Aus-, Fort- und Weiterbildung

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Aus-, Fort- und Weiterbildung
Das Mitarbeitermagazin des Klinikums Ernst von Bergmann
und der Tochtergesellschaften
Januar 2014 I Ausgabe 01/14
Aus-, Fort- und Weiterbildung
Neues Kongress- und Trainingszentrum
im Wohnhaus Ernst von Bergmann
2
Vorwort
Fünf neue Zentren
Das Klinikum Ernst von Bergmann ist
seit 2014 das größte Krankenhaus in
Brandenburg. Mit unserer neuen
Zentrumsstruktur haben wir uns rechtzeitig dafür fit gemacht.
Warum das Eine für das Andere wichtig
ist, lesen Sie ab Seite 6.
Hilfe für den Jemen
Movsar Borshchigov, Chirurg an der
Klinik Ernst von Bergmann Bad Belzig,
hilft armen Menschen im Jemen –
in seinem Urlaub.
Lesen Sie weiter auf Seite 10.
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen in
ein erfolgreiches und aufregendes Jahr
2014 zu starten. Dieses neue Jahr erwartet uns alle mit vielen spannenden
Herausforderungen und Veränderungen.
So zum Beispiel ist das Klinikum Ernst
von Bergmann in Potsdam seit dem
1.1.2014 das größte Krankenhaus im
Land Brandenburg. Mit der Fortschreibung des Landeskrankenhausplans im
Jahr 2013 (Stand August 2013) verfügen
wir über 1.198 Betten. Diese Erhöhung
der Betten resultiert unter anderem aus
der Erweiterung um neue Fachbereiche
wie der Klinik für Geriatrie und der Klinik
für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.
Gerne möchten wir an dieser Stelle alle
neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
dieser Kliniken, sowie den Tochtergesellschaften und neuen Kooperationspartnern willkommen heißen. Gemeinsam
mit Ihnen wollen wir den Weg „Vom lokalen Gesundheitspark zum überregionalen Gesundheitsanbieter“ weiter gehen.
Einen weiteren Schritt zur Realisierung
dieser Vision sind wir 2013 mit der Beteiligung an der europaweiten Ausschreibung um die Anteile am Krankenhaus in
Forst (Lausitz) gegangen. Und das mit
Erfolg: Wir als Klinikum haben uns gegen
starke Konkurrenz durchsetzen können
und bereiten nun die Übernahme von
51% der Anteile am städtischen Krankenhaus Forst vor. Wir streben die operative Übernahme im Frühjahr 2014 an.
Durch diese überregionale Vernetzung
der Gesundheitsversorgung können wir
Synergieeffekte und Potentiale nutzen
und so den Grundstein für eine weitere
erfolgreiche Zukunft legen.
Ein wichtiges internes Ziel liegt für uns
2014 in der strukturierten Aus-, Fort- und
Weiterbildung. Dazu investiert der Konzern Ernst von Bergmann in ein modernes Kongress- und Trainingszentrum,
welches im ehemaligen Wohnhaus
unseres Namensgebers Ernst von Bergmann entsteht. Neben Konferenz- und
Seminarräumen bildet das medizini-
sche Simulations- und Trainingszentrum
das Herzstück. Dies ist ein Ort, an dem
anhand simulierter medizinischer Szenarien der professionelle Umgang mit
lebensbedrohlichen Situationen trainiert
werden kann. Deutschlandweit gibt es
erst wenige dieser Simulationszentren,
die fast alle an Universitätskliniken angebunden sind. Die Fertigstellung ist für
das Frühjahr 2014 geplant.
Gehen wir die Herausforderungen gemeinsam an. Durch solides Wirtschaften
haben wir in den vergangenen Jahren
gemeinsam den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Dafür unseren
herzlichen Dank an Sie alle!
Ihre Geschäftsführung
Steffen Grebner | Prof. Dr. Hubertus Wenisch
Inhalt
Acht spannende Fragen an...
Die neuen Chefärzte des Klinikums stellen sich
unseren Fragen. Ihre interessanten Antworten
finden Sie auf den Seiten 16 und 17.
3
In Bewegung
Lernen und Tagen –
Das neue Kongress- und Trainingszentrum
des Klinikums
4
EvB: Größtes Klinikum in Brandenburg ab 2014
Die neue Zentrumsstruktur
6
Hilfe für den Jemen
10
Klinik Bad Belzig im Aufbruch
11
Medizin & Pflege
Liebe Leserinnen und Leser,
ein Neues Jahr wartet mit all seinen Überraschungen auf uns,
während sich das Alte still und leise von uns verabschiedet hat.
Geschafft, werden manche denken. So viel ist in den vergangenen Monaten passiert, dass wir in dieser Ausgabe der mittendrin
gar nicht über alles berichten können. Denn wir haben uns für die
wichtigsten Themen viel Platz genommen: für die Veränderung
der Zentrumsstruktur des Klinikums und für Bad Belzig, das neue
Kongress- und Trainingszentrum und vieles mehr. Wir hoffen, es
sind die Themen, die Sie interessieren.
Spannendes Projektmanagement –
Der Geschäftsbereich PPQM stellt sich vor
12
Einführungstage und Pflichtfortbildungen
13
Arztmobil in Fahrt...
13
Gemeinsam für die Kleinsten –
Klinikum Westbrandenburg startet
zum 1. Januar 2014
14
Erhöhter Erkenntnisgewinn –
Unsere Diagnostik Ernst von Bergmann GmbH
14
Kurz notiert
Damit Sie auch zukünftig noch mehr von IHREN Themen in der
mittendrin wiederfinden, brauchen wir Ihre Hilfe. Schicken Sie uns
doch einfach einen Text, gerne auch mit Bildern, per E-Mail zu.
Oder nennen uns ein spannendes Thema aus Ihrem Bereich. Wir
wissen, dass jeder von Ihnen zeitlich eingespannt ist an seinem
Arbeitsplatz. Deswegen kümmern wir uns um die Redaktion der
Zeitung, schreiben das Gros der Artikel selber und begeben uns
auf Ideensuche. Aber die Zeitung kann nur dann für Sie noch
spannender werden, wenn wir von Ihnen Rückmeldungen und
Input bekommen.
Wir freuen uns auf Ihre Tipps!
Ihre Theresa Decker
[email protected] | - 4017
Was ist eigentlich ...
… das Beschwerdemanagement? 15
Persönlich
Acht Fragen an unsere neuen Chefärzte
16
Jubilare
18
Hohe Ehrung für Neurochirurgin –
Sauerbruch-Preis für Priv.-Doz. Dr. Susanne Kuhn
18
Dr. Kieser in Vorstand gewählt
18
Klinikum wird für Engagement in der
Organspende geehrt
19
Auszeichnung für Team der Plastischen Chirurgie
19
4
In Bewegung
Lernen und Tagen
Das neue Kongress- und Trainingszentrum des Klinikums
Unser Namensgeber Ernst von
Bergmann wurde 1882 auf den Lehrstuhl an der Friedrich-Wilhelms-Universität (Charité) berufen und entschied sich deshalb, den Wohnsitz
seiner Familie nach Potsdam zu verlegen. 1890 schon erfolgte die Grundsteinlegung für seine Villa am Tiefen
See in der Berliner Vorstadt.
medizinischer Szenarien der professionelle Umgang mit lebensbedrohlichen
Situationen trainiert werden kann. Ziel
ist, ein Höchstmaß an Patientensicherheit und adäquater medizinischer und
persönlicher Behandlung zu erreichen.
Die dazu erforderlichen Fähigkeiten werden den Teilnehmern hier berufsübergreifend und mit den jeweils spezifischen
Schwerpunkten vermittelt.
Bis zu seinem Tode am 25.03.1907 beDeutschlandweit gibt es erst wenige solwohnte er diese Villa. Ernst von Bergcher Simulationszentren; fast alle sind
mann liegt begraben auf dem Alten
an Universitätskliniken angesiedelt. Auch
Friedhof an der Heinrich-Mann-Allee in
Potsdam, die Grabstätte ist noch
immer erhalten. Eine ausführliche
Biographie von Ernst von BergTrainiert wird an lebensecht
mann finden Sie u.a. in der mitnachgebildeten Puppen, die untendrin 01/2012.
ter anderem auf die Gabe von
Die Villa als Kongress- und
Trainingszentrum
Das Klinikum Ernst von Bergmann hat die Bergmann-Villa im
Sommer 2013 erworben. Aktuell
erfolgen noch einige Umbaumaßnahmen, damit im Juni kommenden Jahres das Haus als modernes Kongressund Trainingszentrum eröffnet werden
kann.
Herz des Hauses ist das Ernst von Bergmann Simulations- und Trainingszentrum im Souterrain des Gebäudes. Dies
ist ein Ort, an dem anhand simulierter
Medikamenten reagieren. Angeschlossene Geräte zeigen dann
z.B. eine Veränderung des Blutdrucks an.
vor diesem Hintergrund beschreitet das
Klinikum Ernst von Bergmann – wieder
einmal – innovative Wege.
„Man erkennt nur, was man kennt.“
Die realitätsnah gestalteten Simulationstrainings sind in besonderer Weise dazu
geeignet, Behandlungsabläufe zu trainieren und dafür zu sorgen, dass das Ge-
lernte im Ernstfall abrufbar ist. Denn man
erkennt nur, was man kennt. Die Kurse
werden in Anlehnung an existierende
Konzepte der zivilen Luftfahrt entwickelt.
Hier wird schon lange – und erfolgreich –
mit Simulatoren gearbeitet, um auf echte
Notfälle vorbereitet zu sein.
Das Kursangebot wird entsprechend der
Trainingsbedarfe sukzessive ausgebaut
und ist für alle internen und externen Zielgruppen offen. Die Kurse sind für unsere
Mitarbeiter kostenfrei. Zunächst werden
Basisthemen zur Wiederbelebung und
Advanced Life Support nach ILCORLeitlinien ins Programm aufgenommen.
Dazu werden unterschiedliche medizinische Arbeitsfelder fokussiert, beispielsweise die Akutbereiche mit ihren
besonderen Anforderungen, die Intensivmedizin, OP, Rettungsstelle, präklinische
Notfallversorgung, aber auch Bereiche
der interventionellen Kardiologie oder
Radiologie mit erhöhtem Anteil an Patienten mit Akuterkrankungen.
Besonderen Wert wird dabei auf die
Kursgestaltung entlang der tatsächlichen
Trainingsbedarfe gelegt, wie z.B. die Ausrichtung an realen Bedingungen im Schockraummanagement, diverse Abläufe in OP
und ITS, bei interventionell-internistischer
Diagnostik und Therapie oder hinsichtlich der spezifischen Voraussetzungen
der Neonatologie und Kinderheilkunde.
In Bewegung
ebenfalls ganz entscheidend. So können
extra dafür ausgebildete Ärzte etwa falsche Behandlungsschritte vorschlagen,
um den Stresslevel in der Simulation bewusst zu erhöhen.
Ein Beispiel:
Schockraummanagement
Erfolgreiches Schockraummanagement
setzt interdisziplinäre Teamarbeit voraus. Alles muss Hand in Hand gehen,
die wesentlichen Informationen müssen
allen Teammitgliedern transparent sein.
Alle Beteiligten müssen wissen, was von
ihnen verlangt wird und müssen die Prozesse der Schockraumbehandlung kennen. Gefragt sind hohe Kompetenz in den
„Non Technical Skills“ und hohe fachliche
Expertise. Die konsequente Vorgehensweise nach dem ABCDE-Algorithmus
des Trauma Life Supports wird in diesem
Kurs in simulierten Schockraum Szenarien trainiert und unter Einsatz moderner
Audio-Video-Technik detailliert vermittelt.
Trainiert wird an lebensecht nachgebildeten Puppen, die unter anderem auf die
Gabe von Medikamenten reagieren. Angeschlossene Geräte zeigen dann z.B.
eine Veränderung des Blutdrucks an.
Über Lautsprecher im Plastikmund können die Kursleiter den „Patienten“ sogar
auch seufzen lassen.
Das Üben von Teamarbeit kann dadurch
erfolgen, dass die Teilnehmer unterschiedliche Rollen einnehmen und so
das Zusammenspiel üben. Der Umgang
mit Stress ist unter hohem Zeitdruck
In jedem Simulationskurs ist viel Zeit vorgesehen, um die Übung auszuwerten.
Kameras filmen das Geschehen, um das
Feedback nachvollziehbar zu unterstützen. Die Kursleiter gehen die einzelnen
Abläufe, Reaktionen und Handlungen im
Detail durch. So wird aufgezeigt, wie sich
Fehler vermeiden lassen oder wie mit
möglichen Zwischenfällen umgegangen
werden kann.
Tagungen und Kongresse
Modernste Konferenztechnik zeichnet die
neuen Räume für Tagungen und Kongresse aus. Fast alle Veranstaltungen
des Klinikums, die bisher in dem Konferenzraum F113 oder extern durchgeführt
wurden, werden zukünftig in der Bergmann-Villa stattfinden. Auch größere
medizinische Tagungen oder Kongresse,
finden zukünftig in diesem historischen
Ambiente statt. Selbstverständlich werden – bei freien Kapazitäten – die Räumlichkeiten auch an Externe vermietet.
Die Organisation des internen Fortbildungsprogrammes erfolgt durch Sandra
Stark und Kevin Faustmann von der Gesundheitsakademie. Die Durchführung
und Betreuung vor Ort obliegt dem Kongress- und Veranstaltungsmanagement
der Servicegesellschaft.
Das Lernen wird also zukünftig noch
spannender im Gesundheitspark. Wir
wünschen maximale Erfolge – für Sie
selbst und für unsere Patienten.
td
INFORMATION
Kongress- und Trainingszentrum Ernst von Bergmann
Berliner Straße 62 I Tram 93: Ludwig Richter Straße
1. OG
• Großer Konferenzsaal mit 190 Plätzen
mit Bühnenbereich und Ausstellungsfläche
Hochparterre
• Kleiner Saal mit 45 - 50 Plätzen
• 2 Seminarräume
• Empfangsbereich mit
Cateringbereich & Kaffeebar
Souterrain
• Simulations- und Trainingszentrum:
OP, ITS, Reanimation
5
6
In Bewegung
EvB: Größtes Klinikum in Brandenburg ab 2014
Wichtiger Schritt zum überregionalen Gesundheitsanbieter
Das Klinikum Ernst von Bergmann
ist nun das größte Krankenhaus Brandenburgs! Im neuen Landeskrankenhausplan wurden dem Klinikum zum
1. Januar 2014 insgesamt 1.198 Betten
zugeordnet.
Diese Erhöhung um 99 Betten geschieht
durch die Festschreibung neuer klinischer Fachbereiche, u.a. der Geriatrie.
Zum Vergleich: das Cottbusser CarlThiem Klinikum, bisher größtes Krankenhaus im Land Brandenburg, verfügt seit
dem 1.1.2014 über 1.163 Betten.
Mit der Fortschreibung des Krankenhausplanes wird für den Zeitraum der
Jahre 2014 bis 2018 ein Rahmen für die
stationäre Leistungserbringung im Land
Brandenburg aufgestellt. Die Krankenhäuser werden als Anker der Gesundheitsversorgung in ihrer jeweiligen Region betrachtet. So versteht sich auch die
Zielstellung der Krankenhausplanung,
die Häuser bei der Intensivierung von
Kooperationsbeziehungen zu unterstützen und sie hierdurch für die Zukunft zu
stärken.
Erstmalig wurde den Krankenhausträgern auch größere Flexibilität eingeräumt, indem auf eine Festlegung der
Bettenzahl der jeweiligen Fachabteilungen eines Krankenhauses grundsätzlich
verzichtet wurde (mit Ausnahme der Psychiatrie, Psychotherapie und Kinder- und
Jugendpsychiatrie und -psychotherapie)
Das Klinikum Ernst von Bergmann entwickelte sich in den vergangenen Jahren
zu einem Gesundheitskonzern, dessen
medizinische Leistungen inzwischen an
mehreren Standorten angeboten werden. Alle anstehenden Zukunftsprojekte
werden in den kommenden fünf Jahren
darauf abzielen, eine überregional vernetzte Gesundheitsversorgung im Land
Brandenburg zu schaffen. Gleichzeitig
soll die Eigeninvestitionsfähigkeit des
Gesundheitsparks gesichert werden –
heißt: er soll weiterhin wirtschaftlich gut
aufgestellt sein.
Die neue Vision – vom lokalen Gesundheitspark zum überregionalen Gesundheitsanbieter – spiegelt diese nachhaltige und strategische Weiterentwicklung
wider.
Der Fokus als überregionaler Gesundheitsanbieter liegt selbstverständlich
auch in Zukunft im medizinischen Bereich, welcher langfristig gestärkt und
ausgebaut wird.
Stärkung und Ausbau durch:
• Die Integration des Krankenhauses in
Bad Belzig (nun Klinik Ernst von Bergmann Bad Belzig) läuft auf Hochtouren.
Seit dem Kauf von 74,9% der Anteile
Ende Mai 2013 gehört dieser Standort zum Gesundheitskonzern Ernst von
Bergmann. 25,1% der Anteile an der
Klinik hält weiterhin der Landkreis Potsdam-Mittelmark. Dieses Engagement
unterstützt und stärkt die Verankerung
des Potsdamer Klinikums in der weiteren
brandenburgischen Region.
• Die Etablierung neuer medizinischer
Fachbereiche am Klinikum Ernst von
Bergmann Potsdam erweitert das Angebot und stärkt die regionale stationäre
Versorgung der Bürger. Dazu gehören
der Start der Klinik für Geriatrie und
der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (beide zum 1. Januar 2014), die
Erweiterung um die stationäre Psychosomatik sowie der Aufbau des Beckenbodenzentrums Potsdam (Start zum
1. Februar 2014).
• Die Gründung des Klinikum Westbrandenburg als gemeinsame Tochtergesellschaft des Klinikums Ernst von
Bergmann und des Städtischen Klinikums Brandenburg soll der zu erwartenden demografischen Entwicklung in der
Region Rechnung tragen. Die medizinische Versorgungsstruktur für Kinder
jeden Alters wird somit gesichert. Ein
abgestimmtes Fort- und Weiterbildungskonzept soll weiterhin dem drohenden
Fachärzte- und Pflegekräftemangel entgegenwirken.
• Im neuen Landeskrankenhausplan
wird das Klinikum Ernst von Bergmann
durch die Aufnahme weiterer Betten gestärkt (siehe oben) und ist nun das größte Krankenhaus im Land Brandenburg.
Konzernstruktur
Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
Landeshauptstadt Potsdam
100%iger Gesellschafter
Klinikum EvB
50%iger
Gesellschafter
25,1%iger
Gesellschafter
Klinikum EvB
74,9%iger
Gesellschafter
Städtisches Klinikum
Brandenburg
50%iger
Gesellschafter
Gesundheitspark
Potsdam
und am
Standort Brandenburg/Havel
Landkreis PM
• Potsdam
• Kleinmachnow
Gesundheitspark Potsdam
Gesundheitspark
Bad Belzig
In Bewegung
Zentrumsstruktur
Geschäftsführung
S. Grebner | Prof. Dr. med. H. Wenisch
Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH
Apotheke
Klinikumsleitung (Priv.-Doz. Dr. med. O. Vargas Hein, I. Brau, S. Dienst)
ZCHI
ZIM
ZSAS
ZPNN
KHZ
ÄZL: Dr. R. Schulz
SÄZL: PD Dr. D. Pappert
PZL: S. Hämmerling | B. Jacob
KZL: Dr. D. Donner
ÄZL: Prof. Dr. T. Weinke
SÄZL: PD Dr. M. Oppert
PZL: B. Slabon | G. Schiewe
KZL: O. Schürmann
ÄZL: PD Dr. R.
Lenzen-Großimlinghaus
SÄZL: Prof. Dr. J. Hierholzer
PZL: J. Humberdros
KZL: B. Teuteberg
ÄZL: Dr. Ch. Kieser
SÄZL: Prof. Dr. W. Christe
PZL: M. Grondei
KZL: S. Stührmann
ÄZL: Prof. Dr. M. Jungehülsing
PZL/ KZL: S. Eggert
• Klinik für Allgemein- und
Visceralchirurgie
• Klinik für Anästhesiologie und
Operative Intensivmedizin
• Klinik für Gefäß- und
Thoraxchirurgie
• Klinik für Gynäkologie und
Geburtshilfe
• Interdisziplinäres Beckenbodenzentrum Potsdam*
• Klinik für Kinderchirurgie
• Klinik für Plastische,
Ästhetische und Rekonstrukt.
Mikrochirurgie/Handchirurgie
• Refertilisierungschirurgie
• Klinik f. Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Orthopädie
• Klinik für Urologie
• Klinik für Gastroenterologie
und Infektiologie
• Diagnostische und
Interventionelle Radiologie
• Klinik für Kinderund Jugendpsychiatrie*/**
• Klinik für Augenheilkunde
• Klinik für Hämatologie,Onkologie und Palliativmedizin
• Klinik für Geriatrie*
• Klinik für Neurochirurgie
• Klinik für Nephrologie und
Endokrinologie/Diabetologie
• Klinik für Neurologie
Zentrumspate:
Prof. Dr. med. H. Wenisch
• Klinik für Kardiologie und
Angiologie
• Klinik für Notfall- und
Internistische Intensivmedizin
• Klinik für Pneumologie
Zentrumspatin: Priv.-Doz.
Dr. med. O. Vargas Hein
• Klinik für nuklearmedizinische
Diagnostik und Therapie
• Klinik für Psychiatrie,
Psychotherapie und Psychosomatik
• Klinik für Dermatologie,
Venerologie und Allergologie
• Klinik für Hals-, Nasen- und
Ohrenheilkunde
• Klinik für Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgie
• Klinik für Radioonkologie und
Strahlentherapie, Brachytherapie
Zentrumspate: S. Dienst
* ab 1.2.2014 ** In Zusammenarbeit mit den DRK Kliniken Berlin | Westend
Neue Zentrumsstruktur –
notwendige Strukturanpassung
Vor sieben Jahren erfolgte die Bildung
der ersten sieben Zentren im Klinikum;
ein Modell, das mit dem Wachstum des
Gesundheitsparks Ernst von Bergmann
in Potsdam bis Ende 2012 auf insgesamt
elf Zentren angewachsen war. Auf Grund
dieser erreichten Größe der Konzernstruktur und der Integration der neuen
Fachbereiche wurde es notwendig, unsere internen Strukturen und Abläufe zu
überdenken und zu optimieren.
Als wichtigste Veränderung ist dabei die
Neuordnung der medizinischen Fachbereiche und Kliniken in einer neuen
Zentrumsstruktur zu nennen. Anstatt der
bisher elf Zentren organisiert sich das
Klinikum seit dem 1. Oktober 2013 in
fünf Zentren. Die Klinik für Kinder- und
Jugendmedizin inklusive der Kindernotaufnahme findet sich seit dem 1.1.2014
in der Klinikum Westbrandenburg GmbH.
Die einzelnen neuen Zentren sind in ihrer
durchschnittlichen Größe nun mit einem
mittelgroßen Krankenhaus vergleichbar
– nicht nur im Hinblick auf die Bettenanzahl. Gerade auch der betriebswirtschaftliche Aspekt verlangte nach einer
Neustrukturierung hin zu mehr Eigenständigkeit. Mit der neuen Struktur können viele Entscheidungen nun zentrumsintern, eigenständig und somit auch oft
schneller getroffen werden.
Weitere Ziele der Zentrumsstruktur in
kurzen Stichworten: Dezentralisierung |
Bündelung medizinischer Kompetenz
| verbesserte Ressourcennutzung sowie flexiblere Steuerung. Vor diesem
Hintergrund ist es einfacher nachzuvollziehen, dass die „alten“ Zentren nicht nur
umbenannt werden konnten. Es musste
und muss sich weiterhin strukturell etwas
ändern.
Die fünf Zentren verstehen sich als organische Einheit. Die aktuell laufenden
Prozesse von Stationszusammenlegungen oder Bettenreduzierungen dienen
der Neuordnung innerhalb der Zentren,
um diese Einheit zu erreichen.
Am Beispiel des Zentrums für Chirurgie
wird dies deutlich: Das Beckenbodenzentrum nimmt zum 1. Februar seine
Arbeit auf. Patienten werden hierfür von
der Gynäkologie, aus der Urologie und
auch von der Chirurgie kommen. Für sie
muss also auf den herkömmlichen Stationen kein Bett mehr vorgehalten werden,
sie liegen zukünftig auf der Station des
Beckenbodenzentrums. Die Patienten
bleiben dem ZCHI erhalten, nur die Bettenbezeichnung ändert sich. Die Neuordnung der Zentren möchte eine Stärkung
des Zentrumsdenkens erreichen, weg
von der Klinik-Zentrierung.
Die Zentrumsleitungen (ZL) sind interdisziplinäre Teams, bestehend aus dem
Ärztlichen Leiter, dem stellvertretenden
ärztlichen Leiter, ein bis zwei Pflegerischen Zentrumsleitungen sowie der
Kaufmännischen Zentrumsleitung.
Die ÄZL treffen als disziplinarische Vorgesetzte Entscheidungen des operativen
Tagesgeschäfts ihres Zentrums.
Alle selbständigen Entscheidungen der
ZL erfolgen selbstverständlich innerhalb
der mit der Klinikumsleitung getroffenen
Zielvereinbarungen. Um hier die Abstimmung zu erleichtern, wurden die sogenannten Patenschaften eingerichtet. Die
Klinikumsleitung und die Geschäftsführung behält die letztendliche Leitung über
die einzelnen Zentren. Der Gedanke dahinter: Entscheidungen werden also zukünftig dort getroffen, wo sie benötigt
werden.
Patenschaften: Die Klinikumsleitung und
die Geschäftsführung übernehmen zusätzlich zu ihrer Lenkungsfunktion noch
jeweils „Patenschaften“ für einzelne Zentren (siehe Grafik); Steffen Grebner fungiert als Pate für die Diagnostik Ernst von
Bergmann GmbH.
Die Paten werden die Zentrumsleitungen
zur inhaltlichen Weiterentwicklung des
jeweiligen Zentrums beraten. Sie bieten
Konflikt-Coaching an, verstehen sich als
Bindeglied zwischen der Klinikumsleitung
und der Zentrumsleitung und werden die
Umsetzung zentraler Vorgaben begleiten.
Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die fünf Zentren genauer vor.
7
8
In Bewegung
Zentrum für Chirurgie ZCHI
Ärztlicher Zentrumsleiter: Dr. med. Rudolf Schulz
Stellvertretender Ärztlicher Zentrumsleiter: Priv.-Doz. Dr. med. Dirk Pappert
Pflegerische Zentrumsleitung: Sabine Hämmerling | Bettina Jacob
Kaufmännische Zentrumsleitung: Dr. med. Dietmar Donner
Zentrumspate: Prof. Dr. med. Hubertus Wenisch
• Klinik für Allgemein- und
Visceralchiurgie
• Klinik für Anästhesiologie und
Operative Intensivmedizin
• Klinik für Gefäß- und
Thoraxchirurgie
• Klinik für Gynäkologie und
Geburtshilfe
5 Fragen an den Zentrumsleiter
Dr. med. Rudolf Schulz
>> Mein Ziel für das Zentrum ist …
Verbesserung der Abläufe für Patienten, Integration neuer Fachabteilungen,
Wachstum.
>> Besonders herausfordernd wird
im kommenden Jahr sein …
• Interdisziplinäres Beckenbodenzentrum Potsdam (ab 1.2.2014)
die Umzüge chirurgischer Fachabteilungen und die Restrukturierung der OPAbläufe.
• Klinik für Kinderchirurgie
>> Mein Team motiviere ich durch …
• Klinik für Plastische, Ästhetische
und Rekonstruktive Mikrochirurgie
/ Handchirurgie
• Refertilisierungschirurgie
• Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Orthopädie
• Klinik für Urologie
resultierenden Abläufe kurze Entscheidungswege zwingend erforderlich sind.
Selbstverständlich müssen auch die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse online
berücksichtigt werden, damit wir auch
weiterhin qualitativ hochwertige Leistungen allen Patienten anbieten können.
>> Das Besondere am ZCHI ist …
die Konzentration fast aller chirurgischen
Kernkompetenzen inklusive der Anästhesie unter einem Dach.
DATEN & FAKTEN
intensive Kommunikation, straffe Leitung,
Entscheidungsfreudigkeit und Transparenz.
Erwartete Erlöse 2013
(Hochrechnung inkl.
Kinderchirurgie): 51,5 Mio €
>> Die neue Zentrumsstruktur ist not-
Mitarbeiter (Plan-VK 2014):
wendig, weil …
• Ärzte: 123
• Pflege: 180
• MTD*: 22
• FKD**: 87
die ärztlich-medizinischen Belange zum
Wohle der Patienten wieder deutlichmehr in den Mittelpunkt gesetzt werden
müssen und in Anbetracht der hieraus
Zentrum für Strahlenheilkunde, Altersmedizin
und Stoffwechselerkrankungen ZSAS
Ärztliche Zentrumsleiterin: Priv.-Doz. Dr. med. Romana Lenzen-Großimlinghaus
Stellvertretender Ärztlicher Zentrumsleiter: Prof. Dr. med. Johannes Hierholzer
Pflegerische Zentrumsleitung: Jana Humberdros
Kaufmännische Zentrumsleitung: Björn Teuteberg
Zentrumspate: Sebastian Dienst
• Diagnostische und Interventionelle Radiologie
der Zusammengehörigkeit, hohe Motivation und große Empathie mit unseren
Patienten auszeichnet.
• Klinik für Geriatrie
>> Besonders herausfordernd wird
• Klinik für Nephrologie und
Endokrinologie/Diabetologie
• Klinik für nuklearmedizinische
Diagnostik und Therapie
• Klinik für Radioonkologie und
Strahlentherapie, Brachytherapie
5 Fragen an die Zentrumsleiterin
Priv.-Doz. Dr. med. Romana
Lenzen-Großimlinghaus
>> Mein Ziel für das Zentrum ist ...
es, eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung unserer Patienten zu
ermöglichen durch ein Mitarbeiterteam,
welches sich durch ein starkes Gefühl
im kommenden Jahr …
die Eröffnung der Klinik für Geriatrie sein
sowie die Zusammenführung der einzelnen Kliniken zu einem harmonischen,
leistungsstarken Zentrum.
>> Mein Team motiviere ich durch …
persönliche Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit, offene Kommunikation und Wertschätzung.
>> Die neue Zentrumsstruktur ist notwendig ...
zur Verbesserung interner Prozesse und
zur strukturierten Darstellung der vielschichtigen Kompetenzen nach außen.
>> Das Besondere am ZSAS ist, ...
dass die Ärztliche Zentrumsleitung eine
Frau ist. Weiterhin ist das ZSAS durch
die Kombination zweier großer medizinischer Bereiche gekennzeichnet
– „Strahlenfächer“ (Radiologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie) und Innere
Medizin (Nephrologie, Endokrinologie,
Diabetologie, Geriatrie), die ihre Gemeinsamkeiten und Synergien erst schrittweise erarbeiten müssen.
DATEN & FAKTEN
Erwartete Erlöse 2013
(Hochrechnung, ohne Geriatrie):
19,7 Mio €
Mitarbeiter
(Plan-VK 2014 inkl. Geriatrie):
• Ärzte: 51
• Pflege: 87
• MTD*: 70
• FKD**: 5
* Medizinisch-technischer Dienst ** Funktionsdienst
In Bewegung
Zentrum für Innere Medizin ZIM
Ärztlicher Zentrumsleiter: Prof. Dr. med. Thomas Weinke
Stellvertretender Ärztlicher Zentrumsleiter: Priv.-Doz. Dr. med. Michael Oppert
Pflegerische Zentrumsleitung: Brigitte Slabon | Gundula Schiewe
Kaufmännische Zentrumsleitung: Olaf Schürmann
Zentrumspate: Priv.-Doz. Dr. med. Ortrud Vargas-Hein
• Klinik für Gastroenterologie und
Infektiologie
• Klinik für Hämatologie, Onkologie
und Palliativmedizin
• Klinik für Kardiologie und
Angiologie
• Klinik für Notfall- und Internistische Intensivmedizin
• Klinik für Pneumologie
vorhandenen medizinischen Disziplinen
im Bereich der Inneren Medizin.
Gemeinsam mit allen Mitarbeitern: die
Beibehaltung medizinischer Alleinstellungsmerkmale und die weitere Erhöhung der Patientenzufriedenheit.
>> Besonders herausfordernd wird
im kommenden Jahr …
• Die abteilungsübergreifende Teambildung
• Die Etablierung einer schlagkräftigen
Aufbaustruktur im Zentrum
• Die zentrumsinterne Verbesserung von
Patientenabläufen bei reduzierter
Bettenkapazität
5 Fragen an den Zentrumsleiter
Prof. Dr. med. Thomas Weinke
>> Mein Ziel für das Zentrum ist ...
gemeinsam mit meinen ärztlichen Kollegen: der Ausbau und die Stärkung der
• Die Gewährleistung der personellen
Unterstützung im ärztlichen Bereich im
Tochterkrankenhaus in Bad Belzig.
>> Mein Team motiviere ich durch …
Das Team und die Führungskräfte des
ZIM sind motiviert. Eigene Möglichkeiten
zur Gestaltung sind vielfach vorhanden.
Ideen und Engagement begrüßen wir!
>> Die neue Zentrumsstruktur ist notwendig, weil …
wir uns als Klinik weiterentwickeln und
wir uns in der konkurrierenden Krankenhauslandschaft stark positionieren müssen.
>> Das Besondere am ZIM ist, ...
medizinische Exzellenz, hohe Leistungsbereitschaft und konsequente Patientenorientierung bei der Behandlung internistischer Krankheitsbilder. Und das in der
Landeshauptstadt Potsdam!
DATEN & FAKTEN
Erwartete Erlöse 2013
(Hochrechnung): 47,7 Mio €
Mitarbeiter (Plan-VK 2014):
• Ärzte: 96
• Pflege: 171
• MTD*: 30
• FKD**: 49
Zentrum für Psychiatrie, Neurologie und
Neurochirurgie ZPNN
Ärztlicher Zentrumsleiter: Dr. med. Christian Kieser
Stellvertretender Ärztlicher Zentrumsleiter: Prof. Dr. med. Walter Christe
Pflegerische Zentrumsleitung: Michael Grondei
Kaufmännische Zentrumsleitung: Sabine Stührmann
Zentrumspate: Sebastian Dienst
• Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik*
(ab 1.2.2014)
• Klinik für Neurochirurgie
• Klinik für Neurologie
• Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
* In Zusammenarbeit mit:
5 Fragen an den Zentrumsleiter
Dr. med. Christian Kieser
>> Die neue Zentrumsstruktur ist not-
>> Mein Ziel für das Zentrum ist …
>> Das Besondere am ZPNN ist …
die Patientenversorgung auf höchstem
Niveau zu gewährleisten.
>> Besonders herausfordernd wird
im kommenden Jahr sein …
die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
aufzubauen und die Station mit Schwerpunkt Psychosomatik am Standort Charlottenstraße zu etablieren.
>> Mein Team motiviere ich durch …
Respekt, Klarheit und Entwicklung gemeinsamer Ziele.
wendig, weil …
wir damit unsere Kompetenzen bündeln und
die Zukunft gemeinsam gestalten können.
die Kombination der spannendsten medizinischen Disziplinen.
DATEN & FAKTEN
Erwartete Erlöse 2013
(Hochrechnung): 23,7 Mio €
Mitarbeiter (Plan-VK 2014):
• Ärzte: 48
• Pflege: 138
• MTD*: 40
• FKD**: 4
9
10
In Bewegung
Kopf- und Hautzentrum KHZ
Ärztlicher Zentrumsleiter: Prof. Dr. med. Markus Jungehülsing
Pflegerische Zentrumsleitung / Kaufmännische Zentrumsleitung: Susanne Eggert
Zentrumspate: Sebastian Dienst
• Klinik für Augenheilkunde
• Klinik für Dermatologie,
Venerologie und Allergologie
• Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
• Klinik für Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgie
Prof. Dr. med.
Markus Jungehülsing
Das Kopf- und Hautzentrum ist bereits
seit 7 Jahren erprobt. Besonders ist die
enge interdisziplinäre Arbeit der Fachbereiche. Im Kopf- und Hautzentrum wird
ein intensives Miteinander einerseits
zwischen den Fachgebieten, andererseits zwischen dem administrativen, dem
pflegerischen und dem ärztlichen Dienst
gelebt. Neben dem fachtypischen Aufgabengebiet ist unsere besondere Stärke
die Behandlung von Patientengruppen,
die jeweils zwei oder mehrere Disziplinen des Zentrums benötigen, und die in
anderen Krankenhäusern oft in „interdisziplinäre Lücken“ fallen.
Hierzu zählen u.a.:
• dentogene Nasennebenhöhlenerkrankungen
• Erkrankungen der Tränenwege
• Maligne Tumoren im Augen-, Kopf-,
Hals-, und Gesichtsbereich.
Angestrebt ist im kommenden Jahr die
Schaffung eines dezentralen, nicht sterilen OP-Bereiches. Ziel ist es, den Zentral-OP zu entlasten, und gleichzeitig die
Vor- und Nachbereitungszeit für die Patienten deutlich zu verkürzen.
Weitere Aufgabe ist die Schaffung einer zentrumseigenen Patientenadministration mit Übersicht über die vielen
hochspezialisierten operativen und ambulanten Teilbereiche des Kopf-, und
Hautzentrums und einer unkomplizierten
und effizienten Terminplanung für die
ambulanten und stationären Patienten.
DATEN & FAKTEN
Erwartete Erlöse 2013
(Hochrechnung): 13,2 Mio €
Mitarbeiter (Plan-VK 2014):
• Ärzte: 28
• Pflege: 32
• MTD*: 12
Hilfe für den Jemen
Chirurg aus Bad Belzig engagiert sich im Jemen
Der Weg von Bad Belzig scheint
weit bis in den Jemen. Die meisten
von uns kennen dieses Land – wenn
überhaupt – nur aus den Nachrichten.
Movsar Borshchigov hat dort lange Zeit
gelebt und gearbeitet. Nun ist es ihm ein
Herzensanliegen, den Menschen vor Ort
zu helfen, die zu den Ärmsten des Landes gehören.
Herr Borshchigov ist Chirurg an der Klinik Ernst von Bergmann in Bad Belzig.
Von 2006 bis 2011 arbeitete er als Chefarzt des Krankenhauses Red See Port
Medical Center in Hodeidah in Jemen.
Die Stadt liegt an der Küste des Roten
Meeres und ist mit ihren über 500.000
Einwohnern eine der größten Städte des
Landes.
Im April 2013 war Borshchigov mit dem
Deutsch-jemenitischen Ärzteverein e.V.
schon einmal vor Ort. Damals waren vier
Ärzte des Vereins im Land, um Möglichkeiten für zukünftige Hilfe zu planen –
und um medizinische Hilfe anzubieten.
Seine letzte Reise führte ihn vom 28. November bis 5. Dezember nach Hodeidah,
diesmal war er allein unterwegs. Er operierte in dieser Zeit 10 Personen, über
300 Patienten konnte er medizinisch
versorgen.
Und der nächste Termin ist schon geplant: für den April 2014 konnte er erreichen, in einem Krankenhaus vor Ort operieren zu können und hat dafür schon 60
Patienten fest geplant. Die Behandlung
wird für sie kostenlos sein. Da im Jemen
üblicherweise für die medizinische Be-
handlung bezahlt werden muss, ist diese
Hilfe aus dem Ausland von unschätzbarem Wert.
Für diese Hilfseinsätze nutzt Herr Borshchigov seinen Urlaub. Der Arzt, der ursprünglich aus Tschetschenien stammt,
hat schon in vielen Ländern gelebt, gelernt und gearbeitet und spricht deswegen neben Tschetschenisch, Russisch,
Arabisch und Englisch nun auch Deutsch
und möchte etwas zurückgeben an die
Bevölkerung vor Ort.
Er ist damit in guter Gesellschaft: eine
ganze Reihe von Ärzten und Pflegekräften des Klinikums Ernst von Bergmann
engagieren sich regelmäßig im Ausland,
so z.B. in Eritrea, Indien, Nepal, Iran –
und nun auch im Jemen.
td
In Bewegung
Klinik Bad Belzig im Aufbruch
Mehr Leistungsangebote, neues Werbekonzept,
motiviertes Team
Die Klinik Ernst von Bergmann Bad
Belzig ist ein Krankenhaus der Grundversorgung. Es stehen 160 Betten sowie eine Zentrale Notaufnahme und
ein Hubschrauberlandeplatz für die
wohnortnahe Versorgung von Patienten im Landkreis Potsdam-Mittelmark
zur Verfügung.
Seit Ende Mai 2013 wird die Klinik Ernst
von Bergmann Bad Belzig gGmbH von
der Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam gGmbH als Mehrheitsgesellschafter
gemeinsam mit dem Landkreis PotsdamMittelmark betrieben.
Zur Größe des Hauses: Im Jahr 2012
wurden in der Klinik Bad Belzig 208 Kinder geboren und ca. 6.300 Patienten
stationär behandelt. In drei Zentren und
neun Fachabteilungen bieten Spezialisten den Patienten vor Ort Diagnostik,
Therapie und Fürsorge. Interdisziplinäre Zusammenarbeit und der Austausch
mit dem Klinikum Ernst von Bergmann
in Potsdam wird zwischen den medizinischen und pflegerischen Experten groß
geschrieben.
Herzensangelegenheit
Mit der Eröffnung des Herzkatheterlabors in Bad Belzig im September erweiterte die Klinik Ernst von Bergmann Bad
Belzig ihr Leistungsspektrum im Bereich
der Kardiologie. „Ziel dieser Investition
ist es, die kardiologische Versorgung von
Patienten mit Herzerkrankungen in der
Region Bad Belzig anzubieten und so
die Versorgungsqualität zu verbessern
und zu optimieren“, so Steffen Grebner,
Geschäftsführer der Klinik, im Rahmen
der Eröffnung. Patienten mit koronaren
Herzerkrankungen können nun elektiv in
Bad Belzig behandelt werden.
Neben den technischen Neuerungen
steht den Patienten im Herzkatheterlabor
ein Team aus erfahrenen Kardiologen
unter der Leitung von Dr. med. Karsten
Haitsch zur Verfügung. Eine enge Kooperation und ein intensiver Erfahrungsaustausch mit der Klinik für Kardiologie
und Angiologie am Standort Potsdam
besteht bereits.
Wahlleistungsstation Hoher Fläming
Mitte November 2013 wurde die Wahlleistungsstation Hoher Fläming eröffnet.
Die Station wurde innerhalb von zwei
Monaten umgebaut. Es ist ein neuer
Fußboden in Holzoptik verlegt worden,
Wände wurden gestrichen, Türen lackiert
und Bäder teilweise neu ausgestattet. In
der Mitte der Station ist ein gemütlicher
und moderner Aufenthaltsbereich entstanden. Patienten können hier bei einem Kaffee zusammensitzen und sich
an Obst und kleinen Snacks bedienen.
Das Einrichtungs- und Servicekonzept
orientiert sich an dem Konzept der Wahlleistungsstation Belvedere im Potsdamer
Klinikum.
Die Station verfügt über elf Zimmer, davon fünf Zimmer in gehobener Ausstattung. Zwei Zimmer stehen ausschließlich
als Einzelzimmer zur Verfügung.
Alle Patienten der Klinik Bad Belzig können durch die Wahl von Zusatzleistungen ein Zimmer auf dieser Station nutzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
Pfleger Gordon Schubert, er ist auf der
Station zu erreichen unter Tel: 03384193234.
Frischer Werbewind
Die Plakatkampagne „Wir sind für Sie
da“ zeigt Mitarbeiter der Klinik, die ihren
Beruf lieben und bei denen aus Überzeugung die Gesundheit der Patienten im
Mittelpunkt ihres Handelns steht. Darüber hinaus will die Kampagne den neuen
Träger der Klinik Ernst von Bergmann
nachhaltiger ins Bewusstsein rücken,
das Bild der Klinik in der Öffentlichkeit
verbessern und auf wichtige medizinische Versorgungsleistungen in der Region aufmerksam machen.
Die Plakate waren Anfang Oktober und
Anfang November für jeweils 10 Tage
nicht nur im Bad Belziger Stadtbild zu
sehen, sondern erstrahlten an über 30
Orten im Landkreis Potsdam-Mittelmark
und in Teilen von Sachsen Anhalt.
Gesundheitsvorträge vor Ort
Auf den fünf unterschiedlichen Plakaten
sind ausschließlich praktizierende Ärzte,
Pflegekräfte, Hebammen und Patienten
zu sehen. Es sind keine Schauspieler
oder Models im Kittel, sondern engagierte Mitarbeiter, die einen Blick in die Klinik
Ernst von Bergmann Bad Belzig gewähren. Zu sehen sind also Menschen, die
hinter den medizinischen Leistungsangeboten der Klinik Ernst von Bergmann
Bad Belzig stehen.
Das Angebot von Gesundheitsvorträgen
ist erfolgreich gestartet. Seit September
werden sie zweimal monatlich für die Bevölkerung in Bad Belzig angeboten; ähnliche Angebote gab es bisher nicht vor
Ort. In 2013 wurden sieben Vorträge angeboten – an dieser Stelle geht ein herzliches Dankeschön an alle Vortragenden.
Auch in 2014 entwickelt sich die Klinik
weiter. So hat die neue Abteilung für
Geriatrie am 6. Januar ihre Arbeit aufgenommen, und das Beckenbodenzentrum wird Mitte des Jahres starten.
Auch zu spannenden Vorträgen laden
wir wieder alle recht herzlich ein.
td
11
12
Medizin & Pflege
Spannendes Projektmanagement
Der Geschäftsbereich PPQM stellt sich vor
Das Team des Projekt-, Prozessund Qualitätsmanagements (PPQM)
ist als zentrales Projektbüro für die
wesentlichen Projekte sowohl im Klinikum als auch konzernübergreifend
zuständig.
Zukünftig wird das Team regelmäßig in
der mittendrin unter der Rubrik „Aktuelles
aus dem PPQM“ berichten. Den ersten
Beitrag widmen wir der Vorstellung unseres Geschäftsbereichs Projekt-, Prozessund Qualitätsmanagement (PPQM), unseren Hauptschnittstellen in die Ärztliche
Direktion und Pflegedirektion, den Aufgabenschwerpunkten des Qualitätsmanagementteams (QM-Team) des Klinikums und der qualitätsbeauftragten Ärzte
der Kliniken (QMB).
„Der Wert einer Idee liegt in ihrer
Umsetzung“
Ganz im Sinne dieses Gedankens von
Thomas Edison unterstützt das Team
nicht nur die Projektarbeit im Klinikum,
sondern auch die Ideen-Umsetzung in
diversen Gremien und Arbeitsgruppen.
Lenkungsausschüsse, Zentraler Ausschuss Ideenmanagement, Transfusionskommission, Wund-AG, AG onkologische Pflege sowie AG Schmerzkonzept
und noch viele mehr gehören dazu. Die
Tätigkeit in vielen unterschiedlichen
Gruppen kann alle Seiten befruchten:
manchmal zündet eine Idee, die ursprünglich in einem ganz anderen Zusammenhang entstanden war.
Neben der Gremienarbeit werden im
PPQM die Verfahrens- und Dienstanweisungen erstellt und aktualisiert; auch
das QM-Handbuch des Klinikums wird
von den Mitarbeiterinnen gepflegt. Ein
anderer Schwerpunkt liegt im Arbeitsfeld
der KTQ®-Zertifizierung sowie der Internen Audits. Auch weitere Zertifizierungen
werden hier unterstützt, so z.B. Brustzentrum, Darmzentrum.
Die am 15.12.2013 abgeschlossene
Mitarbeiterbefragung ist ebenfalls hier
angesiedelt. Zu dem Spektrum der Befragungen gehören noch Einweiserbefragung, Dienstleisterbefragung, Patientenbefragung. Ideenmanagement und
Beschwerdemanagement liegen ebenfalls in der Hand des PPQM. Letzteres
stellen wir Ihnen in der Rubrik „Was ist
eigentlich...“ genauer vor.
Damit Sie wissen, wer im Team welche
Schwerpunkte bearbeitet und wie zu erreichen ist, finden Sie hier eine tabellarische Übersicht.
Schwerpunkte (u.a.)
Telefon
Angelika Bode
• Interne Audits, Ideenmanagement, QM-Handbuch
• QM-Team- , QMB- und
AG-Sitzungen 241 4052
Dr. rer. pol. Marion Bretag
(Geschäftsbereichsleitung)
Kathrin Eiseler
• Projekt-, Risikomanagement
• KTQ® u.a. Zertifizierungen
241 4008
• Beschwerdemanagement
241 4054
Jutta Schimm
Sarah Theen
• Projektmanagement/- controlling
• EvB+-Projekte
241 4019
• Befragungen
241 4053
Ansprechpartner in qualitätsrelevanten Fragen vor Ort/in anderen Bereichen:
Susanne Stern
Medizinisches QM
Ärztliche Direktion
Gabriele Zenker
Pflegedirektion
• Medizinisches Qualitäts-
management
• Klinisches Risikomanagement
• Interner Audits
• Pflegerische Dokumentation
• Elektronische Patientenakte
• Soarian – Schulung, PKMS,
AG Plan of Care
241 4028
241 4091
v.l.: Jutta Schimm, Kathrin Eiseler,
Susanne Stern (medizinisches QM),
Sarah Theen, Dr. Marion Bretag,
Gabriele Zenker (Pflegedirektion)
und Angelika Bode
QM – Team und QMB´s
Das QM-Team des Klinikums wurde
schon 2006 gegründet. Es ist berufsgruppen- und hierarchieübergreifend besetzt. Die vollständige Teilnehmerübersicht finden Sie im Intranet /Bereich QM/
QM im Klinikum. Das Team tagt einmal
im Monat. Die Leitung obliegt Dr. Marion
Bretag.
Das QM-Team der Poliklinik gründete
sich in 2009. Aus jeder Praxis der Poliklinik nimmt ein Vertreter an den monatlich
stattfindenden Sitzungen teil. Die Leitung
obliegt Angelika Latt.
Zu den Aufgaben der beiden QM-Teams
gehören: Informationsweitergabe zwischen
den Mitgliedern (d.h. auch zwischen den
Mitgliedern und PPQM), die Aktualisierung von Verfahrens- und Dienstanweisungen, die Diskussion aktueller Themen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Vor- und
Nachbereitung der KTQ®-Zertifizierung
sowie der Begleitung/Durchführung Interner Audits.
Die Qualitätsmanagementbeauftragten
(QMB) der Kliniken/Bereiche tagen quartalsweise und nehmen an QM-TeamSitzungen teil. Auch hier finden Sie eine
Liste der Beauftragten im Intranet. Ihre
Aufgabenschwerpunkte bestehen aus
der Wahrung der klinikinternen Qualitätsstandards (z.B. SOPs, Leitfäden) sowie
der entsprechenden Rahmenbedingungen. Sie sind Ansprechpartner für sämtliche QM-Fragen im eigenen Bereich und
unterstützen bei Audits und Zertifizierungen. Das Beschwerdemanagement wird
vor Ort von ihrer Seite aus ergänzt.
Koordiniert wird die Arbeit des QMTeams und QMBs durch den Geschäftsbereich PPQM.
Alle Neuigkeiten und noch vieles mehr
zum PPQM finden Sie im Intranet unter
/Bereiche/Qualitätsmanagement. td|ab
Medizin & Pflege
13
Einführungstage
und Pflichtfortbildungen
Neues Konzept startete am 1. Januar 2014
Aus der ersten Mitarbeiterbefragung, die im Klinikum Ernst von Bergmann durchgeführt wurde, sind eine
Reihe von Projektgruppen zu verschiedenen Themen hervorgegangen.
Eine dieser Gruppen beschäftigte sich
mit dem Thema Fort- und Weiterbildungen, um die Anregungen der Mitarbeiter
und deren Wünsche aufzunehmen und
weiterzuentwickeln. Die erweiterten Einführungstage für neue Mitarbeiter und
das Konzept der Pflichtfortbildungen sind
daraus hervorgegangen und starten ab
Januar 2014.
>> Die aktuelle MitarbeiterZufriedenheitsbefragung
erfolgte online über das
Intranet. Sie endete am 15.
Dezember. Mit der Auswertung kann im Frühjahr
2014 gerechnet werden. <<
Zwei Begrüßungstage für die Neuen
Die ersten beiden Arbeitstage eines neuen Klinikumsmitarbeiters sind zukünftig
reserviert für die sogenannten Einführungstage EvB. Damit wird das bisherige
Konzept der Einführungsveranstaltung
erweitert und vervollständigt.
Die Mitarbeiter werden durch die Klinikumsleitung begrüßt. Anschließend bekommen die „Neuen“ die wichtigsten
Informationen mit auf den Weg, um fit an
ihren Arbeitsplatz zu kommen. Die Einarbeitung auf Station oder ihrem sonstigen
Tätigkeitsfeld wird somit erleichtert.
KONTAKT
Ihre Ansprechpartner
in der Gesundheitsakademie
des Klinikums
Sandra Stark 241 4751
Kevin Faustmann
241 4752
Arztmobil in Fahrt ...
Zukunftspreis-Nominierung für
gesellschaftliches Engagement
Einige der Themen der Begrüßungstage sind:
• Vision und Ziele des Gesundheitsparks
und Organisationsstruktur
• Finanzierung: Woher kommt das Geld
im Klinikum? Von DRG`s und Co.
• Einweisung in Soarian und weitere relevante Programme
• Wichtige Dienstanweisungen
• Wo und wie erhalte ich wichtige Informationen? Wer sind meine Ansprechpartner?
• Unterweisungen in Arbeitssicherheit,
Brandschutz, Sponsoring, Umgang mit
Geschenken etc.
Pflichtfortbildungen als Kür
Das Klinikum Ernst von Bergmann beschreitet neue Wege: mit der Regelung
der Pflichtfortbildungen für seine Mitarbeiter wird aus der Pflicht eine Kür. Denn
es gibt keine gesetzliche Pflicht, Richtlinie oder ähnliches, die den Arbeitgeber
dazu drängt, derartiges anzubieten. Das
Klinikum investiert somit in die Qualität
seiner Mitarbeiter – und somit in die Qualität der Behandlung seiner Patienten.
Diese Pflichtfortbildungen sind für die
Mitarbeiter kostenfrei; der Besuch gilt als
Arbeitszeit.
Das Arztmobil in der Landeshauptstadt
Potsdam hat sich bewährt. Etwa 170 Menschen nutzten dieses medizinische Angebot
für Wohnungslose bisher.
Das Pilotprojekt der Landeshauptstadt Potsdam
und des Klinikums Ernst von Bergmann steht den
Betroffenen nun schon seit einem Jahr ohne besonderen bürokratischen Aufwand zur Verfügung.
Angefahren werden vom Arztmobil das Sozialzentrum der bbw-Akademie im Konsumhof in Babelsberg sowie das Obdachlosenheim im Lerchensteig. 16 Stunden pro Monat stehen die Ärzte des
Klinikums im Arztmobil bereit, um wohnungslosen
Menschen zu helfen. „Uns als Team liegt diese
Arbeit sehr am Herzen,“ so Dr. Horst Schütz und
Tim Karhausen. „Wir lernen dabei selbst viel über
die Menschen, die obdachlos sind, über die Ursachen und das Leben in der Obdachlosigkeit. Auch
erfahren wir in der Arbeit auf dem Arztmobil, wie
durch einen niedrigschwelligen Ansatz Menschen
erreicht und mit häufig einfachsten Mitteln und
Medizin aus zwei Koffern geholfen werden kann.“
Die enge Zusammenarbeit mit den StraßensozialarbeiterInnen von Creso und Wildwuchs, die im
Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam als Mittler zwischen den Betroffenen und dem ärztlichen
Angebot tätig werden, macht eine Behandlung
manchmal auch erst möglich.
Jeder Mitarbeiter erhält von seinem
Vorgesetzten einen Fortbildungspass, in
dem die besuchten Veranstaltungen und
Seminare per Datum und Unterschrift
dokumentiert werden. Die Themen und
Termine sind im Fortbildungsprogrammheft sowie im Intranet einsehbar.
Ihre Ansprechpartner zu diesem Thema
sind Sandra Stark und Kevin Faustmann.
Es ist ihnen ein Anliegen, an dieser Stelle
allen zu danken, die an der Organisation,
der inhaltlichen Gestaltung und insbesondere an der Durchführung beteiligt sind.
td
Das Team des Arztmobils der Notaufnahme wurde
aktuell für den Brandenburger Zukunftspreis CAI
2013 der Potsdamer IHK in der Kategorie Gesellschaftliches Engagement nominiert.
Wir gratulieren an dieser Stelle und danken
dem ganzen Team für seine Arbeit.
14
Kurz notiert
Gemeinsam
für die Kleinsten
Erhöhter Erkenntnisgewinn
Klinikum Westbrandenburg
startete zum 1. Januar 2014
Mit Wirkung zum 1. September
2013 nahm die Diagnostik Ernst von
Bergmann GmbH als 100%ige Tochter des Klinikums ihre Tätigkeit auf. In
ihr wurden das bisherige Zentrallabor
des Klinikums, das Labor der Poliklinik (Labor Stettnisch) und das Institut
für Pathologie des Klinikums zusammengeführt und deren Kompetenzen
gebündelt.
Was lange währt wird endlich gut!
Nachdem mit der Gründung der Klinikum Westbrandenburg GmbH Ende 2012
und der Zustimmung der StVV Potsdam und Brandenburg die Weichen für
ein zukunftsweisendes Konzept für die
Perinatal-, Kinder- und Jugendmedizin im
Land Brandenburg gestellt waren, fehlte
einzig die Aufnahme in den Landeskrankenhausplan.
Diese erfolgt nach einigen Verhandlungsrunden im Dezember 2013, so dass die neue
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an den
Standorten Potsdam und Brandenburg zum
1. Januar 2014 unter dem neuen Namen die
Krankenversorgung aufnehmen konnte.
Das Ziel der Klinikum Westbrandenburg
GmbH ist die vorausschauende Sicherung
der medizinischen Versorgungsstrukturen
für Früh- und Neugeborene sowie Kinder
und Jugendliche in Westbrandenburg insbesondere vor dem Hintergrund der erwarteten
demografischen Entwicklung in der Region.
Die neu gegründete Kinder- und Jugendklinik
an den Standorten Potsdam und Brandenburg mit stationären und ambulanten Angeboten wird langfristig zu einer stabilen Gesamtversorgung im pädiatrischen Bereich
Westbrandenburgs beitragen. Die beiden
Standorte in Potsdam mit 64 Betten in der
Kinder- und Jugendmedizin und in Brandenburg mit 45 Betten bleiben bestehen.
Die Leitung des Potsdamer Standortes obliegt Chefarzt Prof. Dr. med. Michael Radke.
KONTAKT
Geschäftsführer:
Gabriele Wolter I Steffen Grebner
Unsere Diagnostik Ernst von Bergmann GmbH
Hierdurch wurden klare Strukturen im
Konzern geschaffen. Die Diagnostik
Ernst von Bergmann bietet nunmehr die
gesamte In-Vitro-Diagnostik für das Klinikum und weitere Leistungsanbieter im
Gesundheitswesen an.
An vielen Krankenhäusern fand in den vergangenen Jahren eine Privatisierungswelle insbesondere der Labormedizin
statt. Das Klinikum Ernst von Bergmann
ist diesen Weg nicht mitgegangen.
Mit dem Kauf des ambulanten Labors
Stettnisch im Jahr 2009 durch die Poliklinik Ernst von Bergmann wurde die
Diagnostik im Hause noch gestärkt.
(siehe mittendrin # 1/11)
„Die Diagnostik bildet die Grundlage für
die weitere Therapie unserer Patienten“,
so Björn Teuteberg, Geschäftsführer der
Diagnostik Ernst von Bergmann. Deswegen war die Gründung als Tochtergesellschaft wichtig: so verbleibt die Leistung
weiterhin in der Hand des Klinikums.
Durch die Bündelung der medizinischen Kompetenzen erhöhen sich das
Angebot, die Qualität und die Verfügbarkeit von Diagnostikleistungen; auch
der fachliche Austausch innerhalb einer
einheitlichen Struktur wird intensiviert.
Über die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte können auch künftig Spe-
zialleistungen innerhalb der Diagnostik
Ernst von Bergmann angeboten werden,
die für den Klinikbetrieb benötigt werden. Zugleich können diese Leistungen
auch anderen medizinischen Einrichtungen angeboten werden, ohne weitere
Kapazitäten aufbauen zu müssen. Mit der
Gewinnung zusätzlicher externer Kunden werden die vorhandenen Geräte
besser ausgenutzt und erforderliche
Neu- und Ersatzinvestitionen können
schneller realisiert werden.
Aktuell gilt ein Überleitungsvertrag für die
Mitarbeiter. Verhandlungen mit verdi über
einen gemeinsamen Tarifvertrag laufen.
Eine Tarifeinigung ist von Seiten der Diagnostik EvB gewollt, um die Bedürfnisse
der neuen Gesellschaft abzubilden. Unabhängig von deren Ergebnissen wurde
vereinbart, dass für die übergeleiteten
Mitarbeiter unbefristete Besitzstandsregelungen bis zum Ruhestand gelten.
KONTAKT
Geschäftsführer:
Björn Teuteberg
Prof. Dr. med. Hubertus Wenisch
Medizinische Leiter:
Dr. med. Andreas Knaust
(Mikrobiologie und Hygiene)
Priv.-Doz. Dr. med. Lars Morawietz
(Pathologie)
Dr. med. Manfred Schulte
(Labormedizin)
Anstehende Projekte sind u.a. Vorarbeiten für die Umstellung auf ein gemeinsames EDV-System mit Umsetzung in
2014. Außerdem wird an weiteren Optimierungen für die Laborprozesse gearbeitet, z.B. an der Etablierung von Laborprofilen. Es bleibt also spannend!
td
Ärztliche Direktoren:
Dr. med. Hans Kössel
Prof. Dr. med. Michael Radke
Pflegedirektorinnen:
Marion Häusler I Heidrun Krüger (stv.)
Verwaltungsdirektorin:
Ingrid Manecke
Prokurist:
Hans-Wilhelm Geue
v. l.: B. Teuteberg, L. Morawietz, M. Schulte, A. Knaust, H. Wenisch
Was ist eigentlich
Um einen Einfluss auf die Patientenzufriedenheit üben zu können, müssen Ansprüche und Bedürfnisse der Patienten
bekannt sein. Daher erhält jeder Patient
auf der Station zur Entlassung sowohl
am Standort Potsdam als auch in Bad
Belzig einen Fragebogen: den sogenannten „Meinungsbogen“.
Die Meinungsbögen „Ihre Meinung ist
gefragt“ werden anschließend strukturiert ausgewertet und ggf. notwendige
859
1002
Besonders unter dem Aspekt des zunehmenden Wettbewerbs im Gesundheitswesen verstehen sich Kliniken als
Dienstleistungsbetrieb, für den die Zufriedenheit der Patienten einen zentralen
Ansatzpunkt darstellt. So sieht das auch
das Klinikum Ernst von Bergmann und
legt seit 2006 einen Fokus auf das strukturierte Beschwerdemanagement.
Anzahl der
Rückmeldungen
der Meinungsbögen
Ihre Ansprechpartnerin
Kathrin Eiseler
[email protected]
Tel: -4054
Raum L 104
Damit Sie Ihren Patienten gegenüber unser Beschwerdemanagement noch besser vertreten können, erläutern wir Ihnen
kurz den normalen Ablauf der Bearbeitung eingegangener Beschwerden:
1. Entgegennahme von schriftlichen und
mündlichen Beschwerden
2010
Das Zentrale Beschwerdemanagement des Klinikums ist ein wichtiger
Bereich des Projekt-, Prozess- und
Qualitätsmanagements und dient zur
Verwirklichung der Patientenorientierung.
1099
Beschwerdemanagement ?
2011
… das
Die Patientenbefragung und der professionelle Umgang mit Beschwerden, Anregungen und Hinweisen, aber auch Lob
und Anerkennung bieten die Möglichkeit,
zu erfahren, wie die Leistungen und Bemühungen unserer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von den Patienten und deren
Angehörigen aufgenommen werden. Darüber hinaus muss dafür Sorge getragen
werden, dass auch die Beschäftigten
über die Anforderungen der Patienten,
über die Rückmeldungen sowie den Umgang und die ggf. daraus resultierenden
Veränderungen informiert werden.
2012
Was ist eigentlich ...
Maßnahmen abgeleitet. Die Bereitstellung der Ergebnisse erfolgt an die Bereichsverantwortlichen.
Im Rahmen der Beschwerdebearbeitung
ist es uns – neben der Wahrung der Patienteninteressen – ein wichtiges Anliegen,
dass unsere Mitarbeiter vor ungerechtfertigten Anschuldigungen und möglichen Konsequenzen geschützt werden.
Auswertung der Meinungsbögen
2. Systematische Erfassung/Kategorisierung der eingegangenen Beschwerden
3. Eingangsbestätigung (sofern nicht anonym) an den Beschwerdeführer
4. Einleitung von Maßnahmen zur Recherche und Einholung von Stellungnahmen mit dem Ziel der Schaffung von
Klarheit über den Beschwerdeanlass und
ggf. dessen Beseitigung unter Einbezug
der betreffenden Station/Abteilung/Klinik.
5. Prüfung der Stellungnahmen und Vorbereitung der Antwort an den Beschwerdeführer, evtl. Organisation der Einladung
zu einem persönlichen Gespräch
6. Ggf. Ableitung von Maßnahmen zur
Verbesserun unter Einbezug der betreffenden Station/Abteilung/ Klinik
7. Berichterstellung/Auswertung
Kathrin Eiseler ist seit Anfang 2008 mit
der Umsetzung und Bearbeitung des Beschwerdemanagements betraut. Für sie
ist dabei die Kommunikation mit allen
Seiten das wichtigste Mittel zur Lösung
des Konfliktes. Nicht immer wird es zu einer einvernehmlichen Lösung kommen;
aber das Gefühl, gehört und in seiner
Meinung respektiert worden zu sein, soll
jeder „Beschwerdeführer“ mitnehmen
können. Nur so können wir unserem
Anspruch, die Patienten ganzheitlich zu
sehen, gerecht werden.
ke
15
16
Persönlich
8 Fragen an unsere neuen Chefärzte
Priv.-Doz. Dr. med. habil.
Annett Gauruder-Burmester
Dr. med Ansgar Book
Chefärztin, Interdisziplinäres
Beckenbodenzentrum
Potsdam & Bad Belzig (ab 1.2.2014)
Chefarzt, Klinik für Anästhesie und
Intensivmedizin
Bad Belzig
1
Wie alt sind Sie?
52 Jahre.
51 Jahre.
2
Familienstand, Kinder?
Verheiratet, 1 Kind.
Verheiratet, 2 Kinder (14 und 10 J.)
3
Welchen Berufsabschluss haben Sie?
Hebamme, Facharzt Gynäkologie/
Geburtshilfe, Zusatzbezeichnung
Proktologie/Sexualmedizin
Facharzt Anästhesie und Intensivmedizin, Fachkunde Rettungsdienst
4
Was motivierte Sie, ans Klinikum Ernst
von Bergmann Potsdam/an die Klinik Ernst
von Bergmann Bad Belzig zu kommen?
Das Klinikum ist ein lebendiges
Krankenhaus mitten in der Stadt
und bereit zur Kooperation in
vielen Bereichen.
Hauptgrund war die gemeinsame
Anstellung mit Priv.-Doz. Dr. med.
Popken, da wir über 10 Jahre eine
gute interdisziplinäre Zusammenarbeit aufgebaut haben.
Erneuerung der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie und Mithilfe bei der dazu notwendigen Neustrukturierung des Krankenhauses
Bad Belzig.
5
Wo haben Sie zuletzt gearbeitet?
Im Helios-Klinikum Berlin Buch |
Leitende Ärztin des Beckenbodenzentrums IBBZ
Am Klinikum Ernst von Bergmann
in Potsdam als Oberarzt der Klinik
für Anästhesie und Intensivtherapie.
6
Welcher Arbeitseinsatz, welche Erfahrung
hat Sie emotional am meisten bewegt?
Monatliche Einsätze in Irak –
Kurdistan in allen Fachbereichen.
Unser Medcare Projekt zum Aufbau einer HNO Klinik in Asmara,
Eritrea und die Ausbildung und Arbeit mit den Kollegen dort vor Ort.
7
Was begeistert Sie am allermeisten an
Ihrem Beruf?
Wenn die Patienten nach der
OP mit einem Blumenstrauß ins
Sprechzimmer kommen…
Die Arbeit mit den Menschen (im
Team und als Patienten) und Verantwortung übernehmen zu können.
8
Welches Buch steckt in Ihrer Tasche?
Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen?
Mesopotamien – Babylon
Der Himmel über Berlin
Sei dennoch unverzagt – Gespräche mit meinen Großeltern Christa
und Gerhard Wolf (Jana Simon)
Persönlich
17
Prof. Dr. med. Dipl.-Päd.
Michael von Aster
Priv.-Doz. Dr. med. Romana
Lenzen-Großimlinghaus
Priv.-Doz. Dr. med.
Lars Morawietz
Priv.-Doz. Dr. med.
Gralf Popken
Chefärztin, Klinik für Geriatrie
Potsdam & Bad Belzig
Chefarzt, Pathologie
Potsdam
Chefarzt, Klinik für Urologie
Potsdam
Chefarzt, Klinik für Kinder- und
Jugendpsychiatrie, Psychotherapie
und Psychosomatik I Potsdam
55 Jahre.
40 Jahre.
50 Jahre.
62 Jahre.
Verheiratet, 1 Sohn (17 Jahre).
Ledig, keine Kinder.
Verheiratet, 2 Kinder (16 und 17 J.)
Verheiratet, 2 Töchter (41 u. 27 J.)
Hochschulabschluss
(Abitur, Medizinstudium, Dr. med.,
Habilitation)
Arzt, Staatsexamen 2000, Facharzt für Pathologie 2007
Abitur, Medizinstudium, Dr. med.,
Habilitation
Sonderpädagoge, Facharzt für
Kinder- und Jugendpsychiatrie
und Psychotherapie, Habilitation
1998 Universität Zürich
Die Anfrage vom Geschäftsführer
Steffen Grebner, eine neue Abteilung für Geriatrie aufzubauen.
Das Klinikum Ernst von Bergmann bietet sämtliche medizinischen Fachdisziplinen und dementsprechend auch ein äußerst
spannendes, weitgefächertes Aufgabenfeld für die pathologische
Diagnostik. Außerdem hat mich
der kollegiale, offene und freundliche Umgang der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter überzeugt, der
schon bei meinem ersten Besuch
am Klinikum zu spüren war.
Das Haus, die Region, die Menschen, das Team.
Der Aufbau einer neuen Abteilung
für Kinder- und Jugendpsychiatrie
in einem fachlich exzellenten Umfeld mit enger Nachbarschaft zur
Erwachsenenpsychiatrie, Pädiatrie und Neurologie.
Im Dominikus-Krankenhaus BerlinHermsdorf
Am Katharinenhospital, dem zentralen Standort des städtischen
Klinikverbundes in Stuttgart.
Im Helios-Klinikum Berlin Buch |
Helios Konzern
Auch weiterhin:
Berlin | Westend
Die erste Erfahrung mit der Geriatrie: dass man älteren Patienten
nach einem Schlaganfall durch
gezielte rehabilitative Maßnahmen
noch ein gutes Leben ermöglichen
kann.
Am bewegendsten war leider eine
Obduktion, die ich vor etlichen
Jahren, noch als Assistenzarzt,
an einem jungen Patienten durchführen musste. Viel häufiger und
schöner sind allerdings die erhellenden Momente, wenn wir einen
rätselhaften Befund mithilfe von
Zusatzuntersuchungen schließlich
aufklären können, vor allem wenn
es sich um eine gutartige Erkrankung handelt.
Der Aufbau der Urologie in Berlin
Buch und die Leitung von 28 urologischen Kliniken des Konzerns;
aber auch die humanitären und
akademischen Einsätze im Bereich der Urologie in der Ukraine,
Irak und Nepal sowie an der KarlsUniversität in Prag.
Die tägliche Erfahrung, dass aus
Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit auch wieder Mut und Zuversicht wachsen kann.
Die Arbeit im multiprofessionellen
Team und damit ein reicher Austausch, sowie die Arbeit mit alten
Patienten, denen die Geriatrie zu
besserer Lebensqualität im Alter
verhelfen kann.
Die enge Zusammenarbeit mit
nahezu allen anderen klinischen
und diagnostischen Fachrichtungen vertieft das medizinische Verständnis und macht immer wieder
Spaß.
Die Arbeit im Team.
Die Vielfalt der fachlichen Perspektiven auf die kindliche Entwicklung.
Wie ein einziger Tag
(Nicholas Sparks)
Der Mann mit dem goldenen Arm
Der König aller Krankheiten:
Krebs – eine Biografie
(Siddhartha Mukherjee)
Das Rätsel der Sandbank
(Robert Erskine Childers)
Exit Marrakech
Warum es die Welt nicht gibt
(Markus Gabriel)
Der Medicus
DRK
Kliniken
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25
Persönlich
Herzliche Glückwünsche
an unsere Jubilare!
Hohe Ehrung für
Neurochirurgin
25-jährige Arbeitsjubiläen 2013
Sauerbruch-Preis für Priv.Doz. Dr. Susanne Kuhn
März Elke Schwabe
Klinik für Anästhesie, Intensivtherapie und
OP-Management
April Cornelia Hoffmann
Wäscheservice
Christiane Plöhn
Funktionsdiagnostik
Gabriele Salomon
Klinik für Anästhesie, Intensivtherapie und
OP-Management
Mai Andrea Thomschke
Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Juni Jürgen Regling
Betriebstechnik
Martina Sprenger
Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie,
Brachytherapie
Juli Carina Liese
Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie,
Brachytherapie
Inge Täger
Klinik für Anästhesie, Intensivtherapie und
OP-Management
August Bianka Geiß
Schreibservice
Michaela Kauder
Zentrallabor
September Sabine Brandenburger
Klinik Bad Belzig – Notfallambulanz
Grit Dexneit
Klinik Bad Belzig – Catering
Norbert Eick
Logistik- und Transportservice
Ira Glapski
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Frauke Heß
Klinik Bad Belzig – Chirurgie
Silvia Jeske
Zentrale Sterilgutversorgung
Privatdozentin Dr. Susanne Kuhn
wurde am 5. September 2013 von der
Berliner Chirurgischen Gesellschaft
mit dem renommierten FerdinandSauerbruch-Forschungspreis ausgezeichnet, der mit 5.000 € dotiert ist.
Geehrt wurde die Neurochirurgin des
Klinikums für Ihre Arbeit zu Gerinnungsveränderungen bei Tumorerkrankungen.
Dr. Susanne Kuhn ist die erste Preisträgerin aus dem Land Brandenburg und
erst die zweite Frau, die mit diesem Preis
ausgezeichnet wurde.
Sauerbruchpreis – Wissenschaftlicher
Preis der Gesellschaft
1991 wurde von der Berliner Chirurgischen Gesellschaft – Vereinigung der
Chirurgen Berlins und Brandenburgs zusammen mit einem von der Gesellschaft
unabhängigen Förderkreis Ferdinand
Sauerbruch e.V., dessen Gründungsvorsitzende die Witwe des Namensgebers war, der Ferdinand-SauerbruchForschungspreis gestiftet. Ziel ist die
Anerkennung und Förderung herausragender wissenschaftlicher Arbeiten jüngerer Chirurgen (Assistenten und Oberärzte). Er wird jährlich ausgeschrieben
und nach anonymer Begutachtung im
Rahmen der Jahrestagung der Berliner
Chirurgischen Gesellschaft – Vereinigung
der Chirurgen Berlins und Brandenburgs
verliehen.
Oberärztin Dr. Susanne Kuhn beschäftigt
sich in ihrer Arbeit mit Gerinnungsstörungen, die den klinischen Verlauf von
Hirntumorerkrankungen zusätzlich erschweren, wobei betroffene Patienten an
tiefen Beinvenenthrombosen oder Lungenembolien sogar frühzeitig versterben können. Dabei stellte sich heraus,
dass die Hirntumore zum einen selbst
Gerinnungsfaktoren produzieren und
zum anderen für eine generelle Aktivierung des Gerinnungssystems im Blut
verantwortlich sind. Es konnte gezeigt
werden, dass die Tumorzellen stärker
wachsen, wenn zu ihnen Gerinnungsfaktoren hinzu gegeben werden.
Es wurde weiterhin herausgefunden, dass
sich das Tumorwachstum mit Gerinnungshemmern deutlich verlangsamen
lässt. Diese Gerinnungshemmer werden
auch jetzt schon im klinischen Alltag zur
Thromboseprophylaxe eingesetzt und
stellen nun den Fokus der wissenschaftlichen Arbeit dar.
Es soll in Zukunft geprüft werden, ob eine
langfristige Gabe ohne zusätzliches Blutungsrisiko die Rate von Venenthrombosen und Lungenembolien mindert und ob
sich dadurch sogar das Tumorwachstum
beim Patienten verlangsamen ließe.
Einen herzlichen Glückwunsch an die
Preisträgerin!
Dr. Kieser in
Vorstand gewählt
Jeanette Kalkkuhl
Dialysezentrum
Kati Kißler
Klinik Bad Belzig – Chirurgie
Daniel Kißler
Klinik Bad Belzig – Chirurgie
Frank-Michael Koplin
Logistik- und Transportservice
Ina Lodwig
Klinik Bad Belzig – Sterilgutversorgung
Susanne Lüdeke-Winkelmann
Klinik für Hämatologie, Onkologie und
Palliativmedizin
Chefarzt Dr. Christian Kieser ist
in der Mitgliederversammlung im
November 2013 einstimmig in den Geschäftsführenden Ausschuss des Arbeitskreis der Chefärzte von Kliniken
für Psychiatrie und Psychotherapie an
Allgemeinkrankenhäusern (ACKPA)
gewählt worden.
Die ACKPA repräsentiert die ChefärzteInnen der Kliniken für Psychiatrie und
Psychotherapie an Allgemeinkrankenhäusern. Die ACKPA vertritt ihre Positionen in der Öffentlichkeit, gegenüber der
Politik und anderen relevanten Gruppen,
Gesellschaften und Verbänden.
Wir gratulieren Dr. Kieser dazu ganz
herzlich!
Persönlich
25
19
25-jährige Arbeitsjubiläen 2013
September Cornelia Major
Klinik für Anästhesie, Intensivtherapie
und OP-Management
Doris Meister
Klinik für nuklearmedizinische Diagnostik
und Therapie
Ulrike Panek
Klinik für Anästhesie, Intensivtherapie
und OP-Management
Klinikum wird für Engagement
in der Organspende geehrt
Frank Rothmann
Klinik für Hämatologie, Onkologie und
Palliativmedizin
v. l.: H. Wenisch, A. Hartwig-Tiedt, D. Pappert, D. Bösebeck
Anfang September wurden die Mitarbeiter des Klinikums für ihr Engagement
in der Organspende ausgezeichnet.
Im Rahmen einer Festveranstaltung
übergaben Dr. med. Detlef Bösebeck für
die Deutsche Stiftung Organtransplantation DSO sowie Almuth Hartwig-Tiedt
für das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes
Brandenburg eine Urkunde und eine
Skulptur als Zeichen der Anerkennung.
Die DSO ist seit Juli 2000 die beauftragte
Koordinierungsstelle für Organspende in
Deutschland.
Kriterien für die Vergabe des Preises
sind die Unterstützung des Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitungen, die Fortbildung des Klinikpersonals,
das Ausarbeiten von Richtlinien für den
Auszeichnung für
Team der Plastischen
Chirurgie
Anlässlich der 44. Jahrestagung
verlieh die Deutsche Gesellschaft der
Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen DGPRÄC im
September mehrere wissenschaftliche
Preise – auch an den Nachwuchs.
IMPRESSUM
Herzlichen Glückwunsch zu dieser
Auszeichnung!
So erhielten Assistenzarzt Mehran Dadras
und das Team der Klinik für Plastische,
Ästhetische und Rekonstruktive Mikrochirurgie/Handchirurgie den Vortragspreis
in Höhe von 1500 Euro für ihre Arbeit
„Sofortige Perineum- und Beckenbodenrekonstruktion mit VRAM-Lappen nach
abdominoperinealer Rektumresektion bei
Rektum- und Analkarzinom“.
Wir gratulieren ganz herzlich zu dieser
Ehrung!
Mitarbeiterzeitung der Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH
14. Ausgabe,
veröffentlicht im Januar 2014
Herausgeber
Klinikum Ernst von Bergmann
gemeinnützige GmbH
Charlottenstr. 72, 14467 Potsdam
Telefon: 0331/241-0
Telefax: 0331/241-4010
Chefredaktion & Projektleitung
Damaris Hunsmann & Theresa Decker
Autoren
Angelika Bode (ab)
Theresa Decker (td)
Kathrin Eiseler (ke)
Akutfall Organspende sowie die Umsetzung der Organspende als selbstverständlichen Teil des medizinischen Versorgungsauftrags.
„Wir sind stolz auf diese Auszeichnung
und werden die Organspende auch weiterhin als selbstverständlichen Bestandteil unseres Aufgabenspektrums annehmen“, erklärte Prof. Dr. med. Hubertus
Wenisch. Priv.-Doz. Dr. med. Dirk Pappert,
Chefarzt und Transplantationsbeauftragter ergänzte: „Alle beteiligten Kolleginnen
und Kollegen setzen sich mit tiefgehendem Mitempfinden sowohl für die Angehörigen des Spenders als auch für
die unbekannten Empfänger mit großer
medizinischer Kompetenz für die Organspende ein.“
Kristina Scholz
Klinik für Anästhesie, Intensivtherapie
und OP-Management
Bianca Schultz
Cateringgesellschaft
Elvira Wägner
Klinik Bad Belzig – Intensivstation
Henriette Wieland-Knie
Klinik Bad Belzig – Pflegedirektion
Oktober Steffi Franke
Klinik Bad Belzig – Chirurgie
Gundel Garzke
Klinik für Pathologie
Loretta Heß
Klinik Bad Belzig – Catering
Ramona Tschiersch
Klinik Bad Belzig – Gynäkologie
November Rochus Schütz
Klinik für Radioonkologie und
Strahlentherapie, Brachytherapie
40
40-jährige Arbeitsjubiläen 2013
März Gisela Lemke
Stationäre Physiotherapie
April Marion Heiland
Zentrale OP-Abteilung
August Sabine Roddewig
EDV
Kriemhild Ruppin
Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie
Gabriele Schober
Apotheke
September Gerline Bankmann
Klinik Bad Belzig – Notfallambulanz
Fotos
Klinikum Ernst von Bergmann
Christian Heymann
Georg Lopata
Holger Vonderlind
Prof. Dr. med. Hubertus Wenisch
Ruth Döscher
Gestaltung und Layout
Katja Jaeger, Berlin
Klinik für Urologie
Druck
flyeralarm GmbH Würzburg
Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie
Auflage
3.000 Stück
Funktionsdiagnostik
Alle Rechte vorbehalten. Die Redaktion behält
sich vor, eingereichte Texte stilistisch zu überarbeiten und zu kürzen.
Klinik für Gastroenterologie und Infektiologie
Marina Krug
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Angelika Meer
Sabine Rhinow
Birgit Schubert
Medizinische Qualität im Fokus
Chefärzte in der Ärzteliste ausgezeichnet
Priv.-Doz. Dr. med. Anja Liekfeld, Prof.
Dr. med. Georg Maschmeyer und Prof.
Dr. med. Michael Radke sind als TopMediziner der aktuellen „Focus“-Ärzteliste ausgezeichnet worden.
Der „Focus“ ermittelt alljährlich mit Hilfe
von Ärzten, Patienten, Internet-Foren und
bisher dargelegten Ergebnissen aus vorherigen Studien die bundesweiten Spezialisten und stellt sie in einer Liste zusammen. So befragt das Nachrichtenmagazin
u. a. schriftlich und telefonisch Mediziner,
welchen Arzt sie aus ihrem Fachbereich für
besonders versiert halten.
Die Ärzteliste hat sich inzwischen zu einem
gefragten Orientierungsmedium für Patienten entwickelt, die auf der
Suche nach ausgewiesenen Experten sind.
top
M ediz
Herzlichen
Glückwunsch!
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