GenoNews 4 - Verband Sächsischer

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GenoNews 4 - Verband Sächsischer
Newsletter 04-2009
Wohnungsgenossenschaften bieten
vielfältige Serviceleistungen neben
dem Wohnen an
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
besonders in Zeiten der Wirtschaftsund Finanzkrise ist bezahlbares, si­
che­res sowie attraktives Wohnen
mehr denn je gefragt. Das gute Gefühl, in einer Wohnungsgenossenschaft zu Hause zu sein, kennen
rund 532.000 Sachsen. Denn so
viele Menschen wohnen heute bei
den 236 im Verband Sächsischer
Wohnungsgenossenschaften organisierten Genossenschaften.
Kein Wunder, denn das Wohnen in
einer Wohnungsgenossenschaft hat
sich seit über 100 Jahren bewährt.
Bedeutet es doch mehr, als nur ein
angenehmes Zuhause zu haben. Als
Bewohner und zugleich Mitglied einer Genossenschaft können vielfältige Serviceleistungen neben dem
Wohnen in Anspruch genommen
werden. So werden beispielsweise
kleinere Reparaturen in den Wohnungen von den Hausmeistern oder
genossenschaftseigenen Handwerkern ausgeführt.
Schwächsten ihrer Mitglieder wahr
und beraten zum Beispiel auch in
Sachen Wohngeld und vielem mehr.
Zu den Grundprinzipien der Wohnungsgenossenschaften gehört nicht
nur das aktive Miteinander und Füreinander da sein der Mitglieder. Die
Genossenschaften als Ganzes nehmen dabei auch ihre Verantwortung, insbesondere gegenüber den
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim
Lesen und eine besinnliche sowie
schöne Adventszeit.
In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen
Serviceleistungen vor, die zu den attraktiven Seiten des Lebens in sächsischen Wohnungsgenossenschaf­ten
zählen.
Ihr Dr. Axel Viehweger
Vorstand des VSWG
www.vswg.de
Wohnungsgenossenschaften
bieten vielfältige Serviceleistungen
Individuelle Hilfe für Mitglieder
Die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft eG
(VLW) bietet seit dem vergangenen Jahr für ihre Mitglieder Sozialsprechstunden an. Als ausgebildete Sozialhelferin leistet Frau Kerstin Finster Hilfestellung in
schwie­rigen Lebenslagen. Mietschulden, Nachbar­schafts­
konflikte, hilfsbedürftige Senioren – ihr Einsatzbereich
ist vielfältig. Allein im aktuellen Jahr waren es bereits
80 Fälle. Etwa die alte Dame, die eine erweiterte medizinische Versorgung braucht oder Familien, die aufgrund ihrer Mietschulden von der Zwangsräumung bedroht sind. Kerstin Finster berät die Mieter zum Beispiel
in Sachen Wohngeld und sonstigen Sozialleistungen,
hilft beim Ausfüllen von Anträgen sowie Formularen
und geht bei Bedarf auch mit zu den Behörden. In besonders gravierenden Fällen vermittelt sie die Mieter an
kostenfreie Schuldnerberatungen.
Eine besondere Verantwortung nimmt Kerstin Finster
gegenüber den älteren, meist langjährigen, Mitgliedern
der Genossenschaft wahr. Dank der fachgerechten Unterstützung und regelmäßiger Hausbesuche gelingt es
in vielen Fällen, sozialer Isolation zu begegnen und für
ein möglichst lang selbstbestimmtes Leben in der vertrauten Wohnung bei der VLW zu sorgen.
www.vlw-eg.de
VLW unterstützt Mitglieder durch individuelle Beratung
Genossenschaftsgärten – grüne Oasen vor
der Haustür
Zahlreiche Wohnungsgenossenschaften verfügen über
eigene Mietergärten. Diese haben in den Wohnungsgenossenschaften eine lange Tradition und gewinnen als
aktive Freizeitmöglichkeit wieder zunehmend an Beliebt­
heit. Dienen sie doch der Kommunikation, der Pflege
sozialer Kontakte und der körperlichen Fitness bis ins
hohe Alter. Viele Wohnungsgenossenschaften halten
deshalb für die Durchführung von Gartenarbeiten oder
Kleinstreparaturen Gartengeräte und Werkzeug zum
Verleih bereit.
Die Sächsische Wohnungsgenossenschaft Chemnitz eG
(SWG) bietet ihren Mitgliedern diesen Service mit hohem
Freizeit- und Erholungswert. Die SWG hat vier Wohngebiete, in denen Hausgärten zu den Wohnungen dazugehören. Die insgesamt rund 739 Gärten sind in der
Regel 80 m² groß und werden kos­tenlos zur Verfügung
gestellt. Die Mitglieder können diese individuell nutzen.
Als grüne Oase dienen sie meist zur Entspannung. Unter
den Nutzern sind zahlreiche Familien mit Kindern, die
ihren Garten auch häufig mit Sandkas­ten oder Spielgeräten ausstatten.
www.swg-chemnitz.de
Die Genossenschaftsgärten der SWG erfreuen sich großer Beliebtheit.
Die Zukunft mit unseren Jüngsten gestalten
Die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG wurde
1957 gegründet. Ihre ältesten Genossenschafter leben
seit über 50 Jahren hier. Viele von ihnen noch in den
Häusern, die sie selbst einmal mit gebaut haben. Im
Wohngebiet Striesen ist der Anteil älterer Menschen
in der WGJ besonders hoch, der Generationenwechsel
steht vor der Tür. Gerade hier entschied sich die WGJ für
den Bau eines neuen Kindergartens, der neben seiner
Funktionalität auch städtebauliche Maßstäbe setzt. In
ihrem wunderschönen, hellen und farbenfrohen neuen
Zuhause auf Zeit können rund 75 Kinder zwischen 0 und
6 Jahren ihr Wohnumfeld schon einmal genau kennen
lernen. Der Kindergarten steht für alle Dresdner offen,
jedoch werden die Jüngsten unserer Genossenschafter
bei der Platzvergabe bevorzugt – ein Plus für Familien
zum Wohnen in der WGJ. Rund 800 m² Nutzfläche und
schön gestaltete Außenanlagen schaffen ideale Möglichkeiten für eine gute Betreuung der Kleinen. Wie gut
es ihnen hier gefällt, kann man beim Kindertag, beim
Tag der offenen Tür oder bei Veranstaltungen in der
Vorweihnachtszeit an den vielen leuchtenden Kinderaugen ablesen.
www.wgj.de
Der Kindergarten „Gänseblümchen“ begeistert vor allem die jüngsten
Mieter der WGJ.
Fit und aktiv das Genossenschaftsleben
genießen
Die Wohnungsgenossenschaften bieten ihren Mitgliedern eine Vielzahl von Aktivitäten zur Freizeitgestaltung.
Sie dienen natürlich auch dazu, die Kommunikation unter den Mitgliedern zu fördern und dabei Jung und Alt
zusammenzubringen.
Die Wohnungsbaugenossenschaft Burgstädt eG (WBG)
hat sich für die Senioren unter ihren Mitgliedern etwas
Besonderes ausgedacht. Ihnen bietet die Genossenschaft
in Kooperation mit der Volkssolidarität Kreisverband Glau­­
chau/Hohenstein-Ernstthal regelmäßig einmal pro Woche
ein spezielles Bewegungstraining an, um sich gesund und
fit zu halten. Die Mitglieder treffen sich, kommen mitein­
ander ins Gespräch und tun etwas für ihre Gesundheit.
Die gut besuchten Übungsstunden finden zudem unter
Anleitung eines qualifizierten Physiotherapeuten statt.
Und um die Gesundheits- und Fitnessvorsorge noch zu
verbessern, arbeitet die WBG zusätzlich mit einer ortsansässigen Apotheke zusammen. Die Senioren haben
so die Möglichkeit, regelmäßig ihren Blutdruck und ihren Blutzucker messen und prüfen zu lassen.
www.wbg-burgstaedt.de
Viele Senioren der WBG nehmen regelmäßig am Bewegungstraining
teil.
Nachrichten/Veranstaltungen
Ab sofort bis März 2010 – Wurzen:
Bereits seit Oktober 2009 wird eine Auswahl von Aquarellen der Künstlerin Liane Opolka in der Geschäftsstelle
der Wohnungsgenossenschaft Wurzen eG auf der GeorgSchumann-Straße 25 ausgestellt. Noch bis Ende März
2010 lädt die Wohnungsgenossenschaft Montag bis
Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und Freitag von 7 bis
15 Uhr dazu ein, die Entdeckungsreise der Wurzener
Künstlerin in die Welt von Regenbogen, Blumen und
Landschaften zu begleiten.
20. Januar 2010 – Dresden:
Am 20. Januar 2010 veranstaltet der VSWG zusammen
mit dem vdw Sachsen im Hotel Elbflorenz eine Tagung
zum Wohnungsbetreuungsvertragsgesetz unter dem Titel
„Betreutes Wohnen – Bleibt alles anders?“.
26./27. Januar 2010 – 8. Mitteldeutscher Immobilienkongress:
Bereits zum 8. Mal werden vom 26. bis zum 27. Januar
2010 auf dem Immobilienkongress in Leipzig unter dem
Leitgedanken „Immobilie als Kern der Wirtschaft“ poli-
8. Mitteldeutscher
27. Januar 2010
The Westin Leipzig
tische Themen der Immobilienwirtschaft aufgegriffen
und diskutiert. Zum Auftakt führt Michael Sagurna,
Staatsminister a. D., im Kristallpalast Leipzig durch den
Immobilienpolitischen Abend. Im Podium diskutieren
dort Fachminister der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt
und Thüringen über den Immobilien- und Bausektor.
Der 2. Tag des Kongresses ist durch mehrere Fachvorträge
im Ballsaal und Foyer des Hotels „The Westin Leipzig“
gekennzeichnet. Der Bundesminister für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung Dr. Peter Ramsauer bildet hierbei
das Auftaktreferat.
21./22. April 2010 – Energietagung:
Am 21. und 22. April 2010 findet im Internationalen
Congress Center Dresden eine vom VSWG organisierte
Energietagung mit aktuellen Themenschwerpunkten statt.
18. Tage der Sächsischen Wohnungsgenossenschaften in Dresden
Zum 18. Mal jährte sich die wichtigste Weiterbildungsveranstaltung
des VSWG. Am 28. und 29. September trafen sich 260 Vertreter aus
Politik, Wissenschaft und Wirtschaft
zu den Tagen der Sächsischen Wohnungsgenossenschaften zum Informations- und Erfahrungsaustausch
im Internationalen Congress Center
Dresden. In diesem Jahr standen
vorrangig zwei komplexe Themen
auf der Agenda: die Weiterführung
des Stadtumbaus, die Energie- und
Klimapolitik des Bundes und des
Freistaates Sachsen sowie deren
Umsetzung in den Mitgliedsgenossenschaften des VSWG. Außerdem
wurde die Wohnungsgenossenschaft Flöha eG mit ihrem Holzpellet-Heizhaus in die Umweltallianz
Sachsen aufgenommen und bekam
vor Ort von Sachsens Umweltminister Frank Kupfer die Mitgliedsurkunde.
Einen Höhepunkt stellte auch die
Aus­lobung des Preises der „Tage
der Sächsischen Wohnungsgenossenschaften“ dar. Im kaufmännischen Bereich wurde die Wohnungs­
baugenossenschaft Burgstädt eG
für ihre Bewertung der Miete als
Marketingexperiment ausgezeichnet.
Die Wohnungsgenossenschaft Riesa eG erhielt für ihren eingeführten
Seniorenbrunch, der durch die Betreuung von Schülern gleichzeitig
auch die Beziehung zwischen Jung
und Alt fördert, den Preis in der Kategorie Sozialmanagement. In der
technischen Kategorie überzeugte
die Wohnungsgenossenschaft Cossebaude eG, die ihre zentrale Heizungsanlage auf Biomasse umrüsten. Zum Schluss erhielten die drei
leistungsstärksten Auszubis der drei
IHK-Bezirke Sachsens aus Woh­
nungs­genossenschaften eine Auf­
merk­samkeit des Verbandes.
Impressum
Herausgeber:
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V.
Verantwortlich: Dr. Axel Viehweger
Antonstraße 37, 01097 Dresden
Telefon:0351 80701-0
Telefax: 0351 80701-60
E-Mail: [email protected]
www.vswg.de
Redaktion/Gestaltung/Satz:
www.heimrich-hannot.de
Druck:
www.loessnitzdruck.de
Erscheinungsweise: 4-mal jährlich
Redaktionsschluss: 16. November 2009