Das Magazin Rund ums Rind

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Das Magazin Rund ums Rind
Rinderzucht
Nr. 23 | Dezember 2013
Das Magazin Rund ums Rind
Zucht & Besamung:
16. Oldenburger Münsterlandschau in Vechta
Management:
Das Beste für die Kühe von morgen
Fleischrinder:
22. Sächsischer Fleischrindertag
Digitale Ausgabe zum Herunterladen:
DIE IMPULSE AIR MELKTECHNOLOGIE SCHAFFT
NACHHALTIGE EUTERGESUNDHEIT
Albert Roelofs, MILKRITE Verkaufsleiter für die Masterrind im Gespräch
mit MILKRITE IMPULSE AIR Benutzer, Familie Blohm aus Stadland /
Wesermarsch.
Wilke Blohm: Weiterhin haben wir, toi toi toi, seitdem MILKRITE
IMPULSE AIR eingebaut ist, noch keine Kuh mit einer Euterentzündung
gehabt. Die Euter lassen sich sehr gut ausmelken.
Es ist Anfang Dezember und recht kaltes und nasses Wetter. Aber auf
dem Hof der Familie Blohm sieht es so aus, als ob der Besen immer
im Einsatz ist. Wo man auch hin schaut, überall ist es sauber und
blitzeblank, ein absoluter Vorzeige-Betrieb! Auf dem Hof ist der
Besamungstechniker der Masterrind, Georg Semmler bei der Arbeit.
Eine großrahmige zweite Kalbskuh ist gerade besamt, und ich frage
ihn auf Platt: „ Het du doar un Kohkalf in steckt?“. Georg‘ s Antwort:
„Ick bin mie ziemlich sicher“ erfolgt mit Augenzwinkern.
Henriette Blohm: Ausserdem geht das Melken bedeutend schneller,
und ich muss wirklich sagen, dass viele Kühe auf halben Weg des
Karussells schon leer sind. Wir lassen den Teller zwar schneller drehen,
aber manchmal kommt man mit dem Melken fast nicht nach. Kurz
gesagt, wir melken unsere 150 Kühe jetzt garantiert 20 Minuten
schneller als vorher, und das pro Melkzeit! Auf Jahrbasis sind das
mindestens 150 Stunden, die wir weniger im Melkstand verbringen
müssen.
Wilke Blohm und seine Mutter Henriette begrüßen mich freundlich.
Hier befinden sich 150 Kühe mit einem Herdendurchschnitt von 10500
Liter und 4,20 % Fett und 3,53 % Eiweiß (Durchschnitt der letzten 5
Jahre!! ) - großrahmig und gut zu Fuß, das Züchterherz blüht hier auf.
Wilke Blohm: Und was uns auch auffällt sind die besonders
trockenen Striche nach dem Melken. Unsere Zellzahlen sind noch
nicht gravierend gesunken, aber auch nicht gestiegen!! Wir wissen
aber auch, dass wir hier etwas geduldig sein müssen. Bei anderen
Berufskollegen sinken die Zellzahlen doch auch nach Einbau von
MILKRITE IMPULSE AIR, somit sind wir uns sicher, dass dies auch
bei uns der Fall sein wird.
3 AK, Wilfried und Henriette Blohm und Wilke Blohm sind verantwortlich für den Tagesablauf. Weiterhin gibt es 120 ha Land, die die
knapp 300-köpfige Herde satt machen müssen. Während wir uns
unterhalten, begeben wir uns auf den Weg zum Melkstand, wo ein
24-er Innenkarussell täglich seine Runden dreht. Einmal im sehr
sauberen Melkstand sehe ich die blauen Hülsen, und schon sind
wir im Gespräch über MILKRITE IMPULSE AIR.
MILKRITE: Seit wann melkt ihr in diesem Melkstand?
Wilke Blohm: Den Stall und Melkstand haben wir in 2007/2008
errichtet. Z. Zt. melken wir etwa 150 Kühe.
MILKRITE: Was war für euch der Grund auf die 3-eckigen
Zitzengummis von MILKRITE IMPULSE AIR? (mit Kopfbelüftung)
umzusteigen?
MILKRITE: Und wie geht es weiter?
Wilke Blohm: Wir werden mit Sicherheit weiter auf die 3-eckigen
IMPULSE AIR von MILKRITE setzen! Auch sind wir sehr am „Cluster Exchange“ , dem Melkzeug-Austausch-Programm von Milkrite interessiert,
denn wir wissen, dass es keinen Spaß macht bei 24 Geschirren die
Zitzengummis alle 200 Tage wechseln zu müssen. Meistens ist man
eh zu spät und somit vermeiden wir, dass wir zu lange mit alten
Zitzengummis melken.
MILKRITE: Liebe Famile Blohm, wir danken für Ihre Zeit und
wünschen wie immer Glück im Stall !!
Wilke Blohm: Wir haben schon mehrere Zitzengummis probiert, und
die letzten waren Silikon. Hauptgrund war vor allem, dass wir zu viele
Hyperkeratosen hatten (Keratosebildung am Schlussstrich), und die
Zellzahlen zu hoch waren. Außerdem hatten wir immer noch zu viele
Probleme mit Euterentzündungen. Weiterhin war das Anmelken von
ersten Kalbstieren manchmal problematisch. Das Karussell durfte ruhig
etwas schneller drehen, im Klartext, das Melken an sich durfte ruhig
etwas schneller gehen.
MILKRITE: Und wie sind eure Erfahrungen bis jetzt?
Wilke Blohm: Nun, zu Recht können wir sagen, dass wir die
Entscheidung MILKRITE IMPULSE AIR einzubauen nicht bereut haben.
Wir sahen schon nach kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung der
Zitzenkondition. Weiterhin kommt die automatische Abnahme sehr
sanft ab, weil das Kopfvakuum bedeutend niedriger und kein Vakuum
mehr im Zitzengummischacht ist, nachdem die Kuh ausgemolken ist.
Henriette Blohm: Die Kühe stehen absolut ruhig, und auch Färsen
lassen sich so schön und ohne Probleme anmelken. Wir setzen das
Melkgeschirr an und können einfach dabei weglaufen. Auch die
Leichtheit des Geschirrs ist sehr angenehm.
KONTAKT:
Bitte besuchen Sie unsere Webseite www.milkrite.de oder melden
Sie sich einfach telefonisch bei unserem Vertriebsmitarbeiter Albert
Roelofs 0152 2573 2896 bzw. per Email: [email protected]
Die neue MASTERRIND nimmt Fahrt auf,
so lautet das erste Zwischenfazit nach dem Einstieg der Weser-EmsUnion in das sich bereits auf „großer Fahrt“ befindliche Unternehmen
MASTERRIND. Ohne unnötige Aufregung, Kratzer oder Schrammen verlief das Einchecken der hinzukommenden neuen Crew. Das Gepäck ist
verstaut. An Deck oder im Maschinenraum waren und sind die Aufgaben
klar verteilt. Mit Routine und Gelassenheit können alle anfallenden Arbeiten erledigt werden, weil sich für jedes Crewmitglied das Aufgabenfeld
kaum verändert hat.
In der ersten Phase der neuen Reise gibt es naturgemäß viel abzustimmen und zu koordinieren, damit ein klarer Kurs gehalten werden kann. Da ist es besonders
hilfreich, dass alle Crewmitglieder Verständnis für einander aufbringen und sich darüber bewusst
sind, dass sich bestimmte Abläufe erst einspielen müssen. Dieses Verständnis wird dann auch
notwendig sein, wenn lieb gewordene, gewohnte Routinen durch veränderte, bessere Abläufe
abgelöst werden. Denn es ist das erklärte Ziel der „neuen MASTERRIND“ von den vorhandenen
Lösungen zukünftig die besten zu nutzen oder aber noch bessere zu entwickeln.
Für die Mitfahrer (Mitglieder) hat sich zunächst einmal im Vor-Ort-Service wenig verändert. Zwar
hat das Ausmaß des Schiffes zugenommen, die Mannschaft ist größer geworden, einige Routinen mussten angepasst werden, aber das Servicepersonal, mit dem man es auf dem großen
Schiff im Alltagsgeschäft zu tun hat, ist für die Mitglieder unverändert. Beste Voraussetzung für
die MASTERRIND also, um Mitgliederbindung und Mitgliederidentifikation weiter auszubauen.
Die Herbstversammlungen der letzten Wochen zeigten als Gradmesser der Neuentwicklung,
dass viel Interesse an der Neuausrichtung besteht. Es gibt selbstverständlich Fragen zum weiteren Kurs, aber die generelle Zielsetzung des neuen Unternehmens wird befürwortet.
Von den Mitgliedern wird erkannt, welche Chancen sich dem neuen Unternehmen in Zucht und
Vermarktung bieten. Größere Flexibilität bei der Auswahl von Auktionsorten, ein gemeinsames
Bedienen von Zuchttierkunden und erste Synergien bei der Abwicklung von Verkäufen sowie die
Abstimmung der Auktionstermine für das nächste Jahr sind erste Schritte im Bereich Vermarktung, die den Mitgliedern unmittelbar von Nutzen sein werden.
Das neue erweiterte Angebot zur neuen Besamungssaison macht besonders deutlich, dass es
durch ein größeres Zuchtprogramm bessere Auswahlmöglichkeiten gibt. Für jeden Geschmack
hält es die passenden Alternativen in ausreichender Anzahl bereit. Fitness-Bullen, hohe RZG-Bullen, Exterieur-Vererber der Spitzenklasse, Eiweißbullen, Bullen aus bewährten Kuhfamilien usw.
finden sich im neuen Besamungskatalog; sprich: Alles was das Herz begehrt.
Diesen Vorteil gilt es zukünftig weiter für die Mitglieder zu realisieren. Die MASTERRIND verfügt
innerhalb Deutschlands über die größte eigene Zuchtpopulation. Da bekanntlich Qualität aus der
Quantität kommt, bietet die Populationsgröße erst einmal eine sehr gute Voraussetzung für den
weiteren Erfolg des Zuchtprogramms. Diese Größe kann und darf jedoch kein Selbstzweck sein.
Sie ist erst von Vorteil, wenn damit die richtige Intensität in der Selektion einhergeht. Durch den
weitsichtigen Kurs der letzten Jahre verfügt die Masterrind über beste Kapazitäten im Bereich
Biotechnik, die es ihr erlauben, das vorhandene Potenzial in der weiblichen Population optimal
zu nutzen. Gleichzeitig trägt die Etablierung des Frischspermaeinsatzes und die Eigenentwicklung zum Sexen von Sperma dazu bei, dass die beste männliche Genetik flächendeckend zum
Einsatz kommt.
Diese Alleinstellungsmerkmale des Zuchtprogramms der MASTERRIND wurden über viele Jahre
erfolgreich und richtungweisend von Dettmar Frese bestimmt. Er verlässt nun zum Ende des
Jahres die Brücke des Schiffes Masterrind, um einen neuen privateren Kurs einzuschlagen.
Wir wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt alles erdenklich Gute, besonders Gesundheit,
Glück und Zufriedenheit sowie „immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“.
Sein erfolgreiches Wirken, sein ruhiges und ausgleichendes Temperament und sein großes Fachwissen werden der MASTERRIND fehlen. Sie sind aber dem weiter „schippernden“ Team des
großen Schiffes MASTERRIND Verpflichtung, das Unternehmen MASTERRIND in seinem Sinne
weiter zu entwickeln.
Ihr
Dr. Josef Pott
INHALT
Zucht & Besamung
4Zamurat im ALL-Programm
Kappa Kasein BB-Träger
6Oldenburger Münsterlandschau
8World Dairy Expo
Blickpunkt Rind 2013
9Schau der Besten 2014
10 100.000-Liter-Kühe
12 Exzellentkühe
14 Exportpartner China
16 Milchleistungsprüfung
Management
18
20
21
22
24
26
27
28
30
31
Fehlende Väter kosten Geld
MASTERRIND-Milchforum
Planet Kuh
Das Beste für Kühe von morgen
Sächsischer Milchrindtag 2013
7. Milcherzeugerforum
Planet Kuh – Fokus Kalb
Betriebsreportage Gerd Wemken
Tiere vor der Besamung fixieren
Heatime
Vermarktung
32 Verdener Weihnachtssterne
BHV1-Freiheit
33 Marktnotizen
34 Jackpot-Wettbewerb
35 Christmas Special 2013
36 QS-Zertifizierung
Versorgung der Verkaufskälber
37 Verdener Absetzerauktionen
Fleischrinder
38 Sächsischer Fleisch­rindertag 2013
39 Züchterfahrt
40 25. Charolais-Bundesschau
41Charolais-Hofauktion
Highland-Cattle-Bundesschau
42Limousintreffen
Rasseverband Simmental
43 Blonde d‘Aquitaine-Bundesschau
Angustreffen
44 35. Fleischrindertage 2014
45 23. Sächsische Bullenauktion
46 Best of 2014
Jungzüchter
47 Landesentscheid Tierbeurteilung
Jungzüchtertierschau in Stenum
48 Vorführwettbewerb Altmittweida
50 Südoldenburger Jungzüchter
52 Bezirkswettbewerb in Sulingen
53 Vorführwettbewerb in Lüchow
54 Vorführwettbewerb in Dalum
55 2. Open Junior Show in Cremona
56 18. Triathlon / 6. MASTER-Typ-Cup
57Kinderseite
Persönliches
58 Ehrungen & Abschiede
Kurzinfos
68 Kurzmeldungen
71Termine
3
Zucht & Besamung
Weiterer MASTERRIND-Bulle ausgewählt
Zamurat im ALL-Programm
Die Arbeitsgemeinschaft Lebenslinien (ALL) hat mit
der Auswahl von Zamurat einem weiteren MASTERRIND-Bullen das ALL-Logo verliehen.
Der Bulle erfüllt somit die strengen Kriterien im Hinblick auf
Lebensleistung, Nutzungsdauer,
Fitness und Exterieur sowie
alternative Linienführung.
Zamurat 832090 (Zenith x VG
88 Eaton X EX 90 Fatal x EX 90
Luke) stammt aus der bekannten Kuh Luke Classic des dänischen Züchters Tirsvad-Anderstrup. Luke Classic wurde aus
den USA als Embryo nach Dänemark verkauft und hat dort mit
überragender Nachzucht überzeugt. Viele Söhne und Enkel
von Luke Classic wurden weltweit mit guten Ergebnissen
getestet, u. a. der Jesther-Sohn
Juwel.
Zamurat gilt als exterieurstarker
Outcrossvererber und zeigt
einen sehr ausgeglichenen
Zuchtwertaufbau auf hohem
Niveau. Er konnte seine Werte in
vielen Bereichen kontinuierlich
verbessern, so dass hohe Inhaltsstoffe, sehr gute Euter und
eine hohe Nutzungsdauer zu
seinen Stärken zählen.
Insgesamt sind jetzt sieben
MASTERRIND-Vererber Zamurat ziert jetzt das ALL-Logo
MASTERRIND-Bullen mit dem
All-Logo ausgezeichnet worden.
Schaffner, Sallas, Saxonia, Pinball, Masaccio und Acme wur-
den bereits zu anderen Terminen ausgewählt.
Bernhard Weber
m
Die Käsespezialisten der MASTERRIND
NOG Gerino & Genesis sind
Kappa Kasein BB-Träger
Die MASTERRIND hat mit NOG Gerino und Genesis zwei weitere Bullen als Kappa Kasein BB-Träger
identifiziert. Kasein ist die Haupteiweißkomponente
in der Kuhmilch. Es macht ca. 80 % des Reinproteins
aus.
Die für die Käseausbeute besonders vorteilhaften Genotypen AB
bzw. BB kommen seltener vor,
insbesondere der Genotyp BB.
Daher ist es aus züchterischer
Sicht wichtig, dass die MASTERRIND neben Stylist und dem
genomischen Bullen Amor Red
nun mit NOG Gerino und Genesis weitere BB-Träger anbieten
kann.
4
Die MASTERRIND-Liste der
BB-Träger umfasste in der Vergangenheit nur sehr wenige
Bullen, wie z. B. Lexikon oder
Falcao. Gegenwärtig ist mit
dem RMV-Bullen Emilio ein
weiterer BB-Träger im heimischen Markt verfügbar. Gerade
im internationalen Markt steigt
die Nachfrage nach diesen
raren „BB-Bullen“ stark an, vor
allem in Australien, England,
Holland, Italien oder der
Schweiz. Eine ganze Reihe
aktueller MASTERRIND-Bullen
wurden darüber hinaus als
Träger des ebenfalls effizienzsteigernden Kappa Kasein-Genotyps AB neu identifiziert, u. a.
NOG Gerino
der Top MASTERPROVEN-Bulle
Björk bzw. die genomischen
Bullen Frostbite, Ferris und
Alonso Red.
Genesis
Dr. Matthias Riedl
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Die starke Marke im Stall
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Kalben.
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Zucht & Besamung
16. Oldenburger Münsterlandschau in Vechta
Ist denn alles ein wenig gaga?
Das Wetter war es auf jeden Fall. Seit 16 Jahren findet
diese Schau statt, und noch nie hat es Bindfäden geregnet wie an diesem September-Samstag in Vechta.
Sie ist exzentrisch, extrovertiert und für einige auch
ein wenig verrückt – Lady Gaga.
So beschreiben die Medien die
Popsängerin Lady Gaga, die
Namensvetterin der amtierenden Miss Vechta 2013. Dass sich
beide in Szene setzen und das
Publikum begeistern können,
sind neben dem Namen aber
auch die einzigen Gemeinsamkeiten, die die Modest-Tochter
der Besitzergemeinschaft Wille/
Köster aus Herbergen und die
Queen of Pop miteinander verbinden.
Kollektionen der
­besonderen Art
Mit diesen Worten begann Preisrichter Marko Radke aus Eppendorf seine Kommentierung der
ersten Sammlungen. Den Zuschauern wurden sehr harmonische Betriebssammlungen präsentiert, die jeder gerne in seinem Stall haben würde. In der
Endauswahl bestachen die Einzeltierqualitäten und bildeten
ein imponierendes Ganzes. Hier
überzeugte mit viel Harmonie
und Körperbau die Sammlung
von Henrik Wille aus Herbergen
und holte sich den Siegertitel
vor der bewegungsstarken und
ebenfalls harmonischen Gruppe
von Josef und Bernd Hatke aus
Aumühlen.
Hart im Nehmen
Die Vorführer und Färsen der
nachfolgenden Klassen waren
hart im Nehmen. Der Regen
prasselte unerbittlich auf die
Schauteilnehmer und -zuschauer nieder, sodass Ringsprecher
Werner Vogt einige Mühe hatte,
Gehör zu finden. Wie gut, dass
bei diesen widrigen Umständen
ein Routinier am Mikrophon war
– bereits zum 80. Mal kündigte
er die einzelnen Klassen und
Sieger als Ringsprecher an.
Ihre leichten Vorzüge im Milchtyp und in der Beckenlage sowie
ihr überragendes Hintereuter
ließen sie in der Klasse schon
vorne weg laufen, und nun
Lady Gaga (V. Modest) von Henrik Wille, Herbergen, wurde Miss Vechta
6
Miss Vechta 2013, Lady Gaga, und Torben Melbaum trotzten dem Regen
brachten genau diese der Knowledge-Tochter Lolita der Josef
und Bernd Hatke GbR den Siegertitel der Färsen ein. Ihr folgte
die mit viel Körpertiefe ausgestattete Knowledge-Tochter Franka von Peter Wreesmann-Grever
aus Schnelten. Schon in der
Klassenentscheidung hatten es
diese beiden Kühe Marko Radke
angetan und nur Nuancen entschieden über den ersten oder
zweiten Platz. Nervenkitzel pur
für die dem Regen trotzenden
Zuschauer. Erst stellte er Franka
nach vorne, und nach einem
weiteren Rundgang um die
beiden Kühe drehte er die Klassenbewertung doch noch – zugunsten von Lolita.
Reservesiegerin der rotbunten Zweitkalbskühe und Siegerin Rotbunt wurde
HMS Halloveen (V. Tequila) von Wille/Meyer, Herbergen
Schauerfahrung pur
Miss Vechta 2013
In den mittleren Kuhklassen war
es ein Who-is-Who der schauerfahrenen Kühe, die das Rennen
unter sich ausmachten. Die
klare Spitze war – wie schon in
ihrer Klasse – die Bigest-Tochter
WWW Leda der Besitzergemeinschaft Hatke, Strudthoff und
Schulte-Lohmöller aus Aumühlen. Sie wusste den Preisrichter
mit ihren sehr guten Beinen,
dem erstklassig und hoch aufgehängten Euter sowie ihrer Balance für sich zu gewinnen und
sicherte sich und ihren Besitzern
den Siegertitel mittel. Auch die
Reservesiegerin begeisterte
Radke in der vorangegangenen
Klasse dank ihres bestechenden
Euters sowie ihrer imponierenden Körperlänge. 1a in der Klasse und ein souveräner Reservesieg für die Tequila-Tochter HMS
Halloveen von Wille und Meyer
aus Herbergen. Der Ehre nicht
genug, denn aller guten Dinge
sind drei, dachte sich HMS
Halloveen und holte auch noch
den Siegertitel der rotbunten
Kühe nach Herbergen.
Ein letztes Mal betraten die drei
Siegerkühe, Lolita, WWW Leda
und Lady Gaga, den Schauring,
um sich dem Urteil von Marko
Radke zu stellen. Mit den Worten „Es muss nicht immer eine
alte Kuh Grand Champion werden – aber es kann“, erhielt Lady
Gaga den Klaps aufs Hinterteil
und darf sich nun Miss Vechta
2013 nennen!
Die Sieger der alten
Klasse
Jede Kuh in dieser Klasse konnte
den Preisrichter zum Schwärmen bringen, doch besonders
die beiden Siegertiere taten es
ihm an. Kein leichtes Los hatte
Marko Radke in den beiden
Klassen der Kühe mit drei und
mehr Laktationen. Sie schien
den Regen nicht zu bemerken,
mit so viel Ringpräsenz und
Ausstrahlung schritt sie durch
den Ring – Lady Gaga. Die Modest-Tochter von Wille und Köster aus Herbergen hatte schon
ihre Klasse dominiert und setzte
sich hier klar an die Spitze.
Nicht minder zu beeindrucken
wusste in ihrer Klasse die Tribute 2-Tochter Tiana von Josef und
Bernd Hatke. Trotz starker Konkurrenz konnten die beiden den
Sieger- bzw. Reservesiegertitel
alt nach Hause holen.
Dr. Kirsten Otto
m
Franka (V. Knowledge) von Peter Wreesmann-Grever, Lastrup, wurde Reservesiegerin der Färsen
Prämierungsergebnisse 16. Oldenburger Münsterlandschau
Klasse
Präm.
Tiername
Vater
Sammlungen
1
1a
1b
1c
2
1a + S
1b + RS
1c
Färsen, Rotbunt
1
1a
FG Kim
Tribute
1b
Marylin
Tableau
1c
FG Samara
Tyson
Färsen, Schwarzbunt
1
1a
Jenna
Damion
1b
FG Marylin
Destry
1c
FG Miami
Knowledge
2
1a + S
Lolita
Knowledge
1b + RS Franka
Knowledge
1c
Daphne
Talent 2
Kühe, Rotbunt mit 2 Laktationen
1
1a + RS HMS Halloveen
Tequila
1b
FG Samurai
Ricobar
1c
Rica
Mr. Burns
Kühe, Schwarzbunt mit 2 Laktationen
1
1a + S
WWW Leda
Bigest
1b
Sri lanka
Ashlar
1c
Nelli
Shottle
2
1a
Jazz
Tillburg
1b
Kanada
Sandy
1c
Dienerin
Marbach
Kühe, Rotbunt mit 3 und mehr Laktationen
1
1a
Lolita
Carlos
1b
Narumol
Elayo
1c
HMS Neapel
Classic PS
Kühe, Schwarzbunt mit 3 und mehr Laktationen
1
1a + RS Tiana
Tribute 2
1b
Mercedes
Jerez
1c
MHG Last chris
Hyatt
2
1a
Karoline
Shottle
1b
RS Liesa
Goldwin
1c
Pepsi
Champion
3
1a + S
Lady Gaga
Modest
1b
Toska
Champion
1c
Emmely
Ramos
Sieger Rotbunt
HMS Halloveen
Tequila
Miss Vechta 2013
Lady Gaga
Modest
Besitzer
Tanja u.Hubert Meyer GbR, Friesoythe
Zuchtbetrieb Batke, Visbek
Andreas Varelmann, Steinfeld
Henrik Wille, Essen
Josef & Bernd Hatke GbR, Bösel
Peter Wreesmann-Grever GbR, Lastrup
Henrik Wille (Future Genetic), Essen
Heinz-Bernhard Lingemann, Löningen
Henrik Wille (Future Genetic), Essen
Josef & Bernd Hatke GbR, Bösel
Henrik Wille (Future Genetic), Essen
Henrik Wille (Future Genetic), Essen
Josef & Bernd Hatke GbR, Bösel
Peter Wreesmann-Grever GbR, Lastrup
Franz Meyer, Friesoythe
Wille/Meyer, Essen
Henrik Wille (Future Genetic), Essen
Heinz-Bernhard Lingemann, Löningen
Hatke, Strudthoff, Schulte-Lohmöller, Bösel
Andreas Varelmann, Steinfeld
Andreas Varelmann, Steinfeld
Peter Wreesmann-Grever GbR, Lastrup
Zuchtbetrieb Batke, Visbek
Franz Meyer, Friesoythe
Henrik Wille, Essen
Andreas Varelmann, Steinfeld
Tanja u.Hubert Meyer GbR, Friesoythe
Josef & Bernd Hatke GbR, Bösel
Tanja u.Hubert Meyer GbR, Friesoythe
Josef & Bernd Hatke GbR, Bösel
Zuchtbetrieb Batke, Visbek
Josef & Bernd Hatke GbR, Bösel
Tanja u.Hubert Meyer GbR, Friesoythe
Wille/Köster, Essen
Antonius Bischoff, Friesoythe
Zuchtbetrieb Batke, Visbek
Henrik Wille, Essen
Wille/Köster, Essen
7
Zucht & Besamung
World Dairy Expo
Spitzenschau in Amerika
Die World Dairy Expo als wichtigste Schau auf dem
amerikanischen Kontinent mit mehr als 70.000
­Besuchern inklusive 2.900 internationaler Gäste,
wurde noch deutlicher zum Festival für Goldwyn
und Apple.
Neben 2.200 Tieren, ein Rückgang von mehr als zehn Prozent
gegenüber 2011, von sieben
verschiedenen Milchrassen war
auch die Messe mit über 800
ausstellenden Firmen, darunter
auch die MASTERRIND, aus 29
Ländern, 36 US Staaten und
sieben kanadischen Provinzen
ein Anziehungspunkt.
Klon besser als Original
Die Red Holstein-Schau wurde
durch die Apple-Kuhfamilie
dominiert. Die inzwischen neunjährige Apple konnte als Erstplatzierte der ältesten Kuhklasse
nicht verhindern, dass ihr Klon
Apple 3 Siegerin der alten Kuhklassen und später auch Grand
Champion jeweils vor dem
Original wurde. Beide Kühe
überzeugten durch Größe, Korrektheit und einen seidigen
Körper mit Milchcharakter.
Neben einigen anderen Nachkommen dieser Familie wurde
die Klasse der fünfjährigen Kühe
von zwei Apple-Töchtern angeführt. Die MASTERRIND-Bullen
Jotan, Acme, Amor Red und
Deluxo aus dieser Kuhfamilie
erfreuen sich wohl auch deshalb
weiter starker Nachfrage.
Bei den Holsteins wurde die
siebenjährige Bonaccueil Maya
Goldwyn vor Apple 3 Grand
Champion und später auch
Supreme Champion, Siegerin
über alle Klassen. Wie im Vorjahr wurde Cookview Goldwyn
Monique, jetzt als vierjährige
Kuh, Reserve Grand Champion
vor Honorable Mention Robrock
Goldwyn Cameron. Insgesamt
konnte Goldwyn mit acht von 16
Klassensiegern souverän zum
sechsten Mal in Folge auch den
Titel Supreme Sire erringen.
Weitere sieben Klassensiegerinnen stammten von GoldwynTöchtern bzw. -Söhnen ab. Somit wählte der Richter, Justin
Burdette von Windy-Knoll, an
seinem 35. Geburtstag mit Vangoh Durham Treasure als Siegerin
der Klasse über 125.000 lbs
Lebensleistung – die einzige
Klassenbeste ohne GoldwynBlut – aus.
131.000 Dollar
­Spitzenpreis
Am Vorabend wurde das nach
gTPI höchste rotbunte Kalb
O’Connors Aikman Scarlet-Red
für 131.000 US-Dollar an das
Scarlet-Syndikat und Patty Jones
verkauft. Scarlet stammt aus der
bekannten Planet Silk und wurde in Deutschland mit gRZG 161
ebenfalls extrem hoch getestet.
Insgesamt erzielten 48 Katalognummern einen Durchschnittspreis von 26.262 Dollar. Beim
Grand Champion wurde Bonaccueil
Maya Goldwyn
zeitgleich stattfindenden Planet
Holstein Sale wurde die Doorman-Tochter Kings-Ransom
Dina mit einem gTPI von 2.646
für $ 220.000 verkauft. Viele
Insider diskutierten während der
Veranstaltung bereits über erste
Anzeichen von nachgebenden
Preisen für genomisch hohe
Tiere. Während es bei den Auktionen rund um die World Dairy
Expo noch keine Anzeichen gab,
passierte es dann etwa vier
Wochen später bei Auktionen
anlässlich der Royal Winter Fair.
Somit wird die weitere Entwicklung der Preise abzuwarten sein.
Cord Höltje
m
Princess aus Seyda ist
Miss Blickpunkt Rind 2013
Eine Kuh, die man nicht schöner malen könnte –
schwärmte Preisrichter Manfred Uhrig, Sulzbach,
am 17. Oktober auf der Verbandsschau Blickpunkt
Rind des NOG-Partners RBB.
Der hessische Züchter beschrieb
mit diesen Worten die GoldwinTochter Princess, die als Jungkuh angetreten war und die er
abschließend zur Miss Blickpunkt Rind kürte. Sie hatte bereits auf der diesjährigen Deut8
schen Holstein-Schau in Oldenburg mit einem hervorragenden
1b-Platz für Aufmerksamkeit
gesorgt und konnte die Kategorie der jungen Kühe in Paaren/
Glien gewinnen. Der Reservesieg ging hier an die AG Ranzig
eG in Tauche und Loreal (V. Lonar).
Erneut dominierte die Seydaland
RZ GmbH & Co. KG den Wettbewerb in Paaren. Mit Ausnahme
der Nachzuchten gingen alle
Sieger- und Reservesiegertitel an
den Zuchtbetrieb. Bei den mittleren Kühen ging SL Jasmin 3 (V.
Alexander) vor Satin 3 (V. Shottle), bei den alten SL Fanfare (V.
Roumare) vor Goldwin-Tochter
SL-Gaudia. Siegerin und Zweite
Princess VG88 (V: Goldwin) wurde
Miss Blickpunkt Rind
der Nachzuchten wurden Töchter des Shottle-Sohnes Samburu: GHD Samsung von der
Glücksburg Agrar eG Dixförda
rangierte vor Sarella von der AG
Züllsdorf eG.
RBB
m
Schau der Besten
Highlight für Holstein-Züchter
Bereits zum 41. Mal öffnet die Niedersachsenhalle in
Verden am 26. und 27. Februar 2014 ihre Tore für die
Schau der Besten. Die abwechslungsreiche Mischung
aus Auktion, Schauwettbewerb, Informationen für
Rinderzüchter und Show verspricht auch in diesem
Jahr einen erlebnisreichen, mit Spannung geladenen
Tag in der Rinderzuchtmetropole Verden.
Nach dem Beitritt der WeserEms-Union zur MASTERRIND
verfügt der Verband über einen
noch größeren Bestand erstklassiger Schautiere – Garant für
einen spannenden Wettbewerb.
Erneut erwarten die Organisatoren Rinderzüchter aus aller Welt,
die sich von Informationen um
die Rinderzucht, der Top-Genetik-Auktion am Abend des
26. Februar und der Spannung
während des Schauwettbewerbes am Donnerstag, dem 27., in
den Bann ziehen lassen. Die
Züchter der MASTERRIND
bilden mit ihren hochklassigen
Tieren wie immer die Grundlage
für den interessanten Wettstreit
und sind Garant für ein alljährlich begeistertes Publikum.
Top-Genetik-Auktion am
Eröffnungsabend
Zum inzwischen fünften Mal
wird die Veranstaltung am Vorabend der Schau durch die
Top-Genetik-Auktion eröffnet.
Sie garantiert am 26. Februar ab
18.30 Uhr knisternde Spannung
im Ring der Niedersachsenhalle.
Das Verkaufsangebot besteht
aus abgekalbten sowie tragenden Färsen, Jungrindern und
wenigen hervorragenden Spitzenkälbern. Das ausgewogene
Sortiment wird Tiere präsentieren, die jedes Züchterherz höher
schlagen lassen. Insgesamt
bietet die Auktionskollektion
internationales Spitzenniveau
aus hervorragenden Kuhfamili-
en, sowohl für Käufer von
Schau-Tieren als auch für Züchter, die ein Maximum an Zuchtfortschritt wünschen.
MASTERRIND-­
Spitzenvererber mit
Töchtergruppen
Eine umfangreiche Nachzuchtpräsentation interessanter MASTERRIND-Vererber wird die
besonderen Stärken der einzelnen Besamungsbullen demonstrieren. Zu sehen sein werden
Töchter bereits bekannter Vererber sowie hoffnungsvoller Newcomer. Die Gäste dürfen gespannt sein, die Töchter welchen
Bullens nach Vorjahressieger
Baxtino in diesem Jahr zur besten Nachzucht gewählt werden.
Schauwettbewerb
der Besten
Im Schauwettbewerb präsentieren die Züchter aus den MAS-
TERRIND-Zuchtgebieten Niedersachsen und Sachsen ihre
absoluten Spitzentiere. In den
verschiedenen Altersgruppen
(Färsen, Zweit- und Drittkalbskühe sowie Kühe mit vier Kälbern und mehr) konkurrieren sie
um den Siegerpreis der einzelnen Altersklassen. Als Höhepunkt beendet die Wahl der
Miss Schau der Besten den Tag.
Dank des Engagements der
Hauptsponsoren, Agromais,
Bayer Healthcare, Deutsches
Milchkontor, Milkrite und Uelzener Allgemeine Versicherung,
sowie vieler weiterer Unterstützer gibt es für die Züchter lukrative Preisgelder zu gewinnen.
Gesamtsiegerin der letzten
Veranstaltung und somit amtierende Miss Schau der Besten
2013 ist DO Ornella (V. Champion) von Alex Dittmer, Marschacht. Darauf, wer am Ende
der Schau ganz oben auf dem
Treppchen stehen wird, kann
noch spekuliert werden. Die
Entscheidung fällt am Nachmittag des 27. Februar Patrick Rüttimann aus der Schweiz.
Ausstellung als
­Informationsbörse
Neben einer interessanten Verlosungsaktion wird die Fachausstellung „Rund ums Rind“ Besu-
chern eine zusätzliche Möglichkeit bieten, sich auf dem gesamten Gebiet der Rinderproduktion
ausgiebig zu informieren. Wie in
den vergangenen Jahren stellen
zahlreiche Aussteller ihre Produkte sowie ihr Serviceprogramm vor.
Busreise aus Sachsen
Sowohl für sächsische als auch
für Gäste aus Weser-Ems werden
Busreisen angeboten. Für Anfragen und Buchungen wenden Sie
sich bitte an die Geschäftstelle
in Meißen (03521 4704-10) bzw.
Dahlum (05925 998513).
Programm der 41.
Schau der Besten
Mittwoch, 26. Februar 2014
18.30 Uhr: Top-Genetik-Auktion
Donnerstag, 27. Februar 2014
9.30 Uhr Beginn der Veranstaltung
• Schauwettbewerb der Spitzenkühe der Zuchtgebiete Niedersachsen und Sachsen
• Präsentation der Töchtergruppen aktueller MASTERRINDVererber
15.00 Uhr: Wahl Miss Schau der
Besten
15.30 Uhr: Ende der Veranstaltung
m
9
Zucht & Besamung
100.000-Liter-Kühe
Name
Vater
Klb. Besitzer
Name
Vater
Klb. Besitzer
Jakoba
Zita
Honda
Manu
Lana
Rosi
Tomate
Chantre
Alpe 1.
Paola
Madam
Lucky
Ramona
DE 0347111774
Lore
Tomke
Alster
DE 0346012731
DE 0346568483
Conny
Larga
Miela
Viola
Alice
Angani
Elsa
Pallas
Boma
Willi
Gerda
Silma
Ute
Bora
My lady
Hanka
DE 0346748440
Star
Bunte
Henny
Olana
Doreen
Binga
Sandra
Amerika
Gerry
Medje
Gaby
DIT Circe
Rianne
Britta
Salute
DE 0347419977
Britta
DE 1502331532
Flotte
Leila
Kornelia
Morena
Delfi
Helga
Olympia
Juliane119
Lydia113
Fancy
Fenja
Falcao
Dacapo
Honzell
Manat
Lhardys
Gleiter
Jesther
Clown
Pretin
Pretin
Malboro
Lukat
Rombus
Lentini RF
Bellmaker
Luigi
Eminenz
Blackred RF
8
7
10
9
8
9
9
10
8
7
10
6
9
9
9
8
7
10
8
7
9
9
9
9
8
10
11
8
6
8
10
6
7
7
10
8
8
8
9
6
10
9
8
8
7
9
9
8
8
6
9
8
9
10
8
7
9
8
9
9
9
10
10
9
7
DE 0346448045
DE 0347067930
Jakarta
Jolly
Regina
Esma
Gibsy
Rosi
Flocke
Hummel
Frieda
Franka
Dirka
Marina
DE 0344983048
Hella
Spinne
Bamba
Wienchen
Humba
Dixi
Karla
Hallo
Medina
Edith
Stephanie
Katte
Henja
Melana
Roberta
Doris
Karin
Safe
Hilde
Rosanna
Gerste
Anja
Labella
Zirte
Oldlady
DE 0345696678
Laura
Nantke
Messe
Alta
DE 0346581793
Galere
Peggy
Mausi
Rosi
Patricia
Bessi
Jorina
Krokus
Balli
Dawn
Foletta
DE 0345307971
Helene,
Isar
DE 0345776102
Bunte
DE 0345371316
Pia
DE 0347770360
Dolch
Jocko Besne
Jonk
Predello
Rudolph
Performer
Dolch
Pavian
Eminenz
Francis
Franklin
Joystick
Rudolph
Andre
Design
Good Luck
Armagnac
Fedor
Star
Lee
Faber
Dolch
Rudolph
Rudolph
Noris
Jurmin
Fambo
Lazio
Preval
Jork
Cadon
Trailor
Bonko
Prinzipal
Lee
Eindruck
Pandoro
Peru ET
Monty
Preval
Blackred RF
Lentini RF
Mahagoni
Lentini RF
Pavian
Basar
Preval
Monty
Rudolph
Pascal
Boss II
Prinzipal
Lee
Preval
Derry
Lee
Pat
Adrett
Ticket
Sektor
Eminenz
Ario
Granus
Dolch
9
11
8
7
9
9
9
7
9
7
10
9
7
9
10
7
9
10
10
9
7
6
8
8
10
8
7
9
8
10
6
9
9
10
10
8
8
8
10
8
11
10
7
10
9
7
9
8
8
10
9
7
9
9
9
7
9
11
9
7
10
9
10
8
8
10
Eminenz
Eminenz
Laurenz
Patrick
Raimon
Convincer
Kasimir
Bildon ET
Predello
Blasto et
Loewe
Paul
Roman
Dolch
Elevation
Storm
Eminenz
Armagnac
Lentini RF
Nachtfalke
Jenner
Leben
Maretto
Sandel
Black Jack
Morty
Starleader
Loriot
Cutter
Jocko Besne
Linik
Gate
Morello
Patterson
Prekin
Trailor
Lee
Eminenz
Pandux
Lee
Roy black
Morello
Patrick
Sektor
Preval
NOG Jeremy
Agrar GmbH Zschopautal, Großolbersdorf
Agrar GmbH Zschopautal, Großolbersdorf
Agrargenossenschaft Affalter-Lößnitz e.G.
Agrargenossenschaft Dorfchemnitz e.G.
Agrargenossenschaft e. G. Böhlitz
Agrargenoss. Heideglück Sprotta e.G.
Agrargenossenschaft Johnsbach e.G.
Agrargen. Naundorf-Niedergoseln e.G.
Agrargenossenschaft See e.G.
Agrargenossenschaft Sohland e.G.
Agrarunternehmen Lauenhain e.G.
Agro-Produkt GmbH, Leubsdorf
Agro-Produkt GmbH, Leubsdorf
Ahrens, Großenkneten
Guenther Ahrens, Sandbostel
Aufderhaar GbR, Wilsum
Frank Baack, Gusborn
Dirk Balthasar, Stade
Carl Becken, Loxstedt
Carsten Beckmann, Lamstedt
Rolf Behrens, Scheeßel
Jan Benecke, Winsen
K.-H. u. C. Bliefernicht GbR, Ehrenburg
Kurt Block, Rethem
Karl u. M. Borchardt GbR, Duderstadt
Böse/Hartje GbR, Thedinghausen
Böse/Hartje GbR, Thedinghausen
Ulrich Brandt, Vierden
Breer, Wieste
Brümmer Uchte GbR, Uchte
Brümmer Uchte GbR, Uchte
Brümmer Uchte GbR, Uchte
Brüning & Sohn GBR, Wulfenau
Bruns, Döhlen
Büdden, Emlichheim
Herwig Buelau, Kutenholz
Buesing, Bekhausen
Busmann, Waldseite
Dieter Cordes, Hämelhausen
Cordes, Flechum
Cordes GbR, Schohasbergen
Cras, Heesterkante
Cunnersdorfer Agrar GmbH
RZB Derboven, Warpe
RZB Derboven, Warpe
Diekjakobs, Osterwald
Fred Dinkelmann, Walsrode
Dittmannsdorfer Agrargen. Einheit e.G.
Alex Dittmer, Marschacht
Wolfgang Dittmer, Brietlingen
Heiko Döscher, Kührstedt
Duisen GbR, Freren
Torsten Ebeling, Bad Gandersheim
Jörn Eckhoff, Heeslingen
Egbers, Osterwald
Eijden-Scholman, Berne
Klaus Engehausen, Lehrte
Joachim Fahrenholz, Oyten
Fangmann, Beverbruch
Feldhaus, Visbek I
Feseker, Quendorf
Torsten Fitter KG, Langen
Torsten Fitter KG, Langen
Peter Fuehring, Kirchtimke
Peter Fuehring, Kirchtimke
Reiner Garms, Gnarrenburg
Gäting GbR, Abbehausen
GbR Stark, Kemnitz
GbR Stark, Kemnitz
Geesen, Bollingen
Gensink, Vorwald
Matthias Gerken, Bargstedt
Goeddeker, Löningen
Rolf-Dieter Goeing, Wedemark
Peter Grefe, Neuenkirchen
Großröhrsdorfer Agrargenossensch. e.G.
Gut Mühlbach, Mühlbach
Haake, Neusuedende
Hagelskamp, Holt und Haar
Hanken GBR, Elsfleth
Hannken, Loxstedt
Haschenhermes, Teglingen
Haverkamp, Maibusch
Hartmut Hennecke, Freden
Stephan Hennings, Gorleben
Hentrich/Ruhkopf GbR, Stemmen
H. u. U. Herbst GbR, Gleichen
Hespe, Berne
Frank Hinners, Dorum
Hinrichs, Lastrup
Joachim Hinrichs, Sauensiek
Högemann, Nikolausdorf
Juergen Holsten, Ottersberg
Holthusen GbR, Brake
Ottfried u. M. Homann GbR, Wittingen
Höving, Andervenne
Christian Ilse, Jühnde
Jansen GbR,
Jarck GbR, Kranenburg
Gerd-Diedrich Kahrs, Schiffdorf
Kamps, Grasdorf
Kethorn GbR, Neerlage
Kethorn GbR, Neerlage
Kingma, Wapelergroden
Manfred Klee, Rotenburg
Wilhelm Knape jun., Wulsbüttel
Frank Kohlenberg, Halle
Kohnen, Groß Berßen
König-Hollrah GbR, Winkum
Krull, Dersum
Stefan Kruse KG, Kirchlinteln
Kummer, Hekeln
C. u. G. Kusel GbR, Tostedt
Hans Lampe, Syke
Rolf Lange, Neuenkirchen
Lausitzer Hügelland Agrar GmbH
LBG Seifersdorf GbR, Hartha
Loeffen KG, Wittingen
Lohgeerds GbR, Nordhorn
Hans-Juergen Lohmann, Vahlde
Lohmöller, Emsbüren
Luenschen, Buettel
Luers, Grabstede
Lüken, Westrittrum
Jens Martens, Belum
Andreas Masuth, Otter
Juergen Meier, Beckdorf
Meiners, Elsfleth
Menke, Oberlangen-Moor
Meyer, Ochtum
Name
Vater
Klb. Besitzer
Name
Vater
Klb. Besitzer
Rosali
DE 0346074846
Meggi
Dorothea
Cascade
Felicia
DE 0345936732
Jana
Sahara
DE 0346493542
Rahna
China
DE 0346915231
Wiesa
Beatrix
Calinka
Paula
Mandy
Laura
Ente
Lolina
Elena
Brigit
DE 0346392722
Erra
Gerta
Sina
Ulla
Rosmarin
Steffi
Joma
Ellen
Bogota
DE 0346603714
Berlin
Susi
DE 0346521408
DE 0345785068
Afrika
DE 0347559651
Nog alida
Beni
DE 0346455203
DE 0346455220
Julia
DE 0346897586
Graefin
Urmel
Elma
Babsi
Britta
Preval
Lake
Megalith
Dragon
Tonack
T Funkis
RC Matt
Lee
Bonatus
Pavian
Ramos
November
Slalom
Blasto et
Archibald
Lee
Pretin
Breeze
Amadeus II
Dolch
Pedant
Addo
Producer
Pedant
Pavian
Eminenz
Ladin
Bonatus
Formation
Manual
Emil
Cello
Rudolph
Lee
Michigan
Blackred RF
Enemy
Patrick
Laurel
Lutz
Durham
Loriot
Patrick
Pavel
Lentini RF
Ticket
Ajux
Trailor
Bruce
Patrick
Rudolph
10
9
9
8
8
8
9
7
8
8
8
10
7
9
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8
12
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7
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8
8
9
9
9
8
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8
12
7
8
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6
10
11
9
10
9
8
7
8
8
8
9
8
9
10
6
10
9
Rimke
Rabauka
Susi
Barbie
DE 0346851294
DE 0346151330
Helena
Babe
Cave
Schwaebin
Bautje
Kreta
Karola
Elfriede
Sarah
Lotte
Winda
Palme
Sina
Hella
Henna
Lore
Tinette
Monalisa
Mai
Blacky
Gesche
Dolli
Eva
Kicki
Malve
Anne
DE 0344141795
Arkona
Irmtrud
Valentine
DE 0342369644
Cuba
Liesel
Belsa
Fee
Lady
Fulda
Italia
Sara
Oliva
Sima
Joy
Hinda
Janina
Dorina
Adidas
Sektor
Starleader
Lee
Mtoto
Lemir
Heldostar
Birkin
Rudolph
Leben
Rudolph
Dolch
Lanso
Pedant
Fagot
Baugias ET
Nobel
Pretin
Rudolph
Lentini RF
Dolch
Lortzing
Jelt
Monolith
Trailor
Stoll
Pavian
Stormatic
Ramos
Lentini RF
Good Luck
Pedant
Luna
Dolch
Prestino
Rudolph
Boras
Blackred RF
Ticket
Emil
Leben
Storm
10
8
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5
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10
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8
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8
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10
7
5
8
8
11
9
8
11
9
8
8
11
9
Wilfried Meyer, Anderlingen
Holger Meyer-Borcherding, Husum
Mike Schmiedel, Schlettau
Milchcenter Dorfheimat e.G., Prausitz
Milchgut Reichenbach/Gebelzig GmbH
Milchgut Reichenbach/Gebelzig GmbH
Milchhof Achterdeich KG, Stelle
Milchhof Bahlum KG, Emtinghausen
Milchhof Bahlum KG, Emtinghausen
Milchhof Bremer GbR, Kirchlinteln
Milchhof Diera KG
Milchhof Klintworth KG, Fredenbeck
Milchhof Spangenberg GbR, Wangelnstedt
Molendyk GbR, Lage
Morssink, Strückhausen
Rolf Mueller, Gödenstorf
Muldeland Agrar GmbH, Bad Düben
Hans-Albert Müller, Langwedel
Milchhof Müller KG, Ottersberg
Nagel, Saterland
Nienstedt-Riemenschneider GbR, Adelebsen
Oevermann, Bardel
Padeken, Schweieraltend
Ulf Peters, Estorf
Dirk Peters, Estorf
Hans-Hinrich Plate, Lintig
Jan Plath, Stade
Karl-Wilhelm Pohl, Krummendeich
Pothmer GbR, Jameln
Ralph Brödner, Eibenberg
Ranters, Laar
Reeker Milch KG, Bremen
Carsten Renzelmann, Varrel
Carsten Renzelmann, Varrel
Renzelmann/Rohlfs GbR, Varrel
Maik Rieck, Steimbke
H.-W. und Jost Robohm GbR, Stade
Heinz Ropers, Bremervörde
Ruesink, Werlte
Rüscher GbR, Ruhwarden
Rust GbR, Stolzenau
Hermann Sander, Warmsen
Scharringhausen & Co KG, Rethem
Scharringhausen & Co KG, Rethem
Schene, Cloppenburg
Martin Schliecker GbR, Kutenholz
Holger Schmidt, Vierhöfen
Scholte-Meyerink, Uelsen
Schonhoff, Teglingen
Heike u. R. Schrader GbR, Königslutter
Christian Schriefer, Lintig
Patrick
Patterson
Leben
Locaris
Ramos
Mtoto
Loriot
Stormatic
Schröder GbR, Benthullen
Joerg Schroeder, Schneverdingen
Schütte, Ganderkesee
Schütte GbR, Tweelbaeke
Wilken Schwarze, Dörverden
Sengstaken GbR, Flögeln
Sommer, Schwei
Stöckser KG milk is more, Stöckse
Stöckser KG milk is more, Stöckse
Stolle GbR, Neuenkoop
Strodthoff-Schneider, Schweibu
Stubbemann GmbH & Co. KG, Schoha
Karsten Sudrow, Wahrenholz
Tangemann GbR, Rehden
Tantzen, Düddingen
Eike-Tobias Thieme, Salzhemmendorf
Hartmut Thoden, Oerel
Thomas Neumann, Girbigsdorf
Claas Tiedemann, Agathenburg
Cord Tostmann, Eldingen
Upschulte GbR, Emsbüren
Uwe und Karin Kupfer GbR, Neichen
Veldboer, Grasdorf
Vereinigte Agrar e.G. Brand-Erbisdorf
Vette GbR, Grasdorf
Karsten von Horsten, Cuxhaven
Von Kamp von Soosten GbR, Köhlen
Voss KG, Grasberg
Voss KG, Grasberg
Wachtendorf, Hude
Wagenaar, Lienen
Wehrhoff GbR, Walsrode
M. Wellbrock, Osterholz-Scharmbeck
Wemken, Nuttel
Peter Wenke, Marschacht
Rinderzucht Wentrot GbR, Gleichen
Otto Wieboldt, Steinau
Wiebusch GbR, Deinste
Wiebusch GbR, Deinste
Wiechering-Sudmann KG, Diepholz
Wietkamp, Dohren
Wigger, Oeveringen
Hermann u. K. Wilckens GbR, Bülkau
Wilde, Emlichheim
Juergen Wilkens, Thedinghausen
Windhorst, Harbern
Wocken, Neulehe
Woltermann GbR, Nordhorn
Wortel, Kalle
Friedel Wulf, Hemsbünde
Zachmann Harste A+M GbR, Bovenden
11
Zucht & Besamung
Exzellentkühe
Name
Ohrmarke
Vater x Muttersvater
LA
MTyp Körper Fund. Euter
Ges.
Besitzer
Fux Spotlight
DE 14.02815884
DE 0350864020
DE 0350063722
DE 0351511898
DE 0416050470
DE 03.52710315
DE 03.48034986
DE 15.03434840
DE 03.52191125
DE 0349826387
DE 14.01394072
DE 03.44933059
DE 0351370026
DE 03.51524881
DE 06.63380127
DE 0350063748
DE 03.52649194
DE 03.52665195
DE 03.50962958
DE 03.51940230
DE 0350603977
DE 0352840796
DE 03.51904773
DE 03.50965720
DE 03.50669572
DE 03.51902030
DE 03.52710310
DE 0350069448
DE 0350459051
DE 0350459054
DE 06.63275246
DE 0349167277
DE 14.01848400
DE 13.02894310
DE 03.51248593
DE 14.03195307
DE 0350428404
DE 03.52237210
DE 03.51475024
DE 03.52237221
DE 03.50537131
DE 03.52237222
DE 03.52527477
DE 0349617843
DE 0350924310
DE 0350952896
DE 0352074175
DE 0352930287
DE 0349315717
DE 0352873721
DE 0351328845
Shottle x Derry
Jefferson x Saphir
Truman x Amstraat
Jannsen x Bentley
Stormy x Pedant
Talent 2 x Elegant
Raider x Skonto
O-Man x Starleader
Laramee x Zenith
Champion x Addison
Clown x Sioux
Mtoto x Bonatus
Simson x Alltus
Cutler x Janosch
Lawn Boy x Talent 2
Michigan x Cadon
Talent 2 x Pedant
Goldwin x Morty
Talent 2 x Laudan
Talent 2 x Gibson
Spirte x Strunz
Baxter 2 x Storm
Roy x Nelson
Mr. Sam x Talent2
Goldwin x Dombinator
Tivoli x Rigo
Goldwin x Shottle
Manager ET x Emil
Aaron x Storm
Leif x Eminenz
Ross x Gibson
Champion x Pokemon
Lancelot x Eland
Instinct x Predello
Cedric x Boss Iron
Shottle x Stormatic
Dolman x Last
Goldstück x September
Talent 2 x Odyssee
Derek 2 x Lee
Blauer x Lee
Spirte x Talent 2
Toystory x Goldwin
Eindruck x Trailor
Classic PS x Mateo RF
Cutler x Rumbiak
Ralstorm x Starleader
Goldwin x Bambam
Stadel x Mario-Red
Ursus x Jannsen
Shottle x Outside
4
5
5
4
3
3
7
3
3
5
8
11
4
3
3
5
3
3
3
3
4
3
3
4
5
4
3
5
5
5
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4
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3
4
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3
3
7
4
5
3
3
7
3
3
95
89
93
88
91
91
90
89
91
90
94
92
88
91
90
88
90
91
90
91
89
93
90
88
90
90
90
88
87
88
91
92
91
92
92
91
91
89
90
89
89
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92
91
91
90
88
92
91
88
90
94
91
91
91
91
91
91
91
91
91
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
90
Hahn/Radke GbR, Eppendorf
Alter u.Partner GbR, Elsfleth
Brüning GbR, Stadland
Buerger, Frank, Wiefelstede
Imhoff GbR, Bremen
Kastens Holsteins GbR, Stuhr
Kastens Holsteins GbR, Stuhr
Ritz, Ralf-Günther, Molzen
RZ Wentrot GbR, Gleichen
Stolle GbR, Berne
Agrarset-Agrargenoss. eG, Naundorf
Ahrens, Heino, Walsrode
Alter u. Partner GbR, Elsfleth
Bollhorst GbR, Wetschen
Brümmer Uchte GbR, Uchte
Brüning GbR, Stadland
Carstens, Volker, Visselhövede
Carstens, Volker, Visselhövede
Dittmer, Alex, Marschacht
Dittmer, Alex, Marschacht
Friederichs, Herwart u. S., Großenkneten
Friederichs, Herwart u. S., Großenkneten
Hadrossek GbR, Hitzacker
Hadrossek GbR, Hitzacker
Helmsmüller, Ingrid, Hüde
Hof Junge GbR, Echem
Kastens Holsteins GbR, Stuhr
Lehners, Dieter, Rastede
Luenschen, Friedrich, Loxstedt
Luenschen, Friedrich, Loxstedt
Milchhof Spanenberg, Wangelnstedt
Perk, Hans, Spahnharrenstätte
Pfaff, Denise, Oederan
RZ Wentrot GbR, Gleichen
RZB Derboven, Warpe
RZB Derboven, Warpe
Sandmann, Franz, Surwold
Schmidts, Volker, Osterholz-Scharmbeck
Schmidts, Volker, Osterholz-Scharmbeck
Schmidts, Volker, Osterholz-Scharmbeck
Schmidts, Volker, Osterholz-Scharmbeck
Schmidts, Volker, Osterholz-Scharmbeck
Schumacher, Egon, Bülkau
Seeger GbR, Großenkneten
Töllner, Ralf, Butjadingen
Wemken-Milch GbR, Wiefelstede
Wemken-Milch GbR, Wiefelstede
Wemken-Milch GbR, Wiefelstede
Wille, Henrik, Essen
Wopereis GbR, Nordenham
Zuchtbetrieb Batke, Visbek
Tolla
Kristine
Tunja
Marie
Tracy
Gogo Girl
Roxy
Cheila
ANH Excellent
Franziska
Cira
Rapsody
Hildi
Walencia
Gondel
Onjoy
Lee ann
Limette
Littel Girl
Elle
Jaqueline
Liesel
Jana
Faradiba
Gomma
Fox
Monara
Atlee
Laplace
Rosalyn
Camilla
Gothic
Amulet
Tabea
Uta
Biene
Nelli
Cora
Quitte
Conny
Ladina
Marie
Welsche
Rucki Zuck
Marlene
Roma
Karoline
Aus dem Stall von Ralf Töllner kommt Marie (V.
Classic PS), sie wurde in vierten Laktation mit 90
Punkten exzellent bewertet
12
96
89
91
93
92
90
91
90
92
97
89
91
88
91
90
89
90
90
92
91
91
88
90
90
89
88
91
90
88
88
91
93
91
91
90
91
88
90
90
90
90
89
91
91
90
88
88
91
89
89
91
90
92
92
92
89
91
90
90
90
86
88
91
89
88
90
87
89
88
89
90
88
90
90
90
89
90
90
91
93
89
89
90
93
87
90
88
91
89
89
91
91
90
90
90
88
90
91
86
91
89
89
95
92
89
89
91
92
91
92
91
91
90
89
91
90
90
92
90
90
90
90
90
89
89
90
91
90
90
89
89
91
89
87
87
90
89
91
90
90
90
89
89
91
89
90
92
90
90
91
90
91
90
Ebenfalls 90 Punkte in der vierten Laktation erhielt
auch die Dolman-Tochter Tabea von Franz Sandmann
Karoline (V. Shottle) vom Zuchtbetrieb Batke wurde
in ihrer dritten Laktation EX 90 bewertet
Fux Spotlight von der Hahn/Radke GbR wurde mit 94 Punkten exzellent bewertet
Rapsody (V. Lawn Boy) von der Brümmer Uchte GbR wurde EX 90 bewertet
Mit 91 Punkten wurde die O-Man-Tochter Gogo Girl in ihrer dritten Laktation
bewertet
Marie (V. Talent 2) von der Kastens Holstein GbR wurde mit EX 91 in der dritten
Laktation bewertet
Tolla (V. Truman) von der Brüning GbR wurde in ihrer fünften Laktation EX 91
eingestuft
Shottle-Tochter Amulet EX 90 vom Rinderzuchtbetrieb Derboven wurde in der
dritten Laktation exzellent bewertet
13
Zucht & Besamung
China setzt auf die Vorzüge des weißen Goldes
Milch und Wohlstand
Verglichen mit Deutschland ist China 26 mal so groß
und mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde. Um das geplante Ziel
zu erreichen, dass jeder Chinese täglich ein Glas
Milch trinken kann, muss die Volksrepublik sich allerdings im Bereich der Milchwirtschaft noch stark entwickeln.
Derzeit produzieren im drittgrößten Land der Erde etwa 8
Mio. Milchkühe mit einer Durchschnittsleistung von 4.000 bis
4.500 kg pro Kuh und Jahr. Die
Gesamtleistung aller chinesischen Milchproduzenten betrug
in 2012 rund 33,5 Mio. Tonnen
Milch. Der größte Anteil dieser
Milchkühe ist genetisch den
Holsteins zu zuordnen, zusätzlich gibt es verschiedene Schläge von Lokalrassen und einen
geringen Anteil an Fleckvieh und
Fleckviehkreuzungen.
CCTV-Tower in Peking
Typischer Milchvieh-Betrieb
14
Molkereiwesen
Smog ist in Ballungsräumen ein häufiges Problem
Die beiden größten chinesischen Molkereien, Yili und
Mengniu (Nr. 12 und 15 der
weltweit größten Molkereien),
produzieren fast ausschließlich
für den heimischen Markt. Dennoch sind sie derzeit nicht in der
Lage, den Bedarf für den chinesischen Markt zu decken. Nach
dem Melaminskandal in 2008,
bei dem verunreinigtes Milchpulver zu Missbildungen und
sogar Todesfällen bei Babys und
Kleinkindern geführt hat, versucht man, die heimische Produktion mit entsprechenden
Förderprogrammen zu erweitern
und die Produktqualität sicherer
zu gestalten. Aus diesem Grund
gibt es derzeit große Nachfrage
nach Molkereiprodukten wie
H-Milch und Milchpulver aus
Europa. Die chinesischen Molkereien versuchen, einen hohen
Anteil an Qualitätsmilch vom
heimischen Markt zu beziehen
und so werden nicht selten über
0,60 €/je Liter Milch an die
entsprechenden Produzenten
ausgezahlt.
Hohes Preisniveau
Für die Erzeuger gestaltet sich
die Produktion dabei aber sehr
unterschiedlich. Betriebe in den
Ballungsräumen sind fast ausschließlich auf den Zukauf aller
Futtermittel angewiesen. Daher
liegen natürlich auch die Produktionskosten unter Berücksichtigung der derzeitigen Weltmarktpreise auf einem exorbitanten Niveau, das sich deutlich
über nordwesteuropäischem
Standard bewegt. Im Gegensatz
dazu können die Betriebe in den
ländlichen Regionen, überwiegend im Norden Chinas, oft ihr
Grundfutter (Gras- und Maissilage) selbst produzieren. Dabei
ist allerdings der Mechanisierungsgrad in der Futterproduktion noch sehr rückständig. Das
Maissilieren auf chinesisch
führt zu entsprechend unterschiedlichen Futterqualitäten.
Verdichten oder Cracken sind
immer noch vielfach genauso
Fremdwörter, wie Abdecken und
Luftabschluss, um den Gärungsprozess mit Milchsäurebakterien zu gewährleisten.
MASTERRIND-Tochter
Auch die MASTERRIND hat das
Potenzial auf dem boomenden
chinesischen Markt rechtzeitig
erkannt und betreibt seit 2007
ein eigenes Repräsentationsbüro in Peking, in dem derzeit drei
Mitarbeiter beschäftigt sind.
Während der vergangenen Jahre
wurde der Markt kontinuierlich
weiterentwickelt. Wie auch in
anderen Ländern ist die Veterinärproblematik auch für die
Vermarktung nach China ein
entscheidender Faktor, so dass
nach Regelung der BSE-Problematik die Blauzungenerkrankun-
gen und das SchmallenbergVirus zu Einfuhrrestriktionen
und Handelshemmnissen führten, die teilweise immer noch
bestehen. Ein Veterinärabkommen für Embryonen und Lebendvieh liegt seit Ausbruch der
Krankheiten nicht mehr vor und
das vorhandene Attest für Rindersperma ist derzeit nur beschränkt nutzbar. Da die bürokratischen Hürden in China
ähnlich kompliziert sind, haben
Neuabstimmungen immer
langwierige Abstimmungsverhandlungen zur Folge, die viel
Zeit auf offizieller Ebene kosten.
Die chinesischen Rinderhalter
sind mit den Produkten aus den
Samenlieferungen in Deutschland sehr zufrieden. Die gute
Befruchtung, die alternativen
Blutlinien und die Berücksichtigung sekundärer Merkmale in
den Zuchtprogrammen sind die
entscheidenden Kriterien zur
Auswahl deutscher Rindergenetik. Obwohl man es auf dem
Markt mit einem starken Wettbewerb aus Nordamerika und
Ozeanien zu tun hat, haben die
Produkte aus Deutschland einen
sehr guten Ruf und erleichtern
dadurch den Markteintritt.
Projektteilnahme
Eine von vielen Aktivitäten im
chinesischen Markt ist die Betei-
ligung der MASTERRIND am
Deutsch-Chinesischen Zentrum
für Technologie und Innovation
der Tierzucht. Zusammen mit
der ADT-Projekt GmbH und
weiteren Wirtschaftspartnern
aus der Rinderzucht und -haltung findet auf einigen Demonstrationsbetrieben in verschiedenen chinesischen Provinzen ein
intensiver Technologie- und
Knowhow-Transfer statt. Die
Lieferung von moderner Genetik
sowie die Ausbildung von Fachkräften in China und Deutschland sind dabei nur einige der
zahlreichen Inhalte des Projektes.
Seit Januar 2013 ist die MASTERRIND auch federführend an
einem Projekt im Nordwesten
Chinas, in der Provinz Xinjiang,
beteiligt. Zusammen mit der
drittgrößten chinesischen Besamungsstation, Tianshan, wurde
die gemeinsame Xinjiang Xinnuo Bio-Technology Co. Ltd.
gegründet. Ein Ziel der Organisation ist der Import von Rindergenetik aus Deutschland und
dessen Vertrieb in den nordwestlichen Regionen Chinas.
Langfristig ist eine Ausweitung
auf alle Provinzen geplant und
nach dem hoffentlich bald abgestimmten Attest für Embryonen
und Lebendvieh kann es auch
hier zu verstärkten Aktivitäten
kommen.
Landesweiter Vertrieb
Über die Masterrind-Mitarbeiter im Büro in Peking werden
seit der Gründung Rindersamen
in ganz China vertrieben. Dabei
Lancy-Töchter auf einem Betrieb in der Region Ningxia
Auf der Messe – MASTERRIND-Mitarbeiter Ellen Liu, Sun Hua und Bai Yin
(v. r. n. l.) im Gespräch
ist die Vermarktung sehr vielfältig angelegt. Das Sperma wird in
landesweiten Ausschreibungen,
direkt auf den größten Betrieben
des Landes und über diverse
Händler im Land vermarktet.
Dabei ist die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe in
China sehr unterschiedlich. Es
gibt zahlreiche moderne Farmen, die bis zu 15.000 Milchkühe an mehreren Standorten
halten, ebenso wie kleine familiengeführte Betriebe. Diese sind
oft in sogenannten Dairy Villages angesiedelt, in denen mehrere Betriebe zentral organisierte
Technik nutzen, um Qualität
und Produktivität durch Einsatz
zeitgemäßer Investitionen zu
steigern.
Die Kollegen aus Peking kümmern sich natürlich um sämtliche weitere Maßnahmen, die
eine verkaufsfördernde Wirkung
haben. Dazu gehören Messeauftritte, Beratungsgespräche und
Produktschulungen. Zusätzlich
werden laufend Schulungen,
Seminare und Informationsveranstaltungen organisiert. Zudem ist das Marketing der MAS-
TERRIND-Bullen ein wichtiger
Bestandteil der Arbeit und die
Vorbereitung von Fachprogrammen in Deutschland.
Wenn Sie also wieder eine Delegation aus China auf der kommenden Schau der Besten erblicken sollten, dann sprechen Sie
unsere Mitarbeiter gern an, um
sich über die aktuelle Situation
auf dem chinesischen Markt zu
informieren.
Volker Meins
m
Chinesische Mauer
Skyline von Shanghai-Pudong
15
Zucht & Besamung
MLP-Kuhzahlen erneut gestiegen
Die Zahl der Herdbuchkühe auf den Mitgliedsbetrieben der MASTERRIND hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut um 3,5 % zugenommen. Hier gibt
es jedoch deutliche Unterschiede zwischen den
Zuchtgebieten.
Während niedersächsische
Betriebe eine weitere Steigerung
um 4,0 % verbuchten, sind die
Kuhzahlen in Sachsen leicht
rückläufig. Insgesamt befanden
sich Ende September 447.039
Holstein-Herdbuchkühe in den
Beständen der MASTERRINDMitglieder. Nach dem Beitritt
der Weser-Ems-Union sind
nochmals 147.323 A+B-Kühe
hinzugekommen, so dass die
Herdbuchpopulation der MASTERRIND jetzt nahezu 600.000
Kühe umfasst. Betrachtet man
die durchschnittliche Milchleistung je Kuh, blieb das Niveau in
Niedersachsen gegenüber dem
Vorjahr nahezu unverändert, in
Sachsen konnte eine nochmalige Steigerung um 78 auf nunmehr 9.518 kg pro Kuh und Jahr
realisiert werden. Damit stehen
in Sachsen nach Fett- und Ei-
weiß-kg wiederum die leistungsstärksten Kühe im Bundesländervergleich.
Lebensleistung steigt
weiter
Besonders erfreulich bleibt
erneut die Entwicklung der
Lebensleistung der kontrollierten Kühe. Über neue Kühe, die
die Schwelle von 100.000 kg
Lebens-Milchleistung überschritten haben, wird in jeder
Ausgabe der Rinderzucht berichtet. Jahr für Jahr steigt die Anzahl dieser bemerkenswerten
Milcherzeugerinnen. Dass mit
100.000 kg noch lange nicht
Schluss sein muss, belegt die
Übersicht der Tiere mit den
höchsten Lebensleistungen.
Wilhelm Rohde aus Warmsen
legt hier die Messlatte mit Aerostar-Tochter Oslo (12 Kalbungen) auf über 174.000 kg. Da die
Übersicht nach Fett- und EiweißKilogramm listet, rutscht sie
jedoch hinter Tasmani (V. Blizzard, 10 Kalbungen) von Udo
Strassemeyer, die in dieser Disziplin vorn liegt.
Die Produktivität der Milcherzeuger in den MASTERRINDGebieten bewegt sich auf einzigartig hohem Niveau. Eine gute
Basis für eine rentable Rinderhaltung in der Zukunft.
Hermann Bischoff
m
Beste Herdenleistungen nach F + E kg
Betrieb (Vorname, Name, Ort)
> 15 bis 39,9 Kühe
Jens Mohr, Osterbruch
Rolf Baden, Neuenkirchen
Thomas Tönnies, Visbek
Peter Grefe, Neuenkirchen
Ficker-Telken GbR, Groß Berßen
40 bis 59,9 Kühe
Jens Hannken, Loxstedt
Joachim Fahrenholz, Oyten
Spannhake KG, Rehden
Stefan Brinkhus, Geeste
Achim u. Angela Cording GbR, Großenkneten
60 bis 99,9 Kühe
Schulte GbR, Löningen
Reimink GbR, Nordhorn
Brinkmann GbR, Beverstedt
Martin Lammers, Werpeloh
Andreas Varelmann, Steinfeld
100 bis 199,9 Kühe
Wolff/von der Lieth GbR, Elmlohe
Zachmann Harste A+M GbR, Bovenden
Agrarproduktion Zur Bastei, Lohmen
Pott GbR, Gersten
Marcus Dittmer, Barum
200 bis 499,9 Kühe
Agrargenossenschaft, Doberschütz
Rinderproduktions eG Neusorge, Rothenburg
Bernd Schulte-Lohmöller, Rhede
Wolfg. u. Henning Bollhorst GbR, Wetschen
Alpers GbR, Kutenholz
> 500 Kühe
Agrar GmbH Zschopautal, Großolbersdorf
Brokering Milch KG, Eydelstedt
Agraset-Agrargenossenschaft eG, Erlau
Claus Luerssen, Uthlede
Agrargesellschaft Ruppendorf, Klingenberg
16
Eiweiß-%
Eiweiß-kg
F + E kg
Anzahl Kühe
Milch-kg
Fett-%
Fett-kg
39,67
17,37
15,66
35,62
15,93
12.336
11.335
12.412
11.629
11.943
3,83
4,47
3,87
4,09
3,88
473
507
480
476
463
3,45
3,44
3,28
3,49
3,43
426
390
407
406
410
899
897
887
882
873
51,91
45,52
55,63
57,42
41,20
12.615
12.148
11.914
11.573
10.856
3,96
3,93
4,08
4,10
4,54
499
478
486
475
493
3,45
3,41
3,34
3,35
3,39
435
414
398
388
368
934
892
884
863
861
60,25
81,54
78,05
66,92
60,17
12.153
11.629
12.227
11.786
11.906
3,76
4,06
3,72
3,88
3,92
457
472
455
457
467
3,34
3,32
3,27
3,37
3,24
406
386
400
397
386
863
858
855
854
853
138,87
105,59
114,79
111,26
106,81
13.599
12.039
11.989
11.861
11.464
3,63
4,00
3,90
3,94
4,20
493
481
468
467
481
3,40
3,40
3,34
3,36
3,31
462
409
400
399
379
955
890
868
866
860
335,69
217,88
209,16
266,19
259,71
11.800
12.357
12.677
11.503
11.487
4,23
3,89
3,64
4,25
4,11
499
481
461
489
472
3,33
3,31
3,33
3,36
3,46
393
409
422
387
397
892
890
883
876
869
1388,46
627,40
920,33
841,04
1069,98
11.505
11.611
11.140
11.097
11.568
3,99
4,03
4,14
4,04
3,91
459
468
461
448
452
3,47
3,32
3,40
3,41
3,21
399
385
379
378
371
858
853
840
826
823
Spitzenleistung – Färsen (305 Tage) nach F + E kg
Besitzer
Name
Vater
Thorsten Seedorf KG, Beverstedt
Heino Maack, Zeven
Josef Waller, Wettrup
Dietmar Kaluza, Cuxhaven
Ulrich u. Frauke Otte-Mennenga GbR, Bakum
Andreas Wielert, Einbeck
Steffen Rademacher, Bremervörde
Agrar GmbH Zschopautal, Großolbersdorf
Rinderproduktions eG Neusorge, Rothenburg
Hendrik Veltmann, Getelo
Alanda 194
Star
Heaven 50
Vier 4
Annika 121
4713
Emanuel
Goldwin
Busatis
1469
Jutta 83
Daynight 58
Milch-kg
Fett-%
Fett-kg
Eiweiß- %
Eiweiß-kg
3,65
4,79
4,41
4,01
4,64
3,82
4,42
4,17
4,69
3,55
608
580
577
551
568
553
550
551
578
521
3,18
3,87
3,49
3,47
3,61
3,11
3,63
3,41
3,40
3,24
530
469
456
477
442
451
452
450
419
476
16.645
12.113
13.076
13.736
12.233
14.494
12.441
13.215
12.318
14.672
Novize
Baustein
Malpas
Flavour
Juanes
Bolton
F+E kg
1.138
1.049
1.033
1.028
1.010
1.004
1.002
1.001
997
997
Höchste Laktationsleistung – Kühe (305 Tage) nach F + E kg
Besitzer
Name
Vater
Bernd Schulte-Lohmöller, Rhede
Agrargen. Langenchursdorf eG, Callenberg
Hof Schmetjen, Kutenholz
Wiechering-Sudmann KG, Diepholz
Achim u. Angela Cording GbR, Großenkneten
Claus Luerssen, Uthlede
Andreas Wielert, Einbeck
Henrik Wille, Essen
TU Milch KG, Tarmstedt
Agrar GmbH Zschopautal, Großolbersdorf
Jodie 500
Melanie 495
242
Amelie 492
Bianka 369
8145
926
Selly 50
501
Black Eye
September
Win 395
Janos
Argument
Mandschu
Windfang
Goldwin
Durham
Janos
Lexikon
La.
3
3
3
3
5
4
4
4
3
4
Geb.
98
96
97
99
00
98
97
96
96
94
Klb.
10
12
9
9
10
10
12
13
11
14
Milch-kg
Fett-%
Fett-kg
Eiweiß- %
Eiweiß-kg
16.350
16.618
15.578
16.378
15.328
15.295
15.758
15.361
15.044
17.889
4,86
4,54
5,02
4,48
4,75
4,81
4,58
4,77
4,79
3,71
795
754
782
733
728
735
722
733
720
664
3,16
3,35
3,26
3,30
3,50
3,37
3,31
3,31
3,46
3,21
516
556
508
541
536
515
521
509
520
575
Milch-kg
Fett-%
Fett-kg
Eiweiß- %
Eiweiß-kg
172.927
174.455
153.360
168.492
143.013
172.889
160.001
155.886
143.791
160.114
4,40
3,64
4,67
3,66
4,42
3,45
3,78
3,82
4,46
3,66
7.610
6.349
7.165
6.162
6.321
5.963
6.060
5.952
6.408
5.858
3,31
3,56
3,25
3,17
3,57
3,15
3,32
3,44
3,36
3,31
5.715
6.207
4.983
5.336
5.108
5.446
5.324
5.374
4.838
5.301
F+E kg
1.311
1.310
1.290
1.274
1.264
1.250
1.243
1.242
1.240
1.239
Höchste Lebensleistung – Kühe (305 Tage) nach F + E kg
Besitzer
Name
Vater
Udo Strassemeyer, Warmsen
Wilhelm Rohde, Cuxhaven
Agrargen. Hainichen-, Hainichen
Mechthild Rolfes, Friesoythe
Aufderhaar GbR, Wilsum
Andreas Lohmöller, Emsbüren
Vloothuis GbR Busmann, Bad Bentheim
Torsten Korte, Dedelstorf
Hergen Schroeder, Oldenburg
Klaus Becker, Lutter
Tasmani 279
Oslo
Ricarda
Heyke 160
Clara 1
Lee 830
Patrici 300
Blondine35
Lini 74
Albana 326
Blizzard
Aerostar
Rudolph
Reagent
Bentley
Lee
Patrick
Stix
Trailor
Wuad
F+E kg
13.325
12.556
12.148
11.498
11.429
11.409
11.384
11.326
11.246
11.159
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17
Deckbullenbelegungen & Eigenbestandsbesamungen melden
MANAGEMENT
Fehlende Väter kosten Geld
Keine Frage, so lange Menschen an ihnen gestellten
Aufgaben arbeiten, werden auch Fehler gemacht.
Die Bearbeitung dieser Fehler ist unter anderem
auch Aufgabe der Mitarbeiter in den Herdbuchabteilungen der Zuchtverbände. Von diesen „kleinen Fehlern“ soll hier nicht die Rede sein.
Im Folgenden ist von systematischen Fehlern, die sich schlechtestenfalls über Tiergenerationen hinziehen, die Rede. Hier
geht es um nicht gemeldete
Väter für ins System gemeldete
Kälber.
Fehlende Väter bedeuten weniger umfassende Zuchtwertschätzungen, und sie bedeuten
weniger Geld für Handelstiere.
Insbesondere solche, die bei
vollständigen Abstammungen
gesuchte Exportrinder gewesen
wären.
Wo klappt es, wo nicht?
Die wenigsten Lücken bezüglich
fehlender Väter liegen eindeutig
bei den Meldungen durch Tierzuchttechniker bzw. Tierärzte.
Die größten Lücken finden wir
bei Betrieben, die Deckbullen
einsetzen bzw. Eigenbestandsbesamer sind. Weil diese Betriebe die Vatermeldungen aus der
Besamung durch Techniker und
Tierärzte gewohnt sind, wird die
Deckbullenmeldung bzw. die
Eigenbestandsbesamungsmel-
dung sehr oft vergessen. Unter
großem Verwaltungsaufwand
versuchen anschließend die
Herdbuchstellen und die Milchkontrolle, die fehlende Vaterinformation im Nachhinein vom
Landwirt zu bekommen. Dieser
Weg ist sehr aufwendig und
führt auch nur in gut der Hälfte
aller Fälle zur Schließung der Lücken. Wir wollen in der Verwaltung Kosten sparen und Sie
sollen den bestmöglichen Preis
für Zuchtrinder mit kompletter
Abstammung erzielen können,
deswegen erläutern wir Ihnen
hier noch einmal die möglichen
Meldewege und bitten Sie sehr,
diese auch anzunehmen.
1. Deckbulleneinsatz
Die MASTERRIND GmbH ist das führende Unternehmen in der Rinderzucht.
550 Mitarbeiter bilden an den Standorten in Verden, Bad Zwischenahn und Meißen eine enge Brücke
zu Mitgliedern und Kunden.
Zum 1. August 2014 besetzen wir an unserem Hauptsitz in Verden
Ausbildungsplätze zum/zur
• Kauffrau/-mann für
Büromanagement
• Kaufmann/-frau im Groß- und
Außenhandel
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Bewerbung freut
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MASTERRIND GmbH
MASTERRIND GmbH
Frau Karin Cordes
Frau
Karin
Osterkrug
20 Cordes
Osterkrug
27283 Verden 20
27283 Verden
Vorausgesetzt werden die Mittlere Reife und die baldige Erlangung
der Fahrerlaubnisklasse B (PKW).
Einfache Bedienung
MASTERRIND GmbH, ein Unternehmen von RPN/SRV/WEU/ZEH
27283 Verden, Osterkrug 20
Tel. 042 31. 6 79-0, Fax -780
18
26160 Bad Zwischenahn, Feldlinie 2a
Tel. 04403. 9326-0, Fax -13
01662 Meißen, Schlettaer Straße 8
Tel. 03521. 4704-10, Fax -18
Hier bietet sich die sehr einfache
Internetanwendung zur Geburtsmeldung bei Deckbulleneinsatz
an. Das Programm „Geburtsmeldungen“ ist ein Erfassungssystem für Kälber, deren Vater ein
Deckbulle ist und ermöglicht die
unkomplizierte Meldung von
Vätern per Internet.
Das Programm wird über die
MASTERRIND-Homepage angeboten und sollte im Bereich der
Milchrinder zur Nacherfassung
von Belegungen nur von Deckbullenhaltern genutzt werden.
Eine Eingabe von Besamungen
ist in diesem Programm nicht
möglich. Es kann von Milchkontroll- und Herdbuchbetrieben
eingesetzt werden.
Internet www.masterrind.com
[email protected]
Der Landwirt bedient die Anwendung Geburtsmeldungen be-
quem per Internet-Browser,
diese läuft im vit. Das hat den
Vorteil, dass es keine Probleme
mit der Installation und dem
Update der Software gibt, denn
alle Programmänderungen erfolgen zentral und stehen allen
Anwendern gleichzeitig zur
Verfügung. Der Aufruf erfolgt
über die Homepage MASTERRIND: Online-Dienste und dort
Geburtsmeldungen. Es erscheint
die Anmeldemaske in die Sie die
Betriebsnummer und Ihr Hi-TierPasswort eingeben. Nach der
Anmeldung werden die zwei
letzten vergebenen Ohrmarkenserien als Auswahl zur Verfügung gestellt. Entweder die
Ohrmarke auswählen oder im
Eingabefeld eine andere Ohrmarke eingeben und alle relevanten Felder ausfüllen und die
Daten für HIT abschicken. Diese
Daten werden direkt bei HIT für
den Rinderpass gespeichert.
Das System funktioniert, wenn:
• die Mutter des gemeldeten
Kalbes in der Datenbank von
vit bekannt und auf Ihrer Registriernummer gemeldet ist,
• dieMutterimVIT-Datenbestand keinen Abgang hat.
Sind die obigen Bedingungen
erfüllt, folgt ein Fenster, in dem
Sie fehlende Deckdaten (Belegdatum oder Belegzeitraum,
Nummer des Belegbullen) und
Name des Kalbes erfassen können. Gültige, vorliegende Vaterschaftsdaten werden angezeigt.
Die komplette Meldung wird
durch den Button „abschicken“
zum Herdbuch geleitet.
Der Service der Geburtsmeldung
ist rund um die Uhr verfügbar.
Ansprechpartner sind
• Frau Küper-Gerken
Tel. 04403 9326-34
• Frau Homann
Tel. 04231 679-139
• Frau Reineke
Tel. 04231 679-131
2. NETRIND kb – für
Eigenbestandsbesamer
und Deckbullenhalter
NETRIND kb ist eine praktische
und funktionelle Anwendung,
die Sie leicht bedienen können.
Eingabefehler sind nahezu unmöglich. Eine hilfreiche Sortierfunktion sorgt für Übersichtlichkeit der Listen.
24 Stunden verfügbar
Erfassen Sie Ihre Belegungen,
wann immer es Ihnen passt.
Die Belegungen werden automatisch an das vit-Datenbanksystem Rind weitergeleitet,
geprüft und für die zentrale
Belegungsdatei verarbeitet.
Sollte doch einmal ein Erfassungsfehler aufgetreten sein,
protokolliert vit diesen für Sie
und sendet ihn an Ihre Organisation, die sich für Sie um die
Klärung kümmert.
Daten hochaktuell
Sie pflegen durch die direkte
Belegungserfassung Ihre Datenbestände zentral bei vit. Dadurch sind auch die Daten in
der Milchkontrolle, Herdbuchführung und Zuchtwertschätzung viel aktueller. Auch dieses
Programm wird über die MASTERRIND-Homepage gestartet.
Klicken Sie dort auf OnlineDienste und dann NetRind kb.
NETRIND kb im
­Überblick
• Erfassungssystem für Belegungsdaten (Besamungen
und Bedeckungen) auf Internetbasis
• Integriert in den Internetauftritt der Besamungsstationen
und Zuchtorganisationen
• Einsetzbar sowohl bei Milchkontroll- und Herdbuchbetrieben als auch bei nicht organisierten Besamungsbetrieben
• Bequeme Handhabung für
den Endnutzer:
– einfacher Aufruf über Internet-Browser
– keine Mühe mit Installation
oder dem Einspielen neuer
Versionen
– Zugriff auf betriebseigene
Ohrmarken, dadurch keine
erneute Eingabe erforderlich
– Reduzierung der Fehlerquote
– Möglichkeit zur Erfassung
rund um die Uhr
– durchdachte Programmgestaltung macht die Benutzung
einfach, im Zweifel sind verständliche Hilfetexte aufrufbar
– automatische Weiterleitung
der erfassten Daten an das
vit-Datenbanksystem Rind
– Daten sind hochaktuell, da
sie sofort der laufenden Besamungsdatenverarbeitung
zugeführt werden.
– Außerdem: bei Interesse an
der Nutzung des Herdeninformationssystems NETRIND
basic ist ein Upgrade für NETRIND kb-Nutzer möglich.
Ansprechpartner sind
• Frau Kramer
Tel. 04231 679-643
• Frau Laackmann
Tel. 04231 679-644
• Herr Ramien
Tel. 04403 9326-62
3. HerdenmanagementProgramme
Die „Übersicht Herdenmanagement-Programme“ kann als
interaktive Excel-Tabelle unter
www.DLG.org/anwenderberater,
heruntergeladen werden. Wichtig ist, dass die Vaterdaten von
Eigenbestandsbesamern und
Deckbullenhaltern dann auch
tatsächlich in der Herdbuchdatei
ankommen. Das funktioniert
dann gut, wenn die Schnittstelle
sauber definiert ist. Gute Erfahrungen liegen uns z. B. vor mit
den Programmen HERDE von
dsp agrosoft, Dairy Comp 305
von VAS, FarmOffice von uNetronics, Superkuh von CLAAS
Agrosystems, Westfalia DG5 von
Westfalia, NETRIND basic mobil
von vit-Verden.
Weitere Programme anderer
Anbieter mögen genauso gut
funktionieren. Den ersten Test
zur Lieferung erster Daten stimmen Sie bitte mit den Mitarbeitern der MASTERRIND ab.
Damit stellen Sie sicher, dass
das Programm wirklich funktioniert.
Ansprechpartner sind
• Frau Kramer
Tel. 04231 679-143
• Frau Laackmann
Tel. 04231 679-644
• Herr Subow
Tel. 04403 9326-32
Im Sinne kompletter Pedigrees
für Zuchtwertschätzung und
Verkauf setzen wir auf die Kooperation mit unseren Mitgliedsbetrieben.
Wilfried Ilse (vit)
m
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19
MASTERRIND-Milchforum in Emsbüren
Auf die Mischung (der Referenten)
kommt es an!
Management
Gut gestärkt starteten ca. 350 Zuschauer und drei
Referenten die Vortragsveranstaltung Milchforum
am 24. Oktober in Emsbüren.
Eines sei vorweg genommen,
das diesjährige Milchforum bot
für jeden etwas, und es wurde
eine kurzweilige Veranstaltung
– dank der Referenten.
Kälberaufzucht
Den Startschuss gab Frau Dr.
Regina Strie von Boehringer
Ingelheim mit ihrem Referat über
„Prophylaktische Maßnahmen für
eine erfolgreiche Kälberaufzucht“.
Bietet man dem neugeborenen
Kalb optimale Startbedingungen,
steht einer erfolgreichen Karriere
als Milchkuh nichts mehr im
Weg. So eine ihrer Kernaussagen.
Oberste Priorität hat ein sauberer, frisch eingestreuter Abkalbestall, der wirklich nur für die
Abkalbungen und nicht als Krankenstall genutzt wird, und den
werdenden Müttern die Möglichkeit gibt, weiterhin Blickkontakt
zur Herde zu halten. Nächste
Hürde ist die Geburtshilfe sowie
die ersten bedeutenden Maßnahmen nach der Geburt wie das
sorgfältige Abtrocknen des Haarkleides, die Möglichkeit des
Nestbaus, um Atemwegserkrankungen zu vermeiden. Weiter
ging es in ihrem Vortrag mit der
korrekten Nabel- und der ersten
Biestmilchversorgung. Besonders
am Herzen lag der Referentin,
dass der Landwirt gewährleisten
kann, dass das Kalb in der ersten
Gabe ca. 4 l zu sich nimmt. Abschließend führte Frau Dr. Strie
genauestens auf, welche Fehler
bei der Erstversorgung eines
Kalbes gemacht werden können
und welche Konsequenzen dies
nach sich zieht.
Tierwohl
Auch im zweiten Referat ging es
um das Tierwohl und wie sich
dieses verbessern bzw. optimieren lässt. Tommy Wollesen von
Cow-Welfare aus Dänemark
stellte dies anhand seines patentierten Stallbausystems „Green
Stall Easy“ dar. Grundlage dieses neuartigen Liegeboxen- und
Fressgittersystems ist das Verhalten der weidenden und liegenden Kuh. Beobachtungen
ebendieser haben maßgeblich
zur Entwicklung der flexiblen
Liegeboxen und Fressgitter
beigetragen. Dank flexibler
Kunststoffrohre können Verletzungen oder Druckstellen vermieden werden. Viel Platz sorgt
dafür, dass die Kühe viel liegen
und eine korrekte Liegeposition
in den Boxen einnehmen. Als
Hinweis auf Management- bzw.
Aufstallungsprobleme nannte er
die Zahl Zehn. Wenn 10 % der
Kühe stehen, abgesehen von
denen die fressen oder Wasser
trinken, liegt ein Problem vor
und die Situation muss verbes-
Geschäftsführer Hartmut Zingel überreicht als Dankeschön einen Blumenstrauß an Familie Gröttrup
20
Stellv. WEU-Vorstandsvorsitzender Friedrich Kleine-Ruse, Udo Pollmer, Tommy
Wollesen und Dr. Regina Strie
sert werden. Doch nicht nur der
Stallbau wurde von Wollesen
genau unter die Lupe genommen. Auch mit den Themen
Wasserversorgung, Stallklima
und Gesundheit beschäftigte er
sich intensiv und zeigte hier
anhand von Beispielen, wie
jeder Landwirt seine Herde
optimal halten kann.
Öffentlichkeitsarbeit
Der Abschluss glich eher einem
Feuerwerk, denn einem ruhigen
Beitrag. Verursacher war der
medienbekannte Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer vom
Europäischen Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V. (E.U.L.E.). Mit dem
Titel „Intelligente Öffentlichkeitsarbeit – unverzichtbar für die
Agrarwirtschaft“ führte er mit
klaren und auch provozierenden
Aussagen den anwesenden Landwirten vor Augen, wie der Stand
der Diskussionen zwischen
Verbraucher und landwirtschaftlichen Vertretern ist und wie diese
durch falsch dargestellte Fakten
beeinflusst werden.
Nicht nur die einzelnen Lebensmittelhersteller sieht Pollmer als
Verursacher, sondern auch die
Branche selbst hat stark dazu
beigetragen. Die Ist-Situation in
deutschen Ställen wird selten für
Werbezwecke genutzt, obwohl
kein Grund zum Verstecken
bestehen würde, sondern kleine
rosa Schweinchen laufen auf der
grünen Wiese und Käsespezialitäten werden von frommen
Mönchen per Hand hergestellt.
So darf es niemanden verwundern, wenn der unerfahrene, der
Landwirtschaft ferne Verbraucher mit Entsetzen reagiert,
wenn dies in der Realität anders
aussieht. Interessenvertreter
wissen diese Unwissenheit für
sich zu nutzen und reagieren
postwendend auf aufkommende
Skandale und Diskussionen,
während die Branche noch über
eine Imagekampagne nachdenkt. Aus diesem Grund appelliert Pollmer an die Zuhörer,
dass sie in der Werbung mit
realistischen Bildern arbeiten
und die Verbraucher dadurch
korrekt aufklären, um ihnen so
die Landwirtschaft näher zu
bringen.
Manch einer dachte auch später
noch viel über diese Aussagen
nach, während er über den gut
besuchten Betrieb Gröttrup in
Wengsel, dem an dieser Stelle
großer Dank gebührt, schlenderte, der zu diesem Anlass seine
Pforten geöffnet hatte. So bleibt
nur zu hoffen, dass einige dieser
Gedanken ihren Weg in die
praktische Umsetzung schaffen.
Dr. Kirsten Otto
m
Planet Kuh
Spannende Vorträge zu Aufzucht,
Fütterung und Automatisierung
Zum fünften Mal führte die MASTERRIND am
7. November das Management-Seminar Planet Kuh
durch. 280 Gäste hatten den Weg nach Verden gefunden und ließen sich von Geschäftsführer Dr. Dettmar Frese durch das vierstündige Programm führen.
Drei Referate standen auf der
Agenda: Dr. Georg Teepker,
Fachgruppenleiter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen,
trug zu Beginn der Veranstaltung zum Thema Jungviehaufzucht vor. Josef Assheuer, Referent für Unternehmensführung
bei der Landwirtschaftskammer
Nordrhein-Westfalen, widmete
sich anschließend den Kosten
der Rinderfütterung. Der
Schluss­vortrag zur Automatisierung in der Milchviehhaltung
wurde am Nachmittag von Dr.
Bernhard Haidn, Leiter des
Instituts für Landtechnik und
Tierhaltung im bayerischen
Poing, gehalten.
Kälber- und Jungrinderaufzucht
Das Beste für die Kühe von
morgen! Mit diesem Credo
fasste Dr. Georg Teepker seinen
Vortrag bereits zu Beginn zusammen. Die erfolgreiche Aufzucht von Jungvieh beginnt mit
der Geburtsvorbereitung. Details zu Dr. Teepkers Vortrag
lesen Sie im Beitrag „Das Beste
für die Kühe von morgen“ auf
den folgenden Seiten.
Kosten der Rinder­
fütterung
65 % der Produktionskosten
eines Kilogrammes Milch sind
Direktkosten, also jene Kosten,
die dem erzeugten Produkt
direkt zugeordnet werden können. Josef Assheuer bezog sich
bei seinem Vortrag auf Analysen
nordrhein-westfälischer Betriebe
und gab die Produktionskosten
mit 44,10 ct/kg an. Die Direktkosten liegen somit bei 21,86 ct,
76 % davon entfielen auf die
Futterkosten (Kraftfutter 30 %,
Grundfutter 46 %). Der Referent
stellte Betriebe mit niedrigen
Produktionskosten im Futterbau
(unter 20 ct/10 MJNEL Grassilage) in den Fokus. Diese bewirtschafteten den vierfachen Flächenumfang, sparten nahezu
80 % der Mineraldüngerkosten
ein, hätten nur die Hälfte der
Arbeitserledigungskosten und
zahlten – zumindest derzeit
– nur halb so hohe Flächenpachten. Josef Assheuer riet den
Gästen der Veranstaltung, die
Kostenführerschaft anzustreben
und die Produktionskosten auf
unter 38 ct/kg fett- und eiweißkorrigierter Milch zu drücken.
Die Referenten des 5. Planet-Kuh-Seminars: Dr. Bernhard Haidn, Dr. Georg
Teepker und Josef Assheuer mit MASTERRIND-Geschäftsführer Dr. Dettmar
Frese
Maximale Effizienz sei erreicht,
wenn 10.000 kg Milch je Kuh,
20.000 kg je Hektar und
600.000 kg je Arbeitskraft ermolken würden. „Größe ist kein
Garant für niedrige Kosten, aber
ein Vorteil. Verteilen Sie Ihre
Futter- und Festkosten daher auf
möglichst viele Einheiten“,
schloss der Referent für Unternehmensführung seinen Vortrag.
Automatisierung in der
Milchviehhaltung
Dass es neben automatischen
Melksystemen weitere mechanische Möglichkeiten der Arbeitsbewältigung gibt, stellte Dr.
Bernhard Haidn dar. In Zeiten
steigender Kuhzahlen sei die
Mechanisierung in vielen Fällen
eine interessante Alternative zur
menschlichen Arbeitskraft.
Vorgestellt wurden Systeme zur
automatischen Laufflächenreinigung, Einstreugeräte, Futtervorlagesysteme und Hilfsmittel zur
Datenerfassung. Das größte
Potenzial sprach Dr. Haidn dem
automatischen Füttern zu. Der
Investitionsbedarf sei zwar auch
hier recht hoch, bei Neubauten
böten sich jedoch Einsparmög-
lichkeiten durch schmalere
Futtergänge. Betriebswirtschaftlich am interessanten seien
derartige Systeme bei Betrieben
mit 150 bis 200 Kühen. Die
häufigere Vorlage verbessere die
Futteraufnahme, so der Referent, gleichzeitig könne der
Betriebsleiter Zeit sparen und
seine Arbeit flexibler gestalten.
Die automatische Erfassung von
Daten zur Prozesssteuerung
und Tierüberwachung wird
bereits in sehr vielen Betrieben
praktiziert. Automatische
Brunst­erkennungssysteme, wie
das auch von der MASTERRIND
vertriebene Heatime, nannte Dr.
Haidn als ein Beispiel für verschiedene Systeme. Einzeltierbezogen erfassbar seien inzwischen Milchleistungsdaten,
physiologische Parameter, Aktivität und Position, Futteraufnahme und -verdauung sowie die
Körpermasse. Die automatische
Erfassung und Verarbeitung von
Daten erlaube eine optimale
Tierüberwachung, die es auch
kleineren Betrieben ermögliche
z. B. Erkrankungen deutlich
früher zu erkennen.
Hermann Bischoff
m
21
Management
Das Beste für die Kühe von morgen!
In vielen Milchviehbetrieben sind in den letzten Jahren erhebliche Investitionen in Kuhställe geflossen,
meist auch verbunden mit einer mehr oder minder
deutlichen Aufstockung der Bestände. Wenn in diesen Betrieben folglich auch mehr Kälber und Jungrinder aufgezogen werden sollen, gehört das komplette
Aufzuchtsystem auf den Prüfstand. Dies gilt natürlich umso mehr, wenn die gesteckten Leistungsziele
der Aufzucht im Betrieb nicht erreicht werden.
Erste Kalbung mit
24 Monaten
Bei der Geburt fängt
es an
Bei einem angestrebten Erstkalbealter von 24 Monaten mit
einem Lebendgewicht von
620 kg ist eine kontinuierliche
Entwicklung der Tiere Grundvoraussetzung. Aufzuchtphasen
mit Wachstumsdepressionen
wirken sich genauso wie „Mastphasen“ negativ auf die zu erwartende Leistung als Milchkuh
aus. Dies gilt sowohl für die
Milchleistung selbst wie auch
für die Fitnessmerkmale (Gesundheit, Futteraufnahme,
Fruchtbarkeit), die eine herausragende Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit der späteren
Milchkuh haben.
Eine besonders kritische Phase,
die hier beleuchtet werden soll,
ist die Kälberaufzucht. Kälbererkrankungen und Kälberverluste
sind verschenkte Zukunft. So
belegen Untersuchungen, dass
Kälber, die während der Aufzucht erkranken, häufig auch
später als Milchkühe nicht fit
sind und nur eine unbefriedigende Lebensleistung erreichen.
Eine gesunde Kinderstube für
die Kälber ist ein erster Meilenstein zu einer gesunden und
leistungsstarken Milchkuh.
Dafür muss die Geburt möglichst ohne Komplikationen
verlaufen. Im bundesweiten
Mittel der Betriebe liegt die
Totgeburtenrate (Todesfälle bis
einschließlich 24 Stunden nach
der Kalbung) bei etwa sechs
Prozent. Allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen
den Betrieben. Eine gezielte
Geburtsvorbereitung, eine großräumige Abkalbebucht und eine
fachgerechte Geburtsbegleitung
sind die wichtigsten Faktoren
für eine niedrige Verlustrate. Bei
weiblichen Kälbern sind aufgrund der geringeren Geburtsgewichte die Verlustraten niedriger als bei männlichen, so dass
speziell für die Besamung von
Färsen der Einsatz von weiblich
gesextem Sperma empfohlen
wird.
Dass eine Abkalbebucht niemals als Krankenstall genutzt
Kontrollpunkte zur Gewichtsentwicklung in der Aufzucht
(Schwarzbunt)
Alter
Ende Tränkephase
Fresser
„1. Geburtstag“
(Wechsel Ration!)
Erstbesamung
Zur 1. Kalbung
22
Lebendgewicht Brustumfang Tägl. Zunahme
(ca.)
im Abschnitt
12 Wochen
6 Monate
>110 kg
ca. 200 kg
108 cm
133 cm
800 g
850 g
12 Monate
ca. 350 kg
163 cm
850 g
15 Monate
24 Monate
>400 kg
>600 kg
173 cm
200 cm
750 g
750 g
Idealerweise im Rein-Raus-Verfahren: Abkalbebucht mit viel Platz und viel
frischer Stroheinstreu
wird und immer hygienisch
sauber und frisch eingestreut
ist, sollte selbstverständlich
sein. Die Praxis zeigt jedoch
häufig ein anderes Bild. Besonders in Zeiten saisonal gehäufter Abkalbungen steigt im Abkalbestall der Infektionsdruck
für das Muttertier und das neugeborene Kalb massiv an. Infektionen, beispielsweise mit Salmonellen oder Clostridien,
haben hier ihren Ausgangspunkt. Eine gründliche Reinigung des Abkalbebereiches mit
anschließender Desinfektion
und möglichst auch Leerstand
unterbricht die Infektionsketten.
Aus Sicht der Kälbergesundheit
lautet weiterhin die generelle
Empfehlung: Das neugeborene
Kalb wird nach dem Trockenlecken zügig in eine gereinigte,
desinfizierte und keimarme
Kälberbox verbracht.
Früh viel Kolostrum
„So schnell wie möglich, so viel
wie möglich“. Dies ist der
Grundsatz für die Versorgung
des neugeborenen Kalbes mit
dem lebensnotwendigen Kolost-
rum. Kälber werden ohne Immunschutz geboren und benötigen die wertvollen Abwehrstoffe
aus der Biestmilch. Ziel sollte es
sein, in den ersten beiden Lebensstunden drei, besser vier
Liter Biestmilch über eine peinlich saubere Nuckelflasche zu
verabreichen. Nur wenn das
Kalb nicht freiwillig trinkt, muss
Kolostrum per Sonde verabreicht werden („Drenchen“).
Eine Einweisung durch den
Hoftierarzt und die fachgerechte
Verwendung eines geeigneten
Drenchbestecks sind unbedingt
erforderlich.
Die Qualität der Kolostralmilch
kann bei den Kühen sehr stark
schwanken. Eine einfache Überprüfung mit dem Kolostrometer
gibt Auskunft über den Immunglobulingehalt. Bei nicht ausreichender Qualität muss auf
vorsorglich eingefrorene Reserven zurückgegriffen werden.
Zusätzlich sollte einmal jährlich
als Routine sowie zeitnah bei
Bestandsproblemen der Immunstatus der Kälber bis zur zweiten
Lebenswoche über eine Stichprobe von Blutproben geprüft
werden.
Metabolische Programmierung
Auch durch eine hohe Energieversorgung werden Kälber in
ihrer Abwehrkraft gestärkt. Dabei scheint gerade die sehr frühe
Lebensphase (bis zur dritten
Woche) für die sogenannte
metabolische Programmierung
von größter Bedeutung zu sein.
In einer Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen wurde
nämlich beobachtet, dass intensiv ernährte Kälber später als
Kühe ein höheres Leistungsniveau erreichten, eine stabilere
Gesundheit aufwiesen und
länger im Bestand verblieben.
Dies wird u.a. auf eine höhere
Leistungsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse nach intensiver
Versorgung des Kalbes zurückgeführt.
In der Praxis hat sich gezeigt,
dass eine Sattfütterung (ad
libitum) mit angesäuerter Vollmilch in den ersten drei Lebenswochen eines Kalbes vorteilhaft
ist. Dadurch sind die Kälber
vitaler und am Ende der Kälberaufzucht deutlich schwerer. Die
geringfügig höheren Aufzuchtkosten aufgrund der höheren
Milchgaben sind eine gute Zukunftsinvestition, die durch die
spätere Milchleistung des Tieres
mit hoher Rendite zurückgezahlt
wird.
Wer dieses Fütterungsverfahren
in seinem Betrieb einsetzen will,
muss natürlich bereit sein, die
„Spielregeln“ dafür einzuhalten.
Es ist eine gute Erfahrung aus
praktischen Betrieben, diese
Umstellung mit den männlichen
Kälbern zu beginnen. Die ad
libitum getränkten „Wonneproppen“ lassen sich aufgrund des
guten Ansatzes und einer hohen
Vitalität zeitig und häufig auch
mit Preisaufschlägen vermarkten.
1 kg Milchaustauscher
täglich
Nach diesen ersten eigenen
Erfahrungen mit dem veränderten Tränkesystem kann dann
auch die Umstellung der weiblichen Nachzuchtkälber erfolgen.
Hier muss nach den drei Wochen Sattfütterung in Einzelhaltung die Tränkeversorgung in
der Gruppe ebenfalls angepasst
werden. Wichtig ist dabei auf
dem hohen Energieniveau der
Sattfütterung zu beginnen und
dann sehr rasch abzutränken. In
der Haupttränkephase ist mindestens ein Kilogramm Milchaustauscher pro Tag eine wichtige Norm. Die Zufütterung von
Kraftfutter, Strukturfutter und
die ständige Verfügbarkeit von
frischem Tränkwasser sollte
Standard sein.
Eine wichtige Herausforderung
in den Betrieben stellt der Übergang zu einem konsequenten
Rein-Raus-System in der Kälberhaltung dar. Bekanntermaßen ist
diese Form der Stallbelegung
mit strikter Reinigung und Desinfektion nach jedem Durchgang
in anderen Produktionszweigen
der intensiven Tierhaltung, wie
z.B. der Schweine- oder Geflügelhaltung ein wichtiger Faktor
zur Unterbrechung von Infektionsketten. Warum verzichten wir
im Kälberstall noch weitgehend
auf dieses Erfolgsinstrument?
Rein-Raus
Beim Rein-Raus-Verfahren in der
Kälberaufzucht werden – so wie
die Kälber anfallen – stabile und
altersgleiche Gruppen gebildet.
Der Altersabstand sollte dabei
drei bis vier Wochen zwischen
dem ältesten und dem jüngsten
Kalb der Gruppe nicht überschreiten. Mit dem nächsten
Kalb wird dann eine neue Gruppe eröffnet, die in dieser Zusammensetzung mindestens bis
zum Ende der Tränkeperiode
zusammenbleibt. So kann das
Umstallen in neue Gruppen und
damit belastender Stress für die
Kälber vermieden werden. Fütterung, Haltung, aber auch das
Gesundheitsprogramm können
für altersgleiche Kälber zielgerichteter ausgestaltet werden.
Der wichtigste Grund für das
Rein-Raus-Verfahren bleibt aber
Abkalbebuchten für einen guten Start ins Leben
•
•
•
•
•
•
•
•
•
ausreichend viele Plätze (mind. 4 pro 100 Kühe)
mindestens zwei Buchten
ausreichend groß (mind. 16 qm für Einzelbucht,
mind. 10 qm/Tier in Gruppenbucht)
Sichtkontakt zur Herde
übersichtlich, gut zu kontrollieren
hygienisch und sauber, nicht als Krankenstall nutzen
ausreichend frische und saubere Stroheinstreu
regelmäßige Reinigung und Desinfektion, Rein-Raus-Prinzip
jederzeit Zugang zu frischem Wasser und Futter
die verbesserte Hygiene: das
Stallabteil wird vollständig geleert, entmistet, gereinigt und
desinfiziert und kann im besten
Fall sogar für einige Tage leer
stehen. So wird aktiv der sogenannten „Stallmüdigkeit“ begegnet, die nichts anderes ist als
ein sich permanent steigernder
Infektions- und Krankheitsdruck
in dauerbelegten Ställen.
Um eine solche Rein-Raus-Haltung einzuführen, bedarf es
baulich mindestens drei, besser
vier Gruppen in der Tränkephase. Betriebe mit Tränkeautomaten brauchen daher auch eine
Erweiterung der Tränketechnik
auf drei bis vier Boxen. Bei Herden bis zu 100 Kühen sind die
Tränkegruppen folglich so klein,
dass die Milchversorgung eher
über Nuckeleimer, eventuell mit
„Milchtaxi“, erledigt wird.
Fazit
Die Aufzucht einer Färse verursacht zwei Jahre ausschließlich
Kosten. Diese Aufzuchtkosten
müssen so eingesetzt werden,
dass am Ende eine gesunde und
leistungsbereite Färse steht. Nur
solche Tiere sind in der Lage,
die Aufzuchtkosten durch die
Milchproduktion wieder einzuspielen.
Vier wichtige Aspekte, um gerade in der „Kälberstube“ keine
Leistung zu verschenken wurden
diskutiert:
• Hygiene im Abkalbebereich
• Professionelle Kolostrumversorgung
• Intensive Milchtränke (metabolische Programmierung)
• Notwendigkeit eines ReinRaus-Verfahrens
Dies sind die Grundlagen für
eine gesunde und leistungsstarke Aufzucht und den Aufbau
nachhaltig wirtschaftlicher und
langlebiger Kuhherden.
Dr. Georg Teepker,
Landwirschaftskammer
Niedersachsen
m
Konsequentes Rein-Raus-System in der Kälberaufzucht
Ziel: Unterbrechung der Infektionsketten
• Einstallen der Kälber aus der Einzelhaltung in altersgleiche
Gruppen (Altersabstand max. 3-4 Wochen)
• Kein Umgruppieren in der Tränkephase
• Mindestens drei Tränkegruppen (besser vier)
• Anpassung Buchtengrößen und Tränkesysteme
• Nach der Ausstallung fachgerechte Reinigung und Desinfektion
Erkrankungen in der Aufzucht reduzieren das spätere Leistungspotenzial als Milchkuh!
23
Sächsischer Milchrindtag 2013
Management
Kein Widerspruch
Hohe Milchleistung geht nicht automatisch zu
­Lasten der Tiergesundheit, das wurde beim Milchrindtag deutlich. Der Halter hat es in der Hand, mit
gesunden Kühen hohe Leistungen zu erzielen.
Gesunde Hochleistungskühe
– Vision oder Utopie? Die Frage,
die sich der Sächsische Milchrindtag in Groitzsch stellte, war
bewusst provokant formuliert.
Hohe Leistung ist für Milcherzeuger wirtschaftliche Notwendigkeit, doch zumindest in der
öffentlichen Wahrnehmung ist
sie nur zu Lasten der Tiergesundheit zu haben.
Ein Trugschluss, wie Prof. Martin Kaske von der Klinik für
Wiederkäuer an der Universität
Zürich gleich zu Beginn der
Tagung deutlich machte. „Wenn
Kühe das genetische Potenzial
für eine Leistung von 10.000
Kilo besitzen, aber nur 7.000
Kilo geben – dann ist das kein
Zeichen für gute Gesundheit,
sondern für schlechte“, brachte
es der Fachmann auf den Punkt.
Dennoch: Hohe Leistungen sind
für das Tier mit enormen Anstrengungen verbunden. Vor
allem zu Beginn der Laktation
sei die Kuh erheblichem metabolischem Stress ausgesetzt,
der mit einer negativen Energiebilanz einhergehe und zum
Verlust von Körpersubstanz
Dr. Olaf Steinhöfel, LfULG
24
führe. Demzufolge steige auch
das Risiko für verschiedene
Erkrankungen. Wichtig sei es, so
Kaske, zu verhindern, dass die
Risiken tatsächlich zu Erkrankungen führen.
Kritische Phase
Als „extrem kritische Phase“ für
den Organismus der Kuh sieht
Kaske den Übergang zwischen
Trockenstehen und Laktation an.
Gerade die ersten Tage und
Wochen seien entscheidend für
den weiteren Verlauf der Laktation. Zentrales Anliegen nach
dem Abkalben müsse es sein,
die Futteraufnahme zügig zu
erhöhen. Das beginnt beim
schnellen Anbieten von Energietränke gleich nach der Geburt
und setzt sich mit der späteren
Rationsgestaltung fort. Auch
häufigeres Vorschieben erhöht
die Aufnahme von Trockensubstanz wesentlich, wie Versuche
zeigten. Um sekundäre Folgen
zu vermeiden, sollten Gesundheitsstörungen nach der Kalbung früh erkannt und „aggressiv therapiert“ werden, so der
Wissenschaftler. Leicht zu ermittelnde Parameter wie die Körperhaltung, die Rektaltemperatur,
Pansenfüllung und Vaginalausfluss geben über den Zustand
des Tieres Aufschluss.
Einen Beitrag, die Tiergesundheit zu erhöhen, kann auch die
Zucht leisten. Allerdings, so
stellte Masterrind-Geschäftsführer Cord Höltje seinem Vortrag voran, gebe es das Merkmal
Gesundheit in der Tierzucht
bisher nicht. Ein Kriterium,
Prof. Martin Kaske, Uni Zürich
Gesundheit zu beschreiben,
könne die Nutzungsdauer sein.
Allerdings liegt die Nutzungsdauer von Milchkühen seit Jahrzehnten relativ konstant bei gut
zweieinhalb Laktationen. Was
aus Höltjes Sicht nicht überraschen darf: Denn dieser Wert
ergibt sich aus der relativ konstanten Zahl an Milchkühen und
neugeborenen weiblichen Kälbern, den Aufzuchtverlusten und
dem Export an Zuchtvieh. Sinnvoller sei es, das Augenmerk
darauf zu legen, vorzeitige,
unnötige oder vermeidbare
Abgänge zu reduzieren.
Hygienemanagement
Eng mit der Tiergesundheit
verbunden ist die Haltungshygiene, der sich Dr. Evelin Ulrich
vom Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie
(LfULG) widmete. Sie stellte die
„Systemanalyse Tierhaltung
Rind“ (SAT3) vor, die auf Initiative des Freistaates Sachsen
durch die TU Berlin in Zusammenarbeit mit dem LfULG ent-
wickelt wird. SAT3 analysiert
objektiv das betriebliche Hy­
giene­management und umfasst
zugleich die Bewertung von
Parametern, die der Tiergesundheit und dem Tierwohl zugeordnet werden. In der Arbeit mit am
Projekt beteiligten Pilotbetrieben
habe sich gezeigt, dass mithilfe
der Systemanalyse Verbesserungen des Hygienezustands
durchgesetzt werden konnten.
Weiterreichende Möglichkeiten
bieten sich darüber hinaus über
die Ablage der Daten in der
Dateninformationsplattform Tier
(DIT) beim LKV an.
Ergebnisse einer Untersuchung
zur Abkalbung in Einzelboxen
stellte beim Milchrindtag Dr. Ilka
Steinhöfel (LfULG) vor. Ziel war
es, die Bewirtschaftung von
Einzelabkalbeboxen mit möglichst kurzer Verweildauer der
Kuh zu untersuchen und dabei
insbesondere die Tiergesundheit
und -gerechtigkeit, die Ausübung der Tierkontrolle und
Geburtshilfe sowie die Arbeitsund Materialökonomie zu betrachten. In drei verschiedenen
Einzelfuttermittel ohnehin vom
Tier aufgenommen werden.
Unbedingt sollten die Gehalte
im Einzelfutter analysiert und in
die Berechnung eines möglichen
Bedarfs einbezogen werden.
„Wichtig ist der Blick in den
Futtertrog!“, warnte der Experte
vor falschen Rückschlüssen und
sprach sich dagegen aus, nur
anhand von Blutwerten zu füttern. Mineralfuttermittel sollte
nicht „von der Stange“ gekauft,
sondern in an den betrieblichen
Bedarf angepassten Mischungen bezogen werden. Zwar ist
der Geldwert dieser Futtermittel
relativ gering, der Einspareffekt
einer Reduzierung deshalb auch.
Jedoch stehe die überhöhte
Mineralfuttergabe in Konflikt zur
Tiergesundheit und zu Zielen
des Umwelt- und Verbraucherschutzes.
Betrieben wurden insgesamt 388
Kalbungen untersucht, wobei
die Tiere jeweils kurz vor dem
Kalben aus dem Transitbereich
in die Einzelbox verlegt wurden.
Klare Effekte des Abkalbeplatzes
zeigen die Versuchsergebnisse
in Bezug auf die Leistungs- und
Fruchtbarkeitsparameter nicht,
jedoch sind im beobachteten
Zeitraum deutlich weniger Abgänge innerhalb der ersten 60
Laktationstage registriert worden.
Überversorgung
Laut Untersuchungen des
LfULG werden von vielen Betrieben die notwendigen Zufuhren
an Mineralstoffen und Spurenelementen im Futter überschritten, zum Teil auch über die
gesetzlichen Höchstgrenzen. In
den untersuchten Totalmischrationen decken häufig schon
allein die zugesetzten Mineralfutter den Bedarf, machte Dr.
Olaf Steinhöfel (LfULG) deutlich. Unberücksichtigt blieben
die Zufuhren, die durch das
Gemeinsam mit der HTW Dresden und der Sächsischen Klauenpflegergenossenschaft hat
das LfULG den Versuch unternommen, ein ganzheitliches
System zur vorbeugenden Klauenpflege zu entwickeln, worüber
Dr. Steffen Pache informierte. In
fünf Betrieben wurde erprobt,
inwiefern eine tierindividuelle
vorbeugende Behandlung die
Klauengesundheit verbessert
und damit auch die Nutzungsdauer erhöht und wie ein solches System wirtschaftlich zu
beurteilen ist. Statt des üblichen
Herdenschnitts in festen Abständen wurden für das Einzeltier auf Basis des zuvor erfassten Klauenzustandes individuelle Pflegetermine festgelegt,
sodass Korrekturschnitte und
Behandlungen bedarfsgerecht
erfolgten. Im Ergebnis des gut
zwei Jahre dauernden Projektes
zeigte sich, dass die vorausschauende Behandlung das
Auftreten von Klauenkrankheiten hinsichtlich ihrer Schwere
und Häufigkeit vermindern
konnte. Damit erhöhten sich
auch die Nutzungsdauer und
die Lebenseffektivität der Tiere.
Das System erfordert jedoch
eine lückenlose Dokumentation
der Befunde und einen höheren
Organisationsaufwand für die
Wiedervorstellung der Einzeltiere.
250 € Kosten je Tier
Kranke Kühe kosten Geld – im
Fall einer akuten Mastitis sind
das bedingt durch Behandlungskosten und Leistungsausfall um
die 250 Euro pro Tier, wie Ingo
Heber (LfULG) vorrechnete.
Doch auch Investitionen in
bauliche Ausstattung und Technik, die zu einer besseren Tiergesundheit beitragen, gibt es
nicht umsonst. Dem Mehraufwand, den tiergerechtere Haltungssysteme verursachen,
müssen notwendige Mehrleistungen gegenüberstehen, um
sie wirtschaftlich begründbar zu
machen. Gleichwohl gelte: Vorbeugen ist besser als auftretende Probleme behandeln zu
müssen. Und Investitionen in
den Kuhkomfort entschärfen
überdies das Spannungsfeld
Wettbewerbsfähigkeit, Tierschutz, Verbraucherschutz und
Umweltschutz. Nicht immer
jedoch müssen es teure Baumaßnahmen oder Anschaffungen sein, um die Tiergesundheit
zu verbessern: Ein konsequentes Controlling trage dazu bei,
Probleme frühzeitig erkennen
und behandeln zu können.
Über positive Erfahrungen berichteten im Anschluss Gunar
Lantzsch von der Erzgebirgischen Agrargenossenschaft
Forchheim und Hartmut Hänsel
von der Produktionsgenossenschaft Rosenhain. 400 Euro je
Kuhplatz haben die Forchheimer
beim Umbau eines Stalles für
460 Milchkühe zusätzlich in den
Kuhkomfort investiert und damit
sichtbare Verbesserungen bei
verschiedenen Gesundheitsund Leistungsparametern erzielt. Luft- und Lichtverhältnisse
wurden optimiert, die Laufgänge
mit Gummimatten ausgelegt,
Tiefboxen mit Stroh-Mist-Matratzen geschaffen und Fressstände eingerichtet, die Rangkämpfe und Futterverluste reduzieren. Zusätzliche Gülleabflusseinrichtungen tragen zu saubereren und trockeneren Laufwegen bei.
Tiefboxen mit Kalk-Stroh-Matratzen, ein Laufgang aus profiliertem Fertigbeton, ein Großraumlüfter und Lichtbänder führten
auch im neuen Rosenhainer
Stall zu sichtbar mehr Tierwohl,
wie Hartmut Hänsel berichtete.
Man habe im Vorfeld gemeinsam mit den Mitarbeitern viele
Anlagen besichtigt und sich
vieles abschauen können. Teil
des neuen Stalls ist auch ein
Aktivitätsmesssystem, das nicht
nur die Zwischenkalbezeit auf
384 Tage senken half, sondern
auch eine bessere Überwachung
des Gesundheitszustandes des
Einzeltieres ermöglicht und
frühzeitig Probleme erkennen
lässt.
Karsten Bär, Bauernzeitung
m
Dr. Evelin Ulrich, LfULG
25
Management
7. Milcherzeugerforum in Harsefeld
mit 320 Besuchern
Praxisnahe Vorträge auf einer wieder einmal sehr gut
besuchten Vortragstagung – dies war das Fazit des
diesjährigen 7. Milcherzeugerforums, das die Landwirtschaftskammer Niedersachen, die MASTERRIND
und die Land und Forst am 27. November in der
Festhalle Harsefeld durchführten.
So konnte MASTERRIND-Vorsitzender Otto Lattwesen in Vertretung für Kammerpräsident Meyer zu Wehdel insgesamt 320
interessierte Landwirte aus der
Region als Zuhörer begrüßen.
Im Mittelpunkt der Tagung
standen in diesem Jahr die
Themen Arbeitsorganisation,
Eutergesundheit sowie ein Praktikerbericht.
Arbeitsorganisation
Thomas Bonsels, Rinderberater
beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, referierte zum
Thema „Wachsen im Familienbetrieb – und wie organisiere ich
die Arbeit?“. Er stellte heraus,
dass sich die Familien-Arbeitskräfte nach Möglichkeit auf die
Innenwirtschaft konzentrieren
sollten. Sinnvoll sei es, in das
Tierwohl (Kuhkomfort) und die
Mechanisierung von Teilbereichen (z. B. Spaltenroboter, Futteranschieber) zu investieren.
Arbeitsspitzen in der Außenwirtschaft, die zu Lasten der Tierbetreuung gingen, sollten unbedingt vermieden werden. Hier
müsse man, so der Berater, über
eine punktuelle oder sogar komplette Auslagerung der Außen-
wirtschaft nachdenken. In größeren Betrieben würde zunehmend
von Lohnunternehmen gefüttert
oder auch die Jungviehaufzucht
ausgelagert, was die Arbeitsbelastung deutlich reduziert. Vor
jedem Wachstumsschritt sollte
zunächst einmal die „Ist-Situation“ im Betrieb optimiert werden.
Wichtig seien aber auch klare
Arbeitsabläufe und Verantwortlichkeiten, wobei nicht der ganze
Tag verplant werden sollte, um
durch „unvorhergesehene Ereignisse“ nicht die festgelegten
Arbeitsroutinen durcheinander
zu bringen. Auch bei wachsenden Betrieben sei es sehr wichtig
„freie Zeit zu haben“. Hierzu
zählt insbesondere Zeit für Familie, Urlaub oder auch Fortbildungsmaßnahmen. Wenn diese
Freizeit fehlt, geht die Motivation
nicht selten verloren, was letztendlich auch zu Stress und
vermehrten Gesundheitsproblemen führen kann.
Eutergesundheit
Dr. Wilfried Wolter, Fachtierarzt
für Milchhygiene im Regierungspräsidium Gießen, ging auf die
aktuelle Problematik des Antibiotikaeinsatzes in der Milchvieh-
haltung ein. Dabei stellte er klar
heraus, dass diese nicht dazu
geeignet seien, schlechte Haltungsbedingungen, Managementfehler oder mangelhafte
Hygienestandards zu kompensieren. Vielmehr sei es erforderlich, mit einer konsequenten
Melkarbeit (Vormelken mit Kon­
trolle der Eutergesundheit, Reinigen und Anrüsten des Euters
und Dippen nach dem Melken)
die Grundlage für eine eutergesunde Herde zu schaffen. Wichtig sei es, das Euter aber auch
die Kühe selbst sauber zu halten,
um das Risiko von Mastitiden zu
mindern. Hierzu müssten nach
Ansicht des Eutergesundheitsexperten die Liegeboxen und Laufgänge möglichst sauber und
trocken sein. Beim notwendigen
Einsatz von Antibiotika sollten
Penicillin oder Ampillicin zum
Einsatz kommen, da diese die
höchste Empfindlichkeit aufwiesen und es keine Resistenzen
gebe. Das selektive Trockenstellen mit einem Zitzenversiegler
ohne zusätzliche Antibiotika sei
nur bei eutergesunden Tieren
(< 100.000 Zellen) sinnvoll.
Dabei sollte der Leitkeim in der
Herde bekannt sein (Diagnose)
und diese müsse frei sein von
kuhassoziierten Mastitiserregern.
Aus der Praxis
Otto Lattwesen, Vorsitzender des MASTERRIND-Verwaltungsrates, richtete
Grußworte an die Gäste
26
Im Praktikervortrag stellte MASTERRIND-Züchter Marco Hekert
aus Jaderaußendeich (Wesermarsch) seinen Betrieb vor. Mit
seiner Frau und einer viertel
Fremd-AK bewirtschaftet er 100
ha landwirtschaftliche Nutzfläche
mit 148 Kühen plus Nachzucht.
Seit Übernahme des Betriebes
wurde die Kuhzahl von 45 auf 148
gesteigert. Die Milchleistung
stieg in diesem Zeitraum von
6.500 kg auf knapp 10.000 kg
Milch mit 4,00 % Fett und 3,53 %
Eiweiß. Eine Nutzungsdauer bei
den Abgangstieren von 57,4
Monaten mit einer Milchleistung
von 45.600 kg Milch, eine Merzungsrate von unter 20 %,
durchschnittliche Zellzahlen von
109.000 und Kälberverluste von
5,7 % verdeutlichen, dass im
Betrieb offensichtlich vieles
richtig gemacht wird. Die Grundlagen für diese guten betrieblichen Kennwerte liegen nach
Ausfassung von Marco Hekert in
einer gesunden Kälber- und
Jungviehaufzucht. Bei den Kühen
lege man im neuen Boxenlaufstall viel Wert auf maximalen
Kuhkomfort (Tiefboxen, Haltung
der Trockensteher / Frischabkalber auf Stroh, Halbtagsweide in
den Sommermonaten). Wichtig
sei für Hochleistungskühe auch
möglichst gutes Grundfutter, so
dass auch viel in eine Verbesserung des Grünlandes investiert
werde.
Die Vorträge des Milcherzeugerforums können bei der LWK
Niedersachsen heruntergeladen
werden (www.lwk-niedersachsen.de, Webcode: 01025032).
Dr. Jakob Groenewold,
LWK Niedersachsen
m
Fokus Kalb
Geburt · Fütterung · Haltung · Aufzucht
Geplante Themen und Referenten
1. Züchterische Aspekte zu Geburt und Vitalität der Kälber – Cord ­Höltje, ­MASTERRIND GmbH
2. Die Fütterung in der Trockenstehphase und im geburtsnahen Zeitraum – Thomas Engelhard,
Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Iden, Sachsen-Anhalt
3.Tiergesundheitsmanagement beginnt im Kälberstall – Risiken erkennen und begegnen –
Prof. Dr. Alexander Starke, Universität Leipzig
4. Aktuelle Tränkempfehlungen in der Kälberhaltung – Dr. Hans-Jürgen Kunz,
­Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
5. Haltungssysteme für Kalbung und Kälberaufzucht – Dr. Ilka Steinhövel, Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie, Sachsen
6. „Fokus Kalb“ – der Bericht aus der Praxis –
Carsten Pöhl, Herzogswalder Agrar GmbH
5. Februar
Beginn: 9.30 Uhr
Ort: Verwaltungsgebäude der
­MASTERRIND GmbH
Schlettaer Straße 8
01662 Meißen
2014
veranstaltet von
Anmeldung bis 24. Januar 2014 an Anke Hacker:
[email protected] · Tel. 03521. 470410
Fax 03521. 470418
Weitere Informationen unter www.planet-kuh.de
27
Zuchtbetrieb Gerd Wemken, Hammelwardersand
Management
90 % genomischer Bulleneinsatz
Hammelwardersand, eine ehemalige Domäne im
Außendeichgebiet der Weser im nördlichen Zuchtgebiet nahe Schwanewede, ist die Heimat von Gerd
Wemken und seinen 214 Milchkühen mit 260 Tieren
Jungvieh. Alle paar Jahre steht ihm das Wasser buchstäblich bis zum Stall, denn dann ist der Betrieb wegen Hochwassers schon mal für 24 Stunden von der
Außenwelt abgeschnitten.
Seit 1994 lebt der 42-jährige
Betriebsleiter hier und bewirtschaftet den Milchviehbetrieb
und die 156,5 ha gemeinsam mit
zwei Angestellten. Seither wurde
der Betrieb komplett umgekrempelt. Erst vor Kurzem ist der
Kuhstallneubau während des
laufenden Betriebes abgeschlossen worden.
Zuchtziel
Auf der Insel stehen die Milchproduktion sowie die Zucht von
Bullen im Vordergrund. Dabei
wird weniger auf die Kuhfamilie
geachtet, sondern vielmehr der
anzupaarende Bulle selbst genauestens studiert. Ungefähr
90 % der eingesetzten Bullen
sind genomische Vererber. „Die
haben einen höheren Zuchtfortschritt. Ich vertraue zu 100 %
auf diese Zuchtphilosophie“, so
Gerd Wemken. „Die alten Vererber brauche ich nicht mehr, die
habe ich schon als Genomic
eingesetzt“. Im Moment sind
Giant, Bangard, Gold Chip,
Dempsey, Coloredo P und Fanatic im Kessel des Eigenbestandsbesamers, aber auch internationale Genetik wird eingesetzt.
Das Hauptaugenmerk bei der
Bullenauswahl liegt auf Euter,
Fundament und Leistung. Hier
werden Kühe mit viel Kraft und
guten Beinen gezüchtet, die
problemlos in der dritten bis
vierten Laktation 14.000 bis
15.000 kg Milch geben. „Das
können die alten Tanten hier“,
sagt Gerd Wemken nicht ohne
Stolz. Und dann wird mit einem
weiteren Vorwurf aus der öffentlichen Meinung aufgeräumt:
„Nur eine gesunde Kuh gibt
problemlos so viel Milch! Die
Kranken kann man dahin auch
Gerd Wemken im Kreise seiner Exterieurherde
28
nicht mit Medikamenten bringen!“, ist sich der Betriebsleiter
sicher. Der Tierarzt ist hier ein
selten gesehener Gast, der lediglich zur Bestandskontrolle den
Weg über den Deich suchen
muss.
Ein weiteres Ziel für den passionierten Jäger ist aber auch, dass
jährlich ein Bulle aus seinem
Stall den Weg zur Besamungsstation findet. In diesem Jahr
sind es bereits zwei: Ein FanaticSohn aus NH Irland EX 90 und
ein Meridian-Sohn aus WEU
Konny. Beim VOSt steht Dunar
(Duplex x Champion), und Modem und Ernesto stehen bei
MASTERRIND. Mit Styling
(Halbbruder von Dunar) kommt
der höchste Stylist-Sohn mit
Nachkommen von der Insel.
Aber trotzdem bleibt Gerd Wemken realistisch: „Das mit den
Bullen ist ein nettes Taschen-
geld, aber mit einem vollen
Milchtank bin ich besser zufrieden!“. Der Tank muss also voll
sein, und da sieht der Betriebsleiter noch Handlungsbedarf.
„Mein Ziel sind 11.000 bis
12.000 kg Herdendurchschnitt“.
Bei 11.000 kg war er bereits,
aber durch die Aufstockung um
120 Kühe in diesem Jahr konnte
der Durchschnitt nicht gehalten
werden. Doch dies ist das erklärte Ziel in naher Zukunft.
Für die 214 Kühe verbringt eine
Person rund drei Stunden im
Doppel-12er-Side-by-Side-Melkstand für eine Melkzeit. Eine
weitere Person treibt nach 90
Kühen lediglich um. Seit 1997
arbeitet Onno Wilkens auf dem
Betrieb, mit ihm stimmt sich
Gerd Wemken eng ab. „Das
Management muss noch verbessert werden“, formuliert er
sein erklärtes Ziel. Derzeit enga-
Optimale Kälberaufzucht ist die Grundvoraussetzung für gesunde Leistungskühe
Shottle WHO Romba EX 91 ist markant und kommt dem Zuchtziel von Gerd
Wemken am nächsten
gierte sich Gerd Wemken ehrenamtlich im früheren Vorstand
der WEU und ist jetzt im Verwaltungsrat der MASTERRIND
tätig.
Erfolgreicher M-Stamm
Bei einem Rundgang durch den
Stall fallen die sehr guten Exterieurkühe auf. „30 % der Herde
kommen aus der Melodie-Kuhfamilie“, erklärt Wemken. Aus
diesem M-Stamm stammt auch
die Europaschau-Siegerin Wiesenfeld Raider Maryam EX 97.
Außerdem sind noch die Familien von Olana EX 90 (NOG
Ligeti x Titanic) und Titziana EX
90 (Mr. Sam x Aaron) in großer
Zahl vertreten. Durch einen
Embryonenzukauf zog WEUKonny aus der Outside Kora
EX 93-Familie in den Kuhstall
ein. Aus ihr steht bereits ein
Meridian-Sohn bereit für seinen
Weg auf die Station. Alle drei bis
vier Jahre wird ein sehr gutes
Tier zugekauft, so auch der
Hoffnungsträger NH Irland EX
90. Beim Konvent 2010 sollte
die Shottle-Tochter Romba EX 91
aus dem R-Stamm den Besitzer
wechseln. Aber es fand sich kein
Käufer. „Gut, dass sie nicht
verkauft wurde! Der R-Stamm ist
sehr langlebig, und Romba ist
markant und kommt meinem
Zuchtziel am nächsten“. Derzeit
ist sie von Giant tragend.
ET für Zweitkalbskühe
Gerd Wemken nutzt auch den
Embryotransfer. Im Moment
stehen zwei Anpaarungstiere in
der MASTERRIND-Station Rodenkirchen, so dass immer
Embryonen für weniger gute
Kühe zur Verfügung stehen.
NH Irland EX 90 ist der jüngste erfolgreiche Herdenzukauf
Auf dem Betrieb werden die
schlechtesten 20 % der Zweitkalbskühe mit Embryonen belegt. Hier geht keine Kuh aus
züchterischen Interessen zum
Schlachter, nur die ökonomische
Sicht entscheidet.
Zukunftsmusik
Und wie geht es weiter? Seit der
Übernahme 1995 ist auf dem
Betrieb sehr viel passiert. „Die
alten Maschinen und Gebäude
haben wir damals unterschätzt“,
gibt Wemken zu. Heute sind die
technischen Geräte alle auf
Vordermann und werden beizeiten durch neue ersetzt. 1997
musste das 8-er Karussell dem
Doppel-12er-Side-by-Side-Melkstand weichen, im Jahr 2000
wurde ein Jungviehstall für 120
Tiere gebaut. In diesem Jahr
wurde der Kuhstall während des
laufenden Betriebes verlängert,
verbreitert, bekam ein neues
Dach und beherbergt nun 214
statt vorher 120 Kühe. Im nächsten Jahr müssen noch Siloplätze
gebaut werden, und ein
Strohstall mit 50 zusätzlichen
Liegeboxen ist bereits in Planung. Dies sind Investitionen,
die kaum zum Luftholen Zeit
lassen, aber auf der Insel werden immer neue Ideen manifestiert und umgesetzt.
Claudia Strohmeyer
Betriebsspiegel
Seit 1995
• AK: 3
• Betriebsgröße:
Betriebsfläche 156,5 ha,
davon 102 ha Grünland
Anbau: Mais, Weizen,
Ackergras
• Viehbestand:
Milchkühe: 214
Jungvieh: 260, davon
50 Zuchtbullen
• Zuchtviehverkäufe:
Über Auktionen 30 weibliche pro Jahr
Ab Hof 50 Zuchtbullen
•
Herdenleistung:
Milch 9.209 kg
Fett 3,84 %
Eiweiß 3,32 %
Durchschnittsalter 3,9 Jahre
• Melkstand:
Doppel-12er-Side-by-Side
• Futterration pro Kuh:
Grassilage, Maissilage,
Schnitzel, Soja, Mais-Weizen-Mehl, Mineralfutter,
tagsüber Weidegang
• Eingesetzte Bullen: Neben
Giant, Bangard, Gold Chip,
Dempsey, Coloredo P und
Fanatic die aktuellen internationalen genomischen
Bullen
m
29
Tiere vor der Besamung fixieren
MANAGEMENT
Bessere Ergebnisse –
weniger Gesundheitsrisiko
Erfolgreiche Besamung erfordert eine gute Vorbereitung. Dazu gehört auch die rechtzeitige Fixierung
der Tiere. So wird Stress für das Tier vermieden, die
Konzeptionsrate erhöht und obendrein die Arbeitssicherheit des Tierzuchttechnikers gewährleistet.
Immer wieder kommt es bei der
künstlichen Besamung zu teilweise schweren Unfällen, weil
Tiere nicht oder zu spät fixiert
wurden. Folge sind Ausfallzeiten
von Technikern und dadurch
bedingte Vertretungsbesamungen, die nicht zuletzt auch Auswirkungen auf die Arbeit im
landwirtschaftlichen Betrieb
haben. So z. B. die Ankunft des
Besamers nicht zur gewohnten
Zeit.
Im Interesse des Besamungserfolges, aber auch der Gesundheit unserer Mitarbeiter und
Besamungstierärzte, bitten wir
Sie um Unterstützung. Tragen
Sie dazu bei, Unfallrisiken zu
vermeiden und die Einsatzbedingungen für einen qualifizierten Service positiv zu gestalten.
In der Unfallverhütungsvorschrift der
landwirtschaftli-
So nicht: Besamungen in der Bewegung sind selten erfolgreich – und gefährden
die Gesundheit von Mensch und Tier
Alles richtig gemacht: Tier rechtzeitig fixiert, Unterstützung durch den Tierhalter – beste Aussichten für eine Trächtigkeit
chen Sozialversicherung werden
hierzu Ausführungen gemacht.
Wichtige Punkte sollen stichwortartig erwähnt werden:
• Besamungen, Trächtigkeitsund Zyklusuntersuchungen
sowie andere Verrichtungen
am Tier müssen gefahrlos
durchführbar sein.
• Dazu müssen die Tiere sicher
fixiert sein (Anbinden, Fixieren im Fressgitter).
• In Abteilen oder Gruppen, in
denen Bullen mitlaufen, ist
eine Besamung unzulässig.
Fixieren Sie Ihre zu besamenden
Tiere rechtzeitig vor Eintreffen
des Technikers im Stall. Die
daraus resultierende größere
30
Ruhe hilft allen Beteiligten, dem
Tier, dem Unternehmenserfolg
und dem Tierzuchttechniker.
Heino Wahlers
4 Schritte zur erfolgreichen Besamung
• Tiere markieren und separieren
• Tiere rechtzeitig fixieren
• Informationen zum Tier
bereithalten
• Dem Tierzuchttechniker
bei der Besamung assistieren
Heatime
0
Fruchtbarkeit und Gesundheit
elektronisch managen
50
Immer mehr MASTERRIND-Betriebe nutzen zur Verbesserung des Herdenmanagements das elektronische Brunsterkennungssystem Heatime. Hier werden
mittels eines an einem Halsband angebrachten Sensors Aktivitäten des Einzeltieres erfasst und per Antenne auf eine Recheneinheit zur Auswertung übertragen. Doch das System kann noch mehr.
Der Sensor des Heatime HRSystems erfasst neben Aktivitäts- auch Wiederkäu-Daten und
erlaubt so eine komplette
Fruchtbarkeits- und Gesundheitskontrolle in Echtzeit. Am
HR-Terminal sind jederzeit Daten über die Futteraufnahme,
das Wohlbefinden und den
Brunststatus jeder einzelnen
Kuh abrufbar.
Die Möglichkeiten
Die sich aus der Auswertung
zahlreicher Einzeltier-Informationen ergebenden Möglichkeiten, positiv auf Herdengesundheit- und produktivität Einfluss
zu nehmen, sind vielfältig. Eine
Brunst auch stillbrünstiger Tiere
ist frühzeitig erkennbar, die
Zwischenkalbezeit kann optimiert, die Milchleistung gestei-
gert werden. Die Überwachung
des Wiederkäu-Verhaltens bildet
die ideale Basis für die gezielte
Optimierung der Futteraufnahme. Darüber hinaus wird
eine SMS-Benachrichtigung
bei Kalbeproblemen möglich, die Gesundheitsüberwachung erleichtert und auch eine
Erfolgskontrolle tierärztlicher
Behandlungsmaßnahmen realisierbar.
Das Resultat
Ohne elektronische Hilfsmittel
ist eine moderne Milcherzeugung nicht mehr denkbar. Die
Nutzung entsprechender Systeme zur Fruchtbarkeits- und
Gesundheitsüberwachung
bringt zahlreiche wirtschaftliche
Vorteile und erleichtert fast
nebenbei die Datenerfassung zu
Die LD-Antenne deckt 10.000 m2 ab und arbeitet auch durch Wände hindurch,
im Bild sind zwei Antennen
Einzeltieren.
Durch die
sichere Identifizierung positiver
und Minimierung
falsch positiver Brünste
werden die Besamungsergebnisse verbessert, geringere Besamungs- und Behandlungskosten sind die Folge.
Das System
Die zentrale Einheit des Komplettsystems Heatime HR ist
das Terminal. Es ist mit einem
Touchscreen ausgerüstet und
erlaubt die Darstellung verschiedener Listen und Grafiken, im
Eingriffsfall wird von einer Kontrollleuchte ein deutliches Lichtsignal gegeben. Die Verbindung
zum Tier stellt die Basiseinheit
her. Sie enthält eine reichweitenstarke Antenne, bezieht die
Tierdaten vom Halssensor und
überträgt diese stündlich mehrere Male an das System. Der
HR-Sensor wird mit einem
Gegengewicht am Halsband
sicher in der exakten Position
gehalten. So ist es möglich,
neben den Bewegungsaktivitäten auch das Wiederkäu-Verhalten in 2-Stunden-Datenblöcken
für den ganzen Tag aufzuzeichnen.
HerdenmanagementProgramme
Die im HeatimeSystem enthaltene
PC-Software wird in
Kürze auch die Anbindung an
gängige HerdenmanagementProgramme ermöglichen. Die
Anwendung HERDE von
dsp agrosoft wird im Frühjahr
2014 angebunden sein, weitere
folgen.
Heinz-Dieter Maack
Weitere Informationen:
Heinz-Dieter Maack
MASTERRIND GmbH
Tel. 04231/679-630
mobil 0160/5355899
[email protected]
31
Zuchtrinderauktion mit glanzvoller Sonderkollektion
Verdener Weihnachtssterne
Vermarktung
Unter dem Motto „Verdener Weihnachtssterne“ betraten am ersten Dienstag im Dezember 40 Tiere aus
den erfolgreichen Zuchtstätten Wilken Schwarze,
Dörverden, und Kastens Holsteins GbR, Stuhr, den
Auktionsring der Verdener Niedersachsenhalle.
Erstklassig herausgebrachte
Tiere, vom Kalb bis zur erfolgreichen Schaukuh, wurden von den
Betrieben vorgestellt und stießen auf großes Interesse. Die
Auktionsbesucher waren sich
einig, dass es fast einmalig sei,
so viele Tiere aus zwei züchterisch derart erfolgreichen Ställen
auf einer Auktion präsentiert zu
bekommen, und die Chancen
wollte man nutzen.
Mit welcher Passion die Tiere
vorbereitet worden waren, wurde einem bereits im Stall bewusst.
Aber allein gefüllte Zuschauerränge und erstklassige Verkaufsvorbereitungen versprechen
keine hohen Erlöse, so war die
Nervosität unter allen Anwesenden deutlich zu spüren, als zur
Mittagszeit das erste Tier der
Verdener Weihnachtssterne den
Auktionsring betrat.
Kastens‘ aus Stuhr machten mit
zehn abgekalbten, teils tragenden Färsen den Anfang. SeaTochter GHH Lina markierte mit
2.650 Euro für Kastens‘ die
Preisspitze des Tages. Die frisch
abgekalbte Färse mit viel Körper
wird möglicherweise in der
nächsten Schausaison für einen
Züchter aus Rotenburg starten.
Weiter ging es mit Schwarzes
knapp 30 Tiere starkem Kontingent, auch hier startete Auktionator Hellwinkel mit dem ältesten Tier, um sich bis zum letzten, erst vier Monate alten Kalb
durchzuarbeiten. Italia, eine
tragende Fever-Tochter, bescherte der Familie aus Dörverden
große Freude. Sie verließ den
Züchterstall für 6.500 Euro und
damit zum Tageshöchstpreis,
nicht wie es der Name vermuten
lässt nach Italien, dennoch
südlich des MASTERRIND-
Zuchtgebietes nach Bayern.
Aber auch die Jungspunde aus
Schwarzes Stall brauchten sich
wahrlich nicht zu verstecken
und brachten vorweihnachtlichen Geldsegen. Allen voran
Belladonna (V. Braxton), das
Jungrind entstammt einer internationalen Schaufamilie und ist
offensichtlich für die große
Schaubühne geeignet. Einem
Zuchtbetrieb aus dem Landkreis
Celle war die Investition in das
hoffnungsvolle Jungrind 4.500
Euro wert. Die rotbunte AdventRed-Tochter Miami Red ging für
200 Euro weniger nach Italien.
Die diesjährigen Verdener Weihnachtssterne waren für alle
Beteiligten glänzend. Der größte
Glanz geht jedoch mit den Verkaufstieren in die Käuferställe
und wer weiß, vielleicht werden
wir das eine oder andere Tier
davon demnächst auf einer
Schau in Nordrhein-Westfalen,
Baden-Württemberg, gar Italien
oder auch auf der 41. Schau der
Besten in Verden wiedersehen.
Die MASTERRIND beendet das
Verdener Auktionsjahr erneut
mit einem außergewöhnlich
guten Ergebnis. Neben den
Preisspitze mit 4.500 Euro bei den
Jungrindern: Belladonna aus dem
Stall von Familie Schwarze in Dörverden
Tieren der Sonderkollektion
wurden am dortigen Auktionstermin im Dezember weitere
290 Tiere versteigert, von denen
die abgekalbten Färsen mit
einem Durchschnittspreis von
1.886 Euro wieder zu einem
ähnlich hohen Niveau wie zu
Jahresbeginn vermarktet werden
konnten. Den Tagesspitzenpreis
der Normalkollektion stellte mit
3.000 Euro eine hochinteressant
gezogene Färse dem Zuchtbetrieb Wentrot aus Gleichen. Auch
der Ausblick auf das nächste
Jahr, die erste Auktion findet am
7. Januar statt, stimmt positiv,
gleich zu Jahresbeginn darf man
mit einem Großauftrieb rechnen.
Christiane Kastens
m
Niedersachsen baldmöglichst BHV1-frei
Bayern ist bereits BHV1-freie Zone, die neuen Bundesländer werden es spätestens zum 1. Januar 2016
sein. Niedersachsen darf den Anschluss nicht verlieren, weil ein Tierverkehr in freie Zonen hinein nur
über Quarantäne möglich ist. Das wird den Handel
sehr negativ beeinflussen.
Die neue BHV1-Verordnung
sieht Folgendes vor:
1.Niedersachsen soll baldmöglichst anerkannt BHV1-frei
sein.
2.Ab November 2014 gilt:
•keine Weidehaltung für
Betriebe, die noch Altreagen32
ten (Alt-Impflinge) im Betrieb haben
•Verbot der Impfung
•Verbot der Einstallung (marker-)geimpfter Tiere
3.Bis zum 1. Mai 2015 Entfernung aller Altreagenten.
Für 2014 wird der Tierseuchen-
kassenbeitrag für nicht freie
Betriebe nochmals deutlich
erhöht. Bis zum 31. Dezember
2014 zahlt die Tierseuchenkasse
200,- Euro für jedes maximal 60
Monate alte Tier, das zur
Schlachtung bzw. in die Exportausfuhr geht. Dafür müssen alle
Reagenten aus dem Betrieb
entfernt werden.
Da es bei dem Erreichen des
Zieles, als Bundesland BHV1-frei
zu werden, auf die letzten Tiere
und Betriebe ankommt, unterstützt die MASTERRIND GmbH
ihre Mitgliedsbetriebe ebenfalls
nach folgendem Modell: Bei
Schlachtung der Altreagenten
über die MASTERRIND und den
zeitnahen Zukauf neuer abgekalbter Färsen/Kühe über die
Auktion und ab Stall reduziert
sich der Kaufpreis um 3 %.
Diese Unterstützung läuft vom
1. Januar bis zum 31. Dezember
2014. Für weitere Fragen stehen
Ihre zuständigen Außendienstmitarbeiter und die Kollegen in
Bad Zwischenahn und Verden
gern zur Verfügung.
Carsten Hoops
m
Export • Ab-Hof • Auktion
Exportnachfrage steigt Kuhkälber im Angebot
Export
• Nachfrage nach tragenden Färsen für den Export
steigt. Neben Marokko und Algerien werden aktuell
Lieferungen Richtung Kroatien, Aserbaidschan und
Usbekistan durchgeführt
• weitere Steigerung hängt von der Entwicklung in Sachen Schmallenberg-Virus ab
• Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der AntikörperBefunde und Attestvorgaben (speziell aus Russland
und der Türkei)
• weiterhin Tiere ab 2 ½ Mon. Trächtigkeit anmelden,
damit diese zeitnah selektiert werden können
CUXHAVEN
ALGE
RIEN
MAROKK
O
Auktion
• fünf Auktionsstandorte bieten allen Käufern und Verkäufern optimale Vermarktungsmöglichkeiten
• in den nächsten Wochen wird weiterhin eine stabile
Nachfrage erwartet
• insbesondere die Auslandsaktivität aus mehreren europäischen Ländern wie z. B. Italien, Polen, Großbritannien nimmt im Vergleich zum Vorjahr zu
• wichtig für nationale sowie internationale Kunden ist
hierbei, dass der Kalbezeitpunkt der Färsen nicht länger als 8 Wochen zurückliegt
Ab-Hof
• Kuhkälber im großen Umfang im Angebot, auch größere
Stückzahlen
• auch größere Stückzahlen je Betrieb lieferbar
• Jungrinder (deckfähig) für diverse Färsenaufzüchter
gesucht
• Nachfrage abgekalbter Färsen trifft auf ein ausreichendes Angebot
Achtung Kälberlieferanten
Ab 1. Januar 2014 fordert die Kälbermast BHV1-Atteste für alle
Kälber ein.
Wir werden zusammen mit Ihnen dafür sorgen, dass diese Unterlagen zu den Kälberabnahmen vorliegen.
Wir bitten Sie, unbedingt darauf zu achten, dass die BHV1-Freiheit
Ihres Bestandes nicht verloren geht und dass die fristgerechten
Untersuchungen stattfinden. (Bestandsblutproben bzw. Milchtanksammelproben!)
Fazit
• positive Entwicklung zum Jahresende und eine stabile
Nachfrage auf den Auktionen und im Exportgeschäft
werden für den Januar erwartet
• weitere Fragen rund um das Thema Tiervermarktung
beantwortet Ihnen Ihr zuständiger MASTERRIND-­
Mitarbeiter gern
33
Färsen-Jackpot
Der Wettbewerb mit dem
besonderen Nervenkitzel
VERMARKTuNg
Der Jackpot-Wettbewerb war in der Vergangenheit
immer fester Bestandteil des WEU-Konvents. Dies soll
er auch unter dem Namen MASTERRIND bleiben.
Sie haben sich sicherlich gefragt,
warum er in diesem Jahr im
Vorfeld des Christmas Specials
stattgefunden hat. Ursache ist
die Verschiebung des Konvents
2014 vom Januar in den Oktober. So behielten die bereits
gemeldeten Tiere ihre Chance,
um den Jackpot von 2.500 Euro
zu konkurrieren. Der Vorabend
des Christmas Special bot den
optimalen Rahmen für den
neuesten Färsenjahrgang, sich
den kritischen Augen des Preisrichters Jannes Uineken aus den
Niederlanden zu stellen. Dieser
hatte keine leichte Aufgabe, das
kleine aber sehr feine Kontin-
gent zu richten. Dieses meisterte er aber souverän und so
standen am Ende sechs schicke
Färsen in der Finalrunde und
stellten sich den kritischen
Augen von jetzt vier Preisrichtern. Diese gaben nach dem
bekannten Punktesystem ihre
Wertungen ab.
In einem Herzschlagfinale verpasste die Sea-Tochter Eke Honny von Hein Ekenhorst, Heesterkante, haarscharf den Sieg.
Obwohl von zwei Preisrichtern
nach vorne gestellt, musste sie
mit dem 1b-Platz vorlieb nehmen, da die Goldday-Tochter
Gigante aus dem Stall von Bodo
Loh Lucy (V. Velvet)
Siegerin Jackpot 2013
Konvent in Oldenburg
Jackpot
30. Oktober 2014
Anzeige Jackpot 2014.indd 1
34
26160 Bad Zwischenahn, Feldlinie 2a
TEL. 0 44 03. 9326-0, FAX -13
01662 Meißen, Schlettaer Strasse 8
TEL. 0 35 21. 47 04-10, FAX -18
Wilhelmy aus Steinloge auf dem
Zettel der Jury dreimal als Zweite und einmal als Dritte notiert
war und so ganz knapp den
Siegerscheck von 1.000 Euro für
sich beanspruchte. Für den
strahlenden Züchter bewährte
sich seine lange Zuchtphilosophie, den dominierenden GStamm mit herausragenden
Vererbern anzupaaren. Gut Ding
will Weile haben, wird sich Bodo
Wilhelmy gedacht haben, als er
von seinem Erfolg erfuhr!
Hinter dem Spitzenduo folgten
punktgleich die Maxima-Tochter
FG Madame von Henrik Wille,
Herbergen, sowie Goldwin-India
von Jörg Seeger, Bissel, die
damit eine sensationelle
Schausaison abschließen konnte. Eine Vollschwester von FG
Madame sowie eine HvezdaTochter aus dem Hause Ekenhorst komplettierten das Finale.
Sie haben Gefallen gefunden an
dieser Form des Wettbewerbs?
Schauen Sie sich in Ihrem
Jungrinderstall um und melden
Sie Ihr Tier jetzt bei der MASTERRIND für den kommenden
Jackpot-Wettbewerb im Rahmen
des Konvents in Oldenburg am
30. Oktober 2014 an.
Dr. Kirsten Otto
m
Schaubedingungen
Anmeldung:
• November 2011 bis Oktober
e
2012
geborene Färsen
• Nenngeld, fällig bei Anmeldung: 20 Euro
• Startgeld, fällig bei Aufnahme in den Katalog: 30 Euro
• Anmeldungen sind bis zum
31. Dezember 2013 möglich
Anmeldungen: 04403 9326-0
MASTERRIND GmbH, ein Unternehmen von rpn/srv/weu/zeh
27283 Verden, Osterkrug 20
TEL. 0 42 31. 67 9-0, FAX -780
Sieger Gigante (v. Goldday) von Bodo Wilhelmy, Steinloge, mit Vorführerin
Maren Schwarze, eingerahmt von den Preisrichtern (v. l. nach r.) Jannes Uineken, Otto Meinders, Hartwig Meyer und Friedrich Rottmann
Eke Honny (v. Sea): Zunächst steht sie auf Platz 2 im Jackpot-Finale, dann wird
sie beim Christmas-Special für 7.000 Euro in die Niederlande verkauft
INTERNET www.masterrind.com
[email protected]
12/12/2013 4:31:42 PM
Christmas Special Lingen
17.000 Euro für Camela PP
Mit Spannung wurde dieser Tag erwartet – werden
die sorgfältig selektierten Tiere zu guten Preisen an
den Mann gebracht werden können? Der Name der
Sonderauktion „Christmas Special – Vom Züchter
für den Züchter“ hätte nicht besser gewählt sein
können.
Die angereisten interessierten
Züchter wollten am Ende des
Jahres noch nach einem möglichen Joker für die kommende
Schausaison suchen. Nachdem
im letzten Jahr gleich zwei Züchter hier fündig wurden, waren
Nachahmer auf den Geschmack
gekommen. Ein Blick in den
Auktionskatalog bestätigte die
Hoffnungen – hier könnte ein
potenzielles Schautier zum
Verkauf stehen. Die Liste der
Schaudiven in den Pedigrees
war voll mit klangvollen Namen
wie Eke Lesta, RH Maxima, Kora
und und und. Sie sind ein Fan
der Genomics, rotbunter hornloser Spitzengenetik – kein Problem, auch hier hatte der Katalog
etwas zu bieten. Wenden wir
uns dem Geschehen zu!
Die beiden Reihen der Christmas
Special-Kollektion überzeugen
auf den ersten Blick. Bequeme
Betten, informative Stalltafeln
und auf den Punkt herausgebrachte Verkaufstiere. Das Betreuungsteam hat wieder alles
gegeben.
Die Auktionshalle lockt mit
gemütlicher weihnachtlicher
Atmosphäre und die Plätze am
und um den Ring sind schnell
besetzt. Kaufinteressierte Kunden aus Spanien, Italien, Polen,
den Niederlanden stehen und
sitzen direkt neben potenziellen
Käufern aus den benachbarten
Bundesländern, Bayern und aus
dem eigenen Zuchtgebiet. Nach
Katalognummer 199 der Normalauktion betritt bei rockiger
Musik die Katalognummer 44
den Auktionsring. Gestern errang sie noch für ihren Züchter
Hein Ekenhorst aus Laar den
zweiten Platz im Jackpot-Wettbewerb, und heute steht sie schon
in den Startlöchern für eine
Schaukarriere für ihren neuen
Besitzer. Die Rede ist von der
Sea-Tochter Eke Honny. Ein
Käufer aus den Niederlanden
erhielt bei 7.000 Euro den Zuschlag. In der Kategorie der
Abgekalbten folgte mit 4.500 Euro die genomisch hoch getestete
RSB Connate von Egon Schumacher aus Bülkau. Weiter ging es
Preisspitze der Jungrinder: HSK High Five (V. Fever) von Rainer Ahrens, Midlum
Riesiges Interesse herrschte im und am Ring
mit Sprösslingen aus bekannten
Kuhfamilien wie SLH Candia,
RSB Corette oder Skywalker Siria
bis zur Katalognummer 11.
Züchter mit einem Faible für
rotbunte, reinerbig hornlose
Spitzengenetik wurden immer
nervöser. Mit den Klängen der
Filmmusik von „Fluch der Karibik“ betrat sie höchst entspannt
den Ring – Camela PP. Die Mitey
P-Tochter überzeugt nicht nur
durch ihr genetisches Potenzial,
sondern auch durch ihren Hornlosstatus. Einen langen Atem
musste ein Käufersyndikat aus
dem Emsland aufweisen, bis
Auktionator Dieter Brockhoff bei
17.000 Euro den Hammer fallen
ließ. Mit Applaus verließ Camela
PP völlig ungerührt den Ring.
Schaubegeisterte Käufer sicherten sich die beiden hochtragenden Färsen von Henrik Wille aus
Herbergen bzw. Egon Strudthoff
aus Geveshausen. Für 3.800
Euro überzeugte die Typsiegerin
der Oldenburger Münsterlandschau 2013 FG Konda (V. Spectrum) einen Käufer aus Italien.
Die Reihe an exzellenten Kühen
sowie ihr eigener Schick brachten der Familie Strudthoff
3.500 Euro für die Atwood-Tochter RS Lopez.
Die Preisspitze bei den Jungrindern blieb im eigenen Zuchtgebiet. Wahnsinnige Leistungen
kombiniert mit einem Pedigree
gespickt mit EX-eingestuften
Kühen brachten dem Züchterstall Ahrens aus Midlum 4.100
Euro für die Fever-Tochter HSK
High Five.
Insgesamt wurden 28 Tiere für
einen Durchschnittspreis von
4.240 Euro (Färsen) bzw. für
2.463 Euro (Jungtiere) verkauft.
Fünf Tiere erreichten nicht die
Preisvorstellung ihrer Züchter.
Dr. Kirsten Otto
m
Camela PP (V. Mitey P) – modernste Genetik mit Höchstpreis
35
Ohne QS-Zertifizierung künftig kein
Absatz von Rindfleisch
Vermarktung
Die Qualitätssicherung für Lebensmittel beginnt
beim Landwirt. Das QS-Prüfzeichen hat sich seit
nunmehr über 12 Jahren am Markt etabliert. Rinderhalter, die noch nicht bei QS teilnehmen, laufen Gefahr, ihre Tiere nicht mehr vermarkten zu können.
Mittlerweile verarbeiten namhafte Einzelhandelsunternehmen,
z. B. Aldi, Netto, Tengelmann,
Edeka, die großen Systemgastronomen, wie McDonald‘s und
andere, und demnächst auch
Real und Rewe Deutsches QSRindfleisch.
Bei rückläufigen Exporten von
Rindfleisch verbleibt als Abneh-
mermarkt fast ausschließlich
der Vertrieb im eigenen Land.
Schlachtrinder und Jungbullen
sind ohne QS-Zertifizierung nur
noch mit deutlichen Preisabschlägen von zurzeit -10 bis -30
Cent zu vermarkten. Eine Reihe
von Schlachtbetrieben nimmt
gar keine Tiere mehr an, die
nicht QS-zertifiziert sind. Wir
empfehlen daher allen Betrieben, die noch nicht zertifiziert
sind, sich dringend mit unseren
Mitarbeitern in Verbindung zu
setzen.
Die MASTERRIND leistet beim
Einstieg ins QS-System Mithilfe.
Wir arbeiten hier mit dem Bündeler I. Q. Agrar in Osnabrück
als Systempartner zusammen.
Bei der Vorbereitung für die
Auditierung sind wir Ihnen gern
behilflich.
Die nach QM auditierten Milchviehbetriebe können bislang nur
ihre Schlachtkühe als QS-zertifiziert verkaufen, nicht die Färsen
und auch keine Jungbullen. Die
Kosten für die QS-Teilnahme
sind insbesondere vor dem
Hintergrund der derzeitigen
Absatzprobleme durchaus überschaubar. Bei Fragen melden Sie
sich bitte in den Geschäftsstellen.
Detlef Lohse
m
Gute Versorgung der Verkaufskälber
bringt höhere Erlöse
In der momentan schwierigen Marktlage ist es besonders wichtig, die zum Verkauf anstehenden Bullenkälber in guter Qualität abzuliefern.
Bei der Vermarktung der Bullenkälber für die Mast kommen in
den letzten Monaten vermehrt
Drei Qualitäten auf einen Blick
36
Kälber auf den Markt, die in
ihrer Entwicklung stark eingeschränkt sind bzw. nicht gut
gefüttert wurden. Ihnen fehlen
häufig die letzten Kilos, um sie
zu vernünftigen Preisen anbieten zu können.
Die Kälber- und Bullenmast wird
nur noch von Spezialisten betrieben, die sich ihre Zukaufstiere nach bestimmten Kriterien
gezielt aussuchen können. Dadurch werden mittlerweile kleine, leichte und magere Kälber
von den Mästern gestoßen, weil
sie diese Tiere nicht wollen.
Um auch zukünftig alle Kälber
passend zu vermarkten, ist es
jetzt besonders wichtig, gut
versorgte Kälber anbieten zu
können. Einige Betriebe haben
die Fütterung ihrer Kälber z. B.
schon auf Vollmilch ad libitum
umgestellt und erzielen damit
sehr gute Ergebnisse. Die vitaleren und robusteren Kälber kom-
Das gut entwickelte Kalb bringt den
höheren Ertrag
men so mit wesentlich höheren
Verkaufsgewichten zur Vermarktung und bringen dann auch
bestmögliche Erlöse. Lesen Sie
zu diesem Thema auch den
Beitrag „Das Beste für die Kühe
von morgen“ in diesem Heft.
Cord Block
m
Verdener Absetzerauktionen
mit Rekordauftrieben
Bei vier aufeinanderfolgenden Absetzerauktionen
konnten seit Ende September jeweils über 600 Tiere
aufgetrieben und verkauft werden. Den Spitzenwert
verzeichnete dabei die Absatzveranstaltung vom
30. Oktober mit 632 vermarkteten Tieren.
Diese erfreulichen Zahlen verdeutlichen den hohen Stellwert
der Verdener Absetzerauktionen
und sind für die Fleischrinderabteilung der MASTERRIND
GmbH Anreiz genug, auch
zukünftig vertrauensvoll mit
Anbietern und Abnehmern zusammenzuarbeiten!
Beginnend mit der neuen Vermarktungssaison am 14. August
bis zum 20. November konnten
insgesamt 3.379 Absetzer sowie
28 Kühe plus Kalb und 80 Tragende über sechs Verdener
Märkte abgesetzt werden. Die
unten stehenden Übersichten
geben einen Überblick über die
Verteilung der Herkünfte, die
Gewichtsverteilung sowie die
durchschnittlichen Zuschlagspreise beider Geschlechter im
Ring.
Über achtzig Prozent der angebotenen Absetzer entfallen auf
die beiden Hauptrassen Limousin und Charolais in Reinzucht
bzw. Kreuzung. Der überwiegende Teil des Angebots liegt im
Gewichtsbereich zwischen 200
und 400 Kilogramm.
Beim Preisniveau bleibt festzustellen, dass die weiblichen
Absetzer sich in etwa auf Vorjahresniveau bewegten, während
die männlichen Tiere aufgrund
Absetzerauktionen 08/13 - 11/13 – Verteilung Herkünfte (ml.)
Blonde Blonde- Sonstige
Krzg.
Flv.-Krzg.
Fleckvieh
Angus-Krzg.
Angus
Limousin
Limousin
Lim.-Krzg.
Charolais
Char.-Krzg.
Angus
Angus-Krzg.
Fleckvieh
Flv.-Krzg.
Blonde
Blonde-Krzg.
Sonstige
575
Char.Krzg.
155
510
577
Charolais
Anzahl Gesamt: 2219
600
männlich
weiblich
100
140
114
0
<200
317
362
231
200-250 250-300 300-350 350-400
Gewicht in kg
Limousin
Lim.-Krzg.
Charolais
Char.-Krzg.
Angus
Angus-Krzg.
Fleckvieh
Flv.-Krzg.
Blau-W. Belg.-Krzg.
Sonstige
244
125
Lim.-Krzg.
Rasse
200 - 250 kg
250 - 300 kg
300 - 350 kg
350 - 400 kg
Charolais
Limousin
Char.-Krzg.
Lim.-Krzg.
Ø über alle
Stückpreis
3,34 €
3,35 €
3,12 €
3,11 €
3,11 €
700,00 €
3,13 €
3,19 €
2,90 €
3,03 €
3,04 €
836,00 €
2,88 €
3,07 €
2,68 €
2,97 €
2,92 €
949,00 €
2,75 €
2,91 €
2,62 €
2,78 €
2,74 €
1.028,00 €
Absetzerauktionen 08/13 - 11/13 – Ø-Preise weiblich
141
94
Anzahl Gesamt: 1160
Absetzerauktionen 08/13 - 11/13 – Ø-Preise männlich
392
302
Limousin
288
572
300
m
Sonstige
282
500
400
Blau-W.
Bel.-Krzg.
Flv.-Krzg.
Fleckvieh
Angus-Krzg.
Angus
Charolais
657
Johannes Röttger
Absetzerauktionen 08/13 - 11/13 – Verteilung Herkünfte (wbl.)
Lim.-Krzg.
Anzahl
700
erzielen ganz eindeutig die
höchsten Verkaufserlöse. Der
Bedarf an schweren Tieren war
insgesamt gesehen konstanter.
Anmeldungen zu den nächsten
Auktionsterminen oder zur
Ab-Hof-Vermarktung sowie
Anfragen sind jederzeit herzlich
willkommen.
des schwächeren Schlachtbullenmarktes diesen Herbst zirka
50 bis 100 Euro niedriger gehandelt wurden.
Die Preisunterschiede zwischen
den Spitzenqualitäten und den
Normalqualitäten haben sich
nochmals vergrößert. Altersgemäß entwickelte Absetzer mit
gutem Erscheinungsbild und
möglichst reinrassiger Genetik
Char.Krzg.
Absetzerauktionen 08/13 - 11/13 – gewichtsverteilung
200
Spitzengruppe Limousin bei der Auktion am 20. November aus dem Betrieb
Frank Dill, Herzberg
57
>400
Rasse
200 - 250 kg
250 - 300 kg
300 - 350 kg
350 - 400 kg
Charolais
Limousin
Char.-Krzg.
Lim.-Krzg.
Ø über alle
Preis/kg
571,00 €
551,00 €
539,00 €
501,00 €
529,00 €
2,35 €
632,00 €
635,00 €
562,00 €
580,00 €
599,00 €
2,18 €
697,00 €
698,00 €
646,00 €
659,00 €
670,00 €
2,06 €
788,00 €
816,00 €
713,00 €
730,00 €
751,00 €
2,00 €
37
Sächsischer Fleischrindertag 2013
Fleischrinder
Am letzten Samstag im September fand der nunmehr 22. Sächsische Fleischrindertag statt. Zu diesem Termin laden die Vertreter des LfULG, des LKV
Sachsen und die MASTERRIND GmbH alle interessierten Fleischrinderzüchter und -halter ein.
In bewährter Weise gliederte sich
der Sächsische Fleischrindtag in
einen Vortragsteil und die Exkursion in einen Praxisbetrieb. In
diesem Jahr ging es nach Königshain in Ostsachsen, wo ab 10.00
Uhr die verschiedenen Vorträge
unter dem Thema „Management, Betreuung und Gesunderhaltung von Mutterkuhherden“
den Anfang machten.
Im ersten Vortrag beleuchtete
Clemens Braschos von der
MASTERRIND den aktuellen
Stand und die Aufgaben in der
sächsischen Fleisch­rinderzucht
sowie die Vermarktungsaktivitäten der MASTERRIND in Bezug
auf die Absetzervermarktung.
Dr. Manfred Golze vom LfULG
referierte im zweiten Vortrag
über die Grünlandbewirtschaftung als Basis für gesunde Mut-
terkühe und gute Leistungen.
Im dritten Vortrag von Frau Prof.
Janina Demeler von der Freien
Universität Berlin ging es um
Parasitosen bei Weiderindern. In
ihrem sehr interessanten und
kurzweiligen Vortrag ging die
Referentin besonders auf die
Gefahren, die Erkennung und
die Therapiemöglichkeiten bei
Parasitosen sowie die Gefahr
der Resistenzbildung bei einzelnen Medikamentengruppen ein.
Den Vortrag aus der Praxis hielt
Dr. Christoph Kühnlein von der
Gut Borken GmbH. In seinem
Vortrag ging es um das Thema
Management von Mutterkuhherden. Dr. Kühnlein war bereits
zum zweiten Mal Referent auf
dem Sächsischen Fleischrindertag und stellte in seinem Vortrag
mit sehr vielen Fotos anschau-
lich seine Erfahrungen aus einem der größten Fleischrinderbetriebe in Deutschland vor. Als
letzter Punkt des Vortragsteils
stand die kurze Vorstellung des
diesjährigen Exkursionsbetriebes der Schöpstal Agrar GmbH
durch den Geschäftsführer
Herrn Förster auf dem Programm. Insgesamt werden
1.850 ha Ackerland und 150 ha
Grünland bewirtschaftet. Das
Grünland wird mit ca. 100 Kühen der Rassen Limousin und
Charolais sowie der zugehörigen
Nachzucht bewirtschaftet. Die
besten männlichen und weiblichen Kälber werden als Zuchttiere bzw. zur Remontierung aufgezogen, die restlichen werden als
Absetzer über die MASTERRIND
verkauft.
In die Praxis
Nach dem Mittagessen machten
sich die Exkursionsteilnehmer in
zwei Bussen zur Herdenbesichtigung auf. Am ersten Ausstiegspunkt konnten drei Herden mit
Kühen besichtigt werden. Da der
Die kalibrigen, typvollen und überwiegend genetisch hornlosen Charolaiskühe konnte nichts aus der Ruhe bringen
38
Hauptabkalbezeitraum der Kühe
im Winter liegt, hatten die Kühe
aus der Winterkalbung kein Kalb
mehr bei Fuß. Es wurden zwei
Herden mit Limousin- und eine
mit Charolais-Kühen gezeigt. Die
Herden mit den tragenden Färsen beider Rassen konnten die
Exkursionsteilnehmer aus dem
Bus ansehen. Bei den 18 bis 20
Monate alten Färsen beeindruckte neben der Qualität der Tiere
besonders die Ruhe in der Herde. Als letzte Anlaufstation diente der Stall in Königshain. Hier
konnten sich alle Teilnehmer von
der Qualität der Nachzuchten
überzeugen. Im Stall konnten
die Teilnehmer die zur Aufzucht
als Deckbullen ausgewählten
männlichen Absetzer sowie eine
größere Gruppe sehr einheitlicher weiblicher Absetzer von
sehr guter Qualität ansehen.
An dieser Stelle soll allen Organisatoren, Referenten und besonders dem gastgebenden
Betrieb für einen informativen
Tag gedankt sein.
Clemens Braschos
m
Foto. Dr. U. Bergfeld
Sächsische Fleischrinderzüchter
im Nachbarland
Eine kleine Gruppe sächsischer Fleischrinderzüchter
fuhr Anfang Oktober nach Tschechien.
Erstes Ziel war der Betrieb Farma Kaliste der Familie Papacek,
der insgesamt 172 ha landwirtschaftliche Nutzfläche umfasst.
Mit 80 ha ist knapp die Hälfte
Grünland, auf dem 70 LimousinKühe und deren Nachzucht
gehalten werden. Alle Tiere
werden im Herdbuch geführt
und Familie Papacek konnte auf
der nationalen Fleischrinderschau im Juni dieses Jahres
einige Siegertitel erringen. Im
Stall bzw. auf nahen Weiden
wurden die tragenden Färsen,
die kürzlich abgesetzten weiblichen und männlichen Absetzer
und die tragenden Kühe besichtigt. Da Familie Papacek auch
mit künstlicher Besamung arbeitet, waren den Reiseteilnehmern
viele der eingesetzten Bullen
bekannt. Vor allem im Bereich
der genetisch hornlosen Vererber wurden mit Tigris PP und
Hinz PP Bullen eingesetzt, die
auch in Sachsen sehr bekannt
sind.
Ökologisch
­bewirtschaftet
Der zweite Betrieb Zbysek Adamec, ADAZ group s.r.o, liegt
mitten im Altvatergebirge, einer
Region mit absolutem Grünland
und vielen Mutterkuhherden.
Dieser Betrieb züchtet Charolais
und bewirtschaftet 1.900 ha
ökologisch. Der Betrieb Adamec
nutzt, wie in der tschechischen
Charolais-Zucht weit verbreitet,
Genetik von Charolais-Optimal.
Auf einer Weide standen zehn
der im Betrieb eingesetzten
Deckbullen. Diese Form der
Deckbullenhaltung nach dem
Deckeinsatz wird in diesem
Betrieb, wie auch in Frankreich,
schon lange ohne Probleme
betrieben. Auf einer zweiten
Fläche standen Kühe mit ihren
Kälbern. Hier wurde sich vor
allem über die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen in Tschechien ausgetauscht. Anschließend ging es zum Betrieb von
Herrn Vit Antl in Bruntal. In der
350 Kühe umfassenden Herde
wird über die dort eingesetzten
Deckbullen auch sächsische
Limousin-Genetik vom Limousinhof Klemm genutzt.
Auf dem Programm des Folgetages stand der Fleckvieh-Zuchtbetrieb der Firma Polfin. Hier
werden auf ebenfalls über 1.500
ha sowohl Zuchtherden der
Rasse Fleckvieh-Fleisch als auch
Aberdeen Angus gezüchtet. Für
die Reisegruppe standen aber
nur die Fleckvieh-Herden auf
Qualitativ hervorragende Anguskühe aus der Herde von Herrn Sveda
Teilnehmer der Züchterfahrt vor der Burg Buchlov
dem Programm. Besichtigt
wurde eine Herde Kühe mit
weiblichen Kälbern, eine Herde
mit tragenden Färsen, die Stallungen und eine Herde Kühe mit
Bullenkälbern. Der Grundstock
der Herden wurde vor vielen
Jahren mit Tieren aus Kanada
gebildet. Aktuell wird vor allem
dänische Genetik eingesetzt.
Stalllose Haltung
Am letzten Tag der Reise stand
der Betrieb von Herrn Jan Sveda
auf dem Programm. Herr Sveda
bewirtschaftet mit fünf weiteren
Gesellschaftern in Slusovice
nahe der slowakischen Grenze
einen Betrieb mit 2.100 ha Grünland. Hier werden ohne jeglichen Stall bei ganzjähriger Weidehaltung 220 Aberdeen AngusZuchtkühe und über 1.000
Mutterschafe der Rasse Romney
Marsh gehalten. Zusätzlich wird
in der Slowakei ein Betrieb mit
etwas mehr als 200 ha Grünland
und 200 ha Ackerland bewirtschaftet. In der Slowakei wird
wegen der Problematik mit
großen Raubtieren (Bär, Wolf
und Luchs) auf die Haltung von
Schafen verzichtet. Der Betrieb
züchtet auch Quarter Horses.
Nach längeren Aufenthalten in
Kanada und Neuseeland setzt
Herr Sveda voll auf die Arbeit
mit Pferden, mit denen er die
Angusherde dann auch zum
Zaun holte. Als die 55 schwarz
gezogenen Kühe mit ihren Kälbern und einem Deckbullen
britischer Abstammung dann
endlich am Zaun standen,
staunten die Reisenden nicht
schlecht. Die Qualität und Einheitlichkeit der Kühe und ihrer
Nachzucht war überragend.
Auf der Rückreise waren sich
alle Teilnehmer einig: wer nicht
dabei war, hat etwas verpasst!
Ein besonderer Dank gilt Übersetzerin Lena Holdt und den
gastgebenden Betrieben für ihre
Mühen.
Clemens Braschos
m
Bitte beachten Sie
die Beilage der
­Firma „vuxxx“ in
dieser ­Ausgabe
der Rinderzucht.
39
25. Charolais-Bundesschau
Professionelle Präsentation
Anlässlich ihrer 25. Bundesschau zeigten die deutschen Charolaiszüchter allerbeste Jungtiere.
34 Zuchtstätten präsentierten insgesamt 77 Tiere im
Ring. Preisrichter Gerry Ernst aus Luxemburg war
mit seinen Kommentaren zu Richtgruppen und
­Einzeltieren ein Gewinn für die Veranstaltung.
Mit 20 Tieren im Wettbewerb
holten die zehn MASTERRINDBeschicker insgesamt vier Gruppensiege. Der Zuchtbetrieb Josef
Fraas aus Vechta konnte sowohl
bei den Jungrindern als auch bei
den Kuhkälbern mit jeweils
einem Klassensieg punkten.
Acht hochmotivierte Jungzüchter zeigten in drei Altersklassen
ihr Können im Ring. Melissa
Einemann aus Ottersberg bei
Verden holte sich dabei souverän den Siegertitel im Gesamtwettbewerb.
Im Richtwettbewerb der Kategorien Bullenkälber, Jungrinder
und Kuhkälber verfehlten die
MASTERRIND-Züchter dieses
Mal knapp die Siegertitel. Bei
Melissa Einemann aus Ottersberg holte sich den Jungzüchter-Siegertitel über
alle Gruppen. Souverän und mit viel Fingerspitzengefühl führte sie die hornlos
gezogene Färse Beauty im Ring vor
Gelungene Rasse­
werbung
Sebastian Krause aus Frankenthal, Sachsen, holte sich mit dem Bullenkalb
Nevers den 1a-Platz in der jüngsten Altersklasse. Eine Top-Bemuskelung und
viel Qualität der Rasse zeichnen diesen jungen Bullen aus, der mit einer Plakette des Sächsischen Staatsministeriums ausgezeichnet wurde
In der zweiten Altersklasse der Bullenkälber holte sich Marko Beu aus OsterholzScharmbeck mit Raider souverän den 1a-Titel. Wüchsigkeit, Länge und ein sehr
korrekter Körperbau zeichnen den Barus-Sohn aus. Er wurde mit der Silbernen
Plakette des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums ausgezeichnet
Fleischrinder
In der jüngsten Gruppe der Jungrinder punktete Josef Fraas aus Vechta mit der
äußerst typvollen Ariadne. Gezogen aus der Top-Kuh Alcove, sprechen Pedigree
und Exterieur für eine hervorragende Zukunft dieses Spitzen-Jungrindes
den Bullenkälbern siegte Toni
Meier aus Luxemburg mit dem
Bosco-Sohn Hidalgo, der mit
Blick auf Oberlinie, Becken,
Rahmen und Harmonie im
Körperbau kaum Wünsche offen
ließ.
Bei den Jungrindern holte sich
Dr. Wilfried Steinhauer aus
Waldbrunn, Hessen, mit der
sehr typstarken und exzellenten
Froufrou-Tochter Borgia den
Sieg, und bei den Kuhkälbern
war es Francis Boehmler aus
dem Elsaß, der mit der ganz
stark entwickelten und sehr
korrekten Fernandel-Tochter
Indiana den Sieg davon trug.
40
Die 25. Charolais-Bundesschau
kann als rundum gelungen bezeichnet werden. Das Spitzenfeld
der Schautiere ist noch enger
zusammengerückt, dadurch
gestaltete sich das Schauprogramm spannend und hochklassig. Alle Beschicker trugen ohne
Abstriche zum Erfolg des Wettbewerbes bei – ihnen allen gebührt
ein ganz herzliches Dankeschön
für den gelungenen Werbeauftritt
in Sachen Charolais.
Friedrich Averbeck
m
Charolais-Hofauktion sehr erfolgreich
Sehr erfolgreich verlief die Charolais-Hofauktion am
Samstag, dem 14. September, auf dem Zuchtbetrieb
von Holger Kuper in Zetel-Ellens.
Über 100 Zuchttiere wechselten
flott und zu zum Teil sehr guten
Zuschlagspreisen den Besitzer.
Ca. ein Drittel der Verkaufstiere
ging an Züchter außerhalb Niedersachsens, u. a. nach Lettland.
Bei regnerischem Wetter ließen
es sich mehr als 200 Besucher
nicht nehmen, an dieser gut
organisierten Veranstaltung
teilzunehmen.
Familie Kuper und die Mitarbeiter der MASTERRIND danken
allen Käufern und wünschen mit
den erworbenen Tieren viel
Erfolg und Züchterglück.
Torsten Kirstein
m
Preisübersicht
Kategorie
Kühe
Färsen
Deckfähige Rinder
Preisspitze auf der Kuperschen Hofauktion war der typvolle Herdenbulle
­Deauville, der mit hervorragender Nachzucht, hohem RZF und besten Kalbeeigenschaften trumpfen konnte. Für 4.800,- € sicherte sich ein Züchterduo aus
Niedersachsen die Dienste des Topvererbers
Ø-Preis
Höchstpreis
Kategorie
1.997,- €
1.745,- €
1.529,- €
2.900,- €
2.200,- €
1.700,- €
Absetzer weiblich
Absetzer männlich
Deckbulle
Ø-Preis
Höchstpreis
1.150,- €
1.147,- €
3.500,- €
2.000,- €
1.800,- €
4.800,- €
Erfolgreiche Highland-CattleBundesschau
Zur 27. Bundesrasseschau gingen in der Alsfelder
Hessenhalle 89 Kandidaten in großen, teils sehr gut
besetzten Richtklassen in den Ring.
Aus dem MASTERRIND-Zuchtgebiet stellten neun
Beschicker 18 Schautiere.
Dieses Kontingent hatte es
qualitativ in sich, das zeigten die
sechs erreichten 1a- und weitere
vier 1b-Platzierungen bei insgesamt 15 Wettbewerbsgruppen.
Einen ganz besonderen Erfolg
konnte die Zuchtgemeinschaft
Dr. Osmers/Friebe feiern. Mit
Boidheach Ruadh 5 of Reer
holten sie nach den Reservesiegen auf den niedersächsischen
Jungtierschauen in 2012 und
2013 nun den Siegertitel bei den
weiblichen Tieren auf der Bundesschau. Ein sehr korrektes
Exterieur und sehr viel Typstärke
und Ausstrahlung zeichnen
dieses absolute Spitzentier aus.
Einen weiteren tollen Erfolg aus
MASTERRIND-Sicht feierte der
Zuchtbetrieb Gerold Lintelmann, Delmenhorst, mit dem
Reservesieg bei den männlichen
Tieren. Prince of Munlochy ist
ein schottisch gezogener Ausnahmebulle, der mit außerordentlich viel Qualität der Rasse
überzeugte. Besonders bemerkenswert ist, dass der Zuchtbetrieb Lintelmann einen weiteren
1a-Platz bei den Bullen mit Black
Panter of Greenfield holte und
bei den weiblichen Tieren mit
Furan Sileas 5 of Glengorm
ebenfalls einen 1a-Preis belegte.
Auch Manfred Heinz aus Scholen verbuchte einen Spitzenerfolg. Mit Mieke vom Zockeldraff
und Corry vom Zockeldraff
belegte er jeweils einen 1a-Platz,
und mit Marjelchen vom Zockeldraff einen weiteren 1b-Platz.
Dr. Stefan Janz aus Schnega
platzierte sich mit Siusaidh
Ruadh 4 von Jiggel auf einem
beachtlichen 1b-Platz bei den
Bundessiegerin Boidheach Ruadh 5 of Reer aus der Zuchtgemeinschaft Dr. J.-H.
Osmers / M. Friebe überzeugte auf ganzer Linie und wurde professionell vorgeführt.
mittelalten Rindern. Einen gleichen Erfolg fuhr Ferdinand
Marschalk aus Elmlohe mit
Bernice of Eekkeloh bei den
Kühen mit Kalb bei Fuß ein. Der
Zuchtbetrieb Groba aus Elsterheide, Sachsen, belegte mit
Ottine von der Elsterheide den
1a-Platz bei den alten Kühen mit
Kalb bei Fuß.
Die MASTERRIND gratuliert
ihren Top-Platzierten zum hervorragenden Schauerfolg und
bedankt sich bei allen Beschickern der 27. Bundesrasseschau
Highland Cattle für das Mitwirken.
Friedrich Averbeck
m
41
Limousintreffen in Verden und Hoya
Das diesjährige niedersächsische Limousintreffen
war mit fast 80 Teilnehmern ganz hervorragend besucht.
Fleischrinder
Südwestlich von Verden bewirtschaftet Helmut Teise in Döhlbergen einen Nebenerwerbsbetrieb mit 40 ha Grünland, davon
20 ha Naturschutzflächen. Die
30 Kühe mit Nachzucht präsentierten sich den Besuchern sehr
gut. Die Grundlage für die besondere Qualität der Rasse liegt
sicherlich mit darin, dass Helmut Teise seit vielen Jahren
allerbeste Besamungsbullen in
seiner Herde einsetzt.
Ein Stück weiter südlich stand
dann der Zuchtbetrieb der Fami-
lie Kelling in Hoyerhagen auf
dem Programm. Hier werden
ebenfalls im Nebenerwerb zehn
Kühe mit Nachzucht auf elf
Hektar Grünland gehalten. Auch
hier fanden die Besucher eine
Mehrzahl erlesener Pedigrees
und dazu ein Spitzenexterieur
bei den Kühen. Die gesamte
Familie züchtet und lebt für die
Rasse Limousin.
Kleine Herden, erstklassige Tiere
und hoch engagierte Betriebsleiter zeichnen beide Zuchtstätten
aus und hinterließen einen
Hervorragende Typ-Tiere stellte Thomas Kelling den sehr zahlreichen Limousinfreunden vor
bleibenden Eindruck bei den
Züchterkollegen.
Das Limousintreffen fand seinen Abschluss mit der Besprechung tagesaktueller Fragen zur
Zucht und Vermarktung im
MASTERRIND-Zuchtgebiet. Wie
gewohnt ging es dabei auch
konstruktiv kritisch im Sinne
einer starken Züchterschaft und
im Sinne eines starken Unternehmens zu.
Friedrich Averbeck
m
Rasseverband Simmental tagt
in Niedersachsen
Turnusmäßig stand in diesem Jahr das Land Niedersachsen im Mittelpunkt der Aktivitäten zum jährlichen Bundesrassetreffen. Unsere aktiven Fleckviehzüchter hatten hierzu ein straffes und ansprechendes
Programm organisiert.
Treffpunkt war der Betrieb Regina Knips/Hans-Jürgen Liptow
in Wettmar. Auf dem bestens
hergerichteten Hofgelände
standen nicht nur Bewirtungsund Infostände für die Gäste
bereit, sondern auch Tiere, an
denen sie ihr Können im Zuge
eines Beurteilungswettbewerbes messen konnten. Wegen
der großen Entfernungen zwischen den niedersächsischen
Nach der Besichtigung der sehr schönen Simmentalherde von Regina Knips in
Wettmar stellte Torben Haase (12 Jahre) souverän und fachkundig „seine“ Tiere
in Garbsen vor
42
Betrieben hatten die Zuchtbetriebe Helmut Focke, Sulingen,
und Matthias Kirchhoff aus
Neustadt Top-Tiere ihrer Herden mit nach Wettmar gebracht. Diese Auswahltiere und
die vom gastgebenden Betrieb
vorgestellten Teilherden fanden
viel Zuspruch der aus allen
Bundesländern und aus der
Schweiz angereisten Tagungsteilnehmer. Der Betrieb Knips/
Liptow bewirtschaftet 70 ha LN
und 75 ha Forst. Alle Flächen
befinden sich in Landschaftsschutz- bzw. Wasserschutzgebieten. Die Fleckviehherde
befindet sich noch im Aufbau
und umfasst derzeit 22 Mutterkühe mit Nachzucht. Ein neu
erbautes Stallgebäude ist auf
weitaus mehr Kapazität ausgerichtet. Im Anschluss ging es
zur Besichtigung der Herde von
Ottfried Wischer in Garbsen.
Auch hier werden mehr als 20
Mutterkühe mit Nachzucht
gehalten. Die vormalige Ge-
brauchsherde befindet sich im
Umbau zur Herdbuchherde.
Dafür, dass künftig auch hier
Spitzengenetik eingesetzt wird,
sorgt der 12-jährige Enkel Torben Haase, der bereits mehrfach als erfolgreicher MASTERRIND-Jungzüchter in Erscheinung getreten ist. In hervorragender Weise präsentierte er
„seine“ Herde mit allen Abstammungen. Sein Slogan
lautet: „Opa, acht Jahre musst
du noch durchhalten, dann
übernehme ich!“
Eine überaus konstruktive Generalversammlung, die souverän von Gernot Pohl geleitet
wurde, schloss das diesjährige
Rassetreffen ab. Es war mit
mehr als 80 Teilnehmern erfreulich gut besucht. Für das vielfältige Interesse, trotz kleiner
Population in Niedersachsen,
bedankt sich die MASTERRIND
GmbH ganz herzlich.
Friedrich Averbeck
m
Starker Auftritt
Anlässlich der Blonde d‘ Aquitaine-Bundesschau, die
im Oktober in Alsfeld stattfand, boten die MASTERRIND-Züchter eine Spitzenvorstellung. Insgesamt
führten 18 deutsche Züchter 50 Schautiere in den
Ring, darunter waren vier MASTERRIND-Züchter
mit 13 Ausstellungstieren.
Den versierten französischen
Preisrichtern gefielen die typstarken und im Exterieur korrekten Tiere aus dem MASTERRIND-Zuchtgebiet. Thomas
Bittner aus Twistringen holte
sich den Siegertitel bei den
Kühen mit Kalb mit Alouette, die
sich äußerst rassetypisch, korrekt und sehr führig zeigte.
Seinen Erfolg machte der Betrieb komplett mit dem zweiten
Platz bei den Betriebssammlungen. Auch bei den mittelalten
Bullen ging der Siegertitel nach
Niedersachsen. Matthias Hunder aus Warmsen setzte sich mit
dem stark entwickelten typstarken Galabru gegen die Wettbewerber durch. Den dritten von
insgesamt sechs Siegertiteln
holte sich Martin Harms aus
Raddestorf mit dem sehr überzeugenden Jungbullen Happyness. Eine 1a-Platzierung bei
den Jungrindern konnte Manfred Göpfert aus Frauenstein für
sich verbuchen.
Die Siegerkuh Alouette aus dem Betrieb der Familie Bittner, Twistringen. V. l.
Hilke Bittner, Vorführer Laurenz Borchers, Thomas Bittner mit Tochter Sophie
Foto: Sonja Spicker
Verglichen mit anderen Rassen,
ist die Blonde d’Aquitaine-Zuchtpopulation relativ klein. Die
Qualität der Herden allerdings
ist sehr gut und das Engagement der Züchter ist hervorra-
gend. Die Alsfelder Erfolge sind
bemerkenswert und ein gerechter Lohn für außerordentlichen
Züchtereinsatz.
Friedrich Averbeck
m
Angustreffen im Südosten
Das sehr gut besuchte diesjährige niedersächsische
Angustreffen führte die Interessierten in den Südosten des Landes.
In Boimstorf bei Königslutter
wurde zunächst die 20-köpfige
Mutterkuhherde mit Nachzucht
im Betrieb der Familie OhseKettig besichtigt. Hier werden
124 ha landwirtschaftliche
Nutzfläche in einer GbR bewirtschaftet. Neben intensivem
Ackerbau werden 36 ha Grünland mit der Mutterkuhherde
genutzt, nachdem die Milchkuhherde 2009 den Betrieb
verlassen hat. Der Einsatz interessanter Besamungsbullen
steht im Zuchtbetrieb der Familie Ohse-Kettig genauso im
Vordergrund wie der Zukauf
guter Genetik über leistungsstarke Deckbullen.
Anschließend ging es zum Betrieb der Familie Edel-Heidhues
in Bad Harzburg. Hier werden
260 ha Ackerland in der Harz-
land GbR bewirtschaftet, und 80
ha Grünland-Pachtflächen befinden sich in Eigenbewirtschaftung. Ein Großteil des Grünlandes wird sehr extensiv genutzt
und liegt auf dem idyllischen
Bad Harzburger Rennbahngelände. Pferde- und Rinderhaltung ergänzen sich hier hervorragend in der Weidepflege. Die
Angusherde umfasst 25 aktive
Kühe mit Nachzucht, und auch
hier wird sehr viel Wert auf
scharfe Selektion auf der weiblichen Seite und Top-Bulleneinsatz über Besamung und Natursprung gelegt.
In beiden besichtigten Betrieben
wurden den Besuchern gut se­lek­
tierte Herden mit guter Nachzucht präsentiert. Das Angustreffen fand seinen Abschluss mit
der Besprechung tagesaktueller
Fragen zu Zucht und Vermarktung im MASTERRIND-Zuchtgebiet und darüber hinaus.
Thorsten Ahlers
m
Gepflegte Angusherden wurden den Besuchern vorgestellt. Hier die Kuhkalb-Herde der Familie Edel auf den idyllischen
Weiden der Harzburger Rennbahn
43
Ankündigung
35. Fleischrindertage in Verden
Am 14./15. Februar 2014 führen die niedersächsischen
Fleischrinderzüchter zum 35. Mal ihre Schau und
ihren Auktionstag durch.
Wie gewohnt, beginnt die Körung der Bullen am Freitag, dem
14. Februar, um 12.30 Uhr und
wird spätestens um 17.00 Uhr
beendet sein. Der sehr gern
besuchte Züchterabend findet
ab 19.00 Uhr wieder im Auktionsring statt und bietet Gele-
Fleischrinder vom Feinsten werden den Besuchern auch auf dem 35. Fleischrindertag in Verden geboten
genheit zum Wiedersehen und
zum Knüpfen von Kontakten.
Die Verdener Spätlese freut sich
ab 21.00 Uhr auf das Interesse
des Fachpublikums, dann betreten ausgesuchte weibliche Tiere
mit Spitzengenetik den Laufsteg
in der Niedersachsenhalle.
FleisChRindeR
Jungzüchter und Bullenparade
Am Samstag, dem 15. Februar,
startet das Programm um 9.00
Uhr mit dem Jungzüchter-Wettbewerb und der Rangierung
ausgesuchter Rinder der Extensivrassen. Um 10.15 Uhr folgt
die Bullenparade, bei der alle
1a-prämiierten Verkaufsbullen
vor großer Kulisse zur Siegerauswahl antreten. Die Bullenparade endet mit der Wahl von
Mr. Verden, dem besten Bullen
der Verkaufsveranstaltung.
Bullenauktion
14./15. Februar 2014
Programm
35. niedersächsische
Fleischrindertage
niedersachsenhalle Verden
14. Februar
• Körung und Vorstellung der Verkaufsbullen
• Züchterabend
• Sonderauktion Verdener Spätlese
15. Februar
9.00 Uhr Jungzüchter
9.00 Uhr Schaurinder
10.15 Uhr Bullenparade
11.45 Uhr Mister Verden
12.15 Uhr Auktion
MASTERRIND GmbH, ein Unternehmen von RPN/SRV/WEU/ZEH
27283 Verden, Osterkrug 20
Tel. 042 31. 6 79-0, Fax -780
26160 Bad Zwischenahn, Feldlinie 2a
Tel. 04403. 9326-0, Fax -57
01662 Meißen, Schlettaer Straße 8
Tel. 03521. 4704-10, Fax -18
Die Bullenauktion beginnt im
Sinne unserer Kunden pünktlich
um 12.15 Uhr. Mehr als 140
ausgesuchte Vererber der verschiedenen Fleischrinderrassen
mit sehr interessanten Abstammungen, ansprechendem Exterieur und sehr guten Leistungen
kommen dann zur Versteigerung. Unsere Züchter und das
Fleischrinder-Team der MASTERRIND in Verden freuen sich
auf ihre Gäste.
Internet www.masterrind.com
[email protected]
Friedrich Averbeck
44
m
23. Sächsische Bullenauktion in Meißen
Topvererber im Angebot
Am 19. und 20. Februar veranstaltet die MASTERRIND im Vermarktungszentrum Meißen die 23.
Sächsische Bullenauktion. Wie auch in den vergangenen Jahren stehen im Rahmen der Auktion sehr gute
Jungbullen mit aktuellen Pedigrees und sehr guten
Eigenleistungen zum Verkauf.
Aus Termingründen findet die
23. Sächsische Bullenauktion im
Jahr 2014 mittwochs und donnerstags statt.
Körung
Am Mittwoch, dem 19. Februar,
beginnt die Körung der Bullen
um 15.00 Uhr. Die Körung erfolgt in gewohnter Weise nach
Rasse und Alter der Bullen sortiert. Ab 19.30 Uhr findet im
großen Saal der MASTERRINDGeschäftsstelle Meißen der
Züchterabend statt. Der Züchterabend bietet den Beschickern
und Interessierten die Möglichkeit zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch in gemütlicher
Runde.
Vorstellung und Siegerauswahl
Ab 9.00 Uhr werden am Donnerstagmorgen die einzelnen
Bullen vorgestellt. Im Anschluss
an die Vorstellung erfolgt die
Auswahl der Rassechampions
sowie die Auswahl des Gesamtchampions der Auktion über alle
Rassen. Pünktlich um 12.00 Uhr
beginnt dann die Auktion der
Bullen.
Interessantes Angebot
Zum Verkauf stehen Bullen der
Rassen Angus, Blonde
d‘Aquitaine, Charolais, Fleckvieh
und Limousin. Die angebotenen
Bullen haben allesamt hervorragende Abstammungen und sehr
gute Leistungen. Bei allen Rassen stehen genetisch hornlose
Bullen zum Verkauf. Bei der
Rasse Fleckvieh ist auch ein
großer Teil homozygot hornloser
Bullen im Angebot.
Die Bullenauktion in Meißen
bietet allen Fleischrinderzüchtern ein breites Angebot qualitativ sehr hochwertiger Bullen.
Volle Zuschauerränge bei der Bullenauktion 2013
03521/470468 oder
0178/6623806 (Clemens Braschos) oder per Mail unter
[email protected]
Nutzen Sie die Möglichkeit, sich
den Zuchtfortschritt für ihren
Betrieb zu sichern. Eine detaillierte Auskunft sowie Beratung
für Kaufinteressenten gibt die
MASTERRIND unter Telefon
MAR Anzeige Sächsische Bullenauktion
13.11.2013
10:43 Uhr
Clemens Braschos
m
Seite 1
19./20. Februar 2014
Programm
23. Sächsische
Bullenauktion
19. Februar
Vermarktungszentrum der MASTERRIND
Schlettaer Straße 8, 01662 Meißen
12.00 Uhr Auktion
15.00 Uhr Körung
19.30 Uhr Züchterabend
20. Februar
9.00 Uhr Vorstellung und
Prämierung der Bullen
Aufgetrieben werden Bullen der Rassen Angus, Blonde d'Aquitaine,
Charolais, Fleckvieh Fleisch, Limousin
MASTERRIND GmbH, ein Unternehmen von RPN/SRV/WEU/ZEH
Gesamtchampion der Bullenkörung in Meißen 2013: Urs Pp* aus der Zucht von
L. Marticke, Frohburg
TEL. 03521 470 410, FAX o3521 470 418
KONTAKT: Clemens Braschos, 0178 6623806
INTERNET www.masterrind.com
[email protected]
45
Best of – 6. Deutsches Färsen­
championat für Fleischrinder
Jungzüchter Fleischrinder
Best of, die erfolgreiche Färsenauktion, erlebt ihre
6. Auflage. Die zentrale Auktion für Spitzenprodukte
der Fleischrinderzucht wird am 15. April 2014 ihre
Fortsetzung finden – nahezu alle deutschen Zuchtorganisationen beteiligen sich an dieser Veranstaltung.
Die Rassen Angus, Blonde d‘Aquitaine, Charolais,
Fleckvieh, Hereford, Limousin und Uckermärker werden dabei präsent sein.
Dass der Markt für diese Qualität der Extraklasse bereit ist,
haben die flotten Auktionen der
Vergangenheit gezeigt. 2014
werden ca. 80 weibliche Zuchttiere im Alter von zwölf Monaten bis hin zum tragenden Rind
in der Top-Genetik-Auktion unter
dem Motto Best of angeboten.
Der Name ist auch der Leitgedanke. Nur mit interessanter
Abstammung, überzeugender
Leistung und bestem Exterieur
wird am 15. April 2014 im RBBVermarktungszentrum Groß
Kreutz gepunktet, darüber sind
sich alle Beteiligten im Klaren.
Es wird also etwas Besonderes
geboten. Interessierte Züchter,
Neueinsteiger in die Fleischrinderzucht und alle Neugierigen
sind schon jetzt herzlich eingeladen. Seien sie dabei! Gehen
Sie mit uns neue Wege und
nutzen Sie diese Gelegenheit
zum Kauf von gut selektierten,
leistungsstarken und führigen
Fleischrindfärsen. Noch einmal
für Ihren Terminkalender:
Best of – Deutsches
­Färsenchampionat
15. April 2014
Die Auktion beginnt um 13 Uhr,
vorher werden ab 10 Uhr die
besten Tiere im Ring präsentiert
und die Champions der beteiligten Rassen gekürt.
Veranstaltungsort ist das RBBVermarktungszentrum in 14550
Groß Kreuz (Havel), Lehniner
46
Str. 9. Die gute Verkehrsanbindung, der kurze Weg zur Autobahn (A2 und A10) und die
günstige Erreichbarkeit für Interessenten aus Osteuropa waren
ausschlaggebend für die Standortwahl. Für weiterführende
Informationen sowie züchterische Beratung stehen Ihnen
unsere Fleischrindprofis gern
zur Verfügung. Der Katalog wird
rechtzeitig vor der Veranstaltung
im Internet veröffentlicht und
auf Wunsch zugesandt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Friedrich Averbeck
Best of
6. Deutsches Färsen-Championat
Termin
Ort
Rassen
15. April 2014
RBB Vermarktungszentrum
14550 Groß Kreutz (Havel)
Lehniner Straße 9
Tel. +49 (0)33207 533-025
Angus
Blonde d' Aquitaine
Charolais
Fleckvieh
Hereford
Limousin
Uckermärker
Tiere
ca. 100 Rinder vom Jährling bis zur
tragenden Färse
Schau
Einlass ab 9.00 Uhr
Präsentation der Verkaufstiere ab 10.00 Uhr
Wahl der Rasse-Champions
Auktion
13.00 Uhr
Weiterführende Informationen und Beratung erhalten Sie über Ihre Zuchtorganisation.
m
Tierbeurteilung – Milchkuh
Frauke Thaden ist Landessiegerin
Frauke Thaden aus dem Wangerland hatte das beste
Auge für die Tiere und erkannte beim Tierbeurteilungswettbewerb auf dem Betrieb Schwarze in Dörverden die Stärken und Schwächen der Milchkühe
am besten.
Daher siegte sie vor Insa
Schwarze aus Hesedorf und
Marvin Köhne aus Friedeburg.
Gerhard Eimer gratulierte als
Vertreter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen den
Siegern und überreichte Urkunden und Ehrenpreise.
Die Teilnehmer mussten drei
Milchkühe nach dem linearen
Bewertungssystem beurteilen
und zwei Klassen mit je sechs
Kühen rangieren. Als Richter
fungierten Dr. Jakob Groenewold, Landwirtschaftskammer
Niedersachsen, Ulrich Böck-
mann, MASTERRIND, und Dr.
Eiso Busemann, Verein Ostfriesischer Stammviehzüchter. Der
Landesentscheid fand Anfang
September auf dem Betrieb
Wilken Schwarze in Dörverden
statt. Der Landesentscheid
Tierbeurteilung wurde von der
Landjugendberatung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gemeinsam mit der MASTERRIND organisiert. Es nahmen 29 junge Menschen aus
Niedersachsen teil. Sie hatten
sich über Kreis- und Gebietsentscheide qualifiziert. In der Regel
Von links nach rechts: Andreas Müller (4. Platz), Frauke Thaden, Marvin Köhne,
Insa Schwarze, Gerhard Eimer, Joachim Ramme, Nadine Hauschild (5. Platz),
Jacqueline Tönjes (ebenfalls 5. Platz)
handelt es sich um landwirtschaftlichen Berufsnachwuchs
und Jungzüchter. Auffällig ist der
seit Jahren hohe Frauenanteil, in
diesem Jahr nahmen 14 junge
Damen teil. Dies zeigt, dass
Milchviehhaltung bei jungen
Frauen beliebt ist.
Ellen Padeken
m
Jungzüchtertierschau in Stenum
Klein aber fein!
Am 6. Oktober war es wieder soweit – der Tierschauverein Delmenhorst sowie die Arbeitsgemeinschaft
Oldenburger Züchter hatten wieder gemeinsam zur
Jungzüchtertierschau, die im Rahmen des Stenumer
Dorffestes stattfand, eingeladen.
Bei bestem Wetter stellten rund
25 Jungzüchter im Alter von drei
bis 20 Jahren ihr Können vor
den Augen der Preisrichterin
Anne-Mette Evers unter Beweis,
die es sich bei der Siegerauswahl nicht leicht gemacht hatte.
Hier die Ergebnisse
Klasse 1:
1a Alma Drieling, Neerstedt
1b Melina Kruse, Uhlenbrok
Klasse 2:
1a Paula Drieling, Neerstedt
1b Luke Stubbemann, Schohasbergen
Klasse 3:
1a Lars Imhoff, Bremen-Strom
1b Nina Meyer, Elmeloh
Klasse 4:
1a Luka Schütte, GanderkeseeHollen
1b Hannes Müller, Dötlingen
Eine der jüngsten Teilnehmerinnen: Melina Kruse – sie sicherte sich in ihrer
Klasse eine 1b-Platzierung
Klasse 5:
1a Anne Imhoff, Bremen-Strom
1b Marvin Pacholke, Dötlingen
Sieger Jung: Paula Drieling
Sieger Mittel: Lars Imhoff
Sieger Alt: Anne Imhoff
Bestes Typtier: Zaeva (Sea x
Lou), Vorf.: Anne Imhoff, Bremen-Strom
Wiebke Tönjes
m
47
Altmittweida wieder ein voller Erfolg
Alljährlich im September findet in Altmittweida ein
Erntedankfest statt. Hier wurde stets eine Tierschau
oder ein Jungzüchtervorführwettbewerb eingebunden. In diesem Jahr fand am 22. September zum
zweiten Mal ein sachsenoffener Jungzüchterwettbewerb statt.
Zum Wettbewerb reisten 60
Jungzüchter mit ihren Rindern
aus ganz Sachsen an. Wie schon
beim ersten Wettbewerb, durften die Jungzüchter schon Sonnabendnachmittag anreisen, um
sich besser – und vor allem
stressfreier für Mensch und Tier
– auf den Wettbewerb vorzubereiten. Als Richter waren Meinhard Huber und seine charmante Assistentin Melanie Gasser
vom österreichischen Zuchtverband Kärnten eingeladen. Meinhard Huber ist im Kärntener
Zuchtverband Jungzüchterobmann und hat dort schon viele
Wettbewerbe erfolgreich gerichtet.
JUNGZÜCHTER
Milchkönigin
Am Sonntag startete bei gutem
Wetter um 10.00 Uhr pünktlich
unser Wettbewerb. Als Ehrengast fuhr die sächsische Milchkönigin Elisabeth I. mit einer
Kutsche vor. Schon während der
Eröffnungsrede marschierten
die jüngsten Teilnehmer, im
Alter von sechs bis zehn Jahren,
mit ihren Kälbchen in den Ring.
Nach dem Richten ließ der
Richter sie in einer Reihe aufstellen und unterhielt sich mit ihnen
übers Mikrofon vor dem zahlreichen Publikum. Er musste dabei
feststellen, dass die Kleinen
schon gut über ihre Kälbchen
Bescheid wussten, was mit
reichlich Beifall belohnt wurde.
Den Sieg holte sich bei den
Jüngsten Marc Reichenbach aus
Bräunsdorf vor Fritz Richter von
der Agrargenossenschaft Bockendorf e.G.
In den nächsten zwei Klassen im
Alter von 12 und 13 Jahren gingen schon richtige Profis an den
Start, die den Richter ebenfalls
zum Staunen brachten. Bei der
Siegerauswahl in der Altersklasse bis 16 Jahre merkte man ganz
deutlich, dass jeder der Gewinner aus den vorher gestarteten
drei Klassen sich nochmals
anstrengte, um den Gesamtsieg
der Altersklasse zu erreichen.
Letztendlich entschied sich das
Richterteam für Max Fischer von
Tobias Blaschke wurde bei der Championwahl zum Gesamtsieger gekürt
48
Glückwünsche an die Gruppensieger
der Agrargenossenschaft Bockendorf e.G. vor David Gläser
von der Agrargenossenschaft
Hainichen-Pappendorf e.G.
Auf Herz und Nieren
In der nächsten Altersklasse (16
bis 20 Jahre) starteten vier
Klassen mit je sechs Teilnehmern. Hier wurden die Jungzüchter auf ,,Herz und Nieren“
geprüft, um den Sieger und
Reservesieger zu ermitteln. Von
den acht vorausgewählten Teilnehmern siegte Dominik Hartung von der Agrargenossenschaft Bockendorf e.G. vor
Juliane Rösl vom Agrarhof am
Schartenberg in Neuhausen.
Anschließend starteten die
ältesten Jungzüchter, 21 bis 30
Jahre alt. Da laut Reglement nur
bis 25 Jahre vorgeführt werden
darf, werden Sie sich fragen:
„Warum bis 30?“ Ziel war es,
den dem Jungzüchteralter Entwachsenen noch einmal eine
Möglichkeit zum Vorführen zu
geben.
Diese vier Klassen machten es
dem Richteteam besonders
schwer. Meinhard Huber betonte auch immer wieder in seinen
Ausführungen, dass die Qualität
des Vorführens in dieser Altersklasse dem internationalen
Niveau entspricht.
Es konnte aber nur einen Sieger
geben, und das war Tobias
Blaschke aus Neuhausen. Er
siegte vor Pierre Dabow, der
ebenfalls für den Betrieb Blaschke an den Start gegangen war.
Anja Fritzsch wurde vom MASTERRIND-Geschäftsführer Cord Höltje als sächsische Jungzüchterin des Jahres ausgezeichnet
Ergebnisse Altmittweida 2013
Kategorie
Altersklasse 1
bis 15 Jahre
Sieger
Reservesieger
Max Fischer
David Gläser
Altersklasse 2
16 - 20 Jahre
Dominik Hartung
Juliane Rösl
Altersklasse 3
ab 21 Jahre
Tobias Blaschke
Pierre Dabow
Bestes Typtier
Championwahl
Gruppenwettbewerb
Beide qualifizierten sich damit
für die Championwahl.
Typtier
Es folgte die Wahl des besten
Typtieres des Wettbewerbes.
Dabei ließ der Preisrichter von
den elf ermittelten Einzelsiegertyptieren, die nebeneinander in
einer Reihe aufmarschierten,
drei Rinder vorziehen. Diese
Tiere gefielen Meinhard und
Melanie besonders gut. Unter
dem Applaus des Publikums
tippte er das beste Typtier an. Er
wählte die sehr harmonische
und in allen Merkmalen korrekte
KIH Rock Lady, eine SterlingTochter aus einer Advent-RedMutter vom Betrieb Gisela &
Wolfgang Blaschke aus Neuhausen. Würde noch ein Reservesiegertier ermittelt werden, wäre es,
laut Herrn Huber, die schick
linierte Boyle-Tochter von der
Fritzsch GbR aus Marienberg
geworden.
An dieser Stelle herzlichen Dank
an die Fitter Ronny Reichenbach,
Albrecht Roericht, Martin Häberer und Michael Beyer, die die
KIH Besperados V.: Merlin, Z. + B.: Wolfgang und Gisela Blaschke, Neuhausen
Tobias Blaschke
Max Fischer
Agrargen. Hainichen-Pappendorf eG JUNIOR
Agrargen. Hainichen-Pappendorf eG SENIOR
Rinder erstklassig vorbereitet
haben.
Es folgte ein weiterer Höhepunkt des Tages: Anja Fritzsch
wurde als Jungzüchterin des
Jahres 2013 in Sachsen ausgezeichnet. Sie erhielt diese Auszeichnung für ihre hervorragenden Leistungen in den letzten
und speziell in diesem Jahr.
Champion
Zum Ende des Wettbewerbes
wurden der Champion und die
siegreiche Gruppe ausgewählt.
Bei der Champion-Auswahl
gingen die Sieger und Reservesieger der drei Altersklassen an
den Start. Dabei mussten die
Jungzüchter alle Kommandos
beherrschen, die bei einem
Wettbewerb verlangt werden,
wie zum Beispiel zügiges und
korrektes Aufstellen und ein
Rindertausch der jeweiligen
Vorführer, um zu sehen, wie der
Jungzüchter sich mit dem Rind
eines anderen Vorführers präsentierte.
Champion des Tages wurde
Tobias Blaschke, und den Reser-
Max Fischer musste sich nach seinem Gruppensieg bei der Championwahl
geschlagen geben
vetitel holte sich Max Fischer,
was vom Publikum mit einem
kräftigen Applaus gewürdigt
wurde. Auch allen anderen Jungzüchtern nochmals einen herzlichen Glückwunsch für ihre
gezeigten Leistungen.
Beim Gruppenwettbewerb müssen sich drei Jungzüchter mit
ihren Rindern gleichmäßig und
harmonisch nebeneinander in
der Gruppe präsentieren. Startberechtigt waren Betriebe, die
mindestens drei Tiere zum Wettbewerb aufgetrieben hatten. Es
gingen zwei Klassen mit jeweils
sechs Gruppen an den Start. Für
alle Anwesenden und vor allem
für den Richter bot sich ein
einmaliger Anblick, als gleichzeitig achtzehn Tiere in den Ring
einzogen. Solch einen Wettbewerb habe er erstmalig gerichtet,
sagte Meinhard Huber.
Gruppensieger
In Klasse 12 siegte die Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf-Senior vor der Gruppe
von der Agrar GmbH Aulikg &
Co KG. In der Klasse 13 holte
sich die Gruppe der Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf-Junior vor der des Landwirtschaftsbetriebes Adelheid Sachs
aus Schönberg den Sieg. Im
Endausscheid der vier nominierten Gruppen setzte sich ganz
eindeutig die Gruppe Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf-Junior durch. Den Reservesieg holten sich ihre Teamkollegen, die Senioren des Betriebes.
An dieser Stelle sei nochmals
dem Richterteam, Herrn Huber
und Frau Gasser, ganz herzlich
für ihre Arbeit gedankt. Sie haben ihre Sache hervorragend
gemacht. Dank auch an die
Arbeitsgruppe Tierschau der
Agrargenossenschaft Altmittweida, an Friedrich Jahn und Andreas Bamberg vom Kreiszuchtund Kontrollverein Mittweida,
die vielen fleißigen Helfer hinter
den Kulissen und, ganz wichtig,
an die vielen, vielen Sponsoren.
Ohne sie wäre es nicht möglich,
eine solche Veranstaltung zu
organisieren und durchzuführen.
Andreas Fritzsch
m
Pierre Dabow stellte das beste Typtier KIH Besperados von Familie Blaschke,
Neuhausen, vor
49
Südoldenburger Jungzüchter
Sieger sind nicht aus Zucker
… und Siegerin Friederike Meyer schon gar nicht. Ob
die hohe Zahl an Absagen im schlechten Wetter begründet lag, ist nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass
die Jungzüchter, die an den Start gingen, mit allen
Wassern gewaschen waren.
Letztlich waren das 34 von 52
Angemeldeten. Sie stellten sich
den prüfenden Blicken von
Preisrichter Jake Lohmöller aus
Emsbüren, der zwei Wochen
zuvor selbst noch sehr erfolgreich als Jungzüchter im belgischen Battice teilgenommen
hatte. Erstmalig wechselte er
vom Jungzüchter zum Preisrichter.
Jungzüchter
Die Kleinsten
Auch das Warten auf besseres
Wetter half nicht. Es regnete wie
aus Eimern. Mit Matschhose
und Regenjacke bekleidet, betraten die ersten Jungzüchter den
Ring. Ihr Debüt hatte die erst
zwei Jahre alte Klara Schlangen
mit ihrem Kalb Hannah. Diese
Klasse gewinnen konnte der
kleine Fabian Künnen. Er konnte
dem Richter genau sagen, was
seine Anika frisst. Sehr viel Ruhe
bei der Arbeit zeigte der Zweitplatzierte Johannes von Lehmden mit seiner Bessy. Auch Lisa
Meyer und Lena Löwer haben
eine sehr schöne Vorführleistung erbracht.
Er ging in der zweiten Klasse
vorn und machte auch mit seiner FG Jacky den Sieg: Hennes
Wille führte souverän, schon mit
linker Hand am Halfter, die
Klasse an, gefolgt von Simon
Meyer. Vom Richter wurde seine
sehr ruhige Vorführleistung
gelobt.
Charlotte Meyer und Kristal hieß
das Siegergespann aus der
nächsten Klasse. Charlotte hatte
nicht nur ihr Tier perfekt unter
Kontrolle, sondern wusste auch,
was Kristal zu Hause in Sierhausen zu fressen bekommt. Gefolgt wurde das Gespann von
Hinnerk Wille mit FG MyLady.
Auch Hinnerk hatte sein Tier
sehr gut im Griff.
Siegerin Friederike Meyer und Reservesieger Jan-Bernd Wille trotzten dem Regen
Professionell
Der Grad an Professionalität
nahm stark zu. Ann-Kathrin
Meyer mit HMS Disney kam
strahlend in den Ring und lachte
auch noch als Siegerin ihrer
Klasse. Ihre Vorführung war sehr
ruhig und harmonisch. Gefolgt
wurden die beiden von Thesa
Heithaus und ihrem Rind Maike.
Eine eindeutige Spitze erkannte
der Richter in der nächsten
Klasse. Laura Busse wusste
genau, was sie tat und hatte ihr
Tier korrekt aufgestellt. Den
zweiten Platz konnte Jana
Karsch für sich gewinnen.
Trocken wurde es noch nicht,
aber spannend. Die Entscheidung Sieger unter 15 Jahren
stand an. Laura Busse wiederholte ihre sehr gute Leistung
und wurde Sieger. Ihr folgte
Ann-Kathrin Meyer.
Ältere Teilnehmer
Auch absolut wetterfest zeigten sich die jungen Vorführerinnen: Laura Busse
und Ann-Kathrin Meyer (v. l.)
50
Die Klassen mit den Jungzüchtern über 15 Jahren gingen an
den Start. Sein Tier auf den
Punkt genau aufgestellt hatte
Eric Büscherhoff, gefolgt von
Lena Pieper aus Barßel, die mit
ihrem Tier durch Ruhe und
harmonisches Auftreten glänzte.
In der nächsten Klasse gab es
ein spannendes Kopf-an-KopfRennen. Jan-Bernd Wille und
Friederike Meyer wollten ganz
vorne stehen. Jetzt musste Jake
Lohmöller sehr genau hinsehen,
um den Sieger in der Klasse zu
ermitteln. Das Tier von JanBernd Wille stand auf den Punkt
genau, Sieg für Jan-Bernd vor
Friederike Meyer.
Es regnete immer noch. Die
Wahl zum Sieger über 15 Jahre
stand an. Dieses Mal stand das
Tier von Friederike Meyer
schneller in der Endlinie. So
wurde sie Sieger der über 15-Jährigen, knapp gefolgt von der
sehr guten Leistung von JanBernd Wille.
Klatschnass und überglücklich
wurde Friederike Meyer auch
Grand Champion der Jungzüchter!
Veronika Lammers
m
Prämierungsergebnisse
Klasse
Präm.
Tiername
Jungzüchter unter 15 Jahre
1
1a
Anika
1b
Bessi
1c
HMS Nutella
2
1a
FG Jacky
1b
Ninett
1c
Sandra
3
1a
Kristal
1b
FG MyLady
1c
Kira
4
1a + RS HMS Disney
1b
Maike
1c
Pia
5
1a + S
Rose
1b
Milka
1c
Holle
Jungzüchter über 15 Jahre
6
1a
Rice
1b
Petra
1c
Anne
7
1a + RS Konda
1b + S
Hildegunde
1c
Asti
Bestes Typtier
Konda
Gesamtsieger
Hildegunde
W-E EigChef_GutErtragsz_QR_188x125_4c
10:04 Uhr
Vater
Vorführer
Erich
Dayton
Dusk
Barbwire
Dayton
Sammy
Zelgadis
Barbwire
Cricket
Masterpiec
Parker P
Marvin
Deedle
Sallas
Barbwire
Fabian Künnen, Molbergen
Johannes von Lehmden, Steinfeld
Lisa Meyer, Friesoythe
Hennes Wille, Essen
Simon Meyer, Friesoythe
Laura Löwer, Molbergen
Charlotte Meyer, Damme
Hinnerk Wille, Essen
Fynn Freke, Bösel
Ann-Kathrin Meyer, Friesoythe
Thesa Heithaus, Löningen
Paula Schlangen, Molbergen
Laura Busse, Visbek
Jana Karsch, Visbek
Niklas Büscherhoff, Steinfeld
Deedle
Malindi
Toscano
Spectrum
Fever
Samson
Eric Büscherhoff, Visbek
Lena Pieper, Barßel
Jonas Hemme, Damme
Jan-Bernd Wille, Essen
Friederike Meyer, Damme
Julia Bode, Dinklage
Spectrum
Jan-Bernd Wille, Essen
Fever
Friederike Meyer, Damme
Seite 1
Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.
Wir machen den Weg frei.
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51
Bezirkswettbewerb in Sulingen
Nachdem der letzte Vorführwettbewerb im Raum
Diepholz im Rahmen der Sulinger Kreistierschau
2011 veranstaltet worden war, hatte man in diesem
Jahr am 7. September zum Bezirkswettbewerb
­eingeladen.
Jungzüchter
Alle Jungzüchter der Clubs Sulingen-Diepholz, Altkreis Hoya und
Mariensee konnten ihr Können
nicht nur beim Vorführen, sondern auch in der Tierbeurteilung
und beim Rangieren messen.
Auch wenn zwei Jahre zuvor der
Rahmen der Veranstaltung sicherlich größer gewesen war,
war das Interesse auf Seiten der
Zuschauer und Teilnehmer in
diesem Jahr nicht weniger groß.
Zahlreiche Besucher, darunter
natürlich auch Eltern, Geschwister und Großeltern, säumten
den liebevoll mit Sonnenblumen
geschmückten Vorführring.
Direkt nach Rangieren und Beurteilen ging es am späten Vormittag mit den jüngsten Teilnehmern im Wettbewerb um den
besten Vorführer los.
65 Teilnehmer
Nachwuchsjuror Torben Melbaum aus Haselünne hatte
insgesamt 65 Jungzüchter zu
richten. In der ersten Gruppe,
Vorführer zwischen sechs und
neun Jahren, nominierte Torben
Melbaum Katharina Hesterberg
aus Steyerberg zur Siegerin und
Levke Spannhake aus Sulingen
zur Reservesiegerin. Sie überzeugten nicht nur durch ihre
guten Vorführleistungen, sondern wussten auch in Sachen
Fachwissen rund ums Kalb zu
glänzen. Die zweite Gruppe war
mit Nachwuchszüchtern zwischen zehn und 15 Jahren besetzt, welche aufgeteilt in vier
Einzelklassen um den Gruppensieg kämpften. Am Ende standen zwei bereits routinierte
Vorführerinnen ganz oben auf
dem Siegertreppchen. Celine
Fiedler aus Wagenfeld konnte
sich im Finale gegen die vier
Jahre jüngere Fenna Gödeker
aus Varrel durchsetzen.
Wenn die Ältesten den Ring
betreten, wird es bei den MASTERRIND-Vorführwettbewerben
meist so richtig spannend. So
auch in Sulingen, aufgeteilt in
drei Klassen, betraten die 16- bis
25-jährigen Vorführer den Ring,
um möglichst nach einem Klassensieg auch noch den finalen
Titel zu erführen. Juror Torben
Melbaum sah im Finale in Alena
Wortmann aus Beppen die Beste
Jungzüchterwettbewerb Sulingen 7. September 2013
Kl.
Präm.
Tiername
Vorführer
Ort
1
1a + RS
1b
1a
1b
1a + S
1b
1a
1b
1a + RS
1b
1a
1b
1a + S
1b
1a + S
1b
1a
1b
1a + RS
1b
Banane
Theda
Schneeflocke
Anna
Retel
Sabrina
Ameise
Lenie
Mona Lisa
Honigblüte
Sunshine
Arizona
Zauberin
Rotkopf
Little Lady
Brownie
Hannah
Luna
Leonie
Madison
Levke Spannhake
Mette Marie Schrader
Ryan Fiedler
Mia Mailin Holthöfer
Katharina Hesterberg
Johannes Schrader
Merle Spannhake
Finn Wehrße
Fenna Goedeker
Frank Hünecke
Rieke Spannhake
Alexander Johanning
Celine Fiedler
Johanna Hesterberg
Alena Wortmann
Heidrun Loch
Saskia Gödeker
Johanna Wortmann
Vivian Fiedler
Jonas Helmerking
Sulingen
Neustadt
Wagenfeld
Warmsen
Steyerberg
Neustadt
Sulingen
Stolzenau
Varrel
Asendorf
Sulingen
Rehden
Wagenfeld
Steyerberg
Beppen
Diepholz
Varrel
Warpe
Wagenfeld
Diepholz
2
3
4
5
6
7
8
9
10
und in Vivian Fiedler aus Wagenfeld die Reserve-Siegerin der
ältesten Gruppe. Sehr zur Freude der jungen Beppenerin, denn
zwei Jahre zuvor gab es in Sulingen bereits gleiche Finalbesetzung in dem seinerzeit Vivian
vor Alena rangierte.
Während im Vorführring bereits
Schärpen und Medaillen überreicht wurden, wurde im
Schaubüro noch emsig gerech-
net, um die besten Beurteiler
und Rangierer Sulingens zu
ermitteln. Fenna Gödeker ging
dabei als Beste der jungen Teilnehmer (bis 15 Jahre) hervor, bei
den 16- bis 25-Jährigen hatte mit gerade mal 28 Abweichungspunkten gegenüber der Beurteilung des Jurors – Jonas Helmerking aus Warpe die Nase vorn.
Christiane Kastens
Die besten Tierbeurteiler in Sulingen
Die Frauen dominieren in Sulingen – ausschließlich weibliche Titelträgerinnen.
Vorsitzender Eike Keller gratulierte Vivian Fiedler, Alena Wortmann, Katharina
Hesterberg, Celine Fiedler, Fenna Gödeker und Levke Spannhake (v. r. n. l.)
52
Kategorie
Platz
Jungzüchter
Ort
Jung
1
2
3
1
2
3
Fenna Gödeker
Rieke Spannhake
Johanna Hesterberg
Jonas Helmerking
Heidrun Loch
Kristina Oltrogge
Varrel
Sulingen
Steyerberg
Warpe
Diepholz
Schweringen
Alt
m
Kindergartengruppe lässt Herzen
höher schlagen
Knapp 50 Jungzüchter zählte das Teilnehmerfeld
beim Vorführwettbewerb am zweiten Septemberwochenende in Lüchow-Dannenberg.
Im idyllisch gelegenen Hermann-Stolte Stadion freute man
sich bereits am frühen Morgen
über das zahlreich erschienene
Publikum. Auch Juror Alexander
Braune aus Sachsen-Anhalts
Altmark staunte nicht schlecht,
als zunächst die so genannte
Kindergartengruppe den Vorführring betrat. Sieben Nachwuchszüchter im Alter von drei
und vier Jahren trauten sich
erstmalig mit einem Kälbchen
am Führstrick in den Ring. Dieses Dannenberger Unikat ist in
jedem Jahr für alle etwas ganz
Besonderes und manches Mal
wurden hier bereits die ersten
langjährigen Jungzüchterkontakte geknüpft.
Nachdem den Zuschauern mit
der Vorstellung der Kleinsten so
richtig warm ums Herz geworden war, ging es dann aber doch
Vorführwettbewerb am 15. September 2013 in Dannenberg
Kl.
Präm.
Tier
Vorführer
Kiga
1a
1a
1a
1a
1a
1a
1a
1a
1b
1c
1c
1c
1c
1a
1b RS
1c
1c
1c
1c
1a S
1b
1c
1c
1c
1c
1a S
1b
1c
1d
1a RS
1b
1c
1d
1a
1b
1c
1c
1d
eva
Susi
Lilli
Annika
Rapunzel
Astra
Gloria
Ira
Silly
Portale
elbe
Alexa
Furche
Knete
Mona
Lisa
clarissa
Stern
Dana
Stern
espania
Milka
Severin
corvette
Alexis
Rapunzel
Sylvia
Rea
Glorie
Berolina
Maike
Danila
elli
Resi
Sophie
Alexis
Laura
Amerika
Paul Schröder
Hannes Ribow
Madeleine Rose
Finja Schneider
Jana Mieth
Leve Jonas Schulz
Julius Mieth
Kira Hadrossek
Marten Linde
Lukas Hadrossek
Henry Schröder
Johanna Rose
Jan Ribow
Julius B. Marquard
Max Hintze
Jannes Linde
Lena Krüger
Cynthia Schulz
Jonas Pröhl
Felizitas Schulz
Lenja Schneider
Tjake Mertens
Luca-Marie Stoli
Sophie Krüger
Isabell Winterhoft
Oke Mertens
Lena Behrendt
Jan Hintze
Jonathan Mieth
Jonas Bätge
Lars Lieber
Johanna-Sophie Fintelmann
Veit Luka Tapper
Peter Strohmeier
Sophie Peters
Robin Bätge
Felix J. Marquard
Niclas Walgenbach
2
3
4
5
6
7
in den richtigen Wettbewerb. Die
Jungzüchter zwischen fünf und
neun Jahren traten gegeneinander an, um den besten Vorführer
ihrer Altersgruppe zu ermitteln.
Nach einem spannenden Finale
entschied sich Juror Braune für
Felizitas Schulz aus Lemgo,
hinter ihr rangierte mit dem
Reserve-Sieg Julius Marquard
aus Dannenberg. Bei den älteren
wurde es sowohl für Teilnehmer
als auch Juror zur echten Herausforderung, den besten oder
die beste Vorführerin zu ermitteln. Denn aufgrund der wenigen älteren Teilnehmer musste
in der zweiten Gruppe der beste
Vorführer zwischen zehn und 20
Jahren ermittelt werden, dabei
galt es, sich zunächst über einen
Klassensieg fürs Finale zu qualifizieren. Aber die jungen Teilnehmer ließen sich die Butter nicht
vom Brot nehmen und so bekam der elfjährige Oke Mertens
aus Lemgow nach einem Klassensieg auch den Gruppensieg
zugesprochen. Der ein Jahr
ältere Jonas Bätge aus Wustrow
folgte ihm mit dem Reservesieg.
Die tollen Vorführleistungen
zeigen, dass für guten Nachwuchs gesorgt ist.
Christiane Kastens
m
Erst
mals
au
Jung ch mit
z
aus üchtern
Wes
Ems er-
18./19. April 2014
6. MASTeR-Typ-cup &
18. Jungzüchter-Triathlon
Kontakt
Kontakt
Informationen:
Informationen:
Christiane Kastens
Christiane
Kastens
Telefon 0 42 31 / 6 79-118
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Highlight für Nachwuchszüchter und Schautiere von morgen
Anmeldeschluss: 17. März 2014
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Kira Baessmann
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Freitag: MASTER-Typ-Cup · Samstag: Vorführwettbewerb
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53
Weser-Ems
Vorführwettbewerb in Dalum
Am 26. Oktober trafen sich die Jungzüchter beim
Weser-Ems-Vorführwettbewerb in Dalum, um die
besten Vorführer und das beste Typtier zu ermitteln.
Insgesamt stellten sich 64 Jungzüchter aus den
Zuchtgebieten der ehemaligen WEU, des VOSt und
der OHG dem im zweijährigen Turnus stattfindenden Wettbewerb.
Als Preisrichterin konnte Stefanie Alves aus Luxemburg gewonnen werden, die aufgrund
des unglaublich hohen Niveaus
einige schwierige Entscheidungen zu treffen hatte. Im Mannschaftswettbewerb konnten sich
die Jungzüchter aus dem Emsland souverän vor den Teams
aus Südoldenburg und Oldenburg durchsetzen. Ausschlaggebend dafür war eine rundum
harmonische Präsentation.
Jungzüchter
10 bis 14 Jahre
In der ersten Klasse des Einzelwettbewerbs konnte Sophia
Cordes aus Flechum die Preisrichterin mit einer ruhigen und
fehlerfreien Leistung überzeugen. Sie platzierte sich vor Finn
Lüschen Strudthoff aus Tweelbäke, der mit dem 1b-Preis ebenfalls auftrumpfen konnte. In
Klasse 3 war es Luke Lohmöller
aus Listrup, der die Preisrichterin stets im Blick hatte und
daher vor Laura Busse aus Visbek rangierte.
In der Siegerauswahl war es
erneut Luke, der die GuthrieTochter Bessy in perfekter Art
und Weise durch den Ring führte und verdientermaßen den
Sieg errang. Reservesiegerin
wurde Tabea Cramer aus Ostfriesland.
15 bis 19 Jahre
In der ersten Einzelklasse der
15- bis 19-jährigen Teilnehmer
54
waren es nur Nuancen, durch
die Johanna Ahrends aus Ostfriesland vor Jana Weinberg und
Anne Imhoff rangierte. In der
Folgeklasse war es Devon Lohmöller der aufgrund des besseren Aufstellens seiner BarbwireTochter den Klassensieg holte.
Nachdem Torben Melbaum aus
Flechum in Klasse 3 der mittleren Alterskategorie souverän
den Klassensieg vor Jake Lohmöller zugesprochen bekam,
ging es anschließend um den
Gesamtsieg. Aufgrund seiner
ruhigen Vorführleistung und
guten Kontrolle über sein Tier
hieß es am Ende Torben vor
Devon vor Jake, so dass im
Lager der Masterrind-Jungzüchter kollektive Freude
herrschte.
20 bis 25 Jahre
Bei den alten Hasen war es in
der ersten Klasse Julia Weinberg,
die hinter Nienke Bakker einen
guten 1b-Platz erreichte. Anna
Hobbie aus Ostfriesland zeigte
eine äußerst harmonische Vorführleistung und rangierte aufgrund der besseren Armhaltung
vor Friederike Meyer aus Damme. In der Siegerauswahl waren
es ebenfalls Anna und Friederike, die sich über den Siegerbzw. Reservesiegertitel freuen
durften.
Danach kam es zum Höhepunkt
der Veranstaltung – der Auswahl
des Grand Champion. Nach den
bisher gezeigten Leistungen war
Ergebnisse Vorführwettbewerb Dalum
Kl.
Präm.
Tiername
Vorführer
Ort
1a
Rexona
Sophia Cordes
Flechum
1b
IceTime
Finn Lüschen-Strudthoff Tweelbäke
1c
Penny
Lennart Meyer
Kettenkamp
2
1a + RS Fanja
Tabea Cramer
Uplengen
1b
Dolly
Hendrik Robken
Haselünne
1c
Jenna
Luca Janssen
Jemgum
3
1a + S
Bessy
Luke Lohmöller
Listrup
1b
Rose
Laura Busse
Visbek
1c
Karina
Oliver Krüger
Hilter
4
1a
Ilse
Johanna Ahrends
Klein Warfen
1b
Dorina
Jana Weinberg
Isterberg
1c
Zaeva
Anne Imhoff
Bremen-Strom
5
1a + RS Brianna
Devon Lohmöller
Listrup
1b
Egela
Töbke Tammen
Wittmund
1c
Charly
Jantje Reitsma
Varrel
6
1a + S
Gipsy
Torben Melbaum
Haselünne
1b
Minnesota Jake Lohmöller
Listrup
1c
Nigeria
Steffen Mersch
Borsum
7
1a
Lisette
Nienke Bakker
Wittmund
1b
Katharina
Julia Weinberg
Isterberg
1c
Heidi
Nils Kolckhorst-Kahle
Ostercappeln
8
1a + S
Jette
Anna Hobbie
Wangerland
1b + RS Ipanema
Friederike Meyer
Sierhausen
1c
Penelope
Marika Gärke
Nortrup
9
1a
Operette
Tamme Hobbie
Wangerland
1b
Judy
Jan Ekenhorst
Laar
1c
Ilexa
Wiebke Ekenhorst
Laar
Grand Champion:
Anna Hobbie
Wangerland
Sieger- Guthrie x Jeeves
Typtier:
Besitzer:
Hatke, Strudthoff, Schulte-Lohmöller
Vorführer:
Luke Lohmöller
1
es eine knappe Entscheidung
zugunsten von Anna Hobbie,
die verdientermaßen den Siegerpokal entgegennehmen konnte.
Zum Abschluss eines gelungenen Wettbewerbs stand die
Auswahl des besten Typtieres
auf dem Programm. Es stellten
sich neun Tiere sehr guter Qualität dem Urteil der Preisrichterin. Aufgrund ihrer Harmonie im
Körperbau und den besten Fundamenten aller Jungrinder war
es die Guthrie-Tochter Bessy der
Züchtergemeinschaft SchulteLohmöller, Hatke und Strudthoff, die mit der Siegerschärpe
ausgezeichnet wurde. Am Abend
rundete die Jungzüchterparty
den erfolgreichen Tag ab. An
dieser Stelle sei nochmals all
denjenigen gedankt, die zum
Gelingen der Veranstaltung
beigetragen haben.
Stefan Brüning
m
Jungzüchter in Italien
2. Open Junior Show in Cremona
In diesem Jahr bestand das deutsche Team aus Gerrit
Kumlehn (16) aus Südhannover, Pierre Dabow (25)
aus Brandenburg, Michael Beyer (24) aus Thüringen
als Begleiter und Maren Schwarze (19) aus dem
Landkreis Verden.
Abends wurden wir alle zusammen von den Organisatoren zu
einem typisch italienischen
Abendessen eingeladen.
Gespannt aber auch erschöpft
von der Anreise trafen wir am
Mitwoch, dem 23. Oktober, am
Ausstellungsgelände in Cremona ein. Dort sollten alle Teilnehmer das erste Mal zusammenkommen, um ein Rind zugelost
zu bekommen und erste Kontakte zu knüpfen. Da die Teilnehmer aus ganz Europa stammten, kamen wir mit Deutsch
nicht sehr weit, wussten uns
aber mit Englisch sehr gut weiterzuhelfen.
Die Rinder, die für die Shows zur
Verfügung standen, wurden von
einer italienischen Jungzüchtergruppe betreut. Somit brauchten
wir uns um Schichteinteilungen
oder Nachtwachen keine Gedanken zu machen. Nach der Auslosung wuschen wir zunächst die
Rinder und gingen bereits einige
Runden mit ihnen, um uns
schon mal einen Überblick über
ihre Führigkeit zu verschaffen.
Auf zum Fitten
Am nächsten Morgen fuhren wir
frühzeitig zum Ausstellungsgelände, um die Rinder ein weiteres Mal zu waschen, da für elf
Uhr der Fittingwettbewerb angesetzt war. Nach dem Waschen
gab es auch schon den ersten
Wettbewerb der Open Junior
Show – den Richtwettbewerb. Es
galt, eine Klasse von fünf Kühen
zu richten und zu kommentieren! Nachdem jeder Teilnehmer
gerichtet und kommentiert
hatte, waren die Rinder auch
getrocknet, also ging es ab an
die Schermaschinen. Wir hatten
für das komplette Fitting, das
heißt Scheren inklusive Topline
und Bottomline, eine Zeitvorga-
Pierre Dabow, Maren Schwarze und Gerrit Kumlehn reisten nach Italien (v. l.)
be von eineinhalb Stunden.
Nachdem diese Zeit um war,
standen uns noch fünfzehn
Minuten für das sogenannte
Finish zur Verfügung. Ausgewertet wurden die Ergebnisse, indem zunächst die gesamten
Junioren (bis 18 Jahre) ihre
Rinder im Ring präsentierten
und darauf folgend die Senioren. Bei den Junioren erreichte
Gerrit Kumlehn einen fantastischen dritten Platz und bei den
Senioren räumte Pierre Dabow
mit einem verdienten dritten
Platz alles ab.
Am Freitag galt es dann, sich auf
den Showmanship-Wettbewerb
vorzubereiten. Wie auch am
vorherigen Tag, umfasste die
erste Klasse die gesamten Junioren, insgesamt etwa 20. Die
Klasse der Senioren kam auf
etwa 27 Teilnehmer aus ganz
Europa. In dieser Klasse konnte
sich Maren Schwarze mit einem
dritten Platz sehr gut gegen die
internationale Konkurrenz
durchsetzten.
Wir haben viele tolle und lehrreiche Erfahrungen sammeln
und zahlreiche neue Leute aus
ganz Europa kennenlernen
können!
Maren Schwarze
m
Fit in die Laktation
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55
Ankündigung
18. Jungzüchter-Triathlon /
6. MASTeR-Typ-cup
Rangier-, Beurteilungs- und Vorführtraining werden
bei den meisten Jungzüchtern vermutlich in den Osterferien Anfang April als optimale Triathlon-Vorbereitung hoch im Kurs stehen, um für das dritte Aprilwochenende bestens vorbereitet zu sein.
Am 18. und 19. April gehört die
Verdener Niedersachsenhalle
dann wieder den niedersächsischen und sächsischen Jungzüchtern für den Verbandswettbewerb um den Titel des Triathlon-Meisters. Erstmals dürfen
auch alle Jungzüchter aus dem
Weser-Ems-Gebiet an den Start
gehen.
JunGZücHTeR
Typ-cup am Freitag
Zum mittlerweile sechsten Mal
wird der MASTER-Typ-Cup am
Vorabend des Triathlons veranstaltet. Am Abend des 18. April
sind neben den aktiven Jungzüchtern auch besonders diejenigen gefragt, die dem Jungzüchteralter bereits entwachsen
sind, denn bei diesem Wettbewerb geht es nicht um die Vorführleistung, sondern ausschließlich um, wie es der Name
schon sagt, den Typ des Tieres.
Vielversprechende Jungrinder,
die möglicherweise auf dem
Weg sind, einmal ein Schaustar
zu werden, könnten daher bereits vor dem ersten Kalb einen
Siegertitel im Lebenslauf mitführen. Der Wettbewerb ist offen für
das gesamte MASTERRINDGebiet und dank der Preisgelder
und ET-Gutscheine sicherlich
auch lukrativ. Tiere, die beim
MASTER-Typ-Cup an den Start
gehen, müssen nicht zwangsläufig zum Triathlon gemeldet
werden. Angemeldet werden
können Tiere der Rassen Holstein und Red Holstein – vom
56
Kalb bis zur tragenden Färse. Es
wird eine einmalige Anmeldegebühr von 15,00 Euro erhoben.
Triathlon am Samstag
Am Samstag geht es bereits früh
morgens los, ab 8.00 Uhr sind
alle Jungzüchter bis zum Alter
von 25 Jahren im Wettbewerb gefragt. Wer älter ist, ist herzlich
als Zuschauer und Fan eingeladen. Insgesamt drei Disziplinen,
Vorführen, Rangieren und Beurteilen, müssen von den Teilnehmern absolviert werden und wer
letztlich in der Summe am besten abschneidet, erhält den Titel
des Triathlon-Meisters 2014. Der
Titel wird in den Altersklassen
jung (bis einschl. 15 Jahre) und
alt (16 bis einschl. 25 Jahre)
ermittelt. In der Tierbeurteilung
gilt für die jüngeren Teilnehmer,
zwei Kühe zu bewerten. Die
älteren Teilnehmer haben hingegen drei Kühe linear zu beschreiben. Beim Rangieren müssen
zwei Kuhgruppen mit bis zu
acht Kühen nach Exterieur- und
Zuchtwerten rangiert werden.
Die dritte und sicherlich auch
trainingsintensivste Disziplin,
das Vorführen, wird in vier unterschiedlichen Altersklassen
ausgewertet: von fünf bis neun,
zehn bis zwölf, 13 bis 15 und 16
bis 25 Jahren. Die jeweils drei
besten Vorführer der Altersklasse 16 bis 20 Jahre und 21 bis 25
Jahre qualifizieren sich für den
Bundeswettbewerb des Vereins
deutscher Jungzüchter im
Herbst 2014. Wer nicht an allen
drei Wettbewerben teilnehmen
möchte, kann selbstverständlich
auch nur in einer oder zwei
Wertungen an den Start gehen.
Wer den Gesamtsieg und somit
den Titel des Triathlon-Meisters
für sich behaupten möchte,
muss jedoch alle drei Disziplinen absolvieren.
Ein Mannschaftswettbewerb
rundet die Veranstaltung ab.
Drei Jungzüchter eines Clubs
bilden hierbei ein Team und
werden zusammen beim Rangier- und Tierbeurteilungswettbewerb gewertet. Die Zusammenstellung der Mannschaften
erfolgt erst am Schautag und
wird durch die entsprechenden
Clubvorsitzenden gemeldet.
Ers
auch tmals
züch JungWes ter aus
er-E
ms
Der Ablauf am TriathlonTag
7.00 bis 8.30 uhr: Auftrieb
9.00 uhr: Begrüßung und Vorbeurteilung einer Beispielkuh
9.30 bis 12.00 uhr: Rangieren
und Beurteilen
10.00 bis 15.00 uhr: Vorführwettbewerb mit Siegerauswahl
ca. 15.00 uhr: Siegerehrung
Die Teilnahme ist nur mit BHV1und BVD-freien Tieren möglich.
Das Größenverhältnis zwischen
Vorführer und Tier sollte ein
harmonisches Gesamtbild abgeben.
Bei weiteren Fragen wenden Sie
sich bitte an Christiane Kastens,
Tel. 04231. 679-118, Fax -216 oder
[email protected] Ihre
Anmeldungen werden bis zum
17. März 2014 von Kira Baessmann per Telefon (04231 679137), Fax (04231 679-277) oder
E-Mail [email protected] entgegengenommen.
Anmeldungen für den Rangierund Tierbeurteilungswettbewerb
sind am Schautag bis 8.00 Uhr
durch die Vertreter der einzelnen Jungzüchterclubs vorzunehmen.
Christiane Kastens
m
X
R KINDERSEITE
Wenn es Winter wird ...
Warum gibt es Winter?
Die Erde kreist um die Sonne
einmal im Jahr. Die Erde dreht
sich auch um sich selbst, weshalb es Tag und Nacht gibt. Zur
Sonne hat die Erde eine Schrägstellung, die immer gleich bleibt.
Diese Schrägstellung ist der
Grund für die vier Jahreszeiten,
Winter, Frühling, Sommer und
Herbst. Dadurch fällt das Licht
der Sonne in verschiedenen
Winkeln ein. Im Sommer fällt
das Licht mehr von oben auf die
Erde ein und im Winter flacher.
Dies ist erkennbar am Stand der
Sonne, im Sommer steht sie viel
höher als im Winter. Wenn in
Deutschland Winter ist, ist die
Nordhalbkugel abgewandt von
der Sonne (rechts in der Abbildung) und im Sommer zugewandt.
Weshalb ist es im
Winter im kalt?
Wie eben erklärt, ist die Nordhalbkugel im Winter von der
Sonne abgewandt, weshalb das
Licht flacher auf die Erde fällt.
Dadurch wird es im Winter kalt.
Diesen Effekt kann man gut mit
einer Taschenlampe nachstellen.
Wenn man die Taschenlampe
senkrecht auf einen Tisch hält
bekommt man einen gut gebündelten Lichtkreis. Hält man sie
aber schräg, so verschleiert das
Licht und leuchtet nicht so stark.
Was kann man im Winter machen?
Im Winter kann es schnell mal
langweilig werden, hier ein paar
Spiele gegen die Langeweile:
Draußen
Brennball mit Schneebällen
Man kann auch aus dem Schulsport bekannte Spiele wie
Brennball draußen spielen.
Hierfür benötigt man Schnee,
ein großes Spielfeld und ein
paar Freunde. Das Spielfeld wird
in zwei Bereiche aufgeteilt, in
der einen Hälfte steht der Werfer
und in der anderen die restlichen Freunde. Der Werfer versucht mit Schneebällen alle
abzuwerfen. Wurde jemand
getroffen, scheidet er aus dem
Spiel aus. Der Letzte der übrig
bleibt, wird dann beim nächsten
Spiel der Werfer sein.
Kegeln im Schnee
Man braucht ein paar alte Flaschen, einen Fußball und eine
kleine Bahn. Die Bahn kann aus
Schnee platt getreten werden.
Die Flaschen werden als Kegelersatz genommen. Und
schon kann das Kegeln losgehen. Um den Schwierigkeitsgrad
noch zu erhöhen, können Hindernisse oder ein Hügel eingebaut werden.
Drinnen
Murmel-Spiel
Es wird an alle Spieler die gleiche Anzahl an Murmeln verteilt.
Das Spiel sollte auf einer ebenen
Fläche stattfinden z.B. einem
Teppich. Dann wird eine Murmel in die Mitte geworfen. Jetzt
versuchen die Spieler, der Reihe
nach, die Murmeln zu treffen.
Die getroffenen Murmeln können mit der eigenen genommen
werden. Wer nach einer bestimmten Anzahl von Versuchen
zum Beispiel 10 oder 20 am
meisten Murmeln hat, hat gewonnen.
Kühe melken
Ein Plastik-Handschuh wird mit
Wasser vollgefüllt, zugebunden
und über einen Messbecher
gehalten. Der Erste sticht nun
vorsichtig in den Handschuh
rein. Nun wird die Zeit gestoppt,
z. B. 30 Sekunden, und dann
gemolken. Der Nächste macht
genau das Gleiche. Wer am
Ende am meisten gemolken hat,
gewinnt.
m
Wieso sind die Tage im
Winter kürzer?
Die Erde dreht sich um die
Sonne und um die eigene Achse. Im Sommer strahlt die Sonne senkrecht auf die Nordhalbkugel, danach wandert der
Punkt wieder zum Äquator, auf
die Südhalbkugel und wieder
zurück. Wenn dieser Punkt auf
der Südhalbkugel angekommen
ist, ist bei uns Winter. Aufgrund
der Schräglage der Erde kommt
dann weniger Licht nach
Deutschland, die Tage sind dann
kürzer. Am 21. Dezember ist der
kürzeste Tag, er wird auch Wintersonnenwende genannt. Bei
der Wintersonnenwende hat die
Sonne ihren niedrigsten Stand
erreicht. Danach werden die
Tage wieder länger und die
Nächte kürzer.
m
DezemberRätsel
Was ist das für ein
Bäumelein,
das ein jeder kennt?
An jedem seiner Zweige
ein helles Lichtlein
brennt.
Schickt die Lösung an:
MASTERRIND GmbH,
Christiane Kastens,
Osterkrug 20, 27283 Verden
Der Gewinner des KinderRätsels im September ist
Marian Wendte,
Osterholz-Scharmbeck
Herzlichen
Glückwunsch!
57
Beitritt der WEU e.G. – Umsatzplus in allen Bereichen
Das Geschäftsjahr 2012/2013
war ein gutes Jahr
Intern
Damit hatten sicher nur die kühnsten Visionäre gerechnet, aber das wichtigste Ereignis im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte mit dem Beschluss der
Vertreterversammlung der Weser-Ems-Union (WEU)
im Juni dieses Jahres, der den Beitritt zur MASTERRIND am 1. Oktober 2013 besiegelte. Denn damit
wurde ein weiterer entscheidender strategischer
Schritt vollzogen, um die Selbstständigkeit der Rinderzucht in bäuerlicher Hand zu sichern und die
Weiterentwicklung der Zuchtinstrumente sowie die
Vermarktung Schritt für Schritt zu intensivieren.
Die Mitglieder und Entscheider
der MASTERRIND-Gesellschafter haben jedenfalls damit eine
zukunftsträchtige Entscheidung
mit sehr viel Weitblick getroffen.
Beide Unternehmen waren
schon bisher sehr erfolgreich.
Das zeigen die jeweiligen Resultate des abgeschlossenen Geschäftsjahres. Dennoch sehen
die verantwortlichen Entscheider
im neuen Gesamtunternehmen
durch die Bündelung der Kräfte
neue Möglichkeiten im Zuchtprogramm, im Angebot von
Genetik und Dienstleistungen
sowie in der Vermarktung. Insgesamt haben beide Unternehmen
Umsatzerlöse von nahezu 179
Mio. Euro mit einer Steigerung
von +8,9 % im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum erzielt und
damit die Duftmarke für die
kommenden Jahre gesetzt.
Unternehmensentscheidungen
vergangener Jahre, die die Er-
NOG Bullenselektion – Mittelwerte der angekauften Bullen
schließung neuer Märkte und
Nutzung neuer Technologien
zur Grundlage hatten, haben
den Geschäftserfolg der MASTERRIND im abgelaufenen
Geschäftsjahr nachhaltig verbessert. Umsatzsteigerungen wurden sowohl im Verkauf von
Sperma, Agrarartikeln und der
Tiervermarktung als auch mit
der Ausweitung des Dienstleistungsservice in der Besamung
erreicht. Die gleiche Entwicklung
konnte ebenfalls bei der WEU in
den entsprechenden Bereichen
realisiert werden.
Im vergangenen Geschäftsjahr
hat sich die allgemeine Situation
in der Rinderhaltung deutlich
stabilisiert. Wenn auch das
Preisniveau im Schlachtrindersektor nicht gehalten werden
konnte, sind die Milcherzeugerpreise im Laufe des Jahres weiter angestiegen. Das hat sich
natürlich positiv in den rinder-
Organisation
gRZG
g-Mkg
MASTERRIND
RBB
RMV
RSH
Gesamt
148
148
149
149
148
1.671 -0,08
1.551 -0,06
1.536 -0,05
1.577 -0,05
1.607 -0,07
g-F%
haltenden Betrieben bemerkbar
gemacht und die Investitionsbereitschaft deutlich gesteigert, so
dass sowohl die Zucht- und
Nutzrinderpreise als auch die
Spermavermarktung Wachstumseffekte zu verzeichnen
hatten. Weltweit ist die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten deutlich gestiegen. Das hat
dazu geführt, dass die Produktion bei den Milcherzeugern
ebenfalls gesteigert wurde. Die
allgemeine Marktstimmung war
und ist trotz Finanzkrise und
bestehender Handelshemmnisse nach wie vor sehr gut.
Zuchtprogramm und
Produktion
Die Mitgliedsbetriebe der MASTERRIND haben im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum
3,5 % mehr Herdbuchkühe
gehalten. Während in Niedersachsen eine weitere Steigerung
um 4,0 % zu beobachten ist,
sind in Sachsen die Kuhzahlen
leicht rückläufig. Insgesamt
standen per Ende September
fast 447.039 Holstein-Herdbuch-
Holstein-Population und -Leistung
Gesamt
(Vgl. Vj. %/Eh)
Hannover/S.-Anh.
(Vgl. Vj. %/Eh)
Weser-Ems
(Vgl. Vj. %/Eh)
Sachsen
(Vgl. Vj. %/Eh)
58
Umfang
Betriebe
A+B Kühe
Kuhzahl
6.226
(-2,7)
3.654
(-2,9)
2.060
(-3,5)
512
(-1,9)
594.366
(+3,5)
319.036
(+4,0)
147.327
(+4,0)
128.003
(-1,1)
95,5
87,3
71,5
250,0
(+7,6)
Leistung
Milch kg
Fett %
kg
Eiweiß %
kg
9.107
(+24)
9.078
(+19)
9.071
(+29)
9.518
(+78)
4,06
(-0,03)
4,06
(-0,01)
4,09
(±0)
4,03
(+0,01)
371
(-5)
369
(±0)
371
(+1)
384
(+5)
3,38
(-0,01)
3,37
(-0,01)
3,38
(±0)
3,38
(-0,01)
308
(-4)
306
(-1)
307
(±0)
322
(+2)
g-Fkg
g-E%
g-Ekg
gRZM
gRZS
60
57
57
59
58
0,01
0,03
0,04
0,02
0,02
58
56
56
56
57
132
131
131
131
132
116
120
119
121
118
NOG Bullenselektion –
Väterliche Abstammung
Vater
Epic
Mogul
Lexor
Bookem
Meridian
Numero Uno
Snowmaster
Gold Chip
Supersire
Suran
Fanatic
Mixer
Snow RF
Sudan
Alchemy
Genesis
Goldday
Ladd P
Mascalese
Anzahl
19
16
13
9
9
9
6
5
5
5
4
4
4
4
3
3
3
3
3
kühe in unseren Beständen.
Nach dem Beitritt der WEU sind
nochmals 147.323 A+B-Kühe
dazugekommen, so dass die
Herdbuchpopulation der MASTERRIND jetzt fast 600.000
Kühe abbildet. Während in Niedersachsen die Milchleistung
pro Kuh nahezu unverändert ist,
konnte in Sachsen eine nochmalige Steigerung von +78 kg auf
nunmehr 9.518 kg pro Kuh und
Jahr erzielt werden. Damit stehen in Sachsen nach Fett- und
Eiweiß-kg wiederum die leistungsstärksten Kühe im Bundesländervergleich.
Die zahlenmäßig kleinere Population an Fleischrindern setzt
sich weiterhin aus 23 verschiedenen Rassen zusammen. In Niedersachsen sind die wichtigsten
Meistgenutzte Vererber 2012/2013
Der Bulle Beart erfreute sich im Raum Hannover höchster Beliebtheit
Rassen Limousin, Charolais und
Angus, gefolgt von Galloway,
während man in Sachsen als
vierte Intensivrasse Fleischfleckvieh favorisiert.
Im Holsteinzuchtprogramm
konnte das Selektionsniveau
nochmals deutlich erhöht werden. Lediglich 84 Kandidaten
(Vorjahr 85) schafften den
Sprung in den Vererberstall. In
der Zwischenzeit haben die
angekauften Jungbullen mit
einem durchschnittlichen RZG
von 148 ein absolutes Top-Level
erreicht.
In den Top 100 nach RZG bei
den töchtergeprüften Vererbern
konnte die MASTERRIND im
August mit 21 den gleichen
Anteil wie im Vorjahr platzieren.
Gemeinsam mit den Bullen aus
Weser-Ems betrug der Anteil
30 %. In der Rangierung der
genomischen Bullen ist die
Quote mit 32 bzw. 41 deutlich
höher. Anhand dieser Zahlen
wird deutlich, wie hoch das
Potenzial der Spitzengenetik der
MASTERRIND in der neuen
Konstellation ist. Weniger als 5
% der typisierten Bullen konnten
sich für den Besamungseinsatz
qualifizieren. Diese Zahl wird
zukünftig sicher weiter sinken.
Epic war im abgelaufenen Geschäftsjahr der am häufigsten
eingesetzte Bullenvater. Im
gesamten NOG-Zuchtprogramm ist die Pedigreevielfalt
nach wie vor sehr groß. Mehr
als 40 unterschiedliche Bullenväter finden sich in den Pedigrees der Jungbullen. 95 % der
Bullenväter haben mittlerweile
nur noch einen genomischen
Zuchtwert. Die aktuellen Zuchtwertschätzergebnisse bestätigen, dass diese Strategie auch
weiterhin richtig sein wird.
Hannover (Besamung)
Weser-Ems (Besamung) Sachsen (Port.)
Export (Port.)
Beart
Schaffner
Snow
Beagle
Majorca
Suran
Gunnar
Lonar
Monreal
Starbase
Fanatic
Goldday
Gracious
Seramis
Sallas
Beamer
Glandorf
Antares
Dayton
Lomac
Jobess
Wayang
Jotan Red
Fulano (HE)
Bowers
Emido
NOG Bero
Ikarius (LIM)
Tovero
Mendez
Eine große Herausforderung
besteht in der gewachsenen
MASTERRIND darin, für die Mitglieder und Kunden ausreichend
Sperma von den neuen Jungbullen für den Ersteinsatz im Vorrat
zu haben. Daher gehen die
neuen Topvererber früh in die
Produktion. Zusätzlich nutzen
wir die Möglichkeit, über den
Absatz von Frischsperma die
Verfügbarkeit der stark nachgefragten Vererber zu erhöhen.
Insgesamt wurden im MASTERRIND-Gebiet wiederum ca.
250.000 Portionen über diese
Schiene abgesetzt. Durch die
Eingliederung des Weser-EmsGebietes und die kurzen Wege
ergeben sich jetzt natürlich neue
Potenziale, um der Nachfrage
gerecht zu werden. Neben den
töchtergeprüften Schaffner,
Mergim und Goldday wurden
die genomisch getesteten Jungbullen Fanatic, Beart, Snow,
Gracious, Genesis stark eingesetzt. Leider produzieren diese
jungen Bullen im Alter von ca.
Mergim
Genesis
Bisior
Björk
Franklyn
Suran
Scadoo
Beart
Babak
Baltollo
einem Jahr oft nur ca. 200 bis
300 Portionen Tiefgefriersperma
pro Woche. Somit ist die theoretische Gesamtproduktion in den
ersten drei bis vier Monaten
nicht ausreichend, um allen
Betrieben der MASTERRIND
genügend Portionen anbieten zu
können. Durch den Einsatz von
Frischsperma kann die Lage
etwas entspannt werden, um
allen Betrieben in den ersten
Monaten zumindest einige
Portionen anbieten zu können.
Biotechnik
Der Umfang zur Verfügung
stehender Biotechnik wird in
den kommenden Jahren stark
zunehmen. Das gilt insbesondere für die Gewinnung von Em­
bryonen in den einzelnen Zuchtprogrammen. Aus diesem Grunde wird die neue MASTERRIND
ihre Laborkapazitäten erweitern
und sowohl den Bereich (OPU)
Ovum-Pick-Up / In-Vitro Fertilisation (IVF) als auch den kon-
Biotechnik
OPU/IVF
OPU-Sitzungen
taugl. Embryonen
Embryonen/Sitzung
Frischtransfers
Transfers TG-Embr.
TG
ET
OPU-Sitzungen
taugl. Embryonen
Embryonen/Sitzung
Frischtransfers
Transfers TG-Embr.
TG
MASTERRIND
NEU Anzahl
Veränd.
VJ %
250
177
0,7
156
12
24
1.669
3.502
2,2
2.827
765
902
30
-8
-30
44
-9
-45
MASTERRIND
WEU
2012/2013 Anz. 2012/2013 Anz.
MASTERRIND
NEU Anzahl
Veränd.
VJ %
716
3.424
4,8
1.746
2.478
1.833
7
9
2
7
-6
14
MASTERRIND
WEU
2012/2013 Anz. 2012/2013 Anz.
1.419
3.325
2,3
2.671
753
878
412
2.098
5,1
1.075
1.608
1.027
304
1.326
4,4
671
870
806
Der Bulle Fanatic war die Nr. 1 in Weser-Ems
59
Sperma-Portionen
MASTERRIND
WEU MASTERRIND
2012/2013 Anz. 2012/2013 Anz.
NEU Anzahl
Veränd.
VJ %
3.249.167
2.686.292
1.020.260
1.179.887
7,3
7,8
7,8
2,7
Verkaufte Portionen
- davon Eigensperma
Export
Besamungen fakturiert
2.656.070
2.169.381
933.277
875.994
593.097
516.911
86.983
303.893
Sperma und Agrarartikel – Umsatz
MASTERRIND
2012/2013 €
WEU MASTERRIND
2012/2013 €
NEU €
Veränd.
VJ %
Verkaufte Portionen
25.778.366
- davon Eigensperma 17.765.335
Export
2.539.043
Besamungen fakturiert
4.731.051
Agrarartikel
3.486.141
6.056.388 31.834.854
4.867.029 22.632.364
241.607 2.780.650
2.692.736
7.423.787
1.909.295
5.395.436
7,1
9,7
0,5
0,4
6,2
ventionellen Embryotransfer
weiter ausbauen. Damit ist auch
langfristig gewährleistet, dass
die passende Genetik generiert
und unseren Mitgliedern zukünftig zur Verfügung steht.
Gerade darin sehen die Entscheider des neuen Unternehmens enorme Reserven für die
erfolgreiche Zucht der kommenden Jahre. Daher sind die Steigerungsraten im Bereich Biotechnik als besonders positiv zu
werten und müssen konsequent
ausgebaut werden.
Besamungsservice und
Spermavertrieb
Im abgelaufenen Geschäftsjahr
stiegen die Zahlen beider bisherigen Unternehmen im Gesamtumsatz dieses Bereiches um
5,4 % auf 47,4 Mio. Euro. Diese
erfreuliche Entwicklung ergab
sich nicht nur im Spermaverkauf, sondern auch im Umfang
der Dienstleistungen (+0,4 %)
und der Ausweitung des Verkaufs von Agrarartikeln(+6,2 %).
Bei den weiteren Dienstleistun-
Tiervertrieb – Stückzahlen
WEU MASTERRIND
2012/2013
NEU
Veränd.
VJ %
9.252
21.593
27.249
-9,4
-2,4
13,8
WEU MASTERRIND
2012/2013
NEU
Veränd.
VJ %
Auktionen (inkl. Export)
7.303.740 7.324.380 14.628.120
Export
29.136.202 3.768.587 32.904.789
Ab Hof
20.754.471 4.357.956 25.112.427
-2,8
-0,6
11,9
Holstein-Zucht
MASTERRIND
2012/2013
Auktionen (inkl. Export)
Export
Ab Hof
4.253
18.309
22.165
4.258
3.284
5.084
Tiervertrieb – Umsatz €
Intern
Holstein-Zucht
MASTERRIND
2012/2013
Tiervertrieb – Stückzahlen
Fleischrinder
MASTERRIND
2012/2013
Schlachtvieh
Bullenkälber
Nutzvieh/Absetzer FLR
inkl. Export
FLR-Zucht (inkl. Export)
WEU MASTERRIND
2012/2013
NEU
Veränd.
VJ %
9.609
17.980
16.355
13.115
25.964
31.095
29
16,8
12.177
4.067
16.530
17,1
2.592
2.592
-20
MASTERRIND
2012/2013
WEU MASTERRIND
2012/2013
NEU
Veränd.
VJ %
9.988.346 16.707.759 26.696.105
2.344.444 1.733.555 4.077.999
30,3
-1,1
12.330.242
21,1
3.294.671
-8,1
Tiervertrieb – Umsatz €
Fleischrinder
Schlachtvieh
Bullenkälber
Nutzvieh/Absetzer FLR
inkl. Export
FLR-Zucht (inkl. Export)
60
9.847.972 2.482.270
3.294.671
gen stieg die Nachfrage nach
Service für Trächtigkeitsuntersuchungen, Servicevereinbarungen
im Fruchtbarkeitsmanagement
und Ultraschall. Aber auch die
Zahl der von unseren Mitarbeitern durchgeführten Besamungen ist weiter gestiegen, um der
steigenden Nachfrage nach
Service in der Fläche auch Rechnung tragen zu können. Auch
zahlreiche Eigenbestandsbesamer nutzen wieder vermehrt das
Dienstleistungsangebot im
Bereich Besamung und Fruchtbarkeitsservice, da die Größen
der Herden und damit die Arbeitsbelastungen in den Betrieben weiter steigen. Bei den
Agrarartikeln hat sich das
Brunst­er­ken­nungs­sys­tem Heatime als ein absolut zuverlässiges technisches Hilfsmittel zur
Brunsterkennung weiter etabliert
(Informationen dazu in diesem
Heft auf Seite 31).
Nachdem der Spermaexport im
vergangenen Geschäftsjahr um
nahezu 50 % zulegen konnte,
wiederholten die Mitarbeiter
diesen Erfolg auch in diesem
Geschäftsjahr und stabilisierten
das Verkaufsergebnis auf Vorjahresniveau. Unter der Betrachtung der Handelsrestriktionen
aufgrund des Vorkommens des
Schmallenberg-Virus in der EU
ist der Vermarktungsumfang
besonders positiv zu bewerten.
Beispielhaft war China, in 2012
der Top-Auslandsmarkt. Leider
konnten unsere Kunden in 2013
nur eingeschränkt bedient werden, da aktuell nur Samen nach
China ausgeführt werden darf,
der vor Juni 2011 produziert
wurde. Die erfolgreichsten Absatzmärkte waren Marokko, die
Türkei und Litauen, aber auch
kleine Märkte wie Österreich
und die Schweiz waren sehr
interessant. Die Ausweitung der
Auslandsaktivitäten sichert
langfristig nicht nur zusätzliches
Einnahmepotenzial, sondern
auch faire Preise in der Inlandsvermarktung, zumal die führenden Bullen im Export oft ganz
andere Namen tragen, als das
Segment, das die hiesigen Züchter einsetzen. Mit dem zusätzlichen Potenzial aus dem WeserEms-Bereich lassen sich die
Märkte Stück für Stück weiter
ausbauen.
Tiervertrieb – Zuchtund Nutzrindervermarktung
Die MASTERRIND-Tiervermarktung hat nach Rückgängen in
den Stückzahlen der vergangenen Jahre im abgeschlossenen
Jahr wieder deutlich zugelegt.
Gemeinsam mit Weser-Ems
legte die Anzahl vermarkteter
Tiere um +13.549 zu und überschritt damit die Marke von
132.000 Köpfen. Die Verkaufserlöse erhöhten sich für den gleichen Zeitraum insgesamt um
8,5 % auf 128 Mio. Euro. Die
Preise für Zuchtrinder gestalteten sich trotz der Engpässe in
der Auslandsvermarktung sehr
stabil, während die Preise im
Nutz- sowie Schlachtrindersektor spürbar nachgaben.
Der Umfang der Zuchtrindervermarktung hat nach Rückgängen
in den vergangenen drei Geschäftsjahren erstmals wieder
zugelegt. Dabei gestaltete sich
der Verkauf ins Ausland weiterhin sehr schwierig. Durch die
Finanzkrise innerhalb der EU,
Restriktionen in den östlichen
Ländern sowie die Trockenheit
in Nordafrika hielt sich die internationale Nachfrage nach Rindern in Grenzen. Problematisch
ist immer noch die Bewertung
der Situation hinsichtlich der
Auswirkungen des Schmallenberg-Virus. Neben dem Gedanken des Schutzes vor Krankhei-
Der Bulle Mergim wurde in Sachsen
am meisten eingesetzt
Top 10 Spermaexport – Portionen
Auktionspreise
2200
175.000
150.000
125.000
100.000
75.000
50.000
25.000
0
2000
ten, spielen handelspolitische
Gründe eine nicht unwesentliche Rolle. Insbesondere Russland und die USA fühlen sich
auch in diesem Handlungsbereich und der entsprechenden
Blockaderolle besonders wohl.
Hier wird auch in den kommenden Monaten weiter viel Aufwand betrieben werden müssen,
um Änderungen für den Zugang
zu den wesentlichen Märkten zu
erreichen. Gerade jetzt mit dem
vergrößerten Angebot aus dem
Weser-Ems-Gebiet sind wir
langfristig in der Lage, unseren
Handlungsspielraum deutlich
zu erweitern. Als stärkste Importländer kristallisierten sich
auch in 2013 wieder Marokko,
Algerien und innerhalb der EU
Großbritannien heraus.
Ganz anders stellte sich die
Situation im Binnenmarkt dar.
Mit dem steigenden Milchpreis
und dem positiven Investitionsklima hat die Aktivität in der
Tiervermarktung deutlich zugenommen. Zahlreiche Betriebe
erweitern nach wie vor die Produktionskapazitäten, dafür
werden abgekalbte Jungkühe
oder Färsen benötigt. Obwohl
die Durchschnittspreise auf den
I ra
Sc n
hw
ei
Ö
z
st
er
re
ich
M
ar
ok
ko
Tü
rk
e
Li i
ta
ue
n
Po
Ru len
m
ä
Ar nie
n
ge
nt
in
ie
n
Ch
in
a
1800
Auktionen im Jahresdurchschnitt deutlich über 1.800 Euro
lagen und es nie zuvor dieses
stabile Niveau gab, waren die
Vermarktungszahlen der Auktionen leicht rückläufig. Das wurde
aber deutlich überkompensiert
durch Zuwächse in der Vermarktung direkt ab Stall mit mehr als
27.000 Tieren und einem Zuwachs von +14 %.
Die Verkaufserlöse in der Nutzund Schlachtviehsparte der
MASTERRIND-Alt wurden abermals um mehr als zehn Prozent
gesteigert. In diesem Bereich
hat sich die WEU in den vergangenen Jahren herausragend
entwickelt, so dass bei Berücksichtigung der bisher dort erzielten Vermarktungsergebnisse
insgesamt ein Zuwachs von
30 % realisiert werden konnte.
Fast 26.000 Schlachttiere und
mehr als 31.000 Nutzkälber
wurden im abgeschlossenen
Geschäftszeitraum erfasst und
verkauft. Wie schon erwähnt,
setzte dabei die Abwärtsspirale
bei den Preisen ein. Durch den
Ausbau der Erfassungslogistik
entwickelt die MASTERRIND
auch hier kontinuierlich eine
stärkere Präsenz. Dieses zeigt
Tiervertrieb – Tierzahl gesamt
2011/12
1400
2012/13
1200
1000
Okt. Nov. Dez. Jan. Feb. Mär. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep.
sich insbesondere in Sachsen,
wo sich die Zahlen der Schlachttiervermarktung mehr als verdoppelt haben. Unter Einbeziehung des fachlichen „Know
How‘s“ aus dem Weser-EmsBereich soll die Schlacht- und
Nutztiervermarktung in den
kommenden Jahren weiter wirtschaftlich ausgebaut werden.
Der Fleischrindersektor konnte
in der Vermarktung die Erfolgszahlen der Vorjahre ebenfalls
stabilisieren. Der Absatz von
Zuchtrindern ist leider leicht
rückläufig gewesen. Die fehlenden Auslandsaufträge haben
doch auch hier zu Nachfragerückgang geführt. Gerade Länder
wie Russland, Kasachstan, Ukraine und andere in Zentral­asien
sind dabei, Mutterkuhpopulationen aufzubauen. Leider können
die Märkte nicht bedient werden,
da entsprechende Veterinärzertifikate hinsichtlich Schmallenberg
nicht zu erfüllen sind.
Die Absetzervermarktung hat
das hohe Vorjahresniveau nochmals erreichen können. Im
Gebiet der MASTERRIND-Neu
konnten mehr als 16.000 Tiere
für diesen Bereich umgesetzt
werden.
Ausblick
Aus gutem Grund haben wir in
der Betrachtung des vergangenen Geschäftsjahres der bisher
unabhängig agierenden Unternehmen die Erfolgszahlen nicht
nur nebeneinander gestellt,
sondern zur Beschreibung der
neuen Unternehmenskonstellation zusammengefasst. Neben
der Tatsache, dass die Zahlen
größer geworden sind und aus
dem größer gewordenen Potenzial mehr Schlagkraft erwächst,
lassen sich auch weitere Reserven erkennen, die im Sinne der
Mitglieder und des Unternehmens mobilisiert werden können. Größe ist sicher nicht der
entscheidende Erfolgsfaktor,
aber sie erhöht die Selbständigkeit und Unabhängigkeit im
Markt, um langfristig erfolgreich
zu sein. Daran muss sich die
MASTERRIND in den kommenden Jahren messen lassen. Sie
als Kunden und Mitglieder bewerten in der täglichen Arbeit,
ob es dem Unternehmen gelungen ist, der ideale Partner für
rinderhaltende Betriebe zu sein.
Ralf Strassemeyer
m
Tiervertrieb Export – Tierzahl gesamt
140.000
25.000
120.000
20.000
100.000
WEU
80.000
MASTERRIND
60.000
40.000
WEU
15.000
MASTERRIND
10.000
5.000
20.000
0
2010/11
1600
2011/2012
2012/2013
0
2011/2012
2012/2013
61
Goldene Olga 2013
Die Goldene Olga 2013 geht an Elke (48) und Holger
Wemken (51) aus Wiefelstede-Nuttel im Landkreis
Ammerland. Der 87-Hektar-Betrieb der Familie
Wemken ist als erfolgreicher Zuchtbetrieb mit nachhaltigen Spitzenleistungen bekannt und wird in der
dritten Generation betrieben.
Persönliches
Sohn Theis (17) steht als Vertreter der vierten Generation bereits im ersten Jahr der landwirtschaftlichen Ausbildung. Die
Milchviehherde ist seit fünf
Jahren mit einer Durchschnittsleistung von mehr als 11.000
Kilogramm pro Kuh und Jahr
Spitzenreiter im Milchkontrollverein. Im vergangenen Jahr
erzielten die 88 Milchkühe eine
auch im überregionalen Vergleich sehr hohe Leistung von
11.459 Kilogramm pro Kuh und
Jahr bei einem Fettgehalt von
4,11 Prozent und einem Eiweißgehalt von 3,39 Prozent. Sie
liegen damit weit über dem
Landesdurchschnitt. Der Betrieb
liefert seine Milch an die Molkerei Ammerland eG in der Nachbarschaft.
Elke und Holger Wemken halten
neben den Milchkühen 100
Rinder als weibliche Nachzucht
sowie 68 Zuchtbullen. Allein in
diesem Jahr wurden bereits 34
hochwertige Zuchttiere verkauft.
Als Futterflächen stehen 42
Hektar Grünland, 28 Hektar
Stephanie, Monika und Heinrich
Behnen gewannen die Silberne Olga
62
Silomais, neun Hektar Ackergras
und acht Hektar Getreide zur
Verfügung.
Silber
Die Silberne Olga 2013 erhielten
Monika (47) und Heinrich Behnen (49) aus Groß Berßen im
Großkreis Emsland. Die SilberGewinner bewirtschaften einen
135 Hektar großen Gemischtbetrieb mit Milchviehhaltung,
Bullenmast und Mastschweinen.
Die 140 Milchkühe erzielten im
vergangenen Jahr eine Leistung
von 10.300 Kilogramm pro Kuh
und Jahr bei 4,20 Prozent Fett
und 3,45 Prozent Eiweiß. Die
Milch wird an Deutsches Milchkontor eG (DMK) geliefert.
Bronze
Mit der Bronzenen Olga 2013
wird die Bentloh KG der Familien Silke und Dirk Drögemüller
sowie Anette und Wolfgang Alps
aus Scharnhorst im Landkreis
Celle ausgezeichnet. Die Bentloh KG bewirtschaftet einen 230
Hektar großen Hof. Davon
werden 90 Hektar als Grünland
und 140 Hektar als Acker für den
Anbau von 37 Hektar Silomais,
60 Hektar Getreide, 27 Hektar
Kartoffeln und 16 Hektar Zuckerrüben genutzt. Zur Rindviehhaltung gehören 120 Milchkühe
und 140 Rinder zur weiblichen
Nachzucht.
Der Betrieb liefert die Milch an
die Molkerei Eschede GmbH &
Co. KG. Die Herde erbringt eine
Milchleistung von 8.903 Kilogramm pro Kuh und Jahr bei
V. l.: Herbert Heyen, Vorstand der Landesvereinigung der Milchwirtschaft
Niedersachsen e.V., Jörn Johann Dwehus, Hauptgeschäftsführer Landvolk
Niedersachsen Landesbauernverband e.V., Goldene-Olga-Gewinner: Theis, Elke
und Holger Wemken aus Wiefelstede, niedersächsischer Landwirtschaftsminister Christian Meyer, Jan Heusmann, Vorstand der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V.
einem Fettgehalt von 3,95 Prozent und einem Eiweißgehalt
von 3,39 Prozent.
Auch der vierte Platz ging in das
MASTERRIND-Zuchtgebiet.
Diesen erreichten Marlies und
Lutz Korte aus Volkmarst im
Landkreis-Rotenburg.
Imageprojekt
Goldene Olga
Die Qualität des Herstellungsprozesses rückt gerade bei
Lebensmitteln immer mehr in
den Mittelpunkt des Interesses.
Verbraucher und Handel wollen
und sollen wissen, unter welchen Bedingungen Lebensmittel
erzeugt werden. Die Qualität
von Milchprodukten fängt mit
der Kuh an und ist schließlich
das Ergebnis einer engen Partnerschaft zwischen Erzeugung,
Verarbeitung, Vermarktung und
Überwachung im Qualitätsmanagement Milch, kurz QMMilch. QM-Milch garantiert dem
Verbraucher höchste Sicherheit
beim Verzehr von Milchprodukten. Damit das kein Geheimnis
bleibt, hat die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) mit dem
Milcherzeugerwettbewerb eine
Plattform geschaffen, diese
Werte zu kommunizieren und
sie in den Blickpunkt des berufsständischen und öffentlichen
Interesses zu stellen: die Goldene Olga.
Hermann Bischoff
m
Die Bronzene Olga ging an die Bentloh KG: Wolfgang und Annette Alps sowie
Silke und Dirk Drögemüller (v. l.)
Staatsehrenpreise verliehen
Landwirtschaftsminister Christian Meyer zeichnete
die MASTERRIND-Zuchtbetriebe Hormann in
Warmsen und Batke aus Visbek mit dem Staats­
ehrenpreis aus.
Der Staatsehrenpreis wird seit
den 60er Jahren für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Tierzucht vergeben.
Jedes Jahr werden auf Vorschlag
der Landwirtschaftskammer
zwei Zuchtbetriebe vom Niedersächsischen Ministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz geehrt.
Familie Hormann
In seiner Laudatio ging Landwirtschaftsminister Meyer insbesondere auf die züchterische
Erfolgsgeschichte von Rinderzüchter Cord Hormann ein, der
heute Juniorchef des traditionsreichen Zuchtbetriebes ist, den
er von seinem Vater Wilhelm
Hormann übernommen hat.
Bereits im Alter von 13 Jahren
gehörte er regelmäßig zu den
Erstplatzierten auf zahlreichen
Tierbeurteilungs- und Rangierungswettbewerben im Zuchtgebiet der Zuchtrinder-Erzeugergemeinschaft Hannover. Zu diesem Engagement, das Cord
Hormann auch während seiner
Ausbildung und dem Studium
in Osnabrück gepflegt hat, gesellte sich im Laufe der Zeit eine
große züchterische Passion, die
an zahlreichen Schauerfolgen
und Zuchttierverkäufen der
Hormannschen Herde auf nationalem und internationalem
Parkett abzulesen ist. Auch die
Verleihung des Heinrich-Engelke-Preises im vergangenen Jahr,
mit dem der Betrieb unter 4.400
Mitbewerbern als bester Züchter
aus dem MASTERRIND-Gebiet
ausgezeichnet wurde, unterstreicht die herausragenden
Erfolge der Züchterfamilie Hormann.
Sowohl die Begeisterung für
Zuchtschauen als auch seine
profunden Kenntnisse der Holsteinzucht haben Cord Hormann weltweit auf die interessantesten Auktions- und Schauplätze für Holsteinrinder geführt. Er zählt heute zu den
bekanntesten und gefragtesten
Richtern im Bundesgebiet, ist
Mitglied im Preisrichterpool des
Deutschen Holsteinverbandes
und gilt auch im Ausland als
gern gesehener und überaus
kompetenter Kenner der Hol-
Wilhelm, Charlotte und Cord Hormann erhielten die Glückwünsche vom Minister Christian Meyer, links daneben Cord Hormanns Partnerin Melia Hartmann
Minister Meyer zwischen den Preisträgern Heinrich und Judith Batke, links im
Bild Dr. Brunken von der LWK Niedersachsen, davor die Kinder Laura und
Niklas
steinzucht. Darüber hinaus
überzeugen die Milchkühe des
Hormannschen Betriebes in der
Praxis mit einer Lebensleistung,
die nahezu ein Viertel über dem
Durchschnitt der MASTERRINDMitgliedsbetriebe liegt, und die
ausgewiesenen Zellzahlen zeugen von bester Eutergesundheit.
Familie Batke
Als erster Züchter im Südoldenburger Raum hat Heinrich Batke
vor mehr als 40 Jahren mit dem
in Fachkreisen berühmten Bullen
Pabst Ideal der Holsteinzucht
den Weg geebnet, und seither
hat der Betrieb viele wertvolle
Zuchttiere hervorgebracht. Als
besonders herausragend gilt die
Kuh Karla, deren Nachkommen
seit zehn Generationen viele
Schau-Erfolge erringen konnten.
Aus dieser Zuchtlinie sind bis
heute allein 14 Nachfahren an
Besamungsstationen verkauft
worden. Die von Judith Batke
und ihrem Vater Heinrich gezüchteten Vererber haben damit
maßgeblichen Einfluss auf die
deutsche Holsteinzucht genommen. Sie haben nach Minister
Meyers Worten gezeigt, „dass in
modernen Zuchtprogrammen
nicht nur auf Leistung, sondern
auch auf Gesundheit, Fitness
und Langlebigkeit geachtet
wird“.
Derart ausgezeichnete Leistungen haben Heinrich Batke und
seiner Tochter Judith sowohl im
Zuchtgebiet Weser-Ems einen
Ruf als angesehene Züchter
eingebracht, als auch überregional zu großer Wertschätzung
verholfen. Darüber hinaus hob
Landwirtschaftsminister Meyer
auch das Engagement der Preisträger außerhalb des Betriebes
hervor: „Heinrich und Judith
Batke sind würdige Preisträger
für den Staatsehrenpreis. Neben
züchterischen Erfolgen liegt
ihnen auch ein großer Einsatz im
Ehrenamt am Herzen.“
Als Beispiele nannte der Minister
Judith Batkes Engagement bei
der MASTERRIND in Bad Zwischenahn, dem Tierschauverein
Oldenburger Münsterland und
ihre ehrenamtliche Tätigkeit im
Rahmen der „Regionalen Umweltbildung Agrarwissenschaft“
– einem Projekt, das allen Schulklassen im Landkreis Vechta
Praktika auf landwirtschaftlichen
Betrieben ermöglicht.
Nds. Ministerium für
Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz
m
63
MASTERRIND ehrte langjährige
Mitarbeiter
Die MASTERRIND ehrte zahlreiche langjährige Mitarbeiter. Drei Beschäftigte wurden nach 40-jähriger
Betriebszugehörigkeit geehrt, fünf nach 25-jähriger.
Acht Kollegen erreichten die Altersgrenze und wurden an diesem Tag verabschiedet.
Persönliches
Verabschiedung
Nach über
37 Jahren
ist Heinrich Möller,
Lathen, in
den Ruhestand
Heinrich Möller
getreten.
Vor seinem Eintritt bei der damaligen Herdbuchgenossenschaft Emsland hatte er bereits
eine Melkerlehre absolviert
sowie als Melker und Kraftfahrer
gearbeitet. Zunächst arbeitete er
auf der Besamungsstation in
Haselünne, es folgte die Ausbildung zum Tierzuchttechniker.
Bereits im Dezember 1976 konnte Herr Möller einen Besamungsbezirk im Raum Lathen
übernehmen. 1988 folgte dann
die Weiterbildung zum Fach­
agrarwirt. Infolge von Umstrukturierungsmaßnahmen war Herr
Möller seit Juli 1999 als Vertretungstechniker im Raum Haren,
Lathen und Aschendorf tätig.
Nach über
40 Jahren
ist Tierzuchttechniker Berend Baarlink, EmBerend Baarlink
lichheim,
in den Ruhestand getreten. Herr
Baarlink trat 1971, nach abgeschlossener landwirtschaftlicher
Lehre, eine Ausbildung zum Tierzuchttechniker in Haselünne
und Schönböken an. lm Anschluss übernahm er einen
Bezirk im Raum Emlichheim,
Laar und Filsum, wo er bis zu
seinem Ausscheiden tätig war. In
den Jahren 1986 und 1987 nahm
Herr Baarlink an der Weiterbil64
dung zum Fachagrarwirt Besamungswesen teil und qualifizierte sich dadurch weiter.
Walter Brinkmann wurde nach
38-jähriger Betriebszugehörigkeit
in den Ruhestand verabschiedet.
Der 65-jährige Großvater lebt in
Schwaförden. Vor seinem Eintritt
in das Unternehmen hatte er
nach allgemeinschulischer Ausbildung die landwirtschaftliche
Fachschule besucht. Nachdem
er im Herbst 1975 die Ausbildung zum Tierzuchttechniker
abgeschlossen hatte, wurde er
bis zu seiner Pensionierung in
seiner Heimat eingesetzt.
Auch Hans Meyer-Diercks war
für die MASTERRIND in der
Besamung tätig. Als er 1976
seine Beschäftigung aufnahm,
hatte er ebenfalls eine landwirtschaftliche Ausbildung absolviert
und mehrere Jahre auf verschiedenen Betrieben, unter anderem
als Verwalter, gearbeitet. Der
63-jährige Familienvater lebt in
Eydelstedt, betreute einen Bezirk
im Raum Sulingen und arbeitet
auch heute noch gern auf dem
landwirtschaftlichen Betrieb
seines Sohnes mit.
Der 61-jährige Wilhelm Riedemann wurde nach 38 Jahren
Betriebszugehörigkeit verabschiedet. Auch er war in der
Region um seinen Geburtsort
Sulingen im Einsatz. Der Landwirtssohn hatte zuvor eine umfangreiche landwirtschaftliche
Ausbildung durchlaufen, nach
deren Abschluss er auf dem
elterlichen Betrieb tätig war. Der
Vater zweier Kinder ist begeisterter Freizeitsportler und reist
gern.
Ebenfalls als Tierzuchttechniker
arbeitete Reinhard Mäffert, der
63-jährig ebenfalls nach 38 Jah-
Die Geschäftsführer Cord Höltje (li.) und Ulrich Brehmer (re.) verabschiedeten
Walter Brinkmann, Reinhard Mäffert, Hans Meyer-Diercks, Karola Retzlaff,
Hella-Rita Penk und Wilhelm Riedemann (v. li. n. re.)
ren verabschiedet wurde. Im
Gegensatz zu seinen Kollegen
hatte Mäffert vor dem Unternehmenseintritt eine Ausbildung
zum Landmaschinenmechaniker
abgeschlossen. Unterbrochen
vom Wehrdienst, war er bis 1975
im erlernten Beruf tätig und
bildete sich in dieser Zeit auch
zum Maschinenbau-Techniker
weiter. Der heutige Ruheständler
stammt aus dem Schaumburger
Land, wo er für das Unternehmen einen Bezirk betreute.
Darüber hinaus verabschiedet
wurden Hella-Rita Penk aus
Völkersen und Carola Retzlaff
aus Hoya. Frau Penk war von
2001 bis zum Eintritt in den
Ruhestand, im März 2013, in
Verden als Fuhrparkleiterin tätig.
Ihre Kollegin Karola Retzlaff trat
Ende August in den Ruhestand
und war seit ihrem Eintritt im
November 1995 in der Verdener
Telefonzen­trale beschäftigt.
40 Jahre
Das nicht alltägliche Jubiläum
der 40-jährigen Betriebszugehörigkeit beging am 1. Juni Tierzuchttechniker Manfred Schröder aus Bremervörde. Manfred
Schröder wurde 1955 geboren.
Bevor er 1973 in das Unternehmen eintrat, hatte er die Landbauschule in Bremervörde besucht und auf einem landwirtschaftlichen Betrieb gearbeitet.
Nach dem Abschluss der Technikerausbildung kam Manfred
Schröder zunächst in verschiedenen Zuchtbezirken als Vertretungstechniker zum Einsatz. Im
Oktober 1976 konnte er dann
den Bezirk eines älteren Kollegen
im Raum Oldendorf übernehmen. Der heutige Großvater ließ
sich in den Jahren 1982 und 83
zum Fachagrarwirt für das Besamungswesen weiterbilden und
wurde bereits 1975 ehrenamtlich
zum Truppführer im Bergungsdienst ausgebildet.
Im Mai konnte Tierzuchttechniker Heinrich Jansen, Geeste-Osterbrock, sein 40-jähriges
Dienstjubiläum begehen. Herr
Jansen kam nach landwirtschaftlicher Ausbildung und zweijähriger Fachschule 1973 zur Ausbildung als Tierzuchttechniker auf
die Besamungsstation Haselünne. Ein Jahr lang arbeitete Herr
Jansen dort als Vertretungstechniker, bevor er dann für vier
Jahre die Außenstelle Grafschaft
Bentheim zugeteilt bekam. Seit
dem Herbst 1978 betreute Herr
Jansen die Mitgliedsbetriebe in
seinem Heimatort Osterbrock/
Altkreis Meppen.
Auch Tierzuchttechniker Aloys
Ewers aus Meppen beging sein
40-jähriges Dienstjubiläum.
Nach landwirtschaftlicher Ausbildung und Besuch der Fachschule trat Herr Ewers 1973 die
Ausbildung zum Tierzuchttech-
niker bei der Besamungsstation
Haselünne an. Anschließend
wurde ihm eine eigene Außenstelle in Klein Fullen/Meppen
zugeteilt. Wegen Heirat und
damit verbundenem Wohnungswechsel wurde im Oktober 1976
sein Einsatzort nach Hemsen
verlegt. Durch Weiterbildung
legte Herr Ewers im Oktober
1983 die Prüfung zum Fachagrarwirt Besamungswesen ab.
25 Jahre
Tierzuchttechniker Jürgen Rowehl konnte auf eine 25-jährige
Tätigkeit bei der Weser-Ems-Union zurückblicken. Nach landwirtschaftlicher Lehre und Fachschule war er kurzzeitig als Betriebshelfer in der Wesermarsch tätig.
Ab 1988 durchlief Jürgen Rowehl
bei der Besamungsstation des
ehemaligen Oldenburger Herdbuchs in Rodenkirchen die Ausbildung zum Besamungstechniker und startete anschließend in
der südlichen Region des Oldenburger Zuchtgebietes. lm Jahr
1994 konnte Jürgen Rowehl die
Besamungen eines ausscheidenden Tierarztes übernehmen, im
gleichen Jahr qualifizierte er sich
zum Fachagrarwirt für Besamungswesen.
Seit 25 Jahren im Unternehmen
ist Friedhelm Möhring aus Diepenau. Der Vater zweier Kinder
wurde 1960 geboren und absolvierte nach dem Abitur eine
landwirtschaftliche Ausbildung.
Unverzüglich nach deren Beendigung trat er am 1. Oktober
1982 in das Unternehmen ein
und wurde zum Tierzuchttechniker ausgebildet. Nach der erfolgreichen Prüfung verließ er das
Unternehmen wieder, um nach
rund zwei Jahren zurückzukehren und zunächst einen Vertretungsbezirk und später einen
eigenen Bezirk zu übernehmen.
Thorsten Ahlers trat im August
1988 in die MASTERRIND ein.
1966 geboren, hatte er nach der
allgemeinschulischen eine landwirtschaftliche Ausbildung abgeschlossen. Anschließend folgte
eine Weiterbildung zum staatlich
Cord Höltje (li.) und Ulrich Brehmer (re.) ehrten für die silberne Betriebszugehörigkeit Friedhelm Möhring, Thorsten Ahlers, Jeannette Mutschall und Torsten
Kirstein (v. li. n. re.)
geprüften Wirtschafter. Das
Aufgabengebiet des vierfachen
Vaters liegt bei der MASTERRIND in der Betreuung von
Fleischrind-Zuchtbetrieben.
Sein Kollege Torsten Kirstein
begann im gleichen Monat für
die MASTERRIND zu arbeiten.
Auch er hatte eine landwirtschaftliche Ausbildung abgeschlossen und anschließend die
einjährige Fachschule als staatlich geprüfter Wirtschafter beendet. Seine Arbeit im Unternehmen begann mit einer Ausbildung zum Bürokaufmann, nach
deren Beendigung er seine be-
rufliche Heimat in der Betreuung
von Fleischrind-Zuchtbetrieben
fand. Seit 2008 wirkt der 46-Jährige auch als Auktionator.
Auch Jeannette Mutschall trat
als Auszubildende zur Bürokauffrau in das Unternehmen ein. Als
sie diese im Sommer 1991 beendet hatte, wurde sie im Rechnungswesen eingesetzt. Berufsbegleitend absolvierte Jeanette
Mutschall eine Weiterbildung zur
Finanzbuchhalterin, die sie 1997
erfolgreich abschloss. Nach der
Elternzeit ist Frau Mutschall
heute in Teilzeit in der Buchhaltung tätig.
m
65
ein Visionär in der rinderzucht – Immer seiner Zeit voraus
Dr. Dettmar Frese wechselt zum
Jahresende in den ruhestand
PerSönlIcheS
Es ist eigentlich nicht zu glauben und sicher hat er
lange Zeit mit sich gerungen, aber dennoch hat Dr.
Dettmar Frese sich entschieden, zum Jahresende sein
sehr bewegtes Berufsleben in der Tierzucht mit mehr
Freizeit im sogenannten Ruhestand zu tauschen.
In den vergangenen 30 Jahren
hat er als Geschäftsführer der
MASTERRIND GmbH und Vorgängerorganisationen die Rinderzucht geprägt wie nur wenige
andere seiner Kollegen in dieser
Zeit. Frese wurde geboren am
19. Februar 1953 in Thedinghausen. Dort wuchs er auf dem
landwirtschaftlichen Betrieb
seiner Eltern auf. Beim
Frese‘schen Hof im idyllischen
Weserörtchen Werder handelte
es sich um eine bekannte niedersächsische Züchterstätte,
die, neben der Milchrinder- und
Pferdezucht, insbesondere auf
dem Schweinesektor sehr erfolgreich wirkte.
Nach den Gesetzen der Vererbungslehre muss Dettmar Frese
sicher etwas mehr als nur ein
paar Gensequenzen aus dem
Züchtergen seines Vater erhalten haben, denn somit war sein
Werdegang in gewisser Weise
vorgezeichnet.
Nach der Schulzeit und Ausbildung als Landwirt studierte er
von 1972 bis 1976 an der Universität Göttingen Agrarwissenschaften. Dort diplomierte und
promovierte Dettmar Frese
erfolgreich über Fragestellungen
und Untersuchungen in der
Schweinezucht. Wie viele andere
Kandidaten durchlief auch er die
hohe Schule der Tierzucht und
Populationsgenetik bei Professor Dr. Peter Glodek, der auch
heute noch bei Frese persönlich
höchste Anerkennung genießt.
Damit gehört er gewissermaßen
66
zu den klassischen Tierzüchtern
alter Schule, die Praxiswissen
mit wissenschaftlicher Ausbildung zu verknüpfen gelernt
haben.
Nach dem zweiten Staatsexamen war der Weg in die organisierte Tierzucht geebnet, so dass
Frese unmittelbar danach bei der
damaligen Zuchtrinder Erzeugergemeinschaft Hannover e.G.
(ZEH) eine vielfältige Tätigkeit
aufnahm und sich in der operativen Begleitung des damals gemeinsam mit der Rinderproduktion Niedersachsen GmbH
(RPN) durchgeführten Hannoverschen Zuchtprogramms das
Rüstzeug für einen erfolgreichen
Zuchtmanager aneignete.
Somit war es kein Wunder, dass
die RPN als größte deutsche
Besamungsstation im Holsteinbereich ihn 1987 als Nachfolger
von Dr. Gunther Rath einstellte
und zum Geschäftsführer berief.
Fortan war Dr. Frese für die
Umsetzung der züchterischen
Belange des Unternehmens und
der Rinderhalter alleinverantwortlich.
Schon Mitte der 80er Jahre
erkannte die Unternehmensleitung der damaligen RPN die
Kooperationsmöglichkeiten zur
Steigerung des Zuchtfortschritts
in der Zusammenarbeit mit
Unternehmen aus dem Ausland,
aber auch die Vermarktungschancen für deutsche Rindergenetik in den Außenmärkten. Als
Vorantreiber zahlreicher Auslandsprojekte hat Dettmar Frese
Otto Lattwesen verabschiedete Dr. Dettmar Frese und dankte ihm für die
äußerst erfolgreiche und angenehme Zusammenarbeit
auch international nicht nur
Anerkennung als Rinderzuchtexperte erworben, sondern ebenfalls einen Beitrag für das positive Image der deutschen Rinderzucht geleistet.
Nach der Umstrukturierung der
Verdener Unternehmen zur
NORDRIND GmbH in 2003
sowie der Eingliederung des
Sächsischen Rinderzuchtverbandes e.G. 2006 in die MASTERRIND GmbH avancierte Dr.
Frese zum alleinverantwortlichen Leiter des gesamten Zuchtprogrammes. In der MASTERRIND konnte durch den Beitritt
der Weser-Ems-Union am 1. Oktober 2013 ein weiterer wesentlicher Schritt vollzogen werden,
der auch die Handschrift Freses
als Stratege trägt.
Während seiner Tätigkeit als
leitender Züchter des Unternehmens hat Dettmar Frese das
erfolgreiche Zuchtprogramm
weiter ausgebaut. Zahlreiche
Top-Vererber aus Verden tragen
seine Handschrift und haben für
einen enormen Zuchtfortschritt
in den rinderhaltenden Betrieben in der Fläche gesorgt.
In der Zuchtszene gilt er zweifellos als Antreiber für Fortschritt
und Entwicklung sowie Anwen-
dung modernster Zuchtmethoden. Hier gehört er zu den wenigen Visionären, die in der Lage
sind, mit der nötigen Phantasie
realistische Zuchtziele zu definieren und anschließend diese
mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu erreichen.
Getrieben von seinen Ideen,
konnten ihn auch Rückschläge
nur selten vom eingeschlagenen
Weg abbringen. Mit der ihm
eigenen Beharrlichkeit und
Gelassenheit überzeugte er
letztendlich Kollegen und Mitglieder genauso wie Vertreter
der Wissenschaft, der Verbände
oder der Politik.
Mit seiner Ruhe und Ausgeglichenheit hat er in mancher strittigen Diskussion dafür gesorgt,
dass am Ende doch Einigkeit
herrschte und positive Ergebnisse vermeldet werden konnten.
Zucht oder Dienstleistungen
müssen sich an den Erfordernissen der Praxis orientieren, das
waren immer seine obersten
Grundsätze und werden es
sicher auch weiterhin bleiben.
Die erfolgreichen Resultate
vergangener Jahre haben ihm
sicher Recht gegeben. Dazu
braucht man nur einen Blick in
den aktuellen Bullenkatalog der
MASTERRIND zu werfen. Gerade auch deswegen werden heute
sein Rat und seine Erfahrung als
Zuchtexperte sowohl in Züchterkreisen als auch in der Wissenschaft höher geschätzt denn je.
Für Dettmar Frese verkörpern
moderne Zuchtprogramme auch
die Einbindung und Anwendung
zeitgemäßer Biotechnologien.
Somit gehört er in Deutschland
zu den Treibern, die Embryotransfer, Ovum Pick-Up und die
In-Vitro Befruchtung als Schlüssel für die erfolgreiche Selektion
und Vermehrung außergewöhnlicher Zuchttiere sehen. Mit
Einführung der genomischen
Zuchtwertschätzung hat er als
einer der Ersten die herausragenden neuen Möglichkeiten
erkannt, die die Kombination
von Biotechnologie und Genomics sowie deren Weiterentwicklung bieten.
Wer Dettmar Frese kennt, weiß
natürlich, dass sich hinter dem
Züchter auch ein interessantes
Privatleben befindet. Wie soll es
auch anders sein bei einem
Bauernjungen aus Niedersachsen. Er ist verheiratet und hat
drei erwachsene Kinder.
Neben der Familie gilt seine
ganze Leidenschaft der Jagd.
Der Umgang mit der Flinte geht
ihm leicht von der Hand. Beim
Tontaubenschießen sollen
schon Gewinner nationaler
Meisterschaften im Wettstreit
gegen ihn das Nachsehen gehabt haben. Auch die Jägerschaft zollt ihm große Anerkennung, und das nicht nur wegen
seiner jagdlichen Weisheiten
wie: „Das Einzige, was die Jagd
stört, ist die Arbeit.“
Trotz aller Persönlichkeit – oder
gerade deswegen – ist er sehr
bodenständig und liebenswert
geblieben. Dettmar Frese ist ein
sehr geselliger Mensch. Neben
der Zucht liegen hier seine besonderen Stärken, mit denen er
Freunde, Mitstreiter, Geschäftspartner oder Andersdenkende
mit sehr viel Ausdauer und
Sitzfleisch von seinen Ideen zu
überzeugen versucht.
„Lieber Dettmar, im Namen
unserer Mitglieder bedanke ich
mich ganz persönlich für Deinen
Einsatz und Dein Engagement.
Wir wünschen Dir und Deiner
Frau alles Gute. Bleib gesund
und lass Dich auch weiterhin
sehen. Du sollst uns nicht „nur“
in guter Erinnerung bleiben.“
Mit Dettmar Frese verlieren die
Rinderzucht und unser Unternehmen eine ganz besondere
Persönlichkeit. Seine bisherigen
Aufgaben übernimmt mit Beginn des neuen Jahres Dr. Josef
Pott als verantwortlicher Geschäftsführer, der durch den
Beitritt der Weser-Ems-Union
den Weg zur MASTERRIND
gefunden hat. Auch Dr. Pott gilt
in der Szene als hervorragender
Experte und Kenner, der die
bisherige Philosophie und Strategie weiterführen wird. Dafür
wünschen wir ihm natürlich viel
Erfolg.
Otto Lattwesen, Vorsitzender
des Verwaltungsrates
m
Züchterreise
Abreise:
Sonntag, 25. Mai 2014
rückreise: Sonntag, 1. Juni 2014
Die An- und Abreise nach österreich erfolgt per Flugzeug.
reiseziel ist das Dreiländereck österreich, Ungarn, Slowenien.
Übernachtet wird in einem hotel in der südlichen Steiermark.
Von dort sind züchterische Abstecher nach Ungarn und
Slowenien geplant.
Eines der Wahrzeichen der steirischen
Hauptstadt Graz ist der Glockenturm
reiseleiter: henning Syrbe
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldungen werden in der Reihenfolge des
Eingangs berücksichtigt.
Anmeldungen an Frau Britta Diers, Tel. 04403. 9326-10
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individuellen Kriterien. Wählen
Sie unter „Suche“ die für Ihr
Zuchtziel relevanten Werte aus
und setzen Sie die Untergrenzen. Unter „Aktiv“ können Sie
die ausgewählten Werte einsehen und ggf. korrigieren. Dann
klicken Sie „Anzeigen“.
Die Ergebnisliste können Sie
nach jedem beliebigen Zuchtwert anordnen. Dazu klicken Sie
auf „Sortieren“ und wählen
einen Wert aus der Liste aus.
Sie können die Kategorien ein-
So sieht der Home-Bildschirm unter
Android aus
Der Home-Bildschirm der App auf
iOS-Geräten
schränken, in denen Sie suchen.
Dafür gehen Sie auf „Suche“
und klicken den obersten Punkt
„Kategorie“ an. Mit dem Drehregler wählen Sie die gewünschte Kategorie, z.B. „Rotbunt“,
aus. Bestätigen Sie mit Klick auf
„Fertig“. In diesem Fall enthält
Ihr Suchergebnis keine schwarzbunten Bullen.
Sie können Bullen aus dem
Pedigree Ihrer gesuchten Vererber ausschließen. Dazu gehen
Sie unter „Suche“ auf den Punkt
„Inzucht“. Hier klicken Sie die
gewünschten Namen in der
vorhandenen Liste an.
Statt in der Liste bis zum entsprechenden Eintrag zu scrollen,
können Sie einen Teil des Namens in das Textfeld eingeben
und suchen lassen. Dann klicken Sie den Namen an, sodass
er mit einem Häkchen versehen
ist. Die Liste der ausgewählten
Namen können Sie mit dem
Button „Aktiv“ überprüfen.
Wollen Sie Ihre Auswahl rückgängig machen, klicken Sie auf
„Reset“.
Interessante Suchergebnisse
können Sie als Favoriten speichern. Dazu scrollen Sie den
Eintrag bis ganz unten und
wählen den Punkt „Lesezeichen
für Favoritenliste“ aus. Das
Speichern wird mit einer Meldung bestätigt.
Um einen Eintrag wieder aus
der Liste zu löschen, wischen
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69
Preisrichterschulung in Herbergen
Die diesjährige Preisrichterschulung war wieder ein
voller Erfolg!
Am 18. Oktober trafen sich acht
schauinteressierte Landwirte auf
dem Hof von Henrik Wille in
Herbergen, um ihr Können im
Schaurichtring aufzufrischen
und zu erweitern. Preisrichter
Lambert Weinberg gab den
Teilnehmern wertvolle Tipps und
zeigte Verbesserungsmöglichkeiten bei der Kommentierung auf.
Während die erste Richtrunde
noch zur Orientierung genutzt
wurde, konnten die Teilnehmer
im zweiten Durchgang schon
deutliche Fortschritte zeigen.
Die zweite Kommentierung
wurde außerdem von MASTERRIND-Mitarbeiter Rolf Oorlog
gefilmt und im Anschluss analysiert.
Allen Teilnehmern hat es viel
Spaß gemacht. Im nächsten Jahr
wird es eine Neuauflage geben.
m
Die Teilnehmer und Ausbilder der Richterschulung (v. l. n. r.): Tobias Blaschke,
Rolf Oorlog, Friederike Meyer, Stefan Brinkhus, Sönke Strudthoff, Friederich
Rottmann, Marie-Louise Richter, Torben Melbaum, Henrik Wille, Maren
Schwarze, Lambert Weinberg, Stephan Brüning
Kalender 2014 von Dresdner Agrarstudentinnen
Agrarstudentinnen aus Dresden
hatten die Idee, einen Kalender
zu entwickeln, in dem sie zeigen,
wie attraktiv Landwirtschaft sein
kann. Das Projekt ist gelungen,
der Kalender erhältlich. Der Erlös
wird die Lebenshilfe Dresden
unterstützen. Je mehr Kalender
verkauft werden, desto höher
wird der Spendenanteil je Kalender sein, so die nebenamtlichen
Kalender-Girls. Details und
Bestellungen unter www.agrarstudentinnen.de.
m
Glückwunsch
Kurzinfos
Frido-Peper-Ehrenpreis
Günter Brand, Friedrich Averbeck
und AFZ-Vorsitzender Martin Holm
bei der Ehrung (v. l.)
70
Den Frido-Peper-Ehrenpreis für
besonders verdiente Fleischrinderzüchter erhielt anlässlich der
Fleischrinder-Versammlung am
5. Dezember Günter Brand aus
Rinteln, OT Steinbergen. Seit
vielen Jahren setzt er sich ehrenamtlich und hochengagiert für
die niedersächsischen Züchter
und die Belange der Highland
Cattle-Zucht ein. Sein positives
Wirken fand die besondere
Anerkennung mit der Überreichung eines wertvollen Gemäldes von Detlef Glöde aus Brandenburg.
m
Über 150.000 kg Lebens­
leistung bis heute
Alt werdende, produktive Kühe
sind stets der Wunsch eines
Milchproduzenten. Nicht immer
gehen alle Träume in Erfüllung.
Manchmal aber doch. Die Agrarset Agrargenossenschaft e. G.
Naundorf in Erlau hatte dieses
Glück. Mit ANH Excellent EX-90
steht die einzige lebende Kuh
Sachsens mit über 150.000 kg
Lebensleistung in ihrem Bestand. ANH Excellent ist eine
Tochter des intensiv genutzten
Cleitus-Sohns Clown. Mit jetzt
über 50.000 Töchtern in seinem
Zuchtwert besitzt er immer noch
einen deutlich positiven Wert für
Nutzungsdauer. ANH Excellent
wurde in ihrer 8. Laktation zum
zweiten Mal Ex eingestuft und im
September dieses Jahres fotografiert. Die MASTERRIND gratuliert der Agrarset Agrargenossenschaft e. G. Naundorf zu diesem
außergewöhnlichen Erfolg.
Steffen Feurich
m
ANH Excellent EX-90 in der 8. Laktation
R. Schuhmann
Termine • Termine • Termine
IMPRESSUM:
MASTERRIND MAGAZIN
ISSN 1867-2809
Herausgeber:
Kohlmann
Medienkontor GmbH
37431 Bad Lauterberg
Hauptstraße 36 - 38
Telefon (0 55 24) 85 00-0
Telefax (0 55 24) 85 00-39
Schriftleitung:
MASTERRIND GmbH,
ein Unternehmen von
RPN/SRV/WEU/ZEH
27283 Verden, Osterkrug 20
Telefon (0 42 31) 6 79-5
Telefax (0 42 31) 6 79-7 80
[email protected]
www.masterrind.com
Hermann Bischoff
Titel: Mergim-Tochter Ella von
Denise Pfaff
Foto: Han Hopman
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Der Bezugspreis ist im
Mitgliedsbeitrag enthalten.
Es gilt die Anzeigenpreisliste
Nr. 9 vom 1. 10. 2012.
Bitte beachten Sie
die Beilage der
­Firma „planta­
medium“ in einem
Teil dieser Ausgabe
der Rinderzucht
Versammlungen Sonder­
Januar 2014
veranstaltungen
8. 11.00 Uhr, Information mit
Betriebsbesichtigung des
Besamungsvereins Scheeßel, Visselhövede,
Rotenburg/W. und Rindviehzuchtvereins Rotenburg/W. Betrieb: Wolfgang Wichern,
Westervesede; Vortrag: Heinrich Eickhoff, Fa. Fehse
– Optimale Fütterung der
Milchkühe während der
Trockenzeit und in der Transitphase.
8. 10.00 Uhr, Generalversammlung des Besamungs- und
Rindviehzuchtvereins Uelzen, Hoffmann’s Gasthaus,
Hansen.
14. Klauenpflegeseminar Haselünne, Anmeldungen
bitte bei Britta Diers (Tel.:
04403-9326-0). Nähere
Informationen erhalten Sie
in Kürze.
15. Klauenpflegeseminar Kayhauserfeld, Anmeldungen
bitte bei Britta Diers (Tel.:
04403-9326- 0). Nähere
Informationen erhalten Sie
in Kürze.
16. 19.30 Uhr, Jahresversammlung des Rindviehzuchtvereins Land Hadeln, Cadenberge.
23. 19.30 Uhr, Jahreshauptversammlung der Kreisgemeinschaft und des Kreisrindviehzuchtvereins Stade,
Niedersachsenschänke
Fredenbeck. Referentin ist
Dr. Jacqueline Rohkohl.
29.10.00 Uhr, Generalversammlung des BV und RZV Scheeßel, Visselhövede,
Rotenburg/W.; Dorfgemeinschaftshaus Westerholz.
Vortrag: Bernd Lührmann,
LWK Niedersachsen – „Die
Zukunft der Milcherzeugung
gestalten“.
Januar 2014
17.-26.Internationale Grüne
Woche, Berlin
Februar 2014
14./15.Niedersächsische
Fleisch­rindertage, Verden
19./20.23. Sächsische Bullenauktion, Meißen
24./25.Zentrale Fleischrindkörung und Auktion, Meißen
26./27.Schau der Besten, Verden
Juli 2014
Tierschau Ovelgönne,
Ovelgönne
11.-14. Tarmstedter Ausstellung,
Tarmstedt
5.
August 2014
22.-25.LandTageNord, Wüsting
Oktober 2014
30.
WEU-Konvent, Oldenburg
November 2014
11.-14.EuroTier, Hannover
Jungzüchter­
veranstaltungen
Januar 2014
9.
Münsterland-Cup Tierbeurteilung, 9.30 Uhr, bei
Scholten/Meilinkd in
Hoogstede
April 2014
18./19.MASTER-Typ-Cup/Jungzüchter-Triathlon, Verden
Eigenbestands­
besamerlehrgänge
Die nächsten Eigenbestandsbesamerlehrgänge finden vom
6. bis 10. Januar 2014
17. bis 21. Februar
17. bis 21. März
bei der MASTERRIND GmbH
in Verden statt. Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen.
Weitere Informationen und
­Anmeldungen bei der MASTERRIND GmbH, Frau Karin
Cordes, Tel. 04231-679-917,
E-Mail ­[email protected]
com, Fax 04231-679-780.
• Termine
Auktionen
2014
Bremervörde
Di., 14.Januar
Di., 11.Februar
Di., 18.März
Di., 22.April
Mi., 4.Juni
Di., 16.September
Di., 14.Oktober
Di., 18.November
Di., 16.Dezember
Cloppenburg
Di., 7.Januar
Mi.,19.Februar
Di., 25.März
Di.,29.April
Di., 17.Juni
Di.,29.Juli
Mi., 3.September
Di., 21.Oktober
Di., 25.November
Lingen
Mi.,29.Januar
Mi., 5. März
Di., 15.April
Di.,20.Mai
Di., 8.Juli
Di., 19.August
Mi., 1.Oktober
Di., 11.November
Di., 9.Dezember
Uelzen
Mi., 15.Januar
Mi.,12.Februar
Mi.,19.März
Mi.,21.Mai
Mi., 9.Juli
Mi., 17.September
Mi., 15.Oktober
Mi.,19.November
Mi., 17.Dezember
Vechta
Mi., 6.August
Verden
Mi., 8.Januar
Di., 4. März
Di., 1.April
Di., 6.Mai
Di., 3.Juni
Di., 1.Juli
Mi.,30.Juli
Di., 2.September
Di., 30.September
Di., 4.November
Di., 2.Dezember
Verden Absetzer
Mi., 15. Januar
Mi.,12.März
Do.,24. April
Mi.,21.Mai
Mi., 13.August
Mi.,10.September
Mi.,24.September
Mi., 15.Oktober
Mi.,29.Oktober
Mi.,19.November
Mi.,10.Dezember
71
Bereits erfolgreich auf der
Top-Genetik-Auktion verkauft:
26./27. Februar 2014
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Tier mit
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41. Schau der Besten
in Verden
Luky wurde 2012 verkauft – sie ist die Mutter
von Genestar gRZG 158, dem aktuellen
Nr. 1-Genesis-Sohn in Deutschland
Niedersachsenhalle Verden
Die Veranstaltung wird unterstützt von:
CCC Kira war teuerstes Verkaufstier 2012 – sie
ist VG 87 eingestuft und erfolgreiche Bullenmutter in den Niederlanden
MASTERRIND GmbH, ein Unternehmen von RPN/SRV/WEU/ZEH
27283 Verden, Osterkrug 20
Tel. 042 31. 6 79-0, Fax -780
26160 Bad Zwischenahn, Feldlinie 2a
Tel. 04403. 9326-0, Fax -57
01662 Meißen, Schlettaer Straße 8
Tel. 03521. 4704-10, Fax -18
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