geschäftsbericht 2005 - DG-Hyp

Transcription

geschäftsbericht 2005 - DG-Hyp
DG HYP Geschäftsbericht 2005
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
GESCHÄFTSBERICHT 2005
ÜBERBLICK
Geschäftsentwicklung
2005
2004
2003
2002
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
16 157
15 363
11 704
8 206
inkl. Kreditverlängerungen
4 177
3 334
3 817
3 167
– Portfolioinvestments
1 767
965
932
780
10 213
11 064
6 955
4 259
13 228
13 085
9 881
6 527
Geschäftsabschlüsse
– Immobilienkredite
– Staatsfinanzierungen*
inkl. Kreditverlängerungen
Pfandbriefabsatz und andere
Refinanzierungsmittel
Bilanz
2005
2004
2003
2002
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Bilanzsumme
79 140
73 813
69 097
67 781
Immobilienkredite
24 790
24 809
24 779
25 163
MBS
3 396
2 216
1 865
1 530
41 833
39 379
37 584
37 791
Schuldverschreibungen
66 789
60 477
55 071
57 305
Haftendes Eigenkapital
2 197
1 977
1 953
1 854
Staatsfinanzierungen
Pfandbriefe und sonstige
Gewinn- und Verlustrechnung
2005
2004
2003
2002
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Rohergebnis
290
334
295
325
Verwaltungsaufwand
178
180
186
186
Risikovorsorge/Bewertungen
– 56
– 72
– 91
– 57
51
79
16
81
–
18
18
30
Betriebsergebnis
Gewinnabführung
Mitarbeiter
im Jahresdurchschnitt
2005
2004
2003
2002
Anzahl
Anzahl
Anzahl
Anzahl
582
581
593
575
22
21
18
20
(umgerechnet auf Vollzeit)
Auszubildende
* beinhaltet das originäre Kommunalkreditgeschäft sowie die
kommunaldeckungsfähigen Wertpapiere und Schuldscheindarlehen
INHALT
Grußwort des Vorstands
Themenbeitrag
2
Kredit- und Kapitalmärkte wachsen zusammen
4
Die DG HYP – ein Unternehmen der DZ BANK Gruppe
10
Lagebericht
Wirtschaftliches Umfeld und strategische Entwicklung
12
Private Immobilienfinanzierung
15
Gewerbliche Immobilienfinanzierung
17
Credit Treasury
20
Staatsfinanzierung
23
Refinanzierung
24
Wesentliche strategische Beteiligungen
26
Vermögens- und Ertragslage
27
Risikobericht
30
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
38
Ausblick
40
Bilanz
43
Gewinn- und Verlustrechnung
49
Anhang
55
Jahresabschluss
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
80
Bericht des Aufsichtsrats
81
Gremien und Personen
Aufsichtsrat
82
Vorstand, Bereichsleiter
83
Treuhänder, Fachbeirat
84
Anschriften
86
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
1
Sehr geehrte Geschäftsfreunde,
das Jahr 2005 war für die Immobilienbanken einmal mehr durch den fortschreitenden Konsolidierungsprozess der Branche und einen intensiven Wettbewerb der Banken in der Immobilienfinanzierung geprägt. Mit der Einführung des neuen Pfandbriefgesetzes hat der Gesetzgeber einen zusätzlichen – aus unserer Sicht positiven – Impuls für den Strukturwandel gesetzt. Das Gesetz stärkt den
deutschen Pfandbrief als Qualitätsprodukt für die Refinanzierung von Immobilien- und Staatsfinanzierungen am Kapitalmarkt. Aus dem Fortfall der Restriktionen des Spezialbankprinzips ergeben
sich zudem neue Spielräume, die den ehemaligen Hypothekenbanken für die Weiterentwicklung
ihres Geschäfts mehr Flexibilität bieten.
Für die DG HYP war es im Geschäftsjahr 2005 ein wesentliches Ziel, die Marktposition der Bank in
der Immobilienfinanzierung und im Kommunalkreditgeschäft weiter zu stärken. Angesichts des unverändert schwierigen Marktumfelds in der Immobilienfinanzierung ist es deshalb ein sehr erfreuliches Ergebnis, dass wir das Neu- und Verlängerungsgeschäft bei Privatkunden mit einem Plus von
40,2 Prozent und im Gewerbekundengeschäft mit einem Zuwachs von 14,4 Prozent gegenüber
dem Vorjahr deutlich verbessern konnten. Im Kommunalkreditgeschäft haben wir das Neu- und
Verlängerungsgeschäft angesichts des anhaltend hohen Finanzierungsbedarfs der öffentlichen
Haushalte um 54,4 Prozent gesteigert.
Die starke Verankerung der DG HYP im genossenschaftlichen FinanzVerbund mit der flächendeckenden Präsenz der rund 1.300 Volksbanken und Raiffeisenbanken und über 30 Millionen Kunden in Deutschland stellt unverändert die wesentliche Basis unseres Geschäftserfolgs dar. Dies gilt
für das Retail-, Gewerbe- und Kommunalkreditgeschäft, das über die Partner im FinanzVerbund an
2
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
die DG HYP vermittelt wird. Wir sehen darin einen entscheidenden Erfolgsfaktor im Wettbewerb,
der uns ein attraktives Geschäftspotenzial bietet.
Wir haben die DG HYP in den vergangenen Jahren als eine moderne Immobilienbank aufgestellt.
Heute nutzen wir neben der Emission von Pfandbriefen u. a. auch MBS-Transaktionen und Portfoliotransfers, um kapitalmarktorientiert neue Investorenkreise zu gewinnen, Wachstumspotenzial für
das Kreditgeschäft zu erschließen und das eigene Kreditportfolio zu optimieren. Darüber hinaus
setzen wir unser Kapitalmarkt- und Immobilien-Know-how verstärkt für Beratungsdienstleistungen
rund um das Immobilien- und Portfoliomanagement für Dritte ein. Wir positionieren die DG HYP
damit auch als Intermediär in der strukturierten Immobilienfinanzierung. Dies stellt aus unserer
Sicht eine weitere wesentliche Voraussetzung dar, um als moderne Immobilienbank einen Wettbewerbsvorteil für den FinanzVerbund im Geschäft mit Immobilieninvestoren und Kommunen zu
erzielen.
Wir werden unsere Aktivitäten deshalb auch in Zukunft verstärkt darauf ausrichten, mit innovativen
Produkten, marktgerechten Preisen und hoher Servicequalität attraktive Leistungen für die Verbundpartner, die Immobilienwirtschaft und die öffentliche Hand anzubieten. Damit sehen wir uns
auf einem guten Weg, um als moderne Immobilienbank auch zukünftig eine aktive, gestaltende
Rolle zu spielen.
Der Vorstand der DG HYP, Hamburg, im April 2006
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
3
KREDIT- UND KAPITALMÄRKTE WACHSEN ZUSAMMEN
Immobilienbanken als Financier, Intermediär und Berater
zwischen Kapitalmarkt und Immobilienwirtschaft
Die Immobilienfinanzierung in Deutschland befindet
sich seit einigen Jahren in einem grundlegenden Wandlungsprozess. Strukturveränderungen der Immobilienmärkte, ein intensiver Bankenwettbewerb und nicht zuletzt
veränderte regulatorische Rahmenbedingungen durch
Basel II stellen neue Anforderungen an das Immobilienkreditmanagement der Banken. Vor diesem Hintergrund
hat sich der kapitalmarktorientierte Transfer von Kreditrisiken und -portfolios inzwischen als ein wesentliches
Element des Portfoliomanagements von Immobilienbanken
etabliert.
Unverändert ist Deutschland der größte Immobilienstandort in Europa. Die Immobilienwirtschaft ist in Deutschland nach wie vor eine wesentliche Schlüsselindustrie für
wirtschaftliches Wachstum, Einkommen und Arbeitsplätze.
Als neue Entwicklung ist zu beobachten, dass Unternehmen und öffentliche Haushalte in zunehmendem Maße
erhebliches Immobilienkapital freisetzen bzw.Immobilienportfolios umstrukturieren, um ihre Kosten zu reduzieren.
Auf der Nachfrageseite engagieren sich zurzeit vor allem
amerikanische und angelsächsische Investoren, die das
Potenzial des deutschen Immobilienmarktes erkannt
haben. Die bislang übliche Anlagestrategie des langfristigen Haltens von Immobilieninvestments tritt dabei zunehmend in den Hintergrund. Die Immobilie entwickelt sich zu
einer mobilen Assetklasse, die ein aktives Immobilienportfoliomanagement und individuell strukturierte Finanzierungslösungen erfordert.
Für die auf die Immobilien- und Staatsfinanzierung
spezialisierten Banken bieten die veränderten Rahmenbedingungen die Chance, mit innovativen Finanzdienstleistungen neue Lösungen für die Immobilienwirtschaft in
Deutschland zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat
sich die DG HYP bereits in den vergangenen Jahren strategisch neu ausgerichtet und als moderne Immobilienbank aufgestellt. Das neue Pfandbriefgesetz, das seit Mitte
2005 in Kraft getreten ist, ist dabei ein zusätzlicher Katalysator, der Spielräume für einen gezielten Ausbau des
Leistungsspektrums der ehemaligen Hypothekenbanken
eröffnet.
Die wesentliche Aufgabe des modernen Immobilienbankings besteht darin, als Financier, Intermediär und Berater
möglichst vielfältige Finanzierungsquellen zu erschließen,
um das große Potenzial, das der deutsche Immobilienmarkt
bietet, für die Immobilienwirtschaft und Immobilieninvestoren zu attraktiven Konditionen nutzbar zu machen.
4
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Immobilienkreditportfolios aktiv managen –
vom „Buy-and-Hold“ zum „Buy-and-Sell“
Die Risikostruktur der Immobilienfinanzierung in
Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Waren die Immobilienmärkte bis Mitte
der 90er-Jahre noch durch ein relativ kontinuierliches
Wachstum in Bezug auf das Neubauvolumen und Immobilienpreise gekennzeichnet, so hat sich diese Situation
bedingt durch die demografische Entwicklung und eine
zunehmende Differenzierung des Standorts Deutschland in
wirtschaftlich prosperierende und strukturschwache Regionen nachhaltig verändert. Diese Entwicklung wurde in den
zurückliegenden Jahren durch einen starken Anstieg der
Insolvenzen bei den privaten Haushalten und Unternehmen begleitet. Seither ist eine grundlegende Konsolidierung der Märkte zu beobachten.
Hinzu kommt, dass mit der Einführung von Basel II ab
2007 neue Anforderungen an die Eigenkapitalunterlegung
von Kreditrisikoaktiva der Banken gestellt werden. Dies
beinhaltet vor allem eine stärker am individuellen Ausfallrisiko orientierte Gewichtung der Risikoaktiva und stellt
damit neue Anforderungen an das aktive Risikomanagement sowie die Eigenkapitalsteuerung der Banken.
Vor diesem Hintergrund hat die DG HYP, wie auch
andere Banken, das Management ihrer Immobilienfinanzierungen zunehmend von einer reinen „Buy-and-Hold“-Strategie auf einen „Buy-and-Sell“-Ansatz umgestellt. Das
heißt, Kredite werden nicht mehr bis zur Endfälligkeit auf
dem eigenen Buch gehalten, sondern über Verbriefungen
oder Portfolioverkäufe an Dritte ausplatziert. Das wesentliche Ziel ist hierbei, das Rendite/Risiko-Profil des Kreditportfolios und damit die erforderliche Eigenkapitalunterlegung
der Risikoaktiva über eine gezielte Diversifikation durch den
An- und Verkauf von Kreditrisiken zu optimieren.
MBS als Brücke zwischen Kredit- und Kapitalmarkt –
dynamisches Wachstum der Verbriefungsmärkte
Über die Verbriefung von Immobilienkreditportfolios in
Form von Residential Mortgage Backed Securities (RMBS)
und Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS) werden Immobilienfinanzierungen zu kapitalmarktfähigen
Investmentprodukten transferiert. Banken, die auf diesem
Weg Kreditrisiken ausplatzieren, entlasten ihr Eigenkapital
und schaffen damit neuen Spielraum für Wachstum im
Kreditgeschäft. Die Verbriefung ist damit ein wesentliches
Vehikel, um Investitionskapital für die Immobilienwirtschaft
am Kapitalmarkt zu mobilisieren.
Geschäftsbericht 2005
Der europäische Markt für Kreditverbriefungen zeigt
bereits seit einigen Jahren ein dynamisches Wachstum und
bietet damit günstige Rahmenbedingungen für einen Ausbau des Portfoliomanagements der Banken. Die Assetklassen der Immobilienkredite repräsentieren dabei einen
wesentlichen Anteil des Marktes. Der kapitalmarktorientierte Risiko- und Portfoliotransfer hat sich inzwischen
sowohl auf Seiten der ausplatzierenden Banken als auch
auf Seiten der Kapitalmarktinvestoren zu einem festen
Bestandteil des Immobilienkreditgeschäfts in Europa entwickelt.
Innovation durch Multiseller-Transaktionen –
Verbriefungsplattform für den FinanzVerbund
Die DG HYP hat die sich in diesem Umfeld bietenden
Marktchancen bereits frühzeitig genutzt. Nach einer ersten
RMBS-Pilottransaktion im Jahr 2000 mit einem Volumen
von 1 Mrd. € unter dem Namen „Bauhaus Securities“
wurde in Zusammenarbeit mit der DZ BANK und der KfW
Bankengruppe ein innovatives Format für MultisellerRMBS-Transaktionen entwickelt. Dabei werden Immobilienkreditportfolios der DG HYP mit Portfolios von Volksbanken und Raiffeisenbanken gebündelt und gemeinsam
synthetisch verbrieft.
Im Rahmen von insgesamt drei „PROVIDE-VR“-Transaktionen wurde in dieser Form ein Volumen an privaten
Immobilienkrediten in Höhe von insgesamt 1,5 Mrd. € verbrieft. Im Geschäftsjahr 2005 wurde darüber hinaus mit
der „PROSCORE-VR 2005-1“ eine innovative MultisellerCMBS-Transaktion umgesetzt, die auch auf Grund ihrer
Kleinteiligkeit und geografischen Streuung ein Novum am
deutschen Verbriefungsmarkt darstellt.
Insgesamt hat die DG HYP inzwischen ein Kreditvolumen von 3,3 Mrd. € verbrieft und so Kreditrisiken an
den Kapitalmarkt transferiert. Damit wird auch den Primärbanken des genossenschaftlichen FinanzVerbunds ein
Zugang zum Kapitalmarkt verschafft, der ihnen als Einzelinstitut nicht zur Verfügung steht. Gleichzeitig investiert
die DG HYP auch selbst über den internationalen Kapitalmarkt und in Form individuell strukturierter Transaktionen
in Immobilienkreditportfolios, um damit das eigene
Kreditportfolio zu optimieren.
Effizientes Datenmanagement als Erfolgsfaktor
für Verbriefungstransaktionen
Bei der Umsetzung von Verbriefungstransaktionen ist
der Aufwand für die Strukturierung nur die Spitze des Eis-
ERSTE CMBS DES GENOSSENSCHAFTLICHEN FINANZVERBUNDS
MIT KLEINTEILIGEN GEWERBEKREDITEN
Gröflenkl assen in Tsd. €
< = 100
100 - 500
500 - 1.000
1.000 - 1.500
1.500 - 2.000
> 2.000
Anteil in %
6,3
46,7
24,8
11,4
7,1
3,7
GESAMT
500-1.000*
100,0
Volksbanken/Raiffeisenbanken**
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
Volumen Pool-Cut
in Mio. €
in %
45
6,2
690
93,8
GESAMT
** Volksbank Weinheim eG
Volksbank Wetzlar-Weilburg eG
Bremische Volksbank eG
100-500*
735
100,0
1.000-1.500*
Vereinigte Volksbank AG
Raiffeisenbank Oberschleißheim eG
Vereinigte Volksbank
Griesheim-Weiterstadt eG
<= 100*
1.500-2.000*
> 2.000*
Die Grafiken sind nicht Bestandteil des Lageberichts.
*Angaben in Tsd. €
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
5
bergs. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor liegt unterhalb der
Oberfläche – das effiziente Datenmanagement. Hier wird
die Grundlage für die Strukturierung der Kreditrisiken mit
Blick auf die Tranchierung, das Rating, das Pricing sowie
das laufende Reporting der Transaktion gegenüber den
Ratingagenturen und den Investoren geschaffen. Bereits
bei der erstmaligen Bearbeitung des Einzelkredits und im
laufenden Kreditprocessing muss sichergestellt sein, dass
alle Daten in den Systemen der Bank verfügbar sind, die die
Verbriefungsfähigkeit des Kredits gewährleisten. Um eine
Transaktion mit einem attraktiven Pricing in einem möglichst zügigen Prozess umsetzen zu können, müssen diese
Daten mit geeigneten Systemen aufbereitet werden. Vor
allem bei kleinteiligen Verbriefungen stellt dies angesichts
der Vielzahl von Einzelkrediten eine besondere Herausforderung dar.
Mit der Software „TXSuite“ (TXS) wurde hierfür von
der TXS financial products GmbH, an der die DG HYP
gemeinsam mit dem IT-Dienstleister agens GmbH & Co.
KGaA beteiligt ist, eine innovative Softwarelösung entwickelt. TXS bietet von der Datenbankführung über die
Portfoliomodellierung (Poolselektion, Cash-Flow-Analysen,
Tranchierung, Pricing etc.), die Dokumentation, Valutierung und Verbuchung bis hin zum laufenden Reporting alle
wesentlichen Funktionen für ein integriertes Management
komplexer Verbriefungstransaktionen verschiedenster
Assetklassen.
TXS wurde bei der DG HYP erstmalig im Rahmen der
PROSCORE-VR 2005-1 eingesetzt und bedeutet nicht nur
für die Weiterentwicklung des aktiven Portfoliomanagements der Bank einen wesentlichen Fortschritt. Vor allem
bietet diese Plattform einen standardisierten Zugang für
Verbriefungen, der es insbesondere kleineren Emittenten
erleichtert, sich an Multiseller-Transaktionen zu beteiligen.
Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, dieses
Geschäft weiter auszubauen.
NPL-Transfers als Wachstumssegment
Nach den Wertberichtigungen, die im Zuge der zuletzt
schwachen Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der
Immobilienmärkte in Deutschland im gesamten Bankensektor erforderlich waren, gewinnt neben der Verbriefung
„gesunder“ Kredite auch der Verkauf von notleidenden
Krediten – Non Performing Loans (NPL) – zunehmend an
PROCESSING FÜR DAS VERBRIEFUNGSMANAGEMENT
Datenversorgung
Eigenbestand
Portfoliomodellierung
Closing
Post Closing
Poolselektion
Dokumentation
Poolpflege
Cash Flows
Valutierung
Bestandsauffüllung
Simulation
Verbuchung
Verlustzuweisung
Tranchierung
Cash Flows
Cash Flows
Fremdbestand
TXS
Database
Pricing
Eligibility Criteria
Plausibilisierung
Enhancement
Konsolidierung
6
Wirtschaftlichkeit
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Reporting
Bedeutung. Geht man davon aus, dass sich der Anteil der
NPL am gesamten Kreditbestand der deutschen Banken
auf 5 bis 8 Prozent beläuft, so ergibt sich ein NPL-Gesamtvolumen im deutschen Markt von schätzungsweise 200 bis
300 Mrd. €. Davon dürften mindestens 70 bis 80 Mrd. €
auf immobilienbesicherte Kredite entfallen.
Für die Banken ist der Verkauf von NPL nicht nur mit
Blick auf die Risikostruktur des Kreditportfolios interessant,
sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Effizienzsteigerung im Problemkreditmanagement. Auf der Nachfrageseite haben vor allem internationale Investoren den deutschen Markt für notleidende Immobilienkredite als eine
interessante Investmentchance entdeckt. Vor diesem
Hintergrund verzeichnet der NPL-Markt in Deutschland
derzeit ein spürbares Wachstum und hat mit einem Transaktionsvolumen von 20 Mrd. € im Jahr 2005 einen vorläufigen Spitzenwert erreicht.
Die DG HYP nutzt ihre Erfahrungen in der Immobilienfinanzierung sowie im aktiven Risikomanagement von
Immobilienkreditportfolios und engagiert sich sowohl als
Verkäufer als auch als Dienstleister in diesem attraktiven
Wachstumsmarkt. In diesem Zusammenhang hat die
DG HYP im Geschäftsjahr 2005 den Verkauf eines Forderungsportfolios der DZ BANK als Arrangeur begleitet und
überdies ein eigenes NPL-Portfolio erfolgreich am Markt
platziert.
Darüber hinaus hat die DG HYP Anfang 2005 die
IMMOFORI Gesellschaft für Immobilien Forderungsinkasso
mbH als 100-prozentige Tochtergesellschaft an den Start
gebracht. Bereits innerhalb kurzer Zeit hat sich die
IMMOFORI als Berater und Servicer für das Management
von NPL-Portfolios erfolgreich positioniert.
des teilnehmenden Einzelinstituts zusammenzustellen und
mit individuellen Strukturierungen am Markt weiterzuplatzieren. Damit lassen sich sowohl für die ausplatzierenden
Banken – insbesondere die Primärinstitute des genossenschaftlichen FinanzVerbunds und andere Banken, denen
ein direkter Kapitalmarktzugang fehlt – als auch für die
Investoren spezielle Lösungen kreieren, die für alle Beteiligten einen Mehrwert schaffen. Die DG HYP wird diese Möglichkeiten zukünftig verstärkt nutzen, um das Portfoliomanagement für die Bank und als Dienstleister für Dritte
kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Mobilisierung von Immobilienportfolios
Die Herausforderung auf Seiten der Banken, ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite und Risiko im Kreditportfoliomanagement herzustellen, stellt sich in vergleichbarer
Form auf Unternehmensseite in Bezug auf das renditebzw. kostenorientierte Management ihrer Immobilienbestände. Unter diesem Gesichtspunkt stellen öffentliche
Haushalte und Unternehmen ihr Immobilienvermögen verstärkt auf den Prüfstand. Dies erfordert – ähnlich wie bei
der Strukturierung von Kreditportfoliotransaktionen –
komplexe Cash-Flow- und Risikoanalysen der Immobilien
bzw. der Immobilienportfolios.
Sowohl die öffentliche Hand als auch private Unternehmen haben zuletzt in erheblichem Umfang Wohnungsbestände vornehmlich an internationale Investoren verkauft.
Allein 2004 wechselten rund 300.000 Wohneinheiten im
Rahmen von Portfolioverkäufen den Besitzer. 2005 hat sich
das Volumen an Portfoliotransaktionen sogar auf über
400.000 Wohneinheiten ausgeweitet. Für die kommenden
Jahre werden weitere Transaktionen von ca. 1 Mio. Wohneinheiten in einem Wert von rund 60 Mrd. € erwartet.
Neue Möglichkeiten des aktiven Portfoliomanagements durch das Pfandbriefgesetz
Mit der Einführung des neuen Pfandbriefgesetzes ergeben sich seit Mitte 2005 für die ehemaligen Hypothekenbanken neue Möglichkeiten des aktiven Portfoliomanagements. Insbesondere das Eingehen von Sicherungspositionen für Kreditportfolios mittels Derivaten war unter dem
bisherigen Hypothekenbankgesetz nicht möglich. Multiseller-Transaktionen der DG HYP erforderten deshalb spezielle Konstruktionen der synthetischen Verbriefung, die nur
begrenzte Flexibilität boten.
Während bei den öffentlichen Haushalten die Privatisierung von Wohnungsbeständen in erster Linie durch die
schwierige Haushaltslage getrieben ist, geht es den meist
kapitalmarktorientierten Unternehmen vor allem darum,
die Renditeanforderungen des Kapitalmarktes zu erfüllen.
Renditeziele von 12 bis 15 Prozent lassen sich mit den Altbeständen an Wohnimmobilien in der Regel nicht erzielen,
und da das Immobilienmanagement nicht zum Kerngeschäft der Industrie- und Dienstleistungsunternehmen
gehört, können spezialisierte Immobilieninvestoren oftmals
ein effizienteres Portfolio- und Immobilienmanagement
darstellen.
Mit dem Fortfall der Restriktionen des HBG eröffnen
sich neue Spielräume, Multiseller-Portfolios individueller
und unabhängiger vom zeitlichen Ausplatzierungsbedarf
Der Transfer von Immobilienportfolios hat mit dieser
Entwicklung eine erhebliche Dynamik gewonnen. Vor diesem Hintergrund wird zurzeit auch in Deutschland die Ein-
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
7
führung von Real Estate Investment Trusts (REITs) diskutiert.
Hierbei handelt es sich um eine besondere Gestaltungsform der börsennotierten Immobiliengesellschaft, die international etabliert ist und Investoren interessante Investmentalternativen bietet. Die Einführung von REIT könnte
somit zusätzliches Potenzial für eine verstärkte Mobilisierung von Immobilien bieten.
Die DG HYP hat sich hier vor allem als Dienstleister und
Arrangeur von Immobilienportfoliotransaktionen aufgestellt. Als Dienstleister für die potenziellen Verkäufer
strukturieren, analysieren und arrangieren wir das gesamte
Immobilienportfolio des Unternehmens. Im Detail umfassen die Aufgaben das Herstellen der Datentransparenz, das
Datenmanagement und die Bewertung. Beim anschließenden Transfer des nicht betriebsnotwendigen Teils des
Immobilienbestands übernimmt die DG HYP die aktive
Begleitung in den Vertragsverhandlungen mit potenziellen
Käufern des Immobilienportfolios. Für den im Unternehmen verbleibenden Teil wird bei Bedarf ein Umfinanzie-
rungskonzept erarbeitet. Für Investoren in Immobilienportfolios bieten wir Lösungskonzepte für die Strukturierung
und Darstellung der Finanzierung.
Strukturierte Finanzierungen für
Immobilieninvestoren
Die klassische Immobilienfinanzierung mit grundpfandrechtlicher Besicherung und standardisierter Eigenkapitalausstattung stößt bei großvolumigen, gewerblichen Immobilienfinanzierungen und mehr noch beim Transfer von
Immobilienportfolios an Grenzen. Transaktionen dieser Art
erfordern vielmehr die Kombination verschiedener Finanzierungsprodukte auf Basis der speziellen Ertrags- und Risikostruktur des Immobilieninvestments. Hierbei gewinnen
kapitalmarktorientierte Finanzierungslösungen verstärkt an
Bedeutung – von der Syndizierung großvolumiger Kredite
zur Verteilung des Risikos bis hin zu InvestmentbankingProdukten, wie z. B. Mezzaninefinanzierungen und verschiedensten Lösungen für Equity-Investoren.
REAL ESTATE STRUCTURED FINANCE IN DER DG HYP – NEUE FLEXIBILITÄT
ZUR MOBILISIERUNG VON IMMOBILIENKAPITAL
PPP
Industrie
REITs
Real Estate
Structured
Finance
Portfolioanalyse / -transfer
Mezzanine & Equity
Investoren/
Kapitalmarkt
Leasing
Kommunale
Kunden
NPL
8
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Mit ihren Kapitalmarkterfahrungen und dem immobilienwirtschaftlichen Know-how ist die DG HYP in der Lage,
Immobilieninvestoren, Unternehmen und der öffentlichen
Hand ein umfassendes Dienstleistungsspektrum bei der
strukturierten Finanzierung zur Verfügung zu stellen.
Public Private Partnership als Lösung für die
öffentliche Hand
Ein Beispiel für die Verbindung verschiedener Finanzierungsinstrumente im Rahmen komplexer Immobilientransaktionen stellt die Strukturierung von Public Private Partnership-Modellen (PPP) dar. Hierbei handelt es sich um eine
vertraglich geregelte, langfristige Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft über
den gesamten Lebenszyklus eines öffentlichen Investitionsprojektes.
Die öffentlichen Haushalte in Deutschland sehen sich
durch eine rückläufige Entwicklung von Steuereinnahmen
bei gleichzeitig stetigem Anstieg der öffentlichen Ausgaben mit einer zunehmend angespannten Haushaltslage
konfrontiert. Nachdem die kommunalen Investitionen in
den vergangenen Jahren kontinuierlich reduziert wurden,
kommt ein aufgestauter Investitionsbedarf, der sich nach
offiziellen Schätzungen bis 2009 auf rund 690 Mrd. €
beläuft, erschwerend hinzu.
g
run
it i e
er fa i n r e d
E
ch t
rzi
n
ru
zie n g
F i n a n a tu
b er
Public
Private
Partnership
-
R i s ik o t r a n c h i er t e
I m m o b il i e n fi n a n z ie r u n g
L
ra e a s
i
n
fin g i e n g a n ru n
g&
zi e
run
g
ve
n
gs
m
Fo
o b il i e n k r e d it e
Im m
o m m u n a le m
k
m it
n
i
H ter gr u n d
it
Imm
o
p o r b il i e
tfo
ntran
sa k li oti o
PPP – PRIVATES KAPITAL UND KNOW-HOW
FÜR INFRASTRUKTURMASSNAHMEN DER
ÖFFENTLICHEN HAND
ar -
Vor diesem Hintergrund kann die Zusammenarbeit mit
privatwirtschaftlichen Betreibern, Projektentwicklern und
Investoren eine sinnvolle Alternative zur klassischen Finanzierung von kommunalen Investitionsprojekten darstellen.
PPP-Modelle bieten den öffentlichen Haushalten die Möglichkeit, die knappen finanziellen Ressourcen effizienter
einzusetzen, sich konsequent auf ihre hoheitlichen Kernaufgaben zu konzentrieren und vermehrt privates Kapital
und Know-how für die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen zu nutzen. Das potenzielle Anwendungsgebiet
von PPP umfasst Objekte, wie z. B. öffentliche Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser, Flughäfen, Altersheime.
Für die Finanzierung von PPP-Projekten gibt es vielfältige Möglichkeiten. Der Einsatz der verschiedenen Instrumente orientiert sich an Umfang und Risikostruktur des
Projekts sowie an der Renditeerwartung der Investoren.
Diese reichen vom klassischen Kommunalkredit über Projektfinanzierungen bis hin zu Eigenkapitalfinanzierungen
privater Investoren.
Basierend auf den Erfahrungen im originären Kommunalkreditgeschäft und mit komplexen gewerblichen Immobilienfinanzierungen hat die DG HYP ihr Kompetenzcenter
PPP aufgebaut. Damit können wir eine umfassende Beratung sowie die Strukturierung von Finanzierungsmodellen
für alle Herausforderungen im Bereich öffentlicher Infrastrukturmaßnahmen anbieten.
Die DG HYP als moderne Immobilienbank
Das Immobilienfinanzierungsgeschäft ist komplexer
und anspruchsvoller geworden; dieser Trend wird sich auch
in den kommenden Jahren fortsetzen. Bank und Kunde
stehen dabei vor der gleichen Aufgabe: Immobilienfinanzierungen attraktiv, transparent, Risiko/Rendite-orientiert
zu strukturieren, um alle Wege der Kapitalbeschaffung
erschließen zu können. Vor diesem Hintergrund setzt die
DG HYP die Entwicklung zu einem Dienstleister für die
Strukturierung von Immobilienfinanzierungen und Immobilienkreditportfolios konsequent fort. Die Bank agiert
bereits heute nicht mehr nur als Darlehensgeber und
Manager eigener Kreditrisiken, sondern tritt verstärkt auch
als Berater und Intermediär der beteiligten Marktteilnehmer im immobilienwirtschaftlichen Umfeld auf.
Mit der gezielten Weiterentwicklung von einer klassischen Hypothekenbank zu einer modernen Immobilienbank
hat sich die DG HYP gut aufgestellt, um die Herausforderungen in einem sich wandelnden Markt für Immobilienfinanzierungen erfolgreich zu managen und neue Geschäftschancen, die sich hierbei bieten, gezielt zu nutzen.
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
9
DIE DG HYP – PARTNER DER GENOSSENSCHAFTSBANKEN
UND UNTERNEHMEN DER DZ BANK GRUPPE
Mit einer Bilanzsumme von 79 Mrd. € und einem
Hypothekenkreditbestand von 25 Mrd. € zählt die 1921
gegründete DG HYP zu den führenden Immobilienbanken
in Deutschland. Als größte Pfandbriefbank im genossenschaftlichen FinanzVerbund bietet die DG HYP Privatkunden, gewerblichen Investoren sowie öffentlichen Haushalten attraktive Finanzierungslösungen. Darüber hinaus
gehören kapitalmarktorientierte Kreditportfoliotransaktionen, Syndizierungen und Strukturierte Finanzierungen
mittlerweile zum Leistungsspektrum der Bank. Mit einem
Umlaufvolumen von 60 Mrd. € zählt das Institut zu den
regelmäßigen Emittenten von Hypotheken- und Öffentlichen Pfandbriefen.
Die DG HYP ist ein Unternehmen der DZ BANK Gruppe, gemeinsam mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall,
DZ BANK International, DZ PRIVATBANK Schweiz, norisbank, R+V Versicherung, Union Asset Management Holding,
VR LEASING und verschiedenen anderen Spezialinstituten.
Die Unternehmen der DZ BANK Gruppe gehören zu den
Eckpfeilern des Allfinanz-Angebots der genossenschaftlichen Bankengruppe. Durch die Kooperation der Unternehmen der DZ BANK Gruppe können die Vertriebsangebote für die genossenschaftlichen Banken und deren rund
30 Millionen Kunden optimiert werden.
10
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Die DZ BANK Gruppe ist Teil des genossenschaftlichen
FinanzVerbundes, der rund 1.300 Volksbanken und Raiffeisenbanken umfasst und gemessen an der Bilanzsumme
eine der größten privaten Finanzdienstleistungsorganisationen Deutschlands ist. Innerhalb des FinanzVerbundes
fungiert die DZ BANK AG als Zentralinstitut für rund 1.100
Kreditgenossenschaften mit deren 12.000 Bankstellen
und als Geschäftsbank mit internationaler, insbesondere
europäischer Ausrichtung.
Die Kombination von Bankdienstleistungen, Versicherungsangeboten und Vermögensverwaltung hat im genossenschaftlichen FinanzVerbund eine große Tradition. Die
Spezialinstitute der DZ BANK Gruppe stellen in ihrem
jeweiligen Kompetenzfeld wettbewerbsstarke erstklassige
Produkte bereit. Damit sind die Genossenschaftsbanken in
Deutschland in der Lage, ihren Kunden ein komplettes
Spektrum an herausragenden Finanzdienstleistungen
anzubieten.
Geschäftsbericht 2005
LAGEBERICHT
STRATEGISCHE MEILENSTEINE 2005 ERREICHT
Starkes Wachstum im Neugeschäft
Ausbau des aktiven Portfoliomanagements
Kostensenkung durch Umbau der IT-Systeme
Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements
Stärkung der Kapitalbasis
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
11
Lagebericht
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND
STRATEGISCHE ENTWICKLUNG
Moderate Entwicklung der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen und der Immobilienmärkte
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland
hat den moderaten Aufwärtstrend mit einem leichten
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2005 fortgesetzt. Die inländischen Immobilienmärkte konnten von
dieser Entwicklung jedoch nur teilweise profitieren. Eine
Belebung der Nachfrage ist in attraktiven Lagen und in
Wachstumsbranchen zu beobachten. Als ein positives
Signal ist zudem das rege Interesse internationaler Finanzinvestoren am Immobilienstandort Deutschland zu werten,
die für den Markt in den kommenden Jahren wieder Aufwärtspotenzial sehen.
Insgesamt zeigte sich die Immobiliennachfrage 2005
im Inland, trotz des historisch niedrigen Zinsniveaus, nach
wie vor verhalten. Insbesondere bei Wohnimmobilien wirken sich die unverändert schwierige Situation am Arbeitsmarkt sowie die steigenden Energiepreise belastend auf
das Konsum- und Investitionsverhalten der privaten Haushalte aus. In der gewerblichen Immobilienwirtschaft ist in
Bereichen mit erheblichen Überkapazitäten derzeit noch
keine Erholung zu erkennen. Entsprechend haben sich die
Bauinvestitionen im Jahr 2005 leicht rückläufig entwickelt.
Fortsetzung der Konsolidierung des Immobilienbankenmarktes
Das Branchenumfeld in der Immobilienfinanzierung
war im Berichtszeitraum angesichts des weiter fortschreitenden Konsolidierungsprozesses der Banken durch einen
intensiven Wettbewerb geprägt. Einerseits setzt sich der
Rückzug einzelner Wettbewerber vom Markt fort. Andererseits ist bei einigen Immobilienbanken, die sich zwischenzeitlich ausschließlich auf das Auslandsgeschäft fokussiert
hatten, eine Rückkehr an den deutschen Markt zu beobachten. Speziell im Retailgeschäft wird der Wettbewerb
zudem in starkem Maße von den Direktbanken und Internetanbietern bestimmt. Vor diesem Hintergrund waren
die Möglichkeiten zur Anhebung der Margen im Neugeschäft begrenzt. Neugeschäftssteigerungen verlangen
verstärkte Anstrengungen in der Produktentwicklung und
im Vertrieb.
Einführung des allgemeinen Pfandbriefgesetzes
Mit der Ablösung des Hypothekenbankgesetzes (HBG)
und des Öffentlichen Pfandbriefgesetzes (ÖPG) durch ein
allgemeines Pfandbriefgesetz (PfandBG) hat der Gesetzgeber im Juli 2005 – zeitgleich mit dem Fortfall der
Gewährträgerhaftung öffentlich-rechtlicher Institute – das
12
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Spezialbankprinzip der bisherigen Hypothekenbanken aufgehoben. Aus Sicht der DG HYP ist dies eine begrüßenswerte Entwicklung.
Das PfandBG stärkt den deutschen Pfandbrief insbesondere im internationalen Wettbewerb als ein transparentes und stabiles Instrument der Kapitalmarktrefinanzierung
von Immobilien- und Staatsfinanzierungen. Es stellt hohe
Anforderungen an die Professionalität des Risikomanagements und die Datentransparenz der Deckungsmassen.
Die ehemaligen Hypothekenbanken, die schon nach
dem HBG strengen Anforderungen an das DeckungsstockManagement unterlagen, haben deshalb mit ihrem Knowhow und ihren Managementsystemen einen Wettbewerbsvorteil sowohl gegenüber neuen Pfandbriefemittenten als
auch gegenüber Covered-Bond-Emittenten anderer Länder.
Darüber hinaus ergeben sich aus der Aufhebung des Spezialbankprinzips neue Geschäftschancen, die den Hypothekenbanken nach dem HBG verschlossen waren und die wir
im Rahmen der Immobilien- und Kommunalfinanzierung
zukünftig gezielt nutzen werden.
Strategische Ausrichtung der DG HYP
Die DG HYP hat die strategische Weiterentwicklung
unter dem Dach der VR-Immobilien AG (VR IMMO) im
Geschäftsjahr 2005 konsequent fortgesetzt. Das oberste
Ziel der strategischen Ausrichtung ist der Ausbau zu einer
schlanken innovativen Immobilienbank, um auf dieser
Grundlage die Profitabilität der Bank kontinuierlich zu verbessern. Die wesentlichen Ansatzpunkte zur Erreichung
dieser Ziele sehen wir darin,
• die Effizienz des Kerngeschäfts der Bank in den vier
Geschäftsfeldern Private Immobilienfinanzierung,
Gewerbliche Immobilienfinanzierung, Credit Treasury
und Treasury durch strategische Fokussierung und Prozessoptimierung weiter zu steigern,
• das Rendite/Risiko-Profil des Kreditportfolios durch bonitätsorientiertes Neugeschäft, risikoadjustiertes Kreditpricing und aktives Portfoliomanagement zu verbessern,
• die Kostenstruktur durch Modernisierung der IT-Systemlandschaft und eine effiziente Organisationsstruktur weiter zu optimieren und
• die Kapitalstruktur auch mit Blick auf die Anforderungen
des Kapitalmarktes zu optimieren.
Auf diesem Weg haben wir 2005 wichtige Meilensteine erreicht, um den Herausforderungen in einem sich wandelnden Marktumfeld aktiv und gestaltend zu begegnen.
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
Wesentliche strategische Meilensteine 2005 erreicht
Forcierung der Vertriebsaktivitäten. Die gezielte
Forcierung unserer Vertriebsaktivitäten im genossenschaftlichen FinanzVerbund und im Direktgeschäft hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die DG HYP trotz des
schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erfolgreich am Markt
behaupten und Marktanteile hinzugewinnen konnte. So ist
es uns gelungen, das Neugeschäft in der privaten und
gewerblichen Immobilienfinanzierung sowie im originären
Kommunalkreditgeschäft substanziell zu steigern.
Ausbau des aktiven Portfoliomanagements. Die
DG HYP hat das Rendite/Risiko-orientierte Portfoliomanagement im Bereich Credit Treasury mit einer Reihe
von innovativen Portfoliotransaktionen im Berichtszeitraum
deutlich ausgebaut. Dies betrifft sowohl Verbriefungen
und Verkäufe aus dem eigenen Kreditbestand als auch
Portfolioinvestments.
Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements.
Im Kreditrisikomanagement standen 2005 vor allem die
konsequente Portfoliobereinigung sowie die Weiterentwicklung der Kreditprozesse im Zuge der Umsetzung von
Basel II auf der Agenda. Hier haben wir im Berichtszeitraum
wesentliche Schritte vollzogen, um ab 1. Januar 2007 den
Foundation Internal Rating Based Approach (FIRB) umzusetzen. Darüber hinaus wurde die Marktfolge für das
Retailgeschäft ausgebaut und optimiert. In einem weiteren
Schritt haben wir im Zuge der Geschäftsentwicklung im
Credit Treasury die Marktfolge in diesem Bereich verstärkt.
Ziel der Weiterentwicklung ist es, ein modernes Risikomanagement zu etablieren und die Effizienz der Kreditprozesse sowie die Risikokosten über alle Geschäftsfelder
zu optimieren.
zu den Kapitalrücklagen und die Aufnahme unbefristeter
stiller Einlagen (Perpetuals) in Höhe von 180 Mio. € umgesetzt. Die DG HYP steigert damit ihre Kernkapitalquote auf
7,0 Prozent per 31. Dezember 2005 (Vorjahr: 6,3 Prozent).
Hochstufung des Ratings der DG HYP. Auf Grund
der erfreulichen Entwicklung der Ratings konnte die
DG HYP ihre Positionierung als kapitalmarkt-orientierte
Immobilienbank weiter stärken. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat das Langfrist- und Kurzfristrating der
DZ BANK und in diesem Zuge auch das der DG HYP von
A-/A-2 auf A /A-1 mit stabilem Ausblick heraufgestuft.
Darüber hinaus hat Fitch Ratings erstmals für den gesamten genossenschaftlichen Sektor ein Verbundrating vergeben, das auch für die DG HYP gilt. Daraus ergibt sich für
die Bank eine weitere Hochstufung des Langfristratings
von A auf A+ mit stabilem Ausblick. Die Öffentlichen
Pfandbriefe und Hypothekenpfandbriefe der DG HYP werden von beiden Ratingagenturen unverändert mit der
Höchstnote AAA bewertet.
Kostensenkung durch Umbau der IT-Systeme. Mit
dem fortschreitenden Umbau unserer IT-Systeme ist es uns
im Geschäftsjahr 2005 gelungen, die Kosten in diesem
Bereich weiter zu senken. Dies wurde vor allem durch den
verstärkten Einsatz von Standardsoftware sowie Komplexitätsreduktion in der Systemlandschaft ermöglicht. Die Investitionen in den Systemumbau sind damit weitgehend
abgeschlossen.
Stärkung der Kapitalbasis. Zur Unterlegung des
Wachstums im Kreditgeschäft und mit Blick auf die Anforderungen des Kapitalmarktes war im Berichtszeitraum eine
nachhaltige Stärkung der Kapitalbasis der DG HYP vorgesehen. Wir haben dies durch die Zuführung von 30 Mio. €
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
13
PRIVATE IMMOBILIENFINANZIERUNG
TURNAROUND IN EINEM ANSPRUCHSVOLLEN UMFELD
Attraktive Produkte überzeugen im Wettbewerb
Intensive Zusammenarbeit im FinanzVerbund
Neugeschäft auf Wachstumskurs
14
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
PRIVATE IMMOBILIENFINANZIERUNG
Das im Langzeitvergleich niedrige Zinsniveau und im
Schnitt leicht nachgebende Preise boten im Jahr 2005 gute
Voraussetzungen für den Erwerb von Wohneigentum,
führten aber nicht zu einer Belebung des deutschen Marktes für private Immobilienfinanzierungen. Während sich
das Marktvolumen für den Kauf und die Modernisierung
von Privatimmobilien im Vergleich zum Vorjahr auf einem
stabilen Niveau hielt, verzeichnete das Neubauvolumen
einen Rückgang von 8,3 Prozent.
Marktpotenzial im Privatkundengeschäft
Aktuelle Studien zeigen, dass in Deutschland unverändert Wachstumspotenzial vorhanden ist. Rund 1,3 Millionen Haushalte haben demzufolge grundsätzliches Interesse und wären finanziell auch in der Lage ein Haus oder eine
Wohnung zu kaufen. Die Verunsicherung der privaten
Haushalte auf Grund der nach wie vor schwachen Arbeitsmarktentwicklung und steigenden Nebenkosten führt
jedoch dazu, dass geplante Ausgaben für Wohneigentum
tendenziell verschoben werden.
Turnaround im Neu- und Verlängerungsgeschäft
Trotz des schwierigen Marktumfelds und eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks in der privaten Immobilienfinanzierung ist es der DG HYP gelungen, das Neu- und
Verlängerungsgeschäft im Berichtszeitraum um 40,2 Prozent auf ein Volumen von 2,0 Mrd. € zu steigern.
Zu der erfreulichen Geschäftsentwicklung im Privatkundengeschäft haben vor allem das attraktive Produktangebot der DG HYP sowie die Forcierung des Vertriebs in
Zusammenarbeit mit den Partnern im genossenschaftlichen FinanzVerbund beigetragen. Insbesondere mit dem
„TOP-Super 60“-Kredit haben wir für Finanzierungen mit
niedrigem Beleihungsauslauf ein Produkt aufgelegt, das
den Kunden flexible Gestaltungsmöglichkeiten zu attraktiven Konditionen und Laufzeiten bietet. Allein dieses Produkt hat mit einem Anteil von 25 Prozent am Neugeschäftsvolumen erheblich zu der positiven Geschäftsentwicklung beigetragen.
dukten der DG HYP, erfolgreich forciert werden. Sowohl die
Primärinstitute als auch die Bausparkasse Schwäbisch Hall
haben im Berichtszeitraum das Vermittlungsvolumen an die
DG HYP gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Mit der
Bausparkasse Schwäbisch Hall wurde vereinbart, dass die
Vertriebsverantwortung für das Retailgeschäft und die
Betreuung der Partnerbanken im genossenschaftlichen
FinanzVerbund künftig wieder durch die DG HYP selbst wahrgenommen werden. Vor diesem Hintergrund wurden die bestehenden Verträge mit Wirkung zum 31. März 2006 aufgelöst.
In Zusammenarbeit mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken werden wir das Retailgeschäft auch in Zukunft
kontinuierlich weiterentwickeln. Mit den im vergangenen
Geschäftsjahr erzielten Ergebnissen sehen wir uns auf
einem guten Weg, dieses Geschäftsfeld in einem schwierigen Konkurrenzumfeld erfolgreich voranzubringen.
IMMOBILIENKREDITE –
GESCHÄFTSABSCHLÜSSE INKL.
KREDITVERLÄNGERUNGEN
in Mio. €
4.500
4.177
4.000
3.817
3.500
3.334
3.167
3.000
2.746
2.500
2.000
1.500
1.000
Im Vertrieb stellt die Vermittlung von privaten Immobilienkrediten durch die rund 1.300 Volksbanken und Raiffeisenbanken des genossenschaftlichen FinanzVerbunds mit
ihrer flächendeckenden Präsenz und über 30 Millionen Kunden unverändert die wesentliche Basis für unser Retailgeschäft dar. Dabei konnten die Vertriebs- und Marketingaktivitäten der Partnerbanken in der privaten Immobilienfinanzierung unter anderem durch eine gezielte Verstärkung
der Unterstützungsleistungen unserer Bankenbetreuer, z. B.
durch eine fachorientierte, individuelle Beratung zu allen Pro-
500
2001
2002
2003
2004
2005
1.742
1.004
1.755
1.412
2.111
1.706
1.407
1.927
1.973
2.204
Privatkunden
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
Gewerbekunden
|
Geschäftsbericht 2005
15
GEWERBLICHE IMMOBILIENFINANZIERUNG
KONTINUIERLICHES WACHSTUM IM KERNMARKT DEUTSCHLAND
Bundesweite Immobilienzentren im Markt etabliert
Effiziente Lösungen durch regionale Präsenz und Kundennähe
Expansion im Gewerbegeschäft schreitet voran
16
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
GEWERBLICHE IMMOBILIENFINANZIERUNG
Am deutschen Markt für gewerblich genutzte Immobilien sind trotz des nach wie vor schwierigen Umfelds
leichte Erholungstendenzen erkennbar. In den einzelnen
Marktsegmenten zeichnen sich jedoch regional und konjunkturbedingt unterschiedliche Entwicklungstrends ab.
Büroimmobilienmarkt mit positiven Tendenzen
Die bereits im Vorjahr erkennbare Wende auf dem
Büroimmobilienmarkt hat an Dynamik gewonnen. Als
erfreuliches Zeichen ist zu werten, dass in vielen wichtigen
Dienstleistungszentren die Flächennachfrage im Vergleich
zum Vorjahr mit teilweise deutlich zweistelligen Wachstumsraten angestiegen ist. Einhergehend mit dieser Entwicklung ist in einigen Spitzenlagen auch wieder eine positive Mietpreisentwicklung erkennbar und bietet somit für
Investoren interessante Geschäftschancen.
Insgesamt ist erstmalig auch wieder eine leichte
Absorption beim Flächenangebot zu beobachten. Dennoch
hat der Markt vielfach noch hohe Überkapazitäten aus den
Boomjahren 2000/2001 zu verkraften. Die konjunkturellen
Impulse waren im Jahr 2005 noch nicht stark genug, um
durch verstärkten Kapazitätsaufbau im Dienstleistungsbereich einen nachhaltigen Abbau der Angebotsüberhänge
zu generieren.
Flächenzuwachs im Einzelhandel
Im Einzelhandel sind auf Grund der Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte die Umsätze weiter zurückgegangen. Trotzdem hält der Flächenzuwachs vornehmlich
in 1A-Lagen unvermindert an. Shoppingcenter und Megastores haben hier die Nachfrage maßgeblich bestimmt und
zu einem Verdrängungswettbewerb geführt. Derzeit befin-
IMMOBILIENKREDITBESTAND ZUM 31. DEZEMBER 2005 NACH REGIONEN
Thüringen
Schleswig-Holstein
in %
Ausland
Baden-Württemberg
Sachsen-Anhalt
Bayern
Sachsen
Berlin
Saarland
Brandenburg
RheinlandPfalz
Bremen
Hamburg
Niedersachsen
NordrheinWestfalen
Hessen
MecklenburgVorpommern
Baden-Württemberg
9,1
Bayern
9,3
Berlin
7,9
Brandenburg
4,2
Bremen
0,5
Hamburg
3,2
Hessen
7,7
Mecklenburg-Vorpommern
3,1
Niedersachsen
15,5
Nordrhein-Westfalen
15,4
Rheinland-Pfalz
3,5
Saarland
0,4
Sachsen
4,2
Sachsen-Anhalt
2,5
Schleswig-Holstein
9,0
Thüringen
1,7
Ausland
2,8
GESAMT
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
100,0
|
Geschäftsbericht 2005
17
Lagebericht
den sich in Deutschland etwa 840.000 m2 in der Umsetzungsphase.
Diese Entwicklung spiegelt jedoch lediglich den
Gesamtbranchentrend wider. Bei näherer Betrachtung
stellt sich die Realität der insgesamt mehr als 400.000 Einzelhandelsunternehmen differenzierter dar. So gibt es
deutliche sortiments- und branchenbedingte Unterschiede
bei der Umsatzentwicklung sowie unterschiedliche Entwicklungen der einzelnen Einzelhandelsstandorte. Grundsätzlich gilt, dass in B- und peripheren Lagen sowie in struktur-
IMMOBILIENKREDITBESTAND ZUM
31. DEZEMBER 2005 NACH OBJEKTARTEN
Büro- und
Verwaltungsgebäude
Gesundheit
Sonstige
gewerbliche
Objekte
Agrar
Produzierendes Gewerbe
Handelsund Lagergebäude
Hotels
Gewerblicher
Wohnungsbau
Privater
Wohnungsbau
in %
Produzierendes Gewerbe
Privater Wohnungsbau
Gewerblicher Wohnungsbau
Hotels
Handels- und Lagergebäude
Gesundheit
Büro- und Verwaltungsgebäude
Agrar
Sonstige gewerbliche Objekte
GESAMT
18
0,7
64,4
11,1
1,3
7,5
0,8
6,9
2,0
5,3
100,00
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
schwachen Regionen die schwache Nachfrage bei den Einzelhandelsimmobilien zu rückläufigen Mieten und zunehmenden Leerständen führt.
Logistikimmobilien mit Wachstumspotenzial
Hohe Wachstumsraten sind im Bereich der Logistikimmobilien zu erwarten. Das Marktvolumen für Systemdienstleistungen (Kontraktlogistik) wird in Deutschland auf
60 Mrd. € geschätzt. Davon sind derzeit ca. 11 Mrd. € realisiert. Durch die anhaltend hohe Nachfrage nach modernen und flexiblen Warenverteilzentren, Fertigwarenlagern
und Logistikzentren wird in diesem Marktsegment ein
Wachstum von jährlich 15 bis 20 Prozent prognostiziert.
Wachstumstendenzen im Ausland
Trotz des Ausbleibens eines durchgreifenden Konjunkturaufschwungs zeigen die Vermietungsumsätze in den 21
wichtigsten europäischen Immobilienmärkten und in den
wirtschaftlichen Zentren der USA positive Wachstumstendenzen. Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Büroimmobilienmärkte an den Standorten unserer Repräsentanzen. Sowohl hinsichtlich des Flächenumsatzes als auch
der Mieten belegen die Metropolen die Spitzenplätze in
Europa.
Expansionskurs fortgesetzt
Nach einem zweijährigen Auf- und Umbauprozess hat
sich das gewerbliche Immobilienfinanzierungsgeschäft der
DG HYP mit einem kontinuierlichen Geschäftswachstum
erfolgreich im Kernmarkt Deutschland etabliert. Ein
wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei der dezentrale Antritt
mit Markt- und Marktfolgeeinheiten in den Immobilienzentren München, Stuttgart, Frankfurt/Main, Düsseldorf, Berlin und Hamburg. Regionale Marktkenntnisse und eine effiziente Kreditbearbeitung vor Ort sehen wir hierbei als eine
wesentliche Stärke im Wettbewerb.
Das Neu- und Verlängerungsgeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung erreichte im Geschäftsjahr
2005 ein Volumen von 2,2 Mrd. € und liegt damit um
14,4 Prozent über dem Vorjahreswert (1,9 Mrd. €).
Besonders erfreulich hat sich das direkte originäre Neugeschäft mit einem Zuwachs von 43,7 Prozent entwickelt,
während Kreditverlängerungen gemäß der Planungen
unter dem Vorjahreswert liegen. Das Auslandsgeschäft,
das sich in der Aufbauphase befindet, gewinnt mit einem
Anteil von 6,3 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent) am originären
Neugeschäft weiter an Bedeutung.
Geschäftsbericht 2005
CREDIT TREASURY
BRÜCKENSCHLAG ZWISCHEN KREDIT- UND KAPITALMARKT
Aktives Portfoliomanagement erfolgreich weiterentwickelt
Portfolioinvestments weiter auf Expansionskurs
Gelungener Einstieg bei Public Private Partnership
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
19
Lagebericht
CREDIT TREASURY
Das Geschäftsfeld Credit Treasury hat das aktive
Management des Kreditbestands der DG HYP über Kreditrisiko- und Portfoliotransfers im Geschäftsjahr 2005 konsequent weiterentwickelt. Die Portfoliosteuerung erfolgt auf
Basis des laufenden Monitorings im Risikomanagement mit
dem Ziel, das Rendite/Risiko-Profil unserer Aktiva und
damit die Nutzung unseres Eigenkapitals zu optimieren.
Credit Treasury ist dabei für die Umsetzung von geeigneten
Portfoliotransaktionen verantwortlich. Darüber hinaus
haben wir in diesem Geschäftsfeld unsere Aktivitäten in
der Beratung und im Servicing des Portfoliomanagements
für Dritte erfolgreich ausgebaut.
Dynamische Entwicklung der Märkte für
Kreditverbriefungen und Portfoliotransfers
Der Transfer von Kreditrisiken über Verbriefungen an
den Kapitalmarkt hat in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Auf dem europäischen
Verbriefungsmarkt setzte sich das dynamische Wachstum
im Jahr 2005 fort, wobei die Verbriefung von Immobilienkrediten über RMBS und CMBS unverändert einen
wesentlichen Anteil am Markt ausmacht. Neben der synthetischen Verbriefung von Kreditrisiken etablieren sich in
Deutschland in zunehmendem Maße auch True-Sale-Verbriefungen sowie der direkte An- und Verkauf von Kreditportfolios. Internationale Investoren engagieren sich hierbei verstärkt in der Assetklasse der leistungsgestörten
Kredite (Non Performing Loans). Mit einem Transaktionsvolumen von rund 20 Mrd. € in Deutschland wurde in
diesem Segment im Geschäftsjahr 2005 ein vorläufiger
Spitzenwert erreicht.
Innovative Portfoliotransaktionen
Die DG HYP hat die sich bietenden Marktchancen aktiv
genutzt und sich in den vergangenen Jahren mit einem
Verbriefungsvolumen von mittlerweile 3,3 Mrd. € erfolg-
20
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
reich am deutschen und internationalen Kapitalmarkt
positioniert. Im Geschäftsjahr 2005 wurde mit der
„PROSCORE-VR 2005-1“ der synthetische Verkauf von
Immobilienkreditrisiken fortgesetzt. Die Struktur dieser
Multiseller-CMBS ist auf Grund ihrer Kleinteiligkeit und
geografischen Streuung ein Novum am deutschen Verbriefungsmarkt. Das Referenzportfolio der Transaktion umfasst
3.072 Darlehen für überwiegend gewerblich genutzte
Immobilien mit einem Gesamtvolumen von 735 Mio. €.
Neben der DG HYP sind als weitere Originatoren sechs
Volksbanken und Raiffeisenbanken beteiligt.
Darüber hinaus hat die DG HYP im Geschäftsjahr 2005
ein Retailportfolio mit rund 3.000 leistungsgestörten
Immobilienfinanzierungen und einem Gesamtvolumen von
300 Mio. € an einen internationalen Investor verkauft. Wir
konnten damit die Struktur des Gesamtportfolios weiter
optimieren und entlasten die Ressourcen, um das Sanierungsmanagement von Problemkrediten im Retailgeschäft
zu optimieren.
Neben der Strukturierung eigener Portfoliotransaktionen agieren wir auf diesem Gebiet verstärkt auch als
Dienstleister für Dritte. Im Geschäftsjahr 2005 haben wir
erstmals als Arrangeur den Verkauf eines Forderungsportfolios der DZ BANK mit einem Gesamtvolumen von rund
580 Mio. € umgesetzt.
Bei den Investments in strukturierte Kreditprodukte
befindet sich die DG HYP auch im Geschäftsjahr 2005 weiter auf Expansionskurs. In diesem Bereich engagieren wir
uns bei MBS-Ankäufen am Sekundärmarkt vornehmlich in
den etablierten Verbriefungsmärkten in Europa und den USA
mit einer selektiven Investmentstrategie. Neben den Investments am Kapitalmarkt gewinnen auch individuell strukturierte Portfoliotransaktionen im Rahmen von Private Deals
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
eine zunehmende Bedeutung. Dabei haben wir neben synthetischen MBS-Investments in kleinerem Umfang erstmals
auch Portfolioankäufe (True Buy) umgesetzt. Wir erweitern
damit unsere Möglichkeiten, mit maßgeschneiderten
Transaktionen eine gezielte Rendite/Risiko-orientierte Portfoliodiversifikation vorzunehmen. Insgesamt liegt das Neugeschäft bei den Portfolioinvestments mit 1.767 Mio. €
deutlich über dem Vorjahreswert (965 Mio. €). Das
Volumen des MBS-Portfolios der DG HYP beläuft sich zum
Bilanzstichtag auf 3,4 Mrd. €.
NEUGESCHÄFT PORTFOLIOINVESTMENTS
in Mio. €
1.800
1.767
1.600
1.400
Gelungener Einstieg bei PPP-Modellen
Mit dem Einstieg in das Finanzierungsgeschäft im Rahmen von PPP-Modellen (Public Private Partnership) haben
wir im Bereich Structured Finance im Berichtsjahr einen
weiteren wichtigen Schritt im Ausbau des Geschäftsfelds
Credit Treasury vollzogen. Bei unserem Marktantritt im
PPP-Geschäft setzen wir auf unsere Kompetenz aus der
Strukturierung von komplexen Immobilienfinanzierungen
sowie das Know-how und unsere starke Marktposition im
Kommunalkreditgeschäft.
Auf dieser Grundlage haben wir im Geschäftsjahr 2005
im Rahmen der Erweiterung und Sanierung eines Schulzentrums ein erstes PPP-Modell erfolgreich umgesetzt. Die
Erarbeitung strategischer Entscheidungsgrundlagen und
die Strukturierung der Finanzierung erhöhen die Wirtschaftlichkeit des kommunalen Projekts und unterstützen
somit die Optimierung des Immobilienmanagements.
1.200
1.000
965
932
780
800
631
600
400
200
2001
2002
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
2003
|
2004
2005
Geschäftsbericht 2005
21
TREASURY
ERFOLGREICHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG
MIT KLARER EMISSIONSSTRATEGIE
Hohe Marktdurchdringung im
originären Kommunalkreditgeschäft
Starke Pfandbriefadresse mit
attraktiven Jumbo-Emissionen
Investorenbasis im Inund Ausland verbreitert
22
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
STAATSFINANZIERUNG
Die Marktentwicklung im Kommunalkreditgeschäft
war im Geschäftsjahr 2005 maßgeblich durch den nach
wie vor hohen Finanzierungsbedarf der öffentlichen Haushalte geprägt. Kommunen, Städte und Gemeinden,
nutzten das attraktive Zinsniveau, um sich auch durch
Forward-Darlehen langfristige, günstige Finanzierungen zu
sichern. Gleichzeitig haben sich auf der Angebotsseite
durch den Wegfall der Gewährträgerhaftung für die
öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute sowie den Rückzug
einiger Wettbewerber neue Geschäftschancen ergeben.
Vor diesem Hintergrund konnte die DG HYP das
Geschäftsvolumen in der kommunalen Kreditfinanzierung
im Geschäftsjahr 2005 mit verbesserten Margen erheblich
ausweiten. In Zusammenarbeit mit den Volksbanken und
Raiffeisenbanken wurden mittlerweile 8.100 Kundenbeziehungen zu öffentlichen Haushalten aufgebaut. Dies ist die
Grundlage, um für eine Vielzahl regionaler Infrastrukturmaßnahmen sowie für die laufende Finanzierung kommunaler
Einrichtungen attraktive Kredite zur Verfügung zu stellen.
Damit unterhält die DG HYP Geschäftsbeziehungen zu jeder
dritten Kommune in Deutschland und nimmt im genossenschaftlichen FinanzVerbund die Führungsposition ein.
Das Neu- und Verlängerungsgeschäft mit originären
Kommunalkrediten erreichte ein Geschäftsvolumen von
3,2 Mrd. €. Damit wurde das Vorjahresergebnis um
54,4 Prozent übertroffen.
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2005 kommunaldeckungsfähige Kredite und Anleihen in einem Volumen
von 10,2 Mrd. € in die Bücher genommen. Um die Steuerung der Deckungsmasse flexibel zu gestalten, wurden
vorzugsweise fungible Anleihen (5,2 Mrd. €) gekauft.
Das Neugeschäft in Schuldscheinkrediten belief sich
auf 1,8 Mrd. €. Der Bestand an Staatsfinanzierungen
umfasste zum Geschäftsjahresende 41,8 Mrd. € (Vorjahr:
39,4 Mrd. €).
ORIGINÄRE KOMMUNALKREDITE –
NEU- UND VERLÄNGERUNGSGESCHÄFT
in Mio. €
3.500
3.189
3.000
2.500
2.065
2.000
1.500
1.375
1.333
1.000
866
500
2001
2002
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
2003
|
2004
2005
Geschäftsbericht 2005
23
Lagebericht
REFINANZIERUNG
Die DG HYP hat sich im Geschäftsjahr 2005 erneut als
starke Adresse am Kapitalmarkt präsentiert. Dabei konnten
wir auch in diesem Jahr von der günstigen Spreadentwicklung und der positiven Gesamtperformance des
Pfandbriefmarktes profitieren. Basierend auf dem Kerngeschäft der Bank bilden Hypotheken- und Öffentliche
Pfandbriefe den Schwerpunkt der Refinanzierung. Dabei
verfolgen wir das Ziel, unsere Emissionen auch über unser
Debt Issuance Programme (DIP) zunehmend international
zu platzieren und entsprechend der Investorenbedürfnisse
zu gestalten.
Insgesamt liegt das Neuemissionsvolumen mit
13,2 Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Auf die gedeckte Refinanzierung durch Öffentliche Pfandbriefe entfielen 10,6 Mrd. €, Hypothekenpfandbriefe beliefen sich
auf 1,3 Mrd. €, ungedeckte Refinanzierungen durch Inhaberschuldverschreibungen und Schuldscheine wurden in
Höhe von 1,3 Mrd. € aufgenommen.
Triple A-Rating für DG HYP-Pfandbriefe
Mit einem Umlaufvolumen von rund 60,4 Mrd. € zählt
die DG HYP zu den regelmäßig emittierenden Pfandbriefadressen in Deutschland. Unsere Pfandbriefe werden von
den Ratingagenturen Standard & Poor’s und Fitch Ratings
mit AAA geratet und bieten institutionellen Investoren
damit eine äußerst solide Anlage. Für Hypotheken- und
Öffentliche Pfandbriefe werden getrennte Deckungsmassen als Sicherheitenpools geführt, die ausschließlich
durch erstrangige Grundpfandrechte bzw. Staatskredite
unterlegt sind. Auf Basis der elektronischen Deckungsrechnung (EDR) wird die Deckungsmasse gemäß der
Bestimmungen des Pfandbriefgesetzes und der Anforderungen der Ratingagenturen gesteuert.
Jumbo-Pfandbriefemissionen
Eine wesentliche Säule unserer Refinanzierungsstrategie ist die Emission von Jumbo-Pfandbriefen. Auch 2005
hat die DG HYP den Markt mit dem ersten Jumbo-Pfandbrief des Jahres erfolgreich eröffnet. Die Platzierung umfasste ein Volumen von 2 Mrd. € mit einer Laufzeit von
sieben Jahren.
Mit dem ersten Dual-Tranche-Jumbo konnte die
DG HYP eine Innovation am Pfandbriefmarkt platzieren.
Die parallele Emission mit fünf und zehn Jahren Laufzeit
und einem Gesamtvolumen von 2,5 Mrd. € war exakt auf
die Bedürfnisse der Investoren zugeschnitten. Die Transaktion war mit einem Gesamtorderbuch von knapp
3,5 Mrd. € um 40 Prozent überzeichnet. Um die Sekundärmarktliquidität sicherzustellen, wurde die zehnjährige
Jumbo-Anleihe vom Juni um 500 Mio. € auf 1,5 Mrd. €
aufgestockt. Die Aufstockung wurde Investoren mit einem
Renditeaufschlag von 7,8 Basispunkten zur 10-jährigen
Referenzanleihe des Bundes (3,25 Prozent auf den
4. Juli 2015) angeboten und fand auf diesem Niveau sehr
gute Aufnahme im Markt; gegen Midswaps rentierte die
Aufstockung mit einem Abschlag von 1,7 Basispunkten.
Beide Jumbo-Emissionen wurden breit gestreut im Inund Ausland platziert und zeigten im Sekundärmarkt eine
sehr gute Performance. Insbesondere bei ausländischen
Investoren sind die Emissionen mit einem Platzierungsanteil
von über 50 Prozent auf eine rege Nachfrage gestoßen.
Die DG HYP profitiert hierbei von ihrer klaren Emissionsstrategie und den guten Investorenkontakten, die auf verschiedenen Roadshows weltweit ausgebaut wurden.
RATINGS DER DG HYP
24
Öffentliche
Pfandbriefe
Hypothekenpfandbriefe
Langfristige
Verbindlichkeiten
(Counterparty Rating)/
Ausblick
Kurzfristige
Verbindlichkeiten
(Counterparty Rating)
Nachrangige
Verbindlichkeiten
Standard & Poor’s
AAA
AAA
A/stabil
A-1
A-
Fitch Ratings
AAA
AAA
A+/stabil
F1
A
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
REFINANZIERUNGSSTRUKTUR 2005
Platzierung im FinanzVerbund
Durch den genossenschaftlichen FinanzVerbund, der
für die DG HYP eine wichtige Investoren- und Vertriebsbasis darstellt, wurden im Berichtszeitraum Anleihen und
Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 5,8 Mrd. €
platziert. Das entspricht einem Anteil von 43 Prozent an
der Platzierung der DG HYP-Emissionen. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 38 Prozent. Zu diesem Ergebnis haben maßgeblich das große Platzierungspotenzial der DZ BANK im
Genossenschaftssektor und die Geschlossenheit des Verbundes beigetragen.
Jumbo
Klassisch
DIP*
Jumbo
DIP*
Klassisch
in Mio. €
=%
5.000
2.369
5.859
37,8
17,9
44,3
13.228
100,0
* Debt Issuance Programme (DIP)
Das Umlaufvolumen von DG HYP-Jumbo-Pfandbriefen
beträgt rund 29,9 Mrd. €. Eine Reihe unserer Jumbos
werden auf der elektronischen Handelsplattform
EuroCreditMTS gelistet. Um eine weltweite Platzierung zu
ermöglichen, sind zwei unserer Emissionen mit einem
Gesamtvolumen von 4,75 Mrd. € im Global-Format
begeben.
Debt Issuance Programme
Vor dem Hintergrund der weiter zunehmenden Internationalisierung unserer Investorenbasis ist das DIP auf
Grund seiner harmonisierten Standard-Plattform ein wichtiges Instrument im Funding. Die Emissionen im Rahmen
dieses standardisierten Programms machten 17,9 Prozent
des Refinanzierungsabsatzes aus. Das DIP wurde im
Geschäftsjahr 2005 an die Markterfordernisse angepasst
und von 10 Mrd. € auf 25 Mrd. € aufgestockt. Der Emissionsrahmen umfasst gedeckte Inhaberschuldverschreibungen in Form von Öffentlichen und Hypotheken-Pfandbriefen sowie ungedeckte Inhaberschuldverschreibungen.
Derivate
Das ausstehende Volumen an Derivaten beläuft sich
zum 31. Dezember 2005 auf 151 Mrd. €. Derivate dienten
der Absicherung der Jumbo-Pfandbriefe und anderer
Emissionen, deren erforderliches Mindestvolumen das zu
refinanzierende Kreditgeschäft im Einzelfall übersteigt.
Darüber hinaus wurden Zinsrisiken aus Aktiva, die für
die Deckungsmasse erworben wurden, über Zinsswaps
abgesichert.
Individuelles Funding
Neben den standardisierten, großvolumigen Pfandbriefen platziert die DG HYP auch kleinere, individuell gestaltete Emissionen und Namenspapiere. Dabei richtet sich die
Strukturierung der Private Placements explizit am speziellen
Bedarf der Anleger aus. Auf Grund des nach wie vor niedrigen Zinsniveaus waren insbesondere variabel verzinsliche
Anleihen (Floater) gefragt. Insgesamt wurden StufenzinsAnleihen, Single-Callables und Multi-Callables im Gesamtvolumen von 364 Mio. € strukturiert.
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
25
Lagebericht
WESENTLICHE STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN
Zu den Beteiligungen, die für die strategische Ausrichtung der DG HYP von wesentlicher Bedeutung sind, gehören die VR WERT – Gesellschaft für Immobilienbewertungen mbH und die IMMOFORI Gesellschaft für Immobilien
Forderungsinkasso mbH; unsere 40-prozentige Beteiligung
an der VR Kreditwerk AG haben wir im Rahmen von
Umstrukturierungen der Beteiligungen innerhalb des Konzerns an die DZ BANK verkauft.
Die VR WERT wurde 1999 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der DG HYP gegründet. Zentrale Aufgaben
des Unternehmens sind die Erstellung und die Prüfung von
Beleihungs- und Marktwertgutachten. Die Serviceleistungen werden bundesweit von sieben Standorten – Hamburg,
Berlin, Köln, Dresden, Frankfurt/Main, Stuttgart, München
– aus angeboten. Unterstützt wird die VR WERT im In- und
Ausland von rund 100 Kooperationspartnern. In den vergangenen Jahren hat sich der Spezialist für Immobilienbewertungen erfolgreich im Markt etabliert. Im Geschäftsjahr 2005
konnte mit einer Umsatzsteigerung auf 8,1 Mio. € (Vorjahr:
7,2 Mio. €) ein erfreuliches Geschäftsergebnis erzielt werden.
26
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Die IMMOFORI ist Anfang des Geschäftsjahres 2005 als
Servicer von NPL-Portfolios an den Start gegangen. Die
100-prozentige Tochtergesellschaft der DG HYP hat mit
einer Reihe erster Beratungsmandate sowie dem Servicing
von Fremdportfolios den Markteintritt erfolgreich vollzogen. Bereits im ersten Jahr der vollen Geschäftstätigkeit
ist es der IMMOFORI gelungen, mit einem Umsatz von
1,5 Mio. € ein positives Geschäftsergebnis zu erwirtschaften. Die DG HYP hat damit das Dienstleistungsangebot
rund um das aktive Management von Immobilienkreditportfolios zukunftsorientiert ausgebaut.
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
VERMÖGENS- UND ERTRAGSLAGE
Vermögenslage
Die Bilanzsumme der DG HYP zum Bilanzstichtag ist
gegenüber dem 31. Dezember 2004 um 7,2 Prozent auf
79,1 Mrd. € angestiegen.
Der Immobilienkreditbestand liegt mit 24,8 Mrd. € auf
Vorjahresniveau. Der MBS-Bestand stieg um 53,2 Prozent
auf 3,4 Mrd. €. Der Bestand an Staatsfinanzierungen
erhöhte sich um 2,5 Mrd. € auf 41,8 Mrd. €. Dabei konnte der Kommunalkreditbestand vor dem Hintergrund der
Abgänge durch Tilgungen und Verkauf in Höhe von
4,6 Mrd. € und dem positiven Neugeschäft in 2005 knapp
auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die zur
Daueranlage vorgesehenen Wertpapiere werden mit
20,2 Mrd. € um 2,5 Mrd. € über dem Vorjahresstichtagswert ausgewiesen. Der Gesamtkreditbestand erhöhte sich
um 3,6 Mrd. € auf 70,0 Mrd. €.
Die Entwicklung der Verbindlichkeiten war im
Geschäftsjahr 2005 vor allem durch hohe Neuemissionen
im ersten Halbjahr geprägt. Entsprechend erhöhte sich der
Bestand an verbrieften Verbindlichkeiten um 5,3 Mrd. €
auf 52,8 Mrd. €.
Eigenmittel und Risikoaktiva
Das Kernkapital der DG HYP konnte durch eine Zuzahlung in die Kapitalrücklagen in Höhe von 30 Mio. € sowie
durch die Neuaufnahme von unbefristeten stillen Einlagen
in Höhe von 180 Mio. € im Berichtsjahr deutlich gestärkt
werden.
Der zur Rendite- und Liquiditätssteuerung eingesetzte Wertpapierbestand stieg um 1,5 Mrd. € auf
6,9 Mrd. €.
ENTWICKLUNG DES KREDITBESTANDS
in Mio. €
Veränderungen gegenüber dem Vorjahr
in Mio. €
in Prozent
31.12.2005
31.12.2004
Immobilienkredite
MBS
Staatskredite (gesamt)
– Kommunalkredite
– Wertpapiere
24 790
3 396
41 833
21 616
20 217
24 809
2 216
39 379
21 643
17 736
– 19
1 180
2 454
– 27
2 481
– 0,1
53,2
6,2
– 0,1
14,0
Gesamtbestand
70 019
66 404
3 615
5,4
RISIKOAKTIVA GEMÄSS GRUNDSATZ I KWG ZUM 31.12.2005
in Mio. €
Risikogewichtung
Bilanzielle Geschäfte
Außerbilanzielle Geschäfte
Derivative Geschäfte
Summe
100 %
7 501
994
–
50 %
9 235
70
–
25 %
–
4
–
20 %
2 453
–
129
10 %
370
–
–
Summe
19 559
1 068
129
8 495
9 305
4
2 582
370
20 756
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
27
Lagebericht
EIGENMITTEL
in Mio. €
Grundkapital
Rücklagen
Stille Einlagen
Sonderposten für allgemeine Bankrisiken
Abzugskapital
Kernkapital
Ergänzungskapital
Abzugsposten gem. § 10 Abs. 6 KWG
Haftendes Eigenkapital
Eigenkapitalquote
Kernkapitalquote
31.12.2005
31.12.2004
90
617
774
13
– 40
1 454
757
– 14
2 197
90
587
594
13
– 44
1 240
745
–8
1 977
10,6
7,0
10,1
6,3
Die gemäß Grundsatz I des KWG gewichteten Risikoaktiva beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 20,8 Mrd. €.
Die Kernkapitalquote per 31. Dezember 2005 verbessert
sich damit von 6,3 Prozent auf 7,0 Prozent, die Eigenkapitalquote stieg von 10,1 Prozent auf 10,6 Prozent.
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2005 hat sich die Ertragslage der
DG HYP unter Berücksichtigung von Sondereffekten im
Vorjahr erwartungsgemäß entwickelt. Das Rohergebnis
beläuft sich auf 289,9 Mio. € (Vorjahreswert: 333,7 Mio. €,
Veränderungen gegenüber dem Vorjahr
in Mio. €
in Prozent
0
30
180
0
4
214
12
–6
220
0,0
5,1
30,3
0,0
– 9,1
17,3
1,6
75,0
11,1
in %-Punkten
0,5
0,7
davon 27,5 Mio. € sonstige betriebliche Erträge aus Immobilienverkäufen).
Der Zinsüberschuss der DG HYP liegt in 2005 bei
325,6 Mio. €. Der Rückgang gegenüber 2004 (7,5 Mio. €)
ist weiterhin auf die Belastungen durch das Auslaufen des
margenstarken Altgeschäftes zurückzuführen. Die positive
Neugeschäftsentwicklung wird sich naturgemäß erst in
den Folgejahren im Zinsergebnis auswirken. Auf Grund
unserer Prognosen sind wir zuversichtlich, den Zinsüberschuss ab 2006 wieder steigern zu können.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG IM ÜBERBLICK
in Mio. €
Zinsüberschuss
Provisionsergebnis
Sonstige betriebliche Erträge
Rohergebnis
Verwaltungsaufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge
Risikovorsorge/Bewertungen
Betriebsergebnis
Außerordentliches Ergebnis
Steuern
Teilgewinnabführung
Einstellung in den Fonds
für allgemeine Bankrisiken
2004
325,6
– 58,5
22,8
289,9
178,1
4,5
107,3
– 55,9
51,4
– 1,3
0,0
39,2
333,1
– 40,0
40,6
333,7
180,0
2,6
151,1
– 72,3
78,8
– 4,4
18,5
38,4
– 7,5
– 18,5
– 17,8
– 43,8
– 1,9
1,9
– 43,8
16,4
– 27,4
3,1
– 18,5
0,8
– 2,3
– 46,3
– 43,8
– 13,1
– 1,1
73,1
– 29,0
22,7
– 34,8
70,5
– 100,0
2,1
10,9
0,0
10,9
100,0
0,0
17,5
– 17,5
– 100,0
Gewinnabführung
28
Veränderungen gegenüber dem Vorjahr
in Mio. €
in Prozent
2005
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
Die Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern im
FinanzVerbund führt üblicherweise zu einem negativen
Provisionsergebnis. Dieses ist in 2005 gegenüber dem Vorjahr von – 40,0 Mio. € auf – 58,5 Mio. € angewachsen.
Dazu beigetragen hat sowohl die positive Geschäftsentwicklung im Privatkundengeschäft als auch unsere starke
Emissionstätigkeit im Rahmen der Refinanzierung und der
Kreditverbriefung. Erstmalig in 2005 konnten wir Dienstleistungserträge im Rahmen der Portfolioausplatzierung für
Dritte erzielen und sehen hier für die Zukunft weiteres
Wachstumspotenzial.
Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Vorjahr
vor allem durch Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf
unserer Geschäftsgebäude in Hamburg und Berlin geprägt
und liegen deshalb mit 22,8 Mio. € gemäß der Planung
unter dem Vorjahreswert (40,6 Mio. €).
Kostenentwicklung
Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit 178,1 Mio. €
unter dem Vorjahreswert von 180,0 Mio. €. Während der
Personalaufwand plangemäß angestiegen ist, konnten bei
den anderen Verwaltungsaufwendungen auf Grund eines
konsequenten Kostenmanagements insbesondere die Projekt- und Beratungskosten (u. a. IT-Projekte, Basel II, IFRS)
gegenüber dem Vorjahr reduziert werden.
Außerordentliches Ergebnis
Das außerordentliche Ergebnis enthält wie im Vorjahr
Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit
Personalmaßnahmen in Höhe von 1,3 Mio. € nach
4,4 Mio. € in 2004.
Jahresergebnis
Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge beläuft sich
auf 51,4 Mio. € (Vorjahr: 78,8 Mio. €). Davon wurden zur
weiteren Stärkung unseres aufsichtsrechtlichen Kernkapitals 10,9 Mio. € in den Fonds für allgemeine Bankrisiken
nach § 340 g HGB eingestellt. Darüber hinaus wurde ein
Teilgewinn an die Stillen Einleger in Höhe von 39,2 Mio. €
abgeführt, so dass ein ausgeglichenes Jahresergebnis verbleibt. Im Vorjahr betrug das Jahresergebnis 17,5 Mio. €
und wurde auf Basis des weiterhin bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die DZ BANK abgeführt.
ERWIRTSCHAFTETE WERTE UND DEREN
VERTEILUNG 2005
FinanzVerbund
Mitarbeiter
Risikovorsorge
Die Gesamtposition Risikovorsorge/Bewertungen ist
gegenüber dem Vorjahr von – 72,3 Mio. € auf – 55,9 Mio. €
gesunken.
Das Bewertungsergebnis wird in Höhe von 42,1 Mio. €
ausgewiesen. Darin enthalten sind u. a. die Ergebnisse
aus Wertpapierverkäufen im Rahmen der Steuerung
unseres Deckungsstocks und aus dem Verkauf von Beteiligungen. Im Rahmen von Umstrukturierungen der Beteiligungen innerhalb des Konzerns haben wir unsere
40-prozentige Beteiligung an der VR Kreditwerk an die
DZ BANK verkauft.
Auf das Kreditgeschäft entfielen 98,0 Mio. € nach
113,0 Mio. € in 2004. Dieser Wert ist das Ergebnis unserer
systematischen Portfoliobereinigungen der vergangenen
Jahre, die wir in 2005 abgeschlossen haben, und berücksichtigt auch den Verkauf eines Teils unserer leistungsgestörten Kredite mit einem Volumen von rund
300 Mio. €. Insgesamt sehen wir uns damit auf einem
guten Weg, den Risikovorsorgebedarf in den kommenden
Jahren weiter zu reduzieren.
Stille Gesellschafter –
Verbund
Stille Gesellschafter –
Sonstige
Mitarbeiter
FinanzVerbund*
Stille Gesellschafter – Verbund
Stille Gesellschafter – Sonstige
GESAMT
in Mio. €
=%
51,9
48,3
20,7
18,4
37,3
34,7
14,8
13,2
139,3
100,0
* Verbandsbeiträge und Provisionen
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
29
Lagebericht
RISIKOBERICHT
Ziele und Organisation des Risikomanagements
a) Ziele des Risikomanagements
Das Risikomanagement der DG HYP ist darauf ausgerichtet, die Geschäftspotenziale im Rahmen der Risikotragfähigkeit ertragsorientiert auszuschöpfen. Dabei wird
die Leitlinie einer Optimierung des Rendite/Risiko-Profils
des Aktivgeschäfts sowohl auf Einzelgeschäftsebene als
auch im Rahmen einer aktiven Gesamtportfoliosteuerung
verfolgt. Die einzelnen Risikoarten im Kredit- und Wertpapiergeschäft werden vergleichbar gemacht, um auf dieser Grundlage die Kapitalallokation in der Gesamtbank
risiko- und ertragsorientiert steuern zu können.
b) Zuständigkeiten
Die Organisation sowie die Zuordnung der Verantwortlichkeiten für das Risikomanagement der DG HYP sind im
Rahmen der regulatorischen Anforderungen, die sich insbesondere aus den Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft (MaK) sowie den Mindestanforderungen an das
Betreiben von Handelsgeschäften (MaH) ergeben, auf die
Erfordernisse des Geschäftsmodells ausgerichtet. Die
DG HYP hat überdies Risikomanagement- und Risikocontrolling-Systeme entwickelt und implementiert, die den
Markt- und Wettbewerbserfordernissen in jeder Hinsicht
Rechnung tragen. Auf dieser Basis werden die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit der Risikosteuerungsprozesse sichergestellt.
Vorstand. Für das Risikomanagement der DG HYP ist
der Gesamtvorstand verantwortlich. Er bestimmt die
Risikopolitik über die Formulierung der Geschäfts- und
Risikostrategie, die Festlegung der Geschäftsarten sowie
die Definition des vertretbaren Gesamtrisikos im Rahmen
der Risikotragfähigkeit.
Ausschuss für Risiko- und Ertragssteuerung
(ARESt). Zentrales Gremium für das Risikomanagement
auf Gesamtbankebene ist der Ausschuss für Risiko- und
Ertragssteuerung (ARESt). Dem Ausschuss gehören neben
den Vorstandsmitgliedern als stimmberechtigte Mitglieder
die Leiter der Organisationseinheiten Finanzen/Controlling,
Credit Treasury und Treasury sowie die Leiter der Bereiche
des Kreditrisikomanagements als nicht stimmberechtigte
Mitglieder an. Das Gremium befasst sich insbesondere mit
der Steuerung der Risiken der Gesamtbank sowie der
Eigenkapitalallokation und tagt in der Regel einmal
wöchentlich.
30
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Risiko- und Beteiligungsausschuss des Aufsichtsrats (RBA). Der RBA besteht aus bis zu vier der einundzwanzig Aufsichtsratsmitglieder der DG HYP. Im Einzelnen
obliegt dem RBA die Entscheidungskompetenz über
bestimmte Kredit-, Portfolio- und Beteiligungsgeschäfte,
die gemäß Geschäftsordnung außerhalb der Vorstandskompetenzen liegen.
Aufsichtsrat. Das Gesamtgremium des Aufsichtsrates
entscheidet über die Übernahme oder Aufgabe von Beteiligungen bei Veränderung des Beteiligungsbuchwertes von
mehr als 500 Tsd. €, die Aufnahme und Aufgabe von
Geschäftszweigen, die Errichtung von Zweigniederlassungen, Zweigstellen und Repräsentanzen, die Geschäftsordnung des Vorstands, den Geschäftsverteilungsplan
sowie wesentliche Kredit- und Beteiligungsfragen, die
nicht explizit dem RBA zugewiesen sind.
c) Funktionen
Risikoplanung. Die Gesamtbankplanung umfasst
sowohl die Planung der Erträge und Kosten als auch der
Risiken einzelner Geschäftsaktivitäten der DG HYP. Aufbauend auf der strategischen Geschäftsausrichtung wird
im Rahmen einer 5-Jahresplanung eine operative Planung
im jährlichen Turnus durchgeführt. Innerhalb des Planungsprozesses werden die Risikolimite und die Ergebnisplanungen auf der Grundlage der Risikotragfähigkeit in den
jeweiligen Geschäftsfeldern festgelegt.
Risikomanagement. Das Risikomanagement ist entsprechend der Marktseite (Privat- und Gewerbekunden
sowie Credit Treasury) in drei Bereiche aufgeteilt. Im Rahmen der jeweils festgelegten Kreditrisikostrategie sind die
Bereiche des Kreditrisikomanagements für die Steuerung
des Adressenausfallrisikos auf Portfolio- und Einzelengagementebene zuständig. Dies umfasst sowohl die Umsetzung
von Vorgaben im Rahmen der Kreditrisikostrategie als auch
das aktive Management, die Überwachung der Adressenausfallrisiken im Rahmen der Kreditgewährung und -bearbeitung, die frühzeitige Identifizierung von Risikopotenzialen im Kreditgeschäft sowie die Intensivbetreuung, Sanierung und Abwicklung von Kreditengagements jeweils
durch entsprechend definierte Verfahren und Kontrollsysteme. Für die Umsetzung des Kreditrisikomanagements
auf Portfolioebene ist der Bereich Credit Treasury zuständig. Das Management der Marktpreis- und Liquiditätsrisiken obliegt dem Bereich Treasury im Rahmen der
Aktiv-/Passivsteuerung.
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
Risikocontrolling. Das Risikocontrolling ist für die laufende Berichterstattung und gemeinsam mit der jeweiligen
Risikomanagementeinheit für die Risikoüberwachung auf
Portfolioebene zuständig. Dies umfasst die Quantifizierung
der eingegangenen Risiken, die Überwachung der Qualität
und die Richtigkeit der eingehenden risikorelevanten
Daten, die Überwachung der Limitauslastung sowie die
Risikoberichterstattung an den Vorstand. Das Risikocontrolling erstellt dazu vierteljährlich einen MaK-konformen
Kreditrisikobericht, der die wesentlichen strukturellen
Merkmale des Kreditgeschäfts darstellt. Speziell für das
Retailgeschäft wird im selben Rhythmus ein MonitoringReport aus dem Neugeschäftsscoring und dem Verhaltensscoring des Bestands angefertigt. Auf monatlicher
Basis wird ein Gesamtrisikobericht verfasst, der neben den
Kreditrisiken auch die Marktpreisrisiken und das operative
Risiko abbildet. Darüber hinaus wird die tägliche Berichterstattung über die von der DG HYP eingegangenen
Marktpreisrisiken entsprechend der MaH durch das Risikocontrolling umgesetzt. Die wesentlichen Ergebnisse des
Risikocontrollings werden turnusmäßig an den Aufsichtsrat
berichtet.
Revision. Die Interne Revision prüft, ob die Anforderungen an die internen Kontrollsysteme, die Risikomanagement- und -controllingsysteme und das erforderliche
Berichtswesen hinreichend erfüllt werden.
d) Basel II
Die neuen Baseler Vereinbarungen zur Eigenkapitalunterlegung (Basel II), die ab 1. Januar 2007 in Kraft treten
werden, sind auf die Sicherung der Stabilität des Bankensystems und die Förderung einer stärker qualitativ ausgerichteten Bankenaufsicht ausgerichtet.
bestätigt. Die DG HYP wird im Rahmen von Basel II den
Foundation Internal Rating Based Approach (FIRB) umsetzen. Die Weiterentwicklung unserer internen Ratingsysteme zur Umsetzung der Anforderungen nach Basel II läuft
weiterhin planmäßig. Die Implementierung aller für den
Eintritt in den FIRB erforderlichen internen Rating- und Scoringverfahren wurde 2005 abgeschlossen.
Alle Projekte zur Vorbereitung auf die Einführung von
Basel II laufen seit 2003 in enger Abstimmung mit dem
DZ BANK-Konzern und den institutsübergreifenden
Basel II-Projekten des Bundesverbandes der Deutschen
Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sowie dem
Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp).
Adressenausfallrisiko
Das Adressenausfallrisiko bezeichnet das Risiko, dass
ein Kreditnehmer einen Kredit nur teilweise oder gar nicht
zurückzahlen kann, ein Derivat-Kontrahent seine zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nur teilweise oder gar nicht
erfüllen kann oder eine Beteiligung an Wert verliert. Auf
Grund der besonderen Bedeutung des Immobilienkreditgeschäfts als Kerngeschäft der DG HYP steht das Kreditrisiko im Vordergrund der Betrachtung. Die Steuerung des
Kreditrisikos erfolgt im Wesentlichen über:
• bonitäts- und portfolioorientierte Steuerung des Neuund Verlängerungsgeschäfts,
• risikoorientierte Kreditbepreisung,
• aktives Portfoliomanagement (laufende Portfolioüberwachung und -steuerung),
• aktives Problemkreditmanagement (Frühwarnung, Intensivbetreuung, Sanierung und Abwicklung).
Kernelement der Regelungen nach Basel II ist eine stärker risikoadjustierte Differenzierung der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalunterlegung für Kredite in Abhängigkeit
von der Bonität des Kreditnehmers. Für die DG HYP ist
dabei von besonderer Bedeutung, dass kleinteilige Retailkredite einer adäquaten portfolioorientierten Risikogewichtung unterliegen, was für die Banken voraussichtlich zu einer Entlastung hinsichtlich der Höhe der Eigenkapitalunterlegung führen wird.
Insgesamt sehen wir uns durch die geplanten Regelungen des Baseler Ausschusses in unserem Ansatz einer risikound ertragsorientierten Geschäfts- und Portfoliosteuerung
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
31
Lagebericht
a) Kreditprozess
Der Kreditprozess im Mengenkreditgeschäft basiert auf
einem technisch weitgehend standardisierten Antragsscoring, das sowohl den Anforderungen der MaK als auch
den Regelungen nach Basel II entspricht. Das Processing für
dieses Kreditgeschäft ist im Sinne des § 25a KWG auf das
VR Kreditwerk ausgelagert. Auf eingehende Kreditanträge
bis 300 Tsd. € wird dabei in Abhängigkeit vom Scoringergebnis entweder eine automatische Kreditzusage, eine
Zu- oder Absage auf der Grundlage einer gesonderten
manuellen Prüfung in der DG HYP oder eine automatische
Ablehnung des Kreditantrags erteilt. Im Mengenkreditgeschäft ab 300 Tsd. € basiert die Kreditentscheidung neben
einem Scoring immer auch auf einer manuellen Prüfung.
Bei Retailkrediten von 500 Tsd. € bis 1 Mio. € erfolgt die
gesamte Kreditbearbeitung bei der DG HYP.
Die Bemessung von Kontrahentenlimiten erfolgt in
Abhängigkeit vom individuellen Ausfallrisiko des Geschäftspartners. Dabei ist speziell für kleinere und mittlere Kreditinstitute, die häufig kein externes Rating haben, ein kennzahlenbasiertes internes Scoreverfahren entwickelt worden.
Ab 2006 erfolgt die Limitvergabe für Banken auf Basis des
entsprechenden BVR II-Ratingverfahrens.
In der gewerblichen Immobilienfinanzierung, die auch
Kredite für überwiegend wohnwirtschaftlich genutzte
Objekte ab 1 Mio. € (je Kreditnehmereinheit gemäß § 19
Abs. 2 KWG) umfasst, sind Vertrieb und Kundenbetreuung
in den dezentralen Immobilienzentren der DG HYP angesiedelt. Diese fungieren als Markteinheiten im Sinne der
MaK. Die jeweiligen dezentralen Marktfolgeeinheiten sind
in der Organisationseinheit Kreditrisikomanagement Investoren angesiedelt. Kreditentscheidungen erhalten jeweils
ein Votum der Markteinheit sowie der Marktfolgeeinheit.
Die Entscheidungskompetenz über den Kreditantrag richtet sich nach dem Kreditvolumen und der Risikoklassifizierung. Die entsprechenden Parameter sind in den Kreditund Portfoliostrategien festgelegt.
Kreditanträge werden dabei unter dem Gesichtspunkt
von Kunden-, Objekt- und Produktmerkmalen mittels
Scorekarten bewertet. Auf dieser Grundlage wird für jeden
Kredit ein Scorewert ermittelt, der sich in einer Ratingklasse
auf der für den FinanzVerbund entwickelten BVR II-Masterskala abbilden lässt. Darüber hinaus wird nach Kriterien der
Neugeschäftssteuerung (z. B. Beleihungsauslauf, Nutzungsart, regionale Aspekte) eine zusätzliche Bewertung
durch das Geschäftssteuerungssystem Strategy ManagementTM vorgenommen. Dieses Steuerungsinstrument
basiert auf einem Strategiebaum, dessen Parameter bei
Veränderung der Marktbedingungen oder auf Grund von
Erkenntnissen aus dem laufenden Monitoring des Neugeschäfts bzw. aus den durchgeführten Szenarioanalysen
angepasst werden. Durch ein laufendes Backtesting der
umgesetzten Strategien wird eine zielgerichtete Steuerung
des Privatkundengeschäfts sichergestellt.
b) Limitsystem
Die DG HYP hat ein Limitsystem zur Steuerung und
Überwachung von Adressenausfall- und Länderrisiken
implementiert. Dabei werden sowohl die Auslastung externer Limite (Länderrisikolimite im DZ BANK-Konzern und
Ausfallrisikolimite nach § 13 KWG) als auch intern gesetzte Länder- und Ausfallrisikolimite gleichzeitig und unabhängig voneinander berechnet. Die jeweiligen Limitvorgaben sind jederzeit einzuhalten und werden gleichzeitig
systemunterstützt online überwacht.
Auf der Basis von regelmäßigen Aufstellungen durch
das Risikocontrolling werden die Auslastungen der Limite
überdies laufend dokumentiert. Bei Limitüberschreitungen
wird umgehend der Vorstand informiert, der dann über
geeignete Maßnahmen entscheidet.
32
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
c) Kreditscoring/-rating
Zur Bewertung und Entscheidung von Neugeschäftsanträgen im Mengenkreditgeschäft mit Privatkunden hat
die DG HYP Anfang 2003 ein Antragsscoring eingeführt.
Dieses Verfahren ermöglicht eine weitgehend automatisierte und damit kostengünstige Antragsentscheidung,
eine differenzierte Risikoeinschätzung nach einheitlichen
Maßstäben sowie eine aktive Geschäftssteuerung.
Eine scoring-gestützte und fortlaufende Bewertung des
Mengenkreditportfolios wird seit dem vierten Quartal 2005
auf der Basis eines so genannten Verhaltensscorings, das
sich ebenfalls in den Ratingklassen der BVR II-Masterskala
abbilden lässt, durchgeführt. Dieses Scoringverfahren
ermöglicht eine regelmäßige Bestandsbewertung, die
monatlich aktualisiert wird. Auf dieser Grundlage lassen
sich Bonitätsmigrationen im Mengenkreditgeschäft weitaus früher als bislang identifizieren und im Rahmen der
Neugeschäfts- und Portfoliosteuerung sowie der Bestandsbearbeitung berücksichtigen.
Zur Steuerung der Kreditrisiken im gewerblichen Immobilienkreditgeschäft ermittelt die DG HYP im Rahmen der
Kreditanalyse für den Kreditnehmer ein differenziertes
Bonitätsrating, für das Objekt ein Objektgesamtrating
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
(Makro-/Mikrostandort und Objektrating) sowie den Beleihungsauslauf des Einzelengagements. Die ermittelten
Werte bilden die Grundlage für die Kreditentscheidung
und Preisfindung. Im Rahmen einer zukunftsorientierten
Kreditanalyse steht für die DG HYP die Bonität des Kreditnehmers bzw. die Kapitaldienstfähigkeit des Objekts im
Vordergrund.
Um den besonderen Anforderungen des gewerblichen
Immobilienkreditgeschäfts der DG HYP Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus in Zusammenarbeit mit den
Zentralbanken des FinanzVerbunds und dem BVR Basel IIkonforme Ratingverfahren für Spezialfinanzierungen (SLRE
– Specialised Lending Real Estate) entwickelt und 2005
implementiert. Diese Ratingverfahren umfassen die Kundengruppen Bauträger, Wohnungsbaugesellschaften,
Objektgesellschaften, Geschlossene Fonds, Projektentwickler und gewerbliche Investoren.
Ein Basel II-konformes Ratingverfahren für Kommunen
wurde ebenfalls 2005 eingeführt. Das Kommunalrating
wurde unter Mitwirkung der DG HYP im Rahmen eines
Verbandsprojekts des vdp in Zusammenarbeit mit S&P Risk
Solutions entwickelt. Für das Rating von Staaten, Banken
und Großkunden werden die in der DZ BANK implementierten jeweiligen BVR II-Ratingverfahren im Rahmen einer
Rating-Desk-Lösung genutzt.
Zur Klassifizierung der Beleihungsobjekte wurde in
2005 das Markt- und Objektratingsystem für die Immobilienanalyse MoriXTM erworben. Ab 2006 erfolgt der
Einsatz für die DG HYP durch unsere Tochtergesellschaft
VR WERT - Gesellschaft für Immobilienbewertungen mbH,
die die MoriXTM-Ergebnisse mit weiteren Einschätzungen
des Objektes zu einem Markt- und Objektrating
zusammenführt. Für Kredite unter 300 Tsd. € wird ein vereinfachtes Verfahren angewendet, bei dem lediglich die
Markteinschätzung von MoriXTM berücksichtigt wird.
Alle Kreditengagements, die nach § 18 KWG eine
Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers verlangen, werden jährlich überprüft und gegebenenfalls im Rating angepasst. Darüber hinaus erfolgt
eine turnusmäßige Erstellung von Überwachungsvorlagen von Engagements mit einem Volumen ab 2,5 Mio. €
je Kreditnehmereinheit. Inhaltlich umfasst die Überwachung die Auswertung der Bonitäts- und sonstiger Kundenunterlagen, die Beurteilung der aktuellen Mietsituation und der Mieterbonitäten. Gegebenenfalls wird eine
Neubewertung des Objekts bzw. sonstiger Sicherheiten
vorgenommen.
d) Problemkreditmanagement
Kreditengagements mit einem Volumen von mehr als
500 Tsd. € unterliegen unter bestimmten Voraussetzungen
einer Intensivbetreuung. Dazu hat die DG HYP ein Frühwarnsystem entwickelt, das anhand vielfältiger Indikatoren
das Erfordernis einer intensiveren Kreditbetreuung anzeigt.
Die Wirksamkeit der Indikatoren wird quartalsweise überprüft. Die Berichterstattung über alle Fälle der Intensivbetreuung erfolgt ebenfalls vierteljährlich. Im Rahmen der
Überwachung wird für jedes dieser Engagements eine
Checkliste geführt, die über die erneute Sicherheitenprüfung, die Beurteilung von Objekt und Bonität sowie die
veranlassten Maßnahmen Auskunft gibt. Zugleich ist das
Ergebnis dieser Intensivprüfung die Grundlage für die Entscheidung über weitere Betreuungsmaßnahmen (Normalbzw. Intensivbetreuung oder Sanierung).
Problembehaftete Kreditengagements, deren wirtschaftliche Perspektive positiv eingeschätzt wird, werden in
der Abteilung für Sanierung bearbeitet, die organisatorisch
der Marktfolge zugeordnet ist. Grundlage für eine Sanierungsentscheidung ist die Vorlage eines Konzepts, das
neben einer differenzierten Analyse und Bewertung der
Gesamtsituation des Engagements sowie einer Kosten-/
Nutzen-Abwägung einen umfassenden Sanierungsplan
beinhalten muss. Die Überleitung von Kreditengagements
in die Abwicklung erfolgt grundsätzlich bei Auflösung der
Geschäftsbeziehung, bei Problemkrediten unter 500 Tsd. €
sowie bei Problemkreditengagements, deren wirtschaftliche Perspektive als negativ einzuschätzen ist.
e) Portfoliomanagement
Neben dem Management von Einzelkreditrisiken ist die
aktive Portfoliosteuerung ein zentraler Bestandteil des
Risikomanagements der DG HYP. Dies umfasst sowohl
die Bewertung von Einzelengagements unter Portfoliogesichtspunkten wie auch das risiko-/ertragsorientierte
Management des Gesamtportfolios durch Verbriefungen,
MBS-Ankäufe sowie Portfolioan- und -verkäufe. Die
Zuständigkeit für das Portfoliomanagement obliegt dem
Risikomanagement und dem Geschäftsfeld Credit Treasury;
die Umsetzung der beschlossenen Strategie allein dem
Geschäftsfeld Credit Treasury.
Im Rahmen des Risikocontrollings werden die Adressenausfallrisiken mit Hilfe eines Kreditrisikomodells
(basierend auf CreditRisk+TM) auf der Grundlage einer Portfolioanalyse über alle Aktiva gemessen. Die Basis für die
Risikolimitierung der Adressenausfallrisiken auf Gesamtbankebene sowie die Grundlage für die Portfoliosteuerung
im Credit Treasury ist der mit einem Konfidenzniveau von
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
33
Lagebericht
99,9 Prozent und einer einjährigen Haltedauer ermittelte
Credit Value at Risk (CVaR). Mit diesem Verfahren lässt sich
unter anderem auch der Risikobeitrag einzelner Engagements unter dem Gesichtspunkt der Diversifikation im
Gesamtportfolio und die daraus resultierende Inanspruchnahme des ökonomischen Kapitals ermitteln (RAROCSteuerung). Die Ergebnisse dieser regelmäßigen Analysen
werden in einem fortlaufenden Prozess in die Ausrichtung
der Kreditrisikostrategie integriert und im Prozess der Vergabe von großvolumigen Krediten (ab 25 Mio. €) als zusätzliches Parameter gesondert berücksichtigt.
Auf der Basis von speziellen Analysen können Portfoliostrukturen durch den An- und Verkauf identifizierter Kreditrisiken aktiv gestaltet werden. Dies betrifft zum einen Kreditentscheidungen auf Einzelengagementebene, etwa bei
Großkrediten oder im Konsortialkreditgeschäft. Zum anderen haben wir bereits im Rahmen von synthetischen Verbriefungstransaktionen und Portfolioverkäufen Kreditrisiken vollständig ausplatziert.
Gleichzeitig investiert die DG HYP in MBS-Transaktionen Dritter. Durch das Zusammenspiel der Ausplatzierung
von Kreditrisiken und Investments in andere Portfoliostrukturen erzielen wir eine bessere Risikodiversifikation im
Gesamtportfolio, die wir somit zielgerichtet steuern können. Aus dem Kreditrisikomodell werden dazu regelmäßig
Portfolioberichte durch das Risikocontrolling erstellt. Diese
Berichte beinhalten unter anderem den für das Gesamtportfolio ermittelten erwarteten und unerwarteten Verlust
sowie eine Aufteilung des Credit Value at Risk (CVaR) auf
die Geschäftsfelder.
Marktrisiken
Unter Marktrisiken verstehen wir das Marktpreisrisiko
und das Liquiditätsrisiko. Das Marktpreisrisiko ist gekennzeichnet durch Auswirkungen von Zinsschwankungen auf
dem Geld- und Kapitalmarkt und Paritätsänderungen von
Währungen. Das Liquiditätsrisiko beinhaltet die Gefahr,
dass die DG HYP zur Aufrechterhaltung der Zahlungsbereitschaft notwendige Gelder nicht oder nur zu wesentlich
verschlechterten Konditionen aufnehmen kann.
34
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
a) Marktpreisrisiken
Im Rahmen einer dynamischen Steuerung von Zinsund Währungsrisiken auf Gesamtbankebene setzt die
DG HYP verschiedene Sicherungsinstrumente ein. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Macro-Hedge-Geschäfte mit Zinsswaps und Zinsbegrenzungsvereinbarungen;
gelegentlich werden auch in begrenztem Umfang Optionen auf Zinsswaps (sog. Swaptions) abgeschlossen. Daneben werden einzelne große Transaktionen, wie z. B. die
Herauslage von Schuldscheindarlehen an institutionelle
Kunden, regelmäßig durch Micro-Hedge-Geschäfte gegen
das spezielle Zinsänderungsrisiko abgesichert, wobei auch
hierzu Zinsswaps und Swaptions verwendet werden.
Zur Quantifizierung des Marktpreisrisikos der DG HYP
werden täglich für alle Positionen der Portfolios jeweils
zwei Value at Risk-Zahlen auf Basis des Varianz-/KovarianzVerfahrens ermittelt. Entsprechend den Vorgaben des § 32
des Grundsatzes I für interne Modelle werden bei den
Berechnungen folgende Parameter verwendet:
• 250 Tage Historie
• zehn Tage Haltedauer und ein Tag Haltedauer
• ein Konfidenzniveau von 99 Prozent
Die Prognosequalität unseres internen Value at RiskModells wird täglich überprüft. Für dieses Backtesting setzen wir die im Marktrisikopapier des Baseler Ausschusses
veröffentlichten Annahmen als Modellparameter an:
• zurückliegender Zeitraum von 250 Tagen
• ein Tag Haltedauer
• Konfidenzniveau von 99 Prozent
Den nach diesen Parametern berechneten möglichen
Veränderungen der Barwerte werden vom Risikocontrolling die tatsächlich am jeweiligen Folgetag eingetretenen
negativen Barwertveränderungen gegenübergestellt. Auf
dieser Grundlage wird festgestellt, wie oft die tatsächlich
eingetretenen negativen Barwertveränderungen die im
Risikomodell ermittelten Value at Risk-Werte überschritten
haben.
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
VaR DG HYP (HALTEDAUER 10 TAGE, 99 PROZENT)
ENTWICKLUNG IM JAHR 2005
in Mio. €
80
70
60
50
40
30
20
10
Februar
April
Juni
August
Oktober
Dezember
Der Vorstand sowie die Organisationseinheit Treasury
werden tagaktuell durch das Risikocontrolling über die
Treasuryperformance und über die Auslastung des Value at
Risk-Limits informiert. In der wöchentlichen Sitzung des
ARESt entscheidet der Vorstand über die Steuerung der
Gesamtbankrisikostruktur.
tig ergebenden Liquiditätsströme zur Verfügung. Dem
ARESt wird darüber wöchentlich eine Übersicht mit der
kurz- und langfristigen Liquiditätsvorschau vorgelegt. Auf
Basis dieser Übersicht erfolgt die Liquiditätssteuerung mit
dem Ziel der langfristigen Liquiditätssicherung und der Einhaltung des Grundsatzes II gemäß § 11 KWG.
b) Liquiditätsrisiko
Die Ermittlung der Liquiditätslage erfolgt täglich entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben sowie den
täglichen Geschäftsanforderungen. Dafür stellt das Risikocontrolling der Abteilung Treasury täglich eine differenzierte Übersicht der sich aus dem Ablauf der Bestände zukünf-
Entsprechend der Basel II-Anforderungen an die Messung und Berichterstattung des Liquiditätsrisikos wurde im
Jahr 2005 ein Liquiditäts-Controlling umgesetzt. Aufbauend
auf der kurz- und langfristigen Liquiditätsvorschau wird in
2006 ein Limitsystem auf täglicher Basis implementiert und
in die Risikoüberwachung integriert werden.
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
35
Lagebericht
Operationelle Risiken
Der Baseler Ausschuss definiert operationelles Risiko als
die Gefahr von unmittelbaren oder mittelbaren Verlusten,
die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von
internen Verfahren, Menschen oder Systemen oder infolge
von externen Ereignissen eintreten. Diese Definition wurde
von der DG HYP übernommen und in Details geringfügig
an die eigenen speziellen Belange angepasst. Gemäß des
Baseler Konsultationspapiers sollen Kreditinstitute ab dem
1. Januar 2007 Eigenkapital für operationelle Risiken vorhalten. Für die Quantifizierung hat die DG HYP seit 2003
den Standardansatz umgesetzt.
festgelegt. Organisatorisch ist die Messung der operationellen Risiken im Risikocontrolling der DG HYP angesiedelt.
Das Risikocontrolling berichtet dem Gesamtvorstand der
DG HYP im Rahmen der Sitzungen des ARESt regelmäßig
über die aufgetretenen Schadensfälle und die Aktivitäten
zur Fortentwicklung des Quantifizierungsansatzes.
Ein System zur Erhebung und Erfassung von Verlustdaten ist bereits seit 2002 im Einsatz. Die eingehenden
Schadensmeldungen werden systematisch nach entsprechend vorgegebenen Kategorien in einer Schadensfalldatenbank gesammelt und überdies als Anhaltspunkte zur
weiteren Verbesserung der Bearbeitungsprozesse und
damit zur Reduzierung des operationellen Risikos genutzt.
Darüber hinaus werden seit 2004 in allen Organisationseinheiten der DG HYP regelmäßig Self-Assessments
durchgeführt. Mittels eines standardisierten elektronischen
Fragebogens werden aktuelle Risikoeinschätzungen vorgenommen. Laufende Plausibilitäts- und Konsistenzprüfungen erfolgen durch das Risikocontrolling.
Um darüber hinaus eine rechtzeitige Identifikation von
operationellen Risiken zu ermöglichen, werden in einem
Frühwarnsystem verschiedene Risikoindikatoren (z. B.
Systemausfälle, Betrugsfälle, Personalfluktuation) regelmäßig erfasst. Im Rahmen der konzerneinheitlichen Berichterstattung an die DZ BANK werden die vereinbarten Risikoindikatoren sowie die gesammelten Schadensfälle in
anonymisierter Form gemeldet.
Das Kreditprocessing im Privatkundengeschäft und der
IT-Service werden durch das VR Kreditwerk vorgenommen.
Die im Rahmen dieser Tätigkeit entstehenden operationellen Risiken für die DG HYP werden in den Systemen des
VR Kreditwerk und in den Systemen der DG HYP berücksichtigt. Dabei fließen auch die Erkenntnisse aus dem
Outsourcing-Controlling ein.
Für operationelle Risiken, die im Rahmen der Gebäudenutzung und in der Nutzung des EDV-Systems existieren,
steht das Notfallmanagement im Vordergrund. Dazu sind
in einem Notfallhandbuch die wesentlichen Maßnahmen
36
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
Strategische Risiken
Strategische Risiken beinhalten die Gefahr von Verlusten, die aus Managemententscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung der DG HYP resultieren. Das strategische Risiko kann dabei auch langfristige Erfolgsfaktoren im Umfeld der DG HYP betreffen. Hierzu gehören z. B.
Veränderungen im rechtlichen oder gesellschaftlichen
Umfeld, Veränderungen der Markt- und Wettbewerbsbedingungen, der Kunden oder der Refinanzierungspartner. Unter diesem Gesichtspunkt subsumieren wir auch
Planungsrisiken und Reputationsrisiken unter diese Risikokategorie.
Zur Reduktion von Planungsrisiken werden Soll-/IstVergleiche erstellt, auf deren Grundlage Planungsdaten
und -prämissen fortlaufend überprüft werden.
Das Reputationsrisiko betrifft direkte oder indirekte
Verluste auf Grund einer Verschlechterung des Ansehens
der DG HYP bei den Anteilseignern, Mitarbeitern, Kunden,
Geschäftspartnern und in der allgemeinen Öffentlichkeit.
Alle Maßnahmen und Ereignisse, die das Ansehen der
DG HYP betreffen können, werden in den Bereichen
Öffentlichkeitsarbeit, Investor Relations sowie den betroffenen Markteinheiten identifiziert und in Abstimmung mit
dem Vorstand bewertet, um die Auswirkungen dieser
Risiken zu begrenzen.
Generell werden bei der DG HYP zur Erfassung und
Minimierung von strategischen Risiken unter anderem
Investitionsrechnungen, Businesspläne mit Szenariorechnungen, Kosten- und Nutzenanalysen sowie Risikoanalysen
als Grundlagen für strategische Entscheidungen eingesetzt. Darüber hinaus wird in allen Entscheidungsvorlagen,
die strategische Risiken induzieren, durch die verantwortliche Organisationseinheit eine Stellungnahme zum Risikogehalt vorgenommen und im Rahmen der Beschlussfassung berücksichtigt.
Da strategische Risiken grundsätzlich sehr komplexen
Sachzusammenhängen unterliegen und sich hierfür auch
keine Regelmäßigkeiten identifizieren lassen, sind sie als
Spezialrisiken in einem integrierten System nicht erfassbar.
Sie stehen deshalb grundsätzlich unter besonderer Beobachtung des Vorstandes sowie fachbezogen unter Beobachtung einzelner Organisationseinheiten und werden
kontinuierlich analysiert. Die regelmäßige Überprüfung der
Geschäftsfeldstrategien gehört zudem zum fortlaufenden
Prozedere der Geschäftsfeldplanung und -kontrolle.
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
37
Lagebericht
UNSERE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Umbau der Personalstruktur
Einhergehend mit der strategischen Neuausrichtung
der DG HYP haben wir in den vergangenen Jahren die Personal- und Qualifikationsstruktur sukzessive den veränderten Anforderungen angepasst. Damit wurden wesentliche
Grundlagen geschaffen, um die Erschließung neuer
Geschäfte und Märkte in einem anspruchsvollen regulativen Umfeld aktiv zu gestalten.
Nach den erheblichen strukturellen Veränderungen
durch den Auf- und Abbau von Mitarbeiterkapazitäten, die
2003 und 2004 vor allem durch die Verschlankung der
Organisation und die Neuausrichtung der Immobilienfinanzierung geprägt waren, hat die Dynamik der personellen
Restrukturierung im Geschäftsjahr 2005 deutlich abgenommen. Eine weitere Verstärkung der Kapazitäten erfolgte insbesondere im Bereich des Kreditrisikomanagements.
Für den Abbau von Personal wurden vor allem die
natürliche Fluktuation sowie die Möglichkeiten bestehender kollektiver Vereinbarungen wie Vorruhestand und
Altersteilzeit genutzt. In diesem Zusammenhang ist die
Zahl der Mitarbeiter in Altersteilzeit weiter angestiegen.
Zum 31. Dezember 2005 waren 32 MitarbeiterInnen in der
Aktivphase und 29 in der Passivphase der Altersteilzeit.
Personalentwicklung als strategischer Erfolgsfaktor
Die Neuausrichtung der Bank wurde von der Einführung neuer zukunftsorientierter Steuerungsinstrumente
begleitet. Neben den Themen Fach- und Führungslaufbahn, Qualifizierung und Potenzialanalyse bildet ein effizientes Beurteilungssystem einen wesentlichen Baustein
unseres Personalentwicklungskonzeptes.
Unsere Personalentwicklung investiert gleichermaßen
in praxisorientierte Qualifizierungsmaßnahmen und in
zusätzliches Know-how durch die Gewinnung neuer Spezialisten. Die Erhebung des individuellen Entwicklungs- und
Weiterbildungsbedarfs erfolgt gezielt für alle MitarbeiterInnen im Rahmen des jährlichen Zielvereinbarungs- und
38
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Beurteilungsgesprächs durch die zuständige Führungskraft. Im Jahr 2005 stand im Rahmen unserer Qualifizierungsoffensive insbesondere der Weiterbildungsbedarf
hinsichtlich „Basel II“, „Kredit-Rating“ und „Immobilienbewertung nach IAS“ im Vordergrund. Unsere 63 internen
Fortbildungsmaßnahmen wurden von insgesamt 510 MitarbeiterInnen in Anspruch genommen.
Darüber hinaus wurde im Berichtszeitraum erstmalig
unter dem Dach der VR IMMO ein gemeinsames Fortbildungsprogramm implementiert und erste Maßnahmen
umgesetzt. In diesem Rahmen wurde auch ein Förderkreis
für Nachwuchskräfte gestartet. Zielgruppe sind qualifizierte, junge MitarbeiterInnen, die das notwendige Potenzial
und Engagement für Fach- und Führungsaufgaben mitbringen. Der Teilnehmerkreis, der sich aus MitarbeiterInnen
der Bausparkasse Schwäbisch Hall, dem VR Kreditwerk und
der DG HYP zusammensetzt, wird im Rahmen eines modularen Konzeptes von einem externen Trainerteam begleitet.
Ausbildung
Die kontinuierliche Nachwuchssicherung aus den eigenen Reihen gehört zu den Kernfeldern unserer Personalentwicklung. Im Berichtsjahr absolvierten sieben Berufsstarter ihre Abschlussprüfung zu Bankkaufleuten. Zwei
Kandidaten beendeten ihr Studium zum Betriebswirt an
der Berufsakademie erfolgreich. Zum 31. Dezember 2005
standen 23 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis mit der DG HYP.
Unsere Ausbildung erfolgt in enger Zusammenarbeit
mit der VR Kreditwerk AG und den Volksbanken und Raiffeisenbanken im genossenschaftlichen FinanzVerbund. Die
Partnerunternehmen leisten dabei einen wertvollen Beitrag
zur Förderung der fachlichen Kompetenz sowie der Vertriebsorientierung und tragen damit zum Erfolg unserer
Nachwuchskräfteausbildung bei. Die Handelskammer
Hamburg würdigte im Dezember 2005 das Engagement
und die Leistungen der DG HYP mit der Verleihung des
Preises „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“.
Geschäftsbericht 2005
Lagebericht
Soziale Leistungen
Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz werden bei
der DG HYP in besonderer Weise gefördert. Die Ergonomieberatung durch den Betriebsarzt, ein mobiler Massagedienst, Betriebssportgruppen und das Engagement von
Sicherheitsfachkräften und -beauftragten gehören zum
Standard. Darüber hinaus profitieren die MitarbeiterInnen
von variablen Arbeitszeitmodellen sowie der Unterstützung
bei der Kinderbetreuung. Die Krankheitsquote befindet
sich seit Jahren auf niedrigem Niveau und liegt mit 3,0 Prozent im Berichtsjahr deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.
Zusammenarbeit in der VR IMMO
Die gezielte Harmonisierung unseres Personalmanagements im Rahmen der VR IMMO war auch im Geschäftsjahr 2005 ein Aufgabenschwerpunkt. Nach umfangreichen
Vorarbeiten wurden nach Zusammenführung des Personalwirtschaftssystems SAP/R3 HR seit Januar 2005 neben
einer gemeinsamen Gehaltsabrechnung auch abgestimmte
Personalplanungs- und -controllingprozesse umgesetzt.
Weitere Schwerpunkte der intensivierten Zusammenarbeit
waren eine gemeinsame Stellenbörse sowie eine abgestimmte Planung personalwirtschaftlicher Projekte.
BESCHÄFTIGUNGSZAHLEN
Anzahl der aktiven Mitarbeiter
31.12.2005
31.12.2004
Vorstand
Angestellte
Auszubildende
2
545
23
2
543
25
Insgesamt
570
570
545,4
543,3
Gewichtet (Kapazität)
Zusätzlich standen am 31. Dezember 2005 62,6 inaktive Mitarbeiter (z. B. Elternteilzeit, Langzeitkranke, Passivphase der Altersteilzeit) in einem
Beschäftigungsverhältnis mit der Bank.
ANZAHL DER LEISTUNGSEMPFÄNGER AUS DER BETRIEBLICHEN ALTERSVERSORGUNG
Pensionäre
Hinterbliebene
31.12.2005
31.12.2004
225
41
214
43
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
39
Lagebericht
AUSBLICK
Entwicklung des Marktumfelds
Für die beiden folgenden Geschäftsjahre erwarten wir
in Deutschland eine Fortsetzung des moderaten Aufwärtstrends der wirtschaftlichen Entwicklung. In Bezug auf die
inländischen Immobilienmärkte gehen wir davon aus, dass
nach den Rückgängen der vergangenen Jahre die Talsohle
durchschritten ist. Der Trend einer zunehmenden Differenzierung der Immobilienmärkte wird weiter voranschreiten.
Deutschland wird aber auch zukünftig der größte Immobilienmarkt in Europa bleiben und bietet damit für die Immobilienfinanzierung ein sehr attraktives Geschäftspotenzial.
Für die ausländischen Immobilienmärkte, in denen die
DG HYP präsent bzw. im Rahmen der Cross-Border-Strategie aktiv ist, sehen wir interessante Marktpotenziale vor
allem in Großbritannien und in den USA. Die Wirtschaftsmetropolen dieser Länder bieten Immobilieninvestoren in
den kommenden Jahren attraktive Rendite- und Wachstumschancen.
Die inländische Kommunalwirtschaft steht mit einem
hohen Investitions- und Finanzierungsbedarf in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Die aktive
Kooperation mit Unternehmen aus dem privatwirtschaftlichen Sektor (Public Private Partnership) wird dabei verstärkt an Bedeutung gewinnen. Ziel ist es, die Kostenstrukturen der öffentlichen Haushalte zu verbessern und die
Umsetzung öffentlicher Projekte effizienter zu gestalten.
Insgesamt sehen wir für unsere Geschäftsaktivitäten in
der Immobilien- und Staatsfinanzierung auch in den kommenden Jahren gute Geschäftschancen. In unserem Kernmarkt Deutschland erwarten wir weiterhin einen sehr
intensiven Wettbewerb der Banken. Mit der Umsetzung
von Basel II ab 2007 gehen wir aber auch davon aus, dass
sich ein noch stärker risikoorientiertes Kreditpricing am
Markt zunehmend durchsetzen wird.
Geschäftsentwicklung
Angesichts der bestehenden Herausforderungen und
Chancen, die das wirtschaftliche Umfeld bietet, werden wir
die Fokussierung unserer Geschäftsfelder auf attraktive
40
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Marktsegmente und Produkte, den Ausbau des aktiven
Portfoliomanagements und des Structured Finance sowie
die Optimierung der Kreditprozesse und des Kreditrisikomanagements weiter vorantreiben.
Auf dieser Grundlage erwarten wir in der privaten und
gewerblichen Immobilienfinanzierung in den kommenden
Jahren ein stetiges Wachstum im Neu- und Verlängerungsgeschäft. Auf der Basis der Wachstumsperspektiven und
auf Grund der positiven Margenentwicklung im Neugeschäft der zurückliegenden Jahre gehen wir davon aus,
dass der Zinsüberschuss im laufenden Geschäftsjahr 2006
den Turnaround erreichen und in den folgenden Jahren
kontinuierlich steigen wird. Dies gilt entsprechend für das
Rohergebnis.
Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der
Bank werden wir auch zukünftig in Know-how und Personal investieren. Dabei steht die Entwicklung der Verwaltungsaufwendungen auch weiterhin im Fokus und wird
durch ein straffes Kostenmanagement begleitet.
Der Abschluss der Portfoliobereinigung in 2005, die
Weiterentwicklung unseres Kreditrisikomanagements
sowie das aktive Portfoliomanagement bilden eine wesentliche Grundlage für eine weitere Senkung des Risikovorsorgebedarfs. Vor diesem Hintergrund erwarten wir in den
kommenden Jahren einen weiteren Rückgang der Kreditrisikovorsorge.
Auf dieser Basis gehen wir davon aus, das operative
Ergebnis der DG HYP in den kommenden Jahren kontinuierlich steigern zu können.
Zur Unterlegung des Wachstums im Kreditgeschäft
wurden mit der DZ BANK weitere Maßnahmen vereinbart,
um die Kernkapitalquote dauerhaft über 7 Prozent zu halten.
Insgesamt sehen wir uns mit der strategischen Ausrichtung der Bank auf einem guten Weg, um in einem
anspruchsvollen, sich wandelnden Marktumfeld eine
aktive, gestaltende Rolle zu spielen.
Geschäftsbericht 2005
JAHRESABSCHLUSS
Seite
Jahresabschluss
Bilanz zum 31. Dezember 2005
43
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005
49
Anhang
55
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
41
BILANZ
ZUM 31. DEZEMBER 2005
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
43
BILANZ
AKTIVSEITE
Tsd. € Anhang
Barreserve
a) Kassenbestand
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken
darunter: bei der Deutschen Bundesbank
Forderungen an Kreditinstitute
a) Hypothekendarlehen
b) Kommunalkredite
c) andere Forderungen
darunter: täglich fällig
gegen Beleihung von Wertpapieren
Forderungen an Kunden
a) Hypothekendarlehen
b) Kommunalkredite
c) andere Forderungen
darunter: gegen Beleihung von Wertpapieren
Tsd. €
Tsd. €
13 115
18 741
1
18 740
(18 740)
5 811 488
5 628 414
224 585
4 842 993
560 836
(384 241)
(–)
41 857 146
42 006 326
24 584 706
16 800 091
621 529
(–)
30 499 880
25 294 445
(24 852 014)
12 049 422
(11 509 132)
12 802 592
(9 343 915)
442 431
(429 447)
1
13 114
13 114
(6)
236 882
4 609 192
965 414
551 635
–
(6)
31.12.2004
Tsd. €
24 553 159
17 006 381
297 606
–
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
12 297 922
ab) von anderen Emittenten
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank
14 004 347
b) eigene Schuldverschreibungen
Nennbetrag
253 010
(9)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
(9)
16
16
(9)
2 958
2 470
(–)
(–)
(9)
3 991
5 331
(–)
(–)
(12)
598 633
444 093
(410 361)
Immaterielle Anlagewerte
(13)
40 212
44 294
Sachanlagen
(13)
3 391
4 647
25 034
30 821
5 925
5 925
277 840
327 031
326 069
962
79 139 629
73 812 554
Beteiligungen
darunter: an Kreditinstituten
an Finanzdienstleistungsinstituten
264
–
Anteile an verbundenen Unternehmen
darunter: an Kreditinstituten
an Finanzdienstleistungsinstituten
–
–
Treuhandvermögen
darunter: Treuhandkredite
(30 244 301)
14 726 283
15 518 018
255 579
564 901
Sonstige Vermögensgegenstände
Steuerabgrenzungsposten
Rechnungsabgrenzungsposten
a) aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft
b) andere
Summe der Aktiva
(15)
276 586
1 254
ZUM 31. DEZEMBER 2005
PASSIVSEITE
Tsd. € Anhang
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe
b) begebene öffentliche Namenspfandbriefe
c) andere Verbindlichkeiten
darunter: täglich fällig
Zur Sicherstellung aufgenommener Darlehen
an den Darlehensgeber ausgehändigte
Hypotheken-Namenspfandbriefe
und öffentliche Namenspfandbriefe
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe
b) begebene öffentliche Namenspfandbriefe
c) andere Verbindlichkeiten
darunter: täglich fällig
Zur Sicherstellung aufgenommener Darlehen
an den Darlehensgeber ausgehändigte
Hypotheken-Namenspfandbriefe
und öffentliche Namenspfandbriefe
(16)
11 271 650
205 333
4
15 531
(5)
(26 095)
(16)
11 869 677
165 982
11 923 985
3 487 420
5 502 382
2 934 183
(192 953)
39 369
26 031
(52 152)
(46 482)
3 060 433
6 009 026
2 800 218
(16)
52 811 923
14 344 290
33 472 276
4 995 357
(12)
598 633
444 093
(410 361)
75 452
94 355
111 148
120 775
120 635
140
83 495
82 054
56 478
466
25 110
(17)
658 985
620 442
(18)
153 643
153 643
(0)
24 078
13 178
1 480 945
1 270 945
(683 687)
90 000
593 687
494 113
(93 145)
945
92 200
79 139 629
73 812 554
720 973
588 599
987 249
739 844
(15)
111 024
124
Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
b) Steuerrückstellungen
c) andere Rückstellungen
56 746
450
26 299
Nachrangige Verbindlichkeiten
7 925
Fonds für allgemeine Bankrisiken
(19)
(20)
(20)
Summe der Passiva
Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen
Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen
47 522 516
14 501 606
28 150 959
4 869 951
564 901
Rechnungsabgrenzungsposten
a) aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft
b) andere
Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital
aa) Grundkapital
ab) Stille Einlage
b) Kapitalrücklagen
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen
cb) andere Rücklagen
31.12.2004
Tsd. €
11 566 568
1 082 687
2 882 478
7 601 403
(234 341)
Sonstige Verbindlichkeiten
Genussrechtskapital
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig
Tsd. €
1 080 043
3 828 018
6 363 589
Verbriefte Verbindlichkeiten
begebene Schuldverschreibungen
a) Hypothekenpfandbriefe
b) öffentliche Pfandbriefe
c) sonstige Schuldverschreibungen
Treuhandverbindlichkeiten
darunter: Treuhandkredite
Tsd. €
(863 687)
90 000
773 687
524 113
(93 145)
945
92 200
(22)
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2005
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
49
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2005
Tsd. € Anhang
Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen
Tsd. €
Tsd. €
2 801 661
1 083 799
3 885 460
3 561 020
324 440
Zinsaufwendungen
Laufende Erträge aus
a) Beteiligungen
b) Anteilen an verbundenen Unternehmen
35
10
45
Erträge aus Gewinngemeinschaften,
Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen
1 108
2004
Tsd. €
2 910
896
3 806
3 475
331
810
075
885
139
746
535
58
593
722
Provisionserträge
19 491
16 926
Provisionsaufwendungen
77 994
56 891
Provisionsergebnis
Sonstige betriebliche Erträge
(28)
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
– 58 503
– 39 965
22 780
40 564
41 125
36 902
10 842
51 967
167 123
11 476
48 378
(5 833)
114 876
163 254
10 976
16 721
4 548
2 583
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
92 715
113 909
Erträge aus Zuschreibungen zu
Beteiligungen, Anteilen an verbundenen
Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
36 984
41 579
141
–
51 351
78 772
darunter: für Altersversorgung
b) andere Verwaltungsaufwendungen
4 897
(29)
115 156
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwand aus Verlustübernahme
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
Außerordentliche Erträge
Außerordentliche Aufwendungen
Außerordentliches Ergebnis
(30)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(31)
Sonstige Steuern, soweit nicht unter
sonstigen betrieblichen Aufwendungen
ausgewiesen
Auf Grund von Teilgewinnabführungsverträgen
abgeführte Gewinne
Auf Grund von Gewinnabführungsverträgen
abgeführte Gewinne
Einstellung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken
Jahresüberschuss
–
–
1 318
4 399
– 1 318
–
– 4 399
18 212
–
–
279
18 491
39 133
38 382
–
17 500
10 900
–
–
–
Anhang
Anhang
(1) Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der DG HYP für das Geschäftsjahr
2005 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Pfandbriefgesetzes (PfandBG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.
Nach Beendigung der Jahresabschlussprüfung wurde
entschieden, die Struktur des aufsichtsrechtlichen Kernkapitals zu verändern und den Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340 g HGB zu dotieren.
Auf die Erstellung eines Konzernabschlusses wurde in
Anlehnung an § 296 Abs. 2 HGB wegen der untergeordneten Bedeutung der Tochterunternehmen verzichtet.
(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Forderungen sind mit dem Nennwert gemäß § 340 e Abs. 2
HGB angesetzt; der Unterschied zwischen Auszahlungsbetrag und Nennbetrag ist unter den Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Allen erkennbaren akuten Einzelrisiken
im Kreditgeschäft wurde durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen.
Für akute Ausfallrisiken im Mengenkreditgeschäft wurden
pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet. Für latente
Kreditrisiken bestehen steuerlich abzugsfähige Pauschalwertberichtigungen. Den besonderen Risiken des Bankgeschäftes
dienen der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g
HGB sowie Vorsorgereserven nach § 340 f HGB.
Wertpapiere von öffentlichen Emittenten und von
öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten, die im Rahmen des
Staatsfinanzierungsgeschäfts erworben wurden, sowie die
zur Daueranlage gehaltenen Mortgage Backed Securities
(MBS) werden wie Anlagevermögen bewertet. Die Agiound Disagiobeträge werden über die Laufzeit der Papiere
verteilt im Zinsergebnis verrechnet. Im Übrigen sind Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
grundsätzlich der Liquiditätsreserve zugeordnet. Sie werden
nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 3
HGB bewertet.
Die im Zusammenhang mit Repogeschäften (Repurchase Agreements) übertragenen Wertpapiere werden einschließlich der wirtschaftlichen Erfolge entsprechend der ursprünglich zugeordneten Kategorie bilanziert und bewertet.
Gleichzeitig wird eine Verbindlichkeit in Höhe des vereinbarten Rücknahmebetrags passiviert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Rücknahmebetrag und dem erhaltenen
Betrag wird in die Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig im Zinsergebnis berücksichtigt.
Die entsprechend IDW RH BFA 1.003 als strukturierte Produkte bezeichneten Verbindlichkeiten werden, da sie ausschließlich zinsbezogene derivative Komponenten enthalten, als einheitliche Verbindlichkeit bilanziert. Sie werden
mit den entsprechenden Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und – soweit abnutzbar – vermindert um planmäßige
Abschreibungen angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter
werden überwiegend mit den steuerlich höchstzulässigen
Beträgen linear oder degressiv mit späterem Übergang zur
linearen Methode abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter haben wir im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Standardsoftware wird in Anlehnung an IDW RS HFA 11
als immaterieller Vermögensgegenstand ausgewiesen.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag
passiviert. Der Unterschied zwischen Nennbetrag und Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten ist unter den Rechnungsabgrenzungsposten erfasst worden.
Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind
mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen
unter Anwendung eines Zinssatzes von sechs Prozent
ermittelten Teilwert unter Berücksichtigung der Richttafeln
2005 bemessen.
Die im Zusammenhang mit Darlehensablösungen
und Prolongationen innerhalb einer laufenden Zinsbindungsfrist entstehenden Vorfälligkeitsentschädigungen
werden in voller Höhe im Zinsergebnis berücksichtigt.
Die Prämien für die zur Absicherung der gesetzlichen
Kündigungsrechte nach § 489 BGB abgeschlossenen Swaptions werden grundsätzlich über die Laufzeit der Geschäfte
verteilt. Wegen der steuerlichen Nichtanerkennung der
ratierlichen Verteilung des Prämienaufwandes weisen wir
einen Steuerabgrenzungsposten nach § 274 Abs. 2 HGB aus.
Die für Credit Default Swaps zu entrichtenden bzw.
zu vereinnahmenden Prämien werden zeitanteilig im Provisionsergebnis ausgewiesen.
Erfolge aus dem Verkauf (close out) von zinsorientierten derivativen Finanzinstrumenten werden grundsätzlich
im Zinsergebnis ausgewiesen. Sofern Zinsswaps mit
Wertpapieren zu Bewertungseinheiten (Asset Swaps)
zusammengefasst wurden, werden die close-out-Erfolge
der Swaps entsprechend des Erfolgsausweises der Grundgeschäfte im Finanzanlage- bzw. Risikovorsorgesaldo ausgewiesen.
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
55
Anhang
Der im Zuge der Verschmelzung der SchleswigHolsteinischen Landschaft Hypothekenbank Aktiengesellschaft Kiel (SHL HYP) aktivierte Firmenwert wird nach § 255
Abs. 4 Satz 3 HGB und in Anlehnung an entsprechende
steuerliche Regelungen auf die Geschäftsjahre der voraussichtlichen Nutzung (15 Jahre) verteilt.
(3) Derivative Finanzgeschäfte
Derivative Finanzgeschäfte werden in Nebenbuchhaltungen gesondert erfasst. Sie dienen grundsätzlich der
Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus
bilanziellen Geschäften. Die laufenden Zinszahlungen sind
nach periodengerechter Abgrenzung im Zinsergebnis
enthalten.
56
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
(4) Währungsumrechnung
Die Währungsumrechnung für Vermögensgegenstände
und Schulden aus Devisengeschäften erfolgt im Einklang
mit § 340 h HGB und der Stellungnahme BFA 3/1995 des
Instituts der Wirtschaftsprüfer. Auf Fremdwährung lautende
Buchforderungen, Wertpapierbestände und Verbindlichkeiten sowie noch nicht abgewickelte Kassageschäfte werden
grundsätzlich zum EZB-Referenzkurs am Abschlussstichtag
umgerechnet. Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung werden entsprechend § 340 h HGB in
der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Bei Devisentermingeschäften, die ausschließlich im Zusammenhang
mit der Absicherung von zinstragenden Bilanzposten stehen, werden die Swapaufwendungen und -erträge im Zinsergebnis ausgewiesen.
Geschäftsbericht 2005
Anhang
Erläuterungen zur Bilanz
und zur Gewinn- und Verlustrechnung
(5) Forderungen an Kreditinstitute/an Kunden
Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine nachrangigen Forderungen.
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
57
Anhang
(6) Kreditgeschäft
Hypothekarkredite
Kapital
Mio. €
Buchwert
Mio. €
an Kreditinstitute
an Kunden
235
24 329
237
24 553
Insgesamt
24 564
24 790
Bestandsentwicklung (Kapital)
Mio. €
Mio. €
Bestand am 31.12.2005
24 921
Zugang im Geschäftsjahr 2005
durch Auszahlungen
Umbuchungen
sonstige Zugänge
2 300
32
–
Abgang im Geschäftsjahr 2005
durch planmäßige Tilgungen
außerplanmäßige
Rückzahlungen
Umbuchungen
sonstige Abgänge
919
1 678
92
–
Bestand am 31.12.2005
2 689
24 564
Kommunalkredite
Kapital
Mio. €
Buchwert
Mio. €
an Kreditinstitute
an Kunden
4 505
16 828
4 609
17 007
Insgesamt
21 333
21 616
Bestandsentwicklung (Kapital)
Mio. €
Mio. €
Bestand am 31.12.2004
21 294
Zugang im Geschäftsjahr 2005
durch Auszahlungen
Umbuchungen
sonstige Zugänge
4 630
–
–
Abgang im Geschäftsjahr 2005
durch planmäßige Tilgungen
außerplanmäßige
Rückzahlungen
Umbuchungen
sonstige Abgänge
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
4 630
3 543
1 048
–
–
Bestand am 31.12.2005
58
2 332
4 591
21 333
|
Geschäftsbericht 2005
Anhang
(7) Deckungsrechnung
Hypothekenpfandbriefe
31.12.2005
Mio. €
Hypothekenpfandbriefe
31.12.2004
Mio. €
öffentliche
Pfandbriefe
31.12.2005
Mio. €
öffentliche
Pfandbriefe
31.12.2004
Mio. €
Ordentliche Deckung
18 862
19 054
43 832
38 275
– Hypothekendarlehen
18 862
19 054
–
–
43 832
38 049
Ersatzdeckung
395
486
–
–
– Wertpapiere
395
486
–
–
–
–
–
–
Summe Deckung
19 257
19 540
43 832
38 275
Deckungspflichtige Pfandbriefe
18 114
18 656
42 280
35 562
Nominale Überdeckung
1 143
884
1 552
2 713
Barwertige Überdeckung
1 913
1 539
2 465
3 246
– Kommunaldarlehen inkl. Wertpapiere
kommunaler Emittenten
– Derivate
226 *)
*) kommunal verbürgt
Die barwertige Deckungsrechnung führt zu höheren Überdeckungswerten als die nominale Überdeckung, da hier auch Zinsanteile
berücksichtigt werden. Für die Verbarwertung wurden die Geldmarkt- und Swapzinssätze zum Bilanzstichtag verwendet.
(8) Veröffentlichung gemäß § 28 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 PfandBG
Umlaufende Pfandbriefe und dafür verwendete Deckungswerte
Nominal
31.12.2005
Mio. €
Barwert
31.12.2005
Mio. €
Risikobarwert
31.12.2005
Mio. €
Hypothekenpfandbriefe
18 114
19 209
18 691
Deckungsmasse
davon Derivate
19 257
–
21 122
–
20 335
–
1 143
1 913
1 644
6,3
10,0
8,8
a) Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen
Überdeckung
Überdeckung in %
zu a)
Laufzeitstruktur (Restlaufzeit)
bis 1 Jahr
Mio. €
> 1 Jahr
bis 5 Jahre
Mio. €
31.12.2005
> 5 Jahre
bis 10 Jahre
Mio. €
> 10 Jahre
Mio. €
Insgesamt
Mio. €
Hypothekenpfandbriefe
2 877
10 985
4 191
61
18 114
Deckungsmasse
2 875
8 421
7 134
827
19 257
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
59
Anhang
Nominal
31.12.2005
Mio. €
Barwert
31.12.2005
Mio. €
Risikobarwert
31.12.2005
Mio. €
Öffentlichen Pfandbriefe
42 280
44 694
42 843
Deckungsmasse
davon Derivate
43 832
51
47 159
1
45 073
–3
1 552
2 465
2 230
3,7
5,5
5,2
b) Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen
Überdeckung
Überdeckung in %
zu b)
Laufzeitstruktur (Restlaufzeit)
bis 1 Jahr
Mio. €
> 1 Jahr
bis 5 Jahre
Mio. €
31.12.2005
> 5 Jahre
bis 10 Jahre
Mio. €
> 10 Jahre
Mio. €
Insgesamt
Mio. €
Öffentliche Pfandbriefe
2 842
21 636
11 490
6 312
42 280
Deckungsmasse
4 544
17 713
16 109
5 466
43 832
Veröffentlichung gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 1a PfandBG
Zur Deckung von Hypothekenpfandbriefen verwendete Forderungen nach Größengruppen
Deckungshypotheken*
31.12.2005
Mio. €
bis 300 Tsd. €
15 120
> 300 Tsd. € bis 5 000 Tsd. €
2 435
> 5 000 Tsd. €
1 307
Insgesamt
18 862
* ohne Ersatzdeckung
60
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Anhang
Einfamilienhäuser
Mehrfamilienhäuser
Bürogebäude
Handelsgebäude
Industriegebäude
Sonstige gewerblich
genutzte Gebäude
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
Mio. €
–
–
0,1
0,3
–
–
–
–
–
–
0,4
– 2 637,2 8 607,7 3 243,8 1 150,1
318,5
6,1
59,8 2 303,0
Insgesamt
Wohnungen
Bundesrepublik
Deutschland
wohnwirtschaftlich
genutzte Grundstücke
Belgien
gewerblich
genutzte Grundstücke
Land
Unfertige und nicht ertragsfähige
Neubauten/Gebäude
Veröffentlichung gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 1b, c PfandBG
Zur Deckung von Hypothekenpfandbriefen verwendete Forderungen*
nach Gebieten in denen die beliehenen Grundstücke liegen und nach Nutzungsart
124,2 18 450,4
Dänemark
–
–
–
0,1
–
0,1
–
–
–
–
0,2
Frankreich
–
–
1,8
28,6
0,6
267,5
8,2
–
31,4
0,7
338,8
Griechenland
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Großbritannien
–
–
0,4
0,2
–
0,0
–
–
–
–
0,6
Luxemburg
–
–
–
–
–
20,1
–
–
–
–
20,1
Niederlande
–
–
0,0
9,9
–
17,4
–
–
6,7
–
34,0
Norwegen
–
–
–
0,0
–
–
–
–
–
–
0,0
Österreich
–
–
0,1
0,5
0,1
13,3
–
–
–
–
14,0
Portugal
–
–
–
0,0
–
–
–
–
–
–
0,0
Schweden
–
–
–
–
–
3,4
–
–
–
–
3,4
Spanien
–
–
–
–
–
–
–
–
0,4
–
0,4
– 2 639,6 8 647,3 3 244,5 1 471,9
326,7
Insgesamt
6,1
59,8 2 341,5
124,9 18 862,3
* ohne Ersatzdeckung
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
61
Anhang
Aufteilung der Deckungshypotheken* nach Bundesländern
31.12.2005
Mio. €
31.12.2004
Mio. €
Baden-Württemberg
1 718
1 757
Bayern
1 293
1 187
Berlin
994
1 031
Brandenburg
677
665
Bremen
113
123
Hamburg
497
488
1 552
1 554
594
607
Niedersachsen
3 546
3 744
Nordrhein-Westfalen
3 183
3 269
687
697
Saarland
80
78
Sachsen
722
723
Sachsen-Anhalt
442
449
2 035
2 122
317
319
18 450
18 813
412
241
18 862
19 054
Land
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Rheinland-Pfalz
Schleswig-Holstein
Thüringen
Deutschland
Ausland (EU-Länder) / Sonstige
Insgesamt
* ohne Ersatzdeckung
Veröffentlichung gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 2 PfandBG
Rückständige Leistungen auf Hypothekenforderungen
Gesamtbetrag der mindestens 90 Tage
rückständigen Leistungen
31.12.2005
Mio. €
Deutschland
82,42
Frankreich
0,67
Niederlande
0,01
Summe
62
83,10
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Anhang
Veröffentlichung gemäß § 28 Abs. 2 PfandBG
Anhängige Zwangsversteigerungen und Zwangsverwaltungen
31.12.2005
wohnwirtgewerblich
schaftlich
Anzahl
Anzahl
Nr. 3a
anhängige Zwangsversteigerungen
287
1 063
anhängige Zwangsverwaltungen *)
142
568
*) davon in den anhängigen Zwangsversteigerungen enthalten
122
462
durchgeführte Zwangsversteigerungen
128
1 628
Anzahl
Anzahl
Fälle in denen zur Verhütung von Verlusten
Grundstücke übernommen wurden
1
9
davon noch in Deckung
–
–
Mio. €
Mio. €
Gesamtbetrag der Rückstände
33,3
69,8
davon auf zu leistende Zinsen
3,5
13,8
Mio. €
Mio. €
durch Amortisation
183,2
233,2
in sonstiger Weise
294,9
648,8
Nr. 3b
Nr. 3c
Nr. 3d
erfolgte Rückführungen von Hypothekendarlehen
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
63
Anhang
Veröffentlichung gemäß § 28 Abs. 3 Nr. 1 PfandBG
Zur Deckung von öffentlichen Pfandbriefen verwendete Forderungen nach Staaten, in denen die Schuldner
und im Falle einer vollen Gewährleistung die gewährleistende Stelle ihren Sitz haben
Staat
Mio. €
regionale
Gebietskörperschaft
Mio. €
örtliche
Gebietskörperschaft
Mio. €
sonstige
Mio. €
Insgesamt
Mio. €
Belgien
340
15
–
74
429
Bundesrepublik Deutschland *
699
9 734
11 698
12 230
34 361
Finnland
157
–
–
–
157
Frankreich
200
225
–
241
666
Griechenland
824
–
–
–
824
Irland
100
–
–
–
100
Island
24
–
–
–
24
Italien
988
434
25
57
1 504
Kanada
–
318
–
–
318
Lettland
25
–
–
–
25
Litauen
–
23
–
–
23
Luxemburg
–
–
–
200
200
150
–
8
–
158
Norwegen
–
–
–
20
20
Österreich
522
–
–
720
1 242
83
–
–
–
83
Portugal
650
–
–
–
650
Schweiz
–
64
–
–
64
35
–
–
–
35
5
–
–
–
5
303
2 223
21
142
2 689
50
–
–
–
50
–
90
26
–
116
Ungarn
82
–
–
–
82
Zypern
7
–
–
–
7
5 244
13 126
11 778
13 684
43 832
Land
Niederlande
Polen
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechische Republik
USA
Insgesamt
* inkl. Derivate (51 Mio. €)
64
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Anhang
Veröffentlichung gemäß § 28 Abs. 3 Nr. 2 PfandBG
Zur Deckung von öffentlichen Pfandbriefen verwendete Forderungen
Gesamtbetrag der mindestens 90 Tage rückständigen Leistungen
31.12.2005
nominaler Deckungswert
Mio. €
Deutschland
Zentralstaat
–
regionale Gebietskörperschaft
–
örtliche Gebietskörperschaft
–
Sonstige
104
Insgesamt
104
(9) Börsenfähige Wertpapiere
Bilanzposten
Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche
Wertpapiere
Aktien und andere
nicht festverzinsliche
Wertpapiere
Beteiligungen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
börsennotiert
nicht börsennotiert
Betrag der nicht mit dem
Niederstwert bewerteten
börsenfähigen Wertpapiere
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
27 864 744
23 685 583
2 635 136
1 608 862
1 951 852
1 261 811
16
16
–
–
–
–
–
–
2 150
1 887
–
–
–
–
–
1 504
–
–
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
65
Anhang
(10) Offenmarktgeschäfte
Offenmarktgeschäfte mit der
Deutschen Bundesbank
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
3 766 926
3 455 389
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
–
–
1 307 420
1 309 132
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
–
564 901
33 732
–
410 361
33 732
598 633
444 093
564 901
33 732
410 361
33 732
598 633
444 093
(11) Echte Wertpapierpensionsgeschäfte/Repurchase Agreements
Buchwert der in Pension gegebenen Wertpapiere
Rücknahmebetrag
(12) Treuhandgeschäfte
Beim Treuhandvermögen handelt
es sich um:
– Forderungen an Kreditinstitute
– Forderungen an Kunden
– Beteiligungen
Die Treuhandverbindlichkeiten
bestehen gegenüber:
– Kreditinstituten
– Kunden
66
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Anhang
(13) Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am
Zugänge
1.1.2005
Um-
Abschreibungen
Abgänge
buchungen
im
Um-
Buchwerte
Abgänge
insgesamt
Geschäfts- buchungen
Stand am
Stand am
31.12.2005
1.1.2005
jahr
Tsd. €
Tsd. €
Tsd. €
Tsd. €
Tsd. €
Tsd. €
Tsd. €
Tsd. €
Tsd. €
Tsd. €
82 481
4 570
–
78
8 652
–
78
46 761
40 212
44 294
51
–
–
–
–
–
–
51
–
–
44 397
1 093
–
1 204
2 324
–
1 179
40 895
3 391
4 647
44 448
1 093
–
1 204
2 324
–
1 179
40 946
3 391
4 647
I. Immaterielle
Anlagewerte
II. Sachanlagen
1. Grundstücke
und Gebäude
2. Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1)
Veränderungen saldiert
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
3 484
– 526
2 958
2 470
6 823
– 2 832
3 991
5 331
16
–
16
16
17 561 985
3 257 403
2. Anteile an
verbundenen
Unternehmen
3. Aktien und
andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
4. Wertpapiere
des Anlagevermögens 2)
20 819 388 17 939 629
1)
Vollständig im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzt
2)
Wegen der nicht dauerhaften Wertminderung der grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapiere wurde in Anlehnung an § 253 Abs. 2
HGB auf eine Abschreibung von 12.776 Tsd. € auf den beizulegenden Zeitwert von 20.806.612 Tsd. € verzichtet.
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
67
Anhang
(14) Anteilsbesitz gemäß §§ 285 Nr. 11, 340a HGB
Anteil von mindestens 20 %
Name/Sitz
Kapitalanteil
v. H.
Eigenkapital
Tsd. €
Ergebnis
Tsd. €
Landschaftliche
Grundstücksgesellschaft mbH, Kiel
100,0
800
– 141 *)
VR WERT Gesellschaft für
Immobilienbewertungen mbH, Hamburg
100,0
100
947 *)
IMMOFORI Gesellschaft für Immobilien
Forderungsinkasso mbH, Hamburg
100,0
475
115 *)
MAROLA Grundstücksgesellschaft
mbH & Co. KG, Grünwald
100,0
3
–1
MALEA Grundstücksgesellschaft
mbH & Co. KG, Schwabhausen
100,0
10
8
TXS Financial Products GmbH, Ellerau
26,0
43
– 282
Bauland Schleswig-Holstein eG,
Bad Bramstedt
25,0
2 114
142
*) Ergebnisabführungsvertrag mit der DG HYP
Im Geschäftsjahr 2005 wurde der Kapitalanteil von 40 Prozent an der VR Kreditwerk AG veräußert. Außerdem wurde die Beteiligung
an der Barthels Hof GmbH & Co. KG auf einen Kapitalanteil von nunmehr 6 Prozent zurückgeführt.
(15) Rechnungsabgrenzungsposten
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
– Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag
und höherem Auszahlungsbetrag
von Forderungen
34 100
54 150
– Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag
und niedrigerem Ausgabebetrag
von Verbindlichkeiten
196 735
225 533
55 969
62 090
Aktivseite
Im Unterposten a – aus dem Emissionsund Darlehensgeschäft – sind enthalten:
Passivseite
Im Unterposten a – aus dem Emissionsund Darlehensgeschäft – sind enthalten:
– Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag
und niedrigerem Auszahlungsbetrag
von Forderungen
68
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Anhang
(16) Zusammensetzung und Entwicklung
der Schuldverschreibungen und aufgenommenen Darlehen
Kapital
Mio. €
Buchwert
Mio. €
1 049
2 981
14 045
1 080
3 060
14 344
18 075
18 484
3 748
5 866
32 644
3 828
6 009
33 472
42 258
43 309
Sonstige Schuldverschreibungen
4 924
4 995
Aufgenommene Darlehen
bei Kreditinstituten
bei Kunden
1 503
2 556
1 529
2 636
4 059
4 165
69 316
70 953
Hypotheken-Namenspfandbriefe
an Kreditinstitute
an Kunden
Hypothekenpfandbriefe
Öffentliche Namenspfandbriefe
an Kreditinstitute
an Kunden
Öffentliche Pfandbriefe
Insgesamt
Entwicklung (Kapital)
Stand am
31.12.2004
Mio. €
Zugang
Abgang
Mio. €
Mio. €
Stand am
31.12.2005
Mio. €
Hypothekenpfandbriefe und
HypothekenNamenspfandbriefe
18 630
1 310
1 865
18 075
Öffentliche
Pfandbriefe und
öffentliche
Namenspfandbriefe
35 575
10 577
3 894
42 258
Sonstige Schuldverschreibungen
4 788
1 319
1 183
4 924
Aufgenommene
Darlehen
4 263
60
264
4 059
63 256
13 266
7 206
69 316
Insgesamt
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
69
Anhang
(17) Nachrangige Verbindlichkeiten
Nachrangige
sonstige Schuldverschreibungen
aufgenommene Darlehen
Angefallene Aufwendungen
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
188 121
470 864
188 121
432 321
34 996
37 120
Die Bedingungen entsprechen den Anforderungen des § 10 Abs. 5a KWG. Vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen sind in allen
Fällen ausgeschlossen. Die Umwandlung dieser Mittel in Kapital oder eine andere Schuldform ist nicht vereinbart oder vorgesehen.
Sämtliche nachrangigen Verbindlichkeiten liegen unterhalb von 10 Prozent des Gesamtbetrages. Sie haben eine Durchschnittsverzinsung von 5,4 Prozent und ursprüngliche Laufzeiten von 5 bis 23 Jahren.
(18) Genussrechtskapital
Emittent
DG HYP
DG HYP
DG HYP
DG HYP
DG HYP
DG HYP
SHL HYP/DG
SHL HYP/DG
SHL HYP/DG
SHL HYP/DG
SHL HYP/DG
SHL HYP/DG
HYP
HYP
HYP
HYP
HYP
HYP
Emissionsjahr
Betrag
Mio. €
Zinssatz
%
Rückzahlung*
1993
1993
1994
1999
1999
1999
1996
1996
1996
1997
1997
1997
51,1
51,1
25,5
1,5
5,1
2,6
2,6
2,0
1,8
2,6
2,6
5,1
7,25
7,00
6,50
6,20
6,79
6,63
7,20
7,24
7,24
6,90
6,95
6,95
11.6.2009
11.6.2014
11.6.2008
11.6.2007
11.6.2011
11.6.2009
28.6.2007
28.6.2007
28.6.2007
28.6.2008
15.6.2008
15.6.2008
153,6
* Die Laufzeit der Genussscheine endet am 31. Dezember des jeweiligen Vorjahres.
Das Genussrechtskapital ist haftendes Eigenkapital gemäß § 10 Abs. 5 KWG. Die Genussscheininhaber erhalten eine dem Gewinnanspruch der Aktionäre vorgehende jährliche Ausschüttung in Höhe der angegebenen Zinssätze bezogen auf den Nennbetrag der
Genussscheine.
70
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Anhang
(19) Gezeichnetes Kapital
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
Grundkapital
90 000
90 000
Stille Einlagen
773 687
593 687
Insgesamt
863 687
683 687
Das Grundkapital beträgt 90.000.000 € und ist in 3.500.000 Stückaktien zerlegt. 3.321.500 (94,9 Prozent) der Aktien hält die
VR-Immobilien AG, Frankfurt am Main (VR IMMO). Davon werden für die VR IMMO 1.131.320 Aktien treuhänderisch von anderen
Gesellschaften gehalten. Die übrigen 178.500 Aktien (5,1 Prozent) hält die DZ BANK Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank AG,
Frankfurt am Main.
Zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals wurden im Geschäftsjahr 180 Mio. € unbefristete stille Einlagen (Perpetuals) aufgenommen. Die übrigen stillen Einlagen von 593,7 Mio. € stehen bis Ende der Geschäftsjahre 2007 bis 2009 zur Verfügung. Alle stillen
Einlagen entsprechen zum Bilanzstichtag den Bestimmungen des § 10 Abs. 4 KWG. Es handelt sich jeweils um Teilgewinnabführungsverträge gemäß § 292 Abs. 1 Nr. 2 AktG.
(20) Zusammensetzung und Entwicklung der Rücklagen
Stand am
31.12.2004
Tsd. €
Zugang
Abgang
Tsd. €
Tsd. €
Stand am
31.12.2005
Tsd. €
Kapitalrücklage
494 113
30 000
–
524 113
Gewinnrücklagen
– gesetzliche Rücklagen
– andere Gewinnrücklagen
(93 145)
945
92 200
–
–
–
–
(93 145)
945
92 200
Insgesamt
587 258
30 000
–
617 258
Die Zuzahlung in die Kapitalrücklage wurde entsprechend der Anteilsverhältnisse zu 94,9 Prozent von der VR IMMO und zu
5,1 Prozent von der DZ BANK geleistet.
(21) Neubewertungsreserven
Im haftenden Eigenkapital wurden keine Neubewertungsreserven nach § 10 Abs. 2b Satz 1 Nr. 6 KWG angerechnet.
(22) Eventualverbindlichkeiten
Hier werden im Wesentlichen Kreditbürgschaften über 651 Mio. € gegenüber der DZ BANK AG ausgewiesen. Diese resultieren aus dem von der DG HYP verbürgten Investorenkredit-Neugeschäft der DZ BANK.
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
71
Anhang
(23) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und zu Beteiligungsunternehmen
verbundene Unternehmen
Forderungen an
– Kreditinstitute
– Kunden
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
Verbindlichkeiten gegenüber
– Kreditinstituten
– Kunden
Verbriefte Verbindlichkeiten
Nachrangige Verbindlichkeiten
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
603 349
53 490
481 952
24 852
–
–
3 989 360
1 046 840
8 666 818
–
3 934 983
1 086 661
5 842 102
–
Beteiligungsunternehmen
Gegenüber den Beteiligungsunternehmen bestanden zum Bilanzstichtag keine Forderungen bzw. Verbindlichkeiten.
72
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Anhang
(24) Fristengliederung von Forderungen und Verbindlichkeiten
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
Aktivseite
Forderungen an Kreditinstitute
Restlaufzeit – täglich fällig
– bis drei Monate
– mehr als drei Monate bis ein Jahr
– mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
– mehr als fünf Jahre
551
741
241
3 343
932
635
378
524
985
966
5 811 488
Forderungen an Kunden
Restlaufzeit – bis drei Monate
– mehr als drei Monate bis ein Jahr
– mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
– mehr als fünf Jahre
1
2
8
30
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
im Folgejahr fällig
422
010
288
136
016
232
162
736
384
381
117
3 785
959
241
556
357
396
864
5 628 414
1
2
8
29
633
054
362
956
018
423
158
727
41 857 146
42 006 326
1 636 253
1 097 901
205
4 840
396
1 588
4 240
534
5 619
524
1 704
3 183
Passivseite
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Restlaufzeit – täglich fällig
– bis drei Monate
– mehr als drei Monate bis ein Jahr
– mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
– mehr als fünf Jahre
333
938
579
193
607
11 271 650
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (außer Spareinlagen)
Restlaufzeit – täglich fällig
– bis drei Monate
– mehr als drei Monate bis ein Jahr
– mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
– mehr als fünf Jahre
165
536
593
3 132
7 440
982
776
366
656
897
341
642
544
595
446
11 566 568
192
488
927
3 524
6 790
953
527
197
509
799
11 869 677
11 923 985
7 601 891
6 303 137
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
Unter den Aktiva lauten auf Fremdwährung
Forderungen im Gesamtbetrag von
2 325 994
424 335
Unter den Passiva lauten auf Fremdwährung
Verbindlichkeiten im Gesamtbetrag von
2 361 542
441 251
Verbriefte Verbindlichkeiten
im Folgejahr fällig
(25) Fremdwährung
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
73
Anhang
(26) Schwebende Termingeschäfte
Am Bilanzstichtag bestanden folgende Arten von noch nicht abgewickelten fremdwährungs-, zinsabhängigen und
sonstigen Termingeschäften:
in Mio. €
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps
darunter Forward Swaps
darunter mit Cap/Floor
darunter mit Put/Call
Zinsoptionen
darunter Swaption-Käufe
darunter Swaption-Verkäufe
Börsengehandelte Produkte
Nominalbeträge nach
Restlaufzeiten
≤ 1 J.
> 1–5 J.
> 5 J.
Summe
Beizulegender Zeitwert 2005
positiv
negativ
(Adressenrisiko)
41 921
400
–
–
2 839
1 065
1 774
–
58 149
35
226
15
1 480
1 480
–
–
45 911
448
121
346
22
12
10
–
145 981
883
347
361
4 341
2 557
1 784
–
2 329
9
17
–
170
170
–
–
4 003
27
8
–
6
–
6
–
112
–
–
41
–
–
747
–
–
900
–
–
9
–
–
109
–
–
Kreditderivate
Credit Default Swaps
darunter Sicherungsgeber
darunter Sicherungsnehmer
Credit Linked Notes
darunter Sicherungsgeber
darunter Sicherungsnehmer
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
2 683
235
2 448
49
49
–
2 683
235
2 448
49
49
–
–
–
–
49
49
–
–
–
2
–
–
–
Termingeschäfte mit sonstigen Preisrisiken
–
–
–
–
–
–
44 872
59 670
49 412
153 954
2 557
4 120
Währungsbezogene Geschäfte
Cross Currency Swaps
Devisentermingeschäfte
Devisenswaps
Insgesamt
Die Geschäfte wurden zur Steuerung der Zins-, Währungs- und Bonitätsrisiken abgeschlossen. Kontrahenten sind OECD-Banken und OECDZentralregierungen. Zinsswaps werden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode berechnet.
Hierbei werden die Zahlungsströme (Cash Flows) mit dem risiko- und laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert.
Für die Wertermittlung von Optionen werden Optionspreismodelle eingesetzt. Deren Einsatz erfolgt auf der Basis der allgemein anerkannten grundlegenden Annahmen. Danach bestimmt sich der Wert der Option insbesondere nach dem Wert des zugrunde liegenden Basisobjekts und dessen Volatilität, dem vereinbarten Basiszinssatz, dem risikolosen fristenadäquaten Zinssatz sowie der Restlaufzeit des Kontraktes.
Kreditderivate werden individuell bewertet. Von entscheidender Bedeutung ist hier die Ausfallwahrscheinlichkeit der jeweiligen Referenzaktiva.
Alle Marktwerte wurden ohne Berücksichtigung von Netting-Vereinbarungen ermittelt; auf add-on und Bonitätsgewicht nach der Systematik
des Grundsatzes I zu § 10 KWG wurde verzichtet. Den negativen Marktwerten der Derivate stehen positive Marktwerte aus bilanziellen
Grundgeschäften kompensatorisch gegenüber.
Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Buchwerte der Zinsoptionen betragen 13,4 Mio. €.
(27) Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB
Es bestehen Mietzahlungsverpflichtungen aus den im Rahmen von Sale-and-lease-back-Transaktionen geschlossenen
Immobilien-Leasingverträgen. Diese betragen bis zum Jahr 2019 insgesamt 165,1 Mio. €.
74
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Anhang
(28) Sonstige betriebliche Erträge
Hierin enthalten sind Mieteinnahmen von 5,6 Mio. € sowie eine im Zusammenhang mit der Ausgliederung des Retailvertriebs vereinnahmte Markteintrittsprämie von 10,0 Mio. €.
(29) Verwaltungsaufwand
Für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1,2 HGB wurde im Berichtsjahr ein Honorar für die Abschlussprüfung in Höhe von 562 Tsd. € als Aufwand erfasst. Für sonstige Bestätigungsleistungen des Abschlussprüfers betrug der
Aufwand 103 Tsd. €.
(30) Außerordentliches Ergebnis
Das außerordentliche Ergebnis enthält Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen
von 1,3 Mio. €.
(31) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Auf Grund der steuerlich begünstigten Veräußerung der Beteiligung an der VR Kreditwerk AG sowie anderer steuerfreier
Erträge waren im Geschäftsjahr 2005 keine Ertragsteuern zu zahlen.
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
75
Anhang
(32) Kapitalflussrechnung
in Mio. €
1.
2.
+/–
3.
4.
5.
6.
7.
+/–
+/–
–/+
–/+
=
8.
8a.
8b.
9.
10.
11.
11a.
11b.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
20a.
20b.
21.
21a.
21b.
22.
76
+/–
+/–
+/–
+/–
+/–
+/–
+/–
+/–
+
–
+
–
+/–
=
+
+
–
–
+
23.
–
24.
25.
26.
27.
27a.
27b.
28.
29.
+/–
=
+
–
–
+/–
=
30.
31.
32.
33.
34.
+/–
+/–
+/–
+/–
35.
=
Periodenergebnis
(einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern)
vor außerordentlichen Posten und vor Steuern
Im Periodenergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und
Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen
auf Forderungen, Sach- und Finanzanlagen
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen
Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen
Sonstige Anpassungen (Saldo)
Zwischensumme
Zahlungswirksame Veränderung des Vermögens
und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit
Forderungen
– an Kreditinstitute
– an Kunden
Wertpapiere (soweit nicht Finanzanlagen)
Andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit
Verbindlichkeiten
– gegenüber Kreditinstituten
– gegenüber Kunden
Verbriefte Verbindlichkeiten
Andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit
Erhaltene Zinsen und Dividenden
Gezahlte Zinsen
Außerordentliche Einzahlungen
Außerordentliche Auszahlungen
Ertragsteuerzahlungen
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen des
– Finanzanlagevermögens
– Sachanlagevermögens
Auszahlungen für Investitionen in das
– Finanzanlagevermögen
– Sachanlagevermögen
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen
und sonstigen Geschäftseinheiten
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen
und sonstigen Geschäftseinheiten
Mittelveränderungen aus sonstiger Investitionstätigkeit (Saldo)
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter
– Dividendenzahlungen
– sonstige Auszahlungen
Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital (Saldo)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und
bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
2005
2004
51
78
104
1
1
– 37
– 325
– 205
139
–1
2
– 69
– 333
– 184
– 202
39
– 2 321
– 100
2 097
– 627
– 2 381
13
– 297
– 41
5 236
87
3 890
– 3 522
–
–1
–
2 563
663
1 073
2 932
– 77
3 832
– 3 430
–
–4
–8
3 899
66
–
93
98
– 2 881
–1
– 4 096
–3
–
–
–
–4
– 2 820
30
–
–8
– 3 916
48
–
– 39
260
251
– 18
– 38
32
24
19
2 563
– 2 820
251
12
3 899
– 3 916
24
–
13
–
19
Anhang
(33) Organe der DG HYP
Aufsichtsrat
Dr. Alexander Erdland
Bankdirektor
– Vorsitzender –
(Vorsitzender seit 8.3.2005;
bis 14.2.2006)
Dr. Ulrich Brixner
Bankdirektor
– Vorsitzender –
(bis 8.3.2005)
Wolfgang Kirsch
Bankdirektor
– stv. Vorsitzender –
(stv. Vorsitzender seit 8.3.2005)
Maik Brammer
Bankangestellter
(seit 8.3.2005)
Jens Meyer
Bankangestellter
(seit 8.3.2005)
Hans-Jürgen Buhlert
Bankangestellter
Thomas Müller
Bankdirektor
Carl-Christian Ehlers
Bankdirektor
Manfred Nüssel
Präsident
Deutscher Raiffeisenverband e.V.
Maren Ehlers
Bankangestellte
(bis 8.3.2005)
Norbert Flaig
Bankdirektor
(seit 8.3.2005)
Dr. Christopher Pleister
Präsident Bundesverband
der Deutschen Volksbanken
und Raiffeisenbanken e.V. · BVR
– stv. Vorsitzender –
(bis 8.3.2005)
Heinz Gommans
Bankdirektor
Dagmar Mines
Bankangestellte
– stv. Vorsitzende –
(seit 8.3.2005)
Holger Hinz
Bankangestellter
(bis 8.3.2005)
Peter Bade
Bankdirektor
(seit 8.3.2005)
Rainer Bauer
Bankdirektor
(bis 8.3.2005)
Friedhelm Bellmann
Angestellter
(bis 8.3.2005)
Vorstand
Hans-Theo Macke
Sprecher
(seit 1.1.2006)
Ralph Gruber
Bankangestellter
(seit 8.3.2005)
Jürgen Jacoby
Bankdirektor
(bis 8.3.2005)
Klaus Kohlmorgen
Angestellter
Erich Schaller
Bankdirektor
Herbert Schindler
Verbandsdirektor
Badischer Genossenschaftsverband e.V.
(seit 8.3.2005)
Martin Schmitt
Bankdirektor
(seit 1.1.2006)
Martina Sternberg
Bankangestellte
(bis 8.3.2005)
Diedrich Taaken
Bankdirektor
Dietrich Voigtländer
Bankdirektor
(seit 8.3.2005)
Dietmar Küsters
Bankdirektor
Heino Westermann
Bankdirektor i. R.
(bis 8.3.2005)
Hans-Theo Macke
Bankdirektor
(seit 8.3.2005;
bis 31.12.2005)
Winfried Willer
Angestellter
(stv. Vorsitzender
bis 8.3.2005)
Dr. Wolf Schumacher
Sprecher
(bis 8.3.2005)
Harald Pohl
(bis 14.11.2005)
Friedrich Piaskowski
Christian Sewing
(seit 1.3.2005)
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
77
Anhang
(34) Bezüge der Organe
2005
Tsd. €
2004
Tsd. €
292
296
Vorstand
1 675
1 273
ehemalige Vorstandsmitglieder
bzw. deren Hinterbliebene
1 601
1 662
16 008
11 010
31.12.2005
Tsd. €
31.12.2004
Tsd. €
Aufsichtsrat
1 378
857
Vorstand
1 253
614
Aufsichtsrat
Pensionsrückstellungen für Pensionen
und Anwartschaften aus Pensionen
ehemaliger Vorstandsmitglieder bzw.
deren Hinterbliebener
(35) Kredite an Organe
(36) Mandate von Vorständen und Mitarbeitern in Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften
Zum 31. Dezember 2005 wurden Mandate in Aufsichtsgremien folgender großer Kapitalgesellschaften
durch Vorstandsmitglieder wahrgenommen:
Friedrich Piaskowski
VR Kreditwerk Hamburg – Schwäbisch Hall AG, Hamburg/Schwäbisch Hall,
Mitglied des Aufsichtsrats
(37) Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter
männlich
weiblich
2005
insgesamt
männlich
weiblich
2004
insgesamt
Mitarbeiter insgesamt
343
239
582
340
241
581
davon: Vollzeitbeschäftigte
Teilzeitbeschäftigte *)
341
2
207
32
548
34
336
4
212
29
548
33
13
9
22
10
11
21
Auszubildende
(in Gesamtzahl nicht enthalten)
*) entsprechend der Beschäftigung gewichtet
78
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Anhang
(38) Angaben zum Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB
Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, stellt einen Konzernabschluss auf, in den auch
der Jahresabschluss der DG HYP einbezogen wird. Der Konzernabschluss der DZ BANK wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main hinterlegt und im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Hamburg – Berlin, den 23. Februar 2006
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank Aktiengesellschaft
Macke
Piaskowski
Sewing
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
79
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank Aktiengesellschaft,
Hamburg – Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
31. Dezember 2005 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über
den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den
Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die
Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und
Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben
beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung
der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine
hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss
den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der
Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 14./24. Februar 2006
Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Müller-Tronnier
Wirtschaftsprüfer
80
Bühring
Wirtschaftsprüfer
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat hat sich in fünf Sitzungen sowie anhand regelmäßiger schriftlicher
und mündlicher Berichte des Vorstandes eingehend über alle wesentlichen Fragen der
Geschäftspolitik und -entwicklung unterrichtet und von der Ordnungsmäßigkeit der
Geschäftsführung überzeugt. Er hat selbst oder durch seine Ausschüsse die ihm auf
Grund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen vorgelegten Einzelvorgänge
behandelt.
Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss
zum 31. Dezember 2005 sowie den Lagebericht für die DG HYP geprüft und mit
dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat gemäß
§ 171 Abs. 1 S. 2 AktG an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und über
die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Er stand dem Aufsichtsrat für
Fragen zur Verfügung.
Der Aufsichtsrat hat von diesen Prüfungsergebnissen zustimmend Kenntnis
genommen und nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen
gegen Jahresabschluss und Geschäftsbericht, der den Lagebericht enthält, erhoben.
Der Aufsichtsrat billigt den vorgelegten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist.
Mit Wirkung vom 14. November 2005 ist Herr Harald Pohl aus dem Vorstand der
DG HYP ausgeschieden.
Zugleich begrüßt der Aufsichtsrat Herrn Hans-Theo Macke, der mit Wirkung zum
1. Januar 2006 zum Sprecher des Vorstandes der DG HYP berufen wurde, und wünscht
ihm viel Erfolg.
Hamburg – Berlin, im März 2006
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank
Aktiengesellschaft
Der Aufsichtsrat
Kirsch
stv. Vorsitzender
Mines
stv. Vorsitzende
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
81
Gremien und Personen
GREMIEN UND PERSONEN
Aufsichtsrat
Wolfgang Kirsch
Ralph Gruber
Erich Schaller
Stellv. Vorsitzender des Vorstandes,
DZ BANK AG Deutsche
Zentral-Genossenschaftsbank,
Frankfurt am Main,
Vorsitzender
Deutsche GenossenschaftsHypothekenbank AG,
Hamburg
Vorsitzender des Vorstandes,
Raiffeisenbank Hof eG,
Hof
Rainer Kattinger
Herbert Schindler
Sprecher des Vorstandes,
Stuttgarter Volksbank AG,
Stuttgart
Verbandsdirektor,
Badischer Genossenschaftsverband e.V.,
Karlsruhe
Dr. Christopher Pleister
Präsident Bundesverband
der Deutschen Volksbanken
und Raiffeisenbanken e.V. · BVR,
Berlin,
stv. Vorsitzender
Klaus Kohlmorgen
VR Kreditwerk
Hamburg – Schwäbisch Hall AG,
Hamburg
Dagmar Mines
Deutsche GenossenschaftsHypothekenbank AG,
Hamburg,
stv. Vorsitzende
Dietmar Küsters
Peter Bade
Dr. Matthias Metz
Mitglied des Vorstandes,
Volksbank Lüneburger Heide eG,
Soltau
Vorsitzender des Vorstandes,
Bausparkasse Schwäbisch Hall AG,
Schwäbisch Hall
Maik Brammer
Jens Meyer
Deutsche GenossenschaftsHypothekenbank AG,
Hamburg
Deutsche GenossenschaftsHypothekenbank AG,
Hamburg
Hans-Jürgen Buhlert
Thomas Müller
Deutsche GenossenschaftsHypothekenbank AG,
Hamburg
Vorstand,
Dresdner Volksbank
Raiffeisenbank eG,
Dresden
Vorsitzender des Vorstandes,
Volksbank Straubing eG,
Straubing
Carl-Christian Ehlers
Vorsitzender des Vorstandes,
Kieler Volksbank eG,
Kiel
Manfred Nüssel
Präsident
Deutscher Raiffeisenverband e.V.,
Berlin
Stand: 1.4.2006
82
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Martin Schmitt
Vorsitzender des Vorstandes,
Kasseler Bank eG Volksbank
Raiffeisenbank,
Kassel
Diedrich Taaken
Sprecher des Vorstandes,
Volksbank Esens eG,
Esens
Dietrich Voigtländer
Mitglied des Vorstandes,
DZ BANK AG Deutsche
Zentral-Genossenschaftsbank,
Frankfurt am Main
Winfried Willer
VR Kreditwerk
Hamburg – Schwäbisch Hall AG,
Hamburg
Gremien und Personen
Vorstand, Bereichsleiter
Vorstand
mit Ressorts
Hans-Theo Macke
Friedrich Piaskowski
Christian Sewing
– Immobilienfinanzierung
Investoren
– Treasury
– Credit Treasury
–
–
–
–
Markus Bolder
Dirk Brandes
Detlef Gäßler
Credit Treasury
Immobilienfinanzierung
Investoren
Kreditrisikomanagement
Retail
Sven Henkel
Joachim Heuck
Stefan Lachnit
Organisation/Informationstechnologie
Personal
Verbundvertrieb Immobilien
Dr. Thomas Müller
Hartmut Rahner
Silke Riel-Wittekind
Finanzen/Controlling
Treasury
Vorstandsstab/Recht
Siegfried Schneider
Frank Stöfer
Dr. Olaf Streuer
Treasury-Abwicklung
Kreditrisikomanagement
Credit Treasury
Unternehmenskommunikation
und Strategie
Dr. Klaus Vajc
Peter Vögelein
Kreditrisikomanagement
Investoren
Interne Revision
Sprecher
– Verbundvertrieb Immobilien
– Unternehmenskommunikation
und Strategie
– Personal
– Interne Revision
– Vorstandsstab/Recht
– Organisation/Informationstechnologie
Kreditrisikomanagement
Finanzen/Controlling
Treasury-Abwicklung
Verwaltung
Bereichsleiter
Stand: 1.4.2006
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
83
Gremien und Personen
Treuhänder, Fachbeirat
Treuhänder
Dr. Michael Labe
Hans-Georg Herrmann
Dr. Peter Lassen
Richter am Hanseatischen
Oberlandesgericht Hamburg,
Hamburg
stv. Treuhänder
Mitglied des Vorstandes i. R.
der Landeszentralbank für
den Bereich der Freien und
Hansestadt Hamburg und der
Länder Mecklenburg-Vorpommern
und Schleswig-Holstein
– Hauptverwaltung der
Deutschen Bundesbank –,
Hamburg
stv. Treuhänder
Vorsitzender Richter am
Hanseatischen
Oberlandesgericht Hamburg,
Hamburg
Karsten Kahlcke
Peter Bersch
Konrad Irtel
Vorsitzender des Vorstandes,
Raiffeisenbank im Kreis Plön eG,
Lütjenburg,
Vorsitzender
Sprecher des Vorstandes,
Volksbank Bitburg eG,
Bitburg
Sprecher des Vorstandes,
Raiffeisenbank Rosenheim eG,
Rosenheim
Fritz Bokelmann
Ulrich Jakobi
Vorsitzender des Vorstandes,
Volksbank eG,
Osterholz-Scharmbeck
Sprecher des Vorstandes,
Volksbank Wetzlar-Weilburg eG,
Wetzlar
Enno Emmerinck
Willy Köhler
Mitglied des Vorstandes,
Volksbank Hamburg Ost-West eG,
Hamburg
Vorsitzender des Vorstandes,
Volksbank Rhein-Neckar eG,
Mannheim
Dr. Rolf Flechsig
Friedrich Lehmann
Mitglied des Vorstandes,
Berliner Volksbank eG,
Berlin
Vorsitzender des Vorstandes,
Raiffeisenbank Ehingen eG,
Ehingen
Alfred Foistner
Rudolf Müller
Vorsitzender des Vorstandes,
Raiffeisenbank Oberschleißheim eG,
Oberschleißheim
Vorsitzender des Vorstandes,
Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG,
Bonn
Manfred Geyer
Egon Niebuhr
Vorsitzender des Vorstandes,
RaiffeisenVolksbank eG
Gewerbebank,
Ansbach
Mitglied des Vorstandes,
VR Bank Pinneberg eG,
Pinneberg
Fachbeirat
Dr. Dr. Claus Becker
Vorsitzender des Vorstandes,
Volksbank Darmstadt eG,
Darmstadt,
stv. Vorsitzender
Dr. Franz G. Leitner
Vorsitzender des Vorstandes,
Volksbank Freiburg eG,
Freiburg,
stv. Vorsitzender
Meinolf Bäcker
Mitglied des Vorstandes,
Volksbank Arnsberg-Sundern eG,
Arnsberg
Herbert Bauer
Generalbevollmächtigter,
Bank 1 Saar eG,
Saarbrücken
Stand: 1.4.2006
84
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
Gremien und Personen
Fachbeirat
Wilhelm Rippen
Rainer Schaidnagel
Elmar Stender
Vorstand,
Raiffeisenbank Wesermarsch-Süd eG,
Brake
Mitglied des Vorstandes,
Raiffeisenbank Kempten eG,
Kempten
Vorsitzender des Vorstandes,
Volksbank Marl-Recklinghausen eG,
Marl
Tilman Römpp
Christian Scheinert
Günther Wainowski
Vorstand,
Volksbank Bautzen eG,
Bautzen
Mitglied des Vorstandes,
Volksbank eG,
Elmshorn
Alfred Salz
Klaus Sievers
Mitglied des Vorstandes,
Vereinigte Volksbank AG
Böblingen/Sindelfingen –
Schönbuch – Calw/Weil der Stadt,
Sindelfingen
Vorstand,
Volksbank Rhein-Wupper eG,
Leverkusen
Vorsitzender des Vorstandes,
VR Bank eG,
Niebüll
Rolf Witezek
Mitglied des Vorstandes,
Volksbank Gießen eG,
Gießen
Stand: 1.4.2006
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005
85
ANSCHRIFTEN DER DG HYP
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
20095 Hamburg
Rosenstraße 2
Postfach 10 14 46
20009 Hamburg
Telefon (0 40) 33 34-37 78
Telefax (0 40) 33 34-11 02
10117 Berlin
Pariser Platz 3
Postfach 08 01 62
10001 Berlin
Telefon (0 30) 3 19 93-51 01
Telefax (0 30) 3 19 93-50 60
Immobilienzentren für gewerbliche Investoren
DG HYP
Immobilienzentrum Berlin
Leiter Dirk Brandes
Pariser Platz 3
10117 Berlin
Telefon (0 30) 3 19 93-51 01
Telefax (0 30) 3 19 93-50 60
DG HYP
Immobilienzentrum Düsseldorf
Leiter Hans-Josef Holtgrefe
Ludwig-Erhard-Allee 9
40227 Düsseldorf
Telefon (02 11) 22 04 99-10
Telefax (02 11) 22 04 99-40
DG HYP
Immobilienzentrum Frankfurt
Leiter Rudolf Beresko
Friedrich-Ebert-Anlage 2–14 (City-Haus)
60325 Frankfurt am Main
Telefon (0 69) 75 06 76-21
Telefax (0 69) 75 06 76-99
DG HYP
Immobilienzentrum Hamburg
Leiter Hans Henrik Dige
Rosenstraße 2
20095 Hamburg
Telefon (0 40) 33 34-37 78
Telefax (0 40) 33 34-11 02
DG HYP
Immobilienzentrum München
Leiter Wolfgang Berchtold
Türkenstraße 16
80333 München
Telefon (0 89) 51 26 76-10
Telefax (0 89) 51 26 76-30
DG HYP
Immobilienzentrum Stuttgart
Leiter Harald Alber
Heilbronner Straße 41
70191 Stuttgart
Telefon (07 11) 12 09 38-0
Telefax (07 11) 12 09 38-30
Repräsentanzen
DG HYP
London Representative Office
DG HYP
New York Representative Office
Kevin O’Connell
10 Aldersgate Street
London EC1A 4HJ
United Kingdom
Telefon +44 20 777676-12
Telefax +44 20 777676-19
Leiter Jean Barden
375 Park Avenue, Suite 2603
New York NY 10152
USA
Telefon +1 203 918 13 26
Telefax +1 203 461 83 19
Stand: 1.4.2006
86
Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
|
Geschäftsbericht 2005