Überführungstörn von Sloten ins Winterlager zur Marina Oberhausen

Transcription

Überführungstörn von Sloten ins Winterlager zur Marina Oberhausen
Überführungstörn von Sloten ins Winterlager zur Marina Oberhausen
Marc hat die drei Schipper Jörg, Ralf , Karl mit dem Auto nach Sloten gebracht, das war am
4.10.2011.
Nachdem wir die gesamten Vorräte gebunkert hatten machten wir uns
über den legenderen Kartoffelsalat von Lotti her. Nach einer kurzen TörnBesprechung für die nächsten Tage legten wir uns in die Kojen.
Sloten Mittwoch 5.10.2011 9.00 h
Los geht`s Leinen los mit dem ersten Tagesziel nach Groningen wo wir
80 Km noch vor dem Bug hatten. Die Wettervorhersage die auch in den
nächsten Tage voll zutraf lautete nach Knmi: Deutsche Bucht und
für die gesamte Nordsee 7 - 9 Bft . Bewölkt mit Regen und das KomplettProgramm . Da wir den ersten Tag noch Binnen waren hielt es sich in Grenzen.
Über Sneekermeer, Grouw, Bergum im Prinzess Magrietkanaal kamen wir dann
in den van Starkenborgkanaal und waren gegen 18.30 h im Oosterhaven in
Groningen. Toiletten und Duschen waren leider geschlossen, beim nächsten Mal einfach
die Hafenmeisterin anrufen.
Donnerstag 6.10.2011
Nach dem Duschen und Frühstück erst einmal das Wetter, unverändert viel Wind.
Wir beschließen deswegen erst um 12.00 h weiterzufahren. Das Ziel ist das nur
25 Km entfernte Delfzijl , nördlichster Seehafen Hollands mit Einfahrt in dem Dollart
und zur Nordsee . Unser Liegeplatz ist im Seehafen, nachdem wir die Schleusen
in Delfzijl nach fast einer Stunde passiert haben.Delfzijl kann man als Stadt ignorieren.
Freitag
7.10.2011
Heute haben wir mal eine Stunde länger geschlafen, wir können erst gegen 13.00 h
mit auflaufendem Wasser im Takt der Tide weiter . Unser heutiger Plan ist bis Weener
zu kommen. Als wir aus dem Pollendamm in den Dollart einfuhren erwischte uns wie
vorhergesagt eine sehr hohe Welle von der Nordsee kommend. Da der Wind aber aus NW
kam, hatten wir auf Vorwindkurs bis Emden 2-3 Meter hohe Wellen (Wir mussten nach dem
anderthalbstündigen Wellenritt erst mal durchatmen).An Ditzum vorbei durch das GezeitenSperrwerk in Gandersum wo nur ein Sperrtor wegen Wind und Welle geöffnet war.
Das Wetter beruhigte sich erst als wir an Leer und Papenburg vorbei schipperten.
Danach war es eine ruhige Fahrt bis wir vor der Schleuse in Weener lagen. Dort gerade
festgemacht erwischte uns eine Tzunamiwelle und schüttelte das ganze Schiff und den
überraschten Ralf durcheinander, ein großer Schubverband drückte eine große Welle vor
die Schleuse und an den anlegepontom . Nach ca. 1,5 h kam der Schleusenwärter und wir
liefen in den schönen alten Hafen, Anleger am alten Siel ein.
1
Samstag
8.10.2011
Heute Morgen geht’s schon um 8.00Uhr weiter durch die Schleuse wieder in die Ems in
Richtung Meppen .Gegen 10.45 Uhr lagen wir in der Schleuse Herbrum und verließen
somit das Gezeitenrevier der unteren Ems und waren im *DEK .Nun folgten im Takt die Schleusen
Bollingerfähr,Dühte,Hilter,Hüntel . Das Wetter bis hier hin war mehr als durchwachsen Regen, Hagel
und viel Wind .Und kurioserweise meistens in den Schleusen wo die beiden Tsunamis Karl und Ralf
immer raus mussten und Nass wie die Katzen waren.
Jetzt war es bis zur Schleuse Meppen nur noch eine Stunde, dann über VHF 20 eine Meldung der
Revierzentrale, Schleuse Meppen bis zum12.10.2011 wegen techn. Probleme geschlossen……..
Was tun? Ruhe bewahren und erst mal überlegen. Karl muss Montag nach Hause und Ralf macht
sich sorgen um Paulchen . Ertstmal den nächsten Hafen gesucht, Jachthafen Hase Ems ist es.
Hafenmeisters angerufen und gegen 17.00 Uhr dann endlich fest gemacht. Da waren wir nun,
Hafen weit außerhalb von Meppen aber ein Lichtblick : Vor dem Hafen ein Griechisches Lokal ,
wo sich auch Duschen und Toiletten vorgefunden haben. Das war unsere Rettung, oder meine.
Am nächsten Tag gegen Mittag kamen Ute und Giesela und holten Karl und Ralf ab. Vorher
waren wir noch beim Griechen Super Essen.
Bis Dienstag den 11.10.2011 war Ich denn allein „ Tu Hus „ . Gegen Mittag kam dann Ralf zurück mit
Ulrike und brachte mir meine Ute zur Weiterfahrt Richtung Heimat.
9.10.-11.10.2011
Ich verbrachte schöne ruhige Tage,
mit Bootsarbeiten, lesen, essen beim Griechen, einen Besuch in Meppen auf einem schönen Wanderweg entlang der Ems. Die Leute hier im Hafen und beim Griechen waren einfach super .Danke. Danke,,
*Dortmund-Ems-Kanal*
Mittwoch 12.10.2011
Nach mehrmaligem Kontakt mit der Schleuse und der *WSP öffnet die Schleuse heute Morgen um 6.00.
Um 9.00Uhr geht’s dann mit Skipperin Ute weiter. Und heute unser Schleusenrekord, Meppen ab 9.30
Varloh 11.00 ,Gleesen 13.15 , Hesselte 14.45 , Venhaus 15.45 , Altenrheine 17.30 , Rohde 18.15 , und
Schließlich nach einem Anruf über Funk in Bevergen um 19.00 Uhr vor der Schleuse fest gemacht .Eine
schöne aber lange Fahrt über die Ems , nur Ute hatte ein bisschen Stress rein raus und immer
hochschleusen gegen Berg . Hat super geklappt mit den Schleusenharken.
*Wasserschutzpolizei*
Donnerstag 13.10.2011
Heute Morgen sind wir gut ausgeschlafen, aber leider mussten wir noch vor der Schleuse Bevergen, mit
dem netten Schleusenmeister warten. Nebel war in der Nacht aufgekommen, gegen 10.30 Uhr ging es
weiter Richtung Münster. Vor uns waren zwei Berufsschiffe denen wir in guten Abstand folgen. In
Münster vor der Schleuse angekommen warteten wir 2 Stunden bis sich die Tore öffneten .Mit zwei
anderen Sportbooten und den Großen Pötten ging es weiter. Das Wetter hatte sich mittlerweile beruhigt
die Sonne war da und die Welt sah ganz anders aus .Es war so kurz vor 17 Uhr und wir waren in Tomberge
angekommen .Ein kleiner Jachthafen im Niemandsland, versandet und bis auf einen netten Herrn der
uns am Steg annahm tote Hose aber Ok. Nach dem Essen noch Duschen und dann ab in die Kojen.
Freitag 14.11.2011
Nach dem Frühstück legten wir ab, und das Drama „ Teil 2 „ nahm seinen Lauf. Beim einfahren in den DEK
ein Ruck, ein Knirschen der Motor stand, mitten im Kanal bei leichtem Nebel. Was tun? , erst mal irgendwie
aus dem Fahrwasser kommen. Ein Paddel bei so einem Schiff war nicht an Bord. Eine super Idee von Ute
kam prompt: Nimm doch das große Fenderbrett rief Sie, und ich paddelte was das Zeug hielt um ans Ufer
zu kommen. Keine Möglichkeit eine Leine festzumachen ,Steine , Büsche und eine große Böschung .Also
Buganker und Heckanker werfen, damit waren wir erst mal einigermaßen fest. So jetzt ging es erst mal
richtig los, die Schifffahrt musste gewarnt werden und wir haben über Funk Schleuse Henrichenburg angerufen. Eine nette Dame nahm alles in die Hand und benachrichtigte die *WSP die Berufsschifffahrt und
weitere Dienststellen . Jetzt ging’s los, einer musste ins warme Wasser ca.12 Grad und dann tauchen, und
nachschauen. Geahnt hatten wir es: Ein dickes Tau in der Schraube, Lampe, Messer und runter. Nach
einer ¾ Stunde war sie wieder frei. Mittlerweile passierten mehrere große Schiffe und boten alle
Schlepphilfe an, super und danke allen. Wieder an Bord und erst mal auftauen, ich war mehr als
durchgefroren aber egal und weiter im Takt .Funken und mittteilen das die Manöverierunfähigkeit des
Schiffes wieder aufgehoben ist und alle wieder normal fahren konnten. Nach dem ganzen Mist fuhren wir
weiter und waren gegen 15.00 im Jachthafen des Schiffshebewerkes Henrichenburg. Festgemacht und
nach einem Eimer Tee während der Fahrt ein Bier ein Bier und een dubbelten Bobbeltje ( Oder Genevers ).
Dann zum super Hafenmeister und ersten Vorsitzenden des Club s anmelden. Abends dann die Entschädigung“lekker “ gegessen beim Griechen und dann die tolle Aussicht auf das in allen Farben beleuchtete
alte Hebewerk und dann nach einem kleinen Absacker und ab in die Kojen .
*Wasserschutzpolizei*
Samstag
15.11.2011
Nachdem wir ausgeschlafen waren erst mal duschen und dann lecker Frühstücken .Gegen 8.45 legten
wir ab und fuhren auf dem RHK weiter Richtung Zielhafen Marina Oberhausen. An der ersten Schleuse
von dreien am heutigen Tage in Herne – Ost, war es auch wie im Osten 1 ¾ Std. und wir mussten wir
warten bis die Berufsschifffahrt andampfte. Tolle Wurst der Schleusenf……zi, ach war es doch im Norden
und in den Nederlanden mooi . ( schön ,einfach )
Aber dann ging es im Konvoi mit den Dampfern weiter nach Wanne- Eickel zur letzten Schleuse in
Gelsen-04-kirchen .Jetzt waren es nur noch 12 km (ein bisschen traurig war ich ( wir )schon, es waren sehr
ereignisreiche Tage die zu Ende gingen . In Oberhausen angekommen warteten Ralf, Ulrike die Kinder
Katrin, Marc und Lili auf uns .Karl und Gisela waren auf dem Weg zur Anlegestelle mit einem tollen
Menü im Auto . Es war ein klasse Abschluss unserer Reise.
Die drei Schipper und Ute.