
Unterstützung von
57
O futebol
SPANIEN
Fußball
S: Delphi
Do, 14.04., 16:00 h
TÜ: Kino 2 Museum
Mi, 20.04., 20:30 h
Ein Dokumentarfilm von
Sergio Oksman
Spanien/Brasilien 2015,
70 Min., OmeU
Nach 20 Jahren ohne Kontakt trifft Sergio seinen Vater Simão
erstmals wieder. Wie damals reden sie hauptsächlich über Fußball. Sie vereinbaren, sich im nächsten Jahr die Spiele der
Fußball-Weltmeisterschaft gemeinsam anzuschauen. Sergio
erinnert sich, wie sie beide in seiner Kindheit den Spielen von
Palmeiras entgegenfieberten. Lässt sich vor diesem Hintergrund ihre emotionale Nähe noch einmal herstellen?
Sergio Oksman pendelt in diesem Film zwischen Realität und
Fiktion, zwischen Dokumentation und Inszenierung. Anhand
von Momentaufnahmen und einprägsamer Stille porträtiert er
den Alltag, die kleinen Geschichten, ein Brasilien außerhalb
der Stadien und des großen Events. Der Spielplan der Weltmeisterschaft gibt den Takt der Vater-Sohn-Beziehung vor, bis
zum unerwarteten Finale.
Preise: Festival Del Popoli Florenz – Bester Dokumentarfilm
Después de 20 años, en São Paulo se reencuentran por primera vez
el padre Simão y su hijo Sergio. ¿Podrá la antigua pasión común
por el »futebol« acercarlos nuevamente durante el campeonato
mundial de futbol?
Sergio Oksman, 1970 in São Paulo geboren, studierte Journalismus in Brasilien und Film in New York. 2004 entstand sein
Langspielfilm A Esteticista und 2006 Goodbye, America. 2012
wurde sein Film A Story for the Modlins mehrfach ausgezeichnet, u. a. 2013 mit einem Goya in der Kategorie Bester Dokumentarfilm. Zurzeit lebt er in Madrid, wo er Film unterrichtet
und die Produktionsfirma Dok Films leitet.
Regie: Sergio Oksman
Drehbuch: Carlos Muguiro,
Sergio Oksman
Kamera: André Brandão
Schnitt: Carlos Muguiro,
Sergio Oksman
Ton: João Godoy, Vitor Coroa,
Eduardo G. Castro
Darsteller: Simão Oksman,
Ailton Braga, Sergio Oksman
Produktion: Dok Films, TVE,
Canal Brasil
Verleih/Vertrieb:
Patra Spanou
[email protected]
Vorfilm:
El enemigo (Der Feind)
Im Kampf für die öffentliche
Gesundheit gibt es für Mayelín
in Havanna Herausforderungen
gleich an mehreren Fronten.
Ein Dokumentarfilm von
Aldemar Matias, Kuba 2015,
26 Min., OmeU
Verleih/Vertrieb:
Aldemar Matias
[email protected]
59
SPANIEN
Paco de Lucía: la búsqueda
Paco de Lucía – Auf Tour!
TÜ: Studio Museum
Do, 14.04., 20:30 h
Kino 2 Museum
Sa, 16.04., 16:00 h
S: Delphi
Di, 19.04., 18:00 h
RO: Kino Waldhorn
Mi, 20.04., 18:00 h
Ein Dokumentarfilm
von Curro Sanchéz
Spanien 2014, 95 Min., OmU
Regie: Curro Sanchéz
Drehbuch: Curro Sanchéz,
Casilda Sanchéz
Kamera: Alejandro García
Flores, Carlos Garcia de Dios
Schnitt: Curro Sánchez,
José M.G. Moyano
Musik: Paco de Lucia
Ton: Juan Bertrán, Tony
Kremer, José A. Manovel,
James Muñoz, Raúl Valdés
Darsteller: Paco de Lucía,
Pepe de Lucía, Alberto
Gavira, Ricardo Modrego,
Piraña, Antonio Serrano,
Alain Pérez, Duquende,
David de Jacoba, Farru,
Alejandro Sanz, Poti Trujillo,
Carles Benavent, Rubén
Blades, Mario Escudero, John
McLaughlin, Jorge Pardo,
Carlos Santana, Antonio
Sánchez Palomo, Chick
Corea, Estrella Morente, Juan
José Téllez
Produktion: Ziggurat Films
Verleih/Vertrieb:
Cine Global Filmverleih
[email protected]
60
Fingernägel feilen, die Gitarre stimmen und ordentlich im
Koffer verstauen – selbst im hohen Alter bereitet sich der
legendäre spanische Gitarrist, Paco de Lucía, akribisch auf
jeden Auftritt vor. Sein Sohn begleitet ihn mit der Kamera
und lässt ihn erzählen: von seinen ersten Berührungen mit
dem Flamenco, seinem beruflichen Werdegang als Gitarrist
und seine Gedanken zur Entwicklung der Flamenco-Musik.
Historische Aufnahmen, die die Stimmung der 70er- und
80er-Jahre einfangen und Pacos musikalische Entwicklung
verfolgen lassen, gemischt mit aktuellen Konzerten, Studioaufnahmen und vielen Interviews geben tiefe Einblicke in die
Welt der Musik, in Pacos einzigartige Ausdrucksform. Sie
nehmen die Zuschauer emotional mit auf eine Reise, wie aus
dem kleinen Jungen, der einfach nur Gitarre spielen wollte,
ein Weltstar wurde.
No sólo un placer para amantes del flamenco: la vida, la obra y la
música del legendario guitarrista. La última película de y con
Paco de Lucía sobre 60 años de improvisación, una guitarra y un
gran talento.
Curro Sanchéz wurde als Francisco Sánchez Varela geboren.
Er ist Regisseur und Drehbuchautor, bekannt durch die Filme
Paco de Lucía – Auf Tour! von 2014, Los Goya 29 edición von
2015 und La migala von 2011. Paco de Lucía – Auf Tour! wurde
auf vielen Festivals gezeigt, u.a. in San Sebastián, Miami,
Seattle und dem Latin Beat Film Festival.
Pikadero
Gorka, fast 30 Jahre alt, arbeitet als Lehrling in einer Fabrik
und lebt noch bei seinen Eltern. Genauso wie Ane, die Kunstgeschichte studiert hat, kann er es sich einfach nicht leisten,
zuhause auszuziehen. Als sich die beiden auf einer Party
kennenlernen, beginnt bald die Suche nach einem ungestörten Ort. Denn wo soll man hin, wenn man Sex haben will, aber
im Wohnzimmer nebenan der Großvater sitzt und die Eltern
schon vor lauter Ungeduld anfangen, Babysocken zu stricken?
Gorkas Freunde haben zwar viele Tipps, wo sie einen sogenannten »Pikadero« finden können, doch Gorka und Ane sind
im Spanien der Wirtschaftskrise nicht das einzige Paar, das
noch bei den Eltern wohnt. Es beginnt für die beiden eine
kurzweilige Suche mit unerwarteten Begegnungen und aufgeschobenen Entscheidungen.
Preise: Kiew – FIPRESCI Award, Zürich – Critic’s Choice
Award
La crisis financiera de España obliga a muchos jóvenes adultos a
seguir viviendo con sus padres. Para la joven pareja Gorka y Ane
empieza por ello la búsqueda de un lugar en el que puedan estar
juntos imperturbados, un así llamado »picadero«.
Ben Sharrock studierte in Schottland an der Screen Academy
Filmregie und arbeitet auch als Drehbuchautor. Für seine
Kurzfilme erhielt er viele Preise, darunter den BAFTA New
Talents Preis. Pikadero ist sein erster Langfilm und wurde von
Kritikern hochgelobt und vielfach ausgezeichnet. Unter anderem wurde er auf dem San Sebastián Film Festival für den
Preis des New Directors nominiert.
SPANIEN
WETTBEWERBSFILM
TÜ: Kino 2 Museum
Do, 14.04., 20:30 h
TÜ: Studio Museum
Mi, 20.04., 18:00 h
Ein Spielfilm von
Ben Sharrock
Spanien/Großbritannien 2015,
99 Min., OmeU
Regie: Ben Sharrock
Drehbuch: Ben Sharrock
Kamera: Nick Cooke
Schnitt: Karel Dolak
Ton: Ion Arenas, Ania Przygoda
Musik: Atzi Muramatsu
Darsteller: Joseba Usabiaga,
Barbara Goenaga, Lander
Otaola, Zoreon Eguileor, Itziar
Lazkano, Peio Arnaez
Produktion: Caravan Cinema
Verleih/Vertrieb:
Filmrepublic
Ines Skrbiz
[email protected]
61
Best of Spanische Kurzfilme ALCINE
SPANIEN
Das 45-jährige Bestehen und eine immer sorgfältige Filmauswahl haben ALCINE – Festival de Cine de Alcalá de Henares/
Comunidad de Madrid zu den bedeutendsten spanischen
Festspielen für das Genre des Kurzfilms gemacht.
CINELATINO präsentiert Gewinnerfilme von ALCINE45: drei
interessante Einblicke in die aktuelle spanische Kurzfilmlandschaft.
TÜ: Open Festival Space
Fr, 15.04., ab 21:30 h
Sa, 16.04., ab 22:00 h
(siehe S. 66/67)
Con 45 años de existencia y una elección exquisita, el »Festival de
Cine de Alcalá« ALCINE de Henares, Comunidad de Madrid, se
ha convertido en uno de los festivales de cortometrajes más importantes de España. El CINELATINO presenta ganadores del
ALCINE45: Tres obras que ofrecen una fascinante mirada al
panorama de cortometrajes españoles.
Mañana no es otro día (Morgen ist kein neuer Tag)
Nacho und Sandra hatten eine vielversprechende Zukunft vor
sich. Doch nun, in den unsicheren Krisenzeiten, ist das Paar
mit seinem Frust konfrontiert.
El aspirante (Der Anwärter)
Carlos wohnt in einem Studentenwohnheim in Madrid und
hat harte Wochen mit den Aufnahmeritualen der »Veteranen«
durchzustehen.
Verleih/Vertrieb: ALCINE
Annette Scholz
[email protected]
www.alcine.org
Mañana no es otro día (Morgen
ist kein neuer Tag)
Spanien 2015, 24 Min., OmeU
Regie: David Martín
de los Santos
Drehbuch: David Martín
de los Santos
Produzent: David Martín
de los Santos
El aspirante (Der Anwärter)
Spanien 2015, 18 Min., OmeU
Regie: Juan Gautier
Drehbuch: Juan Gautier
Produzent: Andrea Gautier
Caradecaballo (Pferdegesicht)
Spanien 2014, 8 Min., OmeU
Regie: Marc Martínes Jordán
Drehbuch: Martínes Jordán
Produzent: Isis Velasco Vilanova
Caradecaballo (Pferdegesicht)
Jeden Tag setzt ein Mann eine Pferdekopfmaske auf, und
seine Großmutter stellt eine Torte auf den Tisch. Aber wie
kann man jeden Tag Geburtstag haben?
In Kooperation mit
63
MASTERCLASS
Film und Feminismus in Mexiko:
Einblicke in die Filmpraxis
María del Carmen De Lara, mexikanische Regisseurin und
feministische Aktivistin, hat zahlreiche Kurzfilme und
mehrere Langfilme zu verschiedenen Themen um Frauenrechte, Care-Arbeit, Geschlechtergleichstellung sowie zur
sexuellen Vielfalt und Selbstbestimmung geschaffen. Als
Mitbegründerin des Filmkollektivs »Colectivo Cine Mujer« in
den frühen 80er Jahren, gilt sie als eine der bedeutendsten
feministischen Dokumentarfilmerinnen in Lateinamerika.
TÜ: Sa, 16.04., 15 – 18 h
Brechtbau, Wilhelmstraße 50
Raum 037
Vortrag und Workshop mit
María del Carmen De Lara
Sprache: spanisch/deutsch
(Workshop nur spanisch)
In Kooperation mit
Heute ist María del Carmen De Lara Direktorin
der Filmhochschule
CUEC an der Universidad Nacional Autónoma
de México (UNAM) in
Mexiko-Stadt. Bekanntheit erreichte sie unter
anderem mit ihrem
Dokumentarfilm über
Sexarbeiterinnen in
Mexiko-Stadt (No es por
gusto, 1980) sowie über
die Arbeitskämpfe und
Selbstorganisation von
Frauen, die 1985 in Folge des verheerenden
Erdbebens in Mexiko-Stadt ihre Arbeit als Näherinnen verloren hatten (No les pedimos un viaje a la luna, 1985). Zuletzt
porträtierte sie in Alaíde Foppa, la sin ventura (2014) die guatemaltekisch-mexikanische Poetin, die als Pionierin des Feminismus in Mexiko von der Militärdiktatur in Guatemala verschleppt und ermordet wurde.
In der Masterclass wird María del Carmen De Lara von ihrem
langjährigen Filmschaffen berichten und über das Verhältnis
von Feminismus und Filmpraxis sprechen. Im Anschluss an
den Vortrag gibt die Regisseurin in Zusammenarbeit mit
dem Co-Regisseur Leopoldo Best einen detaillierten Einblick
in die Filmarbeit anhand von konkreten Beispielen und Filmanalysen.
In Kooperation mit dem Romanischen Seminar der Universität
Tübingen und dem von DAAD und BMBF geförderten Netzwerk
»Literary Cultures of the Global South«
64
Einblicke in den kreativen Prozess des
Filmschaffens
MASTERCLASS
Sources of Inspiration Lecture mit Fernando Eimbcke
TÜ: So, 17.04., 18 – 19:45 h
Kino Museum Studio
Der international bekannte mexikanische Autor und Regisseur hält die traditionelle Sources of Inpiration Lecture im
Rahmen des Sources 2 Script Development Workshops, die
ausnahmsweise öffentlich stattfinden wird. Darin nimmt er
unter anderem Bezug auf seinen Spielfilm Club sándwich
(IFF San Sebastián – Beste Regie), der bei CINELATINO direkt
davor zu sehen ist.
Sources 2 Masterclass
mit Fernando Eimbcke
»Ich habe festgestellt, dass einige Filmstudenten Kurzfilme
als notwendigen Schritt erachten, um Spielfilme zu machen.
Das Publikum und einige Filmemacher halten sie nur für
,Schul‘-Filme. Ich halte sie für Filme. 2010 wurde ich eingeladen, einen Kurzfilm über meine eigene
Interpretation der mexikanischen Revolution
zu machen. In dieser Masterclass werde ich
an dem kreativen und logistischen Prozess
teilhaben lassen, den es braucht, um einen
Kurzfilm zu machen. Von den ersten Ideen,
Bearbeitungen, Entwürfen, dem Casting, der
Drehort-Suche, dem Drehbuch bis zum letzten Schnitt.« (Fernando Eimbcke über den
Inhalt der Masterclass)
Fernando Eimbcke wurde 1970 in Mexiko-Stadt geboren und
studierte Film am Centro Universitario de Estudios Cinematográficos de Universidad
Nacional Autónoma de Méxiko
UNAM. Sein Spielfilmdebüt
Temporada de patos war bei der
Semaine de la Critique nominiert und wurde auf 90 weiteren internationalen Filmfestivals gezeigt. Mit Lake Tahoe
gewann er 2008 bei den Internationalen Filmfestspielen
Berlin den Silbernen Bären
Alfred-Bauer- und FIPRESCIPreis. Mit seinem neusten
Film Club sándwich bekam er
in San Sebastián den Preis für
die Beste Regie.
Sources of Inspiration Lecture
mit Fernando Eimbcke
Sprache: englisch
Eintritt frei
In Kooperation mit Sources 2
Tü: Mo, 18.04., 14 – 16 h
Brechtbau, Wilhelmstr. 50
Raum 036
Vortrag und Diskussion mit
Fernando Eimbcke
Sprache: englisch
Eintritt frei
In Kooperation mit Sources 2,
der Universität Tübingen
(Institut für Medienwissenschaft, Zentrum für Medienkompetenz, Romanisches
Seminar)
65
OPEN FESTIVAL SPACE
CINELATINO lädt ein / invita
Tübingen
Mi, 13. April 2016, 20:00 h, Kino Museum
Eröffnung CINELATINO:
El abrazo de la serpiente
(Der Schamane und die Schlange –
Eine Reise auf dem Amazonas)
von Ciro Guerra
mit Live-Übertragung des Freien Radios
Wüste Welle; anschließend
Eröffnungsfeier in der Kelter
So, 17. April 2016, 20:00 h, Club Voltaire
En camino / Unterwegs
Ausgrabungen am Rande eines Films
von Christiane Burkhard
Zweisprachige Video/Lesung von Fragmenten
Die deutsch-mexikanische Autorin und Filmemacherin Christiane Burkhard stellt ihr
filmisches und literarisches Reisetagebuch
En camino vor, eine visuelle Recherche, bestehend aus Fundstücken, Skizzen und Aufzeichnungen eines »ersehnten« Filmes.
In einer mehrjährigen Spurensuche, die zu
unbekannten Ausgrabungen im Südosten
Mexikos, aber auch zu metaphorischen
Stätten und Landschaften von Erinnerungen
führt, erforscht und konstelliert die Autorin,
gleich einem Sternenbild oder einer Kartografie, unterschiedliche nicht lineare Erzählmöglichkeiten. In einer Analogie zwischen
Filmen und Graben kreiert sie eine intuitive
Archäologie sowie ein persönliches Manifest
übers Dokumentarfilmen.
Eintritt: 5,- € (ermäßigt: 2,50 €)
Di, 19. April 2016, 19:00 h, Club Voltaire
Hommage an Frida Kahlo –
Performance & poetische Texte
Auf Grundlage autobiographischer Texte,
anhand szenischer Darstellungen sowie
Gesang und Musik werden prägende Fragmente aus dem Leben der mexikanischen
Künstlerin Frida Kahlo auf kreative und
intime Weise, in deutscher und spanischer
Sprache, für die ZuschauerInnen erfahrbar.
Dabei wird spotlightartig die extrem starke
Gefühlswelt der Künstlerin aus Leid und
Schmerz, Liebe und Leidenschaft, Enttäuschung und Hoffnung beleuchtet und als
prägend für ihre unkonventionelle Denkweise, ihr Menschenbild, ihren intensiv
weiblichen Blick auf das Leben und ihren
einzigartigen, surrealistisch anmutenden
Malstil hervorgehoben.
Konzept: Susan Kiehl, Natalia Zumarán;
Schauspiel: Susan Kiehl; Regie: Natalia
Zumarán; Textbearbeitung: Susan Kiehl;
Musik: Augusto Tec
Eintritt: 5,- €
Mi, 20. April 2016, 20:00 h, Kino Museum
Verleihung des Tübinger Publikumspreises
Vivat Lingua!
Preisverleihung an den Gewinner des
Wettbewerbs um den Tübinger Publikumspreis. Im Anschluss wird der Film
El apóstata von Federico Veiroj gezeigt.
69
CINELATINO lädt ein / invita
Stuttgart
Do, 14. April 2016, 20:00 h,
Delphi Arthaus Kino
Eröffnung CINELATINO Stuttgart
El abrazo de la serpiente (Der Schamane und
die Schlange – Eine Reise auf dem Amazonas)
von Ciro Guerra
So, 17. April 2016, 15:00 h,
Delphi Arthaus Kino
Themennachmittag mit Film und Diskussion
Fußball-WM und Olympische Spiele in Brasilien – Auswirkungen von Mega-Sportevents
auf Kinder- und Menschenrechte
Die Ausrichtung der Fußball-WM 2014 und
der Olympischen Spiele 2016 in Brasilien
führte zu erzwungenen Umsiedlungen gewachsener Stadtteile, die die dort lebenden
Menschen entwurzelten. Ständige, teils brutale Militär- und Polizeipräsenz zur Gewährleistung der Sicherheit internationaler Gäste
beeinträchtigen ihren Alltag. Anhand aktueller Entwicklungen in Rio de Janeiro werden
Möglichkeiten diskutiert, wie sportliche
Großveranstaltungen zu einem nachhaltigen
Ereignis für alle werden können.
Einführung & Diskussion mit Jens Kunischewski, Lateinamerika-Referent von terre
des hommes Deutschland und zuständig für
das Projekt „Children WIN“
Mit Fingerfood aus Brasilien
The Fighter – The Dark Side of Rio Olympic
Games 2016
Dokumentarfilm von Dara Kell & Christopher
Nizza, Südafrika/Brasil. 2015, 26 Min., OmU
Naomy lebt mit ihrer Familie in einer Favela
in Rio de Janeiro. In unmittelbarer Nachbarschaft läuft der Bau der Infrastruktur für die
Olympischen Sommerspiele 2016 auf Hochtouren und gemeinsam mit den Bewohnern
der Favela kämpft Naomy gegen die Zwangsumsiedlung.
70
Vorfilme:
The Bullet
Film von Dara Kell & Christopher Nizza,
Südafrika/Brasilien 2014, 8 Min., OmeU
The Parking Lot
Film von Dara Kell & Christopher Nizza,
Südafrika/Brasilien 2014, 10 Min., OmeU
In Zusammenarbeit mit der terre des hommesArbeitsgruppe Stuttgart & Círculo Latino –
Arbeitskreis der Lateinamerikanischen Vereine
Baden-Württemberg e.V.
Mi, 20. April 2016, 20:30 h,
Delphi Arthaus Kino
Festival-Ausklang
mit dem Film El acompañante (Der Begleiter)
von Pavel Giroud
Freiburg
So, 17. April 2016, 11:00 h, Kommunales Kino
Tango-Matinée / Film + Konzert und Milonga
Filmpremiere
PICHUCO – Ein Film über Aníbal Troilo
Dokumentarfilm von Martín Turnes
Argentinien 2015, 80 Min., OmU
Ein Musikhochschullehrer in Avellaneda leitet das ambitionierte Projekt, über 500 handgeschriebene Kompositionen der Bandoneon-Legende Aníbal Troilo und seiner Tangokombo zu digitalisieren und gemeinsam mit
jungen Studierenden zu analysieren. Diese
wissenschaftliche Annäherung an das Werk
des brillanten Musikers wird ergänzt durch
Interviews mit Weggefährten, verschiedenen
Musikern und durch die Tangomusik selbst.
So, 17.April 2016, 12:30 h, Kommunales Kino
Milonga mit Finisterre Tango (Buenos Aires)
Die jungen Musiker aus dem Film sind
derzeit auf Deutschlandtournee und laden
vor dem Alten Wiehrebahnhof zu einer
kleinen Milonga der besonderen Art ein.
Argentinien zu Gast in Freiburg beim CINELATINO 2016. Die Milonga findet in Kooperation mit dem Tango Argentino Club Corazón
Freiburg e.V. statt.
Impressum
Veranstalter:
FILMTAGE TÜBINGEN e.V.
Anschrift:
CINELATINO
Filmtage Tübingen e.V.
Hintere Grabenstr. 20
D-72070 Tübingen
Tel.: +49-7071-56 96 0/57/58
Fax: +49-7071-56 96-96
E-Mail: [email protected]
Website: www.filmtage-tuebingen.de
Künstlerische Leitung: Paulo Roberto de Carvalho
Festivalkoordination: Kathrin Frenz, Pola Hahn,
Irene Jung
Programmauswahl: Paulo Roberto de Carvalho
Assistenz: Patricia Maag
Marketing: Juan Aballe, Marielle Lorenz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Kathrin Frenz,
Patricia Maag
Social Media: Kathrin Frenz, Marielle Lorenz
Koordination mit den Städten: Kathrin Frenz,
Pola Hahn
Gästeservice: Pola Hahn, Pauline Suaznabar Mendoza
Internationaler Filmtransport: Pola Hahn, Pauline
Suaznabar Mendoza
Filmkopie-Betreuung: Thomas Fellner, Sven Naiser
Schulvorstellungen: Marielle Lorenz
Organisation in Stuttgart: Gabriele Elsäßer
Organisation in Freiburg: Neriman Bayram, Florian
Fromm
Open Festival Space: Berenice Hoentzsch
Programmheft Redaktion: Eva Hieber
Katalogtexte: Maria Blenich, Lena Bühler, Cathrin Ernst,
Kathrin Frenz, Pola Hahn, Valerie-Anna Heck, Eva
Hieber, Berenice Hoentzsch, Andrea Kreisel, Marielle
Lorenz, Friederike Luithle, Patricia Maag, Pauline
Suaznabar Mendoza, Steffen Schmid, Uli Stelzner,
Sascha Thorn, Lennart Will
Lektorat: Irene Jung, Sabine Oswalt, Miranda Schiller
Übersetzung: Irene Jung, Sebastian Liberona, Rainer
Sattler, María José Timón, Patricia Maag, Pauline
Suaznabar Mendoza
Festivalbüro: Kathrin Frenz, Pola Hahn
Technisches Veranstaltungsmanagement: Sven Naiser
Filmtage Büro: Florian Bauer
Buchhaltung: Armin Schreiner
EDV-Betreuung: Peter Moos
Festivaltrailer: Irene Jung, Wolfram Schillinger
Gestaltung Plakat und Programmheft: Uli Gleis
Internet-Gestaltung: Alexander Gonschior
(www.agowebworks.de)
Foto Seite 6: Bernd Eidenmüller
CO2-neutral gedruckt
Alphabetisches Verzeichnis aller Filme
Alaíde Foppa, la sin ventura . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Alba . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Ausencias . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Bboy for Life . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Branco sai, preto fica . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Burden of Peace . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Campo 9 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
Caradecaballo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Cenizas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Chibal'Kan. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
Club sándwich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Cómo ganar enemigos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Distancia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Dulce dolor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
El abrazo de la serpiente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
El acompañante . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
El apóstata . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
El aspirante . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
El enemigo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
El visualizador. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Gravedad. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Huesos rotos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
I am Candy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Ixcanul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
L’artèria invisible . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
La academia de las musas . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
La ausencia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
La helada negra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
La patota (Paulina) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Las altas presiones . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
Llévate mis amores . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Los exiliados románticos . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Los héroes del mal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
Los hilos de la vida de las mujeres jaguar . . . . . 45
Magallanes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Mañana no es otro día . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Navajazo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Nova Dubai . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Nueva vida . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Nunca vas a estar solo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Obra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
O futebol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Paco de Lucía: la búsqueda . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Pikadero . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
Por las plumas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Respira . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Rosa Chumbe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Tempestad. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Zimbo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
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Allan Cascante in
POR LAS PLUMAS
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