Amtsblatt der Gemeinde Wilhelmsthal

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Amtsblatt der Gemeinde Wilhelmsthal
Amtsblatt der Gemeinde Wilhelmsthal
mit ihren Gemeindeteilen Effelter, Lahm, Hesselbach, Wilhelmsthal, Gifting, Steinberg, Eibenberg und Roßlach
Mittwoch, den 12. August 2015
Nummer 16
Öffnungszeiten der Verwaltung
Die Verwaltung ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8:00 bis 12:00 Uhr sowie am Freitag von 8:00 bis 13:00 Uhr für den Publikumsverkehr geöffnet. An den Nachmittagen ist nur am Dienstag in der Zeit von 16:00 bis 17:00 Uhr und am Donnerstag in der Zeit von 16:00 bis
18:00 Uhr für den Publikumsverkehr geöffnet. Telefon: 09260 9909-0, Fax: 09260 990933. E-Mail: [email protected], www.wilhelmsthal.de
Amtliche Bekanntmachungen
Austräger in Steinberg gesucht!
Für die Verteilung des „Wilhelmsthaler Mitteilungsblattes“ in
Steinberg suchen wir ab September 2015 eine(n) zuverlässige(n)
Austräger(in). Das Mitteilungsblatt erscheint gewöhnlich im
14-tägigen Abstand jeweils am Mittwoch. Interessenten melden sich bitte in der Gemeindeverwaltung, Tel. (09260) 99090.
Ferienjob in der Gemeinde
Die Gemeinde Wilhelmsthal sucht zur Unterstützung des gemeindlichen Bauhofes Ferienjobber in den Sommerferien 2015.
Schüler die das 15. Lebensjahr vollendet und Interesse an diesem Ferienjob haben, melden sich bitte unter folgender Rufnummer bei der Gemeinde Wilhelmsthal:
09260-9909-0
Aus dem Rathaus
Gemeinde Wilhelmsthal ist stolz auf
erfolgreiche Absolventen
Wilhelmsthal/Steinberg- Die Gemeinde Wilhelmsthal freut sich
über die hervorragenden Leistungen ihrer Schul- und Ausbildungsabsolventen. Am Donnerstag lud Bürgermeisterin Susanne Grebner die „Creme de la Creme“ zu einem Empfang ins
Steinberger Rathaus.
Eingeladen waren - neben allen erfolgreichen Abiturienten und
Fachabiturienten - auch die Schul- und Ausbildungsabsolventen
mit einer Eins vor dem Komma. Interessiert fragte die Bürgermeisterin die jungen Leute nach ihren weiteren Zielen und Berufswünschen. Hoch im Kurs stehen der Besuch weiterführender
Schulen, das Ableisten eines sozialen Jahres sowie duale Studiengänge. Einige streben auch ein Studium beispielsweise Maschinenbau, Grundschul-Lehramt, Elektrotechnik, BauingenieurWesen sowie Soziale Arbeit an, wofür ein Teil von ihnen zunächst
den Landkreis verlassen muss. Andere beginnen im September
eine Ausbildung – so unter anderem im Finanzamt Kronach, als
Versicherungskauffrau, Bankkauffrau, Mechatroniker, Zerspanungsmechaniker oder Steuerfachangestellte, sodass sie ihrer
Heimat erhalten bleiben.
Grebner zeigte sich sehr beeindruckt von den ehrgeizigen Zukunftsplänen und wünschte allen viel Glück auf ihrem Lebensweg. Sie zeigte großes Verständnis dafür, dass es einige von
ihnen erst einmal hinaus in die „weite Welt“ zieht. Dies könne sie
ihnen - aus eigener Erfahrung heraus - sogar durchaus empfehlen. Dennoch hoffte sie, dass sie nach einiger Zeit wieder in die
Heimat zurückkehrten. „Wenn man erst einmal eine Zeit woanders gelebt hat, kommt man umso lieber wieder heim. Man weiß
dann die eigene Heimat viel mehr zu schätzen“, zeigte sie sich
sicher. Wilhelmsthal sei eine lebens- und liebenswerte Gemeinde gerade für junge Familien. Die Lebensqualität hier sei sehr
hoch. Zudem gebe es im Landkreis viele sehr erfolgreiche Unternehmen, die händeringend Facharbeiter suchten. Abschließend
beschenkte Grebner die Anwesenden mit kleinen ErinnerungsPräsenten, die das Gemeinde-Wappen zieren. Sie wünschte allen noch erholsame Rest-Ferien sowie einen guten Start in ihren
kommenden Lebensabschnitt.
Wie bereits in den Vorjahren glänzten auch heuer die jungen
Menschen mit hervorragenden Abschlussergebnissen. So hatten viele der Schulabsolventen eine Eins vor dem Komma. Lisa
Engelhardt aus Steinberg schaffte ihre Ausbildung zur Friseurin
mit einem Notendurchschnitt von 1,5, während Markus Zwosta
aus Kämmerlein seinen Industriemechaniker mit 1,28 absolvierte. Auch die frischgebackenen Versicherungskauffrauen Jessica
Weiß, Carina Lehnhardt (beide Wilhelmsthal) und Anja Zwosta
(Steinberg) hatten jeweils eine Eins vor dem Komma, Jessica sogar den Traumnotendurchschnitt 1,0. hs
Geehrte Absolventen 2015 der Gemeinde Wilhelmsthal – soweit anwesend:
Die nächste Ausgabe erscheint am
Mittwoch, den 26. August 2015
Redaktionsschluss für diese Ausgabe ist am
Freitag, den 21. August 2015.
Bitte geben Sie bis spätestens an diesem Tag Ihre Texte
und Anzeigen bis 10.00 Uhr im Rathaus ab.
Wilhelmsthal
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Nr. 16/15/KW 33
Schulausbildung: Frankenwald-Gymnasium Kronach: Bastian Schneider – Steinberg (Abitur bis Notendurchschnitt 1,5),
Anna-Maria Peter – Wilhelmsthal (Abitur bis ND 1,9), Katja Eidloth – Hesselbach, Florian Fiedler – Lahm, Christian Hofmann
– Schäferei, Vera Kestel – Effelter, Niklas Löffler – Effelter, Tobias Zipfel – Geschwend, Tim Zwosta – Kämmerlein (alle Abitur),
Kaspar-Zeuß-Gymnasium Kronach: Andrea Löffler – Effelter
(Abitur), Adalbert-Raps Schule Kulmbach: Maria Schülein –
Steinberg (Fachabitur), Siegmund-Loewe-Realschule Kronach: Lena Ebertsch – Hesselbach (Mittlere Reife, ND 1,18), Gina
Gareis – Grümpel, Maria Stadelmann (beide Mittlere Reife, ND
1,64), Gottfried-Neukam-Mittelschule Kronach: Kevin Beiergrößlein – Steinberg (Mittlerer Schulabschluss, ND 1,67), Lukas
Böhm – Hesselbach (Mittlerer Schulabschluss, ND 1,78)
chen die Gemeinde damit zukunftssicher.“
Im Rahmen der Baumaßnahme werden 12.600 Meter Glasfaserkabel verlegt und neun Schaltgehäuse (Multifunktionsgehäuse)
errichtet. Laut Rudloff steige nun die Telekom in die Feinplanung
für den Ausbau ein, wofür circa zwei bis drei Monate eingerechnet werden müssten. Gleichzeitig wird eine Firma für die notwendigen Tiefbaumaßnahmen ausgesucht und das notwendige
Material bestellt. Sobald alle Kabel verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolgt der Anschluss ans Netz der Telekom. In der Regel vergehen zwischen dem Vertragsabschluss
und der Buchbarkeit der Anschlüsse gerade einmal zwölf Monate. „Unser festes Ziel ist es, dass wir die Tiefbaumaßnahme noch
heuer, also bis zum 31.12.2015, abschließen können“, zeigte er
sich optimistisch.
Berufsausbildung: Staatliche Berufsschule I Coburg: Lisa Engelhardt – Steinberg (Friseurin, ND 1,5), Staatliche Berufsschule II Coburg: Anja Zwosta – Steinberg (Versicherungskauffrau,
ND 1,57), Carina Lehnhardt – Wilhelmsthal (Versicherungskauffrau, ND 1,71), Jessica Weiß – Wilhelmsthal (Versicherungskauffrau, ND 1,0), Lorenz-Kaim-Berufsschule Kronach: Markus
Zwosta – Kämmerlein (Industriemechaniker, ND 1,28). hs
Mehr Breitband für Deutschland
Im Rahmen der Initiative „Mehr Breitband für Deutschland
(MBfD) hat die Telekom seit 2008 bereits knapp 6.000 Ausbaukooperationen mit Gemeinden und Investoren geschlossen. Weit
über zwei Millionen Haushalte haben auf diese Weise Zugriff auf
schnelle Internet-Anschlüsse erhalten – und zwar zusätzlich zum
regulären Breitbandausbau, in den das Unternehmen pro Jahr
bis zu vier Milliarden Euro investiert. Auch in diesem Jahr treibt
die Telekom den Breitbandausbau weiter voran. Jede Stunde
wächst das Telekom-Netz um eineinhalb Kilometer.
Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) freute sich bei der Vertragsunterzeichnung am Donnerstag sehr darüber, dass nun der
Ausbau zügig beginnen kann. Sie dankte in diesem Zusammenhang insbesondere dem Freistaat für die hohe Förderung sowie
der Regierung von Oberfranken für die Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns. „Als ich vor einem Jahr zur Bürgermeisterin gewählt worden bin, haben sehr viele Bürger den
Wunsch eines schnelles Internets an mich herangetragen“, erklärte die Bürgermeisterin. Eine hochleistungsfähige Breitbandversorgung spiele keineswegs nur in Ballungszentren und Städten eine zentrale Rolle, sondern sei insbesondere im ländlichen
Raum eines der großen Zukunftsthemen. Dies gelte nicht nur für
Firmen, sondern für die gesamte Bevölkerung und gerade auch
bereits für Schüler, die das Internet für Hausaufgaben und Recherchen benötigten. Deswegen habe man die Maßnahme mit
aller Kraft vorangetrieben. Man könne stolz darauf sein, dass
Wilhelmsthal nun in Sachen „Schnelles Internet“ im Landkreis
Kronach ganz vorne mit dabei sei. Dies bestätigte auch Rudloff.
So seien entsprechende Vertragsunterzeichnungen im Landkreis Kronach bislang nur von ganz wenigen Kommunen erfolgt.
Gleichzeitig dankte er für das der Telekom einmal mehr entgegen
gebrachte Vertrauen, nachdem diese bereits im April 2010 für
den Ausbau in Effelter verantwortlich gezeichnet hatte.
Wie er informierte, laufe das Förderprogramm Ende 2018 aus.
Nach Abschluss der jetzigen Maßnahme und dem Ausbau der
Hauptorte werde man das Erschließungsgebiet in der Gemeinde Wilhelmsthal noch einmal hinsichtlich Deckungslücken - man
spreche dabei von sogenannten weißen Flächen - überprüfen.
Sollten noch solche weißen Flächen vorhanden sein, könne man
diesbezüglich die Maßnahme noch einmal anleiern, damit auch
diese entsprechend versorgt würden.
hs
Bürgermeisterin Susanne Grebner freut sich über die hervorragenden Leistungen der diesjährigen Schul- und Ausbildungsabsolventen aus der Gemeinde Wilhelmsthal.
Freude über schnelles Internet für die
Gemeinde Wilhelmsthal
Wilhelmsthal- Die Telekom erhält den Zuschlag für den Breitband-Ausbau. 852 Haushalte können ab 2016 schnelles Internet
nutzen mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s. Mit der Vertragsunterzeichnung im Rathaus der Gemeinde Wilhelmsthal erfolgte
nun der Startschuss.
Die Entscheidung ist gefallen: Die Telekom hat den Zuschlag
für den Ausbau des Internets in Wilhelmsthal, Ortsteile Eichenbühl, Gifting, Hesselbach, Lahm, Schäferei, Steinberg und Wilhelmsthal erhalten. 852 Haushalte bekommen ab Mitte 2016
Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50
MBit/s (Megabit pro Sekunde). Damit werden die Kunden der
Gemeinde Wilhelmsthal nicht nur ruck zuck ins Internet gehen
sondern auch Entertain, das TV-Produkt der Telekom, nutzen
können.
„Wir danken der Gemeinde Wilhelmsthal für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns darauf, das Projekt zügig anzugehen“, sagte Andreas Rudloff, kommunaler Ansprechpartner
Infrastrukturvertrieb der Telekom Deutschland, und ergänzte:
„Wir wissen, wie wichtig ein schneller Internetanschluss ist. Deshalb wollen wir so vielen Menschen wie möglich einen solchen
Anschluss zur Verfügung stellen. Wir versorgen die Ortsteile Eichenbühl, Gifting, Hesselbach, Lahm, Schäferei, Steinberg und
Wilhelmsthal mit der neuesten Breitbandtechnologie und ma-
Grünes Licht für neue Breitbandrichtlinie
Nach der Genehmigung durch die EU-Kommission für die
überarbeitete Breitbandrichtlinie, erfolgte der Start für - mit einem Finanzvolumen von 1,5 Milliarden Euro - eines der größten bayerischen Förderprogramme. Bayern hat damit ein
bundesweit einzigartiges Förderprogramm für das schnelle
Internet. Mit der neuen Richtlinie wird der maximale Förderhöchstbetrag verdoppelt und das Verfahren vereinfacht. Ziel
des Freistaats ist, bis 2018 flächendeckend Hochgeschwindigkeitsnetze zu schaffen und das modernste Breitband
für Bürger und Unternehmen zum Standard zu machen. hs
Internet-Seite: Unter www.schnelles-internet-in-bayern.de gibt
es unter „Kommunen im Verfahren“ einen Überblick über alle
Wilhelmsthal
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Förderprojekte mit dem entsprechenden Sachstand. Hier finden
sich auch Informationen über den Ausbau in der Gemeinde Wilhelmsthal.
hs
Nr. 16/15/KW 33
gen Erwachsenenalter verstarb. Mittlerweile komplettieren vier
Enkel die Familie. Während Baptist Geiger den Beruf des Malers
ausübte, kümmerte sich seine zwei Jahre jüngere Ehefrau um
den Haushalt sowie die Erziehung der Kinder. Zusätzlich fertigte
sie in Heimarbeit Basttaschen am Webstuhl. Beide mögen ihren
schönen Garten sowie Spaziergänge durch die Natur.
Das Ehepaar kennt sich bereits von Klein an und ist seit der
Schulzeit zusammen. Im Alter von 17 Jahren musste Baptist Geiger in den Krieg. Nachdem das Boot, auf dem er als Matrosenobergefreiter eingesetzt war, bei Saloniki bombardiert worden war
und dabei viele Tote zu beklagen waren, fehlte von Baptist Geiger über ein Jahr lang jede Spur. Er galt als vermisst. 1948 kehrte er aus ägyptischer Kriegsgefangenschaft zurück; zwei Jahre
danach fand die Hochzeit statt. Heute lebt das Ehepaar zusammen im gemeinsamen schmucken Eigenheim, in dem auch Sohn
Herbert und seine Familie mit unter einem Dach wohnen.
(von links) Andreas Rudloff, kommunaler Ansprechpartner
Infrastrukturvertrieb der Telekom Deutschland, sowie Bürgermeisterin Susanne Grebner bei der Vertragsunterzeichnung.
Neuer Mitarbeiter im Rathaus begrüßt
Der Jubilar konnte sich an seinem Ehrentag über die Glückwünsche zahlreicher Gratulanten freuen. Aufgrund seiner hilfsbereiten, freundlichen und bescheidenen Art genießt er in Roßlach
größte Wertschätzung. Auch mehreren Vereinen aus Roßlach
und Umgebung gehört er an - so der Krieger- und Soldatenkameradschaft Friesen als auch der Freiwilligen Feuerwehr, dem
CSU-Ortsverband sowie Blitz Roßlach. Für die Gemeinde Wilhelmsthal gratulierte Bürgermeisterin Susanne Grebner, die auch stellvertretend für Landrat Oswald Marr und dem Landkreis
Kronach - dem Jubilar noch viele Jahre bei bester Gesundheit
wünschte und Präsente überreichte.
hs
Baptist Geiger (Mitte) feierte seinen 90. Geburtstag. Das
Bild zeigt ihn mit seiner Ehefrau Maria (zweite von rechts)
und weiteren Angehörigen sowie Bürgermeisterin Susanne
Grebner (zweite von links).
Herr Detlef Krause, Staatlich geprüfter Bautechniker, ist seit
01.08.2015 der neue Sachbearbeiter im Bauamt der Gemeinde Wilhelmsthal und Leiter des gemeindlichen Bauhofes. Die 1.
Bürgermeisterin begrüßte Herrn Krause zum „Start“ in der Gemeinde Wilhelmsthal.
Die Bürgermeisterin gratuliert
Baptist Geiger feierte 90. Geburtstag
Roßlach- Auf nunmehr vollendete 90 Lebensjahre konnte Baptist Geiger aus Roßlach zurückblicken. Der rüstige Jubilar ist
- ebenso wie seine Ehefrau Maria Geiger - seinem so idyllisch
gelegenen Heimatort immer treu geblieben und fühlt sich hier
auf dem schönen Fleckchen Erde sehr wohl. Aus der - mittlerweilen über 65-jährigen - glücklichen Ehe gingen die drei Söhne
Herbert, Jürgen sowie Josef hervor, der leider viel zu früh im jun-
Goldene Hochzeit von Annemarie und
Reinhard Kestel
Wilhelmsthal- Das schöne Fest der Goldenen Hochzeit feierten
Annemarie und Reinhard Kestel aus Wilhelmsthal, die sich über
eine große Gratulantenschar freuen konnten. Für die Gemeinde
Wilhelmsthal gratulierte Bürgermeisterin Susanne Grebner, die auch stellvertretend für Landrat Oswald Marr - dem Jubelpaar
noch viele gemeinsame harmonische Jahre wünschte und Präsente überreichte.
Aus ihrer - jetzt schon ein halbes Jahrhundert währenden - Ehe
gingen die Söhne Thomas und Frank hervor. Mittlerweile komplettieren eine Enkelin und ein Enkel die Familie. Beim nunmehr
78-Jährigen handelt es sich um einen gebürtigen Wilhelmsthaler.
Seine sechs Jahre jüngere Ehefrau wurde in Polen geboren und
kam später mit ihrer Familie nach Reichenbach. Dort lernten sich
die Beiden auch auf einem Musikfest kennen, wo Reinhard Kestel - schon damals ein Vollblut-Musiker - Blasmusik spielte. „Ich
habe ihn zum ersten Mal bei der Kirchenparade gesehen und
gleich gedacht, der würde zu mir passen“, erzählt die Jubilarin
Wilhelmsthal
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vom ersten Kennenlernen. Das erste Mal getanzt haben die Beiden auf der Peter und Paul-Kirchweih. Der Liebe wegen zog die
Reichenbacherin in das schöne Bergdorf. Im Jahr 1970 bezog
man das gemeinsam gebaute Eigenheim in der Festungsstraße,
wo sich das Jubelpaar sehr wohl fühlt.
Reinhard Kestel verdingte sich während seines Berufslebens
als Fernfahrer sowie später als Bauarbeiter, während seine Ehefrau durch Heimarbeit dazuverdiente. Hingebungsvoll kümmerte
sie sich um den Haushalt und den schönen Garten sowie um
die Erziehung der beiden Kinder. Die Jubilare erfreuen sich in
Wilhelmsthal aufgrund ihrer Hilfsbereitschaft und ihres offenen
Wesens großer Wertschätzung und Beliebtheit. So sind sie zum
Einen Mitglied in vielen Vereinen und zum Anderen engagierten
sie sich sehr für das Dorfleben. Der Vollblutmusiker ist Ehrenmitglied beim Musikverein Wilhelmsthal und singt seit über 50 Jahren im 1974 wiedergegründeten Männergesangverein „Cäcilia
1887 Wilhelmsthal“, auch dem Viergesang gehörte er während
dessen Bestehens an. Seine Ehefrau singt in der Frauenschola
Wilhelmsthal. So ist dann auch die Musik das größte Hobby der
Jubilare. Mit viel Freude kümmern sie sich um den schönen Garten. Auch das Lösen von Kreuzworträtseln steht hoch im Kurs.
Beide sind sehr gesellig und kontaktfreudig und haben gerne
Menschen um sich herum. Am wohlsten fühlen sie sich, wenn
sie all ihre Lieben um sich scharen können.
Beide zeigen großes soziales Engagement. So bringt sich Annemarie Kestel stark im Seniorenkreis der Pfarrei St. Josef ein, der
sich alljährlich mit einem Stand am traditionellen Weihnachtsmarkt beteiligt. Hierfür fertigt sie in unzähligen ehrenamtlichen
Stunden wunderschöne Handarbeiten an, die für wohltätige
Zwecke verkauft werden. Ihr Ehemann war lange Jahre aktiver
Feuerwehrkamerad und Blutspender.
hs
Nr. 16/15/KW 33
Am 18.08. Rosemarie Jakob, OT Eibenberg, Eibenberg 15,
zum 68. Geburtstag
Am 19.08. Margitta Eidloth, OT Hesselbach, Am Plan 1,
zum 64. Geburtstag
Am 20.08. Irmgard Hummel, Effelter 30,
zum 67. Geburtstag
Am 21.08. Kurt Schwedas, Lahm 51,
zum 86. Geburtstag
Am 21.08. Wolfgang Harthan, Lahm 1,
zum 60. Geburtstag
Am 22.08. Maria Förtsch, OT Roßlach, Winterleithen 1,
zum 76. Geburtstag
Am 24.08. Johann Prell, Alte Schulstraße 25,
zum 81. Geburtstag
Am 24.08. Alfons Welscher, Lahm 10,
zum 77. Geburtstag
Am 24.08. Maria Weber, OT Steinberg, Weinbergstraße 19a,
zum 61. Geburtstag
Am 25.08. Margarete Angles, OT Eibenberg 34,
zum 80. Geburtstag
Am 25.08. Fred Hoch, OT Steinberg, Weißbrunnen 4,
zum 64. Geburtstag
Am 25.08. Wolfgang Gerber, OT Steinberg, Hofwiese 31,
zum 61. Geburtstag
Am 26.08. Evelin Warpakowski, OT Steinberg, Eichenbühl 27,
zum 82. Geburtstag
Am 26.08. Jürgen Schlenz, OT Steinberg, Eichenbühl 70,
zum 62. Geburtstag
Am 27.08. Josef Jakob, OT Steinberg, Weißbrunnen 12,
zum 83. Geburtstag
Standesamtliche Nachrichten
Eheschließungen
Am 27.07 .2015 heirateten Herr Sebastian Fehn und Frau Anna
Förtsch , Effelter 47, 96352 Wilhelmsthal.
Sterbefälle
Herr Baptist Kotschenreuther, Wilhelmsthal , Grümpelstr. 8, verstorben am 27.07 .2015 im Alter von 76 Jahren.
(von links) Bürgermeisterin Susanne Grebner gratulierte
dem Jubelpaar Annemarie und Reinhard Kestel zur Goldenen Hochzeit.
Wir gratulieren
Geburtstagsjubilare
Am 17.08. Herbert Eidloth, OT Steinberg, Grieser Straße 3,
zum 74. Geburtstag
Am 17.08. Albert Wachter, Grüntal 6,
zum 62. Geburtstag
Am 17.08. Anneliese Munzer, OT Steinberg, Schloßberg 15,
zum 62. Geburtstag
Schulische Nachrichten
Kleine Gespenster erobern Wilhelmsthal
Wilhelmsthal- Die Grundschule Wilhelmsthal feierte kurz vor den
Ferien ihr Schulfest mit einem bunten Bühnenprogramm. Zudem
gab es Ehrungen für Schüler; die sich im vergangenen Schuljahr
in bestimmten Bereichen besonders hervorgetan hatten.
„Finster, finster, finster, nur der Glühwurm grinst im Ginster und
die Eule ruft im Grunde Geisterstunde…“ Schaurig-schön klingt
das Gespensterlied, das die vielen kleinen Geister der Klassen
1K2 a, b und c beim Schulfest der Grundschule Wilhelmsthal
anstimmten. Natürlich hatten sie sich dafür auch Gespenstermasken gebastelt und auch einige Skelette tummelten sich in
Reihen der Geister. Das Gespensterlied, das von den Kindern
auch klangmalerisch begleitet wurde, war einer von vielen Höhe-
Wilhelmsthal
–5–
punkten, die die Jungen und Mädchen den vielen Gästen in der
Schulturnhalle in Wilhelmsthal präsentierten. Unter den Gästen
war auch Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner.
Eine ganze Stunde lang sangen und musizierten die Nachwuchsakteure, was das Zeug hielt. Zudem gab es eine tolle SteppAerobic der Klasse 3K4c zum afrikanischen Musical „Tuishi
pamoja“ zu bestaunen, das die dritten und vierten Jahrgangsstufen im Mai aufgeführt hatten – eine Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz. Mitreißend war die schwungvolle Seilspringvorführung der Klasse 3K4a. Die Flötenkinder der
unterschiedlichen Klassen brachten die Flötenstücke „Canario“
sowie „Sehr schnell“ zu Gehör. Gemeinsam stimmte der Chor
der 3 a, b und c das Lied „Freunde wie wir“ an.
Herzlich bedankte sich Schulleiter Ulrich Weiß beim Eltern- und
Schülerbeirat, den Schulsanitätern sowie allen großen und kleinen Helfern für die großartige Unterstützung bei der Durchführung des Schulfests, aber auch das ganze Jahr über – so unter
anderem im Regenwaldladen, beim Bananenverkauf, in der Bücherei, beim Café mit Herz sowie beim Weihnachtsbasar. Das
Schulfest nutzte er für die Auszeichnung der besten Schüler und
Schülerinnen des letzten Schuljahres bei Mathematik-Wettbewerben, beim Sammeln der meisten Druckerpatronen sowie bei
den Bundesjugendspielen. Unter großem Applaus wurden nicht
nur die Schüler der vierten Klassen, sondern auch die Lehrerinnen Carola Glaser, Steffi Gaens sowie Sabrina Pechtold verabschiedet.
Nr. 16/15/KW 33
im Fußball hatte den 6. Platz sowie die Schulmannschaft in der
Leichtathletik den 2. Platz erreicht.
Das Sams trieb sein Unwesen
in Wilhelmsthal
Wilhelmsthal- Die Grundschule Wilhelmsthal präsentierte kurz
vor Schuljahres-Schluss das zauberhafte Theaterstück „Sams Eine Woche voller Samstage“. Die Zuschauer hatten viel Spaß
bei der herzerwärmenden - mit zahlreichen lustigen Einfällen gespickten - Geschichte.
Nach dem Bühnenprogramm waren Jung und Junggeblieben zu
verschiedenen Spielstationen der einzelnen Klassen eingeladen.
Später wurde in der Turnhalle die Theateraufführung „Sams“ gezeigt. Natürlich gab es auch allerhand Leckereien für das leibliche Wohl.
hs
Die Grundschule Wilhelmsthal präsentierte kurz vor Schuljahres-Schluss das zauberhafte Theaterstück „Sams - Eine
Woche voller Samstage“.
Das Gespensterlied war einer der Höhepunkte des Schulfests der Grundschule Wilhelmsthal.
Ehrungen: Oberfränkische Mathe-Meisterschaften (4. Klassen): Schulsieger wurden Annika Schneider und Sven Schnappauf. Beide nahmen erfolgreich am Kreisentscheid teil.
Mathematik-Wettbewerb Känguru 2015 (3. und 4. Klassen):
Am erfolgreichsten war Leonie Hoderlein. DruckerpatronenSammelwettbewerb: 1. Platz: Lena Hofmann, 2. Fabian Müller,
3. Anne Roth, 4. Luca Wachter und Eva Wich, 6. Nils Lehnhardt,
7. Luis Wrede, 8. Nils Eidloth, 9. Helene Herzog, 10. Chima Iwuofor und Ronja Müller. Bundesjugendspiele: Die Schule erreichte
22 Ehrenurkunden. Diese gingen an Benjamin Kittel, Paula Zwosta (1K2a), Leon Dietrich, Nicolas Herzog, Christian Müller, Jonas
Reif, Mara Neder (1K2b), Lucas Wachter, Noah Hannweber, Nils
Funk, Paige Noel (1K2c), Sophie Hopfenbeck (3K4e), Lars Blank,
Moritz Peter, Luca Peter, Julian Heidenreich, Eva Wich, Leonie
Hoderlein, Eric Galle (3K4b), Nils Eidloth, Hanna Vogel, Lara Nickol (3K4c). Die Besten waren bei den Mädchen: Gold: Hanna
Vogel, Silber: Leonie Hoderlein, Bronze: Sophie Hopfenbeck sowie bei den Jungs: Gold: Nils Eidloth, Silber: Luca Peter, Bronze: Moritz Peter. Schulmannschaften: Die Schulmannschaft
Feuerrote Haare, Schweineschnäutzchen und viele blaue
Wunsch-Punkte: Das quirlige, freche Sams wählt sich den
schüchternen Herrn Taschenbier zum „Papa“ und wirbelt dessen wohl geordnetes Leben eine Woche lang tüchtig durcheinander. So kommt er bei seiner unausstehlichen Vermieterin Frau
Rotkohl, beim Einkauf in einem großen Kaufhaus oder bei der
Arbeit im Büro von einer Verlegenheit in die Nächste. Aber das
Sams kann auch Wünsche erfüllen. Vor allem aber verhilft es seinem „Papa“ zu wichtigen Einsichten und neuem Mut. Und da ein
Sams nur von Samstag bis Samstag bleiben kann, wird Herrn
Taschenbier bald richtig bang ums Herz.
Das Sams ist vor allem von Paul Maars beliebter Buchreihe bestens bekannt. Die Schulspielgruppe - bestehend aus Jungs und
Mädchen aller Jahrgangsklassen - zeigte am Dienstagabend
eine urkomische Fassung des ersten Buchs „Eine Woche voller Samstage“. Unter der Regie des Schulleiters Ulrich Weiß
waren Rollen verteilt, Kulissen gemalt, Kostüme gebastelt und
Texte gelernt worden. All die Mühen der vergangenen Wochen
hatten sich gelohnt: Das Publikum lachte in der Schulturnhalle
Wilhelmsthal Tränen bei den frechen Streichen des Sams, seinen aberwitzigen Reimen und den respektlosen Dialogen insbesondere mit Frau Rotkohl, einer echten Furie. Ein echter Brüller
Wilhelmsthal
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war beispielsweise die Szene, wie sie auf dem Schrank sitzt und
nicht mehr herunterkommt. Herrn Taschenbier ist sein ungebetener Mitbewohner zunächst peinlich, zumal das Sams grundsätzlich alles frisst, was ihm unter den Rüssel kommen. Dazu singt
es gerne freche Lieder und nimmt auch sonst kein Blatt vor den
Mund; und Regeln kennt er schon gar nicht. Kein Wunder also,
dass Herr Taschenbier erst einmal versucht, das Sams mit allen
Mitteln loszuwerden. Doch das soll sich bald ändern: Je länger
das Sams bei ihm bleibt, desto lieber gewinnt er es – und das
liegt nicht nur daran, dass das Sams quasi als Wunschmaschine Wünsche erfüllen kann. Und am Schluss wird aus dem ehemals viel zu braven, ängstlichen Herrn Taschenbier ein mutiger,
selbstbewusster Mensch, der sich behaupten kann.
Nr. 16/15/KW 33
Abschied von Dekan Michael Dotzauer
fällt schwer
Wilhelmsthal- Der Dekan verlässt nach zehn Jahren den Landkreis. Am Sonntagnachmittag wurde er in der Pfarrkirche St. Josef als Dekan, Caritas-Vorsitzender und Pfarrer von Wilhelmsthal
verabschiedet.
Am Ende gab es verdientermaßen viel Applaus für die quirlig aufspielende Schulspielgruppe rund um die drei Hauptakteure Sophie (Sams), Emma (Herr Taschenbier) und Angelina (Frau Rotkohl), die nicht nur die Kinderherzen im Sturm erobert hatten.hs
Kirchliche Nachrichten
Gottesdienstordnung
St. Pankratius Steinberg
vom 15.08.2015 bis 30.08.2015
Samstag, 15.08.2015 –
Mariä Himmelfahrt – Messdienergruppe 6
8.45 Uhr
Amt für ++ Richard u. Margareta Beetz u.
++ Angehörige
Amt für + Elisabeth Wachter u.
++ Angeh. Eibigstr. 14
2. Seelenamt für + Johanna Hecht
Amt für + Josef Zwosta und lebende u.
++ Angehörige
Amt für + Anton Schmuck und
++ Angehörige
Kollekte für unsere Pfarrei
Mit Kräuterweihe
Sonntag, 16.08.2015 – 20. Sonntag im Jahreskreis –
Keine Messe
Dienstag, 18.08.2015
19.00 Uhr
Amt für + Werner Weber und ++ Angehörige
Amt für ++ Angehörige der Familie Deuerling
Samstag, 22.08.2015 – Messdienergruppe 1
18.25 UhrRosenkranz
19.00 Uhr
Amt für die Pfarrgemeinde
Kollekte für unsere Pfarrei
Sonntag, 23.08.2015 – 21. Sonntag im Jahreskreis –
Keine Messe
Dienstag, 25.08.2015
19.00 Uhr
Amt für die Pfarrgemeinde
Samstag, 29.08.2015 – Messdienergruppe 2
11.30 Uhr
Trauung des Paares Marina u. Christian Buckreus
in der Pfarrkirche
abends
Keine Messe
Sonntag, 30.08.2015 – 22. Sonntag im Jahreskreis –
8.45 Uhr
Amt für ++ Georg u. Else Geiger und
++ Angehörige
3. Seelenamt für + Wilhelm Jakob
3. Seelenamt für + Johanna Hecht
Kollekte für unsere Pfarrei
Dekan Michael Dotzauer (Mitte) zelebrierte mit weiteren
Geistlichen des Dekanats Kronach den Abschiedsgottesdienst.
Es war ein sehr bewegender Moment: Der Gottesdienst ist bereits beendet. Die Reden sind gehalten, die Erinnerungsgeschenke übergeben. „Geh unter der Gnade“, singt die Pfarrgemeinde.
Es ist ein von Herzen kommendes Lied für ihren Pfarrer, der mit
vielen guten Abschiedsgrüßen bedacht wurde. Alleine der Besuch des Gottesdienstes in Wilhelmsthal belegte, wie ungern die
Gläubigen ihn gehen lassen. Der beliebte Seelsorger kehrt für ein
Jahr zur geistlichen Erneuerung an das Säkularinstitut „NotreDame de vie“ bei Avignon zurück. Dann kommt er ins Erzbistum
Bamberg zurück und übernimmt eine neue Aufgabe.
Unter festlichen Klängen vom Musikverein Wilhelmsthal war der
Pfarrer zuvor in einer Kirchenparade von Seelsorgern des Dekanats als auch Vertretern örtlicher Vereine, kirchlicher Gremien
sowie der Politik zur Pfarrkirche geleitet worden. In seiner Predigt sprach Dotzauer über seine ersten Eindrücke bei seinem
erstmaligen Besuch in seinen Gemeinden an einem Sonntagnachmittag im Juli 2005. „Vom ersten Tag an habe ich mich in
meinen Pfarreien wohl gefühlt. Ich war glücklich, Pfarrer von so
lebendigen Pfarreien zu sein. Ich denke, ich hätte es nicht besser
treffen können“, meinte der Pfarrer. Gerne denke er zurück an
die vielen Gottesdienste und Feiern, an Begegnungen und Gespräche. Er habe Freude und Leid mit den Gläubigen teilen, Kinder auf den Empfang der Sakramente vorbereiten und Trauernden beistehen, Brautpaare segnen und Kranken die Kommunion
bringen dürfen. „Ich durfte in Predigt und Unterricht Impulse für
den Glauben geben. Bei alledem habe auch ich viel gelernt und
empfangen. Viele Freundschaften und Bekanntschaften sind in
diesen Jahren gewachsen, die auch über meinen Weggang hinaus erhalten bleiben werden“, zeigte er sich sicher. Eine große
Herausforderung sei für ihn die ständig wachsende Zahl von Aufgaben gewesen: die Wahl zum Dekan, zum 1. Vorsitzenden und
Geistlichen Beirat des Kreiscaritasverbandes, die Ernennung
zum Administrator der Pfarrei Friesen, die Wahl in den Generalrat von Notre-Dame de Vie. All diese - an und für sich sehr
schönen - Aufgaben hätten in den Alltag integriert werden müssen - mit der Folge, dass er sich um manche Dinge nicht mehr
mit derselben Sorgfalt habe kümmern können wie am Anfang.
Vieles sei darum unvollendet geblieben. Er dankte allen, die für
ihre Pfarrgemeinde Zeit und Mühe investieren – und vor allem
denen, die durch ihr Gebet und tägliches christliches Vorbild den
Glauben weitergäben.
Der Gottesdienst wurde von Regionaldekan Thomas Teuchgrä-
Wilhelmsthal
–7–
ber sowie weiteren Seelsorgern aus dem Dekanat Kronach, darunter auch Dotzauers Nachfolger - Kaplan Sven Raube - mit
zelebriert. Die musikalische Umrahmung oblag dem Männergesangverein und der Frauenschola Wilhelmsthal. Nach dem
Schlusssegen würdigte man in mehreren Ansprachen das Engagement Dotzauers.
„Du hast uns, seitdem du ins Bistum Bamberg kamst, sehr gut
getan. Wir werden dich vermissen“, meinte Regionaldekan Thomas Teuchgräber. Die Abschiedsgrüße seitens der evangelischen Kirche übermittelte Dekanin Dorothea Richter. Sie zeigte
sich traurig darüber, dass der Dekan den Landkreis verlasse. Andererseits empfinde sie große Hochachtung für den von ihm eingeschlagenen Weg. Sie wünschte ihm, dass er den Menschen
in Frankreich ebenso zum Segen werde wie im Frankenwald.
„Kommen und gehen bestimmen unser Leben“, zeigte sich Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner sicher. Zwischen
Rathaus und Pfarramt gebe es viele Berührungspunkte. Dabei
gingen Kirche und Politik nicht immer konform. Aber sie hätten
doch das Wesentliche gemeinsam im Blick: Das Wohl der Mitmenschen. Seitens der Caritas erinnerten sich Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein, Kreisgeschäftsführerin Cornelia Thron
sowie 2. Kreisvorsitzender Björn Kleyhauer an viele gemeinsam
gefeierte wunderbare Caritas-Gottesdienste. Sie dankten für die
wertvolle, menschliche und angenehme Zusammenarbeit. „Wir
waren ein tolles Team“, meinte Thron wehmütig. „Gemischte
Gefühle“ brachte der Vorsitzende der KAB Wilhelmsthal, Reinhold Dietrich, zum Ausdruck, während sich Pfarrsekretärin Heidi
Geiger in Gedichtform beim „besten Chef, den man nur haben
kann“ für die tolle gemeinsame Zeit bedankte. Von zehn sehr
vom Geist Gottes erfüllte Jahre sprachen PGR-Vorsitzender
Thomas Greser und Kirchenpfleger Bernd Peter. Mit Dotzauer zu
arbeiten, sei eine große Freude gewesen. Die Beiden überreichten ihm, was sich der Pfarrer auch gewünscht hatte, ein schöne
Fotobuch mit vielen Gesichtern und Schnappschüssen aus der
Pfarrei Wilhelmsthal.
Dekan Michael Dotzauer freute sich über die Abschiedsgrüße der Kiga-Kinder.
Alle Pfarrangehörigen waren anschließend in den Pfarrgarten
zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. Viele Weggefährten nutzten dabei die Möglichkeit, sich von ihrem Pfarrer persönlich zu verabschieden. Unter ihnen waren auch die Jungen und
Mädchen des Kindergartens St. Josef sowie der Grundschule
Wilhelmsthal, die ihm schöne Abschiedslieder mit auf den Weg
gaben, wie auch Vertreter örtlicher Vereine.
Der Dekan war bereits am Samstagabend in Effelter und am
Sonntagmorgen in Lahm verabschiedet worden. Die Verabschiedung als Pfarradministrator von Friesen erfolgt am 1. August. hs
Dekan Michael Dotzauer: wurde am 13.12.1969 in Freiburg im
Breisgau geboren und wuchs in Münstertal im Schwarzwald als
Jüngster von acht Geschwistern auf. Nach dem Abitur studierte
er von 1989 bis 1996 Theologie in Freiburg und Fribourg in der
Schweiz. Von 1996 bis 1999 folgte ein Aufenthalt in Venasque
in Südfrankreich, wobei er seine Ausbildung im Säkularinstitut
„Notre-Dame de Vie“ absolvierte. Von 1999 bis 2001 machte er
Nr. 16/15/KW 33
sein Pfarrpraktikum in St. Gangolf (Bamberg) und verbrachte seine Diakonatszeit in St. Anton (Nürnberg). Am 30.06.2001 wurde
er in Bamberg zum Priester geweiht. Nachdem er von 2001 bis
2005 Kaplan der Pfarrei Unsere Liebe Frau in Lichtenfels war,
war er ab 2005 Pfarrer von Lahm und Wilhelmsthal, ab 2009
Dekan des Dekanats Kronach sowie ab 2012 Pfarradministrator
von Friesen.
Gottesdienstordnung für die Pfarreien
St. Ägidius Lahm und St. Josef Wilhelmsthal
01.08. – 30.08.2015
Mi. 12.08.
W’thal
19.00 Eucharistie (für die Verstorbenen)
Do. 13.08. keine Hl. Messe
Fr. 14.08.
keine Hl. Messe
Sa. 15.08.
La
08.45
Mariä Aufnahme in den Himmel
Eucharistie mit Kräutersegnung
f. ++ Georg Eidloth, Eltern u.
Geschwister, He
W’thal
10.00
anschl.
Eucharistie mit Kräutersegnung
f. ++ Hans u. Berta Münzel u. Angeh.
zum Dank an die Muttergottes und
den Engeln
Tauffeier für Sina Montag
Eff
19.00
Eucharistie mit Kräutersegnung
f. ++ Ewald Dressel, Sabina u.
Bruno Schnappauf, Nr. 32
f. ++ Agnes Köpp, Nr. 61
f. ++ Rita Hummel, Elt. u. Geschwister,
Nr. 60
f. ++ Gerhard Weber, Nr. 69
f. ++ Hans Keim u. Elt. u. Geschwister
Punzelt, Nr. 6
So. 16.08.
La
08.45
20. Sonntag im Jahreskreis
Eucharistie f. ++ Hildegart Gehring u.
Doris Münzel, Andreas Engelhardt,
Rudi u. Gretel Weiß
W’thal
Eucharistie (für unsere Pfarrgemeinde)
10.00
Di. 18.08. W‘thal 19.00Eucharistie
f. ++ Hedwig u. Emil Barnickel u. Angeh.
Mi. 19.08.
keine Hl. Messe
Do. 20.08. La
19.00 Eucharistie
f. ++ Erich Oertelt u. Josef u. Anna Löffler
Fr. 21.08. W’thal 18.30Rosenkranz
19.00 Eucharistie
f. ++ Otto u. Udo Welsch u. Angeh.
Sa. 22.08. Eff
19.00 Eucharistie (für die Verstorbenen)
So. 23.08.
21. Sonntag im Jahreskreis
La
08.45Eucharistie
f. ++ Ottmar Grebner u. Angeh.
f. ++ Ernst Beitzinger, La
Wilhelmsthal
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f. ++ Anna Schönmüller (z. Jahrtag)
u. Paten Engelhardt u. Jakob
W´thal 10.00Eucharistie
f. ++ Hilmar Daum (z. Geb.),
Eltern u. Angeh.
Di. 25.08. La
19.00
Eucharistie zu Ehren der Hl. Muttergottes
Mi. 26.08. keine Hl. Messe
Do. 27.08. La
19.00 Eucharistie
f. ++ Georg Appel, He
Fr. 28.08.
W’thal 18.30Rosenkranz
19.00Eucharistie
f. ++ Theresia Wachter u. Agnes Lehnhardt u. Angeh.
Sa. 29.08. Eff
19.00 Eucharistie
f. ++ Fam. Keim u. Reif, Nr. 8
f. ++ Johann u. Katharina Zwosta, Nr. 37
So. 30.08.
22. Sonntag im Jahreskreis
La
08.45 Eucharistie 2. SG f. Erika Löffler
f. ++ Rosa u. Willi Beitzinger, La.
W´thal
10.00 Eucharistie f. ++ Ludwig Steininger
f. ++ Johanna u. Hans Wich u. Fam. Suffa
Termine und Vermeldungen
Di. 18.08. 14.30 Uhr Seniorentreffen, Josefstübla in W´thal
Fr. 21.08. Krankenkommunion in Effelter
Do. 27.08.19.30 Uhr KAB – Stammtisch, im KAB Vereinshaus W’thal
Fr. 28.08. Krankenkommunion in Lahm
Di. 01.09. 14.30 Uhr Seniorentreffen, Josefstübla in W´thal So. 13.09.Herbst / Winterbasar der MUKI Gruppe,
Schwesternhaus W‘thal
Das Pfarrbüro Lahm ist am 13. u. 16. August geschlossen, dafür ist an Maria Himmelfahrt, 15. August nach dem Gottesdienst
geöffnet.
Im August bleibt das Pfarrbüro Wilhelmsthal geschlossen. Bitte
beachten!!!
Ferienvertretung
Vom 1. bis 31. August übernimmt die Urlaubsvertretung wieder
Abbé Raymond Ndione aus unserem Partnerbistum Thiès / Senegal. Abbé Raymond wohnt während dieser Zeit im Pfarrhaus
in Lahm und ist erreichbar unter Tel. 09260 - 292.
Wir wünschen Abbé Raymond einen schönen Aufenthalt bei uns.
Nehmen Sie ihn gut auf, lassen Sie sich von seiner Heimat erzählen!
Nr. 16/15/KW 33
Sonstige Mitteilungen
Kronacher Klassik AKADEMIE 2015
am Sonntag, den 04.10.15
Ort: Maximilian-von-Welsch-Realschule, Gabelsberger Straße 4,
96317 Kronach
Programm: Werke von Camille Saint-Saëns, Wolfgang Amadeus
Mozart und Johannes Brahms mit den Solisten Isabella Pflaum
(Horn) und Michael Hertel (Oboe)
11:00 Uhr 16:00 Uhr
Sinfonischer Frühschoppen
Abschlusskonzert
Die Kronacher Klassik AKADEMIE ist ein jährlich stattfindendes
Orchesterprojekt für Schüler, Studenten und Erwachsene mit der
Zielsetzung, sinfonische Literatur in Originalbesetzung zu erarbeiten und aufzuführen. Drei Werke stehen in diesem Jahr auf
dem Programm: das Konzertstück op. 94 für Horn und Orchester
von Camille Saint-Saëns, das Konzert für Oboe und Orchester in
C-Dur KV 314 von Wolfgang Amadeus Mozart und die Sinfonie
Nr. 1 c-Moll op. 68 von Johannes Brahms. Solisten sind Isabella Pflaum und Michael Hertel. Die künstlerische Leitung liegt in
Händen von Burkhart M. Schürmann.
Der Eintritt ist frei. Freiwillige Spenden sind willkommen.
Wilhelmsthal
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Ferienjobs und Sozialversicherung
Die Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung in Bayern
informieren
Die bayerischen Schülerinnen und Schüler trennen nur noch wenige Tage von den Sommerferien. Ferienzeit bedeutet für viele
auch Arbeitszeit: sie bessern ihr Taschengeld durch einen Ferienjob auf. Müssen dafür auch Sozialabgaben gezahlt werden?
Schüler und Studenten haben grundsätzlich die gleichen Abgaben wie normale Arbeitnehmer. Wer aber lediglich die Ferien zum
Arbeiten nutzt, übt unter bestimmten Voraussetzungen nur eine
kurzfristige Beschäftigung aus. Aus dieser Beschäftigung werden keine Beiträge zur Sozialversicherung gezahlt. So die Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung in Bayern.
Als „kurzfristig“ gilt eine Beschäftigung, wenn diese insgesamt
drei Monate oder siebzig Arbeitstage im Kalenderjahr nicht überschreitet. Wie hoch der Verdienst und die wöchentliche Arbeitszeit sind, spielt dabei keine Rolle. Der Ferienjob bleibt grundsätzlich sozialversicherungsfrei. Mehrere Jobs dieser Art während
eines Kalenderjahres werden zusammengerechnet.
Wer die Aushilfstätigkeit länger ausübt, ist automatisch in der
Rentenversicherung pflichtversichert. Das hat viele Vorteile,
nicht nur bei der späteren Rente.
Sonderfall Praktikum
Für Studenten im Praktikum gibt es im Bereich der Sozialversicherung zahlreiche Sonderregelungen. Die Regionalträger der
Deutschen Rentenversicherung in Bayern empfehlen daher, sich
vor Aufnahme eines Praktikums bei den Sozialversicherungsträgern (Arbeitsagentur, Krankenkasse, Rentenversicherungsträger) zu informieren.
Nähere Informationen zum Thema bieten die kostenlosen Broschüren „Tipps für Studenten: Jobben und studieren“ und „Minijob – Midijob: Bausteine für die Rente“.
Die Broschüren und weitere Auskünfte erhält man am kostenlosen Servicetelefon unter 0800 1000 48088 und in allen Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung.
Wichtig für Schulabgänger:
Ausbildungssuche zählt bei der Rente!
Nächste Woche beginnen die Sommerferien in Bayern, viele
Schulabsolventen starten danach ins Berufsleben.
Diejenigen, die nicht sofort einen Ausbildungsplatz finden, sollten sich bei der Agentur für Arbeit als Ausbildungssuchender
melden, empfehlen die Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung in Bayern.
Auch ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld kann die Ausbildungsplatzsuche als Anrechnungszeit in der Rentenversicherung berücksichtigt werden. Dies gilt für Schulabgänger, die zwischen
17 und 25 Jahre alt sind und sich bei der Agentur für Arbeit mindestens einen Kalendermonat ausbildungssuchend melden.
Mehr Informationen zum Thema und eine persönliche Beratung
erhält man in allen Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung und am kostenfreien Servicetelefon
unter 0800 1000 48088.
Über www.deutsche-rentenversicherung-in-bayern.de gelangt
man auf die Startseite des jeweiligen Regionalträgers, wo man
schnell und unkompliziert die Adressen der Beratungsstellen findet.
Nr. 16/15/KW 33
Selbstgemachte Mützen,
ausgefallene Dirndl und Bio-Kleidung
Green Fashion – Nachhaltige Modetrends
aus dem Frankenwald
Kronach/München, 4. August 2015. Handarbeit, Maßschneiderei
und einzigartiges Design statt Massenprodukte aus Fernost –
so das Motto der im Frankenwald ansässigen Textilbetriebe wie
etwa myboshi, schwe stern oder bleed. Heimatverbunden zur
Region stellen sie selbstgehäkelte Mützen, Taschen aus hochwertigem Wollfilz sowie Kleidungsstücke aus natürlichen Materialien wie Kork oder Leinen her und achten dabei auf eine nachhaltige und umweltschonende Produktion. Bereits im Mittelalter
als moderne Textilindustrie bekannt, gilt die oberfränkische Region heutzutage mit ihrer Green-Fashion im wahrsten Sinne des
Wortes als „Grüne Krone“ Bayerns.
Schick in Strick
Egal ob Mütze, Schal oder Kuscheltier – Handarbeiten ist wieder total im Trend. So haben auch Thomas Jeanisch und Felix
Rohland im fernen Japan die Kunst des Häkelns entdeckt und
auf langen Zugfahrten durch das Land perfektioniert. Zurück
in Deutschland gründeten sie die Mützenschmiede myboshi
in Konradsreuth. Das Design der Mützen bestimmen die Kunden selbst und entscheiden so über Grundmuster, Farbe und
Stil ihres individuellen Einzelstücks. Häklerinnen und Häkler aus
Oberfranken und Umgebung fertigen diese dann in liebevoller
Handarbeit an. Kreative erhalten eine Schritt-für-Schritt-Anleitung samt Nadeln und zugehöriger Wolle im Do-It-Yourself-Kit.
Verschiedene Tipps & Tricks zu Häkeltierchen, Deko-Ideen oder
Ponchos lesen Interessierte in den Handarbeitsbüchern der zwei
Oberfranken.
Dirndl jung und frech
Zwei Schwestern, eine Idee – Mit hochqualitativen Materialien
schaffen sie einzigartige Kleidungsstücke, Hüte, Taschen & Co.,
bedrucken und bemalen Textilien und peppen alte Kleidungsstücke wieder auf. Anna Lena und Nora Jeske, die aus dem Bereich
Textil und Design kommen, gründeten im Jahr 2006 ihr gemeinsames Label schwe stern. Angefangen mit Filztaschen aus Wollfilz, erweiterten sie ihre Produktpalette mit Haarschmuck, Hüten,
Walkjacken, Trachtenwesten, Dirndln und Kleidern aller Art im
ausgefallenen und innovativen schwe stern-Design. Maßgeschneidert und mit Handsiebdruck oder Malerei versehen, wird
jedes Stück der „Textilschwestern“ zu einem Unikat. Verbunden
zu ihrer Heimat Kronach, legen sie Wert auf eine regionale Produktion und achten dabei vor allem auf die Qualität der Materialien sowie eine CO2-arme Herstellung ihrer Textilien. Tipp: Textilliebhaber verfolgen die Arbeit der schwe stern in ihrem Atelier in
der Altstadt von Kronach.
Bio-Bekleidung aus Helmbrechts
Bereits vor sechs Jahren gründete Familie Spitzbarth ihre Textilschmiede bleed in Helmbrechts. Der Labelname des Familienbetriebs steht für eine Textilherstellung bei der weder Mensch, Tier
noch Natur „bluten“ und für die besonders innovative Ausgangsstoffe verwendet werden. So produziert bleed in der Region ausschließlich ökologische und vegane Sport- und Streetwear und
verarbeitet dafür nachhaltige Materialien wie Leinen, Hanf, Kork,
„TENCEL® - Eukalyptuszellulose“ oder „Recycling Polyester“.
Von Shirts & Hemden über Hosen, Jacken, Geldbeutel und Taschen steht umweltbewussten Modefans eine große Auswahl an
verschiedenen Modellen, Designs und Farben zur Auswahl. Jeden Freitag lädt bleed Textilliebhaber zum Werksverkauf in ihren
Laden nach Helmbrechts.
In der Stadt Helmbrechts, welche lange Zeit den Titel „Kleiderschrank der Welt“ trug, befindet sich auch das Textilmuseum.
Hier legen Interessierte selbst Hand an und weben am längsten
Schal der Welt mit. Bereits seit Juli 1997 handarbeiten Besu-
Wilhelmsthal
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cher an einem klassischen Handwebestuhl für das Projekt in der
„Schalwelthauptstadt“.
Nähere Informationen zu den Betrieben sind bei FRANKENWALD TOURISMUS telefonisch unter +49-(0)-9261-60150 oder
unter www.frankenwald-tourismus.de erhältlich. Erste Eindrücke
zur Region gibt es auch auf facebook.
Kontakt:
FRANKENWALD TOURISMUS
Markus Franz
Adolf-Kolping-Straße 1
96317 Kronach
Fon: +49-(0)-9261-601517
Fax: +49-(0)-9261-601515
[email protected]
www.frankenwald-tourismus.de
Aus Vereinen und Verbänden
Dorffest Hesselbach feiert 25-jähriges
Jubiläum
Hesselbach- Das Dorffest Hesselbach gibt es seit 25 Jahren.
Aus diesem Anlass fand am Sonntagvormittag ein kleiner Festakt statt. Viele Gäste gratulierten.
Nahezu unglaubliche 52.000 Euro – So viel Geld sind seit dem
Gründungsjahr der Dorfgemeinschaft (DG) Hesselbach in das
schmucke Bergdorf zurückgeflossen - Es waren beeindruckende Zahlen und Fakten, die der Vorsitzende und zugleich Ehrenvorsitzende, Edgar Renk, beim Festkommers nannte.
„Als wir 1991 die Idee in den Raum brachten, eine Dorfgemeinschaft zu gründen, hatten wir nicht mit so einer Beständigkeit
und einem so großen Zuspruch seitens der Bevölkerung gerechnet“, blickte er zurück. In erster Linie haben man dies den Gründungsmitgliedern zu verdanken. Diese hätten es sich zur Aufgabe gemacht, einmal im Jahr ein Dorffest abzuhalten und aus
dem Reinerlös einiges für das Dorf zusätzliches anzuschaffen.
Viele von ihnen seien noch immer in der Vorstandschaft aktiv so Heinrich Förtsch, seit 25 Jahren stellvertretender Vorsitzender
wie auch Georg Fischer, Georg Schönmüller und Renk selbst.
Bislang gab es drei erste Vorsitzende – zunächst er selbst 21
Jahre lang sowie anschließend Alexander Hoderlein und Alexander Kittel, bevor er Mitte April dieses Jahres wieder das Ruder
übernahm. Von dem erwirtschafteten Geld habe man beispielsweise Blumentöpfe, eine Begrüßungstafel, den Barraum, das
Unterstellhaus, den Von-Marschall-Weg, den Brunnen, Panoramatafeln und die Dorfchronik finanziert sowie - in Verbindung
mit der Gemeinde - das Gemeindehaus renoviert. Auch die Vereine wurden finanziell unterstützt. Die 52.000 Euro teilen sich auf
in Sach- und Geldspenden 18.000 Euro, Maßnahmen in und um
Hesselbach 30.000 Euro sowie Inventar für die Dorfgemeinschaft
Hesselbach 4.000 Euro. Weitere Projekte seien in Planung.
Die ersten beiden Dorffeste 1991 und 1992 wurden vor dem
Gemeindehaus abgehalten. Nach dem Umzug ins Dorfzentrum
habe das Fest ein besonderes Flair erhalten. Die Idylle des Dorfkernes, die Enge, das Zusammenwirken aller beteiligten Vereine
und vor allem das Verständnis der Anlieger hätten das Bestehen
der Feste gesichert. Sein Dank galt dann auch insbesondere den
Anliegern, die die DG in ihren Vorhaben in vorbildlicher Weise unterstützen. Stets sei es auch das Anliegen gewesen, den Kindern
ebenfalls vergnügliche Tage zu bereiten. Zudem wurde traditionelle Handwerkskunst gezeigt. Damit habe man diese wertvollen
Fertigkeiten an die Kinder weitergeben wollen. Ein Schwerpunkt
seien auch die musikalischen Darbietungen. Er dankte allen Helfern. Stellvertretend zeichnete er den ältesten Helfer aus, der seit
25 Jahren im Einsatz ist – nämlich Edmund Mattes. Der 78-Jährige verrichtete auch am Samstagabend nahezu bis Mitternacht
Nr. 16/15/KW 33
Dienst in der Bratwurstbude – und das, obwohl seine Schicht um
21 Uhr zu Ende gewesen wäre.
Zu den Gratulanten zählten Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner sowie stellvertretender Landrat Gerhard Wunder.
„Was in Hesselbach auf die Beine gestellt wurde, verdient Respekt und Anerkennung“, würdigte Grebner. Hesselbach sei das
Paradebeispiel für eine Mitmachgemeinde, wie sie es sich bei
ihrem Amtsantritt gewünscht habe. „Hier packt jeder an. Viele
Sachen wären von der Kommune gar nicht zu schultern“, zeigte
sie sich sicher. Wunder zeigte sich stolz darauf, im Landkreis
Kronach über solch aktive Dorfgemeinschaften zu verfügen. „In
Hesselbach wird nicht gejammert, hier werden die Dinge in die
Hand genommen“, lobte er. Darauf sei der Landkreis angewiesen. „Die Dorfgemeinschaft ist nicht nur eine Person, sondern
die gesamte Bevölkerung“, erklärte stellvertretender Vorsitzender Heinrich Förtsch. Als Verantwortlicher spüre man die Bereitschaft der Bevölkerung, sich einzubringen. „Das ist es, was uns
ausmacht“, strahlte er. Hierzu bedürfe es aber auch eines Chefs.
„Für mich als Hirschfelder war es eine einmalige Erfahrung, 25
Jahre Dorffest mit dir zu gestalten“, meinte er und zollte Renk ein
herzliches Vergelt´s Gott.
Musikalisch umrahmt wurde der Festkommers vom Musikverein Neunkirchen aus der Eifel. Dieser machte das wohl schönste Geschenk. So hatte der Dirigent Sebastian Heinen anlässlich
des schönen Jubiläums und der langjährigen Freundschaft einen
Marsch „Gruß an Hesselbach“ kombiniert, den die Musiker als
Uraufführung darboten.
hs
(von rechts) Der Vorsitzende der DG Hesselbach, Edgar
Renk, ehrte - stellvertretend für alle langjährigen Helfer Edmund Mattes. Mit fast 79 Jahren ist er der älteste Helfer,
der seit 25 Jahren für das Dorffest im Einsatz ist.
Der Festgottesdienst wurde vom Musikverein Hesselbach zum ersten Mal gemeinsam mit den Musikfreunden aus der
Eifel - umrahmt, wodurch sich ein einzigartiger Klang ergab.
Wilhelmsthal
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Handwerkskunst auf „Messers Schneide“
Hesselbach- Traditionsgemäß bot das Hesselbacher Dorffest
am Samstagnachmittag einen interessanten Einblick in alte
Handwerksberufe. Verschiedene Handwerker zeigten ihr Können. Auch die Besucher durften selbst Hand anlegen und ausprobieren.
Es ist heiß in Hesselbach, und es wird noch heißer: Die Glut des
kleinen Schmiedefeuers raucht und dampft, als Matthias Burger
an diesem Samstagnachmittag einen Einblick in seine Handwerkskunst gibt. Der Stammbacher versteht sich auf die Herstellung handgeschmiedeter Messer, Damast, Dreilagen und Franzisken. „Die Temperatur muss genau richtig sein – nicht zu heiß,
nicht zu kalt, sonst wird das nichts“, erklärt der Messerschmied
den vielen Zuschauern, die sich um ihn und seinen Amboss herum versammelt haben. Die Messerschmiedevorführung, die er
zeigt, ist eine Feuerschweißung nach Norwegischer Art. Beim
Feuerschweißen werden die zu verbindenden Metalle im Feuer
unter Luftabschluss in einen teigigen Zustand gebracht und anschließend durch großen Druck - zum Beispiel durch Hammerschläge - miteinander verbunden.
Die anschauliche Vorführung war sicherlich ein Highlight der
bunten Palette an handwerklichen Arbeiten, die es am Samstagnachmittag in Hesselbach zu sehen gab. Der kleine, aber feine
Handwerkermarkt wartete erneut mit jeder Menge selbst hergestellten kleinen Kunstwerken auf. Mit dabei waren wieder Karin Förtsch sowie Anke Bär von „Handmade by Karin“ mit ihren
selbstgenähten „Schönigkeiten“ aus Stoff. Und auch Holzwurm
Peter Löffler hatte wieder jede Menge phantasievolle ausgesägte
Holz-Artikel mitgebracht, die man natürlich auch kaufen konnte – ebenso wie die hochwertigen Korbwaren von Eliane und
Christian Schneider. Mit Ausstellungen vertreten waren Holzgartenmöbel-Beitzinger sowie die Schreinerei Fiedler. Am Stand
der Schreinerei konnten sich Groß und Klein aufs Einschlagen
von Nägeln mit möglichst wenigen Schlägen erproben. Zudem
konnten die Kinder hier auch schöne Motive mit der Laubsäge aussägen. Mitmachen war ebenfalls in der Bastelwerkstatt
von Robert Lee Haynes, Werklehrer an der Siegmund-LoeweRealschule, bei der Herstellung von Holzspielzeug sowie beim
Schnitzen am Lindenstamm angesagt. Hochprozentiges gab es
am Stand der Schnapsbrennerei Beitzinger, an dem auch der Jubiläumsschnaps ausgeschenkt wurde. Zielsicherheit war am digitalen Schießstand gefragt. Im alten Backofen beim „Dienesch“
wurde leckeres Brot gebacken. Ein Highlight war in diesem Jahr
die Begehung des Von-Marshall-Wegs - ein herrlicher Rundweg
mit wunderbarem Panoramablick ins Fichtelgebirge, Südthüringer und Coburger Land - unter Leitung vom DorfgemeinschaftsEhrenvorsitzenden Edgar Renk.
Der Abend wurde vom befreundeten Musikverein Neunkirchen
aus der Eifel mit einer Abendserenade eingeläutet. Das musikalische Potpourri zeigte, wie vielfältig Blasmusik arrangiert werden
kann und wie frisch, modern und lebendig diese Art der Musik ist. Bei der anschließenden italienischen XXL-Sommernacht
animierten die „Ghostriders“ die Gäste im und vor dem Festzelt
zum Mitsingen, Schunkeln, Klatschen und Tanzen.
Der Festgottesdienst am Sonntagvormittag - nach der feierlichen
Kirchenparade - wurde zelebriert von Dekan Michael Dotzauer. Er
war zugleich sein letzter Gottesdienst im Landkreis Kronach. Der
Seelsorger kehrt für ein Jahr zur geistlichen Erneuerung an das
Säkularinstitut „Notre-Dame de vie“ bei Avignon zurück. Dann
kommt er ins Erzbistum Bamberg zurück und übernimmt eine
neue Aufgabe. Musikalisch umrahmt wurde die Heilige Messe
vom Musikverein Hesselbach – zum ersten Mal gemeinsam mit
den Musikfreunden aus der Eifel, wodurch sich ein einzigartiger
Klang ergab. Der Sonntagnachmittag lag traditionsgemäß fest in
Hand der Kinder. Die Jugendgruppe Hesselbach lud - wie auch
schon am Samstag - zu schönen Spiel- und Kreativangeboten
ein. Auch das Kinderschminken stand einmal mehr hoch im
Kurs. Bei einer Vorspielstunde gab die Bläserklasse Kronachtal
unter Leitung von Ralf Welsch einen Einblick in ihr schon beeindruckendes Können. Mit riesigem Applaus wurde die Darbietung
Nr. 16/15/KW 33
des jungen „Saitenvirtuosen“ Marcel Schuberth aus Hesselbach
bedacht. Der Schüler der Sing- und Musikschule Kronach hatte
heuer beim Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ an der
Gitarre den ersten Preis mit Weiterleitung erreicht.
hs
Bilder:
Messerschmied Matthias Burger gab einen Einblick in seine
Handwerkskunst.
Herzerfrischender „Fränkischer Abend“
in Hesselbach
Hesselbach- Seinen Auftakt fand das Hesselbacher Dorffest am
Freitag mit einem „Fränkischen Abend“. Im Festzelt boten die
Mitwirkenden ein beindruckendes Stück Heimatliebe. Die Gäste
waren begeistert.
Der „Fränkische Bierkönig“ (Georg Löffler) sang ein Loblied
auf den holden Gerstensaft. Über die Damenwelt dagegen
lästerte er gehörig ab.
Brauchtum und Traditionspflege, herrliche Blasmusik, tolle
Gastauftritte und eine Super-Stimmung: Die Akteure des „Fränkischen Abends“ brachten ein buntes unterhaltsames Potpourri auf die Bühne, bei dem so richtig die Post abging. Für die
Wilhelmsthal
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stimmungsvolle Umrahmung sorgte die Gruppe „Franken Art“,
die fränkische Volkmusik zum Besten gab. Dabei erklangen
beispielsweise fränkische Walzer, Schottisch, Rheinländer oder
Galopp - ungekünstelt, ohne Kitsch, einfach nur schön. Immer
wieder mischten sich Josef Beck (Klarinette und Gesang), Sebastian Scharl (Trompete und Gesang), Harald Kotschenreuther
(Akkordeon) sowie Hans-Jürgen Förtsch (Tuba) unter das Publikum und animierte dieses zum Mitsummen, Mitklatschen oder
Mitträllern. Diese Musik, die noch vor nicht allzu langer Zeit als
hausbacken und völlig „out“ betrachtet wurde, erfährt derzeit
einen regelrechten Boom. Kein Wunder also, dass daher zum
„Fränkischen Abend“ in Hesselbach auch hochkarätige Stargäste anreisten.
Die Besucher tobten, als kein Geringerer“ als Edmund Stoiber
(Martin Panzer) zu den Klängen des Bayerischen Defiliermarsch
in das Festzelt einzog. Wie der „König von Bayern“ versicherte,
sei er sehr gerne in das „Griechenland des Frankenwalds“ gekommen, obwohl es von einer „roten first Lady“ regiert werde,
die ja aber eigentlich blond sei. In seinem verbalen Rundumwasch bekam insbesondere die politische Prominenz gehörig
ihr Fett ab. Scharf verurteilte er beispielsweise die Pläne von
Horst Seehofer, die bayerischen Beamten nach Leistung zu bezahlen. „Damit treibt er die nächste Berufsgruppe in die Armut“,
zeigte sich Stoiber sicher, dem es offensichtlich nicht an Selbstbewusstsein mangelt; bezeichnete er sich doch selbst als „Piemont-Kirsche unter den bayerischen Ministerpräsidenten“. „Was
hätte ich nicht alles werden können, wenn ich nicht „zurückgeblieben“ - äh zurückgetreten - wäre“, sinnierte er - Bundeskanzler, Bundespräsident, EU-Kommissionpräsident und auch noch
eine andere Position, die er schließlich einen gewissen Herrn
Ratzinger überlassen habe. „Ich bin 73 Jahre alt, davon bin ich
schon 90 Jahre in der Politik. In Deutschland brennt es an allen
Ecken und Enden, nur ich kann dieses Land noch retten“, meinte
er „bescheiden“ und ergänzte: „Ein Edmund Stoiber atmet nicht,
er reichert die Luft an.“ Abschließend ermahnte er alle Anwesenden, mehr Kinder in die Welt zu setzen, sonst werde Deutschland in der Geburtenrate noch vom Vatikan überholt.
Ebenso wenig ein Blatt vor dem Mund nahm der nächste - ebenfalls majestätischen Glanz verbreitende - Ehrengast, in Person
des „Fränkischen Bierkönigs“ (Georg Löffler). Auch er zog unter musikalischen Klängen - dieses Mal dem „Frankenmarsch“
- ein. Mit frechem Plauderament und um keinen flotten Spruch
verlegen, sang der ehrwürdige Regent ein Loblied nach dem
anderen auf den wohlschmeckenden Gerstensaft. „Bier macht
schöö, oder hobt ihr scho amol an Moo gsehn, der sich schmink
müss?“, fragte er in die Runde. Und ein Bierbauch sei lediglich
eine Schutzmaßnahme, um den darunter wohnenden Zwerg ein
Dach über den Kopf zu geben. Über die Frauenwelt dagegen
lästerte er gehörig ab. „Wos is a nackta Fraa auf aan Bierkasten?“, wollte er wissen – ein Hindernis! Um Diskriminierungen
entgegenzuwirken, müsse sich nunmehr die Frauenliste in die
„politische Vereinigung von Menschen mit Menstruationshintergrund“ umbenennen. Und natürlich kam auch er nicht um das
derzeitige Top-Thema Toleranz herum, die aber bei ihm eindeutig vorhanden sei – „Selbst mei Fraa socht jeda Nocht „Mensch
Alde, host du a dolla Ranz“. Ein großes Lob zollte er Hesselbach.
Der Ort sei das Schönste, das der Herrgott je geschaffen habe
– Zusammenhalt, ein toller Musikverein und schöne Landschaft –
Das alles sei in Hesselbach vorhanden. Leider habe der Herrgott,
um das Gleichgewicht auf dem Erdballen wieder herzustellen,
„Lohm“ gleich daneben setzen müssen. Das Publikum konnte
gar nicht genug von den beiden Spaßvögeln bekommen und
spendete beiden riesigen Applaus. Beide wurden vom Vorsitzenden und zugleich Ehrenvorsitzenden der Dorfgemeinschaft
Heselbach, Edgar Renk, der auch durch den Abend führte, mit
dem Jubiläumschnaps - einen Williamsbrand - bedacht.
Zu einem weiteren Höhepunkt ging es mit den Tanzvorführungen
der Jugendgruppe über. Die jungen Damen in kunstvoll geflochtenen Frisuren und schicken Dirndl und ihre Tanzpartner, stilecht
in festen Lederhosen und Karohemden, gaben nicht nur optisch
eine gute Figur ab, sondern zeigten auch , was sie tänzerisch so
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alles drauf haben – und das war jede Menge! Ein ums andere
mal wirbelten die Paare, die sonst bei der Kirchweih auftreten,
gekonnt über die Tanzfläche und präsentieren dabei schöne alte
Tänze. Erst zu deutlich vorgerückter Stunde fand der herrliche
Volksmusikabend sein Ende.
hs
Sogar Bierkästen „tanzen“ beim
Wilhelmsthaler Heimatfest
Wilhelmsthal- Vier Tage ging im Bergdorf die Post ab. Ein Höhepunkt war der große Heimatabend mit Brillant-Feuerwerk am
Samstagabend. Im rappelvollen Festzelt brachten die Mitwirkenden ein beeindruckendes Stück Heimatpflege auf die Bühne.
Platteln ist eine Kunst für sich. Die Plattler klopfen sich auf
Schenkel und Beine, klatschen in die Hände, stampfen mit den
Füßen, fallen auf die Knie oder springen in die Luft - und das alles
im Takt der Musik und synchron zu ihren Mitlplattlern. Eine reife
Leistung und schwierig genug, doch beim Heimatabend kamen
für die Wilhelmsthaler Plattler auch noch Bierkisten ins Spiel.
Biertrinken kann - fast - jeder: Aber auf Bierkästen platteln?
Akteure des Abends
Mit dem fetzigen - unter Leitung von Andi Münzel neu einstudierten - „Bierkisten-Plattler“ erlebte das begeisterte Publikum
am Samstag eine waschechte Premiere in Wilhelmsthal – sehr
zur Freude insbesondere auch vom Vertriebsleiter der Gampertbräu, Marc Jungkunz, der unter den Ehrengästen war. Da natürlich auf leeren Kisten geplattelt wurde - sprich die Plattler vorher
den Inhalt der Bierflaschen trinken „mussten - sagte Jungkunz
gleich zehn Kästen Freibier für die Plattler zu, was diese mit großem Applaus aufnahmen.
Die „Kindertrachtengruppe“ eroberte die Herzen der Besucher.
Die - wie Moderator Thomas Auer immer zu sagen pflegt „Senioren“-Plattler waren aber keineswegs die einzigen, die die
Gäste an der Grümpel zu Begeisterungsstürmen hinrissen. Diese
hatten ihre helle Freude am bunten und kurzweiligen Potpourri aus Brauchtum und Heimatpflege, das seinesgleichen sucht.
Einfach herzerfrischend waren die Auftritte der jüngsten Akteu-
Wilhelmsthal
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re, die - unter Leitung von Christina Reißig - Jahr für Jahr die
heimlichen Stars des Abends sind. Wie ein Wirbelwind fegten
die Trachtenzwerge - die Mädchen in ihren schicken Dirndl und
die Jungs in ihren feschen Trachten - nur so über die Bühne.
Der Applaus kannte keine Grenze. Dies gilt auch für die Auftritte
der schon etwas älteren Kinder der Kindertrachtengruppe, denen man ihre Begeisterung für die schönen alten Tänze deutlich
anmerkte. Ihnen standen die Erwachsenen in Nichts nach. Bis
tief in die Nacht begeisterten die Plattler und ihre zauberhaften
Tanz-Partnerinnen mit ihren Plattlerkreationen und Figurentänzen, wobei einmal mehr Modernes auf Traditionelles traf. Es gab
die bekannten Plattler, die einfach zum Heimatabend dazugehören, aber auch Neues – sicherlich ein Erfolgsfaktor des gesamten Heimatfestes, das auch bei seiner 53. Auflage so taufrisch
wie eh und je daherkam. 1963 fand erstmals ein - ursprünglich
als Sommernachtsfest geplantes - Heimatfest statt. Bereits bei
der siebten Ausgabe hatte es sich zum zweitgrößten Volksfest
im Landkreis entwickelt, was bis heute so geblieben ist. Die
grandiose Stimmung ist insbesondere auch der tollen Musik der
Trachtenkapelle Wilhelmsthal unter Leitung von Michael Gack zu
verdanken.
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Wilhelmsthal, dem Männerchor „Cäcilia“ Wilhelmsthal sowie der
Band „Swinging Church“. Zum Frühschoppen spielte die Trachtenkapelle Wilhelmsthal auf. Der Familiennachmittag wurde vom
Musikverein Effelter musikalisch gestaltet. Beim Tanzabend am
Sonntagabend sorgten „Erwin und die Heckflossen“ für erstklassige Musik und grandiose Stimmung. Die Kultband aus Regensburg präsentierte dabei ihr ganzes Repertoire - von Oldies über
deutsche Schlager bis zu aktuellen Charthits.
hs
Für die schmissige musikalische Umrahmung zeichnete die
Trachtenkapelle unter Leitung von Michael Gack verantwortlich.
Großes Programm für kleine
Heimatfest-Besucher
Der Bierkisten-Plattler
Durch das Programm führte Thomas Auer in seiner unnachahmlichen Art und Weise, mit viel Humor und ausgesprochen kurzweilig; auch wenn er den Ausdruck „Stamminventar“ nicht so
gerne hört. Wie gewohnt war dieser um keinen flotten Spruch
verlegen – auch nicht bei der Begrüßung der Ehrengäste, darunter MdL Jürgen Baumgärtner, Wilhelmsthal Bürgermeisterin Susanne Grebner mit ihren Gemeinderäten sowie Heinz Hausmann.
Baumgärtner gehe deswegen so gerne nach Wilhelmsthal, weil
hier keine Umgehung gefordert werde und für Grebner sei die
„Herrschaft“ über die Gemeinde deutlich sichtbar das beste
Anti-Aging-Mittel. Die Gäste waren eingangs bereits vom Vorsitzenden des gastgebenden Musikvereins Wilhelmsthal, Thomas
Steininger, begrüßt worden. Er freute sich, auch heuer wieder so
viele Besucher im Bergdorf willkommen heißen zu können, darunter auch die Oberwirbacher Oldtimerfreunde und den Wohnmobilclub Kassel, bereits Stammgäste an der Grümpel.
Diese durften sich wieder an vielen Gänsehaut-Momenten erfreuen. Dazu gehört der Sterntanz im fast komplett abgedunkelten Festzelt, mit dem die Gäste in die Pause zum Brillant-Feuerwerk entlassen wurden, sowie der Auftritt der Plattel-Damen, als
sie mit Alpenglocken den Schneewalzer und „Auf der Alm“ erklingen ließen. Dazu gehört auch das Stück „Bayerisch Zell“ des
Musikvereins, bei dem es Auer eiskalt den Rücken herunter läuft
- wie sonst nur, wenn die Bayern im Champions-League-Finale
die Dortmunder schlagen. Ein Highlight war das große BrillantFeuerwerk mit seinen bunten Wasserfällen, glitzernden Sterne
und am Himmel explodierenden silbernen Funken.
Am Sonntagmorgen standen die Kirchenparade und der Festgottesdienst im Vordergrund – umrahmt von der Trachtenkapelle
Wilhelmsthal- Noch einmal den letzten Tag des Heimatfests so
richtig genießen, bevor man sich wieder ein ganzes Jahr gedulden muss. Das konnten alle kleinen - und natürlich auch großen
- Gäste, denen am Heimatfest-Montag ein kunterbuntes Unterhaltungsprogramm geboten wurde.
Eine Hüpfburg, ein Malwettbewerb, Ponyreiten sowie ein Glücksrad – Der Familien- und Kindernachmittag auf dem Heimatfest
Wilhelmshal ist Jahr für Jahr ein richtiger Dauerbrenner, der jung
und jungeblieben großen Spaß macht. Und auch heuer lag der
letzte Tag des Wilhelmsthaler Heimatfests wieder traditionell fest
in Hand der Kinder. Initiiert wurde die Super-Gaudi wiederum
vom Musikverein Wilhelmsthal, der einmal mehr für viel Spaß
und beste Unterhaltung des jüngsten Heimatfest-Nachwuchses
mit Mitmachaktionen, Attraktionen, Auftritten und jeder Menge
Musik sorgte.
Dabei freuen sich nicht nur die Kinder von Wilhelmsthal und der
umliegenden Orte auf den schönen Nachmittag – Nein: Auch die
Oma und Opas sind begeisterte Zuschauer, wenn die Kleinen
mit dem Karussell gemütlich ihre Runden drehen, sich die schon
etwas Größeren im Autoscooter rasante Verfolgungsjagden liefern oder die Jungen und Mädchen freudestrahlend ihr Glück
auf dem Rücken der Pferde finden. So herrschte auch heuer
wieder großer Andrang an den Fahrgeschäften, Buden sowie
Süßigkeiten- und Spielzeugständen. Die Hüpfburg stand unter
Dauerbelagerung ebenso wie das alljährlich vom Wilhelmsthaler
Kindergarten-Förderverein initiierte Glücksrad, bei dem es tolle
Preise zu gewinnen gab. Dies gilt auch für den Malwettbewerb,
der heuer unter dem Motto „Mein größter Wunsch“ stand. In
der Kreativ-Werkstatt konnten sich die Kinder schöne Armbänder und Schlüsselanhänger basteln. Große Kinderaugen gab es
auch im Festzelt. Die Trachtenkapelle sorgte für stimmungsvolle
Blasmusik. Die Kindertrachtengruppe zeigte nach ihren tollen
Auftritten beim Heimatabend am Samstag keinerlei Ermüdungserscheinungen, sondern drehte noch einmal mit mehreren Tänzen so richtig auf. Einen beeindruckenden Einblick in ihr bereits
beachtliches Repertoire gab die Bläserklasse.
Wilhelmsthal
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Das Heimatfest klang abends mit einer fulminanten Party der
Live-Popgruppe „Trixi und die Partylöwen“ aus, die noch einmal bis spät in die Nacht das Festzelt zum Beben brachte. Dies
war zugleich der Abschluss eines wunderschönen Heimatfests,
das auch heuer den begeisterten Gästen vier Tage lang beste
Unterhaltung, gelebte Brauchtumspflege und tolle Livemusik bot
– und das alles bei strahlend schönem Sommerwetter. Genauso
muss es sein! Freuen wir uns also aufs nächste Jahr!
hs
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(von links) Julia, Luisa und Jan malten für den Malwettbewerb zum Thema „Mein größter Wunsch“.
Beschädigte Wanderkarte!
Unter der Projektleitung von Marcus Buckreus hat der Heimatund Kulturverein Steinberg zusammen mit vielen Helfern den
Waldparkplatz Tiefenbach von Unrat befreit und durch eine große Hinweistafel, Sitzgelegenheit und anderen baulichen Maßnahmen aufgewertet.Unbekannte haben die Wandertafel mit Steinen beworfen. Die Tatzeit läßt sich auf Samstag, 01.08. mittags,
bis Sonntag, 02.08.2015 ca. 09:00 Uhr, eingrenzen. Die seit vier
Wochen aufgestellte Wandertafel
beinhaltet eine alte Schulreliefkarte, die zerstört wurde. Der Schaden
wird auf rund 100 € geschätzt. Diese
alten Schulreliefkarten können aber
kaum wiederbeschafft werden. Wer
etwas beobachtet oder über diesen
Vorgang etwas erfahren hat, möchte
dies bitte melden. Diese Informationen werden auch vertraulich behandelt. Hinweise nimmt die Polizei Kronach entgegen (Tel. 09261-5030).
Diese dreidimensionale Wanderkarte in Tiefenbach wurde
von Unbekannten beschädigt.
Impressum
Wilhelmsthaler Mitteilungsblatt
Amtsblatt der Gemeinde Wilhelmsthal mit ihren Gemeindeteilen Effelter, Lahm,
Hesselbach, Wilhelmsthal, Gifting, Steinberg, Eibenberg und Roßlach
Das Wilhelmsthaler Mitteilungsblatt erscheint 14-täglich, jeweils mittwochs in den
ungeraden Wochen.
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Herausgeber, Druck und Verlag: Appel & Klinger Druck und Medien GmbH,
Kronach
Bahnhofstraße 3 a, 96277 Schneckenlohe, www.ak-druck-medien.de
Verantwortlich für den amtlichen Teil: Die Erste Bürgermeisterin der Gemeinde
Wilhelmsthal Susanne Grebner, Wöhrleite 1, 96352 Wilhelmsthal
für den sonstigen redaktionellen Inhalt und den Anzeigenteil: Gerhard Appel,
Appel & Klinger Druck und Medien GmbH, Schneckenlohe
Jährlicher Bezugspreis: 13,00 € nur im Abonnement über die Gemeinde zu
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