Hier GARTIS-Download von „Regenbogenhochzeit – Der andere

Transcription

Hier GARTIS-Download von „Regenbogenhochzeit – Der andere
© GANDLS
ISBN 978-3-00-027652-1
Dieses eBook darf ausschließlich zum persönlichen Gebrauch abgespeichert und/ oder ausgedruckt werden. Weitere Kopien oder Veränderungen und Bearbeitungen dieses Werkes
sind durch das Urhebergesetz untersagt.
Trotz sorgfältiger Prüfung der Angaben kann keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen werden. Die Haftung wird ausgeschlossen.
Die im eBook erwähnten Namen sind rein zufällig ausgewählt und zielen auf keine bestimmten
Personen ab.
www.regenbogenhochzeit.com
Inhaltsverzeichnis
Die Regenbogenhochzeit
- Von der Entstehung bis zur Vervollkommnung -
8
Der Heiratsantrag
9
 Zeitung
9
 Pakete
9
 Radiodurchsage
9
Die Verlobung/ Verlobungsfeier
10
Die Themenhochzeit
11
 Regenbogenhochzeit
11
 Urlaubshochzeit
12
 Seehochzeit
12
 Burghochzeit
12
Der Hochzeits-Countdown
13
 12 Monate vor eurer Hochzeit
13
 11 Monate vor eurer Hochzeit
13
 10 Monate vor eurer Hochzeit
14
 6 Monate vor eurer Hochzeit
14
 5 Monate vor eurer Hochzeit
14
 4 Monate vor eurer Hochzeit
14
 3 Monate vor eurer Hochzeit
15
 6 Wochen vor eurer Hochzeit
15
 4 Wochen vor eurer Hochzeit
15
 2 Wochen vor eurer Hochzeit
16
 1 Woche vor eurer Hochzeit
16
 24 Stunden vor eurer Hochzeit
16
 Nach eurer Rückkehr aus den Flitterwochen solltet ihr
17
Die Details zum Hochzeits-Countdown
18
 Hilfe bei der Organisation
18
Freunde, Verwandte und Weddingplaner
 Zeremonienmeister
18
 Gästeliste
18
 Lokalität
18
 Einladungskarten
21
 Danksagungskarten
22
 Sonstige Drucksachen
22
 Unterbringung
22
 Transportmöglichkeiten
23
 Tischordnung
23
 ( B lumen ) Kinder
24
 Florist
24
 Musiker/ DJ´s/ Künstler
25
 Fotograf/ Videofilmer
25
Traditionen vor der Hochzeit
- Polterabend vs. Junggesellenabschied -
26
 Der Polterabend
26
 Zum Polterabend einladen oder nicht
27
 Polterhochzeit
27
 Der Junggesellenabschied
28
Die Mode
29
Für die Herren
30
 Smoking
30
 Stresemann
31
 Cut
31
 Frack
32
 Dunkler Anzug
33
 Spencer-Kombinationen
33
 Kurz-Check
33
Für die Damen
34
 Brautkleid
34
 Kostüm und Hosenanzug
36
 Kurz-Check
36
Die Eheringe
37
 Der Ringkauf
37
 Goldschmiede
Selbst ist der Mann/ Selbst ist die Frau
 Linke oder rechte Hand?
38
38
Die Geschenke
- Vom Schenken und Beschenkt werden -
39
 Beschenkt werden
39
 Geldgeschenke
40
 Wann sollten die Geschenke geöffnet werden?
41
 Schenken - Gastgeschenke
41
 Traditionell
41
 Originell
41
Die Hochzeitstorte
42
 Anschneiden und Essen der Hochzeitstorte
43
Die Standesamtliche Trauung
44
 Anmeldung zur Eintragung der Lebenspartnerschaft
44
 Wo erfolgt die Anmeldung?
45
 Was ist, wenn der Partner bei der Anmeldung nicht dabei sein kann?
45
 Unterlagen
45
 Gebühren
46
 Ablauf
46
 Trauzeugen
47
Die Kirchliche Segnung
48
 Wo erfolgt die Anmeldung?
48
 Unterlagen
48
 Gebühren
49
 Ablauf
49
Heiraten im Ausland
50
 Unterlagen
51
 Anmeldung eurer Lebenspartnerschaft in Deutschland
52
Die Hochzeitsbräuche
53
 Reis werfen
53
 Blumen streuen / Blumenkinder
53
 Brautstrauß
54
 Brautstrauß werfen
54
 Brautstraußwerfen durch Brautstraußvereinigung
54
 Strumpfband werfen
54
 Baumstamm sägen
55
 Blechdosen am Auto
55
 Brautentführung/ Bräutigamentführung
55
 Regenbogenwalzer
56
 Brot und Salz
56
 Über die Türschwelle tragen
57
 Glücksboten - Ballons
57
 Hochzeitskerze
58
 Honeymoon
58
Hochzeitsjubiläen/ -tage
59
Recht kurz
- Wichtiges Rund um die eingetragene Lebenspartnerschaft -
62
 Altlebenspartnerschaften
62
 Wer darf eine Lebenspartnerschaft begründen?
62
 Erneute Verpartnerung
62
 Verpartnerung mit Ausländern
63
 Güterstand in der Lebenspartnerschaft
63
 Zugewinngemeinschaft
63
 Modifizierte Zugewinngemeinschaft
63
 Gütertrennung
64
 Gütergemeinschaft
64
 Binationale Paare
64
 Der Lebenspartnerschaftsvertrag
64
 Namensrecht
64
Die Regenbogenfahne
- das Symbol schwul-lesbischen Lebensgefühls und dessen Vielfalt -
66
 Die Bedeutung der Regenbogenfarben nach Gilbert Baker
66
Gesetz über die Eingetragene LebenspartnerschafGesetz Lebenspartnerschaft
( L ebenspartnerschaftsgesetz - LPartG )
67
 Abschnitt 1:
 - Begründung der Lebenspartnerschaft -
67
 Abschnitt 2
 - Wirkungen der Lebenspartnerschaft -
67
 Abschnitt 3
 - Getrenntleben der Lebenspartner -
72
 Abschnitt 4
 - Aufhebung der Lebenspartnerschaft -
73
 Abschnitt 5
 - Übergangsvorschriften -
76
Die deutsche Geschichte der Homosexualität im Kurzüberblick
78
Literaturverzeichnis/ Bildnachweis
85
Checklisten
 Hochzeitscountdown
I
 Raumanmietung
II
 Restaurantanmietung
III
 Catering
IV
 Einladungskarten
V
 Kostenplanung
VI
Die Regenbogenhochzeit
- Von der Entstehung bis zur Vervollkommnung -
Vereinfacht gesagt, sieht man einen Regenbogen bei einem Blickwinkel von 42°. Das heißt,
dass das Sonnenlicht, die Regentropfen und der Betrachter in den richtigen Winkeln zueinander stehen müssen, um das Naturschauspiel des Regenbogens erleben zu können.
Keine Sorge, ich möchte jetzt keine physikalische Abhandlung zum Regenbogen halten. Worauf ich hinaus möchte ist, dass es nicht selbstverständlich ist, einen Regenbogen zu sehen.
Ebenso wenig ist es selbstverständlich, dass heute schwule und lesbische Paare heiraten dürfen.
Man kann geradezu behaupten, dass es gesellschaftlich immer noch etwas Besonderes ist,
wenn sich zwei Männer oder zwei Frauen lieben und füreinander einstehen. Doch das ist es
doch, was es lohnenswert macht, sich aneinander zu binden und das Ehegelöbnis zu geben.
Was also in der schwul-lesbischen Gesellschaft das normalste der Welt ist, muss sich gesellschaftlich erst noch durchsetzen und Anerkennung finden.
So hat einst Gilbert Baker, durch das Zusammennähen mehrerer Farbstreifen, das Regenbogen-Symbol für die schwul-lesbische Gemeinschaft und dessen Vielfalt geschaffen und etabliert. Dabei kommt jeder der heute noch sechs gültigen Farben der Regenbogenfahne eine
Bedeutung zu. So stehen die einzelnen Farben für das Leben, die Gesundheit, den Sonnenschein, die Natur, die Harmonie und den Geist.
Die Re-gen-bo-gen-hoch-zeit steht daher mit ihren ebenfalls sechs Silben, neben der gegenseitigen Liebe und Vertrauen zueinander, ebenfalls auf diesem symbolischen Fundament.
Obwohl der Gesetzgeber das Zusammenleben für schwule und lesbische Paare in Deutschland immer noch nicht allen gesellschaftlichen Rechten gleichgestellt hat, verleiht ihr eurer
Partnerschaft, durch das berühmte
Ja - Wort einen offiziellen und rechtlichen Rahmen.
Lasst euch daher nicht von den ungleichen gesellschaftlichen Vorgaben und Zwängen zum
Leben mit eurem Partner oder eurer Partnerin abschrecken. Denn was zählt, ist die Liebe und
das gegenseitige Vertrauen zu einander. Mit der Eintragung eurer Lebenspartnerschaft geht
ihr einen gemeinsamen Schritt in Richtung Zukunft und tragt nebenher euren kleinen Teil zur
gesellschaftlichen Emanzipation bei.
8
Der Heiratsantrag
W illst Du mich heiraten? , ist wohl heute noch die erste aller Fragen, die zwischen Mann
und Mann, Frau und Frau oder Mann und Frau gestellt wird, bevor sie ihre gemeinsame Zukunft im Bund der Ehe verbringen.
Einige von euch werden diese Frage vielleicht schon mit einem unvergesslichen Moment verbinden. Während andere noch mit einem nervösen Gefühl darüber nachdenken, wie sie ihr
Herzblatt fragen sollen.
Ob ihr euch nun für einen Heiratsantrag im großen Stil, beispielsweise in einer Fernsehshow,
oder eher für ein romantisches Candle Light Dinner zu Zweit entscheidet, bleibt euch überlassen. Ihr selbst kennt euren Partner bzw. eure Partnerin am besten und wisst, wie ihr ihn oder
sie überraschen könnt.
Wem so gar nichts einfallen mag, hier einige Tipps für euren Heiratsantrag:
Zeitung
 Du schaltest eine Anzeige in der Zeitung und ihr lest dann zufällig gemeinsam am Frühstückstisch den Anzeigenteil!
Pakete
 Lasse Pakete liefern, in denen Luftballons schweben. In einem dieser Pakete befindet sich
dann ein Luftballon mit deinem Antrag darauf beschriftet.
Radiodurchsage
 Wie wird er oder sie wohl reagieren, wenn dein Heiratsantrag im Radio eures Lokalsenders
zu hören ist?
Die Verlobung/ Verlobungsfeier
Und, hast du euren unvergesslichen Moment geschaffen und deinem Liebsten einen Heiratsantrag gemacht? Herzlichen Glückwunsch! Der erste Schritt ist getan. Ihr beide seid nun verlobt.
Und um dieses schöne Ereignis mit eurer
Familie und euren Freunden teilen zu
können, bietet sich eine kleine Verlobungsfeier an.
Keine Angst, eine Verlobungsfeier ist keinesfalls altmodisch, sondern vielmehr
praktisch. Ihr könnt beispielsweise eure
Verlobungsfeier bei einem gemütlichen
Abendessen in eurer Wohnung zelebrieren und nebenbei bereits erste Überlegungen für eure Hochzeit anstellen.
Mit eurer Verlobung habt ihr nicht nur eure Liebe zueinander offiziell gemacht, sondern habt
bereits jetzt schon eine vom Gesetzgeber geschützte und geregelte Lebensgemeinschaft, die
euch bestimmte Rechte gewährt. Aufgrund eures jetzt bestehenden Verwandtschaftsverhältnisses könnt ihr beispielsweise im Fall der Fälle, von eurem Zeugnisverweigerungsrecht
Gebrauch machen. Das soll heißen, dass ihr vor Gericht die Aussage gegen euren Partner
verweigern könnt, um ihn nicht zu belasten.
Trotz der nunmehr bestehenden rechtlichen Regelungen, kann nicht auf Eingehung der Ehe
geklagt werden. Jedoch könnte man, sofern die Verlobung ohne Grund gelöst würde, Schadensersatzansprüche, beispielsweise aus bereits getätigten Aufwendungen für die Hochzeitsfeier, geltend machen.
10
Die Themenhochzeit
Der Entschluss, euch zu trauen, steht nun endgültig fest. Doch wie wollt ihr nun die Hochzeit
umsetzten? Sie soll ja etwas ganz Besonderes werden! Ein unvergesslicher Augenblick, an
dem man noch lange zurückdenkt!
Was haltet ihr davon, eure Traumhochzeit unter ein bestimmtes Thema zu stellen? Dies kann
euch nicht nur bei der Planung und Organisation eurer Hochzeitsfeier behilflich sein, sondern
auch bei dessen Gestaltung. Und habt ihr euch erst einmal für ein Thema entschieden, fallen
euch sicher weitere zahlreiche originelle Ideen ein, die sich damit verbinden lassen.
Die Frage, ob ihr eure Hochzeit unter ein Thema stellt, solltet ihr frühzeitig klären. Denn euer
Thema wird von Anfang an die Gestaltung, Planung und Organisation eurer Hochzeit beeinflussen. Denkt allein an die Einladungskarten, die Räumlichkeiten, eure Kleidung usw.
Für das Thema sucht euch etwas, das mit euch im Zusammenhang steht. Ein gemeinsames
Hobby, gemeinsame Vorlieben, gemeinsame Wünsche oder eine Familientradition. Dann solltet ihr euch überlegen, wie sich dieses Thema im Rahmen eurer Hochzeit am besten umsetzen und realisieren lässt. Lasst ruhig euren Fantasien freien Lauf!
Aber Vorsicht: Berücksichtigt, was ihr euren Gästen zumuten könnt!
Während einige Gäste sicher über eine Themenhochzeit begeistert sein werden, tun dies andere vielleicht als albernes Kostümfest ab.
Hier einige Themenvorschläge für eure Hochzeit:
Regenbogenhochzeit
 Wenn ihr es etwas bunter und schriller mögt, zelebriert doch eine Regenbogenhochzeit
im wahrsten Sinne des Wortes. Dafür stehen euch sechs symbolische Farben zur Verfügung, mit denen ihr eure Einladungskarten, die Lokalität, eure Hochzeitsmode usw. stilvoll
gestalten und ausschmücken könnt. Und wer weiß, vielleicht wartet am Ende des Regenbogens ja ein Schatz auf euch
11
Urlaubshochzeit
 Holt euch doch einfach das Flair eures Lieblingsurlaubsziels nach Hause und feiert nach
dessen Traditionen. So wird sicher bei euch und euren Gästen, nach ein paar exotischen
Cocktails unter Palmen und auf weißem Sandstand, die richtige Karibikstimmung aufkommen.
 Oder ihr holt euch das Land der Liebe nach Hause und feiert direkt unter einem nachgestellten Eifelturm das Fest der Liebe. Das Ganze könnt ihr dann mit ein paar geschmackvollen Käsehäppchen und einigen auserlesenen Sorten Wein perfekt abrunden.
 Wer es dann doch etwas verspielter mag, feiert seine Hochzeit ganz im Sinne von Las Vegas. Ein gebuchter Croupier wird sicher die richtige Stimmung aufkommen lassen
Alles
oder nichts, entscheidet selbst!
Seehochzeit
 Sofern ihr nicht seekrank werdet, könnt ihr eure Hochzeit auf einem alten Seemannsboot
feiern. Auf hoher See kommt ihr und eure Gäste, bei zünftigen Seemannsliedern, sicher
schnell ins Schunkeln und am Ende ankert ihr dann sicher im Hafen der Ehe.
Burghochzeit
 Wer von euch wen aus dem 100jährigen Schlaf wach geküsst hat oder gar aus dem Turm
befreite, wisst ihr beide selbst. Warum also nicht gleich eine königliche Traumhochzeit ausrichten, mit ( mittelalterlichen ) Gauklern, einem Bogenschießturnier oder anderen ausgefallenen Burgspielen? Und wenn eure Gäste hungrig werden, gesellen sie sich einfach zu
euch an die rustikal gedeckte Hochzeitstafel und speisen nach mittelalterlichen Geflogenheiten.
Der Hochzeits-Countdown
Ihr habt euch für ein Thema entschieden? Dann geht es nun daran, die Einzelheiten zu planen!
Habt keine Scheu, frühzeitig mit allen Vorbereitungen anzufangen - besser zu früh als zu spät.
Denn sonst kann es euch passieren, dass ihr in Stress und Hektik verfallt.
Ich habe euch daher einen 12-Monatsplan zusammengestellt, der als Stütze für eure Planung
und Organisation dienen soll. Sollte euch noch etwas einfallen, ergänzt es einfach auf der Liste!
12 Monate vor eurer Hochzeit
 Legt euren Hochzeits ( wunsch ) termin fest
berücksichtigt Feiertage, Schulferien und die Urlaubsplanung in der Firma ( einige
Unternehmen gewähren Sonderurlaub )
legt evtl. einen Ausweichtermin fest
 Legt den Umfang eurer Hochzeit fest
Polterabend, Polterhochzeit, Standesamt, Sektempfang, Hochzeitsparty, Nachkaffee,
Flitterwochen, evtl. Hochzeit im Ausland usw.
 Wo wollt ihr feiern? Sucht euch eine passende Lokalität
testet vorher Essen, Trinken, Service - welche Küche und Getränke werden angeboten
berücksichtigt Empfindsamkeiten einzelner Gäste z.B. Vegetarier
 Fragt Freunde und Verwandte, ob sie euch bei der Organisation behilflich sein können
 Ermittelt grob die anfallenden Gesamtkosten
11 Monate vor eurer Hochzeit
 Stellt notwendige Dokumente für die Anmeldung zur Eintragung eurer Lebenspartnerschaft
zusammen
fehlende Unterlagen unbedingt beantragen; achtet darauf, dass einige Dokumente
bei eurer Anmeldung aktuell sein müssen, erkundigt euch vorher beim Standesamt
um doppelte Kosten zu vermeiden
 Sucht euch euer Standesamt aus und stimmt einen Termin ab
achtet darauf, dass das Standesamt aufgrund der unterschiedlichen Landesausführungsgesetze nicht für die Eintragung eurer Lebenspartnerschaft zuständig sein kann
( s o beispielsweise in Baden-Würtemberg, Thüringen oder Bayern )
 Überlegt euch, wie das Unterhaltungsprogramm aussehen soll
 Erstellt eine erste Gästeliste
13
10 Monate vor eurer Hochzeit
 Holt euch erste Kostenangebote ein
für Lokalität, Restaurant, Unterhaltung ( Musik-DJ ) , Hotels, etc.
 Sucht euch eure Hochzeitskleidung aus
Brautkleider, Hochzeitsanzüge, Accessoires
 Plant eure Hochzeitsreise
denkt an eure Reisedokumente und evtl. erforderliche Impfungen; vielleicht kommt
ihr sogar in den Genuss von Frühbucherrabatten
 Bereitet euer Aufgebot beim Standesamt vor
beachtet, dass Termine im Mai und Juni sehr beliebt und meist frühzeitig ausgebucht
sind
6 Monate vor eurer Hochzeit
 Bestellt euer Aufgebot beim Standesamt
vergesst nicht alle erforderlichen Unterlagen mitzunehmen, das Aufgebot kann frühestens 6 Monate vorher bestellt werden
 Sucht euer Hochzeitsfahrzeug aus und bucht es ( Auto/ Kutsche )
 Bucht die Lokalität und das Menü
zu bestimmten Terminen und in einigen Gebieten empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen; klärt, ob Nebenräume für evtl. Vorführungen vorhanden sind
 Stellt euren Urlaubsantrag
 Nehmt erste Kontakte zu Fotografen und/ oder Videofilmer auf
5 Monate vor eurer Hochzeit
 Entwerft die Einladungskarten, das Tisch- und Kartenmenü oder gebt sie in Auftrag
bereitet evtl. auch gleich die Dankeskarten vor; vergesst für auswärtige Gäste nicht
die Anreisehinweise
 Besucht eventuell einen Hochzeitstanzkurs
4 Monate vor eurer Hochzeit
 Versendet eure Einladungskarten
vergesst nicht die Anreisehinweise und für auswärtige Gäste Unterbringungen zu
organisieren
 Erstellt einen Zeit- und Programmablauf für euren Polterabend, das Standesamt und den
abendlichen Ablauf
 Sofern ihr Trauzeugen mit einbeziehen möchtet - sprecht sie an
 Sofern vorgesehen: Hochzeitsbräuche berücksichtigen
 Bringt eure Gästeliste auf den neuesten Stand
14
 Erstellt eine Geschenkliste und bringt eure Wünsche
unter die Leute" oder stellt einen
Geschenktisch zusammen
es bietet sich an, eine Liste zu erstellen, in der die Geschenke und Namen festgehalten werden
 Plant eine erste grobe Tischordnung
 Kauft oder mietet eure Hochzeitsmode
 Sucht euch eure Hochzeitsringe aus und lasst sie mit Gravur in euren Größen anfertigen
 Bucht eure Hochzeitsreise
3 Monate vor eurer Hochzeit
 Bucht den Fotografen und/ oder Videofilmer
 Stimmt einen Friseur- und Kosmetiktermin ab
der Termin sollte ca. eine Woche vor eurer Hochzeit liegen, macht bei aufwändigen
Frisuren auf jeden Fall vorher ein Probefrisieren!
 Bittet einen Freund oder Verwandten, als Ansprechpartner am Hochzeitstag für Probleme
und Fragen zur Verfügung zu stehen ( Zeremonienmeister )
 Sofern ihr einen Ehevertrag schließt, vereinbart einen Termin beim Notar
 Bucht die Unterkünfte für auswärtige Gäste und evtl. das Zimmer für eure Hochzeitsnacht
6 Wochen vor eurer Hochzeit
 Falls ihr einen Polterabend plant, solltet ihr ihn jetzt organisieren
 Wählt eure Musik für den Empfang oder die Feier aus
 Bestellt evtl. Ringkissen
Ringkissen gibt es manchmal schon beim Ringkauf vom Juwelier dazu
fragt ruhig
nach
 Sofern vorhanden: Kauft kleine Geschenke für die Blumenkinder
 Feiert ihr zu Hause?
Wer hilft bei der Vorbereitung für das Essen? Wer kümmert sich um die Getränke?
Wer dekoriert den Raum? Wer hilft beim Aufräumen?
4 Wochen vor eurer Hochzeit
 Anprobe der Hochzeitskleider/ -anzüge inklusive aller Accessoires
je nach Jahreszeit sollten beispielsweise Regenschirme vorhanden sein; sollten beide einen Blumenstrauß oder Reversanstecker zum Outfit wollen, könnt ihr euch vielleicht gegenseitig damit überraschen
 Bestellt die Blumendekorationen für das Auto und die Gästetische
 Sofern vorhanden: Organisiert für die Blumenkinder Blütenstreukörbe
 Aktualisiert eure Gästeliste
berücksichtigt evtl. neue Gäste und Absagen
15
 Legt nun die genaue Tischordnung fest
 Bestellt eure Hochzeitstorte
 Tätigt letzte Besorgungen für eure Hochzeitsreise
 Kauft euch ein schönes Gästebuch ( Andenken )
 Organisiert den Gästetransport
Abhol- und Bringservice
 Prüft noch einmal, ob alle Buchungen bestätigt wurden
noch habt ihr die Möglichkeit etwas anderes zu organisieren, falls etwas nicht funktioniert
2 Wochen vor eurer Hochzeit
 Lauft eure Hochzeitsschuhe ein
 Teilt dem Hausherrn der von euch angemieteten Lokalität/ Restaurant die definitive Gästezahl mit
 Sofern vorhanden: Führt eine Generalprobe mit den Blumenkindern durch
 Eure Eheringe sollten fertig sein
holt sie ab und packt sie ein!
tragt die Ringe nochmals Probe, damit ihr wirklich seht, dass sie passen und notfalls
noch einmal geändert werden können
1 Woche vor eurer Hochzeit
 Packt eure Koffer für die Hochzeitsreise bzw. die Tasche für Übernachtungen
 Führt letzte Abstimmungen mit dem Verantwortlichen eurer Lokalität/ Restaurant
nehmt eure festgelegte Tischordnung und die Platzkarten mit
 Stimmt mit allen Beteiligten noch einmal den Hochzeitsablauf ab
 Haltet für Überraschungsgäste und Gratulanten einen Sektempfang oder kleine Präsente
wie z.B. Süßigkeiten bereit
 Geht zu einer Kosmetikbehandlung und zum Friseur
entspannt euch, probiert euer Make-up und evtl. Kopfschmuck aus
24 Stunden vor eurer Hochzeit
 Vergesst nicht die Eheringe!
 Legt sämtliche Kleidungsstücke nebst Accessoires bereit
denkt auch an Taschentücher, Make-up, Deo, Nähzeug, Tabletten,
 Holt den Blumenschmuck ab
Entspannt euch nun und macht euch einen schönen Abend! Am Tag eurer Hochzeit sollte nun
nichts mehr passieren. Und lasst euch vor allem nicht von den gesamten Vorbereitungen
stressen! Ich drücke euch die Daumen und wünsche euch beiden alles Liebe.
16
Nach eurer Rückkehr aus den Flitterwochen solltet ihr
 Eure Danksagungen schreiben ( falls noch nicht bei den Vorbereitungen erledigt ) und
versenden
 Eure ( Hochzeits- ) Rechnungen bezahlen
 Geliehene Sachen zurückgeben
 Bei Namensänderungen eure Dokumente umschreiben lassen ( Konten, Führerschein,
Versicherungen, etc. )
17
Die Details zum Hochzeits-Countdown
Hilfe bei der Organisation
Freunde, Verwandte und Weddingplaner
Eine komplette Hochzeitsfeier auf die Beine zu stellen, ist schon für das Brautpaar vor der Ehe
eine Bewährungsprobe. So kommt man nicht nur bei der Planung, sondern auch bei der Organisation schnell vom Hundertsten ins Tausendste und verliert schnell die wichtigen Dinge aus
den Augen. Daher kann es nie schaden, wenn ihr euch Hilfe von Freunden, Verwandten oder
gar einem Weddingplaner holt. Das soll nicht heißen, dass ihr die Planung und Organisation
eurer Hochzeit komplett aus den Händen geben sollt. Im Gegenteil: Delegiert einige Aufgaben
und ihr werdet sehen, welche enorme Entlastung das für euch darstellen kann. Oft behalten
Außenstehende die Dinge besser im Überblick als man selbst und können euch mit hilfreichen
Tipps und Ratschlägen zur Seite stehen.
Zögert daher nicht, rechtzeitig nachzufragen, wer euch mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.
Besprecht dann gemeinsam, wie eure Hochzeit aussehen und in welchem Rahmen sie stattfinden soll.
Zeremonienmeister
Damit ihr euren großen Auftritt entspannt genießen könnt, bestimmt einen Zeremonienmeister,
der euch am Tag eurer Hochzeit die restliche Planung und Organisation abnimmt und euren
Gästen für Fragen, Probleme und Wünsche behilflich zur Seite stehen kann.
Gästeliste
Stellt möglichst frühzeitig eine Gästeliste auf. Wichtig ist, dass ihr sie immer wieder aktualisiert, denn von der Anzahl eurer Gäste hängt nicht nur eure weitere Planung für die Lokalität
sowie Essen und Trinken ab, sondern wirkt sich auch auf euer Budget aus.
Berücksichtigt, dass nicht unbedingt alle Gäste an allen Hochzeitsterminen teilnehmen müssen. So können beispielsweise Arbeitskollegen nach der Trauung zu einem Sektempfang geladen werden, die sich dann wieder verabschieden. Weitere feierliche Aktivitäten können dann
in einem kleineren Rahmen fortgeführt werden.
Lokalität
Ob ihr nun zu Hause im kleinen Rahmen feiert oder eine große Hochzeitsparty plant, bleibt
euren Vorstellungen und Wünschen überlassen.
Solltet ihr euch für eine auswärtige Hochzeitsfeier entschieden haben, berücksichtigt folgende
Aspekte:
18
 Plant ihr eine kleine oder große Hochzeitsfeier? ( Wie viele Gäste werden anwesend
sein? )
 Steht eure Hochzeit unter einem bestimmten Motto, z.B. Regenbogenhochzeit?
 Sollen auswärtige Gäste direkt im Haus der Lokalität untergebracht werden oder reicht eine
Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe?
 Sucht ihr ein Restaurant oder eher eine Räumlichkeit in der ihr das Essen und die Getränke
von einem Catering-Service liefern lasst?
Sowohl für das Restaurant als auch für das Catering-Unternehmen gilt: Testet es! Denn nichts
ist schlimmer, wenn ihr und eure Gäste an eurem Hochzeitstag mit dem Essen und dem Service unzufrieden seid.
Wenn ihr euch also mehrere Restaurants, Hotels, Gemeindesäle oder andere für euch in Frage kommende Lokalitäten anschaut, verbindet doch einfach das Angenehme mit dem Nützlichen. Nur so werdet ihr feststellen, ob euch die Küche zusagt und ihr euch vor Ort wohlfühlt.
Legt euch jedoch noch nicht unbedingt für nur eine Räumlichkeit fest, denn ihr müsst erst euren gewünschten ( Feier-) Termin vom Inhaber der Lokalität bestätigt bekommen! Sollte
euch also eine Lokalität oder eine Räumlichkeit zusagen, ist es ratsam, vor Ort ein erstes unverbindliches Gespräch mit dem Hausherrn zu führen:
19
 Steht die Räumlichkeit an eurem Wunschtermin zur Verfügung?
 Sind an diesem Tag noch andere Festlichkeiten geplant?
 Wann kann eure Feier beginnen und wann muss sie enden?
 Haben alle Gäste genügend Platz?
 Sind für Künstler/ Musiker die nötigen Stromversorgungen und evtl. Umkleideräume vorhanden?
 Steht Geschirr zur Verfügung?
 Stehen Servietten und Tischdecken zur Verfügung? Und wenn ja, welche Auswahlmöglichkeiten habt ihr?
 Kümmert sich der Inhaber um die Dekoration oder ihr? Welche Gestaltungsmöglichkeiten
habt ihr?
 Wer kümmert sich um das Abdekorieren?
 Ist eine Endreinigung enthalten?
 Wie viele Servicekräfte stehen euch zur Verfügung?
zusätzlich bei einer Restaurantanmietung:
 Welche Menü- oder Buffet-Variationen werden angeboten?
 Stehen Menükarten zur Verfügung oder müsst ihr sie noch anfertigen lassen?
Überrumpelt den Inhaber nicht bei eurem ersten Gespräch und werdet nicht nervös, wenn ihr
nicht sofort alle Fragen beantwortet bekommt. Vereinbart daher einen zweiten Termin, um
dann in Ruhe alle noch offenen und ungeklärten Fragen zu besprechen.
In einem weiteren Gespräch solltet ihr dann den konkreten Ablaufplan eurer Feierlichkeit erörtern:
 Ab wann können in der Lokalität Vorbereitungen getroffen und Dekorationen vorgenommen
werden?
 Wann kommen die Hochzeitsgäste?
 Wann werden welche Speisen und Getränke serviert?
 Wann soll evt. abgeräumt werden?
 Wie sollen die Tische angeordnet werden?
sprecht eure Vorstellungen von der Sitzord-
nung ab
Eure finanziellen Vorstellungen solltet ihr ebenfalls besprechen:
 Wie wird die Feier abgerechnet
gibt es einen Pauschalpreis oder werden die Kosten ein-
zeln berechnet?
 Fallen Zusatzkosten für Nebenräume an?
 Wie teuer sind die Servicekräfte und kommen ab einer bestimmten Uhrzeit Sonderzuschläge hinzu?
20
 Wie lange werden die Mitarbeiter berechnet ( bis der letzte Gast die Lokalität verlassen hat
oder bis abdekoriert ist ) ?
 Sind Getränke in den Kosten enthalten?
 Müssen Anzahlungen geleistet werden? Wenn ja, in welcher Höhe?
 Wann muss die vollständige Bezahlung erfolgt sein?
 Verhandelt einen Rabatt!
Solltet ihr einen Pauschalpreis vereinbaren, klärt dennoch bitte möglichst genau alle Detailfragen ab, da in einem Paket-Angebot nicht immer das drin ist, was drauf steht.
Wenn ihr mehrere Angebote vor euch habt, achtet darauf, dass sie vergleichbar sind. D.h., der
Umfang der im Angebot ausgewiesenen Einzelpositionen, muss inhaltlich gleich sein ( denn
es ist beispielsweise üblich, dass Preise im Angebot nach Gästezahlen gestaffelt und rabattiert
werden ) . Nur so können tatsächliche Kostenunterschiede ausgemacht und nachverhandelt
werden.
Es empfiehlt sich, einen schriftlichen Vertrag über alle getroffenen Absprachen und über die
Zahlungsmodalitäten zu fertigen. So weiß jeder, was er wann und wie zu erledigen hat, ohne
dass jemand nachher behaupten könne, er habe von nichts gewusst.
Trefft euch einige Tage vor eurer Hochzeit noch einmal mit dem Inhaber der Lokalität. So ruft
ihr euch nicht nur wieder in Erinnerung, sondern könnt damit gleich die Übergabe eurer endgültigen Tischordnung und Gästezahl verbinden. Sofern ihr die Menükarten angefertigt habt,
übergebt sie dem Wirt, damit er sie am Tag eurer Hochzeit auf den Tischen platzieren kann.
Tipp: Berücksichtigt bei der Planung eurer Gästezahlen, dass einige Überraschungsgäste
hinzukommen können. Daher sollten bei der Tischbestellung immer einige Tische
v orrätig
sein.
Einladungskarten
Die Gestaltung eurer Einladungskarten könnt ihr nach belieben vornehmen. Ob ihr nun Vordrucke nutzt oder eurer gemeinsamen Kreativität freien Lauf lasst, bleibt dabei euch überlassen. So könnt ihr beispielsweise eure Einladungen in Form eines Puzzles ( bitte kein 1.000
Teile Puzzle, da die 79jährige Oma, dann wahrscheinlich nicht zu eurer Feier kommen wird ) ,
einer Zeitungsanzeige oder eines Steckbriefes verschicken. Dies richtet sich ganz nach dem
Stil und Thema eurer Hochzeit.
Für eure bessere Planung empfiehlt es sich, wenn ihr in euren Einladungen um eine Rückantwort bis zum
( Datum ) bittet. Dies erspart euch nicht nur zeitaufwendiges Hinterhertelefo-
nieren, sondern gibt euch auch Planungssicherheit.
21
Danksagungskarten
Vergesst nicht, euch nach der Hochzeit bei
euren Gästen zu bedanken. Da die meisten
Hochzeitsgäste gern ein Foto des Brautpaares
als Andenken hätten, bietet es sich gerade zu
an, ihnen als Danksagung ein Hochzeitsfoto
mit einem Gruß und einer persönlichen Widmung auf der Rückseite zukommen zu lassen.
Achtet bei der Gestaltung der Dankeskarten
darauf, dass sie dem Stil der Einladungskarten
entsprechen.
Sonstige Drucksachen
Die Tisch- und Menükarten sollten selbstverständlich ebenfalls dem Hochzeitsthema angepasst sein.
Unterbringung
Zur Unterbringung angereister Gäste stellt sich zunächst die Frage, wo sie übernachten sollen.
Sofern Platz vorhanden ist, bei Freunden und Verwandten; oder in einem Hotel bzw. einer
Pension.
Während die Übernachtung bei Freunden und Verwandten sicher die kostengünstigste Variante ist, stellt sich bei der Unterbringung in einem Hotel oder einer Pension die Frage, wer die
Kosten dafür trägt?
Wenn eure Gäste die Kosten der Unterbringung übernehmen sollten, empfiehlt es sich, ihnen
für die in Frage kommenden Unterkünfte, vorher näher Informationen und Preislisten zukommen zu lassen. Damit haben sie die Möglichkeit selbst ihre Unterkunft auszuwählen. Jedoch
sollte die Unterkunft angemessen sein und dem Standard und Geldbeutel eurer Gäste entsprechen.
Um euren Gästen einen langen Heimweg nach der Feierlichkeit zu ersparen, solltet ihr bei der
Auswahl der Unterbringung darauf achten, dass sie in der Nähe der Lokalität liegt.
Tipp: Manchmal empfiehlt es sich sogar, ein komplettes Hotel anzumieten, da ihr dann einen Rabatt aushandeln könnt!
22
Transportmöglichkeiten
Um gemeinsam mit euren Gästen auf euer Glück anzustoßen,
solltet ihr sicherstellen, dass eure Gäste sicher zu eurer Hochzeit finden und wieder zurück. Damit ihr keinem Gast zumuten
müsst, sich nach einer tollen Hochzeitsfeier wieder hinter das
Steuer seines Autos zu setzen, solltet ihr ihnen alternative
Transportmöglichkeiten anbieten.
So empfehlen sich beispielsweise Fahrgemeinschaften mit Privatautos, deren Fahrer keinen Alkohol trinken. Oder Gäste, die
aus der gleichen Wohngegend kommen bzw. dessen Heimwege dieselbe Strecke haben, können sich die Kosten für eine
Fahrt im Taxi teilen.
Tischordnung
Auch für die Tischordnung gibt es eine Tradition. Danach bekommt das Brautpaar am Tisch
den Ehrenplatz in der Mitte. Andere Bräuche, wie etwa das Auseinandersetzen der Elternpaare der Brautleute, sind heute längst überholt.
Als Regel gilt dennoch: Gäste die dem Brautpaar nahe stehen, sitzen in ihrer Nähe.
Haltet es ansonsten mit der Tischordnung, wie es euch beliebt. Dabei stehen euch grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
Entweder ihr setzt eure Verwandten und Freunde nach dem Zugehörigkeitsprinzip an den
Tisch. Demnach sitzen die Gruppen getrennt voneinander.
Oder ihr setzt eure Gäste nach ihren gemeinsamen Interessen und Bedürfnissen zusammen.
Frei nach dem Motto: Wer passt zu wem? Dies erfordert jedoch eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis.
Damit eure Gäste schnell den richtigen Platz finden, solltet ihr neben den Tischkarten auch
einen Sitzplan zur Hand haben.
Die Anordnung der Tische richtet sich meist nach der Größe der Lokalität in der ihr feiert. Bei
eurer Entscheidung, die Tische einzeln, als lange Tischtafel oder doch in Hufeisenform aufzustellen, wird euch sicher der Wirt mit einigen praktischen Tipps behilflich zur Seite stehen können.
23
( B lumen ) Kinder
Auch auf eurer Hochzeitsfeier werden sie bestimmt dabei sein
die kleinen Gäste mit ihren
großen Ansprüchen. Denkt also daran, dass Kinder ihre Welt noch entdecken und eure besondere Aufmerksamkeit brauchen. Daher mein Tipp: Sorgt dafür, dass die Kleinen auf ihre Kosten kommen und organisiert am besten ein kleines Hochzeitsspezial für den Nachwuchs mit
eventueller Betreuung.
So sorgt sicher ein gebuchter Clown beim Nachwuchs für reichlich Spass und Abwechslung
und bei euch und euren Hochzeitsgästen für etwas Entspannung.
Florist
Blumen dürfen auf keiner Hochzeit fehlen. Denn sie können einem Outfit das fehlende Etwas
verleihen, schmücken das Hochzeitsauto und dekorieren den Hochzeitssaal und die Tische.
Kontaktiert einen Floristen eures Vertrauens, der euren Blumenwünschen und Vorstellungen
am besten gerecht wird. Zudem kann euch ein Florist sicher noch ein paar professionelle
Tipps rund um Blumen und Dekorationen für eure Hochzeit geben.
24
Musiker/ DJ´s/ Künstler
Ob ihr euch nun für einen Künstler, einen DJ, Musiker oder doch für alles Zusammen entscheidet, bleibt euren Vorlieben und Vorstellungen überlassen. Berücksichtigt jedoch, dass so ein
Abend lang werden kann und ein entsprechendes Repertoire bei den Akteuren vorhanden sein
sollte.
Die Akteure sollten in der Lage sein, auf Wünsche einzugehen und euer Publikum zu begeistern können. Denn die von euch beauftragen Akteure sind Teil eurer Hochzeitsfeier und sollten
sich entsprechend harmonisch in eure Hochzeitsgesellschaft und eurem Hochzeitsprogramm
einfügen.
Der Zeremonienmeister kann die wichtige Aufgabe der Betreuung der Akteure übernehmen.
Denn sie benötigen ebenso viel Aufmerksamkeit wie die übrigen Gäste. Dies fängt beispielsweise bei der Einweisung in die Lokalität an und geht bis hin zu dessen leiblichem Wohl.
Fotograf/ Videofilmer
Damit eure Hochzeit unvergessen bleibt, sollten eure Hochzeitsfotos und
videos auch von
einem Fachmann gemacht werden. Denn Fotografen und Videofilmer kennen sich nicht nur
mit der richtigen Belichtung aus, sondern treffen meist auch die richtigen Augenblicke. Dadurch bekommen eure Hochzeitsfotos oder
euer Hochzeitsvideo die nötige professionelle
Qualität, die ihr euch von eurem Hochzeitstag
wünscht.
Lasst euch ruhig einige
Arbeiten
vom Fo-
tografen/ Videofilmer zeigen, um euch von
seiner Professionalität überzeugen zu können.
Vergleicht einige Arbeiten und holt euch Kostenangebote ein, denn auch hier gibt es bei
den Preisen und der Qualität große Unterschiede.
Vereinbart vor eurer Hochzeit noch einmal
einen Termin mit dem Fotografen/ Videofilmer, um ihm neben dem Ablaufplan, dem Ort
der Trauung und der Hochzeitsfeier, eure
Wunschbilder/ Wunschmotive mitzuteilen.
25
Traditionen vor der Hochzeit
- Polterabend vs. Junggesellenabschied -
Damit der gemeinsamen Zukunft des Brautpaares kein Unheil widerfährt, wird traditionell vom
Junggesellendasein verabschiedet und böse Geister vertrieben. Daher sollte ein Polterabend
oder ein Junggesellen- bzw. Junggesellinnenabschied auch bei eurer Regenbogenhochzeit
nicht fehlen.
Ob ihr nun euer Ledig-Sein gemeinsam auf dem Polterabend verabschiedet oder doch lieber
euren
letzten Tag in Freiheit
getrennt voneinander mit Freunden oder Freundinnen beim
sogenannten Junggesellenabschied verbringt, bleibt euch überlassen.
Der Polterabend
Die Tradition des Polterns geht schon bis ins 16. Jahrhundert zurück. Damals zogen die Nachbarn und Freunde des Brautpaares durch das Dorf und schlugen mit Stöcken und Peitschen
Krawall. Durch den Lärm sollten die bösen Geister, die dem Brautpaar Unheil bringen, vertrieben werden.
Die Bezeichnung
poltern
stammt aus einer Zeit, in der das Aufgebot noch von der Kanzel*
verkündet wurde. Denn dann hieß es nämlich, dass das Brautpaar
oder eben herunter
von der Kanzel fällt
poltert .
Der alten Tradition zur Folge, wird am Vorabend der Hochzeit bis Mitternacht gepoltert. Um
jedoch keinen Stress für sich und seine Gäste aufkommen zu lassen, findet der Polterabend
heute zumeist ein paar Tage oder sogar eine Woche vor der geplanten Hochzeit statt.
Heute wird durch das Werfen von Keramik-, Porzellan- und Tongeschirr gepoltert und das verlobte Paar aus dem Singledasein verabschiedet. Die zahlreichen Scherben sollen dem zukünftigen Hochzeitspaar in der Ehe Glück bringen.
Achtet darauf, dass keine Gläser und Spiegel zu Bruch gehen. Denn das bringt Unglück! Glas
selbst steht nämlich ebenfalls für Glück und darf daher nicht
zerpoltert
werden. Und dass
ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Pech bringen soll, ist eigentlich bekannt. Lasst also
keine Gläser und Spiegel auf eurem Polterabend werfen!
* ein erhöhter Platz in der Kirche, von dem aus die Predigt gehalten wird
26
Das angehende Hochzeitspaar muss am Morgen nach dem Polterabend gemeinsam die
Scherben beseitigen. Dazu bekommt es eine Schaufel und einen Besen. Doch seit auf der
Hut. Denn nicht jeder Poltergast will es euch leicht machen und stellt euren künftigen Ehefrieden und eure Zweisamkeit schon jetzt auf die Probe
So wird beispielsweise immer wieder gern der Scherben-Container ausgekippt und eure mühevoll zusammengefegten und aufgesammelten Scherben wieder auf dem Boden verteilt.
Tipp: Besorgt euch einfach an eurem Polterabend einen abschließbaren Container!
Ebenfalls sehr beliebt, ist der angesägte Besenstil. Ja, ihr habt richtig gelesen. Schaut euch
daher euren Besenstil vorher gut an, denn wenn er euch beim fegen in der Mitte zerbricht,
müsst ihr Wohl oder Übel in gebückter Haltung die Scherben beseitigen
und das geht or-
dentlich auf den Rücken. Am besten ihr besorgt euch schon vorher einen Ersatzbesenstiel aus
Metall.
Tipp: Um die Scherben nicht im ganzen Garten herumliegen zu haben, bestimmt vorher
einen
Wurfplatz , den ihr beispielsweise durch Ballons abgesteckt und mit einer am Bo-
den befestigten Plane markiert habt. Vergesst nicht, eventuell ein Warnschild aufzustellen,
mit dem Hinweis, dass Glaswerfen strengstens verboten ist, da es sonst Unglück bringt!
Zum Polterabend einladen oder nicht
Auch hier wird Tradition groß geschrieben: Zum Polterabend wird formell nicht eingeladen.
D.h., es kann kommen wer will. Vergesst dennoch nicht, euren Gästen zumindest telefonisch
den geplanten Termin bekannt zu geben.
Ein Polterabend ermöglicht es euch, möglichst viele Personen, die nicht bei eurer Hochzeit
dabei sein können, an eurem Glück teilhaben zu lassen und euch ins Eheleben zu verabschieden. Seid daher auf Überraschungsgäste aus eurem Familien- und Freundeskreis sowie aus
eurer Nachbarschaft gefasst.
Polterhochzeit
Die Polterhochzeit kann man entweder als Sonderform des Polterabends betrachten oder als
eine andere Art des Hochzeitens. Die Polterhochzeit stellt eine Kombination aus Polterabend
und Hochzeitsfeier dar. Demnach wird direkt auf der Hochzeitsfeier gepoltert.
27
Der Junggesellenabschied
Nach alter englischer Tradition, wurde beim Vater des Bräutigams der Junggesellenabschied
( S tag Night* ) abgehalten. Die Familienoberhäupter der zu vereinigenden Familien prüften
ihn dann, ob er sich mit seinen ehelichen Pflichten auskennt.
Der Junggesellenabschied, so wie wir
ihn heute kennen, als gemeinsamen
Abend mit Freunden des Bräutigams,
wurde erst in neuerer Zeit in Deutschland eingeführt. Heutzutage ist es ebenfalls üblich, dass auch Frauen ihren
Junggesellinnenabschied mit ihren
Freundinnen feiern.
Am
letzten Abend in Freiheit
wird
zumeist mit den Freunden des Mannes
und den Freundinnen der Frau um die
Häuser gezogen, über alte Zeiten geplaudert, getrunken und gelacht. Nicht
selten werden dabei die zukünftigen
Hochzeitsanwärter von ihren Freunden
auf die Probe gestellt. So werden sie
beispielsweise in eine Striptease-Bar
bestellt, um sie noch ein letztes Mal in
Versuchung zu führen. Häufig muss
auch der Hochzeitsanwärter Aufgaben
erfüllen, um so sein letztes eigenes
Geld zu verdienen. Zu guter Letzt wird er dann noch in ein hübsches T-Shirt gesteckt, um in
der Öffentlichkeit sofort als s cheidender
Junggeselle geoutet zu werden.
Während früher der Bräutigam anschließend die Rechnungen begleichen musste, ist es heute
üblich, dass Freunde und Bekannte den Junggesellen ein vorgezogenes Hochzeitsgeschenk
machen und ihn einladen.
Tipp: Bei einer größeren Gruppe empfiehlt es sich, vorab einen Kassenwart zu bestimmen,
der die Rechnungen begleicht. Das spart Zeit und dem Kellner mühevolle Rechenarbeit.
* Stag Night ( englisch:
Hirsch - Party ) , auch Stag Party, bezeichnet den engl. Junggesellenabschied für den
Bräutigam; der Junggesellinnenabschied für die Braut wird als Hen Night ( englisch:
28
Hennenabend ) bezeichnet.
Die Mode
Auch bei einer Regenbogenhochzeit sollte es so sein, dass der Herz Bube seinen Angetrauten
oder die Herz Dame ihre Angetraute nicht vor der Trauung in dessen feierlichem Gewand
sieht. Denn das soll ja Unglück bringen.
Um bei eurer Hochzeit jedoch nicht völlig unterschiedliche Modestile zu präsentieren, ist es
durchaus erlaubt, dass ihr euch vorher gemeinsam über die Anzug- oder Kleiderfrage verständigt.
So könnt ihr beide durchaus den gleichen Anzug oder das gleiche Kleid tragen, die sich dann
jedoch in den Farben und den Stoffdesigns voneinander unterscheiden. Oder ihr tragt den
gleichen Anzug oder das gleiche Kleid und setzt die Akzente durch unterschiedliche Accessoires. Dies könnt ihr durch verschiedenfarbene Brautsträuße, Schleier, unterschiedliche Hemden, Fliegen oder Einstecktücher etc. erreichen.
Zeigt durch eure Anzug- und Kleiderwahl, dass ihr
ein Paar seid!
Auch wenn im Folgenden tendenziell die klassische Hochzeitsmode angesprochen wird, soll es
euch freigestellt bleiben, welche Garderobe ihr an
eurem großen Tag tragt. Da heutzutage nahezu
alles erlaubt ist, bleibt es letzten Endes euren ganz
persönlichen Vorlieben überlassen, wie ihr die unendliche Vielfalt an Stoffen, Schnitten und Ideen für
euren großen Auftritt nutzt. Ich möchte euch lediglich einige Anhaltspunkte geben. Und denkt immer
daran:
Es ist euer Tag und an dem gebt ihr den Trend vor!
29
Für die Herren
Smoking
Traditionell wird der Smoking ( englisch: Rauchjacke ) in schwarz getragen und gilt als
K lassiker der Nacht . Dennoch darf man ihn der Etikette nach bereits morgens auf dem
Standesamt tragen.
Typisch für den Smoking ist der Kummerbund, der neben dem weißen Hemd mit verdeckter
Leiste und Doppelmanschetten dessen Aussehen charakterisiert. Eine schwarze Schleife
( F liege ) , schwarze Socken und schwarze Schuhe aus Glattleder runden das klassische
Outfit ab.
Der Kummerbund ist ein breiter in Falten gelegter Stoffgürtel, der den Hosenbund und die Taille verdeckt. Achtet darauf, dass die Falten des Kummerbunds immer nach oben weisen.
Der Ausdruck Kummerbund ist vom Begriff
mer zu tun. Das
kamarband
kamarband
abgeleitet und hat nichts mit Kum-
ist ein orientalischer Lendengurt aus Seide. Während der bri-
tischen Kolonialherrschaft in Indien, entdeckten die Engländer die Vorzüge dieser Seidenschärpe und führten sie in England ein.
Du kannst dich statt des Kummerbunds auch wahlweise für eine Weste entscheiden. Achte in
jedem Fall darauf, dass die Schleife ( Fliege ) entweder schwarz oder im Design des Kummerbunds oder der Weste ist.
Beim Sakko ( ein- oder zweireihig ) solltest du darauf achten, dass man den Zweireiher ausschließlich geschlossen trägt.
Stresemann
Der damalige deutsche Reichsaußenminister Gustav Stresemann verlieh dem
at
M orning Co-
( englisch: Morgenmantel ) seinen deutschen Namen, den er anlässlich der Locarno-
Konferenz im Jahr 1925 trug.
Streng genommen gehört der Stresemann ausschließlich zur Morgengarderobe und sollte daher nicht mehr am Mittag getragen werden. Solltest du dich dennoch für den Stresemann entscheiden, kannst du es ruhigen Gewissens tun, denn die strenge Etikette kennen heute nur
noch wenige.
Der Stresemann ist dem Cut ähnlich. Nur fehlen ihm am Jackett die
Schwalbenschwänze
und er hat abgerundete Ecken.
Darunter wird ein weißes Hemd mit Doppelmanschetten mit einer hellgrauen Weste getragen.
Die dazu passende Krawatte ist etwas schmaler als die Krawatte beim Cut und ist in der Regel
silbergrau oder schwarzweiß gemustert.
Das stilvolle Outfit wird durch knielange Strümpfe und schwarze Schnürschuhe komplettiert. Nicht zu vergessen ist für den Kopf die schwarze
Melone oder auch der
Homburg
( b eides Kopfbedeckungen) .
Cut
Der Cut ist, ähnlich wie der Stresemann, ein typischer Vormittagsanzug
und für eine Hochzeit im großen Stil
zum Beispiel auf einem Schloss
oder zu gehobenen Anlässen gedacht. Berücksichtigt man die vornehme Etikette, müsste man die Garderobe nach der Trauung wechseln.
Das Outfit hebt sich besonders durch
sein außergewöhnlich geschnittenes
Jackett ab, dessen gerundetes Rückenteil etwa bis zu den Kniekehlen
reicht.
31
Das Cut-Outfit wird durch ein weißes Hemd, einen silbergrauen Plastron, einer silbergrauen
Weste, graue Strümpfe sowie schwarze Schuhe ergänzt.
Bei einem Plastron handelt es sich um einen historischen Vorläufer der Krawatte und kann
wahlweise durch einen Seidenschal ersetzt werden, der dann mit einer Perlennadel fixiert
wird.
Vervollkommnet wird der Cut durch einen grauen Zylinder, Glacéhandschuhe und einer weißen oder roten Nelke am linken Revers.
Frack
Für eure Hochzeit im großen Stil, ist der Frack hervorragend geeignet. Denn er ist seit je her
den höchsten gesellschaftlichen Ereignissen, so beispielsweise eurer Hochzeit, vorbehalten.
Jedoch präsentiert sich der Frack als reiner Abendanzug. Solltest du dich für ihn entscheiden,
müsstest du ihn
streng genommen
nach der Trauung gegen einen anderen Anzug wech-
seln und könntest ihn erst wieder zur Hochzeitsfeier am Abend tragen.
Unverwechselbar
für
den
Frack
sind
der
taillenkurze
Frackrock
und
der
sog.
S chwalbenschwanz , der sich ähnlich wie beim Cut, als zweigeteiltes Rückenteil der Jacke,
bis in die Kniekehlen reicht.
Unterstützt wird das Outfit durch das Frackhemd mit Kläppchenkragen, eine weiße PequéWeste, eine weiße Pequé-Schleife und schwarze Lackschuhe.
Zum Frack werden auf gar keinen Fall Socken getragen. Stattdessen trägt man nämlich
schwarze, bis zu den Kniekehlen reichende, Seidenstrümpfe. Ebenfalls muss bei einem Frack
auf die Armbanduhr verzichtet werden. Dieses Accessoire wird durch eine goldene Taschenuhr ersetzt.
Den krönenden Abschluss bildet der Zylinder.
32
Dunkler Anzug
Ein dunkler Anzug stellt eine modische und elegante Lösung für den Herrn dar und kann zu
jeder Tageszeit getragen werden. Empfehlenswert sind dazu ein weißes Hemd und wahlweise
eine Weste oder ein Kummerbund sowie schwarze Strümpfe und Schnürschuhe. Bei der Farbauswahl der Weste solltest du darauf achten, dass sie aus dem gleichen oder dezent abweichenden Stoff wie die Jacke besteht.
Spencer-Kombinationen
Wer vom klassischen Hochzeitsoutfit weg möchte und es etwas legerer mag, kann diese unkomplizierte Variante wählen. Die festliche Mode kann sowohl am Vormittag als auch am
Abend getragen werden.
Die eng anliegende Jackenkreation ist auf Earl Spencer zurückzuführen.
Während er nämlich im Frack vor seinem Kamin einschlief, fingen dessen Schwalbenschwänze Feuer. Da er jedoch die Jacke nicht wegwerfen wollte, schnitt er einfach die am Rückenteil
angesengten Stoffenden ab und schuf damit den kurzen Jackenschnitt.
Genau wie beim Smoking, wird beim Spencer ein Kummerbund getragen. Ansonsten kann diese Mode mit Fantasiewesten und längeren Hemden, die unter der Weste hervorblitzen dürfen, kombiniert
werden.
Für eine schrille und ausgefallene Regenbogenhochzeit sicherlich
eine gute Alternative.
Kurz-Check
 Vermeide zu einem formellen Anzug ein kurzärmliges oder gar
bunt gemustertes Hemd
 Die Krawatte sollte nicht zu kurz oder zu lang gebunden sein
sie hat die richtige Länge, wenn die Krawattenspitze knapp oberhalb des Gürtels endet
 Beschränke dich auf einen einfach geschlungenen Krawattenknoten
 Die Manschetten sollten einen bis anderthalb Zentimeter unter
dem Jackettärmel hervorragen
 Die Weste sollte nicht zu kurz oder zu lang sein
sie hat die
richtige Länge, wenn der Gürtel nicht mehr sichtbar ist; bei klassischen Westen darf der letzte Knopf offen bleiben
 Trage die passenden Socken bzw. Kniestrümpfe zu deinem Outfit
33
Für die Damen
Brautkleid
Das Brautkleid zählt heute noch zu der am meist gewählten Hochzeitsgarderobe bei Damen.
Ob nun in traditionellem Weiß oder doch eher bordorot; schlicht Elegant oder doch festlich,
richtet sich ganz nach euren Wünschen und Vorstellungen. Denn den Ausführungen und Formen des Brautkleides sind nahezu keine Grenzen gesetzt.
Die Kleidauswahl sollte sich jedoch nicht nur nach deinen Wünschen und Vorstellungen richten, sondern sich vielmehr auch an euren Tagesablauf am Hochzeitstag orientieren. Denn was
nützt dir beispielsweise ein Brautkleid mit einem Reifrock, wenn ihr nach der Trauung eine
Bootstour macht ?
Das Wichtigste bei einem Brautkleid ist, dass du dich darin wohlfühlst und es zu deiner Art und
deinem Stil passt.
Beginne rechtzeitig, mind. sechs Monate vor eurer
Hochzeit, nach einem passenden Kleid Ausschau
zu halten. Dann hast du später noch genügend Zeit,
etwaige Änderungen oder Anpassungen am Kleid
vornehmen zu lassen. Berücksichtige jedoch, dass
Änderungen oder Anpassungen meist nicht im Preis
enthalten sind.
Bei der Anprobe des Brautkleides solltest du dich
eine Weile im Kleid bewegen, dich ruhig damit hinsetzten und auch ein paar Schritte damit tanzen.
Nur so kannst du feststellen, ob dir das Kleid den
nötigen Halt und Bewegungsfreiraum gibt.
Lasse dich ausgiebig vom Verkaufspersonal beraten
und nimm am besten noch eine Person deines Vertrauens mit zum Hochzeitsshopping, die dir dann mit
weiterem Rat zur Seite stehen kann.
34
Vielfach entscheidet leider nicht nur was gefällt, sondern auch was bezahlbar ist. Daher solltet
ihr euch fragen, ob ihr eure Kleider kaufen oder vielleicht mieten möchtet. Es liegt an euch zu
entscheiden! Zumal bei einer Damenhochzeit und zwei wunderschönen Kleidern, die Kosten
schnell mehrere Tausend Euro betragen können.
Beherzigt einfach die alte Hochzeitstradition:
ETWAS NEUES-ETWAS GEBRAUCHTES-ETWAS GELIEHENES und ETWAS BLAUES.
So könnt ihr sicher schon etwas Geld sparen, wenn ihr euch dazu entscheidet, eure Kleider in
einem Brautmodegeschäft zu
leihen
oder in einem Secondhand-Laden gebraucht zu kau-
fen. Zumeist sind die Kleider im Secondhand-Laden nur einmal getragen. Da der Preisverfall
bei Hochzeitskleidern sehr hoch ist, könnt ihr sicherlich so manches Schnäppchen schlagen
und Kleider zur Hälfte des Neupreises erwerben.
Vielleicht entdeckt ihr auch in einem Brautmodenfachgeschäft Vorjahresmodelle, die nun zu
einem reduzierten Preis verkauft werden oder fragt gezielt nach besonderen Angeboten.
35
Was liegt im Zeitalter des Internets näher, als seine modischen Hochzeitswünsche in eine der
zahlreichen Suchmaschinen einzugeben und nach entsprechenden Angeboten Ausschau zu
halten? Ihr habt damit nicht nur eine optimale Möglichkeit, die Preise zu vergleichen, sondern
auch eurem Schnäppchen vom neuen oder gebrauchten Hochzeitskleid durch nur wenige
Klicks schnell näher zu kommen. Oder ihr ersteigert euer Traumkleid ganz einfach auf einer
der zahlreichen Online-Auktionsplattformen.
Kostüm und Hosenanzug
Was bei der Auswahl des Brautkleids zu beachten ist, sollte bei der Auswahl des Kostüms
oder des Hosenanzugs nicht unberücksichtigt bleiben. Auch hier ist wichtig, dass es zu deiner
Art und deinem Stil passt und du dich darin wohlfühlst.
Daher gilt auch hier: Bewege dich bei deiner Anprobe eine Weile in dem Kostüm oder dem
Hosenanzug. Dein Outfit sollte bequem sein und dir dennoch das Gefühl von Halt und etwas
Besonderem geben.
Kurz-Check
 Dein Hochzeitsoutfit sollte sowohl zu deinem Typ und
Stil passen, als auch dem Ablauf eures Hochzeitstages angepasst sein
 Die Schuhe, Strümpfe und das Kleid sollten bei einem Kleid eine Farbeinheit bilden du solltest weit
geschnittene Outfits vermeiden
lieber etwas figur-
betonter
 Berücksichtige bei der Schuhwahl die Körpergröße
deiner Partnerin
 Hast du genug Bewegungsfreiraum in eurem Hochzeitsoutfit? - es darf nicht zu eng anliegen; du solltest
dich noch angenehm bewegen, hinsetzen und tanzen
können
 Deine Hochzeitsgarderobe sollte aus knitterfreiem
Stoff sein, da du sonst schon nach wenigen Stunden
nicht mehr dem Anlass entsprechend aussiehst
 Kopfschmuck sollte niemals nur aufgesetzt, sondern
in die Frisur eingearbeitet werden; das gibt der Frisur
einen besseren Halt
 Sofern du dich für einen Brautstrauß entschieden
hast, sollte er nicht zu klein oder zu groß, sondern
dem Kleid nach angemessen sein
36
Die Eheringe
Ringe dienten schon vor über 5.000 Jahren als Zeichen der Erkennung und der Zugehörigkeit.
Während damals noch Grasgeflechte die Finger der Stammesbewohner zierten, symbolisieren
Eheringe heute das ewige Fortbestehen der Liebe und die Verbundenheit der Ehepartner.
Den Gestaltungsmöglichkeiten der Eheringe sind
nahezu keine Grenzen mehr gesetzt. Während
noch vor einigen Jahren der schlichte Goldring
die Hände der Ehepartner zierte, dienen heute
gern auch Materialien wie Platin, Titan oder
Weißgold, vielleicht auch in Ergänzung mit einem
Stein, als Grundlage für den Ehering.
Der Ehering als Symbol der Beständigkeit, muss
ein Leben lang gefallen. Daher bevorzugen viele
Paare immer noch die klassisch schlichte Ringform, da Modetrends schnell wieder vergänglich
sind.
Die von euch ausgewählten Stücke werden durch die Gravur auf der Innenseite des Ringes
endgültig zum Ehering. So verleiht ihr euren Ringen beispielsweise durch die Gravur des Namens eures Ehepartners, des Hochzeitsdatums oder gar eines Liebesbekenntnisses die nötige Individualität und Verbundenheit.
Der Ringkauf
Tragt den Ring vor dem Kauf ruhig eine viertel Stunde am Finger Probe. Durch Reiben deiner
Hände und Finger kannst du testen, ob der Ring angenehm sitzt, nicht drückt und anatomisch
gut gearbeitet ist.
Bei der Auswahl des Eherings sollte darauf geachtet werden, dass dieser neben der Form, der
Farbe und dem subjektiven Geschmack, auch deinem Typ entspricht. So sollte beispielsweise
ein Mann mit großen Händen weniger einen schmalen Ring und eine Frau mit zierlichen Fingern, eher keinen wuchtigen Ring tragen.
Tipp: Ringe, dessen Innenseite gewölbt sind, sind besonders angenehm zu tragen und lassen sich ohne Schwierigkeiten an- und abziehen. Solltet ihr den Verlobungsring auch als
Ehering verwenden wollen, prüft, ob er an beide Ringfinger passt und sich gut trägt.
Goldschmiede
Selbst ist der Mann/ Selbst ist die Frau
Wenn ihr handwerklich nicht so begabt aber dennoch kreativ seid, könnt ihr eure Trauringe
doch einfach selbst entwerfen, schmieden, schleifen und gravieren
kein Scherz! So kann
man heute bereits bei zahlreichen Goldschmieden und Manufakturen Tageskurse buchen, an
denen ihr eure eigenen Eheringe gestalten und herstellen könnt
natürlich alles mit professi-
oneller Anleitung. Nicht nur, dass eure Ringe dann 100%ige Unikate sind, sondern sie sind
meist auch noch günstiger als Eheringe aus dem Laden! Und damit es kein Unglück bringt,
wenn du deinen eigenen Ehering schmiedest, fertigst du ihn für deinen Partner an und umgekehrt. So bekommen die Ringe neben ihrer Individualität zusätzlich eine besondere Bedeutung. Dies ist sicher eine tolle Alternative zu
herkömmlichen
Eheringen und beschert euch
garantiert zusätzlich einen unvergesslichen Tag zu Zweit.
Linke oder rechte Hand?
Im alten Ägyptern trug man den Ehering am Ringfinger der linken Hand (
da man glaubte, dass von dort aus die Liebesader (
V ena amoris
L iebesfinger
),
) direkt zum Herzen
führt, wo die Liebe beheimatet ist.
Vielleicht trägt man ja deswegen in Ländern wie beispielsweise in Nordamerika noch heute
den Ehering an der linken Hand. In Deutschland hingegen, wird der Ehering zumeist an der
rechten Hand getragen und lediglich der Verlobungsring wird an die linke Hand angesteckt.
Einem alten Aberglauben zufolge, solle man den Ehering niemals mehr ablegen, wenn er erst
einmal am Finger steckt. Denn ein
abkühlender
Liebe abkühlt.
38
Ring bedeutet gleichzeitig auch, dass die
Die Geschenke
- Vom Schenken und Beschenkt werden -
Beschenkt werden
Ob man es nun glaubt oder nicht, aber das Schenken ist ebenfalls ein uralter Brauch und ist
gerade zu Hochzeiten immer noch sehr beliebt. Nicht umsonst nannte man früher die Hochzeit
auch
Schenktag .
Da damals die Braut völlig unvermögend war, wurden ihr am Hochzeitstag Geschenke überreicht, die in ihren Besitz übergingen.
Sowohl zur damaligen Zeit als auch heute, haben die Geschenke meist einen praktischen Nutzen.
Heute wird zwar kein
Eier
G ebekorb
gefüllt mit Zucker, Mehl, Schinken, einem Huhn und
überreicht, für den die Braut dem Bräutigam einen Wunsch zu erfüllen hat, jedoch kann
es heute noch vorkommen, dass zum Beispiel ein modischer Besteckkasten auf den
G abentisch
kommt.
Um unerwünschte Geschenke ( nichts gegen einen Besteckkasten ) oder gar Doppelgeschenke ( oh toll, zwei Besteckkästen ) zu vermeiden, ist es heute üblich, seinen Gästen eine
sogenannte Geschenkliste oder einen Geschenktisch anzubieten. Das heißt, ihr überlegt euch,
welche Dinge ihr für euren gemeinsamen Hausstand benötigt und schreibt diese auf eine Liste
- Geschenkliste. Die könnt ihr dann in Umlauf bringen. Sollte sich einer eurer Gäste für eines
der darauf notierten Geschenke entscheiden, könnt ihr dieses Geschenk von eurer Liste streichen. So wisst ihr, welches Geschenk bereits vergeben ist und welches noch geschenkt werden kann.
Oder ihr geht in ein Kaufhaus und stellt dort beliebige Geschenkwünsche auf einen eigens
dafür angerichteten Tisch zusammen
Gaben-/ Geschenktisch. Eure Gäste können dann in
aller Ruhe ins Kaufhaus gehen, das für sie passende Geschenk vom Geschenktisch aussuchen und bezahlen. Zusätzlich könnt ihr meist noch das Angebot großer Kaufhäuser nutzen
und euren Geschenktisch im Internet für eure Gäste zu präsentieren. Mit einem eigens für
euch eingerichteten Zugangs-Account, können nun die Geschenke von euren Gästen bequem
von zu Hause eingesehen und bestellt werden. Dies bietet insbesondere auch auswärtigen
Gästen einen gewissen Komfort.
39
Achtet jedoch darauf, dass ihr für jeden Geldbeutel etwas dabei habt und euren Gästen genug
Auswahlmöglichkeiten und Entscheidungsspielräume bietet. Kein Gast soll sich zu irgendetwas verpflichtet fühlen. So solltet ihr eure Geschenkauswahl ruhig von einem kleinen Mitbringsel bis hin zum großen Präsent gestalten.
An dieser Stelle möchte ich mir
wie in zahlreichen anderen Büchern
die Aufzählung und
Darstellung konventioneller und unkonventioneller Geschenke ersparen. Denn ihr wisst sicher
beide selbst am besten, was ihr benötigt oder euch wünscht.
Geldgeschenke
Zählt ihr zu den Paaren, die schon seit längerer Zeit zusammen leben und einen kompletten
Haushalt haben und daher keinen Wert auf Sachgeschenke legen? Stattdessen möchtet ihr
lieber einen finanziellen Zuschuss zu euren Flitterwochen oder eurem eigenen großen
Wunsch? Dann sind Geldgeschenke sicher das richtige für euch.
Und damit nicht doch noch jemand auf die Idee kommt, euch einen modischen Besteckkasten
zu kaufen und ihr euch Zeit und Rederei erspart, gebt doch euren Geldwunsch bereits in der
Einladungskarte mit einem Spruch bekannt, der wie folgt lauten könnte:
A llen die uns möchten beschenken, bitten wir doch zu bedenken.
Die Meisten Dinge
wohlverstanden
sind bei uns lückenlos vorhanden.
Messer, Gabel, Teller und Tassen kaum noch in die Schänke passen.
Wer trotzdem etwas schenken mag, zu unser beider Hochzeitstag,
darf gerne unser Sparschwein füttern,
wir schlachten es tags darauf zum Flittern.
40
Wann sollten die Geschenke geöffnet werden?
Es ist eher unüblich, die Geschenke bereits auf der Hochzeitsfeier auszupacken, da es in der
ganzen Aufregung schon mal vorkommen kann, dass ungewollt beispielsweise wertvolles Glas
zu Bruch geht. Aus praktischen Überlegungen heraus, ist es daher sinnvoll, dass ihr die Geschenke nach den Feierlichkeiten in aller Ruhe auspackt und euch dann daran erfreut.
Schenken - Gastgeschenke
Nicht nur das Brautpaar kann Geschenke erhalten. Umgekehrt kann auch das Brautpaar seine
Gäste mit Geschenken beglücken.
Dabei können die Gastgeschenke ebenso traditionell wie originell sein.
Traditionell
Nach alter Tradition, die auf die Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV ( 1643-1715 ) zurückgeht, werden den Hochzeitsgästen Bonbonieren ( kleine Döschen ) überreicht, in denen sich
fünf in Tüll gewickelte Hochzeitsbonbons ( mit Zuckerguss überzogene Mandeln ) befinden.
Diese Bonbons symbolisieren jeweils Glück, Liebe, Treue, Erfolg und Fruchtbarkeit.
Wer also seine perfekte Regenbogenhochzeit mit dem Verschenken von Mandeln abrunden
möchte, sollte sechs mit Regenbogenfarben ( rot, orange, gelb, grün, ( königs) b lau und violett ) überzogene Mandeln verwenden. Diese farbigen Mandeln symbolisieren dann jeweils
Leben, Gesundheit, Sonnenschein, Natur, Harmonie und Geist.
Für die Gestaltung der Bonbonieren gibt es ebenso viele Möglichkeiten wie für die Mandeln.
So können beispielsweise die Bonbonieren statt eines Döschens aus Porzellan oder gar Silber, einfach nur farbige Tüllsäckchen sein.
Neben den Mandeln, bieten sich auch andere kleine Aufmerksamkeiten wie Pralinen oder Rosen mit Kärtchen für eure Gäste an, die entweder bereits auf dessen Plätze liegen oder aus
einem Korb zum Abschied überreicht werden.
Originell
Macht doch einfach die Geschenkübergabe an eure Gäste offiziell und kommentiert das Ganze. So bekommt zum Beispiel eure gesundheitsorientierte beste Freundin eine Tüte frische
Luft von euch geschenkt. Nicht nur, dass eure Geschenkübergabe so zu einer lustigen Einlage
wird, nebenbei erfahren die anderen Gäste auch noch allerhand Komisches und Interessantes
voneinander.
41
Die Hochzeitstorte
Neben dem sicherlich süßen Genuss an eurer Seite, zählt an eurem Hochzeitstag bestimmt
auch eure Hochzeitstorte.
Auch das Anschneiden der
Hochzeitstorte zählt mit zu den
ältesten
Hochzeitstraditionen
und wurde bereits mit einer Art
Kuchen bei den Römern zelebriert.
Damals
teilte
das
Brautpaar den Kuchen in der
Mitte und aß davon mehrere
Stücke. Der Rest des Kuchens
wurde über dem Kopf der
Braut in kleine Stücke zerbrochen und von den Gästen gesammelt und gegessen. Mit
diesem Ritual wurden die Götter gebeten, das junge Ehepaar mit Nachwuchs zu segnen.
Die mehrstöckige Hochzeitstorte, so wie wir sie heute kennen, stammt vermutlich aus
England. Dort brachten nämlich bereits vor vielen Jahrhunderten die Familienmitglieder
und Gäste des Paares ihre
selbstgemachten Köstlichkeiten zur Hochzeit mit. Die Torten wurden dann übereinander gestapelt, so dass sich ein Tortenturm bildete. Das Hochzeitspaar musste nun versuchen, sich
über den
Berg
hinweg zu küssen
jedoch ohne die Torte zu berühren oder umzustoßen.
Denn sonst würde die Fruchtbarkeit verloren gehen.
42
Später war es dann durch die französische Erfindung des Zuckergusses möglich, die einzelnen Torten miteinander zu verbinden. Die einzelnen Torten konnten nun nicht mehr umgestoßen werden, so dass von nun an der Kindersegen gesichert war.
Heutzutage bestehen die Hochzeitstorten zu einem Großteil aus weißem Marzipan* und Zuckerguss und stellen durch ihre zahlreichen Verziehrungen nahezu kleine Kunstwerke dar.
Neben einem lockeren Teig, einer leckeren Cremefüllung und der Verarbeitung von Früchten,
bilden in der Regel weiße Tauben, Widmungen mit den Namen der Brautleute oder kleine Tortenfiguren ( Cake Topper) den krönenden Tortenabschluss.
Nicht selten wird zur Hochzeit eine fünfstöckige Hochzeitstorte kreiert, da die fünf
T ortenstufen
einen kompletten Lebenszyklus ( G eburt, Kommunion/ Konfirmation, Heirat,
Geburt der Kinder, Tod ) symbolisieren sollen.
Warum also nicht auch eine sechsstufige Regenbogentorte, die mit ihren sechs symbolischen
Farben rot, orange, gelb, grün ( königs ) blau und violett, eurer Regenbogenhochzeit sicher
noch den letzten Schliff verleiht. Und fern ab von der traditionellen und manchmal auch eher
tristen weißen Hochzeitstorte, setzt eine sechsfarbige Regenbogentorte auf eurer Hochzeit
sicher noch die passenden Farbakzente.
Anschneiden und Essen der Hochzeitstorte
Die Hochzeitstorte wird gemeinsam vom Hochzeitspaar angeschnitten. Einer Sage nach, soll
jener Ehepartner das Wort in der Ehe haben, dessen Hand sich beim Anschneiden der Hochzeitstorte oben befindet.
Einem angelsächsischen Brauch zufolge, isst man die Hochzeitstorte beim Empfang der
Hochzeitsgesellschaft als Begrüßungshäppchen. Sie kann aber auch am Nachmittag zu einer
Tasse Kaffee oder als Dessert im Anschluss an das Hochzeitsmahl angeschnitten werden.
Einige Paare warten mit dem Anschneiden bis Mitternacht und reichen ein Stückchen Torte als
kleinen Mitternachtssnack oder gar
Betthupferl .
Liebes Brautpaar, vergesst bitte nicht, euch gegenseitig mit einem Stückchen Hochzeitstorte
zu füttern, denn einem alten Aberglauben zufolgt, erhält dies das Eheglück!
* die Farbe weiß steht für Glück, Reinheit und Jungfräulichkeit
43
Die Standesamtliche Trauung
Anmeldung zur Eintragung der Lebenspartnerschaft
Seit dem 01.01.2009 gelten in allen Bundesländern nur noch das Personenstandsgesetz
2009, die Personenstandsverordnung 2009 und das Lebenspartnerschaftsgesetz 2009. Demnach wurde die Zuständigkeit für die Eintragung der Lebenspartnerschaft einheitlich auf die
Standesämter übertragen und dem der Eheschließung angeglichen. Ausnahmen bilden hier
die Bundesländer Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern.
Während Baden-Württemberg und Thüringen von der sogenannten Länderöffnungsklausel im
Lebenspartnerschaftsgesetz 2009 Gebrauch gemacht haben, treten in Bauern und Brandenburg die Neuregellungen verzögert ein. So hat Bayern ein Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, wonach neben den Notaren zusätzlich auch die Standesämter zuständig werden sollen.
Für Baden-Württemberg und Thüringen gelten weiterhin die abweichenden Regelungen.
 Baden-Württemberg
in den Landkreisen die Landratsämter und in den Stadtkreisen die Gemeinden ( letzteres bedeutet: in kreisfreien Städten die Stadtverwaltungen)
 Bayern
die Notare
 Berlin
die Standesbeamten der Bezirke
 Brandenburg
die Ämter, amtsfreie Gemeinden und kreisfreie Städte
 Bremen
die Standesbeamten
 Hamburg
die Standesbeamten
 Hessen
die Standesbeamten
 Mecklenburg-Vorpommern
die Standesbeamten
 Niedersachsen
die Standesbeamten
 Nordrhein-Westfalen
die Standesbeamten
 Rheinland-Pfalz
die Standesbeamten
 Saarland
die Standesbeamten
 Sachsen
die Standesbeamten
 Sachsen-Anhalt
die Standesbeamten
 Schleswig-Holstein
die Standesbeamten
 Thüringen
die Landkreise und kreisfreien Städte
44
Wo erfolgt die Anmeldung?
Die Anmeldung zur Eintragung der Lebenspartnerschaft erfolgt bei dem Standesamt, wo ihr
euren Hauptwohnsitz habt! Solltet ihr verschiedene Wohnsitze haben, könnt ihr euch für ein
Standesamt entscheiden.
Hat keiner von euch einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland, könnt ihr
die Anmeldung zur Eintragung eurer Lebenspartnerschaft bei einem beliebigen Standesamt
vornehmen ( ausgenommen die Standesämter in Baden-Württemberg, Thüringen und noch
Bayern und Brandenburg ) .
Solltet ihr euch dazu entschließen, die Eintragung eurer Lebenspartnerschaft in einem anderen Standesamt als an eurem Hauptwohnsitz vornehmen zu lassen, solltet ihr das bei der Anmeldung in eurem Standesamt am Hauptwohnsitz unbedingt dem Standesbeamten mitteilen.
Denn er ermächtigt dann den zuständigen Standesbeamten in eurem Wunsch-Standesamt
( s og. Delegationsverfahren ) , eure Lebenspartnerschaft eintragen zu dürfen.
Was ist, wenn der Partner bei der Anmeldung nicht dabei sein kann?
Versucht euch möglichst gemeinsam zur Eintragung der Lebenspartnerschaft anzumelden.
Denn neben der Besprechung eures Hochzeitstermins, werden weitere wichtige Details zu
eurer Hochzeit bzw. zum Ablauf eurer Trauung besprochen und festgelegt.
Sollte dennoch einer von euch aus einem wichtigen Grund verhindert sein, kann die Anmeldung auch allein und im Namen des Anderen vorgenommen werden. Dafür ist eine schriftliche
Erklärung in Form einer
Beitrittserklärung
des nicht anwesenden Partners beizubringen,
die ihr als Vordruck im Standesamt erhaltet oder online abrufen könnt.
Unterlagen
Welche Unterlagen ihr im Einzelnen vorzulegen habt, prüft das Standesamt. In der Regel sollten mindestens folgende Unterlagen vorliegen:
 Personalausweise
 Ggf. Nachweise über akademische Grade, falls diese mit in die Lebenspartnerschaftsurkunde aufgenommen werden sollen
 Auszug aus dem Melderegister ( nicht älter als 10 Werktage bei Anmeldung der Lebenspartnerschaft )
 Abstammungsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch* der Eltern
( b eim Standesamt am Heiratsort eurer Eltern ) - nicht das Familiestammbuch!
* Mit Inkrafttreten des Personenstandsreformgesetzes ( PStG ) zum 01.01.2009 wurde das seit dem 01.01.1958
eingeführte Familienbuch wieder abgeschafft und auf eine elektronische Registerführung, die jedoch erst ab dem
01.01.2014 verbindlich ist, umgestellt. Die bis zum 31.12.2008 bestandenen Familienbücher werden als Heiratseinträge bei den Standesämtern fortgeführt. Im Übrigen werden ein Eheregister und ein Lebenspartnerschaftsregister geführt.
45
Falls ihr Kinder mit in die Lebenspartnerschaft bringt, werden zusätzliche Unterlagen der Kinder benötigt:
 Geburtsurkunde
 Vaterschaftsanerkennung
 Ggf. Sorgerechtserklärung
Wenn ihr bereits verheiratet oder verpartnert wart, benötigt ihr weiterhin:
 Heiratsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch der Vorehe
 Lebenspartnerschaftsurkunde
 Rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Aufhebungsurteil
 Sterbeurkunde
Wichtig: Alle Dokumente müssen im Original vorgelegt werden!
Kopien genügen nicht!
Gebühren
Leider gibt es auch bei der Höhe der Gebühren zur Eintragung der Lebenspartnerschaft keine
bundesweit einheitliche Regelung. Während in einigen Bundesländern die gleichen Gebühren
wie bei der Eheschließung erhoben werden, berechnen andere Bundesländer wesentlich höhere Gebühren. Dies wird dann mit höheren Verwaltungskosten als bei einer Eheschließung
begründet, da die Eintragung einer Lebenspartnerschaft nicht mit der Ehe gleichzusetzen wäre.
Tipp: Es empfiehlt sich, vor eurer Anmeldung noch einmal eine verbindliche Auskunft von
einem Mitarbeiter des Standesamtes, über die tatsächlich erforderlichen Unterlagen einzuholen. So können beispielsweise bei Partnern mit nicht deutscher Herkunft zusätzliche Bescheinigungen zu dessen Familienstand eingefordert werden.
Ablauf
Beim Ablauf der Trauungszeremonie ist es zunächst dem zuständigen Standesbeamten freigestellt, wie er diese gestaltet und ob er die Wirkung von Trauzeugen zulässt. Dies kann wiederum durch bindende Weisungen seiner Vorgesetzten oder von Landesausführungsgesetzten beeinflusst werden.
Demnach bestimmen einige Landesausführungsgesetze ergänzend, dass der Standesbeamte
die zukünftigen Eheleute einzeln zu befragen hat, ob sie eine Lebenspartnerschaft begründen
wollen.*
*
in Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt,
46
Wenn die Lebenspartner die Frage bejaht haben, muss der Standesbeamte erklären, dass die
Lebenspartnerschaft nunmehr begründet ist.*
Die Erklärung kann in Gegenwart von bis zu zwei volljährigen ( Trau ) Zeugen erfolgen, die
dies dann mit ihrer Unterschrift auf der Lebenspartnerschaftsurkunde bestätigen.**
Besprecht vorher mit dem für euch zuständigen Standesbeamten, wie ihr euch eure Zeremonie wünscht und vorstellt. Es wird sicher nur wenige Standesbeamte geben, die euch diesen
bedeutsamen Tag durch die sture Einhaltung von Paragrafen vermiesen werden. Demnach
genehmigen beispielsweise einige Standesbeamte, dass für die Trauung die eigene Musik
mitgebracht und abgespielt werden kann.
Tipp: Vor der eigentlichen Trauung werden vom Standesbeamten noch einmal eure bei der
Anmeldung angegebenen Personalien abgeglichen. Daher solltet ihr euch, und sofern vorhanden auch eure Trauzeugen, am Tag der Hochzeit ca. 30 Minuten früher auf dem Standesamt einfinden. Vergesst nicht, euren Personalausweis oder Reisepass ( wie bei der
Anmeldung ) mitzubringen!
Trauzeugen
Mit der Neuregelung des Eheschließungsgesetzes zum 01.07.1998, wurde die Trauzeugenpflicht aufgehoben. Demnach ist es seither nicht mehr erforderlich, dass Trauzeugen bei der
Begründung einer Ehe oder einer Lebenspartnerschaft anwesend sind. Solltet ihr euch dennoch für diese schöne Tradition entschieden haben, müssen die mit anwesenden Trauzeugen
ebenfalls mit auf eurer Lebenspartnerschaftsurkunde unterschreiben.
Wichtig: Achtet darauf, dass ihr dem Standesbeamten am Tag eurer Trauung die Terminbestätigung mit den ausgefüllten Angaben eurer Trauzeugen vorlegen müsst!
Solltet ihr euch dazu entschließen, eure Zeremonie außerhalb des Standesamtes
( b eispielsweise in dessen Außenstandort ) durchzuführen, müsst ihr die Informationen zu
euren Trauzeugen in der Regel 14 Tage vor eurem Hochzeitstermin an das Standesamt senden, da die Urkunde meist nicht am Außenstandort geändert werden kann. Sollte es dennoch
zu einer unvorhergesehenen Überraschung kommen, wird euch auch die geänderte Lebenspartnerschaftsurkunde nachgesandt.
*
in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt,
Schleswig-Holstein
**
in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-
Holstein
47
Die Kirchliche Segnung
Wenn ihr euch neben der standesamtlichen Trauung zusätzlich zu einer kirchlichen Segnung
entschieden habt, stehen eure Chancen heutzutage gut, einen toleranten Glaubensvertreter
zu finden. Denn nach der gesetzlichen
Legitimation
der gleichgeschlechtlichen Lebens-
partnerschaft, haben sich auch viele Gotteshäuser, Pfarrer sowie freie Theologen dazu bekannt, gleichgeschlechtliche Paare in Gottes Namen zu segnen. Dennoch gibt es zahlreiche
unterschiedliche Auffassungen und Akzeptanzen der Kirchen zur Homosexualität, die sich
auch in den Formulierungen für
Segnung
widerspiegeln. So wird in manchen Landeskir-
chen von einer Fürbittandacht, einer gottesdienstlichen Segnung, einer gottesdienstlichen Begleitung, einer Segnung von Partnerschaften oder gar einer Segnung von
nerschaften
Menschen in Part-
gesprochen.
Wo erfolgt die Anmeldung?
Zunächst solltet ihr euch als Kirchenmitglied ( mindestens eine/ r von euch ) bei eurer örtlichen Gemeinde oder der Gemeinde, in der ihr euch am wohlsten fühlt, erkundigen, ob eine
Partnerschaftssegnung vorgenommen wird. Denn in einigen Fällen muss der Pfarrer zunächst
das Einverständnis des Kirchenvorstandes einholen.
Sollte der Kirchenvorstand entgegen den Willen des Pfarrers, keine Segnung wollen oder nicht
einmal ein offizieller ( Segnungs- ) Beschluss der Kirche vorliegen, was selten vorkommt, wird
euch der Pfarrer sicher an ein anderes Gemeindehaus vermitteln können oder vielleicht dennoch für euch einen Segnungsgottesdienst durchführen. Allerdings wird dann Wert auf eine
diskrete Behandlung gelegt.
Tipp: Stellt eure Anfrage zur Segnung frühzeitig beim Kirchenvorstand, da die Entscheidung etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.
Unterlagen
Sobald euch der Pfarrer und der Kirchenvorstand die Segnung zu eurer Hochzeit bestätigt hat,
solltet ihr euch zu einem weiteren Gespräch mit dem Pfarrer verabreden, wo ihr dann weitere
Einzelheiten zu eurer Segnung besprechen könnt.
Zu dem Gespräch solltet ihr eure
 Personalausweise und
 Lebenspartnerschaftsurkunde mitbringen.
48
Gebühren
Der Pfarrer erhält für seinen Dienst keine Bezahlung. Dennoch fallen Kosten für den Küster
( K irchendienst ) , den Blumenschmuck oder auch die Kirchenmusik an. Wie hoch die Gesamtkosten sind, wird euch sicher der Pfarrer in Abhängigkeit mit euren Vorstellungen und
dem Umfang der Segnungszeremonie mitteilen können.
Zumeist wird zusätzlich eine Kollekte* für den
Gottesdienst
für einen vorher vereinbarten
Zweck erbeten.
Ablauf
Für einen kirchlichen Segnungsgottesdienst gibt es mindestens ebenso viel Gestaltungsmöglichkeiten, wie es Formulierungen für
Segnung
gibt. Sprecht daher rechtszeitig mit dem
Pfarrer eure Vorstellungen und Wünsche für den Gottesdienst ab. Sicher kann er euch einige
Vorschläge zum Ablauf unterbreiten.
So schlägt beispielsweise die Deutschschweizerische Liturgiekommission auf ihrer Homepage
eine Regenbogenfeier vor, bei der für die Segnung des Paares die Farben des Regenbogens,
in Verbindung mit Gebeten und Gesang, gedeutet werden. Zum Schluss wird die Sendung und
Segnung vollzogen.
E rschreckt nicht,
wenn Ihr in heiligen Schriften lest,
man solle Menschen steinigen,
die so lieben, wie Ihr es tut,
lernt zu verstehen,
dass heilige Worte gekleidet sind in Sprache,
die Menschen der jeweiligen Zeit sprechen.
Ewiges wird gekleidet in Gewänder,
die gewebt sind aus vergänglichen Stoffen.
Erschreckt nicht,
wenn Staats- und Kirchenmänner reden
und gegen Euch Stimmung machen,
weil Euer Lieben in ihnen nicht Platz hat,
lernt zu verstehen,
dass auch sie nur Kinder ihrer Zeit sind,
die nicht aus ihrer engen Haut können.
Neues muss erst das Feste,
was uns alle umgibt, durchbrechen.
Bernhard von Issendorff
* eine Kollekte ( lateinisch: collegere = sammeln ) ist eine Geldsammlung für einen kirchlichen oder karikativen
Zweck.
49
Heiraten im Ausland
Abenteuerlust, Romantik oder einfach nur die Absicht anders heiraten zu wollen, sind einige
von vielen Gründen, warum es Paare an ihrem großen Tag ins Ausland zieht.
Daher entscheiden sich viele, nicht nur ihre Flitterwochen im Ausland zu verbringen, sondern
auch gleich ihre Heirat dort zu vollziehen. Frei nach dem Motto: Andere Länder, andere Sitten.
Doch nicht nur in Deutschland gibt es unterschiedliche Regelungen für die Eintragung der Lebenspartnerschaft, sondern auch in den Ländern dieser Welt
sofern es dort überhaupt mög-
lich ist, sich offiziell als homosexuell outen zu können.
In den Ländern, in denen ihr
heiraten
dürft, wird euch meist nur ein Treuegelöbnis abge-
nommen und eine Art Zertifikat für eure Hochzeit ausgestellt. Ein solches Zertifikat würdet ihr
beispielsweise in Nevada/ USA bekommen, was jedoch nicht in Deutschland anerkannt ist.
Das heißt, ihr müsst dann n och einmal
in Deutschland offiziell heiraten.
50
Hingegen könnt ihr in Kapstadt/ Südafrika mit
Beantragung eines sogenannten
Certificate
u nd
einer
Full Marriage
A p o s tille
( B eglaubigung und Echtheitsbestätigung durch
das örtliche Gericht ) eure Eheschließung auch
in Deutschland ( und Österreich ) anerkennen
lassen. Da die Beantragung der Unterlagen sehr
zeitaufwändig und mit unter sehr kostspielig sein
kann, haben sich bereits viele Reiseveranstalter
mit örtlichen Weddingplanern zusammengetan
und sich darauf spezialisiert, euch das behördliche Prozedere abzunehmen.
Unterlagen
Fragt frühzeitig bei eurem Reisveranstalter bzw. dessen Weddingplaner nach, welche Dokumente zur Begründung eurer Lebenspartnerschaft erforderlich sind. Vielleicht können schon
im Vorfeld einige Unterlagen besorgt werden.
Folgende Unterlagen können beispielsweise von ausländischen Behörden verlangt werden:
 Ein gültiger Reisepass und zusätzlich eine Kopie der ( R eisepass ) Hauptseite sowie des
Einreisestempels
 Falls erforderlich, erhält man bei der Botschaft oder dem Generalkonsulat des ( H eirats )
Landes ein Visum oder eine begrenzte Aufenthaltsgenehmigung
 Geburtsurkunde
 Bestätigung eures Wohnsitzes durch das Einwohnermeldeamt mit dem Vermerk eures Familienstandes und eurer Staatsangehörigkeit
 In einigen Ländern benötigt man vom Einwohnermeldeamt einen internationalen Auszug
 Ist ein Partner noch nicht volljährig bzw. 21 Jahre alt, benötigt ihr eine notariell beglaubigte
Zustimmung der Eltern sowie die vom Vormundschaftsgericht erteilte "Befreiung vom Erfordernis der Ehemündigkeit" ( § 1303 BGB )
Wenn ihr bereits verheiratet oder verpartnert wart, benötigt ihr:
 Heiratsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch der Vorehe
 Lebenspartnerschaftsurkunde
 Rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Aufhebungsurteil
 Sterbeurkunde
51
Wichtig: Teilweise ist es erforderlich, dass ihr eure Dokumente von einem amtlich zugelassenen Dolmetscher ins englische übersetzten und von einem Notar beglaubigen lasst. Die
Dokumente müsst ihr manchmal auch schon bis zu zwei Monate vor eurer Heirat in das
jeweilige Land versenden.
Anmeldung eurer Lebenspartnerschaft in Deutschland
Wurde eure Lebenspartnerschaft im Ausland nach dessen gesetzlichen Bestimmungen eingetragen, unterliegt eure Lebenspartnerschaft zunächst nur diesem ( ausländischem ) Recht.
Durch die Ausstellung
 Eines
Full Marriage Certificate
 Einer
Apostille ,
und
könnt ihr eure Eheschließung auch nachträglich in Deutschland beim Standesamt eures
Hauptwohnsitzes anerkennen lassen.
Tipp: Um eure Heirat beim Standesamt anerkennen zu lassen, solltet ihr euch vorher erkundigen, ob ihr die englischen Dokumente dazu ins deutsche übersetzen lassen müsst.
52
Die Hochzeitsbräuche
Reis werfen
Wer kennt diese beliebte Tradition nicht? Das frisch getraute Hochzeitspaar wird von seinen
Hochzeitsgästen nach der Eintragung der Lebenspartnerschaft ordentlich mit Reis beworfen.
Die auf das Brautpaar fallenden Reiskörner symbolisieren sowohl das Leben ( i m indonesischen ) als auch die Fruchtbarkeit und den Kindersegen ( im asiatischen ) .
Blumen streuen / Blumenkinder
Während Kinder selbst das Glück symbolisieren, steht das Streuen von Blumen, ebenfalls wie
das Werfen von Reis, für Fruchtbarkeit. Denn einem heidnischen Brauch zur Folge, wird durch
den Duft der Blumen die Fruchtbarkeitsgöttin angelockt, die dann für reichlich Kindersegen
sorgen soll.
Und wer behauptet, dass zwei Männer oder zwei Frauen keine Kinder haben können?
53
Brautstrauß
Der Brautstrauß ist ein schönes und natürliches Hochzeitsaccessoire und ergänzt zumeist das
weibliche Hochzeitsoutfit.
So kann er beispielsweise vor der Trauung von einem oder beiden zukünftigen Ehepartnern
( j e nach Garderobe und Belieben ) besorgt und als Überraschung überreicht werden.
Während der Brautstrauß heute als Blumenschmuck dient, nutzte man ihn in der Renaissance
als Duftstrauß. Dieser sollte die Damen, durch die damals vernachlässigte Hygiene und den
damit verbundenen intensiven Gerüchen, vor Ohnmachtsanfällen während der Hochzeitszeremonie bewahren.
Brautstrauß werfen
Um der alten Hochzeitstradition nach festzustellen, welcher Junggeselle als Nächstes heiraten
wird, muss die Braut ihren Brautstrauß über die Schultern in die Menge der Junggesellen werfen. Wer ihn fängt, so sagt man, wird als Nächstes des Eheglück finden.
Der Brautstrauß kann entweder direkt nach der Hochzeitszeremonie, vor der Abfahrt in die
Flitterwochen, nach dem Regenbogenwalzer oder beim Mitternachtstanz geworfen werden.
Brautstraußwerfen durch Brautstraußvereinigung
Wenn beide einen Brautstrauß haben, liegt es an euch zu entscheiden:
 Ob ihr einen Braustrauß als Andenken behaltet und den anderen Brautstrauß gemeinsam
über eure Schultern werft
oder
 Ob ihr euch ein Brautstraußband besorgt, mit dem ihr beide Brautsträuße zu einen Strauß
zusammenbindet und anschließend den vereinten Brautstrauß über eure Schultern zu den
schon wartenden Junggesellen werft
oder
 Ob ihr einen Brautstrauß für die ledigen Damen und einen für die ledigen Herren bestimmt,
den ihr ihnen dann über die Schultern werft.
Ihr könnt das Brautstraußwerfen auch mit dem Strumpfbandwerfen verbinden.
Strumpfband werfen
Der englische Brauch kann bei einer Frauenhochzeit gut vollzogen werden. Während die eine
frisch verheiratete Frau ihren Brautstrauß in die Arme der noch ledigen Frauen wirft, muss die
andere ihrer Ehefrau das Strumpfband vom Oberschenkel nehmen. Unter Berücksichtigung
des Brauches, muss sie dazu vorher den Rocksaum vor den Augen der Gäste vorsichtig hoch-
54
schieben und das Strumpfband langsam abziehen. Ist ihr das gelungen, muss sie nun das
Strumpfband mit verschlossenen Augen in die Menge der versammelten Junggesellen werfen.
Wer dann das Strumpfband fängt, wird ebenfalls als Nächstes heiraten.
Baumstamm sägen
Das Ehepaar muss nach der Trauung mit vereinten Kräften einen Baustamm zersägen. Dazu
wird dieser in einen Sägebock gespannt und dem Ehepaar eine rostige Schrotsäge überreicht.
Beide müssen nun den Stamm zersägen.
Der Brauch steht für die gemeinsame Bewältigung von Schwierigkeiten, der Gleichberechtigung in der Ehe, sowie für die Balance von Reden, Zuhören, aktiv sein und nicht aktiv sein.
Der Brauch selbst kommt aus waldreichen Gegenden und wird heute überwiegend in Süddeutschland und in der Schweiz zelebriert.
Blechdosen am Auto
Um nach der Trauung auch die letzten bösen Geister vom jungen Glück fernzuhalten, werden
zahlreiche leere Dosen an der Stoßstange des Hochzeitsautos befestigt. Das Brautpaar wird
dann mit scheppernden Dosen und einem Hupkonzert auf dem Weg zu ihren Festlichkeiten
begleitet.
Brautentführung/ Bräutigamentführung
Der Brauch des Brautentführens ist verbreiteter als man denkt. Denn schon die Bibel beschreibt ihn im fünften Buch Mose. Jedoch war dieses Ritual früher eher kein Spaß sondern
purer Ernst. Nicht umsonst hat man die Zunft des Brautführers ins Leben gerufen, der die
Braut während den Feierlichkeiten zu beschützen hatte.
55
Heute ist es eher so, dass die Braut in einem Moment der Unaufmerksamkeit des Ehepartners
entführt wird und von Kneipe zu Kneipe gezogen wird, wobei der Bräutigam jedes Mal die Zeche zu zahlen hat. Hat der Bräutigam seine Braut gefunden, muss er sie auslösen. Dies kann
mit einer Aufgabe für den Bräutigam verbunden sein oder mit einer Brautversteigerung, beispielsweise gegen Wein, etc.
Seid also vorsichtig! Denn im Zeitalter der zunehmenden Gleichstellung, kann es auch dir passieren, dass dein Bräutigam oder deine Braut in einem unaufmerksamen Moment
entführt
wird.
Tipp: Es kann vorkommen, dass die Brautentführung bei einer Hochzeitsfeier als störend
empfunden wird. Daher sollten vorab einige Leute eingeweiht und das Ganze als Überraschung geplant werden. Um die Brautentführung auf keinen Fall zulange andauern zu lassen, gestaltet sie ruhig als ein fröhliches Unterhaltungselement. So könnt ihr beispielsweise
für die Suche einige Hinweise hinterlassen.
Regenbogenwalzer
Der Regenbogenwalzer eröffnet, genauso wie der klassische Hochzeitswalzer, die Hochzeitsfeierlichkeiten und wird vom Hochzeitspaar als erstes vor allen Gästen getanzt. Dazu gesellen
sich dann die Bräutigam-/ Brauteltern, die Trauzeugen und im Anschluss die restliche Hochzeitsgesellschaft.
Der Regenbogenwalzer symbolisiert zugleich die Treue, die Bindung und die Vereinigung des
Hochzeitspaares.
Tipp: Solltet ihr dem Tanzen nicht gewachsen sein, scheut euch nicht, eine Tanzschule
aufzusuchen. Dort bringt man euch in Ruhe und mit aller Geduld gern die Grundschritte
des Regenbogenwalzers bei.
Brot und Salz
Als Zeichen für Gesundheit, Wohlstand und Wohlergehen, wird dem Brautpaar nach der Trauung, bei Betreten der Gaststätte oder beim Empfang in ihrem neuen gemeinsamen Haushalt,
Brot und Salz gereicht. Gästen kann man ebenfalls zu Beginn der Mahlzeit Brot reichen, das
dann traditionell in die Hochzeitssuppe getunkt wird.
In vorchristlicher Zeit symbolisierte das Essen von Brot und Salz die Aufnahme der Braut in
die neue Familie.
56
Einer anderen Lebensweisheit zufolge, kennt und versteht sich das Ehepaar erst dann richtig,
wenn es gemeinsam ein Scheffel Salz gegessen hat. Wenn man bedenkt, dass ein Scheffel
Salz
je nach Region
bis zu 483 Kilogramm entsprach, war dies eine lange Zeit, bis sich
die Eheleute richtig verstanden.
Über die Türschwelle tragen
Nach altem Aberglauben, sitzen böse Geister unter der Türschwelle, die dem Ehepaar das
Glück missgönnen. Um nicht mit den bösen Geistern in Berührung zu kommen, muss einer
der Brautleute seine/ n Ehepartner/ in beschützend über die Türschwelle tragen und darf die
Türschwelle dabei ebenfalls nicht betreten.
Der Schritt über die Türschwelle symbolisiert den Beginn eines gemeinsamen und neuen Lebensabschnittes und ist zugleich ein Beweis dafür, dass der/ die Ehepartner/ in zukünftig
Schutz und Hilfe in den Armen des anderen findet.
Glücksboten - Ballons
Ein romantischer und sicher unvergessener Augenblick, ist das Fliegen lassen von dutzenden
roten Ballons. An den mit Heliumgas gefüllten Ballon, können die Hochzeitsgäste eine frankierte Postkarte mit den darauf notierten Glückwünschen und kleinen Überraschungen für das
Brautpaar befestigen.
Sobald die Karten auf dem Postweg beim Brautpaar eintreffen, müssen die darauf geschrieben Überraschungen eingelöst werden.
57
Hochzeitskerze
Nach einem aus dem Mittelalter überlieferten Brauch, wird dem Brautpaar von Freunden und
Verwandten für die Trauungszeremonie eine Hochzeitskerze geschenkt. Aber auch das Brautpaar selbst, kann sich für eine Hochzeitskerze entscheiden.
Die Hochzeitskerze steht dann während der kirchlichen Trauung auf dem Altar und wird nach
der Predigt an der Osterkerze entzündet. Die Hochzeitskerze steht als Symbol für Wärme und
Licht in der Ehe und soll die Gebete des Brautpaares in den Himmel tragen.
Hochzeitskerzen können heute mit kirchlichen Symbolen, dem Hochzeitdatum, den Hochzeitsjubiläen oder sonstigen Verzierungen selbst gestaltet werden und stellen so ein individuelles
und schönes Geschenk für das Hochzeitspaar dar. Das Hochzeitspaar kann dann beispielsweise jedes Jahr zu seinem Hochzeitstag die Kerze bei einem romantischen Frühstück anzünden.
Honeymoon
Die süße Verlockung des Honigmondes geht auf einen altsächsischen Brauch zurück. Damals
hat das Brautpaar, das sich vorher kaum kannte, nach der Hochzeitsnacht, einen Monat lang
täglich ein Gläschen Honigwein oder Honig-Met getrunken, um die Hemmschwellen voreinander zu überwinden.
Hingegen sollten im Mittelalter, als die Ehe noch vorrangig dem Fortbestand der Sippe diente,
die Flitterwochen einen Mondzyklus lang andauern, da man annahm, dass in dieser Zeit die
Braut schwanger wird.
Heute werden die Flitterwochen des Brautpaares auch als Honeymoon bezeichnet. Denn dies
ist die erste gemeinsame Zeit des Paares im Eheleben. Fern ab vom Alltag, kann es so die
aufregende Hochzeitsfeier nachwirken lassen und gleichzeitig am Meer in der warmen Sonne
relaxen
und dazu vielleicht ein paar kulinarische Köstlichkeiten und ein Gläschen Honigwein
vernaschen!
58
Hochzeitsjubiläen/ -tage
Die Tradition, jährlich seinen Hochzeitstag zu feiern, geht schon bis ins 17. Jahrhundert zurück. Um gemeinsam an den schönsten Tag im Leben zu erinnern, hat sich das Brautpaar an
seinem jährlichen Jubiläumstag gegenseitig überrascht oder wurde erneut von Freunden und
Verwandten beschenkt. Zumeist waren es damals nützliche Sachen, die den Hochzeitstagen
ihren heutigen Namen gegeben haben. Je nach regionaler Tradition, werden die Hochzeitstage unterschiedlich bezeichnet.
 Trauung
Grüne Hochzeit
 ½ Hochzeitstag
Traumhochzeit
 ¾ Hochzeitstag
Bierhochzeit
 1. Hochzeitstag
Papierhochzeit
 2. Hochzeitstag
Baumwollhochzeit
 3. Hochzeitstag
Lederhochzeit
 4. Hochzeitstag
Seidenhochzeit
 5. Hochzeitstag mit Kinder
Hölzerne Hochzeit
 5. Hochzeitstag ohne Kinder Ochsenhochzeit
 6. Hochzeitstag
Zuckerhochzeit
 7. Hochzeitstag
Kupferhochzeit
 8. Hochzeitstag
Blechhochzeit
 9. Hochzeitstag
Keramikhochzeit
 10. Hochzeitstag
Rosenhochzeit
 11. Hochzeitstag
Stahlhochzeit
 12. Hochzeitstag
Nickelhochzeit
 12. ½ Hochzeitstag
Petersilienhochzeit
 13. Hochzeitstag
Veilchenhochzeit
 14. Hochzeitstag
Elfenbeinhochzeit
 15. Hochzeitstag
Kristall- oder Gläserne Hochzeit
 16. Hochzeitstag
Saphirhochzeit
 17. Hochzeitstag
Orchideenhochzeit
 17. ½ Hochzeitstag
Flitter Hochzeit
 18. Hochzeitstag
Türkishochzeit
 19. Hochzeitstag
Perlmuthochzeit
 20. Hochzeitstag
Porzellanhochzeit
59
 21. Hochzeitstag
Opalhochzeit
 22. Hochzeitstag
Bronzehochzeit
 23. Hochzeitstag
Titanhochzeit
 24. Hochzeitstag
Satinhochzeit
 25. Hochzeitstag
Silberhochzeit
 26. Hochzeitstag
Jadehochzeit
 27. Hochzeitstag
Mahagonihochzeit
 28. Hochzeitstag
Nelkenhochzeit
 29. Hochzeitstag
Samthochzeit
 30. Hochzeitstag
Perlenhochzeit
 31. Hochzeitstag
Lindenhochzeit
 32. Hochzeitstag
Seifenhochzeit
 33. Hochzeitstag
Zinnhochzeit
 33. ½ Hochzeitstag
Knoblauchhochzeit
 34. Hochzeitstag
Amberhochzeit
 35. Hochzeitstag
Leinwandhochzeit
 36. Hochzeitstag
Smaragdhochzeit
 37. Hochzeitstag
Machalithochzeit
 37. ½ Hochzeitstag
Aluminiumhochzeit
 38. Hochzeitstag
Feuerhochzeit
 39. Hochzeitstag
Sonnenhochzeit
 40. Hochzeitstag
Rubinhochzeit
 41. Hochzeitstag
Birkenhochzeit
 42. Hochzeitstag
Granathochzeit
 43. Hochzeitstag
Bleihochzeit
 44. Hochzeitstag
Sternenhochzeit
 45. Hochzeitstag
Messinghochzeit
 46. Hochzeitstag
Lavendelhochzeit
 47. Hochzeitstag
Kaschmirhochzeit
 48. Hochzeitstag
Diademhochzeit
 49. Hochzeitstag
Zederne Hochzeit
 50. Hochzeitstag
Goldene Hochzeit
60
 51. Hochzeitstag
Weidenhochzeit
 52. Hochzeitstag
Topashochzeit
 53. Hochzeitstag
Uranhochzeit
 54. Hochzeitstag
Zeushochzeit
 55. Hochzeitstag
Platinhochzeit
 60. Hochzeitstag
Diamant Hochzeit
 61. Hochzeitstag
Ulmenhochzeit
 62. Hochzeitstag
Aquamarinhochzeit
 63. Hochzeitstag
Quecksilberhochzeit
 64. Hochzeitstag
Himmelshochzeit
 65. Hochzeitstag
Eiserne Hochzeit
 66. Hochzeitstag
Schnittlauchhochzeit
 67. Hochzeitstag
Steinerne Hochzeit
 70. Hochzeitstag
Gnadenhochzeit
 72. ½ Hochzeitstag
Juwelenhochzeit
 75. Hochzeitstag
Kronjuwelenhochzeit
 80. Hochzeitstag
Eichenhochzeit
 85. Hochzeitstag
Engelshochzeit
 100. Hochzeitstag
Himmelshochzeit
61
Recht kurz
- Wichtiges Rund um die eingetragene Lebenspartnerschaft -
Nachdem der Gesetzgeber erkannt hat, dass das von ihm seit 01.August 2001 bestehende
Lebenspartnerschaftsgesetz recht dürftig war, hat er mit Wirkung zum 01. Januar 2005 eine
Überarbeitung des Gesetzes vorgenommen. Leider bleibt das Adoptions- ( eines f remden
Kindes ) , Steuer- und Beamtenrecht von dieser Überarbeitung immer noch unberücksichtigt.
Auf den nachfolgenden Seiten möchte ich euch einen groben Überblick über die gesetzlichen
Bestimmungen zur Lebenspartnerschaft geben.
Altlebenspartnerschaften
Für Lebenspartnerschaften, die vor dem 01. Januar 2005 begründet wurden, gelten teilweise
andere Regelungen.
Wer darf eine Lebenspartnerschaft begründen?
Ihr müsst nicht homosexuell sein, um eine Lebenspartnerschaft einzugehen. Jedoch müssen
beide Partner volljährig sein und gleichzeitig vor der Behörde ( dem Standesbeamten ) ihren
Willen zur gemeinsamen Partnerschaft auf Lebenszeit erklären. Um die Lebenspartnerschaft
eingehen zu können, dürft ihr nicht verheiratet sein oder bereits eine Lebenspartnerschaft führen und dürft nicht in erster Linie miteinander verwandt sein ( z.B. Voll- und Halbgeschwister,
Sohn, Tochter, Mutter ) . Auch wenn eine Person betreut wird, darf sie eine Lebenspartnerschaft eingehen.
Sollte eure Lebenspartnerschaft jedoch einem Irrtum, einer Täuschung oder gar einem Zwang
unterliegen, wäre sie unwirksam.
Erneute Verpartnerung
War einer von euch bereits vorher schon einmal verheiratet oder führte eine Lebenspartnerschaft, muss erst ein rechtskräftiges Scheidungsurteil, die Lebenspartnerschaftsurkunde und
das Aufhebungsurteil oder die Sterbeurkunde des früheren Ehegatten vorgelegt werden, um
sich erneut binden zu können.
Sollen Kinder mit in die neue Lebenspartnerschaft aufgenommen werden, empfiehlt es sich,
vorher einen fachkundigen Rechtsbeistand zu Rate zu ziehen, da die rechtlichen Gegebenheiten sehr umfangreich sind. So unterscheidet beispielsweise der Gesetzgeber zwischen einer
biologischen und rechtlichen Elternschaft, der elterlichen Sorge, sozialen Mutter bzw. sozialen
Vater, Alltagssorge, usw.
62
Verpartnerung mit Ausländern
Das Lebenspartnerschaftsgesetz setzt nicht voraus, dass ein Partner deutsch sein muss.
Demnach kann auch eine Lebenspartnerschaft von einem ausländischen Paar eingegangen
werden.
Welche Dokumente der oder die Partner, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, vor
der Verpartnerung vorlegen müssen, erfahrt ihr bei eurem zuständigen Standesamt. So muss
beispielsweise zusätzlich eine Bescheinigung über den Familienstand erbracht werden.
Güterstand in der Lebenspartnerschaft
Über eine wichtige Sache solltet ihr vorab nachdenken: Wie soll es sich zukünftig mit euren
Finanzen und eurem Vermögen in eurer Partnerschaft verhalten? Kurz um: Welchen Güterstand wollt ihr eingehen?
Zugewinngemeinschaft
Der Güterstand der Zugewinngemeinschaft entsteht automatisch mit Begründung eurer Lebenspartnerschaft - sofern ihr in einem Lebenspartnerschaftsvertrag nichts anderes regelt.
Die Zugewinngemeinschaft besagt, dass das während der Partnerschaft erworbene Vermögen, beiden gemeinschaftlich zusteht. Hat also ein Partner während des gemeinsamen Zusammenlebens höhere Zugewinne erworben, muss er diese gegenüber seinem Partner ausgleichen.
Beispiel: Das Vermögen von Anton hat sich während der Lebenspartnerschaft um 40.000
Euro erhöht. Während sich das Vermögen von seinem Ex-Partner im gleichen Zeitraum nur
um 10.000 Euro erhöht hat. Antons Ex-Partner hätte somit einen Anspruch auf 50% des
Zugewinn-/ Differenzbetrages von 30.000 Euro ( 40.000 Euro abzüglich 10.000 Euro ) ,
insgesamt also 15.000 Euro.
Modifizierte Zugewinngemeinschaft
Bei dieser Form der Zugewinngemeinschaft könnt ihr einzelne Vermögensgegenstände und
Vermögensmmassen aus dem Zugewinnausgleichsanspruch herausnehmen.
Beispiel: Partnerin Annemarie hat eine eigene Firma. Annemarie und ihre zukünftige Frau
nehmen durch eine vertragliche Vereinbarung die Firma aus dem Zugewinnausgleich heraus.
63
Gütertrennung
Bei der Gütertrennung hat keiner von euch nach Aufhebung der Lebenspartnerschaft einen
Anspruch auf einen Zugewinnausgleich. Euer Vermögen ist und bleibt getrennt.
Bei der Gestaltung der Gütertrennung gibt es auch einen gewissen Handlungsspielraum. So
soll beispielsweise die Gütertrennung erst gelten, wenn ihr euch trennt.
Gütergemeinschaft
Das eingebrachte und während der Lebenspartnerschaft erworbene Vermögen wird gemeinschaftliches Vermögen. In diesem Güterstand haftet ihr für die Schulden des anderen. Denkbar wäre dieser Güterstand für eine Partnerschaft, bei der ein älterer Partner seinen jüngeren
Partner zukünftig absichern möchte.
Binationale Paare
Binationale Paaren habe die Wahl zu entscheiden, welches Heimatrecht für ihr Güterrecht gelten soll.
Der Lebenspartnerschaftsvertrag
Solltet ihr euch dazu entschließen, einen Lebenspartnerschaftsvertrag zu vereinbaren, muss
dieser unter gleichzeitiger Anwesenheit beider Vertragspartner vor einem Notar, entweder vor
oder nach Begründung eurer Lebenspartnerschaft, geschlossen werden. Ihr könnt euch auch
vertreten lassen. Wird der Vertrag vor der Begründung der Lebenspartnerschaft geschlossen,
so wird dieser erst mit der Wirksamkeit eurer eingetragenen Lebenspartnerschaft gültig.
Namensrecht
Ihr könnt bei Begründung der Lebenspartnerschaft bestimmen, welche/ n Namen ihr in Zukunft
führen möchtet. Demnach könnt ihr einen gemeinsamen
Lebenspartnerschaftsnamen
tra-
gen oder aber eure Namen behalten.
Bei der Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamen kann der Geburtsname deines Partners
bzw. der Name, den einer zu diesem Zeitpunkt trägt, geführt werden.
Denkbar ist auch das Voranstellen oder Hinzufügen des Geburtsnamen zum Lebenspartnerschaftsnamen.
Hat einer von euch einen Doppelnamen, kann nur einer der beiden Namen hinzugefügt werden.
Habt ihr hingegen eine unterschiedliche Nationalität, könnt ihr wählen, nach welchem Heimatrecht euer Name gebildet werden soll.
64
Beispiel: Claudia Zimmermann möchte sich mit Dora Schmitt-Berger verpartnern. Sie haben folgende Möglichkeiten, ihre Namen zu wählen:
Claudia Zimmermann und Dora Schmitt-Berger
Claudia und Dora Zimmermann
Claudia und Dora Schmitt-Berger
Claudia und Dora Zimmermann
Claudia und Dora Schmitt
Zimmermann
Claudia und Dora Zimmermann
Claudia und Dora Berger
Schmitt
Berger
Zimmermann
Die Wahl des Lebenspartnerschaftsnamen kann auch nach Begründung der Lebenspartnerschaft getroffen werden. Die Erklärung des neuen gemeinschaftlichen Namens ist öffentlich zu
beglaubigen und kann widerrufen werden. Jedoch ist dann eine nochmalige nachträgliche Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens nicht mehr möglich.
65
Die Regenbogenfahne
- das Symbol schwul-lesbischen Lebensgefühls und dessen Vielfalt -
Die Regenbogenfahne wurde 1978 vom Künstler Gilbert Baker in San Francisco entworfen.
Inspiriert wurde er dabei unter anderem von der fünffarbigen
flag of race
bzw. den fünf
olympischen Ringen. Damals bestand seine aus farbigen Streifen, selbst zusammengenähte
Fahne, noch aus acht Farben ( rosa, rot, orange, gelb, grün, türkis, indigo und violett ) .
Auf der
Gay and Lesbian Freedom Parade , 1978 in San Fransisco, wurde seine Flagge
das erste Mal gehisst und stand im Zeichen der schwul-lesbischen Gemeinschaft.
Als Baker dann seine Fahne produzieren lassen wollte, musste man feststellen, dass die von
ihm selbst zusammen gemischte Farbe Pink ( Fuchsia oder Hot Pink ) nicht industriell hergestellt werden konnte. Man ließ sie deswegen weg.
Aus Anlass eines Trauer- und Protestmarsches für den 1978 ermordeten ersten schwulen
Stadtrat Harvey Milk, sollte in San Fransisco 1979 die Regenbogenfahne ihren großen Auftritt
haben. Es war geplant, jeweils drei Streifen rechts und links entlang der Straße der Marschroute, zu präsentieren. Jedoch war wiederum eine Farbe zuviel und man entschied sich, auf
die Farbe Türkis zu verzichten. Die Farbe Indigo wurde im gleichen Zuge durch die Farbe Königsblau ersetzt. Die Regenbogenfahne mit ihren nun sechs Farben war endgültig
g eboren
und wurde mittlerweile vom Internationalen Kongress der Flaggenhersteller
( I nternational Congress of Flag Makers ) anerkannt. Die Fahne wird von Rot nach Violett
abgebildet.
Die Bedeutung der Regenbogenfarben nach Gilbert Baker
( F uchsia
-
Sexualität )
Rot
-
Leben
Orange
-
Gesundheit
Gelb
-
Sonnenschein
Grün
-
Natur
( T ürkis
-
Kunst )
Königsblau -
Harmonie
Violett
Geist
-
66
Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft
( L ebenspartnerschaftsgesetz - LPartG )
Zuletzt geändert durch Art. 2 G v. 21.12.2007 I 3189
Abschnitt 1
- Begründung der Lebenspartnerschaft -
§ 1 Form und Voraussetzungen
( 1 ) Zwei Personen gleichen Geschlechts begründen eine Lebenspartnerschaft, wenn sie
gegenseitig persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit erklären, miteinander eine Partnerschaft auf Lebenszeit führen zu wollen ( Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner ) . Die Erklärungen können nicht unter einer Bedingung oder Zeitbestimmung abgegeben werden. Die
Erklärungen werden wirksam, wenn sie vor der zuständigen Behörde erfolgen.
( 2 ) Eine Lebenspartnerschaft kann nicht wirksam begründet werden
1.
mit einer Person, die minderjährig oder verheiratet ist oder bereits mit einer anderen
Person eine Lebenspartnerschaft führt;
2.
zwischen Personen, die in gerader Linie miteinander verwandt sind;
3.
zwischen vollbürtigen und halbbürtigen Geschwistern;
4.
wenn die Lebenspartner bei der Begründung der Lebenspartnerschaft darüber einig
sind, keine Verpflichtungen gemäß § 2 begründen zu wollen.
( 3 ) Aus dem Versprechen, eine Lebenspartnerschaft zu begründen, kann nicht auf Begründung der Lebenspartnerschaft geklagt werden. § 1297 Abs. 2 und die §§ 1298 bis 1302 des
Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend.
Abschnitt 2
- Wirkungen der Lebenspartnerschaft -
§ 2 Partnerschaftliche Lebensgemeinschaft
Die Lebenspartner sind einander zu Fürsorge und Unterstützung sowie zur gemeinsamen Lebensgestaltung verpflichtet. Sie tragen füreinander Verantwortung.
67
§ 3 Lebenspartnerschaftsname
( 1 )
Die
Lebenspartner
können
einen
gemeinsamen
Namen
( L ebenspartnerschaftsnamen ) bestimmen. Zu ihrem Lebenspartnerschaftsnamen können
die Lebenspartner durch Erklärung den Geburtsnamen oder den zur Zeit der Erklärung über
die Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens geführten Namen eines der Lebenspartner
bestimmen. Die Erklärung über die Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens soll bei der
Begründung der Lebenspartnerschaft erfolgen. Die Erklärungen werden wirksam, wenn sie vor
der zuständigen Behörde erfolgen. Voraussetzung für die Wirksamkeit einer später abgegebenen Erklärung ist ihre öffentliche Beglaubigung.
( 2 ) Ein Lebenspartner, dessen Name nicht Lebenspartnerschaftsname wird, kann durch
Erklärung dem Lebenspartnerschaftsnamen seinen Geburtsnamen oder den zur Zeit der Erklärung über die Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens geführten Namen voranstellen oder anfügen. Dies gilt nicht, wenn der Lebenspartnerschaftsname aus mehreren Namen
besteht. Besteht der Name eines Lebenspartners aus mehreren Namen, so kann nur einer
dieser Namen hinzugefügt werden. Die Erklärung wird wirksam, wenn sie vor der zuständigen
Behörde erfolgt. Die Erklärung kann widerrufen werden; in diesem Fall ist eine erneute Erklärung nach Satz 1 nicht zulässig. Der Widerruf wird wirksam, wenn er vor der zuständigen Behörde erfolgt. Die Erklärung und der Widerruf müssen öffentlich beglaubigt werden.
( 3 ) Ein Lebenspartner behält den Lebenspartnerschaftsnamen auch nach der Beendigung
der Lebenspartnerschaft. Er kann durch Erklärung seinen Geburtsnamen oder den Namen
wieder annehmen, den er bis zur Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens geführt hat,
oder dem Lebenspartnerschaftsnamen seinen Geburtsnamen oder den bis zur Bestimmung
des Lebenspartnerschaftsnamens geführten Namen voranstellen oder anfügen. Absatz 2 gilt
entsprechend.
( 4 ) Geburtsname ist der Name, der in die Geburtsurkunde eines Lebenspartners zum Zeitpunkt der Erklärung nach den Absätzen 1 bis 3 einzutragen ist.
( 5 ) Für Lebenspartner, die vor dem 12. Februar 2005 eine Lebenspartnerschaft begründet
haben, gilt Artikel 229 § 13 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche entsprechend mit der Maßgabe, dass die Erklärung gegenüber der nach Landesrecht zuständigen
Behörde abzugeben ist.
68
§ 4 Umfang der Sorgfaltspflicht
Die Lebenspartner haben bei der Erfüllung der sich aus dem lebenspartnerschaftlichen Verhältnis ergebenden Verpflichtungen einander nur für diejenige Sorgfalt einzustehen, welche
sie in eigenen Angelegenheiten anzuwenden pflegen.
§ 5 Verpflichtung zum Lebenspartnerschaftsunterhalt
Die Lebenspartner sind einander verpflichtet, durch ihre Arbeit und mit ihrem Vermögen die
partnerschaftliche Lebensgemeinschaft angemessen zu unterhalten. § 1360 Satz 2, die §§
1360a, 1360b und 1609 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend.
§ 6 Güterstand
Die Lebenspartner leben im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, wenn sie nicht durch Lebenspartnerschaftsvertrag ( § 7 ) etwas anderes vereinbaren. § 1363 Abs. 2 und die §§ 1364
bis 1390 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend.
§ 7 Lebenspartnerschaftsvertrag
Die
Lebenspartner
können
ihre
güterrechtlichen
Verhältnisse
durch
Vertrag
( L ebenspartnerschaftsvertrag ) regeln. Die §§ 1409 bis 1563 des Bürgerlichen Gesetzbuchs
gelten entsprechend.
§ 8 Sonstige vermögensrechtliche Wirkungen
( 1 ) Zugunsten der Gläubiger eines der Lebenspartner wird vermutet, dass die im Besitz eines Lebenspartners oder beider Lebenspartner befindlichen beweglichen Sachen dem Schuldner gehören. Im Übrigen gilt § 1362 Abs. 1 Satz 2 und 3 und Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechend.
( 2 ) § 1357 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend.
§ 9 Regelungen in Bezug auf Kinder eines Lebenspartners
( 1 ) Führt der allein sorgeberechtigte Elternteil eine Lebenspartnerschaft, hat sein Lebenspartner im Einvernehmen mit dem sorgeberechtigten Elternteil die Befugnis zur Mitentscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens des Kindes. § 1629 Abs. 2 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend.
69
( 2 ) Bei Gefahr im Verzug ist der Lebenspartner dazu berechtigt, alle Rechtshandlungen vorzunehmen, die zum Wohl des Kindes notwendig sind; der sorgeberechtigte Elternteil ist unverzüglich zu unterrichten.
( 3 ) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.
( 4 ) Die Befugnisse nach Absatz 1 bestehen nicht, wenn die Lebenspartner nicht nur vorübergehend getrennt leben.
( 5 ) Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil zusteht, und sein Lebenspartner können dem Kind, das sie in
ihren gemeinsamen Haushalt aufgenommen haben, durch Erklärung gegenüber der zuständigen Behörde ihren Lebenspartnerschaftsnamen erteilen. § 1618 Satz 2 bis 6 des Bürgerlichen
Gesetzbuchs gilt entsprechend.
( 6 ) Nimmt ein Lebenspartner ein Kind allein an, ist hierfür die Einwilligung des anderen Lebenspartners erforderlich. § 1749 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend.
( 7 ) Ein Lebenspartner kann ein Kind seines Lebenspartners allein annehmen. Für diesen
Fall gelten § 1743 Satz 1, § 1751 Abs. 2 und 4 Satz 2, § 1754 Abs. 1 und 3, § 1755 Abs. 2, §
1756 Abs. 2, § 1757 Abs. 2 Satz 1 und § 1772 Abs. 1 Satz 1 Buchstabe c des Bürgerlichen
Gesetzbuchs entsprechend.
§ 10 Erbrecht
( 1 ) Der überlebende Lebenspartner des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur
Hälfte der Erbschaft gesetzlicher Erbe. Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern
zusammen, so erhält der Lebenspartner auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach §
1926 des Bürgerlichen Gesetzbuchs den Abkömmlingen zufallen würde. Zusätzlich stehen ihm
die zum lebenspartnerschaftlichen Haushalt gehörenden Gegenstände, soweit sie nicht Zubehör eines Grundstücks sind, und die Geschenke zur Begründung der Lebenspartnerschaft als
Voraus zu. Ist der überlebende Lebenspartner neben Verwandten der ersten Ordnung gesetzlicher Erbe, so steht ihm der Voraus nur zu, soweit er ihn zur Führung eines angemessenen
Haushalts benötigt. Auf den Voraus sind die für Vermächtnisse geltenden Vorschriften anzuwenden. Gehört der überlebende Lebenspartner zu den erbberechtigten Verwandten, so erbt
70
er zugleich als Verwandter. Der Erbteil, der ihm aufgrund der Verwandtschaft zufällt, gilt als
besonderer Erbteil.
( 2 ) Sind weder Verwandte der ersten noch der zweiten Ordnung noch Großeltern vorhanden, erhält der überlebende Lebenspartner die ganze Erbschaft. Bestand beim Erbfall Gütertrennung und sind als gesetzliche Erben neben dem überlebenden Lebenspartner ein oder
zwei Kinder des Erblassers berufen, so erben der überlebende Lebenspartner und jedes Kind
zu gleichen Teilen; § 1924 Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt auch in diesem Fall.
( 3 ) Das Erbrecht des überlebenden Lebenspartners ist ausgeschlossen, wenn zur Zeit des
Todes des Erblassers
1.
die Voraussetzungen für die Aufhebung der Lebenspartnerschaft nach § 15 Abs. 2 Nr. 1
oder 2 gegeben waren und der Erblasser die Aufhebung beantragt oder ihr zugestimmt
hatte oder
2.
der Erblasser einen Antrag nach § 15 Abs. 2 Nr. 3 gestellt hatte und dieser Antrag begründet war.
3.
In diesen Fällen gilt § 16 entsprechend.
( 4 ) Lebenspartner können ein gemeinschaftliches Testament errichten. Die §§ 2266 bis
2273 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend.
( 5 ) Auf eine letztwillige Verfügung, durch die der Erblasser seinen Lebenspartner bedacht
hat, ist § 2077 des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechend anzuwenden.
( 6 ) Hat der Erblasser den überlebenden Lebenspartner durch Verfügung von Todes wegen
von der Erbfolge ausgeschlossen, kann dieser von den Erben die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils als Pflichtteil verlangen. Die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs
über den Pflichtteil gelten mit der Maßgabe entsprechend, dass der Lebenspartner wie ein
Ehegatte zu behandeln ist.
( 7 ) Die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs über den Erbverzicht gelten entsprechend.
§ 11 Sonstige Wirkungen der Lebenspartnerschaft
( 1 ) Ein Lebenspartner gilt als Familienangehöriger des anderen Lebenspartners, soweit
nicht etwas anderes bestimmt ist.
71
( 2 ) Die Verwandten eines Lebenspartners gelten als mit dem anderen Lebenspartner
verschwägert. Die Linie und der Grad der Schwägerschaft bestimmen sich nach der Linie und
dem Grad der sie vermittelnden Verwandtschaft. Die Schwägerschaft dauert fort, auch wenn
die Lebenspartnerschaft, die sie begründet hat, aufgelöst wurde.
Abschnitt 3
- Getrenntleben der Lebenspartner -
§ 12 Unterhalt bei Getrenntleben
Leben die Lebenspartner getrennt, so kann ein Lebenspartner von dem anderen den nach den
Lebensverhältnissen und den Erwerbs- und Vermögensverhältnissen der Lebenspartner angemessenen Unterhalt verlangen. Die §§ 1361 und 1609 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten
entsprechend.
§ 13 Hausratsverteilung bei Getrenntleben
( 1 ) Leben die Lebenspartner getrennt, so kann jeder von ihnen die ihm gehörenden Haushaltsgegenstände von dem anderen Lebenspartner herausverlangen. Er ist jedoch verpflichtet,
sie dem anderen Lebenspartner zum Gebrauch zu überlassen, soweit dieser sie zur Führung
eines abgesonderten Haushalts benötigt und die Überlassung nach den Umständen des Falles der Billigkeit entspricht.
( 2 ) Haushaltsgegenstände, die den Lebenspartnern gemeinsam gehören, werden zwischen
ihnen nach den Grundsätzen der Billigkeit verteilt. Das Gericht kann eine angemessene Vergütung für die Benutzung der Haushaltsgegenstände festsetzen.
( 3 ) Die Eigentumsverhältnisse bleiben unberührt, sofern die Lebenspartner nichts anderes
vereinbaren.
§ 14 Wohnungszuweisung bei Getrenntleben
( 1 ) Leben die Lebenspartner voneinander getrennt oder will einer von ihnen getrennt leben,
so kann ein Lebenspartner verlangen, dass ihm der andere die gemeinsame Wohnung oder
einen Teil zur alleinigen Benutzung überlässt, soweit dies auch unter Berücksichtigung der
Belange des anderen Lebenspartners notwendig ist, um eine unbillige Härte zu vermeiden.
Eine unbillige Härte kann auch dann gegeben sein, wenn das Wohl von im Haushalt lebenden
72
Kindern beeinträchtigt ist. Steht einem Lebenspartner allein oder gemeinsam mit einem Dritten
das Eigentum, das Erbbaurecht oder der Nießbrauch an dem Grundstück zu, auf dem sich die
gemeinsame Wohnung befindet, so ist dies besonders zu berücksichtigen; Entsprechendes
gilt für das Wohnungseigentum, das Dauerwohnrecht und das dingliche Wohnrecht.
( 2 ) Hat der Lebenspartner, gegen den sich der Antrag richtet, den anderen Lebenspartner
widerrechtlich und vorsätzlich am Körper, der Gesundheit oder der Freiheit verletzt oder mit
einer solchen Verletzung oder der Verletzung des Lebens widerrechtlich gedroht, ist in der
Regel die gesamte Wohnung zur alleinigen Benutzung zu überlassen. Der Anspruch auf Wohnungsüberlassung ist nur dann ausgeschlossen, wenn keine weiteren Verletzungen und widerrechtlichen Drohungen zu besorgen sind, es sei denn, dass dem verletzten Lebenspartner
das weitere Zusammenleben mit dem anderen wegen der Schwere der Tat nicht zuzumuten
ist.
( 3 ) Wurde einem Lebenspartner die gemeinsame Wohnung ganz oder zum Teil überlassen,
so hat der andere alles zu unterlassen, was geeignet ist, die Ausübung dieses Nutzungsrechts
zu erschweren oder zu vereiteln. Er kann von dem nutzungsberechtigten Lebenspartner eine
Vergütung für die Nutzung verlangen, soweit dies der Billigkeit entspricht.
( 4 ) Ist ein Lebenspartner aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen, um getrennt zu leben und hat er binnen sechs Monaten nach seinem Auszug eine ernstliche Rückkehrabsicht
dem anderen Lebenspartner gegenüber nicht bekundet, so wird unwiderleglich vermutet, dass
er dem in der gemeinsamen Wohnung verbliebenen Lebenspartner das alleinige Nutzungsrecht überlassen hat.
Abschnitt 4
- Aufhebung der Lebenspartnerschaft -
§ 15 Aufhebung der Lebenspartnerschaft
( 1 ) Die Lebenspartnerschaft wird auf Antrag eines oder beider Lebenspartner durch gerichtliches Urteil aufgehoben.
( 2 ) Das Gericht hebt die Lebenspartnerschaft auf, wenn
1.
die Lebenspartner seit einem Jahr getrennt leben und
a)
beide Lebenspartner die Aufhebung beantragen oder der Antragsgegner der Aufhebung
zustimmt oder
b)
nicht erwartet werden kann, dass eine partnerschaftliche Lebensgemeinschaft wiederhergestellt werden kann,
73
1.
2.
ein Lebenspartner die Aufhebung beantragt und die Lebenspartner seit drei Jahren getrennt leben,
3.
die Fortsetzung der Lebenspartnerschaft für den Antragsteller aus Gründen, die in der
Person des anderen Lebenspartners liegen, eine unzumutbare Härte wäre.
Das Gericht hebt die Lebenspartnerschaft ferner auf, wenn bei einem Lebenspartner ein Willensmangel im Sinne des § 1314 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 des Bürgerlichen Gesetzbuchs vorlag; §
1316 Abs. 1 Nr. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend.
( 3 ) Die Lebenspartnerschaft soll nach Absatz 2 Satz 1 nicht aufgehoben werden, obwohl
die Lebenspartner seit mehr als drei Jahren getrennt leben, wenn und solange die Aufhebung
der Lebenspartnerschaft für den Antragsgegner, der sie ablehnt, aufgrund außergewöhnlicher
Umstände eine so schwere Härte darstellen würde, dass die Aufrechterhaltung der Lebenspartnerschaft auch unter Berücksichtigung der Belange des Antragstellers ausnahmsweise
geboten erscheint.
( 4 ) Die Aufhebung nach Absatz 2 Satz 2 ist bei einer Bestätigung der Lebenspartnerschaft
ausgeschlossen; § 1315 Abs. 1 Nr. 3 und 4 und § 1317 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten
entsprechend.
( 5 ) Die Lebenspartner leben getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft
besteht und ein Lebenspartner sie erkennbar nicht herstellen will, weil er die lebenspartnerschaftliche Gemeinschaft ablehnt. § 1567 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend.
§ 16 Nachpartnerschaftlicher Unterhalt
Nach der Aufhebung der Lebenspartnerschaft obliegt es jedem Lebenspartner, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Ist er dazu außerstande, hat er gegen den anderen Lebenspartner
einen Anspruch auf Unterhalt nur entsprechend den §§ 1570 bis 1586b und 1609 des Bürgerlichen Gesetzbuchs.
§ 17 Familiengerichtliche Entscheidung
Können sich die Lebenspartner anlässlich der Aufhebung der Lebenspartnerschaft nicht darüber einigen, wer von ihnen die gemeinsame Wohnung künftig bewohnen oder wer die Wohnungseinrichtung und den sonstigen Hausrat erhalten soll, so regelt auf Antrag das Familiengericht die Rechtsverhältnisse an der Wohnung und am Hausrat nach billigem Ermessen. Dabei hat das Gericht alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen. Die Regelung der
Rechtsverhältnisse an der Wohnung oder am Hausrat hat rechtsgestaltende Wirkung.
74
§ 18 Entscheidung über die gemeinsame Wohnung
( 1 ) Für die gemeinsame Wohnung kann das Gericht bestimmen, dass
1.
ein von beiden Lebenspartnern eingegangenes Mietverhältnis von einem Lebenspartner
allein fortgesetzt wird oder
2.
ein Lebenspartner in das nur von dem anderen Lebenspartner eingegangene Mietverhältnis an dessen Stelle eintritt.
( 2 ) Steht die gemeinsame Wohnung im Eigentum oder Miteigentum eines Lebenspartners,
so kann das Gericht für den anderen Lebenspartner ein Mietverhältnis an der Wohnung begründen, wenn der Verlust der Wohnung für ihn eine unbillige Härte wäre.
( 3 ) Die §§ 3 bis 7 der Verordnung über die Behandlung der Ehewohnung und des Hausrats
und § 60 des Wohnungseigentumsgesetzes gelten entsprechend.
§ 19 Entscheidung über den Hausrat
Für die Regelung der Rechtsverhältnisse am Hausrat gelten die Vorschriften der §§ 8 bis 10
der Verordnung über die Behandlung der Ehewohnung und des Hausrats entsprechend. Gegenstände, die im Alleineigentum eines Lebenspartners oder im Miteigentum eines Lebenspartners und eines Dritten stehen, soll das Gericht dem anderen Lebenspartner nur zuweisen,
wenn dieser auf ihre Weiterbenutzung angewiesen ist und die Überlassung dem anderen zugemutet werden kann.
§ 20 Versorgungsausgleich
( 1 ) Nach Aufhebung der Lebenspartnerschaft findet zwischen den Lebenspartnern ein Versorgungsausgleich statt, soweit für sie oder einen von ihnen in der Lebenspartnerschaftszeit
durch Arbeit oder mit Hilfe des Vermögens Anrechte auf eine Versorgung wegen Alters oder
verminderter Erwerbsfähigkeit begründet oder aufrechterhalten worden sind. Die güterrechtlichen Vorschriften finden auf den Ausgleich dieser Anrechte keine Anwendung.
( 2 ) Als Lebenspartnerschaftszeit gilt die Zeit vom Beginn des Monats, in dem die Lebenspartnerschaft begründet worden ist, bis zum Ende des Monats, der dem Eintritt der Rechtshängigkeit des Antrages auf Aufhebung der Lebenspartnerschaft vorausgeht.
( 3 ) In einem Lebenspartnerschaftsvertrag ( § 7 ) können die Lebenspartner durch eine
ausdrückliche Vereinbarung den Versorgungsausgleich ausschließen. Der Ausschluss ist un-
75
wirksam, wenn innerhalb eines Jahres nach Vertragsschluss Antrag auf Aufhebung der Lebenspartnerschaft gestellt wird.
( 4 ) Im Übrigen sind die §§ 1587a bis 1587p des Bürgerlichen Gesetzbuchs, das Gesetz zur
Regelung von Härten im Versorgungsausgleich mit Ausnahme der §§ 4 bis 6 und 8, das Versorgungsausgleichs-Überleitungsgesetz sowie die Barwert-Verordnung entsprechend anzuwenden.
( 5 ) Die Absätze 1 bis 4 sind nicht anzuwenden, wenn die Lebenspartnerschaft vor dem 1.
Januar 2005 begründet worden ist und die Lebenspartner eine Erklärung nach § 21 Abs. 4
nicht abgegeben haben.
Abschnitt 5
- Übergangsvorschriften -
§ 21 Übergangsvorschrift zum Gesetz zur
Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsrechts
( 1 ) Haben die Lebenspartner am 1. Januar 2005 im Vermögensstand der Ausgleichsgemeinschaft gelebt, so gelten, soweit die Lebenspartner nichts anderes vereinbart haben, von
diesem Tage an die Vorschriften über den Güterstand der Zugewinngemeinschaft.
( 2 ) Ist die Lebenspartnerschaft vor dem 1. Januar 2005 begründet worden, kann jeder Lebenspartner bis zum 31. Dezember 2005 gegenüber dem Amtsgericht erklären, dass für die
Lebenspartnerschaft Gütertrennung gelten solle; § 1411 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt
entsprechend. Die Erklärung ist dem Amtsgericht gegenüber abzugeben, in dessen Bezirk die
Lebenspartner wohnen. Die Erklärung muss notariell beurkundet werden. Haben die Lebenspartner die Erklärung nicht gemeinsam abgegeben, so hat das Amtsgericht sie dem anderen
Lebenspartner nach den für die Zustellung von Amts wegen geltenden Vorschriften der Zivilprozessordnung bekannt zu machen.
( 3 ) Ist die Lebenspartnerschaft vor dem 1. Januar 2005 begründet worden, kann jeder Lebenspartner bis zum 31. Dezember 2005 gegenüber dem Amtsgericht erklären, dass die gegenseitige Unterhaltspflicht der Lebenspartner sich weiter nach den §§ 5, 12 und 16 in der bis
zum 31. Dezember 2004 geltenden Fassung dieses Gesetzes bestimmen soll. Absatz 2 gilt
entsprechend.
76
( 4 ) Ist die Lebenspartnerschaft vor dem 1. Januar 2005 begründet worden, können die Lebenspartner bis zum 31. Dezember 2005 gegenüber dem Amtsgericht erklären, dass bei einer
Aufhebung ihrer Lebenspartnerschaft ein Versorgungsausgleich nach § 20 durchgeführt werden soll. Die notariell zu beurkundende Erklärung ist von beiden Lebenspartnern gegenüber
dem Amtsgericht, in dessen Bezirk sie wohnen, abzugeben. § 20 Abs. 3 bleibt unberührt.
( 5 ) Für am 31. Dezember 2004 anhängige gerichtliche Verfahren, die Ansprüche aus diesem Gesetz betreffen, ist dieses Gesetz in der bis dahin geltenden Fassung anzuwenden. Die
Absätze 2 und 3 bleiben unberührt.
77
Die deutsche Geschichte der Homosexualität im Kurzüberblick
Die Todesstrafe für
Ende 18. Jahrhunderts
Sodomie *
wird nach dem Vorbild Frankreichs
abgeschafft und durch Prügelstrafe, Zuchthaus und Verbannung
ersetzt
* Sammelbezeichnung für strafbare sexuelle
Handlungen,
unter
die
auch
w idernatürliche Unzucht zwischen Männern
1864
1897
Karl Heinrich Ulrichs
fällt
Der Jurist fordert in seinen Schriften
Straffreiheit für Männerliebe
1869
Der Begriff Homosexualität
Der ungarische Schriftsteller Karl
Maria Kertbeny ( Pseudonym: Benkert ) forderte in seinen Schriften
ebenfalls die Straffreiheit sexueller
Handlungen zwischen Männern und
prägt den Begriff Homosexualität
1871
Der preußische § 175 Straf-
Die Gültigkeit des preußischen §
gesetzbuch ( StGB ) gilt im
175 StGB wird mit Gründung des
gesamten Deutschen Reich
Deutschen Reiches auf das gesamte deutsche Staatsgebiet ausgeweitet und damit die Strafbarkeit sexueller Handlungen zwischen Männern
1896
Adolf Brand -
Adolf Brand brachte 1896 die erste
Erste Zeitschrift mit verbor-
Zeitschrift
genen homosexuellem Inhalt
verborgenen homosexuellen Inhal-
(
D ie Eigene )
mit
ten heraus; Wg. abgebildeten Aktfotos wurde die Zeitschrift 1898 das
erste Mal verboten
15. Mai 1897
Magnus Hirschfeld - Grün-
Magnus Hirschfeld gründet in seiner
dung der weltweit ersten Ho-
Berlin-Charlottenburger
mosexuellen-Organisation
gemeinsam mit seinem Verleger
Wohnung
Max Spohr, dem Juristen Eduard
78
Oberg und dem Schriftsteller Max
von Bülow das Wissenschaftlich-
humanitäre Komitee, mit dem Ziel,
die
Kriminalisierung
gleichge-
schlechtlicher Handlungen zwischen
Männern abzuschaffen
1899
Erste
sexualwissenschaftli-
Jahrbuch für sexuelle Zwi-
Das
schenstufen
che Zeitschrift
wird zur wichtigsten
Plattform der Homosexualitätsdebatte; bis 1923 folgten 23 Jahrgänge
1908
Behördliche
Genehmigung
Durch ein Gutachten von Karl Abra-
zum Tragen von Frauenklei-
ham
( P sychoanalytiker )
dern erteilt
Magnus
Hirschfeld
wird
und
einem
Mann die behördliche Genehmigung
zum Tragen von Frauenkleidern
erteilt; im gleichen Jahr sind beide
an der Gründung der Berliner Psychoanalytischen Gesellschaft beteiligt
1910
Der Begriff Transvestit
Magnus Hirschfeld prägte den Begriff für Personen, die die Kleidung
des
anderen
vorzugen
Geschlechtes be-
sie wurden bis dahin zu
Homosexuellen gezählt
1919
Aufklärungsfilm über Homo-
Unter
Mitwirkung
von
sexualität
Hirschfeld produzierte Richard Oswald den Aufklärungsfilm
Magnus
A nders
als die Anderen
Erste Wochenzeitung für Ho-
Mit dem Titel
Die Freundschaft
mosexuelle
wurde die erst Wochenzeitschrift für
Homosexuelle herausgegeben;
1933 wurde das Unterhaltungsblatt
eingestellt
1920
dem
Wissenschaftlich-
Zusammenschluss von Ho-
Neben
mosexuellenvereinen
humanitäre Komitee und der Gemeinschaft der Eigenen entsteht
durch den Zusammenschluss des
79
Berliner
Freundschaftsbunds
Homosexuellenvereinen
in
mit
Ham-
burg und Frankfurt/ Main die dritte
mitgliederstärkste
Homosexuellen-
organisation
1923
Bund für Menschenrechte
Deutsche Freundschaftsver-
Der
band wird in Bund für Menschenrechte umbenannt, Friedrich Radszuweit bleibt weiterhin Vorsitzender
1924
Erste Zeitschrift für Lesben
Friedrich Radszuweit gibt die erste
Zeitschrift für Lesben
din
Die Freun-
heraus; die Zeitschrift enthält
einen Sonderteil für Transvestiten
1929
Vorschlag
zur
Streichung
Im
Strafrechtsausschuss
des
des § 175 StGB wird verab-
Reichstags wird der Vorschlag zur
schiedet
Streichung des § 175 verabschiedet; jedoch steht die Abstimmung im
Reichstag über das Inkrafttreten der
Novelle noch aus
1930-1932
Streichung des § 175 StGB
Deutschland und Österreich führen
wird nicht im Reichstag ver-
erste Verhandlungen zur Rechtsan-
handelt
gleichung, dies verhindert den Abschluss der Strafrechtsreform, so
dass der § 175 weiterhin in Kraft
bleibt
1933
Machtergreifung der Natio-
Nach der Ernennung Adolf Hitlers
nalsozialisten
zum Reichskanzler, wird die Schließung
von
Homosexuellenlokalen
und die Einstellung von Homosexuellenzeitschriften angeordnet, Institute werden geschlossen, Bücher
verbrand, Organisationen lösen sich
auf, Aktivisten werden geduldet,
eingesperrt oder gehen ins Exil
1935
Verschärfung
des
§
175
Die Neufassung des Strafgesetzes
Reichsstrafgesetzbuch
wird verabschiedet; § 175 wird ver-
( R StGB )
schärft; der bis dahin erforderliche
Nachweis
80
beischlafähnlicher
Handlungen
auch
das
entfällt; strafbar ist
Aneinanderschmiegen
zweier nackter männlicher Körper
oder auch das Berühren des Gliedes eines Mannes durch einen anderen Mann; § 175a wird eingeführt:
Zuchthaus bis zu zehn Jahren, bei
Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen sowie die
Verführung
von Jugendlichen unter 21 Jahren;
auch der Abhängige bzw. Jugendliche macht sich danach strafbar
1945
Erster Tuntenball
In Berlin findet im Herbst der erste
Tuntenball statt; in den Großstädten
öffnen wieder Homosexuellenlokale
Deutsche
1949
Demokratische
Bundesrepublik
Deutschland
Republik ( DDR )
( B RD )
Es werden nur beischlafähn-
Die Bundesrepublik hält an der Na-
liche Handlungen wie vor
zifassung der §§ 175 und 175a fest;
1935 bestraft; im Übrigen
Gründung der ersten homosexuel-
wird der § 175 in der Fas-
len
sung von 1935 angewandt
Verein für humanitäre Lebenshal-
Nachkriegsorganisation:
der
tung
1951
Die Gültigkeit der §§ 175 und 175a
wird vom Bundesgerichtshof bestätigt
1957
Die Verfassungswidrigkeit der §§
175 und 175a wird durch das Bundesverfassungsgericht
abgelehnt,
da sie nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen; das Bundesentschädigungsgesetz schließt Homosexuelle
von
Wiedergutma-
chungsansprüchen aus
1968/ 69
Die
Volkskammer
schiedet
das
verab-
Strafgesetz-
buch; homosexuelle Handlungen zwischen erwachse-
81
nen
Männern
sind
damit
nicht mehr strafbar; dennoch
gab es keine Möglichkeiten
zur Selbstorganisation und
Zeitschriftenpublikation
1973
Eine Gruppe von homosexu-
Durch den Bundestag wird die Neu-
ellen Frauen und Männern
fassung des § 175 beschlossen, die
schließen sich zur Homose-
xuellen
S chutzaltersgrenze
bei sexuel-
Interessengemein-
len Kontakten zwischen Männern
schaft Berlin zusammen mit
wird von 21 auf 18 Jahre gesenkt,
den Zielen, die Gruppe als
während die Schutzaltersgrenze bei
O rt der Geborgenheit und
Heterosexuellen bei 16 Jahren liegt;
der
Partnerschaftsgestal-
auf dem Westberliner Pfingsttreffen
tung ; 1979 löste sich die
tragen schwule Männer Frauenklei-
Gruppe auf
der
da verschiedene Gruppen
befürchten, dass das der Akzeptanz
der Schwulen schade, kommt es
zum sogenannten Tuntenstreit
1978
In Hamburg entsteht die erste Homosexuelle Beratungsstelle Rosa
Hilfe
1979
In Bremen, West-Berlin und Stuttgart wird zum ersten Mal in der BRD
die Gay Pride Parade veranstaltet
1981
Durch die Evangelische Akademie
werden
Tagungen
zum Thema Homosexualität
veranstaltet und ist damit das
erste öffentliche Forum
1983
1988
Gründung der Arbeitskreise
Aids wird zum Thema in der Öffent-
Schwule in der Kirche und
lichkeit; erste Aidshilfen werden ge-
Lesben in der Kirche
gründet
Die
Schutzaltersgrenze
bei homosexuellen Handlungen von 18 Jahren, wird im
Strafgesetzbuch, wie bei heterosexuellen auf 16 Jahre
festgelegt - das Wort Homo-
82
sexualität kam damit nicht
mehr im Strafgesetzbuch vor
09. November 1989
Der Film
Coming out
hat
Premiere
Mauerfall
1990
Theoretische Neueinführung
Mit dem Beitritt der DDR in die
des § 175
BRD, wird das Strafgesetzbuch der
BRD auch für die neuen Bundesländer gültig und somit der § 175 StGB
1992
H omoehe
Der Schwulenverband Deutschland
spricht sich für die
Homoehe
nach dänischem Vorbild* aus;
250 schwule und lesbische Paare
beteiligen sich bundesweit an einem
Massenaufgebot der vom Schwulenverband in Deutschland initiierten
Aktion Standesamt
* Dänemark hatte als erstes Land der Welt
1989 die Standesämter für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet
13. Oktober 1993
Bundesverfassungsgericht
Das Bundesverfassungsgericht ver-
verneint gleiche Rechte auf
wehrt Schwulen und Lesben die
Eheschließung
gleichen Rechte auf Eheschließung
wie heterosexuellen Paaren
1994
Streichung des § 175
Nach 123 Jahren wird der Paragraph endgültig aus dem Gesetzbuch
gestrichen;
S chutzgrenze
die
von 16 Jahren
gilt für homo- und heterosexuelle
Kontakte gleichermaßen
Erster Gesetzesentwurf zur
Die Bundestagsgruppe von Bündnis
Öffnung der Ehe für Schwule
90/ Die Grünen brachte einen ers-
und Lesben
ten Gesetzesentwurf zur Öffnung
der Ehe für Schwule und Lesben in
den Bundestag
1997
Zusätzlicher
Gesetzesent-
Mit dem
Entwurf eines Gesetzes
wurf ins Parlament einge-
zur Regelung der Rechtsverhältnis-
bracht
se nichtehelicher Lebensgemein-
83
schaften
( N ichteheliche-
Lebensgemeinschaften-Gesetz
NeLgG ) versuchte die Fraktion das
Thema auf die politische Agenda zu
setzen
1999
Gedenkveranstaltung für ho-
Im Konzentrationslager Sachsen-
mosexuelle KZ-Häftlinge ge-
hausen bei Berlin wird zum ersten
widmet
Mal die zentrale Gedenkveranstaltung
der Gruppe der homosexuel-
len Häftlinge
SVD wird LSVD
gewidmet
Der Schwulenverband Deutschland
( S VD ) öffnet sich für lesbische
Frauen bzw. Lesbenorganisationen
und heißt nun Lesben- und Schwulenverband Deutschland ( LSVD )
H amburger Ehe
In der Hansestadt Hamburg konnten
als erstes schwule und lesbische
Paare eine Art Ehe auf dem Standesamt schließen
dies hatte je-
doch vorwiegend symbolische Bedeutung
10. November 2000
Debatte zur Eingetragenen
Der Deutsche Bundestag debattiert
Lebenspartnerschaft
über die Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft
01. August 2001
01. Januar 2005
Gesetz zur Eingetragenen
Das Gesetz zur Eingetragenen Le-
Lebenspartnerschaft
benspartnerschaft tritt in Kraft
Lückenhafte
Der Gesetzgeber überarbeitet das
Überarbeitung
des Gesetzes zur Eingetra-
Lebenspartnerschaftsgesetz;
genen Lebenspartnerschaft
jedoch bleiben Anpassungen im
Adoptions-, Beamten- und Steuerrecht immer noch unbeachtet
84
Literaturverzeichnis

U nser großer Hochzeitsplaner
Für das schönste Fest des Lebens , Gerald Drews
und Valerie Singer, Verlagsgruppe Weltbild GmbH, Augsburg 2005

D ie Trauung auf dem Standesamt , Yvonne Thalheim, Falken Verlag, Niedernhausen
1999

T raumhaft heiraten
Der ultimative Guide für das schönste Fest , Cornelia Ziegler,
Andrea Körner, Falken Verlag, Niedernhausen 2001

D ie Homo-Ehe , Stefan Mielchen, Himmelstürmer Verlag, Hamburg 2001

A nders Bewegt
100 Jahre Schwulenbewegung in Deutschland , Rainer Herrn, Män-
nerschwarmSkript Verlag, Hamburg 1999

H ochzeitsbräuche
Traditionen für den schönsten Tag , Susan Lippe, Falken Verlag,
Niedernhausen 1997

E rst Recht
Der Ratgeber zu allen Rechtsfragen rund ums Zusammenleben , Ale-
xandra Gosemärker, Querverlag GmbH, Berlin 2008

H ochzeitsratgeber , Werner Schwanfelder, Humboldt-Taschenbuchverlag, München
1996
 www.wikipedia.de
 www.bundesrecht.juris.de
 www.lsvd.de
 www.huk.org
 www.liturgiekommission.ch
Bilder
 Fotolia: Mark Aplet, Edsweb, nicomoto, foto.fritz, Sabine Wissmann, Franck Boston, Janet
Heeß, Klaus-Dieter Hesse, photopalace, Mat Hayward, Klaus Rein, 300dpi, chinatiger,
Geckly, Foto-Rhein-Main, chaos.design, Diana Lundin, japonka, aberenyi, rimglow, Jason
Mark Photos, Marina Kravchenko, Steffbiene, Carolina K Smith MD, Rui Vale de Sousa,
James Steidl, BVI Media, Tomasz Janeczko
 iStockphoto: UnoPix, ROTTSTRA, ericsphotography, Thomas Beecher
 G&L-Wedding Foto
85
ERGÄNZUNG
Die Standesamtliche Trauung
Anmeldung zur Eintragung der Lebenspartnerschaft
Seit dem 01.01.2011 können sich auch homosexuelle Paar nun auch auf Thüringens Standesämtern verpartnern lassen. So hatte zuvor der Landtag eine entsprechende Änderung des Lebenspartnerschaftsgesetzes gebilligt. Ausnahme bei der standesamtlichen Trauung bilden nur
noch das Bundesland Baden-Würtemberg.
 Baden-Württemberg
in den Landkreisen die Landratsämter und in den Stadtkreisen die Gemeinden ( letzteres bedeutet: in kreisfreien Städten die Stadtverwaltungen)
 Bayern
die Notare und die Standesbeamten
 Berlin
die Standesbeamten der Bezirke
 Brandenburg
die Ämter, amtsfreie Gemeinden und kreisfreie Städte
 Bremen
die Standesbeamten
 Hamburg
die Standesbeamten
 Hessen
die Standesbeamten
 Mecklenburg-Vorpommern
die Standesbeamten
 Niedersachsen
die Standesbeamten
 Nordrhein-Westfalen
die Standesbeamten
 Rheinland-Pfalz
die Standesbeamten
 Saarland
die Standesbeamten
 Sachsen
die Standesbeamten
 Sachsen-Anhalt
die Standesbeamten
 Schleswig-Holstein
die Standesbeamten
 Thüringen
die Standesbeamten
Checkliste für den Hochzeitscountdown
12 Monate vor der Hochzeit
1
1
1
1
1
1
1
1
12 Hochzeits ( wunsch ) termin festlegen (evtl. Ausweichtermin festlegen)
1
1
1
1
11
1
1
1
11
1
11
1
Hochzeitstermin:
1
1
1
Ausweichtermin:
1
12 Umfang der Hochzeit festlegen (Polterabend, Sektempfang,
1
1
1
)
1
11
1
1
1
1
11
1
1
1
1
11
1
1
1
1
1
1
1
12 Wo soll gefeiert werden? (evtl. Test-Essen)
1
11
1
1
1
1
1
1
1
11
1
1
12 Klären, wer bei der Organisation und den Vorbereitungen hilft?
1
1
1
11
1
1
1
1
11
1
1
1
1
11
1
1
1
1
1
1
1
12 Höhe der Gesamtkosten (erste Schätzung)
1
11
1
1
1
1
11
1
1
11
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
11 Monate vor der Hochzeit
1
1
12 Dokumente für die Anmeldung zusammengestellt
1
1
1
1
11
1
1
1
1
1
1
1
1
I-1
1
1
11
1
1
1
1
1
11
1
1
1
12 Standesamt ausgesucht und Termin abgestimmt
1
1
1
11
1
1
1
11
1
1
1
1
11
1
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
12 Erste Gästeliste erstellt
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
11
11
1
1
12 Erste Kostenangebote eingeholt
1
1
1
1
1
1
Lokalität
1
1
1
1
11
Unterhaltung ( Musik-DJ )
1
1
1
1
1
1
11
12 Hochzeitskleidung ausgesucht
1
12 Hochzeitsreise geplant
1
12 Aufgebot beim Standesamt vorbereitet
1
1
6 Monate vor der Hochzeit
1
1
12 Aufgebot beim Standesamt bestellt
1
12 Hochzeitsfahrzeug ausgesucht und gebucht
1
12 Die Lokalität und das Menü gebucht
1
12 Urlaubsantrag gestellt
1
I-2
11
1
1
1
11
1
1
11
1
1
1
1
1
11
1
1
1
1
1
11
1
1
1
1
1
1
1
11
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
11
1
1
1
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
1
1
1
11
1
1
11
1
11
12 Erste Kontakte zu Fotografen/Videofilmer aufgenommen
1
1
1
1
1
1
1
Hotel
1
1
1
10 Monate vor der Hochzeit
1
11
1
12 Überlegt euch, wie das Unterhaltungsprogramm aussehen soll
1
1
1
1
1
1
1
1
1
11
11
11
1
11
1
11
1
1
1
5 Monate vor der Hochzeit
1
1
1
1
1
1
1
1
12 Einladungskarten, TischTisch- und Kartenmenü sowie Anfahrthinweise
12 entworfen/in Auftrag gegeben
1
12 ( H ochzeits ) Tanzkurs gebucht
1
1
1
1
1
11
1
11
11
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
11
1
11
1
1
1
12 ZeitZeit- und Programmablauf für Polterabend, das Standesamt und
12 den abendlichen Ablauf erstellt
1
12 Mit den Trauzeugen gesprochen
1
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
12 Sofern vorgesehen: Hochzeitsbräuche berücksichtigt
1
12 Die Gästeliste auf den neuesten Stand gebracht
1
12 Geschenkeliste/ Gabentisch erstellt und Bekannt gegeben
1
1
1
1
11
1
1
12 Die erste grobe Tischordnung aufgestellt
1
12 Hochzeitsmode gekauft/ gemietet
1
1
1
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
12 Eheringe ausgesucht (Gravur und Anpassung nicht vergessen)
11
1
1
1
1
12 Hochzeitsreise gebucht
1
1
11
1
1
11
1
11
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
3 Monate vor der Hochzeit
1
12 Fotograf und/oder Videofilmer gebucht
1
12 FriseurFriseur- und Kosmetiktermin abgestimmt
1
1
1
1
1
1
1
11
12 Einladungskarten verschickt (Infos zu Anreisehinweise/Unterkunft)
1
1
1
1
4 Monate vor der Hochzeit
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
1
Termin:
1
I-3
1
1
1
11
1
1
1
12 Wer ist am Hochzeitstag Zeremonienmeister?
1
1
1
11
11
1
1
1
11
1
1
1
1
11
1
1
1
1
11
1
1
11
1
1
1
11
1
1
11
12 Bei Ehevertrag: Notartermin vereinbart?
1
Termin:
1
12 Unterkünfte für auswärtige Gäste und Hochzeitsnacht gebucht
1
1
11
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
6 Wochen vor der Hochzeit
1
1
12 Falls Polterabend: Er sollte jetzt organisiert werden
1
1
11
1
11
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
1
11
1
1
1
11
1
12 Musik für den Empfang oder die Feier ausgewählt
1
12 Hochzeitstorte bestellt
1
12 Ringkissen bestellt
1
1
1
1
12 Sofern vorhanden: Kleine Geschenke für die Blumenkinder gekauft
1
12 Feiert ihr zu Hause?
12 Wer hilft bei der Vorbereitung für das Essen?
1
1
1
1
1
1
1
11
11
1
12 Wer kümmert sich um die Getränke?
1
1
1
1
1
1
1
11
11
1
12 Wer dekoriert die Zimmer?
1
1
1
1
1
1
1
11
11
1
12 Wer hilft beim Abräumen?
1
1
1
1
1
1
1
11
11
1
1
1
11
1
1
1
1
1
4 Wochen vor der Hochzeit
1
1
12 Anprobe der Hochzeitskleider/ -anzüge inklusive alles Accessoires
I-4
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1 1
12 Blumendekoration für das Auto und die Gästetische bestellt
1
1
1
1
1
11 1
1
12 sofern vorhanden: Für Blumenkinder Blütenkörbe organisiert
1
1
1
12 Gästeliste aktualisiert
1
1
11 1
1
11
1
12 Genaue Tischordnung festgelegt
1
1
1 1
1
1
11
1
11 1
12 Letzte Besorgungen für die Hochzeitsreise getätigt
1
11
1
1
12 Gästebuch gekauft
1
1
1
11 1
1
11
1
11 1
12 Gästetransport organisiert (Abhol- und Bringservice)
11
1
1
12 Sind alle Buchungen bestätigt?
1
1
1
1
11
1
11 1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
12 Hochzeitsschuhe einlaufen
1
12 Definitive Gästezahl in der Lokalität mitteilen
1
12 Hochzeitsinserat inTageszeitung aufgegeben
1
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
12 sofern vorhanden: Generalprobe mit Blumenkindern durchgeführt
12 Eheringe abholen und einpacken
1
1
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
11
1
1
11
1
11
1
11
1
11
12 Letzte Abstimmung in der Lokalität geführt
1
1
12 Hochzeitsablauf mit allen Beteiligten abgestimmt
1
1
12 Kleine Präsente für Überraschungsgäste organisiert
1
I-5
1
1
12 Koffer für die Hochzeitsreise packen
12 Kosmetikbehandlung und Friseur
1
1
1 Woche vor der Hochzeit
1
1
1
1
1
1
1
2 Wochen vor der Hochzeit
1
1 1
1
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
1
24 Stunden vor der Hochzeit
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
Eheringe nicht vergessen
1
1
1
1
1
1
1
1
11
1
1
1
1
1
1
1
1
11
11
1
1
1
1
12 sämtliche Kleidungsstücke und Accessoires bereitgelegt
12 an Taschentücher, Make-up, Deo, Nähzeug, Tabletten,
denken
1
1
12 Blumenschmuck abholen
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
Nach der Rückkehr aus den Flitterwochen
1
1
1
12 Danksagungen schreiben und versenden
11
1
12 ( H ochzeitsochzeits- ) Rechnungen bezahlen
1
12 Geliehene Sachen zurückgeben ( z.B. Strumpfband,
1
1
11
1
1
11
1
1
11
1
11
1
11
)
1
1
12 Bei Namensänderungen: Dokumente umschreiben lassen
I-6
1
1
1
1
12 Lebenspartnerschaftsbuch abholen
1
1
1
11
1
1
11
1
Checkliste für die Raumanmietung
Entscheidungsfindung
1
1
1
1
1
1 1
1 1 1
1
1
12 Steht die Räumlichkeit an unserem Wunschtermin zur Verfügung?
12 Sind an diesem Tag noch andere Festlichkeiten geplant?
1
1
1 1
1
Beeinflusst diese Festlichkeit unsere Hochzeitsfeier?
1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1
1
1
1
1
1
1 1
1 1
Beginn:
Uhr
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
12 Wenn ja: Hat die Küche am Hochzeitstag geöffnet?
1
1
1
1
1
12 Werden Getränke angeboten?
1
1
1
12 Stehen Menükarten zur Verfügung?
1
Wenn nein: Wir müssen selbst die Menükarten anfertigen lassen!
II - 1
1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
Wenn ja, welche:
1
1 1
Uhr
1
1
1 1 1
1
1 1
1 1 1
Wenn ja, welche:
1
1 1
1
12 Wenn ja: Werden Menü- oder Buffet-Variationen geboten?
1
1
1
1
1 1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
12 Hat die Räumlichkeit eine Küche?
1
1
1
1 Ende:
12 evtl. Umkleideräume vorhanden?
1
1 1
1
12 Sind für Künstler und Musiker die nötigen Stromversorgungen und
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1
12 Haben alle Gäste genügend Platz?
1
1 1
1 1
1 1 1
1 1 1
12 Wann kann unser Feier beginnen und wann muss sie enden?
1
1
1
1
1 1
1 1
Ja
Nein
1 1 1 1 1 1
Wenn ja, welche:
1
1 1
1 1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1 1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1
1
1
1
12 Steht Geschirr zur Verfügung?
1
1
1 1 1
1
12 Stehen Servierten und Tischdecken zur Verfügung?
1
1
1
1 1
1 1 1
1
1
1
1 1
1
Wenn ja, Welche Auswahlmöglichkeiten haben wir?
1
Ja
Nein
1
11 11 1 1 11 11 11 1 1 11 1 1
1
12 Kümmert sich der Vermieter um die Dekoration oder wir?
1 1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
Verm.:
1
1 1
1
1 1 1
1
1
1
1
1 Selbst:
1 1 1 1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
12 Haben wir Gestaltungsmöglichkeiten?
1
1
Wenn ja, welche:
1
1
1
1
12 Wer kümmert sich um das Abdekorieren?
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1
1
1 1
1
1
1
1
1 1 1
1 1 1
1 1 1
Verm.:
1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1
1
1
1 1
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1 Selbst:
1 1 1 1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
12 Ist eine Endreinigung enthalten?
1
1
12 Stehen Hilfskräfte zur Verfügung?
1
1
Wenn ja, wie viel:
1
1
1
1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1
1
1 1
1
1 1 1
1
1
1
Ablauf
1
1 1
1
1
12 Wann und wie erfolgt die Schlüsselübergabe?
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
Uhr
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
12 Wann und wie muss der Schlüssel zurück gegeben werden?
1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
12 Ab wann können in der Räumlichkeit Vorbereitungen getroffen
12 und Dekorationen vorgenommen werden?
Uhr
1
1 1 1
1
12 Wann kommen die Hochzeitsgäste?
1 1
1 1
Uhr
1
1
1 1 1
II - 2
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1
1 1 1
12 Wann kommen welche Speisen/Getränke auf den Tisch?
1 1
1 1
1 1
Uhr
1 1 1
12 Wann soll evt. abgeräumt werden?
1 1
1 1
1 1
Uhr
1
1
12 Wie sollen die Tische angeordnet werden?
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1
1
1 1
1
1 1 1
1
1
1
1
1
12 Ist eine Schlüsselkaution zu hinterlegen?
1
1
Wenn ja, wie hoch:
1 1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
12 Wird die Schlüsselkaution verrechnet oder bekommt man sie zurück?
1
1 1
1
1 1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
Kaution zurück:
1
1
1
1 1 1
1 1
Kaution wird verrechnet:
1
1
1
1 1 1
12 Wenn Kaution verrechnet wird: Mit was wird die Kaution verrechnet?
1
1
1
1
12 Kommen Stromkosten hinzu?
1
Wenn ja, wie hoch:
1 1
1
Wie wird die Räumlichkeit abgerechnet?
12 Die Räumlichkeit wird mit einem Pauschalpreis abgerechnet!
1
1
12 Die Kosten werden einzeln abgerechnet!
1
1
1
12 Fallen Zusatzkosten für Nebenräume ( sofern vorhanden Küche ) an?
1
1
1 1 1
12 Wie hoch ist die Raummiete?
1
1 1
1 1
1
1
1
1
12 Wie teuer sind die Hilfskräfte?
1
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
Wenn ja, welche:
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
12 Kommen ab einer bestimmten Uhrzeit Sonderzuschläge hinzu?
1
Nein 1 1
1
1
1
Kosten
Ja
1
1
II - 3
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
1
1
Ja 1
1
1 1 1 1 1
1
1
12 Wie lange werden die Hilfskräfte berechnet?
1
1
1
1 1
1 1
1 1
bis der letzte Gast die Räumlichkeit verlassen hat
1 1 1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
bis abdekoriert ist
1
1
1
12 Sind Getränke in den Kosten enthalten?
1
1
Wenn nein: Wie viel Kosten kommen zusätzlich dazu?
12 Gibt es einen Rabatt auf Getränke?
1
Wenn ja, wie hoch?
1
/ Prozent / pro Person / ab Stück
1
12 Müssen Anzahlungen geleistet werden?
1
1
Wenn ja, in welcher Höhe?
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
12 Wann muss die vollständige Bezahlung erfolgt sein?
1
1 1 1
1
1 1
1
1
1
Nein 1 1
1 1 1 1
1
1
1 1 1
II - 4
Checkliste für die Restaurantanmietung
Entscheidungsfindung
1
1
1
1
1 1
1 1 1
1
1
1
12 Steht die Räumlichkeit an unserem Wunschtermin zur Verfügung?
12 Sind an diesem Tag noch andere Festlichkeiten geplant?
1
1
1 1
1
Beeinflusst diese Festlichkeit unsere Hochzeitsfeier?
1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1 1
1
1
1
1
1
1
1
1
1 1
1 1
Beginn:
Uhr
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
12 evtl. Umkleideräume vorhanden?
1
12 Steht Geschirr zur Verfügung?
1
12 Stehen Servierten und Tischdecken zur Verfügung?
1 1
1
Wenn ja, Welche Auswahlmöglichkeiten haben wir?
1
1 1
1 Ende:
12 Sind für Künstler und Musiker die nötigen Stromversorgungen und
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1
12 Haben alle Gäste genügend Platz?
1
1 1
1 1
1 1 1
1 1 1
12 Wann kann unser Feier beginnen und wann muss sie enden?
1
1
1
1
1 1
1 1
Ja
Nein
1 1 1 1 1 1
Wenn ja, welche:
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1
1
1
1
1
1 1
12 Kümmert sich der Wirt um die Dekoration oder wir?
1 1
Uhr
1
1 1
1 1 1
1
1 1
1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1 1 1
1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
Wirt:
1
1
1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
1
1
1 Selbst:
1 1 1 1 1
1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
12 Haben wir Gestaltungsmöglichkeiten?
1
1
Wenn ja, welche:
1
1
III - 1
1 1
1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
Ja
1
1
12 Wer kümmert sich um das Abdekorieren?
1 1
1
Wirt:
Nein 1 1
1 1 1 1 1
1
1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1 Selbst:
1 1 1 1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
12 Ist eine Endreinigung enthalten?
1
1
12 Stehen Servicekräfte zur Verfügung?
1
1
Wenn ja, wie viel:
1
1
12 Werden Menü- oder Buffet-Variationen geboten?
1
1 1
1
1 1 1
1
Wenn ja, welche:
1
1
1
1
12 Stehen Menükarten zur Verfügung?
1
1
Wenn nein: Wir müssen selbst die Menükarten anfertigen lassen!
1
1
Ablauf
1
1
1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1 1
1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1 1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
12 Ab wann können in der Location Vorbereitungen getroffen
12 und Dekorationen vorgenommen werden?
Uhr
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
12 Wann kommen die Hochzeitsgäste?
Uhr
1 1 1
1
1 1
1 1
1 1
12 Wann kommen welche Speisen/Getränke auf den Tisch?
Uhr
1 1 1
1
1 1
1 1
1 1
12 Wann soll evt. abgeräumt werden?
Uhr
1
12 Wie sollen die Tische angeordnet werden?
1
1
1
1
1
1
Kosten
1
1
12 Wie wird die Feier abgerechnet ?
12 Die Feier wird mit einem Pauschalpreis abgerechnet!
1
1
12 Die Kosten werden einzeln abgerechnet!
1
1
III - 2
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1
1 1 1
1
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
1
1
1
Ja
Nein
1
11 11 1 1 11 11 11 1 1 11 1 1
1
12 Fallen Zusatzkosten für Nebenräume an?
1
1
1 1 1
1
Wenn ja, welche:
1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1 1
1
1
1
1
1 1 1
1
1
1
12 Wie teuer sind die Servicekräfte?
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
bis der letzte Gast die Lokalität verlassen hat
1 1 1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
12 Kommen ab einer bestimmten Uhrzeit Sonderzuschläge hinzu?
1
Wenn ja, wie viel:
1
12 Wie lange werden die Servicekräfte berechnet?
1
1
1
bis abdekoriert ist
1
1
1
12 Sind Getränke in den Kosten enthalten?
1
1
1 1 1
1 1
1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
Wenn nein: Wie viel Kosten kommen zusätzlich dazu?
1
12 Gibt es einen Rabatt auf Getränke?
1
1
Wenn ja, wie hoch?
1
/ Prozent / pro Person / ab Stück
1
12 Müssen Anzahlungen geleistet werden?
1
1
Wenn ja, in welcher Höhe?
1
12 Wann muss die vollständige Bezahlung erfolgt sein?
1
1
III - 3
Checkliste für das Catering
Entscheidungsfindung
1
1
1
1
1
1 1
1 1 1
1
1
12 Kann das Catering-Unternehmen am Hochzeitstag liefern?
12 Wird Geschirr und Besteck mitgeliefert?
1
1
12 Werden Tische ( für das Buffet oder für die Gäste ) mitgeliefert?
1
1
12 Werden Stühle mitgeliefert?
1
1
Wenn ja, wie viel Stühle werden benötigt?
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
Ja
Nein
1 1 1 1 1 1
1
1
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
Stk.
1
1
1 1 1
12 Wer baut das Buffet ( und evtl. die Tische und Stühle) auf?
1
Cat.
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
1
1
1 Selbst:
1 1 1 1 1
1
1 1
1 1
12 Werden Servierten und Tischdecken mitgeliefert?
1
Wenn ja, Welche Auswahlmöglichkeiten haben wir?
1
1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
12 Werden Menü- oder Buffet-Variationen geboten?
1
1
12 Werden Getränke angeboten?
1
1
1
12 Stehen Menükarten zur Verfügung?
1
1
Wenn nein: Wir müssen selbst die Menükarten anfertigen lassen!
1
1
12 Stehen Servicekräfte zur Verfügung?
1
1
IV - 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1 1
Wenn ja, welche:
1
1
1
1
1 1 1
1
1 1
1
1
1
1 1 1
1
1
1 1
Wenn ja, welche:
1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1
1
1
1
1 1
1 1 1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1 1 1
1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1 1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
Ja
1
Wenn ja, wie viel:
1
1
1 1
12 Wird das Buffet durch eine Servicekraft betreut?
1
1
1
1 1 1
1 1 1
1
1
1 1 1
1
12 Muss das Geschirr und Besteck bei Rückgabe wieder sauber sein?
Nein 1 1
1
1 1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1 1
1 1
1
1
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
12 Ab wann kann geliefert und aufgebaut werden?
1
1
1 1 1
Ablauf
1
12 Wann wird das Buffet ( Tische, Stühle ) wieder abgeholt?
Uhr
1 1
1 1
1 1
Uhr
1
1 1 1
1
12 Wann kommen welche Speisen/Getränke auf den Tisch?
1 1
1 1
1 1
Uhr
1
1 1 1
1
12 Wann soll evt. abgeräumt werden?
1 1
1 1
1 1
Uhr
1
1
12 Wie sollen die Tische angeordnet werden?
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1
1
1
1
1
1 1
1
Kosten
1 1 1
1 1 1
1
1
1
1
1
1
1 1 1
1
1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
Wenn nein: Wie teuer ist die An- und Ablieferung?
1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
12 Ist eine Kaution für die Buffetausstattung ( Tische, Stühle ) zu hinterlegen?
1
1
Wenn ja, wie hoch:
12 Wird die Kaution verrechnet oder bekommt man sie zurück?
1
1
1
1 1 1
1
1 1 1
1
12 Die Feier wird mit einem Pauschalpreis abgerechnet!
1
12 Die Kosten werden einzeln abgerechnet!
1
1
12 Die An- und Ablieferung ist in den Kosten enthalten?
1
1 1
Kaution wird verrechnet:
Wie wird die Feier abgerechnet ?
1
1
1 1 1
Kaution zurück:
12 Wenn Kaution verrechnet wird: Mit was wird die Kaution verrechnet?
1
1 1
1 1
1 1
1
1
1
1 1 1
1 1 1
IV - 2
1
1
1
1
1
Ja
Nein
1
11 11 1 1 11 11 11 1 1 11 1 1
1
12 Sind die Auf- und Abbaukosten im Preis enthalten?
1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
Wenn nein: Wie hoch sind die Auf- und Abbaukosten?
1
1 1 1
1
12 Wie teuer sind die Servicekräfte?
1
1
12 Kommen ab einer bestimmten Uhrzeit Sonderzuschläge hinzu?
1
Wenn ja, wie viel:
1
12 Wie lange werden die Servicekräfte berechnet?
bis zum Ende des Abbaus
1
1
1
1 1 1
bis zu ihrer Rückkehr in der Firma
1
1
1
12 Sind Getränke in den Kosten enthalten?
1
1
Wenn nein: Wie viel Kosten kommen zusätzlich dazu?
12 Gibt es einen Rabatt auf Getränke?
1
1
Wenn ja, wie hoch?
/ Prozent / pro Person / ab Stück
1
12 Müssen Anzahlungen geleistet werden?
1
1
Wenn ja, in welcher Höhe?
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1
1 1
1
1 1
1
1 1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1 1 1
1 1
1 1
1 1
1
1
12 Wann muss die vollständige Bezahlung erfolgt sein?
1
1 1 1
1
1 1
1
1
1
1 1
1
IV - 3
Checkliste für die Einladungskarten
Was gehörte in eine Einladungskarte?
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
12 den Anlass eurer Einladung ( Hochzeit, Festabend, etc. )
1
12 evtl. einen Einladungsspruch als Einleitung
1
12 Eure Namen
1
12 Eure Anschrift mit Telefonnummer
1
1
1
1
12 das Datum und die Uhrzeit eures Termins beim Standesamt
1
1
1
12 für eure Eintragung zur Lebenspartnerschaft
1
12 die Anschrift der Lokalität
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
Für eure bessere Planung
1
1
1
1
1
1
1
12 die Bitte um eine Rückantwort bis zum
.(Datum),
12 bei einer Themenhochzeit: einen Hinweis auf die Kleidung
1
12 Hinweise auf eure Geschenkwünsche
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
Zusätzlich könnt ihr
1
1
1
1
1
1
12 eine Rückantwortkarte beifügen
1
12 eine Wegbeschreibung/ Anfahrtskizze beifügen
1
12 Hinweise auf Übernachtungsmöglichkeiten und Transportmittel geben
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
12 eine Geschenkliste beifügen oder
1
1
1
1
1
1
1
1
12 den Hinweis, dass es einen Geschenktisch gibt
1
1
1
1
12 Sonstige wichtige organisatorische Hinweise
1
1
V
Checkliste für die Kostenplanung
1
1
1
Standesamt
1
geschätzte Kosten
Kostenangebot 1
Kostenangebot 2
tatsächliche Kosten
1
1 1
1 1
1 1
12 Anforderung fehlender Unterlagen
12 Eintragung
12 Eintragung bei Sonderservice
12 (der Standesbeamte kommt zu Ihnen)
12 Namensänderung
1
1
1
1
1 1
1 1
1 1
1
1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
Hochzeitskleidung
1
12 Brautkleid
12 Brautkleid
12 Accessoires
12 Dessous
12 Hochzeitsschuhe
12 Anzug Bräutigam
12 Anzug Bräutigam
12 Accessoires
12 Unterwäsche
12 Hochzeitsschuhe
12 sofern vorhanden Kleider Blumenkinder
12 Accessoires Blumenkinder
1
1
VI - 1
1
1
1
Eheringe
geschätzte Kosten
Kostenangebot 1
Kostenangebot 2
tatsächliche Kosten
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
12 Ringe
12 Gravur
1
1
1
1
Printsachen
1
12 Einladungskarten
12 evtll. Druckauftrag
12 Anreisebeschreibungen
12 Porto
12 Danksagungskarten
12 evtll. Druckauftrag
12 Porto
12 Platzkarten
12 Tisch- und Menükarten
12 Inserat in Tageszeitung
1
1
1
1
Polterabend
1
12 Essen
12 Getränke
12 Location
12 evtl. Dekoration
1
1
1
1
VI - 2
1
1
1
Hochzeitsfeier
1
geschätzte Kosten
Kostenangebot 1
Kostenangebot 2
tatsächliche Kosten
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
12 Essen
12 Getränke
12 Gäste-Abholservice
12 Fotograf/ Videofilmer
12 Hochzeitsfahrzeug
12 Präsente für Überraschungsgäste
12 Raummiete
12 Trinkgelder
1
1
1
1
Unterhaltung
1
12 Musik-DJ
12 Künstler wie z.B. Zauberer
1
1
1
1
Blumendekorationen
1
12 Braut-Sträuße
12 Bräutigam-Anstecker
12 Tischgestecke/ Gestecke
12 Autoschmuck
12 Raumdekoration
12 Blüten ( zum Werfen und Streuen )
1
1
1
1
VI - 3
1
1
1
Hochzeitsreise
1
geschätzte Kosten
Kostenangebot 1
Kostenangebot 2
tatsächliche Kosten
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1
1 1
1 1
1
1
1 1
1 1
1 1
12 Übernachtung Hochzeitsnacht
12 Flitterwochen
12 Reisedokumente/ Impfungen
12 2. Hochzeit im Ausland
1
1
1
1
Sonstiges
1
12 integrierter Weddingplaner
12 Friseur
12 Kosmetik
12 Tanzkurs
12 Blumenkörbe
12 Übernachtung Gäste
1
Summe
1
abzüglich Zuschüsse von Eltern und Verwandten
1
Ergebnis
VI - 4
1